Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    «7. Finanzangelegenheiten König Maximilians »

    « Nr. 483 Mandat Kg. Maximilians an Bürgermeister und Rat der Stadt Lüneburg »

    Erklärt, daß Papst Alexander VI. ihm die Aushändigung des Jubelablaßgelds bewilligt hat und daß auch der jetzige Papst, Julius II., ihm dies nicht bestreitet. Befiehlt ihnen, das in Lüneburg gesammelte Geld gegen kgl. Quittung1 an Kf. Joachim von Brandenburg oder dessen Bevollmächtigten auszuhändigen.2 

    Konstanz, 28. April 1507.
    Lüneburg, StdA, UA b 1507, April 28 [alt Nr. 3978] (Or. m. S., Verm. prps., Registraturverm. J. Villinger).

    « Nr. 484 Pfandbrief Kg. Maximilians für Bürgermeister und Rat der Stadt Isny »

    Verpfändet den um 600 fl.rh. von [den Brüdern Allwig und Burkhard] von Heimenhofen1 zurückgekauften Anteil an der jährlichen Stadtsteuer in Höhe von 60 Pfund Heller für 1100 fl.rh. an die Stadt Isny.

    Konstanz, 3. Mai 1507.
    Š Stuttgart, HStA, B 193, U 50 (Or. Perg., Gegenz. B. Hölzl).
    Regest: Kammer/Pietsch , Urkunden, Nr. 590, S. 94.

    « Nr. 485 Reversbrief Kg. Maximilians für Hg. Erich I. von Braunschweig-Calenberg »

    Verschreibt Hg. Erich und dessen Erben für die erfolgte Zahlung von 108 Berner Mark eine Ewigrente von jährlich vier Mark und fünf Pfund Berner Meraner Währung auf das Pfannhaus in Hall. Befiehlt Georg Spreng als Salzmeier zu Hall, das Geld an den Hg., seine Erben oder andere vom Hg. eingesetzte Nutznießer jährlich am 16. Oktober (St. Gallen tag) auszubezahlen.1

    Konstanz, 12. Mai 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 28’-29 (Kop., Verm. über Gegenz. J. Villinger).

    « Nr. 486 Reversbrief Gf. Heinrich Prüschenks von Hardegg für Kg. Maximilian »

    Der Kg. hat Kaspar von Winzer beauftragt, ihm, Gf. Hardegg, insgesamt 4000 fl.rh. auszubezahlen, davon 2000 fl. gegen Abtretung des Schlosses Weitenegg, die restlichen 2000 fl. zur Tilgung von kgl. Schulden. Bekundet, daß er dem Kg. oder seinen Erben über 4000 fl. quittieren wird, sobald Winzer die 2000 fl. bezahlt und einen Schuldbrief über die restlichen 2000 fl. übergeben hat.1 

    Konstanz, 12. Mai 1507.
    Wien, HHStA, AUR 1507 V 12 (Or. m. S., Unterz. Gf. Heinrich von Hardegg ).

    « Nr. 487 Reversbrief Kg. Maximilians für Ebf. Jakob von Mainz »

    Bekundet, daß Ebf. Jakob ihm 1000 fl.rh. geliehen und er diesem dafür die Entnahme dieser Summe aus dem im Ebm. Mainz eingesammelten Jubelablaßgeld bewilligt hat.1 

    ŠKonstanz, 18. Mai 1507.
    Würzburg, StA, Mainzer Ingrossaturbücher 48, fol. 226’; 230’ (jew. koll. Kop. mit imit. Vermm. prps./amdrp. und Gegenz. B. Hölzl; Kollationsverm. B. Ballof).

    « Nr. 488 Bürgschaftserklärung Zyprians von Serntein und Hans’ von Landau »

    Hans Meyenberg von Hinterburg, Heinrich Hasler aus Aegeri (Egre), der Solothurner Schultheiß Niklaus Conrad (Cunrater) und Celia, Tochter des verstorbenen [Niklaus] Ritzi, machten eine Schuldforderung gegen den röm. Kg. geltend. Sie beide haben beim Kg. erreicht, daß er jeder der genannten Parteien 96 fl.rh., zusammen 480 fl.rh., bezahlen wird, für welche Summe sie beide bürgen. Sagen zu, das Geld anstelle des Kg. binnen eines Monats beim Bürgermeister von Schaffhausen zur Auszahlung an sie zu hinterlegen.

    Konstanz, 21. Mai 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIII/256/V, fol. 18 (Konz. mit ex.-Verm.).

    « Nr. 489  Bf. Georg von Bamberg an Georg Stiebar von Buttenheim (Domdechant) und das Domkapitel zu Bamberg »

    Bekundet seine Zustimmung zu ihrer Antwort [auf ein früheres nicht vorliegendes Schreiben Bf. Georgs] wegen des Jubelablaßgelds. Er wünscht, daß die kgl. Bevollmächtigten an dessen Entgegennahme in Bamberg und Kronach (Cranach) nicht gehindert werden. Der bfl. Statthalter und die Räte erhalten entsprechende Weisung.1

    [Konstanz], 25. Mai 1507 (dinstag in pfingstfeiertagen).
    Bamberg, StA, B 23, Nr. 77, unfol. (Kop.).

    « Nr. 490 Quittung Kg. Maximilians für Hg. Ulrich von Württemberg »

    Der Kölner RT hat Hg. Ulrich von Württemberg mit 36 Reitern und 49½ Fußsoldaten veranschlagt.1 Die Kosten für den Unterhalt dieses Kontingents für ein Jahr betragen 6696 fl.rh. Bestätigt dem Hg. den Empfang dieser Summe am heutigen Tag.

    Konstanz, 28. Mai 1507.
    Stuttgart, HStA, A 80, U 3 (Or. Perg. m. S., Verm. prps., Gegenz. B. Hölzl).

    « Nr. 491 Kaufbrief Kg. Maximilians für Ludwig und Sibylle von Freyberg »

    Die Sicherung des Erbes für seine Enkelkinder nach dem Tod seines Sohnes Kg. Philipp verursacht erhebliche Kosten. Er verkauft deshalb an Ludwig von Freyberg und dessen ŠFrau Sibylle Schloß, Stadt und Hft. Schelklingen, Ehingen und Berg mit allen Rechten und Zugehörungen für 17 000 fl.rh., die Freyberg bereits bezahlt hat. Der Käufer hat sich außerdem verpflichtet, weitere 2000 fl. für Baumaßnahmen an den Schlössern Ehingen und Schelklingen aufzuwenden.

    Konstanz, 1. Juni 1507.
    Wien, HKA, Reichsakten 59/A, fol. 628–630’ (Kop., imit. Verm. prps. und Gegenz. Paul von Liechtenstein/Blasius Hölzl) = Textvorlage A. Stuttgart, HStA, B 32, Bü. 283, unfol. (Abschr. 17. Jh.) = B.
    Referiert bei Kohlweg , Ziegler, S. 71f.

    « Nr. 492  Dr. Konrad Stürtzel an Zyprian von Serntein »

    [Privatangelegenheit]. Wegen der von ihm, Stürtzel, erbetenen Anleihe für Kg. Maximilian waren er und Jakob Villinger vor sechs Wochen einig. Die Freiburger arbeiten in dieser Angelegenheit aber gegen ihn und sind bezüglich seiner Person sehr unwillig, da sie ihn – zu Unrecht – verdächtigen, er hätte sie in diese Sache hineinzogen. Er wußte nicht, daß Freiburg die Bürgschaft für das Geld leisten soll. Bislang war immer von Straßburg die Rede.1 

    Freiburg/Br., 6. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIII/256/V, fol. 19–19’ (eh. Or.).

    « Nr. 493 Weisung Kg. Maximilians an Regiment und Raitkammer zu Innsbruck »

    Er konnte sich mit Melchior von [Hohen-]Landenberg über eine Zahlung von 700 fl.rh. zur Begleichung seiner Forderungen an Dienstgeld und anderen Posten einigen. Landenberg hat ihm auf seinen Wunsch hin außerdem eine Anleihe von 2000 fl.rh. ausbezahlt1, die bei den laufenden Verhandlungen mit den Eidgenossen für das Haus Österreich von Nutzen waren. Er hat ihm diese 2000 fl. und dazu weitere 400 von den 700 fl. mit einer fünfprozentigen Verzinsung auf das Pfannhaus in Hall verschrieben. Die restlichen 300 fl. sollen so bald wie möglich ausbezahlt werden. Weist sie an, eine entsprechende Verschreibung über 2400 fl.rh. Šauszufertigen und nach Konstanz zu schicken. Er hat Landenberg außerdem zugesagt, ihm und seinen Erben das Dienstgeld weiterhin auszubezahlen, bis die 2400 fl. samt Zinsen erstattet sind.

    Konstanz, 8. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 172–172’ (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. P. v. Liechtenstein und B. Hölzl, Verm. über den Beschluß des Regiments vom 21.6.: Fiat furderlich durch die Hh. von der raitcamer. – Ex[pedi]tum.).

    « Nr. 494 Quittung Kg. Maximilians für Ebf. Hermann von Köln »

    Bestätigt Ebf. Hermann den Empfang der noch ausstehenden Summe am Kölner Reichsanschlag.1 

    Konstanz, 14. Juni 1507.
    Düsseldorf, HStA, Kurköln Urk., Nr. 3792 (Or. m. S.).

    « Nr. 495 [Gf. Wolfgang von Fürstenberg] an [Gf. Philipp von Hanau-Lichtenberg] »

    Der Kg. hat zur Bedienung des in Straßburg vom Adressaten aufgenommenen Kredits, für den der Kg. und er, Fürstenberg, eine Verschreibung ausgestellt haben1, dem Zinsmeister zu Hagenau [Hans Heinrich Armstorfer] die Auszahlung von 2000 fl. befohlen und bittet für den Rest um Stundung bis zum 11. November (Martini). Bittet ihn, diese Summe anzunehmen, da die Einnahme der [verschriebenen] Besitzungen in der Landvogtei dort erheblichen Unwillen verursachen würde. Die Annahme des Geldes hätte keinerlei Konsequenzen hinsichtlich der ihm ausgestellten Verschreibung. Übersendet beiliegend einen Reversbrief folgenden Inhalts: Gf. Wolfgang von Fürstenberg, Kaspar Frh. zu Mörsberg und Zyprian von Serntein erklären bzgl. der von ihnen mit Wissen Kg. Maximilians in Straßburg von Gf. Philipp von Hanau geliehenen 3 200 fl., die bis zum 24. Juni (St. Johans baptisten tag) rückzahlbar sind und auf einige Besitzungen [in der Landvogtei Hagenau] verschrieben wurden, daß der Zinsmeister zu Hagenau Weisung hat, sofort 2000 fl.rh. zu bezahlen und den Rest bis zum 11. November (Martini). Diese Regelung benimmt der für Gf. Philipp ausgestellten Verschreibung nichts. Falls die Zahlung ausbleiben sollte, haften gemäß der Verschreibung entweder die Bürgen oder es erfolgt die Übergabe der darin benannten Güter.

