Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    «IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums  »

    «Nr.82 [Bayerische] Stellungnahme zum Modus der Verhandlungen über die Proposition – o. Ort, [1541 April 6/7]1 »

    A  Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 21, fol. 86r–87r (Kop.).

    B  koll. Rom AVat, Fondo Pio 58, fol. 73r–74v (Kop.).

    C  koll. Rom AVat, Fondo Borghese Serie I vol. 65, fol. 68r–69r (Kop.).

    Si sacrae caesareae et catholicae Mti videatur, ut eius propositio occasione religionis universali Catholicorum et Protestantium deliberatione coniunctim consultari debeat, quod haudquaquam tamen speratur, infrascriptae rationes, quibus status catholici adducti ad id assentiri nolint, Mti suae ea, qua decet, reverentia declarentur:

    Primo itaque in dieta imperiali Augustensi Protestantes se in causa religionis a Mte sua atque aliis imperii statibus segregarunt sese specialem partem efficientes.

    Secundo recessum ea in dieta conclusum non modo non approbarunt adversusque illum publice sunt protestati, verum et quandocunque de fide agi vel disseri instituebatur e consessu statuum imperii excedebant eorum consilio interesse renuentes.

    Tertio is idem modus in proximis Ratisponensibus comitiis a Protestantibus observatus est.

    Quarto serenissimus Romanorum rex novissime Hagenae oboedientes status a Protestantibus separavit et cum unaquaque parte speciatim egit.

    Quinto manifestissimum est, quum immensi errores ac varia schismata sacrosancta in religione nostra supra modum invaluerint, duas propterea partes, unam scilicet Catholicorum et oboedientium, alteram vero Protestantium et eorum, qui ipsis adhaerent, esse factas eorumque ideo sententias minime esse Šconformes, sed longe invicem discrepantes, praecipue autem quoniam oboedientes status a vigore Augustensis recessus, quem Mtas sua in eius propositione reservavit reservandoque corroboravit, nec discedere nec ullo quovis modo possunt aut volunt declinare, vicissim vero adversarii praedictum recessum, quem antea protestatione adversus illum facta reprobarunt, neutiquam profecto iam approbaturi sunt.

    Sexto considerandum est nonnullis fortasse Catholicorum cum Protestantibus mutua intercessissea colloquia, qui aliquid forsitan spei illis addidere, quibus ideo in conspectu Protestantium libere loquendi facultas adimeretur, quum iis tamen absentibus nulla iusta ratione a recessu Augustensi declinare valeant.

    Septimo, si hunc ad modum ambae partes una in congregatione considerent, magna inter eas disceptatio ac deinceps tumultus facile posset oriri, nam dum suam quisque opinionem tueri eniteret, id absque verborum vehementia atque animi concitatione vix fieri posset, unde a verbis ad verbera fortasseque ad caedes possit deveniri.

    Octavo nemo non ignorat, quanta duci Braunschwicensi et landgravio intercedat et honoris et personarum contentio quantaque utrinque existat animorum exacerbatio, ita ut, si uno in consessu ambo versari deberent, etiam atque etiam esset verendum, ne ingens ac cruenta seditio foret inde subsecutura, quum sui cuique adhaerentes favere impellerentur.

    Nono maxime profecto esset formidolosum nec ullo unquam tempore in Christi ecclesia vel servatum vel auditum, quod schismatici scilicet una cum Catholicis iuncto simul consilio in componendis rebus religionis deliberarent, iuxta verba evangelii: Si ecclesiam non audiverit, sit tibi ethnicus et publicanus.

    Decimo episcopi atque aliae ecclesiasticae personae ex officio eis ab omnipotenti Deo concesso tum iure iurando, quo summo pontifici obstringuntur, tum vero ex debito eorum professionis eiuscemodi consiliis interesseb immediate prohibentur.

    Undecimo ex universali huiuscemodi consultatione perfacile conici posset, sicuti et nonnulli Mtis suae propositionem interpretantur, ipsam videlicet status catholicos schismaticorum coetui ascribere eosque ideo schismaticis comparere, quasi vero non nihil erroris apud Catholicos etiam vigeat, quod nullo tum veritatis fundamento usquam reperiri poterit, quandoquidem verae atque avitae Jesu Christi religioni ac sacrae Mti suae infractis animis hucusque adhaeserunt et ad extremum usque spiritum adhaerere persancte constituerunt.

    Quamobrem a Mte sua omni debita reverentia contendatur, quatenus super eius propositione antedicta utriusque partis responsum ac deliberationem speciatim petere non dedignetur.

    ŠVerum ubi articulus hic religionis fuerit absolutus, potest circa reliquos articulos in universali statuum frequentia iunctis communicatisque consiliis publice deliberari.

    «Nr.83 Stellungnahme Nürnbergs und seines Anhangs zur Resolution der schmalkaldischen Verbündeten zur Beantwortung der kaiserlichen Proposition – [Regensburg, 1541 nach April 5, vor April 9] »

    Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Kop.); AV v. a. Hd.: Die schrift mit A vermerckt; 2. AV v. 3. Hd.: Der nurmbergischen verwanten verbesserung an der protestanten gestellten antwort.

    Das bedencken unserer gnediger fursten und herrn, auch anderer rethen und potschaften, der religion verwandt, so sy der röm. ksl. Mt. uf ir proposition ubergeben sollen, haben die verordneten meins genedigen herrn Pfgf. Ruprechts etc. und der stett Nurmberg, Nordling, Dinckelspuehel und Gienngen, auch von wegen Winßhaim und Weissenburg, deren gwalt sy haben, ubersehen und befinden erstlich irem bedencken nach, das dise volgende enderung darinnen ze thon sein mocht:

    Nemlich und als im eingang desselben bedenckens gemelt wurdet, wie ksl. Mt. sich bißher zu erhaltung alles fridens gnedigklich ertzaigt etc., unangesehen, das etlich dasselb gern verhindert hetten, und den nachvolgend, das in ainem andern artickl auch gemelt wurdet, das etliche das gesprech zu Wormbs gern verhindert hetten etc., solche bede clausula achten die potschaften und gesandten aus nachvolgenden ursachen zu umbgeen sein, nemlich wa solchs also gesetzt pleiben solt, das villeicht etliche chur- und fursten, der alten religion verwandt, solches uf sy versteen mochten etc. Derhalben dise bede clausulen, weil sie doch der sachen nichtz dienstlich, aber wol mer hinderlich sein mochten, heraussen zu lassen.

    Und als zum dritten, das auch auf solchem gesprech die abwesenden stend, auch frembde nationes etc. der warhait bericht werden etc., gesetzt wurdet, achten die gesandten darfur, das solche worter zur sachen nit hoch dienstlich, sonder vilmer die ksl. Mt. zu ungnaden bewegen mocht, uf maynung, als ob die religionsverwandten, in irer ksl. Mt. erblanden und kunigreichen gern zwispalt zu erwecken, understeen wolten etc. Derwegen es ehe durch dise eroffnung vilmer verhindert dann gefurdert werden sollt.

    Sovil nun die turckenhilf belangt, haben die gesandten im selben artickel enderung gethon, wie in margine zu ersehen ist, und auß nachvolgenden ursachen, nemlichen, das sy aus habenden irer herrn bevelch der turckenhilf halben, uf ainige condition dieselben zu laisten oder nit, sich in keinen weg der gestelten verzaichnus gemeß vernemen lassen, sonder hierin nach gelegenhait diser sachen halben freysteen wollten.

    ŠUnd das auch mundlich begert worden, das sy sich vernemen lassen solten, ob sy nit allein bey uberantwortung diser schriften der ksl. Mt., sonder auch in allen andern handeln, die religion betreffend, neben inen handeln und rathschlagen wolten oder nit etc., dartzu geben die gesandten von irer gnedigen herrn und oberer wegen dise antwort, das sy bevelch derhalben hetten, wisten auch, das iren gnedigen herrn und obern daran kein mißfallen geschehe, nit allein bey uberantwortung diser schriften, sonder auch in allen andern sachen, die religion belangend, uf disem reichstag alles das helfen zu handeln und ratschlagen, das zu Gottes eer und christlicher, guttlicher vergleichung dienstlich und furtreglich sein mage etc.

    Sovil aber die sachen zu widerstand dem Turcken, auch gutte pollecey und ordnung im hl. reich antzurichten, betrifft, haben die stend der christlichen verainigung und verstendnus bißanher nicht weniger, so sy bestendigen friden hetten erlangen mugen und das cammergericht mit seinen unrechtmessigen processen und furnemen wider die verainigten stend dermassen, als geschehen, uber alle abschaffung und verpott euerer [sic!] ksl. Mt. nit beschwert hette, alles dasjhenig mit andern stenden zu thon und zu laisten, das sich gepurt und die notturft erfordert hette, wie sy dann noch uf den fall an inen hinfur keinen mangel erscheinen zu lassen gedencken. Sy, die stend der ainigung und verstendnus, achten aber darfur, das sy zufor und, ehe die religionsach erortert und zu begerter, gutter vergleichung gepracht werde, sich von solchen puncten ires bedenckens nit wol entlich mugen vernemen lassen, dieweil vonnotten ist, solcher vergleichung halben zuvor ain entlich wissen ze haben, an [= ohne] wolche bestendiger frid und ainigkait in teutscher nation nit wol erfolgen oder auch pleiben kann1.

    «Nr.84 Antwort der protestantischen Stände auf die kaiserliche Proposition1 – Regensburg, 1541 April 9 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 2, fol. 32r–39v? (Reinkonz.); DV: Antwürt der stend der religion und protestation uff die ksl. proposition.

    ŠC  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3? (Kop.); DV wie in B.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 171r–177v (Kop.); DV fol. 177v: Copei der augspurgischen confession und derselben religionsverwanten stend antwort uff die ksl. Mt. propositz. 1541, den 9. Aprillis.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1362 , Sp. 568–573 (dt. Fassung);Corp. Reform. IV, Nr. 2182, Sp. 156–160 (lat. Fassung).

    Alß eur röm. ksl. Mt. derselbigen eur Mt. und des hl. reichs Kff., Ff., stenden und der abwesenden gesanten rethe und potschaften, alhie auf diesem von eur ksl. Mt. außgeschrieben reichstag versamelt, den funften dieses monats Aprillis ein gnedigst furtragen in schriften thun lassen, darinnen eur ksl. Mt. nach leng ir gnedigst gemuet, willen und naigung, die sie zu gemeinen stenden des hl. reichs und deutscher nation als dem vatterlant tragen, gnedigst angetzaigt, mit vermeldung, wie euer ksl. Mt. von anfang irer regirung je und alleweg zum hochsten begirig gewesen, alles vorzunehmen, zu fordern und ins werckh zu bringen, das dem hl. reich zu ehr, nutz und wolfart gelangen und furnemlich, damit aller zwispalt, irrung und zerruttung zwischen allen stenden aufgehaben, frid, rhue und ainigkeit gepflantzt und erhalten und dem hl. reich deutscher nation in andern iren obligen geholfen werden möcht, mit ferner gnedigster erzellung, was gnedigsten vleis, muhe und arbait eur ksl. Mt. umb forderung eines gemeinen, cristlichen concillii zu hinlegung der zwispaltigen religion angewendet, auch welchergestalt eur ksl. Mt. dem erbfeint cristlichs nhamens, dem Turckenn, nicht allein im reich deutscher nation, sonder der gantzen cristenheit zu gutem widerstandt gethann und warumb eur ksl. Mt. sich aus iren hispanischen erbkonigreichen widerumb in das reich deutscher nation verfugt, auf den baiden gehaltenen tegen zu Hagenau und Wormbs der religion zwispalt Šhalben handlung furnehmen lassen und dann diesen itzigen reichstag anher benennt und außgeschrieben etc.

    Solchs alles sampt eur ksl. Mt. gnedigstema begern, das Kff., Ff. und stende und der abwesenden gesanten rethe und potschaften erwegen, bedencken und beratschlagen wolten, welchermassen berurte zwispalt in unser hailigen, cristlichen religion hingelegt und zu einhelligem, cristlichem verstandt gebracht und verainigt werden mochten, auch waß und wie hirinnen zu handeln, mit angehaftem eur ksl. Mt. gnedigstem bedencken, das auch von widerstandt unsers cristlichen nhamens und glaubens erbfeindts, des Turckenn, und was zu erhaltung fridens, rechtens, guter pollicei, rhue und ainigkeit und anderer notturft und obligen des reichs geratschlagt und gehandelt werden solte etc., haben die stende der augspurgischen confession und derselben religionsverwanten neben eur ksl. Mt. gnedigstem erbietten in aller underthenigkeit angehort und vernohmen.

    Und ist inen, solche eur ksl. Mt. gnedigste erzellung und erinnerung ires gnedigsten willens und gemuets gegen dem reich deutscher nation als dem vatterlandt, auch des gnedigsten vleis, arbeit und mhue, welche euer ksl. Mt. der gantzen cristenheit zu trost und rettung in vilh weg furgenohmen und ertzaigt, antzuhorn und zu vernehmen, ein sonder, underthenige freud gewesen, sonderlich in anfang dieses reichstags (dartzu sie euer ksl. Mt. und dem gantzen reich von Got dem almechtigen zu seinem lob und preiß gluckh, hailh und alle wolfart wunschen), auf das sie sich widerumb gegen euer ksl. Mt. mit underthenigster, geburlicher dancksagung erzaigen und vernehmen lassen mugen. Dann sie haben wolh vermarckt und befunden, das durch euer ksl. Mt. gnedigst neigung gegen dem reich deutscher nation friden und rhue erhaltenb.

    Nun ist aber leichtlich abtzunehmen, wie gantz nutz und gut solcher eurer ksl. Mt. cgnedigster und vetterlicher–c wilh und gemuet zu erhaltung friden und rhue der gantzen deutschen nation gewesen und noch ist, dieweil kain grösser noch schmertzlicher elendt oder ubel sein mag dann krieg und unfriden zwischen verwanten stenden und eines reichs geliddern. Derwegen eur ksl. Mt. diese stende von hertzen underthenigste dancksagung thun, daß sie bißanher solchen beschwerlichen unfriden abwant und rhue in deutscher nation erhalten. Zudem ist diß auch ein vortreffliche thugent, die an einem solchen hohen haupt und kaiser pillich zu loben, das euer ksl. Mt., die eingefallen spaltung der religion durch fridliche mittel und weg hinzulegen und nicht durch gewalt oder thatliche handlung die kirchen in deutscher nation verwusten und zerreisen zu lassen, geneigt. So ist am tag, daß euer ksl. Mt. Italien nicht allein mit hereskraft, sonder auch durch ire gutigkeit und moderation gestillet haben.

    ŠUnd waiß meniglich, daß eur ksl. Mt. zu land und wasser dem erbfeint cristlichs nhamens, dem Turckenn, nicht allein in deutzschen landen, sonder der gantzen cristenheit zum besten trefflichen widerstandt gethan. Und dieweil die stende diese ding also bedencken, mussen sie pillich die gnade und gute des almechtigen preisen und loben, welcher in diesen sorglichen zeiten und leuften ein solch haupt und kaiser dem reich und gemeiner cristenheit zum besten gegeben, der rhue und friden im reich zu erhalten und dem grausamen erbfeint cristlichs nahmens und glaubens, dem Turcken, welcher, von wegen etzlichs siegs zu grossem ubermuet gereizt, abbruch und widerstant zu thun, geneigt ist, darumb sie auch euer ksl. Mt. solcher irer mhue, arbait fhar und anders halben, so eur ksl. Mt. dem reich und gemeiner christenheit zu guttem loblich und nutzlich nicht weniger dann etzliche von den alten, vortrefflichen, berumpten kaisern vorgenomen und gehandelt, underthenigste dancksagung thun, mit underthenigster gluckwunschung, das euer ksl. Mt. ins reich deutscher nation, friden, einigkeit und rhue darinnen zu pflantzen und zu erhalten, glucklich ankommen. Bitten auch Got den almechtigen, daß er seinem gotlichen nhamen zu lob, ehr und preiß, auch zu gemeiner wolfart des reichs euer ksl. Mt. handlung irem furhaben nach zu cristlicher ainigkeit, friden und allem guten schicken und seinen gotlichen segen dartzu verleihen wolte.

    Sovil aber daß angeregte concilium belangt, mugen diese stende mit grunt und gutem gewissen sagen, daß inen nie nichts liebers dgewesen, auch noch nichts liebers–d sein mocht, dann daß von solchen religionsachen in einem cristlichen, freien concilio, in deutscher nation zu halten, cristlich, ordentlich und rechtschaffen geratschlagt und gehandelt werden möcht, dann es ist am tag, daß nicht geringe mißbreuch in der kirchen eingerissen, darob vor dieser zeit viel trefflicher, frommer, guthertziger leut geclagt und derselbigen enderung und besserung begert haben. Und nachdem dieselbigen mißbreuch in den kirchen, diesen stenden zugehorig, in besserung zu richten furgenohmen, ist der vleiß und vorsichtigkeit gebraucht, daß man nichts, so der rechtschaffenen, gemeinen, cristlichen, apostolischen oder catholischen kirchen zuwider und ungemeß, angenohmen, gebillicht oder vertaidingt hat, sondern sie zweiveln nicht, daß die lehre irer confession und religion esei aigentlich die warhaftige lehre gemelter cristlichen, apostolischer oder catholischen kirchen–e. Und haben nicht allein nie kein cristlich erkenntnus derhalben gescheuet, sondern nichts hohers begert, dann daß dieselbige an das liecht gebracht, erclert und erweittert, auf das die ehr unsers herrn Cristi außgepraittet und gepreisset und der selhen hailh bedacht und den gewissen geholfen werden möcht.

    So haben sie auch grosse, wichtige und pilliche ursachen gehapt, daß angesetzt concilium kurtz verschiener jhar zu wegern. Aber nichtsdesterweniger Šwollen sie hie abermals betzeugt haben, daß sie nie keine rechtschaffene, cristliche cognitionf geflohen, dann sie auch die cristliche kirch, welche mit unsers herrn Cristi blut gereiniget, in ehren halten, darinnen daß gotlich worth gelert wirdet und der hailige gaist der cristen hertz und gemuith zu erkenntnus der warheit und, Got dem herrn mit rechten gottesdinsten zu ehren, regirt und laitet. Derhalben sie mitnichten gemeint oder bedacht, die rechten, waren, cristlichen erkenntnus oder cognition zu fliehen, wie auch in vielen gepflogen handlung, die euer ksl. Mt. dieser strittigen religion halben gnedigst haben vernehmen lassen, ire gemuet vermerckt worden, dann sie zu ider zeit geneigt gewesen und noch, antzuzeigen, zu berichten und zu ercleren, waß ir meinung und gemuethg sei in solchem religionhandelh, und tragen keinen zweivel, es hett dieser zwispalt beraitan mogen zu vergleichung bracht werden, so etzliche die sachen nit mer gehindert dann gefordert. Nachdeme euer ksl. Mt. vorhaben und gemuet dohin vermarckt, daß die warheit solte gesucht und ans liecht bracht werden und also ein rechtschaffenne, bestendige, cristliche concordia erfolgen möchte, welchs diese stende euer ksl. Mt. underthenigster meinung darumb antzuzeigen in underthenigkeit bedacht, auf das euer ksl. Mt. gnedigst abtzunemen und zu versteen, daß an inen bißanher an allem dem, so zu cristlicher concordia dinstlich, kein mangel gewesen sei.

    Und dieweil euer ksl. Mt. in obgemeltem furtrag gnedigst begert, die stende wolten erwegen, bedencken und beratschlagen, welchermassen berurter zwispalt der religion hingelegt und zu einhelligem, cristlichen verstant gebracht und verainigt werden mochten, auch was und wie hirinnen zu handeln und furzunemen sei, mit angehengtem und vorgeschlagen eur ksl. Mt. mittel, soferne die stende kein fruchtbarß oder furtreglichers wusten etc., so haben diese stende, euer ksl. Mt. ir underthenigst bedencken darauf zu vermelden, in underthenigkeit nicht underlassen wollen und bewegen diese ding undertheniglich dohin, daß nochmals der best und fruchtbarst weg zu hinlegung solcher strittigen religionsachen sein solte, daß das angefangen gesprech zu Wormbs alhie continuirt wurde, und solchs furnemlich derhalben, damit dieser großwichtigst handel der religion gnugsam durch rede und widerrede erclert und ergrundet werde, daraus ein whare, cristliche vergleichung und reformation der angetzogen mißbreuch zu erlangen, wie dann auch dieser weg hietzuvor bedacht, von eurer ksl. Mt. gnedigst eingereumpt, darauf die handlung zu Wormbs im nhamen des almechtigen angefangen und hieher durch eur ksl. Mt. transferirt worden ist, darumb auch diese stende, solchen weg itzo fur die handt zu nemen, underthenigst bitten.

    Do nun nach solchem gehaptem gesprech eur ksl. Mt. irem gnedigsten vorschlag nach etzliche guter gewissen, ehrliebende personnen, welche, des hl. Šreichs deutscher nation ehr, nutz und wolfart zu fordern, geneigt, in geringer antzall auß gemeinen stenden und deutscher nation, sich ferner auf solch gehapt cristlich gesprech zu underreden, die strittigen artickel notturftiglichen zu examinirn und zu erwegen, auch allen muglichen vleiß furzuwenden, dieselbigen irrigen puncten dem gotlichen wort gemeß zu vergleichen, erwelhen und dieselbigen personnen diesen stenden gnedigst benennen und antzaigen lassen wurden, alßdann wollen sie sich gegen euer ksl. Mt. in demselbigen mit solcher undertheniger und christlicher antwort vernehmen lassen, daraus eur ksl. Mt. zu befinden, das an allem dem, so zu Gottes lob, cristlicher reformation der kirchen, auch zu erhaltung friden und rhue im hl. reich dienstlich und nutzlich, dieser stende halben kein mangel sein soll etc.2

    Sovil aber, die sachen zu widerstandt dem Turcken, auch guter pollicei und ordnung im hl. reich deutscher nation antzurichten, betrifft, haben die stende der cristlichen veraynung und verstentnus bißher nicht gewegert, so sie bestendigen fride hetten erlangen mugen und das cammergericht mit seinen unrechtmessigen processen und furnemen wider die vereinigten stende dermassen, als geschehen, uber alle abschaffung und verpott eur ksl. Mt. nicht beschwert hette, alles daßjhenige mit andern stenden zu thun und zu leisten, daß sich geburt und die notturft erfordert hett, wie sie dann noch auf den falh an inen hinfuro keinen mangel erscheinen zu lassen gedencken. Achten aber sie, die stende der aynung und verstentnus, dafur, daß sie zuvor und ehr die religionsachen erortert und zu begerter, guter vergleichung gebracht werde, sich von solchen puncten ires bedenckens nit wolh entlich mugen vernemen lassen, dieweil vonnotten ist, solcher vergleichung halben zuvor ein entlich wissen zu haben, an [= ohne] welche bestendiger frid und ainigkeit in deutscher nation nicht wolh erfolgen oder auch bleiben kann. Solchs alles haben eurer ksl. Mt. die gemelten stende underthenigst unvermeldet nicht lassen wollen, underthenigst bittend, eur ksl. Mt. wolten solchs gnedigst von inen vermercken etc.

    « Nr. Š85 Stellungnahme des Kaisers zur Antwort der protestantischen Stände auf die Proposition – Regensburg, 1541 April 11 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.); DV: Von der ksl. Mt. auf der stende ubergeben antwort weiterer furtrag, auf Montag nach Palmarum ubergeben.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 21r–22v (Kop.); DV fol. 22v: Ksl. Mt. antwurt, den stenden ubergeben. Actum den 11. April anno 41.

    C  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Konz.).

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 241r–242v (Kop.); DV fol. 242v: Schriftlich vortragen oder duplic, von der ksl. Mt. wegen den cristlichen religionsverwanten stenden den 11. Aprilis ubergeben. 1541.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1363 , Sp. 573–574;Corp. Ref. IV, Nr. 2184, Sp. 161–162.

    Die röm. ksl. Mt., unser allergenedigster herr, hat der fursten und andern abwesenden Kff., Ff. und stenden der augspurgischen confession und derselben religionsverwandten räthen, gesandten und pottschaften jungst schriftlich übergeben antwurt [Nr. 84] und anfängclich darin uß sondern gnaden gern gehört, das si irer Mt. jungst geschehen proposition und erzölung mit underthenigen fröuden vernomen, auch irer Mt.a von Gott dem allmechtigen lob, preiß, glück und alle wolfarth wünschen, mit undertheniger dancksagung und erzeigen, wie dieselbig ir antwurt vermag.

    Zum andern hetten sie, die stend, wol vermerckt, wie irer [sic!] Mt., in dem hauptartickel, die religion belangend, handlung furtzunemen, gesinnt, und achten noch gentzlich darfur, das solcher furgeschlagner weg der schleünigst und fruchtbarstb zu ablögung diß artickels sein sollt. Hierumb wer nochmals irer ksl. Mt. gnedigst begern, das sie in dem c(unangesehen, wes sie des colloquiums halben vermeldet)–c irer Mt. dvertrauen und–d willfarn wöllen. Dann ir Mt. sein des gnedigen gemuets und erpietense, solchen furgeschlagnen weg dermassen furtzunemen, dartzu auch solliche personen zu verordnen, darab sie, die stend, irer Mt. versehens gar kein beschwerd haben, sonder spurn und abnemen werden, daß ire ksl. Mt. hierin nichts anders, dann was gemeiner christenheit, sonderlich teutscher nation zu trost, ruw, frid und einigkeit diennen mag, zu suchen und zu furdern begierig. In wölchem irer Mt. sie, die stend, sonder gnedigs und angenemes gefallen thun, auch solchs in sondern gnaden gegen denselbigen in kein vergeß stöllen werden.

    « Nr. Š86 Resolution des Kurfürstenrates zur kaiserlichen Proposition – Regensburg, [1541 April 11]1 »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 69r–70v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 69r: Der churfursten ratschlag uff die keiserliche proposition.

    Der Kard. und Ebf. zu Meintz churfurst, mein gnedigster herr, und der abwesenden churfursten verordente bottschaften und rethe haben der röm. ksl. Mt. gnedige proposition undertheniglichen angehört, dieselben uffs vleissigst erwegen und berattschlagen und nach statlicher ermessung des handels uff wolgefallen und verbesserung anderer des hl. reichs geistlicher und weltlicher fursten und stende, auch der abwesenden bottschaften und rethe fur gut angesehen, der ksl. Mt. anfenglich in aller underthenigsten gehorsam hochsten danck zu sagen ires getreuen, vätterlichen und milten gemuts, so sy gegen dem röm. reiche teutscher nation tragen, desgleichen des gnedigen und embsigen vleis, so ir Mt. nit allein umb erhaltung willen eins gemeinen, cristenlichen concilii, sonder auch zu hinlegung der strittigen religion durch vilfeltige tage und handlung gnediglich furgewendt, darzue der erzelten muhe, arbeit und beschwerlichen costen, so ir ksl. Mt. mitlerzeit der strittigen religionsachen zu widerstandt des Turcken gnediglich dargestreckt, und zuletst, das ir Mt. aller ir konigreiche, landt und leut sachen und gescheft uff ein ort gestelt, sich nit one geferlichkeit in teutsch nation begeben, diesen reichstage außgeschrieben und eigner person gnediglich besuecht hat, wie solchs, nachdem gemeine stendt irer antwurt vergliechen sein, nach lengs angezeigt werden moge. Und darauf di ksl. Mt. in aller underthenigkeit zu pitten, ir ksl. Mt. wolt uff solichem gnedigen willen, keiserlicher zuneigung und getreuen, cristenlichen vleis gnediglich beharren und das hl. reiche und alle stendt desselben, auch diese beschwerliche, obliegende sachen gemeiner teutscher nation in so gnedigem, getreuem, vätterlichem bevelch haben, wie ir ksl. Mt. biß hieher gnediglich und löblich gethan und inmassen gemeine stendt sich solichs zu irer Mt. allweg unzweiffenlich versehen und getröst, auch yderzeit scheinparlich befunden und gespurt haben.

    Was di haubtpuncten solicher proposition betrieft, darin wurdet durch di ksl. Mt. die streittig religion als der hochst last teutscher nation erstlich fur die handt genomen, unzweiffenlich uß gnedigem bedencken, das nach erledigung derselben die andern beschwerungen zu leichter erörterung zu bringen sein. Und weren die stendt gantz undertheniglich geneigt, nit allein zu hinlegung dieser strittigen religion, sonder in allen des hl. reichs sachen ir underthenigst, getreue wolmeynung und bedencken ir ksl. Mt. zu eröffnen. Aber nach erwegung des handels hetten sie befonden, das ir Mt. den sachen mit getreuem Švleys nachgedacht und ein mittel furgeschlagen, wie durch guetliche handlung soliche strittige religion sollt zu cristenlicher vergleichung zu pringen sein, ungezweiffelt, ir ksl. Mt. hetten solichs in erwegung vorergangener handlungen und, was die vergleichung der strittigen religion bißhere verhindert hett, als fur das fruchtbarst und bequembst erwegen und bedacht. Und wollen demnach die stendt inen gefallen lassen, das ir ksl. Mt. mit zeittigem, wolbedachtem rathe ir selbs, auch Kff., Ff. und gemeiner stende etliche personen erwelen und verordnen, zu vergleichung der strittigen religion guetlich zu handeln, doch des augspurgischen abschiedts onebegeben, und sonderlich, das dieselben personen ir ksl. Mt. und gemeinen stenden irer handlung anzeige und bericht thun sollen, sich darauf mit gemeinem rathe nach notturft haben zu entschliessen, wie solichs irer Mt. gnedige proposition ferer außweist, zu dem allmechtigen Gott hoffendt, solicher wege soll zu fruchtbarem endt dieser sachen dienlich und ersprießlich sein.

    Und dieweil man one erledigung diß puncten zu den andern hendeln, in der proposition bestimbt, fueglich nit komen mage, wie ir ksl. Mt. auß vorgeenden handlungen sich gnediglichen zu erynnern, so were im besten erwegen, dieser religionsachen anfenglich anzuhangen und die andern puncten anzustellen. Wo dann di strittige religion vergliechen, wurden etliche der andern puncten selbs fallen, die uberigen aber mochten alßdann mit rathe ksl. Mt. und gemeiner stendt furderlich erledigt werden. Darzue und sonst zu aller der ksl. Mt. und des reichs wolfart wollten sich gemeine stendt alle zeit underthenigst erpotten haben.

    «Nr.87 Stellungnahme der protestantischen Stände zur kaiserlichen Erklärung vom 11. April 1541 – Regensburg, 1541 April 12 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.); DV: Der ksl. Mt. Dienstags nach Palmarum [1541 April 12] uberantwortung [sic!].

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Konz.).

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 19r–20v (Kop.); DV fol. 20v: Der protestirenden antwurt, 12. April anno 41.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 243r–244v (Kop.); DV fol. 244v: Antwort der augspurgischen confession und derselben religionsverwanten stende, der ksl. Mt. den 12. April zugestelt. 1541.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1364 , Sp. 574–575;Corp. Reform. IV, Nr. 2185, Sp. 162–163.

    Euer röm. ksl. Mt. gnedigste antwurt, aso sie gösterigs tag den stenden der augspurgischen confession und derselben religion verwanten uff ir–a geschehne Šmundtliche und schriftliche anzeigung und bedenckenb gegeben etc., haben dieselbigen stende underthenigst vernomen. Und erstlich, das euer ksl. Mt. solche der stend underthenigste vermeldung so gnedig vermerckt, des thun sie sich gegen euer ksl. Mt. zum underthenigsten bedancken.

    Zum andern, wiewol gemelte stende den weg des gesprechs inhalts irer nechsten derselbigen eurer ksl. Mt. übergeben, cunderthenigstem bedencken–c zu vergleichung der religion fur den bequemesten angesehen haben und noch darfur achten, dieweil aber euer ksl. Mt. iren furgeschlagnen weg nochmals fur bequemer ansehen und gnedigst begern, das die stend eurer ksl. Mt. darinnen vertrauen und willfahren wollten, mit dem gnedigsten erpietten, solchen furgeschlagnen weg dermassen furtzunemen, dartzu auch solche personen zu verordnen, darab dise stend eurer ksl. Mt. versehens gar kein beschwerd haben, sonder spürn und abnemen werden, das euer ksl. Mt., hierinnen nichts anders, dann was zu Gottes lob und gemeiner cristenheit, sonderlich teutscher nation zu trost, ruw, frid und einigkeit diennen möchte, zu suchen und zu furdern, begierig were, domit dann euer ksl. Mt. berurter stende underthenigst willen, gemüet und neigung gnedigst vermercken, das sie irenthalben an allem dem, das so zu erweitterung Gottes lob, christlicher reformation der kirchen und also zu rechter warer, christlicher einigkeit, auch friden und ruw dienstlich, nichts gern wollen erwinden lassen, so seind sie erpietig, eurer ksl. Mt. in dem underthenigclich zu willfahrn und solchen weg auch zu versuchen, der underthenigsten zuversicht, euer ksl. Mt. werden die verordenung der personen irem gnedigsten erpietten nach furnemen, doch das dise handlung unverpündtlich und gleichmessig zu erforschung der warheit und christlicher concordien furgenomen werde und, wo solliche eurer ksl. Mt. furgeschlagne handlung din einem oder mehr puncten–d zu keiner entlichen würckung gereichte, das alsdann dise stende dardurch ein den unverglichnen puncten sich–e des angefangnen, bewilligtenf geprechs zu Wormbs, auch sonst aller anderer irer zuvor geschehnen protestationg, vorbehaltungen und notturft nicht wöllen begeben haben.

    Das haben euerer ksl. Mt. die obgemelten stend dermassen in aller underthenigkeit nicht verhalten wöllen, sich derselbigen zum underthenigsten bevelhende.

    «Nr. Š88 Antwort des Kaisers auf die Stellungnahme der protestantischen Stände vom 12. April 1541 – Regensburg, [1541 April 12]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 245r–246v (Kop.); DV fol. 246v: Vertzaichnus, was sich ksl. Mt. in uberantwortung der religionsverwanten stende schriftliche antwort auf irer ksl. Mt. duplic ferner hat vernehmen lassen. 1541.

    B  koll. Stettin AP, AKS I/110, pag. 113–115 (Kop.).

