Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    « ŠV. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe »

    «V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die Türkenhilfe »

    «Nr.166 Instruktion des Ausschusses der Landstände der österreichischen Erblande und der Grafschaft Görz zur Werbung bei den Reichsständen auf dem nächsten Reichstag – Wien, 1540 Januar 51 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 120r–135r (Ausf.); AS fol. 118r: 9. Junii anno 41.

    B  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 306r–317v (Kop.).

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 85r–98v (Kop.).

    Instruction was an[... ... ...]des hl. röm. reichs Kff., Ff. und ständen, was eeren, wirden, standt und wesen die sein, von den funf niderösterreichischen lande und der furstlichn grafschaft Görz ausschuss und gesanten und derselben landt wegen, so yetzt hie zu Wienn versamblt, durch derselben als aus irem mittl erkhiesten sament oder den merern tail in aller geburunder duemuet auf nechsten angenden reichstag geworben und furbracht werden solle.

    Erstlich iren kfl., fstl. Gn., G. und freundtschaft ingemain oder ainem yeden sonderlich nach yedes standt und person, eere, ambt und stat der gemelten landt und ausschuss geburlich, gehorsam, willig, geflissen und getreu dienst, grues und freuntschaft, wie sich des gebuert, als iren genedigisten, genedigen, gunstigen herrn und sondern lieben freunten antzaigen, auch iren kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaften ires cristlichen wergkhs und ertzaigt hilfen in den zwaien gwaltigen des Turkhen hörszugen, belegerung Wienn und Gunnß gehorsamen und hochvleissigen dangkh sagen.

    Auf das aber der graussam Turkh mit seiner macht dermassen furbrach und in dise niderösterreichische lande eindrunge, wären sy geursacht, ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft, als die ain streitparn namen hetten, auch durch irer voreltern löblich thaten hochzuhalten, geert und gewirdigt zu werden, verdient hetten, angesehen, das sy mit inen glider aines leibs, glaubens, tauf, namen, sprach, nacion und dartzue in weltlicher obrigkhait under des allerdurchleuchtigisten, grosmechtigisten, unuberwindtlichisten fursten und herrn, H. Karlen des funftn dises namens röm. khaisers etc., auch der röm. zu Hungern und Behaim kgl. Mt., ertzhertzogen zu Österreich etc., irer allergenedigistn erbherrn Šund landtsfursten gehorsam, flugl und beschiermung, die auch vest seulen, darauf das hl. röm. reich gepaut, wären, ir vorsteundt verderben aus cristlicher lieb furtzutragen.

    Aber nit, das die ausschuss an baiden röm. ksl. und kgl. Mt. etc. als irer allergenedigisten und allerliebsten herrn schuldigen, pillichen und cristlichen entschuttung zweifl truegen, allain ob die zuefallunden verhinderungen als ain zeit her sperr thäten, damit sy sich erretten und beim heilligen glauben beleiben möchten, auch darumb, das doch ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft wissen und erinderung hetten der cristenhait abfall und irer underdrugkhung, so aus ungnuegsamen und schwachen widerstandt uber alles der hochgedachten röm. kgl. Mt. genedigistes und der landt höchstes und getreuistes angreiffen und darthuen leibs und guets zu besorgen wär, inmassen vor andern mächtigen khaiserthumben, khunigreichen und landen bisher zuegestanden sey, ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaften mit sonderm vleis in aller geburunden duemuet in gedechtnus bringen und antzaigen, das der Tungkh durch khainen andern weg als in unainigkhait und zertaillung der grosmechtigen heupter und potentaten, auch das nit cristlich zusamengesetzt, der cristenhait obgesigt und dieselb zu abfall bracht, auch vill mächtige khaiserthumb, khunigreich und lande underdrugkht het als das kriechisch, welches auch ain sitz des römischen khaiserthumbs, der ungever erst vor 90 jaren erobert.

    Vorher het er des grosmechtigen soldans stuell Alkheyr, auch das heillig und gelobt landt und all derselben anrainenden khunigreich und furstenthumb der cristenhait durch zertaillung abgedrungen, wasmassen auch sein unersettlich, durstig gemuet, den clainen hauffen der cristenhait, so noch in disem europischen krais uberbeliben, gantz außzureitten und in seinen tirannischen gwalt zu bringen, stuende und nunmalls gar vor wenig jaren diser lande vorschilt und veste maur als die nechsten anrainenden khunigreich, furstenthumb und lande, potentaten und herschaften, furnemblich Wossen, merer tail Khrabaten, Surffey, Tschennderweg despoten [= Skanderbeg?] und ander mächtig heupter aus mengl christlicher zuesetzung underdrugkht, sein fuess ferrer in die grosmechtig und fruchtper cron Hungern gesetzt, dieselb durch seiner dreyer gwaltigen, persondlichen und dann durch vill beschehner und manigfeltigen straif- und ubertzug nach abtilgung Kg. Ludwigs löblicher gedechtnus, auch aus zertaillung und ungehorsam merer tail in sein gwalt bracht und in solchem die ungewindlichen slussl und porten der cristenhait gegen teutsch, zufördrist disen landen der cron Behaim und dem gantzen hl. röm. reich als Khriechischen Weissenburg, Schäbatz, Theytza [= Jajce/Jaitze?], Wardein und vormalls Clutsch, Camengradta, Udwinb, volgents den khunigclichen stuell Ofen, Clisc und ander untzellig flegkhn, päß, stet, schlösser und vesten erobert und durch Šdie jungsten niderlag in windisch landt und vor Clisd dasselb windisch landt schier gar verödte und in sein gwalt bracht, den Venediger in Dalmacien etlich ansehenlich flegkhen vorfertenf, abgedrungen und dartzue erst disen sumer Castel Nova betzwungen, ain ansehenliche antzall cristlichs volgkhs erlegt und gefangen, das er nunmalls von Constantinopl herwerts uber 200 meil wegs erdtrichs, grundt und poden ime underthenig gemacht und nun yetzo dise landt [v]on Zenng, so am adrianischen mör in Dalmatien gelegen, hinwerts auf Wihitsch, auch furter nach dem wasser Wuennag, bis derselb fluss in die Saw fellth, ire ausseristen gränitzen und ortflegkhen hetten, und het ime auch von dannen uber die Sau bis zu der Traa alles gehorsam gemacht, besäß dartzue den paß und flegkhen Coseggi, dardurch ime die landtschaften von der Traa gar an die Tuenaw all offen stuenden, welche flegkhen und päss diser landt und zum fördristen dem hl. röm. reich, der cron Behaim, auch der gantzen cristenhait nit ain claine vormaur gewesen. Er het auch von Khriechischen Weissenburg all stet, vesten und slösser an der Tuenaw bis gen Ofen in seinem gwalt und dartzue die gross herrschaft Molda vergangen jar auch listig erobert, dardurch ime nit claine gelegenhait und ursach seines zug auf die cron Behaim und derselben zuegethonen landt und dann ferrer in das hl. röm. reich sein wurde.

    So nun alle gegenwör durch menigfeltigen widerstandt bei Hungern, Khrabaten und disen landen, nachdem sy gar ausgesaigert, dermassen erläg, das derselb Turkh irer zu schwachen gegenwör halber also fur und fur furbräch, sein fueß ye pas in dise landt setzet, vill tausent cristlichs volgkh järlich jämerlich verfueret und im windisch landt allain vor wenig jaren ob 80.000 haußgesessen cristen dienstpar gemacht und noch täglich in unaufhörlicher ubung stuende, das cristlich volgkh zum tail durch gewalt und sonst durch listig practigkh in seinen zwang zu bringen, als durch solch weg, das er dieselben armen, betzwungen underthonen umb ain schlecht gelt oder tribut vertröstet, in guetem schein auf iren grunten zu sitzen, und sy alsbaldt zu seiner zeit und gelegenhait nach seinem tirannischen brauch in den ewigen zwang und eelendt mit hauffen wegkhtrib, dasselb erdtrich mit andern uncristlichen völgkhern besetzet und also, auf was weg er khundt oder möcht, die gränitzen diser landt eintzug und sich mit seiner macht und völgkhern nächnet. Er raitzet die cristlich, gefangen jugent zu khriegsubung und befurdret inen alle mittl. Welcher under inen das wenigist gemuet von art und natur zu khrieg het, das brächt sein education laider gegen der cristenhait in merere wurchung [sic!], und, welche landt er zu tribut zwung, die muessten ime auch ire khinder mändlichs stamens geben, also das dieselben jugent, so gantz gierig und pluetduerstig gegen der cristenhait wären, darauf Šangewisen und ertzogen wurden, das die den grösten schaden und verfuerung, welches nit wenig zu beschmertzen, thäten, das sein list dermassn furgeen und wurgkhen, auch die cristenhait mit irem aigen pluet khriegen solle.

    Gleichergestalt wie er nahent ain herr aines grossen tail des erdtpoden, also stuenden seine khriegshändl am mör, des er auch ain gueten tail in Asia, Affrica und Europa in besitzung und het sich dise jar her understanden, mit seiner treffenlichen armada in das adrianisch mör, so vor unerhört, einzunisten, Casstel Nova fert eingenomen, des auch irer ksl. Mt., derselben erbkhunigreich und landt, auch dem hl. röm. reich und der gantzen cristenhait zu nachtail und abpruch raichet, und wär so nahent, das er in guetem windt aufs wenigist in dreyen tagen Zenng, St. Veit, Triest und derselben ort flegkhen im landt Crain uberfallen möcht, daraus nichts anders ervolget, dann das die mörstrass den cronen Hungern und Behaim, auch disen niderösterreichischen landen und dem hl. röm. reich in die römisch march der orten benomen, dardurch wären dise landt von ime auf mör, wasser und landt gar umbringt.

    Was sich dann in eroberung solcher khaiserthumb, khunigreich, furstenthumb und landen fur schlachten und pluetvergiessen, vertilgung leibs und guets begeben, was er auch fur unmenschlich, pluetig und viehisch thaten an manns- und weibspersonnen, schwechung frauen und jungkhfrauen volbracht und zuegefuegt und nemblichen disen niderösterreichischen landen in seinen zwaien gewaltigen, persondlichen hörzugen, belegerung Wienn und Gunnß zuegefuegt hette, was auch dise landt, sonderlich Crain durch grossn und khlain straiffen mit raub und prant nun in die 20 jar und vorher groß verderben an leib und guet erlitten, darunder etlich treffenlich hörzug gethon, darin vill adls und ander cristlich personnen abgeleibt und gefangen worden, das wär alles cläglich, jämerlich und erpärmlich zu gedengkhen und nit woll muglich genuegsam zu ertzellen. Das also aus menigfeltigem widerstandt dise landt gar erschöpft und das verderben am nächsten nach inen an dem hl. röm. reich sein wurde, deshalb ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaftn solche not und obligen, so nit allain inen, sonder auch der gantzen christenhait nunmalls vorstuendt, dest hoher zu behertzigen und demselben zeitlich furtzukhumben hetten.

    Nun wären alle vorberuerte schäden und verderben aus nachlässigkhait und zertaillung, das nit cristlich zusamengesetzt, laider ervoligt [sic!]. Was gestalt auch disem römischen khaiserthumb grosmächtige länder in Europa, Affrica und Asia durch gehorsam, ainigkhait und untaillung underthenig gemacht, entgegen wären die durch zertaillung widerumb abgesondert worden, daraus abtzunemen, wo nit christlich zusamengesetzt, das es zu gantzer ausreittung und vertilgung raichen thät. Aus solchem wuechs dem Turgkhen ain unausleschliche hoffart und gwalt, so ime all sein furnemen dermassen hinfuron wie bisher glugkhen solle. Das ursachet und bestergkhet ine auch in seinem tirannischen thuen. Ine erlustiget das suess, fruchtpar erdtrich der cron Hungern und diser lande und zum höchsten der schwach, ungnuegsam widerstandt. Auch erhebet ine sein unersettlich gemuet zu herschen, das er sich an eroberung diser lande Šnit ersettigen ließ, sonder sein furnemen stuende layder dahin, ir ksl. und kgl. Mt. etc., auch ir kfl., fstl. Gn., G. und freundtschaft und gantzer cristenhait von Gott verlihen gwalt, eer, reputation, khunigreich und lande und sonderlich das hl. röm. reich zu vertreiben und ain herr des gantzen erdtpoden zu werden, wie er sich auch ain Gott des irdischen paradeis nennen ließ.

    Nun wär nit anders daran, man schlach den Turgkhen aus den landen oder ziehe selbst daraus oder man thue ime gehorsam. Das erst wär beschwärlich, indem das das vermugen diser landt, als vorsteet, zu clain. Das ander noch beschwärlicher, das sy on aller anderer cristenlicher hilf verlassen ime die landt raumen muessten. Und das dritt das allerbeschwärlichist, das sy ime als die nach Cristo genennt und dem, der seines heilligen namen ain uneer, veindt und verschmäher ist, gehorsam thuen sollen. Und das wär die höchst ergernus, das sy bey irer ksl. und kgl. Mt. als heubtern der cristenhait und iren kfl., fstl. Gn., G. und freundtschchaft und allen denen, die den namen Gottes eeren, von inen sollten in ain ewig, viechisch, machometisch wesen und sect getzwungen werden.

    So dann des verderbens khain aufhör, auch die not gar an disen landen, also das sy täglich einfäll gewarten muessten und khain stundt vor den straiffen sicher, auch dartzue allerlay khundtschaften vor augen wären, das sich der Turgkh abermalls mit macht rustet, die cron Hungern und volgents dise landt gar zu zwingen und dann seinen gwaltigen zug auf das hl. röm. reich zu nemen.

    Und das ir kfl., fstl. Gn., G. und freundtschaft genedigist, genedig, gunstig und freuntlich abnemen und gedächten, wie nachent doch das verderben, so möcht er Crain und Görtz von obgemelter seiner gränitz in ainem, Steir in zwayen, Kärnten und Österreich in dreyen und durch dise landt die bayrischen und schwäbischen khrais, die grafschaft Tiroll und derselben ort der yedes aufs wenigist in zehen tagen mit seinem [sic!] ansehenlichen sagkhman uberfallen und erraichn. In was zeit aber durch die eroberung Molda die cron Behaim, volgundt der säxisch krais ain solcher gäher uberfall und gweltiger straif durch ine beschehen möcht, des hetten ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft zu gedengkhen. Derhalben des hl. röm. reichs unvermeidliche und hohe notturft erfordert, sich wider disen feindt in furderliche gegenwör zu schigkhen.

    Und so ye der khrieg gefuert werden muesste und die ksl. Mt. etc., auch ir kfl., fstl. Gn., G. und fruntschaft aus cristlicher schulde und von ambt und lieb wegen ain rechte, ware ursach zu disem khrieg hetten, wäre ye nutzer, die weittern gränitz als Hungern eintzufahen, dem feur mit widerstandt zeitlicher zu begegnen; dann, wo die cron Hungern, wiewoll die merers tails numalls betzwungen, auch die niderosterreichischen lande, so mit dem höchsten verderbt, verlassen und inen nit geholfen, welche der cristenhait und sonderlich teutscher nation yetzo vorschilt und maur gegen dem Turgkhen, so wurden die der cristenhait entzogen und abgedrungen, daraus dann die cristlich macht umb so vill dest schwecher und des Turgkhen vermugen dest höher und treffenlicher sein wurde, auch dem Turgkhen furter, die christenhait zu bekhriegen, Šdest fueglicher und geringer zuesteen mugen, sonderlich in bedengkhung, was gemainer christenhait an der cron Hungern hoch und trefflich vill gelegen, welche, wie dann unverporgen, vor jaren dem Turgkhen allain widergestanden und ine lange zeit mit vill ernstlichen schlachten und obsigen aufgehalten, auch nemblich under anderm der geringen phärdt halben, die gegen dem Turggen nutzlich und statlich zu gebrauchen und in trefflicher antzall versehen wär, und ausser derselben geringen phärdt dem Turggen schwärlich zu widersteen und wenig hoffnung ainicher eroberung ainer schlacht sein wurde.

    Zudem so wäre auch gemainer cristenhait und sondern landen an der cron Hungern der profant halben, sonderlich in zeit des khriegs not auch nit wenig gelegen und woll zu bedengkhen, wo dieselb cron Hungern gar in des Turgkhen gwaltsam betzwungen, das alsdann (wo ain christlicher zug und expedicion wider ine furgenomen) an profant grosser mangl und abgang erscheinen und die cristen in irem furnemen dardurch nicht wenig verhindert wurden. Und in suma ye ferrer die gränitz, wie gemelt, von den landen, dest mer sicherung und phortl erschin in allem thuen. So wär auch der wasserstramb dardurch zu erhalten, des nicht ain clainer phortl gegen dem feindt, wo der verlassen und begeben, umb so vill beschwärlicher und schwecher der cristlich widerstandt sein wurde. Die not wär auch numalls nit an frembden nacion, sonder an den löblichen österreichischen erblanden, die under die flugl des römischen khaiserthumbs gehörten, auch mit inen glider aines leibs und dartzue cristen wären.

    Zu solchem wär auch diser furtrefflicher phortl die armen gefangen, der ain grosse antzall, die nichts so begierig als irer ksl. Mt. und des röm. reichs genedigisten angriff erwarten thäten, die gestrachs heruberfallen und den Turggen verhoffenlich antzugreiffen verhelfen wurden, wie dann nun etlich jar im werch gesehen worden, auch ir vill herubergefallen und noch ain ansehenliche menig verhanden, die des willens wären. Ir jämerlich und embsig schreien und bitten zu Got wurde disen sig auch zum höchsten befurdern, die uberbliben cron Hungern und ire eingeleibten khunigreich und lande auch ir hilf statlicher und ansehenlicher thuen mugen, die sonst all an ir selbst zu clain und unersprieslich und dem feindt sonst zuguet khämb.

    Daraus ervolget, das vill furtrefflicher und nutzer wär, das solch ertzellt gelegenhaiten dem Turggen abgeschniten und das die christenhait solchs zu irer hilf und beschiermung gebrauchten und alles, wavon der Turgg khriegt werden solle, zu irem phortl nemen und solche ir wör nit in sein des Turggen handt liessen. Und wo ain solche härrige hilf disen landen genedigist und gunstlichen befurdert, so wurde ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft aines solchen oberzellten gähen uberfalls, den er, der Turgg, als vorsteet, in wenig tagen in das hl. röm. reich thuen mag und aus cristlicher verlassung beschehen möcht, vertragen und on sorg sein, dann er ließ khain sonder khriegsvolgkh hinder ime, dardurch wurde diser landt und des hl. röm. reichs verwuestung verhuett.

    ŠEs sollen auch die gesanten ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft aus cristlicher schulde und zu mererm verstandt yetz obermelter ertzellung erindern, das sy sich auf das nit verliessen, ob man gedächt, der Turggen gränitzen wären noch zehen weniger oder mer tagrais zu inen und hette noch lang an disen landen zu arbaiten, oder ob man sich aines merern widerstandts, als laider vor augen, zu disen erschöpften landen versähe oder das die hilf allain auf etlich monat und im fall, wo der Turgg persondlich antzug, gestellt, das wurde mer ain verfuerung sein. Inen möchten exempl ertzellt werden, als da noch Krabaten, Wossen, Dalmacia und Surffei zum tail in irer plue stuenden und dise niderösterreichischen lande auch nit des Turggen besorgt möchten haben, sey er mermallen in die drey furstenthumb Steir, Kärnten, Crain und Görtz ungewarnt mit seinen ansehenlichen straiffen und sagkhman eingefallen, ain unzellige menig christlichs volgkhs verfuert, auch mit raub und prant unsäglichen schaden gethon, die landt in unordnung betreten, mit sig und gueter ausrichtung, auch unverhindert vorberuerter cristlichen landt Wossner und Dalmacier anhaim und an sein gwar zogen. Und solches wär noch vor 50 jaren ungever disen landen begegnet, auch darumb beschehen, das die hilf von der cristenhait den vorberuerten kunigreichen und furstenthumben nit ervoligt [sic!]. Daneben wäre der Turgg aus verlassung cristenlicher hilfen inen uberlegen gewest.

    Dermassn wär es auch nachvolgundt mit der cron Hungern ergangen und dise niderösterreichischen lande, als obsteet, ubertzogen worden, nit der mainung, das er auf ainst stet und slösser gewinne, sonder das er die cristlich hilf gegen der cron Hungern und das zusamensetzen, damit er dest statlicher solche cron in seinen gwalt bringen möcht, verhinderet. Die hochgedacht röm. kgl. Mt. sambt iren getreuen landen wären nichts begierlichers, dann die gränitz in denselben uberbeliben tail Khrabaten, winndisch landt und Hungern eintzufahen, zu erhalten und zu erweitern, auch ime die päß zu weren, den feindt auftzuhalten. Es wär aber laider allain an irem vermugen nit. Sy sein ersaigert, verderbt und uberzogen. Solchergestalt stuende dem hl. röm. reich die geverligkhait und das verderben auch vor. Und wo alsdann, so das verderben und austilgen an disen landen wäre, ir kfl., fstl. Gn., G. und freundtschaft ir cristliche hilf ungebeten und unersuecht allain zu erhaltung irer landt und hochait gern darthäten, auch dise uberbelibnen päss und lande zu irer gränitz einfahen wollten, so wurde solches zu spat und das verderben den nächsten an inen sein. Wurde auch niemants nichts aigen lassen, khain glauben halten, stet und schlösser ausser der, die er zu seiner gränitz erkhieset, zerschlaipfen und niderreissen, auch khaines verschonnen, wie es dann die benennten, verderbten funf lande solches alles im werch laider spueren thäten. Wo aber ain härrig khriegsvolckh auf etlich jar und tag zu widerstandt verordnet, so het ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft yetz ertzelts uberfalls und verderbens nit zu sorgen, dann er liess khain solch ansehenlich khriegsvolgkh, als obsteet, hinder ime.

    ŠZudem möchte diser landt zuetzugj auch zu inen rugkhen und tägliche, tapfere besterkhung beschehen oder, wo er sich understuende, auf dise landt und furter in das hl. röm. reich zu tziehen, so wär abermalls solche christliche hilf verhanden und möcht dasjhenig, was alsdann das pest sein wurdt, furgenomen, auch dem feindt nit allain in disen, sonder in seinen selbst landen ansehenlicher abpruch gethon, damit er nit on allen widerstandt frey und unverhindert sein pluetdurstig furnemen durch ainen solchen gähen uberfall im hl. reich seiner art und natur nach verbrächt, verhindert und aufgehalten und geslagen wurde.

    Und zu solchem wär an dem nit wenig gelegen, das ir christliche hilf zu rechter zeit in der not und härrig beschähe, dann wo es nit härrig wäre und also ain eillunder abtzug von wegen khurtze der bestallung geschehen muesst, alsdann erst schigkhet er sich in angriff und wäre dermassen gefasst, das er in winters- und herbstzeiten, auch im auswert, ee die hilf ankhämb oder so sy untzeitlich abtzug, die landt mit macht oder mit straiffen uberzug und sein sach ausrichtet, wie er dann alweg bishieher gethon hette. Solchem nach ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft aus ertzellten, gegrunten ursachen durch Gottes barmhertzigkhait mit sonderm duemuetigen und höchsten vleis ermanen und bitten, das sy ir cristliche, behärrliche mithilf disen armen, verderbten landen aus cristlichem gemuet und bruederlichem mitleyden genedigist, genedig, gunstig und freuntlich mittaillen wollten, damit dieselb von stund an und aufs peldist auf den panenk, an die plätz, da es vonnöten, dem feindt under augen dermassen zuegefertigt, das dieselb auf etlich jar und tag und, solange vonnöten, härrig gehalten wurde.

    Das sy auch fur sich selbst und bei andern cristenlichen khunigen und potentaten durch fridt und ainigkhait die gemelt härrig hilfen, sovill an inen, befurdern wollten.

    Und wo also dise landt mit irer cristlichen hilf furderlich getröst, so wurde diser landt hilf vill wurgkhlicher angeen, auch ain hertz gemacht, das alles furnemen mit grossem ernst und mändligkhait volbracht. Zudem wuerdt der armen gefangen ellendt geschray und innig gebet zu Gott aufs höchst wurkhen, auch die christen, so under seinem tirannischen gwalt hart zwangt werden, ime widerwärtig sein und aufsteen, wie dann in vill weg erscheint, auch derselben ain guete antzall, wie obertzellt, herubergefallen wären. So das yetz bei der clain rettung beschähe, was wurde alsdann, so sy den ernst und ansehenlichen angrif, auch das cristlich zusamensetzen sehen, vor augen sein. Und in solchem allem, das darinnen genedigist, genedig, gunstig und freuntlich ansehen und bedengkhen ir ambt und wirde, eer, reputation, erhaltung teutscher nacion und cristenlichen glauben, ir aigen landt, leut, guet und pluet und dise landt von seinen pluetigen und tirannischen thaten aus solcher höchsten geferligkhait mit zuethueung röm. ksl. und kgl. Mtt. erledigen verhelfen und nit verlassen, auch Šals cristlich Kff., Ff. und stände des hl. reichs nicht gestatten noch zuesehen, mit dem christlichen pluet so jämerlich und erpärmblich wie bisher zu handlen.

    Sy sollten auch behertzigen die manigfeltig uneer, so Gott dem allmechtigen bewisen wurde, an wievill tausent man mordt begangen, das ellendt obligen der armen cristen, das betruebt schaiden der eeleut, irer khinder und freundt, die jämerlich parfues als die ublthäter geschlaipft werden, die ellendt, kläglich stimb der gefangen, so umb hilf schreyen, auch ir ewige dienstperkhait, geferligkhait leibs und der sell und die gross unparmhertzigkhait, so sy den alten und unschuldigen anlegen, erwegen, was sy nit verfueren, das zerhagkhen sy zu stugkhen, der armen, verderbten cristen ellendt, so inen all ir narung, haus und hof verprennt ansehen, was sich auch fur jammer in gählingen fluchten begibt, das leidn der betruebten khindlpetterin mit iren khindern und furnemblich bedengkhen, wo disen armen landen nicht geholfen und sy also verlassen, das sy in des Turggen gewaltsam (das Gott verhuetten welle) khumen möchten, was alsdann inen als den anstössenden landen, gantzer teutscher nacion und gemainer cristenhait verrer mit gleicher verderbung und verwuestung erschrogkhenlicher, ewiger gefengkhnus, verlust der selen, leibs und guets ervolgen, das hetten sy hochweisist zu bedengkhen.

    Und wie die vorigen khunigreich und lande in khurtzen jaren zu derselben dienstparkhait und gehorsam betzwungen, also möchte er dise niderösterreichischen lande, die gantz ersaigert und seiner macht allain, wie vorsteet, zu schwach, wo sy verlassen und khainen cristlichen, härrigen zuesatz hetten, vill statlicher undergetreten, genött und betzwungen werden, daran er sich auch nicht genuegen ließ, sonder sein fues ye pas in die nechsten lande fur und fur fursetzen und auch all ander cristlich, umbligundt khunigreich, furstenthumb und lande und furnemblich das hl. röm. reich under sein tirannische regierung nöttigen wurde etc. Was dann lder christenhait daran gelegen und was–l es fur ain erpärmlicher fall wäre, wann der Turgg dise ritterliche und streitpare teutsche nation in sein gwaltsam bringen sollt, das hetten ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft bei inen selbst leichtlichm abtzunemen. So sey des auch nit wenig zu bedengkhen, wo solchergestalt die not und das feur bei andern und nit in seinem aigen haus gerettet, das es nichts anders dann sein aigenthumb dardurch bewardt und befridt hiesse, also wo disen landen dermassen mit härriger hilf cristlich zuegesetzt und geholfen, dest lenger der feindt ires tails aufgehalten und ire gränitzen sicher beleiben wurden, das dann nit beschähe, wo dise landt zu hauffen giengen, sonder ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft, derselben underthonen und landtschaften dardurch auch schaden leiden und das nächst verderben nun auf iren aigen grundten spueren und mit augen sehen wurden, wie auch das durch der cron Hungern abfall dise landt layder emphunden hetten.

    ŠDann durch der landt sochent [sic!] hilfen, die nit behärrlich wären, werden die landt nur ausgemerglt. Was der Turgg am feldt nit verprennet und am landt unverwuest liess, das nämen die grossen steurn zu solchen nöten, aufpot und veldtzugen hin. Und wär bey dem abtzunemen, wo die cron Hungern allain in irem vorigen standt und wirde bedacht, die dem Turggen fur sich selbst widergestanden, ime vill ansehenlicher, ernstlicher schlachten gelifert, das dises furtzaigen gar leicht abtzumerkhen, wann der Hungern macht wäre dermassen geschwecht, das sy seinem ansehenlichen sagkhman und straif zu schwach, dergestalt ergieng es auch disen landen, die dermassen mued, erarmbt und ausgesaigert wären, das sy ime khainen statlichen widerstandt fur sich selbs yetzo thuen noch ine in seinen ansehlichen, starkhen straiftzugen nit woll verhindern möchten.

    Das aber ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft genedigist abnemen und spueren möchten, das sy, unangesehen alles vorerzellten verderbens, ersaigerung und erschöphung, aus sonderer, cristlicher lieb, so sy zu der ksl. und kgl. Mt. und dem vatterlandt, auch dem hl. röm. reich und dem heilligen glauben truegen, aus hoffnung, inen werde von der ksl. Mt. und iren kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft und andern potentaten mit härriger hilf gnedigclich zuegesetzt, so hetten sy neben der hochgedachten kgl. Mt. als irem allergenedigisten herrn und landtsfursten des Turggen einfallen entgegen, sovill muglich, zu gegenwör sich an leib und guet, damit sy bei irem vatterlandt unvertriben beliben, yetz abermals hoch angriffen und ir schmalls vermugen zu erhaltung diser irer vatterländer inen und der gantzen cristenhait zu guet nit verschonen wellen, uber die ertzellt ersaigerung und ander täglich ausgaben die halb gult, davon die landtleut selbst ir aigen genies und narung haben sollen, furgenomen, daraus fur die täglichen straif ain khriegsvolgkh auf ditz 40. jar an die gränitz zu legen, auch daneben von 200 phundt gelts ain gerust phärdt zu ainem zuetzug bewilligt, mit diser weiter ausfuerung, das sy gantz cristlich genaigt, unangesehen ires unvermugens, wo anderst die ksl. Mt., ir kfl., fstl. Gn., G. und fruntschaft und ander cristlich potentaten und heupter ir christliche hilf im werck zu ainer härrigen hilf erscheinen liessen, dieselb mit irem zuetzug nicht zu verlassen und sich unverweislich und cristlich, als frumen, getreuen underthonen zuestuendt, mit rat und that nach irem höchsten vermugen zu halten, auch ir oberzellte bewilligung auf ains, zway oder dreu jar oder, solang die notturft erfordert, dartzue zu thuen und an inen nichts, sovill muglichen, erwinden lassen, wie dann die gesanten iren kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft irer bewilligung merern bericht und grundt, sovers vonnöten, antzutzaigen hetten.

