Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Worms 1509
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

Quellen I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Wormser Reichstages

Quellen I. Kapitel Vorakten: Vorbereitung des Wormser Reichstages

  • 1. Kurfürsten- und Fürstentag zu Mainz
  • 2. Vorakten zu den Reichshilfeverhandlungen des Reichstages
  • 3. Angelegenheiten des Reichskammergerichts
  • 4. Angelegenheiten der Reichsstände
  • 5. Organisatorische Vorbereitung des Reichstages
  • II. Kapitel Der Reichstag zu Worms

    II. Kapitel Der Reichstag zu Worms

  • 1. Reichshilfe und Reformen
  • 2. Kaiserliche Reichsbelehnungen, Privilegienvergaben und Konfirmationen
  • 3. Streitfälle und Schiedsverfahren
  • 4. Angelegenheiten der Reichsstände
  • 5. Korrespondenzen, Weisungen und Berichte
  • 6. Chroniken, Aufzeichnungen und Verzeichnisse
  • III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

    III. Kapitel Nachakten: Vollzug der Reichstagsbeschlüsse und Folgen des Reichstages

  • 1. Reichshilfe gegen Venedig
  • 2. Reichskammergericht
  • 3. Reichsmünztag zu Frankfurt
  • 4. Der Konflikt zwischen dem Deutschen Orden und Polen
  • 5. Angelegenheiten der Reichsstände
  • Chronologisches Aktenverzeichnis

    Chronologisches Aktenverzeichnis

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    «Nr. 3 Ks. Maximilian an Paul von Liechtenstein [und Zyprian von Serntein] – Ehingen, 3. April 1508 »

    Politische und militärische Planungen gegen Frankreich und Venedig.

    Wien, ÖNB, Cod. ser. n. 9406, fol. 13–22’ (Or., Vermm. prps./cdcp., Gegenz. M. Lang).

    […]. Uri, Schwyz und Unterwalden haben laut Bericht Hans Schads 8000 Mann für die Eroberung des Hm. Mailand bewilligt, wenn ihnen dafür im Gegenzug 1500 Reiter zur Verfügung gestellt werden.1Er ist zuversichtlich, beim Schwäbischen Bund – er wird morgen nach Ulm reisen, um eine Bundeshilfe oder eine Anleihe zu beantragen –, bei dem Gf.[Eitelfriedrich] von Zollern und anderweitig zusammen mit dem Geld aus England2die Reiter für zwei Monate finanzieren zu können. Auch geht er davon aus, Frankreich und Venedig trennen zu können. Die Franzosen werden ihre Truppen für die Verteidigung Mailands benötigen. Venedig allein ist den ksl. Truppen nicht gewachsen. Gesandte Hg. Renés von Lothringen halten sich in Ulm auf, um die Heirats- und andere Verhandlungen abzuschließen.3Er wird mit ihnen über die Aufstellung eines Heeres gegen die Champagne verhandeln, um die Eidgenossen im Kampf gegen Mailand zu entlasten. Er hat die am Rhein ansässigen Kff. und Ff. für den 9. April nach Oberwesel geladen. Er selbst wird sich zu Ostern in Mainz aufhalten und diese Ff. entweder dorthin bescheiden oder – falls sie nicht kommen wollen – selbst nach Oberwesel reisen und alda ainen clainen reichstag halten und mit inen dermassen vleissiglichen handln, dardurch wir verhoffen, nit allain die erstreckung des ŠReichs hilf, so bey euch zu Trient ist4, sonder ain merere und austregliche tapfere hilf zu erlangen.[Militärische Planungen und Finanzierungsprojekte]. Er wird den Kardinal von S. Croce [Bernardino Carvajal] und den spanischen Gesandten5, die beide in wenigen Tagen bei ihm eintreffen werden, gemeinsam mit [Niccolò] Frisio (Fries)zum frz. Kg. schicken6, um für den Fall, dass die geplanten Unternehmungen misslingen sollten, über einen Friedensvertrag oder einen Waffenstillstand zu verhandeln. Außerdem will er mit dem spanischen Kg. zur Beilegung ihrer Differenzen einen Vertrag schließen und ihn zum Angriff auf Venedig drängen. […]. Er hofft, dass das Kriegsglück auf seiner Seite ist, damit er nicht zugleich mit Frankreich und Venedig einen Waffenstillstand schließen muss. […].

