Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    «II,1 Instruktionen »

    «Nr.34 Instruktion der Stadt Aalen für die Nördlinger Gesandten zum Reichstag – o. Ort, o. Datum »

    Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol.; AS: Giengen, Awlen und Bopfingen halb gehandelt uff dem reichstag zu Regenspurg anno 1541; AS v. a. Hd.: Instruction.

    Instruction, was die gesandten der stat Nördlingen uff schierust kunftigem reichstag zu Regenspurg von eim erbern raths der stat Awlen wegen handlen sollen etc.

    Erstlichen, das die vorordneten sich in des reichs canzelei oder sunst an andern bequemen orten, wie man zu thun pflegt, zu insignieren fur uns, die von Awlen, alß gewalt- oder bevelchhaber sollen antzaigen und unsers ußpleibens halben uß ursach, das wir in sollichen hochwichtigen sachen nichs nuzpärlichs erschiessen mugen, oder, wie in ander weg sie, die gesandten, zum furtreglichsten ansihet, mit pesten und glimpfmessigisten fugen entschuldigen, vorantwurten und vertretten etc.

    Zum andern, von wegen deß langwirigen zwispalts im glauben, dieweil je und alwegen die hochgelerthen und der hailigen, gotlichen schrift wolerfarnen allenthalben im remischen reich selbs undereinander widerwärtig und strittig, seien wir als arm, einfältig, ungelerth layen des willen, wissen auch bessers nit, dan der alten religion anzehangen unsers besten vermugens, so lang, biß wir durch unsere von Gott zugeordnete, höchste oberkaitten, nämlich ksl. und kgl. Mtt. oder ein generalconcilium ein anders gewisen werden.

    Zum dritten, was ander des reichs obligen betrifft, inhalt usgangner kayserlichen mandaten oder sich sunst daneben zutrug, wöllen wir mit den erbern frey- und reichsstätt gesandten, was sie deshalben einhelligklich beradtschlagen, gehellen etc. Ob sich aber ainicherlai strit oder zwispalt zwischen inen zutrug, was alsdann von der von Nördlingen wegen zugesagt, versprochen oder uffgenomen wirt, darein wollen wir auch bewilligt haben.

    Zum vierdten und lezten, dieweil etwan durch varlessigkeit unserer vorelter wir in des reichs anlag unserm geringen einkhomen nach hart und hoch uberlengt und beschwerdt worden seien, so nun vermög kayserlichen mandaten durch des hl. reichs stende die turckenhilf, dieselben zu beradtschlagen, fur die hand genomen werden wölte, wa alsdann die gesandten von Nördlingen fur nutz und fruchtpär ansehe, uns dasselbig uff unsern costen zum furderlichsten wissen lassen, gedencken wir inen, den gesandten, unserer beschwerden halben ferrern bericht zu thun etc.

    « Nr. Š35 Instruktion Lgf. Philipps von Hessen für Alexander von der Thann, Johann Walter und Johannes Kymaeus zum Reichstag – o. Ort, o. Datum »

    Marburg StA, PA 569, fol. 3r–8v (Kop.)1; ÜS fol. 3r: Instruction, wes Allexander von der Than, Dr. Johan Walter und Joannes Chymneus zu Regenspurck handeln sollen; DV v . a. Hd. fol. 8v: Instruction zum reychstag gen Regenspurg und verstentnussachen.

    Erstlich sollen sie mit sich haben die jungste francfortische, schmalkaldische, haganawische2 und wormische3 handlung und abschide, daraus werden sie vernemen, worauf diese handlung itzt zu Regenspurg nach beger unser religion stende stee und sonderlich, das die auf einem christlichen, unverbundtlichen gespreche oder colloquio steet. Solich gesprech ist zu Wormbs geordent, wie man das furnemen und halten solte, sofer das also wurd furgenommen durch ksl. Mt. Wirdt es nu also furgenomen, so haben sie, die rethe, einen richtigen weck nach der form, zu Wormbs praescribirt und verordent, und dartzu mussen sie brauchen di instruktion, so wir, der landtgraff, den rethen ghen Wormbs mitgeben haben4, daraus sie unser meynung verstehn, wie weyt sie geen mogen in vergleichung der sachen.

    Sovil aber die materi des gesprechs betrifft, kan man inen nichts gewisses antzaigen, dan man wirdet furlegen mussen von unsers teils wegen die confession und apologei, zu Augspurgk gethan, und dieselbigen widder des gegenteils anfechtigung beschirmen. So man alsdan von einem iglichen artickel zur notturft geredt hat, so mag man von iglicher seiten zwen, drey oder vier dartzu geben [... ...?] und zusamensitzen und sich[unter sich?] zu vorgleichen. In solicher vergleichung mussen sich unser rethe richten nach unser instruction vorgemelt.

    Item, es sollen unser rethe in solichem gespreche den Bucerum brauchen, inmassen wie er von unserwegen zu Wormbs gebraucht ist worden. Der wirdet auch wissen, wie er sich in allen artigkeln halten soll, also daß so vil minder beschwerung oder bedengken im selbigen sein wirdet.

    Wurd aber ksl. Mt. solich gesprech, inmassen wie das zu Hagenaw und zu Wormbs furgeschlagen und bewilligt worden ist, nicht wollen lasßen fur sich geen, sonder ein ander form, als nemlich, daß man von idem teil allein drei oder vier dartzu geben und sich dieselbigen miteynander freuntlich solt lasßen underredden, furgeben wurd, wiewol wir dan wissen, daß sich unsers teils gesanten aus dem haganawischen abschidt solichs gesprechs halben schwerlich Šwerden furen lasßen, so haben wir doch im selbigen das bedacht, das solicher abschidt und das furgeschlagen gespreche unverbundtlich sein und daß man daraus nicht vil mehr ertzwingen magk, dan man uns mit gudtem willen nachgeben wil. Wir bedengken auch, daß gleichwol solich gesprech lange zeit erfordert und dem keiser nicht gelegen sein mocht, so lang auf solich gesprech zu warten, und dorumb, so man das [...?] colloquium [nicht] erhalten magk, solt uns nicht zuwidder sein, dergleichen dieses [clein?] colloquium also mochte furgenomen [werden?] [... ... ... ... ... ... ...?] handeln [... ... ...?] furwenden di obgemelten ursachen [... ... ... ... ...?] zu solichem dynen [... ... ... ... ...?] nicht sein, als daß di stend [... ...?] nicht willigen wollen, alsdan sollen sie [es?] auch dabei lassen und sich nicht absondern, aber gleichwol uns di handlung zuschreiben.

    Wurd auch der keiser auf solichen weck auch nicht handeln wollen, sonder etwan ein andere meynung einer handlung durch etliche furschlege ane verhor furnemen wollen, was dan der mererteil im selbigen thut, das sollen sie in dem fal, so di form der handlung belanget, mit eynig sein. Aber so die stend solichen wegk nicht einraumen wolten, sollen sie auch kein sonders machen, sonder uns die meynung aufs allerfurderlichst zuschreiben.

    Item, sobald sie dahin komen, sollen sie uns widderumb zurugkschreiben, [wer?] da ankomen sei und wie sich alle dinge anlasßen.

    Und zu der notturft wollen wir auch ein post legen. Di post solte liggen die erst auf halbem wege zwischen Nurmberg und Regenspurgk, zum andern daß di von Nurmberg in irer stat eine hielten, item, di dritte zu Bambergk, item, di vierte zur Newenstat unter Saltzpurgk, di funfte zu Fulda, auf verbesserung.

    «Nr.36 Instruktion der Stadt Memmingen für Christoph Zwicker zum Reichstag – Memmingen, o. Datum  »

    Memmingen StadtA, A Bd. 317, unfol. (Kop.); DV: Instruction meins gunstigen herrn Stoffel Zwickers auf den reichstag gen Regenspurg, anno 1541.

    Instruction, was unser, burgermayster und rath der statt Memingen gesandter Stoffel Zwicker auf dem künftigen reichstag zu Regennspurg handlen soll.

    Erstlich ligt hiebey das usschreyben des reichstags Nr. 1[Nr. 1], item, ain copey des stillstands Nr. 2[Nr. 14], mer ain copey des gelayds Nr. 3[Nr. 4], der abschid zur Newmburg Nr. 4[Nr. 7].

    Sovil dann anfenglichs die vergleichung in religion, der leer und ceremonien halb belangta, dardurch das mißtrauen der stend im hl. reych möcht uffgehebt und bestendiger frid und ainigkait erhalten werden, wie das kayserliche usschreyben dises tags auch vermag und mit sich bringt, mus man erstlich hören, was die röm. ksl. Mt. fürhalte und was gemaine reychsstend darauf rathschlagen Šund wie sich unsere ainungßverwandten im selbigen halten wellen. Uns aber sech für gut an, das das gesprech, wie es zu Wurms ist angefangen, vor ksl. Mt. und allen stenden widerumb für die hand genomen und damit furgefarn, dann dasselb wurd nicht allain zu ainigkait und vergleichung dienen, sonder mag auch on das vorgend gespräch nit wol ain bestendiger, guter friden erhalten werden1.

    Und nachdem das usschreyben vermag, das wir in den religionsachen, was darin gehandelt und beschlossen, unsern vollen und entlichen gwaldt uff eüch stellen und damit abfertigen sollenb, so ist unser mainung und befelh, was von der cristenlichen warhait und raine leer und ceremonien, wie wir die yetzt etliche jar alhie gehalten, gehandlet wurd, das ir davon weder zur rechten noch lingken kainswegs weychen noch was nachgeben, sonder vestiglich dabey besteen und beleiben, inmassen wir euch darumben vertrauen.

    Der begerten thürckenhilf und underhaltung regiments und camergerichts halben ist uff mer dann aim gehaltnen tag und sonderlich jüngst zur Neümburg verabschidt wordenc, in dasselbig nicht zu bewilligen, es seye dann zuvor ain satter, bestendiger und gewusser friden zugesagt und dartzu das kayserlich camergericht reformiert und gebessert, das wir dasselb zu gleichmessigen richtern auch erleyden künden. Was nun die ainungsverwandten in dem allen thun und handlen werden, das solt ir euch, nachdem es alle verwanten gleich betrifft, auch gefallen laßen.

    Der von Goßlar halb mues man erwarten, was jüngst zu Eßlingen verabschidt, so es aber uff künftigen reichßtag geschoben und die sach zu aim friden geraten, wirt man on zweiffel auch daran sein, das dieselb sach mit uffgehebt werdd. Wa nit, künden wir es für kain religionsach halten, uß ursach, wie uff allen tägen angetzaigt worden. Sol es dann zu erkantnus der stimen komen, was dann der merer thail der oberlendischen stett thun werden, dem sollen ir auch verhelfen2.

    ŠAber der mordtbrenner halben ist nit on, unser gesandter hat uns von den urgichten, so jüngst zu Newmburg auch verlesen, gute relacion gethon, und allerlay daraus zu vermutene. Dieweil aber in unsern landen, die der bäbstlichen religion durch mordtbrand gleich so wol als unser teyl angegriffen, so will es dannocht ain gros bedencken haben, yemandt sollicher sach halb was leichtlich zu beschuldigen. Was aber gemaine stend, sonderlich die oberlendischen stett in sollichem allem thun werden, das sollen ir euch auch gefallen lassen.

    Der von Einpegk begerten hilf halb tragen wir von wegen ires erlitnen schadens mit in getreues mitleidenf. Ir solt euch aber bey Costentz, Eßlingen, Lindaw und andern stetten uns gleich erfarn, was sy in geben und vereern wellen, und uns dann sollichs berichten, seyen wir nit ungenaigt, inen ain hilf zu thun und den andern stetten gleich und gemäs zu ertzaigen.

    Die einnemung des jungen Hg. Erichs von Braunschweig betreffendt, solt man in 6 wochen dem landgraven antwurt zuschreybeng. Weyl aber sein fstl. Gn. on das uff dem reichßtag sein werden, so mocht ir eüch bey den andern stetten erkundigen, was ire herrn in sollichem gesinnet. Uns sech aber nit fur ungut an, das bey sein Gn. angehalten wurd, in der anlag ain tapfers und merers zu geben. Wo es aber nit zu erheben, ist der darumb nicht ußtzulassen, sonder nichtdestweniger eintzunemen von mer ansehens und seins lands wegen.

    Des duppelmonats halb, so man uff Oculj [1541 März 20] erlegen solt, möcht ir hörn, wie sich ander stett in sollichem haltenh. Wir gedencken aber, so es uff disem tag zu aim friden komen, das es sollicher erlegung furter nit bedurfen werd. Wa nit, wes wir dann hievor mit andern stetten von Ulm uß zugeschriben, dabey lassen wir es wenden und gedencken, so dann uff disem tag, wie uns jüngst zu Neumburg zugesagti, zu uns gesetzt wirt, das wir uns sollichem mit andern stetten gleich und gemäs, gepürlich und unverweißlich ertzaigen. Doch möchten wir mit den von Ulm in dem val handlen, wie etwan mit dem Weykhman auch davon geredt worden, das sy ain schreyben für das gelt, bis es zur not kem, annemen.

    Der von Bremen begern halb halten wir darfur, weyl sy mit dem von Essensee vertragen und in dahin gebracht, das sein son 60.000 fl. zu abtrag geben und sein gantz land zu lehen machen muessenj, das man inen dann weyter nichtz schuldig, sonder damit genuegig sein sollen. Was aber in dem uff vorgende zusagen von andern stetten bedacht wirt, dartzu sölt ir auch helfen.

    ŠSo es dann zu vergleichung komen und ain reichsanschlag wider den Thürckhen oder zu underhaltung kayserlichen camergerichts furgenomen und gemacht wurd, so mocht ir umb ringerung des anschlags, wie one zweiffel ander stett auch thon werden, supplicieren und zum wenigisten dahin bringenk, das man uns doch bey dem nachlas, so zu Eßlingen durch des reichs regiment beschehen, beleiben lies, derhalb dann hiebei ain coppey von des fiscals recognicion und ander supplicationes und schriften, wie deßhalb hievor umb ringerung angehalten worden und beyainander gebunden ligen, euch darin zu ersehen nach begegnenden dingen und gestalt yetziger leüf und aller gelegenhait und umbstend acht ze nemen und darnach die sach zu richten und zu stellen wissen.

    Was dann sonst in dergleichen oder andern sachen furfallen würdet, darin solt ir, als der sich nach begegenden dingen wol zu halten waiß, zu handlen gewaldt und befelh haben und thüet uns yederzeit guten beschaid und bericht zuschreiben, damit, was euch zu schwer furfallen welt, ir yederzeit von uns guten beschaid und bericht empfahen mögen.

    In Ludwig Vogelmans sach ist sich anderst nichtz zu versehen, nachdem denselben die thur gespertl, dann das sy bey ksl. und kgl. Mt., auch den stenden des reichs umb weyter hilf rechtens ansuchen werden. So dasselb mundtlich oder schriftlich beschicht, so wolt desselben abschrift begern, euern öbern zutzeschicken, die werden one zweiffel sich dermassen verantwurten, darob ir Mt., kfl. und fstl. Gn. gnedigst gefallen haben werden, dann die sachen an ir selbs vil anderst geschaffen und ergangen weder hie fürgeben. Ob aber gmaine stend, wie sy zu thun schuldig, sich der sach annemen und beladen, das wer uns das lieber, ir solt sy auch in alweg darumb ersuchen und biten3.

    ŠUnd damit ir in allen furfallenden dingen hierin dest bas gefast seyen, was euch begegnen möcht, guten bericht und beschaid zu geben, so ligt hiebey das ausschreyben, wie wir es in unserm truck haben wellen ußgon lassen, nach der lenge, in dem andern libell alle vogelmannsschriften seiner verhandlung und dieselben geschriften alweg geduppelt abgeschriben, damit, ob man die an mer dan aim ort übergeben oder auch geen Nurmberg schicken muest, das man dieselben bey der hand hab. Deßgleichen ligen hiebey die ordnung, wie sy gehalten wirt, über schedlich leüt zu richten, deßgleichen die freyhait, schedlich leut zu fahen und zu richten, und noch ain freyhait, wie ksl. Mt. den pann, über das blut zu richten, geben hat. In dem allem wist ir eüch wol zu ersehen.

    Item, der landvogthei halb, was sich mit dem Joder verloffenm, dergleichen mit dem paurn, so nach der eescheidung das ander weyb genomen, und am jüngsten des pfarrers halb zu Stainhaim sich verloffen, von derselben geschicht ain coppei hiebei ligt, habt ir aller dreyer sachen zuvor gut wissen. Es ligt auch hiebei ain coppei des vertrags der todschleg halb in der statt. Darauf muest ir Dr. Hälen4 und anderer ratz haben, wie sich in die sachen zu schicken, ob die von Haimartingen, auch Lipp Etlinsteet selbs zu straffen und biessen oder ob mit andern nachpaurn deßhalb an die kgl. Mt. zu suppliciern wer5.

    ŠDie kgl. Mt. ist uns noch von wegen der 50 knecht, so wir irer Mt. 6 monat lang gehalten, 600 fl. zu thun schuldig. Welt bey ir Mt. anhalten, wo wir dieselbigen widerumb empfahen oder was obligacion und versicherung uns darumb beschehen werd oder ob ir Mt. uns verholfen wern, das uns sollich soma in künftigen reichsanlagen möchten abgetzogen werden.

    Wurd dann in Vogelmans sach der güete halb was an eüch gelangt, so möcht ir sagen, ir heten gar kain befelh dartzu, wer in aim rat davon nie nichtz gehandelt, wol heten ir gehört, das etlich der rätt und der statschreiber in etwas handlung gestanden sein solten, daraus aber nichtz worden, davon on zweiffel der statschreiber, der in kürtze, so er seine gescheft dahaim verrichtet, auch geen Regenspurg komen und davon mer dann ir wissens haben, dem mocht man darumb zusprechen.

    Der somarisch bericht in Vogelmans sach ligt auch hiebei. Deßgleichen ligt ain somarischer bericht hiebei, warumb es ain religionsach sey. Coppi der letsten vertreg Ludwig Vogelmans halb6. Der Juden halb.

    «Nr. Š37 Instruktion der Stadt Lindau für Hieronymus Pappus zum Reichstag und Städtetag – [Lindau, 1540 Dezember]1 »

    Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 23r–28r (Kop.).

    Instruction und abfertigung, was von unser burgermaister und rats der statt Lindaw wegen unser lieber ratsfreund Hieronimus Bappus auf den außgeschryben reichs- und stettage, so, zu ingang diß 1541. jars in der statt Regenspurg ze halten, außgeschryben sind, handeln solle.

    Erstlich als diser reichstag umb willen vergleichung des zwyspalts unser hailigen religion als für ainen und den furnemsten puncten angesehen und außgeschryben und dann die ler in den cristenlichen confessionen, der röm. ksl. Mt., unserm allergnedigisten herrn, auf dem reichstag zu Augspurg ubergeben, in allen articuln aygentlich die gewyß ewangelisch warhait ist, so soll pillich dorinnen kain enderung oder nachlaß geschehen noch darvon gewychen, sonder bey deren bestanden werden. Und so dieselbig confession in den hauptpuncten cristenlicher leer von dem widertail bekannt und angenomen (wie zu besorgen nit geschehen), wirdt man sich on zweifel alsdann, in eusserlichen ceremonien und kirchengepreuchen, ob es not und gut sein erfunden werden mocht, aber der hailigen schrift, unser confession und cristenlicher freyhait gemäß auch zu vergleichen wissen, in dem wir dann, so die heuptleer des cristenthums Šlaut ubergebner confession allenthalb angenomen, was in allen eusserlichen mitelndingen derselben confession gemäß oder deren nit zuwider wäre, unsers tails nichts zu waigern wissen.

    So aber kain vergleichung (als wol zu besorgen) gefunden werden mag, so soll unser gesandter dahin bedacht sein, antzuhalten und darauf ze arbaiten, das man uns dann bey unserm glauben beleyben und yede oberkait in iren gepieten walten und handeln lasse, das cristenlich und recht gethon, mit hailliger schrift zu erhalten und gegen Got dem herren verantwurtlich seye, und das also ain bestaindiger [sic!] friden fur des camergerichts procediern und sonst menigclichs beschwärung lauter und undisputierlich aufgericht werde.

    Dieweil man aber noch nit waißt, was aigentlich zu Wormbs gehandelt ist oder werden mag, so kan der befelch diß orts so grundtlich nit darauf gon noch beschehen. Darumben soll unser verordneter in dem fal auf dieselbig wormbsisch handlung acht haben und nach gestalt derselben und begegneten dingen hierin handeln, doch also, das er sich der confession und warhait zu nachtail in nichten begeb noch inlasse, wie er dann, so es vonnötten sein wollt, unsers beschieds in disem fal wol weiter zu suchen und zu gewarten haben wirt.

    Zum andern, so ist diser reichstag außgeschryben von wegen widerstands, dem Turgken ze thund, zu beratschlagen etc., darauf ist unser bevelch, dieweil vorhin in mer dann ainem reichsabschid begriffen und von ksl. Mt. gnedigist bewilligt und zugesagt ist, das sy mit andern cristenlichen kunigen und potentaten handeln und bey denen erlangen wölle, sich neben ir Mt. und dem hl. reich in ain beharrliche hilf wider den Turgken eintzulassen, und dann ainen bestendigen friden in der religion und aller andern sachen halben auftzurichten, furter gemainer stend beschwärung der ungleichen anschleg und anders halben gnedigclich gehört und abgewendt werden söllen, das unser gesanter anhalten und begern soll, dem statt ze thund, und, wann man des also vergewisst und vor des camergerichts fravenlichen procediern und beschwären, auch allerlay thatlichen, unfridlichen handlung gesichert ist, alsdann allererst soll vermög vor aufgerichter reichsabschiden von widerstand des Turgken gehandelt werden, des also zu thun, unser gesandter hiemit von uns auch gewalt und bevelch haben soll.

    Und in diser beratschlagung wirt neben anderm zu bedencken sein, so etwas in sollichem zug erobert, das sollichs dem reich und niemandts besondern zusten sollte. Item, dieweil der Turgkh nit nun [sic!] des reichs, sonder gantzer cristenhait feind, ist pillich, das der widerstand auch nit nun [sic!] von den stenden des reichs als die romzug, darauß die yetzigen anschläg, so vorhanden, geflossen sind, und aber solliche reichsstend mercklich geringert2, vil fursten, stett, prelaten und ander darvon komen und ausgetzogen werden, sonder von gantzer cristenhait durchauß beschehe, dann, so schon das reich in seiner alten sterck und nit so vil darvon komen, so wär es dannocht der grossen macht des ŠTurgken, als zu besorgen, zu schwach gnug und all ander cristenlich potentatten nit mynder dann die stend des reichs schuldig, solchem allgemainen, mächtigen feind der cristenhait widerstand helfen ze thundt.

    Darumb one zweyfel röm. ksl. und kgl. Mtt. mit iren kunigreichen, furstenthumben, landen und leuten sich hierinnen zum höchsten angreiffen und ertzaigen sollen und werden, dann es auch gantz untzimlich wäre, das alle Niderland, so yetzo die reichesten land in teutscher nation sind und ains tails etwa zum reich gehört haben, desgleichen die gantz aydgnosschaft, item, alle see- und hannstett, item, alle prelaten und orden, so nit des reichs sind, item, auch aller adel in der teutschen nation nichts hiertzu thun sollten. Deshalb soll unser gesanter sich befleissen, einzupilden und antzuhalten, das diser ertzellte land und leut auch zu der turgkenhilf gepracht und getzogen zusampt andern cristenlichen kunigen und potentaten. Und soll man dannocht die sachen mit gottesforcht und anrueffung seiner gnedigen hilf und beystands, also das man götlich glori und eer nit mynder dann zeitlichen frid und sig suche, fürnemen und handeln. Uff sollichs soll unser gesandter macht und gewalt haben, unsers tails ain zimbliche, leidenliche, gleiche und pilliche yllende hilf neben und mit andern reichsstenden zu bewilligen, doch das in allweg der friden vorhin gewyß und versichert seye etc.

    Wurde dann von ainer beharrlichen hilf zu widerstand des Turgken gehandelt, in disem fal soll und muß gewißlich vorhin ain beständiger friden aufgericht, sonst wirt gar nichts und kainswegs von disem articul zu reden sein. Alsdann so soll sich unser gesanter befleissen, erinnerung ze thund und antzuhalten, das die erbern frey- und reichsstett in dem wol fursehen, das sy mit untzimlichen, gar verderplich und beschwärlichen anschlägen nit beschwärdt, sonder, so es ye sein mueßt, der anschleg, von der erbern frey- und reichsstetten uff dem gemainen stettag, Sonntags Judica anno etc. 23 [1523 März 22] zu Speyr bedacht, laut desselben abschids furgeschlagen werde und gar nit die hochbeschwärlichen, ungleichen anschleg, so etwa von curfursten und fursten herfurgepracht worden sind.

    Der drit articul des reichstags ist zu beratschlagen von underhalt des camergerichts, auch handthabung frid und rechts, darvon so ist menigclich bewisst, das sollich camergericht, wie das bysheer besetzt und gehalten worden, mer zu beschwärung, widerwertigkait und unfrid dann zu handthabung frid und rechts geursacht und gedient hat, wie dessen vil fäl antzuzaigen sein möchten und andere wol ze thund werden wissen. Darumb soll unser gesanter daran sein, das den erbern stetten zum wenigisten zwen beysitzer alda zugelassen und sonst sollich camergericht mit redlichen, uffrichtigen, fromen, gelerten eerenleuten, die menigclich gleich und gemain seyen, anderst dann byshere besetzt und insehens gethan, das menigclich gut, gleich und recht mitgetaylt werde. Dieweil das nit beschicht, so achtendt wir, es werde niemandts gesynnt, das camergericht helfen zu underhalten. So es aber gepessert und in rechten geprauch gericht, auch den stetten ire beysitzer zugelassen wurden, wiewol sich dannocht ksl. ŠMt. in der pflicht zu Frannckfurt bewilligt haben soll, das camergericht selbst zu underhalten, so wöllen wir doch unbeschwärdt sein, so uns unser anlag geringert und ain zimliche anlag aufgelegt wirdt, dieselbig auch mit und neben gemainen stenden des reichs zu sollicher underhalt dartzuraichen.

    Item, der muntz und policei ordnungen halb erachtend wir notwendig und gutt, das die zu des gemainen nutzs, pesten und notdurft angesehen und furgenomen, auch gehandthapt und gehalten werden anderst dann byßheer, darumb unser gesandter, zu solchem vonunsern wegen auch zu bewilligen, gewalt haben und sonst in allem anderm nach begegneten dingen, was er verston kan, Got loblich und gemainem nutz furderlich sein, sich halten soll, wie wir ime des sonderlich wol vertrauen.

    Antreffende den außgeschryben stettag, sovil die erbar statt Gosslar betrifft, lassen wir uns aines ersamen rats der statt Costenntz, unser besonder guten freunden, gestellte und uns uberschickte instruction [Nr. 39b] gantz wol gefallen, und soll sich unser gesandter gleich derselben, wie die im hiemit auch zugestelt ist, halten und erinnerung thun, wie beschwärlich es dem reich und voruß den erbern frey- und reichsstetten seye, das also ain statt nach der andern von inen abgetrennt und dem reich und den stetten entzogen werde, wie diß orts, wa nit getreuer beystand gethon, gantz vermutlich geschehen und dise alte statt under den F. von Brunschweigk gewyslich komen wurde. Das zu verhueten, soll bey gmainen stenden des reichs und sonderlich den erbern stetten größter fleiß gethon und dise statt Gosslar, so sy irer sachen fug und recht ze haben und, das inen vom camergericht unpillichs zugefuegt wäre, befunden wurd, kainswegs verlassen werden. Darumb soll unser gesandter derhalb von uns allen gewalt und bevelch haben3.

    ŠDesgleichen ist nit zu vergessen der statt Munster, wie der geholfen, das sy wider in vorigs wesen und stand gepracht und dem nachkomen werde, wie im wormbsischen abschid iren halb beschlossen ist.

    Item, der Truchsassen neu aufgerichten zols halben zu Wurtzen und Aychstett soll sich unser verordneter bey der von Memingen und Rauennspurg gesandten erkundigen, wie es stand und, ob sy mitainander rätig wurden, bey den erbern stetten derhalb weiter anregens ze thund, mag er des auch verhelfen. Dann uns ist nit zu wissen gethon, was von inen über das schreyben, von gemainen, erbern frey- und reichsstetten an sy beschehen, geantwurt worden.

    Desgleichen in aller andern erbarer stetten beschwärnussen soll er sich freundtlich und tröstlich von unsernwegen ertzaigen und in allem mit dem merern, was für pest bedacht werden mag, helfen handeln etc.

    Sonderlich soll unser gesanter bey den erbern stetten erinnerung thun und sich halten, was sy in nechstem Mertzen auf dem stettag zu Frannckfurt verabschidet haben, nemlich in kain camergerichtsunderhalt zu bewilligen, sy die stett werden dann zugelassen, beysitzer an das camergericht mit zu presentiern etc.

    Item, so außschuß verordnet werden, daran ze sein, das man doch vorhin ains yeden stettpotten bevelch in solchen sachen, darin derselb außschuß ratschlagen soll, höre. So wissen sich dannocht die außgeschossen deren in den handlungen zu erinnern und möchte ainer statt bedencken und ratschlag den andern so wol gefallen, das sy dem in verordnung der außschuß nachgedencken und villeicht nit stäts ainerlay stett gesandten dahin ordnen wurden etc.

    Item, die schriften der ringerung unsers anschlags sind auch hiebei4.

    « Nr. Š38 Instruktion von Bgm. und Rat von Oberehnheim für Bartholomäus Botzheim und Hieronymus Boner zum Reichstag in Regensburg – [Oberehnheim], 1540 Dezember 11 »

    Oberehnheim AM, CC 9, unfol. (Reinkonz.).

    Instruktion, was Bartholomäus Botzheim, Städtmeister von Hagenau, und Hieronymus Boner, Bgm. von Colmar, als Gesandte der zehn Reichsstädte der Landvogtei im Niederelsass im Auftrag von Bgm. und Rat von Oberehnheim auf dem für den 6. Januar nach Regensburg ausgeschriebenen Reichstag dem Kaiser bzw. in seiner Abwesenheit den Reichsständen vortragen sollen.

    Erstlich sollen sy irer ksl. Mt. underthenigst zu erkennen geben, es truegen ir ksl. Mt., die stend des hl. röm. reichs und sonderlich deren verordnete regimentshern sonder zweyfel gut wissen, wie wir hievor zu mehrmalen geclagt und angezeigt, ein statt Obernehenheim durch die, so die anlage des reichs verordnet, unser statt gelegenheit, gewerbs und inkomens unwissens, zu jedem mal hochlichen beschwerdt und uberlegt worden, dorauf wir auch ringerung vor ziten erhalten. Nichtdestweniger seint wir durch die, so jungst, des reichs uffleg und anschleg ze legen, bevolhen, (die dann, wie gehort, sonder zweyfel unser statt gelegenheit, gestaltsam , inkomen und gefell unkundig), uber und Šweiter dann unser vermogen hohelich in des reichs anlägen als des turckenzugs, underhaltnus keyserlich regiments und chammergerichtz uberlegta.

    Zum andern so haben wir auch kein schiffreich wasser, dhein landtstraß oder furnemlichen zoll, dann allein, sovil wein von unser statt gefurt wurdet, der zoll und bruckengelth von denselben frembden und ußlendigen und, was sonst uffgehoben, alles von unsern armen burgern genommen.

    Zum dritten, so und wann wir allgereidt den zoll, bruckengelth und ungelth von dem wein emphahen, so mussen wir doch dasselbig zu unser statt gebeu und underhaltung derselben (die vast gering) verwenden. Wo nuhn wir unser statt vermogenheit und unbau bey irer ksl. Mt. nit anzeigten und also stillschweigendt furgiengen, dasselbig uns als dem rath gegen unser gemeindt (die vielleucht achten mochten, irer ksl. Mt. oder den verordneten regimentsherren wir unser statt unvermoglicheit und unbau nit anzeigt und mit vleis furgan lassen hetten) ein widderwillen geperen und zum hochsten verderben reichen mochte.

    Dorumben an ir röm. ksl. Mt. als unsern allergnedigisten herren sey unser gehorsambst pitten mit allem underthenigsten vleis, die wollen ansehen unser treffenlich und hoch beschwerden (wie gemelt), uns und gemeine statt Obernehenheim gnedigst bedencken und uns der anlag turckenzugs, auch underhaltung keyserlichs regiments und chammergerichtz ringerung thun und widderfaren lassen und sich uß keyserlicher miltigkeit so gnedigst gegen uns erzeigen, wie dann zu irer ksl. Mt. unser underthenigist hoffnung stath. Das wollen umb dieselben jederzeit, wo es uns gepuren mage, wir mit underthenigstem vleis mit darstreckung unsers leibs und geringen vermogens gehorsamlichs verdienen etc., wie dan das alles die genanten potschaften und gesandten, wol ferrer mit den pesten fuegen bey irer ksl. Mt., des reichs stenden oder den verordneten regimentsherren ze werben und ußzerichten, wissen, und, was dieselben obgemelten rath und potschaften bey irer ksl. Mt. erlangen oder fur antwort empfahen, das sollen sy zu irer ankunft uns anzeigen, uns wissen mogen, darnach zu halten. Datum Sambstags, den 11. Decembris anno etc. 40.

    « Nr. Š39 Instruktionen der Stadt Konstanz für Konrad Zwick – 1540 Dezember–1541 März »

    «Nr.39a Instruktion der Stadt Konstanz für Konrad Zwick zum Reichstag – [Konstanz], 1540 Dezember 23 »

    Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 12r–17v (Konz.).

    Instruction und bevelh, was der vest, wyß Cunrat Zwick in nammen unser burgermeisters und rats der statt Costantz uff dem richstag, der gen Regenspurg an der heiligen dryer kunig tag [1541 Januar 6] ist angesezt, handeln soll.

    Erstlich, so man vona wegen des gloubens handlen, so wurt der gsant by unsern ainungsverwandten berichtung finden, was uff jetzigem tag zu Wormbs gehandlt oder verabschidet wurtb. Sover dann dasselbig gottlicher schrift und leer, die bißher by uns gelert, nit zuwider ist, sol er demselbigen glichmesig handlen. Were aber zu Wormbs nichtz entlichs gehandelt oder beschlossen und man sunst von ainer verglichung im glouben reden wurd, so soll der gsant von unsernwegen in retten furtragen, das wir by uns selbs, desglichen by unsern glerten und vorsteer im wort Gottes nit befinden noch erachten kunden, das ainiche verglichung beschehen mag, uß ursach, das wir zu unserm theil, die uns deß evangelii Christi rument, in den heuptpuncten und grund, daruff unser glouben bestet, in nichten, das syg [= sei] halt geachtet, wie klain es wolle, wichen oder nachgeben noch ainiche verglichung mit dem gegenthail machen konnen, es wolte dann der gegenthail irer religion absten und sich der unsern ergeben. Von sunst keinem andern mittel oder verglichung wurt unsers erachtens ze handlen sin. Oder, so der gegentheil iren glouben und religion, wie dann zu besorgen, nit verlassen wolt, so were doruff ze arbeiten, das sy uns by unser glouben pliben und jede oberkeit, in iren gepieten, was sy gegen Gott und mit heiliger schrift zu verantwurten getruwen, ze handlen, unbetrupt lassen woln, so doch wir unsers theils gegen inen in iren gepieten glichergstalt gesunnet, ouch der ksl. Mt. allwegen schuldige gehorsamkeit ze laisten und mennigklich in seinem gepiet und oberkeiten unbetrupt ze lassen, urbuttig gewesen und noch syen.

    Item, das man dann in den ceremonien und usserlichen kirchenbreuchen mit dem gegentheil ain verglichung machen sollte, ist ze bedencken, dann von anbeginn der christenheit, so verglichungen in solhen usserlichen dingen under den christen furgenomen, viler zancken und zwytrachts, ouch ofternmals verderbens, vervolgens und schedlicher secten und dazü großer abgotteryen ursach geben hat etc., in welhes ansehung die ainungsverwanten uff mehr dann ainem tag, so solher verglichung halb red gehalten, allwegen fur gut angesehen Šund beschlossen ist, das man in usserlichen ceremonien, den nit die schrift bistend [= beisteht], jeder kirchen ire fryheit lasen sollte nach irer gelegenheit und, wie es den iren zum bestentlichsten gesehen werd, ceremonien ze halten. So nun den christen je und allweg schedlich gewesen ist, wan sy in den usserlichen, ja christenlichen und mit der schrift bestendigen ceremonien ain verglichung, die allwegen ain gepreng mit sich bringt, gemacht und uffgesetzt haben, was wurde dann guts volgen mogen, so man mit den gegentheil ain verglichung machte, welhe wie kuntlich ist, in nichten wichent, dan was inen zum vortheil dienet.

    Und darumb soll unser gsanter dohin raten, das die protestierenden stend styff und bestendig by dem wort Gottes plibent und sich wyther zü nichten bewegen lassent, doch sich erbietent, uff die confession, zu Augspurg vor ksl. Mt. und den stenden des richs furgebracht, uß gottlicher schrift rechenschaft zu geben. Ob aber uß gottlicher schrift ain anders furgebracht wurde, doryn wolten sy sich gepurlicher wyß halten und sich wysen lassen. Und so aber der gegentheil uns wyther tringen und by dem wort Gottes und unserm glouben nit wolten pliben lasen, alsdan soll unser gsanter raten, das man sich recht der gnaden Gots ergebe und erwarte, was Got mit uns handlen wurde. Dan je wager [= vorteilhafter] ist in die hend und zorn der menschen dan in Gottes ungnad je ze fallen und sich zu begeben1.

    Zum andern als der richstag usgeschriben ist, von underhaltung des camergerichts ze reden, soll unser gsanter anzeigen, das bißhieher ain grosse unglicheit by dem camergericht syg befunden worden, dan etliche glichbald vertigung findent, etliche mogent zu keinem rechten kumenc. Was recht dann die protestierenden stend bißher am camergericht gehapt habent, das syg kuntbar, derhalben der stenden deß richs grose notturft ervordere, das das camergericht anderst dan bißanher besetzt und daruß angericht werd, das jederman, der syg was stands und wesens er wolte, zu glichem, billichem rechten vor inen moge kummen. Und allediewil das nit beschicht, so achten wir nit, das weder die protestierenden noch andre stend in ainiche underhaltung desen bewilligen werdent.

    Zum 3. belangent handthabung deß friden, wer von hohen noten, das mer und besserer friden, dann bißanher beschehen ist, gehalten wurde, welher unfridsamkait die unglichait der cammergerichtischen processen vil ursach geben habent, wie das by mennigklich kunt ist. Hirumb, so das cammergericht Šrechtgeschaffen were und jederman ain gliches recht by im finde, so wurden dan vil unfrid und begweltung [sic!] der luten abgestelt.

    Nachdem so were ein groses mitel dardurch frid im land erhalten wurd, so namlich jede oberkeit die ander deß gloubens und doruß fließender sachen halb unangefochten, ouch unbetrupt liesse und keine der anderen an iren tzins, gulten und guter intrag thete, wie das der spyrisch richsabschid, im 24. [sic!] jar ußgangen2, inhalt und, so etwan personen wegen des gloubens, den die oberkeit3, darunder sy sitzen, in derselbigen oberkeit nit wonen mochten, das denselbigen nichtdestminder die nutzungen irer pfrunden uß der oberkeit, von der sy ziehen, ir leben lang geleistet werde. So dermasen die oberkeiten ainander pliben lassen, alsdan wurde sonders zwyfels vil frid und rueh im rich und allen landen kreftig sin.

    Zum 4., das man von guter policy soll reden, gedenkent wir, kain bessere policy angericht noch richtigere weg darzu gemachet werden mogen, dan so jede oberkeit by den iren alle erberkeit pflanzen, ergernusen und sundend one verschonung abstelt und ir regiment nach dem willen und bevelh Gottes, wie die heilig schrift den lauter furtregt, anricht und leitet.

    Zum 5. belangende die muntz etc. soll unser gsanter, sovil an im ist, anzeigen, das uß absetzung der muntzen allwegen dem gmeinen man mehr nuz als schaden volge, wiewol sonderbare personen, die die uffwechslent und verturent, eirem aignen nutz–e vil großer gwinn daruß schaffent. Darzu nit wol moglich sin, das gute muntzen gemachet, es werde dan das silber im [sic!] aim ringeren kuff gefunden, dan, diewil das silber in so hohem gelt ist, so mag die muntz in gutem werdt nit gericht werden. Ist dan die gute muntz wenig, wie dan beschehen muß, so man deß munzens stillstat, so kompt das geld je lenger je hoher. Derhalben zu erhaltung gmainer tutschen nation nutzes und erlicher, guter munz nit unerschießlich sin, so verordnet wurde, das man kain silber noch gold dann nur, was (one zun muntzen) zuvor erbaiten [= bearbeitet] were, Šin frembd nationen furn. Mit dem kom das silber und gold in ain zimlichen kauf, das man ouch gut muntzen wie die eltern machen und also nach und nach der frombden munzen uberig sin mocht. Und wiewol dises ansehen etlichen zu nachteil raichen mocht, so ist doch der schad, der gmainlich allen tutschen uß disem hinfürter entstat, hoher dan der wenigenf schad ze erwegen.

    Zum 6. belangende den Türgken und die hilf, die man gwider ine–g thun sollt4, soll unser gsanter dahin raten, das in kain hilf bewilliget werde, man habe Šdan zuvor ain bestendigen und undisputierlichen friden erlanget und das deß camergerichts proceßen in gloubens- und daran hangenden sachen abgeschaffet werde. hDeß wurt sich die ksl. Mt. nit ze besweren haben, angesehen, das dise hilf nit uß schuldiger pflicht geleistet wurt, diewil das konigreich Hunger kain stand oder glid deß richs ist. Und ob glichwol dise ursach nit wer, so ist dannocht billich, das under so swerem krieg anhaimsch frid gehalten werde–h.

    Item, und so sollichs erlangt und die hilf bewilliget wurd, so wurt doch deß richs und gmainer richstenden hohe notturft ervordern, das dieselbig hilf nach deß richs ordnung und herkommen beschehe und, ob etwas da erobert wurd, das dasselbig niemands dan dem rich zugehören solle.

    Item, und so solhermaßen die hilf beschehen wurt, so soll der gsant mit bestem fugen er kan und, wo er maint erschießlich sin, in raten oder sunst anbringen, das die ksl., ouch kgl. Mt. mit iren erblanden glich so wol iund in glicher anzal als jegkliche–i der stenden deß richs in solhe hilf angelegt und begriffen werdent. Das ouch ain glichait gehalten und nit ainem stand mer, dem andern minder, dan sin vermogen ist, werd uffgelegt. Item, und so die hilf mit obermeltem beschid bewilligt wurd, so soll unser gsanter by den andern protestierenden und ainungsverwandten stenden ansin, das sy ir hilf nit mit luten thuen, uß ursachen, das by uns kain zwifel ist, der Turgk syge die rut, mit deren Gott der welten jvilfaltige und gmaine sunden–j wil strafen und furnemlich die hochsten und grosten sund der abgotteryen. Diewil dann der barmherzig Gott die protestierenden stend sich selbs durch sin gnad und heiligs wort eroffnet und von der gotzenerung [= Götzenverehrung] und andern abgottery abgezugen hat, der bapstisch huf [= Haufe] aber fur und fur nit nur kmit frefel–k dorin beharet, sonder auch die waren gotteserung und christenlichen glouben hochstes vlyses ußzeruten erbaitet [= arbeitet], so Šmogent wir, lso wir gleichwol sunst mit andern sunden ouch behaftet sind–l, mit Gott und gutem gwißne uns zu inen nit stellen, wir wollend dann der straf und zorn Gottes von solhes wegen gewertig sin und, das uns begegnem wie dem Josaphat, do er dem Achab wider iren baider gmeinen find bystand und hilf bewisen hat, wie ouch je und je den bessern, so sy sich zu den abgottischen vergsellet haben, begegnet ist.

    Item, so der protestirenden krigsvolck zu den andern vermischt, so ist kain zwifel, sy wurdent glich wie die andern in vil und sweren sunden, vorab ouch im bapstischen gotsdinst mit inen [hophen?] und vorgmainsamen. Und so glichwol die unseren ain sunders lager hetten und der bepstischen gotsdienst darin nit vorhandten, so ist doch kain zwifel, das irer vil in der andern leger lauffen und dem bepstischen gotsdienst bysin und also uff sich und die anderen den zorn Gottes zuhen wurdent.

    Item, und so der Turgk obhand gwinnen, so wurde alle schuld uff die protestierenden und deren kriegsvolck gewendt und der nyd, den die bepstischen gegen inen tragend, gemeret. Wurde dann der Turgk geschlagen, so wurde das dem bapstischen gotsdienst, ouch der stercke und macht des gegentheils zugelegt. Dann man hat bißdahin gsehen, das alle beratschlagung, nhofnung und zuversicht in–n vile deß volcks, ouch in mechtiger kriegsrustung gesucht und gwesen ist. Aber deß rechten mittels, mit dem Gott versunt und der find vertriben werden mocht, nemlich besserung deß lebens, haltung gliches gerichts und rechts und waren gloubens und ware vererung Gottes, daß gedenckt man nit, ja die bapstischen understend ohochsten vlißes–o, die rechten und waren gottesvererung ußzeruten. Derhalben ouch ze sorgen ist, das aller widerstand gegen den Turgken werd unverfengklich sin, es syg dann, das Gott zuvor mit uns versunet wurde.

    Diewil nun kain besserung gesehenp noch ainicher vlyß zur waren besserung by der oberkait furgewent wurt und derhalben kaines glucks zu verhoffen istq, ouch die bäpstischen mit hochstem nyd den protestierenden ufsatzig sind, so ist vil wager, man lasse die bepstischen den handel selber ussrichten und wartent wir anheimsch, wes Gott mit uns handlen will. Damit aber die protestierenden, als die dem rich mit etwas pflicht und gehorsamkait sind zugethan, rder ungehorsamkeit nit geschuldigt, ouch ergernusen und bose verdacht furkummen werdet–r, so wurt sich der hilf halb nit alleklich [= vollständig] von den andern richstenden ze sundern sin, sunder die hilf, so der friden erlangt, ouch ain glichheit in der anlag, wie vorermeldet, gehalten wurt, Šbewilligt werden, doch nit mit luten, sonder mit gelt, also was uff schickung der luten gen, das das mit gelt geleistet sund so vil kriegsvolck von den andern bestelt werd, wievil mit der protestierenden stenden dargelegtem gelt erhalten werden mogent–s.

    Item, wir gedenckent, das die ksl. und kgl. Mt. kein ungnad dorab haben, sunder es zu gfallen annemmen werdent. Und ob aber glichwol by iren Mtt. und anderen unwillen sich zu besorgen, so ist doch wager, man lade der menschen unwillen dann Gottes tzorn und–t ungnad uff sich, dann so Got uns gnedig ist, so wirt er uns wol vor aller welten ungnad ze schirmen wissen.

    Item, und so die protestierendenu stend also ir hilf an gelt erlegen werdent, so wirt dannocht not sein, das sy ire aigne amptlute habent, welhe das gelt uff das kriegsvolck, das der gegentheil von der protestierenden wegen bestelt hat, zu jedem monat ußgebent und bezalint und sunst ordnung gehalten wurt, damit das gelt nit zu anderm vermindert werd.

    Item, so der gsant dise mainungen mit bestem fugen in versamlungv oder sunst, wo es furzebringen sin wurt, dargethan hat und aber die andern protestierendenw stend nit der meinungen sin, sunder die hilf on solherlay geding bewilligen wurden, so kan er sich von wegen unser von inen xder hilf halb zu bewilligen–x nit sundern. yAber so sy die lut schicken wolten und ir anlag nit an gelt geben, so soll er anzeigen, das er, das ze bewilligen, kainen bevelh hab, er wols aber an uns bringen. Er soll ouch nichtdestminder umb–y ringerung der anlag unserhalb bitten, wie wir uns deßen vorher ouch etwan erclagt habent, wie er dann derselbigen erclagungen abschriften bi handen hat. Item, und so er ringerung unser anlag nit erlangen mag, so soll er sagen, er habe nit bevelh, in so große anlag ze bewilligen, er wolle aber das zan uns bringen, und, so je der verzug, selbs uns das furzebringen, nit wolt zugelassen werden, soll ers–z uns glich ilig zuschriben. Alsdan wollent wir uns wyther daruff beraten und im bescheid zuschicken.

    Sunst soll er, in disen obermelten und andern furfallenden sachen zum getruwlichsten und je nach gestalt der sachen aavon wegen unser-aa ze handlen und ze schliesen, bevelh haben, wie er vermeint, der er [= Ehre] Gottes, ouch tutscher nation und unser statt zum furderlichesten sin und zum nutzlichsten.

    ŠDiese nebenistruction ist durch die gehaimen rat dem gsanten gegeben oder bevolhen5.

    Nebent der gmainen instruction hat der gsant by handen ain lutere abschrift deß briefs, den man jarlichs lißt, so man aim burgermaister swert, deßglichen ain ußzug desselbigen, sovil zu diser sach notturftig ist. Doruff soll er by vertruwten und verstendigen fragen und erkundung haben, erstlich, ob der rat und gmaind, so sy dessen selbs mitainandern gutlichen uberkomen und ainich wurdent, in disem brief enderungen thun und anders furnemen mochten jeziten nach gelegenhait und notturft der statt. Zum andern, ob by der röm. ksl. Mt. ze erlangen were, das ir Mt. dem klainen und grossen rat zugibt, wie sy achtent der statt nutz und notturft sin, die klainen und grosen rat zu setzen und ze erwelen.

    Actum, 23. Decembris anno etc. 15406.

    «Nr.39b Instruktion der Stadt Konstanz für Konrad Zwick zum Städtetag in Regensburg – [Konstanz], 1540 Dezember 23 »

    Konstanz StadtA, G 17 (Reformationsakten), Nr. 2.

    Instruction und bevelh, was der vest, wyß Cunrat Zwick, unser lieber ratsfrund, in namen unser burger, burgermaisters und rats der statt Costantz uff dem tag, der den gmainen fryg- und richstetten gen Regenspurg uff den richstag, der Šsunste daselbsten gehalten werden soll, von wegen und uff anruffen der statt Goßlar angesetzt ist, handlen soll.

    Namlichen soll er dahin raten, das der erbern stett gsanten by inen selbs alle handlung, zwuschen denselbigen von Goßlar, ouch Hg. Hainrichen von Brunschwygk am camergricht und sunst geubt, aigentlichen und wol ersehen, ouch iren und andern vertrauten glerten ze ersehen geben sollent und, so sich erfunde, das die von Goßlar der sachen kain glimpf noch recht hetten, das dann inen uff glimpfigste mittel und weg geraten werd, wie sy uß der sachen mit minstem nachtail kumment.

    So aber befunden wurde, das der Hg. von Brunschwyg unbillichs gegen inen furnem, deßglichen, das das camergricht wider recht und gevarlichen gegen inen handelte, das dann die stett allen moglichen vlyß furwenden sollten und uff zimlich mittel und weg gedenken, wie inen geholfen werden mochte, furnemlich, das sy deß lasts, den sy vom F. von Brunschwigk bißher haben liden mussen, jetzo und inkunftigs entladen und bei frid und wesen pliben mochten, deßglichen, wie sy uß der acht gethan und bym camergricht verhandelt wurde, das inen ir gepurlichs recht uff die zuspruch und beswerden, die sy vorm camergricht gegen den von Brunschwygk habent, ze erlange.

    Und so aber sollichs bym camergricht nit erhalten, ouch inen sunst frid und sicherhait gegen dem von Brunschwygk nit erlanget werden mochte, das dann die stett inen sunst alle mogliche und erschiesliche hilf thuen und darinnen das unrecht, das inen beschicht, darzu, das Goßlar ain alte richstatt ist, bedenckent, deßglichen das ain glicher handel und gwelt glichbald ainer oder mer andern stetten ouch mocht begegnen, welche dan, das ir hilf beschehe,[gern haben?], das aber villicht mit dem furkummen wurd, so man sehe, das die stett mit truwen zusammensatztent. Sunst so je aine der andern verderbens zusicht, so mag dest ringer der ander verderben begegnen.

    Wie aber oder uff was weg von disen hilfen ze ratschlagen sin werd, awissent wir jezmals dem gsanten sundern bevelh nit zu geben. Er soll aber–a, je nach dem die sachen [gistaltet?] und er von andern ouch vernemmen wirt, von wegen unser raten und schließen.

    Item, und so man under den ainungsverwandten ouch von wegen deren von Goßlar reden wurd, soll der gsandt uff gliche mainung raten und furnemlich, das sy, so man erkennen wurd, das sy im handel nit unrecht hetten, von den ainungsverwandten nit sollend verlassen werden, ob gleichwol die sachen, bdorumb sy in die aucht erkant sind–b, nit fur religionsachen geachtet wurdint, das doch unsers erachtens nit sin wurt, dwil das von abbrechung wegen der closter beschehen ist, welche doch sy nur zu beschirmung irer statt gebrochen habent. Actum 23. Decembris anno 1540.

    « Nr. Š39c Instruktion von Bgm. und Rat von Konstanz für Konrad Zwick zu den Verhandlungen des Schmalkaldischen Bundes in Regensburg – [Konstanz], 1541 März 12 »

    Konstanz StadtA, G 20 (Reformationsakten), fol. 185r–186v (Konz.).

    Nebeninstruction, was unser gesanter Cunrath Zwick uff dem richstag zu Regenspurg in sachen, die ainungsverwandten protestierenden stend belangende, handlen soll.

    Erstlich, so man von wegen der goßlarischen handlung, ob die fur ain religionsach zu halten oder anzenemmen syge, reden werd, waißt der gesant, das wir vorhin allwegen geachtet haben, die von Goslar in disem irem beschwerlichen obligen, obs glichwol nit von wegen der religion were, nit zu verlassen sin, vorab so uß gestalt irer sachen erfunden wurde, das sy unbillichen zwangsal littent und sy [zu recht?] disen sachen uff die ainungsverwandten kommen mochten. Diewil wir aber uß den actis, die sy zu Nuwenburg[= Naumburg] haben furgebracht, nit anders vernemmen konnen, dan das die beschwerlich camergerichtisch acht uff handlungen, die religion betreffende, ergangen syg, so konnen ouch wir nit anders achten, dan das solher handel endlich als ain religionsach angenommen und inen im fal der notturft billiche hilf inhalt der verainigung gelaistet werden soll. Derhalben ouch der gesant von wegen unser [daruf?] raten und schließen soll.

    Item, so der gesant vermerken wurd, not oder fruchtbar sin, das wir ouch etwem von unsern glerten oder predicanten zu Regenspurg haben solltent, so soll er uns das kunt thun und dabi sinen rat und gutbeduncken schriben, wen und wie die abzevertigen wernd.

    Item, das zu Nuwenburg verabschidet ist, was gstalt die protestierenden die gemainen, nit nur religions-, sonder ouch anderlay sachen gmainlich beratschlagen und vertadingen sollint etc., soll sich unser gesanter demselbigen glichmessig halten.

    Deßglichen, so man ainer verantwurtung halb gegen dem verunglimpfen, das uff die protestierenden stend mocht gelegt werden, item und von den brennern reden wurd, soll der gsant sins besten verstands ouch raten und ze schließen bevelh haben.

    Der hilf halb, der statt Ainbeck ze bewysen, soll der gsant by andern stettgsanten und sonst, wo er kan, kuntschaft machen und erfarung haben, wie jederman sich gegen inen halte, und uns deß zum furterlichsten berichten, damit wir, der gepur nach uns ouch ze halten und uff jetz kunftige vastenmeß vermog deß numburgischen abschids unser gab ze erlegen, wissent.

    Item, so man wyther wurde von der topel, großen anlag reden, waißt der gsant, wie wir den gsanten deren von Ulm, die zu Eßlingen uff dem stettag gwesen sind, gschrieben habent, uff mainung, das wir achtint, so zu ziten deß nuwburgischen abschids die sachen der mindischen und goslarischen achten, ouch sunst der camergrichtischen processen gestaltet werind gwesen wie jetzo, Šso hette man die ermelte anlag ersparet1. Diewil dan der zusatz, der gen Brunschwyk solt gelegt sin, ouch abgestelt, aouch die gegenrustung uffgehalten und andere sorgklichaiten von gnaden Gottes dißmals etwas ringer sind–a, so ist unsers erachtens von unnoten, das solhe anlag beschehe. Aber das were wol nit unnotturftig, das die niderlendische stett und andere stend, die ir vorige anlagen nit erlegt habent, nochmals die erlegtint. So aber sich die sachen widerumb zu etwas gevarlichait ziehen, so wurde dann minder als jetz beswerlich sin, dise anlag zu geben. Doch so andere stend gmainlich disen großen toppelmonat erlegent, so wellend wir deß ouch nit widrig sin.

    Item, so im span, zwischen Wirttenberg und Eßlingen swebend, etwas gehandelt und unser gsanter ouch zugegen sin wurd, soll er sins besten verstands handlen und vlyß ankeren, das die sach zu friden und im besten betragen werde etc. Actum, 12. Marcj anno 1541.

    [PS:] Gedenckent, nachfrag ze haben, ob etwan und namlich uff dem ainungstag, anno 1537 zu Schmalkalten gehalten, verordnet syg, das jeder stand bordenlichen oder one wythere verordnung jedes jars uff Wyhnachten–b ainen monat der klainen anlag geben oder erlegen solle und obs zu beschehen ubung syg.

    «Nr.40 Instruktionen der Stadt Nördlingen für ihre Reichstagsgesandten – 1541 Januar–Juni »

    «Nr.40a Instruktion der Stadt Nördlingen für Wolf Graf und Hans Wörlin – [Nördlingen], 1541 Januar 6 »

    A  Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Ausf.); AS: Instruction zum reichstag gen Regenspurg anno 1541; ÜS: Unser des rats zu Nördling abvertigung, instruction und bevelch, auf unsere besonder lieb Šaltburgermaister und ratsfreundt Wolff Grafen und Hannsen Wörnlin als unsere zu schierist kunftigem reichstag geordente ratsbottschaften gestelt.

    B  koll. Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Konz.); AS: Instruction zum reichstag gen Regennspurg anno 1541; ÜS: Unser des rhats zu Nördling abvertigung, instruction und bevelch, uff unsere besonder lieb altburgermaister und rhatsfreunda Wolf Graf bund Hannsen Wernlin–b als unsere zu schirist kunftigem reichstag geordente rhatsbottschaften gestellt.

    C  koll. Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 43r–48v (Kop.).

    Nachdem cvergangner zeit–c die röm. ksl., auch hispanisch etc. kgl. Mt., unser allergnedigister herr, zu stattlicherd, enotwendiger beratschlagung und erwegung–e, christenlicherf hinlegung oderg vergleichung der eingefallen zwispalt unser hailigen, cristenlichen religion, auch zu stattlicher erhaltung im hl. reich teutscher nacion guts fridens, ru und aynigkait, damit auch nach ervolgung der ehre Gottes dem erbfeind und verfolger unsers cristenlichen namens und glaubens, hdem Turcken–h, desto bas abbruch und widerstand geschehen, daneben auch in andern des hl. reichs teutscher nacion hochbeschwerlichen ob- und anligen die notturft furgenomen und gehandelt werden mug etc., ain gemainen reichstag, auf der hailigen dreyer könig tag idiß lauffenden 41. jars–i in der statt Regenspurg eintzekomen, ausschreiben lassen, mit gnedigstem, ernstlichen bevelch gepietend, jdenselben tag also–j neben und mitsampt andern stendenk zu besuchen, in angeregten sachen, wie das der sachen wichtigkait ervordert, handlen und schliessen ze helfen, alles nach ferrer ausweisung irer ksl. Mt. derhalb im truck gefertigten ausschreibens [Nr. 1].

    Also haben ldemnach wir, der rhat hieoben gemelt, aus sonderm bedencken obangeregten, so hochwichtigen, notwendigen und löblichen vorhabens derselben irer ksl. Mt. zu underthenigster gehorsam den ausgeschribnen reichstag unsers tails unbesuecht nit lassen wollen und derhalben die–l oben bemelte, unser besonder lieb, altburgermaister und rhatsfreund zum selben tag nachvolgendermassen mit bevelch abgefertigt.

    ŠErstlichen, nachdem das kaiserlich ausschreiben under anderm mitbringt, das anfengklich der zwispaltigenm religionsachen halb auf dem ausgeschribnen, guetlichen und unverbundtlichen gesprechstag zu Wormbs durch der strittigen partheyen abgesante, gelerten, verstendig und schidliche bottschaften vor den dartzu deputierten presidenten, den vier chur- und fursten, die augspurgisch confession und apologia fur die hand genomen, uff derselben all und jede puncten freuntlich und christlich, doch unverpuntlich underrede gehalten und muglicher vleiß furgewendt werden soll, die irrigen puncten zu cristlicher vergleichung und rechtem verstand zu pringen, und nachmaln auf ausgeküntem reichstag irer ksl. Mt. und allen stenden des hl. reichs angeregts, guetlichen tractats und gesprechs relacion beschehen soll, damit fürter ndie sachen der strittigen religion–n auf wege ainso rechtmessigen concilii oder sunst cristenlichermassen zu gepürender örterung geraichen mug etc., und man aber noch zur zeit nit wissen kann, wes auf den angeenden reichstag von dem gehaltnen wormsischen tractat fur außrichtung referirt poder sonst von allen thailen der zwispaltigen religion halb–p furpracht werden mocht, so haben wir demnach qin billicher betrachtung der sachen hochwichtigkait die–q gemelten unsere gesandten dißfals mit aigentlichem oder gemeßnem, gnugsamenr gwalt und bevelch thun und lassens unsers tails nit abfertigen mogens.

    Und wiewol nun wir, der rhat, diser zeit dessen bey uns entschlossen und bedacht sein (neben dem, das wir der röm. ksl. Mt. als unserm tin disem zeit–t von Gott geordneten, ainigen, rechten, naturlichen und allergnedigisten herren und dem hl. röm. reich furo nit minder dann bißher alle schuldige, underthenigste gehorsam gern laisten und von derselben nit setzen etc.), das wir udaneben und–u zuvorderst auch bey dem hailigen gotteswort und unserer nunmehr etlich jar hergeprachten religion unbeweglich besteen und beharren wollen, sovil immer muglich und der allmechtig Gott, der, sein vhailig wort allaine–v stattlichen zu erhalten, mechtig ist, seine gnaden verleihen wurdet, so haben wir doch, weil manw, wie gemelt, zukunftiger, furfallender sachen nit wissen haben mag, den gesanten, unsern alten burgermaister und rhatsfreunde, Šin bevelch geben, auf solliche deß wormsischen tractats oder gesprechshandlung und vertröste relacion xund sonst gemainlich andere sachen, die sich darunder zutruegen oder ereugten, ir–x vleissig achtung und aufmercken ze haben und uns, den rhat, des alles jederzeit mit unverweilter bottschaft wissenhaft ze machen, uns alsdann mit nothwendiger erwegung thun und lassens hieruber ferrer haben und wissen ze richten.

    Were dann sach, das sich die handlungen diß reichstags in puncten der irrigen religion auf ain gemain, christlich concilium ziehen und anlenden wurden, inmassen dann aus dem kaiserlichen ausschreiben in ainem fall zu vermuten, also das alsdann alle sachen auf sollich zeit ains concilii angestelt und mitlerweyl kain tail oder stand ferrere neuerungen anrichten oder furnemen, sonder biß zu endtlicher orterung und volnfuerung desselben concilii ain jeder bey seinen habenden und hergeprachten religion und ceremonien pleiben und gelassen werden solt etc., so haben alsdann die gemelten unsere gesandten, burgermaister und ratsfreund, bevelch yund gewalt–y, von unsernwegen in solliche handlung zu gehelen und darauf den abschid, sovil die religion und glaubenssachen belangt, unsers tails zu bewilligen.

    zTruge sich aber zu, das gesönderter weis von jedem stand in des andern abwesen diß puncten halb sein habender bevelch und confession in schrift erfordert werden wolt, so haben unsere gesandten hierinnen bevelch, der andern und sonderlichen der statt Nurmberg erbern ratsbottschaften wolmaynung und rhatsame bedencken zu bitten und abzenemen und uns dero bey tag und nacht mit aigner bottschaft zu berichten und hieruber unsers ferrern bevelchs zu gewarten–z,1.

    ŠIm fall aber, da sich die handlungen zu ainem abschid, dem augspurgischen in religion- und glaubenssachen ungeverlich gemeß, ziehen wolten oder wurden, wie gleichwol emporschwebender leuf und allerlay bewegender ursachen halb je nit zu vermuten, alsdann sollen ermelt unsere gesandten dagegenaa, das si, one hinder-sich-pringen denselben abschid also antzenemen, nit bevelch hetten, furwenden, sich auch hieruber bey der erbern stett und anderer stende, sonderlichen der statt Nurmberg gesandten rhatsbottschaften abauf alle furfallend und begegnende sachen-ab, sovil zimblich und sich gepuren mag, vertreulich erkundigen, weß ire herrn und obern hierunder gesindt sein mochten etc., acinen auch, wo vonnöthen, unsere vorhaben, gemueth und maynung gleichsfals auch entdecken und uns alsdann, wes si, die gesandten, also in rhat finden und erkundigen mogen, durch schrift-ac furderlichst verstendigen, uns abermals hieruber tun und lassens adder notturft ferrer haben-ad zu entschliessen.

    Und so aber sach wer, das disfals geeylt und das hinder-sich-bringen nit gestatt, sonder das kaiserlich ausschreiben, das gleichwol, wie gemelt, gnugsamen gwalt ervorderte, dagegen furgewendt und darauf zu verfertigung ains widerwertigen, unannemlichen abschids gegriffen werden wolt, also das sy, hinder sich ze schreiben, nit zeit gehaben und derhalben andere mehr und vil stend und stett davon protestiern wurden, so söllen alsdann die verordneten unsere gesandten in bevelch haben, uns begegnender sachen furderlich zu berichten und nichts minder sich bey der statt Regenspurg burgermaistern und räten antzezaigen und vernemen zu lassen, das sy, in so gethonen abschid zu bewilligen oder si umb ainiche besiglung unserthalben zu bitten, von uns nit bevelch hetten, so lang, bis si die sachen zuvor an uns gelangen lassen und derhalben unsern ferrern beschaid zu handen pringen möchten2.

    ŠAm andern und als aber das kaiserlich ausschreiben zu disem reichstag under anderm ferrer zu erkennen gibt, das auch zu abbruch und treffelichem widerstand des erbfeinds unsers hayligen, christenlichen namens und glaubens, aedes Turckhen-ae, und, wie demselben stattlichen zu begegnen, auf gemelten reichstag gerathschlagt und gehandelt werden soll, also und dieweil wir dann disfals die noth und das obligenaf des hl. reichs teutscher nacion und gantzer christenhait zu gemuet und bedencken gezogen und sonderlich zu hertzen gefuert haben, mit was unmenschlichen tyranney der Turckh agkurtz vergangner jar-ag zu vertilgung und außleschung cristenlichs namens und wesens gegen unsere mitverwandten cristen ungestimmigklich gewutet, das cristenlich plut unerbärmlich vergossen und des endtlichen vorhabens allwegen gewest und noch ist, die gantze christenhait under sein tyrannisch gehorsam gewaltigklich zu benotigen, so haben wir demnach den obbemelten unsern ahgesandten, burgermaister und rhatsfreunde, dißfals-ah bevelch geben, ob zu widerstandt gemelts Türckhen ainer eylenden hilf halb handlung furgenomen aiund man sich zuvor der glaubenssachen halb verglichen oder die dahin gehandelt wer, das jeder thail gegen dem andern befridt oder versichert sein wurd-ai, und es ajdann söllicher turckenhilf halb-aj bey jungst zu Augspurg und Regenspurg bewilligten und verabschidten rhomzugsanschlag akoder dergleichen-ak pleiben und darinnen kain erhöhung oder staigerung eingefuert wurd etc., das dann dieselben unsere gesandten, sölliche hilf und anschlag, wo die durch andere stend und stett oder den mehrern tail derselben gewilligt wurd, unsers tails auch zu bewilligen, macht haben söllen, ideßmals mit ermelden, das wir uns gleichwol als ain unvermogliche statt im selben hievor begegneter staigerung nit Šunpillich zu beschweren gehapt, uns auch bißher je und allwegen fur beschwert angezaigt hetten.

    Gefuegte sich aber, aldas man sich der religion und glaubenssachen halb nit vergleichen künt oder aber die versicherung also, wie obstat, nit volgen wurd und es dann auch-al der begerten türckenhulf halb bey der jetzt gemelten augspurgischen und regenspurgischen reichsabschide und darin referierten romtzugsanlagen nit pleyben kunt oder wolt oder villeicht darundter ainiche beschwerden, sorgfeltigkait oder widerwertigkait einfallen wurden, also das dardurch der stend und stett bottschaften sonderung furnemen wolten, so haben alßdann unsere gesandten bevelch, amin sölliche türckenhulf oder anlag kainswegs zu bewilligen, sonder disfals-am auf unsere besonder lieb herren und freundt, die von Nurmberg, und ire mitverwandten stett und stend ir achtung und aufmercken zu geben und gegen dieselben und gemainlich gegen all begegnende beschwerden irn disfals gemeßnen bevelch zu allegiern und furtzewenden und, das si dieselben sachen hinder sich an uns gelangen lassen wolten, anzuzaigen etc., die si auch alßdann und gemainlich alles, das sich darunder widerwertigs oder beschwerlichs zutrueg, uns jederzeit mit aigner, furderlicheran bottschaft durch schrift zu erkennen geben söllen.

    Dergleichen auch zum dritten, ob von wegen underhaltung regiments und cammergerichts vermog angeregts kayserlichen ausschreibens tractiert und gehandelt werden wolt, ist den gesanten bevolhen, dieselben underhaltung, wo die aogleicher und-ao leidenlicher massen furgenomen und von andern stenden und stetten oder dem mehrern thail derselben gewilligt wurd, von unsernwegen auch nit zu waigern. Im fall aber, da wir an söllicher underhaltung zu dem, das wir hievor uberhöcht sein, weiter gestaigert welten werden oder das sich im selben fall der gestaigerten underhaltung andere stend und stett oder der mehrer thail derselben beschweren wurden, das sollen uns alßdann die gemelten unsere burgermaister und rhatsfreund abermals zu wissen fuegen und darinnen ferrern bevelchs gewarten.

    Zum vierten, so söllen auch unsere gesandten, die handlungen der ksl. Mt. und deß hl. reichs landfridens, wo es bey dem hievor publicierten und im reich außgeköndten landfriden pleyben mag, unsers thails zu bewilligen, bevelch haben. Im fall aber, das enderung darinnen furfallen oder ainiche beschwerden darunder eingefuert werden wollten, darein söllen die gesandten one unsern gemessnen, weittern bevelch zu gehelen nit macht haben, sonder gehandelte sachen abermals durch schrift an uns gelangen lassen.

    Zum funften, und dann all und jegklich ander zum tail auf hievor gehaltnen reichstägen berhatschlagte und zum thail ungeorterte, des reichs theutscher na Šcion angehorige sachen als ordenliche policey, gutte muntze, apder reichsstend session-ap, auch gotslestern, zutrincken, monopolien und dergleichen belangend, dieweil andern grossen, vermuglichen, auch gmainen und clainen frey- und reichsstetten, hieran ordnung und maß ze tragen und zu leiden, nit weniger dann uns gelegen, so haben demnach die vilgemelten unsere gesandten bevelch und gewalt, in demselben [sic!] fällen sament und sondern alltzeit mit der erbern frey- und reichsstett gesandten bottschaften nach ir beeder guten ansehen alles, das sy, aqdem hl. reich theutscher nacion, auch-aq uns und gemainer statt zu ehrnar, nutz und wolfart erschießlich sein, erachten könnden, rhaten, schliessen, anhangen und bewilligen zu helfen.

    Zum sechsten, begeb sich dann, das auch der verderplichen, untreglichen judenbeschwerungen halb und dann von wegen der darauß fliessenden, geverlichen, unordenlichen und unrechtmessigen rothweylischen hofgerichtsproceß etc. handlung furfiel asoder sich, unserthalb disfals antzesuochen, gefuegen wolt-as, dieweil wir dann durch dieselben judenbeschwerungen und hofgerichtsproceß wider habende privilegia, lobliche statuta und alt herkomen, zun zeiten auch in sachen, die an das vermelt hoffgericht irer selbs ordnung und des reichs reformacion nach nit gehörig, bißanherat fur andere stett und stend one uffhören beschwert worden sein und noch teglichen vernachthayligt werden, so ist den vilgemelten unsern gesandten in bevelch geben, mit andern disfals beschwerdten, clagenden und anrueffenden stenden und stetten unsers tails auch eintzesetzen und unsere dißfalls in vil und manigfaltige weg begegnende beschwerungen fur- und antzepringen etc., alles inmassen die oft ernenten, unsere besonder lieb altburgermaister und rhatsfreundt in dem allem uns, den rhat, selbs angehort und vernomen und des alles, als obsteet, ze thun wissen3. ŠActum und under unserm und gemainer statt hiefur getruckten secret insigel geben auf den sechsten tag Januarij anno etc. 41.

    «Nr.40b Instruktion der Stadt Nördlingen für Wolfgang Vogelmann zum Reichstag – Nördlingen, 1541 Juni 9 »

    A  Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Ausf.); ÜS: Abvertigung und instruction, was unser, ains rats zu Nörtling, besonder lieber stattschreiber Wolfganng Vogelman neben und mitsampt dem alten herrn Wörlin oder aber allain und besonder zum reichstag geen Regenspurg bevelch haben soll; DV: W. Voglmans, stattschreibers, instruction zum reichstag anno 41.

    B  koll. Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Konz.); ÜS: Abvertigung und instruction, weß ains rhat zu Nordling abesonder lieber–a stattschreiber W[olfgang] V[ogelmann] bneben und mitsampt dem alten ŠH. Werlin oder aber allain und besonder–b zum reichstag gen Regenspurg fur bevelch haben soll.

    C  koll. Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 96r–97r (Kop.); ÜS fol. 96r: Abvertigung und instruction, weß unser ains rhats zu Nordling besonder lieber stattschreyber W[olfgang] V[ogelmann] neben und mitsampt dem alten H. Werlin oder aber allain und besonder zum reichstag gen Regenspurg fur bevelch haben soll.

    Dweil bißher ain erberer rath nit in erfarung komen mögen, das die reichssachen noch zur zeit angangen sein solten, so lasst es ain ersamer rhat seinthalb bey der instruction, so derhalben auf den herren Bgm. Wolf Graven und den alten H. Hannsen Wörlin gestellt, pleiben, sich dero in gleichen fällen haben zu geprauchen, und, weß sich jedesmals in handlung notwendigsc zutregt, eim erbern rhat unverzugenlich zutzeschreiben1.