    Konstanz, 16. Juni 1507 (mitwochen nach Viti und Modesti).
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIV (1507), fol. 51’, 51 (Kop., in falscher Reihenfolge abgelegt).

    « ŠNr. 496  Kaufvertrag zwischen Kg. Maximilian und Seyfried Holzschuher »

    Verkauft Seyfried Holzschuher das nach dem Tod Hg. Georgs von Niederbayern an ihn als Ehg. von Österreich übergegangene Schloß Schmiechen mit allen zugehörigen Rechten und Besitzungen für den zwanzigfachen Jahresertrag, also 6 500 fl.rh., wovon 300 fl. am Schloß zu verbauen sind. Bestätigt den Empfang der Kaufsumme. Verzichtet auf alle obrigkeitlichen Rechte und sonstigen Ansprüche bezüglich Schmiechens. Verpflichtet sich, den Käufer gegen alle Forderungen im Zusammenhang mit diesem Kauf zu schützen und Holzschuher bzw. seine Erben anderweitig zu entschädigen, falls diese das Schloß ohne eigenes Verschulden, etwa in einem künftigen Krieg, verlieren sollten. Behält sich jedoch alle Bergrechte, Landreisen und -steuern, geistliche und weltliche Lehen sowie Jagdrechte vor. Für den Verkäufer bleibt außerdem nach Ablauf einer dreijährigen Schutzfrist eine jährliche Rückkaufoption bestehen. Behält sich das Öffnungsrecht vor. Holzschuher und seine Erben sind für das Schloß zur Gefolgschaft verpflichtet. Ihnen ist es untersagt, von dort aus Feindseligkeiten gegen das Haus Habsburg zu eröffnen oder solche zuzulassen.1 

    Konstanz, 19. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Nr. 33, fol. 192’-196 (Kop.).

    « Nr. 497 Vertrag zwischen Kg. Maximilian und Gf. Johann von Sonnenberg »

    Ehg. Sigmund von Tirol wurde Eberhard Truchseß von Waldburg, Gf. von Sonnenberg, gemäß dem in Augsburg am 7. April (montag in den hl. osterfeyrtagen) 1477 geschlossenen Vertrag über die Hftt. Sonnenberg und Bregenz 35 000 fl.rh. Kaufsumme und 1 750 fl.rh. jährlicher Rente und Zinsen schuldig.1 Gf. Johann als Erbe hat ihn als Ehg. von Österreich und Rechtsnachfolger Ehg. Sigmunds vertragsgemäß um die Regelung dieser Verbindlichkeiten ersucht. Der Gf. hat schließlich folgende Vereinbarung für die Ablösung der Schuld akzeptiert: [siebenjähriger Zahlungsplan]. Als Unterpfand für die Zahlung sind die SalzŠpfanne zu Hall, die Zölle am Kuntersweg, am Lueg und an der Töll sowie das Amt Bozen vorgesehen. Die Amtleute werden Reverse ausstellen, keine anderen Zahlungsverpflichtungen zu übernehmen. Er verpflichtet sich, keine weiteren Verschreibungen auf die Unterpfänder auszustellen, und kassiert alle anderslautenden Verfügungen. Dem Gf. und seinen Erben stehen bei Nichteinhaltung alle Rechtsmittel frei. Das Regiment und die Raitkammer zu Innsbruck verpflichten sich zum Vollzug dieser Verschreibung. Paul von Liechtenstein (kgl. Marschall in Tirol), Degen Fuchs von Fuchsberg (Hauptmann zu Kufstein) und Zyprian von Serntein (Tiroler Kanzler) besiegeln neben dem Kg. stellvertretend die Urkunde.2 

    ŠKonstanz, 21. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 231’-236 (Kop.).

    « Nr. 498 Hans von Landau (kgl. Schatzmeister im Reich) an Bürgermeister und Rat der Stadt Nördlingen »

    Auf dem Kölner RT (1505) wurde der Stadt Nördlingen eine Reichshilfe von 6 Reitern und 18 Fußsoldaten auferlegt1, was einer Geldsumme von 1584 fl. entspricht. Nördlingen hat davon 280 fl. entrichtet2, womit noch 1304 fl. ausstehen. Der Kg. hat ihn als kgl. Schatzmeister beauftragt, das Geld einzutreiben. Fordert sie auf, seinem Bevollmächtigten die Summe gegen beiliegende Quittung auszuhändigen. Falls sie über die 280 fl. hinaus bereits Zahlungen geleistet haben, sollen sie ihm darüber Mitteilung machen. Er warnt sie vor weiterer Säumigkeit, da er sonst genötigt wäre, mit kgl. Mandaten und in anderer Weise gegen sie vorzugehen.3 

    Konstanz, 21. Juni 1507.
    Nördlingen, StdA, Missiven 1507, fol. 8–8’ (Or. m. S.).

    « Nr. 499 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Übersendet eine Schuldforderung Gf. Sigmunds von Lupfen (oberster Feldhauptmann der vier vorderen Lande, Vogt zu Thann, kgl. Rat). Befiehlt ihnen, die Forderung zu prüfen und Lupfen eine Schuldenaufstellung zu übergeben. Falls keine Einigung möglich ist, sollen sie ihm Bericht erstatten.1

    Konstanz, 27. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 180 (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. Hans von Königsegg und B. Hölzl).

    « Nr. 500  Kg. Maximilian an Hg. Albrecht von Bayern »

    Teilt mit, daß er das in Ingolstadt angefallene und dort verwahrte Jubelablaßgeld Mgf. Kasimir von Brandenburg-Ansbach übereignet hat. Befiehlt ihm, das Geld an den Mgf. aushändigen zu lassen.

    Konstanz, 1. Juli 1507.
    München, HStA, KÄA 1239, fol. 264 (Or., Vermm. prps./amdrp., Registraturverm. J. Villinger).

    « Nr. 501 Reversbrief Abt Johanns von Schuttern für Kg. Maximilian »

    Er hat ihm vor drei Jahren gemeinsam mit dem Abt [Lorenz Effinger] von Ettenheimmünster auf Ersuchen Konrad Stürtzels (kgl. Kanzler) und Niklas Zieglers (kgl. Sekretär) für den Zug gegen Ortenberg 400 fl. mit einer jährlichen Verzinsung von 5 % geliehen. Während des Freiburger RT (1498) hatte er ihm außerdem 50 fl. gegeben. Für die Gesamtschuld – Šinzwischen 510 fl. – hat er dem Kloster den kgl. Wald Bünli1 (Blunli) bei Ottenheim am Rhein versetzt. Erklärt die Schuld damit für beglichen.

    Konstanz, 2. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Urk. I/3379 (Or. m. verletztem S.).

    « Nr. 502 Mandat Kg. Maximilians an Bürgermeister und Rat der Stadt Donauwörth »

    Befiehlt ihnen, Heinrich Marschall von Pappenheim oder dessen Bevollmächtigten die am 6. Dezember (St. Niclas tag) fällige jährliche Stadtsteuer für das Ammannsamt in Höhe von 460 Pfd. Heller auszuhändigen.1 

    Konstanz, 13. Juli 1507.
    Wien, HHStA, Reichsregisterbuch TT, fol. 66’ (Kop.).

    « Nr. 503 Pfandverschreibung Kg. Maximilians für Hans von Landau (kgl. Rat und Reichsschatzmeister) »

    Bekundet, daß Hans von Landau auf seinen Befehl hin Abt und Konvent des Klosters St. Blasien im Schwarzwald eine Schuld von 700 fl. beglichen und er ihn dafür auf das ihm bereits verpfändete Schloß und die Pflege Triberg verwiesen hat.

    Konstanz, 17. Juli 1507.
    Karlsruhe, GLA, D 1112 (Or. Perg., Verm. prps.).

    « Nr. 504 Stadt Zürich an Bf. Matthäus von Sitten »

    Der zwischen ihrem Mitbürger Bf. Heinrich von Chur, dem Churer Administrator Paul Ziegler und etlichen Angehörigen des Bistums über dessen Übergabe an Ziegler geschlossene Vertrag1 verpflichtet den röm. Kg. zur Zahlung von jährlich 200 fl. und Ziegler von 100 fl. an den Bf. Bislang hat dieser jedoch nichts erhalten. Sie haben ihn, Bf. Matthias, und ihren Mitbürger Ulrich Frh. von Hohensax bereits vor kurzem schriftlich gebeten, sich beim Kg. und Ziegler für die Einhaltung des Vertrags zu verwenden. Dennoch blieben die Zahlungen weiterhin aus. Da Bf. Heinrich wiederholt um die Hilfe der Stadt gebeten hat, erneuern sie ihre Bitte, sich gemeinsam mit Hohensax oder allein beim Kg. dafür einzusetzen, daß dieser die Zahlung gemäß der kgl. Verschreibung leistet und Ziegler ebenfalls dazu veranlaßt.

    ŠZürich, 17. Juli 1507 (sambstag nach St. Margreten tag).
    Zürich, StA, B IV 2, Stück-Nr. 42 (Konz.).
    Druck: Büchi , Korrespondenzen I, Nr. 94, S. 71f.

    « Nr. 505 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Er hat sie angewiesen, mit Kaspar von Maltitz (kgl. Rat und Pfleger zu Laudegg) über 1000 fl.rh. zu verhandeln, welche Summe sie inzwischen zweifellos bereithalten. Befiehlt ihnen, von diesem Geld an Hg. Erich von Braunschweig als Abschlagszahlung zur Tilgung einer Schuld 500 fl. auszuhändigen. Die Summe soll diesem dann bei seiner Abrechnung abgezogen werden.

    Konstanz, 19. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichisches Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 207–207’ (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. H. K. v. Mörsberg, B. Hölzl und J. Villinger).

    « Nr. 506 Reversbrief Kg. Maximilians für Peter Tammann und Hans Marti »

    Peter Tammann [Luzerner Ratsherr] und Hans Marti [Luzerner Ratsherr] haben sich gegen Jost Köchlin aus Schwyz für eine vom verstorbenen Vogt Gaudenz von Matsch, Gf. von Kirchberg, herrührende Schuld in Höhe von 7000 fl.rh. 1 verschrieben. Er selbst hat seinerzeit in einem Vertrag mit Matsch die Begleichung dieser Schuld zugesagt. Bekundet, daß er sich gegenüber Tammann, Marti und ihren Erben verpflichtet hat, sie in spätestens vier Jahren dieser Verschreibung zu entledigen. Falls bereits vor diesem Termin aufgrund der Verschreibung Zahlungen an sie geleistet werden, sollen diese Tranchen verrechnet werden.

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIV (1507), fol. 70 (koll. Kop., beglaubigt durch Heinrich von Alikon, Luzerner Stadtsekretär und öffentlicher Notar, am 29.2.1512).