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1509/dok3/pages

    Anmerkungen

    1
     Liegt nicht vor. Vgl. jedoch den Vortrag Schads an die Bundesstände [Nr. 5, Anm. 5].
    2
     Gemeint sind wahrscheinlich jene 100 000 Goldkronen, die Kg. Heinrich VII. im Zusammenhang mit dem Heiratsvertrag zwischen seiner Tochter Maria und Ehg. Karl am 21.12.1507 seinem künftigen Schwiegersohn als Anleihe zugesagt (Bergenroth, Calendar I, Nrr. 571, 573, 578, S. 450f.) und wegen derer Ks. Maximilian Ende Januar 1508 seinen Rat Andrea del Burgo nach England entsandt hatte (ebd., Nr. 578, S. 454). Vgl. Trenkler, Maximilian, S. 136–139; Kooperberg, Margaretha, S. 291, 303, 307.
    3
     Es handelt sich um das erstmals 1504 ventilierte, dann wieder ab 1510 intensiv verhandelte, jedoch gescheiterte Projekt einer Heirat zwischen Hg. René von Lothringen und der Kaiserenkelin Isabella (Roschitz, System, S. 173–175).
    4
     Ks. Maximilian hatte eine Verlängerung der auf dem Konstanzer RT bewilligten sechsmonatigen Romzughilfe um zwei weitere Monate erbeten (Heil, RTA-MR IX/2, Nrr. 831, 835 [Pkt. 10]), was von einer Reihe von Reichsständen auch bewilligt worden war (ebd., Nrr. 840, 843, 902).
    5
     Es handelte sich um den Bf. von Gerace, Jaime de Conchillos (Zurita, Historia IV, S. 301f.; Krendl, Gesandte, S. 104–106).
    6
     Frisio war von Seiten Mantuas maßgeblich mit den Ausgleichsverhandlungen zwischen Frankreich und dem Ks. betraut (Luzio, Preliminari, S. 248–279; Mader, Liechtenstein, S. 43f.; Setton, Papacy III, S. 51).

    Anmerkungen

    Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch einen Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

    Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

    Registereinträge, die auf die Seite(n) dieses Dokuments verweisen.

    Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

    «Nr. 3 Ks. Maximilian an Paul von Liechtenstein [und Zyprian von Serntein] – Ehingen, 3. April 1508 »

    Politische und militärische Planungen gegen Frankreich und Venedig.

    Wien, ÖNB, Cod. ser. n. 9406, fol. 13–22’ (Or., Vermm. prps./cdcp., Gegenz. M. Lang).

    […]. Uri, Schwyz und Unterwalden haben laut Bericht Hans Schads 8000 Mann für die Eroberung des Hm. Mailand bewilligt, wenn ihnen dafür im Gegenzug 1500 Reiter zur Verfügung gestellt werden.1Er ist zuversichtlich, beim Schwäbischen Bund – er wird morgen nach Ulm reisen, um eine Bundeshilfe oder eine Anleihe zu beantragen –, bei dem Gf.[Eitelfriedrich] von Zollern und anderweitig zusammen mit dem Geld aus England2die Reiter für zwei Monate finanzieren zu können. Auch geht er davon aus, Frankreich und Venedig trennen zu können. Die Franzosen werden ihre Truppen für die Verteidigung Mailands benötigen. Venedig allein ist den ksl. Truppen nicht gewachsen. Gesandte Hg. Renés von Lothringen halten sich in Ulm auf, um die Heirats- und andere Verhandlungen abzuschließen.3Er wird mit ihnen über die Aufstellung eines Heeres gegen die Champagne verhandeln, um die Eidgenossen im Kampf gegen Mailand zu entlasten. Er hat die am Rhein ansässigen Kff. und Ff. für den 9. April nach Oberwesel geladen. Er selbst wird sich zu Ostern in Mainz aufhalten und diese Ff. entweder dorthin bescheiden oder – falls sie nicht kommen wollen – selbst nach Oberwesel reisen und alda ainen clainen reichstag halten und mit inen dermassen vleissiglichen handln, dardurch wir verhoffen, nit allain die erstreckung des ŠReichs hilf, so bey euch zu Trient ist4, sonder ain merere und austregliche tapfere hilf zu erlangen.[Militärische Planungen und Finanzierungsprojekte]. Er wird den Kardinal von S. Croce [Bernardino Carvajal] und den spanischen Gesandten5, die beide in wenigen Tagen bei ihm eintreffen werden, gemeinsam mit [Niccolò] Frisio (Fries)zum frz. Kg. schicken6, um für den Fall, dass die geplanten Unternehmungen misslingen sollten, über einen Friedensvertrag oder einen Waffenstillstand zu verhandeln. Außerdem will er mit dem spanischen Kg. zur Beilegung ihrer Differenzen einen Vertrag schließen und ihn zum Angriff auf Venedig drängen. […]. Er hofft, dass das Kriegsglück auf seiner Seite ist, damit er nicht zugleich mit Frankreich und Venedig einen Waffenstillstand schließen muss. […].