    Sovil dann die privat und ains rats sondere sachen belangt, sol sich der stattschreiber neben und mitsampt dem alten H. Hannsen Wörlin in die kayserliche cantzley fuegen und die erlangten freyhaiten beim H. Oberburger und Filßecker sollicitirn, im fall, so die gevertigt, aus der cantzley lösen, wo nit, alßdann dderselben copias begern und aim rhat zuschicken, wolt man aber nit copias geben, alßdann–d, dieselben ezum wenigsten–e zuvor zu lesen, begern und, ob darinnen ichts beschwerlichs befunden, alßdann vleis furwenden beim H. Oberburger oder Vilsecker, ob dasselbe geendert wurd, sonderlichen in der freyhait, die freflung belangend, muglichs vleis anzehalten, ob die wort ‚sover si deß im geprauch gewest‘ etc. cancelliert oder außgestrichen wurden2.

    ŠDer ainkhurnischen sachen halb soll der alt H. Wörlin und stattschreiber nochmaln umb abschrift von Ainkhurns jungst ubergebner schrift anhalten oder, wo man dieselben je nit geben wolt, die doch zu lesen begern und, ob dann dieselb schrift nit neuerung oder beschwerden mitbrecht, alßdann von ains erbern rhats wegen ain clains schriftlin ubergeben, die hievor uberraichten unsere schriften repetiern, gegen sein Ainkhurns angeben generalia furwenden und darauf im namen Gottes zu erkantnus setzen, deß versehens, ain rhat werde darauf von Ainkhurns vermainter anforderung absolvirt oder zum wenigsten er, Ainkhürn, gegen aim rath ans recht gewisen. fBedeuchte aber die gesandten, das–f Ainkhurns eingeprachte schrift von noth wegen gaim rath–g ferrer zu beantwurten, desselben alßdann ain erbarn rhat furderlichen hzu berichten–h mit uberschickung dero abschrift, sover die zu bekomen etc.3

    Sonst sollen die gesandten oder je der stattschreiber unsere schriften, so wir der beeder Heyber halb an die ksl. Mt. gestelt, uberantwurten und gegen Valch Juden umb das penalmandat sollicitirn und anhalten, als sich zu aim sollichen gepurt. Actum iunder ains rats und g[emeiner] statt insigel, den 9. Junij anno etc. 41–i.

    «Nr. Š41 Instruktion Kf. Johann Friedrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen für Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann zum Reichstag – Torgau, 1541 Januar 9 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 95r–103v (Kop.); AS fol. 95r: Erste abfertigung der rete gein Regenspurg; DV fol. 103v: Instruction und bevelch H. Cristoffenn von Taubenheims und Eberharten von der Thanns uff den reichstag gegen Regennspurg, 1541.

    Erstlich finden sie hierbey unsern gewalt und volmacht1, des werden sie (so es die notturft erfordern wirdet) wol zu gebrauchen und furtzulegen wissen.

    Zum andern so finden sie auch hineben ain copey des kayserlichen schreibens, wie wir zu berurtem reichstagk erfordert sein und, dieweil solche erforderung von ksl. Mt. und in irem nhamen allain bescheen, wir auch Kg. Ferdinandum fur kainen romischen konig erkennen, so sollen sich, wie es auch die notturft erfordert, unsere rethe bey ksl. Mt. oder iren vorordenten Šcommissarien und nit bey Kg. Ferdinandum oder desselben commissarien auf beyligenden credentzbrief2 angeben.

    Wurde sichs aber zu Regennsburg also zutragen, das ksl. Mt. oder ire commissarien zu unser rethe ankunft oder im anfange des reichtags nit, sundern Kg. Ferdinandus oder seine commissarien aldo sein wurden, das sie sich also bey seiner kgl. Mt. oder derselben commissarien musten angeben, und wir dan gedachten Ferdinandum dießer zeit fur romischen konig, wie gemelt, nit erkennen, so sollen sie uf solchen vhal antzaigen, wiewol des tags halben zu Hagenau ain vorgleichung zwuschen kgl. Mt. und uns, dieweil die handlungen desselben tags gewheret, des titels aines romischen konigs und, was dem mher anhengig, bescheen where, dieweil wir aber jetzo in vorigem unserm stande derselbigen sachen halben widderumb stunden, so wolte unsern reten nit geburen, kgl. Mt. berurten titel von unsernwegen zu geben, das sie es auch nit thun solten, des hetten sie von uns claren bevhel, davon sie ainmhal vor alles offentlich wolten protestirt und solche protestation in allen handlungen repetirt haben.

    Und das angeben sollen sie nachvolgender gestalt thun: Nachdeme die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, ainen gemainen reichstagk gegen Regennsburg ausgeschriben [Nr. 1] und uns denselben inmassen wie andern churfursten und fursten des reichs, auf Trium regum doselbst zu Regennsburg zu erscheinen, auch erfordert, so hetten sie bevhel, sich als unsere gesandten und volmechtige bey ksl. Mt. oder ires abwesens bey irer Mt. commissarien antzugeben. So hetten wir auch sie, die rethe, dorumb sonderlich gein Regennsburgk vorordenen wollen, uf das unsernhalben nach muglikeit kain mangel und von ksl. Mt. unser undterthenniger wille gespurt wurde. Was aber die ehehaften und vorhinderungen wheren, dorumb wir uns nochmals personlich gegen Regensburg nit hetten vorfugen mugen, die hetten wir sambt dem Lgf. zu Hessen ksl. Mt. durch unser baider undterthennig schreiben [Nr. 416] zu erkennen gegeben. Alsbald wir nun dorauf von ksl. Mt. gnedige resolution erlangten, wurden wir uns auf vorberurt ksl. Mt. beschreiben ane zweivel also zu halten wissen, das ksl. Mt. doran ain gnedigs genuge und gefallen haben solte. Domit aber genante unsere rethe wissens empfahen, was wir und der landgrave an ksl. Mt. geschriben, so befinden sie hirneben davon copey. So sollen auch unsere rethe, das wir Šsie nit eher und, gleich uf den angesetzten tag zu Regensburg eintzukommen, abgefertigt, dieße entschuldigung furwenden, dieweil uns durch zeitungen und sunst glaublich angelangt, das ksl. Mt. noch in den Niderlandenn sein solt3, Šderhalben sich ane zweivel irer Mt. ankunft gein Regensburg vortziehen wurde, so hetten wir mit irer, der rete, abefertigung solcher und kainer andern ursachen halben auch etwas vertzogen. Und dießes unsers bevhels sollen sich unsere rethe zum anfang des reichstags halten. Dann nachdeme uf itzigem tage zur Naumburg davon sol gered, gehandelt und beschlossen, wie es mit besuchung des reichstags von den stenden dießes teils sol gehalten werden, so wollen wir unsern rethen nach solchem beschlus weitern bevhel hinach zu thun, darnach sie sich alsdann weiter werden zu halten wissen.

    Nachdeme aber sunst in ksl. Mt. ausschreiben von dreyen sachen zu handeln meldung beschiet, nemlich des Turcken, der religion und der muntze halben etc., als sollen sich unsere rethe dieser dreyer sachen halben halten und vornhemen lassen, wie hernach undterschiedlich volget: Und erstlich, was den Turckenn betrifft, ist in der franckfurdischen handlunge und abschied ain tag gein Wormbs berambt und angesetzt, welcher dann von uns, den stenden dießes, auch des andern teils, besucht und beschickt ist worden. Nun seint wir dießes teyls uf solchem tage der turckenhulf fur ainen mhan gestanden, ist auch dieselbige von uns, dießem teil, gewilligt worden. Aber der ander teil hat es gentzlich gewaigert und abgeschlagen, sundern solche sache bis auf ainen gemainen reichstag und zu aller stende bewilligunge geschoben. Dieweil dann solcher artickel des franckfurdischenn abschieds durch gemelte wormische handlung gantz gefallen, auch dorunter die erstreckung des fridens bisher vorpliben ist, so wirdet die kunftige handlunge uf solchen franckfurdischenn artickel der turckenhulf halber weiter nit furgenomen durfen werden.

    Wann aber von der turckenhulf wirdet wollen geredt und gehandelt werden, so sollen unsere rethe anhoren, uf was beschaid und mas solchs bescheen wirdet und darnach, do es an sie kommen wirdet, antzaigen, sie zweivelten nit, ksl. oder kgl. Mt., auch Kff., Ff. und stende wurden bericht empfangen haben, welchergestalt uf die franckfurdische handlunge und abschied ain vorsamblungstag zu Wormbs der turckenhulf halben bescheen und was doselbst where gehandelt worden, auch das der mangel nit an uns und unsern mitvorwandten, sundern an dem andern teil, die es auf ainen kunftigen reichstage zu vorschiben bedacht, gewest. Dieweil dann, uf itzigem reichstage davon zu reden und zu handeln, furgenommen, so hetten unsere rethe vormarckt, worauf der gehorten stende bedencken und maynung stunde. Nun where ksl., auch kgl. Mt., dartzu Kff., Ff. und stenden des reichs wissentlich, wes wir und unsere mitvorwandten uns hiebevor solcher gesuchten turckenhulf halben hetten erboten und vornemen lassen, auch dergestalt, das an uns nit mangel sein solte, doch soverne wir dießes teils ains bestendigen und werenden friedens zuvor genugsam vorsichert und vorgewist, auch derselbige wircklich voltzogen und aufgericht wurde. Aber wir Šund unsere mitvorwandten stunden solchs friedens nochmals in mangel, dorumb auch wir und sie, wie wir nach gelegenhait bey menniglich nit mochten zu vordencken sein aus allerlei ursachen, die gesuchte turckenhulf zu bewilligen4, inmassen sie auch unsere rethe uf den vhal gar nit willigen sollen, sundern antzaigen, wurde berurter fride nochmals ufgericht und voltzogen, so wurden wir dießes teils doran auch nit mangel sein lassen, sundern uns also ertzaigen, das wir unserm vorigen erbieten nach nit die letzten sein wurden. Und hierbey sollen es unsere rethe bis auf weitern unsern bevhel beruhen lassen. Doch werden sie uns, was in dem wirdet furlauffen, wol zu berichten wissen. Dan wirdet von den stenden uf itzigem tage zur Naumburg des reichstags besuchung halben geschlossen und der artickel, bemelte turckenhulf belangende, mit dorein getzogen werden, wes man sich uf dießem teil dorinnen vornhemen lassen und ertzaigen solt, so wollen wir es unsern rethen, sich ferrer darnach haben zu richten, auch nit unvormeldet lassen.

    Sovil aber die religion betrifft, solcher artickel stehet inhalt des kayserlichen ausschreibens auf dem, wie zu Hagenau vorabschiedet, nemlich, das von der handlung, so in dem gespreche itzo zu Wormbs bescheen wurde, ksl. Mt. und den stenden uf dem reichstage zu Regennsburgk solte relation gethann und alsdann durch wege ains rechtmessigen concilii oder sunsten durch christliche vorgleichung die sache der streitigen religion zu geburlicher orterung gebracht werden. Wo nun zue Regennsburg mit dem ersten zu solcher handlung, als wir uns doch nit vorsehen, wolt gegriffen werden, dieweil die gesprechshandlung zu Wormbs noch nit recht angefangen, welche handelung auch sich so bald nit enden wirdet, so sollen sich unsere rethe lassen vornemen, das solchs ksl. Mt. ausschreiben gegen Wormbs und zum reichstage gar nit gemes where. Dann wie konte relation bescheen, was im gespreche gehandelt, weil dasselbe noch nit angefangen where? Zudem, das auch unsere rethe und theologen, so wir dohin geschickt, vor irer abfertigung noch nit anhaimbs kommen, auch uns von der handlung noch nit gruntlicher bericht bescheen. Dorumb wir inen kainen bevhel gegen Regennsburgk vor irem abreyßen derhalben hetten thun mugen. Aber nach empfangenem bericht und gemelter unser rethe und theologen widderkunft wurden wir an geburlichem bevhel, wie wir dan thun wollen, nit mangel sein lassen.

    Do aber der H. von Granuhel itzt zu Wormbs zur vorgleichung der religion wirdet mittelh furschlagen, so ist vormutlich, das zu Regensburg dorauf wirdet wollen gehandelt werden. Im vhal aber, do die vorgleichung des orts entstehet, so gibt das kayserlich ausschreiben zu dem reichstag, wie berurt, das alsdann ferrer solche sache durch wege ains rechtmessigen concilii sol geortert werden. Mit awelchem wort ‚rechtmessigem‘ ane zweivel ain voranderung aller vorigen Šreichsabschied will gemaint sein und sunderlich auch des nurmbergischenn friden und stilstands, welche melden von ainem freyen, christlichen concilio, darfur man itzo das wort ‚rechtmessig‘ gebraucht–a, wie es villeicht der babst gerne hett und die stende dießes teils hievor recusirt haben. Und derhalben sollen unsere rethe hiemit vorwarnet und erinnert sein im vhal, do man furderlich von den wegen des concilii wolten reden, domit sie das wort ‚rechtmessig‘ in gemeltem babstlichem vorstande anfechten und bey den argumenten der recusation des bebstlichen concilii, auch bey berurten abschieden bleiben.

    Aber der muntz und der andern artickel halben halten wir es darfur, die werden bis zum ende des reichstags anstand haben und itzo in der erste nit furgenommen werden. Dorumb seint wir bedacht, inen nach endung des tags zu Wormbs obgemelter artickel halben ferrer hinachzuschreiben und zu befelen.

    Wie nun unsere rete die dinge zu Regensburg befinden, auch welche Kff., Ff. und stende doselbst personnlich oder derselben botschaften ankommen ader der man sich weiter vormutet5, solchs sollen uns unsere rethe zu erkennen geben.

    In sunderhait sollen sie uns auch iderzeit berichten, wie sich alle sachen und handlungen zutragen und anschicken werden. Domit auch solchs zuvorderst, do doran gelegen, ungeseumbt und unvortzuglich bescheen muge, so haben wir ain post vorordent, nemlich von Torgau bis gein Aldenburg, dadannen gein Olßnitz von Olßnitz bis gein Eger und furtan bis gein Regensburgk. Durch dieselben sollen sie uns solchs zuschicken. Doran geschiet unsere maynung.

    Datum Torgau, Sontags nach Erhardj 1541.

    «Nr. Š42 Instruktion Papst Pauls III. für Kard. Contarini – Rom, 1541 Januar 28 »

    A  Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 21, fol. 5r–10r (Ausf.).

    B  koll. Rom AVat, Fondo Pio vol. 58, fol. 3r–11v (Kop.).

    C  koll. Rom AVat, Miscellanea Armadio II vol. 7, fol. 278r–293v (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten Bd. 3,1, Nr. 2, S. 5–11;Quirini, Epistolae, Bd. III, S. CCLXXXVI-CCIC;Ausz.: Ehses, Conc. Trid. Bd. IV, Nr.148, S. 192–193.

    Dilecto filio nostro Gaspari, tituli sancti Apollinaris sanctae Romanae ecclesiae presbytero cardinali Contareno vulgariter nuncupato ad carissimos in Christo filios item nostros Carolum Romanorum imperatorem semper augustum et Ferdinandum eius fratrem germanum, etiam Romanorum regem ac omnes et singulos sacri Romani imperii electores et alios principes et status populosque et communitatesa tam superioris quam inferioris Germaniae in conventu seu dieta imperiali Ratisbonae vel alibi proxime celebranda per se vel per eorum oratores interfuturos aut alias ubicunque in dicta provincia constitutos nostro et apostolicae sedis de latere legato salutem et apostolicam benedictionem.

    Etsi non ignoramus te pro singulari tua prudentia, doctrina et pietate non multum indigere aliorum monitis ad ea munera obeunda, quae tibi demandantur teque de iis optime recordaturumb, quae tecum coram communicavimus1, tamen quia hominum memoria labilis est, et ut in reddenda actionum tuarum ratione tuae fidei et integritatis testem hanc instructionem habeas, hoc in scriptis tibi tradendum duximus monumentum eorum, quae tibi commisimus et quae abs te fideliter et diligenter observatum iri speramus.

    Etsi quid pro loco et tempore immutandum tibi videretur, de eo etc omnibus aliis ad rem tibi commissam necessariis, etiam per proprium cursorem (si ita res exigat) ad nos prius exacte et copiose perscribas, debitum a nobis responsum in tempore recepturus.

    In primis implorato omnipotentis Dei auxilio, qui et in itinere faciendo et in tractandis negociis tibi creditis tam tibi quam universae familiae tuae (quam bonis moribus praeditam, pacificam et te omnino dignam non dubitamus quin sis tecum ducturus) pro sua misericordia assistere dignetur. Quum primum, quo te destinamus, favente Domino perveneris, illud tibi praecipuum sit, ut carissimis in Christo filiis nostris, Carolo Romanorum imperatori et Ferdinando Šregi aliisque supradictis quam potes maxime fidem nostro nomine facias, nos nihil magis curare aut in votis habere quam ut dissidium, quod in inclita natione Germaniae religionis causa iam per aliquot annos ortum in dies augescit, debitis modis tollatur et ea natio in pristinam concordiam reducatur, tum ob salutem animarum nobis a Domino creditarum, tum quia nullum videmus in christiano orbe maius robur aut praesidium contra infideles quam in ea natione esse collocatum. Et eam ob causam nuper ad conventum Hagenoensem2 et mox ad colloquium Wormatiensem3 nuncios nostros misimus4 et nunc te ad dietam istam imperialem destinamus, ut omni ope et diligentia praedictam veram et sanctam concordiam nostro nomine procures, quo et Deo acceptius et nobis gratius ac universali ecclesiae utilius facere potes nihil.

    Verum quia non solum frustra laboraretur, sed et istud malum, quod iam non modo Germaniam fere totam occupavit, sed et nonnihil aliarum nationum attigit, multo latius divagaretur, et exinde (quod Deus avertat) omnes christianosd in partes aliam ex alia inficeret si concordia, quae in Germanica natione tantoperee procuratur, contaminataef religionis causa conciliaretur, non solum in his, quae essentialia fidei sunt, verum etiam in aliis, quae ab universali ecclesia iam tot saeculis recepta sine scandalo temere mutari non possunt. Idcirco tam serenissimis imperatori et regi quam aliis supradictis declarabis nos ad hoc tam sanctum opus peragendum summis viribus totaque animi propensione intentos fore, ut quantum cum Dei honore et ecclesiae salute possumus ad optatum finem praedicta concordia perducatur. Quod autem te ad caesaream et regiam maiestates et alios supradictos cum amplissima concordandi cum protestantibus facultate non mittamus, sicut pro parte caesareae maiestatis fuit a nobis saepius petitum, id iure merito nos fecisse multis de causis maiestati suae et aliis, quorum intererit, persuadere enitaris.

    Primum quia videndum in primis est, an protestantes et ii, qui ab ecclesiae gremio defecerunt, in principiis nobiscum conveniant, cuiusmodi est huius sanctae sedis primatus tanquam a Deo et salvatore nostro institutus, sacrosanctae ecclesiae sacramenta et alia quaedam, quae tum sacrarum litterarum autoritate tum universalis ecclesiae perpetua observatione hactenus comprobata fuerunt et tibi nota esse bene scimus. Quibus statim initio omissis omnis super aliis controversiis concordia frustra tentaretur.

    Deinde quia incertum adhuc nobis est, quid sint protestantes petituri, ut super ea re mature hic prius et bene discussa te cum ampla concordandi Šfacultate mittere potuerimus, postremo quia omnibus bene examinatis articulis, in quibus a nobis dissentiunt, et ex iis, quae extrinsecus percipere licuit, quasi divinare possumus ea, quae tandem petituri sunt, huiusmodi esse, quae non solum unus aut alter legatus noster, sed et nos ipsi, si illic coram adessemus, vix possemus absque magno scandalo et animarum periculo inconsultis reliquis nationibus aliquid ita tumultuarie statuere, quod ad universalem ecclesiam pertineret.

    Quod si Germani vere pacem quaerunt, qua seditio inter eos civilis prohibeatur, et defensio contra infidelium vires procuretur, eam facile possent et deberent inter se pacisci, salva semper in spiritualibus fide et in temporalibus iustitia, saltem ea, per quam ecclesiarum bona Deo tam diu dicata conserventur vel per vim amissa iuridice recuperentur, et eos articulos, in quibus inter se convenire non possent, ad nos remittant, qui in fide boni pastoris et universalis pontificis dabimus operam, ut vel per universale concilium vel per aliquam aliam aequivalentem viam non praecipitanter, sed mature et quemadmodum tanti momenti causa exigit finis his controversiis imponatur et remedium, quod his malis adhibendum est, quam diutissime perdurare possit.

    In hoc articulo circumspectioni tuae maxime insistendum censemus, ut caesareae maiestati persuadeas nos e supra allegatis rationibus et causis iure merito non potuisse nec debuisse te cum ea amplissima et (ut maiestas sua quodammodo velle videbatur) absoluta potestate mittere simulque instabis etiam atque etiam, ut maiestas sua ad ea, quae in fine supradicti articuli explicavimus, procuranda et peragenda omnem operam navet, ad quod nec nos ipsi pro virili nostra defuturi sumus, ut scilicet procurata licitis modis dictae nationis concordia suavissimo pacis beneficio universalis ecclesia fruatur et christianorum vires non modo ad praedictae ecclesiae tutelam et salutem, sed et incrementum et decus contra infideles convertantur.

    Et quoniam vix unquam sperari potest, ut vera et stabilis Germanicae nationis concordia fiat et defensio contra Turcarum tyrannum praeparetur, non conciliata prius inter caesaream et christianissimam maiestates bona et syncera pace, sicut hactenus manifestum visum est, et ne peiora videamus Deus suag bonitate prohibeat, idcirco pro tua prudentia et fide caesaream maiestatem per viscera misericordiae Dei nostri et per universae reipublicae salutem nostro nomine cohortaberis ac etiam rogabis, ut, quoad eius fieri potest, praedictam pacem et concordiam cum christianissimo rege ineat, sicuti et nos per litteras et nuncios nostros praedictum christianissimum ad tam sanctum opus pro parte sua perficiendum hortari nunquam hactenus cessavimus et hoc tempore tam periculoso multo magis quam antea maiestati suae nitimur persuadere. Sic enim fieri speraremus, ut non solum dissidium in religione ortum facilius componeretur, verum etiam praedictarum maiestatum subditis ab intestini belli timore liberatis et viribus inter se contra communem christiani nominis hostem coniunctis Šnon modo defensio rerum nostrarum, sed et tot regnorum et terrarum ab eo occupatarum recuperatio cum Dei auxilio sequi potest.

    Quod si Deus propter peccata sui populi hanc adeo a nobis et bonis omnibus desideratam pacem et concordiam inter caesaream et christianissimam maiestates nondum concedere dignabitur et caesarea maiestas propterea ad aliquam concordiam vel inducias cum protestantibus aut quibusvis aliis paciscendas non habita Dei honoris nostraeque et huius sanctae sedis debita reverentia, et cum universalis ecclesiae offendiculo et discrimine induceretur vel ad aliquid huiusmodi conniventibus oculis tolerandum, id quod etsi nequaquam credere possumus, tum ob ingenitam et consuetam maiestatis suae bonitatem ac pietatem, tum ob id quod tam ipsa quam serenissimus Romanorum rex legatis et nunciis nostris et novissime dilectus filius nobilis vir, dominus de Grandvella, praedictis nunciis in colloquio Wormatiensi saepissime pollicitus est caesaream maiestatem in iis, quae in Germania super religione et ad eam pertinentibus tractabuntur, nihil contra Dei honorem et nostram atque huius sanctae sedis autoritatem (unde universalis ecclesiae salus maxime pendet) nec facturam nec fieri permissuram. Si tamen (quod Deus per suam misericordiam avertat) humani generis hoste in contrarium operante aliquid secus faciendum praesentires, id pro virili tua impedire ac interrumpere omni studio procurabis tum aliis bonis rationibus maiestati suae per te adducendis tum propositione universalis concilii, quod peculiare et solitum contra haereses et schismata ecclesiae antidotum et remedium semper fuit.

    Et ne fortasse hoc, quod proponimus, maiestati suae novum aut mirum videatur, quasi rem sibi (non facta universali christianorum pace) impossibilem afferamus, dices, si maiestas sua et alii christiani reges et principes vere causam fidei et prope collabentis religionis nostrae amant (pro qua etiam sanguinem effundere tenentur) posse eos et iure merito debereh omni ope et studio praedictam inter se universalem pacem (unde omnia bona procederent) procurare ac etiam facere, aut, si id forte modoi fieri nequit, saltem per mutuos salvos conductus suorum regnorum et dominiorum episcopos etiam bellis non obstantibus (ut alias in huiusmodi casibus contigit) ad generale concilium mittere, quo legitime congregato non solum haereses et schismata ab ecclesia cum Dei auxilio tollentur, sed et reges et principes praedicti per bonas sanctae synodi ad Deum precationes et ipsis faciendas hortationes et admonitiones non solum ad perpetuam inter se concordiam, verum etiam ad generalem contra infideles expeditionem capessendam (quod per alia generalia concilia saepe factum est) facile inducentur. Si igitur caesarea maiestas alia via res Germaniae salva et illaesa vera religione componi posse non speret, ad tollenda impedimenta, quae celebrationi concilii obstant, modo quo supra diximus, attendere potius deberet, cum sit sanctae Romanae et universalis ecclesiae advocatus, quam ad Šaliqua eidem ecclesiae perniciosa et committenda vel permittenda ullo pacto condescendere.

    His autem nostro nomine rationibus allegatis si videres te hac in parte non posse proficere, tunc et eo casu cum quadam modesta animi alacritate et dexteritate significabis caesareae et regiae maiestatibus et aliis, quorum interesse existimabis, te non solum in ea, quae supra diximus, mala consentire non posse nec debere, sed ne testem quidem eorum velle esse, quinimo ne talia fiant, nostro nomine et autoritate (quam tibi ad hoc ex nunc prout ex tunc damus) maxime prohibebis aut, si (quod Deus nolit) facta fuerint, improbabisj, damnabis et cassa irritaque et damnata decernes, et praesentiam tuam a loco, ubi et quando ista mala agerentur, subtrahas, nec tamen ab aula seu comitatu caesareae maiestatis absque novo mandato nostro discedas.

    Quod autem supra diximus itidem facies, ubi caesarea maiestas non solum aliqua (quod persuaderi non possumus) cum fidei detrimento aut universalis ecclesiae scandalo perperam fieri permitteret, sub eo praetextu, quod omnia ad futuri generalis concilii iudicium remitterent (nam et hoc a Lutheranis et nonnullis etiam, qui catholicorum nomine censentur, tentari et veluti scutum quoddam multis iam malefactis et posthac faciendis praetendi intelleximus), verum etiam ubi maiestas sua concilium ipsum generale non nisi in Germania celebrandum permitteret, quod saepe a Germanis iam per tot annos efflagitatum quam absurdum sit ac a ratione alienum et quam cum nostrae autoritatis et reliquarum omnium nationum christianarum iniuria ac in perniciem animarum fieret, nemo non videre potest et facile iudicare, si concilium huiusmodi in Germania celebraretur, Lutheranos suas haereses contra universalis ecclesiae sacrosanctaek dogmata et laudabiles ritus facile defensuros et pro suo arbitratu earum approbationem consecuturos. Quae omnia utpote mala et omnibus abominanda, non solum, quoad eius fieri poterit, prohibebis, sed, si fierent, manifeste detestaberis et contra ea (ut supra dictum est) protestaberis.

    Et ne quis id, quod in huiusmodi casibus facies, sinistre et secus quam synceritas animi nostri fert interpretetur, protestaberis in primis tam apud caesaream et regiam maiestates quam alios quorum intererit, nos non alia ulla quam fidei causa et religionis zelo ista, ut faceres, tibi in mandatis dedisse, salva in reliquis integra et inviolata ea amicitia, quam iam pridem nobis etiam tum in minoribus constitutis cum praedictis maiestatibus per nos initam et in pontificatu nostro nova sanguinis necessitudine auctam hactenus constanter conservavimus et, quantum in nobis erit, perpetuo conservare in animo est.

    Et omnibus his per te sic dicendis, agendis et faciendis notarium et testes adhibebis prius secreto commonefactos, ut ea, quae in huiusmodi casibus dices et facies et tibi respondebuntur, diligenter attendant et observent, et notarius ipse in notam sumat, unde unum vel plura confici possit instrumentum vel Šinstrumenta, per quae perpetuis temporibus cognoscatur nos causae fidei nullo unquam tempore nullisque modis defuisse.

    Siquidem ab initio summi pontificatus nostri, ut facilius hoc religionis dissidium in pristinam concordiam reduceremus, primum christianos principes ad veram pacem et coniunctionem per litteras et nuncios nostros saepissime hortati sumus, mox ob hanc eandem causam concilium generale his malis admodum salutare et prope unicum remedium indiximus. Indictionem ipsam christianis regibus et principibus etiam per proprios nuncios significavimus, et auspicandae celebrationis praedicti concilii causa ad locum huic rei destinatum legatos nostros praemisimus. Deinde et nos ipsi ad conciliandas inter se quantum potuimus caesaream et christianissimam maiestates non provectae aetatis, non itineris longi atque difficilis, non aeris et temporis importuni habita ratione personaliter accessimus. Complures nuncios et legatos nostros huc illuc hac de causa misimus.

    Multa quae in Germania in religionis causa non ea qua decuit autoritatis nostrae (ad quam religionis iudicium, cognitio et examen spectat) reverentia tractari et fieri non absque gravi animi dolore intelleximus, tum temporum conditione moti tum caesareae et regiae maiestatum vel earum oratorum pollicitationibus persuasi, quod ea, quae sic fiebant, boni alicuius inde postea secuturi causa fierent, partim patienter tulimus, partim etiam perhumane et paterno quodam quo tum erga christianos omnes tum erga Germanos ob causas a principio huius instructionis allegatas afficimur amore, quae perperam illic fiebant corrigere studuimus, ad illud unum potissimum attendentes, ut si qua fieri posset, etiam per quamcunque occasionem hanc religionis scissuram pro pastorali officio nostro resarciremus. Quae omnia cum frustra tentaverimus et ea spe, quam postremam in conventu seu dieta ista imperiali praesente et praesidente caesarea maiestate celebranda collocaveramus, defraudati fuerimus, non potuimus nec debuimus amplius debitam his malis severitatis virgam non exercere et, quae contra divinum ius contraque nostram et huius sanctae sedis autoritatem cum universalis ecclesiae scandalo et detrimento male facta sunt, autoritate a Domino nobis tradita damnare et irrita cassaque ac damnata decernere. Nos in hoc potissimum consolantes, quod officio nostro non defuerimus, et spem boni successus in Domino et futuri oecumenici concilii celebratione reponentes, id quod caesareae et regiae maiestatibus et aliis, quibus opus fuerit, audacter significabis.

    Illud hoc in loco nequaquam duximus omittendum fuisse ad nos non semel scriptum ab iis, qui rerum Germanicarum sunt periti, subdubitari a nonnullis caesaream maiestatem utpote ad reditum (sicuti passim fertur et ex eius aula scribitur) properantem reliquis remediis quae tam brevi tempore adhiberi non possent omissis solum inducias illas anno Domini 1532 Norimbergae factas et Ratisbonae promulgatas5 esse confirmaturam atque, ut in illis (sicut prius) Šinsistatur, praecepturam. Quod si aliquo modo futurum praevideresl, debes omnino maiestatem suamm commonefacere, ut attendat, quot et quanta mala post illas inducias et quantum ad verae religionis detrimentum et iustitiae imperialis camerae impedimentum attinet, secuta sunt. Et quia ex obscuritate aliquarum sententiarum in illis induciis comprehensarum multas difficultates et controversias ortas esse cum detrimento tam fidei quam bonorum ecclesiasticorum maiestas sua bene novit et pro sua bonitate non modo aegerrime semper tulit, verum etiam Lutheranos illa induciarum obscura verba in suum favorem declarari apud maiestatem suam maxime et saepissime instantes prudentissime repulit, id nunc, ne faciat, maxime hortanda est et, ne obscuritas praedicta in Norimbergensium induciarum edicto contenta eosdem quos prius malos fructus pariat, ut maiestas sua in favorem fidei et ecclesiae Dei illam declaret, summopere est admonenda. Sin autem in huiusmodi negocio maiestas sua naliquid secus fecerit, quod et a probitate et pietate sua et–n a vera religione sit alienum, contra id eadem protestatione et detestatione uteris et reliqua facies, quae supra, ut faceres, non absque ratione tibi mandavimus.

    Nam cum constans omnium iudicium sit, si caesarea maiestas ab isto conventu seu dieta imperiali (ad quam bene gerendae rei omnis spes velut ad sacram (ut aiunt) ancoram remissa fuerat) in iis, quae ad religionem pertinent, vel re infecta vel male gesta discesserit, totam religionem in Germania pessum ituram, non abs re facturi videmur, si post humanitatem et mansuetudinem, quibus in hac causa usi sumus, tandem in hoc postremo articulo autoritatem nobis a Domino traditam aliquanto severius exerceamus, in quo nihil a praedecessorum nostrorum sanctissimorum pontificum exemplis discendentes et Deo potius quam hominibus placere cupientes, ipsius et ecclesiae suae causam, quam etiam effuso sanguine cum eius auxilio defendere sumus parati, immensae eius bonitati commendabimus.

    Iam vero quia saepenumero fuit nunciis nostris ab oratoribus caesareis etiam proxime inculcatum, timendum esse, ne Germania in unum nationale concilium congregetur, illud omnibus iustis et sanctis rationibus et ex te tibi notis et per nos tecum coram sub discessum tuum discussis dissuadere ac omni ope Šet studio prohibere curabis. Atque id nihilominus facies, ubi Germani etiam autoritate nostra et te praesente illud celebrare velle sese offerant. Neque enim concedendum est uni nationi, ut id tractet aut decernat, quod ad nos et universalem ecclesiam pertinere dignoscitur, et, si aliter tractetur aut statuatur, in magnum reipublicae scandalum et animarum perniciem cedat.

    Quod si etiam Germani dicerent se libenter acquiescere, ut ad illud nationale concilium ex unaquaque natione aliqui theologi pro parte suarum quisque nationum convocarentur, neque in id condescendere neque per te talia proponere aut illis ansam proponendi praebere debes, sed ad nos omnia, quae in huiusmodi casibus tibi proponerentur, referre.

    Facile autem tibi fore putamus ad prohibendum nationale in Germania concilium, si praeter alias multas rationes etiam maiestati caesareae in mentem redigas, quantopere concilium illud sit semper detestata, cum alibi tum Bononiae quum palam diceret, nihil aeque perniciosum fore et apostolicae et imperali dignitati quam oGermanorum nationale concilium, et illi nulla meliore via quam per–o generale concilium obviam iri posse profiteretur, quinimo etiam maiestas sua post Ratisbonensem dietam anno Domini 1532 habitam pro sua singulari prudentia omni studio semper egit, ne qua imperialis dieta hactenus sit celebrata, ne ex ea occasione ad praedictum nationale concilium deveniretur.

    Et quia sub discessum tuum a nobis scire cupiisti, an, quia cognosceres concordiam asperis verbis aut modis (cuiusmodi Germani homines inter se e iam concepto et in dies aucto odio utuntur) vix posse sperari, ideo deberes cum doctoribus protestantium familiariter agere et quodammodo honesta quadam humanitate eos allicere, ad hoc, sicuti tunc tibi coram respondimus, ita et nunc scriptis replicamus, si id absque noxap et causae detrimento fieri posset, nequaquam nobis displiciturum, verum cum maxime versuti sint Lutherani, timendum est, ne id, in quo te profecturum sperares, deblaterantibus illis, quod abs te bono animo factum esset, quasi causae nostrae diffideres et eos subornare velles, te fecisse (sicuti aliquos ipsorum etiam sparsis in vulgus libellis antehac gloriatos esse percepimus) hoc et causae ipsi officeret et catholicorum doctorum animos cum magno detrimento fidei offenderet ac etiam forsan abalienaret.

    Proinde prudentiam et autoritatem nostro et huius sanctae sedis legato dignam in omnibus actionibus tuis servabis, et si quid per doctores catholicos (praesertim qui in tua familia erunt) in demulcendis et conciliandis haereticorum animis familiariter tractari posset, dummodo id prudenter et moderate ac quasi pro re nata fieret, non esset fortasse a re alienum, sed eo temperamento in hac re utendum erit, ut ne quid damni potiusque emolumenti causae fidei inde succedat.

    Quoniam multa alia ad utilitatem huius causae facientia in instructionibus, quas venerabilibus fratribus Joanni episcopo Mutinensi ad conventum Ha Šgenoae6 et Thomae Feltrensi7 ad colloquium Wormatiensem ituris dedimus, continentur opere precium erit, ut praeter hanc instructionem et aliquas alias scripturas, quas tecum hinc tulisti, et earum instructionum exemplarq, quas praedictis episcopis dedimus, ab eis accipias. Sic enim et hoc in loco prolixitatem in eisdem repetendis evitabimus, et tu ex illis ea, quae ad praesentem tuam commissionem facere videbuntur, percipies.

    Sed et omnia tam conventus Hagenoensis quam colloquii Wormatiensis acta ab eisdem episcopis recipies, sicuti, ut ea tecum communicent, ad eos scripsimus.

    Illud autem in primis memineris, ut tam in itinere quam in conventu aut alibi omnia fideliter et diligenter perscruteris et indages, tam quae ad causam, ob quam te misimus, facere videbuntur quam quae alias digna existimabis, quae ad nos referantur, et nos de omnibus et singulis huiusmodi fideliter et diligenter certiores reddas, etiam per proprium cursorem, quando (ut principio diximus) res ita exigere videatur.

    In omnibus autem talem te geras et exhibeas, qualem te esse ex tua virtute, doctrina, prudentia et pietate concepimus.

    Et instructionem hanc secreto et penes te unum habebis et nulli omnino alii ostendas, quinimo ubi res in contrarium urgeret (et non aliter) dicas potius ea quae facturus et dicturus sis, te e nostro vivae vocis oraculo accepisse. Hoc autem dicimus non quia quicquam in hac instructione contineatur, quod non palam et publice ostendi possit, sed quia in huiusmodi casibus multa etiam bene et sancte dicta in sinistram partem accipi saepenumero et divulgari consuevere ac a malignis mentibus contra verum et sincerum sensum interpretari non sine aliquo negociorum et reipublicae incommodo, id quod in hac eadem causa ab aliis alias factum tibi etiam innotuisse non dubitamus.

    Dominus noster Jesus Christus tuos et tuorum gressus in viam pacis et prosperitatis dirigat, et te ad nos incolumem cum bono nuncio pacis et concordiae reducat ad honorem suum et ecclesiae suae sanctae decus et incrementum8. Datum Romae apud Sanctum Petrum, die XXVIII. Januarii 1541.

    «Nr. Š43 Instruktion der Wetterauer Grafen für Johann Knebel von Katzenelnbogen und Thomas von Colmar zum Reichstag – Wetzlar, 1541 Februar 9 »

    A  Wiesbaden HStA, Abt. 131 IVa Nr. 38, fol. 7r–8r (Kop.).

    B  koll. Darmstadt StA, E 1 G 4/3, fol. 7r–11v (Kop.); AS fol. 7r: Wetzlar, abschidt, den 9. Februarij anno etc. 41.

    C  koll. Wiesbaden HStA, Abt. 171 R 400, fol. 13vr-15v (Kop.)1.

    Instruction, was die ernvesten Johann Knebel von Catzenelnpogen und Thomas von Colmar von wegen nachgemelter graven uff den usgekunten reichstag zu Regenspurg der punkten halb im keiserlichen uschreiben verleibt, nemlich der Šreligion, widerstant des Turcken, underhaltung des chamergerichts, handhabung fridens und rechtens, gueter policei und anders halb handlen sollen.

    Erstlich sollen beide geschickten von der graven wegen sich bei Mentz gehorsamlich anzeigen2, das sie, die session im reichsradt von irer Gn. wegen zu vorstehen, abgefertigt seyen, und daneben vermelden, das disse graven auf ksl. Mt. gnedigst uschreiben und der zu undertheniger gehorsamb alle, in aigener person zu erscheinen, willig. Eß sei aber bisanher zu vorigen gehalten reichstagen inen, den graven, dermassen begegnet, ob sie gleich uff ksl. Mt. erfordern irer vil uff reichstegen erschienen, so seyen doch under allen des gantzen reichs graffen nit mehr dan zwa stimen ins reichs radt zugelassen und die andern nur zu vergeblichen uncosten da gelegen und bemuhet worden. Uß derselbigen und kheiner anderer ursachen hetten sie dismals an ire stat obgemelte zwen vom adel geschickt. Wo aber solichs, wie obstet, bei Mentz nit zu erhalten were, soll ksl. Mt. obgemelter gestalt alsdan ersucht und darfur zum underthenigsten gebetten werden3. Da aber ksl. Mt. will und meinung were, das disse graven alle in eigener person und uff dissem reichstag erscheinen sollten, asollen die geschickten den graven solichs an stund heraber schreiben–a.

    Zum andern4, sovil die session im reichsradt belangt, soll dieselbige nach altem gebrauch behalten werden. So aber der oberlendischen graven gesanter ein grave were und in der session forsitzen wolt, soll man sich gegen demselbigen derhalb nit heftig einlegen. bWo aber von derselbigen graven wegen einer vom adel geschickt wurde, sol die session ongeverlich und einen dag umb den andern gehalten und umbgewechelt werden–b.

    Zum dritten5, wo vermoge des keiserlichen uschreibens im artickel, die religion und glauben betreffen, der graven gesantenc gefragt wurden, so sollen die geschickten daruff antwurten, sie, die graven, seyen leyen und solicher hohen sachen in ihren personen nit gnussam verstendig und seyen doch hoch erfrawet, daz ksl. Mt. disser und anderer obligender sachen halb allergnedigst und gantz Švetterlich den itzigen reichsdag angesatzt, damit der zwispalt durch fridliche und billiche wege moge hingelegt werden. Dieweil aber ir ksl. Mt. in itzigem uschreiben allergnedigst vermelden, das alle handlungen, uff vil gehalten reichstagen und anderswo gepflegt, bisanher nit zu furchtbarer wurckung khomen, so achten die graven ihres geringen verstands, daz gemelter zwispalt nachmals nit anderst dan durch eind concilium khun oder moge hingelegt und befridigt werden, darumb sie auch aufs underthenigst wolten gebetten haben eund, sovil die maß, den platz und andere derglichen ding des conciliums belangt, sollen die geschickten eigentlich uff Pfalz uffmerckens haben. Wes sich dieselbig darin halten wurtet, daruff sollen sie auch stimmen–e.

    fSo der confutation und confoederation halb gefragt wurde, sollen die geschickten uff Pfaltz, sofern ire kfl. Gn. uff irer protestation, derhalb hievor zu Regenspurg gethann, bestehen, stimmen. Wo aber Pfaltz confutiren und sich confoederiren wurde, sollen die geschickten umb delation bitten, solichs zum forderlichsten heraber zu schreiben und derhalb bescheits zu gewarten–f.

    So umb volnziehung des augspurgischen abschits gehandelt wurde6, soll sich des regenspurgischen usschreibens und abscheits, auch seither daruff gevolgten handlungen und dan des itzigen uschreibens beholfen werdeng.

    Zum fierten7, wo ksl. Mt. vermog ihres uschreibens die hilf und widerstandt wider den Turcken begeren wurden, sollen die geschickten im selben gut uffsehung und acht haben, wes hder merer deil der nit protestirenden stende des reichs–h in dem willigen und annemen, von disser graven wegen auch zustimmen und willigen, doch alles sofern die anlage durchauß gleichmessig beschehe, wie dan ksl. Mt. dessen gnedigste vertrostung gethan haben. iWo Šaber dieselbig nit gleichmessig angelegt wurde, soll nitdestoweniger die anlage bewilligt, aber dargegen das sie, die graven, zu hoch itzo und hivor angelegt seyen, protestirt werden, mit underthenigster bit, sie derhalb gnediglichst zu bedencken–i.

    Zum funften Š8, die anlage zu underhaltung des cammergerichts belangende. Sofern dieselbig gleichmessig angelegt, soll dieselbig von wegen der graven sampt anderen churfursten, fursten und gemeinen stenden bewilligt werdenj.

    Zum sechsten hanthabung fridens und rechtens9, dartzu gueter policei, montzs und anders belangende, sollen die geschickten mit und neben anderen reichsstenden, wes zu wolfart teutscher antion furgenomen wurt, alles helfen bewilligen und annemen und mit underthenigkeit sonderlich bitten umb uffrichtung eines gemeinen, gleichen, ustreglichen rechtens und statlicher execution desselbigen, daruß fride, einigkeit und alle andere gutte ordnung, policei und gehorsam volgen und zu erhalten sein werden.

    Zum sibenden sollen die geschickten in die gestelte notel des halsgerichts ordnung, wes andere werntliche fursten und stende disfals zulassen, auch willigen und annemen10.

    Zum achten, die constitution geistlicher und werntlicher beschwerde belangende11. Diewil die graven uff nechstgehaltenem reichstag zu Regenspurg dagegen protestirt haben, sollen die geschickten, so die wider fur die hant genomen, abermals dagegen protestiren.

    Zum neunten12, wo sich etwan zutruge, das die geschickten von den oberlendischen und anderen graven zu gesprech, gemeinen gravenstandt belangend, erfordert wurden, sollen die zu solchem gesprech khomen und ihres verstands darzu helfen rathen, das gemeinen graven im reich zu nutz und erhalthung irer herprachten freiheiten dinlich ist.

    Zum zehenden und lesten. So etwas beschwerlichs und sonderlichs forfiele, das zu bedencken notwendig, soll solichs zum forderlichsten gen Hanawe zu wissen gethan werdenk.

    lDisse obgeschriebene instruction haben die wolgepornen graven Wilhelm von Nassawe Catzenelnpogen etc. und Gf. Philips von Nassaw Sarprucken in allen und iden puncten (usgescheiden den dritten, firten und funften13, derhalb sie sonderliche instruction geben werden) sampt andern meinen gnedigen hern, den graven, bewilligt und den gesanten ubergeben–l. Actum Wetzfflar, den 9. Februarij anno etc. 41.

    «Nr.44 Instruktion Hg. Barnims IX. von Pommern-Stettin für seine Vertretung auf dem Reichstag – 1541 Februar–April »

    «Nr.44a Entwurf für die Instruktion Hg. Barnims IX. von Pommern-Stettin für Jakob Philipp Öseler und Klaus Puttkamer zum Reichstag – o. Ort, [1541 Februar ca. 13]1 »

    Stettin AP, AKS I/109, pag. 7–20 und pag. 34 (Konz.); DV v. a. Hd. pag. 34: Instructio des negesten reichtages; ÜS pag. 7: Instruction der rethe, so uf den reichstagk, gegen Regenspurgk ausgeschrieben, zu fertigen, sollen gegeben werden2.

    ŠAnfencklich mus man sich eigentlich erkundigen, ob der reichstagk wirt fur sich gehen, und wer kein unrath, das man derhalben einen botten bis gen Regenspurgk3 schicketa.

    Soviel aber die abfertigung der gesanten belanget, mußen die mit einem mandat, bevelchs- oder credentzbrief versehen werden und furnemblich in irer ankunft gegen Regenspurg oder in eine andere malstadt, dahin der reichstagk verruckt wirt, das personliche auspleiben meines gnädigen herrn bey der ksl. Mt. durch reichung einer supplication oder, wo es inen gestatet wurde, in angesicht ksl. Mt. entschuldigen und diese nachvolgende entschuldigung furwenden: Das mein gnädiger herr an den enden und fruntiren des reichs zwischen dem konigreich Polen, Dennemarcken und Schweden weit abgesessen und das sein fstl. Gn. sorglich, in diesen schwinden zeiten aus iren landen und furstenthumben sich zu begeben, furnemlich auch der ursachen, das irrung zwischen seiner fstl. Gn. und der kgl. Wd. zu Dennemarcken etlicher hochkeit Šoder gerechtikeit, so seine fstl. Gn. vom hl. röm. reich zu lehn hat, sich erhalten und sein fstl. Gn. der irrungen sich beschwerliches ausgangs besorget. So soll auch Schweden in grosser rustung sitzen und, ob sein fstl. Gn. mit demselben in ungutem nichts zu thun wissen, sollen gleichwol die widerwertigen seiner fstl. Gn. bey Schweden umb trost oder hulf gegen sein fstl. Gn. practiciren lassen. Sein fstl. Gn. hat sich auch ein zeit here dermassen am leibe und gesuntheit schwach entpfunden, das sie durch die vorenderung der luft stellen [sic!] und underhaltung sich ferrer leibsschwacheit zu befaren, und hierauf auch aus andern ursachen, zu dieser entschuldigung dienstlich, sollen die gesanten seiner fstl. Gn. personlich auspleiben entschuldigen und ksl. Mt. underthenigkeit und gehorsam undertheniglichst antzeigen.

    Soviel aber die artickel, derhalben der reichstagk ausgeschrieben, belanget, nemlich, einikeit in den religionsachen zu machen, dem turckischen keiser widerstandt zu thun, ordnung der muntz halben aufzurichten etc., sollen die gesanten nachvolgenden bevel haben und neben den andern einigungsverwanten darob halten, das die irrungen in der religionsachen mit all iren anhangenden stucken an ein general, christlich concilium, in teutscher nation etc. zu halten, verwiesen und mitlerzeit ein unvorworner friedstandt zwischen der ksl. Mt. und den protestirenden und iren vorwandten gemacht werde. Und sollen unsere gesanten in vorfassung solchs friedtstandts sich des richten und halten, so zu Franckfurt am Mein, auch an anderen ortern durch die gemeine einigungsvorwanten reiflich und wol bedacht worden. Und nochdem dieser artickel der grossest und furnemist ist, einikeit im reich widerumb eintzufuren, ja auch ein grunt aller einikeit ist, ist kein zweifel, man wirt denselben artickel nicht alleine erstlich zu handlen anfangen, sondern fur allen andern notwendigen stucken abhandlen und zu gutem endt und beschluß bringen.

    Wo nun durch schickung des almechtigen ksl. Mt. mit den protestirenden sich eins anstands in der religionsachen voreinigen und ferrer vom widerstandt gegen das turckische einbrechen handlen wurde, sollen unsere gesanten von unsernwegen antzeigen, das wir in den vorhin gehaltenen reichstagk, auch uf der versamlung zu Speir etc., durch die keyserlichen commissarien gehalten, uns beschweret, das wir mit unsern hertzog-, furstenthumben, landen und leuten, sonderlich, soviel die leistung der burden und pflicht gegen die ksl. Mt. und das hl. röm. reich belanget, nach gelegenen sachen, umbstandt unser landt und leute, auch mangeln des trosts, so wir als die weite abgelegene zwischen frembden konigreichen, potentaten und landen bin tzeit der noet tzu hoffen–b etc., viel zu hoch angelegt und in die anschlege des reichs zu hoch getzogen, und, nachdem in dem augspurgischen abschiede enthalten, das die stende, durch die ubermessige anlage beschweret, zu keiner nuwenc anlage, hulfe oder steur, zuvor und ehe die beschwerlikeit der anlage gelindert oder gleichgemacht, sollen Šbewogen oder gedrungen werden, sollen unser gesanten davon protestiren, das sie in unserm namen aus dem abschiede, zuvorn und ehe die beschwerlikeit der anlage oder ungleicheit der reichsburden der pillikeit gelindert oder vorgleichet wirt, dnit scheidten sollen odder mugen–d. Und sollen die gesanten, dermoßen solcher obgedachter linderung oder vorgleichung halben tzu machen, uf die acta, so vor den keyserlichen commissarien zu Speir gehandelt, sich beruffen.

    Zu gedencken, das man die acta oder copien, soviel der bey meinem gnädigen herrn odder in meines gnädigen herrn, Hg. Philips, cantzlei seint, muß aufsuchen lassen.

    Ferner sollen die gesanten in unserm namen an die ksl. Mt. und die reichsversammlung tragen, ob das stift, kirch und bischofthumb Camin, von unsern herrn fureltern fundiret, mit allen herlikeiten, hochkeiten begabet und dotiret und in unser hertzog- und furstenthumb beschlossen, auch ein theil unser hertzog- und furstenthumb ist, dartzu unter das hl. röm. reich ane mittel nie gehoeret, auch von keinem keiser oder konig ane mittel einigee begnadung oder dotem entpfangen und das capittel und kirch Camyn allwege einen standt in unser landtschaft gehobt, auch alle burden und gehorsam neben den andern stenden unser landtschaft irer gepurnus nach uns und unsern herrn fureltern und furfaren geleistet und gethan und die bischoffe je zur zeit die anlagen und burde des reichs wie die andern unsere undersassen durch unsern herrn vater und fureltern geleistet und gethan, hat dennoch ksl. Mt. itzund, unsern freundt, den Bf. zu Camin, under das reich ane alle mittel zu ziehen, sich angemasset und die anlage, zu dem keiserlichen romzugk ferstlich versprochen und darnach tzum eilenden widerstend des Turcken verordnet–f, auch underhaltung des keiserlichen regiments und camergerichts, ein zeit lang bewilligt, von obgedachtem bischof furdern und einnehmen, auch gden bischoff–g als einen fursten ane mittel dem reich unterworfen zu dem [sic!] gemeinen reichsvorsamlung beschreiben lassen. Und soll hierauf in unserm namen gebeten werden, das die ksl. Mt. und die stende des hl. reichs uns bey den alten herlikeiten und rechten, so wir von dem hl. reich haben, wolt pleiben und dieselben herlikeit und recht, als obstehet, uns nicht entziehen oder einziehen lassen, in betrachtung, das es beschwerlich, alle gepurliche pflicht und gehorsam dem reich zu leisten und durch das reich dermassen, als obstehet, beleidigt zu werden, wo auch solche beleidigung nicht wurden abgethan, das wir unsers achtens, die burde des reichs mitzutragen, nicht schuldig.

    Ferrer sollen die gesanten auch berichten, das in dem konigreich Dennemarcken ein bischoflich stift und kirch ist, Roschildt genant. Diß bischofliche stift aber oder kirch hat aus altem gebrauch die geistliche jurisdition oder den Šsprengel uber das furstenthumb Rugen, so wir ane alle mittel von dem hl. röm. reich zu lehen tragen, gehabt, auch etliche dorfer und guter solcher geistlichen jurisdition halben uf dem furstenthumb Rugen besessen. Es haben aber alle und jede bischoffe zu jeder zeit irer aufnemung in das bischofthumb alwege der geistlichen jurisdition, auch guter halben, so inen in dem furstenthumb Rugen zugestanden, unsere herrn fureltern und uns als patronen bekant, vorehret und sich mit undertheniger erpietung gegen unsere furfaren und uns vorwandt gemacht. So seint auch von den gutern, so die bischoffe in dem furstenthumb Rugen besessen, unsern fureltern, furfaren und uns allwege die landtschoße, hilfe, dienst, auch ablager und andere bekentnußen der underthenikeit gereicht worden. Unser landtvogt uf Rugen hat auch in unserm namen uber diejenigen, so unter dem Bf. zu Roschildt gesessen gewesen, die jurisdition, appelation und andere furstliche gepott bis dohere gehabt. Nachdem aber jetzige kgl. Wd. zu Denmarcken das bischofliche stift und kirchen Roschildt in weltlichen brauch genomen, understehet dieselbe kgl. Wd., auch die guter, in unsern furstenthumb Rugen gelegen, daran wir die furstliche hoheit und die kirch Roschildt die proprietet gehabt, ane mittel an sich zu ziehen, und, nochdem nicht alleine uns, sondern auch der ksl. Mt. und dem hl. röm. reich furfenglich und sorglich zu gestaten, das solch ein gewaltig konig uber mehr sein fuß in das hl. reich und unser furstenthumb setzet, und nicht zu hoffen, das an der kgl. Wd. die pflicht zu erhalten, so die kirche oder bischof je zur zeit huns der gerechtigkeit halben, so wir vom hl. röm. reich tzu leiche tragen–h, gethan oder geleistet, haben wir solchem einbrechen geweret, dasselbe nicht gestaten wollen, dawider die kgl. Wd. die unsern mit iren schiffen und gutern in der [sic!] konigreich Denmarcken arrestiren und behemmen lassen. Und ob die sache bisanhere zu einem anstandt gebracht, befaren wir uns gleichwol, wo wir in der kgl. Wd. handt die vorigen guter, so dem hl. reich und uns, isoviel die furstliche und konigliche hochheit und gewalt tzustendig und daran die prophanerede kirche Rotschilt die propriet [sic!] gehabt–i, nicht zustellen wurden, das daraus kunftiglich weiterung und unrath erfolgen mocht. Demnach sollen die gesanten bey der ksl. Mt. und der gantzen reichsvorsamlung dißfals umb trost und hulfe ansuchen, mit erinnerung, das unß gegen die burden und pflicht gegen das hl. reich widerumb schutz, trost und errettung geburet.

    Wo nun die anlage geburlicherweise gelindert, das stift und kirch Camin uns nicht entzogen, auch, trost und hulfe gegen die kgl. Wd. zu Dennemarcken zu geniessen, uns versprochen wird, sollen unsere gesanten macht haben, all dasjenige, so die ksl. Mt. und gemeinsame reichsvorsamlung der eilenden oder beherlichen hulf halben, zu roß oder zu fues durch die leute zu thun, bewilligen oder beschliessen wurden, auch in unserm namen zu bewilligen und zu schlyessen, aber also und dermaßen, das ein ordnung und vorsehung der Šmuntz halben im reich gemacht werde. Dann wo das nicht sein solt, wurde uns oder den unseren das kriegsvolck, damit wir in der eilenden und sonderlich in der beharlichen hulfe angelegt wurde, mangels der muntz halben nicht erhalten mugen, der ursachen, das die ort der muntz oder landswerung, so in dem gemeinen reich durchaus gebraucht wirt, in unsere landt und furstenthumb der weiten abgelegenheit halben nicht gefhuret wirt. jHie mus man auch gedenkent van der faßung des regiments tzum widerstande des Turcken, item, von der artelerie–j.

    Unsere gesanthen werden der session halben widerstant haben, dann in den vorigen reichsvorsamlungen haben sich Gulich, Wirtemberg, Hessen, Meckelnburg und Baden der seßion oder standts in der reichsvorsamlung uber uns angemosset. Nuhn hat Hg. Jurge seliger gedechtnus und wir unser gerechtikeit und kfueg der seßion halben auf–k dem reichstage zu Wormbs ein ratschlag oder bericht dorch Dr. Fennynger, pfaltzgravischem cantzler, stellen oder fassen lassen. Derselbe rathschlagk oder bericht ist zu Augspurgk am negsten reichstage auch vorreichet worden4. So hat auch Lorentz Klist uf einer vorschriebenen vorsamlung vor etlichen keyserlichen comißarien zu Speir letliche acta–l vorreichet zu obgedachten artikeln. Wo die ksl. Mt. die sachen der session horen wolt, sollen unsere gesanten sich beruffen.

    Hiebey ist auch zu gedencken, das man in beiden cantzleien obangezeigte acta aufsuchen lasse.

    «Nr.44b Instruktion Hg. Barnims IX. von Pommern-Stettin für Jakob Philipp Öseler und Klaus Puttkamer als Begleiter Hg. Philipps I. von Pommern-Wolgast zum Reichstag – Wollin, 1541 April 11 »

    Stettin AP, AKS I/109, pag. 35–59 (Ausf.).

    Nachdem wir furgemeltem unserm freuntlichen, lieben vettern Hg. Philipsen volnkomen gewalt gegeben1, den obgemelten ausgeschriebenen reichstagk auch in unserm namen zu besuchen und von unserntwegen daselbst zu handeln, zu schliessen, auch unser ehaft und beschwerten furzubringen, darauf pillicher Švorgleichung zu gewarten, und sein L. vortrostet, derselben in dieser besuchung des reichstags zwene unser rethe zuzugeben, so sollen furgedachte unsere dienere und rethe, nemlich Dr. Philips und Claus Putkumer, amptman zu Stettin, zu jeder zeit, wann sie von seiner L. gefurdert werden, aufsein und zu seiner L. uf die stelle oder orth, dahin sie bescheiden werden, sich vorfugen und zu irer ankunft seiner L. unser freuntlich dienst und, was wir liebs und guts vormögen, antzeigen und seiner L. nicht weniger als uns selbs in dieser besuchung der reichsvorsamlung und in allen sachen, so in oder zu derselben gehoren, mit dienst und aller underthenigen treu und pflicht gewertig sein und ane verlaub seiner L. von derselben nicht scheiden.

    Unsere rethe obgemelt sollen auch unsern freuntlichen, lieben vettern erinnern, das sein L. bey dem Kf. zu Sachsen erkundigen wolt, ob er, unser freuntlicher, lieber vetter, auch eins sonderlichen gleits oder sicherung von der ksl. Mt. zu furdern2.

    Als auch diese reichsvorsamlung zu sehr grossen und wichtigen sachen gerichtet, nemlich den zweyspalt in der religion, auch das mistreuen und inheimischen krieg in deutscher nation zu vorgleichen, furtzukomen und dem erschrecklichen, furstehenden turckischen ubertzuge zu widerstreben und zu weren, sollen unsere gesanten in all iren ratschlegen furnemlich Got vor augen haben und bey seiner gotlichen maiestet gnad suchen und unserm freuntlichen, lieben vettern solchs gnadsuchens zu jeder zeit, wann es stathat, erinneren.

    Wann nun unser freuntlicher, lieber vetter durch schickung des almechtigen gegen Regenspurgk ankomen wirt, haben wirs dafur, das sein L. der session oder standts halben vielleicht angefochten wirt, furnemlich durch Gulich, Wirtenberg, Hessen, Meckelnburgk, Baden und, nachdem die ksl. Mt. vorhin, eine vorgleichung in diesen sachen zu machen, etliche commissari gegen Speir vorordent, sollen unsere gesanten obgemeltem unserm vettern diß erinneren und bey seiner L. anhalten, das dieselben uf die spirische handlung sich beruffe und darauf erclerung und orterung von der ksl. Mt. suche und bitte. Wo aber die ksl. Mt. der orterung dieser sachen, als vorhin gescheen, auf andere zeit oder malstat vorweisen und ercleren wurde, das der standt oder session in dieser reichsversamlung ungeferlich sein und keinem theil an seinem standt schaden oder nachtheil bringen solle, und die andern fursten, so der session halben unter sich oder mit uns streiten, solchen vortzuglichen abschiedt annehmen wurden, sollen unsere gesanten, damit die grossen sachen, darumb die reichsvorsamlung Švorschrieben, so viel furderlicher vor sich gehen, es auch dabey pleiben lassen. Wurde auch ksl. Mt. sich understehen, diesen streyt der session halben durch gutliche mittel vorgleichen zu lassen, achten wir auch pillich, das unser freuntlieber vetter sich solcher vorgleichung, sofern dieselben seiner L. oder uns zu keinem besondern nachtheil reichen, mocht einrumen.

    Das allerbillichst und ehrlichst, auch freuntlichst und unbeschwerlichst mittel, diese sache zu vorgleichen, achten wir dis sein: Nachdem alle fursten, so standt im reiche haben, eiusdem ordinis seint und im furstenstandt beschlossen, das ein itzlicher sein session oder standt also neme, als er zu der regirung seins furstenthumbs gekomen und sein furstenthumb von der ksl. Mt. empfangen, dann zuvor und ehe die fursten zu regirung komen, ob sie wol furstengenossen seint, mugen sie dennoch nicht eigentlich fursten genant werden; dann das wort ‚furst‘ bedeutet einen, so in wirklichem regiment eins furstenthumbs sitzt. Nun ist von alters in allen monarchien, auch andern regimenten dermassen gehalten, das ein jeglicher von der zeit an, als er in eins fursten oder anderen hoen stant gekomen, in seynem ordine den standt oder session erlangt. Wer ersten in den ordinem gekomen, der hat den fursitz gehabt, es were dan, das er aus sonderer begnadung oder anderer priviligi furgetzogen worden. Also ist auch unser meynung, wer von uns fursten, so der session halben streiten, erst zum regiment gekomen und also den wircklichen furstenstandt erlangt, das der auch den fursitz in des reichs vorsamlung hette. Weren auch unbeschwerlicher oder pilliche mittel hirinne zu finden, sollen unsere gesanten bey unserm freuntlichen, lieben vettern anhalten, das solche wege nicht ausgeschlagen werden.

    Religion: Dieser artickel wirt ane zweivel der erst sein, den man auf diesem reichstage furnemen und handlen wirt, dann daran iß alle seligkeit gelegen. Dartzu wirt auch all unser leben und wandel und das ende des menschlichen geschepfs dahin gerichtet. Dartzu hat der zweyspalt dieses artickels halben bisanher die einikeit im reich, den widerstandt des Turcken und ander grosse frucht und nutz der eynikeit und liebe vorhindert. Unser gemut stehet auch nicht dahin, verderblichen zweyspalt antzuhengen oder den richtigen weg der warheit zu meiden oder in vorgebliche fahr und widerwertigkeit mit unsern landen und leuten uns zu setzen oder von dem gemeinen cristenthumb zu trennen und ein neuen, unbekanten, unnutzen, falschen gotsdienst zu folgen, sonder derhalben erscheinenden warheit stadtzugeben, wie dann auch unser einigungsvorwanten geneigt. Und sollen demnach unser rethe und diener bey unserm freuntlichen, lieben vettern, Hg. Philipsen, anhalten, das sein L. bei der bekentnus der warheit und der rechten, cristlichen religion pleibe und davon durch keinen schein, schrecken, gnad oder ungnad sich fhuren lasse und altzeit in diesen sachen Got und sein gewaltige und erschreckliche gewalt fur augen haben; dann dardurch werden alle menschliche anschlege und widerstandt abgethan und hinweggenomen.

    Nun haben wirs dafur, das man diese sachen wie die andern gescheft und obligen des reichs in gemeinem reichsrath und vorsamlunge nicht wurde handelen, Šsondern das die ksl. Mt. und die andern Kff., Ff. und stende, so der papistischen sect anhengig und uber dieselben halten, sich understehen werden, die andern churfursten und fursten des waren cristlichen glaubens oder, als der widersacher gebrauch zu reden ist, die protestirenden stende und iren anhangk durch schrecken oder lieblich und freuntlich reitzen und erpieten dahin zu bewegen, das sie die warheit faren lassen und davon abstehen sollen und hirinne den unfall, so derhalben furstehet, groß machen und erschrecklich abmahlen. Widerumb wirt unsers achtens die evangelisch bundtnus oder einigungsvorwanten sampt allen andern fursten und stenden uber der warheit, als bisanher gescheen, festiglich halten und die confession ires glaubens durch ire gelerten ausfuren und bewehren lassen. Und nachdem die orterung dieses streits allein einem frey generalconcili zustehet, darauf nicht allein die protestirende stende sampt irem anhange, sondern auch die ksl. Mt. und das gantze reich, wie dann aus allen reichsabschieden, innerhalb von 15 jaren ungeferlich geschaffet, zu vormercken, vorwiesen, sollen unsere rehte und diener bey unserm freuntlichen, lieben vettern anhalten, wen man diese sache handlen wirt, das sein L. ire ratschlege und styme zu einem gemeinen generalconcili etc. oder nationalvorsamlung richte, dahin die orterung dieser sachen vorweisen und mitlerzeit einen unvorbrechlichen, richtigen und undisputirlichen anstandt, alsdann auf vielen bundtstagen und sonderlich zu Franckfurt am Meyn fur gut angesehen, zwischen der ksl. Mt. und irer ksl. Mt. mitvorwanten, auch allen andern Kff., Ff. und stenden des reichs in des glaubens sachen einß und den cristlichen einigungsvorwanten oder protestirenden stenden und irem anhange zu beschliessen, aufzurichten und auszukundigen.

    Wo aber solcher anstandt bey der ksl. Mt. und irer in des glaubens sachen mitvorwanten nicht zu erhalten were, sollen unsere gesanten bey obgemeltem unserm freuntlichen, lieben vettern anhalten, das sein L. davon bey der ksl. Mt. und derselben mitvorwanten in des glaubens sache offentlich protestire, das sein L., wir und die andern einigungsvorwanten des willens und furnemens sein, uns in allwege gegen die ksl. Mt. und das hl. röm. reich in weltlichen sachen und weltlichem gehorsam, soviel an [= ohne] vorbrechen der gotlichen maiestet und des gotlichen gehorsams sein kann, uns undertheniglich und gehorsamlich zu ertzeigen und von den gepotten, ordnungen oder schaffen, so die ksl. Mt. oder ire mitvorwanten in des glaubens sache thun wurden oder bisanher gescheen, an ein cristlich concilium etc. oder nationalvorsamlunge neben den andern churfursten, fursten und stenden der einigungsvorwanten sich zu beruffen und die vorige provocation von dem indicirtena concilio etc. zu vorneuen oder zu bestetigen und bey der ksl. Mt., auch den andern Kff., Ff. und stenden samptlich, auch bey einem iglichen churfursten, fursten und stande sonderlich zu suchen, das man gegen oder wider obgemelte beruffung und appellation durch offentlichen kriegk, friede [sic!], ausbringung des reichs acht Šin kayserlichem cammergericht oder in andere wege nicht thun oder handeln wolt, mit undertheniger und freuntlicher erinnerung und vorwarnung, wo dagegen gehandelt wurde, das dadurch, wie auch die ksl. Mt. und die gantze reichsvorsamlunge in vielen ausschreiben, auch vielen reichstagen meldung gethan und vormerckt, ein zurruttung und zerstorung des hl. reichs erfolgen wurde und das wir, unser freuntlicher, lieber vetter und die andern eynigungs- und protestationvorwanten schuldig, bekentnus des cristlichen glaubens und warheit halben leib und gut in fahr zu setzen, und das wir, davon zu weichen, nicht willens, auch nicht weichen sollen oder mugen.

    Wurden aber die widersacher, als bishanher gescheen, die sachen der religion scheiden und ein theil derselben sachen innerlich und die andern sachen eusserlich und weltlich achten und, den munchestandt oder restitution der kloster und klosterguter widerumb aufzurichten oder umb sequestration derselben guter zu thun, anhalten, sollen unsere rethe und diener auf diesen punct fleissig acht haben, dann durch diesen griff wurden die evangelischen, cristlichen kirchen untergehen und vorfallen mussen, aus diesen ursachen, das der geistliche standt etliche und reiche unterhaltunge erfurdert. Solten nun die alten kirchenguter sequestrirt oder den vorigen possessoribus restituirt werden, wurde daraus erfolgen, das man die cristlichen kirchen mit dieneren nicht vorsehen oder zu bestellen vermocht. Dann wo ist ein furst des vormugens oder so reich, der das alte kirchengut vorlieren und auf das neue die kirchen von dem seinen vorsehen oder vorsorgen kont? Ja, solcher fursten ist keiner, darumb, das schir in allen furstenthumben die geistlikeit die besten und grosten guter bisanhere unter sich getzogen.

    Und wann nun solche restitution oder sequestration bescheen solte, so wurde erfolgen, das die bestellung der cristlichen kirchen des unvormugens und mangels der untherhaltung halben auch fallen und untergehen wurde. Diß wirt durch die widersacher in namen der restitution und sequestration gesucht, dann, wo sie die bekentnus der cristlichen warheit wirder oder hoer als die erhaltung irer pracht und tyranney in geistlichen sachen achteten, wurde sie viel sorgfaltiger sein, die gewissen der menschen zu reinigen, als der guter halben, darumb die cristen nicht fast streiten sollen, starrigen und vorgeblichen zanck zu suchen. So ist von den cristlichen einigungsvorwanten auch ein pillicher gegenworf den widersachern zu Schmalkaldenn und sonsten furgehalten, das sie vorhin die kirchenguter, nun viel hundert jar here bis zu dieser zeit schentlich verschwendet und verthan, auch in den alten, cristlichen gebrauch bringen und sich selbs erstlichen rechtfertigen sollen und das dernoch auch dieser punct sampt dem gegenwurf neben der heuptsach an ein cristlich concilium vorwiesen werde, mit dieser antzeigung, das mitlerzeit ein iglicher furst mit dem klostergut dermassen handlen und faren muge, als er fur Got zu vorantwurten schuldig.

    Wo aber die protestation, provocation und die anderen einrede disfals kein stadt gewynnen wurde, sollen alsdann unsere rethe bey unserm freuntlichen, lieben vettern anhalten und von unsertwegen mit den gemeynen protestirenden Šstenden der cristlichen religionsverwanten zu schliessen, was das mehrenteil oder sie alle solcher weigerung halben fur das best, ehrlichst und cristlichst in gemeynem rath befinden werden, auch daran sein, das die cristliche einigung auf solche condition, als dieselbe gefast, und die zeit lang, als dieselbe gefasset, grosser gemacht und andere der warheit liebend fursten und stende auch darein getzogen und gebracht werden.

    Wo aber eine cristliche richtung oder annemlicher vortragk in diesen sachen gemachet und die ksl. Mt. sampt den reichsstenden ferrer zu dem widerstant des Turcken und derhalben eilenden oder beharrlichen hulfe schreiten wurden, sollen unsere rethe bey unserm freuntlichen, lieben vettern auch gedencken, das sein L. neben und mit den andern stenden des reichs alles bewillige, was die ksl. Mt. und die gemeine stende in diesem fall schliessen und thun werden. Und soll dieser artickel nicht weniger als der artickel der religion in acht gehalten werden. Dann wo der Turck, da Got fur sey, solt einbrechen und sein tyranney uber die deutsche nation ausstrecken, wurde die religion und alle cristliche zucht untergehen, auch das gantze reich vorfallen, darumb dann das nottigst und allergrossest sein wirt, das man nunmehr nicht lenger den widerstandt gegen den turckischen uberzugk verschiebe, darumb, das alles, so disfals der religion halben streitig, auch alle [sic!] streben nach rhum und ehren in teutscher nation durch den turckischen uberzugk zu boddem gehen muste, und bekennen uns schuldig, an dem vorgemelten widerstandt neben der ksl. Mt., den cristlichen potentaten und des reichs stenden leib und gut, das sonst der feindt hinwegnemen mocht, zu wenden.

    Auf das aber die gleicheit in diesem widerstandt und andern burden des reichs gehalten werde, sollen unsere gesanten unser beschwernus der ubermessigen anlage, auch das der Bf. von Cammyn aus unserm furstenthumb getzogen wirt, unserm freuntlichen, lieben vettern erinneren und bey seiner L. suchen, das dieselbe bey der ksl. Mt. und den stenden des reichs anhalten wolt, auf das die ubermessige anlage, damit sein L. und wir dermassen, als zu Speyr gesucht, gelindert und der Bf. von Cammyn bey dem hertzog- und furstenthumb Stettin-Pommern, als von alters gewest, gelassen werde, und hirauf sich zu den acten, zu Speir uberreicht, beruffen, auch in die eilende oder beharrliche hulf vor obgemelter linderung und vorgleichung nicht willigen. Vor unser person mochten wir auch dulden, das unser freuntlicher, lieber vetter und wir samptlich, wo es ja nicht anders zu erhalten, das es bey den vorigen anschlegen, sofern der bischoff aus unsern furstenthumben uns nicht entzogen wurde, pleibe.