    « Nr. 507 Kaufvertrag zwischen Kg. Maximilian und Jakob Fugger über die Gft. Kirchberg »

    [1.] Nach dem Tod seines Sohnes Kg. Philipp sind taglichen allerlay schwer und gross sachen und widerwartigkaiten furfallen, dardurch wir in stater fursorg, rustung und gegenwer sein muessen. Darzue und aus bewegung unser und des Hl. Reichs Kff., Ff. und ander desselben unsers Röm. Reichs stende, so uns auf jungstgehaltnem Reichs tag zu Costenz ir hilf zu erholung der ksl. cron mit ainer tapfern anzal volks durch Italien zu ziehen und solche unsere ksl. cron zu erlangen bewilligt und zugesagt, unser merglich notturft ervordert, uns zu volziehung solches loblichen furnemens, auch zu erholung Šberuerter unser ksl. cron unser selbs person, aller teutschen nation und sonderlichen unsers haus Osterreichs hochste ere, darzue zu erobrung etlicher unserer land und leut, die unsern vordern verschiner zeit durch die welschen nacion abgestelt und eingezogen sein und wir dann durch disen unsern romzug widerumb erlangen und in unser hende bringen mogen, zu solchem unserm romzug zu rusten, auch die anzal, was uns als Ehg. zu Osterrich deshalb bestimbt ist, nicht minder als andern unsern und des Hl. Reichs Ff., sonder vil mer, dieweyl das unser selbs person und derselben hochsten ere betrifft, zu halten geburt, darzue wir aber ainer merklichen summa gelts, als meniglich ermessen mog, notturftig sein. 
    [2.] Er hat deshalb dem Augsburger Bürger Jakob Fugger und seinen Erben das vom Reich lehnbare Schloß Kirchberg a. d. Iller samt Zubehör (mit der Gft. Kirchberg und dem Schloß Illerzell samt Zubehör) sowie die Hftt. Wullenstetten und Pfaffenhofen mit allen Zugehörungen, Einkünften und Rechten einschließlich der Vogtei über das Kloster Wiblingen, wie diese Hg. Georg von Bayern und danach er selbst durch Gf. Eitelfriedrich von Zollern1 innehatte, für 25 500 fl.rh. verkauft. Der Wert von Schloß und Gft. Kirchberg, der Hft. Wullenstetten, des Schlosses Illerzell und der Vogtei Wiblingen wurde dabei auf 22 000 fl.rh., der Hft. Pfaffenhofen auf 3500 fl.rh. veranschlagt. Er bestätigt den Empfang der Kaufsumme in bar.2 Ihm und seinen Erben sind die allgemeinen Landsteuern und Landreisen, Bergwerksrechte sowie das Appellationsrecht in der Weise, wie es in der Mgft. Burgau, der Landvogtei Schwaben und der Lgft. Nellenburg besteht, vorbehalten. Jakob Fugger hat ihm und seinen Erben ein nach Ablauf von zwanzig Jahren in Kraft tretendes Rückkaufsrecht durch Rückzahlung der Kaufsumme eingeräumt. Fugger hat ihm außerdem 4500 fl.rh. mit einer fünfprozentigen Verzinsung geliehen, welche Summe ebenfalls auf die verkauften Güter geschlagen wurde. Bis zum Rückkauf muß kein Zins gezahlt werden, doch beim Rückkauf werden neben der Hauptsumme auch die Zinsen fällig. Andernfalls sind die Fugger nicht verpflichtet, den Rückkauf zu gestatten; außerdem hat zeitgleich der Rückkauf der Hftt. Weißenhorn, Marstetten und Buch zu erfolgen.3 

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Š Wien, HKA, Reichsakten 148/A, fol. 41–45’ (Kop.) = Textvorlage A. Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 45’-50 (Kop., imit Vermm. prps., Gegenz. P. v. Liechtenstein und B. Hölzl, Registraturverm. J. Villinger) = B. Ludwigsburg, StA, B 90, Bü. 1691, unfol. (Kop.). Ludwigsburg, StA, B 423, Bü. 7, unfol. (Kop). Ludwigsburg, StA, B 532 II, Bü. 64, unfol. (Kop.). München, HStA, RKG 1592/IV, Stück-Nr. 42 (Kop. von 1575 mit imit. Registraturverm. A. Teubler, Verm. prps., Gegenz. P. v. Liechtenstein und Hölzl sowie Registraturverm. J. Villinger).
    Druck: Düvel , Gütererwerbungen, S. 183–188, Beilage 1.

    « Nr. 508 Kaufvertrag zwischen Kg. Maximilian und Jakob Fugger über die Hft. Weißenhorn »

    Seit dem Tod seines Sohnes Kg. Philipp von Kastilien widerfahren ihm und seinen Erblanden täglich gravierende Dinge und treten Hindernisse auf, die seine Aufmerksamkeit und Gegenmaßnahmen erfordern. Dafür und insbesondere auch für den bevorstehenden Romzug, für den die auf dem Konstanzer RT versammelten Stände eine Reichshilfe bewilligt haben, benötigt er erhebliche Geldmittel. Verkauft deshalb dem Augsburger Jakob Fugger und dessen Erben für 12 000 fl.rh. auf unbefristete Zeit die Hft. und Stadt Weißenhorn sowie die Hftt. Marstetten und Buch mit allen Rechten, Einkünften und Zugehörungen, wie diese seinerzeit Hg. Georg von Niederbayern und danach er selbst innehatte, als Eigengut und zur freien Verfügung. Fugger hat die Kaufsumme in bar bezahlt.1 Behält sich und seinen Erben jedoch Landsteuern und Landreisen, die Bergwerksrechte sowie das Appellationsrecht, wie dies in der Mgft. Burgau, der Landvogtei Schwaben und der Lgft. Nellenburg besteht, vor. Jakob Fugger hat ihm und seinen Erben ein nach Ablauf von vier Jahren in Kraft tretendes Rückkaufsrecht durch Rückzahlung der Kaufsumme eingeräumt. Wenn er oder seine Erben dieses Recht wahrnehmen, sind sie verpflichtet, zugleich auch die mit 400 fl. jährlich auf das Pfannhaus zu Hall verschriebenen 8000 fl.rh. [Nr. 509] zurückzuzahlen. Nach zwanzig Jahren ist ausschließlich ein Rückkauf Weißenhorns zusammen mit der Gft. Kirchberg etc. und der Ablösung der 225 fl. Zinsen für eine Anleihe Jakob Fuggers in Höhe von 4500 fl. möglich. Lediglich zur Ablösung der auf das Pfannhaus zu Hall verschriebenen 8000 fl.rh. soll er jederzeit berechtigt sein.

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 40–45 (Kop.) = Textvorlage A. Wien, HKA, Reichsakten 148/A, fol. 33–38 (Kop.) = B. München, HStA, RKG 1592/IV, Stück-Nr. 42 (Kop. von 1575) = C.
    Druck: Düvel , Gütererwerbungen, S. 188–193, Beilage 2.

    « Nr. 509 Verschreibung Kg. Maximilians für Jakob Fugger »

    Bekundet, daß er Jakob Fugger für ihm in bar ausbezahlte 8000 fl.rh., die zum Nutzen des Hauses Österreich und der Gft. Tirol ausgegeben wurden, einen Ewigzins von 400 fl.rh. auf das Salzmeieramt zu Hall im Inntal verwiesen hat. Fugger hat ihm und seinen Erben das Recht zu dessen Ablösung gegen Rückzahlung der Hauptsumme einschließlich aufgelaufener ŠZinsen oder sonst entstandener Kosten eingeräumt. Falls die Salzpfanne aus irgendeinem Grund die Zahlung nicht in voller Höhe leisten kann, wird das Geld anderweitig erstattet. Befiehlt seinem Salzmeier zu Hall, Georg Spreng, sowie dessen Nachfolgern die Auszahlung von 100 fl.rh. an jedem Quatember, beginnend mit dem 13. Dezember 1507 (St. Lucien tag).

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 35–36’ (Kop., Verm. über Gegenz. B. Hölzl und J. Villinger) = Textvorlage A. Augsburg, StA, Fugger I MüB., Nr. 10, unfol. (Kop.) = B. München, HStA, RKG 1592/IV, Stück-Nr. 42, unfol. (Kop. von 1575 mit imit. Verm. prps. und Gegenz. P. v. Liechtenstein).

    « Nr. 510 Verschreibung Kg. Maximilians für Kf. Friedrich und Hg. Johann von Sachsen »

    Bekundet, daß er Kf. Friedrich und Hg. Johann von Sachsen zur Tilgung von Schulden zusätzlich zu den vorgenommenen Verpfändungen1 für die Dauer von zehn Jahren die Stadtsteuern Nürnbergs und Lübecks, die sich unter Berücksichtigung anderweitiger Verschreibungen noch auf 1300 fl.rh. jährlich belaufen, überschrieben hat. Bürgermeister und Räte der beiden Städte sind gehalten, die Stadtsteuer gegen kgl. Quittung an Kf. und Hg. auszuhändigen. Nach Ablauf der Frist sollen die beiden Ff. die Schuldbriefe herausgeben. Falls die bis dahin ausgezahlten Gelder die darin angegebene Summe überschreiten, wird der Betrag vom erwähnten Pfandschilling abgezogen.2 

    Konstanz, 28. Juli 1507.
    Weimar, HStA, Reg. F, Urk. 1019 (Or. Perg. m. S., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. B. Hölzl, Registraturverm. J. Villinger).

    « Nr. 511 Reversbrief Kf. Friedrichs von Sachsen für Kg. Maximilian »

    Kg. Maximilian hat ihm und seinem Bruder Hg. Johann für die Dauer von zehn Jahren die Stadtsteuern Nürnbergs und Lübecks verschrieben, die sich – nach Abzug bereits bestehender kgl. Verschreibungen an Dritte – zusammen auf jährlich 1300 fl.rh. belaufen. Davon sollen diejenigen Schulden des Kg. beglichen werden, die nicht durch die Verpfändung [der Städte Mühlhausen, Nordhausen und Goslar] abgedeckt sind, sowie weitere 1000 fl., die er auf Wunsch des Kg. an Kunz von der Rosen ausgehändigt hat. Bekundet auch im Namen seines Bruders Johann, daß er sich im Gegenzug bereit erklärt hat, dem Kg. die Schuldbriefe auszuhändigen – auch wenn die darin aufgelisteten Schulden durch die binnen zehn Jahren auflaufenden Einkünfte aus den Stadtsteuern nicht vollständig gedeckt werden sollten. Falls Šdie Stadtsteuern in diesem Zeitraum die Schuld übersteigen sollten, so würde die Differenz vom erwähnten Pfandschilling abgezogen.
    Bestätigt den Empfang von 400 fl.rh. aus der am vergangenen 11. November (St. Martins tag) [1506] fällig gewordenen Nürnberger Stadtsteuer und weiterer 500 fl.rh. aus der Lübecker Stadtsteuer.

    Konstanz, 29. Juli 1507 (donrstag nach St. Annentag).
    Wien, HHStA, AUR 1507, VII 29 (Mundum).

    « Nr. 512 Reversbrief Kf. Friedrichs von Sachsen für Kg. Maximilian »

    Erklärt für sich und seinen Bruder Hg. Johann: Der röm. Kg. hat ihnen zwar eine Quittung über den Empfang von 2000 fl.rh. an der jetzt beschlossenen Reichshilfe ausgehändigt, bezahlt wurden aber nur 1500 fl. Die restlichen 500 fl. wurden wegen der underhaltung, die uns sein kgl. Mt. ytzo in der bayrischen sachen schuldig wirdet1 , abgezogen.

