Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 12. Die Reichstage zu Worms 1513 und Mainz 1517 bearbeitet von Reinhard Seyboth

Frankfurt a. M., IfStG, RTA Bd. 32, fol. 25, Orig. Pap. m. S.

Die Städte im Schwäbischen Bund haben beschlossen, eine Gesandtschaft auf den vom Ks. zum 15. Juni nach Mainz anberaumten Reichstag zu schicken. Bitten Bm. und Rat von Frankfurt a. M., die in dieser Sache wohl vorrangig Bescheid wissen, Ulrich Artzt durch einen eigenen Boten, auf Kosten der Bundesstädte und ohne Rücksicht auf den Botenlohn zu benachrichtigen, wenn der Ks. sich auf dem Weg nach Mainz befindet oder wenn der Reichstag zustande kommt und einige reichsständische Gesandtschaften eintreffen, damit sie sich bezüglich der Abfertigung ihrer Vertreter danach richten können.1

Anmerkungen

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 Mit Schreiben vom 13. Juni 1517 (sambstags nach corporis Christi) antworteten Bm. und Rat von Frankfurt a. M. auf die am 12. Juni (fritag nach corporis Christi) eingetroffene Anfrage, heute um elf Uhr sei ein ksl. Furier erschienen, um für den Ks., Mgf. Kasimir (von Ansbach-Kulmbach) und Hg. Wilhelm von Bayern, die diese Nacht oder spätestens morgen eintreffen würden, Herberge zu bestellen. Die Kff. Joachim von Brandenburg und (Albrecht) von Mainz warteten hier seit etwa 14 Tagen auf den Beginn des Reichstags, sodass davon auszugehen sei, dass dieser zustande kommen werde. Frankfurt a. M., IfStG, RTA Bd. 32, fol. 21a, Kop. Dazu der Eintrag im Bürgermeisterbuch unter dem Datum 13. Juni 1517 (sabato post trinitatis): Als hauptman und ratsbotschaften der stet des bunds zu Schwaben, yetzt zu Ulm versamlet, schreiben und sye zu verstendigen, wo ksl. Mt. sy, auch ob der reichstag zu Menze ein furgang hab, Ulrich Artzt von Augspurg, hauptman, uf iren costen zu verstendigen und keynen botenlone sparen etc.: den boten ein tag verhalten. Frankfurt a. M., IfStG, Bürgermeisterbücher 1517, fol. 22a.