Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 11. Die Reichstage zu Augsburg 1510 und Trier/Köln 1512 bearbeitet von Reinhard Seyboth

8.1. Die Bemühungen Regensburgs um Aufhebung der Reichshauptmannschaft

Nr. 1484 Aufzeichnung des Regensburger Rates über Verhandlungen mit Ks. Maximilian zur Aufhebung der Reichshauptmannschaft

Nr. 1485 Antwort Ks. Maximilians auf die Werbung der Regensburger Reichstagsgesandten

Nr. 1486 Willebrief der Kff. Uriel von Mainz, Philipp von Köln, Richard von Trier und Ludwig von der Pfalz zur Verleihung der Windsheimer Stadtsteuer an den Regensburger Reichshauptmann Thomas Fuchs

Nr. 1487 Ks. Maximilian an Pfalzgf. Friedrich und in gleicher Form an Mgf. Friedrich d. Ä. von Ansbach-Kulmbach, Bf. Heinrich von Augsburg sowie die Rstt. Nürnberg, Augsburg und Ulm

Nr. 1488 Ks. Maximilian an seinen Rat Wilhelm von Wolfstein

Nr. 1489 Zyprian von Serntein (ksl. Kanzler) an Regensburg

Nr. 1490 Mandat Ks. Maximilians an Regensburg

Nr. 1491 Mandat Ks. Maximilians an Regensburg

Nr. 1492 Mandat Ks. Maximilians an Regensburg

Nr. 1493 Kredenzschreiben Ks. Maximilians für Gesandte nach Regensburg

Nr. 1494 Regensburg an Ks. Maximilian

Nr. 1495 Mandat Ks. Maximilians an Regensburg

8.2. Die Diskussion um die Pfahlbürgerproblematik

Nr. 1496 Supplikation Straßburgs an Ks. Maximilian

Nr. 1497 Supplikation der Straßburger Gesandten Ott Sturm und Gottfried von Hohenburg an die Reichsstände

Nr. 1498 Supplikationen des Frankfurter Anwalts Jakob Heller und des Wetzlarer Anwalts Philipp von Babenhausen an Ks. Maximilian bzw. an die Reichsstände

Nr. 1499 Zusage Ks. Maximilians an die Städte der Landvogtei Hagenau in Sachen Besteuerung der Pfahlbürger

Nr. 1500 Supplikation Straßburgs an Ks. Maximilian

Nr. 1501 Entwurf der Straßburger Gesandten für die ksl. Bestätigung der Pfahlbürgerfreiheit Straßburgs

Nr. 1502 Erklärung Zyprians von Serntein (ksl. Kanzler) für die Straßburger Gesandten zur Pfahlbürgerfrage

