Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 12. Die Reichstage zu Worms 1513 und Mainz 1517 bearbeitet von Reinhard Seyboth

[1.] Angebot der Reichsstände an den Ks. und Ehg.in Kunigunde für eine Vermittlung in deren Konflikt mit Hg. Ulrich von Württemberg; Verhandlungen einer Gesandtschaft der württembergischen Landstände mit dem Ks.; [2.] Heimreise der Kff. Richard von Trier und Ludwig von der Pfalz.

Würzburg, StA, Würzburger RTA 6, fol. 190, Orig. Pap. m. S.

[1.] /190a/ Gruß. Gn. H., wie ich euer ftl. Gn. jüngst geschrieben [Nr.944 [1.]], das sich die stende der sachn zwischen ksl. Mt. und dem Hg. [Ulrich] von Wirtemberg undernemen wollen, demnach schick ich hiebey copei der schrift [Nr.836], so von wegen der stende an ksl. Mt. ausgangen. Und wiewol vorhanden gewest, zu irer Mt. ein treffenlich botschaft zu schicken, desgleichn zu meinem gn. H. von Wirtemberg, so ist doch das uf dasmal unterlassen worden, sonder haben den Ff., so ytzt bey ksl. Mt. zu Augspurg seind, mit ingeschlossener copei der schrift an ire Mt. geschriben [Nr.840, 841] und begert, bey irer Mt. zu handeln, damit die sach in ein anstand pracht werden mocht. So das geschicht, alsdan wollen die stende semptlich oder ufs treffenlichst zu ksl. Mt. komen und die sach untersteen beyzulegen. Desgleichen haben die stende auch schreiben lassen der Hg.in [Kunigunde] von Beyrn und begert, zu vergünstigen, sie in der sach handeln zu lassen, onzweifenlicher hofnung, die zu einem guten ende zu prengen. Ich /190b/ hab auch vernomen, wie die lantschaft Wirtenberg widerumb zu ksl. Mt. ankomen sein sollen und umb gnad gebeten, sich erpotn, den vertrag1 zu halten. Wue dem also were, hoft ich, es sol gut werden.

[2.] Der Bf. [Richard] zu Trier etc. zeugt heut [14.8.17] heim, so wurt der Pfalzgf. [Ludwig] etc. in einem tag oder zweien auch hinweg. Das hab euer ftl. Gn. ich unterdeniger meynung nit wollen verhalten. Datum freitag nach Laurentii Ao. etc. XVII.

Anmerkungen

1
 Vertrag von Blaubeuren vom 22. Oktober 1516. Siehe Nr.757, Anm. 3.