    Diß orths mus man auch gedencken, das die kirch und stift Camyn von unsern herrn fureltern dotiret, aufgerichtet, gestiftet oder fundiret, das auch bis zu des itzigen Ks. Carls zeiten der gemein pfennig, rhomzugk und andere burden des reichs durch Hg. Bugslaffen und sein furfaren von dem stift Camyn entpfangen und das sein selige L. das stift Camyn als ein theil seiner landt und Šfurstenthumb verrechtet und vordienet hat. bItem, das in den heutigen tag von allen gutern, so dem capittel zu Cammin zustendig, landtschoß und alle andere burden der underthenigkeit gereichet und getragen worden. Item, das das capittel zu Cammin den obersten standt in der pomerischen landtschaft hat und alle burden, so der gemeinen landtschaft anliegen, in zeit des frieds neben den andern stenden thun, in den vortregen, mit dem hauß Brandenburgk aufgerichtet, mit eingezogen ist. Item, das der bischoff das obriste glidmaß der kirchen ist und mus acceßionweiß der kirchen, daraus ehr erkhoren wirdt, folgen und, nachdem das capittel wie auch der bischoff aller botmeßigkeit, soviel die furstlige hocheit beruret, unter und in dem furstenthumb Pomern besloßen, erscheinet, das mit großer beschwernus das bischofthumb von dem hertzogthumb Pomern getrennet und one mittel in das reich gezogen wirdt–b.

    Wo aber die ksl. Mt. diesen auszug, linderung oder verlassung der eintracht, so durch untertziehen des stifts Cammyn geschicht, nicht wurde einreumen, sollen unsere gesanten unsern freuntlichen, lieben vettern erinneren, das uf dem reichstage zu Regenspurg beschlossen, das vor der linderung der beschwerlichen anschlege kein neue anlagen sollen eingereumet werden, und das demnach solcher abschiedt durch unsern lieben vettern nicht verlassen, sonder in acht gehabt und auf die linderung getrungen werde. Nachdem auch die itzige ksl. Mt. herlikeit und recht, so uf uns und unsern freuntlichen, lieben vettern vererbet, bestetigt, ist ja pillig, sollen wir die burden des reichs tragen, das wir auch bey unsern rechten gelassen werden. Und darumb soll unser freuntlicher, lieber vetter so viel heftiger und fleissiger daruber halten, daß das stift Camyn unserm furstenthumb nicht entzogen werde.

    Bey dem artickel des turckischen widerstandts ist zu gedencken, das unserm freuntlichen, lieben vettern und uns, auch unsern landen und leuten nicht allein ungelegen, sondern auch unmuglich ist, wo kein ordnung der muntz halben durch das gantze reich gemacht wurde, zu beharrlicher oder etwas lenger theurender eilender hulfe zu steuren, darumb, das wir am ende des reichs und in der nachparschaft sitzen, da man ungangbarer, boser muntz gebraucht. Hirumb sollen unsere rethe bey unserm lieben vettern auch fleissiglich gedencken, das sein L., wo die beharrliche oder eilende hulf durch die stende des reichs versprochen wurde, das dieser ungelegenheit gedacht und davon protestirt werde.

    Wann auch unser freuntlicher, lieber vetter seiner L. regali, landt und leute entpfangen und derhalben suchung thun wirt, ist unsers achtens nottig, das sein L. der eintragkc, so die kgl. Wd. zu Denmarcken in namen des bischoffthumbs Roschildt auf dem furstenthumb Rugen sich understehet, und derhalben bey der ksl. Mt. und dem reich umb trost und hulfe angehalten werde3. Item, das Šder Kf. von Brandenburg dieser eintrag auch erinnert, derhalben angetzogen und als ein anwarer dieser landt und furstenthumb vermuge der vortrege diese sache furdern zu helfen4. Und ist hirbey zu gedencken, das man die schrift, die dennische sache berurend, mit gegen Regenspurgk zum bericht der sachen fure.

    Als auch in unsern landen viel freventlicher appellation an das kayserliche camergericht gethan, dadurch die halssterrigen, freventlichen gemut gesterckt und die fromen oder beleidigten oder, so in schaden sitzen, in ferneren schaden gefuret werden, sollen unser rethe bey unserm freuntlichen, lieben vettern anhalten, wo der beschwerung gegen das camergericht in weltlichen sachen durch das gemeyne reich gedacht wurde, das sein L. alsdann auch fleiß anwenden wolt, das man in sachen, so die wirde 400 oder 500 fl. nicht uberschreiten, die appellation an das camergericht nicht wolt einreumen oder annehmen. Dann die summa, nemlich 50 fl., davon zu appelliren vermug der kayserlichen reformation gestatt wirdt, ist viel zu gering und unwerdt, das sie in solchem statlichen gericht solle gehandelt werden. Der unkost und aufbringung der ersten ladung, intimation und reproduction derselben, besoldung der procuratorn gehet uf den ersten termin hoer, als die heuptsache wert ist, und werden demnach die weitabgesessenen durch solche appellation in sachen solcher geringen wirde mehr vertorben als gefurdert.

    Christliche einigunge

    Unser freuntlicher, lieber vetter wirt an zweivel sich erkundigen, was die einigungsvorwanten zur Naumburgk beschlossen, und zweivelen nicht, die einigungsvorwanten werden die sache der religion, als bisanher gescheen, gegen die ksl. Mt. und die widersacher samptlich handlen, die andern sachen aber, so sonst das reich beruret, wo ein vortragk oder anstandt in der religion gemacht wurde, wirt ein itzlicher furst in sonderheit, als des reichs herkommen ist, im rath handlen und seins vorstandts und gelegenheit nach stimmen etc. Solchs werden unsere rethe aus bevehl unsers freuntlichen, lieben vettern sich auch zu richten wissen.

    Wurden auch die uberheuptleute oder stende der einigung der anlage halben, so zu der hulf der stat Braunschweig zu vorordnen, meldung thun, sollen unsere gesanten unsern freuntlichen, lieben vettern erinneren, das, soviel an uns gelangt, die braunschweigische hulfe nach der form, darauf die einigung gefasset, nit erkant und das wir in den sachen, die kgl. Wd. zu Denmarck berurend, alwege vortzugliche antwurt und den trost, so wir in kraft der eynigung unsers achtens haben solten, nicht erlanget und fast beschwerlich, die burden der einigung und in den fellen, die nach arth der vorfassung nicht gehandelt, zu tragen und wyderumb, wo man es befuget, der einigung nicht zugemessen und, wo je unser freuntlicher, lieber vetter, in obgedacht hulf, der stadt Braunschweig verordent, zu willigen, gneigt, seint wir, seiner L. darin beyfall zu thun, auch willens, jedoch dermassen, das uns von den Šeinigungsvorwanten der irrung halben, so zwischen uns und Denmarckenn schwebet, richtige und entliche antwurt gegeben werde und das die hulfe von der grossen anlage, so albereit erlegt, gethan werde. Dann wir seint der meynung, das in der verordenung der braunschweigischen hulfe der buchstab der vorfassung nicht gehalten und daruber, wo jo die hulfe der vorfassung gemes were, das man nicht schuldig, derhalben neue anlagen oder steur zu geben oder zu thun, sonder das die hulf von den vorordenten grossen anlagen mus geleistet werden. Hiraus wissen wir uns auch nicht zu begeben.

    Unser gesanten sollen auch in unserm namen unsern freuntlichen, lieben vettern bitten, wo die einigungsvorwanten, als bis daher gescheen, die suchung der hulf oder darauf richtige antwurt wurden vortziehen, aus der ursachen, das man erstlich mit der kgl. Wd. gutlich handlen soll etc. und das zuvorn oder ane das in vorsprechung der hulf die einigungsvorwanten sich vordechtig machen etc., das sein L. solcher vortzuglichen antwurt kein benugen tragen, sonder ferrer furdern wolle, wo die gutliche handlung durch die kgl. Wd. mit einem gepurenden anstandt wurde eingereumet und zur zeit der handlung die kgl. Wd. sich nicht wolt der pillikeit weisen lassen und unser freuntlicher, lieber vetter oder wir darauf an die gemeinen einigungsvorwanten zur erkentnus uns beruffen wurden und die kgl. Wd. solche erkentnus der gemeinen einigungsvorwanten nicht einreumen oder annehmen wurde, was auf den fall die gemeinen einigungsvorwanten, bey seiner L. und uns zu thun, willens, dann hie mugen sie ane richtige antwurt nicht voruber, darumb, das die einigung und vorfassung mit klaren worten bringen, wo man sich der erkentnus weigert, das man alsdann mit trost und hulf zusetzen wolt etc.

    Wurden aber die einigungsvorwanten abermals antzeigen, das die erclerung, ob unser sache ein religionsach sey oder nit, must oder solt furgehen, so solt man alsdann bitten, das die erklerung, obs ein religionsach sey oder nicht, gethan werde. Wo man auch die erclerung weigeren wurde, so ist kein zweivel, das in diesen und andern sachen die hulf und trost bey den einigungsvorwanten schwerlich fur sich gehen wirt, und darumb hat unser freuntlicher, lieber vetter der anlage zu der braunschweigischen hulf in seiner L. und unserm namen sich so viel bas zu eussern.

    Wurd man auch von der bewilligung einer kleinen, neuen anlage auf das kunftige jar handlen, sollen unsere gesanten nicht leichtfertiglich, sonderlich wo kein anstant oder friedt mit der ksl. Mt. und den vorwanten der widrigen religion gemacht wurde, darein willigen. Wurden aber die gemeinen einigungsvorwanten in noch eine kleine ordinari anlage auf das zukunftige jar willigen und unser freuntlicher, lieber vetter die ursachen solcher bewilligung der ehaft vormercken wurde, das sein L. der pillikeit nach sich der nicht eussern solt oder mocht und dieselbe anlage auch bewilligen, so soll sein L., auch in unserm namen solchs zu thun, macht haben.

    Soviel die erhohung der duppelten monat und ferner erlegung der grossen anlage beruret, darein wissen wir, als wir auch bisher unß geweigert, nicht zu Šwilligen, wollen auch die vorigen buntnus und vorfassung nicht vorendern, auch in die bescheidt, so derselben widerlich, soviel des bisanher nicht gescheen, nit bewilligen.

    Stunde auch die occosion [sic!] fur, mit der kgl. Mt. zu Franckreich einen verstandt in des glaubens sachen zu machen, als wir uns nicht vorsehen, wissen wir fur unser person solchs nicht abzuraten, wollen aber darein, zuvor und ehr wir aller gelegenheit und umbstants der sachen berichtet, nicht willigen. Dergleichen wissen wir keine andere vorstentnus mit Gulich aufzurichten, als der buchstab der christlichen verstentnus mit sich bringt.

    Und wo, als wir uns nicht vorsehen und der almechtige gnediglich abzuwenden geruche, ein bestendiger friedt oder anstandt in den religionsachen zwischen der ksl. Mt. und iren angewanten oder den stenden des gantzen reichs nicht solte gefasset werden und die uberheuptleute sampt den stenden der cristlichen einigung des geweigerten friedtsanstants halben sich in gegenrustung begeben, des ersten streichs etc. nicht warten, in weltlichen sachen sich zusamensetzen oder die cristliche einigung uber die zeit, als darinne begriffen, vorstrecken, die anlagen erhoen oder andere wege und masse, die einigung und vorfassung zu vorendern, suchen wolten oder wurden, solle[n] unsere gesanten bey unserm freuntlichen, lieben vettern darauf anhalten, das sein lieb der cristlichen einung halben nicht ferner, als bisanher gescheen, sich einlasse oder ferner vorpflichten oder vorbinden wolt, darumb, das viel ehafter und grosser ursachen halben solche prorogation oder vorstreckung der einigung oder vorfassung beide der zeit, anlage und hulfe halben etc. uns beschwerlich und ungelegen, furnemlich das unsere landtschaft sich offentlich gegen uns beschweret, das wir, sofern als bisanher gescheen, uns eingelassen. Solten wir nun ferner wider rath, ermanen und bewilligen unser landtschaft hineingehen und, wann die zeit der not furstunde, nicht allein kein steur oder furderung, die burden der einigung zu tragen, erlangen, sondern auch widerstant von unser landtschaft besorgen, daraus wurde ein beschwerlicher ausgang erwachsen. So haben wir auch albereit eins theils in der denmarckischen sachen vorsucht, wie schwerlich der trost von den einigungsvorwanten durch uns in zeit der nott zu erlangen, demnach wir dann allerley bedencken haben, uns ferner eintzulassen. Wurden aber die sachen, als wir uns nicht besorgen, bey der ksl. Mt. und den widerwertigen sich so gar schrecklich und sorglich ertzeigen, das die einigungsvorwanten derhalben, zu grosserer oder statlicher gegenrustung oder gegenwehr, als die vorfassung vormag, zu trachten oder dieselben zum furderlichsten ins werck zu bringen, genottigt wurden, sollen unsere gesanten darauf unser freuntlichen, lieben vettern erinnern, das unsers erachtens das gelegenste ist, das derhalben ein gemeiner buntstagk ausgeschrieben und darin die sachen der notturft nach erwogen und eins itzlichen gelegenheit nach gehandelt wurde.

    Als auch, soviel als an uns gelangt, die einigungsverwanten unser religion beschwerlich achten, das im camergericht vorsehung gescheen sein soll, das die person, so unser religion seint, in das camergericht zu beysitzern oder Šassessoren nicht sollen aufgenommen werden, und das sorglich, die widersacher, in sachen leib und gut berurend, zu richtern zu haben, das auch durch die abgunst der widerwertigen richter die einigungsvorwanten mochten vertorben werden etc. und das, solchem schaden und vorterben furzukomen, in der vorfassung des friedts, mit der ksl. Mt. aufzurichten, auch darauf zu tringen, das das camergericht durch ein gleich antzal der assessorn beider religion etc. besetzt wurde, besorgen wir uns, das die furgemelte condition oder artickel des friedts schwerlich wirt zu erhalten sein, und were unsers achtens gnug, das in dem friede vorsehen wurde, wo eine person unserer religion der acht und geschicklikeit were, das sie zum beysitzer ksl. Mt. camergericht aufzunemen, das solch aufnehmen unserer religion halben derselben person nicht solt vormitten werden, und ist viel gelegener, das die Kff., Ff. und stende samptlich bey der ksl. Mt. anhalten, das der weg, zu supliciren an die ksl. Mt. von dem camerrichter, mehr, als bisanher gescheen, eingereumet wurde. Dann es ist zu besorgen, als auch aus vielen bisher ergangnen spruchen vormerckt, das die gewalt des camergerichts dermassen gros wachsen mocht, das daraus der deutschen nation beschwerlich leben und gehorsam folgen wurde.

    Unsere rethe sollen auch der ksl. Mt. den landtfriedtbruch, so durch unterschleiffen, vergunstigen und enthalten Jorges Teßken zu Ribbenitz wider uns und die unsern geubet, auch ferner zu uben durch die zugeschriebene briefe sich understehet, antzeigen und bey irer ksl. Mt., solche begunstigung des friedtbruchs abzuschaffen, bitten. Hirneben ist auch zu gedencken, das den rethen die handlung, zwischen Teßkenn, uns, unsern untersassen zu Stergart ergangen, mussen zugestellet werden.

    Und seint in guter hoffnung, der almechtige werde auf diesem reichstage allen obgedachten obligen, artickel und fhare gnedigen und friedtlichen end und bescheidt geben, und dahin wirt auch unser freuntlicher, lieber vetter all seiner L. dancken und rathschlege richten.

    Unser rethe sollen auch bey unserm freuntlichen, lieben vettern anhalten, das sein L. bey dem Kf. zu Brandenburgk suchen wolte, das die schiffart auf der Warte in den ganck gebracht werde und das der kaufman sonderlich durch Mgf. Hansen in den zollen nicht ubersetzt werde. Wo auch einiger bestetigung der ksl. Mt. hirtzu nottig, das der Kf. zu Brandenburgk und unser freuntlicher, lieber vetter dieselbe ausbringen wolt. Datum auf unserm Haus Wollyn, Montags nach Palmarum anno etc. 41.

    « Nr. Š45 Instruktion Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg für seine Gesandten zum Reichstag Johann von Vlatten, Johann von Dockum genannt Frieß, Konrad Heresbach, Johann Faltermeyer, Sibert Mutzhagen – Kleve, 1541 Februar 231 »

    Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 193r–195r (Ausf.).

    Ausz.: Below, Landtagsakten, Bd. I, Nr.52, S. 340–341.

    Anfenglich sollen unsere rethe bey ksl. und kgl. Mt., Kff., Ff. und stenden unsers personlichs ußbleibens, auch des vertzugs der rethe ankompst zum underthenigst und fleissigst entschuldigen, wie sy des bericht haben und zu thun wissen.

    Zom anderen sollen sie in des reichs obligenden sachen neben Kff., Ff. und stenden handlen, ratslagen und schliessen, wie wir in derhalb gewalt zugestalt und unser gemuet entdeckt haben.

    Zom dritten nachdem wir in den geldrischenn sachen von ksl. Mt., unserem allergnedigsten heren, gefordert sein worden, sollen sie vur ksl. und kgl. Mt., Kff., Ff. und stenden unsere entschuldigung und verantwortung thun, auch unser herkompst gerechticheit und gegenbericht antzeigen, gutlich verhor und ehrliche, lydliche wege und handlung uff anbringen nit abschlagen oder aber in ordentlichen proceß und erkentenis, wie sich das nach recht, art und natuyr der sachen und des reichs und desselbigen lehens herkompst geburt, bewilligen, darneben ouch unsere beswerniß und obligen, so uns von ksl. Mt. befelchhaberen begegenen, furtragen, wie sie derhalben ferneren bericht entfangen und die notturft erfurderen wirdet und uns der gelegenheit des handels zu ider zyt berichten, weitter bevelhs zu gewarten.

    Nachdem auch in ksl. Mt. geleidt nit ußdrucklich versehen, das wir oder unsere rethe unseren gegenbericht, verantwortung und notturft unbefaert furwenden mugen, sollen unsere rethe derhalben bey ksl. Mt. und sunst, do es die notturft erfordert, anhalten, dartzu genogsam vergleidt zu werden.

    Im fall ouch der hochgeboren furst, unser lieber ohem, H. Anthon, Hg. zu Lotringenn, inniche vermeinte forderong abermals furwenden wurde, sollen Šunsere rethe (wiewoll wir nit dartzu berouffen) kurtzen gegenbericht thun alleyn berichtsweiße.

    So in der religionsach zu innichem buntnuß wult geschritten werden, sollen sich unsere rethe unser gethaner augspurgscher protestation erinneren und sich der gemeß halten und alles das helfen furderen, was zu frid, eyndracht und walfarth des reichs dienlich.

    Indem mit dem christlichen gesprech vortgefaren wurde, haben sich unsere rethe vermog des schriftlichen verfasten raitslags und nottulen zu halten.

    Und ob in inniche stuyr wider den Turcken bewilligt, sollen sich unsere rethe davan nit absonderen, sovern furhin gemeiner frid und versicherong im reich furgenomen und geslossen und wir mit darin begriffen, versichert, ouch im anslag uber gebur nit beswert werden.

    Unsere rethe sollen auch eyn bestendige muntz, sovill moglich helfen furderen, doch das ksl. Mt. und andere umbligende erbland und grenitzen mit darin verfast.

    Sovern auch das camergericht vermuge zu Wurmbs im jar 21 uffgerichter ordnong mit personen besatzt und darnach allenthalben gehalten, sollen unsere rethe, zu lydlicher underhaltung desselbigen zu bewilligen, sich nit besweren.

    Im fall unser oheym, Hg. Hanß uff dem Hontzruck, zu Regenßpurg erscheinen wurde, sullen gemelte unsere rethe sein L. mit der vagtyen van Senhem belehenen vermog des gewalts, inen derhalb zugestelt, und geburliche reversall entfangen.

    Sovill des hochgeboren fursten, unsers lieben oheyms, Pfgf. Lodwichs Kf. begerte anderong des reversals belangt, sall darin unsertwegen bericht gethain werden, wie wir den unseren derhalb bevelh gegeben2.

    Ferner sullen obgemelte unsere rethe by hochgedachter ksl. Mt. am allerunderthenigst anhalten und bitten umb belehenong unser furstenthummen und graffschaften Gulich, Cleef, Berg, Marck und Ravenßberg und dieselbige van unsertwegen vermoeg ires genomen gewaltz entfangen. So aber innicher vertzug oder weigerong geschege, sollen sie unsere liebe heren und oheymen, die churfursten und etliche fursten, uns derhalben zu verbitten, ersuchen. Und ob derselbiger chur- und fursten furbith khein stat wult gewynnen, sollen alßdann unsere rethe gemeine Kff., Ff. und stende, abermals eyn gemeyne furbith zu thun, erforderen, und, wa uber das alles soliche billiche bith und beger ghein stat erlangen mocht, sich unser ehafter notturft nach unsers gehabten fleyß betzeugen und, das der mangel der empfencknis an uns nit gewesen, offentlich protestieren und soliche protestation in des reichs protocoll protocollieren lassen und davan schein und beweiß begeren.

    ŠAuch sullen gemelte unsere rethe nochmals hochbenante ksl. Mt. van unsertwegen in underthenigkeit ersuchen und die entfencknis unsers furstenthumbs Gelre und graffschaft Zutphenn begeren und dieselbige zu lehen empfangen, wie wir inen derhalb volmachtsbrief zugestalt, und im fall der weigerong gleichermaß protestieren und sich, wie oben van der belehenong Gulich, Cleef, Berg etc. angetzeigt, auch allenthalver schicken und halten.

    Oirkhundt unsers heruff gedruckten secretsiegels, gegeben zu Cleve am 23. dage Februarij anno etc. 41.

    «Nr.46 Instruktion Bf. Konrads IV. von Würzburg für Daniel Stibar, Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner – o. Ort, [1541 ca. März 1] »

    A  Würzburg StA, Wzbg. RTA 16, fol. 111r–113v (Kop.).

    B  koll. Würzburg StA, Reichssachen 906, unfol. (Kop.).

    Uf den angesetzten reichstag, gein Regenspurg ernennet, sind abgefertigt die erwirdigen, edlen, ernvesten und hochgelerten herrn, Daniel Stibar, thumbherr und probst zu Haug, aHainrich Truchseß–a, hoffmaister, und Dr. Jörg Farnner, cantzler, mit gewalt1 und volgender instruction:

    Religionb: Anfenglich, so si gein Regenspurg komen und man in sachen, darumb der reichstag ausgeschriben, zu handlen anheben, sollen si sich auch zur handlung thun, iren gewalt ufflegen und sich dabey vernemen lassen, das si von unserm gnedigem herren von Wirtzburg in craft des ubergeben gewalts bevelhe haben, auch urbuttig sind, in den gedachten des hl. reichs sachen irem geringen verstand nach neben andern fursten und stenden, auch derselben botschaften das beste und nutzlichst rathschlagen, handlen und schliessen zu helfen. Ob si dann von wegen ksl. Mt. oder gemainer stende gefragt wurden, ob nit unser gnediger herr auch kome und auß was ursachen sein fstl. Gn. so lang außbleibe, sollen sie dargegen antzaigen, seinen fstl. Gn. weren etliche geschefte, daran ir und irem stift dannochc etwas gelegen, furgefallen, dardurch si bißanher wider iren willen uffgehalten worden, si zweifleten aber nit, die solten nuhmer ausgericht sein und sein fstl. Gn. in wenig tagen hernach komen, dann si schon iren wein hinufgeschickt und sunst zur hofhaltung einkauffen hette lassend.

    ŠUnd nachdem bisher uf den gemainen reichstägen nachvolgende puncte und artickel gehandelt worden, nemlich von der religion, thurkenhilf, underhaltung camergerichts, policei, ehanthabung friden und rechtens–e, muntz, anschleg und sessionnf, sollen die räthe erstlich der religion halben antzaigen, dieweil der hailig gaist ain Gott der ainikait und nit ain Gott der zwispalt were, hielten si gentzlich darfur, das dise vor allen andern sachen die nottigst, gröst und ainige were, davon furderlich, vleissig und getreulich zu handlen, das wir teutschen wider in ware, rechte ainikait bracht und behalten werden, dan dardurch zu verhoffen, wir wider ain gnedigen Gott erlangen und in andern handlungen gluck und wolfart haben spuren wurden. Nu were aber zu vorgehalten reichstagen zu vergleichung solcher zwaiung vilmals stattlich geredt und geratschlagt, aber besser und bequemer wege dann ain gemaines, frei concili nit bedacht werden mögen. Das hielten auch die gesanten noch fur das best mittel. Sollten aber durch das furgenomen colloquium oder in andere wegeg christliche, billige vergleichnus gefunden und durch babstliche Hlt., ksl. Mt., Kff., Ff. und stende bewilliget, zugelassen, approbirt und angenomen werden, sollen dieselben von den gesanten auch nit widerfochten werden.

    Thurckenhilf: Von zweyerley thurckenhilf hat man bisher gehandelt, nemlich ainer eilenden und ainer beharrlichen. Nachdem man aber itzund sagen will, das sich der Turck stattlich bewerben und rusten solle, die christenheit disen kunftigen somer zu uberziehen, und dan billich ist, das wir uns der benotigten christen als unser bruder und mitglider annemen, wa dan Kff., Ff. und stende, ain eilende thurckenhulf zu bestimmen und in der not zu geprauchen, fur gut bedencken und die bewilligen wurden, sollen die gesanten sollichs auch nit hindern, doch das unser gnediger herr vor anderen nit beschwerdt, sonder mit seinen fstl. Gn. gehalten werde, wie sollichs bei dem reich herkomen ist.

    Wolte aber von ainer beharrlichen hilf geredt werden, sollen die gesanten furtragen, das dieselbig in der teutschen nation gewalt und vermogen allain nit sei, sonder, wa die stattlich und fruchtbar furgenomen werden solle, musste die mit hilf, darthun und beistand aller christenlicher konigreich und potentaten beschehen, wie dan uf den hievor gehalten reichstagen davon nach der lenge geredt worden. Wa dan nach ufrichtung ainickait des glaubens die christenliche haubter gemainiglich ire hilf zu disem wercke thun und Gott den allmechtigen umb gnad, barmhertzigkait und sige andechtiglich bitten, zweivelt man nit, es solle etwas ersprießlichs ausgericht und der chosten, muhe und arbait nit vergebens ufgewendt werden, in dem allem bey unserm gnedigen herren von ŠWirzburg seiner fstl. Gn. vermögen nach neben andern Kff., Ff. und stenden auch kein mangel erscheinen solle.

    Chamergerichts unterhaltung: Wiewoll billich, das die ksl. Mt. ir chammergericht uf iren aigen chosten an [= ohne] der stende darlegung und von desselbigen gefellen und sportelen erhalten sollte, dannoch, wa uf anhalten und begeren ksl. Mt. die Kff., Ff. und gemaine stende, dasselbig chamergericht ain antzal jare zum theil oder gar zu erhalten, bewilligen und zusagen wurden, kan unser gnediger herr von Wirtzburg imeh auch nit mißfallen lassen in ansehung, das man desselbigen nit geratten kann.

    Policei: Die ordnung der pollicei ist zu Augspurg notturftig gestellt. Es hat aber an voltziehung und handthabung derselben bisher gemangelt. Wa nun die Kff., Ff. und stende dieselben wider fur hande nemen, die besseren und derwegen uf gelegene execution gedencken wurden, sollen unsere räthe dartzu mit rathen und anderm auch beholfen sein.

    Hanthabung friden und rechtens: Nach der religionsachen ist dis der nötigst und furnembst punct. Und wa die gefunden, ufgericht und bestendig gemacht werden mogt, würt es den Kff., Ff. und gemainen stenden, in summa der gantzen teutschen nation zu allem gutem und wolfart raichen. Uf disen punct ist der kayserlich landfrid gegrundet. So sind auch daruber uf dem nechsten reichstag zu Augspurg derwegeni vil artickel in den daselbst ufgerichten abschidej gestellt und eingleibt zu handthabung friden und rechtens. Die bede mag man wider fur handt nemen, bewegen, beratschlagen, besseren und mit vleis dahin furdern, das diser artickel gleichmessig, billich und bestendig gemacht werde.

    Muntz: Uff den gehalten reichstagen ist mer dann aines nach der lenge angezeigt und sunst meniglich bewest, was grosser beschwerden der teutschen nation mit und durch die muntz itzund etliche jar here zugestanden. Und haben die chur- und fursten, auch andere stende ire gesanten und verstendigen mer dan aines an sondere ort zusamengeschickt, davon zu reden und zu schliessen, ist aber nichts ausgericht worden. Dieweil aber die noturft je lenger je mer ervordert, davon entlich zu handlen, sollen die gesanten, so man von der muntz handlen wurt, die anderen davon hören reden und dan ir gutbeduncken vermog der vorigen instruction auch furtragen und dan zum besten reden und rathschlagen helfen. Und ist von der muntzhandlung ain sonder buch vorhanden.

    Session: Mit der session hat der stift Wirtzburg gein niemant irrung gehabt, dan wes sich, demselbigen eintrag zu thun, mein gnediger herr von Wormbs vermaintlich unterstanden hat. Es sind aber vil guter urkunden und antzaigung da, das ain Bf. zu Wirzburg ainem Bf. zu Wormbs fürgezogen und vorgesessen ist. Wa nun von der session uf disem angesetzten tag gehandelte [sic!] werden Šwolte, sollen die gesanten nach außweisung der hievor begriffen instruction und zusamengezogen grunde und ursachen dahin arbeiten, das es zwischen beden herren von Wirtzburg und Wormbs hinfur mit der session gehalten wurde, wie von alter herkomen und gebraucht worden. Wa man aber davon gemeiniglich nichts handelen, mogen die gesanten sich mit den wormsischen rethen wider vergleichen, wie jungst zu Hagenauw beschehen, doch nit lenger dan uf disen tag und das si ad partem coram notario et testibus protestiren [Nr. 238], das uns sollichs an unserm habenden rechten etc. nit schaden solle. Es sollen auch die räthe sich freuntlich mit den bambergischen geschickten unterreden, wa der session halben gemaine handlung furgenomen, ob nit gutte sein sollte, deß teutschenmaisters halben andung zu thun und zu begeren, das der nach den bischoven gesetzt wurde, und ob inen solchs gefiele, dasselbig mitainander suchen.

    Reichsanschlege: Sollte dann von vergleichung, merung oder minderung der reichsanschlege von etlichen angehalten und deshalben handlung furgenomen werden, so ist hievor ain gutter, gegrunter bericht, instruction und supplication gestellt und gemacht, wie von wegen unsers gnedigen herren von Wirtzburg etc. auch angesucht, gebeten und gehandelt werden, demselben sollen sich die räthe gemeß haltenk.

    lDefensionalbundt. Als hievor die röm. ksl. und kgl. Mtt., unsere allergnedigsten herren, in schriften und durch Dr. Helden, vicecantzlier [sic!] etc., bei weilund dem hochwirdigen fursten und hern, unserm gnedigen hern seliger, loblicher gedechtnus, angehalten und begeret, das sein fsl. Gn. sich in den vorhabenden defensionalbund oder ainigung thun solte, hat sein fstl. Gn. wider schriftlich und muntlich antwort geben, das ir und irem stifte aus beweglichen ursachen und ehaften, solchs zu thun, nit allain beschwerlich und ungelegen, sonder auch nit treglich noch thunlich were. Als auch vergangen jars ain tag gein Hagenaw furgenomen, daruff sein fstl. Gn. ire räthe auch verordnet, und datzumal vermutet worden, das von furderung und weiterung gedachten defensionalbunds wider angeregt werden mogte, hat sein fstl. Gn. den räthen instruction geben, wie si seiner fstl. Gn. halben abschlegige antwort geben solte. Die ist mit iren ursachen nach der lenge gestelt und neben anderen schriften mit uff den reichstag genomen. Dieweil dann zu vermuten, das uf disem reichs[tag] nochmals von erweiterung gemelter defensionalbuntnus angeregt und, daz sich unser gnediger her von W[ürzburg] darein begeben solte, begert werden mogte, sollen die räthe, so solchs beschehe, nach inhalt der itzgedachten instruction antwort geben und die ksl. Mt., auch die andern bundsverwanten Kff., Ff. und stende bitten, das si solche antwort nit ungnediger, unfreuntlicher mainung, Šsonder seiner fstl. Gn. und derselben stifts obligender, unvermeidlicher notturft nach vermerken wollen.

    Dr. Cocleum zu bestellen. Und als ferner H. Daniel Stibar, domher und probst etc., unserm gnedigen hern von Wirtzburg etc. aus bevelhe meines gnedigen hern von Aistet etc. angezaigt, das Dr. Johann Cocleus villeicht mit ainem zimlichen, sich wenstulich [sic!] hieher zu thun, zu bewegen sein mochte, mag sein fstl. Gn. wol leiden, das hochgemelter mein gnediger her von Aistet oder H. Daniel, doch als fur sich selbs, mit Dr. Cocleo reden, ob ime gefallen daran geschehe, er sich auch leidlicher, zimlicher weis wie ongeferlich andere theologi (wie dann ire conditiones zu W[ürzburg] nit arbaitsam oder muhsam weren) bestellen lassen, wolten si unserm gnedigen heren gern darumb schreiben und allen vleis furwenden, damit er von seinen fstl. Gn. angenomen und unterhalten wurde. Was alsdann fur antwort von ime gefellet, die solle H. Daniel seinen fstl. Gn. antzaigen, ob mit ime, Dr. Cocleo, zu vergleichung gehandelt werden möge–l.

    «Nr.47 Instruktion Hg. Heinrichs von Sachsen für Gf. Hans Heinrich von Schwarzburg, Hans von Schleinitz, Simon Pistoris und Andreas Pflug zum Reichstag – Dresden, 1541 März 2 »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 127r–153r (Ausf.); AS fol. 127r: Instruction auf dehn gegen Regennsburgk angesatzten reichstag anno domini 1541.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/06, Instruction auf den gegen Regensburg angesetzten Reichstag [...], fol. 1r–25r (Reinkonz.).

    Instruction, welchergestalt von Gots gnaden wir Heinrich Hg. zu Sachsenn, Lgf. in Dorinngenn und Mgf. zu Meissena, dehn wolgepornen und edeln, unsere rethe und lieben getreuen H. Johansen Heinrichen Gf. und H. von Schwartzburgk und H. zu Leuchtennburgk1, Hansen von Schleynnitzs zu ŠSehrhausenn, bH. Simon Pistoris der rechten Dr., ordinarium zu Leiptzigk, und Andresen Pflugk amptmann zu Freiburgk–b semptlich und sunderlich inhalts unserer yhnen derhalben under unserm insigel gegebenner volmacht auf Trium regum cvorschinen angesatzten–c reichstagk gegen Regennsburgk abgefertigt2.

    Und anfencklich sollen unsere rethed sich erheben, das siee zu Regennsburgk zceitlich einkommen und sich bey ksl. Mt., unserm allergnedigsten herren, unserntwegen auf dehn credentzbrief, welchen wyr yhnen derhalben sunderlich Šhaben zustellen lassen, angeben und umb audientzs bitten und alsdann seynner ksl. Mt. unser gantzs willige, gehorsamme und gefliessenne dienst antzaigen und, wo es seynner ksl. Mt. an leibsgesundtheit, auch regirung des hl. röm. reichs, aller yrer underthannen und sunst wol zustunde, das weren wyr, von seynner ksl. Mt. als unserm allergnedigsten herren zu erfahren, hochlichen erfreuet.

    Entschuldigung unsers aussenpleibens: Und nachdem die röm. Mt. uns kurtzs vorschinner zceit ein schreiben zugeschickt, darinnen sie uns aufnf reichstag auf Trium regum vorschinneng ditzs 41. jharsh gegen Regennsburgk erfordert, sollen sie seynner Mt. antzaigen, das wyr, auf solch yhrer Mt. erfordern in aigenner person zu erscheinen, nicht alleynne schuldigk, sunder in alle wege gantzs willig weren, wo uns ehehafte noth daran nit vorhinderte. Es ist aber wißlich, das wir nit alleynne mit alther, sunder mit schwacheit unsers leibs also beladen, das uns unser creft halben, so weith zu raisen, nicht wol mugelich. Szo wirdet es uns auch durch die leibärtzte zum hochsten wiederrathen.

    Darumb sollen sie unsernthalben underthenigst bitten, die ksl. Mt. wolthe uns gnedigst enthschuldigt nehmmen, dann wyr mugen seynne ksl. Mt. solcher unser ehehaft bey unsern furstlichen worten, auch dehn pflichten, damit wir seynner ksl. Mt. und dem hl. reich vorwanth, mit warheit berichten. Damit aber gleichwol yre ksl. Mt. unsern gehorsam vormercken, hetten wir sie isempthlich und–i sunderlich mit genugsamer volmacht und instruction abgefertigt, diesen reichstag unserntwegen zu besuchen und alle [sic!] dasjhenige zu rathen und beschliessen helfen, das zu ainigkeit, friede und aufnehmmen im hl. röm. reich, auch zu wiedderstandt dem erbfeinde christlichs glaubens, dem Turcken, desgleichen zu ainigkeit warer, christlicher religion dienstlich, daran unsernthalben kein mangel sol gespurt werden. jWann auch der reichsrath angehaben–j, sollen sie sich auf die volmacht angeben und in dehn rath gehen.

    Suchung unser lehen: Es wissen sich auch yre ksl. Mt. gnedigst zu erinnern, das wir bey yrer ksl. Mt. unsere rethe des vorschinnen sommers kin Pfingsten–k in Brabanndt gehapt und yre Mt. underthenigst berichten lassen, das wir nach absterben des hochgepornen fursten, H. Georgen weilandt Hg. zu Sachsenn etc., unsers lieben brudern seligen, unsere geschickten vor einem jhar bey dem durchleuchtigsten, großmechtigsten fursten und herren, H. Ferdinando, rommischem, zu Hunngarn und Behemen Kg. etc., unserm gnedigsten herren, gehapt und die regalien und lehen unserer lande und leuthe, so nach absterben bemelts unsers lieben brudern an uns kommen, sovil der von yrer ksl. Mt. und Šdem hl. reich ruren, anstat yrer ksl. Mt. underthennigst suchen und bitten lassen und das sein kgl. Mt. uns damit an die ksl. Mt. gewiesen, demselben zuvolge wyr solche underthennigste lehensuchung vor yrer ksl. Mt. zu Anthworff auf Pfinngsten nechst vorschinnen hetten thun lassen, und do yhre ksl. Mt. unsern gesandten anthwort geben, wie uns yhre ksl. Mt. etzlicher artickel halb geschrieben, darauf unsere anthwort erwarthen und sich darnach weither ertzeigen wolthe, inhalts eynner gedenckzcettel, die uns dieselben unsere geschickten aus yrer ksl. Mt. cantzlei zubracht. Daruber hetten wyr zum dritten bey yrer ksl. Mt. einne schriftliche, underthennigste ansuchung gethan und umb solche unsere belehnung nochmals underthennigst gebethen, darauf uns sein ksl. Mt. abermals beantworth, das yrer Mt. obgemelthe unser anthwort noch nicht zukommen, derhalben sich yre Mt. keynner anthwort zu entschliessen. Wann aber unsere anthworth yrer Mt. zukommen und wyr alsdann unserer regalien halben wiedder anßuchen wurden, welchs dann yrer Mt. ermessens auf diesem reichstage am fugelichsten geschehen könthe, darauf wolthe sich yre Mt. mit gepurlicher anthwort ferrer vornehemen lassen. Demselben also nach und auf solch yrer Mt. schreiben sollen sie solcher unser regalien und lehen halben bey yrer Mt. auf die vorige geschehenne anßuchung erneuerung und bit in underthennigkeit thun und bitten, uns dieselbe itzo auf diesem reichstag gnedigst zu raichen und unsere vettern, dehn Kf. zu Sachsen und seynner L. brudern, Hg. Johans Ernsten, mit uns inhalts voriger instruction sempthlich belehen. lSzo hetten sie auch von uns bephelich, solche lehen in underthennigkeit zu empfahen–l, auch im fal der nothdurft seynner ksl. Mt. gepurliche pflicht zu thunn und darnachm des reichstags zur nothdurft abzuwarten, wie wyr uns dan vorsehen, sein ksl. Mt. gnedigst nicht wegern werden. Das seindt wyr, umb sein ksl. Mt. in underthennigkeit zu vordiennen, erbothigk.

    Unsere session im reich: Es haben ane zcweiffel die ksl. Mt. auch in gnedigstem gedencken, was unser lieber bruder, Hg. Georg seliger, auf jungst gehaltenem reichstage zu Regennsburgk seiner ksl. Mt. der session halben palt im eingange des reichstages und, ehe sein L. zu Regensburgk ankommen, durch seynner L. rethe munthlich, auch hernach nach seynner L. ankunft schrieftlich hat anzceigen und an yre Mt. gelangen lassen, wie dann unsere rethe hierneben davon copeien haben, derer sie im falh der nothdurft yhrer ksl. Mt. abschrieft zustellen sollen und in alle wege bitten, weil wyr dieser zceit vhast der eldiste furst im reich, das sein ksl. Mt. gnedigst vorfugen wolthe, das wyr unser session, wie unser vater und vor geschehennem eintragk unser bruder gehapt, auch haben und behalthen mochten, das auchn unsere rethe daran mitnichts gehindert wurden, wie wyr uns dan gentzlich zu yrer ksl. Mt. in underthennigkeit vorsehen, seindt auch, solchs underthennig zu vordiennen, gantzs willigk.

    ŠDo auch die ksl. Mt. derhalben ainiche vorwendung thunn wurde, die unsern rethen und session enthgegen, szo sollen sie von solcher unser session nit abstehen, sundern bitten, die ksl. Mt. wolthen yrer gnedigsten, zu Augsburgk auf dem reichstage geschehennen antzeigen nach auf unsers brudern zu Regennsburgk ubergebenne, schriftliche gerechtigkeit eynnen ausspruch thunn, wes wyr uns und ein jeder hinforder in dem sollen vorhalthen. Ab aber ksl. Mt. solchen ausspruch in lengern vortzugk zcihen und sunst yrgenteynnen beschiet geben wurde, der uns an unserer session nachteilig sein wolthe, szo sollen sie sich darein nit anders, dan mit bedingung und, das es uns ane nachteil sey und alle nothdurft vorbehalthen pleibe, begeben. Was auch unsere rethe auf alle diese artickel fur beschait erlangen und, ab sich underdes der reichsrath anhube und ethwas in rath geben wurde, das sollen sie uns unseumlichen vormelden.

    Den Bf. von Meissen belangendt: Wo die ksl. Mt. das schreiben, so yre Mt. uns von Genth aus gethan, unser schreiben die lehenssuchung belangendt und darauf gegebenne anthwort erneuen und solche artickel alle ader teil ehe wolt abhandeln, dann sich mit enthlicher anthwort der lehen halben vornehmen lassen, szo sollen unsere geschickten darauf sagen, das sie derhalben, sovil dehn bischof belangt, von uns keynnen bephelich hetten, dann wyr uns in underthennigkeit nit vorsehen, das yrer ksl. Mt. gemuth und maynunge sein wurde, uns unser althveterliche lehen mit diesen frembden sachen auftzuhalthen. Dann es weren nit solche sachen, die unsern lehen mit ichte anhengig ader darauf konthen getzogen werden. Sie mochten auch yren austragk ausserhalb unserer lehen wol nehmen, wie wyr dan rechts nie gewegert, sunder wyr hetten uns vilmehr vorsehen, yre ksl. Mt. wurde an unserer underthennigsten, schriftlichen anthworth gnedigst gesettigt gewesen sein, wie sie dann nochmals darumb underthennigst fur yre person bitten sollen. Sie mugen auch doneben vor yre person bericht thunn, welcher ursach halben wyr dehem Bf. von Meissenn unsere stras, darauf uns die vorgleithung zustehet, vorschinner zceit nit vorgunnen wollen, nemlich, das ehr sich jungst zu Wormbs auf der reichsvorsamlung angemast, wiedder des hauses zu Sachsen oaltherkommen und–o gerechtigkeit eynnen reichsstandt zu halthen, welche sach zcwuschen yhme und uns beygelegt, dopey es auch der bischof pillich wenden lest ader, do ehr es an die ksl. Mt. wollen gelangen lassen, das ehr solchs zceitlich vor dem reichstage hette gethan, damit wyr des weren vorwisset und dehn unsern derhalben bephelich geben mugen.

    Die ursachen aber, welcher halben wyr ob des bischofs vornehmen nit unpillich beschwerung gehapt, mugen sie antzaigen, wie seynner L. stift mit unsern landen umbringt, auch das sein L. und die andern Bff. zu Mersenburg und Naumburg mit yren stiften lenger dan vor 50 jharn in unserer veterlichen tailung bracht. Szie haben auch neben andern prelaten unserer landt uber vorwerte zceit die landtege beßucht, von unsern vorfaren und uns gleich andern Šunserer lande prelaten futter und mahel auf solchen landtegen genommen, was auch auf dehn landtegen beschlossen, das haben sie in yren stiften gehalden. Item, in des reichs abschieden seindt sie, yre rethe ader geschickten innerhalb vorwerther zceit und lenger nit zu befinden. Item, das Bf. Schleynnitzs auf jungst gehalthenem reichstage etzlicher seynner gescheft halben zu Regennsburgk gewesen bey leben unsers lieben brudern, Hg. Georgen zu Sachsen seligen, und sich nie angemast, eynnen reichsstandt zu haben, wie sie dann ditzs in Dr. Pistoris und Dr. Fachsen bedencken weither zu befinden. Darauf sollen sie vor yre person bitten, die ksl. Mt. wolt es darfur nit achten, das wyr dem Bf. zu Meissen die sicherung unserer stras aus andern ursachen dan zu erhalthung des hauses zu Sachsen gerechtigkeit gewegert und das wyr yhme daruber in seynnem stifte keynnerley einhalt gethann. Szo ist auch unsere maynung nit gewesen, der ksl. Mt. ader dem hl. reich an der lehenschaft ader anderer gerechtigkeit wie herkommen ainiche vorkurtzung zu thunn.

    Und sollen unsere rethe darauf beharren, das sie des bischofs person halben von uns keynnen bephelich haben, dieweil die ksl. Mt. uns derhalben nit geschrieben. Wo aber die ksl. Mt. vor sich derhalben solche antzeigung thun lies, sollen sie aus unserm bephelich zu unserm glimpf sagen, do uns yre ksl. Mt. von Genth aus geschrieben, hetten wyr dasselbe yrer Mt. schreiben dohin vorstanden, das es von dem nurnnburgischenn bundtnus und der religionsach des bischofs halben meldung thete. Nun were es an deme, was wyr mit legunge der strassen gegen dem bischof vorgenommen, das were nicht bemelts bundtnus noch der religion halben, sunder zu erhalthunge des hauses zu Sachsen gerechtigkeit geschehen und wyr hetten yhnen ditzs artickels halben, weil es an uns sieder unserer yrer Mt. gegebennen anthwort yrer ksl. Mt. halben auch nichts gelangt, keynnen weithern bephelich geben. Es hette sich aber seynner ksl. Mt. chammergerichtsfiscal understanden, uns derselben sach halben mit des chammergerichts mandaten zu beschicken, darauf auch diese gebrechen vor dem chammergericht zu recht anhengig worden, aldo wyr auch unsere nothdurft vorgewendet, dabey uns ane zcweiffel yre ksl. Mt. wyrdet gnedigst pleiben lassen und uns unsere regalien und lehen derhalben nit auftzihen. Szo haben sie auch hiebei, wie sich itzige bischofe gegen uns vorschrieben, dasselbe im fal der nothdurft vortzulegen, dartzu sie dann die bequemmickeit wol werden erwegen.

    Die sage belangendt, als solte unser lieber bruder Hg. Georg seliger ein testament beschlossen haben: Wyr wissen uns zu erinnern, welchergestalt uns die ksl. Mt. von Genth aus ditzs artickels halben geschrieben, und stellen in keynnen zcweiffel, yre ksl. Mt. werde unsere anthwort darauf auch gnedigst vormerckt haben. pNun ist es landtkundigk, das unser bruder, Hg. Georg seliger, hiebevorn und, do sein L. vor 25 jharn in das Frießlanndt getzogen, Šein testament gemacht, das do mit 20 sigeln beschlossen gewesen und bei dem rath zu Leiptzig als der hauptstadt hinderlegt, desgleichen hat sein L. auch nach absterben yhres sohnes, Hg. Johansen seligen, ein codicil gemacht und dasselbe auch mit einer guten antzal sigel vorwaret, wie dieselben noch also vorpitzschirt vorhanden. Aber dergleichen ist uns, do wyr alspalt des andern tages nach seynner L. absterben zu Dreßden ankommen, von seynner L. rethen keynne antzaigung von ainichem testament ader codicil, das do seynne L. auf Hg. Friederichs seligen abfal gemacht solt haben, geschehen. Dorumb wyr nit wennig befrembdung tragen, in was form und gestalt yre ksl. Mt. das gerumpte testament vorgetragen und wodurch sie sich, dasselbe zu confirmiren und dartzu brief daruber auftzurichten, hat bewegen lassen. Dann–p abwol vor unsers bruders absterben durch sein L. ein vortzaichnus derhalben gestellet, das etzliche seynne underthannen, die ehr dotzumal auf seynner L. sohns, Hg. Friederichen seligen, begengnus und dreissigsten erfordert, daruber rathschlagen solthen, ab sein L. ein solch ader ander testament machen und vorordennen solthe, szo haben doch sein L. dorauf yren willen nie geschlossen noch dergestalt schliessen kunnen, dan seynner L. underthannen seynner L. allerlei bedencken auf solche notel und angetzeigt, was sein L. darinnen andern solthe, darauf sich sein L. nit enthlich enthschlossen und ist dozcwuschen kommen, das uns seynner L. underthannen zum teil stadtlich beschickt, werbung an uns thunn lassen, darinnen die geschickten under anderm furbracht, das unser bruder seliger im vorhaben were, ein testament zu machen, und, als wyr darauf unser bedencken genommen und ehe wyr dasselbe unser bedencken eroffen und uns mit unserer anthwort vornehmen lassen, ist sein L. mit todt abgangen und solchs seynner L. testaments halben nichts weither qbeschlossen noch–q geordent, daraus dan volgt, das sein L.r nit alleynne eyns testament mit getzeugen ader vorßigelung nach ordennung kayserlicher recht, tder sich sein L. in solchem falh hievorn, wie oben vormeldet, gebraucht–t, nit begleubigt, usunder auch sich gar keins enthlichen nach beschlißlichen, letzten willens und, was sie wolt nach yrem todt gehalthen haben, hat vornehmmen lassen–u. Nun ist je in keynnen zcweiffel zu stellen, das die rechte substantzs einnes testaments stehe auf dem willen desjhennigen, so es ordennen ader machen wil, und, do der wille nit beschlossen, do ist auch kein testament, dieweil ein testament nichts anders ist dann eynne betzeugung des letzten willens.

    Es habenv auch etzliche seynner L. rethe wnach dem abschiede der handelung zu Meissenn–w bey seynner L. angeregt, das sein L. yr testament auf eynne Švorsorge vor ankunft unserer anthworth schliessen und beylegen wolthe, das sein L. gewegert xund in weither nachdencken genomen und unsere anthwort aigenthlich erwarten wollen–x. Nun ist ditzs aus der vornunft zu befinden, das kein dingk kan becreftigt werden, das an yhme selbst nit ist. Derhalben abgleich die ksl. Mt. auf misbericht eynne bestettigung eynes angegebennen unsers bruders testaments gethan, szo kann doch dieselbige dizs werck nit creftig machen, das an yhme selbst nit ist, wie dann auch yder krigsleuthe und–y inter lieberos [sic!] ein testament sein mus, darinnen zum wennigsten der wille zauch alßo beschlossen und kein hindergang noch weither bedencken genommen–z, ab wol die andern solemnitates so stadtlich nit dorfen gehalthen werden. aaDo aber unser bruder seliger nicht allein die form zu testiren, wie sein L. zuvorn gethann, nicht gehalthen, sundern seynnen willen, wie oben ertzelet, nicht geschlossen, szo kan je kein testament sein vornemlich-aa ratione voluntatis, welche nichtigkeit nicht magk nach geschehennem todesfalh, abdardurch voluntas testandi erlischet-ab, gewandelt werden. Aus diesem hat die ksl. Mt. gnedigst zu ermessen, mit wasserm grunde yrer ksl. Mt. unsers brudern seligen testament halben bericht geschehen.

    Über ditzs alles mugen unsere geschickten sein Mt. berichten, nachdem unser lieber und gotseliger vater, Hg. Albrecht zu Sachsen etc., seynner ksl. Mt. vorfahren in yhren niederlendischen landen und sunst lange zceit in krigsleuften gedient und derselben auch anderer seynner gefuhrten krige halben in merckliche schult kommen, die uf uns und unsern bruder geerbt, welche schult unser bruder, Hg. Georg seliger, acnicht betzalt-ac, sunder solche schult umb eynne tapfere summa gemehret, schlos und stedte vorpfendet, darumb solche schult als seine hinderlassenne schult von seinem erbe pillich betzalt wirdet, do auch solchs solt geschehen, wirde sich befinden, das sein hintherlassen erbe uber zcweymalh 100.000 fl. zu ablegung der schulde nicht genungk. Es hat auch unser bruder eynne tochter, des Lgf. zu Hessen gemahel, dartzu der andern seynner tochter kinder, mit dem itzigen Kf. zu Brandennburgk, yrem ehelichen gemahel, ertzeugt, hinder sich vorlassen, adwelche, wo es ane bemelthe und andere ursachen, sich yrer vormeinthen erbforderung halben nicht wurden also Šmit geringem, wie von dem marggraven albereit geschehen, lassen abweisen-ad. Und uber ditzs seindt vortrege zcwuschen den heusern Sachsen und Hessen, die auch durch ksl. Mt. confirmiret, wie es mit dem erbe solt gehalthen werden, do ein furstlicher teil ane leibslehenserben vorfiele, derhalben sich diejhennigen, szo der röm. kgl. Mt., unserm gnedigsten herren, anfencklich solchs nichtigen testaments halben bericht gethann, sich vornemlich yrem vorwanthnus nach, damit sie uns zugethann, pillicher besser hetten vorsehen, dan die ksl. und kgl. Mtt. zu solchem schreiben an uns zu bewegen. Derhalben sollen unsere geschickten bitten, yre ksl. Mt. wolthe diesem unserm warhaftigem bericht gnedigst glauben geben und uns ditzs fals enthschuldigt nehmen.

    Were aber jemandt, der yre ksl. Mt. unsers brudern testaments halben anders berichten wolthe, szo seindt wyr unbeschwert, seinner ksl. Mt. darauf auch ferrern bericht zu geben, daraus yre Mt. derselben angeber ungrundt scheinlich solte zu vormercken haben. Und im fal, do yre Mt. liesse antzeigen, das unsers brudern landtschaft davon wissen haben solthe, sollen unsere geschickten berichten, das unser bruder mit seiner landtschaft von diser sachen nie geredt noch reden lassen ader, als seynne L. etzliche yre rethe und underthannen auf unsers vettern, Hg. Friederichs seligen, dreißigsten beschrieben, hette sichs also und nit anders zugetragen, wie oben vormeldet.

    Das nurnnbergische bundtnus belangendt: Do auch die ksl. Mt. des nurnnbergischenn bundtnus, so unser bruder mit seynner ksl. und kgl. Mtt. und etzlichen chur- und fursten des reichs beschlossen haben sol, erwehnen lassen wurde, sollen unsere geschickten sagen, das wyr durch unsern bruder seliger niemals berichtet, welchergestalt sich sein L. in solch bundtnus eingelassen, das wyr aber seiner L. testaments halben solchem bundtnus geleben solthen, hette sein Mt., wie es umb seiner L. angegeben und doch unerfinthlich testament eynne gelegenheit hat, gnedigst aus unserm schreiben und bericht vornommen, derhalben yre ksl. Mt. an zweiffel uns gnedig wirdet enthschuldigt nehmen.

    Das sich aber seynne L. vor sich und yre landtschaft vorbinden und unsere landtschaft an solchem bundtnus ein gutes, underthennigs begenugen und wolgefallen empfangen, sich auch des zum hochsten gegen seiner L. bedanckt, im vorhaben, in solchem gutten willen und gehorsam nach seynner L. abgangk stadtlich zu vorharren, davon tragen wyr kein wissen und wyrdet sich das wiedderspil clerlich befinden, nemlich das unser bruder seliger seiner landtschaft von solchem bundtnus niemals ainichen bericht gethan, vil wenniger, das sie es angenomen und, darein zu vorharren, zugesagt. Dan abwol sein L. etzlichen yren rethen und underthanen davon magk bericht geben haben, die dann sein L. an yre landtschaft derhalben gewiesen, szo ist es doch der gantzenae landschaft nit geschehen noch durch sie jemals darein gewilligt. afDann der lezte landttagk, so unser bruder seliger gehalthen, ist gewesen Phillippi und Jacobi im 37. Š[1537 Mai 1] und das bundtnus allererst uber ein jhar hernach aufgerichtet, das es nicht mugelich, das es jemals der gantzen landtschaft vorgehalthen-af. Undag wyr mochten zum liebsten dehnjhennigen horen, der berichten dorfte, dasah, in ditzs bundtnus zue willigen, jemals auf eynnem landtage in unsern landen were berathschlagt, zu geschweigen, das es solt beschlossen ader gewilligt sein. Szo weis menniglich, ist auch in unsern landen gantzs wissenthlich, in allen stedten und merckten offenthlich und notori, das wyr nach absterben unsers brudern seligen die erbholdung von unsern underthannen nicht auf eynnem vorsamelthem landtage, sundern von ampte zu ampte, von eynner stadt zu der andern genommen, szo vil mehr wyrdet sich anders befinden, das unsere landtschaft in der erbholdung gebethen, sie bei solcher bundtnus, althen religion und derselben cerimonien pleiben zu lassen, die uns aber also angeben, haben des keynne andere grunde nach ursachen, dan das sie die ksl. und kgl. Mtt. gegen uns gerne zu ungnaden bewegen wolthen. Es sollen aber unsere geschickten die ksl. Mt. bitten, ihre Mt. als der gnedigste kaiser wolthe solchem yrem antzaigen nicht raum, sunder diesem unserm warhaftigen bericht glauben geben und uns gnedigst enthschuldigt achten.

    Das hinderlegte bundtgelt belangendt: Sollen unsere geschickten antzeigen, weil unser lieber bruder, Hg. Georg seliger, ane testament vorstorben und dartzu mehr schulde dann erbe vorlassen, hat sein ksl. Mt. aus oben geschehennen antzeigen alle gelegenheit vornommen und wurde sich unser bericht im grunde der warheit also finden. Was aber desselben bundtnus halben bey seiner L. von andern wircklich hinderlegt worden, seindt wyr niemals in wegerung gestanden, es unserm vorigen schreiben noch, dehnen wiederrumb volgen zu lassen, die es hinderlegt. Die werden es alsdann selbst zu vorschaffen wissen. Seindt auch in underthennigster hofnung, yre ksl. Mt. werden gnedigstes gefallen daran haben und es dobey wenden lassen.

    Wo die religion angetzogen wurde: Szollen unsere geschickten antzaigen, das wir die augspurgische confession und derselben apologia als die rechte, christliche lehr und bekannthnus angenommen und, was wyr derhalben zu forderung rechter, christlicher lar vorgenommen, vortrauen wyr gegen Got, yhrer ksl. Mt. und menniglich zu voranthworten. Szo wissen wyr auch fur Got und der welth unser gewissen also gericht, das wyr nie im vorhaben, auch nicht im willen gewesen, uns gegen der röm. ksl. Mt. und dem hl. reich in allen zceitlichen sachen, leib und gut belangendt, anders, dan ein gehorsammer furst pillich thun sol, zu vorhalthen, derselben maynung wyr auch noch sein und, ab Got wil, darauf vorharren wollen, auch an alle deme, das zu wolfarth ksl. Mt. und des hl. reichs geraichen sal, an uns nichts erwinden lassen. Was auch ausserhalben dem bekenthnus gothlicher warheit ist, die dan der ksl. Mt. pillich zu keynnem mißfal raichen sal, seindt wyr szo wennig als unsere vorfahren Šbedacht, uns in ainich vorstendtnus ader bundtnus eintzulassen, darinnen die ksl. Mt., wie vor althers allwegen geschehen, nit solthe ausgenommen sein. Des sollen sich yre ksl. Mt. gentzlich gewis und gnedigst zu uns vorsehen.

    Wir mugen auch uns fur yrer Mt. wol ruhmen, das wyr uns der gaistlichen guter nie understanden, auch, ab Got wil, wir noch unsere erben uns der nicht understehen sollen noch wollen, wie wyr uns dan derhalben mit unserer landtschaft vorainigt, auch uns gegen yhnen ernstlich vorschrieben, wie unsere geschickten des einne copei haben und die der ksl. Mt., wo es die gelegenheit gibt, zustellen mugen, daraus yre Mt., das sichs dermassen halthe, zu befinden. Do auch in eynnem freien, christlichen concilio beschlossen wurde, wie es mit denselben geistlichen gutern solt gehalthen werden, das weren wyr unsers teils neben unserer landtschaft zu vorfolgen gantzs willigk und geneigt. Dan wyr, in diesen guttern unsern ader unserer erben zceithlichen nutzs zu suchen, in maynung nie gewesen auch noch nit sein. Vyl wenniger haben wyr solcher guter halben die confession angenommen. Uber ditzs wirdet sich unsernthalben niemandt mit grunde beschweren noch beclagen kunnen, das wyr seynne person der religion halben zu ichte gedrungen, sunder wyr haben derhalben eynnen jeden freygelassen und noch. Daraus yre ksl. Mt. abermals zu vormercken, das es im grunde der warheit eine andere gelegenheit hat, dann yre Mt. unsernthalben berichtet sein.

    Aus dem allem die ksl. Mt. gnedigst wirdet vornehmen, das unser vorhaben, gemuth und maynung dem kayserlichen landtfrieden nach dem nurnnbergischen anstandt in nichte enthgegen sey, sunder das wyr uns je und alle wege auch nochmals erbiethen, ihrer ksl. Mt. und dem hl. röm. reich allen schuldigen und underthennigen gehorsam zu laisten. Wo es auch die gelegenheit gebe, ist uns nicht enthgegen, das unsere geschickten solch unser erbiethen, auch unsern bericht in allen ader eins teils obgemelthen artickeln der ksl. Mt. schriftlich ubergeben. Und do sie gnedigste anthwort darauf bekommen, sollen sie dieselbe zu underthennigstem danck annehmen und uns die forder schriftlichai vormelden. Worde aber solcher unser warhaftiger bericht und enthschuldigung bey der ksl. Mt. nit stadthaben, als wyr uns doch nit vorsehen, auf dehn fall sollen unsere geschickten yhr bedencken bitten, eynne schrift stellen und darinnen antzeigen, wie wyr nach absterben unsers lieben bruders, Hg. Georgen seliger, im Nouember des 39. jhars zu der kgl. Mt. anstadt und von wegen der ksl. Mt. gegen Wien geschickt, unsere lehen und regalien mit gepurlicher reverentzs suchen laßen, desgleichen wie wir eine stadtliche schickung im nechsten vorschinnen Maien zu yrer Mt. in Brabandt gethan und sieder des Dornnstags nach Vitj [1540 Juni 17] zum uberflus an sein ksl. Mt. derhalben geschrieben, uns allewegen gnedigster anthwort vorsehen. Do wyr damit aber bis auf itzigen reichstag vortzogen, hetten wyr diese underthennigste anßuchunge zum vierden aus gehorsam und in underthennigkeit nochmals thun lassen. Und wiewol wyr Šuns wol zu erinnern, das uns neben unserm vorstorbennen seligen bruder, Hg. Georg zu Sachsen etc., hievor durch Ks. Maximilian, auch sein ksl. Mt. selbst unsers lieben hern und vaters hinderlassenne landt vormuge seiner L. ordenung und unserer vortrege gelihen, wir auch seiner ksl. Mt. und dem hl. reich gepurliche pflicht gethan, derhalben wyr uns derselben belehnung zu vorhalthen. Damit aber gleichwol unsere underthennigkeit gespurt, hetten wyr uns nit beschweret, unsere anßuchung zum vierden mal zu thun. Und sollen unsere geschickten bitten, die ksl. Mt. wolthe solchs unsers anßuchens gnedigst eingedenck sein und uns derhalben ein schriftliche bekenthnus lassen zustellen.

    Es sollen auch unsere geschickten einnen notarium mit sich nehmen und in desselben und zcweier getzeugen gegenwertigkeit solche schriften der ksl. Mt. uberanthworten und in der schrift mit anhengen, wo uns nicht alleynne die belehnung und regalien, sunder auch bekennthnus unsers anßuchens gewegert, das sie unserntwegen von solchem unserm anßuchen wolthen betzeugt haben. Sie sollen auch daruber den notarium ein instrument machen lassen.

    Konthe es aber dohin gericht werden, das die ksl. Mt. unsern regalien und lehen einen anstandt und ynen derhalben ein schrieftlich bekenthnus geben lassen wolthe, szo mugen sie dasselbe auch annehmen, wie sie dan auch im fal der lehenswegerung darumb sollen bitten, damit wyr aus dem vortzuge keynner gefahr zu gewarten und gleichwol unsern vleis und anßuchen im fal der nothurft zu beweisen haben.

    Die artickel belangendt, szo im kaiserlichen ausschreiben [Nr. 1] zu befinden.

    Die hulf wieder dehn Turcken belangendt: Wiewol auf vil gehalthennen reichstegen auch mehr dann eins aus dringender noth stadtliche rathschlege, welchergestalt dem feinde christlichs nahmens und glaubens, dem Turckenn, zu wiedderstehen, gehalthen, in welchen rathschlegen allerley bewogen, auch artickel und ordenung gestellet worden, szo ist es doch alles so weith nit in das werck bracht, das deutzsche nation ditzs feindes halben aus sorgen hette kommen mugen. Dieweil dann dieser zceit nit wenniger dan vor je der wiedderstandt vonnothen und doch ein misvortrauen zcwuschen dehn stenden in deutzschen landen erwachsen, dardurch dehm Turcken der wegk bereithet und raum geben wirdet, seyn tirannisch vornehmen dester mehr zu uben, szollen unsere rethe mit vleis dohin arbeithen helfen, ab je die ainigkeit in der religion aus Gots vorhengnus dieser zceit nicht aufgerichtet noch zu eynnem freien, christlichen concilio gestalt werden konnthe, das ein gemeiner friede und anstandt in deutzschen landen zum wennigsten auf etzliche jhar aufgerichtet und das misvortrauen und besorgung hindangesatzt wurde und das alsdann auf eynne stadtliche und beharliche hulf vorigen anschlegen nach oder, wie es sunst im rathe funden, geschlossen und die auch gelaistet wurde. Es haben auch unsere geschickten die abschiede und rathschlege etzlicher reichstege hieneben, sich darnach zu richten.

    Und weil in diesem vorhaben und nothwendigen werck bisher das Hunngerlandt und der einwohner untreu nit kleynne vorhinderung gethan, sollen Šunsere geschickten sich, sovil mugelich, aller gelegenheit erkunden, wie das Hunngerlandt gar ader zum teil zum reich bracht und im antzuge mocht erobert und dan mit guten deutzschen krigsleuthen besatzt und die paß und vhestungen Krigsweissenburgk, Petrowardin, Sabatzgka, Serin und andere mit Gottes hulf erobert und besetzt werden. Dieweil dann auch vormuthlich, das der Turck auf dehnen fal alle seynne macht uben mocht, ist sich in solchem wol vorzusehen, wie im fal der nothdurft das krigsvolck solte gesterckt und der Turck zu wasser angriffen werden, damit der christenheit nit eynne grossere gefahr aus diesem vornehmen enthstehe. Szo ist auch der prophiant, artalarei und anderer nothdurft halben zu rathschlagen, wie die bestellet, zugefuhrt und also geordent werde, das derhalben kein mangel enthstehe noch dardurch der abtzugk geursacht werde.

    Und wyr wollen, do ein anstandt ader frieden im reich gemacht, dehn halben, gantzen ader auch duppelden ader mehren anschlagk des rohmzcugs auf ein zcwei ader drei jhar zu willigen, an uns nichts erwinden lassen, doch also, das die stende jeder sich dem anschlage gemes bey schweren, namhaftigen penen vorhalthe. Dann wyr seindt zum teil berichtet, wie sichs hievor in gelaister hulf mit etzlichen zugetragen.

    Und dehr falh zu setzen, das frembde nation bey diesem werck nichts thun ader villeicht zusagen und nit halthen wurden, szo erfordert dannoch die nothdurft, einsmals darzu zu thun, und ist gotlob Deutzschlanndt mit leuthen, gelde und geschutzs also gefast, do es zusammensetzt, das es, diesem feinde wiedderstandt zu laisten, vormugens. Und ab die hulf zu dem romzcuge in vorfallender noth vierfach solthe angeschlagen werden, szo kunnthe es jedes landt ein zceit lang ane vorterb ertragen und wurde auf dehn falh, wie wyr bericht, die summa der krigsleuthe 16.000 reuter und 80.000 zu fues austragen.

    Es gefellet uns auch unsers bruders Hg. Georgen bedencken nit ubel, welchs unsere geschickten hiebei haben, das besser sey, die Hunngern zu enthsetzen ader doch, wie wyr aus unserm bedencken oben gemelth, nicht zu dulden, wiedder so lange zu erwarten, bis Deutzschlanndt von dem feinde angriffen werde. Unser geschickten sollen je mit vleis darauf dringen, was ditzs fals gehandelt und beschlossen, das dem wircklich nachkommen werde.

    Und wo im reich friede ader anstandt gemacht und sich etzliche aus dehn stenden darzu beschwert befunden, sollen unsere geschickten nichtsdesterwenniger zu der hulf neben den andern und dem mehrern teil beschliessen. Do man auf die turckenhulf aber dringen und zuvor keinen frieden ader anstandt im reich machen wolt, szollen unsere geschickten uns das forderlich zuschreiben und, was der protestirenden stende bedencken ist und wie es allenthalben hirumb gelegen, vormelden, dan wolthen wyr uns weiter gegen yhnen vornehmen lassen.

    Die muntzs belangendt: Wyr werden berichtet, das auf etzlichen gehalthenen reichstagen der muntzs halben rathschlege gehalthen und niemals beschlossen worden und, ab wol sieder des durch dehn romischen konnigk und etzliche Šfursten eine muntzsordennung gemacht, szo hat sich doch unser lieber bruder, Hg. Georg seliger, darein nich begeben wollen. Weil aber in dem kayserlichen ausschreiben itzo der muntzs halben abermals meldung geschicht, wo dann davon gerathschlagt wirdet, sollen sich unsere geschickten lassen vornehmen, das wyr zum liebsten erfaren, auch dartzu rathen und helfen wolthen, das eine einhellige und gleichwirdige muntzs in deutzscher nation nation geschlagen und das granaliren und brennen unserer und anderer muntzs underlassen wurde. Wyr kunnen ader [= aber] nit vormercken, wie zu solcher ainikeit zu kommen, do schyr alle stende im reich muntzen wollen, ungeachtet ab der mehrer teil nicht bergkwerge hat und sich des silbers teuer erhohlen ader die gute muntzs in tigel brengen und in geringe vormuntzen mussen. Solthe aber solchs vorkommen, szo muste vor allem geordent werden, das kein furst, commun ader ander reichsstandt muntzen solt, dann diejhennigen, so silber- ader goltbergkwerge haben ader die sich des silbers ader goldes ausserhalb deutzscher lande erhohlen konnthen, und das doneben geordent und vorbothen wurde, keynne muntzs zu brennen und in dehn tigel zu brengen bey der muntzer leibs- und der stende vorlirung aller regalien und privilegien straff.

    Szo dann solchs also geordent und durch die stende gewilligt, das alsdann ein bestendiger silberkauf im reich gemacht und, wie hoch die wienische und nurnnbergische marck solthe vormuntzt, geordent werden und das daneben vorsehen, wievil mit der muntzs gefallen, dehn gewercken das silber zu erhalthung der bergkwerge so vil dester teuereraj betzalt wurde.

    Szo befinden wyr auch in des konnigs muntzsordennung, das die wiennische marck feinsilber ungeferlich auf eilf und die nurnnbergische marck hoher dan auf neun fl. und, wie wyr berichtet, die marck ungeferlich acht groschen vier pfennig hoher dan in unsern landen gemuntzt wirdet, darinnen uns doch weithere erkundigung vonnothen. Wo nun solchs im reich allenthalben, wie oben gemeldet, geordent und die uberigen acht groschen vier pfennige den gewercken zugute gehen solthen, weren wyr unsers teils dartzu nit ungeneigt. Und do es im reich allenthalben also angenommen und beschlossen wirdet, sollen unserer bergkwerge gewercken silber hinforder die marck, wie man sich das vorainigt, auch vormuntzt werden. Wo man nun der muntzs also im korn ainigk, hat es des schrots und geprege halben dester wenniger bedencken. Dann wyr muntzen zcinsgroschen, gulden, patzen ader andere muntzs, so ist leicht zu rechennen, wievil stuck auf die marck kommen. Wyr weren auch auf dehn fal willigk, etzliche unserer muntzsvorstendige underthanen ader rethe an gelegennen orth, des man sich derhalben vorgleichen konthe, zu vorordennen.

    Die underhalthung des kaiserlichen chammergerichts belangendt: Als auch die ksl. Mt. in itzigem ausschreiben meldung thut von der underhalthung des kayserlichen chammergerichts, wirdet ane zcweiffel davon auch gehandelt werden. Und wiewol der ksl. Mt. pillich zustunde, solch chammergericht, weil Šseynne Mt. so selden im reich deutzscher nation seindt, zu underhalthen, wo aber dardurch friede und recht gefordert werden solthe und dasselbe unparteisch bestellet, gewonnlich visitiret und, was recht, menniglich forderlich daran erkennet, vornemlich wo der religion halben die sach zu einem vortrage ader anstandt gefuhrt, ist uns nicht enthgegen, das die halbe underhalthunge durch die reichsstende auf etzliche jhar gewilligt werde. Wo auch solchs also durch die andern stende gewilligt, mugen unsere geschickten unserntwegen, doch der gaistlichen sachen halben mit der maß, wie im artickel hirnach zu befinden, auch willigen und gleichwol zuvor im fal der nothdurft die beschwerungen, die uns in des Bf. von Meissenn und Christoffen von Karlewitzs sachen begegent, antzaigen, wie sie des in dehn schriften, so wyr neulich an Dr. Cametzs thun lassen, zum teil befinden werden.

    Und weil wyr wol zu ermessen, das ane gericht und recht der frieden nit bestehen kann, wyr auch keynne scheue haben, recht zu geben und zu nehmmen, szo lassen wyr uns gefallen, das das chammergericht auch auf dehn falh, do die religionsach itzo nicht vortragen, erhalthen werde. Doch was geistliche sachen sein, die religion und derhalben vorgenommennen kirchen- und andere ordennungen belangt, das darein fur dem chammergericht nicht vorfahren, sunder dieselben auf ein frei, christlich concilium vorschoben wurden. Wo es auch fur gut angesehen, magk man sich itzo der sachen, die exempt sein sollen, in specie vorgleichen, darnach sich ein jeder hat zu richten. Ader ane das were uns schwer, ethwas dabey zu thunn, darumb sich unsere geschickten auf dehn fal, do solche sachen nit solthen ausgetzogen werden, mit dehn protestirenden stenden underreden und uns forderlich alle gelegenheit zuschreiben sollen. Wyr befinden auch, das unser lieber bruder, Hg. Georg seliger, etzliche jhar je ein jhar ungeferlich 125 fl. geben, des sich unsere geschickten wol werden zu erkunden haben.

