Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    « ŠNr. 787  Gian Stefano Rozone an Mgf. Francesco von Mantua »

    [1.] Er wies in einer Unterredung mit dem Legaten [Kardinal George d’Amboise] darauf hin, daß der 16. Oktober (San Gallo) vorüber sei, et anchor non si vede questo tanto furioso exercito dil re de’ Romani. Me rispose hora gli pensava, et cominciomi a dire che mons[ignor] granmeter [Charles d’Amboise] gli havea scritto che per una spia sua, quale era ritornata di Elemagna, haveva intexo che li homini de Lolimbergo [!] haveano mandati certi fanti al re de’ Romani et che lui li ricerchava denari e non homini, perché di megliori di quelli gli haveano mandati ne haverìa ritrovato; et che loro gli resposeno che non gli volevano dare denari, ma homini solamente per acompagnarlo a Roma e non per fare guerra. Et che da molti altri signori e principi gli era stato fata simile risposta, et che sin a quella hora, s’è partita la spia, el re de’ Romani non havea uniti più che secento fanti e tresenti cavalli. 
    [2.] Er wies auf die ungenügenden Abwehrmaßnahmen Venedigs hin. Der Legat erwiderte, daß er eine Reise nach Italien derzeit für unnötig halte und daß die Venezianer – per quanto mostraveno – seine guten Freunde seien. Wenn der röm. Kg. versuche, gewaltsam durch venezianisches Territorium zu ziehen, so habe der frz. Kg. so viele Truppen und so viel Geld, daß der röm. Kg. nicht standhalten könne. In Burgund seien einige Festungen eingenommen und dem Mgf. von Rötteln (Rotolino) [Ludwig I., Gf. von Neuenburg] zurückgegeben worden; der Hg. von Geldern [Karl von Egmond] verursache in Flandern große Schäden. Er könne sich nicht vorstellen, con che modo el re de’ Romani puotesse provedere in tanti luoghi. Er habe mit Andrea del Burgo gesprochen, el quale, essendo in ragionamento con lui di queste cose dil re de’ Romani, gli havea dito che esso re non era homo per far effetti, anchorché dicesse parole.
    [3.] Andrea del Burgo ist, in Begleitung eines Emissärs des Kg. von Aragon (Ragona), als Gesandter des röm. Kg. hier. Den Grund für Burgos Abreise aus Kastilien hat er bereits mitgeteilt.1 [...].

    Lyon, 18. Oktober 1507
    Mantua, AS, A.G., ser. E.XV.3, busta 631, fol. 71–71’ (ital. Or.).

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    Anmerkungen

    1
     Rozone hatte am 10.10. berichtet, daß Kg. Ferdinand von Aragon Burgo, der sich bei Kgin. Johanna von Kastilien aufgehalten habe, aufgrund der Anschuldigung, zwischen ihm und seiner Tochter Zwietracht zu säen, entlassen habe (Rozone an Mgf. Francesco von Mantua, ital. Or. Lyon; StA Mantua, A.G., ser. E.XV.3, busta 631, fol. 61–61’).

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    « ŠNr. 787  Gian Stefano Rozone an Mgf. Francesco von Mantua »

    [1.] Er wies in einer Unterredung mit dem Legaten [Kardinal George d’Amboise] darauf hin, daß der 16. Oktober (San Gallo) vorüber sei, et anchor non si vede questo tanto furioso exercito dil re de’ Romani. Me rispose hora gli pensava, et cominciomi a dire che mons[ignor] granmeter [Charles d’Amboise] gli havea scritto che per una spia sua, quale era ritornata di Elemagna, haveva intexo che li homini de Lolimbergo [!] haveano mandati certi fanti al re de’ Romani et che lui li ricerchava denari e non homini, perché di megliori di quelli gli haveano mandati ne haverìa ritrovato; et che loro gli resposeno che non gli volevano dare denari, ma homini solamente per acompagnarlo a Roma e non per fare guerra. Et che da molti altri signori e principi gli era stato fata simile risposta, et che sin a quella hora, s’è partita la spia, el re de’ Romani non havea uniti più che secento fanti e tresenti cavalli. 
    [2.] Er wies auf die ungenügenden Abwehrmaßnahmen Venedigs hin. Der Legat erwiderte, daß er eine Reise nach Italien derzeit für unnötig halte und daß die Venezianer – per quanto mostraveno – seine guten Freunde seien. Wenn der röm. Kg. versuche, gewaltsam durch venezianisches Territorium zu ziehen, so habe der frz. Kg. so viele Truppen und so viel Geld, daß der röm. Kg. nicht standhalten könne. In Burgund seien einige Festungen eingenommen und dem Mgf. von Rötteln (Rotolino) [Ludwig I., Gf. von Neuenburg] zurückgegeben worden; der Hg. von Geldern [Karl von Egmond] verursache in Flandern große Schäden. Er könne sich nicht vorstellen, con che modo el re de’ Romani puotesse provedere in tanti luoghi. Er habe mit Andrea del Burgo gesprochen, el quale, essendo in ragionamento con lui di queste cose dil re de’ Romani, gli havea dito che esso re non era homo per far effetti, anchorché dicesse parole.
    [3.] Andrea del Burgo ist, in Begleitung eines Emissärs des Kg. von Aragon (Ragona), als Gesandter des röm. Kg. hier. Den Grund für Burgos Abreise aus Kastilien hat er bereits mitgeteilt.1 [...].

    Lyon, 18. Oktober 1507
    Mantua, AS, A.G., ser. E.XV.3, busta 631, fol. 71–71’ (ital. Or.).