Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    «III. Protokolle und Tagebücher  »

    «III,1 Protokolle und protokollarische Berichte  »

    «Nr.63 Protokollarischer Bericht über die Verhandlungen der schmalkaldischen Verbündeten vor Reichstagsbeginn – Regensburg, [1541 April 2] »

    Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 126r–131v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 131v: Vertzaichnus, was der landgraf an die ainungsverwanten stende der session halben mit Hg. Heinrichen von Braunschwig gelangt und was ime darauf zu ant[wort] geben; 1541;ÜS fol. 126r: Actum Sonnabent nach Letare anno etc. 41 in beisein aller religionsverwanten stende, so damalß ankohmen.

    Erstlich haben ihnen die Ff. Hessen und Anhalt die gestalte notel, welchermassen etzlicher stedt, auch Dr. Helten1 und Dr. Braunß2 personn halben an die ksl. Mt. zu supliciren sein solt, gefallen lassen.

    Ist auch hierbey durch die stende bedacht, dieweil die von Goßlar etzlicher thetlicher handlung halben, ynen von denen von Braunschweigs dienern begegnet, ein instrument haben verfertigen lassen, daß solchs der ksl. Mt. mit zu uberantworthen sein solte, dergleichen ein außtzug auß der von Magdeburgk schreiben, an den churfursten gethann.

    Zum andern ist vorgetragen worden, was der von Pappenheim von der ksl. Mt. zue antwort erlangt und nemlich, daß die ksl. Mt. geneigt, die stende ires anligents selbst zu hören, und ire ksl. Mt. wuste die ding niemants zu bevehlen. Die ksl. Mt. wölte auch den stenden ungeverlich umb acht schlege derwegen stunde und zeit benennen lassen.

    Dorauf geratschlagt, were zue der ksl. Mt. zu schicken, und von allen stenden bedacht, nutz und gut zu seyn, daß die fursten ksl. Mt. zu ehren selbst mitgingen. Dieweil aber Hessenn des allerley bedencken gehabt, ist geschlossen, daß der von Anhalt mitgehen sol und mit seiner fstl. Gn. Dr. Pistoris von Hg. Heinrichs zue Sachssenn wegen. So sol auch Hessen, Wirtenberg, Straßburg, Augspurg, Ulm und Premenn mitschicken.

    Nachdeme auch den stenden ein suplicationn, von denen von Goßlar außgangen, vorgelesen worden, ist durch die stende im besten erwogen worden, noch zur zeit damit innenzuhalten und, biß die stende uff ire supplicationn [Nr. 244] von der ksl. Mt. resolutionn erlangten, stiller zu stehen und in sonderheit, weil die stende bitten theten, die von Goßlar anher vergleiten zu lassen, Šund doch die von Goßlar antzeigten, daß sie nicht kohmen möchten, darmit eines wider das ander nicht lauffen durfte.

    Zum dritten hat der lantgrafe antzeigen lassen, Hg. Fridrich Pfgf. hette seiner fstl. Gn. secretarium Rupertum3 [sic!] zue ihme, dem lantgrafen, geschickt und zweyer puncten halben bericht thun lassen. Erstlich die meß belangende, der were albereit resolvirt, adan seine fstl. Gn. hetten in die meeß, welche die ksl. Mt. vor anfange des reychs handlungen zu halten vorgenummen, nit willigen wollen–a.

    Zum andern, weil sich irrung erhielten zwischen Hessen und Braunschwig, daß sie villeicht nicht gern beyeinander sitzen wurden, so were der ksl. Mt. bedencken, daß Hessenn zum ersten vorhalten anheimisch pleiben und seiner fstl. Gn. rethe schicken solte. Alß aber seine fstl. Gn. Pfgf. Fridrich, dem von Prata4 und andern ksl. Mt. deutzschen rats derhalben sein beschwerung durch ire rethe antzeigen lassen, warumb sein fstl. Gn. dem von Braunschwig zu weichen nicht bedacht, daß auch Hg. Heinrich sich des sonder zweifel hochlich ruhmen wurde etc., so were dorauf zu antwort gefallen, der ksl. Mt. gemut were nicht so rauhe gewesen. Der secretarius hette es auch nicht recht geworben, sonder geirret. Das were aber irer Mt. gemut, dieweil zwischen ihnen irrung, daß ire ksl. Mt. dem lantgrafen zu bedencken anheimstellet, op er zum ersten vorhalten kohmen wölte oder schicken oder selbst antzeigen, wie ihme zu thun were.

    Er, der lantgraff, hette auch Pfgf. Fridrichen und andern der ksl. Mt. deutzschen rethen antzeigen lassen, er konte bey dem vom Braunschweig nicht sitzen, d[och] mit einer protestationn, was disfalß von ihme gethann, daß es der ksl. Mt. zue underthenigkeit und umb fridenß willen beschee, doch darmit seine geburliche clage wieder gemelten von Braunschwig nicht fallen zu lassen, darmit kunftiglich an tag kohmen möchte, was mit warheit oder unwarheit dargethann, doch wolten sein fstl. Gn. auf ein ander banck sitzen.

    Aber seiner fstl. Gn. rethe hetten hierneben, doch one bevelh ein andern furschlag gethann, nemlich, daß der ksl. Mt. vorhalten den stenden underschiedlich bescheenn möchte. Dan weil man sich doch hernacher trennet, wann man antwort geben muste, so solte auch nicht viel doran gelegen seyn, daß der underscheidt im antragen auch gehalten. Welches Hg. Fridrich an die ksl. Mt. zu tragen angenohmen hette. Doch sollte sich der lantgraff mitlerzeit auf ander mittel bedencken. Pfgf. Fridrich hette auch seiner fstl. Gn. rethen ferner antzeigen lassen, wiewol die ksl. Mt. ir solche nottel ließ gefallen, so hetten sie doch aller stende halben bedencken, dann es zuvor im reich nicht also herkohmen, ire ksl. [Mt.] wölten es aber vleissigen. Dieweil nuhn Hessenn hieran viel gelegen, seine fstl. Gn. auch der religionn halben nemlich des aufgehaltenen secretarien Šund dan des gehaltenen tags zue Braunschwig halben dartzue kohmen, so haben sein fstl. Gn. der stende rath und bedencken gebethen, wes er sich des sitzens halben zu verhalten.

    Darauf ist von der stende wegen dem lantgrafen zur antwort gegeben worden, daß sein fstl. Gn. des secretarien handlung abgeschlagen, doran hetten seine fstl. Gn. recht und wol gethann. Daß aber hernacher berurts secretarien handlung durch die keyserlichen rethe umbgekärt und daß es nicht so rauhe gemeynet, gern gehört. Und wiewol es war, daß die beschwerung zwischen Hessenn und Braunschwig, wo die vorhaltung ad partem beschee, leic[h]tlich zu verhuten, so hette es doch mercklich und viel bedencken, dann es were hievor im reich dermassen nit herkohmen, wie es die ksl. Mt. auch selbst angetzogen. Were auch leichtlich zu erachten, daß es die andern churfursten schwerlich wurden nachgeben. Und do es einmhal im reich solte furgenohmen werden, könte ein jeder bedencken, was nachteil es dem reich teutzscher nationn einfuren wölte. Dan des reichs hendel weren hievor alwegen in gemeynem rath furgenohmen worden und, wen man bereit in religionsachen ad partem gehandelt, so were man dennocht in andern sachen beyeinander plieben. Und do man ein mhal solte einreumen, daß die furhaltung ad partem beschee, so wurden hinfurder alle handlung particular werden.

    So were es diesen stenden auch zum hochsten beschwerlich, dann das wurde gewießlich furfallen, daß etzliche viel stende, die unser religionn weren, hienuber uff die papistischen seiten möchten wöllen getzogen werden alß Pfaltz, die marggrafen, Gulich und etzliche stedte mehr, darumb es auch in keynen weg ratsame, daß der ksl. Mt. erstes vorhalten ad partem beschee auß vilen bedencklichen ursachen. Und wiewol es beschwerlich gnug, daß Hessenn und Braunschweig beyeinander sitzen solten, so were doch noch beschwerlicher, daß darumb das reich wieder das alt herkohmen zertrennet werden solte.

    Do auch die protestationn des lantgrafen halben solte bescheen, were leichtlich zu erachten, daß Braunschweig dargegen wurde protestiren und sich also ein rede auß der andern zutragen, dadurch des reichs hendel verhindert und sich sunsten allerley unraths dorauf zutragen möchte. So were auch seyner fstl. Gn. nicht zu rathen, sich auf ein ander banck zu setzen, dann auf den vhal muste sein fstl. Gn. nideriger vor und uber sich sitzen lassen. Das were auch nicht guth und villeicht kunftiglich allerley einfurung machen wolte.

    Darumb der stende bedencken alß fur einen wegk, daß durch die ksl. Mt. verfugt wurde, daß Hessen und Braunschweige zue verhutung protestirenß und unlusts zum ersten vortragen beiderseitz doheimen plieben und ire rethe schickten. Der ander wegk, da Hessenn und Braunschwig personlich bey dem antragen sein solten, daß durch die ksl. Mt. bmit vorwissen der parth–b ein protestationn gestalt, welche beide partheien thun möchten, doran sie auch begnugig sein musten und weither nichts reden noch furwenden liessen.

    ŠHierauf sich der lantgraff weiter selbst vernehmen lassen, daß das erst furtragen von wegen der ksl. Mt. ad partem bescheen solte, hette er selbst bedencken, wuste es auch nit zu rathen. Daß aber er und Braunschweig zuegleich aussenpleiben solten, gebe einen grossen außstandt, so were es auch ein grosse ungleicheit. Dann er wuste sich der stuck, yme von Braunschweig auferlegt, gantz unschuldig. Hinwieder aber, was er von Braunschweig geschrieben, das were war, hette sich auch albereith gegen der ksl. Mt. erbothen, solches alles whar zu machen. So hielte er es auch dafur, daß dem von Braunschwig zu protestiren von unnöthen, dann die außchreiben geben, was eyn jeder gehandelt. Solte auch die protestationn gefallen, so stehec kein mittelfurst zwischen ihnen, darumb er an Braunschwig sitzen muste. Das were ihme ungelegen. Dann wann der von Braunschwig ihnen irgents auf ein fuß drette, so schluge er ihnen an halß, dorauß auch nichts guts erfolgen wölte. Daß er sich auch auf ein ander banck setzen solte, muste er selbst bekennen, daß es ihme verkleinlich, und dorumb der stende weiter bedencken begert.

    Dorauf die stende sich folgender antwort vereynigt: Daß seyne fstl. Gn. von hendeln solten geschoben werden, were beschwerlich, auch diesen stenden nicht wol leidlich. Und wiewol die stende geneigt, von andern wegen zu reden, so wusten sie doch die nicht wol zu treffen. Dann wiewol diß ein weg sein möcht, daß zum ersten furtragen kein furst personlich darbey were, so acht manß doch, daß es nicht erheblich.

    Zum andern, daß die ksl. Mt. verordnet, daß nicht nach ordnung, sonder ein ungeferliche session uff ditzmal gehalten oder daß jedermann stehen muste, so were doch zu bedencken, die fursten wurden ire rethe und adel bey sich haben und do etwas under denselbigen erregt, daß alßdann wölte gesagt werden, man hette sich nicht geleitlich gehalten. Dorumb nochmalß der bequemste weg, daß Hessen und Braunschwig zum ersten furtragen personlich nicht zusamenkehmen. Und wiewol es beschwerlich, da sie beide außgeschlossen und villeicht mancher die sachen dadurch wölte alß vor verglichen achten, so hielten es doch die stende dafur, wer beiderseitz außchreiben gelesen, wurde leichtlich zu befinden haben, welchem theil der unfug tzutzumessen. Zudeme, wann gleich beide Hessenn und Braunschweig beyeinaner sessen, daß dadurch solcher arwann [sic!] nicht aufgehoben, sonder ebenso w[enig] vor ein gleichmessige sach von unverstendigen wölte geacht werden, alß da peide theil aussenplieben. Aber die stende hielten es dafur, daß es so vil mehr gelimpfs brengen wölte, wan seine fstl. Gn. darumb aussenplieben, daß sein fstl. Gn. bey Braunschwig nicht sitzen wölten. So konte es auch wol dahin gericht werden, daß hernachmalß in reichsrheten durch Hessen und Braunschwig ein tag umb den andern gesessen und von dem andern die rethe geschickt wurden.

    Hinwieder lantgraff kurtz geantworth: Sein fstl. Gn. verstunden die antwort der stende freundlich und genediglich, seine fstl. Gn. weren aber nicht bedacht, Šsich außchieben zu lassen. Wölte ehr uff seyn pferde sitzen und davon reithen, seinen rethen bevehlen, was gemeyne stende beschlussen, auch mitzuwilligen. Darumb er auch der ksl. Mt. wolte anzeigen lassen, da seine fstl. Gn. gegenwertigkeit nicht vonnöthen, daß die ksl. Mt. ihm genedigst erlauben wölte.

    Dargegen die stende sich vornehmen lassen: Dieweil sein fstl. Gn. diese sachen albereit an die ksl. Mt. gelangen lassen, so hielten es die stende dorfur, die ksl. Mt. wurde solche wege zu treffen wissen, die seiner fstl. Gn. leidlich und wol antzunehmen, dann was von den stenden itzt bedacht, das were freuntlicher, undertheniger und dinstlicher meynung bescheen.

    Welches der lantgraff wol zufriden gewesen. Stehet aber noch unerledigt. Darneben haben sein fstl. Gn. auch angetzeigt, sie hab iren dienern, allenthalben frid zu halten, gebothen. Das wölt sein fstl. Gn. auch thun, wölte aber ihnen der von Braunschwig schlagen, so muste er sich weren.

    «Nr.64 Protokoll der Verhandlungen des Kaisers und der kurfürstlichen Räte in Sachen Hessen contra Braunschweig – Regensburg, 1541 April 2–4  »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 47r–53v; ÜS: Handlung vor anfang des reichstags.

    Sambstags nach Letare anno 41 [1541 April 2] hat der Kard. und Ebf. zu Meintz Kf. di churfurstlichen rethe ausserhalb Sachsen in das augustinercloster fordern und inen furhalten lassen: Di röm. ksl. Mt. hat in irer ankunft alher gein Regenspurg befunden di schmelichen schriften und bucher, so Braunschweig und Hessen hetten widereinander außgeen lassen. Dieweil aber di zu verhinderung dises reichstag us vil ursachen gelangen mochten, hetten ir Mt. an Braunschweig begert, mit weiterm schreiben stillzusteen, welchs Braunschweig nit allein bewilligt, sonder auch der ksl. Mt. die sachen mechtiglich heimgestellt. Wiewol nun ir Mt. solchs bei Hessen gleichergestalt gesucht, mit gnedigem erbieten, durch gutlich handlung weg zu suchen, solche sachen zu vergleichung zu bringen, so hette doch Hessen allein fur sein person ir Mt. bewilligt, die schmehebucher ytzo beruhen zu lassen. Dieweil aber andre protestirende stendt zum hochsten auch verletzt weren, wiss Hessen diselben nit zu verpflichten. Darzu wolt Hessen unvermeidliche notturft erfordern, vor ksl. Mt. und gemeinen stenden ein protestation zu thun und, was sie von Braunschweig geschrieben, mit brief und sigeln zu beweisen und sich zu entschuldigen. Dieweil dan ir Mt. bedacht, das dise sachen der andern reichshandlung verhinderung gepern mocht, so het ir Mt. Meintz bevolhen, der churfursten botschaften zu erfordern und sich mit inen eins ratschlags zu vergleichen, wie solche sachen furzunemen, und den furter an ksl. Mt. zu gelangen, dan so Braunschweig und Hessen personlich zusamenkomen oder im fall, das Hessen, wie erzelt, protestiren und sich beweisung anmassen solt, were allerhandt beschwerung zu vermutten, welchs Meintz Šauß bevelh ksl. Mt. also wolt angzeigt haben1. Daruff haben sich der churfursten rethe eins ratschlags verglichen, doch nit in schriften zu ubergeben, sonder muntlich furzutragen, wie hernach volgt mit A bezeichnet:

    Die churfurstlichen rethe2 haben von dem Kard. und Ebf. zu Meintz Kf., vernomen, was die ksl. Mt. mit beiden Ff. Braunschweig und Hessen irer hin und wider ausgangen schmehebucher halben gnediglich gehandelt hat und was ir Mt. begegnet ist, und anstat irer gnedigsten herrn die zugefallen irrung und sonderlich, das die in solche weitleuftigkeit gewachsen, mit beschwertem gemuet gehort. Das aber ire Mt. sich diser sachen underzogen und sich darin so gnediglich gemuhet hat zu furderung obligender des hl. reichs sachen, davon alhie soll gehandelt werden, das sein die churfurstlichen rethe irer ksl. Mt. undertheniglich danckbar. Und dieweil sie irer Mt. zu gehorsamen sich schuldig erkennen, haben sie uff irer ksl. Mt. gnedigen bevelh den handel beratschlagt und bedencken uff ir Mt. gnedig wolgefallen vonnoten sein, das ir Mt. als das ordenlich haubt in der angefangen handlung weiter furfaren und bei dem Lgf. zu Hessen suchen und gnediglich begern, solche sachen bis zu endt des reichtags anzustellen, auch die furhabende protestation ditzmals beruhen zu lassen und sonderlich zu bedencken, das diser reichstag von wegen der strittigen relligion und ander treffenlichen des hl. reichs obligen sey furgenomen, welche des hl. reichs obligen billich diser zugefallen irrung furgesetzt wurden, wer auch nit wenig beschwerlich, wo sie durch solche irrung solten verhindert werden, wie Šdan di ksl. Mt. acht, des landtgraven gemut nit were. Sein die churfurstlichen rethe der undertenigen hoffnung, Hessen mocht durch solche und dergleichen persuasion bewegt werden, die protestation anzustellen und sonderlich, so sich ir Mt. abermals erbieten wurde, nach endung diß reichstag in solcher sachen gnedig handlung furzunemen, aund das sollich anstellen keinem teil zu nachteil oder verletzung seiner gerechtigkeit reichen solt–a.

    Und damit im reichsrat unlust und der unrat, so darauß volgen mocht, verhuet werde, achten die churfurstlichen rethe, di ksl. Mt. mocht mit beiden fursten handlen lassen, bei der proposition diß reichtags personlichb nit zu erscheinen, und das volgends ir fstl. Gn. ein tag umb den andern bei den ratschlegen weren und allweg der abwesendt seine rethe verordnet het.

    Im fall aber, das Hessen ye nit von der protestation absteen wolt, wer mit sein fstl. Gn. zu handlen, dieselbe ditzmals allein vor ksl. Mt. als ordenlichem richter diser sachen zu thuen, di wolten ir Mt. gnediglich anhoren und nach endung des reichstags in sachen handlung furnemen. Alles uff wolgefallen und ferrer bedencken irer ksl. Mt.

    Und nachdem di irrung der session under etlichen stenden gemeinen des hl. reichs sachen nit wenig verhinderlich ist, so achten di churfurstlichen rethe, es solt nit wenig furderung gepern, wo ir Mt. vor oder gleich nach der proposition an die stendt begert het, die session ungeferlich zu halten, wolt ir Mt. in dem abschid gnedige fursehung thun, damit solchs nimands zu nachteil gelangen sollt, welchs wellen di churfurstlichen rethe ir ksl. Mt. auch undertheniglich erinnert und zu irer Mt. gnedigemc wolgefallen gestellt haben wollen3.

    ŠMontagsd noch Judica [1541 April 4] haben ksl. Mt. churfurstlichen rethe erfordern und inen anzeigen lassen, das Hessen, sein protestation vor irer Mt. und churfurstlichen rethen zu thun, in willen, mit gnedigstem begeren, die churfurstlichen rethe wolten gedochte protestation samp irer Mt. anhoren.

    Daruff hat Hessen in gegenwurtigkeit ksl. Mt. und der churfursten rethe durch den cantzlern die protestation verlessen lassen, ongeverlich und summarie des inhalts: Das von ksl. Mt. sein fstl. Gn. uff morgen zu anfang des reichstags als ein furst genedigst erfordert. Diweil dan Hessen, irer Mt. zu gehorsamen, sich schuldig erkent, auch zu thun willig, wolt Hessen eigener person erscheinen und aber zu vermuten, das der Hg. von Braunschweig dergleichen an im nit wurd erwinden lossen und sie beide in gemeinem reichsrath sein solten, so wolt Hessen protestirt haben, das er in solcher gemeiner handlung und session sich seiner forderung und action, so Hessen an Braunsweig gedecht zu haben, sich damit gantz nicht begeben haben wolt, mit undertheniger und freuntlicher bit, ksl. Mt. und kfl. rethe wolten solche protestation zu guter gedechtnuß behalten, Šsich derselben zu rechter zeit haben zu gebrauchen. Und alsbald hot Hessen die protestation in schriften ksl. Mt. behendiget4.

    Es haben aber ksl. Mt. Hessen antworten lossen, das bei ir Mt. beschehenne protestation wol verwart und registrirt werden solt. Es gedechten auch ir Mt. dobei, gedochte protestation Hg. Heinrichen zuzuschicken, dargegen, ob er wolt, protestiren oder sein notturft haben vorzuwenden5.

    ŠDemnoch Hessen uff kurtzen deßhalben gehapten bedacht ksl. Mt. der angenommennen seiner protestation underthenig gedanck und doruber underthenigst gebetten, wo Hg. Heinrich neben seiner protestation, so er villeicht thun wurd, etwas, was Hessen betreffen, infuren wurd, das ksl. Mt. im, Hessen, Šdasselbig gnedigst mitteilen wolt, gedecht Hessen uff iden puncten erhlichen und furstlichen bericht zu geben. Welchs ksl. Mt. abermals mit churfurstlichen rethen beratschlagt und Hessen zu antwort geben, ir Mt. wolt, so etwas ferners Hg. Heinrich seiner vorhabenden protestation inleiben wurd, dan die protestation erfordert, dasselbig Hessen nit vorhalten. Idoch were ir Mt. genedigst begeren, wie ir Mt. vormals mit im auch het handeln lossen, das Hessen oder die seine mit Hg. Heinrichen oder den seinen nichts thettigs mit worten oder wercken im oder auß dem reichsrath vornemen, wie sich dan ir Mt. zu Hessen versehe. Wolt ir Mt. bei Hg. Heinrich, als vor auch gehandelt, dergleichen verschaffen. Das hot Hessen ksl. Mt. vor sich und die seinen, wie obsthet, zugesagt und versprochen, auch alsbald von ksl. Mt. urlaub genommen.

    Aber ksl. Mt. haben darnach churfurstlichen rethen vortragen lassen, das ir Mt. in verlesung hessischer protestation etliche harte wort vernummen, die Hg. Heinrichen und die sach erbitern, auch im weiter ursach geben mochten, sich mit Hessen ferners mit schriften inzulossen. Derhalben wer ir Mt. gutbeduncken, das bemelte protestation Hg. Heinrichen nit wie sie in schriften gestalt, sonder mit worten zum freuntlichsten und gelimpflichsten wurd vortragen, darzu wolt ir Mt. etliche von ir Mt. rethen verordenen und solten churfurstliche rethe zwen auch darzu geben. Die churfurstlichen rethe haben daruff ein genedigsts bedencken genummen und noch gehapter underredung auch erwegung ksl. Mt. vortragens sich entschlossen und ksl. Mt. underthenigs zu erkennen geben, das ksl. Mt. gutbeduncken, das die protestation nit schriftlich, sunder muntlich uff freuntlichs und dinlichts [sic!] solt an Hg. Heinrich gelangen, das lissen churfurstliche rethe inen nit mißfallen. Das aber daran gehenck, das churfurstliche rethe zwen auß inen zu dem verordenen solten, achten churfurstliche rethe, das ksl. Mt., die die grost praeeminentz, authoritet und ansehen het, wurd solchs durch die ire zum besten und ersprißlichsten außrichten kunnen, sonderlich, dweil ir Mt. zuvor zwischen Braunschweig und Hessen die irrungen, so sich zwischen beiden fursten erhalten, hinzulegen, gnedigst verhandeln lossen. Welchergestalt aber solchs antragen geschehen solt, wurd ksl. Mt. on zweiffel wol wussen zu bestellen.

    Das hot ksl. Mt. zu volfuren gnedigsts bewilliget und churfurstliche rethe daruff mit urlaub von ir Mt. geschiden. Actum ut supra.

    «Nr.65 Mainzer Protokoll des Kurfürstenrates – Regensburg, 1541 April 5–Juli 11 »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 1r–20r; ÜS: Prothocoll des reichstags zu Regenspurg, angefangen Dinstags nach Judica anno domini 1541 [1541 April 5].

    Ausz.: Pfeilschifter, Acta reformationis catholicae, Bd. III, Nr.117, S. 378–379.

    Nach endung der heiligen meß, so uff obgemelten tag in gegenwertigkeit ksl. Mt., Kff., Ff. und gemeiner stendt und derselben botschaften (doch ausserhalb Šder protestirenden) im dhumbstift de sancto spiritu gesungen ward, haben sich ir Mt. uff das rathauß gefugt und neben irer Mt. fursten, stend und botschaften, so bei der meß waren. Di protestirenden aber haben irer Mt. uff dem rathauß zum merenteil gewart.

    Und nachdem ir Mt. mit allen stenden und botschaften nach gewonlichem geprauch gesessen sein, het Hg. Fridrich von wegen der ksl. Mt. furgetragen: Di ksl. Mt. haben im gnediglich bevolhen, Kff., Ff. und gemeinen stend irer Mt. proposition diß reichstags muntlich furzutragen. Dieweil aber ir Mt. sein gelegenheit gesehen und solhe proposition in schriften gestellt were, het ir Mt. inen des gnediglich erlassen und wolt ir Mt. solhe proposition in schriften verlesen lassen, wie bescheen.

    Nach verlesung der proposition haben sich Kff., Ff. und stend ein kleines underredt und ksl. Mt. anzaigen lassen: Irer ksl. Mt. gnedige proposition hetten sie underteniglich angehort und daruß befunden die getreu und gnedig zuneigung, so ir ksl. Mt. zu dem hl. röm. reich, sonderlich teutscher nation allzeit getragen haben und noch. Bedancken sich des in aller underthenigkait und betten daneben gehorsamlich, ir ksl. Mt. geruchten, inen solhe proposition in schriften mitteilen zu lassen. Wellten sie dieselben mit getreuem fleiß bedencken, erwegen und beratschlagen und darin ir Mt. ir getreu wolmeynung eroffnen und an inen nichts mangeln lassen, das ir Mt. und dem hl. reich zu wolfart und gutem gelangen mocht. Di ksl. Mt. hat solhe antwort zu gnedigem gefallen angenomen, sich der bedanckt und erbotten, die proposition in schriften zu ubergeben, wie solhs durch Hg. Fridrichen geschiklicher furgetragen. Und ist daruff di proposition in di meinzisch cantzlei uberantwort, mit B bezeichnet.

    Nachdem di proposition durch di stendt ist abzuschreiben verordent, sein sie Sambstags nach Judica [1541 April 9] uffm rathaus erschienen. Heben di churfursten und ire botschaften allein und die stendt ausserhalb der stett allein di proposition erwogen und beratschlagt. Und wie di churfursten und ire gesandten uber dem handel gesessen, haben di stend den Bf. von Speur und Hg. Heinrichen von Braunschweig zu den churfursten und iren botschaften geschickt und anzeigen lassen: Der Hg. von Sophoi hat den weltlichen fursten anzeigen lassen, wie er zu disem reichstag durch di ksl. Mt. beschrieben, auch gestern zur handlung gefordert sei, derwegen er einen verordent, adieweil im die teutsch sprach nit kundig, neben im–a di handlung anzuhoren und der notturft zu beratschlagen etc. Wiewol nun Lotringen, Sophoi und Camin in allen anschlegen begrieffen, so seyen sie des allwegen ungehorsam gewest. Zudem wissen sich die stendt nit zu erinnern, das Sophej ye ein session im reich gehabt. Derwegen haben sie Sophej on vorwissen der churfursten und irer botschaften nit zulassen, sonder sich vorhin mit inen der notturft entschliessen wollen. Bittendt, di sachen zu beratschlagen und sich mit inen zu vergleichen.

    ŠNach erwegung und beratschlagung des handels haben sich churfursten und fursten miteinander einmutiglich vergleichen, wo der Hg. von Sophej zusagen werd, hinfur des reichs anschleg gehorsamlich zu tragen und sich andern fursten des reichs gemeß zu halten, auch wes im fur widerwertigkeit und beschwerung di zeit seiner ungehorsam bisanher begegnet, das reich derhalben nit zu ersuchen, sonder unbemuhet zu lassen, das er alsdan nit auszuschliessen, sonder im gepurlich session zu gestatten, auch seinen verordenten, soferr er im mit ratseiden und pflichten zugethan, anzunehmen. Doch dieweil ditz nit ein relligionsach, sollt sich gepurn, an di protestirenden zu bringen, dieweil sie von den stenden (ausserhalb der relligion) in keinen andern sachen wellen abgesondert sein. Doch ist bedacht, di ksl. Mt. wurde bei den protestirenden irem bescheen erbieten nach di weg suchen, das sie inen solhs solten gefallen lassen. Die protestirenden sein aber daruff, wie man sagen will, bestanden, das solhe und dergleichen sachen in irem und aller stendt gegenwurtigkeit sollten geratschlagt werden. Haben darumb di sachen uff zusamenkomen aller stendt geschoben, darbei es noch beruhet.

    Neben hat des Ebf. von Bisantz geschickter umb session auch angesucht und zu vilmaln. Dieweil man aber befunden, das bemelter erztbischof in vil jaren nie kein anschlag bezalt hat, so ist er damit auch uffgehalten. Und wiewol man der meynung gewest, inen zuzulassen, so ist doch sollichs auch uff ein gmein zusamenkomen aller stendt geschoben und der ursachen, dieweil der gesandt ein audientz vor allen stenden begert hat.

    Was aber die haubtsach der proposition betrifft, haben die churfursten und der abwesenden gesandten sich erinnert, was hievor uff gehaltnen reichs- und andern tagen der strittigen relligion halben unfruchtbarlich gehandelt, und haben inen uß beweglichen ursachen den weg, durch ksl. Mt. furgeschlagen, wolgefallen lassen und denselben mit vorgeender dancksagung bewilligt und daruff ein antwort, wie di der ksl. Mt. sollt zu geben sein, umb bessern berichts willen stellen lassen. Und als in solher antwort die wort in der keiserlichen proposition bestimbt, repetirt und bewilligt, nemlich (doch unbegeben des ausgpurgischen abschids), dagegen haben die pfaltzgrefischen furgewendt, das sie bevelh haben, wo von der relligion solte tractirt werden und der augspurgisch abschidt, wie in Hagenau bescheen, furfallen wurde, nit anderst zu bewilligen dan mit disen oder dergleichen worten (doch allen andern angenomen reichsabschiden unbegeben). Dieweil aber das merer daruff bestanden, das der augspurgisch abschidt, wie vor steet, sollt gemelt werden, haben es die pfaltzgrefischen nit verhindern mogen, sonder gebetten, ir bedencken und angezeigten bevelh zu registriren bei di acta ditz tags.1

    Montags nach Palmarum [1541 April 11] haben die churfursten und derselben botschaften den fursten und iren botschaften ir bedencken muntlich anzeigen lassen, wie das in schriften gestellt, mit C bezeichnet [Nr. 86]. Dagegen Šhaben die fursten ir bedencken auch eroffnet. Und wiewol dasselbig sich in etlichen puncten mit der churfursten ratschlag nit verglichen hat, so haben sich doch Kff., Ff. und stendt zulezt einer antwort uff die proposition [Nr. 89] verglichen, mit D bezeichnet, und volgendt den stetten iren einmutigen beschluß zu erkennen geben mit bit, sich mit inen zu vergleichen. Doruff die stet angezeigt, sie heten den handel auch erwogen und weren entschlossen, ksl. Mt. die erwelung der personen frei heimzustellen. Dieweil aber Kff., Ff. und stendt solhs conditionaliter thun, wolten sie ir antwort [Nr. 90] ksl. Mt. fur sich selbs geben. Und wiewol inen solhs abgeleint mit erinnerung herbrachten gebrauchs und bit, sich von gemeinen stenden nit abzusondern, so sein sie doch daruff bestanden.

    Volgends tags [1541 April 12] haben die stendt durch etliche fursten und stendt der ksl. Mt. die gestellte antwort uberantworten lassen. Nach verlesung derselben hat ir Mt. den verordenten anzeigen lassen: Sie het vernomen, welhergestalt ir Mt. fleiß nach lengs erzelt wurd mit angehengter dancksagung etc., welhs von unnoten gewest. Dieweil sich ir Mt. wisst zu erinnern, das sie solhs schuldig, so wer sie auch des fur sich selbs gnediglich geneigt. Was aber di erwelung der personen betreff, wer di antwort bei irer Mt. etwas zweivelig, dann ir Mt. het den sachen fleissig nachgedacht und den aticul wolbedechtig gestellt und sonderlich erwogen, wo di personen durch die stendt sollten ernennt werden, das sich leichtlich zwispalt zutragen, welher der sachen hinderlich wer und nachteilige verlengerung gepern wurde. Darumb wer nochmals ir Mt. gnedigs begern, di stendt wolten irer Mt. die erwelung der personen heimstellen und irer Mt. darin vertrauen. Wolte sie sich dermassen erzeigen, das die stendt darab kein beschwerung, sonder wolgefallen haben solten, abermals begerendt, die sachen zu furdern.

    Dinstags nach Palmarum [1541 April 12] haben die verordenten ire relation inmassen ytzo erzelt gethan. Daruff haben sich Kff., Ff. und stendt einer antwort [Nr. 91] verglichen, dieselben in schriften gestellt umb bessers behalts willen und der ksl. Mt. muntlich furtragen lassen, mit E bezeichnet.

    Wiewol die stet diser antwort bericht, haben sie sich doch abermals mit den stenden nit verglichen, sonder sein uff irer erst antwort bestanden. Wiewol auch fur notwendig angesehen, der stet neuerung an ksl. Mt. zu gelangen und ir Mt. zu bitten, solhs bey inen abzuschaffen, so ist doch bedacht, das solhs nit ausserhalb der protestirenden, sonder mit rat aller stend gescheen soll etc. Derwegen es ditzmals angestellt ist.

    Nachdem den churfurstlichen botschaften durch den bebstlichen legaten an der procession zu etlichen malen verhinderung gescheen, haben sie solhs an ksl. Mt. gelangt und umb abschaffung gebetten, der sie auch vertrost sein. Und damit sie ir Mt. der churfursten gerechtigkeit desto statlicher darthun und, ob dieselben angefochten, notwendig ableynung darwider furwenden mochten, ist Šein ratschlag derwegen gestellt [Nr. 92], im fall der notturft zu gebrauchen, mit F bezeichnet.

    Dornstagsb nach Ostern [1541 April 21] vor mittag.

    Sein die stend der alten relligion uff dem rathaus erschienen, hat Hg. Fridrich uß bevelh der ksl. Mt. furgetragen: Uff die bescheen bewilligung und heimstellung gmeiner stendt, erwelung der personen betreffendt, hab ksl. Mt. etliche personen benent, welhe er schriftlich ubergeben [Nr. 93], mit G bezeichnet. Wolt ir Mt. den stenden also anzeigen, des wissens zu empfahen. Ir Mt. gedecht auch, daruff den ernenten personen zu bevelhen, im handel furzuschreitten vermog irer Mt. gnedigen, ubergeben proposition. Kff., Ff. und stendt haben sich altem gebrauch nach underredt und verglichen, das es bei ernenung der personen und dem keiserlichen furschlag bleiben und das ir Mt. weder der personen oder der presidenten halben kein maß gegeben, sonder der handlung erwart werden soll, in ansehung der bescheen underthenigen heimstellung. Was alsdan nach gehorter relation weiter anzuzeigen vonnoten, das mocht alsdan nach notturft gescheen.

    Sambstags nach Pasce [1541 April 23] sein di stendt ausserhalb der protestirenden hora 7 fruhe zusamengefordert.

    Hat die ksl. Mt. durch Hg. Fridrichen und Dr. Navis anzeigen lassen: Nachdem ksl. Mt. die stendt jungst bericht, das zu der presidentz ein furst sollt verordent werden, wer ir Mt. entschlossen, denselben mit rat Kff., Ff. und stendt zu benennen, gnediglich begerendt, irer Mt. anzuzeigen, welher furst also solt zu verordnen sein, und wan der furst benent were, der sollt macht haben, etliche personen uß den stenden nach seinem gefallen zu im zu nemen, bei der handlung als testes zu sein, damit der ksl. Mt. und gmeinen stenden gleichmessige relation gescheen mocht.

    Ferrer weren etliche knecht im stift Bremen versamelt, so keinen herrn haben solten, welhs beschwerlich und gmeinem friden verhinderlich, derwegen ir Mt. gewillt, mit rat gmeiner stendt ernstliche mandata außgeen zu lassen, solhe knecht zu trennen und dergleichen versamblung hinfur zu furkomen, welhs yderzeit durch di nechst gesessen Kff., Ff., stende und stette sollt gescheen. Und wiewol der Bf. von Bremen ir Mt. uß erzelter ursach umb erlaubnus gebetten, wiewol auch ir Mt. solhe ursachen fur gnugsam angesehen, hab doch ir Mt. im nit erlauben wollen on vorwissen gmeiner stendt, in obgemelten puncten iren rat gnediglich begerendt.

    Nachdem Kff., Ff. und stendt obgemelte puncten beratschlagt, haben sie sich verglichen, nachvolgendt antwort ksl. Mt. zu geben: Verordnung des fursten zu der presidentz betreffendt und, das derselbigen macht haben soll, etlich personen als gezeugen zu im zu ziehen, wissen sich gmeine stendt zu erinnern, das sie ksl. Mt. undertheniglich heimgestellt, den fursten und die personen nach irer Mt. gefallen zu benennen, lassen es darumb bei solher heimstellung Šundertheniglich beruhen, ungezweivelt, ir Mt. werde dise sachen in gnedigem bevelh haben.

    Was die versamblung der knecht betrifft, befinden gmeine stend, das di ksl. Mt. dem handel gnediglich nachgedacht, lassen inen darumb wolgefallen, das ir Mt. die mandata erzelter gestalt gnediglich laß ausgeen. Doch das ir Mt. gnedig fursehung thuen woll, das dieselben mandata, wie sich gepurt, volzogen und gehandthabt werden.

    Des Ebf. von Bremen erlaubnus halben achten gmeine stendt die furgefallen ursachen fur gnugsam und billich, das im anheims erlaubt werde, doch das er ymands alhie laß mit volkomnen gwalt, disem reichstag auszuwarten. Solhe antwort ist ksl. Mt. durch di verordenten der stendt muntlich gegeben.

    Die Bff. zu Meissen und Mersenburg haben zwo supplicationes wider Sachsen in reichsrat ubergeben, welhe di churfursten anfenglichs beratschlagt. Und nachdem darin befunden, das sie bei ksl. Mt. auch angesucht, ist fur gut angesehen, das sie bei ksl. Mt. ferrer antragen umb antwort. So dan ir Mt. bevelhen, das die stendt die sachen beratschlagen sollen, alsdan kan es fuglich gescheen und Sachsen uff sollich supplicationes wie billich gehort werden. Solhs ist den fursten und stenden angezeigt und inen di supplicationes zu verlesen zugestellt. Di haben sie noch bei inen.

    Die ksl. Mt. hat uff obgemelte antwort zu presidenten verordent Hg. Fridrichen Pfgf. und irer Mt. rat, den herrn Granvelle. Di haben furter als zeugen zu inen erfordert: Eberhart Ruden, meintzischen hofmeister; Gf. Ditrichen von Manderschidt; pfaltzgrefischen cantzler2; des Kf. von Sachsen cantzler3; den hessischen canzler4 und Jacob Sturmen, gesandten der stat Straßburg. Daruff haben die geordenten theologi die sachen angefangen und etliche wochen gehandelt in beisein der presidenten und obgemelter personen als gezeugen.

    Octava Junii.

    Hat die röm. ksl. Mt. die stendt zu ir in die herberg gefordert und inen anzeigen lassen, wes di verordenten theologi in sachen der religion gehandelt, mit gnedigem begern, die sachen zu bedencken und zu beratschlagen, desgleichen die turckenhilf und andre des reichs notturft auch fur di handt zu nemen und ir Mt. darin iren rat und wolmeynung anzuzeigen. Und hat ir Mt. solhen furtrag in schriften ubergeben [Nr. 110], mit H bezeichnet. Daneben hat ir Mt. den stenden der theologen handlung in einem sondern buch zugestellt und, dasselbig abzuschreiben, verordent, mit I bezeichnet.

    Nona Junii.

    Hat die ksl. Mt. die stendt abermals in ir herberg gefordert. Haben die hungerischen ir werbung gethan laut irer credentz und oration [Nr. 171], Šmit K bezeichnet. Gleichergestalt haben die osterreichischen, cdesgleichen di gesandten der landt Kerndten, Steir, Crain, Windisch Marck und andre–cire credentz und instruction [Nr. 166] ubergeben, wie di mit M. bezeichnet sein. Solhs ist gescheen vor ksl. Mt. und den stenden uff obgemelten tag.

    Uff den 14. Junii.

    Sein die stendt der alten religion uff das rathaus erfordert. Ist Hg. Fridrich erschienen und angezeigt: Wiewol di ksl. Mt. angestern ein gmeine versamblung aller stendt furgenomen, so het doch ir Mt. dieselben widerumb abkunden lassen, der ursachen, das sich der strittigen session halben abermals irrung zutragen mocht, und darumb fur gut angesehen, die stendt der alten relligion in sonderheit, desgleichen di protestirenden auch allein zu erfordern, weitern unwillen zu furkomen. Das het ir Mt., inen also anzuzeigen, gnediglich bevolhen, ddan ir Mt. gemut nit, di stendt zu trennen, sonder sei der zuversicht, sie werden sich des ratschlags vergleichen–d.

    Und wiewol ir Mt. des gemuts gewest, vor allen andern hendeln der strittigen relligion auszuwarten, so stunden doch die sachen des Turcken halben so geferlich, das damit on verzug nit mocht stillgestanden werden, dan ungeferlich 23 meil underhalb Offen hetten di Turcken ein brucken uber die Thonau geschlagen, des gemuts, Offen zu entsetzen, welhs sie auch in wenig tagen erreichen mochten, daran dan gemeiner christenhait und sonderlich teutscher nation nit wenig gelegen. Dieweil dan edi hungerischen bi irer Mt. weiter umb furderung der sachen–e, on das in der relligionsachen ytzo nit furgefarn werden mocht, dieweil dieselbig handlung noch nit abgeschrieben, so were der ksl. Mt. gnedigs begern, die stendt wellten di handlung, den Turcken betreffendt, fur di handt nemen und ein ylende und beherrliche hilf beratschlagen inen selbs, gmeiner teutschen nation und der gantzen christenheit zu gutem und die Mt. irs ratschlags furderlich berichten. Und nachdem di kgl. Mt. bei etlichen stenden sonder particularhilf gesucht haben mocht, damit dann ein sach di ander nit verhinder, so wolt er zu erclerung solcher particularhilf ein verzeichnus ubergeben haben, dieselben zu besichtigen.

    Nach endung diser red hat der Bf. von Hildesheim furtragen lassen, wie er ein endturteil wider Hg. Erichen und Heinrichen von Braunschweig in Rom erlangt, mit langer erzelung des handels und angehefter bit, im vermog seiner supplication [Nr. 275], welhe er zu verlesen bat, auch des sententz und zweyer brevia apostolica zu execution seins erlangten rechten zu verhelfen. Und sein die copeyen der brevia apostolica, der bull und di supplication hiebei mit N bezeichnet.

    Di stendt haben sich nach gehabtem bedacht altem gebrauch nach mitainander zu vergleichen understanden. Und ist der churfursten gesandten ratschlag Šgewest, Hg. Fridrichen zu antworten, di stend wolten di sachen beratschlagen und erwegen und ksl. Mt. oder Hg. Fridrichen zum furderlichsten, es gesein mocht, antwort geben. Was aber den Bf. von Hildesheim betreff, solt im geantwort werden, in ansehung diser hochwichtigen sachen ein zeit lang gedult zu haben. Solt sein supplication zu schirster gelegenheit vorlesen und, was sich gepurt, gehandelt werden. Die stende aber haben ir bedencken dermassen angezeigt: Sie hetten acht verordnet, uber den handel zu sitzen, den zu beratschlagen und iren gnädigsten und gnädigen hern relation zu thun, und sehe sie fur gut an, das solhs Hg. Fridrichen angezaigt und daneben gebetten wurd, di ksl. Mt. zu erinnern, di relligionsachen auch zu furdern. Was den Bf. von Hildesheim betreff, hetten sie fur billich erwogen, Hg. Heinrichen daruff auch zu horen.

    Daruff ist durch di churfurstlichen rethe angezeigt, das die stendt ein außschuß gemacht, ließ man gescheen. Sie wolten die sachen nach irer gelegenheit auch beratschlagen und understeen, sich mit inen zu vergleichen. Das aber ksl. Mt. solt der relligion halben erinnert werden, wer von unnoten, dan di furderung stund nun mer bei den stenden und nit bei ksl. Mt. Was aber Hg. Heinrichs antwort betreff, achten sie auch billich, das er gehort wurde, doch zu anderer gelegenheit und das die sachen ditzmals uffgeschoben wurde.

    Und wiewol die churfurstlichen gesandten bei den gesandten der stendt freuntlich angesucht, sich mit inen zu vergleichen, mit erinnerung des alten gebrauchs, so haben doch der stendt gesandten, nemlich Dr. Eck und der wurtzburgisch cantzler angezaigt, sie hetten bevelh, ir antwort Hg. Fridrichen allein zu geben, mit bit, sie entschuldigt zu halten. Wie sie dan ir antwort alsbaldt allein gegeben.

    Daruff der churfursten gesandten sich zu Hg. Fridrich gefugt, ime ir antwort, wie obgemelt, eroffnet mit bericht, welhergestalt sich dise trennung zugetragen und das es an inen nit gemangelt, bittendt, sie derhalben entschuldigt zu haben.

    Di churfursten haben die sachen beratschlagt und, dieweil diß ein gemein reichssachen ist, Sachsen zu inen gefordert. Der hat sich mit inen ingelassen und haben sich der eilenden hilf halben eins ratschlags verglichen, mit O bezeichnet. Doch5 het Sachsen protestirt, sich von wegen irs gnädigsten hern in kein hilf inzulassen, es werd dann im heilgen reich friden und gleichmessig recht uffgericht und erhalten.

    Solhen ratschlag [Nr. 177] haben di churfursten und ir gesandten den fursten und iren gesandten furgehalten. Die haben einen ratschlag [Nr. 176] auch in schriften gefaßt und den churfursten zugestellt, mit P bezeichnet. So haben di stet den churfursten und iren gesandten ir antwort [Nr. 175] auch in schriften ubergeben, mit Qu bezeichnet.

    Den 15. Junii.

    Als sich di churfursten underredt, wie ir und der fursten ratschlag zu vergleichen, hat Sachsen angezeigt, dieweil er vermerck, das die fursten der alten Šrelligion sich in diser gemeinen reichssachen entschlossen ausserhalb der protestirenden, so wiß er sich in ferer particularhandlung nit inzulassen, dann es sei von keiner vergleichung zu reden, es haben sich dan zuvor di fursten beider relligion einer antwort verglichen, und ist damit abgeschiden. Solhe trennung ist den fursten und stenden der alten relligion angezaigt und von wegen der churfursten und irer gesandten gebetten, sich mit den protestirenden einer einhelligen antwort zu vergleichen. Daruff haben di fursten und stendt anzeigen lassen, sie haben gehort, welhergestalt sich Sachsen von den churfursten und iren gesandten abgesondert, und trugen beschwerung, das die absonderung inen zugemessen, in ansehung, das di ksl. Mt. di stendt selbs auß angezognen ursachen gesondert und den furtrag der hilf halben einem yden in sonderheit thun lassen. Mochten wol leiden, das sollich werck mit gemeinem rat aller stendt gehandelt, das sich auch di protestirenden zu inen fugen und di sachen neben inen helfen beratschlagen, das auch Sachsen zum handel gezogen wurde.

    20. Junii.

    Hat Hg. Fridrich allen stenden, so uff dem hauß versamelt gewest, anzeigen lassen, di ksl. Mt. hab mit den protestirenden sovil gehandelt, das sie sich der turckenhilf halben mit andern stenden in handlung und ratschlag inlassen wolten, doch unvergreiffenlich und unverbundtlich, von wegen ksl. Mt. gnediglich begerendt, nun mer in sachen furzuschreitten. Daruff haben sich die stendt der alten relligion nach langer disputation vernemen lassen, wo di protestirenden mit inen ratschlagen wollten, wie im heiligen reich herkomen were, das mochten sie wol leiden, wolten auch dergestalt geren von einer eilenden und beharrlichen turckenhilf handlen und ratschlagen. Und auch in disem handel allerlei irrung furgefallen und durch Hg. Fridrichen hin und wider handlung gepflegen, so haben sich doch di protestirenden anderer gestalt dan obgemelt in ir versamblung nit inlassen wollen, daruff Hg. Fridrich angezeigt, solhs an ksl. Mt. zu gelangen.

    22. Junii.

    Ist Hg. Fridrich abermals uff dem hauß erschinen und den stenden beider relligion furbracht, das sich die stendt in di eilendt und beharrlich hilf inlassen wolten, das het ksl. Mt. zu gnedigem gefallen angenomen. Und dieweil di not dermassen vor augen, das der verzug beschwerlich, wer ir Mt. gnedigs begern, die stendt wolten di sachen furdern und sich anfenglich einer eilenden hilf vergleichen. Was dan frid und recht belangt, wolt ir ksl. Mt. auch gnedige fursehung thun, frid und recht im heilgen reich zu erhalten, gnädiglich begerendt, di stendt wolten disen articul auch erwegen und darin irer Mt. ir bedencken anzeigen.

    Und wiewol die churfursten, darneben di fursten und stendt sich sonderlich einer antwort entschlossen, so ist doch in dem zwischen Mgf. Georgen und Hg. Heinrichen von Braunschweig der session halb ein heftiger streit furgefallen6, Šderwegen Sachsen und Brandenburg mit den churfursten im haubthandel nit furtschreitten wollen, sonder haben di churfursten und ir botschaften gebetten, erorterung solher irrung furgeen zu lassen. Solhs haben churfursten und der abwesenden botschaften an die stend gelangt, die haben sich mit den churfursten und iren gesandten entschlossen, solhs begern in bedencken zu nemen, derwegen damals nichts ferers gehandelt ist.

    25. [Juni.] 

    Hat di ksl. Mt. gmeine stendt beider relligion in ir herbrig gefordert, daselbs di kgl. Mt. an di stend gnediglich begert, di eilenden und beharrlichen turckenhilf zu beratschlagen. Und hat die kgl. Mt. iren furtrag in schriften ubergeben [Nr. 181], hiebei mit R bezaichnet. Di stend haben sich, solhs zum furderlichsten zu thun, gegen der ksl. und kgl. Mt. undertheniglichen erbotten mit erzelung, was ursachen die sachen bisher verhindert.

    Daruff di ksl. Mt. anzeigen lassen, wo sich die stendt beider relligion nit vergleichen mochten in gmeinem rat, das alsdan ein yder teil den handel sonder beratschlagen, volgends di ratschleg zusamentragen und, wo nochmals muglich, sich vergleichen solten und furter den ratschlag an ir Mt. zu gelangen. Ir Mt. hat auch den stenden der alten relligion der protestirenden antwort zustellen lassen, damit sie sich desto bas vergleichen mochten, welhe mit S bezeichnet.

    26. Junii.

    Haben di churfursten und der abwesenden botschaften der kgl. Mt. furtrag statlich beratschlagt und, was sie fur gut angesehen, den fursten und stenden angezeigt und sich mit inen zu vergleichen understanden. Und ist der handel bis uff den andern tag uffgeschoben.

    Die Trierischen haben sich in der churfursten rat vernemen lassen, wiewol sie willig, in di eilendt hilf zu willigen, so begegen doch irem gnädigsten herrn und den seinen allerhandt beschwerung, wollen hoffen, di ksl. Mt. soll solliche beschwerung abschaffen7. Wo nit und irem gnädigsten Herrn das sein sollt entzogen werden, wissen sie on ringerung ir hilf nit zu leisten und haben gebetten, solhs bei di handlung ditz tags zu verzeichnen.

    27. Junii.

    Hat die kgl. Mt. gmeinen stenden etliche kuntschaften des turcken furhaben halben furhalten und daruff gnädiglich begern lassen, die sachen der hilf halben zu furdern, in ansehung fursteender not und sein di kuntschaft mit T bezaichnet. Volgends haben sich Kff., Ff. und stendt einer antwort nach vilfeltigem ratschlag verglichen, wie die in schriften gestellt [Nr. 182] und mit V bezeichnet ist. Nachdem sie derselben verglichen gewest, haben sie zu den protestirenden geschickt, inen ir antwort verlesen und sie bitten lassen, sich mit inen zu vergleichen. Haben di protestirenden vor verlesung der antwort angezeigt, sie verstunden solhs freuntlicher meynung und der sachen zu gutem gescheen, wolten die antwort anhören, doch dergestalt, wo sie der iren nit Šgleichmessig, wolten sie inen vorbehalten haben, der ksl. und kgl. Mt. ir antwort allein zu geben. Sie wolten auch gleichergestalt zu den stenden verordnen und ire antwort, do sie sich verglichen, verlesen lassen.

    In dem, als sich die churfursten mit den andern fursten und stenden der antwort verglichen, haben die gulchischen rethe vor den churfursten und der abwesenden gesandten furbringen lassen8: Dieweil ytzo von einer eilenden hilf wider den Turcken tractirt und gehandelt wurde, haben sie sich neben andern stenden von wegen irs gnedigen herrn ingelassen, doch dergestalt, das im hl. reich frid und recht erhalten und Gulch auch darin begrieffen sei. Wo solhs nit geschee, wissen sie von wegen ires gnädigsten herrn in einich hilf nit zu willigen, davon sie protestirten, bittendt, solhs bei di acta dis tags zu verzeichnen.

    Di protestirenden haben zu den Kff., Ff. und stenden verordent und ir antwort [Nr. 183] verlesen lassen. Die beruht in der substantz in nachvolgenden puncten:

    Item, zum ersten, wo in des reichs anschlegen gleicheit gehalten, wollen sie den halben teil der nechsten, geleisten ylenden turckenhilf an leuten oder gelt bewilligen, doch das im hl. reich fridt und gleichmessig recht uffgericht und erhalten werde und alle stendt solh hilf bewilligen.

    Item, das di ksl. und kgl. Mtt. das geschutz underhalten und profand bestellen umb gleichmessig bezalung. Das sie frid und recht suchen, geschee nit darumb, di sach uffzuhalten, sonder dieweil etlich auß inen in di acht gesprochen und das camergericht uff di execution procedirt, sei ir notturft eins friden versichert zu sein.

    Wo andre stendt sich der anschleg unverglichen inlassen, wollen sie solhs ditzmals auch thun, doch mit der protestation, sich hinfur in kain anschlag zu begeben on vorgeende ringerung.

    Nachdem sich kgl. Mt. beclagt, das etliche in nechster ylenden hilf ungehorsam gewest und zum teil zu spat ankomen, das von denselben, was sie derwegen schuldig, inbracht und ytzo zu disem werck gebraucht, damit gleicheit gehalten werde.

    Item, der monsterischen anlag halben furderlich rechnung gehort und, so etwas zuvor stundt, das solhs wider den Turcken auch gebraucht wurde.

    Uff der protestirenden verlesen antwort haben sich Kff., Ff. und stend ditz teils miteinander underredt und, dieweil sie befunden, das der protestirenden antwort der iren in vil weg widerwertig und nit verhoffenlich, daß man sich vergleichen mogen, sich entschlossen, ir antwort der ksl. und kgl. Mt. fur sich selbs allein zu geben, damit der handel nit uffgezogen werde. Haben also zu der ksl. Mt. verordent, ir di schriftlich antwort in beisein kgl. Mt. undertheniglich zuzustellen dergestalt, di ksl. Mt. daneben zu berichten, welhergestalt man die vergleichung bei den protestirenden gesucht, welhe aber nit gevolgt, mit undertenigster bit, disen teil entschuldigt zu haben, und daneben anzuzeigen, Šes wollen sich Kff., Ff. und stend versehen, di ksl. Mt. werde die protestirenden anhalten, sich in solhe hilf auch zu begeben, damit di uff disem teil allein nit lig, mit erbietung, di stendt wolten die ubrigen artikel, in ksl. Mt. proposition gemelt, auch zu schirster gelegenheit beratschlagen und daruff ir Mr. ir gemut eroffnen. Solh antwort [Nr. 182] ist der ksl. Mt. uberantwort und gegeben 28. Junii.

    Die ksl. Mt. hat zu gnedigem gefallen angenomen, das die stendt die sachen dermassen gefurdert, und gnediglich begert, die relligionsachen fur di handt zu nemen, sich daruff zu entschliessen und ir Mt. iren rat und bedenken anzuzeigen.

    Uff den letzten tag Junii.

    Hat di ksl. Mt. gemeinen stenden ir meynung und bedencken [Nr. 184] uff ire jungst gegeben antwort zustellen lassen, desgleichen der kgl. Mt. erbieten [Nr. 185] und der stet diser relligion ratschlag [Nr. 209], wie solhs alles in dreyen schriften verfast, welhe mit X bezeichnet sein. So haben di stet der alten relligion ain supplication [Nr. 210] an gmeine stendt ubergeben, gleicherweis gezeichnet, und hat di röm. ksl. Mt. begert, die relligionsachen anzustellen und dise eilende hilf in ansehung fursteender not richtig zu machen und zu erortern.

    Prima Julii.

    Haben Kff., Ff. und stendt sich underredt und di churfursten ir bedencken der eilenden hilf halben in schriften gestellt, den fursten ubergeben. In gleichem haben di fursten ir bedencken [Nr. 186] auch schriftlich angezeigt. Und zuletzt haben sie sich einer einhelligen antwort an di ksl. und kgl. Mt. verglichen, solhen bedencken, schriften und antwort [Nr. 188, Nr. 189, Nr. 192, Nr. 193] sein mit Z bezeichnet.

    Secunda Julii.

    Haben die churfursten den articul der relligion halben beratschlagt, ir bedencken in schriften gestellt [Nr. 123] und den fursten uberantwort. Dagegen haben di fursten angezeigt, Hg. Wilhelm het ein ratschlag der relligion halben stellen [Nr. 122] und den fursten und stenden furhalten lassen. Und wiewol etliche andere bedencken gehabt, so hetten doch der merertail uff solhen ratschlag geschlossen, wo es den churfursten auch gefallen wolt. Solhe ratschleg sein mit AA bezeichenet.

    Tertia Julii.

    Hat di ksl. Mt. alle stendt in di herberg gefordert und in beisein der kgl. Mt. furtragen lassen [Nr. 227]: Wiewol ir ksl. Mt. uff di gnedig handlung, mit Gulch gepflogen, nach bescheen bericht ir Mt. guten gerechtigkeit sich versehen, Gulch solt von dem landt Geldern und grafschaft Zutphen abgetretten sein und diselben ir Mt. zugestellt haben, so sei doch sollichs nit gescheen. Darzu hab Gulch uff jungstem tag zu Franckfurt etlich stendt seiner vermeinten gerechtigkeit durch ein truck bericht und ir Mt. gerechtigkeit verschwigen, welhs ir Mt. bisher in gnaden beruhen lassen, des versehens, Gulch solt uff das bescheen erfordern, nachdem er gnugsam vergleit, alhie erschinen sein. ŠDerwegen erfordert ir Mt. notturft, di stend irer Mt. guten gerechtigkeit zu berichten, wie sie di ubergeben wolt, freuntlich und gnädiglich begerendt, die zu uberlesen und sich in sachen der gepur zu erzeigen. Und hat di ksl. Mt. ein buch ubergeben, welh mit BB bezeichnet9.

    Die stendt haben daruff geantwort, daß sich zwischen irer Mt. und dem Hg. von Gulch irrung erhielt, hetten sie nit gern, wolten irer Mt. ubergeben gerechtigkeit besichtigen zu schirster gelegenheit und, wo sie zu hinlegung diser irrung etwas handlen oder furdern mochten, das wolten sie sich undertheniglich erbotten haben.

    Di gulchischen gesandten haben furgewendt, sie zweiveln nit, ir Mt. wiß sich zu erinnern, auß was gutem, bestendigem grundt und rechtmessigem titel sich ir gnädiger herr des lands von Geldern und der grafschaft Zutphen underzogen, nit mit der that oder gwalt, sonder ordenlich weg und bewilligung der landtschaft, bittendt, di ksl. Mt. wolt nochmals irs gnädigen hern bericht, ir Mt. zu mermaln bescheen, benugig sein und, ob sie einich ungnad gefaßt, diselben fallen lassen, auch den gesandten von dem bericht irer Mt. angemasten gerechtigkeit copy mitteilen und gestatten, das sie daruff frei und unbefahrn gegenbericht thun mochten. Doch ksl. Mt. hat an die stendt begert, iren bericht zum furderlichsten zu verlesen und, dieweil ire Mt. der eilenden turckenhilf halben noch nit entschlossen, mitlerweil di religion und andre des reichs sachen fur di handt zu nemen. Das haben sich di stendt erbotten, aber den gulchischen hat ir Mt. kein antwort geben, sie auch ferrer nit gehort.

    Quarta Julii.

    Haben sich Kff., Ff. und stend uff der stet supplication einer antwort [Nr. 211] verglichen und dieselben ksl. Mt. undertheniglich ubergeben lassen, mit BB bezeichnet. Dazu haben der fursten und stend und der abwesenden botschaften verordenten den churfursten und der abwesenden botschaften anzeigen lassen, sie hetten der churfursten gestellte antwort di relligion betreffent [Nr. 123] erwegen und bedacht und daneben, was di notturft wer, in schriften gestellt [Nr. 124], bittendt, solhs zu verlesen, weren sie der hoffnung, sich mit churfursten und der abwesenden botschaften zu vergleichen, und haben daneben Dr. Ecken handschrift [Nr. 124] ubergeben, das er in der theologen buch nit gewilligt, solhs auch nit gesehen hab. Solhe schriften sein bezeichnet mit CC. Darzu ist durch kgl. Mt. rethe auch ein schrift ubergeben, mit gleichen buchstaben gezeichnet.

    Di churfursten und der abwesenden botschaften sein aber uff irem ratschlag bestanden. Daruff haben sich fursten und stendt und der abwesenden botschaf Šten mit inen einer einhelligen antwort [Nr. 125] verglichen, wie di mit DD bezeichnet und ksl. Mt. ditz tags ubergeben ist.

    Als in dem ratschlag der augspurgisch abschid abermals erregt ist, haben die pfaltzgrefischen rethe ir vormals gethane protestation repetirt und mit anzeig10, das sie iren gnädigsten hern gemelts abschids halben nit weiter verpflichten wolten, dann sovil sein kfl. Gn. bewilligt het. Die brandenburgischen haben von wegen ires gnädigsten herrn, so zugegen gewest, angezaigt11, wo der augspurgisch abschid soll erregt werden, woll sich sein kfl. Gn. derhalben ercleren, nemlich das sein kfl. Gn. den mit gutem gewissen keinswegs annemen noch denselben willigen noch darin begriffen sein woll. Sein kfl. Gn. hetten denselben auch nit angenomen. Sein kfl. Gn. wolten auch diser irer erclerung vor ksl. Mt. und meniglichem gestendig und nit in abreden sein, davon sie protestirten, mit bit, solh protestation bei die handlung ditz tags zu verzeichnen. Solhe beide protestationes sein durch Pfaltz und Brandenburg in gegenwirtigkeit der fursten und stend und der abwesenden botschaften verordenten durch den meintzischen cantzler repetirt und inen angezeigt worden, an di fursten und stend und der abwesenden botschaften wissen zu gelangen.

    Diß tags hat die ksl. Mt. Hg. Philipsen von Pommern sein lehen und regalien offentlich gelihen12. Hat Hg. Wilhelm von Beyern wider di belehnung protestirt und daruff der Kf. von Brandenburg sein protestation auch furtragen lassen, wie di in schriften mit EE bezeichnet sein13.

    Quinta Julii.

    Hat Hg. Heinrich von Braunschweig ein protestation an di maintzischen cantzlei ubergeben lassen mit gleichen buchstaben, wie ytz gemelt, bezeichnet, betreffendt die belehnung des stifts Hildesheim.

    Kgl. Mt. hat ditz tags gmeinen stenden anzeigen lassen, dieweil gemeine stendt di eilendt hilf bewilligt, doch das di durch alle stendt bewilligt, nimands ußgenomen, das sie demnach erclerung thun wolten, ob sie auch ausserhalb der protestirenden di hilf zu leisten gemeint. Di stend haben daruff geantwort, sie kondten sich erinnern, was sie der ksl. und kgl. Mt. bewilligt. Dieweil sie aber nit wissen, auß was ursachen di protestirenden ir gepurendt hilf weigern, wo sie dan solher ursachen verstendigt, wolten sie sich mit gepurlicher antwort vernemen lassen.

    Sexta Julii.

    Di churfursten und der abwesenden botschaften haben den fursten und botschaften angezaigt, damit di zeit vergeblich nit verfliesse, wer vonnoten Šin den andern puncten, davon das keiserliche ausschreiben meldung thut, furzuschreitten und sonderlich den puncten frid und rechts betreffend. Haben sie bedencken gnomen bis uff den nachvolgenden tag.

    7. Julii.

    Haben di fursten und der abwesenden botschaften nach lengs den churfursten und botschaften anzeigen lassen, was ursachen von frid und recht, auch der beharrlichen turckenhilf nit mocht gehandelt werden, und gebetten zu den supplicationen ein außschus zu verordnen. Gleich in dem hat di ksl. Mt. in schriften begern lassen, den puncten fridens und rechtens zu beratschlagen [Nr. 129]. Das haben sich Kff., Ff. und stendt zu thun entschlossen und ist solhe schrift mit FF bezeichnet.

    8. Julii.

    Uff die supplication, so di stett der alten relligion an Kff., Ff. und stend ubergeben [Nr. 210], ist inen zu antwort muntlich angezaigt, Kff., Ff. und stendt hetten sich gegen inen bisher altem geprauch und herkomen gemeß erzaigt, das weren sie hinfuro zu thun urputig. Und dieweil ein außschuß zu den supplicationen verordent, wer der stendt beger, darzu zu verordnen. Dergleichen ist den protestirenden anzaigt, zu solhem ausschuß zu verordnen. Das haben sie sich gutwillig erbotten.

    10. Julii.

    Haben die ksl. und kgl. Mt. sich der eilenden hilf halben ferrer erclert [Nr. 192, Nr. 193] und solhs den stenden in schriften zustellen lassen, mit [GG] bezeichnet. Des volgenden Montags den 11. obgemelts monats ist Pfgf. Fridrichs cantzler bei den stenden erschienen, anzeigent: Wiewol ksl. Mt. in der erclerung, von der eilenden turckenhilf sagendt, von einem fridtstand meldung gethan, so wer doch irer Mt. gemut nit, den articul fridens und rechtens bis nach außgang des fridstands beruhen zu lassen, sonder denselben ytzo zu erledigen, gnädiglich begerendt, den zu beratschlagen und ir Mt. der stendt bedenken zu eroffnen.

    «Nr.66 Kurbrandenburgisches Protokoll des Kurfürstenrates – Regensburg, 1541 April 2–23 »

    Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. F, fol. 2r–24r (Reinschr.); AS fol. 13r: Regensburgische handlung auf dem reichstage, angefangen den funften tag Aprilis anno 1541; ÜS fol. 14r: Handlung des regenspurgischen reichstags anno 1541, den zehendena Aprilis.

    Ausz.: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 40 , S. 54–57;Ranke, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation, Bd. 6, Nr. 7, S. 168–178.

    ŠAuf Sonnabent nach Laetare, 2. April anno etc. 41 zu Regenspurgk hat ksl. Mt. der churfursten rethe, ausgenumen die sechsischen, zusamenbescheiden und denselben durch die maintzischen furhalten lassen, nachdem ire Mt. in erfarung khommen, das etliche schmechbuchlin durch Braunschweig und Hessen ausgegangen, derhalben ir Mt. den Hg. von Braunschweig beschickt und begert, solche schmehe fallen tzu lassen, darauf er, die ding an die reichsstende zu gelangen, gewilligt, volgents gleychsfahls bei dem Lgf. zu Hessen ansuchen lassen, so wolten ir ksl. Mt. zu irer gelegenheit die wege suchen, damit die ding on aufrur beigelegt mochten werden. Darauf hett lantgraf die antwort gegeben, das er, sovil sein person belangen thet, irer Mt. zu gefallen itzt die sachen in ruge anstehen lassen wolte. Dieweil es aber andere mehr berurte als den Kf. von Sachsen und die protestirenden, gedecht er, in des reichs versammelung der iniuria halben ein protestation zu thun, auch, wes er gegen Braunschweigk geschriben, zu beweißen etc.

    Dieweil nu ksl. Mt., weitterung und unrat zu verhutten, dise irrthumen gern hingelegt sehen, besonderlich in bedenckhen, das es sonst den reichssachen ein verhinderung und verlengerung geberen möcht, so hett ir ksl. Mt. an den Kf. von Meintz begert, sie, die churfurstenrethe, zu erfordern und ine solchs anzeigen zu lassen, das sie auf wege gedechten, damit die reichssachen nicht lenger aufgezogen wurde [sic!], dan ir Mt. wer willens, nechst Montags [1541 April 4] den reichstag anzufahen, und solten also irer Mt. ir, der churfursten, retthe gutbedunckhen und rathe, was ir Mt. ferner darunder furnemen mochte, treulichen mitteylen. Uf solichs ist durch obgemelter churfursten rethe bewogen, ksl. Mt. wider anzuzeigen, sie hetten irer ksl. Mt. furhalten, wes sie mit Braunschweig und Hessen irer ausgangen schmehbuchlin und irrungen wegen handeln lassen und wie irer Mt. bedenckhen stunde, weitterung zu furkhommen und die reichshandlung zu furdern, undertheniglich vernomen, bedanckten sich erstlich irer ksl. Mt. keyserlichen und gnedigen bedenckhens und auf dere gnedigs begern were ir bedenckhen und radthe, das ire ksl. Mt. nachmals bei beiden theilen anhielten und besonderlich bei Hessen, das sein Gn. von irer protestation abstunden und daneben ir beider fstl. Gn. zu furderung der reichssachen uf disen wehrenden reichstag in ruegen stehen und nicht in ungnaden kegeneinander furnemen wolten, des versehens undt hofnung, ir fstl. Gn. werden irer ksl. Mt. vor meniglich herin willfahren. Solcher rattschlag ist volgendts ksl. Mt. eröffnet worden und haben demnach ksl. Mt. am nachgehenden Montag nach Judica [1541 April 4] gegen abent die benanten churfurstlichen rethe erfordern und ihnen anzeigen lassen, das ire ksl. Mt. uf iren mitgeteilten radtschlag mit meinem gnedigen herrn Hg. Heinrichen und Lgf. zu Hessen handeln lassen, das ire Gn., damit des hl. reichs sachen unverhindert und desto schleuniger verhandelt, auch unrue und weitterung verhutt werden, sich hie in diser werenden reichshandlung alles widerwillens erhalten [sic!] und mit worten oder werckhen gar nichts gegeneinander furnehmen durch sie oder die ieren, doch jedem teil an seiner action unvergriflich. Solchs hetten nu beid, ŠBraunschwig und Hessen, irer ksl. Mt. bewilligt und, dem also ungeweigert zu geleben, zugesagt, allein Lgf. zu Hessen underthenig begert, demnach der Hg. von Braunschweig sein fstl. Gn. mit bosen schmehworten und -schriften angetast und verungelimpft, das sein Mt. sein Gn. die protestation zu thun gnediglich vergonnen woldten, das hette nu ire ksl. Mt. allein in irer Mt. und der obgemelten churfursten rethe [Anwesenheit]b zu bescheen bewilligt.

    Darauf ist Lgf. zu Hessen erschinnen und sein protestation in schriften gethan1, ungeverlich diß inhalts, das der Hg. zu Braunschweig inen mit der unwarheit angetast, des sich sein fstl. Gn. zu verantworten, darzu, wes sein Gn. den Hg. zu Braunschwig getzigen, gnugsamlichen dartzu [sic!] wißt, deßhalben wolt sein Gn. der session halben sich einer action und rechtens mitnichte begeben, sonder des also protestirt haben.

    Nach solchem ksl. Mt. dise antwort geben lassen, dieweil er, lantgrave, auf irer Mt. gepflegte handlung bewilligt, wie dann gleichfahls von Hg. Heinrichen zu Braunschweig auch beschehen, nichts in unguttem weder mit worten oder werckhen durch sich oder die seinen gegen Hg. Heinrichen oder die seinen alhie auf disem reichstage, solang derselbe wehret, furzunemen, so wolten ir ksl. Mt. seine gethane protestation gnediglich verzeichnen und registriren lassen, doch dieselbe protestation dem von Braunschweig auch eröffenen. Uf das Hessen sich vernemen lassen, sein fstl. Gn. wolten dem gehorsamlich geleben, und bedanckt sich underthenigklichen, das ire Mt. seine protestation dermassen wolt registriren lassen, mit underthenigster bitt, wo Braunschweig etwas dargegen protestirn oder ferner anzeigen wurde, dar [sic!] ir Mt. im, lantgraven, dasselb gnediglich anzeigen wolt, sich seiner notturft darnach wissen zu richten. Also ist die antwort gefallen, ire ksl. Mt. wolten sein Gn., was vonnötten sein wurde, nit verhalten. Aber daneben ist bewogen, nit gut sein, das die schriftliche protestation, wie Hessen ubergeben, dem Hg. von Braunschweig zugestelt wurde.

    Volgendts Dinstags [1541 April 5] ist Hg. Heinrich von Braunschweig vor ksl. Mt. und den churfursten rethen, usgeschiden sechsischen, erschienen und anzeigt, nachdem der Lgf. zu Hessen wider ihne protestirt und er nicht eigentlich wissen möge, was dieselb protestation sein möge, ime auch protestirens des schmechlichen anzugs halben, so Hessen mit der unwarheit gegen ime gethan, mehr dann Hessen vonnötten, so hette er doch die sachen hievor uf der ksl. Mt. begern derselben ergeben, die selbs oder durch ire commissarien tzu hören, demnach der gebure und nach gelegenheit und gestalt der sachen darunder zu handlen, dabei ers nochmals bleiben ließ, wolt aber daneben sich auch protestirt haben, das er durch dise session, so er neben Hessen thet, sich seiner action keinswegs begeben, sonder ime dieselbe furbehalten haben Šwolt, mit bitt, solche protestation zu registrirn, in gedechtnus zu behalten, und ferner erbiettung, dieselb in schriften zu ubergeben2, mit weitterem begern, ime Hessens protestationschrift mitzutheilen, sich seiner notturft nach hetten zu richten.

    Darauf ime zu antwort gefallen, ksl. Mt. hetten sein protestation und erbietten gehort, dasselb zu gnedigem danck verstanden und wolte die protestation seim begern nach registrirn lassen, der zuversicht, er wurde sich seim erbietten nach diser sachen halben alhie mit Hessen durch sich oder die seinen mit worten oder werckhen nich ein-, sonder die sachen, wie er die begeben, vor irer Mt. berugen lassen, wie dann Hessen gleicherweiß furgehalten und er zu thun gewilligt, so wolln die ksl. Mt. nichtdestminder nach mitteln und wegen trachten, wie die sachen zu gutter vergleichung mocht hingelegt werden. Das ime aber solt Hessens protestation copei zuegestalt, achtn ire Mt. aus allerhant ursachen von unnotten, wollen sich aber nichtsdestminder weitter darauf bedenckhen und zu geburender zeit ime irer Mt. gemutt darunder zu erkhennen geben, welchs Braunschweig zu genugen angenomen mit erbiettung, sich unverweislich darunder tzu halten.

    Volgends hat ksl. Mt. durch den Naues lassen anzeigen, es hab der bebstlich legat gesonnen, neben irer Mt. in die kirchen tzu gehen, und das nach Maintzs der nuncius apostolicus3, nemblich Mutinensis volgen, dornach die churfursten in irer ordnung bleiben solten, mit beger, die sachen zu erwegen, dann es ir Mt. nicht vor unbequemblich ansehe.

    Darauß [sic!] die curfurstlichen rethe, ußgenommen die sechsischen, die antwort gegeben, sobaldt sie den legaten zu irer Mt. sehen geen, haben sie wol gedacht, es möchten dermassen handlungen zuefallen und deßhalben sich zusamenberuffen, wie sie in arbeit weren4. Und wiewol die curfurstlichen retthe entschlossen, ksl. Mt. zu bitten, ire gnedigste herrn bei der gulden bullen und ihrem herkhommen bleiben zu lassen und, darin khein neuerung furzunehmen, zu gestatten, so haben doch ksl. Mt. mit irer antzeige furkhommen wölln, aber, das also zu bedenckhen, underthenig gebetten haben. Uf das die antwort gefallen, ire Mt. hetten schon des legaten begern abgeschafft und wolten es bei der gulden bullen und altem herkhomen bleiben lassen.

    Uff Sambstag nach Judica [1541 April 9] seindt uf beschehen ansagen die churfursten, fursten, stende und derselben pottschaften, ußgeschieden die protestirenden, uf dem ratthaus beieinander erschienen und haben die curfursten und derselben pottschaften uf die ksl. proposition [Nr. 29] nachvolgende mainung beratschlagt. Hat Maintz furbracht, nachdem ksl. Mt. jungst ein proposition gethan, die man itzt beratschlagen soll, so sei die frag, ob man die proposition widerumb lesen oder allein umbfragen solle. Also ist gemeinlich Šbeschlossen, dieweil alle pottschaften die abgeschriben und bewogen, so solle man zu furderung der sachen von den puncten reden.

    Trierische retthe: Sie haben die proposition nechst vergangens Dinstags [1541 April 5] nach der lenge gehort und achten, daß der ksl. Mt. irer bißher geubten, gnedigsten handlung underthenigster danckh zu sagen sei, mit bitt, alle stende nochmals in gnedigstem bevelh zu haben, dieweil sie befinden, daß der höchst punct an der religion gelegen, under dem hievor zu Hagenaw mit guttem, zeittigem radthe ein colloquium durch gemeine stende, auch volgends durch ksl. und kgl. Mt. bewilligt, welchs zu Wormbs zu anfang gebracht und also stattlichen furgangen, das sie in keinen zweivel setzen, wo damit furgeschritten, es mochte der sachen damit geholfen werden, auch ir instruction, dieweil ir gnedigster herr der ksl. Mt. furschlag nit wissen mögen, nit anderst dann auf das colloquium gestelt were. So hetten sie nachmals darfur, es wer der ksl. Mt. derselbig wege furzuschlagen, dann demselbigen colloquio schon maß und ordnung, welchs mit grosser muehe und arbeit und verzug langer zeit zuegangen, wie es gehalten werden solt, gegeben. Solt man dann itzt ein andern weg fur die handt nehmen, so möcht man abernmals, wie derselb geschehen solt, mit verzerung der zeit lang umbgehen, welchs durch jenen weg verkhommen were, dorumb sie es bei demselbigen bleiben liessen.

    Cölnisch: Sie hetten gleicherweiß die proposition gehort und wusten sich wol zu berichten, mit was massen zu Hagenaw und anderswo diser sachen halb weitleuftig gehandelt, was auch vor muehe, erbeit und verzerung der zeit genomen, biß es zu dem anfang bracht worden. Solten sie dann davon itzt abstehen und der ksl. Mt. die leut zu wehlen heimgeben, mochte allerhant bedenken haben, mit sehr langer erzelung, was gehandelt und wie alle sachen ergangen sein, doch zuletzst beschlossen, es sey der ksl. Mt. di furgeschlagen mittel nit gar abzuschlagen.

    Pfaltzgrevische: Sie haben gleicher[weise] der ksl. Mt. proposition der lengs verstanden und bei ine erwogen, billich sein, daß der ksl. Mt. alles gehabten vleiß, wie die proposition dasselb inhelt und im furtragen wol auszustreichen ist, danckgesagt werden, und befinden, daß sich sonst die proposition an den ersten noch uf 3 punct erstreckt, nemblich der religion mit der angehenckten furgeschlagen mittl, die turckhenhulf und ufrichtung gutter policei und ordnung etc. Nu bedenckhen sie, daß der punct der religion der gröste sei, wo dem durch gnad und mittl gottlicher hilf weg gefunden werden möcht, daß den andern allen dest stattlicher zu helfen were.

