Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    « Nr. 849 Weisung von Bürgermeistern und Rat der Stadt Nürnberg an Jörg Holzschuher »

    Bestätigen für den 1. August (gestern sonntags) den Empfang seines und Tetzels Berichts aus Konstanz vom 28. Juli (mitwoch nach Jacobi) 1. Sie teilten darin unter anderem mit, daß der Bundeshauptmann Dr. Matthäus Neithart zum 6. August (freitag schirst) einen Bundesstädtetag nach Ulm ausgeschrieben habe, wo er, Holzschuher, mit [den drei] anderen Deputierten über den Reichsabschied [Nr. 268] Bericht erstatten werde, um dann zu beraten, ob jede Stadt das Hilfsgeld bezahlen solle oder nicht.
    Sie können ihm diesbezüglich keine Weisung geben, da sie über den Inhalt des Reichsabschieds noch nicht informiert sind und nicht wissen, wie hoch Nürnberg veranschlagt wurde. Er soll nach eigenem Gutdünken verfahren. Sie gehen indessen davon aus, daß die Städte so wenig wie nach dem Kölner RT einen Nachlaß an der Reichshilfe erreichen können.2 Gleichwohl haben die in Konstanz versammelten Frei- und Reichsstädte beschlossen, wegen dieser Belastung für den 14. September (exaltacionis crucis) einen Städtetag auszuschreiben [Nr. 278, Pkt. 5]. Dem Nürnberger Magistrat obliegt es, Schweinfurt, Rothenburg, Windsheim und Weißenburg darüber in Kenntnis zu setzen, doch waren diese Städte nicht auf dem RT vertreten und sind deshalb, wie sie selbst auch, nicht über die Šeinzelnen Materien – wie etwa die Verpfändung der Städte [Goslar, Mühlhausen und Nordhausen], die übermäßige Veranschlagung der Reichsstädte und ihre Benachteiligung bei den RT-Verhandlungen, welche Punkte in den ersten drei Artikeln des Städteabschieds [Nr. 278, Pkt. 1–3] thematisiert wurden – informiert. Ihres Erachtens wäre es deshalb ratsam gewesen, ein gemeinsames Ausschreiben zur Weiterleitung durch die vier ausschreibenden Städte [Frankfurt, Straßburg, Augsburg und Nürnberg] zu erstellen. Falls ein solches Schriftstück bereits existiert und ihrem Bericht versehentlich nicht beigelegt wurde, so sollen sie dies nachholen oder sie informieren, welche Punkte das Schreiben enthalten soll. Dies kann noch rechtzeitig vor dem anberaumten Termin geschehen.

    Nürnberg, 2. August 1507 (sontag 3  nach St. Peters ketenfeier).
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 225’-226’ (Kop., Verm. über die Siegelung des Schreibens durch den älteren BM Marquard Mendel).

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1507/dok849/pages

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    Anmerkungen

    1
     Liegt nicht vor.
    2
     Vgl. Heil , RTA-MR VIII/2, Nrr. 909938, S. 1377–1396.
    3
     Schreibfehler, richtig: Montag.

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    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    « Nr. 849 Weisung von Bürgermeistern und Rat der Stadt Nürnberg an Jörg Holzschuher »

    Bestätigen für den 1. August (gestern sonntags) den Empfang seines und Tetzels Berichts aus Konstanz vom 28. Juli (mitwoch nach Jacobi) 1. Sie teilten darin unter anderem mit, daß der Bundeshauptmann Dr. Matthäus Neithart zum 6. August (freitag schirst) einen Bundesstädtetag nach Ulm ausgeschrieben habe, wo er, Holzschuher, mit [den drei] anderen Deputierten über den Reichsabschied [Nr. 268] Bericht erstatten werde, um dann zu beraten, ob jede Stadt das Hilfsgeld bezahlen solle oder nicht.
    Sie können ihm diesbezüglich keine Weisung geben, da sie über den Inhalt des Reichsabschieds noch nicht informiert sind und nicht wissen, wie hoch Nürnberg veranschlagt wurde. Er soll nach eigenem Gutdünken verfahren. Sie gehen indessen davon aus, daß die Städte so wenig wie nach dem Kölner RT einen Nachlaß an der Reichshilfe erreichen können.2 Gleichwohl haben die in Konstanz versammelten Frei- und Reichsstädte beschlossen, wegen dieser Belastung für den 14. September (exaltacionis crucis) einen Städtetag auszuschreiben [Nr. 278, Pkt. 5]. Dem Nürnberger Magistrat obliegt es, Schweinfurt, Rothenburg, Windsheim und Weißenburg darüber in Kenntnis zu setzen, doch waren diese Städte nicht auf dem RT vertreten und sind deshalb, wie sie selbst auch, nicht über die Šeinzelnen Materien – wie etwa die Verpfändung der Städte [Goslar, Mühlhausen und Nordhausen], die übermäßige Veranschlagung der Reichsstädte und ihre Benachteiligung bei den RT-Verhandlungen, welche Punkte in den ersten drei Artikeln des Städteabschieds [Nr. 278, Pkt. 1–3] thematisiert wurden – informiert. Ihres Erachtens wäre es deshalb ratsam gewesen, ein gemeinsames Ausschreiben zur Weiterleitung durch die vier ausschreibenden Städte [Frankfurt, Straßburg, Augsburg und Nürnberg] zu erstellen. Falls ein solches Schriftstück bereits existiert und ihrem Bericht versehentlich nicht beigelegt wurde, so sollen sie dies nachholen oder sie informieren, welche Punkte das Schreiben enthalten soll. Dies kann noch rechtzeitig vor dem anberaumten Termin geschehen.

    Nürnberg, 2. August 1507 (sontag 3  nach St. Peters ketenfeier).
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 225’-226’ (Kop., Verm. über die Siegelung des Schreibens durch den älteren BM Marquard Mendel).