    Wo aber das vorertzellt verderben nit behertzigt und die cristlich, härrig hilf nit mitgetailt oder zeitlich in der not nit ervolget, so wären iren kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft der verwuest tail der cron Hungern, Rätzen, Bulgaria, Surffen merer tail an Krabaten und Dalmacien nahent gar als die disen landen nächst anrainendt zu ainem exempl furtzustellen. Daselbst wurde befunden, das solche khunigreich und lande von menschenpluet durch die villfeltigen Šslachten feucht zu achten waren. Da vor khunigclich und grosser fursten und herrn paläst, wären yetzo durch storchen, eil und rappen besessen, die vor von grossem getzierde geschmugkht gewest, yetzo mit dorn besetzt. Wo man derselben khunigen und fursten gedächt, wären die noch ire nachkhumben nit vorhanden. In denselben iren pallästen wuchsen nessl und ander unkraut, in iren pollwerchen stuende khlee. Wo vor fursten gewonnt, do heten die tragkhen und ander gewuermb iren lust und das gefugl [sic!] des himels der orten nach irer art ire höf und haimbwesen. Dermassen möchte es alsdann umb das hl. röm. reich auch laider steen, das Gott der allmächtig genedigclich verhuetten welle, und ob sy alsdann gern das pest und widerstandt thäten, so wär es, wie zu besorgen, nit erkhlekhlichen, sonder wie das feur das stra hinlegkht, die flamb die halbm vertzeret, der windt die plue wie pulfer oder nebl zerstraet, unfurträglich. Das alles wär an vorberuerten, vertilgten khunigreichen und landen volbracht und im werch gesehen worden und dise landt stuenden layder gleich in derselben plue.

    Dises und anders sollen ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft behertzigen und sonderlich, das der Turgg durch solche kriegsrustung vorermelt khaiserthumb und landt, wo er die in zertaillung betreten, layder erobert und, wie yetzt der last an disem löblichen hauß Österreich, welches numalls nahent gar erläg, das solches alles dann an inen auch des nächsten sein wurde.

    Zudem wär zu bedengkhen, wo, das der allmechtig nit well, aus zertaillung und zuefallender verhinderung sich wider irer ksl. und kgl. Mt. allergenedigisten bemueung und willen ain verlassung zuetrueg und disen landen khain austrägliche, furderliche, härrige hilf erschin, also das dem Turggen khain ernstlicher widerstandt beschähe, dardurch er mit seiner macht furdrunge und aus täglichem obsigen und verderben aintweders der gemain man in aufruer und practikhen erwegkht werden oder das die underthonen, wie an etlichen orten beschehen, ire aigen herrn sambt den heusern dem Turgkhen uberantworten thäten, dardurch die landt zu tribut benöttigt, unangesehen, das er khain fridt helt und die underthonnen dannocht aintzig hauffenweis verfuert, daraus ain gantze verzweiflung volgen und durch solch weg die landt gantz absochen möchten und wider iren willen, den nechsten todt zu fliehen, villeicht turggisch werden muessten. Wie jämerlich aber solches wär, das dise landt wider die ksl. Mt., das hl. röm. reich und ander potentaten, wider iren glauben und das christlich pluet ziehen, die christlichen länder verhören und verwuesten sollten helfen, wie dann gleichermassen die vorbenennten khunigreich und furstenthumb disen landen layder ertzaigen und beweisen muessen, das hetten ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft aus hochern verstandt abermalls genedigist zu bedengkhen. Aber das alles sollt nit verstanden oder geraidt werden, das an disen gehorsamen landen ainicher mangl erscheinen sollt, allain zu bedengkhen, sover das feur also uberhandt nemben wurde, das doch solches aus genötter und betzwungner not beschähe, darfur sy lieber yetz den todt leiden, dann also ir hendt in dem christlichen pluet aus betzwang des Turggen beflegkhen wollten, Šwas sy aber alsdann thuen muesten, dartzue sy als gefangen leut zu rettung ires lebens gedrungen wurden.

    Aber der underthenigisten zuversicht, ir kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft und ander cristlich potentaten wurden zu solcher gemainen, christlichen expedicion und härrigen hilf bewegt, dardurch disem feindt des creytz Cristi abgeprochen (wie sich dann des niemants gegen Gott pillichen entschuldigen möcht), sy selbst und ir aigen landt und leut, auch dise landt geschutzt und geschiermbt, damit sy bey dem heilligen, christlichen glauben, irem vatterlandt, weib und khindt unvertriben beleiben und so vill armer wittib, waisen und christlicher sellen erhalten werden mugen, das wellen sy in aller gebuer ungespart ires leibs und guets verdiennen und dartzue ire erben und nachkhumben daran weisen, solches gegen irer kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaft nimermer zu vergessen. Das wurde auch der allmechtig mit seinen göttlichen gnaden in irer gluckhlichen wollfart in ander weg erstatten.

    In dem allem sollen obbenennt gesanten die notturft antzaigen und, die ständt des hl. reichs zu genedigister und furderlicher hilf wider den Turggen und rettung der landt zu bewegen, khainen vleis sparen, sonder denselben mit dem pesten furwenden, auch dise landt iren kfl., fstl. Gn., G. und freuntschaften gebuerlich bevelhen, wie sy dann woll zu thuen werden wissen und sich die ausschuss von denen ersamen landtschaften wegen zu inen getrösten und versehen. Und was sy also ausrichten und von den ständen sament oder sonderlich fur beschaidt erlangen, sollen sy furter zu irer haimkhunft yeder landtschaft verordnten antzaigen und aller ausrichtung halben relacion thuen.

    Actum Wienn, den funften tag Januarij anno etc. im 402.

    «Nr. Š167 Die Stände der österreichischen Erblande an Pfgf. Ottheinrich von Pfalz-Neuburg – Wien, 1540 Januar 5 »

    München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 18r–20v (Ausf.); DV fol. 20v: Österreichischen und [...?] der land credentz [...?] etlich gesandten zu disem reichstag contra Turcam. Praes[entatum] Regenspurg, 29. Apprilis anno 41.

    Euer fstl. Gn. tragen one zweifel ein gnedigs wissen, mit was grausamkait der wuettend erbfeind des heiligen, cristlichen glaubens, der Turck, vil jar lang nachainander wider die hochloblich cron Hungern und dise niderosterreiche land, sie zu zwingen und ime underthenig zu machen, sich gewaltigklich underfangen und mit vilfeltigen straif- und heertzugen und teglichen, unaufhörlichen kriegsubungen, darmit er den obvermelten armen landen zum hochsten obligt, sie nun mer gantz abgemergelt und erschopft hat, also das euer fstl. Gn. sich aus hohem, furstlichem verstand gnedigclich zu erindern haben, das sollichem [sic!] landen nit möglich sey, ime, dem Turcken, hinfuran vorzusteen oder sich vor ime zu schutzen, auch nicht gewissers zu besorgen, dann das er in kurtzer zeit, wo ermelten landen von euer fstl. Gn. und andern churfursten, fursten, prelaten und stenden des hl. röm. reichs, unsern gnedigisten, gnedigen und gunstigen herren und lieben freunden, nicht furderliche, dapfere, erschiesliche und beharliche hilf gedeihen solt, gar zerschlaupft, in sein vihische, unmenschliche dienstparkait und under sein joch gepracht werden, das one zweifel allen christgleubigen hertzen erschrockenlich und sie pillich zu einem grossen mitleiden bewegen solt. Dann uber das er so vil armer, elender, verlassner, unschuldiger christen, reich, arm, jung, alt, man, weib, junckfrauen, knaben und unmundiger kindln ellendigclich umbringen, mit immerwerender dienstbarkait beschwern, nidertrucken und mit mancherlai unaussprechlicher tiranney verderben, den christlichen glauben aus irem hertzen außreutten und verdilgen, so wurde er auch gegen andern christlichen landen als dem hl. röm. reich und dartzu gehorenden nationen als Baiern, Schwaben, Pfaltz, item Merhern, Schlessien, Behaim, under und ober Lausnitz und dann furter Sachsen, Marck, Meissen, Thuringen etc., deren ime keins zu ferne oder entlegen sein wurde, do er dann Šfur und fur ein gantz ebnes, praittes, weittes, fruchtbars und wolerpauts, reiches land findet, ain mercklichen, grossen vortail gewinnen, also das, menschlich davon zu reden, ime nit wol muglich sein wurde, fernern widerstand zu thun. Solchen jammer und verwuestung so vil fruchtparer, christenlicher landen, auch erschreckenliche vergiessung so vil unschuldigs pluts haben bißhero die hochloblich cron Hungern, röm. kgl. Mt., unser allergnedigister herr, auch wir in unsern landen, wie obgemelt, mit embsiger, williger, treulicher darstreckung alles unsers vermogens vil jar lang erlitten und, sovil moglich gewesen, furkomen, sind auch noch heutzutag urpuettig, alles unser uberplibens vermogen an leib und gut darzustrecken und desselbigen in keinerlay weg zu verschonen.

    Dhweil wir aber je zu schwach und gantz und gar sampt unserm allergnedigisten herrn, röm. kgl. Mt., mit so langwirigen, schwern kriegen gentzlichen ersaigert worden und der turckischen macht nit vorzusteen wissen und nicht gewissers dann, wie oberzelt, unser verderben und, wo uns nit geholfen wurde, das uns, wie den christen in Grecia, Bulgaria, Servia, under und ober Bosna, merer tails in Dalmatia, Crabaten, Sclavonia und windischen marck geschehen, ergeen wurde, auch laider teglichs vor augen sehen, derhalben wir getrungen werden und aus unvermeidlicher notturft verner nit umbgeen konnen, euer fstl. Gn. und andern hochloblichen stenden des hl. röm. reichs unser abermals vorsteende, grosse not und verderben gantz diemutigest, gruntlich und warhaftigklich samptlich und sonderlichen furtzutragen und antzutzaigen, auch gehorsamist zu bitten, das euer fstl. Gn. als ain sonderlicher, hochberombter, christlicher, loblicher furst sambt andern stenden und glidern des hl. reichs uns, ire arme, gehorsame, dienstwilligen glider und nebenchristen, in solchen unserm hochsten obligen nit verlassen, haben derhalben die wolgebornen, gestrengen, edeln, vesten N. und N. zaiger dises briefs als unser liebe freund, herrn und mitlandtleut zu ksl. Mt., unserm allergnedigisten herrn, und den hochloblichen stenden des hl. reichs, sonderlich zu euer fstl. Gn. als von Got dem allmechtigen hochverordnetem haupt und fursten, des furstlich gnad, nit allain auß erleuchtem, hohem, gnadenreichen, miltem, christlichem gemuet, uns armen, gantz betruebten, so in hochster unaußsprechlicher gevar sein, sonder allen andern christen, wie wir gewißlich berichtet, gnedigst zu helfen, rettung und beistand zu laisten, gentzlichen und auß innigklichem grunt des hertzens genaigt sind, abgevertigt, sie solcher grossen not ferner gehorsamist zu berichten.

    Bitten derhalben gantz gehorsamlich, euer fstl. Gn. wöllen obgenante unsere gesandten gnediglichst anhoren und in allem irem furpringen glauben geben, dann sie konnen die sach so heftig nit furtragen, [sie ist laider]1 erger und geferlicher und, Got erbarme es, dermassen geschaffen, das wo jetzt zu diser zeit mit furderlicher, unverzuglicher, beharlicher hilf nit geholfen, sonder dieselben angestellt oder verzogen und unsere gesandten one gewisse vertrostung oder Šone erlangte hilf anhaim kommen solten, das Got gnedigclich verhuetten wölle, so wurde, wie zu besorgen, ain solche verzweiflung in die land und den gemainen man komen, das sie sich dem Turcken gewißlich undergeben, sich zinßpar machen und dem negsten verderben und sterben empflihen und ir, auch irer armen weiber und unschuldiger kindlin leben mit einem sollichen erschreckenlichen mittel fristen und aufschieben wurden, als lang sie möchten, und solchs wurden wir mitnichten furkomen mögen, sonder, wo wir uns widersetzen, nit allain von den Turcken, sonder auch unsern selbs aignen armen leutten und landschaft hochster gevar leibs und gutz gewarten mussen, des dann allen cristen, sonderlichen aber der streitparn teutschen nation, auch zuforderst den hochloblichen churfursten, fursten, prelaten und stenden des hl. röm. reichs zu ewiger verweisung und verkleinerung, auch inen selbs zu unvermeidlichen verderben geraichen wurde. Ist derwegen unser gehorsam gantz dienstlich durch Gott und des heiligen cristlichen glaubens willen bitt, euer fstl. Gn. als ain sonderlicher, hochberumbter, christlicher furst, liebhaber, furderer und schutzer des heiligen, christlichen glaubens welle uns armen irer fstl. Gn. hilf gnedigst zuschicken, auch ander churfursten, fursten, prelaten und stende mit allem vleiß und ernst bitten und dahin anweisen, das sie dergleichen thuen und uns, unser weib, kind, vatter, mutter, bruder, schwester, so vil gutter land, päß, stett, vestin und andern vortail, so man noch in disen landen haben mag, mit eillender, furderlicher, beharlicher hilf retten und vor dem grausamen Turcken und seiner unersettlichen tiranney schutzen helfen. Darbey wöllen wir ungespart unsers leibs, lebens und guts, wie obgemelt, alles unser vermugen darstrecken. Daran werden euer fstl. Gn. one zweivel Gott dem allmechtigen ein gefellig, genems werck der barmhertzigkait thon und die armen christen, so dardurch gerettet und erloset werden, in irem andechtigen gebett euer fstl. Gn. von Got, dem ewigen herrn, langwirige, gluckselige und fridliche regierung zu pitten, auch wir, mit unsern gehorsamisten, willigen diensten zu verdienen, nymmer vergessen. Thuen uns hiemit euern fstl. Gn. gehorsamst bevelhen, gnedigiste, ersprießliche, unabschlegliche antwurt bittend2.

    Datum Wienn, den 5. Januarij anno etc. 40.

    « Nr. Š168 Kursächsisches Gutachten zur Frage der Türkenabwehr – o. Ort, [1541 Ende März/Anfang April] »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 402r–423v (Kop.); AS fol. 402r: aDes Kf. zu Sachsen bedencken–a. Nachvolgend vorzaichnus ist F. Wolffen von Annhalt und den rethen gein Regenßburgk zugeschickt, belangende den Turkenn1. bIst den rethen mit gegen Regenspurg gegeben worden, 1541–b.

    Ungeverlich vortzaichnus aines bedenckens, die sorgfeldikait der ankunft des Turcken belangende, wie demselben mit gotlicher hulf und anruffung seiner gotlichen gnaden stadlicher widerstand zu thun sein solt, auf weiter bedencken der vorstendigen.

    ŠErstlichen nachdeme untzweivenlich ist, das des Turckenn tyrannisch und gwaldiges furnemen ain straf von Gott ist von unser sunden wegen und sunderlich derhalben, das sein gotliches wort vorachtet und nit angenommen, auch demselbigen nit gelebt wirdet, wie nun derselbige zorn Gottes abtzuwenden mit anruffung gotlicher gnaden und bitt vorgebung unser sunde, ist ane nott vil antzaigung davon zu thun, dann Dr. Marthinus Luther ane zweivel aus dem hailigen geist gar christlichen und wol darvon geschriben, welchs buchlein auch gar hoch vonnöten, wann von widerstand des Turckenn sol geredt werden, das es fur die hand genomen und gelesen werde und Gott gebeten, das er sein hailiges wort, welchs dorinne begriffen, wolle in uns allen wircken lassen.

    Wann nun Gott bevor gesetzt und sich mit dem vorsunet ist, wheren alsdan mit anruffung seiner gotlichen gnaden menschliche wege auf nachvolgende mittel furtzunemen:

    Und nachdeme aus der schrift, so Kg. Ferdinandus zu Hungarn und Behaim an die stende der cron Behaim gethann, befunden wirdet, das der Turck alberait cim antzuge sein solle uf Hungarnn, Osterreich und Behaim etc., ane zweivel solchergestalt uf den kunftigen fruiling mit seiner haubtmacht nachtzudrucken und abermals sein hail an der christenhait und–c sonderlichen der deutzschen nation zu vorsuchen, dund aber uf itzigem reichstage zuvorderst, do solche und dergleichen zeitungen des Turcken halben einkommen, wirdet wollen gehandelt, wie des Turckenn furnemen kann begegent und widderstanden werden–d, wie dan der Turck des konigs kriegsvolck in Hungern zu Peest durch etzliche wascha alberait sol belegert haben, so wirdet solchs dießer zeit aus volgenden dreyen ursachen schwerlich bescheen konnen. Dann erstlich wirdet sich der reichstag lange vortziehen und, eher von der hulf geredt und geschlossen, der Turck seinen willen ane sunderlichen widderstand schaffen mugen.

    Zum andern wirdet man schwerlich zu notturftiger proviand zu undterhaltung des kriegsvolcks, so gegen dem Turcken geschickt, komen und dieselbige erlangen mugen. Dann dieweil der reichstag zu Regennsburgk gehalten und man sich viler proviant uf dem wasser hinab pfleget zu erholen, so wil berurter reichstagk doran nit ain geringe vorhinderung sein, dan die proviand, so ufm wasser hinab konten geschickt werden, wirdet vhast ufm reichstage vorbraucht werden und aufgehen. Zudeme, das heur anedas die proviand nit wol geraten und schwerlichen zu bekommen sein und, so sie gleich zu bekummen sein mochte, wirde es ein grosse theurung undter dem kriegsvolck machen, welchs wurde ursache geben, das reuter und knechte ire besoldung wolten erhohet haben, welchs den stenden gantz beschwerlichen sein wolte. Zudem, das es inen ainen solchen eingang machen wurde, das die reuter und knechte folgend die hohe besoldung stettes wurden haben wollen.

    ŠZum dritten, do gleich ain turckenhulf von den stenden des reichs wurde gewilliget werden, eso will vhast unmuglich sein, dieselbige von den undterthanen ainer iden obrikeit, die sie dan werden tragen mussen, in solcher kurtzer zeit eintzubringen, das sie zu widerstand des Turckenn uf das itzige jhar zu gebrauchen und, do es mangeln solte, wie gewiß bescheen wirdet, so will auf solchen vhal in ainer iden obrikeit vormugen nit sein, die turckenanlage fur die undterthanen, sovil es sie belangen wirdet, furtzusetzen und hinauszugeben–e. Solte nun an proviand und gelt, wie zu besorgen sein will, mangel furfallen, so wurde uf den vhal nichts anders volgen, dan das undter dießes teyls aigen volck fkriegk und unlust erregt und nichts fruchtbars ausgerichtet wurde, es where dan, das ksl. Mt.–f der proviant halben vorsehung zu thun wuste, auch mit gelt fursetzung thun wolte, das also an den baiden als den furnembsten artickeln nit mangel where.

    Dorumb wirdet man dießen kunftigen sommer nach aller gelegenhait schwerlich zu ainem stadlichen widderstand des Turckenn kommen mugen. Damit aber gleichwol durch Gottes hulf dargegen getrachtet, so wirdet bedacht, auch gerathen, das man die drey stedte, nemlich Wien, Neustad und Preßla mit ainem stadlichen kriegsvolck solte besetzen, welche nit allain dieselben stedte fur dem Turckenn solten erhalten, sundern auch, sovil an inen, an der frontir wheren und ufhalten, das der Turck seinen zug nit vollenden mocht und nit weiter hereinbreche. Konte aber solchs nach gelegenhait der Turckenn macht und gewalt nit bescheen, das solch kriegsvolck zum wenigisten bemelte drey stedte erhielte. Wurde aber furfallen, das der Turck eine oder mher und das kriegsvolck dorinnen belegerte, so solt uf den vhal das reich und ain ide obrikeit mit iren undterthanen eylende ufsein und die stedte und das kriegsvolck mit Gottes hulf entsetzen. Do dorfte man das kriegsvolck uf keine gewisse zeit annemen, sundern es where allein ein eylende entsetzung furzuwenden. Und solchergestalt durfte der vorgebliche uncost, der sunst uf das kriegsvolck gehen wolt, nit ufgewand und wurde gleichwol dem Turckenn sein furtziehen gewheret werden. Konte auch Kg. Ferdinandus seine schlos und stedte zu Hungarnn fur dem Turcken erhalten, wiewol es sorglich sein will, weil kain vhestung vorhanden, so where es guet. Wo aber nit, where dannacht besser, man errettete und erhielte das vaterland durch angetzaigten oder ainen andern wegk, dan das der Turck ainen fueß auch dorein setzen solte.

    Aber hieruber und weiter wil zu besorgen sein, do man sich gleich widder den Turckenn mit ainer stadlichen reichshulf nach dem kunftigen sommer wurde vorfassen, so wurde doch solchs schwerlich fur dem herbst bescheen konnen. Solte dan mit solcher reichshulf erst gegen dem windter widder den Turckenn getzogen werden, so wurde alsdan der Turck, wie man sein weyß kennet, widder zuruck- und abetziehen und solchergestalt das reich in ainen Šgrossen und treflichen uncosten vorgeblich gefurt und widder den Turcken nichts ausgerichtet werden, dan das kriegsvolck, so vom reiche angenomen, wurde seine bestelte monat vor vhol haben wollen. Dorumb berurter wegk mit besetzung der dreyer stedte dißmals der beste sein will.

    Aber nichtsdestweniger solt uf itzigen reichstagk von ainer stadlichen und beharlichen hulf des reichs wider den Turcken zu handeln und dieselbige zu schliessen sein, also das man uf das volgende 42. jhar den kriegk widder den Turckenn beharren mochte, dergestalt, das man domit alsdann zeitlichen in das land zu Hungarn zoge und dasselbige dem hailigen reiche zuguet eroberte und einnheme, auch doruber mit derselben hulf gegen dem Turcken ferrer und weiter handelte, wie es das gluck und der siegk geben, auch sunsten wurde bedacht werden. Und hierauf sollen F. Wolff von Anhalt und die andern unsers gnedigisten herren rethe aus angetzaigten ursachen vorharren und so bald hiervon nit weichen.

    Wurde auch von andern wollen furgegeben werden, das angetzaigter wegk dißmals nit stadhaben konte, aus deme, das die nott alberait vorhanden, das die hulf nit vortzogen konte werden, dan das kriegsvolck zu Peest alberait von den turckischenn wascha belagert etc., so sol hinwidder angetzaigt werden, das man solchs an seinem ort lies. Das konte aber nit vor unbillich geachtet werden, dieweil Kg. Ferdinandus ainen kriegk fur sich widder den Turckenn angefangen und itzo denselben mit des reichs hulf beherten und vorfuren wolte, das sein kgl. Mt. zuvor der Kff., Ff. und stende des reichs ratt und bedencken dorinnen gebraucht. Dan wie gesagt wolt werden, do sein Mt. ain botschaft zu dem turckischen kayßer, umb friden zu handeln, hievor geschickt und sich dartzwuschen der todesfalh an Kg. Johansen zugetragen, so solte alsbald, ungeachtet berurter schickung, sein kgl. Mt. ir kriegsvolck in das land zu Hungern geschickt und also den Turcken nit allein widder das konigreich Hungarnn, sundern widder die gantze deutzsche nation erreget haben. Ob nun solchs nit gros beschwerlich, zudem, das nach ungewiß where, was der almechtige vorhengen wurde, das konte menniglich leichtlich bedencken und wurde nit weniger Kff., Ff. und stenden hoch beschwerlich sein.

    Wie und welchergestalt aber die beharliche hulf wolt antzustellen und furtzunemen sein, solchs wirdet nachvolgend gemeldet.

    Und erstlichen nachdeme des Turckenn macht gros angeschlagen wirdet als uf zweymhal, dreymhal, auch viermal 100.000 mann, wil vonnöten sein, das ain dapfer anschlag auf deutzsche nation, auch andere umbstossende konigreich und potentaten gemacht werde, dem grausamen, wutherischen Turcken gewaldigen widderstand zu thun. Nun wirdet solchs deutzscher nation zu thun unmuglichen sein, es wurde dan ain bestendiger, wherhaftender fride im reich ufgerichtet und also das sich nimands keines argen oder uberzugs des glaubens oder sunsten von dem andern befaren durfe und das solchs alles bestendiglichen vorsichert werde.

    ŠWan solchs gescheen, where zu uberlegen, wievil gemaines volcks von burgern und bauern besessenen und unbesessenen leuten in Deutzschland where, achte man darfur, es solten zum wenigisten zehen 100.000 mhann in deutzschenn landen befunden werden, die zum krige tuglichen. Wann nun gder zehend man genommen, wurde es gewißlichen 100.000 man machen, welchs ein gros kriegsvolck zu fussen where. Wan nun in ausleßung des zehenten mannes diejenigen, die angesehen zum kriege am geschicklichsten zu sein, ausgemustert wurde, solte ein schoner haufen befunden werden. Und wiewol es wol darfur zu halten, das–g uber funftzehen oder zwantzig 100.000 mhann in Deutschlanden sein werden, die gingen den andern zu der undterhaltung mit zuguet, uf das die beschwerung gelindert.

    Nun musten 100.000 mhann gemainer solde 100.000 haben, das where den monat 400.000 fl. Es ist aber fur ratsamer und besser bedacht, das der hauf des fuesvolcks etwas als auf 80.000 mhann geringert und das die ubrigen 20.000 solde zu undterhaltung der haubtleut, fendrich und duppelsoldener gebraucht und so vil mher gueter, ehrlicher leute konten undterhalten werden.

    Zu solchem wolte ain grosse vorlege gehoren. Wue neme mans aber? Zu solchem where das vor ainen wegk angesehen: Nachdem der zehend man genommen, so musten ir neune den zehenden mit ainem monatsolde alle monat, solange der krieg wherete, undterhalten, in ansehung, das die, so dahaimen wheren, derweylen bey iren weibern und kindern in ruhe und friden bliben und das ererbeten, domit das kriegsvolck erhalten mochte werden.

    So achtet man darfur, das in Deutzschlandenn uber 30.000 reyßige pferde sein sollen. Wann nun der dritte teyl genommen, wheren 10.000 pferde, auf welche gehoret den monat 100.000 fl. zu ainfachen solden.

    Daß geschutz where bey allen churfursten, fursten, graven und reichsstedten zu nemen, sovil man achtet, das zu solchem zuge vonnöten sein solte, und das zu auflegung des geschutzes die gleichhait gehalten wurde.

    Zu undterhaltung aber der 100.000 knecht zu fues und der 10.000 pferde und die artlorey mit seiner munition uber den vorigen anschlagk, das neune den zehenden undterhalten solten, where der anschlag uf volgende masse zu machen:

    hErstlichen, das alle geistlichen, die nit pfarrer oder prediger gotlichs whorts wheren, ir einkommen und barschaft in drey teil teileten, zwey teil geben sie zu undterhaltung des kriegs und den dritten teil behielten sie zu irer undterhaltung.

    Zum andern, das in allen stiften, kirchen, clostern und clausen alle silberne und gulden cleinott, glocken und anders in gemain zu undterhaltung des kriegs geliefert wurde und in kainer kirchen, wie di namen haben mugen, nit mher von silber dan zwene kelche und aine glocken gelassen wurde und das aine ide Šobrikeit in iren landen, furstenthumb und gebieten solchs bey den pflichten, domit sie ksl. Mt. und dem reiche zugethann, getreulichen einbringen musten.

    Zum dritten, das alle churfursten, fursten, grafen, adel und die rethe in freyen reich- und gemainen stedten den zehenden von allen iren jherlichen einkomen an gelde und geldeswhert zu undterhaltung des kriegs geben.

    Zum vierdten, das uber den gemainen anschlagk des gemainen mannes in stedten die hendeler, wucherer, juden, procuratores, advocaten und, was desselbigen unnutzen volcks mher, das zum kriege nit tuglichen, solche solten den zehenden pfennig aller irer gueter geben.

    Solchs alles wurde ane zweivel ain merckliche, grosse summa geldes und cleinoter machen, domit ain grosses und dapfers zu widderstand des Turcken mochte ausgerichtet werden.

    So aber solcher furschlagk, wie etlichermassen wol zu bedencken, hoch und hart wolt bedacht werden und, das er bey den stenden des reichs nit zu erhalten, und besundern, das fur ein vorminderung des gantzen, vormainten gaistlichen standes wolt angesehen werden und das derhalben auf ain andern anschlag wolte zu gedencken sein, und, wiewol, so man ansehen wolte, wie gros die nott der christenhait und fhar der deutzschen nation ist, und so es bedacht, was fur sorgfeltikeit des Turckenn furnemen auf im hat, solt billich kein beschwerung derhalben von nimandes furgenomen werden, so solten auch die gaistlichen Gott dancken, dieweil sie in irem uncristlichen, ungotlichen und abgottischen, bebstischem stande, dorinnen sie itzo sein, weder Gott noch der welt nutze, sundern ein greuel sein, das sie bey der ubermas bleiben mochten. So aber die welt dorinnen blind sein will und nit bedechten, was man dorinnen umb christlicher lib willen und zu schutz der elenden christen, so teglichen den Turckenn ufm halße haben, rettung zu thun schuldig, so mag man vorsuchen, wie man uf wege mit geringer beschwerung trachten mochte. Gott der almechtige vorleyhe gnade, das sie zu gedeyen und nit zu nachteil und schaden kommen und gereichen mugen–h.

    Und ist fur den andern leydlicher [sic!] weck in solcher grossen sachen, do es nit so liederlichen zugehen kann, das bedacht:

    Erstlich, nachdeme die reichshulf, so ksl. Mt. uf dem reichstage zu Wormbs gewilliget, ungeferlichen 20.000 knecht und 4.000 pferde ertragen mag, so die hulf geleistet, wie sie angeschlagen, dieweil dann die nott gros und man einmhal stadlichen helfen mus, sundern wir werden sunsten teglichen mit dem Turckenn und turckenhulfe geplaget und gemartert, es mochte, so ime zu lange zugesehen und vorachtet wurde, einmhal ein gentzlicher vorderb der deutzschen nation doraus erfolgen. Derhalben solt der artickel fur allen dingen vorwarlichen gemacht werden, das alles, was mit des reichs kriegsvolck erobert und eingenomen, dem reiche und sunsten nimands anders bleiben solt und das die hulf, wiewol es den stenden hoch lauffen will, im nhamen Gottes gedreyfecht wurde, welchs where 60.000 knecht und 12.000 pferde und das dieselbige auf zwolf monat gewilliget und also ein kriegk auf ein gantz Šjhar gegen dem Turcken mochte angestelt werden und das in solchem jhar dorauf gedacht, wie nach endung des jhars weiter hulfe mochte gethann werden oder das kriegsvolck mit gelde undterhalten wurde. Und auf das churfursten und fursten, auch andere stende solche hulf ertragen möchten, solte inen nachgelassen werden, aine gemaine turckensteuer auf die underthanen zu legen, welcher auch itzt aufm reichstage, wie sie am treglichsten sein mochte, man sich entschliessen solte. Und uber das solte ain ide oberkeit macht haben, die gaistlichen gueter und kirchengetzier, wie in vorangetzaigtem furschlage gemeldet, dartzu, was sie uber die undterhaltung der pfarren, prediger, schulen und hospital nit bedurften, dartzu zu gebrauchen haben. Aber die gaistlichen, so nit undter der weltlichen obrikeit gelegen, solten semptlichen hohes und nidder standes in deutzscher nation uber die gemaine turckensteur den dritten teil ires einkommens auch geben und entrichten. Desgleichen, das die cleinott in kirchen, wie im ersten furschlage gemeldet, und die glocken auch solten zu gebrauchen sein.