    Wo sich auch die Bff. zu Meissenn und Mersennburgk understehen wurden, auf dehn reichstag zu zcihen ader zu schicken, szo haben unsere geschickten hieneben, wie weit wyr auf der ksl. Mt. schrift geschehen lassen, das sie dehn reichstag beßuchen. Wo man nun der religion sachen handeln und sie dabey sein wurden, ist uns nit enthgegen. Ab aber noth sey, davon dehn reichsstenden antzeigung zu thunn, sollen sich unsere geschickten mit unsers vettern, des churfursten, rethen underreden und, was sie im rath finden, vorwenden. Do sie sich aber, ausserhalben der religion in ainichen reichssachen session zu halden, understunden, sollen unsere geschickten anfechten, darfur bitten, protestiren, auch die ursachen, wie in Dr. Pistoris und Dr. Fachsenn bedencken zu befinden, desgleichen yre vorschreibung vorwenden und do ditzs alles nit wolt geacht, sunder mit der that volfahren werden, szollen sie sich so lange des raths eussern bis der bischofe session abgeschafft werde3.

    ŠEs haben auch unsere geschickten hiebei etzlicher urgichten austzuge, die morthbrenner belangendt. Davon sollen sie mit den evangelischen stenden auf dem reichstage, was darinnen vortzunehmen, rathschlagen und fordern helfen.

    Wo auch Christof von Karlewitzs an die ksl. Mt. ader die reichsstende seynner sachen halben suppliciren wurde, haben unsere geschickten hieneben den bericht seynner sachen, sunderlich was wyr jungst seynnen freunden zu anthwort geben, das sollen sie zcue unserm glimpf antzaigen. Und weil wyr uns darin uber gleich erbothen und Karlewitz sich daruber understanden, unsere underthanen zu bewegen, uns ungehorsam zu werden, wie aus dem briefe, dehnen er an unsere burger zu Zcorweck [= Zörbig] geschrieben, zu befinden, szo sollen sie bitten, yhnen dermassen einzunehmen, das ehr yhme an gleich und recht gegen uns und dehn unsern genugen lasse, uns dartzu stillestehe. Und wyr seindt in alle wege erbothig, yhme seinen pfandtschilling zu erlegen und der vormeinthen ubermaß halben mit yhme geburlichen austrag zu nehmmen.

    Die pollicei belangendt: Weil derselben in dem kaiserlichen ausschreiben auch gedacht, haben sich unsere geschickten in dehn vorigen reichsabschieden, was darinnen gehandelt und beschlossen, zu ersehen und, wo itzo derselben und anderer artickel halben gehandelt worde, sollen sie darein nach yrem besten vornehmen semptlich, was zu gedei gemeynnes nutzes und guter ordenung diensthlich, rathen, auch auf die wege schliessen helfen, wie solcher beschlus im hl. reich gehalthen musse werden.

    Zu urkunde mit unserm pethschaft besigelt und geben zu akDreßden, Mithwochs nach Esto michi anno-ak domini 15414.

    «Nr. Š48 Instruktion Hg. Heinrichs von Sachsen für Gf. Hans Heinrich von Schwarzburg, Hans von Schleinitz, Simon Pistoris und Andreas Pflug zu Verhandlungen mit Kg. Ferdinand in Regensburg – Dresden, 1541 März 3 »

    Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 154r–156v (Ausf.).

    Erstlichen nach uberantwortung unsers credentzbriefs sollen sie seynner kgl. Mt. unsere gantz willige und underthenige dienste sagen und, wu es seynner kgl. Mt. an yrer leybsgesundtheyt, regirung aller yrer underthanen und sonst allenthalben glucklich und woll zustunde, das weren wir, von yrer kgl. Mt. als unserm gnedigisten herren zu erfaren, hochlichen erfreuet.

    Und wurde sich seynne kgl. Mt. sonder zweyffel genedigist zu erinnern wyssen, nachdem vorschynner zceyt der hochgeborne furst, H. Georg Hg. zu Sachssenn, Lgf. zu Doringen und Mgf. zu Meissen, unser lieber bruder selliger gedechtnus, in Goth vorstorben und seynne hynderlassene landt und leuthe vormoge unserer veterlichen vorordennung und unserer vortrege an uns komen, das wir im Nouember des vorschynnen 39. jares unsere geschickten bey seynner kgl. Mt. zu Wyen gehapt und als ein Mgf. zu Meissen seyn kgl. Mt. als ainen Kg. zu Behemen in underthenigkeyt umb dye lehen bemelter landt und leuthe, sovil der von seynner kgl. Mt. als eynem Kg. zu Behemen rurende, ersuchen und bytthen lassen und, das uns seyn kgl. Mt. darzu wolt zceyt und stelle ernennen. Und nachdem yre kgl. Mt. dorauf diesen beschiet geben, das ihre Mt. geneyget, unßerer bytthe folge zu thuen, dieweyl aber solche lehen nicht alleynne uns, sonder unsere vettern, den churfursten Hg. Johanns Friderichen und seynner L. bruder Johanns Ernsten, beruren thetten und seyn Mt. von unserm vettern derhalben dytzmahel nicht angesucht und weyl seyn Mt. der behemischen rethe wenig bey sich hetten, were sein Mt. vorursacht, solche lehensvorleyhung byß zu yrer ankunft in die chron Behemen zu vorlegen und, so yre Mt. von uns und unsern vettern ferner angelangt, wusten sich yre Mt. dann genedigist und woll zu vorhalten, wie dann unsere geschickten solchs auß der instruction und dorauf erfolgette antworth, des datum ist zu Wien, am 27. Nouenbris anno im 39., hierbey mit A gezceichent, weytter zu vornemen.

    Zu dem andern wusten sich seyn kgl. Mt. genedigst auch zu erinnern, das wir unsere rethe und geschickten, den wolgebornen H. Phillipsen, Gf. und H. zu Mansfelt, und andere bey yrer Mt. nehst vorschynnen Dornstags noch Exaudj [1540 Mai 13] in Brabant gehapt, die seynne kgl. Mt. auf eynnem jhagehausse bey Brußla antroffen und obgemelte unsere bytthe in underthenigkeyt vorneuet mit antzeygung, wie sye neben andern umb Esto mihi des 40. jares [1540 Februar 8] auf dem wege nach Praga gewesen, seyn kgl. Mt. derhalben zu ersuchen, dieweil aber yre Mt. sich balt von dannen nach Brabandt gewant hetten, das sie widder zuruckezcyhen mussen etc., dorauf die kgl. Mt. sich kegen Šihnen mit genedigister antworth vornehmen lassen und dye sache wie zuvor kegen Praga vorleget mit diesem anhange, das wir seyn kgl. Mt. in ainer schryft, wann sye aldo seyn wurde, erinnern solten, und dorften, ehe uns seynne Mt. auf unser voriges ansuchen weytter beantworthen thette, ferner keine schickung thuen.

    Und wiewol wir geneiget und willig, uns des alßo zu vorhalten, domit aber yre Mt. unsern underthenigen willen zu vormercken, hetten wir ihnen, diese ansuchung ytzo zu Regenspurgk abermals zu thun, befolhen. Dann wir halten es darfur, yre kgl. Mt. werde ire behemische rethe bey sich haben und deste geneigetter seyn, uns mit genedigister antworth dytzmals zu vorsehen. Dieweil auch in der instruction, mit A gezceichent, zu befinden, welchergestalt wir uns der pflicht halben erbotthen, sollen sich unsere rethe dornach richten und nicht weytter gehen. Wurde nun dye kgl. Mt. es bey voriger antworth wenden lassen, sollen sye umb aine schriftliche bekentnis bytthen und sich underthenigk bedancken. Wurde aber yre Mt., uns dye lehen auf diesem reichstage zu thuen, zusagen, sollen sie sich abermals underthenig bedancken und antzeigen, das sie volmacht und befellich von uns hetten, solche lehen zu entpfahen, auch sich mit der pflicht, wie herkommen, zu vorhalten. So aber die kgl. Mt. antwort geben und unserer vettern adder der personlichen pflicht halben ainiche vorwendung thuen, so haben unsere rethe hierbey die instruction, mit B vorzceichent, die wir etlichen unsern rethen haben stellen lassen, so wir auf Faßnacht vorschynnen neben andern kegen Praga zu yrer kgl. Mt. fertigen wolten. Dornach sollen sie sich, sovil uns belanget, der pflicht halben in alle wegen richten und dorauf beharren.

    Nach derselben instruction mit B sollen sich unsere rethe auch auf den falh richten, do sich die Behmen wegen der cron und nicht als kgl. Mt. rethe mit ihnen zu handeln einlassen wurden. Do uns die kgl. Mt. die lehen zusagen und unsere vettern ausschlyssen wolten, sollen sich unsere rethe doreyn nicht begeben, sonder uns solchs unseumlich vormelden. Wir haben auch unsern vettern, dem Kf. zu Sachssen und seynner L. bruder, geschrieben, ab yre L. iren rethen, ßo sie ytzo zu Regenspurgk haben werden, derhalben auch befehlen wolten, alßo das die ansuchung durch unsere allerseyts rethe geschehe, in allermassen sie auf Faßnacht vorschynnen hette geschehen sollen, dorauf sich unsere beyderseyts rethe jungst zu Leiptzigk underredet und vor gueth angesehen, das eyn teyl dem andern abschrift der instruction zuschicken solte, dorauf man sich der werbung an kgl. Mt. zu vorgleichen, wie dann unsers vorsehens wyrdet geschehen. Auf den falh sollen sich unsere rethe mit yrer L. rethe zu Regenspurgk derhalben underreden und neben ihnen das antragen thuen, darzu sie dann die instruction mit B gebrauchen sollen.

    Do auch die lehen yren L. und uns gethan wurden, sollen unsere rethe unserer vettern belehenung halben umb die gesampte lehen inhalts derselben instruction mit B bytten. Domit sich unsere rethe desto besser zu richten, haben sie hirneben ein concept einer alten instruction, mit C bezceichent, dorin Šzu befinden, das man sich hievor vor den regenthen auch nicht hat eynlassen wollen. So haben sie auch hynneben ein vorzceichnus mit D, wie es unsere vorfaren mit der pflicht gehalten.

    Und wue die kgl. Mt. die antworth kegen Prage nicht vortziehen, sonder zu Regenspurgk auf unsere personnliche pflicht dringen adder die lehen wegern wurde, sollen sich unsere geschickten mit dem notario nach der instruction, mit B vorzceichent, vorhalten. So haben sie auch hyrneben Kg. Georgen lehenbriefs copey, mit E bezceichennet, dye im falh der notturft zu gebrauchen und sich dornach zu richten. Finden sie aber ursache, uns ehr schriftlich zu berichten dann vor dem notario zu betzeugen, so sollen sie dasselbige aufs furderlichste thuen und unsere meynung dorauf weytter vormergken.

    Zu urkunde mit unserm secret besigelt und geben zu Dresdenn, Dornstags noch Cinerum anno etc. 41.

    «Nr.49 Instruktion der Stadt Esslingen für ihre Reichstagsgesandten Georg Kron und Johann Machtolf – [Esslingen], 1541 März 3 »

    Esslingen StadtA, RTA 5 (1539–1545), unfol. (Reinschr.).

    Goßlar: Nachdem uff jungstem zu Numburg [= Naumburg] in Duringen durch die ainigungsverwante stend, derselbigen anwesende rethe, botschaften und gesanten gehalten tag der stat Goßlar geurtelte achtsachen an dem kayserlichen camergericht und, ob dieselbige fur ein religionsachen antzunemen, dafur zu halten und zu vertretten werden solle oder nit, dergestalt auß domaln bewegenden ursachen uffgeschoben, das ein jeder gesanter zu seiner anheimschskhunft seinen hern und obern davon gnugsame relation und antzeigung thon solte und volgents ein jeder stand als die oberlendischen stett, was sie sich hierinnen entschlossen, unserm gnedigen fursten und herren, dem Lgf. zu Hessen etc., in sechs wochen nach volendung desselbigen numbergischen tags solten zu- oder abschreiben, also haben die erbern oberlendischen ainigungsverwante stett fur nutz und gut angesehen, das dises und anderer uffgeschutzter puncten halben ein zusamenkhunft aller oberlendischen ainigungsverwanten stett und in der stat Esselingen uff den 15. tag des monats Februari solte gehalten werden, wie dann beschehen.

    Und haben soliche der erbern statt Goßlar hechste und merckliche beschwerden fur die hand genomen und dieselbige notturftigklichen und mit allem vleiß erwegen und befinden auß irem hievor und jungsten zu Noumburg gethonem bericht, obwol gleich der erbarn statt Goßlar geurtelte achtsachen sich vor diser zeit, ehe und sie in dise cristenliche verstentnus khomen, zugetragen und im grund ein weltliche und khein religionsachen ist, noch dannocht fint man dieselbige also geschaffen und geartet, das sie, die von Goßlar, wie es dann auch das vermeint urtel der nichtigen acht thut melden, dannocht und mehern theils darumben in die acht gesprochen, das sie etliche closter und kirchen verprent, Šdie altaria abgebrochen und die stein in ir stat hineingefiert haben, darumben dann sie als ainigungsverwante mitnichten zu verlassen sein sollen.

    Dweil aber die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, ir, deren von Goßlar, und auch die mindische acht an dem kayserlichen camergericht suspendiert und alle wirckliche, thetliche execution derselbigen uffgehoben, auch bey Hg. Heinrichen von Braunschweick so vil mit ernst verschafft, das er sich thatlicher angreiffung gegen in, denen von Goßlar, Braunschweig und andern gewißlichen soll enthalten, so gedenckt ein ersamer rath diser zeit von unnothen sein, davon zu schliessen, ob mehergedachter deren von Goßlar sachen fur ein religionsachen oder nit antzunemen oder zu vertheidigen sein solte, besonder mochte denen von Goßlar damit geholfen werden, das mit antzeigung gestalt und herkhomens solicher sachen bey der röm. ksl. Mt. durch gemaine ainigungsverwante stend mit allem muglichen vleis dahin gehandelt, damit soliche beschwerliche, nichtige acht alsbald wircklichen abgeschafft und die erbere stat Goßlar also bey dem hl. reich und disen stenden mochte erhalten werden. Dan so die röm. ksl. Mt. den stilstand verschafft, ist wol zu hoffen, das auch ir Mt. als ein loblicher, milter, fridsamer kayser auch das ander als nemlichen die wirckliche aufhebung auch werde gnedigklichen bevelhen.

    Im fall aber, do je soliche beschwerliche acht nit abgeschafft oder je zum wenigsten in ferner stilstand gepracht, dweil es dann ein ersamer rath bey ime selbs fur unzweifenlich helt, wo durch die stimmenreth hierinnen solte erkhentnus beschehen, das alsdann mit dem mehern theil der stimmen soliche deren von Goßlar sachen fur ein religionsachen erkhent und angenomen, damit dann der unglimpf bey den erbern oberlendischen stetten nit verbleibe, waß dann der meher theil gemeiner ainigungsverwanten stende hierinnen wirdet schliessen, das soll und wirdet einem ersamen rath nit misfellig sein und ein solichs irs theils auch mit willigen und schliessen.

    Einemung Hg. Erichs den jungen belangen. Laß ime ein ersamer rath gefallen, das seine fstl. Gn., wie derwegen unserm gnedigen hern, dem Lgf. zu Hessen, geschriben, in diß cristenliche verstentnus eingenomen werde.

    Die statt Braunschweick belangende. Demnach und uff jungstem zu Numburg gehaltenem tag gemaine ainigungsverwante stend sich einer hilf entschlossen, wo dann uff jetzigem reichstag bey röm. ksl. Mt. durch gemeine stend soliche ire beschwerden nit abgestelt, lisset es ein ersamer rath bey bewilligter hilf beruwen.

    Einbeck belangen. Sollen sich eins ersamen rats gesante bey den andern botschaften der erbern stett, sovil muglich, mit vleis erkhundigen, wie sich dieselbigen in gesuchter hilf gehalten oder noch ertzeigen werden, und, waß sie also erfarn, solichs einem ersamen rat alsbald zuschreiben, damit sich ein ersamer rath in demselbigen auch unverweißlichen zu halten wisse.

    Waß dann die hilf wider den Tircken thut belangen. Wiewol ein cristenlich, gut, milt werck, auch hoch vonnethen, das dem erbfeind unsers heiligen, cristenlichen glaubens und namens ernstlicher widerstand bewißen, wie dann Šein ersamer rath ires geringen vermugens mit gantzem willen wol geneigt, so bedenckt aber dannocht daneben ein ersamer rath nit allein inen, besonder allen stenden der cristenlichen verainigung gantz beschwerlichen zu sein, sich in einiche hilf zu begeben, es seie dann, das zuvor durch die röm. ksl. Mt. disen stenden ein bestendiger, beharlicher und satter friden gegeben und das daneben alle jetzo schwebende und khunftige proceß in religion- und glaubenssachen oder, die drauß fliessen, alsbald wurklichen ab- und zu ruwe geschafft und also angestelt, das hinfuro dergleichen sachen kheine meher angenomen werden. Und im fall, do ein solichs beschicht, wo dann ein jeder stand vermog deß jungsten zu Regenspurg verfasten abschids seinem vermugen gemeß geringert und angelegt, also das in einem solichen anschlag zu allen theiln gleicheit gehalten, andere außlendische potentaten, so auch den namen Cristen tragen und die dem reich one mittel und gar nit underworfen, auch in soliche hilf, die allen cristen billichen gemeinen sein soll, getzogen und es die weg mochte gewynnen, das von einer bestendigen, beharlichen hilf geschlossen und dieselbige uff die personen allenthalben geschlagen, alsdann were ein ersamer rath mit willen wol geneigt, sein vormugen der gepur nach auch darzulegen, und bey ime nit mangel sein lassen. Sonsten ausserhalb und, ehe solicher bestendiger, satter frid und abschaffung der proceß am keyserlichen camergericht ab- und zu ruwe gestelt, will einem ersamen rath beschwerlich sein, in einiche beharliche oder eylende hilf zu willigen. Es sollen auch, ehe und zuvor ein bestendiger friden erlangt und die beschwerden abgewent, auch gleicheit gehalten, eins ersamen rats gesante in ainiche hilf mitnichten willigen, besonder was derwegen gehandelt uff hindersichbringen und unser selbs fernern bedencken annemen.

    Das camergericht belangende. Nachdem augenscheinlichen vorhanden, des jetzige camerichter und beisessen dem heiligen evangelio zum hochsten widerig, das sie auch alle mugliche mittel und weg suchen, wie sie die stend, demselbigen anhengig, und sonderlichen denen, so sich protestierende nennen, in merckliche nachteil, schaden und verderben khenden einfiern, das sie auch kheine beisessen an das kayserlich camergericht khomen lissen, sie sein dann den papisten anhengig und schwern uff den abschid, jungsten zu Augspurg aufgericht, so wil hoch vonnothen sein, das dise stend sich irs besten vermugens befleissen, damit jetzig camergericht der notturft nach reformiert und dise, so diser zeit daran sein, alle samptlich miteinander abgeschafft werden, inmassen dem keyserlichen regiment zu Nurmberg beschehen, wie man dann deßhalben vil treffenliche, erhebliche ursachen wol weiß furzuwenden.

    Und dweil camerrichter und beisitzer allein darumben verordent, das sie einem jeden recht und gerechtigkheit in zeitlichen und weltlichen sachen sollen mitteiln und sich der religion mitnichten in iren urtailen zu beladen haben, so bedunckt ein ersamen rath die notturft sein, daß hinfuro das keyserlich camergericht mit geschickten, frommen, erbern und gelerten personen besetzt und in solichem nit angesehen werde, ob soliche personen in iren gewißen den papisten oder, wie man pflegt zu sagen, unserer leer anhengig seien oder nit. ŠJedoch mochte ein ersamer rath wol leiden, das, sovil immer muglich, nach personen getrachtet, die zum wenigsten der rechten, warhaftigen, cristenlichen leer nit widerig und deren auch anhengig weren. Dieselbige personen wurden one zweifel dester geneigter sein, jedem theil sein gepurend recht und gerechtigkheit widerfarn zu lassen.

    Benedict Bantz. Waß dann die vermeint, nichtig urtel des camergerichts thut belangen, alda ein ersamer rath Benedict Bantzen uff sein vermeint, nichtig schanthclag in 300 fl. verdampt worden, das auch, unangesehen ksl. Mt. gnedigsten, gegeben stilstands, camerrichter und beisitzer in sollicher sachen furgefarn, das ruffen erkhant und durch des pfaffen procurator zu continuation uff die declaration der peen beschlossen, sollen eines ersamen rats gesante mit allem vleiß die sachen dahin handeln, damit soliche vermeinte, nichtige urtel aufgehoben, vernicht und abgeschafft oder aber zum wenigsten in einen stilstand gepracht werde und sich in solichem von gemeinen ainigungsverwanten stenden nit sundern lassen.

    Und waß also gemeiner statt notturft erfordert, das sollen eins ersamen rats gesante, nach irem besten vermugen treulichen und mit allem vleis zu furdern, bevelch und gewalt haben1.

    Actum Donstags, den 3. Martij anno 41.

    «Nr.50 Instruktion des Domkapitels von Freising für Georg Beheim gen. Spieß zum Reichstag – Freising, 1541 März 7 »

    München HStA, Hochstift Freising Kasten blau 220/4 Konv. RTA 1541, unfol. (Ausf.).

    Instruction, was unser, ains erwirdigen thumbcapitls zu Freising etc., gesandter, benenntlich der edl, hochgelert unser guter und lieber frundt Georg Beheim, khaiserlicher rechten doctor und cantzler, yetz aufm reichstag zu Regennspurg handlen solle.

    Erstlich soll er der röm. ksl. Mt. etc., unserm allergenedigisten herrn, unser schreiben, wo es stat haben und fuglich beschehen mag, selbs persöndlich antwurten und irer Mt. darauf und daneben unsers stifts gelegenhait, wie es in noch werender vacation darumb stee, zum pesten antzaigen und dieselb von unsernwegen underthenigist bitten, denselben und uns in genedigistem Šbevelch, schutz und schurm zu halten und des, auch unser genedigister khaiser zu sein, mit gehorsamister erbietung, das wir sölches als irer Mt. diemutigist caplän gegen Got furbittend und sonst nach unserm vermögen umb ir Mt. höchstes vleis verdiennen wolten.

    Furs ander soll der gesandt, wann es zu den ausgeschriben reichshandlungen khomen, ime ain session und, dabei zu sein, vergonnt und er derhalben angefragt wirdet, sich halten, wie ander erscheinend fursten und stende, auch der abwesenden potschaften und gesandten sich halten werden. Doch ander halten sich und sonderlich der thurckenhilf, underhaltung halben des khaiserlichen chamergerichts und, ob von andern mer anschlegen gehandlt werden wolt, wie sy wellen, soll der gesandt in ainich hilf oder anlag khainswegs willigen, es gee dann die auf vilen hievor gehalten reichs- und andern versamlungtägen durch ksl., auch kgl. Mt., dartzu Kff., Ff. und stende beschlossen und bewilligt mässigung der anschleg vor, das auch der stift mit den doppelanschlegen1 furter nit beschwert werde.

    Wo es dann hierauf dahin khäm, das die mässigung der anschleg furgenommen und also unsers stifts järlichen einkhommens gelegenhait angetzaigt werden muste, so soll der gesandt dieselben nach lengs, inmassen auf jungst zu Regenspurg gehalten reichstag beschehen, widerumb verneuen und abermaln (wie vor beschehen), den anschlag dem aufheben gleichmessig zu machen, bitten und anruffen. Wo sölches aber (des wir uns doch nit versehen) khain ansehen haben wolte, soll er die vorgethanen protestation abermaln erwittern und erfrischen, als unsers versehens ander fursten und stende, so sich der übermässigen anschlege mit und neben uns samentlich, auch sonst fur sich selbs in sonderhait gleicherweiß beschwärt und derhalben protestirt, auch thun und nit underlassen werden.

    Was dann und welcher maß von andern ausgeschriben articln gehandlt, darin wirdet sich der gesandt, wo er auch entgegen, wol und dermassen wissen zu halten, das dem stift und aim khunftigen herrn und bischof gegen ksl. Mt., auch den reichsstenden unverweislich und ainich unbillich beschwärd nach sich nit ziehen.

    Und solle uns der gesandt zu seiner widerkhunft, so auf unser abvorderung oder nach gestalt und gelegenheit der sach sein selbs gutbedunckhen gestellt sein solle, aller ausrichtungen und, was ime von des stifts wegen allenthalben begegnen wirdet, aigentlich antzaig und relation thun, wir uns zu ime versehen.

    Datum Freising, under unserm gemains capitls daselbst secret insigel verfertigt an dem sibenden tag Marcij im 1541. jar.

    «Nr. Š51 Instruktion Mgf. Johanns von Brandenburg-Küstrin für Konrad Metsch zur Werbung beim Kaiser und zu Verhandlungen über Reichsstand und Session – Küstrin, 1541 März 8 »

    Berlin GStAPK, I. HA Rep. 11 Nr.230, Fasz. 1, fol. 1r–5v (Ausf.); AS v. a. Hd. fol. 1r: Mgf. Johansenn gesandtschaft an ksl. Mt. wegen deßen, das sie [sic!] nicht zum reichstag verschriben worden, bitten derowegen sie [sic!] als einen reichsfursten zur session zu gestatten.

    Und erstlich soll er irer ksl. Mt., unser unterthenigste gehorsame, vorpflicht, willige, treue dinst vermelden und antzeigen, da es auch irer ksl. Mt. an gesundheit und sunsten allenthalben gluckseliglichen in allen derselben irer Mt. christlichen vorhaben wol erginge und zustunde, das weren wir in aller unterthenigkayt zu erfaren erfreuet.

    Und nachdem wir dann erfaren, wie das ire röm. ksl. Mt. eynen gemeynen reichstagk, gein Regenspurgk auf den vergangen tagk Trium regum dieses jars eyntzukommen, allen churfursten und fursten, auch stenden und geliedern des hl. röm. reichs deutzscher nation gnedigst ausgeschrieben [Nr. 1], welchen ire Mt. vor nottwendig erachtet und angesehen, auch ire Mt. des orts nhumals ankommen weren, so wunscheten wir derselben irer ksl. Mt. zum unterthenigsten von Gott dem almechtigen, das derselbe Gott zu ehren, lob, trost, friede, liebe, ruhe, wolfart und eynigkeit gehalten und auch geendiget werde, darzu gluck, heyl und alle seligkeit.

    Und alsdann weylandt der hochgeborne furst, H. Joachim Mgf. und Kf. zu Brandenburg etc., unser gnediger, freuntlicher, lieber her und vater, der [sic!] selen Gott gnedig und barmhertzig sein wolte, im 35. jar der minder zal nach gottlichem willen verstorben und den hochgebornen fursten, H. Joachim, Mgf. zu Brandenburg etc. und Kf. etc., unsern freuntlichen, lieben herrn und brudern, und uns als seiner Gn. eeliche shone an eynene [sic!] landt, leute und anders ainandern verlassen, wir uns auch nach veterlicher verordenunge und sunsten derselben verlassenen lande, leuthe und, wes des mher gewesen ist, erblichen getheilet, verglichen und bruderlichen vertragen haben, auch auf gnedigsten befelich irer röm. ksl. Mt. die lehen, so von irer Mt. und dem hl. röm. reich zu lehen ruren, von röm., hungerischer und behemischer etc. kgl. Mt., unserm gnedigsten herrn, am tage ungeferlich mantags nach Vocem jucunditatis im 38. jare [1538 Mai 27] zu Budissen mit allen regalien, hoheiten, wirden, nutzungen, rechten und gerechtigkeiten und in aller maß, wie dieselben unser gnediger und freuntlicher, lieber her und vater seliger gebraucht, genossen und innegehabt hat, underthenigst neben gedachten unsern freuntlichen, lieben herrn und brudern, dem Kf. zu Brandenburgk etc., empfangen, welchs gnedigsten befelichs und bescheener belehnung wir uns kegen irer ksl. Mt. zum unterthenigsten bedancken thun.

    Und nachdem wir aber zu itzigem vorhabenden irer ksl. Mt. reichstage kegen Regenspurgk gleich andern Kff., Ff. und stenden des hl. röm. reichs villeicht aus Šversehunge oder manigfaltigen gescheften irer ksl. Mt. derhalben befolhenden cantzley nicht beschrieben noch erfordert seint, so hette unser unvermeidliche notturft erfurdert, das wir nicht dartzu beschrieben weren, irer ksl. Mt. zum unterthenigsten zu berichten, mit unterthenigster bytt, das ir ksl. Mt. uns den standt, stadt und session im reich wie eynem regirenden Mgf. zu Brandenburgk etc., aus eynem churfurstlichen hause gebornen, denselben geburlicher weise durch unsern gesanthen einzunhemen und zu besitzen, gnedigsten geruchten, auch in des reichs buch zu registriren zu lassen, damit wir als eyn gehorsamer furst irer ksl. Mt. und des hl. reichs nicht ausgeschlossen oder ubergangen, auch derhalben mit niemants in zukunftigen zeiten zu unfreutlichem willen kommen ader wachsen dorften. So were auch unser unterthenigst bytten, do mher dergleichen gemeine versamlungen von Kff., Ff. und den stenden des hl. reichs von irer ksl. Mt. beschrieben ader erfordert, das irer ksl. Mt. derselben ader des hl. reichs cantzlern gnedigst befelhen wolten, das wir nicht als eyn Mgf. zu Brandenburgk etc. und gehorsamer furst irer ksl. Mt. und des hl. reichs ausgeschlossen ader ubergangen wurden, wie wir dann in aller unterthenigkeit, solchs bey irer ksl. Mt. genedigst zu gescheen, uns vertrosten theten. Das weren wir, in allem christlichen furhaben umb irer ksl. Mt. mit leyb und gutt als der schuldig und gehorsame furst in aller unterthenigkeit zu verdienen, befliessen und theten uns irer ksl. Mt. zum unterthenigsten befelhen.

    Und wiewol wir nicht zweifeln, ire ksl. Mt. werden sich auf unsere oberwente unterthenigste, pilliche bytt und suchunge mit gnedigster antwordt vernhemen lassen, do aber eyn antwordt, die unserer unterthenigsten bytt nicht gleichmessig sein wolt, gegeben wurde, das wir uns doch keynesweges vermuthen wollen, so soll unser gesandter furder befelich haben, unser ansuchen, bei ksl. Mt. gescheen, an hochgedachten unsern freundtlichen, lieben herrn und brudern, den Kf. zu Brandenburgk etc., do derselbe des orts verhanden, und an unsere vettern Mgf. Georgen und Mgf. Albrechten zu bringen mit bruderlicher, vetterlicher und freuntlicher bytt, das sie unserm gesandthen von unsernwegen in demselben, damit wir keyn verhinderung an unsern anererbten stand, stad und session erleiden dorften, gerathen seyn wolten, mit erbietunge, das wirs in allen bruderlichen, treuen, freuntlichen, vetterlichen willen verdienen wollen.

    Und das unser freuntlicher, lieber her und bruder dafur achtet, das sein L. uns vermuge des vaterlichen vertrags vertreten muchten, das derwegen, solche suchunge bey irer ksl. Mt. oder sunsten weiter zu thun, von unnotten, so solt unser geschickter antzeigen, das wir uns der veterlichen verordenunge und vertrags wol zu erynnern wusten, da aber derselb davon redet, das ein Kf. zu Brandenburgk etc. allein die bestetigung von wegen unser und unserer vettern bei ksl. Mt. und andern lehensherrn suchen solten, aus ursachen, die in dem vertrage zu erwhenen ane nott, und wir auch nicht so gar ane darlegunge des reichs hulfs [sic!] weren, wie des ire L. gut wissens hetten, und die wordt nemlich also lautendt:

    ŠWelcher auch fur und fur unter unserm geschlecht zu eyner jedern zeit der churfurst ist, der soll von röm. kaysern, konnigen und churfursten sein bestetigung von seyn als eynes churfursten und von aller seiner erben, bruder und irer erben und vettern wegen semptlich nhemen, umb ursach willen, die nicht nott seint zu schreiben. Was aber die steur im reich betrieft, das aus der curfursten und fursten eygen beutel muß erlegt werden, dartzu soll unser eldester shon als der churfurst zwey teil und unser jungster shon den drietten pfening zu erlegen schuldigk sein. Begebe sich aber solche hulf im reich ader der christenheit zugute, das die landschaft dieselbe ausgeben wurde, so sol irer beider landschaft solchs samptlich ausbringen etc.

    Dieweyl dann dem also, so konten sich je solche wordt auf des reichs standt, stad und session nicht erstrecken, aus ursachen, das von des reichs standt, stad und session mit keynem buchstaben ausdrucklichen eyniche erwenunge beschee. Hierumb wer unser bruderliche und freuntliche bytt, das uns ire L. an unserer anererbten stadt, stand und session nicht irren, sondern vilmher, das wir dieselbe erhalten, bruderlichen wolten furderlich sein.

    Befunde unser gesandter auf solchen bericht, das sich sein L. neben unsern vettern in ratth eynliessen, so soll derselbe unser geschickter anhoeren und bei sich treulichen erwegen, ab durch solchen rath uns der standt, stadt und session im hl. reich mocht erhalten werden. Wo unser geschickter solchs befunde, so solt er von unsertwegen dem rath nachfolgen. Wo er aber das kegenspil, das alleine eyn vertzug dadurch eyngefurdt werden mocht, erachten thete, so sol er furder iren L. vermelden, das wir entschlossen, das er unser unterthenige bytt und suchunge, so an die röm. ksl. Mt., unsern allergnedigsten hern, bescheen, den curfursten, fursten, graven, herrn und stenden, so des orts zu Regenspurgk versamelt, bruderlichen, vetterlichen, freuntlichen und gnediglichen antzeigen und berichten, auch darneben vermelden, ab wir gleich zu itzigem vorhabenden reichstage nicht beschrieben, so wolten wir dannoch dadurch unsern anererbten standt, stadt und session als ein regirender Mgf. zu Brandenburgk und gehorsamer furst des hl. reichs im reich noch sunsten mitnichte begeben, sondern uns desselben zu eyner jeden zeit gebrauchen und halten, welchs wir uns vor iren L. und den andern stenden des reichs offentlich wolten bedingen lassen, wie wir, dieses alles durch unsern gesanthen den churfursten, fursten, graven, herrn und stenden in schrieften zu uberantworten, befelich gethann, mit bruderlicher, vetterlicher und freuntlicher bytt, auch kegen den andern genedig gesynnen, das ire L. und die andern stende dieser unsern unvermeidlichen, unterthenigsten bytt und gepurliche, pilliche suchunge freuntlichen und gunstiglichen zu jeder zeit ingedenck sein wolten, auch solchs zu unserer notturft ins reichs puch vertzeichenen lassen, mit erbietung, das wir solchs alles umb iren L. in allen [sic!] bruderlichen, vetterlichen und freuntlichen willen verdienen, kegen den andern in gnaden erkennen, gedencken und in allem gutem vergelten wolten.

    Es soll unser gesanther in alwege darauf guten fleiß haben, das er eynsmhals ins reichs rath an unser stadt sitzen mochte, und, wann das gescheen, alsdann Šwider abtziehen. Actum auf unserm schloß zu Custrin, Dinstags nach Invocavit anno etc. 41.

    «Nr.52 Instruktion Kf. Johann Friedrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen für F. Wolfgang von Anhalt, Christoph von Taubenheim, Hans von Dolzig, Hans von Pack, Eberhard von der Thann, Franz Burchard und Bleikhard Sindringer zum Reichstag1 – Torgau, 1541 März 15 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 28r–71v (Ausf.); AS v. a. Hd. fol. 28r: Kf. Johann Friedrichs und Johann Ernsts zu Sachsen instruction, dero abgefertigten auf den reichstag zu Regenspurg anno 1541 ertheilet.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 40r–47v (Teilkop.); DV v. d. Hd. Hans von Dolzigs fol. 47v: Regenspurg 1541. Abschrift der instruction, o. Datum.

    C  Marburg StA, PA 576, fol. 30r–37v (Ausz., Kop.); DV fol. 37v: Ursachen, uß denen sich der Kf. zu Sachssen, uff den reichstag zu komen, beschwert. O. Datum2.

    Ausz.: Corp. Reform. IV, Nr. 2162 , Sp. 123–132.

    Erstlich wann sein L. und sie zu Regensburg ankommen, so sollen sie sich bei röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten hern, undertheniglich ansagen lassen und umb audientz bitten. Do inen nu ort und stunde benant wirdet, so sollen sie sich zu ksl. Mt. vorfugen und nach uberantwurtung beigelegts unsers credentzbrives3 irer Mt. unsere underthenigste, gehorsame dinst sagen, mit underthenigsten erbietungen, wie der gebrauch ist, und dorauf nachvolgende antzaig thun.

    Nachdeme ire Mt. vorschinner zeit ainen gemainen reichstag gegen Regensburg, auf Trium regum vorgangen [1541 Januar 6] doselbst zu erscheinen, ausgeschrieben [Nr. 1] und uns, den Kf. zu Sachssenn, dohin auch gnediglich erfordert, so hetten wir durch unsern forirer und sonsten erkundung gehapt, wie es mit solchem reichstag vorbleiben wurde, und befunden, das sich irer ksl. Mt. ankunft gegen Regensburg uber die ausgeschriebene zeit aus furgefallenen vorhinderungen etwas vorzihen wolt. Aber nichtsdesterweniger hetten wir zur antzaig unsers underthenigsten gehorsams gegen irer Mt. zwene unser rethe, nemlich Cristoffen von Taubenhaim, ritter, und Eberhartenn von der Thann Šgegen Regensburg abgefertigt und inen bevolhen, irer Mt. von unsernwegen undertenige antzaig zu thun und entschuldigung furzuwenden, wie sie dan, als sie uns durch ir schreiben berichtet, undertheniglich gethann. Das sie nu ire Mt. gehört, solchs teten wir uns gegen irer Mt. gantz undertheniglichen bedancken.

    Und uns zweivelte nicht, ksl. Mt. wuste sich gnedigst zu erinnern, welchergestalt unser vetter und bruder, Lgf. Philips zu Hessen, und wir hievor ain underthenige schrift [Nr. 416] an ire ksl. Mt. mit vormeldung etzlicher ursachen, dorumb uns, solchen reichstag zu besuchen, beschwerlich, gethann und dorauf irer Mt. resolution undertheniglich gebeten. Dorauf sich ire Mt. mit gnedigster antwurt undt in sonderhait seiner L., unser und unser mitvorwanten sicherhait und vorglaitung halben, auch mit anstellung der processen an irer Mt. camergericht in religionsachen, dorzu suspendirung der von Goslar und Mindenn acht, auch mit ainem fridgebot gegen Hg. Hainrichen von Braunschwig wider die stat Braunschwig gnedigst ertzaigt, welchs alles gegen irer Mt. wir uns sampt unsern mitvorwanten gantz undertheniglich teten bedancken4. Undt wiewoll wir, uns nu dorauf auf den reichstag gegen Regensburg zu begeben, in underthenickait woll gnaigt gewest, inmassen dan vorgnante unsere rethe, der von Taubenhaim und der von der Than, ane zweivel rechter, undertheniger wolmaynung und als die, so der ding gelegenhait bishere kains gruntlichs wissens entpfangen, sich derhalben gegen irer ksl. Mt. underthenigst und so weit hetten vornemen lassen, das auch ire ksl. Mt. dorauf ain weitter gnedigs schreiben an uns gethann, welchs sie uns neben irem bericht zugefertigt, so wusten wir doch irer ksl. Mt. als unserm gnedigsten kaiser und hern nicht unvormelt zu lassen, das vor wenig vorschinnen tagen ain offentlicher schanddruck, welchen Hg. Hainrich von Braunschwig mit ungrund und unwarhait wider uns hett drucken lassen5, uns zuhanden kommen und, wie wir glaublich berichtet, so solt gedachter von Braunschwig deren vill mit sich auf den reichstag gegen Regensburg genommen haben, der maynung, furder dieselben under die Kff., Ff. und stende des reichs doselbst auszutailen. Nu konte ire Mt. gnedigst bedencken, das unsere hohe und unvormeidliche notturft erfordern wolt, unsere warhaftige gegenvorantwurtung zu rettung unser ehren dorwider zu vorfertigen und ausgehen zu lassen, damit ain ider, so des von Braunschwig schanddruck lese, dieselbig unser vorantwurtung auch dorbei haben und dorgegen halten möchte. Dann ire Mt. als ain berumpter, löblicher kaiser hett leichtlich zu achten, das uns sonder ruhm an Šunser hergebrachten ehr und leumat, welchs das höchste klainot auf diser welt were, am maisten nach denen sachen, Got und sein hailwertigs wort belangt [sic!], welchs doch der von Braunschwig mit neid, ungrund und unwarhait in seinem schandschreiben uncristlichen angreiffen und neben uns lestern tet, uns fur des reichs sachen und hendeln wolt abzuwarten gelegen sein.

    Zudeme, obwoll, wie gemeldet, ire ksl. Mt. an derselben camergericht ainen gnedigen stillstand der processen halben in religionsachen, dorzu ain fridgebot mit Hg. Hainrichenn von Braunschwig agegen der stat Braunschwig–a genedigst verschaft und gethan, so wurden wir doch glaublich bericht, das sollichs alles nicht statfinden solt, dann, sobald ire Mt. von Speier vorruckt, solten sich camerrichter und beisitzer understanden haben, wider die von Eßlingen in religionsachen, den Pantzen betreffende, zu procediren und scheden zu taxiren und, do dieselben nicht erlangt, alsdann wider die von Eslingen auf die acht zu ereylen. So befinden wir auch nach nicht, das die von Braunschwig Hg. Hainrichs von Braunschwigs halben irer Mt. geschafften fridgebots, dorzu die von Goslar der suspendirten acht genislich gemacht und fridlich aus- und einzihen und inen zu- und abgefurt möcht werden. Dann der von Braunschwig lies fur und fur straiffen, derwegen auch ksl. Mt. in sonderhait zu bedencken, wie beschwerlich sein wolt, das wir uns auf den reichstag solten begeben, eher und zuvor wir, unsere mitvorwanten und berurte stete irer Mt. gnedigsten geschefte mit dem werg genislich gemacht.

    Uber das hette sich ksl. Mt. unsers vorsehens nach genediglichb zu erinnern, das wir irer Mt. hievor sunderlich geschrieben und irer Mt. die beschwerungen, so uns von dem Kard. und Ebf. zu Maintz und Magdeburg in sachen, das burggravethumb zu Magdeburgk und gravengeding und bann zu Hall belangend, begegent6, also und dergestalt, abwoll gedachter ertzbischoff sich derhalben mit uns in ayn aidpflichtig compromis fur unser baider hern und freunde, die chur- und fursten der erbaynung der heuser Sachssenn, Brandenburg und Hessenn, gelassen, die uns auch baidersits dorauf zum rechten voranlasset, das ain ider tail seine vorhoffte grunde in jarsfrist solt vorfuren und alsdann durch gedachte churfurst und fursten ain ausspruch gethann werden, welchen ain ider bei furstlichen treuen und waren worten vestiglich zu halten vorsprochen und zugesagt, so het man doch, des alles ungeachtet, durch practicken und mit ungegrundten bericht die ding an ire Mt. gelangt und die sachen zu ainem aufzug gebracht, uns zu mercklichem nachtail, vorclainerung und an den camerrichter und beisitzer, die uns anedas nach irer personen gelegenhait zum höchsten vordechtig, ain Šcomission in irer Mt. nahmen ausbracht, dorauf wir durch camerrichter und beisitzer vormaintlich citirt und, ob wir woll aus vilen trefflichen ursachen gedachte camerrichter und beisitzer recusirt, dorzu die vermainte comission statlich widerlegt, so kehmen wir doch in glaubwirdige erfharung, das, ungeachtet berurter recusation, dorinnen wir uns auf Pfgf. Ludwigenn Kf. und andere fursten des reichs tanquam ad arbitros iuris erboten, durch camerrichter und beisitzer procedirt und dem ertzbischoff uber das hochbeteuert compromis parts statt vorhengt wurde, also auch, das seinen anwelden das anruffen zu der acht wider uns, wiewoll nichtiglich, solt erkannt sein worden.

    Dieweil wir dann auf vorgemelt unser schreiben, so wir an ire Mt., wie berurt, sunderlich gethann, bishere kain antwurt nach resolution erlangt vormutlich anderer irer Mt. gescheft halben, die ire Mt. doran vorhindert, und sich aber irer Mt. geschaffter stillstand an dem camergericht allain auf die religionsachen tete erstrecken und wir gleichwol die sorge und fhar tragen musten, das wir auch under dem reichstag, wann es dem bischoff oder dem camergericht gefellig, dieser sachen halben mit nichtigen processen möchten beschwert werden, so kont ire Mt. abermals gnedigst bedencken, wie unbequeme uns sein wolt, nach zur zeit zu dem reichstag gegen Regennsburg zu kommen, zufurderst ehr wir unser vorantwurtung wider Hg. Hainrichs von Braunschwig schanddruck vorfertigt, auch vorstehen und vornehmen möchten, das dem vorfugten irer Mt. stilstand am camergericht in religionsachen statgegeben, auch durch den von Braunschwig gegen der stat Braunschwig und Goslar frid gehalten, die strassen geöffnet, abe- und zufhur, auch sicherer pas vorstattet, in sonderhait aber ehr wir gewis sein möchten, was ire Mt. obangezaigter burggravischen sachen halben fur vorschaffung gethann, dann ksl. Mt. konnt gnediglich ermessen, ob wir woll von irer Mt. mit glait vorsehen, solt aber gleichwoll auf anhalten des ertzbischoffs oder seiner anwelde durch die hochvordechtigen personen des camergerichts wider uns weitter vorfarn und procedirt werden, wie genislich wir irer Mt. glaits in unserm hin- und widerwege sein möchten, zudeme auch, wie sicher unser land und leutte mitlerzeit sein wurden.

    Hiruber konnten auch ire ksl. Mt. selbs gnediglichen bedencken, worzu es auch dinstlich sein wolt, das wir uns nach zur zeit gegen Regensburg vorfugt oder nachmals vorfugen teten, dieweil die geschwinde vorbitterungen, doch an unser schult, durch des von Braunschwig schmahschreiben, domit er nicht allain uns und unsern vettern und brudern, den landgraven, sondern auch andere fursten, stende und stete unser cristlichen confession und vorainigung an ehren und glimpf aufs heftigst, wiewoll mit offentlicher unwarhait, angegriffen und uns sampt iren L. und inen vor abtrunigen von der cristlichen kirchen gescholten, eingewachsen weren. Weil wir ime dann solch cschand- und-c schmeheschreiben vorantwurten und dasselbig widerumb an tag musten Škommen lassen7, so könt ksl. Mt. gnedigst woll erachten, was dorob fur beschwerliche reden nicht allain zwuschen uns, den parteien, sondern auch ains iden parts vorwanten stend, auch den dinern und hoffgesinde wurden gefallen. Und ob wir, die parteien, uns gleich messigen musten, uns unsers vordrises, sunderlich in kegenwertickait ksl. Mt. kegenainander vormercken zu lassen, so wurde es doch bei allerseits dinern nicht vorbleiben undt möchten dieselben dorob inainander wachsen und entlich ervolgen, do wir baiderseits ins reich reten beiainander sein oder zusammenkommen solten, das sich allerlay hitzige, vordrisliche wort dorob gegenainander und entlich weittere beschwerungen zutragen möchten.

    So wusten auch unsere ohmen und rethe irer ksl. Mt. weitter in underthenickait nicht zu bergen, und ire ksl. Mt. könnt es selbs leichtlich erachten, das uns obberurts cardinals und ertzbischoffs handelungen auch nicht geringlich beschwerten und zu gemut gingen, das er sich understunde, das vor Gott geschworne compromis umbzustossen und die sachen, unser magdeburgisch dburggraffthumb betreffend, in ain nichtige, neue rechtfertigung und sunderlich fur denen, die uns zum höchsten vordechtig, als vor itzigen camerrichter und beisitzern zu furen, und wie wir uns dorob mit ime zu personnlichen beratschlagungen und handlungen auch wol einlassen mugen.

    eFerner wusten auch unser ohem und rete ksl. Mt. in underthenickait nit unangetzaigt zu lassen, das fur seiner L. und irem abraisen uns von ainem camergerichtsboten ayn citation in irer ksl. Mt. namen an derselben camergericht in sachen, den Bf. von Meissen betreffende, zukommen8. Dorinnen wurden wir bei vermeidung irer ksl. Mt. und des reichs acht citirt und geladen nach besag und ausweisung derselben citation, so unser ohem und rethe irer ksl. Mt. in underthenickait ubergeben sollen, domit ire ksl. Mt. doraus zu sehen und zu befinden, wie gantz und gar irer Mt. gescheften an dem camergericht nicht statgegeben wurden. Dann wir wolten setzen, das des fiscals furnemen des Bf. von Meissen halben nicht solt fur ain religionsach geacht werden, so wurde sie doch uns zu has der religionn halben an dem camergericht erregt und furgenommen. Nu were uns aber in kainem wege thunlich, das wir uns solten fur denen so oft und in vilen sachen recusirten camergerichtspersonen dieser sachen halben einlassen und dieselben grosvordechtigen personen fur urtailer Šgedulden, wie wir dann hievor vor uns allain, auch insgesampt mit unserm vettern, Hg. Hainrichen zu Sachssenn, ire beschwerungen berurter sachen, auch procedirens halben irer ksl. Mt. undertheniglich zu erkennen gegeben und umb einsehen und vorschaffen gebeten hetten. Undt wiewoll wir sampt unserm vettern von irer Mt. ain gnedige resolution erlangt, nemlich den Bf. von Meissenn der religion halben auf diesen reichstagk kommen zu lassen, doch dem haus zu Sachssenn an seiner gerechtickait gantz unvergreiflich, welchs dann wir und unser vetter dermassen als dem haus zu Sachssenn unvorgreiflich hetten geschehen lassen, so befunden doch ire ksl. Mt. aus des camergerichts citationn selbst, das gemelter irer Mt. resolution auch nicht statgegeben, sondern doruber wider uns in irer Mt. nahmen zu der acht wolt procedirt werden, deren wir auch ungeachtet irer Mt. furstehenden reichstags–d, auch gegeben glaits und sicherung zuwider sambt unsern landen und leutten musten gewertig sein, do wir aigener personn auf dem reichstag weren, dann uns wolt, wie gemelt, nicht gelegen sein, uns fur den vordechtigen personen einzulassen, wie wir auch zu recht nicht schuldig weren.

    Solten dann irer ksl. Mt. geschefte bei dem camergericht kain frucht wircken, wurden wir uns nichts gewissers zu vormuthen haben, dann das camergericht wurde mit der acht fortfharen, derhalben ire ksl. Mt. uns sovil mehr gnediglichen wurden entschuldigt haben, das wir nicht kommen möchten, es wolten dann ire ksl. Mt. die wege an die hand nehmen, dorumb wir auch undertheniglichen teten bitten, das das camergericht in den sachen, dorinnen es von uns recusirt, muste stillstehen. Und auf das es von irer ksl. Mt. nicht dorfur möchte gehalten werden, das wir nicht recht leiden wolten, so rughete unser bitt dorauf, das ir ksl. Mt. neben ainem ernsten stilstand in baiden sachen, den Bf. von Magdeburg und Meissenn belangend, die vorschaffung wolten thun, das das camergericht mit uns arbitros iuris annehmen muste von ehrlichen, unvordechtigen churfursten und fursten des reichs, deren wir etzliche gegen dem camergericht in unser recusationlibellen benannt, und derselben erkentnus mit uns gewarten, ob unser recusation im rechten ergrundet odder nicht. Wurden sie uns nu aberkant, so konnten wir wol achten, wes wir uns dornach zu halten wurden vorpflicht sein, aber das die vordechtigen camergerichtspersonen uber unser recusation solten erkennen, dorinnen sie uns ebensowoll als in der hauptsachen vordechtig, das wolt uns zum höchsten beschwerlich sein, wie ire Mt. gnediglichen selber konnte bedencken–e.

    Dieweil wir dann nicht anders vormercken, dann das ire ksl. Mt. zum gnedigsten gnaigt weren, ruhe und frieden im reich teutzscher nation zu pflantzen und aufzurichten, des wir uns auch gegen irer Mt. aufs underthenigst teten bedancken, und wir dann auch ungerne fur den befunden wolten werden, so seiner personn und gegenwertickait halben zu ainicher zurruttung wolt ursach sein, hirumb were unsere underthenigste bit, ksl. Mt. wolt uns deme allen nach entschuldigt haben, das wir uns nach zur zeit personlich zu dem reichstag gegen Regennsburg nicht vorfugt hetten. Aber domit dannoch ksl. ŠMt. unsern underthenigen gehorsam zu vormercken, so hetten wir nicht wollen underlassen, unsern ohmen von Anhalt und die andere unsere rethe an unser stat mit gnugsamer vollemacht zu vorordenen, wie wir dann gethann. Stelten es auch aus angezaigten ursachen zu ksl. Mt. selbst gnedigstem bedencken, ob unsere personnliche gegenwertickait den hendeln furderlich und dinstlich sein wolt oder nicht, dorumb uns auch ire Mt. dester genedigster unsers personnlichen nichterscheinens wurde entschuldigt halten.

    Do wir aber vorstehen und vormercken wurden, das irer Mt. gescheften an obberurten örten wircklich gehorsamet und volg gelaistet, wir auch irer Mt. gnedigste resolution der burgrevischen sachen halben nachmals erlangen, auch das unser personnliche erscheinen irer ksl. Mt. und dem reich, auch denen sachen dises reichstags mer zu nutz und guthem dan vorunruigung und vorhinderung möchte dinstlich sein, so wolten wir alsdann irer Mt. zu undertenigem gehorsam, auch dem hl. röm. reich und allen sachen zu wolfart und guthem nicht underlassen, vilgmelten reichstag personlich zu besuchen. Solt aber solchs in ainem zweivel stehen, so achteten wir besser sein, ire ksl. Mt. teten unser aus den vilfaltigen ertzelten ursachen und, dieweil wir unsern freund von Anhalt und unsere rethe so statlich mit gnugsamen bevelh geschickt und abgefertigt, das an uns kain mangel wurde sein, des personnlichen besuchens halben gnedigst vorschonen, welchs wir auch umb ire ksl. Mt. in aller underthenickait zu vordinen erbutig weren. Und hiruber hetten sie von uns bevelch, an unser stat alles das zu handeln, zu beratschlagen und furzunemen helfen, das wir selbst teten und zu thun hetten, do wir selbst gegenwertig weren, dorzu sie sich dann bei irer Mt. underthenigst wolten angegeben und erboten haben9.

    Hirauf sollen unser ohem und rethe anhören, was inen von ksl. Mt. wirdet zu antwurt gegeben werden, und uns dieselbig unvorzuglich zu erkennen geben. Wurde aber in solcher antwurt mit angeregt werden, ksl. Mt. hett oder wolt sich vorsehen, dieweil ire Mt. Kff., Ff. und stende des reichs bei der pflicht erfordert, wir wurden dorauf zu Regensburg personnlich erschinnen sein oder nachmals furderlich ankommen, so werden unser ohem und rethe dorauf woll ain fugliche vorantwurtung zu unser entschuldigung zu geben wissen mit antzihung der erzalten beschwerung. Zudeme, obwoll irer Mt. erforderung vormelden tete, das ire Mt. auf Trium regum zu Regensburg gewislich sein wolt, so hetten wir Šdoch zwene unser rethe irer Mt. zu underthenigem gehorsam gegen Regensburg zeitlich und vor andern stenden vorfertigt. Ire ksl. Mt. kont auch als ain hochvorstendiger kaiser gnedigst erachten, wie mercklich und gros beschwerlich uns sein wolt, uns nach zur zeit gegen Regensburg zu vorfugen, dieweil uns der unvorsehenliche zufalh mit Hg. Hainrichs von Braunschwigs schandbuch begegent und under allen ehhaften nicht die geringste were rettung der ehren etc.

    Rete von Hg. Johans Ernsten wegen in reichsrat zu vorordenen: Und wiewoll wir gnaigt gewest, Cristoffenn von Taubenhaim, ritter, auf sein hievor bei uns beschenes bitten, desgleichen Eberharten von der Thann wider von Regensburg in ire bevolhene ampte zu erlauben, so bedencken wir doch, das von unser Hg. Johansen Ernsten wegen auch imant in dem undern oder gemainen des reichs rath sitzen und vorordent werden musse und sunderlich auch hirumb, ob sich die bischove des hauses zu Sachssenn in solchen rath mit der session auch eindringen und sich derselben anmassen wolten, welchs dan, wie wir hernach ainen sunderlichen artickel haben stellen lassen, nicht eingereumbt, sondern mit vleis widerred und widerfochten soll werden, dorumb sollen sie neben unserm ohemen und den andern unsern rethen zu Regensburg vorzihen, bis wir sie durch unser sunderlich schreiben wider abfordern werden.

    Wo Kg. Ferdinandus zu der audientz getzogen: Wurde auch ksl. Mt. zu obberurter audientz Kg. Ferdinandum, irer Mt. brudern, zihen, so soll der von Anhalt und die rethe ire rede und anbringen gegen der ksl. Mt. gleichwol allain thun und sich nicht anders vormercken lassen, dann als het kgl. Mt. mit unsern sachen gantz und gar nicht zu thun. Wurde auch ksl. Mt. des wollen beschwert sein und anzaigen lassen, ire ksl. Mt. het kgl. Mt., iren bruder, als ainen romischen kunig zu solcher audientz dorumb mit getzogen, das ire Mt. als ain römischer kunig mit dorbei und gegenwertig sein solte, nu hette aber ire Mt. vormerckt, das kgl. Mt. in dem anbringen nicht gedacht, ir auch kain tittel were gegeben worden, so sollen unser ohem und die rethe sagen, das sie des von uns nicht bevelh entpfangen, ane zweivel aus deme, wie ksl. Mt. selbst wusten, das wir in irer Mt. brudern walh nicht gewilligt, sondern bishere contradicirt, dorwider opponirt und protestirt hetten, dorumb auch sein L. und sie von uns den ausdrucklichen bevelh hetten, das sie sich in kain handlung mit tittelworten odder anderm solten einlassen, so fur aine gehehlung undt bewilligung in berurte, vormainte walh möcht vorstanden und angenommen wollen werden. Sie wolten auch underthenigst zu ksl. Mt. vorhoffen, dieweil dieselbig sach durch die cadauische und winische vortrege im falh, das die resolution inhalts derselben nicht ervolgen wurde, die mas hetten, das wir solten undt wolten widerumb freistehen, kgl. Mt. fur ainen romischen konig nicht zu halten nach irer Mt. den tittel ains romischen kunigs zu geben10, ire ksl. Mt. Šwurde kain ungnedigs misfallens dorob haben, das unser ohem und die rethe iren bevelh, so sie berurten vortregen gemes in deme kgl. Mt. halben hetten, nicht uberschreitten möchten, wie inen auch nicht geburen wolte.

    Und sollen unser ohem und rethe hirauf vormercken, welchergestalt sich ksl. Mt. dorauf widerumb wirdet vornemen lassen, dann wir haltens dorfur, ksl. Mt. werde nicht underlassen, die sach dohin zu richten, das etwo durch etzliche irer Mt. oder kgl. Mt. rethe dorinnen handlung furgenommen werde, oder wirdet villeicht unsern vettern undt brudern, den landgraven, in solche handlung wollen schieben, wie sich dann sein L. gegen uns deshalb beraitan hat lassen vornemen, das sie zwuschen kgl. Mt. und uns handeln, welchs wir aber bishere in seinem werth haben beruhen lassen, aus deme, das wir seiner L. underhandlung ungern sehen wolten. Wo nu dieselbig sach sich dermassen und dohin wurdt lenden und zutragen und an unsern ohmen und die rethe underhandlung gelangt werden, so sollen sie sich lassen vornemen, das sie von uns hirumb nicht bevelh hetten, anders dan, wo sie wurden vormercken, das man berurter sachen halben wolt gutliche underhandlung furnemen, das sie sich derselben an [= ohne] zuruckgelangen und unsern weittern bevelh nicht solten beladen, doch wo man ichtwas an uns wolt gelangen und zu mehrer furderung der reichshendel auf dergleichen vorsicherung zum anfang handeln, wie hievor und sunderlich jungst zu Hagenau beschenn, do kgl. Mt. unsern reten ain vorschreibung aufgericht und gegeben11, so hetten sie gewalt und bevelh, dergleichen vorsicherung auf zwene monat lang anzunemen, aber lenger nicht, und in mitlerweil kgl. Mt. berurten tittel und reverentz zu geben und zu pflegen. Dann were ksl. Mt. und der kunig dorzu gnaigt, so wurden ire Mtt. zwuschen solchen zwaien monatten zeit ane zweivel gedencken undt trachten, wie unserm ohem und unsern reten wege angezaigt mugen werden zu furnemung weitter handlung.

    Wo sich nu dieselbig sach auf solche wege schicken und zutragen wurde, so sollen es unsere ohm und rethe, wie angezaigt, halten und berurte vorsicherung auf zwene monat lang annemen, auch dem kunig den tittel ains romischen Škunigs die zeit lang geben und von unsernwegen reverentz laisten und, so inen underhendler der sachen halben furgeschlagen und angegeben wurden, so mugen sie sich vornemen lassen, solchs an uns zu gelangen. So wollen wir uns auf ir antzaig und, wie wir die sachen aus irem bericht werden vormercken, mit weitter geburlichen antwurt furderlich und dermassen vornehmen lassen, domit sich unser ohem und rethe gegen den underhendlern hinwidder der billikait auch mugen vornemen lassen.

    Wurde aber an unsern ohmen und die rethe des kunigs halben nichts gelangen, sondern stracks zu den reichshendeln geschritten und der kunig durch die ksl. Mt. in die reichshandlung als ain romischer konig wollen getzogen werden, so soll der von Anhalt und unsere rethe, do sie von unsernwegen allain oder auch von wegen aller cristlichen einungsvorwanten etwas werden antzutzaigen haben, dergleichen furwendung, protestation und antzaigung thun, wie unsere rethe der handlung halben zu Hagenau und Wormbs von uns bevelh gehapt, auch nichts daran scheuen noch meiden. Und nemlich, wiewoll des tags halben zu Hagenau ain vorgleichung zwuschen kgl. Mt. und uns, dieweil die handlung desselben tags gewehret hette, des tittels ains romischen konigs und, was deme mer anhengig, beschenn, dieweil wir aber itzo in vorigem unserm stande derselben sachen halben widerumb stunden, wolt unsern ohmen und rethen nicht geburen, kgl. Mt. berurten tittel von unsernwegen zu geben, das sie es auch nicht thun solten, des hetten sie von uns also claren bevelh und, ob sie nu gleich in reden, so inen von rethen und potschaften der andern protestirenden stende aufgelegt wurde, von derselben wegen irer Mt. berurten tittel geben wurden, solchs solt doch allain von derselben und gar nicht unsernwegen beschehen noch gemaint sein, dovon sie auch ainmalh vor alles offentlich wolten protestirt und solche protestation in allen handlungen repetirt haben.

    Was an den landgraven zu werben12: Unser ohem von Anhalt etc. und rethe sollen sich zu irer ankunft gegen Regensburg zu unserm vettern und brudern, dem landgraven, in seiner L. herberge vorfugen und seiner L. auf beiligenden credentzbriff anzaigen: Nachdeme wir sie mit vollemacht und instruction gegen Regennsburg abgevertigt, sich in allen handlungen vormuge derselben instruction zu halten, domit unsernhalben kain mangel solt sein, und aber uns von seiner L. etzliche schreiben gegen Torgau zukommen und sunderlich ains, so am datum gehalten zu Martburg, den 28. Februarij, doraus wir vornommen, das sich sein L. auf Freitagk nach Invocavit [1541 März 11]  Šberurts orts erheben und zu gemeltem reichstag gegen Regensburgk vorfugen wolten, so hetten wir inen bevolhen, wo sie also sein L. vor irer ankunft zu Regensburg wurden personnlich antreffen, das sie sich ane vortzug zu seiner L. solten vorfugen und seiner L. unser gantz freuntlich dinst ansagen, das wir auch, seiner L. gluckliche ankunft doselbs zu Regennsburg und sein[e]r L. gesunthait zu erfharen, gröslichn gnaigt weren. Das aber wir uns zufurderst nach zur zeit aigener personn nicht erhoben, zu berurtem reichstag zu raisen, des hetten wir vill bedencken, ob uns wol sein L. allerlay in berurtem irem letzern schreiben angezaigt und furnemlich, was etzlicher unser sunderlichen sachen undt beschwerung halben an den Granvelh in Latein gelangt, welchs wir auch zum tail lieber underlassen hetten sehen mugen, dann ksl. Mt. gebe resolution, wie sie wolt, so konnten wir doch nicht fur gut oder ratsam erachten, das wir baide als öberhauptleutte der cristlichen eynung aldo zu Regennsburg und ainem sehr ungelegen und vordechtigen ort aigener person solten zur stete sein, und in sonderhait, dieweil man doch unvorsichert oder wissens haben konnte, wie sich die handlungen aldo, nemlich zu guthem odder unguthem, wolten anlassen, dann wiewoll sein L. in berurtem irem schreiben under anderm fur gut angesehen, das wir uns furderlich erheben und der malhstat etwas nehern wolten, so erwegen wir doch, das wir nichts domit teten, dann ksl. Mt. ursach geben, uns dester mer zu personlicher ankunft gegen Regensburg zu ermanen und aufzufordern.

    Zudeme were leichtlich zu vorstehen, das man sein L. und uns der religionsachen halben gerne wolt zu Regennsburg haben und wissen. Nu hette aber sein L. selbst guten bericht, welchergestalt sich manchfeldige handlungen von zeit, do sich die religionsachen angefangen, bis hieher zwuschen den stenden dises tails und jhenem tail zugetragen, undt sunderliche were allewege von entweichung geret und gehandelt worden. Was aber idesmals solche handlung gefruchtet oder nicht, das were seiner L. auch unvorborgen. Nu hetten wir aber seiner L. gemut itzo, auch zuvor dohin vormerckt, das seiner L. erachtens nicht allain solt konnen, sondern must auch auf diesem tail etzlicher mas gewichen werden, welchs wir und zufurderst, das es mit Gott und guten gewissen beschen möcht, dorfur gar nicht halten könnten, dan sein L. wuste sich zu erinnern, was auf negstem tage zu Schmalckaldenn beide von den theologen, stenden, reten und potschaften doselbs fur ain ainhellige vorgleichung und vorainigung were beschenn, die auch also angenommen und vestiglich zu halten beschlossen worden13, dorauf man sich auch gegen ksl. Mt. mit statlicher und undertheniger antwurt het lassen vornemen. Nu stunde solche vorgleichung und artickel dorauf, worbei man auf diesem tailh der religion und lehr halben entlich und Šaufs eusserste pleiben wolte. Als konnten wir nicht bedencken, das einiche handlung der religion halben von dem gegentail anders wurden gesucht und furgenommen werden, auf was schein solchs auch beschenn möcht, dann das dieselbige auf entweichung wurden gericht sein. Solt nu von uns, disem tail, in solche handlung und entweichung gewilligt werden, welchs der allemechtige gnediglichen wenden und verhuten wolle, so were es nicht allain berurter vorainigung und beschlus entkegen, sondern stunde gegen Got mit gewissen nicht zu vorantworten.

    Dieweil wir, uns nu in solche oder dergleichen handlungen zu begeben und einzulassen, gar nicht bedacht, zudeme, das es auch diese gefhar auf ime haben wolt, dieweil man sich in allen vorigen handlungen als mit grundt der warhait entschuldigt, das wir unser gewissen halben nicht entweichen könten, solten wir nu anders gespurt und befunden werden, so were woll zu achten, zu was vorunglimpfung uns allen dasselbig fur der gantzen welt wolt gedeutet, auch den gegentailen nur ursach dardurch gegeben werden, wo man in ainem oder zwaien puncten waich funden, das sie es dornach dorfur halten wurden, wir konnten in den andern auch wol entweichen, und solt sich der gotlose mensch von Braunschwig woll ruhmen, er hette solchs mit seinen schandschriften bei uns ausgericht. Nachdeme nu seiner L. handlung, die sie durch iren cantzler bei dem Granvelh hetten pflegen lassen, dohin möcht gericht sein, das wir auf diesem tailh in der religionsachen etwas weichen konten und musten, so trugen wir die fursorg, der Granvelh wurde solchs ksl. Mt. bericht, dasselbig auch sonst weitter ausgebraitet haben oder das sichs sein L. selbst gegen andern hette vornemen lassen oder auf dem reichstag vornemen lassen wurde, das solcher entweichung halben auf uns, dises tails, heftig wurde wollen gedrungen werden. Kemen wir nu personnlich auf den reichstag, und wier wolten von solcher entweichung nicht mithandeln oder dieselbig bewilligen helfen, so wurde uns nit allain von ksl. Mt., sonder allen stenden des andern tails der unglimpf aufgeweltzet und alle solche handlung des entweichens halben mit uns getrieben werden, welchs uns aber, wie sein L. selbst leichtlich bedencken könnte, gros beschwerlich. In was fhar wir auch des orts dorumb dester mer wurden sein mussen, stunde woll abzunemen, dorumb auch kayn bessers, dann das wir zu dem reichstag personlich nicht kommen und sunderlich ehr, dan wir gruntlich vormercken, wohin die handlung lauffen werden.

    Dan ainmal und entlich wusten wir seiner L. nicht zu bergen, das wir, bei gemelter schmalkaldischen vorgleichung zu pleiben und dovon in kainem artickel, dieweil dieselbige unser gethanen confession und apologia gemes were, zu weichen, mit Gottes hulf gedechten, inmassen wir dann unsere rete und theologen baide auf den hagenauischen und wormbsischenn tag, auch ine, unsern ohmen, und sie, die rethe, itzo also abgefertigt hetten, die sich auch demselben nach undt anders nicht halten solten. Aber domit an uns, dieses tails, kain mangelh, die lehre durch offentliche gesprech oder sonst mit der hl. schrift zu vortretten, wie zu Worms angefangen, doran solt unsers ohmen, Šder rethe und theologen halben kain mangel befunden werden, welchs wir dorumb bevolen hetten, seiner L. freuntlicher maynung anzutzaigen, domit sein L. hirinnen wie hievor allewege unser gemut nachmals gentzlich zu vormercken hett. Dann wiewoll wir uns zu seiner L. vorsehen, dieselbig wurde, bei der negsten schmalckaldischen vorainung unser cristlichen confession halben gleich uns, auch andern ann alles entweichen entlich zu beruhen, auch gnaigt sein, solten wir uns aber in aigner personn hinach gegen Regensburg begeben, so wolt in alle wege unser notturft sein, seiner L. gemut in dem zuvor clerlich zu wissen, das dieselbig nicht allain in etzlichen, sondern auch nicht in ainem puncten in berurter vorgleichung entweichen nach auch die voranderungen in worten wolte einreumen lassen, so durch den gegentail zu irem vortailh in ainen andern vorstand hernach getzogen könten werden. Dortzu, das auch sein L. nicht gedulden wolt, das dovon gered und gehandelt wurde. Und were derhalben an sein L. unser freuntlich bitt, die wolte uns fur ire personn freuntlich entschuldigt haben, auch gegen ksl. Mt. und dann den andern seiner L. und unsern mitvorwanten zum besten helfen entschuldigen. So hetten der von Anhalt und unsere rethe von uns bevelh, uns bei der ksl. Mt. auch underthenigst und bei den andern mitvorwanten selbst auch zu entschuldigen. Und hierauf soll der von Anhalt und funsere rethe–f anhören, was der landgrave hirauf zu antwurt geben und sein L. sich werde vornemen lassen. Wo sich nu sein L. wurde lassen vornemen, das ir nicht misfellig, das wir nach zur zeit gegen Regensburg aigener personn nicht kehmen, und wurde die ursach unser entschuldigung gegen ksl. Mt. ungeverlich wissen wollen, so ist uns nicht zuwidder, das unser ohem und die rethe seiner L. ain summarie antzaige und aufs kurtzt dovon thun. Was aber sein L. allenthalben zu antwurt geben und wie seiner L. gemut vormarckt würdet, das sol uns unvorzuglich auch zu erkennen gegeben werden.

    Vorehrung halben der cantzleien: Sollen unsere rete unserm vettern und brudern, dem landgraven, antzaigen, sein L. wurde sich ane zweivel zu erinnern wissen, das wir vor ainem jhar bei seiner L. ansuchung und erinnerung gethan, domit seiner L. und unser cantzleien von gemainer stende wegen ainsten möchten vorehret werden, dieweil inen in dreien jaren nichts worden. Und wiewoll uns sein L. bishere dorauf kain antwurt gegeben, so het doch seiner L. secretari Simon Bing itzo neulich unserm secretarien geschrieben, das sein L. gewilligt 200 fl. in seiner L. cantzlei zu vorehren, dergleichen wir in unser cantzlei auch vorehren mochten. Dieweil sich dan seiner L. antwurt ain jhar lang vorzogen, das also nu vier jhar were, das baiden cantzleien nichts worden, so bedechten wir, das in ide cantzlei nach 200 und also 400 fl. zu diesem malh solten geraicht werden. Wo nu seiner L. solchs also gefellig, so mochte sie nach 200 fl. zu den berait gewilligten in ire cantzlei vorordenen, dergleichen wir auch thun wollen, dann wir die 200 alberait vorordent hetten, zuvorsichtig, die Šstende wurden inen sollichs nicht lassen entkegen sein, nachdeme, wie berurt, baiden cantzleien nu in vier jharn nichts worden.

    Dieweil auch Philippus Melanchton und Dr. Creutziger, auch andere theologen die last und burden auf dem hagenauischen und wormischenn gesprechstag des diputirens halben und sonst getragen, inmassen auf itzigem reichstage, do das gesprech continuirt wolt werden, auch beschehen wurde, so bedechten wir, nicht unbillich zu sein, das denjenigen, so die maiste last getragen, von gemainer aynung wegen ain vorehrung möcht beschenn, und wolten in seiner L. bedencken gestalt haben, was und wie hoch solche vorehrung sein solt. Was nu der landgrave hirauf willigen wirdet, das sollen uns unsere rethe durch ir schreiben auch berichten.

    Was an den Granuel sol geworben werden: Nachdeme uns auch unsere rethe, die wir negst zu Wormbs gehapt, in ainem irem letzern schreiben zu erkennen gegeben, was vleis und furderung der Granuelh bei ksl. Mt. in denen sachen, dorumb unser vetter und bruder, der Lgf. zu Hessen, und wir irer ksl. Mt. geschrieben [Nr. 416], furgewant, so haben wir gedachten unsern rethen alsbald widergeschriben mit bevellich, gnanntem Granuelh dorumb von unsernwegen vleissige dancksagung zu tun [Nr. 455], und aber unsere rethe von Wormbs abgeraist und auf dem hereinwege gewest, ehr inen diselbig unser schrift zukommen, das solche dancksagung gegen dem Granuelh durch sie nicht hat beschehen mugen. Dieweil sich dann woll gezimet, das ime von unsernwegen seiner gepflegenen muhe halben, wie berurt, dancksagung beschehe, so sollen unser ohem und rethe nach dem anbringen, so sie an ksl. Mt. inhalt unser instruction thun werden, den Granuelh auch anlangen und bitten lassen, sie zu seiner gelegenhait zu beschaiden, dann sie hetten von uns bevelh, etzliche werbungen an ine zu thun.