    Konstanz, 29. Juli 1507 (dornstag nach St. Annentag).
    Innsbruck, Urk. I/1895 (Or.).

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    ser/rta1507/II7/pages

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    Anmerkungen

    1
     Quittung Kg. Maximilians für Bürgermeister und Rat der Stadt Lüneburg über den Empfang des Jubelablaßgeldes, Konstanz, 27.4.1507 (Or. Perg. m. S., Verm. prps., Registraturverm. J. Villinger; StdA Lüneburg, UA b 1507, April 27 [alt Nr. 3977]). Dem Schreiben lag außerdem ein Reversbrief Kg. Maximilians bei, worin er erklärte, daß Papst Alexander VI. die Aushändigung des Jubelablaßgelds bewilligt habe und auch Papst Julius II. dies nicht bestreite. Der Kg. sicherte der Stadt zu, sie gegenüber dem Papst zu vertreten, falls sie wegen der Aushändigung dieser Gelder belangt werden sollte (Or. Perg. m. S. Konstanz, 27.4.1507, Verm. prps., Registraturverm. J. Villinger; StdA Lüneburg, UA b 1507, April 27 [alt Nr. 3976]).
    2
     Gesandte Kf. Joachims hatten die kgl. Schriftstücke unter erheblichen Kosten erwirkt, nachdem der Lüneburger Magistrat einer Auszahlung des Jubelablaßgeldes an Kf. Joachim unter der Bedingung zugestimmt hatte, daß er gegenüber Kg. und Papst abgesichert würde. Das Geld sollte zur Tilgung von Schulden des Kg. beim Kf. dienen. Die vom Kg. ausgestellten Dokumente wurden durch die kurbrandenburgischen Gesandten Dr. Hieronymus Sculteti (Propst zu Salzwedel und Pfarrer zu Cottbus) und Martin Tremmen (Verweser der Propstei zu Berlin) zwar dem Lüneburger Magistrat und – als Kollektator des Jubelablasses – dem Dompropst [Heinrich Bockholt] vorgelegt, die Stadt machte jedoch unerwartet geltend, daß ihr die Herausgabe des Jubiläumsgeldes seinerzeit durch den Legaten Raimund Peraudi sowie durch ein päpstliches Schreiben verboten worden war. Kf. Joachim insistierte mit Schreiben vom 20.6. noch einmal auf der Herausgabe des Geldes bzw. schlug alternativ vor, daß die Stadt vom Kg. die Erlaubnis erwirken sollte, das Geld durch Einzahlung einer Summe in gleicher Höhe zu ersetzen. Er wolle sich dann um die kgl. Genehmigung bemühen, daß die Stadt das von ihr eingezahlte Geld behalten dürfe. Obwohl der Kf. androhte, im Falle einer weiteren Weigerung den Kg. um Hilfe zu bitten (Or. Cölln/Spree, suntags nach Viti; StdA Lüneburg, Br. 27/15), antwortete die Stadt am 28.6. hinhaltend, daß sich der Kf. wegen der Abwesenheit etlicher Ratsherren auf einem vom Kg. von Dänemark angesetzten Tag gedulden sollte (Bürgermeister und Rat der Stadt Lüneburg an Kf. Joachim von Brandenburg, Konz.; ebd., Br. 95/14). Ein weiterer kurbrandenburgischer Gesandter, Dr. Sebastian Stublinger, der die kgl. Schriftstücke ein zweites Mal vorlegte, erlangte zwar die grundsätzliche Einwilligung zur Auszahlung der Gelder, doch verwies der Lüneburger Magistrat auf die noch fehlende Zustimmung des Dompropstes, der erst bis Ende September zurückerwartet werde. Der Kf. wartete jedoch vergeblich auf die zugesagte Mitteilung der Stadt. Er forderte mit Schreiben vom 12.10. erneut die Aushändigung des Jubelablaßgeldes und drohte andernfalls an, die Stadt bei Kg. Maximilian zu verklagen (Or. m. S., Cölln/Spree, dinstag nach Dionisii; ebd., Br. 27/17).
    1
     Vgl. Wiesflecker , Regesten IV/2, Nr. 20223, S. 773.
    1
     Am 2.5. hatte Dionysius Braun an Hg. Erich 100 fl. Dienstgeld ausbezahlt (Rechnungsbuch Hg. Erichs von Braunschweig, 1496–1511; HHStA Wien, Handschriften, B 395, hier fol. 23’).
    1
     Hieronymus Haller bescheinigte dem kgl. Sekretär Marx Treitzsaurwein am 26.6. den Empfang einer weiteren Verschreibung Hardeggs, worin dieser erklärte, das Schloß Weitenegg samt 200 fl. jährlicher Herrengülte an Kg. Maximilian abtreten zu wollen, sobald ihm Jakob Fugger oder dessen Bevollmächtigter im Namen des Kg. 2400 fl. ausgehändigt hätten (Or. m. S., Konstanz, Unterz. Haller; HHStA Wien, AUR 1507 VI 26). Am 2.1.1508 traf Kg. Maximilian mit Winzer einen Vergleich über Weitenegg (HHStA Wien, AUR 1508 I 2). Anderthalb Jahre später wies der Ks. ihn allerdings an, das Schloß bis zum 29.9. an Lorenz Saurer (Viztum von Österreich unter der Enns) abzutreten (HHStA Wien, AUR 1509 VI 25).
    1
     Wahrscheinlich noch während des RT verschrieb Kg. Maximilian den Ebf. für weitere ihm geliehene 2500 fl.rh. auf das im Ebm. Mainz noch vorhandene Jubelgeld (undat. koll. Kop., s.d., Kollationsverm. B. Ballof; StA Würzburg, Mainzer Ingrossaturbücher 48, fol. 229’-230). Der Kg. machte Ebf. Jakob gegenüber in Konstanz geltend, daß Papst Julius II. ihm das in Deutschland gesammelte Jubelgeld bewilligt habe, und forderte ihn auf, gegen dessen Einnahme im Est. Mainz keinen Widerstand zu leisten. Der Ebf. erklärte am 19.4.1508 seine Zustimmung und erteilte seinem Kanzleischreiber Martin Goel den Auftrag, den ksl. Kommissar Jakob Heimhofer (Heymenhofer)  zu unterstützen (Kop. St. Martinsburg/Mainz, mitwochs nach dem hl. palmtag ; StA Würzburg, Mainzer Ingrossaturbücher 48, fol. 225).
    1
     Der Bf. wies seine Statthalter und Räte in Bamberg an, dafür zu sorgen, daß die Entgegennahme des Jubelgeldes nicht behindert würde und die kgl. Bevollmächtigten das Geld sicher durch das Bamberger Gebiet transportieren könnten. Er habe erreicht, daß der Kg. keinen Angehörigen des Stifts mit dieser Mission betrauen werde. Der Kg. werde den Empfang der Summe quittieren und ihm einen Schadlosbrief [entsprechend Nr. 483, Anm. 1. Vgl. auch Heil , RTA-MR VIII/1, Nr. 654, S. 933] ausstellen (Postskript zu einem nicht vorliegenden Schreiben, s.d., jedoch Konstanz, 25.5.1507; StA Bamberg, B 23, Nr. 77 I, unfol.).
    1
     Kölner Reichsanschlag von 28./29.7.1505 ( Heil , RTA-MR VIII/1, Nr. 363, hier S. 512).
    1
     Konrad Stürtzel [d. J.], der Sohn des Hofkanzlers, hatte Serntein mit Schreiben vom 27.4. berichtet, daß er gemeinsam mit Jakob Villinger auftragsgemäß mit der Stadt Freiburg über die 8 666 fl. verhandelt habe. Die Freiburger hätten angekündigt, eine Gesandtschaft zum röm. Kg. abzufertigen, die darlegen werde, daß man dies nicht leisten könne. Villinger und er seien der Auffassung, daß der Kg. weiter drängen solle. Die Stadt werde es dann nicht abschlagen, da sie sich ihm ungern verweigere. Wegen der 500 fl. könne er mit seinem Vater nicht sprechen; dieser sei nicht zu Hause. Die 8000 fl. lägen als Unterpfand bei den Zinsleuten, bis die Bürgschaft Freiburgs vorliege (eh. Or. Freiburg/Br.; TLA Innsbruck, Maximiliana XIII/256/V, fol. 16–16’). Am 25.5. stellten Bürgermeister und Rat der Stadt Freiburg einen Reversbrief über die Verpfändung von jährlich 400 fl.rh. aus den städtischen Einkünften an Konrad Stürtzel [d. Ä.] für die dafür bezahlte Summe von 8000 fl.rh. aus (Kop.; HHStA Wien, Maximiliana 17, Konv. 4, fol. 153–154’). Am 19.6. entsandte Gf. Reinhard von Zweibrücken-Bitsch indessen seinen Diener Albrecht von Winkenthal zu Verhandlungen mit Kg. Maximilian über die Bürgschaft für die 8000 fl. Dr. Stürtzels (Or., s.l., samstag nach Viti et Modesti; HHStA Wien, Maximiliana 18, Konv. 1, fol. 17–17’).
    1
     Schuldbrief Kg. Maximilians für Melchior von Landenberg über 2000 fl. vom 21.6.1507 (Kop., s.l.; TLA Innsbruck, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 107–107’).
    1
     Vgl. Heil , RTA-MR VIII/2, Nr. 939, S. 1397 Anm. 4.
    1
     Liegt nicht vor.
    1
     Bereits am 17.6. hatte Kg. Maximilian Holzschuher für Schmiechen von allen seitens Hg. Albrechts und Hg. Wolfgangs von Bayern geltend gemachten Dienstpflichten und sonstigen obrigkeitlichen Rechten befreit (Kop. Konstanz; TLA Innsbruck, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd.. 33, fol. 196–197) und sich außerdem verpflichtet, einen Teil des Kaufpreises zurückzuerstatten, falls das jährliche Einkommen Schmiechens die veranschlagte Höhe nicht erreichen sollte (Kop. Konstanz, Datumverm.: ut supra [= 17.6.1507]; ebd., fol. 197–197’). Der Kg. erhielt nur einen Teil der Kaufsumme, Holzschuher hatte Altschulden – unter anderem für seinen 26-monatigen Dienst mit 5 Pferden – in Gesamthöhe von 3 679 fl., 13 ß in Rechnung gestellt. In Konstanz bezahlte er deshalb nur 1000 fl. aus, weitere 1500 fl. sollten später in Augsburg entrichtet werden (Kostenaufstellung Holzschuhers; Kop., s.d., jedoch Konstanz, 20.6.1507 oder kurz davor; ebd., fol. 198–199). Mit Schreiben vom 20.6. machte Kg. Maximilian der Innsbrucker Raitkammer Mitteilung über den Verkauf und erteilte Weisungen zu dessen Umsetzung (Kop. Konstanz, Verm. über Gegenz. H. v. Landaus, B. Hölzls und S. Bruefers; präs. Innsbruck, 17.7.1507; ebd., fol. 190–192). Vgl. Pölnitz , Fugger II, S. 216f.; Düvel , Gütererwerbungen, S. 64–67.