    Wan nun solche dapfere hulf deutzscher nation gewilliget, so wheren volgend die umbliegende christliche nation auch zu ersuchen und furnemlich röm. ksl. Mt., unser allergnedigister herr, dieweil ire Mt. itzt im reiche sein, mit antzaige, was deutzsche nation uber ire vormugen sich zu widderstand des Turcken auf irer Mt. gnedigs begeren bewilliget hette, mit undterthenniger bitt, das ire Mt. selbst aigener personn sich in solchen zug begeben wolt und irer ksl. Mt. macht und vormugen irer Mt. erbliche konigreich und lande neben deutzschen treulichen ufsetzen. Volgend, das mit gnedigem ratt und hulf ksl. Mt. wie den andern christlichen konigreichen als Franckreich, Engeland, Portugal, Schottenn, Polen, Dennemarck und, whas mher derselben konigreich wheren, gesucht wurde, doch ob ire hulfe nit so balde erlanget, das nichtsdestweniger mit dießer hulf neben ksl. Mt. und Kg. Ferdinando furtgefaren wurde. Item, bey dem babst, Venediger und andern potentaten in Italien und, wiewol es darfur geachtet will werden, das der babst und Venediger in ainem vorstand mit dem Turckenn sein sollen, ist doch zu bedencken, wan ime gleich also sey, das dannocht die ansuchung bescheen solte, doraus zu befinden, ob sie freund oder feind sein wurden.

    Wan solches alles oder zum teil in das werck gebracht, where es mit gotlicher hulf dohin zu richten, so darneben mit notturftiger proviand vorsehen, das volgend gegen dem fruiling iim 1542. jar–i der antzug widder den Turckenn bescheen mochte. Dan nachdeme die deutzsche macht 100.000 zu fus und 10.000 zu roß sein wurde, so der erste furschlagk gefolget, auf den andern aber 60.000 zu fues und 12.000 zu roß und ane zweivel, wie das sich ksl. Mt. und die andern dermassen angreiffen wurden, das vhast uf 200.000 zu roß und fues lauffen solte, so where auch dorauf zu gedencken, so sich der andern nation hulf mit gelde mher dan myt leuten erstrecket, das frombde nation Švorsoldenet aufgenomen worden, uf das die antzal ersetzt wurde. So wirdet aus dringender nott kgl. Wd. von Ungarn und Behaim ire [dt.?] zwey konigreich zum hochsten angreiffen mussen, da sich vil eines dapfern kriegsvolcks zu vermuten. Wann solchs alles mit gotlicher hulf zuwegen bracht, als sich zu verhoffen, wan es mit vleis getriben und von Kff., Ff. und stenden des reichs, auch von gemainem manne deutzscher nation wil bedacht werden, allenthalben sorgfeldiges deutzscher nation dorob stehet, das sie solches nit abschlagen sollen.

    Es will aber zu solchem kriegtzug widder den Turcken am hochsten und maisten gelegen sein, das undter dem kriegsvolck gute ordenung und gehorsam erhalten werde und sonderlich mit der proviant, dann man weyß unser, der Deutzschenn, manir und gebrauch wol, das wir alle wollen volauf haben mit fressen und sauffen. Nachdeme dann ain solchs gros volck, als das sein wurde, zu undterhalten ain grosse proviand haben, wolt die notturft sein, das im anfang, weil proviand vorhanden, messig darmit umbgegangen wurde, uf das man in die harre proviant haben mochte.

    Zudeme solte das der wegk sein, das im anfangk, wen man zusammenkeme, dem kriegsvolck von reutern und knechten antzaigete, was ksl. Mt. Kff., Ff. und stenden und in summa der gantzen christenhait an dem kriegsvolck als an inen gelegen where und, so sie einen schaden nemen solten, das Gott mit gnaden vorhuten wolte, das es vhast umb gantz Deutzschland bescheen where. Derhalben wolten sie nit allein ire leib und gueter bedencken, sundern die wolfart und vorderben gantzer deutzscher nation, ja wol der gantzen christenhait mher ansehen. Dorumb wolte man sie irer pflicht, domit ain ider seiner obrikeit vorwhant where, erinnert haben, das sie nichts in vorachtung stellen wolten, sundern alles thun und lassen mit gutem ratt und bedencken irer haubtleute und sonderlich des obersten feldhaubtmans und seiner zugeordenten kriegsrethe thun und anfahen und ane dieselbigen gantz nichts thun nach handeln.

    Zum andern wolten sie bedencken, nachdeme sie in dem nhamen gegen dem Turckenn zugen als christen, das sie sich auch dermassen hielten und untugent flogen, uf das nit mher ungotloser handlung und gotteslesterung bey inen befunden wurden zum ergernus dan bey den Turckenn selbst in irem leger. Derhalben wolte man mit gnaden und gantzem ernst an sie begert haben, das sie sich der offentlichen schentlichen laster und sunden enthalten wolte [sic!] als gottesschweren, offentliche hurerey treiben und ubersauffens. Dann man wolte sie vorwarnet haben, so sie doruber in solchem offenem laster, die widder Gott und guete sitten wheren, betreten wurden, das an [= ohne] gnade derhalben sie solten gestrafft werden und in dem nimandes angesehen, er where hohes oder nidderigen standes, sundern arm und reich in gleichmessiger straf nach vorwirckung der sachen hingehen solten.

    Aber zum dritten und letzsten wolte man inen das vormelden, das die hohe und unvormeydenliche notturft erfordern wolte, das ain besundere ordenung mit der proviand gemacht wurde, uf das der proviand halben in hochster nott nit mangel furfiele.

    ŠDerhalben ist das beschlossen, das dem kriegsvolck ire proviand in die fenlein sollen ausgeteilt werden, nemlichen, das ider haubtmann uber ein feinlein knecht sol undter ime haben undter seinem fenlein 500 knechte und auf dieselbige 500 knecht solle dem haubtman seine zimliche proviand geraichet werden, der es furder undter die knecht umb die betzalung austzuteilen in rotten und also, das ain anschlagk auf die personen gemacht werde, was ainem knecht sol ungeverlichen geliefert werden von fleisch, kese, prott und getrenck ainen tagk. An demselbigen solle ein ider sich begnugen lassen und weiter bey den haubtleuten und proviandmaistern kein ansuchung thun.

    Den reutern solte dergleichen durch ire rietmaister ire proviant auf pferde und leute umb zalung gegeben werden und also das 50 pferde in ainer rotte zu befinden. Sollen auch kain weitere suchung thun, wie von knechten gesaget.

    Und das die reutere ire bestellung und die knechte ire artickelbrief treulichen und gentzlichen halten wollen, mit beger, das sie solches, wie kurtzlich ertzelet, treulichen halten und nachgehen wolten etc.

    Neben deme wil zu vleissigen sein, das ksl. Mt. personlichen sich in solchen zugk widder den Turcken begeben thete.

    Zudem, wo ain churfurst oder furst zu ainem obersten haubtman zu verordenen, dem wheren zwene fursten als kriegsrethe zutzegeben neben andern kriegsrethen, so von gemainer stende wegen vorordent, ane der wissen und ksl. Mt. der haubtmann nichts vorgehends, doraus schaden entstehen mochte oder gewinnen, zu thun haben solte, mitsambt den obersten der dreyer kriegsregiment.

    Als ainem F. von Sachsenn, deme das marschalambt im reich geburt, deme where der rayßige zeug mitsambt dem feltmarschalambt zu bevhelen und uber dasselbige regiment ein oberster. Und wheren die leutenant und rietmaister eintzuteylen also, das allewegen undter ainem rietmaister 250 pferde wheren. Das wurde machen 48 rietmaister. Doraus konte man dan viel oder wenig hauffen machen, wie die kriegsvorstendigen werden zu bedencken wissen.

    Volgend das andere regiment der artlarey, nachdeme an demselben auch mergklich und vil gelegen, solte es auch mit ainem fursten zu bestellen sein, also das derselbige furst der oberst uber die artlarey genant wurde und ime zeugmaister, leutinanten und zeugwarter zur notturft zugeben wurden. Und vor allen dingen, das man dorauf bedacht sey, wie ein solchs kriegsvolck mit zimlichen geschutze zu vorsehen sein will, uf das im vhal der nott am geschutze kein mangel sey. Das wir antzutzaigen ane nott achten, dan so vil kriegs- und sunsten vorstendiger uf dem reichstag sein werden, die solchs wol werden zu bedencken wissen.

    Zum dritten ainen fursten zum obersten uber alles fuesvolck zu verordenen, deme ain stadlicher kriegsman zum leutinant zugeordent, und das die knechte, nachdeme es auf baide wege ain grosse antzal sein will, in vier regiment geteilt wurde [sic!], doruber vier oberste sein musten, die doch alle dem obersten uber alles fuesvolck gehorsamen musten. Dartzu where zu gebrauchen uber ein Šregiment Gf. Wilhelm von Furstenbergk, des andern H. Wolff Dittrich von Pfierd, das dritte H. Conrad von Beimelberg und das vierdte Cuntz Gotzman.

    Uf das nun ordenung und gehorsam erhalten, solt ides regiment seinen profosen haben, der die gerechtikeit handhabt und vorteidinget. Uber solchs solte der oberste haubtman den obersten profosen haben, uf welchen die andern drey achtung mussen haben. Der sol sein als ain richter. Der sol ain graf oder vom adel sein und uber fursten, graven, herren und edelleut recht haben ergehen zu lassen.

    Dem obersten haubtman, den vier kriegsrethen und den dreyen obersten uber die drey regiment sol ein stadliche undterhaltung gemacht werden. Aber alle nutzung oder genies sol inen gentzlichen abgeschnitten sein, sundern, was gewonnen, sol zum gemainen nutz des gantzen kriegs gebraucht werden.

    Nachdeme an der proviand vil gelegen, sollen vier proviandmaister geordent werden und, uf das sunster stadlicher vleis und vorsorgung bescheen magk, sol ime ain furst, dorauf sie beschaiden sein sollen, fur ein obersten geben werden.

    Item, die vier fursten, die kriegsrethe, sollen die musterherren uber reuter und knecht auch sein. Solle inen auch vier leutinanten gehalten werden. Nachdeme an dem zalherren oder, der das gelt ausgeben sol, vil gelegen, sol ein furst darzu vorordent werden. Dem sollen von des reichs wegen vier rethe zugeben werden, die neben dem fursten vor die rechnung stehen, und hat seinen schreiber dartzu zu bestellen.

    Das prediger des gotlichen worts ain gute antzal in solchem zug vorordent werden, die das volck berichten mugen, wie man mit gutem gewissen und in gotlicher furcht widder den Turcken streiten soll. Der artickel sol zum besten angetzaigt werden.

    Auf drey wege die vorordenung zu bedencken.

    Ferner das erstlich drey vorordenung des volcks furgenommen werden, nemlich, den itzigen furhabenden zugk oder anschlagk des reichs hulf nach Osterreich und Hungarnn, wie dann die furnembste vormutung furfallen wil, zu gebrauchen. Nun wirdet die beysorge bedacht, wo es durch ainen unsieg furfiele, welche [sic!] Gott gnediglich vorhueten wolle, und das erst vorordente volck geschlagen würd, das dannacht durch solchen unfalh deutzsch nation nit gantz trostlos oder zaghaftig und das derhalben noch ain haubtbestellung aines nachdrucks ungeferlich mitten im reich oder deutzscher nationn vorsehen where und auch also geschickt und vorfast, das auf solchen zustand ain gewaldige ufmanung durch ain ide obrikeit aller besessen und vormuglichen undterthanen furgenomen, idoch das solchs itzo mit vorgehender ordenung und bestellung auch gericht und beschlossen wurde sambt ainem zugehorenden geschutz und munition der artolaria, darzu denn anfengklich ain vorlegung notturftig sein will. Und ob auf den zufalh des unsigs von der besoldung des andern volcks wolte geredt werden, so ist in solcher jhehen [= jähen] und filenden [sic!] nott als auf einen gemainen vertzugk christlicher landsbeschirmung dasselbige nit besonders hoch zu erwegen, welchs werck auch dorauf zu vermuten und zu Šrichten sein will, das dem veind mit dem negsten vorteil zugetzogen und in monatsfrist ungeverlich der angriff gegen demselben zu undterstehen sein wil und erfolgen magk. Derhalben sich ain ider beerbeter und besessener, vormuglicher hausmann auf christliche, undterthennige ermanung die zeit uber gehorsamlich und im bedacht des vorderbens seiner weib, kind, auch sein selbst leibs und guts vhar und vorlust sovil mitleydelicher und williger erkennen und ertzaigen wirdet.

    Wo der Turck seinen zug auf Deutzschland zwifechtig furnemen wurde.

    Der ander haubtartickel und im vhal, wo es sich also zutragen mochte, das der Turck seines kriegsvolcks zum teil durch Mheren, Schlesien und Sachsenn wurde vorordenen, wie dan zu besorgen, dann dieselben landgegenhait vhast ebenes wegs und haben unvorengte paß noch sunst vortelhaftige vorhinderung an haubtwasserflussen oder besundern weitleuftigen gebirgen, auch der landart ingemain kein geubt kriegsvolck zu fues, das derhalben hochlich zu erwegen und zu betrachten sein will, auf den ort auch ein besondere bestellung und vorsehung zu machen, domit doch auf solchen besorg zu dem wenigisten der sachsische landkreys mit ainem zusatz und hulf als Hessen und Gulich in sonderhait dartzu vorordent und ausgetzogen wurden. Und das doruber durch denselben landkrais auch ain besonderer nachdruck im vhal des unsigs auch beschlossen werde, wie in dem fordern artickel auch berurt ist.

    Die kuntschaft betreffend.

    Das furnemlich die kuntschaft und besichtigung der landgegenhait auf Osterreich und durch Mherern durch etzliche zugeordente, wissenhaftig, vorstendig haubtleute, zeugmaister oder buchsenmaister mit vleis besichtiget und abgeritten wurden, der vorteil und nachteil gewhar zu nemen, domit man in furfallenden zugen desselben bericht habe.

    Der proviand halben.

    Das die haubtproviand und andere unmeidliche, gemaine notturft zu undterhaltung des kriegsvolcks als thuch, leinwat und schuch also geordent mochte werden, das etliche besondere, redeliche und bestendige person dartzu vorschafft wurden, domit doch die ubermessigen, eigennutzigen finantzen und vortelhaftige gesuch, sovil muglich, vorkommen und abgewand, uf das der kriegsmhann bey gleicher geltung und der vorkauffer bey zimlichem gewinst erhalten wurden. Und so es mit ichte die gelegenhait haben mochte, das dieselbige profant und notturft aus gemainem vorratt des reichs vorlegt und geordent mochte werden durch die gemaine anlage geldes, domit sovil weniger gefarlichs, untzimlichs ufsatz gesucht, das where zu vorwharung des nachteyls vhast dinstlich und zurichtig antzusehen.

    Erwelung und bestellung des obersten felthaubtmans, feltmarschals und kriegsrethen.

    Dieweil das ain furtreflicher kriegstzug und nit ein gemain werck, doran der gantzen christenhait, röm. ksl. Mt. und des röm reichs ehre und wolfart gelegen sambt dem vorderben, dartzu schand und schmach, weib und kinder, Šdesgleichen leibs und guts fhar und furnemlich die vortilgung unsers hailigen, christlichen glaubens und des gotlichen worts, dorinnen unser hochste selikeit vorfast ist, in unruhe und zerstorung fallen wurde, demnach so ist hierauf durch anruffung Gottes gnade die bewegung furtzuwenden, domit die personen, so dartzu erwelet und erfodert sollen werden, furnemlichen aines christlichen wandels und gemuts erkannt und genaigt, dartzu ains ansehenlichen standes, nit stoltzmutig oder aines polterten, aigenwilligen sins, auch aines vorstendigen, ehrlichen, manlichen gemuets, dem tugent und redlikeit libt [sic!] und, so es muglichen, das er des kriegs auch geubt und vornemlich where. Nun will sochs alles, wie angetzaigt, nit wol volkomlich bey aigener person befunden werden, aber das wil dannacht furgengig und am hochsten zu erwegen, das der oberst aines christlichen, genaigten gemuets, mit den anhangenden tugenden und umbstenden begabt. Und ob der gebrechen allain vormarckt und furstunde, das er des kriegs nit geubt und doch sunst mit den andern gottsgaben der ehren, der manhait und des bedechtigen vorstands vorsehen und erkant wurde, so solte ains vor dem andern furgetzogen werden aus ursachen, die bestellung und vorordenung des feldes wil aus bedacht der zugeordenten kriegsrethe und mit dem zusatz der furnembsten, gehaimbten oberhaubtleute und feltzeugmaister furtzunemen sein. Wo dann der oberst feldhaubtmann mit ainem bedechtigen vorstand und also ainer ehrlichen manhait vorsehen, so ist der beschlus, aus solchem gefasten tapfern ratt, wie angehort, wol fursichtig zu verordenen und durch inen zu bevelen, sonder sorgfeltigen nachteil, dan durch seinen vorsichtigen vorstand hat er die undterschied des zufals im ratt wol zu vorgleichen. So gibt die tegliche ubung ainen solchen ehrlibenden, furnemlichen fursten furderlichen und gebreuchlichen vorstand, in sonderhait, wan er mit den tugenden und sitten begabet, das er gefolgig und des furnemens schlussig, dartzu muedsam, manhaftig, vleissig und sorgfeltig ist.

    Ein ungeverlich erinnerung etlicher personen, doraus ain oberster feldhaubtman und krigsrethe und musterherren, welche ingemain dem reich vorwand und zu erwelen sein mochten: Fursten: Pfgf. Ludwig; Mgf. Joachim, baide Kff.; der Hg. in Preussen; Hg. Wilhelm zu Bayernn; Hg. Fridrich von Bayernn; der Lgf. zu Hessen; Mgf. Georg zu Brandenburg, welcher auch der sprach und landart zu Hungarnn sonderlich bericht; Hg. Ludwig von Bayern; Hg. Philips von Braunschweig; Hg. Philips von Bayernn; Hg. Ulrich und Hg. Christoff von Wirttenbergk. Zu gedencken, welcher undter den angetzaigten dartzu zu beruffen, erwelet und furtreglich angesehen wurde, das ime doch Mgf. Georg und zum wenigisten der andern fursten ainer als kriegsrethe auch mit zugeordent wurden der sprach und kuntschaft halben, auch so sich ain unfalh zutruge, das der platz mitlerzeit widderumb ersatzt wurden.

    Vortzaichnus der personen von graven, herren und ritterschaft, aus welchen die kriegsrete, haubtleut, musterheren auch zu erwelen sein mogen: Gf. Wilhelm von Nassau-Tilenberg; Gf. Dittrich von Mannderschied; Gf. Wilhelm von Neunar; Gf. Philips von Solmis; Gf. Wilhelm von Furstenberg; Gf. Albrecht Švon Mansfeld; Gf. Georg und Gf. Hanns von Haideck; der H. von Fleckenstain; Gf. Caspar von Mansfeld, der H. von Rennennbergk, der H. von Oberstein.

    Ritterschaft: H. Conrad von Beimelbergk; H. Caspar Wintzerer; H. Merttann von Thun; H. Cassel alter [= Castellalto?]; H. Bernhartt von Milen, ritter; H. Wolff Dittrich von Knorungen; Wolff Dittrich von Pfierd; Jorg von Karlewitz; Cuntz Gotzman; Jobst von Steinbergk; Burkhard von Saldernn; Mertten von Rasau; Johan von Selbach; Mathias von der Schulenburgk.

    Der [sic!] churfurst sonderlich bedencken der kriegsrethe halben.

    Das auch die churfursten ain ider ainen aus den angetzaigten oder andern vorstendigen kriegsrethen vor sich antzugeben und zu verordenen haben moge, aus ursachen, das solchs in allen andern haubtbestellunge des reichs ordenunge und regiment gehalten, wie ublich und herkommen ist.

    Die schickung der rayßigen und des fusfolckh halben auf der stende des reichs bewilligunge.

    Das die antzahl des volcks zu roß und fues, so ainem iden stand in der bewilligten hulf aufgelegt wurde, nachdeme zu vermuten, das zweyerley bedachts zu ermessen und abtzunemen sein will, das ain ide herschaft die antzal leute schicke oder die geordente besoldung vorlegen solle etc. Nun ist zu bedencken, das furtreglich und bequemer sey, die leute zu schicken, wan das gelt auf gemainem beruff und ordenung dartzuthun, aus nachvolgenden ursachen: Erstlich die redlikeit der leute, das ain ide herschafte ehrlibende, namhaftige, bekante personen schicken werde, auch mit vorgehender ermanung und erinnerung, wes zu ehren notturft sein will. Zum andern, das in der eyle so vil tapferer leute in ainen besondern ausschus aines iden herren oder obrikeit nit stadlich erlangt mag werden. Item, den gehorsam und leydlikeit in der furfallenden nott ist sich gar vil trostlicher bey inen zu verhoffen dan bey anderm gemainen, unbekanten volcke. Item, das auch ain ide herschaft durch die iren, so also geschickt wheren, beschaid und kuntschaft aller gelegenhait des zustands so vil richtiger erlangen und haben mugen. Item, das sich so vil weniger meuterey oder aufrurigs zustands zu besorgen sey. Und beschlieslich, das solch kriegsvolck mit der besoldung so vil richtiger und ordentlicher undterhalten wurde.

    Domit aber die ubermennig der haubtleut aines iden fursten vorordenten leute, auch die unnotturftige besoldung vorkommen und abgekurtzt, so wirdet vor gut angesehen, das die fursten, so keine [sic!] antzal schicken, der landgegenhait nahend beyainander gesessen, dieselben ire geschickten in rotten oder geschwader zusammenvorainigen, also das uber 300 oder 400 pferde ungeverlich, desgleichen uber das fuesvolck auf 500 man als ein fenlein knecht an idem ort ein haubtman geordent wurde.

    Das kriegsregiment, dinstbestellung der rayßigen und des fusvolcks, dartzu die artickelbrief baiderseitz belangend.

    Es wil notturftig und furderlich sein, das durch ainen ausschus der reichsstend oder durch die erwelten person, so zu oberstem feldhaubtman, feltmarschal, auch kriegsrethen erwelet werden, ain schriftlich kriegsregiment aller Šartickel, dem felttzug anhengig, mit getreuem vleys beratschlagt und gestelt werden, wie dieselbige bestellung mit fursichtigem bedacht furtzunemen sein mogen. Und das zu solcher handlung vorordent wurden, die pflicht von dem obersten feldhaubtman, der kriegsrethen, musterherren und profantmaistern zu nemen, uf den vhal, wo der vorberurt artickel auf gemaine bestellung des reichs beschlossen, von Kff., Ff. und der stende nach irem bedencken. Das auch der oberst feldhaubtman sambt den andern kriegsrethen, musterherren, zeugmaistern, provandmaistern, ober- und undterhaubtleuten, provosen, quartirmaistern, wachenmaistern, brandmaistern und der gemaine kriegsman dem reich und sunst nimands anders in iren bestellungen angenomen und voraidet wurden, ain ider nach seinem stand und gelegenhait seines bevhels, wie solchs alles das kriegsregiment und schriftliche ordenung mit sich bringen magk. Zu gedencken, das des reichs regiment allein und des Kg. von Hungern und Behem auch in sunderhait und nit zusammengetzogen wurden aus bewegenden ursachen.

    Instruction, was der oberste feldhaubtman sambt dem feldmarschal und den zugeordenten kriegsrethen eintrechtiglichen handeln und bedencken sollen.

    Das der oberste feldhaubtman mit ratt, vorwissen und bewilligung in den besonderlichen haubtsachen und zufellen des feltmarschals und der kriegsrethe nit zu beschliessen macht haben soll; nemlich, was haubtschlacht und sturm belanget; mit voranderung und furnemen der haubttzuge und sonderliche feltlager oder vorlagerung der schlos und stedte, so sich stedte, land und leute in holde und gnade ergeben wolten; keinen haubtfried oder anstand gegen den feinden etc.; gantze preysgeben; brandschatzung; sichergelt; salvegarden; haubtkuntschaften und, was deme allen ferner anhengig, solchs, wie gemelt, mit ratt und vorwissen zu handeln und uber solchs ain schriftliche bestellung oder instruction zu machen.

    Bey auslendischen stenden umb hulfe antzusuchen.

    Weiter das ain schickung von des reichs wegen zum Kg. von Polen, Muscawittern, Leifland, Dennemarck und Schweitzernn vorordent wurde, mit ine zu handeln, sich in hulf widder den Turcken eintzulassen. Auf solche schickung, die an die orter, wie benant, bescheen solten, must aber auf die antwurt gantz nichts vortzogen, sundern furtgefaren werden, es geschee von inen hulf oder nit.

    Execution, die anlage des reichs bewilligte hulf eintzubringen.

    So auch von ainem, was standes er im reich where, die seinen, die er zu des Turcken widderstand geordent, die zeit lang, wie gewilliget, die betzalung nit gebe, das der haubtmann im reich bevhel solt haben, das hindterstellige, bey weme es aussenstunde, eintzubringen und hinab zum kriegsvolck zu verordenen. Gescheghe auch schaden am geschutz, das etzlichs zurbreche, solt der haubtman im reich anders an di stad vorordenen.

    Volgend, so erfordert die hohe notturft, das mitlerzeit, so der zug und das furnemen gegen dem Turcken gewilliget, ain vorsicherter, gemainer friedestand im Šreich volkommenlich durch ksl. Mt. bestetigung und bewilligung aufgerichtet und vorwhart werde, in ansehung und bedacht der ursachen, so dießer zeit beschwerlich furstehen als furnemlichen in der zwispaltung, irrung und zurteilung des hailigen, christlichen glaubens und anderer mher sorgfeltikeit, so sich ereugen und gefharlich zutrugen. Uber das auch in sunderhait zu verordenen, das derselb fried gehandhabt und bestendig undterhalten, damit also die zeit uber ain oberhaubt als ein churfurst oder furst im reich an ainem gelegenen platz als Nurmbergk oder Regennsburg gesatzt wurde, denselben sachen obtzusein und, was beschwerlicher zufelle sich erregen und furstehen mochten, das solchem aus Gottes gnaden mit ratt furtzutrachten und abtzuwenden, es where mit der nachvolg, zusatz oder stercke in abgang des kriegsvolcks gegen den feinden und sunst andere nottwendige, beschwerliche sachen in vorsehung zu haben.

    «Nr.169 Vortrag Ebf. Frankopans vor dem Kaiser – Regensburg, o. Datum »

    Nürnberg StA, Ansbacher RTA 20, fol. 15r–17v (Kop.); AS v. a. Hd. fol. 15r: Prima oratio domini de Frangipanibus et legatorum Hungariae, oratio privatim et ab initio ad imperatorem habita contra Turcam et pro auxilio Hungaris; ÜS fol. 16r: Ista sunt verba, quae dicta sunt ab oratoribus regni Hungariae et provinciarum ei subiectarum sacratissimae caesareae et catholicae maiestati, domino nostro clementissimo, nomine omnium statuum regni et dictarum provintiarum, qui parent imperio serenissimi domini Romanorum, Hungariae, Bohemiae etc. regis, archiducis Austriae, domini similiter nostri clementissimi, in hoc conventu Ratisponensi.

    Cum adhuc temporibus inclytae recordationis Ludovici secundi Hungariae et Bohemiae regis audisset Hungaria maiestatem vestram, invictissime caesar, evectam dei munere ad summum hoc fastigium rerum humanarum, lux nova eis oriri visa est, tunc enim coeperunt certam spem habere, ut vestrae maiestatis felicitate iugum Thurcicum, quod eis etiam tum divinebat, e cervicibus suis excuterent, sperabant vestram maiestatem id facturam tum ob affinitatem, quam habebat cum illorum serenissimo rege, tum praecipue ob christianae rei publicae commodum, cui semper plus quam omnibus privatis rebus et vitae propriae indulsit. Cum vero providentiae divinae (quae in sui dispositione non fallitur) ita visum est, ut sanctae memoriae rex Ludovicus in illo funesto Mohachiensi proelio occumberet, non in aliam spem, non in alium finem fuit electus serenissimus dominus Ferdinandus, dominus noster clementissimus, frater maiestatis vestrae, in regem Hungariae, quam ut ruina regni, quae malo fato et infelicitate regis quondam domini nostri et nostrorum acciderat, vestrae maiestatis virtute et felicitate restauraretur et in pristinam gloriam nobilissimum illud quondam regnum reponeretur. Et quamvis regnum opera nonnullorum fuisset in duas partes divisum, illi tamen, qui adherebant serenissimo quondam domino bonae memoriae Joanni regi, et qui id anhelabant, ut vestrae maiestatis virtute regnum ab hoste aliquando vindicaretur, tantum apud illius maiestatem Šlaborarent oportune et importune, ut inducerent eum tandem ad eam pacem, quae maiestati vestrae sacratissimae nota est, potissimum ob eam ipsam spem, quam paulo ante retulimus, quam nobis omnibus maxime auxit maiestatis vestrae oblatio gratiosa, qua se obtulit eam curam quam maximam potest gerere de regni Hunngariae conservatione, ut in literis contractus continetur. In hanc spem potissimum venerunt ad serenissimum dominum regem nostrum omnes, qui defuncto domino Joanne regi suae maiestati adhaeserunt, et multi, qui adhaerere intendunt, de hac dumtaxat spe certificari cupiunt.

    Illi autem, qui regiae maiestati contrariantur, omnium, quos terra sustinet, sceleratissimi pro se et pro illis, quos minis et terroribus in suam factionem compulerunt, duo allegant, alterum maiestatem vestram nihil de conservatione regni Hungnariae curare, nihil providere, nihil unquam fecisse, alterum literas caesaris Thurcarum, quae passim per regnum circumferuntur, quibus Thurca promittit et iurat omnes illos, qui sponte subiecent se imperio filii defuncti quondam domini regis, servaturos eos in eorum iuribus, libertatibus et fide, in contrarium illis, qui huic suae voluntati se opposuerint, minando ferrum et ignem et iam in hunc finem misit numerosum exercitum in Hungariam terra et aqua, qui usque ad suum adventum personaliter ista, quae dixi, exequerentur et, quod id iam non sit in maiore parte Hungariae factum, nullae copiae, nullae vires obstiterunt, sed dumtaxat hiemis asperitas et victualium omnis generis summa penuria, indigenae, praesertim qui nondum plene se subiecerunt oboedientiae maiestatis regiae, nihil attentare audent.

    Illi autem, qui sunt in parte maiestatis suae, non sufficiunt tam numerosis hostibus eiiciendis. Externa auxilia vel nulla vel tarda hucusque fuere, licet nulla diligentia in serenissimo rege, domino nostro, potest desiderari, maiestas tamen vestra novit, quid sua maiestas se sola potest praestare, quidve non. Nobis miseris, sacratissime imperator, quatuor sunt summe necessaria, si salvi esse volumus: Primum omnium, ut Buda, ex qua totius regni salus dependet in regis, domini nostri, veniat potestatem, antequam imponatur ei Turcarum praesidium. Secundum, ut muniatur et defendatur, ne Thurca, etiamsi personaliter veniet, possit eam expugnare. Tertium continuum duraturum praesidium externum contra finitimos Thurcas. Quartum certa auxilia, cum contingeret Thurcam personaliter contra nos venire. Horum nullum potest, ut videmus, fieri sine maiestatis vestrae speciali et singulari auxilio. Supplicamus igitur maiestati vestrae genibus flexis eamque per Jesum Cristum obtestamur, velit curam nostri gerere et nos in tam manifesto periculo non relinquere. Si maiestas vestra ex singulari in rempublicam christianam pietate et in nationem nostram affectu serenissimo quondam domino regi Joanni obtulerat aestate nuper transacta viginti millia hominum ad Budae defensionem, mittat illa nunc fratri non ad defensionem tantum, sed ut perpetuo eam cum sua posteritate possideat. Sufficiet iste numerus cum exercitu serenissimi domini regis nostri ad pacandum statum totius Hungariae usque ad adventum Thurcarum principis et videndo pacatam Hungariam forte et ipse mutabit propositum, nempe cum viderit prae Šreptam sibi tantam occasionem, quae eum vel invitum trahit ad occupandam Hungariam.