    Sovil nu denselben puncten betrift, wissen sie sich wol zu erinnern, was hievor in diser sachen auf vilen tagen und letzstlich zu Hagenaw und Wormbs gehandlt worden, achten auch nicht boß sein, di bericht und gegenbericht durch diejenigen, so dessen verstendig, genomen und darnach durch verordenten underhendler zu vergleichung, declaration oder sunst zu hinlegung der sachen gehandlt werde, welchs dann billich ein recht colloquium genant wurde, also daß ein teil sein proposition darthue, die fundament derselbigen anzeige und Šdarnach vom gegenteil, warumb es nit also solt gehandelt werden und aus was schriften und grunt, vernem und also bericht und gegenbericht mit allen fundamenten nach notturft gehort und darnach zu vergleichung der sachen geschritten werde, wie sie auch achten, der ksl. Mt. gemut und mainung in der proposition sei. Das aber dasselbig mit geringer anzal der personen geschehen sol, wusten sie auch nit zu verbesseren, dann vile der personen confusionen gebern und mag sich doch ider mit sein mitgesellen vergleichen und ist dem colloquio damit nichts genomen, sonder ires bedenkhens dasselb damit gefurdert. Dieweil aber ksl. Mt. in der proposition meldet, das zu disser handlung schidliche, erliche, fridliebende personen mit guttem, zeittigem radthe uß den stenden teutscher nation erwelet werden sollen, und aber da nit specificirt wurde, ob dieselben personen aus rath der ksl. Mt. oder der stende sollen erwelt werden, so achten sie, es sei von unnötten, dasselb dissmals zu disputirn, dann gebe ksl. Mt. schiedliche leutte, die der handlung dienstlich weren, khundte nit [abgeschlagen werden]c. Begert dann ir Mt. an die stende deßhalben rats, so kondt man es irer Mt. nit abschlagen.

    Sovil aber die andern puncten belangt, sofer die umbfrage derselben halb auch ist, so woll man darvon reden. Soferen aber die umbfrag vom selbigen nit ist, wolle man es dißmals benugen lassen.

    Brandenburgischer ratt: Er habs gleichermassen gehort und laß ime gefallen, wie von pfaltzgrevischen retten davon geredt.

    Der Ebf. zu Meintzs: Er habe ksl. Mt. proposition sambt furgeschlagenem mittl und weitterm begern der lenge verstanden und sehe ine in alle wege fur gutt ane, daß der ksl. Mt. zum hochsten und underthenigsten der [sic!] gnedigsten willens und handlung danckgesagt und begert wurde, gemeine stende gnedigsten bevelh zu haben.

    Sovil den andern puncten, nemblich die religion belangt, hette ime das colloquium nie gefallen, kondte auch nit erachten, dieweil es sich in grosse verlengerung ziehen und den stenden, darauf zu beharren, beschwerlich sein wurde, das es ersprieslich oder der sachen dienstlich were. Und hette bei im dafur, das kein tatlicher wege zu hinlegung diser sachen furgenomen werden, dann ein concilium, so man das in der kurtze haben möchte, zu halten sein wurde. Nachdem aber dasselb aus allerhandt ursachen, so vor augen und noch zufallen mochten, nicht geschehen mag, so laße er im auch der ksl. Mt. furgeschlagen mittl gefallen, wiß dasselbe nicht zu verbessern, doch das der augspurgisch abschiedt in alle wege vorbehaldten und dise furgeschlagene underhandlung nit ein colloquium genandt. Und dieweil hievor zu Haganaw die sachen der religion zu kgl. [sic!] Mt. gestelt und darauf der abschied daselbst ervolgt, so sei zu besorgen, solt man itzt aber die welung der personen zu ksl. Mt. stellen, es mochte im reich, dieweil es doch in geringern sachen nicht breuchlich, ein inbruch gebern, also daß ksl. und kgl. Mt. hinfurter allweg haben wolten, die Šsachen zu ihnen zu stellen. Darumb were besser, daß solche sachen ußdrucklich bei bedenkhen und ratschlagen der gemeinen stende erhalten wurde.

    Ferner aber, sovil die andern puncten belangten, dieweil in denselbigen, man were dann der religion verglichen, beschwerlich handlung furgenumen wurde, so sehe ihn vor gut ane, das man in der relation, so ksl. Mt. geschehen solle, derselbigen biß zu erorterung des punctens der religion geschwigen hette.

    Trierisch retthe: Ließ ihn mainzisch meinung gefallen und nemblich, das man ksl. Mt. rund sagen solt, das die erwelung der personen zu der underhandlung nit durch ire Mt. und derselbig ratthe, sondern den reichsradt bescheen solte. Und wiewol sie vormals uf dem colloquio bestanden, so lassen sie doch dieselb ire meinung aus den ursachen, so erzelt seind, fallen und dieweil in der ksl. proposition allein der augspurgisch abschied vorbehalten, sehe sie vor gutt ane, das er auch itzt in der antwort allein gemelt werde, wie durch Meintzs nach der lenge erzelt sei.

    Colnischen: Lissen ihn den meinzischen rattschlag auch gefallen, ußgeschiden in dem, das man solte setzen ‚doch sol solchs mit gemeinem radt der stende gescheen etc.‘, das solt nit weitter gemelt werden, dann wie vor durch die pfaltzgrevischen erzelt. Aber belangen dye vorbehaltung des augspurgischen abschids, liessen sie ine auch gefallen, daß derselb abschidt allein vorbehalten und in der antwort gemelt wurde, in bedenken, daß ksl. Mt. den in der proposition auch allein angezogen. Von andern puncten zu reden, were noch nit vonnotten. So diser punct verglichen, were den andern auch radte zu finden.

    Pfaltzgrevische rathe: Sie hetten das bedenckhen Meintzs und anderer gehort und befinden, das man der ksl. Mt. dancksagung und furgeschlagen mittl eins were. Darumb liessen sie es bei voriger irer meinung bleiben. Sovil aber die furbehaltung des augspurgischen abschids belangte, wiewol sie wusten, das sich Pfaltz als ein gehorsamer furst des reichs, was und sovil er bewilligt hette, aller gebur erzeigen wurde, so bedechten sie doch, dieweil hievor zu Hagenaw und Wormbs diser protestation und vorbehalts wegen sich vil irrungen zugetragen und dann auch vil curfursten, fursten und andern, so gleichwol der protestirenden stende nicht weren, den augspurgischen abschiedt nit in allen puncten angenommen und dann je billich were, das nit allein der augspurgisch, sonder alle angenomene abschied, sovil ein jeder derer bewilligt hette, in iren wirden und kreften bleiben solten, das dan nit der augspurgisch abschiedt allein specificirt, sondern in gemein in der antwort ksl. Mt. gemelt wurde, das alle angenomene abscheid in iren wyrden und kreften bleiben solten, sovil deren jeder angenomen. Belangen die erwelung der personen zu der underhandlung, dieweil sie befinden, wo ksl. Mt. dasselbige solte frey heimgegeben werden, daß es im reich ein inbruch gebern mochte, und aber die wort in der proposition ingemelden [sic!] dergestalt gesetzt seint, das ksl. Mt. mit guttem, vorgehabtem, zeittigem ratthe etlich ehrliebende, freuntliche und einer gutten conscientz personen uß den stenden deutscher nation solten genomen werden etc., und aber die wort (aus zeittigem ratt) noch nit ein satten verstand, ob derselb ratte Šbei ksl. Mt. retthen oder durch die stende des reichs beratschlagt werden solle, daß man sich dann deßhalben bei ksl. Mt. in kein disputation einließ, sonder der antwort specificirt, daß dieselbigen personen laut irer Mt. proposition mit guttem, zeittigem ratthe der ksl. Mt. und stende des reichs erwelt werden solten, also daß mans dabei ließ, es hett ksl. Mt. das also gemeint und were von den stenden nit anders vermerckt worden.

    Das aber dise handlung kein colloquium genant, auch in der antwort, das es kein colloquium sein solt, angezeigt werden, bedenken sie, das es ain grosse disputation bei dem gegenteil gebern möcht. Deßhalben sehe sie vor gut ane, das nit gemelt wurde, obs ein colloquium oder nit sein solt, sonder das man es bei ksl. Mt. furgeschlagenem mittl bleiben ließ.

    Brandenburgisch ratth: Lest es bei der pfaltzgrevischen retthe bedenckhen in alle wege bleiben.

    Meintzs: Er hab der pfaltzgrevischn retthe bedenckhen gehört und lasse im dasselbe in allen puncten gefallen, auch eben mit denen worten, wie das erzelt, ußgescheiden mit der vorbehaltung der hievor bewilligten abschied. Do besorg er, wo es schon der pfaltzgrevischn mainung in der curfursten rethe [sic!] bewilligt wurde, das sollichs dannocht bei den andern stenden nit erheblich were, und darumb laß ers bei voriger mainung und sonderlich in bedenckhen, das ksl. Mt. in irer proposition allein den augspurgischen abschied nennet, bleiben.

    Trierisch: placet.

    Cölnisch: placet.

    Pfaltzgrevisch: Es sei dise vorbehaltung zu Hagenaw, Worms und Regenspurg uf vorgehaltem reichstage vilfaltiglich disputirt und alle weg deßhalben vil irrungen entstanden und doch zuletzt bei den gemeinen, angenomen abschiden blieben. Deshalben so wissen sie nochmaln von irer mainung, wie vor erzelt, nit zu weichen, sonder lassen es dabei bleiben.

    Brandenburgischer: Er hab das bedenckhen wie Pfaltz, laß es auch bei derselbigen meinung bleiben.

    Meintzs: Man wuste der churfursten eynung, das allwegen das mehrer teil beschlus und angezeigt solt werden, doch bunde es den, so einer andern mainung were, nit. Darumb und dieweil Colln und Trier mit im beschlossen und man sonst des andern ratschlags eins wer, so ließ er es dabei bleiben.

    Pfaltzgrevisch: Sie liessen es auch dabei bleiben. Begerten aber, das durch die meintzisch cantzlei ir furbringen, mainung und bedenckhen registrirt und apud acta behaldten wurde. Dann sie von irem bedenckhen und mainung nicht wisten zu schreitten, welchs bewilligt, und ist darauf beschlossen, das man disen rattschlag in ein schrift stellen, das besichtigen und den andern stenden darnach furhalten solle.

    Zwischen diser sachen seint vor den churfursten und der abwesenden pottschaften erschienen Hg. Ottheinrich Pfgf. und der Bf. zu Speyr. Haben angezeigt, welchermassen der Hg. zu Sophoj begert, dieweil er von röm. ksl. Mt. zu Šdisem reichstag erfoddert und auch ein furst des reichs sei, aber die sprach nicht khonde, daß man im dann sein geburende session geben und daneben zulassen wölle, ein ratte, so ime ksl. Mt. zugeordent, der die sprach verstunde, zu ime tzu nemen. Dieweil aber diese sach gemeine stende des reichs belangte und sie darunter one die curfursten nit zu schliessen hetten, so begerten die fursten und stende, der curfursten bedencken herunder zu vernemen.

    Trierisch retthe: Sie hetten das furbringen der fursten gehört und, dieweil Sophoi uf dem ersten tag im furtrag der proposition, desgleichen davor in der kirchen sein standt gegeben, er auch von ksl. Mt. hieher beschriben, so wusten sie ihne seiner session halb nit auszuschliessen. Were wol zu besorgen, er möcht hulf begern. Die hette man im zu geben oder zu lassen. Wann es dann an die anschlege kheme, so hette man weitter deßhalb mit ime zu reden.

    Collnischen: wie Trier.

    Pfaltzgrevische retthe: Sie hetten der fursten furbringen vernomen und wusten sich wol zu berichten, das ein Hg. zu Sophoi je und alweg vor ein fursten des reichs gehalten worden, auch in alle anschlege des reichs gelegt were. Es hetten sich aber dieselben hertzogen nun vil jar here aller reichsanschlege und gehorsame mit gebotten und verbotten, auch den processen des camergerichts entzogen und enthalten. Und were wol uf vilen tagen meldung beschehen, wie er und andere ungehorsame fursten wider zu gehorsam bracht werden möchten, aber nichts darauf gevolgt. Dieweil dann der Hg. von Sophoj itzt selbs khomet, sich fur ein fursten des reichs anzeigte und der session begerdte, so hetten sie darfur, es solte ksl. Mt., mit deren disse sach one alle mittl beschlossen sein muste, keinswegs abzuschlagen sein, sonder ine als ein fursten des reichs wider anzunemen, doch mit diser furnemblichen bescheidenheit, daß sie, die stende des reichs, sich deren sachen, die sich in zeit seiner ungehorsamen mit seinen widerwertigen zuegetragen hette, und, was bisher darauf ervolgt were, keinswegs beladen und er auch sich hinfurter mit allen anschlegen, ordnungen, satzungen und andern puncten, wie des verzelt, als ein gehorsamer furst des reichs erzeigen wolt. Dann wo er das nit wolte thun, so sesse er allain da, den haufen zu mehren und alle sachen zu erfaren, also daß des reichs [Stände]d seiner wol schaden, aber kein nutze hetten und deshalben besser draussen dann bei inen were. Wolte ers aber thun, so hette es seinen wege. Das er aber begerte, im ein ratt, der die sprach kondte und ime von ksl. Mt. zugeordent wurde, zuzulassen, kundt man ime, so er die puncten, wie vor erzelt, aneme, nit weigern, doch daß derselbig rath sein gelobter und gschworner were, die reichsretthe bei im bleiben ließ und sich aller gebur hielte.

    Brandenburgischer: Leßt im die mainung, wie Pfaltz nach der lenge furbracht, gefallen und das man ihms runde sagt, damit das reich kunftiger zeit nachlauffens und vorwiß vertragen were.

    ŠMeintzs: Ließ ime die mainung, wie von pfaltzgrevischen retthen furbracht, auch gefallen.

    Trierischn: Ließ es bei der pfaltzgrefischen rethe bedenckhen bleiben.

    Cölnischen: Liessen es auch bei der pfaltzgrefischen retthe bedenken bleiben, allein ob nit die notturft erfordert, sollichs den protestirenden stenden, dieweil es mit gemeinem vorwissen des reichs beschehen solt, anzuzeigen und deren bedenckhen auch darunder zu hören und, das des hertzog retthe under dem reich sesshaft were.

    Pfaltzgrefischen: Sie hetten von den beiden fursten Hg. Ottheinrich und Speyr verstanden, ir furbringen were bescheen von allen fursten und stenden des reichs wegen, dieweil sie aber itzt vernomen, das die protestirenden von dem noch nichts wissen solten, so wolte die notturft erfordern, solchs denselben auch anzuzeigen und in disem fahl mit deren vorwissen und rathe zu handeln.

    Brandenburgischer: Wie die pfaltzgrefischen.

    Meintzs: Auch wie die pfaltzgrefischen.

    Dergleichen die trierischen und collnischen retthe. Darauf seint von Meintzs und den pfaltzgrefischen rethen verordent, wie dann die fursten auch verorden [sic!] wollen und inen der churfursten mainung gefallen lassen, den protestirenden solchs anzuzeigen.

    Volgends haben die fursten und stende weitter furbracht, das der Bf. von Bisantz einen hie hab, der sich von wegen seiner fstl. Gn. presentirt und ein session begert. Dweil er dann gleich dem Hg. von Sophoj bißher in des reichs anschlegen ungehorsam gewesen, so bitten sie, curfursten bedenckhen darunter zu vernehmen. Darauf die churfursten und der abwesenden pottschaften sich einhelligklichen entschlossen, demselben zu antworten, wie vor mit Sophoj gemelt ist. Und ist wol ein bedenken eingefallen, ob man den verordenten pottschaften der stette solchs alles auch anzeigen und mit dere ratthe handeln solt, aber es ist also unbeschlossen anstehn bliben.

    Nach gescheenem vortrage röm. ksl. Mt. ihnhalts, wie hernachvolgt, hat sich in der procession Palmarum [1541 April 10] zuegetragen5, das röm. ksl. Mt. die auslendische bottschaften bebstlicher Hlt. und des Kg. von Franckreich vor den gesandten pottschaften der churfursten haben vorgetzogen, des sie sich beschwert, weil solchs wider die ordination des hl. reichs und der gulden bullen inhalt, derwegen ir ksl. Mt. gebeten, kein beschwer zu tragen, wo sie dißmals von der procession pleiben wurden. Demnach aber der Kard. und Ebf. zu Maintz sich dißmals entschuldigt und aus bedenken mit den andern churfursten gesandten entlichen nicht geschlossen noch gestimmet, sonder, sein gemut ferner antzeigen zu lassen, hinterzogen, ist auf den Gruenen Dornstag [1541 April 14] auf dem ratthause der gesandten versamblung gehalten. Da hat der Kard. von Maintz durch seinen marschalkh und andere gesandten anbringen lassen, es hette sich der cardinal nuemals entschlossen, ihn disem artickl neben Šden churfursten undt ihren potschaften zu stehen und alles zu furdern helfen, was zu aufnemung des hl. reichs der churfursten reputation gelangt, von deswegen vor gutt und vorwarnlich anzeigen ließ, das zuvor und ehr diser artikl an die röm. ksl. Mt. weitter gelangt, ratth hieruber gehalden, derselbige ergrundt und wol besehen, auf das, wo die ksl. Mt. dawider was aufbringen und disputirn wurde, das man mit grundt alsdann gefasset were, welchs nach gehabtem ratthe von den churfursten und den gesandten pottschaften von dem cardinal also ist angenommen, und darauf ihm ratthe beschlossen, das inhalts der gulden bullen diß artickls halben keine disputation vorfallen möcht, nachdem die klerlich besagt die form und weiß der session, proceßion und alles andern, so auf den reichstagen sol gehaldten werden.

    Und obwol des cardinals gesandten einen artickl der gulden bullen, so fast im ende begriffen, angezogen, des inhalts, da der churfursten gesandten in allem solten zuegelassen und gehalten werden als die, von welchen sie gesandt, ausgeschlossen am tisch und stuele etc., so ist doch befunden, das der artickl allaine auf dise zwene eigentliche felle und anders nicht verstanden undt in der practicka alle wege also gehalten worden, derwegen entlich verblieben, die fundamenta dises artickels in schrift zu verfassen und uf den Ostersonabent [1541 April 16] horen lesen und furder bey ksl. Mt. zu furdern.

    Uf denselben Ostersonabent ist solche schrieft verlesen worden und beschlossen, disen artickl Pfgf. Fridrichen, röm. ksl. Mt. stathalter, vorzutragen, umb versehung zu bitten etc., wie dann geschehen [Nr. 92]. Es ist aber röm. ksl. Mt. den volgenden Ostertag [1541 April 17] haimblieben und ihn die kirchen nicht geritten, alle ceremonien dahaime verbringen lassen.

    Uf den Ostermontag[1541 April 18] ist ir Mt. zu kirchen zu Sanct Haimart [sic!] geritten6, neben ihm die chur- und fursten und derselbigen pottschaften. Als man ihn die kirchen khumen, hat der Kard. und Ebf. zu Maintz den gang zu der rechten handt neben ksl. Mt. genumen, auf der linckhen handt kfl. Gn. von Brandenburg und die andern pottschaften vor ihm gegangen, daraus abermals zwispalt erwachsen ihn dem, daß die colnische und trierische pottschaft den vorgang vor dem Kf. zu Brandenburg zu haben vormaint, welchs dißmal bis auf ferner beredung also verblieben.

    Uf den Osterdinstag [1541 April 19] hat ksl. Mt. der churfursten pottschaften auf das ratthaus erfordern lassen7, aldo Pfgf. Friderich erschienen und von wegen ksl. Mt. angezeigt, nachdem die chur- und fursten und derselbigen pottschaften ksl. Mt. haimgestelt, die personen zu benennen und erwelen, welche in der religionsachen handlen solten, als hetten sich ire ksl. Mt. desselbigen verainiget und entschlossen und, damit die stende solchs wissenschaft hetten, weren dieselbigen person ihn schrift gefasset, die er also den stenden und pottschaften wolt zuegestalt haben, bedurfte auch darauf kainer antwort, ist also Šstracks vom ratthaus abgeritten. Hierauf sich der churfursten pottschaften underredet und geschlossen, demnach dise haimstellung der personen auf gnedigst begern ksl. Mt. nicht allain von den churfursten und derselbigen pottschaften, sonder von allen fursten und gemeinen stenden geschehen, so wolt der churfursten pottschaften nicht geburn, dise schriftliche benenung allain anzunehmen, sonder Pfgf. Fridrichen zu ersuchen und des zu berichten, damit alle stende versamlet und solche schriftliche benennung ihnen sembtlich beschehe, welchs der pfaltzgraf also angehort und zu fordern zuegesagt. Also ist auf Dornstag in Ostern [1541 April 21] die versamlung aller chur- und fursten und derselbigen gesandten pottschaften ausserhalb der protestirenden auf das ratthaus erfordert, in welcher aller gegenwertigkait Pfgf. Fridrich erschinen, die session wie geburlich gehalten und abermals verzalt, daß die ksl. Mt. der haimstellung nach die personen, so in der religionsach handlen solten, in schriften benant, die er also allen stenden hiermit zuegestelt haben, wissenschaft davon zu tragen, und daß numals ire ksl. Mt. willens, disen personen, die handlung vorzunehmen, zu bevelen, auch in fahl der notturft einen fursten zu einem presidenten zu ordnen, damit solche handlung sovil stattlicher möcht gefurdert werden, alles nach fernerm inhalt diser schrift [Nr. 93]. Und sein fstl. Gn. haben abermals hierauf khaine antwort begert, sonder straks abgeritten.

    Darauf sich die chur- und fursten und alle stende in sondere rede und gemach wie gewonlich begeben, frage lassen umbgehen, darin allerlei verbracht wurden, nemblich von etzlichen der churfursten, das sie ihnen die ernanten personen gefallen liessen etc., aber damit die handlung statlich fortgesetzt, were ir bedenkhen, das in solcher handlung nicht ein furst, sonder zwen fursten zu presidenten verordent, ob einer mit schwacheit beladen, das der ander furderung thet, solte auch ein grosser ansehen haben, desgleichen daß die ksl. Mt. zwene oder drey irer innersten ratthe darzu verordnen, ob je der handl wurde außreichen [sic!] aber [= oder] (do Gott fursey) gantz abgehen wurde, das dennoch ir ksl. Mt. die warhait bericht und, dem auch mehr glauben zu geben, bewegt wurde.

    Disem aussatz [sic!] seind zum teil beigefallen die fursten und stende des reichs, aber mit diser erweitterung, daß zu der handlung und presidentz von allen stenden der chur- und fursten, auch von dem legaten bebstlicher Hlt. solt verordent werden, item, das artickl gestalt, welche solten behandelt werden und daß darin der artickl der restitution nicht der letzt, sonder mit den ersten sein solt.

    Hierwider die andern churfursten und derselbigen pottschaften vorbracht, es were auf ksl. Mt. gethanen proposition von disem und anderm nach aller notturft beredt und berattschlagt worden und nach aller bewegung beschlossen, daß ksl. Mt. proposition in allen puncten bewilligt und angenommen, auch die antzal und benennung der personen und presidenten haimgestalt, und were an not, das mehr personen zu der handlung, es were von babstlichen legaten, von den stenden oder ksl. Mt. ratthen erbethen solten werden, in betrachtung, das Šir ksl. Mt. proposition aigentlich specificirt und vorbehalten, desgleichen in der stend antwort und haimstellung der personen, daß die benanten person und presidenten in diser hochwichtigen sachen nichts entlichs handlen, bewilligen noch beschliessen, sonder ire handlung ksl. Mt., chur- und fursten und stenden des anzeigung und bericht thun sollen, sich darauf zu entschliessen, auch mit bebstlicher Hlt. legaten vermöge haganawischen abschiedes zu communiciern, aus welchem bericht dann also die ksl. Mt., der bebstlich legat, alle chur- und fursten und stende der hendeler bedenkhen ersehen und erlernen und alsdann von allen tailen beratschlagt und geschlossen werden must. Khemen alsdann allee zeitlich genug zu solcher handlung und auch personen genug. Mit weitterm bedenckhen, so umb mehr personen solt gebeten werden, wurde es bei ksl. Mt. den arckwahn und bedenkhen haben, als wolten die stende von irer gegebenen antwort und gethane haimstellung abstehen oder aufs wenigst dem allen entgegen sein, mit allerlei weitterm anzeigen und bedenken.

    Als haben die stende allef solchs bewogen, die proposition, antwort und heimstellung ferner besichtiget und entlich eintrechtig beschlossen, das es dabei also bleiben solt und der ksl. Mt. den handel fernerg gnedigst zu befurdern entpflehen [sic!]. Solt auch one nott sein, Pfgf. Friderichen ainige antwort, demnach er die nit begert, zu geben sein. Als haben die ksl. Mt. zu presidirn verordent Pfgf. Friderichen, den von Granuell, den Gf. von Manderschiedt8, den hoffmeister zu Maintz Eberhardt Rhude9, des pfaltzgrafen cantzler10, den sechsischen cantzler11, H. Jacob Sturm von Straßburgkh.

    Auf disen tag hat sich in der session zugetragen12, das Pfgf. Wilhelm13 sich auf die bankh und session der churfursten gedrungen, desgleichen er zuvor auf dem reichstag zu Augspurg auch sol gethon haben, welchs der Kf. von Brandenburg, welcher damals allein personlich gegenwertig, sich beschwert und an die andern churfursten und derselbigen potschaften anbracht mit beger, auf einsehung zu ratten, damit den churfursten an irer preeminentz und reputation nichts nachteiligs vorgenumen etc. Ist der fahl nach tische, da den stetten der chur- und fursten beschlus angezeiget und darein bewilligt, weitter berattschlaget, darzu des Kf. von Sachsen gesandten auch seindt erfordert worden, daselbst beschlossen, demnach diß vornemen zu Augspurg auf dem reichstag auch geschehen, wer demselbigen durch diß mittl abgeholfen, daß der churfursten Šsession und bankh sol verkurtzt und so weit abgeschnitten werden, das nicht mehr dann vor der churfursten person raum verbliebe, welchs zu ordenen dem Kf. von Sachsen als des röm. reichs marschalkh zu thun und zu versehen geburt, und do diß mittl, als nicht vermutlich, der sach nit wurde abhelfen, solt man die ksl. Mt. umb einsehung weitter ansprechen. Das haben die gesanten des Kf. von Sachsen zu furdern durch des reichs erbmarschalkh, den von Pappenheim, zu sich genumen.

    Nach disem beschlus seind vorgetretten die pottschaften gesandten des Bf. zu Coln14, Gf. Dieterich von Monderscheidt, Dr. Johan Gropper, scolasticus, angezeigt, das kfl. Gn. von Branndenburg in nechst gehaldener procession, do die ksl. Mt. in die kirchen geritten, den gang neben ksl. Mt. auf der linckhen seitten und der Kard. und Ebf. zu Meintz uf der rechten seitten genumen, welchs irem churfursten nachteilig, auch wider den inhalt der gulden bullen sein solt, mit bitt, einsehung zu thuen, damit derwegen untherh den churfursten selbs und iren gesandten pottschaften kain irrung vorfallen möcht, sie auch zu berichten, wo sie iren gang abwesend ires churfursten haben solten.

    Hierauf ist von wegen des Kf. von Brandenburgkh geantwort, ihn were nicht bewust, das ir gnedigster herr, der Kf. von Brandenburg, was hette vorgenumen, das er zu thun nicht befuget, auch vor alders im gehen, stehen, procession und anderm nicht im brauch gewest wer, und, so er eines andern mit bestande bericht, wurde ir kfl. Gn. sich in allem, was geburlich und zu fride, liebe und ainigkeit dienlich, gantz gnedigst erzeigen und zu verhalten wissen. Hierauf ist beschlossen, das sich jeder teil in der gulden bulla eigentlich ersehen, auch des brauchs, wie es vor alders gehalden, erkunden, alsdann wer ungezweivelt, jeder teil wurde sich weisen und geburlich zu halten wissen. Wo aber je derwegen weitter mangel vorfallen, wolten die churfursten und derselbigen abwesenden pottschaften nach ferner anregung weitter gern ratt halten und disem gebrechen abhelfen.

    Sonabent darnach [1541 April 23] hat die röm. ksl. Mt.15 die stende des hl. reichs vor mittag umb syben hora auf das ratthaus zu Regenspurg erfordern lassen und durch seiner ksl. Mt. gesandte, den Naues, lassen vortragen, als die ksl. Mt. der underthenigsten haimstellung nach nu die personen zu behandlung der religionsach ernandt und befunden, das die stende ihnen dieselbige gefallen lassen, welchs ir ksl. Mt. gern gehort, so hette numals ir ksl. Mt. diselbigen person erfordert, den handel im namen des allmechtigen also anzufahen und fortzusetzen, auferlegt und entpfolhen, damit in dem nichts andern [sic!] dann die ehr und glori Gottes, frid, lieb, ainigkeit und wolfart des hl. reichs und deutscher nation erfordert werde. Und wiewol die ernanten person sich der Šlast und burde als die ihnen vil zu schwer, auch hiertzu ungeschickt und zu wenig wusten, aufs hochst entschuldigt, auch aufs underthenigst, sie damit zu verschonen, andere geschicktere an ire stat zu ordenen, aufs underthenigst gebetten, so hetten sie doch ir ksl. Mt. auf gnedigst belangen und verschaffen zuletzt dohin vermocht, das sie die last angenumen, doch also und dergestalt, das ire ksl. Mt., einen fursten zu einem presidenten neben ihnen, desgleichen zwo personen von chur- und fursten oder derselbigen retthe und pottschaften neben dem presiderenten [sic!] fursten gnedigst zu verordnen, geruchte, welche gutte ufmerckung der handlung zu haben, ob im reden oder anderm mißvorstand oder anders was vorfallen mocht, in dem zimbliche einsag und weisung zu thun, demnach dann ire ksl. Mt. dise hochwichtige sach on zeittigen ratth und vorwissen aller stende des hl. reichs nie vorgenumen, so hetten ire ksl. Mt. diß den stenden auch nicht wollen verhalten und were irer ksl. Mt. gnedigst gesinnen, die stende wolten iren ratt und bedenckhen anzeigen, welcher der furst und die andern presidirenten personen hierzu schiklich und dienlich zu benenen, so wolten ir ksl. Mt. die also furdern und bevelh thun, damit der handel in Gottes namen gefurdert möcht werden.

    Zum andern hett ir ksl. Mt. der Bf. von Bremen underthenigst bericht16, das sich ein grosse antzal lantzknecht in seynem gestift gesammelt und on anzeigung ainiges herrn sich aufhielten, seynem bischofthum, landt und leutten zu merklichem schaden und geverlickeit, ir ksl. Mt. underthenigst gebetten, ine des gnedigst zu versehen und entledigen und, nachdem er deß unverwarnt, auch in seinem abwesen die gefahr so vil mehr und grosser zu besorgen, hette er die ksl. Mt. underthenigst gebetten, abscheid und haimziehung gnedigst im zu erlauben, mit erbiettung, seine retthe mit volkhomener gewalt hinter sich zu lassen etc. Als hetten ire ksl. Mt. gnedigst bedacht, ein ernst generalmandat ausgehen zu lassen, das sich die kriegsknecht zu trennen und das gestift reumen solten. Wo dannen von ihnen des orts oder anderswo solchs voracht, das alsdann ir ksl. Mt. den stenden und herrschaften, so der orter genachpart und gelegen, sonderlich solt aufgelegt werden, solche versamlung auszutreiben und zu trennen lassen, in dem begerte ir ksl. Mt. nichts weniger der stende ratth und bedenckhen.

    Darauf sich die stende beratten und eintrechtig beschlossen, dieweil irer ksl. Mt. auf gnedigst ansinnen hievor der gantze handel der religionsachen mit benennung der person underthenigst heimgestelt, ire ksl. Mt. sich auch in dem gantz gnedigst veterlich also erzeigen, das sie in dem allen keinen mangel spuren mochten, so wolten sie irer ksl. Mt. die benennung des presidirenten fursten, auch der personen, so er neben sich ziehen solt, auch haimgestalt haben, mit underthenigster bitt, ire ksl. Mt. wolten sich zu beforderung des christlichen, hohen werks und vorhabens auch in dem gnedigst erzeigen.

    ŠDesgleichen wusten sie ir ksl. Mt. gnedigst bedenkhen, den schaden und geverlickeit des volks im stift Bremen zu vorkhumen mit ausgehung der mandat und dem bevelich der genachparten herrschaft, auch nicht zu verbessern, bitten allain ir ksl. Mt. geruchten, in dem gnedigste einsehung zu thun, damit ir ksl. Mt. mandaten volziehung geschege und scheden deutscher nation in dem und anderm gnedigst vorkhumen mocht werden. Und dieweil dem bischof solche ehaft also unverwarnt vorgestossen, wo er nu an diser versorgung der ksl. Mt. nicht begnugig oder weiter versehung, damit er bleiben kundt, selber nicht zu thun vermöcht, solt im auf sein erbietten erleubt werden, doch das der ksl. Mt. solchs alles haimgestalt.

    Bei dem ist vorgefallen17, das der Bf. von Meissen [Nr. 279] und der Bf. von Merßburgkh zwo lange supplication an die stende des reichs uberantwort, darinnen vermeldt, als solten ire gestifte vor vilen hundert jaren und bei zeitten Ks. Othen also gestift, privilegirt und befreiet und das sie niemands dann dem hl. reich underworfen und ein glid und fursten des reichs in stimen und session solten gehalten werden. Hetten auch sich in anlegung der turckhensteur und viler andern burden des hl. reichs gehorsamlich altzeit erzeigt und verhalten. Es hette sich aber der churfurst und andere Ff. von Sachsen neulicher zeit understanden, ihnen in dem mit gewalt inhalt zu thun und mit vorbittung irer landt, einziehung der underthanen und vil anderer bedrangung getzwungen, sich kegen ihnen zu verschreiben, irer freiheit dergestalt nicht mehr zu gebrauchen, jedoch ihnen vorbehalten und zuegelassen, wo sie sich beschwert finden, das ihnen, bey ksl. Mt. und dem hl. reich zu klagen, solt freysein. Weil dann diß vornemen dem hl. reich nichts weniger dann ihnen und iren stiften zum höchsten nachteilig, so hetten sie iren pflichten nach der röm. ksl. Mt., allen stenden des reichs solchs zu eroffnen nicht wust [sic!] zu unterlassen, mit bitt, ihnen darinnen bey ksl. Mt., auch fur sich selbs hilf, ratt und beistand zu thun, das sie irer freiheit gebrauchen und diser beschwerung entladen wurden.

    So hat sich der gesandte des Ebf. von Bisantz18 auch dermaßen angeben lassen, umb audientz und vorhör, auch geburliche einsehung gebetten.

    Hierauf beschlossen, alsbaldt die ksl. Mt. dise sachen in die retth geben wurde, darumb sie dann vleißig sollicitirn und anhalten mochten, solten sie in gemeiner audientz und versamlung aller stende gehort und mit geburlicher antwort versehen werden.

    «Nr.67 Kurbrandenburgisches Protokoll des Kurfürstenrates – Regensburg, 1541 Juni 30–Juli 29 »

    Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. G, fol. 1r–78v; AS fol. 1r: Rathschlege der churfursten und der abwesenden pottschaften in mancherlei sachen von ŠDonerstag post Petrj et Paulj [Juni 30] biß uf Freitag post Jacobj [Juli 29], annotirt zu Regenspurgkh anno 1541.

    Donerstag post Petrj et Paulj [1541 Juni 30].

    Trier: Sicht vor gutt an, ein anfang in der religionsachen zu machen und daneben der turckhenhulf halben zu handlen.

    Cöln: Das man von der turkenhulf handle und auch in der religionsachen fortschreitte.

    Pfaltz: Idem dixit.

    Brandenburgkh: Man sehe vor gutt an und mochten villeicht solche mittl und wege funden werden, das beides, nemblich von der turkhenhulf und daneben zugleich von der religionsachen gehandelt wurde.

    Maintz: Mit den andern concordirt und solchs den andern stenden anzuzeigen.

    Trierisch: Das man vor gut ansehe, die puncten und artickl beider parthen1 den gelerten widerumb behendiget und zu ubersehen gebe, zu vermerckhen, was concordirt und verglichen und was noch nicht concordirt, und das buch2 ksl. Mt. wider uberlifert und aalsdann dem bebstlichen legaten–a ubergeben und ein resolution darauf gemacht wurde und, wo etwas zwispaltig befunden, das wider den alden, hergebrachten christlichen glauben were, das man da nichts nicht wolde einreumen. Von der restitution3, dieweil es ein nottiger punct und nichts davon geredt, das man mit allem vleiß davon handelte. Fridens und rechtens zu erhalden, beyden teilen vonnotten, derwegen auch dises zu erwegen und davon zu handlen.

    Coln: Sie haben dem artickl der heiligen religion nachgedacht, daß derselbig der nottigst ist, daran der seel und leib heil und seligkeit gelegen. Darumb wol nöttig, daß dieser artickl in ein bestendige bainigkeit und–b vergleichung mocht bracht werden. Das daraus frid gantzer gemeiner deutscher nation erfolgen wurde, darzu Coln gern verholfen sein woldec. Es wusten ungezweivelt ir kfl., fstl. Gn., Gn. und G., das die collocutor von den stenden die artickl der religion wolten bey sich erwegen, berattschlagen und, sovil je muglich, vergleichen und ksl. Mt., Kff., Ff. und stenden genugsame, richtige relation thun, auch daß ein buechd den collocutorn uberantwort, darnach sie solten ordenlich handlen, wie dann geschehen, von artickl zu artickl gehandlet und etzliche vil artickl, so Šbisher strittig gewest, verglichen oder gemeint, daß verglichen mochten werden. Sol uns nit zuwider sein, wo euere Gn., G. vor gut ansehen, die ubergebene artikl und schriften widerumb zu erwegen. Und wolt Gropper unverdrossen in der arbeit sein, versehe sich auch des zu seinen herrn collocutorn, das sie auch unbeschwert sein wurden. Wo aber euere kfl. Gn., Gn. und G. ein bessern weg und mitl wusten, dyser hochwichtigen sachen abzuhelfen, wolden sie ihnen gern auch gefalen lassen, doch alles auf ir kfl. Gn., Gn. und G. verbesserung.

    Pfaltz: Wiewol sie nicht grosse theologi wern, so befunden sie doch, daß kein contrarietet in der handlung vermerckt. Auch gefiel in, das man wider ksl. Mt. die sachen und puncten der religion ubergebe und weitter, was concordirt, verzeichnete etc. Was aber streitig und nicht verglichen, das mans auf ein general- oder nationalconcilium aufschube, es wirde doch nicht anders verglichen khunnen werden. Von der restitution achten sie, es sey noch zu frue und zur zeit umbzugehn. Fridens und rechtens sachen, das sey an die ksl. [Mt.] gelangt, so das also auf die ban wurde khumen, so möchte ein jetlicher das sein dazu reden.

    Brandenburgkh: Hat die zugstelten artickl, so abzuschreiben vergunst, besehen und befunden, daß dises wol ein groses werkh, [so] Gotes ehr belangt, und ir kfl. Gn. etwas zu hoch und vil, doch ir Gn., als aim christlichen churfursten zuestehe, vor allen dingen Gottes ehr zu befordern und Gottes wort fortzusetzen, geneigt. Nu sovil ir kfl. Gn. erwegen mugen, so befinden sie, daß die christliche lehr eund sacra dogmata–e in zweyen stuckhen geteilt, das erst die artickl der christlichen lehr und glauben, das ander die ritus und ceremonien. Ir kfl. Gn. wollen ihr gefallen lassen, das es bey der vergleichung der lehr bleiben möchte. Was authoritatem ecclesiae betrift, de sacramentis etc. als reservation de primatu Romani pontificis etc., wurde man nach vergleichung der sacra dogmata fuglicher und fruchtbarer handlen und ainigkeit machen khunnen. Aber was nicht verglichen möcht werden, daß mans auf ein concilium schube. Wer gut, das man etwas gewisses hette, ob vileicht etliche wolden neuerung in der religion, wie oft geschehen, machen. Wurde es von beiden teilen ein verainung, verglichung geben, mochten die gemute widerumb zusamenkhumen und auf volgende reichstege mocht deste ehr etwas fruchtbars verglichen und gehandelt werden.

    3. So mochte man der Turckhen deste bessern widerstandt thun, wann in der religion ein ainigkeit, vergleichung gemacht were. Und daß ksl. [Mt.] auf diese beide wege solte zu ersuchen sein. Von der restitution, das es noch zu frue were. Wo aber jemants etwas zu unrecht genumen, ksl. Mt. wurde on zweivel einsehen haben.

    Maintz: Concordirt mit Trier. Hat auch das buch, von ksl. Mt. uberantwort, entpfangen, verlesen, bewegen, befunden auch damit die mengl, wie von Trier angeregt worden. Das etlich artickl, so bisher stritig gewest, gesetzt, etliche, so Šstrittig, gar ausgelassen, sonst weitleuftig, obscure, verwicklt gestelt, daß, wo das verbleiben solt, das etwo irthum und eyn span daraus entstehn möcht. Und dieweil ir kfl. Gn. als ainem cardinal wil zuegehorn, das man die freligionsachen hanthabe–f, wil sichs nicht geburn, von bebstlicher Hlt., irer geistlichen oberkeit, und von ksl. Mt., irer weltlichen oberkeit, sich abzusundern. Und gefiel ihn, das man das gemelt buch ksl. Mt. wider zustelte und alsdann der bebstlichen Hlt. [legaten]g weitter ubergeben, zu besichtigen und ferner an bebstliche Hlt. zu gelangen, und, was davon vor gnugsame resolution wurde gegeben, darnach wuste man sich zu richten und halden.

    2. Von der restitution achtet man den nottigsten puncten und, das davon gehandelt wurde. So sagen die geistlichen rechten, daß die spiritualia an [= ohne] die zeitlichen gutter nicht lang mogen erhalden werden. Von fridens und gleichmessigem rechten: Es schreien die protestirenden von gleichmessigem frid und recht und doch dieweil hmit practiken–h ir kfl. Gn. underthan abgespant hetten und bedechten, in beyzusetzen, als die ihres glaubens weren und ir religion anhengig. Was dann solchs vor frid sein möcht, wurde der allmechtig Got wol richten. Was nun weitter von den andern artikln zu handlen, das woln sein kfl. Gn. helfen ins werkh bringen.

    Osterreichische legaten vorgelassen und die mainung anzeigti: Das der röm. kgl. Mt. begern were, das man von der unvermeidlichen notturft und eilenden hulf wider den Turckhen zuvoran handlete und schlisse und dieweil mit der religionsachen stilstunde, sonderlich [...?] einmal solche hochwichtige sachen die eilendt hulf suspendirn und verziehen mochte.

    Antwort der chur- und fursten: Das man albereit, von der religion zu handlen als dem furnembsten puncten, angefangen und sich chur- und fursten entschlossen, von der eilenden turkenhulf aufs furderlichst zu handlen und daneben, doch der eilenden hulf on verhinderung, auch von der religionsachen handlen wolten, damit Kff., Ff. und stende nicht vergebene, unnottige expens und unkost alhie fureten.

    Trier: Wie vor, das buch ksl. Mt. zu uberlifern und dieselb mit bebstlicher Hlt. legaten sich zu vereinigen. Und dieweil Maintz zuvorn davon aufs schiklichst geredt, sehen sy es vors beste an, man wolle es bei demselbigen beschlus bleiben lassen.

    Coln: Sie wern noch der mainung, das man das buech ksl. Mt. widerumb zuestelln wolte und underthenigst bette, das die personen und theologi, so datzu verordent wurden, was verglichen mocht werden, vor handen nehmen und, wo nicht alle, doch etzliche streitige artickl concordirt wurden und etwas, das zu bestendiger ainigkeit dienet, entschlossen. Und wern ihres achtens 4 puncten Šin dem buch begriffen, das 1. dogmata sacra, 2. sacramenta, 3. ritus, ceremoniy, 4. disciplina und zucht. Und dieweil Dr. Eckh als der sachen ein verstendiger theologus und verordenter collocutor bey der handlung gewesen und befinden, das die protestirenden jetz vil nachgeben, das zu Augspurg nicht nachgegeben ist, sol man mit vleiß dazu thun, daß diese handlung gefurdert wurde. Sie wolten auch, wie Meintz gemelt, sich von bebstlicher Hlt. und ksl. Mt. nicht absondert haben, wolln auch nit, das dem christlichen glauben etwas abbruchlich sein sol.

    Von der restitution hette man den collocutoribus kein mandat noch bevelh gegeben, sonder, so man die religionsachen wurde fortgesetzt haben, alsdann wölte man der restitution auch nicht vergessen.

    Pfaltz: 1. Sehen vors beste an, das buch, wie gesagt, ksl. Mt. zuzustellen. Wolde es aber ksl. Mt. bebstlichen legaten auch mitteilen, stunde bey ir ksl. Mt. gefallen. 2. Man wolde auf ein concilium generale oder nationale handlen und die restitution noch ein zeit lang verziehen.

    Brandenburg: 1. Das mans buch ksl. Mt. wider zuestellete, 2. Das man theologos verordn[e] zur handlung und die etwas einzuge auf engist umb furderung willen, da[n], wo man langwirige, weitleufige hendl wolt furnemen, wur [sic!] mans nicht erwarten.

    Trier: Dieweil Brandenburg achtet, das, wo vil verordente theologi dabei sein solten, so mochte es zu einer verlengerung gereichen, wer es wol also zu bedenken. Doch liessen sie sich auch bedunckhen, das vonnotten, mehr personen, die verstendig und gelerte, dazu zu verordnen, und solte solchs der sachen mehr furderlich dann verhinderlich sein abzuhelfen.

    Coln: 1. Sovil belangt, den bebstlichen legaten zu dieser handlung zu nehmen, achten sie, dieweil vermöge der ersten proposition ksl. Mt. [Nr. 29] ir das vorbehaldten, das mans ir Mt. haimgestelt lassen wolde. 2. Das aber etzliche dazu geordnet solen wern, lest mans auch dabei bleiben, das es ksl. Mt. underthenigst werde heimgestelt.

    Pfaltz: 1. De communicatione legati pontificis concordant cum conclusione des mehrern teils, nemblich das ksl. Mt. kein maß hierin gegeben werde, sonder frey heimgestelt bleibe. 2. Je mer leut dabei sein wurden, je mehr die sachen wurde aufgehalten, derhalben die handlung auf das engist eingezogen solte werden.

    Brandenburg: Das mehrer teil dahin schleust, das die handlung nicht weitter, sonder aufs engist eingezogen wurde, dabei sie es auch bleiben liessen.

    Meintz: Dieweil nicht bey allen vor gut angesehen, das ein mehrung der verordenten personen gemacht werden solle, so wolden sy mit schliessen jzu bitten–j, daß ksl. Mt. wölle das buch annehmen und sich mit bebstlichem klegaten darumb–k erwegen und resolvirn soldtel.

    ŠDonerstag post Petrj und Paulj [1541 Juni 30].

    Trier: Vergleicht sich, ein anfang in der religionsachen zu machen, neben dem in der turkenhulf zu handlen, das den stenden anzusagen.

    Coln: Concordat.

    Pfaltz: Idem.

    Brandenburgkh: Placet, das man solche weg und mittl suche, damit in beiden sachen furgeschritten wurde und solchs den stenden angezeigt wurde.

    Maintz: Vergleichet sich mit den andern, solchs auch den stenden zu referirn achtet.

    Trierm: Das der neuen lehr und secten anhengig etliche person. Es haben sich etlich in embter eingedrungen, aufrurisch gewesen. Wie Coln und Maintz einer mainung in sachen der religions [sic!], wie man darin handlen, sein. Trier khan nichts an bebstlicher Hlt. furnemen, derhalben sye bey Meintz verbleiben.

    Coln: Das buch von ksl. Mt. dem bebstlichen legaten und etlichen glerten zuegestelt, was darin verglichen mocht werden, daß es angenumen wurde. Solde [uns es?] nicht zuwider sein, daß solchs ir ksl. Mt. heimgestelt wurde. Zu meiden sey ein große anzal der underhendler, daß ksl. [Mt.] heimgestelt, die person[en] zu verordnen.

    Pfalz: Concordirt von dem buch zu ubergeben, excluso legato papae. Item, ne fiat magnus numerus personarum, wurde ksl. Mt. sich wol wissen zu vergleichen. Obiectio, quod nihil concordatum. Scimus nihil conclusum esse, sed referendum esse. De practicis dolemus, sed cum nescimus, quod sit, nihil scimus, quod agendum sit, sed, ubi caesareae maiestati indicabitur, sciet ipsa, quod faciendum.

    Maintz: Was sich vormals hetten vernemen lassen, hette man in gutem gedechtnis. Haben vor gut geacht, dieweil diß ein ser hochwichtige sach, darein Gottes ehr, der christenheit heil steht, daß damit deste furderlichen fortgeschriten wurde. Und sonderlich haben sie sich ercklert von anfang, das sich irs ampts halben von Got, von der kirchen, von bebstlicher Hlt. nicht wisse, nicht khunde, nicht wolde abweichen. Item, das ksl. Mt. das buch wolde zu handen nehmen und alsdann weitter von verordenten theoligis [sic!] besehen liessen. Und was alsdann concordirt, daß mans zu halten gebietten liesse.

    Item, wie etlich geredt, das etliche artickl concordirt, so achten sye nit, das ainiger artickl concordirt, sonder das es aufs papir bracht, damit sich die andern stende daruber zu bedenken und zu entschliessen. Dergleichen billich, daß die ksl. Mt. und churfursten, fursten auch ire retth dabey hetten. Weitter, daß der sachen dienstlich, das zu denen, so noch verordnet solen werden, die vorigen collocutor sein sollen als die darub wissen.

    Und sovil die restitution belangt, daß solche ins werkh bracht und daß niemants spoliert, von der haubtsachen zuvor muste horen. Wann man von frid und recht wurde reden, wurde nichts ausgericht mögen werden on die restitution.

    Š[Pfalz]4: Und sein ir kfl. Gn. etlichs einig mit andern. Und was ir röm. ksl. [Mt.] darin bedenken, dasselb an Kff., Ff. und stende wider angebracht und daß ksl. Mt. hierin kein maß gestelt. Ob ir ksl. Mt. die protestirenden stend zur vergleichung vermugen mocht, wurde on zweivel ir ksl. Mt. dasselbig fortsetzen. Item, dieweil röm. ksl. Mt. allein den handl ubergeben, reichstag ausgeschriben, das es ir ksl. Mt. allein zuegestelt, wolde alsdann ksl. Mt. solchs dem legaten mitteilen, stunde bey ir Mt. Dye restitution solde die religionsachen nicht verhindern. Ksl. Mt. sich erbotten, wo vergleichung von den dogmatibus werde gefunden, alsdann wurde man von den missbreuchen vor handen nemen khunnen. Und was das practicirn der protestirenden belangt, dye mainzischen underthanen abzuspannen etc., und die lehre, welche itzt vor reine geacht wirdt.

    Brandenburg: 1. Plerique concludunt, ut articuli caesari offerantur. 2. Ut ordinentur theologi. Videtur, si modus totius actionis consideretur, das mans auf engist handlen solle. Und dieweil die sache ksl. Mt. heimgeben, wolle man mit Pfalz dabey bleiben. 3. Der verglichen und unverglichen artikhl halben wisse man, das den collocutorn bevelh gegeben, dieselben artickl an alle stende zu gelangen. 4. Wo man solde solche langwirige handlung wolte furnehmen, wer zu besorgen, das mans nicht erwarten wurde khunnen, sondern hin heimziehen must zu iren underthan[en].

    Maintz letzlich: Das etliche verordente von Kff., Ff. und stende dabey sein musten, und wusten nichts anders weitter zu sagen dann wie vor. Triern wern mit ihr der mainung, das mans wolde an ksl. Mt. also lassen gelangen.

    Der fursten und gemeiner stende einpringen: 1. Sie wern bericht worden, wie die churfursten die religionsachen zu beratschlagen angefangen. Und dieweil diß ein hochwichtige sache were, Gottes ehr und der seelen seligkeit belangendt, haben sy anzuzeigen, das sie noch hierauf sich nichts entschlossen, sondern wern willens, morgen umb 7 uhr sich widerumb hereinzuverfugen und solchen handl vor handt zu nehmen und sich mit einer antwort gefasset zu machen.

    Maintz antwort: Hetten gehort, was einbracht worden wer. Darauf laß man ihn wider anzeigen, das man sich der artickl der religion halben entschlossen, die fur handt zu nehmen. Und wie der fursten gesandten und gemeine stende angezeigt, wolle man morgen umb 7 ur wider heroben erscheinen und, was man sich entschlossen, schriftlich verfassen.

    Der stende: Sie wollen die antwort annehmen.

    Freitags nach Petrj et Paulj [1541 Juli 1].

    Ist ein gestalte schrift umb 7 hora von Maintz in der churfursten ratt offentlich.

    ŠTrier: Wir lassen uns den gestalten rattschlag gefallen. Allein das man vil sol nationalconcilium instituirn, damit wurde wenig ausgericht, wo nicht ein generalconcilium gehalten wurde.

    Coln: Allein geben wir zu bedenken, wie die wort ‚neben und mit dem bebstlichen legaten‘ etc., ob die wort dem haganawischn abschied gemeß sein5. Item, ob man die adiectiva wolt dazu setzen: ‚etliche theologen und verstendige, schiedliche person‘ etc.

    Pfaltz: Item, daß bebstlicher legat sol sein gelerte dabey haben, wolten wir, daß mans ausließ oder dem haganawischn abschied gemeß gestelt wurde. ‚Gebrauch der kirchen‘, das dafur gesetzt wurde: ‚christliche, lobliche breuche, nicht missbreuch‘.

    Brand[enburg]: Allein, sovil am ersten bebstlichen legaten belangent, achtet man, daß die röm. ksl. Mt. wol zu thun wurd wissen. Item, dieweil es dem haganawischn abschied nicht gemes. Item, das man ksl. Mt. heimstellet, was die vor personen dazu verordnen wolte. Item, die wort ‚lehrer der kirchen‘ und ‚mißbreuch‘, daß sye geendert wurden. 3. Ksl. Mt. wolde die mittl finden, das sich die verordenten theologi mit den churfursten vergleichen wolden. Item, es ist gestern davon geredt, das man ein general- oder nationalconcilium wolde instituirn.

    Maintz: Wissen sich nit anderst zu erinnern, dann daß die schrift gesterigem ratschlag nit ungemeß gestelt. Das man aber dem haganawischn abschied gemeß setzen sol, achten sy, das man nichts bebstlicher Hlt. zuentkegen furnemen solde. Uf das wort ‚gebreuchen‘ mochte man sehen, obs tunckl und einer weittern erklerung bedurf, wolte man disen sententz hinzusetzen. Was das wort ‚brauch‘ belangt, mocht man stehn lassen, dan kein missbrauch ein brauch genennet und kein brauch in der kirchen sein sol, der nit auch christlich und loblich. Das wort ‚concilium‘ mit auslassung der worter ‚general‘ und ‚national‘ insehen.

    Trier: Man hat wider in der jetzigen umbfrag bedacht, die gestelte schrift etwas zu endern. 1. Das buch ksl. Mt. und bebstlicher Hlt. zu ubergeben, das sie soln gelerte, verstendige leut oder theologen dazu nehmen, werden sie wissen zu thun. Von missbreuchen, das dieselben werden abgethan. Sonst schliessen wir dahin wie mein g[nedigster] her von Maintz.

    Cöln: 1. Von den gebreuchen, wolten wir hinzusetzen ‚loblichen gebreucheno gemeiner christlichen kirchen‘.

    Pfaltz: Das man den haganawischn abschied sol anziehen. Sein von uns dahin stetz vormals verstanden, daß man die wort des haganawischn abschieds sol brauchen und das ksl. Mt. kein maß gesetzt wurde, mit bebstlicher Hlt. die Šsachen zu communicirn. Das wort ‚gebreuch‘ das man dazusetzt ‚lobliche‘ etc., dann es khunt so deutlich und klar nit gesetzt werden, es were besser.

    Bran[denburg]: 1. Wann man sich auf den haganawischen abschied zeucht, das man auch des abschieds wort gebrauche und nit allein ‚vermog des haga[nawischen] abschieds‘. 2. Das wort ‚gebrauch‘, die tunklheit derselben wort zu erklern, was lobliche, christliche gebreuch weren. 3. Item, man wolde das wort ‚nationalconcilium‘ nicht wolde auslassen, dieweil gestern davon geschlossen, wusten auch daraus nit sich zu begeben.

    Maintz: Lassen in gefalln des bebstlichen legaten halben, das man setze: ‚vermog des haganawischen abschieds mit im communicirn‘, wie dann Coln und Trier sich vernehmen haben lassen. Item, was erklerung bedurft etc., das es gemelt werde, dabey laß mans bleiben. Was missbreuch wern, sol man abthun. D[ie] wort ‚concilium general und national‘, das man die mit der bedingung setzte: Wo aber das gemein concilium nicht erlangt mocht werden, das alsdann ein nationalconcilium ordenlicher weiß beschriben werden sol.

    Coln: Man were fast eins, mit bebstlicher Hlt. darauf auf das buch zu communicirn laut des haganawischen abschieds. Item, was tunkl, daß dasselb erklert wurde. Item, mit dem concilium ein melden wie Maintz.

    Pfaltz: Lassens bleiben des bebstlichen legaten halben, wie Coln itzt gemelt dem haganawischen abschied gemes. Was die missbreuch, das selbe a[b]thuen und klerlich ausdruken ‚loblich und christlich‘. Mit dem concilium, daß man hinzusetze von national oder mit den worten ‚general oder national‘ etc.

    Maintz personlich gesagt: Cantzler corrigirts.

    Die schrift corrigirt, zum andermal verlesen worden und die wort hinzugesetzt: ‚Mit dem bebstlichen legaten vermöge des haganawischn abschied zu communicirn und zu resolvirn und, was sie sich also resolvirt wurden haben, dasselb weitter an Kff., Ff. und gemeine stende gelangen zu lassen‘.

    Die schrift zum dritten mal corrigirt und verlesen.

    Die eilende turckhenhulfe belangende. In der churfursten ratt bedacht auf ksl. Mt. erklerung.

    Erstlich rattschlag auf der kgl. Mt. ubergebene schrift [Nr. 185] verlesen worden. Item, ratschlag auf der ksl. Mt. schrift [Nr. 184] verlesen.

    Trier: Was den punct der beharrlichen hulf belangt, das mans also stellete, das nicht ksl. und kgl. Mt. also fassen mochte, als hette mans schon bewilligt. Item, auf ein monat, wo mans also ließ bleiben, mocht kgl. Mt. diweil nichts thun und darauf verziehen, darumb das es auf 2 oder 3 monat gestelt wurde.

    Coln: Daß ein underscheidt zu machen zwischen den ungehorsamen und ungewissen. Ob sie zum reich gehorn oder nicht, weiß man nicht. Man solte willigen den halben romzug, aber auf gewisse reichsstende. Die zeit des monats, das gelt zuwegen zu bringen, wer zu eilendt, darumb daß die zeit weitter erstreckt wurde. Wo es ir ksl. Mt. nicht zu beschwerlich, das man diese wort nicht solde also lassen, sam mans ih[n] ein zweivel setzte. Item, das man auf die beharrlich hulf wolte sich beratschlagen, nicht daß sy schon gewilligt sey. Es Šsein auch etliche regirende und nicht regirende fursten gestern ernent, aber wie dem, so solte man doch einen obersten haub[t]man ernennen.

    Pfaltz: Sovil die schrift an ksl. Mt. belangt, bedenken wir, sols mit zu dank angenumen werden, ists sonst nicht gewonlich, wenn man eim etwas gibt, daß man dazu dankt. Derhalben mocht man den dank auslassen. Ließ[en] wir uns gefallen, daß expresse verstanden wurde, das man die hulf von leutten, nicht von gelt thun wolle. Und wo es der ksl. Mt. nicht beschwerlich, wolten wir, das des wort ‚beschwerlich‘ ausgelassen. Item, in eim monat, wer die zeit zu kurtz, das mans gelt zu geburender zeit erlegen wurde. Item, die beharrlich hulf, das man nicht setze, wie sie schon bewilligt.

    Brand[enburg]: Aber man funde, des erbietten ksl. Mt. und kgl. Mt. irn Mtt. zu gering sein wurde, dieweil die protestirenden den gantzen romzug gewilligt, liessen inen gefallen, das die 10.000 vor voll angeschlagen wurden aus gemelten ursachen. Was den haubtman belangt, wurde man sich schwerlich mit den protestirenden vereinigen khunnen, derhalben solde mans ksl. Mt. haimgestelt haben, einen haubtman zu benennen, doch der dem reich verwandt were.

    Meintz concordat: Daß die zeit werde erstrekt und die beharlich hulf werde geendert. Aber betreffend die dancksagung, soll mans lassen bleiben, wie dann gestern dieselbig beschlossen. Was aber vor oberste und kriegsrethe zu wehlen, wolln sye horn, was andere churfursten bedenken. Alsdann wolln sie auch das irige datzu reden. Und man wolde sich hierauf bereden der erwelung halben.

    Nachmals sein berattschlagte antworten corrigirt worden.

    Hie sein dye verordenten der fursten und stende der alten religion furgelassen und haben in der churfursten ratt furbracht: Die fursten und andern stend der praelaten und herrn lassen ir bedenken der religion halben freuntlicher und undertheniger mainung anzeigen, das mein gnediger herr von Saltzburg hat lassen anregen, an euere kfl. Gn. furzutragen, das der puncten der religion, als von welches wegen der reichstag furnemblich ausgeschriben, beratschlagt sol werden. Hat der mainzische cantzler interpellirt und anzeigt, man wolle ihnen, den gesandten, die gefassete pschrift von der religionsachen und der churfursten rattschlag und bedenken–p verlesen und der gesandten und stende antwort darauf anhoren. Welches dann also den gesandten gefellig gwest und gemelter rattschlag der churfursten in der religionsachen verlesen worden.

    Nachmals hat der mainzische cantzler den gesandten vermelt, es weren zwo schriften und antworten auf röm. ksl. Mt. und kgl. Mt. ubergebene schriften [Nr. 184, Nr. 185] verfasset, die wolle man ihnen, den gesandten, auch verlesen, sy wolden solche anhoren. Und ist also verlesen und gehort worden.

    Maintz: Die churfursten haben noch von den obristen und kriegsretten und pfennigmeister sich nicht gentzlich entschlossen, sonder nach vergleichung der antwort sich zu entschlissen. Dann sein auch supplication verhanden, von den stetten ubergeben, welche an die stette gelangen.

    ŠDie verordenten: Den heiligen glauben und religion belangend, daß ksl. Mt. ersucht solde werden, gemeinen stenden solche sachen zu eroffnen, desgleichen bey bebstlicher Hlt. Es haben daneben etliche fursten vor gut angesehen, das etliche catholici doctores soln daruber beratschlagen. Etliche haben vor gut angesehen, das mit bebstlicher Hlt. ein resolution daruber sich verglichen solt werden. Das aber etliche gemeint, man solle etliche gelerte und catholicos uber das buch sich berattschlagen lassen, das hat man vor unnottig und zu frue geachtet. Wo alsdann ir ksl. Mt. und bebstlich Hlt. auf ein concilium sich wurden vergleichen als die heubter, unser oberkeit, wurde man sich wissen irer resolution nach zu verhalten.

    Hie ist Hg. Wilhelms schrift [Nr. 122] von den verordenten ubergeben den churfursten.

    Nachmals hat saltzburgischer cantzler ein schrift verlesen von der eilenden turckhenhulf.

    Item, gedachter saltzb[urgischer] canzler hat auch ein schrift verlesen, darin der verordenten bedenken auf des kunigs erklerung.

    Hierauf ist von der churfursten wegen copei und abschrift verlesener schrift begert und zuegesagt worden, dakegen die churfursten auch ire schriften der religionsachen und der eilenden turkenhulf halben verheissen, den verordenten auf mundum abgeschriben zu ubergeben.

    Freitag post Petrj et Paulj [1541 Juli 1] nach mittag umb drey ur.

    Das die schrift bey gemeynen stenden unabgeschriben blieben wer, darumb wolde auch Hg. Wilhelm, das ihm solche schrift wider zuegestelt wurde. Doch noch einmal oder etzlich mehr mal, so es vonnotten, im churfurstlichen ratt verlesen möcht werden. Und wo ir kfl. Gn., Gn. und G. vor nottig ansehn, das man solche schrift abzuschreiben mitteilen solte, wolte mans also nicht ferner geweigert haben.

    Darauf geratschlagt:

    Trier: Sie haben die schrift geben als fur ein ratschlag der religionsachen. Das sye aber nicht gern sehen, das solche schrift abgeschriben werde, kunnen wir nicht anders erachten, dann dieweil sie es uns zugestelt abzuschreiben, wil es unbillich sein, das es underbliebe. Derhalben sol solche schrift abgeschriben werden und, was wir uns darauf mit in vergleichen mochten, dasselbig solde in angezeigt werden.

    Coln: Wir bedenkhen, das es wol ein neues, das ein furst oder stand solde ein solche sachen lassen in schrift als ein oration verfassen und ausstreichen. Und wiewol Hg. Wilhelm villeicht solches guter mainung gethan, so mochte es doch nachmals gleichermassen auch thuen oder zu thun sich understehn und wurde solche sachen ein weitleuftige verlengerung machen. Aber man achtet, das solche schrift nicht allein von Hg. Wilhelm, sonder auch von der stend wegen ubergeben. Und dieweil heut beschlossen, solche schrift abzuschreiben, so solle man demselben nachkhummen, daß die schrift abgeschriben und jedem mitgeteilt werde.

    ŠPfaltz: Wir achten, das die schrift nicht allein von wegen Hg. Wilhelm, sonder von wegen der stende vor ein antwort gegeben sey. Und dieweil solche schrift vil puncten hat, doran etwas gelegen, sehe man vor gut, das mans balde jetzund durch die secretari ließ abschreiben.

    Brand[enburg]: Das die schrift von wegen der stende gegeben und beschlossen, daß die schrift abgeschriben werden, derhalben es vonotten, dem nachzukhomen.

    Maintz: Wir achten, das vonnotten, gutt und nutzlich, das man der schrift ein abschrift habe und des also vollzogen werde. Und doch solche abschrift in ratweiß wie geburlich gehaldten und damit geböret werde, des wur [sic!] sich ein jetlicher wol wissen ze halden.

    Maintz ad legatum der fursten und stende: Es will den churfursten und der abwesenden bottschaften nicht wol anderst geburen, dann dem heutigen beschluß nachzukhomen und davon nicht abzuschreitten, die ubergebene schrift abzuschreiben, doch dieselbige, wie sich geburet, ze halden. Wer es aber nicht thete, der solde daruber seiner [abenteur?] gewarten.

    Legatus Hg. Wilhelms darauf: Das es Hg. Wilhelm nicht sehr entgegen, das solche schrift abgeschriben wurde, welche dann den churfursten entlich darumb zuegestelt were, sie zu erinnern, wie pfleglich und gewonlich gutter mainung darauf weitter zu gedenken und sich zu berattschlagen. Aber das die copei und original widerumb dem saltzburgischen cantzler oder dem legaten zu handen widergestelt wurde.

    Trier: Das man die schrift abschriebe und zu morgens umb 7 ur wider zusamenkheme, darauf ratschlagte, was sich darauf zu vergleichen.

    Cöln: Sehe vor gut an, das, dieweil man nicht weit voneinander, noch heut wie zuvorn gewonlich die sachen von stuckh zu stuckh verlesen und berattschlagt wurden.

    Pfaltz: Das die schrift abgeschriben und morgens wider verlesen und darauf geratschlagt wurde. Stellens zu eueren kfl. Gn., Gn. und G., wolle man die sachen jetzund von artikl zu artickl fur hand nehmen und beratschlagen oder solchs bis zu morgen lassen anstehen.

    Brandenburgkh: Idem, quod Pfaltz.

    Maintz: Also auch Maintz lassens dabey bleiben, dieweil man nicht vil voneinander ist, ob mans heut oder morgen zu beratschlagen vor handen nehmen wolle.

    Sambstag post Petrj et Paulj [1541 Juli 2].

    In sachen die eilend turkenhulf betrefend:

    [Trier]: Die ersten drey artickl concordirt. Die haubtleut, kriegsratt, [pfennig]maister liessen uns gefalln, wes euere kfl. Gn., Gn. und G. hierin sich entschliessen und welche sie ernennen. Beharlich hulf lassen wirs auch bey eurm bedenken bleiben.

    Coln: Auf die letzten artickl, wo es euch gefellig, das mans ksl. Mt. heimstellet zu erwelen, welchen sie vur tuchtigk achtet. Deßgleichen die kriegsretth etc., Šwollen wirs auf eur verbessern gestelt haben. Also auch mit der beharlichen hulf, das man ksl. Mt. wolde ansuchen, das irige auch datzu zu thun.

    Pfaltz concordat mit Cöln.

    Brandenb[urg]: Haben auch die 4 artickhl nacheinander gehort verlesen und, sovil die obristenq, [pfennig]meister etc., das mans der ksl. Mt. heimstelle, der ursach halben, das mans mit den protestirenden nicht wol eins kunt werden von dem obristen. Und sech sie vor gut an, das, wann ein obrister benent wer worden, das man im von einem jeden umkreiß einen kriegsratt zuegebe. Die andern stuckh lassen sy bey der andern mainung und gutdunken bleiben.

    Maintz: Sovil die kriegsrett, [pfennig]maister belangt, sein sye erbuttig, wo euere kfl. Gn. davon reden wurden, mit ihnen zu schliessen. In den andern vergleichen sie sich mit den andern allen.

    Auf kgl. Mt. erleutterung:

    Trier: Sovil belangend das stuckh, das kriegsvolkh wider zu urlauben, wer unser bedenkhen, dieweil das volkh sich nicht lest auf ein gantz kurtze oder ungewisse zeit und uns an der bewilligten hulf doch nichts nachgelassen oder widergeben wiert, so sol man das kriegsvolkh gleich so mer gebraucht werden, so lang es sein khan, als daß mans vergebens zurukh lassen ziehen.

    Coln: Achten, das unfruchtbar were, das kriegsvolkh bald zu urlauben, und concordirt mit Trier.

    Pfaltz: Belangend die ung[arischen] pfert, achteten wir, das mans kriegsleut und des lands erkhundte zuvor ließ bedenken und von in erkhundet, darnach daß man darauf rattschlagt.

    Brand[enburg]: Concordirt mit Trier und Coln. Doppl etc., lest mans bey dem augspurgischen ratschlag. Des obristen bestallung belangend, das es von der hulf abgezogen und von den stenden verlegt werde.

    Maintz approbirt der andern aller mainung.

    Der churfursten ratschlag den fursten und stenden angezeigt. Die churfursten wollen itzt gern anhoren, was die fursten und stende sich mit ihnen, den churfursten, verglichen, was nicht.

    Darauf die verordenten: Wo die churfursten iren rattschlag wolden anzeigen, wolden sie alsdann auch ire mainung anzeigen, sovil die eilend turkenhulf betrefend. Hierauf Maintz begeret, ir bedenken der stende [Nr. 186] zu horen.

    Die verordentnen weiter: Das man in vil artickln gleich und eins were. Weitter wolden die stende als vil als eins monatsr sold furzustreckhen. Bey dem wort ‚erlegung‘ haben sye des bedenken, daß hinzugesetzt wurde ‚gantze erlegung‘. Dann obgleich die ksl. Mt. den ersten monatssolde wurde furstrekhen, so wurde doch solches gelt sich nicht auf den andern und dritten monat nachvolgend erstreckhen.

    ŠVon der kgl. Mt. beratschlagen, lassen sy es bey der churfursten gutdunken und ratt bleiben. Von doppl etc. achten sye, das disser artickl einer declaration bedurfe.

    Beger von wegen der stend an die kgl. Mt. von den verordenten aus irer schrift verlesen.

    Der churfursten rattschlag darauf auf der stend bedenkhen.

    Trier: Wir denken, obgleich ksl. Mt. die 60.000 fl. erlegt, so wurdts doch noch an 2 monat mangln. Wo man nu das wort ‚gantze erledung‘[sic!] solde setzen, wie sy bedacht, stehet bey euerer kfl. Gn. bedenken.

    Coln: Wir vermerken, das sich die stende mit euerer kfl. Gn. rattschlag und mainung fast vergleichen. Das wort ‚ganz‘ hinzuzusetzen, wer uns nicht vil entgegen, doch auf der andern verbesserung. Die dopplhulf, das es dem augspurgischen ratschlag gemeß gestelt werde6.

    Pfaltz: Von dem gelt liessen wir uns gefalln, das die 60.000 fl. nicht genent, auch der monat nicht genent wurde. Item, das das wortlein ‚gantz‘ hinzugesetzt wurde. Die ungleicheit der anschleg wird billich imer angezogen, wolden auch, das es gemeldt wurde, dieweil stetz derhalben klag. Das eim jetlichen erlaubt werde zu ziehen, das achten wir pillich.

    Brand[enburg]: Das gelt belangt 60.000 fl., achtetn sye, das man zweier monat verlegung bei röm. ksl. Mt. ausdruckhet. Item, das das wort ‚ganz‘ hinzugesetzt werde. Von obersten, haubtleuten, [pfennig]meister gefiel in, das die ksl. Mt. die wahl hette. Der dopplhulf, daß man sich auf den augspurgischen abschied ziehe, gefyl ihn.

    Maintz: Das die verlegung ingemein on ein genante suma gesetzt werde. So wer alsdann das wort ‚gantz‘ unnotig dazuzusetzen. Die ungleicheit der anschleg oder die geringerung der anschleg, das sie sol angeregt werden. Die dopplhulf, mochte besser sein, das die lezt declaration außblieb und der augspurgisch abschied allein gemelt wurde, damit allerlei disputation zu verhutten.

    Hierauf sein die stende widerumb furgelassen, und ist in der churfursten und gesanten ratth inen, den verordenten, die antwort, wie volgt, gegeben:

    Maintz: Das man sich fast mit den stenden vergleicht. Haben die churfursten bedacht, das die ksl. Mt. solde ein verlegung aufbringen und kein suma noch zeit ernent wurde. Das wortlein ‚gantz‘ lasse man inen gefalln. Item, gefelt den churfursten, das hineingesetzt wurde, das ir kfl. Gn., Gn. und G. wollen die iren zu solchem christlichen werkh lassen verholfen sein. Item, das der dopplhulf bei dem augspurgischen abschied blieben wurde.

    ŠDer verordenten von fursten und stenden einpringens: Die fursten und stenden vergleichen sich allenthalben mit eur kfl. Gn. ubergebenen schrift, die eylend turkhenhulf belangend. Und wenn es eueren kfl. Gn., Gn. und G. gefellig, das etliche nach essens heraufverordent, so wolde man sich der zweien schriften vergleichen und dieselben abschreiben lassen und ksl. Mt. uberantwurten und zuestellen [Nr. 188, Nr. 189].

    Trier: Das der secretari die correction stelle und dieselb mundirt werde, dieweil sich die fursten und stende allenthalben vergleichen in allen puncten und artickl.

    Coln: Das des ausschus nit vonnotten, dieweil der secretari die correctur bei sich hette.

    Pfaltz: Wir lassen uns gefallen, daß die antwort durch den secretari gestelt werde und dem ausschus ubergeben werde, auch daß man wider zusamenkhume.

    Brandenb[urg]: Das der secretari die antwort aufs reine bringe und verlese, wo alsdann etwas mangels befunden, das mans enderte und besserte. Was dann den obersten haubtman, sech sie vor gut an, das ein furst erwelt wurde, der ursachen, obwol etwas mehr darauf gieng, das es doch so vil deste stattlicher und mehr ansehen haben solte und dem feindt deste schreklicher sein wurde. Und wenn sy ja einen ernennen sollen, so benenten sy Pfgf. Friderich oder den landtgraven.

    Maintz: Man wolle die antwort stellen und zu gelegener stunde als villeich umb 2 ur, das man wider sich heraufverfugte.

    Nach mittag hora 2 berattschlagt von einem obristen, von kriegsretten und einem pfenningmaister.

    Trier: Sehe vor gut an, das ein obrister ernennet wurde, so im reich und disen landen bekhanter furst, und das auf den landtgrafen oder Hg. Ludwig von Bayrn gedacht wurde. Was die benennung der kriegsrette belangend, das auch dises landes bekandten gesucht wurden als etwo Görgh Heidecker, H. Rainhart von Neunegk, H. Wolf von Affenstein etc., Gf. von Manderschiet. Und achteten, das ungeverlich vier personen datzu genugsam, dann wo vil weiße leut beisamen, da ratte man selden etwas guts.

    Cöln: Pfgf. Friderichen oder Lgf. zu Hessen. Nu wolten wir, Pfgf. Friderich sonderlich zu ersuchen, wo das nicht sein khundt, solte der landtgraf uns nicht entkegen sein. Die kriegsrett, so jetzt benent und gewelet, soln in nit misfallen, sonderlich aber nenten sye auch einen, so itzt hie ist, mit namen Conradt von Bemelberg, der vor tuchtig wurde angesehen zu einem kriegsratt oder haubtman uber die knecht.

    ŠPfaltz: Wolten gern Pfgf. Friderichen. Wo es aber nicht sein mocht, wern andere fursten mehr furgeschlagen, welcher ein jeder des ampts und noch vil mehr werdt were, die sie in gefallen liessen. Kriegsretthe, aus den umbligenden kreißen zu nehmen, deren villeicht sechs sein möchten, und wurde Heinrich von Fleckhenstein vor tuglich geachtet.

    Brandenburgkh: Wie zuvor von dem obersten haubtman Hg. Friderich Pfgf. oder landtgrafe. Wo man aber darauf nicht beschlusse und die ratschlege sich lang verzugen, so solte mans ksl. Mt. haimgestelt haben. Von kriegsretten, dieweil der von Fleckhenstein tuglich geacht wirt, wiewol er Brandenburg vileicht nicht altzu bekannt, so solde er doch in nicht entgegen sein. und, wie Pfaltz bedacht und heut auch gemeldet, sehe sy noch vor gut, die kriegsrethe aus den kraißen zu nehmen. Mit dem pfenningmaister sol man sich wol fursehen.

    Maintz: Sovil den obristen belangt, dieweil die hulf klein und eilend und auf ein fursten etwas mehr gehen wurd dann sonst, so wers noch zu bedenken, ob man einen fursten wolde haben. Wo aber die andern churfursten wurden darauf verbleiben, einen fursten zu welen, wolden sie sich auch nicht davon absundern und bei den ernanten lassen bleiben, sonderlich bei Pfgf. Friderich. Ein obristen aber uber die fusknecht, achteten sye Cunratt von Bemelstorf [sic!] gebrauchlich datzu. Kriegsrete, das man 3 oder 4 welete, und, wo man die alden wolde brauchen, gefiel inen, wissen keinen [pfennig]maister.

    Uf beide supplication der stett [Nr. 209, Nr. 210] an ksl. Mt. und die Kff., Ff. und stende bedenken und rattschlag der churfursten:

    Trier: Das der ksl. Mt. die supplication zuegestelt und schriftlich angezeigt, was mit den stetten gehandelt werden. Das man in solle anzeigen thuen aus unsern retten reichshendln, ist alts herkhomen und gewonlich, aber das sy solten mit zu ratt sein, wissen wir nicht, das es gewonlich.

    Cöln: Concordirt mit Trier. Die wort ‚der eingessessen‘ achten wir, das solche wort weitter mochten gezogen werden, dann uns gelegen, derhalben das man darauf sich bedechte und daß ksl. Mt. ein bericht geschehe. Die ander supplication an die churfursten und stend betrefend, das man den stetten anzeigte, das man ihn dem aldten brauch und herkhomen nach hab anzeigen lassen, was sich geburt, aber zun retten hab man sie nit gelassen.

    Pfaltz: Concordirt mit den andern, des gebrauchs halben und herkhomen, das man ins anzeig und dabei bleiben lasse. Das man den stetten sol ein sondere antwort geben, achten wir von unnotten, dann sye die churfursten und stend bei ksl. Mt. verklagt, darumb, was man ksl. Mt. berichten und ir Mt. darauf vor ein bescheid geben wurde, das mans dabei bleiben liesse.

    Brand[enburg]: Wenn ksl. Mt. diß bericht, wurde ir Mt. wol maß und weg finden. Von den eingesessenen, das wort möcht etwas zu ferr verstanden werden wider der fursten freiheiten und privilegia. Achten nicht vor nottig, auf beide supplication schriftlich antwort zu geben den stetten.

    Maintz: Das die stett unbillich klagen. Das man in den beschlus anzeige, sei breuchlich, aber daß sie wolten mitstimen, wer unbreuchlich. Das man den Šstetten muntlich anzeigen liesse, daß ir verklagung unbillich beschehen, dann mit inen nie anderst gebardt, dann wie des alt herkhomen were gewesen.

    Der fursten und stende verordenten einbringen, die eilend turkenhulf belangend: Zum obristen den Kf. von Brandenburg ernent, wo Hg. Friderich nicht dah[in] zu vermogen. Haubtleut ubers kriegsvolkh, wer der von Fleckhenstein furgeschlagen etc. Mochte man solche, wenn der oberst haubtman gewelt, auch gewelet werden. Von kriegsretten geben sie zu bedenkhen, ob noch dieselbigen solten aus den kreißen gewelt werden. Wie der dopplhulf in andere wege mocht gedacht werden.

