Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
Einfache Suche
Schnittstellen Quellen Formalia
BEACON
METS
XSLT
eXist-DB
jQuery-Layout
Nominatim
OpenLayers
GND
Impressum
Kontakt

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

    Register

    Register

    Erweiterte Suche
    Text
    unscharf
    Zeitraum zwischen und
    Sortierung
    Erweiterte Suche
    Text
    unscharf
    Zeitraum zwischen und
    Sortierung

    «8. Nebenhandlungen »

    «Nr. 513 Weisung Kg. Maximilians an Regiment und Raitkammer zu Innsbruck »

    Er ist in Innsbruck mit seinen Räten zur Einsicht gelangt, daß es nicht empfehlenswert ist, das Kloster Reichenau für immer dem Bm. Konstanz zu inkorporieren. Nach seiner Ankunft in Konstanz hat Bf. Hugo ihn darum gebeten. Sein Angebot, einer Inkorporation auf Lebenszeit zuzustimmen, lehnte der Bf. dagegen ab. Damit das Kloster Reichenau nicht in fremde Hände kommt, hat er mit dem Abt [Martin von Weißenburg] verhandeln lassen. Dieser willigte ein, einen vom Kg. empfohlenen Ordensbruder als Mitverwalter einzusetzen und eine Kommission mit der Visitation des Klosters zu beauftragen, um Empfehlungen für dessen Reform abzugeben. Doch verlangte der Abt im Gegenzug unverzüglich 300–400 fl. zur Bezahlung fälliger Schulden. Er hat ihm 300 fl. zugesagt und inzwischen auch die Visitationskommission eingesetzt. Befiehlt ihnen, das Geld dem Abt von Salem als einem der Kommissionsmitglieder auszuhändigen. Sie sollen diesen Vorgang geheimhalten, damit kain zeruttung einfalle.1

    s.l., s.d., jedoch Konstanz, nach dem 27. April 1507.
    Wien, HHStA, Maximiliana 42, Fasz. IV/7b, fol. 352–353 (Konz. mit ex.-Verm.).

    «Nr. 514 Bestallungsurkunde Kg. Maximilians für Hermann von Landenberg »

    Nimmt Hermann von Landenberg zum Diener von Haus aus an. Von dem mit 100 fl.rh. jährlich zu vergütenden Dienstverhältnis sind die Eidgenossen ausgenommen.1

    Konstanz, 1. Mai 1507.
    ŠWien, HHStA, Maximiliana 17, Konv. 4, fol. 126–126’ (Kop. mit imit. Verm.: Commissio domini imperatoris [!] propria.).

    «Nr. 515 Weisung Kg. Maximilians an die Raitkammer zu Innsbruck »

    Er hat den in Rapperswil (Rappoltsweiler) bei Zürich wohnhaften Hans von Hohenlandenberg zum kgl. Diener von Haus aus bestellt, um diesen in den kgl. Angelegenheiten besonders in der Eidgenossenschaft einsetzen zu können. Hohenlandenberg erhält jährlich 100 fl.rh. aus der Raitkammer.

    Konstanz, 1. Mai 1507.
    Innsbruck, TLA, HHStA, Maximiliana XIV (1507), fol. 36–36’ (Or., Vermm. prps./commissio domini imperatoris [!] propria, Gegenz. M. Lang).

    «Nr. 516 Reversbrief Kg. Maximilians für Hg. Albrecht und Hgin. Kunigunde von Bayern »

    Er hat ihnen als seinem Schwager und seiner Schwester, einer geborenen Ehgin. von Österreich, seinerzeit zugesagt, sich bei seinem Sohn Philipp, Kg. von Leon und Granada, Prinz von Aragon, Ehg. von Österreich und Hg. von Burgund und Brabant, dafür zu verwenden, daß dieser einer ihrer Töchter eine Aussteuer von 20 000 fl. gibt. Dies hat Kg. Philipp auch bewilligt, ist jedoch vor der Auszahlung des Geldes verstorben. Die Vormundschaft über dessen Kinder und die Regierung der von Philipp hinterlassenen Länder ist auf ihn übergegangen. Er sagt ihnen hiermit als Vormund seiner Enkel zu, daß er die Summe für eine ihrer Töchter binnen eines Jahres nach Beendigung des jetzt bevorstehenden Krieges in Burgund aufbringen und auszahlen wird.1 

    Konstanz, 5. Mai 1507.
    Wien, HHStA, Habsburgisch-Lothringische Familienurkunden 910 (Kop.).

    «Nr. 517 Hg. Heinrich d. Ä. von Braunschweig-Wolfenbüttel an Zyprian von Serntein (kgl. Kanzler) »

    Er hat der Stadt Goslar etliche Güter und Einkünfte aus seinem Fm. verpfändet.1 Die Stadt wird Kg. Maximilian um Konfirmation der Verschreibung bitten. Ersucht ihn, den Goslarern dabei behilflich zu sein.

    ŠWolfenbüttel, 7. Mai 1507 (freitaiges nach dem sontaige cantate).
    Goslar, StdA, Best. B, unverzeichneter Teil, politische Akten, Braunschweig-Goslar 1500–1512, pag. 29, 28 (Or.).

    «Nr. 518 Weisung Kg. Maximilians an kgl. Hofräte in Innsbruck »

    Das kgl. Kammergericht hat Ludovico und [dem 1504 verstorbenen] Federico di Mirandola auf deren Antrag einen Kompulsorialbrief an die kgl. Hofräte zur Aushändigung der von diesen als Beweisstück vorgelegten Abschrift einer von ihrem Bruder Gianfrancesco erwirkten kgl. Ladung1 bewilligt. Befiehlt ihnen, den Antragstellern bzw. ihren Vertretern das Schriftstück auszuhändigen oder es dem kgl. Kammergericht zuzusenden.

    s.l., 12. Mai 1507. 
    Wien, HHStA, Maximiliana 17, Konv. 4, fol. 138 (Konz. mit ex.-Verm., Randverm.: Mirandula, compulsorial.).

    «Nr. 519 Mandat Ebf. Jakobs von Mainz bezüglich der Juden im Est. Mainz »

    Er hat glaubwürdige Informationen über die Schädigung der Kurmainzer Untertanen durch die Nachbarschaft der Juden sowie durch Leihgeschäfte und den Handel mit ihnen.1 Er erteilt deshalb den ebfl. Amtleuten Befehl, die Juden aus dem Erzstift auszuweisen. Damit sich niemand mit Unwissenheit entschuldigen kann, sollen für den künftigen Aufenthalt von Juden im Erzstift folgende Bestimmungen öffentlich angeschlagen werden: 1. Männliche wie weibliche Juden, die sich künftig in der Stadt Mainz aufhalten, sollen ihr Erkennungszeichen offen tragen. Sie sollen sich sofort nach ihrer Ankunft zum ebfl. Rentamt oder, wenn es an Feiertagen geschlossen ist, zum Eisentor begeben, um sich von den Rentschreibern bzw. den Pförtnern für die Dauer ihres Aufenthaltes einen Geleitbrief ausstellen zu lassen. Juden, die ohne sichtbares Erkennungszeichen oder einen Geleitbrief angetroffen werden, sind durch die ebfl. Bevollmächtigten zu bestrafen. 2. Um künftig Betrügereien der Juden bei Leihgeschäften und beim Handel zu unterbinden, verbietet er den Abschluß solcher Geschäfte. Jedoch ist Christen die Versorgung der Juden mit Lebensmitteln, Waren des täglichen Bedarfs oder den für die Ausübung eines Handwerkes notwendigen Dingen gestattet. Kleider, Kleinodien und andere Waren, die Juden gemeinhin bei Pfand- und Bürgschaftsgeschäften erwerben, dürfen für einen angemessenen Preis in ŠMainz verkauft werden, sofern es sich bei den Vorbesitzern nicht um ebfl. Untertanen handelt. 3. Juden dürfen sich in der Stadt Mainz nicht wie bisher öffentlich in Gruppen versammeln, sondern höchstens zu zweit zusammentreffen. Als Unterkunft steht ihnen ausschließlich die [Juden-]Herberge zum Kalten Bad zur Verfügung. 4. Wer gegen diese Ordnung verstößt, wird durch ihn selbst, den ebfl. Viztum oder die Rentmeister entsprechend bestraft.

    Konstanz, 19. Mai 1507 (mitwochen nach dem sontag Exaudi).
    Würzburg, StA, Mainzer Ingrossaturbücher, Nr. 48, fol. 235–236 (Kop., Kollationsverm. B. Ballof) = Textvorlage A. Darmstadt, StA, C 1 A, Nr. 73, fol. 68’-69’ (Abschr. 18. Jh.).
    Druck: Würdtwein, Nova subsidia X, S. LXIII-LXVI = B.
    Kurzregest: Scriba, Regesten III, Nr. 4486, S. 300; Battenberg, Quellen, Nr. 1146, S. 306.

    «Nr. 520 Restitutionserklärung Kg. Maximilians für Gangolf von Hohengeroldseck »

    Gibt den Hh. von Geroldseck die im Landshuter Erbfolgekrieg eroberte Burg Schuttern zurück und gestattet ihnen deren Veräußerung.

    Konstanz, 28. Mai 1507. 
    Karlsruhe, GLA, D 1108a (Or., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. Serntein).

    «Nr. 521 Lehnsrevers Abt Davids von Stein für Bf. Georg von Bamberg »

    Bf. Georg von Bamberg hat ihn als Abt des Benediktinerklosters [St. Georgen in] Stein mit den vom Hst. Bamberg herrührenden Temporalien belehnt.1 Leistet dafür den üblichen Lehnseid. Die Zeugen sind Gf. Ulrich von Helfenstein, Christoph und Friedrich Schenken von Limpurg, Georg von Heideck, IUD Leonhard von Egloffstein, Alexander von Rabenstein (Domkanoniker), Ritter Georg von Schaumberg, Georg Wassermann (bfl. Kaplan) und Michael Lorber (bfl. Sekretär und Rat).

    Konstanz, 28. Mai 1507.
    Bamberg, StA, A 75, L. 277, Nr. 94 (lat. Or. Perg. m. S.) = Textvorlage A. Bamberg, StA, B 21, Nr. 13, fol. L’-LI (lat. Kop.) = B.

    «Nr. 522 Ebf. Jakob von Trier an Gf. Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken »

    [1.] Sein Antwortschreiben bezüglich Adams von Schaumberg (Schauenburg) und Heinrichs von Schwarzenberg1 ging den ebfl. Statthaltern und Räten in Koblenz am 11. Mai (dinstag nach dem sonntag vocem jocunditatis) zu und traf dann am 1. Juni (dinstags nach dem sontage trinitatis) in Konstanz ein. Demnach ist er mit der vorgeschlagenen Tagsatzung vor dem 24. Juni (Johannis baptiste) einverstanden, bedingt sich jedoch aus, daß Schaumberg nicht weiter bedrängt wird. Da das Antwortschreiben erst spät eingetroffen Šund der Termin zu kurzfristig ist, wir auch ytzo mit mirglichen röm. kgl. Mt. gescheften beladen seyn, kann er den Tag nun doch nicht anberaumen. Er wird dies aber innerhalb von 14 Tagen nach seiner Rückkehr nachholen. Bittet ihn, dies Schaumberg2 mitzuteilen. Er hat seinerseits Schwarzenberg befohlen, bis zur Tagsatzung seine Forderung gegen diesen zurückzustellen.
    [2.] Ebenso wird er die erbetene Ersetzung von Bürgen der gfl. Verschreibung über 6000 fl. erst nach seiner Rückkehr vornehmen, da die gesetzte Frist von 14 Tagen zu knapp und er überdies derzeit mit Reichsangelegenheiten beschäftigt ist.

    Konstanz, 4. Juni 1507 (freitags nach corporis Christi); präs. 9. Juni (mittwoch nach corporis Christi).
    Wiesbaden, HStA, Abt. 130I II D 2, Nr. 10, fol. 44–45’ (Or.).

    «Nr. 523 Instruktion Kg. Maximilians für Gesandte zum niederösterreichischen Landtag in Krems »

    [1.] Die Landstände waren bereits am 2. Mai (suntag cantate) in Krems versammelt, mußten jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen. Die Schuld am verspäteten Eintreffen der kgl. Instruktion liegt jedoch nicht bei ihm selbst, sondern ist dem Boten anzulasten.
    [2.] Äußere Feinde, Ungläubige und Christen, bedrohen das Land. Deshalb hat er auf den Landtagen zu Wien [im Januar 1507] und Klosterneuburg beantragt, von je 100 Pfd. Pfennigen Einkommen ein Pferd auszurüsten. Mängel beim Fußvolk beeinträchtigten allerdings den Erfolg im Ungarnkrieg. Zum einen wurde die dauerhafte Besetzung von Städten verhindert, zum anderen war die Einbringung von Brandschatzung zur Finanzierung des Krieges aus dem Feindesland mangelhaft. Überdies erhielt der Feind die Möglichkeit zu Gegenangriffen auf die Erblande. Der Landtag zu Krems verweigerte im Dezember 1506 die geforderte Hilfe von vier Fußknechten je 100 Pfd. Pfennigen und brachte statt dessen Beschwerden zum Gerichtswesen, wegen des Aufschlags zu Engelhartszell sowie über das Münz- und Lehnswesen vor. Rechtfertigt die kgl. Verschreibungen auf den Aufschlag und erklärt seine Münzreformen.
    [3.] Er ist mit wichtigen Angelegenheiten befaßt, die das Reich, Italien, Burgund, Frankreich und Spanien betreffen und kann sich deshalb derzeit nicht den Beschwerden der Landstände widmen. Er hatte gehofft, in dieser Situation damit nicht behelligt zu werden, und bittet um eine Frist von einem Jahr. Nach dem Tod seines Sohnes Philipp erfordern seine Interessen wie die seiner Enkelkinder Vorkehrungen, um die Häuser Österreich und Burgund sowie das Kgr. Spanien vor ewigen, unwiderbringlichen schaden und vertilgung unsers stamens und namens zu bewahren. Er will Maßnahmen treffen, um die Erblande gegen einen feindlichen Angriff zu sichern, und beantragt deshalb, für die Dauer von einem oder zwei Monaten von je 100 Pfd. Pfennigen einen Reiter und vier Fußknechte auszurüsten. [Regelung von Einzelheiten, darunter der Verfahrensweise bei Angriffen aus Ungarn, der Türken, Venezianer oder Böhmen]. Er sagt zu, auf eigene Kosten ein gleichgroßes Kontingent auszurüsten und darüber hinaus 300 Fußknechte zu stellen. ŠEbenso wird er sich im Notfall darum bemühen, weitere 1000 Mann zu Roß und Fuß vom Reich und Oberösterreich1 zu bekommen. Er wird die gegenseitige Hilfe Oberösterreichs und Niederösterreichs regeln. Mgf. Kasimir von Brandenburg-Ansbach wurde zum obersten niederösterreichischen Feldhauptmann ernannt.2 

    s.l., s.d., jedoch Konstanz, 6. Juni 1507.3 
    Wien, ÖNB, Cod. 7552, fol. 48’-56’ (spätere Kop.).