    Die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, haben die muntliche geschehene antzaig der fursten und der andern abwesenden churfurst, fursten und stende, der augspurgischen confession verwant, gnediglich angehort, auch die ubergebene schriftliche antwort [Nr. 87] horen lesen. Und befinden ire ksl. Mt., daß gemelte stende irer ksl. Mt. begern nach, die personnen zu der vorgeschlagenen handlung der strittigen religion zu ernehnnen und zu verordenen, bewilligen, doch daß irer Mt. erbietten nach solche verordnung furgenohmen und das die handlung gantz unverbintlich sei etc.

    Nun hetten sich ire Mt. in der ersten proposition vernehmen lassen, waß sie vor personn zu solcher sachen zu verordenen gedechten, und weren noch des gnedigsten erbiettens, solche personnen zu benehnnen und zu verordenen, daran diese stende wolh zufriden sein wurden. Es sei auch irer Mt. gemueth und meinung zu erkundigung der warheit und rechten grundts gericht, auch daß nichts verbintlichs soll gehandelt werden. Und bedancken sich ire ksl. Mt. des underthenigen, guten willens gegen den stenden, der zuversicht, der vorgeschlagen weg soll zu den sachen forderlich sein, mit erbiettung, daß ire Mt. die sachen auch, sovil immer muglich, gnediglich fordern und den stenden solchs weiter vermelden lassen wolten.

    Hirauf ist der ksl. Mt. dancksagung beschehen und, das man der handlung in dem namen deß almechtigen gewertig sein wollte, mit erbietten, waß mit Got und gewissen zu thun, an nichten erwinden zu lassen.

    Die ksl. Mt. wollen sich versehen, die stende werden sich also schicken, daß es zu forderung der handlung diennen mög. Zum andern erbeut sich ire Mt., die handlung forderlich an die handt zu nehmen.

    «Nr.89 Antwort der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten auf die kaiserliche Proposition – Regensburg, [1541 April 11/12]1 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 71r–76v (Reinkonz.); AV v. a. Hd. fol. 71r: Der stendt antwort uff die keiserliche proposition.

    ŠB  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 12r–16r (Kop.); ÜS: Der ständt erste antwurt auf die proposition; DV fol. 18v: Der ständt erste und andere antwurt, den 11. und 13. April anno 41.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 267r–271v (Kop.); DV fol. 271v: Copei der antwort des bebstlichen teils stenden, ksl. Mt. uff ire proposition gegeben. 1541 Regennspurg.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1365 , Sp. 575–578;Corp. Reform. IV, Nr. 2186, Sp. 163–165.

    Der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren, gnedige proposition [Nr. 29] in anfang dis reichstags von wegen irer ksl. Mt. und in derselben personlichen gegenwertigkeit gnediglich furbracht, haben Kff., Ff. und gemeine stende des hl. reichs und der abwesenden pottschaften und rethe (ausserhalb der protestierenden) airs teils–ain aller underthenigkeit angehort.

    Und wiewoll sie der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren, gnedigs, getreu und keyserlich gemutt, so ir Mt. zu dem hl. röm. reiche und allen stenden desselben und sonderlich teutscher nation, unserm gemeinen vatterlandt, tragen, von anfang irer Mt. loblichen regirung bißhiehere in viel wege gespurtb, so haben doch Kff., Ff. und gemeine stende und der abwesenden pottschaften und rethe, wie obgemelt, uß irer ksl. Mt. gnedigen proposition eigentlichen vernomen, mit was gnedigem, getreuen vleis ir ksl. Mt. uff die jungsten zu Augspurg und Regenspurg uffgerichten abschied gnediglich gesuecht, ein gemein, cristenlich concilium zu erlangen, wes verhinderung irer Mt. auch in solichem furgefallen, wie auch daneben ir ksl. Mt. durch allerhandt gepflegte underhandlung und sonderlich uff nechst gehaltnem tage zu Hagenawe durch di kgl. Mt. allen muglichen vleis gnediglich furwenden lassen, diese strittige religionsachen zu cristenlicher einigkeit und vergleichung zu pringen, und sonderlich, mit was costen, muhe und darlegen ir ksl. Mt. in zeit dieser streittigen religion unserm gemeinen veindt unsers cristenlichen glaubens und namens, dem Turcken, widerstandt gethan, unzweiffenlich gemeiner cristenheit und sonderlich dem röm. reiche teutscher nation zu wolfart und guettem, darzue, wie beschwerlich und nachteilig ir ksl. Mt. aller anderer irer konigreiche, landt und leut sachen und gescheft uff ein ort gestelt, dieselben verlassen und sich nit one geringe geferlichkeit in teutsch nation begeben, diesen reichstage außgeschrieben und eigner person gnediglich besuecht hat, mit vorgeender Šerzelung, was treffenlicher ursachen irer Mt. ankunft ein zeitlang verhindert haben, wie solichs in irer ksl. Mt. gnedigen proposition geschicklich und nach lengs vermeldet ist.

    Solichs der ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren, gnedigen, getreuen und kaiserlichen gemuts, so sie zu dem röm. reiche teutscher nation allezeit getragen haben und noch, und sonderlich alles nach lengs erzelten, gnedigen, furgwendten vleis sagen Kff., Ff. und gemeine stende und der abwesenden botschaften und rethe irer ksl. Mt. in aller schuldigen, underthenigen gehorsam hochsten und ewigen dancke, des underthenigsten erpiettens, soliche ire Mt. gnedige zuneigung, so sie zu dem hl. röm. reiche teutscher nation tragen, auch iren getreuen vleis, uffgewendten costen und arbeit in aller underthenigkeit uber schuldige pflicht zu verdienen und darinen nichts zu underlassen, was zu erhaltung irer Mt. und des hl. reichs reputation, eher und wolfart dienlich sein magec. Und ist daruff gemeiner stendt und derselben pottschaften und rethe underthenigst pitt, ir ksl. Mt. wollten uff solichem gnedigen willen, keyserlicher zuneigung und getreuem, cristenlichem vleis, weliche ire Mt. bißhiehere one underlaß furgewendt, gnediglich beharren und das hl. reiche und alle stendt desselben, auch die beschwerlichen obligen teutscher nation in so gnedigem getreuem, vätterlichen bevelch haben, wied gemeine stendt sich solichs zu irer Mt. allwegen unzweiffenlich versehene, dester meher werden fsie in underthenigkeit willig sein, sich–f gegen irer Mt. gepurlicher gehorsam uber schuldige pflicht, wie pillich ist, alle zeit befleissigen.

    Ferner haben gemeine stendt und der abwesenden botschaften und rethe, wie obgemelt, di hauptpuncten, in der keyserlichen proposition bestimbt, mit getreuem vleis beratschlagt und erwegen und vermercken, das ir ksl. Mt. den zwispalt unser heiligen religion erstlich fur di handt genomen als nit den geringsten last und beschwerung teutscher nation, sonder zweiffel uß gnedigem bedencken, wo der hochsten, untreglichen beschwerung durch verleihung gotlicher gnaden abgeholfen, das volgends viel dest leichter in andern des hl. reichs obliegenden sachen mit gemeinem rathe und zuthun ir ksl. Mt. und des hl. reichs stendt einmutiglich mocht gehandelt und, was di unvermeidlich notturft erfordert, statlichen und nutzlichen beratschlagt und beschlossen werden. Und erkennen sich gemeine stendt und der abwesenden potschaften und rethe, wie gemelt, in aller underthenigkeit schuldig, der ksl. Mt. nit allein in dieser strittigen religion, sonder in allen des hl. reichs obliegenden beschwerungen yederzeit ir getreu wolmeynung und bedencken zu eroffnen, wie sie uff hievor Šgehalten reichstagen undertheniglich gethan und, hinfur zu thun, in schuldiger gehorsam urputtig sein.

    Wes aber di strittigen [sic!] religion betriefft, befinden gemeine stendt und der abwesenden pottschaften und rethe, das ir Mt. diesem beschwerlichen handel mit getreuem vleis nachgedacht und ein mittel furgeschlagen, wie durch gutliche underhandlung etlicher personen, so darzue sollten erwelt werden, der zwispalt unser heiligen religion mocht zu cristenlicher einigkeit und vergleichung zu pringen sein. Und dieweil sie in keinen zweiffel setzen, ir ksl. Mt. hab solich mittel mit dapfern, statlichem, zeittigem rat erwegen und bedacht und solichs in gnediger erwegung vorergangener handlungen, waran es yderzeit gemangelt und wes di vergleichung der strittigeng religion bißhere verhindert het, auß getreuem, gnedigem, keiserlichen gemutt als fur das fruchtbarst und bequembst gnediglich furgenomen, so wollen inen demnach Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden pottschaften und rethe, wie gemelt, in underthenigkeit gefallen lassen, das ir ksl. Mt. mit zeittigem, wolbedachtem rathe, hwissen und willen der–h Kff., Ff. und gemeiner stendt etliche gueter gewissen, eher- und friedtliebende personen, di, des hl. reichs teutscher nation eher, nutz und wolfart zu furdern, geneigt, in geringer zalle auß gemeinen stenden und teutscher nation erwelen und verordnen, di strittigen artickel der religion notturftiglich zu examinieren und zu erwegen, auch allen muglichen vleis furzuwenden, dieselben zu cristenlicher einigkeit und vergleichung zu pringen, doch des jungsten augspurgischen reichsabschiedts unbegeben. Und sonderlich, das dieselben erwellten personen aller irer handlung, darin sie nichts entlich willigen sollen, ksl. Mt. und gemeinen stenden eigentliche anzeige und bericht thun, sich darauf mit gemeinem, zeittigem rathe nach notturft haben zu vergleichen und zu entschliessen, wie solichs irer Mt. gnedige proposition ferer außweist und vermage. Hoffen die stende und der abwesenden botschaften und rethe zu dem almechtigen, durch solichen irer Mt. gnedigen furgeschlagen wege soll di strittige religion zu cristenlicher einigkeit und vergleichung zu pringen sein, ir Mt. und dem hl. reiche zu ruhe, frieden und aller wolfart.

    Wes den widerstandt unsers gemeinen veinds cristenlichs glaubens und namens, des Turcken, und andere nottwendige artickel, in der proposition bestimbt, belangt, haben Kff., Ff. und gemeine stendt des hl. reichs keinen zweiffel, ir ksl. Mt. wiß uß hochverstendigem, keyserlichem gemutt und vorergangenen handlungen etlicher reichstege gnediglich abzunemen, das in solichen sachen vor erledigung der strittigen religion fruchtbarlich nit gehandelt werden möge, derwegen gemeine stendt und der abwesenden pottschaften fur nutz und gut undertheniglich erwegen, soliche sachen noch zur zeit in ruhe zu stellen. Wo dann di strittige religion, wie zu dem allmechtigen zu hoffen, zu cristenlicher einigkeit und vergleichung gelangt, wurden etliche von gemelten puncten selbs Šfallen. Die uberigen aber mochten alßdann mit rathe ksl. Mt. und gemeiner stendt desto statlicher und zu mererm nutz und wollfart des hl. reichs erledigt werdeni. Wes darin Kff., Ff. und gemeine stendt, wie gemelt, ir ksl. Mt. und dem hl. reiche zu eher, nutz und guettem handeln und schliessen helfen mögen, des und sonst zu aller anderer irer Mt. und des hl. reichs wolfart wollen sie sich hiemit in aller underthenigkeit und gehorsamlich erpotten haben, mit underthenigster pitt, soliche antwort von inen gnediglich anzunemen und ir allergnedigster herr zu sein und zu pleiben2.

    «Nr.90 Antwort der altgläubigen Reichsstädte auf die kaiserliche Proposition – Regensburg, 1541 April 121 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.); DV: Etlicher stett antwort auf das ksl. furtragen zu Regenspurgk anno 41.

    B  koll. Colmar AM, AA 75, 63, unfol. (Kop.).

    C  koll. Lindau StadtA, 63, 11, fol. 21r (Kop.).

    D  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 240r–240v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 240v: Der bäpstischen stette antwurt ksl. Mt. geben.

    Euer ksl. Mt. furtrage [Nr. 29], den sie am jungsten den stenden deß hl. reichs thun und in schriften uberantworten lassen, haben wir in aller underthenigkait und darauß gnugsam vernomen, mit was gnedigistem fleiß, treuen und vatterlich gemuta sich dieselb euer ksl. Mt. von der zeit deß nechst alhie zu Regenspurg gehaltennen reichsdags bishere fur und fur beflissen und bearbait, darzu auch noch deß genaigten willens sei, furnemblichen in der spaltung unserer christlichen religion und dann auch sunsten im hl. reich teutzscher nation fride, recht und ainigkait aufzurichten und zu erhalten, daß wir uns dann Šnit allein fur unser person, sonder auch von wegen unserer obern gegen eurer ksl. Mt. zum underthenigsten bedancken.

    Domit aber nun euer ksl. Mt. hinwider auch unserer herschaften und unsern schuldigen und billichen gehorsam herinnen spurn, erkennen und vermercken, so haben auf eurer ksl. Mt. bevelch wir fur unß selbs den gedachten iren furtrage erstlichen in dem, wie und welchermassen die strittigen artickel der religion examinirt, auch zur vergleichung und ainigkait gepracht werden sollen, fur die handt genomen, auch mit allem fleiß berathschlagt und erwegen und wissen denselben in nichten zu verandern, sonder lassen unß eurer ksl. Mt. maynung in demselbigen durchauß gefallen.

    Dann die andern nachfolgenden artickel als die hilf wider den erbfeint unsers heiligen, christlichen namens und glaubens, den Durckhenn, auch die pollicei und anderß betreffen seint wir anstat und von wegen unserer obern urputig, neben andern stenden auch an unß nichts erwinden zu lassen, allein, dweil dieselben unsere hern hievor mit deß reichs hilf und anschlegen uber ir vermogen vil zu hoch belegt und ubersetzt seint worden, das solchs bedacht und in demselben der gepür auch ringerung furgenomen werde und beschee. Das wolten eurer ksl. Mt. wir auß schuldiger gehorsam in aller underthenigkait unangezaigt nit lassen und thun unß derselben hiemit underthenigst bevelhen.

    Euer ksl. Mt. underthenigsten und gehorsamen der nachbenanten stett gesanten: Colln, Metzsb, Hagenaw und Colmar, dise baide mit bevelch der stett der landtvogti Hagenawe, Tull, Rotweil, Schwebisch Gemunde, Schweinfurtc, Schwebischen Werde, Wimpffenn und Regenspurg.

    «Nr.91 Zweite Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten zum Kolloquiumsplan des Kaisers – Regensburg, [1541 April 13]1 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, 77r–78r (Reinkonz.); AS fol. 77r: Diese antwort ist ksl. Mt. muntlich furgetragen, disem concept gemeß.

    ŠB  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 17r–18v (Kop.); ÜS fol. 17r: Der stände andere antwurt; DV fol. 18v: Der ständt erste und andere antwurt, den 11. und 13. April anno 41.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 45r–46r (Kop.).

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 272r–273v (Kop.); DV fol. 273v: Copei des bepstlichen tails Kff., Ff. und stend duplic, der ksl. Mt. den 14. Aprillis uberantwortet.

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2187 , Sp. 165–166.

    Wie gnediglich di röm. ksl. Mt. unser allergnedigster herr begert hat, irer Mt. die erwelung der personen, so zu hinlegung der strittigen religion sollen verordent werden, undertheniglich heimzustellen und irer Mt. hierin zu vertrauen, das haben Kff., Ff. und stende des hl. reichs und der abwesenden pottschaften ausserhalb der protestirenden von iren verordenten, so ir ksl. Mt. gesterigs tags ir antwort undertheniglichen ubergeben, gehorsamlich vernomen, mit angeheftem gnedigem, keiserlichem erpietten, wie inen solichs nach lengs referirt und angezeigt ist. Und bedancken sich anfenglich Kff., Ff. und gemeine stendte, auch der abwesenden pottschaften und rethe solichs gnedigen, keiserlichen und geneigten gemuts, so sie zu dem hl. reiche teutscher nation spuren, mit underthenigem vleiß. Wo sie solichs uber schuldige gehorsam gegen irer Mt. wissen undertheniglich zu verdiennen, darzue weren sie alle zeit zum hochsten begirig und willig. Und bitten daneben in aller underthenigkeit, ir ksl. Mt. wollen di ubergeben antwort keinswegs dahin versteen, als sollten gemeine stendte an irer Mt. in dieser zwispeltigen religionsachen einichen zweiffel tragen, dann solichs ir gemutt gar nit gewest, hetten auch des in ansehung irer ksl. Mt. bißhere gesuechten, getreuen vleis und des keiserlichen, gnedigen erpiettens nit ursach. Dieweil aber ir ksl. Mt. in dieser strittigen religionsachen gemeiner stendte getreuen rathe begert, so hetten sie sonderlich erwegen, das bißhere im hl. reiche gepreuchlich herkomen, wo dergleichen und geringer sachen zugefallen, das darzue gemeine stendt jederzeit verordent hetten, das auch gemeine stendt der personen, so zu hinlegung dieser strittigen religion dinlich, vor andern kundig und derselben gelegenheit wissen mochten, der ursachen und keiner andern gestalt solich ir underthenig, getreu bedencken an irer Mt. undertheniglich gelangt were.

    Aber, des alles unangesehen, wollten Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden pottschaften, wie gemelt, ir ksl. Mt. undertheniglich heimstellen, die personen zu vergleichung der strittigen religion nach irer Mt. gefallen zu erwelen, mit underthenigster pitt, inen soliche personen zu benennen und anzuzeigen, ob villeicht dieselben ader sachen nit furderlich oder dinlich–a mochten befunden werden, solichs ir Mt.b berichtsweiß und zu underthenigster Šerinnerung zu eröffnenc, allein zu furderung der sachen und zu erledigung dieses hochbeschwerlichen lasts teutscher nation. dDoch das–d die geordenten personen in dieser hochwichtigen sachen nichts entlichs handeln noch bewilligen, sonder irer Mt. gnedigen proposition gemeß aller irer handlung der ksl. Mt., auch Kff., Ff. und stenden notturftige relation thun, sich darauf mit einmuttigem rathe haben zu vergleichen und zu entschliessen.

    «Nr.92 Gutachten über zeremonielle Rechte der Kurfürsten – [Regensburg, 1541 April 16]1 »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 79r–82v (Reinkonz.); AV fol. 79r: Ratschlag churfursten freiheit betreffendt.

    Nachdem di churfursten und der abwesenden bottschaften sich vergliechen, die ksl. Mt. undertheniglich zu bitten, gnedigs insehens zu haben, das die churfursten und ire pottschaften an iren ordenlichen session, procession und standt durch den bebstlichen legaten oder jemandts anders nit verhindert, sonder darbei nach inhalt und außweisung der gulden bullen pleiben mögen, so haben sie daneben bedacht, wo villeicht die ksl. Mt. dagegen furwenden wolt, das der bebstlich legat nit fueglich außzuschliessen oder das die gulden bull zwischen den churfursten eigner person und iren bottschaften ein underschiedt machen soll, solichs durch nachvolgende ursachen abzuleinen:

    Anfenglich gibt die gulden bull lauter und klare maß, wie die churfursten, geistlich und weltlich, aals ein teil des keiserlichen leibs, auch seul und grundfesten des hl. reichs–air sessionbin gegenwertigkeit eins röm. keisers oder konigs haben sollen, deßgleichen wie es in der procession und an allen andern stetten und sachen, ein jeden keiserlichen hoffe belangendt, soll gehalten werden, mit außgetruckten worten anzeigendt, das sie soliche ire ordnung und wei[ß]unwandelbarlich halten sollen, es sei geendt, steendt, sietzendt oder, wie das Šwere, also das kein ander furst, welicherlei wesen, wirdigkeit oder ehern [sic!] der angesehen, inen mitnichten soll furgesetzt werden.

    Dieweil nun solich ordnung unwandelbarlich oder ungeendert pleibt, so muß von notten volgen, das niemandts, was standts der sei, csich intringen und–cdie churfursten an obgemelter irer ordnung verhindern solle, wie dann solichs die angeheften wort ercleren, das inen kein furst, welicherlei wirdigkeit der were, sollt furgezogen werden.

    Dann so jemandts, was standts der were, gestatt wurde, under den churfursten zu sitzen oder zu geen, so khondt di ordnung der gulden bull unwandelbar und ungeendert nit besteen, dann, was unwandelbar und ungeendert bleiben soll, muß auch in seiner ordnung unverruckt gehalten und kan dem zuwider niemands hohes oder gerings standts zugelassen werden. Sonst must von nott wegen durch ein und den andern inbruch die guldin bull in zerruttung und abfall komen.

    Solichs aber zu verhuetten, hat Ks. Karl der viert, hochloblicher gedechtnus, loblich geordent, das di bull nit allein unwandelbarlich pleiben, sonder das auch ainem Kg. von Beheim dals churfurst des hl. reichs–d keine konig, welicher wirdigkeit die weren, sollen furgesetzt werden.

    Dieweil nun dem Kg. von Beheim kein konig furgesetzt werden sollee, so kan auch nit geschlossen werden, das andere konig oder jemandts anders den churfursten sollen furgesetzt werden, soviel di verhinderung und obgemelte ordnung der gulden bull betriefft.

    fZudem gibt die guldin bull mit lautern worten, das ein romische keiserin gleich dem Kg. von Beheim nachvolgen soll, ungezweifelt der ursachen, damit di churfursten an obgemelter ordnung nit verhindert werden. Dieweil nun ein romische keiserin und augusta imperii sich wider gedachte ordnung nit intringen, sonder dem Kg. von Beheim, welcher dise ordnung beschleußt, nachvolgen soll, so kan auch sollichs nimands anders, wes hohen stands oder wesens der sei, gepuren noch zusteen, in ansehung, das diese ordnung ein romische keiserin und augustam imperii außschleußt und ir ausserhalb derselben ein sondere stat verordent–f. Vielweniger mage solichs den bottschaften, was herkomens di sein, gestat werden, dieweil sie billich geringer zu achten dann dijhenigen, so sie geschickt haben.

    Und wurdet solichs durch den herbrachten geprauch, nach aufrichtung der gulden bullen bißhiehere unwandelbarlich gehalten, gnugsam erclert, wie der bei den alten, so solichs bei iren zeitten gesehen, in keinen zweiffel mage gezogen werden. Im fall aber, das darfur geacht, es sollt mit den churfursten aigner person anders gehalten werden, dann so sie ire potschaften schicken, Šsolichs mage auch in keinen zweiffel gezogen werden, sonder wurdet durch den herbrachten gebrauch die gulden bull hierin eigentlich erclert, dergestalt, das die churfursten botschaften in gegenwertigkeit eins romischen keisers oder konigs anstat der churfursten werden zugelassen, steendt, geendt oder sietzendt ausserhalb des tisch, wie die gulden bull davon meldung thuet. Solichs ist durch den gebrauch so offenbar, das daran niemandts zweiffeln mage.

    Und des zu merer becreftigung so gibt di gulden bull, das auch der churfursten potschaften in der whall eins khunftigen konigs sollen angenomen werden. Dieweil nun an dem hochsten churfurstlichen gescheft, die erwelung eins cristenlichen haubts betreffendt, die pottschaften unzweiffenlich zuzelassen sein, mit was fuegen mogen sie dann in mindern und geringern ausgeschlossen werden.

    Zudem gibt die guldin bull die erclerung selbs dergestalt, das uß furgefallen verhinderungen die churfursten ire potschaften zu dem keyserlichen hoff schicken mogen, die auch angenomen werden sollen, doch das sie an dem tisch oder stul nit sietzen als dijhenigen, so sie gesandt haben.

    Dieweil nun di potschaften nit anders dann am tisch sollen außgeschlossen sein, so muß auch volgen, das sie in allen andern sachen und gescheften des keyserlichen hoffs sollen angenomen und zugelassen werden, wie dann solichs durch herbrachten gebrauch, wie hievor erzelt, abermalls gnugsam erclert und angezeigt ist.

    gWiewol auch die churfurstlichen botschaften von dem tisch, wie gemelt, außgeschlossen werden, so kan doch der ursachen nimands, was hohen stands oder wesens der sei, gepüren, sich an die churfurstlichen tisch zu tringen, vil weniger mogen frembde botschaften an solhen tischen zugelassen werden, dieweil die churfurstlichen botschaften, welhe ire gnedigste herrn representiren, sich derselben enthalten sollen–g.

    Und wurdet hie widerumb erhöllt, dieweil die gulden bull unwandelbarlich und ungeendert soll gehalten werden, so muß auch den churfurstlichen potschaften, so ire herren representiren, nit allein kein pottschaft, von wem die ges[andt], sonder auch niemands anders, was standts der were, verhinderung und intrag thun oder inen furgesetzt werden in den fellen, so inen, den churfurstlichen potschaften, die gulden bull und herbrachter gebrauch zugeben, hdan on das wurden nit allein die churfursten und ire botschaften an irer ordnung verhindert, sonder auch durch andre zuletzt understanden, di keiserlichen zeichen und insignia zu tragen dem inhalt der guldin bull zuwider und zu entlicher zerruttung derselben–h, wie diese und andere meher bestendige grundt und ursachen nach vleissiger besichtigung und erwegung der gulden bull zu erhaltung derselben, auch der churfursten praeeminentz, freiheit und Šherkomen iim fall, so es di notturft erfordert–i, statlich wol mogen furgewendt werden.

    Und ist hierin aller vleis furzuwenden, das dem ersten inbruch nit raum oder statt gegeben, dann dardurch werden di, so khunftiglich gesuecht, desto leichter abzuwenden.

    «Nr.93 Erklärung des Kaisers zur Nomination der Kolloquenten – Regensburg, 1541 April 20/211 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 83r (Kop.); AS fol. 83r: Ernennung der personen durch ksl. Mt.

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.); DV: Benennte personen, von röm. ksl. Mt. zu dem gesprech furgeschlagen und durch Hg. Friderichen Pfgf. uberantwortet in beywesen anderer irer Mt. raiht uff Mittwoch, 20. Aprillis anno 41.

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 23r–23v (Kop.); DV fol. 23v: Ksl. Mt. schrift, darin gemelt und furgeschlagen werden die sechs person, so sich in der streitigen religionsachen miteinander undterreden sollen. Actum, den 21. April anno 1541.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1366 , Sp. 578; Corp. Reform. IV, Nr. 2199, Sp. 178–179.

    ŠDie röm. ksl. Mt., unser allergnedigister her, auf irer Mt. gethane proposition und der Kff., Ff. und stenden, auch derselbigen botschaften beschehen bewilligung, in der religionsachen further zu schreiten, haben ditzmals hiernach verzaichnete personen erwelt und verordnet, nemblich H. Julium Pflueg, Dr. Johann Eckh2, Dr. Johann Gropper, Philippum Melanchthonem, Martinum Bucerum3 und Johannem Pistorium, welche die streitigen artickeln gemelter religion nach inhalt gedachter proposition und bewilligung examiniren und erwegen, wie die zu vergleichen, und alsdann irer Mt., Kff., Ff. und stenden des anzaigung und bericht thuen sollen, sich solchem anzaigen und bericht nach, was zu gemelter vergleichung guet und dienlich sein mag, ferrer zu entschliessen.

    Es wellen auch ir ksl. Mt., wo es vonnötten, einen fursten zu presidiren verordnen4, damit bey und zwischen den benanten personen in irer communication dest fridlicher und richtiger ordnung gehalten werde5.

    «Nr. Š94 Eingabe der protestantischen Stände an den Kaiser – Regensburg, [1541 April 22]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 285r–286v (Kop.); DV fol. 286v: Copei der nebenschrift an ksl. Mt. mit uberreichung der verordenten diß teils theologen schreiben an die stende der augspurgischen confession verwanten. 1541.

    B  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. B, fol. 38r (Kop.).

    C  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20II, fol. 355r (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 43 , S. 60;Walch, Bd. 17, Nr. 1368, Sp. 580–581;Corp. Reform. IV, Nr. 2201, Sp. 181–182.

    Eur ksl. Mt. benehnnung der sechs personnen zu vorstehender religionhandlung haben wir forders tags in aller underthenigkeit entpfangen und zu forderung der sachen die drei benenten personnen dieses tails beschicken und an sie gnediglich und freuntlich gesynnen und begern lassen, sich solcher handlung euerer ksl. Mt. begern nach underthenigst zu beladen, welche uns mit antwort, wie euere ksl. Mt. aus beigelegter schrift2 gnedigst vernemen, begegent3.

    Dieweil wir nun solch ir bitten und suchen euerer ksl. Mt. gemuet und vorgenomener handlung nicht allein nicht entgegen, sonder auch demselbigen gemeß und den sachen zu grundlichem bericht und vergleichung derselbigen Šforderlich und dienstlich achten, so haben wir nicht underlassen mogen, euerer ksl. Mt. solches in underthenigkeit antzuzeigen, eur ksl. Mt. underthenigst bittend, solchs gnedigst von uns zu vermercken etc.

    [Beilage:] Eingabe der Theologen Philipp Melanchthon, Martin Bucer und Johannes Pistorius an die protestantischen Stände, Regensburg, o. Datum [1541 April 22]

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 283r–284v (Kop., lat. Fassung).

    B  koll. Straßburg AM, AA 496, fol. 84r–85r (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 42 , S. 58–59 (aus anderer Provenienz);Corp. Reform. IV, Nr. 2200, Sp. 179–181.

    Audivimus proponi nobis eorum nomina, qui delecti sunt ad deliberationem de controversiis ecclesiasticis. Ut autem filius dei, liberator noster, iam mortem aditurus rogavit patrem his verbis ‘Pater sanctifica eos in veritate, sermo tuus est veritas’, ita nos ad huius nostri pontificis preces vota nostra adiungimus et oramus deum, patrem domini nostri Iesu Christi, qui pro nobis victima factus est, ut regat haec consilia de dogmatibus. Optamus enim et ipsi toto pectore concordiam in ecclesia piis et veris modis constitutam.

    Quod vero ad delectum attinet, etsi invictissimi imperatoris augusti, domini nostri clementissimi, voluntati praesertim rem tantam bono studio instituendi non deesse nostra opera debet, tamen praemetientes animo huius deliberationis difficultates et pericula hoc tantum onus imponi aliis magis idoneis mallemus. Etsi enim res ipsae, de quibus agitur, non sunt obscurissimae iis, quibus ecclesiae antiquitas nota est, tamen voluntates quorundam nobis cognitae sollicitudinem nostram augent. Sed si non impetramus, ut delectae personae mutentur, parendum est scilicet necessitati et rogamus, ut, cum diligentiam, fidem, modestiam, simplicisa veritatis amorem, odium contentionis et sophistices, denique etiam studium concordiae, candorem et epieikian ad explicationem rerum attulerimus, ne quis nos defuisse officio nostro existimet.

    Cum enim invictissimus imperator in ea responsione, in qua nominantur delecti, diserte dicat velle se examinari controversias, satis ostendit, ut decet tantumb principem et tanta gravitate praeditum velle se non fucosas aut flexiloquas conciliationes fieri, quae non sunt durabiles, sed veritate patefacta concordiam constitui gratam Deo, in qua pariter omnes ecclesiae vera fide deum invocent et colant. Huic rei sancte testamur nos non defuturos esse.

    Deinde reverenter oramus, ut invictissimus imperator augustus addat aliquos tum suos consiliarios tum alios bonos viros ipsius iudicio delectos utrinquec, ut Šet ipsi caesareae maiestati et principibus et ordinibus utriusque partis hae tantae res integre et vere recitari possint, ut postulat negotii magnitudo.

    Res per sese periculosa est tam paucorum deliberationi haec tanta negotia committi. Etsi enim potestatem decernendi non habent, tamen aliquam vim habent haec qualiacunque praeiudicia.

    Existimamus nos nec absurdam nec iniquam nec difficilem rem petere. Cum enim huius deliberationis spectatorem habeamus patrem caelestem, filium Dei et sanctos angelos, cur non etiam aliqui honesti et boni viri veritatis et concordiae amantes interessent, qui principibus et ordinibus in utraque parte acta referant.

    Haec ut invictissimo imperatori augusto, domino nostro clementissimo, reverenter exponatis, oramus, quem ut servet et gubernet Deus, pater domini nostri Iesu Christi, ex animo precamur. Philippus Melanchthon, Martinus Bucerus, Joannes Pistorius.

    Ad principes et status in augustana confessione coniunctos.

    Dt. Übersetzung der Beilage:Eingabe der Theologen Philipp Melanchthon, Martin Bucer und Johannes Pistorius an die protestantischen Stände – Regensburg, [1541 April 22]

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 280r–282v (Kop.); DV fol. 282v: Copei der theologen schrift an die religionsverwanten stende, das etzliche auß ihnen der deliberation und handlung beywohnen wollen etc.

    Druck (einer anderen Übersetzungsvariante): Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 43 , S. 60–62;Walch, Bd. 17, Nr. 1367, Sp. 578–580.

    Wir haben gehort, wie man uns angezeigt hat, die namen dere, die do gewelet sind, zu beratschlahen die zenckischen kirchensachen. Aber gleich wie unser heiland und seligmacher Gottes Sohn, do er itzt sterben wolte, den vater bat mit disen worten ‚Vater, heilige sie in der warheit, dein wort ist die warheit‘ etc., also thun wir unser gebete auch zu disem unsers hohen priesters gebete und bitten Got, den vater unsers hern Jesu Christi, der fur uns zum opfer gemacht ist, das er disen rathschlag und furnemen von der lere regiren, leiten und furen wolte. Denn auch wir selbs wunschen und begeren von gantzem hertzen, das eine rechte, bestendige einikeit in der kirche durch rechtschaffene, christliche mittel und wege gemacht und aufgericht werde.

    Was aber die wahl belanget, wiewol wir den willen des unuberwindlichsten keisers, unsers allergnedigsten hern, sonderlich, weil sein Mt. ein solche grosse, wichtige sache guter meinung furnimpt, in aller untertenickeit nach unserm vermugen gerne leisten wollen, doch weil wir bey uns bedencken und betrachten die difficulteten und fahr dises rathschlages und handels, wolten wir lieber, das solche burde andern, die darzu bas gschickt und tuchtig sind, aufgelegt wurde; denn wiewol die sachen, darvon gehandelt, nicht so gar schwer sind, Šdenen der kirchen antiquiteten bewust und bekant sind, doch vermehren unsere sorgfeltigkeit etzlicher leute gemute und willen, so uns bekant sind, nicht wenig.

