Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 11. Die Reichstage zu Augsburg 1510 und Trier/Köln 1512 bearbeitet von Reinhard Seyboth

11.1. Maßnahmen zur Reform des Reichskammergerichts

Nr. 1553 Ks. Maximilian an den Reichskammerrichter Gf. Sigmund zum Haag

Nr. 1554 Zyprian von Serntein (ksl. Kanzler) an Vinzenz Rogkner (ksl. Sekretär)

Nr. 1555 Die Älteren Hh. von Nürnberg an den ksl. Sekretär Sixt Ölhafen

Nr. 1556 Dem Reichstagsausschuß übergebene Rechtfertigungsschrift Dr. iur. utr. Dietrich Reisachers, Ordinarius zu Ingolstadt und Beisitzer am Reichskammergericht

Nr. 1557 Ks. Maximilian und die auf dem Reichstag versammelten Reichsstände an Veit Meler, Wendel Schweiker, Hieronymus Lochner, Lehrer der Rechte und Domherren, sowie Hans Aletzheim, Vikar des Domstifts zu Augsburg

Nr. 1558 Supplikation der Gesandten der Frei- und Rstt. an die Kff. und Ff.

Nr. 1559 Vorschläge Frankfurts a. M. für Verbesserungen am Reichskammergericht zugunsten der Städte

Nr. 1560 Beratung Frankfurts a. M. über Änderungswünsche der städtischen Reichstagsgesandten in Sachen Reichskammergericht

Nr. 1561 Beschlüsse des Reichstags zu einer Reform des Reichskammergerichts

Nr. 1562 Ks. Maximilian an EB Richard von Trier

Nr. 1563 Ks. Maximilian an den Reichskammerrichter Gf. Sigmund zum Haag

Nr. 1564 Ks. Maximilian an EB Uriel von Mainz

Nr. 1565 Ks. Maximilian an die verordneten Kommissare für die Wiederaufrichtung des Reichskammergerichts

Nr. 1566 Ks. Maximilian an die verordneten Kommissare für die Wiederaufrichtung des Reichskammergerichts

Nr. 1567 Der Bamberger Hofmeister Johann von Schwarzenberg an Zyprian von Serntein (ksl. Kanzler)

Nr. 1568 Der Esslinger Ratsherr Hans Ungelter d. J. an Zyprian von Serntein

Nr. 1569 Ks. Maximilian an die verordneten Kommissare für die Wiederaufrichtung des Reichskammergerichts

Nr. 1570 Zyprian von Serntein an den Reichskammerrichter Gf. Sigmund zum Haag und Dr. Johann von Dalheim (Propst zu Wetzlar)