    Und wann er sie zu inen beschaiden und hören wirdet, so sollen unsere ohmen und rethe ime nach uberantwurtung beiligends unsers credentzbrives unsern freuntlichen grus sagen und dornach antzaigen, welchergestalt wir von unsern rethen, die wir auf dem tag zu Wormbs gehapt, seines vleisses und furderung, so er bey ksl. Mt. auf unser und des landgraven underthenigst schreiben, auch sonst getan, weren bericht worden, dorauf wir inen auch widerumb bevolhen, ime dorumb vleissige dancksagung zu Wormbs zu thun, welchs aber dotzumalh aus deme vorblieben, das unsere rethe dadannen ehr abgeraist gewest, dann inen dasselbig unser schreiben zukommen. Und dieweil wir auch weitter bericht, das er nicht wenigern vleis und furderung bei ksl. Mt. angekert, domit die suspension der von Mindenn und Goslar acht und anstellung der proces am camergericht, auch das fridgebot gegen Hg. Hainrichenn von Braunschwig der stat Braunschwig halben erlangt worden, so teten wir uns des alles und seins gehapten vleises und muhe gegen ime gantz vleissig bedancken, wolten auch solchs umb ine altzeit gerne widerumb mit vleis vordienen. Und were unser freuntlichs gesinnen, er wolde inen gegen ksl. Mt. unser und unser mitvorwanten sachen hinfurder zum besten lassen bevolhen Šsein und sunderlich, do sich unsere misgunstigen understunden, uns bei ksl. Mt. zu vorunglimpfen oder zu beschweren, domit sich ire ksl. Mt. wider uns zu ungnaden nicht wolten bewegen lassen, unser antwurt ungehört, die wir alleweg aufrichtig und mit warheit dorgegen wollen furwenden lassen, des wir uns auch zu ime freuntlichen teten vorsehen, und solchs wurden unser mitvorwanten neben uns umb ine altzeit widerumb gerne und willig vordienen.

    Und wiewoll wir nicht ungnaigt gewest, uns Got dem allemechtigen zu lobe, ksl. Mt. zu underthenigem gehorsam, auch allen sachen und wesen im hl. reich zu wolfart und guthem und sunderlich zu frieden und ruhe auf gegenwertigen reichstag gegen Regennsburg personnlich zu vorfugen, aus was statlichen und bewegenden ursachen wir aber nicht allain dorinnen nach zur zeit allerlay bedencken, sondern auch mercklich und grosse beschwerung hetten, solchs het er aus unsers ohemen und rethe anbringen, so sie ksl. Mt. aus unserm bevelch underthenigst gethann, nach der leng woll vorstanden. Und were unser freuntlichs gesinnen, er wolte solchs unsernhalben bei ksl. Mt. zum besten und dohin furdern helfen, domit es von irer Mt. nicht anders dann fur unsere hohe, unvormeidliche notdurft, wie es dann auch were, und nicht zu ungnaden möcht vormerckt werden. Daran erzaigt er uns auch zu sunderlichem, wilferigen gefallen, in allem guten widerumb zu beschulden.

    Von dreien artickeln wil auf disem reichstag zu handeln sein: Und nachdeme drei artickel in ksl. Mt. ausschreiben zu diesem reichstag under anderm angeregt worden sein, nemlich die religion, frid und ruhe im reich und widerstand gegen dem Turckenn belangend, so sollen unser ohem und rethe vor allen dingen doran mit vleis sein, das unser vetter und bruder, der landgrave, auch alle confession- und aynungsvorwanten oder ire rethe und potschaften derselben artickel halben nach inhalt des negsten naumburgischenn abschits [Nr. 7] beiain stehen und bleiben und sich vonainander nicht sondern, aus dem bedencken und ursachen, so in gemeltem naumburgischenn abschit derhalben betrachtet seint worden. So ist unsern ohmen, Mgf. Jorgenn, Mgf. Hannsen, auch den von Nurmberg vor sich und irer mitvorwanten stete wegen vormug berurts abschits geschrieben [Nr. 457, Nr. 458], das wir uns gentzlich vorsehen wollen, ire L. und sie werden sich derselben artickel halben und sunderlich, was die religion belangt, in kainen wege widder den negsten schmalkaldischen abschit sondern, ungeacht, wie es in andern sachen bishere im reich gehalten. Und das ein ider sein stym am ort geburlicher session angezaigt, dieweil es der ksl. Mt., auch iren oratorn und comissarien hievor, nemlich zu Speier auf dem andern, item zu Augsburg, auch zu Regennsburg auf den reichstegen und dorunter zu Nurmberg also gefallen, als das die abschid und handlungen auch des tags zu Frannckfurt fur zwaien jaren also ausweisen, dan was die sonderung derselben artickel halben fur fhar diesem tail mit sich bringen wolte, isth leichtlich zu achten. So zaigte auch etzlicher mas der negste naumburgische abschit an.

    So wollen wir uns auch vorsehen, die sechsischen und sehestete werden nicht underlassen, auf die bewilligung des negsten naumburgischen abschits zu Šdem reichstag undt sonderlich der religion und friedens halben und, was sich dorein zeuhet, auch zu schicken14, ob sie woll sonst zum reich und, das sie den reichstag zu beschicken vorpflicht, nicht gehören. Dorumb werden unser ohem und rethe, diejhenigen, so ankommen und schicken werden, zu beratschlagung solcher artickel allewege woll zu tzihen und sie gnediglich auch freuntlich gleich andern confession- und aynungsvorwanten an sich zu halten, wissen, domit die gesanten sich dester weniger beschweren mugen, der handlungen berurter artickel halben des orts abzuwarten. Unser ohem und die rethe wollen jhe auch die semptlichen handlungen dermassen handeln und furnemen, das sie und die andern vorwanten raum und zeit gnug haben, berurte furfallende, auch andere sachen mit bequemer mus ann alles eilen zu beratschlagen und sich zu vorainigen, auf das in solchen groswichtigen handlungen nichts ubersehen, auch nimants under den mitvorwanten zu sagen und sich zu beclagen hab, als het er mit seinem bedencken nicht wollen oder konnen gehort werden.

    ŠReligion: Und wirdet ane zweivelh die handlung der religion halben wollen am ersten furgenommen werden. Nu stet ksl. Mt. ausschreiben desselben artickels halben dorauf, das auf itzigem reichstag irer ksl. Mt. und des babsts legaten, auch allen stenden des reichs relation des gehapten gutlichen tractats und gesprechs zu Wormbs beschenn solle, domit ferner durch wege ains rechtmessigen concilii odder sonst ayn cristliche vorgleichung tröffen und die sach der streittigen religion zu geburlicher erörterung muge gebracht werden. Nu ist wol zu achten, das wenig referirens wirdet beschenn können, dieweil zu Wormbs wenig gehandelt. Ob aber gleichwoll von gemelter handlung, sovil der beschenn, ksl. Mt. und den stenden wolt bericht gethann werden, doran wil uns und unsern mitvorwanten nichts gelegen sein, dann gotlob durch die unsern nichts begeben ist. Und obgleich der kaiser deß babsts legaten auch wurde dorbei sitzen lassen, doran kann unsers erachtens nicht gros gelegen sein, dieweil er sich in solchem mit anhören kainer auctoritet gebrauchen kann15. Doch werden unser ohem von Anhalt und die rethe, des landgraven und der andern mitvorwanten bedencken dorinnen auch mit anzuhören und sich deshalben mit inen zu voreinigen, wissen.

    Wo sich aber der bebstliche legat solcher relation halben etwo wort odder geprengs wurde wollen brauchen, die sich dohin zihen teten, das er bei sollichen religionshandlungen von des babsts wegen auttoritative als des haupts der kirchen solt und wolt sein, so sollen sich unsere ohem und rethe mit den andern vorwanten underreden und vorainigen, das dorwider protestirt und einrede gethann werde, wie unsere rete des von uns lauts der instruction16, die sie bei den hendeln itzo auch finden werden, negst gegen Wormbs bevelh gehapt, und, solche protestation zu thun, nicht underlassen, obschon unser vetter und bruder, der landgrave, auch etzliche anderen dorinnen nicht mit willigen nach ainick sein wolten.

    Und berurte relation werde furgenommen oder nicht, so will doch zu sehen und zu vormercken sein, wie ksl. Mt. die religionhandlung itzt zu Regennsburg wirdet wollen furnemen lassen. Aber dieweil ire Mt. durch ihr schreiben, das sie jungst gegen Wormbs an irer Mt. comissarien, den Granuelh, gethan17, gemelt gesprech doselbst dieser gestalt aufgenommen und continuirt, das auf itzigem reichstage weitter domit vorfarn werden soll, das ist nach inhalt irer ksl. Mt. ausschreibens, so sie zum tag gegen Wormbs gethann18, nemlich das Šunser augsburgischen confession und apologia fur die hand genomen und auf alle punct und iden in sonderhait freuntlich, cristlich, doch unvorbintlich underrede gepflogen und aller muglicher vleis furgewant solt werden, alle irrige puncten zu cristlicher ainickait, vorgleichung und rechtem vorstande zu bringen, so sollen unser ohem und rethe auf derselben continuation stehen, wo man jhe von den streittigen artickeln will handeln, das dermassen, wie die erstreckung von Wormbs gegen Regensburg beschenn, domit fortgeschritten werde. Dann dorzu wirdet der kaiser und der ander tail villeicht itzo nicht grosse lust haben. So erhalten wir und unsere mitvorwanten den glimpf domit, das wir sampt unsern theologen, mit grund der schrift von unser doctrin zu reden und den rechten vorstand zu erhalten, kain scheu tragen.

    Und dieweil dan die pfeltzischen, brandenburgischen und julichschen theologen es mit unser confession und apologia negst gehalten und mit den andern papistischen theologen nicht ainick gewest19, so werden auch ane zweivelh ire hern und sie dorauf beruhen. Dann wie wir selbst nu mehrmals erfarn, so seint des widertails particularhandlung allewege dohin gericht, ob man uns gleich etwas einreumen wolt, so must es doch mit zulassung des babsts als des haupts der kirchen beschenn und dorgegen solten wir alles, das wir aufgericht, und die uberigen artickel der doctrini fallen lassen und zu inen widerumb tretten. Und domit macht man dann bey der blinden welt und sunderlich bei den auswertigen potentaten ain gros geschrei, wie man uns dises tails umb ainickait willen dis und jhenes hett wollen nachhengen, aber man het es nicht wollen annehmen, sondern man were vorstockt, hartneckick und indurirt, wie der abtrunigen gewonnhait were. Und will von solchen nicht bedacht werden, das es mit Gottes worts sachen vill ain ander gestalt dan mit prophan hendeln hat, dann in denen kann ain ider seinem rechten woll entweichen, aber in jhenen, wann alle artickelh erhalten und nachgegeben solten werden bis auf ainen, der nötig und wurde begeben, so steckt man doch eben so hoch in beschwerung und fhar der gewissen als sonst etc.

    Dorumb bedencken wir, dieweil wir von der warhait Gottes nicht weichen konnen und durch die particularhandlung, deren wir woll konnen uberig sein, nur unglimpf, wie berurt, erlauffen oder, do wir in der rechten phan, wie gemelt, bleiben, Gottes und seins worts ehre undt unsern selbst glimpf erhalten, das solche particularhandlungen, sovil immer muglich, gemieden werden, wie man dann nu abermals mit der kaiserischen wormischenn continuation ain ehrliche und gute entschuldigung dorwider kann haben, und sunderlich, so sich rethe und potschaften dises tails vornemen lassen, das sie berurter continuation Šund dem wormischenn abschit gemes diser sachen halben zu dem reichstage abgefertigt.

    Hat es dann die gestalt, wie geredt und geschrieben wirdet, das der kaiser nicht sonders lange werde zu Regennsburg vorzihen konnen, so wirdet ire Mt. des langen gesprechs von artickel zu artickel ander obligenden hendel halben nicht woll konnen gewarten und dester ehr von den handlungen ablassen und zu wegen ains eusserlichen, bestendigen friedens, ist ir Mt. dorzu gnaigt, greiffen mussen, welchs auch das beste sein wolt. Dann der bebstliche hauffe ist doch nicht gesinnet, Gottes wort und warhait in allem statzugeben, so kan man sich dises tails kains puncts, wie wir, dem landgraven durch unsern ohmen von Anhalt und unsere rethe antzutzaigen, bevolhen, doran begeben. Dorumb mus man es Got bevelhen, der wirt sein wort weitter wie bisher gnediglichen zu erhalten wissen.

    Des landgraven particularhandlung: Aber schwerlich wirdet vorbleiben, der landgrave werde sich allerlai understehen, die andern mitvorwanten und ire rethe und potschaften zu particularhandlung zu bewegen. Aber unser ohem und rethe sampt unsern theologen werden, dis, wie berurt, und anders mer dorwider zu persuadiren und sein L. oder jhe die andern und, wo nicht alle, doch ain grosern tailh auf irer seitten und maynung zu erhalten, wissen.

    Der von Anhalt und unsere rethe sollen auch den landgraven und die andern erinnern mit glimpf, wie sie woll werden zu thun wissen, das dannach sein L. und die andern von der confession und der jungsten schmalkaldischen vorainigung in kainen weg wolten entweichen, wie wir uns auch zu seiner L. und inen nicht anders vorsehen wurden. Doch, wo der grösser tail hiruber particularhandlung mit dieser protestation wolten gewertig sein, nemlich, das sie sich dordurch aus dem negsten wormischen abschit und ksl. Mt. continuation in kainem wege wolten begeben haben, sondern sie wolten ksl. Mt. zu underthenickait, zu solcher particularhandlung zu kommen, unbeschwert sein, auch gerne anhören, was dorinnen wurde furgeschlagen werden, doch in alle wege den obberurten weg des gesprechs furbehalten und sich dorauf zu referirn etc., so were es umb das zu thun, das man hörte, was man doch furschlahen und nachgeben wolte. Und wo man befinden, das Gottes wort nicht in allem wolt statgegeben werden, so könnte man den particularhendlern wol ain ansehenliche antwurt geben, doraus sie dises tails beschwerung vormercken und sich widerumb referiren auf das continuirte gesprech.

    Und do hiruber der landgrave villeicht mit hulf des marggraven churfursten vil wesens wolt treiben, wie den artickeln mit andern worten und doch zwaispeldiger werenden maynung solt geholfen werden, domit man im reich zur ainickait kheme, so sollen sich allewege unser ohem und rethe mit der negsten schmalckaldischenn vorainigung entschuldigen20, auch Mag. Philipsen Melanchton grundt und ursachen dorwider anzaigen lassen, worumb solche Šparticularfurschlege beschwerlich und nicht annemlich, und den landgraven doruber disputirn und fechten lassen, wie er wolle, und in der rechten ban und bei disem unserm bevelh bleiben. Wann dan sein L. dasselbig wirdet vormercken, so wirdet sein L. woll nachlassen. In sonderhait aber sollen unser ohem und rethe sich huthen, das sich ir kainer allain ausserhalb irer aller mit dem landgraven in vil sunderliche, gehaimpte gesprech einlassen [sic!] oder auf sich nehme, etwas nach seiner L. gefallen, das vorigen handlungen und diser unser instruction nicht gemes, in der unsern sunderliche oder gemaine beratschlagung einzubringen, wie dan sein L. schwerlich underlassen wirdet, durch den weg allerlay zu vorsuchen und auszurichten, domit sein L. villeicht bei ksl. Mt. danck erlauffen möcht. Es sollen auch unsere ohem und rethe mit allem muglichen vleis auf sein L. gut achtung haben, ob dieselbig und welchergestalt sich sunderlicher hendel und practicken bei der ksl. Mt. selbst, dem Granuelh oder andern iren rethen möchten understehen, auch mit welchen fursten sein L. sich zu Regensburg vill wirdet zusammenhalten, und, was sie werden vermercken, das sollen sie uns zum tail mit ziffern, die dann unser cantzler bei ime haben wirdet, unvorzuglich zu erkennen geben.

    Do aber zu dem gesprech vormug des jungsten wormischen abschits wolt gegriffen werden und obgleich ksl. Mt. dasselbig in irer gegenwertickait wolt geschenn lassen, so soll man es auf diesem tail nicht scheuen, sondern sich desselben bedancken und sich wilferig und gantz gnaigt dorzu entbieten und vormercken lassen, doch also, wo des babsts legat auttoritative wurde wollen dorbei sein, soll die protestation und furwendung geschenn, auch schriftlichen ubergeben werden, wie die Mag. Philipp auf der raisen gegen Wormbs bedacht21 und dann ferrer vormuge obberurter unser instruction, die wir den unsern gegen Wormbs mitgegeben22, durch unsern ohmen und die rethe sampt unsern theologen gehandelt werden. Item, das auch von baiden tailen in gleicher antzalh zu solchem gesprech vorordent und doch ainem iden von stenden, reten und potschaften frei sei, dorbei zu sein und die handlungen anzuhören, das auch dorzu notarien undt schreiber nidergesetzt und allenthalben gehalten werde, inmassen man sich zu Wormbs domit gehalten, allain das one not sein will, weil die ksl. Mt. mit iren rethen zur stete, das diejhenigen in solcher handlung solten presidirn, so zu Hagenau dorzu vorordent und zu Wormbs presidirt haben.

    Wirdet aber ksl. Mt. nicht gelegen sein, solchs langwirigen gesprechs dismals auszuwarten, auch befinden, das particularhandlungen unvorfenglich, auch unfruchtbar sein, so wirdet ire Mt. alsdann ane zweivel zu weitter volg irer Mt. ausschreibens zu dem weg wollen greiffen, nemlich das ain rechtmessig Šconcilium sol durch den bapst angesetzt und zeit und malstatt dorzu bestimpt und dornach durch den babst ain solch concilium ausgeschrieben und alle stende gaistlich und weltlich der cristenhait dortzu erfordert, auch von ainem gemainen, bestendigen frieden, in mitlerweil in dem reich zwuschen den stenden allerseits zu halten, geret werden. Wo nun solchs also furfallen wurde, so wissen die rethe ains tails, was derwegen negst zur Naumburg bedacht, auch in den abschit [Nr. 7] bracht ist worden, und nemlich, das unser mitvorwanten und wir vor dem reichstag durch gelerten von theologen und andern davon solten reden und ratschlagen lassen, wie man mit fugen und gutem glimpf das bebstlich und vormaint rechtmessig concilium zu widerlegen und anzufechten, und sunderlich, das wir ain solch bebstlich concilium, das man villeicht fur rechtmessig achten wolte, hievor aus statlichen und tapfern grunden hetten recusirt, dorumb man auch weitter dieses tails ain solch concilium nicht bewilligen und den widertailen, selbst disse grössist und allerwichtigste sachen zu irem vortail zu erörtern und dorinnen zu erkennen, nicht undergeben möcht nach [= noch] konte, nachdem man woll wuste, das der babst nach seinem rechten die presidentz in solchem concilio und ime und seinen gaistlichen voces decisivas allain zutzihen wolte, welchs dann nicht anders were, dann als setzten wir und wilkurten unsern höchsten widertail zu unsern selbst richtern, das wir gegen Got, des die sachen sein, mit gewissen nymmermer konnten vorantwurten. So were es auch wider naturliche und alle recht, auch wider aller erbar vornunft, das imant seinen furnembsten gegentailh solt mussen zu ainem richter leiden oder dulden, wie uns in diesem falh widerfure, wo ain solch concilium fur rechtmessig solt gemaint sein. Zudeme, das dannoch auch alle diejhenigen, so nach des babsts rechten von der form und gestalt solchs bebstlichen concilii geschrieben, zugeben, das nach gelegenhait ains solchen falhs, dorinnen wir itzund sein, ain concilium woll kan und mag recusirt werden. So ist auch die gelegenhait dieser sachen auf etzlichen vorigen ksl. Mt. reichstegen wol bewogen und derhalben in den abschieden von ainem gemainen, freien, cristlichen concilio und sunderlich auch in nurmbergischen frieden und stilstand also dovon gemelt worden, dan, wo der furnembste gegentailh in disen sachen under dem schein ires concilii solt richter sein, so het es so vil erclerung und wort in berurten abschieden nicht bedurft.

    Aber in kainem wege soll ain ander malstat eingereumbt werden, dan das ain gelegner, ungeverlicher ort teutzscher nation sei, wie dann vill guter ursachen in obberurter recusation deshalben seint angezaigt worden. Und obwoll andere nation und ire potschaften dorinnen möchten wollen beschwerungen haben und sunderlich Franckreich, so will doch unsers erachtens nichts doran gelegen sein. So vorsehen wir uns auch, Franckreich werde gar nicht in ain concilium willigen und sunderlich, weil die sachen zwuschen dem kaiser und seiner kgl. Wd. dermassen in ungedult stehen. Auch vormerckt man aus etzlichen hendeln woll, das dem babst vill doran gelegen, das Franckreich mit in das concilium willigte, und das er an das selbst wenig hoffnung oder trost dorzu hat.

    ŠWir bedencken aber das in alle wege zu erhaltung guts glimpfs auf diesem tail nicht allain ains unparteyischen concilii halben, in teutzscher nation zu halten, mit vleis wil zu handeln, sondern auch aufs höchst dorumb zu bitten und anzuhalten sein und sunderlich auf die mas, das es ain solch rechtschaffen, frei, cristlich und unparteyisch concilium sei, das der babst und seine gaistlichen nicht richter und part sein, dovon sich dan unser ohem sampt den rethen und theologen mit den andern confession- und aynungsvorwanten oder iren reten, potschaften und theologen woll werden zur notturft zu underreden, auch welchergestalt ain solch unparteiysch concilium furzuschlagen, zu vorainigen wissen. So nimpt der ander tail solch concilium dermassen nicht an und mus den unglimpf bei der gantzen welt behalten, als hab man auf diesem tailh ain billich, gleichmessig, cristlich und unparteyisch concilium begert und leiden können, aber der ander tail hab ain parteyisch wollen haben, dorinnen selbst part und richter möchte sein wider Got, alle recht und vornunft.

    Wurde aber der allemechtig gnad geben, das man sich ains rechtschaffenen concily, in teutzscher nation zu halten, wurde konnen vorgleichen und villeicht auch dorneben vormug ksl. Mt. ausschreibens von hulf und widerstand des Turcken geredt wollen werden, so will die notturft erfordern, wie dan ksl. Mt. ausschreiben auch dohin lautet, von ainem gemainen, bestendigen frieden in [sic!] reich geredt und gehandelt mus werden.

    Gemainen friden belang[e]nd: Dann wiewoll ksl. Mt. auf underhandlung der Kff. Maintz und Pfaltz ainen gemainen frieden zu Regensburg beschlossen und volgends ausgeschrieben, so ist doch von uns in berurter baider churfursten underhandlung zu Nurmberg under gemeltem reichstag dis angeregt worden, das nach gelegenhait der religionsachen zu ainem bestendigen, satten frieden wolt gehören, nemlich, das dem camergericht must ain gentzlicher stillstand geboten, auch wircklich und ernstlich vorschafft werden, in religionsachen, das ist voranderung halben der lehr, aufrichtung cristlicher ceremonien, abthuung der alden misbreuch, auch voranderung halben mit den gaistlichen als pfaffen, mönch, nonnen und dergleichen, so sich dises tails confession nicht wolten gemes halten, gantz stillerzustehen und nicht zu procediren nach imant solcher sachen halben proces zu erkennen, wy dann auch solche sachen gnannten baiden churfursten zu Nurmberg, auch volgend weitter Pfaltz und Branndenburg zu Frannckfurt, sovil der bis auf die zeit vorhanden gewest, vorzaichent, ubergeben, auch dem camergericht zugeschickt sein worden.

    Wiewoll nu ksl. Mt. ainen solchen stillstand am rechten aller end bewilligt, auch aine vorschreibung decreto irritante doruber aufgericht, welcher stillstand auch durch die cadauische und winische vortrege von kgl. Mt. anstat ksl. Mt. anderweit erneuet, auch dem camergericht gebot von baiden iren Mtt. seint gethann worden, in berurten sachen stillerzustehen, so haben sich doch die itzigen vordechtigen personen am camergericht gar nichts doran gekert, sondern haben ainen weg als den andern nicht allain der kirchengutter, sondern auch der religion und ceremonien halben procedirt und ires wolgefallens geurtailt, Šauch die von Minden dorumb in die acht gethann. So will der von Goslar sach auch dohin lauffen, wo inen aufgelegt wil werden, die abgebrochene closter und kirchen wider aufzurichten, zu erbauen und pfaffen und munch zu vorigen misbreuchen, auch guttern und einkommen zu restituiren.

    Wo nu die bishere ergangne proces durch ksl. Mt. nicht anders nach wircklicher dan bishere, sovil er ergangen, abgeschafft und kunftige proces vorhutet werden, so wil unmuglich sein, das ain solcher bestendiger friede kann gemacht werden, dann auf diesem tailh heldet man solche proces fur gantz nichtig und uncreftig. Wo nu das camergericht doruber will echtigen und ir acht oder ander urtel solt in solchen sachen exequirt werden, so konten wir und unser mitvorwanten die execution nicht leiden, wie auch der landgrave und wir uns des hievor durch ainen offenen druck erclert haben. Domit were alsdann schon krig und unfriede im reich vorhanden.

    Am andern will nu zu ainem bestendigen frieden die notturft erfordern, das die besetzung des camergerichts geandert23 und die parteyische visitation sambt dem augsburgischen reichsabschit aufgehoben werde, welche dohin gehe, das kain personn am camergericht soll fur ainen camerrichter oder beisitzer zugelassen werden, sie sei dann der alden, bebstischen religion und also uns und unsern mitvorwanten nicht allain in religion-, sondern allen andern sachen zum höchsten ungnaigt, veind und zuwider, wie sich dann ain zeit here offentlich befunden, das sie uns, dieses tails, nicht allain der religion halben zum höchsten beschweren, sondern das man auch in den gerechtesten prophansachen kain justicia bei inen hat, und ane zweivelh der maynung, uns der religion entlich müde zu machen, auch andere, die sich [sic!] kunftiglich annehmen möchten, dordurch dovon abzuschrecken, dann, wie geret wirdet, so sollen sie den pretext vor sich nehmen, dieweil wir dieses tails von der kirchen abtrunig, so weren wir anedas leibs, ehr und guts vorlustig24, dorumb könnt uns auch in prophansachen mit iren sonst unrechten urteln kain unrecht beschenn, welchs aber uns und unsern mitvorwanten die leng ain untreglich tirannei und beschwerung sein will, die in ksl. Mt. namen und ainem köstlichen, ansehenlichen schein, nemlich des rechten, wider uns und unser mitvorwanten gebraucht wirdet, dann der ander tail were dordurch unsers leibs und guts mechtig, und hetten es nit besser, wo nicht erger dann die kinder von Ißraell in Egipten.

    Hirumb wo der kaiser gnaigt sein will, ainen bestendigen frieden zu machen, so wil vor allem dingen vonnöten sein, das disse zwu beschwerungen erledigt werden, und nemlich das in religionsachen und, was sich nachfolgig und anhengig dohin zeugt, ain wircklicher stillstand an allen gerichten, weltlichen und gaistlichen, vorschafft und am andern berurte abschide und visitationordenung Šaufgehoben und dohin gericht werden, das die personen in gleicher antzalh dises und jenes tails religion doran gesetzt werden, dann obgleich churfurst, fursten und stende dises tails der camergerichts- und reichsordenung nach nicht so vil personen doran zu setzen hetten als die vom andern tailh der bebstlichen religion, so must doch der uberschus jhenem tail genommen und diesem tail zugelegt, aber gleichwoll der unkost gleich gemacht werden. Wo man aber befinden möcht, do Pfaltz, Brandenburg und Julich inen unser confession wurden ferner gefallen lassen und dorbei beruhen und bleiben, das auf diesem tail der uberschus sein oder werden wurde, so konnt es wol dorbei bleiben, das ire L. und wir andern dieses tails beisitzer zu vorordenen hetten wie bishere, doch das die qualificatio, das sie des bebstlichen glaubens sein solten und, was deme mer anhengig, durch ksl. Mt. must aufgehoben und abgeschafft werden.

    Aber berurte resolution gemelter baider puncten wirdet unsers besorgens ksl. Mt., bei den stenden des bebstischen tails zu erheben, vast unmuglich sein, und sunderlich, do ire Mt. die sachen mit unser und unser mitvorwanten bewilligung nicht dohin dorneben wurde richten, das der stillstand allain solt sein umb die bishere furgefallen religionsachen, aber das dergleichen kunftiglich nicht mehr solten understanden, auch alle stende vorbunden werden, bis auf das concilium bei dem alten glauben, wie sie die bebstliche religion nennen, zu bleiben und also den lauft des evangely25, domit sich der kunftig nicht weitter strecke, welchs aber von uns dises tails bishere auf kainem tag hat konnen gewilligt werden, das wir den lauft des evangely durch unser mitzuthun und bewilligen solten helfen vorknupfen, der doch der schrift nach frei und ungebunden sein solle. Wol haben wir mussen und wollen geschen lassen, das sie sich auf die alte religion mochten vorpflichten, wie sie wolten, aber das wir dorein willigen und uns dorinnen vorstricken solten, welche von inen zu dem evangelio weitter fielen, das wir dieselben in unser vorstentnus nicht solten nemen und uns irer mit deme, so die cristliche lieb erfordert, beladen, haben wir nicht thun können, so werdens unser mitvorwanten nicht weniger dann wir ane zweivel nach nicht thun.

    Dorumb wir auch nicht bedencken können, wie der kaiser wol zu aufrichtung ains eusserlichen, bestendigen fridens werde kommen oder dieselben bestendiglich, wie berurt, aufzurichten gnaigt sein, es tribe dann ire ksl. Mt., auch den konig etwas hart und sunderlich die turckenhulf. Dann dieselbig werden wir und unser vorwanten nicht bewilligen, wir haben dan ainen solchen satten frieden, wie wir uns auf etzlichen tegen zuvor vorainigt und negst zur Naumburg ist erneuet, das man sol und will diser puncten halben ungetrennet beiain bleiben, als nemlich, was anlangt die religion, den frieden, das camergericht und die turckenhulf, dann dieselbig wirdet etwas erdringen mussen, das man sonst nicht gern thun odder bewilligen wirdet. Muglich wolt aber sein, wo Pfaltz, Branndennburg und Julich dem andern tail nicht möcht ain zuruttung Šmachen, so man uns berurter puncten halben hirinnen wolt nachhengen, das sich alsdann der ander pfaffen tailh widder die turckenhulf sperren wurde, zudeme, das der babst in seinem ratschlag ksl. und kgl. Mt. hat antzaigen lassen, das man sich nichts doran kheren, auch in der religion nichts mer dorumb thun oder nachgeben solt, ob man gleich die turckenhulf dorumb auf diesem tail wegern wurde26. Aber wo Pfaltz, Brandenburg und Gulich es mit dem andern tailh der religion halben hinfurt nicht halten, so glauben wir der ander hauf wirdets auch woll auf ksl. Mt. anhalten pas feyler geben mussen.

    Turckenhulf: Do nun die oben berurte puncte erledigt und ain bestendiger fride im reich wurde aufgericht und dann von der weise und mas der turckenhulf geret oder auch villeicht der ksl. Mt. namhaftig furgeschlagen oder angegeben werden, wie ire Mt. dieselbig tet begeren, so finden unser ohem und rethe bei den hendeln die vorigen auf reichs- und andern tegen derwegen ergangne handlungen, doraus werden sie inen durch unsern cantzler und cantzleischreiber woll auszuge machen lassen, domit sie der ding und, was hievor dorinnen fur bewegungen allenthalben gehapt, dester ehr berichts entpfahen. Und sunderlich soll sein L. undt sie woll ansehen unser und unser mitvorwanten bedencken, so wir erstlich zu Schmalkalden derwegen gehapt, und, welchergestalt wir uns semptlich derhalben vorainigt und Dr. Heldenn doselbst zu Schmalckalden antwurt gegeben und ime dasselbig unser aller bedencken ist angezaigt worden.

    Ob man aber, wie sich der von Lundenn zu Franckfurt als ksl. Mt. orator understunde, die fridshandlung gegen uns und unsern mitvorwanten itzo zu Regensburg abermals dergestalt wolt furwenden, das wir auf diesem tail sunderlich und von ersten ain statliche turckenhulf dorgegen bewilligen und laisten solten, das sollen unser ohem und rethe in kainem wege einreumen nach zulassen, wie ane zweivel die andern confession- und eynungsvorwanten auch nicht thun werden und man auch zu Franckfurt nicht hat willigen wollen, gleich als ob wir ain uncristliche religion underhilten und derhalben den frieden vor andern keuffen musten. Dann wiewol wir sampt den andern vorwanten zu Franckfurt laut des abschits doselbs uns erboten, mit den andern stenden ain semptliche undt gleichmessige hulf zu thun, dieweil aber die andern stende auf volgendem tag zu Worms ires tails nichts haben willigen wollen, so ist der frannckfurdische abschiet in dem punct auch gentzlich erloschen.

    Aber unser ohem und rethe werden villeicht aus ksl. Mt. furtrage, so ire Mt. im anfang der handlung wirdet thun lassen, etzlicher mas vornemen, welchergestalt solche hulf gesucht will werden und, was sich derwegen zutregt, auch welcher mas dieselbig hulf wirdet begert werden, das sollen sie uns Šfurderlich auf der post zu erkennen geben, so wollen wir inen dorauf unser gemut und bedencken ferner zu erkennen geben.

    Gulich und Gellern belangend: Es hat auch unser ohem und schwager, der Hg. von Julich und Gellern, uns hievor zu erkennen gegeben, das ksl. Mt. solt willens sein, sein L. von wegen des hertzogthumbs Gellernn auf dem reichstag zu Regensburg fur Kff., Ff. und stenden zu verclagen lassen, derhalben dann allerlay practicken solten fürsein, dordurch ksl. Mt. seiner L. der sachen furhaben sol ainen abfalh zu machen, villeicht auch sich zu Kff., Ff. und stende erkenntnus gleich unserm schwager von Gulich und Gellern zu bitten und das erkentnus fur ire Mt. zu erlangen, derhalben gedachter unser schwager uns gebeten, das wir sampt unsern freunden und vorwanten dorfur wolten sein, das die beschwerung, der sich sein L. befharen möchten, vorkomen werden, dorauf wir uns gegen seiner L. erbotten, das wir gerne wolten das beste bei unsern mitvorwanten dorinnen thun helfen, domit seiner L. sachen durch practicken und underschube, so bei etzlichen sollen beschenn sein, nicht möchten ubereilet oder undergedruckt werden. Dieweil wir es dan dorfur achten, obgenannter unser ohem und schwager werde seiner L. rethe gegen Regennsburg auch abgefertigt haben, welche ane zweivel zu unsers ohmen und der rete ankunft obgemelt unser erbieten bei inen erinnerung thun werden, so sollen sich unser ohm und rethe dorauf gegen inen vornemen lassen, das sie auf gemelts unsers ohmen ansuchen und unser getann erbieten derhalben von uns bevelh hetten und, do von ksl. Mt. die sachen bei churfurst, fursten und stenden angeregt wurden, wolten sie sich von unsernwegen geburlich und unvorweislich dorinnen halten, auch bei dem landgraven und andern fursten, auch stenden unser vorwantnus furdern und anhalten, das ire L. und sie gedachts unsers schwagers sachen inen zur billikait und dohin auch wolten lassen bevolhen sein, auf das sein L. wider billikait dorinnen nicht möchten beschwert oder ubereilet werden.

    Wurden aber unsers schwagers von Julich und Gellernn rethe den von Anhalt und unsere rethe27, das sie inen in den sachen, wan die furgenommen, wolten beistand laisten, so soll inen angezaigt werden, dieweil es sein L. dermassen bei uns nicht gesucht, so hetten sie auch nicht bevelh dorumb, zudeme hilten sie es fur ire personen dorfur, das unserm schwager von Gulich nutzlich solt sein, sie weren und blieben in derselben sachen bei den andern stenden, dann das sie sich ausschlissen und parteyisch machen solten, dan wie zu achten, so konnten sie seiner L., wo sie bei den andern und in gemainem rath blieben, zu seiner L. besten mer furderung thun und, was unbillichs furgenomen wolt werden, abwenden helfen, dann das sie seiner L. mit irem beistehen helfen könnten. Wiewol auch muglich und furfallen könnt, das man villeicht unsern ohmen und unsere rethe in beratschlagung der sachen nicht wurde wissen, sondern sagen Šwollen, das wir unserm schwager nahend vorwant und in den sachen vordechtig weren. Doch wollen wir uns solcher antzaig nicht vorsehen.

    Mortbrenner betreffend: Und nachdeme auch auf dem negsten tag zur Naumburg der mortbrenner urgichte den rethen und potschaften doselbst seint vorlesen worden, dorauf auch under anderm nach gnugsamer erwegung der abschit [Nr. 7] dohin gerichtet, das wir und unser vetter, Hg. Hainrich zu Sachssen, sampt dem Lgf. zu Hessen durch etzliche unsere vortrauete rechtsvorstendige solten ersehen und vleissig erwegen lassen, ob, auch welchergestalt man dorauf ainen billichen und rechtmessigen zutrit oder anfang gegen den besagten anstiftern und bestellern zu weitter erforschung des ursprungs möcht gewynnen etc., so haben wir uns mit gedachtem unserm vettern, Hg. Hainrichen, vorainigt, das etzliche unser baiderseits gelerte in itzigem obern hoffgericht zu Leiptzk, berurte urgichten zu bewegen, furnemen und uns dorinnen ir bedencken antzaigen sollen. Schirst nu solchs beschenn und uns dasselbig ir bedencken zukommen wirdet, wollen wir alsdann unserm ohm und rethen dasselbig hinachschicken, inen auch unser sunderlich bedencken dorneben antzaigen, domit sie sich desselben furder gegen dem landgraven und den andern stenden mugen vornemen lassen, welche inhalt gemelts naumburgischenn abschits zu Regennsburg ir bedencken in gleichnus auch vormelden und eröffenen sollen. Wan nu sollichs alles beschenn, so werden unser ohem und rete neben dem landgraven und den andern reten und potschaften ferner zu bedencken und zu erwegen wissen, ob und welcher form, gestalt und mas solchs an ksl. Mt. underthenigst wil zu gelangen und umb geburlichs, ernstlichs einsehen und vorschaffung zu bitten sein odder nicht. Worbei es nu dises artickels halben wirdet vorpleiben, des sollen uns unser ohem und rethe durch ir schreiben auch berichten.

    Der behmischen lehen halben: So wollen wir auch unserm ohem und reten nicht bergen, nachdeme unserm vettern, Hg. Hainrichenn zu Sachssen, nach abesterben Hg. Georgen und uns, Hg. Johans Ernsten als Mgff. zu Meissen und unserm des churfursten dargestalten lehentreger die lehen, so sein L. und wir von der cron zu Beham tragen, nachmals entpfahen sollen, und, wiewoll von gedachtem unserm vettern und uns derhalben bei kgl. Mt. mer dan einst ansuchung beschen, so seint doch sein L. und wir bishere domit vorzogen und aufgehalten worden. Aber nichtsdesterweniger haben gedachter unser vetter und wir uns mitainander voreinigt, das von seiner L. und unsernwegen durch unser baiderseits rethe auf itzigem reichstage bei kgl. Mt. zum uberflus derhalben soll ansuchung und erinnerung beschen. Wie nu sein L. iren reten, die sie gegen Regennsburg geschickt, dorumb bevelh gethan28, solchs finden unser ohem und unsere rethe hiebei auch zu vornemen. Dorauf haben wir seiner L. antwurt geben, wie solchs die copei hirneben auch ausweist. Und unser ohem und rethe sollen dorauf neben unsers vettern reten die ansuchung bei kgl. Mt. solchem nach thun.

    ŠUnd wiewol wir uns nicht vorsehen, das unserm ohem und unsern reten, auch unsers vettern rethen die behmischenn lehen itzo zu Regennsburg gelihen werden, solt es aber beschenn wollen, so finden hiebeneben unser ohm und unsere rethe unsern gewalt und vollemacht29, dorauf sie, die lehen von unser Hg. Johannsen Ernsten wegen als unser des churfursten dargestelten lehentreger, von unser des churfursten undt Hg. Johans Ernsten wegen neben unsers vettern rethen dem herkommen und gebrauch nach werden zu entpfahen und die pflicht zu laisten, wissen, inmassen dann solchs die copei unsers vettern rete abfertigung clerlich und aigentlich ausweist.

    Die von Goßlar betreffend: Dieweil auch die acht wider die stat Goslar, unser aynungsvorwanten, durch ksl. Mt. suspendirt ist worden bis auf itzigen reichstag und, das ain anders derwegen gehandelt werde, wo nu die von Goslar die iren dorauf gegen Regensburg wurden vorordenen, so sol unser ohem von Anhalt und unsere rete neben unserm vettern und bruder, dem landgraven, auch den andern aynungsvorwanten oder iren reten und potschaften alle getreue und mugliche furderung zu irem besten helfen thun und sunderlich dohin, auf das die acht gentzlich muge aufgehoben und abgethann und ire sachen gehört und Švortragen werden und sunderlich, sovil das fiscallampt belangt, welchs dann furnemlich wider die von Goslar procedirt hat. Dann wir haltens dorfur, do ksl. Mt., frieden zu machen, gnaigt, so wirdet ire Mt. der fiscalischen sachen so gros nicht achten, das ir Mt. dorumb wolt unfrieden erwachsen und die ding dohin kommen lassen, das Goslar als ain alte reichsstat under dem schein der acht vom reich ewiglich gedrungen und durch den von Braunschwig under sich bracht solt werden. Dann wiewoll die von Goslar ime seins angemasten interesses halben auch mit vortailt, so hat er doch dasselb interess nach nicht liquidirt, so konnte der kaiser dannoch dasselbig auch abhandeln und auf die wege vorrichten lassen, das die von Goslar mit dem von Braunschwig dorumb könnten vortragen und mit ainem zimlichen von der sachen kommen.

    Wurde aber auf die von Goslar durch das fiscalampt oder auch durch den von Braunschwig oder die anhaltende mönch und pfaffen wollen gedrungen werden, das sie die abgebrochenen clöster und kirchen widder erbauen und berurte mönch und pfaffen restituiren und ergentzen solten, welchs dann den armen leutten zu ewigem vorterb geraichen, sich auch in die religion zihen wolte, so will schwerlich zu umbgehen sein, man wirdet sich von wegen der cristlichen voraynigung desfals irer mussen annehmen als ainer religionsachen. Do auch dasselbig wirdet vormarckt werden, zweiveln wir nicht, man werde die sachen ehr vortragen und die armen leut der acht gentzlich entbinden lassen. Dann dieweil solchs von rethen und potschaften, an ire obern zu bringen, jungst zur Naumburg aufgenommen, so wollen wir uns vorsehen, berurte der von Goslar sach werde fur ain religionsach, sunderlich in berurtem falh angenommen, auch ains iden einungsvorwanten gemut itzo zu Regennsburg gegen dem landgraven, auch dem von Annhalt und unsern rethen angezaigt werden. Dann welchergestalt die oberlendischen stete dem landgraven der von Goslar halben itzo neulich geschrieben, solchs finden unser ohem und rethe aus der copeien gemelter stete schreibens30, das sie an den landgraven gethann und sein L. uns neulich zugeschickt hat sampt der copeien, welchergestalt die von Goslar des von Braunschwigs halben seiner L. geclagt31, wie des von Braunschwigs leutte fur und fur reitten und straiffen, ungeachtet ksl. Mt. suspension.

    gUnd wiewoll auch gedachter der von Goslar acht auf dem naumburgischen tage von den stenden, gesanten und potschaften, ungeachtet viler bewegender ursachen undt einfurung, fur kain religionsach hat wollen angenommen und erkannt werden, so will doch itzo zu Regennsburg bei den mitvorwanten stenden, gesanten und potschaften dorauf in allewege gedrungen und mit vleis gearbeit, das berurte der von Goslar acht fur ain religionsach angenommen und Švon den stenden, gesanten und potschaften gegen ksl. Mt. dorfur vortretten werde, dann unsers erachtens hat man dorinnen itzo weitter guten fug und ursachen, welchs auch unsere ohem und rethe den stenden, gesanten und potschaften woll zu gemut furen sollen, nemlich, das ksl. Mt. in aufhebung und suspendirung der von Goslar und Mindenn acht solche beide sachen fur ain religionsachen erkant und dorauf den stilstand an dem camergericht vorfugt hat. Dorumb wir uns nuhmer gentzlich vorsehen wollen, die stende, gesanten und potschaften werden kain bedencken nach beschwerungen haben, berurte der von Goslar sach fur ain religionsach anzunehmen und zu erkennen, und dieselbig gegen ksl. Mt. dorfur zu vortretten helfen, dieweil es von ksl. Mt. beschehen–g.

    Dennemarck: Nachdeme auch Wolff von Vttenhoff wegen kgl. Wd. zu Dennemarck auf negstem tag zur Naumburg bei unsern reten suchung gethann, dieweil ire kgl. Wd., den reichstag zu Regennsburg auf ksl. Mt. beschreiben von wegen Pfgf. Friderichs und der burgundischen sachen halben zu beschicken, willens, das wir unsern reten, die wir auf den reichstag schicken wurden, wolten bevelhen, kgl. Wd. zu Dennemarck rethen dorinnen zum besten furderlich zu sein etc., so ist wol zu achten, das unser ohem und rethe von kgl. Wd. rethen dorumb werden angelangt werden. Wann nu solchs beschit, so sollen unser ohem und rethe inen antzaigen, es were nicht an, wir weren der suchung, so der von Vttenhoff bei unsern rethen zur Naumburg derhalben gethann, bericht worden. Nu weren wir, irer kgl. Wd. in dem und ainem andern freuntlich zu wilfharen, gnaigt, sie wusten aber, welchergestalt unser vetter und bruder, der Lgf. zu Hessen etc., und wir hievor in berurten sachen, nemlich sovil kgl. Wd. und Pfgf. Fridrichen anlangt, zu gutlicher handlung eingelassen. Wiewol nu sie, die rethe, von kgl. Wd. wegen zu Regensburg derwegen auch handlung solten gewarten, so were doch ungewis, ob diselbig zu fruchtbarem ende des orts lauffen wurde odder nicht. Solt sie dann entstehen, so könnt sich woll zutragen, das der landgrave und wir dorinnen nachmals handeln möchten. Wurde es nu dorzu geraichen und Pfgf. Friderich uns seine sachen hievor auch vertraut, so hetten sie leichtlich zu achten, das solchs den handlungen, so wir baide uns deren ferner beladen solten, ain vorhinderung bringen möcht. Dorumb wir auch vor ratsamer erachteten, das unsere rethe des beistands vorschont bleiben. Aber gleichwoll hetten sie von uns bevelh, so sie kgl. Wd. rethe und gesanten umb rat wurden anlangen, das sie inen den ires vorstands und vornemens in baiden sachen und parten nicht vorhalten solten, des sich auch unser ohem und die rethe in berurtem fhalh also werden zu halten wissen.

    Preussen: So hat auch unser ohem und schwager der Hg. in Preussenn itzo neulich an uns geschrieben und gebeten, do auf itzigem reichstag ain fride odder anstand wurde gemacht und aufgericht werden, das wir seiner L. auch freuntlich eingedenck sein und es dohin furdern helfen wolten, auf das sein L. in solchen frieden oder anstand auch möchte bracht und begriffen werden, dieweil dann sein L. unser confession und religion vorwant, dorzu in der handlung Šzu Franckfurt als unser mitvorwanter mit ubergeben worden ist, so sollen unser ohem und rethe bei dem Lgf. zu Hessen und den reten und potschaften furdern, do ain fride oder anstand wurde aufgericht, das sie es neben unserm ohmen und reten dohin vleissigen wolten, domit gedachter Hg. in Preussenn auch dorein gebracht. Do auch sein L. ire geschickten auf dem reichstag zu Regennsburg haben und bei ksl. Mt. ansuchung thun lassen wurde, sein L. der acht zu entledigen, wo nu sein L. unsern ohmen und rethe, auch den landgraven und der andern mitvorwanten rete und potschaften anlangen wurde, sein L. gegen ksl. Mt. derhalben zu vorbitten helfen, und der landgrave, auch rethe und potschaften dorinnen kain bedencken haben, sondern solche vorbitt thun wurden, so sollen unser ohem und rethe dieselbig vorbitt auf den fal auch mit thun helfen32.

    Und dieweil auch sieder dem aufgerichten nurmbergischenn frieden gotlob vill fursten, graven und stete zu unser religion und vorstentnus kommen, so sollen unser ohem und rethe neben dem landgraven und den andern rethen und potschaften doran sein, do, wie berurt, ain anstand oder fride gemacht und aufgericht, das dieselben auch dorein bracht und gesatzt werden und sunderlich auch die zwu stete Riga und Reuelh.

    ŠPhilippum Melanchton belangend: Wurde sich auch unser vetter und bruder, der Lgf. zu Hessenn, oder seiner L. leutte und theologen understehen wollen, mit dem Philippo in sunderliche und gehaimpte rede der concordia oder vorgleichung halben in der religionsachen einzulassen, so sol Philippus seiner L. oder inen antzaigen, das er in deme eben solchen bevelh hette wie die andern unsere rete und theologen, und sich also gegen seiner L. und inen domit entschuldigen und also entlich dorauf bleiben, der landgrave odder seine leutte sagen ime, was sie wollen. Wurde nu der landgrave oder seine leutte solchs vormercken, so wirdet sein L. und sie woll nachlassen, ine zu plagen. Aber anderer widerwertiger anschiftung halben, domit gedachter Philippus auf dem tag zu Wormbs geplagt worden und itzo zu Regennsburg ane zweivelh auch nicht vorbleiben wirdet, der kann unsers erachtens volgender gestalt begegent werden, nemlich wir wollen, das Philippus sein wesen in unser rethe herberg zu Regennsburg haben solle. So haben wir unserm aynspenigen Hannsen Hoier bevolhen, der ane das mit gegen Regensburg reiten wirdet, auf ine den Philippo deselbst [sic!] zu warten, und unsere rete sollen nimant zu ime lassen, allain mit ime zu reden, mit diser furwendung, das er mit inen semptlich geschickt were. Het aber imant mit ime zu reden und ine anzusprechen, der solt es thun, das die rethe auch alle dorbei weren. Wann auch unsere rethe aus der herberge zihen werden, so wollen wir das gedachter einspeniger bei ime bleibe und auf inen warte, auch nimant zu ime lasse, sondern sage und solchen beschait gebe, das er widerkommen möcht, wann unsere rethe in der herberg weren. Wann nu solchs vormarckt, wirdet er unsers vorsehens woll ungeplagt bleiben. Weren es aber dieses tails und bekannte leutte, die den Philippo gerne ansprechen wolten, und er villeicht möcht geschenn lassen, das sie zu ime khemen, so soll man dasselbig geschen lassen. Wurden sie aber sinistere practicken aus anschiftung des landgraven oder sonst bringen, so soll Philippus sagen, er hab von uns in den dingen nichts bevelh zu rathen, anzutzaigen odder fur sich selbst zu thun ane vorwissen unserer rethe. Aber in alle wege muste sich Philippus auch enthalten, nicht zuvielh auszugehen, sondern in der herberg und bei unsern rethen zu pleiben, wie er dann ime selbst zum besten woll wirdet zu thun wissen.

    Den Bf. von Meissen und die andern bischove des hauses zu Sachssenn belangend: Nachdeme auch der Bf. von Meissenn uns geschrieben und zu erkennen gegeben, wie er von ksl. Mt. glaich andern gaistlichen fursten und stenden des reichs zu dem itzigen reichstag beschrieben, dorauf wir uns aber mit unserm lieben vettern, Hg. Hainrichen zu Sachssen, ainer samptschrift an ksl. Mt. [Nr. 420] vorainigt und umb abschaffung solcher erforderung gebeten, so hat uns ire ksl. Mt. dorauf antwurt geben33, dovon wir gemeltem Bf. von Meissenn sampt gedachtem unserm vettern ain copei, in unserm schreiben eingelegt, zugeschickt, wie solche schriften allenthalben bei den andern hendlen zu befinden. Wo nu gemelter bischof, villeicht auch der von Merseburg oder Šder vermainte neue erwelte zur Naumburg oder das tumbcapittel doselbst, weil er nach nicht zur posses oder residentz kommen, selbst aldo sein odder ire geschickten des orts haben wurden, so soll auf ire practicken und handlung mit sunderlichem vleis achtung gegeben werden und in sonderhait, do H. Julius Pflug mit Maintz oder fur sich selbst zu Regennsburg sein wurde, ob er sich fur ainen electum des stifts Naumburg wirdet halten, angeben, tractirn und, wes er sich seiner election, auch des stifts halben wirdet vornehmen lassen. Und wes des vormerckt, sol uns unser ohem und rethe idesmals neben andern berichten zu erkennen geben.

    Unser ohem von Anhalt und die rete sollen sich auch mit unsers vettern, Hg. Hainrichs rethen, zu irer ankunft dovon underreden, was derhalben und dorwider furzuwenden sein wolle. Dann wiewoll ksl. Mt. in irer gegeben antwurt begert, das wir es dismals, weil ire Mt. disen reichstag furnemlich der religion halben angesetzt und solche sach die bischoff und andere gaistliche personen zufurderst tet belangen, wolten beschenn und die bischove, so under dem haus zu Sachssenn gesessen, erscheinen lassen, mit dem gnedigen zuschreiben, das es unserm vettern und uns, auch dem haus zu Sachssenn an unsern gerechtickaitten kainen schaden nach nachtail bringen solt, das uns auch ire Mt. solchs auf unser ferner ansuchen notturftiglichen vorsichern und briffliche urkundt under irer Mt. insigel doruber vorfertigen lassen wolten, so haben wir doch solch irer Mt. schreiben von wegen der eingefurten ursachen bisher nicht anders vorstanden, dann das den bischofen, auf den reichstag zu kommen, vorstat solt werden, der ainigen sachen halben, nemlich die religion belangend, und nicht aller reichshendel halben. Weil ksl. Mt. furgewante ursach der volgenden begernus ainen solchen und kainen weittern vorstand unsers erachtens geben kann, dorumb haben auch unser vetter und wir in unserm letzten schreiben an den Bf. zu Meissen nichts weitter eingereumpt, dann das wir es ksl. Mt. begern und erbieten nach dohin stellen, ob gemelter bischoff, den reichstag zu besuchen, bedacht, das er sich sonst weitter, dann was die religion belangt, nicht einlassen solt. Dann obgleich die vorgemelte bischove oder ire gesanten mit den bebstischen hauffen und pfaffen oder iren vorwanten in sachen, die religion und derselben vorgleichung oder das gesprech belangend, wurden zusammen in gesprechen und underredungen gehen und sich doch kainer session an den örtern anmassen mussen, wann von den stenden des reichs semptliche beratschlagungen gehalten wurden, doran möcht unsers erachtens nicht vill gelegen sein, dieweil solche beratschlagungen auf ainen part an unser und unsers vettern, auch ander unser mitvorwanten als reichsstende beisein beschehen.

    Aber auf das dieser irthumb ksl. Mt. zu ehren, auch umb merer furderung willen der reichshendel dester weniger zu offentlichen protestation und aufsehen geraichen durfe, sehen wir fur bequemer an, das unser ohem und die rethe zu irer ankunft gegen Regensburg oder, wie es sonst die notturft erfordern wil, erkundung haben, ob des hauses zu Sachssen bischoffe odder ire vollmechtigen werden aldo ankommen sein. Wo das befunden und vormerckt wurde, Šsolten sich alsdann unser ohem und rethe mit unsers vettern, Hg. Hainrichs, rethen erstlich von diesem wege underreden, das sie sich semptlich zu ksl. Mt. vorfugten und irer Mt. volgende antzaigung ungeverlich underthenigst tetten: Ire Mt. wuste sich gnedigst zu erinnern, welchergestalt wir und unser vetter uns gegen irer Mt. beclagt hetten, das der Bf. von Meissen als ain bischoff des hauses zu Sachssenn durch ire Mt. ane zweivelh aus mangel gnugsams berichts zu dem itzigen reichstag beschrieben worden, und underthenigst gebeten, das ire Mt. solche erforderungen gnedigst wider abschaffen wolten, domit uns, zu verhutung des hauses zu Sachssenn nachtails dorbei zu sein und solchs zutzesehen, nicht ursach zu bedencken und furbetrachtung gegeben wurde. Dorauf hette nu ire Mt. uns baiden disse antwurt gegeben, deren inhalt in der rede mit anzutzaigen sein will.

    Und wiewoll unsers vettern und unser, auch des hauses zu Sachssenn gros nachtailige beschwerung nicht gar durch ire ksl. Mt. resolvirt odder aufgehoben, do wir gleich gemeltem bischofen zuliessen, der religionsachen halben auf solchem reichstage und bei denen hendeln zu sein, so zu vorgleichung berurter religion möchten furgenommen werden, so hetten doch unser vetter und wir uns dasselbige irer Mt. zu undertenickait und dem haus Sachssenn gantz unnachtailig nicht so hoch wollen lassen entkegen sein, do ire ksl. Mt. uns und unserm vettern irem gnedigsten erbieten nach ain gnugsame vorsigelte vorsicherung wurde geben und aufrichten, auch die substantz derselben im abschit itzigs reichstags setzen lassen. Dorumb hetten unser ohem, auch unsers vettern und unsere rethe von uns baiden diesen bevelh, irer ksl. Mt. solchs underthenigst anzutzaigen und umb die vorsicherung bei irer Mt. zu bitten und antzusuchen. Aber domit sich gemelte bischove oder ire und der capittel gesanten, die man zu der stete zu sein vormerckt, nicht understehen möchten, sich in diesen reichsvorsamblungen, reten odder handlungen session als reichsstende anzumassen oder sich gleich andern reichsstenden der andern reichshendel mit zu beladen, so hetten sie von uns und unserm vettern weittern bevelh, ire ksl. Mt. undertenigst zu bitten, das sie oftgemelten bischoffen odder den gesanten von irer ksl. Mt. antwurt und der erboten vorsicherung wolten antzaigung und bericht thun lassen, auf das sie sich dornach halten und kainer session anmassen, sich auch in kain andere handlung einlassen wolten, dann was belangt die vorgleichung der religion, mit der fernern anzaigung, das ksl. Mt. inen nicht bergen wolt, das sie unserm vettern und uns auf unser supplicirn dermassen beantwurtet und uns irer Mt. briffliche vorsicherung gnedigst doruber gegeben hett. Dann, wo sich die bischove hiruber session werden anmassen oder sich auch in die andern hendel als reichsstende wollen eindringen, so hetten die rethe baiderseits bevelh, dorwider offentliche antzaig und furwendung zu thun und sich dorneben ferner zu halten, wie unser und unsers vettern entpfangner bevelh inen in dem falh weitter teten auflegen. Sie wolten aber vorhoffen, ksl. Mt. wurde ain gnedigst einsehung und vorschaffung thun, domit die hendel dordurch nicht durften vorunruigt werden. Das wurden auch unser vetter Šund wir umb ire ksl. Mt. in aller underthenickait willig und gevlissen sein zu vordienen etc.

    Hirauf werden unser ohem und die rete baiderseits ksl. Mt. gemut und antwurt vorstehen und sunderlich, wie ksl. Mt. ire negst gegebene antwurt wollen gemaint haben. Dan wurde vormerckt, das die bischove des haus zu Sachssen aller reichssachen und hendel halben sich solten mit einzulassen odder gleich der religion halben allain und sich doch session zu underfahen haben, so möcht unsers erachtens durch ksl. Mt. vorsicherung des hauses zu Sachssenn nachtail nicht vorhutet werden, wie dann der von Annhalt und die rethe ksl. Mt. auf ire antwurt hirvon woll werden guthen underricht und erclerung zu geben wissen, dan, ob es gleich dem haus zu Sachssenn an seiner gerechtigkait ane nachtail solt sein, so kemen doch die bischoffe domit in ain posses, der wurden sie sich dornach auf allen reichstegen halten und gebrauchen wollen, bis das sie derselben widerumb mit rechtlichem erkenntnus entsatzt wurden. Derhalben ane zweivelh unsers vettern rete nicht minder dann der von Annhalt und die unsern mit vleis bei ksl. Mt. dorfur handeln und arbaiten werden, das es ire Mt. dismals dorbei wolle bleiben lassen, wie das vorberurt unsers vettern und unser erbieten, nemlich, das die bischove bei vorgleichung der religion auf irer Mt. vorsicherung und bei den andern hendeln nicht sein mugen, vormack und hievor in menschen gedencken durch das haus Sachssenn dergleichen nicht eingereumbt ist worden.

    Wolt es aber bei ksl. Mt. dorbei nicht gelassen werden, sondern irer Mt. antwurt ainen weittern vorstand, wie berurt, geben undt machen, so will die notturft erfordern, das sich unser ohem und rethe zuvor vorgleichen, was in dem falh ksl. Mt. hinwider entlich von unsers vettern und unsernwegen anzuzaigen, dan wir haben woll vormarckt, als wir unserm vettern negst ain nottel zugeschickt, wie an ksl. Mt. derhalben zu schreiben sein solt, das sein L. ir solchen anhang nicht hat wollen gefallen lassen, nemlich, wo den bischoven reichsstand und session solt eingereumbt werden, das wir oder unsere rete dorbei nicht wurden sein konnen etc. Sol man nu sagen, man werde dorwider protestirn mussen, so bricht man dorumb den bischoffen die posses nicht, so wirt auch ksl. Mt. am protestiren nicht gros gelegen sein, wo allain unser vetter, wir odder unsere rethe bei den hendeln bleiben. Wo aber unsers vettern rethe dorzu mit stymmen wurden, das man in berurtem valh ksl. Mt. solt ausdrucklich sagen, das sie von unsern und unsers vettern wegen bei den hendeln nicht sein konnten, so soll es unser ohem und rethe auch mit ainick sein und ksl. Mt. also angezaigt werden, dann wir wollen uns nicht vorsehen, das ir Mt. mer doran gelegen sein werde, das gemelte bischove in die reichshendel gedrungen, dann das wir baide und unsere rethe irenthalben solten doraus geschoben werden.

    Wo aber unsers vettern rethe hiruber in solche antzaig nicht willigen wolten, domit dann kain trennung in deme zwuschen unserm vettern und uns furfalle, so werden sie sich doch ane zweivelh mit unserm ohmen und den rethen so weit Švorgleichen, das vilgemelten bischoven oder iren gesanten kain weitter session, dann do von der religion tractirt wirdet, soll eingereumpt, auch solchs in ksl. Mt. vorsicherung ausdrucklich vorwart und dannoch solche session dem haus zu Sachssenn unnachtailig soll sein noch den bischoven ainiche gewehr odder posses, fur reichsstende geacht zu werden, wircken. Dann dieweil unser vetter das schreiben an den Bf. zu Meissenn mit uns getan mit zuschickung copei der ksl. Mt. gegeben antwurt und aber in demselben schreiben clar ausgedruckt, das sich der bischoff in kain reichshulf nach in andere sachen einlassen, sonder seiner gegebenen vorschreibung gemes sich halten solle, so wollen wir uns vorsehen, seiner L. rethe werden bevelh haben, das sie den bischoven baiderseits doruber auch nicht sollen zusehen. Aber in alle wege will nutz und gut sein, das bei der ksl. Mt. erhalten werde, das von der vorsicherung und, welchergestalt den bischoffen, auch wie weit dismals session eingereumpt wirdet, von irer Mt. wegen ain offentliche antzaigung den reichsstenden gethan und solchs zu den reichshendeln vorzaichent werde.

    So bedencken wir auch, das beste zu sein, do unser ohem und rethe das antragen an ksl. Mt., dorinnen des Bf. von Meissen sachen auch gedacht wirdet, gethann, das sein L. und sie sampt unsers vettern rethen ungeverlich uber ainen tag dornach nachdrucken und die werbung an ire ksl. Mt. thun, wie berurter artickel, die bischove des hauses zu Sachssenn session belangend, vormag. Dergestalt wurden unsers erachtens die artickel von ksl. Mt. in aine beratschlagung gefast und die sachen dohin können gedrungen werden, das gemelte bischove mit dem haus Sachssenn ain unvorgreifliche mittelung wurden mussen annemen, auf das sie in des kaisers furhabenden handlung kain zurruttung machen. Itzt bietet der Bf. von Meissen die sachen auf den fiscalh, tut gleich, als ging sie ine nicht an. Aber zu Regennsburg wirdet er selbst reden mussen und sich vornemen lassen, ob er sein briff und sigel halten wolle oder nicht, bis das er sich vom haus zu Sachssen freymache.

    Und nachdeme wir Hannsenn von Doltz, ritter, die zerung auf den reichstag auf unsern ohem den von Annhalt, ine und die andern rethe mitgegeben, als nemlich 4.000 fl. groschen mit bevelh, doruber geburliche rechnung halten zu lassen, so wollen wir, das unsere rethe mit dem zeren kain ubermas gebrauchen, sondern sich domit zur notturft geburlichen halten sollen. Aber unser ohem von Annhalt sol seinen taffel und tisch, als ainem fursten geburt und zustet, halten. So auch sein L. jhe zu zeitten gastung halten wollen, ist uns solchs nicht zuentkegen.

    Dieweil auch auf dem reichstag zu Regensburg wirdet furfallen, das teutzsch und lateinisch wirdet mussen geret werden, so wollen und bevelhen wir himit, das Hanns von Pack dasjhenige, so in teutzscher sprach sol geret werden, reden soll, es were dann, das solche reden ins recht lauffen wolten, dieselben soll Dr. Pleickhart thun. Was aber lateinisch soll geredt werden, das sol unser cantzler thun.

    ŠUnd unsere ohem und rethe thun in dem allen uns zu freuntlichem und guthem gefallen, auch unsere gefellige und gentzliche maynung. Zu urkund mit unserm des churfursten hirauf gedrucktem secret, welchs wir Hg. Johanns Ernst mitgebrauchten, besigelt und geben zu Torgau, Dinstag nach Reminiscere anno 41.

    «Nr.53 Instruktion Kf. Johann Friedrichs von Sachsen für F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard zu Verhandlungen mit Lgf. Philipp von Hessen über die Beziehungen zu Frankreich – [Torgau, 1541 März 15]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1 fol. 141r–142v (Ausf.); ÜS fol. 141r: Sunderliche instruction, was unser ohaim aF. Wolff von Anhalt, auch unsere rethe Hanns von Doltzig, ritter, Hanns von Pack, unser ambtman zu Diebenn, und Franciscus Burggartt, unser cantzler, ausserhalb der andern unsern rethe–ain des Kg. von Frannckreich sachen thun und ausrichten sollen.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 143r–144r (Kop., Fragm.); ÜS fol. 143r wie in A.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 145r–148r (Reinkonz.); AS v. a. Hd. fol. 145r: Reichstag zu Regenspurgk anno 1541. Franckreich belangende etc. Die schickung in Frankreich und vorstendtnus mit dem konige.

    Und nachdeme sichb Hanns von Pack zu erinnern weyß, was auf negstem tage zur Naumburgk der schickung und vorstendtnus halben mit Franckreich mit den andern stenden doselbst gehandelt und dohin vorabschiedet worden, das aus mangel notturftiges bevhels die rethe und botschaften auf sich genomen, diese sache an ire herren und obern zu gelangen, und das aines iden antwurt auf den itzigen reichstag zu Regensburgk durch seine rethe und gesandten solte eingebracht werden, so wollen wir uns vorsehen, solchs werde von den rethen und potschaften an ire herren und obern anbracht sein und sie iren rethen und gesandten, die sie auf den reichstag verordent, dorumb neben andern bevhel gegeben haben.

    ŠSo sol unser ohaim von Anhalt und gedachtec rethe zu irer ankunft gegen Regensburgk unserm vedtern und brudern, dem landgraven, hiervon, schirst es fuglich bescheen magk, antzaig thun, mit vormeldung, was derhalben, als obstehet, negst zur Naumburgk where vorabschiedet worden. Und dieweil ane zweivel rethe und botschaften von iren herren und obern dorumb mit bevhel wurden abgefertiget sein, so wolten sie seiner L. bedencken horen, wie man dießen artickel ferner und, so erst es muglich where, mochte furnemen. Mugen auch dabey anhengen, das wir fur gut ansehen, das die gesandten von Strasburgk und sunderlich H. Jacob Sturm zu dießer undterredung getzogen und sein bedencken gehort wurde, wie dem naumburgischen abschied der andern halben solt nachgegangen werden. Dan wir haltens darfur, die von Strasburg werden dieße sachen auch nit ungerne gefurdert sehen, ob wir wol besorgen, der landgrave werde domit an sich halten, biß sein L. vornimbt, wie es sich mit der fridshandlung anlassen und seiner L. bewuste sachen hinaus wollen etc.

    Aber in alle wege will gleichwol vonnöten sein, das mit dießen sachen seuberlich und in grosser gehaimbd umbgangen werde, domit dieselben an dem ort nit lautbrecht werden, dorumb auch wol das beste, das man ain ide botschaft allein in grosser gehaim horen, worauf irer obern gemuet stunde. Dan kgl. Wd. zu Franckreich wurde furderliche antwurt mussen gegeben werden, die sich dan des vortzugs beraitan mergklich beschwert. Es wil auch wol zu vermuten sein, das etzliche in gleichnus wie der landgrave der maynung werden sein, das man zuvor die handlung uf dem reichstage solte ansehen, wo dieselbige hinaus wollen. Und wiewol wir fur uns selbst nicht mher thun konnen, dan was den andern und zufurderst dem landgraven und den fursten gefellig, so wil doch das lenger auftziehen der antwurt gegen kgl. Wd. sehr vorweyßlich sein. Dorumb sollen der von Anhalt und die rethe allen muglichen vleis dohin anwenden, das man sich entlich entschlisse und vornemen lasse, was man thun oder nit thun wolle, domit man es dem kunige muge zu erkennen geben, auf das sich sein kgl. Wd. darnach zu richten habe. Es wollen auch rethe und botschaften mit vleis zu ermanen sein, sich gegend nimand hiervon nichts zu vornemen lassen. Und unser ohaim und die rethe sollen sich mit dem landgraven vorgleichen, das aines iden antwurt alsbald mit vleis ufgetzaichent und uns aldan unvorzuglich uberschickt werde.

    Was wir auch unserm ohaimen und schwager, edem Hg. von Gulich und Gellernn–e, mit bericht der naumburgischen handlung geschriben haben [Nr. 456], davon finden unser ohaim und rethe hirneben copeyen, darnach sie sich dest bas werden zu richten haben.

    Dieweil auch kgl. Wd. zu Franckreich ainen iren gesanten Moreletum Museum genant abgefertiget, der maynung unsern vedtern und brudern, den Lgf. zu ŠHessenn etc., und uns zu ersuchen und berurter sachen halben an uns werbung zu thun, so hat gedachter Moreletus unlangs an uns geschriben [Nr. 467], dorauf wir ime auch antwurt geben [Nr. 483], wie unser ohaim und rethe hierbey auch abschrift befinden. Und sein L. und sie sollen dem landgraven davon antzaig thun, dergestalt, das wir uns wollten vorsehen, der gesandte werde an sein L. in gleichnus auch geschriben haben [Nr. 466].Und sie sollen bey seiner L. von unsernwegen freuntlich und undterthenniglich suchen und bitten, das sein L. inen hinwider berichten wolte, was antwurt sie dem Moreleto dorauf hett gegeben [Nr. 476] und sunderlich irer dorinnen angetzogenen bewusten sachen halben. In sunderhait aber sollte sich sein L. gegen inen ihres bedenckens vornemen lassen, was seiner L. nach itziger gelegenhait hierinnen bedeucht geraten zu sein. Dann warfur es gleichwol kgl. Wd. achten thete, das ire kgl. Wd. so lange mit antwurt aufgetzogen wurde, des hett sich der Moreletus von wegen kgl. Wd. in seiner an uns gethanen schrift genugsam erclert und, was also seiner L. antwurt und bedencken ist, sollen uns unser ohaim und rethe durch ir schreiben auch berichten2, damit wir uns darnach mugen vornhemen lassen.

    «Nr.54 Instruktion Hg. Ernsts I. von Braunschweig-Lüneburg für Nikolaus Holstein zum Reichstag – o. Ort, 1541 April 13 »

    A  Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20I, fol. 105r–112v (Ausf.).

    B  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20I, fol. 96r–103v (Konz.).

    C  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20III, fol. 458r–463r (Ausf.).

    Instruction, wes sich Dr. Nicolaus Holstein uff dem reichstag zu Regenspurg dieses 41. jars gehalten solle1.

    Erstlich soll ehr sich bey den sechssischen gesandten, auch dem Lgf. zu Hessen ader seiner fstl. Gn. rethen angeben aund inen nach entschuldigung meins gnedigen fursten und hern personlich auspleiben antzeigen–a, das ehr hinaufgeschickt were, von meins gnedigen fursten und hern, Hg. Ernstenn, wegen den reichstag zu besuchen und bey allen handelungen und sachen, darbey ime als einem gesandten von wegen seiner fstl. Gn. gepuret zu sein, Šwolle sich derhalben bey ihre fstl. Gn. und inen dermassen angegeben und erpotten haben, bso von wegen gemeiner evangelischen stenden, etliche sachen zu beratschlagen oder zu handlen, furfallen wurde, das ehr uff erfordern sich darzu vorfuegen und darauf warten wolle–b. So were ehr bedacht, sich bey ksl. Mt. auch anzugeben und meins gnedigen hern personlich auspleiben uffs undertenigste zu entschuldigen.

    Darnach soll ehr sich bey ksl. Mt. auch angeben und ihrer Mt. meins gnedigen fursten und hern undertenigste cgehorsame und–c gantz willige dinste und, do es irer Mt. an gesuntheit ihres leibs, cristlicher und gluckseliger regirung gefellig und woll zustunde, das dseine fstl. Gn.–d, solchs zu vernhemen, hochlich erfreuwet, ansagen und ferner vermelden: Wiewol das ihre ksl. Mt. den reichstag zu Regenspurg ausgeschrieben und die chur- und fursten und stende des reichs darauf erfordert habe, so sey doch meinem gnedigen fursten und hern von irer Mt. kein schreiben noch erfordern uff solchen tag zukommen, derhalben auch seine fstl. Gn. sich nit geschicket noch uff den wege begeben, denselbigen zu besuchen. Aber onelangst, nemlich den 24. tag des monats Februarij sey ein ander schreiben von ihrer Mt. ausgangen, darinne ihre Mt. meinem gnedigen fursten und hern anzeigt, das sie uff den 20. tag desselben monats gneigt sey, zu Regenspurg einzukommen, mit begher, das seine fstl. Gn. uff solche zeit doselbs auch gewislich einkommen wolle. Nun sey aber solch keiserlich schreiben ein meins gnedigen fursten und hern cantzley uberantwurtet worden–e vier tage, nachdem seine fstl. Gn. zu Regenspurg einkommen solte, und darnach in etlichen tagen, aberf darnach als seine fstl. Gn. widder anheim kommen, ihr behandiget worden, das also ahn seiner gfstl. Gn. nit gelegen, sonder daran, das seiner fstl. Gn. das erst ausschreiben gar nit und das ander etliche tage, nachdem seine fstl. Gn. zu Regenspurg solte einkomen, ist zukomen, gemangelt hat2, das seine fstl. Gn. uff bestimpte zeit zu Regenspurg nit erschienen ist–g.