    Moveat maiestatem vestram sacratissimam salus tantarum animarum, quae in dies pereunt et periclitantur, moveat respublica christiana, quae amissa Hungaria amittet robur equitum levis armaturae, sine quo equitatu Thurcam profligere est impossibile, et perdet regnum quod ubertate soli, commoditate fluminum navigabilium possit alere exercitus christianorum pares Thurcicis. Moveat exitium hereditariarum provintiarum, ratione quarum et maiestas vestra sacratissima et serenissimus frater suus, nostri clementissimi domini et principes, immo et maiores vestri ad imperii fastigium evecti fuerunt. Moveant ossa maiorum suorum, quae in illis regionibus sancte et religiose sunt condita. Moveat postremo amor et commune periculum amantissimi et observandissimi fratris, qui procul omni dubio amissa Hungaria amittet omnia regna et provintias suas, immo horresco cogitans, quae mala sequentur, si (quod absit) Hungaria peribit.

    Si maiestas vestra in reponendo in regnum perfido ethnico ob innatam clementiam tantum periculi in propria persona subiit, tantum auri insumpsit, multo magis credendum est eam id facturam in vindicando ab hoste maligno regno christiano et hoc suo et fratris. Adventus maiestatis vestrae ad hunc celeberrimum conventum adduxit nos in spem nostrae liberationis, alioquin omnes de retentione Hungariae desperabamus, et sub hac spe missi sumus a dominis fratribus nostris, primum ad vestram sacratissimam maiestatem et, cum ei visum et gratum fuerit, tunc demum ad omnes status, principes huius celeberrimi conventus, ut maiestati vestrae et eis exponamus nostra ultima pericula et postulata. Quod si hoste humani generis procurante vel malo fato nostro rem nostram ad exitum trahente ab imperii principibus (quod absit) deseremur et maiestas vestra aliis impedita (quod credere non possumus) rebus nostris ut paret nollet providere, maiestatem vestram obtestamur per salutem, per liberos, per omnia quaecunque hominibus charissima esse possu[n]t velit invenire modum, ne ita videntes et volentes pereamus. Melius est, ut ad meliora tempora christianitatis nos servemus et quod precario vel quomodocunque pericula a nostris cervicibus amoveamus quam quod proterve et stulte nos tantae potentiae opponamus sine aliquo certo et verisimiliter sufficienti externo auxilio.

    Sunt, fatemur, nonnulli scelerati ex Hungaris, qui opposuerunt se maiestati domini regis nostri et nituntur se et regnum dare in praecipitium, non tamen propter istos paucos improbos totum regnum est deserendum, ubi multi, qui a morte domini regis Joannis erga maiestatem regiam eam fidem et constantiam ostenderunt qua maior desiderari non potest. Probos igitur et innocens vulgus maiestas vestra ex sua bonitate defendat, improbos et rebelles etiam invitos pro sua in deum observantia, qui solem suum facit oriri super bonos et malos et pluit super iustos et iniustos, servet et compellat ad veram oboedientiam vel faciat de eis, quicquid lubet, et id, quod merentur. Non adeo impossibilis est, sacratissime caesar, vel difficilis nostra defensio, uti multi existimant. Maiestas vestra, cum Šlibuerit, clarius et particularius poterit intelligere ex nobis omnia, dummodo regnum pacetur, non magnis sumptibus, immo pro minimis pro rei magnitudine fieri potest nostra liberatio. Non alio egemus magis quam maiestatis vestrae prompto animo ad nostrum auxilium et celeritate, qua [...? caesar], qui nomine suo nobilitavit omnes successores, orbem terrarum subiugavit. Nam circiter duos menses erunt Thurcae in Hungaria. Si hac aestate sunt futuri, facilius est, ut et alias memini me coram maiestate vestra dixisse, Hungariam etiam in his extremitatibus fluctuantem defendere quam amissam semel recuperare.

    «Nr.170 Vortrag der Vertreter der österreichischen Landstände vor dem Kaiser und dem Plenum der Reichsstände1 – Regensburg, 1541 Juni 92 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 110r–117v (Kop.); DV fol. 117v: Furtrag an die kur- und fursten, auch stand des hl. röm. reichs von denen niderosterreichischen lande gesandte. Beschechen 9. Junij anno 41.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 176r–181r (Kop.), ÜS fol. 176r: Furtrag an die chur- und fursten und stend des reichs von den niderösterreichischen landen gesandten.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 318r–324v (Kop.).

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 99r–108r (Kop.); DV auf unfol. Blatt: Der osterreichischen gesanten instruction und werbung an die stende des reichs, die turckenhulf belangend, 1541, Freitag, den 10. Junij, Regenspurg.

    Euer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. haben in jetzt verleßner instruction [Nr. 166] nach lengs und wahrhaftigclichen gehort und genedigist vernomen, mit waßerlay beschwärnus vorgemelte funf osterreichisch landt fur und fur beladen und unaufherlichen angefochten werden, wie auch der grausam, wuetterich, der Turckh, von tagen zue tagen je lenger je weytter greift, auch neben [und] fur sich wurtzlet, ain khonigreich, furstenthumb, landt, steett, schlösser und merckht nach dem andern gewaltigclich einnympt oder einzeucht, wie dann layder vor augen und menigclich kuntpar und also erschreckhenlich ist, das es nit genuegsamlich beschriben oder ausgesprochen werden mag. Nun ist eben die vorsteend not jetztunden so groß, ja auch grosser und gefarlicher, dann sy vorhin je gewesen. Derowegen unser anstatt obgemelter funf osterreichischen land gehorsamist bitth, euer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. als die hochloblichen, christenlichen heupter und schirmherren des hailigen, christlichen Šglaubens wellen inen den laider zuevill wahrhaftigen inhalt der instruction, auch angeregte, grosse, gegenwurtige, schwere, höchste und unaussprechliche not und gefar, in deren die erbland laider abermalls sein und je lenger je mer darmit uberfallen und nidergetruckht werden, mit christenlichem hertzen und pillichem mitleiden bedenckhen und sich so vil armer, verlassen, betruepten, unschuldigen, christenlichen mentschen erbarmen.

    Bishero haben obgedachte erbland ain lange zeit gantz innigklichen und hertzlichen nach diser euer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. stattlichen versamlung sich gesounet, darnach geschryen und dieselbig mit hartem seuftzen und clagen neben merckhlicher grosser gefar ires leibs, lebens, hab und guetter khumerlichen erwartet, bedanckhen sich auch gegen Gott dem allmechtigen gantz diemuetigclich, das sein gottliche barmhertzigkhait dise lang begerte versamlung gefueget, dann dieweyl der erbfeind des heiligen, christenlichen glaubens, der wuettend Turckh, so mechtigclichen uberhand genomen, sich auch fur und fur von tagen zue tagen mit land und leutten sterckht und auf alle orth, wie obgemelt, umb sich frisset und seine grenitzen erweyttert und obgedachte erbland mit etlichen straiffen, heer- und durchzugen erossigt und erschöpft, auch sich die land mit villen schweren raissen und gegenwerlichen zuegen dermassen entplößt, das sy fur sich selbst oder auch mit genedigister hilf und zuthueung röm. kgl. Mt., unsers allergenedigsten herren und landtsfursten, wölche kgl. Mt. auch schier alles ir vermögen numer vill jar lang uff wasser und land nachainander dargestreckht, seiner unmentschlichen, unzalbarlichen tyranny nicht vorzuesteen oder lenger uffzuehalten wissen, sonder sich anderer christenlicher heupter und potentatten hilf, wölche dise turckhennische tyranney und einpruch nicht weniger, wo man den grund bedenckhen will, belangt dann eben obgemelte erblandt, geprauchen und anrueffen muessen, auch uff erden khein andern trost, beystand und hilf nicht dann bey röm. ksl., auch kgl. Mt., unsern allergenedigisten herrn, und dann euern kfl., fstl. Gn., Gn. und G. als den höchsten und obristen heupter der christenhait und von Gott eingesetzten schutzherren seines hailigen, christenlichen glaubens wissen, auch nit gedenckhen khönnen, wer sy pillicher derhalben dann hochstgemelte ire erb- und schutzherren, auch euere kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. als ire nebenchristen, die neben und mit inen ainen tauf und ainen glauben, auch ain sprach und ain obrigkait haben und alle under aines, das ist das hl. röm. reich gehören, umb rettung, hilf und beystand ansuchen sollten, sonderlichen dieweyl es ain gleiche gefar ist und der erbfeind ainen gleich als heftig zuesetzt und nochtrachtet als dem andern, dann do ist gewyßlich khain andere hoffnung, dann das sich der pluettgierig turckhisch tyrann mit kheinem land allain, wie groß, wie reich, wie kostlich und fruchtpar es immer ist oder sein mag, ersettigen last und, ob er gleich obgedachte erbland sambt der loblichen cron Ungern gar under seinen gewalt bracht, so wurde es damit dhain [= kein] höre oder end haben, sonder muessen darnach Bayrn, Schwaben, auch Merhern, Behaym und ander landt herhalten, also das dises, wie gemelt, ain gleiche gevar und Šschaden und eben euere kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. als woll als obgedachte erbland betrifft und khein ander underschied mer vorhanden ist, dann das die armen bekhumberten leut in den erblanden jetztunden seiner unmentschlichen tyranney etwas neher gesessen und umb etlich täg oder wöchen ires sterbens, verderbens, jamers und ellendts ehe gewertig sein muessen dann villicht ander christenliche land. Sonst ist es alles, wie gemelt, ain gleich gefar und wagnus. Darumb auch christenlich und pillich ist, das sy mit gleicher gegenwöhr zeittigclich und beharrlich furkhomen werde.

    Khonnen und sollen hierauf euern kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. gehorsamist nicht verhalten, das uber den vorhin erlittnen und unwiderpringclichen nachtail gewisse, warhaftige khundtschaft vorhanden, wie sich auch alles wesen darnach schickht und richt, auch offenpar am tag ist und je lenger und beschwärlicher furkompt, das der Turckh nit allain zue eroberung Ofen und daselbsten umbligenden vesten und päß, sonder auch, die gantz chron Ungern sampt anstossenden, uberplibnen landen und leuthen, das ist dise funf erbland mit aller macht gewaltigclichen einzuenemen und sy zue weytter seiner gehorsam zue tringen, mit grosser macht sich rustet und sterckht, auch khein trost oder hoffnung vorhanden ist, das er von disem seinem tirannischen furnemen setzen oder abweichen werde, also das die armen beschwärdten landt vor und oft, auch jetzt erzellt verderplich, wichtig obligen teglichs vor augen sehen, auch nit gewyß oder sicher sein mögen, wann sy zue abendt an ire rue ligen, ob sy zue morgens dises erschreckhenlichen feinds halben mit frid widerumb aufsteen oder, wann ainer zue tisch sytzet, ob er sein leibßnarung fridlichen nemen oder niessen möge. Darumb dann alle ir hoffnung und trost der erlessung [= Erlösung] und errettung von sollicher unaufhörlicher gefar, sovill sich nach Gott dem allmechtigen uff mentschliche hilf und gegenwör zu verlassen gepurt, allain uff disen reichstag, den sye, wie oben gemelt, lange zeit hertzlichen begert, steet.

    Wo aber die armen land uber sollich manigfaltig und jetzig gegrundt erzellungen, furpringen, jämerlich, ellend und cleglich schreyen und umb hilf anrueffen in disem reichstag bey euern kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. (des wir uns nit befaren) nicht erhört, sonder inen pilliche, christenliche hilf versagt oder verzogen werden sollte, wöllichs Gott der allmechtig genedigclichst verhuetten welle, so ist bey disen schweren, geschwinden, unleidenlichen leuffen, wie euere kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. als die hochverstendigen genedigist und genedigclich abzuenemen und zu besorgen, das Hungern, Krain und windisch land an aller andern christenlichen hilf verzweifeln und, was bißhero uberpliben, sich gantz und gar under den Turckhen ergeben, sich tributari und zinspar machen, sonderlich der gemayn man und die dienstleut, so sich armuet halben nicht erhalten mögen, wölche darnach als inwonner und bekhannte der land, die alle steg und weg gar herauf in das hl. röm. reich bericht, die uberpliben, anstossenden khönigreich, furstenthumb und land vill mer und jämerlichen dann die Turckhen selbs verderben und verhergen und das arm, unschuldig, Šainfeltig, christenlich volckh hinwegfuren und unchristenlicher weys belestigen helfen und dem Turckhen mit profiand und in all ander möglich weg stattliche hilf und furschub thun wurden, wie dann obgemelte erbland byßhero woll empfinden, auch offenpar und mit hohem der lande nachtail gespurt worden ist, das sich widerwärtig Ungern und Krabaten, so gantzer christenhait und sonderlich der röm. kgl. Mt., unserm allergenedigisten hern, zue nachtail die fromben, gehorsamen Ungern, auch ander christen zum hochsten verfolgen und täglichs neben und mitsampt den Turcken neue, pöse pratickhen anstiften, auch mit khundtschafthaltung, profantierung und allem anderm, so den Turckhen zue irem furnemen erschiesslich, mit höchstem fleyß furdersam gewest und noch sein, auch sich mit irem aigen leib, weib, khind, hab und guetter dem Turckhen ergeben, ime auch ire schlösser und vestin frey zugestellt und den armen christen geferlicher seindt, auch schier mer schadens zuefuegen, dann der erbfeind, der laidig Turckh, selbs thuet, wie dann die Wossner Krabatten in der despotey Syruien und Roentzen[= Raszien?], die vor wenig jaren von den Turckhen zue underthenigkhait getrungen worden, yetztunden den christenlichen landen auch uberbeschwärlichen, grossen schaden thuen, also das die christen nit allain von den gebornen Turckhen, sonder auch von den gewesnen und benottigitten [sic!] christen erbermlichen gepeinigt und gehelligt worden, wölches nun lange zeit und vill jar anainander gewert, und inen uber villfaltig underthenig bitten und ansuchen khain beharrliche hilf nie bewysen worden, so khönnen sy mit ainer hilf, die nur auf etlich monath gestellt, nicht geredt [= gerettet] oder beschutzt werden, dann, sopald die hilf abzeucht, wendet sich der feindt und thuet grössern und merern schaden, dann er villeicht sonst gethon, auch nicht mynder winters- dann sommerszeitten dise lande uberfelt und im feld, wie dann nechstverschinen winters geschechen, verharrt und ligend pleibt, auch sonderlich uff der zugeschickten hilf abtzug lauret, also das ainer beharrlichen hilf, wie gemelt, hoch und großlichen vonnötten.

    So dann jetztund eurer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. hilf auch angestellt oder verlengert werden sollte, so ist sich nit allain erzellter konigreich, furstenthumb und lender abfalls und verlusts, sonder auch, dieweyl durch sollichen verzug die christen vhaig, trostloß und gantz klainmuetig, aber hinwyder die Turcken dest getröster und frödsamer wurden, zu besorgen, das die armen leuth, sonderlich der poffel der funf niderösterreichischen land, die alßdann gar in das letst verderben gedeihen muessen, auß der nott ain tugent machen, der vorsteehnden grausamkhait dem nechsten sterben und verderben zu entweichen und, damit sy nit zuemal leib, gueth, weiber, khinder, vatter, muether, brueder, schwester und, was inen lieb ist, verlieren, auch den tod, das hinwegfueren und ander tiranney an inen nicht sehen oder sich auch derselben verner nit besorgen dörfen, etwan auß hochster nott und zwangsall und halber verzweiflung auch zue widerwertigen wegen greiffen und sich dem turckhischen joch underthenig machen wurden, wie dann von dem gemainen man, auf ainen sollichen weg zu geen, wo nit ansehenliche, furderliche, beharrliche hilf beschehe, mermalls, wie Šwissendt, geredt worden, dardurch dann alle päß in das hl. röm. reich und dise oberland geöffnet und dem Turckhen eingeraumpt werden möchten.

    Zue dem allem, wo schon dise vorerzellten, wichtigen beschwärungen nit vorhanden, wie sy doch laider vor augen, so ist doch höchlich zu bedencken, wo die khronn Ungern und andere obgemelte land von den Turckhen bezwungen und durch röm. ksl. und kgl. Mt., auch euere kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. nit geredt oder eingenomen werden, wie es alßdann der chronn Beheym und iren eingeleipten furstenthumben und landen als Merhern, Schlessien, under und ober Laußnitz ergeen, und darnach die Turckhen abermalls durch alle päß unverhinderung in Sachssen, die Marckh und ander des hl. röm. reichs chur- und furstenthumb zue irem straiftzug und andern unchristenlichem und unmentschlichem furnemen dest mer raums haben und dieselbigen land verprennen, verwuesten, das arm volckh auch hinwegkhfueren und das landt verosigen und verderben wurden, das man die vesten steett und schlösser selbs ligen und in kurtzer zeit eed muesst lassen.

    Darneben wurden auch die christen, wo die khronn Ungern mit iren anstossenden landen also verlassen werden sollt, die nottwendig hilf und beystand der geringen pferd, auch der grossen profiand, so man in und auß sollichem königreich haben mag, und sonderlich die wasserstraumen als Thunau, Wag, Theissa, March, Sau, Traa, Muer und ander wasserfluß verlieren und, wo man gleich darnach hilf schickhen oder den feinden widerstand thon wöllte, so were alle notturft vorhin eingenomen und verwuest, wurd auch sonderlich an vieh und andern treffenlichen waren, die in Unngern und andern anstossenden landen gefallen und im reich hin und wider geen oder getriben werden, abgang erscheinen, wöllichs dann teutscher nation zum höchsten beschwärlich und zue unwiderpringlichem verderben gedeihen wurde.

    Uber sollichs so werden die fleckhen, in Dallmatia und Histria am mör gelegen, Staerigrad, Jebolonitz[= Jablanac?], Sanndt Veitt auch Phlaum, Zeug, Triesst und Moron, welche hochgemelte röm. kgl. Mt., unser allergenedigister her und landtsfurst, bißheer mit grossem, schwärlichem uncosten ingehalten, dieweyl die Venediger sich mit dem Turckhen verglichen und ainen fridlichen anstand gemacht, hinfuran in grosser gefar steen und zu besorgen sein, dieweyl dieselben fleckhen fur khain grossen gewalt gepaut, bald vom Turckhen erobert und also dise land kheinen paß mer in das adriattisch möhr haben, sonder dise land sampt dem röm. reich gegen dem mör gantz und gar bloß und offen sein und der Turckh seinen zug und furnemen dest stattlicher auf wasser und land in obgedachte landtschaft und das hl. reich vollnpringen mag.

    Disem allem khönnen eure kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. als des hl. röm. reichs hochlobliche steend mit genedigistem beystand hochstgedachter röm. ksl. und kgl. Mt. mit ainer zimblichen, beharrlichen und furderlichen hilf, darzue dann die erbland auch alles ir vermögen, leib und guet gehorsamlich setzen wellen, furkhomen. Und dieweyl eure kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. noch gantz und gar von disem feind (Gott hab lob) unversert, auch mit gelt, landt und Šstreitparen leutten dermassen versehen, das sy, dem Turckhen fur sich allain genuegsamen, stattlichen widerstand zu thun, vermöglich, auch denselbigen wol thun khönnen und gedachter erbland versehens billich thun sollen, so khönnen sy dasselbig vill fuegclicher mit obgedachter konigreich, furstenthumb und erblandt treuen nebenhilf vollnbringen und so vill christenplutts retten, schutzen handhaben, auch die verlorne päß widerumb einnemen, bevestigen und die christenlichen grenitzen erweyttern, wurde auch one zweiffel Gott der allmechtig, wo also ainhelligclich gestritten und von so vill christglaubigen potentaten zuesamengesetzt wurde, dest mer siegs und gluckhs verleihen und die armen, betruepten, trostlossen, unschuldigen, armen christen an den erb- und andern obvermelten landen, die khain gewisse zeit oder stund haben, auch khain augenplickh vor der Turckhen einfallen sicher seind, und dardurch auch eurer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. selbs aigne herrschaften, land, leuth, weib, khind, eer und gueth retten und vor dises grausamen erbfeinds verfolgung beschutzen. Dann wann euere kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. den erblanden helfen, so retten sy sich selbs und ist je pesser, der Turckh werde usserhalb des hl. röm. reichs und teutscher nation uffgehalten und obgedachte erbland, des hl. röm. reichs gehorsame glider, sampt der chron Unngern als ain mauer, die lange jar gleichwoll mit grossem schaden gehalten und gantz erlöchert und paufellig worden, wider seinen einbrechenden gewalt widerumb bevestigt und gepauen, dann, wann Unngern und solliche erbland verloren und der Turckh mit dem gueth und leuthen, so er noch darinnen findet, sich gesterckht, den christen oberzellte profiand, nutzbarkhait, geringe pfärd, wasserstram, päß und ander vorthail eingenomen und bevestiget hat, ime alßdann in dem hl. röm. reich und disen oberlanden widerstand zu thun oder hinder sich zue treiben.

    Es ist auch allen mentschen von nattur angeporn, sonderlichen aber sollen die christen darzue genaigt sein, das sy irem nechsten, den sy in leibs-, lebens- oder guettsgefar sehen, nit verlassen, sonder ain jeder nach seinem vermögen trostlich retten und schirmen solle. Und wer je dem hl. röm. reich, auch der hochloblichen und streitparen teutschen nation, wo gleich sonst khein gefar vorhanden, ain ewige verkhlaynnerung, wo man so vill christglaubige mentschen, die auch mitglider des hl. röm. reichs seind und andern christen in sollichen notten ernstliche hilf und beystand geren thun wollten, auch mermalls gelaistet haben, so erschreckhenlich und erbärmlich verderben, verbrennen, ermörden, hinschlaiffen und ainem sollichen unersettlichen, pluettgierigen feind so vill guetter land underthenig und zue seinen handen oder gewaltsam, feyrend und gleichsam schlaffend, zuekhomen lassen wellte, dieweyl man noch so vill guetter, treffenlicher päß und vorthails darinnen haben und derselbigen zue gemainer christenhait schirm und schutz mit zimblicher, beharrlicher hilf woll erhalten und dem feind genuegsamen widerstand thon, auch dasjhenig, so bißhero verloren, widerbekhomen und die christenhait erweyttern mag.

    Darumb ist unser der gesandten gehorsamist, dienstlich und freundtlich pitt, eure kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. als hoh- und weytberompte, christenliche Šheupter und seulen der christenhait, die neben röm. ksl. und kgl. Mt. sonderlich darzue von Gott verordnet sein, das sy seinen heiligen, christenlichen glauben, auch das christenlich volckh vor den unglaubigen schutzen und schirmen sollen, wie wir dann nit zweiffeln, sonder gewißlich wissen, das eure kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. one das gnedigclich genaigt sein, wellen solliches alles aus hohem, erleuchtem verstand, darmit sy von Gott miltigclich begabt, mit hochstem fleiß betrachten, auch genedigist bedencken, das es nicht umb Unngern, nit um Dallmatien, Croatien, Crayin, Steurmarckht, Kernndten, Osterreich oder deren landen aines oder mer zu thun, sonder das es die gantz christenhait antrifft und, wie obgemelt, ain gemainer schad ist, und derhalben furderlich auf genedigiste weg und mittel ainer beharrlichen hilf sich entschliessen und uns mit genedigister, tröstlicher, unzweiffenlicher, gutter antwurt, damit wir diejhenigen, so uns gesant und teglichs unserer haymkhunft und eurer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. unabschlegiger hilf mit forchtsamen, traurigen hertzen warten, erfreuen und auß der verzweifflung, darinnen sy von des grausamen veinds wegen sein, erlösen und sy gewyßlich trösten mögen, dann darzue werden sy, wie obangezaigt, alles ir vermögen gantz begierlich auch darstreckhen und ires leibs oder guetts mitnichten verschonen und darzue die erlößten, armen christen in irem andechtigen gebett gegen Gotth dem allmechtigen, euren kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. gluckselig, fridlich, langkhwurige, sighafte regierung zu verleihen, in irem diemuetigen gebetth zue pitten und, gegen ains jeden hochait, wyrden und stand widerumb gehorsamist zu verdiennen, ewiglich nit vergessen. Wellen wir auch fur unser person umb eure kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. gehorsamlichst, dienstlich und freundtlich verdiennen, tröstlich, genedigste, unabschlegige antwurt pittend und uns, auch vilgemelte erbland in eurer kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. schutz, schirm und genedigiste handthabung diemuetigclich bevelchende3.

    «Nr.171 Vortrag der ungarischen Gesandten vor dem Kaiser und dem Plenum der Reichsstände1 – Regensburg, 1541 Juni 92 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 91r–98v (Kop., lat.); ÜS: Ad status imperii; KV fol. 91r: 9. Junij anno 41.

    ŠB  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 109r–113r (Kop., lat.); DV auf unfol. Blatt v. a. Hd.: Der ungerischen potschaft werbung an die stende des reichs, Freitags, den 10. Aprilis [sic!], die turckenhulf belangend. 1541, Regenspurg.

    C  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/05, Reichstagshandlung zu Regensburg 1541, fol. 102r–105r (Kop., lat.).

    D  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 386r–392v (Druck, lat.).

    Quamvis natura mea semper abhorruit a turbidis consiliis et strepitu armorum voluptate honesti ocii perpetuo quodam instituto meo a [ratione] susceptia, tamen haec temporum calamitosa conditio cogit me unacum hiis dominis collegis meis, invictissime et clementissime Caesar et domine, illustrissimi principes electores ceterique sacri Romani imperii utriusque ordinis clarissimi principes et status, vestros animos in maximis reipub[licae] christianae periculis nimium rebus quietis deditos ad bellum commovere necessarium certantibus barbaris nobiscum de possessione Hungariae, immo verius universae christianitatis. Licet enim prius, non tamen magis nobis quam aliis christianis imminent Thurcica arma. Universae Europae vult Solimanus frenum imponere, nisi conciliati deo pietate atque innocencia confugiamus ad presidia armorum vindicemusque orbem christianum a summo discrimine audendo fortiterque pugnando. Nam veremur utinam simus falsi vates, ne per huiusmodi negligenciam has eciam reliquiasb brevi amittamus, quod, ut melius intelligere ac tota de re deliberare possitis, formam, statum et pericula Hungariae, quambrevissime poterimus, vobis exponemus. [Igitur] Hungaria ex omni parte plana est, raras municiones habet nec usquam montes eam ab aliis regionibus dirimunt, nisi qua Poloniae et Transsyluaniae committitur. Antea Danubio ac Tibisco tuta fuit Hungaria. Sclavonia vero, quae Pannonie quondam pars fuit Dravo et Sauo fluminibus defendebatur. Amisso deinde Belgrado captoque Sirmio cuncta flumina classe hostium enavigata et ipsi portus in potestatem barbarorum redacti sunt, Titulio arce ad Tibiscum, Ezeko ad Drauum firmatis atque communitis Hungariae tanquam compedes imposuere. Nam Danubius non procul a Buda per deserta labitur, quatenus hostes non colunt inter Savum et Drauum, adeo progressi sunt in intima Sclavoniae, ut propemodum in vestibulo Stiriae sint et Carniolae. Iam impune constratis pontibus exercitum transmittunt ac in partem quam libuerit Hungariae praedabundi debachantur ipsamque Hungariam partem magnis copiis partim excursionibus quottidianis adeo iam vastarunt, ut magna ex parte omni humano cultu deserta videatur. Restituerunt aliquando summo conatu Šviribus hostium Hungari strennueque patriam tutati sunt, ceterum vis in maiore victa et paucitas a multitudine oppressa est.

    Poterant sine dubio barbari totam Hungariam intra breve tempus suae dicionis facere, si captam bis Budam oportunis presidiis firmavissent, cuius erroris principem Turcarum vehementissime penitet atque idcirco Ibrayn Bassa[m] charissimum sibi ac pene socium, quod istud ei suaserit, interemit. Nunc demum intelligit quantae oportunitatis sit regnum Hungariae tenere vel ad tutelam parcium suarum vel ad ulteriora christianorum vexanda atque occupanda. Haud ignorat ex Hungaria facilem esse per plana atque pervia [sic!] decursum in Germaniam, deinde in Galliam, in Italiam nullis impedimentis interpositis, quae impetum eius morarentur vix uno aut altero flumine interlabente. Ad capessendam aut[em] huiusmodi provinciam magnopere eum incitant vestrae intestinae discordiae contencionesque intempestivae et animi prorsus abhorrentes a belli gloria commodisque publicis. Sed profecto crediderim providencia dei factum esse, quo minus Buda sit in potestate hostium, [ut]c vos propriis periculis excitati consurgeretis aliquando ad communem libertatem ac religionem tuendam.

    Hactenus Hungaria vobis ceterisque christianis pro vallo atque aggere fuit. Ea integra licebat vobisd utramque aurem quiescere. Iam [agitur], utrum hoc anno tota Turcharum sit an vestro auxilio liberetur a periculis, quippe si hostis pocietur Hungaria, quod procul dubio futurum est, nisi ei occuratur cum validissimo exercitu. [Quaesumus], quid cogitatis de salute vestra, quo pacto libertate tuebi[mini], quum pro foribus habueritis hostem praepotentem ferocissimumque et ad imperium orbis terrarum anhelantem. Videte, ne, quum flamma sese late diffuderit, tarde ad incendium restinguendum accurratis ac idem vobis accidat, quod Graecis, Bulgaris, Rascianis propter lenta consilia accidit et proinde dicantur Germani sero ut Phriges sapere.

    Si in animo vobis est Thurcam a Germania prohibere, cur meliore occasione minore periculo nunc istud non facitis, nam postquam Hungariam adeptus erit, multo graviorem experiemini aut igitur in Hungaria barbaris resistendum est fortiterque pro libertate dimicandum aut quocumque recessu deprehensis per partes pereundum sicut enim plurium gencium viribus in unum contractis non parum momentum est ad res bene gerendas, contra solutis et in partem abeuntibus servitutem et mortem imminere. Quod si nunc Thurcarum vires vobis formidandae videntur, cavete, ne Hungarica milicia illis adiungatur, quae se sola temporibus patrum nostrorum et Turcae et aliis nacionibus formidabilis fuit, quae omnem fortunam in proprio solo pocius experiri quam extorris per orbem vagari statuit. Credimus vos in civitatibus munitis spem collocavisse, at nulla quidem munitio barbarorum furori obstat, qui pylas Amanicas, Bosphorum, Propontidem, Hellespontum, Danubium, tot montes pertingentes in caelum, Štot altissima flumina subactis fortissimis gentibus superaverunt, a quibus innumerae civitates captae sunt ac eversae. Existimatis eos pertimescere turrita vestra moenia? Non inficiamur hanc in municionibus huiusmodi commoditatem existere, quod plerumque differunt excidium [patriae], ad summam vero belli adversus validum ac pertinacem hostem non admodum prosunt. Armatos oportet, obiciatis, ut incolumi patria maneatis.

