Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    « ŠI. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages »

    «Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 39r–42r (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 5, fol. 1r–4r (Ausf.) [an Lgf. Philipp von Hessen]; KV: Ks. Karolus bestimpt den reichstag gein Regensburg uff Trium regum 1541.

    C  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Reinkonz.) [an Kf. Albrecht von Mainz].

    D  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Reinkonz.).

    E  koll. München HStA, KBÄA 3154, fol. 1r–3v (Kop.) [an Hg. Ludwig von Bayern].

    Kurzregest: Winckelmann, Pol. Corr. Straßb., Bd. III, Nr.95, S. 96.

    Nachdem wir von anfang unser keiserlichen regierung untz bisher und noch nichts hohers noch merhers gesucht und begert, dann wie die eingefallen zwispalt unser heiligen, christenlichen religion durch fridliche, billichea, christenliche mittel und wege hingelegt und in vergleichung gebracht, dardurch nach ervolgung der eher Gottes im hl. reich teutscher nation zwuschen den stenden und glidern desselben dester baß gutter fride, ruhe und einigkeit erhalten und mißvertrauen, unwillen und zerruttung abgeschnitten, auch unsers heiligen, christlichen namen und glaubens erbfeindt und verfolger, dem Turcken, umbso vil desto statlicher widderstandt und abbruch gescheen mochte, wie wir dann auf vilgehalten unsernb reichstegen, darauf wir eins theils in eigner person erschinen, auch nachmalen in andern treffenlichen particularhandlungen in unserm abwesen durch unsere comissarien und verordenten zu gutlicher vereinigung gemelter zwispaltiger religion an uns unsers verhoffens nichts erwinden lassen und aber alle solliche gutliche handlungen uber allen furgewendten vleiß und arbeit noch bißher nit zu fruchtbarer wurckhung komen, so seindt wir (wiewol wir deß billicher beschwerdt und misfallen zu tragen hetten) noch dann auß gnedigister, vetterlicher neigung bewegt worden, unsere hispanische konigreich (gleichwoll mit unser mercklichen ungelegenheit) abermaln zu verlassen. Haben uns auch daruf teutscher nacion genehert, nochmalen mit allem vleiß zu versuchen, sollichen zwispalt unser heiligen religion gutlich, fridlich und christlich hinzulegen und zu vereinigen und das sorglichc mißvertrauen, so sich ein zeith here und von tag zu tag ye lenger ye meher zwuschen den stenden des hl. reichs eingerissen (darauß dann im endt allerlei unrath, zerruttung und plutvergiessen ervolgen mochte) abzustellen.

    ŠWie wir dann, alsbald wir in dise unsere nider erblandt ankomen, uns mit unserm freundtlichen, lieben bruder, dem romischen konig, persondlich deßhalb nach aller notturft freundtlich und bruderlich underret und die sachen dahin gehandelt, das wir umb hinlegung und vergleichung willen sollicher zwispaltiger religion ein versamlungtag zu Hagenau, (darauf sein L. von unsern und iren wegen in eigner person gewest), mit den chur- und furnembsten fursten des hl. reichs, so der alten religion sein, und dann mit den protestierenden chur- und fursten sambt iren zugewanten stenden halten lassen, auf wellichem tag auß unser gnedigen zulassung und bewilligung verabschiedt, das ein anderer tag, nemlich auf den 28. tag des monats Octobris nechstkhunftig in unser und des reichs stat Wurmbs zu gutlichem, unverbundtlichem tractat und gesprech angesetzt und außgeschriben worden (wie dann von uns alsbaldt bescheen), darauf yeder theil etliche gelerte, verstendige und schiedliche personen in gleicher anzall verordnen, die alsdann in beisein euer L. und der andern drei chur- und fursten oder irer rethe, so in sollichem tractat als underhandler presidiern werden, (dabei bepstlicher Hlt., deren wir sollichen tag verkhundt haben, deßgleichen unsere commissarien und botschaft, so wir derhalben mit bevelh, in disen und andern streittigen punctn, in gemeltem hagenauischen abschidt begriffen, zu handeln, verordnen und abfertigen, auch sein mogen), die augspurgischen confession und apologia dder protestierenden–d fur die handt nemen und sich auf alle puncten und jeden in sonderheit freundtlich, christlich (doch unverbundtlich) underreden und allen muglichen vleiß furwenden sollen, alle irrige puncten zu christenlicher einigkeit, vergleichung und rechtem verstandt zu bringen, eund darnach auf zukhunftigem reichstag uns–e, der bepstlichen Hlt. legaten und allen stenden des hl. reichs relation angezeigts gutlichs tractats und gesprech etc. bescheen solle, damit ferrer durch wege eins rechtmessigen concilii oder sonst christenliche vergleichung die sach der streittigen religion zu geburlicher erorterung gebracht, deßgleichen auch daneben in andern deß hl. reichs teutscher nation hochbeschwerlichen obligen die notturft furgenomen und gehandelt werden moge, wie dann sollichs und anders der gemelt hagenauisch abschidt und unser daruf bescheen ausschreiben des khunftigen versamlungstags alles ferrer mit sich bringen.

    Hieruf so haben wir mit guttem vorbetrachten und erwegen bemelten sachen fur nutz und gut angesehen und, damit die desto stattlicher gehandelt und zu einem gutten, wurcklichen, fruchtbarn endt gebracht werden mogen, einen gemeinen reichstag in unser und des reichs stat Regennspurg auf nechstkhunftigen der heiligen dreier konig tag deß 41. jars, darauf wir auch mit hilf des almechtigen in eygner person zu erscheinen willens, zu halten furgenomen.

    Sollichen tag verkhunden wir euer L. hiemit von romisch keyserlicher machtvolkomenheit und bei den pflichten, damit euer L. uns und dem hl. reich Šverwandt istf, ernstlich gebiettendt und wollen, das euer L. auf bestimbte zeit gewißlich zu Regennspurg an alle verhinderung und entschuldigung personnlich ankomb und allein im fall leibs ehafter kranckheit, die euer L. bei berurten pflichten betheurn mugen, und sonst nit euer L. volmechtige anweldt, on hindersichbringen in obberurten puncten zu ratschlagen, zu handlen, beschliessen, gaufrichten, underhalten und volnziehen zu verhelfen–g, dermassen mit gnugsamen bericht und gewalt abfertig und fursehe, wie das der sachen wichtigkeit, notturft und gelegenheit erfordert, deßgleichen auch von wegen widderstandts und abbruchs bemelts unsers heiligen glaubens erbfeindts und verfolgern, des Turcken, und underhaltung unsers keyserlichen chammergerichts, auch handthabung fridens und rechtens im hl. reichh, darzu gutter pollicei und muntz und sonst darneben alles zu handln und zu beschliessen, das dem hl. reich und teutscher nation zu erhen, nutz und wollfart und allem gutten gedheihen und ersprießlich sein mag und auf angeregtem reichstag fur nutzlich und guth also angesehen und furgeschlagen wurdeti, und also eigner person oder, als obgemelt, durch euer L. volmechtige geschickten in betrachtung der unvermeidlichen, hohen notturft nit aussenbleiben noch auf yemandts andern weigern oder verziehen, auf daß andere, so zeitlich ankomen, mit verdrieß, schwerem costen und unnutzlicher verzerung der zeit nit warten mussen oder aufgehalten werden und umbso vil meher statlicher in obbestimbten beschwerlichen sachen und obligen dem röm. reich und desselben stenden, auch gantzer teutscher nation und gemeiner christenheit zu wolfart, nutz und guttem gehandelt werden moge.

    Das wollen wir uns also in bedenckhung, das wir eigner person sollichen reichstag mit unsern grossen unstatten, aber dem hl. reich zu nutz und guttem besuchen, zu euer L. ungezweiffelt versehen, und euer L. thut auch doran zusambt dem, das die sollichs derselben verwantnus nach uns und dem hl. reiche schuldig ist, unser ernstlich meynung. Und wo euer L. in zehen tagen den nechsten nach dem bemelten angesetzten tag nit erscheinen (des wir uns doch keinswegs versehen wollen), so wurdet nichts minder durch uns mit den anwesenden stenden in den sachen gehandelt und beschlossen in aller massen, als ob euer L. und andere zugegen gewest weren, welches wir auch alsdann so vest, steet und kreftig (als ob alle stendt , die an- und abwesenden, darein Šbewilligt hetten) achten und vollenziehen wollen. Darnach wiss sich euer L. gentzlich zu richten1.

    Geben in unser stat Brussell in Brabant am 14. tag des monats Septembris anno etc. im 40., unsers keiserthumbs im 20. und unserer reiche im 25.

    «Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11 »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Ausf.).

    Danken für die Wahl Regensburgs als Ort des Reichstages. Haben erfahren, dem Kaiser sei gesagt worden, in Regensburg herrsche eine gefährliche Epidemie. Versichern, dass in ihrer Stadt seit fünf Jahren niemand an der Pest gestorben ist. Haben für den Reichstag umfangreiche Vorbereitungen getroffen, auch Kredite aufgenommen. Wenn der Reichstag abgesagt werden sollte, würde dies der Stadt und ihrer Bürgerschaft schweren Schaden zufügen. Erinnern an ihren bisherigen, treuen Gehorsam und an ihre Loyalität gegenüber dem Kaiser und dem Haus Österreich und bitten, den Reichstag nicht zu verlegen1. Datum Regenspurg, am Sambstag nach unser lieben frauen tag irer empfengknus anno 40.

    « Nr. Š3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21 »

    Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.902, unfol. (Konz.); ÜS: Ausschreiben des stettags gen Regenspurg auf anhalten deren von Goßlar 1541.

    Die fursichtigen, ersamen, weisen, auch unsere besunder lieben und gute freund burgermaister und rat der stat Goßlar haben uns kurtzverschiener tag irer begegenten beschwerungen und obligenden not halben geschriben, auch daneben angesucht und gepeten, wie euer L. auß hier inverwarter copei desselben schreibens nach der leng freundtlich zu vernemen, welches wir den strengen, fursichtigen, ersamen, weisen maistern, burgermaistern und räten der stett Straspurg, Nurmberg und Ulm, als neben denen wir gemaine versamblungen der erbarn frei- und reichsstett außzeschreiben pflegen, sampt unsern fruren bedencken alßpald zu erkennen gegeben und uns daruf mit iren L. durch zusamen gethane schriften verglichen1, das nit allein auß freundtlichem und getreuem mitleiden, Šso mit den gemelten von Goßlar pillich zu tragen ist, sonder auch in bedencken viler andern treffenlichen obligen und beswerungen, so den erbarn frei- und reichsstetten ingemain und sonderhait unaufhörlich widerfahren, gut, nutz und not sein welle, dieweil on das die ksl. Mt., unser allergnedigster herr, itzo ainen gemainen reichstag uf Trium Regum gen Regenspurg angesetzt, das sich die erbarn frei- und reichsstett aller solcher iren gemainen und sondern sachen und beschwerungen halben, zuvor und ehe der angesetzt reichstag anfenge oder gehalten wurde, mitainander der notdurft nach besprochen und beratslagt hetten, und demnach endlich beslossen, ain gemaine der erbarn stett versamblung außzukunden.

    Dieweil wir aber in solicher zusammenkunft in betrachtung der gantz kurtzen zeit, hiezwischen dem ausgeschriben reichstag uberig, auch zu vermeidung vergeblicher mue und uncostens nit fuglicher noch bequemer malstat und zeit dan eben gen Regenspurg zu anfang des reichstags, zuvor und ehe dan die gemainen reichshendel angegriffen wurden, furzunemen und zu benennen gewisst haben, so setzen, benennen und verkunden wir eueren L. (wie dan die obgenanten drey stett Straspurg, Nurmberg und Ulm den stetten irer bezircke auch gethan haben) den vierdten tag nach dem angesetzten reichstag oder, so der weiter erstreckt wurde, alßdan auch den vierdten tag nach solicher erstreckung nechstvolgend, zu Regenspurg oder an dem ort, dahin der reichstag villeicht verrugkt oder verendert werden mocht, durch eur erbar ratspotschaft gewißlich zu erscheinen.

    Hiemit freundtlich pitend, euer L. wellen die bemelten beschwerungen und obligen der notdurft nach hiezwischen wol bedencken, euch in hertzen geen lassen und zu angeregter zeit nit auspleiben, daselbst gegen solichen beschwerungen, ob und wie die ab- und in pesserung gewendt werden mechten, pestes vleiß handln und raten helfen, wie wir uns versehen, die andern erbar stett des orts an inen auch nichts erwinden lassen werden, so sein wir, eueren L. Šallen freundtlichen willen und dienst zu beweisen, gantz begirig und genaigt2. Datum Dinstags, den 21. Decembris anno etc. 403.

    «Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar »

    «Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 23r–24v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 24v: Copey des gleits zum reichstag zu Regenspurg, dem churfursten und Lgf. zu Hessen geben, 1541.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 196r–197v (Kop.); ÜS fol. 196r: Gleyt des keysers; DV v. a. Hd. fol. 197v: Causa Hg. Johans Kf. habuit tale gelayt

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.904, fol. 96r–96v und fol. 99r (Kop.); ÜS fol. 96r: Forma des zugeschickten der ksl. Mt. geleydts, welches doch unbesigelt.

    Wir Karl der funft etc. bekhennen offenlich mit disem brief und thuen kundt allermenigclich: Als wir ainen gemainen reichstag in unser und des reichs stat Regenspurg furgenomen und darauf unser und des reichs Kff., Ff. und stende erfordert, das wir demnach auf adiemuetig ansuechen und–a pitte der hochgebornen Johansfriderichen Hg. zu Sachssen, Lgf. zu Thuringen und Mgf. zu Meissen, des hl. röm. reichs ertzmarschalckh, und Philippsen, Lgf. zu Hessen, unserer lieben oheimen, churfursten und fursten, denselben unsern oheimen, churfursten und fursten, auch iren rethen, hofgesindt und dienern bsambtlich und sonderlich–b mit aller derselben haben und guetern, so sy yetzo ungevarlich bei sich haben und mitbringen werden, unser strackh, frey sicherhait und glayt gegeben haben und geben inen das wissentlich in craft ditz briefs, also das sy zu beruertem unserm angesetzten reichstag frey, sicher komen, darauf, solang der Šweren wirdet, beleyben cund nach ausgang desselben oder sonst irer notturft und gelegenhait nach–c dadannend in ire sichere gewarsam abtziehen sollen und mögen, von uns und allermenigclich unverhindert. Doch sollen sy sich, wie sich gepurt, glaitlich halten.

    Und gebieten darauf allen und yeden eunsern und des reichs–e churfursten, fursten, gaistlichen und weltlichen, prelaten, graven, freyen herrn, rittern, knechten, haubtleuten, vitzdomben, vögten, pflegern, verwesernf, schulthaissen, burgermaistern, richtern, rethen, burgern, gemainden und sonst allen andern unsern und des reichs underthanen und getreuen, in was wirden, stats oder wesens die sein, ernstlich und wöllen, das sy die genanten unsere oheimen, churfursten und fursten, den Hg. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen, sambt baider irer L. rethen, hofgesindt und dienern mit allen iren haben und guetern, so sy ungefarlich bey sich haben und mitbringen werden, bey diser unser freyen sicherhait und glait berueblich und gentzlich beleiben lassen, schutzen, schirmen und handthaben und sy daran nit irren noch beschweren, auch andern ze thuen nit zuesehen noch gestaten in kain weise, als lieb inen seye, unser und des reichs schwere ungnadt und straff zu vermeiden. Daran thuen sy gantz unsern willen und ernstlich mainung.

    Mit urkundt ditz briefsg, besiglt mit unserm kayserlichen aufgetruckten insigel. Geben in unser stat Lutzelburg am dritten tag des monats Januarij anno etc. im 41. unsers kaiserthumbs im 21. und unserer reiche im 26h.

    «Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 131 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.); ÜS: Articuli quos nos existimamus esse necessarios, ut addantur in salvo conductu.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 76v–77v (Kop.); ÜS: Articuli quos nos existimamus esse necessarios, ut addantur in salvo conductu;KV fol. 77v: Diese lateinische artickel, das glait belangend uff kunftigen reichstag, seint dem H. von Granuelh durch die kfl. und fstl. sachssischenn und hessischen rethe Dornnstag, den 13. Januarij zugestelt. Anno 1541.

    ŠC  koll. Marburg StA, PA 556, fol. 112r–112v (Kop.); ÜS fol. 112r: Articuli quos nos existimamus esse necessarios, ut addantur in salvo conductu.

    1. Ut non tantum principibus nostris etc., sed ceteris coniunctis cum ipsis in causa religionis principibus, comitibus, civitatibus et horum legatis consiliariis, theologis et omnibus iis, quos secum ducent aut mittent, publica fides concedatur.

    2. Item, ut non tantum tuto et secure venire possint ad comicia et ibi manere quoad durabit conventus, verum etiama liberum ipsis sit pro sua opportunitate domum redire aut alios substituere vel mittere, ad quos itidem publica illa securitas pertinere debeat.

    3. Item, quod propter dissensionem religionis eis non sint fraudi ullae constitutiones, decreta conciliorum aut edicta in conventibus imperialibus facta aut alius praetextus iuris, quo possit praetendi fidem publicam eis non esse servandam.

    4. Quod sententia banni imperialis contra principes vel status promulgati vel promulgandi neque ipsis neque adhaerentibus ipsorum in hoc casu salvi conductus fraudi sit et processus iudicii camerae imperialisb suspendantur.

    5. Si forte in conventu controversiae religionis non compositae aut pax durabilis, quod Deus avertat, non facta fuerit ut nihilo minus per aliquot menses pax firma sit et a nemine religionis gratia bellum moveatur utque eo quoquec tempore processus iudicii camerae suspensi maneant et itidem sententia banni imperialis lata contra Goslarienses et Mindenses tam diu suspensa maneat.

    6. Pro quo vicissim praedicti elector, principes et status coniuncti in causa religionis gerant se interea ut in fide publica convenit nec aliquid violentum attentent.

    «Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 78r–80v (Kop.); KV fol. 80v: Copei, wie das keyserliche glait uff kunftigen reichstag voltzogen werden soll. Anno 1541.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 192r–194v und fol. 195v (Kop. m. Korr.); ÜS fol. 192r: Gleyt des keysers, corrigirt von den protestirenden.; AV fol. 195v: So Šzeyt der augsburgischen confession irer religion gewest und dorsieder dorzue getretten. Die augsburgische confession druckt namhaftig aus die anhengige chur- und fursten, grafen, hern und stete. Und mocht geferde gesucht werden, die wort des glaytzs ‚religionsverwanten etc.‘ nicht weyter zu vorstehen dan uf die, so in der augsburgischen confession namhaftig gemacht Und mochte wider meinen gnedigen herrn und seiner fstl. Gn. gesante fahre zu besorgen sein, zuforderst, weil Hg. Georg seliger ufm reichstage zue Augsburg seiner fstl. Gn. volmacht gehapt haben soll. Dorumb dunckt mich noth seyn, das es exprimirt und nach aller nottorft vorsorgt werde, wie ich ad marginem mit meiner hant geschrieben habe uf vorbesserunge.

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.904, fol. 97r–98v (Kop.); ÜS: Form des ksl. geleydts, durch bede herrn sechsischen und hessischen cantzler gestelt.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 329 Nr. 133 Bd. 2, fol. 269r–271v (Kop.).

    E  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 174r–177v (lat. Entwurf).

    Wir Karlh der funft von Gots gnaden röm. Ks., zu allen zeiten merer des reichs [...] bekennen offentlich mit diesem brief und thun kunth allermeniglich, daß wir einen gemeinen reichstag in unser und des reichs stat Regennspurg furgenohmen und darauf unser und des hl. reichs Kff., Ff. und stende erfordert, daß wir demnach auf bith der hochgebornen Johannsfridrichenn Hg. zu Sachssenn, Lgf. in Dhuringen und Mgf. zu Meissenn, des hl. reichs ertzmarschalh, und Phillipsen, Lgf. zu Hessenn, Gf. zu Catzenelnbogen, unsere lieben oheimen, churfursten und fursten denselben unsern oheimen, churfursten und fursten, auch irer L. religionsverwanten fursten, graven, herrn und stettena sampt derselbigen potschaften, rethen, theologen und allen den iren und denen, so sie mit sich bringen, mitnehmen oder schicken werden, mit aller derselben hab und gutern, so sie ungefharlich bei sich haben und mitbringen werden, unser strack, frei sicherheit und glait gegeben haben undt geben inen das wissentlich in craft ditz briefs also, das sie zu berurtem unserm angesatzten reichstag frei, sicher khomen, darauf, solang der wehren wirdet, oder sonst nach irer gelegenheit pleiben und widerumb nach irer gelegenheit von dannen biß an ir sicher gewarsam abtziehen sollen und mugen von uns und allermeniglich unverhindert.

    Ob auch etzliche abtzogen oder andere an derselben stat verordent wurden, so sollen dieselbigen verordenten auch dasselb glayt haben, ob auch gleich sie semptlich oder sonderlich unser religion nicht sein oder weren oder der religion halben ichtes gehandelt hetten oder handeln wurden, bdas der religion zuwieder geachtet mochte werden–b, und, ob es auch ein solcher falh were, darumb inen nach besage etzlicher sonderer satzungen der consilien [sic!], reichsabschied oder rechten glait nit solte gehalten werden, desselbigen und Šalles des, daß inen in solchem falh zuwider verstanden werden möchte, wir uns alß ein röm. loblicher kaiser wissentlich begeben haben. Desgleichen ob auch etzliche von gemelten churfursten, graven, herrn, stenden oder stetten der augspurgischen confession und derselbigen religion verwantenc in unser und des reichs acht und oberacht durch unser keyserliches chammer- oder andere gerichte erkannt, erclert und verkundigt were oder mitlerzeit dieses gleits erclert oder verkundigt wurden oder erclerten und verkundigten echtern anhengig weren, hulf oder rath gethann hetten oder zu irer verantwortung auf solchem reichstag rath und hulf thun wurden, so soll sich nichtsdesterweniger solch unser sicherheit und glait auf dieselbigen semptlich oder sonderlich zu notturft dieser handlung auch erstrecken in aller maß, wie obberurt ist.

    Wir haben auch den obgemelten unsern und des reichs chur- und fursten, graven, herrn, stetten und stendend alß ein röm. kaiser aus kayserlicher machtvolkomenheit und rechter wissen daß gnediglich eingereumpt und verwilligt, daß sie nach endung des reichstags zu Regenspurg, es werde gleich die religionsach verglichen oder nicht oder es werde ein bestendiger fride gemacht oder nicht, sechs monat lang frid und sicherheit haben, also das sie solcher religion halben von niemands, wer auch der were, ubertzogen, bekrigt oder beschwert werden sollen, ane geverde. In gleichnus soll auch unser keyserliches chammergericht in allen und iden religion- und daraus fliessenden oder anhengigen sachen die obgemelte zeit der sechs monath mit processen und aller andern beschwerlichen handlung stillsteen. Es soll auch hiemit auß keyserlicher machtvolkommenheit und rechter wissen die zeit des obgemelten reichstags und der sechs monat die goßlarische und mindische acht suspendirt und angestelt sein. Und dasselb wollen wir also gnediglich verfugen und verschaffen. Herwiderumb sollen gemelte chur- und fursten, graven, herrn, stende und stedte sich auch mit gewaltsamen handlungen, wie sich geburt, glaitlich halten ane geverde.

    Und gebietten darauf allen und itzlichen churfursten, fursten, geistlichen und weltlichen, prelaten, graven, freien herrn, rittern, knechten, hauptleuten, landvoigten, vitzthumben, voigten, pflegern, verwesern, amptleuten, schulteisen, burgermeistern, richtern, rethen, burgern, gemeinden und sonst allen andern unsern und des reichs underthannen und getreuen, in waß wirden, stands oder wesens die seint, hiemit ernstlich und wollen, daß sie die gnanten unsere oheimen, churfursten und fursten, den Hg. zu Sachssenn und Lgf. zu Hessenn, sampt irer L. religionsverwanten fursten, graven, herrn und stettene, auch derselbigen potschaften, rethen, theologen und alle die iren und, wen sie mit sich bringen, nehmen oder schicken werden, als obberurt, bei unser freien Šsicherheit und glait beriebiglich [sic!] und gentzlich pleiben lassen, schutzen, schirmen und handhaben und sie daran nicht irren noch beschwern, auch andern zu thun nicht zusehen noch gestatten in kein weiß, als lieb inen sei, unser und des reichs schwere ungnad und straff zu vermeiden, daran thun sie unsern willen und ernstliche meinung, mit urkunth ditz brieffes, mit unser handt underschrieben und unserm aufgedrucktem insigel besigelt. Gebenf etc.

    «Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 2, fol. 6r–8r (Kop.); DV 8v: Glait zu dem reichstag gen Regensburg.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 33r–34v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 34v: Copey des gemeinen gleits uf die mitverwandte stende, 1541.

    C  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/05, Reichstagshandlung zu Regensburg 1541, fol. 1r–1bv (beglaubigter Druck); DV fol. 1bv:Das geleite uf reichstag und das der proces am cammergerichte suspendirt. Anno etc. 41.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1358 , Sp. 556–559.

    Wir Carel der funft von Gots gnaden röm. Ks. [...]bekennen offenlich mit diesem brieve und thun kunt allermeniglich, als wir tzu unserm angesetzten reichstage tzu Regenspurg den hochgebornen Johansfridrichen, Hg. zu Sachssen, Lgf. in Duringen und Mgf. tzu Meichssen, ades hl. röm. reichs ertzmarschahl–a, und Philipsen, Lgf. tzu Hessen, unsern lieben ohmen, churfursten und fursten uf ir demutig ansuchen und bit, auch irer L. rethen, hofgesind und dienern mit aller derselben haben und gutern, so sie ungeverlich bey sich haben und mitpringen werden, unsere strack, frey sicherheit und gleit gegeben haben, tzu berurtem unserm angesetztem reichstage frey, sicher tzu komen, daruf, solang der weren wirdt, tzu pleiben und dadannen widderumb bis in ire sichere gewarsami abtzutziehen, doch das sie sich, wie sich geburt, gleidtlich halten sollen, inhalt unsers briefs, daruber ausgangen, das wir demnach uf demutig ansuchen und bit derselbigen beder chur- und fursten, seither an uns bescheen, solche unser gleidt und sicherheit uf irer L. mitverwanten in der religionsachen, auch ire botschaften, rethe, theologos, hofgesinde und diener und, di sie mit sich pringen ader uf angeregten unsern reichstag schicken werden, bmit aller derselben habe und gutern, so sie ungeverlich bey sich haben und mitpringen–b, erstreckt und inen allen, als obsteet, dieselbig unsere stracke, frey sicherheit und gleit von Šneuem gegeben, auch ferrer iren L. vergunt und erlaubt haben, das sie nit allein uf obberurtem unserm angesetzten reichstage bis tzu end desselben pleiben, sondern auch irer notturft und gelegenheit nach, doch mit unserm wissen und gnediger erleubnus, vor ausgang des gemelten reichstags anheimsch tziehen und andre an ir stat verordnen ader uf den angeregten unsern reichstag schicken, di gleicherweise unser frey, strack sicherheit und gleit zu, auf und abe dem gemelten unsern reichstage bis in ire sicher gewarsam haben und genissen sollen und mugen, von uns und allermeniglich unverhindert, cauch unangesehen und unverhindert–c aller constitution, satzungen, decreten, concilien, edicten, reichsabschieden und aller andrer gesätzen, so hiewidder sein ader verstanden werden mochten, den wir hiemit in diesem fahl gentzlich derogirt, und wollen, das sie in diesem fahl widder solche unsere verglaitung kein craft noch stat haben sollen. Doch sollen sich di gedachte unsere chur- und fursten und ire mitverwanten und andere, als obsteht, herwidderumb auch, wie sich geburt, geleidtlich halten.

    Wir setzen, ordnen und wollen auch hiemit, ob di religionsach uf angesetztem reichstage nicht mochte vergleicht werden, auch sonst kein bestendiger friede gemacht, das nichtsdestoweniger der friedstant zu Nurmberg, im 32. jar ufgericht, di zeit des itzt gedachten unsers reichstags und nach ausgang des reichstags ferrer uf wege und mas, wie wir uns des mit Kff., Ff. und stenden des hl. reichs vergleichen ader bestymmen, bey seinen kreften pleiben und von meniglich stet und vest gehalten werden soll.

    Und gepieten daruf allen und itzlichen Kff., Ff., geistlichen und weltlichen, prelaten, graven, freien herren, rittern, knechten, hauptleuthen, landvogten, vitzthumben, vogten, pflegern, verwesern, amptleuthen, schultheissen, burgermeistern, richtern, rethen, burgern, gemeynden und sonst allen andern unsern und des reichs underthanen und getreuen, in was wirden, standts ader wesens die sein, ernstlich mit diesem brive und wollen, das sie di genenten unsere ohmen, churfurst und fursten, den Hg. tzu Sachssen und Lgf. tzu Hessen, irer L. mitverwanten der religionsach und derselben potschaften, rethen, theologen, hoifgesind, diener, verordnet und gesanten mit allen iren habe und guttern, so sie ungeverlich bey sich haben und mitpringen werden, bey dieser unser freien sicherheit, gleidt und declaration beruiglich und gentzlich bleiben lassen, schutzen, schirmen und hanthaben und sie daran nicht irren ader beschweren, auch andern tze thun nicht tzusehen noch gestatten in kein weiße, als lieb ine sey, unser und des reichs schwere ungnade und straf zu vermeiden. Daran thun sie gantz unsern willen und ernstlich meynung. Mit urkhunde dießes brieves, besigelt mit unserm kayserlichen aufgedruckten insigil. Geben in unser und des reichs statd – – – am 26. des monats Januarii anno etc. 41, unsers keiserthumbs im 21. und unserer reich im 25.

    «Nr. Š4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26] »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    a. Addatur graven tzu Catzenelmpogen.

    b. Fursten, graven, hern, stede und stende.

    c. Die understrichen wordt konnen oder werden ire kfl. und fstl. Gn. dermassen nicht leiden, dan sie sein widder die meynung des freien abtzugs im fall, da ire kfl. und fstl. Gn. des rats wurden.

    d. Und wissentlich.

    e. Mit gewaltsamen handlungen.

    f. Alhie haben die stende der augspurgischen confession anhengig gepeten, das nach endunge des reichstags ein yeder standt etliche monat lang friede und sicherheit haben moge. Nu wirdet dasselbig gemessigt auf den nurmbergischen friedstandt, wilcher tzweivelhaftig gemacht und auf mas und form, wie ksl. Mt. sich des mit chur- und fursten vergleichen wurde, gerichtet ist. Bit derhalben, solchen artickel tzu stellen inmassen, wie die ubergeben lateinische nottel dasselb außweist1.

    g. Und allen denjhenen, so sie mit sich prengen werden

    Daruber, so wirdet in dieser gestelten nottel des gepetten stilstandts des kayserlichen camergerichts in allen und jeden religion- und darus fliessenden oder anhengigen sachen in tzeit des reichstags und etlicher monat darnach, als obgemelt ist, mit processen und aller andern beschwerlichen handlung tzu gescheen, nit gedacht.

    Item, es wirdet in solchem gelaidt auch nicht gedacht derjhenen, so vom kayserlichen camergericht in die acht erclert und verkundigt sein oder villaicht noch werden mochten, und irer anhenger oder die denselbigen hilf und rath getan hetten und sonderlich der acht, damit die stette Goslar und Mynden beladen worden sein, wilchs alles tzu diesem gelayde auch vonnoten sein wil, dweil sich der handel dermassen verlauffen hat.

    Und wiewol die erstreckung und erclerunge des angetzeigten geleits von den gesandten der gemelten stende, so tzu Wurmbs versamlet gewesen, ausserhalb bevelchs im besten angetzeigt worden ist, damit der handel nicht aufgetzogen und ire herschaften genugsam versichert mochten werden, so haben doch diese verordenten solchs auf gefallen irer gnedigsten und gnedigen hern also widderumb tzu erinnern nicht wollen unterlassen.

    « Nr. Š5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes »

    «Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 126r–130v (Ausf.); AS fol. 126r: Der erbmarschal zu Pappenheim bericht, anzaige und beswerung, das erbmarschalhampt belangende, mit vormeldung, was dasselbe ambt fur brauch und ubung uff den reichstegen herbracht und hat; DV v. a. Hd. fol. 130v: Die erbmarschalh zu Pappenheim berichten des erbmarschalhampts gerechtigkaiten und, was inen doran fur eintrag begegenen. 1541.

    Was euer kfl. Gn. unsern freundtlichen, lieben vettern Veitten schriftlichen (gleichwol er Bappenheim nicht erraicht, sondern uff dem weg kranck worden, derhalben sich auch unser antwurt etzwas verlengert) und dann Georgen, euerer kfl. Gn. hofdiener, mundlichen bevelhen lassen, haben wir in aller unterthänigkeit vernomen. Sovil dann in der eil unter uns selbstn bewust, haben wir auf das kurtzst zu underthänigstem bericht verfast, thon dasselbig hiebeiligend euerer kfl. Gn. in underthenigster gehorsam zuschicken1, daneben euere kfl. Gn. gantz diemutigclichen bittend, hierinnen genedigclichen zu erwegen, das uns onmuglich, ain gewissen gebrauch unsers erbampts antzuzaigen, dann wiewol unsere voreltern als erbmarschalck deß reichs bey vilen römischen und nochmalen teutschen kaysern ald [= oder] königen biß uf Ks. Maximilian in deß hl. reichs feld-, auch ksl. und kgl. Mtt. romzugen, auch derselben erwölung, cronungen und reichstägen alle vorwaltung gehapt, so ainem feld- und sonst marschalck gepurt, sonderlich aber auf den reichstägen die einfurirung, item, sampt ains römischen kayser oder königs hofmarschalck mit burgermaister und rath der malstat ordnung zu machen der maltzeyt und anderer undterhaltungen etc. und, was sich derhalben zwischen den burgern, wirten oder gösten irrung, dergleichen sonst rumorn und frevel zugetragen, sovern dieselben zwischen ksl. oder kgl. Mt. hofgesind und andern, sampt dem hofmarschalck, wa aber dieselben irrungen nicht irer Mtt. hofgesind, sondern ander deß reichs stende ald gästen diener, allein dieselben, hat es dann der malstat mitburger oder derselben verwanten belangt, sampt burgermeister und räth oder derselben dartzu verordneten gwalt und macht zu entschaiden und davon sein gefell und straffgeld gehapt, wölchs uff etzlichen und letzlich jungst gehalten reichstag zu Regenspurg dahin komen, das ksl. und kgl. Mtt. furierer eingelosirt irs gefallens, auch die ordnung der vitalien durch ir Mt. ald chur- und fursten selbs gemacht, dergleichen sonderlich personen ernent und verordnet worden, die irrungen zu entschayden, item, die straff der rumorn dem erbmarschalck allein zugelassen, sovern er deß von ksl. Mt. sondern bevelh empfangen werde etc. Und wiewol sich weilund deß erbmarschalckhampts verwaltere, unsere vätter, Šbruder und vettern seeligen hierinnen allerlay beschwerd, so ist doch innen solchs unerheblich gewesen.

    Item, dem erbmarschalck hat auch zugehöret der spilplatz, also das niemand hat dörfen spilen dan undter deß erbmarschalcks panier, wölche gerechtigkait durch Ks. Sigmunden ufgehaben und uns dafur das järlich ammangeldt zu Nordlingen sampt der halben judensteur zu Nurmberg zugeeygnet, wölche judensteur uns auch entzogen, yedoch von euerer kfl. Gn. genedigclichen vertröst worden, uf negstkunftigen reichstag hierinnen zu handln, als wir dann hierauf undterthänigclichen verhoffen.

    Item, deß erbmarschalckampts gerechtigkayt ist, in feldlegern, röm. ksl. und kgl. Mtt. erwölungen, cronungen, romtzugen, reichsversamlungen und -tägen die juden zu verglaytten. In dem ist unserm vettern und bruder Jorg Wolff zu Regenspurg durch camerer und rath auch einträg beschehen. Derhalben ich, Wolff, durch unsern statschreiber jetzo, demnach er der einfuryrung halber, als euere kfl. Gn. hernacht bericht, bey inen gewesen, lassen handlen. Der zaygt uns an, das sy sich wöllen gutwillig hierinnen und schydlichen halten.

    So haben sich vil irrungen der session halber jetz lange jare zwischen den stenden deß reichs zugetragen, also das vom reichstag zu Lyndaw her kainer fur sich selbs als erbmarschalck kain session gemacht, dann obwol unsere anherrn und vettern ye tzu tzeyten derhalben von röm. ksl. und kgl. Mtt. ain specificirten bevelh gehapt, so ist innen doch solchs nichtdestweniger bey den strittigen fursten zu höchsten ongnaden geraycht, als nemblich bey Ks. Fridrichs und Maximilianj noch in königclichen wirden zeyten zu Augspurg unserm vettern und anherrn Sigmundten seeligen begögnet, als hochermelter Kg. Maximilianus ime bevolhen, Hg. Albrechten von Sachsen als irer Mt. alten kriegshauptman hinauf uber Hg. Georgen von Bayrn zu setzen, das Hg. Georg aufgestanden und bemelten unsern anherrn und vettern von der pfaltz herab auf den platz gefordert, der ime auch erschinen, und bed zu der wehr, wa Maximilianus höchloblichster gedechtnus nicht dartzwischen komen, griffen. Hernach auf dem reichstag zu Frayburg unserm vattern und vettern Wilhelmen seeligen von Hg. Georgen abermaln in ongnaden auferlegt worden, das die furstlich banck etzwas niderer dann die session der churfurstlichen potschaften gewesen, hat also bey nechtlicher weil zu furkomen allerlay irrung, so darauß zwischen iren kfl. Gn. und ime ervolgen mochten, die benck erhöhert, wolche Hg. Georgen ongnad noch uff heutigen tag der irrungen zum merern thayl, die mit Hg. Otthainrich und Hg. Philipsen etc. Pfgff. wir haben, ain urhab und furnembste ursach.

    Sovil dan belangt das ansagen, ist weilund unser vetter, bruder und vatter Ulrich seeliger zu Wurmbs darumben, das er auf unsers gnedigsten herrn von Mentz bevelh nicht hat wöllen ansagen, auch in höchste ongnad komen, ja das sein kfl. Gn. ime in gegenwurtigkayt ksl. Mt., der chur-, fursten und anderer stende deß reichs ernstlichen undter augen gesagt, dhweil er auf sein bevelh nicht wöllt ansagen, so wölle sein kfl. Gn. wol ain finden, der solchs thue etc. ŠDarauf er, Ulrich, geantwort, denselben wöl er gern undter augen sehen, und ist die sach daruff beruet.

    Dergleichen ist auch mitlerzeyt zwischen euerer kfl. Gn. herrn vatter loblicher gedechtnus und hochgenantem Ebf. zu Mentz strit der umbfrag halber entstanden, so doch, ehe und solch irrung der session halber eingerissen, sobald unsere voreltern erbmarschalck die session gemacht, solch umbfrag selbs gethan.

    Aus wölchem allem euere kfl. Gn. genedigclichen zu erwegen, das uns ye lenger ye beschwerdlicher, in solchen irrungen das erbmarschalckampt zu verwalten, yedoch, sovil uns möglich, an uns kain muhe und vleis wöllen erwinden lassen, dan ich, Wolff, als der eltist, dem jetzo das ampt zu verwalten geburt, sobald ich vernomen, das die malstat ghen Regenspurg ernent, hab ich unsern gemeinen statschreiber gein Regenspurg verordnet, von meintwegen in der einfurierung darob zu sein, damit onordnungen verhueth. Der hat alberayt hiebeyligend vertzaichnet chur-, fursten und stende deß reichs sampt den verordneten von der stat eingelosiert2 und, demnach er in unsern obligenden handlungen wider anheims verreyten mussen, der stat verordneten hiebeiligend instruction uberantwurt3. Und wiewol euere kfl. Gn. persönlich gegenwurtigkait uns am allerliebsten, noch dann im fhal euere kfl. Gn. in aigner person nicht ankomen solten, so ist an euere kfl. Gn. unser undterthänigste bitten, die wöllen derselben euerer kfl. Gn. verordneten räthen genedigclichen bevelhen, so uns ainich beschwerung in verwaltung deß erbmarschalckampts furfallen wurd, auch in andern unsern anligenden sachen, so euere kfl. Gn. eygenthumb und unser lehen als in Pfaltz, Eystet und weyssennburgischen irrungen belangt, bey röm. ksl. Mt. und den stenden deß reichs hulf- und rätlich zu sein. [...].

    Datum Freytags nach Epiphaniae domini anno etc. 41.

    [Beilage A:] Denkschrift derer von Pappenheim über die Handhabung des Erbmarschallamtes auf den Reichstagen – o. Datum [1541 Anfang Januar]

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 131r–134v (Kop.).

    Sovil uns wissend, ist es auf den reichstegen vor jaren gehalten worden, wie hernach volgt:

    In der furierung.

    Item, sobald von ainem romischen kayser oder konig ain tag und malstat in das hl. reich ausgeschriben und gelegt und derselbig von irn ksl. oder kgl. Mtt. oder euerer kfl. Gn. vorfarn unsern eltern als erbmarschalhen angezeygt oder sonstn dessen glaubwirdig bericht worden, hat der eltist als verwalter ainen seiner diener, der sachen verstendigen, an die malstat verordnet.

    Und ist erstlichen die wilkur röm. ksl. oder kgl. Mtt. furiern nach gelegenhayt irer Mtt. hofgesind ain quartier angegeben worden, darnach herberg und Šplatz der churfursten, nachmalen andern fursten und stenden des reichs, so beschriben worden, volgendts herberig vorbehalten auf die potentaten und derselben bottschaften, so nicht beschrieben werden, dergleichen die gemeine rasthof und wirtsheuser offen auf die zu- und abreytende gest.

    In ordnungen.

    Hat ir ksl. oder kgl. Mt. ainem erbmarschalh und irer Mt. hofmarschalh bevolhen, mit burgermeyster und rath der malstat sich ainer gemeinen ordnung, wie es mit mulen, herberig, stalmiet und andern unterhaltungen, auch in rumorn und feuersnoth soll gehalten werden, zu vergleichen und das ir Mt. anzeygen, was alsdan irn Mtt. darin gefellig, haben ir Mtt. dasselb unter derselben secret offentlich anschlagen lassen.

    Item, hierauf dem erbmarschalh ain profosen zugeordnet, der ime zur straff der mishandler dinstlich.

    Uber solchs ist jetz auf etzlichen reichstägen anderst und, nemlich wie in unser schriften vormeldet, gehalten worden.

    In ansagung.

    Ist diser gebrauch gehalten: Kayser oder konig, so sy in aygner person entgegen, in abwesen derselben comissari haben allwegen ain erbmarschalh erfordert und ime anzeygt die tag und stund, darauf ir Mt. wollen zu kirchen geen, den chur-, fursten und andern stenden anzusagen, auf solch zeyt bey irer Mt. zu erscheinen, so wölle alsdan nach volbrachtem ampt den furtrag ir Mt. thon lassen. Hierauf hat unser der erbmarschalh ainer selbs personlich den chur- und seine diener den andern fursten, stenden und potschaften an [= ohne] weyttern bevehl angesagt. Dergleichen durchauß in handlungen, wan und so oft ir Mt. oder derselben comissari ainem erbmarschalh selbs den tag und stund, die reichsstend zu erfodern, bevohlen.

    Hierauf zu merermal die Kff., Ff. und stend sich der zusamenkunft selbs verglichen, derhalben den gegenwurtigen der erbmarschalh nicht weytter, sondern allein euerer kfl. Gn. vorfarn ime, erbmarschalh, bevolhen, den abwesenden solchen tag und stund anzusagen. Hat dan ain Bf. zu Mentz als ertzcanzler nach dem erbmarschalh geschickt und anzeigt, das man in der cantzley mit der antwurt gefertigt oder sonst die noturft, das die Kff., Ff. und stende auf ain tag und benante stund zusamenkomen, so nun eur kfl. Gn. vorfarn, Kf. zu Sachsen, in aygner person entgegen, so het der erbmarschalh solchs sein kfl. Gn. zuvorderst anzaygt. Ist dan sein kfl. Gn. dieselb zeyt gefellig gewesen, hat sein kfl. Gn. ime bevolhen, weytter die ansag zu volpringen, wa nicht, zu dem ertzcantzler geschickt und der tag und stund verglichen und dorauf die ansag bevolhen. Wa aber ain Kf. zu Sachsen in eygner person nicht entgegen, so hat er, erbmarschalh, in craft seins erbampts on ainichen weyttern bevehl angesagt, wan es die noturft erfordert hat. Und dergestalt gehalten in gantzer reichsversamlunge und in ausschussen durchaus bis auf heutigen tag auf allen reichstagen an ainich irrung, dan was sich unser gnedigster herr von Mentz Šzu Wurmbs gegen unserm vettern, bruder und vatter Ulrichen, wie in unser schriften vormeldet, vernemen lassen.

    In sessionen und umbfragen.

    Demnach vil lange jar allerlay irrung sich zwischen etlichen stenden, wie hernach gezaychnet sind, zugetragen, fur sich selbs kain session gemacht, sonder alle Kff., Ff. und stende, so in aygner person vorhanden, nahmalen [sic!] die bottschaften ksl. oder kgl. Mt. oder irer Mt. comissari aufvorzaychnet uberantwurt und darauf umb gnedigsten beschayd, inmassen er die session verordnen soll, unterthänigclichen gebethen. Das ist ime verzaychnet zugestelt worden, darnach hat er alsdan die session gemacht, namlich auf der gaystlichen banck angefangen, ain gesetzt, hernach heruber auf die weltlichen banck ain churfursten und derselben potschaften, volgendts also furt und furt ain fursten umb den andern, die personlich da sind, nahmalen [sic!] ir potschaften, darnah [sic!] die vier gefursten prelaten und ain von aller prelaten und prelatin wegen, auch ain von aller graffen und ain von aller freyen wegen.

    Item, so ksl. oder kgl. Mt. in eygner person nicht, sonder comissari verordnet, so ist derselben ainer an ir Mt. stat gesetzt und die anderen mitten in die session auf ain furbanck gesetzt worden. Dergleichen aus den chur- und fursten potschaften ainer dem erbmarschalh ernent und angezaygt worden zu der session und keinem mehr dan ain person, ausgenomen frembder konigen potschaften unterweyln zwo aus bevehl der ksl. oder kgl. Mt. nidergesetzt worden.

    Und wie er, der erbmarschalh, die session gemacht, also hat er sich auch in der umbfrag gehalten, angefangen auf der gaystlichen banck zum ersten, hernach heruber auf der weltlichen banck also furt und furt ain umb den andern gefragt.

    Irrungen, so sich der session halben halten und uns wissend: Engelland, Hyspanien irren sich. Magdenburg, Ehg. Osterreych, Saltzburg irren sich. Wyrtzburg, Wurms sind vertragen, sitzen ain tag umb den andern ob.

    Pfaltz, Sachsen, Bayrn irren sich. aMit den churfursten ist kein irrung, [aber] sonst Sachssen und Beyhrn ist ein grosse irrung–a. Brandenburg, Braunschweygg irren sich. Meckelburg, Pomern irren sich. Baden, Hessen irren sich. Gf. Herman, Gf. Wilhelm von Hennenberg irren sich.

    Die grafen und hern sind gesetzt worden nach dem alter. Derwegen je zu zeyten ksl. oder kgl. Mt. ainem erbmarschalh bevolhen, den strittigen stenden ain tag umb den andern anzusagen. Sover er aber von ksl. oder kgl. Mt. kain austrucklichen bevehl mögen erlangen und es zu der session komen, hat er, der erbmarschalh, die churfursten und ire potschaften nidergesetzt und volgendts gesagt: ‚Genedigst und genedig herrn, euere fstl. Gn. wöllen sich setzen‘. Zu zeyten auch die churfursten und ire potschaften nicht nidergesetzt, sonder, nahdem [sic!] ksl. oder kgl. Mt. oder die comissari gesessen, gesagt, das sich Šir kfl. und fstl. Gn. wöllen nidersetzen, also dabey beleyben lassen, wie sy sich gesetzt und untereinander verglichen.

    [Beilage B:] Liste der von einigen Reichsständen bereits belegten Quartiere in Regensburg, o. Ort, o. Datum

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 139r–140v (Kop.); DV fol. 140v: Copy der einfurierung zu Regenspurg.

    Volgender chur-, fursten und stend herberig, so alberayt zu Regenspurg einfuriert haben:

    Churfursten:

    Bf. von Meintz zu der Simon Schweblin.

    Bf. von Köln bey Wilhelm Radegger.

    Pfgf. Ludwig zu Paulsen Köln.

    Hg. Johannsfridrich zu Sachsen zum Wolff Steyerer.

    Mgf. Joachim zum Scheggenbacher.

    Weltlich fursten:

    Hg. Wilhelm von Bayrn sampt seinem frauenzimer und Hg. Ludwig in deß Bf. von Regenspurg hof.

    Hg. Otthainrich Pfgf. in deß von Gurrenstains hof.

    Hg. Philips Pfgf. in der custerey.

    Hg. Heinrich von Sachsen zum schuldheyssen.

    Hg. Fridrich Pfgf. zu dem Thumer Henselin.

    Hg. Ruprecht Pfgf. bey dem Gartmayr.

    Hg. Hanns Pfgf. bey dem Wyeland.

    Hg. Hainrich von Braunscheygg zum Wolffenschwöller.

    Lgf. Philips von Hessen bey Hannsen Steyrer.

    Mgf. Ernst von Baden zum Eubhofer.

    Lgf. Jorg von Leychtenberg bey Hannsen Heysinger.

    Gaistlich fursten:

    Wirtzburg zu dem Portner.

    Bamberg bey Dr. Hyltner.

    Freysing in Dr. Kolben hof.

    Eystet bey H. Hannsen Nothofft.

    Brixen bey dem Kergl.

    Saltzburg, Augspurg, Bassaw, Regenspurg, Teutschmayster, Abt von Kempten: in irer Gn. höf.

    Abt von Weingartten: bey dem Schiltlein.

    Stett:

    Nurnberg bey Bartholomeß Gödinger.

    Augspurg: Caspar Mayr.

    Ulm: Hannsen Wieland.

    Š[Beilage C:] Instruktion H. Wolfs von Pappenheim für seinen Beauftragten zur Abmahnung der ksl. und kgl. Furiere – o. Ort, o. Datum

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 135r–138v (Kop.).

    B  koll. Nürnberg StA, Herrschaft Pappenheim, Reichserbmarschallamt, Akten A IV 1/3, unfol. (Reinkonz.).

    Instruction, was deß edlen H. Wolffen zu Bappenhaim, deß hl. röm. reichs erbmarschalck etc., bevelhhaber den kayserlich und königclichen furiern, wo sich dieselben understeen wolten, den chur- und fursten, auch andern stenden deß reichs die herberigen, so uf ir Gn. leib eingeben, eintzunemen, soll im besten antzeygen.

    Erstlich inn [= ihnen]allen sampt und sonderlich sagen, das sein edelkait sie laß freundtlich und gutlich bitten und ersuchen, irs furnemens abtzusteen, und das auß nachvolgenden ursachen:

    Item, wiewol röm. ksl. und kgl. Mtt. bevorstee, ain quartier zu irer Mtt. gelegenhayt eintzunemen, so seyen doch sy, die furier, nicht zu der zeit, wie sich geburt, erschinen, dann bißher der gebrauch bey romischen kaysern und königen gewesen, sobald ir Mtt. ain reichstag, termin und malstat in das rheiche ußgeschriben und ernent, das alßdann in 14 tagen den negsten oder aufs lengst in einem monat darnach irer Mtt. furier daselbst ankomen und ain quartier, so inen dartzu gefellig, nacheinander und nicht ytzt an dem und dann an einem andern orth her und dar in der stat eingenomen, damit alsdan deß reichs erbmarschalck stathab, mitsampt der stat dartzu verordneten zu beratschlagen, die chur- und fursten und andere stendt nach jetliches stat und gepur eintzulosiern.

    Item, herberig zu verordnen auf die bottschaften der potentaten, so ausserhalb deß reichs. Dergleichen die gewondliche gasthöf und wirtzheuser boffen zu behalten, uff das die täglichen zu- und abreyttende gäst mögen altzeit herberig haben–b.

    Aldhweil dann sy, die kayserlichen und königlichen furierer, solchen gebrauch nicht gehalten und den chur- und fursten sampt andern stenden, so ir hofgesind und diener selbs speysen, uff ir zukunft zu warten, zum höchsten beschwerlich gewesen, dann sich aintet [sic!]weder mit vitalien [sic!], auch futer, heu und streu in diser grossen clem und cteurungsnot betraiglich–c [sic!]bey der zeit mussen versehen und geschickt machen, derwegen, zu vermeyden allerlay der reichsstende nachteyl und schaden, und gar nicht irer Mtt. zu verachtung und zuwider, seyen chur-, fursten und ander deß reichs stende, sovil sich dero bey dem erbmarschalckamptverwalter und gemeiner stat Regenspurg camerer und rath umb furierung antzeygt, herberig eingegeben worden.

    ŠUnd sonderlich, nachdem ime, reichserbmarschalck, auch herrn camerer und rath nicht anderst bewust (wie sy dann solchs glaubwirdig von der Hgg. von Bayern, auch Pfgf. Fridrichen gesanden furierer verstendigt), dann das röm. ksl. Mt. wölle zu Sannct Haymeran im closter ligen, derhalben auch kgl. Mt. platz zusampt demselben quartier vorbehalten worden, also das ir Mtt. person und hofgesind genugsamen raum und herberig mögen gehaben. Sovern aber mangel sein solt, soll derselbig mit rath völligclichen erstattet werden.

    Auch verrer zu erinnerung, so haben chur-, fursten und andere stend deß reichs auf zuvor gehaltem reichstag alhie, dergleichen auf kgl. Mt. kronung zu Achd, auch yetzo jungst zu Hagenaw solcher furierung, so zuvor bey andern romischen kaysern und königen nicht beschehen, sich zum höchsten beschwerd und derwegen deß reichs erbmarschalck undtersagt, sölchs hinfuro zu verhuten, auch sich deß gegen iren Mtt. undterthenigclichen beclagt und dagegen allergnedigsten beschaid bey irn Mtt. erlangt. Wa sy nun in irem furnemen solten furfaren, were zu besorgen, sy, die keyserlichen und königlichen furier, wurden ain schwere burden auch gegen iren Mtt., zu geschweigen den reichsstenden, auf sich laden.

    Dem allem nach wölle ime, deß reichs erbmarschalck, kainswegs gepuren (wa sy, die keyserlichen und königlichen furier, außgenomen irer Mtt. eygner person, auf derselben hofgesind nicht mit sonderlicher benennung der herberig von iren Mtt. abgefertigt), in kain einfurierung ires eygen furnemens den churfursten und stenden deß reichs zu beschwerlichem nachteil und schaden zu bewilligen, sonder wurde verursacht, dasselbig an ir ksl. und kgl. Mtt., dergleichen kfl. und fstl. Gn. und G. undterthenigclichen gelangen ze lassen, damit er seins ampts entschuldigt. Wie alßdan ir Mtt., kfl. und fstl. Gn., auch G. sich vergleichen, sey ime in aller undterthenigkeit wolfellig. Wann ye im zum allerliebsten, das ir Mtt., derselben hofgesind und dann chur- und fursten und andere stende deß reichs nach allem irem gefallen und wilkur möchten herberig und losament gedeuhen und eingegeben werden, solt an seinem vleis nichtzit erwinden. Aber zu verhueten obangetzeyt [sic!], furfallend zerruttung und beschwerdnuß hab er inen sölchs zuvor gantz guter, getreuer wolmaynung wöllen antzeygen, der zuversicht, sy werden sich auch hierin gantz gutwillig und schuldige ertzaigen. Das ist er, umb ir yeden in sonderhayt mit guttem willen zu beschulden, urputtig.

    «Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 142r–142v und fol. 144r–144v (Ausf.).

    ŠEuere kfl. Gn. bith ich genedigclichen zu vernemen, das auf Freytag, den 28. Ianuario, zu Regenspurg röm. ksl. Mt. diener H. Johan von Lyer zu Bercheim ankomen und mir seiner Mt. schrieften, inhalt derselben beyligends copy ausweyst, uberantwurt1, hierauf mundtlichen anzeygt, das ksl. Mt. genedigst begern, dieweyl irer Mt. hofmarschalh nicht hab mögen ankomen, das ich anstat meins hern von Bapnheims als des reichs erbmarschalh wölle irer Mt. offen behalten alle die herberig und behausungen, so ir Mt. auf jungst gehaltem reichstag des 32. jars in und ausserhalb irer Mt. quartier innengehapt, dagegen ich ime bericht thon, wie kgl. Mt. auch des vorhabens, daraus dan zerrutung ervolgen werde und onmoglich, die chur-, fursten und andere stend des reichs unterzepringen, zu geschweygen die zu- und abreytende gest der andern potentaten, so ausserhalb des reichs.

    Genedigster churfurst und herr! Mich hat ingeheim ain guter freundt bericht, das röm. ksl. und kgl. Mt. hofgesind furierung auf jungst gehaltem reichstag dermassen durch die gantzen stat Regenspurg ausgeordnet gewesen (wie ich dan den augenschein im werck also befind in allen creutzgassen und orthheussern), damit, so ain auflauf wurde, sy mit den handt[roren] konten einander entschiten und erraychen etc. Dogegen ich jetzo euere kfl. Gn., Hg. Hainrichen von Saxen, den Lgf. von Hessen, Mgf. Ernsten von Baden in ein gassen einfuriert und geordnet. Sover nun ir ksl. und kgl. Mt. vorhaben solt furtgeen, wurd euerer kfl. Gn. leybsherberig sampt andern behausungen, auch meinem genedigen hern, dem landtgraffen, etlich herberig entwendt und das kayserliche und konigliche hofgesind eingemischt, darein ich aber bis auf euerer kfl. Gn. weyttern bevehl nicht hab wollen bewilligen, auch von stund an dem edlen meinem herrn Wolffen zu Bapnheim etc., erbmarschalh, so allbereyt bey röm. ksl. Mt., alle handlung zugeschriben, damit sein edlckayt bey irer Mt. unterthaniglichen anhalt, solch furnemen genedigclichen abzuschaffen2. [...]. Rapt[im] am tag Purificationis Mariae anno etc. 41.

    « Nr. Š5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10 »

    Nürnberg StA, Herrschaft Pappenheim, Reichserbmarschallamt, Akten A IV 1/2, unfol. (Kop.).

    Nach der Ausschreibung des Reichstages nach Regensburg hat ihn der Reichserbmarschall Wolf von Pappenheim hierher verordnet und ihn beauftragt, Beschwerden der Reichsstände, wie sie auf einigen früheren Reichstagen wegen der Einquartierung vorgekommen sind, zu verhüten. Die im beiliegenden Verzeichnis aufgeführten Stände haben ihn um die Reservierung einer Unterkunft gebeten. Da er nicht wusste, dass Ferdinand beabsichtigt, den Reichstag persönlich zu besuchen, hat er einen Teil der Quartiere, die Ferdinand auf dem letzten Reichstag gemietet hatte, ständischen Interessenten zugewiesen. Als der Quartiermeister Ferdinands ihm mitteilte, dass er die gleiche Anzahl Quartiere wie beim letzten Reichstag benötige, hat er die leybherberigFerdinands durch den Quartiermeister Kf. Joachims von Brandenburg wieder räumen lassen.

    Nun hat ihm Johann von Lier mitgeteilt, dass auch der Kaiser alle Quartiere belegen will, die er beim letzten Reichstag innehatte. Also braucht man für den Kaiser und den König 700 Quartiere und 4.500 Stallplätze, so dass für alle Stände und die Gesandten der auswärtigen Mächte nur noch 200 Quartiere und 1.500 Stallplätze übrigbleiben. Zudem sind diese Quartiere zur Beherbergung von Fürsten nicht geeignet. Die ständischen Gesandten beschweren sich deshalb aufs höchste. Deshalb ist zu fürchten, dass einige Stände nicht persönlich erscheinen werden. Bittet, diejenigen Fürsten und Stände, die für sich persönlich Quartiere angemietet haben, in denen auf dem letzten Reichstag Mitglieder des kgl. Hofgesindes untergebracht waren, darin gebauen und sich mit aller unterhaltung und victualien versehen haben, nicht austreiben zu lassen. Bittet, dem kgl. Quartiermeister entsprechende Anweisung zu geben. Die betroffenen Stände werden dafür dankbar sein. Donderstag, den 10. February anno 41.

    «Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541] »

    Nürnberg StA, Herrschaft Pappenheim, Reichserbmarschallamt, Akten A I 2/1, unfol. (Kop.).

    Seinem Untermarschall sind in Regensburg wegen der Einfurierung allerlei Schwierigkeiten widerfahren1. Hat Nachricht, dass der Kaiser seinen Hofmeister N. an Šgewiesen hat, sich mit ihm zu verständigen, damit jedermann ordnungsgemäß untergebracht wird. Hat deshalb unterlassen, den Kaiser mit einem Bericht über diese Schwierigkeiten zu belästigen. Da der Kaiser, Kg. Ferdinand, Kurfürsten, Fürsten und Stände bereits auf der Anreise sind, bittet er, ihn, falls der Kaiser nicht beabsichtigt, ihn hinfuran von Nurnberg auß mit dem schwerd dienen zu lassen, zu beurlauben, damit er in Regensburg bei der Einfurierung etc. persönlich nach dem Rechten sehen kann.

    «Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 480r–481v (Ausf.); DV v. a. Hd. fol. 481v: Die von Bappenhaim supplicirn ihres erbmarschalchs gerechtigkeit und gefell halben etc.

    Wir haben mit hulf und rath des hochgebornen fursten, unsers genedigen herrn von Anhalts, und anderer euerer kfl. Gn. verordneter rethe röm. ksl. Mt. zum unterthanigsten suplicirend bericht die beschwerdnus unsers erbmarschalchampts und erstlich fur den abgang der halben judensteur zu Nurnberg, so dem erbmarschalchampt von Ks. Sigmunden und dem reich fur die gerechtigkait des spilplatz gegeben worden, gebethen umb die pfleg zu Weissenburg mit erpietung, nachdem dieselb umb 3.200 fl. gemeiner stat Weissennburg 20 jar lang versetzt, nach ußgang derselben jar den pfandschilling zu erlegen und an solcher kleinen erstatung benuegen zu lassen und, wiewol irer ksl. Mt. verordnete reichsrethe uns dieselben erkant, so ist doch darein ain verhinderung komen, das die sachen angeörtert ufgeschoben biß uf irer ksl. Mt. abraysen.

    Zum andern haben wir auch irer ksl. Mt. unterthaniglichen clagt die eingriff, so uns durch irer Mt. hofgesind in bemeltem unserm erbmarschalckampt beschehen, mit unterthanigster bith, dieselben gnedigclichen abtzuschaffen, und, damit solch mißverstand dest meer verhueth, wie dan bey irer ksl. Mt. vorfarn romischen kaysern und konigen alle tzeit gebreuchlich gewesen, das unser, der erbmarschalch, ainer irer Mt. hof nachgevolgt und wie ander irer Mt. hofgesind unterhalten worden und das ampt verwesen, gantz unterthenigclichen erboten, unsern vettern Georgen, wolcher der hyspanischen und frantzhoschischen sprachen kundig, irer ksl. Mt. zu hof ze stellen etc., welches ir ksl. Mt. in bedacht genomen und also ufgetzogen biß ongeverlich drey tag vor irer Mt. abraysen, daselbstn sich Pfgf. Fridrich, unser gnediger herr, gnediger wolmainung vernemen lassen, das ir ksl. Mt. uns mit gnaden genaigt und urputig were, ine antzunemen, yedoch konde sich ir Mt. nicht erinnern, das des reichs erbmarschalch auch het das ampt, wa ir Mt. nicht im reich weren, zu verwalten etc. Alleweil dann, genedigster churfurst und herr, ye und alweg unsere voreltern das erbmarschalchampt, es sey ain romischer kayser oder konig Šin oder außerhalb des reichs gewesen, on menigclicher irrung oder eintrag (außgenomen, was sich bey irer ksl. Mt. zug vor Marsilien, auch jetzicher kgl. Mt. zu Wien zugetragen) verwaltet und davon unser gerechtigkait und gefell gehapt, so haben ußerhalb euerer kfl. Gn. rath, wissen und willen wir uns nicht weiter wollen einlassen, dan allein kgl. Mt. unterthanigclichen angeruffen, hierinnen bey ksl. Mt. ain gnedigster berichter und furderer zu sein. Nun haben aber euere kfl. Gn. gnedigclichen zu erwegen, das dardurch euerer kfl. Gn. ertz- und unsers erbmarschalchampts hochaiten und gerechtigkeiten teglichs y lenger ye mer entzogen, derwegen an euere kfl. Gn. unser unterthänigst bitten, mit gnedigster hulf und rath zu erscheinen.

    Zum dritten so hat uns unser statschreiber bericht, wie euere kfl. Gn. derselben rethen nach unserm abtziehen geschriben und in die abred und vertrag der irrungen, zwischen unsern genedigen herren, den pfaltzgraven, und unser bißher schwebend, gnedigclichen bewilligt, auch inen, den rethen, bevolhen, mit den stetten Augspurg und Nurnberg zu handeln der straß halben etc. Deß sagen eueren kfl. Gn. wir hochvleissigen danck. Demnach aber die zeit zu kurtz gewesen, ichtzit darinnen zu handlen, so ist an euere kfl. Gn. nochmalen unser unterthanigst bithen, die wollen gnedigclichen geruchen, beden stetten darumben zu schreiben, oder, so es der sachen furderlicher, auf angesatztem tag zu Speyr euerer kfl. Gn. rethen nochmalen genedigsten bevelh zu geben, mit derselben gesandten mundlichen ze handlen, und euere kfl. Gn. ertzeigen sich in disem allem, wie unser höchst vertrauen. Das umb euere kfl. Gn. stet uns zusampt schuldigen pflichten alle tzeit in unterthanigster gehorsami zu verdienen. Datum Donerstag nach Augustinj anno etc. 41.

    «Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. I, fol. 258r–259v (Kop.); DV fol. 259v: Exhibitum dominis presidentibus per dominum oratorem 17. Januarii anno 1541.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 70r–71v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 71v: Wurmbs 1541. Durch ksl. Mt. an den H. Granuelhn, darauf der abschiedt ervolgt. Abschiedt. C.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 98r–99v (Kop.); DV fol. 99v: Copiales imperatoris et regis ad dominum a Granuella volunt, ut propter concordiam in religione et communem Germaniae utilitatem ab eo conventus Wormatiae Ratisbonam quamprimum transferatur atque promoveatur.

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten Bd. 2,1, Nr. 112 , S. 208–210; Corp. Reform. IV, Nr. 2128, Sp. 28–30.

    Accepimus postremas vestras literas, ex quibus (praeter alias superiores complures, in quibus iamdudum hoc abunde significatum est) intelleximus ea, quae usque ad eum diem, quo postremae vestrae datae sunt, acta fuerint cum a Švobis tum a commissariis praesident[i]um ad colloquium hoc promovendum et exordiendum quodque hactenus hica fieri non potuit propter impedimenta et difficultates, quae interciderunt. Certum etiam habemus bonam in hac re operam et officium praestitum arbitramurque Deum (cuius haec est causa) ita id fieri permisisse ob meliorem aliquem finem eumque pro sua benignitate clementiaque inspiraturum nobis et omnibus partibus rationes et modos consentaneos et acceptos in proxima dieta ad reducendam Germaniam in catholicam unionem, ut sancte et tranquille illi servatur. Praesertim vero firmam spem concepimusb cum auxilio Dei postquam, ut nobis scribitis certioresque nos aperte facitis, omnes ex partibus ad hanc concordiam propensissimos esse et maxime animatos, quod sane nobis magnopere gratum est, cum nihil sit ex omnibus rebus, quod ardentius desideremus cumque, ut vobisc perspectum est, ob eam causam ex nostris regnis Hispaniarum discessimus omnibus negociis relictis et posthabitis iterque ingressi sumus tam grave et tantum et tale, quod omnibus facile perspicuum esse potest.

