Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    «Nr. 788 Vincenzo Querini an den Dogen von Venedig  »

    [1.] [Verhandlungen mit den Eidgenossen wegen des Romzuges; Nr. 923]. Er hat glaubwürdige Informationen erhalten, daß der Krieg in Flandern im Sinne Kg. Maximilians verläuft. Obwohl dieser Sorglosigkeit demonstriert, hat er die Hgg. von Jülich und Kleve, den Ebf. von Köln, den Mgf. von Baden und, wie es heißt, auch den Lgf. von Hessen angewiesen, Hilfe dorthin zu schicken [Nr. 768]. Dies zeigt, daß der Kg. sich größere Sorgen macht, als er zugibt.
    Š[2.] In Konstanz ist der Hg. von Württemberg mit 250 Reitern und seinen Fußtruppen eingetroffen; zur Kostenersparnis lagert sein Kontingent jedoch in seinem nahegelegenen Fürstentum. Man erwartet in Konstanz stündlich das Eintreffen Mgf. Friedrichs von Brandenburg mit Mgf. Kasimir und einem weiteren Sohn [Mgf. Johann] samt ihren Truppen und vielen Herren und Hauptleuten der Reichsstädte. Der Bf. von Würzburg und einige andere Bff. sind bereits eingetroffen, cum bellissima compagnia. Es heißt, die Truppen seien in bester Ordnung und jeder stelle mehr Soldaten bereit als ihm auferlegt sei. Ein Teil der Reiterei ist in Konstanz untergebracht, der Rest lagert wie die Fußtruppen im Umland.1 [3. Ankunft des spanischen Gesandten Bf. Jaime de Conchillos von Gerace in Innsbruck; 4. Abreise des ungarischen Gesandten].

    Hall, 20. Oktober 1507.
    Venedig, BM, Cod. marc. ital. VII/989 (= 9581), fol. 121’-122’ (ital. Kop.; Postverm.: Per Baronem, cursorem.) = Textvorlage A. Venedig, BFQS, Cl. IV, Cod. V (= 769), fol. 180’-181’ (ital. Kop.; Postverm. wie A) = B.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    /ser/rta1507/dok788/pages