    ŠAber nichtsdestoweiniger habe seine fstl. Gn. sichh darzu geschickt, auch iseiner lantschaft–i uff gemeinen lantagj [sic!] angezeigt, das seine fstl. Gn., wiewoll es ihr auch schwacheit halber ihres leibs schwerlich gewesen, den reichstag eigener personen besuchen wolte. Als aber seine fstl. Gn. itz uffbrechen und sich uff den wege hat begeben wollen, hat sich der hauffen landtsknecht, kso sich in den nidder- und westphelischen landen–k zusamengeworfen lhaben, uffegmacht und–l biß uber die Wieser an seiner fstl. Gn. lande und furstentumb gerucket und sich do gelegert. Dieweil dann sich derselbige hauffen knecht noch teglich stercket und man nit weist, whem ehr zukumpt oder was sein furhaben sey, so habe mein gnediger furst und her sich ausserhalb landes und so ferr biß gehen Regenspurg nit begeben und ihre lande und leut in solcher gefhar lassen mogen. Domit aber seine fstl. Gn. gehorsam erscheine, so habe seine fstl. Gn. ihnen, Dr. Holstein, abgefertigt mit volmacht und befehl, von wegen seiner fstl. Gn. bey den sachen und handelungen, so uff diesem reichstag werden gehandelt und darbey seiner fstl. Gn. gepurete, zu sein. Und thue seine fstl. Gn. uffs undertenigste bitten, ire ksl. Mt. wolle seine fstl. Gn. ihres personlichen nit-erscheinens aus angezeigten ehaften ursachen allergnedigst entschuldigt nhemen, inen, den doctorem, zu berurten sachen und handelungen an seiner fstl. Gn. stadt gestatten und mseiner fstl. Gn.–m allergnedigster keyser und her sein. Das wolle seine fstl. Gn. in aller undertenigkeit zu vordienen alle zeit willig befunden werden. Darnach soll Dr. Holstein uff die handelungen und stunde, so darzu bestimmet werden, warten und das in allen sachen helfen rathen, das zu der ehre Gottes und erhaltung frides und rechts mag dienstlich sein.

    Dieweil dann im keiserlichen ausschreiben dieses reichstags etliche furnemliche artigkel, darvon gehandelt solle werden, ausgedruckt, nemlich von vorgleichung der religion, von erhaltung frides und rechtes im reich und, wie dem erbfeinde der cristenheit dem Turcken moge widerstandt geschehen, so soll Dr. Nicolaus Holstein in dem allem, das sich zu cristlicher vorgleichung schicken und anderer [sic!] chur- und fursten und stende, dem evangelio und cristlichem vorstendtnuß zugethan, werden vor gut ansehen und sich vergleichenn, auch mit voreinigen.

    Aber so es uff den artickel von den clostern und geistlichen gutern kommen wirdet, soll ehr sich deß befhels als wir ime hiebevhor gehen Wurmbs gegeben haben, gehalten3.

    ŠBetreffende erhaltung frides und rechtes im reich soll ehr darzu helfen rathen und furdern, das ein bestendiger fride im reich uffgericht werde. Und ob man sich in der religion nit vorgleichen konte, das dannoch im zeitlichen ein friede gemacht und vorsehen werde, domit sich einer jegen den andern weder umb glaubens noch zeitlichen sachen nichts tetlichs ausserhalb rechtens moge zu befaren haben und es eine jede oberkeit in irem gepiete in der religion also mache, wie ehr es vor Gott gedencket zu vorantworten.

    Das auch ein unparteisch recht im reich uffgerichtet werde, dann diese personen, so itz am camergericht, sein diesen evangelischen stenden gar nit leiderlich, dano sie sein durch die interponirtep recusation wider sie ergrollet. So sein sie auch der stende geschworen widersacher, dan sie haben alle geschworen, nach den reichsabschieden zu erkennen, derhalben vill stende in vormeinter kraft des wormsischen edicts und augspurgischen abschiedes beschwert sein worden. Darumb auch, so das camergericht mit neuwen personen besatzt solte werden, so mueste das jurament vorandert und uff cristliche punct gerichtet werden, die unchristliche abschiede, edict und canones des geistlichen rechtens ausgetzogen werden. Dartzu kann es nyt woll ane vordacht und beschwerung sein, wan nit jeder teil, nemlich die papisten und evangelischen, die helfte der personen setzetq. Darumb were es zu erhalten, so were der kost auch woll zu tragen, damit man gleich und unparteisch recht im reich gehaben mochte.

    Die turckenhilf soll nit gewilliget werden, es werde dann ein bestendiger fride oder langk werender anstandt und unparteisch recht im reich uffgerichtet. Und wan solchs erlangt und die turckenhilf gewilliget wurde, so soll Dr. Nicolaus von ubermass und beschwerung meines gnedigen fursten und hern reichsanlagen und steuren und, das dieselbige gemiltert mochten werden, wie derhalben hiebevor von wegen meins gnedigen fursten und hern uff etlichen reichs- und andern tagen aus domals furgeprachten ursachen gepeten und seine fstl. Gn. woll vortrostet sein werden [sic!], anregen und bitten.

    So dann uff dem nechsten tag zu Schmalkalden durch gemeine vorwanten stende beratschlaget, wie sich die stende und gesandten uff dem reichstag in beratschlagung obberurter artigkel halten und ein sampte antwurt geben sollen, wie solchs der abschide, welchs nachfolgenderr ar[tikel] mit A gemercket ausweisen thut, so soll sich Dr. Nicolaus desselbigen auch gehalten und sich gemeinlich, so von sachen solle geredt und gehandelt werden, mit etlichen hessischen oder sechssischenn oder beidens underreden und beratten, damit Šehr derselbigen gelegenheit desto meher kundig und seinen radt odder stym darnach moge zu richten haben, in welchem allem ehr seinen vleiß und vorstandt furwenden und geprauchen solle. So aber etwas furfallen wurde, welchs uns beschwerlich zu bewilligen, soll ehr solchs eilende an uns gelangen lassen und unsers bescheids darauf erwarten.

    Ob auch imants wider uns clagen oder schrift ksl. Mt. ubergeben und sie ime zugestelt wurden, soll ehr antzeigen, das ehr solcher sachen keinen bericht noch befehl habe, ehr bitte aber, ksl. Mt. wolle sich wider uns zu ungnaden nit bewegen lassen, sonder unsere antwurt und berichts uff solche clage erstlich erwarten und vornhemen. So werde ihr Mt. befinden, das die sache vill anderst, dann sie von clegern angepracht sey, gestalt, und meins gnedigen herren undertenigsten antwurt und berichts ein gnedigst und gut gefallen haben. Wirdet ime dann die schrieft zugestelt, tmeinem gnedigen hern–t zuzuschicken, so soll ehr sie zu sich nemen und useiner fstl. Gn.–u zuschicken.

    Weil aber Jorg Lang nachst, als wir bericht werden, zu Hagenauw gewesen und doselbs clagen ubergeben ader veleicht offentlich anschlagen wollen, vso ehr nun solchs zu Regenspurg auch thun wurde–v, dardurch ehr dann meinen gnedigen fursten und hern wund andern–w unglimpf zumessen mochte, so die antwurt darauf langsam gefiele, so soll Dr. Nicolaus, in dem Jorg Lange ein offentlichen anschlagen thut, dasselbig abreissen lassen und es ksl. Mt. neben gelegenheit der sachen antzeigen und bitten, solchs abzuschaffen und Jorgen Langen der gepure darumb zu straffen, auch anzuhalten, sich an ordentlichem rechten settigen zu lassen. Und hat Dr. Nicolaus aus dem vortrag, so zwischen Eberten Walhorn und Jorgenn Langen uffgerichtet, auch was das keyserlich camergericht an xmeinem [sic!] gnedigen fursten und hern–x geschrieben und yseine fstl. Gn.–y zur antwurt gegeben, auch nun letzlich an Jorgenn Langen geschrieben haben, die gestalt der sachen zu vornhemen. Wurde aber Jorg Lange kein offentlich zanschlagen thun–z und allein dem keyser clage ubergeben, soll sich der doctor darinne wie obgemeldet halten, aameinem gnedigen hern-aa dieselbige zuschicken.

    Als dann mein gnedigster furst und her sich mit seiner fstl. Gn. bruder, Hg. Frantzenn, irer lande und leute und, was ihre fstl. Gn. insampt gehoret, freuntlich voneinandern geteillet haben inhalts uffgerichter teilprief und dann under andern beredet worden, das beide ihre fstl. Gn. uff diesen [sic!] reichstag Šsollen umb confirmation solcher teilung und vertrege ansuchen, so ist zu der notturft eine instruction, dero copei, mit B, C gezeichnet, folget, gefertigt und Hg. Frantzen zugeschickt worden, dieselbige seins teils auch zu vorpitschiren, seiner fstl. Gn. gesandten namen darein zu schreiben und bey denselbigen gehen Regenspurg zu schicken4. Wan nun solche instruction kommet, so soll Dr. Holsteinn neben und mit Hg. Frantzen geschickten an ksl. Mt.ab den inhalt derselben instruction muntlich werben, acdarnach die instruction uberreichen-ac und sollicitiren, die confirmation zu erlangen. Sie sollen in der cantzley fragen, was man vor dieselbige in die cantzley geben solle, und Dr. Holstein uns und Hg. Frantzen gesandten seiner fstl. Gn. zu erkennen geben, damit ein ider seinen antheil hirauf zu schicken habe. So aber Hg. Frantzen geschickten seins bei sich hette, so soll es Dr. Holstein von der zerung verlegen oder sunst uffpringen und admeinem gnedigen fursten und hern-ad zuschreiben, soll es so bald erstattet und hinausgeschickt werden.

    Wurde durch ksl. Mt. oder in der cantzley gefordert, das man wolle die teilprief und vortrege ubergeben, so sollen die geschickten antzeigen, das sie die nit hetten, achten es auch one nott sein, dan aus irer werbung, die sie auch in schriften, so man es begeren tette, zu ubergeben urputtig, zu vornhemen, warauf principaliter die teilung stunde, bey welchem das regiment und last des furstenthumbs gepliben etc. Darumb wher die bitt allein umb eine gemeine confirmation etc. Wolte man aberae je copias der teilprief und vortrege haben, so mogen die gesandten antzeigen, sie hetten sie nit bei sich und wurden ungezweiffelt die fursten es darvor geachtet haben, das es nit nottig were, sie musten es aber ihre fstl. Gn. berichten etc.

    Nachdem dan der Bf. zu Hildensheim afmeinen gnedigen fursten und hern-af am camergericht etlicher nachstendigen zinse halber uff die 15.000 fl. houptsum furgenhomen, so soll Dr. Holstein, wan gedachter bischoff zu Regenspurg were oder darkommen wurde, dem lantgraven uff die credentz, als agmein gnediger furst und her-ag ime mitgegeben, zu gelegener zeit ansprechen und bitten, das sich seine fstl. Gn. in die sache schlagen und vorsuchen wolle, Šdieselbige beyzulegen und zu vortragen5. Und khan nhun Dr. Holstein seiner fstl. Gn. der sachen herkommen und gelegenheit woll berichten. Und wiewoll mein gnediger furst und her ubel zu solcher beschwerung kommet, dan es sein an den 15.000 fl. nit 5.000 barschaft ausgethan, das ander aus alte schulden und sunst zusamengeflicket, des es zu 15.000 fl. kommen ist, welchs meins gnedigen hern her vatter desto leichter hat geschehen lassen, weil sie uff die herschaft Homburg haben sollen geschlagen werden. Dannoch so man die sache konte ungeverlich uff folgende wege handlen, so wurde es seine fstl. Gn. lieber vorfolgen dann mit dem bischoff rechten, dan seine fstl. Gn. doch ungunstige richter hat: Nemlich das mein gnediger her hette vor alle vorsessen zinseah 4.000 aioder 5.000-ai fl. muntz gegeben und das die houptsum hinfurder unvorzinset biß zu ablosung der herschaft Homburg were gestanden und dan neben dem andern pfandtschilling entrichtet were worden oder das die houptsumma und die betagte zinse biß uff diese zeit samptlich zu dem pfandtschilling weren geschlagen und eins mit andern ajzu zeit der losung-aj entrichtet werden [sic!], aber das nun hinfurder kein zinse mher darauf lauffen solte.

    Und konte der lantgraff woll allerley persuasion geprauchen, als wie itz des bischoffs sache stehe und das mein gnediger furst und her ime in seiner sache woll dienen und furdern konte, das ehr auch bedencken wolte, was meins gnedigen hern vatter bereit bey dem stift gethan und wie dieß landt des stifts halber in grossen schaden und vorderbe komen sein etc. Solten [sic!] man dan gleich sich vorpflichten, wan mein gnediger furst und her zu executorn der ergangen urtheil neben andern fursten vorordnet und zur execution gegrieffen wurde, das dan mein gnediger furst und her dem bischoff einen monat mit 100 oder 200 pferden uff eigen kosten gedienet hette, wurde solchs bei meinem gnedigen hern auch zu erhalten sein. Ob aber der bischoff beschwerlicher mittel furschlagen und darauf vorharren wurde, so soll es Dr. Holstein meinem Šgnedigen fursten und hern in eil zu wissen thun und der lantgraff die sache unvormerckt biß uff weiter antwort uffschieben6.

    «Nr.55 Instruktion der Stadt Überlingen für Caspar Klöckler zum Reichstag – [Überlingen], 1541 April 16  »

    Überlingen StadtA, Missivenbuch 1539–1542, fol. 86r–86v (Kop.).

    Erstlich, dieweil röm. ksl. Mt. etc., unsers allergnedigsten hern, mandat und ausschreiben vorgemelts reichstags inhalt, zu handeln der eingefallen zweyspalt unser heiligen, cristenlichen religion, soll er hierinnen bey röm. ksl. und kgl. Mt. und dem tail der stendt des hl. reichs pleiben, wie wir bisher dabey und unser alten, cristenlichen religion beharrt sindt.

    Verrer, wa dann ainer eylenden und beharlichen turgenhilf halb gehandelt, soll er sich mit den meren stenden des reichs davon nit sondern. Dieweil wir aber uber den halben tail unsers vermögens in des reichs anslegen verlegt worden sind, sol er bey ksl. und kgl. Mt. underthenigist anhalten, ob wir bey den begnadungen, wie uns die auf vorvergangen turgkenhilfen gnedigist beschehen, pliben mogen, und hierinen zu erlangung desselben allen getreuen und moglichen vleis ankern. Wa er aber dasselbig nit erlangen möcht, soll er verner bey ksl. und kgl. Mt. und den stenden des reichs supliciern, uns unserm vermögen gemess in eylender und beharlicher turgenhilf pleiben zu lassen, mit erpietung, unser vermögen antzutzaigen und, wie sich gepurt, einzulegen. Und so uns, solchs alles bey den aiden zu Gott und den hailigen zu betheuren, aufgelegt wurde, soll er auf dise unser instruction, darinnen wir ime under gemainer statt secrett insigel volkomen gewalt gegeben haben, an unser statt und in unser seelen sweren.

    Zum dritten underhaltung des kayserlichen camergerichts soll er neben andern stenden des reichs, wa sy darein bewilligen wurden, auch gehellen und sich davon nit absondern.

    Und was auf disen reichstag des reichs obligen und notturft nach fürgenomen und für rättlich und wolbedächtlich angesehen würdet, soll er darinen bey ksl. und kgl. Mt. und der mertail der stendt des reichs pliben und sich davon nit abtziehen und sunst alles und yedes nach begegnten [sic!] dingen auf geriertem reichstag handlen, das unser notturft ervordert und wie er, das zu thun, schuldig ist und wir im vertrauen.

    Das zu urkundt so geben wir ime dise instruction, mit gemainer statt Uberlingen secret insigel besigelt am 16. tag des monats Apprilis nach Cristy gepurt 1500 und im 41. jarn.

    « Nr. Š56 Instruktion Lgf. Philipps von Hessen für die hessischen Reichstagsgesandten – Regensburg, 1541 Juni 13 »

    Marburg StA, PA 589, fol. 2r–14v (Reinkonz.); DV fol. 14v: Articul, waruff des Lgf. zu Hessen rethe in der religion beruhen sollen. Gestellet zu Regensburg am Phingstag anno 41 [1541 Juni 5], concept.

    Druck: Lenz, Briefwechsel, Bd. III, Kap. F, S. 97–105.

    Unser Philipsen von Gots gnaden Lgf. tzu Hessen etc. gemut und meinung in den articuln der religion, was unsere rethe noch unserm von hynnen abtzihen derwegen fur bevelch haben sollen.

    Von den articuln, so in dem bewusten buch verleibt sein: Wan der papistisch deil wolte nach dem inhalt bemelts buchs leben, so wer es von inen antzunemen, doch das wir dis teils nit getrungen oder verpunden wurden, es auch also zu thun oder, das es recht seie, zu approberen.

    Was di articul, deren man alhie verglichen ist, betrifft: Seint derselbigen articul, wie die alhie verglichen aund so weith di itzo pracht–a sein, wir zufriden, doch eins andern urteil drin furbehalten.

    Beicht belangend. Das man di beicht getrungen und gezwungen thun solt (wiwol di beicht, so man dartzu rechte beichtvetter hette, bekömerten gewissen nit undienlichen wehre), solchs ist keinswegs nachzulassen. Das man yenem teil aber die beicht, doch nit als ein getzwungen werck, nachlisse, das misfelt uns nit.

    Olung belangende. Sovern als kein zwang darus gemacht, bvergebung der sund oder gerechtigkeit drin gesucht–b wirdet, so konnen wir di zulassen, doch das wirs nit approbiren.

    Die unverglichene articul belangend. Erstlich die concilia: Das di concilia nit solten irren konnen, das sie auch etzwas, so in Gottes wort clar coder frey–c were, solten zu enderen oder zu verbiten haben, solchs ist gantz wider di geschrift altes und neues testamentsd, dane alle menschen fkinnen lugener und irrig sein, wie die schrift sagt–f. Ob auch schon gesagt wolt werden Mathej 18: ‚Wo tzwen oder drei in meinem nahmen beieinander versamlet sein, da bin ich mitten unter inen‘, so wirdet doch in Johanne 16 gesagt: ‚Er wirdet nit von sich selbst reden, sondern er wirdet di ding, so er gehort hat, reden und die zukunftige ding wirdet er euch verkundigen. Er wirdet mich preisen, dan er von dem meinen nehmen unds euch geben wirdet‘. Hie spricht der evangelist: Šwilch in meinem und nit in irem namen versamlet sein. Item, er wirdts von dem meinen und nit von eines andern nehmen und euch geben etc.

    In actis apostolorum gcap[itel] 20–g spricht Paulus: ‚Ich hab euch allen ratt Gottes geoffenparet und nichts verhalten, das euch zu wissen vonnöten gewesen‘. Derwegen ist von unnöten und wider die geschrift, das di concilia was neues, so nit in der schrift gegrundet ist, constituiren. Und kan darumb diser articul also nit gelitten werden. Wann aber ein concilium nach ausweisung gotlichs worts satzung mechte hund wo nuge irtumb, die in der schrift nit grund und gar nit zugelassen hette, einfillen, alsdan derwegen was statuirt, das wer zu leiden–h.

    Pabst und bischoflichen gewalt berurend. So sie wolten rechtschaffene pebst und bischove sein, wie die Christus, St. Paulus, das gesetz Moisi, der prophet Ezechiel und andere propheten und di alten canones abmalen und furschreiben, so ists nit unpillich, das man zulesset, das sie ein aufsehen uff di andern diener der kirchen haben und das sie pfarher und predicanten benennen und ordiniren mögen. Doch das tzuvor in alweg solche seelsorger fur di gemeinden gestellet und da gehoret werde, ob und was tadels di gemeinde an den predicanten habe, wie solchs in der epist[el] Paulj stehet.

    Wir mugen auch unsers teils leiden, wan der pabst, wie di ersten pebste und St. Peter gewesen, sein wolte, das im alsdan pillich der furgang gepure und sonderlich, wan vil bischove im nahmen des herren beieinander versamlet sein, das er das wort, wi Petrus und di apostel gethan haben, unter inen furen möge.

    Weither mugen wir auch leiden, wann sich ein zwispalt in der kirchen tzutregt, das er ein concilium zu beruffen hab, doch wan ers nit beruffen wölt, das solchs auszusetzen [sic!] dem kaiser, konig und andern potentaten ioder metropolitanen–i freistunde, es sey gleich ein generalconcilium oder nationalversamlungj.

    In sonderheit aber muste der pabst die grobe mißpreuch abstellen, nit neue gesetze machen, auch nit tzu enderen haben, was in einem concilio beschlossen wehre, mit der ehe und speise di gewissen nit pinden und muste in summa gar nichts verbiten oder enderen, wilchs Gots wort freilisse oder zu endern nit mit sich prechte. Er muste auch gar nichts in den kirchen oder an den bischoven, wilche ire ordenung nach gotlichem wort gemacht hetten, zu enderen oder zu verbannen haben. Die teutsche nation und gantze cristenheit solte er hinfuro mit seinen ablasbriven, annaten, pallien und dergleichen zufriden und unbelestigt lassen.

    Dartzu solte er einem keiser di cron so schimpflich und spotlich mit den fussen nit aufsetzen. Wolte aber ye ein keiser von ime als dem hochsten bischove Šein confirmation nehmen, solch confirmation solt der babst thuen mit hendauflegung und andern dingen, wie di apostel bestettigung gethan haben. Es muste auch dise confirmation nit eben allein zu Rhom, sondern etwo zu Thrent oder an einem andern ort und darneben in beisein teutscher bischove und churfursten gescheen.

    Und wann di bischove ye wolten uber das weltlich auch regirung haben und den spruch Mathei 10: ‚ne possideatis aurum neque argentum neque aes in crumenis vestris‘ etc. nit ansehen und ‚reges gentium dominantur, vos autem non [...?]1, so ist unser meinung, das sie alsdan tzum wenigsten rechtschaffene unterbischove, di irem ampt gnug thetten und di administration der kirchen trugen, setzten.

    Sacrament belangend. Die transsubstantiation des sacraments konnen wir nit bewilligen, das es nit mer ein brott und wein pleiben sollt. Dan man leset im Paulo ad Corinth[ios] 10: ‚Ist nit der kilch, den wir segnen, ein gemeinschaft des pluts Christi und das brott, so wir prechen, ein gemeinschaft des leibs Christi‘. Item, Paulus ad Corinth[ios] 11 spricht: ‚So oft ir diß prot esset und von disem kilch drinckt‘ etc. Item, ‚wer da isset diß brott oder drincket von disem kilch unwirdig, der wirdet schuldig sein’etc. Hie wirdets nur brott und wein und nit anders genennet.

    Das sacrament hintzusetzen, anzupetten oder umbtzutragen, konnen wir nit bewilligen, dann wirs fur ein lautere abgotterei halten aus disen ursachen, das Christus noch di apostel, es hintzusetzen, antzubetten oder umbtzutragen, nit bepholen haben, sondern Christus spricht ad Corinth[ios] 1 capite 11: ‚Nembt hin, esset und trinckt, thuts zu meiner gedechtnus und verkundiget den tod des herren darbei‘ und sagt hie von keinem hinsetzen, anbeten, umbtragen etc.

    Es ist auch Christus im brott des sacraments nit antzubeten, das man aber Gott under der administrirung des sacraments durch Christum anruffe, solchs ist zu thun, dan Christus weiset uns imer uff den vatter, denselbigen antzubeten, und Johannes 4 stehet: ‚Der vatter ist geist, wer inen wil anbeten, der mus inen in der warheit und geist anbetten und nit uff diesem oder jenem berg oder in Jerursalem‘[sic!] etc. Derwegen ist er im brott nit anzubeten. Item, Christus weiset uns in alweg, den vatter zu bitten, wie dan das patter [sic!] noster ausweiset, nemlich ‚unser vatter, der du bist im himel‘ etc. Es weisens auch alle sontagscollecten in der messe auß, das man den vatter, danach Christum anruffen soll. Es stehet in den episteln Pauli und anderer apostel, das man das gepet zu Gott durch Christum richten solle. Item, Christus spricht: ‚Was heistu mich gut. Nimants ist gut dan der vatter‘. Und ob schon Thomas tzu Christo sagt: ‚Du bist mein herr, mein Gott‘, so hat er doch nichts dann di gotheit in Christo gemeinet und angeruffen. Mathej 24 spricht Christus: ‚Wan sie euch Šsagen werden, hie oder dort ist Christus, ker ist in der wusten, in der kamer–k, so gleubets nit‘. Und ob gesagt wolt werden, dieser spruch were auf die secten zu verstehen, so spricht er doch nur ‚Christus‘ und redt nit von den secten.

    Wolt man aber ye yenem teil des hinsetzens halben, so etzwas in der comunion uberig pleb [sic!], nachlassen, so musts ausserhalb unsers teils approbirens und das wir, diß teil, dergleichen zu thun, unverpflichtet sein solten, auch mit diser masse gescheen, das das sacrament beide brots und weins hingesetzt, aber doch dafur kein lambten oder lichter geprent, angebetet oder umbgetragen wurd. Wan mans auch wolt einem krancken pringen, das man mit schellen nit darfur her leutetel, sondern wan mans dem krancken reichen wolte, das man dann widerumb darbei di wort des herren, wi ad Corinth[ios] 11 stehet, repetiret, erholet, den tod des herren verkundiget und darnach dem krancken gereicht wurde. Also möchte diser articul aufs eusserste zu leiden sein, wiwol es sicherer wehre, der hinsetzung gantz mussig tzu stehen zu verhutung der idolatria, so darus volgen mag, zudem, das man bisanherm wol gesehen hat, wan di munch und pfaffen zu den krancken gegangen und das sacrament gereicht, das sie darbei gar nit den tod des herren verkundigt noch di gedechtnus Christi, wie er bevolhen, gehalten, wilchs doch Christus vornemlich lehret, nemlich sein gedechtnus zu halten und des herren tod tzu verkundigen etc.

    Ehr und anruffen der heiligen belangend. Ist nit unpillich, das man sie also ehre, das man irem exempel nachvolge. Es ist auch wol zu glauben, das di heiligen und alle engel Gottes uns guts gönnen und begeren, das wir möchten zu Got komen. Es wölt auch wol geachtet werden, das sie stetigs Gott fur uns bitten, dweil wie Paulus ad Corinth[ios] 1 cap[itel] 13 spricht, di liebe hore nimer auf. Das man sie aber solte anruffen, ansprechen und ein vertrauen auf sie setzen, solchs ist wider di schrift, dann Deuteronomie 6 stehet: ‚Du solt allein Gott anbeten und demselbigen auch allein dienen‘. So spricht der psalm [50]: ‚In tzeit der not ruff mich an, ich wil dir helfen‘. Weiter sagt Petrus in actis apostolorum 4. cap[itel], es sei auch dem menschen kein ander nahm underm himel gegeben, dadurch er konte selig werden, dann allein durch Christum. Item, Christus sagt Mathej 11: ‚Kompt her alle zu mir, di ir muselig und beladen seit, ich wil euch erquicken‘ etc. Da heisset uns er zu im und zu keinem andern gehen. Ferner redet Christus Luce 11 zu dem weiblin, wilhs sagt: ‚Selig ist der leib, der dich getragen hat‘ etc. ‚Ja, es ist war, aber selig seint die, so Gots wort hören und dasselbig bewaren‘. Mathej 12 stehet, do sie Christo antzeigten, sein mutter und bruder weren draussen, das Christus gefragt: ‚Wer ist dan mein mutter und bruder‘ und weiter sein hand ausgestreckt und gesagt: ‚Wer den willen meines himlischen vaters thut, der ist mein bruder, Šschwester und mutter‘. Dadurch thut er uns imerzu allein uff Gott und kein heiligen oder andere creaturen weisen. Dartzu spricht Christus Johannes 14: ‚Ich bin der weg, di warheit und das leben, es kommet nimants zum vatter dann durch mich‘. Item, Johannes 14: ‚Ir habt bißanher nichts gepetten in meinem nahmen. Pitet aber darin, so werdet ir empfangen‘ etc. Hie zeigt er uns keinen andern weg oder nahmen, dadurch man zu Gott komen oder bitten mög dan nur sich allein ahn. Johannes 1. epi[stel] 2. cap[itel] schreibt: ‚Wir haben einen einigen fursprecher bei Gott, nemlich Jesum Christum, den gerechten‘. Paulus 1. epi[stol]a Thimotheumn 2. cap[itel] schreibt: ‚Es ist ein Gott, es ist auch nur ein mitlero versuner zwuschen Gott und den menschen, nemlich Jesus Christus‘ etc. Aus disen grunden aller [sic!] ists ein lautere abgotterei, di heiligen antzuruffen, anzusprechenp, anzubetten oder hilf bey inen zu suchen.

    Die bitt fur die toden. Konnen wir fur recht nit pillichen, dann Christus spricht Marci ultimo: q‚Gehet hin, predigts evangelion allen creaturen–q. Wer glauben und getauft wirdet, der wirdet selig, wer aber nit glauben wirdet, der wirdet verdampt‘. Paulus ad Hebreos 10 stehet: ‚Und ich wil irer sund und bosheit weiter nit gedencken. Dan wo ein vergebung solcher ist, da ist auch kein opfer fur di sunde mehr‘. Jeremias schreibt [31]: ‚Ich wil einen pund nit, wi der alt ist, mit inen ufrichten und irer sund nit mer gedencken‘. Johannes 5 spricht Christus: ‚Vorwar, vorwar sag ich euch, wer mein wort horet und gleubt dem, der mich gesant hat, der hat das ewig leben und wirdet auch nicht fur das gericht kommen, sondern ist vom tod ins leben getrungen‘. Weiter sagt Christus im Johannes 17: ‚Vatter, ich wil, das die, so du mir gegeben hast, auch seien, wo ich bin, uff das sie sehen meine herligkeit, di du mir gegeben hast‘. Dweil wir nun in disen spruchen oder sonst kein mittel finden, wilchs uns dahin weise oder deute, das wir fur di thoten betten solten und das es auch inen ersprießlich sein solt zur seligkeit, so wissen wir solch bitt nit fur recht zu pillichen. Ob auch gleich gesagt wolt werden, Gott wolt uns wol selig machen und sund vergeben, aber so palt nit, dann Gott hab dem David seine sunde vergeben, aber doch nichtsdeminder hie auf erdrich gestrafft etc., so ist doch solch straff tzeitlich bei seinem leben und nit nach seinem absterben gescheen. Das aber di menschen, den Gott ir sund vertzihen, auch nach dem tod etzwas torquiret werden solten, des hat man kein gotlich wort oder geschrift. So thuet auch Gott nit wi di menschen, das er die sund stucksweis vergebe und etzwas unvergebenes davon hinter sich halte. Aber uff erdrich mag er wol di sunde mit leiden straffen. Das er aber di nach disem zeitlichen leben in jener welt auch straffen solt, des hat man wi bemelt kein schrift. Wolts aber imants dafur achten, er thet aus christlicher, bruderlicher lib nit unrecht daran, das er fur di thoten bettete, denselbigen konten wir seiner schwacheit halben dannost nit gantz verdammen Šoder zu unchristen machen. Und ob er auch schon deshalben was schadens dultete, als jener, davon ad Corinthios 1 cap[itel] 3 meldung geschicht, wilcher auf den rechten grund stro, stopfeln und haue gebauet etc., so wirdets im doch nit zur verdamnis gerechnet, wan er nur uffem rechten grund pleibet. Vigilien, seelmessen, dreissige und begegnus [sic!], mit wilchen dingen di angemasten geistlichen schir alle guter der weltlichen an sich pracht und erlangt haben, seint keinswegs eintzureumen oder nochtzulassen.

    Opfermesse belangend. Wann man di messe und canon dahin wolte richten und deuten als ein ermanung des leidens Christi, id est, darunter den vatter anruffen im nahmen Jhesu Christj rund in, den vatter des opfers, das einmal [for Got] am creutz geschen, erinnern und furstellen–r, darin hetten wir keinen mangel. Wann man aber da wölte ein neues sacrifitium machen und Christum da von neuem fur di lebendigen und fur di toden opfern, so ists unrecht, dann im Johanne 19 stehet: ‚consumatum est‘, es seint alle ding vollendet. Item, ad Hebreos 9: ‚Er hat ein opfer gethan, das ewig giltet, auch nit, das er sich mermals opfere, gleichwi der hoeprister gehet alle jar in das heilig mit frembtem plut. Sonst hett er oft mussen leiden von anfang der welt hero‘. ‚Und wi den menschen ist gesetzt einmal zu sterben, darnach aber das gericht, also ist Christus einmal geopfert etc. Wann er aber widerkompt, so kompt er zum gericht‘. Derwegen ist nit nachtzugeben, das man Christum in der messe von neuem opfere. Wann man aber di messe und canon dahin richte, das man des leidens, sterbens, opfernss und gnugthuens Christi fur unsere sunde darbei gedechte, wilch opfer auch ewig gelten solte, so wer es unß nit zuwidder.

    Aber messe tzu halten one communicanten ist wider di heilig geschrift, insatzung Christi und den prauch der aposteln und eltesten tund ersten–t kirchen. Derwegen ists auch unrecht, dann Christus spricht: ‚Thrinckt und thuts zu meinem gedechtnus‘. Paulus ad Corinth[ios] 1 ca[pitel] 11: ‚Wann ir zusamenkompt, des herren abentmal tzu halten‘ etc. Darumb soll man leren, kein messe one communicanten zu halten. Wan nun jener teil also lehren wolt, uid est, das man nit meß halten soldt one communicanten–u, ob sie dan schon umb der schwachen willen noch ein tzeit lang one communicanten messe hilten, solchs wer mit inen zu gedulten, doch das wirs nit approbirten noch in unsern kirchen also hilten.

    Das sacrament in bederlei gestalt zu reichen, soll man in alweg lehren, dann di teilung deselbigen ist unrecht. Man kan sie auch mit keiner gotlichen geschrift erhalten. Dann es ist wider di lehr Christj, wider den prauch der apostel und der ersten kirchen. Item, Christus spricht Mathej 26: ‚Drinckt alle aus disem kilch‘ und heftet auch an den kilch dise wort (‚dan dises ist mein plut des neuen testaments, wilchs vor vil vergossen wirdet zu vergebung der sunden‘[)] etc. ŠSolte man den kilch nun nit auch niessen, so wer es wider di wort Christj und unrecht, zudem, das Christus im sacrament des brotts nur di wort (‚der fur euch gegeben wirdet‘), aber bei darreichung des kilchs di wort (‚wilcher fur euch zu vergebung der sunden vergossen wirdet‘) anhenckt und stehet desfals di promission neher an dem kilch dan an dem brott.

    Und gleichsfals so wenig als ein hausknecht macht und gewalt hat, seines herren und obern gepott in dem, wie er den leuten essen und drincken geben soll, zu enderen, also auch und vil weniger haben bischof und bebst gewalt, enderung in diser speiß und dranck des disches des herrn zu thun. So liset man auch Deuteronomiae 4: ‚Du solt von meinen gepotten nichts ab- oder tzuthun, auch nichts nach deinem gutbeduncken thun noch tzur lincken oder rechten seiten weichen, sondern nur uff den gepotten des herren pleiben‘. Und Christus spricht [Joh. 8]: ‚So ir in meiner red und gepot pleibet, so seit ir warhaftige meine junger‘. Item, Paulus ad Galath[as] 1: ‚Wan auch ein engel vom himel herabkeme oder wir selbst und predigten euch ein anders evangelion dan das, so wir euch gepredigt haben etc., der sei verflucht‘. Wolte nun jener teil di lehr lassen pleiben, das mans unter beider gestalt gebe und man solte es den schwachen noch ein zeit lang bis in Gott weitern verstand gebe, unter einer gestalt reichen, solchs were mit inen ein zeit lang, wie gemelt ist, zu tolleriren.

    Bischove- und pristerehe betreffend. Solche ehe mussen sie zulassen, konnens auch aus gotlicher schrift nit widerfechten. Dann Paulus spricht [1. Kor 7]: ‚Umb hurerei willen zu vermeiden, hab ein ider sein eigen weib‘. Schleust des orts nimants aus. Item: ‚Ein bischove soll sein eins weibs man, dergleichen auch di kirchendiner‘ [1. Tim 3]. vItem: ‚Kein hurer wirds reich Gots ererben‘–v[Eph 5]. Wer aber gern keusch leben wolte und konte, das wer uns nit zuwider. Dweil man aber bisanher gesehen hat und noch, das di bischove und ire geistlichen, so ungeschwundene [sic!] hurerei treiben, so ist inen pillich zutzelassen, dweils auch inen di geschrift zulesset und nit verpeutet, das sie weiber nehmen und sich desfals aus den stricken des teufels entbinden und wircken mögen.

    Munch und nonnen belangend. Wil man di je haben in clostern dergestalt, das sie win der jugent–w darin zu Gottes ehr, zucht, erbarheit und werck der hende uffgetzogen und unterwisen werden, solchs verwerfen wir nit, doch das sie kein vota oder gelubte derwegen thuen. Dann solche gelubte sein unrecht. Es stehet auch, solchs zu halten, in der menschen macht nit. So spricht Christus Mathej 5: ‚Euer red soll ja, ja, nein, nein sein. Du solt nicht schweren weder bei dem himel, dan er ist Gots stul, noch bei der erden, dan sie ist seiner fusse schemel, noch bei Jerursalem [sic!] etc. oder auch bei deinem haupt, dan du vermagst nit, ein einigs har weis oder schwartz zu machen‘. Dweil nun in unserm gewalt nit stehet, dise ding zu halten, sondern di gnad dartzu von oben herab kommen mues, do man dann ye wolt keuscheit schweren, so muste darbei Šangehenckt werden, di so lang, als Gott gnad gebe, tzu halten, wilcher aber di nit lenger halten konte, das demselbigen zu freien unbenomen wehre. Dann Paulus spricht [1. Kor 7]: ‚So ein jungfrau freiet, so sundigt sie nit daran, dann es ist besser freien dan brennen‘. xItem, es ist des teufels lehre, di ehe und speis verbeute–x. Dweil man aber in den clostern, yals in monchclostern–y so vil schendlicher, sodomitischer sund begangen, zauch in nonnclostern–z ein weib uffs ander gesessen und so vil kinder, wie man wol weise [sic!], verderbt und umbpracht sein, so wer es vil besser, man stund solchs versperrens in di closter ganz mussig.

    Fast- und feirtag belangend. Ist unser bedencken, das fasten und feiren einem iden freistehe, dann Christus spricht Mathej 15: ‚Was zum mund eingehet, verunreinigt den menschen nit, was aber herausgehet, das machet den menschen unreine‘. So stehet ad Colos[senses] 2: ‚Lasset euch nimants gewissen machen uber speis oder dranck oder uber bestimpte feirtag oder neue monath oder sabathet [sic!], wilchs ist der schatwen von dem, das zukunftig ware‘ etc.

    Signatum Regenspurg, am Montag nach Trinitatis anno etc. 41.

    Nachdem auch wir gestern Sontags Trinitatis von wegen des marggraven churfursten den stenden alhie ezlich articul ubergeben, wilh di kirchen, concilien, sacrament des leibs und pluts Christi, di beicht, di satisfaction, das fasten, feirtag und das primat des babsts belangen, sint wir unsers teils derselbigen articul in rechtem verstand also zufriden, doch sovern das jener teil der predig des gotlichen worts und dem articul der justification in iren landen und gepiten einen freien lauf, auch, das sacrament under beiderlei gestalt zu reichen, leren, di pristerehe freylassen und di wolfarten [= Wallfahrten] abstellen, auch understehen wolt, di vermeinten geistlichen zu reformieren und daß wir dises teils, solh articul in unsern kirchen also zu halten oder zu approbiren, nit verpunden seien. Signatum ut supra.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1541/chII1/pages

