Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 11. Die Reichstage zu Augsburg 1510 und Trier/Köln 1512 bearbeitet von Reinhard Seyboth

[1.] Hoffnung auf friedenstiftende Wirkung einer Entscheidung des Ks. zugunsten Hg. Johanns von Kleve (in der Jülicher Belehnungsfrage); [2.] Rüstungen des Kg. von England gegen Frankreich; [3.] Positive Einstellung Ehg.in Margarethes gegenüber den Hgg. von Kleve und Jülich.

Mecheln, 14. März 1512

Duisburg, LandesA, Jülich-Berg II Nr. 5120, fol. 3, Orig. Pap. m. S.

Teildruck: Below, Landtagsakten, Nr. 19.

[1.] Hofft, daß Hg. Johann (III. von Kleve) ebenfalls auf den vom Ks. nach Trier anberaumten Tag geladen ist und der Ks. sich ihm gegenüber gnädig erweisen wird. Dardurch in syner ftl. Gn. land goter friede blibe und syn Gn. mitsampt anderen Ff. helfe, den van Geldren strafen. Dardurch wir an dem ort ains zu friden und end comen muchten. Dies wird auch Hg. Johann sowie anderen Ff. und deren Landen zur Wohlfahrt gereichen. Man wilt in disen landen in aynem haus criegen, im andren fride machen, und dywil ainer zuricht zum friden, dywil brent der ander im land. [...]

[2.] Der Kg. van Englant rust sich vast und wil in Frankrich. Etlich sagen, der Kg. van Frankrich hab sich mit im verricht [= ausgesöhnt]. Was daraus wirt, mogen wir vernemen. Der soemer wird hendel genoich brengen.

[3.] Ich heur warlich hy, das myn gnst. frau [Ehg.in Margarethe] und alle Hh. mynen gn. Hh. van Cleef und Guelich vast fruntlich genaigt und zugedan syn. Allain der unfelichkeit halben der straß ist wal etzwas besverung. Wird weitere Neuigkeiten, die er erfährt, mitteilen. Bittet, Hg. Johann seine stetige Dienstbereitschaft zu versichern.