Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 12. Die Reichstage zu Worms 1513 und Mainz 1517 bearbeitet von Reinhard Seyboth

Nr. 1 Beratung kursächsischer und hgl.-sächsischer Räte über die Befolgung des Kölner Reichsabschieds und die Teilnahme der Hgg. von Sachsen am (Wormser) Reichstag – [Wurzen, 18./19. Oktober 1512]

Nr. 2 Bf. Christof von Brixen an den ksl. Kanzler Zyprian von Serntein – Brixen, 31. Oktober 1512

Nr. 3 Instruktion Ks. Maximilians für seinen Sekretär Louis Maroton zu einer Werbung bei Ehg.in Margarethe von Österreich – ohne Ort, [nach 4. November 1512]

Nr. 4 Der ksl. Kanzler Zyprian von Serntein an Johann Renner (ksl. Kammersekretär) – Esslingen, 27. November 1512

Nr. 5 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an seine Mutter Ehg.in Kunigunde – Landshut, 1. Dezember 1512 (mitichen nach Andree)

Nr. 6 Jakob Heller (Frankfurter Ratsherr) an Bm. und Rat von Frankfurt a. M. – [Worms], 1. Dezember 1512

Nr. 7 Der ksl. Kommissar Dr. Johann von Dalheim, Propst zu Wetzlar, an den ksl. Kanzler Zyprian von Serntein – Worms, 16. Dezember 1512

Nr. 8 Ks. Maximilian an Bm. und Rat von Augsburg – Landau, 21. Dezember 1512

Nr. 9 Bm. und Rat von Nordhausen an Bm. und Rat von Mühlhausen – Nordhausen, 24. Dezember 1512 (freitags vigilia nativitatis domini)

Nr. 10 Kf. Friedrich III. und Hg. Johann von Sachsen an Bf. Johann von Naumburg – ohne Ort, 6. Januar 1513 (dornstag der hl. drey Kgg. tag)

Nr. 11 Ks. Maximilian an Bm. und Rat von Augsburg – Landau, 10. Januar 1513

Nr. 12 Vollmacht Gf. Wilhelms IV. von Henneberg-Schleusingen für seinen Reichstagsgesandten Adam von Schaumberg – Schleusingen, 10. Januar 1513 (mantage nach Erhardi)

Nr. 13 Hauptmann, Statthalter und Räte zu Ansbach an Mgf. Friedrich d. Ä. von Ansbach-Kulmbach – Ansbach, 13. Januar 1513 (donnerstags nach Erhardi)

Nr. 14 Die Räte von Mühlhausen, Nordhausen und Goslar an Bm. und Rat von Frankfurt a. M. – Mühlhausen, 14. Januar 1513 (Felicis in pincis)

Nr. 15 Bm. und Rat von Rothenburg ob der Tauber an Bm. und Rat von Schweinfurt – Rothenburg ob der Tauber, 15. Januar 1513 (sambstags nach Erhardi)

Nr. 16 Die Kurtrierer Räte Johann von Eltz der Alte und Weigand von Dienheim der Junge an Ks. Maximilian – [Worms], 17. Januar 1513

Nr. 17 Ks. Maximilian an den Straßburger Ammeister Ott Sturm – Ingweiler, 18. Januar 1513

Nr. 18 Gf. Sigmund zum Haag (Reichskammerrichter) und Dr. Johann von Dalheim (Propst zu Wetzlar) an Zyprian von Serntein (ksl. Kanzler) – Worms, 19. Januar 1513

Nr. 19 Hans Finsterwalder (ksl. Sekretär) an Zyprian von Serntein (ksl. Kanzler) – Hagenau, 21. Januar 1513

Nr. 20 Ks. Maximilian an das hessische Regiment – Worms (!), 22. Januar 1513

Nr. 21 Ein ungenannter ksl. Rat (evtl. Zyprian von Serntein) an Hans Finsterwalder (ksl. Sekretär) – Ingweiler, 22. Januar 1513