    «Nr. 524 Mandat Kg. Maximilians an Hg. Albrecht von Bayern »

    Er hat vor einiger Zeit alle Güter der als Anhänger Kf. Philipps von der Pfalz geächteten Amberger Bürger Peter und Leonhard Portner, insbesondere deren Weingüter in und bei Regensburg und Donaustauf (Stauffen), seinem Sekretär Gabriel Vogt übereignet und diesem einen Reversbrief ausgestellt, wonach die Lösung Kf. Philipps und seiner Anhänger aus der Acht und die Restituierung ihrer Güter vorbehaltlich dieser Überschreibung erfolgen soll. Hg. Albrecht hatte die Weingärten zu Beginn des Landshuter Erbfolgekrieges eingezogen. Laut Zusage der hgl. Räte ihm gegenüber hätte er sie inzwischen an Vogt übergeben und sich mit ihm über die zwischenzeitlichen Einkünfte einigen sollen. Er hat nun zu seinem Befremden erfahren, daß er die Weingärten statt dessen den Portnern zurückgegeben hat. Befiehlt ihm unter Androhung schwerer Strafen und der kgl. Ungnade die unverzügliche Übergabe der Portnerschen Güter an Vogt oder dessen Bevollmächtigten.

    Konstanz, 8. Juni 1507.
    München, HStA, KÄA 978, fol. 66–67 (einer Weisung Hg. Albrechts an Hans von Paulsdorf (Viztum zu Straubing) und andere bay. Räte in Konstanz vom 12.7. (montag vor Margarethe) inserierte wörtliche Wiedergabe des Schreibens1).

    «ŠNr. 525 Hg. Albrecht von Bayern an Bürgermeister und Rat der Stadt Überlingen »

    Ihr Mitbürger Michael Kofer hat ihm während des Bayerischen Krieges treu gedient. Er wurde währenddessen und zuvor mehrfach verwundet. Bittet – wie auch der röm. Kg. –, den nunmehr in die Jahre gekommenen Koser und seine Frau in das Überlinger Spital aufzunehmen.

    Konstanz, 13. Juni 1507 (sonntag vor Viti).
    Überlingen, StdA, Abt. LXIV, Nr. 1243, unfol. (Or., Verm. über den Beschluß des Überlinger Rates: Michel Kofer ist gewilligt in die under pfrund.).

    «Nr. 526 Reversbrief Kg. Maximilians als Ehg. von Österreich über den Empfang der Kastvogtei über das Kloster Schuttern »

    Er hat im Landshuter Erbfolgekrieg das Kloster Schuttern für das Haus Österreich erobert. Die Kastvogtei über das Kloster empfing Christoph Schenk von Limpurg (kgl. Rat und Vogt zu Nellenburg) stellvertretend für ihn von Bf. Georg von Bamberg zu Lehen. [Wörtliche Wiedergabe des Lehenbriefs Bf. Georgs, Konstanz, 14. Juni 15071]. Limpurg leistete gegenüber dem Bf. die Huldigung und legte den Lehnseid ab.

    Konstanz, 14. Juni 1507.2 
    Bamberg, StA, A 75, L. 276, Nr. 40, unfol. (Or. Perg. m. S., Verm. amdrp., Gegenz. Serntein) = Textvorlage A. Wien, HHStA, Reichsregisterbuch TT, fol. 42–43 (Kop. ohne Intitulatio) = B. Bamberg, StA, B 21, Nr. 13, fol. LXXVII’-LXXVIIII (Kop. mit imit. Verm. und Gegenz. wie A).

    «ŠNr. 526a Aufzeichnung Michael Lorbers (bfl. Bamberger Sekretär) über die Verhandlungen wegen der Kastvogtei des Klosters Schuttern  »

    Am 22. Mai (sampstag nach exaudi) legte Abt Johann von Schuttern in der Konstanzer Herberge Bf. Georgs von Bamberg, dem Haus des Hans von Ulm (Chorherr zu St. Stephan), den beauftragten bfl. Räten Dr. Leonhard von Egloffstein (Domherr zu Bamberg), Ritter Georg von Schaumberg (Landrichter zu Bamberg) und Michael Lorber eine auf ihn lautende Vollmacht seines Konvents vom 15. Mai vor. Demnach war durch Vertrag zwischen Bf. Anton von Bamberg und Hg. Wilhelm III. von Bayern-München die Lehnbarkeit der Kastvogtei Schutterns von den Bff. von Bamberg vereinbart worden.1Laut dem ebenfalls vorgelegten kgl. Schirmbrief vom 14. August 15042 hatte Kg. Maximilian das Kloster nach der Eroberung unter seinen Schutz gestellt und den Empfang der Kastvogei als bambergisches Lehen zugesagt. Unter Berufung auf die vorgelegten Dokumente ersuchte Abt Johann um die Belehnung Kg. Maximilians mit der Kastvogtei und um Bestätigung des ihm seinerzeit von Bf. Veit von Bamberg ausgestellten Lehenbriefs. Angesichts der Ansprüche Kf. Philipps von der Pfalz und Gangolfs von Hohengeroldseck auf die Kastvogtei3 benötigte Bf. Georg drei Tage Bedenkzeit, bis er am 25. Mai (dritten pfingstfeyertag) den Abt in Gegenwart Egloffsteins, Alexanders von Rabenstein (Domherr zu Bamberg) und Lorbers mit der Antwort beschied, auf eine Bitte des Kg. um Belehnung mit der Kastvogtei hin die Interessen des Hst. Bamberg und des Klosters bedenken zu wollen. Gleichzeitig erklärte er jedoch seine Zustimmung zu den zwischen Kg. Maximilian und dem Abt getroffenen und dann im Vertrag vom 22. Juni fixierten Vereinbarungen. Zwei Tage später, am 27. Mai4, bestätigte Bf. Georg den Lehenbrief Bf. Heinrichs für Abt Johann über die Temporalien des Klosters vom 7. Mai 14925. Nach weiteren Verhandlungen wurde Kg. Maximilian als Ehg. von Österreich mit der Kastvogtei belehnt.6 Am Vortag, dem 13. Juni, hatte er zugesagt, den Bf. und seine Nachfolger im Amt gegen im Zusammenhang mit der Kastvogtei erhobene Ansprüche von seiten der Kff. von der Pfalz, der Hh. von Hohengeroldseck oder anderer Interessenten zu vertreten.7Am 25. Juni8 bestätigte Bf. Georg den auf den 22. Juni datierten Vertrag zwischen Kg. Maximilian und Abt Johann von Schuttern. Der Kg. hatte dem Abt darin zugesagt, bis auf weiteres die dem Kastvogt zustehenden Abgaben zu bestreiten. Vorbehaltlich der Zustimmung Bf. Georgs hatte der Abt außerdem die Erlaubnis erhalten, eine für 500 fl. durch einen der früheren Kastvögte – die Hh. von Hohengeroldseck – verpfändete halbjährliche Steuer von 15 fl. zurückzukaufen.9 Kf. Philipp wurde auf sein ŠSchreiben wegen der Kastvogtei10 von Bf. Georg entsprechend den in Konstanz ausgestellten Urkunden schriftlich informiert. Gangolf von Hohengeroldseck hatte sich bei seiner Bitte um Belehnung mit der Kastvogtei auf Verhandlungen während des Kölner RT [1505] berufen. Er wurde ebenfalls über die Sachlage informiert und bezüglich eventueller Rechtsansprüche an den Kg. verwiesen.11 

    Konstanz, 22. Mai-25. Juni 1507.
    Bamberg, StA, B 21, Nr. 13, fol. LXXV-LXXXII’.

    «Nr. 527 Kg. Maximilian an N.N.1 »

    Die Kapelle St. Dorothea im Domstift zu Trient gelangte nach dem Tod Francesco Costedes kraft einer mit kgl. Unterstützung erlangten päpstlichen Expektanz an den kgl. Sekretär Paolo Somenza. Befiehlt ihm, die Rechte Somenzas zu wahren und überdies künftig nur noch dann geistliche Pfründen aufgrund päpstlicher Expektanzen oder Reservierungen zu vergeben, wenn zugleich eine diesbezügliche Weisung durch ihn selbst oder das Innsbrucker Regiment vorliegt.

    Konstanz, 17. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIV (1507), fol. 52 (Mundum).

    «Nr. 528 Lehnsrevers Kg. Maximilians für Bf. Christoph von Basel »

    Bekundet, daß er als regierender Fürst in den vorderen Landen Sundgau, Breisgau und Elsaß wie seine Vorfahren1 die Gft. Pfirt mit allem Zubehör, Blochmunt, Löwenberg, Mörsberg, Liebenstein, Altkirch, Ammerzweiler (Amatzwiler), Spechbach, Hohenack (Hochnagk), Wineck, den Hof in Sennheim mit allem Zubehör und die Höfe in Dürlinsdorf (Durlestorff), Buchsweiler und Riespach (Rudispach), Altkirch mit den Meierämtern Spechbach, Ammerzweiler (Amatzwyler), Burnhaupt (Brunhaupten) und Schweighausen, Stadt und Dorf Thann und das Dorf Dammerkirch (Tamerkilch) mit allen zugehörigen Rechten und Besitzungen, die Vogtei zu Masmünster sowie Burg und Stadt Blumenberg mit allen Dörfern von Bf. Christoph von Basel zu Lehen empfangen hat.2

    ŠKonstanz, 18. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIV (1507), fol. 53–53’ (Mundum mit ex.-Verm.) = Textvorlage A. Stuttgart, HStA, A 266, Bü. 934, unfol. (spätere Abschr. mit imit. Vermm. prps./cdrp. und Gegenz. Serntein) = B.

    «Nr. 529 Dr. Konrad Peutinger an Zyprian von Serntein »

    Aufgrund eines kgl. Schreibens übersendet er ihm die schriften, so auf seiner kgl. Gn. vorgehalten reichstagen geubt worden sein. Für das Abschreiben hat er 3½ fl.rh. ausgelegt. Laut dem kgl. Schreiben sollte er die Sendung nur an ihn schicken. Bittet um eine Empfangsbestätigung.

    s.l., jedoch vermutlich Augsburg, 20. Juni 1507.
    Wien, HHStA, Maximiliana 18, Konv. 1, fol. 18–18’ (Or.).

    «Nr. 530 Bescheid Kg. Maximilians für Rudolf von Scharnachtal, Ludwig von Diesbach und Batt von Bonstetten »

    Rudolf von Scharnachtal, Ritter Ludwig von Diesbach und Batt von Bonstetten beanspruchen von ihm die Auszahlung der den verstorbenen Adrian von Bubenberg und Andreas Roll von Bonstetten zustehenden Provisionen für ihre Dienste während seiner Zeit als Hg. von Burgund. Seine Räte haben mit Zustimmung beider Seiten folgende Vereinbarung getroffen: Falls der röm. Kg. das ihm zustehende Hm. Mailand und die Gft. Pavia erobert, will er sich mit Scharnachtal, Diesbach und Bonstetten über ihre Ansprüche verständigen. Falls eine Einigung nicht gelingt, sollen Bf. Matthäus von Sitten und Dr. Thüring Fricker Vollmacht für einen gütlichen Vergleich erhalten und festlegen, welche Summe der röm. Kg. von seinem Einkommen aus dem Hm. Mailand zu bezahlen hat. Falls die Eroberung Mailands und Pavias mißlingt, soll Bf. Matthäus als Obmann gemeinsam mit jeweils zwei Vertretern der beiden Parteien eine gütliche Einigung herbeiführen oder ggf. rechtlich entscheiden. Diese Entscheidung ist ohne Vorbehalt weiterer Rechtsmittel unverzüglich zu vollziehen. Über diese Abrede werden zwei Urkunden ausgefertigt, unterzeichnet von den kgl. Hofkammerräten in Vertretung Kg. Maximilians auf der einen und Batt von Bonstetten für sich selbst und in Vertretung Scharnachtals und Diesbachs auf der anderen Seite, und den beiden Parteien übergeben.

    Konstanz, 21. Juni 1507.
    Wien, HHStA, Schweiz, Kart. 2, Fasz. 2, fol. 116–118’ (Konz.).

    «ŠNr. 531 Vollmacht Kg. Maximilians für Niklas Ul (Prokurator am Hofgericht Rottweil) »

    Bevollmächtigt Niklas Ul (Fiskalprokurator am Hofgericht Rottweil) als seinen Rechtsvertreter am Hofgericht Rottweil im Verfahren gegen den Colmarer Bürger Jörg von Sulz wegen einer Schuldforderung.

    Konstanz, 22. Juni 1507.
    Wien, HHStA, Reichsregisterbuch TT, fol. 40 (Kop. ohne Intitulatio).

    «Nr. 532 Bf. Matthäus Lang von Gurk an Bürgermeister und Rat der Stadt Nördlingen »

    Erinnert daran, daß sein Sekretär Sebastian Sprenz aufgrund der kgl. Fürbitte eine in Nördlingen freiwerdende Pfründe erwartet.

    Konstanz, 28. Juni 1507.
    Nördlingen, StdA, Missiven 1507, fol. 125–125’ (Or. m. S.).

    «Nr. 533 Hg. Ulrich von Württemberg an Bf. Ludovico von Mantua »

    Bestätigt den Empfang seines Schreibens bezüglich der erfolgten Einigung zwischen ihnen.1 Entschuldigt sich dafür, daß der bfl. Gesandte unverrichteter Dinge wieder abreisen mußte. Von seiner Seite liegt kein Verschulden vor. Er war – bis zu dem Tag, an dem der Gesandte bei ihm eintraf – fest davon überzeugt, daß sein Schwager Hg. Albrecht von Bayern [mit der Ausbezahlung der fälligen Rate durch ihn] einverstanden ist.2 Bietet ihm die Übernahme der aus dieser Gesandtschaft entstandenen zusätzlichen Kosten an. Bekundet seinen Willen, an ihrer Übereinkunft festzuhalten.

    Konstanz, 29. Juni 1507 (tercio kal. Iulii).
    Stuttgart, HStA, A 96, Bü. 24, unfol. (lat. Konz.).

    «Nr. 534 Lehnsrevers Gf. Eitelfriedrichs von Zollern für Kf. Joachim von Brandenburg »

    Kf. Joachim hat ihm und seinen männlichen Erben auf seine Bitte hin aufgrund des zwischen ihm und Philipp von Weinsberg geschlossenen Vertrags1 und in Anbetracht der ŠFürbitte des Kg. das Erb- und Unterkämmereramt des Hl. Röm. Reiches samt allen Ehren, Rechten und Zugehörungen zu Mannlehen gegeben2, wie dies bislang die Hh. von Weinsberg und zuletzt Philipp von Weinsberg empfangen haben. Leistet dafür den üblichen Lehnseid.

    Konstanz, 2. Juli 1507 (freytag nach St. Peter und Pauls tag).
    Berlin, GStA, BPH Urkunden, Rep. 6, Nr. 128 (Or. Perg. m. S.) = Textvorlage A. Berlin, GStA, I. HA, Repos. 78, Nr. 3, fol. 250’-251 (undat. Konzeptkop.) = B.

    «Nr. 535 Reversbrief Ebf. Jakobs von Mainz für Hans von Stetten (niederösterreichischer Kammermeister) »

    Bekundet, daß Stetten ihm 700 fl.rh. für die Begleichung einer Schuld bei Gf. Eitelfriedrich von Zollern geliehen hat. Sagt Stetten zu, das Geld am 24. August (St. Bartholomeus des hl. zwelfboten tag) beim Schultheißen [Johann von Lünen] in Frankfurt zu hinterlegen.

    Konstanz, 3. Juli 1507 (sampstag nach unser lb. frauen tag).
    Würzburg, StA, Mainzer Ingrossaturbücher 48, fol. 227 (koll. Kop., Kollationsverm. B. Ballof).