    Anmerkungen

    1
     Durch Wasserschäden stark verderbt.
    2
     Abschied des Tages zu Hagenau, Hagenau, 1540 Juli 28, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 1,1, Nr. 37, S. 146–155.
    3
     Zur Beendigung des Wormser Kolloquiums vgl. oben Nr. 8, Nr. 9und Nr. 10.
    4
     Instruktion Lgf. Philipps von Hessen für seine Räte und Theologen zum Wormser Kolloquium, Marburg, 1540 Oktober 19, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,2, Nr. 286, S. 857–864.
    1
     Vgl. auch Bgm. und Rat von Memmingen an Stadtschreiber Georg Maurer, Memmingen, 1541 Juni 20, Memmingen StadtA, A Bd. 318, unfol. (Reinkonz.): Teilen mit, daz wir euerm begern nach maister Gervasien und H. Friderichen euer erst schreiben, uns bei Othlin zukomen, sovil die religion betreffend, leßen laßen und die articul zugestelt und uberantwurtet, welhe uns ire bedencken, die wir euch hiemit, wie ir uß beiligender abschrift mit A signiert vernemen wold, zuschicken, ubergeben. Und dieweil aber Pfgf. Friderichen uff solhe articul von den ainungßverwanten stenden schon a[ntwort] gefolgt, achten wir, euch darnach zu gerichten haben, versaumbt sein. [...]. Datum, den 20. tag Junij anno etc. 41.
    2
     Vgl. Bgm. und Rat von Memmingen an Stadtschreiber Georg Maurer, Memmingen, 1541 Juni 6, Memmingen StadtA, A Bd. 318, unfol. (Reinkonz.): [...]. Zum andern sollt ir der von Goslar halb, was die andern ainungsverwandten stend derhalben furnemen und euch fur gut sein [ansiht?] zu handlen, bevelch und gewalt haben, des wir euch uff eur schreiben nicht verhalten wellen. [...]. Datum, den 6. tag Junij anno etc. 41.
    3
     Zum Fall Vogelmann vgl. Frieß, Die Außenpolitik, S. 118–120 und S. 142–149; außerdem die Auszüge aus der Korrespondenz des Memminger Reichstagsgesandten vom 21. April 1541, vom 3. Mai 1541, vom 6. Mai 1541 und vom 9. Mai 1541, Memmingen StadtA, A 331–01a, unfol. (Kop.) und besonders Bgm. und Rat an ihren Stadtschreiber Georg Maurer, Memmingen, 1541 April 28, Memmingen StadtA, A Bd. 318, unfol. (Konz.): Euer schreiben, uns bei Stoffel, großen zunftmeister, auch Jörgen, den Zwicken, gebriedern, gethan, haben wir vernomen, füegend euch darauf zu verstan, daß euer schreiben Vogelmans halben allain wir, etlich die gehaimen, geleßen und künden bei uns nicht befinden, daß es ainem rat gelegen oder fuglich sein werd, ainen sollichen schwerlichen vertrag, als solten si den Vogelman entleibt und derhalben gelt darfur geben haben, annemen, dann wie wir ainen rat alweg gehort, so hat er anderst nichz gehandelt, dann daß sy gefugt und irs gwißens halben thun mueßen, derhalben ain ersamer rat nit gesindt sein wirdt, ainen, der nit recht gehandlet, from ze machen und die, so alles das, was sy schuldig gewest und irs gwissens halben thun mueßen, gethan, unredlich gehandlet haben, bezeihen laßen. Dan ir alweg von uns wol verstanden, daß wir nie vast gesint gewest, sich in ainichen vertrag einzulaßen, derhalben wir die sach Got dem almechtigen befelhen und uns der ainungsverwandten stend zusagen halten und also Šdißmals beruen laßen wellen. Haben entsprechend seiner Anregung an die Truchsesse geschrieben. Soll mit anderen Städten an den Kaiser um Abstellung des Zolls supplizieren. Eingang eines ksl. Mandates zugunsten Valentin Wißmüllers, die Vergabe einer noch besetzten Pfründe im Pfarrhof betreffend. Datum, den 28. Aprilis anno etc. 41. Zedula: Auch lieber statschreiber, warumb wir Vogelmans halben euch also geschriben, ist uß der ursach beschehen, ob ir vermaint, [gut?] zu thun sein, daß irs den statschreiber von Eßlingen leßen laßen het, damit er sehe, daß uns nicht so vast not, in ain vertrag einzugeen, und derhalben verursacht wurdt, bei den Vogelman zu handlen, ob wir leidenlichen zu aim vertrag komen möchten. Was ir aber uns hierin zu thun sein fur gut achten, das mugt ir handlen, ob wir aber zu aim leidenlichen vertrag, der uns unaufheblich sein mocht, khomen mochten. Noch keine Antwort auf ihr Schreiben an Schwendi. Der religion halben khunden wir euch nichts zuschreiben, dan das wirs Goth also gar bevelhen und der zeit, was er durch sein gotlich gnad [verleihen?] well, warten mußen. Vgl. auch Bgm. und Rat von Memmingen an Georg Maurer, Memmingen, 1541 Juni 10, Memmingen StadtA, A Bd. 318, unfol. (Reinkonz.): Was Vogelmanns Sache betrifft, teilen sie mit, daz wir noch imerzu ain gut hertz heten, uns mit recht, ee uns ain urtl herausgieng und weil wir darzu komen möchten, gegen bemelts Vogelmans erben einzulaßen, dann ir ungetweiffelt noch gut wißen tragen, daz wir bei andern, auch uns wol zu thun sein in rat befunden. Dieweil uns aber allain das im weg gelegen, so diser verdechtlich und uns ungünstig richter mit beschwerlicher urtl, wie zu besorgen, motiren wolt, daz wir auch alsdan unserer ainungsverwandten hilf und beistand, wie sy sich dann vormals, da ir bei in unsers ratz begert, auch yezt vernemen laßen, daz sy selbst darfür haben, daz solhe sach uns allain zugut angenomen worden. So dann sollichs uns allain zugut und nicht für ain religionsach angenomen und erkandt, tragen wir sorg, so es dahin komen, daz sy uns, solhe sach hinauszufürn, verholfen sein solten, daz es hart und mit schlechtem willen zugen und uns die sach zu schwer werden wurd, verzeihen müesten und alßdann uff niemandt mer trost suchen, derhalben wir, wie oben antzaigt, geneigter und beßer sein vermainen, uns in recht einzulaßen weder der urtl, so der ungenaigt richter uns geben möcht, zu erwarten. Zum andern habt ir noch in guter gedechtnus, daz wir alweg, wo es yemandt fug, dahin bedacht und [...?] gewest sein, ksl. Mt., unserm allergnedigsten herrn, welchermaßen Vogelmans handlung aigentlich beschaffen, grundlich und uffs kurzest zu berichten, und aber allain uß der ursach underlaßen, daz Dr. Epstain beßer zu sein vermaint, daz wir zuvor, waz Vogelmans erben furzubringen vorhabens gewest, erwartet, damit wir alsdan, unsern waren bericht ksl. Mt. fürzutragen, fuglicher ursach gehabt heten. Dieweil wir aber uß euerm schreiben verstanden, daz bißher von Vogelmans erben noch nichtz furgetragen und villeicht noch so bald oder gar nichtz von inen fürkomen werd, sonder vil ee so vil trosts, wie ir selbst in euerm schreiben gemeldt, emphangen haben möchten, daz sy des reichßtags oder ksl. Mt. gegeben suspension entschaft erwarten und alsdan der urtl, der sy sich villeicht geschwind herauszukomen versehen, getrösten welten, so möcht uns, wo wir darauf verzugen, alsdann, wie wir sorgen, zu kurz beschehen und darnach zu unserm vorhaben nicht mer komen, dernwegen wir noch imerzu, wo es anderst gut ald statt haben, lieber wölten, daz ksl. Mt. und zuvorab, dieweil der landgraff vorhanden, grundlicher bericht fürgetragen wurde, möchte auch sein, daz Dr. Ebstain, so er diser unser sorgveltigkeit und bedenckens und wie die sach zu Regenspurg stat, bericht wurd, villeicht selbst ainer andern mainung sein. Soll sich nach Nürnberg zu Dr. Hepstein begeben oder ihn schriftlich um seine Stellungnahme bitten. Falls Dr. Hepstein auch dafür plädiert, dass sie sich auf ein rechliches Verfahren einlassen, sollen sie dies einigen vertrauten Einungsverwandten und besonders Jakob Sturm anzeigen und dann deren Gutachten und Dr. Hepsteins Rat ihnen mitteilen. Datum, den 10. tag Junij anno etc. 41. [Zettel:] Eingang eines Schreibens von ihm. Lassen es bei ihrem obigen Schreiben bleiben. Soll Vogelmanns Ankunft in Regensburg abwarten. Datum ut in litteris. Vgl. auch Bgm. und Rat von Memmingen an Stadtschreiber Georg Maurer, Memmingen, 1541 Juni 20, Memmingen StadtA, A Bd. 318, unfol. (Reinkonz.): [...]. Zum 3., wiewol uns der vertrag Vogelmans halben mit dem, daz darin aber gleichwol von ksl. Mt. gemelt wurd, daz es den gewesen lebenden und nachkomenden an ihren ern unverletzlich sein soll, vast beschwerlich, dan es dermaßen, als solten wir den Vogelman widerumb als fur frum, ob schon der keiser redt, restituiern, verstanden werden mocht, noch dann, dieweil wir ye derhalben was thun und gedulten mueßen, so wellen wir euch uff rat H. Jacoben Sturmb und H. Conrat Zwicken als denen, so uns ungezweiffelt mit treuen mainen und solcher vertrag auch gefallt, dise sach weiter zu bedengken, uffs freuntlichst von unsernwegen gebetten und bevolhen haben. Ob aber [euer?] [zwai?] bedencken, daz alle religionssachen angestelt oder ain sollicher unfrid im gantzen reich werden, daz kein land- noch andere gericht nichz helfen sollen, iren fürgang nit erraichen, so ist derhalben an euch unser begern, derhalben euer uffmerken und kundschaft am landgericht durch Dr. Engelhart ze haben, damit es alsdan, uns in recht einzulaßen, nicht zu spat seye. Danach gestr.: Möchten aber den vertrag ußerhalb des wortlins ‚gewesen lebend‘, wo er uff solchs mitel gebracht, vast wol leiden, und daz fur sollich wortlin ‚gewesen lebenden‘ wie hievor im anfang gemeldet, daz es baiden theilen an irn ern unverletzlich sein sölt, gesetzt wurd. Was ir aber derwegen mit rat bemelter 2 herrn Jacoben Sturms und Zwicks, zu thun und zu handlen, sein vermaint, solt ir, wie hievor gemeldet, zu handlen bevelh haben. [...]. Billigen seine sonstigen Handlungen. Gott wird ihn für das, was er in Memmingen versäumt, entschädigen. [...]. Datum, den 20. tag Junij anno etc. 41.
    4
     Dr. Konrad Hel, Stadtschreiber von Augsburg.
    5
     Vgl. auch die Supplikation der Stadt Memmingen an die schmalkaldischen Verbündeten gegen den Spitalmeister Matthias Mairbeck, o. Datum, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2 fol. 172r–173v (Kop.): Darstellung der Auseinandersetzung Memmingens mit dem ehemaligen Spitalmeister Matthias Mairbeck um Vermögen und Einkünfte des von der Stadt säkularisierten und nach der neuen Lehre reformierten Spitals. Prozessführung Mairbecks gegen Jakob Humel am geistlichen Gericht in Dillingen. Erfolgreiche Bemühung Mairbecks um ein ksl. Mandat zu seinen Gunsten. Weigerung Mairbecks, zur Türkensteuer einen Beitrag zu leisten, weil er exemt sei. Dadurch wird die Steuerkraft der Stadt geschwächt, so dass sie künftighin nicht mehr, wie jetzt – außerhalb der Reichshilfe – zum zweiten Mal geschehen, mit Leuten und Pulver zur Türkenabwehr helfen kann. Solte nu uber das dern spittelmaister, so doch wie er in außbringung seins glaits mit ungrund furgeben, kain convent hat und allain selb ander, aber ir jeder mit ainer gutten pfar, die baid jerlich bis in die 500 fl. ertragen und sich dern wol began [sic!] mugen und doch, so man wil jetzt wider den Durcken helfen, exempt und dem reich nit underworfen, in solcher seiner unpillichen handlung, damit er die armen beschwert, erst darzu also beschutzt, beschirmet, verglait und gestattet werden, des spitals gutter von aim gehorsamen glid des reichs zu dringen und ainem andern, der dem reich nit underworfen, eynzugeben, so haben euere fstl. Gn., Gn. und G. leichtlich zu ermessen, wie beschwerlich uns sein wurd, solhe hilf, wie jetz begert, zu laisten, und darumb, dieweil die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, die und ander religionsachen am camer- und andern gerichten suspendiert und daneben den partheien bei schwerer ungnad und straff stilzustan gebotten, so ist an euere fstl. Gn., Gn. und Gn. unse underthenige bit, die wellen uns hierin als iren ainungsverwandten beratten und beholfen sein, damit erstlich solch vermaint furnemen des spittelmaisters am gaistlichen gericht abgeschafft, und bei röm. kgl. Mt. underthenigklich zu handeln, damit sy derselben gegeben gelait und gebot wider uffheben und abkunden lassen, damit unser gotzhauß spital bei seinem inhaben beleiben und wir irer kgl. Mt. und dem hl. reich dest statlicher hilf laisten und erzaigen mugen. Das begern wir umb euere fstl. Gn., Gn. und G. underthenig und mit vleis freuntlich zu verdiennen.
    6
     Vgl. [Georg Maurer an Bgm. und Rat von Memmingen, Regensburg], 1541 Mai 6, Memmingen StadtA, A 331–01a, unfol. (Ausz.): Sovil den Vogelman belangt, laß ich mir euerer fursichtigen W. schreiben [vom 28. April 1541]ganz wolgefallen und wirt gut zu der sach sein, das ich daßelb den statschreiber von Eßlingen mag lesen laßen. Er hat erst heut zu mir gesagt, daß in gleich wunder nem, warumb er nit kom, weil er im doch so aigentlich geschriben, in 14 tagen hie zu sein. Das muß ich nun also erwarten. Ich hab aber gleichwol selbs zween vertreg gestelt, ainen in des keisers namen, den andern in H. Jacob Sturms und statschreibers namen, die ich also zu fürderung der sach und uß fürsorg gemacht, wan es darzu kom, daß man mit mir handlen, und ich euerer fursichtigen W. schreiben lesen laß, so wurden oder mechten sy etwan mit mir reden, ich solt selbs ain stellen, wie ich mainte, meinen hern annemlich und leidlich sein, so were ich dan gefast und dorft nit eylen. Welchen sy annemen, acht ich, er wer baiden thailen erlich, leidlich und annemlich, aber ganz wol für euere fursichtige W. Damit wil ich also der sachen abwarten. Datum, den 6. Maij anno etc. 41. Vgl. dazu den Entwurf für ein Mandat Karls V. in Sachen Vogelmann, o. Datum, Memmingen StadtA, A 331–01a, unfol. (Reinkonz.); DV: Das ist die letst schrift in Vogelmans sach, wie ichs dem Zwicken geben, uff 21. Julj anno 41, uff dem rheichstag zu R[egensburg], und den Entwurf für einen Vertrag zwischen der Stadt Memmingen und den Kindern und Erben Ludwig Vogelmanns, o. Datum, Memmingen StadtA, A 331–01a, unfol. (Reinkonz.); DV: Das ist die letst schrift in Vogelmans sach, wie ichs dem Zwicken geben, uff 21. Julj anno 41, uff dem reichstag zu Regenspurg.
    1
     Zur Datierung vgl. die protokollarische Notiz zum 31. Dezember 1540, Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 20r: Am 31. Dezember ist die Antwort Lindaus auf das Konstanzer Schreiben vom 24. Dezember 1540 eingetroffen. Dabei hat Lindau die Instruktion für seinen Gesandten zum Reichstag und zum Städtetag mitgeschickt. Vgl. dazu Bgm. und Rat von Lindau an Bgm. und Rat von Konstanz, 1540 Dezember 29, Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 21r–22v: Bezug: Schreiben von Konstanz vom 24. Dezember 1540. Schicken daraufhin ihre Instruktion für ihre Gesandten zum Reichs- und Städtetag. Wissen nichts von Verlegung und Verschiebung des Reichs- und Städtetages. Stellen Konstanz deshalb die Festlegung des Datums der Abreise der Gesandten anheim. Ihr Gesandter ist bereit, mit dem Konstanzer Gesandten zu reiten. Bitten ihnen mitzuteilen, wann der Konstanzer Gesandte aufbricht und wo der Lindauer Gesandte ihn treffen kann. [...]. Datum, den 29. tag Decembris ingeenden 1541. jars.
    2
     Syntax so in der Vorlage.
    3
     Vgl. die protokollarische Aufzeichnung, Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 6r–8v, hier fol. 6v–7r: Am 20. Dezember 1540 ist eine Botschaft von Lindau vor dem Rat erschienen und hat mitgeteilt, Ulm habe wegen des Städtetages auch an Lindau geschrieben. Die von Lindau glaubten, man könne die Unkosten wegen des Tages sparen, weil in solchen Sachen nicht viel zu reden sei, wollten aber vom Konstanzer Rat dessen Meinung hören. Konrad Zwick und der Zunftmeister Thomas Hütlin wurden beauftragt, den Gesandten Lindaus in ihrer Herberge mitzuteilen, dass der Konstanzer Rat entschlossen sei, den Städtetag zu beschicken, dass man aber über die Anweisungen für die Gesandten noch nicht endgültig befunden habe. Zwick und Hütlin sollten den Lindauer Gesandten auch darlegen, warum Goslar nicht im Stich gelassen werden dürfe, zudem die Gesandten dazu bringen, dies auch dem Rat von Lindau klarzumachen und diesen zu veranlassen, den Städtetag zu beschicken. Die beiden Verordneten haben diesen Auftrag ausgeführt. Der Rat von Konstanz hat auch beschlossen, dem Rat von Lindau die Anweisungen für seine Gesandten nach Regensburg mitzuteilen und den Rat von Lindau zu bitten, seine Meinung dem Rat von Konstanz ebenfalls mitzuteilen. Danach ist der verordnete Ausschuss des Konstanzer Rates zusammengetreten und hat sich bezüglich Goslars und des Städtetages geeinigt. Was den Reichstag anlangt, nämlich die Religion, Unterhaltung des Kammergerichts, Erhaltung des Friedens im Reich, Polizei und Münze, haben sie beschlossen, wie unten folgt.
    4
     Vgl. Bgm. und Rat von Lindau an Bgm. und Rat von Konstanz, [Lindau], 1540 Dezember 29, Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 21r–22v (Ausf.): Bezug: Konstanzer Schreiben vom 24. Dezember 1540. Schicken daraufhin ihre Instruktion für ihren Gesandten zum Reichs- und Städtetag. Wissen nichts von Verlegung und Verschiebung des Reichs- und Städtetages. Stellen Konstanz deshalb die Festlegung des Datums der Abreise der Gesandten anheim. Ihr Gesandter ist bereit, mit dem Konstanzer Gesandten zu reiten. Bitten, ihnen mitzuteilen, wann der Konstanzer Gesandte aufbricht und wo der Lindauer Gesandte ihn treffen kann. Datum, den 29. tag Decembris ingeenden 1541. jars. Vgl. auch Anm. 6 zu Nr. 39a.  – Vgl. auch Bgm. und Rat von Ulm an Bgm. und Rat von Lindau, [Ulm], 1541 Januar 27, Lindau StadtA, 35,7, unfol. (Ausf.): Erinnern an ihr Schreiben vom 3. Dezember 1540, in dem sie über den Beginn der Verhandlungen auf dem Wormser Kolloquium bis zur Ankunft Granvelles berichteten, und an die damals mitgeschickten Kopien der Verhandlungsakten Nr. 1–7. Da wider Erwarten aller Gutherzigen und Gottesfürchtigen das Kolloquium beendet und die Glaubensfrage auf den Regensburger Reichstag vertagt wurde, schicken sie zur Information über die weiteren Wormser Verhandlungen die Kopien der Verhandlungsakten mit Nr. 8bis 33, die ihnen von ihren Gesandten, die auch Lindau in Worms mitvertreten haben, übersandt wurden. Sie werden daraus ersehen, wie mancherlay practicen und fluchtig außzug durch unsern verblendten gegentheil, die bäptischen [sic!], (wolche jetzo wie allwegen, das liecht der warheit zu sehen, gescheucht und, in der finsternuß zu wandeln, begert) gesucht worden, damit sie ditz cristenlich gspräch nit allain verhindert, sonder auch uns, die nichts hohers dan dasselbig zu furdern begert, die ursachen solcher verhinderung, auch allen unglimpfen zugetrochten neben dem, das sie uns auch von dem hagenawischen abschid und ksl. Mt. ausschreiben gern abgefiert hetten. Und ist in warhait nit weniger zu erbarmen dann zu verwundern, das solche treffenliche tagsatzung deß furgenommen colloquii, darauß all guthertzig ain christenliche concordi zu entsteen, also zu melden, onfälig verhofft, wölche auch von allen thailn gantz stattlich und mit so schwerem costen besucht und nunmer in die 12 wochen darauf verharret worden, so gar on frucht abgeen und in so langer zeit nit mer, dan wie der abschid vermag, verricht sein soll. Wir muessen aber die und ander sachen Gott dem herrn bevelhen, auch daneben der getrösten hoffnung steen, nachdem diser handel je sein göttlich eer und imerwerend wort beruert, er werd denselben wider aller unser widerwertigen gedancken und anschlög dermassen fueren, das die warhait ans liecht gepracht und das hailwirdig evangeli[um] je lenger je mer erbraitert werd. etc. In Worms wurde schließlich, wie aus einem Teil der beiliegenden Schriften hervorgeht, über zwei Artikel der Augsburger Konfession, über die Dreifaltigkeit und die Erbsünde, disputiert. Aber bevor ein Ergebnis erzielt wurde, wies der Kaiser Granvelle an, das Kolloquium zu beenden und auf den Reichstag nach Regensburg zu verlegen. Darauß euere W. abzunemen haben, das an stattlicher besuchung deß außgeschribnen reichstags uns, den evangelischen und protestierenden stenden, nit wenig gelegen sein will. So ist auch, wie uns unsere gsandten bericht, die röm. ksl. Mt. uff den 19. ditz monats Januarij zu vier urn gegen abend zu Speir gewißlich einkomen, doher man sich irer Mt. furderlichen ankunft gen Nurmberg und volgends gen Regenspurg aigentlich zu versehen hat. Wolchermassen dan die sachen deß ervorderten glaidts von der röm. ksl. Mt. etc. uff den kunftigen reichstag zu Regenspurg geschaffen, haben euere W. auß den schriften mit A, B, C zu vernemen. Was uns nun derhalben hienach weitter zukompt, soll euerer W. jederzeit unverhalten bleiben. Datum Donnerstags, den 27. Januarij anno etc. 41.
    1
     Zur Haltung der Stadt Konstanz und ihrer Prediger zur Kolloquiums- und Reunionspolitik vgl. auch Moeller, Bernd: Johannes Zwick und die Reformation in Konstanz, Gütersloh 1961 (Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte Bd. 28), S. 217–224 und Rublack, Hans-Christoph: Die Außenpolitik der Reichsstadt Konstanz während der Reformationszeit, in: Moeller, Bernd (Hrsg.): Der Konstanzer Reformator Ambrosius Blarer 1492–1564. Gedenkschrift zu seinem 400. Todestag, Konstanz-Stuttgart 1964, S. 56–80, hier S. 72–73.
    2
     Gemeint ist der Speyerer Reichsabschied von 1526, dessen § 11 bestimmte: Und nachdem uff diesem gegenwertigen reichstag bedacht und erwogen, wie an vielen orten die geistlichen und weltlichen ires leibs und lebens in fare steen, inen auch ire zins, renth, gult und zehendt vorgehalten und die inzubringen und zu verleihen verhindert werden, und aber nymants des seynen widder recht spolirt und entsetzt werde, so soll ein yede oberkeit, geistlich und weltlich, ire underthanen, geistlich und weltlich, by dem iren, inhalt und vermoge des landtfriedens oder des Hl. Reichs ufgericht ordenung, bis zu kunftigem concilio treulich fur gewalt und unrecht vertheidingen, schutzen und schirmen, damit bis zu kunftigem concilio zwischen geistlichen und weltlichen auch fried, einigkeit und gleicheit gehalten und sich weder geistlich oder weltlich einicher ungepurlichen vergwaltigung oder entsetzung zu beclagen ursach haben. Sie sollen sich auch sunst friedlich, geschicklich gegeneinander halten, wie yedem standt wol zimpt, zusteet und gepurt. Vgl. RTA JR Bd. V/VI, Nr.221, S. 879–895, hier § 11, S. 884–885.
    3
     Syntax so in der Vorlage.
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     Vgl. zum Folgenden das am 23. Dezember 1540 im Konstanzer Rat vorgetragene Gutachten der Konstanzer Prediger und Theologen zur Frage der Türkenhilfe, Konstanz, o. Datum [1540 Dezember nach 20], A: Konstanz StadtA, G 8 (Reformationsakten), fol. 432r–433r (Kop.); B: koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 10r–10v (Kop.): Erstlich lassend wir uns die erst furgehaltnen mainung sampt angehengten grunden und ursachen wolgefallen, namlich das wir mit luten nit hilflich syen, unserm gegenthail wider den Turcken ze ziehen. Am andern, das uff den gegensatz angezogen wirt, mag uß fürgewendten ursachen unsers bedunckens nit erhalten werden. Dann uff das erst, so gesagt wird, der gegenthail sye ouch christen oder werden ouch christen genent, ist diß die antwurt, das daran nit gelegen, was nammen ainer trage, sonder was er warlich sye. Ahab was ouch ain Israelit dem nammen nach, noch wart Josaphat darumb gestrafft, das er mit ime wider die find was usgezogen. Der Kg. Amozio ward ouch gewarnet uff ain zit von dem propheten, er solte die hunterttusent uß Israeel, die er schon bestelt und inen das gelt geben hett, dahaim lassen, dann Gott were nit mit Israel, daran anzuzögen, wa er mit denjhenigen ußzuge, denen Gott erzurnt were, das er kainen sig haben wurde. Also wurt billich hie die sach auch abgenommen. Am andern, das gesagt wirt, der Turck sye ain gmaine straf, die ouch uns betreffe, darumb sollen wir ouch mitziehen, sagen wir hinwider, das ja die strauff von der sund wegen ist, so wir zu baiden thailen beschuldt haben, yedoch sind wir unsers thails yetzund von etlich derselbigen furnemsten sunden abgestandem als abgotterey, blutvergiessen etc., der gegenthail aber verharret und gedenckt noch zu verharren in allem etc. Am dritten, das vermaint, wa das predigen gestatt, wurde vil vom gegenthail herzukomen, sagen wir mit Paulo, man soll nit böß thun, das guts darus kome, geschwigen, das man ain gewiss böß von ains ungewissen guten wegen thun sölte. Zum vierdten, das furgewendt, ob schon gar kain gut regiment uffgericht werden möcht und vyl böser under dem hufen syen, werde doch Gott der oberkait hertz ansehen, soll die antwurt sin, das wir nit hoch daruff tringend, sonder lassends sin, das regiment were glich gar gut, noch dannocht uß angezognen grunden by der ersten mainung, wurde sich nit gezymen, dergstalt mit dem gegenthail inzemengen, als der in den höchsten stucken wider Gott handelt. Achtend also genzlich, das aller ding verantwurtlicher sye und minder farlich, mit gelt dann mit luten ze helfen, diewil das gelt allain, argwon der ungehorsame und unbruderlichen, unmitlidigen herzens zu verhuten, geraicht wirt und in allweg lidlicher, am gut dann an lib und seel verluest liden. Und diewil die grund, so wir by erster mainung vernemmen, unsers bedunckens bestendig, haltend wirs darfur, das der oberkait unsers thails nit gebure, das sy die iren, so selbs gern wolten, lauffen lasse, sonder dasselbig ires besten vermugens verhute und abstelle.  – Zur Datierung dieses Gutachtens vgl. die protokollarische Notiz, Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 6r–8v, hier fol. 7r–8r: Nach dem 20. Dezember 1540 ist der verordnete Ausschuss zusammengetreten und hat sich bezüglich Goslars und des Städtetages geeinigt. Was den Reichstag anlangt, nämlich die Religion, Unterhaltung des Kammergerichts, Erhaltung des Friedens im Reich, Polizei und Münze, haben sie beschlossen, wie unten folgt. Was die Türkenhilfe angeht, befanden einige, dass die Stadt Konstanz und die christlichen Stände, weil Kaiser, Papst und ihr Anhang so beharrlich der Abgötterei anhängen, keine Hilfe an Leuten leisten sollten. Aber damit man nicht für ungehorsam gehalten werde, solle man eine Hilfe an Geld bewilligen. Andere haben gemeint, weil der Türke ein gemeiner Feind beider Religionsparteien sei, könne man durchaus auch mit Leuten helfen. Einige haben gemeint, man könne sich der Hilfe nicht entziehen. Es bestehe allerdings ein schlechter unterscheid zwischen der Geldhilfe und der Hilfe an Leuten. Schließlich hat man sich darauf geeinigt, die Prädikanten und Theologen um Rat zu fragen, ob man der Gegenpartei, ohne Gott zu erzürnen, gegen den Türken als Feind beider Parteien helfen dürfe und ob die Hilfe an Leuten oder die Geldhilfe mehr Nachteil bringe bzw. Gott mehr erzürne. Dieses Meinungsbild wurde den Prädikanten mitgeteilt. Am 23. Dezember haben die Verordneten den Ratschlag der Gelehrten dem Rat vorgetragen, wie unten folgt.
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     Vgl. auch die protokollarische Notiz: Konstanz StadtA, Ratsbuch B I 48, fol. 72r: Zwick ist zum Reichstag verordnet. Es ist ihm zugelassen, dass er zugunsten derer von Frauenfeld beim Kaiser oder der ksl. Kanzlei um Konfirmation ihrer Freiheiten werben mag.
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     Vgl. Bgm. und Rat von Konstanz an Bgm. und Rat von Lindau, [Konstanz], 1540 Dezember 24, Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 18r–18v (Konz.): Ihre Verordneten haben mit den Lindauer Gesandten vereinbart, dass sie Lindau ihre Anweisungen für ihre Gesandtschaft zum Städtetag und zum Reichstag mitteilen und dass Lindau umgekehrt auch so verfahren solle. Schicken deshalb die Instruktion für Zwick zum Städtetag und zum Reichstag. Bitte, ihnen ihre Stellungnahme zu allen Beratungspunkten des Städtetags und des Reichstags ebenfalls schriftlich mitzuteilen. Den Städten ist aus Gründen der allgemein städtischen Solidarität an dem Goslarer Handel viel gelegen. Deshalb dürfen sie sich durch nichts hindern lassen, den Städtetag zu besuchen. Hinzu kommt, dass sie Mitglied des Schmalkaldischen Bundes sind. Angeblich sterbende Läufte in Regensburg. Deshalb wollen manche Stände nicht nach Regensburg kommen. Außerdem ist der Wormser Tag noch nicht zu Ende. Wissen deshalb nicht, ob Städtetag und Reichstag in Regensburg stattfinden. Wenn ihnen diesbezügliche Nachrichten zugehen, sollen sie ihnen diese mitteilen. Wollen dies auch umgekehrt tun. Sollen auch mitteilen, wann ihre Gesandten aufbrechen und wo die Konstanzer Gesandten mit ihnen zusammentreffen können. Die Konstanzer Gesandten möchten gerne mit den Lindauer Gesandten reisen. Datum 24. Decembris anno etc. 40. – Zum Informationsaustausch über den Beginn des Reichstages und die Abfertigung der Gesandtschaften vgl. auch Bgm. und Rat von Konstanz an Bgm. und Rat von Ulm, [Konstanz], 1540 Dezember 25, Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 19r–19v (Konz.); Bgm. und Rat von Ulm an Bgm. und Rat von Konstanz, [Ulm], 1540 Dezember 29, ebd. fol. 29r–29v (Ausf.) und Bgm. und Rat von Konstanz an Bgm. und Rat von Ulm, [Konstanz], 1541 Februar 10, ebd. fol. 30v (Konz.).
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     Vgl. Bgm. und Rat von Konstanz an die Gesandten Ulms zu Esslingen, 1541 Februar 17, Konstanz StadtA, G 20 (Reformationsakten), fol. 158r–158v (Konz.): Naumburger Beschluss über Erlegung eines Doppelmonats der großen Bundesanlage. Da der Kaiser mittlerweile die Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und die Acht gegen Goslar und Minden suspendiert hat und sich damit die Bedrohung abgeschwächt hat, ist es den oberdeutschen Städten beschwerlich, solchen Doppelmonat zu erlegen, zumal sie nicht erkennen können, dass die sächsischen Bundesstädte und einige andere Stände ihre Anteile an älteren Anlagen entrichtet haben. Wenn es sich einrichten lässt, sollte in Esslingen darüber geredet werden, wie die Erlegung des Doppelmonats verzögert und vorläufig vermieden werden kann, denn sie fürchten, dass die bevorstehenden Beratungen auf dem Reichstag über die Türkenhilfe große Kosten verursachen werden. Stellen ihnen anheim, auch diesen Punkt zur Sprache zu bringen. [...]. Datum, 17. Februarij anno etc. 41.
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     Vgl. Bernhard und Hieronymus Baumgartner an Bgm. Georg [sic!] Graf zu Nördlingen, Nürnberg, 1541 März 4, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 84r–85v (Ausf.): Während seines Aufenthaltes in Nürnberg hat Graf sie gebeten, ihn über die Abfertigung der Nürnberger Gesandten zum Regensburger Reichstag zu informieren. Obwohl der Anfang des Reichstages noch nicht abzusehen ist, weil erst sehr wenige Stände in Regensburg vertreten sind, hat der Nürnberger Rat beschlossen, Clemens Volkamer und Sebald Haller zum Reichstag zu entsenden und Haller bald abreisen zu lassen, dem Volkamer und vielleicht noch andere Gesandten zu Beginn des Reichstages nachfolgen sollen. In Regensburg sind bereits vertreten die Städte Straßburg, Augsburg, Ulm, Hagenau, Colmar, Speyer und einige wenige mehr. Täglich sollen weitere Städtegesandten ankommen. Von den Fürsten sind bereits vertreten die Hgg. Wilhelm und Ludwig von Bayern, Hg. Heinrich von Braunschweig und der Bf. von Eichstätt. Auf der Reise nach Regensburg ist der Ebf. von Bremen in diesen Tagen in Nürnberg angekommen. Kg. Ferdinand hält in Österreich einen Landtag ab. Nach dessen Ende soll auch Ferdinand nach Regensburg kommen. Datum Nurmberg Freittags, den 4. Martij anno etc. 41; Bgm. und Rat von Nördlingen an Clemens Volkamer und Sebald Haller, Bgm. zu Nürnberg, 1541 März 7, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 51r (Kop.): Haben ihren Altbürgermeister Wolf Graf und Hans Wörlin zum Reichstag nach Regensburg abgefertigt. Ihnen ist mitgeteilt worden, dass die Adressaten als Gesandte Nürnbergs zum Regensburger Reichstag abgeordnet sind. Bitten, ihren Gesandten, wenn sie in anstehenden Fragen um Rat ansuchen, Gehör und Glauben zu geben und ihnen behilflich zu sein. Datum, Afftermontag nach Invocavit anno et. 41. Vgl. auch Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. Bernhard und Bgm. Hieronymus Baumgartner zu Nürnberg, 1541 März 8, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 50v (Kop.): Haben von ihrem Altbürgermeister Wolf Graf die Informationen Nürnbergs über die Ankunft städtischer Gesandter auf dem Reichstag in Regensburg erhalten. Werden jetzt ihre Gesandten auch abfertigen. Danken für das Entgegenkommen. Datum, 8. Martij anno etc. 41.
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     Vgl. den Beschluss des Nördlinger Rates, 1541 Januar 18, Nördlingen StadtA, Calculi Senatorii 1540–1548, fol. 22v: Religionsach 1541. Uff Afftermontag nach Anthonij hat sich ein erberer rhat einhelligklich entschlossen, bey irer religion und glaubenssachen, wie man die itzt alhie helt und predigt, zu pleiben, wa auch uff kunftigem reichstag zu Regenspurg ain abschid dawider gieng, davon zu protestirn und darein ferrer nit zu bewilligen. Alsobald ward daruff furgewend, nachgedencken zu haben, bey wem man dann schutz und schirm suchen und an wen man sich hencken wöll. Wiewol nun gemainlich nit fur gut angesehen ward, in den schmalkaldischen bund ze komen, so schwanckten doch etliche, uber das Bgm. Rotinger, auch Werlin und ich zum hochsten dawider persuadirten und allerley unrhat anzaigten, der uns, so wir von ksl. Mt. abfallen und zu andern verbinden sollten, daraus ervolgen kunth. Actum ut supra. Vgl. auch die in Worms vertretenen Augsburger Konfessionsverwandten an Bgm. und Rat von Nördlingen, Worms, 1540 Dezember 31, Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 329, fol. 36r–36v und 37v (Ausf.): Haben in Worms erfahren, dass sie die Augsburger Konfession angenommen haben. Wünschen ihnen Glaubensstärke. Schicken ihnen das an den Kf. von Sachsen, den Lgf. von Hessen und ihre Religionsverwandten ergangene ksl. Ausschreiben zum Wormser Kolloquium zu. Erbieten sich, sie auf Wunsch über den bisherigen und künftigen Gesprächsverlauf zu informieren. Sie können sich mit entsprechender Bitte an die in Worms weilenden Gesandten Augsburgs oder Ulms wenden. Diese Gesandten haben entsprechende Weisung.
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     Vgl. Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen und Bopfingen, 1541 Januar 4, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 3v (Kop.): Wie vor einigen Tagen von Bgm. Wolf Graf ihren Gesandten versprochen, senden sie ihnen Schreiben der Stadt Ulm zum Goslar betreffenden Städtetag zu. Datum, 4. Januarj anno etc. 41;Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Dinkelsbühl, 1541 Januar 18; Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 4v–5r (Kop.): Haben von Ulm ebenfalls ein Schreiben wegen einer Tagsatzung zur Beratung über die goslarische Angelegenheit erhalten. Wollen diesen Tag beschicken. Können aber über die Abreise ihrer Gesandtschaft noch keine Angabe machen. Wollen sich diesbezüglich an anderen Städten orientieren. Werden Dinkelsbühl dann eigens informieren. Haben allerdings über die Instruktion für solche Gesandtschaft noch nicht entschieden. Können sicher selbst ermessen, dass solches der feder uber land nit zu bevelchen sein.Wenn die Dinkelsbühler Gesandtschaft die Nördlinger Gesandten in Nördlingen oder auf dem Reichstag in Regensburg anspricht, werden sich die Nördlinger Gesandten gegen derselben der gepur halten. [...]. Datum, 18. Januarj anno etc. 41;Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Ulm, 1540 Dezember 29, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 3r–3v (Kop.); Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen, mut. mut. an Bgm. und Rat von Bopfingen, 1541 Januar 4, Nördlingen StadtA, Missiven-Konzepte 1541, fol. 247r (Konz.); Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Aalen, 1541 Januar 5, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 4r–4v (Kop.): Bezug: Bitte Aalens um Mitvertretung auf dem Reichstag durch Nördlingen auf der Basis der zugesandten Instruktion. Sind selbst über die Abfertigung ihrer eigenen Gesandtschaft noch nicht endgültig entschlossen. Nach erfolgter Beschlussfassung werden sie den Aalener Magistrat unterrichten. Empfehlen allerdings wegen wichtigkait aller sachen, auch schwere, weilwertiger leuf und dann der ksl. Mt. ernst ausschreyben einen geringen uncostennicht zu scheuen und eine eigene Gesandtschaft zum Reichstag abzufertigen. Werden gern ihren Gesandten mit dem Gesandten Aalens eng kooperieren lassen. Datum, 5. Januarj anno etc. 41;Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Bopfingen, 1541 Januar 24, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 13v–14r (Kop.): Auf entsprechende Anfrage Bopfingens teilen sie mit, dass sie zum Besuch des Reichstages ihren Altbürgermeister Wolf Graf in einigen Tagen abfertigen wollen. Datum, 24. Januarij anno etc. 41;Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Aalen, 1541 Januar 24; Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 14r–14v (Kop.): Unter Bezug auf die neulich zugeschickte Instruktion und das nachbarliche Ersuchen Aalens um Mitvertretung auf dem Reichstag teilen sie mit, dass sie zum Besuch des Reichstages ihren Altbürgermeister Wolf Graf in einigen Tagen abfertigen wollen. Datum, 24. Januarij anno etc. 41;Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf in Regensburg, 1541 März 23, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 58v (Kop.): Haben sein Schreiben vom 17. März erst am 22. März erhalten. Da sie damit einverstanden sind, dass er die beginnende Frankfurter Messe besucht, haben sie Hans Zebinger entsprechend seiner Bitte mit Pferden abgefertigt. Datum, 23. Martij zu mittentag anno etc. 41.Vgl. dazu Wolf Graf an Wolfgang Vogelmann, Stadtschreiber von Nördlingen, Regensburg, 1541 März 12, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 54r–54v (Ausf.): Ist zusammen mit Hans Wörlin am 11. März gut in Regensburg angekommen. [...]. Datum Regenspurg am 12. Martzen anno 41.Vgl. auch Rublack, Hans Christoph: Eine bürgerliche Reformation: Nördlingen, Gütersloh 1982 (Quellen und Forschungen zur Reformationsgeschichte Bd. 51), S. 243–246.
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     Vgl. Rublack, Eine bürgerliche Reformation, S. 243–246.
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     Vgl. Bgm. und Rat von Nördlingen an den Stadtschreiber Wolfgang Vogelmann, 1541 Juni 23, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 102v–103v (Kop.): Haben das ksl. Privileg, betreffend die Juden um Nördlingen, und das ksl. Mandat, betreffend den Mühlenbau zu Trochtelfingen, zusammen mit der Berichterstattung Hans Wörlins darüber zur Kenntnis genommen. Wünschen in dem Mandat über den Mühlenbau Änderung in puncto Kaution. Soll sich bei Obernburger um diese Änderung bemühen etc. Datum, 23. Junij anno 41.Zettel: Legen ein Schreiben an Obernburger bei, überlassen es seinem Gutdünken, ob er es übergeben will oder nicht. Übersenden auch ein Schreiben an Hans Walter von Hürnheim, der jetzt in Regensburg sein soll, betreffend die noch unbesiegelte Verschreibung über Lierheim. Wenn er Hürnheim in Regensburg ausfindig machen kann, soll er ihm das Schreiben übergeben. Vgl. Bgm. und Rat von Nördlingen an Johann Obernburger, 1541 Juni 23, Nördlingen StadtA, Missiven-Konzepte 1541, fol. 147r–149v (Konz.): Haben von ihrem Ratskollegen Hans Wörlin, den sie seiner Geschäfte wegen vom Regensburger Reichstag haben heimkommen lassen, vernommen, dass sich Obernburger in den Verhandlungen über von Nördlingen angestrebte Mandate und Freiheiten entgegenkommend gezeigt hat. Danken dafür. Die im Mandat über den Mühlbau vorgesehene Leistung einer Kaution an ihre Gegner ist ihnen beschwerlich. Sie befürchten nämlich, dass die Gegner in erforderung der caution geferliche uberflussigkait geprauchen, die deß bauens nutzparkait nit gleich oder gemeß sein möchte. Wünschen eine Neufassung des Mandats ohne die Klausel über die Kautionsleistung. Bitten um seine Unterstützung. Datum, 23. Junij anno 41.
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     Vgl. Bgm. und Rat von Nördlingen an Stadtschreiber Wolfgang Vogelmann, 1541 Juni 11, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 98r–98v und unfol. Zettel (Kop.): Als der Stadtbote mit dem hieneben verfertigten schreybenabgehen wollte, ist ihnen durch den ksl. Herold Georg Flechsenhauer ein Schreiben von Augustin Ainkurn zugestellt worden, samt einem ksl. Rezess in der vor dem Kaiser anhängigen Streitsache zwischen Nördlingen und Ainkurn und einer ksl. Kommission auf den Bf. von Augsburg. Davon beiliegend Kopien mit A, B und C. Haben Flechsenhauer beantwortet laut beiliegender Kopie mit D. Teilen dies mit, damit sie sich über diesen unerwarteten Bescheid bei Obernburger und anderen beschweren mit antzaigung allerlay ursachen etc., wie ir ze thun wisst und versteet, und wollent also darin dero gemuet und antwort abnemmen und, ob euch dann uß solcher antwort fur gut ansehe, mögt ir mit inen derwegen, ob und wie widerumb zu der sach ze kommen sein mocht, converschiern und uns desselben, weß ir also vernemen, furderlich bewisst machen, dann wir gedencken, die sach bey den rechtgelerten und hochverstendigen berhatschlagen ze lassen, ob und wie wir dieselb ferrer oder weyter anpringen mögen. Weß nun euch hierin begegnet, wöllen wir desselben schriftlichen bericht von euch gewarten. [...]. Datum, 11. Junij anno 41. Zettel an den Stadtschreiber: Haben ihn kürzlich angewiesen, Obernburger eine Verehrung in Aussicht zu stellen. Sind aber jetzt entschlossen, ihm vorläufig keine Verehrung zukommen zu lassen. Soll deshalb diesbezüglich bis auf weiteren Befehl nichts unternehmen. Vgl. auch Bgm. und Rat von Nördlingen an Georg Flechsenhauer, 1541 Juni 11, Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 98v–99r (Kop.): Bestätigen den Empfang der überbrachten Schriften in Sachen Ainkurn. Werden darüber beraten und dann Stellung nehmen. Datum, 11. Junij anno 41.
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     Vollmacht Kf. Johann Friedrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen für Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann zum Regensburger Reichstag, Torgau, 1541 Januar 11, Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 105r–105v (Ausf.): Hinweis auf das Ausschreiben Karls V. zu dem auf Dreikönig angesetzten Reichstag in Regensburg mit der Aufforderung, persönlich zu erscheinen. Und wiewol wir in underthenigkait willig und genaigt gewest, uf solcher yrer ksl. Mt. schreiben und erfordern uns eigner person gein Regennßburgk zu vorfugen, so haben wir doch neben unserm freundtlichen, lieben vettern und brudern, Lgf. Philipsen zu Hessen, yrer ksl. Mt. geschrieben und deshalben notwendige ursachen angetzaigt [Nr. 416], darauf sein L. und wir irer ksl. Mt. genedigsten resolucion thun gewarten. Als haben wir gegenwertige unsere rethe und lieben getreuen Christoffen von Taubenhaim, ritter zu Aldennburgk, und Eberharten von der Thann zu Wartburgk, unsere ambtleute, zu obgemelten reichstagk gein Regennßburgk abgefertiget, inen auch bevolhen, gewalt und macht gegeben, von unsernwegen in denen sachen, davon ksl. Mt. ausschreiben meldung thut, neben den andern Kff., Ff. und stenden des reichs und derselben rethe und potschaften zu handeln helfen. Geben ynen solchen bevelh, gewaldt und macht himit und in craft dits brifs. Was sie auch also von unsernwegen handeln werden, dasselbe wollen wir angenehm haben und halten ane geverde. Zu urkunt mit unserm des churfursten zuruck aufgedrucktem secret, welchs wir Hg. Johanns Ernnst mitgebrauchen, wissentlich besiegelt. Und geben zu Torgaw, am tage Circumcisionis domini anno eiusdem 1500 im 41.Vgl. auch Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten auf dem schmalkaldischen Bundestag in Naumburg, Torgau, 1541 Januar 3, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 335 Nr. 134 Bd. 3, fol. 141r–143v: Hat ihr Schreiben vom 31. Dezember 1540 und die nottel ainer instruction, domit wir unsere rethe Christoffen von Taubenhaim, ritter, und Eberharten von der Than uff den kunftigen reichstagk mugen apzufertigen, empfangen und zu genedigem gefallen von euch vormargkt. Und dieweil es solchs reichstags ksl. Mt. schwachheit und anderer ursachen halben dieser zeit nach ain weitleuftigs ansehen hat, so seind wir bedacht, unsern forirer gein Regenßburg zu verordenen, sich umb alle gelegenhait zu erkunden. Wie nu die dinge befunden werden, darnach wollen wir uns alsdan mit abefertigung gemelter unser rethe zu halten wissen. [...]. Datum Torgau, Montag nach Circumcisionis domini anno eiusdem 1541.
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     Kredenz Kf. Johann Friedrichs von Sachsen für Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann zu einer Werbung beim Kaiser in Regensburg, Torgau, [1541] Januar 1, Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 104r–104v (Konz.): Auf das ksl. Ausschreiben hin hat er Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann zum Reichstag nach Regensburg abgefertigt mit Befehl,solchen reichstag von meinenwegen zu besuchen, sich auch bey euerer ksl. Mt. derwegen undterthenigst anzugeben und daneben ain muntliche antzaige zu thun, wie euere ksl. Mt. von inen genedigst vornemen werden. Ist derhalben an euere ksl. Mt. mein underthenigste biet, euere ksl. Mt. wolle sie genedigst horen und sich darauf gegen mir und inen genedigst ertzaigen undt vornehmen lassen, wie mein undterthenigste zuvorsicht zu euerer ksl. Mt. stehet. Das geb[urt]umb euere ksl. Mt. mir, erkenne michs auch schuldigk, underthenigst gehorsam und willigk alle zeit zu verdinen. Datum Torgau, am tag Circumcisionis domini anno eiusdem 1541.
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     Zur Krankheit des Kaisers und zur dadurch bedingten Verzögerung seiner Reise ins Reich vgl. Zeitung aus Worms, 1540 Dezember [21], Weimar HStA, EGA, Reg. E 142, fol. 12r–14v (Kop.), hier fol. 12v. Vgl. auch die Instruktion Kf. Johann Friedrichs von Sachsen für Hans von Bünau zur Werbung bei Hg. Philipp von Pommern, Torgau, 1541 Januar 2, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag 391 Nr. 148Bd. 1, fol. 19r–22v (Konz.): Anlässlich der Reise Hg. Philipps von Pommern zum Reichstag Einladung seiner Gattin zum Besuch bei ihren Brüdern in Torgau. Wurde er auch gefragt werden, was die rede bey unserm gnedigsten hern des reichstags halben were, so sol er anzeigen, wiewol seine kfl. Gn. von ksl. Mt. darauf auch beschrieben und erfordert, so wurde doch dieser zeit so viel vormargkt, das es umb solichen reichstagk ganz weitleuftigk stunde, dan, wie die zeitungen, so seiner kfl. Gn. zukomen, lauteten, so soldte ksl. Mt. mit großer schwachheit beladen, auch noch in den Niderlanden und also irer Mt. unmuglich sein, uff Trium regum zu Regenßburgk antzukomen etc. Datum Torgaw, Sontags nach Circumcisionis domini 1541.Vgl. außerdem Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Kf. Ludwig von der Pfalz, Torgau, [1541] Januar 11, Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 107r–110r (Reinkonz.): Ihm, auch dem Lgf. von Hessen ist das ksl. Ausschreiben zu dem auf Dreikönig nach Regensburg angesetzten Reichstag zugegangen. Wäre an sich dem Kaiser zu Gehorsam und zur Förderung aller Sachen willig, den Reichstag persönlich zu besuchen. Hat aber nicht unterlassen können, zusammen mit dem Lgf. von Hessen dem Kaiser seine sehr triftigen Hinderungsgründe schriftlich darzulegen und um Resolution des Kaisers zu bitten [Nr. 416], wie aus beiliegender Kopie hervorgeht. Obwohl dieses Schreiben schon vor einiger Zeit abgegangen ist, wartet er noch immer auf Antwort und Resolution. Da der gesetzte Termin Dreikönig bereits überschritten ist, er auch nicht weiß, ob der Kaiser persönlich zum Reichstag kommt, und nicht zweifelt, dass auch Kf. Ludwig ein Reichstagsausschreiben erhalten hat, hat er nicht unterlassen wollen, sich vertraulich an Kf. Ludwig zu wenden. Denn er hat glaubwürdige Nachricht, dass nicht nur Kf. Ludwig und die anderen rheinischen Kurfürsten, sondern auch sonst viele Fürsten und Stände sich durch die Wahl Regensburgs als Reichstagsort beschwert fühlen. Bittet, ihm im Vertrauen mitzuteilen, ob Kf. Ludwig und die anderen rheinischen Kurfürsten den angesetzten Reichstag persönlich zu besuchen gedenken und ob Kf. Ludwig weiß, ob der Kaiser sich persönlich nach Regensburg begibt und, wenn ja, wann er ungefähr dort eintreffen wird. Datum Torgau, Dinstag nach Erhardj, den 11. Januarij 1541. Vgl. dazu Kf. Ludwig von der Pfalz an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Heidelberg, 1541 Januar 19, Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 111r–112v (Ausf.): Bezug: Kf. Johann Friedrichs Schreiben vom 11. Januar 1541. Hat ebenfalls ein Reichstagsausschreiben vom Kaiser erhalten. Hat darauf dem Kaiser zu Gehorsam und dem Reich zugut beschlossen, am Reichstag in Regensburg persönlich teilzunehmen, wenn seine Gesundheit ihm dies erlaubt. In der Tat haben auf dem Wormser Gesprächstag seine und der andern rheinischen Kurfürsten Gesandte gemeinsam Granvelle darauf hingewiesen, dass wegen der ongelegenheit des platz und geschwinde der leuf vermutlich viele Kurfürsten und Fürsten nicht persönlich nach Regensburg kommen werden. Granvelle hat ihnen darauf geantwortet, das die malstat solichs reichstags gein Regenspurg mit sonderem bedacht furgenomen und nit leichtlich geandert wurde, wie dan der H. von Granfeldt derhalb folgendt auch an uns gelangen lassen. Daraus wir vermerckt, das er us solichem gethenem [sic!] anbringen des reychstags malstadt halben etwas ungleichen verstandt empfangen mecht haben. Darumb wir geursacht und ime widderumb anzeigen lassen, das wir, wie vorgemelt, nochmaln entschlossen, sofer wir leibsunvermuglicheit halb nit verhindert, den reichstag in aigner persone zu besuchen. Dabei beruht es noch. Weiß nichts von einer etwaigen Verlegung des Reichstags. Weiß auch nicht, ob die anderen rheinischen Kurfürsten persönlich zum Reichstag kommen werden oder nicht. Was aber den Kaiser betrifft, so ist dieser bereits nach Regensburg unterwegs und nechten abents in Speyer angekommen. Erwartet den Kaiser in etlichen Tagen in Heidelberg zu Besuch. Datum Heidelberg, uff Mitwoch nach Anthonij anno etc. 41.
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     Syntax so in der Vorlage.
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     Vgl. Bericht des kursächsischen Furiers Hans, Regensburg, 1541 Januar 10, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 329 Nr. 133 Bd. 2, fol. 168r–169v: Die ksl. Mt. haben niemans alhie und noch nicht foriren lassen. Man sagt, ire Mt. sol noch zu Lutzenburg sein, ein theil sagen, ir Mt. tzien auf Hagenau zu und wollen gegen Heidelberg. Die kgl. Mt. haben 2 forirer hie, warten aufs kaisers forirung. Es seint widder churfursten ader fursten noch derselbigen rethe keiner ankomen. Es haben die churfursten und fursten des reichs alle hie foriren laßen biß auf Trier, Meckelburgk, Pommer und Mgf. Jorge etc. Es liegen viel einkäuffer und forirer hie, aber sie kauffen nichts ein, sonder warthen auf kaiserliche forirung. Allein der churfurst am Rein hab seinem diener alhie geschriben, zu dem einkauffen sol er gemelich greiffen, wiewol es sich lange vorzien will, mit diesen worthen inhaltende. Des Kf. zu Brandenburgs etc. diener hat seinem herren geschriben, das von ksl. Mt. noch niemants alhie ankomen und seine kfl. Gn. bedacht sollen sein gewessen, als er sagt, den von Stolbergk und noch einen rath neben den graffen anher gegen Regensburgk anfenglich zu senden, das er mit sein schreiben hat wendig gemacht. Item, es haben mich Hg. Otho Heinerichs Pfgf. etc. diener bericht, das der Bf. zu Freizingen Dornnstag fur Erhardj [1541 Januar 6] gestorben sei, das eur kfl. Gn. dem nach wollen gedencken, was darum itz zu Tzeißtz zu thun sei. Dr. Caspar Konn ist Manntags nach Erhardj [1541 Januar 10] von des Bf. von Meintz wegen einkumen und warth auf andere mer des bischofs rethe etc.
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     Zur Vorbereitung der Legation Contarinis vgl. auch das Memoriale Rmi d[omini] card[inalis] Contareni antequam discederet Germaniam versus datum Rmo card[inali] Sanctae Crucis, Quirini, Angelo Maria: Epistolarum Reginaldi Poli S. R. E. Cardinalis et aliarum ad ipsum collectio. 5 Bde. Brescia 1744–1757, Bd. III, S. CCXXIV-CCXXV.
    2
     Hagenauer Konvent 1540.
    3
     Religionsgespräch von Worms 1540/41.
    4
     Giovanni Morone, Bf. von Modena; Tommaso Campeggi, Bf. von Feltre.
    5
     Nürnberger Friedstand vom 23.7.1532. Vgl. den Abschied der Nürnberger Verhandlungen über den Nürnberger Anstand, 1532 Juli 24, RTA X, 3, Nr. 549, S. 1511–1517; die Bestätigung des Nürnberger Anstandes durch Karl V., 1532 Juli 31/August 2, ebd. Nr. 557, S. 1519–1522 und das Mandat Karls V., 1532 August 3, ebd. Nr. 559, S. 1525–1527; außerdem Aulinger, Rosemarie: Die Verhandlungen zum Nürnberger Anstand 1531/32 in der Vorgeschichte des Augsburger Religionsfriedens, in: Lutz, Heinrich/Kohler, Alfred (Hrsg.): Aus der Arbeit an den Reichstagen unter Kaiser Karl V. Sieben Beiträge zu Fragen der Forschung und Edition, Göttingen 1986 (Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Bd. 26), S. 194–227; Winckelmann, Der Schmalkaldische Bund, passim und Luttenberger, Glaubenseinheit, S. 164–184.
    6
     Instruktion Papst Pauls III. für Giovanni Morone, Bf. von Modena, zum Hagenauer Tag, Rom, 1540 Mai 15, Laemmer, Monumenta Vaticana, Nr. CLXX, S. 262–266, Regest NB I,5, Nr. 197II, S. 417–418.
    7
     Instruktion für Tommaso Campeggi, Bf. von Feltre, Rom, 1540 Oktober 5, NB I,6, Nr. 242, S. 5–13.
    8
     Vgl. auch Aleander an Farnese, Rom, 1541 Februar 15, NB I,7, Nr. 1, S. 3–5; die Erläuterung Farneses zur Instruktion für Contarini, Rom, 1541 Februar 20, NB I,7, Nr. 4, S. 13–16; die Anweisung Farneses an Contarini, Rom, 1541 März 9, Dittrich, Regesten und Briefe, Nr. 601, S. 153 und die Aktennotiz, Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 5, fol. 113r (Kop.): Quum Ratisponae celebrarentur comitia atque ad ea missus fuisset cardinalis Contarenus, huic missa fuerunt quinquaginta millia coronatorum cum his mandatis, videlicet ut primum tentaret, si talis concordia iniri posset, quam papatus posset ferre, et in hoc casu largiretur ex ea pecunia cuicunque illi videretur. Si vero videret nullam honestam concordiam fieri posse, quod tunc curaret de liga seu foedere defensivo faciendo inter papam et catholicos principes Germaniae et in hoc secundo casu quod deponeret illa quinquaginta millia coronatorum tanquam pro arra et cum promissione de addendo, quantum opus fuisset, pro sua portione adiuvandam ligam. Nunc ergo amicus ille significat haec verba. Il cardinal Moron viene alla dieta con le medesime commissioni et con la medesima quantita de danari, che hebbe il cardinal Contareno nella diete di Ratispona, hoc est, cardinalis Moronus venit ad comitia cum eisdem mandatis atque cum eadem summa pecuniae, quam habuit cardinalis Contarenus in comitiis Ratisponensibus.  Zum Einzug Contarinis in Regensburg und zur ersten Audienz beim Kaiser vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 März 13, Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.1, S. 150–156. Vgl. auch Poggio an Contarini, Regensburg, 1541 März 8, Dittrich, Regesten und Briefe, Nr. 594, S. 152.
    1
     Bei C handelt es sich um einen Entwurf der Instruktion, der auf dem GT in Butzbach am 18. Januar 1541 konzipiert und auf dem GT in Wetzlar im Februar 1541 überarbeitet und modifiziert wurde. Im Januar war in Butzbach vereinbart worden: Auch soll ein jeder mitlerzeit nachvolgende instruction und puncten hin und widder bewegen und waß darin fur nutz oder beschwerlich befunden uff berurten tage dar und eigentlich in schriften ubergeben und anzeigen.Die vorgesehenen Reichstagsgesandten Thomas von Colmar und Johann Knebel von Katzenelnbogen sollen sich um den ersten Februar in Worms über die Beschlüsse der Grafen informieren. Vgl. zu diesem Butzbacher Entwurf der Instruktion auch die Stellungnahme Gf. Bernhards von Solms, der den ersten, dritten, fünften, sechsten, siebten, achten und neunten Artikel vorbehaltlos billigte und ansonsten anmerkte: [...]. Der ander articul, die session betreffen, were gut, das man die wie herbracht erhalten mocht, da wa die oberlendischen graven vorsitzen solten, was sie dan ins reichs rath willigen wurden, mocht den wetterauischen graven nit alle wege annemlich sein etc., [...]. Der vierth articul gefell sein Gn. well, wa die vertrostung von ksl. Mt. volnzogen wurde, dann es hat dieselbig sein Gn. in den abschiedt zu Nurmberg nit wollen willigen, auch ist derselbig abschiedt von der graven wegen nit versiegelt. [...]. Der eilft, die zollsach belangend, hat mein gnediger her dieß bedencken, das gut were ksl. Mt. derhalben zum underthenigsten ersucht werde, gnedigste antwurt zu erlangen, das gemaine graven und die iren dargegen beschutzt wurden, in ansehung, wie der zoll erlangt sey, und, ob derhalben etwas thatlichs gegen den graven furgenomen werden mochte, wa und wie sie umb hilf ansuchen mogen. Zum 12. Artikel nahm der Graf an, dass die Reichstagsgesandten ihn bereits vollzogen hatten. Vgl. das Gutachten Gf. Bernhards von Solms zum Butzbacher Entwurf für die Instruktion für die Reichstagsgesandten, o. Ort, o. Datum, Wiesbaden HStA, Abt. 171 R 400, fol. 2r–3v.
    2
     Zu diesem Abschnitt in C marg. Notiz: Waß heruff von gemeinschaft der graffen beratschlagt und beschlossen wirdt, ist Gf. Chun zu Leyingen und Westerburg anzenemen willig.
    3
     Ursprünglich war daran gedacht, dass Gf. Ludwig von Königstein diese Entschuldigung dem Kaiser bereits im Januar in Heidelberg vortragen sollte. Falls der Kaiser sie nicht akzeptieren würde, sollte Königstein erklären, das wir als die gehorsamen zu erscheinen underthenigst bereit und gutwillig sein. Vgl. einige wetterauische Grafen an Gf. Ludwig von Königstein, Dillenburg, 1541 Januar 7, Wiesbaden HStA, Abt. 171 R 400, fol. 5r–6r, hier fol. 5r–5v.
    4
     In C zu diesem Abschnitt marg. Notiz: Verwilligt Westerburg anzenemen.
    5
     In C zu diesem Abschnitt marg. Notiz: Laist ihm Westerburg gefallen.
    6
     Dazu in C marg. Notiz: Ist Westerburg gefellig.
    7
     In C dazu marg. Notiz: Harauf begert Westerburg, daß ein jeden graffen nach seiner habe und vermogen besonderlich die anlage aufgelegt worde.
    8
     In C dazu marg. Notiz: Gf. Westerburg wie vor, ksl. Mt. einen jeden graffen insonderheit nit hoher dan sein vermogenheit ertragen, darin besweren wolle.
    9
     In C dazu marg. Notiz: Ist Westerburg gefellig.
    10
     In C dazu marg. Notiz: Bewilligt Westerburg neben andern auch anzenemben.
    11
     In C dazu marg. Notiz: Ist Westerburg gefellig.
    12
     In C dazu marg. Notiz: Ist Westerburg gefellig.
    13
     Vgl. Gf. Wilhelm von Nassau-Katzenelnbogen und Gf. Philipp von Nassau-Saarbrücken an Gf. Albrecht von Mansfeld, Dillenburg, 1541 Februar 22, Wiesbaden HStA, Abt. 171 R 400, fol. 9r–9v: Abfertigung der Gesandten der Wetterauer Grafen zum Reichstag. Als aber in keyserlichen usschreiben neben andern inverleibten puncten sonderlich die religionsach, turckenhulf und underhaltung camergerichts, wie dieselben in christliche vergleichung, statlich gegenwere und underhaltung bracht, geleyst und furgenomen mochten werden, begriffen wurt, darin und, sovil diese drey itzgemelten puncten belangt, weil uns beden als christlicher einigung verwanten neben eueren L. und andern derselben mitverwanten mercklich und sonderlich gelegen und beratschlagt sein, wie wir uns in obgemelten puncten richten, schicken und halten sollen.Bitten um seinen Rat, an dem sie sich bei Abfertigung ihrer Gesandten orientieren wollen.
    1
     Das Reinkonzept für die Vollmacht für Hg. Philipp von Pommern zur Vertretung Hg. Barnims auf dem Reichstag in Regensburg ist auf den 13. Februar 1541 datiert, vgl. Vollmacht Hg. Barnims von Pommern für Hg. Philipp von Pommern zu den Verhandlungen des kommenden Reichstages, Wollin, 1541 Februar 13, Stettin AP, AKS I/109, pag. 1–3.
    2
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Dr. Jacobus Philippus Ostler, Claws Putkemer.
    3
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: sollen aufsein.
    4
     Vgl. das Gutachten des kurpfälzischen Kanzlers Florenz von Venningen zum Sessionsstreit Pommerns mit Hessen und Baden, Heidelberg, 1530 Juni 29, Stettin AP, AKS I/109, pag. 67–112.
    1
     Vgl. die Vollmacht Hg. Barnims von Pommern für Hg. Philipp von Pommern zu den Verhandlungen des kommenden Reichstages, Wollin, 1541 März 3, Stettin AP, AKS I/109, pag. 5–6 (Mundum). Das Reinkonzept dazu, ebd. pag. 1–3, ist auf den 13. Februar 1541 datiert.
    2
     Vgl. Hg. Philipp von Pommern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Wolgast, 1541 März 4, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 387 Nr. 147, fol. 90r–91v (Ausf.): Dankt für die Übersendung des ksl. Geleits und des ksl. Mandats über die Suspension der Kammergerichtsprozesse und der Achtexekution gegen Minden und Goslar. Bittet, ihm auch künftig die für ihn relevanten Informationen zum Reichstag zukommen zu lassen, da der Kurfürst sicher über mehr und genauere Kenntnisse verfügt, als dies seinem nach Regensburg vorausgeschickten Diener möglich ist, der auch wegen der weiten Entfernung die ihm zugänglichen Nachrichten nicht so schnell übermitteln kann. Datum Wolgast, Freitags nach Estomihi anno etc. 41.
    3
     Syntax so in der Vorlage.
    4
     Syntax so in der Vorlage.
    1
     Vollmacht für die oben genannten Gesandten für die Reichstagsverhandlungen, Kleve, 1541 Februar 22, Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 182r–182v (Reinkonz.) und Sondervollmacht für die Religionsverhandlungen in Regensburg für Johann von Vlatten, Albrecht König, Johann Faltermeyer und Sibert Mutzhagen, Kleve, 1541 Februar 28, ebd. fol. 183r (Kop.). Vgl. Hg. Wilhelm von Jülich-Kleve an die Reichstagsgesandten Kf. Hermanns von Köln, Kleve, 1541 Februar 27, Braunisch, Reinhard (Hrsg.): Johannes Gropper. Briefwechsel. Bd. I: 1529–1547, Münster 1977 (Corpus Catholicorum. Werke katholischer Schriftsteller im Zeitalter der Glaubensspaltung Bd. 32), Nr. 50, S. 175–176, hier S. 176: Hat Vlatten und Dockum angewiesen, uch etlich unser notturft anzuzeigen, wie ir von inen werden vernemen. Ist derhalber unser gnedigs begern und gesynnen, ir wellet gedachte unsere Rethe anhören und inen ires anbringens glauben geben und uch dermassen darinn ertzeigen, wie wir uns des gnediglichen zu uch verlassen.
    2
     Kredenz Hg. Wilhelms von Jülich für Johann von Vlatten und Johann von Dockum genannt Frieß zu einer Werbung bei Kf. Ludwig von der Pfalz, Kleve, 1541 Februar 27, Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2746, fol. 90r–90v (Kop.).
    1
     Vgl. Vollmacht Bf. Konrads von Würzburg für den Domkapitular Daniel Stibar, den Hofmeister Heinrich Truchsess von Wetzhausen und den Kanzler Dr. Georg Farner, o. Ort, 1541 März 1, Würzburg StA, Wzbg. RTA 16, fol. 114r–114v (Kop.).
    1
     Vgl. Hg. Heinrich von Sachsen an Gf. Hans Heinrich von Schwarzburg, Dresden, 1541 Februar 4, Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/05, Reichstagshandlung zu Regensburg 1541, fol. 66r (Konz.): Da er zum Reichstag nach Regensburg geladen ist und beim Kaiser auch eigene Angelegenheiten zu erledigen hat, ist er entschlossen, eine stattliche Gesandtschaft zu schicken. Da die Sachlage erfordert, sachverständige Gesandte zu wählen, und ihm seine Fähigkeiten bekannt sind, er auch Vertrauen zu ihm hat, wie er aus seinem letzten Schreiben entnehmen kann, bittet er ihn, am Freitag vor Esto mihi [1541 Februar 25] nach Dresden zu kommen, um die Instruktion neben anderen zur Kenntnis zu nehmen. Soll seine eigenen Angelegenheiten so regeln, dass er bald nach dem Sonntag Esto mihi [1541 Februar 27] nach Regensburg abreisen kann, um dort in Hg. Heinrichs eigenen Angelegenheiten, auch in Reichssachen tätig zu sein. Zweifelt nicht, dass er im Interesse der Christenheit, auch seiner, Hg. Heinrichs, eigener Lande und Leute dazu bereit ist. Datum Dresden, Freitag nach Blasij anno 41. Ähnlich schrieb Hg. Heinrich auch an Hans von Schleinitz, Dresden, 1541 Februar 4, ebd. fol. 65r–65v. – Vgl. auch Hg. Heinrich von Sachsen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Dresden, 1541 Februar 25, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 387 Nr. 147, fol. 69r–69v (Ausf.): Da in Worms die Akten des Kolloquiums nicht mehr abgeschrieben werden konnten und er diese für die Abfertigung eines Theologen nach Regensburg benötigt, bittet er unter Bezug auf den Wormser Abschied den Kurfürsten um Kopien. Dankt für die Zusendung des ksl. Geleits und des Mandats über die Suspension der Kammergerichtsprozesse und der Achtexekution gegen Minden und Goslar. Wird dieses Mandat öffentlich anschlagen lassen. Datum Dresden, Freitag nach Mathie apostoli anno domini 1541.
    2
     Ursprünglich waren offenbar nur Dr. Ludwig Fachs und Hans von Schleinitz für die Gesandtschaft zum Reichstag vorgesehen. Vgl. Dr. Ludwig Fachs an Hg. Heinrich von Sachsen, Leipzig, 1541 Januar 19, Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/05, Reichstagshandlung zu Regensburg 1541, fol. 55r–55v und fol. 58r–58v (Ausf., eighd.): Eueren fstl. Gn. habe ich hiebevor allerley bedencken und ursachen geschrieben und zu gemuet gefurt des reichstags halber, weshalber ich bedencken habe, das derselbige solchergestalt beschickt und sonderlich ich allein beneben Hanse von Schleynizs dorzue gepraucht werden solle, doruf euere fstl. Gn. mir wider geschrieben und uf voriger maynunge beharren. Dieweil es aber sachen seint, dergleichen freilich kegen ksl. Mt. deme hause zu Sahssen [sic!] etc. vormals uber menschengedencken nyhe vorgefallen, doran auch nicht alleine eueren fstl. Gn. und iren kindern, sondern deme ganzen lande gelegen und gedey oder vorterb doruf ruhet, so ist meyn underthenig bitte, euere fstl. Gn. woltens genediglich und wol bedencken und den reichstag mit ansehelichen leuten beschicken und doryn die unkost nicht thauren lassen, dan es ist eyn guter pfhennig, domit man ir 100 erspart. Was ich dan als eyn armer geselle dobey thuen sol und kan, das wil ich underthenig thuen, allein des ufs wenigste noch einer mitgeschickt werde, der do am Palmtage uf Hg. Friderichs begengnus mitgewest. Dan das ich mich solcher grossen, mechtigen sachen allein mit einem understehen solte, doryn kan ich mich nicht bewahren, weis mich auch nicht dorein zu begeben, underthenig bittend, euere fstl. Gn. wolten irer land und irer selbst wolfart bedencken und mich dieses schreibens genediglich enthschuldigt haben. Datum Leipzig, Mithwochs nach Anthonij anno etc. 41.
    3
     Vgl. dazu Anm. 1–3 zu Nr. 420, außerdem Lobeck, Albrecht: Das Hochstift Meißen im Zeitalter der Reformation bis zum Tode Herzog Heinrichs 1541, Köln-Wien 1971 (Mitteldeutsche Forschungen Bd. 65), S. 131–148 und S. 156–162.
    4
     Fol. 147r [Zettel:] Es sollen auch unsere geschickten in sachen, dehn hochgepornen fursten, unsern lieben oheimen und schwagern, H. Albrechten Mgf. zu Branndennburgk, Hg. zu Preussenn etc. belangendt, neben der andern christlichen religion vorwanther fursten, rethen und geschickten das beste bedencken und berathschlagen helfen und, was darinnen vor gut erkannth, von unserntwegen auch willigen und fordern. Vgl. dazu die marg. Notiz v. a. Hd. in B: Vormuge dieser zcettel ist den abgefertigten gegen Regensburgk auf den reichstag, alledieweil die instruction albereit geschlossen und nit fuglich hat kunnen hintzugesatzt werden, in einer missive geschrieben und zu Dreßden dieselbe zugestalt, auch das datum Sontags Invocavit anno 1541 [1541 März 6] und also 3 tage nach der instruction gemacht. Vgl. das entsprechende Schreiben Hg. Heinrichs von Sachsen an seine Reichstagsgesandten, Dresden, 1541 März 6, Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 180r–180/1v (Ausf.).
    1
     Vgl. Georg Kron an Bgm. und Rat von Esslingen, Regensburg, 1541 März 28, Esslingen StadtA, RTA 5 (1539–1545), unfol. (Ausf. eighd.): Sie haben Lic. Johann Machtolf und ihn zum Reichstag abgefertigt. Da sich die Verhandlungen verzögern, können sie sich denken, welche Unkosten durch ihren Aufenthalt in Regensburg entstehen. Die Reichsstädte versuchen, Kosten zu sparen, indem sie wenige Gesandte zum Reichstag senden. Bürgermeister und Rat kennen auch seine hußhaltung. Bittet deshalb, ihm zu erlauben, endung des stetttags heimzureisen. Wie er die Dinge verstanden hat, kann die Stadt die Kosten wohl sparen. In dem, was Bürgermeister und Rat für gut ansehen, sol an mir nigs gespart sein. Diensterbieten. Datum den 28. Marci anno 41 zu Regenspurg.
    1
     Gemeint ist die doppelte Besteuerung zur Türkenhilfe durch den Reichsanschlag und die Landsteuer in den österreichischen Erblanden für den dortigen Besitz des Hochstifts. Vgl. Mensi, Franz Frh. von: Geschichte der direkten Steuern in Steiermark bis zum Regierungsantritt Maria Theresias, 2 Bde., Graz-Wien 1910–1912 (Forschungen zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Steiermark Bde. 7 und 9), hier zur Doppelveranlagung deutscher Hochstifte Bd. I, S. 158–164.
    1
     Vgl. die dazu gehörende Kredenz und Vollmacht für die genannten kursächsischen Reichstagsgesandten, Torgau, 1541 März 15, Weimar HStA, EGA, Reg. E 139, fol. 226r–226v (Ausf.).
    2
     Die zahlreichen marg. Anstreichungen bzw. Unterstreichungen in A und B werden im textkritischen Apparat nicht ausgewiesen. Auch die von Hans von Dolzig zur Kennzeichnung des Inhalts marg. notierten Stichworte in B bleiben in der Regel unberücksichtigt.
    3
     Kredenz Kf. Johann Friedrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen für ihre Reichstagsgesandten zu einer Werbung beim Kaiser, Torgau, 1541 März 14, Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 89r–90r (Reinkonz.).
    4
     In B dazu marg. Notiz von Hans von Dolzig: Das auch der fridstandt zu Nurnberg vornauerth.
    5
     Vgl. Ergrunte bestendige erhebliche warhafftige Gottliche Christliche Fursten und Adel liebende Duplicae des Durchleuchtigen Hochgebornen Fursten und Herrn Herrn Heinriches des Jungern Hertzogen zu Braunschweig vnd Luneburg etc. wider des Churfursten von Sachsen andern ehrnrurigen vngegrunten vnbestendigen erdichten ungottlichen unchristlichen truncknen Gotteshessigen Abdruck [...]. Wolfenbüttel 1541. Vgl. Kuhaupt, Georg: Veröffentlichte Kirchenpolitik. Kirche im publizistischen Streit zur Zeit der Religionsgespräche (1538–1541), Göttingen 1998 (Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte 69), S. 268–272.
    6
     Vgl. zu diesem Konflikt Steffen, Wilhelm: Zur Politik Albrechts von Mainz in den Jahren 1532–1545, Greifswald 1897, S. 24–29 und S. 45–46; Mentz, Johann Friedrich der Grossmütige, Bd. II, S. 508–535 und Wolgast, Die Wittenberger Theologie, S. 253–262.
    7
     Vgl. Des durchlauchtigsten Hochgebornen Fuersten und herrn Herrn Johans Fridrichen Hertzogen zu Sachssen [...] Warhafftige bestendige ergruendete Christenliche vnd auffrichtige Verantwortung Wider des verstockten Gottlosen vormaledeieten verfluchten ehrenschenders boesthetigen Barrabas auch hurnsuechtigen Holofernes von Braunschweig. So sich Hertzog Heinrich den juengern nennet unuorschempt Calphurnisch schand vnd luegenbuch [...]. Wittenberg 1541.Vgl. Kuhaupt, Veröffentlichte Kirchenpolitik, S. 285–288 und S. 342.
    8
     Vgl. Lobeck, Das Hochstift Meißen, S. 159–162.
    9
     Der obige Text zur Werbung beim Kaiser ist offenbar wörtlich, wie in der Instruktion vorgegeben, in der Audienz vom 27. März 1541 vorgetragen worden. Vgl. dazu die Kopien dieses Textes, denen die Antwort des Kaisers angefügt ist, Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 5, fol. 81r–82r (Kop.); DV fol. 82v: Antwort der röm. ksl. Mt. den chur- und furstlichen sechssischen gesanten uff di entschuldigung, weshalben ire hern eigner person nit erschienen sendt, uff disem reichstag gegeben, actum in Regensburg am 1541; außerdem Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 133r–134v (Kop.); DV fol. 134v: Ungeverlich vertzaichnus der antwort, so ksl. Mt. auf das geschehen antragen der chur- und fursten zu Sachssenn etc. gebruder gesandten und rethen geben lassen, 1541.Vgl. dazu Anm. 1–2 zu Nr. 533.
    10
     Im Vertrag von Kaaden vom 29. Juni 1534 zwischen Kg. Ferdinand und Kf. Johann Friedrich war neben der Restitution Hg. Ulrichs von Württemberg und neben der Bestätigung des Nürnberger Anstandes von 1532 festgelegt worden , dass über die von Kursachsen zur Reform des Wahlverfahrens geforderten Ergänzungen und Präzisierungen der Goldenen Bulle bis Ostern 1535 eine definitive Vereinbarung der Kurfürsten herbeigeführt werden solle. Wenn diese Bestimmung nicht erfüllt wurde, sollte die vorläufige Anerkennung der römischen Königswahl Ferdinands durch Kursachsen wieder hinfällig werden. Da der Ostertermin nicht eingehalten wurde, wurden neue Verhandlungen notwendig, die zum Wiener Vertrag vom 20. November 1535 führten, der unter anderem den Nürnberger Anstand erneut konfirmierte und Bemühungen um den Konsens der Kurfürsten bzw. des Kaisers zu den Vorschlägen Kursachsens vorsah, die auf die strikte Einhaltung der in der Goldenen Bulle verankerten Vorschriften zur römischen Königswahl abzielten. Wenn diese Forderungen bis Martini 1536 nicht erfüllt wurden, war Kf. Johann Friedrich nicht mehr zur Anerkennung der römischen Königswahl verpflichtet. Zu den Vertragsverhandlungen vgl. Mentz, Johann Friedrich der Grossmütige, Bd. II, S. 33–68.
    11
     Erklärung Kg. Ferdinands, Hagenau, 1540 Juni 25, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 1,1, Nr. 164, S. 413–414.
    12
     Vgl. die Kredenz Kf. Johann Friedrichs für die kursächsischen Reichstagsgesandten zur Werbung bei Lgf. Philipp von Hessen, Torgau, 1541 März 13, Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 91r–92r (Reinkonz.). Laut Aktennotiz fol. 92r sollten mutatis mutandis für die kursächsischen Reichstagsgesandten außerdem Kredenzbriefe ausgestellt werden zur Vorlage bei Kf. Ludwig von der Pfalz bzw. seinen Gesandten, bei Kf. Joachim von Brandenburg, bei Hg. Wilhelm von Jülich bzw. seinen Gesandten, bei den schmalkaldischen Verbündeten und ihren Gesandten, bei Pfgf. Friedrich und beim Kf. von Köln. Die an Pfgf. Friedrich gerichtete Kredenz wurde am 13. März 1541 in Torgau ausgefertigt, Amberg StA, Reichssachen 81, unfol. (Ausf.).
    13
     Vgl. den Beschluss des Bundestages zu Schmalkalden im Frühjahr 1540 über Möglichkeiten und Grenzen protestantischer Konzessionen im Rahmen eines Religionskolloquiums, Mentz, Johann Friedrich der Grossmütige, Bd. II, S. 219–221. Mit diesem Beschluss übernahmen die Verbündeten ohne Modifikation das Gutachten der Theologen vom 18. Januar 1540, vgl. Corp. Reform. III, Nr. 1918, Sp. 926–945.
    14
     Vgl. Bgm. und Rat von Hamburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, 1541 März 4, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 79r–79v (Ausf.): Unsere gesandten, so wy nu jungst thor Nuwenborch gehatt, hebben uns neffens anderern berichtet und ingebracht, wes darsulvest vor gudt angeseen und verafschedet worden sy, betreffende der eynungesverwanten stende besoekung und beschickung des angestelleden rykesdages. Wowoll wy nhu theologen tho dusser tidt nicht werden konnen schicken, wo dann gedachte unsere gesandten thor Nuwenborch de orsake und entschuldigung ock angetoeget und dennoch susts unsere schigkung tho donde nicht ungewilligt, darmith wy dann muchten weten, wanner und watte tydt ungeverlich gelegen muchte sin, sulliche unsere schigkunge tho donde und desulve tho verhoedinge vorgeveliker unkosten und anderer billicher orsaken halven nicht eher dohn und tho wege verfertigen derfen, dann als eth gelegen und van anderen de besoekunge und schigkung ock gedan werdt, szo is an iuwe kfl. Gn. unsere denstliche ansoekent und biddent, de wolde uns alse den, so under den eynungesverwanten stenden der stede des angesetteden rykesdages mede am wydesten geseten und susts, wanner sich iuwe kfl. Gn. und andere stende erheven, ahne sunderliche erkundungh in der ile villichte nicht muchten erfaren ohne gnedige berichtunge, dorch ehne schrifte by jegenwardigem hirup laten thokamen, up dath wy uns darna dusses falles na notturft mögen hebben und weten tho richten. Schreven under unserm signet Frigdages am veerde daghe Marcij anno etc. 41. Vgl. auch die Antwort Kf. Johann Friedrichs an Bgm. und Rat von Hamburg, Torgau, 1541 März 13, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1 fol. 81r–82r (Reinkonz.): Ihre Anfrage wegen Beschickung des Reichstages in Regensburg. Ankunft des Kaisers in Regensburg am 23. Februar. Anwesenheit einiger Gesandtschaften von Kurfürsten und Fürsten in Regensburg, die nunmehr wohl auch zum Reichstag aufbrechen werden. So seind wir auch entschlossen, den hochgebornen unsern liben ohaimen F. Wolffenn zu Anhalt neben ezlichen andern unsern furnembsten rethen und theologen in stadlicher antzal ausserhalb derer rethe, so wir bald im anfang abgefertiget, gein Regensburg zu schicken, dann wir uns vorsehen, es werden numer den sachen und handlungen zum anfang gereichen, dorzu der almechtige zu seinem lob und gemeiner wolfarth gnade vorleihen wolle. Und zaigen euch solchs hiemit gnediger maynung dorumb an, domit ir darvon wissens, auch die schickung der euern vormuge des naumburgischenn abschieds, dieweil es an der zeit sein wil, zu thun haben muget, wie wir dan hiemit an euch gnediglich gesinnen, das ir, di euern numehr abzufertigen, nit undterlassen noch damit weiter vortziehen wollet. Datum Torgau, Sontags Reminiscere den 13. Marcij 1541. Hinter in stadlicher antzal ist gestr.: uf morgen.
    15
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Nota: Keyßer kan sich disfals keiner authoritet gebrauchen.
    16
     Instruktion Kf. Johann Friedrichs von Sachsen für seine Räte und Theologen zum Wormser Kolloquium, Torgau, 1540 Oktober 17, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,2, Nr. 261, S. 794–806.
    17
     Karl V. an Granvelle, Saarburg, 1541 Januar 15, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 112, S. 208–210 und [Nr. 6].
    18
     Ausschreiben Karls V. zum Wormser Kolloquium, Utrecht, 1540 August 15, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 1, S. 14–19.
    19
     Vgl. das Mehrheitsgutachten der acht altgläubigen Stände zur CA variata, Worms, 1540 Dezember 15, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,1, Nr. 213, S. 539–542 und die Sondergutachten der Theologen Kurbrandenburgs, der Kurpfalz und Jülichs, Worms, 1540 Dezember 15, ebd. Nr. 215, S. 544–545; Nr. 216, S. 546–548; Nr. 217, S. 548–549; Nr. 218, S. 549–551 und Nr. 219, S. 551–552.
    20
     Vgl. oben Anm. 13.
    21
     Protestatio Philipp Melanchthons, Gotha, 1540 Oktober 22, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,2, Nr. 432, S. 1306–1308. Vgl. auch deren von Franz Burchard überarbeitete Fassung, o. Ort, 1540 November 11, ebd. Nr. 433, S. 1308–1310.
    22
     Instruktion Kf. Johann Friedrichs von Sachsen für seine Räte und Theologen zum Wormser Kolloquium, Torgau, 1540 Oktober 17, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 2,2, Nr. 261, S. 794–806.
    23
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Aßeßores des cammergerichts mußen von beider religion in gleicher anzahl sein.
    24
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Das seind buben.
    25
     Syntax so in der Vorlage.
    26
     Gemeint ist offenbar die Denkschrift des Kardinallegaten Alessandro Farnese, Gent, 1540 April 21, Ehses, Stephan (Hrsg.): Concilii Tridentini actorum pars prima: Monumenta concilium praecedentia, trium priorum sessionum acta, Freiburg i. Br. 1904 (Concilium Tridentinum diariorum, actorum, epistularum nova collectio Bd. IV: Actorum pars prima), Bd. IV, Nr.143, S. 182–187. Vgl. deren dt. Übersetzung, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 1,2, Nr. 412, S. 1235–1239, hier S. 1239.
    27
     Syntax so in der Vorlage.
    28
     Vgl. Nr. 48.
    29
     Vgl. Vollmacht Kf. Johann Friedrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen für ihre Reichstagsgesandten zum Empfang der böhmischen Lehen Kursachsens, Torgau, 1541 März 16, Weimar, HStA, Reg. E 136, fol. 96r–99r (Reinkonz.). Vgl. dazu Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an ihre Reichstagsgesandten, Torgau, 1541 März 16, Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 21r–22v (Reinkonz.): Nachdeme wir euere L. und euch uff den gegenwertigen reichstagk gein Regenßburgk mit instruction und volmacht abgefertiget, so seind di zwo volmacht, nemlich zu empfahunge der behemischen lehen, auch do unser vedter Hg. Heinrich zu Sachssen durch seiner L. verordente rethe di lehen, so sein L. nach absterben seiner L. bruders, Hg. Jorgen zu Sachssen, von dem reich zu empfahen geburen, von ksl. Mt. uff itzigem reichstage empfahen lassen wurde, domit euere L. und ir alsdan von unsernwegen der semptlichen belehnung halben angreiffen und dartzu uff soliche unser volmacht gelassen werden mochtet, in der eyl ungefertiget plieben, die wir euch hineben vorwart hinachschicken. Und dieweil ir der behemischen lehen halben in unser euch mitgegeben instruction bevelh habt, so werdet ir euch uff soliche volmacht darnach zu halten wissen. Aber des mit-angreiffens halben, do unser vedter obgemelt des reichs lehen empfahen lassen wurde, bedenken wir, nachdeme in unser instruction davon nichs gemelt, das es domit also zu halten, das euere L. und ir euch zu eur ankunft gein Regenßburgk an unsers vedtern rethen fuglich, wie ir wol werdet zu thun wissen, erkundet hettet, ob sie auch von seiner L. abgefertiget weren und bevelh hetten, des reichs lehen zu Regenßburgk von unsers vedtern wegen zu empfahen. Wo sie nu solichs berichten wurden, so wollet euch hinwider lassen vornhemen, das ir von uns bevelh und volmacht hettet, do inen die lehen gethan wurden, der semptlichen belehnung halben von unsernwegen mit anzugreiffen, mit begere und biet, euch zu vormelden, wan inen die lehen von ksl. Mt. wolten gethon werden, domit ir euch uff dieselbe zeit auch dortzu verfugen, mit angreiffen und unserm empfangen bevelh nochsetzen mochtet, welichs dan euere L. und ir also wol werdet zu thun wissen. Datum Torgau, Mitwoch nach Reminiscere 1541.Vgl. auch die Vollmacht Kf. Johann Friedrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen für ihre Reichstagsgesandten zur stellvertretenden Teilnahme an der Samtbelehnung des Hauses Sachsen, Torgau, 1541 März 16, Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 93r–95v (Reinkonz.).
    30
     Vgl. Anm. 4 zu Nr. 7.
    31
     Vgl. Bgm. und Rat von Goslar an Lgf. Philipp von Hessen, Goslar, 1541 Februar 22/24, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 394 Nr. 149 Bd. 1, unfol. (Kop.).
    32
     Vgl. auch Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten auf dem Reichstag zu Regensburg, Torgau, 1541 April 1, Weimar HStA, EGA, Reg. E 141, fol. 25r–26v (Ausf.): Der Hg. in Preußen hat ihm mitgeteilt, das sein L. iren radt und chamerer Christoffen von Kreutzen abgefertiget, sich von irenwegen uff den reichstag gein Regenßburg, doch in gehaim zu vorfugen und des orts unvormarckt zu enthalten, wie dan gedachter von Kreitzen alhie mit solicher antwort ankomen. Und dieweil in der antwort gemeldet worden, das er von genants unsers ohmen wegen werbung an uns zu thun het, so haben wir ine wollen horen. Aber er hat uns antzaigen lassen, das es nichs anders, dan diß sey, das er willens were, sich gein Regensburg hiedannen zu begeben, und umb ain furderungschrieft an euere L. und euch gebeten. Und wiewol er auch soviel zu vorstehen gegeben, das er bey euch und in eur herberge die zeit uber gerne in gehaimb sein, do er gelitten mocht werden, so haben wir doch ime lassen antzaigen, das er sich bey dem churfursten ader Mgf. Georgen zu Brandenburg am besten und unvormarcksten kondte enthalten, dem er auch also nachgehen wirdet. Nachdem ir dan in unser euch mitgegebenen instruction alberait bevelh empfangen, obgedachts unsers ohmen sachen zum besten zu furdern helfen, und sein L. genanten iren camerer darumb furnemlich gein Regenßburg schicket, domit seiner L. sache dest ehr und besser muge gefurdert werden, so ist unsere frundliche biet und begern, euere L. und ir wolle unsers ohmen sachen zur gelegenhait ingedenck sein und neben unserm vedtern und brudern, dem landgraffen, auch den andern stenden unserm empfangen bevelh nach zum besten furdern. Nachdem es aber ain seltzam ansehen haben woldte, do gemelte unsere aynungsvorwanten soliche sache, die der acht halben gantz hessigk, allein furdern soldten, so wollet dem Kreitzen fuglichen zu erkennen geben, das er bey dem churfursten und Mgf. Jorgen zu Brandenburg anhalten woldte, das sich dieselbigen der sachen mit annhemen als seins hern negste frunde. Dann es wolt schwere sein, so sich des hertzogen negste frunde mit der sachen nit beladen wolten, das der last und unwille allein uff die stende komen soldte, auch sunst den von Kreitzen in genedigem und gueten bevelh haben. Datum Torgaw, Freitags nach Letare anno domini 1541.
    33
     Vgl. Anm. 3 zu Nr. 420.
    1
     In der kursächsischen Korrespondenz der zweiten Märzhälfte findet sich kein Hinweis, dass die obige Instruktion den Gesandten nachgeschickt wurde. Deshalb liegt die Annahme nahe, dass sie zusammen mit der Hauptinstruktion vom 15. März 1541 [Nr. 52] ausgefertigt wurde. Vgl. auch die Kredenz Kf. Johann Friedrichs von Sachsen für F. Wolfgang von Anhalt, Christoph von Taubenheim, Hans von Dolzig, Hans von Pack, Eberhard von der Thann, Franz Burchard und Bleikhard Sindringer zur Werbung bei Lgf. Philipp von Hessen, Torgau, 1541 März 13, Neudecker, Merkwürdige Aktenstücke, Nr. LII, S. 262–263.
    2
     Vgl. die Beilage zu Nr. 547.
    1
     Vgl. Hg. Ernst von Braunschweig an Karl V., Celle, 1541 April 13, Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20I, fol. 31r–32r (Kop.): Obwohl ihm das Ausschreiben nicht zugegangen ist, war er auf ein weiteres Schreiben des Kaisers hin, das er vor einigen Tagen erhalten hat, doch bereit, den Reichstag persönlich zu besuchen. Warum er aber nun verhindert ist, wird sein Rat Nikolaus Holstein dem Kaiser erklären. Bitte, ihm Glauben zu schenken und ihn, da er ihn zum Reichstag abgefertigt und entsprechend bevollmächtigt hat, zu den Verhandlungen an seiner Stelle zuzulassen. Bitte, seine Abwesenheit zu entschuldigen. Datum Zell, Mitwochen post Palmarum anno etc. 41.
    2
     Vgl. Hg. Ernst von Braunschweig-Lüneburg an Hg. Heinrich von Mecklenburg, Celle, 1541 März 3, Schwerin LHA, RTA chronolog. Reihe SA Vol. II, 1514–1550, fol. 3r–4r (Ausf.): Der Kaiser hat ihn zum Besuch des Reichstages aufgefordert. Weiß noch nicht, ob er den Reichstag persönlich besucht. Bittet um Mitteilung, ob Hg. Heinrich auch zum Reichstag geladen ist und ob er sich persönlich dorthin begeben will. [...]. Datum Zell, Donnerstags post Esto mihi anno etc. 41. Zettel: Schickt in der Anlage eine Kopie des an ihn gerichteten Reichstagsausschreibens, eine Kopie des Geleits und eine Kopie der Suspension der gegen Minden und Goslar verhängten Acht. Und ist uns hiebevor keine forderung uff den reichstag zukommen. Datum ut supra.
    3
     Vgl. den Ausz. aus der Instruktion Hg. Ernsts von Braunschweig-Lüneburg für Dr. Nikolaus Holstein zum Wormser Kolloquium, o. Ort, o. Datum, Hannover NLA, Celle 1, Nr. 20III, fol. 453r–457v (Kop.).
    4
     Vgl. die Instruktion für Dr. Nikolaus Holstein und N. zur Bemühung um die Konfirmation des braunschweigischen Hausvertrages zwischen Hg. Ernst und Hg. Franz von Braunschweig-Lüneburg, o. Ort, o. Datum, Hannover NLA, Celle 1, Nr. 20III, fol. 450r–452v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 452v:Instruccion uff bestettigung der vortrege etc. zu bitten.
    5
     Vgl. Hg. Ernst von Braunschweig an Lgf. Philipp von Hessen, o. Ort, o. Datum, Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20I, fol. 33r (Konz., Fragm.): Postscriptum: Die Gründe für seine Abwesenheit vom Reichstag wird er von seinem Gesandten Dr. Nikolaus Holstein erfahren. Hat Holstein auch aufgetragen, den Landgrafen über den Kammergerichtsprozess des Bf. von Hildesheim gegen ihn zu unterrichten. Bittet, Holstein Glauben zu schenken und mitzuhelfen, damit er, der Landgraf, dieselbige sache zwischen gemeltem bischoff und uns in der gute und uff tregliche wege moge beylegen und vertragen. Das sein wir hinwider freuntlich zu verdienen willig. Datum. Danach nachgetr., aber wieder gestr.: dan uns zuvil beschwerlich, solten wir ime seiner forderung geleben, zudem wir und unser furstenthumb bereit ein grossen schaden von wegen des stiftes Hildesheim erlitten. Wir wollen auch furder ime freuntlich in seinen sachen dinen und wilfaren, so wir solcher forderung von ime erlassen.
    6
     In C danach: Des zu urkunde mit meines gnedigen fursten und hern eigen handt underschrieben und mit seiner fstl. Gn. ringsecret bevestigt am Mitwochen nach Palmarum anno etc. 41.
    1
     Teilweise verderbte Abkürzung, die sich nicht zuverlässig auflösen lässt; möglich ist nach Matth 20,25: „ita“, „sic“ oder „etc.“.

    Anmerkungen

    a
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: des gesprechs halb.
    b
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: der reglion [sic!] halber.
    c
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: tyrgkhenhylf.
    d
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Goßlar halben.
    e
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: brenner halben.
    f
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Einbeck.
    g
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: herzog Erych.
    h
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: thoppelmonats halb.
    i
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: mit Nr. 4, ist im abschid doselbst.
    j
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Bremen.
    k
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: umb ringerung der tyrgkhenhilf und des reychs anlag zu suppliciren.
    l
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Vogelman.
    m
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: landtvogts.
    a
     Danach gestr.: Dweil nuhn wir khein ander gefell, rent, zinß oder gult, dann allein die wir von unsern armen burgern uffheben, auch dhein gewerb dann den gebau der reben und aber vergangner jaren dieselben mißraten und herfroren, also das nichtz sonders gewachsen, und jetzunder der voll erschinen und der wein in einem geringen kauf und gelt, deshalb unsere arme burgerschaft uns nichtz ze geben oder zu erstatten wissen.
    a
     Danach gestr.: verglichung.
    b
     Danach gestr.: nach demselbigen soll er sich richten, im selbigen.
    c
     Danach gestr.: So kunnen etliche kain sach [verlieren?], die andern so.
    d
     Danach gestr.: sovil moglich.
    e
    -e Nachgetr.
    f
     Danach gestr.: kaufleuten.
    g
    -g Nachgetr.
    h
    -h Nachgetr.
    i
    -i Korr. aus: als.
    j
    -j Korr. aus: sund.
    k
    -k Nachgetr.
    l
    -l Korr. aus: uns.
    m
     Nachgetr.
    n
    -n Korr. aus: ir zuversicht und.
    o
    -o Nachgetr.
    p
     Danach gestr.: auch by niemands vlys ankert wurt, das besserung gethan werd.
    q
     Die folgende gestrichene Zeile ist nicht sicher zu rekonstruieren.
    r
    -r Nachgetr.
    s
    -s Korr. aus: uff das man ergernus vermyde und niemands uns uff unser [seiten] verdencken mag, als ob wir ungehorsam ze sin [...?] begerent.
    t
    -t Nachgetr.
    u
     Nachgetr.
    v
     Korr. aus: reten.
    w
     Nachgetr.
    x
    -x Nachgetr.
    y
    -y Korr. aus: Er soll aber umb.
    z
    -z Korr. aus: uns das ze wissen thuen, er selbs ouch.
    aa
    -aa Nachgetr.
    a
    -a Korr. aus: verner soll der gsandt.
    b
    -b Marg. nachgetr.
    a
    -a Marg nachgetr.
    b
    -b Marg nachgetr.
    a
     Marg. nachgetr.
    b
    -b Marg. nachgetr.
    c
    -c In B interlin. nachgetr.
    d
     In B gestr.
    e
    -e In B marg. nachgetr.
    f
     In B danach gestr.: nothwendiger.
    g
     In B korr. aus: und.
    h
    -h In B marg. nachgetr.
    i
    -i In B marg. nachgetr., zuvor marg. gestr.: schirstkunftig.
    j
    -j In B korr. aus: das.
    k
     In B danach gestr.: auch wir denselben tag also durch unsere.
    l
    -l In B korr. aus: irer ksl. Mt. zu gehorsamen.
    m
     In B korr. aus: strittigen.
    n
    -n In B marg. nachgetr.
    o
     In B danach gestr.: christenlichen concilii.
    p
    -p In B korr. aus: und.
    q
    -q In B korr. aus: den.
    r
     In B marg. nachgetr.
    s
     In B danach gestr.: Setzen auch nit in zweivel, es werde sollichs also auch andern erbern stetten und mehr stenden (unangesehen, das oftgemelte ausschreyben gnugsamen gwalt zu handlen und zu schliessen ervordert) nit weniger dann uns beschwerlich und nit wol muglich sein.
    t
    -t In B marg. nachgetr.
    u
    -u In B marg. nachgetr.
    v
    -v In B korr. aus: wort.
    w
     In B korr. aus: wir.
    x
    -x In B marg. nachgetr.
    y
    -y In B marg. nachgetr.
    z
    -z In B auf besonderem Zettel nachgetr.
    aa
     In B interlin. nachgetr.
    ab
    -ab In B marg. nachgetr.
    ac
    -ac In B korr. aus: und uns alsdann des alles.
    ad
    -ad In B korr. aus: wissen.
    ae
    -ae In B interlin. nachgetr.
    af
     In B danach gestr. teutscher nation.
    ag
    -ag In B interlin. nachgetr.
    ah
    -ah In B korr. aus: bemeltem burgermmeister Wolf Grafen.
    ai
    -ai In B marg. nachgetr.
    aj
    -aj In B korr. aus: derhalb.
    ak
    -ak In B marg. nachgetr.
    al
    -al In B korr. aus: das es.
    am
    -am In B marg. nachgetr.
    an
     In B interlin. nachgetr.
    ao
    -ao In B interlin. nachgetr.
    ap
    -ap In B marg. nachgetr.
    aq
    -aq In B marg. nachgetr.
    ar
     In B interlin. nachgetr.
    as
    -as In B marg. nachgetr.
    at
     In B interlin. nachgetr.
    a
    -a Interlin. nachgetr.
    b
    -b Marg. nachgetr.
    c
     In B marg. nachgetr.
    d
    -d In B marg. nachgetr.
    e
    -e In B interlin. nachgetr.
    f
    -f In B korr. aus: Wan aber.
    g
    -g In B interlin. nachgetr.
    h
    -h Ergänzt nach B.
    i
    -i In B marg. nachgetr.
    a
    -a Marg. angestr. Dazu am Ende des angestr. Passus marg. Notiz v. a. Hd.: Nota: rechtmeßig.
    a
     In C: comitatus.
    b
     In C: recordatur.
    c
     In C danach: de.
    d
     Nach der Kopie, Rom AVat, Fondo Borghese Serie I, vol. 163–169, fol. 469r–488v, hier fol. 472r korr. aus: christiani.
    e
     In C: tanto tempore.
    f
     Korr. nach B aus: contaminata.
    g
     Danach in B: benignitate ac.
    h
     In B: teneri.
    i
     Nach B korr. aus mala.Auch in C: mala.
    j
     Fehlt in C.
    k
     In B: sacrosancta.
    l
     In C: provideres.
    m
     In C danach: rogare et.
    n
    -n Fehlt in C.
    o
    -o Fehlt in C.
    p
     Nach B und C korr. aus: noxia.
    q
     Nach B korr. aus: exemplum.
    a
    -a In C: und im reichsratth zugelaißen oder sunst auf ir Mt. sonderlich warthen, so wollten sie in dem auch willig erscheinen.
    b
    -b Fehlt in C.
    c
     In C danach: in gemein oder sonderheit.
    d
     In C danach: gemein, frey, christlich.
    e
    -e Fehlt in C.
    f
    -f In C: So der confutation halben umbgefragt wurde, soll angezeigt werden, daß die graffen sollichs dem concilio heimgestelt haben. Wo aber der defension halben fragen infielen, soll gesagt werden, die graffen sein deß untherthenigsten verhoffens und vertrauens, ksl. Mt. werde auß angeporner milte solliche weyse furnhemen, damit bluttvergießen und zerruttung furkhomen werden. So darauf weithers gefragt wurde, sollen die geschickten anzeigen, sie haben derhalben von den graffen ferners kein bevelh empfangen.Zum ersten Satz und zu den beiden folgenden Sätzen jeweils marg. Notiz: Ist Westerburg gefellig.
    g
     Danach in C: Dießer obgemelten puncten halben werden mein gnedige hern Gf. Wilhelm von Nassaw-Catzenelnbogen etc. und Gf. Philips von Nassaw-Sarbruck etc. den geschickten sonderliche instruction und bevelh zustelln.
    h
    -h In C: churfursten, fursten und gemeine stende deß reichs.
    i
    -i In C: Dießes itzigen virten puncten halben werden wolgedachte meine gnedigen hern Gf. Wilhelm von Nassaw etc. und Gf. Philips von Nassaw-Sarpruck etc. den geschickten irhe sonderliche instruction auch ubergeben.
    j
     In C danach: In dießem obgeschrieben puncten werden mein gnedige herrn Gf. Wilhelm von Nassaw und Gf. Philips von Nassaw-Sarpruck den geschickten auch sonderlich bevelh geben.
    k
     In C danach: und furters von dannen allen graffen ein tag an gelegne malstadt ernendt werden.
    l
    -l Fehlt in C. In C statt dessen: Zum 11 soll mitlerzeith die zollsach und die widder inß werck bracht werden, von jedem bedacht werden, uff schirstkunftigem tag zu Wetzlar ferners darauf zu handlen und zu schließen. Zum 12. sollen die geschickten alle reichsabscheidt vom wormbsischen reichstag ane biß auf den regenspurgischen abscheidt vleissig durchsehen. Zu Punkt 11 marg. Notiz: Verwilligt Westerburg anzenemen, waß harauf gemeinschaft der graffen zu nutz eins jeden beratschlagen und schließen. Zu Punkt 12 marg. Notiz: Ist Westerburg gefellig.
    a
     Danach gestr.: Datzu wirt die notturft bringen, das man bey dem Kf. zu Sachsen des abschiedts, so die einigungsverwanten am jungsten zur Neumburg sich voreinigt, erkundigen und abschrift von demselben abschiedt furderen laße, uf das man zu wissen, was die einigungsvorwanten des angesetzten reichstag halben, denselben zu besuchen oder nicht zu besuchen oder welchermaßen zu besuchen, beschlossen, und zu setzen, das die einigungsvorwanten die besuchung des reichstags abgeschlagen oder nicht zu thun willens, so stunde gleichwol meinem gnädigen herr darauf zu ratschlagen, ob iren fstl. Gn. auch geburet, die besuchung des reichstags abtzuschlaen, dann der gehorsam gegen die ksl. Mt. und das reich ist vorbintlicher als der abschiedt der einigungsvorwandten. So ist auch der reichstagk nicht allein der religion halben, darauf die einigung stehet, sondern auch anderer weltlichen stuck des gehorsams halben, daran dem gemeinen reich teutscher nation mercklich gelegen, ausgeschrieben und ist warlich einem fursten, der, sich gegen Got, sein monarchen oder potentaten, auch sein freunt oder einigungsvorwandten allerseits geburlich und fur sich zu schicken, willenß, dißfals wol zu ratschlagen, wann man der sachen wolt recht thun und sich der fhare, welcher die liebe des christenthumbs erfurdert, wolte erwegen, were das christlichste und best, das die einigungsvorwandten, als sie von ksl. Mt. erfurdert, personlich uf dem reichstage erschinen und die bekenntnus des christlichen glaubens samptlich fur der ksl. Mt. theten, umb gnade und vorschonen anrieffen, auch in den anderen stucken des weltlichen gehorsams treulich und undertheniglich ertzeigten. Die liebe des christenthumbs und Gots ehre, demut und gehorsam wirt durch Got gesegent, stoltz aber, trotz und ungehorsam wirt durch Got vorbrochen one fare ungnad und vorfolgen; dan cristliche wandel nicht pleiben, durch fried [sic!], gluck [sic!], rohe und stoltz werden die cristlichen gemut rohe, wildt und der cristlichen tugent vordrossen; wann man mit leiden und gedult so hart den widerwertigen des glaubens, als man bisanher mit weltlicher macht und gewalt gethan, widerstrebet oder widerstandt gethan hette, so wurden die evangelischen kirchen in anderm christlichen flor als jetzt ane zweyfel befunden und nicht allein in den worten oder eitelem, scheinlichen rumen, sondern auch in christlichen, guten thaten sich christlich und rhumlich ertzeigen, dennoch dann diß stuck, die besuchung des reichstags und was daselbst der religion halben zu handeln, sehr fleissiglich muß erwogen werden. – Zu Beginn dieses gestr. Passus marg. Notiz v. a. Hd.: Die sachen der religion mit den einigungsverwandten samentlich hand[eln].
    b
    -b V. a. Hd. nachgetr.
    c
     Nachgetr.
    d
    -d Nachgetr.
    e
     Korr. aus: keine.
    f
    -f V. a. Hd. nachgetr.
    g
    -g V. a. Hd. nachgetr.
    h
    -h V. a. Hd. nachgetr.
    i
    -i V. a. Hd. nachgetr.
    j
    -j V. a. Hd. nachgetr.
    k
    -k V. a. Hd. nachgetr.
    l
    -l Nachgetr.
    a
     In der Vorlage irrtümlich: judicirten.
    b
    -b V. a. Hd. nachgetr.
    c
     Syntax in der Vorlage unvollständig.
    a
    -a In B korr. aus: Bernhard von Thungen alter.
    b
     Fehlt in B.
    c
     In B gestr.
    d
     In B danach gestr.: Wa Haintz Hirn vor der räthe abreitten nit widerkombt, kan unses gnedigen hern vertzug in dem wol verglimpft werden, das sein fstl. Gn. ainen reitenden boten und ain kuchenmaister nuhmer bis in die funft oder sechst wuchen zu Regenspurg gehabt, aber bis uf die stund, als sie abgeritten, kain wort verstanden, ob si seinen fstl. Gn. herberg verfangen hetten oder nit, wol wurt sein fstl. Gn. bericht, das ir zeitlich darvor ain herberg eingeben, die were ir aber darnach wider genomen worden.
    e
    -e In B nachgetr.
    f
     In B danach als ÜS zum folgenden Abschnitt: Religion.
    g
     In B danach gestr.: dise zwaiung mit vorwissen.
    h
     In B danach: das.
    i
     In B gestr.
    j
     Dazu marg. Notiz: Im reichsbuch anni 1530 fol. 104 et 105.
    k
     In B folgt danach v. a. Hd. die Kopie der Vollmacht Bf. Konrads von Würzburg für den Domherrn Daniel Stibar, den Hofmeister Heinrich Truchsess von Wetzhausen und den Kanzler Dr. Georg Farner, o. Ort, 1541 März 1.
    l
    -l In B nachgetr., fehlt in A.
    a
     In B danach gestr.: dehn hochgepornen fursten H. Moritzen, Hg. zu Sachsen etc., unsern freunthlichen lieben sohn.
    b
    -b In B v. a. Hd. korr. aus: Christoffen von Ebeleuben, amptman zu Weissenfels, H. Ludewigen Fachsen und H. Georgen Kommerstadt, baide der rechten doctores neben seyner L.
    c
    -c In B v. a. Hd. korr. aus: schirstkunftigen.
    d
     In B danach gestr.: nemlich Hans von Schleynnitzs zu Sehrhausen und Dr. Ludewicus Fachs.
    e
     In B danach gestr. fur unserm sohn und dehn andern.
    f
     In B danach gestr.: den nechstkunftigen.
    g
     Fehlt in B.
    h
     In B danach gestr.: schirst.
    i
    -i In B. v. a. Hd. korr. aus: neben andern semethlich.
    j
    -j In B v. a. Hd. korr. aus: Wo auch der reichsrath ehe angehaben, dann unser sohn, Hg. Moritzs, ankehme.
    k
    -k In B v. a. Hd. nachgetr.
    l
    -l In B v. a. Hd. korr. aus: dorgegen wyr erbottigk, unsern sohn, Hg. Moritzen, zu seynner Mt. zu schicken und solche lehen und regalien unsernwegen zu empfahen.
    m
     In B danach gestr.: neben unsern rethen.
    n
     In B danach gestr.: unser sohn zu seynner ankunft und.
    o
    -o In B v. a. Hd. nachgetr.
    p
    -p In B v. a. Hd. korr. aus: und sunderlich, das uns derjhennige unvorborgen, der kgl. Mt. antzaigung gethan, als solthe unser bruder testatus verstorben sein, und ist ane zcweiffel durch solch angeben anders gemaint, dan das man die warheit fordern wolt und.
    q
    -q In B v. a. Hd. nachgetr.
    r
     In B danach gestr.: yren willen.
    s
     In B v. a. Hd. korr. aus: nit enthlich geschlossen, sunder auch solch.
    t
    -t In B v. a. Hd. nachgetr.
    u
    -u In B v. a. Hd. nachgetr.
    v
     In B v. a. Hd. korr. aus: werden.
    w
    -w In B v. a. Hd. korr. aus: gestendig sein, das sie.
    x
    -x In B v. a. Hd. nachgetr.
    y
    -y In B v. a. Hd. nachgetr.
    z
    -z In B v. a. Hd. korr. aus: beschlossen.
    aa
    -aa In B v. a. Hd. korr. aus: zudem das gleichwol, wan schon unser lieber bruder seliger seynnen willen geschlossen, die andere substantialia mit den getzeugen und sigeln nit vorhanden und also das testamentum imperfectum were, aus welchem zweierley nichtigkeit erfolget.
    ab
    -ab In B v. a. Hd. nachgetr.
    ac
    -ac In B v. a. Hd. korr. aus: gentzlich zu betzalen, auf sich genomen, wie dann die vortrege, zcwuschen seynner L. und uns aufgerichtet, clerlich thun besagen. Nun hat sein L. nicht alleynne dieselbe veterliche schult nicht abgelegt.
    ad
    -ad In B v. a. Hd. korr. aus: welche sich, wo es dann bemelthe ursachen des erbes desto forderlicher antzunehmen.
    ae
     In B v. a. Hd. nachgetr.
    af
    -af In B v. a. Hd. nachgetr.
    ag
     In B davor gestr.: Gleiche gelegenheit hat es auch der religion halben und.
    ah
     In B danach gestr.: auf der althen religion zu beharren ader.
    ai
     Fehlt in B.
    aj
     Nach B korr. aus: treuer.
    ak
    -ak In B v. a. Hd. korr. aus: Meissen, mantags Johannis Evangeliste anno[1540 Dezember 27].
    a
    -a Fehlt in B und C.
    b
     In B und C: gelegenheit.
    c
    -c Fehlt in B.
    d
    -d Fehlt in B.
    e
    -e Auf besonderem Blatt nachgetr.
    f
    -f Korr. aus: Hans Pack.
    g
    -g Auf besonderem Blatt nachgetr.
    a
    -a In C v. 3. Hd. korr. aus: und rethe.
    b
     In C danach gestr.: auch.
    c
     In C v. 3. Hd. korr. aus: die.
    d
     B bricht hier ab.
    e
    -e In C v. 3. Hd. nachgetr.
    a
    -a In B nachgetr.
    b
    -b In B korr. aus: warzu man ihnen, uff erfordern sich zu den sachen und handlungen zu begeben und darauf zu warten.
    c
    -c In B nachgetr.
    d
    -d In B korr. aus: wir.
    e
    -e In B nachgetr.
    f
     In B und C: auch.
    g
    -g In B nachgetr.
    h
     In B danach: so furderlich zu.
    i
    -i In B korr. aus: unsern landen und leuten.
    j
     In B danach gestr.: urlaub.
    k
    -k In B nachgetr.
    l
    -l In B nachgetr.
    m
    -m In B korr. aus: meins gnedigen fursten.
    n
     Nach B und C korr. aus: dergleichen.
    o
     Nach B und C korr. aus: das.
    p
     In B nachgetr.
    q
     In B danach gestr.: der camerrichter auch umbgewechselt.
    r
     In B nachgetr.
    s
     Danach gestr.: und andern.
    t
    -t In B korr. aus: uns.
    u
    -u In B korr. aus: uns.
    v
    -v In B nachgetr.
    w
    -w In B nachgetr.
    x
    -x In B korr. aus: uns.
    y
    -y In B korr. aus: wir.
    z
    -z In B korr. aus: schreiben.
    aa
    -aa In B korr. aus: und uns.
    ab
     In B danach gestr.: die credentz uberantworten und darauf muntlich werben.
    ac
    -ac In B nachgetr.
    ad
    -ad In B korr. aus: uns.
    ae
     Ergänzt nach B und C.
    af
    -af In B korr. aus: uns.
    ag
    -ag In B korr. aus: wir.
    ah
     In B danach gestr.: drey oder.
    ai
    -ai In B nachgetr.
    aj
    -aj In B nachgetr.
    a
    -a Nachgetr.
    b
    -b Nachgetr.
    c
    -c Nachgetr.
    d
     Danach gestr.: dartzu spricht Esaias 9.
    e
     Nachgetr.
    f
    -f V. d. Hd. Lgf. Philipps korr. aus: sein lugener und irrig.
    g
    -g Nachgetr.
    h
    -h Überwiegend v. d. Hd. Lgf. Philipps korr. aus: das lissen wir unsers teils wol gescheen.
    i
    -i Nachgetr.
    j
     Danach gestr.: oder metropolitan [...?].
    k
    -k V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.
    l
     Hierzu v. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr., dann wieder gestr.: auch nit mit schellen darfur geclempert.
    m
     Nachgetr.
    n
     V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.
    o
     V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.
    p
     V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.
    q
    -q Nachgetr.
    r
    -r V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.
    s
     Nachgetr.
    t
    -t V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.
    u
    -u V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.
    v
    -v Nachgetr.
    w
    -w Nachgetr.
    x
    -x Nachgetr.
    y
    -y V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.
    z
    -z V. d. Hd. Lgf. Philipps nachgetr.

