Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Konstanz 1507
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Konstanzer Reichstages

  • 1. Romzug
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

    II. Kapitel Der Reichstag zu Konstanz

  • 1. Romzug und Verfassungsfragen
  • 2. Schwäbischer Bundestag in Überlingen und Konstanz
  • 3. Städtetag in Konstanz
  • 4. Königliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben, Begnadungen und Konfirmationen
  • 5. Schiedsverfahren während des Reichstages
  • 6. Sonstige Streitsachen
  • 7. Finanzangelegenheiten König Maximilians
  • 8. Nebenhandlungen
  • 9. Weisungen und Berichte
  • 10. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Romzug
  • 2. Wiedereröffnung des Reichskammergerichts
  • 3. Angelegenheiten von Reichsständen
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    « Nr. 955 Bericht Dr. Erasmus Toplers an die Nürnberger Hh. Älteren »

    Sie haben in ihrem Schreiben vom 18. August (St. Sebolts abend) geäußert, daß man an einer vertraglichen Einigung Kg. Maximilians mit Kf. Philipp nichts ändern könne, doch müsse diese unter Einhaltung der vom Kg. für Nürnberg und die verbündeten Ff. ausgestellten Verschreibungen sowie der vom Kg. in Konstanz [gegenüber Anton Tetzel sowie den Gesandten Württembergs und Hessens] gemachten Zusagen erfolgen.1 Er kann ihnen versichern, daß es nicht in der Absicht des Kg. liegt, den Kf. von der Acht zu absolviern Šoder ihn zu restituieren. Ohnehin hat der Kf. das kgl. Angebot vor acht Tagen abgelehnt. Der Kg., der nun keinen Vertrag mehr mit dem Kf. schließen will, aber auch vom Kf. keine Sicherung der eroberten Gebiete erlangt hat, hat daraufhin Serntein, Ziegler, Dr. Hayden und ihm befohlen, eine förmliche Verschreibung auszustellen. Sie haben die Verschreibung für Hg. Ulrich von Württemberg2 als Vorlage verwendet und sie auf Kg. Philipp, die österreichischen Vorlande Breisgau und Sundgau und auf die Gft. Tirol ausgestellt.3 Also das kgl. Mt. verschreibung seer wol begriffen ist und das dato [= Rottenburg, 1.8.1504] gesetzt wie des von Wirtenbergs. Darin ich sovil meere fleiß angekert, dann ich mich versiche, so solchs den landen eingeleibt ist, das darnach nit liderlich ein zutrennung geschehen mug4, nachmals auch dester statlicher auch uber euern verschreibungen5 gehalten werde. Dann solcher ernst bishere nie furgenummen ist, auß ursachen, das etlich sich vileicht auß den sachen sich zu wermen vermainten.6  [Nürnberger Stadtsteuer, Reichsstatthalteramt7; Beitrag der Eidgenossen zum Romzug; Nr. 914].8

    Konstanz, 3. September 1507.
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, D-Laden-Akten, Nr. 219, Stück-Nr. 42 (eh. Or. m. S.).
    Druck: Gümbel , Berichte, Nr. 14, S. 299–305, hier 300.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1507/dok955/pages

