Vgl. [1.] Bericht Hg. Maximilians von Bayern an Hg. Wilhelm V. vom 25. 5. 1594: Zur Magdeburger Session soll der Ebf. von Salzburg vorgeschlagen haben, dass /
114/ Magdeburg auf der weltlichen panckh im fürsten rath die session nemben möchte. Das aber des herrn churfürsten von Cölln
L. aufs eusserist widerfochten, mit vermelden, das dardurch den geistlichen ein stim entzogen unnd den weltlichen beygelegt wurde
(HStA München, KÄA 3232, fol. 114–117’, hier 114. Or. Druck: Aretin, Geschichte I, 492–494). Hg. Wilhelm verurteilte in der Weisung vom 27. 5. 1594 (München) die Anregung des Ebf. entschieden: Er könne /
126’/ nit sehen, was ungereimbters, /
127/ beschwerlicher unnd schedlichers furgeschlagen oder von Magdeburg selbs begert werden khundt alls die session auf der weltlichen banckh: Das hieß, der freystellung die thür recht geöffnet, unnd wurden gar in kürtz auß den bisthumben ohn alle verhinderung oder eintrag weltliche furstenthumb, unnd etwan die sach an meher ordten attentirt werden, alls man jetzt gedenckht und sich schreiben last.
/127 f./ Maximilian möge berichten, wie der päpstliche Legat sich gegenüber dem Vorschlag verhält, weil er, der Hg., den Papst bitten möchte, /
127’/ disen mann
[Ebf. von Salzburg] in officio zu halten, damit er nit andere unnd das publicum sambt ime praecipitier oder in gefahr setze
(HStA München, KÄA 3232, fol. 126–128’, 130 f., hier 126’–128’ Or.). Vgl. auch Nr. 316.