    Aber weil wir nicht erlangen konnen, das die geweleten personen mochten geändert werden, mussen wir der not gehorchen und bitten, das, wan wir vleis, treu, bescheidenheit, liebe zur einfeltigen warheit, has zu zcancken und zur sophisterey, auch vleis zur einikeit, aufrichtickeit und alle billickeit furgewandt haben, solche sachen zu expliciren und richtig zu machen, das uns niemand verdechtig halten und dencken wolte, als hetten wir unserm ampte, wie uns gepurt, nicht gnug gethan. Denn weil ksl. Mt. in der antwort, in welcher die geweleten personen genant werden, mit claren, deutlichen worten saget und anzeiget, er wolle das die zenckischen sachen examinirt und verhert werden, domit zeiget er an, wie denn einem solchen grosmechtigsten fursten gepuret, das er nicht wolle, das eine getichte conciliation und geschmuckter vertrag, den man hin- und herbeigen und deuten konte, gemacht, welcher nicht bestendig nach wehrhaftig ist, sondern, wo die warheit offenbaret und an tag bracht ist, das eine concordia aufgericht werde, die Got gefellig ist, domit alle kirchen Gott im rechten, waren glauben eintrechtig anruffen und dienen, zu diser heiligen sache bezeugen wir, das wirs an uns nicht wollen mangeln lassen.

    Zum andern bitten wir unterteniglich und dienstlich, das ksl. Mt. uns wolte etzliche beide von iren rethen und andere frome leute, so von beiden teilen mit seiner Mt. erkentnis darzu gewehlet, zugeben, auf das irer Mt., fursten und stenden beiderlei parten solche grosse sachen mugen gantz volkomen und rechtschaffen referirt und wider angezeigt werden, wie diser grosser handel foddert. Es ist an ihm selbs fehrlich, das solche grosse hendel so wenig personen zu beratschlahen vertrauet und bevolhen werden, denn ob sie gleich nicht macht nach gewalt haben zu schliessen, doch haben solche preiudicia und vorurteil, sie seien nu wie sie wollen, etzlicher mas ein ansehen und kraft.

    Wir versehen uns und hoffen, das wir nichts unbilliges nach schweres bitten, denn weil der himelische vater, Gottes sohn und die heiligen engel dise unsere deliberation und handelunge sehen und anschauen, warumb solten nicht auch etzliche ehrliche und frome leute, die die warheit und einikeit lieb haben, darbey seien, welche den fursten und stenden von beiden teilen die acta referiren. Bitten unterteniglich und dienstlich, ir wellet solchs ksl. Mt., unserm allergnedigsten hern, furtragen und anzeigen, welchen Gott, der vater unsers hern Jesu Christi, wolte erhelten und regiren. Das bitten wir von hertzen4.

    «Nr. Š95 Themenkataloge und Teilnehmerlisten zum Religionskolloquium – Regensburg, 1541 April »

    I. Liste der Beratungsartikel für das Regensburger Religionskolloquium und Liste der Teilnehmer1– Regensburg, o. Datum2

    Karlsruhe GLA, 50 /53, unfol. (Kop.).

    Ausz.: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 53 , S. 78.

    Nachvolgender artickel halb sollen sich die geordneten delegaten underreden und vergleichen:

    Vom sacrament des altars.

    Von der geistlichen und des babsts gewalt.

    Von dem opfer der meß.

    Von den besondern oder winckelmessen.

    Von der munch versprechungen und gelubdten.

    Von dem ehestand der priester.

    Von rayhung des sacraments in beiderlei gestalt.

    Von widerzustellung eingenomner clösterlichen gueter und anders.

    Von ehrung der heylgen, darunder begriffen wirt, ob die bilder zu dulden oder nit seyen.

    Von geistlichen satzungen und gebreuchen.

    Von dem fasten, darunder verbotten wirt die außerwelung der speysen.

    ŠVon der buß in gemein, item, von der reu, genugthueung und beycht.

    Von dem prauch der sacramenten in gemein und sonderheit.

    Von mentschlicher satzung.

    Von dem gerechtmachenden glauben, item, vom verdienst und guten wercken etc.3

    Wiewol obgeschribne articul allenthalb ausgespraytet werden, als solten die bevolhen syn worden, davon zu disputiren und die zu examiniren, so ist doch im reychsratth nit davon bedacht oder beratschlagt worden etc.

    Die röm. ksl. Mt. hat zu der religionsachen verordnet als presidenten namlich von wegen irer ksl. Mt. Hg. Friderichen Pfgf. und H. Granuell,

    von wegen Mentz Eberhardt Rydt, hofmeister4,

    von wegen Cöln H. von Manderschidt5,

    von wegen phaltzgraf churfursten N. Haß, ca[ntzler]6,

    Kf. von Sachsen Franciscus Wymar, cantzler7,

    von wegen Hessen Feyg, cantzler8,

    statt Straßburg Sturm9.

    ŠVerordnete disputanten zu vergleichung der religion und derselbigen artickel zu examiniern: Von wegen der alten religion:

    H. Julius Pflug, geistlich,

    Dr. Eck von Ingoldstatt, theologus,

    Dr. Gropper von Coln.

    Von wegen der protestierenden:

    Philippus Melanchton,

    Martinus Butzer, straßburgischer predicant,

    Johannes Pistorius, hessischer predicant.

    Die sollent sich etlicher puncten verglichen haben, aber es ist des reichs rath davon nicht furbracht. Mitlerzeit diser disputation bleibent andere reichssachen anstan und wirt darinnen nichts gehandelt etc.

    II. Themenkatalog, lat.  – Regensburg, 1541 April 20

    A  Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. F, fol. 25v (Kop.).

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 37r–37v (Kop.).

    C  koll. Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. (Kop.).

    Quindecim articuli in comitiis Ratisbonensibus per cae[saris] delectos:

    De venerabili sacramento eucharistiae.

    De potestate ecclesiastica et summi pontificis.

    De missae sacrificio.

    De missis privatis.

    De votis monasticisa.

    De communione sub utraque specie.

    De restitutione monasteriorum et bonorum ecclesiasticorum.

    De veneratione sanctorum, sub quo et imaginibusb tollendis.

    De constitutionibus et ritibus ecclesiasticis.

    De ieiunio, sub quo et delectus ciborum probe[tur]c

    De poenitentia in communi et contritione et satisfactione et confessione.

    De usu sacramentorum tam in genere quam in specie.

    De constitutionibus humanis.

    De coniugio sacerdotum.

    De fide iustificante et de meritis atque bonis operibus.

    dHii propositi sunt una cum praesidentibus, testimonium dantibus et disputantibus feria quarta post festum Paschae 1541 [1541 April 20] Ratisponae in consiliis–d.

    ŠIII. Liste der Kolloquiumsteilnehmer, lat.  –  Regensburg, 1541 April 27

    Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. F, fol. 25r (Kop.).

    Praesidentes ac testimonium dantes a caesarea maiestate delecti:

    Praesidentes duo:

    1. Fridericus palatinus Rhen[ensis].

    2. Nicolaus Grandvela caesaris cancellarius.

    Testes sex:

    1. Comes a Manderscheid.

    2. Eberhardus Rud praefectus curiae Maguntinensis.

    3. Ludovici electoris palatini vicecancelarius Henricus Has.

    4. Electoris Saxoniae cancelarius.

    5. Lantgravii Hassiae cancelarius.

    6. Iacobus Sturmius Argentinensis.

    Congredientes sive disputantes:

    1. Martinus Bucerus Argentinensis cum

    2. Iohanne Eccio Ingelstadiensi.

    3. Philippus Melanchton cum

    4. Iulio Pflugk Maguntinensi.

    5. Johannes Pistorius Marpurgensis cum

    6. Iohanne Groppero Coloniensi.

    1541 feria quarta post Quasimodogeniti [1541 April 27].

    «Nr.96 Vorschlag für eine Erklärung des Kaisers gegenüber Lgf. Philipp von Hessen und Mgf. [Georg von Brandenburg] und für das weitere Verfahren auf dem Reichstag – Regensburg, [1541 Mitte Mai] »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    Le marquis et le lantgrave avoient bonne cognoissance du moien, que sa M avoit fait proposer aux estatz touchant l’affaire de la religion, comment il a esté mis en chemin, et de ce qui est depuis besogniet et sur quoy la chose maintenant repose et se veult arrester.

    Or estoit que de la part des protestans a esté par plusieures fois remonstré à sa M, que, si sadite M faisoit assembler et convenir quelcque nombre de gens de bien tractables etc., que pour certain par aimable, chrestien et fraternel colloque les affaires de ladite religion se réduiroient à paix et union et qu’ilz, les protestans, s’y emplieroient de sorte, que l’on diroit, que de leur costé ne seroit trouver faulte etc.

    Sa M ayant en ce entière confidence avoit entreprint la présente diète et accédante la volenté et permission des estatz institué ledit colloque, lequel comment scavoient a esté continué jusques à maintenant que sa M trouve Šdifficulté, que du cousté des protestans l’on se veult arrester et tropt [sic!] pertinacement estre opinative et, si s’estoit leur intention, eust mieulx valu de point y estre entré de la sorte et n’eust esté besoingne dudit colloque.

    Non obstant touttefois sa M, qui ne désir en ce monde rien plus souverainment que cest affaire se puisse réduire en concorde par si bons moiens, qu’elle en puisse respondre non seulement envers la nation germanicque, mais touttes autres nations et potentates de la chrestienté, assisteroit encor volentier de tout ce qui luy seroit possible et faisable.

    Et pour ce que sa M scavante, que ledit margrave et lantgrave pourroient grandement promouver ladite concorde et réduction dudit affaire, avoit esté joieusse [sic!] et heu bon espoir de leur venue et leur faisoit ceste remonstrance selonc la confidence, qu’elle avoit en eulx, et prioit de y faire bon devoir, tenir main, que les choses se mènent sains pertinacité par boins moiens et intelligences, et veullent considérer, s’il ne se fait, les maulx et dangiers, qui en pouront s’ensuire.

    Et comme sa M ne doubte, qu’il[s] le scaront bien faire et le feront comme boins princes chrestiens, leur prie encor davantaige de voloir remonstrer à sa M leur bon advis et conseil. Sa M le recognoissera de bonne grâce etc.

    Semble à Monsr, qu’il seroit bon, que sa M eust tout pareillement mutatis mutandis fait remonstrer à Jacob Sturm et encor à quelcque principal des villes vandales.

    Il a entendu aussi des princes, qu’il seroit boin, que l’on entreprendist autres affaires de l’empire et que par ce l’on romperoit beaucop [sic!] de practicques, car traitant seullement de la religion chascun ne pense d’autre chose que de ladite religion et avisent tout ce qu’il[s] peullent [sic!] etc.

    «Nr.97 Bericht über die kaiserliche Audienz für Lgf. Philipp von Hessen und Stellungnahme der kursächsischen Gesandten – [Regensburg], 1541 Mai 16 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 455r–459v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 459v: Copei, was ksl. Mt. der religionhandlung halben mit dem landgrafen geret und der landgraf forder den chur- und furstlichen sechssischen rethen vermelden lassen und was sie darauf zu antwort geben. 1541; ÜS v. a. Hd. fol. 455r: Des lantgraven rethe antzeigung etc., den 16. Maij.

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 120 , S. 202–205.

    Es were ir gnediger her, der lantgraff, zu ksl. Mt. erfordert, welche seiner fstl. Gn. volgende ungeferliche meynung durch Pfgf. Fridrichen antzeigen lassen: Ire Mt. hette sich auß iren hispanischen konigreichen in deutzsch nationn furnemlich darumb verfugt, damit sie fried und eynigkeit dorinnen anrichten und sunderlich vergleichung in der religion machen mochte etc. Und hette derhalben ire Mt. im besten bedacht, durch zusamenverordnung weniger Špersonn die religionnsachen furtzunehmen. Dann in einer grossen antzal oder menig, alß do viel kopf weren, were wenig verhoflich, etwas außtzurichten. Nhun hette sich im anfang die sachen zimlich angelassen, etzlich artickel zu vergleichen gericht, aber an etzlichen hette es sich gestossen. aDann die theologi diß theilß hetten sich strack horen lassen, daß sie von irer meynung nicht weichen wölten, sich auch des buchs halben, so die ksl. Mt. inen vorlegen lassen, beschwert. Nhun sey es die meynung nicht, daß man so kurtz ufstossen solte, sonder von den sachen freuntlich und schiedlich reden und die warheit erforschen. Es gelang aber die ksl. Mt. an, daß Philippus Melanthon ein instruction von Dr. Martin bekohmen hab, daß er nichts weichen sol etc.b Item, daß zwolf theologen alhie sein solten, mit den er die sachen communicirt, die [ihn] auch villeicht dahin bewegen, daß er so heftig were etc.

    Zudeme, so solte der licentiat Amßdorff alhi in der herberg gepredigt haben, daß der ksl. Mt. gemut nicht zue vergleichung oder concordia geneigt, sonder daß es eitel betriegerey wehre, damit man umbginge. Nhun were aber gewißlich der ksl. Mt. gemuth dohin entlich gericht, daß sie gerne ein christliche concordia in der religionn machen und sehen wolten, welches sie auch mit Got und sunsten in viel wege bezeugen möchten etc. Und were der ksl. Mt. bitten und begern, die furwendung zu thun, daß sich die theologen schiedlich und freuntlich hielten und mit dem angefangenen gesprech verfuhren, op der almechtig gnad wölte verleihen, das die sachen nochmalß möchten ernstlich verglichen werden etc. Und achten es ire Mt. dafur, daß der stutz villeicht darauß kohme, daß die theologen dieses theilß viel geschrieben, darinnen sie itzt nicht gerne entweichen wolten. Dann solchs möcht ihr [sic!] bey den iren nachtheil und vercleinerung brengen etc. Nhun sey aber irer Mt. meynung, die warheit zu suchen, und sey uf der andern seithen auch viel dings eingerissen, daß einer verenderung und besserung bedurftig etc., welche auß solcher handlung erfolgen möchte. Und daß derwegen der lantgraff mit magistro Philippo reden lassen wolt, sich freuntlich und schiedlich in dem gesprech zu halten.

    Hierauf hat der lantgraff geantwort, daß sein fstl. Gn. auch bericht, daß der anfang dieser handlung sich zimlich und wol angelassen, wiewol sein fstl. Gn. dem H. von Granuel mehrmalß antzeigen lassen, daß sie nit gedencken könthen, wie dieser religionhandel mocht vertragen werden. Dann man trunge mit etzlichen artickel zue jenes theilß vortheil in die unsern. Aber von den artickeln, doran diesem theil auch nicht wenig gelegen und die grossen mißbreuch der kirchen belangen theten, alß von wharem brauch der sacrament, priesterehe, reformation der kirchen etc. hette man bißanher nicht vernohmen, was derhalben zu verhoffen were. Und do ire Mt. diese und dergleichen artickel fur die hant nehmen lassen und fordern, wurde den guthertzigen dester mehr hofnung Šmachen, und hoft auch, wan es zue weiter handlung kohmen, Got wurde gnad dartzue geben.

    Des Ambßdorfs halben, daß sich derselbe der wort solt gebraucht haben, wie [die] ksl. Mt. hetten antzeigen lassen, hielten sein fstl. Gn. dafur, es were nicht gescheen. Sein fstl. Gn. wölten sich aber der ding erkunden und uf solchen vhal dafur bitten. Achtet auch, was Dr. Martinj instruction halben erwehnet, daß doran nichts seyn wurde. Und wolten sein fstl. Gn., das Dr. Martinus selbst hie were, dann do er vormercken und sehen wurde, daß der ksl. Mt. ernst wehre, der warheit stadtzugeben, und ein christliche reformationn verhofflich, wurde er sonder zweiffel sich also halten und vernehmen lassen, daß ire Mt. vermercken und befinden wurden, daß er auch nichts lieber wolte, dann daß ein christliche reformationn der kirchen erfolgete. Und solten es die ksl. Mt. dafur haben, das seine fstl. Gn. zue christlicher concordia, auch zue forderung friden und ruhe zum hochsten geneigt.

    Die ksl. Mt. hat ferner lassen antzeigen, daß sie gerne hörten, daß sein fstl. Gn. zum friden und der concordia geneigt. Und daß von den furnehmsten artickeln noch nicht gehandelt, das were die ursach, daß die ordnung im buch dieselbig noch nicht betroffen. Wann es aber zue solchen artickeln kehme, so wölte sich die ksl. [Mt.] dorinnen auch also halten, daß es Got zue lob und ehr gereichen solte etc. Und begerten ire Mt., daß sein fstl. Gn. mit den theologen handeln wolte, daß sie sich schiedlich und freuntlich erzeichten. cEs hat auch die ksl. Mt. ferner durch Dr. Naves antzeigen lassen, daß irer Mt. gemuth nicht wehre, dem evangelio abtzubrechen. Dann es were ein evangelium aller christen, opwol im verstandt desselben bißweilen ungleicheit entstunden. Und wo die worth clar wehren, do durft es keiner disputation. Wo es aber nicht clar, da solt man sich derhalben freuntlich underreden, daß man zum rechten verstandt und vergleichung kohmen mochte–c. dSo were auch diese gantze handlung und underred conditional und unverbuntlich, dann es solte one vorwissen und bewilligung der Kff., Ff. und stende beiderseitz nichts geschlossen werden–d. Und hette zue forderung der sachen ire Mt., wenig theologos zusamenzuverordnen, bedacht, dann ire Mt. begerten auch, die warheit zu erforschen und wolten gerne, daß die vergleichung, sovil moglich, mocht troffen werden. Das ubrig aber, daß nicht möcht vertragen werden, solte man auf weiter handlung verschieben und gleichwol zue der reformation greiffen. Und begert ksl. Mt., sein fstl. Gn. wölte mit Kf. zue Sachssen gesanthen und rethen hirvon reden, auch dem Philippo die gemelt antzeig tzu thun.

    Der lantgraff hette sich hierauf erbothen, des churfursten gesanthen hievon antzeige zu thun und, was sein fstl. Gn. mit Goth und gewissen thun mochten, irenthalben nicht erwinden lassen und, do man eyne christlich reformationn Šder kirchen vermerck, wurde jedermann dester mehr hoffnung zue den sachen haben etc. Und diß sey ungeverlich die summa, was mit ksl. Mt. dißmalß gehandelt.

    Hierauf haben die churfurstlichen rethe inen geantwort, daß sie die antzeige vernohmen, theten sich der von wegen irer gnedigsten und gnedigen hern bedancken. Dieweil aber der von Anhalt itzundt nicht verhanden und auch die sach groß und wichtig, konten sie sich itzunder darauf nit vernehmen lassen, sonder wölten solchs dem von Anhalt antzeigen, auch mit dem Philippo darvon reden etc. eDas wusten sie inen aber nicht unvermelt zu lassen: Sovil erstlich den licentiat Amßdorff belangen thete, daß die ksl. Mt. in deme unrecht bericht were, dann Amßdorff hette solchs noch dergleichen ichtes, daß sich zue ksl. Mt. ungelimpf oder vercleynerung ziehen möchte, nicht gesagt, wie ime des auch viel leuthe, so bey der predig gewesen, gut zeugnis geben mochten. So were auch an deme nichts, sonder ein erdichter handel, daß Dr. Martinus dem Philippo einige instruction uberschickt haben solt. Dann Mag. Philippus were vor sich selbst also geneigt, daß er von demjenige, so er christlich und recht achtete, nicht gerne wolthe abweichen, darumb er auch nicht zu verdencken, sonder zu loben wehre–e. So wust auch der lantgraff selbst, daß man den dreyen theologen diß theilß, do sie erstlich zue der underrede verordent, den bevelh geben, daß sie allein auf Got und sein wort und auf keinen menzschen sehen solten und von der warheit nicht abweichen. Des sich dann Philippus, alß der one das, wie gemelt, hirtzue geneigt, sonder zweiffel wurde gehalten haben1. Sie wolten aber solchs, wie gehört, dem von Anhalt antzeigen und den dingen ferner nachdencken.

    Des lantgrafen rethe haben gesagt, sie wollen es irem hern antzeigen. Und der handel stunde dorauf, daß sich die ksl. Mt. wol hette vernehmen lassen, daß ire Mt. hoch geneigt, ein vergleichung zu suchen, und daß ire Mt. die uberigen artickel, der man sich nicht vergleichen mochte, biß zue ferner handlung aufschutzen wollen. Und bedechte der lantgraf, weil ksl. Mt. so ein grosse begirde zue der vergleichung hette, daß man sehe, wie es sich mit den uberigen artickeln anliesse. Dann ire ksl. Mt. hetten sich vernehmen lassen, sie konthe nicht zue der reformation kohmen, man hette sich dann zuvor von denen artickeln der doctrin verglichen2.

    «Nr. Š98 Aufzeichnung zur Unterredung Lgf. Philipps von Hessen mit dem Kaiser – Regensburg, 1541 Mai 17 »

    Druck: Lenz, Briefwechsel, Bd. III, Kap. D, Nr. 3, S. 75–781.

    Am Dinstag nach cantate anno etc. XXXXI. hat key. mt. meinen g. h. fordern lassen und mit seinen f. g. diese meinung geredt:

    Aus sonderm gnedigem vernemen wolle er, k. mt., s. f. g. nicht bergen, das ir mt. umb der religionsach willen dießen reichstag angesetzt hette, und wer die sach alwege dafur verstanden, so man gelert leut uber die sachen setzen werde, dem handel mochte zu raten sein. Also hette ire key. mt. aus verwilligung beider teil etliche darzu erwelet. Dieselbigen hetten sich nu in etlichen artigkeln verglichen, in etlichen wollte es sich stoßen; also, wo nicht ein ander wegk troffen, so wurd di handlung alle vergeblich sein; dann die protestirenden theologen sagten kurtz, sie wollten auf irer meinung, confession und schriften verharren. Nu wer je das colloquium darumb angesetzt, das einer des andern meinung horen, das man davon freuntlich und lieblich redden und also eine schriftliche vergleichung suchen solte. Solt es die meinung gehabt haben, das ein ider theil dermaßen auf seiner meinung verharren wolte, were solicher handlung, auch des colloquii one not geweßen. Darumb seie di handlung zu diesem mal aufgeschoben, und hab ir mt. bedacht, solichs mit s. f. g. zu redden und zu begeren, dasselb furder mit den sessischen gesanten [zu bereden], ob man die theologen mochte auf ein besser meinung bringen. Daneben so lang auch k. mt. an, wie doctor Lauter Philippo Melanthoni ein instruction zugeschickt habe, daruber Philippus nicht schreiten dorfe. Item, das auch Philippus neulich XII theologen bei ime gehabt hab; dieselben machen den handel weitleufig und irrig, und sei der abred nicht gemeß, wilche gestanden hab, das man davon nymands dan den obern meldung thun solte. Item, es kemen sondere person zum Philippo, die zum gespreche nicht gehoren; und sidder dieselbigen pei ime gewesen sein, hab der handel gar einen stoß und veranderung gewonnen. Item, es sei ir mt. berichtet, das ein prediger von Meideburgk [Amsdorf] gepredigt hav, es sei key. Mt. gemut nicht di sachen zu vertragen, sonder eitel betriegerei. Nu werd ye ir mt. des vil zeugnus haben, das es irer mt. gemut von hertzen Šsei. Bit, das mein gn. her solichs mit den Sessischen reden wolten, solichs bei den theologen zu handeln. Item, die theologen solten sich vernemen lassen, sie konten auf das buch nicht handeln und wolten weiter nicht einreumen; besorgten villeichte, sie mußten von iren schriften absteen. Nu wer es ye di meynung nicht, das jemandt absteen solte, sonder das man di warheit erforschen solte, dan der gegenteil wurd solichs dermaßen auch furwenden. Item, summa beschlossen, das mein gn. her mit den Sessischen handeln wolt, damit dieselben mit Philippo furter handelten, sich das zu bedengken.

    Daruff hat m. g. h. geantwortet, die rede etwas erholt und dartzu gesagt: es sei war, sein f. g. sei key. mt. zu underthenigem gefallen und dem frid zulieb herkomen, sunst het s. f. g. wol ursach anheimisch zu pleiben gehabt; es sei auch das herkomen s. f. g. von vilen gudten freunden widderraten, hab’s gleichwol gethan, des besten [so] gehoft, das gering colloquium mit fur gut angeseen; hab aber in seinem gemut nie gleuben mugen, das muglich sei, die streitigen artigkel der religion uff einmal und so eilend zu vergleichen; gleube auch wol, das under unsern theologen etliche zur concordien genaigt seien, etliche nicht. Das aber Philipp etliche theologen zu sich komen lassen, moge aus sonderen großen ursachen gescheen sein, dan es hab der gegentheil, sonderlich Dr. Eck ein gros geruchte in der stat gemacht, das sie von den unsern vil erlangt haben; das hat di unsern sorgfeltig gemacht, nicht alleine di theologen, sonder auch di stende; hat man die zu frid stellen sollen, hat man sie zu zeiten etwas wissen lassen mussen; das sei dem handel nicht zu nachteil, sonder zu gut gescheen. Fur sich hab mein gnediger her alweg dartzu geregt [so], das seinen f. g. die concordien gefellig were; s. f. g. wollte gerne dartzu thun, was s. f. g. mit Gott und gewissen thun mochten; dan widder gewissen und Got sollte nymands handeln.

    Von der instruction obgemelt wusten s. f. g. nichts. S. f. g. hielten aber Philippum dafur, das er auf nymands instruction sehe; er wurd das thun, das ine sein gewissen leren wurde. So hett auch s. f. g. ine darumb gebetten, das er seine hern oder sonst nymands ansehen wolte, sonder allein auf Got; versehe sich, Philippus werd das thun.

    Der besonder person halben fiele der keiser m. g. h. in di rede und sagte: man meinte damit di frantzosisch botschaft. Sagt m. g. h.: Philippus het s. f. g. gesagt, dieselb potschaft hett ine ungeverlich auf’m statgraben angesprochen, aber nichts sonderlichs mit ime geredt. So hielte auch s. f. g. Philippus dafur, das er sich solicher hendel nicht irrete, sehe auch auf soliche leute nicht; darzu so wer der Franczos der religion halben also geschigkt als der unser zuwidder, das s. f. g. nicht glaubte, das Philippus sich mit ime derhalb in vil rede einlasse oder sich ine hindern lasse [so].

    Des predigers halben musten wol s. f. g. bekennen, das Ambstorf ein heftiger man were; hette auch konnen leiden, das er alher nicht komen were umb seiner hertigkeit willen, wolt aber sich dannocht nicht versehen, das er di ungeschigkten wort vor k. mt. solte geredt haben; und wo das gescheen, het s. f. Šg. darin kein gevallen, und ane zweivel die Sessischen selbst [nicht]; wolle sich aber nicht versehen, das es dermaßen geredt sei. Sein f. g. wolle auch gerne mit den Sessischen redden, Philippum zu underrichten etc.; aber gleichwol sei auch war, man dringe mit den artigkeln in dießen teil und wolle vil von ime haben, aber vom mißbrauch des andern teils wer nichts geredt oder nichts gesatzt. Wo nu davon auch geredt, als von den artigkeln, darine kein widdersprechen sein mag, das sie in der schrift gegrundet sint, – als di entphahung des sacraments under beder gestalt, pfaffenehe, reformation der kirchen und dergleichen – , und diser teil solichs sehe, so verhoffte sein f. g., den sachen solte mit der zeit sovil baß zu helfen sein. Dann die punct, so gar mit dem evangelio zu verweißen weren, must man je nachlassen, als die pfaffenehe, item das sacrament under beder gestalt, reformation etc.; geschee das, so mochten di unsern auch desto gelimpfiger werden.

    Daruff hat di key. mt. durch h[erzog] Frid[rich] widderumb redden lassen: ir mt. zweiveln nicht, es sei m. g. h. zum frid und vergleichung gneigt; sei auch erfrawet [so] geweßen, daß s. f. g. herkommen sei; und als sein f. g. vermeldet hab, das man auch wissen muste, was man in den artigkeln, so in der schrift ergrundet, desgleichen mit der reformation zugleich wolte etc., so sei man an die puncta noch nicht komen, sonder volgen erst im buche; wan es aber daran keme, so werd sich ire mt. darine also halten, das man spuren [solle], das sie Gottes lob suche; und darumb beger ir mt. nachmals, das s. f. g. mit den Sessischen redden wolle, zufurderst damit man ine colloquio dahin komen moge etc.

    Darnach hat ir mt. selbst in di sach geredt, auch der von Naves: es sei irer mt. meinung nicht, dem evangelio etwas abzunemen, dan wir hetten je ein evangelium, weren nicht im evangelio, sonder im verstand irrig; den must man suchen. Und so das colloquium geendet, solt man di sachen an di stend pringen und mit gemeiner hand schließen. Darumb wer auch fur gut angeseen, dartzu wenig theologen zu geprauchen, auf das der handel nicht weitleuftig mochte werden; darumb auch von noten, das sich unser theologen auch meßig und schidlich hielten. Dan es were je nicht die meinung, geverlich zu handeln, sonder man suchte alleine di warheit; keme auch zu zeiten wol, das man sich irrete in vocabulis und nicht in re; so man in den principalen und notturftigen puncten verglichen were, muste man in den uberigen bequem mas und wege, di mit Got gescheen mochten, suchen. Was man alsdan je nicht vergleichen mochten [so], das muste man schenken [??] zu einer andern zeit und zu der reformation greifen; dan der keiser konte zur reformation nicht komen, er hette dan ein vergleichung beider teil in der hauptlere; sonst were es irer mt. nicht moglich; dan es sagten di gegenteil, sie konten mit uns, als di ires glaubens nicht weren, von der reformation nicht handeln etc. Begerte nach, das m. g. h. vleiß thun wolte bei den Sessischen.

    Mein gnediger her hat abermals gesagt: s. f. g. sei zum frid gneigt, sei darumb herkommen; und was s. f. g. mit Got und gewissen thun moge, das wolle sein Šf. g. thun. Es stehe aber bei seinen f. g. allein nicht, sonder bei allen stenden in gemeine. So sei [er] je Got auch verbunden, wisse, das er nicht alwege leben mage; darumb was mit Got nicht sein konte, das mage s. f. g. gleich als wenig als di andern nachgeben. Der großen artigkel halben, so nachzugeben von noten, hab sein f. g. underthenig erinnerung thun wollen, damit eins mit dem andern gesucht und ausgerichtet werde; dan das sei warlich der einig weg nest Got, dadurch dießem handel mag gehulfen werden und frucht zu hoffen sein: hetten wir gute ministros, wie sie sein solten, wurden alle dinge desta leichter und bequemer naher geen. Philippus sei ane zweivel wedder an Francreich noch Lutherum gepunden, sonder sehe ane zweivel auf Got; so mocht s. f. g. ires teils leiden, das Lutherus hie were; derselb, wan er das gut gemut sehe, das di notwendigen artigkel nachgelassen wurden und ein christlich ehrlich reformation furgenomen, so wurde [er] schidlicher sein dan der andern keiner; man hat zu Schmalkalden von artigkeln, was man thun konte, geredt, darine sei Lutherus nicht unschidlich gewessen. S. f. g. wil gern bei den theologen allen vleis thun, aber es hab auf der andern seiten auch mangel, darin must man auch sehen, sei allenthalben muhe und arbeit. Es wer dannocht alhie gereit sovil gemacht – als im artigkel der erbsund, vom fal Ade, von der justification und anderm – , das s. f. g. nicht gemeint hette; wurd man in den andern sehen das man zur reformation schreiten wolle, konte man noch mer machen. Darzu will s. f. g., als obgemelt, iren fleis gern thun.

    Sovil ungeverlich ist dismals gehandelt, sovil ich behalten hab, doch uff weitern behalt m[eines] g[nedigen] h[erren].

    «Nr.99 Vorhaltung des Kaisers gegenüber den kursächsischen Gesandten auf dem Reichstag und deren Antwort darauf – Regensburg, 1541 Mai 18 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 450r–454v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 454v: Copei der ksl. Mt. vorhaltung, den chur- und furstlichen sachsischen gesanten und rethen etzlicher artickel halben den 18. Maij gethann, auch irer, der rethe, antwort darauf. 1541.

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2232 , Sp. 293–297.

    Den 18. tag Maj hat die ksl. Mt. den chur- und furstlichen sechssischen gesanten und rethe zue sich in ir herberg fordern und auf folgende punct antzeigung thun lassen: Erstlich ist angetzeigt, wie gantz väterlich, gnediglich und wol es die ksl. Mt. je und alweg gemeint, an keinem vleiß noch muhe erwinden lassen, damit frid und eynigkeit in der christenheit möcht gemacht werden etc. Ire Mt. hab sich auch derhalben auß iren hispanischenn königreichen in Deutzschlandt verfugt, solche sachen zu fordern, dorauf auch die handlung alhie angefangen etc. Und wiewol ire Mt. den weg fur den besten angesehen, daß etzliche wenig personen zusamenverordent, die sich von den sachen christlich und freuntlich underreden solten, so wurden doch ire Mt. bericht, daß sich Šetzliche dieses theilß theologen so hart ertzeigten, das wenig fruchtbarlichs, do sie dergestalt verfaren wurden, zu verhoffen und also ire reise, muhe und arbeit disfalß vergebenß angewent haben wurden. Aber dieweil ir Mt. nicht zweiffelt, der Kf. zue Sachssenn etc. were nicht weniger dan ire ksl. Mt. zue christlicher eynigkeit geneygt, wie sich des ire kfl. Gn. mehrmalß vernehmen lassen und erbothen, daß auch wir alß irer kfl. Gn. gesanthen und rethe sonder zweiffel geneigt weren, so hat ire ksl. Mt., unß im besten solchs antzutzeigen, nicht underlassen wöllen. Und were irer ksl. Mt. gantz gnedigs begeren, das best zu rathen helfen und zu mitteln und die theologen zu erinnern und zu vermanen, daß sie sich freuntlich und schiedlich halten wölten etc. Dann gemelte theologen solten dem christlichen glauben nichts geben oder nehmen, sonder ir bevelh erstreckt sich dahin, die sachen christlich zu beratschlagen, zu bewegen und dan zu berichten, damit man also zue christlicher vergleichung kohmen möchte. aMan breche etwan wol ein alt hauß abe, doran doch die stein und anders zu wiederaufbauung eines andern dinstlich und nutzlich sein möchten, nicht zu verwerfen, sonder zu gebrauchen, also dieweil viel mißbreuch eingerissen, die man von diesem theil angefochten, muste man derhalben, was gut were, nicht gar verwerfen, wie dann villeicht mit etzlichen geschehen–a sein möchte. Derwegen so wölten wir die hern theologen, sich christlich und schiedlich zu halten, ermanen.

