Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Übergabe des Abschieds des Probationstags und des Gutachtens mit der Empfehlung, diese dem RT bei der Beratung des Reichsmünzwesens vorzulegen.
Datum: Regensburg, 16. 5./26. 5. 1594. Von den Reichsständen kopiert am 8. 8.
HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 484–485’ (Kop. Dorsv.:Memorial an die röm. ksl. Mt., unsern allergenedigisten herrn, der dreyen benachparten des franckischen, bayrischen und schwebischen craiß zu disem gegenwuertigen reichstag nach Regenspurg verordeneten räth und abgesandten, weß auf jüngern, den 16./26. Maii alhie zu Regenspurg gehaltnem probiertag in müntzsachen bedacht und verabschiedt worden. Lectum Regenspurg, den 8. Augusti anno 94.) = Textvorlage. HStA München, K. blau 274/11, fol. 337 f., 342’ (Kop. Aufschr.:Lectum Regenspurg, den 29. Julii [8. 8.]a meridie. Dorsv. wie in Textvorlage ohne Lectum-Vermerk) = B. GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Vv, fol. 487 f. (Kop.) = C. StA Nürnberg, ARTA 59, fol. 675–676’ (Kop.). GLA Karlsruhe, Abt. 50 Fasz. 173, unfol. (Kop.). LAV NRW R, JB II 2344, fol. 427 f. (Kop.).
Referiert bei Häberlin XVIII, 431 f.
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Sie zweifeln nicht, nachdem dem RT an solchem hailsamen werck weniger nit als an der handthabung gemeines fridens, der justitien und andern, in derselben kaiserlichen erforderungs schreiben2 angezognen puncten allerhandt wolfart gelegen, euer ksl. Mt. werden bei gegenwuertiger Reichs versamblung ir solch hoch und wichtig werck allergenedigst bevolhen und angelegen sein lassen, auch bei gemeines Reichsa fursten und stende die verordnung zuthuen und zubevelhen wissen, damit diser dreyer benachperten craiß wolmeinent bedenckhen, so auf ratification eur ksl. Mt. und gemainer des Heiligen Reichs chur- und fursten allain erinnerungs weiß gestelt, im fall, solcher punct /
Schlussformel. Regensburg, 16. 5./26. 5. 1594. Unterzeichnet von den Gesandten aus dem Fränkischen, Bayerischen und Schwäbischen Kreis.
Hauptbeilage: Abschied des Probationstags der oberdeutschen Münzassoziation vom 26. 5. 1594 mit Gutachten zum Reichsmünzwesen
Vorbringen der Münzmissstände beim RT. Vorlage von Bedenken und Gutachten mit Beilagen.
Datum: Regensburg, 16. 5./26. 5. 1594. Vorlage und Abschrift als Beratungsgrundlage wurden im KR am 8. 6., im FR am 10. 6. und 14. 6. angeregt3. Im FR neuerlich als Beratungsgrundlage angesprochen am 30. 7.4 Von den Reichsständen kopiert am 8. 8.
HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 486–489’ (Kop. Dorsv.:Probation abschidt vom 16./26. Maii anno 94 in Regenspurg. Lectum Regenspurg, den 8. Augusti anno 94.) = Textvorlage. HStA München, K. blau 274/11, fol. 338–341’ (Kop. Aufschr.:Lectum Regenspurg, den 29. Julii [8. 8.]anno 94 nach mittag. Dorsv. wie in Textvorlage ohne Lectum-Vermerk) = B. HStA Stuttgart, C 12 Bü. 8, unfol. (Or. mit 3 aufgedr. Siegeln. Dorsv.:Abschide deß zu Regenspurg gehaltenen probation tags in mense Maio anno 1594.) = C. GLA Karlsruhe, Abt. 50 Fasz. 173, unfol. (Kop.). StA Nürnberg, ARTA 59, fol. 677–680’ (Kop.). LAV NRW R, JB II 2344, fol. 428–431’ (Kop.).
