Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    «Nr. 453 Stadt Nürnberg an Kg. Maximilian »

    Bestätigen den Empfang eines kgl. Mandats wegen eines Zusammenstoßes zwischen Nürnberger Söldnern und Eustachius von Liechtenstein mit der Aufforderung zur Stellungnahme.1 Bekunden ihr Bedauern über den Vorfall. Sie haben einige Tage nach Neujahr etliche Knechte und Reisige zum Schutz für eine Lieferung von Ochsen von Neumarkt nach Nürnberg abgestellt, da den Nürnberger Bürgern zu dieser Zeit dort noch kein Geleit bewilligt wurde. Dieser Trupp erfuhr auf dem Rückweg in Röthenbach von einem Raub an dem Ort, an dem sich später der bewußte Vorfall ereignete, und führte dort am nächsten Tag eine Patrouille durch. Dies geschah angesichts der sich in der Gegend regelmäßig und Šungeachtet des von den benachbarten Ff. gestellten Geleits auf den Reichsstraßen ereignenden Übergriffe gegen Nürnberger Bürger und Untertanen keineswegs zu Unrecht. In einem Waldstück bei Altenfelden bemerkten sie etliche Reiter, die daraufhin flohen. Diese Reiter gaben sich auch auf Anrufen nicht zu erkennen, woraufhin sie von dem Nürnberger Trupp gestellt wurden. Hätte sich Liechtenstein zu erkennen gegeben, wäre ihm nichts geschehen. So aber waren ihre Reiter berechtigt, ihn festzunehmen und so lang gefangenzuhalten, bis er nach anfänglicher Weigerung Urfehde schwor.2 Liechtenstein hat den Vorfall somit selbst verschuldet. Im übrigen ist ihm jedoch kein Unrecht geschehen. Bitten, dies zu bedenken und das ausgegangene Mandat zu kassieren.

    Nürnberg, 5. Juli 1507 (montag nach St. Ulrichs tag).3
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 179’-181 (Kop.).

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    /ser/rta1507/dok453/pages

    Anmerkungen

    1
     Das Mandat liegt nicht vor. In einem – wohl nicht ausgegangenen – ersten Schreiben vom gleichen Datum hatte Nürnberg lediglich eine Stellungnahme zu dem Vorfall durch einen eigenen Boten angekündigt (Kop., montag nach visitacionis Marie [5.7.]1507;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 177’-178).
    2
     Den Vorgang schildert irrtümlich unter falschem Datum auch Müllner (Annalen III, S. 395f.). Vgl. Reicke, Geschichte, S. 540.
    3
     Ratsbeschluß vom 5.7., auf das kgl. Mandat wegen Liechtensteins unsern glimpf an den kgl. Hof zu schreiben (StA Nürnberg, Ratsverlässe 479, fol. 3).

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    «Nr. 453 Stadt Nürnberg an Kg. Maximilian »

    Bestätigen den Empfang eines kgl. Mandats wegen eines Zusammenstoßes zwischen Nürnberger Söldnern und Eustachius von Liechtenstein mit der Aufforderung zur Stellungnahme.1 Bekunden ihr Bedauern über den Vorfall. Sie haben einige Tage nach Neujahr etliche Knechte und Reisige zum Schutz für eine Lieferung von Ochsen von Neumarkt nach Nürnberg abgestellt, da den Nürnberger Bürgern zu dieser Zeit dort noch kein Geleit bewilligt wurde. Dieser Trupp erfuhr auf dem Rückweg in Röthenbach von einem Raub an dem Ort, an dem sich später der bewußte Vorfall ereignete, und führte dort am nächsten Tag eine Patrouille durch. Dies geschah angesichts der sich in der Gegend regelmäßig und Šungeachtet des von den benachbarten Ff. gestellten Geleits auf den Reichsstraßen ereignenden Übergriffe gegen Nürnberger Bürger und Untertanen keineswegs zu Unrecht. In einem Waldstück bei Altenfelden bemerkten sie etliche Reiter, die daraufhin flohen. Diese Reiter gaben sich auch auf Anrufen nicht zu erkennen, woraufhin sie von dem Nürnberger Trupp gestellt wurden. Hätte sich Liechtenstein zu erkennen gegeben, wäre ihm nichts geschehen. So aber waren ihre Reiter berechtigt, ihn festzunehmen und so lang gefangenzuhalten, bis er nach anfänglicher Weigerung Urfehde schwor.2 Liechtenstein hat den Vorfall somit selbst verschuldet. Im übrigen ist ihm jedoch kein Unrecht geschehen. Bitten, dies zu bedenken und das ausgegangene Mandat zu kassieren.

    Nürnberg, 5. Juli 1507 (montag nach St. Ulrichs tag).3
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 179’-181 (Kop.).