Nr. 22 Bm. und Rat von Köln an Ks. Maximilian – Köln, 31. Januar 1513

Nr. 23 Ks. Maximilian an seinen Hofmeister Wilhelm von Rappoltstein und die ksl. Räte in Worms – Weißenburg im Elsass, 3. Februar 1513

Nr. 24 Ks. Maximilian an Kf. Ludwig V. von der Pfalz, Bf. Wilhelm von Straßburg, Pfalzgf. Johann (von Pfalz-Simmern), Pfalzgf. Alexander (von Pfalz-Zweibrücken-Veldenz) und Bf. Philipp von Speyer – Weißenburg im Elsass, 4. Februar 1513

Nr. 25 Kf. Friedrich III. von Sachsen an Hg. Georg von Sachsen – Torgau, 5. Februar 1513

Nr. 26 Ein ungenannter ksl. Rat an Michael von Wolkenstein (Landhofmeister des Innsbrucker Regiments) – Weißenburg im Elsass, 6. Februar 1513

Nr. 27 Bm. und Rat von Worms an die Verordneten der Städte im Schwäbischen Bund zum Wormser Reichstag, Dr. Matthäus Neithart, Alt-Bm. von Ulm und Hauptmann des Schwäbischen Bundes, Ulrich Artzt, Bm. von Augsburg, und Kaspar Nützel, Bm. von Nürnberg – Worms, 7. Februar 1513

Nr. 28 Reichskammerrichter Gf. Sigmund zum Haag an Ks. Maximilian – Worms, 16. Februar 1513

Nr. 29 Dr. Konrad von Schwapach (Prokurator am Reichskammergericht) an Bm. und Rat von Frankfurt a. M. – Worms, 18. Februar 1513

Nr. 30 Bf. Wilhelm von Straßburg an Ks. Maximilian – Zabern, 3. März 1513 (donnerstag nach oculi)

Nr. 31 Vollmacht Kf. Friedrichs III. von Sachsen für seine Reichstagsgesandten Ludwig von Boyneburg und IUD Johann Lupfdich – Weimar, 7. März 1513

Nr. 32 Die Räte von Mühlhausen, Nordhausen und Goslar an Bm. und Rat von Frankfurt a. M. – Mühlhausen, 12. März 1513 (sonnabents nach letare)

Nr. 33 Der Würzburger Domherr (und Reichstagsgesandte) Peter von Aufseß an den ksl. Kanzler Zyprian von Serntein – Worms, 13. März 1513

Nr. 34 Ks. Maximilian an Reichsstände – Augsburg, 23./24. März 1513

Nr. 35 Mgf. Friedrich d. Ä. von Ansbach-Kulmbach an den Hauptmann im mgfl. Niederland, Hans von Seckendorff-Aberdar, und die übrigen Statthalter und Räte zu Ansbach – Plassenburg, 8. April 1513 (freitag nach quasimodogeniti)

Nr. 36 Kaspar Nützel (Nürnberger Ratsherr) an Bm. und Rat von Nürnberg – [Augsburg], 14. April 1513 (pfintztag nach miserikordia domini)

Nr. 37 Adrian von Brembdt (hgl.-Jülicher Rat) an den hgl.-Jülicher Marschall Bertram von Lützerode – Köln, 21. April 1513

Nr. 38 Mgf. Friedrich d. Ä. von Ansbach-Kulmbach an (Johann) Tettelbach (Landschreiber am Ksl. Landgericht Burggraftums Nürnberg) – Plassenburg, 9. Mai 1513 (montag nach exaudi)

Nr. 39 Kaspar Nützel (Nürnberger Ratsherr) an Bm. und Rat von Nürnberg – [Augsburg], 9. Mai 1513 (mentags nach exaudi)

Nr. 40 Reichskammerrichter Gf. Sigmund zum Haag an Zyprian von Serntein (ksl. Kanzler) – Worms, 12. Mai 1513