    Und hette die ksl. Mt. im besten bedacht und verordent, daß die sechs theologen alleyn under sich handeln und die ding bewegen solten, dann, wo ir mehr und in grosser antzal beyeinander sein solten, were zu besorgen, daß sie so vil dester beschwerlicher zue vergleichung kohmen möchten. bUnd dieweil die ksl. Mt. angelangt, alß solten in die 18 oder 19 theologi diß theilß zu den drey verordenten teglich kohmen, domit auch die stende dieses theilß consilia hielten, villeicht einer der und der ander einer andern meynung were und also die concordia dardurch wenig gefordert, sonder vielmehr verhindert und gestopft wurde, so wolt ir Mt. gnediglich begert haben, mit den unsern davon auch zu reden, damit solchs verpliebe. Dann ir Mt. hetten es uff dem andern theil auch abgeschaft, hörten auch nicht, daß es geschee–b. Es were aber irer ksl. Mt. nicht entgegen, daß dem lantgraffen und unß, auch andern vertrauten personen der sachen bericht geschee und sie, die theologi, sich mit unß underredenten etc.

    cEs wurde auch ire Mt. bericht, daß ein predicant neulich anher kohmen, welcher in unser herberg gepredigt haben sol, daß der ksl. Mt. gemuth nicht dahin gericht, daß sie zue christlicher vergleichung geneigt, sonder es wurde von irer Mt. viel anders gemeint und gesucht–c. Aber ir Mt. wölten Goth, sied  Šund andere zu zeugen nehmen, daß ir gemut nicht anders stunde, dan daß sie diese sachen zu einer rechten, christlichen eynigkeit, auch friden und ruhe fordern und richten mochten. Und, wan der almechtig gnad verleihen wurde, daß die lehr etwas zue vergleichung bracht, wolt sich ire Mt., sovil sie belanget und ir zu thun geburt, also halten und ertzeigen, daß an irer Mt. kein mangel solte befunden werden. Und solt ein jeder nach seynem vermugen, damit er [sic!] christlich vergleichung troffen mocht werden, treulich und vleissig fordern. eUnd ap der bapst zu einer christlichen reformation gleich nit wurde geneigt seyn, so wölten ir Mt. mit rath und zuthun der Kff., Ff. und stende dahin trachten, damit ein christliche reformation der kirchen erfolget–e. Welchs alles die ksl. Mt. finen, den gesanten und rethen–f, gnedigster meynung hat wöllen lassen antzeigen.

    Hierauf haben sieg nach gehabtem, kurtzen bedacht der ksl. Mt. uf folgende ungeferliche meynung geantworth: Erstlich dancksagung gethann der ksl. Mt. gnedigsten willen und neigung zue christlicher einigkeith und vergleichung etc., dann sieh trugen kein zweifel, ir Mt. meinten es gnedigst und wol. iSie, die gesanten und rethe–i, wusten auch, daß die chur-und fursten zue Sachssenn etc. zue rechtschaffener, christlicher einigkeit, auch friden, ruhe und aller wolfart des reichs zum höchsten geneigt. Es hetten auch ire kfl. und fstl. Gn. solchs mit besuchung der hietzuvor gehaltenen tagen mermalß betzeugt, unß auch derhalben itzunder auch mit genugsamen bevelh abgefertigt.

    Und wiewol die chur- und fursten zu Sachssen, gebruder, vor unser abfertigung nicht anders gewust, dann die stritige jreligionhandlung solte alhie widerumb nach dem wormischen gesprech angefangen und gehandelt worden seyn, welchen weg sie auch für–j den richtigsten und fruchtbarlichsten achten und halten theten, kdieweil aber ire ksl. Mt. den itzigen angefangen weg alhie der religionhandlung fur bequemer angesehen, hette man es irer ksl. Mt. zue underthenigkeit, doch mit maß und condition, wie ire Mt. vernohmen, auch gewilligt. Daß nun in solcher handlung verhinderung furfielen und sonderlich, daß es dieses theils theologen halben gescheen solte, hörten wir nit gerne–k. Und wiewol siel die ursachen, durch ire ksl. Mt. vermeldet, uff ir selbs beruhen liessen, so hielten siem es doch dafur, do villeicht jenes theilß die warheit Šsuchten, daß ndiß teils–n halben kein mangel haben wurde. Und were iro underthenigste bith, die sachen dohin zu richten, daß die warheit erkundigt und derselben stadtgegeben und die vergleichung der warheit noch, welches das recht richtscheidt dieser sachen were, gesucht und vorgenohmen wurde. Alß hoften siep, die sachen solten nicht one frucht abgehen etc. Sieq wolten aber nicht underlassen, mit den verordenthen theologen dieses theilß zu reden und zu erinnern, allein Gottes ehr, der die warheit selbst ist, in solcher handlung fur augen zu haben, wie dann ihnen hietzuvor deßhalben, alß sie zue der handlung von irer Mt. benent, ihnen auch antzeige bescheen und wie sie dann dartzue selbst geneigt gewest.

    rDes predigers halben, der neulich alhie solt ankomen sein und sich etzlicher wort zu ungelimpf und vercleinerung der ksl. Mt. solt haben lassen vernehmen, möchten sdie reth–s, sovil irt bey solcher predigt gewesen, irer Mt. mit warheit antzeigen, daß ire Mt. in dem zu milde bericht were, dan es weren solche reden, wie ir Mt. bericht ist, nicht bescheen, und bethen, die ksl. Mt. wölten in gnedigst entschuldigt haben und demjhenigen, der in bey der ksl. Mt. dermassen angegeben, kein stadt oder glauben zustellen.

    Daß auch zue den verordenthen diß theilß theologen etzliche andere mehr theologen in grosser antzal teglich zusamenkehmen und von etzlichen artickeln freuntlich sich underredenten, das geschee unsers erachtenß mer zue forderung dann zu verhinderung der sachen. Und were der anfang nicht durch diß theilß theologen gemacht, sonder, dieweil man uff jenem theil die sach also nit allein gegen dem babstlichen legaten, sunder sunst gantz geoffenbaret, auch allerley davon geredt worden, so het man dieses theilß auch unit zu meiden gewust–u, von den sachen zu reden und antzeigung zu thun. Und sofern von dem andern theil die handlung nicht ausgebreitet, so wurde dieses theilß dasselbt auch irer ksl. Mt. halben ingehalten sein. So weren auch die theologen dieses theilß zuvor ermanet, in dieser sachen nichts höher oder mehr dann die lehr des almechtigen, auch besserung der kirchen, dergleichen der gantzen christenheit wolfart zu bedencken, dartzue sie sich williglich erbothen und bey inenv (an weiter ermanung), alle mentzschliche affection hindanzustellen, nit erwinden solte1.

    ŠDie ksl. Mt. hat nach kurtzer underrede mit irer Mt. rethen, dem H. von Bratho [= de Praet], Granuel und Dr. Naves wiederumb lassen antzeigen: Erstlich hat ire Mt. zu gnedigstem gefallen und danck angenohmen, daß man diß theilß zu christlicher eynigkeit und friden geneigt etc. wUnd daß irer Mt. meynung auch nit anders sey, dann bey dem gotlichen wort und warheit zu pleiben, dann wir hetten beiderseitz ein schrift, alt und neu testament, aber des verstandts halben fiele ungleicheit fur, darumb ire Mt. die tzusamenverordnung der theologen alß furtrefflicher, gelerter, fromer und gotsfurchtiger leute bedacht, die sich von den streitigen puncten underreden, die ding zue rechtem, einhelligen verstant zu brengen, dann wie ein glaub were, also were auch nuhr ein einhelliger, rechter verstandt der schrift–w. Und were irer Mt. meynung und gemuth nicht anderst, dann daß die warheit gesucht und erforscht möcht werden. Es hette sich auch die handlung in der erst zimlich angelassen, aber hernacher in etzlichen puncten gestossen, darumb solt man die theologen, wie begert, sich freuntlich und schiedlich zu halten, xermahnen, dan dieser handel were auch gantz unverbuntlich und stunde bey Kff., Ff. und stende, sich uf der verordenthen sechs underred und handlung zu ercleren und vernehmen zu lassen etc.–x 

    ŠDes predicanten halben beschwert sich ire Mt. fur ire personn nicht sonders, dan ir Mt. must gescheen lassen, was man von irer Mt. redet. Wusten aber fur Goth zu betzeugen, daß sie die sachen treulich und wol meynethen und ir gemut nicht anders dan zu christlicher vergleichung stunde. Und hetten ire Mt. furnehmlich darumb lassen antzeigen, daß sie besorgten, durch solche reden mocht das christlich, gut werck verhindert werden, welches irer Mt. zum hochsten beschwerlich.

    Daß aber die sachen des gesprechs halben durch etzliche ausgebreit und lautbar gemacht worden, liessen ir Mt. beruhen, von welchem theil es gescheen, dann ir Mt. hab verschafft, niemants dann denjenigen, so davon wissens haben sollen, solchs zu berichten. Es wölten aber ir Mt. bey jenem theil in gleichnus verfugen, die sachen nicht ferner, dann dohin es gehört, außzubreiten, und, daß den theologen solchs auch angetzeigt wurde etc. Und weren ire ksl. Mt. an unser antwort und erbietben gnedigst und wol zufriden2.

    «Nr.100 Protokollarische Aufzeichnung zur Unterredung Lgf. Philipps von Hessen mit Gerhard Veltwyck – Regensburg, 1541 Mai 24  »

    Druck: Lenz, Briefwechsel, Bd. III, Kap. D, Nr. 4, S. 78–811.

    Was am 24. Maji der Gerhardus secretarius mit uns und wir mit im geredt haben.

    Gerhardi redde.

    1. Das wir vleis in der religion anwenden. Der keiser wolt uns dargegen ehr und gut thun.
    2. Wolt er unser sachen ufs papir stellen und uns dero verstendigen.
    3. Der herr von Brad hett im gesagt, der keiser wölt erstet in unser sachen alles thun, ehr dann di religion beschlossen wurde.
    4. Der keiser wolt’s land zu Geldern nit verlassen, und solt er gleich daruber alle sein konigreich und vermugen ufsetzen.
    5. Das wir wolten Cleve und Sachsen adhortiren, das land zu Geldern faren zu lassen. Dargegen wurd sich der keiser mit inen abfinden.
    6. Bei unsern stenden zu bevleißen, dem keiser die sach mit Geldern zu pillichen. So wurd der keiser inen sovil mehr gewogener.
    Š7.hat er angezeigt, das der handel mit Meiland zwuschen dem kaiser und Franzosen ubel stehe, und begert, das man wolt ein geschrei anrichten, als ob’s reich Meiland wolte beschirmen. Das auch deshalb ein punct generaliter
    in hiigen abschid gesetzt wurde, gleich als ob’s reich Meiland beschirmen wolt, damit sovil weniger teutsches krigsvolk dem Franzosen zulife.
    8.Wann dasjenig, so im buch verleibt ist, als durch des keisers auctoritet erhalten und von uns, disem teil, darnach bewilligt wurde, so wurde der keiser wider Brunschwig und alle andere dises teils widerige hendel zu thun geneigt sein.

    Unser antwort.

    1. Uf den ersten artikel, vleis in der religion zu haben etc., haben wir gesagt: wir hetten vleis gethan, sovil uns muglich gewesen, das clein gesprech gefördert; wer sonstet wol nit gescheen, wan wir nit hie weren gewesen. Was wir auch mit Gott und gutem gewissen thun konten, das wolten wir gern thun, diese sach aber stehe an uns allein nit, sondern an Gott, wie der den andern leuten einen synn gibet.
    2. Uf den 2. artikel, unser sach betreffen, wollen wir anhoren und vernemen, was er stellen will.
    3. Uf den 3. art[ikel], das der keiser erst in unser sach alles wolt thun etc., das möchten wir leiden.
    4. Uf den 4. art[ikel], Geldern nit verlassen, das horeten wir nit gern; hetten gehofft, unser furgeschlagene mittel solten ezwas bei der k. mt. gewesen sein.
    5. Uf den 5. articul, Cleve und Sachsen zu adhortiren etc. – solchs wolten wir fuglich thun, funden wir bei inen was dinstlichs, in Gottes namen.
    Uf den 6. art[ikel] di sach mit Geldern zu pillichen etc., haben wir gesagt: solchs stehe bei uns nit allein, sondern es sei daran vil gelegen, das der keiser seine grunde also anpring, das darus zu verstehen, das er fug und recht habe.
    Uf den 7. art[ikel] Meilands halben, haben wir respondirt: es werde an dem, wi der keiser alle stend an sich pringen und zihen möge, vil gelegen sein. Sei nit gut, das man Trier mit dem dorf fur’n kopf stosse. Was wir guts konten dazu thun, das wolten wir gern thun. Es sollte auch gut sein, das man mit Ecken handele, ob man im auch schon gelt gebe, damit der keiser jene partei auch hab. Dann es jener partei wol eher dan diser zuwider sein möcht.
    Uf den 8. art[ikel], belangende das buch etc., haben wir geantwortet: wir funden etlich articul drin, die wir wol in unserm verstand ufnemen möchten, di doch andere leut nit also verstehen konten. Etlich articul aber seien also geschaffen, das wir selbst sie fur recht nit halten konten. Derwegen hab er zu bedenken, das wir wider unser gewissen nit thun konten. Gleuben, er wurd’s auch nit thun. Darzu so bedechten wir, das wir alle sterblich; legen uns di spruch im kopf: ‚wer mich bekennt vor den menschen, den will ich fur’n englen [so] Gottes bekennen‘, item: ‚was hulf’s den menschen, die welt zu
    Šhaben und doch schaden an der sele zu leiden‘. Solten wir nun ezwas thun, das wider unser gewissen were, kont er denken, wie es uns zu thun were. Was wir aber mit Gott und gutem gewissen thun konten, da solt an uns hinfuro, wi bis anher, nichts erwinden.

    Unser particularsach belangende – stehe di darof: werd di religion vertragen, wolt sich dan der keiser mit uns einlassen, so hab’s seinen weg. Werd die religion nit vertragen, so seien wir dannost geneigt, uns mit dem keiser in verstand zu geben, dergestalt, das wir wolten, sovil uns muglich, verhinderen, das sich die evangelisch puntnus mit Frankreich oder Geldern nit verpunde. Wolten nit allein dises, sondern auch weiter verhindern:

    1. das wir und andere chur- und fursten [sich] nit particulariter mit disen beiden verbunden;
    2. das wir, sovil uns muglich, uf den reichstagen dasjenig, so dem keiser und seinen landen zu gutem komen möcht, beförderen wolten.
    3. Wolten den lauf der knecht zum Franzosen wider den keiser verhinderen, sovil uns muglich.
    4. Wo der keiser nach dem willen des Almechtigen todes verfure, so wolten wir kunig Ferdinanden fur’n romischen kunig erkennen.

    Dargegen solt sich der keiser verpflichten: in allen particularsachen nichts wider uns zu handlen, unser gnedigster herr zu sein und sich gegen uns zu keinen ungnaden, in was sachen das auch were, bewegen zu lassen. Wir möchten aber auch wol leiden, wo di religion nit vertragen, das er di ausnehme, also das er particulariter wider uns nit handlen wölte. Wann er aber in gemein wider unser ganze puntnus und anhenger handlen wölte, so must kraut mit kolen gehen. Dargegen wolten wir aber alle unser puntnus in teutscher nation ausnehmen, und di religion bevorab.

    Dieses setzen wir nun der keis. mt. heim. Sei’s ir gelegen, so mög si mit uns handlen. Wo nit, so begerten wir’s auch nit hoch; wolten doch wider die keis. m. nit thun, sondern ir untertheniger furst sein; doch das er auch wider uns nit handele.

    « Nr. Š101 Supplikationen und Unterlagen zur Weiterleitung an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Mai 26/vor Juni 2]1 »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.); ÜS: Les affaires, dont convient faire rapport à la M et aux estatz.

    De l’affaire que les électeurs, princes et estatz protestans ont donné par escript à sa M, touche les boutfeux [Nr. 255].

    De l’affaire du duc Guillaume de Braunßwyche et de la rescision de obligation, qu’il a donné par lui [Nr. 264].

    De l’affaire de la damoiselle aiant esté au service de la princesse de Braunßwyche, enterrée etc. [Nr. 261]

    De l’affaire du marquis de Brandenbourg touchant Prusse [Nr. 316].

    L’affaire de Hildeßhaym et Braunßwyche touchant l’exécution de la sentence [Nr. 268].

    De l’affaire de Goßlar et Braunßwyche [Nr. 248, Nr. 249] et seroit besoing oyr Syseneck.

    L’affaire et information déclairés par l’évesque de Hildeßhaym quant aux boutfeux, pillartz et mordreurs grassans en son éveschié [Nr. 271].

    L’affaire de la vefue du feu duc Erich de Braunßwyche.

    No. L’affaire de Milhausen [Nr. 291].

    L’affaire des évesques de Meyssen et Merßpourg [Nr. 279, Nr. 280, Nr. 288].

    N. L’affaire de Goßlar quant à la révocation et cassement du ban impérialle.

    N. Du différent la session entre les princes.

    Landenberg.

    Semble que la M pourroit dénommer les députéz de Coulongne, Trèves, l’administrateur de l’ordre [teutonique]a de Pruß, l’évesque de Außpourg, l’abbé de Weyngarten et le comte de Furstenberg pour appointer l’affaire de la session.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1541/chIV1/pages

    Anmerkungen

    1
     Zur Datierung vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 6, Dittrich, Regesten und Briefe, Nr. 657, S. 165: Zu der gestern vorgetragenen Proposition des Kaisers circa le cose della religione li Duchi die Baviera dicono, che faranno la risposta, che fia qui alligata. Vgl. dazu Morone an Farnese, Regensburg, 1541 April 7, Schultze, Actenstücke, T. II, Nr.24, S. 630–631, hier S. 631: L’altra difficultà, qual V. Rmaet Illma S. haverà veduto per il scritto mandato dal Rmo legato circa la separatione delli stati Cathci dalli protestanti, procede tanto avanti, che gli Duchi di Bavera hoggi hanno fatto intendere alla Cesa M, che quando sua M voglia astrengerli a trattar della Religione insieme con luthni, essi più tosto et molti altri Cathci si partiranno dala Dieta. Vgl. außerdem Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 14, Schultze, Actenstücke, T. I, Nr.9, S. 174–176, hier S. 174: Hora per tornar, dove io lasciai, dico, che dapoi, che Cesare fece la propositione, questi Signori sono stati in consulta per la risposta, Protestanti da per se et Catholici da per se, sicome volevano li Duchi di Bavera.
    1
     Zu diesem letzten Absatz, der offenbar eine mündliche Wiederholung des Standpunkts der schmalkaldischen Verbündeten zur Türkenhilfe wiedergibt, vgl. die Antwort der Protestierenden auf die ksl. Proposition, Regensburg, 1541 April 9 [Nr. 84], wo der letzte Absatz über die Türkenhilfe auf die schmalkaldischen Verbündeten und nicht auf die Gesamtheit der protestantischen Stände bezogen ist.
    1
     Die Antwort wurde dem Kaiser in dt. und lat. Sprache zugestellt. Vgl. den Dorsalvermerk auf der Kopie im StadtA Konstanz, G 19 (Reformationsakten), fol. 49v–55v, hier fol. 55v. Die lat. Version findet sich zum Beispiel in Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 203r–205r und im NLA Hannover, Hild. 1 Nr. 78, fol. 26r–28r. Bei der Übergabe ihrer Antwort gaben die protestantischen Stände folgende Erklärung ab, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.): Wiewol Kf., Ff. und stende der augspurgischen confession und derselbigen religion verwant und anhengig, gantz geneigt gewesen, sich mit den andern Kff., Ff. und stenden auf mer gemelt eur ksl. Mt. vortragen samptlich zu underreden und ires underthenigen bedenckens gegen euer ksl. Mt. vernehmen zu lassen, dieweil aber der furnembst, wichtigst und erst artickel in solcher beratschlagung der strittigen religion handel ist, deshalben diese stende sich mit dem andern tailh ires bedenckens alß in einer strittigen sachen auf solch eur ksl. Mt. gnedigst antragen villeicht so bald nicht hetten vergleichen, sondern dardurch mer zu verzug geursacht werden mögen, haben diese stende sich underthenigster meinung und zu forderung der sachen ires underthenigsten bedenckens entschlossen, wie eur ksl. Mt. solches hiemit in deutscher und lateinischer sprach underthenigst zugestellet wirdet, mit underthenigster bith, euer ksl. Mt. wolten solcher sonderung, so aus dringender notturft der zwispaltigen religion halben disfals geschehen, kein ungnedigs gefallen tragen, dan sie sonsten in allen andern sachen dem loblichen herkommen, ordnung und gewonheit des hl. reichs deutscher nation nach mit beratschlagung und anderm sich aller gebur und unverweißlich zu halten in underthenigkeit erbottig und willig seint und inen hiedurch nichts begeben haben, welchs gemelte stende im besten auch underthenigst vermelden wollen. Vgl. auch die Parallelüberlieferung Karlsruhe GLA, 50/51, unfol. (Kop.). Zur Datierung vgl. Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg, Regensburg, 1541 April 9 [Nr. 561].
    2
     Vgl. das Gutachten zur ksl. Verhandlungsführung, Regensburg, [1541 April ca. 10], Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.): Sire! Après avoir veu la responce hier baillée par les protestans et entendu ce que le lantgraff fit au soir dire à Monsr le duc Frédérich comme votredite M pourra entendre de luy, il semble soubz le bon plaisir de votredite M, que le mieux sera différer de réplicquer sur ladite responce ny en faire semblant à la partie des catholiques jusques aussi l’on aye leur responce, et cependant l’on parlera appart et se feroit remonstrances particulièrement a aucuns des protestans tant des princes que des villes pour les induyre de consentir plainement à la proposition faicte par votredite M. Car autrement iceulx protestans se pourroient arrester à leurdite première responce, que seroit au propoz d’aucuns de la partie des catholiques, lesquelles serchent incidens et mesmes que vouldroient de leur coustel le semblent que les protestans, qu’est en effect d’avoir commissaires et dépputéz à leur appétit. Et de ce poinct déppend ou l’effect ou ronpture de ce que se doit au plaisir de Dieu faire icy pour la concorde. Et fauldra que l’on persiste devers lesdits catholiques, afin qu’ilz baillent leur responce[demaing?] ou après. Aussi practiquera l’on touchant la admission de Monsr de Savoye, en laquelle s’est bornée la difficulté, que vous pourra dire mondit Sr le duc.
    1
     Die Resolution des Kurfürstenrates zur Proposition wurde am 11. April 1541 dem Fürstenrat mitgeteilt. Vgl. das Protokoll zum Regensburger Reichstag, 1541 April 5–1541 Juli 11, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 1r–20v, hier ad 11. April 1541 fol. 5r–5v [Nr. 65].
    1
     B ist auf den 12. April datiert.
    1
     Die Antwort der altgläubigen Reichsstände auf die Proposition wurde am 11. April 1541 vereinbart und am 12. April 1541 dem Kaiser zugestellt. Vgl. oben das Mainzer Kurfürstenratsprotokoll, 1541 April 5–1541 Juli 11 [Nr. 65], ad 11.–12.  April 1541. Vgl. auch die Überlieferungen Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. (Kop.); ÜS: Actum Regenspurg, den 11. tag Aprilis anno etc. 41, der reichsstend erste antwurt,und Straßburg AD, 15 J 15, unfol. (Kop.); ÜS: Ubergeben actum Regenspurg, den 11. Aprilis anno etc. 41 und am 12. tag geschriben.
    2
     In der Kopie Berlin GStAPK, I. HA Rep. 13 Nr.4–5a Fasz. 9, fol. 15r–18r folgt auf das Ende des Textes die Notiz: Als die ksl. Mt. ab abgeschribner antwort nit gesettiget, sonder, die wahle der personen zur verhöre und underhandlung in der religionsachen ihrer Mt. frey heimzustellen, begert, ist nachvolgendt antwort durch obgemelte stende beratschlagt und ihrer Mt. presentiert worden. – Die Kopie Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78fol. 20r–23v bietet fol. 23v nach Ende des Textes folgende Notiz: Caesarea maiestas noluit acceptare huiusmodi responsionem principum, sed voluit, quod libere sibi daretur facultas deputandi personas ad tractandum et componendum negotium religionis cum adversariis. Danne de ksl. Mt. hetten vormerkt ein misvertrauen der stende, ßo ße hetten in dißer sachen zu der ksl. Mt.
    1
     Die Datierung folgt den marg. Notizen in B, C und D. Vgl. die Überlieferung Straßburg AD, 15 J 15, unfol. (Kop.); ÜS: Antwurt uff ksl. Mt. furtrag der stett der alten religion, beradtschlagt Lune post Palmarum anno etc. 41 [1541 April 11].
    1
     Zur Datierung vgl. auch Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg, Regensburg, 1541 April 13, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Ausf.): [...]. Die andern stend haben durch das merer der ksl. Mt. an heut zu funfen nachmittag ir antwurt geben und , wie wir bericht, irer Mt. gleichermassen in das furgeschlagen mittel bewilligt. Wir wissen vom endt diser handlung noch nichts grundtlichs zu schreiben. Haben aber wenig hoffnung zu entlicher vergleichung. Got sey uns allzeit gnedig. [...]. Datum Regenspurg, Mitwuch, den 13. Aprillis anno etc. im 41. Vgl. auch die Überlieferungen Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. (Kop.); ÜS: Actum Regenspurg, den 13. Aprilis anno etc. 41, und Straßburg AD, 15 J 15, unfol. (Kop.); ÜS: Der reichsstend andere antwurt. Actum Regenspurg, den 13. Aprilis anno etc. 41.
    1
     Für die Zuordnung des Stückes zum Regensburger Reichstag von 1541 spricht, dass alle Korrekturen und Nachträge von derselben Hand stammen, die das Protokoll zum Regensburger Reichstag, HHStA Wien MEA RTA 7 Konv. II, fol. 1r–20r, geschrieben hat, und dass die Anwesenheit eines päpstlichen Legaten vorausgesetzt wird. Bei dem Aktenstück über die Rechte der Kurfürsten, das am 16. April 1541 in Regensburg Pfgf. Friedrich übergeben wurde, handelte es sich offenbar um obiges Stück, vgl. das Mainzer Kurfürstenratsprotokoll ad 12. April 1541 [Nr. 65] und das brandenburgische Protokoll der Regensburger Reichstagsverhandlungen ad 14. und 16. April 1541 [Nr. 66].
    1
     Die ksl. Erklärung wurde am 20. April 1541 den protestantischen Ständen, am 21. April 1541 den altgläubigen Ständen vorgetragen. Vgl. Jakob Sturm an den Rat von Straßburg, Regensburg, 1541 April 23, Straßburg AM, AA 496a, fol. 38r–39v (Ausf.): Sein Bericht über die Verhandlungen bis zum 13. April, der nicht ganz korrekt war. Schickt deshalb Kopien der beiden Stellungnahmen der altgläubigen Stände.Darauf ist die sach beruget biß den Ostermitwochen [1541 April 20]; hat die ksl. Mt. den protestierenden stenden durch Hg. Friderich Pfgf. und den von Navis in der hessischen herberg zu drei horen nachmittag die personen, so ir Mt. zum gesprech verordnet hat, benennen lassen laut eins zedels, des copei hiebei mit B bezaicht, welchen sy damit ubergeben. Gleichergestalt hat sy sollichs den andern ständen uf Donderstag hernach [1541 April 21] am morgen uf dem rathauß auch anzaigen lassen. Doruff haben dieselben stendt nach allerlei disputation, so zwuschen den churfursten und fursten rädten gewesen, zuletst doch solliche personen bewilligt. Wir aber unsers thails haben den drey benanten gelerten sollich der ksl. Mt. bestimmung irer personen furgehalten. Die haben sich der sachen zum höchsten irer person halb beschwerdt und besonderlich, das niemands als zuhorer darzu verordnet worden; derhalben sy auch an die unsern in latin suppliciert laut beigelegter copei mit C bezaicht. Also haben die stendt sollich ir supplication der ksl. Mt. uf Freitag, den 22. Aprilis ubergeben laut beigelegter copei mit D [Nr. 94] gezaicht. Nun hat die ksl. Mt. uf denselben tag die verordneten personen beschickt und inen lassen anzaigen, das ir Mt. sy als die ir Mt. fur gelert und fridliebend leut berumbt, zu diser sach erwölet. Derhalben sei ir Mt. begern, sie wöllen on ansehung ainicher person oder affection, sonder allain Gottes eer ansehen und nach den wegen gedencken, wie die religion verglichen möcht werden. So wöll ir Mt. in hernacher stundt und platz benennen etc. Das haben sy sich nach allerlay endtschuldigung erbotten, doch die unsern vermög irer hiemit uns ubergeben supplication gebetten, jemands mehr zu solchem gesprech als zuhörer zu verordnen. Daruf dan die sach jetz beruget. Gott woll sein gnad darzu verleichen. [...]. Datum Regenspurg, Sambstag, den 23. Aprilis anno etc. 41. – Vgl. auch die Überlieferungen Straßburg AD, 15 J 15, unfol. (Kop.); ÜS: Actum, den 21. Aprilis anno etc. 41, und Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. (Kop.); ÜS: Actum Regenspurg, den 21. Aprilis anno etc. 41; AV v. a. Hd.: Ist alleyn und in abwesen der protestirenden den gehorsamen furgehalten und eroffnet worden.
    2
     Zu Eck vgl. Iserloh, Erwin: Johannes Eck (1486–1543). Scholastiker, Humanist, Kontroverstheologe, Münster 1981 (Katholisches Leben und Kämpfen 41), bes. S. 74–78.
    3
     Zu Bucer vgl. Greschat, Martin: Martin Bucer. Ein Reformator und seine Zeit 1491–1551, Münster ²2009, bes. S. 192–207.
    4
     Die Stände stellten dem Kaiser auf dessen Anfrage vom 23. April 1541 die Nomination des Präsidenten anheim. Vgl. das Mainzer Kurfürstenratsprotokoll zum Reichstag in Regensburg ad 23 April 1541 [Nr. 65]. Zur Nomination der Kolloquiumsteilnehmer vgl. auch Dr. Gereon Sailer an Georg Herwart, [Regensburg], 1541 April 26, Roth, Friedrich (Hrsg.): Zur Geschichte des Reichstages in Regensburg im Jahre 1541. Die Korrespondenz der Augsburger Gesandten Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel mit dem Rathe, den Geheimen und dem Bürgermeister Herwart nebst Briefen von Dr. Gereon Sailer und Wolfgang Musculus an den letzteren, in: ARG 2 (1905) S. 250–307; ARG 3 (1906) S. 18–64 und ARG 4 (1907) S. 65–98 und S. 221–304, T. II (ARG 3), Nr. 50, S. 42–44, hier S. 42: [...]. Wer die geordneten acht als zwhorer und hernach die 6 predicanten seien, hab ich e. f. w., wie ich doben gewest, anzaigt; wirt auch e. f. w. nunmer von andern meinen herren geschriben sein, wie sichs zwtragen vnd wers angericht hab, das eben die zwhorer, auch aus den theologen zwen aus unserm gegentayl, nemlich her Julius Pflueg, mentzischer, vnd D. Gropper, colnischer, thumherren, auch aus den zwhorern unsers gogenthails der maistayl also lutherisch, das sy auch vor kurtzen jaren im land zw Bairn oder anderstwa, da man gotts wort nit zwgelassen, nit geduldet weren worden, dann ye der von Manderschid, colnischer radt, auch der Ridd, mentzischer hoffmaister, sampt dem cantzler von Haidelwerg dem handel genaygt, und ob sy nit gar lutherisch, doch neutrales send: wie das zwgangen, last sich nit schreiben [...].
    5
     Vgl. auch Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 18, Pastor, Correspondenz, T. I, Nr.53, S. 365–366; Morone an Farnese, Regensburg, 1541 April 21, Dittrich, Die Nuntiaturberichte Morones 1541, Nr. 22, S.  445–446 und Contarini an Bembo, Regensburg, 1541 April 26, Dittrich, Regesten und Briefe, Inedita Nr. 63, S. 322–323. Zur Vorbereitung des Kolloquiums vgl. außerdem Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 28, Pastor, Correspondenz, T. I, Nr.55, S. 366–371 und Morone an Farnese, Dittrich, Die Nuntiaturberichte Morones 1541, Nr. 24, S. 449–450. Zur täglichen Besprechung der katholischen Kolloquenten mit Contarini während des Kolloquiums vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 28, Quirini, Bd. III, S. CCLIII-CCLVI, hier S. CCLIII-CCLIV und ders. an dens., Regensburg, 1541 April 30, Dittrich, Regesten und Briefe, Nr. 695, S. 175.
    1
     Die Datierung der Übergabe an den Kaiser stützt sich auf die Überlieferung im StadtA Konstanz, G 19 (Reformationsakten), fol. 241v; im AM Straßburg, AA 496, fol. 85r–85v und im StA Nürnberg, E-Akten 126, unfol. sowie auf den Bericht Jakob Sturms an den Rat von Straßburg, 1541 April 23, Winckelmann, Pol. Corr. Straßb., Bd. III, Nr.189, S. 180–181, hier S. 180. Das in einigen Überlieferungen belegbare Datum 1541 April 21, das der Angabe im Text ‚forders tags‘ – am 20. April wurde den protestantischen Ständen die ksl. Erklärung über die Besetzung des Kolloquiums übergeben – entspricht, lässt sich plausibel als Abfassungsdatum erklären.
    2
     Vgl. die unten abgedruckte Beilage.
    3
     Zu den zwischen dem 20. und dem 22. April geführten innerprotestantischen Verhandlungen über den ursprünglichen Antrag der drei Theologen und ihre Forderungen vgl. Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 41, S. 57–58, Nr. 44, S. 62–63 und Nr. 45, S. 63–64. Bei Nr. 44handelt es sich nicht um die Zusammenfassung einer Antwort der Altgläubigen, sondern um eine Stellungnahme zu Nr. 41. Die Überschrift zu Nr. 45ist nicht ganz exakt formuliert. Das Stück dokumentiert die innerprotestantische Diskussion über die Eingabe der drei Theologen. Demnach stellten die drei Theologen zunächst weitergehende Bedingungen, die offenbar bei maßgeblichen protestantischen Ständen wie etwa dem Landgrafen keine oder nur partielle Zustimmung fanden.
    4
     Vgl. auch die Aufzeichnung zur Unterredung Lgf. Philipps von Hessen mit dem Kaiser, Regensburg, 1541 April 22, Lenz, Briefwechsel, Bd. III, Kap. D, Nr. 1, S. 73–74: Freitags nach Ostern mit der keis. Mt. verhandlet. Auch hat mein gnediger herr zu keis. Mt. gesagt auf ir beger: das sein f. g. thun wolt, was s. g. mit Gott und gewissen thun kann und bej den andern erheben mag; was er aber in seinem gewissen nit finden mag, das mit Gott gescheen möge oder das s. f. g. bei unserm teil nit erhalten mag, das musse er unterwegen lassen. Der knecht halben in Niderlandt hat keis. Mt. gesagt: das di knecht gewißlich nicht burgundisch seien, haben auch noch kein geld vom konig von Francrich empfangen, sondern ligen noch da und hoffen auf einen herren; wil morgen mit allen stenden darvon reden lassen und mit rath darzu thun und mandata ausgeen lassen. Item, es hat auch m. g. h. den churfursten zu Sachsen und s. f. g. [Herzog Moritz?] zum hochsten entschuldigt. Dem hat auch ir keis. Mt. ganzen glauben geben und ist also ganz zufriden gewesen. Nota. Hat der keiser m. g. f. und h. diese antwort gegeben: das ir mt. leiden mög, das man h. Fridrichen von Baiern fur einen presidenten bite. So wolle ir mt. verfugen, das herzog Fridrich dasselbig annemen solle. So werde er on zweifel sich desselbigen bei solchen sachen allein zu sein beschweren und begern, das man im ezliche keiserliche rethe zugebe. Das wolle ir mt. thun und den herrn Granvell und Praten darzu verorden, also das zum wenigsten einer umb den andern darbei sein soll, und villeicht neben denen andere mer von keiserlichen rethen. Es wird auch pfalzgraf Fridrich begeren, das von ider partei 2 als auditores bei di 6 gesetzet werden. Des wird ir keis. Mt. auch also zufriden sein. Die von Lenz benutzte Vorlage, Marburg PA 575, ist durch Wasserschäden völlig verderbt und nicht mehr rekonstruierbar. Deshalb kann das Stück nur in der Transkription von Lenz ediert werden.
    1
     Beilage zum Schreiben der Gesandten Johann Astmann und Dr. Johann Marquardt an Mgf. Ernst von Baden, Regensburg, 1541 Mai 2, Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. (Ausf.).
    2
     Der Kaiser empfing die Kolloquenten am 23. April 1541 in Audienz. Danach wurden die Auditoren ernannt. Da das Kolloquium ursprünglich am Morgen des 25. April beginnen sollte, muss diese Ernennung vor diesem Datum erfolgt sein. Vgl. die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, 1541 April 26, Corp. Reform. IV, Nr. 2206, Sp. 188–189, hier Sp. 189 und unten Nr. 604. Über die mutmaßlichen Beratungsartikel wurde offenbar bereits seit dem 20. April diskutiert, vgl. dazu unten II.
    3
     Vgl. Liste der strittigen Glaubensartikel, Regensburg, o. Datum, Colmar AM, AA 75,72, unfol.: So sint diß die strytten artikel: zum ersten vom sacrament des waren lybs und bluts Christi, 2. vom gewalt der geistlichen und bapstlicher Hlt., 3. vom opfer der meß, 4. von sondern messen, 5. von geistlichen gelupten, 6. von der geistlichen ee, 7. von reichung des sacramentz under beiden gestalten, 8. von uffrichtung der clostern und wyderstellung geistlicher gutter, 9. von erung der heiligen, under dem begriffen, ob die bildnuß zu gedulden, 10. von satzung und gepruch der geistlichen cerimonien, 11. vom vasten, darunder ouch underschid der speiß gemeint, 12. von bußthun, ruwung und gnugthun, 13. vom gepruch der sacrament, gemeinlich und sonderlich, 14. von menschlicher satzung, 15. von rechtmachung des glaubens, von verdienst und guten wercken. Vgl. außerdem das Verzeichnis von 14 strittigen Glaubensartikeln, Regensburg, ohne Datum, Regensburg StadtA, Eccl. I, 1, 153–165, S. 771; ÜS: 1541. 6 disputierenden, artickl: 1. Von dem hochwirdigen sacrament. 2. Von dem gwalt cristlicher kirchen und dem heiligen babst. 3. Von dem opfer der meß und von den gefrunbten [sic!] messen. 4. Von dem glub der munch. 5. Von dem eestant der priester. 6. Von nemung des sacraments unter baider gestalt. 7. Von widergebung der kirchen und geistlichen guter. 8. Von eerung der heiligen und daß di pilder nit abgeten werden sollen. 9. Von satzung und leben der geistlichen. 10. Von fasten und verpietung der speiß. 11. Von der puß, reu, gnuegtuung und beicht. 12. Von geprauch der sacramenten, ob darein sei zu hoffen. 13. Von menschlichen satzungen. 14. Von glauben, verdinst und guten wercken. – Papisten: Julius Pflueg, Johann Eck, Johann Groper. – Philipp Melancton, Martinus Putzer, Johann Pistorus. Colloquium anno 1541.
    4
     Eberhard Rüdt von Collenberg, Hofmeister des Kf. von Mainz.
    5
     Gf. Dietrich von Manderscheid, Reichstagsgesandter Kf. Hermanns von Köln.
    6
     Dr. Heinrich Has von Lauffen, kurpfälzischer Kanzler.
    7
     Mag. Franz Burchard, kursächsischer Vizekanzler, auch genannt Weimar.
    8
     Dr. Johann Feige von Lichtenau, hessischer Kanzler.
    9
     Jakob Sturm, Reichstagsgesandter der Stadt Straßburg.
    1
     Vgl. dazu die Rechtfertigungsschrift Melanchthons an den Kaiser, Regensburg, 1541 Mai 19, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3, 1, Nr. 126, S. 214–216.
    2
     Vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 Mai [16], Pastor, Correspondenz, T. I, Nr.73, S. 390–391 und Dittrich, Regesten und Briefe, Nr. 717, S. 183–184 und ders. an dens., Regensburg, 1541 Mai 23, ebd. Inedita Nr. 66, S. 326–328, hier S. 326. Vgl. auch Sanzio an Farnese, Regensburg, 1541 Mai 13, NB I,7, Nr. 23, S. 53–54, hier S. 53: Mehrtätige Diskussion im Kolloquium über den Artikel der Eucharistie. Differenzen zwischen Lutheranern und Sakramentierern. Bemühungen Melanchthons und Bucers um Verständigung. Queste contentioni han dato gran disturbo in la causa et non piccola molestia a S. M et al Revmo legato et mons. di Granvela, da quali però non si pretermette officio nè diligenza alcuna opportuna. domenica [1541 Mai 8] a sera il s. marchese di Brandeborgo fece in sua casa una suntuosissima cena, dove intervenne il Lantgravio, il s. conte Palatino, mons. di Granvela, mons. di Prato, et i consiglieri di Sassonia, per tentare in quella conversatione familiare d’indurre gli animi di quei principi a riconoscere la verità di questo santissimo sacramento, con persuasioni miracolose, et la cena non fu in tutto disutile [...].
    1
     Die von Lenz benutzte Vorlage, Marburg PA 575, ist durch Wasserschäden völlig verderbt und nicht mehr rekonstruierbar. Deshalb kann das Stück nur in der Transkription von Lenz ediert werden.
    1
     Vgl. auch die Protestatio Melanchthons, [Regensburg], [1541] Mai 16, Zürich ZB Ms. D 111, fol. 4r–4v (Kop.): Dum heri illustrissimus princeps dux Fridericus questus sit extrahi tempus et ego existimem ingenue dicendum esse praesertim de doctrina in ecclesia, quod quisque sentit, quidam adiiciam: Aliquoties dixi reverendis et clarissimis viris, quae sit mea sententia de plerisque articulis sequentibus, et hortatus sum, ne extrahent tempus. Nunc igitur de quibusdam articulis coram celsitudine vestra iterum meam exponam senteniam, ut aliquem finem faciamus harum altercationum. Excusatur invocatio sanctorum, ornantur privatae missae etiam pro mortuis, in sequentibus articulis affinguntur abusibus commodiores interpretationes et sunt alii articuli, nescio qui. Nunc igitur clare profiteor me hos articulos prorsus non recepturum esse et rationem reddam ubicunque opus erit. De ceteris, quia librum non legi totum, non possum [dicere]. Quae portentosa idolatria ex invocatione sanctorum orta sit, nemo ignorat. Quid est absurdius quam coenam domini applicari pro mortuis institutam ad fidem exercendam pro viventibus. Existimabam autem institutam esse hanc deliberationem, ut veritas patefacta extaret, sed video hoc agi, ut abusus confirmentur, immo ut errores picti fucis quibusdam restituantur. Si igitur non licet dissentire ab hoc libro, exposui, quid sentiam, nec opus erit longiore altercatione. Et si de omnibus articulis quaeritur mea sententia, si mihi fuerit facta libri copia, brevissime respondebo et offero me ad reddendam rationem. Nolo esse adiutor, ut confirmentur veteres abusus aut proponantur ambiguae et fallaces sententiae tanquam cothurni pro dogmatibus Christi. Vgl. zudem die Erklärung Melanchthons gegenüber dem Kaiser, Regensburg, 1541 Mai 19, Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 126, S. 214–216.
    2
     Vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 Mai [16], Pastor, Correspondenz, T. I, Nr.73, S. 390–391 und Dittrich, Regesten und Briefe, Nr. 717, S. 183–184 und ders. an dens., Regensburg, 1541 Mai 23, ebd. Inedita Nr. 66, S. 326–328, hier S. 326.
    1
     Die von Lenz benutzte Vorlage, Marburg PA 575, ist durch Wasserschäden völlig verderbt und nicht mehr rekonstruierbar. Deshalb kann das Stück nur in der Transkription von Lenz ediert werden.
    1
     Für die Datierung sind maßgeblich die Erwähnung des fürstlichen Sessionsstreites, der am 26. Mai in der Kirche von St. Emmeram zwischen den Pfgff. Ottheinrich und Philipp, Mgf. Georg von Brandenburg und Hg. Heinrich von Braunschweig ausgetragen wurde [vgl. Nr. 78, Nr. 684und Nr. 696], und der Vorschlag für die Bildung einer Schlichtungskommission zur Beilegung dieses Streites, die spätestens am 2. Juni 1541 ihre Arbeit aufnahm, vgl. den Bericht über die Verhandlungen dieser Kommission, die wie oben angeregt zusammengesetzt war, Regensburg, 1541 Juni 24, [Nr. 239].