    Dagegen Maintz den verordenten anzeigt von den 2 uberantworten supplication der stett [Nr. 209, Nr. 210], was inhalt. Uf welchs die verordenten geantwort, das sie eben des bedenkhen hetten. Die steur betrefend, ist ein gleich bedenken bei uns, das auch die ksl. Mt. davon bericht wurde und die stett gedechten, von irem furnemen abzustehn.

    Der churfursten rattschlag darauf:

    Trier: Das man setzt ‚ganz‘, nicht allein ‚dapfere suma auf drey monat‘, wie die fursten und stend begern. Das man nit solle die kreiß dabei haben, wusten sye nit, ob diß zu umbgehen.

    Cöln: Des haubtmans halben, wolden sie auch den Kf. von Brand[enburg] haben furgeschlagen, wo Hg. Friderich nicht zu vermögen. Die kriegsrett belangend, lassen wirs bleiben wie vor, es wer dann, daß euere kfl. Gn. bedechten, die erst dann zu welen, wann ein oberister haubtman gewelet wer worden. Mit der verlegung wie heut zuvor.

    Pfaltz: Den obristen wie vor. Das man den obristen uber die fueßknecht und [pfennig]meister ließ anstehen zu benennen, bis der obrist haubtman gewelet, das wer in nit entgegen. Die kriegsrett wie vor. Item, also auch mit der auflag, so auf den augspurgischen abschied gestelt. Item, die darlag wie vor, nichts specificirt, sonder ingemain.

    Brand[enburg]: Vom haubtman wie vor. Das aber kfl. Gn. von Brandenb[urg] benent, haben sichs sein kfl. Gn. nicht vermut, derhalben uns kein bevelh geben, sonder haben allerlei bedenken irer kfl. Gn. gescheft und verhindernis halben. Von obristen ubers kriegsvolkh und [pfennig]meister concordirn sie mit den andern. Der dopplhulf wie die andern. Die verlag halben wolde uns wolgefallen, dieweil die fursten und stend das specificirt wort der suma nicht darinnen haben wolln, das mans anstehn lasse und endere etc.

    Maintz: Den obristen belangt, concordirt, also auch mit dem obristen des kriegsvolkh und [pfennig]meister. Die verlegung ingemein gestalt und dieselb ksl. Mt. thuen wolle, wie auch die andern.

    Solchs ist alsdann den fursten und stenden widerumb anzeigt worden.

    Montag post Visitationis Mariae, 4. die Julij hora 8.

    Ist ein concept verlesen in der churfursten ratt, die supplication und beklagung der stett bei ksl. Mt. belangent, in welchem concept der Kff., Ff. und stend antwort und entschuldigung begriffen.

    ŠTrier: Das, wiewol etliche wort zu endern, doch, dieweil der sententz gantz wer, wolden sie ihns gefallen lassen.

    Cöln: Das etliche wort scharf sein, die die stett mochten beschweren, darumb das man darfur mildtere und lindere wort stelte, salva ista sententia, das dem sententz nicht abgebrochen wurde. Das bewegen wir gutter mainung, damit weittere trennung verhut.

    Pfaltz: In der schrift, das sich etliche trennung zuegetragen, achteten sye nicht, das solche trennung anzuregen sey, denn es sey kein trennung, derhalben man solche wort ausliesse und weittere disputation verhuttet wurde, die dann sonst daraus mocht erwachsen. Den letzten puncten, das man niemandt belegen sol, dann wie es alders herkhumen, derhalben solde man solchs in genere zusetzen.

    Brandenb[urg]: Vermerken, daß die schrift vorigem ratschlag gemeß. Item, concordat, daß solche mildterung und linderung der wort in der schrift furgenumen werde.

    Maintz: Concordat, das die schrift geenderet und gemilteret werde auf die weis, als davon gerett. Allein bedenken, das der punct billich darin sol bleiben, das die stett den adel und geistlichen nicht hetten zu belegen, und gleichwol neben der specification auch in genere gestelt wurde, niemandt zu belegen, dann wie alders herkhomen. Item, das solche schrift nach etlichen tagen erst ksl. Mt. uberantwort wurt.

    Trier: Wir achten, das der milterung der wort nicht vonnotten, dann sie haben auch nichts gemiltert, doch wolte mans ja gemiltert haben, liessens in auch gefallen.

    Coln: Achtet, daß milterung furzunemen, doch wolte man je dise wort stehen lassen, sol ihnen auch nit entgegen sein.

    Pfaltz: Wie vormal, permanet in sententia sua.

    Brandenb[urg]: Brandenb[urg], daß gemeine wort blieben stehen, die belage betreffent, concordat mit Pfaltz. Item, das die antwort ksl. Mt. mit dem ehisten zu ubergeben sey.

    Maintz: Wie vormals, permanet in sua sententia. Die antwort, das sye furgehe, placet.

    Trier, Coln und Maintz schliessen, das man in die schrift setze, den adel und geistliche nicht zu belegen und daneben gleichwol generaliter auch niemand zu beladen, der aldes herkhomens und zuvor nit damit beschweret.

    Dise zeit hat der Truchses von wegen der röm. ksl. Mt. ein schrift in der churfursten ratt verlesen lassen, welche ich abgeschriben. Darnach sein die fursten und stende furgelassen in der churfursten ratt und erklerung gethan voriges rattschlags, die religion betreffend, und daneben Dr. Eckhens juditium anzeigt, das im das buch nie gefalln, nicht gefelt noch gefalln werde, in dem Šso vil irrige und ketzerische puncten stehen7, auch damnirt er eine schrift, so neben dem buch von ksl. Mt. ubergeben.

    Der churfursten rattschlag darauf:

    Trier: Befunde, daß sich die fursten und stende in den haubtstuckhen fast mit uns vergleichen. Das uberige belangend, wollen wir churfursten bey unserm beschlus bleiben.

    Cöln: Begert abschrift und copei der schrift, so die fursten und stend verlesen. Caetera concordirt. Den Eckhen strafft man lugen, daß er ein verzweivelter etc. Scolaster8 begert, sich zu horen in der andern beyweßen.

    Pfaltz: Man habe geschlossen, das der churfursten gestelte schrift und bedenken solle ksl. [Mt.] uberantwort, Got gebe, die fursten und stende verglichen sich oder nicht. Was nu die fursten und stenden dabei wolden furwenden, möchten sie auch thuen.

    Brandenburg: Vergleicht sich mit den andern allen. Audientz des scholaster, sein unschuld anzuzeigen, were ihm nicht abzuschlagen.

    Maintz: Concordirt cum Trevirensibus & Palatinis.

    [Dr. Johannes Gropper]:

    Ich habe vergangner tag in gegenwert euerer G. vernumen und angehort ein schrift Hg. Wilhelms [Nr. 122] von wegen der andern fursten und stende und heut desselbigen gleich, auch heut ein schrift dabei Dr. Eckens hantschrift [Nr. 124] verlesen horen, darauf ir mein antwort und entschuldigung gnediklich anhorn. Und hat Dr. Eckt das buch geschent und die schuldt fast auf die colloquenten gelegt, das au[s] solchem colloquio mehr trennung und aufrhur sollde werden. Dieweil solchs mich und Julium Pflug, meinen zuegeordenten, belangt, ist meyn antwort: Es wissen euere kfl., fstl. Gn., Gn. und G. wol, was weis solch colloquium angestelt etc. Und hab ich mich als untuchtig zu einem collocutor erstlich entschuldiget, das ich solchs thun mocht entladen bleiben. Aber hat meyn entschuldigung kein statgehabt und bin aus ksl. Mt. bevelh unablesslich thun muest und ksl. Mt. bevelh, sovil muglich gewest, nachkumen. Dise bezeugung hat ksl. Mt. von uns beiden gnedigst aufgenumen, darauf wir uns des colloquiums undernumen in gegenwertigkeit der verordenten praesidenten und auditores. Und wen ich nicht geachtet, daß des colloquium nit zu einem gutten gelangen solde, wolde ich mich nicht datzu haben lassen vermugen, auch mit ungnad. Das wir aber etwas verfurlicht, irrigs, ketzerisch solten haben zuegelassen, wissen wir nicht auf uns zu nehmen, sondern alles christlichs Šgehandelt, das den vetern und conciliis gleichmessig. Bezeuge des mit Got uund meinem gewissen–u, daß ich vleissig, on betrug, getreulich darin gehandelt, und habe neben allen artikln des buchs meine grundt, darauf solchs stehn mag, aufgezeichnet und noch gutten bericht thun khan. Hab nichts geverlicher weiß gehandelt. Beger, das euere Gn. und G. solche mein entschuldigung den fursten und stenden anzeigen. Wenn aber das buch und ubergebene schriften der collocutorn solle dahin reichen, ksl. Mt. von iren edicten und andern reichsabschieden abzuwenden, so lege man die handlunge an tag und halts zusamen, wirt man solchs nit befinden. Und ist mir trostlich, daß solche praesidenten und auditores dabei gewesen, das meiner person nichts muge aufgelegt werden noch H. Julio. Haben auch nit mit den protestirenden colludirt, und solle meins vleiß, muehe und arbeit halben billich solcher beschwerung entladen sein.

    Und was Dr. Ecks hantschrift belangt, nimbt uns alle wunder. Es mocht im villeicht krankheit halben etwas entpfallen sein. Sonst kann ich mit seiner hantschrift beweisen, daß er von anfang bei und neben uns gesessen und mit gehandelt hat, helfen beratschlagen und beschlissen bis auf den punct de eucharistiae sacramento. Auch hat Dr. Eckhe erstlich im das gantz buch ausserhalb der artikl vom sacrament im gefalln lassen. Dr. Eckh ist dabei gewesen so lang, als ich itzt anzeigt. Darnach ist er in ein fieber gefallen. Und ist mir und Julio beschwerlich gewest, im colloquio uns weitter mit solcher burde zu beladen. Doch haben wir entlich vorgeschritten und uns gegen Dr. Eken erbotten, im relation zu thun alles, was wir weitter handlen wurden. Und haben Dr. Eckhen einmal wollen unser handlung anzeigen, hat ers abgeschlagen, daß er vor krangkeit des nicht gwarten mocht. Nachmals, als wir das buch ausgehandelt, haben wir im anzeigt, das wir fast bei dem buch mit unsern sententzen verblieben, und hat solchs Dr. Eckh nicht sehr angefochten. Nochmals hat ksl. Mt. das buch sambt der handlung von uns begert und habens mussen ir Mt. behendigen. Vor ksl. Mt. aber, do wir das buch uberantwort, haben wir nichts von Dr. Eckhen gesagt, und haben ksl. Mt. unser arbeit gnediglich aufgenumen, das wir uns auch bedankt. Bin auch urbuttig, einem jetzlichen, was stands er sey, mein entschuldigung zu thun, das ich nit verfurlich, sonder treulich, vleissig, an alle collusion gehandelt. Das aber Dr. Eckh ein schrift meldet, so der ksl. Mt. neben dem buch ubergeben, haben wir kein wissen darumb.

    Dinstags post Visitationis Mariae, 5. Julij, vhora 8–v.

    Die verordenten der fursten und stende: Das die fursten, stend, sich nicht von den churfursten zu sondern, sonder mehr, mit ihn sich zu vereinigen, geneigt. Auf zwen puncten begern sy leuterung: 1. Das die ksl. Mt. neben und mit dem legaten sich wolde beratschlagen, das gleichermas mit der resolution verstanden werde, und, was sich ksl. Mt. mit bebstlichem legaten wurden Šresolvirn, dasselbig also den stenden wurde angezeigt. 2. Das der haganawisch abschied wurde angeregt, also das sich ir ksl. Mt. vermöge ir ersten proposition [Nr. 29]und haganawischn abschieds wolde vergleichen mit den stenden9.

    Der churfursten ratschlag daruber:

    Trier: Lest es bei der verordenten fursten und stend beger.

    Coln: Concordat mit Trier.

    Pfaltz: Achtet, es wer unnotig zu disputirn gewesen, dieweil es vorhin klar gesetzt sye auf beide, doch sols uns nicht zuentgegen sein. Was aber die meldung des augspurgischen abschieds belangent10, wolln wirs lassen bey unser voriger protestation. Sehen auch fur gut an, das des haganawischn abschieds meldung heraussen blieb.

    Brandenb[urg]: Concordirt mit Pfaltz protestation. Wissen und khunnen den augspurgischn abschied nicht anzunemen. Wollen auch diß also hiemit protestirt haben. Begern auch, das solche protestation möchte verzeichnet werden.

    Maintz: Das, sovil die gemelte leuterung belangend, das es den verstand bey uns wie bei ihnen hette und das man die leutterung gleichwol thue. Was die clausel den haganawischen abschied betrefendt, wissen wir nicht, warumb es solde oder möchte billich abgeschlagen werden. Derhalben wir mit Triern und Cöln schlissen.

    Trier: Wie vor.

    Coln: Wie vor.

    Pfaltz: Wie wir von anfang protestirt, so lassen wirs bleiben, begern, solchs zu verzeichnen.

    Brandenb[urg]: Idem sentit. Permanet in protestatione, begert, daß solche möchte verzeichent werden, denn sye wisten nicht den augspurgischen abschied und wolden sich nicht darein begeben.

    Maintz: Bleibt auf irer vorigen mainung.

    Antwort den verordenten der fursten und stende geben: Dieweil die fursten und stend nicht willens, sich von churfursten abzusundern, bedanken sich die churfursten und seind widerumb also kegen inen gesint. Das aber begert, hinzuzusetzen vermog des haganawischen abschieds und proposition, hat das mehrer teil bewilligt, solchs hinzuzusetzen, dieweil auch zuvoran des haganawischen abschieds gemelt. Es haben Pfaltz und Brandenburg protestirt und anzeigt, daß sie sich dardurch nicht weitter in den augspurgischen abschied wolln begeben. Beger auch, solches zu verzeichnen. Der von Brand[enburg] zuvor lassen anzei Šgen, das seine kfl. Gn. den augspurgischen abschied zuvor nit angenumen und noch nicht anzunemen wissen noch wollen, und solche protestation an ort und stelle lassen gelangen, do es hingehör.

    Freitag post Visitationis, 8. Julij.

    Trier: Lissen in gefalln, nachdem der landfrid durch die ksl. Mt., Kff., Ff. und stende ufgericht, versigelt und versprochen, daß der fur die handt genumen, besichtigt und neben andern abscheiden, demselben, wo mangel, besserung beschehe, mit dem man billich benugich.

    Das recht belangend, sei das chamergericht angestelt, wie das wer anzustelln, das iderman zu furdern, wollten sie gern helfen irs besten vleiß. Und bedenken, daß die religion uf ein ort gestelt und die protestirenden wider zugelassen, so kundt man sambtlich ratschlagen, also daß, welche puncten in der religion nit verglichen, uf ein concilium oder national gezogen wurden und der restitution am camergericht handlung und erörterung gewarten. So möchte ksl. Mt. gebeten werden, daß die missbreuch in der kirchen reformirt wurde, Gots ehre zu furdern. Wann dann die ding also angestelt, so mochten die protestirenden deste leichter zu in bewegt werden. Item, die geistlichen herrn sonder zweifl darzu geneigt und, daß die in clostern studirten, auch die, so draussen khommen, wider darein gebracht. Wann dann die ding also wurden in ordnung bracht, mocht frid und recht deste eher erhalten werden. Item, ob im landfrid etwas hinzuzusetzen oder zu endern, desgleichen in der camergerichtsordnung, das solchs alles angestelt möcht werden, wie dem zu thun, so sei inen nit entgegen, dermassen helfen zu handlen.

    Cöln: Frid. Ir bedenken sei, daß ein landsfride verhanden etc., item, koniglich reformation, item, das camergericht, wo die erhalten, das genug doran wer. Nachdem aber die religion eingerissen, sein irrungen entstanden, deren wegen hievor zu Nurnberg von ksl. Mt. ein fridlicher anstand gemacht worden11, darin dan versehen, wie man in friden sich erhalten und welche stukh man am camergericht verhandlen solt, wie aber dem gelebt, sei gut wissen. Weil nu wol mangl des fridens und rechtens ist, sei nott, in dem bessere versehung zu thun. Und achten, wo ksl. Mt. mit dem bebstlichen legaten disen puncten der religion uf ein zimbliche pan ziehen möchte, also daß es wider an die stend gelanget, daß man dardurch in vergleichung khomen möcht, so wurde vil irrung fallen, darumb ir gutbedunken, daß ksl. Mt. des alles bericht, also daß frid und recht genugsam gemacht sey, und ir Mt. zu bitten, das der punct der religion, sovil muglich, sein maß gegeben wurde. Und nachdem man befindet, daß vil missbreuch erwachsen sein, daß ir Mt. mit dem b[ebstlichen] legaten uf weg gedechten, daß dieselben[emendirt?] und abgeschaft wurden, Šdas gebe furderung zum friden und rechten und wurd das mistrauen, so zwischen den stenden allenthalben ist, von sich selbs fallen, die gemuter neher zusamenkhomen und also der frid von im selbs ervolgen. Und so man von der restitution reden wurdt, mocht solchs durch das recht deste statlich erortert werden, so mocht das camergericht alsdan den protestirenden gleich so [leicht?] als disem teil sein. Und nachdem in misbreuchen ein ratschlag zuvor zu Augspurg gestelt, weren sie aus demselben wol weitter zu bedenken, als auch ksl. Mt. sich vernemen lassen, mit b[ebstlicher] Hlt. legaten davon zu handlen. Solt man ksl. Mt. des erinnern mit danksagung und bitten, in dem furzugehn und dieselben zu erledigen.

    Pfaltzgr[evische]: Sie hetten gestern erwegen, wo etlich puncten in der religion nit hingelegt, daß sollichs mehr irrung gebern, deshalb bei ksl. Mt. anzusuchen umb gnedigs insehen. So sei vor ein landfriden mit wolbedachtem mut ufgericht, darumb weil sie den nit zu verlassen wissen, wollen sie dabei bleiben. Wo aber etwas mißverstandt darin were oder daß leutterung, besserung vonnötten, mocht man den ersehen und davon handeln.

    Sovil das recht, do dunkt sie not, das des chamergericht erhalten werde, dasselbst kundt der restitution, auch prophansachen halb das recht verhandelt werden. Und wiewol man vor vom chamergericht ordnung gemacht12, so sein doch etlich mangel, wo man aber davon reden wurdt, wolln sie auch sich der gebur vernemen lassen. So dunkt sie, daß der punct von missbreuchen nit hieher gehör.

    Brandenburg: Vermerkt, daß in ratschlagen gemelt der frid und das rech[t]. Nu kund sich sein kfl. Gn. erinnern, das hievor der landfrid nach aller notturft bewogen und beschlossen, auch im reich offentlich ausgangen, daß es nit wol zu verbessern sei. Auch ein chamergericht im reich wolbedechtlich ufgericht worden. Aber itzt etwo zwispaltung der religion halben eingefallen, so sei dieser fall im landfriden nit ausdruklich versehen, kunde auch nit ins chamergericht gezogen werden, darumb achte sein Gn. nott sein, underschidlich davon zu reden. Erstlich von der religion und, was deren anhengig, darumb, wo ein vergleichung von ksl. Mt., item, bebstlichem legaten erfunden wierdet, so volgte der frid in den stuken selbst. Wo aber kein entliche vergleichung gefunden, daß dan die uberigen puncten, so durch die colloquenten nit verglichen, uf ein concilium geschoben oder sonst zu weitter reichshandlung, so kem der mißdrau auß den stenden und mochte desto leichter frid erhalten werden. Und nachdem ir Gn. achten, daß die buntnußen und gegenbundtnissen zu viler unru dienen, darumb were ksl. Mt. zu ersuchen, daß ir Mt. darin gnedigs einsehen ze thun ruchten. Kundt aber ksl. Mt. zur vergleichung nit khomen oder die religionsachen zu eim concilio geschoben werden, so muste dennoch frid im reich auch sein. Nu sei ein fridstand zu Nurberg gemacht worden, daraus Šdoch allerlei handtirung entstanden, deswegen nachmals der franckfordisch tag vorgenomen13. Doch bedeucht seine Gn. gut sein, das dieselbig handlung vor die hand wider genomen wurde. Darin weren vil puncten, die erledigt, und thet die sach furdern. Und auch daß der landfrid mit guttem bedacht ratlichen ufgericht worden sei, wie sein Gn. auch des wissen haben. Wo aber die andern davon ratschlagen, wollen sich sein Gn. bas erklern.

    Des chamergerichts halben sei billich, daß desselbe underhalten werde. Dieweil aber dasselb das hochste recht im reich ist, daran jedem gleichs widerfarn solle, so achten ir Gn., das dasselbig mit gelerten, fromen, fursichtigen leutten besetzt werde, und dann ir Gn. bericht, das an dem nit allweg solche leut sitzen, zudem vil beschwerlicher artickl vernumen, so etlichen leutten begegnen, wöllen geschweigen, was iren Gn. selbs daran beschehen sein, welche proceß ksl. Mt. uf ir ansuchen abgeschaft. Und befinde, daß vil armer leut hochlich beschwert, deshalb not, in dem reformation zu thun. Dann sollen die uber alle leut im reich sitzen und richten, so sei nott, daß des orts gelerte, erbare, frome personen darzu gebraucht werden. Dergestalt, acht sein Gn., möchte man in beiden, der religion, prophansachen, den friden haben.

    Was die mißbreuch belangent, were sein Gn. nit zuwider, davon zu reden. Und wer gut, daß die abgeschaft wurden. Achte aber, daß dieselben nit hieher gehorn, sonder stellens dohin, wo ksl. Mt., die zu ratschlagen, firgeben werden. Wollen alsdann ir Gn. notturftigklich davon irs teils reden.

    Maintzs: Sie wissen iren g[nedigsten] herrn geneigt, diese beide stukh, frid und recht, zu fordern, und wissen vom friden nit anderst, dann wie Brandenb[urg] und die vorgehenden davon geredt, zu effern, daß ein landtfrid wolbedechtlich ufgericht, aber, wo darin etwas mangel, wollen sie gern davon helfen ratschlagen, und der nit-haltung wegen sei nott, das deßhalben mitl und wege getroffen werden durch die ksl. Mt., daß derselbig landfrid erhalten werde. Das recht belangendt, da sei bisher im reich ordnung und abschied, auch das camergericht ufgericht worden, da versehen sie sich, es sei dem nach also gelebt. Wo aber mengel verhanden an personen oder anderm, wolten sie auch gern davon helfen ratschlagen.

    Der missbreuch halben, achten sie, dieweil ksl. Mt. die religionsach widerumb heimgestelt und dan von den mißbreuchen in derselbigen gemeldet wirdt, so achten sie, diser punct sei bis zu seiner zeit anzustellen. Item, so sei billich, daß gleichmessigkeit im gericht erhalten werde oder daß jedem, was billich und recht ist, widerfare, besonderlich so etwas zu wurklicher execution khomet, daß dasselb voltzogen möcht werden. Wo davon geredt wurde, wollen sie auch, was nott, ihres teils furbringen.

    ŠUmbfrag: Wo die religionsachen nit verglichen und die ubrigen stukh zum concilio geschoben wurden, wie alsdann der frid erhalten werden solt.

    Trierische rett: Liessen in gefallen, ksl. Mt. anzuzeigen, sovil den friden belangt, das ein landfrid durch ir ksl. Mt. ufgericht were, den wusten sie nit zu verbessern, doch, wo jemants den nit hielt, daß derselb sein geburende straff entpfienge und daß ir Mt. das verschuffe. Die ordnung des camergerichts wusten sie nit zu verbessern, dann es hat sein maß, auch mit der execution, allein daß demselben nachkomen wurde. Der missbreuch halben anhang zu machen und ksl. Mt. zu bitten, daß ir Mt. gnedigs einsehen thun wol, domit dieselb zu Gottes ehr angestelt wurde. Wer dann mit dem frid und recht nit begnuget, der wuste dasselbe wol an geburenden orten anzuregen. Und die restitution halb dahin ziehen, was hinwekh wer, das solte bleiben stehen bis zu austrag der sachen, aber versehung geschehen, nichts weitters zu nehmen.

    Cölnisch: Friden und recht belangend, kann nichts entschlossen werden, es sei dann die religion zuvor verglichen. Item, es muß erklert werden, welchs religion- oder nit religionsachen weren, welche sachen vors chamergericht gehorn oder nicht. Item, das man der missbreuch nicht verschwige, welche ursach geben der spaltung und zenckh, diweil an beiden artickln frid und rechten betreffend anhangt. Wo aber die religion nicht verglichen, kunde nit wol von frid und rechtens gehandlet werden.

    Pfaltz: Vom landfrid, daß er nicht wol zu verbessern, was aber vor mangel darin, dem mög man helfen. Man khune vom recht nicht wol sich entschliessen, man wisse dann zuvor, was die protestirenden zu thun gesinnet oder nit. Sovil das recht belangenten, das man wisse, was vor sachen ans khamergericht gehorig oder nit. Item, das im fahl, ob schon die religion nit verglichen, doch frid und recht in deutscher nation vonnotten, das ksl. Mt. gebeten, solchs zu verschaffen. Das chamergericht ist wol gutt geordnet, aber das tugliche personen, do mangl, verordnet wurden, das dem ein gutte reformation zu geben und doch bei der ordnung blieben wurde. Dornach den puncten der religion und missbreuch, daß der angehengt wurde. Die restitution wer noch zu frue.

    Brand[enburg]: Wir verstehen die proposition [Nr. 29]  ksl. Mt. dahin, das ein frid und gleichmessig recht ufgericht werde und daß der ksl. Mt. ein antwort daruf zu geben und derhalben auch auf das principal muß geantwort werden, beide, von religion- und prophansachen, nicht allein von landtfrid. Mussen von einem bestendigen frid ksl. Mt. antwort geben. Das von einem fridstand, wie der zu Nurnberg aufgericht, zu Franckfort verneut, das dergleichen gehandelt wurde, denn solcher anstand wurde ein anleittung geben, wie fride mitlerweil aufgericht mochte werden. Die bundniß betreffend, das es ksl. Mt. heimgegeben wurde, dasselbe zu erortern. Concordat in hoc cum Palatinis, quorum sententia placet. Die restitution, obs wol ein gnotigen [sic!] punct, so ist er doch von der religion abgesondert in vorigen abschieden, derhalben zu frue und unzeittig, die restitution itzt furzunehmen. Die religion solle zuvorgehn. Desgleichen von missbreuchen, daß die abgeschaft. Von chamergericht, das nit Šmit notturftigen personen gnugsam versorgt, das es den parteien beschwerlich etc., daß solche mengl corrigirt werden. Von syndicat14 und reformation wer itzt nit zeit davon zu reden. Concludirt cum Moguntino in hoc, das, obgleich die religion nicht gentzlich verglichen wurde, doch auf wege und mittl, frid und rechtens zu erhalten, geratschlagt

    Maintz: Achten, das ir alle und wir sambt einig sein vom landfriden und chamergericht. In dem fahl aber, daß die religionsachen nicht verglichen und die uf ein concilium geschoben, so muste doch mitlerweil fride und recht erhalten wurde. Das die restitution zuvor muste gehen, wer die beste weis, frid zu machen und erhalten. Man kundt auch wol achten, welchs zeitlich hab und gut betrefend und was religion, doch uf anderer verbesserung anzuhorn. Werde die vergleichnus gefunden, so wurden die bundnus beider teil selbs fallen, sonst nit. Reliqua ut prius.

    Trier: Die entwerung der geistlichen gutter sey ein prophansach, am chamergericht daß die ordnung gehalden werde. Von frid und recht hetten sie kein mangel. Was bundniß sein betrefend, wissen wir nit davon zu sagen. Frid und recht wisse sye nichts zu endern, anders dann wie’s ksl. Mt. im reich geordnet. Wer mangl dran het, wirts wol melden.

    Coln: Die restitution sei anzuregen, aber solang der religion kein mitl und maß befunden und die missbreuch abgeschaft werden, werden die protestirenden daruber stehen bleiben wie bisher. Khunt nichts also ausgericht werden. Es musse derhalben religion verglichen, missbreuch abgethan werden, solle die restitution furgenumen werden. Das einem jetzigen [sic!] durch ksl. Mt. sein maß und recht gegeben werde in der restitution, wie man sich dieweil halten sol. Das auch das syndicat erhalten werde und tuchlich person verordnet werden, wie der trierisch davon geret.

    Pfaltz: Man hab den landtfrid, davon genug gesagt. Religionsfrid und anstand muß von den protestirenden herfliessen. Das das chamergericht erhalten und corrigirt. Die religion betrefend, welche puncten nicht verglichen khunen werden, das darin ein anstand funden werde. Welchs aber religion- oder prophansachen, ans chamergericht gehorig oder nit, muß von den protestirenden herfliessen. Man muß vor horen, was ir begern, ehe man ihn antwort. Die restitution sol nach der vergleichung der religion volgen und sein diversa negotia.

    Brand[enburg]: Das man ksl. Mt. uf ir proposition geantwort wurde, das die restitution nach der religion furgenumen, das auch ksl. Mt. die protestirenden nicht zur restitution itzt dringen khunde one eine entborung, und wer noch unmuglich. Und sol ir ksl. Mt., mehr frid und ainigkeit anzurichten, gebeten werden.

    Maintz: Das ksl. Mt. zu bitten, die restitution furzunemen, werde angeregt, das es fuglich in ein schrift verfasset auf der andern correction und verbesserung. ŠSonst der andern punct halben lassens bleiben wie vor, das ksl. Mt. wolde trachten uf die religion und nachmals auch uf die restitution.

    Des verordenten ausschus der fursten und stende furbringen:

    Ein ausschus der ubergebenen supplication verordent, das sich die churfursten nicht beschwerten, uf den saal zu verfugen, und dasselbs die protestirenden erfoddert wurden und uf ein usschus der ubergebenen supplication halben entschlossen wurde.

    Der churfursten rattschlag uf ein antwort:

    Trier: Ist willig zum ausschus, den zu verordnen, das man den stetten anzeig, wir weren in dem handl schon frid und recht belangendt.

    Coln: 1. Consentit, in ausschus zu verordnen. 2. Item, das den stetten anzeig geschehe.

    Pfaltz: Das der ausschus verordent, nicht weitter dann die supplication betreffend. Das man uf den saal khomen sol, die irrung der session halben zu vermeiden, achten wir, das person erfoddert von beiden teiln wern, welche nicht irrung der session machten. Und daß man anzeigt den stetten, wie man in der handlung sei.

    Brandenb[urg]: Daß man die protestirenden nach essens bescheidet. Damit in der session mit dem ausschus kein irrunge werde, soln dermassen person erfoddert werden. Das auch frid und rechtens artickl fur die hand genomen, solchs den stetten nicht zu verhalden.

    Maintz: Concordat mit dem ausschus, ut vitetur lis de sessione. Und den stetten gemelte anzeig geschehe.

    Nach essens umb 3 ur wider zusamen heruf15.

    Antwort der churfursten: Haben sich entschlossen die churfursten, das man nach essens umb 3 ur wider zusamenkheme und der ausschus gemacht wurde, wie gestern auch geratschlagt, die supplication belangend. Item, das der artickl, friden und recht betreffend, schon fur die hand genumen.

    Uf Sambstag, 9. Julij.

    Hat man das concept der gesterigen rattschlagung, frid und recht betreffend, hören lassen.

    Trierisch: Wir achten, das diß concept nichts anders sei dann ein erleutterung und erklerung des gesterigen ratschlags und demselben gar gemes, derhalben wirs uns gefallen lassen. Allein im eingang möchte man ein bedenken haben und dasselbig mit einem wortlin bessern, daß ir ksl. Mt. gebeten wurde, daß der ufgericht fridt und recht von ksl. Mt. gehandthabt wurde, doch mit lindern, geschicktern worten. Item, das nicht alles allein uf die religionsachen gestelt und daran gehangt wurde.

    Cöln: Wissen auch nichts am concept zu endern. daß gemelt vom zulassen der protestirenden, daß das gestelt, wan die vergleichung beschehe.

    ŠPfaltz: Im eingang des concepts befinden wir etwas, das zu bedenken. Begern derhalben, daß einem jetlichen ein abschrift vergunt und zuegestelt wurde, sich nach notturft darin zu ersehen und bedenken.

    Brand[enburg]: Befinden, das im anfang etwas hart angezogen, derhalben sich darinnen etwas zu ersehen. Wollen bei dem gesterigen beschlus bleiben. Daß man ein abschrift in zustellet, das sich daruf zu ersehen und beratschlagen, denn es ein wichter [sic!], grosser handel, doran vil gelegen.

    Maintz: Mit Trier und Coln, lassen inen die schrift mit den enderungen, wie gemelt, gefallen.

    Trier: Permanet in priore sententia, bleiben uf der vorigen mainung.

    Cöln: Wie vor, allein begert auch abschrift, sich zu ersehen, wo etwas dem gesterigen ratschlag nit gemes, daß es noch gemeß gestelt wurde.

    Pfaltz und Brandenb[urg]: Wie vor, begert abschrift und Brandenburg will von gesteriges rattschlags beschlus nit abstehn.

    9. Julij post prandium.

    Trier: Wir wissen die notl nicht zu verbessern.

    Cöln: Lassen uns bedunckhen, das diß concept dem gesterigen ratschlag gemeß, doch wo etwas demselben nit gemeß oder etwas nit hinzugesetzt, lassen wir uns eur verbessern gefallen. Item, ob man hinzu wolt setzen, das der artickl der religion zum hochsten gehandelt und zum nehsten hernach frid und recht.

    Pfaltz: Wir wolten gern uns mit den andern vergleichen. Wir befinden aber, daß die schrift vil weitter ist ausgedonet dann der gesterige rattschlag. Repetunt primum caput hesternae consultationis de pace et secundum de jure. Und soferre man wolte in specie von ordnung und unordnung des camergerichts reden, daß wir pfaltzgrefischen auch wolten unser bedenkhen anzeigen. Hievon haben wir auch sonderlich geret gestern. Zuletzt von der restitution beschlossen, das mans wolle anregen, on zweivel, ksl. Mt. werden darin ein einsehen haben. Wir finden aber, das in der schrift ein puncten in den andern gemengt und nicht ordenlich gestelt, wer derhalb gutt, das die puncten, wie sie gestern beratschlagt, gesetzt wurden. Soferre diese wort heraussen blieben von dem fridstandt, so wolten wir uns mit den andern gleichen. Item, das villeicht der landsfrid in vil wege etc., dise wort also dubitative, nicht assertive gesetzt wurden. Es ist zu Nurnberg ein fridstand gemacht, nu solten jetzunder erst die ursachen verhindert werden, das wer unserm g[nedigsten] herrn etwas beschwerlich. Und solte unser g[nedigster] herr so vil uncosten darauf gewent, frid und recht zu erhalten16, und solten nun dasselbig verhindern, das wer uns hochst beschwerlich. Dem recht sein freier, strackher lauf gelassen werde. Dise wort mochten ausgelassen werden, denn sie gelangen zu verhinderung der handlung, in welcher unser g[nedigster] herre ein underhendler gewest ist. Dorumb, wo etliche wort, wie gemelt, geendert wurden, so wolten sie ihnen.

    ŠBrandenb[urg]: Finden, daß die notl etwas weitter ausgezogen dan der gesterig rattschlag sich streckt. Und ist desgleichen die ordnung der puncten etwas versetzt, derhalben bei dem gesterigen ratschlag zu bleiben. 1. Befinden, daß man gestern von beiden artickln geret, recht und frid belangendt. 2. Vom camergericht, wo man ad speciem gehen wolle, wollen sein kfl. Gn. dem nit entgegen sein. 3. Ist auch von missbreuchen geredt worden. 4. Item, man wolle auch ein einsehen haben der restitution halben und solden solche puncten hinten in der petition gesetzt werden, nicht ins werckh geflochten werden und ins mittl, wie in der notl geschehen. Item, wo der augspurgisch abschied neben mit wolt eingefurt werden, das seine kfl. Gn. wolle protestirt dowider haben. ‚Gemeine recht‘, dise wort stehn auch in der notl, welche wir verdacht, enumeravit causas, allegavit Francofordensem actum. Item, diese wort sein den protestirenden zuentgegen. Item, vom landfrid, ist etwas ungemeß und assertive geredt. Item, dem recht sein stracken lauf etc., diese wort stehen in praeterito und assertive, domit röm. ksl. Mt. aufgelegt wirt, sam het ir Mt. dem recht sein straken lauf oftmals verhindert. Item, das seine kfl. Gn. solch unkost gefuret und ksl. Mt. zuvor das geratten17, itzund dawider sein, will sich nit geburn. Item, das den protestirenden nicht abgeschnitten werde, auch die ierigen auch zur bestellung des camergerichts die ierigen verordnen, sollen derhalben die wort also gestelt werden. Volget auch die execution, was das mehrer schleust, sol ufgezeichnet werden, wie gestern beschehen, derhalben mans bei gesterigem ratschlag wolle bleiben lassen.

    Maintzisch: Haben abermal gehort, was nach der lenge furgetragen. Aber ires achtens, wie auch Trier und Cöln, sei solche schrift dem gestrigen ratschlag gemeß. Wiewol ursach anzuzeigen wern, warumb man nicht wolde von solchen schrift abzustehen, so wolle mans doch zu rue stellen. Aber es solle solche schrift den underhendlern nicht zuwider gestelt sein, keim sein recht und fug damit benomen werden. Item, dieweil durch die mehrern stim beschlossen, so wisse man nicht von solcher schrift abzustehn. Und wissen nicht, wie solche schrift besser solde reden von sachen der religion und restitution. Wo aber jemant dawider het zu protestiren an orten, da es hingelangt, khunt man nicht wehren oder benöhmen. Dieweil ksl. Mt. sich in ir proposition genugsam ercklert des francfordischen abschied halben, so wolle mans dabei bleiben lassen, dergleichen auch vom nurnbergischen fridstand zu reden. Und achten nicht, das solch schrift soldte meinen g[nedigsten] herrn, pfaltzgraf und Kf. von Brandenb[urg] zuentgegen sein, derhalben wirs wie vormals bei der schrift, wie sie gestelt, noch ruehen bleiben lassen.

    Trier: Wir haben gehort, wie etliche die schrift wollen geendert haben. Nu lassen wirs bei vorigem bedencken mit enderung etlichen wort, wie zuvor gesagt, und wollen itzt unser bedenken widerholen. Wir wissen nit anders, dann das in Šdieser schrift niemandt angetastet, darumb liessen wir uns gefallen, das solcher begrif, so vom mehrern teil beschlossen, ksl. Mt. uberantwort werde, soferre die andern stende sich auch mit uns vergleichen. Den franckfordischen abschied und nurnbergischen fridstand belangend, ist Got unser zeug, daß wir niemants angetastet, desgleichen auch das camergericht nicht noch landfrid. Wo aber in der disposition ein besserunge wurde gemacht, salva tamen substantia, so wollen wirs uns nit entgegen sein lassen.

    Cöln: Eß ist der gesterig ratschlag einhellig beschlossen und durch den secretari ufzeichnet, derhalben sich desselbigen zu erholen und trennung vermiden werde. Coln sey zun friddstenden weder zu Franckfort noch zu Nurnberg nie erfoddert noch dabei gewesen, derhalben wir nicht davon wissen zu reden. Wo aber die ordnung der schrift etwas gebessert möcht werden, wiewol heut morgen nichts davon geredt, so wolln wirs uns gefallen lassen. Auch mögen die wort, so heut gedacht, geendert werden. Und was hinzuzusetzen, man setze es hintzu. Wo was hinzugesetzt widerwertigklich oder zu heftig, man stelle es lautter ratthsweiß. Wir bitten euere kfl. Gn. wollen des einig sein, was man zuvor einig gewesen.

    Pfaltz: Wolten ungern zwispalt machen, wo es on nachteil möcht umbgangen werden. Das die ksl. und kgl. Mt. werde in landsfrid getzogen, gefelt in noch wie vor. Item, der religion, restitution halben, wie gestern geredt, gefelt in noch und also des rattschlags noch eins sein. Und in der substantz kein streit ist, allein die ordnung sei nit gehalten und etliche wort sein hinzugesetzt, welche disputirlich und verletzlich, welche wort man wol umbgehn mocht salva substantia rerum. Und wer solchem leicht zu helfen, damit einigkeit erhalten wurde. Die wort aber vom fridstand, landtfrid sein klar assertive gesetzt und wird ksl. Mt. und den fursten, so underhendler gewest, heimgeschoben, das sie den freien lauf verhindert. Wir khunens nit anderst verstehen, darumb sie ausgelassen mochten werden.

    Brandenb[urg]: Bleibt ihn voriger mainung. Man wer wol des ratschlag eins, aber die wort gleichwol möchten weitter sich streckhen und gezogen werden. Daß dem camergericht der frei lauf gelassen, diese wort mochten verstanden werden, das die restitution solde jetziger zeit gestehn [sic!]. Derhalben, dieweil man nicht im rattschlag, sonder in etlichen worten ein streit habe, derhalben die schrift ercklert mochte werden, so wolle man sich mit den andern vergleichen. Den franckfordischn vertrag belangend, het ir kfl. Gn. also gehandelt, daß ksl. [Mt.] zu gefalln und danckh angenommen, auch gereicht zu fride, so lest es seine kfl. Gn. dabei noch bleiben. Und ist aus ksl. Mt. proposition [Nr. 29] zu verstehen, daß den protestirenden der franckfortisch abschid prorogirt worden etc., dabei mans auch ließ bleiben. Und wo die wort, so unleidlich, geendert und die ordnung besser gestelt wurde, wollen sich seine kfl. Gn. nicht von den andern absondern.

    Trier: Das es austreglicher sein wolt, das der secretari etwas mildteret an worten, doran es mangelt, und solche milderung widerumb gehort wurde Šund daß man sich so underredet, biß man der sachen eines wurde. Item, es musse dennoch die ordnung am camergericht erhalten werden, so hetten sie vil, ungeverlich bei sechs sachen am camergericht, die nit religion-, sonder prophansachen, derhalben es bleiben musse. Sie liessen ihnen auch die schrift nit mißgefallen, wern auch nit aucupes syllabarum gewest. Man kundte ein jetliche schrift, wie gut sie were, ausrikhen und disputirlich machen. Doch entlich, wo salva substantia sententiae in ordnung und worten waß gebessert möcht werden, wollen sie in gefallen lassen.

    Coln: Ut prius per omnia, hat nichts geendert.

    Pfaltz: Das man die schrift dem gesterigen ratschlag gemeß stelle und der secretari sich daruber setze und die ordnung und etliche wort endere, welche wir angezeigt. Desgleichen, das der trierisch gemelt des camergerichts halben, khune man woll leiden, daß die ordnung desselbigen, wie davon im ratschlag geredt, erhalten werde, allein, das man mit andern worten dasselbige setze, die ihnen nicht nachteilig.

    Brandenb[urg]: Ließen ihnen auch gefallen und weren deß eins, daß sich der secretari widerumb uber die schrift setzte und dieselbige enderte und dem gestrigen ratschlage gemeß gestelt wurde, auch sonderlich, das die wort, do vom landfrid, fridstandt und camergericht geredt wirt, etwas klerer gestelt wurden, damit sy ksl. Mt. und iren kfl. Gn. vorigen handlungen zu Franckfort etc. nicht entgegen weren. Derhalben nun also geschlossen sein sol, die notl zu corrigirn, also wie davon geredt, salva rerum substantia.

    [11. Juli].

    Cölnw: Ob das wort (abscheid) sol bleiben, möcht ein bedenken haben und horen wir, was ursachen das wort bestritten ist. 1. Darumb, daß der augspurgisch abschid darin stillschweigend möcht begrifen werden, dawider etliche protestiren. 2. Etliche achten, wenn das wort ausgelassen wurde, so wurde auch der augspurgisch abschidt ausgeschlossen. Wir achtens dafur, wenn des wort (abschid) schon au[s]gelassen wurd, so wurde nimants einig praeiuditium oder nachteil daraus ervolgen, neme auch oder gebe nimand nichts, solang ksl. Mt. den augspurgischen abschid vorbeheldt. Wo mans aber das wort ja darin wolte haben, das mans also setzte: ‚aufgerichter, bewilligter abschiedt‘ etc.

    Das man etlich wort im puncten, den landfrid betreffend, in der narrativa wol khundt umbgehen, item, dergleichen vom kamergericht. (Von wegen der strittigen religion) die wort unsers erachten kundten auch wol ausbleiben, dann also es wurde niemandt angegrifen werden. Es hette auch kein disputation. Wo man aber die wort ja dorin wolte haben, kundte mans an ein ander ort ruckhen und ziehen, nemblich in den volgenden artickl, do es nicht eben den verstand haben wurde, auch niemandt zu nachteil reichen. Und wurden doch eben so vil wirckhen als daroben. Ob der artickl von der restitution hinhinder oder hinfur gestelt werde, hat unsers bedenkhens kein nachteil, und das derselb Šbitweiß, nicht klagweis und ufs lindest und mildterist gestelt werde. Item, das camergericht betreffend, daß die protestirenden eingelassen wurden, lassen sie also bleiben.

    Trierisch: Bleibt auf voriger mainung.

    Pfaltz: Sovil belangt das wort (abscheidt), hat man gehort, was ursachen das gefochten. Und so[l]dt es darin stehn, so muste man aber vorige protestation repetirn, derhalben sehe man vor gut an, ehe es ein zwispalt solt gebern, daß mans auslaß, wie dann des auch Cölln vor gut ansichet. (Dem recht sein stracker lauf verhindert), das die wort solten uf ein verhinderung des rechts gedeutet soldten werden, solten derhalben besser aussen bleiben, und seindt die wort am meisten gestritten worden. Sovil die restitution belangt, lassen wirs uns gefallen, wie es gestelt.

    Brandenb[urg]: Gefelt uns, daß des wort (abschied) ausbleib. Aber allein, daß der strackhe lauf dem camergericht verhindert, daß die wort assertive gestelt, kann mein g[nedigster] her, der churfurst, in keinen weg darin leiden, wenn man auch gleich 1.000 jar davon disputirt, und solchs aus unvermeidlicher notturft. Biß auf die wort gefelt unß die gantze nottl, und wil man ein mittl treffen, so gefelts uns, wil man nit, so khunen wirs nit eins sein. Und ist on nott, weitter davon zu disputirn.

    Meinzische retthe: Wir vernehmen, das die sachen nit zu weit voneinander. Das wort (abscheidt) und andere wollen wir solchs an unsers g[nedigsten] herrn vorwissen lassen gelangen. Wolt uns sollichs nicht verargen. Und haben solchs aller churfursten retthe bewilligt.

    A prandio hora secunda.

    Meintz: Wir haben die heutig sachen an unsern g[nedigsten] herrn gelangen lassen. Khunen aber kein andere enderung zuelassen und schliessen sein kfl. Gn. mit den trischn [sic!] gesandten, und wollet solchs euere kfl. Gn., Gn. und G. nicht in argem aufnehmen, dieweil solchs ir kfl. Gn. hohe notturft erfordern und sie solche ire notturft furbringen mussen.

    Trierisch: Wir haben uns lassen gefallen die schrift, wie sie von anfang gestellet, und beschliessen, wie itzt mein g[nedigster] herr von Maintz geschlossen hat.

    Cöllnischen: Wir haben wol von anfang gesagt, daß uns der begrif, wie er gestelt, gefiel, aber, wo man etwas daran endern und bessern wolt, trennung und zwispalt zu vermeiden, und dieweil wir befelh haben, auf frid und ainigkeit zu handlen, lassen wirs bei heutiger unser mainung bleiben.

    Pfaltz: Wie heut zuvor. Lest im colnische mainung gefalln und, dieweil breuchlich, der mehrer teil schleust, lassen wirs dabei beruhen.

    Brandenburg: Lest es auch bei cölnischer und pfaltzgr[efischer] mainung bleiben und mit dem mehrern zu schliessen. Und es sei Got geklagt. Es sein leider spaltung in reich genug. Und solle solche trennung an ksl. Mt. gelangen, wurde ksl. Mt. beschwerlich sein. Solchs gebe man in bedenken. Und bliebe ŠBrandenburg bei irer und bei der mehrern mainung. Es dorfte derhalben keiner mehrern umbfrage.

    Maintz[ische] rethe: Kunden aus ihres g[nedigsten] herrn befelh nit schreitten und liessens bei irer vorigen mainung bleiben. Hette man nu ein mehrers und wolde das furbringen, so wurde eim itlichen sein notturft daneben anzuzeigen freistehen. Sie schliessen mi[t] Trier.

    Cölnischen: Wir haben unser erklerung gethan, davon wir nit wissen abzustehen. Wir haben auch gesagt, wo man ja das wort ‚abschied‘ wolte darin haben, das man datzu setzt ‚aufgerichten, bewilligten abschied‘. Item, haben heutige mainung weitleuftig repetirt. Auch solten die wort ‚die strittige religion‘ heraussen blieben [sic!]. Mugen bei unsern gewissen nicht anderst sagen, das wir noch nit wissen, was hierin nachteilig sein und zu unainigkeit gelangen möcht.

    Pfaltz: Wir haben gesagt, wo man je des wort ‚abschied‘ wolle darin haben, so lassen sie es bei voriger protestation bleiben. Allein daran liege es gar, daß dem camergericht sein straker lauf verhindert, daß man diese wort aussen laß, sie wollens auch nit darinnen haben. Und Cölln sol rundtherauß sagen, ob sie diese wort darin haben wölln oder nit, so ist es schon richtig.

    Brandenburg: Schleust noch wie Pfaltz und, daß Cölln mit richtigen worten anzeig, ob sie den puncten, das dem camergericht sein stracker lauf verhindert, wolle daraussen haben. Wo dem also, so ist es schon ein mehrers, wo nit, so wurde sein kfl. Gn. sich des noch ir notturft lassen an die ort gelangen, do es fug und recht hette.

    Maintzischn retthe: Wir lassens bei dem vorigen bleiben. Allein dieweil Pfaltz gemelt, ob Koln die wort vom kamergericht wolle darinnen bleiben lassen oder nit, das sie sich erklereten. So haben wir nit anderst vernomen, dann das Cöln die wort will darinnen lassen bleiben.

    Cölnischen: Dieweil es nu an den worten gelegen vom landtfridt, so achten wir, wenn allein die wort ‚die strittige religion‘ aussen blieben, so wurde der punct vom kamergericht schon verricht sein, dann ist das camergericht verhindert, so ist es an seinem lauf verhindert. Es ist disputatio de lana caprina. Man lasse die religion heraussen.

    Nach disem ist beratschlagt uff ksl. und kgl. Mt. antwort [Nr. 192, Nr. 193], die eilend turkhenhulf belangen.

    Trier: Wir vernehmen, daß ksl. Mt. die bewilligung annimbt also one ein condition. Sovil belangend den punct, wie man die gehorsamen [sic!] sol zu gehorsam bringen, wissen wir nicht vil davon zu sagen, allein wenn das recht sein furgang hat, dazu ksl. Mt. verholfen khan sein, und wann die acht furgenumen wurde, hette man darnach reichsordnung, wie zu handlen etc.

    Colnischen: Wie die ungehorsamen zum gehorsam bracht mochten werden, ist gleichs bedenken wie trierischer. Man muste ungeverlich uberschlahen, wievil der ungehorsamen und ungewissen, und, wo der also vil weren, das es die 10.000 erreichen, so were es untreglich.

    ŠPfaltz: 1. Befinden wir, daß ksl. [Mt.] anzeigen, sy wolden die gehorsamen ungern mit der ungerhosamen burde beladen, das wuste man sich gegen ir Mt. dankh. Wir achteten auch weiter, ir Mt. wer anzuzeigen, das die gehorsamen fur ir gebur urbuttig weren, die bewilligte hulf zu leisten, und das man ksl. Mt. ercklerung verstunde. Wie aber die ungehorsamen zu gehorsam weren zu bringen, wissen wir nit anderst davon zu reden, dann daß der keyserliche fiscal procedire uf die ungehorsamen und, wo dann die dermassen an ort gesessen, das sie nit zu betzwingen, so kundten sie dennoch die acht nicht wol leiden. Sovil die andern puncten belangt, wolln wir zuvor euere kfl. Gn., Gn. und G. horn davon reden und darnach auch das unsere sagen.

    Brandenburg: 1. Verstehen sie den articl der hilf dahin, das die ksl. [Mt.] nit begert, die gehorsamen mit der burde der ungehorsamen zu beladen. So begere doch ksl. Mt., daß die gehorsamen ir geburende anzal gar darlegen solln. Item, daß ksl. Mt., wie das zu thuen, die hilf geleistet. 2. Die ungehorsamen belangendt, solde der keyserliche fiscal wider sie procedirn, die es vor alders gegeben. Wo es aber denen solde ufgelegt werden, so es vor alders nit gegeben, wer es ir kfl. Gn. unleidlich. 3. Den fridstand betreffend, sei ein billicher articl. Lassens ir kfl. Gn. dabei bleiben, wie zuvor davon geredt. 4. Die erlegung des gelts, mocht ir kfl. Gn. wol solche summa, so ir geburt, hie erlegen. Aber dieweil etlich zu fehr gesessen, mochte man mit kaufleuten handlen, die die summa darlegten. 5. Den obersten betreffend, wie vormals gehandlt, were noch ir benennung. Wo aber derselben keiner vermöcht wurde, sol mans ksl. Mt. heimstellen, einen zu wehlen. Die andern puncten weren generalia contra.

    Meintzs: [Prim]o, ksl. [Mt.] zu danken, das sie die gehorsamen nit beladen wil mit der ungehorsamen burde laßen. Item, sie weren geneigt, iren geburenden teil darthun. Item, ksl. Mt. wüste wol mitl und wege, wie im reich breuchlich, die ungehorsamen zu gehorsam zu bringen, und ist mit dem fiscal wider sie zu procedirn. Die ubrigen puncten wollen wir vor von andern horen.

    Trier: Wir lassens bleiben, wie Coln und Pfaltz davon geredt hat. Den gemeinen frid belangen, hat man dise tage im werkh gestanden und man muß weitter davon reden, ob man mittl finde, damit ein einigkeit gefunden möcht werden. Mit dem gelt muß man dencken, das die hulf gefurdert werde. Hoffen, es werde an unserm gn[edigsten] herrn kein verzug oder mangl zu haben. Wir wissen uns aber mit den kaufleutten nit zu beschwehren. Den haubtman belangend, dieweil es Pfgf. Friderich abgeschlagen, bleiben wir auf der mainung, daß der landtgrave erwelt wurde, der wurde unser g[nedigsten] herrn auch gefallen.

    Cöln: Ist under den gewissen und ungewisen ein underscheid zu machen, die ungehorsamen durch den fiscal zu gehorsam zu bringen. Den frid berurend, haben wir ksl. Mt. erklerung gehört. Und dieweil dieselb dunkl, wie auch Trier gemelt, wer ksl. Mt. weitter anzulangen, ire mainung zu eroffnen, darnach wuste man davon zu handlen. Das gelt, were besser, von fursten, so alhie, aufzubringen dann von kaufleuten, do man groß interesse geben muste, es wure [sic!] auch Šzu lang zu verziehen, biß die allerfernisten heimkhemen. Von der ko[niglichen] schrift [Nr. 193] und antwort wollen wir nachmals reden.

    Pfaltz: 1. Ksl. Mt. zu danken wie vor. Item, daß ksl. Mt. wolle furnemen handlung, die ungleicheit der anschleg belangent. Wie ungehorsamen zu gehorsam zu bringen, lassen wir uns gefalln die vorig mainung, wie auch Trier davon geredt. Doch daß auch nit weitter procedirt werde dan wider die ungehorsamen, so vor alders die anlag gegeben. Die erlegung des gelt, dieweil es ksl. Mt. abgeschlagen, were sie nit weitter anzulangen. Und were auch den stenden beschwerlich, von kaufleutten das gelt anzunemen, darauf dan ein wucher geschlagen wurde, sonder ksl. Mt. were zu bitten, das ir Mt. mit etlichen stetten wolde handlen, solch gelt furzustreckhen auf ein, 2 monat, und das den stetten versicherung geschehe. Den obristen belangend, hetten wir ein bedenken, ob sich ein churfurst oder furst zu einem solchen kurtzen zug, dieweil der winter schir verhanden, begeben wurde, doch wolln wir uns mit andern disshalben vereinigen. Der muntz halben, wer 1 taler vor 17 patzen anzuschlahen etc. Item, kronen, goltgulden.

    Brandenb[urg]: Wie vormals und lest im Pfaltzs mainung gefallen. Auch wer von der muntz sich zu vergleichen, wie Pfaltz gemelt.

    Maintz: 1. Dancksagung wie vor kegen ksl. Mt. 2. Sich erbiette, die geburlichen anteil zu erlegen. 3. Die ungehorsamen durch mitl zu gehorsam zu bringen, wie vor geredt. 4. Den frid und anstand belangend, wiste man davon nit zu reden, man hette dann gesehen den gantzen inhalt. 5. Den beharrlichen frid belangen, daß manx in der handlung stunde und was. 6. Die ringerung der anzal, daß die zu dankh werde angenomen. 7. Die erlegung des gelts, daß ir Mt. mit etlichen stetten handelt, die aufzubringen, und den stetten ein caution gebe, die summa uf zwei monat oder im fahl unvermeidlicher notturf auf mehr monat wider zu erlegen. 8. Den haubtman und obristen belangen, möchte es villeicht einem fursten unfuglich und beschwerlich sein, darumb das der zugk klein und die zeit kurtz. 9. Die gutlich handlung mochten wir wol wunschen, wie Coln bedacht, aber achten, es sei nit wol zu erhalten. 10. Die ko[nigliche] antwort betreffend wie vor. Und wer also fast ein vergleichung, allein das Pfaltz den frid bedenkt annemblich zu sein, das wir nit wol erachten khunnen, wie solcher anstand sein khonne.

    Den 12. Julij mane hora 7.

    Ist man nechtiges rattschlags eines worden und, den obristen belangend, hat man ksl. Mt. in genere heimgestelt, einen obristen zu ernennen und wehlen. Und ist von der churfursten retthe und gesanten sollicher rattschlag referirt worden.

    A prandio hora [secunda].

    Das concept, wie es gebessert und geendert, verlesen, die eilend turkenhulf betreffend.

    ŠTrierischer: Wissen nichts darin, das in beschwerlich ist, allein daß der oberst dem reiche geglobt [sic!] sei und mit der condition dem keysser haimgestelt.

    Cölnisch: Consentit cum Trevirensi praesertim quoad capitaneum supremum, bit sich Manderscheid nit zu beschwern mit dem fiscal, dieweil sy die anlag vor nit geben.

    Pfaltz: Lest es auch bleiben in gestalt, wie trierisch davon geredt, auch den obristen belangendt.

    Brandenb[urg]: Consentit cum Colon[iensi], Gf. Manderscheit belangen und den obristen, das er dem reich gelobt sei. Item, ein wort wer verpfentlich gesetzt, wie auch Trier dasselb angeregt, nemblich (und anders nit).

    Maintz: Sovil die wort (und anders nit), lassen wir uns gefalln die mildterung, wie Trier davon geredt, und ausgelassen werde diß wort ‚und anders nit‘, desgleichen den obristen belangendt.

    Hie sein die verordenten von fursten und stenden furgelassen in der churfursten ratt und ist inen anzeigt, wie die churfursten sich zweier antwort auf ksl. und kgl. Mt. schriften, die eilend turkenhilf belangend, entschlossen, welche der churfursten antwort sein beide widerumb verlesen.

    Darauf die verordenten anzeigt: Die fursten und stend, auch der abwesenden pottschaften haben sich auch uf beide der röm. ksl. und kgl. Mtt. anzeig und begern, nechten ubergeben, irer antwort entschlossen, welche sie, die verordenten, ubergeben und verlesen haben lassen.

    Weitter haben die verordenten anzeigt: Das sie ir bedenken uber den puncten, friden und recht betreffend, sich entschlossen und in ein schrift verfasset, weren urbuttig, wenn die churfursten iren beschlus wurden anzeigen, auch das irige zu ubergeben und anzuzeigen.

    Der churfursten rattschlag widerumb von frid und recht:

    Trier: Frid und recht haben wir und das mehrer teil, Coln, Maintz und Trier, von anfang uns lassen gefallen. Und dieweil zum zweitten mal die wort, so erbitterung villeicht bringen solten, geendert, lassen wir uns bedunken, daß die substantz geendert sei, so lassen wir uns dieselbig schrift, wie sie von anfang gestelt, bleibe.

    Cöln: Lest es bei irer vorigen mainung bleiben.

    Pfaltz: Die colnischen, die sein uns in irer erleuterung zuegefallen. Alleyn in einem punct ist der streit gewest, nemblich das dem camergericht sein freyer, strackher lauf verhindert, das dise wort also gemiltert wurden, daß dem camergericht sein strackher lauf mochte verhindert villeicht sein. Wo man aber die milterung nit wol zugeben, so liesse mans bei voriger gemelter protestation.

    Brandenb[urg]: Khune auch nit leiden die wort, das dem camergericht sein strakher lauf verhindert. Und man khundte disen worten wol helfen, daß es keiner absonderung dörft, also wie davon geredt, nemblich daß die strittig religion heraussen bliebe, wie die colnischen davon geredt, und man mochte die wort also stelln, nemblich das dem camergericht sein stracker lauf etwo verhindert sein möcht. Wo man aber solche milterung nit wolt annehmen, wers Šon nott, weitter hievon zu disputirn und reden, und muste gleichwol sein kfl. Gn. ire notturft an gelegen orten, wie sich geburet, furwenden und anzeigen.

    Maintzs: Wir haben gestern anzeigt, was wir vor bevelh haben von unserm g[nedigsten] herrn, und haben denselben noch und lassens bei dem concept, wie es gestelt, bleiben. Das der abschied darinnen bleibe und die ursachen hinzugesetzt, und erfordert solchs seiner kfl. Gn. notturft, derhalben man ihn solchs nit vorargen soldte.

    Cölln: Wir vernemen, daß eur kfl. Gn., Gn. und G. wollen zweierlei begrif und schriften ubergeben, sofer wir uns nit ercklern. Und sehe uns nit vor gut an, das 2 concept sollen ubergeben werden, und wir sollen ein ursach sein einer solchen trennung, sam wolten wir weder eins noch das ander annemen. So befinden wir, das die wort, daran der streit, daß dem camergericht sein strackhen lauf verhindert, in der narrativa gestelt werden, das mans stelt, daß der landfrid und das camergericht verhindert mocht sein und daß dem camergericht sein stracker lauf gelassen sei.

    Es sein die verordenten der fursten und stend widerumb furgelassen und haben angezeigt, weß sie sich entschlossen, den fridstand und auch die eilend turkenhulf belangen. Haben begert, die schriften beider teil zu besichten [sic!].

    Trier: Lest inen gefallen, daß man den stenden anzeig, was man sich frids und rechtens halben entschlossen. Zum andern, den obersten belangendt, gefelt uns, das man ksl. Mt. dye ernenten fursten und grafen anzeige und daneben ir Mt. heimhestelle [sic!] des obristen halben etc.

    Cöln: Frid und recht belangt, daß mans den stenden anzeige. Item, das die ernenten obristen ksl. Mt. anzuzeigen und ir Mt. heimgestelt werde, daraus einen zu wehlen. Auch das gelt belangend, wil der weitgesessenen nott erfordern, daß ir gelt hirher gebracht werde und also in die schrift gestelt werde, und khunt inwendig eins monats schwerlich beschehen. So gefelt und wie sie gemelt, daß die nahend gesessen in 10 tagen oder ehr das irige ausrichteten.

    Pfaltz: Lest in gefalln, das ksl. Mt., den obristen zu weln, heimgestelt wurde, wie vor davon geratschlagt, und keiner genent wurde.

    Brandenb[urg]: 1. Frid und recht, wann man sich der nottl vergleicht, daß solichs den stenden anzuzeigen. 2. Den obristen zu nennen oder nit, sonder besser solts sein, daß es bei dem vorigen ratschlag bliebe. 3. Des gelts halben, lassen in gefallen. 4. Es wer unnot, einen auschus zu verordnen.

    Maintz: 1. Frid und recht, daß inen dasselbig anzeigt werde. Wo das erste concept inen sol furgehalten werden, so ist es schon fertig, desgleichen des ander, wie es von Trier bedacht. 2. Den obristen, wie Brandenburg und Pfaltz. 3. Das [sic!] gelts halben lassen in der stende mainung gefallen.

    Trier: Ob beiderlei mainung solten oder allein das mehrer angezeigt solt werden, lassen wir uns gefallen, daß beide mainung ubergeben werden.

    Cöln: Wir achten, das des mehrer teil ubergeben werde, wie breuchlich, und sagen noch, daß wir nicht wissen, was in der substantz streittig sol sein, khunnens auch nit erachten.

    ŠPfaltz: Lests auch bei dem aldten brauch bleiben, daß des mehrer teil anzeigt werde. Hat aber jemants zu protestiren, der mag es offentlich thun. Achten aber, das ander wer fuglichen.

    Brandenb[urg]: Will auch, daß des mehrer anzeigt werde. Wer sich aber hat zu entschuldigen bei ksl. Mt., der mugs thuen.

    Maintz: Wo schon das mehrer schließe, so solten wir auch das unser den stenden neben der mehrern mainung anzeigen. Den befelh haben wir, achten auch, es sei vor mehr geschehen.

    Trier: Wo es alders herbrachter brauch were, den beschlus des mehrern anzuzeigen, liessen sie es dabei bleiben, wo sie solchs brauchs bericht wurden, wo aber nit, wolten sie ir mainung auch anzeigen lassen.

    Cöln: Achtet, es sei der brauch, das mehrer anzeigen.

    Pfaltz: Wie Cöln, doch sols im nit entgegen sein, daß hierin in der churfursten ratt auch daneben der andern mainung anzeigt wurde.

    Brandenb[urg]: Lest es bei dem mehrern auch bleiben. Es were auch der churfursten hoste dignitet, die sie haben, und were breuchlich, auch wie sie einen babst weleten.

    Maintzs: Wir haben euere meinung von dem mehrern anzuzeigen vernumen. Nu haben wir den bevelh als diner, auch unser mainung beineben den stenden anzuzeigen, derhalben begern wir, aufs furderlichst zwene zu unserm g[nedigsten] herr cardinal zu schicken und zu erkhunden, was uns hierin zu thun.

    Darauf hat man in, solchs baldt zu thun, vergundt.

    Maintz widerumb: Sie haben in bevelh entpfangen, daß in nit solt abgeschnitten werden, das irige auch anzuzeigen. Doch dieweil sie das mehrer beschlossen und doch pfaltzgrevischen zugelassen, zu protestiren daneben, so begerten sie auch irer notturft halben, dasselbig inen vergunt zu werden, das sie ire notturft wie billich bey ksl. Mt. mugen anzeigen und protestiren, was sie gesinnet gewesen. Desgleichen moge auch ein ander thun, dem es vonnötten.

    Hie sein widerumb die stend furgefodert und der churfursten erklerung, das mehrer, den verordenten der fursten und stende anzeigt worden und begeret, mit ihnen sich zu vergleichen. Und hat nach verlesung des concepts Meintz ir mainung und beschwerung noch notturf auch anzeigt und protestirt, daß die abschied ausgelassen und die ursachen etc., und weitter bei ksl. Mt. auch ir notturft anzuzeigen. Und haben begert, solche protestation zu verzeichnen und zu registriren.

    Uberdiß ist auch der churfursten ratschlag und beschlus den verordenten anzeigt, die eilendt turkhenhulf berurend. Item, begert ist worden, was sich die fursten und stend des frids und anstandts verglichen, anzuzeigen. Den haubtman und obristen belangen, das uf ein zedl die namen der benenten aufzeichenet wurden und ksl. [Mt.] ubergeben, daraus einen zu wehlen.

    Hierauf die verordenten anzeigt: 1. Das der ksl. Mt. ubergebene schrift etlich vil artickl, under welchen auch der frid und recht belangen, und begern Šdie fursten und stend, sich morgen darauf zu bedenken und iren entlichen beschlus in ein schrift zu fassen, und das man ubermorgen umb 7 ur wolle wider heraufkhomen, so wollen sie irn beschlus ubergeben. 2. Die eilend turkhenhilf belangend, daß man morgen umb 7 ur wider zusamenkheme.

    Darauf die churfursten solchs bewilligt, allein haben ir, der churfursten, schrift wider gefordert, frid und recht betrefendt, dieweil auch in der ksl. Mt. schrift [Nr. 184] solchen puncten vermeldt.

    Mitwoch, den 13. Julij.

    [Stellungnahme des Fürstenrates:]

    Der ungehorsamen stend halben haben die stend ein bedenken und begerten, das wort (frey) auszulassen. Den fridstand belangen, sein 2 artickl. Dieweil ksl. Mt. schrift uberantwort worden ist, so möcht mans dieweil lassen anstehen und mit drey worten melden, dann man kunt sunst den puncten nit erledigen. Das gelt aufzubringen belangen bey den stenden, ist zu bedenken, daß sich die pottschaften von irer herrn wegen nit wol khundten verschreiben. Und solt das gelt erst in 3 monat erlegt wern, wer es zu lange, sonder das des gelt von den nehern in 8 oder 14 tagen zu Passaw und Augspurg erlecht wurde und das ander gelt zu ehsten ufbracht wurde. Item, da steht ‚in der kgl. Mt. landen‘, sol stehen: ‚in ober- und niderosterreichischen landen‘. Und das sich kgl. Mt. wolde ercklern, wer dieselbigen wern, die in ober- und niderosterreichischen landen begutt, dann es wur [sic!] sonst bei den fursten und stenden vil protestirens machen und etwo ungeverlich bei zehen personen schon wern, die protestirn wurden. Und dieweil die eilend hilf klein were, geben sie den churfursten zu bedenken, ob es von so vil protestirens werdt were.

    Trier: Die ungehorsamen belangen, wie die stend begern, die wort (alders herkhomen) solten ausbleiben aus erzelten ursachen, lassen wir uns gefalln, das sie ausbleiben. Fridstands halben ist uns auch nit zuwider. Anschleg, das ein comination hinzugethon were, wer uns wol nit entgegen, aber deucht unser [sic!] besser sein, daß es in den abschid gesetzt wurde. Der heubtleut halben, das sy ernent und ksl. und kgl. Mt. heihemgestelt [sic!] werden, lassen wir uns gefallen, dieweil sy gebruder. Wie sy aber die declaration wölln und verstehn von ober- und niderosterreichischen landen, gehet uns nit vil ahn und lossen uns gefallen, wie sie es bedenken.

    Cöln: Die ringerung der anschleg, dieweil sie in allen abschieden gemelt, lassen wir uns den puncten gefallen. Die erlegung des gelts wolten wir gern, das es biß uf 2 monat geschehe, dieweil unser g[nedigster] herr weit gesessen, doch zweivelt uns nit, wen unser g[nedigster] herr bericht der sachen haben wirt, so werde solch erlegung zum furderlichsten geschehen. Die ercklerung der doppeler hulf von wegen ober- und niderosterreichischen landen lassen wir uns gefalln, das es geschehe, doch das sie nicht von wegen aller stende durchaus begert werde, wie auch Trier der mainung ist.

    Pfaltz: Den fridlichen anstand belangen, das man zu entschuldigen furwendet, man wer im werkh gewesen und hetten etlich schon sich entschlossen, Šsonder anderer sachen halben wer die handlung bei seitten gelegt worden. Sovil den obristen betrift, gefelt uns noch, daß keiner ernent, sonder ksl. Mt. heimgestelt werde. Die ober- und niderosterreichischen, sehe uns vor gut an, daß sie uf den augspurgischen abschied gezogen wurden, so wern sie der sachen schon eins. Wer aber beschwer hette, wur [sic!] es wol anzeigen, und gehet des nur die stande an, damit wurde die ganze reichshulf geleistet werden.

    Brandenb[urg]: Möcht wol leiden, das die wort bliben stehn, die es von alders nicht gegeben. Das gelt belangen, gefelt uns der stende mainung un[d] das der ander kreiß in zwei monaten das gelt erlegte, der erste kreiß, frenkischen und schwebischen, das sie ir gebur legen in monatsfristen. Und man muße die nott, so vor augen, ansehen, das es zum furderlichsten gelegt und nit uf 3 monat aufzogen wurde. Die dopplhulf belangen, verstehn wirs also wie alweg, das etlich fursten des reichs auch in osterreichischen landen gutter haben und die wern derhalben mit einer doppl belagt, mussen erstlich die reichsanlag geben, darnach auch der gutter halben, so sie in Osterreich haben. Und were des gleichwol ein ungleicheit, derhalben auch den stenden heimzustellen, sich zu declariren und ir notturft furzuwenden.

    Maintzs: Das wort (befreidt) auszulassen, sey wir eins. Und das wort (so von alders her haben gegeben) anzuhengen, achten wir, es möge auch wol ausbleiben. Die ringerung der ansleg, das die comination angehengt werde, lassen wir uns gefallen. Die erlegung gelts, daß die ufs ehist gefurdert werde, erfordert die hohe notturft. Des haubtmans halben, gefelt uns, wie gemeiniklich davon geredt, daß niemants benent und daß ksl. und kgl. Mt. werde heimgestelt. Die begert ko[nigliche] declaration, daß die von fursten und stenden möcht begert werden. Aber daß die stende sagen, wo kgl. Mt. sich nit erklerten, gedechten sie, die hilf innenzuhalten, deucht uns nit gutt sein.

    Der churfursten antwort, den fursten und stenden gegeben: Daß des wort (freiheit) ausbleib. Bey dem fridstand, daß man dieselbe sachen wolle weitter beratschlagen, das Kff., Ff. und stende sich darin etwas beratschlagt und entschlossen. Dieweil aber kgl. Mt. uber diß noch ein schrift ubergeben, sich darin weitter erklert, so wolle man sich weitter daruber beratschlagen, und das man sich daneben also entschuldiget, warumb ksl. und kgl. Mt. bisher kein antwort noch hette gegeben mugen werden von frid und recht. Auch daß die ringerung der ansleg die comination [het]. Des haubtmans halben, daß es ksl. und kgl. Mt. heimgestelt werde. Den letzten puncten betreffend, wie doben beratschlagt.

    Der verordenten fursten und stende einpringen: Von wegen des gelts, dieweil der artickl nit erleuttert worden, wissen sie nit, was man sich entlich entschlossen. Dergleichen die haubtleut belangen, daß daneben anzeigt wurde, wie die stende [pfennig]meister und kriegret gesinnet wern zu benennen irer gelegenheit nach. Item, was den augspurgischen [abschied] belangen, gehet derselb nur die niderosterreichischen land an und nit die oberosterreichischen und hat itzt ein andere gstalt, dan es zuvor am augspurgischen reichstag gehabt.

    ŠTrier: Lest in der verordenten mainung in den ersten 2 puncten gefalln. Die erleutterung aber sol in irem namen gesetzt werden.

    Cöln: Sie hetten verstanden, die gantz erlegung in 2 monaten zu erlegen und darnach das ander in eim monat, sovil es vonnotten. Gefe[l]t in auch der stende mainung, wo es den andern gefiel. Und daß in, den [pfennig]meister zu welen, freistunde.

    Pfaltz: wie Cöln.

    Brandenb[urg]: Wil auch mit den stenden einig sein neben der andern churfursten retthe, auch die dopplhulf belangen. Eins ist uns zugefallen: Es ist in der key[serlichen] cantzley versehen worden in ausschreibung diß reichstags, daß nicht alle stende verschriben sein. Nu mocht sichs etwas verlengern, ehe dann der abschied diß tags an sie keme. Derhalben weren dieselben stende zu verstendigen, das sie sich zu geburlicher anlag wusten zu schicken. Denn Sachsen ist geschriben, daß er sich mit den protestirenden stenden wolle verfugen. Nu haben ir vil nit wolln ufs Sachsen, sonder uf key[serlich] erfordern erscheinen.

    Maintz: Ist mit den andern eins.

    Uf Dornstag post Margerethae, 14. Julij, mane hora 7.

    Ist geratschlagt worden uf ksl. Mt. schriften [Nr. 135] und vergleichung mit b[ebstlicher] Hlt. legaten der religion halben.

    Trier: 1. Danck zu sagen, daß ksl. Mt. kein vleis an ir erwinden lassen. 2. Ksl. Mt. wer nit mit langen schriften ufgehalden wurde [sic!], sonder man solde zum furderlichsten antwort geben. 3. Das ksl. Mt. das concilium wolle furdern, das auch solch ksl. Mt. erbietten zu dankh angenomen wurde. Das man auch des zwispalts copei hette, damit, wenn die potentaten oder gelerten ufs concilium geschikt werden, daß sie sich dorin ersehen khundten. Daß bebstliche Hlt. auch bei dem concilio were oder ire gesanten und solch concilium nit allein in der potentaten gwalt stunde. Die drei wege, die ksl. Mt. furstelt, lassen wir uns gefallen, sonderlich den dritten. Das man die resolution ksl. Mt. und b[ebstlicher] Hlt. biß auf ein concilium annehme und das alle artickl, von den colloquenten disputirt, verglichen und unverglichen, biß uf ein concilium oder national oder andern reichstag geschoben wurden.

    Frid und recht belangen, lassen wirs bleiben, wie wir zuvor unser mainung erkleret. Die visitation, wie ksl. Mt. meldt, lassen wir uns gefalln, das uber ½ oder gantz oder 2 jar die visitation ghalten und furgenomen werde, khundt nicht schaden. So sein sie urbuttig, von ir g[nedigsten] herrn weg[en] die halbe underhaltung zu geben. Item, das der nurnbergisch fridstand wol gestelt, wollen auch hirin ksl. Mt. kein maß geben. Das auch die restitution angeregt werde. Das man die underthanen andern fursten und herrn nicht abpracticirt. Man spricht itzt alles, was man angreift, es sei religionsachen, derhalben zu begern, daß ksl. [Mt.] decidirt und erleutterung thet, wos [sic!] religionsachen oder nit, und solchs neben kgl. Mt. Der druckerei halben lassen wir uns auch ksl. Mt. bedenken gefallen und, daß es mit gutten, dapfern worten und strafen verbotten Šwerde. Die beharrlich hulf belangen, wer ksl. Mt. zu bitten, daß die potentaten ire hulf neben der unsern thetten, sonst wers uns nit zu erschwingen. Das man auch mit den grossen potentaten, Kg. in Franckhreich und Engelandt, mochte, sonst haben wir mit den Turckhen nicht zu handln. Mit der muntz, das man ein insehen thette und pollicei und recht hanthabte, das stunde ksl. Mt. und allen fursten zu.

    Cöln: Vor den vleiß, ksl. Mt. in der religionsachen gehabt, zu dankhen. Die turkenhulf belangen, das man deste furderlich zum abschied handelte. Daß die misbreuch möchten abgestelt werden, gefelt uns b[ebstlicher] Hlt. iuditium und approbatio und ksl. Mt. auch sei zu danken. Die ander schrift uf die communication belangt, thut ksl. [Mt.] ein declaration, wie dise zeity ein abschied were zu nehmen biß uf kunftige zeit. Und solte nicht die religionsachen uf kunftige zeit wider in stritt getzogen werden, derhalben itzt ein zurichtung uf kunftige zeit in der religionsachen sol gemacht und gestelt werden, zum wenigsten biß zu einem concilio oder andern vergleichung, die ordenlicher weiß sein möcht. Es were auch nit zu disputirn, wie es b[ebstlicher] Hlt. legat in seiner schrift nennet, dieweil ksl. Mt. declaration thut. Die verglichung der artickl under den colloquenten ließ im ir g[nedigster] herre gefallen, das sie auch ir reformation zu Coln gemeß18, und wolten, daß sie also mochten von den protestirenden erhalten wern [sic!] bei und mit dem verstandt, wie im colloquio davon geredt. Wolten auch, daß die artickl beder teil möchten angenomen werden. Damit möchte grossem unrat und irthum kunftiger zeit vorkhomen werden und daß die religion von neuen nit in streit gezogen wurde. Wurde auch dienen zu einem gemeinen friden und vergleichung des camergerichts. Sovil belangt das concilium etc., sagen wir, das alweg uf reichstagen ein generalconcilium sol der beste weg sein, wie auch trierisch gesagt. Und were ksl. [Mt.] dafur zu danken irs erbiettens. Und das in deutscher nation an einem gelegen platz und statt gehalten wurde. Wo aber das concilium nit gehalten mocht werden, so achten wir, daß ksl. Mt. mainung sei, die verglichen artickl dieweil bis uf ein generalconcilium zu halten. Verstehen nit von eim national, und were zu begern, daß ksl. Mt. sich deklarirt hierinnen. Gefelt uns auch weitter, ein reichstag zu halten der religionsachen halben, und daß ksl. Mt. eigner person wolde dabei erscheinen. Den artikl vom druckhe betreffend, achten wir wol bedacht. Es wil ein itlicher im die freiheit vorbehalten zu schreiben wie zu predigen, und musten die protestirenden diese artickl auch annehmen, biß uf ein concilium nichts neues zu schreiben, und mit ernst darauf wurde gehalten.