    Postquam autem initium colloquii istius hactenus retardatum est literisque vestris significatur adhuc nonnihil superesse difficultatis, commodius nobis videtur, ut acceptis istis praesentibus (sive colloquium coeptumdsit sive non) consideretis vos et orator serenissimi regis Romanorum, fratris nostri, dictique commissarii, ut recessum honestum et convenientem instituatis, ne dieta imperialis proxima aut impediatur aut retardetur utque dictae partes eo citius Ratisponae adsint, quo in loco dieta est definita, quoque nos accedere Deo ita concedente ad finem istius mensis praesentis posteaque continuo opus ipsum aggredi decrevimus. Ut praeterea omnes utriusque partis serio admoneatis iniungatisque posthabitis quibuscunque excusationibus, ibi praesentes adsint, utque animadvertant et considerent, quantum illorum dicta concordia intersit quodque illa numquam aeque commode ut hoc tempore sarciri possit, conferantque et cogitent officium et laborem, quem in hunc finem praestamus. Exhortantes eos insuper, ut interea quisque pro se animadvertat et ex charitate christiana cogitet rationes, quae ad synceram, apertam et integram concordiae huius directionem conducant. Quantum sane est officii nostri, continenter ei rei invigilamus talesque nos exhibebimus faciemusque, ut accedente subsidio et officio illorum bonus effectus consequatur utque omni Germaniae perspectum et cognitum sit nostram sententiam talem esse et semper fuisse ad pacem et communem eius utilitatem cuiusmodi dictis partibus tam generaliter quam particulariter significastis. Vestro igitur studio committimus iniungimusque ea, quae superius dicta sunt atque praeterea id totum, quod convenire videbitur, ut omnes se apparent conveniantque ad proximam dietam imperialem, quem Šadmodum antea explicatum est, occurratisque nobis, quam citissimeepoteritis, quod cum brevi futurum speramus, cum nunc in itinere sumus, servamus ea, quae reliqua sunt ex literis vestris aliisque negociis in id tempus praeter ea, quae vobis respondimus per postremum veredarium. Charissime etc., Deus sua sancta protectione vos conservet.

    Scriptum Sersburgi, 15. Ianuarii anno 1541

    «Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13a/Konv. 2, fol. 268r–309r (Ausf.).

    B  koll. Konstanz StadtA, G 7 (Reformationsakten), fol. 412r–447v (Kop.).

    C  koll. Straßburg AM, AA 494, unfol. (Kop.).

    Sachsen und Hessen haben aus triftigen Gründen auf den 19. Dezember 1540 einen Bundestag nach Naumburg ausgeschrieben1. Auf diesem Bundestag wurde folgendes beschlossen:

    ŠBraunschweig betreffend:

    Braunschweig wird von Hg. Heinrich, Goslar vom Kammergericht bedroht. Sachsen und Hessen haben Braunschweig erlaubt, zur Abwehr tätlicher Übergriffe 200 Reiter auf Kosten des Schmalkaldischen Bundes anzuwerben und zu unterhalten sowie das in Braunschweig hinterlegte Geld zu Verteidigungsvorkehrungen zu verwenden. Warum dies alles nicht verwirklicht wurde, wurde den Gesandten auf dem Bundestag erläutert. Zudem haben die Gesandten Braunschweigs berichtet, welche weiteren Beschwerungen die Stadt seit dem Arnstädter und Schmalkaldener Bundestag zu ertragen hatte. Die Gesandten hatten gehofft, dass auf dem im Schmalkaldener Bundesabschied aufgezeigten Wege die Beschwerungen abgestellt werden könnten.

    Die Mehrzahl der braunschweigischen Beschwerden wurde in Arnstadt und Schmalkalden als Religionssachen anerkannt. Hinzu kommt nun, dass Hg. Heinrich der Stadt die Abschaffung des altkirchlichen Kultes in den Stiften St. Blasius und St. Cyriakus höchst übel nimmt, die Stadt um der Religion willen aller Privilegien und Freiheiten für verlustig erklärt, die Einkünfte der Bürger aus dem Herzogtum Braunschweig konfisziert, viele Bürger gefangen genommen hat, streifende Rotten auf Wege und Straßen patrouillieren lässt, Brücken abreißen, Bürger fangen, schlagen und verhöhnen lässt, die Gefangenen und die konfiszierten Güter erst wieder freigeben will, wenn Braunschweig die altkirchlichen Zeremonien restituiert.

    Alle diese Übergriffe und Anmaßungen werden als Religionssachen anerkannt, für die die Bündnisverpflichtung gilt. Die Bundesobersten sollen deshalb der Stadt Braunschweig 400 Reiter und zwei Fähnlein Knechte schicken und zur Verteidigung zur Verfügung stellen. Für den Fall, dass sich diese Hilfe als unzulänglich erweist, werden die Bundesobersten ermächtigt, die Bundes- und Kriegsräte zur Beratung der Sachlage einzuberufen. Da Braunschweig mit Hg. Heinrich aber auch wegen etlicher Profansachen in Streit liegt, soll die Stadt auch diejenigen, die verpflichtet sind, ihr in Profansachen beizustehen, um Hilfe angehen.

    Falls Braunschweig mit Hg. Heinrich Frieden schließt, muss die Stadt dabei den schmalkaldischen Bundesvertrag und die Bundesverfassung berücksichtigen. Wenn den Braunschweigern gütliche Unterhandlung angeboten wird und einige Aussicht auf Erfolg gegeben ist und die Unterhändler für die Schmalkaldener akzeptabel sind, sollen die Braunschweiger die Bundesobersten darüber unterrichten. Diese sollen sich dann der Bundesverfassung gemäß halten und den Braunschweigern zu ihrem Vorteil raten.

    ŠDie Bundsobersten sollen die für Braunschweig bestimmte Hilfe notfalls auch für andere etwa bedrohte Verbündete verwenden dürfen2.

    Goslar: Man hat auch über die über Goslar verhängte Acht beraten. In ihrer Eingabe an den Bundestag bittet die Stadt Goslar unter Hinweis auf ihr Schreiben an den Kaiser und das Ausschreiben des Bundes um Rat und Hilfe, weil sie in die gegenwärtigen Schwierigkeiten um der Religion willen geraten sei. Die Bundesgesandten hatten gehofft, dass Goslar diesen Bundestag stattlicher beschicken und seinen Vertretern die Akten mitgeben würde, damit sich die Verbündeten ein um so vollständigeres Bild machen könnten. Doch ist dies wegen zu großer Gefahr und Unsicherheit unterblieben. Goslar gilt deshalb als entschuldigt. Auf der Grundlage der von Goslar eingereichten Schriften und der bisherigen Bundesabschiede wurde festgestellt, dass Goslar, dem die Gesandten nichts mehr als Vertrag und Frieden wünschen, nicht im Stich gelassen werden dürfe, weil die Stadt vermuttlich umb des haß willen, der zu inen von wegen der relligion getragen, in die acht erkanth worden ist.

    Und was erstlich den wegk belanget, dadurch sie mit radt getrost werden solten, ist durch bescheene antzaige des Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen verordenten rethen gnugsam erclerth, welchermaßen die stadt Goßlar nach stadtlichem, empfangenem radt und bedencken an die ksl. Mt., auch an den H. Granvhel uf dem jetzt gegenwertigen gesprechstag zu Wormbs supplicirt und dan auch von den rethen, geschickten und botschaften der stende christenlicher vorain, sovil dieselbten zu Wormbs beyeinander versamblet seint, fur sie, die von Goßlar, stadtliche und ernstliche furbieth bescheen, alles mit solchem vleis, das auch wol fur unnottigk und uberflussigk geacht werden mocht, uber solche ordentliche ausfuerung und bericht ferner anhalten zu thun. Noch dannocht, damit man zu spurren und zu vornemen hette, das den von Goßlar diese beschwerung zue irem verderben hogst angelegen were, so ist fur gut angesehen worden, wo der reichstagk zu Regenspurg zu fortgang keeme, das man solch der von Goßlar anliegen, grundt und fugen in einem kurtzen begreif und sumari verfassen und denselben nachmaln an die ksl. Mt. und die andern chur- und fursten, grafen, stende und stete des reichs mit bester geschickligkeit langen lassen solt, und das Goßlar auch abwarte und vornheme, do der stetetage, welcher nach Trium Regum gegen Regenspurg angesatzt, furgengig, was bey demselben geslossen und im radt funden werden wolle.

    Für die Zwischenzeit bis dahin sagen die Verbündeten Goslar allen Rat und alle Förderung zu, um der Stadt aus ihren Schwierigkeiten zu helfen. Daneben wurde auch erwogen, ob, wenn sich die genannten Maßnahmen als unverfänglich erweisen, Goslar nicht auch mit konkreter Hilfeleistung unterstützt werden sollte. Ein großer Teil der Gesandten machte darauf aufmerksam, dass aus den vorliegenden Informationen eindeutig hervorgehe, dass Goslar früher durchaus wohlgesinnte ŠRichter gefunden, auch seiner Sache günstige Urteile erhalten habe und nur wegen der Religion in die Acht erkannt sei und dass deshalb die goslarische Frage als Religionssache anerkannt und von den Verbündeten verteidigt werden müsse. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass, wenn Goslar unterliege, dies sehr wohl die christliche Religion insgemein betreffe und die Goslarer Bürger in Gewissensnot bringen werde, weil sie dann die altgläubige Geistlichkeit und den altkirchlichen Kult restituieren müssten, zum Ärgernis, zur Verführung und zur Spaltung des Volkes. Das wolle kein Stand des Schmalkaldischen Bundes dulden.

    Dagegen wurde eingewandt, dass der Konflikt zwischen Goslar und Hg. Heinrich nicht um der Religion willen ausgebrochen sei. Die Vertreter dieser Auffassung bedauerten auch, dass die Akten nicht in hinreichendem Umfang vorlägen, hatten auch keine Vollmacht zu definitivem Beschluss3.

    Einige Stände haben daraufhin beantragt, die Stimmstände des Bundes darüber votieren zu lassen. Andere dagegen haben gebeten, von diesem Verfahren Abstand zu nehmen, weil es bisher noch nicht angewandt worden sei.

    Die Entscheidung, ob es sich bei der Goslarer Frage um eine Religionssache handelt, wurde deshalb vertagt, doch unbegeben alles des, das Goßlar in craft der vorstendtnus auch aller ergangener abschiede geburth, aignet und zusteet. Die Gesandten kamen auch überein, dass man in ander wege ausserhalb der voraynigung der von Goßlar halben uf geburendt wege bedacht sein solle.

    Diejenigen Gesandten, die hier noch nicht die Goslarer Frage als Religionssache anerkennen konnten, haben versprochen, ihre Obrigkeiten gründlich über die ganze Angelegenheit zu informieren und darauf hinzuarbeiten, dass ihre Obrigkeiten ihre Entscheidung innerhalb von 6 Wochen den Bundesobersten mitteilen4. Wenn diese Stände die Goslarer Frage als Religionssache anerkennen, soll es dabei bleiben, wenn nicht, sollen die Stimmstände des Bundes darüber defintiv entscheiden5.

    Beschickung des reichstags: Nachdem auch in dem ausschreiben dieses tags halben unther anderm durch rethe und botschaften alhie zu beratschlagen und Šzu erwegen gemeldt, ob der durch ksl. Mt. ausgeschriebene reichstag von aller der christenlichen vorain stende wegen uf ein gemeine volmacht und instruction ader durch jeden erforderten standt sonderlich zu beschicken sein sol etc. Wiewol nu nit an, das die relligion aine gemeine sach aller aynungsverwandten stende und desselbigen verainigten corpers, darauf auch die christenliche vorain gewidembt und ergrundet ist, darumb unschwer sein wolt, sembtlichen derwegen zu schicken, so wirdet doch hinwider durch rethe und botschaften diß bewegen, das in ksl. Mt. ausschreiben andere meher puncten, uff bestimptem reichstag zu beratslagen, angeregt und Kf., Ff. und stende baiderseits und ein jeder sonderlich und particulariter bey der vorwandtnus und pflicht, damit sie ksl. Mt. und dem reich zugethann, erfordert sein worden. Derhalben durch angetzaigte semptliche beschickung allen furfallenden handellungen nicht wolte gnug bescheen, auch diß daraus erfolgen, so die sachen, welche die religion nit betreffen noch sich darein ziehen, nicht solten in gewonlicher session mittractirt und beratslagt werden, das sie durch die ksl. Mt. uf solche semptliche beschickung davon ausgeslossen und des andern teils bedencken darin diesen stenden zu nachteil allain furdrucken wurde. Zudeme, das auch aus solcher semptlichen abefertigung erfolgen mocht, das die stende, so auch der augspurgischen confession und doch nicht der vorain vorwandt, aber dannocht, die relligion inmaßen diese stende mitzuvertretten, gneigt sein, wie sie dan auch die tege gegen Hagenaw und jetzt gegen Wormbs beschickt haben, gar ausgeslossen und solchs von inen dafur den sachen zu nachteil geacht mochte werden. Derwegen wirdet bedacht, rettlicher, auch der vormanthena pflicht halben sicherer und besser sein, das ein jeder standt vor sich selbst den reichstag, wo derselbige erstrackt were ader ein anderer in gleicher form wider angesatzt wurde ader der angesatzte also seinen fortgangk haben solt, wie dan geschrieben wirdet, besuche ader nach seiner gelegenhait stadtlichen beschicke.

    Es solt auch nit ungut sein, das der Kf. zu Sachssenn und Lgf. zu Hessen Mgf. Jorgenn von Brandeburg, auch die von Nurnberg freuntlich und gnediglich anlangen thetten, weil sie der augspurgischen confession mitverwandt und dieselbige bißhier uf gehaltenen tegen dem almechtigen zu lobe und erweitterung gotlicher warheit hetten mitvertretten helfen, das sie gleich den stenden dieser vorain uf kunftigem reichstage in solchen sachen in furfallenden beratslagungen und handellungen mit fursehen, auch iren rethen im falh, das Mgf. Jorg uf solchem reichstag aigner person nicht sein wurde, und die von Nurnberg solchs iren und irer mitverwandten stete botschaften, an irer stadt zu thun, bevelhen wolten, darauf sie auch ane tzweifel dester gneigter dartzue sein wurden6.

    ŠUnd wiewol Mgf. Hans zu Brandeburg, was die besuchung ader beschickung der reichstege antrieft, durch den bruder, den churfursten, wie man sagt, entnomen muß werden, nachdem aber sein fstl. Gn. der vorain vorwandt, solt nit ungut sein, das er in gleichnus auch ermhanet wurde, der relligion halben etzliche, die den sachen wol geneigt, von seiner fstl. Gn. wegen zu schicken und dergleichen bevelich inen, wie jetzt gemelt, auch zu thun7.

    Wiewol auch die sechssischen und sehestete des wenigern teils dem reich ane mittelh verwandt und derhalben die reichstege nit beschicken, so wirdet doch fur gut angesehen, dieweil inen gleich den andern stenden der christenlichen confession an den sachen zum hochsten gelegen und der handellung mitgenissen und entgelten mußen, das ein jede derselbten stete ein geschickte radtspersonen mit etwo einem predicanten ader sonst einer gelerten ader nutzlichen personen nach einer jeden stadt gelegenheit zu so vil merer stadtlicher berathslagung solcher großwichtigsten sachen, auch zu sterckung der vorwandtnus den andern stenden und iren rethen und botschaften zuschickten.

    Und dieweil rethe und botschaften von den churfurstlichen sechssischen und den hessischen rethen bericht empfangen, auch inen ein notelh verlesen, welchergestalt baide ire kfl. und fstl. Gn. an ksl. Mt. geschrieben [Nr. 416] und allerlay ehaften der personlichen erscheynung halben furgewandt, doch mit angehengtem, underthenigstem erbiethen, im falh ksl. Mt. resolucion sich aller untherdenigkeit uf maß desselben schreibens zu halten, darauf sich ire kfl. und fstl. Gn. numeher teglichs antworth vorsehen, so achten rethe und botschaften ane noth sein, das an ksl. Mt. des gleits halben ferner zu schicken ader zu schreiben8, sondern berurter antworth zu erwardten, auch nach gelegenheit derselben durch ire kfl. und fstl. Gn. zu erwegen sein, ap an ksl. Mt. weiter zu schreiben ader zu schicken sein wolle. Dan leichtlich ist zu achten, was den stenden der christenlichen vorain daran gelegen, das baide churfurst und fursten Sachssen und Hessen ader zum wenigsten ir ainer aigner person uf kunftigem reichstag sein möcht. Aber ane sonderlich vorgleittung solchs semptlich ader sonderlich zu thun, kondten rethe und botschaften nit fur ratsam noch gut ansehen nach gelegenheit aller furstehenden leufte und geschwindigkeiten. Wollen aber verhoffen, auch von wegen irer hern und obern mit vleis gebetten haben, das sie im falh irer kfl. und fstl. Gn. personlichen nit-erscheinung gleichwol ire furnemliche rethe schicken wolten mit geburlichem gewaldt und bevelich, an irer kfl. und fstl. Gn. stadt die sachen zu furdern.

    So wirdet auch ferner bedacht, es trage sich mit dem gesprech zu Wormbs zu, uf welchen wege es wolle, so wirdet doch nit vorpleiben, umb ferner vorgleichungshandellungen uf dem reichstage antzuregen ader diesen stenden den unglimpf uftzuschieben, als solte bey inen der mangel gewest sein, das Šman zu keiner fruchtbarn handellung hette kommen mugen, darwider aber bestendigs gegenberichts vonnotten sein will, auch sonderlich hierumb, das im falh, do kein gutliche vorgleichung der relligion bescheen wurde, von dem wege eins rechtmessigen concilii geredt sol werden. So solte derhalben in alwege gut sein, das die rethe, botschaften und theologen, so itzo zu Wormbs sein, wo nicht alle, doch eins gueten teils neben andern gesandten uf kunftigen reichstag aus angetzaigten ursachen widerumb verordenet möchten werden, dan ane tzweifel werden die papistischen heftigk darauf dringen, das dieser teilh in ein solich rechtmessig concilium, wie sie es achten, gleich inen solte vorwilligen, welchem der babst als das haubt presidirt und mit seinen veraidetenb bischofen allain ius decidendi hette und also der furnembste gegenparth auch richter sampt deren anhengigen weltlichen potentaten weren, darwider doch durch diesen teilh die bebstlichen concilia zu Mantua und Vincentz neben andern ursachen vorschiener zeit stadtlichen recusirt seint worden. Aber der theologen halben wolt in sonderheit vonnöten sein, das sie mit keyserlichem gleit möchten vorsehen werden, inmassen rethe und botschaften durch ire ksl. Mt. der tege halben zu Hagenaw und jetzt zu Wormbs schrieftlich vorgleit seint worden.

    Und nachdem, wie obsteet, alhier fur besser und sicherer geacht wirdet, das ein jeder churfurst, furst und standt der christenlichen vorain fur sich selbst zu dem reichstage personlich kome ader an sein stadt gnugsam schicke, so wirdet weiter fur gut angesehen, das es mit den beratslagungen und furwendungen dieser sachen, die relligion anlangendt, dermaßen gehalten werde, wie es zu Augspurgk, auch uf den andern erfolgten reichstegen bißhier gehalden ist worden, nemlich, das alle confession-, protestacion- und aynungsverwandten stende in berurten sachen und handellungen beyein und fur einen parth stehen und, was darin zu thun und antzutzaigen, semptlich beratslagen und furwenden und sich darin voneinander nit trennen noch sondern lassen, dieweil die ksl. Mt. solcher sonderung nu so oft uf reichstegen stadtgegeben und zu Augspurg selbst den anfang gemacht und die stende uf zway teil gescheiden hadt. Dann solte sich ein jeder standt wie in andern prophansachen unther den stenden des gegenteils in seiner session derwegen vornemen lassen, so möchte sich zutragen, wie uf dem andern reichstag zu Speier understanden wardt, davon dan die protestacion und appellacion dieses teils erfolgten, das man die stende dieser relligion mit dem merern uberstymen wolt etc.

    Und apwol die sachen, den Turckenn, auch die untherhaltung des chamergerichts belangendt, sonsten an inen selbst fur prophan und gemeine reichshendel zu achten, wil doch die notturft sein, wie uf vorigen tegen auch bedacht, darinnen semptlichen zu vorstehen, dan dieweil kgl. Mt. an der turckenhulf, sonderlich nach itziger gelegenheit der hendelh in Hungern merglich und groß gelegen, so will zu erlangung eins beharlichen fridens ader anstandts biß uf ein gemein, frey, christenlich concilium, auch gleichmessiger besetzung des Šchamergerichts die turckenhulf nit wenig furdern, so sich niemandts aus den stenden dieses teils derselben halben absondert, sonder von allen dieses teils stenden ein gleichhellige, ufftzugige antworth gegeben werde, inmassen sich Kf., Ff. und stende dieser vorain uf den tegen zu Schmalkaldenn vor vier jaren, auch darnach zue Braunschweig nach lauth der doselbst und anderer gemachten abschiede solcher antworth miteinander vorainiget und entschlossen. Dan solte sich auch ein jeder standt dieser vorain particulariter am orth seiner session darumb vornemen lassen, so wurde er uberstimbt und möchten baide artickel, nemlich die turckenhulf und die beschwerung des chamergerichts belangendt, nicht zugleich und uf ein malh in handellung genomen werden. Wo dan gleich der eusserliche fride gegen bewilligung der turckenhulf eingereumbt wurde, so stunden doch die chamergerichtsbeschwerungen aussen und man wurde mit berurter turckenhulf die erledigung derselbten nit meher erdringen konnen, welchs den christenlichen stenden nachteiligk und gleich so vil sein wolt, als were gar kein fride noch anstandt gegen der bewilligten hulf erlangt. Dan leichtlich zu achten, wo das chamergericht nicht sol mit andern personen, dan wie jetzt daran und wider dieser stende relligion vorpflicht sein, besatzt werden, so wolt es einen wegk gleich so vil als den andern sein, aus ursachen, so in untherreden durch rethe und botschaften bedacht seint worden. Doch stellen solchs rethe und botschaften dohin, was die stende und ire gesandten der christenlichen vorain zu Regenspurg zue irer ankunft in deme, wie die beschwerungen der turckenhulf und des chamergerichts bequemlich sollen furgewandt werden, weiter bedencken werden, doch das aus den vorigen vorainigungen und abeschieden, es bescheen semptliche ader sonderliche furwendungen, nit geschritten werde.

    Nachdem auch zu besorgen wil sein, das an solchem orth, do die röm. ksl. Mt. personlich gegenwertigk sein wirdet, diesem teil oft ungehorsam, abefalh, auch als man zu entbörung handelte, wollen zugemessen und solchs zufurderst den auswertigen botschaften eingebildet werden, ire konige und herschaften wider diese stende dest meher zu vorbittern, so wirdet fur gut angesehen, das die stende mitlerweil darauf wollen verdacht sein, wie sie sich darwider ufs stadtlichst verantworten und entschuldigen wollen, das sie auch ire gelerten uf ein form eins rechtgeschaffenen, freien, christenlichen concilii und, wie das chamergericht gleichmessigk zu verordenen und zu besetzen sein solt, lassen gedencken und ratslege vorfassen und die dohin mit uf den reichstagk schicken, daraus man sich zu ersehen und alsdan die notturft mit guetem grunde muge furzuwenden haben.

    Mordbrenner: Den Gesandten wurden die Geständnisse etlicher bestraften bzw. gefangen gehaltenen Mordbrenner vorgelesen. Entnehmen daraus, dass das Mordbrennen gegen die protestantischen Stände gerichtet ist. Es wird daraus auch ziemlich klar, wer die Anstifter etc. sind. Es erscheint zwar bedenklich, auf die Aussagen der gefangenen Delinquenten hin hochstehende, adlige Personen in Verdacht der Anstiftung zu bringen. Andererseits aber wurde erwogen, dass nicht angenommen Šwerden kann, dass dieses Mordbrennen ohne konspirative Anstiftung erfolgt sei. Zudem wurden auch ziemlich viele Täter, und zwar an verschiedenen Orten, bereits überführt. Die bisher gestellten Täter kennen sich auch untereinander nicht. Und doch haben alle sehr ähnliche Aussagen gemacht, aus denen geschlossen werden kann, dass das Mordbrennen aus einem bestimmten Territorium dirigiert wurde. Die protestantischen Stände können auf keinen Fall untätig bleiben, weil mit der Aburteilung der gefassten Täter wenig erreicht ist und den Anstiftern so das Handwerk nicht gelegt werden kann. Diese werden vielmehr für Geld immer wieder leichtfertige Leute finden.

    Deshalb sollten sich die Verbündeten dieser Sache mit Nachdruck annehmen und versuchen, Genaueres über die Hintergründe und die Anstifter des Mordbrennens in Erfahrung zu bringen. Da Sachsen und Hessen in ihrem Schreiben an den Kaiser wegen des Reichstagsbesuchs bereits auf das Mordbrennen als einen der Gründe, die ihr persönliches Erscheinen hindern könnten, hingewiesen haben, kann man des Kaisers Antwort darauf zum Anlass nehmen, die ganze Angelegenheit weiter zu verfolgen. Sachsen und Hessen sollen durch Rechtssachverständige die vorliegenden Geständnisse von Mordbrennern daraufhin prüfen lassen, ob sich daraus Aufschluss über die Hintergründe und Anstifter gewinnen lässt. Die Gesandten wollen nach ihrer Heimkehr ihre Obrigkeiten ausführlich über das Mordbrennen informieren und sie dazu bewegen, darüber zu beraten, insbesondere darüber, wie man die ganze Angelegenheit dem Kaiser auf kommendem Reichstag füglich anbringen und ihn dazu veranlassen kann, gegen die Anstifter rechtlich vorzugehen bzw. gegen sie notfalls den Landfrieden anzuwenden. Wie dies Anbringen, ohne dass ungewollte Weiterung entsteht, formuliert werden kann, haben die Gesandten zwar beraten, aber nicht definitiv beschlossen. Darüber soll erst während des Reichstages endgültig befunden werden9.

    Lüneburg: Die Gesandten Hg. Ernsts von Braunschweig-Lüneburg haben an den Konflikt des Herzogs mit dem Ebf. von Bremen wegen des Stifts Bardowick erinnert. Dieser Streit wurde bereits als Religionssache anerkannt und auch in der zu Frankfurt übergebenen Liste anhängiger Prozesse in Religionssachen aufgeführt. Obwohl der Herzog die Rekusation und andere Rechtsbehelfe anführte, prozessierte das Kammergericht weiter und fällte ein Urteil. Dieses Urteil wurde verlesen. Da zu befürchten ist, dass das Kammergericht noch weitergehen und den Herzog in die Acht erklären wird, bitten die lüneburgischen Gesandten um Rat und Beistand.

    Die Gesandten der Verbündeten brachten ihr Bedauern über den geschilderten Gang der Entwicklung zum Ausdruck. Sie erinnerten an die früheren Bundesbeschlüsse, wie man sich in Religionssachen verhalten solle. Sie können dem Herzog nicht raten, in etwas zu willigen, was diesen Abschieden zuwiderläuft. Sie können dem Herzog auch nicht raten, sich dem Kammergerichtsurteil zu unterwerfen oder etwas zu tun, was der erfolgten Kassation der Prozesse in Religionssachen bzw. Šder Rekusation abbrüchlich sein könne. Wenn der Herzog sich an die früheren Bundesbeschlüsse halte und deshalb in Schwierigkeiten komme, werde man ihn aufgrund der Bundespflicht nicht im Stich lassen10.

    F. Wolfgang von Anhalt: Anfrage des F. Wolfgang von Anhalt, ob die Äbtissin von Gernrode auf das ksl. Ausschreiben hin den Reichstag besuchen solle. Da die Gesandten die Sachlage nicht genau kennen, können sie keine bestimmte Antwort geben. Zweifeln nicht, dass der Fürst sich dem alten Herkommen gemäß zu verhalten wissen wird. Empfehlen dem Fürsten, entweder als Erbschutzherr des Stifts die Vertretung der Äbtissin zu übernehmen oder aber sich von der Äbtissin als Vertreter ausdrücklich bevollmächtigen zu lassen.

    Was den Komtur zu Buro betrifft, der ins Magdeburgische gegangen ist wegen seines unzüchtigen Lebens und nun die Einkünfte seiner Komturei beansprucht, die ihm F. Wolf nicht zukommen lassen will, verweisen die Gesandten auf den in Braunschweig im Hinblick auf Kursachsen gefassten Beschluss, wonach Komturbesitz wie der übrige geistliche Besitz zu behandeln ist. F. Wolfgang wird also darauf sehen müssen, dass der emigrierte Komtur die Einkünfte seiner Komturei nicht weiterhin widerrechtlich beziehen kann.

    Die Ff. zu Anhalt zu Dessau belangend: Die Gesandten stellen es den Ff. Georg von Anhalt, Dompropst zu Magdeburg, Johann und Joachim von Anhalt anheim, auf das ksl. Ausschreiben hin den Reichstag in Regensburg persönlich zu besuchen oder sich durch Gesandte vertreten zu lassen11.

    Und dieweil dan ausserhalb irer fstl. Gn. sonsten meher stende seint, so nach dem nurnbergischen fridestandt zu dieser christenlichen vorstendtnus komen, welche deshalben den reichstag, dieweil die in allen handlungen, so mit dem kaiserlichen oratorn in verlaufener zeit furgewest, von den andern stenden mit in den friden getzogen worden, unsers erachtens nit unbesucht werden lassen, so werden sich ire fstl. Gn. nach irer gelegenheit und vermuge des obberurten artickels, von beschickung des reichstags meldendt, auch zu halten wissen.

    ŠTecklenburg: Nach der Protestantisierung des Klosters Osterberg haben etliche geflohene Mönche beim Kaiser ein Mandat ausgewirkt, das die Wiederherstellung der früheren Verhältnisse anordnet. Der Bf. von Osnabrück unterfange sich, die Geistlichen in der gräflichen Herrschaft Rheda zu schützen, hat auch den Klöstern verboten, dem Grafen Frondienst beim Bau des Schlosses Rheda zu leisten, ihm Steuern zu zahlen und den von ihm ausgeschriebenen Landtag zu besuchen. Das alles ist gegen das alte Herkommen und nur wegen der Religion geschehen.

    Darauf wurde dem Grafen geraten, in Sachen Osterberg dem ksl. Mandat nicht zu gehorchen, sondern es bei seinen Maßnahmen bleiben zu lassen. Auch soll der Graf dem Bf. von Osnabrück, was die Religion betrifft, nicht nachgeben. Gegebenenfalls wird der Bund den Grafen unterstützen. Was Fron, Steuer, Landtagsbesuch angeht, so sind dies zwar keine Religionssachen, doch wollen die Gesandten dem Bischof deswegen schreiben, in der Zuversicht, der Bischof werde dann unbillige Ansprüche fallenlassen.

    Straßburg: Auf die Klage des Kartäuserprovinzials am Rhein, des Priors auf dem Michelsberg bei Mainz und des Priors der Straßburger Kartause, Lamprecht Pascualis, hat das Kammergericht unter Androhung der Acht entschieden, dass Straßburg die von ihm bestellten Vorsteher aus der vor Straßburg gelegenen Kartause Frauenberg abberufen und alles in den früheren Stand restituieren muss. Nun hat Straßburg, bevor das Mandat erging, bereits den alten Zustand wiederhergestellt. Nur der altkirchliche Kult wurde nicht wieder restituiert. In diesem Punkt will Straßburg auch dem Mandat nicht nachkommen.

    Die Gesandten billigen den Widerstand Straßburgs gegen die Wiedereinführung des altkirchlichen Kultes in der Kartause und sagen für den Fall, dass daraus Schwierigkeiten entstehen, den Beistand und den Schutz des Bundes zu. Die Gesandten nehmen an, dass diejenigen, die dem Kloster Zinsen und Renten zu zahlen haben, auf das Straßburger Ausschreiben hin sich entsprechend verhalten werden. Für dieses Mal lassen es die Gesandten dabei bewenden. Auf weiteren Antrag Straßburgs hin wird man später zu erneuter Beratung bereit sein12.

    Memmingen und Esslingen: Mündlicher und schriftlicher Bericht der Memminger Gesandten über den Kammergerichtsprozess Memmingens gegen den ksl. Fiskal und die Erben Dr. Vogelmanns. Obwohl diese Angelegenheit als Religionssache anerkannt wurde, will Memmingen, da gute Aussicht auf einen Sieg im Prozess bestehe, diesen Prozess am Kammergericht weiterführen13.

    Die Gesandten können Memmingen nicht raten, den früheren Abschieden, der Rekusation und Appellation zuwiderzuhandeln. Wenn Memmingen nach den frü Šheren Beschlüssen verfährt und bei der Rekusation bleibt, soll es des Bundesschutzes sicher sein.

    Gleicher Bescheid wurde den Gesandten von Esslingen hinsichtlich des Kammergerichtsprozesses ihrer Stadt gegen den Geistlichen Benedikt Bautz gegeben. Esslingen soll sich in dieser Sache vor dem Kammergericht nicht einlassen14.

    Einbeck: Erlittener Brandschaden. Hilfeleistung der Verbündeten15.

    Lüneburg wegen der durch die im Herzogtum Lüneburg vergarderten Knechte verursachten Kosten. Bewilligung von 800 fl. unter Vorbehalt.

    Minden: Bericht Mindens über die gegen die Stadt ergangene Achterklärung und über die Übergriffe ihrer Feinde. Was die Acht betrifft, erinnern die Bundesgesandten daran, dass die Sache Mindens als Religionssache anerkannt und bereits in Arnstadt Hilfe und Beistand versprochen wurden. Doch soll Minden selbst die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, um vor Überraschungsschlägen sicher zu sein, und die Bundesobersten über die Entwicklung der Dinge, die Maßnahmen der Gegner etc. stets auf dem Laufenden halten. Was die erwähnten Übergriffe angeht, soll Minden die Vorgänge in allen Details den Bundesobersten mitteilen. Diese werden sich dann gemäß dem Arnstädter Abschiede verhalten16.

    Erklärung der Räte Hg. Heinrichs von Sachsen: Da Hg. Heinrich an den voraufgehenden Bundestagen nicht teilgenommen hat, ist er über die Frage der Hilfe für Braunschweig und die Hintergründe nicht hinreichend informiert. Daraufhin erhielten die Gesandten Hg. Heinrichs Einsicht in die einschlägigen Akten17.

    ŠDa die braunschweigische Angelegenheit ganz eindeutig eine Religionssache sei und die Stadt deshalb Anspruch auf Bundeshilfe habe, bitten die Bundesgesandten die Gesandten Hg. Heinrichs, diesen zu einer positiven Stellungnahme zu bewegen, auch dazu,dass er sich uf die negste schickung Trinitatis der verfassung halben also und dermaßen gegen den stenden wolten einlassen, damit dieselbige handellung auch muge zu vergleichung bracht werden. Das haben die Gesandten Hg. Heinrichs zugesagt. Wollen auch fördern, dass Hg. Heinrich seine Stellungnahme dem Kf. von Sachsen mitteilt.

    Ausstehende Bundesbeiträge.

    Verehrungen für Georg von der Planitz und Dr. Heinrich Kopp.

    Aufnahme Hg. Erichs von Braunschweig in den Bund: Mitteilung der hessischen Gesandten, dass Hg. Erich von Braunschweig zum Beitritt zum Bund bereit sei, wenn er wie Hg. Ernst von Braunschweig veranschlagt wird. Die Bundesgesandten haben zwar ihrerseits keine Bedenken, dem Aufnahmeantrag zuzustimmen, müssen aber zuvor ihre Obrigkeiten informieren. Innerhalb von 6 Wochen sollen die Stände dazu Stellung nehmen18. Der Lgf. von Hessen soll die Hgn. von Braunschweig, Hg. Erichs Mutter, bitten, bis zum nächsten Bundestag Geduld zu haben, sich auch erkundigen, wie die Landschaft zum Bundesbeitritt steht.

    Erlegung des Doppelmonats zur großen Anlage und Erhöhung der sechs einfachen Monate. Vorkehrungen gegen feindliche Rüstungen.

    Geldforderungen des H. von Bieberstein und Christophs von Veltheim.

    Bremen: Der Bremer Antrag auf Hilfe gegen Balthasar von Esens wurde auf jetzigem Bundestag erneut zur Sprache gebracht. Darauf erhielten die Bremer Gesandten folgenden Bescheid: Da der sächsische Sekretär Georg von der Fichten vor Ankunft der Bremer gestorben und der landgräfliche Sekretär abgereist ist, können sich die Gesandten nicht hinreichend über die Sachlage informieren. Die Gesandten haben deshalb nichts beschließen können. Der Punkt wurde auf den nächsten Bundestag vertagt. In der Zwischenzeit wollen die Gesandten ihre Herren informieren, damit auf dem kommenden Bundestag abschließend beraten werden kann19. [...].

    ŠErsatz für den Kriegsrat Hamburgs.

    Braunschweigische Hilfe: Dem Kaiser, dem König und den Hgg. von Bayern sollen die Bundesobersten die Bewilligung der braunschweigischen Hilfe und die dafür ausschlaggebenden Gründe mitteilen. Ob Sachsen und Hessen sich deshalb noch während des Wormser Verhandlungstages an Granvelle wenden, soll ihnen überlassen bleiben.

    Oberhauptmannschaft: Obwohl die Gesandten die Beschwerden Sachsens und Hessens wegen der Führung des Oberhauptmannsamtes kennen, haben sie die beiden Fürsten doch wegen der augenblicklich besonders besorgniserregenden Entwicklung der Dinge um Fortführung der Oberhauptmannschaft gebeten, auch erreicht, dass sich Sachsen und Hessen bereit erklärten, das Amt bis Thomae Apostoli [1541 Dezember 21] zu verwalten.

    Auseinandersetzung zwischen Magdeburg und Braunschweig wegen Verordnung eines Kriegsrats. [...]20.

    Namensliste der Gesandten. Beurkundungsformel.

    [Gegeben] zur Naumburg uf den 16. tag des monats Januarij nach Christi, unsers lieben herrn und seligmachers geburth 1500 und in dem 41. jhar21.

    «Nr. Š8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18] »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 200r–202v (Kop.).

    B  koll. Braunschweig StadtA, B III 5 Bd. 6, fol. 304r–306v (Kop.).

    C  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 1 (Kasten 5), unfol. (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 210 , S. 518–521.

    Den 18. Januarij ist den rethen, gesanthen, botschaften bederseits ihn beysein des kayserlichen comissarii volgende meinung mundtlich vorgehalten und darnach ihn einen schriftlichen abscheidt gebracht, mit A verzeichnet. Darauf sein der ksl. Mt. schriften an ihr Mt. comißarium und oratorn, den H. von Granvel, haltent, gelesen, und noch verlesung derselbigen hat der H. von Granuel auch angefangen ihn latein zu reden und den ihnhalt solcher schrift repetirt. Welche auf drey punctn oder articln stehen: Erstliche belangende den abschidt der handlung alhie. Zum andern, das unsere gnedigste, gnedige hern und obern ihn keinen weg nicht untherlassen wollten, den reichstag zu besuchen. Zum dritten, das die ksl. Mt. begert, das ehr, der H. Granuell, sich zue ihr widerumb verfuegena wolt. Dieweil nhun aus der verlesen schrift der ksl. Mt. gemutt und meinung genungsam zu vernemen, wolte ehr untherlaßen ferner erklerung zu thun. Dan allein wolt ehr von wegen der ksl. Mt. gesucht und begern und die stende ehrmanet haben, das unsere gnedigste, gnedige hern und obern nicht wolten untherlaßen, den reichstag ksl. Mt. begern nacht [sic!] zu besuchen, ihn bedrachtung, das ihr Mt. nicht hohers begerthe, dan kristliche einikeyt, auch friede und rhue ihn deuscher nation zu machen, wie auch zuforen mhermals erkleret, und das solchs alles die rethe und gesanthen erwegen und bey ihren hern und obern die ding zum besten furdern wolten. Er wolte auch Šksl. Mt. beider theils gehabten fleiß ihn der vorstehenden handelung meldenb, sonder zweivel, es werde ihr ksl. Mt. zum gnedigsten gefallen reichen. Thett sich auch bedancken von wegen ksl. Mt., auch fur sein person der gnedig und guthen erzeigungc, die ihme als kayserlichem orator und fur sein person von den rethen und gesanthen begegnet, mit bitt, do von ihm etwan ein hart wort, das sich nicht gepuret hette, vermercket where, man wolte es in keinen ahrgen verstehen, sonder es seiner guthen dmeinung schult geben und, wu er zu christlicher concordien, auch frieden und rhue handelen und furdern kundte–d, das ehr solches mit alles [sic!] fleiß thun wolte, auch wer, den rethen und gesanthen freundtlichen dinst zu erzeigen, fur sein person ealle zeit-e geneigt.

    Darauf ihn [sic!] widerumb ist durch die rethe und gesanthen diß theils geantwort, dasf dies vorhalten durch die verordenten rethe zu der presidenz, auch der ksl. Mt. verlesene schrift und genedigg des oratorn ehrinnerung, bitt und erbittung angehort. Und erstlich die handelung des cristlichen gesprechs belangen, hetten die rethe und gesanthen nichts liebers gesehen, dan das man gleich izundert, wie es ihns wergk bracht, damit hette fortschreitten mugen werde [sic!], der hofnung, es solte nicht ohne frucht abgangen seyn. Und do es zeitlicher where angefangen, wie dan vielmals darumb diß theils angesucht und an nichten erwunden, hette man sunder zweifel darinne weitter procediren mogen.

    Aber dieweil ksl. Mt. meinung und begern were, das nuhn zur zeit aus angefurthen ursachen damit innegehalten und die sachen auf dem [sic!]reichstag solte verschwoben [sic!]werden, so musten es die rethe und gesanthen auch dabei wenden laßen. Und wheren erpottig, die verleseneh schrifti, auch gehorte vorhalten unsern gnedigsten, gnedigen hern und obern in unserer widerkunft mit besten fleiß zu berichten, und wurden sich darauf ihr kfl. und fstl. Gn. und G. mit besuchung oder beschickung des reichstags und sonsten aller gepur zu halten und zu erzegen wißen. Und ob sich villicht solchs etwas langsamer aus dem, das etliche derselben fursten und stend etwas ferner entseßen, zutragen mochte, bittenjdie rethe, solchs bey der ksl. Mt. zu entschuldigen, dan das die rethe und gesanthen sich izunder von hinnen kege Regenspurg verfugen Šsolten, solchs wolte mhere [sic!]außerhalbs befheligs, wie ehr, der orator, selbs zu bedencken, nicht gepuren. Das auch die ksl. Mt. so gnedigist zu furderung cristlicher concordien und erhaltung frieden und rhue gneigt, des theten sich die rethe und gesanthen von wegen ihrer hern und obern kegen ihr Mt. zum unterthenigsten bedancken. Und wurdenkihr kfl. und fstl. Gn. und G. kegen der ksl. Mt. unthertheniste zu verdinen alle zeit willig befunden werden, als die zur rechtschafner, cristlicher einigkeit, frieden und rhue, wie sich die rethe vilmals vornemen laßen, zum hochsten gneigt.

    Bedancken sich auch kegen seinen, des orators, person des angewantenl fleiß und muhe ihn den gepflognen handlunge, auch seines mgutten willens und–m erbittens, wolten solchs kegen ihren hern und obern rhumen, die wurden es sonder zweifel ngenedig und–n gunstig verschulden und verdienen. Wolten hienacho gebetten haben, das ehr seinen erbitten nach, die sachen der religion zur furderung der eehr Gottes und zu erhaltung friede und ruhe bey der ksl. Mt. zu furdern, ihn bestem wolt ihme befholen sein laßen. Und dieweil am tag, das unsern gnedisten, gnedige hern und obern solcher sachen halben nicht kleine abgunst auf sich geladen, welchs sie doch darumb, das es Gott undp sein heiliges wort belangen thet, mit gedult trugen, und, wieq zu erachten, das durch ihre [sic!] kfl. und fstl. Gn. und G. misgunstige jer bisweilen allerlei beschwerligs an die ksl. Mt. gelangen wurde und gelangen, haben die rethe und gesanthen ihne, den oratorn, gebetten, das ehr sie bey ksl. Mt. biß zu ihrer verantwurtung entschuldigen wolte, dan die ksl. Mt. solt mit Gottes hulf zu ider zeit aufrichtige, bestendige und guthe antwurt vermercken.

    Der entschuldigung, ob sein Gn. etwan ein wort, welchs sich nicht gebürt, entfallen, ihn besten zu vermercken, where es an nott gewesen, dan solchs von seiner Gn. nicht vernomen, sunder das er die sachen vernunftiglich, geschicklich und mit hochsten fleiß gehandelt, und theten sich ihne die rethe und gesanthen auch fur ihre person freundtliche und dinstliche befhellen1.

    Darauf hat der orator ein kurcze dancksagung gethan mit erholung seinss erbitten und also die rethe und gesanthen ihren abschidt von ihme genomen2.

    «Nr. Š9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18] »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 203r–203v (Kop.); ÜS fol. 203r: Abschiedt zue Wormbs uf den 18. tagk Januarij anno etc. 41.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 1 (Kasten 5), unfol. (Kop.).

    C  koll. Straßburg AM, AA 493a, fol. 168r–168v (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 113 , S. 210–211;Walch, Bd. 17, Nr. 1355 , Sp. 552;Corp. Reform. IV, Nr. 2133, Sp. 79.

    ŠNachdem der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten hern, comissarii und orator, auch dem [sic!] churfursten und fursten redte, zue der presidenz vorordent, auf ansuchen der Kff., Ff. und stende beyder teylen redte, gesandten und botschaften, zue deme christlichen, unvorbundlichen gespreche alher gen Wormbs vorordnet, und dan die vorordenten theologen und gelerthen von beyden teylen darauf solch gespreche eyn anfang gemacht und yhre unterrede uber etliche artikel gehalten, wie solchs und anderß, so bisher gehandlet, die handlungen lauter mit sich bringen, und, wiewol der keyserliche orator, auch die hern redte, zue der praesidenz vorordnet, yn neygunge gewesen, solche gesprech yres besten fleysses zue furdern, dieweyl aber von hochstgedachter ksl. Mt., unsern [sic!] allergnedigsten hern, wolgedachtem comissari und orator eyn schreyben [Nr. 6] zuekomen, darin yr ksl. Mt. ir gemuet dermassen ercleren, das yn deme angefangenem gesprech zue diesem mhal weyter nit furtgeschritten, sonder dasselbig auf kunftigen reychstagk remittirt und gewiesen, wie solchs auß gedachtem keyserlichem schreyben wol vornohmen werden magk, so haben der keyserliche comissari und orator, auch die hern redte, zue der praesidenz vorordnet, sollichs alles der Kff., Ff. und stende rethen, gesandten und potschaften, sich darnach haben zue richten, nicht vorhalten wollen. Und nachdeme aber yn berurtem keyserlichem schreyben der ksl. Mt. gemuet weyter erclert, das die stende deme [sic!] reychstage laut berurter keyserlicher schrift besuchen sollen, yn solchen werden die stende der ksl. Mt. gemuet von derselben commissari und oratorn selbst vornehmen und sich dorauf aller gebuere nach gelegenheyt wissen zue halten etc.

    «Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18 »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 204r–205v (Kop.).

    B  koll. Konstanz StadtA, G 7 (Reformationsakten), fol. 410r–411r (Kop.); ÜS v. a. Hd. fol. 410r: Abschid zu Wormbs, 18. Januarij anno 1541.

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.901, fol. 118r–119v (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 211 , S. 521–523;Walch, Bd. 17, Nr. 1356 , Sp. 553–554;Corp. Reform. IV, Nr. 2134, Sp. 80–81.

    Nachdeme heut, den 18. tagk Januarij, der chur- und fursten, stendt und stedt der auspurgischen confession und derselben religionsvorwanten redten, gesandten und botschaften auf die angefangene handlunge des christlichen gesprechstages alhye zue Wormbs durch der ksl. Mt. oratorn und die praesidenten eyn abschiedt gegeben inhalt der ksl. Mt. schreybens [Nr. 6], an gemelten commissarium und oratorn vorfertigt, des copeyen den redten und gesandten zuegestellet, als haben sie sich volgender puncten halben auch underredet und vorglichen:

    ŠErstlich, belangend die relacion der gepflogen handlunge, solange man alhie gelegen, wyrdet eyn yeder seyne hern und obern auß den ergangenen schriften und sonsten allenthalben nach nottorft zu berichten wissen.

    Zum andern der notarien acta, das angefangene gesprech belangend, dieweyl dieselbigen yn der eyl nicht haben alhie konnen umbgeschrieben werden, mogen die fursten und stende yn unser gnedigsten und gnedigen hern, des Kf. zue Sachsen etc. und Lgf. zue Hessen etc., canzley solche acta zue yhrer gelegenheyt fordern lassen und doselbst copeyen erlangen.

    Zum dritten, dieweyl auß der ksl. Mt. schrift, auch des H. von Granuell mundtliche anzeyge vormarckt, das die ksl. Mt., mit der handlunge eyner christlichen concordien yn der religion auf den yzt angesazten reychstagk fortzueschreyten, willens, wyrdet bedacht, das yn alle wege der hern theologen gegenwertikeyt doselbst wiederumb vonnöten, auch das unsere gnedigst und genedige hern und obern personlich den reychstag besuchen oder stadtlich beschicken. Derhalben sich yhre kfl. und fstl. Gn. und G., damit an yhnen disfalsakeyn mangel erscheyne, yn dem allen zu erzeygen, auchbunsere gnedigst und gnedige hern Sachsen und Hessen undcdie andern mitreligionsvorwanten fursten und stende, auf daß von diesem teyle der reychstag stadtlich besucht, zu erynnern dund zu ermhanen wissen werden–d, und sonderlich, das auch die ubrigen personen von den hern theologen, szo yzt nicht anhergeschickt und zuvorn zue Franckfurdt ym abschiedt benennet, auf den reychstag mitgeschickt werden mochten etc.

    Zum vyerden, dieweyl des gleyts halben auf die gescheene und ubergebene erynnerunge ezlicher notwendiger artikel, auch beschwerunge der processen und achten halben am keyserlichen camergerichte keyn anthwort gefallen, derhalben doch der H. von Granuell guete vortrostunge gethan und die sachsischen und hessischen redte zweene hinter sich gelassen, die darumb sollicitiren, wollen sie, die redte, ebey hochgemelten unsern gnedigsten und gnedigen hern, den chur- und fursten–e, underthenig erynnern, das, sobaldt solch gleyt durch die ksl. Mt. vorfertigt und yren kfl. und fstl. Gn. zuekomet, den andern fursten und stenden, sich darnach zue richten, ane vorzug zuegesendet werden mögge1. In gleychnuß, was den stilstandt am camergerichte belanget2, werden yhre kfl. und fstl. Gn. nach erlangeter anthwort von der ksl. Mt. den andern fursten und stenden solchs auch zu vormelden wissen.

    ŠLezlich yst auf gescheene cristliche ermanunge vor guet angesehen, das eyn yeder gesandter bey seyn hern und obern mit fleyß erynnern, domit, soviel muglich, das predigampt und die seelsorger yn yhren furstenthumben, landen, steten und gebieten durch tuchtige, gelerthe prediger und personen der nottorft nach bestellet und die reyne lher des evangelii eyntregtiglich erhalten und unchristliche vorfuerunge und rotten durch Gottes gnaden vormietten werden mochten. Actum ut supra3.

    «Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 45r–45v (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Mundum); Karl V. an Hg. Ernst von Braunschweig-Lüneburg.

    C  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 5, fol. 5r–5v (Ausf., gedr. Formular, handschriftl. PS); Karl V. an Lgf. Philipp von Hessen; DV: Kaiser Karolus wil den 20. Februarii zu Regenspurg sein. Pres. in Wolckersdorff, 14. Februar anno 1541.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 207r–208v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 208v: Der Kf. zu Sachssen sol sich zum angesatzten reichstag zu Regensburgk furdern und fertigmachen.

    Als wir hievor aus trefflichen, beweglichenaursachen dem hl. röm. reich teutscher nation zu wolfart und guetem ainen gemainen reichstag in unser und des reichs stat Regenspurg angesetzt und ausgeschriben und euer L. sambt andern Kff., Ff. und reichsstenden, darauf persondlich zu erscheinen, erfordert, bauch volgends euer L. schriftlich ersuecht haben, das sy ire und irer ertzstift und stift Magdenburg und Halberstat sachen zum furderlichisten auf ain ort bringen oder zu ainer andern gelegnen zeyt anstellen und auf gedachtem unserm angesetzten reichstag gewislich erscheinen wolle1, alles–bferrer inhalt unsers aus Šschreybens cund schreybens–c, hierauf geben wir euer L. freuntlicher, gnediger mainung zu vernemen, das wir mit verleyhung des allmechtigen alhie zu Speyr ankomen sein, des entlichen willens und vorhabens, den jetz gemelten unsern reichstag aigner person zu besuechen und unsern einride zu Regenspurg zu end ditz gegenwurtigen monats ze thuen, und wellen euer L. solhes also hiemit verkundt haben. Begern demnach freuntlichsd, gnedigs vleyß, ernstlich bevelhendt, euer L. wolle sich mitlerzeyt (soverr das bisher nit geschehen were) furdern und fertigmachen und auf obbestimpte zeit und malstat gewislich auch erscheinen und kainswegs ausbleyben noch sich daran (ausserhalb ehafter leybsschwachait, die euer L. bey iren pflichten beteuren moge) ichts anders verhindern lassen. Das wollen wir uns zu euer L. gentzlich versehen und beschicht daran unser ernstlicher will und mainung. Datum Speyr, am 19. tag Januarii anno etc. 41.

    Postscripta: Fuegen wir euer L. zu vernemen, das wir durch unversehenlich zufallendt leybsschwachait, nemlich das podagra, an unser vorbestimpten rayse bishere verhindert worden, und gedencken gleichwol, derselben unserer eehaften leybsschwachait und verhinderung unangesehen, mit verleyhung des allmechtigen auf nechstkunftigen Donerstag [Februar 3] von hinnen gewislich zu verrucken und volgendtz umb den 20. tag Februarii zu Regenspurg zu sein. Solches wolten wie euer L. nit verhalten, sich mit irer erscheinung ein aigner person auf dieselb zeyt–e darnach wissen zu richten. fDas wollen wir uns zu euer L. gentzlich versehen–f. Datum Speyr, am letzten tag Januarij anno etc. im 412.

    «Nr. Š12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]1 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    B  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop., lat. Fassung).

    Nachdem die protestierenden stend sich beschweren, den angesetzten tag zu Regenspurg zu besuchen, es sey dann sach, das sie mitlerzeit vergwist werden, das am keyserlichen camergericht mit allen processen, die religion und dero gütter, auch die ußgangen acht belangen, stilgestanden, nit procedirt oder etwas furgenohmen werde, und dann das keyserliche camergericht irer pflicht nach, sover die partheyen umb recht ansuchen, den stilstand nit bewilligen könden etc., damit dan des stucks halben der reichstag nit zerschlagen, ist bedacht, das die röm. ksl. Mt. als ein röm. kayser uß volkomenheit irer macht et plenitudine potestatis ein stilstand den richtern und partheyen hiezwischen und Ostern oder, solang es iren maiestaten gefellig, lenger oder kürtzer außsprechen, doch mit diser condition, das derselbig keinem theil an seinem rechten schaden oder nachteil geperen soll noch der sachen oder einicher parthey zu ungnaden beschehen, sonder einig den friden, so verhoffenlich zu erlangen, damit zu fürdern, sonder das zu ußgang der zeit alle ding in eodem statu, wie sie jezund sten, und alsdann volfaren werden möcht und solt, wie das itzund zu Šbeschehen, und das sollichs also dem camerrichter, beysitzern und der partheyen procuratoribus durch ksl. Mt. in beysein irer Mt. angezaigt würt2.

    Zum andern, dieweyl schon gegen etlichen stenden die acht publicirt und das mitlerzeit gegen denselbigen mocht angegriffen werden, das dan ksl. Mt. per publicum edictum disen anstand publiciren ließ, damit der angriff hiezwischen verkhumen3.

    Zum dritten, nachdem etliche an das camergericht citirt, sich zu purgiren der tattlichen angriff und enthalt halben, so von Cristoff von Veningen, auch Cristoff von Landenberg beschehen, damit dann mitlerzeit derohalben auch sich nicht ferners zutrag, das dan ksl. Mt. ferner volfarung gegen iren personen und dero helfern bey camerrichter, beysitzer, fiscal und procuratorn auch gnedigst anstelte4.

    Nachdem auch die ksl. Mt. uff beyden reichstagen Augspurg und Regenspurg den stenden, so irrig in der session im reich seint, gnedigst vertröstung gethon, hiezwischen dem nechsten reichstag sie zu entschaiden, wo nun sollicher entscheid bey ksl. Mt. funden und gefast, so hat es seinen weg, wo nit, dieweyl dann gewißlich zu besorgen, das sich der stritt itz uff dem reichstag wider erheben, das dann ksl. Mt. sich nochmals entschlösse, damit ire Mt. vor anfang deß reichstags dise irrung, auch verlierung der zeit, so sich deßhalben zutrügen, verkeme. Und nachdem diser puncten der strittigen session ein schwere sach, iglichs theil ires haus herkhomen und hocheit nach in der güte oder rechten nit gern begeben oder verlieren würt, so auch einichem theil etwas entzogen, das sie sich desse [sic!] hoch beschweren, und dann ksl. Mt. diser zeit nit gern ein unwillen deßhalben zwischen fürsten und stenden machen, ist diser mittelweg bedacht, das die ksl. Mt. alle die schriften, irer Mt. in diser sachen ubergeben und ir Mt. vicecantzler Dr. Mathias Held hinder ime hat, das dieselbigen von ksl. Mt. dem camergericht zugestelt und inen von ksl. Mt. bevolhen würt, die grunt aller theil zu bedencken uß den historien, rechten und herkhomen, sovil das auß ubergeben schriften genohmen kan werden, irer Mt. ein weg und rathschlag anzeigen, wie ire Mt. dise irrung zu einigkeit und friden pringen möcht. Durch dise weg möchten ire Mt. die irrigen fürsten der session dißmals, dieweyl sie hören würden, ire Mt. in der arbait, zur einigkeit zu bewegen5.

    ŠZum andern, als die ksl. Mt. den stenden, so sich deß anschlags halben beschweren, gnedigst vertröstung geben, ein gleicheit zwischen stenden zu machen, und dan der stend halben, so sich deß anschlags beschweren, ein articul im abschid, das sie in kein ferrer anlag bewilligen, die vergleichung sey dan geschehen, wo nun ksl. Mt. solche vergleichung funden, so hetten ire Mt. diß den stenden itzund anzuzeigen, wo aber nit und ir Mt., itzund ein hilf zu begeren, fürhetten, solliche deßhalben nit uffgeschoben, das dan ire ksl. Mt. sich dises articuls halben gegen Kff., Ff. und stenden vernehmen liessen, nachdem ir ksl. Mt. gelegenheit der churfürsten, fürsten, auch irs inkhomens kein wissens, hetten ir Mt. bißanher für sich selbs in dem nicht handeln kinden. Nachdem aber diser articul Kff., Ff. und stend deß reichs selbst belangt, wolten sich ire ksl. Mt. gnedigst versehen, churfürsten und fürsten hetten sich dises artickels mitlerzeit selbs vertragen und verglichen. Wo aber das noch nit beschehen, damit dann deßhalben die hilf nit uffgeschoben, so möcht ir ksl. Mt. gnedigst leiden, das churfürsten und fürsten sich selbs vereinigen uff ein maß, wie diser artickel verglichen, und, wo ir Mt. auch darzuthun, das dan ire Mt. dasselb gnedigst urpittig. Aber nachdem ir Mt. bedechten, das zu vergleichung dises articuls vil zeit gen, auch das einkhomen gegeneinander erwegen müst werden, zu dem dann sondere zeit und weyl gehört, bedechten ire Mt., diß vergleichung uff ein bequeme, gelegene zeit zu ziehen und das man sich derselben uff diesem reichstag verglich und deßhalben ein sonderer articul im abscheid gestelt wurt6.

    Der proposition halben und was ksl. Mt. itzund uff dem reichstag furtragen soll lassen, da würt bedacht, dweyl der reichstag furnehmlich der religion halben begert und angesetzt, das erstlich ksl. Mt. das colloquium fürdern ließ, damit man uß demselbigen zu ferner gütlichen handlung khomen mocht. Wo nun der almechtig ksl. Mt. die gnad geben würt, das ir Mt. dise differentz der religion vereint und vertrüg, so hetten ir Mt. teutscher nation zuguth nicht bessers und nutzers künden oder mogen erzeigen. Wo sich aber dieselbige, das Gott verhütten wölle, nit zu vertrag schicken würt, so hetten ksl. Mt. ursach, mit rath chur- und fürsten weg fürzunehmen, damit fürther ferner unrath, so uß der differentz entsten möcht, verkhumen und, so ir ksl. Mt. in dem der chur- und fürsten gutbeduncken begeren würde, so ist zu besorgen, das in dem ksl. Mt. begegnen möcht, so ir Mt. in gleichem fall zu Augspurg uff dem reichstag begegnet, nemlich das chur- und fürsten, am fürdersten irer ksl. Mt. gemüt underthenigst zu horen, ansuchen und begeren würden. Damit dann in disem fall ksl. Mt. die sachen nit uffhülten, so möchten ir Mt. mitlerzeit hohe und schwere diser sachen gnedigst bedencken und der zeit, so man von disem handel irer Mt. gemut hören wölt, dieselb dester stattlicher anzeigen möcht lassen7.

    « Nr. Š13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24 »

    Druck: Lenz, Briefwechsel, Bd. I, Beilage IV, Documente Nr. 17 , S. 541–542.

    Sacra caesarea majestas cum intellexerit ea, quae acta sunt inter dominum de Granvella et cancellarium illustrissimi domini lantgravii Hessiae, quantum spectat ad reditum domini lantgravii in gratiam sacrae majestatis, praesertim animum et desiderium, quae dominus lantgravius significat se habere, ut in perpetuum sit sacrae majestati fidelis et bonus subditus et princeps, et quod pollicitus est se daturum omnem operam quamcumque posset, omnique fide et integritate et quantum cum Deo poterit adjuturum ad concordiam hanc religionis earumque rerum, quas caesarea majestas in proxima dieta agere constituit atque postea etiam in futurum causa pacis, quietis et utilitatis Germaniae, ita enim, quod non vult promittere, se id cum aliis ex parte protestantium atque qui adhaerent confessioni augustanae effecturum, sed se omnem fidelem operam praestiturum, et cum reservato, quod ab illorum foedere se disjungere nolit et citra praejudicium aliorum foederum, quae in imperio tenet, – quibus intellectis caesarea majestas acceptataque bona voluntate domini lantgravii medianteque promissione, cui caesarea majestas plene confidit, et quod omnibus viribus est promoturus et procuraturus concordiam religionis eritque in posterum fidelis vasallus et obediens princeps sacrae majestati et sacro imperio et officium boni et fidelis imperii principis deinceps praestabit, remisit domino lantgravio quicquid sit, in quo commisisse videbitur contra suam majestatem et imperii constitutiones, vultque et intelligit, ut omnia sint et maneant plane obliterata et exstincta in perpetuum, ut videlicet non possit illi earum rerum causa quisquam querelam instituere aut ab illo quicquam poscere via justiciae aut quovis alio modo, salvo semper interesse tercii et quod concernit causam religionis. Ubi vero ventum fuerit Deo concedente ad istam concordiam, in qua sacra majestas plane confidit dominum lantgravium se omnino accomodaturum, quae reliqua sint omnia tractabuntur et articuli tales conscribentur, cujusmodi inter dominum de Granvella et dominum cancellarium communicata sunt. Concedit etiam sacra majestas domino lantgravio per praesentes bonum et integrum salvum conductum ad iter dietae imperialis veniendi, morandi, discedendi, redeundi, quando, quibus temporibus illi placuerit et commodum visum fuerit, juxta formam et tenorem generalis salvi conductus, quae electori aliisque principibus et statibus protestantium et augustanae confessionis concesserit. Neque illi quis impedimento esse possit atque ab ullo disturbetur, neque caesarea majestas contra hunc salvum conductum agere possit occasione ullius facti praeteriti temporis aut per occasionem discordiae religionis aut propter alias quascunque causas, immo illum excipiet tractabitque pro dignitate suae nobilitatis et generis, concedens etiam per praesentes, quod non temptabitur ullo medio vel via facti contra loca, ditiones, domos et dominia domini lantgravii toto hoc tempore durante, omniaque illi promittuntur bona et integra fide.

    «Nr. Š14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.)1.

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 4, fol. 8r–10v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 11v: Suspension der process in der religionsachen am cammergericht vorgenommen, desgleichen der von Goslar und Minden acht.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 394 Nr. 149 Bd. 1, unfol. (Kop.); DV: Copey der ksl. suspension der von Goßlar und von Minden acht, auch der cammergerichtsprocessen in religionsachen.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 342 Nr. 142, fol. 241r–241v (Druck).

    Ausz.: Corp. Reform. IV, Nr. 2139 , Sp. 91–92 (unter der irrtümlichen Datierung: 1541 Januar 20).

    Wir Karl der funft thun hiemit kundt allermenigclich:

    Nachdem wir ye und allweg genaigt, alles, das zu eer, nutz und wolfart des hl. röm. reichs teutscher nation dienlich und erschießlich sein mag, unsers höchsten fleyß und vermogens zu furdern und in das werckh zu bringen, und derhalben aus solcher gnediger maynung, auch andern trefflichen und beweglichen ursachen und sonderlich, adamit die irrung–a und zwispalt unsers heiligen, christenlichen glaubens und das beschwerlich mißvertrauen, so derhalben zwischen gemainen stenden des hl. reichs eingerisen [sic!], bmit zeitigem, guetem rath und vorbetrachten verglichn und hingelegt–b, frid, rhue und ainigkait cim heiligen reiche gepflantzt und in andern desselbigen mercklichen–c obligen die notturft gehandelt und furgenomen werden moge, ainen gemainen reichstag in unser und des reichs stat Regenspurg angesetzt und ausgeschriben und, den in aigner person in allweg zu besuechen, furgenomen, des gnedigen gemueths, willens und mainung, mit verleihung des allmechtigen, dauch zeitlichem rath und zuthuen unsers freundtlichen, lieben brueders, des romischen konigs, und anderer unserer und des reichs Kff., Ff. und stende–d solche zwispaltunge unsers christenlichen glaubens fund des mißtrauen, so daraus erwachsen ist–f, gso fur und fur ye lenger ye mer beschwerlichen eingerissen, mit zeytlichem rath und Šzuthun–g entlich hinzulegen und frid und ainigkayt im heiligen reiche in disen und andern obligen zu machen, aufzurichten, beschliessen und zu halten.