    Anmerkungen

    a
     In B: intercessione.
    b
     Nach B korr. aus: intercesse.
    a
     In B nachgetr.
    b
     In B danach gestr.: wölche doch etzliche villeicht lieber verhindert und das widerspil errögt gesehen hetten.
    c
    -c In B nachgetr.
    d
    -d Fehlt in B.
    e
    -e In B korr. aus: gentzlich mit gemelter christlichen, apostolischer oder catholischen kirchen ubereinstuende.
    f
     In B korr. aus: concilia.
    g
     In C und D: grund.
    h
     In B korr. aus: religionsachen.
    a
     In C danach gestr.: zu derselben furhaben.
    b
     In C danach gestr.: und heilsambst sein solt.
    c
    -c In C nachgetr.
    d
    -d In C nachgetr.
    e
     In C korr. aus: furhaben.
    a
    -a In B korr. aus: auf die jungst euerer ksl. Mt.
    b
     In B danach gestr.: euerer ksl. Mt. erste proposition und vortrag belangend.
    c
    -c In B korr. aus: anthwurt.
    d
    -d In B nachgetr.
    e
    -e In B nachgetr.
    f
     In B nachgetr.
    g
     In B nachgetr.
    a
    -a Nachgetr.
    b
     Danach gestr.: und nichts anders befunden, dann das ir Mt., des hl. reichs und gemeiner teutschen nation wolfart vor allen dingen zu furdern, gnediglich geneigt.
    c
     Danach gestr.: Es weren auch irenthalben die erzelung des gnedigen, getreuen vleis und der furgewendten entschuldigung gantz von unnötten gewest, dieweil Kff., Ff. und stendt und der abwesenden bottschaften und rethe an irer ksl. Mt. gnedigem gemut und willen, so sie zu dieser nation tragen, niehe gezweiffelt haben.
    d
     Danach gestr.: ir ksl. Mt. bißhere loblich gethan und inmassen.
    e
     Danach gestr.: auch jederzeit scheinparlich gespurt und befunden haben und.
    f
    -f Korr. aus: sich gemeine stendt.
    g
     Korr. aus: cristenlichen.
    h
    -h V. a. Hd. korr. aus: ir selbe, auch.
    i
     Danach gestr.: wie ir ksl. Mt. bei ir selbs leichtlich abzunemen.
    a
     Ergänzt nach B und C.
    b
     Ebenso in D. In C: Ach.
    c
     Fehlt in B, C und D.
    a
    -a Korr. aus: einicher mangel.
    b
     Danach gestr.: allein.
    c
     Danach gestr.: nit dergestalt, irer Mt. maß zu geben, sonder.
    d
    -d Korr. aus: Kff., FF. und stende und der abwesenden bottschaften und rethe wollen sich auch undertheniglich versehen.
    a
    -a V. a. Hd. nachgetr.
    b
     Danach gestr.: im hl. reiche.
    c
    -c V. a. Hd. nachgetr.
    d
    -d V. a. Hd. nachgetr.
    e
     Danach gestr.: und aber etliche churfursten dem Kg. von Beheim furgesetzt sein.
    f
    -f V. a. Hd. nachgetr.
    g
    -g V. a. Hd. nachgetr.
    h
    -h V. a. Hd. nachgetr.
    i
    -i V. a. Hd. nachgetr.
    a
     In B: simplicem.
    b
     In B: talem.
    c
     Danach in B nachgetr.: qui adsunt.
    a
     In B und C folgt hier bereits: De coniugio sacerdotum.
    b
     In C danach: non.
    c
     In B und C: prohibetur.
    d
    -d Fehlt in B.
    a
     Von hier an angestr. bis sich schiedlich und freuntlich ertzeichten.
    b
     Zu diesem Satz marg. Notiz v. 3. Hd.: Wan deme gleich so weher, so hette Dr. Luther recht dran gethan, dan von Gottes wordt leßet sichs nicht umb eins haars breit weichen in glaubensartickeln oder man mus ewig verdambt und verlohrn werden.
    c
    -c Marg. geschweifte Klammer. Dazu Notiz v. 3. Hd.: Nota. Ksl. Mt. begehrt, dem evangelio nicht abzubrechen.
    d
    -d Marg. geschweifte Klammer. Dazu Notiz v. 3. Hd.: Nota. Handlung conditional.
    e
    -e Angestr. Dazu marg. Notiz v. 3. Hd.: Ambstorfs entschuldigung und Melanchtonis.
    a
    -a Angestr.
    b
    -b Angestr.
    c
    -c Angestr.
    d
     V. a. Hd. korr. aus: unß.
    e
    -e Angestr.
    f
    -f V. a. Hd. korr. aus: unß.
    g
     V. a. Hd. korr. aus: wir.
    h
     V. a. Hd. korr. aus: wir.
    i
    -i V. a. Hd. korr. aus: wir.
    j
    -j Angestr. Dazu v. 3. Hd.: Nota: Wormbisch colloquium.
    k
    -k Angestr.
    l
     V. a. Hd. korr. aus: wir.
    m
     V. a. Hd. korr. aus: wir
    n
    -n V. a. Hd. korr. aus: der unsern.
    o
     V. a. Hd. korr. aus: unser.
    p
     V. a. Hd. korr. aus: wir.
    q
     V. a. Hd. korr. aus wir.
    r
     Von hier an angestr. bis zue forderung dann zu verhinderung der sachen.
    s
    -s V. a. Hd. korr. aus: wir.
    t
     V. a. Hd. korr. aus: unser.
    u
    -u V. a. Hd. korr. aus: genugsame ursach gehabt.
    v
     V. a. Hd. korr. aus: unß.
    w
    -w Angestr. Dazu v. 3. Hd. marg. Notiz: Nota. Alt und neu testament. Wolt Gott, die papistn bleibn darbey, so wehrn wir schon eins. Bedurfhen keinen andern verstandt oder gloßen. Gottes wordt ist klar gnug, soviel die articul des glaubens zu unser seligkeit anlanget. Zu den letzten beiden Zeilen des angestr. Passus marg. Notiz v. 3. Hd.: Nota: Das ist mehr als tzu wahr.
    x
    -x Angestr. Dazu v. 3. Hd.: Nota.
    a
     Verderbt.

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    «IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums  »

    «Nr.82 [Bayerische] Stellungnahme zum Modus der Verhandlungen über die Proposition – o. Ort, [1541 April 6/7]1 »

    A  Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 21, fol. 86r–87r (Kop.).

    B  koll. Rom AVat, Fondo Pio 58, fol. 73r–74v (Kop.).

    C  koll. Rom AVat, Fondo Borghese Serie I vol. 65, fol. 68r–69r (Kop.).

    Si sacrae caesareae et catholicae Mti videatur, ut eius propositio occasione religionis universali Catholicorum et Protestantium deliberatione coniunctim consultari debeat, quod haudquaquam tamen speratur, infrascriptae rationes, quibus status catholici adducti ad id assentiri nolint, Mti suae ea, qua decet, reverentia declarentur:

    Primo itaque in dieta imperiali Augustensi Protestantes se in causa religionis a Mte sua atque aliis imperii statibus segregarunt sese specialem partem efficientes.

    Secundo recessum ea in dieta conclusum non modo non approbarunt adversusque illum publice sunt protestati, verum et quandocunque de fide agi vel disseri instituebatur e consessu statuum imperii excedebant eorum consilio interesse renuentes.

    Tertio is idem modus in proximis Ratisponensibus comitiis a Protestantibus observatus est.

    Quarto serenissimus Romanorum rex novissime Hagenae oboedientes status a Protestantibus separavit et cum unaquaque parte speciatim egit.

    Quinto manifestissimum est, quum immensi errores ac varia schismata sacrosancta in religione nostra supra modum invaluerint, duas propterea partes, unam scilicet Catholicorum et oboedientium, alteram vero Protestantium et eorum, qui ipsis adhaerent, esse factas eorumque ideo sententias minime esse Šconformes, sed longe invicem discrepantes, praecipue autem quoniam oboedientes status a vigore Augustensis recessus, quem Mtas sua in eius propositione reservavit reservandoque corroboravit, nec discedere nec ullo quovis modo possunt aut volunt declinare, vicissim vero adversarii praedictum recessum, quem antea protestatione adversus illum facta reprobarunt, neutiquam profecto iam approbaturi sunt.

    Sexto considerandum est nonnullis fortasse Catholicorum cum Protestantibus mutua intercessissea colloquia, qui aliquid forsitan spei illis addidere, quibus ideo in conspectu Protestantium libere loquendi facultas adimeretur, quum iis tamen absentibus nulla iusta ratione a recessu Augustensi declinare valeant.

    Septimo, si hunc ad modum ambae partes una in congregatione considerent, magna inter eas disceptatio ac deinceps tumultus facile posset oriri, nam dum suam quisque opinionem tueri eniteret, id absque verborum vehementia atque animi concitatione vix fieri posset, unde a verbis ad verbera fortasseque ad caedes possit deveniri.

    Octavo nemo non ignorat, quanta duci Braunschwicensi et landgravio intercedat et honoris et personarum contentio quantaque utrinque existat animorum exacerbatio, ita ut, si uno in consessu ambo versari deberent, etiam atque etiam esset verendum, ne ingens ac cruenta seditio foret inde subsecutura, quum sui cuique adhaerentes favere impellerentur.

    Nono maxime profecto esset formidolosum nec ullo unquam tempore in Christi ecclesia vel servatum vel auditum, quod schismatici scilicet una cum Catholicis iuncto simul consilio in componendis rebus religionis deliberarent, iuxta verba evangelii: Si ecclesiam non audiverit, sit tibi ethnicus et publicanus.

    Decimo episcopi atque aliae ecclesiasticae personae ex officio eis ab omnipotenti Deo concesso tum iure iurando, quo summo pontifici obstringuntur, tum vero ex debito eorum professionis eiuscemodi consiliis interesseb immediate prohibentur.

    Undecimo ex universali huiuscemodi consultatione perfacile conici posset, sicuti et nonnulli Mtis suae propositionem interpretantur, ipsam videlicet status catholicos schismaticorum coetui ascribere eosque ideo schismaticis comparere, quasi vero non nihil erroris apud Catholicos etiam vigeat, quod nullo tum veritatis fundamento usquam reperiri poterit, quandoquidem verae atque avitae Jesu Christi religioni ac sacrae Mti suae infractis animis hucusque adhaeserunt et ad extremum usque spiritum adhaerere persancte constituerunt.

    Quamobrem a Mte sua omni debita reverentia contendatur, quatenus super eius propositione antedicta utriusque partis responsum ac deliberationem speciatim petere non dedignetur.

    ŠVerum ubi articulus hic religionis fuerit absolutus, potest circa reliquos articulos in universali statuum frequentia iunctis communicatisque consiliis publice deliberari.

    «Nr.83 Stellungnahme Nürnbergs und seines Anhangs zur Resolution der schmalkaldischen Verbündeten zur Beantwortung der kaiserlichen Proposition – [Regensburg, 1541 nach April 5, vor April 9] »

    Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Kop.); AV v. a. Hd.: Die schrift mit A vermerckt; 2. AV v. 3. Hd.: Der nurmbergischen verwanten verbesserung an der protestanten gestellten antwort.

    Das bedencken unserer gnediger fursten und herrn, auch anderer rethen und potschaften, der religion verwandt, so sy der röm. ksl. Mt. uf ir proposition ubergeben sollen, haben die verordneten meins genedigen herrn Pfgf. Ruprechts etc. und der stett Nurmberg, Nordling, Dinckelspuehel und Gienngen, auch von wegen Winßhaim und Weissenburg, deren gwalt sy haben, ubersehen und befinden erstlich irem bedencken nach, das dise volgende enderung darinnen ze thon sein mocht:

    Nemlich und als im eingang desselben bedenckens gemelt wurdet, wie ksl. Mt. sich bißher zu erhaltung alles fridens gnedigklich ertzaigt etc., unangesehen, das etlich dasselb gern verhindert hetten, und den nachvolgend, das in ainem andern artickl auch gemelt wurdet, das etliche das gesprech zu Wormbs gern verhindert hetten etc., solche bede clausula achten die potschaften und gesandten aus nachvolgenden ursachen zu umbgeen sein, nemlich wa solchs also gesetzt pleiben solt, das villeicht etliche chur- und fursten, der alten religion verwandt, solches uf sy versteen mochten etc. Derhalben dise bede clausulen, weil sie doch der sachen nichtz dienstlich, aber wol mer hinderlich sein mochten, heraussen zu lassen.

    Und als zum dritten, das auch auf solchem gesprech die abwesenden stend, auch frembde nationes etc. der warhait bericht werden etc., gesetzt wurdet, achten die gesandten darfur, das solche worter zur sachen nit hoch dienstlich, sonder vilmer die ksl. Mt. zu ungnaden bewegen mocht, uf maynung, als ob die religionsverwandten, in irer ksl. Mt. erblanden und kunigreichen gern zwispalt zu erwecken, understeen wolten etc. Derwegen es ehe durch dise eroffnung vilmer verhindert dann gefurdert werden sollt.

    Sovil nun die turckenhilf belangt, haben die gesandten im selben artickel enderung gethon, wie in margine zu ersehen ist, und auß nachvolgenden ursachen, nemlichen, das sy aus habenden irer herrn bevelch der turckenhilf halben, uf ainige condition dieselben zu laisten oder nit, sich in keinen weg der gestelten verzaichnus gemeß vernemen lassen, sonder hierin nach gelegenhait diser sachen halben freysteen wollten.

    ŠUnd das auch mundlich begert worden, das sy sich vernemen lassen solten, ob sy nit allein bey uberantwortung diser schriften der ksl. Mt., sonder auch in allen andern handeln, die religion betreffend, neben inen handeln und rathschlagen wolten oder nit etc., dartzu geben die gesandten von irer gnedigen herrn und oberer wegen dise antwort, das sy bevelch derhalben hetten, wisten auch, das iren gnedigen herrn und obern daran kein mißfallen geschehe, nit allein bey uberantwortung diser schriften, sonder auch in allen andern sachen, die religion belangend, uf disem reichstag alles das helfen zu handeln und ratschlagen, das zu Gottes eer und christlicher, guttlicher vergleichung dienstlich und furtreglich sein mage etc.

    Sovil aber die sachen zu widerstand dem Turcken, auch gutte pollecey und ordnung im hl. reich antzurichten, betrifft, haben die stend der christlichen verainigung und verstendnus bißanher nicht weniger, so sy bestendigen friden hetten erlangen mugen und das cammergericht mit seinen unrechtmessigen processen und furnemen wider die verainigten stend dermassen, als geschehen, uber alle abschaffung und verpott euerer [sic!] ksl. Mt. nit beschwert hette, alles dasjhenig mit andern stenden zu thon und zu laisten, das sich gepurt und die notturft erfordert hette, wie sy dann noch uf den fall an inen hinfur keinen mangel erscheinen zu lassen gedencken. Sy, die stend der ainigung und verstendnus, achten aber darfur, das sy zufor und, ehe die religionsach erortert und zu begerter, gutter vergleichung gepracht werde, sich von solchen puncten ires bedenckens nit wol entlich mugen vernemen lassen, dieweil vonnotten ist, solcher vergleichung halben zuvor ain entlich wissen ze haben, an [= ohne] wolche bestendiger frid und ainigkait in teutscher nation nit wol erfolgen oder auch pleiben kann1.

    «Nr.84 Antwort der protestantischen Stände auf die kaiserliche Proposition1 – Regensburg, 1541 April 9 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 2, fol. 32r–39v? (Reinkonz.); DV: Antwürt der stend der religion und protestation uff die ksl. proposition.

    ŠC  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3? (Kop.); DV wie in B.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 171r–177v (Kop.); DV fol. 177v: Copei der augspurgischen confession und derselben religionsverwanten stend antwort uff die ksl. Mt. propositz. 1541, den 9. Aprillis.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1362 , Sp. 568–573 (dt. Fassung);Corp. Reform. IV, Nr. 2182, Sp. 156–160 (lat. Fassung).

    Alß eur röm. ksl. Mt. derselbigen eur Mt. und des hl. reichs Kff., Ff., stenden und der abwesenden gesanten rethe und potschaften, alhie auf diesem von eur ksl. Mt. außgeschrieben reichstag versamelt, den funften dieses monats Aprillis ein gnedigst furtragen in schriften thun lassen, darinnen eur ksl. Mt. nach leng ir gnedigst gemuet, willen und naigung, die sie zu gemeinen stenden des hl. reichs und deutscher nation als dem vatterlant tragen, gnedigst angetzaigt, mit vermeldung, wie euer ksl. Mt. von anfang irer regirung je und alleweg zum hochsten begirig gewesen, alles vorzunehmen, zu fordern und ins werckh zu bringen, das dem hl. reich zu ehr, nutz und wolfart gelangen und furnemlich, damit aller zwispalt, irrung und zerruttung zwischen allen stenden aufgehaben, frid, rhue und ainigkeit gepflantzt und erhalten und dem hl. reich deutscher nation in andern iren obligen geholfen werden möcht, mit ferner gnedigster erzellung, was gnedigsten vleis, muhe und arbait eur ksl. Mt. umb forderung eines gemeinen, cristlichen concillii zu hinlegung der zwispaltigen religion angewendet, auch welchergestalt eur ksl. Mt. dem erbfeint cristlichs nhamens, dem Turckenn, nicht allein im reich deutscher nation, sonder der gantzen cristenheit zu gutem widerstandt gethann und warumb eur ksl. Mt. sich aus iren hispanischen erbkonigreichen widerumb in das reich deutscher nation verfugt, auf den baiden gehaltenen tegen zu Hagenau und Wormbs der religion zwispalt Šhalben handlung furnehmen lassen und dann diesen itzigen reichstag anher benennt und außgeschrieben etc.

    Solchs alles sampt eur ksl. Mt. gnedigstema begern, das Kff., Ff. und stende und der abwesenden gesanten rethe und potschaften erwegen, bedencken und beratschlagen wolten, welchermassen berurte zwispalt in unser hailigen, cristlichen religion hingelegt und zu einhelligem, cristlichem verstandt gebracht und verainigt werden mochten, auch waß und wie hirinnen zu handeln, mit angehaftem eur ksl. Mt. gnedigstem bedencken, das auch von widerstandt unsers cristlichen nhamens und glaubens erbfeindts, des Turckenn, und was zu erhaltung fridens, rechtens, guter pollicei, rhue und ainigkeit und anderer notturft und obligen des reichs geratschlagt und gehandelt werden solte etc., haben die stende der augspurgischen confession und derselben religionsverwanten neben eur ksl. Mt. gnedigstem erbietten in aller underthenigkeit angehort und vernohmen.

    Und ist inen, solche eur ksl. Mt. gnedigste erzellung und erinnerung ires gnedigsten willens und gemuets gegen dem reich deutscher nation als dem vatterlandt, auch des gnedigsten vleis, arbeit und mhue, welche euer ksl. Mt. der gantzen cristenheit zu trost und rettung in vilh weg furgenohmen und ertzaigt, antzuhorn und zu vernehmen, ein sonder, underthenige freud gewesen, sonderlich in anfang dieses reichstags (dartzu sie euer ksl. Mt. und dem gantzen reich von Got dem almechtigen zu seinem lob und preiß gluckh, hailh und alle wolfart wunschen), auf das sie sich widerumb gegen euer ksl. Mt. mit underthenigster, geburlicher dancksagung erzaigen und vernehmen lassen mugen. Dann sie haben wolh vermarckt und befunden, das durch euer ksl. Mt. gnedigst neigung gegen dem reich deutscher nation friden und rhue erhaltenb.

    Nun ist aber leichtlich abtzunehmen, wie gantz nutz und gut solcher eurer ksl. Mt. cgnedigster und vetterlicher–c wilh und gemuet zu erhaltung friden und rhue der gantzen deutschen nation gewesen und noch ist, dieweil kain grösser noch schmertzlicher elendt oder ubel sein mag dann krieg und unfriden zwischen verwanten stenden und eines reichs geliddern. Derwegen eur ksl. Mt. diese stende von hertzen underthenigste dancksagung thun, daß sie bißanher solchen beschwerlichen unfriden abwant und rhue in deutscher nation erhalten. Zudem ist diß auch ein vortreffliche thugent, die an einem solchen hohen haupt und kaiser pillich zu loben, das euer ksl. Mt., die eingefallen spaltung der religion durch fridliche mittel und weg hinzulegen und nicht durch gewalt oder thatliche handlung die kirchen in deutscher nation verwusten und zerreisen zu lassen, geneigt. So ist am tag, daß euer ksl. Mt. Italien nicht allein mit hereskraft, sonder auch durch ire gutigkeit und moderation gestillet haben.

    ŠUnd waiß meniglich, daß eur ksl. Mt. zu land und wasser dem erbfeint cristlichs nhamens, dem Turckenn, nicht allein in deutzschen landen, sonder der gantzen cristenheit zum besten trefflichen widerstandt gethan. Und dieweil die stende diese ding also bedencken, mussen sie pillich die gnade und gute des almechtigen preisen und loben, welcher in diesen sorglichen zeiten und leuften ein solch haupt und kaiser dem reich und gemeiner cristenheit zum besten gegeben, der rhue und friden im reich zu erhalten und dem grausamen erbfeint cristlichs nahmens und glaubens, dem Turcken, welcher, von wegen etzlichs siegs zu grossem ubermuet gereizt, abbruch und widerstant zu thun, geneigt ist, darumb sie auch euer ksl. Mt. solcher irer mhue, arbait fhar und anders halben, so eur ksl. Mt. dem reich und gemeiner christenheit zu guttem loblich und nutzlich nicht weniger dann etzliche von den alten, vortrefflichen, berumpten kaisern vorgenomen und gehandelt, underthenigste dancksagung thun, mit underthenigster gluckwunschung, das euer ksl. Mt. ins reich deutscher nation, friden, einigkeit und rhue darinnen zu pflantzen und zu erhalten, glucklich ankommen. Bitten auch Got den almechtigen, daß er seinem gotlichen nhamen zu lob, ehr und preiß, auch zu gemeiner wolfart des reichs euer ksl. Mt. handlung irem furhaben nach zu cristlicher ainigkeit, friden und allem guten schicken und seinen gotlichen segen dartzu verleihen wolte.

    Sovil aber daß angeregte concilium belangt, mugen diese stende mit grunt und gutem gewissen sagen, daß inen nie nichts liebers dgewesen, auch noch nichts liebers–d sein mocht, dann daß von solchen religionsachen in einem cristlichen, freien concilio, in deutscher nation zu halten, cristlich, ordentlich und rechtschaffen geratschlagt und gehandelt werden möcht, dann es ist am tag, daß nicht geringe mißbreuch in der kirchen eingerissen, darob vor dieser zeit viel trefflicher, frommer, guthertziger leut geclagt und derselbigen enderung und besserung begert haben. Und nachdem dieselbigen mißbreuch in den kirchen, diesen stenden zugehorig, in besserung zu richten furgenohmen, ist der vleiß und vorsichtigkeit gebraucht, daß man nichts, so der rechtschaffenen, gemeinen, cristlichen, apostolischen oder catholischen kirchen zuwider und ungemeß, angenohmen, gebillicht oder vertaidingt hat, sondern sie zweiveln nicht, daß die lehre irer confession und religion esei aigentlich die warhaftige lehre gemelter cristlichen, apostolischer oder catholischen kirchen–e. Und haben nicht allein nie kein cristlich erkenntnus derhalben gescheuet, sondern nichts hohers begert, dann daß dieselbige an das liecht gebracht, erclert und erweittert, auf das die ehr unsers herrn Cristi außgepraittet und gepreisset und der selhen hailh bedacht und den gewissen geholfen werden möcht.