    Anmerkungen

    1
     Ein von Querini ausgesandter Spion schätzte die bis zum 21.10. in Konstanz und Umgebung eingetroffenen Truppen auf 2000 gut ausgerüstete Reiter und eine große Zahl von wohlgeordnetem Fußvolk. Er meldete außerdem das ständige Eintreffen weiterer Einheiten. Mit ihren Kontingenten anwesend waren demnach in Konstanz Hg. Ulrich von Württemberg, Mgf. Friedrich von Brandenburg-Ansbach mit seinem Sohn Kasimir und einem weiteren Sohn [Johann], Bf. Lorenz von Würzburg und einige dem Agenten namentlich nicht bekannte Reichsfürsten. An reichsständischen Kontingenten identifizierte er Sachsen, Kurmainz, Bamberg sowie die Städte Nürnberg, Augsburg, Ulm und – irrtümlich – Straßburg. Dazu kamen Truppen weiter entfernt gelegener Städte. Memmingen, Kaufbeuren (Copaira) und Kempten (Chempe) hatten ihre Truppen in Bereitschaft versetzt, warteten aber aus Kostengründen auf die Ankunft Kg. Maximilians in Konstanz (Querini an den Dogen, ital. Kop., Hall, 26.10.1507, Postverm.: Per Albanesotum, cursorem; BM Venedig, Cod. marc. ital. VII/989 (= 9581), fol. 124’-125’, hier 124’; BFQS Venedig, Cl. IV, Cod. V (= 769), fol. 182’-183’, hier 182’). Ein zweiter Spion Querinis berichtete, daß außerdem die Kontingente der Städte Speyer und Worms eingetroffen seien. Außerhalb der Stadt habe er 100 Reiter und eine Anzahl Fußsoldaten Hg. Albrechts von Bayern gesehen. Überhaupt seien in der Umgebung von Konstanz große Truppenmengen versammelt. Der aus der Schweiz zurückgekehrte kgl. Gesandte Gerolamo Landriani bezifferte gegenüber Angelo Trevisan deren noch weitere steigende Zahl zum 23.10. - sicherlich übertrieben - auf 10 000 Fußsoldaten und 2500 Reiter (Querini an den Dogen, ital. Kop., Hall, 29.10.1507, Postverm.: Per postas regias; BM Venedig, ebd., fol. 128’-130’, hier 130; BFQS Venedig, ebd., fol. 186’-188’, hier 187’-188). Der aus Innsbruck zurückgekehrte venezianische Bote Giovanni Matteo (Zuan Mato) gab gegenüber Querini Behauptungen von Angehörigen des kgl. Hofes – darunter Iacopo Bannissios und Giovanni Camillos de Montibus – wieder, wonach die in Konstanz versammelten Reichstruppen 14 000–15 000 Mann umfaßten (Querini an den Dogen, ital. Kop., Serravalle, 17.11.1507, Postverm.: Per postas regias; BM Venedig, ebd., fol. 134–134’, hier 134; BFQS Venedig, ebd., fol. 192’-193, hier 192’). Diese Angabe bestätigte ein von Querini nach Nassereith (Nazareth) entsandter Kurier (Querini an den Dogen, ital. Kop., Serravalle, 20.11.1507, Postverm.: Per Baronem, cursorem; BM Venedig, ebd., fol. 134’-135’; BFQS Venedig, ebd., fol. 193–193’). Ein weiterer Agent Querinis berichtete nach seiner Rückkehr aus Konstanz, daß dort ca. 6000 Reiter versammelt seien (Querini an den Dogen, ital. Kop., Serravalle, 21.11.1507, Postverm.: Per proprium nuntium; BM Venedig, ebd., fol. 135’-136; BFQS Venedig, ebd., fol. 193’-194’).

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    «Nr. 788 Vincenzo Querini an den Dogen von Venedig  »

    [1.] [Verhandlungen mit den Eidgenossen wegen des Romzuges; Nr. 923]. Er hat glaubwürdige Informationen erhalten, daß der Krieg in Flandern im Sinne Kg. Maximilians verläuft. Obwohl dieser Sorglosigkeit demonstriert, hat er die Hgg. von Jülich und Kleve, den Ebf. von Köln, den Mgf. von Baden und, wie es heißt, auch den Lgf. von Hessen angewiesen, Hilfe dorthin zu schicken [Nr. 768]. Dies zeigt, daß der Kg. sich größere Sorgen macht, als er zugibt.
    Š[2.] In Konstanz ist der Hg. von Württemberg mit 250 Reitern und seinen Fußtruppen eingetroffen; zur Kostenersparnis lagert sein Kontingent jedoch in seinem nahegelegenen Fürstentum. Man erwartet in Konstanz stündlich das Eintreffen Mgf. Friedrichs von Brandenburg mit Mgf. Kasimir und einem weiteren Sohn [Mgf. Johann] samt ihren Truppen und vielen Herren und Hauptleuten der Reichsstädte. Der Bf. von Würzburg und einige andere Bff. sind bereits eingetroffen, cum bellissima compagnia. Es heißt, die Truppen seien in bester Ordnung und jeder stelle mehr Soldaten bereit als ihm auferlegt sei. Ein Teil der Reiterei ist in Konstanz untergebracht, der Rest lagert wie die Fußtruppen im Umland.1 [3. Ankunft des spanischen Gesandten Bf. Jaime de Conchillos von Gerace in Innsbruck; 4. Abreise des ungarischen Gesandten].

    Hall, 20. Oktober 1507.
    Venedig, BM, Cod. marc. ital. VII/989 (= 9581), fol. 121’-122’ (ital. Kop.; Postverm.: Per Baronem, cursorem.) = Textvorlage A. Venedig, BFQS, Cl. IV, Cod. V (= 769), fol. 180’-181’ (ital. Kop.; Postverm. wie A) = B.