    Si tantum de imperio certarent cum nostris nacionibus, si domitis populis moderate imperarent, si tributo vectigalibusque impositis victos legibus suis atque moribus uti permitterent, adhuc tamen generosi animi totis viribus conarentur alienam dominationem a suis cervicibus repellere. Nunc autem cum eo hoste nobis res est, qui iura et leges in sua libidine [habet], qui corporibus illudit, opes adimit, pernicies quaedam et labes nobilitatis bonarumque arcium et antiquitatis omnes exaequat ac in unum ordinem miserrimae servitutis redigit, colendo agro pascendoque pecori facit obnoxios. Constat hodie quoque superesse in Thurcia stirpem eorum, qui Constantinopoli imperarunt, sed tanto squallore ac egestate, ut considerantibus eorum veterem fortunam lachrimas excuciant. Est autem id longe gravius neque christiano cuiquam tollerandum, quod barbara feritas fidem catholicam eversum eat animasque Christo autoratas parat interficere propositis donis atque honoribus iis, qui ad eorum impietatem defecerint, quod plurimi ex nostris faciunt, qui imbelliciores sunt ad perferenda mala durissimae servitutis. Horum omnium interitus vobis imputab[itur], quod neque tutandos esse adversus barbaros neque iam oppressos existimatis eripi a servitute oportere. Falluntur illi vehementer nec sunt audiendi, qui in omni rerum varietate divinam duntaxat opem implorandam censent, et eam tantum expectant nec ad reprimendos hostium conatus alia nituntur via. Haec omni aetate apud prudentes tam pios quam ethnicos ridiculo fuerunt, sed ob breuitatem missa faciamuse ethnicorum exempla, pauca piorum recensebimus, praesertim cum coram christianis verba facimus.

    Quid sanc[t]ius, quid mansuecius Mose, quis unquam deo familiarior nempe qui in omnibus accionibus a numine dirigebatur, et tamen hic non solis precibus, sed ferro sibi et populo Israelitico viam per hostes ad terram promissionis aperuit. Dum vinceretur bello Amalech, Moyses quidem manibus in caelum protensis ferventer orabat, sed Josuo cum suis ferrum in hostes fortiter stringebat. Regnante Josaphat, rege Juda, licet deus pugnasset pro populo suo contra Moabitas, Amonitas et alios hostes, noluit tamen, ut rex tunc cum suis vel in domibus delitesceret vel in templo oraret, sed ut instructus armis staret in acie paratus ad proelium. Ita et nobis deus procul dubio aderit, sed vigilantibus, sed bene consulentibus, sed strenue pugnantibus. Ubi socordiae atque ingnaviae nos tradiderimus, nequicquam deos imploremus, irati infestique erunt. Sed esto sitis obliti veteris glorie maiorum. Nichil commoveant nos christianorum clades. Conniveatis ad pericula rei pub[licae] christianae tanquam ad vos nihil ista Špertineant. Iam non postulamus, ut succurratis labenti Hungariae. Iam pridem exaruerunt vestrae lachrimae. Alienos animos geritis a misericordia. Num de summa rei periclitaturi furentis hostis impetum in domibus vestris torpentes expectabitis?

    Non opinamur, quid [igitur] non accingitis vos ad bellum. Urget enim extrema necessitas et iam prae foribus adest. Multum refert vel ad victoriam vel ad calamitatem. In alieno solo congrediamini cum hoste incolumi Hungaria an amissa praeferoces belluas intra vestros penates accipiatis. Nam plerique falluntur, qui differendam expeditionem putant et interim cum barbaris de pace agi debere, quod quidem non improbaremus, si aequam, si constantem, si diuturnam habere possemus. Nunquam autem Thurca ad pacem inclinat animum, praesertim is, quem nondum fortuna fefellit, nisi ex suo commodo sit atque eam quodammodo consentit, gravissimis condicionibus onerat. Nunquam tamen intermissio fit rapinarum. Clandestinis depraedationibus scimus equidem nonnullas regiones fuisse pacis quam belli tempore vehemencius evastatas. Thurcae enim a primaeva eorum origine rapto sunt assueti vivere eumque morem in hodiernum usque diem tenacissime observant. Nullae tantae opes externae, nulla tam opulenta regna sitim eorum explere possunt, ne cum hominibus quidem eiusdem fidei ullam pacem propter nefariam cupiditatem habere volunt. Habent autem in praeceptis ab eorum legum latore, uti suam fidem armis tueantur et devictas gentes suae impietati adiungant, quo fit, ut captivos, qui ad Mahumeticam impietatem pertrahi nequeunt, omnibus iniuriis atque contumeliis afficiant. Ad haec non defuerunt, qui Thurcas quasi molles et Asiaticos contemnerent, sed longe secus eos sumus experti, nam et robore animi excellere artibusque belli peritissimos esse non solum testatur Hungaria, quae per annos circiter centum quinquaginta cum Thurcis varia fortuna certavit, sed etiam aliae nationes bellicosae, quae Thurcarum iugum armis victae acceperunt, maxime reliquis gentibus christianorum documento sunt, invicti tamen non sunt.

    Quamobrem vos obsecramus ac per deum obtestamur, liberate afflictam et iam iam ruentem Hungariam et manus supplices ad vos protendentem. Fiat pax in turribus nostris. In virtute vestra imitamini Romanorum virtutem et magnanimitatem, in quorum locum successistis, qui socios, amicos, vicinos saepe ob solam gloriam liberarunt magnis sumptibus a tyrannis oppressoribus. Imponite tandem modum domesticis discordiis inutiles istas et importunas dissensiones vel prorsus omittite vel in aliud tempus reservate. Saltem in hoc gravissimo periculo contenciones vestrae obmutescant, quamquam christianae mansuetudinis est tollere in perpetuum, quod offendat inter fratres [utique] discordiae [fratrum] olim quieciore tempore componentur. Nunc vero, nisi concordibus animis nervisque omnium communibus vestram propriam ac tocius rei publicae christianae salutem defenderitis, veremur, ne postmodum ullus locus istis contencionibus relinquat. Nostis, opinamur, apologum, quo pacto miluus, dum certant inter se mus et rana, utrumque arripuerit. Habetis in hac Šexpedicione vestros et nostros principes, felicissimum Carolum imperatorem sacratissimum, Ferdinandum caesarem [sic!] sic animatos, ut sua omnia et se ipsos super impendere pro [animis] nostris sint parati, quos si vos, amplissimi principes et vere romano imperio dignitissime senatus, sequi (ut par est) ad hoc sanctum et necessarium bellum volueritis, procul dubio et deus ipse, cuius causa agitur, aderit, quo duce et totam christianam rem pub[licam] profligatis barbaris magno metu liberabitis et conservatae Hungariae [gloriam] penes vos perpetuo habebitis, ita ut non deficiet laus vestra de ore hominum usque in sempiternum3.

    «Nr.172 Gutachten der Stadt Konstanz über die Türkenhilfe – [Konstanz, 1541 nach Juni 9] »

    A  Konstanz StadtA, G 8 (Reformationsakten), fol. 337r–343v (Reinkonz.); AS fol. 337: Ains erbern rats der statt Costantz bedencken, belangend die hilf wider den Turgken etc. uff dem richstag zu Regenspurg anno 1541 gemainen protestierenden stenden, daselbst versamelt, furgehalten etc.; ÜS fol. 338r: Ains erbern rats der statt Costantz bedencken der turgkenhilf halb.

    B  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 390r–395r (Kop.).

    Wiewol die sachen, belangend des Turgken teglichen und unuffhörlichen uberfal, vast die grost beschwerung, so dieser zit tutscher und andern nationen obgelegen und derhalben ain jeder von sin selbs und ander wegen schuldig ist, ungesparts vlys zu helfen und zu raten, wie diser beschwerlich last verhindert und abgewendt möge werden, so erfordert doch die notturft zum vordersten, das in christenlichem ernst bedacht und geratschlagt werde, wie die mittel und rettung zu söllichem hohem werck dermasen furgenommen werden, das man sich in allem thun mit guten gewissen uff Gott sines gnedigen willens hilf und bystand zu versehen hab. Derhalben amine hern–a die sach ihrer ainfalt nach und, sovil inen von Gott verlyhen, erwegen und diß hierin bedacht habent.

    ŠNamlich, ob glichwol die turgkenhilf von den protestierenden stenden uff erlangten friden, ringerung der anlagen und andere conditionen bewilliget, das doch dieselbig nit mit luten zu leisten sye und das man sich uff disem thail des kriegs und aller administration desselben, sovil immer moglich, billich entschlachen solle uß nachvolgenden ursachen:

    Erstlich, so ist kain zwyfel, dann das ain jeder gots- und christverstendiger als fur gewuß abzunemmen hab, das der Turgk sampt siner zitlichen grossen macht von Gott erweckt und ain rut sye, damit er wie ouch mit pestelentz, thure [= Teuerung], brennen, vergiftungen und anderen der welt vilfeltige, gemaine und sunderbare sunden straffen werde, wie dann sollichs alle menschen, sunderlich ouch die ksl. Mt. selbs in ihrer ersten proposition bzu Regenspurg und die kgl. Mt. in irer antwort, den osterreichischen stenden gegeben–b, offentlich bekennet.

    Ferrer, so ist ouch allen christen unverborgen, das kain ander mittel ist, Gottes straf abzuwenden, dann wie das Gott durch sine propheten und apostel selbs gelert und angezaigt, namlich, das man sich mit Gott versune, die regiment und leben bessere, ware kirchen Christi uffrichte, christenliche truw und liebe bewyse, glichs gericht und recht halte, weltlichen bracht und lichtfertigkait abstelle, zucht und erberkait pflantze und in summa gottseligklich und fromklich lebe.

    Nachdem aber layder offentlich am tag, das der welt boßhait gar uberhand gewunnen, der bapst und sin anhangender huf [= Haufe] beharret nit allain in siner gruwsamen tyrranney, sunder unterstat ouch moglichs vlyß, durch vergießung der christen unschuldigen bluts ware gottesvererung und christenlichen glouben gantz ußzuruten und zu vertilgken, die andern, so Gottes wort erkant und angenommen und sich fur ander christen sin rument, verduncklent Christum in inen selbs mit irem ergerlichen leben und bosem exempel, das man disen Christum nienen sehen noch spuren kan dann uff der cantzel. By allen stenden hohes und nider stands sind alle laster in fryem schwanck, abgotterey, tyranny, verfolgung und verachtung Gottes und sines worts, schwere undanckbarkait gegen allen Gottes guthaten, unmenschlichs und grusams kriegen und blutvergiesen. Alle regiment sind zerrut, die kirchen Christi zerstorent etlich gantz und gar, etlich buwent sy nit und sind uff Gottes ban gantz lau und hinlessig worden. Gericht und recht werdent nit gehalten, witwen und waisen nit geschyrmpt, die armen und ellenden werdent teglich beschwert, weltlicher pracht und mutwill, gitz, unainigkait, betrug, unfruntlichait, spilen, suffen und gotslesteren nement von tag zu. Summa: Zucht, fromkait und erberkait werdent nienen gepflantzt, daher wachßt ouch nichts dann distel, dorn und alles ander unkrut.

    Item, diewil ouch dis war ist, so die stend und oberkaiten gemainlich und sunderlich beratschlagen, welhergstalt Gottes straffen abgewendt werden mögen, das des obgemelten rechten und ainigen mittels nymmer gedacht, das Šaller anschlag, hoffnung und zuversicht furnemlich allain in vile des volcks, ouch mechtiger kriegsrustung, vlissigem huten und wachten und andern usserlichen dingen gesucht und gesetzt wirdet, wie dann die ungerisch pottschaft in ir jungst gehabten oration ouch daruff ernstlich gearbaitet, wie sy die stend zum krieg bewegte, aber von abstellung der sunden und besserung des lebens hat sy gar nichts gerett, sunder mit vlys persuadiert, daß der Turgk nit allain durch anruffung göttlicher hilf vertriben werde, so doch unwidersprechenlich war, das besserung des lebens und inbrunstigs gebett die rechten, ainigen mittel, on welhe alle andere craftlos, yttel und nichtig sind. Denn wiewol die usserlichen mittel nit zu versumen, so söllend doch die anderen jetz gemelten (als die nöttigeren) vorgen, welhes, do es beschicht und Gott on usserliche mittel, wie er dann wol kan und oftermals gethan hat, helfen will, wirt er dieselben den menschen wol wissen zu entziehen. Hinwider will Gott durch mittel (wie er dann gemainlich pfligt) erretten, so kann er dieselbigen ouch wol zu der hand schicken, und deren werden sich die christen gern gebruchen, aber also, das sy die eer nit den mittlen, sunder gantz und gar Gottes gnad (welhe aber allain durch besserung und gebett erlangt wurt) zulegen und geben werdent, durch usserliche macht und gwalt, die syen vor der welt, wie gros und schinlich sy imer wellend, on warhaftige buß und demutigung wirt Gottes straf nicht abgelaint noch der fyend vertriben, sonder Gottes zorn ist je und je durch solliche menschliche vermessenhait noch mer geraitzt worden, welhes by dem wol abzunemmen, das der Turck und ander erschreckenliche plagen je lenger je mer inbrechent und zunemment.

    Derhalben und uß disen grunden kundent meine herrn anderst nit gedencken, dann das alle hilf, rettung und gegenwer, diewil die on ware buß und rechte besserung furgenommen wurt, unverfengklich und vergebenlich sin und Gottes schweren zorn noch harter bewegen werde. Und ob glichwol sich zutruge, das Gott, nachdem er gnedig und langmutig ist, das entlich verderben noch ain zit verziehen wolt, welches aber uß ansehenlichen ursachen nit zu gleuben, so hat man doch sich nichts gewissers zu versehen, dann das umb nachvolgender undanckbarkait willen Gott noch mer erzurnt und in kurtzem darnach sinen grymm gar ußschutten werde, wie solhs je welten her geschehen und die erfarung zu unsern ziten ougenschinlich bewyset.

    Zum andern, diewil das gegenthail in bepstlichem, abgöttischem gotsdienst dermassen ersoffen, das by inen nichts mehr dann endtliche undertruckung göttlichs worts gesucht wirt, daher sy dann so vil frommer christen uß hitzigem und blutdurstigem gemut verjagt, verbrennt, ertrenckt und sunst umbgebracht, die verfolgung ouch nochmals nit uffhört und sy also Gottes und sines hailigen nammens höchste verechter und durchächter sind, zudem, das alle andere laster und ungerechtigkaiten by inen ungestrafft, ja rumlich und unergerlich, so haltents meinen herrn darfur, das disen stenden, denen sich der almechtig Gott uß barmhertzigkait durch sin wort gnedigklich eröffnet und zu warer erkantnus sines willen gefurt, ouch von dem abgöttischen gotsdienst erlößt und uß der Šfinsternus an des liecht gebracht, schwer sin und nit aller ding geburen welle, mit den ruchlosen und verfolgern Gottes worts sich dermaßen inzumischen, ir kriegsvolck oder regiment by und mit inen im feld zu haben. Dann diewil alle fromme christen sich deren luten in gemainen, menschlichen dingen billich usseren soltent, wievil mer in disen schweren und seelichen sachen, do von abwendung Gottes straf und versunung sines zorns geratschlagt und gehandelt wirdet. Und wiewol gesagt möcht werden, das die stend dis tails laider mit vil sunden ouch beladen und nit geringe mengel und schwachait in ihrem regiment und leben gespurt wurdent, derwegen nit vil daran gelegen, ob sy mit andern bosen luten gemainschaft hettent, so hat doch Gott dise stend, sovil den rechten gotsdienst, ware erkantnus Christi und sines evangeliums belangt, von den papisten abgesundert und zu sinem volck angenommen, zudem were dis nit christlich, so jemandt, umb das er vorhin in sunden steckte, andere sunden nit vermiden wolt, so doch der sunden burde nit zu beschweren, sunder teglich zu ringeren ist.

    Danebent bezuget die schrift, das es je und je schwer und sträfflich, ouch derhalb nit verantwurtlich gewesen, wann die glöbigen und besseren sich zu den abgöttischen gestellet und mit inen zuvil gemainschaft gehapt habent. Der Kg. Josaphat, welher sunst in der schrift hochberumpt, als er dem Kg. Achab wider ir baider gemainen find bystand thett1, errettet er sin leben beschwarlich und ward von Gott durch den propheten hart gestrafft, das er dem Achab geholfen hat2. Derglichen begegnet dem Ochozia mit dem Joram3 und der Kg. Amazias cuß Juda–c ward von den propheten Gottes gewarnet, die söldner, so er uß Israel angenommen und inen glichwol vil gelt gegeben, ußzumusteren und widerumb haimzuschicken, dann sunst wurde Gott nit mit im sin4.

    Und wiewol nebent den bösen des anderen thails vil fromme, rechte christen, die Gottes wort glich mit ddissen stenden–d bekennt in Osterrich und andern anstossen, denen man uß christlicher pflicht alle hilf und rettung schuldig befunden werden, so beschicht doch diese hilf nit furnemblich umb derselben, sunder deren willen, die Gottes wort vervolgent. Abraham half nit dem konig uß Sodoma, sunder dem Loth, wiewol der konig und andere durch disen sig ouch errettet wurden. Zudem so mag den frommen in Osterrich und anderswo hierdurch, wo der Turgk schon hinder sich getriben, im grund nit geholfen werden, dann uß gefar des Turgken wurden sy erlößt und in ain andere, die glich so schwer ist, widerum gesezt , in dem, das sy zur zit frides dester mer in Šihrem gewissen beschwert, umb Gottes worts willen vervolget und ouch an lib und gut harter gestrafft wurden. So dann vilberurte hilf den frommen nit zu gutem noch umb iretwillen beschiecht, hat man sich mit inen dises kriegs halb ouch nit zu entschuldigen.

    Wo aber die stend den frommen christen, wie man furwendet, zu gutem genaigt und inen gern christenliche truw bewysen wollten, wurde man on zwifel mit höchstem vlys daruff gedencken, wie man die hilf mit sollichen christenlichen conditionen, deren sich die christen in volgendem syg zu freuen hettent, bewilligte. Und diewil man uff disem tail kein schuchen [= Scheu] hat umb zitlichs, usserlichs frids und rechtes willen, wo die nit erlangt werden, alle hilf abzuschlahen, wievil billicher, notwendiger und christenlicher wer es, diß zu begeren, das die frommen und unsere mitglieder an denen orten, do man rettung thun soll, hinfuro von des glaubens wegen nit mer vervolgt wurden, eund an dem ist inen und allen christen vil mer gelegen, dann das sy by haus und hoff geschirmpt werden–e, fwelhe condition, wo die–f nit bewiligt, kundte man die hilf uß christenlichen ursachen wegern und hierdurch by Gott gnad und widergeltung, by den frommen lob und höchste eer erlangen.

    Zum dritten habent die stend uß disem krieg und desselben verwandtnus nichts dann grosser zitlicher gefar und gegen Gott schwerer sunden sich zu versehen, dann gewuß ists, so der protestierenden kriegsvolck under das ander vermischt (ob sy glichwol ain besunder kriegslager, darinnen der bepstlisch gotsdienst nit geubt wurde, hettent), das doch vil der iren demselben gotdienst zulauffen und sich mit irer abgotterey beflecken wurden, welches vor Gott abschuchlich ist und nit ungestrafft blibt. Zudem waist menigklich, wie das kriegsvolck an denen orten so ergerlich und verzwiffenlich lebt und handelt, Gottes gar nichts achtet, alle schand und gruwsame laster on straf und entsitzen ubet, alle fromkait und gotseligkait ist usgebannet, darus aber je nichts anders dann Gottes schwerer zorn volgen mag. Und wiewol sollichs nit verlögnet wirt, noch beflyßt man sich, allain solliche hauptluwt und knecht zu bekommen, die des kriegens erfaren, ouch ungeacht, ob inen unser religion gefalle, geschwygen, ob sy sunst aines frommen und erbaren lebens werent. Es sind aber die oberkaiten in disen won [= Wahn] geraten, das sy vermainent, es sye on sölhe lut nichts ußzurichten, dardurch bezugends, das sy die hoffnung des sygs nit in Gott, sunder die menschen stellent. Es werdent aber alle frome christen hie lichtlich schliesen mögen, das ouch umb dieser ainigen ursach willen, do das kriegsvolck so verrucht und gotloß ist, und vorab, so man wider Gottes rut striten soll, kain syg noch gluck zu verhoffen sin werde.

    Item, und so dann der Turgk wider die christenhait, als ubel zu besorgen, gesygen, wurd alle schuld und ursach der straff Gottes  mit schmach und Šverachtung sines hailigen nammens allain disem thail und irem kriegsvolck uffgelegt und dardurch der unwill by den bepschtischen gemeret. Beschehe dann, das der Turck abgetriben und geschlagen und Gott noch lenger zusehen wolt, ob man sich bessern wurde, so wurt doch aller syg allain dem bäpstischen gotsdienst, ouch der stercke und macht des volcks zugemessen und also Gottes zorn noch mer angezundt werden. Hiebey ist ouch zu furchten, diewil des kriegs bevelh, rat und anschleg mers thails by den anderen sten wirdet, das dann der protestierenden volck und houptluwt sich aller gefar und uffsatzes uß obangeregten ursachen werden zu besorgen haben.

    So nun uß angezaigten und anderen nit geringen ursachen gnugsam befunden wurt, erstlich, das man sich kaines bestendigen glucks oder sygs zu getrösten, zum andern, das es ouch nit aller ding verantwurtlich, und zum dritten hochgefarlich sin will, sich mit den ruchlosen und abgöttischen zu vermischen, und dann den frummen wenig erschießlich sin wurt, so achten meine herrn besser sin, den sicheren und minder gefarlichen weg zu wanderen, nemlich, weder die ylend noch beharrlich hilf mit luten zu thun, sunder des volcks an lyb und seel zu verschonen, sund uff sund nit huffen, aller vergewaltigung des kriegs sich fryg entschlahen und die anderen ir sach und hail selbs ußrichten und versuchen zu lassen.

    Damit aber dieser thail der ungehorsame nit beschuldiget, ouch ergernus und allerlay verdacht furkummen wurde, gso möchte–g dieser thail nach erlangtem friden, rechtenh glichmessiger anlag und aber vil mer anderen billichen, christenlichen conditionen oder auch one erlangung iderselben bewilligen möcht, die summa, was sich jedem stand uff schickung der lut antreffen wurde, mit gelt zu erstatten, sollichs aber nit anderst dann von monat zu monat, solang die hilf bewilliget und das kriegsvolck im feld wider den Turgken gebrucht wurt, zu erlegen und allain daruff achtung zu haben, das söllich gelt in ander weg nit verwendet wurde, sunst aber sich des regiments nichts anzunemmen und des alles der röm. ksl. und kgl. Mt. warhaftig und cristenlich ursachen anzuzaigen. Und ob glichwol by iren Mtt. und anderen unwillen zu besorgen–i, soll man doch gedencken, das besser ist, der menschen ungnad und unwillen dann Gottes zornj zu tragen, dann wie dem glöbigen in gluckseligkait der gnedig Gottes will, so der in warhait erkant wurt, die höchst fröd ist, also wirt in siner straf und haimsuchung ain gut gewissen und zuversicht uff Gott der höchst trost und ringerung aller beschwerden sin.

    Danebent aber wirt dis das recht und ainig houptstuck in dieser gantzen handlung sin, das die stend mitlerzit anhaimsch mit verbesserung ires regiments und lebens in pflantzung aller zucht, abstellung der laster, uffrichtung ainer Šwaren kirchen Christi in hitzigem und beharrlichem bitten und betten sich also erzaigtent, das Gott der herr iren nuwen ernst und inbrunstigen yffer sehen und spuren kundte und die stend daher ain bestendige hoffnung haben mögen, das Gott sinen zorn gegen inen nochgelassen. Wo aber angst, anfechtung und trubseligkait uber sy je kummen mußte, das sy doch Gott gewußlich erlösen und endtlich wurde sygen lassen. Wann nun dise besserung furgenommen und dann jemand hohes oder nyders stands, der Gottes wort bekennete kund also ain mitglied Christi und nit ain abgöttler were–k, von dem Turgken oder sunst angegriffen, so wurdent alsdann die ratschleg, wie denselben betrangten erschiesenlicher widerstand beschehen möcht, lichtlich gefunden und nit daran gelegen sin, ob des kriegs volck vil oder wenig were, sunder das man sich gebessert und buß gethan hette. Alsdann wurde ouch Gott wie von je welten her vil lieber durch wenig lut dann grosse, ansehenliche kriegsrustung helfen und erretten, damit sin eer und namen, macht und herrlichait aller welt dester offenbarer und bekanter wurde. lDann gewisslich ists, so wir ain versunnten Gott hoffetent und in mit glubigem und hitzigem gebett angelegen weren, wurden wir bald erlangen, das in alles ubels, so er gegen uns vorhat, geruwen wurde, wie dann sollichs und, so wir uns zu Gott bekerent, das er sich ouch zu uns bekeren welle, derglichen das widerspil in sinem wort und propheten vilfaltig bezaigt und verhaysen ist, sonderlich im 81. psalmen ‚Mein volck hort min stym nit und willen nit, darum hab ich sy gelassen in ihres hertzens dunckel, das sy wandlent nach irem rat. Wollt aber min volck mir gehorsam sin und uff minem weg gon, so wollt ich ihre fynd bald dempfen und min hand uber ire widerwertigen wenden, inen aber vil guts thun.‘–l,5

    «Nr. Š173 Vortrag Pfgf. Friedrichs im Namen des Kaisers vor den protestantischen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 141 »

    Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.); AV: 14. Junij anno 41.

    Von wegen röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herrn, hat Hg. Friderich Pfgf. furtragen lassen, die ksl. Mt. het gern die sachen bei allen reichsstenden samentlich furtragen lassen. Dieweil aber sich der session halben etlichermassen zwaiung zutragen hett, demnach weiterung zu verhutten, wolte ir Mt. disen furtrag nit dergestalt, die stend dardurch zu sondern, sonder uß der not thun lassen. Nemblich, so hetten di hungerisch und osterreichisch potschaften uff ir beschehen werbung umb furderung der thurckhenhilf bei ir ksl. Mt. bitten lassen, dieweil dann khundschaft vorhanden, das di Thurcken vil tausent starckh zu roß und fueß nit 22 meil von Ofen legen und ein pruckh schlagen lassen uber di Trawa, also das er den nechsten darnach sich fur Ofen thun möchte, so begert ir ksl. Mt., disen articl, dieweil di handlung der religion also pald nit abgeschriben und darinnen gehandlet werden möcht, zum furderlichsten sambt andern stenden zu beratschlagen und darinnen sich wilferiger mainung zu entschliessen. Das wolten ir ksl. Mt. in allen gnaden erkhennen etc.

    Daneben hetten der kgl. Mt. comissarien auch ein schrift ubergeben, die wolte sein Gn. disen stenden auch zugestelt haben2, mit vermeldung, das ir Šksl. Mt. gemuet noch were, sich mit den andern stenden sonderlich zu under- reden3.

    «Nr.174 Stellungnahme der protestantischen Stände zur Erklärung Pfgf. Friedrichs vom 14. Juni 1541 – Regensburg, 1541 Juni 151 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 149r–151v (Kop.); DV auf unfol. Blatt: Copei der antwort Pfgf. Fridrichenn in nhamen aller der cristlichen augspurgischen confession und derselbigen religion verwanten stende gegeben, die turckenhulf belangend. 1541. Regenspurg, den 15. Junij.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 247r–249v (Kop.).

    C  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/05, Reichstagshandlung zu Regensburg 1541, fol. 107r–109r (Kop.).

    Der augspurgischenn confession und derselben religionsverwanten Kff., Ff. und stende alhie gegenwertig und der abwesenden gesanten, rethe und potschaften Šhaben meins gnedigen herrn Pfgf. Fridrichen etc. gethanne antzeige im nhamen und von wegen der röm. ksl. Mt. unsers allergnedigsten herrn [Nr. 173] angehort.

    Und erstlich dorauß vernhomen, daß hochgemelte ksl. Mt., die underschiedliche antzeig den stenden auß ursachen vorgefallener irrung der session halben, damit die vorstehende beratschlagung, daran trefflich und vil gelegen, dadurch nicht verhindert oder aufgetzogen werden möchte, zu thun, bedacht und nicht darumb, daß einiche trennung oder sonderung der stende gemacht etc.

    Hirauf lassen seinen fstl. Gn. gemelte stende freuntlich und undertheniglich vermelden, daß sie solchs von der ksl. Mt. auch nicht anderst dan gnedigst und zu forderung der vorstenden hendel gemeint erachten, derwegen sie sich auch gegen irer ksl. Mt. zum underthenigsten bedancken.

    Und haben ire fstl. Gn., Gn. und G. ferner verstanden, welchergestalt seine fstl. Gn. angetzeigt, daß die ungerischenn und osterreichischen potschaften und gesante bei der ksl. Mt. uff ir nechst gethane werbung und antzeigung [Nr. 171, Nr. 170] die gegenwertige fhar und beschwerung, so des cristlichen nhamens erbfeint, des Turcken, halben fur augen sein, erinnerung gethann haben sollen und daß die ksl. Mt. derwegen gnedigst begert, derselbigen furtragen fur di hand zu nehmen und neben den andern stenden des reichs zu beratschlagen und zu bewegen, wie dem Turcken, der itzunder in etzlich vil tausent starck uff den baynen sein und ein bruck uber das wasser zu schlagen in vorhaben, nicht allein durch ein eilende, sondern auch beharliche hulf der gantzen cristenheit zu trost und gutem widerstand muge geschehen, mit angeheftem irer ksl. Mt. gnedigstem erbieten etc.

    Als wollen ire fstl. Gn., Gn. und G. hochgemeltem meinem gnedigen herrn, Pfgf. Fridrichen, nicht bergen, daß sie sich zu erinnern wissen des vortrags und antzeigung, so unlangst in gegenwertigkeit ksl. Mt., Kff., Ff. und stenden des reichs und der abwesenden gesante und rethe durch gedachte ungerische und osterreichische potschaften und gesanthe vorbracht, und darauß die fhar und beschwerung, so des Turcken halben fursteet, nit one schmertzen vernohmen. Dan sie des mit inen ein cristlichs, hertzlichs mitleiden tragen, wolten auch nichts lieber, dan das durch verleihung des almechtigen solche sorge, fhar und beschwerung abgewendet und daß cristlich blut von der Turcken wuten erret werden mochte. Dartzu sie sich auch ires vermugens neben andern Kff., Ff. und stenden des reichs alleweg erboten und noch irenthalben nicht gerne einichen mangel wolten befinden lassen.

    aEs wuste sich aber seine fstl. Gn. zu erinnern, daß von wegen der zwispaltigen religion allerlei mißtrauen durch unfridsame leuth zwischen den stenden des reichs eingefurt, also und dermassen, daß ein zeit lang kein standt gewust, wie er bei dem andern seß. Nun hette die ksl. Mt. verschienner zeit zu Nurmberg einen friden aufgericht, auch am keyserlichen chammergericht einen stilstandt Šcum clausula irritante der religionsachen gnedigst verfugt. Wie aber derselbige stilstandt am chammergericht gehalten und daß daselbst darwider, auch ungeachtet etzliche aufgerichte vertreg, jussiones und rescripten, procedirt und etzliche dieser stende verwanten in die acht gesprochen und erclert worden, das were unverborgen. Und wiewol die ksl. Mt. auf itzigem reichstag widerumb gnedigste suspension der vermeinten achten und processen am chammergericht außgeen und publicirn lassen, so wurde doch, des auch ungeachtet, am chammergericht itzt in werendem reichstag wider etzliche stende, wie sie berichten, procedirt, also das vil stende beraitan in gefhar der acht stunden–a. Darauß sich diese stende nichts anders dan hochster beschwerung teglich befharn musten.