    So haben sie auch grosse, wichtige und pilliche ursachen gehapt, daß angesetzt concilium kurtz verschiener jhar zu wegern. Aber nichtsdesterweniger Šwollen sie hie abermals betzeugt haben, daß sie nie keine rechtschaffene, cristliche cognitionf geflohen, dann sie auch die cristliche kirch, welche mit unsers herrn Cristi blut gereiniget, in ehren halten, darinnen daß gotlich worth gelert wirdet und der hailige gaist der cristen hertz und gemuith zu erkenntnus der warheit und, Got dem herrn mit rechten gottesdinsten zu ehren, regirt und laitet. Derhalben sie mitnichten gemeint oder bedacht, die rechten, waren, cristlichen erkenntnus oder cognition zu fliehen, wie auch in vielen gepflogen handlung, die euer ksl. Mt. dieser strittigen religion halben gnedigst haben vernehmen lassen, ire gemuet vermerckt worden, dann sie zu ider zeit geneigt gewesen und noch, antzuzeigen, zu berichten und zu ercleren, waß ir meinung und gemuethg sei in solchem religionhandelh, und tragen keinen zweivel, es hett dieser zwispalt beraitan mogen zu vergleichung bracht werden, so etzliche die sachen nit mer gehindert dann gefordert. Nachdeme euer ksl. Mt. vorhaben und gemuet dohin vermarckt, daß die warheit solte gesucht und ans liecht bracht werden und also ein rechtschaffenne, bestendige, cristliche concordia erfolgen möchte, welchs diese stende euer ksl. Mt. underthenigster meinung darumb antzuzeigen in underthenigkeit bedacht, auf das euer ksl. Mt. gnedigst abtzunemen und zu versteen, daß an inen bißanher an allem dem, so zu cristlicher concordia dinstlich, kein mangel gewesen sei.

    Und dieweil euer ksl. Mt. in obgemeltem furtrag gnedigst begert, die stende wolten erwegen, bedencken und beratschlagen, welchermassen berurter zwispalt der religion hingelegt und zu einhelligem, cristlichen verstant gebracht und verainigt werden mochten, auch was und wie hirinnen zu handeln und furzunemen sei, mit angehengtem und vorgeschlagen eur ksl. Mt. mittel, soferne die stende kein fruchtbarß oder furtreglichers wusten etc., so haben diese stende, euer ksl. Mt. ir underthenigst bedencken darauf zu vermelden, in underthenigkeit nicht underlassen wollen und bewegen diese ding undertheniglich dohin, daß nochmals der best und fruchtbarst weg zu hinlegung solcher strittigen religionsachen sein solte, daß das angefangen gesprech zu Wormbs alhie continuirt wurde, und solchs furnemlich derhalben, damit dieser großwichtigst handel der religion gnugsam durch rede und widerrede erclert und ergrundet werde, daraus ein whare, cristliche vergleichung und reformation der angetzogen mißbreuch zu erlangen, wie dann auch dieser weg hietzuvor bedacht, von eurer ksl. Mt. gnedigst eingereumpt, darauf die handlung zu Wormbs im nhamen des almechtigen angefangen und hieher durch eur ksl. Mt. transferirt worden ist, darumb auch diese stende, solchen weg itzo fur die handt zu nemen, underthenigst bitten.

    Do nun nach solchem gehaptem gesprech eur ksl. Mt. irem gnedigsten vorschlag nach etzliche guter gewissen, ehrliebende personnen, welche, des hl. Šreichs deutscher nation ehr, nutz und wolfart zu fordern, geneigt, in geringer antzall auß gemeinen stenden und deutscher nation, sich ferner auf solch gehapt cristlich gesprech zu underreden, die strittigen artickel notturftiglichen zu examinirn und zu erwegen, auch allen muglichen vleiß furzuwenden, dieselbigen irrigen puncten dem gotlichen wort gemeß zu vergleichen, erwelhen und dieselbigen personnen diesen stenden gnedigst benennen und antzaigen lassen wurden, alßdann wollen sie sich gegen euer ksl. Mt. in demselbigen mit solcher undertheniger und christlicher antwort vernehmen lassen, daraus eur ksl. Mt. zu befinden, das an allem dem, so zu Gottes lob, cristlicher reformation der kirchen, auch zu erhaltung friden und rhue im hl. reich dienstlich und nutzlich, dieser stende halben kein mangel sein soll etc.2

    Sovil aber, die sachen zu widerstandt dem Turcken, auch guter pollicei und ordnung im hl. reich deutscher nation antzurichten, betrifft, haben die stende der cristlichen veraynung und verstentnus bißher nicht gewegert, so sie bestendigen fride hetten erlangen mugen und das cammergericht mit seinen unrechtmessigen processen und furnemen wider die vereinigten stende dermassen, als geschehen, uber alle abschaffung und verpott eur ksl. Mt. nicht beschwert hette, alles daßjhenige mit andern stenden zu thun und zu leisten, daß sich geburt und die notturft erfordert hett, wie sie dann noch auf den falh an inen hinfuro keinen mangel erscheinen zu lassen gedencken. Achten aber sie, die stende der aynung und verstentnus, dafur, daß sie zuvor und ehr die religionsachen erortert und zu begerter, guter vergleichung gebracht werde, sich von solchen puncten ires bedenckens nit wolh entlich mugen vernemen lassen, dieweil vonnotten ist, solcher vergleichung halben zuvor ein entlich wissen zu haben, an [= ohne] welche bestendiger frid und ainigkeit in deutscher nation nicht wolh erfolgen oder auch bleiben kann. Solchs alles haben eurer ksl. Mt. die gemelten stende underthenigst unvermeldet nicht lassen wollen, underthenigst bittend, eur ksl. Mt. wolten solchs gnedigst von inen vermercken etc.

    « Nr. Š85 Stellungnahme des Kaisers zur Antwort der protestantischen Stände auf die Proposition – Regensburg, 1541 April 11 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.); DV: Von der ksl. Mt. auf der stende ubergeben antwort weiterer furtrag, auf Montag nach Palmarum ubergeben.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 21r–22v (Kop.); DV fol. 22v: Ksl. Mt. antwurt, den stenden ubergeben. Actum den 11. April anno 41.

    C  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Konz.).

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 241r–242v (Kop.); DV fol. 242v: Schriftlich vortragen oder duplic, von der ksl. Mt. wegen den cristlichen religionsverwanten stenden den 11. Aprilis ubergeben. 1541.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1363 , Sp. 573–574;Corp. Ref. IV, Nr. 2184, Sp. 161–162.

    Die röm. ksl. Mt., unser allergenedigster herr, hat der fursten und andern abwesenden Kff., Ff. und stenden der augspurgischen confession und derselben religionsverwandten räthen, gesandten und pottschaften jungst schriftlich übergeben antwurt [Nr. 84] und anfängclich darin uß sondern gnaden gern gehört, das si irer Mt. jungst geschehen proposition und erzölung mit underthenigen fröuden vernomen, auch irer Mt.a von Gott dem allmechtigen lob, preiß, glück und alle wolfarth wünschen, mit undertheniger dancksagung und erzeigen, wie dieselbig ir antwurt vermag.

    Zum andern hetten sie, die stend, wol vermerckt, wie irer [sic!] Mt., in dem hauptartickel, die religion belangend, handlung furtzunemen, gesinnt, und achten noch gentzlich darfur, das solcher furgeschlagner weg der schleünigst und fruchtbarstb zu ablögung diß artickels sein sollt. Hierumb wer nochmals irer ksl. Mt. gnedigst begern, das sie in dem c(unangesehen, wes sie des colloquiums halben vermeldet)–c irer Mt. dvertrauen und–d willfarn wöllen. Dann ir Mt. sein des gnedigen gemuets und erpietense, solchen furgeschlagnen weg dermassen furtzunemen, dartzu auch solliche personen zu verordnen, darab sie, die stend, irer Mt. versehens gar kein beschwerd haben, sonder spurn und abnemen werden, daß ire ksl. Mt. hierin nichts anders, dann was gemeiner christenheit, sonderlich teutscher nation zu trost, ruw, frid und einigkeit diennen mag, zu suchen und zu furdern begierig. In wölchem irer Mt. sie, die stend, sonder gnedigs und angenemes gefallen thun, auch solchs in sondern gnaden gegen denselbigen in kein vergeß stöllen werden.

    « Nr. Š86 Resolution des Kurfürstenrates zur kaiserlichen Proposition – Regensburg, [1541 April 11]1 »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 69r–70v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 69r: Der churfursten ratschlag uff die keiserliche proposition.

    Der Kard. und Ebf. zu Meintz churfurst, mein gnedigster herr, und der abwesenden churfursten verordente bottschaften und rethe haben der röm. ksl. Mt. gnedige proposition undertheniglichen angehört, dieselben uffs vleissigst erwegen und berattschlagen und nach statlicher ermessung des handels uff wolgefallen und verbesserung anderer des hl. reichs geistlicher und weltlicher fursten und stende, auch der abwesenden bottschaften und rethe fur gut angesehen, der ksl. Mt. anfenglich in aller underthenigsten gehorsam hochsten danck zu sagen ires getreuen, vätterlichen und milten gemuts, so sy gegen dem röm. reiche teutscher nation tragen, desgleichen des gnedigen und embsigen vleis, so ir Mt. nit allein umb erhaltung willen eins gemeinen, cristenlichen concilii, sonder auch zu hinlegung der strittigen religion durch vilfeltige tage und handlung gnediglich furgewendt, darzue der erzelten muhe, arbeit und beschwerlichen costen, so ir ksl. Mt. mitlerzeit der strittigen religionsachen zu widerstandt des Turcken gnediglich dargestreckt, und zuletst, das ir Mt. aller ir konigreiche, landt und leut sachen und gescheft uff ein ort gestelt, sich nit one geferlichkeit in teutsch nation begeben, diesen reichstage außgeschrieben und eigner person gnediglich besuecht hat, wie solchs, nachdem gemeine stendt irer antwurt vergliechen sein, nach lengs angezeigt werden moge. Und darauf di ksl. Mt. in aller underthenigkeit zu pitten, ir ksl. Mt. wolt uff solichem gnedigen willen, keiserlicher zuneigung und getreuen, cristenlichen vleis gnediglich beharren und das hl. reiche und alle stendt desselben, auch diese beschwerliche, obliegende sachen gemeiner teutscher nation in so gnedigem, getreuem, vätterlichem bevelch haben, wie ir ksl. Mt. biß hieher gnediglich und löblich gethan und inmassen gemeine stendt sich solichs zu irer Mt. allweg unzweiffenlich versehen und getröst, auch yderzeit scheinparlich befunden und gespurt haben.

    Was di haubtpuncten solicher proposition betrieft, darin wurdet durch di ksl. Mt. die streittig religion als der hochst last teutscher nation erstlich fur die handt genomen, unzweiffenlich uß gnedigem bedencken, das nach erledigung derselben die andern beschwerungen zu leichter erörterung zu bringen sein. Und weren die stendt gantz undertheniglich geneigt, nit allein zu hinlegung dieser strittigen religion, sonder in allen des hl. reichs sachen ir underthenigst, getreue wolmeynung und bedencken ir ksl. Mt. zu eröffnen. Aber nach erwegung des handels hetten sie befonden, das ir Mt. den sachen mit getreuem Švleys nachgedacht und ein mittel furgeschlagen, wie durch guetliche handlung soliche strittige religion sollt zu cristenlicher vergleichung zu pringen sein, ungezweiffelt, ir ksl. Mt. hetten solichs in erwegung vorergangener handlungen und, was die vergleichung der strittigen religion bißhere verhindert hett, als fur das fruchtbarst und bequembst erwegen und bedacht. Und wollen demnach die stendt inen gefallen lassen, das ir ksl. Mt. mit zeittigem, wolbedachtem rathe ir selbs, auch Kff., Ff. und gemeiner stende etliche personen erwelen und verordnen, zu vergleichung der strittigen religion guetlich zu handeln, doch des augspurgischen abschiedts onebegeben, und sonderlich, das dieselben personen ir ksl. Mt. und gemeinen stenden irer handlung anzeige und bericht thun sollen, sich darauf mit gemeinem rathe nach notturft haben zu entschliessen, wie solichs irer Mt. gnedige proposition ferer außweist, zu dem allmechtigen Gott hoffendt, solicher wege soll zu fruchtbarem endt dieser sachen dienlich und ersprießlich sein.

    Und dieweil man one erledigung diß puncten zu den andern hendeln, in der proposition bestimbt, fueglich nit komen mage, wie ir ksl. Mt. auß vorgeenden handlungen sich gnediglichen zu erynnern, so were im besten erwegen, dieser religionsachen anfenglich anzuhangen und die andern puncten anzustellen. Wo dann di strittige religion vergliechen, wurden etliche der andern puncten selbs fallen, die uberigen aber mochten alßdann mit rathe ksl. Mt. und gemeiner stendt furderlich erledigt werden. Darzue und sonst zu aller der ksl. Mt. und des reichs wolfart wollten sich gemeine stendt alle zeit underthenigst erpotten haben.

    «Nr.87 Stellungnahme der protestantischen Stände zur kaiserlichen Erklärung vom 11. April 1541 – Regensburg, 1541 April 12 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.); DV: Der ksl. Mt. Dienstags nach Palmarum [1541 April 12] uberantwortung [sic!].

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Konz.).

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 19r–20v (Kop.); DV fol. 20v: Der protestirenden antwurt, 12. April anno 41.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 243r–244v (Kop.); DV fol. 244v: Antwort der augspurgischen confession und derselben religionsverwanten stende, der ksl. Mt. den 12. April zugestelt. 1541.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1364 , Sp. 574–575;Corp. Reform. IV, Nr. 2185, Sp. 162–163.

    Euer röm. ksl. Mt. gnedigste antwurt, aso sie gösterigs tag den stenden der augspurgischen confession und derselben religion verwanten uff ir–a geschehne Šmundtliche und schriftliche anzeigung und bedenckenb gegeben etc., haben dieselbigen stende underthenigst vernomen. Und erstlich, das euer ksl. Mt. solche der stend underthenigste vermeldung so gnedig vermerckt, des thun sie sich gegen euer ksl. Mt. zum underthenigsten bedancken.

    Zum andern, wiewol gemelte stende den weg des gesprechs inhalts irer nechsten derselbigen eurer ksl. Mt. übergeben, cunderthenigstem bedencken–c zu vergleichung der religion fur den bequemesten angesehen haben und noch darfur achten, dieweil aber euer ksl. Mt. iren furgeschlagnen weg nochmals fur bequemer ansehen und gnedigst begern, das die stend eurer ksl. Mt. darinnen vertrauen und willfahren wollten, mit dem gnedigsten erpietten, solchen furgeschlagnen weg dermassen furtzunemen, dartzu auch solche personen zu verordnen, darab dise stend eurer ksl. Mt. versehens gar kein beschwerd haben, sonder spürn und abnemen werden, das euer ksl. Mt., hierinnen nichts anders, dann was zu Gottes lob und gemeiner cristenheit, sonderlich teutscher nation zu trost, ruw, frid und einigkeit diennen möchte, zu suchen und zu furdern, begierig were, domit dann euer ksl. Mt. berurter stende underthenigst willen, gemüet und neigung gnedigst vermercken, das sie irenthalben an allem dem, das so zu erweitterung Gottes lob, christlicher reformation der kirchen und also zu rechter warer, christlicher einigkeit, auch friden und ruw dienstlich, nichts gern wollen erwinden lassen, so seind sie erpietig, eurer ksl. Mt. in dem underthenigclich zu willfahrn und solchen weg auch zu versuchen, der underthenigsten zuversicht, euer ksl. Mt. werden die verordenung der personen irem gnedigsten erpietten nach furnemen, doch das dise handlung unverpündtlich und gleichmessig zu erforschung der warheit und christlicher concordien furgenomen werde und, wo solliche eurer ksl. Mt. furgeschlagne handlung din einem oder mehr puncten–d zu keiner entlichen würckung gereichte, das alsdann dise stende dardurch ein den unverglichnen puncten sich–e des angefangnen, bewilligtenf geprechs zu Wormbs, auch sonst aller anderer irer zuvor geschehnen protestationg, vorbehaltungen und notturft nicht wöllen begeben haben.

    Das haben euerer ksl. Mt. die obgemelten stend dermassen in aller underthenigkeit nicht verhalten wöllen, sich derselbigen zum underthenigsten bevelhende.

    «Nr. Š88 Antwort des Kaisers auf die Stellungnahme der protestantischen Stände vom 12. April 1541 – Regensburg, [1541 April 12]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 245r–246v (Kop.); DV fol. 246v: Vertzaichnus, was sich ksl. Mt. in uberantwortung der religionsverwanten stende schriftliche antwort auf irer ksl. Mt. duplic ferner hat vernehmen lassen. 1541.

    B  koll. Stettin AP, AKS I/110, pag. 113–115 (Kop.).

    Die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, haben die muntliche geschehene antzaig der fursten und der andern abwesenden churfurst, fursten und stende, der augspurgischen confession verwant, gnediglich angehort, auch die ubergebene schriftliche antwort [Nr. 87] horen lesen. Und befinden ire ksl. Mt., daß gemelte stende irer ksl. Mt. begern nach, die personnen zu der vorgeschlagenen handlung der strittigen religion zu ernehnnen und zu verordenen, bewilligen, doch daß irer Mt. erbietten nach solche verordnung furgenohmen und das die handlung gantz unverbintlich sei etc.

    Nun hetten sich ire Mt. in der ersten proposition vernehmen lassen, waß sie vor personn zu solcher sachen zu verordenen gedechten, und weren noch des gnedigsten erbiettens, solche personnen zu benehnnen und zu verordenen, daran diese stende wolh zufriden sein wurden. Es sei auch irer Mt. gemueth und meinung zu erkundigung der warheit und rechten grundts gericht, auch daß nichts verbintlichs soll gehandelt werden. Und bedancken sich ire ksl. Mt. des underthenigen, guten willens gegen den stenden, der zuversicht, der vorgeschlagen weg soll zu den sachen forderlich sein, mit erbiettung, daß ire Mt. die sachen auch, sovil immer muglich, gnediglich fordern und den stenden solchs weiter vermelden lassen wolten.

    Hirauf ist der ksl. Mt. dancksagung beschehen und, das man der handlung in dem namen deß almechtigen gewertig sein wollte, mit erbietten, waß mit Got und gewissen zu thun, an nichten erwinden zu lassen.

    Die ksl. Mt. wollen sich versehen, die stende werden sich also schicken, daß es zu forderung der handlung diennen mög. Zum andern erbeut sich ire Mt., die handlung forderlich an die handt zu nehmen.

    «Nr.89 Antwort der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten auf die kaiserliche Proposition – Regensburg, [1541 April 11/12]1 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 71r–76v (Reinkonz.); AV v. a. Hd. fol. 71r: Der stendt antwort uff die keiserliche proposition.

    ŠB  koll. Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 12r–16r (Kop.); ÜS: Der ständt erste antwurt auf die proposition; DV fol. 18v: Der ständt erste und andere antwurt, den 11. und 13. April anno 41.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 267r–271v (Kop.); DV fol. 271v: Copei der antwort des bebstlichen teils stenden, ksl. Mt. uff ire proposition gegeben. 1541 Regennspurg.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1365 , Sp. 575–578;Corp. Reform. IV, Nr. 2186, Sp. 163–165.

    Der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren, gnedige proposition [Nr. 29] in anfang dis reichstags von wegen irer ksl. Mt. und in derselben personlichen gegenwertigkeit gnediglich furbracht, haben Kff., Ff. und gemeine stende des hl. reichs und der abwesenden pottschaften und rethe (ausserhalb der protestierenden) airs teils–ain aller underthenigkeit angehort.

    Und wiewoll sie der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren, gnedigs, getreu und keyserlich gemutt, so ir Mt. zu dem hl. röm. reiche und allen stenden desselben und sonderlich teutscher nation, unserm gemeinen vatterlandt, tragen, von anfang irer Mt. loblichen regirung bißhiehere in viel wege gespurtb, so haben doch Kff., Ff. und gemeine stende und der abwesenden pottschaften und rethe, wie obgemelt, uß irer ksl. Mt. gnedigen proposition eigentlichen vernomen, mit was gnedigem, getreuen vleis ir ksl. Mt. uff die jungsten zu Augspurg und Regenspurg uffgerichten abschied gnediglich gesuecht, ein gemein, cristenlich concilium zu erlangen, wes verhinderung irer Mt. auch in solichem furgefallen, wie auch daneben ir ksl. Mt. durch allerhandt gepflegte underhandlung und sonderlich uff nechst gehaltnem tage zu Hagenawe durch di kgl. Mt. allen muglichen vleis gnediglich furwenden lassen, diese strittige religionsachen zu cristenlicher einigkeit und vergleichung zu pringen, und sonderlich, mit was costen, muhe und darlegen ir ksl. Mt. in zeit dieser streittigen religion unserm gemeinen veindt unsers cristenlichen glaubens und namens, dem Turcken, widerstandt gethan, unzweiffenlich gemeiner cristenheit und sonderlich dem röm. reiche teutscher nation zu wolfart und guettem, darzue, wie beschwerlich und nachteilig ir ksl. Mt. aller anderer irer konigreiche, landt und leut sachen und gescheft uff ein ort gestelt, dieselben verlassen und sich nit one geringe geferlichkeit in teutsch nation begeben, diesen reichstage außgeschrieben und eigner person gnediglich besuecht hat, mit vorgeender Šerzelung, was treffenlicher ursachen irer Mt. ankunft ein zeitlang verhindert haben, wie solichs in irer ksl. Mt. gnedigen proposition geschicklich und nach lengs vermeldet ist.

    Solichs der ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren, gnedigen, getreuen und kaiserlichen gemuts, so sie zu dem röm. reiche teutscher nation allezeit getragen haben und noch, und sonderlich alles nach lengs erzelten, gnedigen, furgwendten vleis sagen Kff., Ff. und gemeine stende und der abwesenden botschaften und rethe irer ksl. Mt. in aller schuldigen, underthenigen gehorsam hochsten und ewigen dancke, des underthenigsten erpiettens, soliche ire Mt. gnedige zuneigung, so sie zu dem hl. röm. reiche teutscher nation tragen, auch iren getreuen vleis, uffgewendten costen und arbeit in aller underthenigkeit uber schuldige pflicht zu verdienen und darinen nichts zu underlassen, was zu erhaltung irer Mt. und des hl. reichs reputation, eher und wolfart dienlich sein magec. Und ist daruff gemeiner stendt und derselben pottschaften und rethe underthenigst pitt, ir ksl. Mt. wollten uff solichem gnedigen willen, keyserlicher zuneigung und getreuem, cristenlichem vleis, weliche ire Mt. bißhiehere one underlaß furgewendt, gnediglich beharren und das hl. reiche und alle stendt desselben, auch die beschwerlichen obligen teutscher nation in so gnedigem getreuem, vätterlichen bevelch haben, wied gemeine stendt sich solichs zu irer Mt. allwegen unzweiffenlich versehene, dester meher werden fsie in underthenigkeit willig sein, sich–f gegen irer Mt. gepurlicher gehorsam uber schuldige pflicht, wie pillich ist, alle zeit befleissigen.

    Ferner haben gemeine stendt und der abwesenden botschaften und rethe, wie obgemelt, di hauptpuncten, in der keyserlichen proposition bestimbt, mit getreuem vleis beratschlagt und erwegen und vermercken, das ir ksl. Mt. den zwispalt unser heiligen religion erstlich fur di handt genomen als nit den geringsten last und beschwerung teutscher nation, sonder zweiffel uß gnedigem bedencken, wo der hochsten, untreglichen beschwerung durch verleihung gotlicher gnaden abgeholfen, das volgends viel dest leichter in andern des hl. reichs obliegenden sachen mit gemeinem rathe und zuthun ir ksl. Mt. und des hl. reichs stendt einmutiglich mocht gehandelt und, was di unvermeidlich notturft erfordert, statlichen und nutzlichen beratschlagt und beschlossen werden. Und erkennen sich gemeine stendt und der abwesenden potschaften und rethe, wie gemelt, in aller underthenigkeit schuldig, der ksl. Mt. nit allein in dieser strittigen religion, sonder in allen des hl. reichs obliegenden beschwerungen yederzeit ir getreu wolmeynung und bedencken zu eroffnen, wie sie uff hievor Šgehalten reichstagen undertheniglich gethan und, hinfur zu thun, in schuldiger gehorsam urputtig sein.

    Wes aber di strittigen [sic!] religion betriefft, befinden gemeine stendt und der abwesenden pottschaften und rethe, das ir Mt. diesem beschwerlichen handel mit getreuem vleis nachgedacht und ein mittel furgeschlagen, wie durch gutliche underhandlung etlicher personen, so darzue sollten erwelt werden, der zwispalt unser heiligen religion mocht zu cristenlicher einigkeit und vergleichung zu pringen sein. Und dieweil sie in keinen zweiffel setzen, ir ksl. Mt. hab solich mittel mit dapfern, statlichem, zeittigem rat erwegen und bedacht und solichs in gnediger erwegung vorergangener handlungen, waran es yderzeit gemangelt und wes di vergleichung der strittigeng religion bißhere verhindert het, auß getreuem, gnedigem, keiserlichen gemutt als fur das fruchtbarst und bequembst gnediglich furgenomen, so wollen inen demnach Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden pottschaften und rethe, wie gemelt, in underthenigkeit gefallen lassen, das ir ksl. Mt. mit zeittigem, wolbedachtem rathe, hwissen und willen der–h Kff., Ff. und gemeiner stendt etliche gueter gewissen, eher- und friedtliebende personen, di, des hl. reichs teutscher nation eher, nutz und wolfart zu furdern, geneigt, in geringer zalle auß gemeinen stenden und teutscher nation erwelen und verordnen, di strittigen artickel der religion notturftiglich zu examinieren und zu erwegen, auch allen muglichen vleis furzuwenden, dieselben zu cristenlicher einigkeit und vergleichung zu pringen, doch des jungsten augspurgischen reichsabschiedts unbegeben. Und sonderlich, das dieselben erwellten personen aller irer handlung, darin sie nichts entlich willigen sollen, ksl. Mt. und gemeinen stenden eigentliche anzeige und bericht thun, sich darauf mit gemeinem, zeittigem rathe nach notturft haben zu vergleichen und zu entschliessen, wie solichs irer Mt. gnedige proposition ferer außweist und vermage. Hoffen die stende und der abwesenden botschaften und rethe zu dem almechtigen, durch solichen irer Mt. gnedigen furgeschlagen wege soll di strittige religion zu cristenlicher einigkeit und vergleichung zu pringen sein, ir Mt. und dem hl. reiche zu ruhe, frieden und aller wolfart.

    Wes den widerstandt unsers gemeinen veinds cristenlichs glaubens und namens, des Turcken, und andere nottwendige artickel, in der proposition bestimbt, belangt, haben Kff., Ff. und gemeine stendt des hl. reichs keinen zweiffel, ir ksl. Mt. wiß uß hochverstendigem, keyserlichem gemutt und vorergangenen handlungen etlicher reichstege gnediglich abzunemen, das in solichen sachen vor erledigung der strittigen religion fruchtbarlich nit gehandelt werden möge, derwegen gemeine stendt und der abwesenden pottschaften fur nutz und gut undertheniglich erwegen, soliche sachen noch zur zeit in ruhe zu stellen. Wo dann di strittige religion, wie zu dem allmechtigen zu hoffen, zu cristenlicher einigkeit und vergleichung gelangt, wurden etliche von gemelten puncten selbs Šfallen. Die uberigen aber mochten alßdann mit rathe ksl. Mt. und gemeiner stendt desto statlicher und zu mererm nutz und wollfart des hl. reichs erledigt werdeni. Wes darin Kff., Ff. und gemeine stendt, wie gemelt, ir ksl. Mt. und dem hl. reiche zu eher, nutz und guettem handeln und schliessen helfen mögen, des und sonst zu aller anderer irer Mt. und des hl. reichs wolfart wollen sie sich hiemit in aller underthenigkeit und gehorsamlich erpotten haben, mit underthenigster pitt, soliche antwort von inen gnediglich anzunemen und ir allergnedigster herr zu sein und zu pleiben2.

    «Nr.90 Antwort der altgläubigen Reichsstädte auf die kaiserliche Proposition – Regensburg, 1541 April 121 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.); DV: Etlicher stett antwort auf das ksl. furtragen zu Regenspurgk anno 41.

    B  koll. Colmar AM, AA 75, 63, unfol. (Kop.).

    C  koll. Lindau StadtA, 63, 11, fol. 21r (Kop.).

    D  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 240r–240v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 240v: Der bäpstischen stette antwurt ksl. Mt. geben.

    Euer ksl. Mt. furtrage [Nr. 29], den sie am jungsten den stenden deß hl. reichs thun und in schriften uberantworten lassen, haben wir in aller underthenigkait und darauß gnugsam vernomen, mit was gnedigistem fleiß, treuen und vatterlich gemuta sich dieselb euer ksl. Mt. von der zeit deß nechst alhie zu Regenspurg gehaltennen reichsdags bishere fur und fur beflissen und bearbait, darzu auch noch deß genaigten willens sei, furnemblichen in der spaltung unserer christlichen religion und dann auch sunsten im hl. reich teutzscher nation fride, recht und ainigkait aufzurichten und zu erhalten, daß wir uns dann Šnit allein fur unser person, sonder auch von wegen unserer obern gegen eurer ksl. Mt. zum underthenigsten bedancken.

    Domit aber nun euer ksl. Mt. hinwider auch unserer herschaften und unsern schuldigen und billichen gehorsam herinnen spurn, erkennen und vermercken, so haben auf eurer ksl. Mt. bevelch wir fur unß selbs den gedachten iren furtrage erstlichen in dem, wie und welchermassen die strittigen artickel der religion examinirt, auch zur vergleichung und ainigkait gepracht werden sollen, fur die handt genomen, auch mit allem fleiß berathschlagt und erwegen und wissen denselben in nichten zu verandern, sonder lassen unß eurer ksl. Mt. maynung in demselbigen durchauß gefallen.

    Dann die andern nachfolgenden artickel als die hilf wider den erbfeint unsers heiligen, christlichen namens und glaubens, den Durckhenn, auch die pollicei und anderß betreffen seint wir anstat und von wegen unserer obern urputig, neben andern stenden auch an unß nichts erwinden zu lassen, allein, dweil dieselben unsere hern hievor mit deß reichs hilf und anschlegen uber ir vermogen vil zu hoch belegt und ubersetzt seint worden, das solchs bedacht und in demselben der gepür auch ringerung furgenomen werde und beschee. Das wolten eurer ksl. Mt. wir auß schuldiger gehorsam in aller underthenigkait unangezaigt nit lassen und thun unß derselben hiemit underthenigst bevelhen.

    Euer ksl. Mt. underthenigsten und gehorsamen der nachbenanten stett gesanten: Colln, Metzsb, Hagenaw und Colmar, dise baide mit bevelch der stett der landtvogti Hagenawe, Tull, Rotweil, Schwebisch Gemunde, Schweinfurtc, Schwebischen Werde, Wimpffenn und Regenspurg.

    «Nr.91 Zweite Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten zum Kolloquiumsplan des Kaisers – Regensburg, [1541 April 13]1 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, 77r–78r (Reinkonz.); AS fol. 77r: Diese antwort ist ksl. Mt. muntlich furgetragen, disem concept gemeß.

    ŠB  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 17r–18v (Kop.); ÜS fol. 17r: Der stände andere antwurt; DV fol. 18v: Der ständt erste und andere antwurt, den 11. und 13. April anno 41.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 45r–46r (Kop.).

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 272r–273v (Kop.); DV fol. 273v: Copei des bepstlichen tails Kff., Ff. und stend duplic, der ksl. Mt. den 14. Aprillis uberantwortet.

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2187 , Sp. 165–166.

    Wie gnediglich di röm. ksl. Mt. unser allergnedigster herr begert hat, irer Mt. die erwelung der personen, so zu hinlegung der strittigen religion sollen verordent werden, undertheniglich heimzustellen und irer Mt. hierin zu vertrauen, das haben Kff., Ff. und stende des hl. reichs und der abwesenden pottschaften ausserhalb der protestirenden von iren verordenten, so ir ksl. Mt. gesterigs tags ir antwort undertheniglichen ubergeben, gehorsamlich vernomen, mit angeheftem gnedigem, keiserlichem erpietten, wie inen solichs nach lengs referirt und angezeigt ist. Und bedancken sich anfenglich Kff., Ff. und gemeine stendte, auch der abwesenden pottschaften und rethe solichs gnedigen, keiserlichen und geneigten gemuts, so sie zu dem hl. reiche teutscher nation spuren, mit underthenigem vleiß. Wo sie solichs uber schuldige gehorsam gegen irer Mt. wissen undertheniglich zu verdiennen, darzue weren sie alle zeit zum hochsten begirig und willig. Und bitten daneben in aller underthenigkeit, ir ksl. Mt. wollen di ubergeben antwort keinswegs dahin versteen, als sollten gemeine stendte an irer Mt. in dieser zwispeltigen religionsachen einichen zweiffel tragen, dann solichs ir gemutt gar nit gewest, hetten auch des in ansehung irer ksl. Mt. bißhere gesuechten, getreuen vleis und des keiserlichen, gnedigen erpiettens nit ursach. Dieweil aber ir ksl. Mt. in dieser strittigen religionsachen gemeiner stendte getreuen rathe begert, so hetten sie sonderlich erwegen, das bißhere im hl. reiche gepreuchlich herkomen, wo dergleichen und geringer sachen zugefallen, das darzue gemeine stendt jederzeit verordent hetten, das auch gemeine stendt der personen, so zu hinlegung dieser strittigen religion dinlich, vor andern kundig und derselben gelegenheit wissen mochten, der ursachen und keiner andern gestalt solich ir underthenig, getreu bedencken an irer Mt. undertheniglich gelangt were.

    Aber, des alles unangesehen, wollten Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden pottschaften, wie gemelt, ir ksl. Mt. undertheniglich heimstellen, die personen zu vergleichung der strittigen religion nach irer Mt. gefallen zu erwelen, mit underthenigster pitt, inen soliche personen zu benennen und anzuzeigen, ob villeicht dieselben ader sachen nit furderlich oder dinlich–a mochten befunden werden, solichs ir Mt.b berichtsweiß und zu underthenigster Šerinnerung zu eröffnenc, allein zu furderung der sachen und zu erledigung dieses hochbeschwerlichen lasts teutscher nation. dDoch das–d die geordenten personen in dieser hochwichtigen sachen nichts entlichs handeln noch bewilligen, sonder irer Mt. gnedigen proposition gemeß aller irer handlung der ksl. Mt., auch Kff., Ff. und stenden notturftige relation thun, sich darauf mit einmuttigem rathe haben zu vergleichen und zu entschliessen.