    1
     Tatsächlich datiert die Schuldverschreibung Ehg. Sigmunds vom 23. März 1478. Gf. Eberhard I. hatte am 31.8.1474 die bereits von Tirol besetzte Gft. Sonnenberg für ursprünglich 34.000 fl. an Ehg. Sigmund verkaufen müssen. Aufgrund des Zahlungsverzugs wurde die Forderung später auf die oben im Text genannte Summe korrigiert ( Sander , Erwerbung, S. 71–73;  Vochezer , Geschichte I, S. 587f., 717; Heinig , Kaiser II, S. 917f., 935f.).
    2
     Mit Weisung vom 22.6. befahl Kg. Maximilian dem Regiment und der Raitkammer zu Innsbruck den Vollzug des Vertrags (Kop., Nachweis über Unterz. Kg. Maximilian, Gegenz. P. v. Liechtenstein, B. Hölzl und J. Villinger; Vermerk über den Beschluß des Regiments, den Vertrag in der Raitkammer kopieren zu lassen und bei den Amtleuten die Ausstellung der erforderlichen Verschreibungen zur Übergabe an die gfl. Bevollmächtigten zu verfügen; TLA Innsbruck, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 230–231). Gf. Johann bevollmächtigte am 25.8. seinen Vogt zu Wolfegg, Andreas Neukomm, zur Entgegennahme der Verschreibungen (Or. m. S., mitwuch nach St. Bartholomeus des hl. zwolfboten tag; HHStA Wien, Maximiliana 18, Konv. 1, fol. 74–74’).
    1
     Kölner Reichsanschlag vom 28./29.7.1505 ( Heil , RTA-MR VIII/1, Nr. 363, hier S. 512).
    2
     Quittung des kgl. Kommissars Gf. Andreas von Sonnenberg und der Stadt Ulm über den Empfang der Summe, [Ulm], 28.7.1506 (Or. m. 2. Ss., zinstag nachst nach St. Jacobs des merren zwelfpoten tag; StdA Nördlingen, U 7200). Vgl. Heil , RTA-MR VIII/2, Nr. 939, S. 1407 Anm. 42.
    3
     Der Nördlinger Magistrat beschied die Mahnung unter Geltendmachung der vollständigen Zahlung abschlägig (Kop., montags St. Peter und Pauls abend apostolorum  [28.6.]1507; StdA Nördlingen, Missivbücher 1507, fol. 49’-50). Bereits am 5.1.1507 hatte Kg. Maximilian gefordert, seinem obersten Sekretär Niklas Ziegler 300 fl. aus dem Nördlinger Anteil an der Kölner Reichshilfe auszubezahlen (Or. m. S., Innsbruck, Verm. prps., Gegenz. B. Hölzl, Registraturverm. J. Villinger; StdA Nördlingen, Missiven 1507, fol. 90–90’). Die Stadt befürchtete einen Präzedenzfall und machte dagegen ihre finanzielle Erschöpfung, ihre überhöhte Veranschlagung auf dem Kölner RT, die bereits erfolgte Zahlung von 280 fl. und eine 1506 gewährte Anleihe an Kg. Maximilian von 600 fl., deren Verrechnung der Bürge Balthasar Wolf von Wolfsthal mit der Reichshilfe in Aussicht gestellt hatte, geltend. Ihr Gesandter am kgl. Hof, BM Ulrich Strauß, sollte Ziegler eine Schlußzahlung von 300 fl. anbieten, wogegen über die Leistung des vollständigen Kölner Anschlags quittiert werden sollte (Stadt Nördlingen an U. Strauß, Kop., dornstags nach conversionis St. Pauli [28.1.]; StdA Nördlingen, Missivbücher 1507, fol. 5’-6’. Instruktion Nördlingens für Strauß zu Verhandlungen mit Ziegler, Kop., freytags vor esto michi [12.2.]1507; ebd., fol. 13’-15’. Vgl. auch die zweite Instruktion für Strauß vom 12.2.; Nr. 600, Anm. 3]). Die Stadt hatte damit offenbar Erfolg. Kg. Maximilian stellte ihr eine auf den 26.2. datierte Quittung über den vollständigen Kölner Anschlag aus (Or. m. S., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. N. Ziegler; StdA Nördlingen, U 7200). Die Urkunde ist rückdatiert. Nördlingen bedankte sich bei Ziegler nach der Rückkehr Strauß’ vom kgl. Hof für dessen Bemühungen und mahnte die unverzügliche Ausfertigung der Quittung an (Kop., aftermontags nach letare [16.3.]1507; StdA Nördlingen, Missivbücher 1507, fol. 24–25).
    1
     Laut Vermerk auf dem Aktenstück beschloß die Raitkammer am 7.7., die Abrechnung Lupfens entgegenzunehmen und dem Kg. dann über die Mängel zu berichten. Lupfen erhob für seinen Dienst mit 15 Pferden für 3½ Monate während des Landshuter Erbfolgekrieges eine Forderung von 100 fl. für sich selbst und dazu monatlich 10 fl. je Pferd. Ihm waren bis dahin lediglich 200 fl. ausbezahlt worden (TLA Innsbruck, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 180’). Am 28.6. wies Kg. Maximilian die Raitkammer an, Lupfen eine Abschlagszahlung zu leisten (Kop., Gegenz. B. Hölzl und S. Bruefer; ebd., fol. 181). Laut Vermerk über den Beschluß der Raitkammer vom 7.7. sollte der Gf. 6 [!] fl. erhalten. Am gleichen Tag teilte die Raitkammer dem Kg. (unter Bezugnahme auf eine frühere Weisung vom 12.9.1506) mit, daß Lupfen bislang keine Belege über seinen während des Erbfolgekrieges geleisteten Dienst vorgelegt habe und man deshalb keine Abrechnung vornehmen könne (Kop.; ebd., Bd. 34, fol. 29–29’).
    1
     Die heutige Bezeichnung lautet Ottenheimer Wald (zw. Ottenheim und Kürzell).
    1
     Vermerke über ein entsprechendes Mandat vom gleichen Datum an die Stadt Aalen wegen der am 11.11. fälligen Stadtsteuer sowie über Mandate an die Stadt Nürnberg vom 14.7. wegen der jährlichen Judensteuer (vgl. Tschech , Maximilian, S. 14), an die Stadt Nördlingen vom 13.7. wegen der jährlich fälligen 200 fl. aus dem Ammannsamt und an die Stadt Weißenburg vom 14.7. wegen der am 11.11. fälligen Stadtsteuer, jeweils zur Aushändigung an Pappenheim (HHStA Wien, Reichsregisterbuch TT, fol. 66’).
    1
     Vertrag vom 30.5.1503 ( Jecklin , Materialien I, Nrr. 317, 321, 322, S. 67f.; ebd. II, Nr. 144, hier S. 124). Vgl. auch das Schreiben Kg. Maximilians an Bf. Heinrich vom 27.8.1503, seine Schuldverschreibung vom gleichen Datum (ebd., Nrr. 147f.) und die kgl. Instruktion vom 6.1.1504 ( Wiesflecker , Regesten IV/1, Nr. 18080, S. 393).
    1
     Bereits auf dem Wormser RT hatte am 18.5.1495 Kg. Maximilian Kommissare für einen rechtlichen Entscheid im Streit zwischen Luzern und Gaudenz von Matsch wegen dieser Schuld ernannt ( Angermeier , RTA-MR V/1, Nr. 672, S. 701). Später übernahm er diese Zahlungsverpflichtung im Rahmen eines Kaufvertrages und verwies die Stadt Luzern und deren als Interessenten auftretende Bürger am 17.12.1496 auf die Innsbrucker Schatzkammer ( Wiesflecker , Regesten II/2, Nr. 7750, S. 582).
    1
     Kg. Maximilian hatte die Gft. Kirchberg im Sept. 1504 für 20 000 fl. an Gf. Eitelfriedrich verpfändet ( Düvel , Gütererwerbungen, S. 35; Pölnitz , Fugger II, S. 184).
    2
     Laut Paul von Liechtenstein erhielt Kg. Maximilian während des Konstanzer RT an der Kaufsumme für Kirchberg, Wullenstetten, Weißenhorn und Pfaffenhofen [und dem auf das Salzmeieramt zu Hall verwiesenen Geld] in Gesamthöhe von 50 000 fl.rh. eine erste Tranche von 12 000 fl.rh. ausbezahlt (Reversbrief Pauls von Liechtenstein, eh. Or. Augsburg, 14.8.1507; HHStA Wien, Maximiliana 18, Konv. 1, fol. 63–63’). Jakob Fugger teilte dem venezianischen Gesandten Vincenzo Querini am 17.9. mit, daß er dem Kg. die restliche Summe von 38 000 fl. überbringen werde (Querini an den Dogen, ital. Kop. Zirl, 18.9.1507, Postverm.: Per postas regias; BM Venedig, Cod. marc. ital. VII/989 (= 9581), fol. 104’-106, hier 105’; BFQS Venedig, Cl. IV, Cod. V (= 769), fol. 166’-167’, hier 167). Vgl. Düvel , Gütererwerbungen, S. 16–18; Pölnitz , Fugger II, S. 167f.; Hadry , Fugger, S. 27–29, 35f.; Dies. , Jakob Fugger, S. 40–45.
    3
     Ebenfalls während des Konstanzer RT, am 15.5.1507, schloß Kg. Maximilian mit Ulrich und Jakob Fugger einen Darlehensvertrag über 60 000 fl. Die Summe wurde auf das Hüttenwerk Rattenberg versichert (Kop.; TLA Innsbruck, Oberösterr. Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 27–28. Jansen , Fugger, S. 100f.; Pölnitz , Fugger II, S. 164; Mader , Liechtenstein, S. 159; Skriwan , Maximilian, S. 274). Am 3.7. erhielt der Kg. von Fugger ein Darlehen in Höhe von 80 000 fl. ausbezahlt ( Wiesflecker , Maximilian III, S. 367).
    1
     Vgl. Nr. 507, Anm. 2.
    1
     Verpfändung der Städte Mühlhausen, Nordhausen und Goslar an Kf. Friedrich und Hg. Johann von Sachsen am 31.7.1505 ( Heil , RTA-MR VIII/1, Nr. 656, S. 933–935).
    2
     Kf. Friedrich erhielt auch einen Reversbrief Kg. Maximilians für die Stadt Nürnberg ausgehändigt, wonach die Verschreibung ihre Freiheiten nicht beeinträchtigen sollte und sie nach Ablauf der zehn Jahre nie mehr verpflichtet werden konnte, die Stadtsteuer an einen anderen Empfänger auszubezahlen als die kgl. Kammer (Or. Perg. m. S., Konstanz, 28.7.1507, Vermm. prps./amdrp., Gegenz. N. Ziegler; HStA Weimar, Reg. F, Urk. 1020). Vgl. Nr. 990 [Pkt. 1].
    1
     Vgl. Nr. 410 [Pkt. 2].

