Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    « Nr. 781  Hg. Georg von Sachsen an Kg. Maximilian  »

    [1.] Die auf dem Konstanzer RT versammelten Stände bewilligten für die Erlangung der Kaiserkrone und für andere Angelegenheiten des Reiches eine zum 16. Oktober (St. Gallen tag) nach Konstanz zu schickende Reichshilfe. Sein Bruder Hg. Heinrich und er wurden dabei für ihre Untertanen und Länder mit einer Summe Geldes und einer Anzahl Reiter und Fußsoldaten veranschlagt. Nach seiner Rückkehr aus Konstanz hat er deshalb seinen Bruder sowie die Bff. von Meißen und Merseburg – so mit iren stiften in meinem Fm. begryffen, der vorfarn und sie allezeit in meiner vorfarn dinsten, so sie dem Hl. Reich getan, blyben – aufgefordert, ihren Anteil an der Reichshilfe bereitzustellen. Sein Bruder ließ sein Schreiben unbeantwortet und unternahm in dieser Sache auch sonst nichts. Die Bff. haben gegen das bisherige Verfahren eingewandt, daß sie separat veranschlagt worden seien [Nr. 271, Pkt. 3]. Sie befürchteten deshalb, doppelt zur Reichshilfe herangezogen zu werden. Er hat seinen voraussichtlich rechtzeitig bis zum 16. Oktober (St. Gallen tag) oder kurz danach in Konstanz eintreffenden Anteil an der Reichshilfe in Geld und Truppen deshalb ganz aus eigenen Mitteln bestritten. Er bittet aber zu bedenken, daß die Leistung der Reichshilfe ohne die bislang übliche Beihilfe der beiden Hochstifte für ihn nachteilig ist. Er bittet außerdem, seinen Bruder, der ein vor kurzem zugestelltes kgl. Schreiben [Nr. 753] durch eine eigene Gesandtschaft beantworten will, zur Erstattung des ihm obliegenden ŠAnteils an der sächsischen Reichshilfe zu veranlassen1, oder ihn, Hg. Georg, zu unterrichten, wie er im Falle seiner weiteren Verweigerung vorgehen soll, um zu seinem Geld zu kommen. Er bittet schließlich, die beiden Bff. schriftlich zur Wahrnehmung ihrer überkommenen Pflichten gegen ihn als Hg. von Sachsen aufzufordern und ihnen die durch den RT auferlegte Hilfeleistung zu erlassen.2 
    [2.] Er hat zwei weitere kgl. Schreiben mit der Aufforderung erhalten, zum einen die auf dem Kölner RT bewilligte Hilfe zu erlegen [Nr. 759] und zum anderen einen geeigneten Adligen für den Romzug und den anschließenden Heidenkrieg abzuordnen [Nr. 754]. Er erinnert daran, daß er ihm die Kölner Reichshilfe erlassen hat, da er zur Zeit des Kölner RT in den Diensten von Kg. und Reich in Friesland Krieg führte. Bittet, es dabei zu belassen. Er ist zuversichtlich, daß viele Adlige aus seinen Ländern nach Aufforderung durch ihn, den Kg., gern am Romzug und am Heidenkrieg teilnehmen werden, sowie diese Unternehmen beginnen.

    s.l., 11. Oktober 1507 (montag nach Dionisy).
    Dresden, HStA, Geheimer Rat, Loc. 10670/1, fol. 338 (Reinkonz.).

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1507/dok781/pages

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    Anmerkungen

    1
     Entsprechendes Mandat Kg. Maximilians an Hg. Heinrich von Sachsen vom 21.11.1507 (Konz. mit ex.-Verm., Augsburg, 21.11.1507, Registraturverm.: G[abriel Kramer]; TLA Innsbruck, Maximiliana VI/19, fol. 111).
    2
     Kg. Maximilian befahl Bf. Thilo von Merseburg und Bf. Johann von Meißen, entweder die auf sie veranschlagten Anteile an der bewilligten Romzughilfe an Hg. Georg auszubezahlen oder sich in anderer Weise mit ihm zu einigen (Konz. mit ex.-Verm., Augsburg, 21.11.1507, Registraturverm.: G[abriel Kramer]; ebd., fol. 110).

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    « Nr. 781  Hg. Georg von Sachsen an Kg. Maximilian  »

    [1.] Die auf dem Konstanzer RT versammelten Stände bewilligten für die Erlangung der Kaiserkrone und für andere Angelegenheiten des Reiches eine zum 16. Oktober (St. Gallen tag) nach Konstanz zu schickende Reichshilfe. Sein Bruder Hg. Heinrich und er wurden dabei für ihre Untertanen und Länder mit einer Summe Geldes und einer Anzahl Reiter und Fußsoldaten veranschlagt. Nach seiner Rückkehr aus Konstanz hat er deshalb seinen Bruder sowie die Bff. von Meißen und Merseburg – so mit iren stiften in meinem Fm. begryffen, der vorfarn und sie allezeit in meiner vorfarn dinsten, so sie dem Hl. Reich getan, blyben – aufgefordert, ihren Anteil an der Reichshilfe bereitzustellen. Sein Bruder ließ sein Schreiben unbeantwortet und unternahm in dieser Sache auch sonst nichts. Die Bff. haben gegen das bisherige Verfahren eingewandt, daß sie separat veranschlagt worden seien [Nr. 271, Pkt. 3]. Sie befürchteten deshalb, doppelt zur Reichshilfe herangezogen zu werden. Er hat seinen voraussichtlich rechtzeitig bis zum 16. Oktober (St. Gallen tag) oder kurz danach in Konstanz eintreffenden Anteil an der Reichshilfe in Geld und Truppen deshalb ganz aus eigenen Mitteln bestritten. Er bittet aber zu bedenken, daß die Leistung der Reichshilfe ohne die bislang übliche Beihilfe der beiden Hochstifte für ihn nachteilig ist. Er bittet außerdem, seinen Bruder, der ein vor kurzem zugestelltes kgl. Schreiben [Nr. 753] durch eine eigene Gesandtschaft beantworten will, zur Erstattung des ihm obliegenden ŠAnteils an der sächsischen Reichshilfe zu veranlassen1, oder ihn, Hg. Georg, zu unterrichten, wie er im Falle seiner weiteren Verweigerung vorgehen soll, um zu seinem Geld zu kommen. Er bittet schließlich, die beiden Bff. schriftlich zur Wahrnehmung ihrer überkommenen Pflichten gegen ihn als Hg. von Sachsen aufzufordern und ihnen die durch den RT auferlegte Hilfeleistung zu erlassen.2 
    [2.] Er hat zwei weitere kgl. Schreiben mit der Aufforderung erhalten, zum einen die auf dem Kölner RT bewilligte Hilfe zu erlegen [Nr. 759] und zum anderen einen geeigneten Adligen für den Romzug und den anschließenden Heidenkrieg abzuordnen [Nr. 754]. Er erinnert daran, daß er ihm die Kölner Reichshilfe erlassen hat, da er zur Zeit des Kölner RT in den Diensten von Kg. und Reich in Friesland Krieg führte. Bittet, es dabei zu belassen. Er ist zuversichtlich, daß viele Adlige aus seinen Ländern nach Aufforderung durch ihn, den Kg., gern am Romzug und am Heidenkrieg teilnehmen werden, sowie diese Unternehmen beginnen.

    s.l., 11. Oktober 1507 (montag nach Dionisy).
    Dresden, HStA, Geheimer Rat, Loc. 10670/1, fol. 338 (Reinkonz.).