    Frid und recht betreffen, hat man fur davon geret und, wie derselbig ratschlag verglichen, lassen wirs dabei bleiben. Und sey solcher punct von ksl. Mt. Šdeclarirt weiter und gefelt uns sonderlich, sovil das camergericht und entwerung berurt, das auch dem camergericht von allen stenden gehorsam geleist wurde und die restitution furgenomen wurde. Wo aber etwas hin were und die restitution unmuglich were, daß ksl. Mt. wolde uf mitl und wege bedacht sein, die entwerdten zufride zu stellen. Die underhaltung des camergerichts gefelt uns und, daß ksl. Mt. wurde gebeten, den halben teil zu bewilligen, und das ander halbe teil unsere g[nedigsten] herrn bewilligten. Die visitation will am camergericht nit geliden werden, es sei dann die besoldung zuvor beschehen.

    Item, die muntz zu bedenken, ist hoch vonnotten, wie auch Trier davon geredt, und daß solche handlung uf nechstem kunftigem reichstag zu Speyr oder, wo es nun ist, werde furgenomen. Die eylendt turkenhulf were auch zum beschlus zu beratschlagen und zu furdern und die anschlege, wie die euere kfl. Gn., Gn. und G. furnemen, lassen wir uns gefallen. Von der beharrlichen hulf, das die zum furderlicht [sic!] beratschlagt und gefurdert werde, damit man ksl. Mt. mit antwort wuste zu begegnen.

    Pfaltz: Dancksagung ksl. Mt. zu thun. Die verglichen puncten zu halden bis uf ein concilium, die unverglichen puncten zu vergleichen, darumb ksl. Mt. zu bitten, und, wo das nit sein möchte, ksl. Mt. zu bitten uf ein generalconcilium oder, wo das nit sein möcht, umb ein andern reichstag zu bitten. Die neuen druckhe und bucher zu verbietten biß uf ein concilium etc., sonderlich die bucher, so schmechwort haben, und das man inquirit und nachforschet und straffte. Den fridstand, hat ksl. Mt. sich erbotten, ein declaration zu thun, daß man wuste, was religionsachen oder nit. Sonst daß das camergericht bleibe bei ir ordnung, gefelt uns, doch mit der visitation, wie davon geredt. Underhalt des camergerichts, ist es zu zeitten von ksl. Mt. gar, zu zeitten halb, zu zeitten auch von churfursten dergleichen underhalten. Gefiel uns aber, daß ksl. Mt. gebetten wurde, die halbe underhaltung zu bewilligen. Item, daß die alte belonung 400 fl. bestimbt wurde. Die vorig ersteigerung ist geschehen, dieweil die bezalung vor ungewiß geachtet. Von der eilendten hilf wie Trier, also auch von der beharrlichen hulf und muntz etc.

    Brandenburg: Dancksagung vor ksl. Mt. gehabten vleiß, vor erbietten, daß ksl. Mt. eigner person khen Rom ziehen und das concilium furdern willens. Von frid und recht, das ein kurtze entschuldigung geschehe von wegen des verzugs der antwort, ksl. Mt. langsam ubergeben.

    Item, der religion halben, daß man die verglichen artickl bis uf ein concilium gehalten und diß auch zu vermeiden der neuen irthumen und das dierin auch nit zu weit geschritten wurde. Daß ksl. Mt. gebeten wurde umb ein general liberum concilium, in deutschen landen zu halten, oder ja umb ein national, wo das auch nit, je umb ein neuen reichstag ir Mt. ersucht wurde. Das die 3 artikl zusamengezogen und ksl. Mt. dafur gedankt und das die verglichen artikl der ursachen auch gehalten, damit ja etwas disen reichstag ausgericht und dermassen das gemeine volkh zufriden gestelt werde. Es were auch zum furderlichsten das gemeine volkh zufriden zu stellen, das freistunde, Šdas sacrament des altars under beiden gestalt zu brauchen, und die prohibition abgethon wurde, und wer zu hoffen, b[ebstlicher] Hlt. legat wur [sic!] solchs nit sehr wegern. So vil von der religion.

    Und das vom druckh gefiel ir kfl. [Gn.], wie andere davon geredt. Den nurnbergischen fridstand ließ man gefallen und desgleichen die restitution. Das camergericht, gefelt ir kfl. Gn., daß iderman daran mocht gleicheit widerfarn. Die visitation belangen, hette man wol etwas zuwider und beschwerlichs, woltens aber itzt nit specificirt haben und itzt nit vil anfechten bis zur andern zeit.

    Von der beharrenden hulf sei der fornembst artikl und wol zu bewegen aus vorstehender nott. Von zuthuen der grossen potentaten hulf gefelt in, das die annaten wider den Turken gebraucht wurden und der b[ebstlichen]Hlt. legaten, das irige auch zu beharrlicher hulf thun wolle, zu ersuchen. Die andern artickl, muntz und pollicei lassen in gefallen und sein vor zum teil in andern abschieden gehandelt, in ihnen schir der merher teil abgeholfen, wer auch nu darzu zu thun, denselben puncten gar abzuhelfen. Die geringerung der anslege sei nit itzt zu handlen, sonder sol uf ein andern reichstag geschoben werden.

    Maintzs: Dancksagung zu thun ksl. Mt. und on weittern ufzug zur sachen zu greifen und entlich sich zu declarirn, worauf ein ider bleiben wolle. Und befinden allerlei missbreuch, welche nit fuglicher dann durch ein frei concilium mochten abgeschaft werden. Item, danckh pro procuratione concilii loco conveniente. Item, bebstliche Hlt. in eigner person oder legaten zu erscheinen, damit deste furderliche misbreuch abgestelt wurden. National oder neuer reichstag, placet, und ksl. Mt., in eigner person dabei sein, zu bitten. Sein auch gneigt, bei dem heiligen, christlichen glauben und gewonlichen ceremonien, bei den abschiden und conciliis zu bleiben. Versehen sich auch, daß alle fursten, so den augspurgischen abschid besigelt und ratificirn [sic!] haben, werden halten, wie furstlich und recht ist. Das man die verglichen puncten nicht anzunehmen habe, erzelt ursachen, dieweil etliche wort wider den brauch der kirchen und vetter, und were in ein ander ordnung und gestalt zu stellen, welchs ein verlengerung mocht bringen. So sein auch die geringern artickl nit verglichen. Und vom sacrament des leibs und bluts Christi ist noch nit verglichen, von behaltung und anbetten. Das auch alle artickl, so gehandelt, sollen biß uf ein kunftig concilium solten reservirt werden, welchs baldt gehalten sol werden.

    Frid und recht, wie vormals und, daß des camergericht gehalten werde wie zu Augsburg und hie beschlossen und geordent und das die visitation auch furgenomen werde, wie dieselb uf des reichs abschiden geordnet und bevolhen. Der nurnbergisch fridstand, placet, allein das man wissen muste, welche darin begriffen sein solln, dieweil die protestirenden allerlei leut darein gezogen. Die practiken, ander ir underthan zu verbuntnuß zu ziehen, zu verbietten. Item, zu besehen, was religionsachen oder nit am camergericht. Item, dieweil ksl. Mt. bevielt, das die kgl. Mt. thun sol, das bedacht wurde, das die protestirenden, so noch den röm. könig nicht vor ein röm. könig halten, verglichen wurden Šund kgl. Mt. die declaration deste fuglicher bei menigklich thuen khundte. Die schmechdruckhe zu verbietten mit ernster straf, placet.

    Die eilend turkenhulf, wie eur antwort gegeben, dabei lassen wirs beruhen. Von der beharrlichen hulf zu ratschlagen und die zu furdern, placet. Die muntz belangend, ist ein tag khen Speyr verlegt und haben sollen kgl. Mt. verordenten auch dahin khomen19, sein aber nit khomen, und ist derhalben nichts gehandelt. Nu ist es itzt uf disem reichstag zu lang damit geharret, derhalben zum furderlichsten uf nechst kunftigem reichstag davon zu handlen.

    Trier: Man wer der beratschlagten artickl fast eins. Allein der verglichenen artickl halben, ob die anzunehmen biß ufs concilium oder nicht. Und achten wir nit anzunehmen das, so von etlichen als den colloquenten disputirt, es sei dann erkant von den unsern und bewogen und der christlichen kirchen gemeß. Und wo mans je wolt annehmen biß uf ein concilium, so wil unser notturft erfordern, solche artickl den unsern anzuzeigen, die zu ersehen und bewilligen. Wo aber diß nicht khundt sein, wollen wir hiemit protestirt haben, wissen auch dieselben artickl nit anzunehmen.

    Cöln: Daß ksl. Mt. meldt, die verglichen artickl biß uf ein concilium zu halten, verstehn wir also nicht, daß etwas neues zu statuirn, sonder soferre die artikl bei dem rechten verstand bleiben und biß uf ein concilium gehalten werden, wissen wir nicht darkegen zu sein. Nu ists nit on, das, wie Meintzs gesagt, das etliche artickl nit verglichen, aber das etlich irthum und neurung in den verglichen artikl sein soln, weiß Gropper nicht, muste es auch bericht werden, solde er davon weitter reden. Und man ist auch diß verglichen mit den protestirenden, daß die 3 partes in der puß post iustificationem sollen bleiben, allein de satisfactione ist man nicht gar einig. So verneme ich de articulo sacramenti, dass Meintz zzu kurtz–z bericht, dann man ist fast gantz einig. Allein de voce ‚tran[s]substantiatione‘ ist ein streit gewest und sol das wort allein in die schule geschoben werden, aber des heubtsstuckh de adoratione und usu ist mans eins. De applicatione missae ist auch allein etlicher maß strittig gewest. Man hette auch verhoft, wen weitter daruber gessessen were, daß nohend zusamengerukt wer worden. De enumeratione haben die protestirenden zugeben, daß sie salubris, aber necessaria wolln sie nit20. Satisfactio expiatoria sei in der kirchen praeter Christi satisfactionem in cruce. Poligamiam, digamiam improbirn die protestirenden auch un[d]aa seins einig. Item, de veneratione sanctorum geben sie zu. De invocatione sanctorum khonnen sie nit annehmen. De disciplina ist Šman auch einig. De caelibatu sacerdotum sein sie strittig. Ich sag nochmals, das wir fast einig gewesen, und mocht wol von Meintz bericht werden, wo etwas irrigs bewilligt. Und kann das beweist haben mit Pfgf. Friderich, Granuel etc. Das Dr. Eckhe ist gewest bei 20 artickln fast die verglichen, hat auch helfen darin schreiben und handln.

    Pfaltz: Die artickl, so verglichen von colloquenten, befinden wir, das ksl. Mt. und b[ebstlichen] legaten mainung sei, das dieselben bis uf ein concilium gehalten werden, und lassens uns gefallen. Item, daß ksl. Mt. ein einsehen haben wolt der schriften halben, so bisher ausgangen, das under denselben angetasten fursten und stenden ein austrag geschehe. Die andern artickl lassen wir uns gefalln, wie vor davon geredt.

    Brandenb[urg]: Was die religion betrift, ist etwo ein zwispalt, doch schleust das mehrer teil, das die verglichenen artickl von beiden teiln angenomen werden biß uf ein concilium oder andere ordenliche vergleichunge, und ist kfl. Gn. damit zufriden und mit dem mehrern einig. Ist auch on not, weitter davon zu disputirn, dann man ists einig gewesen, das sich die Kff, Ff. und stend solten ersehen uber dem, das der bebstlich legat mit ksl. Mt. sich comunicirt und resolvirt hette, und were zeit genug gewest, sich zu ersehen heruber und beratschlagen, und man wuste nit, was es fur ein ansehen haben wurde, wo man solche verglichene artickl wolde zuruckhschieben und den handel verneuen und zu widerholen. Derhalben, wie vom mehrern geschlossen, wer der handel zu verzeichen und ufs papir zu bringen.

    Maintz: Haben gehort, worauf man gedecht zu schlissen und bleiben. Sye lassens aber bei kraft irs bevelch bleiben und begerten, an iren g[nedigsten] herrn solchen beschlus zu gelangen. Was alsdann ir kfl. Gn. gesinnet sein wurde, wolten sie wider referirn und anzeigen nach essens umb 2 ur.

    Nach essens umb 2 ur.

    Hat Maintz widerumb ir relation furbracht und irs g[nedigsten] herrn entlich mainung anzeigt: Des concilium etc. stafflsweiß belangen, ist sein kfl. Gn. mit e[uch] eins. Das aber die verglichen artickl solten biß uf ein concilium vor gutt gehalten werden, das ist ir kfl. Gn. nicht anzunehmen aus heut ertzelten ursachen. So aber die ksl. Mt. und der bebstliche legat sich uber den verglichen artickln resolvirten und schlössen, das solche anzunehmen, so hette es ein andere mainung. Nu ist solchs nit geschehn. Derhalben wolln ir kfl. Gn. solchs nichts zu statuten und zu halten annehmen. So truege solche annehmung kein frucht, dieweil sie der christlichen kirchen, den vetern anzunehmen entgegen. Oder were ja solche annemung zu uberflus, wenn solche artickl vorhin von der christlichen kirchen und den vetern angenomen und approbirt weren. Und wolln sein kfl. [Gn.], das zuvor solche verglichen articel von christlichen, verstendigen personen weitter examinirt wurden und biß uf ein concilium ufgeschoben werden. Wo aber des von e[uch] nicht erlangt möcht werden, so wollen wir hiemit offentlich protestirt haben, solche artickl nit anzunehmen, und schliessen mit Trier.

    Š15. Julij.

    Von der beharrlichen turckenhulf.

    Dieweil dises nicht ein religionsachen und alle Kff., Ff. und gemeine stende des reichs belangen, so sehe man fur gut an, das des Kf. von Sachsen retth und gesanten auch bei disem ratschlag weren und nicht davon ausgeschlossen sein. Zum andern, dieweil diß ein hochwichtiger, grosser handel, der in allen reichstagen ereget, so wer gutt, das in anfang dises ratschlags die churfursten personlich dabei weren, damit man sehe, was man thuen khonne und möge und wie man dasselbig thuen solle und wolle.

    Nach solchem ist das concept der beratschlagten antwort uf ksl. Mt. jungsten schriftlichen furtrag [Nr. 135] zur furderung des abschieds verlesen worden. Und darauf, wie volgt, widerumbab geratschlagt.

    Trierischer: Es wern etliche wort zu corrigirn, damit man die schrift nit gantz umbkhere, wolln uns sonst das concept lassen gefalln. Das sich die colloquenten verglichen, achten wir, daß die colloquenten nicht gleich sein, und befindens also, derhalben sol es nit gesetzt werden, dann auch unser zugethaner theologus, wo wirs annehmen, uns bey unserm g[nedigsten] herren verklagen wil, und derhalben haben wir uns auch nechten mit einer protestation vernemen lassen. So befinden wir nit, daß ksl. Mt. gantze mainung sei, daß man solche verglichen artickl sol anehmen, sondern ir Mt. hats ratsweiß gestelt, obs gut wer, solche anzunehmen. Item, der scholaster hat gsagt, daß die artickl so tunkl sein, daß man sie nit verstehe, an die colloquenten sein dann dabei, derhalben sie uns nit antzunemen. Item, von der restitution sagt man wol, das man nicht mehr nehmen sol, aber, was genumen ist, davon wirt wenig gedacht, derhalben ein wenig mit eim wort solt angeregt werden. Item, von syndicat, daß auch mit eim wort angeregt wurde, doch nit dergestalt, als hetten wirs erst uf disem reichstag angefangen, sonder daß es auch vor also breuchlich.

    Cöln: Acht, daß das concept dem gesterigen ratschlag gemeß.

    Pfaltz: Bei dem concilium oder national steht das wortlin ‚ordenlich‘, welchs ein disputation möcht gebern. Admonitus est a secretario pertinere hoc ad nationale, non ad concilium, et fuit contentus. Von den buntnißen, das die protestirenden keinen sollen darein nehmen, ist von beiden teiln zu vergleichen, dann ist es einem teil billich, so ists dem andern recht. Was das wörtlin ‚verglichen‘, ist allain verstanden, was sembtlich verglichen in allen worten. Dann was nit verglichen, sein alle wort annotirt worden. Und möcht der trierisch theologus bei dem Gropper sich aller vergleichung ersuchen und erholen.

    Brand[enburg]: Von der protestirenden buntnuß wissen sie auch nit, daß gestern davon geratschlagt. Und dieweil ir kfl. Gn. zu Frankfort in dem handl gewest, das solchs den protestirenden allein nit verbotten kann werden, dieweil es dem andern teil billich sein sol, in ire bundtniß zu nehmen andere, darumb so Šsolten solch wort ausgelassen werden. Item, do der augspurgisch abschid scharf gemelt, wo man nit khunt ein linderung, acnemlich sovil den ein jeder bewilligt und angenumen hat-ac, zulassen, so wolten ir kfl. [Gn.] irer vorigen protestation allweg anhengig sein.

    Maintz: Die religion betreffend haben wir gestern ursachen anzeigt, warumb sein kfl. Gn. solche puncten nit khunnen annehmen, dann es ist entweder uberflussig oder nicht nutz, dann ist es vor von der christlichen kirchen angenomen, so durfen wirs nit von neuen annehmen. Ists aber nit vor angenomen, so khunnen wirs itzt auch nit annehmen, dann es unutz, addieweil sie von denen, so solchs nit macht gehabt, angenomen weren-ad. Und dieweil in der schrift steht, was vor punct uf eim concili solten gehandelt werden, ist unsers erachtens unnotig, dieweil es ein frei concilium sein soll, daß man wolle furschreiben, welche artickl man wolle halten.

    Das syndicat, achten sie, werde das camergericht nicht leiden, sei auch schwer und schir unmuglich zu finden, doch lassen sie in disen puncten gefallen und wollen diß einig sein mit den andern.

    Nochmals ist den verordenten von fursten und stenden relation geschehen aeund schriftlich ubergeben-ae, was uf jungst ksl. Mt. schrift in der churfursten rath durch das mehrer geschlossen [Nr. 146]. Und hat Meintz ir protestation angezogen und, das sie die angezogen verglichen artickl bey irem werdt und unwerdt lassen bleiben. Trier hat auch angezeigt ir mainung und, wie sie nicht anderst vernomen, dann das von den colloquenten nichts verglichen und bebstlicher [legat] noch ksl. Mt. nicht resolution geschehen, die verglichen artickl anzunehmen bis uf ein concilium, und hat hiemit Trier protestirt, solche artickl also nicht zu verwilligen oder anzunehmen. Darnach ist auch der fursten und stende beschlus erfordert und in schrift den churfursten uberantwort worden. Aber do mans offentlich abzucopeien angefangen, habens die fursten und stendt wider zu sich genomen uf weittern bescheidt.

    16. Julij post prandium hora [terti]a.

    Seint der gulichischen retth und gesanten ubergebene schriften und supplication [Nr. 231] verlesen worden. Nach disem seint die verordenten der fursten und stende in der churfursten ratt furgelassen. Das haben sie furbracht, was sich die fursten und stende uf der churfursten beschlus und ubergebene schriften bedacht, und ursachen anzeigt, warumb sie im puncten der religion mit den churfursten nicht gleich entschlossen, und zu verstehen geben, das sie noch auf der schrift, so sie ubergeben, verharren, sovil den artickl betrift. Desgleichen haben sie von fridstandt ir bedenken anzeigt mit den anhengen des fridstands, wie die ire ubergebene schrift helt, darauf sie sich auch referirt.

    ŠNachmals sein zwene fursten von stenden, Hg. Ludwig von Bayrn und der Bf. von Speyr, furkhumen und haben solche anzeig than: Erstlich wer ir fstl. Gn. ein beschwerung, daß sich die churfursten getrenet in dem puncten der religion. Ist der fursten von stenden bitt und ersuchen, wolln die religionsachen bedenken. 1. In bedenkung, daß der ksl. Mt. gemut nit anderst verstanden werden mög, dann daß ksl. Mt. die verglichen artickl nit zu halten angenomen hat. 2. Khunen sich auch nit erinnern, daß der b[ebstliche] legat willens oder zu gestaten gedenke, die artickl anzunehmen. 3. Derhalben ir bitt were, man wolle sich in der sachen nit trennen, sonder, sovil muglich, Kff., Ff. und stende sich vergleichen.

    Brandenburgk: Wiewol sie vil ungereimter artickl in der fursten und stend schrift befinden, sonderlich do man den haganawischen abschied anzieht, so wollen sie doch solche artikel nit groß anfechten. Und es wurde also der handl zu lang aufgezogen, derhalben sie bedechten, bei der vorigen schrift und antwort mit Coln und Pfaltz zu bleiben, und begerten, solche ksl. [Mt.] zuzustellen, sonderlich dieweil ksl. Mt. noch heut angeregt und antwort begert.

    Maintz: Dieweil sie gehort haben, was die andern churfursten beschlossen, befinden sie, daß die vergleichung schwerlich sein wolte, und irem g[nedigsten] herrn diese trennung beschwerlich sey. Doch wolten sie bei voriger irer mainung aus vorigen verzelten ursachen beharren, und das zweifache schriften der churfursten und der andern fursten ksl. Mt. ubergeben wurden.

    Wie man die schrift ubergeben solle.

    Ist verbliben und vereinigt, das der churfursten schrift, des mehrer teils mainung [Nr. 146, Nr. 147], ubergeben werde, wer aber sein noturft weitter und daneben affur ksl. Mt.-af anzuzeigen und zu protestirn hat, der mög es thun. Hierauf ist der fursten und stende verordenten ein antwort gegeben gleichmessig vorgehendem rattschlag und beschlus. So haben die verordenten widerumb darauf relation gethan, was sich die fursten entlich entschlossen und warauf sie entlich verbleiben, nemblich bei irer ubergebenen schrift [Nr. 149] und wolln solche ksl. Mt. also ubergeben neben Meintz und Trier.

    Sontag nach Margarethae, 17. Julij.

    Haben die stett ersucht und gebetten, das in [= ihnen] der churfursten beschlussliche, entliche antwort, uf ksl. Mt. jungste schriften [Nr. 135], zum abschied diß reichstags furderlich, gegeben, verleßen und zu bedenken gegeben wurde. Und ist von allen churfursten und der abwesenden potschaften einhellig geschlossen, wiewol in alden, hergebrachten reichsbreuchen kein neuerung zu machen, so möchte man, doch altem brauch unabbruchlich, ihnen, den stetten, solche der churfursten schriftliche antwort einmal oder zwier verleßen und sie darauf sich lassen kurtzlich bedenken und ir antwort geben, doch nichtsdesteminder, sie vergleichen sich mit den churfursten oder nit, sol man fortfaren und ksl. Mt. der churfursten schriftlich antwort zum furderlichsten Šzustellen, dann die stette haben doch kein stimme, mussens auch bei der churfursten und fursten rattschlag und beschlus alder, herbrachter gewonheit und reichsbrauch nach bleiben und beruhen lassen. Und ist also die schrift den stetten verlesen worden.

    Antwort der stett: Erstlich achten die stett, es wolt nit der aldte brauch und herkhommen sein, das sie, die stett, was die churfursten und fursten in so hochwichtigen, schweren sachen beschlissen, also annehmen musten. Derhalben sie underthenigklich nochmals beten, der schriftlichen antwort copei inen zuzustellen, das sie sich nach notturft darauf bedenken und beratschlagen möchten. Alsdann, was inen anzunehmen, wolten sie sich gern vergleichen. Wo ihnen aber die schrift der churfursten [Nr. 146, Nr. 147] nit vergunst, so wolten sie irer notturft nach ir beschwerung und antwort [Nr. 150] ksl. Mt. sonderlich furbringen, sofern die churfursten fortfaren wurden und ire schrift ksl. Mt. also zustelln. Darauf sich die churfursten widerumb entschlossen, das mans bei dem aldten reichsbrauch und herkhomen bleiben ließ und mit der schrift fortfure, dieselbe ksl. Mt. zuestellete, die stett theten gleich, wie sie wolten.

    Montag, 18. Julij.

    Frag, ob man von der beharrlichen turkenhulf oder von der gulchischen sachen erstlich rattschlagen oder handln wolle. Und ist in der umbfrag beschlossen, das die beharrliche hulf am ersten vor die hand zu nehmen sei, dieweil diß ein sachen, darumb auch diser reichstag ausgeschrieben, und daran hoch und vil gelegen. Darnach solte man auch auf die gulchische sachen bedacht sein und furnemblich die petition allein verlesen und beratschlagen.

    Trierischer: Sehen vor gutt an, das ein ausschus verordent wurd von solchen leutten, die von kriegsleuften etwas besser und mehr wusten dann sie. Doch achteten sie auch, das zur beharrlichen hulf dienlich und furderlich sein solt, daß man anreget, uf ein concilium zu halten, denn dadurch möchten etliche christliche potentaten herzubracht werden, die den Turcken hulfen an etlichen orten angreiffen. So solt solchs auch der eilenden turkenhulf furtreglich sein, wenn die 18 chur- und fursten zusamenkhemen und thetten21, dann man khundte die eilende hilf im fall der nott doppln und drippln etc.

    Cöln: Daß dises ein treflicher, hochwichtiger artickl, der die protestirenden als wol als uns belangt, derhalben die sechsische potschaft nit abzusondern, sonder dazu erfordert wurden, ehe dann man anfieng, davon zu handln. Wo man aber woldte nichtsdesteweniger etwas davon handlen in absonderung der andern, so wolten sie sich auch geburlich davon lassen vernemen.

    Pfaltz: Concordat mit Cöln.

    Brandenburg: Ist auch einer mainung mit Cöln und Pfaltz, daß die sachsischen dazu zu erfordern und nit abzusondern. Wo man aber je in absonderung Šderselben wol davon reden, wiewol es zu verlengerung der zeit gelanget und nichte damit vil ausgericht werde, so wollen sie sich doch aller gebur lassen weitter davon vernehmen lassen.

    Maintz: Lesset ihm auch nit entgegen sein, dieweil diß kein religionsachen und die protestirenden auch angehet, das man sie dartzu erforderet und das man ein gewisse zeit ernennet, wann man von der gulchischen sachen handln wolt.

    Nochmals ist solcher beschlus den sechsischen anzeigt worden. Aber sie haben sich selbs abgesondert, von der beharrlichen hulf zu handln, es were dann ein bestendiger, warhaftiger frid und gleichmessig recht im reich zuvor aufgericht, welche der religionsachen also anhengig, daß sie nit wol davon gescheiden werden khunnen. So wern auch vil gwaltige stet, die zum reich wol nit eingeleibt noch reichsstett sein, doch dieweil sie gemeines fridens auch geniessen und sich freuen, so solten solche auch zu der werhaftigen turkenhulf gezogen werden.

    Hierauf die churfursten und der abwesenden pottschaft beschlossen, gleichwol von einer beharrlichen hilf etwas zu ratschlagen und reden, und hat Brandenburg diese nachvolgende puncten zu beratschlagen vor gut angesehen: 1. Erstlich, das zu rattschlagen, ob man wolle eine beharrliche hulf willigen. 2. Wie starckh dieselbe hulf sein solt. 3. Wie solche last ufbracht und das gelt erlegt werden möcht. 4. Wie auch etliche potentaten möchten ersucht und herzugezogen werden, doch das sich des reich zuvor einer beharrlichen hulf hette entschlossen und nicht uf ir hulfe sich verließ. 5. Das zu practicirn, damit andere potentaten und leut als Persien, Tartarn etc. dem Turken uf den hals zu schicken und etliche barbari zum christlichen glauben mit einer kriegshulf vom Turckhen zu erledigen und zu bringen. Es ist aber weitterer rattschlag hierauf bis nach mittag ufgeschoben. Und dieweil von der gulchischen sachen etwas bedacht, wie volgt.

    Trierischer: Das erstlich die guttigkeit furgenomen wurde. Wo die nit statthette, das alsdann das recht gebraucht und mit der thadt furgenomen wurde. Und ksl. Mt. handelt hierin nit als ein keyser, wiewol das keyserthum an der person hienge, sonder handelt als ein hertzog privatim. Und dieweil noch von der sequestration nichts gemelt, so sei on not, itzt davon zu rattschlagen.

    Cöln: Sie hetten ksl. Mt. gerechtikeit zum furstenthum Julch und Zutphan im druckh entpfangen und ersehen darin, ksl. Mt. dasselbigen hertzogthums sich mit rechte anzumassen vermeine22. Sie hetten auch der gulchischen rett supplication [Nr. 231] ersehen, daraus sie nu befinden, das die gegeneinander in schriften streitten. Und dieweil ksl. Mt. der churfursten ratth hierin begert, so were der ksl. Mt. solcher ratschlag anzuzeigen: Dieweil ksl. Mt. alleweg hette Šdie mittl und wege in allen sachen gesucht, die zu frid und rue des hl. reichs gelangt, derhalben noch ir Mt. wolde dahin handln, das solcher handl fridlich und sunlich mocht hingelegt werden. Das sollichs die churfursten vor rattsam ansehe und das ksl. Mt. solche verhorer und commissari verordente, die auch dem Gulicher nit weren zu verschlahen, die solche sachen guttlich hinlegten. Wo aber solche guttig verhor nit mocht statthaben oder die sachen erortern, so muste ein geburlich recht und urteil ergehen lassen, darinnen sich auch alle churfursten irer gebur wol wurden wissen zu verhalden. Solchs soll ksl. Mt. rattsweiß zu antwort gegeben werden.

    Pfaltz: Wiewol die Sachsen auch solten bei sollicher sachen sein, doch dieweil ir dieweil wolt davon reden, wolten sie auch das ire darzu sagen. Und lest inen Pfaltz der cölnischen und trierischen mainung gefalln, daß furnemblich ein guttliche handlung wurde furgenomen wurde. Wo aber solche nit statthaben solte, so muste man das geburlich recht ergehn lassen, darin sich Kff., Ff. und reichsstende wol geburlich wurden wissen zu erzeigen. Und solt solliche mainung mit bessern, fueglichern, lindern und geschickter worten gestelt werden, denn es von inen in sollicher eille itzund erzelet, das ksl. Mt. nicht offendirt wurde.

    Brandenb[urg]: Wiewol sie nit vil in der sachen zu handlen oder ratschlagen wusten, so liessen sie inen doch der pfeltzischen mainung gefallen, das man sollichen span ksl. Mt. mit dem julichischen nit gern gehort. Und was fur gefahr und hinderniß solche sachen anderm furnehmen und sonderlich der turkenhulf im reich bringen wurde, kundt sein ksl. Mt. ermessen. Und solte erstlich ksl. Mt., ein gutliche handlung furzunehmen, zu bitten sein. Wo solchs nit statthette, das das ordenliche rechten, darauf sich dan Gulich erbiet, vorgenomen wurde. So wurden die Kff., Ff. und stende in solchem und in ordenlicher un[d] geburlicher execution wol geburlich wissen zu halten.

    Meintz: Lest inen gemeine und enge aller der andern mainung gefallen. Und solte solcher rattschlag in ein schrift gestellt werden.

    18. Julij noch essens.

    Hat der sechsische cantzler auch in der churfursten ratt im heutigen rattschlag von der gulchischen sachen gefallen lassen und mit geschlossen.

    Zum andern hat gedachter sechsischer cantzler im auch von seins g[nedigsten] herrn wegen lassen gefalln, das von einer beharrlichen hulf wider den Turkhen geradtschlagt wurde, und sich auch erbotten, alles darneben zu thun, was irn g[nedigsten] herrn geburlich zu thun, allein das die zween puncten frid und recht bedacht und zuvor verglichen werden, damit man wisse, wie man beieinander sitze, und versehen sich, es soldte unsern Kff., Ff. und stenden auch nit zugegen sei.

    Darnach hat Maintz von irs g[nedigsten] herrn wegen relation gethan und iren bevelhe angezeigt, sich [i]n den rattschlag von der beharrlichen turckhenhulf, wie heut morgen davon geredt, einzulassen, und mit und neben den andern zum besten bedacht sein.

    ŠTrier: Ließ inen heutigen pfaltzgrevischen rattschlag lassen gefallen. Sie wusten denselben auch nit zu verbessern.

    Cöln: Das teutsche nation von irer hochen, unvermeidlichen notturft wegen muste datzu thun, ob gleich sonst niemandt aus andern potentaten dazu thette. Aber dieweil dise last der beharrlichen hulf deutscher nation allein zu schwehr, wolten sie zuvor hören, wie hierin dem zu thun und was deutscher nation vermugen, und solte solchs von kgl. Mt. als die des am besten verstendig erfragt werden, so wolt Cöln alsdann das ire auch thun.

    Pfaltz: Es ist alles vorhin beratschlagt zu Augspurgk, was die anzal zu roß und fueß etc. So muste man zuvor wissen, was Ungern, Osterreich, Crabaten etc. thuen wolln. Item, was ksl. Mt. von wegen ir erblandt und die stette, so aller freiheit, frids und rechtens des reichs genissen, dazu thun wolten. Item, wo, wie und wenn man den feindt wolt angreiffen. So declarirn sie sich, das sie heut vom concilio gesagt, und gefiel in noch, das, wenn ein concili gehalten wurde, das von solcher beharrlichen hulf angeregt und gehandelt wurde. Und ist nit ir mainung, daß man solche beharrliche hulfe wolle lassen anstehn bis uf ein concilium. Auch daß man die andern christlichen potentaten sol ersuchen, dann ob sie gleich zuvor nichts thun wolln, so sein doch gleichwol die gemutter und willn der menschen wandelbar und möchten villeicht nu etlich bewilligen zu hulfen.

    Brand[enburg]: Wie sie heut sich erbotten uf den punct, ob man helfen wolle, so erbietten sie sich noch, irer gebur nach alles billiches treulich, vleissig zu thun. Wie aber solchs zu thun möcht sein und das etliche potentaten darzu ersucht wurden, lassen sie ihnen auch gefalln, das davon geratschlagt werde. Und sehen auch vor gutt an, das man die aldten ratschleg darzu ersehe.

    Maintz: Wolle gern mit und neben den andern Kff., Ff. und stenden des reichs helfen ratschlagen. Doch dieweil diß ein hochwichtige, grosse sachen, so sein wol darinnen vonnötten, zuvoran zu bedenken, ob man die beharrliche hulf wolle willigen, alsdann wie und wie starkh man khune helfen und wye dieselbige hulf ufbracht möge werden. Und erbeut sich Maintz zu willigen, soferre die last tregliche. Das aber etlich potentaten ersucht nachmals wurden, lassen in auch gefalln. Und letzlich, das man die aldten ratschlege auch besichtigte, fur handt neme und bedechte.

    Trier: Wie man sich in alten augspurgischen etc. rattschlegen ersehen, so were die beharrlich hulf schon bewilligt und zugesagt23. Nu were derhalben dieselbe zu leisten, und solt ksl. Mt. ersucht werden, wie dieselbig geleistet wurde. Darnach were zu beratschlagen, wie man thun wolt und solt. Item, das durch die 5 chur- und fursten, die dazu verordent sein, die 18 chur- und fursten verschriben und erfordert wurden, auch das irige zu thun.

    ŠCöln: Sie horn, daß die frag sei, ob man gemeint sei, zu helfen oder nit. So wer dan leichtlich zu antworten, dann sie wusten, was zu Augspurg gewilligt und beschlossen. Dasselbe wissen sie nit zu trennen, und woll sich ir g[nedigster] herr mit seiner geburlichen hulf auch nit absondern. Das zu beratschlagen, wie die hulf, so zu Augspurg gewilligt, 3 jar lang fruchtbarlich ins werkh zu bringen. Darauf wer ksl. Mt. zu ersuchen, und wolten sie gern andere davon hören reden.

    Pfaltz: Lest ihnen den augspurgischen rattschlag in aller massen gefalln und daß ksl. Mt. auch ersucht wurde, das sich ir Mt. erkleret, wie ir Mt. zu Augspurg gewilligt. Dann es wer nit muglich, daß itzt beschlossen khunde werden.

    Brandenb[urg]: Lest in auch den augspurgischen abschid und ratschlag hierin gefalln, allein das ksl. Mt. eroffnet, wie es hiemit gemeinet.

    Dinstag, den 19. Julij.

    Es sein die julchischen retth gebeten von Kff., Ff. und stenden, das sie wolten von den 2 puncten abstehen, nemblich da sie die abschrift ksl. Mt. rechtens begern, agdamit die ksl. Mt. mit solcher ersuchung nit mehr exacerbirt-ag, und zum andern, das sie nit weitleuftig dagegen antwort und widerlegung furnehmen. Nu haben julichische rett begert, das mans in der maintzischen cantzlei wolle verzeichen und registrirn, das sie sollichs begert hetten, damit sollichs irm g[nedigen] herrn kein moram bringen möcht, aber daß sie aus beweglichen ursachen davon abgestanden.

    Den 20. Julij hat man von der beharrlichen hulf auf die gestelte nötel geratschlagt und in der umbfrag beschlossen, das dieselbige notl den vorigen rattschlegen nit ungemeß gestelt, und habens in alle churfursten und der abwesenden potschaften sembtlich lassen gefalln, allein das etliche wort geendert, hinzugesetzt und ausgelassen wurden. 1. Und erstlich im dritten §, das zu disen worten ‚nit abgewendt‘ das wort ‚entlich‘ gesetzt wurde und das diese eilende turkenhilf nicht so gar gering geschetzt wurde. 2. Was den puncten belangend, das auch andere potentaten ersucht wurden, lassen sie inen ingemein gefallen, das es ksl. Mt. heimgestelt werde, ob man solche potentaten allein schriftlich oder durch legaten ersuchen solte, doch das mehrer teil achtet vor besser, das es durch legation geschehe, soferre ksl. Mt. solchs furschlagen wurde. Allein Cöln hat vor gut angesehen, das sie, gemelte potentaten, durch schrift ersucht wurden, in ansehen, das dem reich vil uncost auf solche legationes gehen wurde. 3. In dem artickl, wo nun solliche beharrliche hulf etc., zu disen worten: ‚wie sollichs gemeiner christenheit und sonderlich deutscher nation, welcher die fursteend sorg und gefehrlicheit nunmehr am nechsten‘ etc. solte man hinzusetzen: ‚Wo Öffen, do Got vor sei, vom Turcken erorbert [sic!] und das kunigreich Ungern eingenomen, das alsdan die sorg und geferrlicheit deutscher nation am nechsten‘, der ursachen, das nit ksl. Mt. auf solche wort die teütsche nation sonderlich und furnemblich zu der beharrlichen hulfe drunge, dieweil auch noch andere nation mit dem Turckhen zu thun und zu schaffen hetten.

    ŠNach disem ist der frei- und reichsstett schrift und replicken [Nr. 212] uf der Kff., Ff. und stend supplication verlesen wurden und beratschlagt.

    Trierisch: Das man sich nit weit mit den stetten in dieser handlung einließe. Item, das in nit zugelassen werde, uf dem lande schatzung anzuschlagen, dieweil man ihnen schetzung genug in den stetten gebe fur kraut und ander zugemuß etc.

    Cöln: Das man uf der vorigen entschuldigung bliebe, welche dann von ksl. Mt. hergeflossen. So wuste man den alten brauch wol, ob die stett eine stim im reich gehabt oder nit, und solte solchem altem herkhomen nicht zuwider furgenomen werden. Das si aber begern, ire burger und ingesessen mit schatzung anzuschlagen, liesse Coln sich bedunken, das solcher punct nochmal wurde angeregt und daß es bliebe, wie es in der schrift, die ksl. Mt. zum ersten ubergeben, gestet [sic!]. Und solte unbillich sein, dieweil die am landt von iren fursten und adel vorhin geschetzt und angeschlagen werden, noch von stetten auch zum andermal und also zwifach angeschlagen und geschetzt solten werden.

    Pfaltz: Lest in auch gefallen, das man sich nit weit mit den steten in disputation begeben solte. Und die anschleg der gutter belangend, lassen sie es auch bei der vorigen ubergebenen schrift und beredung laß [sic!] bleiben.

    Brandenb[urg]: Concordat mit Pfaltz per omnia.

    Maintz: Dieweil die andern alle eynhellig geschlossen, lassen ihnen auch solchen beschlus gefalln und endern nichts.

    Sontag post Magdalenae, 24. Julij.

    Rattschlag der churfursten uf ksl. Mt. jungste schrift [Nr. 152], den abschied belangend.

    Trier: 1. Ksl. Mt. danck zu sagen. 2. Das das kunftig concilium in deutschen landen gehalten. 3. Das nit allein die geistlichen, sonder auch die weltlichen reformirt wurden und die reformation nit allein bey ksl. Mt., sonder auch b[ebstlicher]Hlt. furgenomen. 4. Den nurnbergischen fridstand belangen, lassen in gefallen, allein daß ksl. Mt. declarirt, was religionsachen, was nit. Und das ein versehung geschehe deren, so das iren beraubt sein, darumb wer ksl. Mt. zu bitten. Item, das man ein zeit bestimbt und anzeiget, wenn die commissari geordnet sollen werden, daß es nit blibe anstehen biß ad calendas graecas. Und wenn ksl. Mt. etwo die comissari nicht ordnet, daß nichtsdestoweniger die spolirten ihres wider erlangen möchten. Den augspurgischen abschid belangen, placet. Item, der schmechbucher druckh zu verbietten. Das man sol zum abschid greifen, placet. Item, die andern puncten lassen ihn auch gefallen.

    Cöln: Do aber stehet, daß der artikl der strittig religion halben nit muglich gewesen, etwas entlichs zu vergleichen, das were inen treulich leid und billich zu beklagen. Und stehen gemelte wort fast also, sam nit muglich, auf einem reichs[tag] in sachen der religion etwas zu entlicher vergleichung zu bringen, und volgt doch hernach, wo [in?] kunftigem concilio nicht[s] möchte erhalten wern [sic!], wolte man widerumb uf einem reichstag in der religion handlen. Ist derhalben schir unsers erachten ein contrarietet, welche wir doch nit hoch Šanfechten wollen, allein zu bedenken gegeben haben. Und were darumb nit zu verhoffen, weil itzt nichts hat mögen ausgericht werden in der religionsachen, daß alsdann auch nichts werde entlichs entschlossen mogen werden. Die reformation lassen ihnen gefallen und versehen sich, ir g[nedigster] herre wer sich darin wol wissen zu halden. Daß der nurnbergische fridstand bleiben sol etc., lassen in gefallen, allein sie wolten gern, daß diser artickl dem landtfridah gleichmessig wurde gestelt, biß auf ein concilium solchen fridstandt zu bleiben. Item, die wort ‚sovil sie noch in der possession sein‘ die möchten unsers bedenken außbleiben, damit nit ein missverstandt daraus ervolgte. Die suspension belangen, wissen sye der ksl. Mt. gemut nit wol zu widerstreitten. Dem camergericht sein lauf zu lassen, placet. Mit dem termin Michaelis, wo der zu kurtz wer, möchte man denselben erlengern. Der artickl, den druckh beruren, lassen ihnen gefallen, also daß keyn schmachschrift werde ausgehen zu lassen. Aber wo etwo ein solche schrift were ausgangen, so sehe sie vor gut an, daß man mocht ein notturftige defension darauf lassen ausgehn. Und wer beschwerlich, wann man hierin einem, der angetast were, die hand zu schliessen. Derhalben mochte ein milterung zugelassen werden, doch auf anderer verbesserung.

    Pfaltz: Das des verheissen concilium in Germania gehalden. Was aber kunftigen reichstag belangen, befinden wir, daß es in andern abschiden solchs auch gemelt und doch nichts ervolgt in vergleichung der religion. Derhalben were ksl. Mt. und bebstliche Hlt. zu bitten, das, wo nit ein concilium mocht erhaldten werden, daß auf solchem kunftigen reichstag etwas mochte geschlossen werden in vergleichung der religion, und solte solches b[ebstliche] Hlt. deste mehr bewegen, ein concilium zu halten. Das aber die verglichen artickl von den protestirenden sollen gehalten werden und daruber nit schreitten und von unserm teil solten sie nit vor gut gehalten werden, geben wir zu bedenken. Wir mochten zwar wol leiden, daß sie auch von uns biß uf ein concilium vor gut gehalten wurden. Den augspurgischen abschid belangen, khunen wir nit bewilligen, das der von uns weitter angenomen, dan soferre unser g[nedigster] herr denselben bewilligt und angenomen. Sofer er in aber nit bewilligt, wollen wir in auch nit bewilligen.

    Brandenb[urg]: Wiewol sie gern sehen, daß di verglichen artikl wurden angenomen, dieweil aber andere churfursten und ksl. Mt. dovon geratschlagt und abgestanden, lassen sie inen nu auch gefalln. Und were ksl. Mt. dankh zu sagen vor gehabte muhe und vleiß und weitteres erbutten. Aber sie befinden vom concilio nit, daß es in deutschen landen gehalten, derhalben solchs hinzuzusetzen were. Item, das der fridstand biß uf ein concilium und einen reichstag erhalten wurde. Item, ir kfl. Gn. woldten sich erbotten haben, noch irem anteil das camergericht helfen zu underhalten, damit daß ksl. Mt. solcher last und uncosten entladen wurde, doch das on underschied religionis und weltlich person ans camergericht zugelassen wurden. Wider den augspurgischen abschid, dieweil sie Šdenselben nie gewilligt noch angenomen, derhalben sie itzt widerumb dawider protestirt haben wollen. Und dieweil sie verhoffen, daß solche protestation in der mainzischen canzlei verzeichnet und registrirt sei, wollen sie itzt davon nit weitter anregen. Der punct (sovil sie noch in possession) liess ihn gefalln, das ksl. Mt. wort, wie dieselben bedacht von ksl. Mt., stehen blieben, dieweil ksl. Mt. dieselbenai nicht on ursach also bedacht und gesetzt.

    Was die beharrend hulf belangen, lassen ihn gefallen. Und wo man ja noch disen reichstag sich wolle entschliessen, so wollen ir kfl. Gn. ire retthe mit voller macht und bevelich hie lassen, sich darin zu entschlissen, dann ir kfl. Gn. selbs eigner person nit lenger alhie verharren mugen und gereit iren abschied erlangt und entlich uf kunftigen Dinstag [1541 Juli 26] furgenomen.

    Maintz: Daß ksl. Mt. danckh gesagt werde etc. Item, daß der colloquenten handlung biß uf ein concilium oder ein reichstag geschoben werde, lassen sie ihnen gefallen und daß der abschied darauf gestelt werde. Auch sehe sie vor gut an, daß ksl. Mt. ein gewisse zeit bestimbte, das, wen das concilium nit in eim jar, 2 oder 3 oder, wenns nu wer, nit gehalten mocht werden, das man wuste, wenn solcher reichstag, so sein ksl. Mt. bewilligt, gehalten solle werden. Das aber das concilium in Germania gehalten solle werden, wissen sie b[ebstlicher]Hlt. nit maß zu geben, doch, wo b[ebstliche]Hlt. nit personlich kundte solch concilium oder reichstag besuchen, das sie doch legat[en]schiket mit voller macht, gwalt und bevelh. Die reformation lass ihnen gefallen. Sovil die geistlichen, die noch in der possession sein, diese wort wölln sie nit wider die restitution verstehen, sonder daß die geistlichen bei iren renten und gulten unverhindert bleiben sollen, sonst wolten sie lieber, daß solche clausel aussen blibe. Die suspension belangen, achten sie, es solte hochbeschwerlich sein denselben, so des irigen entsetzt und am camergericht urteil erlangt. So were es auch allen andern reichsabschiden zuentgegen, derhalb sie nit wisten, ksl. Mt. solchs zu ratten, sonder wolten vilmehr ir Mt. bitten, das ausser der religionsachen den entwendten, entsetzten das ire wider restituirt werde und das declarirt wurde, was religion- und glaubenssachen oder nit, und daß in temperalsachen dem camergericht sein straker lauf gelassen werde. Die besoldung und underhalt der personen were ksl. Mt. zu bitten, daß sie den halben teil der underhaltung noch wolten geben, dieweil solch recht ir Mt. zu erhaltung ir autoritet langt. Die uberigen artickl, ringerung der anschlege, muntz etc. lassen sie ihnen gefallen.

    Trier: Wissen nichts zu endern. Lassen ins gefallen, wie si vor davon geredt haben, allein der puncten nemblich, sofer die geistlichen in der possession, daß der außblib.

    Cölln: Lest in gefallen, daß ein gewisse zeit des kunftigen reichstag benent werde von ksl. Mt., wie Meintz davon geredt. Die suspension belangen, wo ksl. Mt. wolte ein ercklerung thun, liessen in auch gefallen. In andern artikeln schliessen sie mit den andern.

    ŠPfaltz: Daß b[ebstliche] Hlt. solte ein legaten schickhen mit gnugsamem gwalt, liessen in auch gefallen. Mit der suspension, wenn ksl. Mt. mochte die wege finden, daß es fuglich geschehe, placet. Den landfridt, fridstandt, reformation, muntz, geringerung der anschlege lassen in auch wie vor gefallen.

    Brandenb[urg]: Das der b[ebstliche] legat mit voller macht uf kunftigem reichstag erschine, gefiel ihnen, daß man solchs alles ksl. Mt. heimstellet, dieweil die personlich wil denselben besuchen, darumb ir Mt. hierin kein maß gestelt werden sol. Bei den renten und gulten, deren die geistlichen itzt in posseß, diese wort wollen sie nit anfechten, wolten auch, daß sie bliben, wie sy ksl. Mt. gestellt. Desgleichen die suspension betreffen, wollen hierin ksl. Mt. kein maß gestelt haben. Wollen auch die restitution furzunemen nit hindern, dieweil ir kfl. Gn. niemandt das seinig genomen.

    Hierauf Maintz aigner person gesagt und anzeigt: Es weren etliche artickl mit eydespflichten ajuf die heilligen evangelia-aj von ksl., kgl. Mtt. und den churfursten, so dieselbige zeit bei leben gewest, angenomen und bewilligt, darunder diser nit der geringst ist, daß man wolle frid und ein gleichmessig recht im hl. reich erhalten, dem armen als dem reichen et e contrario. Und solte man nun disen puncten, soferre die geistlichen noch in der possession etc., also stehn lassen und bewilligen, so wurde man erstlich ksl. Mt. ursach geben, wider die angenomen artickl zu handlen. Und man wurde auch den spolirten, entwerten, entsetzten ir recht hiemit benomen haben, das irige widerzufordern, deß sie doch kein macht nit hetten. Derhalben wolten sye allein di gesanten der churfursten erinnert haben, daß sy wusten, was ire herrn und churfursten angenomen hetten und dawider nicht thetten. Solchs were zu bedenken.

    Darauf Trier: Lest es bei Maintz mainung bleiben.

    Cöln: Daß der artickl, den Maintz anzeigt, hochlich zu bedenken und daß doch gleichwol ksl. Mt. iren artikl also gestelt. Wie aber dem, achten sie, es mochte demselben artikl eines oder zweier wege geholfen werden. Erstlich durch geordente comissari, die uf ein bestimbte zeit sollten geordent werden, und das man guttliche handlung furneme. Wo aber solchs nit möchte sein, das man alsdan declarirt, was religionsachen oder nit, und daß in temperalsachen das recht sein furgang habe. Aber man khundte wol ermessen, daß ksl. Mt. grosse ursach gehabt, disen artikel also zu stellen, nemblich damit frid im hl. reiche erhaldten wurde. Darumb solte billich inter duo mala minus eligirt werden. Diß wollen sie ander churfursten und gesandten zu bedenken geben.

    Pfaltz: Lest in auch colnischer rett mainung gefallen, daß under zweien ubel das geringer zu erwehlen und daß ksl. Mt. grosser ursachen halben diese wort also gestelt, nemblich daß frid im hl. recht [sic!] stetz blibe. Und di suspension wusten sie auch nit besser davon zu reden, dann wie ksl. Mt. gethon. Kundte aber ir Mt. andere mittl finden, das were inen nit allein nit entgegen, sonder wolten es wol so gern leiden als die andern.

    ŠBrandenb[urg]: Die restitution belangen, achteten sie, das nit zu frid im reich gelangen wurde, wo man so straks uf die restitution dringen wolte. Und wiewol etliche paction furgewendt mochten werden, so wern doch dieselben paction nit anders zu verstehn, dann daß frid und rue im hl. reich erhalten werde. Derhalben wollen ir kfl. Gn. bei irem vorigen ratschlag bleiben, wüsten auch den artikl nit anders, dann wie er von ksl. Mt. gestelt, zu verbessern.

    Maintz eigner person: Sie hetten ir anzeige gutter mainung gethan, wusten sie es aber besser, so wolten sie es besser anzeigen. Nu hetten sie sich entschloßen, bei irer vorigen mainung zu bleiben, und wider ir pflicht wern sie nit gesinnet zu thun. Blieben derhalben mit Trier bei einer mainung und wisten nit zu willigen, das den armen geistlichen das ire mit gwalt genomen werde.

    Trier: Achteten, das ksl. Mt. ein underscheidt in der suspension machen solten, was religionsachen oder nit.

    Cölln: Es wern allerlei beschwern in dem artikl der restitution befunden, doch were ir mainung, daß ksl. Mt. die suspension thun sol causa concordiae, das etliche commissarii geordent wurden, die freuntliche, sunliche, gutliche handlung furnehmen, und das mans ufe [sic!] ein sichere, gwisse zeit stellet, akdaß so lang am camergericht solle geruht werden, biß man sehe, das die sachen mochten erledigt werden-ak. Das auch ksl. [Mt.] angesucht werde, ein declaration zu thun, was religionsachen oder nit, placet.

    Pfaltz: Verstehen den punct der restitution auch nit anders, dann Coln declarirt. Das auch ein gut mittl were, comissarios zu verordnen und gutlichen handl furzunehmen der gutter halben, so entwehret, das sye di entwerten mochten widerbekhomen. Mochten auch leiden, daß ksl. [Mt.] declaration thet, was religionsachen oder nit.

    Brand[enburg]: Verstehet es auch also, daß di geistlichen bei den gutter[n] und gulten bleiben solten, di sy itzt in possession hetten, welche gutter und gulten aber entwehret, daruber wolleal ksl. Mt.am comissari ordnen und freuntlichen, gutlichen handl furzunehmenan, domit di entwehrten das irige widerbekhomen mogen24. Derhalben wer ksl. Mt. ihres achtens hierin khein maß zu stellen. Wolte man aber solche declaration diß puncts halben hintzuthun, liessen si ihns gefalln.

    Maintz: Ließ es bei voriger mainung, sovil den artikl der suspension belangen, khundte auch aus beweglichen, vil vorgemelten ursachen nit disen punct bewilligen.

    ŠUnd ist entlich geschloßen, das es also, wie es beratschlagt, dises puncts halben das mehrer werde anzeigt. Wer sich aber etwas weitters zu beklagen hette, der wurde dasselbig wol wissen zu melden und furzubringen.

    Hierauf ist solcher gantzer ratschlag von artickl zu artickl den verordenten der fursten und stendt anzeigt worden.

    Und haben nachmals hochgemelte fursten und stende durch ire verordenten auch ir antwort und beschlus schriftlich ubergeben lassen in der churfursten ratt, welche auch alsbalt verlesen. Auch haben die fursten und stend einer mainung sich verglichen, die beharrlich hulf belangen, welche die verordenten in der churfursten ratt schriftlich ubergeben [Nr. 201].

    Uff Montag, diei [sic!] Jacobj et Christophorj [1541 Juli 25].

    Ist der Kff., Ff. und stende rattschlag [Nr. 155]uf der ksl. Mt. resolution des abschids verlesen worden und fast einhellig von den churfursten und der abwesenden pottschaften approbirt worden, wie er gestelt.

    Nachmals hat Meintz personlich anzeigt, das ir kfl. Gn. vom röm. könig so vil verstanden, daß ksl. Mt. ehe wurde das camergericht fallen lassen, dann den halben teil der underhaltung bewilligen. Darauf haben die churfursten in der umbfrag sich entschlossen, das camergericht 3 jar selbs zu underhalten, doch daß es bei der alten besoldung bliebe.

    Von der beharrlichen hulf. Montags, ipso die Jacobj, 25. Julij.

    Trier: Liessen ihn gefalln, das man bei vorigem der churfursten ratschlag [Nr. 201] bliebe, und befinden, daß die fursten und stend vil in irm bedenken [Nr. 202] haben gestelt, das nicht im augspurgischen abschied begriffen.

    Cöln: Achten, daß beide begrif der churfursten und fursten nit sehr widereinander streitten noch einander ungemeß solln [sic!]. Der zug auf Ungern in der fursten bedenken dunkt sie zu gering und zu schwach. Und doch were ihres achten deutscher nation auch beschwerlich etwas mehr aufzubringen dann 20.000 zu fuß und 4.000 zu roß. Derhalben auch were bei kgl. Mt. zu suchen, wie solcher zug gesterkt möcht werden und wie etliche christliche potentaten möchten herzugezogen werden.

    Pfaltz: Achten auch, das der vorige der churfursten ratschlag nit zu verbessern und der fursten ratschlag were der sachen in vil weg verhinderlich, sonderlich dieweil man nit weiß, was ksl. Mt. und der Kg. von Poln und ander potentaten sich vergleichen und was sie thuen wölln. So khundte man zu Nurberg nichts nit ratschlagen, dieweil die churfursten nit mochten wissen, was sich di potentaten verglichen und was si thun wollen, derhalben auch di churfursten iren legaten nicht khundten nit statlichen und satten bevelh geben, was sie entlich thun solln, derhalben auch ein jetlicher gesandter wur [sic!] sagen, er wolte sich erstlich bey seinem herrn satt befragen, was zu thun. Und daß zum ersten solte dem obristen und kriegsretthen di sachen heimgestelt werden, achten wir nit vor gutt, dieweil diselben nur gern sehen, daß der krieg lang wehret.

    Brandenburgkh: [Be]fenden, das di schrift der fursten dem vorigen der churfursten ratschlag nit sehr zuentgegen, auch der sachen nicht verhinderlich, Šsonder furtreglich sei, derhalben sie inen diselbig gefalln lassen. Allein den obristen belangen und di kriegsreth, diweil diselben gern möchten villeicht sehen, daß der krieg lang wehret, sehen si vor gut an, daß ein gwisse zeit, nemblich auf drei jar were zu benenen. Im fahl aber, daß man sehe, daß solche hulf weiter erschisslich sein wolte, solt sie weitter furgenomen und erstreckt werden. Die summa aber und di zeit in der fursten schrift ist gar dem augspurgischen ratschlag gemeß. Und gefiel inen, daß der handl röm. kgl. Mt. aufgelegt wurde, mit Pöln und Walachen etc. zu handlen. Und das solt am furderlichsten sein, dann, will man erst uf andere weitter resolution der andern potentaten harren, werts zu lang weren. So legt man der ksl. Mt. nichts uf, sonder man bit si allein. Und diweil beide, röm. ksl. und kgl. Mt., alhie personlich aound di reichsstend alle versamlet-ao, wer deste furderlich mit inen zu handlen. Und achten derhalben wie vor, das, wenn man diese 2 ratschleg zusamenhelt und conferirt, sollen si einander nit ungemeß sein. Soch [sic!] achten sie auch, daß dise sache nit solte biß uf ein concilium geschoben werden, es were sonst zu lang, und je furderlicher man datzu thette, je besser es were. Und dieweil zuvor hievon gnugsam geredt, wolln sie solchs nit vereiffern. So gefelt ihn letzlich, daß beide hulf zu wasser und landt zugleich und nit eine ehr dann die ander angehn, wie auch di cölnischen davon geredt.

    Maintzs: Befinden auch, daß der fursten schrift nit sehr ungemeß vorigem der churfursten ratschlag, allein mit wenig zusetzen. Den obristen belangen, wolten sie sich also vergleichen, daß man hinzusetzte, drei jar lang solche beharrliche hulf furzunehmen etc., wie andere davon geret. Wo das also beschee, so were man der sachen eins. Item, daß auch durch di ksl. [Mt.] mit dem Sophi25 gehandlt wurde. Sonst wisten sie nichts in derselben schrift zu streitten. Allein wolten sie, das man bedecht, der anschleg halben furderlichst zu ratschlagen und sich zu entschlissen, damit dem Turken ufs erst widerstandt gethan und das christliche blut errettet wurde. In den andern puncten wusten sie nichts, das inenap misfiele, und woltens mit den andern also eins sein.

    Hierauf sein dye verordenten von fursten und stenden widerumb furgelassen und haben dieselben anzeigt, daß ihnen die artikl aqund beratschlagte antwort-aq [Nr. 155] auf der ksl. Mt. abschiedliche resolution allenthalben biß auf den artikel der suspension gefiele.

    Ratschlag darauf:

    Trier: Lest ihnen gefalln, sich mit den fursten und stenden zu vergleichen der suspension halben. Was aber di beharrlich hulf belangen, bleiben sie bei dem, wie di pfaltzgrevischen davon gesagt.

    ŠCöln: Sovil den artikl der suspension berurt, wolten sie gern, daß derselbig also bliebe, wie er aus beweglichen ursachen gestelt. Wo aber nit, so solte doch ihres erachtens di zeit der 3 monat etwas erlengert werden. Die beharrlich hulf belangen, achten sie noch, daß beide ratschleg nit hoch streittig miteinander, derhalben der protonotarius sich daruber setzen solte und der fursten bedenken mit der churfursten vergleichen und zusamenziehen.

    Pfaltz: Wiewol sie den artikl von der suspension wolten lassen bleiben, wie er gestelt, doch, wo man je nit wolt, so musten sie es dabei lassen bleiben. arDoch ihres bedenkhen wer die zeit der 3 monat zu kurtz-ar. Von der beharrlichen hulf achten sie noch wie vormal, daß der fursten schrift [Nr. 202] in der substantz der churfursten vorigem ratschlag [Nr. 201] weit entgegen, doch, wo man kunt ein vergleichung finden salva rerum substantia des vorigen der churfursten ratschlag, so wolten sie sich auch nit hoch wegern.

    Brandenb[urg]: Ließ den artikl der suspension bleiben wie vor. Und achten, man solte bei der gestelten schrift bleiben, diselbig ubergeben. Wolten sich di fursten und stend vergleichen, damit gut, wolten si nit, so mochten sie das irige sonderlich ubergeben. Die turkenhulf belangen, bleiben si uf voriger mainung und betten, man solte zum furderlichen dazu thun, das man sich vergliche, dieweil es nun im aufbruch ist.

    Maintz: Lassen in gefallen, daß di zeit der 3 monat der suspension halben erstreckt werde, asungeverlich uf 6 oder acht monat-as, und z[e]rtrennung verhutt werde. Der turkenhulf halben wie vor und das vergleichung zum furderlichsten gefunden wurde.

    Montag Jacobj post prandium [1541 Juli 25].

    Ist die supplication der von Mastrych [Nr. 363] verlesen und beratschlagt.

    Trier: Lest es bei dem rattschlag des ausschus bleiben.

    Dergleichen Cöln, Pfaltz und Brandenburg, welche achten, daß fur di arme frau ein stattliche furbitt geschehe bei ksl. Mt. Maintz lest es auch bei des ausschus bedenken, welcher im solche handlung gefalln lassen.

    Ist darnach di supplication Bf. von Merßebergkh26 verlesen und des Bf. von Meissen27 [Nr. 279].

    Habens ihn di fursten und ausschus lassen gefalln. Desgleichen di churfursten, ausgenomen Brandenburg, welche protestirt.

    Dinstags post Jacobj [1541 Juli 26].

    Ist das concept beider chur- und fursten, auch der stende und der abwesenden pottschaften ratschlege, die beharrlich turkhenhilf belangen, verlesen worden, darauf der churfursten umbfrage ervolgt:

    ŠTrierische retth: Sie hetten die nottl horn verlesen und lissen ihnen die in allem dem gefalln, wie si gestelt, allein si mochten leiden, das im ersten die wort, daß dieser zug allein deutsche landt furnemblich belangen und daß di gleichwol musten helfen, wo schon andere potentaten nichts datzu theten, mochten etwas gelindert werden, doch uf anderer der churfursten verbessern.

    Cöln: Si wissen auch sich nit anderst zu erinnern, den das solcher begrif vorigem ratschlag gemeß, allein das, wie Trier gesagt, daß solcher last nit allein deutscher nation aufgelegt, welchs ir allein etwas zu schwer, und solche wort etwas gemildtert wurden. Und das der kunftig tag inen etwo an ein gelegener malstat dan kegen Nurnbergkh gelegt, dieweil ihnen solch ort etwas zu weit und der reichstag nu zwier hie zu Regenspurg gehalten. Item, dieweil auch ksl. Mt. von irer konigreich wegen Hispanien, Sicilia etc. mit dem Turken zu thun, so were zu begern, daß ksl. Mt. auf dem meer die rustung uf ir kosten wolte furnemen. Item, daß bebstlicher Hlt. hilf auch deutscher nation zu hilf kheme.

    Pfaltz: Wolte auch, daß solcher last nit allein uf teutsche nation geschoben. Aber daß, di ken Nurnberg uf den tag khomen, solln volle macht haben, von allen anschlegen zu bewilligen, das were irer instruction zuentgegen, darumb sie sich nit wusten hie weiter einzulassen. Item, es solten auch alle frei und ander stett, di des reichs frides genissen und keinen anschlag geben, hertzu zu hilf getzogen werden.

    Brandenburgkh: Sie befinden, das dem gestrigen ratschlag nach di beide bedenken zusamengetragen und vorigem bedenken gleichmessig gestelt, und liessen in diselbig gefallen. Allein, daß ksl. Mt. kein maß gegeben und im selbigen artikl dasselbe wort ausgelassen wurde. Das man di hulf auf 3 jar wolte leisten, sol hintzugesetzt werden, daß, wo diselbig hulf der christenheit zu trost und nutz erscheinen wurde, das man darnach wider zusamenkheme und diselbe weitter erstrekhte. Item, daß der reichstag hieroben zu Nurenberg gehalten. Item, es were kgl. Mt. zu beschwerlich, das sie zweier[lei] hilf thun solln, in iren erblanden und darnach auch in deutscher nation. Der last halben, wie bedacht, lassen in auch gefalln, das es also geendert were. Item, sol di beharrend hilf uf halben Aprilis angehn, wie sie dann vor gut und nottig ansehen, so solte man zu Nurnberg derhalben zusamenkhomen der anschlege halben. Khundte man aber den sachen hie helfen, wern sie auch zufriden. Den obristen belangen, bedechten sie, daß es der ksl. Mt. wurde heimgestelt, dann sonst wurde einer den protestirenden, der ander den andern gefallen und gelegen sein.

    Maintzs: Befindt auch nit anderst, dann daß solches concept vorigem rattschlag gemeß, und vergleicht sich dem augspurgischen ratschlag in der summa und in der zeit. Und gefelt inen auch, daß das wort, dye last belangen, wurde ausgethan. Di malstatt sollte sein Speir, Wormbs oder Franckfort. Und wenns muglich were, daß man hie vom anschlage beschlusse, daß es nicht darnach erst solte hinder sich gelangen gelassen werden. Den obristen belangen, lassen inen auch gefallen, daß es ksl. Mt. heimgestelt werde. Di 3 jar belangen, wollen sie inen gefallen lassen, was di andern vor gut ansehen.

    ŠTrier: Bleibt bei voriger mainung. Di malstat des reichstag gefelt in, daß si ken Wormbs, Speir oder Franckfort benennet. Die zeit des monats Novembris dunkt si zu kurz und schliessen mit Pfaltz. Dann es dunkt si, daß nit wol muglich, in solcher zeit alle potentaten zu ersuchen. Und wenn man ein ding wil gar zu eilendt verbringen, so wirt gern gar nichts darauß.

    Cöln: Vergleichen sich in denen puncten, der sie einig sein. Item, daß der tag ken Speyr wurde gelegt und daß di radt dahin mit voller macht gesandt werden und beschliessen mugen. Und dunkt sie auch, daß di zeit zu kurtz mocht werden bis uf Novembris, und wolten, daß etliche potentaten hertzu wurden getzogen auf diß teil.

    Pfaltz: Ist noch bei voriger mainung, das di zeit zu kurtz und zu eilend und daß die potentaten zuvor zu vergleichen sein, wie der augspurgisch ratschlag vermag. Und solte di sachen mit gutem bedacht angefangen werden, damit di hilf deste stattlicher werde. So gefiel in darnach, das man auf kunftigem tage stattlich davon redete.

    Pfintztag post Jacobj [1541 Juli 28].

    [Trier]: Danckt wie vor. 1. Daß niemandt befedet werde der religion halben, ist zwar im abschied auch begriffen, derhalben inen derselb artikl deste besser gefelt. 2. Daß gult und rent sollen volgen, ist auch zuvor versehen, derhalben sie inen auch in gefallen lassen. 3. Desgleichen den landfriden belangen. Di 2 punct von der pristerehe und von beider gestalt des sacraments ist es vorhin uf ein concilium geschoben und stehet b[ebstlicher] Hlt. und ksl. Mt. vor zu bewilligen. Wo dasselbige geschihe, wolten sie gern helfen, das es gefurdert wurde. Sonst hetten sie kein bevelh, dasselb anzunemen, wustens auch nit in abschidt zu bringen zu bewilligen.

    Cöln: Daß di puncten etwas hochwichtig und treflich und atwol ein lenger bedenkhen durften-at. Und dieweil ksl. Mt. eilend wegkfertig und b[ebstliche] Hlt. diselben artickl nicht erwogen, haben wir uns nechten nit wol khunnen einlassen, dieselben anzunemen. Doch haben sye sich so weit bedacht, wenn denselben artikln ir maß wurde gegeben bei b[ebstlicher] Hlt. oder an den orten, do sichs geburt, und ksl. Mt. auch diselben approbirt, so wolten sie gern, sovil muglich, dazu verholfen sein, daß di sachen gefurdert. Und sonderlich ist wol war, daß der artickl de utraque specie sacramenti im hl. reich vil zankh und widerwertigkeit erregt, und so haben wir verstanden, daß derselb artikl im buch ksl. Mt. nit sehr zuwider und villeicht bei b[ebstlicher] Hlt. zu erhalten, welches villeicht durch ksl. Mt. in irer reiß durch Italiam ausgericht mocht werden. Wann solchs dan erhalten wurde, solte es inen nit zuentgegen sein. Doch solte itzt nichts verfenglichs von inen beschlossen sein.

    Pfaltz: Si wissen, daß ir kfl. Gn. alles des, das zu gotlicher ainigkeit, ehr, frid und einigkeit des hl. reichs gehort, vleissig und getreulich suchen. Und dieweil solche artikl dazu dienlich weren ihres erachtens, wiewol sie schlechte theologi Šweren, doch, wo sie bei ksl. Mt. mochten erhalten werden, so wolten sie von ihres g[nedigsten] herrn wegen solche inen gefallen lassen.

    Brandenb[urg]: Ursach anzeigt, warumb sie solche artikl gestelt, daß misstrauen im reich ufzuheben und frids halben etc. So were, di pristerehe belangen, nit assertive gestelt, sonder ob nit weg und mittl zu treffen, diselbe zu erhalten, und wo diselbe ksl. Mt. bewilligte, wi dann sein ksl. Mt. sich geneigt darzu erzeigt. Und were zu hoffen, daß di bei ksl. Mt. in abschid zu bringen, wo man sich vor irem abschid möcht vereinigen und sofer auch gemelte artikl bei b[ebstlicher] Hlt. mit der zeit möchten erhalten werden. Wo aber solcher artikl halben nit mocht ein einigkeit getroffen werden, so wolle sich sein kfl. Gn. an dem gestelten abschid wol settigen und sich nit so hoch daruber entsetzen, wo man gleich solche artikl nit bewilligen wolte. Und suchte sein kfl. Gn. gewislich nit ir eignes etwas, sonder des hl. reichs frid, rhue und ainigkeit.

    Maintz: Hett gehort, was man geschlossen hette. Das furbringen derselben, achten sie, das es guter wolmainung geschehen von seiner kfl. Gn. Und den ersten puncten frid und recht belangen, dieweil der im abschid begrifen, achten sie vor gut und notturftig. Wo aber etwas weitter davon solte geredt und gehandelt werden, wolten sie auch gern thun. Di communion und pristerehe berurn, haben sie sich gegen ksl. Mt. und kfl. Gn. zuvor lassen vernehmen. Dieweil diß 2 artikl, dovon man noch nit weiß, was b[ebstliche]Hlt. und ksl. Mt. darinnen sich verglichen und erlaubt, so solte es villeicht mehr trennung und unru bringen, wo man solche wolt annemen und in abschid bringen, dann itzt villeicht wehre. Sovil aber sein kfl. Gn. person beruren, wo solche artikl solten zu frid und einigkeit gelangen und von b[ebstlicher]Hlt. und ksl. Mt. zugelassen wurden, fichte es inen nichts an.

    Donerstag post Jacobj [1541 Juli 28] a prandio. 

    Ist Bf. von Hilsheim [= Hildesheim] in der churfursten rat furgelassen und hat seine sachen, wie dieselb itzt gestalt, selber muntlich angetzeigt und di churfursten gebeten, ihm zur gerechtigkeit verholfen zu sein.

    Freitags nach Jacobj [1541 Juli 29].

    Ist von der beharrlichen turckhenhilf geratschlagt uf einen entlichen beschlus und haben solchen den stenden anzeigt: Daß sich ksl. und kgl. Mt. zu erinnern, daß man zugesagt, jetliche[r] seine anlag zu geben in der eilenden hilf. Daß auch beide Mtt. zu bitten, sie wolln vorigs bewilligen gnediglich annemen und dabei ruen lassen. Und daß weitter zu Speyr ir Mtt. sich declarirn und resolvirn, was sie thuen wollen. Im fahl aber, daß di andern potentaten nichts thun wurden, das ksl. Mt. dasselbe, so di potentaten thuen solten, auf sich neme, und alsdan, wo ksl. und kgl. Mtt. das irige thun wolten, wern auch di churfursten entschlossen, ire vorige bewilligung zu laisten neben iren beiden ksl. [und kgl.] Mtt. Item, dieweil kgl. Mt. 30.000 geringer pferdt ufgelegt, so wollen di churfursten 10.000 falln lassen. Item, das di stendt bei des reichs anschlegen gelassen wurden zu bleiben. Darauf sie, di stend, auch weß sie sich erklert, was si geschlossen, und ist fast ein mainung wie der churfursten.

    « Nr. Š68 Kölner Protokoll des Kurfürstenrates – Regensburg, 1541 Juni 30–Juli 14 »

    Neuwied Fürstlich Wiedisches Archiv, 105–28–1, unfol. (Kop. d. 18. Jhdt.)1; AS: Der churfursten ratschleg in negotio religionis.

    Uf Donnerstag post Petri et Pauli [1541 Juni 30].

    Trier: Siehet vur gut, in der religionsach ein inganck zu nehmen und dabei, so es angesehen, in sachen der turkenhilf zu handlen.

    Cöln: Daß man der Türcken halb geredt und alsdan ferer mit zeit in der religionsachen furtgefarn worden.

    Pfaltz: Daß man in der religionsachen vortgeschritten und neben deme auch gehandelt worden der türkenhilf.

    Brandenburg: Daß man uf onsehen der vorigen churfürsten bedenken beide sachen für handt genomen.

    Mentz vergleichet sich mit den andern, den stenden solchs anzuzeigen.

    Pfaltz: Hat auch die sach – – –, wiewol – – – die hauptsach davon zu reden, achten sie, daß man etlige wenig personen darzu verordnen sol, umb filheit und anzal der personen zu vermeiden. Sovil die irrigen ubrigen artigkel belangendt, das dieselbe glichsfals in kleiner zal beratschlagt und verglichen möchten werden. Der restitution halber, daß der noch geschwigen werde, von der hauptsachen gered wurde, dan die filligt folgen werden.

    Brandenburg: Hat die artickel von ksl. Mt. – – – vleisig besichtigt und wol acht sich in diesen in [sic!] klein an verstandt, daß demnost [sic!] irer kfl. [Gn.] uß ambts wegen von seiner kfl. [Gn.] zuzugeben und dweil ire kfl. Gn. nit sein, sonder Gotts ehr belangt, wil sich – – –  – – –. Befindet uf 2 artickel gestelt. Daß von ksl. Mt. solche sachen hergestelt, dartzu colloqu[u]torn und presidenten verordnet worde und daß sie demnast [sic!] sich in 5 hauptstuken sich verglichen, das Got auch verleichen wol, sich in den andern auch zu verglichen, und daß ksl. Mt. zweibelt [sic!], daß man sich in den 5 artickel, so verglichen sein, zu besichtigen gegeben, und das demnest den andern verhoffentlich were leichtlich zu helfen als nemlich den sacramenten. Und daß man zu solchen zu underhandlung komen möcht, dan davon fillicht etwas furhanden und so doch dieselben nicht vergleichen können, daß dan die verglichen von ksl. Mt. gehandthabt worden. Daß – – – uß allerhandt irer kfl. Gn. vor – – –, dan es zu groiß, einem in handen stellen dienlich sein möcht. Dan dardurch werde nicht ein – – – sonder groß gut erfolgen und daß demnach der christlich namen widder den Türken beschirmt und zu einer beharlis [sic!] hilf komen würde. Und daß solchs alles von ksl. Mt. und den churfursten als den heuptern der christlichait uhr [sic!] ubel [sic!] oder stünde. Restitution, das daßelbe buch zu Šußtracht der hauptsachen verschwigen. Frid und recht zu underhalten, darzu wern sie alzeit geneigt gewesen.

    Mentz: Hat verschiner tage auch das buch, von ksl. Mt. uberantwort, entfangen. Und befinde auch die – – – und – – – von Trier [angeregt?] und solchs – – – dan fillicht andern bischehen zu behanden. Und daß auch fil stritige artikel verschwigen, fil wort nit gewonlich und also verwiklich stunden, wo den ihr furkomen, daß solchs zu nit käme. Item, demnach ir kfl. [Gn.] in das bischoflich ampt gekomen, haben sie alzeit darzu sich geneigt, daß sie sich in christ– – – nit absondern und b[äpstlicher] Hlt. als den geschehen – – – abfallen. Daß das buch ksl. Mt. wider zugestelt und fere von ksl. Mt. dem b[äpstlicher] Hlt. legato zugestelt, daruf sich haben zu resolviren und zu beschließen und irn beschluß alsdan den gemeynen stenden furzustellen. Was alsdan ire kfl. Gn. thun könden, wern sie geneigt zu thun. Und, was also gehandelt, der b[äpstlichen] Hlt. angezeigt wurde. Sovil die restitution belangt, hetten sie sich gäntzlich versehen, vor allen dingen sol den geschehen, dan die geistliche mußen sich ige [sic!] dis. Es sei auch war, es schieen [sic!] die protestanden uber gleichmeßig recht, do sie es münen [sic!] in maul haben, ziehen demnost itzo irer kfl. Gn. ire rendthen ab. Solt es nun also zugehen, was solchs vor ein gleichmeßig recht were, sol Got wol ermeßen. Doch so man solchs artikels halb sol reden, wollen sie gern willig sein zu thun und – – – kein mögen sein.

    Trier: Haben den [sic!] hern rath gehört, wie es mit der religionsach solt furgenomen werden und was sie inen widder angetzeigt. Und, was also verglichen, als christlich annemen wolten, sunst, was noch unverglichen und in der christlichen kirchen, das ksl. Mt. zu bitten, sich neben – – – legaten dernhalben wider inzulaßen.

    Cöln: Wißen nit nochmals nit, woruf dan bevor geschehen davon zu reden. Und daß demnach die notturft erfordert, sich in christlichem glauben zu vergleichen. Und weren auch hievor fast uf andern [...?] auch die sacramenten und den protestanden und catholicis verglichen. Und so auch sie nicht verglichen – – –  – – –. Sovil die artikel dog– – – berurn, in etligen verglichen, daß sie sich neben – – – und – – – und – – – deß also verglichen, nemlich die conditionen sub originali [...?]. Und daß in den ubrigen auch – – – gern sich ingelaßen. Und wär noch, so einige artikel in dogmatibus zu dunkel gestelt, daß sie in deme wol wern zu beßern. Und daß war were, daß – – – und gros sich allhier beieinander gefugt, das solchs alles nit on hinder-sich-suchen geschehen. Sovil nu die sacramenta belangt, so weren auch hevor allein von 3 sacramenten und nun ingelaßen 2 sacramenten. Und weiter sich noch ingelaßen in den andern nebenartikeln und disciplinen der kirchen und erpiten sich noch weiter2. Sie halten auch vor ksl. Mt. ahn und, zuvor sie sich die colloquutorn ingelaßen, protestirend, sich von der alten religion dardurch, was sie handlen wurden, nit auszuschließen, sondern, was sie handlen wurden, zu allen ständen zu wei Šterm bedenken zu underlaßen. Und bedunk die cölnischen on, daß man daß buch nochmals besichtigt und ksl. Mt. daß buch wider uberantwort und zu bitten, daruber theologen zu setzen, ferer dem legato inbehalden und daruf ire verstentung [sic!] zu eröfnen. Mit erpietung meins gnedigen [herrn], des Ebf. zu Cöln. Sovil auch die restitution belangt, sei vor underlaß. Geben daruf zu vernemen, daß den colloquutorn davon kein bevell gegeben worden, sondern allein in form, wie sie in der religion solten reden. Es were auch der religion ein anhangender articel.