Referiert bei Häberlin XVII, 593–597. Druck: Lori, Sammlung Münzrecht II, 163–165; Hirsch, Münz-Archiv III, Nr. XI S. 31–33.
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/487’ f./ Die Gesandten der Kreise haben deshalb beschlossen, Ks. und Reichsstände an diese Zusage zu erinnern, die Missstände im Münzwesen nochmals zu erläutern sowie Stellungnahme und Gutachten für Abhilfemaßnahmen vorzulegen. Daraufhin wurde von den Gesandten aus dem Fränkischen Kreis /
/488 f./ Durchführung der Münzprobe gemäß Aussage der beigelegten Probierzettel8. Dieser Abschied soll mit den Beilagen dem Ks. sowie dem Kurrheinischen und dem Oberrheinischen Kreis übergeben werden.
Regensburg, 16. 5./26. 5. 1594. /
Unterbeilage 1: Bedenken zu den Missständen im Reichsmünzwesen
Strikter Vollzug der gesetzlich vorgesehenen Strafen bei Missbrauch des Münzregals. Bestrebungen der Münzassoziation, den Vollzug der RMO im Reich zu veranlassen. Missbräuchliche Prägung und Akzeptanz von Kleinmünzen sowie anderweitige Verstöße. Verabschiedung von Maßnahmen zur Exekution der Strafen bei Münzverstößen.
Datum: Regensburg, 14. 5./24. 5. 1594.
HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 491–499’ (Kop. Dorsv.:Bedencken der dreyer, als fränckischen, [bayerischen]unnd schwäbischen craiß. Nr. 1. Müntzhandlung.) = Textvorlage. HStA München, K. blau 274/11, fol. 307–312’ (Kop. Dorsv.:Bedencken der dreyer des frennckischen, bairischen unnd schwäbischen craiß, müntz edict betreffend. Nr. 1. Praesentirt Regenspurg, den 22. Julii [1. 8.!]anno 94.) = B. HStA Stuttgart, C 12 Bü. 8, unfol. (Kop. Dorsv.:Bedenckhen der dreier deß fränckischen, baierischen unnd schwäbischen khraises, deß beschwerlichen muntz wesens halben. Nr. 1.) = C. HStA Dresden, GA Loc. 9796/3, unfol. (Kop.). GLA Karlsruhe, Abt. 50 Fasz. 173, unfol. (Kop.). LAV NRW R, JB II 2344, fol. 435–441’ (Kop.).
Druck: Lori, Sammlung Münzrecht II, 160–1639.
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/491 f./ Die Missstände beruhen darauf, dass Verstöße gegen die RMO 1559 mit den Zusätzen von 1566, 1570 und 157110nicht geahndet werden. Abhilfe ist nur möglich, wenn im Vollzug der Exekution gegen ungehorsame Stände, /
/492 f./ Die Stände der Münzassoziation haben versucht, die Beachtung der RMO im Oberrheinischen Kreis, in dem vast die maiste unordnung mit uberheüfften muntzen der bößen kleinern sorthen, alls drei kreützerer, halben patzen und pfening etc., entstandten11 unnd verursacht,ebenso durch Ehg. Ferdinand von Tirol und die Schweizer Eidgenossenschaft zu veranlassen. Sie initiierten dafür 1586 einen außerordentlichen Münztag in Konstanz12, zu dem der Ehg., die Eidgenossenschaft sowie Bf. und Stadt Straßburg eingeladen wurden. Da der Bf. trotz seiner Zusage nicht erschien, hat er sich zu den erwiesenen Münzvergehen seines Münzmeisters /