Nr. 41 Vollmacht Hg. Georgs von Sachsen für seine Reichstagsgesandten Ludwig von Boyneburg und IUD Johann Lupfdich – Leipzig, 23. Mai 1513 (montag nach dem sontag trinitatis)

Nr. 42 Bm. und Rat von Frankfurt a. M. an Bm. und Rat von Worms – Frankfurt a. M., 31. Mai 1513 (dinstags nach corporis Christi)

Nr. 43 Ks. Maximilian an Reichsstände – Ulm, 4. Juni 1513

Nr. 44 Der ksl. Kanzler Zyprian von Serntein an Lorenz Saurer, Viztum zu Wien – Augsburg, 14. Juni 1513

Nr. 45 Bm. und Rat von Frankfurt a. M. an Bm. und Rat von Worms – Frankfurt a. M., 16. Juni 1513 (5ta feria post Viti et Modesti martirer)

Nr. 46 Konrad von Schurenfels (Kölner Alt-Bm.) an den Frankfurter Bm. Jakob Heller – [Worms], 18. Juni 1513 (samstag nach Viti)

Nr. 47 Bm. und Rat von Mühlhausen an Bm. und Rat von Frankfurt a. M. – Mühlhausen, 22. Juni 1513

Nr. 48 Der Rat von Mühlhausen an den Rat von Nordhausen – Mühlhausen, 28. Juni 1513 (vigilia Petri et Pauli apostolorum)

Nr. 49 Bm. und Rat von Nördlingen an Bm. und Rat von Schwäbisch Hall – Nördlingen, 30. Juni 1513 (donrstag nach St. Peters und Pauls tag der zwayer zwelfboten tag)

Nr. 50 Der Frankfurter Bm. Jakob Heller an den Kölner Alt-Bm. Konrad von Schurenfels – Frankfurt a. M., 8. Juli 1513 (freitags nach Ulrici)

Nr. 51 Der ksl. Kanzler Zyprian von Serntein an Lorenz Saurer, Viztum zu Wien – Innsbruck, 9. Juli 1513

Nr. 52 Bm. und Rat von Mühlhausen an Bm. und Rat von Nordhausen – Mühlhausen, 15. Juli 1513 (freitag nach Kiliani)