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    «7. Finanzangelegenheiten König Maximilians »

    « Nr. 483 Mandat Kg. Maximilians an Bürgermeister und Rat der Stadt Lüneburg »

    Erklärt, daß Papst Alexander VI. ihm die Aushändigung des Jubelablaßgelds bewilligt hat und daß auch der jetzige Papst, Julius II., ihm dies nicht bestreitet. Befiehlt ihnen, das in Lüneburg gesammelte Geld gegen kgl. Quittung1 an Kf. Joachim von Brandenburg oder dessen Bevollmächtigten auszuhändigen.2 

    Konstanz, 28. April 1507.
    Lüneburg, StdA, UA b 1507, April 28 [alt Nr. 3978] (Or. m. S., Verm. prps., Registraturverm. J. Villinger).

    « Nr. 484 Pfandbrief Kg. Maximilians für Bürgermeister und Rat der Stadt Isny »

    Verpfändet den um 600 fl.rh. von [den Brüdern Allwig und Burkhard] von Heimenhofen1 zurückgekauften Anteil an der jährlichen Stadtsteuer in Höhe von 60 Pfund Heller für 1100 fl.rh. an die Stadt Isny.

    Konstanz, 3. Mai 1507.
    Š Stuttgart, HStA, B 193, U 50 (Or. Perg., Gegenz. B. Hölzl).
    Regest: Kammer/Pietsch , Urkunden, Nr. 590, S. 94.

    « Nr. 485 Reversbrief Kg. Maximilians für Hg. Erich I. von Braunschweig-Calenberg »

    Verschreibt Hg. Erich und dessen Erben für die erfolgte Zahlung von 108 Berner Mark eine Ewigrente von jährlich vier Mark und fünf Pfund Berner Meraner Währung auf das Pfannhaus in Hall. Befiehlt Georg Spreng als Salzmeier zu Hall, das Geld an den Hg., seine Erben oder andere vom Hg. eingesetzte Nutznießer jährlich am 16. Oktober (St. Gallen tag) auszubezahlen.1

    Konstanz, 12. Mai 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 28’-29 (Kop., Verm. über Gegenz. J. Villinger).

    « Nr. 486 Reversbrief Gf. Heinrich Prüschenks von Hardegg für Kg. Maximilian »

    Der Kg. hat Kaspar von Winzer beauftragt, ihm, Gf. Hardegg, insgesamt 4000 fl.rh. auszubezahlen, davon 2000 fl. gegen Abtretung des Schlosses Weitenegg, die restlichen 2000 fl. zur Tilgung von kgl. Schulden. Bekundet, daß er dem Kg. oder seinen Erben über 4000 fl. quittieren wird, sobald Winzer die 2000 fl. bezahlt und einen Schuldbrief über die restlichen 2000 fl. übergeben hat.1 

    Konstanz, 12. Mai 1507.
    Wien, HHStA, AUR 1507 V 12 (Or. m. S., Unterz. Gf. Heinrich von Hardegg ).

    « Nr. 487 Reversbrief Kg. Maximilians für Ebf. Jakob von Mainz »

    Bekundet, daß Ebf. Jakob ihm 1000 fl.rh. geliehen und er diesem dafür die Entnahme dieser Summe aus dem im Ebm. Mainz eingesammelten Jubelablaßgeld bewilligt hat.1 

    ŠKonstanz, 18. Mai 1507.
    Würzburg, StA, Mainzer Ingrossaturbücher 48, fol. 226’; 230’ (jew. koll. Kop. mit imit. Vermm. prps./amdrp. und Gegenz. B. Hölzl; Kollationsverm. B. Ballof).

    « Nr. 488 Bürgschaftserklärung Zyprians von Serntein und Hans’ von Landau »

    Hans Meyenberg von Hinterburg, Heinrich Hasler aus Aegeri (Egre), der Solothurner Schultheiß Niklaus Conrad (Cunrater) und Celia, Tochter des verstorbenen [Niklaus] Ritzi, machten eine Schuldforderung gegen den röm. Kg. geltend. Sie beide haben beim Kg. erreicht, daß er jeder der genannten Parteien 96 fl.rh., zusammen 480 fl.rh., bezahlen wird, für welche Summe sie beide bürgen. Sagen zu, das Geld anstelle des Kg. binnen eines Monats beim Bürgermeister von Schaffhausen zur Auszahlung an sie zu hinterlegen.

    Konstanz, 21. Mai 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIII/256/V, fol. 18 (Konz. mit ex.-Verm.).

    « Nr. 489  Bf. Georg von Bamberg an Georg Stiebar von Buttenheim (Domdechant) und das Domkapitel zu Bamberg »

    Bekundet seine Zustimmung zu ihrer Antwort [auf ein früheres nicht vorliegendes Schreiben Bf. Georgs] wegen des Jubelablaßgelds. Er wünscht, daß die kgl. Bevollmächtigten an dessen Entgegennahme in Bamberg und Kronach (Cranach) nicht gehindert werden. Der bfl. Statthalter und die Räte erhalten entsprechende Weisung.1

    [Konstanz], 25. Mai 1507 (dinstag in pfingstfeiertagen).
    Bamberg, StA, B 23, Nr. 77, unfol. (Kop.).

    « Nr. 490 Quittung Kg. Maximilians für Hg. Ulrich von Württemberg »

    Der Kölner RT hat Hg. Ulrich von Württemberg mit 36 Reitern und 49½ Fußsoldaten veranschlagt.1 Die Kosten für den Unterhalt dieses Kontingents für ein Jahr betragen 6696 fl.rh. Bestätigt dem Hg. den Empfang dieser Summe am heutigen Tag.

    Konstanz, 28. Mai 1507.
    Stuttgart, HStA, A 80, U 3 (Or. Perg. m. S., Verm. prps., Gegenz. B. Hölzl).

    « Nr. 491 Kaufbrief Kg. Maximilians für Ludwig und Sibylle von Freyberg »

    Die Sicherung des Erbes für seine Enkelkinder nach dem Tod seines Sohnes Kg. Philipp verursacht erhebliche Kosten. Er verkauft deshalb an Ludwig von Freyberg und dessen ŠFrau Sibylle Schloß, Stadt und Hft. Schelklingen, Ehingen und Berg mit allen Rechten und Zugehörungen für 17 000 fl.rh., die Freyberg bereits bezahlt hat. Der Käufer hat sich außerdem verpflichtet, weitere 2000 fl. für Baumaßnahmen an den Schlössern Ehingen und Schelklingen aufzuwenden.

    Konstanz, 1. Juni 1507.
    Wien, HKA, Reichsakten 59/A, fol. 628–630’ (Kop., imit. Verm. prps. und Gegenz. Paul von Liechtenstein/Blasius Hölzl) = Textvorlage A. Stuttgart, HStA, B 32, Bü. 283, unfol. (Abschr. 17. Jh.) = B.
    Referiert bei Kohlweg , Ziegler, S. 71f.

    « Nr. 492  Dr. Konrad Stürtzel an Zyprian von Serntein »

    [Privatangelegenheit]. Wegen der von ihm, Stürtzel, erbetenen Anleihe für Kg. Maximilian waren er und Jakob Villinger vor sechs Wochen einig. Die Freiburger arbeiten in dieser Angelegenheit aber gegen ihn und sind bezüglich seiner Person sehr unwillig, da sie ihn – zu Unrecht – verdächtigen, er hätte sie in diese Sache hineinzogen. Er wußte nicht, daß Freiburg die Bürgschaft für das Geld leisten soll. Bislang war immer von Straßburg die Rede.1 

    Freiburg/Br., 6. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIII/256/V, fol. 19–19’ (eh. Or.).

    « Nr. 493 Weisung Kg. Maximilians an Regiment und Raitkammer zu Innsbruck »

    Er konnte sich mit Melchior von [Hohen-]Landenberg über eine Zahlung von 700 fl.rh. zur Begleichung seiner Forderungen an Dienstgeld und anderen Posten einigen. Landenberg hat ihm auf seinen Wunsch hin außerdem eine Anleihe von 2000 fl.rh. ausbezahlt1, die bei den laufenden Verhandlungen mit den Eidgenossen für das Haus Österreich von Nutzen waren. Er hat ihm diese 2000 fl. und dazu weitere 400 von den 700 fl. mit einer fünfprozentigen Verzinsung auf das Pfannhaus in Hall verschrieben. Die restlichen 300 fl. sollen so bald wie möglich ausbezahlt werden. Weist sie an, eine entsprechende Verschreibung über 2400 fl.rh. Šauszufertigen und nach Konstanz zu schicken. Er hat Landenberg außerdem zugesagt, ihm und seinen Erben das Dienstgeld weiterhin auszubezahlen, bis die 2400 fl. samt Zinsen erstattet sind.

    Konstanz, 8. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 172–172’ (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. P. v. Liechtenstein und B. Hölzl, Verm. über den Beschluß des Regiments vom 21.6.: Fiat furderlich durch die Hh. von der raitcamer. – Ex[pedi]tum.).

    « Nr. 494 Quittung Kg. Maximilians für Ebf. Hermann von Köln »

    Bestätigt Ebf. Hermann den Empfang der noch ausstehenden Summe am Kölner Reichsanschlag.1 

    Konstanz, 14. Juni 1507.
    Düsseldorf, HStA, Kurköln Urk., Nr. 3792 (Or. m. S.).

    « Nr. 495 [Gf. Wolfgang von Fürstenberg] an [Gf. Philipp von Hanau-Lichtenberg] »

    Der Kg. hat zur Bedienung des in Straßburg vom Adressaten aufgenommenen Kredits, für den der Kg. und er, Fürstenberg, eine Verschreibung ausgestellt haben1, dem Zinsmeister zu Hagenau [Hans Heinrich Armstorfer] die Auszahlung von 2000 fl. befohlen und bittet für den Rest um Stundung bis zum 11. November (Martini). Bittet ihn, diese Summe anzunehmen, da die Einnahme der [verschriebenen] Besitzungen in der Landvogtei dort erheblichen Unwillen verursachen würde. Die Annahme des Geldes hätte keinerlei Konsequenzen hinsichtlich der ihm ausgestellten Verschreibung. Übersendet beiliegend einen Reversbrief folgenden Inhalts: Gf. Wolfgang von Fürstenberg, Kaspar Frh. zu Mörsberg und Zyprian von Serntein erklären bzgl. der von ihnen mit Wissen Kg. Maximilians in Straßburg von Gf. Philipp von Hanau geliehenen 3 200 fl., die bis zum 24. Juni (St. Johans baptisten tag) rückzahlbar sind und auf einige Besitzungen [in der Landvogtei Hagenau] verschrieben wurden, daß der Zinsmeister zu Hagenau Weisung hat, sofort 2000 fl.rh. zu bezahlen und den Rest bis zum 11. November (Martini). Diese Regelung benimmt der für Gf. Philipp ausgestellten Verschreibung nichts. Falls die Zahlung ausbleiben sollte, haften gemäß der Verschreibung entweder die Bürgen oder es erfolgt die Übergabe der darin benannten Güter.

    Konstanz, 16. Juni 1507 (mitwochen nach Viti und Modesti).
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIV (1507), fol. 51’, 51 (Kop., in falscher Reihenfolge abgelegt).

