Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
Einfache Suche
Schnittstellen Quellen Formalia
BEACON
METS
XSLT
eXist-DB
jQuery-Layout
Nominatim
OpenLayers
GND
Impressum
Kontakt

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

    Register

    Register

    Erweiterte Suche
    Text
    unscharf
    Zeitraum zwischen und
    Sortierung
    Erweiterte Suche
    Text
    unscharf
    Zeitraum zwischen und
    Sortierung

    « Nr. 800 Cyriakus von Rinkenberg (Esslinger Hauptmann) an Bürgermeister und Rat der Stadt Esslingen  »

    [1.] Legt seinem Bericht auf ihre Anfrage hin eine Aufstellung über die bislang eingetroffenen Kontingente [Nr. 794 (B)] bei. Er ist auf kgl. Weisung hin und gemäß Bescheid seines Hauptmanns [Wilhelm Marschall von Pappenheim] am 13. November (samstag vor St. Othmarß tag) von Konstanz nach Innsbruck aufgebrochen. Von den Fürsten machte sich als erster Mgf. Friedrich von Brandenburg auf den Weg, ihm folgten die Hauptleute der Bff. von Bamberg, Würzburg, Mainz, Eichstätt und Augsburg. Von den Hgg. von Bayern ist noch niemand da. Straßburg soll seinen Beitrag zum Romzug mit Geld abgelöst haben; bislang hat sich auch kein Straßburger Kontingent angemeldet. Wie Wilhelm Marschall [von Pappenheim] erklärte, hat sich auch Nürnberg bislang weder in der kgl. Hofkammer noch bei ihm als Hauptmann der städtischen Kontingente angezeigt. Laut Pappenheim und dem Augsburger Bürgermeister [Jörg Langenmantel] machen die Nürnberger geltend, daß sie die kgl. Krone verwahren und nicht mit den übrigen Städten ziehen können, sondern auf den Kg. warten müssen.
    Š[2.] Die Kontingente liegen in und um Leutkirch, Memmingen, Kempten, Isny und Wangen. Niemand will als erster losziehen, denn der Kg. will zuerst am 6. Dezember (St. Nicklaus tag) in Zürich mit den Eidgenossen einen Tag abhalten. Er soll die Schweizer Gesandten, die erst vor kurzem bei ihm waren, zuvorkommend behandelt und jedem von ihnen 50 fl. geschenkt haben. Die im Verzeichnis fehlenden oberdeutschen Städte halten ihre Kontingente zur Kostenersparnis noch zurück und warten bis zum Aufbruch des Heeres über die Alpen. Das übersandte Verzeichnis über die in der Hofkammer und beim Hauptmann angemeldeten städtischen Kontingente gab ihm der Bürgermeister von Augsburg. Dieser hat Georg vom Thurn (Durn) um eine Aufstellung der angemeldeten reichsfürstlichen Truppen gebeten, jedoch nicht erhalten. Er und Hans Holdermann haben sich am 18. Oktober (gutentag nach St. Gallen tag) noch vor den Heilbronnern in der Hofkammer angemeldet. Wilhelm Marschall [von Pappenheim] und der Augsburger Bürgermeister haben den Augsburger Magistrat um weitere Instruktionen gebeten. Pappenheim hat einen Knecht dorthin geschickt. Es heißt, der Kg. halte sich jetzt in Augsburg auf; von dort werde man weiteren Bescheid erhalten. Darauf warten nun der Hauptmann, die Hauptleute von Ulm und Schwäbisch Hall und er selbst. Pappenheim meint, er wolle nicht zuviel tun, um nicht die kgl. Ungnade gewärtigen zu müssen.

    s.l., jedoch wahrscheinlich Leutkirch, 20. November 1507 (samstag nach St. Elisabeta tag).
    Stuttgart, HStA, H 53, Bü. 106, unfol. (Or. m. S.) = Textvorlage A. Stuttgart, HStA, J 9, Bü. 5, Stück-Nr. 42 (Auszug 19. Jh.).

