Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    « ŠNr. 623  Weisung der Stadt Nürnberg an Erasmus Topler »

    Sie haben ihn in ihrem letzten Schreiben instruiert, wegen des Streits um die von Christina von Lentersheim in Nürnberg deponierten Besitztümer beim röm. Kg. eine Kommission zu erlangen und dabei nichts zu verabsäumen, da ihnen angesichts der Forderungen beider interessierter Parteien viel an einer Beilegung des Streits gelegen sei.1 Heinz Marschalk, der Vertreter der Erben, hat inzwischen beantragt, ein Verfahren gegen den Nürnberger Bürger Jobst Haller [d. J.] anhängig zu machen, was sie nicht abschlagen konnten. Der Prozeß vor dem Stadtgericht soll laut Antrag des Anwalts Marschalks in acht Tagen beginnen. Es ist deshalb nötig, der Kommission eine Derogationsklausel zu inserieren, wonach diese ungeachtet eines bereits anhängigen Verfahrens durchzuführen ist. Doch soll dies den Parteien hinsichtlich ihrer gegenseitigen Ansprüche in der Hauptsache nichts benehmen.2

    Nürnberg, 17. Juni 1507 (donrstag nach Viti).
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 141–142 (Kop.).

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1507/dok623/pages

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    Anmerkungen

    1
     Christoph von Lentersheim hatte, anders als von den Nürnbergern erhofft, einen Rechtsstreit gegen Marschalk um die in Nürnberg deponierten Wertsachen seiner verstorbenen Frau vor dem Stadtgericht [vgl. Nr. 97, Anm. 3] als nicht zuständig abgelehnt. Der Vorschlag seines Vaters Wilhelm von Lentersheim, alle mit dieser Angelegenheit zusammenhängenden Forderungen einer gütlichen Vermittlung durch Mgf. Friedrich von Brandenburg anheimzustellen, wurde von Nürnberg akzeptiert (Nürnberg an Wilhelm von Lentersheim, Kop., freitag nach Urbani  [28.5.]1507;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 97–97’. Entsprechendes Schreiben Nürnbergs an Mgf. Friedrich von Brandenburg und Mitteilung darüber an Heinz Marschalk vom 27.5.; jew. Kop., donerstag nach Urbani ; ebd., fol. 98; 98–99). Auf Antrag Christophs von Lentersheim verschob Mgf. Friedrich den anberaumten Schiedstag auf den 25.7., während Nürnberg sich gezwungen sah, Marschalk die Anhängigmachung eines Verfahrens gegen Jobst Haller [d. J.] beim Stadtgericht zu gestatten. Die Stadt ersuchte deshalb am 11.6. den Mgf., die Zustimmung Marschalks zur Aussetzung des Prozesses bis zum Abschluß des Schiedsverfahrens zu erwirken (Kop., freytag nach Bonifacii ;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 128’-129). Am gleichen Tag informierte der Magistrat Erasmus Topler – das oben erwähnte Schreiben – über das Scheitern der Bemühungen um die Einwilligung Christophs von Lentersheim in eine gütliche Einigung. Infolgedessen erschien eine kgl. Kommission alternativlos. Topler sollte allerdings nicht, wie ursprünglich vorgesehen, Mgf. Friedrich von Brandenburg, sondern den Komtur zu Ellingen [= Wilhelm von Neuhausen. Gemeint ist aber wahrscheinlich der Landkomtur Wolfgang von Eisenhofen; Weiss , Geschichte, S. 425] als Nürnberger Wunschkandidaten benennen. Er erhielt eine entsprechend geänderte schriftliche Supplikation zur Übergabe an Kg. Maximilian zugeschickt. Bei Auftreten von Schwierigkeiten sollte er die Unterstützung des kgl. Kammermeisters [Balthasar Wolf von Wolfsthal] und Sixtus Ölhafens suchen (Kop., freytag nach Bonifacii ;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 131’-132’).
    2
     Mit Schreiben vom 8.7. ersuchte Nürnberg Mgf. Friedrich von Brandenburg noch einmal, Marschalk dazu zu bewegen, auf die Fortsetzung des Prozesses bis zum Abschluß des auf den 25.7. vertagten Schiedsverfahrens zu verzichten, und informierte ihn, daß man sich bei Kg. Maximilian um die Bewilligung einer Kommission bemühe (Kop., donerstag Kiliani;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 186’-188). Dem von Christoph von Lentersheim nun doch angestrengten Vermittlungsverfahren stand Nürnberg indessen wegen des gegen Haller anhängig gemachten Prozesses ablehnend gegenüber. Bezüglich der von Lentersheim alternativ erwogenen kgl. Kommission verwies Nürnberg auf die eigene Initiative beim Kg. (Nürnberg an Mgf. Friedrich von Brandenburg, Kop., freytags nach assumptionis Marie [20.8.]1507;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 249’-250’), verschwieg jedoch, daß man nicht Mgf. Friedrich, sondern den Komtur zu Ellingen als Kommissar wünschte.

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    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    « ŠNr. 623  Weisung der Stadt Nürnberg an Erasmus Topler »

    Sie haben ihn in ihrem letzten Schreiben instruiert, wegen des Streits um die von Christina von Lentersheim in Nürnberg deponierten Besitztümer beim röm. Kg. eine Kommission zu erlangen und dabei nichts zu verabsäumen, da ihnen angesichts der Forderungen beider interessierter Parteien viel an einer Beilegung des Streits gelegen sei.1 Heinz Marschalk, der Vertreter der Erben, hat inzwischen beantragt, ein Verfahren gegen den Nürnberger Bürger Jobst Haller [d. J.] anhängig zu machen, was sie nicht abschlagen konnten. Der Prozeß vor dem Stadtgericht soll laut Antrag des Anwalts Marschalks in acht Tagen beginnen. Es ist deshalb nötig, der Kommission eine Derogationsklausel zu inserieren, wonach diese ungeachtet eines bereits anhängigen Verfahrens durchzuführen ist. Doch soll dies den Parteien hinsichtlich ihrer gegenseitigen Ansprüche in der Hauptsache nichts benehmen.2

    Nürnberg, 17. Juni 1507 (donrstag nach Viti).
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 141–142 (Kop.).