    «Nr. 536 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Er hat dem kgl. Seidensticker Leonhard Straßburger die zur ksl. Krone gehörige Inful gegeben und ihm befohlen, dieselbe eilends zu machen. Dafür und für andere Arbeiten hat er ihm 50 fl.rh. zur Auszahlung durch die Raitkammer zugesagt. Befiehlt ihnen die Auszahlung des Geldes, dardurch er solch arbait unserm bevelch nach eylends vertigen und wir in sunderhait an der bemelten infl nit gesaumbt werden.1

    Konstanz, 7. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 202 (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. P. v. Liechtenstein, B. Hölzl und S. Bruefer. Verm. über den Beschluß der Raitkammer vom 23.7.: Fiat, doch an die Hh. regenten. Placet herren canzler.).
    Regest: Schönherr, Urkunden, S. XXXI, Nr. 859.

    «ŠNr. 537 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Er hat dem kgl. Seidensticker [Leonhard] Straßburger jüngst in Innsbruck Gold gegeben, um daraus einen goldenen Bischofsstab und anderes zu seinem Perlenkreuz1 anfertigen zu lassen. Straßburger hat ihm berichtet, daß dies vom Goldschmied Hermann [Daum]2 erledigt worden sei, der den Bischofsstab aber erst nach Zahlung seines Lohns herausgeben wolle. Befiehlt ihnen, den Goldschmied zu bezahlen und den Bischofsstab an Straßburger zu übergeben. Dieser hat Befehl, das Perlenkreuz möglichst bald zu vollenden, damit es fertig ist, wenn er – was in Kürze geschehen wird – danach schickt.

    Konstanz, 7. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 202’ (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. B. Hölzl und S. Bruefer. Verm. über den Beschluß der Raitkammer vom 23.7.: Fiat, doch an die Hh. regenten. Placet herrn canzler.).
    Regest: Schönherr, Urkunden, S. XXXI, Nr. 861.

    «Nr. 538 Kg. Maximilian an Bürgermeister und Rat der Stadt Augsburg »

    Weist auf ein früheres Schreiben und mündliche Verhandlungen hin, die das Ziel hatten, Anton Herwart (Hauspfleger zu Ehrenberg) zum Amt des Augsburger Stadtvogts zu verhelfen. Sie haben sich damals zustimmend geäußert. Herwart hat ihn abermals um seine Hilfe in dieser Angelegenheit gebeten. Ersucht sie nochmals, Herwart zum Stadtvogt zu ernennen, sobald das Amt frei wird.

    Konstanz, 8. Juli 1507.
    Augsburg, StA, Rst. Augsburg, Urk. 529 (Or. mit beschädigtem S., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. J. Renner).

    «Nr. 539 Willebrief Kf. Jakobs von Mainz zur Verschreibung der Augsburger Stadtsteuer an Bf. Matthäus von Gurk »

    Erklärt seine Zustimmung zu der von Kg. Maximilian vorgenommenen Verschreibung der jährlichen Augsburger Stadtsteuer an Bf. Matthäus auf Lebenszeit. Demnach tritt diese Überschreibung jedoch erst nach Auslaufen der Verschreibung der Stadtsteuer an Gf. Adolf von Nassau1 in Kraft. Für den Fall, daß der Bf. vorher sterben sollte, erstreckt sich die auf ihn lautende Verschreibung, dann jedoch befristet auf zwölf Jahre, auch auf dessen Bruder Š[Johannes Lang] und dessen Söhne. Diese Übertragung gilt auch, falls der Bf. innerhalb von zwölf Jahren nach Auslaufen der Verschreibung an Nassau sterben sollte.

    Konstanz, 8. Juli 1507.
    Würzburg, StA, Mainzer Ingrossaturbücher 48, fol. 222–222’ (Kop., Kollationsverm. B. Ballof).

    «Nr. 540 Beschluß des Konstanzer Domkapitels »

    Es wurde beschlossen, den württembergischen Kanzler [Gregor Lamparter], Marschall [Konrad Thumb von Neuburg] und Hofmeister [Hermann von Sachsenheim] sowie Dr. [Ludwig] Vergenhans, Dr. Peter [Jakobi] und Dr. Batt1 einzuladen, um im Hof des [Matthäus] von Bubenhofen über die Streitigkeiten zwischen dem Domkapitel und Württemberg zu beraten.

    Konstanz, 9. Juli 1507.
    Regest: Krebs, Protokolle des Konstanzer Domkapitels, Nr. 3057, S. 92.

    «Nr. 541 Bürgermeister und Rat der Stadt Nürnberg an Kg. Maximilian bzw. entsprechend an Kf. Friedrich von Sachsen  »

    Bestätigen den Empfang eines kgl. Schreibens1 mit der Bitte, dem kgl. Hofkaplan Eberhard Senft die nächste in der Stadt freiwerdende Pfründe, in der ihnen die Kollatur zusteht, zu übertragen. Die in Frage kommenden Benefizien sind laut Stifterwillen in der Regel den Geistlichen der beiden Stadtpfarrkirchen [St. Sebald und St. Lorenz] vorbehalten. Ohne diese Pfründen können die Kaplane angesichts ihres gefährlichen Dienstes in Pestzeiten nicht gehalten werden. Die Stadt kann deshalb Senft keine Pfründe zusagen, doch wollen sie sich bei nächster Gelegenheit an die kgl. Fürsprache erinnern.

    Nürnberg, 10. Juli 1507 (sambstag nach Udalrici).
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 190–190’ (Kop., Verm.: In eadem forma mutatis mutandis Hg. Fridrichen zu Sachßen, Kf.).
    Druck: Westphal, Korrespondenz, Nr. 88, S. 295f.

    «Nr. 542 Schuldbrief Mgf. Kasimirs von Brandenburg-Ansbach für Hg. Albrecht von Bayern »

    Bestätigt den Empfang einer Anleihe von 500 fl. und sagt zu, sich bei seinem Vater dafür einzusetzen, daß die Summe mit der am 11. November (Martini) fälligen Zahlung1 verrechnet wird. Andernfalls soll die Schuld zu diesem Termin in München auf andere Weise beglichen werden.

    ŠKonstanz, 13. Juli 1507 (am tag Margarethe).
    München, HStA, Kurbay. Urk. 11716 (Or. Perg. m. stark beschädigtem S.).

    «Nr. 543 Regiment und Raitkammer zu Innsbruck an Kg. Maximilian »

    [1.] Laut kgl. Schreiben1 hat der Bf. von Freising darauf hingewiesen, daß Ehg. Sigmund den Bff. von Freising die zollfreie Ausfuhr der Weinzehnten aus Tirol bewilligt habe. Regiment und Raitkammer hätten dagegen die Einstellung dieser Praxis angekündigt, falls nicht die entsprechenden Urkunden vorgelegt würden. Darüber habe sich der Bf. unter Hinweis auf das Herkommen beschwert. Sie sollten deshalb das nächste Mal den Bf. seinen Wein noch zollfrei ausführen lassen, gleichzeitig jedoch Erkundigungen anstellen, wie es zu Zeiten Ehg. Sigmunds damit gehalten worden sei, und dann Bericht erstatten.
    [2.] Sie haben dem Bf. für seinen Wein einen ordnungsgemäßen Zollbrief ausgestellt. Ihre Forderung nach einem urkundlichen Beleg für die beanspruchte Zollfreiheit entspricht der Raitkammerordnung.2 Der Bf. konnte zwar keine entsprechende Urkunde vorlegen, dafür aber ein Privileg Hg. Leopolds von Österreich von 13913 über die Zollfreiheit des auf Saumrossen transportierten Weins. Der Transport auf Wägen war nur auf Widerruf genehmigt und wurde von den späteren Ff., insbesondere Ehg. Sigmund und Kg. Maximilian, nicht bestätigt. So konnten sie ihm die Zollbefreiung für Wagentransporte nicht bewilligen. Hätte der Bf. den zollfreien Transport auf Saumrossen beantragt, hätten sie dies natürlich genehmigt. Es steht nun beim Kg., ob er dem Bf. die Zollfreiheit für Wagentransporte bewilligen will. Vermutlich konnte der Bf. seine Zollbefreiung bislang nur aufgrund der Nachlässigkeit der örtlichen Amtleute und Zöllner behaupten.

    Innsbruck, 13. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 34, fol. 30–31’ (Kop.).

    «Nr. 544 Supplikation der Stadt Metz an die in Konstanz versammelten Reichsstände »

    Sie sind davon ausgegangen, daß angesichts der Beschwerden der Stadt von ihrer Besteuerung durch das Reich abgesehen wird. Falls Metz den Kampf des röm. Kg. gegen den frz. Kg. mit Geld oder Truppen unterstützt und nicht als neutral angesehen wird, so verfügen der frz. Kg. und seine Verbündeten über feste Plätze in ihrer Nähe und können von dort aus der Stadt großen Schaden zufügen. Es entspricht der Wahrheit, daß die röm. Kss. und Kgg. bei früheren Kriegen gegen Frankreich Metz einen neutralen Status einräumten. Auch Ks. Friedrich hielt es so, sogar als er im Neußer Krieg die gesamte Macht des Reiches aufbot.1 Dies wurde mit der geographischen Nähe des Hg. Karl von Burgund gehörigen Hm. Luxemburg Šzur Stadt begründet, was jetzt im Fall Frankreichs ebenfalls zutrifft. Die Stadt mußte in den vergangenen großen Kriegen erhebliche Kosten aufwenden und erlitt beträchtliche Schäden, ohne daß ihr seitens des Reiches Hilfe geleistet wurde. Ihre Befestigungsanlagen sind marode. Für deren Wiederaufbau werden mehr als 20 000 fl. benötigt.
    Bitten, diese Umstände zu berücksichtigen und die Stadt als Vormauer Deutschlands (porte, propugnacle et entrée d’Allemaigne) von der Romzughilfe zu befreien. Sie, die Gesandten, haben im übrigen keine Vollmacht, in die Zahlung einer Reichshilfe einzuwilligen.

    ŠKonstanz, 22. Juli 1507 (le jour de Ste. Marie Magdalene).
    Metz, AM, AA 42/4, unfol. (frz. Kop., Unterz.: RT-Gesandte der Stadt Metz).
    Druck: François/Tabouillot, Histoire VI, S. 560f.

    «Nr. 545 Supplikation der Stadt Metz an Kg. Maximilian »

    Die auf dem Konstanzer RT (journée impérialle) versammelten Reichsstände haben eine Romzughilfe zur Erlangung der Kaiserkrone bewilligt. Die Stadt Metz wurde dabei mit a41 Reitern und 55 Fußsoldaten sowie mit 1640 fl.-a veranschlagt. Er, der Kg., hat die Stadt bereits von der Romzughilfe befreit. Die Leistung dieses überhöhten Anschlags ist abgesehen davon aus schwerwiegenden Gründen ohnehin nicht möglich: Metz wurde in der Vergangenheit unter ruinösen Kosten und unter großen Schäden und Verlusten in Kriege verwickelt, ohne daß das Reich Hilfe geleistet hätte. Die Einwohnerzahl ist erheblich zurückgegangen und die Stadt verarmt. bEin Krieg zwischen ihm und dem frz. Kg. hätte für Metz weitere beträchtliche Schäden zur Folge. Ihre Lage gegenüber Frankreich ist exponiert. Nahe der Stadt liegen Festungen der Franzosen und ihrer Verbündeten, von denen aus die Stadt schwer geschädigt werden kann. Sie hätte ihm gerne Hilfe geleistet, doch ist dies aus den dargelegten Gründen unmöglich. Bitten ihn, dies zu bedenken. Auch sein Vater Ks. Friedrich stellte Metz während des Reichskrieges gegen den Hg. von Burgund von der Hilfe frei und erklärte ihre Neutralität. Wie damals dessen Territorium nahe bei der Stadt lag, so ist dies jetzt auch in bezug auf Frankreich der Fall-b. Auf diese Aspekte hat der Magistrat der Stadt schon früher hingewiesen, woraufhin er schriftlich die Befreiung von einer künftigen Romzughilfe bewilligt hatc.1 
    Sie, die Gesandten, bitten, es bei dieser Bewilligung zu belassen und nicht zuzulassen, daß der Stadt eine Reichssteuer auferlegt wird. Dies soll so auch gegenüber den versammelten Reichsständen verfügt werden. Erklären unter Protest, daß die Nichtleistung einer eventuell dennoch auf dem Konstanzer RT auferlegen Romzughilfe durch die Stadt keinesfalls als Ungehorsam gedeutet werden darf, sondern durch ihre Situation erzwungen ist.

    Konstanz, 22. Juli 1507 (le jour de Ste. Marie Magdalene).
    Metz, AM, AA 10/7, unfol. (frz. Reinkonz., Unterz.: RT-Gesandte der Stadt Metz).
    Druck: François/Tabouillot, Histoire VI, S. 562–564.

    «Nr. 546 Weisung Kg. Maximilians an Ulrich Möringer (Tiroler Kammermeister) »

    Wünscht Mitteilung über den voraussichtlichen Termin der Fertigstellung des spanischen Siegels und über den Stand der Arbeiten.1

    Konstanz, 24. Juli 1507.
    Wien, HHStA, Maximiliana 18, Konv. 1, fol. 45–45’ (Or., Vermm. prps./cdrp., Gegenz. G. Vogt).
    Regest: Zimmermann, Urkunden, S. XLV, Nr. 249.

    «Nr. 547 Konsensbrief der Kff. von Mainz, Trier und Sachsen zugunsten Jakob Villingers (kgl. Schatzmeister) »

    Kg. Maximilian hat seinem Hofkammermeister Jakob Villinger um seiner treuen Dienste willen laut (inserierter) Urkunde vom 4. August 1501 die jährliche Pfullendorfer Stadtsteuer in Höhe von 100 Pfd. Heller überschrieben, wobei vorgesehen ist, daß das Recht zur Einnahme der Stadtsteuer auf Lebenszeit an Anna Villinger übergehen soll, falls Jakob Villinger vor seiner Mutter sterben sollte.1 Erklären auf Bitten Villingers ihr Einverständnis zu dieser Verschreibung.2

    Konstanz, 25. Juli 1507 (auf dem Hl. Reichs tag zu Costenz, an St. Jacobs des hl. zwelfpoten tag).
    Koblenz, LHA, 1 C, Nr. 21 [= Afi. Nr. 375], pag. 138–145 (Kop.).
    Regest: Roth v. Schreckenstein, Beitrag, Nr. 112, S. 166.

    «ŠNr. 548 Kredenzbrief Kg. Maximilians für Ludwig Vergenhans (Propst zu Stuttgart) und Ernst von Welden als Gesandte zu Hg. Albrecht von Bayern »

    Akkreditiert Vergenhans und Welden zu Verhandlungen über für die Messingherstellung benötigte Erden.1

    Konstanz, 27. Juli 1507
    München, HStA, KÄA 975, fol. 29–29’ (Or., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. M. Treitzsaurwein).

    «Nr. 549 Konsensbrief der Kff. von Mainz, Trier und Sachsen zugunsten Gabriel Vogts (kgl. Sekretär) »

    Kg. Maximilian hat seinem Sekretär Gabriel Vogt laut (inserierter) Urkunde vom 24. Mai 1505 die jährliche Steuer der Stadt Kempten in Höhe von 225 Pfd. Heller Kemptener Währung verschrieben.1 Erklären dazu ihre Zustimmung.

    Konstanz, 28. Juli 1507.
    Koblenz, LHA, 1 C, Nr. 21 [= Afi. Nr. 375], pag. 145–153 (Kop.).