Nr. 1503 Erörterung der Pfahlbürgerthematik im Straßburger Rat

Anmerkungen

1
 Der Aufenthalt Ks. Maximilians in Regensburg zu diesem Zeitpunkt ergibt sich aus Nr. 1071, 1424. Vgl. auch Angermeier, Regensburgische Chronik, S. 183f.
2
 Am 18. Dezember 1511. T. Beck, Kaiser und Reichsstadt, S. 90. Zur Person Rorbachs vgl. das Biogramm bei Paulus, Machtfelder, S. 579-581.
3
 Sie bestand aus dem Schultheißen Hans Portner und Hans Hirsdorfer. Angermeier, Regensburgische Chronik, S. 182; Löwenkamp, Regensburg, S. 373.
4
 Zur Werbung der Regensburger Gesandten beim Ks. in Linz vgl. T. Beck, Kaiser und Reichsstadt, S. 96. Zu den Bemühungen Regensburgs im Jahr 1512, sich der Reichshauptmannschaft zu entledigen, vgl. auch Gollwitzer, Capitaneus, S. 271f.; H. Schmid, Regensburg, S. 48f.
5
 Hier hielt sich der Ks. vom 3.-16. Februar auf.
1
 Die Gesandtschaft bestand aus dem Schultheißen Hans Portner als Vertreter des Äußeren Rates, Michael Steyer und dem Vertreter der Gemeinde, Friedrich Pfister. Angermeier, Regensburgische Chronik, S. 185.
2
 Bei der Unterredung mit den Regensburger Gesandten im Februar 1512 in Nürnberg hatte der Ks. noch 600 rh. fl. als Sold für Thomas Fuchs verlangt. Siehe Nr. 1484 [4.].
1
 Im Exemplar an Nürnberg: Aufforderung zur Entsendung eines Ratsmitglieds.
1
 Korrigiert aus: vor sich oder seine Räte an seinen Hof, wo sich dieser dann im Reich befindet.
1
 Korrigiert aus: vor sich oder seine Räte an seinen Hof, wo sich dieser dann im Reich befindet.
1
 Zu den Verhandlungen der ksl. Kommissare mit dem Regensburger Rat vgl. auch Angermeier, Regensburgische Chronik, S. 186-188; Löwenkamp, Regensburg, S. 374.
a
–a B fehlt.
1
 Diese Angabe könnte sich beziehen auf die Urkunde Lothars III. (ab 1125 Kg., ab 1133 Ks., gest. 1137) vom 20. Januar 1129. Regest: Petke, Regesten, Nr. 179.
b
–b A auf gesondertem Blatt hinzugefügt.
2
 Auf diese Supplikation bezieht sich folgendes undatiertes, jedoch ca. Ende Juli 1512 verfaßtes Schreiben Straßburgs an den ksl. Rat Ernst von Welden: Strenger, edler, sonder günstiger, lb. H., als dann die gesandten eins rats der statt Straßburg röm. ksl. Mt., unserm allergnst. H., ein schriftlich supplication [Nr. 1496] ubergeben und daruf euwer liebe, irs anligends ingedenk zu sin, ernstlich gebeten, wer uf euwer strengheit verbesserung eins rats der statt Straßburg dienstlich bitt und beger, gegen röm. ksl. Mt. darob zu sin, das ir Mt. den artikel, die stett des Richs in sonderheit berürend und im tryerschen abscheid vergriffen, zu irer Mt. handen advocieren und wider annemen wolt. Wo aber ir Mt. ye für gut ansehen wolt, solchen artikel in abscheid verfaßt zu werden, das alsdann ir ksl. Mt. in ansehung oberürten harkommends und gebruchs des landes Elsass, ouch gesonderte fryheiten der statt Straßburg und anderer Rstt., in die landvogty Elsass gehörig, in den bestympten artikel inlyben und vergryfen losse dise wort, nämlich „doch ein statt Straßburg und die Rstt., der landvogty Elsass zugehörig, in solichem usgeschossen, denen auch soliche des Richs nuwe ordenung und gesatzd an iren fryheiten, harkommen und altem gebruch unvergryffen und unabbrüchlich sin soll etc.“ Straßburg, AM, Série III 271/3, o. Fol., Kop. (auf der Rückseite der Name des Empfängers); Ebd., AA 337 Fasz. 1, fol. 91b, Kop. (Vermerk unter dem Stück: Auswendig steht: H. Ernst von Welden); Ebd., AA 336, fol. 96a, Konz. In einem weiteren undatierten, doch wohl ebenfalls Ende Juli 1512 entstandenen Schreiben richtete Straßburg an Zyprian von Serntein eine ähnliche Bitte um Unterstützung. Straßburg, AM, AA 336, fol. 96a, Konz. – Zur Pfahlbürger-Thematik vgl. allgemein Isenmann, Die deutsche Stadt, S. 149-152.
1
 Zur Übergabe der Supplikation an die Reichsstände vgl. Nr. 1772 [2.].
a
–a C fehlt.
b
–b C fehlt.
c
 C folgt gestrichen: Item desglichen so ist einer statt Straßburg bruch, harkommen und fruntliche gewonheit, es sig F., prelat, Gf., Fh., ritter und knecht, geistlich oder weltlich, was stands oder wesen die sind, nyemants usgenommen, der oder die liegend oder farend güter, es sigen huser, hof, veld, ecker, wysen etc., nichts usgescheiden, in der statt Straßburg ligend hat, das man zu keinen zyten, es sig in teurungen, kriegsloifen oder in was notdurften das ye bezwanglichen gewesen ist, ye uf soliche der uswendigen güter oder hab etwas gelts oder einicherleyhand beschwerung geleyt und das angesehen der statt fryheit, so, wie obstet, durch merglich dinst, cost und blutvergiessen erlangt. In craft derselben, also gehalten, lost ein statt Straßburg die uswendigen (die solicher fryheit nit enhaben) derselben auch geniessen, und ist noch bisher also fridlich und on menglichs nochteil ye eins gegen dem andern gehalten.
