Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
Einfache Suche
Schnittstellen Quellen Formalia
BEACON
METS
XSLT
eXist-DB
jQuery-Layout
Nominatim
OpenLayers
GND
Impressum
Kontakt

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

    Register

    Register

    Erweiterte Suche
    Text
    unscharf
    Zeitraum zwischen und
    Sortierung
    Erweiterte Suche
    Text
    unscharf
    Zeitraum zwischen und
    Sortierung

    « Nr. 159 Resolution Kg. Maximilians an die Reichsstände (Romzughilfe, Frankreich, Friede und Recht, Eidgenossen, Anleihe bei den Handelsgesellschaften) »

    A. Versammlung der Reichsstände zu Beratungen über die Erlangung der Kaiserkrone und die Verteidigung gegen Frankreich; B. Senkung der kgl. Forderung nach einer Romzughilfe, Notwendigkeit von Beratungen über Termin und Route des Romzuges sowie über Versorgung und Ausrüstung des Heeres; C. Gewährleistung von Friede und Recht im Reich als Voraussetzung für den Romzug; D. Größe des Romzugheeres; E. Erwägungen für einen Romzug unter Rückeroberung Mailands und der Rückgewinnung weiteren Reichsgutes in Italien sowie zum Widerstand gegen Frankreich: F. Abfertigung einer Gesandtschaft zu Kg. Ludwig von Frankreich, G. Abschluß eines Beistandsvertrages mit den Eidgenossen, H. Sanktionen gegen säumige Reichsstände; I. Verhandlungen mit den Handelsgesellschaften über eine Anleihe für den Romzug.

    Vortrag bzw. Übergabe durch kgl. Räte an die in Konstanz versammelten Reichsstände am 25. Mai 1507.1 
    Wien, HHStA, MEA RTA 3a, fol. 443–443’ (Kop., Überschr.: Der kgl. Mt. widerantwort und verzeichnus, uf berurt der stende antwort ubergeben.) = Textvorlage A. Würzburg, StA, WRTA 5, fol. 25–25’ (Kop.) = B. Bamberg, StA, BRTA 5, fol. 53–53’ (Kop.) = C. München, HStA, KÄA 3136, fol. 158’-159 (Kop.) = D. Frankfurt, ISG, RTA 23, fol. 10’-11’ (Kop.) = E. Karlsruhe, GLA, 50/6a, unfol. (dem RT-Protokoll [Nr. 148] inserierte Kop.) = F. Goslar, StdA, Best. B, unverzeichneter Teil, Reichssachen 1506–1510, R.S. 32, pag. 18–20 (Kop.). Köln, HAStd, K+R 37, fol. 11–12 (Kop.). Lübeck, StdA, RTA II, Fasz. 3, fol. 11–12 (Kop.). Meiningen, StA, GHA II, Nr. 10, fol. 2–2’ (Kop.). Mühlhausen, StdA, 1 10 C 1–8, Nr. 1a, fol. 9’-10’ (Kop.).
    Druck: Janssen , Reichscorrespondenz II, Nr. 908, S. 713f.

    /443/ A. Daraufa wirdet ungezweifelt kgl. Mt. gut gevallen haben.
    B. Wirdet verantwurt in dem vierden artikel.
    C. Das gevellt kgl. Mt., doch das eins neben dem andern beschee.
    ŠD. Kgl. rete erwegen, das sechzigtausent reysiger pherd in teutschen landen und sunst allenthalben im Hl. Reich am paren2 steen, wurde erst das funft pherd wandern. Und mocht sich auch ungeverlich ernern ab den, so dem Reich ytzmals nicht hilflich sein, es were dannoch gnug, das das vierd pherd daheim belib.
    Antreffend die zwenzigtausent fußknecht, sein in teutschen landen zehenmal hunderttausent.
    E. Wil man den röm. Kg. zu einem Ks. machen, so ist not, das man auch das keysertum behalte und den Phad [= Po] widerumben erober in ewig zeit, es sey mit Meyland oder andern stenden in Ytalien, so mit hilf der Franzosen den Teutschen den Phad in ewig zeit vorhalten. Das wurde dann der Franzoß nicht leiden, darumb muß ein krieg werden, und muß man die sachen setzen auf die grossen puchsen und /443’/ die recht ritterschaft auf der Tiber prugken.3 Dann warumben solt der röm. Kg. und das Reich vil costen darlegen, das Reich zehen jar zu behalten und darnach tausent jar zu verlieren?
    F. Kgl. Mt. gevallet die botschaft. Man muß aber zuvor beschliessen, was man tun wolle. Nemlich, ob Frankreich das zu dem krieg komen lassen wolt oder nicht, das der stuck yedem ein mass gesetzt wurde, was ime auch zu lieb oder layd zugesagt, das ime solichs gehalten wurde. Dann es wurde sunst den Teutschen ewige smach daraus volgen.
    G. Kgl. Mt. hat gevallen. Das ist in aller practica, darin wirdet kein fleis gesparet und nichts versaumbt. Man bedorf auch in etlichen tagen sunst nichts darin handeln, dann kgl. Mt. tut das selbs, wie sie es wissen.
    H. Kgl. Mt. hat gevallen darab.
    I. Kgl. Mt. hat gevallen, das man es also anfahe. Wo es aber die kaufleut gutlich nicht geben wolten, zu ratslagen, wie kgl. Mt. dem ferrer tun sol.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1507/dok159/pages

    Die PDF-Anzeige ist eingebettet. Durch die Tastenkombination STRG+P bzw. das Öffnen der PDF-Datei in einem neuen Fenster (schwarzes "+"-Symbol oben rechts) können Sie das PDF Dokument ausdrucken.