Anmerkungen

1
 Die Datierung ergibt sich aus Nr.86.
2
 Reichsordnung, Köln, 26. August 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1011.
1
 Gemeint ist wohl Ehg.in Margarethes Schreiben an den Ks. vom 4. November 1512, in dem sie über ihre bedrängte Lage in den Niederlanden klagte und ihn bat, ihr baldmöglichst zu Hilfe zu kommen. Marburg, StA, Bestand 3 Nr. 367, fol. 67–68, Orig. Pap. m. S. und eigenhändiger Unterschrift. In zwei weiteren Briefen vom 24. Februar und 6. März 1513 appellierte Ehg.in Margarethe nochmals an den Ks., Frieden mit Kg. Ludwig von Frankreich zu schließen und ihr in den Niederlanden zu Hilfe zu kommen. Le Glay, Négotiations, Nr. CLXXXV, CLXXXXVI.
2
 Anschlag der Eilenden Hilfe für den Geldernkrieg in Berittenen und Fußknechten, Köln, 17. August 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1005.
3
 Gemeint sind wohl die Konflikte zwischen Kurmainz und den Hgg. von Sachsen um Erfurt, der sächsischen Hgg. mit Hg. Johann III. von Jülich-Kleve um das territoriale Erbe Hg. Wilhelms von Jülich-Berg sowie Landgf. Wilhelms d. Ä. und seiner Gemahlin Anna d. Ä. mit dem hessischen Regiment wegen des Vollzugs des Kölner Schiedsspruchs Ks. Maximilians.
1
 Ein entsprechendes Schreiben Sernteins erging am 27. November 1512 aus Esslingen an Gf. Sigmund zum Haag und Dr. Johann von Dalheim. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1570.
1
 In diesem undatierten, jedoch wohl ebenfalls am 1. Dezember 1512 verfassten Konzept heißt es, Ehg.in Kunigunde habe ihrem Sohn vom Besuch des am 6. Januar 1513 (hl. dreier Kgg. tag negstkonftig) in Worms beginnenden Reichstags abgeraten, denn da er die kindsplater so swärlich und vast gehebt, wil ganz sorglich sein, das er disn winter in der kelten und rauhen winten vil oder weit sol ausreiten, und ime angezeigt, das mein lb. tochter selig, sein swester, freulin Sidonia, dise krankheit der plater erst auch um das neunzehend jar irs alters im winter gehebt und bald darnach tods abgangen ist, dann sy sich vor den lüften und winten auch nit enthalten hett. Daraus sy, als mir die ärtzt dazumal sagen, sterben muessen. Bittet deshalb den Ks., Hg. Wilhelm zu gestatten, dem Reichstag fernzubleiben und stattdessen seine Räte zu schicken, damit er keinen Rückfall erleidet, dann dise krankheit, dieweil er die so uberflüssig gehebt, hat seinen leib durchgangen und verneut, deshalben er an der haut noch ganz zart ist und ine liederlich der luft durchgen. Dardurch er in merklich krankheit fallen oder ungestalt werden mocht, das im sein leben lang wurd schaden. Davor ine Got behuten und bewaren well. Verrer als eur ksl. Mt. mir zugeschriben hat [Schreiben liegt nicht vor], mich euer Mt. maynung zu berichten, wie ich zwischen bedn meinen sunen Hg. Wilhelmen und Hg. Ludwigen handln soll, wil ich eur ksl. Mt. hiemit daran abermals gemant haben. Eur Mt. wolle auch zu fueglicher zeit, meins suns Hg. Wilhelms heyrats halben ze handln, auch nit vergessen und diß mein schreiben von mir als eurer Mt. swester von wegen meiner lb. sun genediglich annemen und mich und sy in gn. bevelch haben und auf diß mein schreiben antburt wissen lassen etc. München, HStA, KÄA 3158, fol. 117a u. b, Konz. (Vermerk unter dem Stück: Wie unsers gn. H. Hg. Wilhelms frau und mueter unserm H. Ks. schreibn sol).
1