    Nachdem sich aber bisher undter dem schein der religion allerlay irrung und mißverstandth zugetragen und sonderlichen der kirchengueter und anderer sacheni halben, so fur religionsachen oder als derselben anhengig oder daraus fliessend angetzogen werden, dardurch etliche partheyenj an unserm kayserlichen chamergericht und anderswo in rechtfertigung komen, [dern?] ains tayls noch in hangendem rechten schwebendt und eins tailsk entschaiden, auch etliche partheyenl als mit namen die stete Goßlar und Minden in unser und des reichs acht erkent und denunciert sein, und, wiewol wir uns vermög unser und des reichs ordnung schuldig erkennen, dem rechten sein gestracken furgangm und lauf zu lassen, nauch menigclich gepurlichs rechtens zu verhelfen, und des auch gnedigclich genaigt sein–n, nichtdesterweniger, dieweyl vor augen und sich scheinparlich erzaigt, wo omitlerzeit unsers angesetzten reichstags zu wurcklicher volnziehung der beruerten acht und processen mit der that geschritten werden sollte–o, das merklicher, beschwerlicher unrath, weyterungp, krieg und pluetvergiessen im hl. reiche gewislich daraus ervolgen und der merer tayl der stende undq furnembsten glider des reichs, one welcher zethun auf gedachtem unserm reichstag rzu beschluß der handlung schwerlich mag gegriffen–r werden, ssich durch solche wurckliche execution der acht und urteil oder aus–s fursorg tder gegenwehr und uberfallens oder in ander weg under dem schein der hangenden rechtfertigung–t anhaimbs halten (wie sich dann derselben etliche ualbereit vernemen lassen–u, in disem fal irer vund irer mitverwandten–v notturft nach in gegenrustung zue stellen und der defension zu erwarten), daraus zuletzt nicht anders volgen, dan das unser angesetzter reichstag seinen furgang nit gewinnen und also die religion und ander wnotwendige sachen–w, daran Šgemainer christenhait und in sonderhait dem hl. reiche teutscher nation zum hochsten gelegen ist, dardurch verhindert und zerschlagen wurden, xdamit nun solches alles, auch vorsteender, beschwerlicher unrath und nachtail furkomen und abgewendt, so eraischt die hohe notturft, das die obberurt wurcklich execution–x der ergangnen acht yund sententz sambt angezognen procesßen an unserm kayserlichen camergericht–y ditzmals angestellt werden.

    Und zdem allem nach so haben wir aus oberzelten und andern treffenlichen ursachen–z mit wolbedachtem muet, guetem, zeytlichem rath aaund gnugsamen bericht-aa etlicher unser und des reichs abgehorsamen, furnemblichen–ab fursten, acgeistlichs und weltlichs standts–ac, auch rechter [sic!] wissen und von romisch kayserlicher machtvolkomenhait alle wirckung der obangeregten acht, so wider die stete Goßlar und Minden an unserm kayserlichem chamergericht, als vor bericht ist, ergangen, desgleichen alle andere process, die religionsachen belangend oder adundter dem schein der religion als davon herruerend oder daraus fliessend–ad vor unserm kayserlichen chamergericht schwebendt, bis auf beruerten unsern angesetzten reichstag und, solang das ain anders verordent wirdet, suspendiert und angestellt, und thuen das hiemit wissentlich aus obberuerter kayserlicher machtvolkomenhait in craft ditz briefs, doch diser gestalt: Dieweil solhe unsere suspension und anstellung aeaus obberurten, mercklichen notsachen zu gemainem der christenheit und des reichs und aller stende nutz und–ae guetem und zu verhuetung unwiderbringlichs schaden und nachteil, auch krig, emporung und pluetvergiessen im hl. reiche zu furkomen, beschicht, das dieselb anstellung und suspension unserer und des reichs ordnung, auch sonst den partheyen an iren rechten, gerechtigkaiten und interesse gantz unvergriffenlich und on allen schaden, nachtail oder abbruch sein, und soll auch mitlerzeyt afdises anstandts–af kain neuerung noch ainich ander gewaltsameag, thatliche handlung weder in der religion noch ander sachen halben von ye Šmandts furgenomen noch gestattet ahwerden in gar kein weise–ah, sonder aiain yeder soll unserm und des reichs gemainem landtfriden treulich geleben und halten und jemandts dawider nit beschweren–ai.

    Und wir gepieten hierauf allen und jeglichen churfursten, fursten, geistlichen und weltlichen, prelaten, graven, freyen herrn, rittern, knechten, haubtleuten, vitzthumben, vogten, pflegern, verwesern, ambtleuten, schulthaissen, burgermaistern, richtern, rethen, burgern, gemainden und sonst allen andern unsern und des reichs underthanen und getreuen, in was wirden, stats oder wesens die sein, und sonderlich unserm kayserlichen chamerrichterambtsverwaltere und beysitzern unsers kayserlichen chamergerichts im hl. reiche, auch allen und yeden partheyen, so obberuerter sachen halben an unserm kayserlichen chamergericht in rechtfertigung stienden oder acht ajund ander urteil–aj erlangt heten, als obsteet, desgleichen allen executoren derselben acht und urteil hiemit ernstlich und wollen, das sy solche execution, rechtfertigung und proceß bis auf nechstkunftigen unsern reichstag und, aksolang als ain anders verordent wirdet–ak, in stillstandt stellen und gentzlich beruehen lassen und sich aller neuerung, beschwerungal und thätlichen, gewaltsamen handlung, es sey in der religion amoder andern sachen, als obsteet–am, gentzlich enthaltenan und hiewider nit thun noch jemandtz andern ze thuen gestaten, in kain weis, bey vermeidung unser schweren ungnadt und straff. Das ist unser ernstlicher will und mainung2.

    ŠGeben in unser und des reichs stat Speyr undter unserm aufgetruckten insigel, am 28. tag des monats Januarii anno etc. 41., unsers kaiserthumbs 21. und unserer reiche im 26.

    «Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6 »

    «Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6 »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Konz.).

    Soll sich so schnell wie möglich zu Hg. Heinrich von Braunschweig begeben und diesen daran erinnern, dass der Kaiser ihn durch das allgemeine Ausschreiben und dann durch ein besonderes Schreiben zum persönlichen Besuch des ausgeschriebenen Reichstages aufgefordert hat, in maynung, mit seiner L. (als aines christenlichen, gehorsamen fursten) rath und zuthun in sachen, darumb derselb unser reichstag furgenomen und angesetzt were, furnemblich zu ratschlagn und zu handlena.

    Und damit seiner L. auf solhem unserm angesetzten reichstag unverhindert aller anderen sachen bund sonderlich der irrung und speen, die sich zwischen seiner L. und der stat Braunsweig erhielten–b, umbso vil desto furderlicher erscheinen mechte, so hetten wir jungstlich bey ainem unserm camerpotten ain penalmandat an Bgm. und rath zu Braunswig lautend uberschickt, darin wir Šdenselben von Braunsweig und iren helfern ainen stilstandt cires thatlichen furnemens gegen seiner L. und derselben underthanen–c gepotten, und seiner L. gleichwol haimbgestelt, ob die fur [...?]solhe unser mandat zu verkunden lassen. Dieweil wir aber seither zu unserer ankunft ghen Heidelberg in glaublich erfarung komen, wie dasd under dem schein eder irrung, die sich zwischen seiner L. und denen von Braunsweig erhalten–e, allerlay rustung furhanden weren, dardurch sein L., in aigner person bey uns auf gedachtem unserm reichstag zu erscheinen, fauch wir an unserm furnemen desselben reichstags mercklich–f verhindert werden und die sachen zu sorgliche weiterung, krieg und pluetvergiessen, auch verherung lande und leut (das der almechtig geruche zu verhueten) erwachsen mochte, so hetten wir aus freundtlicher, gnediger naigung, die wir zu seiner L. trugen, nit underlassen wollen, seiner L. unser gnedig wolmaynung und guetbeduncken zu erofnen, auch weg und mittel anzuzeign, dardurch solher fursteender unrath furkomen mochte werden, wie sein L. aus unserm schreiben1, das ime der gedacht unser dienner alsbald behendigen solle, weiter vernemen werde.

    Und were daneben unser freundtlich, gnedig synnen und begern an sein L., die wolle dasselb unser schreiben, gwelches gantz gnediger wolmainung seiner L. ze guetem beschehen–g, von uns in pestem aufnemen und versteen, hdemselben statgeben–h und sich hierin unserm hohen vertrauen nach halten und beweisen und dise und alle andere sachen dahin richten und, deren unverhindert, auf gedachtem reichstag gewißlich aigner person erscheinen und kaineswegs ausbleiben, daran thete uns sein L. sonders guets gefallens, gegen derselben freundtlich und in gnaden zu erkennen.

    Bei Abwesenheit Hg. Heinrichs soll Kegel seinen Auftrag vor dessen Statthalter und Räten verrichten, um schriftliche Antwort bitten und diese und, was ihm ansonsten widerfährt, dem Kaiser mitteilen. Datum Haidelberg, am 6. Februarii 1541.

    «Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6 »

    A  Wolfenbüttel NLA, 1 Alt 8 Nr.491, fol. 117r–118v (Ausf.); DV v. a. Hd. fol. 118v: Ksl. Mt. schreibt Hg. Heinrich von Bronschwig zu abstellung tättlicher handlung kegen Brunschwig, praesentatum; v. 3. Hd.: Geben zu Heidelberg, am 6. tag des monats Februarij anno etc. 41.

    ŠB  koll. Wolfenbüttel NLA, 1 Alt 8 Nr.533, fol. 96r–97v (Ausf.); DV v. a. Hd. fol. 97v: Ksl. Mt. schreibt, das der von Braunschweig wider die stadt Braunschweig nichts wolle furnemen, damit der reichstag zu Regenspurg nit zerruttet etc. 1541.

    Nach unserm jungsten schreiben, so wir an dein L. von Speir auß bei unserm camerpoten gethan und daneben ein penalmandat an die von Braunsweig bey demselben unserm camerpotten uberschickt1 , haben wir seither alhie zu Haidel Šberg glaubwirdigen bericht entpfangen, das sich die protestirenden deren von Braunsweig abermals zum heftigesten annemen und under dem schein ader gegenwehr und zu abstellung der arrestirung und-a enthaltung der von Braunsweig personen, haab und guter in deiner L. furstenthumb, auch anderer zunotigungen und beschwerungen, so denen von Braunsweig von deiner L. zugefuget werden sollen, in embsiger ubung und rustung sein, denen von Braunsweig mit einer ansehenlichen antzal kriegsvolckh zu roß und fuß rettung und beistant ze thun. Dieweil aber dein L. aus sonderm, hohen verstande leichtlich zu ermessen, wo die sache zu solcher weiterung gelangen solte, was zerruttung im hl. reiche daraus ervolgen, dardurch unser angesetzter reichstag verweilet oder villeicht gar zurugkgestossen werden und uns an unserm gnedigen furhaben, darumb wir uns am meisten aus unsern hispanischen kunigreichen in das hl. röm. reich mit schwehrer muhe und derselben unserer erblichen kunigreiche und land hochster ungelegenheit verfuget haben, nemlich die irrung und zwispaltung in der religion dahin zu furdern, domit dieselben mit hilf des almechtigen entlich verglichen und hingelegt und volgends fried und recht im hl. reiche erhalten werde, und in diesen und andern des reichs obligen die noturft zu handlen, merglich verhinderung beschehen mocht, so haben wir nit underlassen wollen, dein L. hiemit freuntlicher, gnediger meinung zu verwarnen und derhalben gegenwurdigen unsern diener Christophorum Piramium, Plus ultra genant, zu deiner L. abgefertigt und begern demnach freuntlich gnedigs vleiss an dein L., bdie welle-b diese unser erinnerung und warnung keiner andern gestolt dan freuntlicher, guter wolmeinung von uns geschehen sein vermercken und dabey gelegenheit aller sachen aigentlich bedencken und erwegen und in betrachtung des beschwerlichen unrats und unwiderbringlichen schadens und nachteils, so aus angeregter handelung erwachsen, derhalben auch weder dein L. noch ander gehorsamen fursten auf gemeltem unserm reichstage erscheinen mochten, auch uns zu sonderm freuntlichem gefallen und gemeiner teutscher nation zu Šehre, nutz und wolfart die oberzelten und andere tatliche handelungen und furnemen gegen den von Braunsweig biß auf nechstkunftigen unsern reichstag in ruhe stellen. Dargegen sein die protestirenden urputtig, ire kriegsrustung auch abzuschaffen, und die von Braunsweig, deiner L. auf gemeltem unserm reichstage in allen irrungen und speen, die sich zwischen deiner L. und inen erhalten, es betreffe die religion oder anders, vor uns und gemainen reichsstenden gepurlichs rechtens zu sein. So wollen wir auch unsers teils gnedigs einsehens thun, damit solche irrung zwischen euch beiderseits hingelegt und zu gepurlichem, entlichem austrag gefurdert und gebracht werden.

    Das alles wollen wir deiner L. freuntlicher, gnediger mainung nit verhalten, und dein L. thuet uns daran sonder gut gefallen. Wir wollen auch solchs gegen deiner L. in allen gnaden erkennen, freuntlich beschulden und in gutem nimmer vergessen. Geben zu Heidelberg, am sechsten tag des monats February anno etc. im 41.

    «Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19 »

    Wolfenbüttel NLA, 1 Alt 8 Nr.533, fol. 98r–99v (Konz.).

    Euerer ksl. Mt. werbung, wolmainliche anzeig und schreiben bey derselben diener Cristoffen Piramium1, die arrestirung und aller anderen thatliche handlung widder die stat Braunschweig dieser zeit in ruhe zu stellen, damit euere ksl. Mt. an irem cristlichen furhaben und diesem furgenomen reichstage nicht gehindert werden und so vil dester bas zu verrichtung und hinlegung aller spen und irrungen ain religion- und andern sachen-auf angezeigtem reichstage komen mochten, sambt euer ksl. Mt. gnedigstem zuempieten haben wir einhalts bin abwesen und an stat des durchleuchtigen, hochgebornen fursten und hern, H. Henrichs des jungern, Hg. zu Braunschweig und Luneburg, unsers g[nädigen] fursten und hern-b, in aller untertenigkeit cund geburlicher reverentz-cverlesen und angehort.

    Thun uns euerer ksl. Mt. gnedigsten angepoten willens in abwesens unsers g[nädigen] hern, Hg. Heinrichs zu Braunschweig und Luneburg etc., anstat seiner fstl. Gn. und auch vor unser person gantz unterteniglich bedancken, erpieten uns auch herwidder, gegen euere ksl. Mt. und uf derselben begern in alweg dder gebur nach-dgehorsam und willig zu sein. Spuren und vermercken darneben nicht anders, dan das euere ksl. Mt. mit irem gnedigsten furhaben Šnicht allein hochermelten unsern g[nädigen] hern, Hg. Heinrichen etc., sondern auch gemeine cristenheit und gantz teutsche nation gnediglichen wolmeynen, des wir zum hochsten uns thun erfreuen, wunschen und bitten auch Got almechtigen, der welle euere ksl. Mt. in irem trostlichen furhaben zu volfurung ihres gnedigen willens stercken, erhalten und gluck, heil und alle wolfart darzu verleihen. Wir zweifeln auch gar nicht, hochgedachter unser g[nädiger] her, Hg. Heinrich, wo seine fstl. Gn. von bemelter irer itzigen potschaft sambt den uns ubergereichten schriften alhir angetroffen were worden, sein fstl. Gn. als der bisher und noch in allem euerer ksl. Mt. begern und g[nädig]ster wolmeynung gern gewilfaret hat und noch hinfurder ealzeit gern-egehorsam ist, werden in betrachtung euerer ksl. Mt. bewegnus sich aller untertenigen, unverweislichen gebur erzeigen, als wir es auch noch davor achten, wo diese werbung und schrift an seine fstl. Gn. gelangen, sie thun wirdet, dan wir nichts anders bei seiner fstl. Gn. vernommen, dan das seine fstl. Gn. besondere neyung [sic!] zu frid und einigkeit, wo sie den uberkomen und haben und behalten, auch bey irer hoch ober- und gerechtigkeit ungehindert dern von Braunschweig pleiben mochte, tragen. Sein derhalb des untertenigsten erbietens, diese euerer ksl. Mt. werbung und schriften furderlich, als ymer muglich, an seine fstl. Gn. gelangen zu lassen, der gentzlichen zuversicht, seine fstl. Gn., die zur selben zeit, wan solche schrift und werbung an seine fstl. Gn. gelangen, bey euerer ksl. Mt. befunden werden, sich alspalt alsdan mit unterteniger und unverweislicher antwort gegen euere ksl. Mt. vernemen lassen, daraus euere ksl. Mt. wol zu ermessen, das seine fstl. Gn. an dem, was zu pflantzung frid und einigkeit und erhaltung desselben dienlich nichts wirt erwinden lassen.

    So wollen wir uns gegen die stat Braunschweig in mitler zeit fridlichen und nachpaurlichen erzeigen, das sie, uber uns einiche clag derhalb zu erregen, nicht sollen fmit fugen und pillikeit-fursach haben mogen. Wollen auch in aller untertenigkeit darumb hiemit gebeten haben, solchs dergleichen auch bey inen zu verschaffen. Dan zu bericht dieß handels wollen euerer ksl. Mt. wir nicht unangezeigt lassen, das, wiewol ein kayserlich penalmandat hochernentem unserm g[nädigen] hern, Hg. Henrichen, wider die stat Braunschweig einhalt euerer ksl. Mt. werbung und schreibens sol zugeschigt sein worden, so tragen wir doch davon bisher kein wissen, haben auch nit erfarn konnen, das solchs an unsern g[nädigen] hern oder die stat Braunschweig bisherg gelangt sey worden, haber sein mag, das inen, den b[raunschweigi]schen, ain kaiserlich gemein mandat, belangen die abstellung der kriegsrustung, inmassen das gemeinlich allen stenden zugefertigt ist, zugekomen, aber dem zugegen, auch wo ine ein solch angezeigt, besonder penalmandat were zugeschigt worden-h, hielten die Švon Braunschweig sich demselben mandat gantz ungehorsamlich. Dan wiewol das inen, der stat Braunschweig, hochgedachter unser g[nädiger] her an der zu- und abfuhr ausserhalb des, was seine fstl. Gn. zu hanthabung euerer ksl. Mt. ausgangen bescheide, mandat und schriften an iren zinsen und renten uf dem lande, wie recht, arrestirt hat, kein verhinderung thut und inen sonst alle andere wahr, getreidig, hab und guter in und ausserhalb, auch durch seiner fstl. Gn. furstenthumb und lande zugehen lassen, so richten sie in der stat unter inen vilerley beschwerliche verpot und aufsetze an, also was unseres g[nädigen] hern untertanen und verwanten in der stat an getreidig und anderm kauffen und verkauffen, das ine das nicht mag aus irer stat gefolgt und verstatet werden zu fuhren und zu bringen. Ja, zudem haben sie ungeferlich in zweyen oder dreyen tagen ain verpot getan, das sie unseres g[nädigen] hern verwanten in ire stat gantz und gar nicht wollen einlassen, das unseres g[nädigen] hern lantschaft und untertanen zu grossem schaden und nachteil und inen zu merglichem vorteil und fromen thut reichen, wilchs alles euerer ksl. Mt. wir hirmit dergestalt in aller untertenigkeit anzeigen, damit euere ksl. Mt. bey den von Braunschweig die gleicheit, wie sie one diese unsere erinerung gnediglich wol thun werden, zu verschaffen haben mochten, damit uf beiten seiten, im furstenthumb und in der stat Braunschweig, nymants an seiner hantirung, zu- und abfuhr verhindert iund das dester bestendiglicher zwischen allen teilen dieß orts ruhe, fried und einigkeit erhalten mocht werden-i, gantz unterteniglich und dienstlich pittend, euere ksl. Mt. wolle diesen unsern bericht jund antwort-j nicht anders dan gnedigster meynung von uns zu notturft unseres g[nädigen] hern untertanen ufnemen und unser gnedigster her und kayser sein und pleiben, wie des allen gegenwertiger euerer ksl. Mt. wol weiter wirdet berichten. Das wollen wir in aller untertenigen dienstbarkeit zu verdienen unverdrossen willig befunden werden. Datum unter unseres g[nädigen] hern petschaft, geschriben den 19. Februarij anno etc. 41.

    «Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1 »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Ausf.).

    Erinnert an sein Reichstagsausschreiben vom September 1540 [Nr. 1] und an sein jüngstes Schreiben aus Speyer [Nr. 11], in dem er seine bevorstehende Ankunft in Regensburg ankündigte und erneut zum Besuch des Reichstages mahnte. Hatte erwartet, bei seiner Ankunft in Regensburg den Erzbischof oder seine Gesandten vorzufinden. Da dem nicht so war und da die Verzögerung des Reichstagsbeginns auch den bereits vertretenen Ständen höchst beschwerlich ist, fordert er ihn erneut auf, in bedrachtung der hohen, unvermeidlichen notturft und wichtigkait der Šsachen, darumb solcher reichstag furgenomen und daran allen stenden des hl. reichs, auch gantzer teutscher nation und gemainer christenhait so merkhlich gelegen ist, auch unangesehen, ob unserer vorige beschreibungen deiner A. zu rechter zeit oder noch nit uberantwordt und zuekhomen weren, umgehend nach Regensburg zu reisen bzw., falls er nachweislich durch Krankheit verhindert ist, seine ausreichend bevollmächtigten Gesandten zu senden, damit der Reichstag nicht zu aller Nachteil noch länger verzögert werde1. Geben in unser und des reichs stat Regenspurg, am ersten tag des monats Martii anno etc. im 41., unsers kaiserthumbs im 21. und unserer reiche im 26.

    «Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]1 »

    A  München HStA, KBÄA 3149, fol. 401r–405v (Kop.); DV fol. 405v: Congratulatio ducum Boioariae ad Caroli caesaris in Germania adventum.

    ŠB  koll. München HStA, KBÄA 4247, fol. 283r–288r (Konz., Leonhards von Eck eighd.).

    Druck: Pfeilschifter, Acta reformationis catholicae, Bd. III, Nr.108, S. 358–363.

    Allergnedigister kaiser, mein brueder, Hg. Ludwig, und ich sein zum höchsten erfreyt eurer ksl. Mt. ankonft in das reich teutscher nation und furnemlich aus zwaien ursachen: Erstlich, das in unserm heiligen glauben ainigkhait und die warhait, daneben und zum andern, euer ksl. Mt. hochait, eere und reputation erhalten werden mugen. Und nachdeme eur ksl. Mt. unser peder gebrueder christenlichen aund bestendigen–a willen in unser religion und gegen euer ksl. Mt. von anfang irer erwelung bißanherb auf allen gehaltnen reichstägen verstanden und bei menigclichem wissentlich und offenwar ist, das auch wir gebrueder neben und uber das alles euer ksl. Mt. czu mermaln und also zu reden fur und fur–c durch unsere rethe, erstlich in Neapolis, darnach durch meinen brueder persondlich zu Genua, nachmals durch euer ksl. Mt. vicecantzlern Dr. Mathias Helden und auch meinen gnedigisten herrn, den römischen könig etc., durch sondere unsere vertraute rete und jungstlich euer ksl. Mt. in Hyspanien durch unsern rate Bonacursien umb gnedige einsehung dund wendung deß täglichen abfals–d in der religion sambt unserm underthenigem guetbeduncken und erpieten aller unserer hilf und evermugens erindert, angerueffen und gebetten haben–e und fdas an unserm vleis nichts gemanglt, auch numals–f mit guetem fuege vor Got und der welt entschuldigt sein und die sachen seiner Šallmechtigkait bevelhen möchten, noch dann dryngt uns gebrueder die pflicht, so wir als cristen dem allmechtigen und seiner heiligen, cristenlichen kirchen schuldig, daneben auch die pflicht, damit wir euer Mt. als gehorsame fursten zuegethan sein, unser beeder gemuete, sovil die religion und euer ksl. Mt. eere, hochait und wolfart betrifft, in underthenigem vertrauen abermals anzutzaigen, zu dem uns nit wenig verursacht gund trost, etwaß merers zu erhalten, gibt–g, das euer Mt. sehen, spurn und bekhennen muessen, das euer Mt. vilfeltige, hmilte und–h gnedige ersuechen, vätterliche warnung, guetigs zuesehen und gedulde ibei den luttherischen–i nichts gewurckt, das auch derjhenen, so euer Mt. hiein (vor andern) herfurzogen und glauben geben, handlungen jund werckh–j irem zuesagen und vertrosten gantz widerwertig und ungleich ervolgt sein. Dann so euer Mt. hynder sich gedenken und zu gedechtnus fuern, als auf erstem eurer Mt. reichstage zu Wormbs in der religionsachen ain cristlich, wolbedechtig edict und gesatz mit aller stende des reichs, ausgeslossen Sachsen und gar weniger kund gerynger–k stende etc., wo ob demselben gehalten und den abfallenden die erkannt straff gevolgt, wie dazemal on alle sorg beschehen hette mugen, das dardurch diser ietziger und gegenwurtiger last, labfall und irrtungen–l furkomen worden. Deßgleichen hetten die volgenden reichsabschide zu Nurmberg und Speyr, auch liederlich erhalten und zum wenigisten verrer abfall verhuet werden mugen, wo dieselben abfallenden stende und sonderlich die reichsstete ainichen ernst gesehen mund euer Mt. angeporne guete und miltigkaitn nit myßpraucht–m hetten etc.

    Dann unangesehen, das auf dem reichstage zu Augspurg alle chur- und fursten, auch der merer tail von grafen, herren und steten euer ksl. Mt. ir leib und guet wider die abgesondertn, so sich datzemal die protestierenden nennten, zuesagten, auch das die stat Augspurg hievor alle reichsabschide wider die lutherischen angenomen, bewilligt und etliche mitbesiglt hetten, unbedacht auch eurer ksl. Mt. gegenwirt, sonderten [sic!] sich dieselb stat von euern Mtt. und andern cristenlichen stenden nit zu gerynger verachtung, verklainerung und nachtail euer ksl. Mt. und aller gehorsamer stende etc. Wie auch dieselb stat ir zuesagen, so euer Mt. in schriften dazumal zuegestellt und uberantwurt warde, voltzogen und gelebt haben, ist unnot, euer Mt. zu erzelen. Wolliches abfals nund verachtung–n nit die geryngsten ursachen gewest sein, das ain lutherischer predicant durch euer ksl. Mt. in fencknus verschafft und ungestraft ledig gelassen warde, das auch nachmals die mandata, Šso oauf anzaigen und clagen der geistlichait durch–o euer Mt. in Hispanien wider die stat Augspurg gefertigt, nit uberantwort worden, dardurch dann dieselb beschwerlich andrung gewislich verhuet, wie wir peede deß guete und ware kuntschaft haben. Wir verdencken aber in derselben verhinderung aus ansechlichen vermuetungen niemands höherp dann den Bf. von Lundj, bey wöllichem sich die von Augspurg dermassen geliebt, das er der geistlichen sachen und personen, so ine der mandata halben qzu Augspurg persondlichen–q ersuechten, in hönische verachtung stellte, das sich auch die geistlichen kainer handhabung noch hilf getrösten mochten.

    Derselb von Lundj hat one zweifl die jungst handlung zu Frannckfurt und die verordneten commissari bey eurer ksl. Mt. auch gefurdert. Aber euer Mt. haben im werch befunden, ob dieselb handlung nutz oder schad und weme euer Mt., die sachen ze handln und mittl ze machen, bevolhen, rwie auch die turckenhilf, davon zu Frannckfurt trostlich geredt und damit der abschide den lutherischen zu guetem gemacht, gen Wurmbs geschoben, aber dem allem ungleich vervolgte–r.

    Was dann der tag zu Hagenaw und das gespräch zu Wormbs gewirckt und mitgepracht, wie sich auch setliche, so euer Mt. und der alten religion anhangen sollen und sich euer Mt. gentzlich versehen, erzaigt–s, deß sein euer Mt. von irem brueder, dem römischen konig, meinem gnedigisten herrn, und dem H. Grannvella tone zweifl wol und nachlengs–t bericht, auß dem abermals guet zu versteen ist, ob euer Mt. mit miltigkait, gnad, warnungen, underhandlungen, gespräch und dergleichen die zerstrat religionsach widerpryngen oder vor verrerm abfal verhuetn werden.

    uNeben dem allen wissen euer ksl. Mt., das wir uns mit euer ksl. Mt. und derselben brueder, der kgl. Mt., in ain cristenliche verstandtnus auf euer ksl. Mt. vicecantzlers Dr. Mathias Hölden ansuechen und euern Mtt. zu gehorsam und gefallen eingelassen–u. Wie aber ob derselben aynung mit weilend unsers lieben vettern Hg. Jörgen von Sachsen landschaftv, peden Bff. Merspurg und Meissen gehalten, wie auch solliche aynung Dr. Mathias Höltden vertrostung nach erweyttert, wwissen euer Mt. selbs. In deme hat sich auch zuetragen–w und vil gesagt worden, wie euer ksl. Mt. schwester, Kgn. Maria etc., sich durch ire sondere gesandten bey den lutherischen vernemen hab lassen, das dise cristenliche verstandtnus one wissen und willen eurer Mt. aufgericht Šseie2, wölliches den lutherischen xzu erweitterung und zuefal irer secten und pundtnus, aber–x denen, so unser parthey und religion sein, yzu abfal geraicht und das sich yederman der aufgerichten cristenlichen verständtnus enthalten hat–y.

    Wölliches alles ich von meins brueders und meinen wegen euer Mt. darumb anzaige, das dieselben lautter und clar versteen, was die gnedigist euer Mt. handlungen, geduld und mitleiden bey dem gegentail gewurckt hat und furo wurcken wirdet, weß sich auch euer Mt. bey vilen hochs und niders stands versehen und getrösten mögen.

    Nun ist die sachen auf die höchst und letzt not geraten, also, wo euer ksl. Mt. auf disem reichstag und dieweil euer Mt. im reich teutscher nation sein, zdise irrung, spaltung und abfal, so ietzt vor augen und konftigclich ervolgen werden, nit gentzlich abstellen und furkhomen, so ist es gewiß und gleich an der hande–z, das es umb die religion und cristenlichen glauben nit allain in teutschen landen, sonder auch gantzer Europa gethan und gar erloschen und gefallen ist. Dann dises ubel vileicht von unser aller sunden wegen von stund zu stund umb sich reyst, dermassen, das auf dise stund wenig weltlich fursten teutscher nation disem abfal entgegen gewest sein, auch etliche und nit die geringsten uber und wider die angenomen abschide und ir zuesagen sich dermassen halten und vernemen lassen, das man wol und augenscheinlich siecht, weß sich euer ksl. Mt. versehen mögen. So dann die religion fallen, wirdet auch die gehorsam fallen und dahin wachsen, das nit allain euer Mt., sonder auch alle öbrigkhaiten in gefar irer eern, leibs und vermugens steen werden und muessen, wie euer Mt. und menigclich aus der that befynden, das die abgesondertn ire öbrigkaiten und ander, so inen zuwider sein, mit dem allerhöchsten, unaußleschigem neide verfolgen, aawie euer Mt. particulariter wol angezaigt werden möchte, wo dieselb euer Mt. dises alles nit bericht oder aus aigem verstand mörckten-aa.

    ŠDas wöllen euer Mt. als ain cristenlicher kayser dem allmechtigen zu schuldiger dienstperkait und lobe und ir selbs persone zu erhaltung irer eern, hochait, obrigkait und königreichen bedencken und das dise sach lengern verzug nit leiden oder geschoben werden mag. Alda ist auch kain ander mitl dann den cristenlichen glauben und euer Mt. hochait und reputacion zu verlassen und zu verliern oder abone verlengern wege furnemen, damit unser cristenlicher glauben und euer Mt. reputacion cristlich und löblich erhalten werde-ab.

    Wir gebrueder wöllen auch euer Mt. gehorsamer und cristenlicher maynung nit pergen, das wir mit allem vleiß beratslagt und nachgedacht haben, wellicher maß doch und auf was wege dise irrtungen hingelegt werden möchten, und fynden nachvolgende drey weg:

    Der erst ist, ob euer Mt. die disputacion und gespräch, zu Wormbs angefangen, fur sich geen lassen solle etc., wellicher wege bei uns unordenlich, undienstlich, sorgclich und unmuglich. Dann erstlich ist durch die heiligen vätter, die bäbste, auch in cristenlichen concilien, darzue die römischen kayser geordnet und gebotten, das man vom glauben und in sachen des glaubens offenlich nit disputirn und also unsern heiligen glauben in zweifl khomen und davon reden lassen solle, das auch auß dergleichen gespräche und disputacion nichts anders dann zwitracht und zanckh und, das diejhenen, so aines gueten, bestendigen, cristenlichen glaubens und gemuets sein, in zweyfl und irrtung gefuert werden, ervolgt.

    Zum andern, so also auß gesprächen auch den frommen irrtung und zweyfl einfallen, so volgt daraus, das dieselben im zweyfl auß verhengnus des allmechtigen ehe zu abfal dann bestendigkait in dem glauben verursacht werden.

    Zum dritten, wo man gleich dise angefangne disputacion zu ende pryngen wolte, wurde doch ain lange zeit verlauffen und dannocht zuletzt unentschaiden beleiben, dann der gegentail kainen andern richter dann ire verkerte schriften und opinion leiden wöllen noch werden.

    Zum vierten ist unmuglich, das in den maistn articuln, das ist aller sacrament und sonderlich des sacraments unsers lieben herrn Jhesu Christj leyb und pluet, der meß und anhengigen ceremonien ain ainiche vergleichung beschehen muge. Dann sy, der gegentail, werden acin disen articuln-ac under inen selbs noch auch mit unserer parthey nit aynig sein. Solten dann euer Mt. und derselben anhengig in etlichen articuln weichen one ain gemaine verwilligung adanderer cristenlichen versamblung und nationen-ad, so wurden wir gleich als der gegentail scismatici. Euer ksl. Mt. und wir alle der alten religion muesten die nachrede leiden, das dieselben nit recht glaubt und deß uberwunden worden, das auch auf den reichstägen aezu Augspurg und Regenspurg-ae nit recht Šund wol beslossen, die abtrynnigen unpillich gestraft und den widertail mit ungrundt ainichs abfalls und ketzerey beschuldigt hetten. Diser und anderer vil mer ursachen, welliche euer Mt. bei ir selbs erwegen, auch in erfarung bishere gehaltner disputacion, schreiben und handlungen, zwischen peden tailen erloffen, erlernet haben und wir nachlengs erzelen möchten, ist euer ksl. Mt. kainswegs zu raten noch zu bewilligen, das die angefengt disputacion und gespräch iren furgang habe oder verrer davon weder bei euer Mt. oder den reichsstenden ainiche meldung beschehe.

    Der ander wege ist, das ain gemain, cristlich concil zum allerfurderlichistn als auf das lengst in ainem oder anderhalben jare und an ainem gelegem orte teutscher nation von stund an ausgeschriben und gewislich gehalten und das mitlerzeit ain fridlicher anstand gemacht, dergestalt, das alles, so sich in sollichem anstand thatlichs oder widerwertigs begeben möchte, abgeschnitten und furkhomen und deß auch ain gewisse sicherhait gemacht wurde, wie man sich dann ains sollichen anstands mit euer ksl. Mt. vergleichen und afsich in reden und gegenreden-af befynden möchte. Und in deme wurde vor allen dingen das haubtstuckh sein, das die cristlich verständtnus, durch euer Mt. aufgericht, erweittert, das man dem gegentail im fall, das sy dem anstand nit geleben wolten, wie dann aus vorergangnen handlungen wol zu vermuetten und zu besorgen ist, starckh genueg und also ain macht die ander bei friden behielte.

    Der drit weg ist, das euer Mt. den waren, cristenlichen glauben wie der in ewangelischer schrift, die heiligen concilien und lerer von zeit der apostel biß auf uns here löblich gehalten, in kainen verrern zweifl, änderung oder abfal khomen lassen, sonder agin den alten stand pringen und-ag stracks handhaben, wellichs one zweifl mit verleihung götlicher hilf one grosse sorg beschehen het mugen und noch beschehen mag3.

    Und wellichen wege under den zwaien letzten euer Mt. geen oder furnemen, darzue ahund bey ainem jeden-ah wöllen wir gebrueder euer ksl. Mt. alle unsere bedencken, bewegnus und ursachen underthenigclich und vertreulich anzaigen, raten und, was wir also euer Mt. anzaigen und raten, mit allem unserm vermugen leibs und guets voltziehen helfen. Und bitten mit aller gehorsam, euer ksl. Mt. wöllen dises unser anzaigen gnedigister maynung versteen und aufnemen, dann wir uns je aus cristenlichem gemuete und schuldiger gehorsamai Got zu Šlobe und euerer Mt. zu ern und wolfart diß unsers ansuechens und erpietens nit enthalten haben mugen, und wöllen uns pede euer Mt. bevolhen haben4.

    « Nr. Š18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]1 »

    Wien HHStA, Belgien PA 31/4, fol. 297r–297v und fol. 302r–302v (Kop.); ÜS fol. 297r: Le propoz des ducz de Bavière à l'empereur.

    Druck: Brandi, Aus den Kabinettsakten des Kaisers, Nr. V,1 und V,2, S. 238–241; Ausz.: Pfeilschifter, Acta reformationis catholicae, Bd. III, Nr.112 Beilage, S. 368–369.

    Que ce qu’ilz veuillent dire et déclairer estoit pour leur devoir envers Dieu et l’empereur, prians, que le tout fut prins en la meilleur part.

    Que l’affaire de notre foy et religion estoit succédé et venu en l’inconvénient, où de présent l’on le veoit, parce que les desvoyéz de la foy, qui avoient prins le nom de protestans, avoient abuséz de la trop grande clémence, bonté et bénignité de sa M.

    ŠQue qui est observé les édictz faictz à la diète de Wormes, la chose ne fust tomber en cestuy inconvénient.

    Que pour dire la vérité l’archevesque de Londen avoit très mal usé à l’assemblée de Francfort et dont les protestans, qu’ilz nomment scismatiques et hérétiques, avoient prins plus d’occasion de mal faire.

    Aussi que, si ledit de Londen eust voulsu délivrer et faire exécuter les mandemens de sadite M contre ceux de Ausbourg à l’instance du clergé, l’on les eust bien empescher de faire ce qu’ilz ont fait, mais que, quant ilz l’en requiroient, il se rioit d’eulx et fust esté bien emploié de chaster lesdits de Ausbourg selon la faulte, qu’ilz ont commis contre les recès dudit Ausbourg et de celluy de Reynsbourg.

    Que la congrégacion de Haghenau n’avoit esté de nul prouffit, aussi n’avoit celle de Wormes, en laquelle aucuns des princes, de qui la partie catholique se fioit et devoit se fier, avoient clerement démonstré leur voulenté et affection ausdits desvoyéz et à leurdite nouvelle religion.

    Que la lighe deffensive dentre les catholiques estoit très bonne et très convenable, si elle fust esté fortiffiée et avoué, mais que au desfault de ce s’estoit faicte la confédéracion de Smalkalden entre lesdits schismatiques et hérétiques.

    Que après avoir discourru cestuy affaire et l’importance et exigence d’icelluy, ilz n’y trouvent que trois moiens. L’ung de traicter par [communicacion], mais ilz ne voyent qu’il y eust apparence pour l’obstinacion des protestans et que de procéder en la dispute et colloque de Wormes il ne povoit y venir, pour ce que l’on avoit veu en ladite diète de ceulx, de qui l’on se devoit le plus fier, et que aussi la chose seroit trop prolixe et en fin sans effect, car les autres potentatz et princes de la chrestienté ne vouldroient consentir ce que s’en feroit et davantaige que l’on a tousiours tenu pour maxime, que l’on ne devoit révocquer en doubte ce que avoit esté passé par les conciles et observé dois [= dès] la primitive esglise et temps des apostres et que l’on peult tenir pour certain, que lesdits protestans contreviendront au plus substancial de nostre foy et sept sacrements et mesmes du sainct sacrement et par conséquent des autres aussi, que, si l’on leur accordoit ou permist quelque chose, seroit bailler à entendre, qu’ilz se fussent avec bonne cause aliénéz de nostre sainte religion et que à tort et indécement on eust procédé contre eulx.

    Le second moyen estoit de maintenir entièrement nostre ancienne religion pour honneur de Dieu et celluy de sadite M, du quoy elle regarderoit ce que si pourroit faire avec l’ayde des autres princes et potentatz de la chrestienté.

    Le tiers estoit de convocquer le concille général en ceste Germanie endedans ung an et demy et qu’il se tint avec effect et cependant qu’il se fust une tresve et cessacion d’armes et pour la faire mieux observé, que l’on amplie et fortiffie la lighe catholique tellement, que ceste provision empeschera la maulvaise voulenté des autres.

    ŠQue en tout ce que dessus ilz offroient corps et biens avec sa M et d’estre appareilléz de [communiquer] en ce que dessus toutes les fois qu’il seroit de besoing et d’en dire et advertir de tout ce qu’ilz verront convenir2.

    La responce a esté générale merciant lesdits ducz de leurs advis, offres, amytiés et dévotions, qu’ilz portoient à sadite M, asseurant du réciproque, baillant justificacion quant à sa Met imputant l’inconvénient à la malignité du temps, affaire et traverses du Turcq et autres guerres, où sadite Ma esté empeschée, et les divisions et différens en la mesme Germanie, les devoirs et diligence faictes pour le concille général mesmes tant à Boulongne que à Romme et les contradictions des roys et princes chrestiens et ceulx signamment de ladite Germanie, la cause du partement d’Espaigne de sadite Met venue, la congrégacion de Hagenau et Wormes pour adresser et encheminer les choses Šde ceste diète. Et que l’empereur auroit regard sur le discours desdits de Bavière et venans les autres des estatz l’on adviseroit ce que plus conviendroit et en communiqueroit tousiours confidemment sadite M avec eulx comme avec ses bons parens et qu’il veoit si bien affectionnéz à la religion et à sadite M.

    «Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3 »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.); ÜS: Röm. kgl. Mt. rat und gutbedunckhen, der ksl. Mt. zuegesandt, wie der reichstag möcht bey den stenden angefangen werden1.

    Der röm. kgl. Mt. etc. bedenckhen und guetansehen, was die röm. ksl. Mt. etc. den stenden des hl. röm. reichs auf diesem reichstag zu ainem anfang desselben furtragen lassen möchte, welches die kgl. Mt. irer ksl. Mt. allain vermanungßweise mit der kurtze auf irer ksl. Mt. weitter notturftige extendierung und ausfuerung, wolgefallen und verpessern bruederlich und freuntlich antzaigt.

    Furs erst. Nachdem das gemain ausschreiben dieses reichstags die ursachen, darumb ir ksl. Mt. derselben hispanischen khunigreich verlassen und sich in teutsche nation begeben und diesen reichstag furgenomben hat, klerlich und ausfuerlich mitbringt, welche dann zum höchsten und maisten auf vergleichung und hinlegung der strittigen religion berueen, das demnach ir ksl. Mt. im anfang des furtrags dieselben ursachen, auch mit was beschwerden und ungelegenhaiten sich ir ksl. Mt. aus derselben hispanischen khunigreichen in Teutschlannd begeben und zu derselben ankhunft furnemblich den stritt in der religion als fur das maist und höchst ob- und anligen im hl. reiche furhanden nemben, damit das beschwerlich mißvertrauen, unainigkhait und zerruttung, so under dem zwispalt der religion von langen here bey den stenden des hl. reichs eingerissen, auch daraus allerlay ungehorsame und widerwertigkhait ervolgt und noch merer unrat, krieg und emperung ervolgen mögen, abgestelt und also die stende des hl. reichs widerumb in ainhelligkhait und vergleichung gebracht werden, neben erzelung, was erstlich ir ksl. Mt. durch die röm. kgl. Mt. in der religionsachen als dem principalpuncten zu Hagenau handlen hett lassen und jungstlich zu Wormbs gehandlet worden were, den reichsstenden ausfueren lassen möchte. Wie und welchermassen aber die ausfuerung solcher hagenauischen und wormbsischen handlungen, auch wie die religionsach zu Wormbs verlassen und von dannen auf diesen reichstag transferiert worden, wie auch dieselb weitter continuiert und gehandelt werden sölle, des alles tragen ir ksl. Mt., dieweil die solche sach auf dem tag zu Wormbs selbs under handen genomen, genedigists wissen.

    ŠZum andern, dieweil das gemain ausschreiben ditz reichstag, neben dem haubtstuckh der strittigen religion das unerleidlich und hoch verderblich eindringen gemainer christenhait erbveindts, des Thurgkhens, und wie demselben abbruch und widerstandt beschehen sölte, auch mit sich bringt, achtet die kgl. Mt. fur ain unvermeidliche, hoche notturft sein, die stende des hl. reichs nach der lenge zu berichten, wie der Thurckh in wenig jarn here sein reich erweitert und seinen fueß so ferr in Hungern gegen teutscher nacion gesetzt, was er auch der herrschaft zu Venedig und andern abgedrungen, wie hoch beschwerlich und sorgfeltig auch die sachen dieser zeit in Hungern steen, auch wie es umb Sibenburgen, dergleichen in der Moldau gestalt und geschaffen seye, wie dann ir ksl. Mt. des alles von der kgl. Mt. gesanten underschidlichen und lauttern bericht emphangen hette, darnach ir ksl. Mt. die sachen mit guettem grundt und ausfuerung die reichsstende erinnern mag, das demnach ir ksl. Mt. gemaine reichsstende zu widerstandt und abtreibung bemelts Thurckhens hochnachtailigen furnemens, welches auf solche notturftige ausfuerung und erinnerung des vorsteenden unraats und verderbens gemainer christenhait und vorab teutscher nacion under anderm furnemblich dahin gestelt, die chron Hungern gewaltigclich einzenemen und zu besitzen und daraus teutsche nacion zu verderben und under sein tirannische gehorsambe ze bringen, umb ain ansehliche, statliche, beharliche und gewaldtige hilf ansueche und dieselb hilf in ansehung, das es laut der verhanden khundtschaften die unvermeidlich notturft erfordere, zum höchsten, als die yndert zu erlangen, verhoffenlich gestelt, auch, sovil muglich, gefurdert werde.

    Zum dritten bedenckhen die kgl. Mt., das der ksl. Mt. hohe notturft erfordern welle, sich bey gemainen reichsstenden zum höchsten zu beschwern, das sich etliche jar heer vil personen hochs und niders standts uber und wider irer ksl. Mt. zu mer malen ausgegangne gebot und mandata, auch uber ir aid und phlicht, damit sy irer ksl. Mt. und dem hl. reich verwant und zuegethan, wider ir ksl. Mt. und das hl. reich in khriegsdienst eingelassen, welches ye unlöblich, neben dem, das solches ksl. Mt. und des hl. röm. reichs heergebrachten reputacion und hochhait nit wenig schimpflich, das solche offenbare ungehorsame geduldet und zuegesehen werden sölle, mit begeer, derhalb solch ernstlich einsehung ze thuen und ordnung furzenemben, dardurch dergleichen offenbare ungehorsame wider ir ksl. Mt. als iren naturlichen herrn und kayser, auch das hl. reich hinfur abgestelt und furkhomben werde. Dann was ir ksl. Mt. untzhere gegen dem Kg. von Franckhreich von wegen des hertzogthumbs Maylannd furgenomben und gehandelt, das seye irer ksl. Mt. als römischer kayser, dieweil bemelt hertzogthuemb Maylanndt dem hl. reich mit dem aigenthuemb zuegethan und verwant, schuldig gewest und habe irer ksl. Mt. zu handthabung derselben und des hl. reichs aigenthumb wol geburt, aber khainem underthanen noch verwandten des hl. reichs seye in khainen weeg zuegestanden, auch weder ruemblich noch eerlich gewest, dem Kg. von Franckhreich in dem faal ze diennen oder ainiche furderung ze thuen, und dieweil ksl. Mt. an dieser Šverordnung und fursehung so vil und nit weniger als gemainen reichsstenden an der hochnotwendigen turggenhilf gelegen, das demnach die ksl. Mt. ir dise sach mit dem höchsten anligen lassen welle, angesehen, das durch solche abstellung nit allain die billich und schuldig gehorsame gegen irer ksl. Mt. und dem hl. reich erhalten, sonder sonst allerlay übels und böse ursachen, so daraus volgen und fliessen, furkhomben werden, dartzue dem Turggen umbso vil mer und statlicher vom hl. reich widerstandt beschehen mag, sich auch wol zu verhoffen, das sich der Kg. von Franckhreich, so ime das teutsch kriegsfolckh entzogen, wider ir ksl. Mt. in weitter khriegsuebung nit begeben und gegen irer ksl. Mt. fridlich erzaigen und halten wurde.

    Zum vierdten. Nachdem der röm. ksl. Mt., auch gemainen stenden des hl. reichs an erhalthung des camergerichts hoch, trefflich und vil gelegen und, wo das seiner underhalthung halb in zerruttung oder zertrenung khomben solte, das dardurch nit allein irer ksl. Mt. und des hl. reichs hochste obrigkhait und reputacion im hl. reich fallen, sonder daraus under den stenden des hl. reichs, so die ordenlich iusticia nit verhanden, alle ungehorsame einreissen und daraus ander beschwerlicher unrat, nachtel und verderben ervolgen wurde, so acht die kgl. Mt. fur ain hoche, unvermeidliche notturft, das sich ir ksl. Mt. mit den stenden des hl. reichs handle, wie bemelts camergericht khonftigclich, damit ir ksl. Mt. die purde und des lasts desselben chamergerichts underhalthung, dieweil dasselb camergericht allen stenden zu nutz und guettem khombe, hinfur entladen, underhalten werden sölle, das auch irer furgebrachten mengel und beschwerden halben, so inen in mer wege, wie des ir ksl. Mt. von denselben vom camergericht zu mer malen erinnert worden ist, ernstlich und solch notwendig abstellung, wendung und einsehen beschehe, dardurch sy hinfur in iren processen und erkhantnussen nit dermassen verschimpft, sonder dem ordenlichen rechten sein gestrackhter weeg und gang gelassen und die geburend execucion und voltziehung der ergangen urtln niemandt gesperrt oder verhindert werde.

    Zum funften. Als sich im hl. reiche ein zeit here vil freflicher und mutwilliger sachen zuegetragen, das die underthanen des hl. reichs zuwider der [sic!] kayserlichen landtfridens, der gulden bullen und andern reichsordnungen befehdet, gefangen, geschatzt und bedrangt worden, auch den tätern zu solchen iren mutwilligen, bösen handlungen underschlayf, hilf und furschub beschehen, aus welchem, wo hinfur zu abstellung und straff solcher tätlichen und mutwilligen handlungen, die in etlichen fällen mit ainem solchen ansehen und macht beschehen, nit mit mererm ernst furgangen, volgen, das daraus, wie zue besorgen, khrieg, entperung und hochnachtailiger unrat erwachsen wurde. Darumb die kgl. Mt. gleicherweise fur hoch notwendig bedenckht, das zu furkhombung solcher und dergleichen mutwilligen handlungen ordnung gemacht, wie die notturftig handthabung der gulden bullen und andern satzungen, so gegen und wider die landtfridprecher und derselben helfern und furschiebern hievor eingesetzt ist, beschehen sölle und menigklich bey gleich und recht bleiben Šmöge, auch der unrat und nachtl, so, als obsteet, hieraus zu gewarten, abgestellt und verhuet werde.

    Zum sechsten, dieweil aus der vile und menig der druckhereyen, so an mer orten vorhanden sein, manicherlay laster und ubels an den tag gebracht und ausgebrayt wirdet, aus welchem allerlay unrat und zerruttung gueter ordnung und pollicey volgt, auch daraus fleust, das sich furstmessig personen nit zu klainer uneer, verachtung und schimpf ires langen und hohen, eerlichen heerkhombens aneinander zu schmahen und zu verunglimpfen einlassen, achtet die kgl. Mt., das zu furkhombung solches ubels und unrats nutzlich und gut were, ordnung furzenemben, und deshalb vonnöten seye, mit den stenden des hl. reichs ze handlen und, welchermassen dieselb ordnung furzenemben und in das werckh ze bringen seye. Was dann ander obligen und sachen verhanden, so auf vor gehalten reichstägen furkhomben und nit zu ende gehandlt sein, davon wil die kgl. Mt. dieser zeit khain anzaigung oder ausfuerung thuen, sonder werden dieselben on zweiffel, so man in handlung khombt, furbracht werden.

    Und beslieslich, so achtet ir kgl. Mt. etc., so mit der hilf und genad des almechtigen in der strittigen religionsach ain christliche verainung und vergleichung gemacht, das damit die maisten hievor angezaigten artickl auch in richtigkhait gebracht und dieselben gar leichtlich zu erledigen sein wurden. Das alles hat ir kgl. Mt. der ksl. Mt. auf derselben genedigists wolgefallen und verpesserung bruederlicher und freundtlicher maynung anzaigen wellen und thut sich derselben bruederlich und freundtlich bevelhen.

    Datum Wienn, den dritten Marcii anno etc. im 41.

    «Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]1 »

    Wien HHStA, Hs blau 598/1, fol. 280v–284r (Kop.); ÜS fol. 280v: Proposition pour la diètte de Regennsburg envoyé par le roy à l’empereur soubz correction et bon plaisir de sa M.

    L’empereur et roy, notre tres redoubté seigneur, expose avec clémente intention aux princes, électeurs, princes et aultres estatz du saint empire, leurs conseillers et ambassadeurs, que par les lettres d’indiction de ceste commune diètte impérialle ilz ont sousfisamment peu congnoistre les occasions très urgentes pour lesquelles sa Mnon sans grief et incommodité de ses affaires s’est party de ses royaulmes d’Espaigne et de rechief venu en la Germanie et conséquamment indict ceste diètte impérialle principallement que depuis la dernière diètte de Regensburg et la subséquente pacification sur les affaires de la foy et religion se soient ensuyviz plusieures et diverses désobéissances et contrariétéz de sorte, que ladite Špacification n’a esté entretenue ou observée, mais y sont entrevenuz plusieurs griefz, que pour ceste fois ne semble à sa M besoing de réciter au long, puisques sont assez manifestes, aussi que les parties interessées n’ayent par voye ordinaire de justice sceu obtenir de ceulx de la chambre impérialle aulcune ayde ou remède sur leurs griefz alléguéz, que de plus en plus a journellement engendré et accreu la mesfiance entre les estatz dudict sainct empire de sorte, que sans rédiger lesdits différendz a quelque chrétienne concorde et que la voye ordinaire de justice eust son cours, se feust peu ensuyvir oudict [sic!] sainct empire toute discorde, confusion et esfusion de sang, dont sa M à bon droict se pourroit rassentir, veu que selon que sadite M s’estoit offerte par ladicte dernière diètte de Regensburg elle n’a riens obmis de procurer envers notre sainct père le pape et collège des cardinaulx la célébration du concille endedens le terme comprins du recès de ladite diètte et que sadite M a tant faict, que ledict concille a esté publié, lequel a depuis par plusieurs fois esté prolongué. Mais pour quelle cause icelluy concille a esté empesché et qu’il n’a eu son progrès, iceulx communs estatz de l’empire en sont assez informéz.

    Et fust sadite M esté bien inclinée pour ce tenir une commune assemblée d’empire n’eust esté, que sadite M a esté tant chargée et empeschée de si grandz affaires et ex[ploix?] de guerre, que sa M n’eust peu tenir ladite assemblée ou y comparoir en personne, cependant néantmoings et en son absence avoit par ses notables commissaires plusieurs fois et en divers lieux faict traicter sur l’appaisement avec les princes électeurs et aultres princes en l’empire des différens de la religion. Toutesfois nonobstant les amyables négociations, dilligences, paine et travail susdit les choses n’avoient jusques à présent sceu parvenir à fructueuse yssue ou appointement. Et par ainsi sadite M non seullement sollicité en cest endroict, mais aussi de tous les nécessitéz dudict empire avoit fait toute dilligence paterne, affin que ung si très dommaigeable controverse et erreur, dont jusques à présent plusieurs tant catholicques que mescréans sont esté anniméz et confortéz en leurs mauvais propoz et intentions à la suppression et destruction du sainct empire, nation descente et haulteur de la Germanie, mais aussi du vray nom et saincte foy chestienne fust rédigée en union et concorde.

    [Ayant] pour ce sadite M arrivée l’année passée en ses pays d’embas communicquée avec le roy des Romains, son frère, de laquelle communication s’est premièrement ensuivye la convocation de Haguenauw et conséquamment de ladite convocation de Haguenauvv le chrestien colloque et communication dernièrement tenue à Worms et entre tant apar sadite M indicte–a ceste diètte impériale aux trois roys passéz2, toutesfois sa M tant pour impourveue indisposition de sa personne comme aussi que la communication de Wormbs n’a si tost peu estre encommancée ny achevée comme bien l’on eust pensé, ny a Špeu si tost comparoir. Et puisque la négociation et déppart dudict Haguenauw contient entre aultres choses, que en ceste dicte diètte l’on deust faire relation à sadite M, aussi aux légatz de sa sainctité et tous aultres estats du sainct empire de ce que seroit traicté et pourparlé à Wormbs, affin que par voye d’ung vray droict concille ou aultrement par chrestienne concorde les différens de la religion fussent menéz a bonne yssue, sa M impérialle pour éviter prolixité se dépporte repéter pour ceste fois au long toutes les négociations passées, principallement les maulx advenuz et à advenir de ladite religion contre Dieu et salut des âmes chrestiennes, aussi la grande division et destruction dommaigeable et irréparable, que se feroit audict sainct empire et haulteur d’icelluy, si ces différens et erreurs n’estoient réduictz à chrestienne union, s’en rapporte à ce que ung chacun desdits estatz en peult en sa conscience penser et considérer. Et luy semble pour ce debvoir encommancer du poinct principal et des aultres griefz plus importans audict sainct empire. Et que seroit convenable et prouffitable, que, puisque l’article du différent de la religion concerne notre vraye foy chrestienne et salut des âmes, iceulx princes électeurs, princes et aultres estatz prenissent premièrement et avant toute euvre en main, ouyssent et entendissent ce que dernièrement a esté traicté audict Worms et sur ce plus avant consulter, prétendre et adviser par quel moyen la chose fust le mieulx conduysable à union et concorde, et en ce évicter toutes prolongations et prolixités austant qu’il fust possible.

    Car si cestuy différend de la religion se reduict en une égale chrestienne intelligence, union et concorde, comme sa M par les choses passées en a desià bon espoir, sadite M n’a nulle doute, que tous aultres en déppendans et concernans la commune chrestienté et mesmes ledict sainct empire se trouveront de tant plus traictables et appoinctables. Et considère sa M aussi avec l’affaire de ladite religion la grande et inévitable nécessité requérir, que lesdits princes électeurs et aultres princes et estatz et les conseillers et ambassadeurs des absens avec toute extrême dilligence et à bon escient consultent et avec toute léalle ayde, conseil et effect selon leur puissance advisent, comme l’on debvra résister aux desseings et tyrannicques intentions du Turc, ennemy commun héréditable de la chrestienté, par lesquelles depuis aucunes années enca et encoires journellement de plus en plus il augmente sa dition et mesmes contre les estatz dudict s[ainct] empire, actendu que si longuement que l’on délaisse audict Turc exercer ses tyrannies et violences sans luy donner prompte, durable et puissante résistence, que ce sera après trop tard ny sera la perdition de la chrestianté, mesmes de la Germanie avec despence quelconcque ou perdition de sang chrestien depuis reconurable.

    Car sadite M a vraye et sehure information, que ledit Turc incontinent après la mort du roy Jehan a pensé subjugner et mectre en son obéissance la Transilvanie de là ayant ung siège et pied si ferme occuper aussi le royaulme de Hongrie, que desià il dit estre sien propre comme pour ung sien bassa il a faict escripre aux plus principaulx dudict Hongrie eulx mectre en sa subgection ny partir d’icelle, ainsi comme appert et se démonstre par ses lettres après la Šmort dudict feu roy Jehan oires qu’il fust demeuré en vye, qu’il ne l’eust laissé en ladicte Hongrie, mais l’en eust deschassé veullant luy mesmes occuper et posséder ladite Hongrie à la destruction et expugnation de ladite Germanie. Avec ce avoit icelluy Turc desià dénommé le bassa, qui debvoit prendre Boude et illec tenir son siège et demeurer avec ung grant nombre des Turcs, aussi a dépesché ung aultre bassa en Hongrie avec ung bon nombre de gens de guerre si comme de 18.000 à 20.000 hommes par eau et par terre pour prendre Boude et Pest en actendans sa propre personne avec toute sa puissance, lesquelz durant cest yver ont tenu leur camp à Tollua 18 ou 20 lieues endessoubz dudict Buda et deslà faict une course sur Vatia et icelluy gaste et pille. Et sont lesdits Turcs passéz peu de jours levé leur camp avec leurs bateaulx et artillerie et venuz si avant que présentement ne sont que six lieues endessoubz dudict Pest et tout ce en intention par leur dilligence gaigner l’avantaige, avant que l’on leur puist donner unie résistence.

    Avec ce veult sadicte M impérialle bien advertir iceulx princes électeurs, princes et estatz de l’empire, conseilliers et ambassadeurs des absens, que depuis la mort dudict roy Jehan a par icelluy Sr roy des Romains esté traicté avec les subgectz de ladite Transilvanie de sorte, que grant partie d’eulx s’est mise en sa subgection comme appert par les lettres, que ledict Sr roy a en ses mains, et espère icelluy Sr roy aussi pouvoir gaigner et recouvrer la reste desdits subgectz, aussi que cependant est advenu après, que le vayvoda, que ledit Turc avoit dernièrement délaissé et mis en la Moldavia avec aulcungz mille personnes s’est tenu envers les provinciaulx et subgectz de ladite Moldavia si tyrannicquement, ilz ne l’ont plus longuement peu endurer, mais ont tous unaniment esleu ung aultre vayvoda de leur sang, lequel longtemps avoit esté caiché, pour leur seigneur. Et celluy, qui estoit institué par ledict Turc, ensemble tous les Turcz tuéz et assomméz icelluy vayvoda ainsi esleu après ce que dessus advenu envoye son ambassadeur devers ledit Sr roy et offert toute obéissance et assistence à sadite M royalle comme estant puissant de vingt à trente mille chevaulx pryant aussi qu’on le voulsist assister et point l’habandonner.

    Et puisques lesdits princes électeurs et aultres princes et estatz, conseilliers et ambassadeurs des absens par la déclaration de l’intention dudict Turc susdite et l’estat des affaires de Moldavia et Transilvanie [aient] à penser et considérer, que la prompte, durable assistense et en ce cas de nécessité et de la descente dudict Turc en propre personne la commune ayde de l’empire seroit grandement nécessaire pour la conservation et desfension de ladite Germanie, aussi que en ce temps se pourroit avec ceste assistence effectuer beaucop de bonnes choses, mesmes que par ce la Walachie (laquelle ne fault estimer aultrement que nouvellement conquise par l’ennemy), semblablement aussi ladite Transsilvanie puissent estre deffenduz de la puissance des Turcs, aussi qu’il feroit à espérer, que l’on y pourroit joindre la Transalpina voisine de ladite Transilvanie ayant jusques à maintenant esté tributaire et obéissante au Turc et par ce mectre la chrestienté et mesmes ladite Germanie en une bonne et perdurable sehurté Šet eslargir grandement les frontières contre ledit Turc. Et si ladite ayde ne se faict prompte, durable et puissante et que l’on délaisse au Turc (conforme à son intention) l’advantaige (que Dieu par sa grâce ne veulle) et que par ce tous les pays susdits et la reste en Honguerie comme pays plat ne se puist plus conserver, ung chacun par son propre entendement peult facillement considérer, quel grand préjudice et dommaige ce seroit aux chrestiens principallement en la résistence contre les Turcz diminuant les forces des chrestiens et augmentant celle dudict Turc oultre aultres dommaiges irréparables, que s’en ensuyvroient.

    Et mesmement seroient par ce hoste à ladite Germanie la chevallerie legière estant la plus propice et ydoine pour mectre en euvre contre cestuy ennemy, semblablement aussi la pluspart des victuailles et avec ce demeureroient ouvertz tous passaiges contre Polongne, Saxen, Brandenburg, Slesie, Moravie, Bohème et de tous les pays de la basse Austrice tant par eau que par terre, car ceulx congnoissans le pays scaivent bien, en quel dangier demeureroit en ce cas la Polonigne [sic!] entre les Turcs et les Tartares et en somme viendroit par ce le Turc audessus de ses ententes à la perdition et destruction de tous les royaulmes, pays circumvoisins et toute la Germanie pour les destruire selon sa voulenté avec ce, que des pays conquises il auroit la meilleure assistence et icelle mectre en euvre contre ladite chrestienté et mesmes la Germanie à son grant avantaige et desadvantaige des chrestiens, ce que lesdits estatz commungs dudict empire et ung chacun par chrestienne affection doibvent par raison bien perpendre et prendre à ceur.

    Et combien que d’aventure aulcun vouldroit dire, que éviter cestuy inconvénient et finale destruction l’on puist traicter de quelque tresve avec ledit Turc, sadite M toutesfois allègue ausdits princes et estatz, que telz traictéz de tresves sont jusques à maintenant toujours esté aux Turcs grandement advantageuses et par contraire aux chrestiens pernicieuses et préjudiciables comme de ce sa M pourroit alléguer beaucop d’exemples. Car icelluy Turc ne tient la tresve non plus longuement que luy plaist et qu’il est tout cler et manifeste, que en temps de tresves il a grandement augmenté sa dition et par ce tant approuché la Germanie et estatz d’icelle. Puis doncques qu’il est tout évident et manifeste, que les pays de frontière ensamble lesdits Hongrois ne peuvent facillement résister contre la puissance du Turc et qu’ilz ayent très grandement affaire de l’assistence des estatz de la Germanie et que en faulte d’icelle comme dit est s’ensuyvra la totale destruction de la chrestienté et mesmes de ladite Germanie.

    Sa M impériale comme chief séculier de la chrestienté est tenue obligée pour éviter les maulx et dangiers susdits y mectre ordre et pour ceste cause plus accélérer sa venue en ladite Germanie, affin de joinctement avec le différent de la religion aussi traicter avec les estatz d’icelle sur ladite assistence contre le Turc tant importante et que les Hongrois et aultre peuple chrestien ne fusse délaissé sans secours, mais que ledict pays de Hongrie puist estre conservé comme pour muraille et escu de la chrestienté et mesmes de ladicte Germanie et les gens dudict pays conservéz pour employer à la résistence contre ledit ŠTurc. Et pour ce sadite Mveult bien requérir et bien à certes admonester iceulx princes électeurs, princes, aultres estatz, conseilliers et ambassadeurs des absens, affin qu’ils se démonstront avec une convenable, notable et prompte assistence à la consolation des oppresséz Hongrois et aultres peuples estans sur les frontières et durable sheurté, bien et tranquillité de la chrestienté, aussi de la Germanie et d’eulx en particulier sans en ce perdre temps, mais accélérer ladite assistence austant qu’il leur sera possible comme l’extrême et très urgente nécessité le requiert. Ayant mesmes regard à la briefveté du temps et que comme dit est les Turcz ayent ceste année hyberné en ladite Hongrie et qu’ilz marchent présentement jusques à l’advenement en propre personne du Turc, leur [maître], contre Hongrie et aultres costéz et que pour estre la plus grande froidure ja passée ne perdront temps et a semblé à sadite M expédient et convenable, que ceste tant nécessaire assistence fust faicte en deux voyes et manières et effectuer ce que s’ensuyt:

    Et premiers une ayde, que seroit estimée pour prompte et durable pour avec icelle déchasser de Hongrie les Turcz, que y sont présentement et retirer de leurs mains et obéissance ce qu’ilz y tiennent encoires, pour laquelle fin les subgectz des royaulmes et pays de sadite M royalle y envoyeroient aussi leur secours, aussi que ladite assistence prompte et durable fust de tel nombre de gens, que avec les aultres aydes et secours se puist exploicter quelque chose notable et prouffitable. Et puisque le plus grand empeschement, que l’on peult donner audict Turc et de luy cloire le passaige de la Dunobe, affin qu’il ne puist par icelle mener ses artillerie et provision ny aussi sans soy ayder de la rivière la faire tramer et tirer par terre ung si long chemin, seroit très nécessaire, que quant et quant ladite prompte et subite assistence fut accordée une aultre pour l’entretenement et renforcement des navieres.