    «Nr. 550 Reversbrief Hg. Albrechts VII. von Mecklenburg über seine Bestallung durch Kg. Maximilian »

    Kg. Maximilian hat ihn für sechs Monate mit 40 gerüsteten Pferden als kgl. Diener angenommen. Für jedes Pferd erhält er monatlich 10 fl.rh., für die ftl. Tafel, zur Bestreitung weiterer Unkosten für den Tross und für die Wagenpferde stehen ihm monatlich 50 fl.rh. zu. Das Dienstverhältnis beginnt mit dem heutigen Tag und wird aus dem Mecklenburger Anteil an der in Konstanz bewilligten Reichshilfe bestritten. Falls dieser nicht ausreicht, Šwird außerdem die auf dem Kölner RT bewilligte Reichshilfe verrechnet.1 Gibt die übliche Versicherung über die Wahrnehmung seiner Dienstpflichten ab.

    Konstanz, 31. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Urk. I, Nr. 5200 (Or. m. S.).

    «Nr. 551 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Simon von Hungersbach (kgl. Rat und Hauptmann zu Portenau) hat ihm berichtet, daß er ihnen ein Register über die alten Reichsanschläge übergeben habe. Das Register wird jetzt benötigt, die Angelegenheit ist wichtig. Befiehlt ihnen deshalb, das Aktenstück unverzüglich zu kopieren und ihm per Eilboten zu Händen Blasius Hölzls (kgl. Sekretär und Viztum in Kärnten) zuzusenden.1 

    Konstanz, 31. Juli 1507; präs. Innsbruck, 12. August.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 208’ (Kop., Nachweis über Vermm. prps./commissio domini regis in consilio camere sowie über Gegenz. H. v. Königsegg und B. Hölzl).

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    /ser/rta1507/II8/pages

    Anmerkungen

    1
     Laut Baier (Reform, S. 231) favorisierte Kg. Maximilian zu dieser Zeit „einen reichen Mailänder Humiliaten“ – gemeint ist der als Mailänder Exulant am kgl. Hof residierende Ordensgeneral Gerolamo Landriani – als Nachfolger Abt Martins und wies deshalb während des Konstanzer RT Bemühungen des Landkomturs der Ballei an der Etsch, Heinrich von Knöringen, zur Übernahme der Abtei zurück. Nach der Wahl Markus’ von Knöringen am 24.11.1508 erwog der Kg. zeitweilig doch die Verwaltung des Klosters durch den Landkomtur als „Fürsten von Reichenau“ anstelle seines unfähigen Vetters. Diesem dann nicht umgesetzten Plan hatte – angesichts der Gefahr einer Übernahme des Klosters durch Bf. Hugo von Hohenlandenberg – auch die Stadt Konstanz zugestimmt (Instruktion Ks. Maximilians für seine Räte Christoph Schenk von Limpurg (ksl. Vogt zu Nellenburg und Schwäbischer Bundeshauptmann) und Ulrich von Habsberg (Hauptmann der vier Waldstädte am Rhein) zu Verhandlungen mit den Untertanen des Klosters Reichenau; Kop., s.d., jedoch vermutlich Dez. 1508 oder später; StA Zürich, A 199.1, Stück-Nr. 42). Vgl. Baier, Reform, S. 231–236; Kreutzer, Glanz, S. 182, 344f.; Voigt, Geschichte I, S. 503f.
    1
     Weitere Bestallungen als Räte und Diener erhielten in Konstanz nach Ende des RT Philipp vom Stein zu Jettingen (Or. Perg., 1.8.1507; TLA Innsbruck, Urk. I/5201), Dr. Ulrich von Schellenberg (Or. Perg. m. S., 10.8.1507; ebd., Urk. I/2928) und Bernhard von Knöringen (Or. Perg., 15.8.1507; ebd., Urk. I/2927). Peter Giel von Glattburg und Gielsberg (Obervogt des Abts von St. Gallen in Romanshorn) und Bilgeri von Landenberg [Sohn des in Nr. 515 erwähnten Hans] reversierten am 7.7. über ihre Bestallung (HHStA Wien, AUR (Geistliche und Privatsachen von untergeordneter Bedeutung) 1507 VII 7; TLA Innsbruck, Schatzarchiv I, Putsch-Repertorium, Bd. 6, fol. 145; 146). Ebenfalls während des RT nahm Kg. Maximilian den späteren Konstanzer Bf. Dr. Balthasar Merklin als Hofrat in seine Dienste auf und ernannte ihn zum Pfalzgrafen (Chyträus, Chronica, S. 223; Bader, Merklin, S. 5).
    1
     Kg. Maximilian informierte am 10.5. Regiment und Raitkammer zu Innsbruck, daß er Degen Fuchs von Fuchsberg in wichtigen Angelegenheiten, antreffend die verzeihung, wie ir das wisset, zu Hg. Albrecht und Hgin. Kunigunde entsandt habe, und befahl, Fuchs mit 50 fl.rh. Zehrungsgeld auszustatten, da die Sache vor allem die Gft. Tirol betreffe (Kop. Konstanz [! – wohl richtig: Geisingen], Verm. über Unterz. Kg. Maximilian und Gegenz. Serntein; TLA Innsbruck, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 249). Am 3.7. wies der Kg. die Raitkammer an, Fuchs, den er insbesondere wegen dieser Angelegenheit nach Konstanz beschieden habe, Geld für die Reise mit sieben Pferden zu bezahlen (Kop. Konstanz, Verm. über Unterz. Kg. Maximilian und Gegenz. P. v. Liechtenstein, B. Hölzl und J. Villinger; ebd., fol. 249’).
    1
     Hg. Heinrich hatte Goslar laut Vertrag vom 21.4. wegen einer Schuld von 6210 fl. für jährlich 310 fl. auf Einkünfte aus dem Rammelsberg verwiesen sowie die Harzburg mit dem zugehörigen Forst verschrieben. Der Hg. hatte mit dem aufgenommenen Geld zuvor das an seinen Hofmeister Wilken von Klencke verpfändete Schloß und sein in der Stadt versetztes Silbergeschirr ausgelöst (Kop.; StdA Goslar, B 822, pag. 158–161; Druck: Delius, Untersuchungen, Anh. Nr. 23, S. 48–51). Vgl. Spier, Harzburg, S. 87.
    1
     Beilagen: Restitutionsmandat Kg. Maximilians (RKG) an die Gff. Ludovico und Federico di Mirandola zugunsten ihres Bruders Gianfrancesco mit Vorladung für den Fall des Nichtvollzugs des Mandats, Augsburg, 17.12.1502 (lat. Mundum mit Korrekturen; HHStA Wien, Maximiliana 17, Konv. 4, fol. 140. Wiesflecker, Regesten IV/2, Nr. 20134, S. 759); Supplikation Ludovicos und Federicos di Mirandola an Kg. Maximilian vom 3.11.1502 (lat. Kop.; ebd., fol. 141); undatierte Hofratsbeschlüsse in dieser Angelegenheit (Konz.; ebd., fol. 139. Lat. Kop.; ebd., fol. 143). Vgl. zu dem Vorgang Heil, RTA-MR VIII/1, Nr. 325, S. 445f. mit Anm. 2.
    1
     Vgl. Nr. 54 [fol. 532, 535’].
    1
     Lehenbrief Bf. Georgs für Abt David von Stein, Konstanz, 28.5.1507 (lat. Kop.; StA Bamberg, B 21, Nr. 13, fol. XLVIIII’-L’).
    1
     Liegt nicht vor.
    2
     Adam und Georg von Schaumberg waren als Vertreter der Familie zumindest zeitweilig auf dem Konstanzer RT anwesend (Rabeler, Lebensformen, S. 382).
    1
     Laut Pritz (Geschichte II, S. 200) berief Kg. Maximilian von Konstanz aus ebenfalls am 6.6. einen oberösterreichen Landtag nach Linz ein, um dort die Bewilligung von einem Reiter und vier Fußsoldaten je 100 Pfd. Herrengülte zu beantragen. Ein Tiroler Landtag in Bozen hatte im Herbst 1506 bereits 50 000 fl. für den Romzug bewilligt (Huber, Geschichte III, S. 367; Jäger, Landstände, S. 441; Köfler, Land, S. 274). Ein Landtag zu Sterzing bewilligte im Januar 1507 für den Romzug eine zehnprozentige Gefällesteuer des Adels und der Prälaten sowie eine Herdstättenabgabe von 1 fl. in Städten und Gerichten (Ausschreiben Kg. Maximilians an Tiroler Stände und Amtleute, Kop. Innsbruck, sambstag vor judica [20.3.]1507; Weisung Kg. Maximilians an Paul von Liechtenstein u.a., Kop. Innsbruck, montag nach judica [22.3]1507; TLA Innsbruck, Ältere Kopialbücher, Bd. 28, fol. 41–41’; 43–43’. Jäger, Landstände, S. 441f.; Köfler, Land, S. 274f.). Die steirischen Landstände hatten laut Muchar (Geschichte VIII, S. 232) am 5.2.1507 eine Hilfe von 16 000 fl. genehmigt. Ein zum 9.5. nach St. Veit einberufener Kärntner Landtag löste sich nach dreitägigem vergeblichen Warten auf die Instruktion Kg. Maximilians für seine Vertreter wieder auf (Bartholomäus von Welsberg, Sigmund Spreng, Christoph von Aichelberg und Hans Mannsdorfer an Kg. Maximilian, Or. St. Veit, 12.5.1507; TLA Innsbruck, Maximiliana XIV (1507), fol. 43–43’).
    2
     Die in Krems versammelten Landstände lehnten die Bewilligung einer Hilfe vor Erledigung ihrer Beschwerden ab und wiesen die Vorwürfe des Kg. hinsichtlich des Ungarnkrieges zurück (spätere Abschrift, eritag nach St. Ulrichs tag [6.7.]1507; ÖNB Wien, Cod. 7552, fol. 61’-63’).
    3
     Entsprechend dem Datum des kgl. Kredenzbriefs für die kgl. Räte Christoph von Scherffenberg, Sebastian von Hohenfeld, Albrecht von Wolfstein und Dr. Wilhelm von Reichenbach als Gesandte zu den Landständen des Fm. Österreich unter der Enns (spätere Abschrift, imitierte Vermm. prps./cdrp. und Gegenz. Serntein; ÖNB Wien, Cod. 7552, fol. 48–48’).
    1
     Paulsdorf und die anderen Straubinger Räte antworteten am 14.8., daß nach ihren von Wolfgang Portner (Tabellion des Regensburger Konsistoriums) stammenden (W. Portner an die Straubinger Räte, Kop., s.d., jedoch Regensburg, vor dem 14.8.1507; HStA München, KÄA 978, fol. 70–70’) und von weiteren Zeugen bestätigten Informationen seine beiden Brüder Peter und Leonhard die von Vogt beanspruchten Weingärten bereits vor Ausbruch des Landshuter Erbfolgekrieges verkauft hätten, weshalb Hg. Albrecht diese irrtümlich als Achtgüter eingezogenen Besitzungen samt den Einkünften an die rechtmäßigen Käufer zurückgegeben habe. Einer dieser Käufer sei der Regensburger Bürger Hans Portner gewesen, der den Weingarten [zu Tegernheim] noch innehabe. Sie hätten diese Informationen Christoph Vogt mitgeteilt, der eine Stellungnahme dazu abgegeben habe. Beide Schriftstücke lägen dem Bericht bei. Das Vorgehen Gabriel Vogts sei ihrer Ansicht nach bedenklich; sie benötigten weitere Instruktionen (Or. Straubing, sambstag unser lb. Frauen ir schiedung abent; ebd., fol. 68–68’, 69’). Der Vertreter Gabriel Vogts, sein Sekretär Christoph Vogt (aus Kempten), bewertete die Stellungnahme der Gegenseite als Verzögerungstaktik und forderte die Umsetzung des kgl. Mandats (Kop., s.d., jedoch Regensburg, vor dem 14.8.1507; ebd., fol. 71).
    1
     Urkunde Bf. Georgs von Bamberg, Konstanz, 14.6.1507 (begl. Kop. vom 29.6.1743; GLA Karlsruhe, Abt. 29 Urk. Schuttern, Nr. 96).
    2
     Die Urkunde ist rückdatiert. Christoph Schenk von Limpurg leistete am 5.7. (montag nach visitationis Marie) im Haus des Hans von Ulm den Lehnseid, woraufhin Bf. Georg den Kg. qua Ehg. von Österreich durch dessen Stellvertreter mit der Kastvogtei belehnte. Als Zeugen fungierten IUD Leonhard von Egloffstein, Dr. med. Johann Stocker (Steckar) aus Ulm und Heimbrand Schwarzenberger (Landschreiber zu Stockach) sowie der Notar Michael Lorber (Eh. Notariatsinstrument Lorbers, Konstanz, 5.7.1507; StA Bamberg, A 75, L. 276, Nr. 40, unfol.). Am 21.7. überschrieb Kg. Maximilian den Freiburger Bürgern Ludwig Keller und Jörg Dörffel wegen einer Schuld von 1000 fl. das Schirmgeld des Klosters (Or. Perg.; GLA Karlsruhe, 11/259). Vgl. auch Mone, Quellensammlung III, S. 63.
    1
     Vertrag vom 1.5.1434 (Mone, Quellensammlung III, S. 61).
    2
     Wiesflecker, Regesten IV/1, Nr. 19061, S. 556.
    4
     Urkunde Bf. Georgs (Or. Perg. m. S. Konstanz, donerstag nach dem hl. pfingstag; GLA Karlsruhe, Abt. 29 Urk. Schuttern, Nr. 120). Der Belehnungsakt fand erst am Morgen des 5.7. in der Bamberger Herberge statt.
    5
     Looshorn, Geschichte IV, S. 422.
    6
     Lehnsrevers Kg. Maximilians vom 14.6.1507 (StA Bamberg, B 21, Nr. 13, fol. LXXVII’-LXXVIIII).
    7
     Reversbrief Kg. Maximilians (Or. Perg. m. S., Verm. amdrp., Gegenz. Serntein; StA Bamberg, A 75, L. 276, Nr. 41. Kop.; HHStA Wien, Reichsregisterbuch TT, fol. 43).
    8
     Urkunde Bf. Georgs von Bamberg (Or. Perg. m. S., Konstanz, freitag nach St. Johanns tag sondwenden; GLA Karlsruhe, Abt. 29 Urk. Schuttern, Nr. 97).
    9
     Vertrag zwischen Kg. Maximilian und Abt Johann von Schuttern (begl. Abschrift vom 30.10.1794; GLA Karlsruhe, Abt. 29 Urk. Schuttern, Nr. 94).
    10
     Vgl. Nr. 562 [Pkt. 9].
    11
     Ebenfalls während des Konstanzer RT, in der Zeit vom 23.-29.7., führten die bfl. Bamberger Räte Leonhard von Egloffstein und Michael Lorber Verhandlungen mit dem kursächsischen Kanzler Johannes Mogenhofer über die Frage, ob Kf. Friedrich von Sachsen das Erbmarschallamt des Hst. Bamberg und die zugehörigen Lehen persönlich empfangen müsse oder eine Belehnung durch Stellvertreter möglich sei. Vgl. Grünbeck, Kurfürsten, S. 99.
    1
     Die Anrede „Getreuer, lieber“ schließt jedenfalls Bf. Georg von Trient als Adressaten aus.
    1
     Vgl. den Reversbrief Ehg. Sigmunds von Tirol für Bf. Johann von Basel von 1459 bei Müller, Staal, S. 99f.
    2
     Kg. Maximilian hatte am 19.3. Gf. Wolfgang von Fürstenberg und Hans Kaspar Frh. von Mörsberg angewiesen, für ihn qua Ehg. von Österreich die vom Bf. von Basel lehnbaren Güter zu empfangen (Or. Straßburg, Vermm. prps./cdrp., Gegenz. Serntein; HHStA Wien, AUR 1507 III 19; Verm. auf dem Stück über den Empfang der Gft. Pfirt durch Kaspar von Mörsberg in Konstanz am 11.6. (fritag vor Viti und Modesti); Druck: Chmel, Urkunden, Nr. CCXVIII, S. 283f.). Mit Schreiben vom 18.8. übersandte Kg. Maximilian der vorderösterr. Regierung in Ensisheim eine Abschrift des Lehnsreverses und befahl, zum Bf. von Basel einen Gesandten abzuordnen, der die bis dahin unterbliebene Ausfertigung des Lehenbriefes anmahnen sollte. Die Urkunde sollte dann zur Aufbewahrung an das Innsbrucker Regiment übersandt werden (Mundum, Konstanz; TLA Innsbruck, Maximiliana XIV (1507), fol. 81).
    1
     Das Schreiben liegt nicht vor. Es ging um Streitigkeiten über das Erbe der 1503 verstorbenen Barbara Gonzaga, Gemahlin Hg. Eberhards I. von Württemberg. Hg. Albrecht hatte am 7.12.1505 einen Vergleich zwischen Hg. Ulrich und Mgf. Francesco von Mantua herbeigeführt, wonach den Gonzaga in drei Raten insgesamt 13 000 fl.rh. zu bezahlen waren. Hg. Albrecht übernahm in Verrechnung mit seinen aus dem Landshuter Erbfolgekrieg herrührenden Schulden bei Hg. Ulrich die Bezahlung. Bf. Ludovico Gonzaga schloß sich am 22.9.1506 diesem Vergleich an. Vgl. Stälin, Heirath, S. 16f.; Ders., Geschichte IV, S. 50f.; Severidt, Familie, S. 310f.; Behne, Vergleich, S. 738f.
    2
     Offensichtlich war die Auszahlung der am 23.4.1507 fälligen zweiten Tranche von 2166 fl. an Bf. Ludovico unterblieben. Dies geht auch aus einem Schreiben Hg. Albrechts von Bayern an den Bf. vom 22.5.1507 hervor, worin er den reibungslosen Ablauf der weiteren Zahlungen zusicherte (lat. Konz. München; HStA München, KÄA 4496, fol. 4).
    1
     Gemäß dem im Juni 1505 geschlossenen Vertrag sollten künftig sowohl Weinsberg als auch Zollern den Titel eines Erbkämmerers führen und der jeweils anwesende und das Amt versehende Vertragspartner das bei der Reichsbelehnung von Ff. fällige Amtsgeld erhalten (Neumann, Studien, S. 70). Vgl. Heil, RTA-MR VIII/1, Nrr. 526f., S. 845f.
    2
     Lehenbrief Kf. Joachims für Gf. Eitelfriedrich, Cölln/Spree, 28.5.1507 (Kop.; GStA Berlin, I. HA, Repos. 78, Nr. 3, fol. 249–250; Druck: Riedel, Codex II/6, Nr. 2407, S. 209f. Regest: Schnell, Reichs-Erzkämmereramt, S. 36, Nr. 4); Weisung Kf. Joachims an seinen Gesandten in Konstanz, Eitelwolf vom Stein, in seinem Namen Gf. Eitelfriedrich mit dem Erbkämmereramt zu belehnen, Cölln/Spree, 29.5.1507 (Kop.; GStA Berlin, I. HA, Repos. 78, Nr. 3, fol. 251–251’. Druck: Riedel, Codex II/6, Nr. 2408, S. 210f.).
    1
     Die 50 fl. wurden Straßburger am 12.8.1507 ausgezahlt (Schönherr, Urkunden, S. XXXII, Nr. 865; Egg, Seidensticker, S. 20).
    1
     Abrechnung Straßburgers über die Anfertigung eines Perlenkreuzes für Kg. Maximilian, Innsbruck, 1.3.1507 (Regest: Schönherr, Urkunden, S. XXVIII, Nr. 825; Egg, Seidensticker, S. 23).
    2
     Die Raitkammer bezahlte Daum am 31.7.1507 (Schönherr, Urkunden, S. XXXII, Nr. 864).
    1
     Laut Konsensbrief Kf. Jakobs von Trier vom 26.7.1505 hatte Kg. Maximilian Gf. Adolf mit Wirkung vom 11.11.1501 an die Augsburger Stadtsteuer für 14 Jahre verschrieben (Heil, RTA-MR VIII/1, Nr. 528, S. 847). Bei Wiesflecker (Regesten III/1, Nr. 9553, S. 119) ist lediglich eine von 1499 datierende Verschreibung mit neunjähriger Laufzeit nachgewiesen (Mitteilung an die Stadt Augsburg vom 27.11.1499). Vgl. Böhm, Reichsstadt, S. 250–254.
    1
     = Dr. Beatus Widmann, gen. Möchinger, württ. Rat (Pfeilsticker, Dienerbuch I, § 1149).
    1
     Liegt nicht vor.
    1
     Es handelt sich um eine Rate der aus dem Landshuter Erbfolgekrieg herrührende Zahlungsverpflichtungen Hg. Albrechts. Vgl. Rankl, Staatshaushalt, S. 69f. Anm. 230; Seyboth, Markgraftümer, S. 272, 281f.
    1
     Liegt nicht vor.
    2
     Vgl. Schatzkammerordnung Kg. Maximilians vom 13.2.1498, bes. §§ 30, 34 (Fellner, Zentralverwaltung I/2, Nr. 6, hier S. 38f.).
    3
     Irrtümlich korrigiert zu 1331. Gemeint ist aber vermutlich die Zollbefreiung Hg. Leopolds III., Gf. von Tirol, für Bf. Leopold von Freising vom 23.5.1381 (Druck: Emmert, Monumenta, Nr. 25, S. 585 [irrtümliche Datierung auf den 30.4.1383]).
    1
     Der Metzer Gesandte Michel de Gournay erwirkte im Februar 1475 bei Ks. Friedrich die Befreiung der Stadt von der Reichshilfe (Huguenin, Chroniques, S. 415).
    1
     Urkunde Kg. Maximilians (Reichskanzlei) für die Stadt Metz vom 21.10.1498 (François/Tabouillot, Histoire VI, S. 511f.; Wiesflecker, Regesten I/2, Nr. 8909, S. 751). Vgl. Westphal, Metz I, S. 287.
    1
     Am 30.4. hatte Kg. Maximilian die Innsbrucker Raitkammer angewiesen, ihm das dringend benötigte burgundische Siegel zuzuschicken, mit dessen Anfertigung der kgl. Goldschmied Benedikt Burkhart beauftragt sei. Falls das Siegel noch nicht fertiggestellt sei, sollten sie Burkhart dazu drängen. Er könne nicht länger darauf warten (Kop., s.l., jedoch Konstanz; Gegenz. M. Treitzsaurwein; TLA Innsbruck, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 131). Mit Schreiben vom gleichen Tag beschwerte sich der Kg. darüber, daß Burkhart das in Auftrag gegebene niederburgundische Siegel samt Stempel noch nicht geschickt habe. Es werde von der burgundischen Regierung dringend benötigt. Er befahl der Raitkammer, die Fertigstellung zu veranlassen und ihm Siegel und Stempel zu schicken (Kop., s.l., jedoch Konstanz, Gegenz. Serntein, präs. 8.5.1507; ebd., fol. 133. Schönherr, Regesten, S. XXIX, Nr. 834). Regiment und Raitkammer übersandten dem Kg. am 10.5. das von Burkhart angefertigte burgundische Siegel (Kop., s.d.; TLA Innsbruck, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 34, fol. 7’. Schönherr, ebd., S. XXIX, Nr. 837. Vgl. ebd., Nr. 844). Wohl kurz vor dem 24.7. übersandte die Raitkammer auch das spanische Siegel nach Konstanz (Kop. Innsbruck, s.d.; ebd., fol. 32. Schönherr, ebd., S. XXXII, Nr. 863 (Datierung auf den 24.7.)).
    1
     Urkunde Kg. Maximilians vom 4.8.1501 (GLA Karlsruhe, Abt. D, Nr. 1070; Roth v. Schreckenstein, Beitrag, Nr. 109, S. 164; Wiesflecker, Regesten III/2, Nr. 15105, S. 1022 Anm.). Vgl. die Mitteilung Kg. Maximilians an Pfullendorf über die Verpfändung der jährlichen Stadtsteuer an Villinger vom 5.8.1503 (Roth v. Schreckenstein, ebd., Nr. 110, S. 164f.; Wiesflecker, Regesten IV/1, Nr. 17467, S. 291).
    2
     Am 2.11.1507 erklärte auch Kf. Joachim von Brandenburg seine Zustimmung (Roth v. Schreckenstein, Beitrag, Nr. 113, S. 166).
    1
     Hg. Albrecht von Bayern hatte es in Beantwortung von Schreiben Kg. Maximilians und der Raitkammer am 2.5. unter Hinweis auf das diesem verliehene Bergwerksprivileg abgelehnt, den Münchener Bürger Heinrich Barth zum Verkauf von Erden und Sand zu veranlassen. Eine ursprünglich von Barth dem kgl. Unterhändler Benedikt Katzenloher gegebene Zusage erachtete der Hg. demgegenüber als unerheblich (Or. München, sonntag cantate; Verm. über den Beschluß der Raitkammer vom 6.5.: Kgl. Mt. zu verkunden, dz ir Mt. in ander weg mit im handlen lass; HHStA Wien, Maximiliana 17, Konv. 4, fol. 129–129’). Vergenhans und Welden erklärten in einem Schreiben an Hg. Albrecht, daß sie wegen der ihnen obliegenden Taxation [s. Nr. 410, Pkt. 2] nicht selbst zu ihm kommen könnten, und übersandten ihm lediglich ihre Kredenz und Instruktion mit der Bitte um Rücksendung seiner Antwort (Or. [Konstanz], s.d., Kanzleiverm.: Dem Heinrich Part und H. Paulsen von Liechtnstain zu schicken; HStA München, KÄA 975, fol. 30–30’). Hg. Albrecht antwortete mit Bitte um Mitteilung an den Kg., daß er mit Liechtenstein während dessen Aufenthalt in München über diese Sache gesprochen habe. Barth, den er mit der Bergwerksgerechtigkeit der Erden um Landshut belehnt habe, werde mit Liechtenstein darüber verhandeln (Konz., s.d.; ebd., fol. 31). Am 29.9. ersuchte das Innsbrucker Regiment den Hg. dringend um die baldige Lieferung der Erden und von Leim für die Messingherstellung; die Arbeiten müßten derzeit ruhen. Der Kg. benötige das Messing für sein Zeughaus (Or. Innsbruck, Kanzleiverm.: Mit Hainrichen Part hirin zu handeln, der erden halben auf dem Krenich bei Landshut; ebd., fol. 34–34’). Albrecht antwortete, daß er Barth nach dessen Rückkehr zu Liechtenstein schicken werde (Konz. München, sambstag Dionisii [9.10.]1507; ebd., fol. 35).
    1
     Verschreibung Kg. Maximilians vom 24.5.1505 (Regest: Heil, RTA-MR VIII/1, Nr. 537, S. 853).
    1
     Entsprechender Bestallungsbrief Kg. Maximilians für Hg. Albrecht von Mecklenburg, Konstanz, 31.7.1507 (Kop.; LHA Schwerin, 2.12–1/8 Dienst mecklenburgischer Hgg. bei auswärtigen Ff., Nr. 24, unfol. Schnell, Mecklenburg, S. 296). Ein beiliegendes Verzeichnis gibt an, daß Hg. Albrecht den Kölner (20 Reiter, 25 Fußknechte) und den Konstanzer (27 Reiter, 34 Fußknechte) Reichsanschlag Mecklenburgs ableisten sollte. Außerdem sollte Mecklenburg 500 fl. für die Bezahlung der eidgenössischen Söldner [vgl. Mandat Kg. Maximilians an Reichsstände; Nr. 748] aufbringen (Kop., s.d.; ebd., unfol.). Mecklenburg hatte die Kölner Reichshilfe zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleistet (Heil, RTA-MR VIII/2, Nr. 939, S. 1404 Anm. 31).
    1
     Die Raitkammer antwortete am 13.8., daß von einem solchen Register nichts bekannt sei. Hungersbach habe bei ihnen zwar eine versiegelte Truhe deponiert, über deren Inhalt wisse man allerdings nichts. Das Regiment habe ihnen auf Nachfrage eine Ordnung und zwei Anschläge gegen Kg. [Matthias] von Ungarn [im April 1488; vgl. Bock, RTA-MR III/1, Nr. 15a, hier S. 179f.] und gegen [Hg. Albrecht von Ober-]Bayern auf dem Lechfeld [im April 1492; Wolf, Doppelregierung, S. 523f.; Seyboth, Markgraftümer, S. 175f.] übergeben. Übersenden Abschriften davon (Kop. Innsbruck; TLA Innsbruck, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 34, fol. 36–36’).