    « ŠNr. 496  Kaufvertrag zwischen Kg. Maximilian und Seyfried Holzschuher »

    Verkauft Seyfried Holzschuher das nach dem Tod Hg. Georgs von Niederbayern an ihn als Ehg. von Österreich übergegangene Schloß Schmiechen mit allen zugehörigen Rechten und Besitzungen für den zwanzigfachen Jahresertrag, also 6 500 fl.rh., wovon 300 fl. am Schloß zu verbauen sind. Bestätigt den Empfang der Kaufsumme. Verzichtet auf alle obrigkeitlichen Rechte und sonstigen Ansprüche bezüglich Schmiechens. Verpflichtet sich, den Käufer gegen alle Forderungen im Zusammenhang mit diesem Kauf zu schützen und Holzschuher bzw. seine Erben anderweitig zu entschädigen, falls diese das Schloß ohne eigenes Verschulden, etwa in einem künftigen Krieg, verlieren sollten. Behält sich jedoch alle Bergrechte, Landreisen und -steuern, geistliche und weltliche Lehen sowie Jagdrechte vor. Für den Verkäufer bleibt außerdem nach Ablauf einer dreijährigen Schutzfrist eine jährliche Rückkaufoption bestehen. Behält sich das Öffnungsrecht vor. Holzschuher und seine Erben sind für das Schloß zur Gefolgschaft verpflichtet. Ihnen ist es untersagt, von dort aus Feindseligkeiten gegen das Haus Habsburg zu eröffnen oder solche zuzulassen.1 

    Konstanz, 19. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Nr. 33, fol. 192’-196 (Kop.).

    « Nr. 497 Vertrag zwischen Kg. Maximilian und Gf. Johann von Sonnenberg »

    Ehg. Sigmund von Tirol wurde Eberhard Truchseß von Waldburg, Gf. von Sonnenberg, gemäß dem in Augsburg am 7. April (montag in den hl. osterfeyrtagen) 1477 geschlossenen Vertrag über die Hftt. Sonnenberg und Bregenz 35 000 fl.rh. Kaufsumme und 1 750 fl.rh. jährlicher Rente und Zinsen schuldig.1 Gf. Johann als Erbe hat ihn als Ehg. von Österreich und Rechtsnachfolger Ehg. Sigmunds vertragsgemäß um die Regelung dieser Verbindlichkeiten ersucht. Der Gf. hat schließlich folgende Vereinbarung für die Ablösung der Schuld akzeptiert: [siebenjähriger Zahlungsplan]. Als Unterpfand für die Zahlung sind die SalzŠpfanne zu Hall, die Zölle am Kuntersweg, am Lueg und an der Töll sowie das Amt Bozen vorgesehen. Die Amtleute werden Reverse ausstellen, keine anderen Zahlungsverpflichtungen zu übernehmen. Er verpflichtet sich, keine weiteren Verschreibungen auf die Unterpfänder auszustellen, und kassiert alle anderslautenden Verfügungen. Dem Gf. und seinen Erben stehen bei Nichteinhaltung alle Rechtsmittel frei. Das Regiment und die Raitkammer zu Innsbruck verpflichten sich zum Vollzug dieser Verschreibung. Paul von Liechtenstein (kgl. Marschall in Tirol), Degen Fuchs von Fuchsberg (Hauptmann zu Kufstein) und Zyprian von Serntein (Tiroler Kanzler) besiegeln neben dem Kg. stellvertretend die Urkunde.2 

    ŠKonstanz, 21. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 231’-236 (Kop.).

    « Nr. 498 Hans von Landau (kgl. Schatzmeister im Reich) an Bürgermeister und Rat der Stadt Nördlingen »

    Auf dem Kölner RT (1505) wurde der Stadt Nördlingen eine Reichshilfe von 6 Reitern und 18 Fußsoldaten auferlegt1, was einer Geldsumme von 1584 fl. entspricht. Nördlingen hat davon 280 fl. entrichtet2, womit noch 1304 fl. ausstehen. Der Kg. hat ihn als kgl. Schatzmeister beauftragt, das Geld einzutreiben. Fordert sie auf, seinem Bevollmächtigten die Summe gegen beiliegende Quittung auszuhändigen. Falls sie über die 280 fl. hinaus bereits Zahlungen geleistet haben, sollen sie ihm darüber Mitteilung machen. Er warnt sie vor weiterer Säumigkeit, da er sonst genötigt wäre, mit kgl. Mandaten und in anderer Weise gegen sie vorzugehen.3 

    Konstanz, 21. Juni 1507.
    Nördlingen, StdA, Missiven 1507, fol. 8–8’ (Or. m. S.).

    « Nr. 499 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Übersendet eine Schuldforderung Gf. Sigmunds von Lupfen (oberster Feldhauptmann der vier vorderen Lande, Vogt zu Thann, kgl. Rat). Befiehlt ihnen, die Forderung zu prüfen und Lupfen eine Schuldenaufstellung zu übergeben. Falls keine Einigung möglich ist, sollen sie ihm Bericht erstatten.1

    Konstanz, 27. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 180 (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. Hans von Königsegg und B. Hölzl).

    « Nr. 500  Kg. Maximilian an Hg. Albrecht von Bayern »

    Teilt mit, daß er das in Ingolstadt angefallene und dort verwahrte Jubelablaßgeld Mgf. Kasimir von Brandenburg-Ansbach übereignet hat. Befiehlt ihm, das Geld an den Mgf. aushändigen zu lassen.

    Konstanz, 1. Juli 1507.
    München, HStA, KÄA 1239, fol. 264 (Or., Vermm. prps./amdrp., Registraturverm. J. Villinger).

    « Nr. 501 Reversbrief Abt Johanns von Schuttern für Kg. Maximilian »

    Er hat ihm vor drei Jahren gemeinsam mit dem Abt [Lorenz Effinger] von Ettenheimmünster auf Ersuchen Konrad Stürtzels (kgl. Kanzler) und Niklas Zieglers (kgl. Sekretär) für den Zug gegen Ortenberg 400 fl. mit einer jährlichen Verzinsung von 5 % geliehen. Während des Freiburger RT (1498) hatte er ihm außerdem 50 fl. gegeben. Für die Gesamtschuld – Šinzwischen 510 fl. – hat er dem Kloster den kgl. Wald Bünli1 (Blunli) bei Ottenheim am Rhein versetzt. Erklärt die Schuld damit für beglichen.

    Konstanz, 2. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Urk. I/3379 (Or. m. verletztem S.).

    « Nr. 502 Mandat Kg. Maximilians an Bürgermeister und Rat der Stadt Donauwörth »

    Befiehlt ihnen, Heinrich Marschall von Pappenheim oder dessen Bevollmächtigten die am 6. Dezember (St. Niclas tag) fällige jährliche Stadtsteuer für das Ammannsamt in Höhe von 460 Pfd. Heller auszuhändigen.1 

    Konstanz, 13. Juli 1507.
    Wien, HHStA, Reichsregisterbuch TT, fol. 66’ (Kop.).

    « Nr. 503 Pfandverschreibung Kg. Maximilians für Hans von Landau (kgl. Rat und Reichsschatzmeister) »

    Bekundet, daß Hans von Landau auf seinen Befehl hin Abt und Konvent des Klosters St. Blasien im Schwarzwald eine Schuld von 700 fl. beglichen und er ihn dafür auf das ihm bereits verpfändete Schloß und die Pflege Triberg verwiesen hat.

    Konstanz, 17. Juli 1507.
    Karlsruhe, GLA, D 1112 (Or. Perg., Verm. prps.).

    « Nr. 504 Stadt Zürich an Bf. Matthäus von Sitten »

    Der zwischen ihrem Mitbürger Bf. Heinrich von Chur, dem Churer Administrator Paul Ziegler und etlichen Angehörigen des Bistums über dessen Übergabe an Ziegler geschlossene Vertrag1 verpflichtet den röm. Kg. zur Zahlung von jährlich 200 fl. und Ziegler von 100 fl. an den Bf. Bislang hat dieser jedoch nichts erhalten. Sie haben ihn, Bf. Matthias, und ihren Mitbürger Ulrich Frh. von Hohensax bereits vor kurzem schriftlich gebeten, sich beim Kg. und Ziegler für die Einhaltung des Vertrags zu verwenden. Dennoch blieben die Zahlungen weiterhin aus. Da Bf. Heinrich wiederholt um die Hilfe der Stadt gebeten hat, erneuern sie ihre Bitte, sich gemeinsam mit Hohensax oder allein beim Kg. dafür einzusetzen, daß dieser die Zahlung gemäß der kgl. Verschreibung leistet und Ziegler ebenfalls dazu veranlaßt.

    ŠZürich, 17. Juli 1507 (sambstag nach St. Margreten tag).
    Zürich, StA, B IV 2, Stück-Nr. 42 (Konz.).
    Druck: Büchi , Korrespondenzen I, Nr. 94, S. 71f.

    « Nr. 505 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Er hat sie angewiesen, mit Kaspar von Maltitz (kgl. Rat und Pfleger zu Laudegg) über 1000 fl.rh. zu verhandeln, welche Summe sie inzwischen zweifellos bereithalten. Befiehlt ihnen, von diesem Geld an Hg. Erich von Braunschweig als Abschlagszahlung zur Tilgung einer Schuld 500 fl. auszuhändigen. Die Summe soll diesem dann bei seiner Abrechnung abgezogen werden.

    Konstanz, 19. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichisches Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 207–207’ (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. H. K. v. Mörsberg, B. Hölzl und J. Villinger).

    « Nr. 506 Reversbrief Kg. Maximilians für Peter Tammann und Hans Marti »

    Peter Tammann [Luzerner Ratsherr] und Hans Marti [Luzerner Ratsherr] haben sich gegen Jost Köchlin aus Schwyz für eine vom verstorbenen Vogt Gaudenz von Matsch, Gf. von Kirchberg, herrührende Schuld in Höhe von 7000 fl.rh. 1 verschrieben. Er selbst hat seinerzeit in einem Vertrag mit Matsch die Begleichung dieser Schuld zugesagt. Bekundet, daß er sich gegenüber Tammann, Marti und ihren Erben verpflichtet hat, sie in spätestens vier Jahren dieser Verschreibung zu entledigen. Falls bereits vor diesem Termin aufgrund der Verschreibung Zahlungen an sie geleistet werden, sollen diese Tranchen verrechnet werden.

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIV (1507), fol. 70 (koll. Kop., beglaubigt durch Heinrich von Alikon, Luzerner Stadtsekretär und öffentlicher Notar, am 29.2.1512).