    La seconde voye est, que descendant le Turc en propre personne l’on accordast une puissante résistence et commune expédition et que icelle fust redigée en convenable ordre, dont seroit besoing, que lesdits estatz de l’empire parlissent, consultassent et arrestassent soufisamment, comment et quel nombre ladicte expédition se debvroit faire tant par eau que par terre et que icelle avec tel nombre, qu’il sera advisé, se accorde et enchemine avec toutes choses requises et nécessaires, affin que par ce l’on puist tant mieulx résister à la puissance dudict Turc et faire et exploicter quelque bonne chose au prouffict de la chrestienté et mesmes de ladite Germanie.

    Et ayant sadicte M impériale cydevant en l’ayde et assistence accordée contre le Turc et laquelle tost après la dernière diètte impériale de Regensburg debvoit avoir esté mener à effect trouvé plusieurs faultes, nommément [que] oultre ce que a esté rebatu du nombre, que toutesfois a estimé pour accompli, y a en grande diminution. Pour le deuxiesme sont esté faictz beaucoup de despens sans prouffict. Et pour avoir les princes et estatz loingtains trop tard envoyé leur contingent sont les secours venuz [destonntement?], les aulcuns ne sont point venuz, les aultres demeuréz en chemin, dont de ladite assistence s’est ensuyvy Špeu de fruict ny a esté aussi observée esgalité comme se trouve encoires par la description du capitaine général et souvient encoires bien à sadite M, que du précédent accord et consentement fait par lesdits estatz pour les six ou sept et en cas de besoing le huitième mois, il y a restant encoires bonne partie. Et pour hoster doncques ceste disparité et espargner despens superfluz et affin que telle assistence accordée soit menée à fructueuse yssue et prévenir aux grans faultes susdites semble à sa M, qu’il seroit plus convenable et prouffitable, le remectant aussi au bon jugement desdits commungs estatz, que le dénombrement de ladicte assistence tant de la prompte et durable que de la puissante et commune fust faict sur gens de guerre tant de pied que de cheval et conséquamment rédigé en argent chacun desdits estatz pour son contingent et icelluy avec bon ordre levé et receu.

    Et ou [sic!] cas, que l’on pensast, que les gens de cheval fussent mal recouvrables pour argent, que suyvant ce fust advisé entre les princes électeurs et aultres princes combien que ung chacun desdits princes selon la situation de leurs pays et les gens de cheval, qu’ilz ont en iceulx, ilz pourroient envoyer pour furnir le nombre dudict accord et le envoyer ou [sic!] lieu [sic!] desmonstrés affin qu’ilz arrivassent tous en ung mesme temps, avec ce que considéré, que l’entretenement desdits gens de cheval est présentement monté a si hault pris, iceulx princes électeurs et aultres princes et estatz advisent de quelque raisonnable et passable sallaire et ung chacun prince tienne main envers ses subgectz, affin que d’icelluy ilz se laissent contenter.

    Et ayant ainsi advisé, consulté et déterminé sur l’ordre que se debvra tenir pour mener telle ayde accordée à effect sera après besoing parler et adviser touchant l’artillerie, victuailles, munitions et aultres choses déppendans.

    Et tout ce que dessus sa M a bien voulu déclairer ausdits communs estatz de l’empire pour information de bon commancement soy offrant daventaige de n’obmectre toute dilligence possible en ce que plus avant pourra venir au bien et avancement de cestuy affaire requérant lesdits communs estatz bien peser cestuy affaire, puisque est si très important à toute la chrestienté et mesmes à ladite Germanie, aussi que considéré la descente desdits Turcs et briefveté du temps, que la prompte résistence se doibt faire, ilz veullent austant qu’il leur sera possible advancer et mener à effect lesdites aydes requises soy démonstrans en ce si bénévolés et catholicques, que pour maintenement de notre saincte foy et religion chrestienne et desfense de leur patrie ilz en sont envers Dieu tenuz et obligéz comme aussi sadite M a en eulx l’entière et parfaicte confidence.

    Dàvantaige devoient lesdits estatz considérer ce que en ladite dernière diètte de Regensburg s’est traicté et accordé avec lesdits princes électeurs, princes et aultres estatz touchant l’entretenement du camerghericht, à savoir, que pour certain terme d’années icelluy entretenement viendroit pour la moytié à la charge de sadite M et l’aultre moictié à la charge desdits commungs estatz et sont lesdites années [pieça] expirées, ce néantmoings sadite M nonobstant les grandes charges, qu’il luy a faillu supporter tant pour les guerres que aultrement, Šet à ses grants despens a jusques à maintenant entretenu ledict camerghericht au bien prouffitz des communs estatz du sainct empire et que eulx et ung chacun fust maintenu en justice et union et concorde fust entretenue oudit empire. A ceste cause sadite M impériale désire et requiert lesdits princes électeurs, princes et aultres estatz, affin qu’ilz veullent selon la nécessité sur ce consulter, adviser et effectuellement déterminer comme icelluy camerghericht se debvra doiresenavant entretenir, affin que sadite M en soit deschargée et iceulx estatz se contentent de ce que jusques à présent sa M en a fait, comme sadite M s’en confie aussi en eulx entièrement.

    Et venans les très importans articles dessusdits à conclusion en toutes choses et que se pourront offrir pour maintienement de paix et justice en la Germanie, police, sur les monnoyes et aultres choses concernans l’honneur, utilité, bien et prouffit du s[aint] empire et la commune Germanie l’on y trouvera sadite M très affectionnée se confiant au réciprocque sadite M desdits estatz que pour l’honneur et louange de Dieu, maintenement de notre saincte foy chrestienne, obéissance envers sadicte M et pour leur union, concorde et tranquillité ilz se démonstreront aussi en ceste pétition de sadite M obéissans et vouluntaires, ce que sadite M ne veult aussi oblier et recongnoistre envers lesdits estatz avec singulière grâce.

    «Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]1 »

    Wien HHStA, Hs. blau 598/1, fol. 284r–284v (Kop.); ÜS fol. 284r: Article pour insérer en la proposition de la diètte de Regensburg soubz le bon plaisir de l’empereur.

    Daventaige sadite M impériale pour la très urgente nécessité ne peult obmectre avec très grand resentement remonstrer aux communs estatz de l’empire, que depuis plusieurs années [ença?] les subgectz du sainct empire de la nation germanicque tant de hault que bas estatz non souvenans de leur debvoir, serment et fidelité, dont ilz sont astrainctz à sadite M et au sainct empire, sans aussi avoir esgard aux mandatz et desfence par plusieurs fois publiéz, èsquelz ilz sont esté si hault admonestéz et ramentuz de leursdit debvoir, serment et fidelité, se sont ingéréz eulx mectre en service de guerre contre sadite M impériale et ledit sainct empire, aussi que ceste publicque et indeue désobéissance se seuffre en plusieurs lieux par aulcuns estans astrainct de semblable debvoir et serment et non seullement ont négligé de punir les transgresseurs pour le maintenement des édictz et mandatz de sadite M mais aussi les ont aydéz, avancéz et assistéz en leur désobéissance, toutes lesquelles choses redondent au grant vitupéré Šdésestimation, dérision et contemptement de sadite M impériale, dudict saint empire et l’anchienne préhéminence, honneur et dignité d’icelluy, dont aussi plusieurs guerres et dommaiges sont ensuyvyz, et mesmement le duc de Savoye comme membre du sainct empire par ce a esté déchassé de la plus grande partye de son pays.

    Car ce que sa M a cydevant fait et qu’il s’est mis en guerre desfensive à cause de la duché de Milan sadite M comme empereur des Romains y a esté tenu comme est encoires pour le maintenement de la propriété du sainct empire, duquel icelluy duché est mouvant de fiefz, et n’a sa Mce peu en aulcune manière délaisser et pour ce ne debvoit aulcung des subgectz ou féaulx dudict sainct empire commectre ceste désobéissance et mesprisement ny s’en peuvent en aulcune manière excuser. Et puisque en souffrant et dissimulant doiresenavant telles manifestes désobéissances comme l’on a faict du passé se pourroit en beaucop de manières ensuyvir plus grieve et dommaigeable inconvénient à sa M impériale et estatz du saint empire considéré, que par ce s’empesche toute deue obéissance en l’empire et la voye ordinaire de justice et par contraire s’avancent tous motions de guerre et aultres désobéissances, aussi que avec le temps ledit saint empire se rédigeroit par ce moyen en plus grande désestime et diminution de ses anciennes haulteur et reputation, voire aussi, que enfin si telle désobéissance se enracinoit plus avant et que l’on n’y contrevint, ne l’empeschast avec une punition et provision, la chose parviendroit à totale ruyne et destruction, avec ce que par ladicte désobéissance notre vraye, chrestienne foy catholicque en est de tant moings desfendue contre le Turce, ennemy et persécuteur d’icelle, veu que les gaiges des gens de guerre par ce moyen montent à si hault pris, que tant plus difficillement l’on les peult recouvrer et entretenir à la résistance dudict ennemy, et en somme ne peult advenir chose plus dommaigeable et préjudiciable à la dimunition, destruction et perdition du sainct empire, que si telles désobéissances fussent plus longuement souffertes et favorisées comme tous cecy les princes électeurs et aultres princes et estatz selon leur grande prudence doibvent bien peser et considérer.

    A ceste cause sadite M impériale requiert lesdits princes électeurs, aultres princes et estatz, aussi les conseilliers et ambassadeurs des absens, qu’ilz veullent avec la meilleure dilligence perpendre cestuy article tant important au sainct empire, maintenement et reputation d’icelluy et qu’ilz s’advisent de telles voyes et manières, qui conviendront et duyront à cestuy affaire mesmes pour hoster et prévenir aux préjudiciables inconvéniens dessus alléguéz, que au temps advenir s’en debvroient attendre comme sadite M pour la nécessité inévitable fermement en eulx se confie.

    De remectre au bon plaisir et advis de l’empereur, si sa M veult fere proposer cestuy article joinctement avec le premier capital contenu en la proposition, car puisque cestuy affaire est si très important à sa M impériale comme démonstre l’advis par escript cydevant envoyé par le roy des Romains à sa M, sadite M doibt prendre cestuy article à ceur [sic!], si fait à penser, si seullement on le Šproposast en la fin avec aultres communs affaires, que l’on en tiendroit peu de compte ou s’en ensuyvroit tardive négociation. Mais en tous advènemens semble convenable que premiers et avant que proposer cestuy article sa M en traite à part avec aulcungz confidens princes électeurs et aultres et les informe souffisamment dudit affaire et importance d’icelluy, affin que sur ce se espère de tant plus de meilleur et plus convenable provision.

    «Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]1 »

    Wien HHStA, Hs. blau 598/1 fol. 284v–288r (Kop.); ÜS fol. 284v: Mémorial du roy à l’empereur pour le fait de la diètte impériale de Regensburg.

    Oultre l’advis par escript envoyé à l’empereur par le roy des Romains sur ce que se debvra besoingner en la présente diètte impériale de Regensburg2 et oultre le concept aussi de la proposition3, que ledict Srroy a faict dresser soubz correction et bon plaisir de sa M impériale il a semblé audit Srroy selon l’estat et exigence des affaires et nécessitéz présentes très nécessaire donner à sadite Mles advis suyvans, affin que sadite Mde tant mieux et selon son bon plaisir se sceut comme conduyre en l’une et l’aultre des voyes, que les affaires prendront.

    Premiers. Combien oudict concept de la proposition soit assez amplement exprimé l’importance du capital article concernant le différend de la religion nomméement qu’il touche premièrement à Dieu et à notre vraye et saincte foy chrestienne et salut de chacune âme chrestienne et que dudict capital article déppendent aultres plusieurs à scavoir la résistence très nécessaire contre le Turc, ennemy héréditaire de la chrestienté, maintenement de paix, tranquillité, union et deue obéissance au saint empire et plusieurs aultres. Et si icelluy article avec l’ayde de Dieu et par bon commenchement, moyen et fin povoit estre mené à amyable décision et appoinctement, que cela donneroit grant avancement à tous les aultres. Et que par contraire advenant aultrement, que de tant moings seroit espérer quelque prouffitable yssue ès aultres affaires, ce néantmoings ledit Sr roy veult bien briefvement signiffier à sadite M impériale ce que plus avant luy semble sur ledict article nomméement que ledit Sr roy seroit aussi très voluntaire quant à ces articles capitaulx donner advis à sa M, si estime ledit Sr roy au contraire, qu’il est difficille en si très importans affaires le tout mectre par escript principallement que ledict Sr roy n’est du tout en particulier informé des négociations en cest affaire passées ne en quel estat est délaissé la convention de Worms ny aussi de l’intention et voulenté des protestans en ceste endroict.

    ŠEt estime ledict Sr roy, que pour convenablement commencer cestuy affaire il fault bien penser et souffisamment disputer, comme l’on deust icelluy continuer conforme à ce que desià en est passé èsdites dernières négociations de Haguenauw et de Wormbs. A scavoir par une briefve et sommaire procédure et négociation et par ce oster et éviter toutes longues disputations et dilayz.

    Ou que l’on continuast l’encommencé chrestien colloque selon qu’il a esté délaissé par négociation de Haguenauw et de Wormbs, dont seroit fort nécessaire et prouffitable à la matière de bien aprendre à congnoistre l’intention et voulenté des protestans et ce que de leur costé l’on pourroit espérer pour parvenir à chrestienne concorde des pointz estans en guestion.

    Car si pour advancement des affaires l’on trouva bon et se print en main la procédure et négociation sommaire et que par icelle ne fust effectuer quelque bonne chose pour ladite concorde des différens et que par ce l’on deust de rechief reprendre en mains et recommencher par ledit chrestien colloque et traicté, ce seroit non seullement grande perdition de temps et occasion se mectre en despence superflue, mais aussi grant reculement de la très requise ayde contre les Turcs et chose dommageable à toute la chrestienté et mesmes de la Germanie et mecteroit tous aultres affaires et expéditions de ceste diètte en totalle confusion.

    Mais si ceste procédure sommaire et briefve ne se trouvast ou fust estimée faisable ou prouffitable et qu’il semblast procéder plus avant par chrestien collocque suyvant les choses desià encommanchées il semble audict Sr roy, que sa M impérialle doibt icelluy continuer ou trouver aultre convenable voye, que semblera le plus prouffitable et duysable. Toutesfois que sa M veulle en cest endroict tousjours bien perpendre et considérer les pluralitéz de traictéz et accordz sur ce faiz et dresséz et quelle desobéissance et dissention s’est jusques icy ensuyvie au sainct empire pour n’avoir iceulx traictéz esté observéz, aussi avec ce il y a eu faulte de souffisant maintenement desdits traictéz passéz et que la rebellion desdits protestans et de leurs adhérens a excédé et précédé l’obéissance de sadite M impérialle et considérer qui sont ceulx, qui le plus sont contrevenuz ausdits traictéz et commune paix et se menant ledit affaire de la religion par l’une voye ou l’aultre à union et concorde ou non, que sa M impériale avant son partement dudit empire avise avec les commungs estatz d’icelluy d’une telle notable, favorable et durable paix et pacification et que icelle soit asseurée et dressée, que les subgectz des estatz dudict sainct empire doiresenavant ne soyent comme du passé contristéz, molestéz et oppriméz et que ung chacun puist demeurer avec droit et justice et que paix, repos et union se tiengne oudict empire. Et principallement au cas, qu’il ne se obtiengne avec une concorde ou espoire de concorde quant au différend de la religion, que sa M impériale ne oublye en tous avènemens augmenter et renforcer la ligue catholicque et mectre tout cecy à effect avant son partement dudict empire, considéré que sadite M par sa présence pourra faire et effectuer beaucop de choses prouffitables et duysables que après seroient par commissaires et princes et électeurs et aultres estatz ou en aultre négotiation difficilles à obtenir.

    ŠCar les protestans peuvent bien penser, que en ceste présente diètte seront ou par voye amyable reduictz à concorde sur le différend de la religion ou mis en craincte et dangier d’estre procédé contre eulx par voye de faict. Et pour ce la grande et inévitable nécessité requiert, que par l’une voye ou par l’aultre se dresse tel ordre et provision aussi que en partant sa M dudict empire, que ce soit de sorte et avec telle confidence, que l’on peult convenablement et uniement résister à telz inconvéniens et contrariétéz, que jusques à présent se sont si manifestement démonstréz et encoires apparans advenir et aussi que ung chacun peult estre asseuré des desobéissans comme sa M impériale par sa très grande prudence scaura bien adviser.

    Si toutesfois avec l’ayde et grâce de Dieu se trouvoit chemin et moyen, par lequel ceste rebellion puist estre reduicte à raisonnable et agréable union, il semble audit Sr roy pour le bien de la chrestienté et pacification d’icelle et dont aussi veult humblement et fraternellement admonester sadicte M impériale, que icelle se veulle aussi condescendre à telle raisonnables, chrestiennes voyes et moyens et ne se laisse induyre à les reffuser encoires que par aventure aulcungs y fussent contraires comme icelluy Sr roy ne doubte aulcunement sadicte M impériale par le singulier entendement que Dieu luy a donné et innée affection à la paix il y sera paternellement affectionné.

    Pour l’aultre point semble audict Sr roy, puisque en l’article concernant l’ayde contre le Turc contenu en la proposition n’est contenu expressément le nombre d’icelle, que lesdits commungz estatz entendent l’intention et voulenté de sadite M impériale comme ladite ayde se doibt faire et sur ce demander une claire information et, puisque par adventure l’advis dudict Sr roy pourroit en ce aulcunement estre nécessaire à sadite M, icelluy Sr roy n’a voulu obmectre luy déclairer soubz son meilleur advis et bon plaisir ce que s’ensuyt:

    Asscavoir, que la prompte et durable ayde contre le Turc au long spécifié en ladicte proposition soit avancée austant qu’il sera au monde faisable et possible, et, si l’on demande scavoir le nombre de ladicte ayde prompte et durable, que du moings elle soit dresser de deux et trois mil chevaulx arméz et de 10 à 12 mil homme de pied, aussi seront demandéz 4 mille piétons pour mectre sur les battaulx, puisque la plus grande résistence, que l’on peult faire audict Turc et empeschement de ses ententes et de luy coupper et détenir la Dunobe avec ce que pour entretenement de l’armée pour eaue fault bien avoir 12 mille hommes, lequel entretenement est audit Sr roy avec aultres grans fraiz difficille à supporter.

    Et la principalle puissante et commune ayde, en laquelle aussi le nombre de la prompte et durable ayde doibt estre comprins, soit de 8 à 10 mille chevaulx arméz, 10 mille chevaulx legiers et de 40 à 50 mille piétons. Toutesfois que tel nombre en cas de nécessité et que l’on deust marcher soit totallement accomply et dressé sans aulcune diminution. Car combien que parcydevant semblable accord a esté faict du nombre que dessus aussi que pour n’avoir fausfaict aux impostz s’en soit trouvé moindre nombre et le résidu estimé pour accomply si à toutes fois de ce que l’on a tenu pour accomply bien faillu la moytié et pour Šce sembleroit audit Sr roy pour le plus convenable et prouffitable audit Sr roy, que ladite ayde contre le Turc accordée fust convertie en argent et icelluy par les estatz de l’empire départy et avec bon ordre receu et cecy estime encoires ledict Sr roy pour le plus convenable, affin que ladite ayde puist estre employée proffitablement et les despens superflus espargnéz et que égalité fust partout observée. Car de cecy ensuyvra comme aussi est très nécessaire, que se face, que l’entretenement des gens de cheval, que journellement montent de plus en plus, soit modéré par l’advis de ceulx, que pour ce seront députéz, et les gens de guerre levéz à moings de despens et le nombre plus augmenté et ausdits estatz diminué leur contingent et se pourroit la modération desdits gaiges faire asscavoir pour ung cheval armé 10 florins par mois et pour dix chevaulx ung chariot et pour l’entretenement d’icelluy 20 florins, que porteroit en tout pour ung cheval chariot de gaiges et dhommaige 12 florins, toutesfois que aultres despens extraordinaires comme pour l’artillerie et aultres ny fussent comprins.

    Que l’on regarde aussi de modérer les despens superfluz des capitaines pour leur table, leur baillant quelque raisonnable entretenement selon le nombre des chevaulx, qu’ilz auront dessoubz eulx.

    Et est bien à présumer, que lesdits gens de cheval en leur diminuant leurs gaiges seront difficilles à recouvrer, toutesfois à cestuy inconvénient se pourra bien prévenir principallement, que aux princes électeurs, princes et aultres estatz pour perfurnissement de l’ayde totalle fut mis sus ung nombre de gens de cheval selon leur povoir et scituation de leur pays leur enchargeant envoyer ledit nombre au temps et sur le lieu dès monstrés et les faire contenter de moyens et raisonnables gaiges. Et si ceste provision et ordre se mect en effect se pourra de tant plus convenablement mectre ordre en ung chacun costé sur les victuailles nécessaires, affin que iceulx ne faillent et que l’on les peult recouvrer pour raisonnable pris.

    Et semble audict Sr roy, que ladicte ayde durable se doibt demander du moings pour trois ans et la principalle commune et puissante pour six mois et le temps que debvra marcher ladite prompte et durable ayde, veu la très grande nécessité, que ce soit aussitost qu’il sera possible et au plus tard au commencement du mois de May ou du moings au demi du mois susdit et que le lieu dès monstrés soit mis autour de Passaw et audessus la rivière de Ens, laquelle expédition se pourra facillement dresser et advancer par le moyen dessusdit, si ledict impost se convertist en argent, car encoires que l’argent ne se peult si subitement assembler si se pourroit on ayder de quelque anticipation et par ce ladite expédition de tant plus advancée.

    Et puisque ledict Sr roy estime, que les aydes susdites selon l’exigence de la nécessité et le povoir desdits estatz de l’empire aussi pour considération d’une si catholicque euvre leur soient du tout supportables et comportables, icelluy Sr roy remect à la bonne discrétion de sadite M impériale de demander plus grande ayde ou non.

    ŠEt ne faict doubte ledit Sr roy qu’ayans lesdits estatz congneu les [occasions] susdites, pour lesquelles ladite ayde accordée peult estre menée à bon fruict et proffit, qu’ilz seront affectionnéz avancer ceste louable euvre et pour le bien d’eulx mesmes prendre en main l’ordre susdit, par lesquelz se hoste inutile despens, affin que ledict accord soit mené à finale proffict et par tout observe égallité et estant ainsi d’accord du principal comme dict est sera plus avant besoing consulter et adviser touchant les victuailles et comme ceulx se debvront mener d’ung pays à l’aultre, semblement aussi sur l’artillerie, munitions et aultres choses nécessaires pour la guerre.

    Et puisque pour advancement de ceste emprinse emporte beaucop le capitaine général d’icelle sa M royalle remect au bon jugement de sadite M impériale, si icelle en son absence veult à ce commectre et députer icelluy Sr roy et en cas, qu’il n’y allast aussi en personne, choisir et eslire pour lieutenant l’ung des ducz de Bavière.

    Pour le [troisièm]e, puisque estant chose, que tant emporte à la haulteur et réputation de sa M impériale au sainct empire, que l’entretenement du camerghericht et que d’icelluy déppend toute justice et maintenement de paix, police et droit d’ung chacun, il ne fault délaisser ledit entretenement dudict camerghericht, car les desobéissans et perturbateurs oudict [sic!] sainct empire ne cerchent aultre et au contraire ne pourroit aux obéissans et pacificques advenir chose plus espoventable et grièfve que de veoir ledict camerghericht aller en rompture, auroit aussi en ce cas de rompture ledict Sr roy en absence de sa M impériale point ou peu d’obéissance et avec ce seroit fort à doubter, que par ce l’on donneroit à ceulx que oultre cestuy inconvénient sont adonnéz à motions et troubles de faire conspiration et ligues, que pourroient tourner au grant et notable préjudice et grief à sadicte M impériale et sainct empire. Combien que ledict Sr roy considère assez, que les despens, que sadite M pour cestuy affaire a jusque à présent supporté, ne luy soient esté peu griefz, néantmoings puisque tant il emporte à sadite M impérialle et sainct empire comme dict est, ledict Sr roy estime chose très nécessaire comme aussi est son fraternel advis, que sadite M impériale veulle avoir souvenance traicter avec lesdits communs estatz sur l’entretenement advenir dudict camergericht par la plus supportable voye que faire se pourra. Si toutesfois iceulx estatz ne se voultroient mesler ny prendre à leur charge ledit entretenement, que sa M en considération des raisons susdites se veulle démonstrer gracieulx en la reste, affin que ledict camerghericht ne viengne en diminution et rompture et que les inconvéniens, que l’on en doibt doubter, se évitent et avec ce faire parler, traicter et conclure tell ordre et nécessaire provision et maintenement, par lesquelz soyent doiresenavant hostéz et prévenu à plusieurs griefz que puis aulcung temps [en ça?] leur sont advenuz à la dérision, desestime de sadite M impériale et haulteur du sainct empire et reculement de leurs procédures commitions de droict avec aultres indeues protestations et recusations.

    ŠEt a ledict Sr roy en ung espécial article faict spécification à sa M de ce dont sadite M se doibt grandement resentir envers lesdits estatz pour cause des piétons et aultres, qui contre leur debvoir et serment, qu’ilz doibvent à sadite M et au sainct empire, se adonnent au service de guerre requérrant sadite M très à certes ausdits estatz que telle chose soit abolie et avec ce ledict Sr a remis au bon plaisir et jugement de sa M impériale, si icelle veult mectre en avant icelluy article au commencement de ladicte proposition ou en la fin, et estime encoires ledit Sr roy pour chose très nécessaire, que sadicte M impériale advisast de traicter cestuy article avec extrême dilligence, toutesfois et auparavant imprimer icelluy souffisament à aulcuns confidens princes électeurs et aultres et conséquement le proposer ausdits commungs estatz comme elle verra estre convenable, car si telle abolition se faict et quelle soit maintenue sans faulte, ensuyvra, que non seullement sa M impériale aura moindre soucy du roy de France et d’aultres rebelles, mais aussi sera par ce entretenue paix, repoz et union audict sainct empire et beaucop d’aultres inconvéniens, que aultrement seroient apparans, totallement aboliz.

    En oultre veu, que en toutes les dièttes passées l’article concernant la monnoye est tousiours venu en avant sans que jusques à présent l’on y a mis quelque notable accord, si emporte icelluy article beaucop et sont par ce les subgectz très gièfvement interesséz et le mesuz en cestuy endroict est estimé semblable à [... ...?], pour lequel Dieu peult envoyer une commune punition sur son peuple et combien ledict Sr roy soit bien souvenant, que ès dièttes passées par iceulx commungs estatz a esté tachée mectre la monnoye à hault alloy, mais reduyre l’achapt de l’argent à moindre pris et que ceulx ayant miniers devoient bailler leur argent à ceulx qui n’ont point de miniers au moindre pris susdit, ce que seroit contre raison au très grant préjudice insupportable dhommaige à ceuls, qui ont leurs propres minieres [sic!] mesmes en baillant leurdit argent à petit pris au prouffit et advantaige d’aultruy et au préjudice et dommaige d’eulx mesmes, avec ce que en beaucop de lieux les miniers sont en si grande profondeur, que pour la grande despense, qu’il y fault mectre, l’argent ne se vend à tel pris comme passéz aulcunes années et endurera l’on en ce grosse perte et les miniers demeureront par ce totallement habandonnées et désolées de manière, que en fin l’on n’aura l’argent ny en l’ung cousté ny en l’aultre. Et ainsi ledict Sr veult par ce bien admonester et préadviser amyablement et fraternellement sadite M impériale, affin que si devant l’arrivée dudict Sr roy à Reghensburg cestuy article fust proposé par lesdits commungs estatz de l’empire, que sadite M impériale le tiengne en surcéance jusques à son arrivée et aussi en faire advertir son ambassadeur, l’évesque de Brixen, affin que ledict Sr roy peult sur ce dehuement adviser et informer sadite M impériale de la grande nécessité d’eulx deux et leurs maisons d’Austrice. Et pour ceste cause ledict Sr roy envoyera audict Reghensburg gens entendans en fait de monnoys, que cydevant ont aussi esté entremis en cas semblable, car ledict Sr roy mesmes tient pour chose très requise, louable et convenable, que l’on s’accorde par tout l’empire Šd’ung mesme alloy et monnoye et que meilleur ordre soit observé que n’a esté jusques à présent en monnoyant par ceulx, qui ont la franchise ce faire, affin qu’ilz ne facent ny baillent dehors si legière, subtille et mauvaise monnoye par où la bonne se achapte et depuis de rechief s’employe en la mauvaise.

    Et combien qu’il y a plusieurs aultres articles, qui sont esté proposées ès dièttes passées et desquelz sera aussi besoing traicter en ceste, toutesfois ledict Sr roy pour ceste fois n’en veult faire plus ample mention, mais le surseoir jusques à plus ample traicté. Seullement veult ledict Sr roy remectre au bon vouloir et plaisir de sadite M, si elle veult choisir aulcungs experimentéz personnaiges tant princes, contes et aultres [seigneurz] congnoissans ès affaires et négociations de l’empire et iceulx employer durant ceste diètte. Ledict Sr roy estime pour convenables et ydoines ceulx, qui s’ensuyvent: Le duc Fréderich palatin, le duc Jehan, cydevant juge de la chambre impériale, le domprévost d’Augsburg, le conte Fréderich de Furstenberg, le conte Hugues de Montfort, deux des plus expertz du camerghericht ou aultres, qu’il plaira à sadite M impériale.

    «Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 351r–351v (Druck); ÜS: Ordnung und satzung des vischkaufs, so durch di röm. ksl. Mt. verordent ist.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 624r (Druck); ÜS: Ordnung und satzung des vischkaufs, so durch di röm. ksl. Mt. verordent ist.

    Hecht.

    Item, die gemesten hecht ain pfundt umb 28 wiener, aber die andern gemeinen hecht das pfund umb 24 wiener.

    Kärpfen.

    Item, die kärpfen, so zwipfindig und daruber, ain pfund umb 14 wiener, aber die kärpfen, so undter zway pfunden, ain pfund umb 13 wiener und die kärpfen, so ein pfund oder darundter wegen, umb zwelf wiener.

    Nörfling.

    Item, die nörfling, so uber das pfundt wegen, ain pfund umb 15 wiener. Was aber nörfling weniger dann das pfund am gewicht haben, ain pfund umb 14 wiener.

    Barben und prächsen.

    Item, ain barben und prächsen ain pfund umb 14 wiener.

    Schayden.

    Item, ain pfund umb 24 wiener.

    Rothvechen.

    Item, ein pfund rothvechen umb zwelf wiener.

    Schieden.

    Item, ain pfundt schiden umb zehen wiener.

    ŠSengl.

    Item, die rechten, guten erklaubten sengl ain kopf umb 22 kreutzer, das seidl umb ailf kreutzer, das halb seydl umb 20 wiener, das enickl umb zehen wiener.

    Grundel.

    Die ußklaubten grundl, so groß und klain, den kopf umb 20 kreutzer.

    Koppen oder potten.

    Item, ain kopf koppen umb zwölf kreutzer.

    Pfrillen.

    Item, ain kopf pfrillen umb acht kreutzer.

    Krebs.

    Item, ain schock, das ist 60 krebs umb 18 kreutzer. Aber vörhen, al, ruten, alten, neßling auch allerlay weyssvisch, zindl, schietzl, persing, stainpeiß, rotl und dergleichen sollen nach dem gesicht zimblicher weyß verkauft werden.

    Es sol auch ein yeder vischer, hieig und frembt, so den marckt besuchen, ire wag und verzaichent gerecht gewicht neben iren vischen altzeit haben, bey straff etc. Es sol auch jeder vischer, so visch hat, niemandt dieselben vorhalten noch versagen, sonder altzeit offenlich am verordenten vischmarckt failhaben und meniglich in obbemeltem satz widerfaren lassen. Wo aber einiche person solchem nit nachkheme und daruber betretten würde, sol hertigklich darumb gestrafft werden.

    Die gesaltzen visch und fragnerey betreffendt:

    Item, den solnischen und gueten gerechten lachs ein pfund umb 24 wiener.Item, den stör ein pfundt umb 18 wiener. Item, den sandl ein pfund 14 wiener. Item, den hausen ein pfundt umb 28 wiener. Item, die hechtn ein pfundt umb 20 wiener. Item, prächsen ein pfundt umb 14 wiener. Item, das schmaltz ein pfundt umb 18 wiener. Item, ein pfundt kertzen uffs schönst und pest umb 16 wiener. Item, die schlechten kertzen ein pfundt umb 14 wiener. Item, den habern den metzen umb 44 wiener1.Item, die kreutz- und schaffkhess ein pfundt umb zwelf wiener. Item, die behamischen khess ain pfund umb zehen wiener. Item, norckhawer khess das pfundt umb siben wiener.

    Brotsatz den hieigen pecken, auch den am hoff und regen.

    Erstlich zway weysse weckl umb ain kreutzer, sol halten 24 lot.Zwo kreutzer seml 24 lot. Vier seml umb ein kreutzer 24 lot. Zway pöllene laibl umb ein kreutzer, sollen wegen zwo marck und zwelf lot. Ein rockenweckh umb zwen kreutzer, sol haben vier marck zehen lot.

    ŠDie frembden peckhen betreffent.

    Erstlich zway weisse weckl umb ein kreutzer, sol haben 28 lot2.Zwo kreutzer seml 28 lot. Vier kreutzer seml 28 lot. Zway pöllene laibl umb ein kreutzer, drey marck zway lot. Eina weckh umb zwen kreutzer, sol halten sechs marck acht lot.

    Und solches obbemelts gepech soll ein jedes in sonderhait recht und wol gepachen werden, bey straff.

    Datum Regenspurg, den zehenden tag Marcij anno etc. 413.

    «Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 101 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Druck); ÜS: Ordnung und satzung, so uff jetzigem reichstag zu Regenspurg gehalten wirdet, volgt hernach.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 225r–225v (Druck); ÜS: Ordnung und satzung, so uff jetzigem reichstag zu Regenspurg gehalten wirdet, volgt hernach.

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 625r–625v (Druck); ÜS: Ordnung und satzung, so uff jetzigem reichstag zu Regenspurg gehalten wirdet, volgt hernach.

    ŠErstlich ist röm. ksl. Mt. bevelh, will und ernstliche maynung, daß alle diejhenigen, so zu solchem reichstag ervodert, in was wyrden, stat oder wesens die sein, sich fridlich und glaytlich halten.

    Ferrer die fremden, so auf denselben tag kommen und darauf nicht ervordert sein, sollen sich auch fridlich und glaytlich halten und untereinander kain rumor noch ander unzimlich handlung anfahen und sonderlich mit denen, so zum tag erfodert sein, und iren dienern, sich auch in iren herbergen dermassen halten, damit von inen kayn klag beschehe. Welcher aber das ubertrette, der soll darumb durch des reichs marschalh nach ksl. Mt. bevelh gestrafft werden.

    Item, ob feuer außkeme oder rumor wurden, das meniglich vleissig vorhuetten, so soll niemandt frembder zulauffen, sonder ain yeder in seiner herberge pleyben, doch mügen sich der fürsten diener zu iren herrn thon, dann die burgere der gemelten stat sollen das, wa sich solchs begibt, verwaren und abstellen und darinnen halten, wie das ir feurordnung außweyst.

    Es sollen auch die gest und derselben dienere mit haitzung der feur und den liechten in den kemern und stellen fleissig uffsehen haben und gute verwarung thun, damit durch unfleiß kein schadt entste, dann, wo durch yemandt hierin ainiche verwarlassung und schaden beschehe, der soll zusambt abthuung desselben mit ernst darumb gestrafft werden.

    Welcher mit dem andern zu thun hette und vermeint, von seinem widerthayl beschwert zu sein und ine darumb zu schelten und anzuschlahen, soll solchs keiner thon bey vermeydung ksl. Mt. schwere ungenad und straff, sonder deßhalb gebürlich entschaydts gewarten.

    Es sollen sich auch alle gest befleissen, bey tages in ir herbrigen zu geen und zu nachts darinnen beleyben. Ob aber yemandt seines herrn dienst oder gescheft zu thon wurd haben und derwegen bey tag nit in die herberg kommen möcht und also, zu nachts uber die straß geen und zu wandlen, sein notturft erfodert, so soll sich doch derselb uff der gassen, sonderlich bey der nacht zichtig und gepürlich halten, auch nicht on, sonder mit liecht geen. Wo ainer das nit thete, soll er nach seiner uberfarung darumb gestrafft werden.

    Es soll auch kein nation die ander frevenlich verachten noch verspotten, sonder ein jeglicher dem andern alle eer und guten willen erzeigen und beweisen.

    Es sollen auch kein trometer noch ander spilleuthe, freyhart, schalcksnarrn oder ander sprecher uff disem reychstag weder zu fursten noch andern herrn, darzu sy nicht gefodert sein, geen. Es soll niemandt kain ongepürlich oder betrüglichs spill an keinem orth gestatet, desgleichen sollen auch alle diejhenigen, so keine herrn haben und nit handtwerck treyben, inner dreyen tagen den negsten nach anschlagung und verkündung diser ordnung auß der stat ziehen. Welcher das uberfiere oder ubertreten wurdt, der soll darumb gestrafft werden.

    Item, die von Regenspurg, dieweyl diser zeyt ain gemeine landtsteurung, sollen sich halten wie hernach volgt:

    ŠHerberg.

    Ob yemant, wer der weere, ainich herberg angenommen hett oder noch annemen wurdt, in solchem mögen sich der gast und der wyrdt nach gestalt und gelegenhayt der heuser, bewonungen und personen solchs zinß halben miteinander vergleichen. Wo es aber dermassen nicht möcht beschehen, haben hierzu, auch ob ainich irrungen in nachvolgenden articuln zwischen den gesten und wyrten sich wurden zutragen, haben röm. ksl. Mt. auß sonderlicher maynung und bevelh verordnet Johan von Lier zu Berchem und Sixten Sonner [sic!] genant Hegelein, untermarschalh, Hansen Weinzirl, Georgen Waltman und Georgen Saulberger, all drey des raths, mit solcher bescheydenhayt, das sy zwischen den parteyen deßhalben guetlich handlen und sie mitteinander vergleichen und, ob die guete und vergleichung nita folgen wolt, das alsdan dieselben obgenanten, solchs der billigkayt nach zu messigen, macht haben, damit kein parthey beschwerdt werdt, dabey es auch besteen soll.

    Item, welcher gast bey einem wyrt zert und ausserhalb seyner schlaffkamer kayn ander besonder stuben oder gemach fur sich oder die seinen hat oder haben will, sonder in der gemeinen stuben bey andern ist und sein will, der soll von derselben gemeinen stuben dem wyrt nichtzit zu geben schuldig sein. Wolt er aber neben derselben gemeinen ein andere, besondere stuben oder gemach haben, darumb soll sich der gast mit dem wirt vertragen.

    So auch ein gast nit in seiner herberg mit seinem wirt essen, sonder allein darin ligen oder schlaffen und seine pferd stellen wurde und doch kain besondere stuben oder andere gemach daselbst hat, der soll, von der gemeinen stuben und kamern, darin er ligt, nichts anders oder weyters dan allein für die beth, so er braucht, sampt stalmieth für seine roß betzalung ze thon, schuldig sein.

    Von den malzeyten.

    Welcher wyrdt vier essen uber das mal und zwaierlay, nemlich ein oberlendischen oder osterwein und neben demselben einen neuen, bayrischen weyn gibt, der soll für das flayschmall, da doch unter andern auch gesotten oder gepratten hennen, kopaun oder anders dergleichen fleysch gespeist wirdt, zehen creutzer und für das vischmal, da er dann dreyerlay visch als hechten, karpfen und bachen oder prattenvisch geben soll, zwölf creutzer nemen. Gibt er aber drey essen und allein bayrischen wein, so soll er für ain flayschmall, do er kein hennen oder kopaun gibt, sechs kreytzer und für ain vischmall syben kreytzer nemen, doch soll man sich in disen beden fellen zutrinckens enthalten.

    Wolt aber yemandts pfenwart oder sonsten weniger, dan obsteet, essen, das soll ime der wyrdt auch umb ein zimlich und leydenlichs gelt geben und niemandts damit unbillich beschweren. Were auch, das etlicher bessers oder mehrs, dan jetzt gemelt worden, haben wolt, der mag sich deßhalb selbst mit seinem wyrt vergleichen.

    ŠDie gest sollen die morgensuppen, zech, schlaff- und untertrünck bezalen nach der anzal und als vil sy auf ir ervodern gebrauchen, yedoch durch die wyrdt nit höher geben oder verrechnen, dan wie er den weyn vom zapfen schenckt oder verungeltet.

    Item, welcher gast bey einem wirt zeert und uber das mal sitzt, der sol dem wirt umb das geleger nichts zu geben schuldig sein. Welcher wirt aber gest hat, die bey ime nicht zeren, der mag von einem guten bethe, daran zwen ligen mögen, ungeacht, ob einer allein oder ir mehr beyeinander daran ligen, ain nacht zwen kreytzer nemen, aber von einem geringschetzigen und schlechten bethe sol er nicht mer dan ain kreytzer nemen.

    Des fueters halben.

    Item, ain yeder wyrt soll seinen gesten ain metzen habern umb 44 wyener, eyn halben metzen umb 22 wyener, das grösser meßl umb aylf wyener und das klein meßl umb sechsthalben wyener geben, und soll ein yeder wyrdt seinen gesten dasjhenig maß geben, das sie von ime begern. Item, es soll ein yeglicher wirdt und, were der ist, der das fütter nach dem maß gibt, nach der stat Regenspurg zaychen gebrante maß haben. Solch gebrante maß, klain und groß, findet man bey H. Karl Gartner, hansgraven. Welcher aber in dem mit ongepranten massen erfunden wirdet, der soll darumb hertiglich gestrafft werden.

    Stalmuet.

    Item, welcher gast von seynem wyrdt heu und streu, aber doch keyn fütter nimbt, der soll von einem roß tag und nacht zu stalmieth geben fünf kreytzer. Neme er aber auch das füter, so soll er nuhrb vier kreytzer geben, chett aber ain gast heu und–c streu selbst, so soll er tag und nacht von eynem roß zu stalmieth geben ain kreytzer dund nicht mehr, auch dergleichen in andern–d burgersheusern nicht mehr erfodert werden.

    Flayschkauf.

    Item, das flaysch soll von den hyegen und den frembden metzgern unter den gewonlichen flayschbencken zu der zeyt, darin fleyschessen in gebrauch ist, faylgehalten und verkauft und alsdan ein sonder ordnung und tax, wie ain pfundt eins yeglichen fleyschs gegeben und verkauft werden soll, verkündet und aufgeschlagen, und innerhalb der fasten soll in denselben flayschsbencken kein flaysch offentlich außzehauen [sic!] noch faylgehalten werden.

    Item, es soll auch ain yedes vich von den frembden metzgern lebendig hereingetriben und so dasselbig beschauet worden, alsdan und nicht ehr abgeschlagen oder abgestochen, dergleichen ain yedes flaysch von den frembden metzgern, die es dan auch nach dem pfundt außwegen mügen, ain pfundt ains hellers neher geben dann die hyeigen metzger, doch sollen ksl. oder kgl. Mt. hoffmetzger hierin außgenommen sein.

    ŠVischkauf.

    Item, die visch sollen an dem gewondlichen vischmarckt, auch an dem wasser gehalten, die visch nach der wag und dem gesicht, wie die satzung, so deßhalb fürgenommen und offentlich angeschlagen ist, vermag, verkauft werden und soll bey dem kauffer steen nach der wag oder dem gesicht zu verkauffen.

    In massen sol es auch mit den gesaltzen und dygen vischen gehalten werden, wie die ordnung, derhalben außgangen, vermag und außweist.

    Es soll auch ein yeder vischer sein eygen wag und gewicht haben und dieselben wie auch die metzger von gemeiner stat auß der hanß nemen gezaychnet.

    Traydtsverkauffung.

    Item, allerlay geschlecht des getraydts, das sol an des hertzogen hoff gefürt, aber dasjhenig, so auf dem wasser herzugefürt, daselbst verkauft werden.

    Brotkauf.

    Item, das brot auf den kärren oder wägen soll uff dem platz vor dem thuemb herumb gefuert und dermassen zu faylen kauf gebachen sein, damit es dem gewicht und ordnung, so derhalben durch die verordenten vom hanßgericht angezeygt, gemeß und wherung an der klarheyt und guethe hab. Welches anderst gefunden, der vorkauffer soll nach seinem verprechen gestrafft und das broth armen leuthen umb Gottes willen außgeteylt werden.

    Weynmarckt und kauf.

    Item, was von frembden weyn und byer auf der echs hieher, soll auf unser lieben frauen platz faylgehabt, aber, so auf dem wasser zugefuert, oberhalb des vischmarckts verkauft werden.

    Und in außschenckung vom zapfen durch die wyrdt in solcher gepür gehalten werden, damit kain vorweyßlicher mangel oder ubersatzung gespürt, dan dieselben sonst wurden nach röm. ksl. Mt. bevelh in straff steen.

    Schmaltz, milch und keß.

    Item, schmaltz, emyllich, keß und dergleichen opsonien und köchendt sollen an der heubart–e faylgehabt und verkauft umb ain zimliche gepür. Wehr hierüber ainer ubersatzung betretten, soll darumb gestrafft werden.

    Viechkauf.

    Item, der viechkauf sol allein bey dem Preprunner thor uff dem platz gehalten und, welcher darauf ainich marckflüssig oder in ander weg kranck und unteuglich viech würdt ontermischen, der soll darumb gestrafft werden und das viech verwürckt haben.

    Roßmarckt.

    Item, der roßmarckt soll wie vor an St. Gilgen hoff vor und nach mittagzeyt gehalten werden.

    Schweynmarckt.

    Item, der Schweynmarckt soll auf dem platz vor weyhe St. Petters thor gehalten werden.

    ŠHoltzkauf.

    Item, das holtz soll an kein ander ort gefüert und verkauft werden dan auf dem platz St. Jacobs hoff.

    Heu und Streu.

    Item, alle heu und streu solle bey St. Claren uff den kornbühel gefüert, alda faylgehabt und dergestalt verkauft, damit kein geverliche uberschätzung vermerckt, sonst wird er gestrafft werden. Was aber auf den wasser zugefürt, sol an der prunleuten verkauft werden.

    Müntzwerung.

    Item, ain ducaten umb 24 batzen.

    Item, ain kronen, so den sonnenkronnen an gewicht und geld gemeß, umb 23 batzen.

    Item, ain rheinischer guldin in gold 18 batzen.

    Item, ain rheinischer guldin in müntz 15 batzen oder 60 kreytzer gezelt.

    Item, ain joachimstaler und desselben korns und schrote umb 17 batzen.

    Sonderlich zu wissen.

    Item, daß alle fayle profandt und sachen uff den marckt und die plätz, dahin es geordnet ist, gefüert und von niemendt fürgeloffen oder, ehe wan dieselben dahin gepracht, gekauft werden, bey verlust der wahr und harter straff.

    Demnach auch röm. ksl. Mt. unter andern ursachen, darumb diser reichstag fürgenommen, die religion unsers heyligen, christlichen glaubens die furnemest, ist irer ksl. Mt. ernstlicher will und maynung, das meniglich den andern derwegen nicht schmehen noch schelten, auch mit der that nitzit handlen, sonder in dem allen der gebüre gemeß glaytlich und fridlich beweysen und als christen one ergernüß halten und erzaygen soll.

    Und ist ir ksl. Mt. vorbehalten, solche ordnung und satzung alle zeyt nach gelegenheyt der sachen zu endern, mindern und zu mehren.

    Geschehen zu Regenspurg, unter irer ksl. Mt. hie fürgetrucktem insigel besigelt, den 10. tag Marcii anno etc. 41.

    «Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]1 »

    A  Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 3, fol. 126r–126v (Kop.).

    ŠB  koll. Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 21, fol. 84r–84v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 84r: Colloquium super religione cum Protestantibus vitandum.

    C  koll. Rom AVat, Fondo Pio 58, fol. 72r–72v (Kop.); ÜS fol. 72r: Colloquium super religione cum Protestantibus vitandum2.

    Druck: NB I,7, Beilagen Nr. 13 II, S. 553–555.

    Nunquam colloquium probavimus, sicuti et nulla adhuc iusta ratione probari posse censemus; atque id plurimis de causis, quae in medium adductae sunt.

    Volumus autem praesupponere, quod eiusce colloquium eo modo incipiatur, qui per reverendissimum dominum legatum propositus est, ut videlicet exempli gratiaa Protestantibus dicatur: ‚Quid creditis in hoc?‘ omni procul dubio respondebunt: ‚Nos credimus, sicuti in nostra confessione atque apologia comprehensum est, idque per sacram scripturam valemus comprobare‘.

    Quodsi ad scripturae multifariam interpretationem ac disputationum contentiones deventum fuerit, nullus profecto usquam finis futurus est.

    Si autem caesarea Mtas ac reverendissimus dominus legatus asseverare voluerint: ‚In hoc vel in hoc nec recte nec sancte creditis‘ sicque a disputandi tramite declinetur nec Protestantibus facultas relinquatur ulterius hac in materia disserendi, maius certe ac pestilentius quam antea unquam schisma sacrosanctae religionis nostrae subsecuturum est.

    Primo etenim coram facie universi orbis conquerentur, quod audiri noluerint.

    Secundo multi ex nostris conclamabunt eos ad extremum usque finem iure merito audiri debuisse, quum praecipue disputatio incepta sit disputandoque ad veritatis metam deveniatur, atque huiusce rei nullus vel iudex vel finis reperiri poterit.

    Tertio etiam atque etiam verendum est, ne Catholicorum complurimib a summi Dei vero cultu defecturi sint.

    Quarto caesarea Mtas extra terminos Augustensis tractatus excederet, quandoquidem eo in conventu Mtas sua haudquaquam voluit assentiri, ut post confutatos Protestantium articulos quicquam ab eis replicaretur.

    Quinto et ultimo dumc intestinis hunc ad modum disceptationibus decertaretur, posset eo interim seu Turcicum bellum sive alia christianorum dissidia vel inconvenientia perfacile cooriri, quibus colloquium antedictum re infecta dissolveretur atque ideo Christi, redemptoris nostri, religio extremum propemodum ad interitum adduceretur. Nam quanto citius labanti rei christianae consulitur, tanto gratius omnipotenti Deo futurum existimandum est.

    «Nr. Š26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März] »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    Ce que esté aujourdhuy advisé vers Monsr le duc Férédich [sic!] soubz le bon plaisir de sa M.

    Que l’on fera dire par le maréchal de l’empire à tous les princes, qu’ilz délaissent de mener gardes par la ville. Et se fera de sorte, que null’y puisse penser, que ce soit pour occasion particulière d’aucuns d’eulx.

    L’on advisera le duc de Brunswych, comme le lantgraff a accepté ce que sa M luy a déclairé, qu’elle entendoit, que entre eulx ny autre estat de l’empire se fit chose, qui bailla occasion de débat pour venir à voye de fait. Et a bien certiffié ledit lantgraff à sa M, qu’il observeroit ainsi.

    De cecy seront advertiz les ducz de Bavière amyablement et par manière de confidence par le conseillier de Naves.

    L’on a parlé au chancellier du lantgraff afin de cesser de plusavant faire ny publier livres, lequel a respondu, que sondit maistre obéyroit au bon plaisir de sa M quant au duc de Brunsvych, mais que aucuns de ses serviteurs en avoient fait, chacun particulièrement, èsquelx luy convenoit nécessairement donner quelque responce. Et aussi sur ung autre public nouvellement soubz ung nom dissimulé, par lequel il est griefvement et atrocement injurié, comme il fera apparoir à l’empereur. Surquoy a esté persisté, que riens ne se publia, jusques sa M y eust ordonné, dont ledit chancellier a dit, qu’il advertiroit sondit maistre, et selon cela l’on regardera ausurplus ce que sera de fait.

    L’on a advisé, que la proposicion pour commencer la prouchainne diètte se pourra faire après la venue de Monsr de Meance, que l’on tient sera icy vendredi. Et pourra estre ladite proposition pour lundi et au mesme jour se célébrera la messe, advertissant ung jour devant les estatz d’icelle sans presser personne de soy y trouver.

    Que Monsr le duc Fédéricqu s’excusera avec quelque honneste préambule à l’occasion de son indisposicion de faire verballement ladite proposicion et priera, qu’ilz soient contens, qu’elle soit lencé. Et l’empereur en pourra veoir la translacion en francoys entre cy et là pour y adjouster, dyminuer et en ordonner à son bon plaisir.

    Touchant la venue du duc de Saxen électeur semble, qu’elle est très requise et nécessaire et que mondit Sr le duc devoit persister à icelle bien expressement envers les ambassadeurs dudit électeur et davantaige qu’il parle très acércés [sic!] aux dépputéz de la chambre impérialle estans icy pour surceoir toutes procedures, dont l’on peult prendre occasion d’empescher le progrès et effect de ceste diètte, suyvant ce, que leur en fut dit, remonstré et ordonné pendant que sa M estoit à Spire et que s’il en advient faulte par leur moien, on s’en prendra à leurs personnes.

    ŠAussi mondit Sr le duc parlera à Monsr l’évesque de Meyssen pour surceoir de son coustel toutes procedures et fera dire de la part de votredite M par le conseillier de Naves au duc de Braunzvych, qu’il pourvoye effectuellement de faire cesser toutes violences et ledit duc Fédéricq advertissant lesdites ambassades de ses diligences leur certiffiera, que sa M impériale pourvoiera, que venant icy ledit électeur il n’en aura empeschement et, si luy est fait, il y remédiera à son raisonnable contentement conforme au saulfconduit et surcéance faicte par sa M.

    Touchant Monsr de Cologne l’on attend l’advis de ses commis estans icy, lesquelx ont prins delay pour y penser jusques après disné et l’on fera selon ce.

    Quant aux gens de guerre, que l’évesque de Brixen entend faire lever au nom du roy, l’advis de sa M a esté trouvé bon, advertisse les compagnons estans icy sans faire sonner tabourin leur déclairant, où ilz se devront assembler et recevoir argent sur le chemin.

    Il a esté advisé de encores faire une recharge à Monsr le conte palatin afin de venir icy.

    Quant à la cession [sic!] d’entre le duc de Brunzwych et lantgraff l’on regardera encores soit par s’informer des registres ou par aucun de gens comme on y pourra bailler expédient.

    Aussi touchant le droit de la cession [sic!] d’entre le lieu[t]enant du roy des Romains et Monsr de Saltzburg1.

    «Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang] »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    Après avoir longuement examiné devers Monsr le duc Frédéricq palatin ce que l’on debvra procurer et à quoy l’on debvra prétendre en ceste diètte et pour le commencement d’icelle et les moyens convenables pour y parvenir a esté advisé soubz le bon plaisir de l’empereur ce que s’ensuyt.

    ŠQue l’on doibt narrer par la proposition ce que sa Ma fait dèz son partement de la dernière diètte tenue en ce lieu tant allencontre du Turcq par mer et par terre que autres infidèles et touchant la promotion du concille général et concorde de la religion que pour la commune paix et républicque chrestienne et les grans fraiz par sadite Msoubstenuz et comme pour ces causes et empeschemens et les guerres depuis recommencées sadite Mn’est peu plustost venir en la Germanye, le tout en conformité de l’escript desià sur ce fait et veu par sadite M.

    Venant à condescendre à son der[nier] passaige dois [= dès] les Espaignes et Pays d’embas et à la congrégation de Hagnau et la [suyvante]a de Wormes advisées et tenues pour encheminier et endresser la concorde du différend de nostre saincte foy et religion.

    Que combien l’on fera mention par ladite proposition des aultres affaires comprimé[es] ès lettres de indition [sic!] de la présente diètte, que néantmoins l’on se arrestera pour premier et principal affaire en ce de la foy et religion et à la concorde d’icelle.

    En mectant en avant par ladite proposition par manière d’ouverture et expédient en cas, que ceulx des estatz n’en scayvent aucun meilleur, que sadite Mpar bon advis déppute aucuns bons personnaiges en petit nombre scavans, traictables et paisibles pour examiner les articles et poinctz estans en différend et regarder sur la réduction d’iceulx en concorde, lesquelz feront rapport à sadite M et ausdits estatz pour adviser dedessus ce que conviendra.

    Et pour ce s’est considéré, que desià le moyen de ladite concorde a esté tousiours trouvé le plus expédient mesmes ès dièttes d’Ausbourg et Reghensbourg et encores dernièrement ausdits lieux de Hagnau et Wormes et que de faire la proposition généralement narrant seulement les poinctz, pour lesquelz ladite convocation a esté faicte, et mesmes quant au susdit de la foy l’on perdroit beaucop [sic!] de temps en consultant et reconsultant des moyens et expédiens, que l’on debvroit tenir. Pour ce mesmement, que les ungs vouldroient laisser les choses en l’estat quelles sont, comme il fut advisé à la diètte de Spire, que chacun vivroit selon que luy sembleroit en povoir rendre compte à Dieu et à sa M1, et les aultres, que penseroient plus se justiffier, mectroient en avant le concille général et pour y attirer les desvoyéz qu’il se tinst en la Germanye, dont s’ensuyvroient les inconvéniens, que l’on peult assez entendre.

    ŠAussi a esté considéré, que quant à choisir gens en petit nombre pour examiner les articles il fut desià fait audit Ausbourg et passa la chose bien avant et y eust plusieurs articles importans accordéz lors èsquelz lesdits desvoyéz se sont depuis monstréz très difficilles. Et davantaige que l’on a congneu évidamment a Wormes, que le colloque et dispute publicque pourroit plustost causer inconvénient et inimitié plus grande que aultre mieulx et le démonstra la fin de la dispute, en laquelle les deux parties condescendirent à la privée communication de ce que l’on avoit longuement disputé par telz dépputéz, que le commis de sa Mordonneroit, et par ce moyen s’accorda le différend et point, dont il avoit esté disputé. Aussi regarde l’on en cecy, que de remectre ausdits estatz de choisir lesdits personnaiges ou encores de regarder, si l’on les choisira ou non, les principaux tant des électeurs si comme est Monsr  de Mayence et ceulx de l’église, dont le premier est l’archevesque de Saltzburg, et ceulx des princes, dont sont des premiers les ducz de Bavière, vouldroient choisir gens à leur appétit et tousiours conduire la chose par quelque boult que ce soit selon leurs intentions et fins, qu’ilz ont tout ouvertement déclaré.

    Et en proposant ledit expédient de la part de sadite M il sera modesté avec la condition, qu’il ne s’en trouve point de meilleur, et iustiffié de foy, pour ce qu’il a aultresfois desià esté approuvé et congneu estre utile tant audit Ausbourg que Wormes et lesdits estatz ne le pourront avec raison contredire et tant plus, qu’ilz n’en scauront point trouver de si convenable.

    Et de dire, come il a esté bien débatu, que sadite Mdoibt regarder de prendre si grande charge sur elle, l’on pense au contraire, que, si sadite M n’entreprend la chose par ce moyen, l’on perdra beaucop [sic!] de temps et enfin ne s’ensuyvra nul effect, ains plus grande confusion. Et aussi ladite communication ne sera obligative. Mais fauldra, que tout ce que si fera se représente aux estatz et se participe avec le légat et, si besoing est, en dilligence avec le pape, tellement qu’il n’en demeurera charge quelconque en particulier à sadite M.

    Et davantaige fauldra praticquer et tenir main devers les protestans, afin qu’ilz condescendent à ce que ladite communication particulière se face avec l’intervention dudit légat et, si ilz le consentent, la chose sera tant plus à la descharge de sadite M.

    Et en regardant la fin, à quoy ladite communication viendra, il fait à espérer, que du moins l’on retirera lesdits desvoyéz d’aucuns leurs erreurs et leur fera l’on recongnoistre leur tort. Et si l’on gaigne sur eulx chose de qualité, l’on aura moyen d’empescher, que les choses ne voisent [sic!] à pis. Et pourra l’on sur ce regarder, si l’on acceptera ce, en quoy ilz se rédurront, en remectant le surplus ou au concille général ou à la déclaration, que le pape et l’empereur en feront par bon conseil. Et en tous advènemens, s’il ne si fait riens, l’on verra tant plustost en quoy et comment lesdits desvoyéz demeureront obstinéz, que ne se pourroit si bien scavoir et entendre par aultre moyen quelconque.

    Pour encheminer ledit moyen de la concorde par communication de peu de gens, il semble très requis, que sadite M die et déclaire pour maxime et Šfondement aux deux parties et mesmes audit Sr de Mayence et aux ducz de Bavyère et de Brunsvijch et par consequent à tous les aultres, qu’elle est icy expressément venue pour accorder le différend de nostre religion et faire paix et concorde en la Germanye et qu’elle entend si employer de toute sa possibilité et qu’elle pense et confie, que tous le désirent comme ilz doibvent faire chacun endroit soy et s’en mectrent en tout debvoir et que, s’il y a faulte de qui que ce soit, sadite M s’en estant acquictée en remectra et délaissera la culpe à qui l’aura desservie. Aussi que sadite M entend, que toutes inimitéz et malvueillances demeurent surceues et qu’il ne s’en face contention quelconque de parolles, escriptz ou aultrement, ny pour ceste occasion se délaisse riens à faire pour ladite concorde de la foy et religion et que en accordant le différend d’icelle sadite M s’employera à appoincter ce que au surplus restera en difficulté. Et au surplus les ministres de sadite M chacun aussi endroit soy feront tout ce que ilz pourront de persuader et induire ceulx desdits estatz tant catholiques que protestans à la concorde par le moyen avantdit.

    «Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 21 »

    A  Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 3, fol. 124r–125v (Kop.); AV v. Morone eighd. fol. 124r: Per duces Bavariae, 1541 mense Martii, v. a. Hd.: Consideratio, quemadmodum dieta haec imperialis per sacram caesaream et catholicam Mtemincipienda esse videatur.

    B  koll. Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 21, fol. 66r–65v (Kop.).

    C  koll. Rom AVat, Fondo Pio 58, fol. 55r–57v (Kop.); ÜS fol. 55r: Consideratio quemadmodum diaeta [sic!] haec imperialis per sacram caesaream catholicam [Mtem] incipienda esse videatur.

    Druck: NB I,7, Beilagen Nr. 13 I, S. 551–553.

    Cum igitur sua caesarea et catholica Mtas dietam hanc Ratisponensem indixerit occasione potissimum sacrosanctae religionis nostrae, sitque ideo articulus hic, utpote qui regnum Dei atque humani generis salutem concernat, ante omnia resolvendus, sicuti et maior pars, praecipue vero status catholici, ante eiusce articuli resolutionem nulla de re vel tractaturi vel prorsus loquuturi sunt, ne itaque tempus frustra absumatur, verum dietae ipsius tale capiatur exordium, ut redemptoris nostri fides ac Mtis suae dignitas retineatur, simul et inanes verborum disceptationes quaeque ex iis facile oriri possent dissidia e medio tollantur. Consideratum propterea est, ut Mtas sua in primis recessu Augustensi firmiter initeatur, quippe qui tum universali statuum consensu, qui maiori ex parte praesentes magnaque in frequentia affuerunt, tum vero aliorum eti Šam doctissimorum virorum exterarum nationum accedente consilio conclusus atque approbatus, novissime autem in Haganoensi congregatione repetitus et recessus in modum promissus fuerit, utque ideo Mtas sua absque ulla disputatione, declaratione sive ulteriori suspensione antedicti Augustensis recessus valido fundamento suffulta in presentium comitiorum initio cum solis statibus catholicis consultare non dedignetur, qua nam ratione praefatus recessus inviolatus observari atque effectuali executioni mandari valeat.

    Nam si Mtas sua alium quempiam ordinem vel incipiendae dietae vel causae religionis tractandae seu per publica colloquia sive compositiones aut inducias aliove quocumque modo capiendum esse constitueret, tunc Protestantes pro certo asseverarent, porro Catholici perfacile conicerent Mtem suam extra eiusdem recessus metam excedere atque illum pro irrito atque invalido habere velle, qua ex re id quoque subsequeretur, quod plures scilicet status, qui praefato in recessu Augustensi comprehensi sunt illique inhaerere partim cupiunt, partim impelluntur, denuo deficerent neque ad eas, quas antea ultro suscepere, aequas ac Christo dignas conditiones amplius adigi possent, quum praecipue paucorum admodum electorum ac principum adventus expectetur, immo et eorum pars Protestantium factioni clandestine adhaereat sintque mutuis intelligentiae vinculis invicem obstricti eamque ob causam ipsorum oratores ad priorem Augustensem tractatum sive illi similem approbandum nulla ratione impelli, sed diem magis ex die ducere ac tam sancto negotio tarditatem interponere possent, cuncta suorum dominorum consiliis ac consensibus reicientes, unde id, quod modis omnibus Protestantes multo iam tempore contenderunt, nempe, ut recessus Augustensis labefactetur, assequerentur, pariter Jesu Christi, servatoris nostri, fides summum atque extremum in discrimen adduceretur, qua ex re tantum fortasse dissidii posset cooriri, ut status catholici neque contra Turcam neque in aliis Romani imperii occurrentiis [sic!] quicquam omnino praestituri, verum quaecunque potius vel etiam manifestissima pericula essent expectaturi, sese ac sua omnia Deo, virtutum domino, cuius causam fideliter agunt divinoque eius in conspectu excusatos esse volunt, committentes.

    At si Mtas sua robore eiusdem recessus Augustensis, uti praefertur, inniti atque illum proponere voluerit, dummodo id fieret praesente eius Mte, omnes profecto status, qui eum Augustae approbarunt ac se observaturos promiserunt atque ipsius mentionem in Hagenoa novissime fecerunt, non modo ab eo non discedent, verum et viam ac modum, quibus mediantibus inviolatus possit observari, Mti suae commonstrare compellentur atque hac ratione aegrae ac labanti rei christianae consuletur, simul et Mtas sua paratam habebit semitam ad catholicum eius foedus indies validius confirmandum atque alia obtinenda, quae summi Dei servitio ac Mtis suae aestimationi conducere videbuntur.

    Proinde ubi Mtem suam via hac regia ac catholica incedere utque recessus Augustensis observetur, persancte constituisse, Protestantes persentient, non modo in causa religionis, sed et ad auxilia adversus Turcam subministranda atque alias aequas conditiones ineundas multo facilius permoveri poterunt, quandoquidem Šsi semel eo deventum fuerit, quod tamen dignetur avertere immortalis Deus, ut Protestantes hac in parte voto potiantur, nempe ut Augustensem recessum in controversiam invaliditatemve adducere valeant, licet multa ac magna polliceantur, Mtas tamen sua certo sibi persuadeat ipsos ex eorum veteri instituto nullas aut pacis aut concordiae honestas pactiones esse suscepturos.

    Ad haec autem ex sincero christianae pietatis zelo consideratum est, si Mtas sua conventum hunc suprascripto modo incipere voluerit, ut etiam atque etiam animadvertat, ne electorum consilium ab aliis statibus quoquo modo segreget, verum magno potius opere contendat, ut causa orthodoxae fidei communi catholicorum statuum deliberatione, qui Augustensi in recessu comprehensi sunt, consultetur, tum plures evidentes ob respectus, tum vero, quum causa haec non imperii negotia, sed Dei omnipotentis universalem fidem attingat proptereaque ad universos etiam pertineat, ut quod communi consensu semel promissum est, communi quoque deliberatione comprobetur. Atque hanc in sententiam si Moguntinus archiepiscopus cum reliquis electoribus ecclesiasticis condescenderet, nulla comiti palatino ac Brandeburgensi suffragiorum colligendorum facultas relinqueretur, quae quidem omnia ex solo ac puro christianae caritatis atque observantiae erga Mtem suam affectu considerata sunt, ut Dei ac domini nostri Jesu Christi religio conservetur una ac Mtis suae aestimatio retineatur.