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    «II,1 Instruktionen »

    «Nr.34 Instruktion der Stadt Aalen für die Nördlinger Gesandten zum Reichstag – o. Ort, o. Datum »

    Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol.; AS: Giengen, Awlen und Bopfingen halb gehandelt uff dem reichstag zu Regenspurg anno 1541; AS v. a. Hd.: Instruction.

    Instruction, was die gesandten der stat Nördlingen uff schierust kunftigem reichstag zu Regenspurg von eim erbern raths der stat Awlen wegen handlen sollen etc.

    Erstlichen, das die vorordneten sich in des reichs canzelei oder sunst an andern bequemen orten, wie man zu thun pflegt, zu insignieren fur uns, die von Awlen, alß gewalt- oder bevelchhaber sollen antzaigen und unsers ußpleibens halben uß ursach, das wir in sollichen hochwichtigen sachen nichs nuzpärlichs erschiessen mugen, oder, wie in ander weg sie, die gesandten, zum furtreglichsten ansihet, mit pesten und glimpfmessigisten fugen entschuldigen, vorantwurten und vertretten etc.

    Zum andern, von wegen deß langwirigen zwispalts im glauben, dieweil je und alwegen die hochgelerthen und der hailigen, gotlichen schrift wolerfarnen allenthalben im remischen reich selbs undereinander widerwärtig und strittig, seien wir als arm, einfältig, ungelerth layen des willen, wissen auch bessers nit, dan der alten religion anzehangen unsers besten vermugens, so lang, biß wir durch unsere von Gott zugeordnete, höchste oberkaitten, nämlich ksl. und kgl. Mtt. oder ein generalconcilium ein anders gewisen werden.

    Zum dritten, was ander des reichs obligen betrifft, inhalt usgangner kayserlichen mandaten oder sich sunst daneben zutrug, wöllen wir mit den erbern frey- und reichsstätt gesandten, was sie deshalben einhelligklich beradtschlagen, gehellen etc. Ob sich aber ainicherlai strit oder zwispalt zwischen inen zutrug, was alsdann von der von Nördlingen wegen zugesagt, versprochen oder uffgenomen wirt, darein wollen wir auch bewilligt haben.

    Zum vierdten und lezten, dieweil etwan durch varlessigkeit unserer vorelter wir in des reichs anlag unserm geringen einkhomen nach hart und hoch uberlengt und beschwerdt worden seien, so nun vermög kayserlichen mandaten durch des hl. reichs stende die turckenhilf, dieselben zu beradtschlagen, fur die hand genomen werden wölte, wa alsdann die gesandten von Nördlingen fur nutz und fruchtpär ansehe, uns dasselbig uff unsern costen zum furderlichsten wissen lassen, gedencken wir inen, den gesandten, unserer beschwerden halben ferrern bericht zu thun etc.

    « Nr. Š35 Instruktion Lgf. Philipps von Hessen für Alexander von der Thann, Johann Walter und Johannes Kymaeus zum Reichstag – o. Ort, o. Datum »

    Marburg StA, PA 569, fol. 3r–8v (Kop.)1; ÜS fol. 3r: Instruction, wes Allexander von der Than, Dr. Johan Walter und Joannes Chymneus zu Regenspurck handeln sollen; DV v . a. Hd. fol. 8v: Instruction zum reychstag gen Regenspurg und verstentnussachen.

    Erstlich sollen sie mit sich haben die jungste francfortische, schmalkaldische, haganawische2 und wormische3 handlung und abschide, daraus werden sie vernemen, worauf diese handlung itzt zu Regenspurg nach beger unser religion stende stee und sonderlich, das die auf einem christlichen, unverbundtlichen gespreche oder colloquio steet. Solich gesprech ist zu Wormbs geordent, wie man das furnemen und halten solte, sofer das also wurd furgenommen durch ksl. Mt. Wirdt es nu also furgenomen, so haben sie, die rethe, einen richtigen weck nach der form, zu Wormbs praescribirt und verordent, und dartzu mussen sie brauchen di instruktion, so wir, der landtgraff, den rethen ghen Wormbs mitgeben haben4, daraus sie unser meynung verstehn, wie weyt sie geen mogen in vergleichung der sachen.

    Sovil aber die materi des gesprechs betrifft, kan man inen nichts gewisses antzaigen, dan man wirdet furlegen mussen von unsers teils wegen die confession und apologei, zu Augspurgk gethan, und dieselbigen widder des gegenteils anfechtigung beschirmen. So man alsdan von einem iglichen artickel zur notturft geredt hat, so mag man von iglicher seiten zwen, drey oder vier dartzu geben [... ...?] und zusamensitzen und sich[unter sich?] zu vorgleichen. In solicher vergleichung mussen sich unser rethe richten nach unser instruction vorgemelt.

    Item, es sollen unser rethe in solichem gespreche den Bucerum brauchen, inmassen wie er von unserwegen zu Wormbs gebraucht ist worden. Der wirdet auch wissen, wie er sich in allen artigkeln halten soll, also daß so vil minder beschwerung oder bedengken im selbigen sein wirdet.

    Wurd aber ksl. Mt. solich gesprech, inmassen wie das zu Hagenaw und zu Wormbs furgeschlagen und bewilligt worden ist, nicht wollen lasßen fur sich geen, sonder ein ander form, als nemlich, daß man von idem teil allein drei oder vier dartzu geben und sich dieselbigen miteynander freuntlich solt lasßen underredden, furgeben wurd, wiewol wir dan wissen, daß sich unsers teils gesanten aus dem haganawischen abschidt solichs gesprechs halben schwerlich Šwerden furen lasßen, so haben wir doch im selbigen das bedacht, das solicher abschidt und das furgeschlagen gespreche unverbundtlich sein und daß man daraus nicht vil mehr ertzwingen magk, dan man uns mit gudtem willen nachgeben wil. Wir bedengken auch, daß gleichwol solich gesprech lange zeit erfordert und dem keiser nicht gelegen sein mocht, so lang auf solich gesprech zu warten, und dorumb, so man das [...?] colloquium [nicht] erhalten magk, solt uns nicht zuwidder sein, dergleichen dieses [clein?] colloquium also mochte furgenomen [werden?] [... ... ... ... ... ... ...?] handeln [... ... ...?] furwenden di obgemelten ursachen [... ... ... ... ...?] zu solichem dynen [... ... ... ... ...?] nicht sein, als daß di stend [... ...?] nicht willigen wollen, alsdan sollen sie [es?] auch dabei lassen und sich nicht absondern, aber gleichwol uns di handlung zuschreiben.

    Wurd auch der keiser auf solichen weck auch nicht handeln wollen, sonder etwan ein andere meynung einer handlung durch etliche furschlege ane verhor furnemen wollen, was dan der mererteil im selbigen thut, das sollen sie in dem fal, so di form der handlung belanget, mit eynig sein. Aber so die stend solichen wegk nicht einraumen wolten, sollen sie auch kein sonders machen, sonder uns die meynung aufs allerfurderlichst zuschreiben.

    Item, sobald sie dahin komen, sollen sie uns widderumb zurugkschreiben, [wer?] da ankomen sei und wie sich alle dinge anlasßen.

    Und zu der notturft wollen wir auch ein post legen. Di post solte liggen die erst auf halbem wege zwischen Nurmberg und Regenspurgk, zum andern daß di von Nurmberg in irer stat eine hielten, item, di dritte zu Bambergk, item, di vierte zur Newenstat unter Saltzpurgk, di funfte zu Fulda, auf verbesserung.

    «Nr.36 Instruktion der Stadt Memmingen für Christoph Zwicker zum Reichstag – Memmingen, o. Datum  »

    Memmingen StadtA, A Bd. 317, unfol. (Kop.); DV: Instruction meins gunstigen herrn Stoffel Zwickers auf den reichstag gen Regenspurg, anno 1541.

    Instruction, was unser, burgermayster und rath der statt Memingen gesandter Stoffel Zwicker auf dem künftigen reichstag zu Regennspurg handlen soll.

    Erstlich ligt hiebey das usschreyben des reichstags Nr. 1[Nr. 1], item, ain copey des stillstands Nr. 2[Nr. 14], mer ain copey des gelayds Nr. 3[Nr. 4], der abschid zur Newmburg Nr. 4[Nr. 7].

    Sovil dann anfenglichs die vergleichung in religion, der leer und ceremonien halb belangta, dardurch das mißtrauen der stend im hl. reych möcht uffgehebt und bestendiger frid und ainigkait erhalten werden, wie das kayserliche usschreyben dises tags auch vermag und mit sich bringt, mus man erstlich hören, was die röm. ksl. Mt. fürhalte und was gemaine reychsstend darauf rathschlagen Šund wie sich unsere ainungßverwandten im selbigen halten wellen. Uns aber sech für gut an, das das gesprech, wie es zu Wurms ist angefangen, vor ksl. Mt. und allen stenden widerumb für die hand genomen und damit furgefarn, dann dasselb wurd nicht allain zu ainigkait und vergleichung dienen, sonder mag auch on das vorgend gespräch nit wol ain bestendiger, guter friden erhalten werden1.

    Und nachdem das usschreyben vermag, das wir in den religionsachen, was darin gehandelt und beschlossen, unsern vollen und entlichen gwaldt uff eüch stellen und damit abfertigen sollenb, so ist unser mainung und befelh, was von der cristenlichen warhait und raine leer und ceremonien, wie wir die yetzt etliche jar alhie gehalten, gehandlet wurd, das ir davon weder zur rechten noch lingken kainswegs weychen noch was nachgeben, sonder vestiglich dabey besteen und beleiben, inmassen wir euch darumben vertrauen.

    Der begerten thürckenhilf und underhaltung regiments und camergerichts halben ist uff mer dann aim gehaltnen tag und sonderlich jüngst zur Neümburg verabschidt wordenc, in dasselbig nicht zu bewilligen, es seye dann zuvor ain satter, bestendiger und gewusser friden zugesagt und dartzu das kayserlich camergericht reformiert und gebessert, das wir dasselb zu gleichmessigen richtern auch erleyden künden. Was nun die ainungsverwandten in dem allen thun und handlen werden, das solt ir euch, nachdem es alle verwanten gleich betrifft, auch gefallen laßen.

    Der von Goßlar halb mues man erwarten, was jüngst zu Eßlingen verabschidt, so es aber uff künftigen reichßtag geschoben und die sach zu aim friden geraten, wirt man on zweiffel auch daran sein, das dieselb sach mit uffgehebt werdd. Wa nit, künden wir es für kain religionsach halten, uß ursach, wie uff allen tägen angetzaigt worden. Sol es dann zu erkantnus der stimen komen, was dann der merer thail der oberlendischen stett thun werden, dem sollen ir auch verhelfen2.

    ŠAber der mordtbrenner halben ist nit on, unser gesandter hat uns von den urgichten, so jüngst zu Newmburg auch verlesen, gute relacion gethon, und allerlay daraus zu vermutene. Dieweil aber in unsern landen, die der bäbstlichen religion durch mordtbrand gleich so wol als unser teyl angegriffen, so will es dannocht ain gros bedencken haben, yemandt sollicher sach halb was leichtlich zu beschuldigen. Was aber gemaine stend, sonderlich die oberlendischen stett in sollichem allem thun werden, das sollen ir euch auch gefallen lassen.

    Der von Einpegk begerten hilf halb tragen wir von wegen ires erlitnen schadens mit in getreues mitleidenf. Ir solt euch aber bey Costentz, Eßlingen, Lindaw und andern stetten uns gleich erfarn, was sy in geben und vereern wellen, und uns dann sollichs berichten, seyen wir nit ungenaigt, inen ain hilf zu thun und den andern stetten gleich und gemäs zu ertzaigen.

    Die einnemung des jungen Hg. Erichs von Braunschweig betreffendt, solt man in 6 wochen dem landgraven antwurt zuschreybeng. Weyl aber sein fstl. Gn. on das uff dem reichßtag sein werden, so mocht ir eüch bey den andern stetten erkundigen, was ire herrn in sollichem gesinnet. Uns sech aber nit fur ungut an, das bey sein Gn. angehalten wurd, in der anlag ain tapfers und merers zu geben. Wo es aber nit zu erheben, ist der darumb nicht ußtzulassen, sonder nichtdestweniger eintzunemen von mer ansehens und seins lands wegen.

    Des duppelmonats halb, so man uff Oculj [1541 März 20] erlegen solt, möcht ir hörn, wie sich ander stett in sollichem haltenh. Wir gedencken aber, so es uff disem tag zu aim friden komen, das es sollicher erlegung furter nit bedurfen werd. Wa nit, wes wir dann hievor mit andern stetten von Ulm uß zugeschriben, dabey lassen wir es wenden und gedencken, so dann uff disem tag, wie uns jüngst zu Neumburg zugesagti, zu uns gesetzt wirt, das wir uns sollichem mit andern stetten gleich und gemäs, gepürlich und unverweißlich ertzaigen. Doch möchten wir mit den von Ulm in dem val handlen, wie etwan mit dem Weykhman auch davon geredt worden, das sy ain schreyben für das gelt, bis es zur not kem, annemen.

    Der von Bremen begern halb halten wir darfur, weyl sy mit dem von Essensee vertragen und in dahin gebracht, das sein son 60.000 fl. zu abtrag geben und sein gantz land zu lehen machen muessenj, das man inen dann weyter nichtz schuldig, sonder damit genuegig sein sollen. Was aber in dem uff vorgende zusagen von andern stetten bedacht wirt, dartzu sölt ir auch helfen.

    ŠSo es dann zu vergleichung komen und ain reichsanschlag wider den Thürckhen oder zu underhaltung kayserlichen camergerichts furgenomen und gemacht wurd, so mocht ir umb ringerung des anschlags, wie one zweiffel ander stett auch thon werden, supplicieren und zum wenigisten dahin bringenk, das man uns doch bey dem nachlas, so zu Eßlingen durch des reichs regiment beschehen, beleiben lies, derhalb dann hiebei ain coppey von des fiscals recognicion und ander supplicationes und schriften, wie deßhalb hievor umb ringerung angehalten worden und beyainander gebunden ligen, euch darin zu ersehen nach begegnenden dingen und gestalt yetziger leüf und aller gelegenhait und umbstend acht ze nemen und darnach die sach zu richten und zu stellen wissen.

    Was dann sonst in dergleichen oder andern sachen furfallen würdet, darin solt ir, als der sich nach begegenden dingen wol zu halten waiß, zu handlen gewaldt und befelh haben und thüet uns yederzeit guten beschaid und bericht zuschreiben, damit, was euch zu schwer furfallen welt, ir yederzeit von uns guten beschaid und bericht empfahen mögen.

    In Ludwig Vogelmans sach ist sich anderst nichtz zu versehen, nachdem denselben die thur gespertl, dann das sy bey ksl. und kgl. Mt., auch den stenden des reichs umb weyter hilf rechtens ansuchen werden. So dasselb mundtlich oder schriftlich beschicht, so wolt desselben abschrift begern, euern öbern zutzeschicken, die werden one zweiffel sich dermassen verantwurten, darob ir Mt., kfl. und fstl. Gn. gnedigst gefallen haben werden, dann die sachen an ir selbs vil anderst geschaffen und ergangen weder hie fürgeben. Ob aber gmaine stend, wie sy zu thun schuldig, sich der sach annemen und beladen, das wer uns das lieber, ir solt sy auch in alweg darumb ersuchen und biten3.

    ŠUnd damit ir in allen furfallenden dingen hierin dest bas gefast seyen, was euch begegnen möcht, guten bericht und beschaid zu geben, so ligt hiebey das ausschreyben, wie wir es in unserm truck haben wellen ußgon lassen, nach der lenge, in dem andern libell alle vogelmannsschriften seiner verhandlung und dieselben geschriften alweg geduppelt abgeschriben, damit, ob man die an mer dan aim ort übergeben oder auch geen Nurmberg schicken muest, das man dieselben bey der hand hab. Deßgleichen ligen hiebey die ordnung, wie sy gehalten wirt, über schedlich leüt zu richten, deßgleichen die freyhait, schedlich leut zu fahen und zu richten, und noch ain freyhait, wie ksl. Mt. den pann, über das blut zu richten, geben hat. In dem allem wist ir eüch wol zu ersehen.

    Item, der landvogthei halb, was sich mit dem Joder verloffenm, dergleichen mit dem paurn, so nach der eescheidung das ander weyb genomen, und am jüngsten des pfarrers halb zu Stainhaim sich verloffen, von derselben geschicht ain coppei hiebei ligt, habt ir aller dreyer sachen zuvor gut wissen. Es ligt auch hiebei ain coppei des vertrags der todschleg halb in der statt. Darauf muest ir Dr. Hälen4 und anderer ratz haben, wie sich in die sachen zu schicken, ob die von Haimartingen, auch Lipp Etlinsteet selbs zu straffen und biessen oder ob mit andern nachpaurn deßhalb an die kgl. Mt. zu suppliciern wer5.

    ŠDie kgl. Mt. ist uns noch von wegen der 50 knecht, so wir irer Mt. 6 monat lang gehalten, 600 fl. zu thun schuldig. Welt bey ir Mt. anhalten, wo wir dieselbigen widerumb empfahen oder was obligacion und versicherung uns darumb beschehen werd oder ob ir Mt. uns verholfen wern, das uns sollich soma in künftigen reichsanlagen möchten abgetzogen werden.

    Wurd dann in Vogelmans sach der güete halb was an eüch gelangt, so möcht ir sagen, ir heten gar kain befelh dartzu, wer in aim rat davon nie nichtz gehandelt, wol heten ir gehört, das etlich der rätt und der statschreiber in etwas handlung gestanden sein solten, daraus aber nichtz worden, davon on zweiffel der statschreiber, der in kürtze, so er seine gescheft dahaim verrichtet, auch geen Regenspurg komen und davon mer dann ir wissens haben, dem mocht man darumb zusprechen.

    Der somarisch bericht in Vogelmans sach ligt auch hiebei. Deßgleichen ligt ain somarischer bericht hiebei, warumb es ain religionsach sey. Coppi der letsten vertreg Ludwig Vogelmans halb6. Der Juden halb.

    «Nr. Š37 Instruktion der Stadt Lindau für Hieronymus Pappus zum Reichstag und Städtetag – [Lindau, 1540 Dezember]1 »

    Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 23r–28r (Kop.).

    Instruction und abfertigung, was von unser burgermaister und rats der statt Lindaw wegen unser lieber ratsfreund Hieronimus Bappus auf den außgeschryben reichs- und stettage, so, zu ingang diß 1541. jars in der statt Regenspurg ze halten, außgeschryben sind, handeln solle.

    Erstlich als diser reichstag umb willen vergleichung des zwyspalts unser hailigen religion als für ainen und den furnemsten puncten angesehen und außgeschryben und dann die ler in den cristenlichen confessionen, der röm. ksl. Mt., unserm allergnedigisten herrn, auf dem reichstag zu Augspurg ubergeben, in allen articuln aygentlich die gewyß ewangelisch warhait ist, so soll pillich dorinnen kain enderung oder nachlaß geschehen noch darvon gewychen, sonder bey deren bestanden werden. Und so dieselbig confession in den hauptpuncten cristenlicher leer von dem widertail bekannt und angenomen (wie zu besorgen nit geschehen), wirdt man sich on zweifel alsdann, in eusserlichen ceremonien und kirchengepreuchen, ob es not und gut sein erfunden werden mocht, aber der hailigen schrift, unser confession und cristenlicher freyhait gemäß auch zu vergleichen wissen, in dem wir dann, so die heuptleer des cristenthums Šlaut ubergebner confession allenthalb angenomen, was in allen eusserlichen mitelndingen derselben confession gemäß oder deren nit zuwider wäre, unsers tails nichts zu waigern wissen.

    So aber kain vergleichung (als wol zu besorgen) gefunden werden mag, so soll unser gesandter dahin bedacht sein, antzuhalten und darauf ze arbaiten, das man uns dann bey unserm glauben beleyben und yede oberkait in iren gepieten walten und handeln lasse, das cristenlich und recht gethon, mit hailliger schrift zu erhalten und gegen Got dem herren verantwurtlich seye, und das also ain bestaindiger [sic!] friden fur des camergerichts procediern und sonst menigclichs beschwärung lauter und undisputierlich aufgericht werde.

    Dieweil man aber noch nit waißt, was aigentlich zu Wormbs gehandelt ist oder werden mag, so kan der befelch diß orts so grundtlich nit darauf gon noch beschehen. Darumben soll unser verordneter in dem fal auf dieselbig wormbsisch handlung acht haben und nach gestalt derselben und begegneten dingen hierin handeln, doch also, das er sich der confession und warhait zu nachtail in nichten begeb noch inlasse, wie er dann, so es vonnötten sein wollt, unsers beschieds in disem fal wol weiter zu suchen und zu gewarten haben wirt.

    Zum andern, so ist diser reichstag außgeschryben von wegen widerstands, dem Turgken ze thund, zu beratschlagen etc., darauf ist unser bevelch, dieweil vorhin in mer dann ainem reichsabschid begriffen und von ksl. Mt. gnedigist bewilligt und zugesagt ist, das sy mit andern cristenlichen kunigen und potentaten handeln und bey denen erlangen wölle, sich neben ir Mt. und dem hl. reich in ain beharrliche hilf wider den Turgken eintzulassen, und dann ainen bestendigen friden in der religion und aller andern sachen halben auftzurichten, furter gemainer stend beschwärung der ungleichen anschleg und anders halben gnedigclich gehört und abgewendt werden söllen, das unser gesanter anhalten und begern soll, dem statt ze thund, und, wann man des also vergewisst und vor des camergerichts fravenlichen procediern und beschwären, auch allerlay thatlichen, unfridlichen handlung gesichert ist, alsdann allererst soll vermög vor aufgerichter reichsabschiden von widerstand des Turgken gehandelt werden, des also zu thun, unser gesandter hiemit von uns auch gewalt und bevelch haben soll.

    Und in diser beratschlagung wirt neben anderm zu bedencken sein, so etwas in sollichem zug erobert, das sollichs dem reich und niemandts besondern zusten sollte. Item, dieweil der Turgkh nit nun [sic!] des reichs, sonder gantzer cristenhait feind, ist pillich, das der widerstand auch nit nun [sic!] von den stenden des reichs als die romzug, darauß die yetzigen anschläg, so vorhanden, geflossen sind, und aber solliche reichsstend mercklich geringert2, vil fursten, stett, prelaten und ander darvon komen und ausgetzogen werden, sonder von gantzer cristenhait durchauß beschehe, dann, so schon das reich in seiner alten sterck und nit so vil darvon komen, so wär es dannocht der grossen macht des ŠTurgken, als zu besorgen, zu schwach gnug und all ander cristenlich potentatten nit mynder dann die stend des reichs schuldig, solchem allgemainen, mächtigen feind der cristenhait widerstand helfen ze thundt.

    Darumb one zweyfel röm. ksl. und kgl. Mtt. mit iren kunigreichen, furstenthumben, landen und leuten sich hierinnen zum höchsten angreiffen und ertzaigen sollen und werden, dann es auch gantz untzimlich wäre, das alle Niderland, so yetzo die reichesten land in teutscher nation sind und ains tails etwa zum reich gehört haben, desgleichen die gantz aydgnosschaft, item, alle see- und hannstett, item, alle prelaten und orden, so nit des reichs sind, item, auch aller adel in der teutschen nation nichts hiertzu thun sollten. Deshalb soll unser gesanter sich befleissen, einzupilden und antzuhalten, das diser ertzellte land und leut auch zu der turgkenhilf gepracht und getzogen zusampt andern cristenlichen kunigen und potentaten. Und soll man dannocht die sachen mit gottesforcht und anrueffung seiner gnedigen hilf und beystands, also das man götlich glori und eer nit mynder dann zeitlichen frid und sig suche, fürnemen und handeln. Uff sollichs soll unser gesandter macht und gewalt haben, unsers tails ain zimbliche, leidenliche, gleiche und pilliche yllende hilf neben und mit andern reichsstenden zu bewilligen, doch das in allweg der friden vorhin gewyß und versichert seye etc.

    Wurde dann von ainer beharrlichen hilf zu widerstand des Turgken gehandelt, in disem fal soll und muß gewißlich vorhin ain beständiger friden aufgericht, sonst wirt gar nichts und kainswegs von disem articul zu reden sein. Alsdann so soll sich unser gesanter befleissen, erinnerung ze thund und antzuhalten, das die erbern frey- und reichsstett in dem wol fursehen, das sy mit untzimlichen, gar verderplich und beschwärlichen anschlägen nit beschwärdt, sonder, so es ye sein mueßt, der anschleg, von der erbern frey- und reichsstetten uff dem gemainen stettag, Sonntags Judica anno etc. 23 [1523 März 22] zu Speyr bedacht, laut desselben abschids furgeschlagen werde und gar nit die hochbeschwärlichen, ungleichen anschleg, so etwa von curfursten und fursten herfurgepracht worden sind.

    Der drit articul des reichstags ist zu beratschlagen von underhalt des camergerichts, auch handthabung frid und rechts, darvon so ist menigclich bewisst, das sollich camergericht, wie das bysheer besetzt und gehalten worden, mer zu beschwärung, widerwertigkait und unfrid dann zu handthabung frid und rechts geursacht und gedient hat, wie dessen vil fäl antzuzaigen sein möchten und andere wol ze thund werden wissen. Darumb soll unser gesanter daran sein, das den erbern stetten zum wenigisten zwen beysitzer alda zugelassen und sonst sollich camergericht mit redlichen, uffrichtigen, fromen, gelerten eerenleuten, die menigclich gleich und gemain seyen, anderst dann byshere besetzt und insehens gethan, das menigclich gut, gleich und recht mitgetaylt werde. Dieweil das nit beschicht, so achtendt wir, es werde niemandts gesynnt, das camergericht helfen zu underhalten. So es aber gepessert und in rechten geprauch gericht, auch den stetten ire beysitzer zugelassen wurden, wiewol sich dannocht ksl. ŠMt. in der pflicht zu Frannckfurt bewilligt haben soll, das camergericht selbst zu underhalten, so wöllen wir doch unbeschwärdt sein, so uns unser anlag geringert und ain zimliche anlag aufgelegt wirdt, dieselbig auch mit und neben gemainen stenden des reichs zu sollicher underhalt dartzuraichen.

    Item, der muntz und policei ordnungen halb erachtend wir notwendig und gutt, das die zu des gemainen nutzs, pesten und notdurft angesehen und furgenomen, auch gehandthapt und gehalten werden anderst dann byßheer, darumb unser gesandter, zu solchem vonunsern wegen auch zu bewilligen, gewalt haben und sonst in allem anderm nach begegneten dingen, was er verston kan, Got loblich und gemainem nutz furderlich sein, sich halten soll, wie wir ime des sonderlich wol vertrauen.

    Antreffende den außgeschryben stettag, sovil die erbar statt Gosslar betrifft, lassen wir uns aines ersamen rats der statt Costenntz, unser besonder guten freunden, gestellte und uns uberschickte instruction [Nr. 39b] gantz wol gefallen, und soll sich unser gesandter gleich derselben, wie die im hiemit auch zugestelt ist, halten und erinnerung thun, wie beschwärlich es dem reich und voruß den erbern frey- und reichsstetten seye, das also ain statt nach der andern von inen abgetrennt und dem reich und den stetten entzogen werde, wie diß orts, wa nit getreuer beystand gethon, gantz vermutlich geschehen und dise alte statt under den F. von Brunschweigk gewyslich komen wurde. Das zu verhueten, soll bey gmainen stenden des reichs und sonderlich den erbern stetten größter fleiß gethon und dise statt Gosslar, so sy irer sachen fug und recht ze haben und, das inen vom camergericht unpillichs zugefuegt wäre, befunden wurd, kainswegs verlassen werden. Darumb soll unser gesandter derhalb von uns allen gewalt und bevelch haben3.

    ŠDesgleichen ist nit zu vergessen der statt Munster, wie der geholfen, das sy wider in vorigs wesen und stand gepracht und dem nachkomen werde, wie im wormbsischen abschid iren halb beschlossen ist.

    Item, der Truchsassen neu aufgerichten zols halben zu Wurtzen und Aychstett soll sich unser verordneter bey der von Memingen und Rauennspurg gesandten erkundigen, wie es stand und, ob sy mitainander rätig wurden, bey den erbern stetten derhalb weiter anregens ze thund, mag er des auch verhelfen. Dann uns ist nit zu wissen gethon, was von inen über das schreyben, von gemainen, erbern frey- und reichsstetten an sy beschehen, geantwurt worden.

    Desgleichen in aller andern erbarer stetten beschwärnussen soll er sich freundtlich und tröstlich von unsernwegen ertzaigen und in allem mit dem merern, was für pest bedacht werden mag, helfen handeln etc.

    Sonderlich soll unser gesanter bey den erbern stetten erinnerung thun und sich halten, was sy in nechstem Mertzen auf dem stettag zu Frannckfurt verabschidet haben, nemlich in kain camergerichtsunderhalt zu bewilligen, sy die stett werden dann zugelassen, beysitzer an das camergericht mit zu presentiern etc.

    Item, so außschuß verordnet werden, daran ze sein, das man doch vorhin ains yeden stettpotten bevelch in solchen sachen, darin derselb außschuß ratschlagen soll, höre. So wissen sich dannocht die außgeschossen deren in den handlungen zu erinnern und möchte ainer statt bedencken und ratschlag den andern so wol gefallen, das sy dem in verordnung der außschuß nachgedencken und villeicht nit stäts ainerlay stett gesandten dahin ordnen wurden etc.

    Item, die schriften der ringerung unsers anschlags sind auch hiebei4.

    « Nr. Š38 Instruktion von Bgm. und Rat von Oberehnheim für Bartholomäus Botzheim und Hieronymus Boner zum Reichstag in Regensburg – [Oberehnheim], 1540 Dezember 11 »

    Oberehnheim AM, CC 9, unfol. (Reinkonz.).

    Instruktion, was Bartholomäus Botzheim, Städtmeister von Hagenau, und Hieronymus Boner, Bgm. von Colmar, als Gesandte der zehn Reichsstädte der Landvogtei im Niederelsass im Auftrag von Bgm. und Rat von Oberehnheim auf dem für den 6. Januar nach Regensburg ausgeschriebenen Reichstag dem Kaiser bzw. in seiner Abwesenheit den Reichsständen vortragen sollen.

    Erstlich sollen sy irer ksl. Mt. underthenigst zu erkennen geben, es truegen ir ksl. Mt., die stend des hl. röm. reichs und sonderlich deren verordnete regimentshern sonder zweyfel gut wissen, wie wir hievor zu mehrmalen geclagt und angezeigt, ein statt Obernehenheim durch die, so die anlage des reichs verordnet, unser statt gelegenheit, gewerbs und inkomens unwissens, zu jedem mal hochlichen beschwerdt und uberlegt worden, dorauf wir auch ringerung vor ziten erhalten. Nichtdestweniger seint wir durch die, so jungst, des reichs uffleg und anschleg ze legen, bevolhen, (die dann, wie gehort, sonder zweyfel unser statt gelegenheit, gestaltsam , inkomen und gefell unkundig), uber und Šweiter dann unser vermogen hohelich in des reichs anlägen als des turckenzugs, underhaltnus keyserlich regiments und chammergerichtz uberlegta.

    Zum andern so haben wir auch kein schiffreich wasser, dhein landtstraß oder furnemlichen zoll, dann allein, sovil wein von unser statt gefurt wurdet, der zoll und bruckengelth von denselben frembden und ußlendigen und, was sonst uffgehoben, alles von unsern armen burgern genommen.

    Zum dritten, so und wann wir allgereidt den zoll, bruckengelth und ungelth von dem wein emphahen, so mussen wir doch dasselbig zu unser statt gebeu und underhaltung derselben (die vast gering) verwenden. Wo nuhn wir unser statt vermogenheit und unbau bey irer ksl. Mt. nit anzeigten und also stillschweigendt furgiengen, dasselbig uns als dem rath gegen unser gemeindt (die vielleucht achten mochten, irer ksl. Mt. oder den verordneten regimentsherren wir unser statt unvermoglicheit und unbau nit anzeigt und mit vleis furgan lassen hetten) ein widderwillen geperen und zum hochsten verderben reichen mochte.

    Dorumben an ir röm. ksl. Mt. als unsern allergnedigisten herren sey unser gehorsambst pitten mit allem underthenigsten vleis, die wollen ansehen unser treffenlich und hoch beschwerden (wie gemelt), uns und gemeine statt Obernehenheim gnedigst bedencken und uns der anlag turckenzugs, auch underhaltung keyserlichs regiments und chammergerichtz ringerung thun und widderfaren lassen und sich uß keyserlicher miltigkeit so gnedigst gegen uns erzeigen, wie dann zu irer ksl. Mt. unser underthenigist hoffnung stath. Das wollen umb dieselben jederzeit, wo es uns gepuren mage, wir mit underthenigstem vleis mit darstreckung unsers leibs und geringen vermogens gehorsamlichs verdienen etc., wie dan das alles die genanten potschaften und gesandten, wol ferrer mit den pesten fuegen bey irer ksl. Mt., des reichs stenden oder den verordneten regimentsherren ze werben und ußzerichten, wissen, und, was dieselben obgemelten rath und potschaften bey irer ksl. Mt. erlangen oder fur antwort empfahen, das sollen sy zu irer ankunft uns anzeigen, uns wissen mogen, darnach zu halten. Datum Sambstags, den 11. Decembris anno etc. 40.

    « Nr. Š39 Instruktionen der Stadt Konstanz für Konrad Zwick – 1540 Dezember–1541 März »

    «Nr.39a Instruktion der Stadt Konstanz für Konrad Zwick zum Reichstag – [Konstanz], 1540 Dezember 23 »

    Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 12r–17v (Konz.).

    Instruction und bevelh, was der vest, wyß Cunrat Zwick in nammen unser burgermeisters und rats der statt Costantz uff dem richstag, der gen Regenspurg an der heiligen dryer kunig tag [1541 Januar 6] ist angesezt, handeln soll.

    Erstlich, so man vona wegen des gloubens handlen, so wurt der gsant by unsern ainungsverwandten berichtung finden, was uff jetzigem tag zu Wormbs gehandlt oder verabschidet wurtb. Sover dann dasselbig gottlicher schrift und leer, die bißher by uns gelert, nit zuwider ist, sol er demselbigen glichmesig handlen. Were aber zu Wormbs nichtz entlichs gehandelt oder beschlossen und man sunst von ainer verglichung im glouben reden wurd, so soll der gsant von unsernwegen in retten furtragen, das wir by uns selbs, desglichen by unsern glerten und vorsteer im wort Gottes nit befinden noch erachten kunden, das ainiche verglichung beschehen mag, uß ursach, das wir zu unserm theil, die uns deß evangelii Christi rument, in den heuptpuncten und grund, daruff unser glouben bestet, in nichten, das syg [= sei] halt geachtet, wie klain es wolle, wichen oder nachgeben noch ainiche verglichung mit dem gegenthail machen konnen, es wolte dann der gegenthail irer religion absten und sich der unsern ergeben. Von sunst keinem andern mittel oder verglichung wurt unsers erachtens ze handlen sin. Oder, so der gegentheil iren glouben und religion, wie dann zu besorgen, nit verlassen wolt, so were doruff ze arbeiten, das sy uns by unser glouben pliben und jede oberkeit, in iren gepieten, was sy gegen Gott und mit heiliger schrift zu verantwurten getruwen, ze handlen, unbetrupt lassen woln, so doch wir unsers theils gegen inen in iren gepieten glichergstalt gesunnet, ouch der ksl. Mt. allwegen schuldige gehorsamkeit ze laisten und mennigklich in seinem gepiet und oberkeiten unbetrupt ze lassen, urbuttig gewesen und noch syen.

    Item, das man dann in den ceremonien und usserlichen kirchenbreuchen mit dem gegentheil ain verglichung machen sollte, ist ze bedencken, dann von anbeginn der christenheit, so verglichungen in solhen usserlichen dingen under den christen furgenomen, viler zancken und zwytrachts, ouch ofternmals verderbens, vervolgens und schedlicher secten und dazü großer abgotteryen ursach geben hat etc., in welhes ansehung die ainungsverwanten uff mehr dann ainem tag, so solher verglichung halb red gehalten, allwegen fur gut angesehen Šund beschlossen ist, das man in usserlichen ceremonien, den nit die schrift bistend [= beisteht], jeder kirchen ire fryheit lasen sollte nach irer gelegenheit und, wie es den iren zum bestentlichsten gesehen werd, ceremonien ze halten. So nun den christen je und allweg schedlich gewesen ist, wan sy in den usserlichen, ja christenlichen und mit der schrift bestendigen ceremonien ain verglichung, die allwegen ain gepreng mit sich bringt, gemacht und uffgesetzt haben, was wurde dann guts volgen mogen, so man mit den gegentheil ain verglichung machte, welhe wie kuntlich ist, in nichten wichent, dan was inen zum vortheil dienet.

    Und darumb soll unser gsanter dohin raten, das die protestierenden stend styff und bestendig by dem wort Gottes plibent und sich wyther zü nichten bewegen lassent, doch sich erbietent, uff die confession, zu Augspurg vor ksl. Mt. und den stenden des richs furgebracht, uß gottlicher schrift rechenschaft zu geben. Ob aber uß gottlicher schrift ain anders furgebracht wurde, doryn wolten sy sich gepurlicher wyß halten und sich wysen lassen. Und so aber der gegentheil uns wyther tringen und by dem wort Gottes und unserm glouben nit wolten pliben lasen, alsdan soll unser gsanter raten, das man sich recht der gnaden Gots ergebe und erwarte, was Got mit uns handlen wurde. Dan je wager [= vorteilhafter] ist in die hend und zorn der menschen dan in Gottes ungnad je ze fallen und sich zu begeben1.

    Zum andern als der richstag usgeschriben ist, von underhaltung des camergerichts ze reden, soll unser gsanter anzeigen, das bißhieher ain grosse unglicheit by dem camergericht syg befunden worden, dan etliche glichbald vertigung findent, etliche mogent zu keinem rechten kumenc. Was recht dann die protestierenden stend bißher am camergericht gehapt habent, das syg kuntbar, derhalben der stenden deß richs grose notturft ervordere, das das camergericht anderst dan bißanher besetzt und daruß angericht werd, das jederman, der syg was stands und wesens er wolte, zu glichem, billichem rechten vor inen moge kummen. Und allediewil das nit beschicht, so achten wir nit, das weder die protestierenden noch andre stend in ainiche underhaltung desen bewilligen werdent.

    Zum 3. belangent handthabung deß friden, wer von hohen noten, das mer und besserer friden, dann bißanher beschehen ist, gehalten wurde, welher unfridsamkait die unglichait der cammergerichtischen processen vil ursach geben habent, wie das by mennigklich kunt ist. Hirumb, so das cammergericht Šrechtgeschaffen were und jederman ain gliches recht by im finde, so wurden dan vil unfrid und begweltung [sic!] der luten abgestelt.

    Nachdem so were ein groses mitel dardurch frid im land erhalten wurd, so namlich jede oberkeit die ander deß gloubens und doruß fließender sachen halb unangefochten, ouch unbetrupt liesse und keine der anderen an iren tzins, gulten und guter intrag thete, wie das der spyrisch richsabschid, im 24. [sic!] jar ußgangen2, inhalt und, so etwan personen wegen des gloubens, den die oberkeit3, darunder sy sitzen, in derselbigen oberkeit nit wonen mochten, das denselbigen nichtdestminder die nutzungen irer pfrunden uß der oberkeit, von der sy ziehen, ir leben lang geleistet werde. So dermasen die oberkeiten ainander pliben lassen, alsdan wurde sonders zwyfels vil frid und rueh im rich und allen landen kreftig sin.

    Zum 4., das man von guter policy soll reden, gedenkent wir, kain bessere policy angericht noch richtigere weg darzu gemachet werden mogen, dan so jede oberkeit by den iren alle erberkeit pflanzen, ergernusen und sundend one verschonung abstelt und ir regiment nach dem willen und bevelh Gottes, wie die heilig schrift den lauter furtregt, anricht und leitet.

    Zum 5. belangende die muntz etc. soll unser gsanter, sovil an im ist, anzeigen, das uß absetzung der muntzen allwegen dem gmeinen man mehr nuz als schaden volge, wiewol sonderbare personen, die die uffwechslent und verturent, eirem aignen nutz–e vil großer gwinn daruß schaffent. Darzu nit wol moglich sin, das gute muntzen gemachet, es werde dan das silber im [sic!] aim ringeren kuff gefunden, dan, diewil das silber in so hohem gelt ist, so mag die muntz in gutem werdt nit gericht werden. Ist dan die gute muntz wenig, wie dan beschehen muß, so man deß munzens stillstat, so kompt das geld je lenger je hoher. Derhalben zu erhaltung gmainer tutschen nation nutzes und erlicher, guter munz nit unerschießlich sin, so verordnet wurde, das man kain silber noch gold dann nur, was (one zun muntzen) zuvor erbaiten [= bearbeitet] were, Šin frembd nationen furn. Mit dem kom das silber und gold in ain zimlichen kauf, das man ouch gut muntzen wie die eltern machen und also nach und nach der frombden munzen uberig sin mocht. Und wiewol dises ansehen etlichen zu nachteil raichen mocht, so ist doch der schad, der gmainlich allen tutschen uß disem hinfürter entstat, hoher dan der wenigenf schad ze erwegen.

    Zum 6. belangende den Türgken und die hilf, die man gwider ine–g thun sollt4, soll unser gsanter dahin raten, das in kain hilf bewilliget werde, man habe Šdan zuvor ain bestendigen und undisputierlichen friden erlanget und das deß camergerichts proceßen in gloubens- und daran hangenden sachen abgeschaffet werde. hDeß wurt sich die ksl. Mt. nit ze besweren haben, angesehen, das dise hilf nit uß schuldiger pflicht geleistet wurt, diewil das konigreich Hunger kain stand oder glid deß richs ist. Und ob glichwol dise ursach nit wer, so ist dannocht billich, das under so swerem krieg anhaimsch frid gehalten werde–h.

    Item, und so sollichs erlangt und die hilf bewilliget wurd, so wurt doch deß richs und gmainer richstenden hohe notturft ervordern, das dieselbig hilf nach deß richs ordnung und herkommen beschehe und, ob etwas da erobert wurd, das dasselbig niemands dan dem rich zugehören solle.

    Item, und so solhermaßen die hilf beschehen wurt, so soll der gsant mit bestem fugen er kan und, wo er maint erschießlich sin, in raten oder sunst anbringen, das die ksl., ouch kgl. Mt. mit iren erblanden glich so wol iund in glicher anzal als jegkliche–i der stenden deß richs in solhe hilf angelegt und begriffen werdent. Das ouch ain glichait gehalten und nit ainem stand mer, dem andern minder, dan sin vermogen ist, werd uffgelegt. Item, und so die hilf mit obermeltem beschid bewilligt wurd, so soll unser gsanter by den andern protestierenden und ainungsverwandten stenden ansin, das sy ir hilf nit mit luten thuen, uß ursachen, das by uns kain zwifel ist, der Turgk syge die rut, mit deren Gott der welten jvilfaltige und gmaine sunden–j wil strafen und furnemlich die hochsten und grosten sund der abgotteryen. Diewil dann der barmherzig Gott die protestierenden stend sich selbs durch sin gnad und heiligs wort eroffnet und von der gotzenerung [= Götzenverehrung] und andern abgottery abgezugen hat, der bapstisch huf [= Haufe] aber fur und fur nit nur kmit frefel–k dorin beharet, sonder auch die waren gotteserung und christenlichen glouben hochstes vlyses ußzeruten erbaitet [= arbeitet], so Šmogent wir, lso wir gleichwol sunst mit andern sunden ouch behaftet sind–l, mit Gott und gutem gwißne uns zu inen nit stellen, wir wollend dann der straf und zorn Gottes von solhes wegen gewertig sin und, das uns begegnem wie dem Josaphat, do er dem Achab wider iren baider gmeinen find bystand und hilf bewisen hat, wie ouch je und je den bessern, so sy sich zu den abgottischen vergsellet haben, begegnet ist.

    Item, so der protestirenden krigsvolck zu den andern vermischt, so ist kain zwifel, sy wurdent glich wie die andern in vil und sweren sunden, vorab ouch im bapstischen gotsdinst mit inen [hophen?] und vorgmainsamen. Und so glichwol die unseren ain sunders lager hetten und der bepstischen gotsdienst darin nit vorhandten, so ist doch kain zwifel, das irer vil in der andern leger lauffen und dem bepstischen gotsdienst bysin und also uff sich und die anderen den zorn Gottes zuhen wurdent.

    Item, und so der Turgk obhand gwinnen, so wurde alle schuld uff die protestierenden und deren kriegsvolck gewendt und der nyd, den die bepstischen gegen inen tragend, gemeret. Wurde dann der Turgk geschlagen, so wurde das dem bapstischen gotsdienst, ouch der stercke und macht des gegentheils zugelegt. Dann man hat bißdahin gsehen, das alle beratschlagung, nhofnung und zuversicht in–n vile deß volcks, ouch in mechtiger kriegsrustung gesucht und gwesen ist. Aber deß rechten mittels, mit dem Gott versunt und der find vertriben werden mocht, nemlich besserung deß lebens, haltung gliches gerichts und rechts und waren gloubens und ware vererung Gottes, daß gedenckt man nit, ja die bapstischen understend ohochsten vlißes–o, die rechten und waren gottesvererung ußzeruten. Derhalben ouch ze sorgen ist, das aller widerstand gegen den Turgken werd unverfengklich sin, es syg dann, das Gott zuvor mit uns versunet wurde.

    Diewil nun kain besserung gesehenp noch ainicher vlyß zur waren besserung by der oberkait furgewent wurt und derhalben kaines glucks zu verhoffen istq, ouch die bäpstischen mit hochstem nyd den protestierenden ufsatzig sind, so ist vil wager, man lasse die bepstischen den handel selber ussrichten und wartent wir anheimsch, wes Gott mit uns handlen will. Damit aber die protestierenden, als die dem rich mit etwas pflicht und gehorsamkait sind zugethan, rder ungehorsamkeit nit geschuldigt, ouch ergernusen und bose verdacht furkummen werdet–r, so wurt sich der hilf halb nit alleklich [= vollständig] von den andern richstenden ze sundern sin, sunder die hilf, so der friden erlangt, ouch ain glichheit in der anlag, wie vorermeldet, gehalten wurt, Šbewilligt werden, doch nit mit luten, sonder mit gelt, also was uff schickung der luten gen, das das mit gelt geleistet sund so vil kriegsvolck von den andern bestelt werd, wievil mit der protestierenden stenden dargelegtem gelt erhalten werden mogent–s.

    Item, wir gedenckent, das die ksl. und kgl. Mt. kein ungnad dorab haben, sunder es zu gfallen annemmen werdent. Und ob aber glichwol by iren Mtt. und anderen unwillen sich zu besorgen, so ist doch wager, man lade der menschen unwillen dann Gottes tzorn und–t ungnad uff sich, dann so Got uns gnedig ist, so wirt er uns wol vor aller welten ungnad ze schirmen wissen.

    Item, und so die protestierendenu stend also ir hilf an gelt erlegen werdent, so wirt dannocht not sein, das sy ire aigne amptlute habent, welhe das gelt uff das kriegsvolck, das der gegentheil von der protestierenden wegen bestelt hat, zu jedem monat ußgebent und bezalint und sunst ordnung gehalten wurt, damit das gelt nit zu anderm vermindert werd.

    Item, so der gsant dise mainungen mit bestem fugen in versamlungv oder sunst, wo es furzebringen sin wurt, dargethan hat und aber die andern protestierendenw stend nit der meinungen sin, sunder die hilf on solherlay geding bewilligen wurden, so kan er sich von wegen unser von inen xder hilf halb zu bewilligen–x nit sundern. yAber so sy die lut schicken wolten und ir anlag nit an gelt geben, so soll er anzeigen, das er, das ze bewilligen, kainen bevelh hab, er wols aber an uns bringen. Er soll ouch nichtdestminder umb–y ringerung der anlag unserhalb bitten, wie wir uns deßen vorher ouch etwan erclagt habent, wie er dann derselbigen erclagungen abschriften bi handen hat. Item, und so er ringerung unser anlag nit erlangen mag, so soll er sagen, er habe nit bevelh, in so große anlag ze bewilligen, er wolle aber das zan uns bringen, und, so je der verzug, selbs uns das furzebringen, nit wolt zugelassen werden, soll ers–z uns glich ilig zuschriben. Alsdan wollent wir uns wyther daruff beraten und im bescheid zuschicken.

    Sunst soll er, in disen obermelten und andern furfallenden sachen zum getruwlichsten und je nach gestalt der sachen aavon wegen unser-aa ze handlen und ze schliesen, bevelh haben, wie er vermeint, der er [= Ehre] Gottes, ouch tutscher nation und unser statt zum furderlichesten sin und zum nutzlichsten.

    ŠDiese nebenistruction ist durch die gehaimen rat dem gsanten gegeben oder bevolhen5.

    Nebent der gmainen instruction hat der gsant by handen ain lutere abschrift deß briefs, den man jarlichs lißt, so man aim burgermaister swert, deßglichen ain ußzug desselbigen, sovil zu diser sach notturftig ist. Doruff soll er by vertruwten und verstendigen fragen und erkundung haben, erstlich, ob der rat und gmaind, so sy dessen selbs mitainandern gutlichen uberkomen und ainich wurdent, in disem brief enderungen thun und anders furnemen mochten jeziten nach gelegenhait und notturft der statt. Zum andern, ob by der röm. ksl. Mt. ze erlangen were, das ir Mt. dem klainen und grossen rat zugibt, wie sy achtent der statt nutz und notturft sin, die klainen und grosen rat zu setzen und ze erwelen.

    Actum, 23. Decembris anno etc. 15406.

    «Nr.39b Instruktion der Stadt Konstanz für Konrad Zwick zum Städtetag in Regensburg – [Konstanz], 1540 Dezember 23 »

    Konstanz StadtA, G 17 (Reformationsakten), Nr. 2.

    Instruction und bevelh, was der vest, wyß Cunrat Zwick, unser lieber ratsfrund, in namen unser burger, burgermaisters und rats der statt Costantz uff dem tag, der den gmainen fryg- und richstetten gen Regenspurg uff den richstag, der Šsunste daselbsten gehalten werden soll, von wegen und uff anruffen der statt Goßlar angesetzt ist, handlen soll.

    Namlichen soll er dahin raten, das der erbern stett gsanten by inen selbs alle handlung, zwuschen denselbigen von Goßlar, ouch Hg. Hainrichen von Brunschwygk am camergricht und sunst geubt, aigentlichen und wol ersehen, ouch iren und andern vertrauten glerten ze ersehen geben sollent und, so sich erfunde, das die von Goßlar der sachen kain glimpf noch recht hetten, das dann inen uff glimpfigste mittel und weg geraten werd, wie sy uß der sachen mit minstem nachtail kumment.

    So aber befunden wurde, das der Hg. von Brunschwyg unbillichs gegen inen furnem, deßglichen, das das camergricht wider recht und gevarlichen gegen inen handelte, das dann die stett allen moglichen vlyß furwenden sollten und uff zimlich mittel und weg gedenken, wie inen geholfen werden mochte, furnemlich, das sy deß lasts, den sy vom F. von Brunschwigk bißher haben liden mussen, jetzo und inkunftigs entladen und bei frid und wesen pliben mochten, deßglichen, wie sy uß der acht gethan und bym camergricht verhandelt wurde, das inen ir gepurlichs recht uff die zuspruch und beswerden, die sy vorm camergricht gegen den von Brunschwygk habent, ze erlange.

    Und so aber sollichs bym camergricht nit erhalten, ouch inen sunst frid und sicherhait gegen dem von Brunschwygk nit erlanget werden mochte, das dann die stett inen sunst alle mogliche und erschiesliche hilf thuen und darinnen das unrecht, das inen beschicht, darzu, das Goßlar ain alte richstatt ist, bedenckent, deßglichen das ain glicher handel und gwelt glichbald ainer oder mer andern stetten ouch mocht begegnen, welche dan, das ir hilf beschehe,[gern haben?], das aber villicht mit dem furkummen wurd, so man sehe, das die stett mit truwen zusammensatztent. Sunst so je aine der andern verderbens zusicht, so mag dest ringer der ander verderben begegnen.

    Wie aber oder uff was weg von disen hilfen ze ratschlagen sin werd, awissent wir jezmals dem gsanten sundern bevelh nit zu geben. Er soll aber–a, je nach dem die sachen [gistaltet?] und er von andern ouch vernemmen wirt, von wegen unser raten und schließen.

    Item, und so man under den ainungsverwandten ouch von wegen deren von Goßlar reden wurd, soll der gsandt uff gliche mainung raten und furnemlich, das sy, so man erkennen wurd, das sy im handel nit unrecht hetten, von den ainungsverwandten nit sollend verlassen werden, ob gleichwol die sachen, bdorumb sy in die aucht erkant sind–b, nit fur religionsachen geachtet wurdint, das doch unsers erachtens nit sin wurt, dwil das von abbrechung wegen der closter beschehen ist, welche doch sy nur zu beschirmung irer statt gebrochen habent. Actum 23. Decembris anno 1540.

    « Nr. Š39c Instruktion von Bgm. und Rat von Konstanz für Konrad Zwick zu den Verhandlungen des Schmalkaldischen Bundes in Regensburg – [Konstanz], 1541 März 12 »

    Konstanz StadtA, G 20 (Reformationsakten), fol. 185r–186v (Konz.).

    Nebeninstruction, was unser gesanter Cunrath Zwick uff dem richstag zu Regenspurg in sachen, die ainungsverwandten protestierenden stend belangende, handlen soll.

    Erstlich, so man von wegen der goßlarischen handlung, ob die fur ain religionsach zu halten oder anzenemmen syge, reden werd, waißt der gesant, das wir vorhin allwegen geachtet haben, die von Goslar in disem irem beschwerlichen obligen, obs glichwol nit von wegen der religion were, nit zu verlassen sin, vorab so uß gestalt irer sachen erfunden wurde, das sy unbillichen zwangsal littent und sy [zu recht?] disen sachen uff die ainungsverwandten kommen mochten. Diewil wir aber uß den actis, die sy zu Nuwenburg[= Naumburg] haben furgebracht, nit anders vernemmen konnen, dan das die beschwerlich camergerichtisch acht uff handlungen, die religion betreffende, ergangen syg, so konnen ouch wir nit anders achten, dan das solher handel endlich als ain religionsach angenommen und inen im fal der notturft billiche hilf inhalt der verainigung gelaistet werden soll. Derhalben ouch der gesant von wegen unser [daruf?] raten und schließen soll.

    Item, so der gesant vermerken wurd, not oder fruchtbar sin, das wir ouch etwem von unsern glerten oder predicanten zu Regenspurg haben solltent, so soll er uns das kunt thun und dabi sinen rat und gutbeduncken schriben, wen und wie die abzevertigen wernd.

    Item, das zu Nuwenburg verabschidet ist, was gstalt die protestierenden die gemainen, nit nur religions-, sonder ouch anderlay sachen gmainlich beratschlagen und vertadingen sollint etc., soll sich unser gesanter demselbigen glichmessig halten.

    Deßglichen, so man ainer verantwurtung halb gegen dem verunglimpfen, das uff die protestierenden stend mocht gelegt werden, item und von den brennern reden wurd, soll der gsant sins besten verstands ouch raten und ze schließen bevelh haben.

    Der hilf halb, der statt Ainbeck ze bewysen, soll der gsant by andern stettgsanten und sonst, wo er kan, kuntschaft machen und erfarung haben, wie jederman sich gegen inen halte, und uns deß zum furterlichsten berichten, damit wir, der gepur nach uns ouch ze halten und uff jetz kunftige vastenmeß vermog deß numburgischen abschids unser gab ze erlegen, wissent.

    Item, so man wyther wurde von der topel, großen anlag reden, waißt der gsant, wie wir den gsanten deren von Ulm, die zu Eßlingen uff dem stettag gwesen sind, gschrieben habent, uff mainung, das wir achtint, so zu ziten deß nuwburgischen abschids die sachen der mindischen und goslarischen achten, ouch sunst der camergrichtischen processen gestaltet werind gwesen wie jetzo, Šso hette man die ermelte anlag ersparet1. Diewil dan der zusatz, der gen Brunschwyk solt gelegt sin, ouch abgestelt, aouch die gegenrustung uffgehalten und andere sorgklichaiten von gnaden Gottes dißmals etwas ringer sind–a, so ist unsers erachtens von unnoten, das solhe anlag beschehe. Aber das were wol nit unnotturftig, das die niderlendische stett und andere stend, die ir vorige anlagen nit erlegt habent, nochmals die erlegtint. So aber sich die sachen widerumb zu etwas gevarlichait ziehen, so wurde dann minder als jetz beswerlich sin, dise anlag zu geben. Doch so andere stend gmainlich disen großen toppelmonat erlegent, so wellend wir deß ouch nit widrig sin.

    Item, so im span, zwischen Wirttenberg und Eßlingen swebend, etwas gehandelt und unser gsanter ouch zugegen sin wurd, soll er sins besten verstands handlen und vlyß ankeren, das die sach zu friden und im besten betragen werde etc. Actum, 12. Marcj anno 1541.

    [PS:] Gedenckent, nachfrag ze haben, ob etwan und namlich uff dem ainungstag, anno 1537 zu Schmalkalten gehalten, verordnet syg, das jeder stand bordenlichen oder one wythere verordnung jedes jars uff Wyhnachten–b ainen monat der klainen anlag geben oder erlegen solle und obs zu beschehen ubung syg.

    «Nr.40 Instruktionen der Stadt Nördlingen für ihre Reichstagsgesandten – 1541 Januar–Juni »

    «Nr.40a Instruktion der Stadt Nördlingen für Wolf Graf und Hans Wörlin – [Nördlingen], 1541 Januar 6 »

    A  Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Ausf.); AS: Instruction zum reichstag gen Regenspurg anno 1541; ÜS: Unser des rats zu Nördling abvertigung, instruction und bevelch, auf unsere besonder lieb Šaltburgermaister und ratsfreundt Wolff Grafen und Hannsen Wörnlin als unsere zu schierist kunftigem reichstag geordente ratsbottschaften gestelt.

    B  koll. Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Konz.); AS: Instruction zum reichstag gen Regennspurg anno 1541; ÜS: Unser des rhats zu Nördling abvertigung, instruction und bevelch, uff unsere besonder lieb altburgermaister und rhatsfreunda Wolf Graf bund Hannsen Wernlin–b als unsere zu schirist kunftigem reichstag geordente rhatsbottschaften gestellt.

    C  koll. Nördlingen StadtA, Missiven 1541, fol. 43r–48v (Kop.).

    Nachdem cvergangner zeit–c die röm. ksl., auch hispanisch etc. kgl. Mt., unser allergnedigister herr, zu stattlicherd, enotwendiger beratschlagung und erwegung–e, christenlicherf hinlegung oderg vergleichung der eingefallen zwispalt unser hailigen, cristenlichen religion, auch zu stattlicher erhaltung im hl. reich teutscher nacion guts fridens, ru und aynigkait, damit auch nach ervolgung der ehre Gottes dem erbfeind und verfolger unsers cristenlichen namens und glaubens, hdem Turcken–h, desto bas abbruch und widerstand geschehen, daneben auch in andern des hl. reichs teutscher nacion hochbeschwerlichen ob- und anligen die notturft furgenomen und gehandelt werden mug etc., ain gemainen reichstag, auf der hailigen dreyer könig tag idiß lauffenden 41. jars–i in der statt Regenspurg eintzekomen, ausschreiben lassen, mit gnedigstem, ernstlichen bevelch gepietend, jdenselben tag also–j neben und mitsampt andern stendenk zu besuchen, in angeregten sachen, wie das der sachen wichtigkait ervordert, handlen und schliessen ze helfen, alles nach ferrer ausweisung irer ksl. Mt. derhalb im truck gefertigten ausschreibens [Nr. 1].

    Also haben ldemnach wir, der rhat hieoben gemelt, aus sonderm bedencken obangeregten, so hochwichtigen, notwendigen und löblichen vorhabens derselben irer ksl. Mt. zu underthenigster gehorsam den ausgeschribnen reichstag unsers tails unbesuecht nit lassen wollen und derhalben die–l oben bemelte, unser besonder lieb, altburgermaister und rhatsfreund zum selben tag nachvolgendermassen mit bevelch abgefertigt.

    ŠErstlichen, nachdem das kaiserlich ausschreiben under anderm mitbringt, das anfengklich der zwispaltigenm religionsachen halb auf dem ausgeschribnen, guetlichen und unverbundtlichen gesprechstag zu Wormbs durch der strittigen partheyen abgesante, gelerten, verstendig und schidliche bottschaften vor den dartzu deputierten presidenten, den vier chur- und fursten, die augspurgisch confession und apologia fur die hand genomen, uff derselben all und jede puncten freuntlich und christlich, doch unverpuntlich underrede gehalten und muglicher vleiß furgewendt werden soll, die irrigen puncten zu cristlicher vergleichung und rechtem verstand zu pringen, und nachmaln auf ausgeküntem reichstag irer ksl. Mt. und allen stenden des hl. reichs angeregts, guetlichen tractats und gesprechs relacion beschehen soll, damit fürter ndie sachen der strittigen religion–n auf wege ainso rechtmessigen concilii oder sunst cristenlichermassen zu gepürender örterung geraichen mug etc., und man aber noch zur zeit nit wissen kann, wes auf den angeenden reichstag von dem gehaltnen wormsischen tractat fur außrichtung referirt poder sonst von allen thailen der zwispaltigen religion halb–p furpracht werden mocht, so haben wir demnach qin billicher betrachtung der sachen hochwichtigkait die–q gemelten unsere gesandten dißfals mit aigentlichem oder gemeßnem, gnugsamenr gwalt und bevelch thun und lassens unsers tails nit abfertigen mogens.

    Und wiewol nun wir, der rhat, diser zeit dessen bey uns entschlossen und bedacht sein (neben dem, das wir der röm. ksl. Mt. als unserm tin disem zeit–t von Gott geordneten, ainigen, rechten, naturlichen und allergnedigisten herren und dem hl. röm. reich furo nit minder dann bißher alle schuldige, underthenigste gehorsam gern laisten und von derselben nit setzen etc.), das wir udaneben und–u zuvorderst auch bey dem hailigen gotteswort und unserer nunmehr etlich jar hergeprachten religion unbeweglich besteen und beharren wollen, sovil immer muglich und der allmechtig Gott, der, sein vhailig wort allaine–v stattlichen zu erhalten, mechtig ist, seine gnaden verleihen wurdet, so haben wir doch, weil manw, wie gemelt, zukunftiger, furfallender sachen nit wissen haben mag, den gesanten, unsern alten burgermaister und rhatsfreunde, Šin bevelch geben, auf solliche deß wormsischen tractats oder gesprechshandlung und vertröste relacion xund sonst gemainlich andere sachen, die sich darunder zutruegen oder ereugten, ir–x vleissig achtung und aufmercken ze haben und uns, den rhat, des alles jederzeit mit unverweilter bottschaft wissenhaft ze machen, uns alsdann mit nothwendiger erwegung thun und lassens hieruber ferrer haben und wissen ze richten.

    Were dann sach, das sich die handlungen diß reichstags in puncten der irrigen religion auf ain gemain, christlich concilium ziehen und anlenden wurden, inmassen dann aus dem kaiserlichen ausschreiben in ainem fall zu vermuten, also das alsdann alle sachen auf sollich zeit ains concilii angestelt und mitlerweyl kain tail oder stand ferrere neuerungen anrichten oder furnemen, sonder biß zu endtlicher orterung und volnfuerung desselben concilii ain jeder bey seinen habenden und hergeprachten religion und ceremonien pleiben und gelassen werden solt etc., so haben alsdann die gemelten unsere gesandten, burgermaister und ratsfreund, bevelch yund gewalt–y, von unsernwegen in solliche handlung zu gehelen und darauf den abschid, sovil die religion und glaubenssachen belangt, unsers tails zu bewilligen.

    zTruge sich aber zu, das gesönderter weis von jedem stand in des andern abwesen diß puncten halb sein habender bevelch und confession in schrift erfordert werden wolt, so haben unsere gesandten hierinnen bevelch, der andern und sonderlichen der statt Nurmberg erbern ratsbottschaften wolmaynung und rhatsame bedencken zu bitten und abzenemen und uns dero bey tag und nacht mit aigner bottschaft zu berichten und hieruber unsers ferrern bevelchs zu gewarten–z,1.

    ŠIm fall aber, da sich die handlungen zu ainem abschid, dem augspurgischen in religion- und glaubenssachen ungeverlich gemeß, ziehen wolten oder wurden, wie gleichwol emporschwebender leuf und allerlay bewegender ursachen halb je nit zu vermuten, alsdann sollen ermelt unsere gesandten dagegenaa, das si, one hinder-sich-pringen denselben abschid also antzenemen, nit bevelch hetten, furwenden, sich auch hieruber bey der erbern stett und anderer stende, sonderlichen der statt Nurmberg gesandten rhatsbottschaften abauf alle furfallend und begegnende sachen-ab, sovil zimblich und sich gepuren mag, vertreulich erkundigen, weß ire herrn und obern hierunder gesindt sein mochten etc., acinen auch, wo vonnöthen, unsere vorhaben, gemueth und maynung gleichsfals auch entdecken und uns alsdann, wes si, die gesandten, also in rhat finden und erkundigen mogen, durch schrift-ac furderlichst verstendigen, uns abermals hieruber tun und lassens adder notturft ferrer haben-ad zu entschliessen.

    Und so aber sach wer, das disfals geeylt und das hinder-sich-bringen nit gestatt, sonder das kaiserlich ausschreiben, das gleichwol, wie gemelt, gnugsamen gwalt ervorderte, dagegen furgewendt und darauf zu verfertigung ains widerwertigen, unannemlichen abschids gegriffen werden wolt, also das sy, hinder sich ze schreiben, nit zeit gehaben und derhalben andere mehr und vil stend und stett davon protestiern wurden, so söllen alsdann die verordneten unsere gesandten in bevelch haben, uns begegnender sachen furderlich zu berichten und nichts minder sich bey der statt Regenspurg burgermaistern und räten antzezaigen und vernemen zu lassen, das sy, in so gethonen abschid zu bewilligen oder si umb ainiche besiglung unserthalben zu bitten, von uns nit bevelch hetten, so lang, bis si die sachen zuvor an uns gelangen lassen und derhalben unsern ferrern beschaid zu handen pringen möchten2.

    ŠAm andern und als aber das kaiserlich ausschreiben zu disem reichstag under anderm ferrer zu erkennen gibt, das auch zu abbruch und treffelichem widerstand des erbfeinds unsers hayligen, christenlichen namens und glaubens, aedes Turckhen