 Heller hatte Frankfurt a. M. bereits auf dem Reichstag zu Trier und Köln 1512 als Gesandter vertreten. Vgl. seine Berichte bei Seyboth, Reichstagsakten 11, Abschnitt IV.15.11. Zu seiner Bedeutung als Inhaber zahlreicher wichtiger Ämter in seiner Heimatstadt vgl. Matthäus, Holzhausen.
2
 Am 24. August 1512 hatte Ks. Maximilian gegen Christoph Hauser und seine Helfer wegen ihrer Fehde gegen die Rst. Kaufbeuren und der Gefangennahme einiger ihrer Bürger die Reichsacht verhängt. Hauser hatte sich daraufhin auf die Burg Hohenkrähen zurückgezogen. Anfang November zog der Schwäbische Bund ein großes Heer zusammen und nahm die Burg nach dreitägiger Belagerung am 12. November ein. Zu den Hintergründen des Vorgehens gegen die Burg vgl. Dobler, Hohenkrähen, S. 217–219, zu ihrer Eroberung und Zerstörung vgl. ebd., S. 220–229; Carl, Der Schwäbische Bund, S. 469f.
3
 Am 19. November 1512 schloss Kardinal Matthäus Lang im Namen Ks. Maximilians ein Freundschaftsbündnis mit dem Papst zum Schutz der Kirche und des Kirchenstaates sowie der Reichsgebiete in Italien. Julius II. versprach Maximilian 2500 Knechte und 500 gegen Venedig; die Kgg. von Aragón, England, Ungarn und Polen sowie das Kardinalskollegium und die Kff. sollten das Abkommen garantieren. Der Ks. verpflichtete sich, die Vereinbarungen innerhalb von zwei Monaten zu ratifizieren. Vgl. Wiesflecker, Kaiser Maximilian 4, S. 111.
1
 Ksl. Achtbrief gegen Gf. Emich IX. von Leiningen-Dagsburg, Köln, 11. September 1512; Ksl. Mandat an alle in frz. Kriegsdiensten stehenden Untertanen des Reiches und der Erbländer, Köln, 16. September 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.925, 927.
2
 In diesem am 1. Oktober 1512 in Köln ausgestellten Mandat an Reichsstände (ebd., Nr.1849) gebot Ks. Maximilian den Reichsständen, an der auf dem Kölner Reichstag beschlossenen neuen Reichsversammlung in Worms ab dem 6. Januar 1513 teilzunehmen, die in Köln beschlossene neue Reichsordnung und den dortigen Reichsabschied bekanntzumachen, den Gemeinen Pfennig einzuheben und die Eilende Hilfe für den Geldernkrieg in Augsburg bzw. Frankfurt a. M. zu zahlen. Aufgrund seiner engen inhaltlichen Bezüge zum Kölner Reichstag wurde dieses Ladungsschreiben nicht erst im vorliegenden Band, sondern bereits in Bd. 11 der Mittleren Reihe ediert.
1
 Reichsordnung, Köln, 26. August 1513. Ebd., Nr.1011.
1
 Reichsordnung, Köln, 26. August 1512. Ebd., Nr.1011 [32.].
1
 Reichsordnung, Köln, 26. August 1512. Ebd., Nr.1011 [34.].
2
 Mit Schreiben aus Schleusingen vom 10. Januar 1513 (montage nach Erhardi) teilte Gf. Wilhelm dem Ks. mit, er habe seinen Hofmeister und Rat Adam von Schaumberg beauftragt, verschiedene Anliegen sowie eine Entschuldigung für sein Fernbleiben zu überbringen. Bittet darum, der Ks. möge den Gesandten gnädig anhören und ihm Glauben schenken. Kop.: Meiningen, StA, GHA, Sektion I, Nr. 1574, fol. 41a; Konz.: Ebd., fol. 45a.
1
 Mit Schreiben vom 22. Januar 1513 (sampstags in die Vincentii) antworteten Bm. und Rat von Frankfurt a. M., ihres Wissens habe sich noch niemand auf den Weg zum Reichstag gemacht, obwohl sich der Ks. nicht weit von Worms entfernt aufhalte. Etliche Kff., Ff. und Städte hätten ihre Eilende Hilfe gezahlt. Sie selbst wollten gemäß dem Kölner Reichsabschied Mühlhausen 160 fl. für 10 Fußknechte und Nordhausen 128 fl. für 8 Fußknechte bis zur nächsten Fastenmesse leihen. (Gestrichen: Haben den Anteil Goslars gemäß dessen schon früher geäußertem Wunsch gezahlt.) Frankfurt a. M., IfStG, Reichssachen II Nr. 353, o. Fol., Konz.