    Ob sie nun wol gantz willig und geneigt weren, neben andern Kff., Ff. und stenden des reichs gleichmessige hulf wider den Turcken zu leisten, so hette doch die ksl. Mt. gnedigst zu ermessen, wie sie dartzu kommen mochten, ehr dann sie eines fridens und gleichen rechtens gegeneinander im reich versichert und vergewisst werden, dan so sie hulf zu widerstand des Turcken thun und mitlerweil auch des unfriden gewarten solten, daß wolte inen zum hochsten beschwerlich sein. Darumb wolten sie die ksl. Mt. zum underthenigsten gebeten haben, ire Mt. wollten gnedigst darauf bedacht sein, daß ein gemeiner frid im reich deutscher nation aufgericht und des chammergerichts verdechtige personen, welche in vil wege dieb stende in prophan- und religionsachen wider alle recht und pillichait beschwerten, wie man zu seiner zeit antzutzeigen, geburlich reformirt und dasselbige also bestellet und besetzt werden mocht, damit auch diese stende gleich und recht bekomen und sich solcher unpillichen drancksalh und beschwerung nit befharen durfen.

    Und seint uff solchen falh erbutig, alles dasjhenige, so zu widerstand des Turcken zu beratschlagen, zu bedencken und zu erwegen, die notturft erfordern wirdet, neben andern Kff., Ff. und stenden zu forderung der sachen alßbald, doch unverbuntlich furzunemen, dergestalt, daß solches, waß bedacht und geschlosßen, auf den falh, so man bestendigen friden, gleiche besetzung und reformation des chammergerichts und erledigung derselbigen beschwerung erlanget, erfolgen und geleistet werden solle, der underthenigsten zuversicht, dieweil di ksl. Mt. vermerckt und befindet, das diese stende, alles, das zu widerstandt des Turckenn und rettung cristlichs bluts mag bedacht werden, neben andern stenden zu fordern, zu beratschlagen und zu leisten helfen, zum hochsten geneigt und daneben nichts anders suchen noch begern, dan daß sie auch im reich friden und recht haben und erhalten mugen, die ksl. Mt. werden sie des allergnedigst nicht verdencken und sich also hirinnen vernehmen lassen und ertzeigen, damit allenthalben im reich deutscher nation ein bestendiger frid mocht aufgericht und erhalten und so vil statlicher und fruchtbarer dem Turcken widerstandt geschehen, darumb sie auch ire ksl. Mt. Šzum underthenigsten biten und seint, es umb ire ksl. Mt. underthenigst zu verdienen, alle tzeit willig und bereit etc.

    «Nr.175 Resolution der altgläubigen Reichsstädte zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, [1541 Juni 15]1 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 142r–143r (Kop.); AS v. a. Hd. fol. 142r: Der stet antwort und bedencken der ylend hilf halben.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 32r–33v (Kop.); DV fol. 33v: Der frei- und reichsstet der alten religion antwurt turckenhilf halber, auch Hildeßhaim wegen, 17. Junii anno 41.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 62r–63r (Kop.); AV fol. 62r: Actum den 17. Junij.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 123r–124v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 124v: Der stette bedencken. 1541. Gelesen in der churfursten rath Dornstag Corporis Cristj [1541 Juni 16].

    Auf daß anzaigen, so eure kfl. Gn., Gn. und G. unß der zwaier artickl halb, nemblichen die hilf wider den Durckhen, durch unsern gnedigsten fursten und hern, Hg. Friderichen Pfgf., im namen der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten hern, angestern furgetragen, gethan und unsers gnedigen hern, deß Bf. von Hildeßhaim, werbung belangen, auch unser euren kfl. Gn. daruff gegebenne antwort und erbieten, daß wir solchs an andere gemaine stett gelangen lassen wolten, geben euren kfl. Gn., Gn. und G. wir zu vernemen, daß wir dasselbig andern erbarn frei- und reichsstetten gesanten unserm erpieten nach furbracht und daruff nachfolgender meynung entschlossen: Dweil daß angeregt furnemen wider den Durckenn ein hoch, groß und wichtig werckh sei, darzu in ansehung desselbigen macht und vermogen nit allein der stenden deß hl. reichs, sonder auch gantzer deutzscher nation hilf, furderung und beistant vonnoten, welchs aber one ein gemainen, bestendigen friden und gleichs recht im hl. reich nit wole zu erlangen, derhalben unsers bedenckens die unvermeidlich notturft erhaischen will, die ksl. Mt., ainen solchen gemainen, bestendigen friden aufzurichten, aufs underthenigst zu ersuchen und zu bitten, wie dann ir ksl. Mt. one das zu thun gnedigst genaigt seien und wir bißhere befunden.

    So seind wir doch gleichwole urputig, alsbald neben euern kfl. Gn., Gn. und G., auch andern stenden deß hl. reichs fleissiglich, was zu der angeregten hilf wider den Durckhenn dienlich und furderlich, auch immer leidlich, dreglich und gleichmessig sein mag, unsern hern und obern doch unvergrifflichen, zu berathschlagen und bedencken verhelfen. Und wann solcher friden, wie wir Šverhoffen, gefunden und aufgericht, so wirdet dieselbig desto statlicher gelaist werden. Ob sich aber eure kfl. Gn., Gn. und G. in dem ainer andern maynung bedencken und unß dasselbig furgehalten wurde, wolten wir unß der sachen auch weiter berathschlagen und furter denselben euern kfl. Gn., Gn. und G. unser gemut und bedencken auch nit uneroffent lassen.

    Deß Bf. von Hildeßheym halb lassen wir unß eurer kfl. Gn., Gn. und G. bedencken gfallen. Daß alles haben euren kfl. Gn., Gn. und G. wir undertheniger, dienstlicher maynung nit wollen verhalten.

    «Nr.176 Stellungnahme der altgläubigen Fürsten und Stände zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, [1541 Juni 15/16]1  »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 140r–141r (Kop.); AS v. a. Hd. fol. 140r: Der fursten ratschlag, di ylend hilf betreffend.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 28r–29v (Kop.); DV fol. 29v: Der fursten und stände antwurt der turckenhilf halber. Actum Regenspurg, den 15. Junii anno 41.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 53r–54v (Kop.); AV fol. 53r: Actum den 17. Junij.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 119r–120v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 120v: Copei der fursten und stende bedencken di turckenhulf belangend, 1541. Gelesen und geschrieben in der fursten rath aDornstag Corporis Cristj–a [1541 Juni 16].

    Auf der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigisten herrn, begern, von ainer eillenden und beharlichen hilf wider den Turcken ze reden, haben die fursten und ständte den handl berathschlagt. Und wiewol dieselben ursach hetten, sich solher begerten hilf zu waigern in bedenckhung der grossen ungleichait des anschlags, auch darauf von ksl. Mt. ervolgter gnedigen verwenung und vertröstung, jedoch in erwegung der grossen notdurft, auch aus allerlay andern ursachen ermessen sy darbey, das die röm. kgl. Mt. in diser nott, daran gleichwol gantzer christenhait und sonderlich teutscher nation vill gelegen, nit zu verlassen ist. Dieweil aber dise sachen khainen verzug leiden und der stände ungelegenhait halb, khriegsvolckh ze schickhen, ain grosse leng gepern und also kgl. Mt. damit nit geholfen werden möchte, sicht die fursten und stände fur rathsamb an, daß in ainer eil der drittail des bewilligten romzugs zu roß und fueß aufbracht und kgl. Mt. zuegeschickht wurde, dergestalt, das jetzt allhie vier eerliche männer erwellet und gwald gegeben werde, solich khriegsleut in Bairn, ŠSchwabn, Behaim und Osterreich zu bestellen und von stund an kgl. Mt. zuzuordnen.

    Und dieweil zu solhem annemen ain par gelt verhanden sein mueß, das die ksl. Mt. allerunderthenigist ersuecht werde, biß in die 50.000 oder 60.000 fl. darzustreckhen, welhes dann irer Mt. in ainer khurtzen zeit, wie solhs auf die stände geschlagen und angelegt wierdet, zu Franckfurt undb Augspurg widerumb bezallt werden solle. Wo es aber irer Mt. nit glegen sein wolte, das dann ire Mt. bey der stat Augspurg und sondern personen daselbs zum allerfurderlichisten, sollich gelt aufzubringen, sich bearbaitten welle, dann ausserhalb dises wegs ist in solher eyl unmuglich, das kgl. Mt. in ainem eillenden zuezug geholfen werden mag, dann die genachtperten fursten und stände haben bisher der kgl. Mt. dises jars und vorher nach irem vermugen geholfen, also das derselben glegenhait nit sein wurde, ain stattliche, eillende hilf ze schickhen oder aufzebringen, doch so soll es solher topplhilf halben von wegen der stände, so in den khuniglichen erblanden guetter haben, den abschiden, zu Speir, Augspurg und Regenspurg ergangen, gemäß gehalten werden.

    Bitten demnach underthenigist die stande, di ksl. Mt. welle dise antwurt und underthenigen willen zu gnedigem gefallen annemen, auch ires tails gnedigist verhelfen, damit irer Mt. begern in das wergkh gezogen werden mög. Daneben auch ir Mt. gnediglich fursehung thun welle, damit noch vor dem verruckhen von disem reichstag in teutscher nation und gegen den ständen fridt und recht allerseits erhalten werde, dann, wo ain solhes nit beschehen, so wurde den fursten und ständen gantz beschwärlich sein, sich in die jetz begert oder ander hilf einzelassen, wie sich dann gemaine stände solhes ires bittens zu irer Mt. underthenigist vertrösten und sich irer ksl. Mt. underthenigist bevolhen haben wollen.

    «Nr.177 Stellungnahme des Kurfürstenrates zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juni 161 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 138r–139r (Konz.); ÜS v. a. Hd. fol. 138r: Der churfursten ratschlag, di ylent hilf betreffend.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 30r–31v (Kop.); DV fol. 31v: Der churfursten und abwesenden potschaften antwurt Turckhens halb. Actum Regenspurg, den 17. tag Junii anno 41.

    ŠC  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 60r–61r (Kop.); KV fol. 60r: Actum den 17. Junij.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 121r–122v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 122v: Copei der churfursten bedencken 1541. Gelesen in der churfursten rath Dornstag Corporis Cristj [1541 Juni 16].

    Uff der röm. ksl. Mt. jungsten gnedigen furtrage, auch die gehörten der hungerischen und osterreichischen gesandten werbung [Nr. 171, Nr. 170] und zuletzt Hg. Friderichs erynnerung, von wegen ksl. Mt. an. Kff., Ff. und stende und der abwesenden pottschaften gelangt, die eilenden und beharrlichen turckenhilf betreffendt, haben die churfursten und der abwesenden pottschaften den handel erwegen und berattschlagt und auß gnedigem, cristlichem mitleiden, so sie mit den beschwerten billich tragen, fur gut angesehen, der ksl. Mt. zu underthenigem gefallen ein eilende hilf nach agelegenheit fursteender not–a uff nachvolgende maß zu bewilligen, damit dem vheundt unsers cristenlichen glaubens und namens, dem Turcken, sein tyrannisch furnemen, sovill muglich, verhindert und di beschwerdten cristen etlichermassen trost und hilf empfinden mögen, dergestalt, das soliche eilende hilf an leuttenb geschehe und allein im fall unvermeidlicher notturft uf gewisse und bestendige kuntschaft fruchtbarlich gepraucht werde.

    Darzue, das des reichs kriegsvolckh mit geschutz, pulverc und anderer notturft dversehen, auch obersten und kriegsrethe, so durch die stend zu verordnen, mit besoldung underhalten werden–d, on gemeiner stende ferern costen, wie man sich des mit ksl. Mt. undertheniglich vergleichen soll. Dazu, dase im hl. reich frid und recht erhalten und gehandthabt, damit ein yder bey dem seinen unbetrangt pleiben mage.

    Was die beharrlichen hilf betriefft, wurdet bedacht, dieweil die teutsche nation und gemeine cristenheit diß hochbeschwerlichen vheinds durch einiche eilendef hilf nit mogen erledigt werden, das sich gegen ksl. Mt. undertheniglich zu erpietten, davon auch zu reden und zu rattschlagen nach außweisung vor uffgerichter reichsabschiedt und sich volgends mit irer Mt. undertheniglich zu vergleichen, mit der underthenigsten erynnerung, wo muglich, das gemeine stendt der eilenden hilf ditsmalls möchten erlassen werden, das solchs der beharrlichen hilf in viel weg furderlich, der beschwerdten trostlich und zu widerstandt des Turcken hoch dinstlich sein wurde, wie ir Mt. uß hohem verstandt selbs leichtlich zu ermessen.

    ŠgWo auch diser krieg in Hungern zwischen christenlichen potentaten sich erhielt und durch gutlich handlung hingelegt werden mocht, blutvergiessen und andern unrat zu verhueten, wellen di churfursten zu ksl. Mt. bedencken und wolgefallen undertheniglich gestellt haben, ob und welhergestalt solhe gutliche handlung furzunemen–g.

    «Nr.178 Die Stände der österreichischen Erblande an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Regensburger Reichstag – Wien, 1541 Juni 18 »

    Mühlhausen StadtA, 1–10/C 5, S. 95–100 (Kop.).

    Ir tragend al ungezweiffelt gut wissen mit, was grausamkait der wiedent erbfeindt des heilligen, cristlichen glaubens, der Turckh, vil jar lang nachainander wider die hochloblich cron Hungern und disse niderosterreichische land, sie zu zwingen und ime underthenig zu machen, sich gewaltigklich underfangen und mit vilfeltigen straif- und höerzugen und teglichen und unaufherlichen kriegsubungen, damit er den obvermelten armen landen zum hechsten obligt, sie nunmer gantz abgemergelt und erschopft hat, also das ir aus hochem verstand zu erindern haben, das solchen landen nicht moglich sey, ime, dem Turcken, hinfuran forzusteen oder sich vor ime zu schutzen, auch nicht gewissers zu besorgen, dan das er in kurtzer zeit, wo ermelten landen von den churfursten, fursten, prelaten und euch stenden des hl. röm. reichs, unsern genedigisten, gnedigen und gunstigen herrn und lieben freundten, nicht furderliche, dapfere, erschießliche und beharliche hilf gedeihen solt, gar zerschlaift, in sein vihische, onemenschliche dienstbarkait und under sein joch gepracht werden, das one zweiffel allen cristglaubigen hertzen erschrockenlich und sie billich zu einen [sic!] grossen mitleiden bewegen solt, dan uber das er so vil armer, ellender, verlassner, unschuldiger cristen, reich, arm, jung, alt, man, weib, junckfrauen, khnaben und unmundtliche khindlin mit zurissung und an spiße steckunge ellendigkhlich umbbringen, mit imerwerenter dienstbarkait beschweren und niedertrucken, mit mancherlay unausprechlicher tiraney verderben, den christlichen glauben auß iren hertzen außreitten und verdilgen, so wurde er auch gegen andern cristlichen landen und dem hl. röm. reich und darzu gehörenden nationen als Baiern, Schwaben, Pfaltz, Merherrn, Schlesien, Beham, under und ober Laußnitz und dan furder Sachsen, Marckh, Meissen, Turingen etc., do er dan fur und fur und ein gantz ebnes, praittes, weides, fruchtbars und wolerpauts, reichs land findet, ain mercklichen grossen vortail gewinnen, also das, menschlich daran zu reden, ime nit wol moglich sein wurde verner wiederstand zu thun. Solchen jamer und verwustung, so vil fruchtbars cristenlicher landen, auch erschrockenliche vergiessung so vil unschuldigs pluts haben bißher die hochloblich cron Hungern, röm. kgl. Mt., unser allergenedigister herr, auch Šwir im [sic!] unsern landen, wie oben gemeld, mit emsiger, williger, treulicher darstreckung alles unsers vermogens vil jar lang erlietten und, sovil moglich gewesen, furkomen. Seind auch noch heutzutag urpudig, alles unser uberpliebens vermogens, leib und gutt darzustrecken und desselbigen in kainerlay weg zu verschonnen.

    Dieweil wir aber je zu schwach und gantz und gar sampt unsern allergenedigisten herrn, röm. kgl. Mt., mit so langwirigen, schweren kriegen gentzlichen ersaigert worden und der tirckischen macht nicht vorzusteen wissen und nicht gwissers dan, wie oberzeld, unser verderben und, wo uns nit geholfen wurd, daß uns, wie den cristen in Gretia, Bulgaria, Sermia, under und ober Bosna, merertails in Dalmatia, Crabatten, Sclauonia und Windischen Marckh gescheen, ergeen werde, auch laider teglichs vor augen sehen, derhalben wir gethrungen und auß unvermeidlichen notturft verer nit umgeen khonnen, euch als christliche mitglieder des hl. röm. reichs unser vorsteende grosse nott und verterben gruntlich und warhaftigkhlich, sambtlich und sonderlich furzutragen und anzaigen, auch freundlich und fleissig zu bitten, das ir als sonderlichs hochberumbt, cristlich und loblich comunen sambt andern stenden und gliedern des hl. reichs ire dienstwillige mitglieder und nebencristen in solchen unsern hochsten obligen nit verlassen, haben derhalben die wolgebornen, gestrengen, edlen, vesten N. und N., zaiger diesses briefs, als unser liebe freundt, herrn und mitlandleut zu ksl. Mt., unser allergnedigisten herrn, und den hochloblichen stenden des hl. reichs und sunderlich an euch abgefertigt, sie solcher grosen not verner zu berichten.

    Bitten derhalben gantz freundlich sonders vleis, ir wöllent obgenante unsere gesandten freundlich anhörn und in allem irem furpringen glauben geben, dan sie khonnen die sach so heftig nit furtragen. Sie ist laider erger und gevärlicher und, Gott erbarme es, dermassen geschaffen, das, wo itzt zu dieser zeit mit furderlicher, unverzuglicher, beharlicher hilf nit geholfen, sonder dieselbig angestelt oder verzogen und unsere gesandten one gwise vertrostung oder one erlangte hilf anhaim komen solten, das Gott genedigklich verhuetten welle, so wurde, wie zu besorgen, ain solche verzweiflung in die land und den gemainen man khomen, das sie sich dem Turckhen undergeben, sich zinspar machen und dem negsten verderben und sterben empflieheen [sic!] und ir, auch irer armen weiber und unschuldigen khindlin leben mit ainen solchen erschrockenlichen mitl friesten und aufschieben wurden, als lang sie mochten, und nit allain von dem Turckhen, sondern auch unsern selbs aignen, armen leuthen in hochster gevar leibs und guts gewarten muessen, das dan aln christen, sonderlichen aber der streitbarn teutschen nationen, auch zuvorderst den hochloblichen churfursten, fursten, prelatten und stenden des hl. röm. reichs zu ewiger verweissung und verklainerung, auch euch selbs zu unvermeidlichen verderben geraichen wurde. Ist derwegen unser gantz freundlich und hochfleissig durch Gott und des heilligen cristlichen glaubens willen bitt, ir als beruembte cristlich liebhaber und furderer wellen uns beschwerten ir stattliche hilf guettwillig Šzuschicken, auch darneben die churfursten, fursten, prelatten und stende mit allem vleiß und ernst bitten und dahin anweisen, das sie dergleuchen thuen und uns, unser weib, khind, vatter, mutter, brueder, schwester, so vil guetter land paß, stet, vhesten und andern vortail, so man noch in disen landen haben mag, mit eillender, furderlicher, beharlicher hilf retten und vor dem grausamen Turcken und seiner unersetlichen tiraney schutzen helfen. Darbey wellen wir ungespart unsers leibs, lebens und guets, wie obgemelt, alleß unser vermugen darstrecken.

    Daran werden ir one zweiffel Got den almechtigen ain gefellig, genems werckh der barmhertzigkait thon, und die armen christen, so dardurch gerettet und erlöset werden, mit irem andechtigen gebett, euch von Gott, dem ewigen herrn, langwirige, glucksaliges und fridlichs wesen zu bitten, auch wir, mit unsern freundlichen und guttwilligen dinsten zu verdienen, nimer vergessen. Thuen uns also hiemit in dieser hochsten not euch als unser lieben freundt und herrn bevelhen und unabschlegliche antwort bittende. Datum Wienn, den 18. Junij anno etc. 41.

    «Nr.179 Stellungnahme der protestantischen Stände zum Vortrag Pfgf. Friedrichs zur Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juni 211 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 154r–158r (Kop.); AS fol. 154r: Der protestirenden sondre antwort, di turckenhilf betreffend.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 74r–78r (Kop.); AV fol. 74r: 26. Junij.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 125r–128v (Kop.); DV fol. 128v: Copei abermals der christlichen religionsverwanten Kff., Ff. und stende Pfgf. Fridrichen gegebenen antwort der turckenhulf halben, den 21. Junij schriftlich zugestelt. 1541.

    D  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 335r–337r; AV fol. 335r: Furgelesen am 26. Junij 1541.

    Sonderliche antwort auf Hg. Fridrichen Pfgf. antzaige, so seine fstl. Gn. aus der röm. ksl. Mt. bevelh gestern Montags ingemein allen Kff., Ff. und stenden und stedten des hl. reichs angetzaigt, auch darauf von ksl. Mt. wegen einhellige gesampte antwort begert hat.

    ŠKff., Ff., stende und stedte der augsburgischen confession und religion verwant, so gegenwertig und der abwesenden rethe und potschaften hetten die gesterige antzaige, so auß bevelh der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herrn, Hg. Fridrich Pfgf. gethan und furgewendet, neben andern Kff., Ff. und stenden des reichs undertheniglich angehort und darauß verstanden, daß die ksl. Mt. nochmals begerten, uff der hungerischenn, auch der osterreichischen geschickten hievor gethanne ansuchung dieselben sachen und beschwerung des Turckenn antzugs in gemeinem reichsrath zu erwegen und forderlich darin eintrechtiger antwort sich vernehmen zu lassen etc., mit einfhurung, obwolh die ksl. Mt. hievor hirin sonderlich und ad partem solcher handlung halb auch hetten erinnerung thun lassen, so were doch der ksl. Mt. meinung nicht gewesen, solchen ratschlag zu sondern, sondern allein fernern unwillen und unrichtigkeit, so zwischen etzlichen fursten der session halben furgefallen, dardurch zu verhuetten etc.

    Nun were von diesem tailh die erste antzeige, ob die wol ad partem geschehen, nicht anders verstanden, dan daß gleichwol die beratschlagung in gemeinem reichsrath dem gebrauch und herkommen nach hat furgenohmen werden sollen. Und wurde ane zweivel die ksl. Mt., auch Hg. Fridrich Pfgf. auß der antwort, so diese stende gegeben und Pfgf. Fridrichen zustellen lassen [Nr. 174], vernohmen und verstanden haben, daß diß teil gemeine beratschlagung nicht gewegert, sonder dieselb, doch unverbuntlich, neben andern Kff., Ff. und stenden furzunehmen gewilligt, also, wo im reich zuvor ein gemeiner frid und gleichmessig recht uffgericht wurde, daß alßdann alles daßjhenige, waß, zu hulf und rettung wider den Turcken eylends oder beharlich zu thun, beschlossen were, mit dem werckh voltzogen und in volstreckung gebracht werden sollt. etc.

    Und dieweil nun mein gnediger herr, F. Wolf von Anhalt, und andere des Kf. zu Sachssenn etc., meins gnedigsten herrn, rethe nach solcher beschlossen und gegeben antwort uff der andern churfurstlichen rethe erfordern in den churfurstlichen rath komen, haben sie nit gewegert, auch dem gethannen erbietten nicht ungemeß geacht, sich in gemeine beratschlagung, doch bedinglich, der ksl. Mt. sonderlichen gegeben antwort unvergreiflich, einzulassen, zu handeln und zu beratschlagen, wie geschehen, auch den rethen, so sich in nhamen der fursten und stende sonder underschied angegeben, ires semptlichen bedenckens antzeig thun helfen und herwider derselbigen rethe neben den churfurstlichen rethen bericht und antzeige der beratschlagung und artickel, so die fursten und stende der eillenden turckenhulf halb bedacht und begriffen, angehört.

    Dieweil aber der von Anhalt und die churfurstlichen sachssischenn rethe datzumalh vernohmen, das zu der fursten und stende beratschlagung die fursten und stende, so der augspurgischen confession und religion verwant, nicht erfordert gewesen, auch umb die beratschlagung nicht gewust, sonder davon gelassen und außgeschlossen, haben sie bedencken und grosse ursach gehabt, neben den andern churfurstlichen rethen auf di artickel, so in nhamen der Šfursten und stende gestelt gewesen, etwas ferner zu handeln und in gemeinem rath uff solch particular artickel vortzuschreitten.

    Und das nun uff die gesterige antzeige diß teils stende in sondere beratschlagung gegangen, sei nicht der meinung, wie es villeicht etzliche achten mochten, geschehen, daß man lust an zertrennung hette, sonder mer darumb, dieweil die fursten, stende und stedte diß teils zu der andern fursten und stende handlung, do ein ider des reichs herkomen nach gehoret, zuvor nit erfordert worden, daß sich dieselbigen irer notturft nach underreden und vernehmen lassen möchten.

    Nun bedechten fursten, stende und stedte diß teils, daß, ob es inen wolh fast beschwerlich, sich in die semptliche beratschlagung, dieweil sie vor daraus gelassen, wider zu begeben, in bedencken, dieweil die andern fursten und stende albereit under sich geschlossen und also die semptlich handlung nu nit frei, sonder darauf mocht wollen gericht werden, die fursten und stende diß teils uff ire meinung zu tziehen oder mit dem merern und uberstymmen dohin zu bringen etc. Idoch wolten sie ksl. Mt. zu sonderlichem gehorsam und underthenigkeit unverbuntliche, gemeine reichshandlung nicht wegern, sonder der vorigen antwort nach sich darein lassen, also, wurde gemeiner frid und gleichmessig recht im reich uffgericht, daß sie alßdann die hulf der beratschlagung nach thun wolten, wo nicht, wolten sie in dem freisteen.

    Es konnten auch diß teils mit dem merern oder uberstymmen sich disfals nicht lassen verbinden oder verstricken, dieweil der oftgemelt fride, auch recht zuvor uffgericht werden soll und dieselb handlung des friden und rechten nicht also geschaffen, daß der in gemeinem reichsrath konnt gehandelt werden, sonder were ein handlung der religion anhengig. Dann diese stende hafteten noch irer cristlichen religion halben in den beschwerungen des wormischen edicts, auch augspurgischen und anderer abschiede und, obwolh mitlerweil allerlei fridshandlung vorgewesen, auch friden uffgericht worden, so hette doch daß chammergericht immerfort uff solch edict und abschiede wider vill stende diß teils procedirt, auch deren etzlich bereitan in di acht gesprochen und erclert. Solten nun diese stende wider den Turckenn hulf thun und wider solche beschwerungen mit einem bestendigen und gemeinem friden thettlicher handlung und unrechtmessiger proceß halben nicht versichert oder in solchen unrechtmessigen processen einicher vermeinten execution gewertig sein, daß wolt diesen stenden schwerfallen, were auch deutscher nation nicht geholfen, daß wider den Turcken hulf bescheche, die grenitz beschyrmet und dem Turckenn vor fernerm einbruch geweret, do nit zuvor durch uffrichtung eines gemeinen friden und gleichmessigen rechtens im mittel des reichs unfrid, krig, unrhue und blutvergiessen verhuettet und verkommen wurde, wie dan der fride in solcher hochster beschwer und bei solchem ungleichmessigem rechten nicht besteen noch erhalten werden konnth.

    Und dieweil dan die ksl. Mt. auß vorigen, auch itzigen diß teils Kff., Ff. und stende gegebener antwort gnedigst zu vermercken, daß sie zu keiner trennung ursach gegeben, sonder irer Mt. begern nach zu semptlicher beratschlagung der Švorstehenden handlung gantz geneigt mit maß und condition des fridens und rechtens, wie obberurt, so seint sie der underthenigsten zuversicht, die ksl. Mt. werde solchs von inen nicht anders, dann daß es zu irer und des gantzen reichs notturft, friden, rhue und wolfart gemeint, gnedigst vermercken und sich hirin zu erhaltung friden und gleichmessigen rechten alß der miltehst, gutigst kaiser allergnedigst ertzeigen, mit freuntlicher und underthenigster bith, Hg. Fridrich Pfgf. etc. wolt es bei der ksl. Mt. zum besten helfen fordern. Daß wurden chur- und fursten umb seiner fstl. Gn. freuntlich und die andern undertheniglich verdiennen.

    «Nr.180 Protokollarische Niederschrift über die Verhandlungen der Stände am 22. Juni 1541 – Regensburg, 1541 Juni 22 »

    München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 65r–67r (Kop.); ÜS fol. 65r: Was den 22. Junij anno 41 im reichsrat gehandelt worden ist.

    Erstlich sind auf beschehen ansagen alle stend erschinen unda ist von röm. ksl. Mt. wegen durch Hg. Friderichen besließlich abermals begert worden, diewol [sic!] die not und des Turgkhen anzug vor der hand, so sey irer Mt. beger und bitt, das man unverhindert aller ding zur eilendn und beharlichen hilf der stend erpieten nach eilend greiffen soll etc.

    Und wann sich aber nit allain der seßion halb zwischen Mgf. Jörgn von Brandenburg und Hg. Hainrichen von Braunschweig irrung in der ratßstuben begeben, sunder auch der unentschiden wort halb, das die protestirenden stend, unverpuntlich und unvergriffenlich bey den andern stenden zu sitzen und zu ratslagen, vermainten, so vil begeben hat, das die protestirendn abgetreten. Und sind die andern stend durch das merer berätig worden, den churfursten ir bedengkhen nachfolgender gestalt anzuzaigen: Wiewol sy sich verhoft heten und noch, die ksl. Mt. sollte der beschwerlichen wort und vorbehaltung halb, unverpuntner weis zu handeln, ain gnedig einsehen getan und die neuerung, daraus in vil weg unwiderbringlicher nachtail ervolgen möchte, abgestellt haben, so weren sy doch in ansehung der vorsteenden, großen not urputig, die eilend hilf zu bewilligen und, von der maß derselben reden zu laßen, etlich aus inen darzu zu verordnen.

    Als nun die fursten und stend, sölh ir bedengkhen zu eröffnen, zu den churfursten geen wollen, sind vor Hg. Friderichen und Dr. Nauis, darzu allen stenden Mgf. Joachim Kf., F. Wolf von Anhallt, Mgf. Jorg von Brandenburg, Hg. Hainrichs von Sachssn und die heßischen rete erschinen und haben durch den brandenburgischenb, den von Slieben, furtragen laßen, den furtrag, anheut Švon ksl. Mt. wegen beschehen, heten ir kfl. und fstl. Gn., auch der abwesenden rete undertenigklich angehort und sich darauf als die gehorsamen erzaigen und die beschwerlichen obligen und großen not des veinds, des Turckhen, helfen beratslagen wöllen. In dem hete sich Hg. Hainrich von Braunschweig gantz muetwilliger und ungestumer weis, ungeacht, das er und ander wol wusten, wie die fursten von den churfurstlichen heusern geporn im reichsrat sitzen sollen, Mgf. Jorgn von Brandenburg von seiner seßion gewaltigklich zu dringen, wie auch Hg. Hainrichs von Sachsn reten von Hg. Otthainrichs wegen auch eintrag geschehen were, mit bit, das ksl. Mt. wollte genedigst einsehen tun, damit Hg. Hainrichs von Braunschweig mutwill und frävel abgestellt wurd, dann one das mus sich Mgf. Jörg sambt seinen ainungsverwanten der gegentat geprauchen.