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1507/dok800/pages

    Die PDF-Anzeige ist eingebettet. Durch die Tastenkombination STRG+P bzw. das Öffnen der PDF-Datei in einem neuen Fenster (schwarzes "+"-Symbol oben rechts) können Sie das PDF Dokument ausdrucken.

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    « Nr. 800 Cyriakus von Rinkenberg (Esslinger Hauptmann) an Bürgermeister und Rat der Stadt Esslingen  »

    [1.] Legt seinem Bericht auf ihre Anfrage hin eine Aufstellung über die bislang eingetroffenen Kontingente [Nr. 794 (B)] bei. Er ist auf kgl. Weisung hin und gemäß Bescheid seines Hauptmanns [Wilhelm Marschall von Pappenheim] am 13. November (samstag vor St. Othmarß tag) von Konstanz nach Innsbruck aufgebrochen. Von den Fürsten machte sich als erster Mgf. Friedrich von Brandenburg auf den Weg, ihm folgten die Hauptleute der Bff. von Bamberg, Würzburg, Mainz, Eichstätt und Augsburg. Von den Hgg. von Bayern ist noch niemand da. Straßburg soll seinen Beitrag zum Romzug mit Geld abgelöst haben; bislang hat sich auch kein Straßburger Kontingent angemeldet. Wie Wilhelm Marschall [von Pappenheim] erklärte, hat sich auch Nürnberg bislang weder in der kgl. Hofkammer noch bei ihm als Hauptmann der städtischen Kontingente angezeigt. Laut Pappenheim und dem Augsburger Bürgermeister [Jörg Langenmantel] machen die Nürnberger geltend, daß sie die kgl. Krone verwahren und nicht mit den übrigen Städten ziehen können, sondern auf den Kg. warten müssen.
    Š[2.] Die Kontingente liegen in und um Leutkirch, Memmingen, Kempten, Isny und Wangen. Niemand will als erster losziehen, denn der Kg. will zuerst am 6. Dezember (St. Nicklaus tag) in Zürich mit den Eidgenossen einen Tag abhalten. Er soll die Schweizer Gesandten, die erst vor kurzem bei ihm waren, zuvorkommend behandelt und jedem von ihnen 50 fl. geschenkt haben. Die im Verzeichnis fehlenden oberdeutschen Städte halten ihre Kontingente zur Kostenersparnis noch zurück und warten bis zum Aufbruch des Heeres über die Alpen. Das übersandte Verzeichnis über die in der Hofkammer und beim Hauptmann angemeldeten städtischen Kontingente gab ihm der Bürgermeister von Augsburg. Dieser hat Georg vom Thurn (Durn) um eine Aufstellung der angemeldeten reichsfürstlichen Truppen gebeten, jedoch nicht erhalten. Er und Hans Holdermann haben sich am 18. Oktober (gutentag nach St. Gallen tag) noch vor den Heilbronnern in der Hofkammer angemeldet. Wilhelm Marschall [von Pappenheim] und der Augsburger Bürgermeister haben den Augsburger Magistrat um weitere Instruktionen gebeten. Pappenheim hat einen Knecht dorthin geschickt. Es heißt, der Kg. halte sich jetzt in Augsburg auf; von dort werde man weiteren Bescheid erhalten. Darauf warten nun der Hauptmann, die Hauptleute von Ulm und Schwäbisch Hall und er selbst. Pappenheim meint, er wolle nicht zuviel tun, um nicht die kgl. Ungnade gewärtigen zu müssen.

    s.l., jedoch wahrscheinlich Leutkirch, 20. November 1507 (samstag nach St. Elisabeta tag).
    Stuttgart, HStA, H 53, Bü. 106, unfol. (Or. m. S.) = Textvorlage A. Stuttgart, HStA, J 9, Bü. 5, Stück-Nr. 42 (Auszug 19. Jh.).