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    Anmerkungen

    1
     Weisung der Nürnberger Hh. Älteren an Erasmus Topler vom 18.8.1507 (Kop., mittwoch St. Sebolts unsers hl. patrons abend;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 59, fol. 245–247, hier 245’. Regest: Gümbel , Berichte, S. 209 Anm. 3).
    2
     Verschreibung Kg. Maximilians für Hg. Ulrich von Württemberg über dessen Eroberungen im Landshuter Erbfolgekrieg (Rottenburg, 1.8.1504; Heil , RTA-MR VIII/1, S. 542 Anm. 4). Die Annahme Gümbel s (Berichte, S. 300 Anm. 1), es handle sich um eine Verschreibung der württembergischen Landstände für den Hg., macht keinen Sinn.
    3
     Liegt nicht vor.
    4
     Mit Schreiben vom 14.9. informierte Anton Tetzel den württembergischen Kanzler Gregor Lamparter und den Marschall Konrad Thumb von Neuburg in einem passagenweise wörtlich übereinstimmenden Schreiben über diesen Abschluß der Verhandlungen zwischen Kg. Maximilian und Kurpfalz (Kop., tertia crucis exaltacionis;StA Nürnberg, Rst. Nürnberg, Briefbücher 60, fol. 25–26, hier 25–25’).
    5
     Gemeint sind die zwei Verschreibungen Kg. Maximilians über die Nürnberger Eroberungen im Landshuter Erbfolgekrieg (jeweils Augsburg, 7.7.1504; Heil , RTA-MR VIII/2, S. 1015 Anm. 6).
    6
     Der Nürnberger Magistrat nahm die Entscheidung des Kg., die Frage der im Landshuter Erbfolgekrieg eroberten Gebiete durch eine Verschreibung zu regeln, in seinem Antwortschreiben vom 14.9. mit Erleichterung zu Kenntnis. Man war sich nunmehr sicher, daß der Kg. auch die den Exekutoren ausgestellten Verschreibungen einhalten würde [Nachweis wie Nr. 964].
    7
     Siehe Gümbel , Berichte, Nr. 14, S. 299–305, hier 301.
    8
     Zu den weiteren, im Zusammenhang mit dem Konstanzer RT irrelevanten Punkten des Schreibens siehe Gümbel , Berichte, Nr. 14, S. 299–305, hier 301–305.

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    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    « Nr. 955 Bericht Dr. Erasmus Toplers an die Nürnberger Hh. Älteren »

    Sie haben in ihrem Schreiben vom 18. August (St. Sebolts abend) geäußert, daß man an einer vertraglichen Einigung Kg. Maximilians mit Kf. Philipp nichts ändern könne, doch müsse diese unter Einhaltung der vom Kg. für Nürnberg und die verbündeten Ff. ausgestellten Verschreibungen sowie der vom Kg. in Konstanz [gegenüber Anton Tetzel sowie den Gesandten Württembergs und Hessens] gemachten Zusagen erfolgen.1 Er kann ihnen versichern, daß es nicht in der Absicht des Kg. liegt, den Kf. von der Acht zu absolviern Šoder ihn zu restituieren. Ohnehin hat der Kf. das kgl. Angebot vor acht Tagen abgelehnt. Der Kg., der nun keinen Vertrag mehr mit dem Kf. schließen will, aber auch vom Kf. keine Sicherung der eroberten Gebiete erlangt hat, hat daraufhin Serntein, Ziegler, Dr. Hayden und ihm befohlen, eine förmliche Verschreibung auszustellen. Sie haben die Verschreibung für Hg. Ulrich von Württemberg2 als Vorlage verwendet und sie auf Kg. Philipp, die österreichischen Vorlande Breisgau und Sundgau und auf die Gft. Tirol ausgestellt.3 Also das kgl. Mt. verschreibung seer wol begriffen ist und das dato [= Rottenburg, 1.8.1504] gesetzt wie des von Wirtenbergs. Darin ich sovil meere fleiß angekert, dann ich mich versiche, so solchs den landen eingeleibt ist, das darnach nit liderlich ein zutrennung geschehen mug4, nachmals auch dester statlicher auch uber euern verschreibungen5 gehalten werde. Dann solcher ernst bishere nie furgenummen ist, auß ursachen, das etlich sich vileicht auß den sachen sich zu wermen vermainten.6  [Nürnberger Stadtsteuer, Reichsstatthalteramt7; Beitrag der Eidgenossen zum Romzug; Nr. 914].8

    Konstanz, 3. September 1507.
    Nürnberg, StA, Rst. Nürnberg, D-Laden-Akten, Nr. 219, Stück-Nr. 42 (eh. Or. m. S.).
    Druck: Gümbel , Berichte, Nr. 14, S. 299–305, hier 300.