d
–d B am Rand hinzugefügt, C fehlt.
e
–e C am Rand hinzugefügt.
1
 An diesem Tag erfolgte laut Nr. 1723 [3.] die Übergabe der beiden Supplikationen an den Ks. bzw. die Reichsstände.
a
–a B Hochwirdigesten, durchluchtigeste, hochwirdige, durchluchtige, hochgepornen Ff., woilgepornen, erwirdige, strengen, hoichgelerten, etelen und vesten, gnst., gn. und gonstige Hh., nach erbietunge unser untertenig, willig und fruntlich dinst.
b
 B folgt: ksl. Mt.
c
 B fehlt.
d
–d B ftl. Gn.
e
 B eur ftl. gunst und Gn. wollen.
f
–f B fehlt.
g
–g B eur ftl. Gn. und fruntschaft.
1
 Vgl. zu dieser Bitte die Instruktion Colmars für seinen Reichstagsgesandten Konrad Wickram, Nr. 1702.
2
 Mit Schreiben aus Köln, gleichfalls vom 11. August 1512, übersandte Ks. Maximilian Fh. Hans Jakob von Mörsberg, Landvogt im Unterelsaß, die den Städten der Landvogtei Hagenau gegebene Zusage und gebot ihm, sie hierbei sowie bei ihren Privilegien und Freiheiten zu handhaben. Kop. ( p.r.p.s.; c.d.i.p.; Gegenzeichnung: Serntein): Landau, StadtA, B I, 4a, pag. 121-122; Colmar, AM, AA 58 Nr. 32, fol. 14b; Straßburg, AM, Série III 271/3, o. Fol.; Ebd., AA 337 Fasz. 1, fol. 91a. Im Landauer Exemplar geht dem Schreiben folgender erläuternder Passus voraus: Ao. domini 1512 uf dem rychstag zu Trier und Collen sint alle stend des hl. Rychs byeyn gewest und furgenomen, daß alle guter im Rych und yedes in sonderheyt solten versteuwrt werden den Hftt., hinder den sie gelegen weren. Solich furnemen haben die stet der landvogtey Hagenau, angesehen ir privilegia und alt herkomen, nit erlyden mogen und die ksl. Mt., iren allergnst. [H.], angerufen, sie daby zu handhaben. Hat ir Mt. diß nachvolgend darunder gehandelt.
a
 B folgt: zu Trier.
b
–b B am Rand hinzugefügt.
c
–c B am Rand hinzugefügt.
d
 B am Rand hinzugefügt.
1
 Die Jahresangabe 1270 ist unzutreffend. Gemeint ist sicherlich die Urkunde Kg. Rudolfs vom 8. Dezember 1275. Regest: Redlich, Regesten, Nr. 457.
e
–e B am Rand hinzugefügt.
f
–f B am Rand von anderer Hand hinzugefügt.
2
 Die Goldene Bulle wurde am 10. Januar 1356 auf dem Nürnberger Hoftag verkündet.
g
–g B korrigiert aus: solche ksl.
h
 B am Rand hinzugefügt.
i
–i B am Rand hinzugefügt.
a
 C korrigiert aus: vereynigt.
b
 C folgt gestrichen: in ansehung und betracht des freyen gezuks, so ye und ye in dem land Elsas loblich gehalten, ouch des herkomen, gebrauch und friheiten der stat Straßburg inen und iren burgern und ganzer gemeinde doselbst uberswärlich und unleidlich wer.
c
–c C am Rand hinzugefügt.
d
 C folgt: domit sy by iren friheiten, herbrohtem gebruch, harkomen und gewonheiten bleiben.
e
–e C am Rand hinzugefügt.
f
–f C am Rand hinzugefügt.
g
–g B, C fehlt.
h
–h C am Rand hinzugefügt.
i
 C folgt gestrichen: wie wir inen das zugesagt haben.
j
–j B XXV. tag des monats Augusti etc.; C XXV. tag Augusti Ao. XIIo.
1
 Zettel zu C, fol. 98b: Diser artikel [Nr. 990 [24.]] wart etlichermoß dergestalt uns zu Köln durch H. Ernsten von Welden uns vorgelesen us dem jungsten des Richs abscheit. Wir [= die Straßburger Gesandten] liessen aber uns in nit gefallen, sonder stelten obbegriffen brief [Nr. 1501]. Sodann, als des artikels, die pfolburger berüren, durch Straßburg, Frankfurt und Wetzflar etwas beswärnis angezeigt, soll solcher artikel, dwil von eym teil allein anbringen bescheen, beruwen und also bliben sten bis zu dem nehsten richstag und sich mittler zit des dhein teil behelfen oder gebruchen, sonder by synen friheiten und harkomen bliben, und alsdann die, so sich des beswert zu sin vermeynen, durch ksl. Mt. noch notturft verhört und nochmals bescheen, waz gut syg. Doch sol der artikel im abscheid dermossen, wie der gesetzt, also sten bliben. Actum proxima post Bartholomei Ao. 12 [25.8.12]. Diser artikel wart zum letsten im beschluß der ordenung des richstags [Nr. 1011] gar usgeton und im nebenabscheit [Nr. 1592 [13.]] ein nota gesetzt, als harnoch stat.
1
 Die Datierung ergibt sich aus Nr. 1779 [1.], wo die Straßburger Gesandten Ott Sturm und Gottfried von Hohenburg von der Abreise ihrer drei Mitgesandten berichten. In Nr. 1503 [1.] heißt es, letztere seien nach Straßburg zurückgekehrt. Wohl bald danach dürfte die Besprechung im Straßburger Rat stattgefunden haben.
a
–a Am Rand hinzugefügt.