11.2. Reichsnotarordnung

Nr. 1571 Reichsnotarordnung

Nr. 1572 Mandat Ks. Maximilians an alle Reichsuntertanen

Nr. 1573 Mandat Ks. Maximilians an alle Reichsuntertanen

Nr. 1574 Mandat Ks. Maximilians an alle Reichsuntertanen

Anmerkungen

1
 Wegen einer in Worms grassierenden ansteckenden Krankheit war das Reichskammergericht von November 1511 bis 6. Januar 1512 beurlaubt worden. Vgl. Hausmann, Städte, S. 16.
2
 Laut Nr. 786 [5.] war Gf. Sigmund zum Haag Ende November oder Anfang Dezember 1511 vom Ks. zum Reichskammerrichter ernannt worden.
1
  Dr. Dietrich Reisacher war ab 1502 Rat Hg. Georgs von Bayern und seit 1509 Beisitzer am Reichskammergericht. Vgl. Lieberich, Die gelehrten Räte, S. 180. Bereits in einer am 10. März 1512 dem Reichskammerrichter in Worms in publica audientia vorlegten expurgatio hatte er die Entstehung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe geschildert und ihre Berechtigung zurückgewiesen. Demzufolge hatte am 12. Februar 1512 der damalige Verweser des Reichskammerrichteramtes, Gf. Adam von Beichlingen, ainen, gnant Dr. [Peter van] Klapis, in seiner Gn. herberg venklichen angenomen und in beysein etlicher gefragt, […] welh beysitzer schankung nemen und welicher ime gesagt habe, was seinethalb im rat gehandelt. Sol gedachter Clapis mich für ainen angezeigt haben, dem Gerhart von Erklens hab ein schachtel confects und dorinnen 12 fl. oder mynder geschenkt. Gegen diese Unterstellung, die auch in der später dem Reichstagsausschuß übergebenen Rechtfertigungsschrift Dr. Reisachers erwähnt wird (vgl. Nr. 1556 [5.]), verteidigte sich der Beschuldigte im Folgenden detailliert und bat abschließend den Reichskammerrichter darum, dafür zu sorgen, daß er nicht länger ungerechtfertigterweise verleumdet werde, sondern sein Beisitzeramt unbeeinträchtigt ausüben könne. Wien, HHStA, RK, Maximiliana 27 (alt 20) 1512 Apr., fol. 81a-87b, Orig. Pap.
2
 An diesem Tag legten laut Aussage Dr. Reisachers ([1.]) die Reichskammergerichtsbeisitzer verschiedene gegen ihn gerichtete Schriftstücke vor, auf die er mit seiner Rechtfertigungsschrift antwortete. Laut Bericht des Frankfurter Gesandten J. Heller vom 4. Juni (Nr. 1710 [11.]) wurden der Reichskammerrichter Gf. Sigmund zum Haag und die Beisitzer zum 6. oder 7. Juni in Trier erwartet.
a
–a Am Rand hinzugefügt.
3
 Ausgeschrieben für den 16. Oktober 1511. Vgl. Nr. 771 [4.].
4
 Grund für die Abwesenheit der Beisitzer von Worms war die Beurlaubung des Reichskammergerichts in der Zeit von November 1511 bis 6. Januar 1512. Vgl. Nr. 1553.
5
 In Freiburg i. Br. hielt sich Ks. Maximilian von November 1510 bis Februar 1511 auf.
6
 Gemeint ist wohl das Urteil des Reichskammergerichts vom 10. Oktober 1508, das die Hh. Johann d. Ä. und Johann d. J. von der Leiter aufgrund ihrer gegen Venedig gerichteten Klage auf Rückgabe ihrer alten Besitzungen in Verona und Vicenza erlangt hatten. Vgl. Nr. 94 Anm. 12.
b
–b Am Rand hinzugefügt.
7