1
 Das an Ks. Maximilian adressierte Kredenzschreiben EB Richards von Trier für Johann von Eltz und Wiegand von Dienheim, ausgestellt in Ehrenbreitstein am 6. Januar 1513 (der hl. dry Kgg. tage), in Wien, HHStA, RK, Maximiliana 8 (alt 22) Jan.–Feb. 1513, fol. 3, Orig. Pap. m. S.
1
 In den letzten Dezembertagen 1512 kam es in Köln zu einem Aufstand einiger Gaffeln gegen den Rat, dem Bestechlichkeit, Vetternwirtschaft und schlechte Finanzverwaltung vorgeworfen wurde. In der Zeit vom 8. bis 15. Januar 1513 wurden zehn der Beteiligung an den Unruhen beschuldigte Personen enthauptet, weitere fünfzehn mit hohen Geldstrafen oder Verbannung belegt. Vgl. Eckertz, Revolution; Ennen, Geschichte, S. 667–685; Looz-Corswarem, Unruhen, S. 73–75.
1
 In Wirklichkeit hielt sich der Ks. an diesem Tag in Ingweiler auf. Vgl. Nr.216.
1
 Zu den Ordnungen Ks. Maximilians für verschiedene Reichstage vgl. Heil, Reichstagsinstruktionen, S. 52.
1
 Über Verhandlungen in dieser Angelegenheit auf der hier wohl gemeinten Augsburger Bundesversammlung am 23. Januar 1513 (vgl. Abschnitt I.10.2.) liegt kein Nachweis vor.
2
 Zu den Kölner Unruhen vgl. Nr.20, Anm. 1.
1
 Mit Begleitbrief aus Worms vom 11. Februar 1513 (freitags nach cinerum) übersandte Dr. Matthäus Neithart das Schreiben an Ulrich Artzt. Augsburg, StadtA, Literaliensammlung 1513 Feb. 11, Orig. Pap. m. S.
2
 Die Namen der beiden Schwäbisch Haller Gesandten sind in den Akten zum Wormser Reichstag nirgends genannt. Vgl. Nr. I.3.10.
1
 Reichsordnung, Köln, 26. August 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1011.
1
 Gemeint ist die auf dem Kölner Reichstag 1512 beschlossene Hilfe für den Krieg gegen Hg. Karl von Geldern. Vgl. ebd., Abschnitt IV.13.
1
 Zu seiner Person vgl. Finke, Johann Lupfdich.
1
 Mit Schreiben vom 17. März 1513 (dornstags nach judica) antworteten Bm. und Rat von Frankfurt a. M., ihrer Kenntnis nach befänden sich EB (Uriel) von Mainz, der ksl. Hofmeister (Wilhelm von Rappoltstein), Kf. Ludwig von der Pfalz, dessen Bruder Pfalzgf. Friedrich, Hg. Ludwig von Bayern, zahlreiche weitere Ff. und Hh. sowie etliche Städtegesandtschaften in Worms, andere hätten Herberge bestellt. Wenn sie selbst ihre Gesandten schickten, würden sie diese mit der Vertretung der drei Städte beauftragen. Frankfurt a. M., IfStG, RTA Bd. 30, fol. 23a, Konz.
1
 Er war Hauptmann der vom Kölner Reichstag 1512 bewilligten Reiterhilfe für Bf. Georg von Bamberg. Vgl. Seyboth, Reichstagsakten 11, Abschnitt IV.19.2.
1
 Reichsordnung, Köln, 26. August 1512. Ebd., Nr.1011 [34.].
2
 Ksl. Mandat an Reichsstände, Köln, 1. Oktober 1512. Ebd., Nr.1849. Siehe dazu Nr.8, Anm. 2.
a
–a B hätte Bf. Lorenz von Würzburg persönlich zum Reichstag kommen sollen.
b
–b B dein andacht.
c
–c B persönlich in Worms zu erscheinen.
1
 Zu der seit 1508 andauernden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Ks. Maximilian und Venedig vgl. zuletzt Seyboth, Krieg Kaiser Maximilians.
2
 Dass es bereits im April 1513 Überlegungen für eine Heirat Ehg. Karls mit Prinzessin Renée von Frankreich gab, war bislang nicht bekannt. Der entsprechende Ehevertrag wurde erst am 24. März 1515 geschlossen. Vgl. Nr.489 [3.].