    «Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 59r–67r (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Konz.); AV: 5. Aprilis 1541 proposit[um].

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 1r–10v (Kop.); AV fol. 10v: An Erichtag, den funften Aprilis anno im 41., hat ksl. Mt. disen furtrag Kff., Ff. und stendten des reichs auf dem reichstage zu Regenspurg anbringen lassen.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 197r–206v (Kop.); AV fol. 206v: Copei röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herrn, vortragen den stenden des reichs uff itzigem reichstag zu Regennspurg, Dinstag, den 5. Aprillis gethan. 1541.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1361 , Sp. 561–568;Corp. Reform. IV, Nr. 2179, Sp. 151–154.

    Die röm. ksl. Mt. etc., unser allergnedigister herre, setzt in kainen zweyvel die erscheinenden irer Mt. und des hl. reichs Kff., Ff. und stende dises außgeschribnen reichstags und der abwesenden gesandten, rethe und botschaften tragen guet wissen, welchermassen ir ksl. Mt. aaus gnedigistem, kayserlichen gemueth, willen und naigung, die sy zu gemainen stenden des hl. reichs und teutscher nation als dem vatterlandt tragen–a, von anfang irer kayserlichen regierung ye Šund allweg zum höchsten begierig gewest, alles furzunemen, zu furdern und in das werckh zu bringen, das dem hl. reiche zu eer, nutz und wolfart gelangen, und furnemblichb, damit aller zwispalt, irrung und zerrutlichait zwischen allen stenden aufgehebt, fride, ruhe und ainigkait gepflantzt und erhalten und dem hl. reiche und teutscher nation in andern iren obligen geholfen werden möchte.

    Dieweil aber neben andern beschwerlichen obligen des hl. reichs der zwispalt in unser christenlichen religion bißhere nit die geringest ursach gewesen und noch ist, dardurch die stende bemelts röm. reichs gegeneinander in mißtrauen, zerthaillung und zertrennung gewachsen und komen sein, darzwischen gemainer christenhait erbfeindt, der Turckh, von tag zu tag und ye lenger ye mer gegen und wider cgemainer christenhait und sonderlich–c die teutschen nation sölchermassen eingedrungen hat, das nit allain die nechsten, anstössenden kunigreich, sonder yetz bemelte teutsche nation (wo anderst demselben vheindt nit zeitlicher, stattlicher widerstandt beschehe) in sorgen, gefar und hochnachtailig verderben gesetzt, das auch zudem im hl. reiche an erhaltung frides, rechtens und gueter policey oftmals mercklicher abgang und mangel erscheinet, so hat ir ksl. Mt. solchs in craft ires bevolhnen kayserlichen ambts zu gemueth und hertzen gefurt dund mit rath und zuthuen gemainer stende, auch für sich selbst, disem hochbeschwerlichen obligen nach irem höchsten und besten vermugen zu hilf zu komen, bißhere nichts underlassen–d. Und nachdem auf mergehaltnen reichstegen der strittigen religion halben handlung furgenomen und bedacht worden, das derselb stritt und zwispalt unser christenlichen religion durch kainen fruchtbarern und schicklichern wege hingelegt und zu einhelligem, gleichmessigem verstandt gepracht werden möge edan durch ain gemain, christenlich concilium, so–e hat ir Mt. sölchen wege an die handt genomen und kainen muglichen vleyss, muhe noch arbait gespart, damit sölch concilium außgeschrieben und gehalten wurde, und sonderlich, wie solches auf jungstem reichstag alhie zu Regenspurg im nechstverschinen 32. jare der mindern zall bedacht und verabschidet worden ist.

    Als aber eben dazumal gemelter erbfeindt gemainer christenhait, der Turckh, in aigner person einen gewaltigen zug in das kunigreich Hungern und volgendts in irer Mt. niderösterreichischen erblandt furgenomen, in maynung, ferrer auf das hl. röm. reiche zu ziehen, derhalben ir Mt. aus höchster, unvermeidenlicher notdurft, mit hilf und beystandt der röm. kgl. Mt., ires freuntlichen, lieben brueders, und gemainer reichsstende demselben vheindt fmit merckhlichem uncosten–f zu begegnen, verursacht und ist des entlichen vorhabens gewest, gnit Šallain ir vermögen darzustrecken, sonder dem feindt (wo der nit gewichen were) in aigner person under augen zu ziehen–g. Daneben hette auch ir ksl. Mt. eben zu derselben zeit ein ansehenliche armada zu wasser dem Turckhen entgegengeschickhth, die sich einen gueten wege gegen Constantinopel hineingelassen und etliche orth, flecken und bevestigungen erobert, dardurch der vheindt an seinem tyrannischen, pluetdurstigen furnemen gegen gemainer christenhait des orts auch umb so vil desto mer verhindert worden.

    Als nun der Turckh mit seinem kriegßvolckh, als obsteet, wiederumb zuruckhgewichen, hat ir ksl. Mt. nachmals iren zug auf Italien zu bäbstlicher Hlt., nemlich babst Clementen dem letzten dises namens, seliger gedechtnuß, furgenomen und mit seiner Hlt. alles vleyss gehandelt und die sach dahin gefurdert, das sein Hlt., ain generalconcilium innerhalb aines jars frist außzuschreiben und zu verkundigen, bewilligt, wie dan ir Mt. solchs damals Kff., Ff. und stenden des hl. reichs anzuzaigen, auch daneben nit underlassen, gantz Italien und gemaine christenhait, soviel irer Mt. möglich gewest, in ruhe und fride zu setzen, damit sölch christenlich werck des gemainen concilii irer Mt. halben nit verhindert wurde. Und damit an irer Mt. hierin kain mangel erschiene, so hette dieselb, ire hispanische kunigreich, von denen sy damals ein guete zeit abwesendt gewest, mittlerzeit zu besuechen, furgenomen, in mainung und des endtlichen vorhabens, denselben irer Mt. kunigreichen in iren obligen notdurftige hilf und fursehung ze thuen und alle sachen auf sölche wege zu richten, damit ir ksl. Mt. irer vertröstung und zuesag, die sy der bäbstlichen Hlt. gethan hette, das concilium in aigner person zu besuechen und demselben vorzusein, volnziehung thuen möchte. Warumb aber dasselb concilium seinen furgang nit erraicht, stelt ir Mt. in kainen zweyvel, gemaine reichsstende und menigclich trug des guet wissen1.

    Als aber kurtzlich darnach der Turckh iseinen bevelchhaber–i, den Barbarossa, jmit ainer treffenlichen armada–j gegen dem Kg. von Tunes in Africa geschickt und denselben kunig seines kunigreichs gewaltigclich entsetzt und verjhagt und dann ir ksl. Mt. leichtlich zu ermessen hetten, wo der Turckh des orts dermassen einnisten solte, was kmerckhlichen vortails er gegen der christenhait gewinnen und dardurch–k nit allain irer Mt. kunigreiche, so ime am Šnechstn gelegen, sonder gemaine christenhait lzum höchsten betrangen und–lin verderblichen schaden furen wurde, wie dann der gemelt Barbarossa irer Mt. kunigreich Sicilien in seinem hin- und widerziehen zu mermallen angegriffen und sein vorhaben dahin gestellt hat, dasselb und andere irer Mt. kunigreiche und lande zu uberfallen, zu beschedigen und zu verderben, derhalben ir Mt. der hohen notdurft nach verursacht und bewegt, solchem beschwerlichen, grausamen furnemen zu widerstandt und abbruch und zu errettung irer Mt. kunigreich, landt und leuthe, auch gemainer Christenhait zu trost, sich in gegenrustung zu stellen und in aigner person mit ainer ansehenlichen armada von galleen und andern kriegßscheffen in Africa zu ziehen, daselbst ir Mt. den Barbarossa mmit verleihung des almechtigen ubersigt und–maus bemeltem kunigreich Tunis verjhagt und vertriben, wie dann gemaine stende sölches auch möchten vernomen haben.

    Nach volendung dises zugs hette ir ksl. Mt. volgendts ire raiße in ire kunigreich Sicilien und Neapoles genomen, dieselben zu besuechen und darin guete ordnung furzunemen und aufzurichten, damit dieselben bey frid und recht und in gueter policey erhalten und geschutzt werden möchten, und sich ferrer von dannen gen Rom zu yetziger bäbstlichen Hlt. verfuegt und die handlung des furgenomen concilii widerumb an die handt zu nemen, desselben ausschreiben und haltung nochmallen mit bestem vleyss zu furdern, des gnedigen vorhabens, sich volgendts dem hl. reiche teutscher nation zu nehern und demselben in seinen obligenden beschwerungen mit tröstlicher hilf zu erscheinen. Als nun ire ksl. Mt. gen Rom zu bäbstlicher Hlt. komen, haben sy sein Hlt. zu sölchem concilio gantz genaigt und guetwillig befunden.

    Dieweil sich aber darzwischen die unfridlich handlung gegen irer Mt. schwager und des hl. reichs fursten und lehenman, dem Hg. von Savoya, zuegetragen und demselben hertzog in sölcher handlung ain guet thail seines furstenthumbs mit kriegßgewalt eingenomen, ist ir Mt. in betrachtung ires kayserlichen ambts und pflicht, damit sy dem hl. reiche zuegethan ist, zuletst dahin verursacht und getrungen worden, sich zu errettung irer Mt. und des hl. reichs aigenthumbs in gegenrustung einzulassen, welches im 36. jare der mindern zal beschehen.

    Als sich nun die gemelt kriegßhandlung desselben jars biß zu der winterzeit erstreckht und von dem concilii kain sondere vertröstung oder anzaigung verhanden gewest, ist ir Mt. widerumb zuruckh in ire hispänysche kunigreich geraist, da irer Mt. etliche mittel, zu frieden dienlich, furgeschlagen und darauf gevolgt, das sich die bäbstlich Hlt. und der Kg. von Franckhreich zu Nissa versamblet und daselbs ain anstandt getroffen und aufgericht worden und ir ksl. Mt. von dannen mit iren galeen ghen Aguamort in Franckhreich gesegelt und daselbst bey kgl. Wd. zu Franckreich in aigner person gewest ist. Dieweil dan irer Mt. gemueth und maynung aller oberzelten handlungen, furnemens, Šraisen, muhe, arbait und uncostens ye und alweg dahin gestanden, damit gemainer christenhait eere, nutz und wolfarth gefurdert und im hl. reiche teutscher nation fride, ruhe und ainigkeit gepflantzt und aller zwispalt und mißverstandt zu ainhelliger, christenlicher vergleichung gebracht und verainigt und nchristenliches namens und glaubens erbfeindt–n, dem Turcken, desto statlicher widerstandt und abbruch beschehen möchte, hierumb hat ir ksl. Mt. aller diser sachen halben bey berurter bäbstlicher Hlt. und gemeltem Kg. von Franckreich, wie ir Mt. nach gelegenhait der sachen sölches für guet angesehen, gehandelt.

    Als nun ir ksl. Mt. in ire hispänische kunigreiche, als obsteet, ankomen ist, in maynung, nachdem sy dieselben ire kunigreiche in guete ordnung gepracht, sich alsdann zum furderlichisten widerumb herauß in das hl. reiche zu verfuegen, so hat ir Mt. nit underlassen, fleyssig nachgedenckens zu haben, welchermassen der beschwerlich mißverstandt in der religion, so ye lenger ye mer eingerissen und, wie zu besorgen, noch beschwerlicher einreisen möchte, hingelegt und zu vergleichung gebracht werden, auch daneben die beschwerung und strittigkait, die von wegen des concilii aus allerhand ursachen furgefallen, erwegen und ire furgenomene raiße durch Italia auf Teutschlandt underlassen und auf freuntlich, vleyssig ansuechen des Kg. zu Franckreich und seiner kgl. Wd. zu freundtlichem gefallen und zu bestettigung der bruederlichen freundtschaft, auch auf das sonder vertrauen, so ir Mt. und gemelte kgl. Wd. zueinander tragen, iren wege durch Franckreich in irer Mt. nider erblandt genomen, da dann ir ksl. Mt. allerlay sorgklicher neuerung und empörung befunden, die sich daselbs erreugten und gleichwol durch ir Mt. fleissig, ernstlich handlung abgestelt sein.

    Dieweyl aber irer Mt. in iren nider erblandt allerlay eehaften furgefallen, dadurch ir Mt. an irer ankunft in das hl. reiche verhindert und die handlung der strittigen religion verzogen worden ist, so hat ir Mt. onichtdestoweniger zu furdrung der sachen–o ainen versamblungtag gen Hagenaw furgenomen und die röm. kgl. Mt. erpeten und vermögt, das dieselb in namen irer ksl. Mt. auf solchem tag erschinen ist. Was dann hochgemelte Mt. zu furdrung der sachen, damit dieselb auf guete wege gericht werde, furgenomen, auch was daselbst und volgendts zu Wormbs (welches ir Mt. zu der handlung dises reichstag dienlich und furtreglich sein verhofft hette) gehandelt worden, dieweil gemaine reichsstende solchs in frischer gedechtnuß haben, acht ir ksl. Mt., davon meldung ze thuen, von unnöten sein.

    Welches alles ir Mt. den stenden darumb nit wellen verhalten, damit sy abnemen mögen, das ir Mt. seith ires jungsten alhie gehaltnen reichstags in dem, das zu gueter furdrung des concilii und hinlegung des zwispalts in der religion, auch zu widerstandt des Turcken dienlich und ersprießlich sein mögen, soviel ir Mt. zu yeder zeit ze thuen gepurt, kainen vleyss, muhe und arbait gespart. ŠSo haben auch Kff., Ff. und stende und der abwesenden gesandten, rethe und botschaften hieraus zu vernemen, aus was ursachen und verhinderungen ir Mt. ditzmals so lang aus dem hl. reiche teutscher nation sich enthalten muessen.

    Aber wie und welchermassen, auch mit was grosser muhe und arbait, auch uberschwenckhlichem, schwerem uncosten ir ksl. Mt. zu erhaltung, handthabung und vertaidigung des hl. röm. reichs hochait, ober- und gerechtigkait bißhere beladen gewesen, das wellen ir ksl. Mt. zu seiner zeit dermassen darthuen, das Kff., Ff. und die stende befinden und erkennen werden, das ksl. Mt. das röm. reiche in höchstem, getreuen bevelch und dasjhenig, so ainem römischen kayser gezimpt und gepurdt, mit embsigem vleyss bedacht und volnzogen hat.

    Ir ksl. Mt. wellen auch ditzmals underlassen zu erholen, mit was teglichem kriegscosten zu mer mit underhaltung ainer merckhlichen anzal galeen wider den Turcken und andere unglaubigen ir Mt. beschwerdt sein, darauf ain ansehenlicher, trefflicher uncost lauft, allain zu errettung gemainer christenhait und dem hl. reiche zu gueter ruhe und wolfart.

    Nun hetten sich ir ksl. Mt. aus iren nider erblanden zu diesem reichstag gefurdert und underwegs, sovil irer Mt. möglich gewest, geeylet, unangesehen pirer Mt. leibsschwachait und sonst–p allerlay qgeprechen und–q verhinderung, so irer Mt. zugestanden. Zudem hette ir Mt. auch nit underlassen, bey bäbstlicher Hlt. anzusuechen, und sölchs erhalten, das sein Hlt. vermög des hagenauischen abschidts iren legaten in sonderhait hieher verordent, christlichen frid und ainigkait furdern zu verhelfen. Und hat derhalben den hochwirdigen Kard. Contarenum als ainen liebhaber fridens und sondern berumbten, verstendigen prelaten alher geschickht, welcher auch vor diser zeit hie ankomen ist.

    So dann ir ksl. Mt. disen yetzigen reichstag aus oberzelten und andern hochwichtigen, notwendigen ursachen, in desselben außschreiben verleibt, furgenomen, sich in aigner person alher verfuegt und nun ein guete zeit der abwesenden Kff., Ff. und stenden ankunft erwartet, die auch nhumals zum thail in aigner person und etlich durch ire gesandten gehorsamlich erschienen, des sich ir Mt. freundtlich und gnedigclich bedanckht, und nun der principalpunct, darumb dise reichsversamblung berueft were, als obsteet, der zwispalt unserer christenlichen religion und glaubens, so bißhere uber alle gepflegne handlung fur und fur unerledigt und von tag zu tag ye lenger ye beschwerlicher werden, darauß allerlay mißtrauen und widerwertigkait zwischen gemainen stenden des hl. reichs ervolgt und, wo dem rmit zeitlichen, hailsamen rath–r nit furkomen wurde, allerlay beschwerlicher weitterung, krieg und empörung, als hoch zu besorgen, erwachßen möchte, so ist ir ksl. Mt., zu solchem trefflichen und notwendigen werckh zu helfen, gantz gnedigclich genaigt und begierig, der gnedigen und gentzlichen zuversicht, die erscheinenden Kff., Ff. und stende Šund der abwesenden gesandten, rethe und botschaft werden ires thailss und ain yeglicher in sonderhait auch nichts erwinden lassen, sonder die sachen ires pesten verstandts und vermögens furdern und der nachgedenckhen. tUnd begert demnach ir ksl. Mt. an die erscheinenden Kff., Ff. und stende, auch der abwesenden gesandten, rethe und botschaft, freuntlich, gnediglich ersuechend, sy wellen erwegen, bedenckhen und beratschlagen–t, welchermassen berurte zwispalt in unser hailigen, christenlichen religion und glauben hingelegt und zu einhelligem, christenlichem verstandt gepracht und verainigt werden mögen, auch was und wie hierin zu handlen und furzunemen sey.

    Und damit die stende abnemen mugen, das ir ksl. Mt. dise religionsach als das treffenlichist und höchst obligen, darumb auch gern gefurdert sehen wolte, bey ir selbs mermals zu hertzen und bedencken genomen, haben ir Mt. auf disen wege gedacht, sofer die stende kain fruchtparer, furträglicher mittel wissen, das ir Mt. mit wolbedachtem, zeitigem rathe, doch dem augspurgischen abschied one nachtail, etliche uguetter gewissen, eer- und fridtliebenden–u personen, die auch des hl. reichs teutscher nation veere, nutz–v und wolfarth zu furdern genaigt, in geringer anzal aus gemainen stenden und teutscher nation erwellen und verordnen, die strittigen artikel der religion notdurftigclich zu examiniren und zu erwegen, die auch allen muglichen vleyss furwenden, dieselben irrigen puncten zu vergleichen, und alsdann, wie dieselben zu vergleichung und ainigkait gepracht werden mögen, irer ksl. Mt., auch Kff., Ff. und stenden des anzaigung und bericht thuen sollen, sich darauf destobaß haben zu entschliessen, auch mit bäbstlicher Hlt. legaten vermöge des obgemelten hagenawischen abschiedts zu communicieren2. Und sein ir ksl. Mt. auf sölchen wege auch darumb so viel desto mer bewegt, das derselbig hievor etlich mal zu Augspurg und jungstlich zu Wormbs vorbeheltlich, wie obsteet, als zu diser sach der bequembst, fruchtparst und furderlichist geacht worden ist3.

    ŠwZum andern, nachdem unsers christenlichen namens und glaubens erbfeindt, der Turkh, als obsteet, in seinem pluetgierigen furnemen gegen gemainer christenhait und sonderlich gegen der cronen Hungern und den niderösterreichischen erblanden und gemainer teutscher nation one zweifel aus verhengnus Gottes zu straff unser sunden nun zu vil malen erschreckhlichen eingefallen und noch in steter ubung ist, auch sich bey ime kaines bestendigen fridens noch stilstandts zu versehen, so begert ir ksl. Mt. mit sonderm, freundtlichem, gnedigen fleis, das Kff., Ff. und stendt und der abwesenden gesandten wellen auß erhaischender, unvermeidenlichen notturft disen artigkhel auch insonders fur die handt nemen, bedenkhen und handlen.

    Desgleichen auch, was zu erhaltung fridens, rechtens, guter policey, rhue und ainigkait und andern obligen des hl. reichs teutscher nation vermög der artickhel, im ausschreiben dises gegenwurtigen reichstags angeregt, und, was sunst dem hl. reiche teutscher nation zu eheren, nutz und guetem raichen mag, furtzunemen, beratschlagen und in dem allem irer Mt. ir ratlich bedenkhen antzaigen, die sachen allenthalben zum pesten helfen furdern und sich hierin guetwillig und dermassen erzaigen, wie sich dann ir Mt. zu inen gentzlich versicht und solchs der sachen gelegenhait und notturft eraischt und ain yeder aus christenlicher, schuldiger pflicht Got dem allmechtigen zu eher und zu lob und zu merung unsers christlichen glaubens und seiner selbs wolfart und allem fridlichem wesen zu gueter furderung ze thuen schuldig.

    Und so Kff., Ff. und stend sich also guetwillig erzaigen, wie dann ir ksl. Mt. nit zweifelt, sy in bedenckhung wichtigkait der sach, auch der unvermeydlichen notturft nach mit pestem vleyss thuen werden, so erpeuth sich ir ksl. Mt. als ain christenlicher, milter kayser, auch ain geborner und sonder liebhaber der teutschen nation, alles, das zu furderung und handthabung frides, rechtens, ainigkait, guter policey, auch was sunst in andern sachen, wie solchs Kff., Ff. und gemaine stendt fur nutz und notwendig ansicht, zu wolfart dienlich und fruchtbarlich ist, zu furdern und zu handlen und an ir nichts erwinden zu lassen, und das sy sich in disem allem irer ksl. Mt. genedigem begern und der hohen, unvermeidenlichen notturft nach also gehorsamlich und guetwillig erzaigen und halten, wie ir ksl. Mt. gnedigist zuversicht zu inen steet. Das alles will ir Mt. gegen inen in allem gueten und gnaden erkhennen–w.

    «Nr. Š30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Reinkonz.).

    Die röm. ksl. Mt., unser allergnedigister herr etc., laßt irer kgl. Mt. und des hl. reychs Kff., Ff. und andern stenden und derselbigen potschaften in gnaden zu erkhennen geben:

    Nachdem ir Mt. nit zweyfelt sy, die stendt, haben gespurt, gemerckht und befunden, wie ir ksl. Mt., seyther sy zu der wirden eins röm. khonigs und khaysers khomen und durch verleyhung Gottes erhöcht worden, nichts underlassen, zu gedenkhen, furzunemen und zu handeln, das gemeiner christenheit, bevorab dem hl. röm. reych teutscher nation zu wolfart, friedt und aynigkheit het khonnen oder mögen gedeyhen.

    Und in sonderheit, dweil uf etlich vorgehalten reychstegen fur und fur bedacht worden, das der zwyspaldt unsers heilligen glaubens durch kheinen andern bequemblichen weg oder mittel khont oder möcht verglichen und abgelegt werden dann durch einem [sic!] christlichen generalconcilio, het ir Mt. nit allein hievor embsiglich, sonder auch seyt jungst alhie in dieser statt gehalten reychstag und inhalts desselbigen abschids noch mer muglichen vleiß furgewendt, damit solch concilium sein furgang erlangen möcht. Uß wes ursachen aber dasselbig nit ervolgt, acht ire Mt., es sey den stenden unverporgen.

    Nicht destminder und onangesehen, wes ir Mt. fur khrieg und andere schwere obligende sachen seythero zugestanden, het ir Mt. nit gefeyert, sonder abermals irer Mt. khinder und khonigreych verlassen, sich heraußgethan und, alßbaldt sy in ire erbnyderlanden khomen, dweyl ir Mt. uß villerley verhinderung sich so furderlichen ins reych teutscher nation nit verfuegen khonten, durch die röm. kgl. Mt., irem bruder, die religionsachen alß den principalpuncten, wie gemelt, zu Hagenau, auch volgends adurch ire Mt. und andere verordnete–a zu Wormbs, ob durch mittel gottlicher gnade etliche furberayttung an die handt genomen, uf das uf dießem tag hie dest sleuniger zu angeregtem hauptartickel geschrytten, lassen handlen, wie der merer theil der stendt und, was sich darin verlauffen, gut wißen tragen.

    Deßgleichen dießen reychstag uß hoch beweglichen, notwendigen ursachen, in desselbigen ußschreyben verleibt, furgenomen, sich selbs persondlich hieher verfuegt und nun ein gute zeit ir, der stende, ankhunft erwartet. Dweyl nun sy in zimblichen antzall gehorsamblich erschienen, des sich ire Mt. genedigclich bedanckht, und der principalpunct dieser versamblung wer, wie oben gesagt, der mißverstandt und zwyspalt unsers christlichen religion und glaubens, so pißher und noch fur und fur unerledigt und darumb so vil mer beschwerdlich worden, darauß allerlei mißtrauen, widerwertigkheit ervolgtb, auch khrieg und Šemporung gewyßlichen ervolgen möcht, sover solchs mit furbetrechtlichem, haylsamen rathe nit furkhomen, zu welchem trefflichen und notwendigen werckh ir Mt. uß irem christlichen, khayserlichen gemuet zu helfen gantz genedigclich geneigt und begirig ist und der gentzlichen zuversicht, Kff., Ff. und stende werden sich ires theils nit weniger darin auch alles ires vermögens christlichen bevleissigen und nachdenckhens haben, wie solche berurte zwispeldt in unserm heilligen, christlichen glauben hiengelegt und in einmutigen, christlichen verstandt vereynigt werden muge, auch irer Mt. ir rath und gutdunckhen, was cund wie–chyrin zu handeln und furzunemen, es sey durch beruffung eins gemeinen generalconcilii oder ander mittel und ußtreglich wege, wie di zum gelegnisten und fur notdurftig zu nutz unsers heilligen glaubens versehen werden mugen, und sonderlich von gemeiner notdurft wegen der teutschen nation zu einem trost gegen Gott und der muter, unser christlichen khirchen.

    Zum andern, dweyl ir Mt. achtet und besorgt, das sonder zweiffel der feyndt unsers christlichen glaubens, der Turckh, uß solchem zwespaldt durch verhengkhnus Gottes zu straff unser sunden dester meer hertz faßet und nit underlaßen wirdt, wie hievor di christenheit zu uberziehen, zu beleidigen und zu verderben, so begert ir ksl. Mt. mit sonderm genedigen vleiß, das di Kff., Ff. und stendt und der abwesenden gesandten wöllen uß erheyschenden, unvermeydenlichen notdurft diesen artickel auch insonder fur die handt nemen, bedenkchen und handlen.

    Deßgleychen, das sie alles, wes zu erhaltung gemeines fridens, rechts, guetter pollicei, druhe, einigkeit–d und in andere obligen laut irer ksl. Mt. ußschreiben, eauch sunst–e zu wolfart des hl. reychs deutscher nation und der stenden dienen und fruchtbar sein mag, furnemen und beratslagen und in dem allem irer Mt. ir gutbedunckhen anzeigen und alle diese sachen so vil muglich höchster [sic!] vleiß furdern.

    Und so das Kff., Ff. und stendt also thun, wie dan ir ksl. Mt. nit zweyffelt, sy in bedenckhen grosse der sach, auch der unvermeydenlichen notdurft mit pestem vleiß thun werden, so erbeut sich ir ksl. Mt. alß ein christlicher, milter khayser und sonder liebhaber der teutschen nation, das zu furderung und handthabung berurter [sic!] frids, aynigkheit, rechtens, pollicei und rhue, auch was sonst in andern sachen, wie die Kff., Ff. und gemeine stende fur nutz und notwendig ansicht, zu wolfart dinlich und fruchtbarlich ist, zu handlen und an ir nichts erwinden zu laßen. Und das sy sich darumb in disem allem irer ksl. Mt. christlichem und genedigclichen begern und der erheyschenden, hohen und unvermeydenlichen notdurft nach also gehorsamlich und gutwillig erzeygen und halten, wie ir ksl. Mt. gnedigist zuversicht hat, sy Got zu lob und eeren und handthabung unsers heilligen, christlichen glaubens, auch irer Mt. und Šinen selbs zu guter, fridlichen eynigkheit und wolfart zu thun geneigt sein. Das alles will ir ksl. Mt. gegen inen in allem guten und gnaden gern erkhennen.

    «Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Konz.); AV: An de reformatione [commemorandum?]. Item de promissione aliorum potentatum.

    Die röm. ksl. Mt., unser allergnedigister her, setzt in keinen zweifel, Kff., Ff. und stende des hl. reichs haben irer Mt. vatterlich, gnedig gemuet, willen und naigung, die sya zu gemainen stenden des hl. reichs und teutscher nation tragen, in mererlay wege abnemen und spuern mögen und auch darauß befunden, das ir Mt. von anfang irer regierung nicht höhers gesuecht noch begert, dan weg und mittel furzunemen, dardurch alle zwispalt, irrung und zerruttung im hl. reiche teutscher nation zwischen allen stenden aufgehebt, frid, rhue und ainigkeit gepflanzt und erhalten und dardurch des reichs eer, nutz und wolfart gefurdert werden mochte.

    Und in sonderhait dieweil neben andern beschwerlichen obligen des hl. reichs teutscher nation der zwispalt in unser christenlichen religion bisher nit die geringist ursach gewesen und noch ist, dardurch die stende bemelts röm. reichs gegeneinander in mißtrauen, zertailung und zerruttung gewachsen und kommen seinb, das nun nit allein die cron Hungern, sonder jetz bemelte teutsche nation, wo anderst demselben veindt nit zeitlicher, statlicher widerstandt beschicht, in sorgen, gefar und hochnachtailig verderben gesetzt, das auch zudem im hl. reiche an erhaltung frides und rechtens cund guetem gehorsamb und gueter policey–c mercklicher abgang und mangel erscheinet, so hat ir ksl. Mt. solhes in craft ires bevolhen keyserlichen ambtsd zu gemuet und hertzen gefuert und darumb aus gnedigistem, kayserlichem, milten gemuet und naigung, so die zu gemainen stenden des hl. reichs und vorab teutscher nation tragen, neben dem, das ir Mt. ye und alweg, den friden, rhue und ainigkeit im hl. reiche zu pflantzen und zu furdern, begirig gewest und noch mit allen gnaden genaigt ist, gnedigclich und vetterlich bedacht, solhem hochbeschwerlichen obligen mit rath und zuthun gemainer des hl. reichs stende nach irem hochsten und besten vermugen zu hilf zu komen, dasselb dem hl. reiche und desselben stenden zu wolfart und guetem in milterung und pesserung zu stellen.

    ŠUnd nachdem ehievor vast auf allen reichstagen–e der religion halben handlung furgenomen worden, das der zwispalt unser christenlichen religion durch keinen fruchtbarern, bessern und schicklichern weg hingelegt und zu einhelligem, gleichmessigem verstandt gepracht werden moge dan durch ain gemain concilium, hat ir Mt. dises fals auch nicht erlassen, sonder allen möglichen fleyß furgewendt, die sache dahin zu furdern fund sonderlich nach jungst gehaltnem reichstag alhie zu Regenspurg–f, damit solh concilium furgenomen und seinen furgang erraichen mochte. Aber aus was ursachen dasselb unerfolgt verpliben, achtet ir Mt. gemainen stenden unverporgen sein.

    Und wiewol irer Mt. seither desselben ingehalten [sic!] reichstag allerlay schwere, obligenden sachen mit krieg und gander widerwertickaiten–g zugestanden, so hat doch ire Mt. daneben nit underlassen, die religionsache hals das hochst obligen teutscher nation fur und fur zu treiben, und zu mermaln handlung pflegen lassen, ob die mißhellung und zwispalt zu vergleichen und hinzulegen were–h. Und als uber solhe vilfeltige, embsige geubte handlung nichts fruchtpars ervolgen wolleni und damit ir Mt. die sachen auf dise wege mocht richten, het die ire hispanische konigreich abermals verlassen und von stund an nach irer ankunft in ire nider erbland, dieweil sich ir Mt. aus allerlay mercklichen verhinderungen so furderlich in das reiche selbs nit verfuegen, durch irer Mt. freundtlichen, lieben brueder, die röm. kgl. Mt., die religionsach als das hochstj obligen des hl. reichs erstlich zu Hagenaw und volgendts durch irer Mt. commissarien zu Wormbs handlen lassen, ob vermittelst gotlicher gnaden die sache auf die weg gericht, damit further auf gemainer reichsversamblung furderlicher und desto statlicher zu erledigung des angeregten hauptartickels geschritten kund daneben in andern obligen des reichs die notturft bedacht und gehandelt–k werden mocht, wie dan der merer teil der stende des und, wes sich hierin zugetragen und verlauffen hat, zu guetem tail wissen tragen.

    Und ist derhalben ir Mt. verursacht, auch daneben disen reichstag aus oberzelten und andern hochwichtigen, notwendigen ursachen, in desselben ausschreiben verleibt, furgenomen, sich selbs alher verfuegt und nun ein guete zeit der abwesenden stende ankunft erwartet. Dieweil nun Kff., Ff. und stende zum tail personlich und zum tail durch ire gesandten in gueter anzal gehorsamlichl erschienen sein, des sich ir Mt. freundtlich und gnedigclich bedanckt, und nun der principalpunct, darumb dise reichsversamblung berueft, der mißverstandt Šund zwispalt unserer christenlichen religion und glaubens, so noch bißher uber alle gepflegne handlung unerledigt ist und von tag zu tag ye lenger ye beschwerlicher wirdet, also und daraus das sorglich mistrauen zwischen gemainen stenden des hl. reichs ervolgt istm und, wo dem nit furkomen wurde, allerlay beschwerlicher weiterung, krieg und emporung, als hochlich zu besorgen, erwachsen mocht, so ist ir Mt. aus gnedigestem, vatterlichen gemuet gantz gnedigclich genaigt, ndiß hochwichtig, notwendig sach mit allem fleyß und vermögens zu beratschlagen–n und sich hierin nichts [betrauen?] zu lassen, der gnedigen und gentzlichen zuversicht, Kff., Ff. und stende werden ires teils auch nichts erwinden lassen, sonder die sach ires opesten verstandts und–o vermögens furdern und nachgedencken, welhermassen pdie sach der strittigen–p religion ferrer furzenemen, damit solher stritt und zwispalt unserer christenlichen religion und glaubens hingelegt und zu einhelligem, christenlichen verstandt gepracht werden, und irer Mt. iren rath und guetbeduncken hierin eröfnen, wie und welhergestalt dise sach furzunemen, es sey durch haltung aines gemainenq concilii oder ander rchristenlich, furtreglich–r weg und mittel, wie die fur fruchtbarer und furtreglicher der sachen gelegenheit nach zu erhaltung unser waren, christenlichen religion und dem hl. reiche teutscher nation zu wolfart1.

    Zum andern, nachdem unsers christlichen namens und glaubens erbfeindt, der Turckh, bißher nit allain in das konigreich Hungern, als obsteet, sonder zu vilmaln in unsere osterreichische erbland und gränitzen gegen teutscher nation erschrecklichen eingefallen und sich bey ime kaines bestendigen fridens noch stilstandts zu versehen, sonder, die christenheit in seinen tyrannischen gewalt zu bringen, in teglicher ubung ist, dermassen, wo sime aus verhengnus des almechtig[en] zu straff unserer sunde sein grausam furnemen stat gewinnen solte und–s dem nit mit statlichem, furderlichem widerstandt begegnet, das er nit allain das bemelt konigreich Hungern, tda er dan auf dise stundt ain ansehenlich zall kriegßvolcks beyeinander–t, gentzlich erobern und demnach unsere osterreichische erblande und gemaine teutsche nation desto gewaltiger uberfallen, belestigen und in unwiderpringlichen, verderblichen schaden setzen Šmochte, und dan hievor zu mermaln auf andern gehalten reichstägen uvon eilender und–u beharlicher hilf gehandelt, so ist hierauf irer Mt. gnedig ansynnen und begern, das Kff., Ff. und stende des hl. reichs und der abwesenden botschaft und gesandten wollen disen hochwichtigenv puncten auch in sonderhait fur die handt nemen und auf maß und form, wiew dem Turcken seines grausamen, pluetgierigen furnemens der unvermeidenlichen notturft nach xmit statlicher hilf–x begegnet und abbruch beschehen moge, dermassen helfen bedencken, beratschlagen und schliessen, damit disem schwereny obligenz mit zeitlichem, dapfernaa rath und zuthuen abgeholfen, abdas konigreich Hungern als ein christenlich konigreich, auch teutsche nation und-ab gemaine christenhait des orts acmit tröst und rettung nit verlassen, sonder geschutzt und der-ac aus der far und sorg, addarin die bisher gestanden und noch ist, widerumb zu bestendigem frid und sicherheit komen möge-ad, desgleichen auch, was zu erhaltung fridens, rechts, gueter policey, rhue und ainigkheit und andern obligen des hl. reichs teutscher nationae vermög der artickel, in ausschreiben dises gegenwurtigen [reichstags] angeregt, und, was sonst dem hl. reiche teutscher nation zu ern, nutz und guetem raichen mag, furnemen, beratschlagen und in dem allem irer Mt. ir ratlich bedencken anzaigen, die sachen allenthalben zum pesten helfen furdern und sich hierin guetwilligaf und dermassen erzaigen, wie sy dan irer [sic!] Mt. zu inen gentzlich versicht und solhs der sachen gelegenhait und notturft eraischt agund ain yeder aus christenlicher, schuldiger pflicht, Got dem almechtigen zu er und lob, zu handthabung unsers christenlichen glaubens und seiner selbs seel zu hail und allem fridlichen wesen zu gueter furderung ze thun, schuldig ist-ag.

    Zu disem allem und damit dise sachen fruchtparlich und erschießlichah, dem hl. reiche teutscher nation und gemainer christenheit zu hailsamer wolfart gehandelt, aufgericht, beschlossen und volnzogen werden, erpeut sich ir Mt., allen moglichen fleyß furzuwenden und sich hierin als ain christenlicher, milter keyser zu beweisen, alles, das zu widerstandt und abbruch des Turcken, zu erhaltung unser waren, christenlichen religion und glaubens, frides und rechtens und dem hl. reiche und teutscher nation und gemainer christenhait zu eer, Šnutz, wolfart und guetem raichen und gedeyen mag, alles ires vermogens allzeit vatterlich und gnedigclich zu handlen, zu furdern und zu volnziehen.

    «Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Reinkonz.)1.

    Die ksl. Mt., unser allergnedigister her, laßt irer Mt. und des hl. reichs Kff. und andern stenden und derselben rethen und botschaften gnediger meynung anzeigen:

    Es zweivelt ir Mt. nit, sie, die stend haben, den letzten abschidt, uff nechst alhie gehaltem reichstag im jar der minder zal 33 [sic!] gegeben, noch in frischer gedechtnus, inhaltend, wie ir ksl. Mt. alweg der meynung geweßen, allen moglichen vleiß furzuwenden, domit dem Turcken widerstandt gethan und das gemein, cristlich concilium gefurderta, auch was zu nutz und wolfart des hl. röm. reichs, frid und einigkeit in demselbigen und der gantzen cristenheit erhalten mocht werden.

    Und so eben derselben zeit die hochste, unvermeidenliche notturft vorhanden, das obgemelter feindt unsers cristlichen glaubens, der Turc, in eigner person und mit herescraft in Hungern ankomen und das hl. reich deutscher nation wollen uberziehen, ist ir Mt. demselbigen mit hilf des hl. reichs und irer Mt. selbs vermogen entgegengezogen. Wes nun irer Mt. vor merglichen uncosten daruff gangen und wie Got der almechtig gnade und gluck verlyhen, das derselb Turc mit spot und schaden fluchtig hab abziehen mussen, ist den stenden unverporgen.

    Ir Mt. het sich auch zu derselbigen zeit ein furtreffliche armata uff dem mer gemelten Turck und seinem furnemen zugegen gerust, die sich fer uff Constantinopel begeben und etliche bevestigungen erobert, dardurch ime, sein furhaben und boß gemut gegen dye cristenheit zu volstrecken, ein zeit lang uffgehalten und verhindert worden.

    Und alßbald der Turck mit seinem here zuruckgezogen, hat ire Mt. iren weg zu unßern allerheiligsten vatter seliger gedechtnus, pabst Clement, genomen und mit seiner Hlt. so vil vermugt und gehandelt, das seine Hlt., das generalconcilium in eim jar zu verkunden und ußzuschreiben, bewilligt, wie dan ir Mt. sollichs damals den stenden verkunden und nichts underlassen hat, Italien und die gantz cristenheit zu befriden und in ruhe zu stellen.

    Demnach ist ir Mt. in ire hispanische konigreiche, uß den sie lange zeit geweßen was, widerumb gezogen, in derselbigen konigreichen obligen ordnung zu geben und versehung zu thun, der meynung, (wie sie gemelter, bebstlicher ŠHlt. zugesagt) in eigner person zu dem consilio [sic!] zu erscheinen. Warumb aber dasselb keinen furgang gehapt, des trugen gemeine reichsstende und meniglich gut wissen.

    Darnach ist gevolgt der turkisch zug under dem bevelch Barbarosse wider dem Kg. von Thunes, den er, Barbarossa, mit einer trefflichen armata und grosser macht uß seinem konigreich verjagt hat, welchs ir ksl. Mt. gemerckt und wol konnen gedencken, wie der Turc, damit die cristenheit entlichen zu verderben, gemeint und wes fortheil er, sollichs zu thun, uß gemeltem konigreich gehabt, auch wie Barbarossa uffm weg das konigreich Sicilien angegriffen und sein datum uff dasselbig und ander seiner ksl. Mt. konigreichen gesetzt. Ist ire ksl. Mt. personlich dohin gezogen und denselbigen Barbaroß daruß verjagt, alles Got dem almechtigen zu dienst und erhen, auch der cristenheit zu wolfart, wie sie, die stende, auch on zweivel wol vernomen.

    Volgends ist ir Mt. in ire konigreiche Sicilien und Neapels, dieselbige zu sehen, auch recht und gute pollicie darin uffzurichten und versehung zu thun, domit die fridlich und sicher mochten pleiben, gezogen, des willens, further sich gen Rom zu ytzigem unßerm allerheiligsten vatter, papa Paulo, zu verfugen, die ußschreibung und haltung des concilii zu furdern, auch sich dem reich deutscher nation zu nehern und desselbigen obligen fur die handt zu nemen.

    Sovil nun das concilium belangen thut, erzeigt sich sein Hlt. geneigt und hat das gern bewilligt, aber in dem hat sich der krieg gegen dem Hg. von Savoye, der des reichs vassal und lehenman ist, erhoben und ein theil seins lands ingenomen, derhalben ire Mt., wie sie dem reich schuldig, gezwungen worden, sich widerumb in krieg zu begeben anno 1536.

    Und so der wynter uberfallen und domals kein anzeigung vom furgang des concilii furhanden geweßen, ist ire Mt. in ire hispanische konigreich zuruckgezogen und seither etliche underhandlungen, zum friden dienlichen, gehalten, auch gevolgt, das die bebstliche Hlt., ire ksl. Mt. und der Kg. von Franckreich zu Nycca zusamenkomen und aldo ein anstandt gemacht, darnach hat ire Mt. nach Aigenmort gesegelt und ist doselbst bey dem Kg. von Franckreich geweßt. Nachdem nun der grund und end alles irer Mt. furnemens, muhe und arbeit ye und alweg der gemeinen cristenheit nutz und wolfart geweßen, auch domit das hl. reich deutscher nation zu einmuttigem, cristlichen verstandt gepracht und vereinigt, auch dem Turc widerstandt gescheen mocht, hat ir ksl. Mt. bey bebstlicher Hlt. und gemeltem konig, sovil ire Mt. vor gut bey eim und andern angesehen, angehalten.

    So nun ire ksl. Mt. in Hispanien widerumb ankomen, darin, wie gemelt, ordnung zu machen und versehung zu thun, bauch, sobald ymer muglich, sich herußer zu verfugen-b, hat sie daneben angesehen und betrachtet, wie der zweyspalt unserer cristlichen religion im reich deutscher nation so lenger so mer sich meret, sampt wes geferlichkeit daruß entsten mocht, wo derselb Šnit vergleicht und gestilt, auch in ansehung der verhinderung, beschwer und widerwertigkeit, so uß vilerlei ursachen des concili halben furgefallen, het sie ir furgenomen, durch Italien in diß Deutschland zu komen und doch dem Kg. von Franckreich zu gefallen und uff desselbigen hochstes begern, auch die freuntschaft und vertrauen zwuschen sie beiden dester mer zu becreftigen, iren weg durch Franckreich genomen.

    Ire ksl. Mt. ward auch verursacht, ire erbniderlanden zu besuchen, etliche sondere uffrure, die sich ereugten, wie sie dan gethan, zu stillen und zu vertheidigen.

    Und dieweil ir ksl. Mt. lenger, dan sie wol gemeint hette, uffm weg geweßen, auch ir Mt. im Niderland allerlei ehaften zugestanden und besorgen mussen, das durch verlengerung irer Mt. ankunft ins reich obgemelter zweyspalt des glaubens so lenger so erger mocht werden, het ir Mt. die versamlung zu Hagenau erdacht und iren fruntlichen, lieben bruder, den röm. konig, sich personlich dahin zu verfugen, gepetten und vermocht. Wes nun ire kgl. Mt., dieselbige sach uff gute ban zu furn und, wes zu diesem reichstag dienlich, gethan und furgenomen, auch was doselbst zu Hagenau und volgends zu Wormbs gehandelt, dieweil die gemeine reichsstende sollichs in frischer gedechtnus haben, auch uß dem hagenauischen und wormbsischen abschidt erscheint, ist nit vonnotten, davon mer meldung zu thun.

    Diß alles het ire Mt. den stenden nit wollen verhalten, domit sie versten mogen, das ire Mt. seit alhie gehaltem reichstag nit gefeyert und, was ir zu thun gepurt, den glauben oder widerstant gegen dem Turcken betreffen, mitnichten underlassen, auch ursach anzuzeigenc, warumb ire Mt. so lang uß dem Teutschlandt sich enthalten mussen, was aber ire Mt. in sonderheit fur und fur mit grossen, unglaublichen uncosten zu hanthabung, erhaltung und beschirmung des hl. reichs ober- und gerechtigkeiten desselbigen gethan, wil ir Mt. zu andere [sic!] zeiten dermassen darthun, das sie, die stende, befinden und erkennen werden, das ire Mt. dem reich gantz treulich gemeint und, was ir als einem röm. keyser gezimpt und geburt, volnbracht und das irer Mt. langwierigs abweßen mer dan hoch vonnotten geweßen. Ire ksl. Mt. underlaßt auch, in sonderheit zu erzelen, in was teglich kriegßrustung uff dem mer sie fur und fur und noch mit underhaltung einer grossen anzal galeen wider dem Turcken geweßen, mit solcher grosser beschwerlichkeit und uncosten uber andern merglichen ußgaben der gemeinen cristenheit und hl. reich zu nutz, wie ein yeder erachten und wol bedencken mog2.

    « Nr. Š33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]1 »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Konz.)2.

    Die röm. ksl. Mt., unser allergenedigister herr, lasst eurn kfl. und fstl. Gn., auch Gn. und G. freundtlicher, gnediger maynung antzaigen:

    Wiewol nun ain zeit her und sunderlich nach jungstem alhie gehaltnen reichstags allerlay rede und schriften im trukh und sonst allenthalben im hl. röm. reiche teutscher nation offenlich ausgangen und dadurch understanden, ire ksl. Mt. zu verunglimpfen und bei eurn kfl., fstl. Gn., Gn. und G. sambtlich und sonderlich antzutragen, azu bezichtigen und–a eintzubilden, als ob sich hochgedachte ksl. Mt. ein zu gar lange zeit aus dem hl. reiche teutscher nation enthalten und dieselb teutsche nation nit mit solchem vleyß und sorgfeltigkaitb bedacht und gemaint, wie sich irer Mt. aus auferlegtem kayserlichem ampt wol gezimpt und gepurt und des hl. röm. reichs merckhliche, hochwichtige, obligende sachen und, sonderlich unsere heilige, christenliche religion belangendt, solchs wol erfordert hetten.

    Daneben were auch irer Mt. zugelegt worden, als ob sich dieselb understanden, der herschung der welt und der monarchia canzumassen und–c nachzutrachten, und derhalben dumb ires aigens mutwillens und–d mit ainer sondern begierdt eund naigung–e umb ires aigen vorteilsf willen krieg und unrhue in der christenhait angestift, underhalten und dardurch das hl. reich an seinem aigenthumb, gliderng, hochait, oberkait und gerechtigkait inh abfall und minderung Škomen lassen, auch etliche stuckh davon vergeben, entzogen und eingenomen hette.

    Wiewol nun ir Mt. solchs alles mit bestendigem grundt nach der leng wol und gnugsamblich wisst abzulainen, so wollte doch ir Mt. dißfals umb merers glimpfs willen, damit nit darfur geacht wurde, als ob ir Mt. genaigt sey, sich gegen yemandts mit redeni oder schriften jin gezenckh–j einzulassen und solche ire endtschuldigung mit weitleuffiger ausfuerung ze thuen, ditzmals umbgeen und sich allain auf ire handlung gezogen haben, der unzweifenlichen zueversicht, dieselben handlungen werden irer Mt. unschuld kwol bezeugen und–k darthuen, auch euer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. derselben handlungen zu guetem tail warhaftigen bericht und wissens haben, derhalben dan ir Mt. allain die angeregten puncten hie aufs kurtzest erhellen, damit ir Mt. irer verschinen, auch gegenwurtigen handlung halben von euer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. vernemen moge, ob ainicher mangel bisher erscheinen oder ichts befunden wurde, das lirer Mt. verweißlich–l und darin pesserung zu thun were, auf das sich ir Mt. kunftigclich darnach wisse ze halten und gegen solcher irer pesserung und wolhalten sich herwiderumb bey euern kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. aller gepurlichen hilf, rath und beystandts getrösten und ain tail gegen dem andern in ain solche guete verstendtnus und verwandtnuß komen, dardurch das hl. reich teutscher nation widerumb zu gueter, christenlicher vergleichung und ainigung gepracht, auch frid, recht und guete policey gefurdert, gemacht und aufgericht und volgends des hl. reichs hochait, oberkait, gerechtigkait und aigenthumb mitsambt desselben zugethanen glidern, stenden, lehensverwanten und underthanen, wie pillich, gehandthabt und geschutzt werden mog.

    Und erstlich, sovil hochgedachter ksl. Mt. langwirig abwesen aus dem hl. reiche beruert, stellt ir Mt. in kainen zweifel, euer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. wissen sich wol zu erinnern, was vilfeltiger und beschwerlicherm obligen und verhinderungen irer Mt. seyther des jungsten, alhie gehalten reichstags von ainem jar auf das ander one underlaß furgefallen und zugestanden sein, und sonderlich, mit was mercklichen kriegssachen ir Mt. nit allain in der christenhait, sonder auch gegen unsers hailigen, christenlichen namens und glaubens erbfeind, dem Turcken, und andere unglaubigen mit irer Mt. mercklichen, uberschwengklichen uncosten, muhe und arbait an mer dan ainem ort bisher beladen und noch ist. Derhalben irer Mt. nit wol muglich gewest, sich furderlicher in das hl. reiche teutscher nation zu verfuegen. So hette sich auch ir Mt. nach jungstem alhie gehalten reichstag kainer andern maynung aus dem reiche gethan, dann allain dem Turkhen mit widerstandt zu begegnen und Švolgendts das concili bei weilendt nbabstlicher Hlt.–n, babst Clementen seliger gedechtnus, vermög der reichsabschide zu furdern.

    Was sich aber des concili halber zugetragen, acht ir Mt. von unnöten sein, hie zu erzelen, dann euer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. solhs in irer Mt. ersten proposition dises reichstags gnuegsamblich vernomen haben und wissen sich auch wol zu erindern, das sich ir Mt. nichtsdestoweniger fur und fur in aigner person und durch ire bodtschaften und gesandten one underlaß bearbait und allen fleyß dargewendt hat, damit die strittig religionsach hingelegt, fridt und recht im hl. reiche erhalten und in andern des reichs obligenden sachen die notdurftig furgenomen und gehandelt werden möchte, darin sich dann ir Mt. ires tails kainer muhe noch uncostens betaurn lassen. Nun gebe ir Mt. ainem yeden unpartheyischen selbs zu ermessen und zu erkennen, ob der vorgemelt turkhenzug, auch andere vilfeltige kriegßrustung zu landt und zu wasser, die ir Mt. bißher one aufhorens von jar zu jar dem Turcken und andern unglaubigen zu widerstandt und abbruch furgenomen und getragen und noch taglich underhalten mueß, ob die auß sonderm lust und begird oder aus unvermeidenlicher not beschehen, auch was fur ursachen und anraitzung ir Mt. dem Turcken und andern unglaubigen zum krieg gegeben hab, ob auch der warhait gemeß seye dasjhenig, so allenthalben im hl. reiche mit reden und schriften außgegossen und in den gemainen man gebildt worden ist, als ob der Turck fursorg trueg, das ir ksl. Mt. onach der monarchia–o trachten solte, dann ob gleichwol solch anziehen allenthalben außgeprait und dabey furgepildt worden ist, als solten etlich andere fursten dergleichen argwonp auch tragen, so wirdet sich doch solchs mit ainem bestendigen grundt der warhait nymer befinden und acht ir Mt. derhalben von unnoten sein, disen puncten mit vil worten abzulainen.

    Dann ob gleichwol ir Mt. den zueg in Barbaria und in das konigreich Tunes furgenomen, dem Barbarossa, so dasselb konigreich mit heresgewalt des Turcken eingenomen hette, widerumb darauß zu vertreiben und den entsetzten Kg. von Tunes zu restituirn und einzusetzen (wie dann auch mit verleihung des almechtigen beschehen), so ist doch ir Mt. allein zuq abtreibung des beschwerlichenr nachthails und schadens, so gemainer christenhait und irer Mt. und derselben konigreichen, so dem vheindt am negsten gelegen und derhalben des uberfallens und verderbens zum ersten gewarten muessen, in sonderhait ervolgen mochte, zu solchem zug verursacht und getrungen worden. Ob aber ir Mt. hierin nit allein die hohen notdurft gemeiner christenhait und in sonderhait irer anrainenden konigreichen bedacht, sonder daneben nach der monarchia gestrebt oder iren aigen nutz und vorteil damit gesucht hab, das liessen ir Mt. Šdie handlung selbs und die restitution des Kg. von Tunis bezeugen, welchen ir Mt. freywilligclich one ainich vergeltung und erstattung des wenigsten hallers eingesetzt. Und hat von dem kunigreich Tunes nichts anders dan allein die [Golieten]3 vorbehalten, die auch ir Mt. mit mercklichem uncosten, aber one ainichen andern nutzen dan allein von deswegen underhielten, damit irer Mt. anrainenden konigreiche und lande sampt gemeiner cristenhait des orts umbso vil desdo weniger uberfalless zu gewarten und zu besorgen haben.

    Dan sovil die andern kriegßhandlung beruert, die sich bisher in der christenhait zugetragen, lasset es ir Mt. ditzmals bey irer hievor zu mermaln gethaner endtschuldigung beruhen, damit niemandts ursach fassen moge, sich des zu beschwern oder verlofne handlungen zu aifernt. So acht auch ir Mt. von unnotten sein, hie zu erzellen, uwes gelimpfs sich ir Mt. hirin alweg beflissen–u und zu aller pillichait erpotten hab und hierin nit gespart noch angesehen ire personv noch ainichen vorthail oder aigen nutz, dermassen, das ir Mt. in gar kainen zweifel stelt, so man alle ding und, wes sich allenthalben zugetragen und vorlauffen hette, aigentlich erwegen, es wurde sich scheinparlich und gnuegsam erfunden, das ir Mt. hierin weder ambition noch ainicher gesuech ires aigen nutzens mit warhait mag zugemessen werden.

    Als dann ferrer irer ksl. Mt. zugelegt wirdet, als ob die dem reiche ichts wabgeen und–w verderben lassen oder vergeben oder entzogen haben solte, kan ir Mt. irer notdurft nach nit umbgeen, ire verantwortung mit gegrundtem, bestendigem bericht ze thuen. Und nemblich, das alle kriegshandlung, darin ir Mt. bißher gestanden sein, allain von wegen und zu verteidigung des hl. reichs aigenthumbs, hochait, oberkait und gerechtigkait xfurgenomen, damit dieselben dem reiche nit entzogen wurden–x, welchs ir Mt., so es die notturft eraischt, von stuckh zu stukh aigentlich darthun kondte. Und furnemblich mit dem furstenthumb Maylandt, welchs ir Mt. fur sich zu behalten nie in willens gewest, auch noch nit ist, sonder hat sich hievor zu mermaln vernemen lassen, auch ye und alwegen der mainung gewest, mit demselben furstenthumb nit anderst zu handln oder zu farn, dann wie sich nach des reichs recht und ordnung ze thun gepurt und ir Mt. gemainer christenhait zu wolfarth und zu erhaltung frids und ainigkait und sonderlich, damit Italia dardurch aus sorg und gefar gesetzt, in ruhe und sicherheit gesetzt werden mochte, fur pesser und furtreglicher befinden und ermessen wurde. Und ist irer Mt. gemuet Šader maynung nie gewest, iren aigen nutzen mit gedachtem furstenthumb zu schaffen, sondern mer zu bedenkhen ydie verwandtnus, damit ir Mt. dem hl. reiche zugethan und–y verpflicht ist, dann das sy das gemelt furstenthumb davon absondern oder dem reiche entziehen wolte.

    Desgleichen hette auch ir Mt. etliche andere herschaften, stette und comunen, in Italia gelegen und von dem hl. reiche herruerend, erobert und dem reiche widerumb zugeaigen, auch dieselben mit irer Mt. merkhlichen darlegen bißher dabey erhalten, gehandthabt und geschutzt und were auch hinfuro, solchs zu thun und dieselben herrschaften stette und communen bei dem hl. reiche mit verleyhung des allmechtigen zu erhalten, znit weniger–z gesynt und gemaint, als nemblich Florentz, Genua, Sena, Luca und andere mer, des man sich dan auch von denselben herschaften, steten und stenden selbs erkundigen mochte zusambt dem, das es one das offenbar und am tag were.

    So wirdet sich auch nit erfinden, daß ir Mt. dem reiche ichts entzogen oder vorenthalten hab, dann ob gleichwol ir Mt. gestendig, das sy die stat und weltlichait des stifts Utrecht an sich gepracht und innenhat, so ist doch ir Mt. zu solchem hochlich verursacht und notwendiglich getrungen worden, dan als weylendt Carl von Egmondt die jetz gemelt stataa Utrecht mit offener vhed betrangt und in seinen gewalt gepracht und eingenomen und den bischoff deren entsetzt, hetten irer Mt. bevelchhaber irer nider erblandt die gemelten statab widerumb erobert und den von Egmond daraus getriben, so datzumal gleicherweise auch gegen irer Mt. und derselben erblanden in offener vhed gestanden und derhalben irer Mt. bevelchhaber aus unvermeidlicher not zu widerstandt und abbruch seines des von Egmondts gewaltsamen furnemens und zu abtreybung der vilfeltigen beschwerungenac und verderblichen schadens und nachtails, so adirer Mt. underthanen aus gemelter stat Utrecht zugefuegt worden und des sy dazumal noch ferrer-ad teglichen zu gewarten heten, zu solhem gedrungen worden, dieweil ye solh beschwerungen in ander weg nit mochten furkomen werden.

    Aber nichtdestoweniger hette sich ir Mt. mit dem bischof und capitl zu Utrecht diser sachen halben vermitelst ainer statlichen ergetzlichait und mit mercklichem uncosten, so irer Mt. darauf gangen were, gnediglich vertragen, welcher vertrag von aebabstlicher Hlt. und-ae dem stuel zu Rom bewilligt und außtruckenlich bestett und confirmiert worden, und blieb also das fursten Šthumbaf Utrecht bey dem hl. reiche wie von alter her als ain lehen des reichs, welches auch ir Mt. von dem reich in sonderhait empfangen und gewonlich lehenspflicht davonag gethan, auch hierin keine neuerung noch ichts gesuecht oder furgenomen hette, das dem hl. reiche zuwider sein mocht, zusampt dem, das solchs dem ahfurstenthumb Utrecht-ah selbs zu guetem und zu errettung desselben underthanen und inwoner vor thetlichem gewalt und zu verthaidigung des reichs aigenthumbs, airechten und-ai gerechtigkait geschehen were, wie dan auch ir ksl. Mt. dises furstenthumbs halben, dasselb zu underhalten, merckliche, große außgaben und dagegen keinen andern nutzen davon hat dann allein, das ir Mt. erblandt des orts des taglichen uberfallens und anderer beschwerlichen zunotigungen, die sy vormals zu gewarten hetten, nun hinfuran enthebt plieben.

    Ferer, ob auch yemandt vermainte, das die stat Mastricht durch hochgedachte ksl. Mt. dem reiche endtzogen seye, so mag ir Mt. leiden und ist derhalben ir gnedigs begern, das etlich unpartheische comissarien darzu verordent werden, die dise irrung schleunigaj und, wie die an ir selbs geschaffen ist, verhoeren und vernemen, dartzu dann ir Mt., ires thailsak auch etliche personen zu verordnen, urputtig ist, damit dise irrung gentzlich und furderlich erortert und entschaiden werde. Warin dan ir Mt., der sachen nit fueg zu haben, erfunden wurde, darin wolle sich ir Mt. aller gepur halten und underweisen lassen und dasjenig thuen, verordnen und verschaffen, das sich von recht und billichait wegen ze thuen gepuert. Herwiderumb ist ir Mt. auch der gnedigen zuversicht, das euer kfl., fstl. [Gn., Gn. und G.] nit gemaint sein, ire Mt. (sovil derselben erblichen gerechtigkait belangt) in wenigern oder geringern ansehen oder condition zu halten, dann irer Mt. voreltern loblicher gedechtnuß bisher gewest und gehalten worden sein.

    Und ist dem allen nach irer Mt. freundtlich, gnedig begern an euer kfl. und fstl. Gn. und G., die wellen sölhs alles von irer Mt. zum pesten aufnemen und disen irer Mt. kurzen, warhaftigen und bestendigen berichtal gueter maynung vermerkhen und, ob yemandts hierin ainichen verdachtam oder argwon auf ungegrundt angeben, dagegen dan ir Mt., soferr vonnotten, sich noch weiter und aigentlicher zu verantworten, urputig ist, gefasst hette, denselben widerumb fallen lassen und in ansehung, das sich ir Mt. ires verhoffens bißher in allen sachen nit anderst, dann wie ainem christenlichen kaiser geburt, ertzaigt und bewisen hat, auch, hinfuro mit verleihung des allmechtigen dergleichen Šzu thun, nit weniger genaigt, sonder gnediglich und gentzlich gemaint ist, das euer kfl., fstl. [Gn., Gn. und G.] wellen herwiderumb ires tails mit irer Mt. ain guete correspondentz halten und sich gegen irer Mt. gleichergestalt auch erzaigen und sich nit allain yetzo, sonder hinfuro gegen irer Mt. mit tröstlicher hilf, rath und beistandt dermassen halten und beweisen, damit durch solche hilf und beistandt und angeregte, guete verstentnus und ainhellige correspondentz und ainigkait das hl. röm. reiche bey seiner auctoritet und reputation erhalten und gehandthabt, desselben zugethanen und verwandte glider, stende und underthanen, wo und an welchen enden die gesessen sein, allenthalben mit statlicheman widerstandt und defension geschutzt und gehandthabt werden mögen.