    Pfaltz: Pfaltz habe diese sach der religion alzeit hochgetruwlich gemaint. Und sovil in den verglichung der artikel und unver[...?] artikel, das ksl. Mt. nochmals das buch uberliebert und von ksl. Mt. durchsehen, würdt man sich darnach desto baß konnen daruf zu laßen die verglichen artikel. Sovil die – – – artikel, das es gleichsfals beschehe. Und das der capitulation, wie vor angeregt, verschwigen. Und achten darfür, wirde man sich der puncten, im buch begriffen, vergleichen, sol den andern ab– – – und sunst ubrigen [...?]glichen artikel wol abgehol[f]en werden.

    Brandenburg: Haben der churfürsten bedenken gehört und haben sie sich auch ires vorschlags vernemen laßen, dabey laßen sys und daß ksl. Mt. das buch wider hingestelt. Waß darin weider furgenomen wurde und wan solch werd bevolhen, zweiveln ire kfl. Gn. nit, ir Mt. werden darin villeicht handlen, der un– – – artikel zweiveln ir kfl. [Gn.] nit, solchs selbs von ksl. Mt. wol bedacht sein. Und daß ir ksl. Mt. alle die händel heimgestelt, weillen [sic!] ire Mt. den – – – darzu ziehen, laßen man in ire Mt. – – –  – – –. Und so dan der religion – – – getrosten – – –, wurde der restitution wol insehen von ksl. Mt. geschehen, domit die weltligen den christligen sachen nit vorgehen. Und daß ksl. Mt. wol in andern – – – wol – – – wurde. Und daß die colloquutorn christlich, erbarlich und verstendich gehandelt in irem habenden bevelch. Und sovil mentzischen underthanen abfal berurt, daß solchs ire kfl. Gn. nit gern gehört und daß deshalb wol zu bedenken, sich in christliger religion zu vergleichen.

    Mentz: Was sie vorermelt, hetten die andern churfürsten angehort, an – – –  – – –  – – –. Und dweil diese sach hoch, daran derselben heil und christlich ainigkeit hengt. Und daß ire kfl. Gn. nit wißen von christligen – – – obrigkeit, den pabst, ablaß. Und daß von ksl. Mt. theologen und legaten und gemeynen vor christlich darin befonden, daßelbig wol man annemen. Und wie vor – – – angeregt, das man sich der verglichen artikel herin entschlißen und zu vergleichen, weil man nu nit entlich sich des anzunemen gewilligt, so last man sie pleiben. Und dweil dan diese sach so hoch, das man die sach zu ksl. Mt. in underthenigem gefallen gestelt wurde. Und das weiter dazu gelerte [...?] hochst dienlich sein wurde. Sovil die restitution belangt, wie vor angeregt, weren ire kfl. Gn. itzo in guter handlung des irn entsetzt und ire underthanen – – – wurden. Dweil dan solichs ire kfl. Gn. iren underthanen nicht gestatten möchten und dan dardurch fried im reich erhalten und gefordert, geben sie zu bedenken, es köndten auch die andern churfursten irn kfl. Gn. solches nit – – –.

    ŠTrier: Haben Meintz – – – underthanen angeben gehöret, daß solchs in vil mehr orten geschehen. Sovil dan beratschlag belangt, befindt, das Meintz, Cöln neben inen der röm. ksl. Mt. gestelt, zweiveln nit, ksl. Mt. wurde uf den – – – des stuls zu Rom nit – – – so dan vilmehr uf die christliche ständen – – –  – – –. Imaißen [sic!] es dabey.

    Cöln: – – – ein anders, das man des – – – sei, daß das buch ksl. Mt. sei wider heimgestelt und nochmals tzu besichtigen ubergegeben worde. Dweil nun dieser artikel auch – – – ksl. Mt. heimgestelt, ein anzal der theologen zu vernemen, daß nochmals solchs gehohrt, doch dergestalt in kleiner anzal, dan man weiß, was fur ein zeit vorhin zu der colloquution gega[ngen].

    Pfaltz: Laßen es auch dabei pleiben, das ksl. Mt. daß buch widderumb zugestelt wurde zu besichtigen. Dweil auch furfelt, daß fil oder wenig theologen solte ksl. Mt. verordnet werden, daß man ksl. Mt. alsdan frei heimgegeben het, das versehe, ksl. Mt. wurde die sachen gern fördern. Der verglichen artikel wißen sie sich zu erinnern, daß daruf nit entlich geschloßen. Der obge– – –  – – –.

    Brandenburg: Daß ksl. Mt. die artikel widder zugestelt, haben solch angehort und vergleichen sich deßn mit den andern. Und daß man nicht weiters darnach – – –, haben auch das ansehen, so man – – – allerley handlung deshalb furnemen sol, kondten ir kfl. [Gn.] nit. Und daß man fried, rhu und einigkeit fordern möcht, deß weren sie genaigt, und so nicht alhie – – – sol gehandelt werden, sunsten ire kfl. [Gn.] die sach zu dem almechtigen gestelt haben und sich in ir fürsten[tum] wider zu begeben.

    Meintz: Wiß dieser sachen nit beßer tzu raten, dan wie vor angezeigt. Verglichen sich mit den andern. Solches den stenden anzuzeigen.

    Trier: Dweil infelt das dubium, ob ksl. Mt. heimzustellen, die theologen nochmals zu vernemen, so möchte darauß verlengerung beschehen, laßen es dan auch.

    Cöln: Sovil die p[äpstliche] Hlt. belangt, wißen sich zu erinnern, wie der tag durch ksl. Mt. ußgeschrieben und den hagenawischen abschiedt, das wurden sie sich wol zu haben. Soviel die erwelung uß den stenden, diß wollen sie bei iren vorigen reden laßen. Achten davor, das die felende [sic!] personen die sachen werden ufhalten.

    Pfaltz: Haben es auch angehort und, sovil die b[äpstliche] Hlt. belangt, laßen sie es zu ksl. Mt. Achten auch die meng der personen sei nit dienlich.

    Brandenburg: Verstehen, daß der ksl. Mt. nit maß gegeben werden soll in verordnung der theologen, und pleiben bei voriger meynung und schluß, – – – den andern und weil ihr – – – wedder – – – ksl. Mt. heimzustellen.

    Mentz: Vergleicht sich mit den churfürsten, der ksl. Mt. daß buch zuzustellen und daß ire Mt. ferner darin furneme, was gut sei, mit replicirung des buch an die theologen.

    Der fursten und stenden verordneten ire meynung antzeigen laßen: Dweil die artikel der religion so schwer, daß sich nit entschleißen [sic!] hetten kondten Šund solch sollen sie den churfürsten antzeigen, in meinung, sich morgens umb 7 uhrn widder ufs hauß zu vorfügen, weßen sie alsdan beschließen, sie zu verstendigen.

    Mentz: Haben gehort, w[ie] die verordneten der stende sich noch nit entschloßen, daruf geben sie wider zu vernemen, daß die churfursten sich entschloßen der religionsachen, und woillen daruf auch nit verziehen, biß sich die churfürsten irer meinung entschlossen haben zu eröfnen.

    Freitags post Petri et Pauli [1541 Juli 1] in negotio religionis.

    Uf ein concept, ksl. Mt. zu ubergeben und zu beantworten.

    Trier: Lest inen deßen begrief gefallen, allein ob das wort ‚notarial‘ [sic!] ußgelaßen.

    Cöln: Deßgleichen, allein ob bei den worten ‚neben p[äpstlicher] Hlt. legaten‘ zu setzen auch ksl. Mt. usschreben und den hagenawischen abscheidt.

    Pfaltz: Gleichsfals, allein in etlichen worten der kirch löbliche, wolhergebrachte brauch.

    Brandenburg: Lest daß concept stehen, allein sovil de p[äpstliche] Hlt. anbelangt, achten, werde ksl. Mt. wol zu thun wißen. Sie wisten sich auch zu erinnern der zihen [sic!] in den mißbrauch[en]. Daß auch gestelt uf ein gemein national concilium.

    Mentz: Das der ratschlag gemeß gestelt. Und soll des hagenawischen abscheidt gemelt werden, auch mit zusetzung, wo etwas dunkel, derselben weiter erclerung zu thun. Uf ein generalconcilium zu stellen. Schleußt sunst in allem neben den andern.

    Trier: Es stehe p[äpstlicher] Hlt., die gebräuch zu endern. Man könne sich auch trachten, daß man gelerte da beschreben mochte. Schließ mit Mentz.

    Cöln: Laßen sich nochmals gefallen des begri[fs]. und daß ‚löbliche gebrauch gemeiner christlichen kirchen‘ gesetzt wurde.

    Pfaltz: Man könde ksl. Mt. kein maß oder ordnung geben in erwelung der personen. Und daß gesetzt ‚christlichen, löblichen gebrauch‘. Daß nationalconcilium betreffendt, wisten sie sich erinnern, was gisterigs tags davon geredt.

    Brandenburg: – – – sich sonst mit Cöln und Pfaltz eins. Man könne der gelerten halb ksl. Mt. nit maß geben. Daß die gebrauch eingefurt, wie Cöln und Pfaltz furgeben. Der nationalversamlung halben, waß sie uß den beschloß.

    Mentz: Sovil die – – – laßen inen gefallen vermöge des hagenawischen abschiedt. Sofern etwas dunkel gesetzt, daß werde der sachen etwas furderlich sein. Das gesetzt ‚lobliche gebrauch‘. Deßen notorialconcilium [sic!], daß gesetz: wo das gemeyne concilium entstünde, das alsdann uf das [n]otional gegangen wurde. Schliest darauf mit den andern.

    Trier: Lest sich wie zuvor gefallen.

    Cöln: Daß mit der p[äpstlichen] [Hlt.] gehandelt, auch des hagenawischen abschiedt.

    Pfaltz: Platz [= placet].

    Brandenburg: Platz.

    ŠMentz: Schleust mit den andern einhellig uf die correction vorangetzogenen worten.

    Heruf ist das concept gelesen und in allem verglichen.

    Montags, 4. Julij haben die churfursten undt stende verordnet in der [fursten?] bedacht uf die religionsach ksl. Mt. zu geben – – – und hetten sich fast in allem des buch halben verglichen und darneben angefugt, daß daß buch durch die 6 colloquenten nit einhellig beschloßen, sonder daß Dr. Johan als einer der colloquenten daß buch nie gesehen noch nie darin gehelt habe mit seiner selbst clegers handschrift, nemblich.

    Hieruf haben sich die churfürsten beratschlagt:

    Trier: Hetten gehort, daß sich die fursten fast in dem verglichen, daß daß buch ksl. Mt. und legatn sol ubergeben werden zu besichtigen. Waß sie sunst angebracht, daßelbig acht man unnottig zu disputieren und pleiben bei dem vorigen churf[urstlichen] ratschlag.

    Cöllen: Begert abschrift der lang vorigen antwort, sich des halben zu bedenken.

    Pfaltz: Achtet, das die churfursten vor sich ir bedenken der ksl. Mt. ubergebe.

    Brandenburg: Pleibt bei der vorigen beratschlagung, dweil man auch kgl. Mt. diß mit der churfursten einig befinde.

    Mentz: Schliest mit den andern.

    Und seind dereselben von ander widder ingelaßen und denselben angezeigt, die churfursten konnen von irem beschloß abnehmen, bitten, daß sich die churfursten mit inen entschließn woll.

    Und hat – – – als der colloquenten jeder sich hat vornemen laßen uß den 2 schriften, von den stenden ingeheben [sic!]: Man wiß, wie man zum colloquio gekomen und von ksl. Mt. were ang– – –. Wie er sich hiebevor sich entschuldigt seiner ungehorsam und daß er bei ksl. Mt. zur schuldigen gestelt, habe sich doch zulest inlaßen mogen und protestierend, so die sach anders gerecht, sol an ine nicht begert werden. Und ist solches von ksl. Mt. angenomen und darzu wurden auch presidenten und auditorn gehort. Daß etwaß unzuleßlich sei zugelaßen, kan er nit wißen, sonder es sei christlich, ehrlich und seinem wissen nach recht gehandelt. Er habe alles mit ksl. Mt. [vorworten?] zu wißen gehandelt, und erpeut sich, vor – – – furzukomen und seines thun und laßen ursach und bericht zu thun. Wo eins mangel were, so es inen angezeigt, wol er ercleren. Und daß ksl. Mt. dardurch sol von dem abschiedt seiner pflicht abgetzogen und daß man die edicta vorneme und halte eins gegen den andern, wurden die edicta die erclerung selbst thun. – – – sich beiseins der presidenten und auditorn nun die frage, er habe mit den protestierend[en] nicht col– – –, vertrostet sich, man werde ime deshalb nichts ubels ufflegen. Daß – – – angefragt und schreibt, daß es ime nie gefallen, konde er ime nit glauben. Doctor – – – habe hel[f]en handlen biß in drei – – – mit urtheilung der vorigen artikel des buchs, die ubrigen seind durch in neben H. – – – und ime beschloßen. Daß er nie dabei sol gewesen sein, ist erlogen. Und da – – – krank worden, haben – – – und sich Šwellen – – –  – – – und einen andern in – – – zustellen. – – –  – – –  – – –, sei ime – – – in seinem bett und angezeigt, was die lutherischen ingegeben, und habe gesagt, daß ire, der lutherischen, artikel vor sich ubergeben worden, und er habe all[n] seinen willen darinnen gegeben und sei darnach von ksl. Mt. angehalten, in die underhandlung zu geben [sic!], wie dan ire Mt. auch darzu schribet, verordnet. Also sei das buch ubergeben und erpeut sich [groß?] also im alzeit furzukomen. Daßelbig hat er also angezeigt und wiß auch nicht, daß ksl. Mt. einig nebenschrift bey dem buch ubergeben worden sei.

    Dinstag, 5. Julij.

    Seind der fursten und stende verordentn in dem nach[k]omen und in antwort und bedenken uf den entschloß die religionsachen zu geben angezeigt, es hetten ire gn. und gnedigen hern der churfursten ratschlag erwogen und vernomen, daß ire kfl. Gn. darob halten wollen, und zeigen an, daß ire fstl. Gn., Gn. und G. sich nit in dem wollen sondern, schließen mit den churfursten, dweil sie etwas beschwerde darin hetten, nemblich [2.?], nemlich, daß die ksl. Mt. neben dem legato solten deß buchs examiniren, an gemaine stende sol gelangt werden, zum andern sich mit irem – – –, auch irer proposition und dem hagenawischen abscheidt auch zu vergleichen.

    Trier: Haben angehort der.

    Mentz: Das man gleichsfals den fursten angezaigt wurde, es were der churfursten meinung auch nit, von inen zu sendten [sic!] und siht vor gut an, vermeldung und erclerung zu thun, wie von den f[ursten] – – – wie. Schleust doruf mit Cöln und Trier.

    Trier: Lest.

    Cölln: Lest es bey voriger red und wie ein jeder den augspurgischen und hagenawischen abschiede.

    Pfaltz: Pleibt bei voriger meynungh.

    Brandenburg: Beharret uf voriger red und protestation.

    Mentz: Schleust wie vor.

    Heruf sein die fursten wieder inkommen.

    Donnerstags, 14. Julij mane 7. hora.

    Ist geratschlagt worden uf ksl. Mt. schriften und vergleichung mit b[äpstlicher] Hlt. l[egaten], der religion halben.

    Trier: 1. Dank sagen ksl. Mt., daß ir Mt. kein vleiß hat erwinden laßen. 2. Daß ksl. [Mt.] nicht mit langen schriften ufgehalten wurde, sondern zum furderlichsten beantwort hetten. 3. Daß ksl. Mt. das concilium wolle furdern, das [auch] solchs bi ksl. Mt. zu dank angenomen wurde, dann man auch diß – – – hette, dann so die – – – gelerten zum concilio ge[...?] wurden, daß sie sich darin nicht kondten – – –. Daß b[äpstliche] Hlt. auch bei dem concilio wer oder ire gesandten und solchs concilium. Daß man die resolution ksl. Mt. und b[äpstlicher] Hlt. legaten biß ufm concilium anneme und daß alle artikel von den coloquenten disputirt, verglichen und – – –  – – – uf ein concilium oder national oder andern reichstag geschrieben [sic!] wurden.

    ŠFrid und ruh – – –. Laßen es bei irem vorigen ratschlag pleiben und daß es im reich frid und recht also gestalt, daß sie gehandthabt und – – – werden. Item, daß die – – – in dem abscheidt. Was wegen ires gnedigen hern seien sie willig, denselben teil zu der underhaltung darzugeben und fur den 2. den rest und gantz zu halten gestatten wurde. Von dem nurenbergischen friedstand, derselb seye irs bedenken wol bedacht, allein daß der gehandthabt. Und der restitution meldung beschehe. Item, erleitherung theten, was religion sie [= sei] oder nit wol – – – religion, daß solichs in concilium getzogen, ob – – –  – – –  – – – getzogen, nemlich das camergericht oder sonsten. Der – – – das man das bei leibsstraf verpiet und dem nachkommen.

    Die behärligh hilf belangend, achten sie, das die hievor – – – beratschlagt und ksl. Mt. derhalb, ob sie mit andern christlichen potentaten deßhalb gehandelt, wes man sich versehen soll, wo nit – – –, das – – – es nochmaln thete, domit ein hilf zu der ander getzogen wurde und d[as] ksl. Mt. mit denselben potentaten in vergleichung, welchs das [werk?] furdern. Und dweil – – –  – – –  – – – furdern, daßelb und von jedem zu gepieten, so man onedaß [in?] dern visitation handlen sol.

    Cölln: 1. Ksl. Mt. underthenigst zu danken. 2. – – – bey [ksl.] Mt. belangt, daß die sachen zu fordern und zu ainem gutten abschiedt zu greiffen. 3. Den artikel der religion betreffendt von ksl. Mt. zu dank anzunemen sei und waß sie des legaten – – – gefallen – – –  – – – so uf – – –  – – – gibt, die befindt [sich?] die ksl. Mt. dann selbs die erclerung thun mit furgeschlagenen puncten der abschiedt. Item, daß ein punct, so nit verglichen, suspendirt. Item, daß in den nit verglichen [...?]. Daß – – – verglichen fur gut gehalten und angenomen werden biß uf das concilium, welch[en] den legaten uf – – – fur gut. Und laßen inen gefallen des kaisers furschleg. Item, haben irem gnedigsten hern von Coln die verglichen und abschrift zugeschikt. – – – vor dienlich geacht und irer reformation gemeß und dorumb mögen sie die annemen und achten, wie die artikel zu beiden theilen angenomen, daß dadurch nit gering ingang gemacht wurde, die ubrigen auch zu vergleichen. Und dweil vil meinong und zwiespalt [sint?], dann das volk dadurch in irrung gefurt, das beschehen, das niemant in dem zuwider etwas weiters bestritten und angepracht wurden.

    «Nr.69 Protokoll des Würzburger Sekretärs Ewald Kreutznacher – [Regensburg], 1540 November–1541 August 3 »

    A  Würzburg StA, Wzbg. RTA 17, fol. 2r–32r (Reinkonz.); ÜS fol. 2r: Reichshandlung zu Regenßburg anno 1541.

    B  koll. Würzburg StA, Wzbg. RTA 16, fol. 95r–203r (Kop.).

    Nach dem jungst gehalten reichsdag, welchen Ks. Carl der V. auch in des hl. röm. reichs stat Regenßburg im vergangen 1532. jare und anfang des somers gehabt, hat ir Mt. biß uff diese zeit, nemblich in das neundt jar, khainen reichsdag Šingemain außgeschrieben. Es seindt aber doch darzwischen etzliche kraiß- und andere versamlungsdage, wie dann sollichs hievor in dißem 13. wirtzburgischen reichsbuch von ainem zum andern gemeldet, gehalten worden und insonder des nechst vergangen 1540. jars ain versamlungsdag etzlicher chur- und fursten, auch anderer stende zu Hagenau in der religionsache furgnomen und gehalten worden, daruff auch die röm. kgl. Mt., unser allergnädigster herre, in namen der ksl. Mt., auch fur sich selbst personlich erschienen etc., alles lauth derselbigen hagenauwischen handlung, in ainem sondern buch verleibt. Und als hochgedachte röm. ksl. Mt. ime vergangen 1539. jare sich auß seiner Mt. erbhispanischen khonigreichen erhoben und gemainer christenhait, auch insonder dem hl. röm. reich theutzscher nation zu gutem und wolfart durch Franckreich das khonigreich in Theutschlande uberlandt und darnach in irer Mt. erbburgundische Niderlandt gezogen und sich volgents von anfang des 40. jars biß schir zu außgang desselbigen in iren gemeldten erbburgundischen Nidderlanden und insonder des werenden dags zu Hagenau erhalten und ire hofflager gehapt und dann churfursten, fursten und der abwesenden bottschaften und rethe durch die röm. ksl. und kgl. Mtt. uff Trinitatem des verschienen 1540. jars [1540 Mai 23] gein Hagenauw beschrieben gewesen und doselbst erschienen, etzliche hohe obligen und beschwerden des hl. röm. reichs befunden, welche ain gemaine reichsversamlung irer Mt. und gemeiner stende erforderten, haben sie die ksl. Mt. umb außschreibung sollicher reichsversamlung ersucht und wie hernach volgt auß Hagenauw geschrieben und irer Mt. solliche schriefte in Niderlande zugeschickt:

    An die röm. ksl. Mt., unsern allergnädigsten herrn. Allergnedigster herre etc., quaere in derer hagenauwischen handlung desselbigen buchs fol. 109, im 13. reichsbüch fol. 901.

    Uff wellich unterthenig bitte und ersuchung ksl. Mt. einen gemainen reichsdag, in des hl. reichs stat Regenßburg an der Thonauw uff der Heiligen Drei Khonig dag, den 6. Januarij dises 1541. jars, anzufahen, zu haltenen [sic!] und zu volenden, allen des hl. röm. reichs stenden verkhundet und außgeschrieben, auch insonder den hochwirdigen F. und H. Conraden, des geschlechts von Bibra, erwelten und bestettigten zu Bf. zu Wirtzburg und Hg. zu Francken, unsern gnädigen herrn, uff sollichem reichsdag personlich zu erscheinen, durch irer Mt. außschreiben erfordert und beschriben, wie hernach volgt:

    Carl etc. Dem erwirdigen Conraden etc., ist die erst erforderung etc.

    Uff sollich kaiserlich verkhundung und außschreiben des gemainen reichsdags [Nr. 1] hat sich die hochgedacht röm. ksl. Mt. etzliche dag vor Weinachten auß iren erbburgundischen Nidderlanden und besonder auß Vallesin in Pickardi, doselbst ir Mt. dozumaln gewesen, erhebt und uff irer Mt. furstenthumb Lutzelnburg und dieselbig hauptstat erzogen, doselbst dann ir Mt. am letzsten Decembris des 1540. jars einkhomen, von der ritter-, burger- und landschaft Šghar erlich entpfangen worden und etzliche dage alldo stillgelegen. Und hat ir Mt. dero schwester, Kgn. Maria zu Hungern etc., regentin in Niderlandt, dergleichen irer Mt. schwester dochter, die von Mailant, geporne Kgn. zu Denmarck, bis doselbst belaitet. So ist Hg. Anthonj zu Lottringen und Barde [sic!] mit seinem sone Renatus auch doselbst hin gein Luxemburg zu ksl. Mt. khommen.

    In diser zeit hat das christlich, unverpuntlich gesprech, so die ksl. Mt. in sachen, den zwispalt in der christlichen religion belangent, den 28. dag Novembris anno 1540 zu Wormbs anzufahen und zu halten, außgeschrieben, noch geweret und in ubung gewest. Doselbst dan von beden theiln, nemblich von den catholischen oder altgleubigen, dergleichen von den protistirenden, lutherischen oder zwiclischen, wie man sie dann bederseitig ongeferlich nennent, vyll hoher, treffenlicher, hoch- und wolglarter person erschienen. Und, wiewole der hochwirdig furst und herr, H. Conradt, erwellter und bestettigter zu Bf. zu Wirtzburg und Hg. zu Franncken, unser gnädiger herr, in ansehen, das sein fstl. Gn. ain neuerwelter und angeender furst und diser zeit mit ehaften gescheften als innemung dero stiefts- und furstenthumbs beladn, irer fstl. Gn. selbst person zu erscheinen oder dero rathe zu schicken, nit erfordert oder beschrieben gewesen, haben ir fstl. Gn. nit desto minder ain gesanten, Ewalden Creutznacher auß irer fstl. Gn. cantzlei, doselbsthin gein Wormbs verordenet, zu sehen und zu horen, wie sollich christlich furgnomen gesprech ainen furgang haben, gehandelt und beschlossen werden wollt, mit befellich, jederzeit desselbigen gesprechs gelegenhait iren fstl. Gn. zuzuschreiben und des wissenhaft zu machen, darnach sich sein fstl. Gn. allerley sachen halb richten mogen.

    Als nhun derselbig gesante Ewaldt Creutznacher vom 28. Novembris biß uff dise zeit uff sollichem gesprechdag zu Wormbs gelegen und gewislich verstanden, das ksl. [Mt.] in Niderlande uffgeprochen, ins reich zu ziehen, und itzunt schon allgereit im hertzogthumb Lutzelnburg und derselbigen stat sei, hat er sollichs unserem gnädigen H. von Wirtzburg etc., wie er dann des auch ain besondern befellich gehapt, zum forderlichsten zugeschrieben. Hat daruff nhun sein fstl. Gn., wie sie dan des zuvor in willens gewesen, ire stattliche rethe, nemblich Hainrich Truchsassen von Wetzenhausen zu Bundtdorf, hoffmeinster, Bernharten von Thungen zu Thungen, alten hoffmeinster, und Georgen Farner, der rechten doctor und cantzler, der ksl. Mt. entgegengeordent, welche am Monndag nach Trium Regum, den 10. Januarij, mit 20 pferden zu Wirtzburg uff Rotenfels, Aschaffenburg, Darmbstat und Wormbs geritten und doselbst zu Wormbs am dag Hilarij, den 13. Januarij, ankhommen, doselbst biß uff Monndag Anthonij, den 17., stillgelegen, aber nit erfaren mogen, welche strasse die ksl. Mt. heraußzöge, domit sie irer Mt. entgegenkomen mochten. Und als sie den jezgenannten dag uff Speyer zugeritten, sient sie durch die etzlich entgegenkhommende bericht worden, wie ksl. Mt. von Lutzelnburg uff Metze, Diedenhouen, Sarbrucken, Zwaybrucken etc. herausgezogen und die khonftig nacht in Kaiserslautern und an morgens Dinstags gewißlich zu ŠSpeier einkhommen werde. Welche mere die rethe mit freuden vernomen, also gein Speier geritten und doselbst der ksl. Mt., welche am Dinstag Prisce, den 18., bei der nacht ongeferlich mit 8 pferden einkhommen, erwartet. Aber ksl. Mt. hoffgesinde, gerust und ungerust, so vor und nach einkhommen, hat man sampt den anwesenden bottschaften und gesanten wol 2.000 pferde geacht, und haben hochgenants unsers gnädigen H. von Würzburgs rethe von seinen fstl. Gn. befelch gehapt, ksl. Mt. gein Wirtzburg zu laden, auch die regalia und stieftsweltlicheit von irer Mt. in namen irer fstl. Gn. zu entpfahen laut einer gewonlichen credentze, auch volgender instruction und gewalts zu entpfahen:

    Instruction für diejhenigen etc.: Erstlich sollen sie etc. Im 13. reichsbuch fol. 94. So volgt der furstlich gewalt: Wir Conradt von Gottes gnaden etc. In disem gewaldt 1 plat spatium zu lassen volliglich.

    Als nun ksl. Mt. in die statt Speier khommen und doselbst etzliche dage stillgelegen, haben hochgemeltes unsers gnädigen herrn von Wirtzburg etc. rethe am Dornnstag Sebastiani, den 20. Januarij, die ladung bei irer Mt. volnpracht, auch die regalia und stieftsweltlichait von irer ksl. Mt. in namen irs gnädigen herrn von Wirtzburg uff den ubergeben gewaldt und gewonliche lehenspflicht entpfangen, wie sie dan sollichs unserm gnädigen herrn von Würzburg mit nachvolgender missiven zugeschrieben:

    Hochwirdiger fürst, eurer fstl. Gn. etc. Im 13. reichsbuch fol. 96.

    Und als die rethe irem schreiben nach mit der expedition des lehenbriefs und bezalung der tax uff gemelten Freidag nit gefertigt werden mogen, haben sie zu verhuttung uberigs khosten, weil sie ain gute anzal pferdt und personen bei inen gehapt, Ewalden Creutznacher zu Speier gelassen, sollich expedition zu vollnpringen, auch die tax zu bezalen, und sient sie uff Sambstag Vincencij, den 22. Januarij widderumb anhaims zu uff Wormbs, Darmstat, Aschaffenburg, Rotenfels und Wirtzburg geritten.

    Nachdem aber ksl. Mt. in willens gewest, uff schiersten Mondag Thimothej, den 24. dises monats Januarij, uffzubrechen, daraus dann jederman gehofft, das ire Mt. zuvor hantzeichenen und besiegelen lassen werde etc., so ist doch ir Mt. am Sondag zuvor kranck worden und in sollicher kranckhait biß an den 2. Februarij, Unser Frauen Lichtmesdag, gelegen, der- und sollicher vorlengerung halben nachvolgende zwo schrieften an unsern gnädigen fursten und herrn von Wirtzburgk ergangen:

    Hochwirdiger furst, eurer fstl. Gn. etc. Im 13. reichsbuch fol. 98.

    Hochwirdiger furst etc. Im 13. reichsbuch fol. 99.

    Und ist in bezalung der sex empter, auch sonst neben andern von wegen empfahung der lehen und derselbigen brief bezalt worden lauth volgender quittantzen:

    Ich, Johann Obernburger etc. Im 13. reichsbuch fol. 100. Nota: Nach diser quitantzen soll ongeferlich ein halb plath spacium ledig gelassen werden.

    Am Freidag nach Blasi, den 4. Februarij, ist Ewaldt Creutznacher zu Speier uff Wirtzburg zu außgeritten, am volgenden Mondag, den 7., anhaims gein ŠWirtzburgk khomen und hochernantem unserm gnädigen herrn von der außgerichten sachen, sovil die regalia belangt, relacion gethan, auch seinen fstl. Gn. den regalienbrief, welcher, wie nachvolgt, gelauthtet, uberantwort:

    Wir, Carl der funft etc. Ime 13. reichsbuch fol. 101. Nota: Nach diesem lehenbrief ain plath oder mehr spacium und ledig zu lassen, darnach es sich zutregta.

    Uff obgemelten 7. dag Februarij gegen dem abent ist auch unserm gnädigen herrn von Wirtzburg die ander khaiserlich manung zu personlicher besuchung des reichsdag mit ainem ingelegten zettel zukhommen, also haltent:

    Dem erwirdigen etc. Im 13. reichsbuch fol. 104. Post scripta fuegen wir etc. ist ain ingelegter zettul, fol. ut supra.

    Und als die romisch ksl. Mt., wie oberzellt, zu Speier stillgelegen, hat ir Mt. uff anhalten der protestirenden chur- und fursten, auch irer verwanten, inen ain sonderlich schrieftlich gelait zu besuchung des angesatzten reichsdags zustellen lassen, dergleichen die zwo ergangen achte widder die stette Minden und Goßlar, auch alle andere proces, von der religionsache herrurendt und vor dem khayserlichen cammergericht schweben sein etc., biß uff den angesatzten reichsdag und so lang, das ain anders verordent wurdet, suspendiert und angestellt etc. und volgt sollich glait [Nr. 4]: 

    Wir, Carl der funft etc. Im 13. reichsbuch fol. 105. Nhun volgt die suspension der religionsachen am camergericht[Nr. 14]: Wir, Carl der funft etc. Im 13. reichsbuch fol. 106

    Am Sambstag nach Blasij, den 5. Februarij, ist ksl. Mt. zu Speyer uffgeprochen, gein Heydelberg gezogen, doselbstigen den volgenden Sondag Dorothee [1541 Februar 6] bei Pfgf. Ludwigen Kf., welcher dozumaln etwas schwach gewesen, stillgelegen. Und seint zu Heidelberg auch gewesen Hg. Friderich Pfgf., Hg. Hainrich, administrator [zu] Wormbs und Freysingen, probst zu Ellwangen Pfgf. etc., Hg. Wolfgang Pfgf. etc., alle drei des churfursten geprueder, Hg. Johanns Pfgf., Gf. zu Spannhaim, und Gf. Jorg zu Wirtenberg. Dergleichen hat der churfurst sein hoffgesinde stattlich beschrieben gehapt von graven, herrn und vom adel umb die 300 pferde.

    Volgenden Mondag, den 7. Februarij, ist ksl. Mt. uff Sunßhaim, den 8. gein Gundelßhaim, den 9. gein Oringen, den 10. gein Schwebischhalle, den 11. gein ŠFeuchtwang und den 12. Februarij gein Onolßbach gezogen, doselbst ir Mt. bei Mgf. Georgen und Mgf. Albrechten gevettern den Sondag und Mondag, den 13. und 14., stillgelegen, den 15. gein Cadelßburg gezogen und am Mittwochen Juliane, den 16., zu Nurmberg eingeritten, doselbsthin inen die obgenanten zwen marggraven mit 180 pferden biß in die stat vor die vheste belaithet. So haben ein erbar rathe des hl. reichs stat Nurmberg ir Mt. ghar untherthenig und erlich entpfangen, sient ir Mt. mit 350 pferden entgegengeritten, auch ethlich fenlein burger in irer ordenung gehapt, sonst auch vil andere spectacul gemacht und geschenck gethan, wie dan ain sonder truck derhalb außgangen, am plath hernach volgendt. Ir Mt. ist den 17. und 18. dag doselbst zu Nurmberg stillgelegen, die stat, auch ire zeuge- und schuttheuser besichtigt und am Sambstag, den 19., von Nurmberg zum Neuen Marckt geritten, doselbst inen Hg. Friderich Pfgf. sampt seinem gemahel, frau Dorothea, geborne Kgn. zu Denmarck, irer Mt. schwester dochter, ghar erlich entpfangen und die zwen volgende dage, den Sondag, 20., und Mondag, 21. Februarij, die ir Mt. doselbst stillgelegen, irer Mt. grosse ehrerpitthung gethan.

    Den Dinstag Cathedra Petri, 22. Februarij, ist ksl. Mt. zu Neuen[marckt] uffgeprochen, uber nacht zum Hemauw gelegen und volgenden Mittwochenn, 23., zu Regensburg eingeritten mit khainem sondern pracht und von den theutzschen reichsfursten nit vill aldo funden, ausserhalb Hg. Ludwigs zu Baiern Pfgf. etc., Hg. Hainrichs von Braunschweig und Lunenburg des Jungers, H. Pangratzen Bf. zu Regensburg und etlicher chur- und fursten bottschaften, rathe und gesanten.

    Von dem khayserlichen hoffgesinde ist niemants trefflichs von Heidelberg durch Wirtzburg und Nurmberg gezogen dann der durchleuchtig hochgeborn furst und herr, H. Carl Hg. zu Saphoy, Gf. zu Genff etc., welcher am dag Scolastice, den 10. Februarij, in abwesens unsers gnädigen herrn von Wirtzburgks etc. doselbst mit etzlichen graven und herrn vom khayserlichen hove wol uff die 100 pferde einkhomen, welchen seine fstl. Gn. durch ire haimgelassene rethe erhlich und freuntlich entpfangen, auß den herberichen mit sampt den anhang außlosen, auch insonder mit guttem wein und wiltprecht verern und des andern dags uff Kitzingen verglaithen lassen, welches er, der von Saphoy, sich zum fruntlichsten gegen unsern herrn von Wirtzburgk bedanckt mit erpittung etc. Und ist diser hertzog ain mechtiger furst von landt und leuten, aber der Kg. von Franckreich und die Schweitzer haben im dort des vergangen 1536. jars mit gewaldt vill abgetrungen, onangesehen, das ermelter Kg. Franciscus zu Franckreich des gemelten hertzogen schwester sone ist. So ist er, der hertzog, vill hohen khonigen und fursten wolbefreundt, nemblich so hat wilandt frau Margreth, Ks. Maximilians einiche dochter, auch Kg. Philipsen zu Castilien, itziger ksl. Mt. vatter, schwester, Hg. Philiberten von Saphoy zur ehe gehapt. Hat Pfgf. Ludwig Kf. noch in leben in seiner kfl. Gn. acht änen zweimale die Ff. von Sophoy und haben die röm. itzig regirende ksl. Mt. und der genant von Sophoy zwo geschwestern, von dem khoniglichen stamme Portugall ge Šborn, (welche nhunmehr bede in Gott verstorben sein) zu ehelichen hausfrauen gehapt. Die Hgg. von Sophoy sient durch Ks. Sigmunden, Kg. zu Hungarn und Behaim etc., von gefursten graven zu dem hohefurstlichen hertzogenstande erhohet und gemacht worden. Es ist auch ainer dises stams, Aemodeus genant, zu einem bast [= Papst] und obersten geistlichen haupt der cristenhait erwelt und darnach Eugenius IV. genent worden2.

    Von der zeit, als ksl. Mt. wie gemelt zu Regenspurg ankhommen, biß uff den neundten dag Marcij, als die ksl. Mt. zu Regensburg stillgelegen, sient doselbst einkhommen, den khonftigen reichsdag zu besuchen, nemblich geistlichen: H. Ernst administrator zu Saltzburg und Passauw, geborner Pfgf. bey Rhein, Hg. in Obern und Nidern Beiern; H. Cristof Ebf. zu Breme, administrator zu Verden, geborner Hg. zu Braunschweig und Lunenburg; H. Wigandt Bf. zu Bamberg, geborn von Redwitze, ain Francke; H. Moritze erwelter und bestettigter zu Eistett und thumbprobst zu Wirtzburg, geborn von Hutten, ain Francke; H. Cristoff Bf. zu Brixen, geborner Fuchs, ain Francke; H. Georg Bf. zu Seckauw, einer von Thessingen.

    Weltlich: H. Wilhelm Pfgf. bei Rhein, Hg. in Obern und Nidern Beiern, welcher bei seiner fstl. Gn. zu hove gehapt ein jungen Mgf. zu Baden und Hg. Cristoffen von Wirtennberg; H. Carl Hg. von Sophoy; der stette Augspurg, Ulm, Nurmberg, Straßburg, Schwabischalle gesanten.

    Die röm. ksl. Mt. hat von der christlichen khonigen und potentaten botschaften bei ime gehapt, nemblich von dem babst Paulo III., Kg. Franciscen zu Franckreich, Kg. Hainrichen zu Engellant, Kg. Johannsen zu Portugall, der Venediger, der Janueser [= Genuesen], der Florentiner, alle stattlich.

    Was aber die ksl. Mt. sonst von hoffgesinde von hertzogen, marggraven, fursten, graven, herren vom adl und sonst bei ir Mt. gehapt, volgt hernach ain plathe nach der lenge. Nota: die hove rathe 358.

    Darzwischen, am Aschermittwochen, den 2. Marcij, hat hochgenanter unser gnädiger H. von Wirtzburgk seiner fstl. Gn. rathe uff den angesatzten reichsdag gein Regenßburg verordent, nemblich die erwirdigen, edlen, hochglarten und vhesten H. Danieln Stibarn von Rabeneck, thumhern und probst St. Johannsstieft zu Haug zu Wirtzburg, Hainrichen Truchsessen von Wetzhausen zu Bundtdorff, Georg Farner, der rechten doctor, seiner fstl. Gn. hoffmeinster und cantzler. So haben seine fstl. Gn. inen zwen auß irer cantzlei zugeben, nemblich Ewalden Creutznacher und Michel Maier, und hat seine fstl. Gn. diese nachfolgende instruction [Nr. 46] irer fstl. Gn. rathen obgenannt zugestellt:

    Instruction gein Regenßburg 1541 uff den angesatzten etc. im 13. reichsbuch fol. 111. So volgt der gewaldt, de[n] rethen geben, auch hernach: Wir Conradt etc. ime 13. reichsbuch fol. 114.

    ŠUnd sient die gemelte rethe am Dornstag nach Esto Michi [sic!], den 3b. Marcij, zu Wirtzburg außgeritten; haben gehapt H. Daniel Stibar, thumher, 5, Hainrich Truchsas, hoffmeister, 5, Dr. Jorg Farner, cantzler, 2, die zwen obgenannten schreiber 2, Haintz Philips, reittender botte, 1, Reichart Mumpich, alter schulties zu Schlusselfelt mit 3 ainspenigen am wagen, daruff dye reichsbucher, kleider und zerung gefurt, mit 4 pferden. So ist uff dem wagen gesesßen ein khoch mit seinem buben und dann ain junger organist, Johan Gerlach genant, also das sie mitsampt den furknechten und iren pferden 23 pferdt und so vil personen behalten. An gemeltem Dornstag uber nacht sient sie zu Munster Schwartza, am Freidag Adriani, den 4. Martijc, zu Hochstat gelegen und am volgenden Sambstag zu Nurmberg einkhommen.

    Doselbst sient den rethen durch der Welser factor etzliche brieve von Rome zukhommen, an unseren gnädigen fursten und herrn von Wirtzburg etc. haltent, welche H. Petrus Vorstius, Bf. zu Aquaci3 und auditor rotae zu Rome, der auch im vergangen 37. jare, von bäpstlicher Hlt. wegen als ir nuntius das concilium zu Vincenth zu indicirn, in theutzschen landen gewesen etc., zukhomen, belangen die probstei zum Neuwen Munster, welche brief die rate iren fstl. Gn. hinter sich zugeschickt etc., alles lauth derselbigen handelung infra zum theil fol. 384.

    Und als die rethe uffm wege zwischen Nurmberg und dem Neuen Marck gewesen, ist inen ain reitender botte von Regenßburg entgegenkhommen, angezeigt, wie er von ksl. Mt. an unsern gnädigen herrn von Wirtzburg brieve habe, welchen die rethe, gein Wirtzburg zu reiten, beschaiden und vermuthet, es sei die dritte manung, wie sich dann hernach auch befunden, und lauthet sollich dritt khaiserlich schreiben, wie hernach volgt:

    Carl von Gottes gnaden etc. Laßt 1 plats spacium.

    Volgenden Sondag Invocavit, den 6. Marcij, sient sie zum Neuenmarckt einkhommen, doselbst dan und auch hernach zu Regensburg der hoffmeinster seinen sonderen befellich bei Hg. Friderichen Pfgf. etc. außgerichtd, wie dann dieselbig instructionschrieften und ergangen handlung bei der cantzly vorhanden und dem hoffmeinster insonder wissen ist. Darnach sient die rethe am Mondag, den 7. Marcije, uber nacht zu Hemmauw gelegen und am nachgeenden Dinstag umb 4 hoer zu Regenßburg einkhommen und in unsers gnädigen herrn bestellte und furirte herberich, ain behausung uff dem platze gegen dem thumbstieft uber im Aierwinckell gelegen, zu Hainrichen Pfortnern, burgern Šdesf radts doselbst und inhabern sollicher behausung, eingetzogen4. Und haben die rethe von stenden nit mehr anwesendt funden, dann wie obangeregt ist.

    Am selbigen dage sient Lgf. Philipsen zu Hessen etc. rathe, nemblich Alexander von der Thann, oberamptman zu Darmstat, und Dr. Johann Walter und Dr. Johan Keüdell mit 13 pferden zu Regensburg auch einkhommen; dergleichen Mgf. Joachims, des Kf. zu Brandenburg, bottschaft Jacob Schilling.

    Uff den nachgeenden Mittwochen inne Quatember, den 9. Februarij5, haben die rethe die pferde stilligen und den habenden gewaldt in die maintzisch und des reichs cantzlei uberantworten, auch nach ainer verzeichnus der anwesenden reichsstende und botschaften fragen lassen. Die hat aber inen, dieweil die maintzisch cantzli dozumale selbst khaine gehapt, nit zugestellt werden mogen.

    Zwischen ksl. Mt. ankunft zu Regenßburg und disem dage hat die röm. ksl. Mt. die regalia und weltlicheit geliehen H. Ernsten, erwelten und bestettigten Ebf. zu Salzburg, geporn Pfgf. bei Rein und Hg. in Beiren, H. Moritzen, Šerwelten und bestettigten zu Eistett, geporn von Hutten, und H. Christoffen, Bf. zu Brixen, gepornen Fuchs etc.

    Dornstags Alexandri, 10. Marcij, haben die rathe die ainspenigen pferde, wagen und knecht alle widder anheime gein Wirtzburg geschickt, ausserhalb das H. Daniel einen knecht und 2 pferde, der hoffmeinster ein knecht, ein buben und 2 pferde, der cantzler ein buben und ein pferd sampt den zwaien auß der cantzlei und dem khoch und seinem buben behalten. So ist vorhin ain schenck vo[n] Wirtzburg, Hanns Reiffenthale, aldo gewesen, welcher den wein, so unser gnädiger herr hinuffuren lassen, gewartet, also das die rethe, aigen khostung zu halten, angefahen, und sient von anfang alle dag ein vordisch von den rethen, auch wen sie zu inen erfordert, darnach ain nachdisch von dem uberigen gesinde gewesen.

    Die ksl. Mt. hat disen dag zwo ordenung und satzung [Nr. 23, Nr. 24], wie es mit der proviande, zerung und anders etc. des werenden reichsdags zu Regensburg gehalten werden solle, außruffen und darnach offentlich zu zwaien trücken anschlagen lassen, wie sie dan bei diser reichshandlung vorhanden fol.

    Am selbigen dag gegen dem abent ist Hg. Friderich in Baiern Pfgf. etc. ankommen, mit welchem der hoffmeinster des volgenden Freidags gdie handlung, so ime unser gnädiger herr in sonder befolhen, ausgericht hat–g.

    Den Sambsdag Gregorij, 12. Marcij, haben die rathe Heuntz Philipsen reitenden botten gein Wirtzburg geschickt mit brieven zu unserm gnädigen herrn, belangent hdie handlung, so dem hoffmeinster in sonderheit von unserm gnädigen herrn befolhen ist–h, wie dann sollich schrieften vorhanden sein und dem hoffmeinster wissen ist.

    Desselbigen dags gegen dem abent umb 4 hoer ist eingeritten khommen der hochwirdigst in Gott vatter H. Caspar Contarenus, des tittels Sancti Appollinaris, der hl. röm. kirchen prister cardinale des stulls zu Rom, zu ksl. Mt. in theutsche lande zu disem reichsdag verordenten legat, welchem die Ebff. von Saltzburg und Bremen sampt vileni grossen herrn vom khayserlichen hove, auch der frembden khonig und potentaten botschaften entgegengeritten biß zu der carthauß, so vor der stat ligt, woll mit 250 pferden. Und als der genant cardinale vor die statt komen, hat er den cardinalhabit angethan, nemblich ain grossen roten, seidenen mantel, mit einer khappen und weissen hermlyn gefuttert, und daruff den cardinalhute gesatzt. Unter dem thore sient gestanden die gantze clerisei der statt Regensburg mit den reliquien und die Bff. von Regensburg und Brixen in iren rocketten. Den cardinale hat man unter ain hiemel entpfangen und eingefurt, welchen des von Brixen junge edelleut getragen, und sient im erstlich vorgeritten etzliche baierische reutter als gleitsleuth, darnach das saltzburgisch, volgents das bremisch hoffgesinde, darnach alle vom adel und Šansehenliche personen, so von allen theiln hinaußgeritten. Uff die zogen des einreittenden legaten hoffgesinde, nach denen die cleresei mit den bischoven gangen, zwen reitende fureten gleich vor dem cardinale zwo silberen seulen, igliche wole ainer elen lang, nach denen riet ain geistlicher, der furt im ain creutz uff ainem langen schaft vor. So gienge uff jeder seiten dem cardinale einer mit einem silberen hammer, schir beschlaghamern gleich, woren aber groser und lenger. Der cardinal gabe im sollichem einreiten fur und fur den segen mit machung des creutz. Nach ime riten die obgenannten zwen theutschen ertzbischove, etzliche ksl. Mt. gesanten, auch etzlich andere außlendisch bischove sampt den botschaften, auch vilen grossen herrn und vom adel mit irem gesinde. Mit sollicher ordenung sient sie alle biß vor den thumbstieft gezogen, doselbst ist die proceeß [= Prozession] eingangen, dergleichen der legat abgestigen und vor den hohen altar gefuret worden, doselbst er vor ein lene, die mit roter seiden behenckt gewesen, nidergekniet, haben die cleresei das respons ‚[Cives] apostolorum‘ gesungen, uff sollichs der Bf. von Brixen etzliche versicul und ain collect uber den knienden legaten gelesen, uff das haben die clerisei widder ain antiphon zum dritten gesungen ‚Petrus autem apostolus‘ etc. Indes ist der legat uffgestanden, zur rechten handt des altars gangen und die collect ‚Deus, qui beatum Petrum et Paulum‘ etc. mit heller stimme gelesen, darnach mitten vor den altar getretten, sich zum umbsteenden volck, welches in grosser anzale aldo waß, mit eztlichen vorgeenden und gesungen versickeln den segen in namen der hl. dreifaltigkeit dem volck geben und uff sollichs etzlichen ablaß durch ainen seiner geistlichen diener einen verkhunden lassen. Darnach hat die clerisei canticum Ambrosj et Augustinj mit ethlichen collecten gesungen, indes hat der legat das eingefurt cardinalkleidt außgethan und ime ain roten scharlach ungefuttert oben umb die brust mit einer khappen wie gewonlich anthun lassen, den galerum daruffgesetzt, widderumb auß dem thumbstieft gangen und jederman sampt ime uffgesessen und ist gleichermaß wie vor mit den reitenden, doch one die clerisei, die im thumbstieft plieben, biß in sein herberich, wilandt Dr. Augustin Roß, des Bf. von Regensburg cantzlers, behausung, an der haide gelegen, gefuret worden. Und als er vor sein herberich khommen, dogegen uber dan die ksl. Mt. in irer herberich zum Gulden Kreutze auch gewesen und im fenster in irem gemache gestanden, hat sich der legat gegen ir Mt. gekeret, den cardinalhut abgethan, sich geneigt und ir Mt. den segen auch geben und alsbalde in sein herberig eingeritten.

    Am folgenden Mondag Henricj [sic!], den 14. Marcij, ist ksl. Mt. (dieweil die stende des reichs sich langsam herzuegethan) mit den zwaien Ff. von Baiern gein Straubingen und Landtshute spaciern und jagen geritten. So sein die rathe nach mittendag zu H. Johan Obernburgern, ksl. Mt. theutzschen secretarien, gangen, ime von wegen der gethanen furderung zu Speier, wie obegemelt mit der belehenung der regalien gescheen, anstatt unsers gnädigen herrn von Wirtzburg gnediglichen danck gesagt mit erpittung etc. und inen auch alsbalde mit 30 fl. in golde vereret, auch umb die clausel, das die belehnung, dißmals in der khamern Šbescheen, nit weniger, unkreftiger oder geringer sein solle, als hette sein fstl. Gn. sollich regalia uff freiem stule unter dem himel etc. entfpangen, angesucht. Daruff sich dann ermelter khayserlicher secretari nach ersehung der zwaier regalienbrief, auch daruber uffgerichten instrumenten, weilant Bf. Lorentzen und Bf. Conradten loblicher gedechtnus, dieweil die bede also offentlich unter dem himel entpfangen, gutwillig und, das dise clausel in ain duplicatbrief der regalien eingeleibt werde, bei den khayserlichen rethen zum besten zu furderen, erpotten.

    Am Dinstag nach Reminiscere, den 15. Marcij, hat der Bf. zu Regensburg mit der clerisei doselbst ain bedtfart vor alle wolfardt der christenhait und insonder ksl. Mt. gethan. Sient vom thumbstieft zum alten munster gangen, doselbst ain ampt durch den suffraganien singen lassen, darnach mit der gesungen letanei widder in thumbstieft gangen und sollich bedtfart mit etzlichen antiphon und collecten beschlossen. Dobei und mit bede Bff. zu Regensburg und Brixenn personlich gewesen.

    Mittwoch Ciriaci, den 16. [Marcij]6, ist Michel Henffling, Ule genannt, geender silberpott von Wirtzburg gein Regensburg khomen und den rethen ainen brieve von unserm gnädigen herrn gepracht. Und ist der erst brieve, den seine fstl. Gn. den rethen nach irem abreiten nachgeschrieben, wie dan sollicher und alle andere brieve, so seine fstl. Gn. den rethen und herwider die rethe iren fstl. Gn. von hinnen zugeschrieben, hernach zu ende diser reichshandlung sonderlich registerirt und zusamengepunden und uff diß directorium ciferirt sein.

    Freidags Anshelmj, den 18. [Marcij]7, ist der cantzler zu H. Johann Morono, Bf. zu Mutina [= Modena], bäpstlicher Hlt. nuntio an ksl. Mt. hove, gangen und bei ime uff ubergeben credentz umb furschrieft an bäpstliche Hlt. angehalten, in sachen, die probstei zum Neuenmunster mit H. Martin von Ussickhaim widder H. Ambros von Gumppenberg belangent, und das ermelter nuntius bäpstlicher Hlt. legaten, den Kard. Contarenum, gleichermaß diser sache berichten und mitbitten wolle, domit er auch dergleichen furschrieft an bäpstliche Hlt. gebe und mitteile etc., darzu er sich dan guttwillig erpotten, und haben inen die rethe alsbalde mit 5 aimer guten franckenweins vereren lassen. An disem dage gegen die nacht ist die ksl. Mt. sampt den Hgg. von Baiern widderumb zu Regensburg einkhommen.

    Volgenden Sambstags [1541 März 19] hat der cantzler dem legaten auch ain credentze durch sein secretarien uberanworten lassen mit verner anzeig, das der nuntius zu dem legaten khomen und inen der sachen, die probstei zum Neue Munster bedreffen, berichten werde, domit er, der legat, sollich furschrift desto statlicher geben khonte etc., welchs der secretari, seinem hern, dem legaten, also anzupringen, angnomen und das man derhalb umb bescheit Šhernachmals anhalten sollte etc., welchs der cantzler sich also bedanckt und alßbalds denselbigen legaten mit 8 eimer guten franckenweins in namen unsers gnädigen herrn von Wirtzburg vereret.

    Nachmittag hat H. Johan Obernburger, ksl. Mt. etc. secretarii, uff das anpringen, so die rethe jungst der clausel halb, in den lehen- oder regalienbrief zu setzen, gepetten etc., antwort geben, er hette sollichs im khayserlichen rathe anpracht und referirt, hetten die khayserlichen rethe etzlicher masse ain beschwerung daruber, dweil man auß der form des regalienbriefs schreiten und meher darein setzen must, dan vormals darinnen gestanden etc. Wollten aber die Wirtzburger rethe gesettigt sein, so wollt ksl. Mt. ain sonderlich declaration in einem nebenbrief daruber thun und sollich clausel nach notturft darein inseriren lassen etc., welchs unsers gnädigen herrn rethe, dweil es nit anders sein mogen, also angnomen und, sollich declaration zum forderlichsten zu fertigen, gepetten.

    Ist einkhommen H. Christof Bf. zu Augspurg, des geschlechts von Stadion. Dergleichen ist ankhommen Hg. Friderichs Pfgf. etc. gemahel frau Dorothea, geborne Kgn. zu Denmarck, ksl. Mt. schwester dochter.

    Am Sondag Oculi, den 20. Marcij, sient der cantzler und Ewaldt Creutznacher der vorigen handelung nach zum babstlichen legaten und nuntio, so beieinander waren, gangen und bei inen umb die furschrieft an babstliche Hlt. gein Rome, belangen H. Martin von Ussickhaim mit der probstei zum Neuen Munster etc., ang[esucht]. Das haben sie bede, an die babstliche Hlt. und etzliche cardinale zu thun, zugesagt und, dweil er, der legat, ondas in zwaien dagen ein aigen botten gein Rome schicken wollte, er sollich brieve mit den seinen gein Rome und sonderlich, was dem Bf. von Aqua8 zustendig, zuschicken etc. Sie haben auch alsbaldt umb das indult, kees, eier und butter etc. in der fasten und fastdagen zu essen, dergleichen umb der commission zu besitzung der closter rechenung und dan umb die collation 2 praebenden vor 2 theologen in mense papali etc. bei ermeltem legaten auch unsers gnädigen herrn schreiben nach angehalten. Es ist inen aber khain entlich antwort worden.

    Am Mondag Benedicti, den 21. Marcij, hat der legat durch seinen auditorem und secretarien Ludwigo uff die drei puncten, darumb ime von wegen unsers gnädigen herrn ain memoriale uberantwort worden etc., sein gemut eroffenen lassen dergestalt, wie dann sollich in der antwort uber der ersten missiven, so unser gnädiger herr den rethen allhier gein Regensburg geschrieben, begriffen ist sub numero 1.

    Michell Henflynng, genannt Ule, ist von den räthen, mit antwort uff die erste missiven, so unser gnädiger H. von Wirtzburg gein Regensburg geschickt, anheims zu geen, abgefertigt worden, ist am 22. außgangen. Dr. Mathias Helldt, röm. ksl. Mt. vicecantzler, ist an disem dag ankommen.

    ŠDinstags Paulj, den 22. Marcij, haben die rathe die missiven, so unser gnädiger herr in sachen, die probstei zum Neuen Munster belangent, gein Rome an Petrum Vorsthium, episcopum Aquensis9, geschrieben, des legaten secretarien, Ludwigo genant, uberantworten lassen, wellicher sich erpotten, auch gentzlich zugesagt, denselbigen brieve zu des legaten und nuntii obgemelt brieffen und furschrieften, die sie bede in derselbigen sache an den babst und erstliche [sic!] cardinale thun wollten und schon allgereit ime werck weren zu packen, gein Rome mit irem eigen botten zu schicken und gemeltem Aquense uberantworten zu lassen, welcher sie forter an die orte und ende, dohin ain jeder stehet, behandigen solle etc.

    Mittwochen Victoris, den 23. Marcij, haben die rathe Ewaldenn Creutznacher zu Dr. Mathes Helden, vicecantzlern, geschickt, mit anzeigung, das sie sein ankhunft gheren vernommen, mit zuentbittung irer freuntlichen und willigen dienste etc. und, wohe inen etwas uff diesem reichsdage zuhanden keme, darinnen sie seine rathe und hilfe bedorfen wurden, wollten sie dem alten, gnädigen vertrauwen nach, so seiner fstl. Gn. forfar selig und itzund seine fstl. Gn. zu ime gehapt und noch hetten, inen unangesprochen nit lassen. Hetten sie dann etwas in irer herberch, es were gleich, was es wolle, darmit sie ime willnfaren khonnten oder mochten, wollten sie ime uff sein ansuchen gern und williglich mittheilen lassen etc., wellichs alles ermelter vicecantzler sich zum freuntlichsten gegen den räthen bedanckt mit gewonlicher gegenerpittung etc.

    Disen abent sient zu Regennsburg ankhomen die pfaltzgravischen, churfurstlichen rathe, nemblich Diether von Schonnberg, marschalck, Wolff von Dhurn, Dr. Hannß von Walborn und Hainrich Haße, vicecantzler. Heintz Philips, reitender botte, ist auch ankhommen und den zwaiten sendtbrief an die rethe von unserm gnädigen herrn von Wirtzburg etc. pracht.

    Dornstags Quirini, den 24. Marcij, hat der legat Kard. Contarenus ain missiv in unser herberich geschyckt, an unsern gnädigen herrn haltent, mit begere, denselbigen iren fstl. Gn. zu schicken.

    Freidags Annuntiacionis Marie, 25. Marcij, ist F. Wolff zu Anhallt als des Kf. zu Sachsenn etc. gesanter mit 30 pferden ankhommen, hat auch drei wegen bey ime gehapt, so zum theil mit theologen und predicanten beladen gewesen etc.

    Sambstags, 26. Marcij, ist ankhommen Otthainrich Pfgf. bei Rhein, Hg. in Obern- und Niddernbaiern etc. und von Neuwburg, seiner gewonlichen hovehaltung, die Thonau herab gefaren.

    Sondags Letare, 27. Marcij, umb drey hoer ist Lgf. Philips zu Hessen etc. ongferlich mit 200 geruster, auch wole mit 60 ungeruster, auch wagenpferden einkhommen, welchem des Kf. Hg. Johanns Friderichs zu Sachsen etc. rathe und gesanten, nemblich F. Wolf zu Anhallt, H. Christoff von Daubenhaim und Eberhart von der Thann, hauptman zu Eisenach, und sonst niemants von reichsstenden oder bottschaften entgegengeritten. Mit ime ist auch einkomen ŠHg. Albrecht zu Braunschweig, des stambs [sic!] zu der Grobenhagen, ein junger, ist Hg. Philipsenn sone. An diesem dage ist auch zu wasser ankhommen der hochwirdig furst H. Philips, Bf. zu Speier, des geschlechts von Flerßhaim.

    Mondags, 28. Marcij, haben die rathe Heuntzen Philipsen, reittenden potten, mit der antwort uff den 2. brief, so unser gnädiger herr von Wirtzburg allhier geschickt, widderumb gein Wirtzburg abgefertigt lauth derselbigen im missivenbuch fol.

    Ist H. Walter von Cronberg, administrator des hohemainsterampts in Breussen und mainster Theutzschordens etc., ankhommen mit 46 pferden.

    Lgf. Philips zu Hessen hat die ksl. Mt. personlich angesprochn.

    Gegen den abent sient ankhommen jegen mit 30 pferden die gesanthen der nidderosterreischen [sic!] erblande, zu diser reichsversammelung abgefertigt.

    Dinstags nach Letare, 29. Marcij, sient der protestirenden stende bottschaften und gesanten rathe und insonder der Lgf. zu Hessen uffm radthaus zusammenkhommen, rathe gehalten, auch gemelter lantgrave die ksl. Mt. nach mittendage widderumb angesprochen.

    Mittwochen nach Letare, 30. Marcij, haben des reichs erbmarschalck Wolff zu Pappenhaim anstatt ksl. Mt. und zwen, von einem rathe zu Regenßburg darzu verordent, unsers gnädigen herrn rethen in irer herberich, darein sie khommen, angesagt, als am nechsten Mondag ein prunst in der pulvermule im untern werde entstanden, weren vil frembde, auslendsche personen zugelauffen und sich hin und widder uff den gassen [s]ehen lassen etc., welche nit zum leschen gehorig. Nhun hette aber ksl. Mt. ain ordenung, so hinfuro, wann ain feuer außkeme oder sonst ain lerme entstünde, were zulauffen und retten solle etc., uffrichten lassen, derwegen were ir begere, wohe sich hinfuro brunsten, lerman oder ufflauf erhuben, sie, die rethe, wollten ire diener in der herberich behalten und nit außgehen lassen etc., wellichs sich die rethe zu thun erpotten und, das sie es vor sich selbst geneigt weren, angezeigt. Dises dags sient auch ankhommen der statt Hamburg gesanten, mit 8 pferden nemblich.

    Dornstags nach Letare, 31. Marcij, umb 10 hoer vormittag ist ankommen Ebf. Albrecht zu Maintz und Magdenburg, primas, ertzcantzler und Kf. etc., geborner Mgf. zu Brandenburg etc., ongeferlich mit 200 geruster, ongeruster, auch wagenpferden, welchem, dweil sein kfl. Gn. eher ankhommen, dann man sich versehen, niemants entgegengeritten.

    Desselbigen dags gegen dem abent hat auch ksl. Mt. außschreien lassen, das jederman bedechtlich einfuren, auch bei der nacht mit lichten umbgheen, dergleichen solle niemants, er sei were er wolle, in der statt oder uff den mauren mit buchsen abschiessen etc. und das die wirt die geste nit ubernemen, hinwidder die gest ire wirt nit ubergeben sollen etc., alles bei außgekhundter straffe etc.

    Freidags, Sambstags und Sondags, den 1., 2. und 3. Aprilis, ist nichts mercklich furgnomen oder gehandelt worden, allain was sich die röm. ksl. Mt. befliessen, ein vergleichung oder vertrag zu machen zwischen Hg. Hainrichen Švon Braunschweig und Lgf. Philipsen zu Hessenn. Etzliche graven, herrn und von adel als geschickte der niderosterreischen [sic!] lande sient dise dag auch ankhommen.

    So hat sich zwischen unsers gnädigen herrn von Wirtzburg gesanten rathen und des administrators zu Wormbs geschickten der preeminentz und session halb uff disem reichsdag handlung begeben, wie dann dieselbig im sessionbuch sub titulo Wirtzburg contra Wormbs nach der lenge registrirt ist.

    Monndags Ambrosij, den 4. Apprilis, hat die ksl. Mt. den reichsstenden ingemain durch Wolffen zu Papenhaim, des hl. röm. reichs erbmarschalcken, ansagen lassen, uff morgen umb 8 hoer in irer Mt. herberich zu sein, uff den dienst zu warten, wolle ir Mt. zu kirchen reiten, ain ampt horen und darnach uffm radtshauß die handlung anfangen.

    Dinstags nach Judica, den 5. Apprilis, nachdem sich die reichsstende bei ksl. Mt. in irer herberich gesamlet, ist der babstlich legat, welcher zuvor auch darangangen, erstlich zur kirchen geritten, in thumbstift und zwischen dem wege den segen geben. Volgents ist ksl. Mt. zwischen 9 und 10 hoern auch in die kirchen geritten, sein ir Mt. vil graven, hern und vom adel furgangen, von allerlai nacionen in seher grosser anzall. Darnach sein nebeneinander geritten Hg. Christoff von Wirtemberg und Mgf. zu Baden, Mgf. Ernsten sone, volgents Hg. Hainrich der Junger zu Braunschweig und Lunenburg und Hg. Carl von Sophoy, darnach Hg. Wilhelm, Hg. Ludwig und Hg. Otthainrich Pfgff. bei Rein und Hgg. in Obern- und Nidernbeiern, gepruder und gevettern, alle drei nebeneinander. Vor der ksl. [Mt.] riten zwen, die furten die zwen guldenen seul ‚Plus ultra‘ etc., vier herolden in iren peraludimenten [sic!], zwelf trommeter, die giengen, plisen nit, hatten aber die trommeter in henden mit banern und dem adler daran etc. Uff die rite Wolff zu Bappenhaim, erbmarschalck, des [sic!] furet ksl. Mt. ain bloß schwerdt vor. Volgents die ksl. Mt. uff aim kleinen, falben pfertlein mit weyser mene und schwantz, in einen schwartzen wüllen rock, mit zobeln gefuttert, beclaidet, on alle andere zier, allain das ir Mt. den burgundischen orden mit dem gulden fliß uffm uberschlage des obern rocks hangen hatte. Vor, nach und neben irer Mt. giengen 300 trabanten, nemblich 100 Theutsch mit helmparten, 100 Spaniers, auch mit helmparten, jwaren aber kleiner–j und dan 100 Burgunder, die man sonst hartschirer nennt, mit breiten partisanen, alle in schwartz, jede nacion uff ir art gekleidet und mit schwarzem samet verpremet. Umb ire Mt. giengen auch vil grosser heren und camerer. Irer Mt. riten nach die Ebff. von Saltzburg und Bremen, hat Bf. Christoff zu Brixen zwischen sich gnomen. Darnach Bamberg und theutschmeister, volgents Augspurg, Eistet und Hildeshaim die bischove. Aber mittlerzeit, als ksl. Mt. in der kirchen gewesen, sient Lgf. Philips und F. Wollff mit allem irem protestirenden hauffen uffs radthauß geritten und gangen, doselbst ksl. Mt. und der andern stende biß ir ankhunft erwartet. Der Ebf. zu Maintz hat Šsich kranckheit halben zeitlich uff einer senften vor das radthauß furen lassen, welchem der Bf. von Speier gevolgt und inen uff den sale belaithet.

    Gleichergestalt ist ksl. Mt. auch widder auß der kirchen geritten und umb 11 hoer erst uff das radtshauß khommen und, als ir Mt. sampt den anwesenden reichsstenden und botschaften jeder in sein gepurlich session niddergesessen, wie dann hernachmals im abschied, auch sonst verleibt ist, hat ir Mt. erstlich ain klaine vorrede durch Hg. Friderichenn Pfgf. thun lassen, ongeferlich inhaltent, nachdem ir maiestat diesen reichsdag uff der reichstende begere ausschreiben lassen und die stende nhunmehr personlich oder durch ire botschaften zugegen weren, hette ir Mt., ain kurtzen furtrag den reichsstenden zu thun, beschlossen, wollt umb kurtz willen und zu furderung der sachen sollichen furtrag, so in schrieften verfast, verlesen lassen etc. Und ist sollicher furtrag alsbalde durch Johann Obernburger, ksl. Mt. secretarien, verlesen worden [Nr. 29], wie hernach am 37. plate und im 13. reichsbuch fol. 121. Daruff haben die reichsstende ingemain nach gehaptem bedacht der ksl. Mt. durch Dr. Connradt Braun, maintzischen rathe und des khayserlichen cammergerichts cantzleiverwalter, ires gnedigsten erscheinens, gehapter muhe und arbeit unterthenigsten danck sagen lassen mit gewonlicher erpittung etc. und verner unterthenigster bitte, ir Mt. wolle den verlesen furtrag den reichsstenden gnediglich mitteilen und, den abzuschreiben, wie gewonlich herpracht, verlesen lassen, welchs ir Mt. durch genanten Hg. Friderichen bewilligt. Darnach ist ir Mt. uffgestanden, widder in ir herberich geritten, haben die stende ir Mt. in ordenung, wie vor angeregt, belaithet. Nachmittag hat des reichs erbmarschalck allen stenden ingemain angesagt, uff morgen umb sieben hoer ire schreiber uffs radthaus zu verordenen, den heut verlesen khayserlichen furtrag abschreiben zu lassen. Sonst ist dises dags nit mehr gehandelt worden. Gegen dem abent ist Heintz Philips reitender pott khomen und den dritten brief von unserm gnädigen fursten und herrn von Wirtzburg pracht.

    Mittwochen Theodosij, den 6. Apprilis, umb 7 hoer vormittag ist der khayserliche furtrag durch ainen maintzischen schreiber der reichsstende verordenten und geschickten secretarien und schreibern abzuschreiben wie gewonnlich verlesen worden, welcher bei 50 gewesen, und volgt sollicher furtrag hernach von wort zu wort unter der ersten zale hernach fol. 37 und im 13. reichsbuch 121. Tittel des furtrags zu schreiben: Die röm. ksl. Mt. unser allergnädigster herr etc.

    Vorgemelten 6. Aprilis nachmittag und volgenden Dornstag und Freidags, den 7. und 8. Apprilis, ist den catholischen und gehorsamen reichsstenden nit angesagt noch durch sie einich versammlung gehalten worden, abber die protestirenden stende und ire botschaften sient alle dage vor und nach mittagek zu rath gangen und ire antwort, welche sie der ksl. Mt. uff der furtrag geben wollen, beradtschlagt.

    ŠSambstags nach Judica, den 9. Apprilis, vormittag und nachmittag sient die catholisch stende uff vorgescheen ansagung beieinander erschienen und erstlich von ainer antwort der ksl. Mt. uff den articul, im furtrag bemelt, die religionsache belangent, zu beradtschlagen angefangen. Ist unter andern Hg. Carls von Sophoy halb, dweil derselbig itzunt im reichsrathe erschine, sein session und statt eineme, aber hievor etzlich male dem reich ungehorsam gewesen und sein gepurent anlage nit entricht etc., handlung furgefallen. Doch haben die stende inen, biß es zu weiterer handlung keme, der ksl. Mt. zu unterthenigem gefallen, dißmals sitzen und ime reichsrathe pleiben lassen und, darnach mit den protestirenden verner darvon zu handlen, erpotten, aber er oder seine rethe sient hernachmals biß uff N. dag nit mehr in reichsrathe khomen. Dergleichen ist des Ebf. von Bisantz halber dye unbezallten, hinterstelligen anschlege, so seinethalber außstehn, darumb er oder sein botschaft nit in reichsrate gelassen werden sollt etc., auch handlung furgnomen. Dweil man aber befunden, das ime uffm reichsdag zu Augspurg etzlich anschlege auß gnaden nachgelassen, auch sich sonst nit ungehorm [sic!] gehalten, haben die stendt ldie sache uffgeschoben, biß der stende mher zusamenkhomen, alsdan wollten sie inen horen etc. Dobei es dißmals plieben–l. Es haben sich auch gemaine stende untereinander verglichen und entschlossen, das khain furst, geistlich oder weltlich, mehr dan zwen rethe mit ime in reichsrathe nemen, unter denen mder furst selbst oder seiner rethe–m ainer sitzen. Dergleichen sollen von der abwesenden fursten botschaften und räthen nit mehr dan zwen in rathe gehen und ir einer sitzen, der andern hinter ime stehen.

    Uff disen Sambstag nachmittag haben die protestirenden stende der ksl. Mt. ir gestellte antwort uff den khayserlichen furtrag in schrieft uberantwort und zugestellt [Nr. 84], welche aber noch zur zeit nit verlesen oder publicirt worden.

    nUff disen Sampstag–n haben die rathe den H. von Granvelle mit 10 aimer weins vereret, auch ime ein vergult silbergeschir, inen domit auch zu vereren, angepotten, aber er hat das nit annemen wollen.

    Durch des reichs erbmarschalck ist angesagt, morgeno umb 8 hoer uff ksl. Mt. zum kirchenreiten zu warten.

    Sondags Palmarum, den 10. Apprilis, ist ksl. Mt. umb 9 hoer in thumbstieft geritten, doselbst das hohe ambt gehoret. Haben die anwesent chur- und fursten, geistlich und weltlich, auch der abwesenden botschaften, dergleichen der auslendischen, frembden khonig und potentaten botschaften uff den dienst gewart, die ksl. Mt. in und auß der kirchen belaithet und in der kirchen zur procession und station der bebstlich legat Kard. Contarenus der ksl. Mt. uff der rechten und der Kard. und Ebf. zu Maintz uff der lincken seiten gangen. ŠIm chor ist ksl. Mt. zu rechten seiten obenane, darnach der Ebf. zu Maintz, der abwesenden churfursten botschaft und volgents die weltlichen fursten gestanden, aber uff der lincken seiten des chors erstlich der babstlich legat und nuntius, volgents die theutsche ertzbischove und bischove und unter inen etzliche außlendische botschaften etc. Ksl. Mt. ist in schlecht, wullen gewandt geklaidt gewesen und keinen geschmuck ausserhalb des burgundischen ordens mit den feuereisen und fließ. Den protestirenden anwesendenp stenden wirdt nit angesagt, so sein sie auch vor sich selbst, uff sollichen kirchendienst zu warten, nit erschienen.

    Mondags und Dinstags nach Palmarum, den 11. und 12. Apprilis, sient die catholischen und gehorsamen reichstende vor- und nachmittag uffm radthaus beyeinander erschienen und von einer antwort, der ksl. Mt. uff den articul, die religionsache belanget, zu geben, beradtschlagt.

    An obgemeltem Dinstag [1541 April 12] haben die räthe Haintz Philipsen potten mit dem 4. brief anheims gein Wyrtzburg geschickt. Ist ankhomen die hungerisch bottschaft, nemblich Franciscus Ebf. zu Colloß [= Kalocsa/Kollotschau] und Bf. zu Agria [= Erlau], ist ein geporner Gf. von Frangepan, und Thomas Nadest, comes Waßwarien[sis], sein mitgesanter, von den stenden der kron Hungern außgeschickt.

    Mitwochen, 13. Aprilis, haben die stende der ksl. Mt. die erste antwort [Nr. 89] uff den articul, die religion etc. belangent, vormittendag und nachmittendags die ander antwort [Nr. 91] uff ir Mt. verner ansuchen ubergeben. Der erbmarschalck hat auch, sollich 2 schrieften uff morgen umb ein hoer abzuschreiben, angesagt.

    Diesen dag umb 3 hoer nachmittendag ist eingeritten Mgf. Joachim zu Brandenburg Kf., welchem ksl. Mt. irer hoffmeinster ainen, nemblich den H. von Praithe, entgegengeschickt, uff welchen bis 160 von fursten, margraven, graven, herrn, ritter und vom adel gewarthet, all ksl. Mt. hovegesinde von allerlay nationen, so sient ime auch entgegengeritten des Kf. von Saxsenn botschaft, der von Anhalt, mit seinen mitgesanten und Lgf. Philips zu Hessen, auch dem von Braunschweig zum Grobenhagen, mit allem irem reisigen hoffgesinde. Zuvor und ehr der marggrave eingeritten, sient ankhommen bei 50 pferden von allerlay hoffgesindeq, so ungerust gewesen und merertheils klepper geritten, dergleichen uff 16 wegen, einstheils hoffgesinde, auch sonst allerlei furent. Ime einzugk sient die ersten gezogen des Kf. von Saxsenn gesanten, nemblich H. Christoff von Daubenheim und Johann von Dolltzky, bede ritter, nebeneinander Johann von Pack, Dr. Ott von Packen bruder, und auch nebeneinander darnach je 3 und 3 des von Anhalt und ir hoffgesinde wohl angethan und hupschen pferden bei 40, darnach die khaiserischen obgenant, so dem H. von Praite hoffmeister zugeben, volgents 19 bare [sic!] vom adel, des marggraven hoffgesinde, wol Šgerust mit buchsen, darnach 2 hessisch trummeter vor den fursten, uff die der hochgenant churfurst zur rechten und der kaiserlich hoffmeinster zur lincken seiten, volgens Hessen und F. Wolff von Anhallt, uff die Hg. Wilhelm von Braunschweig und Lunenburg und der obgenant jung Hg. Albrecht von Braunschweig zum Grobenhagen, auch Mgf. Johans, des churfursten sone, und Hg. Johan von Meckelnburg, bede junge fursten von 14 oder 15 jaren, auch zwen von Anhalt, nemblich F. Hanns und F. Joachim, welche funf fursten der gemelt churfurst mit im bracht. Neben inen sient gelauffen die brand[enb]urgischen und hessischen trabanten, darnach des churfursten 3 knaben, stalmeister und ander in seiner kfl. Gn. stall uff hupschen hengsten, volgents etzliche margravische rathe, uff die der gantz zeug mit spiessen und haüben in roth kleidt und der linck ermel mit grun, braun, rot und weiß mosirt laübwerck und der hern und vom adel reck mit schwartzem samet belegt gewesen. Den margravischen gerusten hauffen hat man uff 160 pferdt geschlagen, one die ungerusten, davon obgemelt. Disem margravischen haufen zogen nach des Lgf. zu Hessen adel und reüther uff 200 pferdt.

    Am Grünendornstag Valeriani, den 14. Apprilis, sient nachmittag umb 1 hoer die zwohe antwort der reichsstende, die von oben gemelt, uffm rathuß in die federn verlesen worden, also lauthent unter der 2. und 3. zale:

    Der reichsstende erste etc.: Der röm. ksl. Mt. etc.

    Der reichsstende andere etc.: Wie gnediglich die ksl. Mt. unser allergnädigster herr etc.

    Am hl. Charfreidag, den 15. Aprilis, und Osterabent, des 16. desselbigen monats, hat jederman derselbigen heiligen zeit und seiner andacht gewarthet, auch von wegen ksl. Mt. nichts angesagt worden. Aber an itzt genanten Osterabent vormittendags ist eingezogen des hochgenannten Kf. von Brandenburg ehelich gemahel, frau Hedwig, geporn auß khoniglichem stam zu Polln etc., mit 3 wagen vol frauwen undt jungfrauwen, auch sonst anderen wegen und irem gesinde, und ist ir der marggrave sampt seinem hoffgesinde entgegengeritten und mit ir eingezogen. Gegen dem abent ist auch mit 3 pferden ankhomen H. Martin von Ussekhaim, thumbherr und probst zum Neue Munster zu Wirtzburg, das 4. schreiben von unserm gnädigen herrn pracht, dergleichen etzlichen befelch von wegen seiner fstl. Gn. an die rathe gehapt.

    Den hailigen Osterdag, 17. Aprilis, hat die röm. ksl. Mt. die hailigen ampter in der capelln irer herberich angehoret und darauß nit khomen. Die andere chur- und fursten siend zu kirchen gewesen nach eins jeden gelegenheit, insonder die Ebff. und Bff. tzu Maintz, Bremen, Bamberg, Speier, Brixen, auch die ebte Kempten und Weingarten ime thumbstieft. Der Bf. zu Regenspurg, H. Pangratz von Sintzenhofen, hat das hohe ampt gesungen. So ist der von Brixen, so von der röm. kgl. Mt. als Ehg. zu Osterreich gewaldt gehapt, lauth derselbigen privilegien vor dem Ebf. zu Bremen gangen und gestanden.

