Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 12. Die Reichstage zu Worms 1513 und Mainz 1517 bearbeitet von Reinhard Seyboth

Regest: Klüpfel, Urkunden, S. 89–92, hier S. 90f.

Dr. Johann Schad erklärt im Namen des Ks., dass hinsichtlich des württembergischen Zolls1, der Aufnahme Kf. (Ludwigs) von der Pfalz, Bf. (Lorenz’) von Würzburg und Hg. (Ulrichs) von Württemberg sowie einiger Prälaten, Gff. und Adliger in den Schwäbischen Bund bis zum Freiburger Reichstag nichts unternommen werden soll. Die Bundesstädte stimmen dem widerstrebend zu, geben jedoch zu bedenken, wie nachteilig es für den Bund wäre, wenn der Ks. diese Themen nicht weiterverfolge. Dr. Schad sagt allerdings zu, der Ks. werde Propst (Albrecht) von Ellwangen nachdrücklich auffordern, unverzüglich dem Bund beizutreten. Hinsichtlich des Kontrabundes2erklärt Dr. Schad, es sei nie die Absicht des Ks. gewesen, diesen Bund zu bestätigen, vielmehr habe er die beteiligten Ff. unter Androhung des Verlusts ihrer Lehen und von Allem, was sie vom Haus Österreich und vom Reich haben, aufgefordert, ihren Zusammenschluss sofort aufzuheben. (…)

Anmerkungen

1
 Siehe Nr.313, Anm. 1.
2
 Gemeint ist die Einung zwischen Bf. Lorenz von Würzburg, Kf. Ludwig von der Pfalz, seinem Bruder Pfalzgf. Friedrich sowie Hg. Ulrich von Württemberg vom 6. Mai 1513, Nr.211.