Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    «Nr. 619 Bericht Dr. Erasmus Toplers an die Nürnberger Hh. Älteren »

    [1.] Bestätigt den Eingang ihrer durch den Boten Spensetzer überbrachten Weisung vom 8. Mai (samstag nach cantate)1 am 13. Mai (donerstag unsers Herren auffartstag). Verweist bezüglich der Verhandlungen wegen des Konflikts Nürnbergs mit Mgf. Friedrich von Brandenburg-Ansbach und bezüglich der Verhandlungen auf dem RT auf den Bericht ŠJörg Holzschuhers.2 Klaus im Steinhaus hat ihm die 1500 fl. bereits drei Tage vor Eintreffen ihrer Weisung ausgehändigt.
    [2.] Er sprach am Vortag [16.5.] in Gegenwart kgl. Räte mit Veit von Lentersheim, der die militärische Bautätigkeit der Nürnberger, darunter die jeweils ohne Erlaubnis Mgf. Friedrichs von Brandenburg erfolgte Errichtung einer steinernen Befestigungsanlage gegenüber St. Johannis und einer Landwehr, kritisierte. Er, Topler, bestritt die von Mgf. Friedrich beanspruchten obrigkeitlichen Befugnisse und verwies auf die erfolgte Niederlegung der Blockhäuser und Schranken. Die Nachricht von der angeblichen Anlegung weiterer Befestigungsanlagen deklarierte er als von denjenigen Personen verbreitetes Gerücht, die ein Interesse am Streit zwischen dem Mgf. und Nürnberg hätten. Er legte dar, daß mit dem angesprochenen Steinbau wohl das aus dem Erbe Konrad Toplers finanzierte Spital gemeint sei, mit dem die Stadt Nürnberg nichts zu tun habe. Der Bf. von Bamberg habe der Stiftung zugestimmt und den keineswegs erst jetzt, sondern schon vor zehn Jahren begonnenen Bau befohlen.3 Er begründete die von den Vormündern Konrad Toplers und ihm selbst zu verantwortende und vom Nürnberger Magistrat kritisierte Massivität des Baues mit dem Nutzungszweck einer ewigen Stiftung und der notwendigen Sicherung gegen das Wasser. Empfiehlt, über den von mgfl. Brandenburger Seite erhobenen Anspruch, daß die Nürnberger ohne Erlaubnis der Mgff. vor den Toren der Stadt nicht bauen dürften, zu beraten.

    Konstanz, 17. Mai 1507 (montag vor pfingsten).
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, D-Laden-Akten 219, Stück-Nr. 42 (eh. Or.).
    Druck: Gümbel, Berichte, Nr. 11, S. 291–294.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    /ser/rta1507/dok619/pages

    Anmerkungen

    1
     Die Hh. Älteren verwiesen darin auf ihre mit dem letzten Schreiben [vom 27.4./2.5.; Nr. 615] mitgeteilten Beschlüsse hinsichtlich der Appellationsfreiheit, der Beschwerde Mgf. Friedrichs von Brandenburg und der Finanzierung der Mission Toplers. Sie übersandten ihm eine Anweisung des Faktors der Ravensburger Humpis-Gesellschaft in Nürnberg an Klaus im Steinhaus in Konstanz zur Auszahlung von 1500 fl. für seinen Unterhalt. Wegen des Konflikts mit Mgf. Friedrich sollte Topler zusammen mit Jörg Holzschuher am kgl. Hof und mit dem Schwäbischen Bund verhandeln (Kop. Nürnberg, sambstag nach cantate [8.5.]1507;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 71–72. Teilregest: Gümbel, Berichte, S. 291 Anm. 2).
    2
     Liegt nicht vor.
    3
     Gemeint ist das Sebastiansspital in der Vorstadt St. Johannis. Vgl. zu dem Vorgang Gümbel, Berichte, S. 292 Anm. 5, 293 Anm. 2, 294 Anm. 1, 2.

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

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    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    «Nr. 619 Bericht Dr. Erasmus Toplers an die Nürnberger Hh. Älteren »

    [1.] Bestätigt den Eingang ihrer durch den Boten Spensetzer überbrachten Weisung vom 8. Mai (samstag nach cantate)1 am 13. Mai (donerstag unsers Herren auffartstag). Verweist bezüglich der Verhandlungen wegen des Konflikts Nürnbergs mit Mgf. Friedrich von Brandenburg-Ansbach und bezüglich der Verhandlungen auf dem RT auf den Bericht ŠJörg Holzschuhers.2 Klaus im Steinhaus hat ihm die 1500 fl. bereits drei Tage vor Eintreffen ihrer Weisung ausgehändigt.
    [2.] Er sprach am Vortag [16.5.] in Gegenwart kgl. Räte mit Veit von Lentersheim, der die militärische Bautätigkeit der Nürnberger, darunter die jeweils ohne Erlaubnis Mgf. Friedrichs von Brandenburg erfolgte Errichtung einer steinernen Befestigungsanlage gegenüber St. Johannis und einer Landwehr, kritisierte. Er, Topler, bestritt die von Mgf. Friedrich beanspruchten obrigkeitlichen Befugnisse und verwies auf die erfolgte Niederlegung der Blockhäuser und Schranken. Die Nachricht von der angeblichen Anlegung weiterer Befestigungsanlagen deklarierte er als von denjenigen Personen verbreitetes Gerücht, die ein Interesse am Streit zwischen dem Mgf. und Nürnberg hätten. Er legte dar, daß mit dem angesprochenen Steinbau wohl das aus dem Erbe Konrad Toplers finanzierte Spital gemeint sei, mit dem die Stadt Nürnberg nichts zu tun habe. Der Bf. von Bamberg habe der Stiftung zugestimmt und den keineswegs erst jetzt, sondern schon vor zehn Jahren begonnenen Bau befohlen.3 Er begründete die von den Vormündern Konrad Toplers und ihm selbst zu verantwortende und vom Nürnberger Magistrat kritisierte Massivität des Baues mit dem Nutzungszweck einer ewigen Stiftung und der notwendigen Sicherung gegen das Wasser. Empfiehlt, über den von mgfl. Brandenburger Seite erhobenen Anspruch, daß die Nürnberger ohne Erlaubnis der Mgff. vor den Toren der Stadt nicht bauen dürften, zu beraten.

    Konstanz, 17. Mai 1507 (montag vor pfingsten).
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, D-Laden-Akten 219, Stück-Nr. 42 (eh. Or.).
    Druck: Gümbel, Berichte, Nr. 11, S. 291–294.