    Anmerkungen

    a
    -a 41 ... fl.] Korrigiert aus: 27 Reiter und 123 [? Lesung wegen der Streichung unsicher] Fußsoldaten.
    b
    -b Ein ... Fall] Einfügung am Rand.
    c
     hat] Danach gestrichen: en recevant d’icelle cité VM francs. – Mitteilung der Stadt Metz über die Zahlung dieser Summe an Kg. Maximilian in einem Schreiben an Kf. Berthold von Mainz vom 16.10.1498 (Wiesflecker, Regesten II/2, Nr. 8903, S. 750).

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    «8. Nebenhandlungen »

    «Nr. 513 Weisung Kg. Maximilians an Regiment und Raitkammer zu Innsbruck »

    Er ist in Innsbruck mit seinen Räten zur Einsicht gelangt, daß es nicht empfehlenswert ist, das Kloster Reichenau für immer dem Bm. Konstanz zu inkorporieren. Nach seiner Ankunft in Konstanz hat Bf. Hugo ihn darum gebeten. Sein Angebot, einer Inkorporation auf Lebenszeit zuzustimmen, lehnte der Bf. dagegen ab. Damit das Kloster Reichenau nicht in fremde Hände kommt, hat er mit dem Abt [Martin von Weißenburg] verhandeln lassen. Dieser willigte ein, einen vom Kg. empfohlenen Ordensbruder als Mitverwalter einzusetzen und eine Kommission mit der Visitation des Klosters zu beauftragen, um Empfehlungen für dessen Reform abzugeben. Doch verlangte der Abt im Gegenzug unverzüglich 300–400 fl. zur Bezahlung fälliger Schulden. Er hat ihm 300 fl. zugesagt und inzwischen auch die Visitationskommission eingesetzt. Befiehlt ihnen, das Geld dem Abt von Salem als einem der Kommissionsmitglieder auszuhändigen. Sie sollen diesen Vorgang geheimhalten, damit kain zeruttung einfalle.1

    s.l., s.d., jedoch Konstanz, nach dem 27. April 1507.
    Wien, HHStA, Maximiliana 42, Fasz. IV/7b, fol. 352–353 (Konz. mit ex.-Verm.).