3
 Bei dieser Nachricht von einem bevorstehenden Friedensvertrag zwischen dem Ks. und Venedig handelte es sich um ein nicht der Realität entsprechendes Gerücht.
1
 Mit Schreiben vom 3. Juni 1513 (freitags nach octavas corporis Christi) antworteten Bm. und Rat von Worms, die seit etlichen Wochen in Worms versammelten Kff., Ff. und Gesandtschaften hätten am 1. Juni einmütig beschlossen und gegenüber den ksl. Kommissaren definitiv erklärt, dass sie noch zehn Tage hier bleiben wollten. Wenn bis dahin keine weiteren Weisungen des Ks. eingingen, würden sie heimreisen. Frankfurt a. M., IfStG, RTA Bd. 30, fol. 26, Orig. Pap. m. S. Teildruck: Janssen, Frankfurts Reichscorrespondenz, Nr. 1110.
1
  Reichsordnung, Köln, 26. August 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1011 [34.].
a
–a Im Exemplar an Bf. Lorenz von Würzburg: und sich dan dein andacht sonderlich gegen uns bewilligt und zugesagt hat, so es die notturft erheischen und wir dich erfordern werden, das du personlich erscheinen wollest, demnach ermanen wir dein andacht ernstlich und mit fleis bevelend, das du dich in fuesstapfen personlich erhebest und.
b
–b Im Exemplar an Bf. Lorenz von Würzburg: kommest, auch weiter nit aussenpleibest.
c
 Im Exemplar an Bf. Lorenz von Würzburg: du.
d
–d Im Exemplar an Bf. Lorenz von Würzburg: endlich zu dir.
e
 Im Exemplar an Bf. Lorenz von Würzburg: dein andacht.
1
 Dazu der Eintrag im Bürgermeisterbuch unter dem Datum 16. Juni 1513 (feria quinta post Viti et Modesti): Als Cunrad von Swapach, Dr., des reichsdags zu Wormbs schribt [Schreiben liegt nicht vor], wie ksl. Mt. den stenden geschrieben [Nr.43], zu Wormbs zu verharren, syn Mt. woil in kurz by inen erschynen, den von Wormbs schreiben und bitten, den rat zu vertreten, so ksl. Mt. by die nehe komen wurde, den rat zu verstendigen. Frankfurt a. M., IfStG, Bürgermeisterbücher 1513, fol. 23b. – Mit Schreiben vom 18. Juni 1513 (samstag nach Viti et Modesti umb neun ur vor mittag) antworteten Bm. und Rat von Worms auf das Schreiben aus Frankfurt a. M., das bisher in gemeinen des Reichs sachen nit sunderlichs gehandelt, aber nit on, das die stende, sovil der hie, etlich mal byeinander gewesen und sich einer antwort uf ksl. Mt. commissarien und rete fürgehalten, entslossen lut hierin verwarter copey [Nr.194]. Daruf die stende by uns ksl. Mt. zukunft erwarten. Der Ks. sei die Nacht über in Speyer gewesen und habe durch seinen Furier ankündigen lassen, dass er heute nach Worms kommen werde. Frankfurt a. M., IfStG, RTA Bd. 30, fol.30, Orig. Pap. m. S. Regest: Janssen, Frankfurts Reichscorrespondenz, Nr. 1113. – Eintrag im Bürgermeisterbuch unter dem Datum 19. Juni 1513 (dominica post Viti de mane): Als die röm. ksl. Mt. schribet, wie uns gut wissen sy, wie der abscheid zu Coln vermag und ein tag uf trium regum [6.1.13] geyn Wormbs angesetzt, der sich bys anher verzogen us merglicher, ehaften ursachen ksl. Mt. Dweil nun ir Mt. itzt uf sambstag nach Bonifacii [11.6.13] geyn Wormbs komen und ein rat syn volmechtigen botschaften in fußstappen geyn Wormbs zu fertigen begert, des Richs noitturften zu ratslagen, den tag uf das furderlichst besuchen und die frunde dahyn zu verordenen: Jacob Strolenberger. Ebd., Bürgermeisterbücher 1513, fol. 25b. Das genannte Datum der Ankunft Ks. Maximilians in Worms ist falsch, in Wirklichkeit traf er erst am 18. Juni ein. Vgl. Nr.252 [1.].
