Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb

Datum: Regensburg, 7. 6. 1594.

GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Vv, fol. 813, 814’ (Or. mit eigenhd. Anfügung des Ks. Aufschr. Hd. Barth:Der ksl. Mt. credentz und schreiben in puncto sessionis, dem herrn von Schleinitz mittgeben. Dorsv.:Praesentatum in audientia Dresden, 11. Junii [21. 6.]94.) = Textvorlage. HHStA Wien, RHR Judicialia Antiqua 273/4, fol. 279, 279’ (Konz. Hd. Hannewald. Aufschr.:Handschreiben an churfurst zue Brandenburg etc. Dorsv. von späterer Hd.:7. Junii 1594. Ksl. handschreiben ad electorem brandeburgensem.) = B.

/813/ An den Kf.: Ks. bedauert, dass Kf. dem RT nicht persönlich beiwohnt, und bittet ihn deshalb um Anweisung an die Gesandten, damit sy in beratschlagung und verabschidung gemainer cristenhait augenscheinlicher nott das best thun, und do etwa anderea weitleuffigkheiten erregt werden wolten, denselben abwehren helffenb. Wie dann mein vertrauen zu euer L. stehet. Hiegegen will ich mir euer L. und ires hauses Brandenburg wolfart also angelegen sein laßen, damit sy mein getreues gemutt gegen ir im werckh zuspuren haben. Davon ich auch meinem hofrath, dem von Schleunitz, mit eur L. verrner mundtlich zu reden, bevelch geben. Und bleib euer L. mit freundtschafft und allem gueten wol beygethan.

Regensburg, 7. 6. 1594.

cEigenhd. Anfügung des Ks.: Ich will mich genztlich versehen, euer L. werden sich gegen mier wilfarig und guettwillig erzaigen. Wie ich den hinwider gantz genaigt bin, euer L. wie alle zeit mit aller freunschafft[!] und sondern vertrauen gantz zuegethan zue pleiben.

Eigenhd. unterzeichnet von Ks. Rudolf II.–c

Anmerkungen

a
 andere] In B danach gestrichen: undienliche.
b
 denselben abwehren helffen] In B korr. aus: dieselbe zue ruhe weisen.
c
–c Eigenhd. … Rudolf II.] Fehlt in B.