    Das will sich ir Mt. zu eurn kfl. [und fstl. Gn., Gn. und G.] gentzlich versehen und gegen denselben mit freundtlichem, genaigten willen auch in gnaden und allen gueten erkennen und in kainen vergeß stellen und begert hierauf eurer kfl., fstl. [Gn., Gn. und G.] trostliche gewisse antwort.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

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    Anmerkungen

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     Vgl. Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, o. Ort, o. Datum, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 364–372 Nr. 141, fol. 121r–122v (Ausf.): Nimmt an, dass dem Kurfürsten das von ihm diesem zugeschickte, an die Stadt Worms adressierte Ausschreiben für den Regensburger Reichstag mittlerweile zugegangen ist. Ein gleiches Ausschreiben ist ihm von der Stadt Augsburg zugesandt worden, von deren Bedenken wegen des Geleits er eine Kopie beilegt. Dieweil wir nu sollich zu erwegen nicht fur unzeitlich achten, so wurt es dannocht eueren L. und uns nott sein zu gedencken, wann uns das außschreiben beschehe, das wir daruf mit antwurt zu erlangung des glaits auch gefaßt seien und die unsern und wir damit versehen werden. Da Goslar wegen der Acht in großer Bedrängnis ist, hält er dafür, dass die Verbündeten darüber auch beraten und ihre Gesandten entsprechend abfertigen sollten. Ausfertigung eines entsprechenden gemeinsamen Schreibens an die Verbündeten, das er den Mitgliedern seines Bundeskreises dann zustellen wird. Falls der Kurfürst anderer Meinung ist, wird man sich verständigen können. – Vgl. auch Bgm. und Rat von Speyer an Karl V., 1540 April 4, HHStA Wien, RK Kleinere Reichsstände 509, Speyer, unfol. (Ausf.): Haben durch die Verlegung des letzten Reichstages nach Regensburg und des jüngsten Versammlungstages nach Hagenau erhebliche Einbußen erlitten. Bitten, zum Ausgleich dafür den nächsten Reichstag in Speyer zu veranstalten.
    1
     Vgl. die kursächsischen Gesandten zu Worms an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Worms, 1541 Januar 4, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 329 Nr. 133 Bd. 2, fol. 149r–152v (Ausf.): Bericht über den Verhandlungsstand in Worms. Die ksl. Mt., wie die reden sein, sollen in acht oder zehen tagen ungefharlich gein Haidelberg komen. So vermercken wir auch, daß sich vil fursten und stende und sonderlich die churfursten am Rain des platz des angesagten reichstags fast beschwern, wie wir eueren kfl. Gn. nechst zum teil auch angetzeigt, dann zu ander ungelegenheit sagt man, das es auch der sterbenden leuft halben unsicher und fharlich und an allerlei prophiant nicht geringe teuerung daselbst sein soll. Derhalben so werden euere kfl. Gn.  derselben gelegenheit, do sie, aigener personn den reichstag zu besuchen, willens, hirinnen auch zu bedencken und sich mit andern nach derselben ermessen zu vergleichen wissen etc. [...]. Datum Wormbs, Dinstag nach Circumcisionis domini anno eiußdem 1541. Vgl. dazu das Protokoll zur Beratung der rheinischen Kurfürsten, Worms, o. Datum, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 156, S. 377; Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Worms, 1540 Dezember 23, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,2, Nr. 252, S. 772–777, hier S. 774 und Nikolaus Holstein an Hg. Ernst von Braunschweig-Lüneburg, Worms, 1541 Januar 18, ebd. Nr. 325, S. 956–957, hier S. 956. Vgl. auch Kg. Ferdinand an Karl V., Wiener Neustadt, 1541 Oktober 18, Wien HHStA, Hs blau 597/1, fol. 220r–222r (Kop.) [Nr. 408]. – Vgl. außerdem Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V., Regensburg, 1541 Februar 11, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Ausf.): Wie sie hören, versucht man noch immer, den Kaiser vor allem mit dem Argument, dass in Regensburg eine gefährliche Epidemie ausgebrochen sei, zu überreden, den ausgeschriebenen Reichstag zu verlegen. Haben für den Reichstag umfangreiche Vorkehrungen getroffen und deshalb erhebliche Kredite aufnehmen müssen. Deshalb würde eine Verlegung des Reichstages die Regensburger Bürger ruinieren. Dies haben sie, weil sie sich bisher gegenüber dem Kaiser und Kg. Ferdinand stets als gehorsame Untertanen verhalten haben, nicht verdient. Wiederholen ihre frühere Erklärung, dass seit einigen Jahren niemand in Regensburg an der Pest gestorben ist. Bitten, den Reichstag nicht zu verlegen. Wollen dies mit Leib und Gut verdienen. Datum Regenspurg am Freitag nach Dorotheae virginis anno etc. 41.
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     Zur Kommunikation zwischen den ausschreibenden Städten über Termin und Ort des Städtetages vgl. Bgm. und Rat von Straßburg an Bgm. und Rat von Ulm, 1540 November 30, Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.902, unfol. (Kop.): Mit Schreiben vom 22. November hat Frankfurt mitgeteilt, dass Goslar wegen der verhängten Acht und der daraus resultierenden Beschwerungen die Veranstaltung eines Städtetages beantragt hat. Frankfurt hält es für angebracht, vor dem Reichstag zur Beratung über das Anliegen Goslars und andere die Reichsstädte interessierende Fragen einen Städtetag zu veranstalten, und bittet die übrigen ausschreibenden Städte um Stellungnahme. Haben Mitleid mit Goslar, glauben auch, dass solche Zusammenkunft auch wegen sonstiger Angelegenheiten der Reichsstädte wünschenswert ist , halten aber die Zeit bis zum angekündigten Reichstagsbeginn für zu kurz. Schlagen vor, die Reichsstädte aufzufordern, dafür zu sorgen, dass ihre Gesandten am 6. Januar in Regensburg eintreffen, so dass man bis zum Beginn des Reichstages über die anstehenden Probleme beraten kann. Sollen sich mit Nürnberg verständigen und dann [Straßburg] und Frankfurt über das Ergebnis unterrichten, damit das Ausschreiben ergehen kann. Datum den letsten Novembris anno etc. 40. Vgl. auch Bgm. und Rat von Straßburg an Bgm. und Rat von Frankfurt, 1540 Dezember 14, ebd. (Ausf.) und Bgm. und Rat von Ulm an Bgm. und Räte der Städte seines Ausschreibungsbezirkes, o. Datum, ebd. (Kop.). Vgl. außerdem Bgm. und Rat von Frankfurt an Bgm. und Rat von Goslar, Frankfurt, 1540 Dezember 21, ebd. (Konz.): Haben nach Absprache mit Straßburg, Ulm und Nürnberg laut beiliegender Kopie einen Städtetag ausgeschrieben. Fordern sie auf, die Prozessakten zu ihrem Konflikt mit Hg. Heinrich von Braunschweig auf dem Städtetag vorzulegen und einen gründlichen Bericht über die Rechtslage vorzubereiten. Datum Dinstags, 21. Decembris anno 40.
    2
     Vgl. Bgm. und Rat von Frankfurt an Ogier von Melem, 1540 Dezember 29, Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.901, fol. 102r (Konz.): Der Termin des ausgeschriebenen Reichstages steht unmittelbar bevor. Zweifeln, ob der Reichstag stattfindet. Damit sie ihre Gesandten nicht vergeblich abfertigen, soll er sich bei den in Worms anwesenden Städtegesandten erkundigen, was sy sich berurts reichstags halben versehen und ob ire obern denselben zu angesetzter zeit oder hernach besuchen oder nit besuchen werden. Datum Mitwochen nach der unschuldigen kindlin tag anno a nativitate etc. 41.
    3
     Danach folgt die Notiz: Ache, Dortmund, Colln, Goßlar, Lubeck, Northausen, an burgermaister und rat der stat Mulhausen, Wetzlar, Wormbs stettmaister etc., Speir, No. Fridberg, Gelnhausen.
    1
     Vgl. Franz Burchard und Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Worms, 1541 Januar 14, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 329 Nr. 133 Bd. 2, fol. 176r–186v (Reinkonz.) [Nr. 447].
    1
     Zur Datierung und zur Entstehung des Stücks vgl. Franz Burchard und Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Worms, 1541 Januar 14, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 329 Nr. 133 Bd. 2, fol. 176r–186v (Reinkonz.) [Nr. 447].
    1
     Damit könnte die von den protestantischen Gesandten in Worms am 13. Januar 1541 Granvelle eingereichte lat. Fassung des Geleits gemeint sein, die im Entwurf im HStA Weimar, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 174r–177v vorliegt. Vgl. dazu Franz Burchard und Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Worms, 1541 Januar 14, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 329 Nr. 133 Bd. 2, fol. 176r–186v (Reinkonz.) [Nr. 447]. Vgl. die dt. Fassung dieses lat. Entwurfs oben unter 4c.
    1
     Vgl. unten die Beilage A zu diesem Schreiben.
    2
     Vgl. unten die Beilage B zu diesem Schreiben.
    3
     Vgl. unten die Beilage C zu diesem Schreiben.
    1
     Karl V. an N. von Pappenheim, Reichserbmarschall, jetzt zu Regensburg, Speyer, 1541 Januar 21, Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 143r–143v (Kop.): Hat seinem Diener Johann von Lier aufgetragen, ihm einige Dinge vorzutragen. Wünscht, dass er Lier Glauben schenkt und sich dann dessen Anbringen nach gehorsam und gutwillig erweist. [...]. Geben in unser und des reichs statt Speyr, am 21. tag des monats Januarj anno etc. im 41. [...].
    2
     Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Sixtus Sommer, Stadtschreiber von Pappenheim, Torgau, 1541 Februar 10, Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 145r–146r (Reinkonz.): Wir haben dein uns itzo gethanes schreiben und bericht, welichergestalt ksl. und kgl. Mt. willens sein, ire herbergen fur sich und die irren zu Regenßburgk uff dem itzigen reichstagk zu nhemen, vernomen. Dieweil uns dan solichergestalt unsere und der unsern herberge wurde genomen werden, so begern wir, du wollest denjenigen, so von ksl. Mt. derhalben dohin geschickt, anzaigen, das er seghe, het es auch zuvor von dir vorstanden, wohin wir unsere herberge uff unsere person hetten nhemen lassen. Zudem das auch unsere wapen albereit doran geschlagen. Nun weren wir, ksl. Mt. als unserm allergnedigsten hern, do ire Mt. mit irer person ire herberg in unser beschlagen herberg nhemen wurde, nit allein des orts, sundern auch in unsern aigen heußern zu weichen, in underthenigkait geneygt. Weil aber dieselbige herberg, wie wir vormerckten, fur irer Mt. gesinde solt gebraucht werden, so woltestu darfur gebeten haben, dan deinß wissens were zuvor dergleichen keinem churfursten begegent. Wurde uns aber hiruber unser herwerge genomen werden, so mustestu es gescheen lassen. Aber leichtlich kondte geacht werden, das wir darab allerley bedenken haben, auch dadurch neben anderm wurden vorursacht werden, den reichstagk unbesucht zu lassen. [...]. Datum Torgau, den 10. monats Februarij anno 1541.
    1
     Vgl. Dr. Gereon Sailer an Landgraf Philipp von Hessen , Augsburg, 1541 März 2, Lenz, Briefwechsel, Bd. III, I A Nr. 3, S. 8–13, hier S. 8–10.
    1
     Vgl. Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Bgm. und Rat von Ulm, 1540 Oktober 29, Lindau StadtA, 35,7, unfol. (Kop.): Sie haben als Bundeshauptleute der Stadt Braunschweig zur Verteidigung gegen Hg. Heinrich von Braunschweig die Anwerbung und Stationierung von 200 Reitern für mehrere Monate uff gemeiner stend uncostenund unter Verwendung der bei der Stadt Braunschweig hinterlegten Gelder bewilligt. Es ist notwendig, sich über die etwa erforderliche weitere Unterstützung der Stadt Braunschweig zu verständigen. Zumindest müssen die jetzt ausgegebenen Gelder zur Ergänzung der großen Hauptanlage – etwa durch eine gemeine Anlage – wieder eingebracht werden. Außerdem ist Ulm in ihrem vorigen Schreiben auch über die ksl. Bewilligung eines Religionsgesprächs gemäß dem Hagenauer Abschied bzw. über die geplante Einberufung eines Reichstags unterrichtet worden. Dieweil dann sonder zweifel ksl. Mt. uff solichen reichstag aigner person komen, so wirdet man uff disem thail nicht umbgeen könnden, denselben durch ainen ausschuß von fürsten, stenden und stöten auch zu besuchen. Dann ksl. Mt. wirdet, als vermutlich ist und ir ksl. Mt. bißher den geprauch gehapt, nit allen dises thails verwandten stenden, sonder allain uns und unsern in der religion oder protestation mitverwandten schreiben. Ferner endet am Thomastag [1540 Dezember 21] die gegenwärtige Hauptmannschaft der Einung, was eine Diskussion über die zukünftige Führung des Bundes erfordert. Auch über die Mordbrennerei, die überwiegend gegen einungsverwandte Fürsten, Herrschaften, Städte, Flecken und Dörfer gerichtet ist und ein bisher nicht gekanntes Ausmaß erreicht hat, und über die dazu vorliegenden Urgichten ist zu beraten. Zur Behandlung der genannten Punkte und sonstiger, etwa bestehender Probleme erscheint ihnen eine Zusammenkunft der Einungsverwandten nötig. Kurfürst und Landgraf laden daher die Verbündeten nach Naumburg ein und bitten um Ankunft der Gesandten am Abend des 19. Dezember. Datum, den 29. October anno etc. 40. 1. Zettel: Aus gegebenem Anlass sollen neben den Gesandten auch die Kriegsräte geschickt werden. 2. Zettel: Die Gesandten sind auch für die Beratungen über die aus beiliegender Kopie ersichtlichen Beschwerungen Hg. Ulrichs von Württemberg zu instruieren. 3. Zettel: Die Beschwerungen des Hg. von Württemberg, davon der ain eingelegt zedel meldung thut, betreffen das gegen ihn am Kammergericht eingeleitete Rechtfertigungsverfahren wegen des Verdachts, Christoph von Venningen und Christoph von Landenberg in deren Fehden mit Rat, Hilfe und Unterschleif unterstützt zu haben.  – Vgl. auch die Instruktion der Stadt Straßburg für Mathis Pfarrer und Michael Han als Gesandte zum schmalkaldischen Bundestag in Naumburg, o. Datum [1540 Dezember 6], Straßburg AM, AA 494, unfol. (Kop.), Regest mit Ausz.: Winckelmann, Pol. Corr. Straßb., Bd. III, Nr.148, S. 135–138.
    2
     Vgl. Spiess, Werner: Geschichte der Stadt Braunschweig im Nachmittelalter. Vom Ausgang des Mittelalters bis zum Ende der Stadtfreiheit (1491–1671), 1. Halbbd., Braunschweig 1966, S. 58–77.
    3
     Zum Konflikt zwischen Hg. Heinrich von Braunschweig und der Stadt Goslar und zur Rolle des Schmalkaldischen Bundes vgl. Blume, Gundmar: Goslar und der Schmalkaldische Bund 1527/31–1547, Goslar 1969 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar Heft 26), S. 10–92, hier bes. S. 60–92.
    4
     Vgl. den Abschied der oberdeutschen Städte des Schmalkaldischen Bundes, [Esslingen, 1541 Februar 22], Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 16r–19v (Kop.), Anm. 3 zu Nr. 496.
    5
     Zum Konflikt Hg. Heinrichs von Braunschweig mit den Städten Braunschweig und Goslar vgl. Täubrich, Rainer: Herzog Heinrich d. Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel (1489–1568). Leben und Politik bis zum Primogeniturvertrag von 1535, Langenhagen 1991 (Quellen und Forschungen zur braunschweigischen Geschichte Bd. 29), S. 114–132, S. 136–137, S. 145–147 und S. 169–172 und Schmidt, Georg: Der Städtetag in der Reichsverfassung. Eine Untersuchung zur korporativen Politik der Freien und Reichsstädte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Stuttgart 1984 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Abt. Universalgeschichte Bd. 113; Beiträge zur Sozial- und Verfassungsgeschichte des Alten Reiches Bd. 5), S. 224–230.
    6
     Vgl. Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg und Mgf. Albrecht von Brandenburg, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg, o. Ort, 1541 Januar 29, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 387 Nr. 147, fol. 67r–68v (Reinkonz.) [Nr. 457].
    7
     Vgl. Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin, o. Ort, 1541 Januar 29, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 78r–79v (Reinkonz.) [Nr. 458].
    8
     Vgl. das ksl. Geleit für die protestantischen Stände, Speyer, 1541 Januar 26 [Nr. 4d].
    9
     Scribner, Bob : The Mordbrenner Fear in Sixteenth Century Germany: Political Paranoia or the Revenge of the Outcast?, in: Evans, Richard J. (Hrsg.): The German Underworld. Deviants and Outcasts in German History, London 1988, S. 29–56.
    10
     Zum Konflikt um Stift Bardowick vgl. Schlütter-Schindler, Der Schmalkaldische Bund, S. 123–124.
    11
     Vgl. dazu die Eingabe des Kanzlers der Fürsten von Anhalt-Dessau an die schmalkaldischen Verbündeten, Naumburg, 1541 Januar 8, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 335 Nr. 134 Bd. 2, fol. 105r–106v: F. Johann und F. Joachim von Anhalt haben ihn angewiesen, folgendes vorzutragen: Beide Fürsten sind vom Kaiser zum Reichstag geladen. Beide Fürsten sind erst 1537 auf dem Bundestag zu Schmalkalden dem Bund beigetreten und gemeinen stenden allererst vorwant worden. F. Georg von Anhalt, Dompropst zu Magdeburg, hat sich umb ader vor der zeit ungeverlich unser christlichen augspurgischen confession anhengig gemacht. Die Fürsten haben nun, weil sie in den Nürnberger Friedstand nicht eingeschlossen sind, Bedenken, den Reichstag zu besuchen, und bitten die Verbündeten um Rat, damit ihr fstl. Gn. in dieser sache das thuen, das ihren fstl. Gn. an ihrem vorwantnus, damit sie dem hl. reich und röm. ksl. Mt. zugethan, unvorweislich und unnachtheilig sein muge. Werden dafür dankbar sein. Datum Naumburgk, den Sonnabent nach Epiphanias domini anno eiusdem 1541.
    12
     Zum Prozess des Kartäuserordens gegen die Stadt Straßburg wegen der dortigen Kartause vgl. Schelp, Robert: Die Reformationsprozesse der Stadt Straßburg am Reichskammergericht zur Zeit des Schmalkaldischen Bundes (1524)/1531 – 1541/(1555), Kaiserslautern 1965, S. 172–198 und S. 235–239.
    13
     Vgl. Frieß, Peer: Die Außenpolitik der Reichsstadt Memmingen in der Reformationszeit, Memmingen 1993 (Memminger Forschungen Bd. 4), S. 118–120 und S. 142–149.
    14
     Vgl. Schlütter-Schindler, Der Schmalkaldische Bund, S. 201.
    15
     Vgl. den Abschied der oberdeutschen Städte des Schmalkaldischen Bundes, [Esslingen, 1541 Februar 22], Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 16r–19v (Kop.): [...] Neben disem ist auch meldung beschehen von wegen gesuchter hilf der stat Einbeck und für guet angesehen, das ain yeder gesanter bey sein hern und obern mit allem vleyß welle fürdern, damit ain yede stath nach ierem vermugen und, wie sie des durch Gott den allmechtigen in ieren gewissen ermant, inen, denen von Einbeck, mit gebürlicher leidenlicher hilf welle erschiessen und die sachen dahin richten, das ain thail sollicher gewilligter hilf zu gemainer stat nutz und der ander thail den armen, beschedigten burgern uffs gleichmessigst mechte aufgewendet werden, sie, die von Einbeck, nach erberer billichhait ein sollichs woll werden zu verordnen wissen. Actum Dinstags Vincula Petri anno 1541. In der Datierung liegt offenkundig eine Verwechslung mit Cathedra Petri vor.
    16
     Zum Religionskonflikt der Stadt Minden vgl. Schlütter-Schindler, Der Schmalkaldische Bund, S. 177–179 und S. 193–194. Zur Bedeutung der Reichsacht gegen Minden in den Überlegungen auf protestantischer Seite über einen Präventivkrieg 1538/1539 vgl. Wolgast, Eike: Die Wittenberger Theologie und die Politik der evangelischen Stände. Studien zu Luthers Gutachten in politischen Fragen, Gütersloh 1977 (Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte Bd. 47), S. 239–251.
    17
     Zum Verhältnis Hg. Heinrichs von Sachsen zum Schmalkaldischen Bund vgl. Ißleib, Simon: Herzog Heinrich von Sachsen als evangelischer Fürst, 1537–1541, in: Groß, Reiner (Hrsg.): Ißleib, Simon: Aufsätze und Beiträge zu Kurfürst Moritz von Sachsen (1877–1907), Bd. 1, Köln-Wien 1989 (Mitteldeutsche Forschungen. Sonderreihe Quellen und Darstellungen in Nachdrucken Bd. 8,1), S. 61–133, hier S. 119–126.
    18
     Vgl. den Abschied der oberdeutschen Städte des Schmalkaldischen Bundes, [Esslingen, 1541 Februar 22], Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 16r–19v (Kop.): [...] Stimmen der Aufnahme Hg. Erichs in den Schmalkaldischen Bund zu. Dieweil aber seine fstl. Gn. von Gott dem allmechtigen mit landen und leutten dermassen begabt, das dieselbige etwas höher, dann zur Numburg irthalb begert worden, anzulegen sein mechte, stellen sie es Sachsen und Hessen anheim, den Herzog nach billichen, leidenlichen und treglichen dingen andern stenden gemeß anzulegen, wie dann der goßlerischen acht und auch dißer eynnemung halben dem Lgf. von Hessen geschrieben wurde, wie ihre Oberen der Kopie dieses Schreibens entnehmen können. [...] Actum Dinstags Vincula Petri anno 1541. In der Datierung liegt offenkundig eine Verwechslung mit Cathedra Petri vor.
    19
     Zum Konflikt der Stadt Bremen mit Balthasar von Esens vgl. Richter, Max: Bremen im Schmalkaldischen Bund 1537–1540. Ein Beitrag zur Geschichte des Schmalkaldischen Bundes, Marburg 1914, S. 17–24 und S. 49–89 und Lucke, Helmut: Bremen im Schmalkaldischen Bund 1540–1547, Bremen 1955 (Schriften der Wittheit zu Bremen Reihe F: Veröffentlichungen aus dem Staatsarchiv der Freien Hansestadt Bremen H. 23), S. 18–19.
    20
     Vgl. auch die Vereinbarung unter den schmalkaldischen Verbündeten neben dem Naumburger Bundesabschied, betreffend Hg. Heinrich von Sachsen, 1541 Januar, Konstanz StadtA, G 7 (Reformationsakten), fol. 448r–449r: Bezug: Antwort Hg. Heinrichs von Sachsen auf die Werbung, die im letzten Sommer nach dem Arnstädter Bundestag an ihn gerichtet wurde. Hg. Heinrich verharrt demnach auf seinem zu Arnstadt vorgetragenen Erbieten etc. Keinesfalls darf man bei der gegenwärtigen politischen Entwicklung Hg. Heinrich von der Einung kommen lassen. Aber man soll seine Gesandten füglich und glimpflich bearbeiten, damit Hg. Heinrich ohne seine Sonderkonditionen Vollmitglied der Einung wird. Der Kf. von Sachsen, der schon so viel dafür getan hat, Hg. Heinrich für die protestantische Partei zu gewinnen, soll angehalten werden, dahin zu wirken, dass Hg. Heinrich auf der protestantischen Seite bleibe, und, da sich zutrug, das unser gnediger herr, Hg. Moritz, von wegen seiner fstl. Gn. hern vatters oder derselben rät den kunftigen, angesetzten reychstag besuchen wurden, das sy mit dises thails stenden, sovil die religion antreff, in derselben handlung, da die furgangen wolt werden, byainandern stehen sollten. Actum Nuwenburg nach Erhardi anno etc. 1541.
    21
     Vgl. auch die Stellungnahme Hg. Ulrichs von Württemberg zum Naumburger Abschied der schmalkaldischen Verbündeten, Nürtingen, 1541 März 16, Stuttgart HStA, A 262 Bü. 11, unfol. (Kop.): [...] Und erstlich, sovil die reuter und fussknecht belangt, die in die statt Brunschwigk gelegt worden sein solten etc., halten wir es auch darfur, das sollichs nunmer von onnotten sein werd, diewyl die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster her, so ernstlich Hg. Heinrichen zugeschriben und mit deren eigen heralden beschigkt hat, wie dann eure L. schryben, jungst uns zukhomen, ferner in sich haltet. Gleichergestalt gedencken wir von wegen deren von Gosslar, diewyl die acht suspendiert, das von onnötten sein werd, ir sach zu erkhantnus der stimen khomen zu lassen. Und ob gleich die suspension der acht nit erlangt  oder mit der zeit ein anders nit geordnet wurde, hielten wir es darfur, das aus allerley bewegungen unser aynung nutzer und besser sein wurde, das ir sach durch die stimmen nicht gemeret noch erkhannt, sonder irethalb ein ander ynsehen geschehe, wie dann zu khunftigen tagen davon geratschlagt werden möcht. Das wir dann nebent andern unsern aynungsverwandten fursten und stenden denen von Embeckh zu ergötzung ires jämmerlichen und erbärmlichen brandtschadens ein gnedige handtreychung thun solten, wöllen wir uns jetziger unser gelegenheit nach ferner bedengken. Sovil dan des jungen Hg. Erichs von Brunschweigs ynnemung belangt, wer woll unser bedengken, das sein L. ingenomen wurde, doch, sovil den stift Hildesheim betrifft, mit sonder mass, wie zu khunftigen tagen davon geradtschlagt werden mag. Die erlegung zweyer anfachen oder eines gedoppelten monats soll von unser wegen beschehen und daran unser halb khein mangel erscheinen, doch an orten und enden, wie uns anfangs gegöndt und zugelassen worden ist. Was dann die besuchung des reichstags betrifft, haben wir unsere räth mit instruction und bevelche dermassen abgevertigt, das wir gedengken, es soll unser halb gar khein mangel oder somnus befunden werden. [...]. Datum Nurtingen, den 16. Marcy anno 41.
    1
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Den presidenten ist auch causa [eorum?] actiones mit korczen worten durch ir drey gescheen, dan sie sich nicht czu unser seyten gehalten.
    2
     Vgl. auch den Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums, o. Ort, [1541 nach Januar 21], Straßburg AD, 15 J 12, unfol. (Kop.): Concluso articulo de peccato originali adiecit aliqua declarationis causa Bucerus, cui etiam breviter respondit Eccius, tantumque iudicarunt, ut bona spes ineundae concordiae fuerit data. Deliberatum igitur est a commissario et dominis praesidentibus, ut negotium istud quattuor personis committeretur, quas ex ambabus partibus eligeret commissarius, et ut hii in praesentia commissarii loquerentur amice de mediis, an praesentis articuli controversia componi posset, atque in oblatum medium ambe partes consenserunt. Electi fuerunt ex parte protestantium Philippus Melanchton et Martinus Bucerus, ex alia Johannes Eccius et Joannes Mensinger. Isti ad horam primam post meridiem convenerunt coram commissario tandemque negotium ratione istius articuli concordatum est, ut infra patebit. – Aber nach gehapter audientz hat der commissari ein geschrift von ksl. Mt. gallice sampt einer latinischen translation den presidenten ubergeben, mit beger, dieweyl ksl. Mt. gemüet, diß colloquium gen Regenspurg zu conferirn und ein abschid zu machen, und man dann sollichs fordern welle. Daruff sich die hern presidenten genomen zu bedencken und sind also ad horam secundam zusamenkomen und nach allerhand gehapten ratschlegen und bedencken biß umb sechs uhr in die nacht haben sie sich nachvolgender meynung mit dem comissarien, den stenden ein furhalten zu thun, entschlossen, welches dann uff den 18. Januarij umb 7 vermog nachvolgends begriffs beschehen. Und hat sonderlichen der comissarius in namen ksl. Mt. die stend, uff den letsten diß monats zu Regenspurg widerumb zu erscheinen, zum höchsten ermant und erinnert und sich sonst erpotten, allen der stende gehapten vleiß, mühe und arbeit der ksl. Mt. zum höchsten zu rümen, wie er sich dann fur sein person gantz fruntlich und dienstlich erpotten haben welle, mit vernerm begern, so er sich in solcher handlung etwas hitzig oder dermassen gegen den stenden samenthaft oder jedem in sonderheit ertzeigt hette, das es ime beschwerlich, das sie auch sollichs in keinem unguten ufnemen und verston wollten, sonder das er gern die sachen gefurdert sehe, dartzu er je gern verhelfen wollte, das zu vergleichung der religion, wolfart und nutz des teutschen lands reichen und dienen möchte, deß er sich dann mit allem vleiß jederzeit zu thun beflissen und noch thun wollte. Sonst sey er urbüttig, fur sein person unsern gnedigsten und gnedigen hern allen underthenigen willen zu erzeigen, darneben einem jeden zu dienen und bey ksl. Mt. zu furdern, sey er willig und bereyt. Also nach dancksagung aller stendt, daneben auch der presidenten ist alle handlung beschlossen worden und Dr. Ecken bevolhen, dieweyl von den acht catholicis ein begriff uber alle artickel der confession gestellt, wie die zu vergleichen, das er sollichen begriff bey ime behalten und mit ime gen Regenspurg fueren solle und alsdann sollichs in die meintzisch cantzley lyffern. Und haben also die notarien den stenden copias des colloquii alle handlung abzuschreiben angetzeigt und horam ernent. Sind also die acta biß Frytag, den 21. Januarij, geschriben und collationiert worden.Vgl. außerdem den Bericht über die Schlussphase des Wormser Kolloquiums, o. Ort, 1541 Januar 18, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,2, Nr. 259, S. 790–792.
    1
     Vgl. Nr. 4d.
    2
     Vgl. Nr. 14.
    3
     Vgl. auch den Bericht über die Schlussphase des Wormser Kolloquiums, o. Ort, 1541 Januar 18, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,2, Nr. 259, S. 790–792.
    1
     Vgl. Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz, Valenciennes, 1540 Dezember 9, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 43r–44r (Kop.): Erinnerung an das Ausschreiben zum Reichstag. Dieweil dan auf solchem reichstag euer L. personlich gegenwertigkeit als der furnembsten geistlichen glidt aines und ertzcantzlers deß hl. röm. reichs in sonderheit hoch vonnoten sein will und uns aber glaublich angelangt, daß euer L. itzo ein reiß in derselben ertzstieft und stieft zu Magdenburg und Halberstat furgenomen haben soll, wiewol wir uns gentzlich versehen, daß euer L. derhalben nit underlassen werde, auf angesetztem reichstag zu erscheinen, so haben wir dan nit umbgeen wollen, euer L. hiemit nochmalen zu vermanen und zu ersuchen, und begern demnach an euer L., mit sonderm, freuntlichem, gnedigem fleiß ernstlich bevelhendt, daß euer L. ire und obberurter irer stieft sachen aufs furderlichst, so immer sein kann, verrichten und auf ein ort bringen oder, wo solchs je nit geschehen konte, dieselben ditzmaln biß zu ainer andern gelegener zeit anstellen und sich auf angesetzten tagk und malstat, (die wir mit verleihung des almechtigen auch zu besuchen gedencken und unser raise derhalben albereit furgenomen haben), aigner person furderlich und gewißlich verfugen und keineswegs außbleiben, auch daran nichts verhindern lassen, in betrachtung, daß solchs die notturft und gelegenheit der sachen, so auf solchem reichstag furgenomen und gehandelt werden sollen, hochlich erfordern. So gedencken wir auch euer L. rathe und zuthun in sonderheit darin zu geprauchen. Daß wolten wir euer L. freuntlicher maynung hiemit also angetzeigt haben, sich darnach wissen zu richten. Geben in unser stat Valenciennes, am neundten tag deß monats Decembris anno etc. im 40., unsers keiserthumbs im 21. und unsere reiche im 25.
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     Ksl. Geleit für Kf. Albrecht von Mainz, Regensburg, 1541 März 7, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Konz.): Als wir den hochwirdigen in gotvater H. Albrechten der romischen kirchen des titels St. Petri ad vincula priester, Kard. und Ebf. zu Maintz und Magdeburg, gebornen legaten, administrator des stifts Halberstat, des hl. röm. richs ertzcantzler durch Germanien, unsern lieben freundt und churfursten, mitsambt andern churfursten, fursten und reichsstenden zu disem unserm furgenomenen reichstag alhir zu Regenspurg erfordert, das wir demnach demselben unserm lieben freundt und churfursten, dem Kard. zu Maintz und Magdenburg auf seiner L. vleyssig ansuchen und pitte sambt den seinen, die er alher ghen Regenspurg pringen, auch denen, die sein L. alhie hindter sich verlassen mochte und itzundt alhir sein, unser und des reichs frey, gestrackh sicherhait und gelait gegeben haben und geben inen das hiemit von röm. ksl. macht wissentlich in craft ditz briefs, also das der gemelt unser lieber freundt und churfurst und die seinen, als obsteet, sambt irer aller leib, hab und guetern, so sy ungeferlich bey sich haben und mitbringen werden und was seiner L. und den iren, als obsteet, zugehorig, alher gehn Regenspurg frey, sicher komen, alhir bleiben und von hinnen widerumb anhaimbs bis in ir sicher gewarsam reisen, auch von yemandts uber und wider solh unser frey sicherheit und geleid nit beschwert, aufgehalten, bekomert noch belaidigt werden sollen noch mogen in kein weise. Und gepieten darauf etc. und sonst allen andern unsern und des reichs underthanen und getreuen, in was wirden, standts oder wesens die sein, ernstlich mit disem brief und wollen, das sy an dem obgemelten unserm lieben freundt und churfursten, dem Kard. zu Maintz und Magdeburg etc., und den seinen, so er anher ghen Regenspurg pringen, auch denen, so sein L. alhie hindter sich verlassen mochte, und denjhenigen, so itzo alhir sein, mit aller irer hab und guetern, so sy ungefarlich bey sich haben und mitbringen werden und was inen zugehorig, solh unser und des reichs frey sicherheit und gelaidt vest und steet halten und sy, ir leib, hab und gueter daruber nit aufhalten, bekomern oder belaidigen noch ichts gegen inen handln oder furnemen noch des yemandts andern ze thun gestatten in kein weise, als lieb einem jeden sey, unser und des reichs schwere ungnad und straff zu vermeiden. Das maynen wir ernstlich. Geben in unser und des reichs stat Regenspurg, am 7. tag des monats Martij anno etc. im 41.
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     Das Gutachten ist abgefasst vor Ausstellung des Mandats über die Suspension der Kammergerichtsprozesse in Religionssachen, das auf den 28. Januar datiert ist, vgl. Nr. 14.
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     In B dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Dit, que l'empereur de puissance absolute doibt commander à ceulx de la chambre de surceoir toutes procédures jusque après pasques ou autre temps, tel qu'il plaira à sa m., et leur fere déclarer en sa présence.
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     In B dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Que sa m. par édict publicque doit suspendre les exécucions contre ceulx, qui sont au ban impérialle.
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     In B dazu marg. Notiz v. a. Hd.: De fere cesser les procédures, qui sont contre aucuns comme aians assisté ad infractionem pacis publicae.
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     In B dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Quant à la session des princes, lui semble, que l'empereur doit fere regarder les [requestes?] par ceulx de la chambre et par les [ordres?], les histoires et drois advertir sa m.du droit.
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     In B dzu marg. Notiz v. a. Hd.: D'adviser sur l'équalité du subside.
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     In B dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Semble vouloir dire, que [l'empereur] non doibt attendre l'advis des princes, ains proposer son intention.
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     Ein kurzes Fragment der ursprünglichen Fassung findet sich ebd.
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     Vgl. Karl V. an das Kammergericht, Regensburg, 1541 März 20, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.): Hinweis auf sein Ausschreiben zum Regensburger Reichstag. Dieweil sich aber etlich Kff., Ff. und stende von wegen der acht, so wider die stete Goßlar und Minden daselbst an unserm kaiserlichen chamergericht ergangen ist, auch etlicher anderer processen halben (so in sachen, die religion belangendt oder davon herruerendt, und daselbst vor euch schweben sollen), auf solhem unserm reichstag zu erscheinen, zum höchsten beschwert und gewaigert, damit dann derselb unser reichstag diser sachen halben nit verhindert wurde, so haben wir aus disen und andern treffenlichen ursachen die wurckung der gemelten acht sambt obberurten processen auf ain bestimpte zeit und nemblich bis auf disen unsern reichstag und so lang, das ain anders verordent wurde, gnedigclich angestellt und suspendiert. Nachdem sich dann yetzo etliche partheyen aus den protestierenden stenden vor uns abermals zum hochsten beclagt haben, das ir euch seither nach ausgang der gemelten suspension understanden haben sollet, gegen inen und iren religionverwandten und furnemblich gegen der statt Straßburg auf anhalten etlicher ordenspersonen, desgleichen gegen der statt Eßlingen auf die acht und in ander weg in obberuerten sachen zu procediern, derhalben dieselben protestierenden auf disem unserm reichstag one ire und irer landt und leute mercklich geferlichait nit wussten zu erscheinen oder zu bleiben, damit nun die handlungen, darumb diser unser reichstag furgenomen und daran gemainer christenhait und sonderlich dem hl. reiche teutscher nation so hoch und mercklich gelegen ist, durch solhe proceß und handlung nit zuruckhgetriben werden, auch ferrer weitterung und zerruttung, so daraus erfolgen möchte, zu furkomen, so haben wir denselben protestierenden jetzo abermals genedige vertröstung gethan, in obberuerten, auch andern dergleichen sachen ainen wurcklichen stillstandt zu schaffen und bey euch, desgleichen bey den partheien daran zu sein, das gemelter unser suspension volg beschehen und gelebt werden solle. Welches wir euch also hiemit verkundt haben wellen, bevelhen euch hierauf ernstlich, das ir in obberuerten, auch andern sachen, die religion belangendt oder daraus fliessendt, nach laut und inhalt gemelter unserer suspension gentzlich stillsteet und darin ferrer nit procedieret noch handlet und euch hierin gehorsamlich beweiset und haltet. Das wellen wir uns zu euch also gentzlich versehen und ir thuet daran unsern ernstlichen willen und mainung. Geben in unser und des reichs statt Regenspurg am 20. tag des monats Marcii anno etc. im 41., unsers kaiserthumbs im 21. und unserer reiche im 26. anno.
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     Vgl. unten II.
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     Vgl. Karl. V. an Heinrich von Braunschweig, Speyer, 1541 Januar 28, Wolfenbüttel NLA, 1 Alt 8 Nr.533, fol. 94r–95v (Ausf.): Bezug: Schreiben Hg. Heinrichs vom 24. Dezember 1540, das am 27. Januar 1541 eingegangen ist. [...] Dank für die Trennung der vergarderten Knechte. Schickt ein Pönalmandat gegen die Stadt Braunschweig. Und dieweil sich dieselben von Brawnschweig zu mermallen allerlay beschwerung von deiner L. beclagt haben, wie dein L. aus vorigen der von Brawnschweig schriften, die wir dir zum thail uberschickht, deßgleichen aus hiebey verwartem irem schreiben und truckh zu vernemen, damit dan baiderseitz gleichait gehalten wurde, so haben wir nit fuglich umbgeen mögen, zugleich ain mandat an dein L. außgeen zu lassen, der gnedigen zuversicht, dein L. werde des unbeschwerdt sein und sich demnach der gepur wissen zu halten. Dan soviel unsere bevelch der tutorey halben belangt, haben wir auf etlich bericht und warnung, so uns deßhalben furkhomen, allerlay bedenckens gehabt, dieselben bevelch begertermaß zu uberschickhen, aus ursachen, wie dein L. zu nechster irer ankonft auf unserm angesetzten reichstag aigentlicher vernemen wirdet. Und haben auch diser bevelch nit sonders vonnöten sein geacht, dieweil dein L. one das derselben jungen vettern in weylendt Hg. Erichs testament zu tutorn gesetzt und sich der tutel vor diser zeit selbs underfangen. Dan wir in hoffnung gewest, dein L. wurde die weg fur die hendt genommen haben, das der wittib kain rhaumb gelassen were, die neue secten einzufuren, wie wir dan auch dein L. zu mermallen schriftlich ersuecht und vermant haben, notdurftig gepurlichs einsehens zu thuen, damit dein junger vetter sambt der landtschaft bey unser alten religion erhalten werde. Ferrer wolten wir deiner L. gantz freuntlicher, gnediger meynung nit bergen, das uns die protestierenden umb suspension und anstellung der proceß am chamergericht und der acht wider die von Goßlar und Minden zum vleyssigsten angelangt und gepetten haben, sich auch daneben außtruckhlich vernemen lassen, wo solches nit geschehen solte, so wusten oder kundten sy auf nechstkunftigen unserm reichstag kaineswegs erscheinen, sonder muesten irer notdurft nach anhaimbs bleiben und der gegenwehr erwarten. Dieweil wir dan bedacht, mit verleihung des almechtigen die strittigen religionsach mit deiner L., auch anderer Kff., Ff. und stenden rath und zuthuen auf nechstkonftigen reichstag, soviel ymmer möglich, auf die wege zu handlen, damit die entlich hingelegt werde und uns derhalben gegen den protestierenden ditzmals alles gelimpfs zu befleissen, damit sy je unsernhalben kain beschwerung noch außflucht haben, den angesetzten unsern reichstag zu besuechen, auch nit ursach fassen, andere practicken furzunemen, dardurch derselb unser reichstag verhindert werden möchte, so haben wir innen (wiewol mit hoher beschwerung), die wurckhlich execution der gedachten acht sambt den processen am kayserlichen chamergericht biß auf yetz gemelten unsern reichstag und, solang anderst verordent wirdet, anzustellen, auf etlich maß bewilligt und sein der gnedigen zuversicht, dein L. werde sölcher verweylung ainer kurtzen zeit der goßlarischen acht halben kain beschwerdt tragen, dan sölchs beschicht deiner L. nit zu nachtail, sonder aus oberzelten und andern ursachen, die dein L. auf gemeltem unserm reichstag zu Regenspurg vernemen wirdet, da wir dan mit hilf des almechtigen innerhalb kurtzer zeit verhoffen zu komen. Und wellen deiner L. erscheinens in aigner person und derselben berichts der protestirenden naumbergeschen handlung daselbst gewertig sein.  Geben in unser und des reichs stat Speyr, am 28. tag Januarij anno etc. im 41.  – Vgl. Johann Obernburger an Hg. Heinrich von Braunschweig, Speyer, 1541 Januar 31, Wolfenbüttel NLA, 1 Alt 8 Nr.533, fol. 102r–102v (Ausf.): Aus was ursachen die röm. ksl. Mt., unser allergnedigister herr, eueren fstl. Gn. dise hiebei ligende mandat uberschickt, haben euere fstl. Gn. aus hochgedachter irer Mt. schreiben zu vernemen. Ob nun euere fstl. Gn. gemaint sei, derselben aines oder das ander bey gegenwurtigem chamerpoten verkunden zu lassen oder anzustellen, das steet bey euerer fstl. Gn. gnedigem bedencken und willen. Datum Speyr, am letzten tag Januarij anno etc. im 41.Vgl. dazu das Mandat Karls V. an Hg. Heinrich von Braunschweig, mut. mut. an die Stadt Braunschweig, o. Datum, Wien HHStA, RK RA i. g. 11, unfol. (Reinkonz./Fragm.): Befiehlt unter Berufung auf mehrere frühere, ähnliche Mandate dem Herzog bzw. der Stadt, die gegeneinander gerichtete Rüstung abzustellen und ihren Konflikt ausschließlich auf dem Rechtsweg auszutragen. Alles bei Pön des Landfriedens. Hat gleiches Gebot auch an die braunschweigischen Adligen, die sich der Stadt Braunschweig anhängig gemacht haben, ergehen lassen.
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     Christoph Kegel.
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     Mut. mut. inhaltlich übereinstimmend: Karl V. an Gf. Wilhelm von Henneberg, 1541 März 1, Meiningen StA, GHA Sekt. II/36, unfol. (Ausf.); ders. an Bf. Christoph von Augsburg, 1541 März 1, Augsburg StA, HS Augsburg, Münchner Bestand, Lit. 1105, unfol. (Ausf.); ders. an Bf. Wilhelm von Straßburg, 1541 März 1, Straßburg AD, 15 J 14, unfol. (Ausf.); ders. an Mgf. Ernst von Baden, 1541 März 1, Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. (Ausf.); ders. an Kf. Joachim von Brandenburg, 1541 März 1, Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. A, fol. 41r–42v (Ausf.); ders. an Bf. Christoph von Brixen, 1541 März 1, Brixen Diözesanarchiv, HA Nr. 24718, unfol. (Kop.). Vgl. auch [Karl V.] an den Bf. von Trient, o. Ort, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Konz.; Fragm.): Obwohl sich der Bischof vor einigen Monaten mit allerlei Gründen, die ihn von der Reise nach Regensburg zum Reichstag abhalten, entschuldigt hat, fordert er ihn, weil der Reichstag vor allem wegen der Religion und anderer wichtiger Sachen ausgeschrieben ist, die mit dem Rat der Reichsstände behandelt werden müssen, nochmals auf, seine und seines Hochstifts Angelegenheiten so einzurichten, dass er den Reichstag persönlich besuchen kann, es sei denn, dass Krankheit ihn daran hindere. Vgl. dazu Bf. Christoph von Trient an Bf. Christoph von Brixen, Trient, 1541 März 28, Brixen Diözesanarchiv, Nr. 7215, unfol. (Ausf.): Dankt für den Bericht des Bf. von Brixen vom 10. März aus Regensburg über die dortigen Vorgänge. Dankt auch dafür, dass der Bf. von Brixen in seinem Schreiben an Kg. Ferdinand seiner gedacht hat mit erinnerung, uns gegen Regenspurg zue erforderen.Teilt dazu mit, dass Kg. Ferdinand sich auf seine Bitte hin bereit erklärt hat, ihn beim Kaiser wegen seines außbleibens zu entschuldigen. Kg. Ferdinand hat ihm bei dieser Gelegenheit befohlen, die Landtagsverhandlungen fördern zu helfen. Dies ist auch geschehen. Die Bewilligung ist trotz der vielfältigen Steuern und der Armut des Landes zimblich gnueg ervolgt, wiewol es beschwärlich zuegangen ist. Bf. Brixen hat richtig gehandelt, als er den König ermahnte, eine Post nach Innsbruck zu legen, damit der Regierung, falls sich ein feur im reich antzunden sollt,die notwendigen Informationen rasch zugehen können. Bittet, mit seinen Berichten bis zum Ende des Reichstags fortzufahren. Will seinerseits auch berichten, was hier und im Welschland vorfällt. Der Papst hat an Ascanio Colonna geschrieben. Datum Triendt in unserm schloß Boniconsilij, den 28. tag Marcij anno etc. 41.
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     Der Vortrag wurde in der ksl. Audienz vom 2. März 1541 gehalten, worüber Bayern Morone am 3. März ausführlich informierte mit Bitte um Stellungnahme. Am 4.  März äußerte sich Hg. Heinrich von Braunschweig gegenüber dem Nuntius ähnlich, vgl. Morone an Farnese, Regensburg, 1541 März 4, Laemmer, Monumenta Vaticana, Nr. CCXVI, S. 367–369, hier S. 367–368. Vgl. auch ders. an dens., Regensburg, 1541 März 1, ebd. Nr. CCXV, S. 363–366, hier S. 364. Der Text des Vortrages wurde bereits vor dem 15. Februar abgefasst und Hg. Ludwig von Bayern zur Prüfung zugesandt, vgl. unten Anm. 3. Kurz nach seiner Ankunft in Regensburg informierten die bayerischen Herzöge den Legaten Contarini über ihre Initiative beim Kaiser, vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 März 16, Schultze, Aktenstücke, T. I, Nr.2, S. 156–159. Vgl. auch Morone an Cervini, Regensburg, 1541 März 4, NB I,7, Nr. 12, S. 30–32, hier S. 31 und Poggio an Farnese, Regensburg, 1541 März 5, NB I,7, Nr. 13, S. 32–35, hier S. 33. Zur ksl. und zur bayerischen Politik vgl. auch Morone an Farnese, Regensburg, 1541 Februar 25, Dittrich, Die Nuntiaturberichte Morones 1541, Nr. 5, S. 435–438; ders. an dens., Regensburg, 1541 Februar 26, Laemmer, Monumenta Vaticana, Nr. CCXII, S. 358–361; ders. an dens., Regensburg, 1541 März 17, Schultze, Actenstücke, T. II, Nr.16, S. 613–616 und Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 März [17], Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.2, S. 156–159 (zum Datum vgl. Pastor, Correspondenz, T. I, Nr.30, S. 363 Anm. 1).
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     Vgl. die Instruktion der Kgn. Maria für Johann von Naves zu Verhandlungen mit Lgf. Philipp von Hessen, 1538 November, Lanz, Staatspapiere, Nr. LVI, S. 270–273, hier S. 271: Et pour l’oster hors de la suspicion en quoy luy et ses adherens peullent estre a cause des praticques menees par le docteur Mathias Held, que sa maieste imperiale les vouldroit envahir, jcelluy greffier luy pourra bien dire et affermer que la dicte royne scet bien que le docteur Mathias n’a eu telle charge, et que ce sont choses controuuees par malignans pour les tenir en doubte, payne et traueil, et que l’opinion de sa maieste n’est point de mettre guerre ou trouble en la Germanie, ains au contraire a tousjours tachie, comme encores fera, de traittier les affaires et questions qui y surviennent en toute doulceur, clemence, raison et equite, tant enuers les grands que les moyens. Vgl. dazu auch den Bericht Johanns von Naves an die Kgn., 1538 November, ebd. Nr. LVII, S. 273–277, hier S. 274.
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     Ein ganz anderes reichspolitisches Handlungsprogramm entwarf Leonhard von Eck im Februar 1541 im Gespräch mit Dr. Gereon Sailer, vgl. dessen Bericht an Lgf. Philipp von Hessen, Marburg, 2. März 1541, Lenz, Briefwechsel, Bd. III, I A Nr. 2, S. 5–8.
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     Auf obiges Aktenstück bezieht sich offenbar die von Eck überarbeitete Notiz München HStA, KBÄA 4247, fol. 276r: Nota. In dise schriften hetten noch vil ursachen bey ainem yeden artickl eingezogen werden mugen, aber des alles zu reden und ze fassen, were meinem gnedign herren zu schwer. So ist genueg, das man dem kayser den wege, wie er geen solle, und daneben anzaigt, das peede eur fstl. Gn. raten und helfen wöllen. Aus deme wirdet auch der kayser verursacht und gedrungn, er wölle ainen wege furnemen, wie er wölle, das er eur fstl. Gn. verrer bedenckhen hörn und das eur fstl. Gn. sein gemuet erlernen, darzu das er, der kayser, eur fstl. Gn. in iren rate ziehen und das demnach euere fstl. Gn. die gantz sachen und, wes sich zuetragen, auch bey ainem zypfl haben möchten. Wo auch meinem gnedign hern dise rede zu lang were, ist nit vonnötten, also gleich alle wordt, wie die nach der lenge geschriben sein, zu reden, sonder allein die haubtpunctn mit iren wesenlichen stuckhen und ursachen zu memoriern und auf ein klein denckzetln verzeychnen. Das Konzept dieser Notiz von der Hand Leonhards von Eck findet sich München HStA, KBÄA 4247, fol. 288r. – Vgl. auch Hg. Wilhelm von Bayern an Hg. Ludwig von Bayern, o. Ort, o. Datum, München HStA, KBÄA 3149, fol. 389r (Konz.): Billigt den beiliegenden Entwurf für seine Rede vor dem Kaiser, den Eck auf der Basis ihrer jüngsten Beratungen darüber, was wir mit der ksl. Mt. reden sollen, verfasst hat. Geht davon aus, dieweyl ye der kayser, wie alle kuntschaften lauten, aus teutschen landen eylen, das unser notturft sein wirdet, aus der sachen dermassen zu chomen, das wir in ainem oder andern weg entlichen wissen haben mogen, wes des kaysers gemuet sey, uns auch danach haben zu richten. [...]. Nach zu richten gestr.: Es wil auch von unnotten sein, dem kayser vil zweyflich oder disputirlich anzeygen zu thun. Vgl. außerdem Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Hg. Ludwig X. von Bayern, München, 1541 Februar 15, München HStA, KBÄA 4247, fol. 280r–280v (Konz., Leonhard von Eck eighd.): Wir haben euerer L. bedencken in der uberschickten schriften, so wir ksl. Mt. mundtlich furtragen sollen, pruderlicher und gueter maynung verstanden und, dieweyl euere L. und unser ret so oft von diser sachen geredt und allemal darauf beschlossen worden ist, das dise sachen khainen langen aufzug layden und das man deshalben der ksl. Mt. mit hoflichen worten nit verschonen, sonder die notturft und warhayt anzaygen, das wir auch allerlay ursachen halben uns bearbayten sollen, damit ksl. Mt. pei uns vertrauen und auch daneben unsern rat suechen und also uns mit einmengen sollen, welchs alles in diser schrift[unerdacht?] und dermassen gestelt und bedacht ist, das die ksl. Mt. sein nachlessigkayt wol versteen, auch unser gemuet vernemen und nit sagen noch sich mit dem entschuldigen mog, wo wir ime die sachen dermassen angezaygt, er wolte sich anderst darinen gehalten und erzaygt haben, das er auch mit fueg nit umbgen mog oder muess, uns sein gemuet anzuzaygen, und damit wir sein selbs vernunft, der er sich, wie euere L. selbs melden, beduncken last, abscheyden, ist die hoch unser und ganzer sachen notturft, das wir seiner gegenrede und ansuechen unsers guetbedunckens nit erwarten, sonder ine vorchomen und dringen, unseren rat entweders anzunemen oder abzuschlagen, dardurch wir seins gemuets entlich erindert werden und unser sachen allenthalben darnach richten wellen. Dann wo wir unsere fursehung dem kayser nit anzaygen und er unsers rats nit verlangen noch uns weyter ersuchen wird, wie euerer L. schrift vermag, khonten wir alsdan mit fueg weiter pey dem khayser nit ansuechen oder ungepetner ding raten. Zudem mochten andere handlung sich zutragen, [daraus?] unser bedencken fallen wurdet und dass aus unsern rat der kayser sein gemuet und furtrag andern möchte. Wir setzen auch in khainen zweyfel, der kunig werde ab solhen furtrag ain guets gefallen tragen, dan was wir yzt dem kayser sagen, ist ime hievor mit hoflichen worden, desgleichen dem kunig alles angezaygt. Demnach sein wir entschlossen, dise schriften ungeendert dem kayser furtragen zu lassen, allain mit der Kgn. Maria lassen wir uns euerer L. bedencken gefallen. Und dieweyl die rede etwas lang und wir sorg tragen, der kayser werde unser rede und sprach nit allain nit versten, sonder auch darob ainen verdrieß haben, es mechte auch der kayser ain solhe lange rede nit behalten, demnach, damit dem kayser solhs alles verstendigklich furtragen werden mage, siecht uns fur pesser an, das der Kursch solhe rede in welscher sprach thue, und ist unser fruntlich pite, euere L. wellen den Kurschen von stund an alher verordnen, damit er unser anpringen erstlich in das welsch transferir und nachmals memorieren moge. [...]. Datum Munchn, den 15. tag Februarii anno etc. 41. Von oder ungepetner ding bis furtrag andern möchte marg. nachgetr. Vgl. dazu Bonacorsi Gryn an [Hg. Ludwig von Bayern], Landshut, 1541 Februar 20, München, HStA, KBÄA 4499, fol. 280r–281r (Ausf.?): Disen abent bin ich hieher khomen und fueg eueren fstl. Gn. underthaniglichen zu vernemen, das der durchleuchtig furst, mein gnediger herr, Hg. Wilhalm etc., nichts in der kayserischen werbung verendern lassen will, on allain sovil die Kgn. Maria betrifft. Und ist mir, soliche werbung italianisch zu machen, als ich dan in aller gehorsam gethuen hab, bevolhen worden, und daß ich alhie warten soll, biß man mich gen Regenspurg vordere. Nun bin ich bericht, das ich im fueterregister nit stee, das ich auch zu Regenspurg khain herberg hab. Euere fstl. Gn. wellen genediglichen bevelch geben, das ich auch wie andern underkhomen mög. [...]. Der Jorgl, bott, ist zu Nurenberg und sobaldt der kayser dasselbst einreyt, soll er von stund an aufsitzen und bey tag und nacht auf Munichen reyten und, alsbaldt er anckombt, will hochgedachter mein gnediger herr aufsein und auf Regenspurg eylends reyten. Mitteilungen Hg. Christophs von Württemberg über das Interesse seines Vaters an einer Aussöhnung mit ihm. Datum Landtzhuet, [am?] Sontag, den 20. Februarij 1541.
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     Es handelt sich sehr wahrscheinlich um die Aufzeichnung zur Audienz für die Hgg. von Bayern, die Granvelle am 6. März 1541 an Kgn. Maria schickte. Vgl. dazu unten Anm. 2. Der Ausz. bei Pfeilschifterbietet nur die Zusammenfassung der Antwort des Kaisers. Zur Datierung der Audienz auf den 2. März 1541, über deren Verlauf die bayerischen Herzöge den päpstlichen Nuntius am 3. März informierten, vgl. Morone an Farnese, Regensburg, 1541 März 4, Laemmer, Monumenta Vaticana, Nr. CCXVI, S. 367–369, hier S. 367 und S. 368.
    2
     Vgl. Granvelle an Kgn. Maria, Regensburg, 1541 März 6, Wien HHStA; Belgien PA 30/1, fol. 110r–115v (Ausf.): [...].L’empereur actend après les princes, desquels n’y a encores icy que les ducz de Bavières et celluy de Brunswych. Et a encores l’on fait une recharge aux autres pour avancer leur venue. Lesdictz ducz de Bavière ayans demandé audience secrète à sa M, où il n’y eust présent que leur conseiller Curtius pour le truchement et moy, ont tenu ung propoz à sadite M, dont j’envoye à la votre le substancial, duquel votredite M pourra comprendre, que leur fin n’est que ou d’entrer en guerre ou par autre boult empescher, que l’on face point d’accord en ceste diète avec les protestans. A une autre fois et auparavant le duc Guillaume avoit parlé à sa M demonstrant grande affection au parfait du mariage de l’ung de ses filz et l’une des filles du roy et dit, que estans venu ledit Sr il avertira leurs deux Mtés de grandes practiques des François. L’on verra ce que ce sera, mais l’on congnoist clerement, que lesdits ducz et celluy de Brunswick sont uniz à la fin susdite d’empescher la concorde soubz couleur d’estre bons catholiques et, comme dit l’empereur après le département dudit dernier propoz, icelluy propoz est de la mute et escolle du docteur Mathias et certes je le croy ainsi. Et aussi ledit duc de Brunswick a fait grande instance devers sa M, affin que sadite M ne le vouloit mander, que du moings icelluy duc luy puist escripre de venir et a prins l’occasion ledit duc sur ce qu’il pourroit fere entendre à sa M par ledit docteur tous les advertissemens, qu’il aura, lesquelz je ne pouvoie convenablement entendre pour le langaige et aussi m’en a parlé et fort prié, que je le voulsisse bien prendre et non m’arrester à ce que ledit docteur a maulvaise teste, dont je luy seullement asseuré. Car il ne m’y va riens, sinon pour le service de sadicte M et du bien de l’affaire, ouquel je me doubte, que sa venue, comme qu’il soit, fera plustôt mal que bien, mais l’on regardera de luy estre à la main sur ce suppliant très humblement à votredite M tenir secretz lesdits propoz et escript, que j’envoye. Kommentar zu den Mitteilungen des ksl. Gesandten in Frankreich St. Vincent. De Regenspurg, ce 6. de mars 1540.Vgl. außerdem Granvelle an Kgn. Maria, Regensburg, 1541 März 27, Wien HHStA, Belgien PA 30/1, fol. 116r–119v (Ausf.): [...].Je ne scauroye encores pour le présent escripre à votre Mce que se pourra faire en ceste diètte, car les ducz de Bavière font tout ce que peuvent pour empescher l’accord de la religion, Dieu scet à quelle fin. Toutesfois l’on contremure ce que l’on peult, et y a bonne partie des princes et prélaz et aussi des protestans, qui sont enclins audit accord. L’empereur a choisy pour chief de son conseil ès affaires de ceste diètte Monsr le duc Fédéricq palatin, dont lesdits ducz ont eu merveilleux regret sans raisonnable cause. Toutesfois comme il a esté remonstré à ceulx, qui en ont parlé, et à ce que j’ay entendu, ils se sont avancéz jusques à vouloir faire suspect ledit duc touchant ladite religion, mais que ilz ont actendu ce que l’on mectoit au contre. Ilz n’en ont fait semblant à sa M. [...]. De Regenspurg, ce 27. de mars 1540 [Osterstil].
    1
     Eine französische Übersetzung des Stückes findet sich in Wien HHStA, RK RTA 6, unfol.
    1
     Der Entwurf wurde offenbar am 6. März von Ferdinand an Karl V. geschickt, vgl. Kg. Ferdinand an Karl V., Wien, 1541 März 6 [Nr. 503].
    2
     Dreikönig 1541.
    1
     Der Ergänzungsvorschlag wurde wohl mit dem Entwurf für die Proposition am 6. März von Ferdinand an Karl V. geschickt, vgl. Kg. Ferdinand an Karl V., Wien, 1541 März 6 [Nr. 503].
    1
     Zur Datierung vgl. Kg. Ferdinand an Karl V., Wien, 1541 März 6 [Nr. 503].
    2
     Vgl. das Memoire vom 3. März 1541 [Nr. 19].
    3
     Vgl. den Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag, Wien, 1541 März vor 6 [Nr. 20].
    1
     Dazu marg. Notiz: Nota.
    2
     Dazu marg. Notiz: Nota, der vorteyl als frembde leuth.
    3
     Dazu marg. Notiz: Nota: 14 wyner d. ain patzen. Ain napfisch ist ungeverlich ain kanbelhmaß, der 86 den eymer ersetzen. Der zentner ist diß orts wynisch gewycht, welchs 18 pfund schwerer dan zu Nurmberg.  – Im HStA Weimar findet sich in Reg. E 141, fol. 2r–6v ein Ausz. aus der obigen, am Abend des 9. März vom Beauftragten des Kaisers in Anwesenheit des Reichserbmarschalls und einiger Vertreter des Regensburger Stadtrates publizierten Verordnung mit zum Teil geringfügig variierenden Preisangaben.
    1
     Im HStA Weimar findet sich in Reg. E 141, fol. 2r–6v ein Ausz. aus dieser Ordnung. Demnach wurde die Ordnung am Abend des 9. März 1541 vom Beauftragten des Kaisers in Anwesenheit des Reichserbmarschalls und einiger Vertreter des Regensburger Stadtrates publiziert. Der Ausz. wird folgendermaßen eingeleitet: Darin churfursten, fursten, prelatten, graven, hern und andere stende des hl. reichs sein werden, wurde vor one notturft geacht, ayniche mas ader ordenung zu vorfassen, dann dieweil man sich hyvor zur zeit des negsten reichstag allenthalben annedas wol und gutlich verglichen hat, ist man der trostlichen hofnung und zuvorsicht, es solle itzunder abermals beschehen. Zudem auch, wo geleich deshalb aynicherlei irrung furfallen sollte, diejhenigen, so die röm. ksl. Mt. und eyn erbar radt hirtzu ordent haben, Hans Weintzirb, Georg Saulberger und Georg Waltman, dieselbigen irrung leichtlich entscheyden und verrichten mochten, auch entlichen zu entscheiden macht haben sollen. Aber der andern personen halben, sie seint der obberurten ader anderer hohen stenden hofgesinde ader fur sich selbesten alhie, soviel derselbigen ausserhalb ihrer herschaften bei herbrigen sonsten anderswo sein, sol es gehalten werden, wie hernach volgt.
    1
     Vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 März 30, Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.5, S. 164–166, hier S. 164 und 165. Zu den Beziehungen der Nuntien zur katholischen Aktionspartei vgl. auch Morone an Farnese, Regensburg, 1541 März 17, Schultze, Actenstücke, T. II, Nr.16, S. 613–616; ders. an dens., Regensburg, 1541 März 21, Dittrich, Die Nuntiaturberichte Morones 1541 Nr. 12, S. 438–440; Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 März 26, Dittrich, Franz (Hrsg.): Regesten und Briefe des Cardinals Gasparo Contarini (1483–1542). Braunsberg 1881, Nr. 640, S. 160–161 und ders. an dens., Regensburg, 1541 April 3, Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.6, S. 166–169.
    2
     Vgl. die Überlieferung D: Neapel Arch. di Stato, Carte Farnes. 1757 (Kop.); ÜS: Rationes ad colloquium improbandum, datae Revmo cardinali Contareno legato a Bavaris oratoribus.
    1
     Vgl. Poggio an Farnese, Regensburg, 1541 März 15, Dittrich, Die Nuntiaturberichte Morones 1541, Anhang Nr. 10, S. 672–673, hier S. 672: [...]. Incommincia Monsr di Granuella a dar ordine alle cose della Dieta, et serà il Conte Federico Palatino quello che maneggierà le pratiche, nè la elettione mi par mala, perchè non mancherà di seguire il voler’ et appetito di Soa M, et di questo non bisogna dubitar. [...]. Vgl. auch die Äußerung eines bayerischen Rates gegenüber Contarini, che li soi Sigri hanno inteso, come Cesare voleva far il Duca Federico Palatino con alcuni altri dottori capo nella trattatione di questa Dieta, il che essi non vogliano per alcun modo patir, perchè esso è lutherano, permettendo, che nel suo stato si viva al modo luteranesmo; onde, se costui sia posto in quel luoco, essi montaranno a Cavallo et si partiranno, Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 März 16, Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.2, S. 156–159, hier S. 158. Zur pfälzischen Kirchenpolitik vgl. Luttenberger, Glaubenseinheit, S. 129–139 und passim.
    1
     Vgl. den Abschied des Reichstages zu Speyer, 1526 August 27, RTA JR Bd. V/VI, Nr.221, S. 879–895, hier § 4, S. 881: Demnach haben wir, auch Kff., Ff. und stende des Reichs und derselben botschaften uns ytzo alhie uff diesem reichstag einmutiglich verglichen und vereinigt, mitlerzeit des concilii oder aber nationalversamlung nichtsdestomynder mit unsern underthanen ein yglicher in sachen, so das edict, durch ksl. Mt. uff dem reichstag, zu Wormbs [1521] gehalten, ausgangen, belangen mochten, fur sich also zu leben, zu regiren und zu halten, wie ein yeder solhs gegen Got und ksl. Mt. hoffet und vertrauet zu verantwurten.
    1
     Vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 3, Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.6, S. 166–169, hier S. 167–168.
    1
     Vgl. dazu Farnese an Contarini, Rom, 1541 April 29, NB I,7, Nr. 6, S. 18–19, hier S. 19.
    2
     Zur Planung eines Religionsgespräches mit sechs Kolloquenten vgl. Morone an Farnese, Regensburg, 1541 März 4, Laemmer, Monumenta Vaticana, Nr. CCXVI, S. 367–369, hier S. 368–369.
    3
     Zu den Einwänden Contarinis gegen die religionspolitischen Passagen der ursprünglichen Fassung der Proposition und zu den darüber geführten Verhandlungen vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 5, Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.7, S. 169–173 und Luttenberger, Kaiser, Kurie und Reichstag, S. 109–111. Vgl. dazu und zur Reaktion der katholischen Aktionspartei auf die Proposition auch Morone an Farnese, Regensburg, 1541 April 6, Schultze, Actenstücke, T. II, Nr.22, S. 624–627; ders. an dens., Regensburg, 1541 April 7, ebd. Nr. 24, S. 630–631 und ders. an dens., Regensburg, 1541 April 14, Laemmer, Monumenta Vaticana, Nr. CCXVI, S. 369–371. Zu den Verhandlungen über die Proposition und das weitere Verfahren vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 14, Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.9, S. 174–176. Zur Kommunikation der ksl. Regierung mit den päpstlichen Nuntien über die Reichstagspolitik im März und Anfang April 1541 vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 März 18, Schultze Actenstücke, T. I, Nr.3, S. 159–161; ders. an dens., Regensburg, 1541 März 20, ebd. Nr. 4, S. 162–163; Morone an Farnese, Regensburg, 1541 März 21, Dittrich, Die Nuntiaturberichte Morones 1541, Nr. 12, S. 438–440; ders. an dens., Regensburg, 1541 März 31, Schultze Actenstücke, T. II, Nr.19, S. 619–621 und ders. an dens., Regensburg, 1541 April 3, ebd. Nr. 20, S. 621–623.
    1
     Syntax in der Vorlage unvollständig.
    1
     Eine französische Übersetzung des Stückes findet sich in Wien HHStA, Belgien PA 31/3, fol. 142r–145v (Kop.) und Wien HHStA, Hs. weiß 14/2, fol. 90r–93r (Kop.).
    2
     In der französischen Übersetzung, Wien HHStA, Hs. weiß 14/2, fol. 90r–93r (Kop.), folgt danach: Et pour condescendre à ce que touche cette diètte sadite M a fait tout ce que en elle a esté pour nonobstant tous autres empêchemens tant de maladie, qu’il a heu sur son partement du pays d’embas, que depuis en chemin est arrivé icy, comme lesdits Šétats scavent, et aussi a tenu main devers notre saint père, le pape, affin que en ensuivant le recès de Hagenau il envoia un légat exprès pour s’employer à la concorde catholicque et chrétienne, ce que ledict Sr père a très volontiers accordé et y a envoyé le cardinal Contarenus pour légat, prélat qualifié comme chacun scet et zélateur de ladite concorde. Puis doncques que sadite M par les raisons très urgentes et nécessaires maintenant en partie récitées et contenues amplement ès lettres de l’indiction a entreprint la présente diètte de soy y trouver en propre personne et longuement attenda la venue des états, lesquels sont comparus en nombre raisonnable, dont sadite M les remercie, pour lequel ceste diètte et congrégation se fait du différend de notre religion et sainte foy catholique, lequel demeure jusques à présent sans décision et de jour à autre devient tant plus griefve et est à craindre, que en pourront s’ensuivre beaucoup de mals, diffidences, contrariétés, guerres et dissentions, si par bon, meur et salutaire conseil et délibération n’y soit pourveu. A quoy et pour faire une si très bonne et nécessaire euvre sadite M de zèl de bon chrétien et impériale volenté [endend?] soy employer espérant entièrement, que les électeurs, princes et états de leur coustel et chacun endroit soy n’y feront point moins et s’y employeront et penseront comme bons chrétiens de tout leur pouvoir, et prie et requiert sadite M, qu’ils veuillent pondérer, penser et consulter cest affaire, comment ledit différent se pourroit repaisir et réduire à bonne et chrétienne intelligence et union, aussi comment et par quel moyen on y pourroit besoigner et entreprendre de faire singulièrement à l’honneur de Dieu, pour le bien publique de la nation germanique. Et affin que lesdits états puissent veoir et apercevoir, que sa ditte M prent ladite affaire de la religion comme le plus souverain et principal au cueur, elle pense et avise en cas, que lesdits états ne scavent aucun meilleur, pour le plus expédient moyen que saditte M par bon advis députeroit sans préjudice de recès de Auspurg à aucuns bons personnaiges honorables, de bonne conscience, scavans, traitables et paisibles en petit et du nombre desdits états et nation germanicque pour examiner les articles et points étant en différent et regarder sur la réduction d’iceux en concorde, lesquels feront rapport à saditte M et ausdits états pour adviser dessus ce que conviendra, et a esté sadite M [esmeuté] de penser à ce moyen pour ce qu’il se justifie de soy-mesme et qu’il a desjà autrefois esté approuvé et congneu estre utile tant à Auspurg comme aussi dernièrement à Wormes avec la susditte réservation. Secondement pour ce que sadite M craint et croit pour certain, que ledit Turcq, ennemy de notre sainte foy catholique, permettante la M divine pour punition de nos pêchés prent cueur et hardiesse par nosdittes dissentions et ne laissera comme parcydevant de courir sus troubles et destruire ladite chrétienté, sadite M requiert en clémence, que les électeurs, princes états et députés veuillent considérer la grande et inesvitable nécessité et aussi singulièrement entreprende, aviser et délibérer de cest article, semblablement consulter tout ce que pourra servir à la paix en commun, à droit et justice, bonne police, tranquilité et tous autres points contenus en lettre de l’indiction de ceste diètte, que sera pour le bien du saint empire, nation germanique et d’eux lesdits états en général et en tout ce remontrer leur bon semblant à sadite M, aussi avancer et promouver iceux dits affaires autant que leur sera possible. Et au cas, que les électeurs, princes et états en feront comme dit est et croit sadite M, qu’ils y sont très inclinés, sadite M comme clément et bon chrétien empereur, originel et singulier amateur de la nation germanique, offre de rien délaisser de faire, que puisse duire à ladite concorde et avancement d’icelle entretenance et conservation de la paix, union et droit, justice, police et tranquilité et que pourra estre en toutes choses duisable, commode et proffitable. Parquoy doncques et pour considération de ladite inévitable nécessité se veuillent conformer, démonstrer et conduire en tout ce que dit est selon la présente benigne et clémente requête de sa M très chrétienne si humblement et de si bonne volonté comme sadite M espère, qu’ils y sont inclinés pour la louenge, honneur et conservation de notre sainte foy catholicque avec le repos, paix, unyon et prospérité de sadite Met d’eux touts. Sadite M le reconquoistra volontier envers tous de bonne grâce et clémence.
    1
     Die Datierung ergibt sich aus folgenden Indizien: Das Stück nimmt Bezug auf Vorgänge bis 1540. Der letzte Reichstag wurde am selben Ort gehalten. Die Anspielung auf die Bemühungen um ein Generalkonzil bei Papst Clemens VII. belegt, dass es sich dabei um den Regensburger Reichstag 1532 handelt. Die Proposition des gegenwärtigen Reichstages wurde bereits vorgetragen. Vgl. auch Granvelle an Kgn. Maria, Regensburg, 1541 Juni 19/21, Wien HHStA, Belgien PA 47/5, fol. 52r–53v (Ausf.) [Anm. 1 zu Nr. 748].
    2
     Eine französische Fassung des Stückes findet sich in Wien HHStA, Belgien PA 31/3, fol. 149r–151v und – in gekürzter Variante – Wien HHStA; Hs. weiß 14/2, fol. 106r–108r (Kop.) sowie Madrid Real Biblioteca, Fasz. Mss. 2232, fol. 81r–84r.
    3
     Goletta/La Goulette, tunesischer Hafen.

