Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    «Nr. 508 Kaufvertrag zwischen Kg. Maximilian und Jakob Fugger über die Hft. Weißenhorn »

    Seit dem Tod seines Sohnes Kg. Philipp von Kastilien widerfahren ihm und seinen Erblanden täglich gravierende Dinge und treten Hindernisse auf, die seine Aufmerksamkeit und Gegenmaßnahmen erfordern. Dafür und insbesondere auch für den bevorstehenden Romzug, für den die auf dem Konstanzer RT versammelten Stände eine Reichshilfe bewilligt haben, benötigt er erhebliche Geldmittel. Verkauft deshalb dem Augsburger Jakob Fugger und dessen Erben für 12 000 fl.rh. auf unbefristete Zeit die Hft. und Stadt Weißenhorn sowie die Hftt. Marstetten und Buch mit allen Rechten, Einkünften und Zugehörungen, wie diese seinerzeit Hg. Georg von Niederbayern und danach er selbst innehatte, als Eigengut und zur freien Verfügung. Fugger hat die Kaufsumme in bar bezahlt.1 Behält sich und seinen Erben jedoch Landsteuern und Landreisen, die Bergwerksrechte sowie das Appellationsrecht, wie dies in der Mgft. Burgau, der Landvogtei Schwaben und der Lgft. Nellenburg besteht, vor. Jakob Fugger hat ihm und seinen Erben ein nach Ablauf von vier Jahren in Kraft tretendes Rückkaufsrecht durch Rückzahlung der Kaufsumme eingeräumt. Wenn er oder seine Erben dieses Recht wahrnehmen, sind sie verpflichtet, zugleich auch die mit 400 fl. jährlich auf das Pfannhaus zu Hall verschriebenen 8000 fl.rh. [Nr. 509] zurückzuzahlen. Nach zwanzig Jahren ist ausschließlich ein Rückkauf Weißenhorns zusammen mit der Gft. Kirchberg etc. und der Ablösung der 225 fl. Zinsen für eine Anleihe Jakob Fuggers in Höhe von 4500 fl. möglich. Lediglich zur Ablösung der auf das Pfannhaus zu Hall verschriebenen 8000 fl.rh. soll er jederzeit berechtigt sein.

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 40–45 (Kop.) = Textvorlage A. Wien, HKA, Reichsakten 148/A, fol. 33–38 (Kop.) = B. München, HStA, RKG 1592/IV, Stück-Nr. 42 (Kop. von 1575) = C.
    Druck: Düvel, Gütererwerbungen, S. 188–193, Beilage 2.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    /ser/rta1507/dok508/pages

    Anmerkungen

    1
     Vgl. Nr. 507, Anm. 2.

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    «Nr. 508 Kaufvertrag zwischen Kg. Maximilian und Jakob Fugger über die Hft. Weißenhorn »

    Seit dem Tod seines Sohnes Kg. Philipp von Kastilien widerfahren ihm und seinen Erblanden täglich gravierende Dinge und treten Hindernisse auf, die seine Aufmerksamkeit und Gegenmaßnahmen erfordern. Dafür und insbesondere auch für den bevorstehenden Romzug, für den die auf dem Konstanzer RT versammelten Stände eine Reichshilfe bewilligt haben, benötigt er erhebliche Geldmittel. Verkauft deshalb dem Augsburger Jakob Fugger und dessen Erben für 12 000 fl.rh. auf unbefristete Zeit die Hft. und Stadt Weißenhorn sowie die Hftt. Marstetten und Buch mit allen Rechten, Einkünften und Zugehörungen, wie diese seinerzeit Hg. Georg von Niederbayern und danach er selbst innehatte, als Eigengut und zur freien Verfügung. Fugger hat die Kaufsumme in bar bezahlt.1 Behält sich und seinen Erben jedoch Landsteuern und Landreisen, die Bergwerksrechte sowie das Appellationsrecht, wie dies in der Mgft. Burgau, der Landvogtei Schwaben und der Lgft. Nellenburg besteht, vor. Jakob Fugger hat ihm und seinen Erben ein nach Ablauf von vier Jahren in Kraft tretendes Rückkaufsrecht durch Rückzahlung der Kaufsumme eingeräumt. Wenn er oder seine Erben dieses Recht wahrnehmen, sind sie verpflichtet, zugleich auch die mit 400 fl. jährlich auf das Pfannhaus zu Hall verschriebenen 8000 fl.rh. [Nr. 509] zurückzuzahlen. Nach zwanzig Jahren ist ausschließlich ein Rückkauf Weißenhorns zusammen mit der Gft. Kirchberg etc. und der Ablösung der 225 fl. Zinsen für eine Anleihe Jakob Fuggers in Höhe von 4500 fl. möglich. Lediglich zur Ablösung der auf das Pfannhaus zu Hall verschriebenen 8000 fl.rh. soll er jederzeit berechtigt sein.

    Konstanz, 27. Juli 1507.
    Innsbruck, TLA, Oberösterreichische Kammer-Kopialbücher, Bd. 35, fol. 40–45 (Kop.) = Textvorlage A. Wien, HKA, Reichsakten 148/A, fol. 33–38 (Kop.) = B. München, HStA, RKG 1592/IV, Stück-Nr. 42 (Kop. von 1575) = C.
    Druck: Düvel, Gütererwerbungen, S. 188–193, Beilage 2.