 Im Herbst 1512 wurde Dr. Reisacher aufgrund eines von den Reichskammergerichtsvisitatoren erstellten und durch Ks. Maximilian gebilligten Gutachtens als Beisitzer suspendiert. Vgl. Harpprecht, Staatsarchiv, S. 132-134; Mencke, Visitationen, S. 16f. Am 29. Mai 1514 teilte der Ks. in einem Schreiben an den Reichskammerrichter Gf. Sigmund zum Haag und die Gerichtsbeisitzer mit, etlicher Stände des Reichs Bottschafften, die auf jüngst gehalten Reichstag in unser und des Reichs Stadt Trier über die Gebrechen unser und des Reichs Cammergericht verordnet gewest seyn, hätten ihn darüber informiert, daß sie im Konflikt zwischen Dr. Dietrich Reisacher und anderen Beisitzern des Reichskammergerichts etlicher Injurien halben haltend in Ersehung obgemelter Gebrechen bey Ihnen betracht, wie nutz und gut seyn möchte den gedachten doctor Reysacher seines Beysitzer Amts gnädiglich zu erlassen, und durch den Bayerischen Creys einen andern an sein statt zu verordnen. Aufgrund dessen habe er Dr. Reisacher des Beysitzer Amts gnädiglich erlassen, aber nit entsetzt. Hierüber hätten sich jedoch sowohl EB Leonhard von Salzburg als auch Hg. Wilhelm von Bayern beschwert, da die Suspendierung ohne eindeutig nachgewiesene Verfehlung sowohl Dr. Reisacher als auch sie selbst in Mißkredit bringe. Letzterer habe daraufhin ihn (den Ks.) gegen seine Mitbeisitzer um Recht angerufen. Da von diesen bislang keine entsprechende rechtliche Klage vorgebracht worden sei, gebiete er, Dr. Reisacher sein Beisitzeramt wieder ungehindert ausüben zu lassen. Weil zudem EB Leonhard und Hg. Wilhelm bislang keinen neuen Amtsinhaber benannt hätten, werde er auf dem nächsten Reichstag zusammen mit den Reichsständen über die Vorwürfe gegen Dr. Reisacher erneut beraten. Druck: Harpprecht, Staatsarchiv, Nr. 216.
1
 Laut Bericht des Frankfurter Gesandten Jakob Heller vom 29. Juli 1512 (Nr. 1719 [2.]) wurde die Supplikation acht oder zehn Tage zuvor der Reichsversammlung übergeben. – Zu den städtischen Klagen gegen das Reichskammergericht vgl. auch Smend, Reichskammergericht, S. 111.
2
 Druck: Heil, Reichstagsakten 9, Nr. 272.
a
–a Korrigiert aus: etlich Ff. und der merertail von Gff. und Hh. und der merer teyl der hohern stend.
1
 Die förmliche Ernennung Schwarzenbergs und Sinnamas zu Reichskammergerichtsbeisitzern erfolgte durch eine gleichfalls in Köln am 26. August 1512 ausgestellte ksl. Urkunde. Wien, HHStA, AUR 1512 VIII 26, Orig. Perg. m. S. Kurzregest: Gross, Urkunden, Nr. 116.
a
 Folgt gestrichen: Dahin wir und die stende, etlich rete und comissarien zu unserm camergericht aufzurichten und zu verordnen, auch sein werden.
1
 Mit Schreiben aus St. Martinsburg in Mainz vom 7. Oktober 1512 informierte EB Uriel den Reichskammerrichter Gf. Sigmund zum Haag über die Entscheidung des Ks. und ersuchte ihn, sich danach zu richten. München, HStA, KÄA 551, fol. 57, Orig. Pap. m. S.
1
 Die Namen der Kommissare sind genannt in Nr. 1561 [16.].
1
 Heil, Reichstagsakten 9, Nr. 268 [24.].
1
 Zur Entstehung, zum Inhalt und zur historischen Wirkung der Reichsnotarordnung von 1512 vgl. vor allem Schmoeckel, Reichsnotariatsordnung; Dorn, Reichsnotariatsordnung; Zerbes, Wirkung; Vogel, Notariat, S. 50-70, darüber hinaus Trusen, Notar, S. 548-557; Schmoeckel, Bild des Notariats, S. 8-11; Schuler, Geschichte, S. 150f.
a
 Goldast Sueviae.
b
 Goldast Hannoniae.
c