    Darauf hat Hg. Hainrich antworten laßen, er truge ab dem unzeitigen furgeben nit wenig beschwerd, dann er gestunde Mgf. Jörgen sein vermaint und angemasten seßion gar nit. Sovil aber die angehengt tro belanget, wolt er der gegentat gern gewertig sein.

    Auf solhs ist von den obgemelten chur- und furstn, auch der abwesendn potschaftn gemeldt, sy ließens bey vorigem furtrag bleiben und wolten der tat von Hg. Hainrichen [gewarten], doch das er die furnemen woll, wie sy sich des billich versehen sollen. Und hat der Kf. Mgf. Joachim selbs mit Hg. Hainrichen ungeverlich die wort geret, es solle der tat halb also besteen, mug leiden, das er, Hg. Hainrich, offenlich und nit haimlich handel.

    Das alles haben Hg. Friderichen und Dr. Nafus [sic!] an ksl. Mt. gelangen laßen. Und in der haubtsach der turgkenhilf halb die churfursten und derselben rete ain bedacht genomen.

    «Nr.181 Vortrag Kg. Ferdinands zur Türkenhilfe1 – Regensburg, 1541 Juni 25 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 144r–152r (Kop.); AS fol. 144r: Der röm. kgl. Mt. furtrag di turckenhilf betreffendt.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 34r–41v (Kop.); DV fol. 41v: Röm. kgl. Mt. furtrag der turckhenhilf halben, an die ksl. Mt., auch Kff., Ff. und stende des röm. reichs beschehen, den 25. Junii anno 41.

    ŠC  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 328v–333v (Kop.); AV fol. 328v: Gelesen am 25. Junij.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 187r–192v (Kop.); AS auf unfol. Blatt: Kgl. Mt. vortragen, ksl. Mt., Kff., Ff. und stenden des reichs der turckenhulf halben thun lassen. 1541 gelesen zu Regenspurg, den 25. Junij.

    Der röm. ksl. Mt., auch den erscheinenden Kff., Ff. und andern stenden des hl. röm. reichs und der abwesenden reten und botschaftn, so auf gegenwurtigem reichstag versamblet sein, lässt die röm. kgl. Mt. gehorsamblicher und bruederlicher, auch freuntlicher und genediger maynung anzaigen und furbringen:

    Das sich hochgedachte ksl. Mt. sambt gemainen reichsstenden aus des erbveindts gemainer christenhait, des Turgkhen, vilfeltigen, bishere verloffen, tyrannischen handlungen und furnemen, so er gegen und wider gemaine christenhait vil jar here geuebt und noch von tag zu tag ye lenger ye mer in unaufhörlicher uebung und handlung ist, genugsamblich zu erinnern, warumb ir kgl. Mt. etc. sambt derselben khunigreichen und landen underthanen hievor bey irer ksl. Mt. und gemainen reichsstenden umb hilf und widerstandt gegen bemelter christenhait erbveindt angesuecht und, das irer ksl. Mt. und gemainen reichstende hilf in dem faal zum höchsten vonnöten seye, wie dann furnemblich dieses puncten halben neben andern obligen, so im hl. reich vor augen, von der ksl. Mt., dieser [sic!] reichstag ze halten, genedigclich bedacht und ausgeschriben und in ansehung der grossen, unvermeidlichen notturft ir ksl. Mt. auf diesem reichstag solche notwendige thurgenhilf fur sich selbs bey gemainen reichsstenden genedigclich und vätterlich ansuechen und begern hett lassen und dieselb gleichermassen von irer kgl. Mt. khunigreichen und landen verordenten Šausschussen und gesandten, als denen der last und das verderben dieser zeit am negsten, bey der ksl. Mt. und gemainen reichsstenden underthenigclich und mit höchstem vleyß gebeten und ersuecht worden were, mit notturftiger ausfuerung und erzelung [Nr. 170, Nr. 171], wie die sachen bemelts Turggen vorhaben und furnemen halb gestalt und geschaffen, wie er auch bisheer gegen gemainer christenhait zu vertilgung und underdruckhung derselben eingewurtzlt und was gemainer christenhait und vorab teutscher nation khunftigclich fur unwiderbringlicher nachtl und verderben, so solchem des Turggen gewaldtigem furnemen nit zeitlich begegent, daraus zue gewarten. Demnach die kgl. Mt. zu vermeidung der lenge vonunnöten achtet, die ksl. Mt. und gemaine reichsstende auf dismalen mit weitter oder lenger ausfuerung, was gemainer christenhait und teutscher nacion an dieser sach gelegen, zu beladen, dieweil ir ksl. Mt. und gemaine reichsstende solches alles aus den vilfeltigen, hochnachtailigen, verloffen geschichten und vorbeschechnen furtragen in frischer gedechtnus haben.

    Und wil ir kgl. Mt. auf dasmal die ksl. Mt. und gemaine reichsstende nit merers erinnern, dann wie es des Thurckhen furnemen und verordnung halb dieser zeit gestalt, nemblich das ir kgl. Mt. aus vilen khundtschaften gewisse und guete erfarung hat, das der thurckhisch kayser den Mehmet Bascha und Weeglerwegh, welche bede von ime, dem thurckischen kayser, dermassen geacht und gehalten werden, das sy on seiner selbs person gegenwurtigkhait die grossen expedicionen verrichten mögen, abgefertigt, welche auch in trefflicher antzal zu roß und fueß im antzug und numer mit iren personen und khriegsfolckh vor etlichen tagen zu Essegg ankhomben, des entlichen furnemens, von dannen auf wasser und land in Hungern gegen Ofen ze ziehen, alda der kgl. Mt. khriegsfolckh von der belegerung Ofen abzetreiben oder dasselb zu slagen und volgendts Ofen statlich zu besetzen und inzubehalten, wie dann des Turggen vorhaben und maynung alweg dahin gestanden, das er Ofen in sein gewaldtsame bringen und daraus das gantz khunigreich Hungern erobern und furter andere anstössende länder und furstenthumb und gantze teutsche nacion benötigen und in verderbung bringen welle, als solches, wo es Gott mit seinen götlichen genaden nit verhuettn, höchlich zu besorgen und, das daraus nit allain der kgl. Mt., auch derselben khunigreichen und landen, sonder gemainer christenhait und vorab gantzer teutscher nacion unwiderbringlicher abfaal in unserm waren, heiligen christlichen glauben, auch verlust und verderbung an leib, leben, eeren und guet ervolgen wurde, wie das die ksl. Mt. und gemaine reichsstende aus gueter erfarung des Turggens bisheer gepflegen handlungen verstendigclich zu ermessen und zu bedenckhen haben.

    Und wiewol die kgl. Mt. zu abstrickhung und verhinderung solches des Turckhens hochnachtailigen furnemens und vorhabens zeitlich dartzue gethan, die stat Ofen mit ainem ansehlichen khriegsfolckh belegert und solch khriegsfolckh ain guete zeit here mit beschwerlichem costen underhalten, so hat sich doch die eroberung solcher stat bisanhere verzogen und mueß also ir kgl. Mt. mit solcher belegerung noch furterhin continuiern. Dieweil aber die ksl. ŠMt. und gemaine reichsstende wol zuebedenckhen, das in der kgl. Mt., auch derselben khunigreichen und landen ainigem vermögen und macht ye nit steet, diesem des Turckhen grossem gewaldt und macht statlichen widerstandt ze thuen, und, wo die kgl. Mt., auch derselben khunigreich und lande an hilf verlassen und mit derselben nit eylend und ansehlich bedacht werden, das daraus gewislich der unrat und nachtl, wie obsteet, zu gewarten, und sonderlich, wo der kgl. Mt. khriegsfolckh vor Ofen abgetriben werden oder dasselb nachtl leiden und der Turckh Hungern in sein gewaldtsam bringen wurde, das daraus alle andere anraynende land und furstenthumb in noch merer sorg und gefar gesetzt wurden, so hat demnach die kgl. Mt. in bedengkhung der hoch obligenden notturft und, das des Thurckhen furnemen nach laut aller khuntschaften diser zeit allain auf die eyl gestellt ist, damit er sein furnemen mit eroberung Ofen, zuvor und ehe ime statlicher widerstandt beschehe, in das werckh bringen möge, nit underlassen können, die ksl. Mt. und die reichsstende uber alle vorbeschechne furträg, bitten und ansuechen mit diser kurtzen erinnerung zu ermanen, ir ksl. Mt. hiemit gehorsamblich und bruederlich bittend und an gemaine reichsstende freuntlich und gnedigclich begerend, sy die stende wellen sollich hochbeschwerlich obligen, daran gantzer teutscher nation und gemainer cristenhait so trefflich und vil gelegen, zu gemuet und hertzen fueren und sich mit der hilf zue widerstandt des christlichen erbveinds nachvolgender maß gehorsamblich und guetwillig erzaigen und einlassen.

    Und nemblich furs erst: Dieweyl des Thurkchn furnemen derzeit am maisten mit ainer eyllenden hilf abbruch und verhinderung bescheen, dardurch er sein nachvolgend vorhaben nit volstreckhen mag, deßhalb die hoch und unvermeidlich notturft erfordert, wo anderst der unrat und das kunftig verderben furkomen, das mit sollicher eyllenden hilf kain stund noch zeit verzogen werde, das sich demnach gemaine reichsstende ytzo und zum allerfurderlichisten mit ainer eyllenden hilf gefasst machen und dieselb, sovil yndert menschlich und muglich ist, in beraitschaft richten wellen, damit dieselb eyllend hilf in ansehung der hohen notturft in zeit der nodt berayt seye, auch in ain solliche anzall und auf ain so wolerstreckhte zeit gestellt und bewilligt, das damit etwas statlichs und ansehlichs außgericht werden möge; dann die ksl. Mt. und gemaine reichsstende wol zu ermessen, wo irer kgl. Mt. kriegsfolckh vor Ofen zuvor und ehe solliche eyllende reichßhilf ankhomen, von dem Thurckhen geslagen und Ofen durch ine erobert werden sollte, das Got mit gnaden verhuetten welle, das solhes gantzer teutscher nation hochnachtailig und unleidlich sein und in allweeg die notturft erfordern wurde, bemelte stat Ofen aus des Thurckhen handen widerumb zu erobern. Darumb furnemblich vonnötten sein will, die sachen höchlich und wol zu bedengkhen und den eyllenden zuezug teutscher nacion zu wolfart und guttem zu furdern.

    Und dieweyl auch dem Thurckhen mit vorhaltung des thunaustrambs die höchst und maist gegenwör bescheen mag, dann im dardurch abgestrickht wirdet, das er sein geschutz und profant nit mitbringen und auf dem land one Šhilf und vortl des wassers mit ainem grossen volckh und ainen so weitten weeg nit ziehen mag, so will demnach die hoch notturft erfordern, das neben sollicher eyllenden hilf zu erhaltung und besterckhung der schiffung ain sondere hilf bewilligt werde.

    Und damit aber solliche eyllende hilf umbso vil mer nutzlicher und fruchtparlicher in das werckh gepracht werden möge, so zaigt die kgl. Mt. der ksl. Mt. und gemainen reichsstenden hiemit an, das in hievor bewilligter reichsthurckhenhilf, welliche nach jungst alhie gehalten reichstags in volziehung bracht werden sollen, allerlay mengl befunden worden, nemblich, das in der anzall des anschlags uber das, so davon abgezogen und das man gleichwol fur richtig geachtet, ain grosser abgang gewest, das auch ain grosser unkosten on nutz oder frucht aufgeloffen, also das etliche die weitgesessnen fursten und stende ire ansleg zu spat und langsam geschickht, die hilfen ungleich ankomen, etliche gar nit geschickht und zum tayl underwegen beliben, dardurch solliche hilfen nit aller ding frucht gepracht, auch kain gleiche purd getragen worden, wie solhes aus des öbristen veldthaubtmans beschreibung wol zu befinden. So weren auch ir ksl. Mt. sambt den reichsstenden ungezweifelt in gutter gedechtnuß, das an voriger der reichsstende bewilligung der sechs oder siben monat aund im faal der nodt auf das acht monat–a noch ain grosser ausstandt bevor beliben. Damit dann solhe ungleichait hinfur abgestellt, unnotturftiger costen erspart, die bewilligten hilfen zu nutz und erschießlichait gepracht, auch daneben solcher grosser ausstandt und abgang furkomen werde, so achtet die kgl. Mt., nutzer und pesser ze sein, und stellt sollichs in ksl. Mt. und gemainer reichsstende ferrers bedengkhen, das der anschlag der bewilligung zu der eyllenden hilf auf gelt angelegt und under den reichsstenden nach vermög irer anschlege zu roß und fueß außgetailt und dasselb gelt mit guetter ordnung eingezogen und volgendts durch gemainer reichsstende obristen und haubtleut, so sy darzue furnemen und verordnen, das kriegßfolckh zu roß und fueß in ainen gleichen anzug gebracht werde.

    Und ob aber geachtet wurde, das die reitter umbs gelt zu sollichem eillenden anzug beschwerlich zu bekomen sein möchten, das deßhalb under den negstgesessnen chur- und fursten ain anschlag gemacht, wievil aus einem furstenhtumb nach gelegenhait geruste und geringe pferdt zu bekhomen, und dieselben alsdann zu erstattung der anzall der bewilligung an das ort, da die gemustert werden, verordnet, damit die zugleich auf den musterplatz ankhomen. Gleicherweiß bedengkht die kgl. Mt. vonnötten sein, dieweyl die underhaltung der gerustn pferdt in so hohe staigerung khomen, das von ainer leidlichen und treglichen besöldung geredt werde und ain yeder churfurst und furst seine underthonen darzue halte, sich an sollicher gemassigtn besöldung begnuegen ze lassen, auf das in dem faal auch ain gleichait gehalten und uberflissiger chosten verhuet werde.

    ŠZum andern, dieweyl sich kainswegs zu versehen, das der erbveindt der christenhait teutsche nation und derselben anstossende kunigreich ruebig oder unangefochten lassen werde, so will demnach die unvermeidlich notturft gleicherweise erfordern, das von ainer beharrlichen hilf auf etliche jar lang gehandlet und beschlossen und dieselb beharrlich hilf gleichermassen in ainer solchen anzall bewilligt werde, dardurch man etwas ansechlichs außzerichten verhoffen möge. Und stellt die kgl. Mt. in der ksl. Mt. genedigist gefallen und gemainer reichsstende ferrers bedengkhen und guetansehen, wie dieselb beharrlich hilf, es seye mit gelt oder volckh, erstat werden solle.

    Und zum dritten, wo sich zuetragen wurde, das in der zeit sollicher beharrlichen hilf oder hinach der Turckh aigner person oder mit macht anziehen, also das derselben macht die beharrlich hilf zu schwach sein wurde, das demnach die ksl. Mt. und gemaine reichsstende ytzo davon statlich und notturftigklich reden, ratschlagen und sliessen, wie zu widerstandt solher des Thurckn macht ain gewaltiger zuezug von gemainen reichsstenden bescheen solle, auch deßhalb statliche ordnung furgenomen, damit im faal der not sollicher gewaltiger zuezug on ferrers aufhalten erfolge und in demselben kain waigerung erscheine.

    Dagegen erpeut sich die kgl. Mt., in allen fällen mit iren kunigreichen und landen ir hilf und zuezug auch ansechlich und statlich ze thun und an allem irem vermögen nichtz erwinden ze lassen, wie sy dann bisheer nit allain zu irer beschutzung, sonder zu trost und sicherhait aller anderer anstossenden christlichen völckher und vorab teutscher nation, auch gemainer christenhait unversparts leibs und guets gethan, damit das kunigreich Hungern gemainer christenhait und vorab teutscher nation zu ainem vorschilt erhalten und desselben kunigreichs macht der christenhait zu der gegenwör des Thurckhens nit abgestrickht werde. Ir kgl. Mt. will auch mit profant und geschutz zu dem eyllenden zuezug fursehung thun, das daran kain mangl sein sölle.

    Was dann uber das in andern artigkln zu der kriegsnotturft dienstlich sein wirdet, das will die kgl. Mt. in der ksl. Mt. und gemainer reichsstende beratschlagung und gut ansehen gestellt, die notturft darin zu bedengkhen und zu erwegen.

    Und thut ir kgl. Mt. der ksl. Mt. und gemainen reichsstenden dises anzaigen allain zu ainem bericht aines guetten anfangs, mit disem erbietten, was ir kgl. Mt. neben dem, das sich ir kgl. Mt. hievor von ir selbst, auch derselben kunigreich und landen wegen trostlicher hilf und zuezugs angebotten hat, weitter disen sachen nutzlichs und furtreglichs handln und furdern mag, das ir Mt. an derselben vleiß nichtz erwinden lassen und will sich darauf zu der ksl. Mt. gehorsamlich und bruederlich und zu gemainen reichsstenden frundtlich und gnedigklich vertrösten und versehen, die ksl. Mt., auch Kff., Ff. und stende und der abwesenden rete und botschaften werden dise handlung, dieweyl gemainer christenhait und vorab teutscher nation daran so hoch und trefflich gelegen, notturftigklich und wol erwegen und die gebetten und begerten hilfen obgehortermassen nit waigern und sonderlich die eyllend hilf in bedengkhung der ŠThurckhen anzugs und kurtze der zeit, darin inen der eyllend widerstandt und gegenwör bescheen solle, sovil indert muglich ist, furdern und in das werckh bringen und sich in solhem christlich und wilfärlich erzaigen, wie sy des gegen Got zu erhaltung unsers waarn, heylign, christlichen glaubens, auch aines yeden selbst vatterlandts schuldig seyen. Das will ir kgl. Mt. gegen ksl. Mt. gehorsamblich und bruederlich verdiennen und solhes gegen gemainen reichsstenden in freundtschaft und gnaden erkennen und zu guttem nit vergessen2.

    «Nr. Š182 Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juni 27/281 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 165r–168v (Kop.); ÜS fol. 165r: Gmeiner stendt der alten relligion antwort ksl. Mt. ubergeben, di turckenhilf betreffendt.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 81r–84v (Kop.); AV fol. 81r: 27. Junij.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 338r–340v (Kop.); ÜS fol. 338r: Antwort der Kff., Ff. und stende auf der röm. kgl. Mt. jungst beschehen furtragen; AV fol. 338r: Perlectum 27. Junij 1541.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 193r–196v (Kop.); DV auf unfol. Blatt: Bedencken und antwort der Kff., Ff. und stende deß andern teils, der ksl. Mt. der eilenden turckenhulf halben gegeben, 1541. Gelesen, den 27. Junij zu Regenspurg.

    Der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herrn, gnedigen furtrage [Nr. 110], uf den 8. Junii nechstverschinen an Kff., Ff. und gemeine stendt, auch der abwesenden botschaften gelangt, under anderm den widderstandt unsers vheindts Šchristlichs glauben und namens, des Turcken, betreffendt, und was des volgenden tags darnach durch di osterreichischen und hungerischen botschaften furgetragen [Nr. 170, Nr. 171], auch volgendt durch Pfgf. Friderichen zu erinderung der sachen erholt und in namen der ksl. Mt. gnedig begert ist, das wissen sich di Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften undertheniglich zu erindern. Zudem haben sie der röm. kgl. Mt. jungsten mundtlichen und schriftlichen furtrag und gnedig erbietten [Nr. 181], in gegenwurtigkeit der röm. ksl. Mt. bescheen, nach lengs angehort. Und tragen anfengklich mit irer kgl. Mt., irem kunigreich Hungern und andern anstossenden landen und derselben underthanen solchs beschwerlichen und betranglichen zustandts, obligender noth und geverlicheit halben underthenig, getreu, freundtlich und christlich mitleiden, zu dem allmechtigen Got hoffendt, solliche untregliche beschwerung soll durch verleihung gotlicher gnaden zelest abgewendt und bei inen hinwidderumb ruhe, friden und alle wolfart wachsen und erhalten werden. Sagen auch ir kgl. Mt. irs gnädigen und christlichen erbiettens, auch irs getreuen fleiß, zu widderstandt des Turggen bißher gnädiglich furgewendt, underthenigen danck mit erbiettung, umb ir Mt. allzeit undertheniglich zu verdienen.

    Und wiewol di Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften uf obgemelten der ksl. Mt. furtrage, der osterreichischen und hungerischen botschaften werbung und Pfgf. Friderichs daruf gevolgte erinderung vor jungstm der kgl. Mt. muntlichem und schriftlichem furtrag in embsiger arbeit gestanden, sich der begerten eilenden hilf halben zu entschliessen, so sein doch in furhabender handlung etliche verhinderungen furgefallen, wellicher di ksl. Mt. gnugsam bericht ist, derwegen in sollichem werck nit hat entlich furgeschritten werden mogen, ungezweiffelt, di ksl. Mt. hab di Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften in ansehung der furgefallen verhinderungen gutlich und gnädiglich entschuldigt.

    Wiewol nun gemeine stendt, welliche sich hievor ungleicheit halben der anschleg beschwert haben und noch beschweren mochten, wol fueg und ursach hetten, dise gesuchte hilf zu weigern und ufzuziehen, bissolang di billich ringerung der anschleg, wellicher sie uf etlichen gehalten reichstegen meher dann zu einem mal vertrost sein, erledigt und alle ungleicheit, so in des reichs anschlegen befunden, abgeschaft wurde, so haben doch di Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften furnemlich der ksl., auch der kgl. Mt. zu underthenigem gefallen und den beschwerten landen und leutten zu trost und rettung auß getreuem, christlichem mitleiden sich entschlossen, di röm. kgl. Mt. mit einer eilenden hilf im fall der notturft nit zu verlassen, doch daß im hl. reich frid und recht erhalten und gehandthabt werde, damit ein jeder bei dem seinen unbetrangt bleiben moge.

    Und sein di Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften undertheniglich willig, der röm. kgl. Mt. ein halben theil von dem anschlag des geleisten romzugs drei monat lang und im fall unvermeidlicher und augen Šscheinlicher notturft biß in vier monat anstat einer eilenden hilf an leuten zu bewilligen und zu leisten uf nachvolgende maß:

    Nemlich das der an- und abzug des kriegsvolcks in di obgemelt bewilligt zeit gerechnet, das auch di stendt mit den doppel- oder ubersolden nit beschwerdt, sonder diselben einem jeden an seiner zall abgezogen werden.

    Item, daß di röm. kgl. Mt. des reichs kriegsvolck mit notturftigem geschutz und allem dem, so darzu gehorig ist, gnädiglich versehen und dasselbig uf ir Mt. costen on der stendt ferrer beschwerung underhalten, das auch ir Mt. verordnen, das das kriegsvolck notturftige profiandt umb ein gleichen und billichen pfennung bekomen moge.

    Item, daß di fursten und stendt, so in Osterreich beguet sein, mit einicher topeln hilf nit beladen, sonder dem augspurgischen und andern reichsabschiden gemeß gehalten und daruber nit beschwert noch belestigt werden.

    Und wiewol di Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften fur bequem achten, daß solche hilf von ir jedes leuthen geschee, so sein sie doch undertheniglich urbuttig, wo der verzug, so uf di versamlung des reichskriegsvolck lauffen wurde, jhe fur hochbeschwerlich angesehen, alsdann solliche hilf an gelt zu erlegen, dergestalt, das etliche obersten und haubtleuth von gemeinen stenden alhie benennt und verordent wurden mit bevelh, das kriegsvolck in den nechst anstossenden landen, doch ausserhalb Hungern, Osterreich und anderen der kgl. Mt. anstossenden kunigreich und erblanden anzunemen, dasselbig an gelegen orten zu mustern, von der stendt gelt zu underhalten und nach aller notturft di bewilligt zeit zu gebrauchen, auch gemeinen stenden hernachmals von iren einnemen und außgeben erbar und uffrichtig rechnung zu thun. Dann di stendt bedencken undertheniglich, wo das kriegsvolck in bemelten der kgl. Mt. anstossenden landen soll angenomen werden, das diselben landt dardurch an volck geschwecht und hernachmals in fall unvermeidlicher notturft eilenden und statlichen zuzug nit thun mochten zu nachtheil und schaden teutscher nation. Ferrer das gedachte obersten und haubtleuth von kgl. Mt. besoldet, auch durch ir Mt. anderer kriegscosten, so vonnetten, getragen wurde, ausserhalb der besoldung, so uf des reichs kriegsvolck, wie gemelt, lauffen wurde.

    Und bitten demnach di Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften, di kgl. Mt. wollen sich diser vorgemelten hilf in ansehung, das sie den stenden uß vil beweglichen ursachen schwer gnug ist, gnädiglich settigen, auch di andern hilf, ze erhaltung des thonnenstrambs begert, gnädiglich fallen lassen.

    Die Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften sein auch der underthenigsten, ungezweifelten hofnung, di röm. ksl. Mt. werde uf der röm. kgl. Mt. freundlich ansuchen, an ksl. Mt. gelangt, auch ir Mt. gnediglich erbietten auß keiserlichem und mitleidendem gemuth das ir zu disem christenlichen werck auch thun und di beschwerten und betrubten christen mit einer statlichen, eilenden hilf nit verlassen, damit dem vheindt unsers christlichen Šglaubens und namens, dem Turcken, mit rath und zuthun irer ksl. Mt. und der kgl. Mt., auch gemeiner reichsstendt desto meher abgebrochen, di beschwerten getrost und das christenlich plut, sovil muglich, erret und erhalten werden moge.

    So sein auch di Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften ungezweiffelt, di kgl. Mt. werd dise eilende hilf nit anderst dann im fall der tringenden notturft gebrauchen, damit di stendt durch solliche und dergleichen hilf on noth nit geschwecht und zulest durch unvermogen an leistung einer beharlichen hilf verhindert werden, dem hl. reich teutscher nation und gemeiner christenheit zu unuberwindlichem schaden.

    Und dieweil di ksl. Mt. leichtlich zu erachten, daß di anschleg sollicher eilenden hilf von den stenden so furderlich nit erlegt werden mogen, in ansehung, daß diselben zum theil weith gesessen und di zeit kurtz, so ist gemeiner stendt underthenigst bith, ir Mt. wollen inen ein statliche suma gelts gnediglich furstrecken und dieselben von khunftigen anschlegen, so schierist di fallen mogen, widerumb bezalt nemen, damit di sachen gefurdert und die hilf derhalben nit verhindert werde.

    Was di beharlichen hilf betrifft, sein Kff., Ff. und gemeine stendt und der abwesenden botschaften des underthenigen erbietten in hievor ufgerichten reichsabschiden zu ersehen, was sollicher beharlichen hilf halben fur nutz bedacht und ermessen sei, und volgendts di sach zu schierster gelegenheit ferrer zu erwegen und zu beradtschlagen und ir Mt. ir getreu wolmeynung und bedencken hierin undertheniglich auch anzuzeigen.

    Wo auch diser krieg in Hungern zwuschen christenlichen potentaten sich erhielt und durch gutlich handlung hingelegt werden mocht, wollen di Kff., Ff. und gemeine stend und der abwesenden botschaften zu ksl. Mt. bedencken und wolgefallen undertheniglich gestelt haben, ob und wellichergestalt solliche gutliche handlung furzunemen, christenlich plutvergiessen und andern unrath zu verhuetten, doch in alwegen der eilenden hilf unverhinderlich, und bitten di ksl. Mt. undertheniglich, sollich ir underthenig antwurt von inen in gnaden uf- und anzunemen.

    «Nr.183 Resolution der protestantischen Stände zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juni 28 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 197r–198v (Kop.); DV auf unfol. Blatt: Der augspurgischen confession verwanten antwort, der ksl. Mt. der eilenden truckenhulf halben gegeben. 1541. Gelesen Dinstag nach Johannis Baptiste, den 28. Junij zu Regenspurg.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/05, Reichstagshandlung zu Regensburg 1541, fol. 122r–123r (Kop.).

    ŠC  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 418r–419v (Kop.); ÜS fol. 148r: Der protestierenden antwurt uff ksl. Mt. furttrag, die turgkenhilf belangend, 28. Junij1.

    Der Kff., Ff. und stende und stedte, so der augspurgischenn confession und religion verwant und der abwesenden rethe und potschaften underthenigs bedencken uff der röm. ksl. und kgl. Mtt., unsers allergnedigsten herrn, furtrag und anhalten der turckenhulf halb.

    Daß, wo andere Kff., Ff., stende und stedte des reichs, darin niemands außgeschlossen, sonder kgl. Mt. selbst bedencken nach die gleicheit nach eines jeden vermugen und gelegenheit gehalten werde, zu solcher eillenden hulf den halben teil von reutern und fußvolckh der nechsten geleisten turckenhulf, anno etc. 30 zu Augspurg beratschlagt und 32 zu Regenspurg beschlossen und darnach geleistet, mitschicken und underhalten wollen und dann zuvor ein gemeiner frid und gleichmessig recht im hl. röm. reich deutscher nation aufgericht und gehandthapt wurde, so wollen sie solche eilende hulf an leuten oder gelde, wie es einem iden am besten gelegen, wider den Turcken mitleisten und volntziehen helfen, also daß solche hulf vir monat mit dem an- und abtzug steen und gewilligt sein soll, damit die beschwerten land und wasserstram der Thonnau geschutzt werden konnen, doch mit diesem beschiedt, daß man sich mit den andern stenden eines obersten, der rietmeister, haupt- und andere bevelchsleuth zu verordenen und, was an gelt geleistet wirdet, denselben bevelchsleuten zu uberlieffern, sovil muglich, zu vergleichen urbutig, ist. Im falh aber, so solche vergleichung nicht geschehen mocht, daß dan diesen stenden, solchs uber die iren zu irem anteilh zu thun, vorbehalten sein soll.

    Was auch mer artickel von bestelbrieffen, benehnung der bevelchsleut und anderm zu stellen und zu versehen sein wilh, darin wollen sich dise stende nach ferner beratschlagung gegen der ksl. und kgl. Mt. underthenigst auch vernehmen lassen.

    Sovil aber daß geschutz und munition, auch versehung der prophiant anlanget, dieweil kgl. Mt. sich dartzu erbietten, stellet man das auf irer Mt. versehung, das ir Mt. ane der stende darlegung dasselb verordenen und nicht mangel daran sein lassen werden, damit das krigsvolck die prophiant in gleichem und zimlichem kauf erlangen und mit staigerung derselben nicht beschwert und, grosser besoldung zu begern, verursacht werde.