    «Nr. 514 Bestallungsurkunde Kg. Maximilians für Hermann von Landenberg »

    Nimmt Hermann von Landenberg zum Diener von Haus aus an. Von dem mit 100 fl.rh. jährlich zu vergütenden Dienstverhältnis sind die Eidgenossen ausgenommen.1

    Konstanz, 1. Mai 1507.
    ŠWien, HHStA, Maximiliana 17, Konv. 4, fol. 126–126’ (Kop. mit imit. Verm.: Commissio domini imperatoris [!] propria.).

    «Nr. 515 Weisung Kg. Maximilians an die Raitkammer zu Innsbruck »

    Er hat den in Rapperswil (Rappoltsweiler) bei Zürich wohnhaften Hans von Hohenlandenberg zum kgl. Diener von Haus aus bestellt, um diesen in den kgl. Angelegenheiten besonders in der Eidgenossenschaft einsetzen zu können. Hohenlandenberg erhält jährlich 100 fl.rh. aus der Raitkammer.

    Konstanz, 1. Mai 1507.
    Innsbruck, TLA, HHStA, Maximiliana XIV (1507), fol. 36–36’ (Or., Vermm. prps./commissio domini imperatoris [!] propria, Gegenz. M. Lang).

    «Nr. 516 Reversbrief Kg. Maximilians für Hg. Albrecht und Hgin. Kunigunde von Bayern »

    Er hat ihnen als seinem Schwager und seiner Schwester, einer geborenen Ehgin. von Österreich, seinerzeit zugesagt, sich bei seinem Sohn Philipp, Kg. von Leon und Granada, Prinz von Aragon, Ehg. von Österreich und Hg. von Burgund und Brabant, dafür zu verwenden, daß dieser einer ihrer Töchter eine Aussteuer von 20 000 fl. gibt. Dies hat Kg. Philipp auch bewilligt, ist jedoch vor der Auszahlung des Geldes verstorben. Die Vormundschaft über dessen Kinder und die Regierung der von Philipp hinterlassenen Länder ist auf ihn übergegangen. Er sagt ihnen hiermit als Vormund seiner Enkel zu, daß er die Summe für eine ihrer Töchter binnen eines Jahres nach Beendigung des jetzt bevorstehenden Krieges in Burgund aufbringen und auszahlen wird.1 

    Konstanz, 5. Mai 1507.
    Wien, HHStA, Habsburgisch-Lothringische Familienurkunden 910 (Kop.).

    «Nr. 517 Hg. Heinrich d. Ä. von Braunschweig-Wolfenbüttel an Zyprian von Serntein (kgl. Kanzler) »

    Er hat der Stadt Goslar etliche Güter und Einkünfte aus seinem Fm. verpfändet.1 Die Stadt wird Kg. Maximilian um Konfirmation der Verschreibung bitten. Ersucht ihn, den Goslarern dabei behilflich zu sein.

    ŠWolfenbüttel, 7. Mai 1507 (freitaiges nach dem sontaige cantate).
    Goslar, StdA, Best. B, unverzeichneter Teil, politische Akten, Braunschweig-Goslar 1500–1512, pag. 29, 28 (Or.).

    «Nr. 518 Weisung Kg. Maximilians an kgl. Hofräte in Innsbruck »

    Das kgl. Kammergericht hat Ludovico und [dem 1504 verstorbenen] Federico di Mirandola auf deren Antrag einen Kompulsorialbrief an die kgl. Hofräte zur Aushändigung der von diesen als Beweisstück vorgelegten Abschrift einer von ihrem Bruder Gianfrancesco erwirkten kgl. Ladung1 bewilligt. Befiehlt ihnen, den Antragstellern bzw. ihren Vertretern das Schriftstück auszuhändigen oder es dem kgl. Kammergericht zuzusenden.

    s.l., 12. Mai 1507. 
    Wien, HHStA, Maximiliana 17, Konv. 4, fol. 138 (Konz. mit ex.-Verm., Randverm.: Mirandula, compulsorial.).

    «Nr. 519 Mandat Ebf. Jakobs von Mainz bezüglich der Juden im Est. Mainz »

    Er hat glaubwürdige Informationen über die Schädigung der Kurmainzer Untertanen durch die Nachbarschaft der Juden sowie durch Leihgeschäfte und den Handel mit ihnen.1 Er erteilt deshalb den ebfl. Amtleuten Befehl, die Juden aus dem Erzstift auszuweisen. Damit sich niemand mit Unwissenheit entschuldigen kann, sollen für den künftigen Aufenthalt von Juden im Erzstift folgende Bestimmungen öffentlich angeschlagen werden: 1. Männliche wie weibliche Juden, die sich künftig in der Stadt Mainz aufhalten, sollen ihr Erkennungszeichen offen tragen. Sie sollen sich sofort nach ihrer Ankunft zum ebfl. Rentamt oder, wenn es an Feiertagen geschlossen ist, zum Eisentor begeben, um sich von den Rentschreibern bzw. den Pförtnern für die Dauer ihres Aufenthaltes einen Geleitbrief ausstellen zu lassen. Juden, die ohne sichtbares Erkennungszeichen oder einen Geleitbrief angetroffen werden, sind durch die ebfl. Bevollmächtigten zu bestrafen. 2. Um künftig Betrügereien der Juden bei Leihgeschäften und beim Handel zu unterbinden, verbietet er den Abschluß solcher Geschäfte. Jedoch ist Christen die Versorgung der Juden mit Lebensmitteln, Waren des täglichen Bedarfs oder den für die Ausübung eines Handwerkes notwendigen Dingen gestattet. Kleider, Kleinodien und andere Waren, die Juden gemeinhin bei Pfand- und Bürgschaftsgeschäften erwerben, dürfen für einen angemessenen Preis in ŠMainz verkauft werden, sofern es sich bei den Vorbesitzern nicht um ebfl. Untertanen handelt. 3. Juden dürfen sich in der Stadt Mainz nicht wie bisher öffentlich in Gruppen versammeln, sondern höchstens zu zweit zusammentreffen. Als Unterkunft steht ihnen ausschließlich die [Juden-]Herberge zum Kalten Bad zur Verfügung. 4. Wer gegen diese Ordnung verstößt, wird durch ihn selbst, den ebfl. Viztum oder die Rentmeister entsprechend bestraft.

    Konstanz, 19. Mai 1507 (mitwochen nach dem sontag Exaudi).
    Würzburg, StA, Mainzer Ingrossaturbücher, Nr. 48, fol. 235–236 (Kop., Kollationsverm. B. Ballof) = Textvorlage A. Darmstadt, StA, C 1 A, Nr. 73, fol. 68’-69’ (Abschr. 18. Jh.).
    Druck: Würdtwein, Nova subsidia X, S. LXIII-LXVI = B.
    Kurzregest: Scriba, Regesten III, Nr. 4486, S. 300; Battenberg, Quellen, Nr. 1146, S. 306.

    «Nr. 520 Restitutionserklärung Kg. Maximilians für Gangolf von Hohengeroldseck »

    Gibt den Hh. von Geroldseck die im Landshuter Erbfolgekrieg eroberte Burg Schuttern zurück und gestattet ihnen deren Veräußerung.

    Konstanz, 28. Mai 1507. 
    Karlsruhe, GLA, D 1108a (Or., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. Serntein).

    «Nr. 521 Lehnsrevers Abt Davids von Stein für Bf. Georg von Bamberg »

    Bf. Georg von Bamberg hat ihn als Abt des Benediktinerklosters [St. Georgen in] Stein mit den vom Hst. Bamberg herrührenden Temporalien belehnt.1 Leistet dafür den üblichen Lehnseid. Die Zeugen sind Gf. Ulrich von Helfenstein, Christoph und Friedrich Schenken von Limpurg, Georg von Heideck, IUD Leonhard von Egloffstein, Alexander von Rabenstein (Domkanoniker), Ritter Georg von Schaumberg, Georg Wassermann (bfl. Kaplan) und Michael Lorber (bfl. Sekretär und Rat).

    Konstanz, 28. Mai 1507.
    Bamberg, StA, A 75, L. 277, Nr. 94 (lat. Or. Perg. m. S.) = Textvorlage A. Bamberg, StA, B 21, Nr. 13, fol. L’-LI (lat. Kop.) = B.

    «Nr. 522 Ebf. Jakob von Trier an Gf. Johann Ludwig von Nassau-Saarbrücken »

    [1.] Sein Antwortschreiben bezüglich Adams von Schaumberg (Schauenburg) und Heinrichs von Schwarzenberg1 ging den ebfl. Statthaltern und Räten in Koblenz am 11. Mai (dinstag nach dem sonntag vocem jocunditatis) zu und traf dann am 1. Juni (dinstags nach dem sontage trinitatis) in Konstanz ein. Demnach ist er mit der vorgeschlagenen Tagsatzung vor dem 24. Juni (Johannis baptiste) einverstanden, bedingt sich jedoch aus, daß Schaumberg nicht weiter bedrängt wird. Da das Antwortschreiben erst spät eingetroffen Šund der Termin zu kurzfristig ist, wir auch ytzo mit mirglichen röm. kgl. Mt. gescheften beladen seyn, kann er den Tag nun doch nicht anberaumen. Er wird dies aber innerhalb von 14 Tagen nach seiner Rückkehr nachholen. Bittet ihn, dies Schaumberg2 mitzuteilen. Er hat seinerseits Schwarzenberg befohlen, bis zur Tagsatzung seine Forderung gegen diesen zurückzustellen.
    [2.] Ebenso wird er die erbetene Ersetzung von Bürgen der gfl. Verschreibung über 6000 fl. erst nach seiner Rückkehr vornehmen, da die gesetzte Frist von 14 Tagen zu knapp und er überdies derzeit mit Reichsangelegenheiten beschäftigt ist.

    Konstanz, 4. Juni 1507 (freitags nach corporis Christi); präs. 9. Juni (mittwoch nach corporis Christi).
    Wiesbaden, HStA, Abt. 130I II D 2, Nr. 10, fol. 44–45’ (Or.).

    «Nr. 523 Instruktion Kg. Maximilians für Gesandte zum niederösterreichischen Landtag in Krems »

    [1.] Die Landstände waren bereits am 2. Mai (suntag cantate) in Krems versammelt, mußten jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen. Die Schuld am verspäteten Eintreffen der kgl. Instruktion liegt jedoch nicht bei ihm selbst, sondern ist dem Boten anzulasten.
    [2.] Äußere Feinde, Ungläubige und Christen, bedrohen das Land. Deshalb hat er auf den Landtagen zu Wien [im Januar 1507] und Klosterneuburg beantragt, von je 100 Pfd. Pfennigen Einkommen ein Pferd auszurüsten. Mängel beim Fußvolk beeinträchtigten allerdings den Erfolg im Ungarnkrieg. Zum einen wurde die dauerhafte Besetzung von Städten verhindert, zum anderen war die Einbringung von Brandschatzung zur Finanzierung des Krieges aus dem Feindesland mangelhaft. Überdies erhielt der Feind die Möglichkeit zu Gegenangriffen auf die Erblande. Der Landtag zu Krems verweigerte im Dezember 1506 die geforderte Hilfe von vier Fußknechten je 100 Pfd. Pfennigen und brachte statt dessen Beschwerden zum Gerichtswesen, wegen des Aufschlags zu Engelhartszell sowie über das Münz- und Lehnswesen vor. Rechtfertigt die kgl. Verschreibungen auf den Aufschlag und erklärt seine Münzreformen.
    [3.] Er ist mit wichtigen Angelegenheiten befaßt, die das Reich, Italien, Burgund, Frankreich und Spanien betreffen und kann sich deshalb derzeit nicht den Beschwerden der Landstände widmen. Er hatte gehofft, in dieser Situation damit nicht behelligt zu werden, und bittet um eine Frist von einem Jahr. Nach dem Tod seines Sohnes Philipp erfordern seine Interessen wie die seiner Enkelkinder Vorkehrungen, um die Häuser Österreich und Burgund sowie das Kgr. Spanien vor ewigen, unwiderbringlichen schaden und vertilgung unsers stamens und namens zu bewahren. Er will Maßnahmen treffen, um die Erblande gegen einen feindlichen Angriff zu sichern, und beantragt deshalb, für die Dauer von einem oder zwei Monaten von je 100 Pfd. Pfennigen einen Reiter und vier Fußknechte auszurüsten. [Regelung von Einzelheiten, darunter der Verfahrensweise bei Angriffen aus Ungarn, der Türken, Venezianer oder Böhmen]. Er sagt zu, auf eigene Kosten ein gleichgroßes Kontingent auszurüsten und darüber hinaus 300 Fußknechte zu stellen. ŠEbenso wird er sich im Notfall darum bemühen, weitere 1000 Mann zu Roß und Fuß vom Reich und Oberösterreich1 zu bekommen. Er wird die gegenseitige Hilfe Oberösterreichs und Niederösterreichs regeln. Mgf. Kasimir von Brandenburg-Ansbach wurde zum obersten niederösterreichischen Feldhauptmann ernannt.2 

    s.l., s.d., jedoch Konstanz, 6. Juni 1507.3 
    Wien, ÖNB, Cod. 7552, fol. 48’-56’ (spätere Kop.).

    «Nr. 524 Mandat Kg. Maximilians an Hg. Albrecht von Bayern »

    Er hat vor einiger Zeit alle Güter der als Anhänger Kf. Philipps von der Pfalz geächteten Amberger Bürger Peter und Leonhard Portner, insbesondere deren Weingüter in und bei Regensburg und Donaustauf (Stauffen), seinem Sekretär Gabriel Vogt übereignet und diesem einen Reversbrief ausgestellt, wonach die Lösung Kf. Philipps und seiner Anhänger aus der Acht und die Restituierung ihrer Güter vorbehaltlich dieser Überschreibung erfolgen soll. Hg. Albrecht hatte die Weingärten zu Beginn des Landshuter Erbfolgekrieges eingezogen. Laut Zusage der hgl. Räte ihm gegenüber hätte er sie inzwischen an Vogt übergeben und sich mit ihm über die zwischenzeitlichen Einkünfte einigen sollen. Er hat nun zu seinem Befremden erfahren, daß er die Weingärten statt dessen den Portnern zurückgegeben hat. Befiehlt ihm unter Androhung schwerer Strafen und der kgl. Ungnade die unverzügliche Übergabe der Portnerschen Güter an Vogt oder dessen Bevollmächtigten.

    Konstanz, 8. Juni 1507.
    München, HStA, KÄA 978, fol. 66–67 (einer Weisung Hg. Albrechts an Hans von Paulsdorf (Viztum zu Straubing) und andere bay. Räte in Konstanz vom 12.7. (montag vor Margarethe) inserierte wörtliche Wiedergabe des Schreibens1).

    «ŠNr. 525 Hg. Albrecht von Bayern an Bürgermeister und Rat der Stadt Überlingen »

    Ihr Mitbürger Michael Kofer hat ihm während des Bayerischen Krieges treu gedient. Er wurde währenddessen und zuvor mehrfach verwundet. Bittet – wie auch der röm. Kg. –, den nunmehr in die Jahre gekommenen Koser und seine Frau in das Überlinger Spital aufzunehmen.

    Konstanz, 13. Juni 1507 (sonntag vor Viti).
    Überlingen, StdA, Abt. LXIV, Nr. 1243, unfol. (Or., Verm. über den Beschluß des Überlinger Rates: Michel Kofer ist gewilligt in die under pfrund.).