/492’–493’/ Ein wesentlicher Missstand ist die Häufung der Dreikreuzer, Halbbatzen und Pfennige: Obwohl die RMO vorgibt, diese nur bis zu einem Betrag von 25 fl. zu akzeptieren13, werden hohe Summen bei Messen und Jahrmärkten in Linz, Frankfurt, Straßburg und anderswo fast ausschließlich mit Halbbatzen und spanischen Zwanzig-Batznern beglichen. Ebenfalls gegen die RMO14werden ausländische Münzen ins Reich gebracht. Die eigennützigen Verstöße benachteiligen insbesondere die ordnungsgemäß prägenden Stände der Münzassoziation, die auf ihren Probationstagen /
/493’–495/ Der RT 1576 und der RDT 1577 haben zum Reichsmünzwesen verabschiedet: Verbot des Verkaufs oder der Verpachtung des Münzregals; bei Prägeverstößen gegen die RMO Konfiszierung der Münzen, Entzug des Münzregals und Leibstrafe gegen Münzmeister; Durchführung von jährlich zwei Probationstagen, Anzeige ordnungswidriger Münzen beim Ks. und benachbarten Ständen; Verbot der Münzaus- und einfuhr sowie des Aufwechselns; Prägung ausschließlich in den Münzstätten; Verbot der Pfennige und Batzen für fünf Jahre; Ummünzung der ins Reich gebrachten Philippstaler sowie von holländischen und Schweizer Münzen zu Reichsmünzen, Valvierung anderer unterwertiger ausländischer Goldmünzen15. Was nun all diese Vorgaben /
Zu deme, dz das maiste geldt unnd parschafft bey den kauff- unnd handelsleüthen; wie dann bey disen leüffen unnd zeitten kain grossere handthierung vasst im gantzen Reich dann mit der müntz: Der schädliche uffwechsel, erstaigerung und erhohung der müntz16 neben andern verbottenen mißbreuchen dermassenc eingerissen, das uff dise stundt die guldene sortten nicht allain zuvil tausenten, sonder zu 6 und /
/495’–496’/ Obwohl die Münzassoziation diese Missstände dem Ks., den rheinischen Kff. und anderen Ständen vielfach dargestellt, die gegen die RMO verstoßenden Stände und Münzmeister namhaft gemacht und gebeten hat, gegen diese vorzugehen oder der Münzassoziation zu erlauben, selbst entsprechende Strafen zu veranlassen, wurde sie lediglich zur Geduld ermahnt und auf einen RT vertröstet.
/496’–497/ Da die mangelnde Exekution der RMO vom Ks. an diesen RT verwiesen wurde, befürwortet die Münzassoziation, dass dieses Bedenken zusammen mit dem Probationsabschied vom 1. 7./11. 7. 1584 und ihrem Schreiben an den Ks. vom 5. 10./15. 10. 159117in die Beratung des FR einbezogen wird, verbunden mit der Forderung, dieweil der mangl biß anhero /
Actum Regensburg, 14. 5./24. 5. 1594.
Unterbeilage 2: Gutachten zur Behebung der Missstände im Reichsmünzwesen
Ungenügender Vollzug der Strafen bei Verstößen gegen die RMO und übermäßige Prägung unterwertiger Landmünzen als Hauptursache der Missstände. Maßnahmen: Mengenbeschränkung und Abwertung unterwertiger Münzsorten. Einrichtung einer Zunft für Münzmeister und -gesellen mit Vereidigung der Mitglieder auf die Beachtung der RMO und der Verpflichtung, gegen die RMO prägende Münzstätten anzuzeigen. Bei Verstößen Ausschluss aus der Zunft und Bestrafung je nach Vergehen. Verpflichtung prägender Stände, nur Zunftmitglieder als Münzmeister anzustellen. Vereidigung und Konfirmation von Münzmeistern durch ksl. Kommissare. Entzug des Münzregals bei Verstößen gegen die RMO. Unterstellung des Burgundischen Kreises unter die RMO.
HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 501–505’ (Kop. Dorsv.:Bedenckhen, wie die muntz ordnung zuverbeßern und die darwider bißhero eingerißene mengel abzuschaffen sein. Nr. 2.) = Textvorlage. HStA München, K. blau 274/11, fol. 313–317’ (Kop. Dorsv. wie in Textvorlage. Zusätzlich:Praesentirt Regenspurg, den 22. Julii [1. 8.!]anno 94.) = B. HStA Stuttgart, C 12 Bü. 8, unfol. (Kop. Dorsv.:Bedenckhen, wie die muntz ordnung zuverbessern unnd die darwider eingerissene mängel abzuschaffen sein möchten. Nr. 3.) = C. HStA München, KÄA 3841, fol. 226–231 (Kop. Überschr. wie Dorsv. der Textvorlage). StA Augsburg, Reichsstadt Nördlingen MüB 729, Prod. 60 (Kop. Dorsv. wie in C). LAV NRW R, JB II 2344, fol. 442–445’ (Kop.).
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Die RMO ist kaum zu verbessern, doch verstoßen zum einen viele Stände gegen deren Vorgaben, zum anderen werden bei Verstößen die in der RMO vorgesehenen Strafen nicht vollzogen. Unnd do nicht nochmals auf ain starckhe execution gedacht und die gegen den verbrechern on allen respect mit ernst furgenomen wirdt, so ist alles umbsonst und vergebens. Die fuernembste ursach aber, dahero jetziger zeit aller unrath in der muntz entstehet, ist dise, dz der geringschetzigen sorten unnd lanndtmuntzen, dem edict zuwider, all zuvil unnd uberheuffig gemacht unnd dagegen die guete grobe sorten zerbrochen, zu pfening und dergleichen geringschetziger gattung vermuntzt worden sein unnd noch imerzue vermuntzt werden.
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Dann dieweil der geringsten undichtiger pfening und anderer sorten alzu vil unnd uberheuffig gemacht und gegen dem thaler und goldt gulden vil zu gering sein, so ist daraus ervolgt, dz nicht allein die thaler unnd andere guete grobe sorten umb schendtlichen genieß willen etlicher verdorbener goldtschmidt und dergleichen leüthe, so sich fur muntzmaister angeben, zerbrochen unnd daraus solche undichtige pfening und dergleichen geringschätzige gattung /
Will man nun disem merckhlichem unrath, daran gleichwol allen stennden zum hochsten gelegen, /
Weil man aber auch der pfening unnd anderer geringen landtmuntzen nicht entradten khan, so hetten sich die stenndt eines jeden kraiß mit einander zuvergleichen und unter sich außthailung zumachen, wieviel marck silbers und nicht daruber ein jeder stanndt zu pfeningen und andern notwendigen lanndtmuntz vermuntzen solte, damit in dem die ubermaß nicht uberschritten wurde, wie bißhero beschehen. So gedachte man, es solte /
Es were auch guet, das die ksl. Mt. undter den muntzmaistern unnd muntzgesellen ein besondere gelobte unnd geschworne zunfft aufrichtete und inen daruber ein zunfftbrief gebe, darinnen articls weiß außgefuert, weß sie sich zu halten, welcher gestaldt sy auf dz kaiserlich edict gelobdt unnd geschworen sein; unnd die jenigen, so demselben zuwider muntzen, pro infamibus geachtet, auch /
Zu deme, das auch die ksl. Mt. an ainem oder mehr sonderbaren orten, als zu Nurmberg, Cölng, Magdenburg, commissarien verordnet hette, alda alle die jhenigen, so da muntzen wolten, ir muntz maister muessen praesentirn, welche in gegenwertigkheidt burgermaister unnd raths dem kaiserlichen commissario auf das muntz edict geloben unnd schweren mueßen. Desgleichen, das auch der oder dieselben commissarien macht hetten, beeden, den muntzmaister unnd muntzgesellen, zu confirmiren unnd daneben cautionem sufficientem von ainem yeden zu nemen, das er sich dem muntz /
Wolte man nun auch daneben den stenndten, so muntzens freyhait haben und sich des muntzens wurckhlich gebrauchen, sub poena privationis auflegen, anderst nicht dann uf des muntz edict zu muntzen, also unnd dergestaldt, welcher wißentlich und mit fursatz die muntz geringer schlieg, denn sy im muntz edict gesetzt ist, dz derselbig sich hoc ipso des muntzens freyhait verlustig gemacht hab, solches khondte auch geschehen. Dann es recht und furstlichen gesagt, das man eines fursten aufrichtigkheit furnemblich an dreyen dingen erkhennen soll, nemblich an reinhaltung der strassen, an volziehung seiner zuesagen unnd an der muntz. Unnd ist khein großerh diebstall, dann wißentlich falsch und unrecht muntzen.