    «Nr.92 Gutachten über zeremonielle Rechte der Kurfürsten – [Regensburg, 1541 April 16]1 »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 79r–82v (Reinkonz.); AV fol. 79r: Ratschlag churfursten freiheit betreffendt.

    Nachdem di churfursten und der abwesenden bottschaften sich vergliechen, die ksl. Mt. undertheniglich zu bitten, gnedigs insehens zu haben, das die churfursten und ire pottschaften an iren ordenlichen session, procession und standt durch den bebstlichen legaten oder jemandts anders nit verhindert, sonder darbei nach inhalt und außweisung der gulden bullen pleiben mögen, so haben sie daneben bedacht, wo villeicht die ksl. Mt. dagegen furwenden wolt, das der bebstlich legat nit fueglich außzuschliessen oder das die gulden bull zwischen den churfursten eigner person und iren bottschaften ein underschiedt machen soll, solichs durch nachvolgende ursachen abzuleinen:

    Anfenglich gibt die gulden bull lauter und klare maß, wie die churfursten, geistlich und weltlich, aals ein teil des keiserlichen leibs, auch seul und grundfesten des hl. reichs–air sessionbin gegenwertigkeit eins röm. keisers oder konigs haben sollen, deßgleichen wie es in der procession und an allen andern stetten und sachen, ein jeden keiserlichen hoffe belangendt, soll gehalten werden, mit außgetruckten worten anzeigendt, das sie soliche ire ordnung und wei[ß]unwandelbarlich halten sollen, es sei geendt, steendt, sietzendt oder, wie das Šwere, also das kein ander furst, welicherlei wesen, wirdigkeit oder ehern [sic!] der angesehen, inen mitnichten soll furgesetzt werden.

    Dieweil nun solich ordnung unwandelbarlich oder ungeendert pleibt, so muß von notten volgen, das niemandts, was standts der sei, csich intringen und–cdie churfursten an obgemelter irer ordnung verhindern solle, wie dann solichs die angeheften wort ercleren, das inen kein furst, welicherlei wirdigkeit der were, sollt furgezogen werden.

    Dann so jemandts, was standts der were, gestatt wurde, under den churfursten zu sitzen oder zu geen, so khondt di ordnung der gulden bull unwandelbar und ungeendert nit besteen, dann, was unwandelbar und ungeendert bleiben soll, muß auch in seiner ordnung unverruckt gehalten und kan dem zuwider niemands hohes oder gerings standts zugelassen werden. Sonst must von nott wegen durch ein und den andern inbruch die guldin bull in zerruttung und abfall komen.

    Solichs aber zu verhuetten, hat Ks. Karl der viert, hochloblicher gedechtnus, loblich geordent, das di bull nit allein unwandelbarlich pleiben, sonder das auch ainem Kg. von Beheim dals churfurst des hl. reichs–d keine konig, welicher wirdigkeit die weren, sollen furgesetzt werden.

    Dieweil nun dem Kg. von Beheim kein konig furgesetzt werden sollee, so kan auch nit geschlossen werden, das andere konig oder jemandts anders den churfursten sollen furgesetzt werden, soviel di verhinderung und obgemelte ordnung der gulden bull betriefft.

    fZudem gibt die guldin bull mit lautern worten, das ein romische keiserin gleich dem Kg. von Beheim nachvolgen soll, ungezweifelt der ursachen, damit di churfursten an obgemelter ordnung nit verhindert werden. Dieweil nun ein romische keiserin und augusta imperii sich wider gedachte ordnung nit intringen, sonder dem Kg. von Beheim, welcher dise ordnung beschleußt, nachvolgen soll, so kan auch sollichs nimands anders, wes hohen stands oder wesens der sei, gepuren noch zusteen, in ansehung, das diese ordnung ein romische keiserin und augustam imperii außschleußt und ir ausserhalb derselben ein sondere stat verordent–f. Vielweniger mage solichs den bottschaften, was herkomens di sein, gestat werden, dieweil sie billich geringer zu achten dann dijhenigen, so sie geschickt haben.

    Und wurdet solichs durch den herbrachten geprauch, nach aufrichtung der gulden bullen bißhiehere unwandelbarlich gehalten, gnugsam erclert, wie der bei den alten, so solichs bei iren zeitten gesehen, in keinen zweiffel mage gezogen werden. Im fall aber, das darfur geacht, es sollt mit den churfursten aigner person anders gehalten werden, dann so sie ire potschaften schicken, Šsolichs mage auch in keinen zweiffel gezogen werden, sonder wurdet durch den herbrachten gebrauch die gulden bull hierin eigentlich erclert, dergestalt, das die churfursten botschaften in gegenwertigkeit eins romischen keisers oder konigs anstat der churfursten werden zugelassen, steendt, geendt oder sietzendt ausserhalb des tisch, wie die gulden bull davon meldung thuet. Solichs ist durch den gebrauch so offenbar, das daran niemandts zweiffeln mage.

    Und des zu merer becreftigung so gibt di gulden bull, das auch der churfursten potschaften in der whall eins khunftigen konigs sollen angenomen werden. Dieweil nun an dem hochsten churfurstlichen gescheft, die erwelung eins cristenlichen haubts betreffendt, die pottschaften unzweiffenlich zuzelassen sein, mit was fuegen mogen sie dann in mindern und geringern ausgeschlossen werden.

    Zudem gibt die guldin bull die erclerung selbs dergestalt, das uß furgefallen verhinderungen die churfursten ire potschaften zu dem keyserlichen hoff schicken mogen, die auch angenomen werden sollen, doch das sie an dem tisch oder stul nit sietzen als dijhenigen, so sie gesandt haben.

    Dieweil nun di potschaften nit anders dann am tisch sollen außgeschlossen sein, so muß auch volgen, das sie in allen andern sachen und gescheften des keyserlichen hoffs sollen angenomen und zugelassen werden, wie dann solichs durch herbrachten gebrauch, wie hievor erzelt, abermalls gnugsam erclert und angezeigt ist.

    gWiewol auch die churfurstlichen botschaften von dem tisch, wie gemelt, außgeschlossen werden, so kan doch der ursachen nimands, was hohen stands oder wesens der sei, gepüren, sich an die churfurstlichen tisch zu tringen, vil weniger mogen frembde botschaften an solhen tischen zugelassen werden, dieweil die churfurstlichen botschaften, welhe ire gnedigste herrn representiren, sich derselben enthalten sollen–g.

    Und wurdet hie widerumb erhöllt, dieweil die gulden bull unwandelbarlich und ungeendert soll gehalten werden, so muß auch den churfurstlichen potschaften, so ire herren representiren, nit allein kein pottschaft, von wem die ges[andt], sonder auch niemands anders, was standts der were, verhinderung und intrag thun oder inen furgesetzt werden in den fellen, so inen, den churfurstlichen potschaften, die gulden bull und herbrachter gebrauch zugeben, hdan on das wurden nit allein die churfursten und ire botschaften an irer ordnung verhindert, sonder auch durch andre zuletzt understanden, di keiserlichen zeichen und insignia zu tragen dem inhalt der guldin bull zuwider und zu entlicher zerruttung derselben–h, wie diese und andere meher bestendige grundt und ursachen nach vleissiger besichtigung und erwegung der gulden bull zu erhaltung derselben, auch der churfursten praeeminentz, freiheit und Šherkomen iim fall, so es di notturft erfordert–i, statlich wol mogen furgewendt werden.

    Und ist hierin aller vleis furzuwenden, das dem ersten inbruch nit raum oder statt gegeben, dann dardurch werden di, so khunftiglich gesuecht, desto leichter abzuwenden.

    «Nr.93 Erklärung des Kaisers zur Nomination der Kolloquenten – Regensburg, 1541 April 20/211 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 83r (Kop.); AS fol. 83r: Ernennung der personen durch ksl. Mt.

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.); DV: Benennte personen, von röm. ksl. Mt. zu dem gesprech furgeschlagen und durch Hg. Friderichen Pfgf. uberantwortet in beywesen anderer irer Mt. raiht uff Mittwoch, 20. Aprillis anno 41.

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 23r–23v (Kop.); DV fol. 23v: Ksl. Mt. schrift, darin gemelt und furgeschlagen werden die sechs person, so sich in der streitigen religionsachen miteinander undterreden sollen. Actum, den 21. April anno 1541.

    Druck: Walch, Bd. 17, Nr. 1366 , Sp. 578; Corp. Reform. IV, Nr. 2199, Sp. 178–179.

    ŠDie röm. ksl. Mt., unser allergnedigister her, auf irer Mt. gethane proposition und der Kff., Ff. und stenden, auch derselbigen botschaften beschehen bewilligung, in der religionsachen further zu schreiten, haben ditzmals hiernach verzaichnete personen erwelt und verordnet, nemblich H. Julium Pflueg, Dr. Johann Eckh2, Dr. Johann Gropper, Philippum Melanchthonem, Martinum Bucerum3 und Johannem Pistorium, welche die streitigen artickeln gemelter religion nach inhalt gedachter proposition und bewilligung examiniren und erwegen, wie die zu vergleichen, und alsdann irer Mt., Kff., Ff. und stenden des anzaigung und bericht thuen sollen, sich solchem anzaigen und bericht nach, was zu gemelter vergleichung guet und dienlich sein mag, ferrer zu entschliessen.

    Es wellen auch ir ksl. Mt., wo es vonnötten, einen fursten zu presidiren verordnen4, damit bey und zwischen den benanten personen in irer communication dest fridlicher und richtiger ordnung gehalten werde5.

    «Nr. Š94 Eingabe der protestantischen Stände an den Kaiser – Regensburg, [1541 April 22]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 285r–286v (Kop.); DV fol. 286v: Copei der nebenschrift an ksl. Mt. mit uberreichung der verordenten diß teils theologen schreiben an die stende der augspurgischen confession verwanten. 1541.

    B  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. B, fol. 38r (Kop.).

    C  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20II, fol. 355r (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 43 , S. 60;Walch, Bd. 17, Nr. 1368, Sp. 580–581;Corp. Reform. IV, Nr. 2201, Sp. 181–182.

    Eur ksl. Mt. benehnnung der sechs personnen zu vorstehender religionhandlung haben wir forders tags in aller underthenigkeit entpfangen und zu forderung der sachen die drei benenten personnen dieses tails beschicken und an sie gnediglich und freuntlich gesynnen und begern lassen, sich solcher handlung euerer ksl. Mt. begern nach underthenigst zu beladen, welche uns mit antwort, wie euere ksl. Mt. aus beigelegter schrift2 gnedigst vernemen, begegent3.

    Dieweil wir nun solch ir bitten und suchen euerer ksl. Mt. gemuet und vorgenomener handlung nicht allein nicht entgegen, sonder auch demselbigen gemeß und den sachen zu grundlichem bericht und vergleichung derselbigen Šforderlich und dienstlich achten, so haben wir nicht underlassen mogen, euerer ksl. Mt. solches in underthenigkeit antzuzeigen, eur ksl. Mt. underthenigst bittend, solchs gnedigst von uns zu vermercken etc.

    [Beilage:] Eingabe der Theologen Philipp Melanchthon, Martin Bucer und Johannes Pistorius an die protestantischen Stände, Regensburg, o. Datum [1541 April 22]

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 283r–284v (Kop., lat. Fassung).

    B  koll. Straßburg AM, AA 496, fol. 84r–85r (Kop.).

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 42 , S. 58–59 (aus anderer Provenienz);Corp. Reform. IV, Nr. 2200, Sp. 179–181.

    Audivimus proponi nobis eorum nomina, qui delecti sunt ad deliberationem de controversiis ecclesiasticis. Ut autem filius dei, liberator noster, iam mortem aditurus rogavit patrem his verbis ‘Pater sanctifica eos in veritate, sermo tuus est veritas’, ita nos ad huius nostri pontificis preces vota nostra adiungimus et oramus deum, patrem domini nostri Iesu Christi, qui pro nobis victima factus est, ut regat haec consilia de dogmatibus. Optamus enim et ipsi toto pectore concordiam in ecclesia piis et veris modis constitutam.

    Quod vero ad delectum attinet, etsi invictissimi imperatoris augusti, domini nostri clementissimi, voluntati praesertim rem tantam bono studio instituendi non deesse nostra opera debet, tamen praemetientes animo huius deliberationis difficultates et pericula hoc tantum onus imponi aliis magis idoneis mallemus. Etsi enim res ipsae, de quibus agitur, non sunt obscurissimae iis, quibus ecclesiae antiquitas nota est, tamen voluntates quorundam nobis cognitae sollicitudinem nostram augent. Sed si non impetramus, ut delectae personae mutentur, parendum est scilicet necessitati et rogamus, ut, cum diligentiam, fidem, modestiam, simplicisa veritatis amorem, odium contentionis et sophistices, denique etiam studium concordiae, candorem et epieikian ad explicationem rerum attulerimus, ne quis nos defuisse officio nostro existimet.

    Cum enim invictissimus imperator in ea responsione, in qua nominantur delecti, diserte dicat velle se examinari controversias, satis ostendit, ut decet tantumb principem et tanta gravitate praeditum velle se non fucosas aut flexiloquas conciliationes fieri, quae non sunt durabiles, sed veritate patefacta concordiam constitui gratam Deo, in qua pariter omnes ecclesiae vera fide deum invocent et colant. Huic rei sancte testamur nos non defuturos esse.

    Deinde reverenter oramus, ut invictissimus imperator augustus addat aliquos tum suos consiliarios tum alios bonos viros ipsius iudicio delectos utrinquec, ut Šet ipsi caesareae maiestati et principibus et ordinibus utriusque partis hae tantae res integre et vere recitari possint, ut postulat negotii magnitudo.

    Res per sese periculosa est tam paucorum deliberationi haec tanta negotia committi. Etsi enim potestatem decernendi non habent, tamen aliquam vim habent haec qualiacunque praeiudicia.

    Existimamus nos nec absurdam nec iniquam nec difficilem rem petere. Cum enim huius deliberationis spectatorem habeamus patrem caelestem, filium Dei et sanctos angelos, cur non etiam aliqui honesti et boni viri veritatis et concordiae amantes interessent, qui principibus et ordinibus in utraque parte acta referant.

    Haec ut invictissimo imperatori augusto, domino nostro clementissimo, reverenter exponatis, oramus, quem ut servet et gubernet Deus, pater domini nostri Iesu Christi, ex animo precamur. Philippus Melanchthon, Martinus Bucerus, Joannes Pistorius.

    Ad principes et status in augustana confessione coniunctos.

    Dt. Übersetzung der Beilage:Eingabe der Theologen Philipp Melanchthon, Martin Bucer und Johannes Pistorius an die protestantischen Stände – Regensburg, [1541 April 22]

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 280r–282v (Kop.); DV fol. 282v: Copei der theologen schrift an die religionsverwanten stende, das etzliche auß ihnen der deliberation und handlung beywohnen wollen etc.

    Druck (einer anderen Übersetzungsvariante): Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 43 , S. 60–62;Walch, Bd. 17, Nr. 1367, Sp. 578–580.

    Wir haben gehort, wie man uns angezeigt hat, die namen dere, die do gewelet sind, zu beratschlahen die zenckischen kirchensachen. Aber gleich wie unser heiland und seligmacher Gottes Sohn, do er itzt sterben wolte, den vater bat mit disen worten ‚Vater, heilige sie in der warheit, dein wort ist die warheit‘ etc., also thun wir unser gebete auch zu disem unsers hohen priesters gebete und bitten Got, den vater unsers hern Jesu Christi, der fur uns zum opfer gemacht ist, das er disen rathschlag und furnemen von der lere regiren, leiten und furen wolte. Denn auch wir selbs wunschen und begeren von gantzem hertzen, das eine rechte, bestendige einikeit in der kirche durch rechtschaffene, christliche mittel und wege gemacht und aufgericht werde.

    Was aber die wahl belanget, wiewol wir den willen des unuberwindlichsten keisers, unsers allergnedigsten hern, sonderlich, weil sein Mt. ein solche grosse, wichtige sache guter meinung furnimpt, in aller untertenickeit nach unserm vermugen gerne leisten wollen, doch weil wir bey uns bedencken und betrachten die difficulteten und fahr dises rathschlages und handels, wolten wir lieber, das solche burde andern, die darzu bas gschickt und tuchtig sind, aufgelegt wurde; denn wiewol die sachen, darvon gehandelt, nicht so gar schwer sind, Šdenen der kirchen antiquiteten bewust und bekant sind, doch vermehren unsere sorgfeltigkeit etzlicher leute gemute und willen, so uns bekant sind, nicht wenig.

    Aber weil wir nicht erlangen konnen, das die geweleten personen mochten geändert werden, mussen wir der not gehorchen und bitten, das, wan wir vleis, treu, bescheidenheit, liebe zur einfeltigen warheit, has zu zcancken und zur sophisterey, auch vleis zur einikeit, aufrichtickeit und alle billickeit furgewandt haben, solche sachen zu expliciren und richtig zu machen, das uns niemand verdechtig halten und dencken wolte, als hetten wir unserm ampte, wie uns gepurt, nicht gnug gethan. Denn weil ksl. Mt. in der antwort, in welcher die geweleten personen genant werden, mit claren, deutlichen worten saget und anzeiget, er wolle das die zenckischen sachen examinirt und verhert werden, domit zeiget er an, wie denn einem solchen grosmechtigsten fursten gepuret, das er nicht wolle, das eine getichte conciliation und geschmuckter vertrag, den man hin- und herbeigen und deuten konte, gemacht, welcher nicht bestendig nach wehrhaftig ist, sondern, wo die warheit offenbaret und an tag bracht ist, das eine concordia aufgericht werde, die Got gefellig ist, domit alle kirchen Gott im rechten, waren glauben eintrechtig anruffen und dienen, zu diser heiligen sache bezeugen wir, das wirs an uns nicht wollen mangeln lassen.

    Zum andern bitten wir unterteniglich und dienstlich, das ksl. Mt. uns wolte etzliche beide von iren rethen und andere frome leute, so von beiden teilen mit seiner Mt. erkentnis darzu gewehlet, zugeben, auf das irer Mt., fursten und stenden beiderlei parten solche grosse sachen mugen gantz volkomen und rechtschaffen referirt und wider angezeigt werden, wie diser grosser handel foddert. Es ist an ihm selbs fehrlich, das solche grosse hendel so wenig personen zu beratschlahen vertrauet und bevolhen werden, denn ob sie gleich nicht macht nach gewalt haben zu schliessen, doch haben solche preiudicia und vorurteil, sie seien nu wie sie wollen, etzlicher mas ein ansehen und kraft.

    Wir versehen uns und hoffen, das wir nichts unbilliges nach schweres bitten, denn weil der himelische vater, Gottes sohn und die heiligen engel dise unsere deliberation und handelunge sehen und anschauen, warumb solten nicht auch etzliche ehrliche und frome leute, die die warheit und einikeit lieb haben, darbey seien, welche den fursten und stenden von beiden teilen die acta referiren. Bitten unterteniglich und dienstlich, ir wellet solchs ksl. Mt., unserm allergnedigsten hern, furtragen und anzeigen, welchen Gott, der vater unsers hern Jesu Christi, wolte erhelten und regiren. Das bitten wir von hertzen4.

    «Nr. Š95 Themenkataloge und Teilnehmerlisten zum Religionskolloquium – Regensburg, 1541 April »

    I. Liste der Beratungsartikel für das Regensburger Religionskolloquium und Liste der Teilnehmer1– Regensburg, o. Datum2

    Karlsruhe GLA, 50 /53, unfol. (Kop.).

    Ausz.: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 53 , S. 78.

    Nachvolgender artickel halb sollen sich die geordneten delegaten underreden und vergleichen:

    Vom sacrament des altars.

    Von der geistlichen und des babsts gewalt.

    Von dem opfer der meß.

    Von den besondern oder winckelmessen.

    Von der munch versprechungen und gelubdten.

    Von dem ehestand der priester.

    Von rayhung des sacraments in beiderlei gestalt.

    Von widerzustellung eingenomner clösterlichen gueter und anders.

    Von ehrung der heylgen, darunder begriffen wirt, ob die bilder zu dulden oder nit seyen.

    Von geistlichen satzungen und gebreuchen.

    Von dem fasten, darunder verbotten wirt die außerwelung der speysen.

    ŠVon der buß in gemein, item, von der reu, genugthueung und beycht.

    Von dem prauch der sacramenten in gemein und sonderheit.

    Von mentschlicher satzung.

    Von dem gerechtmachenden glauben, item, vom verdienst und guten wercken etc.3

    Wiewol obgeschribne articul allenthalb ausgespraytet werden, als solten die bevolhen syn worden, davon zu disputiren und die zu examiniren, so ist doch im reychsratth nit davon bedacht oder beratschlagt worden etc.

    Die röm. ksl. Mt. hat zu der religionsachen verordnet als presidenten namlich von wegen irer ksl. Mt. Hg. Friderichen Pfgf. und H. Granuell,

    von wegen Mentz Eberhardt Rydt, hofmeister4,

    von wegen Cöln H. von Manderschidt5,

    von wegen phaltzgraf churfursten N. Haß, ca[ntzler]6,

    Kf. von Sachsen Franciscus Wymar, cantzler7,

    von wegen Hessen Feyg, cantzler8,

    statt Straßburg Sturm9.

    ŠVerordnete disputanten zu vergleichung der religion und derselbigen artickel zu examiniern: Von wegen der alten religion:

    H. Julius Pflug, geistlich,

    Dr. Eck von Ingoldstatt, theologus,

    Dr. Gropper von Coln.

    Von wegen der protestierenden:

    Philippus Melanchton,

    Martinus Butzer, straßburgischer predicant,

    Johannes Pistorius, hessischer predicant.

    Die sollent sich etlicher puncten verglichen haben, aber es ist des reichs rath davon nicht furbracht. Mitlerzeit diser disputation bleibent andere reichssachen anstan und wirt darinnen nichts gehandelt etc.

    II. Themenkatalog, lat.  – Regensburg, 1541 April 20

    A  Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. F, fol. 25v (Kop.).

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 37r–37v (Kop.).

    C  koll. Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. (Kop.).

    Quindecim articuli in comitiis Ratisbonensibus per cae[saris] delectos:

    De venerabili sacramento eucharistiae.

    De potestate ecclesiastica et summi pontificis.

    De missae sacrificio.

    De missis privatis.

    De votis monasticisa.

    De communione sub utraque specie.

    De restitutione monasteriorum et bonorum ecclesiasticorum.

    De veneratione sanctorum, sub quo et imaginibusb tollendis.

    De constitutionibus et ritibus ecclesiasticis.

    De ieiunio, sub quo et delectus ciborum probe[tur]c

    De poenitentia in communi et contritione et satisfactione et confessione.

    De usu sacramentorum tam in genere quam in specie.

    De constitutionibus humanis.

    De coniugio sacerdotum.

    De fide iustificante et de meritis atque bonis operibus.

    dHii propositi sunt una cum praesidentibus, testimonium dantibus et disputantibus feria quarta post festum Paschae 1541 [1541 April 20] Ratisponae in consiliis–d.

    ŠIII. Liste der Kolloquiumsteilnehmer, lat.  –  Regensburg, 1541 April 27

    Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. F, fol. 25r (Kop.).

    Praesidentes ac testimonium dantes a caesarea maiestate delecti:

    Praesidentes duo:

    1. Fridericus palatinus Rhen[ensis].

    2. Nicolaus Grandvela caesaris cancellarius.

    Testes sex:

    1. Comes a Manderscheid.

    2. Eberhardus Rud praefectus curiae Maguntinensis.

    3. Ludovici electoris palatini vicecancelarius Henricus Has.

    4. Electoris Saxoniae cancelarius.

    5. Lantgravii Hassiae cancelarius.

    6. Iacobus Sturmius Argentinensis.

    Congredientes sive disputantes:

    1. Martinus Bucerus Argentinensis cum

    2. Iohanne Eccio Ingelstadiensi.

    3. Philippus Melanchton cum

    4. Iulio Pflugk Maguntinensi.

    5. Johannes Pistorius Marpurgensis cum

    6. Iohanne Groppero Coloniensi.

    1541 feria quarta post Quasimodogeniti [1541 April 27].

    «Nr.96 Vorschlag für eine Erklärung des Kaisers gegenüber Lgf. Philipp von Hessen und Mgf. [Georg von Brandenburg] und für das weitere Verfahren auf dem Reichstag – Regensburg, [1541 Mitte Mai] »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.).

    Le marquis et le lantgrave avoient bonne cognoissance du moien, que sa M avoit fait proposer aux estatz touchant l’affaire de la religion, comment il a esté mis en chemin, et de ce qui est depuis besogniet et sur quoy la chose maintenant repose et se veult arrester.

    Or estoit que de la part des protestans a esté par plusieures fois remonstré à sa M, que, si sadite M faisoit assembler et convenir quelcque nombre de gens de bien tractables etc., que pour certain par aimable, chrestien et fraternel colloque les affaires de ladite religion se réduiroient à paix et union et qu’ilz, les protestans, s’y emplieroient de sorte, que l’on diroit, que de leur costé ne seroit trouver faulte etc.

    Sa M ayant en ce entière confidence avoit entreprint la présente diète et accédante la volenté et permission des estatz institué ledit colloque, lequel comment scavoient a esté continué jusques à maintenant que sa M trouve Šdifficulté, que du cousté des protestans l’on se veult arrester et tropt [sic!] pertinacement estre opinative et, si s’estoit leur intention, eust mieulx valu de point y estre entré de la sorte et n’eust esté besoingne dudit colloque.

    Non obstant touttefois sa M, qui ne désir en ce monde rien plus souverainment que cest affaire se puisse réduire en concorde par si bons moiens, qu’elle en puisse respondre non seulement envers la nation germanicque, mais touttes autres nations et potentates de la chrestienté, assisteroit encor volentier de tout ce qui luy seroit possible et faisable.

    Et pour ce que sa M scavante, que ledit margrave et lantgrave pourroient grandement promouver ladite concorde et réduction dudit affaire, avoit esté joieusse [sic!] et heu bon espoir de leur venue et leur faisoit ceste remonstrance selonc la confidence, qu’elle avoit en eulx, et prioit de y faire bon devoir, tenir main, que les choses se mènent sains pertinacité par boins moiens et intelligences, et veullent considérer, s’il ne se fait, les maulx et dangiers, qui en pouront s’ensuire.

    Et comme sa M ne doubte, qu’il[s] le scaront bien faire et le feront comme boins princes chrestiens, leur prie encor davantaige de voloir remonstrer à sa M leur bon advis et conseil. Sa M le recognoissera de bonne grâce etc.

    Semble à Monsr, qu’il seroit bon, que sa M eust tout pareillement mutatis mutandis fait remonstrer à Jacob Sturm et encor à quelcque principal des villes vandales.

    Il a entendu aussi des princes, qu’il seroit boin, que l’on entreprendist autres affaires de l’empire et que par ce l’on romperoit beaucop [sic!] de practicques, car traitant seullement de la religion chascun ne pense d’autre chose que de ladite religion et avisent tout ce qu’il[s] peullent [sic!] etc.

    «Nr.97 Bericht über die kaiserliche Audienz für Lgf. Philipp von Hessen und Stellungnahme der kursächsischen Gesandten – [Regensburg], 1541 Mai 16 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 455r–459v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 459v: Copei, was ksl. Mt. der religionhandlung halben mit dem landgrafen geret und der landgraf forder den chur- und furstlichen sechssischen rethen vermelden lassen und was sie darauf zu antwort geben. 1541; ÜS v. a. Hd. fol. 455r: Des lantgraven rethe antzeigung etc., den 16. Maij.

    Druck: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,1, Nr. 120 , S. 202–205.

    Es were ir gnediger her, der lantgraff, zu ksl. Mt. erfordert, welche seiner fstl. Gn. volgende ungeferliche meynung durch Pfgf. Fridrichen antzeigen lassen: Ire Mt. hette sich auß iren hispanischen konigreichen in deutzsch nationn furnemlich darumb verfugt, damit sie fried und eynigkeit dorinnen anrichten und sunderlich vergleichung in der religion machen mochte etc. Und hette derhalben ire Mt. im besten bedacht, durch zusamenverordnung weniger Špersonn die religionnsachen furtzunehmen. Dann in einer grossen antzal oder menig, alß do viel kopf weren, were wenig verhoflich, etwas außtzurichten. Nhun hette sich im anfang die sachen zimlich angelassen, etzlich artickel zu vergleichen gericht, aber an etzlichen hette es sich gestossen. aDann die theologi diß theilß hetten sich strack horen lassen, daß sie von irer meynung nicht weichen wölten, sich auch des buchs halben, so die ksl. Mt. inen vorlegen lassen, beschwert. Nhun sey es die meynung nicht, daß man so kurtz ufstossen solte, sonder von den sachen freuntlich und schiedlich reden und die warheit erforschen. Es gelang aber die ksl. Mt. an, daß Philippus Melanthon ein instruction von Dr. Martin bekohmen hab, daß er nichts weichen sol etc.b Item, daß zwolf theologen alhie sein solten, mit den er die sachen communicirt, die [ihn] auch villeicht dahin bewegen, daß er so heftig were etc.

    Zudeme, so solte der licentiat Amßdorff alhi in der herberg gepredigt haben, daß der ksl. Mt. gemut nicht zue vergleichung oder concordia geneigt, sonder daß es eitel betriegerey wehre, damit man umbginge. Nhun were aber gewißlich der ksl. Mt. gemuth dohin entlich gericht, daß sie gerne ein christliche concordia in der religionn machen und sehen wolten, welches sie auch mit Got und sunsten in viel wege bezeugen möchten etc. Und were der ksl. Mt. bitten und begern, die furwendung zu thun, daß sich die theologen schiedlich und freuntlich hielten und mit dem angefangenen gesprech verfuhren, op der almechtig gnad wölte verleihen, das die sachen nochmalß möchten ernstlich verglichen werden etc. Und achten es ire Mt. dafur, daß der stutz villeicht darauß kohme, daß die theologen dieses theilß viel geschrieben, darinnen sie itzt nicht gerne entweichen wolten. Dann solchs möcht ihr [sic!] bey den iren nachtheil und vercleinerung brengen etc. Nhun sey aber irer Mt. meynung, die warheit zu suchen, und sey uf der andern seithen auch viel dings eingerissen, daß einer verenderung und besserung bedurftig etc., welche auß solcher handlung erfolgen möchte. Und daß derwegen der lantgraff mit magistro Philippo reden lassen wolt, sich freuntlich und schiedlich in dem gesprech zu halten.

    Hierauf hat der lantgraff geantwort, daß sein fstl. Gn. auch bericht, daß der anfang dieser handlung sich zimlich und wol angelassen, wiewol sein fstl. Gn. dem H. von Granuel mehrmalß antzeigen lassen, daß sie nit gedencken könthen, wie dieser religionhandel mocht vertragen werden. Dann man trunge mit etzlichen artickel zue jenes theilß vortheil in die unsern. Aber von den artickeln, doran diesem theil auch nicht wenig gelegen und die grossen mißbreuch der kirchen belangen theten, alß von wharem brauch der sacrament, priesterehe, reformation der kirchen etc. hette man bißanher nicht vernohmen, was derhalben zu verhoffen were. Und do ire Mt. diese und dergleichen artickel fur die hant nehmen lassen und fordern, wurde den guthertzigen dester mehr hofnung Šmachen, und hoft auch, wan es zue weiter handlung kohmen, Got wurde gnad dartzue geben.

    Des Ambßdorfs halben, daß sich derselbe der wort solt gebraucht haben, wie [die] ksl. Mt. hetten antzeigen lassen, hielten sein fstl. Gn. dafur, es were nicht gescheen. Sein fstl. Gn. wölten sich aber der ding erkunden und uf solchen vhal dafur bitten. Achtet auch, was Dr. Martinj instruction halben erwehnet, daß doran nichts seyn wurde. Und wolten sein fstl. Gn., das Dr. Martinus selbst hie were, dann do er vormercken und sehen wurde, daß der ksl. Mt. ernst wehre, der warheit stadtzugeben, und ein christliche reformationn verhofflich, wurde er sonder zweiffel sich also halten und vernehmen lassen, daß ire Mt. vermercken und befinden wurden, daß er auch nichts lieber wolte, dann daß ein christliche reformationn der kirchen erfolgete. Und solten es die ksl. Mt. dafur haben, das seine fstl. Gn. zue christlicher concordia, auch zue forderung friden und ruhe zum hochsten geneigt.

    Die ksl. Mt. hat ferner lassen antzeigen, daß sie gerne hörten, daß sein fstl. Gn. zum friden und der concordia geneigt. Und daß von den furnehmsten artickeln noch nicht gehandelt, das were die ursach, daß die ordnung im buch dieselbig noch nicht betroffen. Wann es aber zue solchen artickeln kehme, so wölte sich die ksl. [Mt.] dorinnen auch also halten, daß es Got zue lob und ehr gereichen solte etc. Und begerten ire Mt., daß sein fstl. Gn. mit den theologen handeln wolte, daß sie sich schiedlich und freuntlich erzeichten. cEs hat auch die ksl. Mt. ferner durch Dr. Naves antzeigen lassen, daß irer Mt. gemuth nicht wehre, dem evangelio abtzubrechen. Dann es were ein evangelium aller christen, opwol im verstandt desselben bißweilen ungleicheit entstunden. Und wo die worth clar wehren, do durft es keiner disputation. Wo es aber nicht clar, da solt man sich derhalben freuntlich underreden, daß man zum rechten verstandt und vergleichung kohmen mochte–c. dSo were auch diese gantze handlung und underred conditional und unverbuntlich, dann es solte one vorwissen und bewilligung der Kff., Ff. und stende beiderseitz nichts geschlossen werden–d. Und hette zue forderung der sachen ire Mt., wenig theologos zusamenzuverordnen, bedacht, dann ire Mt. begerten auch, die warheit zu erforschen und wolten gerne, daß die vergleichung, sovil moglich, mocht troffen werden. Das ubrig aber, daß nicht möcht vertragen werden, solte man auf weiter handlung verschieben und gleichwol zue der reformation greiffen. Und begert ksl. Mt., sein fstl. Gn. wölte mit Kf. zue Sachssen gesanthen und rethen hirvon reden, auch dem Philippo die gemelt antzeig tzu thun.