    «Nr. 526 Reversbrief Kg. Maximilians als Ehg. von Österreich über den Empfang der Kastvogtei über das Kloster Schuttern »

    Er hat im Landshuter Erbfolgekrieg das Kloster Schuttern für das Haus Österreich erobert. Die Kastvogtei über das Kloster empfing Christoph Schenk von Limpurg (kgl. Rat und Vogt zu Nellenburg) stellvertretend für ihn von Bf. Georg von Bamberg zu Lehen. [Wörtliche Wiedergabe des Lehenbriefs Bf. Georgs, Konstanz, 14. Juni 15071]. Limpurg leistete gegenüber dem Bf. die Huldigung und legte den Lehnseid ab.

    Konstanz, 14. Juni 1507.2 
    Bamberg, StA, A 75, L. 276, Nr. 40, unfol. (Or. Perg. m. S., Verm. amdrp., Gegenz. Serntein) = Textvorlage A. Wien, HHStA, Reichsregisterbuch TT, fol. 42–43 (Kop. ohne Intitulatio) = B. Bamberg, StA, B 21, Nr. 13, fol. LXXVII’-LXXVIIII (Kop. mit imit. Verm. und Gegenz. wie A).

    «ŠNr. 526a Aufzeichnung Michael Lorbers (bfl. Bamberger Sekretär) über die Verhandlungen wegen der Kastvogtei des Klosters Schuttern  »

    Am 22. Mai (sampstag nach exaudi) legte Abt Johann von Schuttern in der Konstanzer Herberge Bf. Georgs von Bamberg, dem Haus des Hans von Ulm (Chorherr zu St. Stephan), den beauftragten bfl. Räten Dr. Leonhard von Egloffstein (Domherr zu Bamberg), Ritter Georg von Schaumberg (Landrichter zu Bamberg) und Michael Lorber eine auf ihn lautende Vollmacht seines Konvents vom 15. Mai vor. Demnach war durch Vertrag zwischen Bf. Anton von Bamberg und Hg. Wilhelm III. von Bayern-München die Lehnbarkeit der Kastvogtei Schutterns von den Bff. von Bamberg vereinbart worden.1Laut dem ebenfalls vorgelegten kgl. Schirmbrief vom 14. August 15042 hatte Kg. Maximilian das Kloster nach der Eroberung unter seinen Schutz gestellt und den Empfang der Kastvogei als bambergisches Lehen zugesagt. Unter Berufung auf die vorgelegten Dokumente ersuchte Abt Johann um die Belehnung Kg. Maximilians mit der Kastvogtei und um Bestätigung des ihm seinerzeit von Bf. Veit von Bamberg ausgestellten Lehenbriefs. Angesichts der Ansprüche Kf. Philipps von der Pfalz und Gangolfs von Hohengeroldseck auf die Kastvogtei3 benötigte Bf. Georg drei Tage Bedenkzeit, bis er am 25. Mai (dritten pfingstfeyertag) den Abt in Gegenwart Egloffsteins, Alexanders von Rabenstein (Domherr zu Bamberg) und Lorbers mit der Antwort beschied, auf eine Bitte des Kg. um Belehnung mit der Kastvogtei hin die Interessen des Hst. Bamberg und des Klosters bedenken zu wollen. Gleichzeitig erklärte er jedoch seine Zustimmung zu den zwischen Kg. Maximilian und dem Abt getroffenen und dann im Vertrag vom 22. Juni fixierten Vereinbarungen. Zwei Tage später, am 27. Mai4, bestätigte Bf. Georg den Lehenbrief Bf. Heinrichs für Abt Johann über die Temporalien des Klosters vom 7. Mai 14925. Nach weiteren Verhandlungen wurde Kg. Maximilian als Ehg. von Österreich mit der Kastvogtei belehnt.6 Am Vortag, dem 13. Juni, hatte er zugesagt, den Bf. und seine Nachfolger im Amt gegen im Zusammenhang mit der Kastvogtei erhobene Ansprüche von seiten der Kff. von der Pfalz, der Hh. von Hohengeroldseck oder anderer Interessenten zu vertreten.7Am 25. Juni8 bestätigte Bf. Georg den auf den 22. Juni datierten Vertrag zwischen Kg. Maximilian und Abt Johann von Schuttern. Der Kg. hatte dem Abt darin zugesagt, bis auf weiteres die dem Kastvogt zustehenden Abgaben zu bestreiten. Vorbehaltlich der Zustimmung Bf. Georgs hatte der Abt außerdem die Erlaubnis erhalten, eine für 500 fl. durch einen der früheren Kastvögte – die Hh. von Hohengeroldseck – verpfändete halbjährliche Steuer von 15 fl. zurückzukaufen.9 Kf. Philipp wurde auf sein ŠSchreiben wegen der Kastvogtei10 von Bf. Georg entsprechend den in Konstanz ausgestellten Urkunden schriftlich informiert. Gangolf von Hohengeroldseck hatte sich bei seiner Bitte um Belehnung mit der Kastvogtei auf Verhandlungen während des Kölner RT [1505] berufen. Er wurde ebenfalls über die Sachlage informiert und bezüglich eventueller Rechtsansprüche an den Kg. verwiesen.11 

    Konstanz, 22. Mai-25. Juni 1507.
    Bamberg, StA, B 21, Nr. 13, fol. LXXV-LXXXII’.

    «Nr. 527 Kg. Maximilian an N.N.1 »

    Die Kapelle St. Dorothea im Domstift zu Trient gelangte nach dem Tod Francesco Costedes kraft einer mit kgl. Unterstützung erlangten päpstlichen Expektanz an den kgl. Sekretär Paolo Somenza. Befiehlt ihm, die Rechte Somenzas zu wahren und überdies künftig nur noch dann geistliche Pfründen aufgrund päpstlicher Expektanzen oder Reservierungen zu vergeben, wenn zugleich eine diesbezügliche Weisung durch ihn selbst oder das Innsbrucker Regiment vorliegt.

    Konstanz, 17. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIV (1507), fol. 52 (Mundum).

    «Nr. 528 Lehnsrevers Kg. Maximilians für Bf. Christoph von Basel »

    Bekundet, daß er als regierender Fürst in den vorderen Landen Sundgau, Breisgau und Elsaß wie seine Vorfahren1 die Gft. Pfirt mit allem Zubehör, Blochmunt, Löwenberg, Mörsberg, Liebenstein, Altkirch, Ammerzweiler (Amatzwiler), Spechbach, Hohenack (Hochnagk), Wineck, den Hof in Sennheim mit allem Zubehör und die Höfe in Dürlinsdorf (Durlestorff), Buchsweiler und Riespach (Rudispach), Altkirch mit den Meierämtern Spechbach, Ammerzweiler (Amatzwyler), Burnhaupt (Brunhaupten) und Schweighausen, Stadt und Dorf Thann und das Dorf Dammerkirch (Tamerkilch) mit allen zugehörigen Rechten und Besitzungen, die Vogtei zu Masmünster sowie Burg und Stadt Blumenberg mit allen Dörfern von Bf. Christoph von Basel zu Lehen empfangen hat.2

    ŠKonstanz, 18. Juni 1507.
    Innsbruck, TLA, Maximiliana XIV (1507), fol. 53–53’ (Mundum mit ex.-Verm.) = Textvorlage A. Stuttgart, HStA, A 266, Bü. 934, unfol. (spätere Abschr. mit imit. Vermm. prps./cdrp. und Gegenz. Serntein) = B.

    «Nr. 529 Dr. Konrad Peutinger an Zyprian von Serntein »

    Aufgrund eines kgl. Schreibens übersendet er ihm die schriften, so auf seiner kgl. Gn. vorgehalten reichstagen geubt worden sein. Für das Abschreiben hat er 3½ fl.rh. ausgelegt. Laut dem kgl. Schreiben sollte er die Sendung nur an ihn schicken. Bittet um eine Empfangsbestätigung.

    s.l., jedoch vermutlich Augsburg, 20. Juni 1507.
    Wien, HHStA, Maximiliana 18, Konv. 1, fol. 18–18’ (Or.).

    «Nr. 530 Bescheid Kg. Maximilians für Rudolf von Scharnachtal, Ludwig von Diesbach und Batt von Bonstetten »

    Rudolf von Scharnachtal, Ritter Ludwig von Diesbach und Batt von Bonstetten beanspruchen von ihm die Auszahlung der den verstorbenen Adrian von Bubenberg und Andreas Roll von Bonstetten zustehenden Provisionen für ihre Dienste während seiner Zeit als Hg. von Burgund. Seine Räte haben mit Zustimmung beider Seiten folgende Vereinbarung getroffen: Falls der röm. Kg. das ihm zustehende Hm. Mailand und die Gft. Pavia erobert, will er sich mit Scharnachtal, Diesbach und Bonstetten über ihre Ansprüche verständigen. Falls eine Einigung nicht gelingt, sollen Bf. Matthäus von Sitten und Dr. Thüring Fricker Vollmacht für einen gütlichen Vergleich erhalten und festlegen, welche Summe der röm. Kg. von seinem Einkommen aus dem Hm. Mailand zu bezahlen hat. Falls die Eroberung Mailands und Pavias mißlingt, soll Bf. Matthäus als Obmann gemeinsam mit jeweils zwei Vertretern der beiden Parteien eine gütliche Einigung herbeiführen oder ggf. rechtlich entscheiden. Diese Entscheidung ist ohne Vorbehalt weiterer Rechtsmittel unverzüglich zu vollziehen. Über diese Abrede werden zwei Urkunden ausgefertigt, unterzeichnet von den kgl. Hofkammerräten in Vertretung Kg. Maximilians auf der einen und Batt von Bonstetten für sich selbst und in Vertretung Scharnachtals und Diesbachs auf der anderen Seite, und den beiden Parteien übergeben.

    Konstanz, 21. Juni 1507.
    Wien, HHStA, Schweiz, Kart. 2, Fasz. 2, fol. 116–118’ (Konz.).

    «ŠNr. 531 Vollmacht Kg. Maximilians für Niklas Ul (Prokurator am Hofgericht Rottweil) »

    Bevollmächtigt Niklas Ul (Fiskalprokurator am Hofgericht Rottweil) als seinen Rechtsvertreter am Hofgericht Rottweil im Verfahren gegen den Colmarer Bürger Jörg von Sulz wegen einer Schuldforderung.

    Konstanz, 22. Juni 1507.
    Wien, HHStA, Reichsregisterbuch TT, fol. 40 (Kop. ohne Intitulatio).

    «Nr. 532 Bf. Matthäus Lang von Gurk an Bürgermeister und Rat der Stadt Nördlingen »

    Erinnert daran, daß sein Sekretär Sebastian Sprenz aufgrund der kgl. Fürbitte eine in Nördlingen freiwerdende Pfründe erwartet.

    Konstanz, 28. Juni 1507.
    Nördlingen, StdA, Missiven 1507, fol. 125–125’ (Or. m. S.).

    «Nr. 533 Hg. Ulrich von Württemberg an Bf. Ludovico von Mantua »

    Bestätigt den Empfang seines Schreibens bezüglich der erfolgten Einigung zwischen ihnen.1 Entschuldigt sich dafür, daß der bfl. Gesandte unverrichteter Dinge wieder abreisen mußte. Von seiner Seite liegt kein Verschulden vor. Er war – bis zu dem Tag, an dem der Gesandte bei ihm eintraf – fest davon überzeugt, daß sein Schwager Hg. Albrecht von Bayern [mit der Ausbezahlung der fälligen Rate durch ihn] einverstanden ist.2 Bietet ihm die Übernahme der aus dieser Gesandtschaft entstandenen zusätzlichen Kosten an. Bekundet seinen Willen, an ihrer Übereinkunft festzuhalten.

    Konstanz, 29. Juni 1507 (tercio kal. Iulii).
    Stuttgart, HStA, A 96, Bü. 24, unfol. (lat. Konz.).

    «Nr. 534 Lehnsrevers Gf. Eitelfriedrichs von Zollern für Kf. Joachim von Brandenburg »

    Kf. Joachim hat ihm und seinen männlichen Erben auf seine Bitte hin aufgrund des zwischen ihm und Philipp von Weinsberg geschlossenen Vertrags1 und in Anbetracht der ŠFürbitte des Kg. das Erb- und Unterkämmereramt des Hl. Röm. Reiches samt allen Ehren, Rechten und Zugehörungen zu Mannlehen gegeben2, wie dies bislang die Hh. von Weinsberg und zuletzt Philipp von Weinsberg empfangen haben. Leistet dafür den üblichen Lehnseid.

    Konstanz, 2. Juli 1507 (freytag nach St. Peter und Pauls tag).
    Berlin, GStA, BPH Urkunden, Rep. 6, Nr. 128 (Or. Perg. m. S.) = Textvorlage A. Berlin, GStA, I. HA, Repos. 78, Nr. 3, fol. 250’-251 (undat. Konzeptkop.) = B.

    «Nr. 535 Reversbrief Ebf. Jakobs von Mainz für Hans von Stetten (niederösterreichischer Kammermeister) »

    Bekundet, daß Stetten ihm 700 fl.rh. für die Begleichung einer Schuld bei Gf. Eitelfriedrich von Zollern geliehen hat. Sagt Stetten zu, das Geld am 24. August (St. Bartholomeus des hl. zwelfboten tag) beim Schultheißen [Johann von Lünen] in Frankfurt zu hinterlegen.

    Konstanz, 3. Juli 1507 (sampstag nach unser lb. frauen tag).
    Würzburg, StA, Mainzer Ingrossaturbücher 48, fol. 227 (koll. Kop., Kollationsverm. B. Ballof).

    «Nr. 536 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Er hat dem kgl. Seidensticker Leonhard Straßburger die zur ksl. Krone gehörige Inful gegeben und ihm befohlen, dieselbe eilends zu machen. Dafür und für andere Arbeiten hat er ihm 50 fl.rh. zur Auszahlung durch die Raitkammer zugesagt. Befiehlt ihnen die Auszahlung des Geldes, dardurch er solch arbait unserm bevelch nach eylends vertigen und wir in sunderhait an der bemelten infl nit gesaumbt werden.1

    Konstanz, 7. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 202 (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. P. v. Liechtenstein, B. Hölzl und S. Bruefer. Verm. über den Beschluß der Raitkammer vom 23.7.: Fiat, doch an die Hh. regenten. Placet herren canzler.).
    Regest: Schönherr, Urkunden, S. XXXI, Nr. 859.

    «ŠNr. 537 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Er hat dem kgl. Seidensticker [Leonhard] Straßburger jüngst in Innsbruck Gold gegeben, um daraus einen goldenen Bischofsstab und anderes zu seinem Perlenkreuz1 anfertigen zu lassen. Straßburger hat ihm berichtet, daß dies vom Goldschmied Hermann [Daum]2 erledigt worden sei, der den Bischofsstab aber erst nach Zahlung seines Lohns herausgeben wolle. Befiehlt ihnen, den Goldschmied zu bezahlen und den Bischofsstab an Straßburger zu übergeben. Dieser hat Befehl, das Perlenkreuz möglichst bald zu vollenden, damit es fertig ist, wenn er – was in Kürze geschehen wird – danach schickt.

    Konstanz, 7. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 202’ (Kop., Verm. über Unterz. Kg. Maximilian sowie Gegenz. B. Hölzl und S. Bruefer. Verm. über den Beschluß der Raitkammer vom 23.7.: Fiat, doch an die Hh. regenten. Placet herrn canzler.).
    Regest: Schönherr, Urkunden, S. XXXI, Nr. 861.