    Am Ostermondag, den 18. Apprilis, hat ksl. Mt. meeß gehort in St. Hemeran closter, haben uff ir Mt. die gaistlich und weltlich chur- und fursten, wie Šbißhere gescheen, [gewartet]. Maintz und Brandenburg Kff. sient irer Mt. in der kirchen im auß- und eingeen, Maintz uff der rechten und Brandenburg der lincken seiten gangen, doch etwas hinter sich. Brandenburg hat bey im gehapt und mit im herbracht Hg. Wilhelmen von Braunschweig und Lunenburg, hat khain regiment und ist Hg. Hainrichs, des regirenden und jungern bruder, item, seinen sone, Mgf. Hanß, und ein jungen Hg. von Meckellnburg, ist Hg. Albrechts zu Meckelburg und des marggraven churfursten schwester sone, und zwen Ff. von Anhalt, wie obgemelt, so der ksl. Mt. auch uff den dienst gewarthet.

    Am Osterdinstag, den 19. Aprilis, ist nichts gehandelt worden. Ein Türck, bei 20 jare alt, geradt von leib und unter der ksl. Mt. hoffgesinde gewesen, ist disen dag nach der vesper im thumbstieft offentlich gethauffet und zu christlichen kirchen pracht worden.

    Am Mittwochen nach Ostern, den 20. Apprilis, nachmittag hat ksl. Mt. den churfursten und derselbigen botschaften, dergleichen den protestierenden stenden namen der personen ubergeben lassen [Nr. 93], so ir Mt. zu vergleichung der religionsachen furgeschlagen.

    Dergleichen ist ir Mt. zu Mgf. Joachim Kf. etc. in sein herberich geritten und sein gemahel, die geporn Kgn. zu Polln, als sein geschwey angesprochen, dann ir bruder, der jung Kg. zu Polln, solle Ferdinandj, romischen, hungerischen und behemischen khonigs etc., elste dochter zu ehe haben.

    Dornstags nach Ostern, den 21. Apprilis, sient gemainen catholischen stenden die namen der personen, so ksl. Mt. zu vergleichung benennt, püblicirt worden, welche sie inen gefallen, auch der ksl. Mt. haimgestellt, ain fursten zu presidieren zu verordnen.

    Und volgt die ernennung der 6 personen schrieftlich, so nach mittag verlesen worden:

    Die röm. ksl. Mt. etc.10

    Freidags, den 22. Apprilis, ist nichts gehandelt worden und sein ankhommen Hg. Philips Pfgf., zu Lenngfellt wonhaft, Hg. Otthainrichs bruder, mit 30 pferden und 2 wegen, dergleichen Hg. Cristians von Holstein, inhaber des khonigreichs Denmarck, bottschaft mit 24 pferden und 2 wagen. Und angesagt worden den gmainen catholischen reichsstenden, morgen umb 7 hoer im reichsrathe zu sein.

    Sambstags Georgij, 23. Apprilis, als die gemeinen catholische stende versamlet gewesen, sient vor inen erschienen Dr. Johan Nauia, ksl. Mt. rathe, und Dr. Hartman Hartmannj, Hg. Friderichs cantzler, und von wegen ksl. Mt. anzeigt, wie die sechs zu vergleichung der religionsachen ernennte personen, sich der ksl. Mt. und allen stenden zu unterhenigstem und unterthenigem gefallen der sachen zu beladen, erpotten, wiewole sie sich des erstlich beschweret hetten etc., Šund were ksl. Mt. verner beger, die stende wollten irer Mt. iren rathe mittheilen, were auß den fursten zue presidirung geordent werden sollt etc. Daruff ist irer Mt. von allen stenden bewilligt, ainen auß den fursten zu presidenten nach irer Mt. gefallen und gutbeduncken zu erkisen, der bei den sechs geordenten und benanten personen sitzen, iren tractat, mittel und gutbeduncken anhoren, auch zwo personen auß den stenden als mitanhorer und zeugen des gesprechs unterhandlung und furschlags der sechs personen zu sich zu ziehen und nemen, die volgents aller handlung der ksl. Mt. und allen stenden uff baide seiten als den catholischen und protestirenden relation thun sollen, sich daruff haben zu beradtschlagen und zu entschliessen etc. Nach mittag ist sollich antwort und gutbeduncken durch etliche verordenten Hg. Friderichen Pfgf. als obersten presidenten im khayserlichen rathe in abwesen irer Mt., dweil sie uff das jagen verritten gewesen, angezeigt worden.

    H. Martin von Ussickhaim, thumbherr und probst zum Neuen Munster zu Wirtzburg, ist umb 12 hoer anheims zu gein Wirtzburgk geritten, mit welchen die rethe die funft widderantwort unserm gnädigen herrn anheims geschickt.

    Sondags Quasimodogenitj, den 24. Aprilis, ist Mgf. Georg zu Brandenburg, zu Anspach wonhaft, irgent mit 50 pferden und etzlichen wägen gegen dem abent ankhommen, dem ist niemants, dweil es spät gewesen, entgegengezogen.

    Mondags Marcj Evangelistae, 25. Apprilis, ist nichts sonderlichs furgnomen worden.

    Dinstags Cleti, 26. Apprilis, ist erschollen, das die ksl. Mt. Hg. Friderich von Bairen Pfgf. und H. Niclausen Perenot H. zu Granvelle etc., irer Mt. rathe11, zu der presidentz den sex zu beden theiln zu vergleichung der religionsache ernenten personen verordent, welcher hertzog und Granvell zu inen in sollichem tractat als anhorer nachvolgende andere sex personen ernent und erfordert, nemblich Eberhart Riden, maintzischen hoffmeinster, Gf. Diderich von Manderschiet, collnischen ertzbischoflichen gesanten, Hainrichen Hasen, pfaltzgravischen, churfurstlichen vicecantzlern, Dr. Franz Burckharten, des Kf. zu Saxsen cantzler, Johan Feigen, hessischen cantzler, und Jacob Stürmen, der stat Straßburg gesanten, welche nach mittag die handel angefangen.

    Vormittag umb 8 hoer ist ksl. Mt. zu spaciren und jagen uff Straubingenn geritten und mit ir die zwen gepruder Hg. Wilhelm und Ludwig von Baiern etc., auch Hg. Hainrich der junger von Braunschweig und Lunenburg.

    Mittwochen Anastasij, den 27. Aprilis, sient vor- und nachmittag die presidenten, bederseits theologen, auch die darzu verordenten personen, so, wie obgemelt, bei der handlung sein solln, uff dem muntzhauß zu rathe gangen und sich in preparatoriis zu vergleichung der religionsachen miteinander vereint, dieselbige vergleichung nhunmher anzufahen.

    ŠGegen dem abent ist ankhommen Christoff Spechshart, oberschenck zu Wirtzburg, und mit ime pracht 3 wagen, ongeferlich mit 6 fuder gutts weins geladen sampt der 6. missiven, von hochgenanntem unserm gnädigen fursten und hern von Wirtzburg allhier gein Regensburg geschickt, darvon die rethe Hg. Friderichen Pfgf. mit einem vaß, 8 eimer haltent, anstatt unsers gnädigen H. von Wirtzburg vereret.

    Am Dornstag nach Quasimodogenitj und volgends Freidag und Sambstag, den 28., 29. und 30. Aprilis, ist khain gemeiner reichsrathe von den catholischen stenden gehalten worden, aber die verordenten zu vergleichung der religionsachen, dergleichen die protestirenden sient stette in handlung gewesen.

    An gemeltem Freidag [1541 April 29] ist Cristoff Spechshart, oberschenck, widder anheims geritten, welchem die rathe ir sechst widderschriefft an unsern gnädigen herrn von Wirtzburg, seinen fstl. Gn. haimzufüren, geben.

    Sonndags Misericordia Domini, Philippi und Jacobi, 1. Maij, ist dergleichen khain versamlung gehalten worden, ausserhalb was die verordenten in der religionsache gethan. Ksl. Mt. ist von der reiß, so sie mit den Hgg. von Baiern gein Straubing und in andere beierische flecken gethan, widder uff Regenßburg zugeritten, aber in die carthauß, ausserhalb der statt gelegen, Brüel genant, gegen dem abent eingezogen, doselbst uber nacht plieben, furhabens, uff morgen irer Mt. hochloblichster gedechtnus am ersten Maij anno 1538 verstorben gemahel, frau Isabellam, geporn Kgn. auß Portugal, zu besingen und zu begehen zu lassen.

    Mondags Sigismundi, den 2. Maij, haben die rathe Heuntz Philipen reitpotten mit der 7. widerschrieft unsers gnädigen herrn von Wirtzburg anhaims zu geschickt und Dr. Mathes Heldenn, vicecantzler etc., mit aim vaßlein guts weins, 4 aimer haltent, vereret. Umb 11 hoer ist ksl. Mt. von der besingung und gehaltenen jargezeits ires gemahels auß der vorgenanten carthauß in die statt Regenspurg geritten. Gegen dem abent ist ankhomen H. Daniel Stibars knabe, Bodenstain genannt, und den rathen die 7. schrieft von unserm gnädigen herrn von Wirtzburgk etc. bracht.

    Dinstags Inventio Crucis, 3., Mittwochen Floriani, 4., Dornstags Gothardi, 5., Freidags, 6. Maij, dise dag ist nichts gehandelt worden.

    Ist H. Daniell Stibar, thumherr und probst etc., uff unsers gnädigen fursten und hern von Wirtzburg etc. zulassen anhaims gein Wirtzburgk geritten, welchem die ander zwenhe, namblich hoffmeister und cantzler, die 8. widderschrieft an unsern gnädigen herrn mitgeben.

    Sambstags, 7. Maij, ist von den catholischen stenden kain handlung furgnomen worden, ausserhalb was von denen, so zu vergleichung der religion von ksl. etc. Mt. verordent, gescheen. Die protestierenden stende sient aber nach mittendage allesampt zu rath gangen.

    Sondags Jubilate, den 8. Maij, umb den mittag ist ankhommen Mgf. Albrecht der junge im hauß Onolßbach, wilandt Mgf. Casimirs seligen sone, ongeverlich mit 80 geruster und etzlichen ongerusten pferden. Diser Mgf. Albrecht ist von Šwegen seiner mutter, so Hg. Wilhelms und Hg. Ludwigs zu Baiern schwester ist, und von wegen seiner mutterlichen anfrauwen, so wilandt hochloblichster gedechtnus Ks. Maximilians schwester gewesen, mit itzt regirendem Ks. Carln und Kg. Ferdinanden geschwister encklin.

    Die protestirenden stende sient nachmittendags abermals mit vleiß zu rathe gangen.

    Dise gantze verlauffen woche, namblich von Sonndags Jubilate, den 8., biß uff Sondag Cantate, den 15. Maij, ist weder von ksl. Mt. noch von den catholischen stenden aynich handlung furgnomen worden, ausserhalb was den verordenten zu vergleichung der religionsache etzliche dage gescheen ist. Dergleichen sein die protestirenden auch in rathe gangen in iren sachen.

    Am Dornstag darzwischen [1540 Mai 12] ist eingeritten Hg. Philips zu Stettin und Pomern etc. ongeferlich mit 80 pferden gerust, in grun geklaidet, hat auch sonst bei 20 ongerust pferde und drei wagen gehapt. Dem sient entgegengeritten F. Wolff, auch F. Johanns, beide von Anhalt, sampt etzlichen saxischen und marggravischen churfurstlichen reutern. Und ist diser Hg. Philips ain junger furst ongeferlich bei 26 jaren, Pfgf. Ludwigs des churfursten schwester sone und hat zur ehe Hg. Johanns Fridrichen des Kf. zu Saxsenn schwester.

    Sondags Cantate, den 15. Maij, fruwe haben der hoffmeinster und cantzler unserem gnädigen fursten und herrn von Wirtzburgk etc. dye neundt schrieft mit Michell Schleriten, beybotten, gein Wirtzburg zugeschickt.

    Mondags, 16. Maij, nachdem am vergangen Mittwochen [1540 Mai 11] sich ain prunst im pfarhove zum Nydern Münster allhie zu Regensburg erhaben, dardurch derselbig sampt der pfarrkirchen schaden gnomen und das zugelauffen volck von frembden und inwonern den, so zu der leschung und dempfung verordent, mercklich verhinderung gethann etc., hat die ksl. Mt. in der anwesenden stende und bottschaften herberich durch den erbmarschalck ansagen lassen, das hinfuro die stende und bottschaften in feurs- oder lermansnote in iren herberichen pleiben und sie noch ire gesinde darauß nit gehen oder reiten und diejhenigen, so ir Mt. darzu verordent, domit handlen und furnemen lassen sollten etc. Were aber in dem hinfuro ungehorsam sein wurde, den woll ir Mt. unnachleßlich straffen lassen.

    Dinstags, den 17. Maij, umb mittag haben die rethe dye zehent schrieft mit beibotten von Wirtzburg unserem gnädigen herrn anhaims geschickt, das erledigt assessorat am khayserlichen camergericht, darzu die drei geistlichen fursten widderumb zu praesentiren. Umb dieselbig zeit ist auch von Wirtzburg ankhommen Heuntz Philips, reitbotte, und den räthen das 8. schrieben [sic!] von unserm gnädigen fursten und herrn bracht. An disem dage haben die rethe gleichermaß unserm gnädigen fursten und herrn von Wirtzburg das 11. schreiben gethan, belangent Jobsten von Laubenberg und sein lehen etc.

    Dise gantze vorlauffene woche, nemblich von Sonndag Cantate, den 15., biß uff Sondag Vocem Jocunditatis, 22. Maij, ist den gemeinen catholischen stenden nit angesagt noch durch sie einig handlung furgnomen worden, aber Šdie verordenten zu vergleichung der religionsache, dergleichen die protestirenden stende sient etzlich dage zu radt gangen und irer handlung gepflegen. Darzwischen, am Sambstag, den 21. Maij, haben die rethe Heuntz Philipsenn, reitpotten, mit dem 12. schreiben widder gein Wirtzburg zu unserm gnädigen fursten und herrn von Wirtzburg geschickt.

    Von Sonndag Vocem Jocunditatis, den 22., biß uff Mittwochen Urbanij, den 25. Maij, ist auch khain reichsrathe von den catholischen stenden gehalten worden, sonder die verordenten zu vergleichung der religion, dergleichen die protestirenden etzlich male zu rathe gangen.

    Uff Dornnstag Ascensionis domini, den 26. Maij, ist ksl. Mt. in das closter zu St. Heimran zu kirchen geritten. Haben irer Mt. vor und nach gedinet alle geistlich und weltlich fursten, so allhie zu Regenßburg gewesen, ausserhalb Lgf. Philipsen von Hessen und F. Wolffen von Anhalt als des Kf. von Saxsenn gesandten, und in sonderheit auch haben ire Mt. belaitet Mgf. Georg und Mgf. Albrecht der junge zu Brandenburg, so auch von den protestirenden sein, wollen derhalb etzliche sagen, sie haben sollichen kirchendienst mehr zu erhaltung irer vermeinten preeminentze im gehe[n] und stehen dan zu Gottes eher furgnomen oder gethan, dweil sie mit den Hgg. von Baiernn derhalb in irrung stehen etc. Umb den mittag sient den rethen zwo schrieften, nemblich die 9., belangent das erledigt assessorat am cammergericht, und die 10., belangent des von Laubenbergs lehen etc., durch desselbigen von Laubenberg botten von unserm gnädigen herrn von Wirtzburgk etc. zukhommen.

    Freidags, 27. Maij, ist den rathen durch den Landenburger ernholden, Germania genant12, ain supplication sampt vilen beiligenden schrieften, so Andre und Hainrich gepruder, die Schappelspengler, die sich itzo die Ranninger nennen, auch ir mutter an röm. ksl. Mt. gethan, antwort daruff zu geben, behandigt worden, daruff die rathe volgents am 29. Maij, dweil sie der sachen khainen bericht, wollen sie die sache an unsern gnädigen herrn von Wirtzburg gelangen lassen etc., ain anhengig schrieftlich anwort geben, wie dan sollich antwort bei der handlung vorhanden.

    Disen dag hat auch Jheronimus Baumgartner, radtsgesanter von Nurmberg alhier zum reichsdage, den wirtzburgischen rathen zwo schrieften, nemblich ain von ainem erbarn rathe zu Nurmberg, die ander von Frowin von Hutten zum Steckelnberg, irem reuterhauptman, an unsern gnädigen fursten und herrn von Wirtzburg haltent, uberantwort, meldent ain entschuldigung von wegen gedachts von Hutten, als solt er hievor der von Nurmberg haimlicher diener widder die von adel gewesen sein etc., welche brief die rathe erprochen und, wie hernach volgt, unserm gnädigen herrn gein Wirtzburg zugeschickt.

    Sambstags nach Ascensionis domini, der 28. Maij, umb 2 hoer nach mittag haben die rathe durch Martin Müllner, ain regennßburgischen beibotten, den Š13. brief unserm gnädigen herrn gein Wirtzburg geschickt, belangent die affixion ain zettels, welchen sie an einer thur des thumbstiefts zu Regennßburg funden, darin von wegen H. Ambrosi Gumpenbergers, itzunt zu Rome, H. Sittich Marschalck, thumbherr, und Mathes Main, chorherr zum Neuen Munster zu Wirtzburg etc., der probstei halb doselbst zum Neuen Munster in den ban declarirt und verkhundet worden.

    Sonndags Exaudj, 29. Maij, ist Hans Ochsener, burger zu Wirtzburg, ankhomen und das 11. schreiben von unserm gnädigen fursten und herrn von Wirtzburg pracht, darin sein fstl. Gn. den rethen befelch thut, inem [sic!] und Hansen Hellmut, auch burger zu Wirtzburg, hilflich zu sein, domit inen die name, nemblich bei 1.200 fl., so inen uff der Lunenburgischen Heiden durch etzliche reuter und uffhauen etzlicher wegen abgeraübt und gnomen worden, widder werden mocht etc.

    Volgenden Monndag, Dinstag, den 30. und 31. Maij, auch Mittwochenn nach Exaudi, den ersten Junij, ist in der reichshandlung nichts furgnomen worden, allain das man gesagt, die verordenten zu vergleichung der religion seien mit irer handlung fertig worden, doch sich etzlicher articul nit vergleichen mogen und sie zu beden theiln die verglichen und unverglichen articul der röm. ksl. Mt. in schriften ubergeben, verner handlung darinnen fürzunemen.

    Dornstags nach Exaudi, den 2. Junij, ist widder ankhommen H. Daniel Stibar, thumbherr, probst etc., mit 3 pferden und Hansen Megell, reitpotten. Dergleichen ist H. Hanns Fuchs, dhumherr zu Wirtzburgk und Bamberg, mit dreien pferden, doch in seinen eigen gescheften, und hat ermelter H. Daniell die 12. und 13. schreiben, so unser gnädiger herr von Wirtzburg den rethen gein Regenspurg gethan, uberantwort, belangent die herberich allhie zu Regennsburg und den zehenden zu Yphouen gegen der statt Nürmberg von wegen St. Egidien closters doselbst, hat auch ain schrieftlichn unterricht pracht, wohe der defensionale bundt widder uff die bane pracht, was die rathe dogegen handlen sollen etc.

    Den gesanten der stat Nurmberg, namblich Clement Volckmern und Jheronimus Baumgartnern, ist durch die rathe uff ir, der gesanten, begere die furschrieft, so sie zu beden theiln samenthaft an Hg. Ernsten und Hg. Franczen zu Lunenburg etc., gepruder, vor Hansen Hellmut und Hansen Ochsener, burgere zu Wirtzburg, auch etzliche burgere von Nurmberg, genomens, rauch abgeraubten–r gelts und gutter halb etc. gethan, zugestellt worden, den gemelten fursten zuzuschicken und umb antwort anzuhalten etc., alles laut derselbigen handlung.

    Freidags nach Exaudi, den 3. Junij, morgens fruwe ist Dr. Georg Farner, cantzler, anheims gein Wirtzburg geritten und mit im volgende schrieftliche handlung gefuret:

    Š1. Erstlich Andre und Hainrichen der jungen Schappelspler, auch irer mutter supplication und andere beigelegte schrieften, so sie der ksl. Mt. contra unsern gnädigen herrn von Wirtzburg ubergeben etc., bescheidts daruber zu erholen,

    2. Ein kurtzen bericht in Schappelspenlers sachen, so wir mit uns von Wirtzburg allhier gefuret, ist Andres Stahels hantschrieft,

    3. Röm. kgl. etc. Mt. furschrieft, Dr. Minsinger an das khayserliche camergericht zu praesentiren,

    4. Alle handlung, sovill der bißanhere allhie gewesen, bedreffen die probstei zum Neu Munster zu Wirtzburg mit H. Martin von Ussickhaim, auch H. Sittich Marschalck und Hs. Main mit der excommunicacion etc.,

    5. Der von Nurmberg, dergleichen Frowin von Hutten, reutterhauptmans doselbst, schreiben, den itzt gedachten von Hutten belangen.

    Nach mittag sein der hoffmeinster und Ewaldt zu Hg. Friderichen Pfgft. und den andern khayserlichen rethen, dergleichen zu irer Mt., auch des legaten secretarien und auditor gangen und inen unsers gnädigen herrn von Wirtzburgu furnemen des zehents halb zu Yphouen, deswegen dan die von Nurmberg ain vermaint zusprach haben wollen etc., angezeigt mit pitt, wohe die genannten von Nurmberg derhalb bei hochgemeltister ksl. Mt. oder dem legaten ansuchung thun wurden, prief oder anders außzupringen, das sie daran sein wollten, domit unsers gnädigen herrn rethe dogegen auch gehoret wurden etc., welchs sie sich zu beden theiln guttwillig erpotten.

    Sambstags nach Exaudj, 4. Junij, haben die rethe der 14. gegenschrieft mit Claß Durren, beibotten zu Wirtzburg, doselbsthin geschickt, belangen den zehenden zu Iphouen mit den von Nurmberg etc. und die handlung dises angesatzten reichsdags.

    Gegen dem abent ist von Wirtzburg ankhomen Martin Muller, beipott zu Regennsburg, und die 14. schrieft, belangen die probstei zum Neuen Monster in Wirtzburg, auch H. Sittichen Marschalken und H. Mathes Main der vermeinten excommunicacion halber.

    Uff den hl. Pfingstag, den 5. Junij, ist ksl. Mt. in thumbstieft zum hohen ampt, welchs der Kard. und Ebf. zu Maintz gesungen, geritten und haben ire Mt. die geistlich und weltlich chur- und fursten vor und nach belaitet. Ist ain seher groß volck in und umb den thumbstieft gewesen, welchs das auß- und einreitten sehen wollen.

    Am Pfingstmondag, den 6. Junij, umb den mittag ist H. Hans Fuchs, thumbher, widderumb gein Wirtzburg geritten, und gegen dem abent umb 4 hoer ist H. Sittich Marschalck, thumbherr zu Wirtzburg, mit 2 pferden ankhommen und das 15. schreiben von unserm gnädigen herrn von Wirtzburg den rethen pracht, belangt die probstei zum Neue Munster in [Würzburg], H. Sittichen Šund H. Mathesv Main mit der vermainten excommunication gegen dem Gumpenperger zu Rome etc.

    Uff den Pfingstdinstag, den 7. Junij, nach dem morgenimbis ist ain schneider und burger von Blichenrode am Hartze in Duringen, der sich Caspar von Augspurg und Gf. Ernsten von Honstein etc. botten nennet, in unser herberich ankhomen und ain brief von genantem Gf. Ernsten und noch ainen von Jorg Schappelspengler, der sich Ranninger nennt und, wie er sagt, itzo zu Blichenrode wonhaft sein solle, uberantwort, welche brief, so an unsern gnädigen herrn von Wirtzburg gestanden, die rethe erprochen und verlesen. Dweil dan des gemelten Schappelspenglers zwen sone, namblich Andre und Hainrich sampt irer mutter jungst widder unsern gnädigen herrn, wie hieoben gemelt, an ksl. Mt. auch supplicirt und also bede theil in ainer sache und sie doch itzo, wie auß des alten schreiben zu vernemen, widdereinander sein, haben die rethe vorgemeltem botten angesagt, sie wollen sollich brief unserm gnädigen herrn gein Wirtzburg schicken und ime uber 14 dage uff sein verner ansuchen gepurlich antwort geben.

    Sein die rathe sampt H. Sittich Marschalck, H. Jobst Hotfilder probst etc. zu dem legaten und nuntio, so bede beieinander waren, gangen, ime, dem legaten, unsers gnädigen herrn brief uberantwort, bedreffen den genannten Marschalck, H. Mathesw Main und die probstei zum Neuen Münster etc. Gegen dem abent ist ankhomen H. Sigmundt von Lindenauw, Bf. zu Merßburg, mit 24 reisigen und wagenpferden. Am selbigen dag nach dem nachtimbs umb 7 hoer hat des reichs erbmarschalck, der von Bappenhaim, auß befellich ksl. Mt. allen reichsstenden ingemein angesagt, uff morgen zu dreien uff der klainen hoer in irer Mt. herberich zu erscheinen und irer Mt. gemuet zu vernemen; und ist seithere Freidags nach Ostern, den 22. Aprilis, jungst vergangen, nit angesagt worden.

    Am Mittwochen nach Pfingsten, den 8. Junij, nach mittag umb drei hoer siendt alle anwesendt stende, auch der abwesenden bottschafte und gesanten bei ksl. Mt. in irer herberich uff der haiden, zum Gulden Kreutz genannt, erschienen, doselbst ir Mt. durch Hg. Friderichen Pfgf. etc. ain muntlichen furtrag thun, darnach denselbigen durch irer Mt. theutzschen secretarien, den Obernburger, offentlich verlesen lassen. Wellichs furtrags und erpittens [Nr. 110] sich churfursten, fursten, auch gemaine stende gegen irer Mt. unthertheniglichen bedanckt mit pitt, inen, sollichen furtrag oder relacion, desgleichen die gantze handelung der sex colloquenten etc. abschreiben zu lassen, zu vergonnen, irer notturft nach daruff haben zu bedencken und radtschlagen etc., welchs inen die ksl. Mt. zugelassen. Ist auch alsbalde uff morgen umb 6 hoer schreiben zu lassen angesagt worden. Es haben sich auch die protestirenden stende erpotten, mit den catholischen stenden in allen furgenomen articuln, ausserhalb was die Šreligion bedrifft, in handlung einzulassen. Und volgt itzt angeregter khayserlicher etc. furtrag oder relacion röm. ksl. Mt. etc.

    An disem dag umb 8 hoer gegen der nacht ist verstorben der erwirdig, edel, hochglert H. Reinhardt von Reppur, der rechten licentiat, thumbdechant zu Wormbs, doselbst, auch zu Augspurg und Elwanngen thumb- und chorherr, probst zu Wimpfenn ime thale und zu Brussell etc., ist deß administrators zu Wormbs und pfaltzgraven etc. rathe und gesanter zu diser versammelung gewesen, welchen etzliche geistliche fursten, auch viler chur- und fursten rathe und gesanten von graven, hern, adel und sonst zu grabe helfen belaiten.

    Am Dornsdag nach Pfingsten, den 9. Junij, haben die rathe Hansen Megell, reitpotten, gen Wirtzburg zu unserm gnädigen fursten und herrn mit der 15. schrieft geschickt etc. Nachmittendag umb 3 hoer sient uff vorbescheen ansagen alle stende ingemain vor röm. ksl. Mt. in irer herberich uff der heiden erschienen und alle stende sich, doch one ordenung, gestellt, ist die hungerich botschaft, namblich der Bf. von Agria, ain geporner Gf. von Frangepan, sampt seinen mitgesanten furgetretten und ain zierliche lateinische oration umb hilfe und rettung gegen dem Turcken gethann etc. [Nr. 171]. Dergleichen hernachmals von den gesanten der funf nidderosterreischn [sic!] erblanden auch gescheen [Nr. 170], von derwegen H. Hanns Ungnade geredt und ain schrieftlich instruction [Nr. 166] neben etzlichen zeitung von des Turcken furnemen, so in, den gesanten, von den erblanden itzunt in eil zukhommen, ubergeben. Und als die gemelt instruction der zeit halb nit wole gelesen werden mocht, hat gedachter Ungnadt so vill angehelten, das dannocht solch zeitung, darinnen dan nit vill guts, sonder ire hochste nodt erfunden, verlesen worden etc. Uff sollich bede fürpringen und verlesung, ksl. Mt. und den stenden fürpracht, haben sie nach gehaptem bedacht beden botschaften antworten lassen, sie wollten ire anpringen zum forderlichsten fürhandt nemen und die beradschlagen.

    Volgenden Freidag nach Pfingsten, den [10.]13 Junij, ist die collucionschrieft, so die sex colloquenten zu vergleichung der religionsache verordent und sie der ksl. Mt. ubergeben, dergleichen die oracion, instruction und furtrag, so die hungerisch und osterreichisch botschaften hilf halb widder den Türcken von [sic!] ksl. Mt. und die stenden, wie obgemelt, gethan, zu lesen und abzuschreiben angefangen worden und ist daran volgenden Sambstag, Sondag Trinitatis, Mondag, Dinstag und Mittwochen, den 15. Junij, geschrieben worden. Die obgemelt verlesen collucutionschrieft und handlung in der religionsachen ist registrirt im buch des concilii fol. – – – usque – – –. So sein die oracion, furtrag und instruction der hungerischen und osterreichischen bottschaften, im turckenbuch registrirt.

    Darzwischen auch am Dinstag nach Trinitatis, den 14. Junij, vor mittag, als uff gesternt gescheen ansagung alle stende uff dem rathauß versamlet gewesen, ist Hg. Friderichen Pfgf. erstlich vor den catholischen, darnach den Šprotestirenden, dweil jede parthei insonder versamlet, erschienen und in namen der ksl. Mt. begert, erstlich von einer eilenden und darnach beharrlichen turckenhilfe uffs forderlichst zu handeln, dweil die noth fur augen und der Turck schon allgerait mit einem grossen volck im khonigreich Hungern und nit uber 18 meile unterhalb Ofen lege etc., wie er dann derhalb ain kurtze schrieft [Nr. 173] verlesen ließ. Daruff, als die churfurstlichen abgedretten, haben gemeine stende, doch ausserhalb der protestirenden, ain ausschus zu diser handlung gemacht, namblich Saltzburg, Wirtzburg, Speier und Weingarten von der geistlichen banck, Baiern, Braunschweig, Gulich und Furstenberg von der weltlichen banck, welche unangesehen, das gesaget worden, die statt Ofen were von kgl. Mt. kriegsvolck erobert, aber etzliche das widderspil sagten etc., nach mittag beschlossen, von einer eilenden hilfe xzu reden, domit der kgl. Mt. nit destominder in einen weg wie den andern forderlich zustatten zu khommen und die armen, verlassen christen zu retten etc.–x

    Mittwochen nach Trinitatis, den 15. Junij, morgens fruwe haben die rathe mit Schreiberlein, dem wirtzburgischen beiboten, dye 17. widderschrieft gein Wirtzburg geschickt, belangent Dr. Cocleum und die reichshandlung mit der turckenhilfe. Vor und nach mittag siendt auch die catholischen stende zu radt gangen und den articul der eilenden turckenhilfe beradtschlagt.

    Dornstags Corporis Christi, den 16. Junij, haben die anwesenden fursten und der abwesenden botschafteny ksl. Mt. zumb 8 hoer in irer herberich geholt und in den thumbstift belaitet–z. Doselbst ist der umbgang aaumb den thumbstieft mit dem hl. sacrament volnpracht worden-aa. Die weltlichen furstenab, namblich Hg. Friderich undt Hg. Ludwig von Baiernac Pfgff., Hg. Hainrich von Braunschweig und Hg. Carl von Sophoy, Hg. Christoff von Wirtenberg und Mgf. Albrecht von Baden, auch sonst vil adgraven und hern-ad sient nach der clerisei vor dem sacrament mit brinnenden, aewechsen kertzen-ae gangen. Der Kard. Contarenus, legat, afhat das sacrament in bischofflichem habit getragen, den füreten der Ebf. zu Saltzburg und der administrator des ho Šhemeinsterampts in Preussen und theutschmeinster. Vor dem cardinale trugen seine diener ein silberen, vergult creutz und ain bischoffsinfel-af. Den hymel oberhalb des sacraments trugen sex graven und herrn, namblich Gf. Friderich von Fürstenberg, Gf. Haug von Montfort, Gf. Wilhelm von Eberstain, Gf. Carll von Zollen, Schenck Carl H. zu Limpurg Semperfrei und – – –.

    Nach dem sacrament gieng Georg zu Pappenhaim, des hl. röm. reichs erbmarschalck, trug das emplostag schwerdt, darnach ksl. Mt. mit emplostem haubt in schlechten, schwartzen kleidern, ahhatte den burgundischen orden mit den feuereisen und gulden scheper am hals oberhalb des rocks-ah, trüge ainai fackeln von weissem wachs. Nach irer Mt. giengen Maintz, H. Wilhelm Truchsas von Waltpurg anstat Osterreichs, Bremen, Bamberg, Eistat, Speier, Augspurg, Constentz, Hilßdeßhaim etc., Kempten und Weingarten, die abte, auch sonst viler anderen geistlichen fursten bottschaften und gesanten. Die von der statt Regensburg hatten 250aj man ime harnisch, akso auch vor und nach giengen, dergleichen die 3.000 [sic!] ksl. Mt. trabanten uff beden seiten-ak. Nach volnprachter procession ist das hohe amptal ime thumbstift durch den Bf. von Brixen gehalten worden, dobei ksl. Mt. und die stende plieben, darnach die stende ir Mt. widder in ir herberich belaitet.

    Umb 3 hoer nach mittag haben die stende der eilenden turckenhilf halber abermals rathe gehalten.

    Freidags nach Corporis Christi, 17. Junij, ist der churfursten, auch der gemeinen stende und der catholischen reichsstette des alten glaubens gutbedüncken und radtschlage, dye eilendt turckenhilfs belangent, jedes insonder abzuschreiben, verlesen, auch vor und nach mittag derhalb rathe gehalten worden, dergestalt: die churfursten hylten ain sondern, die gemeinen catholischen stende ain sondern, die catholischen reichsstette amain sondern und-am die protestirenden stende und stette jeder theil ain sondern rathe, welchs vor dem zwispalt in der religionsache nit also herpracht und gehalten worden, dan uff den verschienenan reichsdagen haben allain die churfursten und gemeine stendeao ausserhalb der stette apider theil insonder rathe gehalten. Die stette haben ire sondere Šversamlung gehapt, den haben Kff., Ff. und stende den beschluß der beradtschlagten sachen anzeigt und es dobei pleiben lassen-ap. Aber vor neulichen jaren haben sie, die stette, furgnomen, die furtrege und andere handlung auch zu beradtschlagen und auch ir gutbeduncken den churfursten und stenden in schriften und muntlich anzuzeigen, und also sich unterstanden, ain stimme im reichsratheaq zu haben etc. Das haben aber die Kff., Ff. und andere stende sich gewaigert etc., also das die arstende diser zeit also gespalten-ar, das 4 oder 5 rethe gehalten werden, do vormals nit meher dan zwen, nemblich der churfursten und gemeinen stende, durch welche zertrennung dan die sachen in die harre geczogen und mit grossem unkhosten und nachteil verlengert werden etc. Was sich dann hinfüro diser unordenung halb zutragen will, das würdt dye zeit, wie zu besorgen, mit grossem nachteil und zertrennüng des hl. röm. reichs asgeben etc.-as

    Die drei beradtschlagte gütbeduncken, nemblich der churfursten, gemeinen catholischen stende und stette sein registrirt im turckenbuch fol. – – – usque – – –.

    Sambstagsat, 18. Junij, ist vor und nach mittag der eilenden turckenhilf halber auch rathe gehalten und letztlich ingemein beschlossen worden, dweil die protestirenden stende dise vergangene dage mit dem [sic!] gemeinen catholischen stenden nit gehandelt, sonder sich abgesondert, bei ksl. Mt. anzusuchen, domit ir Mt. sie, die protestirenden, vermogenau wollte, das sie sich zu den gemeinen stenden thun und mit inen handlen wollten etc. Und ist zu sollichem begern, an ksl. Mt. zu thun, der Bf. zu Brixen erweltav worden.

    Sondags nach Corporis Christi, den 19. Junij, ist umb drei hoer nach mittag, dergleichen am volgenden Mondag, 20. Junij, rathe gehalten wordenaw und letztlich, dweil der von Brixen khain relacion gethan, Hg. Friderich Pfgf. etc. vor allen stenden erschienen, in namen ksl. Mt. an sie begert, sie sollten sich zusamenthun und miteinander, wie hievor uff gehalten reichsdagen gescheen, handlen, radtschlagen und schliessen. Das haben inen die catholischen gefallen lassen etc. Volgents hat Hg. Friderich insonder mit den protestirenden handlung furgnomen. Was das gewesen, ist inen wissen.

    Dinstags Albanj, den 21. Junij, morgens frue umb 4 hoer ist H. Ferdinandt, romischer, auch zu Hungern und Behaim etc. Kg., Ehg. zu Osterreich, Hg. zu ŠBurgundt etc., gein Regennsburg mit 24 pferden postirendt ankhommen und sein etzliche irer Mt.ax hoffgesinde hernachgezogenay.

    Vor und nach mittag hat man rathe gehalten, und, als jederman verhofft, die protestirenden sollten sich in die reichshandlung der gemeinen stende, wie von alter herekhomen, einlassen, haben sie unter anderen anzeigt, wann inen ir gepurliche session (dweil sich zwischen Baiern in Baiern undaz Brandenburg zu Onoltzbach derohalb irthumb hilte) eingeben und in dem nit weiter bedrangt würden etc., wollten sie sich in die handlung der eilenden turckenhilfe mit den catholischen, doch unvergrifflich und unverpundtlich einlassen, welche zwei wort ‚unvergrifflich und unverbundtlich‘ die catholischen stende in bedencken gnomen und daruff Hg. Friderichen anzeigen lassen, wohe die protestirenden mit inen wie von alter ratschlagen, also was das merer beschlosse, das sie auch dobei pleiben wollten und khain verner auszuge (wan sie eins jeden catholischen maynung hortenba) suchetenbb, mochten sie die handlung wole leiden, wohe aber nit, also das sie, die protestirenden, hie und dorthinbc fallen wurden, were es inen beschwerlich, dermaß mit inen zu handlen etc., welche zwen articul, nemblich der protestirenden mit der session und der letzsten der catholischen gegen den protestirenden mit der unverpindtlichen handlung, hochgemelter Hg. Friderich Pfgf. uff sich gnomen, ksl. Mt. anzupringen und, was sich ir Mt. daruff resolvirt, den stenden verner anzuzeigen etc. Und ist dismals bdnit weiter furgenomen und gehandelt worden-bd.

    Mittwochen Achacij, 22. Junij, vor mittage, als Hg. Friderich Pfgf. etc. uff dem rathaus in der versammelung aller stende anstat ksl. Mt. erschienen, hat er der zweier gesterigen articul, daruff die catholischen und protestirenden einer resolution bei ksl. Mt. durch inen, wie vorgemelt, begert, geschwigen undbe ubergangen, sonder in namen ksl. und kgl. Mt. angesucht, das die stende wolten forderlich zu der handlung der eilenden turckenhilfe greiffen, die beradtschlagen und darinnen, dweil die not hochlich vorhanden, schliessen wollten etc. Als aber Hg. Hainrich von Braunschweig und Lunenburg der junger sich uff der weltlichen furstenbanck gleich nach Hg. Wilhelmen von Baiern zu München etc. und vor Mgf. Jorgen zu Brandenburg zu Onoltzbach gesatzt, hat sich ain heftigerbf irthumb zugetragen, indem sich der churfurstbg, Mgf. Jorg, Mgf. ŠAlbrecht zu Brandennburg, Hg. Philips von Pommern, auch die gesanten des Hg. von Beiern, Pfgf. zu Zweibrucken gene Westereich, Hg. Hainrichs von Saxsen zu Dresen, des Lgf. zu Hessen, auch anderer protestirenden stende gesanten mit dem genanten von Braunschweig und er sich herwidder gegen inen bhmit ernstlichen und troheworten eingelassen-bh, dardurch dan die handlung dises dags abermals zerschlagen worden und von den stenden zu diser handlung nichts gethan, auch hochgenanter Hg. Friderich, der an [sic!] ksl. und kgl. Mt. wegen aldo gewesen, stillschweigent abgezogen.

    Dornstags [Octava] Corporis Christi und Freidags Johannis Baptiste, den 23. und 24. Junij, ist von gemeinen reichsstenden khain handelung gepflegen worden, aber ksl. und kgl. Mtt. mit beder irer Mt[t]. rathen haben fur und fur stattlich rathe gehalten. Am gemelten 24. Junij siendt desbi von Hollstain rathe, sobj Denmarck innenhat, anheims zu geritten.

    Sambstags Elogij, den 25. Junij, fruwe haben die wirtzburgischen und nurmbergischen gesanten Hg. Frantzen von Lunenburg und Braunschweig des verlusts halber, in seinem lande etzlichen burgern von Wirtzburg und Nurmberg gescheen, abermals geschrieben und sollich schrieft an Hg. Ullrichs von Wirthenberg hove, do itzunt der gemelt von Lunenburg sein solle, etc.bk geschickt14.

    Umb 8 hoer vormittag, als alle stende in gemein uff gesterig beschens ansagen vor ksl. und kgl. Mtt. in der khayserlichen herberich erschienen, hat die kgl. Mt. ain kurtzen furtrag der turckenhilf halber durch irer Mt. vicecantzler Dr. Georgen Giengger thun und daruff durch irer Mt. secretarien Hansen Neuner ein schrieft in dem eingang sollichem furtrag gemeeß verlesen lassen [Nr. 181], alles ain eilendt, stattlich und beharrlich hilfe, rethung und widderstandt gegen dem erbvheindt der christenhait, dem Turcken etc., belangent. Daruff die catholischen und protestirenden stende, jeder theil insonder, bedacht gnomen, auch also zertheilt jedes theil sonderlich antwort geben, [das] sie sich zum forderlichsten widderumb versamlen, uber die handlung sitzen, die beradtschlagen und irer Mt. forderlich antwort geben wollten etc. Es hat sich aber darzwischen allerlai handlung zwischen den catholischen und protestirenden begeben, also das sie, die catholischen, bei ksl. und kgl. Mt. angehalten, die protestirenden zu vermogen, damit sie mit gemainen stenden, wie bißhere uff den reichsdagen gescheen, handelten und sich der session halber verglichen, das sich aber die Šprotestirenden auß etzlichen ursachen und nit allain der session, sonder ander sachen halb geweigert etc. und sich also hin und widder onverfenglich rede begeben. Aber es ist letztlich zu khainer vergleichung khommen, weder in session oder anderem, also das die sachen wie vor hangent plieben und jederman anheims in sein herberich gezogen. Nach mittag umb 2 hoer ist der obangeregt khonigliche furtrag zu schreiben verlesen worden, ist ime turckenbuch registrirt fol. – – –.

    Sondags Johannes et Pauli, den 26. Junij, hat man nach mittag widderumb rathe gehalten, doch ausserhalb ksl. und kgl. Mtt., und sein die churfursten und ire bottschaften, die catholischen stende, auch stette, dergleichen die protestirenden stende und stette, jeder theil insonder gewesen und beradtschlagt, also das vierbl rethe gewesen sein etc. Und haben dise beradtschlagung allesampt die eilendt, beharlichbm turckenhilfe belangt. Mittlerweil diser versamlung ist ain schrieft verlesen worden, so die protestirenden an ksl. Mt. gethan, belangent das beger, so ksl. Mt. durch Hg. Friderichen Pfgf. jungstverschienen 20. Junij an gemeine stende gethan, namblich das sie samenthaft, wie bißher gethoen, handlen sollten etc. Und volgt solliche schrieft hernach von worten: Sonderliche antwort etc. sub numero 13 [Nr. 179].

    Mondags Ladislaj, den 27. Junij, siendt die catholischen Kff., Ff. und stende vorm morgenimbs zu rathe gangen und sich ainer antwordt, der ksl. Mt. uff dero fürtrag, den 8. Junij gescheen, die eylendendt thurckenhilfe belangent, zu geben, entschlossen, nemblich der röm. kgl. Mt. zu widderstandt dem Thurcken den halben theil des hievor bewilligten romzugs uff drei und ime falle der notturft vier monat lang an geldt zu erlegen, zu einer eilenden hilfe bewilligt, wie sie dan alsbaldt ein antwort in schrieften begreiffen und nach mittag abzuschreiben verlesen lassen [Nr. 182], im turckenbuch fol. – – – registrirtbn. Und wiewole sie, die catholischen, nach mittag den protestirenden stenden, so in sonderhait rathe gehalten, iren beschluß angezeigt, dergleichen sie auch iren rathe [Nr. 183] hinwidder, haben sie sich doch lauth irer hievor gegeben antwort mit den protestirenden15 nit einlassen, sonder erstlich eins versicherten fridtstandts und gleichmessigen rechtens versichert sein wollen und also ir antwort allain zu geben angezeigt. Dergleichen die catholischen stette, als inen der beschlus diser antwort anzeigt, ir antwort ksl. Mt. in sonderhait zu geben Š[Nr. 209], sich auch vernemen lassen, also das diser zeit der reichsrathe in funft theil, nemblich der churfursten, der catholischen stende, der protestirenden stende, der catholischen stette und der protestirenden stette zerthailt, welchs hievor im reich nie erhoret worden ist.

    Des Hg. von Gülich und Cleve gesanten haben sich (wiewole sie bei den catholischen geradtschlagt) jederzeit in diser handlungbo protestirt, das sie entlich in khain hilfe bewilligtbp haben wollen, es sei dannbq ain gemeiner, stattlicher friede und ain gleichmessig recht uffgericht.

    Dinstags Leonis, den 28. Junij, vor mittendage haben die catholischen stende der ksl. Mt. und kgl. Mt. durch ainen ausschus ire antwort der bewilligten turckenhilf erstlich muntlich und alsbalde auch in schrieften uberantwort [Nr. 182], welchs sich bede die ksl. und kgl. Mtt. gegen inen bedanckt. brNach mittemdag haben die catholischen stende in irer versamlung beschlossen, uff schiersten Dornstag zu vergleichung der religionsachen widderumb anzufahen und die neben der turckenhilfe und andern reichshandelungen zu treiben etc.-br

    Ist Hanns Megell, reitpott, sampt Wolff Vogeln, alten kuchenmeinsterbs, ankhomen und dye 16. schrieft von unserm gnädigen fursten und herrn von Wirtzburg etc. pracht.

    Am Mittwochen Petrj und Paulj, den 29. Junij, haben die rathe Jorgen Schreiberlein, beipotten von Wirtzburg, mit der 19. widderschrieft doselbsthin zu unserm gnädigen fursten und herren geschickt. Disen dag ist auch khain rathe gehalten worden.

    Dornstags, den 30. und letzten Junij, sient die catholischen stende in versamlung gewesen und erstlich in der religionsache, darnoch der turckenhilf halber beradtschlag, doch khain beschlus gethan, der zu etwas dinlich. Nach mittag hat man röm. ksl. und kgl. Mtt. replick [Nr. 184, Nr. 185], auch der catholischen reichsstette, so der protestation nit verwandt, widerantwort [Nr. 209], die turckenhilfe etc. belangentbt, abgeschrieben, registrirt im turckenbuch fol. – – – sub numero der schrieften 18, 19, 20. buDises dags ist gestorben der erbar und hochglart H. Philips Lang, der rechten doctor und wirtenbergischer furstlicher hoffrathe-bu.

    Freidags Theobaldi, pima Julij, haben die catholischen stende abermals vor und nach mittag durch iren ausschus, auch ingemain rath gehalten, die religionsache und turckenhilfe belangent etc. Dises dags ist auch der churfursten gutbedüncken in der religionsache, im conciliobuch fol. – – – sub numero 21, Šregistrirt abgeschrieben worden. Lgf. Georg zum Leuchtenberg ist mit 26bv pferdenbw ankhommen.

    Sambstags Visitationis Marie, 2. Julij, vor und nach mittag haben die catholischen stende in sachen der eilenden turckenhilfe rathe gehalten und zwo düplickschrieft, ksl. und kgl. Mtt. zu geben, beschlossen und dieselbig zwo bxduplick in schriefte-bx verfassen lassen.

    Sondagsby, 3. Julij, haben die catholischen stende bzirer Mt.-bz die zwo duplickschrieft, so gestern in der turckenhilfe beschlossen, der röm. ksl. und kgl. Mt. vor mittag umb 8 hoer in schrieften uberantwort [Nr. 188, Nr. 189]. Die sein umb 5 hoer zuvor abgeschrieben, wie dan ime turckenbuch fol. – – – registrirt und in der ordenung sub numeris 22 und 23ca.

    Nach mittag umb 3 hoer hat ksl. Mt. in anwesen der kgl. Mt., auch churfursten, fursten, stende und der anwesenden bottschaften Hg. Wilhelmen von Cleve und Gulich etc. vor denselbigen reichsstenden von wegen des hertzogthumb Geldern, darein sich dann der gemelt von Cleve getrungencb, irer Mt. erbgerechtigkeit wegen, die ir Mt. zum gemelten hertzogthumb hat, verclagt und derhalb ain schrieft ubergeben lassen, deren copei den stenden durch die maintzisch cantzlei in einem trucke auch zugestellt werden soll16. Daruff sich die stende nach bedacht vernemen lassen, sie hetten sollich irrunge nit ghern gehoret und, wo sie zu hinlegung derselbigen etwas furwenden oder handlen mochten, darzu weren sie irer Mt. zu unterthenigster gehorsam willig etc., welchs sich ir Mt. gegen den stenden bedancken lassen. Und als die clevischen gesanthen ccvon wegen ires herrn darzu reden wollen etc., ist die ksl. Mt. uffgestanden und in ire gemach gangen etc.-cc

    Mondags Udalrici, 4. Julij, ist vormittendags in der religionsache von den gmeinen catholischen stenden rathe gehalten worden. Nach mittag ist ankhommen Gf. Wilhellm von Nassauw etc. zu Dielnberg [= Dillenburg] mit 24 pferden und ainem wagen.

    ŠDinstags, 5. Julij, vor mittag haben die rathe Wolff Vogelln, alten kuchenmeinster zu Wirtzburg, mit den [sic!] 20. widderschrieft gein Wirtzburg an unseren gnädigen fursten und herrn doselbst geschickt. Es haben auch die catholischen stende in der religionsache auch vormittemdag rathe gehalten. Der beibotte von Regennßburg, Hannß Brieffmaler genant, welchen die rathe gein Stutgarten an Hg. Ulrichs von Wirtenberg hove zu Hg. Franntzen von Braünschweig und Lünenburg geschick [sic!] in sachen deß verlusts halb, in land von Lunenburg den burgern von Wirtzburg etc. gescheen, ist widerkhomen und ain antwort von gedachtem hertzogen bracht, wie die dan bei derselbigen handelung etc.

    Nach mittag ist khein radt gehalten worden. Es hat aber ksl. Mt. Hg. Philipsen von Stettin und Pomern etc. sein regalia offentlich unter dem hiemel uff dem platze, des hertzogen hove genant, in anwesen viler Kff., Ff. und stende mit gewonlichen solemniteten geliehen, wie dann ain sonderlicher truck derhalb außgangen, zu ende diser reichshandlung gepunden etc.

    Mittwochen Dominicj, den 6. Julij, haben die catholischen stende beradtschlagt, welchermaß die handlung in den andern articuln lauth des khayserlichen außschreibens dises reichsdags furzenemen sei. Vor mittag ist auch der catholischen stende antwort [Nr. 125], ksl. Mt. zu vergleichung der religionsache etc. uff der collequenten schrieft angesternt ubergeben, abgeschriben worden, dergleichen der gemelten stende antwort [Nr. 211] uff der reichsstette supplication [Nr. 210], so den protestirenden nit verwandt, darin sie die gemelten stende gegen ksl. Mt. verclagt haben etc., sub numeris im turckenbuch 23 und 24.

    Dornstags Wilibaldi, den 7. Julij, vor mittag haben die catholischen stende rathe gehalten und ksl. Mt. der [sic!] stenden ain replick in der religionsachen [Nr. 129] geben, namblich, das sie dieselbig sache uff der stende begeren mit dem legaten communiciren und radtschlagen wolle etc. Doch sollten die stende mittlerzeit die ubergeben articul lauth irer Mt. ausschreiben zu disem dage und insonder, friedt und recht etc. belangen, auch furhandt nemen, die beradtschlagen und ir radtlich bedencken irer Mt. mittheilen etc., laut derselbigen schrieft sub numero 25 hernachvolgent und im conciliibuch auch registrirt fol. –- – –: Ksl. etc. Mt. replick den stenden etc.

    Freidag Kilianij und Sambstags Cirillj, den [8. und 9. Julij]17, haben die catholischen und protestirischen [sic!] stende rathe gehalten und unter anderen sich verglichen, das die articul lauth des khayserlichen außschreibens dises reichsdags, nemblich friedt, recht, pollicei, cammergericht und beharrlich turckenhilfe, durch die stend ingemain und khaynen außschuß sollen gehandelt werden. Dergleichen ist ain außschuß uber die supplicacion verordnet, nemblich von den churfürsten, fursten geistlich Speier und Freisingen, fursten Šweltlich Saxsen zu Dresa, Baden, Weingarten prelaten, graven Furstenberg, stette Nurmberg, Speier.

    Sonndag Felicitatis, 10 Julij, hat ksl. Mt. die catholischen stende versamlen lassen und in ir triplick [Nr. 192], dergleichen die kgl. Mt. auch ir triplick [Nr. 193], die turckenhilfe etc. belangent, eroffenen und verlesen lassen, welche darnach abgeschrieben worden und in dem turckenbuch fol. – – – registrirt und sein sub numero 26, 27.

    Am Monndag Pii, den 11. Julij, haben die chatolischen stende vor mittag in der eilenden turckenhilfsache rathe gehalten uff die gesterig röm. ksl. und kgl. Mtt. ubergeben triplickschrieften.

    Dinstags darnach, den 12. Julij, als alle stend in gemain vor ksl. Mt. in irer herberich erschienen, hat ir Mt. in anwesen der kgl. Mt., auch ir, der stende, anzaigen lassen, wie irer Mt. ehaft furgefallen, dardurch ir Mt. verursacht, uff den 22. dises oder zum lengsten uff heut uber 14 dage allhie uffzubrechen und iren weg in Italiam zu nemen, wollt derhalb die stende gnediglich ersucht und an sie begeret haben, wie dann ir Mt. alsbalde thun liesse, sie, die stende, wolten die sachen, darumb diser dag außgeschrieben, zum fleyssigsten helfen furdern, damit dannocht ain male von der sachen khommen werde, alsdan ir Mt. alsbalde ain quadruplick [Nr. 135] mit furgeschlagen wegen, wie in der religionsache und allen anderen außgeschriben articuln zum beschluß dises reichsdags etc. zu khommen sei, sampt 2 des legaten irer Mt. in der religionsache von ime ubergeben schrieften [Nr. 130, Nr. 133] verlesen ließ und darnoch abzuschreiben uberantwort, welchs sich die stende gegen irer Mt. bedanckt und das sie nach ersehener schrieft die furgehalten sachen beradtschlagen und irer Mt. ir radtlich gutbeduncken zum forderlichsten in underthenigkeit anzeigen wollten.

    Alsbalde darnach ist Hg. Carl von Sophoi etc. vor die ksl. und kgl. Mt., auch gmeine stende getretten und durch einen seiner diener ain kurtze lateinisch oracion [Nr. 297]von wegen der entweltigung, einnemung und abgetrungen landts, ime von Kg. Frantzen von Franckreich, seiner schwester sone, gwaltiglich, widder recht und alle billichait begegenet etc., geclagt, auch alsbalde ain theutzsche schrieft [Nr. 298], darinnen alle verlauffen handelung diser seines landes entsetzung nach der lenge angetzeigt etc., verlesen und ubergeben lassen, mit untertheniger und fruntlicher, gnediger pitt, wie darinnen vermeldt etc., welche handlung ksl. und kgl. Mt., auch die stende mitleidlich mit ime vernommen mit erpitten, wohe sie zu abwendung seiner beschwerung etwas furwenden und handlen khonten, darzu weren sie gnediglich, freuntlich und dienstlich geneigt etc. Nach mittemdag umb ein hoer, auch volgenden zwen dage, sient sollichen der ksl. und kgl. Mtt., des legaten und Hg. von Sophoi schrieften verlesen und abgeschrieben worden, wie dan die khayserliche und khonigliche quadruplickschrieften im reichsbuch registrirt numero – – – Sophoi schrieft. Dergleichen haben die chatolischen auch rathe gehalten in der religion- und eilenden turckenhilfesache etc.

    ŠMittwochen Margarethe, den 13. Julij, haben die catholischen stende raths gehalten und sich zweier quintuplick [Nr. 195, Nr. 196], ksl. und kgl. Mtt. widderumb zu geben, vergliechen.

    Dornnstags, den 14. Julij, fruwe haben die rathe bei Hans Megelln, reitpotten, den brief gein Wirtzburg geschickt, sub numeris 23, 24.

    Vor mittag haben die stende ksl. und kgl. Mtt. durch ainen ausschus die zwo quintuplickschrieften uberantwort, als sie dann nach mittag abzuschreiben verlesen worden, im turckenbuch registrirt fol. – – –. Nach mittag sein die catholischen stende zu rathe gangen und die uberigen articul, als nemblich des friedens und rechtens etc., beradtschlagt.

    Freidags Octava Khiliani, den 15. Julij, und Sambstags Eustachij, den 16. Julij, haben die catholischen stende vor und nach mittag in den obgemelten articuln beradtschlagt, dergleichen die churfursten, die altgleubigen stette und die protestirenden stende und stette, doch jeder theil insonder, doch sein die churfursten und die catholischen zuzeitten züsamengangen und ire radtsame gutbeduncken einander muntlich und in schrieften communicirt.

    Den obgenannten Sambstags sient drei schryften abzuschreiben verlesen worden, die erste und ander sein etzlich radtsam gutbeduncken der churfursten und der abwesenden bottschaften und dye dritt etlicher christlichen stende dergleichen gutbeduncken, welchermassen der ksl. Mt. in allen außgeschriben und furhabenden puncten dises reichsdags etc. zu antworten sei, dardurch man zum beschluß dises reichdags khomen moge, wie dann sollich schrieften hernach volgen und in irer ordenung die 36., 37. und 38. sein: 36: Die romisch etc., 37: Als die ksl. Mt. etc., 38: Die christliche fursten etc.

    Disen Sambstag, den 16. Julij, hat auch Hg. Wilhelm von Cleve und Gulich etc. sein gerechtigkhait, so er zu dem hertzogthumb Gelldern und graffschaft Zutphen zu haben vermeint, den reichsstenden in schriften ubergeben, als sie dann hernach im truck volgen fol. – – –.

    Sonndags Alexij, den 17. Julij, hat Ebf. Albrecht zu Maintz Kf. etc. H. Johannsen Weiß [= Weeze] von Niderwesel, erwelten und postulierten zu Costenntz, zu einem bischove doselbst im thumbstieft unter dem hohen ampt, welchs der gedacht von Maintz gesungen und mit grosser solenniteten gehalten, consecrirt wie dann gepreuchlich, und sein dem neuen consecrato die Bff. von Augspurg und Hildeßheim in pontificalibus, dergleichen Saltzbürg, Aichstett, Speier, Passawe und Brixen sampt vilen prelaten, graven, herrn und vom adell beigstanden.

    Nach mittag haben die catholischen in den außgeschrieben reichssachen rathe gehalten und ksl. Mt. ire gutbeduncken, wie sie obgeschriben, die jedes, nemblich die churfursten [Nr. 146, Nr. 147] und gmeine stende [Nr. 149], ides theil insonder, in schrieften uberantwort.

    Mondags Arnolffj, 18. Julij, haben die catholischen vor und nach mittag rathe gehalten und uff ksl. Mt. furschlag Gf. Friderichen von Furstenberg zu einem obersten uber des reichs kriegsvolck widder den Turcken angnomen.

    ŠEs ist auch die antwort [Nr. 151], so die ertzbischove, bischove und prelaten, welhe uff disem reichsdag versammelt, dem bebstlichen legaten der ermanung halb, so er, die reformacion bedreffen, an sie gethan, widderumb in schrieften geben, abzuschreiben verlesen worden, wie sie dan im conciliibuch fol. – – – registrirt und der zall der verlesen schrieften die 39. ist.

    Dinstags Ruffine, den 19. Julij, haben die rethe Michel Henfflin, silberpotten, der 22. und 23. schrieften, gein Wirtzburg geschickt, belangen die reichshandlung etc. und die zwen burger zu Wirtzburg, welcher [sic!] ir geldt uff der Lunenburger Heide gnomen.

    Vor mittag ist auch die declaracion, so der babstlich legat der colloquenten handlung und schrieft halb den reichsstenden thun lassen etc., abgeschrieben worden, wie sie dan ime conciliibuch fol. – – – registrirt und die 40. verlesen schrieft in numero ist etc.

    Vor und nach mittag ist auch von den catholischen chur- und fursten, auch stenden rathe gehalten und vier kriegsräthe dem von Furstenberg, obersten, zugeordenet worden, nemblich H. Gangolf von Gerolßeck Frh., H. Conradt von Boynenburg, genant Khlain Heeß, und H. Wolff Dietherich von Khnoringen und H. Andree Pflug, alle drei ritter.

    Es ist auch abgeschrieben der protestirischen [sic!] stende antwort [Nr. 198], die sie ksl. Mt. der eilenden turckenhilfe und suspension halb der religionsachen am khayserlichen camergericht etc., wie sie dann im reichsbuch fol. – – – registrirt und die 41. schrieft in numero ist. Dergleichen ist abgeschrieben worden der khayserlichen frei- und reichsstette replick [Nr. 212] uff der reichsstende antwort, die stimme ime [sic!] reichsrathe und die absonderung der stette vom reichsrathe etc. belangen, im reichsbuch fol. – – – registrirt, und ist die 42. schrieft in der zale. Gegen dem abent ist auch ankhommen Bastian Peter, silberpott, und die 17. schrieft von unserm gnädigen herrn von Wirtzburgk etc. pracht, allerlei sachen etc. belangen.

    Mittwochen Helte [sic!], 20cd. Julij, haben die catholischen stende radt gehalten und von etzlichen pfennigmeinstern, dem obersten zuzugeben, geradtschlagt, aber nichts beschlossen worden.

    Ksl. Mt. hat auch bei den stenden ingemein anregen lassen, das sie in den ausgeschrieben sachen und, insonder die beharrlich turckenhilfe belangen, eilents furschreiten wollten, dweil die zeit nhunmehr, uff welche ir Mt. uffprechen wollt, herzugienge etc.

    Dornstags Braxedis, den 21. Julij, ist ankhomen Michell Schule, beibot zu Wirtzburg, und die 18. schrieft von unserm gnädigen herrn von Wirtzburg, Gotzenn von Berlichingen etc. belangent, mit ime bracht.

    Die stende haben auch zu allen theiln rathe gehalten der eilenden turckenhilfe und anderer artickul etc. halben. Umb drei hoer haben die stende ingemein Hg. Wilhelmen von Gulich und Cleve etc. gegen ksl. Mt. verbetten [Nr. 233], Šim sein regala zu leihen, so wolle er ksl. Mt. Geldern halb des rechten sein etc. Von sollicher pitt wegen ist ksl. Mt. hart bewegt worden, sich etwas ernstlich gegen den stenden vernemen lassence, dardurch sie, die stend, nit vill dancks verdienet.

    Freidags Magdalene, den 22. Julij, morgens umb 5 hoer ist Hg. Philips von Stetin und Pomern anheims zu geritten. Vor dem morgenimbs haben die rathe Michell Schuelin, beibotten, mit der 24. schrieft gein Wirtzburg zu unserem gnädigen herrn geschickt, allerlay sachen und zuvoran die verclagung des abts von Hailsprun widder sein fstl. Gn. belangent.

    Nach mittag haben ksl. und kgl. Mt., auch die stende ingemain des Kg. von Franckreich pottschaft verantwortung gegen des Hg. von Sophoy verclagung18, hievor auch vor den stenden gethan, angehoret, wie sie dann in truck khomen und hernach zu diser handlung gepunden ist.

    Sambstags Appollinaris, den 23. Julij, ist von allen stenden rath gehalten worden und ksl. Mt. ain sextuplickschrieft zum abschiedt gericht [Nr. 152], alle articul dises reichsdags belangent, ubergeben lassen mit beger, zum eilensten daruff zu radtschlagen und zu beschliessen etc. Sollich sextuplickschrieft ist im reichsbuch fol. – – – registrirt und ist in der schrieften zale 43.

    Die hungerschrischen [sic!] und osterreichsen [sic!] bottschaften haben zwo ermanungsschrieften [Nr. 199, Nr. 200] und pitte, inen uff ir vorgethann ansuchen zum forderlichsten zustatten und hilfe gegen dem Turckenn zu khommen, dweil die hochste not vorhanden und der Turck schon allgereit mit grossen volck in Hungern etc., ubergeben und versehen lassen, wie sie dann ime turckenpuch registrirt fol. – – –, und sein sollich schrieften, nemblich die lateinisch hungerisch unter der zale 44 und die osterreichischen 45. Dergleichen hat der Hg. von Sophoy auch ain lateinisch pittschrieft [Nr. 301] widder des von Franckreich gesterige geth[a]ne entschuldigung etc. ubergeben, im reichsbuch fol. – – – registrirt und ist unter der zale die 46. Nach mittag sient die obgenanten 4 schrieften zu den barfusserern abzuschreiben verlesen worden und bei 80 personen geschrieben.

    Alle stende in gemein, doch jedes theil, wie obgemelt, insonder, sein zu radt gewesen und der ksl. Mt. sextuplickschrieft beradtschlagt, doch dißmale nichts entlichs beschlossen.

    Sondags Christine, den 24. Julij, die gemeine stende zu allen theiln sient zu rat gangen vor und nach mittag in allen außgeschriben und bißher gehandelten sachen. Nach mittag sient verlesen und abgeschrieben worden ein gutbeduncken, die beharrlich turckenhilfe belangent [Nr. 202], ime turckenbuch fol. – – – registrirt sub numero scriptorum 47. Uff das ain abschiedt der gehaltenen visitation des camergerichts, anno etc. 1533 des Maij zu Speier Šgehalten [Nr. 333], im reichsbuch fol. – – – registrirt sub numero scriptorum 48.

    Monndags Jacobj apostoli, den 25. Julij, haben die rethe Bastian Peternn, silberpotten, mit der 25. schrieft gein Wirtzburg geschickt, belangent die turckenhilfe und die collaciones der zwaier prebenden etc.

    Vor und nach mittag siend alle stende zu rath gangen und in den bißanhere gehandelten sachen zu furderung des abschiedts geradtschlagt.

    Dinstags Annae, den 26. Julij, sint die stende abermals vor und nach mittag zu rath gangen und wie vorgemelt zum abschiedt dises reichsdags geradtschlagt, welchermassen alle sachen zu vergleichung und anstandt gepracht werden mochten. Nachmittag ist verlesen und abgeschrieben worden die 49. schrieft etc., ist der stende septuplick [Nr. 155] in den bißanhere beradtschlagten sachen zu furderung und beschliessung des abschiedts, ime reichsbuch registrirt fol. – – –. Dergleichen ist vor verlesen und abgeschrieben worden ein schrieft, darinnen ksl. Mt. H. Julium Pflug und Johann Gropper entschuldigt [Nr. 159], das sie in dem gehaptem colloquio mit vleiß und gehaptem befellich nach gehandelt etc. und ist die 50. in der zale im conciliobuch fol. – – – registrirt. Des babstlichen legaten ermanung an die stende [Nr. 157], das sie vom nationalconcilio nichts in den abschiede setzen sollten etc., und der stende antwort daruff [Nr. 158] sub numero 51 und 52 siend in concilibuch registrirt fol. – – –. Disen dag siend auch Mgf. Jorg von Brandenburg etc. und vill ander stende, auch vom khayserlichen und khoniglichen hoffgesinde amheims zu abgeritten. Gegen dem abendt ist ankhomen Jorg Schreiberlein, beibott zu Wirtzburg, und zwai schreiben von unserm gnädigen herrn von Wirtzburg an die rathe pracht, des ein, den von Lenhrochtcf ir lehen zu leihen etc., und das ander, einen wagen zu Nurmberg gein Wirtzburg furen zu lassen, belangent etc. Der babstlich legat hat ain schreiben, an unsern gnädigen herrn haltent, in unser herberich geschickt, darinnen er, die sachen mit den 2 praebenden zu furdern, sich erpeut etc.

    Mittwochen Panthaleonis, den 27. Julij, ist früwe hinweggeritten Mgf. Albrecht der junge von Branndenburg zu Onoltzbach, dergleichen ander vill stende, auch der ksl. und kgl. Mt. diener und hoffgesinde. Vor und nach mittag ist auch zu allen theiln rathe gehalten worden in allen sachen und haben die rethe etwas lang geweret.

    Dornstags, den 28. Julij, ist auch von gmeinen stenden zu allen thailn vor und nach mittag embsiglich rathe gehalten worden cgund vill hin und widder zu allen theiln ime furhabenden reichsabschit gegrubelt worden-cg.

    Nach mittag umb 5 hoer sient die 8 pferdt und knecht von Wirtzburg ankhomen und dem hoffmeinster ain schrieft bracht. Schreiberlein, der beipott, ist auch wider anheims gangen.

    ŠFreidags Beatricis, den 29. Julij, fruwe umb sieben hoer sient alle stende uff dem radthauß versamlet erschienen und geradtschlagt vom reichsabschiedt, so disen dag beschlossen und verlesen werden sollt etc. Darnach umb 8 hoer ist die röm. kgl. Mt., unser allergnädigster herre, mit irem hoffgesiende auch in die reichsversa[m]lung in guter anzale khommen, und, als ir Mt. alle stende zusamenberuffen lassen, hat ir Mt. den stenden personlich und muntlich zu erkennen geben, wie irer Mt. von irem christlichen kriegsvolck, so sie ime leger vor Ofen haben, gewisse khontschaft zukhommen, das der erbvheindt, der Türck, denen zu Ofenn ain dapfere hilfe bei 6.000 zu roß, wie man sagt, zuverordent, welche vor ime zogen und darnach zoge er selbst mit 200.000ch starck, die cron Hungern verner zu uberfallen, auch den munch und die andern in Ofen zu retten und verner irer Mt. lande und leuth zu verderben, welcher des tiranischen Turcken macht und ubermessige gewaldt die ime leger vor Ofen alle dage mit fürsteendem schaden gewertig sein musten, derwegen irer Mt. fruntlichs, gnedigs begern und ersuchen, gemeine stende und ain jeder insonder wolle sich nach uffgerichtem reichsabschiede und verlesung desselbigen anheims verfuegen und versehung thün, das jeder stande sein anzale der eilenden hilfe vermoge des anschlags und itzt uffgerichten abschiedts mit vleiß und zum eilesten erlegte und khain mangel erscheinen lassen wollten und das die stende, so am nechsten gesessen, auch diejhenigen, so damit allhie gefast, ire anschlage itzunt erlegen und damit nit seumig sein wollten, in bedencken allerlai umbstende und des gemelten erbvheindts ubergrossen macht und tirannei. Dann wohe er itzunt abermalls (do Gott vor sein sol) den sieg behalten solt, were zu besorgen, das er nit allain die cron Hungern und Osterreich innemen, verheren und verderben, sonder auch sein tirannisch furnemen weiter in das hl. reich theutzscher nacion uben und geprauchen wurde etc. Und hat ir Mt. diß furpringen mit grossem ernst gethann.

    Volgendts hat ir Mt. etzliche sondere sachen zwischen den stenden furgnomen, die sampt etzlichen irrungen, so sich des abschiedts halb zugetragen, verglichen, darnach ist ir Mt. widderumb von der reichsversamlung und radthauß abgeschieden und sich zu der ksl. Mt. gefueget.

    Volgents umb zehen hoer, als die reichsstende und der abwesenden botschaften uff befellich der ksl. Mt. noch in versamlung gewesen, seint bede ire ksl. und kgl. Mtt. uffs radthauß zu der reichsversamlung geritten khommen, auch inen Kff., Ff. und stende entgegengangen und in den sale zu dem khayserlichen stule belaithet, doselbst die ksl. Mt. nidergesessen, dergleichen die kgl. Mt. zu rechten, auch die anderen churfursten und der abwesenden botschaften zur rechten und lincken handt irem prauch nach auch nidergesessen, doch einerci staffeln niderer dan die ksl. Mt. Aber die anderen fursten, geistlich und weltlich, auch die prelaten, graven, herrn, stettleuth und der abwesenden stende Šbottschaften (dweil sich dises gehalten reichsdag zwischen den reichsstenden der preeminentz, session und standts halben allerlei irrung gar neidisch und hessick zugetragen, aber unverglichen plieben) siend gerings herumb halbzircksweiß umb die ksl. Mt. gestanden, also, das in der mitte vor irer Mt. ain platze gewesen, darinnen etzliche ksl. und kgl. Mtt. camerdiener, item, des reichs erbmarschalck Wolff von Pappenhaim mit dem plossen schwerdt, auch der theutsch heroldt, Germania und Landenberger genannt, sampt anderen gestanden.

    Und nachdem jederman uff vorgeende ermanung also gestanden und es still worden, hat ir ksl. Mt. durch Hg. Friderichen Pfgf. zu verlesung und anhorung dises jetzt zu schliessen [sic!] reichsdag uffgerichten und zu allen theiln bewilligten abschiedts ain khlain vorrede thun lassen, mit gnedigstem begere, sollichem abschiedt nachzukhommen und zu gleben. Dweil auch ir Mt. mit hilfe des allmechtigen in willens und furnemens were, noch anheut gentzlich von hinnen von inen iren abschiedt gnediglich und ire raiß uff Italiam und villeicht weiter de[m] hl. röm. reich, auch gemeiner christenhait zu wolfart undcj gedeien zu nemen, wolle ir ksl. Mt. sie alle samenthaft und einen jeden insonder Gott dem allmechtigen befelhen, gesegnet und gnedigst erinnert und gepetten haben, sie wollten sich samptlich und ain jeder insonder irer Mt. abwesens im hl. reich christlich, fridtlich und schietlich gegeneinander halten, erweisen und erzaigen, domit friedt und ainigkhait ime hl. reich erhalten und das in gedeien und uffnemen gepracht werden moge. Darzu ir Mt. als ain christlicher, milter khaiser auß vatterlichem gemut und christlicher liebe, so sie zum hl. reich und gmeinen stenden, wie sie dan bißanhere irer Mt. regirung allzeit gnediglichst gethann, hinforter wie bißhere auch zum treuwlichsten und gnädigsten gneigt, fürderlich, radtlich und hilflich sein wollt etc., mit erpittung, das gegen inen, den stenden, samptlich und ainem jeden insonder gnediglichst mit allen gnaden zu erkennen, zu bedencken und in gutem niemer zu vergessen etc., und auch den stenden ingemain ires erscheinens gnedigst dancksagen lassen. Auch alßbalde den bewilligten und beschlossen reichsabschiede dises gehalten reichsdag zu verlesen bevolhen, welchen Mellcher Vogt, maintzischer und des reichs secretari, angefangen, dweil er aber etwas unverstentlich zu horen, darnach durch Dr. Jacoben Jonam, maintzischen cantzler, biß zum ende verlesen und wolverstentlich pronunctyrt worden.

    Nach verlesung deß itzt angeregten abschiedts haben sich die catholischen und protestirenden ider theil insonder zusamengethan, sich beradtschlagt, miteinander bespracht und nach gehaptem bedencken ider theil an etzlichen articuln und worteren, im abschiedt verleibt, beschwerung gehapt und die etwas ungleich verstanden, auch alsbalde derhalb ire beschwerungen vor beden der ksl. und kgl. Mtt. muntlich vorgetragen, in welchen beschwerungen bede ire Mtt. zu vergleichung und einhelligem verstandt derselbigen vill muhe und vleiß furgewendt, also das sich dise handlung biß schier umb 2 hoer nachmittemdags Šverzogen. Als aber sollich bederseits beschwerungen durch die ksl. und kgl. Mtt. mit der stende vorwissen zu entlicher vergleichung dißmals nit gepracht oder abgehandelt werden mogen, hat ir Mt. (wie dann hernach gescheen), solliche zu beden theiln furprachte beschwerung der articul und weiter ime abschiedt auß kayserlicher machtvolkhommenheit zu declariren und zu ercleren, uff sich genommen und irer Mt. vorbehalten, wie sie dann hernachmals gethann und am volgenden plate registrirt ist.

    In unterhandlung dises genomen abschiedts haben etzliche stende wider ire widersacher, als nemblich der Bf. zu Hildeßhaim wider Hg. Hainrichen von Braunschweig und der Hg. von Sophoy wider den Kg. von Franckreich und andere meher andere sachen halber heftig angehalten, inen irer clage und entstanden rechtens zu verhelfen etc. Es haben inen aber die ksl. und kgl. Mtt., auch die reichsstende (wie gepreuchlich) gute vertrostung gethan und die sachen dißmals beruwen lassen.

    Und als dise reichshandlung und beschluß des abschiedts sein entschaft erreicht, haben gemeine stende der ksl. und kgl. Mtt. der besuchung und haltung dises reichsdags, auch aller gepflogen und furgwenten handlung gantz untherthenigen und unterthenigsten danck durch Dr. Jacoben Jonam, maintzischen cantzler, sagen lassen, auch beden iren Mtt. und in sonderhait der röm. ksl. Mt. zu iren vorhabenden reisen und zugen von Gott dem allmechtigen vill glucks und alle wolfart gewunschet und sich in [= ihnen], beden iren Mtt., zum unterthenigisten befelhen lassen, mit unterthenigster pitt, bede ire Mtt. wollten gmeine stende und ainem jeden insonder in gnedigstem, gnedigem schutz, schirm und befelch haben, sie, des hl. röm. reichs und gmeiner christenheit obligen und sachen gnedigstlich und gnediglich bedencken und zu hertzen furen, auch irer allergnedigste und gnedige khaiser und khonig sein und pleiben, das wollten sie, umb beder irer Mtt. wolfart, gluckliche regirung und langwirige gesontheit Gott den allmechtigen zu pitten, niemer vergessen und mit iren schuldigen, unterthenigen, unterthenigsten, gantz willigsten diensten in aller unterthenigkeit zu verdienen, als die unterthenigsten, unterthenige reichsstende und gehorsame glieder allzeit die willigsten und gehorsamsten sein und pleiben19.

    ŠNach sollichem beschluß und bedanckung, als eß schier umb 2 hoer nach mittag gewesen, sein bede, die ksl. und kgl. Mtt., uffgestanden, die personliche anwesenden churfursten, fursten, prelaten, graven und herren mit gebung irer hende und zugehorenden gnedigen worten gesegnet, volgents vom radtshauß gangen, uffgesessen und die ksl. Mt. mit der kgl. Mt. (dweil sie alle ire hoffgesinde vorauß uff den weg durch Baiern uff Munchen zu geschickt) in ir herberich mit belaithung der anwesenden stende geritten, das mittagimbs doselbst miteinander eingnomen. Umb 4 hoer hernach ist die ksl. Mt. uffgesessen und mit wenig pferden und ghar keinem pracht, auch mit geringen, schwartzen kleidern angethan, zu der statt hinaußgeritten und ire raiß uff Italiam durch Baiern und das gebirge gnommen. Ir Mt. haben biß in feldt belaithet kgl. Mt., Mgf. Joachim Kf. zu Brandenburg, Hg. Hainrichen von Braunschweig, auch andere meher fursten und stende.

    Die röm. kgl. Mt. ist nit lang in sollicher beleitung gewesen, wider in die stat khommen, dise nacht aldo plyeben, die sachen dohin gericht, domit der abschiedt in schrieften verfertigt und besieglet worden, auch etzliche irrung, die sich mit den frei- und reichstetten besigelung halb des abschiedts zugetragen, verglichen, wie dan sollich handelung durch ein schrieftlich protestation bey der maintzischen churfurstlichen cantzlei.

    Sambstags nach Jacobj, den 30. Julij, umb 10 hoer vormittemdags ist die röm. kgl. Mt. mit irem hoffgesinde uff die Thonauw zu schieffe gesessen und in die niderosterreichische lande gefaren. So sein gmainlich alle churfursten, fursten, stende und der abwesenden bottschaften dise zwen dage auch uffgeprochen und jeder anheims gezogen.

