Textvorlage: , fol. 1’–2’1.
Strikte Ablehnung der Session Magdeburgs auch auf der weltlichen Bank des FR als Verstoß gegen den Religionsfrieden durch den Kf. von Köln.
/1’/ [Bericht über eine] Unterredung Pfgf. Philipp Ludwigs von Neuburg mit Kf. Ernst von Köln: Pfgf. hat den Kf. am 24. 5. in der Magdeburger Sessionsfrage angesprochen unnd gleichsam vermahnt, er wolte fein friedfertig sein, inmassen /2/ Saltzburg gar ein guets, friedfertigs mitl furgeschlagen2. Unnd alß der curfürst etwas an sich gehalten, hat sich hochermelter pfaltzgrave so weit herauß gelassen, diser fürschlag, wie obvermeldet, komme von Saltzburg heer. Davon aber derselb3 allerdings gewichen unnd sich so starckh unnd hefftig wider Magdenburg erzaigt, das ir ksl. Mt. demselben durchauß khein session nit sollen gestatten alß die andern catholischen cur-, fürsten unnd stennde. Unnd da der herr curfürst gefragt, wo aber Magdenburg die session4 solt nemmen, darauf der pfaltzgraf5 geandtwortet, man solt ine, von Magdenburg, darumben sorgen lassen. Auf welches aber höchstgedachter curfürst sich runndt erkhlert, er seie zum religion friden verlibdt6 unnd geschworen, könnde und wolte das wenigste nit einwilligen, was demselben praejudicierlich unnd zuwider. Inmassen dan dises magdenburgisch suchen unnd begeren oder diser fürschlag solcher gestalt beschaffen, das dardurch dem religions friden strackhs zuegegen gehandlet, derselb auff solche weiß cassiert unnd ein loch darein gemacht wurde. Welches doch kheins wegs zuebewilligen oder nachzuegeben. Gesinne derhalben hochsternandter curfürst /2’/ ahn hochgedachten pfaltzgraven, er wolle dergleichen fallen unnd schwinden lassen, dann sein kfl. Dlt. einmahl darein nit bewilligen wurden noch khundten.