Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
Einfache Suche
Schnittstellen Quellen Formalia
BEACON
METS
XSLT
eXist-DB
jQuery-Layout
Nominatim
OpenLayers
GND
Impressum
Kontakt

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

    Register

    Register

    Erweiterte Suche
    Text
    unscharf
    Zeitraum zwischen und
    Sortierung
    Erweiterte Suche
    Text
    unscharf
    Zeitraum zwischen und
    Sortierung

    « ŠNr. 27  Bericht Dr. Vincenzo Querinis und Dr. Pietro Pasqualigos an den Dogen von Venedig »

    [1.] Ein zum röm. Kg. entsandter Kammerdiener des frz. Kg. ist eingetroffen und wurde nach nur einer Audienz unverzüglich wieder entlassen. Sie konnten in Erfahrung bringen, daß der Gesandte die Mitteilung über die Ankunft seines Kg. in Mailand überbrachte. Es heißt, dieser bezwecke nichts anderes, als zum einen den Besitz dieses Hm., mit dem der röm. Kg. den frz. Kg. belehnt habe, zu demonstrieren und zum anderen die exilierten genuesischen Patrizier zu repatriieren sowie das Volk zu bestrafen, um künftigen Erhebungen vorzubeugen. Der röm. Kg. bestätigte in seiner Antwort [an Kg. Ludwig], daß eine Belehnung mit Mailand erfolgt sei, machte jedoch zugleich darauf aufmerksam, daß er für den Fall seines erbenlosen Todes seinen Sohn, den verstorbenen Kg. von Kastilien, für sich und seine männlichen Erben mit Mailand belehnt habe1, und warnte davor, sich in Angelegenheiten des Reiches einzumischen. Er werde sonst bis vor die Tore von Paris ziehen; den Weg dorthin kenne er gut.
    Der König sagte ihnen am Vortag [21.3.] auf dem Weg zur Messe, daß der französische Gesandte zum Wohle des Friedens gekommen sei und mit diesem Anliegen auch rasch wieder habe abreisen müssen.
    [2.] Ebenfalls eingetroffen ist ein Gesandter des Kg. von Aragon, der sagte, daß er beauftragt sei, die – bereits erfolgte – Abfertigung des Bf. von Laibach zu erwirken. Der Bf. solle den Kg. von Aragon, wie von diesem erbeten, über die Anliegen des röm. Kg. bezüglich Kastiliens unterrichten. Denn sein Kg. wolle in Kürze nach Spanien zurückkehren, um dort zum Wohle der gemeinsamen Enkel der beiden Kgg. [Karl und Ferdinand] entsprechend den Wünschen des röm. Kg. zu verfahren.

    Straßburg, 22. März 1507.
    Venedig, BM, Cod. marc. ital. VII/989 (= 9581), fol. 4’-5 (ital. Kop.; Postverm.: Per eundem.2 ) = Textvorlage A. Venedig, BFQS, Cl. IV, Cod. V (= 769), fol. 75’-76 (ital. Kop.; Postverm. wie A) = B.
    Referiert bei: Brunetti , Vigilia, S. 10.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1507/dok27/pages

    Die PDF-Anzeige ist eingebettet. Durch die Tastenkombination STRG+P bzw. das Öffnen der PDF-Datei in einem neuen Fenster (schwarzes "+"-Symbol oben rechts) können Sie das PDF Dokument ausdrucken.

    Anmerkungen

    1
     Lehenbrief Kg. Maximilians für Kg. Philipp von Kastilien als Vormund seines Sohnes Ehg. Karl vom 7.4.1505 [Nachweise s. Nr. 5, Anm. 16].
    2
     Bezug auf den Postverm. in Nr. 26.

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    « ŠNr. 27  Bericht Dr. Vincenzo Querinis und Dr. Pietro Pasqualigos an den Dogen von Venedig »

    [1.] Ein zum röm. Kg. entsandter Kammerdiener des frz. Kg. ist eingetroffen und wurde nach nur einer Audienz unverzüglich wieder entlassen. Sie konnten in Erfahrung bringen, daß der Gesandte die Mitteilung über die Ankunft seines Kg. in Mailand überbrachte. Es heißt, dieser bezwecke nichts anderes, als zum einen den Besitz dieses Hm., mit dem der röm. Kg. den frz. Kg. belehnt habe, zu demonstrieren und zum anderen die exilierten genuesischen Patrizier zu repatriieren sowie das Volk zu bestrafen, um künftigen Erhebungen vorzubeugen. Der röm. Kg. bestätigte in seiner Antwort [an Kg. Ludwig], daß eine Belehnung mit Mailand erfolgt sei, machte jedoch zugleich darauf aufmerksam, daß er für den Fall seines erbenlosen Todes seinen Sohn, den verstorbenen Kg. von Kastilien, für sich und seine männlichen Erben mit Mailand belehnt habe1, und warnte davor, sich in Angelegenheiten des Reiches einzumischen. Er werde sonst bis vor die Tore von Paris ziehen; den Weg dorthin kenne er gut.
    Der König sagte ihnen am Vortag [21.3.] auf dem Weg zur Messe, daß der französische Gesandte zum Wohle des Friedens gekommen sei und mit diesem Anliegen auch rasch wieder habe abreisen müssen.
    [2.] Ebenfalls eingetroffen ist ein Gesandter des Kg. von Aragon, der sagte, daß er beauftragt sei, die – bereits erfolgte – Abfertigung des Bf. von Laibach zu erwirken. Der Bf. solle den Kg. von Aragon, wie von diesem erbeten, über die Anliegen des röm. Kg. bezüglich Kastiliens unterrichten. Denn sein Kg. wolle in Kürze nach Spanien zurückkehren, um dort zum Wohle der gemeinsamen Enkel der beiden Kgg. [Karl und Ferdinand] entsprechend den Wünschen des röm. Kg. zu verfahren.

    Straßburg, 22. März 1507.
    Venedig, BM, Cod. marc. ital. VII/989 (= 9581), fol. 4’-5 (ital. Kop.; Postverm.: Per eundem.2 ) = Textvorlage A. Venedig, BFQS, Cl. IV, Cod. V (= 769), fol. 75’-76 (ital. Kop.; Postverm. wie A) = B.
    Referiert bei: Brunetti , Vigilia, S. 10.