    Diesen dag haben unsers gnädigen herrn von Wirtzburg rathe die ersten zwen monat der eilenden turckenhilfe, thut 1.428 fl. an khronengoldt merertheils und das uberig an guter grober muntze, hinter ainen erbern rathe zu Regennßburg uff gepurlich quittantzen erlegen und entrichten lassen, domit je an iren fstl. Gn. khain mangel an allem dem, so ksl. etc. und kgl. Mtt. zu unterthenigsten ehr und gefallen, auch dem hl. röm. reich und gemeiner christenhait zu uffnemen, guttem und wolfart gedeien und reichen mocht. Dergleichen haben sie den haußwirt Hainrichen Pfortner und sonster [sic!] andere herberich, so bestellt gewesen, sonst auch alle, die mit dem kuchenschreiber proviands und anders halb zu thun gehapt und gehandelt, zufriedengestellt, bezallt und vergnugt, also das jederman wol benugig zufrieden gewest und der bezalung sampt der vererung sich bedanckt. Und uber die bezalung haben gemelte rathe dem Pfortner 1/2 fuder des besten franckenweins, etzlichen uberplieben habern, gerstenck, heuw, strohe und anders, dergleichen jedem haußgesinde ain gepurendt geltschenck gethann, welchs sie alle mit grosser danckbarkeit zufrieden gewest. Haben disen dag dye cantzleibucher und anders, waß der cantzlei zustendig, auch ire kleider und anders einpacken und -schlagen, uff Šain angedingten wagen laden lassen, dasselbig sampt etzlichen personen als kuchenschreiber, khoch, schencken und anderen gein Wirtzburg zu furen, und sich also zum uffprechen geschickt.

    Disen dag sient auch abzuschreiben verlesen worden von den maintzischen cantzleiverwanten:

    Der churfursten, fursten und aller stenden gmeiner radtschlag und gutbeduncken nach der lenge uber den articul, die beharrlich hilfe bedreffen [Nr. 204], im turckenbuch fol. – – –; röm. kgl. Mt. gegenantwort [Nr. 206], den reichsstenden der beharrlichen hilfe halb etc. geben, im turckenbuch; der ksl. Mt. gegenantwort und erpitten [Nr. 205], den reichsstenden der beharlichen hilf halber geben, im türckenbuch fol. – – –.

    Nota: Der Reichsstende letzte schrieft [Nr. 207], domit dise handlung der eilenden und beharrlichen turckenhilf halb beschlossen, noch den obgemelten dreien schrieften volgent und schliesent, darzu gehorendt, so die stende der röm. ksl. und kgl. Mt. geben ist am volgenden Mondag Vincula Petrj, den 1. Augusten, verlesen worden etc. und volgt im turckenbuch fol. – – –.

    Am Sondag Germanij, den 31. Julij, fruwe zwischen funf und sex horen sient unsers gnädigen fursten und herrn von Wirtzburgs etc. rathe, zu disem gehalten reichsdag verordenent gewesen, namblich H. Daniell Stibar, thumher und probst zu Haug, Hainrich Truchsas von Wetzennhausen, hoffmeinster, und Georg Farner Dr., cantzler zu Wirtzburg, sampt denen, so inen zugeben, mit elf pferden, so vil personen und auch dem angedingten geladen wagen und daruff verordenthe personen, cantzleitruhen und plunder uffgeprochen, anheims uff Wirtzburg zu gezogen und am volgenden Mittwochen, den 3. [August]20, mit den pferden, aber der wagen am Dornstag darnach zu Wirtzburg einkhommen.

    Und dweil nach etzliche schrieften sampt ain theil des reichsabschiedts zu verlesen und abzuschreiben gewesen, haben die rethe Ewalden Creutznacher in der wirtzburgischen cantzlei doselbst zu Regennßburg mit einem knecht und 2 pferden gelassen, sollich theil des uberigen abschiedts und anderer schrieften abzuschreiben. Als dan des vorgenanten dags ain theil desselbigen abschiedts, doch nit ghar, abgeschrieben worden, dergleichen ain schrieft [Nr. 302], so gmeine stende an Kg. Frannciscum zu Franckreich vor Hg. Carlln von Sophoy seins ime mit gewaldt und on alle recht entwerdten landts halb gethan, welche doch nit von maintzischen verlesen, sonder sonst bekhommen worden, hernach im reichsbuch fol. – – –.

    Mondags Vincula Petri, den ersten Augustij, siendt die bestallung der obersten kriegsrethe und pfenningmeinsters sampt der anderen befellichhaber verlesen worden etc. [Nr. 214–220], ime turckenbuch fol. – – –, dergleichen die aidt und pflicht in schrieften verfast [Nr. 221], welche die gemelte obersten, auch andere hauptleüth und befellichhaber, uber die eylendt turckenhilfe gesatzt und Šverordent, der röm. ksl. Mt. und des hl. röm. reichs stenden gethan haben etc., und volgen im turckenbuch fol. – – –.

    So ist dises gehalten reichsdags abschiedt dises dags [Nr. 941] vollent gantz auß verlesen und collacionirt, also das dieser gehaltener reichsdage und alle desselbigen handlung domit beschlossen worden, und volgt hernach fol. – – – usque – – –.

    Der allmechtig Gott wolle alle ding zum besten wenden, dardurch sein gottlicher name gepreiset, die gmeine christenhait zu rechtem, warem, christlichem glauben und verstandt bracht, friede, ruwe und aynigkhait ime hl. röm. reich und unter allen christen erhalten werde, dardurch dem erbfeindt der christenhait, dem Turcken, widerstandt gescheen und die armen, betrangten christen von seiner unmenschlichen tirannei erledigt sein und pleiben mogen, amen.

    Den nachgeenden Dienstag, den 2. Augustj, hat sich der genant Ewaldt Creutznacher mit allen, denen es [sic!] von unsers gnädigen herrn wegen zu thun gehapt, guttlich verglichen, sich gerust, volgenden Mittwoch, 3. Augustj, fruwe uffgewest und am nachgeenden Sambstag Sixtj zu Wirtzburg mit Gottes hilfe glucklich ankhommen.

    Die zwo declarationes oder erclerung [Nr. 951, Nr. 949], so die ksl. Mt. den catholischen und protestirenden stenden uber den abschiedt dises gehaltenen reichsdags jedem zu seinem theil geben und allererst hernachmals, als ksl. Mt. in Italien gewesen, ime hl. reich und sonderlich zu Speier am khayserlichen camergericht publicirt und eroffenet worden, siennt nach dem abschiedt fol. – – – registrirt.

    Wie man nach diesem gehalten reichsdag gesagt und schier khain heling gewesen, so sein ausserhalb des reichsabscheits, so alle stende uff diesem reichsdage bewilligt, durch die protestirenden ingemain ain sonder [Nr. 960], cldurch die protestirenden stette ain sonder-cl und durch die catholischen stette auch ain sonderer abschiedt und verstandt gemacht und uffgericht worden [Nr. 959], also das durch die unverglichen irrung der religion sollich spaltung und zertheilung in die glieder des hl. röm reichs khommen. Gott fuege alle ding zum besten.

    Nach der ksl. Mt. abzug haben sich die frei- und reichsstette, die stat Regennßburg umb siegelung zu pitten, geweigert und bey röm. kgl. Mt. ire beschwernus, das stimmen ime reichsradt und anders etc. belangent, furgewendt, welche beschwerung dye kgl. Mt. (wie sie anzeigen) inen nit geunbilligt, mit meldung, sie sollten dißmals die siegelung thün lassen und ire beschwernus mit protestacion in die maintzisch cantzlei geben; wollt ir Mt. zu khonftigem reichsdage mit rathe und gutbeduncken der reichsstende einsehens, domit sie sollicher furgewendten beschwernuß abkhomen und derhalb zufrieden sein mochten etc. Dises hat sich Jheronimus Baumgarter, burger und des raths zu Nurmberg, uffm frenckischen kreißdag, zu Winßhaim den 24. Octobris hernach gehalten, als der Šstimmung halb ime kreisrathe doselbst irrung furgefallen, sich auch vernemen und horen lassen.

    Als diser gehaltener reichsdag sein entschaft erreicht und die stende anheims khommen, haben Philippus Melanchthon zu Wittenberg und Martin Butzer zu Straßburg, jeder insonder, die acten der religionsache oder christlichen gesprechs, zu Regenßpurg gehandelt, ime trucke außgehen und allenthalben publiciren lassen.

    Nota: Hernach soll sumarie registrirt werden, waß personen von unsers gnädigen herrn wegen zu Regensburg gewest, wie der khosten alldo erhalten, was uffgangen zu zerung, haußzins, geschenck, bottenlone und anderem etc.

    «Nr.70 Freisinger Protokoll – [Regensburg], 1541 April 5–Juli 26 »

    München HStA, Hochstift Freising Kasten blau 200/12, unfol. (Beheim gen. Spieß eighd.); ÜS: [Jesus]; v. a. Hd.: Regenspurg und München HStA, Hochstift Freising Kasten blau 221/8, fol. 35r–41r (Konz., Fragm.)1.

    Summaria registratura actorum in conventu imperiali Ratisbonensi anno 41.

    An Erichtag nach dem Suntag Judica [1541 April 5] ist des reichstags anfang gemacht worden, also das das ambt im thumbstift praesentibus Cesare et principibus catholicis, licet non omnibus gesungen und volgendts ksl. Mt. erstlicher furtrag [Nr. 29] auf dem rathauß verlesen worden.

    Am Sambstag darnach [1541 April 9] ist man auf vorgend ansagen zu morgens umb acht ur zusamenkhumen, aber auf ksl. Mt. furtrag nichts gehandelt, sondern den halben tag mit dem Hg. von Saphoj verzert, welcher sich als ain furst und glid des reichs anzaigt, sich in reichsrath zuzulassen und bei den reichshandlungen zu sein zu vergonnen, begert, welchem begern curfursten und fursten statzuthun sich entschlossen, doch das dasselb den protestierenden zuvor auch angezaigt und ir mainung da[rin] verstanden werden sollt adurch darzue verordente von curfursten und fursten–a. Solchs zu thun, ist den protestierenden, auf ain ur nach mittag auf dem hauß zu erscheinen, angesagt.

    Item, Sonntag Palmarum [1541 April 10] ist gleichwol angesagt worden, desselben [sic!] aufs hauß zu khomen umb 3 uren nach mittag, ist aber wider abkhündet (und angesagt auf Montag hernach umb 6 uren zu erscheinen).

    Illa die haben die fursten und stende geratschlagt, wie und welhermaß der ksl. Mt. antwurt zu geben sey auf iren furtrag, aldo nach dem von Triendt und Saltzburg [hat Hg.] Wilhelm in Bayrn Dr. Leonharden von Eckh seiner fstl. Gn. maynung und bedenckhen den andern fursten und stenden furtragen lassen. Ders[elb], was bemelter kayserlicher furtrag in sich helt, nach lengs erzelt und Šin funf tayl getailt und erstlich belangend das concilium; furs ander, das ksl. Mt. rats begert, wie der religion sach halben zu handeln; furs dritt, wie ksl. Mt. ain fuschlag thut der erkhiesung halben der personen; am vierten, das solh weyter handlung und gesprech dem augspurgischen abschid unvergreyflich sein sollte, und furs letzt und funft, wie dem Turkhen widerstandt gethon werden solle. Auf welche funf articl gemelter Dr. Eckh Hg. Wilhelmen guetbedunckhen sein anzaigt, nemblich, sovil das concilium belangt etc., das ksl. Mt. sollt aufs underthenigst danckh gesagt werden irer Mt. derhalben bei bäpstlicher Hlt. angekherten vleis etc. Furs ander, bet[reffend] die religion, gedächte sein gnediger her bei der alten, waren religion, so von zeit der apostel herpracht, die heiligen concilia gehalten, wie seiner fstl. Gn. voreltern gethon, auch, dieweil er lebte, zu beleyben. Wolte es auch bei den handlungen, so hievor zu Augspurg und Regens[purg] beschehen, beleyben lassen, mit dem anhang, das khayser und bapst alß die obristen haupter weiter darin wol werden wissen zu handeln. Furs dritt achtet sein fstl. Gn., das der ksl. Mt. der furschlag, antreffend die erkhiessung der personen zum gesprech, abzuschlahen sein solt, auch [sic!] etlicheb ursachen, so er auch nach lengs erzelt, darunter die furnembst, das ksl. Mt. der personen der stendt nit khundtschaft het und also nur die nemen und erkhiesen wurde, die irer Mt. durch andere angezaigt, welchs mißlich. Item, das es ain neuerung sein wurde, dan hievor in gleichen fällen nit beim khaisser, sonder den stendten die waal und erkhiesung gewest. Item, so wär hievor auß solchen gesprechen nur ergers ervolgt, khein pesserung, die widersacher nur mer darauß ersterkht weren in irem vorhaben. Aber des alles ungeacht und damit ksl. Mt. dannocht gewillfardt, wolt sein fstl. Gn. ir gevallen lassen, das ksl. Mt. solh ursachen entdeckht und, das ir Mt. die personen mit wissen der stendt erkhiessen möcht, heymgestellt haben. Belangendt den vorbehalt des augspurgischen abschids ließ es seine fstl. Gn. auch bei ksl. Mt. furschlag beleyben. Den Turkhen betreffend wolt sein fstl. Gn. seiner zeit sein maynung auch anzaigen.

    Diser maynung haben all fursten und potschaften gevolgt, allein was Speyr vermeldet, das die restitution auch gemelt werden sollt, item, vermeinet, die relation des gesprechs, zu Worbs [sic!] geschehen, sollt vermuege des abschids vorgangen und beschehen sein. Diser maynung haben sich der curfursten potschaften mit den fursten auch vast verglichen und sind zu inen geschikht worden Wormbs, Wuirtzburg, Hg. Wilhelm und Gulch.

    Nach solicher vergleichung sind verordent worden auf der geistlichen cfursten panckh Saltzburg person[lich], auß potschaften Worbs [sic!], prelaten Weingarten–c, ksl. Mt. die antwurt [Nr. 89], so sy in schriften begriffen und gehort, zu uberantworten.

    ŠErichstags, 12. Aprilis haben die verordenten curfursten, fursten und potschaften relation thun der antwurt, so ksl. Mt. auf die uberantwortet schrift gegeben, welhe dohin gelaut, das on not, ir ksl. Mt. danckh zu sagen, dan sein Mt. solhs von ambts wegen zu thun schuldig. Soviel die verordnung der personen zum gespräch betr[effe], begert wie im ersten furtrag, seiner Mt. die waal der personen haymzustellen und seiner Mt. zu vertrauen, wolt sein Mt. die dermassen erkhiesen, darob churfursten und fursten gefallens haben sollen, und sollen khein mißtrauen in ine setzen etc., mit beger, ir Mt. furderlich ir verrer meynung anzuzaigen.

    Volgends eadem die hat man rat gehabt und, wes der ksl. Mt. weyter zu antwurt zu geben, erwegen. Und sind vast der halb tail auf der erst Hg. Wilhelms maynung verhort [= verharrt], nemblich das die stende erwelen sollten auß den erzelten ursachen, dawider aber die andern votirt, solh wal solt ksl. Mt. haymzustellen sein, und, alß der curfursten potschaften sich diß abendts nit entschliessen mugen, ist man an [= ohne] vergleichung abgeschaiden.

    Mitwochs, den 13. Aprilis ist man umb 5 ur vor mittag wider zusamenkhomen, zu dem der curfursten gesanten verordent, ir bedenckhen zu vernemen, als beschehend. Und ist ir ratschlag gewest, das der ksl. Mt. die waal haimgestelt werden sollt an ainichen anhang [Nr. 91] und sonderlich der clausel ‚unvergrifflich des augspurgischen abschids‘, in bedenckhung, das in dem khaisserlichen furtrag solhe clausel verleibt; dabei es die fursten und stende beleyben lassen.

    Aber der stett halben ist furbracht, das sy ir antwurt ksl. Mt. selbs geben [Nr. 90], und sich in solhem von anderen stenden gesundert contra morem etc., darauf beschlossen, wen die negst zusamenkhunft geschehe, solt geratschlagt werden, ob inen, solh uberantwortung zu thun, geburt. Eodem die ist auch beschlossen, die antwurt und replic zu schreyben zu geben und derhalben 1 stundt zu benennen, welh beainigung und abschreyben 13. Aprilis beschehen.

    Festa pascalia.

    Volgendts am Pfintztag, den 21. Aprilis sind Kff., Ff. und stendt aufm hauß erschinen, den Hg. Fridrich Pfgf. von ksl. Mt. wegen durch sich selbs anzaigt, die röm. ksl. Mt. het auf der Kff., Ff. und stende jungste gegebne antwurt und haimstellung die personen etc. erkhiest und die verzaichnus derselben denen von Maintz zugeschickht mit bevelh, dieselben personen den ständen zu eröfnen, des sich aber Maintz auß etlichen ursachen und sonderlich der, das es, also zu handeln, ein neuerung, zu thun verwidert und entschuldigt. Solhem nach und zu furderung hett die ksl. Mt. sein fstl. Gn. bevolhen, solche verzeichnus [Nr. 93] furzuhalten, als seine fstl. Gn. thät, mit beger, von ksl. Mt. wegen des verzugs kheinen misfallen zu haben, henckhet auch daran, bittend, seins so lang [sic!] hinaufkhomens unbeschwert zu sein, dan sein fstl. Gn. durch schwachait verhindert worden, ee hinaufzukhomen.

    ŠNach solchem ist mein gnediger herr von [Newburg] mit Hg. Fridrich biß uber die stuffen des rathauß gangen sambt etlichen potschaften.

    Volgendts ist die kayserlich uberantwurt nomination der personen beratschlagt und, alß man die ratschleg zusamentragen, edurch curfursten, fursten und stäte–e ainhelligklich verglichen worden, also das es bei ksl. Mt. nomination beliben, dan wiewol etlich vermeint, die ksl. Mt. zu ersuechen sein, etlich fursten ausser der 6 nominierten zu oberen zu ordnen, item, verner das der restitution der guther gemelt werden sollt, so ist es doch nit das merer gewest etc.

    Eadem die het man zum abschreyben aufs hauß verordent umb 1 ur nach mittag.

    Eadem die haben sich die potschaften der 5 niderostereichischen land ansagen lassen durch den marschalh und gepeten, in hirauf schierste zusamenkhunft in irer werbung zu horen [... ... ... ...?]f. Eadem die haben die munsterischen gesanten, vor mir session zu haben, begert, das ich inen nit gestatten wollen, derwegen jhenige gegen dem marschalh protestirt, das irem hern solchs on schaden, das ich in seinem wert etc. gelassen.

    Am Sambstag vor Quasimodogenitj, den 23. Aprilis sind der curfursten potschaften, fursten und stende aufm hauß erschinen, denen ksl. Mt. durch Dr. Navio und Hg. Fridrichs cantzler furtragen lassen, ire Mt. habg mit den sechs personen, so ir Mt. auf die beschehen der stendt haymstellung erwelt, gehandelt, sich der sachen zu undernemen, welche sich abermalen, solchs zu thun, etwas hoch beschwärt, yedoch zuletzt uf sich dero zu underfahen bewilligt. Dieweil aber neben anderm fur guet angesehen, ainen fursten zu aim superattendenten und presidenten und hetlich personen zu demselben–h zu erwelen, auf das alle handlung dester richtiger volfurt werden möht, begert die ksl. Mt., ir zu raten, wer derselb furst sein solt. Furs dritt wer ir Mt. bericht, wie ain merklicher hauf landskhnecht im stift Bremen versamelt lagen, schaden täten etc., derwegen der Ebf. von Bremen ir Mt. umb rath, hilf und einsehung ersucht, darauf begert rhats der stendt, wie und welhermaß als nemblich mit aim mandat oder in ander weg etc., das auch der erzbischof, ime, anhaimbs zu ziehen, zu erlauben, angesucht, das sein ksl. Mt. auch on rhat der stendt nit thun wollen.

    Als aber lauter furtragen worden, wasserlai personen neben dem fursten erwelt werden solten, hat man zu den kayserlichen gesanten verordent, die haben die leuterung gethan, das ksl. Mt. gemuet hierin sei, das der furst ain oder zwen gelert zu ime nemen solle als zeugen und mitsuperattendenten, wo ichts zu stritt khomen solte, zu bezeugen, was und wie und mit welchen worten gehandelt und [...?] werd. Dapei es die fursten und stende pleyben lassen. ŠUnd als volgendts solhe ksl. Mt. gesanten räte werbung im fursten- und der stedt rät beratschlagt worden, ist durch die maisten stymb fur gut und ratsam geacht worden, das die waal ains fursten ksl. Mt. haymgestelt werden solle, entsprechend der bereits getroffenen Entscheidung. Diskussion über die Anregung, dem Kaiser den Ebf. von Salzburg, den Bf. von Speyer oder den Bf. von Augsburg zur Beiordnung zum Kolloquium vorzuschlagen. Und ist in summa das maist gewest die haymbstellung etc.

    Betreffendt das khriegsvolkh, so im ertzstift Bremen ligen sollt, war das maist, der ksl. Mt. zu raten sein, das ir Mt. ain ernstlich mandat wider sy außgeen ließ und daneben den anstossenden fursten und stetten, das denselben gelebt wurde, beystandt und hilf zu thun, zu bevelhen. Das auch furs dritt ksl. Mt. dem Ebf. von Bremen anhaimbs zu ziehen erlauben sollte, doch das er yemandt [an] seiner stat mit genugsamem gewalt hinder sich verlassen sollte.

    Als nachmalen der curfursten und fursten ratschlag zusamengetragen, waren die vast ainhellig, allein der curfurstlichen räte in dem [anderß], das die fursehung ksl. Mt. aufgelegt werden sollte, namblich welch maß, gstalt und weyß das kriegsvolkh [uß] dem stift gebracht werden mocht, dapei es bliben.

    Negst hernach volgender täg als 24., 25. etc. Aprilis hat ksl. Mt. [vor] presidenten gewelt, aber [non obstante?] was oben vermeldt, nit nur ainen etc., sonder zwen als Hg. Fridrich und Granuel und den adiungirt in testes ex parte nostra den maintzischen marschalh oder hofmeister Eberharden Rudt, einen collnischen gesanten, den N. Gf. zu Manderschiet2 und den pfalzischen vicecantsler3; ex parte altera den sachsischen cantsler4, des Lgf. von Hessen cantsler5 und den straßburgischen gesanten Jacob Sturm.

    Und sind die verordenten 6, die praesidenten und testes erstmals zusamenkhomen Mitwoch nach Gheorgij [1541 April 27] frue, solten gleichwol Erichtag [1541 April 26] davor umb 3 ur nach mittag zusamenkhomen sein und den anfang gemacht haben.

    Sequentibus diebus, als die verordenten colloquenten gehandelt, sind all ander sachen in rhue gestanden bis in die Pfingstfeieren, in welchen am Mitwoch [1541 Juni 8] die ksl. Mt., was durch die colloquenten gehandelt worden, den stenden anzaigen lassen [Nr. 110] und doruf begert, von der turkhenhilf zu ratschlagen, mit vermeldung der not, so vor augen sein sollte.

    Sequentibus diebus sind auch die ungerischen und osterreichischen potschaften gehort worden in iren werbungen [Nr. 171, Nr. 170], item, der colloquenten verglichen und unverglichen articl zu schreiben verlesen und abgeschriben worden.

    ŠDer thurkhenhilf halben hat khain ainhellige vergleichung gemacht werden wöllen, ursach, das die protestierenden sich gesundert, und, als ksl. Mt. hernach mit inen handeln lassen, uff das si sich zu andern ständen thun und der hilf halben vergleichen wolten, [sint] si gleichwol am Mittwoch vor Johannis Baptiste [1541 Juni 22] zu den fursten khomen in ir stuben. Als aber Mgf. Geörg gesehen, das Hg. Hainrich von Braunschweikh sich fur ine und[drang?] an Hg. Wilhelm gesetzt, hat er sich lang mit den von Pomern und Hg. Hainrichs, auch Hg. Hans Ernsts potschaften underredt und darnach on alle red mit denselben wider außgangen.

    Und alß man volgends Hg. Fridrichen auf den khaiserlichen furtrag dermaln ainer antwurt entschlossen gewesen und sie nach vorgender vergleichung mit den khurfursten geben wollen, hat Mgf. Geörg mit beistandt des Kf. von Brandenburg gegen Hg. Fridrichen und andern fursten und stenden mit schriften [anzug?] beclagt, namblich das Hg. Hainrich ine seiner von alter herbrachten session mutwilligklich spoliert mit droe, solhs sich bei der ksl. Mt. auch zu beclagen, auch mit angehenkter droe tädlicher gegenhandlung gegen den von Braunsweig. Dogegen Hg. Heinrich sein antwurt auch thon lassen, namblich das er den marggrafen nit spolirt, sunder sich seiner von alter herprachten session gebraucht und auch ain anhaft tattlicher handlung thon. Ist dazumal nach ainer replic des margrafen dapei bliben.

    Und wiewol damaln die fursten und ander stände mit den khurfursten, auch protestierenden gehandelt, sich der hilf zu vergleichen, hat es doch nit sein wollen, sonder khurfursten und die protestierenden haben die sach in weytern bedacht genomen.

    Sequentibus diebus ist auf der röm. kgl. Mt. ansinnen weyter von der turkhenhilf gehandelt worden biß auf heut Montag vor Petrj et Paulj [1541 Juni 27], aldo von der protestirenden antwurt [Nr. 183], so si ksl. Mt. gegeben und angestern, 26. Junj, abgeschriben, geredt worden, und haben sich churfursten und fursten ainer antwurt [Nr. 182] entschlossen ut in scriptum.

    Diebus subsequentibus ist promiscue gehandelt worden von der turkhenhilf und anderm, aber in nichts bschließlichs biß an den 11. Julij, daran der ksl. Mt. und kgl. Mt. schrift [Nr. 192, Nr. 193], so ir Mtt. der eylenden turkhenhilf ubergeben lassen, beratschlagt, aber erst am – – –tag durch khurfursten und stend beschlossen worden.

    iConsulti illis diebus per me in causa [per senatus] comprobationis [dominus?] Saltzburgensis Ribeissen et Dr. Leonhard Eckhio, num aliquid agendum esse [...?] constant ore frustra me tam laboraturum[... ...?] utpote non has litteras credentiae etc. [par?] [Caesaris?], electoris palatini non consilii ob fastum et arrogantiam Vormatiensis illius [iussum] habuit–i.

    Am 12. Julij mane hat die ksl. Mt. erstlich durch Hg. Fridrich muntlich anzaigen lassen summarie, das ir Mt. der colloquenten buech dem bäpstlichen Šlegaten zuestellen lassen, der het ir Mt. sein antwurt daruf ubergeben in schrift [Nr. 133], so verlesen und abzuschreyben bevolhen worden, ut signo – – –.

    Eodem die hat der Hg. von Sophoj sein beschwärung, contra den Kg. zu Frankhreich erstlich in ainer latheinisch oration mundtlich [Nr. 297] und dan in ainer langen, theutschen schrift [Nr. 298] verlesen lassen praesentibus in palatio caesare, rege et statibus imperii antiquae et novae religionis.

    Eodem die ist man umb 2 ur nach mittag aufs hauß khumen, und haben die fursten der khurfursten und etc. ratschlag, der eylenden turkhenhilf halben begriffen, angehört, daneben auch ir selbs maynung, so den khurfursten furgehalten worden, verlesen lassen, die sich aber nit vergleichen lassen wöllen. Sind auf den andern tag, 13. Julij, abzuschreyben bevolhen worden.

    Eodem die [enim?], 12. Julij, hat ksl. Mt. under anderm anzaigen lassen, das ir Mt. vorhab, abzuschaiden den 22. tag Julj oder aufs lengst den 26. desselben, und demnach umb furderung aller sachen anhalten lassen.

    Freytags den 15. Julij hat man abermaln von der turkhenhilf geredt und churfursten und fursten verglichen, das si irs tayls die hilf per ratha, sovil ainen betrifft, laysten wöllen, die protestirenden thun etwas oder nichts, doch das die ksl. und kgl. Mt. nochmalen ersuecht werden sollt, mit den protestierenden zu handeln, auf das si ir geburnuß auch laysteten, dan one das ir hilf geringschätzig und wenig erschiessen wurde. Und als den gehorsamen und der alten religion stetten gesanten solher bschluß furgehalten worden, haben si geantwurt, das etlich nit abgefertigt, in ainich hilf zu willigen, die sich aber verhoffen, ire hern wurden sich unverweyslich halten etc.

    Eodem die haben die gulchischen gesanten den stenden irs hern, des Hg. von Gulch etc., irs anzaigens gerechtigkhait, so er zu dem herzogthumb Geldern und der grafschaft Zopfen ze haben vermaint, in langen schriften, so zum tail verlesen worden, furtragen und nach verlesung gepeten, bey ksl. Mt. zu furbitten, auf daß ir Mt. desselben gerechtigkhait wolt hören, irer Mt. ungnad fallen lassen, mit erpietung, das ir her irer Mt. rechtes sein sollte coram paribus, hoc est statibus imperii.

    Item, dieweil auch die hertzogthumb Julich, Cleue und Perg erblich auf irn hern gevallen und er, dieselben vom khaiser zu lehen zu empfahen, mermals ersuecht, aber nichts erlangt, ine auch bei ksl. Mt. mit furpeten zu befurdern, damit ime ir Mt. lihe und lenger nit aufzuge etc. Dorauf die stendt, doch auf die churfursten, beschlossen, der hertzog zu verpitten sei, das die ksl. Mt. ime die unstritige hertzogthumb wolt leyhen.

    Eodem die hab ich mein oft gethane protestation abermalen gemelt.

    Sambstag darnach, hoc est 16. Juli, sind der churfursten letste bedenckhen der religion halben [Nr. 146], auch der fursten und stende bedachte schrift [Nr. 149] in ir der fursten und stend rath verlesen und daneben durch die verordnenten räte anzeigt worden, das Maintz und Trier in solh der andern curfursten als Coln, Phaltz, Brandenburg und Sachsen bschliss nit bewilligt, sonder dawider protestirt haben [Nr. 148], wie dan in der fursten rhat etlich Šinen derselben vier churfursten bedenkhen gevallen lassen als nemblich Gulch, Paden, Munster, die wederauschen grafen und, das si bei dem augspurgischen abschid weyter nit sein wolten, auch protestirt.

    Eodem die hat ksl. Mt. anhalten lassen, von ainem abschid zu handlen.

    Sontags, den 17. Juli, ist gehandelt ut im buech der schriften manu mea signatum.

    Montags darnach, 18. Julij, hat ksl. Mt. den stenden anzaigen lassen, das ir Mt. Gf. Fridrich von Furstenberg zum obristen hauptman erwelt, nachdem die stendt die wael haymgsteltj.

    Item, das ir Mt. die bewilligung der eylenden hilf gnädiglich angenomen mit gnädigster beger, dieselbe furderlich ins werch zu bringen. Von erkhiessung der khriegsräth soll auch geredt werden, welhs anders tags, nemblich den 19. Julij ante et post meridiem beschehen. Illo die haben Kff., Ff. und stende beder religion dem hauptman Gf. Fridrich zwelf furgeschlagen, vier khriegsräth darauß zu erkhiessen, nemblich H. Gangolffen von Geroltzeckh, H. Geörgen von Haydeckh, den jungen H. von Bern, H. Wollff Dietrich von Khnoringen, H. Cunrad von Pemelburg, Andresen Phlueg, Sebastian Schärtlin, N. von Bernhausen. Darauß Gf. Fridrich erwelt H. Georgen von Haydeckh, den jungen H. von Bern, H. Cunrad von Pemelburg und Sebastian Schertl.

    Die 20. Juli ist man vor mittag nit zu rath gangen, außgenomen der auschus, uber die supplicen verordent, in dem ich gewest.

    Nach mittag aber umb 2 ur sind der churfursten, der nit protestierenden und protestierenden gesanten und etlich wenig fursten sambt der abwesenden potschaften erschinen und haben geratschlagt von furpieth, ksl. Mt. fur Gulch zu thun, und haben die churfurstlichen rät bedacht, nutz sein, das die khurfursten auch aygner person neben den hievor erkhiesten fursten und stenden bey Mt. [sic!] erscheinen sollten, so doch die stundt auf drei ur von ksl. Mt. schon außbracht gewest, in [summa] ist beschlossen, zu der ksl. Mt. zu schickhen, der anzuzaigen, das verhinderung furgevallen, dardurch die verordenten cur- und fursten etc. verhindert worden, sich bei irer Mt. auf die bestimpte stund anzuzaigen, mit undertheniger bit etc. und, das, wan ir kfl. und fstl. Gn. wider bei irer Mt. zu erscheinen fur[nemen], wolten si ir Mt. widerumb [an?] ir Mt. gelegne stundt underthenigklich ansuchen.

    In illa comp[ara]tione hat der maintzisch cantzler anzaigt, ksl. Mt. hab Dr. Nauem zu ime geschikht und, ime anzuzaigen, bevolhen, ir Mt. beger wer, zu der handlung der peharlichen hilf zu greyffen.

    Die 21. sind die churfursten und vil fürsten aigner person sambt den potschaften auf dem hauß erschinen. Ist beschlossen, die ksl. Mt. durch churfursten und fursten personlich zu ersuchen und von des von Gulch wegen zu verpiten.

    ŠEodem die haben der außschus, uber die supplicen verordent, Kff., Ff. und stenden relation zu thun angefangen und erstlich in sachen, den Bf. von Hildeßheim und Hg. Hainrich von Braunschweig, item, volgends die Bff. zu Merseburg und Meyssen, kauch die Hgg. zu Sachsen etc.-k belangendt. Ist aber nichts beschlossen worden, angesehen, das die partheien in rhed und hytze gegenainander gewachsen, und sonderlich in bedenckhung, das die sachsischen gesanten zu uberantwortung Hg. Hainrichs etc. inen erst zukhomen schrift und gegenbericht der ksl. Mt. zu thun zugelassen worden.

    Die 22. Julij hat ksl. Mt. Kff., Ff. und stände aufs hauß bescheiden lassen und aldo die frantzoshisch botschaft gehört wider den Hg. von Sophoj, welhen die potschaft in ainer langen lateinischen schrift, so si uber 2 stundt verlesen, ermelten hertzogen mit vil schmachwort hoch angetast, iura leges, decretales et doctoris [...?] et usque ad summum fastidium audientium allegirt. Darauf der hertzog erstlich selbs mundtlich in frantzoshischer sprach khurtzlich geantwurt auf maynung, das er sich solher schmächlicher antastung bei dem khonig etc. nit versehen etc. und dan verrer durch seinen oratorem auch ain khurtze ablainung [Nr. 301] thun lassen.

    23. Julij vor mittag sind die ungerisch und niderosterreichischen potschaften vor Kff., Ff. und stenden aufm hauß erschinen und haben durch H. Hansen Ungnad ir erst anbringen mit khurtz verneut und umb bschaid und antwurt angehalten vermoge ainer schrift [Nr. 199, Nr. 200], mit – – – bezeichnet. Ist inen zu antwurt gevallen, man sei der bharrlichen hilf in handlung, so man der verglichen, wol man inen alßdan furderliche antwurt widerfaren lassen.

    Als die seind abgangen, ist umb 9 beschehen, hat ksl. Mt. den ständen ain schrift [Nr. 152] uberschikht, derwegen die nit verlesen khonnt werden. Ist aber nach mittag umb 3 ur abgehört und darauf beratschlagt worden, wie under den schriften zu befinden.

    Am Sontag, den 24. Julij, sind die ständt frue und biß auf [ain] ur aufm hauß versamblet gewest und ir bedenckhen auf ksl. Mt. schrift, den abschid berurendt, eröfnet. Und haben sich der churfursten und fursten maynung, wie die verordenten rhäte anzaigt, vast verglichen, aber nach mittag in ain oder zwaien articln etwas spaltung befunden, derwegen diß tags nit entlich beschlossen, sonder die sachen zu verrem bedenkhen auf Montag umb 7 ur frue geschoben wordenl.

    Illo die hab ich post Saltzburg abermal mein vorgehn protestirt etc.

    25. Julij, hoc est festo St. Iacobj sind die stend abermal aufm hauß gewest und vor mittag die vergleichung der abschidtlichen ksl. Mt. schriften abgehört worden. Eodem die haben Hildeßheim und Braunschweig abermal gegenainander Šheftigklich und iniuriose geredt, des inen undersagt und doch im [fal], ksl. Mt. zu ersuchen, guetlich zwuschen inen zu handlen, bewilligt.

    [...?] protestatur mecum denuo.

    Illo die ist ain lateinische zetl legati apostolici [Nr. 157] bey ain halben pogen lang vor Kff., Ff. und ständen verlesen worden, in effect in sich haltendt, das er vermaint, das im faall, das khain generalconcilium gehalten wurde, ksl. Mt. und stendt vorhetten, alßdan ain national furzunemen, das mitnichte sein sollt, auch nit beschehen möcht, dan causae religionis et fidei allain in ainem general und nit national tractirt werden solten und mochten, mit mererm anhaft, das alles, das auf ainem solhen national gehandelt und tractirt, [...?] nullum were, mit vermeldung, das papa caput ecclesiae etc., quae scedula multis, ne dicam omnibus, stomachum movit. Als aber die curfursten etc. dieselbe schrift auch angehört und erwegen und, dem legaten wider zu antwurt zu geben sein, fur gut angesehen, nämblich, das, dieweil er sich erboten, die bäpstlich Hlt. zu persuadieren, ain generalconcilium zu halten, und, so dan solhs geschäh, khomb es zu dem national nit. Wo aber auß nit-haltung des generalconcilium das national ye der hochsten und unvermeydlichisten notturft gehalten werden muest, so wurden ksl. Mt., Kff., Ff. und stende sich mit nit-außschliessung bäpstlicher Hlt. und, wer billich dapei sein solt, wol wissen unverwaislich zu halten, des inen die fursten und der stende auch gevallen lassen.

    26. Julij ist ain schrift der handlung, so der besoldung halben mit dem obersten und andern durch kgl. Mt. gephlegt, verlesen worden, aber in der fursten und stende rhat, die besoldung[...] des volkhs noch vil zu hoch gemacht sei, eracht und darauf sambt curfursten beschlossen worden, der kgl. Mt., mit inen zu handeln, welhe villeicht bey inen erhalten, das si sich mit aim gleichlicheren benuegen liessenm.

    «Nr.71 Protokoll der Gesandten der Stadt Esslingen – Regensburg, 1541 März 13–August 2 »

    Esslingen StadtA, RTA 5 (1539–1545), unfol. (Reinschrift).

    Wie wir Sontags abents Reminiscere [1541 März 13] alhie zu Regenspurg zu der kronen ankhomen, haben wir unß Montags morgens [1541 März 14] bey den gesanten von Straßburg antzeigt und als H. Batt von Duntzenheim zu unß khomen und die handlungen ime allein nit antzeigen wellen, hat er uns zu den gesanten baider stett Lindaw und Memmingen gefiert, die wir angesprochen, und also von dannen geschiden.

    Dinstags [1541 März 15], wie wir Montags [1541 März 14] davor unß bey den gesanten von Hall und Hailpron angetzeigt, und Mitwochen [1541 März 16], wie wir Dinstag abents zu H. Jergen Berger getzogen, alda der Šgesant von Wimpffen gelegen, haben wir die gesante, rethe und botschaften des landgraffen zu gast gepetten und mit Dr. [Walter], auch Alexander von der Tann allerlei gereth von den beschwerden gemeiner statt, so inen durch Hg. U[lrich] von W[ürttemberg] unbillicherweiß werden zugeschoben, und sie gepetten, so die sachen an iren gnedigen hern gelange, gemeine stat der billicheit nach gefurdert zu haben, das sie sich zu thon gantz willig erpotten1.

    Freitags [1541 März 18] haben wir die gesante der stat Augspurg angesprochen, die sich alles guten willens ertzeigt, auch alsbald uns baide zu gast geladen.

    Sambstags [1541 März 19] darnach sein wir widerumb bey den straßburgischen erschinen, morgens zu siben ur, denen wir in einer summa antzeigt, warumb wir von unsern hern abgefertigt, die sich alles guten willens ertzeigt und fur gut angesehen, das unser anbringen ein tag, zwen oder drei biß auf der andern stetten und sonderlich deren von Straßburg bedencken, was in solichen sachen furzunemen sein mechte, solte aufgeschoben werden, zudem das Sachsen und Hessen underwegen, one die in dißen beschwerden nichts fruchtbars khonte oder mechte gehandelt werden, daß wir uns auß angetzeigten ursachen mit gefallen lassen.

    Uff bestimpten Sambstag morgens umb acht ur khumen unß von unsern hern brief und boten Regemaür, darin verleipt die antwort Jergen von Kal Štenthals, der einfall 12. Martij in Hohenheim und Wilhelmen Setzers angriff zu Neidlingen. Drauf wir bedacht, den botten abzufertigen mit schriften, sovil Jergen von Kaltenthal thue belangen, miesse man ime also zusehen, dann solich sein schreiben kheme auß der wirtenbergischen cantzlei und seie diser sachen anstifter, zudem, das wir soliche handlungen alhie zum furderlichsten und mit besten fugen bey den botschaften wellen anbringen. Den einfall gen Hohenheim belangende, seie es vernunftig und wol gehandelt, das die attemptata Dr. Engelharden zugeschriben, durch den sie mogen abgeschafft werden. Nichtsdestweniger sol solicher gewalt alhie auch furgepracht und nach dem besten gehandelt werden, mit dem anhanck, daß wir die sachen, darumb wir hieher mehertheils versant, als mit thetlichem angriff, fangen, hinwegfiern und straiffen, zum furderlichsten auch wellen handeln und anbringen und solle an uns nicht mangeln und, waß unß begegnet und unsern hern zu wissen vonnothen, inen alsbald zuzeschreiben.

    Wie nun diser bott aller ding abgefertigt, khompt gleich umb zehen ur Jerg Schaber, der metzger, bringt unß von unsern hern ein schreiben mit copie Dr. Engelharts schreiben des mandats und citation wider Wirtembergk, den forstmeister und seine diener von wegen thetlichs angriffs und fencklicher hinwegfierung. Drauf wir bedacht, den botten gleichergestalt alsbald mit schriften abzufertigen, wie dan beschehen und ime, Schaber, die brief morgens Sontags Oculi [1541 März 20] frie seind uberlivert worden, diß ungeferlichen volgenden inhalts: Wie wir irer [sic!] euerer W. schreiben sampt copien empfangen und, ob gleichwol die narratio baider mandanten etwas gescherpft, so seien je doch dieselbigen an ime war und beweißlich. Dann in solichen processen khende man die sachen nit lang fertragen, dann der landfriden tregt solichs uff ime. Aber wie dem, do seie ains ersamen rats gemiet und meynung dohin gestanden, das penalmandat darumb allein zu erlangen und so lang zu hinderhalten, biß der furst und die seinen etwas mit der that wie vor augen mochte furnemen. Dweil dann alle sachen diser zeit still und wir noch zur zeit zu kheiner fruchtbarlichen handlungen mogen khomen, liessen wir uns auch gefallen, das baide mandate hinderhalten und der camerbot dißmalns one einiche verkhundigung werde abgefertigt, weither costen zu verhieten. So wolten wir die sachen uffs furderlichst alhie anbringen und an unserm vleis nichts mangeln lassen und, waß wir im rath finden, ire [sic!] euerer W. bei dem andern diener mit hinschickung des ainen pferts zutzeschreiben.

    Uff Dornstag nach Oculi [1541 März 24] seind die gesante bottschaften der erbern frei- und reichsteet umb ain ur nachmittag uff dem rathauß zusamenkhomen und zway der statt Goßlar schreiben hern verleßen. Und dweil sich die statt Goßlar in dem ersten und auch zwaien letzern schreiben zogen auf ein doctor, der in irm namen mit copiis etlicher schriften alhie ankhomen soll, ist davon gereth, das ire, deren von Goßlar, sachen uff desselbigen irs gesanten ankhunft aufgeschoben werde, wie dann beschechen.

    ŠSambstags darnach [1541 März 26] seind die sechsischen rethe als F. Wolff von Anhalt, H. Johann Delcke, H. Hanns Packen, meister Franciscus Burckharden, cantzler und Dr. Plickhart Sindringer und der statt Franckfurt gesante einkhomen. Sontags darnach [1541 März 27] der landgraff aigner person alhie einkhomen.

    Montags [1541 März 28] haben wir bey den gesanten zu Straßburgk angesucht, die stett zu versameln und unß zu horen. Also haben sie uns zu erkhennen, wie Dinstags nach Letare [1541 März 29] die einigungsverwante steend wurden zusamenkhomen, wie dann beschehen. Wo sich dann die sachen also wurden anschicken, mochten wir alsbald auch gehert werden, deß wir unß gefallen lassen2. Montags abents ist allen ainigungsverwanten stenden durch den landgraffen antzeigt worden, Dinstags morgens [1541 März 29] umb siben ur aufs rathauß zu khomen, wie dann beschehen.

    Dinstag nach Letare [1541 März 29] seind der landgraff, F. Wolff zu Anhalt und andere neben sein fstl. Gn. als churfurstliche und dann Hg. Heinrichs zu Sachsen und wirtembergische rethe neben den gesanten der erbern oberlendischen reichssteet der cristenlichen verainigung beysamen erschinen und haben anfencklichen die sechsischen antzeig gethon, auß was ursachen ire gnedigste und gnedige herrn, der Kf. zu Sachsen und seiner fstl. Gn. bruder, disen reichstag aigner person nit mogen besuchen. Damit aber dem kayserlichen außschreiben gelept und in demselbigen nichts versoimpt werde, haben ihre kfl. und fstl. Gn. dem F. zu Anhalt und inen, den rethen, bevelch und volmacht geben, in den sachen zu ratschlagen und schliessen, auch alsbald die ursachen irer kfl. Gn. nit-erscheinens vermeldet als furnemlich des schentbuch Hg. Heinrichs von Braunschweick, so neulich im truck außgangen, derhalben dann sein kfl. Gn. bedacht, solichs widerumb mit grund statlich zu widertreiben. Item, das der kayserlich stilstand nit gehalten, dann uber denselbigen wider Eselingen und Lindaw gehandelt. Item, so haben Sachsen und Mentz von wegen Madenburgk compromitiert, aber demselbigen compromiß zuwider hette Mentz ein commission erlangt uffs camergericht, welchs der churfurst recusiert. Aber dem zuwider weren seine kfl. Gn. durch das camergericht citiert worden, antwort zu geben, aber beschehener recusation zuwider were uff die acht ein ruffen ergangen wider Sachsen. So hette auch von wegen des Bf. von Meissen der fiscal ex officien ire kfl. Gn. citiern lassen und wie der churfurst auß bewegenden ursachen abermals recusiert. Fiere das camergericht nichtsdestweniger fort und hette Šcitationen auf die acht außgeen lassen. Dise beschwerden hetten sie von wegen irs gnedigsten hern der ksl. Mt. antzeigt und gepetten umb gnedigste resolution und bei irer Mt. gnedigste antwort empfangen, in oberzelten beschwerden die erledigung zu verschaffen. Wo das beschehe, wie zu verhoffen, wurde ire kfl. Gn. den reichstag aigner person besuchen und bey deren nit mangel sein lassen.

    Und damit den handlungen ein anfang gemacht, seind zway schreiben beder stett Goßlar und Braunschwick irer beschwerden halben neben Hg. Heinrichs von Braunschweick schreiben an die röm. ksl. Mt. und zwo penalmandat, so 28. Octobris zu Bruxsel wider Braunschweick und die statt, nichts thetlichs gegeneinander furzunemmen, auch die gefangene zu allen theiln ledigen, das auch Hg. Heinrich von Braunschweick gegen der stat Goßlar der erlangten acht halben nichts thetlichs uben, besonder biß nach volendung diß reichstags stillesteen wolte, verleßen worden und daneben andere meher antzeigungen beschehen und bedacht worden, davon zu reden und schliessen, wie soliche auch der stett Straßburg, Lindaw, Esselingen und andere beschwerden bey der ksl. Mt. angepracht und umb abschaffung derselbigen mochte angehalten werden. Das auch daneben verhietet und, sovil muglichen, ferkhomen, das Dr. Held und Dr. Bron in vergleichung der religionsachen nit mochten gepraucht werden.

    Als nun durch den landgraffen auch ertzelt, mit was geferden und beschwerden seine fstl. Gn. disen reichstag aigner person besuchen und allerlei von der goßlarischen, braunschweigischen, straßburgischen, esselingischen, lindawischen und andern beschwerden gereth und alle gesante, botschaften und rethe nacheinander muntlichen gehort, ist mit dem mehern dahin geschlossen, der goßlarischen, braunschweigischen, Straßburg, Esselingen, Lindaw und anderer beschwerden halben, wider den kayserlichen stilstand am camergericht furgenomen, einen außschutz zu machen, die einen gegrunten außzug verfassen und volgents, so der von allen stenden, rethen und botschaften gehort, das derselbige ksl. Mt. mochte furgetragen werden, wie dann beschehen, und nachmittag umb zway ur widerumb zusamenkhomen. Damit denn wir in unserm anbringen bey den erbern stetten auch gefurdert, haben wir die gesante von Ulm angesprochen und inen vermeldet, waß unß angelangt des verpots halben, nichts gen Eßlingen zu fiern, zu treiben oder zu tragen, und gepetten, die sachen helfen furdern, damit wir gehort und begegnete beschwerden mochten abgeschafft werden, die sich, solichs zu thon, gantz gutwillig erpotten und, sovil muglich, zu furdern, damit wir morgen Mitwochen [1541 März 30] mochten gehort werden.

    Mitwochen umb nein ur, 30. Martii seind wir bey den erbern stetten mit willen und gern gehort worden, die uff beschehen unser muntlich anbringen neben ubergeben schriften die sachen dahin bedacht, das sachsische rethe und der landgraff begegneter beschwerden sumarisch berichten, dergestalt, als ob solichs allein durch sie, die stette, wie sie deren zu Esselingen bericht, solten verstendigt werden und die sachen dohin richten, das gemeine ainigungsverwante stend so furderlich zusamenberuffen, denen sie soliche beschwerden mochten Šanbringen und davon ratschlagen, ob und wie dem zu begegnen, und das alle thetliche handlungen abgestelt und zu gotlicher her- und hinlegung mochten gepracht werden, deß unß gefallen. Neben dem hetten sie verwunderung, das khein antzeigung geschehe des beschwerlichen verpots, so es doch den sachen dienlichen, und dahin bedacht, ob gleich wir wol sonsten antzeigung empfangen, das nit schad sein mochte, solichs durch aigene botschaft zu erfarn. Drauf wir dan bedacht, den einen soldner mit dem einen ledigen pfert zu versenden, und das uns die brief widerumben bey den zeitn mochten zukhomen. Es ist auch bedacht, wo die sachen zu gotlicher underhandelungen konten geraten, das auch die sach mit Kaltenthal zu gutem end khunte gefordert werden. Daneben ist auch gemeldet, wie die stat Straßburg diser beschwerden halben dem landgraffen hieher geschriben vermog copei desselbigen schreibens3 und wie H. Jacob landgraffen aller sachen selbs bericht und der landgraff ime antzeigt, er werde nit mit solichen sachen sein, dann er stunde selbs nit wol mit Hg. Ulrichen, haben einander lang nit geschriben etc. Darumb dan die sach an gemeine stend muß gelangt werden etc.

    Der proceß am camergericht halben seien dieselbigen auß bevelch ksl. Mt. durch Pfgf. Friderichen abgestelt worden mit dem anhang, wie im brief vermelt. Item, Montags [1541 März 28] seie der landgraff vor der ksl. Mt. erschinen und gnedigklichen gehort worden etc. Dinstags [1541 März 29] seien des Kf. zu Sachsen rethe und Lgf. zu Hessen neben andern stenden der verstentnus beyainander erschinen und davon gereth, wie alle beschwerden der ksl. Mt. antzubringen. Das man auch daneben den H. [Widerman?] wolte mit einem klepperlen abfertigen, seinen gaul in stall nemen, dan er fleissig und from, datum 30. Martii anno 41.

    Donstags nach Letare [1541 März 31] ist deß außschutz bedencken, welchermassen die beschwerden der ainigungsverwanten stenden an die ksl. Mt. zu gelangen sein mochte, durch gemeiner stend botschaften gehort worden, wie denn solichs inen auch gefallen und abgeschriben, auch solichs durch ksl. Mt. selbs angehert worden4. Drauf dann gnedigste verschaffung geschehen, ertzelte beschwerden am camergericht und bey Hg. Heinrichen abzuschaffen, wie dann auch an das keyserliche camergericht geschriben. Aber was baide person Helden und Dr. Bronen thette belangen, wiste ir Mt. im ir kheine maß geben zu lassen, wie und welchergestalt sie dieselbigen welten geprauchen.

    Uff bestimpten tag haben die gesante der erbern frei- und reichstett der cristenlichen verain den churfurstlichen rethen neben den sachsischen und andern der stat Esselingen beschwerden furtragen, derwegen dann die wir Štembergischen und auch wir, die esselingische gesanten, abtretten5. Welche ertzelte beschwerden nit gern gehort und drauf geschlossen, dieselbigen an den landgraffen und F. von Anhalt gelangen zu lassen, wie beschehen, die morgens Freitags [1541 April 1] neben dem F. von Anhalt widerumb zusamenkhomen und uff mittel bedacht, wie soliche beschwerden fuglichen abzuschaffen, wie dann davon gereth, ein instruction zu begreiffen und dieselbige durch drei verordenten an Hg. Ulrich gelangen zu lassen. Also seind zu solicher werbung verordent worden Eberhart von der Tan, H. Dietherich von Pleß freiher und Batt von Duntzenheim, welche alle Montags frie nach Palmarum [1541 April 11] von hinnen auß uff gemeiner stend costen verritten6.

    Dinstags nach Judica [1541 April 5] hat die ksl. Mt. gemeinen stenden den fertrag dises angefengten reichstags [Nr. 29] thon lassen, wie dann derselbig in schriften verlesen, volgents allen stenden mitgetheilt vermog der copei, so wir heimgeschickt N. 1. Drauf die ainigungsverwante stende, der augspurgischen confession und derselbigen protestation, appelation und religion anhengig, sich verglichen, ire antwort von andern stenden, die sich nennen der alten religion, abgesundert und fur sich allein zu geben, wie dann solichs dem Kard. und Ebf. zu Meintz angetzeigt worden, der geantwort, sich in seinem ampt in dem ansagen wol gemeß zu halten wissen. Und nachdem Dr. Braunen halben anregung geschehen, denselbigen in religionssachen nit zu geprauchen, auß ursachen, wie dieselbigen zum theil ksl. Mt. furgetragen, hat der cardinal beantwurt, soliche anmutung zu bedencken zu nehmen, und wolle sich in demselbigen, wie ime gepur, unverweißlich halten.

    Donstags [1541 April 7] seind beide fursten, der landgraff und Anhalt, neben den stenden der cristenlichen verain zusamenkhomen und sich der antwurt, so ksl. Mt. zu geben, miteinander verglichen [Nr. 84], wie solichs die copei solicher antwurt, No. 2 betzeichnet, vermag und noch alhie behalten. Daneben hat es sich Freitags darnach [1541 April 8] zugetragen, das vor essens soliche antwurt den gesanten Hg. Ruprechts zu Zweyenbrucken, Nurnberg, ŠNordlingen, Dinckelspihel und Gengen auch furgehalten als denen, die unserer religion seind, die sich vernemen lassen, in religion- und glaubenssachen von uns nit zu sundern, sonder neben uns zu steen, aber gleichwol gepetten solicher antwurt abschrift, sich darinnen haben zu ersehen, des inen zugelassen, die ir gemuet uff Sambstags [1541 April 9] solten eroffnen [Nr. 83].

    Nach mittag seind die fursten und andere stende widerumb zusamenkhomen, etliche brief von Goßlar an den landgraffen weisende und sonsten andere schreiben von wegen vergarderung etlicher knecht verlesen und daneben etliche der stat Braunschwick beschwerden gehert worden. Drauf beschlossen, solichs der ksl. Mt. furzupringen und umb abschaffung zu pitten, damit Hg. Heinrich die strassen offnen, alle thetliche handlung abstellen und das die vergarten knecht auch trent werden mochten, so an zwaien enden, in Niderland und Gellern, beysamen sein sollen.

    Sambstags morgens [1541 April 9] umb acht ur haben wir an unsere hern brief geschriben bey H. Martin Weickman mit antzeigung, weß wir der wirtembergischen beschwerden halben bei gemeinen stenden gehandelt, mit uberschickung gefaster instruction, antzeigung, wer die gesanten, das die Montags nach Palmarum [1541 April 11] hie außreiten werden, wo die gen Esselingen khomen, das man sie eherlich empfahen und auß der herberg leßen, auch sie aller ding berichten und unß meher bevelchs zuschicken wellen, sampt antzeigung, wie der reichstag angefangen, mit ubersendung desselbigen furtrags, auch abschaffung der proceß am camergericht. Deßselbigen Sambstags morgens zu ach [sic!] ur ist allen stetten uffs hauß angesagt worden. Und nichts anderß gehandelt, dan das die steet zu allen theiln erinnert, sich voneinander nit trennen zu lassen, besonder treulich beieinander zu halten. Daneben auch bedacht, wie die erbern stett widerumb zu iren stimmen und beratschlagung mochten khomen und derwegen ein außschuß verordent.

    Montag [1541 April 11] nach mittag seind die protestierenden vor der ksl. Mt. erschinen und uff ir ubergebne antwort [Nr. 84] der ksl. Mt. gemuet vermerckt, des inen in schriften zugestelt worden [Nr. 85]. Dinstag darnach [1541 April 12] haben die protestierenden stend der ksl. Mt. furschlag angenomen vermog derselbigen ubergeben antwurt [Nr. 87].

    Mitwochen nach Palmarum [1541 April 13] seind der stat Goßlar beschwerden gehort. Und ist nach mittag der Kf. zu Brandenburg ankhomen und mit ime 2 Ff. von Anhalt. Sontags Palmarum davor [1541 April 10] ist Hanns mit den geilen hinweggeritten, bei dem wir geschriben ainem ersamen rath gestalt aller sachen, mit uberschickung ksl. Mt. furtrag [Nr. 29], der instruction und anderß meher.

    Uff Sambstag, den 16. Aprilis anno 41, haben wir einem ersamen rath geschriben, wes der ksl. Mt. beschehen furtrag fur antwurt geben und warauf die sachen beruwen, mit uberschickung der antworten, N. 2, 3 und 4 signirt, item, wie die papstischen chur- und fursten ein sondere antwort [Nr. 89, Nr. 91] geben und die pepstischen steet auch [Nr. 90] und seie der stett antwurt der Šandern gleich, daneben auch uberschickt die beschwerden der stend. Item, ein antwurt uff des spitals zu Brackenheim clag und dann dem Herwarten auch geschriben mit uberschickung gestelter fragstuck.

    Uff Mitwochen nach Ostern [1541 April 20] hat die röm. ksl. Mt. durch Pfgf. Friderichen und den H. von Naues den stenden der augspurgischen confession antzeigt die namen der verordenten zu verglichung, welche seind H. Julius Pflug, H. Johann Groper, Dr. Johann Eckius, Philippus Melanchthon, Martinus Bucerus und Johann Pistorius, die auch alsbald Freitags darnach [1541 April 22] fur die ksl. Mt. beschickt, denen sechsen ire Mt. durch Dr. Naues antzeigen lassen, nachdem ire Mt. die sechs personen zu vergleichung der strittigen religion furgeschlagen, das sie in solichem handel allein die ehere Gottes und sein heiliges wort ansehen und irer herschaften nit achten oder dieselbigen ansehen wellen. Drauf die sechs personen widerumben antzeigt, jedoch die pepstischen insonders und die unsern auch fur sich selbs antzeigt und gepetten, etliche presidenten und auditores zu orden, die bey solicher handlung sitzen und ire Mt. derselbigen nach notturft berichten mochten, welchs ire Mt. gnedigklichen bewilligt und Montags nach Quasimodogeniti [1541 April 25] zu presidenten in irer Mt. namen verordent Pfgf. Friderichen und den H. von Granfell, item, zu auditorn von wegen Mentz Eberhert Rude, Coln Gf. Dietherich von Manderschid, Pfgf. Ludwigen Kf. H. Johann Haß, cantzler, von wegen Sachsen maister Franciscus Burckharden, cantzler, Hessen H. Johann Fige, cantzler, Straßburg H. Jacob Sturm, alt stettmeister. Dise personen neben denen theologen sollen Dinstags nach Quasimodogeniti [1541 April 26] morgens umb ach [sic!] ur uff der trinckstuben alhie beysamen erscheinen und dem handel in namen Gottes einen anfang machen. Nachdem das gesprech angefangen und den articul der justification für die hand genomen, haben sie sich desselben verglichen, wie derhalben die vertzeichnus außweiset, welche allen stenden furgelesen und Sambstags darnach [1541 April 30] den botschaften abschrift zugelassen worden.

    Sambstags nach Crucis [1541 Mai 7] seind alle predicanten fur die fursten, graffen, stend und stet beschickt worden, die antzeigung gethon, was nach vergleichung des articuls der justification zwischen den verordenten gehandelt worden und furnemlichen von der gewalt der kirchen und conciliis, das dieselbigen nit mogen irren. Disen articul haben die unsern nit wellen zugeben, darumben dann derselbig angestelt und zu dem articul von der gewalt der bischoff gehandelt worden. Also haben die unsern nachgeben, sofer die bischoff gereformiert und ir ampt recht brauchen, das man inen zulasse den gewalt, priester zu ordnen und khender in irem rechten glauben zu bestettigen. De sacramento eucaristie [sic!] helt der widertheil, das brot in den wesenlichen leib und wein in das blut verwandelt werde, also das nit meher brot und wein wesenlich alda, besonder der leib und blut Cristi transsubstantialiter alda seie. Item, das drauß schliesse und unleugbar volge, das man das sacrament einschliessen, biß das drauß geprauch, hinder sich stellen, auch umbtragen solle, und dann Šzum dritten, das man auch das sacrament soll erhen und anpetten. Dise drei articul haben die unsern nit wissen und sollen zulassen, derwegen dann bedacht, das alle theologen Sontags Jubilate [1541 Mai 8] morgens vor essens solten fur gemeine stend khomen und ein jeder in sonderheit sich seins gemiets in disem vernemen lassen und in demselbigen allein uff die eher Gottes, sein heilig wort sehen und auf erden sich nichts bewegen lassen, wie dann beschehen.

    Und hat Philippus Melanchton sein gemiet in schriften verfast gelesen, das khann nit willigen in die transubstantiation, auch die reposicion, circumferation und auch adoration, cum sit mera idolatria etc. Martinus Bucerus bringt vil einreden fur, wolte propter concordiam gern etwas weichen, schleust aber auch, dweil es die evangelisten und Paulus brot und kelch nennen, das er nit wisse zu willigen in transsubstantiationem, repositionem, circumferention et adorationem. Johannes Pistorius, landgrafen, gleichergestalt mit Philippo. Dr. Balthasar bleipt bei dem einfeltigen bustaben [sic!] der evangelisten und Pauli etc., do es der leib Cristi, das blut Cristi und auch brot und wein genempt wirdet, das man auch dasselbig nit umbtragen, einschliessen noch angebettet werden solte. Dr. Johan Draco, Marpurgensis ordinarius, helt es einfeltig mit dem heiligen geist, wie es genempt wirt brot und wein etc., seie kheine transubstantiation alda, soll es auch nit einschliessen, umbtragen noch anbetten. Caspar Crucifer7, doctor: Cum Philippo sentit, und das dem gegentheil umb der warheit willen mitnichten zu weichen seie. Meister Erhart Schnepff, das man in disem fal bleibe bei der einfalt der evangelisten und Paulj. Johann Zellarius zeucht an Origenem super Levitico in s[ua] homelia [sic!], das zu seiner zeit der geprauch nit gewesen umbzutragen oder einzusetzen etc. Dionisius Melander bleipt bey der schrift und helt nichts von der transubstantiation, hinderstellung, umbtragens oder anbetten, dan drauß nichts guts mag volgen. Antonius Corvinus helt es mit Philippo Melanchone [sic!], Brandenburgensis Symon Schnyeweiß, Johann Rierer, helt kheine transubstantiation, seie ein wort, das in der heiligen schrift an kheinem ort gepraucht und neu erfunden, sol es nit hinderstellen, umbtragen oder anbetten.

    Johann Brentzius helt kheine transubstantiation, auch kheine reposition, circumferention noch anbettung, dann es seie ein frefel und sind, dann, dweil man leer, das substantia oder materi sol bleiben, so khenn auch brot nit verendert werden und, wie Augustinus sagt, accedit verbum ad elementum etc., so schlagen sie sich in backen selbs die widertheil, wan das verbum nit dabei ist, das auch khein sacrament aldo seie, als si demes verbum non esse sacramentum etc.8 Quod non seponitur vel circumferatur. Bringt nichts guts, alß wan ein biderman hette 3 dochtern, wurde die zwo berufft zum tantz und also verfelt. Wolten darnach soliche buben die dritte auch haben. Der vatter Šwolts nit gestatten, ehe sein leib darob lassen. Also auch in disem fall, dweil tantzen nit untzimlich, noch dannoch, dweil drauß das ubel gevolgt etc., soll die drit docher [sic!] nit hingelassen werden. Die adoration ist auch nit zutzelassen, sonsten mieste auch volgen, Cristus ist im himel, item, in dem, so das nachmal empfangen, ergo himel und mensch seind anzubetten. Item, schreib die wort testamenti an die wand, durch welche sacrament gemacht, ergo man soll die wort anbetten, non valet.

    Wolffgangus Musculus Augustanius, soll nit halten transubstantiationem, dweil es brot und wein genant und bleipt wesenlich unverwandelt, wie auch der gegentheil gesungen ‚mille rei [...?] signi [...?] fractura‘ etc. und Augustinus sagt: ‚fide honora sacramentum eucaristie‘ [sic!]. Frechtus gleichergestalt mit antziehung der concordi Wittenberge und, was zu Schmalkalden verabschidt. Johannes Caluinus Argentinensis asserit transubstantiationem ex diametro pugnare contra veritatem evangelii et quod non sit rationis. Sepositionem, circumferentiam simul et adorationem non admittit, nam homines erigunt mentes in signum, non supra signum et sit vera idolatria. Dominus Vitus Teodorus Norim[berg]us, es bleibe wol brot und wein, wie die evangelisten und Paulus einfeltig davon schreiben. So seie auch alda leib und blut, aber nit transubstantialiter. Die reposition und circumferierung lasse er nit zu, dan sie in heiliger schrift nit gegrunt, zudem wurden sie das sacrament theilen und unß die aine speciem sanguinis nemen und allein panem seponiern. Amßderdam helt es mit Philippo Melanchthoni und Brentzio und sonderlich quod solus deus sit adorandus. Magister Custennus [= Christianus?], Hg. Heinrichs zu Sachßen predicant, helt es mit Philippo etc. Johann Rierer, Mgf. Jergen zu Brandenburg, helt es wie die schriften ubergeben. Quod non sit transubstantiatio, non reponatur vel circumferatur etc. Johann Eiseleben, Brandenburg churfurst. Drauf alle stende neben den predicanten nach essens umb zwey ur uff das hauß beschiden.

    Sambstag, den 17. Julij anno 419 nach essens ist den protestierenden stenden angesagt und von begerter eylenden hilf wider den Tircken gehandelt und dieselbige, inmassen beyligende schrift mit A signiert außweist, bewilligt worden.

    Sontags darnach [1541 Juli 17] morgens haben die ainigungsverwante stett mich in meinem anbringen gehort, auch die suplication an die ksl. Mt. verlesen und drauf bedacht, das ich alsbald von hinnen auß Dr. Helen solte zuschreiben, was inen, den gesanten, fur antwort bey Hg. Ulrichen gefallen10, wie dann beschehen.

    ŠMontag darnach [1541 Juli 18] hat man gereth von der goßlarischen sachen und ist auf die stimen khomen. Montags morgens hab ich ein suplication gestelt an die ainigungsverwante stend vermog habender copei und erhalten, das Mitwoch morgens [1541 Juli 20] den ainigungsverwanten stenden zusamengesagt ausserhalb Wirtemberg und Esselingen und soliche suplication inen durch die ulmischen gesanten ubergeben. Montags nach mittag hab ich bey Dr. Hartman soliche meiner hern beschwerden auch angepracht, der sich mit etwas getreiem mitleiden aller gutwilligkheit erpotten und gute getrostung thon, solich gepetten mandat werde erkhent. Dinstags morgens [1541 Juli 19] und nachmittag ist abermals von begerter tirckenhilf gehandelt worden, dieselbige bewilligt, nemlichen 10.000 zu fuß und 2.000 zu roß vier monat lang, und soll das gelt von einem jeden stand in monatsfrist erlegt werden. Und ist oberster Gf. Friderich von Furstenberg, welchem vier kriegsrethe zugeben mit namen H. Conrat von Bemelberg, der jung H. von [Bem?], der H. von Gerolzeck und Sebastian Schertlin.

    Mitwochen [1541 Juli 20] seind die erbern stett zusamenkhomen und der stat Straßburg und Ulm beschwerden angehort und im außschutz davon gereth Mitwochen und Donstags. Mitwochen hab ich gepetten, den ainigungsverwanten stenden zusamensagen lassen ausserhalb Wirtemberg, und meiner hern beschwerden vermog schriftlicher vertzeichnus furgehalten, welche die sach gantz beschwerlich erwogen und mir antzeigt, mit ubergebung der suplication an die ksl. Mt. noch 2 tag zu verziehen, ob villeicht die botschaft ankhomen und relation thon werde. Daneben hab ich mich mit meiner suplication11 gefast gemacht und die in den kayserlichen rath ubergeben und vertrostung empfangen, das gepetten mandat solte erkhent werden. Freitags [1541 Juli 22] morgens hat man khein rath gehalten und bin vertrost, man welle die sachen der notturft nach furdern.

    Sovil dysen reichstag belangen, ist der abschid Freitags morgens nach Jacobi [1541 Juli 29] verlesen worden [Nr. 941]. Der beruwet uff disem: Primo narrat caesar causas conventus. Secundo, das die protestierenden bey den verglichen articuln sollen bleiben, die geistlichen ferner nit entsetzen. Tertio niemants zu sich dringen. Quarto nurnbergisch fridstand biß auf concilium oder reichsversamblung. Camergericht reformiert werden, prima Augusti die betzalung angeen und reformatio 12. Januarij anno 42. Item, die eilend tirckenhilf bewilligt, 3 monat und im fall den 4. monat. Soll ein monat in an- und abzug gerechnet werden, nemlichen den halben romzug, thut 10.000 zu fuß und 2.000 zu pfert. Ist der vierde theil der eylenden bewilligten hilf anno 32 alhie und soll der schwebisch kreiß sein gepurend theil in 6 wochen gen Augspurg, nemlich 2 monat, erlegen und mit dem dritten und, wo vonnothen, dem vierden monat in einem monat darnach nachvolgen. Volgents von ainer beharlichen hilf, die zu Augspurg angeschlagen als uff 20.000 zu fuß und 4.000 zu roß 3 jar lang und Šsoll kgl. Mt. 30.000 ringer pfert halten und alle munition geben. Item, ksl. Mt. sich auch erclern. Und sol von solicher hilf, wie die auf alle stend leiderlich gelegt, 12. Januarij zu Speir gehandelt werden. Item, von ringerung der anschleg, muntz, pollicei und reformation des camergerichts. Sollen die stend 3 jar lang underhalten, volgents uff weg trachten, wie es one der stend beschwernuß underhalten. Item, die ainigungsverwanten stende haben ein sondern abschid [Nr. 961]. Item, die der augspurgischen confession auch ein abschid [Nr. 960] sampt ksl. Mt. declaration [Nr. 949]. Item, der stett abschid [Nr. 959], darinnen vermeldet meiner hern beschwerden. Item, die ainigungsverwanten stende haben mich abermals Sontag und Montags ultimo und prima Augusti gehert und fur gut angesehen, noch ein statliche botschaft zu Hg. Ulrichen zu senden als H. Hanß Dolzke, Alexander von der Thann, Dr. Hell, H. Jacob Sturm12. Die seind 1. or 2. Augusti von hinnen verriten. Soll ich mitlerzeit mit dem mandat stilsteen, hab aber den herolt beschiden Sontag nach L[au]renti [1541 Aug. 14] gen Esselingen.

    «Nr.72 Württembergisches Protokoll der Verhandlungen der protestantischen Stände bzw. schmalkaldischen Verbündeten – [Regensburg], 1541 März 29–August 1 »

    Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 1r–12r (Kop.).

    ŠAuf Zinstag nach Letare, 29. Martii anno 41 seien von F. Wolffganngen von Anhallt und Lgf. Philippsen zu Hessen die protestierenden stend, sovil deren ankomen, auf das rathaus beschiden worden, alda haben anfangs des Kf. zu Sachssen gesandten den churfursten seines außbleibens entschuldiget, und des nachvolgenden ursachen angezaigt: Erstlich so were irer kfl. Gn. Hg. Hainrich jungst ausschreiben und schandtbuch, als sie es nennet, zukomen, daruf ir kfl. Gn. wider antwort stellen muesten. So hette diser stend procurator am camergericht iren kfl. Gn. angezeigt, wie seidtheer der ksl. Mt. anstellung ain mandat wider Eslingen erkennt bei peen der acht. So hetten sich noch jungst etlich thattlich handlung von Hg. Hainrichen contra die statt Braunsweig zugetragen. So hetten ir kfl. Gn. sich mit Menntz des burggraventhumbs zu Madennburg halben veranlasst auf etlich und, was die erkennen, dabei zu beleiben, solhen anlaß auch zu halten gelobt und geschworn, so were doch dem camergericht ain commission zukomen, darauf sie ir kfl. Gn. dem anlaß zuwider citirt und auf die achte procedieren mochten1. Ir kfl. Gn. hetten auch den Bf. zu Meichssen, das er ain aigner stand im reich sein und dem furstenthumb entziehen wellen, umb abtrag angehalten und so vil mit im gehandelt, das man sein sicher gewesen, und dann ksl. Mt. geschriben, dweil diser reichstage furnemlich umb vergleichung der religion furgenomen und er ain geistlicher prelat, das dann der churfurst zulassen wöllt, das er auf disen reichstage erscheinen möcht, sonst in ander sachen dem hauß Sachssen an seiner habenden gerechtsame unnachtaillig, des wellt ir Mt. sicherung und brieve geben, darauf der churfurst selbs bewilligt und sich versehen, es sollte deßhalb dabei beliben sein, so were doch iren kfl. Gn. hiezwischen von dem camergericht ain citation zukomen2. Das alles were ksl. Mt. angezeigt, und so ir Mt. nit gnädigste resolution gebe und dise handlung anstellet, konden menigklich woll erachten, das ir kfl. Gn. gnugsam verursacht, sich noch der zeit nit hieheer zu verfuegen. So aber ksl. Mt. gnedigste resolution geben wurde und irer kfl. Gn. zukunft erschieslich, weren ir kfl. Gn. woll bedacht, nachmals zu erscheinen,

    So hat der landtgrave ursachen angezaigt, warumb er aigner person erschinen, Hg. Hainrichen under augen zu steen, red und antwort zu geben und wurcklich dahin zu bringen, das im nit glauben zugestellt sollt werden, von der religion, ob er die möchte helfen zu vergleichung bringen oder ain eusserlichen friden zu machen.

    Daneben ward angezaigt, wie das Braunschweig und Goßlar sich ab Hg. Hainrichen beclagen und nit woll sicher alheer komen konndten auf disen Šreichstage inhalt irer missiven, so an churfursten und landtgraven gestellt und verlesen worden,

    Es wardt auch angezeigt, wie das camergericht jetz nach ksl. Mt. anstellung in religionsachen wider etlich stend als Strasburg, Eslingen, Linda procedierten und furfieren, wie dem zu begegnen were und ob nit fur sein sollt, wo bei ksl. Mt. erheblich, das die zwue personen Dr. Held und Dr. Braun nit zu der handlung gezogen oder gebraucht wurden, dann sie der religion holich [sic!] zuwider und den friden nit gern sehen möchten, ob auch nit dise stend sich bei ksl. Mt. verantwurten sollten desjhenigen, so Hg. Heinrich zu Braunschweig wider sie anzaigt, als ob sie aufrurisch etc.

    Darauf ist deren gesandten mainung aller gewesen, das der churfurst gnugsam ursach seines außbleibens habe, und, so die resolution noch geschehe, das ir kfl. Gn. nachmals erscheinen wollt, der handlung zugutt gebetten wurde,

    So hat man sich gegen Hessen seiner personlichen erscheinung bedanckt und, das es der sachen zu guttem komen möge.

    So haben die wirtembergischen gesandten irn gnedigen herrn seines ausbleibens halb auch entschuldigt.

    Was dann die von Goslar, Braunschweig und ander nachvolgendt puncten antrifft, ist bedacht, das im ausschus davon geredt, wes deshalb ksl. Mt. anzubringen und wes denen zu Strasburg zu raten sei. Und ist im ausschuss deren von Straßburg halben, die iren handel getruckt ubergeben, trifft ir Charthausen vor der statt ane3, bedacht, das H. Jacob Sturm solhs dem Granveld anzaigen welle, dann wievoll die citatz lengest und im Octobris ausgangen, so ist doch dieselbig im anhang erst insinuirt und sie auf Freitag vor Palmarum [1541 April 8] zu erscheinen citirt und, so der Granveld auf sein ansuchen nit abschaffen wollt, das di stend solhs bei ksl. Mt. anbringen und umb abschaffung handlen solten und das die von Strasburg auf angesetztem tage recusieren und damit den neuen kaiserlichen anstand, dem camergericht beschehen, auch anziehen wollten inhalt ainer schrift, inen, den gesandten deren von Strasburg, zugestellt.

    Sovil dann die statt Braunsweig, Goslar und ander stett betrifft, ist bedacht, das ir beschwerden, in schrift gestellt und ksl. Mt. ubergeben sollt werden, als auch beschehen und ain schrift gestellt, inhalt der copei mit A signirt [Nr. 244] und im fo. 15 zu finden ist, die ist Hg. Friderichen phaltzgrafen ubergeben, den 3. April anno 41, der hat die an die ksl. Mt. gebracht. Darauf hat die ksl. Mt. resolution gethon inhalt einer schrift, hiebei mit B bezaichendt und im fo. 27 zu suchen ist.

    Auf den 21 apprilis 41:

    Und nachdem in dem nomburgischen abschiede begriffen, das die gesandten zu dem reichstage auch abgevertigt sollen werden, wes der mordtbrenner halben zu handlen, so allenthalben in Sachssen und Hessen, Embeck und andern orten gebrenndt, ist dieselbig underhand genomen, auch der ratschlag, so Sachssen Šdaruber machen lassen, hieneben mit C verzaichendt und im fo. 31 zu finden ist, verlesen, und die urgichten besichtiget und, wiewoll der ratslag dahin gestanden, das Hg. Hainrich auf angezeigt und darinn verleibt inditia zu der purgation und dann der großvogt zu Wolffenputtl und ander Hg. Hainrichs diener, darauf die urgicht lauttendt, zu peinlicher frag zu beclagen, so hat doch fur gut angesehen, noch der zeit gegen Hg. Hainrichen nichtz zu begeren, sonder di sachen auf den urgichten und, wes die ksl. Mt. und menigklich seinethalben daraus zu nemen, auf ine selbs beruwen zu lassen. Wa dann gegen den dienern rechtlich furgefaren und sie etwas stattlichers gegen ime bekennen wurden, alsdann möchte ime ernstlich zu begegnen sein. Aber sovil den großvogt zu Wolfennbuttel und ander Hg. Hainrichs diener, in urgichten vermeldet, betrifft, davon ist geredt und beschlossen inhalt ainer schrift hiebei mit D bezaichendt, wie im fo. 55 zu ersehen ist. Solhe schrift ist der ksl. Mt. in namen diser stende auf den 13. Maij uberantwort [Nr. 255], der hat dieselbigen angenomen und sich erbotten, (nach besichtigung) ires gemuets wider vernemen zu lassen.

    Es wardt in solher beratschlagung erregt, ob nit gut sein sollt, dieweil die urgichten anzaigten, das Jorg Gunther auch ainer sein sollt, der gellt zu brennen außgebe, auch ain armer gesell gewesen, kurtzlich reichet [sic!] und der großvogt zu Wolffenbuttel ine zu gevatter gebetten etc., ob nit derselbig, dieweil er etwa in die statt Braunschweig keme, sollte in haftung angenomen werden, waren allerlai bedencken. Sonderlich haben wir, die wirtenbergischen, angezeigt, diweil die ksl. Mt. Hg. Hainrichen zu Braunsweig und der statt Braunsweig friden gebotten und bevolhen, di gefangen und arrest gegenainander ledig zu lassen, das es wol zu bedencken sein wollt, dann, obgleich ain solher übelthetter dhain friden haben soll, auch niemands an ime vergreiffen solt, so wisse man Hg. Hainrich also gesindt, dieweil der Gunther sein hindersess, es [sic!] wurde die sachen anziehen, als ob dem mandat zuwidergehandelt und derfte dagegen fahen, welhes ain weitterung bringen möcht, deßhalb di von der statt Braunschweig, ob es gleich nit ain religionsach, umb das wir sie das gehaissen, hilf begern wurden, des man dann inen in bedenckung, das sie solhs von den stenden gehaissen, nit woll waigern konndt, deshalb uns gevallen lassen, das man denselben noch der zeit nit sollte fengklich annemen, sonder besserer gelegenhait zu erfaren sein sollt, und damit er nit gewarnet, sollte er ausser der schrifft, so ksl. Mt. der mordtbrenner halben uberantwort werden sollt, herausgelassen werden. Des haben Hg. Hainrichs zu Sachssenn gesandten und etlich mer oberlendisch stett inen auch gevallen lassen. Des Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen rethe und etlich sächssisch stett haben woll gewollt, das man in soll annemen, wardt aber nit ainhelligclich beslossen, sonder darauf geredt, man sollt die schrift wider im ausschuß lesen, die wort, so hin und her affirmative stunden, setzen (also sein solte), so man doch allain auf inditia handleten und sonst, was von urgichten oder sonst onnöttig, herausthon, des beschehen, wie solhe schrift ubergeben und corrigirt worden.