Als auch die Niderlande in deme, das sy sich biß /
Unterbeilage 3: Abschied der assoziierten Fränkischen, Bayerischen und Schwäbischen Kreise vom 11. 7. (1. 7.) 1584 zum Reichsmünzwesen
Maßnahmen in den drei Kreisen sowie Empfehlungen für das Reich, um Münzsteigerungen, die Ausfuhr von Reichs- und die Einfuhr minderwertiger Münzen sowie die übermäßige Prägung von Kleinmünzen zu unterbinden.
Datum: Augsburg, 1. 7./11. 7. 1584.
HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 506–511’ (Kop. Dorsv.:Deputation abschidt, den 1./11. Julii anno 1584 zu Augspurg gehalten. Nr. 3.) = Textvorlage. HStA München, K. blau 274/11, fol. 318–325’ (Kop. Dorsv. wie in Textvorlage. Zusätzlich:Praesentirt Regenspurg, den 22. Julii [1. 8.]anno 94.) = [B]. LAV NRW R, JB II 2344, fol. 446–451’ (Kop.) = [C]. HStA München, KÄA 3841, fol. 216–225’ (Kop.).
Druck: Lori, Sammlung Münzrecht II, 107–110.
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Unterbeilage 4: Schreiben der Münzassoziation an den Ks. vom 15. 10. 1591
Übermäßige Prägung unterwertiger Kleinmünzen, Verpachtung des Münzregals, Aufwechslungen und Münzsteigerungen. Anregung von Gegenmaßnahmen.
Datum: Augsburg, 5. 10./15. 10.1591.
HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 513–517’ (Kop. Dorsv.:Copi der probier stendt schreiben an die ksl. Mt. wegen des müntzwesens, 15. Octobris anno 91 außgangen. Nr. 4.) = Textvorlage. HStA München, K. blau 274/11, fol. 327–332’ (Kop. Dorsv.:Copi der probier stänndt schreiben an die ksl. Mt. wegen des müntzwesens, den 5./15. Octobriß anno 1591 zu Regenspurg21[!]ergangen. Nr. 4. Praesentirt Regenspurg, den 22. [1. 8.!]Julii anno 94.) = [B]. LAV NRW R, JB II 2344, fol. 452–455’ (Kop.) = [C]. HStA München, KÄA 3841, fol. 232–238’ (Kop. Dorsv. entsprechend 1. Satz des Dorsv. in B). HStA Stuttgart, C 12 Bü. 8, unfol. (Kop.).
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Aufgrund der Überhäufung mit unterwertigen Sorten und dem damit verbundenen Wertverfall ist zu befürchten, dass sich alle groben Gold- und Silbermünzen im Reich verlieren. Deshalb Bitte an den Ks.: 1) Anordnung der strikten Exekution von Strafen bei Münzsteigerungen, Aufwechslungen und anderen Verstößen; 2) Prägeverbot für Halbbatzen, Dreikreuzer und Kreuzer vor allem im Oberrheinischen Kreis bis auf Widerruf; 3) rigoroser Strafvollzug beim Verkauf oder der Verpachtung des Münzregals durch dessen Entzug sowie Vollzug der Leibstrafe gegen Münzmeister und -gesellen.