    Der lantgraff hette sich hierauf erbothen, des churfursten gesanthen hievon antzeige zu thun und, was sein fstl. Gn. mit Goth und gewissen thun mochten, irenthalben nicht erwinden lassen und, do man eyne christlich reformationn Šder kirchen vermerck, wurde jedermann dester mehr hoffnung zue den sachen haben etc. Und diß sey ungeverlich die summa, was mit ksl. Mt. dißmalß gehandelt.

    Hierauf haben die churfurstlichen rethe inen geantwort, daß sie die antzeige vernohmen, theten sich der von wegen irer gnedigsten und gnedigen hern bedancken. Dieweil aber der von Anhalt itzundt nicht verhanden und auch die sach groß und wichtig, konten sie sich itzunder darauf nit vernehmen lassen, sonder wölten solchs dem von Anhalt antzeigen, auch mit dem Philippo darvon reden etc. eDas wusten sie inen aber nicht unvermelt zu lassen: Sovil erstlich den licentiat Amßdorff belangen thete, daß die ksl. Mt. in deme unrecht bericht were, dann Amßdorff hette solchs noch dergleichen ichtes, daß sich zue ksl. Mt. ungelimpf oder vercleynerung ziehen möchte, nicht gesagt, wie ime des auch viel leuthe, so bey der predig gewesen, gut zeugnis geben mochten. So were auch an deme nichts, sonder ein erdichter handel, daß Dr. Martinus dem Philippo einige instruction uberschickt haben solt. Dann Mag. Philippus were vor sich selbst also geneigt, daß er von demjenige, so er christlich und recht achtete, nicht gerne wolthe abweichen, darumb er auch nicht zu verdencken, sonder zu loben wehre–e. So wust auch der lantgraff selbst, daß man den dreyen theologen diß theilß, do sie erstlich zue der underrede verordent, den bevelh geben, daß sie allein auf Got und sein wort und auf keinen menzschen sehen solten und von der warheit nicht abweichen. Des sich dann Philippus, alß der one das, wie gemelt, hirtzue geneigt, sonder zweiffel wurde gehalten haben1. Sie wolten aber solchs, wie gehört, dem von Anhalt antzeigen und den dingen ferner nachdencken.

    Des lantgrafen rethe haben gesagt, sie wollen es irem hern antzeigen. Und der handel stunde dorauf, daß sich die ksl. Mt. wol hette vernehmen lassen, daß ire Mt. hoch geneigt, ein vergleichung zu suchen, und daß ire Mt. die uberigen artickel, der man sich nicht vergleichen mochte, biß zue ferner handlung aufschutzen wollen. Und bedechte der lantgraf, weil ksl. Mt. so ein grosse begirde zue der vergleichung hette, daß man sehe, wie es sich mit den uberigen artickeln anliesse. Dann ire ksl. Mt. hetten sich vernehmen lassen, sie konthe nicht zue der reformation kohmen, man hette sich dann zuvor von denen artickeln der doctrin verglichen2.

    «Nr. Š98 Aufzeichnung zur Unterredung Lgf. Philipps von Hessen mit dem Kaiser – Regensburg, 1541 Mai 17 »

    Druck: Lenz, Briefwechsel, Bd. III, Kap. D, Nr. 3, S. 75–781.

    Am Dinstag nach cantate anno etc. XXXXI. hat key. mt. meinen g. h. fordern lassen und mit seinen f. g. diese meinung geredt:

    Aus sonderm gnedigem vernemen wolle er, k. mt., s. f. g. nicht bergen, das ir mt. umb der religionsach willen dießen reichstag angesetzt hette, und wer die sach alwege dafur verstanden, so man gelert leut uber die sachen setzen werde, dem handel mochte zu raten sein. Also hette ire key. mt. aus verwilligung beider teil etliche darzu erwelet. Dieselbigen hetten sich nu in etlichen artigkeln verglichen, in etlichen wollte es sich stoßen; also, wo nicht ein ander wegk troffen, so wurd di handlung alle vergeblich sein; dann die protestirenden theologen sagten kurtz, sie wollten auf irer meinung, confession und schriften verharren. Nu wer je das colloquium darumb angesetzt, das einer des andern meinung horen, das man davon freuntlich und lieblich redden und also eine schriftliche vergleichung suchen solte. Solt es die meinung gehabt haben, das ein ider theil dermaßen auf seiner meinung verharren wolte, were solicher handlung, auch des colloquii one not geweßen. Darumb seie di handlung zu diesem mal aufgeschoben, und hab ir mt. bedacht, solichs mit s. f. g. zu redden und zu begeren, dasselb furder mit den sessischen gesanten [zu bereden], ob man die theologen mochte auf ein besser meinung bringen. Daneben so lang auch k. mt. an, wie doctor Lauter Philippo Melanthoni ein instruction zugeschickt habe, daruber Philippus nicht schreiten dorfe. Item, das auch Philippus neulich XII theologen bei ime gehabt hab; dieselben machen den handel weitleufig und irrig, und sei der abred nicht gemeß, wilche gestanden hab, das man davon nymands dan den obern meldung thun solte. Item, es kemen sondere person zum Philippo, die zum gespreche nicht gehoren; und sidder dieselbigen pei ime gewesen sein, hab der handel gar einen stoß und veranderung gewonnen. Item, es sei ir mt. berichtet, das ein prediger von Meideburgk [Amsdorf] gepredigt hav, es sei key. Mt. gemut nicht di sachen zu vertragen, sonder eitel betriegerei. Nu werd ye ir mt. des vil zeugnus haben, das es irer mt. gemut von hertzen Šsei. Bit, das mein gn. her solichs mit den Sessischen reden wolten, solichs bei den theologen zu handeln. Item, die theologen solten sich vernemen lassen, sie konten auf das buch nicht handeln und wolten weiter nicht einreumen; besorgten villeichte, sie mußten von iren schriften absteen. Nu wer es ye di meynung nicht, das jemandt absteen solte, sonder das man di warheit erforschen solte, dan der gegenteil wurd solichs dermaßen auch furwenden. Item, summa beschlossen, das mein gn. her mit den Sessischen handeln wolt, damit dieselben mit Philippo furter handelten, sich das zu bedengken.

    Daruff hat m. g. h. geantwortet, die rede etwas erholt und dartzu gesagt: es sei war, sein f. g. sei key. mt. zu underthenigem gefallen und dem frid zulieb herkomen, sunst het s. f. g. wol ursach anheimisch zu pleiben gehabt; es sei auch das herkomen s. f. g. von vilen gudten freunden widderraten, hab’s gleichwol gethan, des besten [so] gehoft, das gering colloquium mit fur gut angeseen; hab aber in seinem gemut nie gleuben mugen, das muglich sei, die streitigen artigkel der religion uff einmal und so eilend zu vergleichen; gleube auch wol, das under unsern theologen etliche zur concordien genaigt seien, etliche nicht. Das aber Philipp etliche theologen zu sich komen lassen, moge aus sonderen großen ursachen gescheen sein, dan es hab der gegentheil, sonderlich Dr. Eck ein gros geruchte in der stat gemacht, das sie von den unsern vil erlangt haben; das hat di unsern sorgfeltig gemacht, nicht alleine di theologen, sonder auch di stende; hat man die zu frid stellen sollen, hat man sie zu zeiten etwas wissen lassen mussen; das sei dem handel nicht zu nachteil, sonder zu gut gescheen. Fur sich hab mein gnediger her alweg dartzu geregt [so], das seinen f. g. die concordien gefellig were; s. f. g. wollte gerne dartzu thun, was s. f. g. mit Gott und gewissen thun mochten; dan widder gewissen und Got sollte nymands handeln.

    Von der instruction obgemelt wusten s. f. g. nichts. S. f. g. hielten aber Philippum dafur, das er auf nymands instruction sehe; er wurd das thun, das ine sein gewissen leren wurde. So hett auch s. f. g. ine darumb gebetten, das er seine hern oder sonst nymands ansehen wolte, sonder allein auf Got; versehe sich, Philippus werd das thun.

    Der besonder person halben fiele der keiser m. g. h. in di rede und sagte: man meinte damit di frantzosisch botschaft. Sagt m. g. h.: Philippus het s. f. g. gesagt, dieselb potschaft hett ine ungeverlich auf’m statgraben angesprochen, aber nichts sonderlichs mit ime geredt. So hielte auch s. f. g. Philippus dafur, das er sich solicher hendel nicht irrete, sehe auch auf soliche leute nicht; darzu so wer der Franczos der religion halben also geschigkt als der unser zuwidder, das s. f. g. nicht glaubte, das Philippus sich mit ime derhalb in vil rede einlasse oder sich ine hindern lasse [so].

    Des predigers halben musten wol s. f. g. bekennen, das Ambstorf ein heftiger man were; hette auch konnen leiden, das er alher nicht komen were umb seiner hertigkeit willen, wolt aber sich dannocht nicht versehen, das er di ungeschigkten wort vor k. mt. solte geredt haben; und wo das gescheen, het s. f. Šg. darin kein gevallen, und ane zweivel die Sessischen selbst [nicht]; wolle sich aber nicht versehen, das es dermaßen geredt sei. Sein f. g. wolle auch gerne mit den Sessischen redden, Philippum zu underrichten etc.; aber gleichwol sei auch war, man dringe mit den artigkeln in dießen teil und wolle vil von ime haben, aber vom mißbrauch des andern teils wer nichts geredt oder nichts gesatzt. Wo nu davon auch geredt, als von den artigkeln, darine kein widdersprechen sein mag, das sie in der schrift gegrundet sint, – als di entphahung des sacraments under beder gestalt, pfaffenehe, reformation der kirchen und dergleichen – , und diser teil solichs sehe, so verhoffte sein f. g., den sachen solte mit der zeit sovil baß zu helfen sein. Dann die punct, so gar mit dem evangelio zu verweißen weren, must man je nachlassen, als die pfaffenehe, item das sacrament under beder gestalt, reformation etc.; geschee das, so mochten di unsern auch desto gelimpfiger werden.

    Daruff hat di key. mt. durch h[erzog] Frid[rich] widderumb redden lassen: ir mt. zweiveln nicht, es sei m. g. h. zum frid und vergleichung gneigt; sei auch erfrawet [so] geweßen, daß s. f. g. herkommen sei; und als sein f. g. vermeldet hab, das man auch wissen muste, was man in den artigkeln, so in der schrift ergrundet, desgleichen mit der reformation zugleich wolte etc., so sei man an die puncta noch nicht komen, sonder volgen erst im buche; wan es aber daran keme, so werd sich ire mt. darine also halten, das man spuren [solle], das sie Gottes lob suche; und darumb beger ir mt. nachmals, das s. f. g. mit den Sessischen redden wolle, zufurderst damit man ine colloquio dahin komen moge etc.

    Darnach hat ir mt. selbst in di sach geredt, auch der von Naves: es sei irer mt. meinung nicht, dem evangelio etwas abzunemen, dan wir hetten je ein evangelium, weren nicht im evangelio, sonder im verstand irrig; den must man suchen. Und so das colloquium geendet, solt man di sachen an di stend pringen und mit gemeiner hand schließen. Darumb wer auch fur gut angeseen, dartzu wenig theologen zu geprauchen, auf das der handel nicht weitleuftig mochte werden; darumb auch von noten, das sich unser theologen auch meßig und schidlich hielten. Dan es were je nicht die meinung, geverlich zu handeln, sonder man suchte alleine di warheit; keme auch zu zeiten wol, das man sich irrete in vocabulis und nicht in re; so man in den principalen und notturftigen puncten verglichen were, muste man in den uberigen bequem mas und wege, di mit Got gescheen mochten, suchen. Was man alsdan je nicht vergleichen mochten [so], das muste man schenken [??] zu einer andern zeit und zu der reformation greifen; dan der keiser konte zur reformation nicht komen, er hette dan ein vergleichung beider teil in der hauptlere; sonst were es irer mt. nicht moglich; dan es sagten di gegenteil, sie konten mit uns, als di ires glaubens nicht weren, von der reformation nicht handeln etc. Begerte nach, das m. g. h. vleiß thun wolte bei den Sessischen.

    Mein gnediger her hat abermals gesagt: s. f. g. sei zum frid gneigt, sei darumb herkommen; und was s. f. g. mit Got und gewissen thun moge, das wolle sein Šf. g. thun. Es stehe aber bei seinen f. g. allein nicht, sonder bei allen stenden in gemeine. So sei [er] je Got auch verbunden, wisse, das er nicht alwege leben mage; darumb was mit Got nicht sein konte, das mage s. f. g. gleich als wenig als di andern nachgeben. Der großen artigkel halben, so nachzugeben von noten, hab sein f. g. underthenig erinnerung thun wollen, damit eins mit dem andern gesucht und ausgerichtet werde; dan das sei warlich der einig weg nest Got, dadurch dießem handel mag gehulfen werden und frucht zu hoffen sein: hetten wir gute ministros, wie sie sein solten, wurden alle dinge desta leichter und bequemer naher geen. Philippus sei ane zweivel wedder an Francreich noch Lutherum gepunden, sonder sehe ane zweivel auf Got; so mocht s. f. g. ires teils leiden, das Lutherus hie were; derselb, wan er das gut gemut sehe, das di notwendigen artigkel nachgelassen wurden und ein christlich ehrlich reformation furgenomen, so wurde [er] schidlicher sein dan der andern keiner; man hat zu Schmalkalden von artigkeln, was man thun konte, geredt, darine sei Lutherus nicht unschidlich gewessen. S. f. g. wil gern bei den theologen allen vleis thun, aber es hab auf der andern seiten auch mangel, darin must man auch sehen, sei allenthalben muhe und arbeit. Es wer dannocht alhie gereit sovil gemacht – als im artigkel der erbsund, vom fal Ade, von der justification und anderm – , das s. f. g. nicht gemeint hette; wurd man in den andern sehen das man zur reformation schreiten wolle, konte man noch mer machen. Darzu will s. f. g., als obgemelt, iren fleis gern thun.

    Sovil ungeverlich ist dismals gehandelt, sovil ich behalten hab, doch uff weitern behalt m[eines] g[nedigen] h[erren].

    «Nr.99 Vorhaltung des Kaisers gegenüber den kursächsischen Gesandten auf dem Reichstag und deren Antwort darauf – Regensburg, 1541 Mai 18 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 450r–454v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 454v: Copei der ksl. Mt. vorhaltung, den chur- und furstlichen sachsischen gesanten und rethen etzlicher artickel halben den 18. Maij gethann, auch irer, der rethe, antwort darauf. 1541.

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2232 , Sp. 293–297.

    Den 18. tag Maj hat die ksl. Mt. den chur- und furstlichen sechssischen gesanten und rethe zue sich in ir herberg fordern und auf folgende punct antzeigung thun lassen: Erstlich ist angetzeigt, wie gantz väterlich, gnediglich und wol es die ksl. Mt. je und alweg gemeint, an keinem vleiß noch muhe erwinden lassen, damit frid und eynigkeit in der christenheit möcht gemacht werden etc. Ire Mt. hab sich auch derhalben auß iren hispanischenn königreichen in Deutzschlandt verfugt, solche sachen zu fordern, dorauf auch die handlung alhie angefangen etc. Und wiewol ire Mt. den weg fur den besten angesehen, daß etzliche wenig personen zusamenverordent, die sich von den sachen christlich und freuntlich underreden solten, so wurden doch ire Mt. bericht, daß sich Šetzliche dieses theilß theologen so hart ertzeigten, das wenig fruchtbarlichs, do sie dergestalt verfaren wurden, zu verhoffen und also ire reise, muhe und arbeit disfalß vergebenß angewent haben wurden. Aber dieweil ir Mt. nicht zweiffelt, der Kf. zue Sachssenn etc. were nicht weniger dan ire ksl. Mt. zue christlicher eynigkeit geneygt, wie sich des ire kfl. Gn. mehrmalß vernehmen lassen und erbothen, daß auch wir alß irer kfl. Gn. gesanthen und rethe sonder zweiffel geneigt weren, so hat ire ksl. Mt., unß im besten solchs antzutzeigen, nicht underlassen wöllen. Und were irer ksl. Mt. gantz gnedigs begeren, das best zu rathen helfen und zu mitteln und die theologen zu erinnern und zu vermanen, daß sie sich freuntlich und schiedlich halten wölten etc. Dann gemelte theologen solten dem christlichen glauben nichts geben oder nehmen, sonder ir bevelh erstreckt sich dahin, die sachen christlich zu beratschlagen, zu bewegen und dan zu berichten, damit man also zue christlicher vergleichung kohmen möchte. aMan breche etwan wol ein alt hauß abe, doran doch die stein und anders zu wiederaufbauung eines andern dinstlich und nutzlich sein möchten, nicht zu verwerfen, sonder zu gebrauchen, also dieweil viel mißbreuch eingerissen, die man von diesem theil angefochten, muste man derhalben, was gut were, nicht gar verwerfen, wie dann villeicht mit etzlichen geschehen–a sein möchte. Derwegen so wölten wir die hern theologen, sich christlich und schiedlich zu halten, ermanen.

    Und hette die ksl. Mt. im besten bedacht und verordent, daß die sechs theologen alleyn under sich handeln und die ding bewegen solten, dann, wo ir mehr und in grosser antzal beyeinander sein solten, were zu besorgen, daß sie so vil dester beschwerlicher zue vergleichung kohmen möchten. bUnd dieweil die ksl. Mt. angelangt, alß solten in die 18 oder 19 theologi diß theilß zu den drey verordenten teglich kohmen, domit auch die stende dieses theilß consilia hielten, villeicht einer der und der ander einer andern meynung were und also die concordia dardurch wenig gefordert, sonder vielmehr verhindert und gestopft wurde, so wolt ir Mt. gnediglich begert haben, mit den unsern davon auch zu reden, damit solchs verpliebe. Dann ir Mt. hetten es uff dem andern theil auch abgeschaft, hörten auch nicht, daß es geschee–b. Es were aber irer ksl. Mt. nicht entgegen, daß dem lantgraffen und unß, auch andern vertrauten personen der sachen bericht geschee und sie, die theologi, sich mit unß underredenten etc.

    cEs wurde auch ire Mt. bericht, daß ein predicant neulich anher kohmen, welcher in unser herberg gepredigt haben sol, daß der ksl. Mt. gemuth nicht dahin gericht, daß sie zue christlicher vergleichung geneigt, sonder es wurde von irer Mt. viel anders gemeint und gesucht–c. Aber ir Mt. wölten Goth, sied  Šund andere zu zeugen nehmen, daß ir gemut nicht anders stunde, dan daß sie diese sachen zu einer rechten, christlichen eynigkeit, auch friden und ruhe fordern und richten mochten. Und, wan der almechtig gnad verleihen wurde, daß die lehr etwas zue vergleichung bracht, wolt sich ire Mt., sovil sie belanget und ir zu thun geburt, also halten und ertzeigen, daß an irer Mt. kein mangel solte befunden werden. Und solt ein jeder nach seynem vermugen, damit er [sic!] christlich vergleichung troffen mocht werden, treulich und vleissig fordern. eUnd ap der bapst zu einer christlichen reformation gleich nit wurde geneigt seyn, so wölten ir Mt. mit rath und zuthun der Kff., Ff. und stende dahin trachten, damit ein christliche reformation der kirchen erfolget–e. Welchs alles die ksl. Mt. finen, den gesanten und rethen–f, gnedigster meynung hat wöllen lassen antzeigen.

    Hierauf haben sieg nach gehabtem, kurtzen bedacht der ksl. Mt. uf folgende ungeferliche meynung geantworth: Erstlich dancksagung gethann der ksl. Mt. gnedigsten willen und neigung zue christlicher einigkeith und vergleichung etc., dann sieh trugen kein zweifel, ir Mt. meinten es gnedigst und wol. iSie, die gesanten und rethe–i, wusten auch, daß die chur-und fursten zue Sachssenn etc. zue rechtschaffener, christlicher einigkeit, auch friden, ruhe und aller wolfart des reichs zum höchsten geneigt. Es hetten auch ire kfl. und fstl. Gn. solchs mit besuchung der hietzuvor gehaltenen tagen mermalß betzeugt, unß auch derhalben itzunder auch mit genugsamen bevelh abgefertigt.

    Und wiewol die chur- und fursten zu Sachssen, gebruder, vor unser abfertigung nicht anders gewust, dann die stritige jreligionhandlung solte alhie widerumb nach dem wormischen gesprech angefangen und gehandelt worden seyn, welchen weg sie auch für–j den richtigsten und fruchtbarlichsten achten und halten theten, kdieweil aber ire ksl. Mt. den itzigen angefangen weg alhie der religionhandlung fur bequemer angesehen, hette man es irer ksl. Mt. zue underthenigkeit, doch mit maß und condition, wie ire Mt. vernohmen, auch gewilligt. Daß nun in solcher handlung verhinderung furfielen und sonderlich, daß es dieses theils theologen halben gescheen solte, hörten wir nit gerne–k. Und wiewol siel die ursachen, durch ire ksl. Mt. vermeldet, uff ir selbs beruhen liessen, so hielten siem es doch dafur, do villeicht jenes theilß die warheit Šsuchten, daß ndiß teils–n halben kein mangel haben wurde. Und were iro underthenigste bith, die sachen dohin zu richten, daß die warheit erkundigt und derselben stadtgegeben und die vergleichung der warheit noch, welches das recht richtscheidt dieser sachen were, gesucht und vorgenohmen wurde. Alß hoften siep, die sachen solten nicht one frucht abgehen etc. Sieq wolten aber nicht underlassen, mit den verordenthen theologen dieses theilß zu reden und zu erinnern, allein Gottes ehr, der die warheit selbst ist, in solcher handlung fur augen zu haben, wie dann ihnen hietzuvor deßhalben, alß sie zue der handlung von irer Mt. benent, ihnen auch antzeige bescheen und wie sie dann dartzue selbst geneigt gewest.

    rDes predigers halben, der neulich alhie solt ankomen sein und sich etzlicher wort zu ungelimpf und vercleinerung der ksl. Mt. solt haben lassen vernehmen, möchten sdie reth–s, sovil irt bey solcher predigt gewesen, irer Mt. mit warheit antzeigen, daß ire Mt. in dem zu milde bericht were, dan es weren solche reden, wie ir Mt. bericht ist, nicht bescheen, und bethen, die ksl. Mt. wölten in gnedigst entschuldigt haben und demjhenigen, der in bey der ksl. Mt. dermassen angegeben, kein stadt oder glauben zustellen.

    Daß auch zue den verordenthen diß theilß theologen etzliche andere mehr theologen in grosser antzal teglich zusamenkehmen und von etzlichen artickeln freuntlich sich underredenten, das geschee unsers erachtenß mer zue forderung dann zu verhinderung der sachen. Und were der anfang nicht durch diß theilß theologen gemacht, sonder, dieweil man uff jenem theil die sach also nit allein gegen dem babstlichen legaten, sunder sunst gantz geoffenbaret, auch allerley davon geredt worden, so het man dieses theilß auch unit zu meiden gewust–u, von den sachen zu reden und antzeigung zu thun. Und sofern von dem andern theil die handlung nicht ausgebreitet, so wurde dieses theilß dasselbt auch irer ksl. Mt. halben ingehalten sein. So weren auch die theologen dieses theilß zuvor ermanet, in dieser sachen nichts höher oder mehr dann die lehr des almechtigen, auch besserung der kirchen, dergleichen der gantzen christenheit wolfart zu bedencken, dartzue sie sich williglich erbothen und bey inenv (an weiter ermanung), alle mentzschliche affection hindanzustellen, nit erwinden solte1.

    ŠDie ksl. Mt. hat nach kurtzer underrede mit irer Mt. rethen, dem H. von Bratho [= de Praet], Granuel und Dr. Naves wiederumb lassen antzeigen: Erstlich hat ire Mt. zu gnedigstem gefallen und danck angenohmen, daß man diß theilß zu christlicher eynigkeit und friden geneigt etc. wUnd daß irer Mt. meynung auch nit anders sey, dann bey dem gotlichen wort und warheit zu pleiben, dann wir hetten beiderseitz ein schrift, alt und neu testament, aber des verstandts halben fiele ungleicheit fur, darumb ire Mt. die tzusamenverordnung der theologen alß furtrefflicher, gelerter, fromer und gotsfurchtiger leute bedacht, die sich von den streitigen puncten underreden, die ding zue rechtem, einhelligen verstant zu brengen, dann wie ein glaub were, also were auch nuhr ein einhelliger, rechter verstandt der schrift–w. Und were irer Mt. meynung und gemuth nicht anderst, dann daß die warheit gesucht und erforscht möcht werden. Es hette sich auch die handlung in der erst zimlich angelassen, aber hernacher in etzlichen puncten gestossen, darumb solt man die theologen, wie begert, sich freuntlich und schiedlich zu halten, xermahnen, dan dieser handel were auch gantz unverbuntlich und stunde bey Kff., Ff. und stende, sich uf der verordenthen sechs underred und handlung zu ercleren und vernehmen zu lassen etc.–x 

    ŠDes predicanten halben beschwert sich ire Mt. fur ire personn nicht sonders, dan ir Mt. must gescheen lassen, was man von irer Mt. redet. Wusten aber fur Goth zu betzeugen, daß sie die sachen treulich und wol meynethen und ir gemut nicht anders dan zu christlicher vergleichung stunde. Und hetten ire Mt. furnehmlich darumb lassen antzeigen, daß sie besorgten, durch solche reden mocht das christlich, gut werck verhindert werden, welches irer Mt. zum hochsten beschwerlich.

    Daß aber die sachen des gesprechs halben durch etzliche ausgebreit und lautbar gemacht worden, liessen ir Mt. beruhen, von welchem theil es gescheen, dann ir Mt. hab verschafft, niemants dann denjenigen, so davon wissens haben sollen, solchs zu berichten. Es wölten aber ir Mt. bey jenem theil in gleichnus verfugen, die sachen nicht ferner, dann dohin es gehört, außzubreiten, und, daß den theologen solchs auch angetzeigt wurde etc. Und weren ire ksl. Mt. an unser antwort und erbietben gnedigst und wol zufriden2.

    «Nr.100 Protokollarische Aufzeichnung zur Unterredung Lgf. Philipps von Hessen mit Gerhard Veltwyck – Regensburg, 1541 Mai 24  »

    Druck: Lenz, Briefwechsel, Bd. III, Kap. D, Nr. 4, S. 78–811.

    Was am 24. Maji der Gerhardus secretarius mit uns und wir mit im geredt haben.

    Gerhardi redde.

    1. Das wir vleis in der religion anwenden. Der keiser wolt uns dargegen ehr und gut thun.
    2. Wolt er unser sachen ufs papir stellen und uns dero verstendigen.
    3. Der herr von Brad hett im gesagt, der keiser wölt erstet in unser sachen alles thun, ehr dann di religion beschlossen wurde.
    4. Der keiser wolt’s land zu Geldern nit verlassen, und solt er gleich daruber alle sein konigreich und vermugen ufsetzen.
    5. Das wir wolten Cleve und Sachsen adhortiren, das land zu Geldern faren zu lassen. Dargegen wurd sich der keiser mit inen abfinden.
    6. Bei unsern stenden zu bevleißen, dem keiser die sach mit Geldern zu pillichen. So wurd der keiser inen sovil mehr gewogener.
    Š7.hat er angezeigt, das der handel mit Meiland zwuschen dem kaiser und Franzosen ubel stehe, und begert, das man wolt ein geschrei anrichten, als ob’s reich Meiland wolte beschirmen. Das auch deshalb ein punct generaliter
    in hiigen abschid gesetzt wurde, gleich als ob’s reich Meiland beschirmen wolt, damit sovil weniger teutsches krigsvolk dem Franzosen zulife.
    8.Wann dasjenig, so im buch verleibt ist, als durch des keisers auctoritet erhalten und von uns, disem teil, darnach bewilligt wurde, so wurde der keiser wider Brunschwig und alle andere dises teils widerige hendel zu thun geneigt sein.

    Unser antwort.

    1. Uf den ersten artikel, vleis in der religion zu haben etc., haben wir gesagt: wir hetten vleis gethan, sovil uns muglich gewesen, das clein gesprech gefördert; wer sonstet wol nit gescheen, wan wir nit hie weren gewesen. Was wir auch mit Gott und gutem gewissen thun konten, das wolten wir gern thun, diese sach aber stehe an uns allein nit, sondern an Gott, wie der den andern leuten einen synn gibet.
    2. Uf den 2. artikel, unser sach betreffen, wollen wir anhoren und vernemen, was er stellen will.
    3. Uf den 3. art[ikel], das der keiser erst in unser sach alles wolt thun etc., das möchten wir leiden.
    4. Uf den 4. art[ikel], Geldern nit verlassen, das horeten wir nit gern; hetten gehofft, unser furgeschlagene mittel solten ezwas bei der k. mt. gewesen sein.
    5. Uf den 5. articul, Cleve und Sachsen zu adhortiren etc. – solchs wolten wir fuglich thun, funden wir bei inen was dinstlichs, in Gottes namen.
    Uf den 6. art[ikel] di sach mit Geldern zu pillichen etc., haben wir gesagt: solchs stehe bei uns nit allein, sondern es sei daran vil gelegen, das der keiser seine grunde also anpring, das darus zu verstehen, das er fug und recht habe.
    Uf den 7. art[ikel] Meilands halben, haben wir respondirt: es werde an dem, wi der keiser alle stend an sich pringen und zihen möge, vil gelegen sein. Sei nit gut, das man Trier mit dem dorf fur’n kopf stosse. Was wir guts konten dazu thun, das wolten wir gern thun. Es sollte auch gut sein, das man mit Ecken handele, ob man im auch schon gelt gebe, damit der keiser jene partei auch hab. Dann es jener partei wol eher dan diser zuwider sein möcht.
    Uf den 8. art[ikel], belangende das buch etc., haben wir geantwortet: wir funden etlich articul drin, die wir wol in unserm verstand ufnemen möchten, di doch andere leut nit also verstehen konten. Etlich articul aber seien also geschaffen, das wir selbst sie fur recht nit halten konten. Derwegen hab er zu bedenken, das wir wider unser gewissen nit thun konten. Gleuben, er wurd’s auch nit thun. Darzu so bedechten wir, das wir alle sterblich; legen uns di spruch im kopf: ‚wer mich bekennt vor den menschen, den will ich fur’n englen [so] Gottes bekennen‘, item: ‚was hulf’s den menschen, die welt zu
    Šhaben und doch schaden an der sele zu leiden‘. Solten wir nun ezwas thun, das wider unser gewissen were, kont er denken, wie es uns zu thun were. Was wir aber mit Gott und gutem gewissen thun konten, da solt an uns hinfuro, wi bis anher, nichts erwinden.

    Unser particularsach belangende – stehe di darof: werd di religion vertragen, wolt sich dan der keiser mit uns einlassen, so hab’s seinen weg. Werd die religion nit vertragen, so seien wir dannost geneigt, uns mit dem keiser in verstand zu geben, dergestalt, das wir wolten, sovil uns muglich, verhinderen, das sich die evangelisch puntnus mit Frankreich oder Geldern nit verpunde. Wolten nit allein dises, sondern auch weiter verhindern:

    1. das wir und andere chur- und fursten [sich] nit particulariter mit disen beiden verbunden;
    2. das wir, sovil uns muglich, uf den reichstagen dasjenig, so dem keiser und seinen landen zu gutem komen möcht, beförderen wolten.
    3. Wolten den lauf der knecht zum Franzosen wider den keiser verhinderen, sovil uns muglich.
    4. Wo der keiser nach dem willen des Almechtigen todes verfure, so wolten wir kunig Ferdinanden fur’n romischen kunig erkennen.

    Dargegen solt sich der keiser verpflichten: in allen particularsachen nichts wider uns zu handlen, unser gnedigster herr zu sein und sich gegen uns zu keinen ungnaden, in was sachen das auch were, bewegen zu lassen. Wir möchten aber auch wol leiden, wo di religion nit vertragen, das er di ausnehme, also das er particulariter wider uns nit handlen wölte. Wann er aber in gemein wider unser ganze puntnus und anhenger handlen wölte, so must kraut mit kolen gehen. Dargegen wolten wir aber alle unser puntnus in teutscher nation ausnehmen, und di religion bevorab.

    Dieses setzen wir nun der keis. mt. heim. Sei’s ir gelegen, so mög si mit uns handlen. Wo nit, so begerten wir’s auch nit hoch; wolten doch wider die keis. m. nit thun, sondern ir untertheniger furst sein; doch das er auch wider uns nit handele.

    « Nr. Š101 Supplikationen und Unterlagen zur Weiterleitung an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Mai 26/vor Juni 2]1 »

    Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Kop.); ÜS: Les affaires, dont convient faire rapport à la M et aux estatz.

    De l’affaire que les électeurs, princes et estatz protestans ont donné par escript à sa M, touche les boutfeux [Nr. 255].

    De l’affaire du duc Guillaume de Braunßwyche et de la rescision de obligation, qu’il a donné par lui [Nr. 264].

    De l’affaire de la damoiselle aiant esté au service de la princesse de Braunßwyche, enterrée etc. [Nr. 261]

    De l’affaire du marquis de Brandenbourg touchant Prusse [Nr. 316].

    L’affaire de Hildeßhaym et Braunßwyche touchant l’exécution de la sentence [Nr. 268].

    De l’affaire de Goßlar et Braunßwyche [Nr. 248, Nr. 249] et seroit besoing oyr Syseneck.

    L’affaire et information déclairés par l’évesque de Hildeßhaym quant aux boutfeux, pillartz et mordreurs grassans en son éveschié [Nr. 271].

    L’affaire de la vefue du feu duc Erich de Braunßwyche.

    No. L’affaire de Milhausen [Nr. 291].

    L’affaire des évesques de Meyssen et Merßpourg [Nr. 279, Nr. 280, Nr. 288].

    N. L’affaire de Goßlar quant à la révocation et cassement du ban impérialle.

    N. Du différent la session entre les princes.

    Landenberg.

    Semble que la M pourroit dénommer les députéz de Coulongne, Trèves, l’administrateur de l’ordre [teutonique]a de Pruß, l’évesque de Außpourg, l’abbé de Weyngarten et le comte de Furstenberg pour appointer l’affaire de la session.