    Anmerkungen

    a
     In D danach gestr.: guetliche.
    b
     In D danach gestr.: kaiserliche.
    c
     In B und D: geferlich. In C korr. aus: geferlich.
    d
    -d Fehlt in B. In D v. a. Hd. nachgetr.
    e
    -e In D marg. nachgetr.
    f
     In C danach gestr.: auch verlierung aller und yeder regalien, privilegien, gnaden und freyhaiten, so euer L. von uns und dem hl. reiche hat.
    g
    -g Fehlt in D.
    h
     In D danach gestr.: und execution und volziehung gesprochner urtailen.
    i
     Danach in C als Schluss: Das mainen wir ernstlich und uber das euer L. vorberurte, treffliche sachen gemainer christenhait, dem hl. reiche und vatterlandt zu tröstlicher wolfart durch angeregt erscheinen, wie uns nit zweyvelt , fur sich selbst mit allen treuen gern furdern wirdet. So wellen wir es doch in sonderhait gegen euer L. mit allem gnedigen willen beschulden.
    a
    -a Fehlt in B und C.
    b
    -b Fehlt in C.
    c
    -c Fehlt in B und C.
    d
     In B und C danach: wiederumb bis.
    e
    -e Fehlt in B und C.
    f
     In B und C danach: ambtleuten.
    g
     In B und C danach: mit unser handt unterschrieben und.
    h
     In B: 25.
    a
     In C danach: ut.
    b
     In B und C danach: interim.
    c
     Fehlt in C.
    a
     In B danach v. a. Hd. nachgetr.: so in zeyt der augsburgischen confession dorin gewest oder hernachmals dorein getretten und komen seyn.
    b
    -b Ergänzt nach B, C und D.
    c
     In B danach v. a. Hd. nachgetr.: die sein in zeit des augsburgischen reichstags dorin gewest oder hernachmals dorein getretten.
    d
     In B danach v. a. Hd. nachgetr.: so der augsburgischen confession domals angehangen ader hernach dorzue gekomen.
    e
     In B danach v. a. Hd. nachgetr.: die sein in zeyt der augsburgischen confession derselben anhengig gewest oder hernachmals ir anhengig geworden.
    f
     In B danach: yn unser stadt Lutzelburg.
    a
    -a Fehlt in B.
    b
    -b Fehlt in B.
    c
    -c Fehlt in B.
    d
     In B und C danach: Speyer.
    a
    -a Von Kf. Johann Friedrich eighd. nachgetr.
    b
    -b In B: nicht zu verlegen, uff das die teglichen offen zu halten, zu- und abreyttende gest mögen allzeyt herberig haben.
    c
    -c In B: teurung notbetranglich.
    d
     Ergänzt nach B.
    e
     In B: schidlich.
    a
     Korr. nach B und C aus: id.
    b
     Korr. nach B und C aus: concipimus.
    c
     Fehlt in B.
    d
     In B und C: acceptum.
    e
     Nach B und C korr. aus: citissimo.
    a
     In B: verwanten.
    b
     In B: verordneten.
    a
     Nach B und C korr. aus: zufugen.
    b
     In B: reumen.
    c
     Nach B und C korr. aus: erzeihung.
    d
    -d In B und C: neigung und begher zu cristlicher concordien und ainigkait zumessen, auch dem erbieten, das ksl. Mt. zum treulichsten und fleissigsten von dieser handelung berichtet soll werden und, was ehr ferner zu cristlicher concordia, auch frid und ruhe handlen und furdern kunte.
    e
    -e Fehlt in C.
    f
     In B und C danach: ihnen.
    g
     In B und C danach: sein.
    h
     In B und C danach: und ubergebene.
    i
     In B und C: copey der ksl. Mt. schrieft.
    j
     Nach B und C korr. aus: botten.
    k
     In C danach: es.
    l
     Nach B und C korr. aus: angelegten.
    m
    -mIn C: gutwilligen.
    n
    -n Fehlt in C.
    o
     In C: in auch.
    p
     Ergänzt nach B und C.
    q
     In B und C danach: woll.
    r
     Nach B und C korr. aus: ihnen.
    s
     In B und C danach: vorigen.
    a
     In B: dis thails.
    b
     Nach B und C korr. aus: an.
    c
     Nach B und C ergänzt.
    d
    -d Fehlt in B und C.
    e
    -e In B und C: by iren kfl. und fstl. Gn.
    a
     Fehlt in D.
    b
    -b Fehlt in B, C und D.
    c
    -c Fehlt in B, C und D.
    d
     Fehlt in B und C.
    e
    -e In B, C und D: obberurtermassen.
    f
    -f Fehlt in B, C und D.
    a
    -a Korr. aus: zu vergleichung und hinlegung.
    b
    -b Korr. aus: mit rath und zuthuen unserer und des reichs Kff., Ff. und stende widerumb hindangelegt, auch.
    c
    -c Korr. aus: hohen.
    d
    -d Nachgetr.
    e
     Nachgetr.
    f
    -f Nachgetr.
    g
    -g Fehlt in B, C und D. In A nach zuthun gestr.: gemainer reichsstende.
    h
     Nachgetr.
    i
     Danach gestr.: der executio.
    j
     Danach gestr.: gegenainander.
    k
     Danach gestr.: mit urteil und recht.
    l
     Nachgetr.
    m
     Nachgetr. Fehlt in B und C.
    n
    -n Korr. aus: auch gesprochne urteil recht mit gepurlicher execution billich volnzogen werden sollen.
    o
    -o Korr. aus: solche urteil, acht und processen dieser zeyt volnzogen und exequiert werden sollten.
    p
     Danach gestr.: emporung, aufruer.
    q
     Zunächst: fast die, dann: namblich die.
    r
    -r Korr. aus: wenigs fruchtbarlich gehandlt mag.
    s
    -s Korr. aus: durch verhinderung oder.
    t
    -t Nachgetr.
    u
    -u Nachgetr.
    v
    -v Nachgetr.
    w
    -w Korr. aus: obligen.
    x
    -x Korr. aus: Damit aber solcher unrath, nachtail, auch krieg, pluetvergiessen und verderbung unsers christenlichen glaubens und teutscher nation abgewendt und furkomen, frid und ainigkayt gepflantzt und alsdan dem hl. reiche teutscher nation in andern obligen geholfen werden moge, so erfordert die hohe, unvermeidenliche notturft, ein solhs einsehens zu thun, damit die obgedachten schwebenden rechtfertigungen auch wurckung.
    y
    -y Nachgetr.
    z
    -z Korr. aus: haben demnach.
    aa
    -aa Korr. aus: und aus oberzelten und andern treffenlichen ursachen, auch auf diemutig ansuechen und pitte der protestierenden Kff., Ff. und stende.
    ab
    -ab Nachgetr.
    ac
    -ac Nachgetr.
    ad
    -ad Korr. aus: der kirchengueter, wie obsteet.
    ae
    -ae Korr. aus: so allein gemainem nutzen zu.
    af
    -af Nachgetr.
    ag
     Nachgetr.
    ah
    -ah Nachgetr.
    ai
    -ai Korr. aus: unserm und des reichs gemainem landtfriden und nurmbergischen stillstandt von menigclich steet und vest gehalten und dem gelebt werden solle.
    aj
    -aj Nachgetr.
    ak
    -akKorr. aus: zu end desselben oder anderer gestalt verordent wirdet.
    al
     Nachgetr.
    am
    -am Nachgetr.
    an
     Danach gestr.: den obberurten unsern landtfriden ernstlich und treulich halten.
    a
     Danach gestr.: Uns gelangt aber glaublich an, das allerlay practicken zu verhinderung desselben unsers angesetzten reichstags gesuecht werden und undter anderem, dieweil.
    b
    -b Nachgetr.
    c
    -c Nachgetr.
    d
     Danach gestr.: sich die protestierenden allerlay.
    e
    -e Nachgetr.
    f
    -f Nachgetr.
    g
    -g Nachgetr.
    h
    -h Nachgetr.
    a
    -a Nachgetr.
    b
    -b Nach B korr. aus: die weil.
    a
    -a Nachgetr.
    b
    -b Nachgetr.
    c
    -c Nachgetr.
    d
    -d Nachgetr.
    e
    -e Nachgetr.
    f
    -f Nachgetr.
    g
     Nachgetr.
    h
    -h Korr. aus: und wo das beschehen were.
    i
    -i Korr. aus: werden mochte.
    j
    -j Nachgetr.
    a
    -a In B marg. nachgetr.
    b
     In B danach nachgetr.: in allen sachen und.
    c
    -c In B nachgetr.
    d
    -d In B nachgetr.
    e
    -e In B nachgetr.
    f
    -f Korr. aus: also.
    g
    -g In B nachgetr.
    h
    -h In B nachgetr.
    i
    -i Fehlt in B.
    j
    -j In B nachgetr.
    k
    -k In B nachgetr.
    l
    -l In B nachgetr.
    m
    -m In B nachgetr.
    n
    -n Fehlt in B.
    o
    -o In B nachgetr.
    p
     Fehlt in B.
    q
    -q In B nachgetr.
    r
    -r In B: wie auch die bewilligt turckenhilf auf den tag zu Wurmbs, so zu Frankfurt zu erlangen den abschid ires vortheils mit vil vertrostung zugesagt, vervolgt hab.
    s
    -s In B korr. aus einer wegen starker Streichung nicht mehr rekonstruierbaren Zeile.
    t
    -t In B nachgetr.
    u
    -u In B korr. aus einer nicht mehr zuverlässig rekonstruierbaren Passage.
    v
     In B nachgetr.
    w
    -w In B korr. aus einer nicht mehr zuverlässig rekonstuierbaren, mehrzeiligen Passage.
    x
    -x In B korr. aus einer nicht mehr rekonstruierbaren Zeile.
    y
    -y In B korr. aus einer nicht mehr zuverlässig rekonstruierbaren Passage.
    z
    -z In B korr. aus einer nicht mehr zuverlässig rekonstruierbaren zweizeiligen Formulierung.
    aa
    -aa Fehlt in B.
    ab
    -ab In B: dis alles ernstlich und loblich zu erhalten.
    ac
    -ac Fehlt in B.
    ad
    -ad In B: der gemein cristlichen versamlung und kirchen.
    ae
    -ae In B nachgetr.
    af
    -af In B: in der handlung.
    ag
    -ag Fehlt in B.
    ah
    -ah In B nachgetr.
    ai
     In B danach: gegen eur ksl. Mt.
    a
    -a So in der Vorlage.
    a
     In B danach: rocker.
    a
     In der Vorlage irrtümlich: mit.
    b
     In A verderbt, ergänzt nach B.
    c
    -c In A verderbt, ergänzt nach B.
    d
    -d In A verderbt, ergänzt nach B.
    e
    -e In A verderbt, ergänzt nach B.
    a
     Nach B korr. aus: causa.
    b
     Nach B korr. aus: quam plurimi.
    c
     Fehlt in C.
    a
     In der Vorlage irrtümlich: suygante.
    a
    -a In B nachgetr.
    b
     In B nachgetr.
    c
    -c In B nachgetr.
    d
    -d In B nachgetr.
    e
    -e In B nachgetr.
    f
    -f In B nachgetr.
    g
    -g In B korr. aus: nit allain iren vermögen, sonder auch ir aigen person gemainer christenheit und sonderlich dem hl. reiche teutscher nation zu gueter wolfart darzustrecken.
    h
     In B korr. aus: seinem grausamen furnemen gegen gemainer christenheit umbso vil desto mehr widerstandt und abbruch ze thun, under augen geschickt.
    i
    -i In B nachgetr.
    j
    -j In B nachgetr.
    k
    -k In B nachgetr.
    l
    -l In B nachgetr.
    m
    -m In B nachgetr.
    n
    -n In B nachgetr.
    o
    -o In B korr. aus: erstlich ain.
    p
    -p In B nachgetr.
    q
    -q In B nachgetr.
    r
    -r In B nachgetr.
    s
     In B danach gestr.: wie solhs ainen yeden beruert.
    t
    -t In B nachgetr.
    u
    -u In B korr. aus: gotforchtige, eerliebe, schidliche.
    v
    -v In B korr. aus: rhue, heyl.
    w
    -w Fehlt in B.
    a
    -a Nachgetr. v. a. Hd.
    b
     Nachgetr. v. a. Hd.
    c
    -c Nachgetr. v. a. Hd.
    d
    -d Nachgetr. v. a. Hd.
    e
    -e Nachgetr. v. a. Hd.
    a
     Danach gestr.: bißher.
    b
     Danach gestr.: daher nit allein gevolgt, das under solher mißhellung und zertailung gemainer christenheit erbvheindt, der Turckh, nach jungst beschehner abtreibung aus teutscher nation von tag zu tag und ye lenger ye mer gegen und wider teutsche nation sollicher massen eingedrungen hat.
    c
    -c Nachgetr.
    d
     Danach gestr.: billich.
    e
    -e Korr. aus: uf etlichen vorgehalten reichstagen.
    f
    -f Nachgetr.
    g
    -g Korr. aus: in andern weg.
    h
    -h Korr. aus: fur und fur zu handeln.
    i
     Danach gestr.: hat ir Mt. zuletzt bedacht, das diese handlung nit fuglicher noch hailsamer dan in irer Mt. selbs beisein.
    j
     Korr. aus: principal.
    k
    -k Nachgetr.
    l
     Nachgetr.
    m
     Danach gestr.: widerumb gentzlich abgestelt und zu christlicher vergleichung und außtrag gepracht werden.
    n
    -n Korr. aus: solhem beschwerlichen last des hl. reichs teutscher nation ihres hochsten vermögens abzuhelfen.
    o
    -o Nachgetr.
    p
    -p Korr. aus: solher zwispalt in unserm heiligen, christenlichen glauben hingelegt und.
    q
     Korr. aus: general.
    r
    -r Nachgetr.
    s
    -s Nachgetr.
    t
    -t Nachgetr.
    u
    -u Nachgetr.
    v
     Nachgetr.
    w
     Danach gestr.: disem schweren last.
    x
    -x Nachgetr.
    y
     Nachgetr.
    z
     Danach zunächst nachgetr., dann wieder gestr.: des hl. reichs teutscher nation.
    aa
     Nachgetr.
    ab
    -ab Nachgetr.
    ac
    -ac Nachgetr.
    ad
    -ad Korr. aus: gesetzt werden möge, erledigt.
    ae
     Danach gestr.: und die notturft erwegen.
    af
     Danach gestr.: gehorsamlich.
    ag
    -ag Nachgetr.
    ah
     Danach gestr.: gemainem nutzen zu guetem.
    a
     Danach gestr.: und gehalten.
    b
    -b Nachgetr.
    c
     Korr. aus: zu entschuldigung.
    a
    -a Nachgetr.
    b
     Korr. aus: naigung.
    c
    -c Nachgetr.
    d
    -d Nachgetr.
    e
    -e Nachgetr.
    f
     Korr. aus: genieß und nutz.
    g
     Korr. aus: stenden.
    h
     Danach gestr.: mercklichen.
    i
     Korr. aus: schmachreden.
    j
    -j Nachgetr.
    k
    -k Nachgetr.
    l
    -l Korr. aus: strafbar und pfendtlich.
    m
     Nachgetr.
    n
    -n Nachgetr.
    o
    -o Korr. aus: der herschung der welt und monarchia nachtrachten.
    p
     Korr. aus: fursorg.
    q
     Danach gestr.: notwendiger.
    r
     Korr. aus: verderblichen.
    s
     Korr. aus: gefar.
    t
     Danach gestr.: und widerumb herfurzuziehen oder von neuem auf die pan zu bringen.
    u
    -u Nachgetr.
    v
     Nachgetr.
    w
    -w Nachgetr.
    x
    -x Korr. aus: furgenomen.
    y
    -y Korr. aus: was ir Mt. dem hl. reiche schuldig und.
    z
    -z Korr. aus: gnedigclich.
    aa
     Danach gestr.: und stift.
    ab
     Danach gestr.: und stift Utrecht.
    ac
     Korr. aus: belaidigung, uberfallens.
    ad
    -ad Korr. aus: vermittelst der gemelten stat und stifts zu Utrecht irer Mt. underthanen datzumal teglichen zugefuegt wurde und das noch dieselben Niderlandt.
    ae
    -ae Nachgetr.
    af
     Korr. aus: stift.
    ag
     Korr. aus: und aid.
    ah
    -ah Korr. aus: stift.
    ai
    -ai Nachgetr.
    aj
     Korr. aus: de plane.
    ak
     Danach gestr.: von stund an.
    al
     Danach gestr.: und entschuldigung.
    am
     Korr. aus: zweifel.
    an
     Korr. aus: gepurlichem.

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    « ŠI. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages »

    «Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 39r–42r (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 5, fol. 1r–4r (Ausf.) [an Lgf. Philipp von Hessen]; KV: Ks. Karolus bestimpt den reichstag gein Regensburg uff Trium regum 1541.

    C  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Reinkonz.) [an Kf. Albrecht von Mainz].

    D  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Reinkonz.).

    E  koll. München HStA, KBÄA 3154, fol. 1r–3v (Kop.) [an Hg. Ludwig von Bayern].

    Kurzregest: Winckelmann, Pol. Corr. Straßb., Bd. III, Nr.95, S. 96.

    Nachdem wir von anfang unser keiserlichen regierung untz bisher und noch nichts hohers noch merhers gesucht und begert, dann wie die eingefallen zwispalt unser heiligen, christenlichen religion durch fridliche, billichea, christenliche mittel und wege hingelegt und in vergleichung gebracht, dardurch nach ervolgung der eher Gottes im hl. reich teutscher nation zwuschen den stenden und glidern desselben dester baß gutter fride, ruhe und einigkeit erhalten und mißvertrauen, unwillen und zerruttung abgeschnitten, auch unsers heiligen, christlichen namen und glaubens erbfeindt und verfolger, dem Turcken, umbso vil desto statlicher widderstandt und abbruch gescheen mochte, wie wir dann auf vilgehalten unsernb reichstegen, darauf wir eins theils in eigner person erschinen, auch nachmalen in andern treffenlichen particularhandlungen in unserm abwesen durch unsere comissarien und verordenten zu gutlicher vereinigung gemelter zwispaltiger religion an uns unsers verhoffens nichts erwinden lassen und aber alle solliche gutliche handlungen uber allen furgewendten vleiß und arbeit noch bißher nit zu fruchtbarer wurckhung komen, so seindt wir (wiewol wir deß billicher beschwerdt und misfallen zu tragen hetten) noch dann auß gnedigister, vetterlicher neigung bewegt worden, unsere hispanische konigreich (gleichwoll mit unser mercklichen ungelegenheit) abermaln zu verlassen. Haben uns auch daruf teutscher nacion genehert, nochmalen mit allem vleiß zu versuchen, sollichen zwispalt unser heiligen religion gutlich, fridlich und christlich hinzulegen und zu vereinigen und das sorglichc mißvertrauen, so sich ein zeith here und von tag zu tag ye lenger ye meher zwuschen den stenden des hl. reichs eingerissen (darauß dann im endt allerlei unrath, zerruttung und plutvergiessen ervolgen mochte) abzustellen.

    ŠWie wir dann, alsbald wir in dise unsere nider erblandt ankomen, uns mit unserm freundtlichen, lieben bruder, dem romischen konig, persondlich deßhalb nach aller notturft freundtlich und bruderlich underret und die sachen dahin gehandelt, das wir umb hinlegung und vergleichung willen sollicher zwispaltiger religion ein versamlungtag zu Hagenau, (darauf sein L. von unsern und iren wegen in eigner person gewest), mit den chur- und furnembsten fursten des hl. reichs, so der alten religion sein, und dann mit den protestierenden chur- und fursten sambt iren zugewanten stenden halten lassen, auf wellichem tag auß unser gnedigen zulassung und bewilligung verabschiedt, das ein anderer tag, nemlich auf den 28. tag des monats Octobris nechstkhunftig in unser und des reichs stat Wurmbs zu gutlichem, unverbundtlichem tractat und gesprech angesetzt und außgeschriben worden (wie dann von uns alsbaldt bescheen), darauf yeder theil etliche gelerte, verstendige und schiedliche personen in gleicher anzall verordnen, die alsdann in beisein euer L. und der andern drei chur- und fursten oder irer rethe, so in sollichem tractat als underhandler presidiern werden, (dabei bepstlicher Hlt., deren wir sollichen tag verkhundt haben, deßgleichen unsere commissarien und botschaft, so wir derhalben mit bevelh, in disen und andern streittigen punctn, in gemeltem hagenauischen abschidt begriffen, zu handeln, verordnen und abfertigen, auch sein mogen), die augspurgischen confession und apologia dder protestierenden–d fur die handt nemen und sich auf alle puncten und jeden in sonderheit freundtlich, christlich (doch unverbundtlich) underreden und allen muglichen vleiß furwenden sollen, alle irrige puncten zu christenlicher einigkeit, vergleichung und rechtem verstandt zu bringen, eund darnach auf zukhunftigem reichstag uns–e, der bepstlichen Hlt. legaten und allen stenden des hl. reichs relation angezeigts gutlichs tractats und gesprech etc. bescheen solle, damit ferrer durch wege eins rechtmessigen concilii oder sonst christenliche vergleichung die sach der streittigen religion zu geburlicher erorterung gebracht, deßgleichen auch daneben in andern deß hl. reichs teutscher nation hochbeschwerlichen obligen die notturft furgenomen und gehandelt werden moge, wie dann sollichs und anders der gemelt hagenauisch abschidt und unser daruf bescheen ausschreiben des khunftigen versamlungstags alles ferrer mit sich bringen.

    Hieruf so haben wir mit guttem vorbetrachten und erwegen bemelten sachen fur nutz und gut angesehen und, damit die desto stattlicher gehandelt und zu einem gutten, wurcklichen, fruchtbarn endt gebracht werden mogen, einen gemeinen reichstag in unser und des reichs stat Regennspurg auf nechstkhunftigen der heiligen dreier konig tag deß 41. jars, darauf wir auch mit hilf des almechtigen in eygner person zu erscheinen willens, zu halten furgenomen.

    Sollichen tag verkhunden wir euer L. hiemit von romisch keyserlicher machtvolkomenheit und bei den pflichten, damit euer L. uns und dem hl. reich Šverwandt istf, ernstlich gebiettendt und wollen, das euer L. auf bestimbte zeit gewißlich zu Regennspurg an alle verhinderung und entschuldigung personnlich ankomb und allein im fall leibs ehafter kranckheit, die euer L. bei berurten pflichten betheurn mugen, und sonst nit euer L. volmechtige anweldt, on hindersichbringen in obberurten puncten zu ratschlagen, zu handlen, beschliessen, gaufrichten, underhalten und volnziehen zu verhelfen–g, dermassen mit gnugsamen bericht und gewalt abfertig und fursehe, wie das der sachen wichtigkeit, notturft und gelegenheit erfordert, deßgleichen auch von wegen widderstandts und abbruchs bemelts unsers heiligen glaubens erbfeindts und verfolgern, des Turcken, und underhaltung unsers keyserlichen chammergerichts, auch handthabung fridens und rechtens im hl. reichh, darzu gutter pollicei und muntz und sonst darneben alles zu handln und zu beschliessen, das dem hl. reich und teutscher nation zu erhen, nutz und wollfart und allem gutten gedheihen und ersprießlich sein mag und auf angeregtem reichstag fur nutzlich und guth also angesehen und furgeschlagen wurdeti, und also eigner person oder, als obgemelt, durch euer L. volmechtige geschickten in betrachtung der unvermeidlichen, hohen notturft nit aussenbleiben noch auf yemandts andern weigern oder verziehen, auf daß andere, so zeitlich ankomen, mit verdrieß, schwerem costen und unnutzlicher verzerung der zeit nit warten mussen oder aufgehalten werden und umbso vil meher statlicher in obbestimbten beschwerlichen sachen und obligen dem röm. reich und desselben stenden, auch gantzer teutscher nation und gemeiner christenheit zu wolfart, nutz und guttem gehandelt werden moge.

    Das wollen wir uns also in bedenckhung, das wir eigner person sollichen reichstag mit unsern grossen unstatten, aber dem hl. reich zu nutz und guttem besuchen, zu euer L. ungezweiffelt versehen, und euer L. thut auch doran zusambt dem, das die sollichs derselben verwantnus nach uns und dem hl. reiche schuldig ist, unser ernstlich meynung. Und wo euer L. in zehen tagen den nechsten nach dem bemelten angesetzten tag nit erscheinen (des wir uns doch keinswegs versehen wollen), so wurdet nichts minder durch uns mit den anwesenden stenden in den sachen gehandelt und beschlossen in aller massen, als ob euer L. und andere zugegen gewest weren, welches wir auch alsdann so vest, steet und kreftig (als ob alle stendt , die an- und abwesenden, darein Šbewilligt hetten) achten und vollenziehen wollen. Darnach wiss sich euer L. gentzlich zu richten1.

    Geben in unser stat Brussell in Brabant am 14. tag des monats Septembris anno etc. im 40., unsers keiserthumbs im 20. und unserer reiche im 25.

    «Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11 »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Ausf.).

    Danken für die Wahl Regensburgs als Ort des Reichstages. Haben erfahren, dem Kaiser sei gesagt worden, in Regensburg herrsche eine gefährliche Epidemie. Versichern, dass in ihrer Stadt seit fünf Jahren niemand an der Pest gestorben ist. Haben für den Reichstag umfangreiche Vorbereitungen getroffen, auch Kredite aufgenommen. Wenn der Reichstag abgesagt werden sollte, würde dies der Stadt und ihrer Bürgerschaft schweren Schaden zufügen. Erinnern an ihren bisherigen, treuen Gehorsam und an ihre Loyalität gegenüber dem Kaiser und dem Haus Österreich und bitten, den Reichstag nicht zu verlegen1. Datum Regenspurg, am Sambstag nach unser lieben frauen tag irer empfengknus anno 40.

    « Nr. Š3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21 »

    Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.902, unfol. (Konz.); ÜS: Ausschreiben des stettags gen Regenspurg auf anhalten deren von Goßlar 1541.

    Die fursichtigen, ersamen, weisen, auch unsere besunder lieben und gute freund burgermaister und rat der stat Goßlar haben uns kurtzverschiener tag irer begegenten beschwerungen und obligenden not halben geschriben, auch daneben angesucht und gepeten, wie euer L. auß hier inverwarter copei desselben schreibens nach der leng freundtlich zu vernemen, welches wir den strengen, fursichtigen, ersamen, weisen maistern, burgermaistern und räten der stett Straspurg, Nurmberg und Ulm, als neben denen wir gemaine versamblungen der erbarn frei- und reichsstett außzeschreiben pflegen, sampt unsern fruren bedencken alßpald zu erkennen gegeben und uns daruf mit iren L. durch zusamen gethane schriften verglichen1, das nit allein auß freundtlichem und getreuem mitleiden, Šso mit den gemelten von Goßlar pillich zu tragen ist, sonder auch in bedencken viler andern treffenlichen obligen und beswerungen, so den erbarn frei- und reichsstetten ingemain und sonderhait unaufhörlich widerfahren, gut, nutz und not sein welle, dieweil on das die ksl. Mt., unser allergnedigster herr, itzo ainen gemainen reichstag uf Trium Regum gen Regenspurg angesetzt, das sich die erbarn frei- und reichsstett aller solcher iren gemainen und sondern sachen und beschwerungen halben, zuvor und ehe der angesetzt reichstag anfenge oder gehalten wurde, mitainander der notdurft nach besprochen und beratslagt hetten, und demnach endlich beslossen, ain gemaine der erbarn stett versamblung außzukunden.

    Dieweil wir aber in solicher zusammenkunft in betrachtung der gantz kurtzen zeit, hiezwischen dem ausgeschriben reichstag uberig, auch zu vermeidung vergeblicher mue und uncostens nit fuglicher noch bequemer malstat und zeit dan eben gen Regenspurg zu anfang des reichstags, zuvor und ehe dan die gemainen reichshendel angegriffen wurden, furzunemen und zu benennen gewisst haben, so setzen, benennen und verkunden wir eueren L. (wie dan die obgenanten drey stett Straspurg, Nurmberg und Ulm den stetten irer bezircke auch gethan haben) den vierdten tag nach dem angesetzten reichstag oder, so der weiter erstreckt wurde, alßdan auch den vierdten tag nach solicher erstreckung nechstvolgend, zu Regenspurg oder an dem ort, dahin der reichstag villeicht verrugkt oder verendert werden mocht, durch eur erbar ratspotschaft gewißlich zu erscheinen.

    Hiemit freundtlich pitend, euer L. wellen die bemelten beschwerungen und obligen der notdurft nach hiezwischen wol bedencken, euch in hertzen geen lassen und zu angeregter zeit nit auspleiben, daselbst gegen solichen beschwerungen, ob und wie die ab- und in pesserung gewendt werden mechten, pestes vleiß handln und raten helfen, wie wir uns versehen, die andern erbar stett des orts an inen auch nichts erwinden lassen werden, so sein wir, eueren L. Šallen freundtlichen willen und dienst zu beweisen, gantz begirig und genaigt2. Datum Dinstags, den 21. Decembris anno etc. 403.

    «Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar »

    «Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 23r–24v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 24v: Copey des gleits zum reichstag zu Regenspurg, dem churfursten und Lgf. zu Hessen geben, 1541.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 196r–197v (Kop.); ÜS fol. 196r: Gleyt des keysers; DV v. a. Hd. fol. 197v: Causa Hg. Johans Kf. habuit tale gelayt

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.904, fol. 96r–96v und fol. 99r (Kop.); ÜS fol. 96r: Forma des zugeschickten der ksl. Mt. geleydts, welches doch unbesigelt.

    Wir Karl der funft etc. bekhennen offenlich mit disem brief und thuen kundt allermenigclich: Als wir ainen gemainen reichstag in unser und des reichs stat Regenspurg furgenomen und darauf unser und des reichs Kff., Ff. und stende erfordert, das wir demnach auf adiemuetig ansuechen und–a pitte der hochgebornen Johansfriderichen Hg. zu Sachssen, Lgf. zu Thuringen und Mgf. zu Meissen, des hl. röm. reichs ertzmarschalckh, und Philippsen, Lgf. zu Hessen, unserer lieben oheimen, churfursten und fursten, denselben unsern oheimen, churfursten und fursten, auch iren rethen, hofgesindt und dienern bsambtlich und sonderlich–b mit aller derselben haben und guetern, so sy yetzo ungevarlich bei sich haben und mitbringen werden, unser strackh, frey sicherhait und glayt gegeben haben und geben inen das wissentlich in craft ditz briefs, also das sy zu beruertem unserm angesetzten reichstag frey, sicher komen, darauf, solang der Šweren wirdet, beleyben cund nach ausgang desselben oder sonst irer notturft und gelegenhait nach–c dadannend in ire sichere gewarsam abtziehen sollen und mögen, von uns und allermenigclich unverhindert. Doch sollen sy sich, wie sich gepurt, glaitlich halten.

    Und gebieten darauf allen und yeden eunsern und des reichs–e churfursten, fursten, gaistlichen und weltlichen, prelaten, graven, freyen herrn, rittern, knechten, haubtleuten, vitzdomben, vögten, pflegern, verwesernf, schulthaissen, burgermaistern, richtern, rethen, burgern, gemainden und sonst allen andern unsern und des reichs underthanen und getreuen, in was wirden, stats oder wesens die sein, ernstlich und wöllen, das sy die genanten unsere oheimen, churfursten und fursten, den Hg. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen, sambt baider irer L. rethen, hofgesindt und dienern mit allen iren haben und guetern, so sy ungefarlich bey sich haben und mitbringen werden, bey diser unser freyen sicherhait und glait berueblich und gentzlich beleiben lassen, schutzen, schirmen und handthaben und sy daran nit irren noch beschweren, auch andern ze thuen nit zuesehen noch gestaten in kain weise, als lieb inen seye, unser und des reichs schwere ungnadt und straff zu vermeiden. Daran thuen sy gantz unsern willen und ernstlich mainung.

    Mit urkundt ditz briefsg, besiglt mit unserm kayserlichen aufgetruckten insigel. Geben in unser stat Lutzelburg am dritten tag des monats Januarij anno etc. im 41. unsers kaiserthumbs im 21. und unserer reiche im 26h.

    «Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 131 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.); ÜS: Articuli quos nos existimamus esse necessarios, ut addantur in salvo conductu.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 76v–77v (Kop.); ÜS: Articuli quos nos existimamus esse necessarios, ut addantur in salvo conductu;KV fol. 77v: Diese lateinische artickel, das glait belangend uff kunftigen reichstag, seint dem H. von Granuelh durch die kfl. und fstl. sachssischenn und hessischen rethe Dornnstag, den 13. Januarij zugestelt. Anno 1541.

    ŠC  koll. Marburg StA, PA 556, fol. 112r–112v (Kop.); ÜS fol. 112r: Articuli quos nos existimamus esse necessarios, ut addantur in salvo conductu.

    1. Ut non tantum principibus nostris etc., sed ceteris coniunctis cum ipsis in causa religionis principibus, comitibus, civitatibus et horum legatis consiliariis, theologis et omnibus iis, quos secum ducent aut mittent, publica fides concedatur.

    2. Item, ut non tantum tuto et secure venire possint ad comicia et ibi manere quoad durabit conventus, verum etiama liberum ipsis sit pro sua opportunitate domum redire aut alios substituere vel mittere, ad quos itidem publica illa securitas pertinere debeat.

    3. Item, quod propter dissensionem religionis eis non sint fraudi ullae constitutiones, decreta conciliorum aut edicta in conventibus imperialibus facta aut alius praetextus iuris, quo possit praetendi fidem publicam eis non esse servandam.

    4. Quod sententia banni imperialis contra principes vel status promulgati vel promulgandi neque ipsis neque adhaerentibus ipsorum in hoc casu salvi conductus fraudi sit et processus iudicii camerae imperialisb suspendantur.

    5. Si forte in conventu controversiae religionis non compositae aut pax durabilis, quod Deus avertat, non facta fuerit ut nihilo minus per aliquot menses pax firma sit et a nemine religionis gratia bellum moveatur utque eo quoquec tempore processus iudicii camerae suspensi maneant et itidem sententia banni imperialis lata contra Goslarienses et Mindenses tam diu suspensa maneat.

    6. Pro quo vicissim praedicti elector, principes et status coniuncti in causa religionis gerant se interea ut in fide publica convenit nec aliquid violentum attentent.

    «Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 78r–80v (Kop.); KV fol. 80v: Copei, wie das keyserliche glait uff kunftigen reichstag voltzogen werden soll. Anno 1541.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 192r–194v und fol. 195v (Kop. m. Korr.); ÜS fol. 192r: Gleyt des keysers, corrigirt von den protestirenden.; AV fol. 195v: So Šzeyt der augsburgischen confession irer religion gewest und dorsieder dorzue getretten. Die augsburgische confession druckt namhaftig aus die anhengige chur- und fursten, grafen, hern und stete. Und mocht geferde gesucht werden, die wort des glaytzs ‚religionsverwanten etc.‘ nicht weyter zu vorstehen dan uf die, so in der augsburgischen confession namhaftig gemacht Und mochte wider meinen gnedigen herrn und seiner fstl. Gn. gesante fahre zu besorgen sein, zuforderst, weil Hg. Georg seliger ufm reichstage zue Augsburg seiner fstl. Gn. volmacht gehapt haben soll. Dorumb dunckt mich noth seyn, das es exprimirt und nach aller nottorft vorsorgt werde, wie ich ad marginem mit meiner hant geschrieben habe uf vorbesserunge.

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.904, fol. 97r–98v (Kop.); ÜS: Form des ksl. geleydts, durch bede herrn sechsischen und hessischen cantzler gestelt.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 329 Nr. 133 Bd. 2, fol. 269r–271v (Kop.).

    E  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 174r–177v (lat. Entwurf).

    Wir Karlh der funft von Gots gnaden röm. Ks., zu allen zeiten merer des reichs [...] bekennen offentlich mit diesem brief und thun kunth allermeniglich, daß wir einen gemeinen reichstag in unser und des reichs stat Regennspurg furgenohmen und darauf unser und des hl. reichs Kff., Ff. und stende erfordert, daß wir demnach auf bith der hochgebornen Johannsfridrichenn Hg. zu Sachssenn, Lgf. in Dhuringen und Mgf. zu Meissenn, des hl. reichs ertzmarschalh, und Phillipsen, Lgf. zu Hessenn, Gf. zu Catzenelnbogen, unsere lieben oheimen, churfursten und fursten denselben unsern oheimen, churfursten und fursten, auch irer L. religionsverwanten fursten, graven, herrn und stettena sampt derselbigen potschaften, rethen, theologen und allen den iren und denen, so sie mit sich bringen, mitnehmen oder schicken werden, mit aller derselben hab und gutern, so sie ungefharlich bei sich haben und mitbringen werden, unser strack, frei sicherheit und glait gegeben haben undt geben inen das wissentlich in craft ditz briefs also, das sie zu berurtem unserm angesatzten reichstag frei, sicher khomen, darauf, solang der wehren wirdet, oder sonst nach irer gelegenheit pleiben und widerumb nach irer gelegenheit von dannen biß an ir sicher gewarsam abtziehen sollen und mugen von uns und allermeniglich unverhindert.

    Ob auch etzliche abtzogen oder andere an derselben stat verordent wurden, so sollen dieselbigen verordenten auch dasselb glayt haben, ob auch gleich sie semptlich oder sonderlich unser religion nicht sein oder weren oder der religion halben ichtes gehandelt hetten oder handeln wurden, bdas der religion zuwieder geachtet mochte werden–b, und, ob es auch ein solcher falh were, darumb inen nach besage etzlicher sonderer satzungen der consilien [sic!], reichsabschied oder rechten glait nit solte gehalten werden, desselbigen und Šalles des, daß inen in solchem falh zuwider verstanden werden möchte, wir uns alß ein röm. loblicher kaiser wissentlich begeben haben. Desgleichen ob auch etzliche von gemelten churfursten, graven, herrn, stenden oder stetten der augspurgischen confession und derselbigen religion verwantenc in unser und des reichs acht und oberacht durch unser keyserliches chammer- oder andere gerichte erkannt, erclert und verkundigt were oder mitlerzeit dieses gleits erclert oder verkundigt wurden oder erclerten und verkundigten echtern anhengig weren, hulf oder rath gethann hetten oder zu irer verantwortung auf solchem reichstag rath und hulf thun wurden, so soll sich nichtsdesterweniger solch unser sicherheit und glait auf dieselbigen semptlich oder sonderlich zu notturft dieser handlung auch erstrecken in aller maß, wie obberurt ist.

    Wir haben auch den obgemelten unsern und des reichs chur- und fursten, graven, herrn, stetten und stendend alß ein röm. kaiser aus kayserlicher machtvolkomenheit und rechter wissen daß gnediglich eingereumpt und verwilligt, daß sie nach endung des reichstags zu Regenspurg, es werde gleich die religionsach verglichen oder nicht oder es werde ein bestendiger fride gemacht oder nicht, sechs monat lang frid und sicherheit haben, also das sie solcher religion halben von niemands, wer auch der were, ubertzogen, bekrigt oder beschwert werden sollen, ane geverde. In gleichnus soll auch unser keyserliches chammergericht in allen und iden religion- und daraus fliessenden oder anhengigen sachen die obgemelte zeit der sechs monath mit processen und aller andern beschwerlichen handlung stillsteen. Es soll auch hiemit auß keyserlicher machtvolkommenheit und rechter wissen die zeit des obgemelten reichstags und der sechs monat die goßlarische und mindische acht suspendirt und angestelt sein. Und dasselb wollen wir also gnediglich verfugen und verschaffen. Herwiderumb sollen gemelte chur- und fursten, graven, herrn, stende und stedte sich auch mit gewaltsamen handlungen, wie sich geburt, glaitlich halten ane geverde.

    Und gebietten darauf allen und itzlichen churfursten, fursten, geistlichen und weltlichen, prelaten, graven, freien herrn, rittern, knechten, hauptleuten, landvoigten, vitzthumben, voigten, pflegern, verwesern, amptleuten, schulteisen, burgermeistern, richtern, rethen, burgern, gemeinden und sonst allen andern unsern und des reichs underthannen und getreuen, in waß wirden, stands oder wesens die seint, hiemit ernstlich und wollen, daß sie die gnanten unsere oheimen, churfursten und fursten, den Hg. zu Sachssenn und Lgf. zu Hessenn, sampt irer L. religionsverwanten fursten, graven, herrn und stettene, auch derselbigen potschaften, rethen, theologen und alle die iren und, wen sie mit sich bringen, nehmen oder schicken werden, als obberurt, bei unser freien Šsicherheit und glait beriebiglich [sic!] und gentzlich pleiben lassen, schutzen, schirmen und handhaben und sie daran nicht irren noch beschwern, auch andern zu thun nicht zusehen noch gestatten in kein weiß, als lieb inen sei, unser und des reichs schwere ungnad und straff zu vermeiden, daran thun sie unsern willen und ernstliche meinung, mit urkunth ditz brieffes, mit unser handt underschrieben und unserm aufgedrucktem insigel besigelt. Gebenf etc.

    «Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 2, fol. 6r–8r (Kop.); DV 8v: Glait zu dem reichstag gen Regensburg.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 33r–34v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 34v: Copey des gemeinen gleits uf die mitverwandte stende, 1541.

    C  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/05, Reichstagshandlung zu Regensburg 1541, fol. 1r–1bv (beglaubigter Druck); DV fol. 1bv:Das geleite uf reichstag und das der proces am cammergerichte suspendirt. Anno etc. 41.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1358 , Sp. 556–559.

    Wir Carel der funft von Gots gnaden röm. Ks. [...]bekennen offenlich mit diesem brieve und thun kunt allermeniglich, als wir tzu unserm angesetzten reichstage tzu Regenspurg den hochgebornen Johansfridrichen, Hg. zu Sachssen, Lgf. in Duringen und Mgf. tzu Meichssen, ades hl. röm. reichs ertzmarschahl–a, und Philipsen, Lgf. tzu Hessen, unsern lieben ohmen, churfursten und fursten uf ir demutig ansuchen und bit, auch irer L. rethen, hofgesind und dienern mit aller derselben haben und gutern, so sie ungeverlich bey sich haben und mitpringen werden, unsere strack, frey sicherheit und gleit gegeben haben, tzu berurtem unserm angesetztem reichstage frey, sicher tzu komen, daruf, solang der weren wirdt, tzu pleiben und dadannen widderumb bis in ire sichere gewarsami abtzutziehen, doch das sie sich, wie sich geburt, gleidtlich halten sollen, inhalt unsers briefs, daruber ausgangen, das wir demnach uf demutig ansuchen und bit derselbigen beder chur- und fursten, seither an uns bescheen, solche unser gleidt und sicherheit uf irer L. mitverwanten in der religionsachen, auch ire botschaften, rethe, theologos, hofgesinde und diener und, di sie mit sich pringen ader uf angeregten unsern reichstag schicken werden, bmit aller derselben habe und gutern, so sie ungeverlich bey sich haben und mitpringen–b, erstreckt und inen allen, als obsteet, dieselbig unsere stracke, frey sicherheit und gleit von Šneuem gegeben, auch ferrer iren L. vergunt und erlaubt haben, das sie nit allein uf obberurtem unserm angesetzten reichstage bis tzu end desselben pleiben, sondern auch irer notturft und gelegenheit nach, doch mit unserm wissen und gnediger erleubnus, vor ausgang des gemelten reichstags anheimsch tziehen und andre an ir stat verordnen ader uf den angeregten unsern reichstag schicken, di gleicherweise unser frey, strack sicherheit und gleit zu, auf und abe dem gemelten unsern reichstage bis in ire sicher gewarsam haben und genissen sollen und mugen, von uns und allermeniglich unverhindert, cauch unangesehen und unverhindert–c aller constitution, satzungen, decreten, concilien, edicten, reichsabschieden und aller andrer gesätzen, so hiewidder sein ader verstanden werden mochten, den wir hiemit in diesem fahl gentzlich derogirt, und wollen, das sie in diesem fahl widder solche unsere verglaitung kein craft noch stat haben sollen. Doch sollen sich di gedachte unsere chur- und fursten und ire mitverwanten und andere, als obsteht, herwidderumb auch, wie sich geburt, geleidtlich halten.

    Wir setzen, ordnen und wollen auch hiemit, ob di religionsach uf angesetztem reichstage nicht mochte vergleicht werden, auch sonst kein bestendiger friede gemacht, das nichtsdestoweniger der friedstant zu Nurmberg, im 32. jar ufgericht, di zeit des itzt gedachten unsers reichstags und nach ausgang des reichstags ferrer uf wege und mas, wie wir uns des mit Kff., Ff. und stenden des hl. reichs vergleichen ader bestymmen, bey seinen kreften pleiben und von meniglich stet und vest gehalten werden soll.

    Und gepieten daruf allen und itzlichen Kff., Ff., geistlichen und weltlichen, prelaten, graven, freien herren, rittern, knechten, hauptleuthen, landvogten, vitzthumben, vogten, pflegern, verwesern, amptleuthen, schultheissen, burgermeistern, richtern, rethen, burgern, gemeynden und sonst allen andern unsern und des reichs underthanen und getreuen, in was wirden, standts ader wesens die sein, ernstlich mit diesem brive und wollen, das sie di genenten unsere ohmen, churfurst und fursten, den Hg. tzu Sachssen und Lgf. tzu Hessen, irer L. mitverwanten der religionsach und derselben potschaften, rethen, theologen, hoifgesind, diener, verordnet und gesanten mit allen iren habe und guttern, so sie ungeverlich bey sich haben und mitpringen werden, bey dieser unser freien sicherheit, gleidt und declaration beruiglich und gentzlich bleiben lassen, schutzen, schirmen und hanthaben und sie daran nicht irren ader beschweren, auch andern tze thun nicht tzusehen noch gestatten in kein weiße, als lieb ine sey, unser und des reichs schwere ungnade und straf zu vermeiden. Daran thun sie gantz unsern willen und ernstlich meynung. Mit urkhunde dießes brieves, besigelt mit unserm kayserlichen aufgedruckten insigil. Geben in unser und des reichs statd – – – am 26. des monats Januarii anno etc. 41, unsers keiserthumbs im 21. und unserer reich im 25.

    «Nr. Š4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26] »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    a. Addatur graven tzu Catzenelmpogen.

    b. Fursten, graven, hern, stede und stende.

    c. Die understrichen wordt konnen oder werden ire kfl. und fstl. Gn. dermassen nicht leiden, dan sie sein widder die meynung des freien abtzugs im fall, da ire kfl. und fstl. Gn. des rats wurden.

    d. Und wissentlich.

    e. Mit gewaltsamen handlungen.

    f. Alhie haben die stende der augspurgischen confession anhengig gepeten, das nach endunge des reichstags ein yeder standt etliche monat lang friede und sicherheit haben moge. Nu wirdet dasselbig gemessigt auf den nurmbergischen friedstandt, wilcher tzweivelhaftig gemacht und auf mas und form, wie ksl. Mt. sich des mit chur- und fursten vergleichen wurde, gerichtet ist. Bit derhalben, solchen artickel tzu stellen inmassen, wie die ubergeben lateinische nottel dasselb außweist1.

    g. Und allen denjhenen, so sie mit sich prengen werden

    Daruber, so wirdet in dieser gestelten nottel des gepetten stilstandts des kayserlichen camergerichts in allen und jeden religion- und darus fliessenden oder anhengigen sachen in tzeit des reichstags und etlicher monat darnach, als obgemelt ist, mit processen und aller andern beschwerlichen handlung tzu gescheen, nit gedacht.

    Item, es wirdet in solchem gelaidt auch nicht gedacht derjhenen, so vom kayserlichen camergericht in die acht erclert und verkundigt sein oder villaicht noch werden mochten, und irer anhenger oder die denselbigen hilf und rath getan hetten und sonderlich der acht, damit die stette Goslar und Mynden beladen worden sein, wilchs alles tzu diesem gelayde auch vonnoten sein wil, dweil sich der handel dermassen verlauffen hat.

    Und wiewol die erstreckung und erclerunge des angetzeigten geleits von den gesandten der gemelten stende, so tzu Wurmbs versamlet gewesen, ausserhalb bevelchs im besten angetzeigt worden ist, damit der handel nicht aufgetzogen und ire herschaften genugsam versichert mochten werden, so haben doch diese verordenten solchs auf gefallen irer gnedigsten und gnedigen hern also widderumb tzu erinnern nicht wollen unterlassen.

    « Nr. Š5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes »

    «Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 126r–130v (Ausf.); AS fol. 126r: Der erbmarschal zu Pappenheim bericht, anzaige und beswerung, das erbmarschalhampt belangende, mit vormeldung, was dasselbe ambt fur brauch und ubung uff den reichstegen herbracht und hat; DV v. a. Hd. fol. 130v: Die erbmarschalh zu Pappenheim berichten des erbmarschalhampts gerechtigkaiten und, was inen doran fur eintrag begegenen. 1541.

    Was euer kfl. Gn. unsern freundtlichen, lieben vettern Veitten schriftlichen (gleichwol er Bappenheim nicht erraicht, sondern uff dem weg kranck worden, derhalben sich auch unser antwurt etzwas verlengert) und dann Georgen, euerer kfl. Gn. hofdiener, mundlichen bevelhen lassen, haben wir in aller unterthänigkeit vernomen. Sovil dann in der eil unter uns selbstn bewust, haben wir auf das kurtzst zu underthänigstem bericht verfast, thon dasselbig hiebeiligend euerer kfl. Gn. in underthenigster gehorsam zuschicken1, daneben euere kfl. Gn. gantz diemutigclichen bittend, hierinnen genedigclichen zu erwegen, das uns onmuglich, ain gewissen gebrauch unsers erbampts antzuzaigen, dann wiewol unsere voreltern als erbmarschalck deß reichs bey vilen römischen und nochmalen teutschen kaysern ald [= oder] königen biß uf Ks. Maximilian in deß hl. reichs feld-, auch ksl. und kgl. Mtt. romzugen, auch derselben erwölung, cronungen und reichstägen alle vorwaltung gehapt, so ainem feld- und sonst marschalck gepurt, sonderlich aber auf den reichstägen die einfurirung, item, sampt ains römischen kayser oder königs hofmarschalck mit burgermaister und rath der malstat ordnung zu machen der maltzeyt und anderer undterhaltungen etc. und, was sich derhalben zwischen den burgern, wirten oder gösten irrung, dergleichen sonst rumorn und frevel zugetragen, sovern dieselben zwischen ksl. oder kgl. Mt. hofgesind und andern, sampt dem hofmarschalck, wa aber dieselben irrungen nicht irer Mtt. hofgesind, sondern ander deß reichs stende ald gästen diener, allein dieselben, hat es dann der malstat mitburger oder derselben verwanten belangt, sampt burgermeister und räth oder derselben dartzu verordneten gwalt und macht zu entschaiden und davon sein gefell und straffgeld gehapt, wölchs uff etzlichen und letzlich jungst gehalten reichstag zu Regenspurg dahin komen, das ksl. und kgl. Mtt. furierer eingelosirt irs gefallens, auch die ordnung der vitalien durch ir Mt. ald chur- und fursten selbs gemacht, dergleichen sonderlich personen ernent und verordnet worden, die irrungen zu entschayden, item, die straff der rumorn dem erbmarschalck allein zugelassen, sovern er deß von ksl. Mt. sondern bevelh empfangen werde etc. Und wiewol sich weilund deß erbmarschalckhampts verwaltere, unsere vätter, Šbruder und vettern seeligen hierinnen allerlay beschwerd, so ist doch innen solchs unerheblich gewesen.

    Item, dem erbmarschalck hat auch zugehöret der spilplatz, also das niemand hat dörfen spilen dan undter deß erbmarschalcks panier, wölche gerechtigkait durch Ks. Sigmunden ufgehaben und uns dafur das järlich ammangeldt zu Nordlingen sampt der halben judensteur zu Nurmberg zugeeygnet, wölche judensteur uns auch entzogen, yedoch von euerer kfl. Gn. genedigclichen vertröst worden, uf negstkunftigen reichstag hierinnen zu handln, als wir dann hierauf undterthänigclichen verhoffen.

    Item, deß erbmarschalckampts gerechtigkayt ist, in feldlegern, röm. ksl. und kgl. Mtt. erwölungen, cronungen, romtzugen, reichsversamlungen und -tägen die juden zu verglaytten. In dem ist unserm vettern und bruder Jorg Wolff zu Regenspurg durch camerer und rath auch einträg beschehen. Derhalben ich, Wolff, durch unsern statschreiber jetzo, demnach er der einfuryrung halber, als euere kfl. Gn. hernacht bericht, bey inen gewesen, lassen handlen. Der zaygt uns an, das sy sich wöllen gutwillig hierinnen und schydlichen halten.

    So haben sich vil irrungen der session halber jetz lange jare zwischen den stenden deß reichs zugetragen, also das vom reichstag zu Lyndaw her kainer fur sich selbs als erbmarschalck kain session gemacht, dann obwol unsere anherrn und vettern ye tzu tzeyten derhalben von röm. ksl. und kgl. Mtt. ain specificirten bevelh gehapt, so ist innen doch solchs nichtdestweniger bey den strittigen fursten zu höchsten ongnaden geraycht, als nemblich bey Ks. Fridrichs und Maximilianj noch in königclichen wirden zeyten zu Augspurg unserm vettern und anherrn Sigmundten seeligen begögnet, als hochermelter Kg. Maximilianus ime bevolhen, Hg. Albrechten von Sachsen als irer Mt. alten kriegshauptman hinauf uber Hg. Georgen von Bayrn zu setzen, das Hg. Georg aufgestanden und bemelten unsern anherrn und vettern von der pfaltz herab auf den platz gefordert, der ime auch erschinen, und bed zu der wehr, wa Maximilianus höchloblichster gedechtnus nicht dartzwischen komen, griffen. Hernach auf dem reichstag zu Frayburg unserm vattern und vettern Wilhelmen seeligen von Hg. Georgen abermaln in ongnaden auferlegt worden, das die furstlich banck etzwas niderer dann die session der churfurstlichen potschaften gewesen, hat also bey nechtlicher weil zu furkomen allerlay irrung, so darauß zwischen iren kfl. Gn. und ime ervolgen mochten, die benck erhöhert, wolche Hg. Georgen ongnad noch uff heutigen tag der irrungen zum merern thayl, die mit Hg. Otthainrich und Hg. Philipsen etc. Pfgff. wir haben, ain urhab und furnembste ursach.

    Sovil dan belangt das ansagen, ist weilund unser vetter, bruder und vatter Ulrich seeliger zu Wurmbs darumben, das er auf unsers gnedigsten herrn von Mentz bevelh nicht hat wöllen ansagen, auch in höchste ongnad komen, ja das sein kfl. Gn. ime in gegenwurtigkayt ksl. Mt., der chur-, fursten und anderer stende deß reichs ernstlichen undter augen gesagt, dhweil er auf sein bevelh nicht wöllt ansagen, so wölle sein kfl. Gn. wol ain finden, der solchs thue etc. ŠDarauf er, Ulrich, geantwort, denselben wöl er gern undter augen sehen, und ist die sach daruff beruet.

    Dergleichen ist auch mitlerzeyt zwischen euerer kfl. Gn. herrn vatter loblicher gedechtnus und hochgenantem Ebf. zu Mentz strit der umbfrag halber entstanden, so doch, ehe und solch irrung der session halber eingerissen, sobald unsere voreltern erbmarschalck die session gemacht, solch umbfrag selbs gethan.

    Aus wölchem allem euere kfl. Gn. genedigclichen zu erwegen, das uns ye lenger ye beschwerdlicher, in solchen irrungen das erbmarschalckampt zu verwalten, yedoch, sovil uns möglich, an uns kain muhe und vleis wöllen erwinden lassen, dan ich, Wolff, als der eltist, dem jetzo das ampt zu verwalten geburt, sobald ich vernomen, das die malstat ghen Regenspurg ernent, hab ich unsern gemeinen statschreiber gein Regenspurg verordnet, von meintwegen in der einfurierung darob zu sein, damit onordnungen verhueth. Der hat alberayt hiebeyligend vertzaichnet chur-, fursten und stende deß reichs sampt den verordneten von der stat eingelosiert2 und, demnach er in unsern obligenden handlungen wider anheims verreyten mussen, der stat verordneten hiebeiligend instruction uberantwurt3. Und wiewol euere kfl. Gn. persönlich gegenwurtigkait uns am allerliebsten, noch dann im fhal euere kfl. Gn. in aigner person nicht ankomen solten, so ist an euere kfl. Gn. unser undterthänigste bitten, die wöllen derselben euerer kfl. Gn. verordneten räthen genedigclichen bevelhen, so uns ainich beschwerung in verwaltung deß erbmarschalckampts furfallen wurd, auch in andern unsern anligenden sachen, so euere kfl. Gn. eygenthumb und unser lehen als in Pfaltz, Eystet und weyssennburgischen irrungen belangt, bey röm. ksl. Mt. und den stenden deß reichs hulf- und rätlich zu sein. [...].

    Datum Freytags nach Epiphaniae domini anno etc. 41.

    [Beilage A:] Denkschrift derer von Pappenheim über die Handhabung des Erbmarschallamtes auf den Reichstagen – o. Datum [1541 Anfang Januar]

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 131r–134v (Kop.).

    Sovil uns wissend, ist es auf den reichstegen vor jaren gehalten worden, wie hernach volgt:

    In der furierung.

    Item, sobald von ainem romischen kayser oder konig ain tag und malstat in das hl. reich ausgeschriben und gelegt und derselbig von irn ksl. oder kgl. Mtt. oder euerer kfl. Gn. vorfarn unsern eltern als erbmarschalhen angezeygt oder sonstn dessen glaubwirdig bericht worden, hat der eltist als verwalter ainen seiner diener, der sachen verstendigen, an die malstat verordnet.

    Und ist erstlichen die wilkur röm. ksl. oder kgl. Mtt. furiern nach gelegenhayt irer Mtt. hofgesind ain quartier angegeben worden, darnach herberg und Šplatz der churfursten, nachmalen andern fursten und stenden des reichs, so beschriben worden, volgendts herberig vorbehalten auf die potentaten und derselben bottschaften, so nicht beschrieben werden, dergleichen die gemeine rasthof und wirtsheuser offen auf die zu- und abreytende gest.

    In ordnungen.

    Hat ir ksl. oder kgl. Mt. ainem erbmarschalh und irer Mt. hofmarschalh bevolhen, mit burgermeyster und rath der malstat sich ainer gemeinen ordnung, wie es mit mulen, herberig, stalmiet und andern unterhaltungen, auch in rumorn und feuersnoth soll gehalten werden, zu vergleichen und das ir Mt. anzeygen, was alsdan irn Mtt. darin gefellig, haben ir Mtt. dasselb unter derselben secret offentlich anschlagen lassen.

    Item, hierauf dem erbmarschalh ain profosen zugeordnet, der ime zur straff der mishandler dinstlich.

    Uber solchs ist jetz auf etzlichen reichstägen anderst und, nemlich wie in unser schriften vormeldet, gehalten worden.

    In ansagung.

    Ist diser gebrauch gehalten: Kayser oder konig, so sy in aygner person entgegen, in abwesen derselben comissari haben allwegen ain erbmarschalh erfordert und ime anzeygt die tag und stund, darauf ir Mt. wollen zu kirchen geen, den chur-, fursten und andern stenden anzusagen, auf solch zeyt bey irer Mt. zu erscheinen, so wölle alsdan nach volbrachtem ampt den furtrag ir Mt. thon lassen. Hierauf hat unser der erbmarschalh ainer selbs personlich den chur- und seine diener den andern fursten, stenden und potschaften an [= ohne] weyttern bevehl angesagt. Dergleichen durchauß in handlungen, wan und so oft ir Mt. oder derselben comissari ainem erbmarschalh selbs den tag und stund, die reichsstend zu erfodern, bevohlen.

    Hierauf zu merermal die Kff., Ff. und stend sich der zusamenkunft selbs verglichen, derhalben den gegenwurtigen der erbmarschalh nicht weytter, sondern allein euerer kfl. Gn. vorfarn ime, erbmarschalh, bevolhen, den abwesenden solchen tag und stund anzusagen. Hat dan ain Bf. zu Mentz als ertzcanzler nach dem erbmarschalh geschickt und anzeigt, das man in der cantzley mit der antwurt gefertigt oder sonst die noturft, das die Kff., Ff. und stende auf ain tag und benante stund zusamenkomen, so nun eur kfl. Gn. vorfarn, Kf. zu Sachsen, in aygner person entgegen, so het der erbmarschalh solchs sein kfl. Gn. zuvorderst anzaygt. Ist dan sein kfl. Gn. dieselb zeyt gefellig gewesen, hat sein kfl. Gn. ime bevolhen, weytter die ansag zu volpringen, wa nicht, zu dem ertzcantzler geschickt und der tag und stund verglichen und dorauf die ansag bevolhen. Wa aber ain Kf. zu Sachsen in eygner person nicht entgegen, so hat er, erbmarschalh, in craft seins erbampts on ainichen weyttern bevehl angesagt, wan es die noturft erfordert hat. Und dergestalt gehalten in gantzer reichsversamlunge und in ausschussen durchaus bis auf heutigen tag auf allen reichstagen an ainich irrung, dan was sich unser gnedigster herr von Mentz Šzu Wurmbs gegen unserm vettern, bruder und vatter Ulrichen, wie in unser schriften vormeldet, vernemen lassen.

    In sessionen und umbfragen.

    Demnach vil lange jar allerlay irrung sich zwischen etlichen stenden, wie hernach gezaychnet sind, zugetragen, fur sich selbs kain session gemacht, sonder alle Kff., Ff. und stende, so in aygner person vorhanden, nahmalen [sic!] die bottschaften ksl. oder kgl. Mt. oder irer Mt. comissari aufvorzaychnet uberantwurt und darauf umb gnedigsten beschayd, inmassen er die session verordnen soll, unterthänigclichen gebethen. Das ist ime verzaychnet zugestelt worden, darnach hat er alsdan die session gemacht, namlich auf der gaystlichen banck angefangen, ain gesetzt, hernach heruber auf die weltlichen banck ain churfursten und derselben potschaften, volgendts also furt und furt ain fursten umb den andern, die personlich da sind, nahmalen [sic!] ir potschaften, darnah [sic!] die vier gefursten prelaten und ain von aller prelaten und prelatin wegen, auch ain von aller graffen und ain von aller freyen wegen.

    Item, so ksl. oder kgl. Mt. in eygner person nicht, sonder comissari verordnet, so ist derselben ainer an ir Mt. stat gesetzt und die anderen mitten in die session auf ain furbanck gesetzt worden. Dergleichen aus den chur- und fursten potschaften ainer dem erbmarschalh ernent und angezaygt worden zu der session und keinem mehr dan ain person, ausgenomen frembder konigen potschaften unterweyln zwo aus bevehl der ksl. oder kgl. Mt. nidergesetzt worden.

    Und wie er, der erbmarschalh, die session gemacht, also hat er sich auch in der umbfrag gehalten, angefangen auf der gaystlichen banck zum ersten, hernach heruber auf der weltlichen banck also furt und furt ain umb den andern gefragt.

    Irrungen, so sich der session halben halten und uns wissend: Engelland, Hyspanien irren sich. Magdenburg, Ehg. Osterreych, Saltzburg irren sich. Wyrtzburg, Wurms sind vertragen, sitzen ain tag umb den andern ob.

    Pfaltz, Sachsen, Bayrn irren sich. aMit den churfursten ist kein irrung, [aber] sonst Sachssen und Beyhrn ist ein grosse irrung–a. Brandenburg, Braunschweygg irren sich. Meckelburg, Pomern irren sich. Baden, Hessen irren sich. Gf. Herman, Gf. Wilhelm von Hennenberg irren sich.

    Die grafen und hern sind gesetzt worden nach dem alter. Derwegen je zu zeyten ksl. oder kgl. Mt. ainem erbmarschalh bevolhen, den strittigen stenden ain tag umb den andern anzusagen. Sover er aber von ksl. oder kgl. Mt. kain austrucklichen bevehl mögen erlangen und es zu der session komen, hat er, der erbmarschalh, die churfursten und ire potschaften nidergesetzt und volgendts gesagt: ‚Genedigst und genedig herrn, euere fstl. Gn. wöllen sich setzen‘. Zu zeyten auch die churfursten und ire potschaften nicht nidergesetzt, sonder, nahdem [sic!] ksl. oder kgl. Mt. oder die comissari gesessen, gesagt, das sich Šir kfl. und fstl. Gn. wöllen nidersetzen, also dabey beleyben lassen, wie sy sich gesetzt und untereinander verglichen.

    [Beilage B:] Liste der von einigen Reichsständen bereits belegten Quartiere in Regensburg, o. Ort, o. Datum

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 139r–140v (Kop.); DV fol. 140v: Copy der einfurierung zu Regenspurg.

