Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    « Nr. 704 Kaspar von Winzer an Giovanni Francesco Peschiera [Statthalter zu Redondesco] »

    [1.] Nach seiner, Winzers, Abreise aus Mantua hat der röm. Kg. erfahren, daß Mgf. [Francesco von Mantua] seinen Truppen den Durchzug verweigert; er ist darüber äußerst ungehalten. Seit geraumer Zeit will er deshalb nicht über den Mgf. sprechen. Außerdem wurde der Kg. informiert, daß der Mgf. gemeinsam mit seiner Gemahlin [Isabella] und seinem Sohn [Federico] zum frz. Kg. nach Mailand gereist ist.
    Er versichert ihm, daß der röm. Kg. mit einer gewaltigen Truppenmacht kommen wird, um dem frz. Kg. nicht nur in Mailand, sondern auch in Frankreich selbst gegenüberzutreten. Wenn sich der Mgf. nicht rasch für die Partei des röm. Kg. entscheidet, wird er vertrieben werden. Die Venezianer intrigieren fortwährend gegen den Mgf. und agieren dabei auch mit Mitteln, über die er nicht schreiben kann. Er, Peschiera, soll den Mgf. zur schriftlichen Bitte an den röm. Kg. bewegen, ihn, Winzer, wieder nach Mantua zu schicken. Er ist zuversichtlich, dessen Angelegenheiten dann zum Guten wenden zu können. Er ist erstaunt darüber, daß der Mgf. ihm noch nicht geschrieben hat, was er schon längst hätte tun sollen. Denn der röm. Kg. wird dies als Mißachtung auslegen.
    [2.] Der Hg. von Ferrara hat eine Gesandtschaft [zum röm. Kg.] abgeordnet, die sehr verständig agiert.
    [3.] Er, Peschiera, möge dem Mgf. empfehlen, vorläufig noch keine Gesandten zu schicken, bis sich eine bessere Gelegenheit ergibt.
    [4.] Er selbst hat soviel erreicht, daß es um die Angelegenheit Hg. Albrechts von Bayern (da Monicho) gut steht und alles zu einem guten Ende kommt.
    [5.] Fordert ihn auf, den Mgf. zu einem Schreiben an den röm. Kg. drängen, worin er sich als guter Sohn des Reiches erzeigt. Andernfalls kann er ihm nicht länger helfen. Das Schreiben an den Kg. soll zu seinen Händen nach München geschickt werden.
    [6.] Übersendet ihm beiliegend einen an den Mgf. adressierte Kredenzbrief und eine Instruktion des kgl. Kanzlers [Serntein]1 und fordert ihn auf, sich in diesem Sinne zu verwenden, wie er seinerseits auch jegliche Anstrengung unternimmt.

    ŠKonstanz, 24. Juni 1507.
    Mantua, AS, A.G., ser. E.IV.3, busta 522, fol. 260–260’ (ital. Übersetzung).

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    ser/rta1507/dok704/pages

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    « Nr. 704 Kaspar von Winzer an Giovanni Francesco Peschiera [Statthalter zu Redondesco] »

    [1.] Nach seiner, Winzers, Abreise aus Mantua hat der röm. Kg. erfahren, daß Mgf. [Francesco von Mantua] seinen Truppen den Durchzug verweigert; er ist darüber äußerst ungehalten. Seit geraumer Zeit will er deshalb nicht über den Mgf. sprechen. Außerdem wurde der Kg. informiert, daß der Mgf. gemeinsam mit seiner Gemahlin [Isabella] und seinem Sohn [Federico] zum frz. Kg. nach Mailand gereist ist.
    Er versichert ihm, daß der röm. Kg. mit einer gewaltigen Truppenmacht kommen wird, um dem frz. Kg. nicht nur in Mailand, sondern auch in Frankreich selbst gegenüberzutreten. Wenn sich der Mgf. nicht rasch für die Partei des röm. Kg. entscheidet, wird er vertrieben werden. Die Venezianer intrigieren fortwährend gegen den Mgf. und agieren dabei auch mit Mitteln, über die er nicht schreiben kann. Er, Peschiera, soll den Mgf. zur schriftlichen Bitte an den röm. Kg. bewegen, ihn, Winzer, wieder nach Mantua zu schicken. Er ist zuversichtlich, dessen Angelegenheiten dann zum Guten wenden zu können. Er ist erstaunt darüber, daß der Mgf. ihm noch nicht geschrieben hat, was er schon längst hätte tun sollen. Denn der röm. Kg. wird dies als Mißachtung auslegen.
    [2.] Der Hg. von Ferrara hat eine Gesandtschaft [zum röm. Kg.] abgeordnet, die sehr verständig agiert.
    [3.] Er, Peschiera, möge dem Mgf. empfehlen, vorläufig noch keine Gesandten zu schicken, bis sich eine bessere Gelegenheit ergibt.
    [4.] Er selbst hat soviel erreicht, daß es um die Angelegenheit Hg. Albrechts von Bayern (da Monicho) gut steht und alles zu einem guten Ende kommt.
    [5.] Fordert ihn auf, den Mgf. zu einem Schreiben an den röm. Kg. drängen, worin er sich als guter Sohn des Reiches erzeigt. Andernfalls kann er ihm nicht länger helfen. Das Schreiben an den Kg. soll zu seinen Händen nach München geschickt werden.
    [6.] Übersendet ihm beiliegend einen an den Mgf. adressierte Kredenzbrief und eine Instruktion des kgl. Kanzlers [Serntein]1 und fordert ihn auf, sich in diesem Sinne zu verwenden, wie er seinerseits auch jegliche Anstrengung unternimmt.

    ŠKonstanz, 24. Juni 1507.
    Mantua, AS, A.G., ser. E.IV.3, busta 522, fol. 260–260’ (ital. Übersetzung).