 Goldast Firretis.
d
 Goldast Namurii.
e
 Goldast Anasum.
f
 Goldast Burgoviae.
g
 Schmauss/Senckenberg unterhaltung.
o
 Schmauss/Senckenberg fehlt.
p
 Schmauss/Senckenberg welche
q
 Schmauss/Senckenberg rechtens.
r
 Schmauss/Senckenberg unzehlbar.
s
 Schmauss/Senckenberg, Goldast acrius.
t
 Schmauss/Senckenberg, Goldast convicti.
aa
 Schmauss/Senckenberg, Goldast ipsamque.
ab
 Schmauss/Senckenberg, Goldast atque.
ac
 Schmauss/Senckenberg wiederkerung.
ad
 Schmauss/Senckenberg notariatu.
ai
 Schmauss/Senckenberg instruirt.
aj
 Schmauss/Senckenberg ihres standts.
ak
 Schmauss/Senckenberg berichtet.
al
–u Schmauss/Senckenberg summa.
am
 Schmauss/Senckenberg quoniam.
an
 Schmauss/Senckenberg eiusmodi.
au
 Schmauss/Senckenberg darzu.
av
 Schmauss/Senckenberg auszugeben.
ay
 Schmauss/Senckenberg folgt: si.
az
 Schmauss/Senckenberg ipso.
ba
 Schmauss/Senckenberg odoratum esse.
be
 Schmauss/Senckenberg unvermöglichkeit.
bf
 Schmauss/Senckenberg possit.
bg
 Schmauss/Senckenberg, Goldast se.
bh
–af Schmauss/Senckenberg der verzicht.
bi
–ag Schmauss/Senckenberg fehlt wegen Zeilensprungs.
bo
 Schmauss/Senckenberg dasjenige.
bp
 Schmauss/Senckenberg folgt: verzicht.
bq
 Schmauss/Senckenberg, Goldast jus.
br
 Schmauss/Senckenberg folgt: quae.
bw
 Schmauss/Senckenberg dem.
bx
 Schmauss/Senckenberg daraus.
by
 Schmauss/Senckenberg relevare.
cc
 Schmauss/Senckenberg unachtbarlich.
cd
–ap Schmauss/Senckenberg fehlt.
cg
 Schmauss/Senckenberg folgt: gewesen seyn.
ch
 Schmauss/Senckenberg quodcumque.
ci
–as Schmauss/Senckenberg fehlt.
cj
 Schmauss/Senckenberg folgt: in.
co
 Schmauss/Senckenbergfolgt: nicht.
cp
–av Schmauss/Senckenberg zuzukehren.
cs
–aw Schmauss/Senckenberg jemands.
ct
 Schmauss/Senckenberg folgt: einfiele.
cu
 Schmauss/Senckenberg, Goldast fuerint.
cv
 Schmauss/Senckenberg, Goldast pretendentibus.
da
–ba Schmauss/Senckenberg fehlt.
db
 Schmauss/Senckenberg, Goldast sua.
dc
 Schmauss/Senckenberg ansetzung.
dg
 Vorlage verdruckt: similies.
di
 Schmauss/Senckenberg hermaphroditen.
dj
 Schmauss/Senckenberg hermaphroditi.
dm
 Schmauss/Senckenberg achten.
dn
 Schmauss/Senckenberg der.
do
 Schmauss/Senckenberg darzwischen.
dp
 Schmauss/Senckenberg folgt: will.
du
 Schmauss/Senckenberg bekommen.
dv
 Schmauss/Senckenberg achter.
dy
 Schmauss/Senckenberg einem.
dz
 Schmauss/Senckenberg blinden.
ea
 Schmauss/Senckenberg welche.
eb
 Schmauss/Senckenberg dieselbigen.
eg
 Schmauss/Senckenberg quorum.
ei
 Schmauss/Senckenberg rechtfertigungen.
ej
 Schmauss/Senckenberg auf.
ek
 Schmauss/Senckenberg constitutionibus; Goldast constutionem.
2
 Brief des Richters, von dessen Spruch appelliert wird, an die Appellationsinstanz, mit Beschreibung des Verfahrens.
eo
 Schmauss/Senckenberg denselben.
ep
 Schmauss/Senckenberg zuläst.
es
 Schmauss/Senckenberg appellationis.
et
 Schmauss/Senckenberg appellationen.
eu
 Schmauss/Senckenberg gegriffen.
ey
 Schmauss/Senckenberg folgt: im
ez
 Schmauss/Senckenberg geübten.
fa
 Schmauss/Senckenberg folgt: h[eiligen].
fb
 Schmauss/Seckenberg achten.
fc
 Schmauss/Senckenberg introductae.
a
 B fehlt.
b
 B gehandhabt.
a
–a B comites palatini.
b
 B instruction.
c
–c B fehlt.
d
 B darinnen.