1
 Mit Schreiben vom 28. Juni 1513 (dienstag nach nativitatis Johannis baptiste) antworteten Bm. und Rat von Frankfurt a. M., sie seien vom Ks. aufgefordert worden, binnen acht Tagen nach Worms zum Reichstag zu kommen. Mittlerweile sei der Ks. am 26. Juni (sontag nehst) zusammen mit Mgf. Friedrich d. Ä. von Ansbach-Kulmbach nach Frankfurt gekommen und befinde sich noch hier. Heute werde Kf. Friedrich von Sachsen eintreffen. Sie wüssten deshalb im Augenblick noch nicht, ob der Reichstag hier oder in Worms stattfinden werde. Frankfurt a. M., IfStG, RTA Bd. 30, fol. 21a, Konz.; Regest: Janssen, Frankfurts Reichscorrespondenz, Nr. 1116. – Auf den Besuch des Ks. in Frankfurt a. M. beziehen sich folgende Einträge im Bürgermeisterbuch: Dominica post Johannis baptiste [26.6.13]: Item als die röm. ksl. Mt., unser allergnst. H., itzt inriten will, den frunden befelen, fruntlich mit den luden zu reden, das sie die lude bitten, die lude gruntlich zu entpfahen und von eynem pferde, wie die ufzeichnung geschrieben steht, nemen, nemlich zu nachtgelt 8 h. vom pferd und vom slafen 4 h. Frankfurt a. M., IfStG, Bürgermeisterbücher 1513, fol. 30a. – Feria tertia post Johannis baptiste [28.6.13]: Nachdem ksl. Mt., unser allergnst. H., itzt alhie liget und des nachts posten fur die porten komen, dweil nun eyn ordenung, das keyn pfort gegen felde sunder des rats willen und wissen uftun sollen, dry oder vier von dem rade darzu verordenen, mit by die porten zu gehen. Ebd., fol. 30b. – Einträge im Ratschlagungsbuch unter dem Datum 30. Juni 1513 (feria quinta post Petri et Pauli apostolorum 1513 post prandium): Als die verordente frunde, nemlich Dr. Adam [Schönwetter], meister Friederich, Jacob Heller, Clas von Ruckingen, Gerhart Berg und statschreiber [Melchior Schwarzenberger], uf morgen, fritag [1.7.13], zu sieben uhern zu ksl. Mt. gehen und irer Mt. die statstuer zu behendigen, sollen die verordenten ksl. Mt. ein copien des privilegiums der acht sampt einer cleynen supplication behendigen und solichs Dr. Adam ksl. Mt. zu erkennen geben lut der notel. Vgl. dazu Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1540. […] Als uf dem reichstag zu Coln des gewands halber gehandelt ist, das kein tuch verkauft sol werden, es sy dan genetzt und geschorn, das doch dieser landart ain mirklichs schaden wurde, bis auf den nehsten reichstag beruhen lassen und itzt fur ksl. Mt. beruhen lassen. Frankfurt a. M., IfStG, Ratschlagungsprotokoll 1510–1517, fol. 192a.
1
 In ihrer Antwort vom 30. Juni 1513 (donnerstag nach Petri et Pauli) teilten Bm. und Rat von Nordhausen mit, sie wollten die Information über den Reichstag schnellstmöglich an Bm. und Rat von Goslar weiterleiten, könnten allerdings den gewünschten Hengst nicht zur Verfügung stellen. Mühlhausen, StadtA, 10/G 29,1 Bd. 6, fol. 24, Orig. Pap. m. S.
1
 Als Großfürst (Woiwode) der Walachei regierte von 1510–1512 Vlad cel Tânăr, sein Nachfolger war Neagoe Basarab. Wiesflecker, Kaiser Maximilian I. 4, S. 168 geht davon aus, dass das Treffen des Ks. mit der walachischen Gesandtschaft in Worms tatsächlich stattfand, doch gibt es dafür keinen Nachweis.