    Anmerkungen

    1
     Datierung gemäß Nr. 148 [Pkt. 22].
    2
     Barre: Schranke, Schlagbaum ( Anderson/Goebel/Reichmann , Frühneuhochdeutsches Wörterbuch III, Sp. 19f.).
    3
     Spielt auf den traditionellen und besonders ehrenvollen Ritterschlag auf der Tiberbrücke in Rom an, zuletzt anläßlich des Romzugs Friedrichs III. 1452 ( Hack , Ritterschlag; ders. , Romzugsbericht, S. 98 Z. 649–656).

    Anmerkungen

    a
     Darauf] In D davor: Auf den ersten artikel. In F davor: Uf den artikel, mit dem buchstaben A bezeichet.

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    « Nr. 159 Resolution Kg. Maximilians an die Reichsstände (Romzughilfe, Frankreich, Friede und Recht, Eidgenossen, Anleihe bei den Handelsgesellschaften) »

    A. Versammlung der Reichsstände zu Beratungen über die Erlangung der Kaiserkrone und die Verteidigung gegen Frankreich; B. Senkung der kgl. Forderung nach einer Romzughilfe, Notwendigkeit von Beratungen über Termin und Route des Romzuges sowie über Versorgung und Ausrüstung des Heeres; C. Gewährleistung von Friede und Recht im Reich als Voraussetzung für den Romzug; D. Größe des Romzugheeres; E. Erwägungen für einen Romzug unter Rückeroberung Mailands und der Rückgewinnung weiteren Reichsgutes in Italien sowie zum Widerstand gegen Frankreich: F. Abfertigung einer Gesandtschaft zu Kg. Ludwig von Frankreich, G. Abschluß eines Beistandsvertrages mit den Eidgenossen, H. Sanktionen gegen säumige Reichsstände; I. Verhandlungen mit den Handelsgesellschaften über eine Anleihe für den Romzug.

    Vortrag bzw. Übergabe durch kgl. Räte an die in Konstanz versammelten Reichsstände am 25. Mai 1507.1 
    Wien, HHStA, MEA RTA 3a, fol. 443–443’ (Kop., Überschr.: Der kgl. Mt. widerantwort und verzeichnus, uf berurt der stende antwort ubergeben.) = Textvorlage A. Würzburg, StA, WRTA 5, fol. 25–25’ (Kop.) = B. Bamberg, StA, BRTA 5, fol. 53–53’ (Kop.) = C. München, HStA, KÄA 3136, fol. 158’-159 (Kop.) = D. Frankfurt, ISG, RTA 23, fol. 10’-11’ (Kop.) = E. Karlsruhe, GLA, 50/6a, unfol. (dem RT-Protokoll [Nr. 148] inserierte Kop.) = F. Goslar, StdA, Best. B, unverzeichneter Teil, Reichssachen 1506–1510, R.S. 32, pag. 18–20 (Kop.). Köln, HAStd, K+R 37, fol. 11–12 (Kop.). Lübeck, StdA, RTA II, Fasz. 3, fol. 11–12 (Kop.). Meiningen, StA, GHA II, Nr. 10, fol. 2–2’ (Kop.). Mühlhausen, StdA, 1 10 C 1–8, Nr. 1a, fol. 9’-10’ (Kop.).
    Druck: Janssen , Reichscorrespondenz II, Nr. 908, S. 713f.

    /443/ A. Daraufa wirdet ungezweifelt kgl. Mt. gut gevallen haben.
    B. Wirdet verantwurt in dem vierden artikel.
    C. Das gevellt kgl. Mt., doch das eins neben dem andern beschee.
    ŠD. Kgl. rete erwegen, das sechzigtausent reysiger pherd in teutschen landen und sunst allenthalben im Hl. Reich am paren2 steen, wurde erst das funft pherd wandern. Und mocht sich auch ungeverlich ernern ab den, so dem Reich ytzmals nicht hilflich sein, es were dannoch gnug, das das vierd pherd daheim belib.
    Antreffend die zwenzigtausent fußknecht, sein in teutschen landen zehenmal hunderttausent.
    E. Wil man den röm. Kg. zu einem Ks. machen, so ist not, das man auch das keysertum behalte und den Phad [= Po] widerumben erober in ewig zeit, es sey mit Meyland oder andern stenden in Ytalien, so mit hilf der Franzosen den Teutschen den Phad in ewig zeit vorhalten. Das wurde dann der Franzoß nicht leiden, darumb muß ein krieg werden, und muß man die sachen setzen auf die grossen puchsen und /443’/ die recht ritterschaft auf der Tiber prugken.3 Dann warumben solt der röm. Kg. und das Reich vil costen darlegen, das Reich zehen jar zu behalten und darnach tausent jar zu verlieren?
    F. Kgl. Mt. gevallet die botschaft. Man muß aber zuvor beschliessen, was man tun wolle. Nemlich, ob Frankreich das zu dem krieg komen lassen wolt oder nicht, das der stuck yedem ein mass gesetzt wurde, was ime auch zu lieb oder layd zugesagt, das ime solichs gehalten wurde. Dann es wurde sunst den Teutschen ewige smach daraus volgen.
    G. Kgl. Mt. hat gevallen. Das ist in aller practica, darin wirdet kein fleis gesparet und nichts versaumbt. Man bedorf auch in etlichen tagen sunst nichts darin handeln, dann kgl. Mt. tut das selbs, wie sie es wissen.
    H. Kgl. Mt. hat gevallen darab.
    I. Kgl. Mt. hat gevallen, das man es also anfahe. Wo es aber die kaufleut gutlich nicht geben wolten, zu ratslagen, wie kgl. Mt. dem ferrer tun sol.