    Volgender chur-, fursten und stend herberig, so alberayt zu Regenspurg einfuriert haben:

    Churfursten:

    Bf. von Meintz zu der Simon Schweblin.

    Bf. von Köln bey Wilhelm Radegger.

    Pfgf. Ludwig zu Paulsen Köln.

    Hg. Johannsfridrich zu Sachsen zum Wolff Steyerer.

    Mgf. Joachim zum Scheggenbacher.

    Weltlich fursten:

    Hg. Wilhelm von Bayrn sampt seinem frauenzimer und Hg. Ludwig in deß Bf. von Regenspurg hof.

    Hg. Otthainrich Pfgf. in deß von Gurrenstains hof.

    Hg. Philips Pfgf. in der custerey.

    Hg. Heinrich von Sachsen zum schuldheyssen.

    Hg. Fridrich Pfgf. zu dem Thumer Henselin.

    Hg. Ruprecht Pfgf. bey dem Gartmayr.

    Hg. Hanns Pfgf. bey dem Wyeland.

    Hg. Hainrich von Braunscheygg zum Wolffenschwöller.

    Lgf. Philips von Hessen bey Hannsen Steyrer.

    Mgf. Ernst von Baden zum Eubhofer.

    Lgf. Jorg von Leychtenberg bey Hannsen Heysinger.

    Gaistlich fursten:

    Wirtzburg zu dem Portner.

    Bamberg bey Dr. Hyltner.

    Freysing in Dr. Kolben hof.

    Eystet bey H. Hannsen Nothofft.

    Brixen bey dem Kergl.

    Saltzburg, Augspurg, Bassaw, Regenspurg, Teutschmayster, Abt von Kempten: in irer Gn. höf.

    Abt von Weingartten: bey dem Schiltlein.

    Stett:

    Nurnberg bey Bartholomeß Gödinger.

    Augspurg: Caspar Mayr.

    Ulm: Hannsen Wieland.

    Š[Beilage C:] Instruktion H. Wolfs von Pappenheim für seinen Beauftragten zur Abmahnung der ksl. und kgl. Furiere – o. Ort, o. Datum

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 135r–138v (Kop.).

    B  koll. Nürnberg StA, Herrschaft Pappenheim, Reichserbmarschallamt, Akten A IV 1/3, unfol. (Reinkonz.).

    Instruction, was deß edlen H. Wolffen zu Bappenhaim, deß hl. röm. reichs erbmarschalck etc., bevelhhaber den kayserlich und königclichen furiern, wo sich dieselben understeen wolten, den chur- und fursten, auch andern stenden deß reichs die herberigen, so uf ir Gn. leib eingeben, eintzunemen, soll im besten antzeygen.

    Erstlich inn [= ihnen]allen sampt und sonderlich sagen, das sein edelkait sie laß freundtlich und gutlich bitten und ersuchen, irs furnemens abtzusteen, und das auß nachvolgenden ursachen:

    Item, wiewol röm. ksl. und kgl. Mtt. bevorstee, ain quartier zu irer Mtt. gelegenhayt eintzunemen, so seyen doch sy, die furier, nicht zu der zeit, wie sich geburt, erschinen, dann bißher der gebrauch bey romischen kaysern und königen gewesen, sobald ir Mtt. ain reichstag, termin und malstat in das rheiche ußgeschriben und ernent, das alßdann in 14 tagen den negsten oder aufs lengst in einem monat darnach irer Mtt. furier daselbst ankomen und ain quartier, so inen dartzu gefellig, nacheinander und nicht ytzt an dem und dann an einem andern orth her und dar in der stat eingenomen, damit alsdan deß reichs erbmarschalck stathab, mitsampt der stat dartzu verordneten zu beratschlagen, die chur- und fursten und andere stendt nach jetliches stat und gepur eintzulosiern.

    Item, herberig zu verordnen auf die bottschaften der potentaten, so ausserhalb deß reichs. Dergleichen die gewondliche gasthöf und wirtzheuser boffen zu behalten, uff das die täglichen zu- und abreyttende gäst mögen altzeit herberig haben–b.

    Aldhweil dann sy, die kayserlichen und königlichen furierer, solchen gebrauch nicht gehalten und den chur- und fursten sampt andern stenden, so ir hofgesind und diener selbs speysen, uff ir zukunft zu warten, zum höchsten beschwerlich gewesen, dann sich aintet [sic!]weder mit vitalien [sic!], auch futer, heu und streu in diser grossen clem und cteurungsnot betraiglich–c [sic!]bey der zeit mussen versehen und geschickt machen, derwegen, zu vermeyden allerlay der reichsstende nachteyl und schaden, und gar nicht irer Mtt. zu verachtung und zuwider, seyen chur-, fursten und ander deß reichs stende, sovil sich dero bey dem erbmarschalckamptverwalter und gemeiner stat Regenspurg camerer und rath umb furierung antzeygt, herberig eingegeben worden.

    ŠUnd sonderlich, nachdem ime, reichserbmarschalck, auch herrn camerer und rath nicht anderst bewust (wie sy dann solchs glaubwirdig von der Hgg. von Bayern, auch Pfgf. Fridrichen gesanden furierer verstendigt), dann das röm. ksl. Mt. wölle zu Sannct Haymeran im closter ligen, derhalben auch kgl. Mt. platz zusampt demselben quartier vorbehalten worden, also das ir Mtt. person und hofgesind genugsamen raum und herberig mögen gehaben. Sovern aber mangel sein solt, soll derselbig mit rath völligclichen erstattet werden.

    Auch verrer zu erinnerung, so haben chur-, fursten und andere stend deß reichs auf zuvor gehaltem reichstag alhie, dergleichen auf kgl. Mt. kronung zu Achd, auch yetzo jungst zu Hagenaw solcher furierung, so zuvor bey andern romischen kaysern und königen nicht beschehen, sich zum höchsten beschwerd und derwegen deß reichs erbmarschalck undtersagt, sölchs hinfuro zu verhuten, auch sich deß gegen iren Mtt. undterthenigclichen beclagt und dagegen allergnedigsten beschaid bey irn Mtt. erlangt. Wa sy nun in irem furnemen solten furfaren, were zu besorgen, sy, die keyserlichen und königlichen furier, wurden ain schwere burden auch gegen iren Mtt., zu geschweigen den reichsstenden, auf sich laden.

    Dem allem nach wölle ime, deß reichs erbmarschalck, kainswegs gepuren (wa sy, die keyserlichen und königlichen furier, außgenomen irer Mtt. eygner person, auf derselben hofgesind nicht mit sonderlicher benennung der herberig von iren Mtt. abgefertigt), in kain einfurierung ires eygen furnemens den churfursten und stenden deß reichs zu beschwerlichem nachteil und schaden zu bewilligen, sonder wurde verursacht, dasselbig an ir ksl. und kgl. Mtt., dergleichen kfl. und fstl. Gn. und G. undterthenigclichen gelangen ze lassen, damit er seins ampts entschuldigt. Wie alßdan ir Mtt., kfl. und fstl. Gn., auch G. sich vergleichen, sey ime in aller undterthenigkeit wolfellig. Wann ye im zum allerliebsten, das ir Mtt., derselben hofgesind und dann chur- und fursten und andere stende deß reichs nach allem irem gefallen und wilkur möchten herberig und losament gedeuhen und eingegeben werden, solt an seinem vleis nichtzit erwinden. Aber zu verhueten obangetzeyt [sic!], furfallend zerruttung und beschwerdnuß hab er inen sölchs zuvor gantz guter, getreuer wolmaynung wöllen antzeygen, der zuversicht, sy werden sich auch hierin gantz gutwillig und schuldige ertzaigen. Das ist er, umb ir yeden in sonderhayt mit guttem willen zu beschulden, urputtig.

    «Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 142r–142v und fol. 144r–144v (Ausf.).

    ŠEuere kfl. Gn. bith ich genedigclichen zu vernemen, das auf Freytag, den 28. Ianuario, zu Regenspurg röm. ksl. Mt. diener H. Johan von Lyer zu Bercheim ankomen und mir seiner Mt. schrieften, inhalt derselben beyligends copy ausweyst, uberantwurt1, hierauf mundtlichen anzeygt, das ksl. Mt. genedigst begern, dieweyl irer Mt. hofmarschalh nicht hab mögen ankomen, das ich anstat meins hern von Bapnheims als des reichs erbmarschalh wölle irer Mt. offen behalten alle die herberig und behausungen, so ir Mt. auf jungst gehaltem reichstag des 32. jars in und ausserhalb irer Mt. quartier innengehapt, dagegen ich ime bericht thon, wie kgl. Mt. auch des vorhabens, daraus dan zerrutung ervolgen werde und onmoglich, die chur-, fursten und andere stend des reichs unterzepringen, zu geschweygen die zu- und abreytende gest der andern potentaten, so ausserhalb des reichs.

    Genedigster churfurst und herr! Mich hat ingeheim ain guter freundt bericht, das röm. ksl. und kgl. Mt. hofgesind furierung auf jungst gehaltem reichstag dermassen durch die gantzen stat Regenspurg ausgeordnet gewesen (wie ich dan den augenschein im werck also befind in allen creutzgassen und orthheussern), damit, so ain auflauf wurde, sy mit den handt[roren] konten einander entschiten und erraychen etc. Dogegen ich jetzo euere kfl. Gn., Hg. Hainrichen von Saxen, den Lgf. von Hessen, Mgf. Ernsten von Baden in ein gassen einfuriert und geordnet. Sover nun ir ksl. und kgl. Mt. vorhaben solt furtgeen, wurd euerer kfl. Gn. leybsherberig sampt andern behausungen, auch meinem genedigen hern, dem landtgraffen, etlich herberig entwendt und das kayserliche und konigliche hofgesind eingemischt, darein ich aber bis auf euerer kfl. Gn. weyttern bevehl nicht hab wollen bewilligen, auch von stund an dem edlen meinem herrn Wolffen zu Bapnheim etc., erbmarschalh, so allbereyt bey röm. ksl. Mt., alle handlung zugeschriben, damit sein edlckayt bey irer Mt. unterthaniglichen anhalt, solch furnemen genedigclichen abzuschaffen2. [...]. Rapt[im] am tag Purificationis Mariae anno etc. 41.

    « Nr. Š5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10 »

    Nürnberg StA, Herrschaft Pappenheim, Reichserbmarschallamt, Akten A IV 1/2, unfol. (Kop.).

    Nach der Ausschreibung des Reichstages nach Regensburg hat ihn der Reichserbmarschall Wolf von Pappenheim hierher verordnet und ihn beauftragt, Beschwerden der Reichsstände, wie sie auf einigen früheren Reichstagen wegen der Einquartierung vorgekommen sind, zu verhüten. Die im beiliegenden Verzeichnis aufgeführten Stände haben ihn um die Reservierung einer Unterkunft gebeten. Da er nicht wusste, dass Ferdinand beabsichtigt, den Reichstag persönlich zu besuchen, hat er einen Teil der Quartiere, die Ferdinand auf dem letzten Reichstag gemietet hatte, ständischen Interessenten zugewiesen. Als der Quartiermeister Ferdinands ihm mitteilte, dass er die gleiche Anzahl Quartiere wie beim letzten Reichstag benötige, hat er die leybherberigFerdinands durch den Quartiermeister Kf. Joachims von Brandenburg wieder räumen lassen.

    Nun hat ihm Johann von Lier mitgeteilt, dass auch der Kaiser alle Quartiere belegen will, die er beim letzten Reichstag innehatte. Also braucht man für den Kaiser und den König 700 Quartiere und 4.500 Stallplätze, so dass für alle Stände und die Gesandten der auswärtigen Mächte nur noch 200 Quartiere und 1.500 Stallplätze übrigbleiben. Zudem sind diese Quartiere zur Beherbergung von Fürsten nicht geeignet. Die ständischen Gesandten beschweren sich deshalb aufs höchste. Deshalb ist zu fürchten, dass einige Stände nicht persönlich erscheinen werden. Bittet, diejenigen Fürsten und Stände, die für sich persönlich Quartiere angemietet haben, in denen auf dem letzten Reichstag Mitglieder des kgl. Hofgesindes untergebracht waren, darin gebauen und sich mit aller unterhaltung und victualien versehen haben, nicht austreiben zu lassen. Bittet, dem kgl. Quartiermeister entsprechende Anweisung zu geben. Die betroffenen Stände werden dafür dankbar sein. Donderstag, den 10. February anno 41.

    «Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541] »

    Nürnberg StA, Herrschaft Pappenheim, Reichserbmarschallamt, Akten A I 2/1, unfol. (Kop.).

    Seinem Untermarschall sind in Regensburg wegen der Einfurierung allerlei Schwierigkeiten widerfahren1. Hat Nachricht, dass der Kaiser seinen Hofmeister N. an Šgewiesen hat, sich mit ihm zu verständigen, damit jedermann ordnungsgemäß untergebracht wird. Hat deshalb unterlassen, den Kaiser mit einem Bericht über diese Schwierigkeiten zu belästigen. Da der Kaiser, Kg. Ferdinand, Kurfürsten, Fürsten und Stände bereits auf der Anreise sind, bittet er, ihn, falls der Kaiser nicht beabsichtigt, ihn hinfuran von Nurnberg auß mit dem schwerd dienen zu lassen, zu beurlauben, damit er in Regensburg bei der Einfurierung etc. persönlich nach dem Rechten sehen kann.

    «Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 480r–481v (Ausf.); DV v. a. Hd. fol. 481v: Die von Bappenhaim supplicirn ihres erbmarschalchs gerechtigkeit und gefell halben etc.

    Wir haben mit hulf und rath des hochgebornen fursten, unsers genedigen herrn von Anhalts, und anderer euerer kfl. Gn. verordneter rethe röm. ksl. Mt. zum unterthanigsten suplicirend bericht die beschwerdnus unsers erbmarschalchampts und erstlich fur den abgang der halben judensteur zu Nurnberg, so dem erbmarschalchampt von Ks. Sigmunden und dem reich fur die gerechtigkait des spilplatz gegeben worden, gebethen umb die pfleg zu Weissenburg mit erpietung, nachdem dieselb umb 3.200 fl. gemeiner stat Weissennburg 20 jar lang versetzt, nach ußgang derselben jar den pfandschilling zu erlegen und an solcher kleinen erstatung benuegen zu lassen und, wiewol irer ksl. Mt. verordnete reichsrethe uns dieselben erkant, so ist doch darein ain verhinderung komen, das die sachen angeörtert ufgeschoben biß uf irer ksl. Mt. abraysen.

    Zum andern haben wir auch irer ksl. Mt. unterthaniglichen clagt die eingriff, so uns durch irer Mt. hofgesind in bemeltem unserm erbmarschalckampt beschehen, mit unterthanigster bith, dieselben gnedigclichen abtzuschaffen, und, damit solch mißverstand dest meer verhueth, wie dan bey irer ksl. Mt. vorfarn romischen kaysern und konigen alle tzeit gebreuchlich gewesen, das unser, der erbmarschalch, ainer irer Mt. hof nachgevolgt und wie ander irer Mt. hofgesind unterhalten worden und das ampt verwesen, gantz unterthenigclichen erboten, unsern vettern Georgen, wolcher der hyspanischen und frantzhoschischen sprachen kundig, irer ksl. Mt. zu hof ze stellen etc., welches ir ksl. Mt. in bedacht genomen und also ufgetzogen biß ongeverlich drey tag vor irer Mt. abraysen, daselbstn sich Pfgf. Fridrich, unser gnediger herr, gnediger wolmainung vernemen lassen, das ir ksl. Mt. uns mit gnaden genaigt und urputig were, ine antzunemen, yedoch konde sich ir Mt. nicht erinnern, das des reichs erbmarschalch auch het das ampt, wa ir Mt. nicht im reich weren, zu verwalten etc. Alleweil dann, genedigster churfurst und herr, ye und alweg unsere voreltern das erbmarschalchampt, es sey ain romischer kayser oder konig Šin oder außerhalb des reichs gewesen, on menigclicher irrung oder eintrag (außgenomen, was sich bey irer ksl. Mt. zug vor Marsilien, auch jetzicher kgl. Mt. zu Wien zugetragen) verwaltet und davon unser gerechtigkait und gefell gehapt, so haben ußerhalb euerer kfl. Gn. rath, wissen und willen wir uns nicht weiter wollen einlassen, dan allein kgl. Mt. unterthanigclichen angeruffen, hierinnen bey ksl. Mt. ain gnedigster berichter und furderer zu sein. Nun haben aber euere kfl. Gn. gnedigclichen zu erwegen, das dardurch euerer kfl. Gn. ertz- und unsers erbmarschalchampts hochaiten und gerechtigkeiten teglichs y lenger ye mer entzogen, derwegen an euere kfl. Gn. unser unterthänigst bitten, mit gnedigster hulf und rath zu erscheinen.

    Zum dritten so hat uns unser statschreiber bericht, wie euere kfl. Gn. derselben rethen nach unserm abtziehen geschriben und in die abred und vertrag der irrungen, zwischen unsern genedigen herren, den pfaltzgraven, und unser bißher schwebend, gnedigclichen bewilligt, auch inen, den rethen, bevolhen, mit den stetten Augspurg und Nurnberg zu handeln der straß halben etc. Deß sagen eueren kfl. Gn. wir hochvleissigen danck. Demnach aber die zeit zu kurtz gewesen, ichtzit darinnen zu handlen, so ist an euere kfl. Gn. nochmalen unser unterthanigst bithen, die wollen gnedigclichen geruchen, beden stetten darumben zu schreiben, oder, so es der sachen furderlicher, auf angesatztem tag zu Speyr euerer kfl. Gn. rethen nochmalen genedigsten bevelh zu geben, mit derselben gesandten mundlichen ze handlen, und euere kfl. Gn. ertzeigen sich in disem allem, wie unser höchst vertrauen. Das umb euere kfl. Gn. stet uns zusampt schuldigen pflichten alle tzeit in unterthanigster gehorsami zu verdienen. Datum Donerstag nach Augustinj anno etc. 41.

    «Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. I, fol. 258r–259v (Kop.); DV fol. 259v: Exhibitum dominis presidentibus per dominum oratorem 17. Januarii anno 1541.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 70r–71v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 71v: Wurmbs 1541. Durch ksl. Mt. an den H. Granuelhn, darauf der abschiedt ervolgt. Abschiedt. C.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 98r–99v (Kop.); DV fol. 99v: Copiales imperatoris et regis ad dominum a Granuella volunt, ut propter concordiam in religione et communem Germaniae utilitatem ab eo conventus Wormatiae Ratisbonam quamprimum transferatur atque promoveatur.

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten Bd. 2,1, Nr. 112 , S. 208–210; Corp. Reform. IV, Nr. 2128, Sp. 28–30.

    Accepimus postremas vestras literas, ex quibus (praeter alias superiores complures, in quibus iamdudum hoc abunde significatum est) intelleximus ea, quae usque ad eum diem, quo postremae vestrae datae sunt, acta fuerint cum a Švobis tum a commissariis praesident[i]um ad colloquium hoc promovendum et exordiendum quodque hactenus hica fieri non potuit propter impedimenta et difficultates, quae interciderunt. Certum etiam habemus bonam in hac re operam et officium praestitum arbitramurque Deum (cuius haec est causa) ita id fieri permisisse ob meliorem aliquem finem eumque pro sua benignitate clementiaque inspiraturum nobis et omnibus partibus rationes et modos consentaneos et acceptos in proxima dieta ad reducendam Germaniam in catholicam unionem, ut sancte et tranquille illi servatur. Praesertim vero firmam spem concepimusb cum auxilio Dei postquam, ut nobis scribitis certioresque nos aperte facitis, omnes ex partibus ad hanc concordiam propensissimos esse et maxime animatos, quod sane nobis magnopere gratum est, cum nihil sit ex omnibus rebus, quod ardentius desideremus cumque, ut vobisc perspectum est, ob eam causam ex nostris regnis Hispaniarum discessimus omnibus negociis relictis et posthabitis iterque ingressi sumus tam grave et tantum et tale, quod omnibus facile perspicuum esse potest.

    Postquam autem initium colloquii istius hactenus retardatum est literisque vestris significatur adhuc nonnihil superesse difficultatis, commodius nobis videtur, ut acceptis istis praesentibus (sive colloquium coeptumdsit sive non) consideretis vos et orator serenissimi regis Romanorum, fratris nostri, dictique commissarii, ut recessum honestum et convenientem instituatis, ne dieta imperialis proxima aut impediatur aut retardetur utque dictae partes eo citius Ratisponae adsint, quo in loco dieta est definita, quoque nos accedere Deo ita concedente ad finem istius mensis praesentis posteaque continuo opus ipsum aggredi decrevimus. Ut praeterea omnes utriusque partis serio admoneatis iniungatisque posthabitis quibuscunque excusationibus, ibi praesentes adsint, utque animadvertant et considerent, quantum illorum dicta concordia intersit quodque illa numquam aeque commode ut hoc tempore sarciri possit, conferantque et cogitent officium et laborem, quem in hunc finem praestamus. Exhortantes eos insuper, ut interea quisque pro se animadvertat et ex charitate christiana cogitet rationes, quae ad synceram, apertam et integram concordiae huius directionem conducant. Quantum sane est officii nostri, continenter ei rei invigilamus talesque nos exhibebimus faciemusque, ut accedente subsidio et officio illorum bonus effectus consequatur utque omni Germaniae perspectum et cognitum sit nostram sententiam talem esse et semper fuisse ad pacem et communem eius utilitatem cuiusmodi dictis partibus tam generaliter quam particulariter significastis. Vestro igitur studio committimus iniungimusque ea, quae superius dicta sunt atque praeterea id totum, quod convenire videbitur, ut omnes se apparent conveniantque ad proximam dietam imperialem, quem Šadmodum antea explicatum est, occurratisque nobis, quam citissimeepoteritis, quod cum brevi futurum speramus, cum nunc in itinere sumus, servamus ea, quae reliqua sunt ex literis vestris aliisque negociis in id tempus praeter ea, quae vobis respondimus per postremum veredarium. Charissime etc., Deus sua sancta protectione vos conservet.

    Scriptum Sersburgi, 15. Ianuarii anno 1541

    «Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13a/Konv. 2, fol. 268r–309r (Ausf.).

    B  koll. Konstanz StadtA, G 7 (Reformationsakten), fol. 412r–447v (Kop.).

    C  koll. Straßburg AM, AA 494, unfol. (Kop.).

    Sachsen und Hessen haben aus triftigen Gründen auf den 19. Dezember 1540 einen Bundestag nach Naumburg ausgeschrieben1. Auf diesem Bundestag wurde folgendes beschlossen:

    ŠBraunschweig betreffend:

    Braunschweig wird von Hg. Heinrich, Goslar vom Kammergericht bedroht. Sachsen und Hessen haben Braunschweig erlaubt, zur Abwehr tätlicher Übergriffe 200 Reiter auf Kosten des Schmalkaldischen Bundes anzuwerben und zu unterhalten sowie das in Braunschweig hinterlegte Geld zu Verteidigungsvorkehrungen zu verwenden. Warum dies alles nicht verwirklicht wurde, wurde den Gesandten auf dem Bundestag erläutert. Zudem haben die Gesandten Braunschweigs berichtet, welche weiteren Beschwerungen die Stadt seit dem Arnstädter und Schmalkaldener Bundestag zu ertragen hatte. Die Gesandten hatten gehofft, dass auf dem im Schmalkaldener Bundesabschied aufgezeigten Wege die Beschwerungen abgestellt werden könnten.

    Die Mehrzahl der braunschweigischen Beschwerden wurde in Arnstadt und Schmalkalden als Religionssachen anerkannt. Hinzu kommt nun, dass Hg. Heinrich der Stadt die Abschaffung des altkirchlichen Kultes in den Stiften St. Blasius und St. Cyriakus höchst übel nimmt, die Stadt um der Religion willen aller Privilegien und Freiheiten für verlustig erklärt, die Einkünfte der Bürger aus dem Herzogtum Braunschweig konfisziert, viele Bürger gefangen genommen hat, streifende Rotten auf Wege und Straßen patrouillieren lässt, Brücken abreißen, Bürger fangen, schlagen und verhöhnen lässt, die Gefangenen und die konfiszierten Güter erst wieder freigeben will, wenn Braunschweig die altkirchlichen Zeremonien restituiert.

    Alle diese Übergriffe und Anmaßungen werden als Religionssachen anerkannt, für die die Bündnisverpflichtung gilt. Die Bundesobersten sollen deshalb der Stadt Braunschweig 400 Reiter und zwei Fähnlein Knechte schicken und zur Verteidigung zur Verfügung stellen. Für den Fall, dass sich diese Hilfe als unzulänglich erweist, werden die Bundesobersten ermächtigt, die Bundes- und Kriegsräte zur Beratung der Sachlage einzuberufen. Da Braunschweig mit Hg. Heinrich aber auch wegen etlicher Profansachen in Streit liegt, soll die Stadt auch diejenigen, die verpflichtet sind, ihr in Profansachen beizustehen, um Hilfe angehen.

    Falls Braunschweig mit Hg. Heinrich Frieden schließt, muss die Stadt dabei den schmalkaldischen Bundesvertrag und die Bundesverfassung berücksichtigen. Wenn den Braunschweigern gütliche Unterhandlung angeboten wird und einige Aussicht auf Erfolg gegeben ist und die Unterhändler für die Schmalkaldener akzeptabel sind, sollen die Braunschweiger die Bundesobersten darüber unterrichten. Diese sollen sich dann der Bundesverfassung gemäß halten und den Braunschweigern zu ihrem Vorteil raten.

    ŠDie Bundsobersten sollen die für Braunschweig bestimmte Hilfe notfalls auch für andere etwa bedrohte Verbündete verwenden dürfen2.

    Goslar: Man hat auch über die über Goslar verhängte Acht beraten. In ihrer Eingabe an den Bundestag bittet die Stadt Goslar unter Hinweis auf ihr Schreiben an den Kaiser und das Ausschreiben des Bundes um Rat und Hilfe, weil sie in die gegenwärtigen Schwierigkeiten um der Religion willen geraten sei. Die Bundesgesandten hatten gehofft, dass Goslar diesen Bundestag stattlicher beschicken und seinen Vertretern die Akten mitgeben würde, damit sich die Verbündeten ein um so vollständigeres Bild machen könnten. Doch ist dies wegen zu großer Gefahr und Unsicherheit unterblieben. Goslar gilt deshalb als entschuldigt. Auf der Grundlage der von Goslar eingereichten Schriften und der bisherigen Bundesabschiede wurde festgestellt, dass Goslar, dem die Gesandten nichts mehr als Vertrag und Frieden wünschen, nicht im Stich gelassen werden dürfe, weil die Stadt vermuttlich umb des haß willen, der zu inen von wegen der relligion getragen, in die acht erkanth worden ist.

    Und was erstlich den wegk belanget, dadurch sie mit radt getrost werden solten, ist durch bescheene antzaige des Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen verordenten rethen gnugsam erclerth, welchermaßen die stadt Goßlar nach stadtlichem, empfangenem radt und bedencken an die ksl. Mt., auch an den H. Granvhel uf dem jetzt gegenwertigen gesprechstag zu Wormbs supplicirt und dan auch von den rethen, geschickten und botschaften der stende christenlicher vorain, sovil dieselbten zu Wormbs beyeinander versamblet seint, fur sie, die von Goßlar, stadtliche und ernstliche furbieth bescheen, alles mit solchem vleis, das auch wol fur unnottigk und uberflussigk geacht werden mocht, uber solche ordentliche ausfuerung und bericht ferner anhalten zu thun. Noch dannocht, damit man zu spurren und zu vornemen hette, das den von Goßlar diese beschwerung zue irem verderben hogst angelegen were, so ist fur gut angesehen worden, wo der reichstagk zu Regenspurg zu fortgang keeme, das man solch der von Goßlar anliegen, grundt und fugen in einem kurtzen begreif und sumari verfassen und denselben nachmaln an die ksl. Mt. und die andern chur- und fursten, grafen, stende und stete des reichs mit bester geschickligkeit langen lassen solt, und das Goßlar auch abwarte und vornheme, do der stetetage, welcher nach Trium Regum gegen Regenspurg angesatzt, furgengig, was bey demselben geslossen und im radt funden werden wolle.

    Für die Zwischenzeit bis dahin sagen die Verbündeten Goslar allen Rat und alle Förderung zu, um der Stadt aus ihren Schwierigkeiten zu helfen. Daneben wurde auch erwogen, ob, wenn sich die genannten Maßnahmen als unverfänglich erweisen, Goslar nicht auch mit konkreter Hilfeleistung unterstützt werden sollte. Ein großer Teil der Gesandten machte darauf aufmerksam, dass aus den vorliegenden Informationen eindeutig hervorgehe, dass Goslar früher durchaus wohlgesinnte ŠRichter gefunden, auch seiner Sache günstige Urteile erhalten habe und nur wegen der Religion in die Acht erkannt sei und dass deshalb die goslarische Frage als Religionssache anerkannt und von den Verbündeten verteidigt werden müsse. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass, wenn Goslar unterliege, dies sehr wohl die christliche Religion insgemein betreffe und die Goslarer Bürger in Gewissensnot bringen werde, weil sie dann die altgläubige Geistlichkeit und den altkirchlichen Kult restituieren müssten, zum Ärgernis, zur Verführung und zur Spaltung des Volkes. Das wolle kein Stand des Schmalkaldischen Bundes dulden.

    Dagegen wurde eingewandt, dass der Konflikt zwischen Goslar und Hg. Heinrich nicht um der Religion willen ausgebrochen sei. Die Vertreter dieser Auffassung bedauerten auch, dass die Akten nicht in hinreichendem Umfang vorlägen, hatten auch keine Vollmacht zu definitivem Beschluss3.

    Einige Stände haben daraufhin beantragt, die Stimmstände des Bundes darüber votieren zu lassen. Andere dagegen haben gebeten, von diesem Verfahren Abstand zu nehmen, weil es bisher noch nicht angewandt worden sei.

    Die Entscheidung, ob es sich bei der Goslarer Frage um eine Religionssache handelt, wurde deshalb vertagt, doch unbegeben alles des, das Goßlar in craft der vorstendtnus auch aller ergangener abschiede geburth, aignet und zusteet. Die Gesandten kamen auch überein, dass man in ander wege ausserhalb der voraynigung der von Goßlar halben uf geburendt wege bedacht sein solle.

    Diejenigen Gesandten, die hier noch nicht die Goslarer Frage als Religionssache anerkennen konnten, haben versprochen, ihre Obrigkeiten gründlich über die ganze Angelegenheit zu informieren und darauf hinzuarbeiten, dass ihre Obrigkeiten ihre Entscheidung innerhalb von 6 Wochen den Bundesobersten mitteilen4. Wenn diese Stände die Goslarer Frage als Religionssache anerkennen, soll es dabei bleiben, wenn nicht, sollen die Stimmstände des Bundes darüber defintiv entscheiden5.

    Beschickung des reichstags: Nachdem auch in dem ausschreiben dieses tags halben unther anderm durch rethe und botschaften alhie zu beratschlagen und Šzu erwegen gemeldt, ob der durch ksl. Mt. ausgeschriebene reichstag von aller der christenlichen vorain stende wegen uf ein gemeine volmacht und instruction ader durch jeden erforderten standt sonderlich zu beschicken sein sol etc. Wiewol nu nit an, das die relligion aine gemeine sach aller aynungsverwandten stende und desselbigen verainigten corpers, darauf auch die christenliche vorain gewidembt und ergrundet ist, darumb unschwer sein wolt, sembtlichen derwegen zu schicken, so wirdet doch hinwider durch rethe und botschaften diß bewegen, das in ksl. Mt. ausschreiben andere meher puncten, uff bestimptem reichstag zu beratslagen, angeregt und Kf., Ff. und stende baiderseits und ein jeder sonderlich und particulariter bey der vorwandtnus und pflicht, damit sie ksl. Mt. und dem reich zugethann, erfordert sein worden. Derhalben durch angetzaigte semptliche beschickung allen furfallenden handellungen nicht wolte gnug bescheen, auch diß daraus erfolgen, so die sachen, welche die religion nit betreffen noch sich darein ziehen, nicht solten in gewonlicher session mittractirt und beratslagt werden, das sie durch die ksl. Mt. uf solche semptliche beschickung davon ausgeslossen und des andern teils bedencken darin diesen stenden zu nachteil allain furdrucken wurde. Zudeme, das auch aus solcher semptlichen abefertigung erfolgen mocht, das die stende, so auch der augspurgischen confession und doch nicht der vorain vorwandt, aber dannocht, die relligion inmaßen diese stende mitzuvertretten, gneigt sein, wie sie dan auch die tege gegen Hagenaw und jetzt gegen Wormbs beschickt haben, gar ausgeslossen und solchs von inen dafur den sachen zu nachteil geacht mochte werden. Derwegen wirdet bedacht, rettlicher, auch der vormanthena pflicht halben sicherer und besser sein, das ein jeder standt vor sich selbst den reichstag, wo derselbige erstrackt were ader ein anderer in gleicher form wider angesatzt wurde ader der angesatzte also seinen fortgangk haben solt, wie dan geschrieben wirdet, besuche ader nach seiner gelegenhait stadtlichen beschicke.

    Es solt auch nit ungut sein, das der Kf. zu Sachssenn und Lgf. zu Hessen Mgf. Jorgenn von Brandeburg, auch die von Nurnberg freuntlich und gnediglich anlangen thetten, weil sie der augspurgischen confession mitverwandt und dieselbige bißhier uf gehaltenen tegen dem almechtigen zu lobe und erweitterung gotlicher warheit hetten mitvertretten helfen, das sie gleich den stenden dieser vorain uf kunftigem reichstage in solchen sachen in furfallenden beratslagungen und handellungen mit fursehen, auch iren rethen im falh, das Mgf. Jorg uf solchem reichstag aigner person nicht sein wurde, und die von Nurnberg solchs iren und irer mitverwandten stete botschaften, an irer stadt zu thun, bevelhen wolten, darauf sie auch ane tzweifel dester gneigter dartzue sein wurden6.

    ŠUnd wiewol Mgf. Hans zu Brandeburg, was die besuchung ader beschickung der reichstege antrieft, durch den bruder, den churfursten, wie man sagt, entnomen muß werden, nachdem aber sein fstl. Gn. der vorain vorwandt, solt nit ungut sein, das er in gleichnus auch ermhanet wurde, der relligion halben etzliche, die den sachen wol geneigt, von seiner fstl. Gn. wegen zu schicken und dergleichen bevelich inen, wie jetzt gemelt, auch zu thun7.

    Wiewol auch die sechssischen und sehestete des wenigern teils dem reich ane mittelh verwandt und derhalben die reichstege nit beschicken, so wirdet doch fur gut angesehen, dieweil inen gleich den andern stenden der christenlichen confession an den sachen zum hochsten gelegen und der handellung mitgenissen und entgelten mußen, das ein jede derselbten stete ein geschickte radtspersonen mit etwo einem predicanten ader sonst einer gelerten ader nutzlichen personen nach einer jeden stadt gelegenheit zu so vil merer stadtlicher berathslagung solcher großwichtigsten sachen, auch zu sterckung der vorwandtnus den andern stenden und iren rethen und botschaften zuschickten.

    Und dieweil rethe und botschaften von den churfurstlichen sechssischen und den hessischen rethen bericht empfangen, auch inen ein notelh verlesen, welchergestalt baide ire kfl. und fstl. Gn. an ksl. Mt. geschrieben [Nr. 416] und allerlay ehaften der personlichen erscheynung halben furgewandt, doch mit angehengtem, underthenigstem erbiethen, im falh ksl. Mt. resolucion sich aller untherdenigkeit uf maß desselben schreibens zu halten, darauf sich ire kfl. und fstl. Gn. numeher teglichs antworth vorsehen, so achten rethe und botschaften ane noth sein, das an ksl. Mt. des gleits halben ferner zu schicken ader zu schreiben8, sondern berurter antworth zu erwardten, auch nach gelegenheit derselben durch ire kfl. und fstl. Gn. zu erwegen sein, ap an ksl. Mt. weiter zu schreiben ader zu schicken sein wolle. Dan leichtlich ist zu achten, was den stenden der christenlichen vorain daran gelegen, das baide churfurst und fursten Sachssen und Hessen ader zum wenigsten ir ainer aigner person uf kunftigem reichstag sein möcht. Aber ane sonderlich vorgleittung solchs semptlich ader sonderlich zu thun, kondten rethe und botschaften nit fur ratsam noch gut ansehen nach gelegenheit aller furstehenden leufte und geschwindigkeiten. Wollen aber verhoffen, auch von wegen irer hern und obern mit vleis gebetten haben, das sie im falh irer kfl. und fstl. Gn. personlichen nit-erscheinung gleichwol ire furnemliche rethe schicken wolten mit geburlichem gewaldt und bevelich, an irer kfl. und fstl. Gn. stadt die sachen zu furdern.

    So wirdet auch ferner bedacht, es trage sich mit dem gesprech zu Wormbs zu, uf welchen wege es wolle, so wirdet doch nit vorpleiben, umb ferner vorgleichungshandellungen uf dem reichstage antzuregen ader diesen stenden den unglimpf uftzuschieben, als solte bey inen der mangel gewest sein, das Šman zu keiner fruchtbarn handellung hette kommen mugen, darwider aber bestendigs gegenberichts vonnotten sein will, auch sonderlich hierumb, das im falh, do kein gutliche vorgleichung der relligion bescheen wurde, von dem wege eins rechtmessigen concilii geredt sol werden. So solte derhalben in alwege gut sein, das die rethe, botschaften und theologen, so itzo zu Wormbs sein, wo nicht alle, doch eins gueten teils neben andern gesandten uf kunftigen reichstag aus angetzaigten ursachen widerumb verordenet möchten werden, dan ane tzweifel werden die papistischen heftigk darauf dringen, das dieser teilh in ein solich rechtmessig concilium, wie sie es achten, gleich inen solte vorwilligen, welchem der babst als das haubt presidirt und mit seinen veraidetenb bischofen allain ius decidendi hette und also der furnembste gegenparth auch richter sampt deren anhengigen weltlichen potentaten weren, darwider doch durch diesen teilh die bebstlichen concilia zu Mantua und Vincentz neben andern ursachen vorschiener zeit stadtlichen recusirt seint worden. Aber der theologen halben wolt in sonderheit vonnöten sein, das sie mit keyserlichem gleit möchten vorsehen werden, inmassen rethe und botschaften durch ire ksl. Mt. der tege halben zu Hagenaw und jetzt zu Wormbs schrieftlich vorgleit seint worden.

    Und nachdem, wie obsteet, alhier fur besser und sicherer geacht wirdet, das ein jeder churfurst, furst und standt der christenlichen vorain fur sich selbst zu dem reichstage personlich kome ader an sein stadt gnugsam schicke, so wirdet weiter fur gut angesehen, das es mit den beratslagungen und furwendungen dieser sachen, die relligion anlangendt, dermaßen gehalten werde, wie es zu Augspurgk, auch uf den andern erfolgten reichstegen bißhier gehalden ist worden, nemlich, das alle confession-, protestacion- und aynungsverwandten stende in berurten sachen und handellungen beyein und fur einen parth stehen und, was darin zu thun und antzutzaigen, semptlich beratslagen und furwenden und sich darin voneinander nit trennen noch sondern lassen, dieweil die ksl. Mt. solcher sonderung nu so oft uf reichstegen stadtgegeben und zu Augspurg selbst den anfang gemacht und die stende uf zway teil gescheiden hadt. Dann solte sich ein jeder standt wie in andern prophansachen unther den stenden des gegenteils in seiner session derwegen vornemen lassen, so möchte sich zutragen, wie uf dem andern reichstag zu Speier understanden wardt, davon dan die protestacion und appellacion dieses teils erfolgten, das man die stende dieser relligion mit dem merern uberstymen wolt etc.

    Und apwol die sachen, den Turckenn, auch die untherhaltung des chamergerichts belangendt, sonsten an inen selbst fur prophan und gemeine reichshendel zu achten, wil doch die notturft sein, wie uf vorigen tegen auch bedacht, darinnen semptlichen zu vorstehen, dan dieweil kgl. Mt. an der turckenhulf, sonderlich nach itziger gelegenheit der hendelh in Hungern merglich und groß gelegen, so will zu erlangung eins beharlichen fridens ader anstandts biß uf ein gemein, frey, christenlich concilium, auch gleichmessiger besetzung des Šchamergerichts die turckenhulf nit wenig furdern, so sich niemandts aus den stenden dieses teils derselben halben absondert, sonder von allen dieses teils stenden ein gleichhellige, ufftzugige antworth gegeben werde, inmassen sich Kf., Ff. und stende dieser vorain uf den tegen zu Schmalkaldenn vor vier jaren, auch darnach zue Braunschweig nach lauth der doselbst und anderer gemachten abschiede solcher antworth miteinander vorainiget und entschlossen. Dan solte sich auch ein jeder standt dieser vorain particulariter am orth seiner session darumb vornemen lassen, so wurde er uberstimbt und möchten baide artickel, nemlich die turckenhulf und die beschwerung des chamergerichts belangendt, nicht zugleich und uf ein malh in handellung genomen werden. Wo dan gleich der eusserliche fride gegen bewilligung der turckenhulf eingereumbt wurde, so stunden doch die chamergerichtsbeschwerungen aussen und man wurde mit berurter turckenhulf die erledigung derselbten nit meher erdringen konnen, welchs den christenlichen stenden nachteiligk und gleich so vil sein wolt, als were gar kein fride noch anstandt gegen der bewilligten hulf erlangt. Dan leichtlich zu achten, wo das chamergericht nicht sol mit andern personen, dan wie jetzt daran und wider dieser stende relligion vorpflicht sein, besatzt werden, so wolt es einen wegk gleich so vil als den andern sein, aus ursachen, so in untherreden durch rethe und botschaften bedacht seint worden. Doch stellen solchs rethe und botschaften dohin, was die stende und ire gesandten der christenlichen vorain zu Regenspurg zue irer ankunft in deme, wie die beschwerungen der turckenhulf und des chamergerichts bequemlich sollen furgewandt werden, weiter bedencken werden, doch das aus den vorigen vorainigungen und abeschieden, es bescheen semptliche ader sonderliche furwendungen, nit geschritten werde.

    Nachdem auch zu besorgen wil sein, das an solchem orth, do die röm. ksl. Mt. personlich gegenwertigk sein wirdet, diesem teil oft ungehorsam, abefalh, auch als man zu entbörung handelte, wollen zugemessen und solchs zufurderst den auswertigen botschaften eingebildet werden, ire konige und herschaften wider diese stende dest meher zu vorbittern, so wirdet fur gut angesehen, das die stende mitlerweil darauf wollen verdacht sein, wie sie sich darwider ufs stadtlichst verantworten und entschuldigen wollen, das sie auch ire gelerten uf ein form eins rechtgeschaffenen, freien, christenlichen concilii und, wie das chamergericht gleichmessigk zu verordenen und zu besetzen sein solt, lassen gedencken und ratslege vorfassen und die dohin mit uf den reichstagk schicken, daraus man sich zu ersehen und alsdan die notturft mit guetem grunde muge furzuwenden haben.

    Mordbrenner: Den Gesandten wurden die Geständnisse etlicher bestraften bzw. gefangen gehaltenen Mordbrenner vorgelesen. Entnehmen daraus, dass das Mordbrennen gegen die protestantischen Stände gerichtet ist. Es wird daraus auch ziemlich klar, wer die Anstifter etc. sind. Es erscheint zwar bedenklich, auf die Aussagen der gefangenen Delinquenten hin hochstehende, adlige Personen in Verdacht der Anstiftung zu bringen. Andererseits aber wurde erwogen, dass nicht angenommen Šwerden kann, dass dieses Mordbrennen ohne konspirative Anstiftung erfolgt sei. Zudem wurden auch ziemlich viele Täter, und zwar an verschiedenen Orten, bereits überführt. Die bisher gestellten Täter kennen sich auch untereinander nicht. Und doch haben alle sehr ähnliche Aussagen gemacht, aus denen geschlossen werden kann, dass das Mordbrennen aus einem bestimmten Territorium dirigiert wurde. Die protestantischen Stände können auf keinen Fall untätig bleiben, weil mit der Aburteilung der gefassten Täter wenig erreicht ist und den Anstiftern so das Handwerk nicht gelegt werden kann. Diese werden vielmehr für Geld immer wieder leichtfertige Leute finden.

    Deshalb sollten sich die Verbündeten dieser Sache mit Nachdruck annehmen und versuchen, Genaueres über die Hintergründe und die Anstifter des Mordbrennens in Erfahrung zu bringen. Da Sachsen und Hessen in ihrem Schreiben an den Kaiser wegen des Reichstagsbesuchs bereits auf das Mordbrennen als einen der Gründe, die ihr persönliches Erscheinen hindern könnten, hingewiesen haben, kann man des Kaisers Antwort darauf zum Anlass nehmen, die ganze Angelegenheit weiter zu verfolgen. Sachsen und Hessen sollen durch Rechtssachverständige die vorliegenden Geständnisse von Mordbrennern daraufhin prüfen lassen, ob sich daraus Aufschluss über die Hintergründe und Anstifter gewinnen lässt. Die Gesandten wollen nach ihrer Heimkehr ihre Obrigkeiten ausführlich über das Mordbrennen informieren und sie dazu bewegen, darüber zu beraten, insbesondere darüber, wie man die ganze Angelegenheit dem Kaiser auf kommendem Reichstag füglich anbringen und ihn dazu veranlassen kann, gegen die Anstifter rechtlich vorzugehen bzw. gegen sie notfalls den Landfrieden anzuwenden. Wie dies Anbringen, ohne dass ungewollte Weiterung entsteht, formuliert werden kann, haben die Gesandten zwar beraten, aber nicht definitiv beschlossen. Darüber soll erst während des Reichstages endgültig befunden werden9.

    Lüneburg: Die Gesandten Hg. Ernsts von Braunschweig-Lüneburg haben an den Konflikt des Herzogs mit dem Ebf. von Bremen wegen des Stifts Bardowick erinnert. Dieser Streit wurde bereits als Religionssache anerkannt und auch in der zu Frankfurt übergebenen Liste anhängiger Prozesse in Religionssachen aufgeführt. Obwohl der Herzog die Rekusation und andere Rechtsbehelfe anführte, prozessierte das Kammergericht weiter und fällte ein Urteil. Dieses Urteil wurde verlesen. Da zu befürchten ist, dass das Kammergericht noch weitergehen und den Herzog in die Acht erklären wird, bitten die lüneburgischen Gesandten um Rat und Beistand.

    Die Gesandten der Verbündeten brachten ihr Bedauern über den geschilderten Gang der Entwicklung zum Ausdruck. Sie erinnerten an die früheren Bundesbeschlüsse, wie man sich in Religionssachen verhalten solle. Sie können dem Herzog nicht raten, in etwas zu willigen, was diesen Abschieden zuwiderläuft. Sie können dem Herzog auch nicht raten, sich dem Kammergerichtsurteil zu unterwerfen oder etwas zu tun, was der erfolgten Kassation der Prozesse in Religionssachen bzw. Šder Rekusation abbrüchlich sein könne. Wenn der Herzog sich an die früheren Bundesbeschlüsse halte und deshalb in Schwierigkeiten komme, werde man ihn aufgrund der Bundespflicht nicht im Stich lassen10.

    F. Wolfgang von Anhalt: Anfrage des F. Wolfgang von Anhalt, ob die Äbtissin von Gernrode auf das ksl. Ausschreiben hin den Reichstag besuchen solle. Da die Gesandten die Sachlage nicht genau kennen, können sie keine bestimmte Antwort geben. Zweifeln nicht, dass der Fürst sich dem alten Herkommen gemäß zu verhalten wissen wird. Empfehlen dem Fürsten, entweder als Erbschutzherr des Stifts die Vertretung der Äbtissin zu übernehmen oder aber sich von der Äbtissin als Vertreter ausdrücklich bevollmächtigen zu lassen.

    Was den Komtur zu Buro betrifft, der ins Magdeburgische gegangen ist wegen seines unzüchtigen Lebens und nun die Einkünfte seiner Komturei beansprucht, die ihm F. Wolf nicht zukommen lassen will, verweisen die Gesandten auf den in Braunschweig im Hinblick auf Kursachsen gefassten Beschluss, wonach Komturbesitz wie der übrige geistliche Besitz zu behandeln ist. F. Wolfgang wird also darauf sehen müssen, dass der emigrierte Komtur die Einkünfte seiner Komturei nicht weiterhin widerrechtlich beziehen kann.

    Die Ff. zu Anhalt zu Dessau belangend: Die Gesandten stellen es den Ff. Georg von Anhalt, Dompropst zu Magdeburg, Johann und Joachim von Anhalt anheim, auf das ksl. Ausschreiben hin den Reichstag in Regensburg persönlich zu besuchen oder sich durch Gesandte vertreten zu lassen11.

    Und dieweil dan ausserhalb irer fstl. Gn. sonsten meher stende seint, so nach dem nurnbergischen fridestandt zu dieser christenlichen vorstendtnus komen, welche deshalben den reichstag, dieweil die in allen handlungen, so mit dem kaiserlichen oratorn in verlaufener zeit furgewest, von den andern stenden mit in den friden getzogen worden, unsers erachtens nit unbesucht werden lassen, so werden sich ire fstl. Gn. nach irer gelegenheit und vermuge des obberurten artickels, von beschickung des reichstags meldendt, auch zu halten wissen.

    ŠTecklenburg: Nach der Protestantisierung des Klosters Osterberg haben etliche geflohene Mönche beim Kaiser ein Mandat ausgewirkt, das die Wiederherstellung der früheren Verhältnisse anordnet. Der Bf. von Osnabrück unterfange sich, die Geistlichen in der gräflichen Herrschaft Rheda zu schützen, hat auch den Klöstern verboten, dem Grafen Frondienst beim Bau des Schlosses Rheda zu leisten, ihm Steuern zu zahlen und den von ihm ausgeschriebenen Landtag zu besuchen. Das alles ist gegen das alte Herkommen und nur wegen der Religion geschehen.

    Darauf wurde dem Grafen geraten, in Sachen Osterberg dem ksl. Mandat nicht zu gehorchen, sondern es bei seinen Maßnahmen bleiben zu lassen. Auch soll der Graf dem Bf. von Osnabrück, was die Religion betrifft, nicht nachgeben. Gegebenenfalls wird der Bund den Grafen unterstützen. Was Fron, Steuer, Landtagsbesuch angeht, so sind dies zwar keine Religionssachen, doch wollen die Gesandten dem Bischof deswegen schreiben, in der Zuversicht, der Bischof werde dann unbillige Ansprüche fallenlassen.

    Straßburg: Auf die Klage des Kartäuserprovinzials am Rhein, des Priors auf dem Michelsberg bei Mainz und des Priors der Straßburger Kartause, Lamprecht Pascualis, hat das Kammergericht unter Androhung der Acht entschieden, dass Straßburg die von ihm bestellten Vorsteher aus der vor Straßburg gelegenen Kartause Frauenberg abberufen und alles in den früheren Stand restituieren muss. Nun hat Straßburg, bevor das Mandat erging, bereits den alten Zustand wiederhergestellt. Nur der altkirchliche Kult wurde nicht wieder restituiert. In diesem Punkt will Straßburg auch dem Mandat nicht nachkommen.

    Die Gesandten billigen den Widerstand Straßburgs gegen die Wiedereinführung des altkirchlichen Kultes in der Kartause und sagen für den Fall, dass daraus Schwierigkeiten entstehen, den Beistand und den Schutz des Bundes zu. Die Gesandten nehmen an, dass diejenigen, die dem Kloster Zinsen und Renten zu zahlen haben, auf das Straßburger Ausschreiben hin sich entsprechend verhalten werden. Für dieses Mal lassen es die Gesandten dabei bewenden. Auf weiteren Antrag Straßburgs hin wird man später zu erneuter Beratung bereit sein12.

    Memmingen und Esslingen: Mündlicher und schriftlicher Bericht der Memminger Gesandten über den Kammergerichtsprozess Memmingens gegen den ksl. Fiskal und die Erben Dr. Vogelmanns. Obwohl diese Angelegenheit als Religionssache anerkannt wurde, will Memmingen, da gute Aussicht auf einen Sieg im Prozess bestehe, diesen Prozess am Kammergericht weiterführen13.

    Die Gesandten können Memmingen nicht raten, den früheren Abschieden, der Rekusation und Appellation zuwiderzuhandeln. Wenn Memmingen nach den frü Šheren Beschlüssen verfährt und bei der Rekusation bleibt, soll es des Bundesschutzes sicher sein.

    Gleicher Bescheid wurde den Gesandten von Esslingen hinsichtlich des Kammergerichtsprozesses ihrer Stadt gegen den Geistlichen Benedikt Bautz gegeben. Esslingen soll sich in dieser Sache vor dem Kammergericht nicht einlassen14.

    Einbeck: Erlittener Brandschaden. Hilfeleistung der Verbündeten15.

    Lüneburg wegen der durch die im Herzogtum Lüneburg vergarderten Knechte verursachten Kosten. Bewilligung von 800 fl. unter Vorbehalt.

    Minden: Bericht Mindens über die gegen die Stadt ergangene Achterklärung und über die Übergriffe ihrer Feinde. Was die Acht betrifft, erinnern die Bundesgesandten daran, dass die Sache Mindens als Religionssache anerkannt und bereits in Arnstadt Hilfe und Beistand versprochen wurden. Doch soll Minden selbst die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, um vor Überraschungsschlägen sicher zu sein, und die Bundesobersten über die Entwicklung der Dinge, die Maßnahmen der Gegner etc. stets auf dem Laufenden halten. Was die erwähnten Übergriffe angeht, soll Minden die Vorgänge in allen Details den Bundesobersten mitteilen. Diese werden sich dann gemäß dem Arnstädter Abschiede verhalten16.

    Erklärung der Räte Hg. Heinrichs von Sachsen: Da Hg. Heinrich an den voraufgehenden Bundestagen nicht teilgenommen hat, ist er über die Frage der Hilfe für Braunschweig und die Hintergründe nicht hinreichend informiert. Daraufhin erhielten die Gesandten Hg. Heinrichs Einsicht in die einschlägigen Akten17.

    ŠDa die braunschweigische Angelegenheit ganz eindeutig eine Religionssache sei und die Stadt deshalb Anspruch auf Bundeshilfe habe, bitten die Bundesgesandten die Gesandten Hg. Heinrichs, diesen zu einer positiven Stellungnahme zu bewegen, auch dazu,dass er sich uf die negste schickung Trinitatis der verfassung halben also und dermaßen gegen den stenden wolten einlassen, damit dieselbige handellung auch muge zu vergleichung bracht werden. Das haben die Gesandten Hg. Heinrichs zugesagt. Wollen auch fördern, dass Hg. Heinrich seine Stellungnahme dem Kf. von Sachsen mitteilt.

    Ausstehende Bundesbeiträge.

    Verehrungen für Georg von der Planitz und Dr. Heinrich Kopp.

    Aufnahme Hg. Erichs von Braunschweig in den Bund: Mitteilung der hessischen Gesandten, dass Hg. Erich von Braunschweig zum Beitritt zum Bund bereit sei, wenn er wie Hg. Ernst von Braunschweig veranschlagt wird. Die Bundesgesandten haben zwar ihrerseits keine Bedenken, dem Aufnahmeantrag zuzustimmen, müssen aber zuvor ihre Obrigkeiten informieren. Innerhalb von 6 Wochen sollen die Stände dazu Stellung nehmen18. Der Lgf. von Hessen soll die Hgn. von Braunschweig, Hg. Erichs Mutter, bitten, bis zum nächsten Bundestag Geduld zu haben, sich auch erkundigen, wie die Landschaft zum Bundesbeitritt steht.

    Erlegung des Doppelmonats zur großen Anlage und Erhöhung der sechs einfachen Monate. Vorkehrungen gegen feindliche Rüstungen.

    Geldforderungen des H. von Bieberstein und Christophs von Veltheim.

    Bremen: Der Bremer Antrag auf Hilfe gegen Balthasar von Esens wurde auf jetzigem Bundestag erneut zur Sprache gebracht. Darauf erhielten die Bremer Gesandten folgenden Bescheid: Da der sächsische Sekretär Georg von der Fichten vor Ankunft der Bremer gestorben und der landgräfliche Sekretär abgereist ist, können sich die Gesandten nicht hinreichend über die Sachlage informieren. Die Gesandten haben deshalb nichts beschließen können. Der Punkt wurde auf den nächsten Bundestag vertagt. In der Zwischenzeit wollen die Gesandten ihre Herren informieren, damit auf dem kommenden Bundestag abschließend beraten werden kann19. [...].

    ŠErsatz für den Kriegsrat Hamburgs.

    Braunschweigische Hilfe: Dem Kaiser, dem König und den Hgg. von Bayern sollen die Bundesobersten die Bewilligung der braunschweigischen Hilfe und die dafür ausschlaggebenden Gründe mitteilen. Ob Sachsen und Hessen sich deshalb noch während des Wormser Verhandlungstages an Granvelle wenden, soll ihnen überlassen bleiben.

    Oberhauptmannschaft: Obwohl die Gesandten die Beschwerden Sachsens und Hessens wegen der Führung des Oberhauptmannsamtes kennen, haben sie die beiden Fürsten doch wegen der augenblicklich besonders besorgniserregenden Entwicklung der Dinge um Fortführung der Oberhauptmannschaft gebeten, auch erreicht, dass sich Sachsen und Hessen bereit erklärten, das Amt bis Thomae Apostoli [1541 Dezember 21] zu verwalten.

    Auseinandersetzung zwischen Magdeburg und Braunschweig wegen Verordnung eines Kriegsrats. [...]20.

    Namensliste der Gesandten. Beurkundungsformel.

    [Gegeben] zur Naumburg uf den 16. tag des monats Januarij nach Christi, unsers lieben herrn und seligmachers geburth 1500 und in dem 41. jhar21.

    «Nr. Š8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18] »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 200r–202v (Kop.).

    B  koll. Braunschweig StadtA, B III 5 Bd. 6, fol. 304r–306v (Kop.).

    C  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 1 (Kasten 5), unfol. (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 210 , S. 518–521.

    Den 18. Januarij ist den rethen, gesanthen, botschaften bederseits ihn beysein des kayserlichen comissarii volgende meinung mundtlich vorgehalten und darnach ihn einen schriftlichen abscheidt gebracht, mit A verzeichnet. Darauf sein der ksl. Mt. schriften an ihr Mt. comißarium und oratorn, den H. von Granvel, haltent, gelesen, und noch verlesung derselbigen hat der H. von Granuel auch angefangen ihn latein zu reden und den ihnhalt solcher schrift repetirt. Welche auf drey punctn oder articln stehen: Erstliche belangende den abschidt der handlung alhie. Zum andern, das unsere gnedigste, gnedige hern und obern ihn keinen weg nicht untherlassen wollten, den reichstag zu besuchen. Zum dritten, das die ksl. Mt. begert, das ehr, der H. Granuell, sich zue ihr widerumb verfuegena wolt. Dieweil nhun aus der verlesen schrift der ksl. Mt. gemutt und meinung genungsam zu vernemen, wolte ehr untherlaßen ferner erklerung zu thun. Dan allein wolt ehr von wegen der ksl. Mt. gesucht und begern und die stende ehrmanet haben, das unsere gnedigste, gnedige hern und obern nicht wolten untherlaßen, den reichstag ksl. Mt. begern nacht [sic!] zu besuchen, ihn bedrachtung, das ihr Mt. nicht hohers begerthe, dan kristliche einikeyt, auch friede und rhue ihn deuscher nation zu machen, wie auch zuforen mhermals erkleret, und das solchs alles die rethe und gesanthen erwegen und bey ihren hern und obern die ding zum besten furdern wolten. Er wolte auch Šksl. Mt. beider theils gehabten fleiß ihn der vorstehenden handelung meldenb, sonder zweivel, es werde ihr ksl. Mt. zum gnedigsten gefallen reichen. Thett sich auch bedancken von wegen ksl. Mt., auch fur sein person der gnedig und guthen erzeigungc, die ihme als kayserlichem orator und fur sein person von den rethen und gesanthen begegnet, mit bitt, do von ihm etwan ein hart wort, das sich nicht gepuret hette, vermercket where, man wolte es in keinen ahrgen verstehen, sonder es seiner guthen dmeinung schult geben und, wu er zu christlicher concordien, auch frieden und rhue handelen und furdern kundte–d, das ehr solches mit alles [sic!] fleiß thun wolte, auch wer, den rethen und gesanthen freundtlichen dinst zu erzeigen, fur sein person ealle zeit-e geneigt.

    Darauf ihn [sic!] widerumb ist durch die rethe und gesanthen diß theils geantwort, dasf dies vorhalten durch die verordenten rethe zu der presidenz, auch der ksl. Mt. verlesene schrift und genedigg des oratorn ehrinnerung, bitt und erbittung angehort. Und erstlich die handelung des cristlichen gesprechs belangen, hetten die rethe und gesanthen nichts liebers gesehen, dan das man gleich izundert, wie es ihns wergk bracht, damit hette fortschreitten mugen werde [sic!], der hofnung, es solte nicht ohne frucht abgangen seyn. Und do es zeitlicher where angefangen, wie dan vielmals darumb diß theils angesucht und an nichten erwunden, hette man sunder zweifel darinne weitter procediren mogen.

    Aber dieweil ksl. Mt. meinung und begern were, das nuhn zur zeit aus angefurthen ursachen damit innegehalten und die sachen auf dem [sic!]reichstag solte verschwoben [sic!]werden, so musten es die rethe und gesanthen auch dabei wenden laßen. Und wheren erpottig, die verleseneh schrifti, auch gehorte vorhalten unsern gnedigsten, gnedigen hern und obern in unserer widerkunft mit besten fleiß zu berichten, und wurden sich darauf ihr kfl. und fstl. Gn. und G. mit besuchung oder beschickung des reichstags und sonsten aller gepur zu halten und zu erzegen wißen. Und ob sich villicht solchs etwas langsamer aus dem, das etliche derselben fursten und stend etwas ferner entseßen, zutragen mochte, bittenjdie rethe, solchs bey der ksl. Mt. zu entschuldigen, dan das die rethe und gesanthen sich izunder von hinnen kege Regenspurg verfugen Šsolten, solchs wolte mhere [sic!]außerhalbs befheligs, wie ehr, der orator, selbs zu bedencken, nicht gepuren. Das auch die ksl. Mt. so gnedigist zu furderung cristlicher concordien und erhaltung frieden und rhue gneigt, des theten sich die rethe und gesanthen von wegen ihrer hern und obern kegen ihr Mt. zum unterthenigsten bedancken. Und wurdenkihr kfl. und fstl. Gn. und G. kegen der ksl. Mt. unthertheniste zu verdinen alle zeit willig befunden werden, als die zur rechtschafner, cristlicher einigkeit, frieden und rhue, wie sich die rethe vilmals vornemen laßen, zum hochsten gneigt.

    Bedancken sich auch kegen seinen, des orators, person des angewantenl fleiß und muhe ihn den gepflognen handlunge, auch seines mgutten willens und–m erbittens, wolten solchs kegen ihren hern und obern rhumen, die wurden es sonder zweifel ngenedig und–n gunstig verschulden und verdienen. Wolten hienacho gebetten haben, das ehr seinen erbitten nach, die sachen der religion zur furderung der eehr Gottes und zu erhaltung friede und ruhe bey der ksl. Mt. zu furdern, ihn bestem wolt ihme befholen sein laßen. Und dieweil am tag, das unsern gnedisten, gnedige hern und obern solcher sachen halben nicht kleine abgunst auf sich geladen, welchs sie doch darumb, das es Gott undp sein heiliges wort belangen thet, mit gedult trugen, und, wieq zu erachten, das durch ihre [sic!] kfl. und fstl. Gn. und G. misgunstige jer bisweilen allerlei beschwerligs an die ksl. Mt. gelangen wurde und gelangen, haben die rethe und gesanthen ihne, den oratorn, gebetten, das ehr sie bey ksl. Mt. biß zu ihrer verantwurtung entschuldigen wolte, dan die ksl. Mt. solt mit Gottes hulf zu ider zeit aufrichtige, bestendige und guthe antwurt vermercken.

    Der entschuldigung, ob sein Gn. etwan ein wort, welchs sich nicht gebürt, entfallen, ihn besten zu vermercken, where es an nott gewesen, dan solchs von seiner Gn. nicht vernomen, sunder das er die sachen vernunftiglich, geschicklich und mit hochsten fleiß gehandelt, und theten sich ihne die rethe und gesanthen auch fur ihre person freundtliche und dinstliche befhellen1.

    Darauf hat der orator ein kurcze dancksagung gethan mit erholung seinss erbitten und also die rethe und gesanthen ihren abschidt von ihme genomen2.

    «Nr. Š9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18] »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 203r–203v (Kop.); ÜS fol. 203r: Abschiedt zue Wormbs uf den 18. tagk Januarij anno etc. 41.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 1 (Kasten 5), unfol. (Kop.).

    C  koll. Straßburg AM, AA 493a, fol. 168r–168v (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 113 , S. 210–211;Walch, Bd. 17, Nr. 1355 , Sp. 552;Corp. Reform. IV, Nr. 2133, Sp. 79.

    ŠNachdem der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten hern, comissarii und orator, auch dem [sic!] churfursten und fursten redte, zue der presidenz vorordent, auf ansuchen der Kff., Ff. und stende beyder teylen redte, gesandten und botschaften, zue deme christlichen, unvorbundlichen gespreche alher gen Wormbs vorordnet, und dan die vorordenten theologen und gelerthen von beyden teylen darauf solch gespreche eyn anfang gemacht und yhre unterrede uber etliche artikel gehalten, wie solchs und anderß, so bisher gehandlet, die handlungen lauter mit sich bringen, und, wiewol der keyserliche orator, auch die hern redte, zue der praesidenz vorordnet, yn neygunge gewesen, solche gesprech yres besten fleysses zue furdern, dieweyl aber von hochstgedachter ksl. Mt., unsern [sic!] allergnedigsten hern, wolgedachtem comissari und orator eyn schreyben [Nr. 6] zuekomen, darin yr ksl. Mt. ir gemuet dermassen ercleren, das yn deme angefangenem gesprech zue diesem mhal weyter nit furtgeschritten, sonder dasselbig auf kunftigen reychstagk remittirt und gewiesen, wie solchs auß gedachtem keyserlichem schreyben wol vornohmen werden magk, so haben der keyserliche comissari und orator, auch die hern redte, zue der praesidenz vorordnet, sollichs alles der Kff., Ff. und stende rethen, gesandten und potschaften, sich darnach haben zue richten, nicht vorhalten wollen. Und nachdeme aber yn berurtem keyserlichem schreyben der ksl. Mt. gemuet weyter erclert, das die stende deme [sic!] reychstage laut berurter keyserlicher schrift besuchen sollen, yn solchen werden die stende der ksl. Mt. gemuet von derselben commissari und oratorn selbst vornehmen und sich dorauf aller gebuere nach gelegenheyt wissen zue halten etc.

    «Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18 »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10321/05, Belangent das gesprech, so zu Wormbs gehalden 1540, fol. 204r–205v (Kop.).

    B  koll. Konstanz StadtA, G 7 (Reformationsakten), fol. 410r–411r (Kop.); ÜS v. a. Hd. fol. 410r: Abschid zu Wormbs, 18. Januarij anno 1541.

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.901, fol. 118r–119v (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 211 , S. 521–523;Walch, Bd. 17, Nr. 1356 , Sp. 553–554;Corp. Reform. IV, Nr. 2134, Sp. 80–81.

    Nachdeme heut, den 18. tagk Januarij, der chur- und fursten, stendt und stedt der auspurgischen confession und derselben religionsvorwanten redten, gesandten und botschaften auf die angefangene handlunge des christlichen gesprechstages alhye zue Wormbs durch der ksl.