    «Nr. 538 Kg. Maximilian an Bürgermeister und Rat der Stadt Augsburg »

    Weist auf ein früheres Schreiben und mündliche Verhandlungen hin, die das Ziel hatten, Anton Herwart (Hauspfleger zu Ehrenberg) zum Amt des Augsburger Stadtvogts zu verhelfen. Sie haben sich damals zustimmend geäußert. Herwart hat ihn abermals um seine Hilfe in dieser Angelegenheit gebeten. Ersucht sie nochmals, Herwart zum Stadtvogt zu ernennen, sobald das Amt frei wird.

    Konstanz, 8. Juli 1507.
    Augsburg, StA, Rst. Augsburg, Urk. 529 (Or. mit beschädigtem S., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. J. Renner).

    «Nr. 539 Willebrief Kf. Jakobs von Mainz zur Verschreibung der Augsburger Stadtsteuer an Bf. Matthäus von Gurk »

    Erklärt seine Zustimmung zu der von Kg. Maximilian vorgenommenen Verschreibung der jährlichen Augsburger Stadtsteuer an Bf. Matthäus auf Lebenszeit. Demnach tritt diese Überschreibung jedoch erst nach Auslaufen der Verschreibung der Stadtsteuer an Gf. Adolf von Nassau1 in Kraft. Für den Fall, daß der Bf. vorher sterben sollte, erstreckt sich die auf ihn lautende Verschreibung, dann jedoch befristet auf zwölf Jahre, auch auf dessen Bruder Š[Johannes Lang] und dessen Söhne. Diese Übertragung gilt auch, falls der Bf. innerhalb von zwölf Jahren nach Auslaufen der Verschreibung an Nassau sterben sollte.

    Konstanz, 8. Juli 1507.
    Würzburg, StA, Mainzer Ingrossaturbücher 48, fol. 222–222’ (Kop., Kollationsverm. B. Ballof).

    «Nr. 540 Beschluß des Konstanzer Domkapitels »

    Es wurde beschlossen, den württembergischen Kanzler [Gregor Lamparter], Marschall [Konrad Thumb von Neuburg] und Hofmeister [Hermann von Sachsenheim] sowie Dr. [Ludwig] Vergenhans, Dr. Peter [Jakobi] und Dr. Batt1 einzuladen, um im Hof des [Matthäus] von Bubenhofen über die Streitigkeiten zwischen dem Domkapitel und Württemberg zu beraten.

    Konstanz, 9. Juli 1507.
    Regest: Krebs, Protokolle des Konstanzer Domkapitels, Nr. 3057, S. 92.

    «Nr. 541 Bürgermeister und Rat der Stadt Nürnberg an Kg. Maximilian bzw. entsprechend an Kf. Friedrich von Sachsen  »

    Bestätigen den Empfang eines kgl. Schreibens1 mit der Bitte, dem kgl. Hofkaplan Eberhard Senft die nächste in der Stadt freiwerdende Pfründe, in der ihnen die Kollatur zusteht, zu übertragen. Die in Frage kommenden Benefizien sind laut Stifterwillen in der Regel den Geistlichen der beiden Stadtpfarrkirchen [St. Sebald und St. Lorenz] vorbehalten. Ohne diese Pfründen können die Kaplane angesichts ihres gefährlichen Dienstes in Pestzeiten nicht gehalten werden. Die Stadt kann deshalb Senft keine Pfründe zusagen, doch wollen sie sich bei nächster Gelegenheit an die kgl. Fürsprache erinnern.

    Nürnberg, 10. Juli 1507 (sambstag nach Udalrici).
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 190–190’ (Kop., Verm.: In eadem forma mutatis mutandis Hg. Fridrichen zu Sachßen, Kf.).
    Druck: Westphal, Korrespondenz, Nr. 88, S. 295f.

    «Nr. 542 Schuldbrief Mgf. Kasimirs von Brandenburg-Ansbach für Hg. Albrecht von Bayern »

    Bestätigt den Empfang einer Anleihe von 500 fl. und sagt zu, sich bei seinem Vater dafür einzusetzen, daß die Summe mit der am 11. November (Martini) fälligen Zahlung1 verrechnet wird. Andernfalls soll die Schuld zu diesem Termin in München auf andere Weise beglichen werden.

    ŠKonstanz, 13. Juli 1507 (am tag Margarethe).
    München, HStA, Kurbay. Urk. 11716 (Or. Perg. m. stark beschädigtem S.).

    «Nr. 543 Regiment und Raitkammer zu Innsbruck an Kg. Maximilian »

    [1.] Laut kgl. Schreiben1 hat der Bf. von Freising darauf hingewiesen, daß Ehg. Sigmund den Bff. von Freising die zollfreie Ausfuhr der Weinzehnten aus Tirol bewilligt habe. Regiment und Raitkammer hätten dagegen die Einstellung dieser Praxis angekündigt, falls nicht die entsprechenden Urkunden vorgelegt würden. Darüber habe sich der Bf. unter Hinweis auf das Herkommen beschwert. Sie sollten deshalb das nächste Mal den Bf. seinen Wein noch zollfrei ausführen lassen, gleichzeitig jedoch Erkundigungen anstellen, wie es zu Zeiten Ehg. Sigmunds damit gehalten worden sei, und dann Bericht erstatten.
    [2.] Sie haben dem Bf. für seinen Wein einen ordnungsgemäßen Zollbrief ausgestellt. Ihre Forderung nach einem urkundlichen Beleg für die beanspruchte Zollfreiheit entspricht der Raitkammerordnung.2 Der Bf. konnte zwar keine entsprechende Urkunde vorlegen, dafür aber ein Privileg Hg. Leopolds von Österreich von 13913 über die Zollfreiheit des auf Saumrossen transportierten Weins. Der Transport auf Wägen war nur auf Widerruf genehmigt und wurde von den späteren Ff., insbesondere Ehg. Sigmund und Kg. Maximilian, nicht bestätigt. So konnten sie ihm die Zollbefreiung für Wagentransporte nicht bewilligen. Hätte der Bf. den zollfreien Transport auf Saumrossen beantragt, hätten sie dies natürlich genehmigt. Es steht nun beim Kg., ob er dem Bf. die Zollfreiheit für Wagentransporte bewilligen will. Vermutlich konnte der Bf. seine Zollbefreiung bislang nur aufgrund der Nachlässigkeit der örtlichen Amtleute und Zöllner behaupten.

    Innsbruck, 13. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 34, fol. 30–31’ (Kop.).

    «Nr. 544 Supplikation der Stadt Metz an die in Konstanz versammelten Reichsstände »

    Sie sind davon ausgegangen, daß angesichts der Beschwerden der Stadt von ihrer Besteuerung durch das Reich abgesehen wird. Falls Metz den Kampf des röm. Kg. gegen den frz. Kg. mit Geld oder Truppen unterstützt und nicht als neutral angesehen wird, so verfügen der frz. Kg. und seine Verbündeten über feste Plätze in ihrer Nähe und können von dort aus der Stadt großen Schaden zufügen. Es entspricht der Wahrheit, daß die röm. Kss. und Kgg. bei früheren Kriegen gegen Frankreich Metz einen neutralen Status einräumten. Auch Ks. Friedrich hielt es so, sogar als er im Neußer Krieg die gesamte Macht des Reiches aufbot.1 Dies wurde mit der geographischen Nähe des Hg. Karl von Burgund gehörigen Hm. Luxemburg Šzur Stadt begründet, was jetzt im Fall Frankreichs ebenfalls zutrifft. Die Stadt mußte in den vergangenen großen Kriegen erhebliche Kosten aufwenden und erlitt beträchtliche Schäden, ohne daß ihr seitens des Reiches Hilfe geleistet wurde. Ihre Befestigungsanlagen sind marode. Für deren Wiederaufbau werden mehr als 20 000 fl. benötigt.
    Bitten, diese Umstände zu berücksichtigen und die Stadt als Vormauer Deutschlands (porte, propugnacle et entrée d’Allemaigne) von der Romzughilfe zu befreien. Sie, die Gesandten, haben im übrigen keine Vollmacht, in die Zahlung einer Reichshilfe einzuwilligen.

    ŠKonstanz, 22. Juli 1507 (le jour de Ste. Marie Magdalene).
    Metz, AM, AA 42/4, unfol. (frz. Kop., Unterz.: RT-Gesandte der Stadt Metz).
    Druck: François/Tabouillot, Histoire VI, S. 560f.

    «Nr. 545 Supplikation der Stadt Metz an Kg. Maximilian »

    Die auf dem Konstanzer RT (journée impérialle) versammelten Reichsstände haben eine Romzughilfe zur Erlangung der Kaiserkrone bewilligt. Die Stadt Metz wurde dabei mit a41 Reitern und 55 Fußsoldaten sowie mit 1640 fl.-a veranschlagt. Er, der Kg., hat die Stadt bereits von der Romzughilfe befreit. Die Leistung dieses überhöhten Anschlags ist abgesehen davon aus schwerwiegenden Gründen ohnehin nicht möglich: Metz wurde in der Vergangenheit unter ruinösen Kosten und unter großen Schäden und Verlusten in Kriege verwickelt, ohne daß das Reich Hilfe geleistet hätte. Die Einwohnerzahl ist erheblich zurückgegangen und die Stadt verarmt. bEin Krieg zwischen ihm und dem frz. Kg. hätte für Metz weitere beträchtliche Schäden zur Folge. Ihre Lage gegenüber Frankreich ist exponiert. Nahe der Stadt liegen Festungen der Franzosen und ihrer Verbündeten, von denen aus die Stadt schwer geschädigt werden kann. Sie hätte ihm gerne Hilfe geleistet, doch ist dies aus den dargelegten Gründen unmöglich. Bitten ihn, dies zu bedenken. Auch sein Vater Ks. Friedrich stellte Metz während des Reichskrieges gegen den Hg. von Burgund von der Hilfe frei und erklärte ihre Neutralität. Wie damals dessen Territorium nahe bei der Stadt lag, so ist dies jetzt auch in bezug auf Frankreich der Fall-b. Auf diese Aspekte hat der Magistrat der Stadt schon früher hingewiesen, woraufhin er schriftlich die Befreiung von einer künftigen Romzughilfe bewilligt hatc.1 
    Sie, die Gesandten, bitten, es bei dieser Bewilligung zu belassen und nicht zuzulassen, daß der Stadt eine Reichssteuer auferlegt wird. Dies soll so auch gegenüber den versammelten Reichsständen verfügt werden. Erklären unter Protest, daß die Nichtleistung einer eventuell dennoch auf dem Konstanzer RT auferlegen Romzughilfe durch die Stadt keinesfalls als Ungehorsam gedeutet werden darf, sondern durch ihre Situation erzwungen ist.

    Konstanz, 22. Juli 1507 (le jour de Ste. Marie Magdalene).
    Metz, AM, AA 10/7, unfol. (frz. Reinkonz., Unterz.: RT-Gesandte der Stadt Metz).
    Druck: François/Tabouillot, Histoire VI, S. 562–564.

    «Nr. 546 Weisung Kg. Maximilians an Ulrich Möringer (Tiroler Kammermeister) »

    Wünscht Mitteilung über den voraussichtlichen Termin der Fertigstellung des spanischen Siegels und über den Stand der Arbeiten.1

    Konstanz, 24. Juli 1507.
    Wien, HHStA, Maximiliana 18, Konv. 1, fol. 45–45’ (Or., Vermm. prps./cdrp., Gegenz. G. Vogt).
    Regest: Zimmermann, Urkunden, S. XLV, Nr. 249.

    «Nr. 547 Konsensbrief der Kff. von Mainz, Trier und Sachsen zugunsten Jakob Villingers (kgl. Schatzmeister) »

    Kg. Maximilian hat seinem Hofkammermeister Jakob Villinger um seiner treuen Dienste willen laut (inserierter) Urkunde vom 4. August 1501 die jährliche Pfullendorfer Stadtsteuer in Höhe von 100 Pfd. Heller überschrieben, wobei vorgesehen ist, daß das Recht zur Einnahme der Stadtsteuer auf Lebenszeit an Anna Villinger übergehen soll, falls Jakob Villinger vor seiner Mutter sterben sollte.1 Erklären auf Bitten Villingers ihr Einverständnis zu dieser Verschreibung.2

    Konstanz, 25. Juli 1507 (auf dem Hl. Reichs tag zu Costenz, an St. Jacobs des hl. zwelfpoten tag).
    Koblenz, LHA, 1 C, Nr. 21 [= Afi. Nr. 375], pag. 138–145 (Kop.).
    Regest: Roth v. Schreckenstein, Beitrag, Nr. 112, S. 166.

    «ŠNr. 548 Kredenzbrief Kg. Maximilians für Ludwig Vergenhans (Propst zu Stuttgart) und Ernst von Welden als Gesandte zu Hg. Albrecht von Bayern »

    Akkreditiert Vergenhans und Welden zu Verhandlungen über für die Messingherstellung benötigte Erden.1

    Konstanz, 27. Juli 1507
    München, HStA, KÄA 975, fol. 29–29’ (Or., Vermm. prps./amdrp., Gegenz. M. Treitzsaurwein).

    «Nr. 549 Konsensbrief der Kff. von Mainz, Trier und Sachsen zugunsten Gabriel Vogts (kgl. Sekretär) »

    Kg. Maximilian hat seinem Sekretär Gabriel Vogt laut (inserierter) Urkunde vom 24. Mai 1505 die jährliche Steuer der Stadt Kempten in Höhe von 225 Pfd. Heller Kemptener Währung verschrieben.1 Erklären dazu ihre Zustimmung.

    Konstanz, 28. Juli 1507.
    Koblenz, LHA, 1 C, Nr. 21 [= Afi. Nr. 375], pag. 145–153 (Kop.).

    «Nr. 550 Reversbrief Hg. Albrechts VII. von Mecklenburg über seine Bestallung durch Kg. Maximilian »

    Kg. Maximilian hat ihn für sechs Monate mit 40 gerüsteten Pferden als kgl. Diener angenommen. Für jedes Pferd erhält er monatlich 10 fl.rh., für die ftl. Tafel, zur Bestreitung weiterer Unkosten für den Tross und für die Wagenpferde stehen ihm monatlich 50 fl.rh. zu. Das Dienstverhältnis beginnt mit dem heutigen Tag und wird aus dem Mecklenburger Anteil an der in Konstanz bewilligten Reichshilfe bestritten. Falls dieser nicht ausreicht, Šwird außerdem die auf dem Kölner RT bewilligte Reichshilfe verrechnet.1 Gibt die übliche Versicherung über die Wahrnehmung seiner Dienstpflichten ab.

    Konstanz, 31. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Urk. I, Nr. 5200 (Or. m. S.).

    «Nr. 551 Weisung Kg. Maximilians an die Innsbrucker Raitkammer »

    Simon von Hungersbach (kgl. Rat und Hauptmann zu Portenau) hat ihm berichtet, daß er ihnen ein Register über die alten Reichsanschläge übergeben habe. Das Register wird jetzt benötigt, die Angelegenheit ist wichtig. Befiehlt ihnen deshalb, das Aktenstück unverzüglich zu kopieren und ihm per Eilboten zu Händen Blasius Hölzls (kgl. Sekretär und Viztum in Kärnten) zuzusenden.1 

    Konstanz, 31. Juli 1507; präs. Innsbruck, 12. August.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 33, fol. 208’ (Kop., Nachweis über Vermm. prps./commissio domini regis in consilio camere sowie über Gegenz. H. v. Königsegg und B. Hölzl).