    ŠMgf. Joachim churfurst hett sich auch vernemen lassen, so dise stend sich der sachen verainigt der mordtbrenner halben, das ir kfl. Gn. wöllten sehen und sich ires gemuets, ob sie sich mit inen underschreiben wöllten, horen lassen, darauf sein kfl. Gn. die schrifft angezeigt, hats ime gevallen lassen, aber ine nit fur gut angesehen, das er di mit ubergebe, sonder sollen dise stend sich auf in ziehen, als beschehen, alsdann welle er ksl. Mt. gutten bericht geben, der disen stenden zu allem guttem komen werde, dabei es beliben.

    Auf solh der stend dises thails ubergeben schriftliche anzaig der mordtbrenner halben hat dagegen Hg. Hainrich auch ain entschuldigungschrift [Nr. 256] stellen und dieselb der ksl. Mt. uberantworten und behendigen lassen, inhalt der copei mit E notiert, auch wie im fo. 79 zu besuchen und zu ersehen ist.

    Auf den 19. Maij 41:

    Hat unser gnediger furst und her den ainungsverwandten stenden und uns schreiben geschickt, darin angezeigt, was iren fstl. Gn. fur beschwerdt am camergericht begegnen in beeden des Veningers und Lanndenbergers purgationsachen, nemlich, das alle billich einrede seinen fstl. Gn. aberkennt und di auch nit dabei mögen gelassen werden, das sein fstl. Gn. ir antwort bei seinen furstlichen eren und wirden, auch treuen und glauben geben möcht, sonder ain leiblichen aide sollen sweren und dann auf des fiskalls artickel antwurten und, als der anwaldt den aid erstattet und geschworn, als im Gott helf, hat der fiscal des nit wellen zufriden sein, sonder gewellt, das er schweren soll, als mir Gott helf und all heiligen, den stritt auch zum richter gesetzt, der mit der urtail erkennt, das der anwaldt laut der ordnung bei den heilligen auch schweren soll, des er sich gewaigert. Hierauf begert unser gnediger herr, das di stend solhe beschwerdt an die ksl. Mt. langen wollten lassen und underthenigist anhalten umb abschaffung, und im fall, so die ksl. Mt. solhs nit abschaffen oder abschaffen und di camerrichter nichtz darauf geben und procedieren wurden, ferner begert, das di stend das fur ain religionsach erkennen und annemen, auch seinen fstl. Gn. weitter raten wollten, wes ire Gn. furter handlen solt, damit ir Gn. vor verner nachtail und schaden verhuet möchte beleiben. Darauf haben die stend sich gleich entschlossen, das sie solhes wellen an die ksl. Mt. bringen und ernstlich umb abschaffung anhalten wöllten, deßhalb ain suplication [Nr. 246] gestellt und Hg. Friderich, ferner an ksl. Mt. zu bringen, durch etlich geordnete uberantwort auf den 30. Maij, inhalt der copei, hieneben mit F gemerckt und im fo. 95 zu vernemen ist. Die er angenomen und sich erbotten, das best zu thon, sonderlich, warin er unserm gnedigen fursten und herrn dienen konnde, seie er willig.

    Als nun meins gnedigen herrn schreiben ferner uber das erst begern in sich gehalten und gewellt, das es ain religionsach sollt sein, auch also erkennt und seinen Gn. ferner rath mitgetailt werden, haben wir umb solh erkanntnus und rath vleissig und zum drittenmal angehalten, daruber haben di stend sich weiter underredt und geantwort inhalt einer copei hiebei, mit G gezaichendt, wie im fol. 101 zu finden sein wurdet.

    ŠAuf den 24. Maij 41:

    Ist ain schrift von meinem gnedigen hern an di stend komen, darin alle beschwerden, so meinem gnedigen herren in vilen sachen am camergericht begegnen, angezeigt, di ist den stenden geantwort, gelesen und dahin gestellt, das solhes zu den andern dises thails des camergerichts beschwerden, so alle stend zusamentragen sollen, gestellt und, so von dem camergericht gehandelt, ksl. Mt. und den stenden sollen anzaigt werden.

    Auf den 29. Junij 41:

    Haben di ainungsstende (auf deren von Goßlar vilveltig anhalten), in der sachen zwischen Hg. Hainrichen und den von Goslar zu handlen, underfangen, dieweil man sich aber in der umbfrage, des ortz nit vergleichen mögen, dann etlich stend dieselb sachen fur ain religion [sic!] erkennen und annemen wollten, und zum tail etlich ander mittel und weg gemeldet und furgeschlagen haben, ist es also desmals dabei beliben, doch der beschaidenhait, das ain jeder stand oder gesandter diser sachen weiter und ferrer nachgedenckens phlegen und morgens sich seines bedenckens und mainung wider horen und vernemen lassen sollten etc.

    Auf den 30. Junij 41:

    Seien gemelte stende obermelter Goslarisch handlung halben widerumb zusamenkomen und ain jeder sich seiner mainung derwegen hören lassen, ist abermals befunden worden, das di stende in iren bedencken nit zusamenstimen wollen noch mitainander sich vergleichen können, ist fur gut angesehen, das ain jeder gesandter, so deßhalben von seinen gnedigen herrn und ober nit aigentlichen und satten bevelh hette, solhe handlung noch lengs inen hinder sich schreiben und des zu wissen thon solte und sich auf das lengst in 10 oder 12 tagen verfasset zu machen, damit dijhenigen, so zu stimmen haben, (auf deren von Goslar unnachlaslich anhalten) durch die stimmen vermöge der verfassung furschreiten und erkennen möchten.

    Auf den 16. Julij 41:

    Ist vorgemelte goslarische handlung abermals fur di hand genomen, und sich die stimen nidergesetzt, aber desmals sich auch mitainander nit vergleichen mögen, sonder darauf der verfassung gemeß den abschaid gemacht, das di von Goslar ir sachen und handlung, so sie mit Hg. Hainrichen am camergericht hetten, alle und jedtweder in sonderhait mit erwachsung und herkomenhait derselbigen in schriften stellen, verlesen und volgendtz die stende ain jede in sonderhait nach notturft bewegen und erkennen sollten, damit man daruber vermöge der verfassung dest stattlicher und grundtlicher, welhe religionsachen oder nit weren, gestimet und erkennt werden möchte. Darauf di von Goslar ir ursachen, warumb ire beswerung und sachen fur religionsachen zu erkennen sein, auch darfur billich gehalten, geacht und angenomen werden sollen, ubergeben vermög der copei hiebei mit H notiert und in fo. 107 zu suchen ist.

    Auf den 18. Julij 41:

    ŠAuf solh deren von Goslar ubergeben ursachen und herkomenhait ires handel haben die ainungsverwandten stende sich widerumb zuainander verfuegt und die sachen vermöge der verfassung anfahen under di hand zu nemen, und also durch diejhenigen, so zu stimen haben, erkennt und gestimet worden inhalt und vermöge der vota, hieneben mit I gemerckht und im fo. 113 zu sehen ist.

    Auf den 30. Julij 41:

    Seindt der augspurgischen confession und derselben religionsverwandten stende beiainander erschinen und sich aines abschiedtz [Nr. 960] ainhelligklich (auf all ir gephlegen handlungen) entslossen und verglichen inhalt der copei, hiebei mit K bezaichendt und im fo. 121 zu finden ist.

    Auf den 31. Julij 41:

    Haben di ainungsverwandten stende sich auch aines sonderlichen und nebenabschiedtz [Nr. 961] mitainander in ainhelligem rathe (auf alle ir ergangen handlungen) verglichen und denselbigen beslossen und aufgericht vermög der copei, hieneben mit L gemerckt und im fol. 131 zu besehen ist.

    Auf den ersten Augusti 41:

    Haben die religions- und ainungsverwandten stende vonainander sich geschiden, iren abschied genomen und meines gnedigen fursten und herrn rethe und gesandten auf den andern Augusti anno 41 zu Regenspurg auch ab- und anheimisch zu seinen fstl. Gn. geritten.

    Nota: Auf den 29. Junij anno 41 ist meines gnedigen fursten und herrn rathe und diener, der hochgelert Philipps Lanng doctor, zu Regenspurg mit todt verschiden und morgens, den 30. Junij in beisein der durchleuchtigen und hochgebornen fursten und herren, H. Philippsen Hg. zu Pomern etc., H. Wolffgangen und H. Joachims, gevettern, Ff. von Anhallt etc. sambt aller abwesenden stend dises thails gesandten mit ainer erlichen und treffenlichen proceß in das parfuessercloster daselbst zu Regennspurg am heumarck zu der erden bestettiget worden, des seel Gott gnedig und barmhertzig sein welle. Amen.

    «Nr.73 Protokoll und Supplikation Ebf. Christophs von Bremen (1541 März 15) – Regensburg, 1541 Februar 14–April 22 »

    Bremen StA, 2-T 1.c.1.b.2. (6), unfol. (Kop.); AS auf dem Deckblatt: Was uff disßen itzigen reichstagk des 41. lauffenden jars zu Regensburg verhendelt und unser gnediger herr von Bremen daselbst ausgericht und erlangt haben; ÜS: Was auf dem reichstag tzu Regenspurgk anno etc. 41 vorhandelt worden.

    Den 14. Februarij ist unser gnedigister herr von Verdenn auf den ausgekundigten reichstag gen Regenspurg des 41. jars verritten und den sechsten Martij doselbst anekhumen und erstlich sich ksl. Mt. oberstem rath anzeigen lassen Šund darnach den 15. dem Grandvell ein lateinisch suplication, wie nachvolgt, presentirt. Copia einer suplication.

    Gleichs inhalts darnach den 18. [Martij]1 ksl. Mt. selbst eine teutsche supplication wie zu sehen uberantwurt:

    Allergnedigster herr, ksl. Mt.! Uff bescheene euer ksl. Mt. gnedige gegeben abscheidt in den Niderlanden und alhie gehorte antwurt, welcher ich mich dann am hoichsten underthenig bedancke und dieselbigen alles meines vermogens, leibs und guts zu vordinen hirmit undertheniglichen annerbotten haben [etc.], gebe euer ksl. Mt. supplierende demutiglich zu erkennen: Nemlich wie das einer meines ertzstifts hauptstatt, Bremen genandt, sich gegen mich alles ungehorsams und inen ontzimlichen vornemens und handlung gelusten lassen, furgenomen und gegen mich geubt, alle geburlich und schuldig gehorsam, dinst und gebur geweigert und abgeschlagen, eignus [sic!] vornemens meynen stift und underthan mit kriegsknechten mermals hochlich bedranck und beschwert, dyeselbigen mein und meines stifts underthan mit neuhen, vormals unerhorten schatzungen hochlichen bedranck, sich nit allein mit meynen, sunder auch der heiligen, christlichen kirchen und glaubens und euerer ksl. Mt. ungehorsamen und abgewichnen in buntnus verstrickt und begeben und, wiewol solchs wider alle billicheit und erberkeit, naturlich, menschliche und gotlich satzunge und recht, domit doch nit gesettiget gewesen, sunder uber solchs eignes gewalts und vornemens mein und meiner stift gothaus eins, gnant St. Paull, hart vor gemelter meiner stat gelegen, genzlich umbgerissen, verhert und umbgekert, desselbigen glocken zergossen und in weltlichen lusten gekart, des klosters guter zu sich gerissen, die gotsdinst und lobliche der hailigen, christliche kirchen satzung und ordnung verspot und gar abgethann, solchs auch alles nit allein gegen und uber meinen als ires lantsfursten und verordente oberkeit verpott, sunder auch gegen und [sic!] euerer ksl. Mt. vilfaltigs schreiben und befelen. Aus welchen den erclerten ursachen und geubter uberfarung, vernichten und verachtungen sie alle freiheit, privilegien, begnadungen und herlicheiten, wes sie die von der heiligen kirchen, euerer ksl. Mt., derselbigen verfaren, meiner und der mein gehabt, billich und von allen rechten verwirckt und sich der selbst entsezt und onwirdig gemacht haben und dieselbige frei, ledig der kirchen, euer ksl. Mt. und mir als irem landfursten heimgefallen.

    Und dieweil dann, allergnedigster herr, ksl. Mt., ich mich auß erzellten ursachen grosser fhar und verderbung nit allein meiner landt und leut besorgen muß, sonder auch euerer ksl. Mt. erblanden und gemainer teutscher nation darauß in abnemen khumen mochten, auch nit woll vorkommen weis, es sei dann, das euere ksl. Mt., noch mir etzliche haus und festunge in mein furstenthumb und derselben wasserstrame, an welchen orten mir leichtlich schad zutzufugen, zu bauen, gestatten und domit gnediglich privilegirn und begnaden, wie dann derhalben an euere ksl. Mt. mein gantz vleissig und unterthenig bitt, iren [sic!]  ŠMt. wollen mir aus macht und keiserlichem gewalt, auch sunst auß gnaden und zu straff und peen disser onbillichen und ontzimende meiner underthann gegen die heilige, christliche kirch, euere ksl. Mt. und mich als iren landsfursten geubter mishandlung und uberfharung halben alle ire gehepten privilegien cassiren, aufheben und oberkleren und umb mich mit geburlicher ergetzung zu empfange gebittende ader andern, wo sich des weigern, zu verleihen gestatten2, iren [sic!] Mt. macht und gewalt geben, auch gnediglichen vergunden und mich domit versehen und begnadigen, das ich ein hauß auf die Weser an den [sic!] Osterstadt, deßgleichen eins vor die stadt Bremen, da vormals das closter St. Paull, so sie verhert und gar umbgerissen haben, zu bauen und legen und dasselbig dem stift incoppirn [sic!] und hinfur bleiben lassen und, das sie vor denselbigen mutwillen und geubten frevel der kirchen beraubung und entwerten guter, auch euerer ksl. Mt. schriften und bevelh verachtung, desgleichen meiner furstlichen hocheit und reputation dasselbig auf iren costen orden und bauen oder mir so vill an werth geben, das ich dasselbig domit ausrichten und volnenden moge.

    Und ferner, allergnedigster herr, ksl. Mt., haben ir Mt. gnediglich zu beherzigen, in was mercklichen schaden, costen und unrath ich durch disser meiner abgewichenen, ungehorsamen underthan und irer mitbuntgnossen durch ire emsiges [sic!], mutwilliges [sic!] und onzimliche practicen und geubte handlung gekummen und erwachsen bin. Dieweil dann ich denselbigen auß hocherzelter, dringender not nit entfligen moegen, auch ich nit durch mein, sonder der ire onbillich handlung darin erwachsen, derhalben auch billich, das ich derselbigen von inen wider entlediget und entbunde [sic!] werde. Demnoch an euer ksl. Mt. mein underthenig bitt, ire Mt. wellen denselbigen mein ungehorsam, abgewichen underthann, stadt Bremen und capittel, gnedigliche bevelende und ernstlich nochmals gepittende, demnach sie euer ksl. Mt. deshalben vorige, gnedige bescheen schriften und bevelch voracht, das sie mir schuldige gehorsam leisten und, zimliche steuer zu entrichten, erkleren, auch, gleichergestalt von den andern mein underthan zu fordern, gnediglichen wie dan onedas billich gestatten, dieweil auch sie, die gehorsame, das zu thun, verwilligt, und mit kayserlicher macht und gewalt bekreftigen bei vermeidung hochstreflicher euerer ksl. Mt. peen und ungenaden.

    Auch ferner, allergnedigster herr, ksl. Mt., demnach eins ertzstifts Bremen rent, zins und uffkunft hochlich durch die cristliche religion widderlebende geschwecht und gemindert, auch zum theil gar von inen mir vorgehalten und entzogen worden und ich zu keiner restitution khomen mag, so ist nit muglich, das ich mich von des noch uberblibende stifts Bremen renten und uffkhunften erhalten magk, derhalben sollicher [sic!] in [sic!] erstatung ist an euere ksl. Mt. mein underthenige bitt, ir Mt. wellen mich, uff das auch disser erzstift nit zurtrent werde, daraus dann euer ksl. Mt. erblanden und gemeiner teutscher nation vill schadens und verhinderung bescheen mocht, mit einem zoll zu wasser Šund landt (solchergestalt, wie hierbei verwarter copei mitbrengt) gnediglich versehen und begnadigen und privilegirn, wie dann ich des ganz zuversichtiger hoffnung, ire ksl. Mt. werden mich des treuen gehorsams und beflissender dinst, so ich albeg bei die [sic!] heilige, christliche kirchen, euerer ksl. Mt. und derselbigen hochloblicher gedechtnus voreltern willig und beflissen gewesen zu leistende [sic!] und erzaigen, auch mit verleihunge gotlicher gnaden iderzeit alles vermogens thun will, gnedigliche erwegen und beherzigen und mich derselbigen langk beherlichen dinst und ferner reiß, auch erlitten vilfeltiger gefar, khosten und schaden, darin ich dan derhalben erwachsen, genissen lassen und zu erstattung mit dissen angezognen, underthenigen bitten gnediglichen versehen und begnädigen und sunst mit gnaden und ergezlicheiten bedencken, das ich denn alles vermogens nochmals iderzeit zu verdinen underthenig bereit, willig und beflissen, und hirmit mich euerer ksl. Mt. in gnaden und in [sic!] iren [sic!] Mt. in langweilig [= lang währendes], gluckselige regiment befelende und ire Mt. gnedige antwurt bittende3.

    Eine 4 Seiten lange Liste von Zollsätzen für verschiedene Waren.

    Demnach den 21. Martij ist sein fstl. Gn. sampt dem Ebf. von Saltzburg bapstlicher Hlt. botschaft und legat entgegengeritten und eingefurt und den 23. zu seiner wirdigkeit geritten und angesprochen, der sich gegen seiner fstl. Gn. auch ganz willig und, in seiner fstl. Gn. gescheften geflissen zu sein, erpotten. Es haben auch ir fstl. Gn. mit gedachtem Ebf. zu Saltzburg vil gemeinschaft und freundschaft gehabt. Der Bf. von Hildesheim hat oftmals in der zeit zu meinem gnedigen herrn begert, ist aber, zu sein fstl. Gn. zu kommen, nit gestadet worden.

    Und den Sontag Letare bei Hg. Henrichen neben andern hern, hern und fursten zu gast [gessen?]

    Darnach, den 29. tag Martij ist sein fstl. Gn. zu meinem gnedigen hern khomen und zu mittag bei iren Gn. bleiben [sic!], dasmals denn auch sein fstl. Gn. zum ersten des conservatorium halber geredt, sein fstl. Gn. erindert und wider begert, darauf dann sich sein fstl. Gn. zu thun gantz willig erpotten4.

    Den zweiten tag Aprilis haben ir fstl. Gn. beide hern von Bayrn angesprochen.

    Den Sontag darnach, nemlich Judica [1541 April 3] haben ir fstl. Gn. den licentiaten wider zu Hg. Henrichen geschickt und umb antwurt ansuchen lassen, uff welchs sich Hg. Henrich erpotten, deshalben im [sic!] unser gnediger furst selbst zu reden und beantwurten wollen.

    ŠVolgents Montags [1541 April 4] haben die ksl. Mt. chur- und fursten und stende des reichs etc. durch den undermarschalck von Pappenheim anzeigen lassen, das ir Mt., wie von alters gebrauch gewesen, das christlich ampt den andern tag uffen Dinstag halten lassen wollen, darzu dan Kff., Ff. und stende erfordert, auch dorauf den Dinstag neben und sampt der ksl. Mt. alle Kff., Ff. und stende gehorsam erscheinen sonder [= außer] die protestirende und luterischen fursten und gesanten, welche dann im stehen in der kirchen geordnet gewesen, wie nochvolgt. Die hochmes hat gesungen der Bf. von Regenspurgk. Der ksl. Mt. hat unser gnedigster her von Bremen das evangelium gepracht und auch gleichergestalt dem bapstlichen legaten. Der legat satz oben uff der rechten seiten, nach im hinden der Bf. von Bruxenn als ein rat und legat der röm. ksl. [sic!] Mt.5. Nach der mes sein ire ksl. Mt. uff das rathauß geritten und alda der [sic!] ksl. Mt. sich und der [sic!] Kff., Ff. und stend geordnet gewesen, wie nochfolgt.

    Nach verordnung der sitz hat Pfgf. Fridrich erstlich angefangen zu reden in stat und von wegen ksl. Mt., nemlich den fursten und stenden erstlich gedanck des gehorsam erscheinen, mit erpitung, das ire Mt. alles mit gnaden und freuntschaft erkennen wolten, daneben angetzeigt, das die ksl. Mt. den Kff., Ff. und stenden, wes ire Mt. zu dissem reichstag verursacht auszuschreiben, vorzelesen geordent haben. Darauf dan der secretari Obernburger dasselbig verlesen, darauf Kff., Ff. und stenden des reichs ein bedacht begert und noch vergunstigung desselbigen sich miteinander ein kleins beraten, darnach den meissischen [= mainzischen] canzler von wegen der stenden erstlichen dancken lassen der ksl. Mt. gnedigen erpietens, mit erpietung, das sie, allen schuldigen gehorsam irer Mt. zu laisten, ganz willig und beflissen sein werden, ferner, der [sic!] gelesene schrift inen zuzestellen, gepeten, wolten sie sich mit gehorsamer, zimender antwurt gegen ire Mt. finden lassen. Darauf die ksl. Mt. durch hochgemelten pfalzgraven antwurten lassen, das dieselbige schrift ir Mt. Kf. von Menz zustellen lassen wolten, welcher sie inen den andern tag als Mitwochenn auf gemeltem haus zu siben auern verlesen lassen wurde und idem abzuschreiben gestatten, das sich dan doselbst ider verfugen wolte.

    Darnach die ksl. Mt. wider in ire herberg geritten, die fursten ire Mt. geleit, uff den pferden bliben und, nochdem ire Mt. in die herberig kommen, wider hinweggeritten, sunder Pfgf. Fridrich und der Lgf. von Hessen sindt abgestigen und mit irer Mt. hinaufgangen.

    Folgents Mitwochens [1541 April 6] hat hochgemelter ertzbischoff dem genomen abscheid [sic!] einer seiner diner uff das rathauß verfertiget und die vorgelesen schrift den stenden vorgelesen und zu copien geben, wie dan dieselbig hirnach verzaichnet lauden.

    Uff denselbigen Mitwochen zu morgendt haben der ksl. Mt. stalmeister abermals nach unsers gnedigen [herrn] gaulen, den Bern genant, schicken Šlassen und anzeigt, wie das inen ire Mt. selbst begeren thun, welchs sie nit antzeigt hetten, wo sie inen umb gelt bekomen hetten mogen. Betten derhalben nochmals, weil solchen gefallen und lust ire Mt. zu dem pfert trugen, ire fstl. Gn. wellen sich hierein gegen ksl. Mt. willig und gefellig erzeigen, inen anzeigen, was doch allein ir fstl. Gn. fur den gaul haben wolten, wievill auch ir fstl. Gn. begerten, wolten sie bei irer Mt. verschaffen. Uff welchs sie von irer fstl. Gn. beantwurt worden, erstlich hetten ire fstl. Gn. kein gaul, der umb gelt feil were, auch ire Gn. nie kein verkauft. Auch konte ire Gn. nit erachten, das sie ein gaul hette, der vor ire Mt. dint, dan sie gering und von der ferne reis muet weren. Wo aber sie wusten, das ksl. Mt. ire Gn. mit etwas dinen mochten, weren sie nit allein in dissem, sondern in einem grossern gantz willig und beflissen, irer Mt. gehorsamen willen zu ertzeigen. Darauf alsbaldt der stalmeister ksl. Mt. solchs verstendigt und Adrian Duerknecht und Hans von Kaufbeur zu iren fstl. Gn. geschickt und durch dieselbigen wie die andern an ire fstl. Gn. begeren lassen. Uff welche werbung ire fstl. Gn. wie den andern zur antwurt geben, haben sie sich erpoten, solchs der ksl. Mt. zu rumen und antzutzeigen, auch ein stund iren fstl. Gn. verstendigen, in welcher sie zu irer Mt. kommen mochten, darauf ire Gn. alsbalt bei einer stund die auer [= Uhr] antzeigt, auch darauf irer fstl. Gn. zu ksl. Mt. geritten, balt eingelassen, die ksl. Mt. sich gannz fruntlich gegen irer fstl. Gn. erzeigt und umb den gaul angesprochen, uff welchs ire fstl. Gn. wie vormals geantwurt, also ir fstl. Gn. den gaul bringen lassen, den alsbalt die ksl. Mt. zu bereiten lassen begert, welchs also gescheen, der dan irer ksl. Mt. vast woll gefallen und unser gnediger herr wider wie vormals vermant. Uff solchs haben ire fstl. Gn. den gaul irer Mt. geschenckt, welchs sich ire Mt. bedanckt und hochlich und gnedig gegen irer fstl. Gn. erpotten.

    Donnerstag [1541 April 7] zu morgen haben ir fstl. Gn. uff mermals erfordrung von meinem gnedigen hern von Salzburg zu hochermelter irer fstl. Gn. bruder geritten und zu mittag bei iren Gn. allein verpliben. Do hat Hg. Henrich unserm gnedigen hern abermals das conservatorium zu geben zugesagt und, weil ire fstl. Gn. nit hie hetten, ein schrift zu stellen, begert und iren Gn. den andern tag zuzeschicken, wolten dieselbige ire fstl. Gn. underschreiben und versigeln.

    Den tag zu morgen hat ksl. Mt. meins gnedigen herrn stalmeister 50 goltgulden und den knechten im stall neun goltgulden schencken lassen, darumb die knechte uber den stalmeister fast erzurnet weren und dasselbig geleich gediendt haben wollen, aber mein gnediger herr hat einem iden das sein zugepillicht.

    Freitag [1541 April 8] zu morgen haben ir fstl. Gn. Hg. Henrichen die schrift zugeschickt.

    Sonnabendt [1541 April 9] den morgen sein Kff., Ff. und stende wider zueinander khumen und gehandelt der session halber und, ob der Hg. von Sophoy vor ein fursten des reichs gehalten und uffgenomen werden solte. Ist aber angrent [sic!] verpliben. Nach mittag hat Hg. Henrich unserm gnedigen herrn ein notel, welchergestalt sein Gn., iren Gn. ein notel des conservatorium zutzustellen, gesint weren, durch Henrichen von Saltz zugeschickt, disses inhalts Šlautenden, uff welche ir fstl. Gn. Hg. Henrichen denselbigen tag auch ein zugestelt durch den licentiaten nochvolgents inhalts.

    Sontag Palmarum [1541 April 10] ist die ksl. Mt. sampt den ernenten Kff., Ff. und stenden in die kirchen geritten, sich wie von alters geholten. Hat der Bf. von Brixen die mes gesungen und ider wie vormals sein standt gehalten. Den tag hat mein gnediger herr bei dem ertzbischof gessen.

    Montag [1541 April 11] seint abermals hoermelten stende uff dem rathaus beieinander gewesen und sich entschlossen, wes sie der ksl. Mt. uff irer Mt. verlesen begern vor antwurt geben wolten, und dieselbig dem Ebf. von Saltzburg, Hg. Henrichen von Braunschweig etc. irer ksl. Mt. anzuzeigen befollen worden.

    Uff dissen tag hat unser gnediger herr abermals das conservatorium fordern lassen, aber nicht anders dan die erste antwurt erlangen mogen.

    Dinstag [1541 April 12] ist unser gnediger herr bey ksl. Mt. gewesen. Den tag umb zwo auer seindt Kff., Ff. und stende wider beieinander gewesen und die verordent fursten ir relation gethonn. Es ist aber mein gnediger herr selbst personlich nit da gewesen, sonder Dr. Dickenn dargeschickt.

    Mitwochen [1541 April 13] hat mein gnediger herr H. Rotgen Holstein nach Rom verfertiget mit nachvolgender instruction und missive an Martinn Lupi und Philippum Leonem mit im gen Bononien an – – – studirn verfertiget.

    Instruction, was der hochwirdigst in Got durchleuchtig und hochgeborn unser gnediger her, der Ebf. zu Bremen etc. bey bapstlicher Hlt. Ratken Holstein und Martino Lupi seiner Gn. rethen auszurichten befolen.

    Erstlich sollen sie irer Hlt. seiner fstl. Gn. dinst und schuldigen gehorsam erpieten und antzeigen, darnach demutigk ire Hlt. bittende, das ire Hlt. iren Gn. in gnaden bedencken wolten.

    Zum tritten ire Hlt. underthenig erinnern, in was grosser geferlicheit die heilige, christlich religionn in irer fstl. Gn. landen und do umbher steen und wie mercklich dieselbige vernicht, die geistliche person veracht, die guter so erbermlich hingerissen und mit was grosser gefar und arbeit, kosten und verderben dieselbige ir fstl. Gn. bisher widerfocht[en] und erhalten und beschutz haben, derhalben ire Hlt. underthenig und demutiglichen bittende, solchs zu beherzigen und ir fstl. Gn. mit hilf und schutz zu steuer khumen, dan sunst irer fstl. Gn. onmuglich, lenger zu verteidigen etc.

    Zum vierten, dieweil ir fstl. Gn. gewesener suffraganeus in Got verscheiden und die christlich religionn von tag zu tag durch der Luteraner leer gemindert und geschwecht und schir alle gotsdinst und sacrament vergangen und in verachtung khumen, uff das dan dieselbig ire fstl. Gn., soviln iren Gn. muglich, erhalten mogen, bitten ir fstl. Gn., das bapstlich Hlt. einen gnant Wilhelm Leonis, welchen dan ire fstl. Gn. zu solchem officio Leonem schick- und tuglich achtenden, gnediglichen bestetigen zu lob und ehr Gots und erhaltung der christlichen religionn wolten.

    Zum funften, nochdem itzt vill und mengerlei errung in die geistlichen beneficien und leer khommen sein und sich die luteranischen fursten hochlich Šhineingetrungen, so bitten ire fstl. Gn. demutiglichen, ire Hlt. wollen iren fstl. Gn. das gegeben indult widerumb erneuen und in quinquennium erstrecken, wollen ir fstl. Gn. allen muglichen vleis vorwenden, das die Luteraner nit mer inreissen und ir anchristlich vornemen gesturtz werden mogt.

    Zum sechsten, deweil durch disser anchristlichen leer und secten die geistliche und closterguter zum teil gewaltig hinweggenomen, die andern vorgeslich irer gelubten und zu verdammunge irer selen heil in die irrung gefallen und, durch teglich anreitzung der Luteraner darzu bewegt, die closter verlassen, verkauft, vereussert und sich in ehestandt und secten begeben, also das dieselbige closter und guter itz ledig und wust gelassen ader von derselbigen Luteraner genutz [sic!], besessen und gebraucht werden, welchs dann wider Got, ehr, billicheit und alle recht, und dartzu nicht gesettigt, sonder auch seiner fstl. Gn. rent und zins, dovan ire fstl. Gn. iren bischoflichen stand fhuren solten, mutwilliglich vorenthalten und eingetzogen, also das onmuglich, das sich ire fstl. Gn. von dem ubrigen erhalten mogen noch kunden, derhalben der kirchen vorsteen, beschutzen und beschirmen, derohalben an ire Hlt. seiner fstl. Gn. underthenig bitt, ire Hlt. wollen solchs gnediglich beherzigen, erstlich uff das disse guter nit durch den langweiligen [= langfristigen] besitz der Luteraner in ewig verderbung khumen, sunder wider zu der heiligen, christlichen kirchen und gotsdinst gepracht und von disser handen gerissen werden mochten, auch der stift zu den clostern in irrung und verderbung erwachsen, es wollen ir Hlt. in erstatung der abgenomne seiner Gn. bischofflichen renthen dieselbig closter und irer guter, so zu irer fstl. Gn. beiden stiften Bremen und Verden gehorig, als gnandt St. Paul vor der stat Bremen, Scharnnbeck im landt zu Luneburgk und alle ander closter, den beiden stiften zugehorig, sampt iren gutern, so die Luteraner innenhaben und die von der heiligen religion abgewichen, den stiften incorporirn und voln bepstlichen gewalt geben, dieselbigen hinfur zu gebauchen, nutzen, massen [sic!] und in des stifts nutz und gebrauch zu wenden, und, was irer fstl. Gn. dovan haben, aber sunst begeben, bekreftigen und bestedigen, wiewoll je dieselbige nit anderst errettet noch verteidg[t] werden mogen. Von Gots gnaden Christoff Ebf. zu Bremen etc.

    Ebf. Christoph von Bremen an Martin Lupus, Propst in St. Andreas in Worms, Regensburg, 1541 April 13: Hat H. Rotgen Holstein, Propst in St. Andreas in Verden, etliche Aufträge erteilt, die er mit ihm zusammen beim Papst erledigen soll und über die ihn Holstein aufgrund seiner Instruktion informieren wird. Soll Holstein Glauben schenken und mit ihm zusammen seine Anträge in Rom nachhaltig fördern. Soll auch die Anliegen des Gf. Jobst von Hoya unterstützen. Will sich dafür in Gnaden erkenntlich zeigen. Auch Gf. Hoya und Holstein werden sich ihm dankbar erweisen. Datum Regenspurg, den 13. tag des monats Aprilis anno etc. 41.

    Donnerstag [1541 April 14] sein churfursten und stende etc. beieinander aufm rathaus wider gewesen und von wegen unsers gnedigen herrn Dr. Dick Šabermals darzu verordent worden und nochfolgender abscheid gegeben und verwilligt worden.

    Den tag nach mittage ist sein fstl. Gn. in das closter gen Preuelingen [= Prüfening] geritten und alda sampt dem jungen Mgf. von Badenn wis [= bis] uff den Osterabent gepliben. Desselbigen tags ist Mgf. Jochim von Brandenburg mit einem fast schonen gezeug oder rustung, ungefarlich in die trithalbhundert pferde starck, eingeritten und mit im pracht Hg. Wilhelm von Braunschweig etc., seinen son, den jungen von Anhalt. Die ksl. Mt. hat inen durch denen von Pratt und Dr. Nauis entpfangen. Auch ist der von Prat neben im eingeritten. Desgleichen sein des Lgf. von Hessenn und des churfursten geschickten, der von Anhalt, im entgegengeritten, etwa auch bei 200 pferde starck und im zunachst nachgeritten, wis in seine herbrig bracht.

    Den tag ist der Bf. von Salzburg gegen Passaw gezogen.

    Aufn heiligen Ostertagk [1541 April 17] hat der Bf. von Regensburg die mes im thumb gesungen. Ksl. Mt. aber ist in irer herberig bliben. Es ist auch von den fursten nymants do gewest sunder der Bf. von Menz, unser gnediger herr, Bamberg, Auspurg und Speier. Die vesper ist irer Gn. im closter zu St. Hamert [= St. Emmeram] gewesen, darin dan der legat, Bamberg und Auspurg auch erschinen.

    Montag [1541 April 18] hat unser gnediger her in gemeltem closter die mes gehalten, dorin dan die ksl. Mt., der legat, Bf. von Menz, Mgf. von Brandenburg, Bf. von Baumburg und Auspurg, Gf. Dietrich von Manderheit, colnische botschaft, Hg. Ludwig von Beiern, Hg. Oth Henrich Pfgf., Hg. Henrich und Hg. Wilhelm von Braunschweig, der jung von Brandenburg, der von Anhalt, auch sunst vill ander spanische bischoff, ebte und botschaft gewesen.

    Dinstag [1541 April 19] zu mittag haben ir fstl. Gn. ksl. Mt. cantores gehabt, vier tisch voll, etwan in die 40 personen, der dan wenig nuchtern zu haus khumen sein.

    Mitwochenn [1541 April 20] zu mittag ist Dr. Ecke bei unserm gnedigen herrn gewesen. Noch der malzeit sein ir fstl. Gn. zu ksl. Mt. geritten, irer Mt. abermals irer Gn. treuer, langer dinst, auch grossen costen und schaden, darin ir fstl. Gn. dadurch erwachsen, erinnert, underthenig gepeten, solchs ire Mt. in Gn. zu erstaten und bedencken und uff die ubergeben suplication gnedig antwurt und erlaubnus zu geben, darauf dan ire Mt., die suplicationn selbst zu erlesen, erpotten und irer fstl. Gn. ganz gnedige antwurt zu geben und widerfaren zu lassen und ire fstl. Gn. solche antwurt selbst ganz freuntlich gegeben etc.

    Den tag hat Hg. Henrich abermals zu unserm gnedigen hern geschickt und, ire Gn. anzusprechen, begert, auch ire Gn. bewilligt. Nochdem aber Hg. Henrich beim Bf. von Meinz verharret, ist unser gnediger her entschlaffen. Noch dem etwas lang gelegen, ist Hg. Henrich auch widerumb zu haus gezogen, nachvolgents durch Henrichenn von Salz anzeigen lassen, wo irer fstl. Gn. den ŠDonnerstag gelegen sein wol, wolte sein Gn. zu seiner L. khomen, dann er solchs dissen abent verhinderlicher gescheft halben nit thun konne. Darauf dann unser gnediger herr antwurt geben, er konts den Donnerstag fur mittag nicht gewarten, dan sein fstl. Gn. bei Pfgf. Fridrich den mittag zu gast geladen. Wo aber er baldt dovon abscheiden wurde, wolt er zu Hg. Henrichenn selbst khumen ader aber ein stund anzeigen lassen, welche zeit es ir fstl. Gn. warten kunten.

    Donnerstagk [1541 April 21] haben ir fstl. Gn. von wegen Speckhans und Eisenhawers erben ein schrift nochvolgents inhalts ans kamergericht geschickt.

    Ebf. Christoph von Bremen an das Kammergericht, Regensburg, 1541 April 18: Antrag, den Prozess zwischen ihm einerseits und Speckhans und Eisenhauers Erben andererseits, in dem er einen Vergleich anstrebt, eine Weile zu suspendieren. Datum Regensburgk, Montag nach Ostern anno etc. 41.

    Denselbigen tag ist unser gnediger herr bei Pfgf. Fridrichenn zu gast gewesen. Und noch mittag sein ir fstl. Gn. zue meinen gnedigen fursten und hern Saltzburg und Hg. Henrichen von Braunschweig geritten von wegen der schrift, so meinem gnedigen fursten und herrn auß dem stift Bremen zugeschickt.

    Freitagk [1541 April 22] den morgen ist Hg. Henrich bei unserm gnedigen fursten gewesen und den morgen mit irer Gn. zu ksl. Mt. geritten und den mittag bei unserm gnedigen hern sampt dem Frh. Otto Druchses verpliben. Nach der molzeit ist unser gnediger herr sampt Hg. Henrichen zu meinem gnedigen herrn von Meinz gezogen.

    «Nr.74 Protokollarische Aufzeichnungen des Frankfurter Reichstagsgesandten Hieronymus zum Lamb – Regensburg, 1541 Juni 25–August 1 »

    Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 91r–114v (eighd. Reinkonz.).

    Saturni, 25. Iunij anno etc. 41 hora 6 vormittag haben die verordenten drey theologi zum gesprech ex nostris den stenden in beysein aller andern theologen, so domals zu Regenspurg gewessen, angefangen, des gehabten gesprechs und, wie sich die sachen darmit ungeverlich verlauffen, ain summarische relation zu thun. Und erstlich Philippus Melanchthon zeigt an, wie inen der H. Granuel ein buch furgelegt, daruff sie sich, doch unverbuntlich, einlassen und colloquiren, das endern, darzu oder darvon thun solten, wie sie sich dessen miteinander vergleichen khunten etc. Und wiewol er, Philippus, es alweg darfur gehalten und noch, das der richtigste weg zu der concordiam sein solte, das gesprech uff die confession furzunemmen, so hetten sie sich doch auf des H. Granuels beger und anhalten uff das furgelegt buch eingelassen etc. Erzelt darnach die artickel des buchs ordine mit kurtzer anzeig, was und aus was ursachen sie bey ainem yeden nachgeben hetten. Und wo sie etwas nachgeben, das solchs alweg mit disser bedingung und protestation beschehen were, sofer bey den gegentheiln abstellung der misbreuch auch volgen und erhalten wurde, sunst wolten sie Šnicht bewilligt oder nochgeben haben etc. Zeigt ferrer an, wie er fur sich selbs das buch in drey parth theilet, in articulos praeteritos, die man ubergangen und angestelt hette, in reiectos, deren wuste er keinen nit anzunemen, und in reconciliatos, die verglichen sein solten, darin doch noch viel beschwerlichs were, darum auch dieselbigen on ein sondere gutte erclerung seins verstandts nit angenommen werden mochten. Und were von dem gantzen buch dis sein iuditium, das es durchaus insidios, habe ein cohaerentz und consequentz, also das es uffeinander schlies und dring, auch eins aus dem andern volge, aber die insidiae seyen allenthalben darin gemischet und artick versteckt, dergestalt, das er dadurch selbs verfuret worden und erstlich etlich ding (wiewol beschwärlich) zugeben, die er allererst hernach befunden, wohin sie gericht gewessen und was sie auf sich getragen hetten etc. Dan das gantz buch hette viel ein ander ansehen, dan man im werck befinde, so es mit vleis und einem verstandt ersehen wurde etc. Darum, wo die stende des begerten, were er gefast und urpittig, sein iuditium und meinung von dem gantzen buch von artickel zu artickel in schriften verfast den stenden zu ubergeben etc. Weyther wuste er uff dismol zu der sachen nit zu reden.

    Volgens hat Butzerus den anfang des gesprechs mit furlegung des buchs und anderm wie Philippus auch erzelt und weyther anzeigt, quo ordine sie weren befragt worden, nemlich mit ersten H. Iulius Pflug, darnoch Philippus, volgens Eccius, dan Butzerus, darnoch Gropperus, furs letst Pistorius. Demnach zeigt er an, wie des gesprechs halben allerley reden under den theologen von ime gangen weren, dessen er sich bey inen beclagt und purgieret hette etc. Sagt darnach, wie er sein intention, gemuth in solchem handel noch gelegenheit der person, damit sie zu thun gehabt, gerichtet hette, dan die gegentheil zum thail dermassen geschaffen gewessen, das man bey inen sich gar keiner besserung zu versehen noch mit inen etwas auszurichten were, als Eccius und seinesgleichen. Mit dissen gang man umb, wie man wolte, sey nichts zu schaffen. Die andern als Gropperus und Pflug seyen guthertzig und rechtgeschaffen leuth, seyen aber disser handlung gefangen. Und ob sie glaich etwas zu zeyten verstunden und die sachen mit hertzen meinten, musten sie doch am meysten alweg dohin sehen, was bey irem theil zu erhalten sein mochte, darum sie nit zuviel nachgeben khunten etc. Dieweyl dan dem also und auch bey dem gegentheil noch viel guthertziger, doch noch etwas schwach und blode leuth weren, die wol zu gewinnen sein solten, wo man sich etwas zuhauf thun und die sach uff leidliche wege mochte richten etc., so hette er in disser handlung dohin gesehen, was man sich mit Gott und gutter gewissen hette khunten begeben, das man (in betrachtung yetzerzelts bedenckens) an demselben so harte nit solte halten etc. Und nochdem er berichtet, sie solten das buch yetzunt vor die handt nemmen und sich ein yeder seines bedenckens daruff von puncten zu puncten vor den stenden vernemmen lassen, were er darzu gefast. Wo aber die zayt solichs dismols nit erleyden khunte, achte er unfruchtbar sein, sunst weyther von den sachen zu reden. Nach dissem solte Pistorius auch sein verhort worden, so Škhunte aber das aus derzayt furfallenden gescheften nit geschehen, blieb also damals darbey und wurde deshalben weyther nichts mehr gehandlet.

    Eodem die nachmittag, als die protestirenden stende anderer sachen halben beyeinander waren, hat H. Ludwig Gf. zu Ottingen fur sich selbs und von wegen seines abwesenden bruders H. Carle Wolffgangen durch H. Iohan Packen, sechsischen rhat, sich den stenden ansagen und begeren lassen, nachdem er und sein bruder nun etlich viel iar her in irem lande das evangelium predigen lassen und sich der religion halben den protestirenden stenden allerding gleichformig gehalten, auch hinfuro dermassen zu halten gedechten, so were ir bayder bith, die stende wolten sie in iren verstant, so sie in der gemain der religion halben miteinander hetten, gnediglich und gunstiglich aufnemmen, auch zu iren versamlungen und ratschlag, die religion belangen, khomen lassen etc. Das wolten sie etc. Also nach gehabter deshalben umbfrag ist inen solichs alsbald zugelassen und bewilligt worden. Und ist auch wolgedachter Gf. Ludwig alsbald volgends tags, den 26. Iunij, und darnach fur und in der protestirenden rath gesessen.

    Martis, 28. Iunij ist man in puncto religionis und des gesprechs mit der relation der geordneten theologen furgefaren, auch der uberigen bedencken des buchs halben angehort. Und haben der merer theil der theologen ir mainung und bedencken in schriften ubergeben, die auch alle verlessen worden. Die uberigen haben sich ires bedenckens zum theil muntlich lassen vernemen, doch sich erbotten, ir entlich ferrer meinung nochmols in schriften auch zu verfassen und zu ubergeben etc. Und sein in disser verhoer allein Butzerus und Dr. Balthasar1, ein wirtenbergischer praedicant, fast einer mainung, die andern alle auch einer einhelligen, aber der andern widerwertigen meinung gewessen, under welchen allein domini Philippi sententia und die meinung Schnepfij, cuius opinio (meo videre) optima fuit et modestissima, mir am besten gefallen.

    Mercurij, 29. Iunij sein die einigungsverwanten beyeinander gewessen nach mittag der goslarischen sachen halben, darin einmol zu schliessen, ob die fur ein religionsach zu erkhennen und anzunemmen sey oder nit. Und haben alle die, so vor uns gesessen und votiert, nemlich Hg. Heinrichs zu Sachsen rhat, die pomerischen, wirtenbergischen (Anhalt und Lunenburg sein nit zugegen gewesen) zum thail aus geheis irer hern, so zu Regenspurg gewesen, zum thail habendem bevelch und dan Strasburg, auch Augsburg alle dohin geschlossen, das die sach nit fur ein religionsach zu achten noch anzunemmen were, aus vielerlay ursachen, die auch erzelt wurden. Doch dieweyl den von Goslar solche beschwernus ongezweyfelt aus ungunst und has der religion gantz unbillicherweys begegnet, so weren sie keineswegs zu verlassen, sonder solte man inen aus vielen ursachen, so auch erzelt wurden, mit hilf und beystant treulich zusetzen, doch nit under dem tittel und namen der religion, wie man dan dem wol wurde wissen rhat zu finden etc.

    ŠAls nun die umbfrag an uns komen, hab uff underrede und bevelch meins mitgesanten nochvolgende mainung anzeigt: Unsere hern und oberen trugen mit der stat Goslar der hohen beschwernus, so inen disser sachen halben unpillicherweys begegnet, ein treulichs und hertzlichs mitlaiden. Wie aber sie die sach bisher verstanden und befunden, hetten sie die (wie sie uns dan auch vor unserer abfertigung des anzaigt) nie fur kein pur religionsach ires verstandts achten khunden, aus ursachen, die meine herren vor mir schon erzelet hetten. Doch dieweyl inen ires verstants durch solche beschwernus gantz unpillich ungleichs und unrecht gesche, inen auch solichs allein aus uffsatz und gefastem naydt gegen der religion von den richtern begegnete, so weren sie (unsere herren) alweg der meinung gewessen und bey inen fur pillich geachtet, das sie mit hilf und beystant keinswegs zu verlassen weren etc. Daruff sie uns auch dissen bevelch geben, so die stende disser sachen halben etwas bedencken und gemeinlich schliessen wurden, es were der- oder anderer gestalt, das den von Goslar zu guttem khommen mochte, das mir [sic!] uns in dem von gemeinen stenden nit solten sundern etc. Demnach und dieweyl unsere herren die sach, wie gehort, bey inen iudicierten und urtheilten und dan die herren fur uns die sach auch fur kein religionsach hielten, so wusten mir die uff yetz angezognem bevelch auch nit fur ein religionsach zu erkhennen, sonder liessen es bey der meinung der heren, die vor uns geret, pleiben und uns gefallen, das doch die von Goslar mit hilf und beystant nit verlassen wurden, und solichs in craft eins sondern artickels der vereinigung, welcher vermochte, ob schon einem stand der aynigung beschwernussen begegneten nit directe der religion halben, dardurch aber doch die religion gemeint wurde, das man den mit hilf und beystant nit solte verlassen etc. So nun ir G. sunst uff weg und mittel wolten gedencken, dardurch den gutten leuthen mochten geholfen werden, das solte uns von wegen unser hern nit zuwider sein, wolten uns in dem mit iren G. gern vergleichen etc.

    Nach uns waren Costanz (Ulm war nit zugegen), Hall, Halprun und Memmingen (wiewol Memmingen sagt, er hette bevelch, dis fur ein religionsach anzunemen, sofer es die stende gemeinlich auch darfur halten wurden) alle auch unser meinung. Brem und Braunschwig nemmens fur ein religionsach an. Und zeigt der sachsisch cantzler an, wie der gesant von Lubeck ime sein meinung disser handlung halben in schriften zugestelt hette, den stenden zu uberantwurten, darin ers auch fur ein religionsach erkhente etc. Zuletst liessen sich die sechsischen und hessischen irer mainung auch vernemmen. Zeigten viel ursachen an, warum dis fur ein religionsach zu halten were. Zogen auch an, was es fur beschwernus uff sich haben wurde, wo den von Goslar nit solte in craft der einigung oder verstentnus, sonder ausserhalb derselben particulariter geholfen werden, und das die von Goslar solcher antwurt auch nit gesettiget und zufriden sein wurden. So khunthen sie nit erachten, was solichs fur ein hilf sein muste etc. Darum were ir gutbeduncken, man dechte der sachen weyther nach, khome des andern tags widerum zusamen und redte ferner darvon etc. Dobey es domals plieben.

    ŠIovis, ultima Iunij [1541 Juni 30] sein die einigungsverwanten der goslarischen sachen halb widerum beyeinander gewessen. Und sich gleichwol etlich etwas anders dan des vorderigen tags vernemmen lassen, derhalben auch mir uns horen liessen, wo die stende gemeinlich die sach fur ein religionsach annemmen und halten wurden, so were unser bevelch, das mir es auch darbey solten pleiben lassen. Dieweyl mir aber das noch nit vernommen, khunten mir aus unserm bevelch, den mir vorderigs tags anzaigt hetten, nit gan und dis fur ein religionsach erkhennen, was sie aber disser sachen halben gemeinlich entschliessen wurden, darin wolten mir uns nit von inen sondern etc. Zuletst als man sich deshalben keiner einhelligen meinung vergleichen mochte, ist beschlossen worden, das man vermog der verfassung die stimmen ergeen lassen und, wie die sach darinnen erkhant, dabey pleiben und daruff den gesanten von Goslar ein entliche antwurt geben solte etc. Und sein dis die fursten und sthet, die zu stimmen haben: Der Kf. zu Sachsen hat zwo stimmen, der landtgraff hat zwo stimmen, Wirtenberg ein stimm, Pommern ein stimm, Lunenburg ein stimm, die stat Strasburg ein stymm, Augsburg ein stymm, Ulm ein stymm, Premen ein stymm, Hamburg ein stimm, Braunschwig [und] Madenburg haben alle beide nur ein stymm. Und ist bishieher mit sonderm, grossen vleys verhuttet worden, das es in keiner sachen zum stymmen khome, sonder das man sich aller ding in gemeinem rhat miteinander mochte vergleichen. Darum ist dis die erst sach, darin man die stymmen ergen lassen etc.

    Saturnj, 2. Iulij haben sich gemeine protestirenden stende einer schriftlichen antwurt entschlossen des gemeinen fridens und gleichmessigen rechtens halben, so sie, vor leystung der eilenden turckenhilf im reich aufzurichten, von der ksl. Mt. gebetten. Aber die ksl. Mt. in irer antwurt [Nr. 184], den stenden daruff ultima Iunij [1541 Juni 30] gegeben, begert, dieselbigen conditionen und anhenge fallen zu lassen etc., welche antwurt [Nr. 188] auch irer Mt. von den stenden 3. eiusdem [1541 Juli 3] ubergeben worden.

    Eodem die [1541 Juli 2] hat sich H. Bernhart Dien von Stauff bey den stenden angezaigt und gebetten, nachdem er nun etlich jar her das evangelium predigen lassen und sich der religion halben der augspurgischen confession gehalten, auch hinfuro nit anders zu halten gedechte etc., das derhalben die stende ine fur ein religionsgenossen oder – verwanten halten und annemmen wolten etc., welches ime alsbald (wie zuvor den 25. Junij den Gff. von Otingen auch beschehen) von den stenden bewilligt und zugelassen worden.

    Lunae, 4. Iulij hat man bey den gemeinen protestirenden stenden die religionsach von neuem fur die handt genommen und des kaysers buch, daruff das gesprech gehalten, in beysein der theologen von artickel zu artickel verlesen lassen und bey einem yeden artickel der collocutorn relation und bedencken, darnach auch der andern theologen, so viel deren darzu reden wollen, meinung gehoret etc. Das gewert drey tag alweg vormittag, nemlich dissen und den 5. und den 7. Julij. Wie auch solich relation ungeverlich beschehen und was sich Šein yeder darbey vernemmen lassen, hab ich mir kurtzlich annotiert und zu dissem protocoll gelegt mit [...]2 gemerckt.

    4. Iulij anno etc. 41 hat man des kaysers buch bey den protestirenden stenden in beysein der theologen von artickel zu artickel verlessen und bey einem yeden artickel der collocutorn relation und bedencken, darnach auch der andern theologen, so viel darzu reden wolten, meinung gehort. Aber den ersten tag hab ich nit khunden zum tisch kommen und derhalben nichts annotiren mogen.

    5. Iulij. Phil[ippus]. De nota verbi. Promissiones pertinere non ad magnam domum, sed ad electos, minas autem ad impios, propterea non quadrare ecclesiae hoc nomen magna domus.

    Butzerus: quo ad magnam domum adstipulatur Philippo, quo ad separationem felt er Philippo auch zu, ut ea declarentur.

    Amstorfius. Subscribit Philippo. Putet per domum magnam adversarios intelligere romanam ecclesiam etc. Und er wolle darwider schreiben, dieweyl er lebe. Dicit omnia esse insidiosa.

    Philippus tandem, er wis kein besser remedium dissem buch, dan das ers gar nit annemme etc.

    H. Hans Pack: maior bey dissem puncten seu tollerabilis, aber ommissio minoris, dadurchs die adversarii uf die romisch kirch zihen und versten wollen, sey nit tollerabilis. De poenitentia post lapsum.

    Phil[ippus]: Confessio et poenitentia etc. sey kein mortificatio, sonder gauckelwerck.

    Butzer: Putat ritum et morem veteris ecclesiae non prorsus reiiciendum et hunc articulum cum quadam declaratione tollerandum.

    De authoritate ecclesiae. Hie ist ein gegenartickel.

    Butzerus bleibt bey dem gegenartickel, zeigt doch an, das der ander mit dissem in effectu nit streyt, doch sey disses lucidior. Putat alioquin aliquot paragraphos in primo articulo tollerandos.

    Ambstorffer acceptat [novum?], reiicit alterum simpliciter. Will den nimmer annemmen.

    Dr. Balthassar, wirtenbergensis, putat articulos non admodum dissidere. De eo autem an unius personae iuditio [standum?], sit in interpretatione [de?] scriptura, putat latius deliberandum.

    Schnepfius acceptat novum, alterum reiicit. Dicit captiosum et insidiosum.

    Phil[ippus]: Quamvis putet collocutores ex adverso idem sentire quid ipsi senserint, tamen propter certitudinem maiorem retinendum esse novum articulum et non esse concedendum hoc loco adversariorum obscuritati et amphibologiae.

    Ambstorffer rursus: Disser artickel des widerthails sag anders nichts, dan das alles unrecht und ketzerey sey, was Lutherus bisher gelert.

    ŠButzerus: Eccius hab sich in schriften beclagt, die zwen collocutores ex adverso und das buch canonisier unsere dogmata et scripta Philippi.

    De sacramentis.

    Phil[ippus]: in verbo sanctificari sey anzuzeigen hanc sanctificationem non esse ex opere operato.

    Butzerus: idem. Deinde extendit et applicat articulum ad omnia sacramenta. Putat tamen in quibusdam non habere locum sine ulteriori declaratione.

    De sacramento ordinis.

    Phil[ippus]: Si praecedat reformatio, quam adversarii promiserunt, articulum hunc admittit.

    Butzerus: Idem, ut tamen concedatur hoc etiam nostris episcopis, hoc est jierarchis, quos episcoporum loco habeamus.

    De sacramento baptismi.

    Phil[ippus] admittit. Butzerus idem.

    De sacramento confirmationis.

    Phil[ippus] admittit, remotis abusibus. Butz[erus] idem, doch mit dem zusatz, das alles vertruwen wie in allen sacramenten nit uff das sacrament, sunder das wort und zusag Christi gestelt werde. Posteriora articuli de more hactenus observato dicit legatum pont[ificum] adiecisse.

    Ambstorffius esse hic exprimandum confirmationem non esse nec dici posse aut debere sacramentum. Es khonne niemant vor dem Butzer und seinen reden zukhommen.

    De eucharistiae sacramento.

    Nostri omnes lassen es bey unserm gegenartickel pleiben.

    De sacramento poenitentiae seu absolutionis. Ist ein gegenartickel.

    De satisfactione. Hat auch ein gegenartickela. Bleyben alle bey den gegenartickeln.

    De sacramento matrimonii.

    Phil[ippus] nihil desiderat, nisi diffinitionem sacramenti. Butzerus idem. Ambstorfius idem nisi quid negat esse sacramentum.

    De sacramento unctionis.

    Phil[ippus]: Egere declaratione hunc articulum, alioquin se admittere eum abusibus sublatis. Butzerus idem. Ambsdorffius will ungeschmirt sein.

    De vinculo charitatis etc. De ecclesiae hierarchico ordine etc. Hat ein gegenartickel.

    Phil[ippus]: Quae de capite dicuntur, eadem esse reformanda ad papam, ut ipsi faciant. Item, episcopos non successisse apostolis. Item, eos non habere potestatem inducendi aut mutandi ceremonias. Item, ecclesiam non esse cogendam, ut observet istorum ceremonias et traditiones. His de causis dederunt articulum contrarium. Dobey er pleibe.

    Š7. Iulij.

    Dogmata quaedam etc. Prima pars de sanctis. Hat ein gegenartickel. Pleiben bey dem gegenartickel. Secunda pars: De reliquiis. Tertia de imaginibus.

    De imaginibus hat Phil[ippus] ein gegenartickel gestelt, doch so hoch daruff nit getrungen, darum er verplieben.

    Quarta: De missa. Hat ein gegenartickel, darin die applicatio missae reprobiert wirt. Phil[ippus] lasts bey dem gegenartickel. Non recipit alterum.

    De usu et administratione sacramentorum etc. Hat ein gegenartickel de missa privata.

    De disciplina ecclesiastica.

    Phil[ippus]: Das bischoff zeytliche regimina haben sollen, sey nit zu gestatten, sonder soll in alle weg widerfochten werden etc. Sey im colloquio ubergangen worden in der eyl und spaltung, die sich in fine zugetragen.

    Butzerus: Idem. Sey in dissem artickel vorhin gesetzt omnia debere fieri iuxta scripta canonum et episcoporum, etiam examina ad ea exigenda, ergo non posse episcopos se immiscere temporalibus, quod contra canonesb, versi[culus] ‚Et quoniam viderunt‘. Hat ein gegenartickel de coelibatu.

    De disciplina populi.

    Martis, 5. Iulij hat der Kf. zu Brandenburg Mgf. Iorgen von Brandenburg und andere aus den protestirenden stenden, nemlich die churfurstlich sechsischen rhet, als die on das uff dem haus beyeinander waren, zu ime gefordert und anzaigt, wie der ksl. Mt. beger were, die protestirenden stende wolten disse eylende turckenhilf bewilligen und die angehenckten conditiones dismols fallen lassen. Dargegen wolten ir Mt., nachdem sie zu fried und einigkeit zum hochsten genaigt, auch denselben zu erhalten an ir nie nichts erwinden lassen und deshalben gegenwertigen reichstag vornemlich ausgeschriben, inwennig sechs monaten ain bestendigen frieden und gleichmessigs recht, dessen sich disse stende pillich nit solten zu beclagen haben, verschaffen und aufrichten, auch ferrer versehen, das mitlerzeyt disser sechs monat fried, einigkhait und stilstant in religionsachen erhalten wurde, wie der von ir Mt. zu forderung disses reichstags hiebevor verschafft und aufgericht were. Des solten sich disse stende zu irer Mt. getrosten und versehen etc., welches also von den stenden in bedacht genommen und, volgens tags zu beratschlagen, aufgezogen worden.

    Eodem die [1541 Juli 5] nachmittag hat die ksl. Mt. mit aller solemnitet, so darzu gehort, H. Philipsen Hg. zu Pommern under dem fenlin offentlich die lehen conferiert, cuius actus spectator fui.

    Mercurij, 6. Iulij ist des Kf. zu Brandenburg anzeig der ksl. Mt. begerns und furschlags vor die handt genommen und beratschlagt worden, darunder der merer thail bedencken dohin gestanden, das zuvorderst Got, darnach der ksl. Mt. zu vertrauen und zu wilfaren in betrachtung der hochsten und aussersten noth und das es an ime selbs ein christlich, guts werck, das mit keinem glimpf Šoder schein abzuschlagen were, zudem auch die summ der hilf gering und darob dermassen nit zu halten were, als ob man dardurch die ksl. Mt. zu friden oder conditionen, die ir Mt. unsers bedunckens veleicht sunst nit ingon mochte, zu bewegen oder zu tringen, underston wolten, dan wol zu erachten, das ir Mt. umb so einer geringen summen willen nichts wurde thun, das ir nit wol gelegen. So aber die stende in so einem geringen sich unwillig erzeigen, wurden sie ir Mt. zu grossen ungnaden bewegen, aber herwiderum wurden sie durch bewilligung disser geringen summa nit kleine gnade erlangen etc., dardurch dennocht das negotium religionis gefordert werden mochte etc. Dargegen liessen sich etlich vornemmen, wie sie von iren hern und oberen den bevelch hetten, in gar kein turckenhilf zu bewilligen, es were dan zuvor ain gemainer, bestendiger fried und gleichformig recht im reich erlangt und aufgericht. Doch wolten sie solich furfallend bedencken der eylenden hilf iren herren gern forderlich zuschreiben, der entlichen zuversicht, dieselben wurden sich in demjenen, so die stende hierin gemeinlich schliessen und bewilligen wurden, gar nit sondern etc.

    Doch wurde zuletst dohin geschlossen, das dem Kf. zu Brandenburg anzaigt werden solte, nochdem die ksl. Mt. dissen stenden zu viel maln friden gnadigst geben und den mit inen aufgericht, so weren doch derselbigen keiner bisanher, auch die letst irer Mt. suspension uff dissen tag von dem cammergericht nie gehalten, sonder weren daruber etlich aus inen schon in die acht erclert, gegen etlichen uff die acht beschlossen, und procediert man noch heuttigs tags in religionsachen wider sie, zudem das Hg. Heinrich von Braunschwig uber die beschehen suspension uff die von Goslar neben vorhaltung der prophiant, auch mit thatlicher handlung gantz beschwerlicher weys angrieff und deren etlich neulich entleipt hette etc. So wolte dennocht disser stende notturft erfordern, das sie auch mochten vorgewust sein, wie und welchergestalt solcher fried oder anstant geschaffen sein, welchermassen er inen auch gehalten werden solte, dan in solche ungewisse handlungen und gefar wusten sie sich hinfur nit zu begeben. Darum wolte vonnotten sein, das sich die ksl. Mt. solcher puncten halben des furgeschlagnen fridens und rechtens ercleret, domit sich die stende daruff wusten ferrer inzulassen etc. Und disse meinung ist volgens dem churfursten anzaigt worden.

    Jovis, 7. Iulij ist die relation der theologen geendet und daruff beratschlagt worden, wes man sich mit antwurt gegen der ksl. Mt. daruff halten und vernemmen lassen solte. Und dieweyl bedacht, das aus vielen ursachen das gantz buch nit zu verwerfen, hat man ein ausschus von den theologen und stenden geordnet, durch welche die antwurt beratschlagt und verfast, volgens den stenden und andern theologen wider furgelessen und eins yeden bedencken daruff gehort werden solte etc.

    Eodem die [1541 Juli 7] nach mittag hat der Kf. zu Brandenburg bey den protestirenden stenden durch seiner kfl. Gn. gesanten der eylenden turckenhilf halben uff der stende obgemelt gegeben antwurt widerum anhalten lassen. ŠDaruff sich die stende noch langwiriger und vielfaltiger beratschlagung und bedencken zuletst einer schriftlich antwurt mit [...]3 verglichen [Nr. 191], welche auch dem churfursten volgens tags, den 8. Iulij, uberantwurt worden, aus welcher sich auch befindt, was domols des churfursten gesanten werbung und anpringen gewesen sey.

    Solis, 10. Iulij hat der Kf. zu Brandenburg den protestirenden stenden durch seine gesanten lassen anzeigen, wie seine kfl. Gn. der stende schriftliche antwurt der turckenhilf halben sampt deren von Goslar supplication entpfangen, das alles auch der ksl. Mt. anpracht, die es gnediglich angenommen und dessen ein gnedigst gefallens gehabt, auch die goslarisch supplication den stenden ubergeben, derselben bedencken daruber zu vernemmen. Nachdem aber in der antwurt der protestirenden etlich wort weren, welche etwan aus misverstant bey den andern stenden veleicht nit zu erheben sein mochten, so were ir Mt. beger, die stende wollten, derselben wort declaration inhalt der schriftlichen verzeichnus, so ir Mt. dem churfursten zugestelt hette und sie, die gesanten, den stenden uberantwurten, anzunemmen und zuzulassen, sich nit beschweren etc., wie dan auch sie, die churfurstlichen gesanten, solichs also zu beschehen, gegenwurtiglich batten etc. Daruff die stende die sach in bedacht gezogen. Und ist dis die schriftlich verzeignuß der begerten declaration gewessen: Nachdem die protestirenden begeren, das die acht also suspendiert pleiben, das den geechtigten ire rechtlich notturft active und passive nit benommen etc. Dieweyl die stende wol zu erachten, das es allain ain suspension und kein absolution oder restitution ist, so muste allein verstanden werden, das mitlerzayt und in werender suspension nichts gegen den echtern mit der that furgenommen solle werden etc. Und ist dis sach dem vorigen ausschus zu beratschlagen bevollen worden. Eodem die [1541 Juli 10] nach mittag haben sich die stende uff des ausschusses bedacht einer schriftlichen antwurt entschlossen [Nr. 194] und die des churfursten gesanten alsbald uberantwurt.

    Lunae, 11. Iulij haben sich die protestirenden stende, auch mit rhat der theologen einer schriftlichen antwurt [Nr. 136, Nr. 137] entschlossen, so der ksl. Mt. der religion halben und uff das buch zu geben were, wie die auch hernach den 12. eiusdem [1541 Juli 12] ubergeben worden. Und nachdem domols auch ein schrift verlessen, von H. Martin Butzern gestalt, von den mispreuchen und reformirung derselben4, ist, dieselbig ferrer zu ersehen und zu beratschlagen, dem ausschus bevollen worden.

    Martis, 12. Iulij.

    Mercurij, 13. Iulij haben sich die protestirenden stende einer schrift, darin der geistlichen mispreuch angezogen mit anzeig, wie die zu reformiren weren, entschlossen, welche Pfgf. Friderichen 14. eiusdem uberantwurt worden.

    ŠIovis, 14. Iulij hat der churfurst von wegen der ksl. Mt. der eylenden turckenhilf halben und uff die begert declaration der wort ‚active und passive‘, auch derhalben der protestirenden antwurt, den 10 Iulij hievor ubergeben, bey gemelten stenden weyther ansuchung gethan und in effectu wie zuvor begert, die wort ‚active und passive‘ fallen zu lassen, doch solte dis der gewislich verstant und meinung sein, wo Hg. Heinrich etwas gegen den von Goslar mit der that oder dem rechten in zeit des anstants furnemmen wurde, das die von Goslar macht haben solen, alle ire behilf, notturft und gegenweer im recht furzuwenden etc. Daruff die stende die sach in bedacht genommen, wie sie auch des tags berotschlagt, aber nichts entlichs darin beschlossen worden.

    Eodem die [1541 Juli 14] nachmittag haben sich die gemeine protestirenden stende etlicher artickel, den eusserlichen friden belangen [Nr. 138], auch einer antwurt [Nr. 140] uff der ksl. Mt. bedencken und furschlag aller puncten halben des ausgeschriebnen reichstags [Nr. 135], den 12. Iulij gemeinen reichsstenden uff irer Mt. pallatium anpracht, entschlossen und die eodem die Pfgf. Friderichen uberantwurt. Eodem die sein auch die abusus der geystlichen in theutsch [Nr. 141, Nr. 142] ubergeben worden. Item, hat der H. Nauis in namen der ksl. [und] kgl. Mtt. der eylenden turckenhilf halben auch ein werbung und mainung gethon. Daruff man ime geantwurt, man wolte die antwurt dem Kf. von Brandenburg forderlich geben.

    Veneris, 15. Iulij haben sich die protestirenden stende uff des Kf. zu Brandenburg ferrer werbung, den 14. eiusdem beschehen, abermals einer schriftlichen antwurt [Nr. 197] verglichen, die auch des tags uberantwurt worden.

    Ferrer haben des Hg. von Gulich gesanten dissen stenden hochgedachts hertzogen gerechtigkheit zu dem hertzogthum Gellern, in etlichen schriften gestelt, anpracht, verlessen lassen und auch inen solche schriften zugestelt5. Das haben disse stende angenommen mit anzeig, wan gemeine stende disse sach fur die handt nemmen und beratschlagen wurden, wolten sie das ir darzu auch thun etc.

    Saturni, 16. Iulij ist der Kf. zu Brandenburg personlich bey den protestirenden stenden erschinen und uff derselben antwurt, seinen kfl. Gn. des vorigen tags der eylenden turckenhilf und deren von Goslar halben ubergeben, begeren lassen, die stende wolte[n] nochmals disse wort ‚active und passive‘ der ksl. Mt. zu gefallen fallen lassen und irer Mt. erpietens und des verstands, so die suspension haben solte, wie den stenden vorderigs tags were angezeigt, gesettigt sein. Dan seine kfl. Gn. gedechten der stende gesterig schriftlich antwurt der ksl. Mt. nit anzupringen, der ursach, das seine kfl. Gn. gewislich darfur hielten, sobald die ksl. Mt. darus wurde vermercken, das die stende uff dissen worten beharren und ir Mt. domit tringen wolten, das alsdan ir M. kein weyther ansuchen der turckenhilf halben bey dissen stenden thun wurde. Was nachstands aber solichs der religion und dissen stenden eben disser zeyt, so man nun Šzum beschlus handlen und zu verfertigung der [sic!] abschiedt schreitten solte, geperen mochte, das hetten disse stende leichtlich zu erachten etc. Darum bethe seine kfl. Gn. ut supra, begert, die sach zu fordern, welches die stende domols bis nach mittag in ein bedecht gezogen, dieweyl sie nit in voller anzal beyeinander.

    Nach dissem hat man die goslarisch sach uff den abschiedt, den letsten Iunij hievor gemacht, fur die handt genommen und die stymmen vermog der verfassung ergeen lassen. cHaben sich aber desmols auch keiner entlichen meynung vergleichen mogen–c.

    Eodem die [1541 Juli 16] den nachmittag haben sich die stende einer schriftlichen antwurt [Nr. 198] uff gemeinen bedacht und obvermelt des Kf. zu Brandenburg anpringen entschlossen und volgens tags, den 17. Iulij, uberantwurt.

    Lunae, 18. Iulij sein die stymmenden fursten und sthet der ainigung in causa Goslar widerum beyeinander gewessen.

    Martis, 19. Iulij.

    Solis, 24. Iulij. Protestantes haben sich mit andern churfursten ires bedenckens der beharlichen turckenhilf halben mit etwas enderung verglichen.

    Lunae, 25. Iulij hat man sich einer antwurt verglichen [Nr. 154] uff der ksl. Mt. abschiedlichs bedencken und die alsbald ubergeben.

    Mercurij, 27. Iulij. Navis exhibuit protestantibus die artickel des abschieds. Haben sich die protestirenden mit den andern chur- und fursten der beharlichen turckenhilf halben mit einem zusatz verglichen [Nr. 203, Nr. 204]. Haben sich einer antwurt [Nr. 165] uff die artickel des abschieds entschlossen und die des tags uberantwurt.

    Iovis, 28. Iulij haben sich die protestirenden stende uff den abschiedt mit vielen declarationibus und seltzamer handlung usque in multam noctem hoch bemuhet, bis zuletst der vorschlag mit der schonen kayserlichen declaration [Nr. 949] ervolgt, die auch volgens tags ins werck khommen.

    Veneris, 29. Julijd. Als wir dis morgens zu 4[alterum?] zusamengingen und die declaration uber den abschiedt, welche die ksl. Mt. den protestirenden stenden under irer Mt. sigil zu geben versprochen, beratschlagen und bedencken solten, haben wir, die franckfurtischen gesanten, als die frag an uns khomen, uns nochvolgender meinung vernemmen lassen: Nachdem sich die sachen dis reichstags schwerlich und gefarlich anliessen, wolten wir, es hetten unsere herren andere zu solchen hendeln geschicktere personen alher verfertigt. Der abschiedt, so in das reich publicirt werden solte, were lauther und clar und dermassen geschaffen, das er dissen stenden expressis verbis zuwider, auch unsers Šgeringen verstants keinswegs annemlich were, wie das der augenschein gebe. Nun khunten wir aber bey uns nit erachten, das die declaration der ksl. Mt. solich beschwernus aufheben oder dissen stenden hoch furstendig sein mochte, sonder bedeucht uns ein gefarlich handlung sein, dardurch disse stende in bewilligung des abschieds gefuret und deren wir uns doch hernoch in der noth nit furchtbarlich wurden haben zu behelfen, dan die andern stende wurden die, als inen zu ruck auspracht, nit achten, wie es dan auch ein seltzams ansehen hette etc. Und wurden unsers erachtens anders nit sein dan ein fall, dardurch man uns zu annemmung dis beschwerlichen abschieds bewegte. Darnach wurde man uns die eben halten und biegen, wie zuvor mit dem nurnbergischen friedstandt auch beschehen. Derhalben, auch umb anderer mehr ursachen willen, deren wir uns in disser handlung beschwerten, wusten wir (in erwegung unsers bevelchs und instruction) in solich ir bedencken und beschlus (nemlich den abschiedt uff gemelt declaration der ksl. Mt. anzunemmen) nit zu willigen noch den abschiedt oder die declaration anzunemmen. Wolten aber das alles unsern herren hinder sich anpringen, der zuversicht, die wurden sich mit annemmung dessen aller gepur wol zu halten wissen etc. Das hetten wir den stenden aus unvermeidlicher noth unser herren und unser als deren bevelchhaber nit khunden verhalten, mit dinstlicher bith, sie wolten solcher anzeig ingedenck sein und unsern personen in dem nichts verargen, dan wir dermassen handlen musten, das wir es bey unsern herren auch wusten zu verantwurten etc. H. Conrat Zwick, der stat Costentz gesanter, hat sich hierin uns gleich gehalten. Desgleichen die sechsischen gesanten. Also haben wir auch alsbald noch der umbfrag den sechsischen cantzler gepetten, das er in der antwurt, die er der declaration und annemmens halben dem Kf. zu Brandenburg geben muste, wolte anzeigen, wie etliche wenig aus den stenden dis meinung allein uff hinder sich pringen und gelangen an ire obern genommen hetten etc., das der cantzler, vor sich selbs und uns also zu thun, angenommen und gethon, wie er uns hernach gesagt.

    Eodem die [1541 Juli 29] ist post undecimam horam ungeverlich des reichs abschiedt [Nr. 941] uff dem rhathus im grossen saal in praesentia imperatoris, regis, principum ac statuum, Ratisponae praesentium publiciret worden. Nach verlesung des abschieds hat sich ein grosser streidt und disputation erhoben. Und haben die geistlichen derends des abschieds, do von entsetzen und possession der geistlichen gulten, zinsen, inkhommens etc. meldung beschicht, auch darin wollen haben disse wort ‚auch aller irer ober- und gerechtigkheit‘e etc. Als aber die protestirenden stende uff vielfaltig underhandlung der ksl. Mt. durch die kgl. Mt. und den Kf. zu Brandenburg (welche handlung wol in die [...?] stunde gewert) keinswegs annemmen wollen, haben sie es zuletst uff beger der ksl. Mt. dismols also nachgeben und fallen lassen. fBey disser handlung hat Šsich Dr. Herl6 nit wollen finden lassen, sonder sich verborgen und verkrochen, quod erat consiliarius regis. Desgleichen hat Bgm. Rellinger auch gethan–f.

    Sein also die catholici praetensi von irer iurisdiction, ober- und gerechtigkheit per actum hunc contradictorium et publicum getrungen worden und selbs gewichen, quod nota. Und merck auch hie die hispanischen practicken, das man disse wort, darmit man die genanten catholicos zu annemmung des abschieds bewegt, daruff sie auch den abschiedt allein bewilligt (ut mihi Ludensis retulit), deren aber gegen den protestirenden steenden nie kein meldung beschehen etc., so fein aus dem abschiedt gelassen, und wie lustig [sic!] und callide man disses fals mit den stenden zu beiden theilen gehandlet habe etc. Nach dissem haben die protestirenden stende sich des abschieds halben und sunst vernemmen lassen, wie das in einer sondern schrift zu sehen in ordinariis. Et dominus imperator statim post publicatum recessum discessit.

    Saturni, 30. Iulij. Was sich dis tags vor der kgl. Mt. mit den stetten der siglung halben zugetragen, ist bey der sthette handlung zu sehen. Eodem die hab ich den beyden cammerern zu Regenspurg in der kgl. Mt. hoff zum zwayten mol und Dr. Hildnern vor demselben hoff auch einmol angezaigt, wie wir, die gesanten der stat Franckfurt, dissen abschiedt auch nit angenommen, sonder den unsern herren hinder sich anpringen wolten, wie wir uns dessen bey den protestirenden stenden auch offentlich vernemmen lassen etc. Darum were mein bith, so sie von wegen gemainer sthet siglen wolten oder wurden, das sie solichs darbey vermelden wolten, uns auch disser anzeig ein urkhund uff unsern costen mittheilen etc., wellichs sie zu thun angenommen, auch gethon und uns dessen hernach schriftlich urkhundt mitgetheilt haben. Rex discessit. Eodem die [1541 Juli 30] als der abschiedt gemainer protestirenden stende noch mittag verlessen worden, hab ich in der umbfrag das vorig oder gesterig unser nit-annemmen erholet und begert, uns desen ein urkhunt aus der sechsischen oder hessischen cantzley mitzutheilen, das uns bewilligt und hernach aus der hessischen cantzley mitgetheilt worden ist.

    Solis, ultima Iulij. [1541 Juli 31]. Hat man sich der protestirenden und dan der einigungsverwanten abschieden, auch der wirtenbergischen dritten instruction verglichen. Haben Strasburg, Augspurg und Ulm den uncosten irer kriegsrhat, der in dreyen jaren aufgeloffen, gerechnet.

    Lunae, 1. Augusti haben die stende der einigung von den hessischen rechnung genommen und die bassiren lassen, aber von ringerung des uncostens und ferrer rechnung ein abred gethan, wie die im abschiedt zu finden. Und uff das alles zwon sonderer abschiedt, einer der gemeinen protestirenden [Nr. 960], der ander der ainigungsverwanten stende [Nr. 961] in schriften verfast und aufgericht, deren beyden ich copey beyhanden.

    ŠUff dem tag zu Regenspurg anno etc. 41, als in den pfingstfeyertagen etlich viel fursten zu Sant Hemeram in der kirchen gewessen, hat sich zugetragen, das Hg. Heinrich von Branschwig [sic!] sich zu dem Bf. von Lunden thun, den ansprechen wollen und ime mit entdecktem haupt die hant gebotten. Hat ime der bischoff die handt nit wollen geben, sonder gesagt, ich geb uch mein handt nit, sich also gewant und von ime gangen. Daruber der hertzog sich entferbt und heftig erzornet worden.