    « Nr. 507 Kaufvertrag zwischen Kg. Maximilian und Jakob Fugger über die Gft. Kirchberg »

    [1.] Nach dem Tod seines Sohnes Kg. Philipp sind taglichen allerlay schwer und gross sachen und widerwartigkaiten furfallen, dardurch wir in stater fursorg, rustung und gegenwer sein muessen. Darzue und aus bewegung unser und des Hl. Reichs Kff., Ff. und ander desselben unsers Röm. Reichs stende, so uns auf jungstgehaltnem Reichs tag zu Costenz ir hilf zu erholung der ksl. cron mit ainer tapfern anzal volks durch Italien zu ziehen und solche unsere ksl. cron zu erlangen bewilligt und zugesagt, unser merglich notturft ervordert, uns zu volziehung solches loblichen furnemens, auch zu erholung Šberuerter unser ksl. cron unser selbs person, aller teutschen nation und sonderlichen unsers haus Osterreichs hochste ere, darzue zu erobrung etlicher unserer land und leut, die unsern vordern verschiner zeit durch die welschen nacion abgestelt und eingezogen sein und wir dann durch disen unsern romzug widerumb erlangen und in unser hende bringen mogen, zu solchem unserm romzug zu rusten, auch die anzal, was uns als Ehg. zu Osterrich deshalb bestimbt ist, nicht minder als andern unsern und des Hl. Reichs Ff., sonder vil mer, dieweyl das unser selbs person und derselben hochsten ere betrifft, zu halten geburt, darzue wir aber ainer merklichen summa gelts, als meniglich ermessen mog, notturftig sein. 
    [2.] Er hat deshalb dem Augsburger Bürger Jakob Fugger und seinen Erben das vom Reich lehnbare Schloß Kirchberg a. d. Iller samt Zubehör (mit der Gft. Kirchberg und dem Schloß Illerzell samt Zubehör) sowie die Hftt. Wullenstetten und Pfaffenhofen mit allen Zugehörungen, Einkünften und Rechten einschließlich der Vogtei über das Kloster Wiblingen, wie diese Hg. Georg von Bayern und danach er selbst durch Gf. Eitelfriedrich von Zollern1 innehatte, für 25 500 fl.rh. verkauft. Der Wert von Schloß und Gft. Kirchberg, der Hft. Wullenstetten, des Schlosses Illerzell und der Vogtei Wiblingen wurde dabei auf 22 000 fl.rh., der Hft. Pfaffenhofen auf 3500 fl.rh. veranschlagt. Er bestätigt den Empfang der Kaufsumme in bar.2 Ihm und seinen Erben sind die allgemeinen Landsteuern und Landreisen, Bergwerksrechte sowie das Appellationsrecht in der Weise, wie es in der Mgft. Burgau, der Landvogtei Schwaben und der Lgft. Nellenburg besteht, vorbehalten. Jakob Fugger hat ihm und seinen Erben ein nach Ablauf von zwanzig Jahren in Kraft tretendes Rückkaufsrecht durch Rückzahlung der Kaufsumme eingeräumt. Fugger hat ihm außerdem 4500 fl.rh. mit einer fünfprozentigen Verzinsung geliehen, welche Summe ebenfalls auf die verkauften Güter geschlagen wurde. Bis zum Rückkauf muß kein Zins gezahlt werden, doch beim Rückkauf werden neben der Hauptsumme auch die Zinsen fällig. Andernfalls sind die Fugger nicht verpflichtet, den Rückkauf zu gestatten; außerdem hat zeitgleich der Rückkauf der Hftt. Weißenhorn, Marstetten und Buch zu erfolgen.3 

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Š Wien, HKA, Reichsakten 148/A, fol. 41–45’ (Kop.) = Textvorlage A. Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 45’-50 (Kop., imit Vermm. prps., Gegenz. P. v. Liechtenstein und B. Hölzl, Registraturverm. J. Villinger) = B. Ludwigsburg, StA, B 90, Bü. 1691, unfol. (Kop.). Ludwigsburg, StA, B 423, Bü. 7, unfol. (Kop). Ludwigsburg, StA, B 532 II, Bü. 64, unfol. (Kop.). München, HStA, RKG 1592/IV, Stück-Nr. 42 (Kop. von 1575 mit imit. Registraturverm. A. Teubler, Verm. prps., Gegenz. P. v. Liechtenstein und Hölzl sowie Registraturverm. J. Villinger).
    Druck: Düvel , Gütererwerbungen, S. 183–188, Beilage 1.

    « Nr. 508 Kaufvertrag zwischen Kg. Maximilian und Jakob Fugger über die Hft. Weißenhorn »

    Seit dem Tod seines Sohnes Kg. Philipp von Kastilien widerfahren ihm und seinen Erblanden täglich gravierende Dinge und treten Hindernisse auf, die seine Aufmerksamkeit und Gegenmaßnahmen erfordern. Dafür und insbesondere auch für den bevorstehenden Romzug, für den die auf dem Konstanzer RT versammelten Stände eine Reichshilfe bewilligt haben, benötigt er erhebliche Geldmittel. Verkauft deshalb dem Augsburger Jakob Fugger und dessen Erben für 12 000 fl.rh. auf unbefristete Zeit die Hft. und Stadt Weißenhorn sowie die Hftt. Marstetten und Buch mit allen Rechten, Einkünften und Zugehörungen, wie diese seinerzeit Hg. Georg von Niederbayern und danach er selbst innehatte, als Eigengut und zur freien Verfügung. Fugger hat die Kaufsumme in bar bezahlt.1 Behält sich und seinen Erben jedoch Landsteuern und Landreisen, die Bergwerksrechte sowie das Appellationsrecht, wie dies in der Mgft. Burgau, der Landvogtei Schwaben und der Lgft. Nellenburg besteht, vor. Jakob Fugger hat ihm und seinen Erben ein nach Ablauf von vier Jahren in Kraft tretendes Rückkaufsrecht durch Rückzahlung der Kaufsumme eingeräumt. Wenn er oder seine Erben dieses Recht wahrnehmen, sind sie verpflichtet, zugleich auch die mit 400 fl. jährlich auf das Pfannhaus zu Hall verschriebenen 8000 fl.rh. [Nr. 509] zurückzuzahlen. Nach zwanzig Jahren ist ausschließlich ein Rückkauf Weißenhorns zusammen mit der Gft. Kirchberg etc. und der Ablösung der 225 fl. Zinsen für eine Anleihe Jakob Fuggers in Höhe von 4500 fl. möglich. Lediglich zur Ablösung der auf das Pfannhaus zu Hall verschriebenen 8000 fl.rh. soll er jederzeit berechtigt sein.

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 40–45 (Kop.) = Textvorlage A. Wien, HKA, Reichsakten 148/A, fol. 33–38 (Kop.) = B. München, HStA, RKG 1592/IV, Stück-Nr. 42 (Kop. von 1575) = C.
    Druck: Düvel , Gütererwerbungen, S. 188–193, Beilage 2.

    « Nr. 509 Verschreibung Kg. Maximilians für Jakob Fugger »

    Bekundet, daß er Jakob Fugger für ihm in bar ausbezahlte 8000 fl.rh., die zum Nutzen des Hauses Österreich und der Gft. Tirol ausgegeben wurden, einen Ewigzins von 400 fl.rh. auf das Salzmeieramt zu Hall im Inntal verwiesen hat. Fugger hat ihm und seinen Erben das Recht zu dessen Ablösung gegen Rückzahlung der Hauptsumme einschließlich aufgelaufener ŠZinsen oder sonst entstandener Kosten eingeräumt. Falls die Salzpfanne aus irgendeinem Grund die Zahlung nicht in voller Höhe leisten kann, wird das Geld anderweitig erstattet. Befiehlt seinem Salzmeier zu Hall, Georg Spreng, sowie dessen Nachfolgern die Auszahlung von 100 fl.rh. an jedem Quatember, beginnend mit dem 13. Dezember 1507 (St. Lucien tag).

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 35–36’ (Kop., Verm. über Gegenz. B. Hölzl und J. Villinger) = Textvorlage A. Augsburg, StA, Fugger I MüB., Nr. 10, unfol. (Kop.) = B. München, HStA, RKG 1592/IV, Stück-Nr. 42, unfol. (Kop. von 1575 mit imit. Verm. prps. und Gegenz. P. v. Liechtenstein).

    « Nr. 510 Verschreibung Kg. Maximilians für Kf. Friedrich und Hg. Johann von Sachsen »

    Bekundet, daß er Kf. Friedrich und Hg. Johann von Sachsen zur Tilgung von Schulden zusätzlich zu den vorgenommenen Verpfändungen1 für die Dauer von zehn Jahren die Stadtsteuern Nürnbergs und Lübecks, die sich unter Berücksichtigung anderweitiger Verschreibungen noch auf 1300 fl.rh. jährlich belaufen, überschrieben hat. Bürgermeister und Räte der beiden Städte sind gehalten, die Stadtsteuer gegen kgl. Quittung an Kf. und Hg. auszuhändigen. Nach Ablauf der Frist sollen die beiden Ff. die Schuldbriefe herausgeben. Falls die bis dahin ausgezahlten Gelder die darin angegebene Summe überschreiten, wird der Betrag vom erwähnten Pfandschilling abgezogen.2 

    Konstanz, 28. Juli 1507.
    Weimar, HStA, Reg. F, Urk. 1019 (Or. Perg. m. S., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. B. Hölzl, Registraturverm. J. Villinger).

    « Nr. 511 Reversbrief Kf. Friedrichs von Sachsen für Kg. Maximilian »

    Kg. Maximilian hat ihm und seinem Bruder Hg. Johann für die Dauer von zehn Jahren die Stadtsteuern Nürnbergs und Lübecks verschrieben, die sich – nach Abzug bereits bestehender kgl. Verschreibungen an Dritte – zusammen auf jährlich 1300 fl.rh. belaufen. Davon sollen diejenigen Schulden des Kg. beglichen werden, die nicht durch die Verpfändung [der Städte Mühlhausen, Nordhausen und Goslar] abgedeckt sind, sowie weitere 1000 fl., die er auf Wunsch des Kg. an Kunz von der Rosen ausgehändigt hat. Bekundet auch im Namen seines Bruders Johann, daß er sich im Gegenzug bereit erklärt hat, dem Kg. die Schuldbriefe auszuhändigen – auch wenn die darin aufgelisteten Schulden durch die binnen zehn Jahren auflaufenden Einkünfte aus den Stadtsteuern nicht vollständig gedeckt werden sollten. Falls Šdie Stadtsteuern in diesem Zeitraum die Schuld übersteigen sollten, so würde die Differenz vom erwähnten Pfandschilling abgezogen.
    Bestätigt den Empfang von 400 fl.rh. aus der am vergangenen 11. November (St. Martins tag) [1506] fällig gewordenen Nürnberger Stadtsteuer und weiterer 500 fl.rh. aus der Lübecker Stadtsteuer.

    Konstanz, 29. Juli 1507 (donrstag nach St. Annentag).
    Wien, HHStA, AUR 1507, VII 29 (Mundum).

    « Nr. 512 Reversbrief Kf. Friedrichs von Sachsen für Kg. Maximilian »

    Erklärt für sich und seinen Bruder Hg. Johann: Der röm. Kg. hat ihnen zwar eine Quittung über den Empfang von 2000 fl.rh. an der jetzt beschlossenen Reichshilfe ausgehändigt, bezahlt wurden aber nur 1500 fl. Die restlichen 500 fl. wurden wegen der underhaltung, die uns sein kgl. Mt. ytzo in der bayrischen sachen schuldig wirdet1 , abgezogen.

    Konstanz, 29. Juli 1507 (dornstag nach St. Annentag).
    Innsbruck, Urk. I/1895 (Or.).