    Und daß solche hulf von diesen stenden anders nicht bewilligt wirdet dan mit vorbehalt eines gemeinen fridens und gleichmessigen rechtens, geschicht nicht der ursach, solche hulf damit gefherlicherweiß uffzutziehen, sonder aus unvermeidlicher notturft und daß die hulf ane solchen friden und gleichmessig recht von diesen stenden nicht geleist werden mag, in ansehung, daß etlich Šderselben umb religion- und darauß fliessenden sachen wegen allgereit in di acht vermeintlich gesprochen, etlich vil andere aber in der gefhar steen, daß sie, unangesehen aller irer rechtmessigen exceptionen, recusationen und andern furwendungen, wider der ksl. Mt. gegeben frid und stilstand und vilfeltige jussion und gescheft in die acht teglich durch das chammergericht erclert mochten werden, auß welchem dan von noth wegen in deutscher nation nichts anders dan ferner mißtrauen, uneinigkeit und unfriden erfolgen, dadurch dan die gemelten stende zu leistung obgemelter hulf uber iren willen verhindert wurden.

    Und nachdeme sich bißher vil stende von wegen ungleichmessiger anschlege beclagt haben und, in gleichnus itzt abermals sich derwegen zu beclagen, die hochst ursach hetten, inmassen dan villeicht andere stende sich auch beclagen mochten, soferne dan die andern stende, unabgewendet solcher ungleichmessigkeit, sich in hulf wider den Turcken uff dießmalh begeben werden, so wöllen die gedachten stende ksl. und kgl. Mt. zu underthenigkeit und diesen schweren sachen zu gutem und forderung uff dißmalh auch dabei lassen und die hulf obgerurter gestalt den vorigen anschlegen gemeß thun und leisten, doch also mit dem vorbehalt, daß sie damit in solch ungleichmessigkeit der anschleg weiter nit wollen bewilligt haben noch sich in kunftige hulf furter nit einlassen wollen, es sei dann zuvor ein erbare, zimliche vergleichung und messigung beschehen.

    Und alß die kgl. Mt. in irem furbringen hat antzeigen lassen, daß die vergangenen hulf ungleich geleistet, auch etzliche gar nichts gethan sollen haben, so bitten die stende undertheniglich, inen dieselbige und, wer die seien, antzutzeigen und das ksl. Mt. gnedigst verfugen wolle, daß solche hulf gleichmessig geleistet und, was an geburlicher vergangen hulf ausstunde, eingebracht, betzalt und nochmals in solchen notturftigen gebrauch gewendet, desgleichen, daß auch von der vorigen, bewilligten hulf, auch von dem ausstandt der bewilligung gegen Munster forderlich rechnung beschehe und derselben ausstandt denjhenigen, die solchen furgesetzt, entricht und die ubermaß zu vorgemelter notturft gebraucht werde.

    «Nr.184 Kaiserliche Resolution zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juni 30 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 169r–161v [sic!, irrtümliche Foliierung] (Kop.)1.

    ŠB  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Konz.); AV: Paenultime Junij 1541. Festo Petri et Pauli [1541 Juni 29].

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 88r–90v (Kop.); AV fol. 88r: Den lesten Junij.

    D  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 344r–346r (Kop.); AV fol. 344r: Vorgehalten am letsten Junij 1541.

    E  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 199r–201v (Kop.); DV auf unfol. Blatt: Ksl. Mt. antwort, den stenden des reichs der turckenhulf halben gegeben, 1541. Gelesen, den 30. Junij zu Regennspurg2.

    Die röm. ksl. Mt., unser allergnedigister her, hat baide antwordt, so in beysein der röm. kgl. Mt., ihres freuntlichen, lieben bruedern, die Kff., Ff. und gemaine reichsstende und der abwesenden botschaften und gesandten aauf irer Mt. begeren–a, belangendt die hilf zu errettung des kunigreichs Hungern und zu widerstandt des Turkhen, bmundtlich und in schriften–b [Nr. 182] gethan haben, cfreuntlich und–c gnedigclich angehört und vernomen und nimbt den underthenigen, gueten, genaigten willen, dden sy hierin ertzaigen–d, zu freuntlichem gnedigen danckh an3.

    Und dieweil ir Mt. baide antwordt, soviel die ebewilligung der–e hilf belangt, vast gleichmessig befindt und nit gemaint ist, gemaine stende weitter zu beladen, dann soviel fmit irem gueten willen erhalten mag werden–f, so ist ir ksl. Mt. gnedigclich zufriden, das die bewilligtg eylendt hilf allainh auf 10.000 Šman zu fueß und 2.000 pferdt vier monat lang, idarin der an- und abzug begriffen sein soll–i, oder auf ain so kurtze zeit, wie die hohe augenscheinlichj, unvermeidenlich notdurft solchs erleidenk mag, angeschlagen und volnzogenl werde, und sol hierin gemainer stende guetwillig erpieten und begeren mder pillichait nach–m bedacht werden.

    Sovil dann die angehaft bedingung und condition des gemainen fridens und rechtens belangt, welches die stende zugleich begeren und darauf die bewilligung setzen und grunden, stellt die ksl. Mt. in kainen zweyvel, Kff., Ff. und gemaine stende wissen sich wol zu erinnern, das ir Mt. furnemlich diser ursachen halben sich auf disen reichstag verfuegt und bißhere allen muglichen vleyss furgewendt hat nund noch, der ungezweyvelten–n zuversicht, die sach mit overleihung des almechtigen–o, auch rath und zuthun der Kff., Ff. und stende dermassenp zu furdern, das diser punct auf disem reichstag furgenomen, beratschlagt und beschlossen werden solle.

    Dieweil aber die qhohe not–q vor augen ist und gemeine stende leichtlich zu ermessen haben, was beschwerlichenr, unwiderbringlichen nachtails die verweylung sder hilf–s geperen möchte, so ist hierauf irer ksl. Mt. freuntlich, gnedig und vleissig synnen und begeren, die stende wellen tdie angeregt–t condition und bedingung fallen lassen und usich des friedens, so hievor bewilligt, die zeit auß benuegen, auch dem–u allenthalben nachkomen vund mittlerzeit–v ainer gegen dem andern kaine thattliche handlung oder neuerung furnemen, sondern alle ding in ruhe stellenw, biß so lang das von disem puncten des friedens und rechtens im hl. reiche ferrer handlung auf disem reichstag furgenomen und beschlossen wirdet.

    Und dieweil dise hilf in allerx eyl beschehen mueß, so ist irer Mt. freuntlich gnedig begeren, das gemaine stende wellen die augenscheinlichen noth hierin bedenckhen und, damit die hilf desto furderlicher und stattlicher beschehen, das kriegsvolckh zu rechter zeit bestellt und in anzug gebracht und an der zeit der zwayer monaten, soviel immer muglich, erspart und gewonnen werden möge, Šyso wellen gemaine stende fursehung thuen und verordnen, das diese–y bewilligte hilf an gelt erlegt und, sovil immer muglich, gefurdert, auch mittlerzeit mit etlichen stetten und kaufleuthen gehandelt werde, solch gelt zu erlegen, in ansehung, das ir ksl. Mt. nhun ein guete zeit here zmit vielfeltigen, ferren und schweren–z raisen und andern merckhlichen außgaben dermassen beladen gewest und noch, das irer Mt., solch darleihen ze thuen oder zu erstatten (wie gern es ir Mt. thuen wolte), diser zeit gantz ungelegen und nit wol muglich ist. Zudem, so muesste ir Mt. fur sich selbs ain ansehenliche rustung zu wasser und zu landt an den grenitzen in Sicilia und Neapoles aagegen dem gemainen vheindt unsers christenlichen namens und glaubens, dem Turcken-aa, one underloß underhalten, welcher vheindt (als ir Mt. yetzo durch glaubwirdige kundtschaft aigentlich bericht) abgegen gemainer christenhait-ab in merckhlicher rustung steet, nit allain zu landt, sonder auch zu wasser. Derhalben irer Mt. acvonnötten sein will, demselben zu widerstandt und abbruch-ac sich auch admit stattlicher-ad gegenrustung aeauf dem mör-ae gefasst zu machen, welche gegenrustung gleichwol gemainer christenhait gegen dem erbfeindt, so dardurch umb sovil desto mer dises orts geschwecht und abgewendt wurde, nit weniger zu guetem komen und erschiessen.

    Ir ksl. Mt. begert auch ferrer, das Kff., Ff. und gemaine stende sich aines öbersten veldthaubtmans und anderer bevelchhaber vergleichen wellen oder, wo sie sich des nit vermainten zu verainigen, das sy alsdann solches irer Mt. haimstellen wollen. So ist ir Mt. urputtig, hierin notdurftig fursehung ze thuen und sich dermassen zu erzaigen, das gemaine stende afbillich ursach haben sollen, sich daran benuegen zu lassen-af. agUnd begert auch ferrer-ag, das auch dise eylendeah hilf angeschlagen und aivölligclich one allen abgang gelaist und erstatt-ai werde, inmassen die jungst bewilligt turckenhilf angeschlagen worden ist, doch den stenden, so sich hierin beschwerdt zu sein vermainen, in ander wege unnachtailig und unvergriffenlich.

    Dann soviel die andern artickel, so hochgedachte röm. kgl. Mt. betreffendt, ist irer ksl. Mt. freuntlichs, gnedigs begern, das Kff., Ff. und gemaine stende und der abwesenden botschaften und gesandten wellen die antwordt, so die kgl. Mt. in sonderhait gethan, fur die handt nemen und hierin betrachten, das sich (irer Šksl. Mt. ermessens) die hochgedacht kgl. Mt. aller gepur und billichait erzaigt und beweist zusambt dem hohen, beschwerlichenaj last, den ir kgl. Mt. nhun ein lange zeit here getragen und noch zu tragen hat.

    akIr ksl. Mt. lassen ir auch gnedigclich gefallen, das von dem verschienen raittung geschehe, doch dergestalt, das derhalben die angeregt hilf in kain verweylung getzogen werde. Auch wellen baide röm. ksl. und kgl. Mtt. ires thails nit underlassen (wie dann bißhere auch geschehen ist), alle billich, leidlich wege und mittel zu suechen und furzunemen, dardurch das kunigreich Hungern aus krieg und unruhe in frid und ainigkait gesetzt werde. Und dem allem nach begert ir ksl. Mt. an Kff., Ff. und gemaine stende und der abwesenden rethe und botschaften, die wellen sich in disem allem entlich und furderlich entschliessen und volgendts die beharrlich hilf irem erpieten nach, deßgleichen die religion und ander sachen an die handt nemen, wie dann ir ksl. Mt. hievor und jungstlich auch begert hat. Des alles wil ir Mt. sich zu Kff., Ff. und stenden also versehen und solchs mit freuntlichem willen und in allen gnaden erkhennen–ak,4.

    «Nr.185 Stellungnahme Kg. Ferdinands zur Resolution der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juni 30 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 163r–165r [sic!, irrtümliche Foliierung] (Kop.).

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 62v–64r (Kop.); DV fol. 69v: Ain andere schrift von kgl. Mt., darin ir Mt. die bewilligung der chur- und fursten und der abwesenden potschaften der eylenden turckhenhilf halben angenomen.

    ŠC  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 346v–348r (Kop.); AV fol. 346v: Gelesen ultima Junij 1541.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 202r–203v (Kop.); DV auf unfol. Blatt: Der kgl. Mt. antwort, den stenden des reichs der turckenhulf halben geben, 1541. Gelesen zu Regennspurg, den 30. Junij.

    Die röm. kgl. Mt., unser allergenedigister herr, hat die schriftlich antwurt, von Kff., Ff. und gemainen reichsstenden, auch der abwesenden pottschaften an die röm. ksl. Mt., auch unsern allergenedigisten herrn, von wegen begerter turggenhilf gestelt [Nr. 182], ires inhalts vernomben und gibt darauf ir kgl. Mt. ytz vermelten Kff., Ff. und gemainen reichsstenden auf das, so ir Mt. in derselben schriftlichen antwurt belangt, gnediger und freundtlicher maynung zu erkhennen: Nemblich, das ir kgl. Mt. bemelter reichsstende gehorsame bewilligung zu der eyllenden hilf, benentlich den halben tail von dem anschlage des gelaisten romzugs auf drey monnat lang und im faal der unvermeidlichen notturft auf das viert monnat, zu freuntlichem und genedigem wolgefallen annimbt, doch das soliche eyllende hilf, wie sich dann des gemaine reichsstende, so das fur bequem angesehen, erbotten haben, in gelt erlegt und solch gelt durch iren verordenten öberisten und haubtleut auf guette raittung ausgegeben und davon das khriegsfolckh underhalten und das in alweeg solcher eyllenden zuzug yetzo on alles lengers aufhalten under die hand genomben werde, angesehen, das die nott offenbar vor augen, wie solches gemaine reichsstende aus der kgl. Mt. furtrag und nachvolgenden khundtschaften klerlich vernomben haben. Wann und zu welcher zeit sich aber, es sey vor oder im antzug oder hinach, zuetragen, das des zuezugs oder ferrer underhalthung des khriegsfolckh nit not, so ist die kgl. Mt. des freundtlichen und genedigisten erbiettens, gemainer reichsstende khriegsfolckh yederzeit unverzogenlich widerumb abziehen ze lassen und sy in alweeg vor unnotwendigem costen zu verhuetten, deshalb auch die bestallung mit dem khriegsfolckh zu ersparung uberigs costens demgemäß gestelt werden mag.

    Ferrer ist ir kgl. Mt. derselben vorgethanen erbietten nach genedigclich genaigt, das khriegsfolckh zu solchem eyllenden zuetzug mit notturftigem geschutz und allem dem, so dartzue gehörig ist, zu underhalten, wiewol irer kgl. Mt. solches neben andern grossen ausgaben nit wenig beschwerlich sein wirdet, dergleichen das khriegsfolckh mit notturftiger profant umb ain gleichen, zimblichen pfening zu versehen und die reichsstende, so guetter in irer Mt. niderösterreichischen landen haben, in iren anschlegen, darin sy mit dem reich begriffen, von der zeit an, als der eyllendt zuezug beschicht und so lang der wert, mit irer Mt. khriegsfolckh zu ersetzen, auf das die reichsbewilligung völligclich erstat werde.

    Irer kgl. Mt. ist auch nit zuwider, das das khriegsfolckh zu sollicher eyllenden hilf ausserhalb irer Mt. khunigreichen und erblanden angenomben werde, und achtet ir kgl. Mt., das solches von gemainen reichsstenden aus den ursachen, in Širer antwurt ausgefuert, hochweislich und wol bedacht seye, allain ist irer kgl. Mt. freuntliches und genedigs ansuechen, dieweil die geringen pferdt, wider diesen veind dienstlich, im reich nit so wol als in der kgl. Mt. khunigreichen und erblanden zu bekhomben und aber die Hungern uber ir selbs underhalthung der geringen pferdt, nachdem sy von wegen der langen khriegsuebung in armut und unvermögen khomben, nit so stathaft sein, merere geringe pherdt in irem costen zu erhalten, das demnach gemaine reichsstende, in abschlag irer bewilligten hilf ain antzall geringe pherdt anzenemen und zu underhalten, bewilligen wellen, welche dann, wie gehört, gegen diesem vheind zu gebrauchen hochdienstlich und nutzlich sambt dem, das dieselben in ainem geringen gelt zu bekhomben und sich ir besoldung auf ain gering pherdt nit vil höcher als ains fueßkhnechts besöldung erstreckht.

    Das die kgl. Mt. den öbersten und haubtleute besölden und andern khriegskosten, so vonnotten, ainig tragen solle, bedenckht ir Mt., das derselben solches von wegen anderer vilfeltigen, grossen und mercklichen ausgaben nit wenig beschwerlich sein wurde. Darumb auch in ansehung, das gemaine reichsstende, der hilf zu erhaltung der schiffung auf dem wasserstram erlassen ze werden, begern und ir kgl. Mt. solche beschwerliche underhalthung allain auf sich laden mueß, ist der kgl. Mt. freuntliches und genedigs ansuechen, gemaine reichsstende wellen irer kgl. Mt. in solchem unchosten verschonen und denselben selbs erstatten.

    Und als gemaine reichsstende im beschluß irer antwurt zu der ksl. Mt. bedenckhen und gefallen stellen, zu hinlegung des kriegs in Hungern guetliche handlung furzenemen, setzt die kgl. Mt. in khainen zweifel, vil aus den reichsstenden tragen guets wissen, das sich die ksl. Mt. zu abstellung sollicher khriegsuebung zu mermalen hoch bemuett, dergleichen in ander weeg vilfeltige, gutliche handlung gephlegen worden. Es hat auch die kgl. Mt. irenthalb in solchen handlungen zu vergleichung der sachen nichts erwinden lassen, sich mer, dann ir Mt. von recht und billichait wegen schuldig gewest, begeben wellen, aber bey dem gegentail dasselb alles khain ansehen gehabt. Das hat die kgl. Mt. Kff., Ff. und andern stenden auf derselben gegebne antwurt freuntlicher und genediger maynung nit wellen verhalten1.

    «Nr. Š186 Stellungnahme des Fürstenrates zu den Erklärungen Karls V. und Kg. Ferdinands zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, [1541 Juli 1]1 »

    A  Wien HHStA, MEA, RTA 7 Konv. II, fol. 175r–176v (Kop.).

    B  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. D, fol. 79r–81v (Kop.); ÜS fol. 79r: Der fursten und stend rattschlag, die eilende turkenhilf belangend; AV fol. 79r: Freitag post Petrj et Paulj [1541 Juli 1].

    C  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. E, fol. 27r–28v (Kop.); ÜS fol. 27r: Der fursten und stende rattschlag, die eilend turckenhilf belangend. Actum Freitags nach Petrj et Paulj [1541 Juli 1].

    Auf der röm. ksl. und kgl. Mt., unser allergnedigister herrn, gegebne antwurt [Nr. 184, Nr. 185], die eillend turckhenhilf und ander nebenarticl belangundt haben die fursten und stende und der abwesenden potschaften den handl erwegen und nachvolgunder gestalt berathschlagt.

    Erstlich, gedachte eilende turckhenhilf betreffendt, wierd fur rathsamb angesehen, daß es derhalben bey der stendt erbieten und der röm. kgl. Mt. annemen beleibe, das ist, daß der halb tail deß gelaisten romzugs zu roß und fueß, doch an gelt, dargegeben und ainem jedlichen standt nach seiner angebur auferlegt werde, doch wellen sich di stände bey der ksl. Mt. genedigst getrosten, dieselb werde irem gnedigisten erbieten nach in den ungleichen anschlegen und topplhilfe genedigist einsehen thun und verfuegen, damit der augspurgisch abschidt derhalben handgehabt und volzogen werde, on daß so wurden di ständt, so gueter in der kgl. Mt. erbländen haben, die topplhilf nit laisten.

    Zum andern, die angeregt bedingung und condition, darvon in ksl. Mt. antwurt meldung beschicht, belangundt, wierdt fur guet geacht, daß man es bey der ksl. Mt. begern beleyben ließ, wie dann der Kff. und Ff. erbieten nit anderst gestanden, nämblich, daß die eillend turckhenhilf on ainicherlai condition im fall der notdurft der kgl. Mt. gelaist werde, doch daß im hl. reich frid und recht erhalten und gehandhabt und derhalben durch ir ksl. Mt. irem gnädigsten erbieten nach vor derselben verruckhung von disem reichstag gnuegsame fursehung beschehe, damit meniglich bey dem seinigen unbedrangt beleyben mög.

    Zum dritten, wie und bey wem gelt solt aufgebracht werden etc., wissen di fursten und stende khain nehnern, noch zu disem eilenden werckh furdersamern weg zu bedenckhen, dann daß di röm. ksl. Mt. sambt und neben den ständen drey oder vier stett, nämblich Nurmberg, Augspurg, Ulm und Strasburg, umb ain anlehen ainer summa gelts, so auf ain monat angeschlagen wurde, angelangt hetten und daß gedachten stetten solhes anlehens halben von der ksl. Mt. und den ständen samentlich gnuegsame verschreybung und versicherung, also auch der ksl. Mt. von den stenden gegenverschreybung und Šversicherung beschehe. Wo aber diser weg der ksl. Mt. nit annemblich sein wolt, daß di ständt allain und ausserhalb ksl. Mt. ernente stet umb solhes anlehen, wie gemelt, ersuecht hetten.

    Zum vierten, die verordnung aines öbristen, der hauptleut und anderer bevelhaber und, wer dieselbigen sein sollen, belangendt, wellen sich gedachte fursten und stände derhalben mit den churfursten gern vergleichen, doch sicht die fursten und stände fur rathsamb an, daß nit mer dann ain ainiger öbrister furgenumen und ime in seiner bestallung under anderm bevelh und gwald gegeben werde, alle haubtleut, bevelhaber und das khriegsfolgkh zu roß und fueß aufzenemen und, sobald sich zuetrueg, daß gemainer reichsstände khriegsfolckhs verrer nit not, daß dasselbig durch den obristen unverzogenlich geurlaubt und weiter costen verhuet, daß auch durch die stände ain pfennigmaister verordnet und im in sein phlicht under anderm eingeponden wurde, nach vollendung des khriegs aufrichtige rechnung den ständen oder iren verordenten ze thain. Es wirdt auch bei disem articl fur notwendig geacht, daß di chur- und fursten, auch andere stände dises werckh mit den irigen, so zu roß oder fueß ze brauchen weren, befurdern wolten.

    Zum funften, als di ksl. Mt. in irer antwurt abermalls von der laistung der jetzigen eilenden hilf meldung thuet, nämblich daß dieselb inmassen, wie di jungst bewilligt turckhenhilf angeschlagen worden, on allen abgang gelaist werden soll etc., sicht di fursten und stände nochmalls, wie auch in dem ersten articl hieoben gemelt ist, fur guet an, daß man es bey der bewilligten hilf deß halben tails des romzugs beleiben lasse, daran dann di röm. kgl. Mt. in irer antwurt, so sy den ständen gegeben, gnedigist zufriden ist, und daß ain jedlicher tail nach seinem anschlag sein geburunuß erleg und, den ungehorsamen zu ubertragen, nit schuldig sey.

    Zum sechsten wirdt der beharlichen hilf halben fur rathsamb angesehen, daß man es bey vorigem der stände erbieten beleyben laß.

    Zum lesten di ksl. Mt. nochmalls undertheniglich zu bitten, daß ir ksl. Mt. ir hilf zu disem christenlichem und notwendigem werckh gnedigist thun welle.

    «Nr.187 Fürstenratsvotum Pfgf. Ottheinrichs von Pfalz-Neuburg – Regensburg, 1541 Juli 1 »

    München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 101r–102r (Kop.); AV fol. 101r: 1. Julij.

    1. Julij

    In der schrift durch die röm. ksl. Mt., unsern allergenedigisten herrn, den letzten Junij ubergeben [Nr. 184], bedengkht mein genediger herr Hg. Otthainrich den ersten articl auf vorgegebner der Kff., Ff. und stend antwort beruen ze lassen.

    Aber bey dem anhang desselben, das gleichwol die notdurft erfordern well, die ksl. Mt. underthänigclich zu erinnern, wie hoch vonnöten, das ain besten Šdiger friden im reich aufgericht und recht erhalten werd, mit angehengkter bit, denselben irem gnedigisten erbieten nach ze furdern. Doch soll in allweg der churfursten bedengken diß articls halb vernomen und alsdann entlich beslossen werden.

    Bey dem andern articl will im sein fstl. Gn. nit mißfallen lassen, das, bey den kaufleutn und stetn gelt aufzebringen, ain versuech gethan werd. Daneben sehe auch sein fstl. Gn. fur ratsam und gut an, das die ksl. Mt. nochmaln underthänigclich angelangt wurd, sich in dem fall mit hilf und in ander weg wider den erbfeind unsers heiligen glaubens zu erzaigen, wie irer Mt. erbieten stunde.

    Aines haubtmans und anderer bevelhhaber halben, was auch denselben soll bevolhen werden, des will sich sein fstl. Gn. gern mit andern fursten vergleichen.

    Die ander articl all bedörfen seiner Gn. erachtens kains sondern bedengkens, dann das man sich bey dem letztn underthänigclich erbiet, ir Mt. begern auf das furderlichist so ymer möglich mit getruem fleiß nachzekomen.

    Aber in kgl. Mt. ubergebnen schrift da under anderm ir Mt. begert, die stend sollen die underhaltung der haubtleut und andern kriegscosten auf sich laden, acht sein fstl. Gn., es soll billich in dem fall gehalten werden, wie bisher in dergleichen fälln preuchig gewest ist, und das kgl. Mt. daran auch wol ersettigt und zefriden sein soll.

    Die andern articl haben seiner Gn. erachtens kain sonder bedengken, dann das sein fstl. Gn. der ubermessigen belegung halben seiner Gn. beswer wider geäfert [sic!] haben will, auch, dieselben bey der mentzischen cantzley zu verzaichnen, ansuechung thun.

    Bey der schrift durch die frey- und reichsstet ubergeben, acht sein fstl. Gn. fur billich, das es mit inen, wie von alter im reich herkommen, gehalten, also das inen yderzeit der churfursten und fursten ratslag furgehalten und ir bedengken darauf gehört, ee von aller stend wegen geantwort werde. Das aber die stet begern, ire inwoner ze steurn, das last sein fstl. Gn. geschehen, doch behelt im sein fstl. Gn. der burger guter, in seiner Gn. furstenthumb gelegen, bevor der steur halben, wie bey seiner fstl. Gn. landtschaft von alter herkomen ist.

    «Nr.188 Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände zur kaiserlichen Resolution vom 30. Juni 1541 – Regensburg, 1541 Juli 3 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 180r–183v (Kop.).

    B  koll. München HStA, KBÄA 3154, fol. 69r–73r (Kop.); ÜS fol. 69r: Und dabey den dritten Julij der ksl. Mt. der turckenhilf halb die ständ ir weiter anzaigen und bewilligung getan.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 357r–360r (Kop.); ÜS fol. 357r: Antwort der Kff., Ff. und stende auf beschehene replicirn der röm. ksl. Mt.; AV fol. 357r: Am 3. tag Julij 1541.

    ŠD  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 226r–229v (Kop.); DV fol. 229v: Des andern teils weitere antwort, der ksl. Mt. der turckenhulf halben gegeben, darinnen sie einen obersten benant. 1541. Regennspurg.

    Der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren schrift [Nr. 184], uff jungste der stendt gegeben antwort gevolgt, die eilende turckenhilf belangendt, haben Kff., Ff. und stende und der abwesenden botschaft undertheniglich vernomen, und sein irem vorigen erbietten nach gehorsamlich urbuttig, der röm. ksl., auch der kgl. Mt. zu underthenigstem gefallen und aus christenlichem, getreuem mitleiden ein eilende hilf zu bewilligen und zu leisten neben und mit gemeinen stenden, aniemandts außgenomen–a, nemlich den halben theil des romzugs, uff dem reychstag zu Wormbs anno 21 beratschlagt und hernachmals uff der ksl. Mt. gnedige bewilligung in Hungern geleist, welicher halber romzug uff 10.000 zu fueß und 2.000 pferdt under allen stenden sich erstreckt, und solichen anschlage uff drey monat und im fall der notturft den vierten monat in ansehung fursteender noth und zu furderung der sachen an gelt zu erlegen, doch das die kgl. Mt. das geschutz und, was darzu gehorig ist, underhalten, dem kriegsvolck notturftige profiandt umb ein gleichen pfenning verschaffen und der montz halben gnedig insehens haben, damit die kriegsleuth dieselben, wie sie durch gemeine stende erlegt wurdet, one abgang und verlust außgeben mogen, auch uff andere condition, in voriger undertheniger antwort der ksl. Mt. vermeldt, und inmassen gemeine stendt sich in denselben zum theil hierin und zum theil in kgl. Mt. antwort weitter ercleren. Kff., Ff. und stende und der abwesenden botschaften achten auch nit, das der ksl. oder kgl. Mt. gemut und meinung sey, in solchem anschlag der ungehorsam und ungewissen stende geburlichen antheil uff die gehorsamen zu schlagen und sie damit zu beladen. Sie hetten auch des auß beweglichen ursachen, weliche uff etlichen hievor gehaltnen reichstegen irer Mt. underthenig eroffnet weren, merckliche beschwerung, mogen aber leiden und bitten gehorsamlich, die ksl. Mt. wollen die ungehorsamen ernstlich anhalten, ir gepurende anlage yderzeit auch zu erlegen, wie ir Mt. in dem fuegliche weg sonder zweifel wissen furzunemen.

    Friede und recht belangendt, ist nit one, Kff., Ff. und stende, auch der abwesenden botschaften haben der ksl. Mt. aus unvermeidlicher notturft derhalben underthenigste erynnerung gethan, aber nit des gemuts, irer ksl. Mt. die eylendt turckenhilf derhalben zu verziehen oder vor uffrichtung fridens und rechtens nit zu leisten, sonder ist ir underthenigst pitt, mit gemeinen stenden vor endung diß reichstags zu beratschlagen und zu beschliessen, wie im hl. reich friedt und recht zu erhalten sey und gemeine stendt bey solchem beschlossen frieden und rechten gnediglich zu handthaben, dan die Kff., Ff. und stende und der abwesenden botschaften wissen sich hierin irer Mt. furgewendten fleiß und gnedigen gemuts danckbarlich zu erinnern, haben auch kein zweiffel, ir Mt. werde sich in solchem keyserlich und gnediglich erzaigen und darzu gnedig einsehens thun, das die Šungleicheit der reichsanschleg in kunftigen fellen under den stenden verglichen, die beschwerdten geringert und allenthalben die billichait verfuegt werde, wie gemeine stendt des uff etlichen hievor gehalten reichstegen vertrost sein.

    Nachdem auch in dem abschiedt, uff jungst gehaltnem reichstag zu Augspurg aufgericht, klerlich versehen ist, wie es der Ff. und stendt halben, so in den osterreichischen landen begut sein, gehalten werden soll, damit sie mit einicher doppeln turckenhilf nit beschwerdt, so bitten Kff., Ff. und gemeine stendt undertheniglich, die ksl. Mt. wolle gnediglich verfugen, das die stendt, in gemelten osterreichischen landen begut, bey solchem abschiedt gelassen und daruber in keinen weg belestigt werden.

    Und dieweil die stendt selbs ermessen mogen, das die eil diesem furhabenden wercke nit wenig furtreglich ist, haben sie die ksl. Mt. undertheniglich gepetten, ein dapfere summa gelts zu bestellung des kriegsvolks gnediglich darzustrecken und solichs von dem anschlag wiederumb bezalt zu nemen, keiner andern ursach, dan allein nachteilligen verzug abzuschneiden, dan die ksl. Mt. leichtlich zu ermessen, das der Kff., F. und stendt bottschaften, welicher nit ein geringe zall alhie ist, mit notturftigem gelt, ire anschlege zu entrichten, nit gefast sein, sonder will inen gepuren, was solicher eilenden hilf halben beschlossen, an ire gnedigste und gnedige herren zu gelangen, ire anschleg uff zeit und an die endt, der man sich mit irer Mt. undertheniglich vergleichen wirdet, wissen zu erlegen. Derwegen, wo es der ksl. Mt. nit sonder beschwerlich, so wer nachmals der Kff., Ff. und der abwesenden botschaften underthenigst bit, ir ksl. Mt. wolten den stenden die verlegung zu diesem christenlichen werck gnediglich furstrecken, bissolang der anschlag dieser eilenden hilf erlegt werden mog, und alsdan solche verlegung von der stendt erlegten gelt wiederumb bezalt nemen1.

    Im fall aber, das ir ksl. Mt. des ye bedencken und beschwerung het, so sein die stendt urputtig, ire anlag bemelter hilf zum furderlichsten an gelt zu erlegen an die endt, der man sich alhie vergleichen wurdet, doch haben ir Mt. gnediglich zu bedencken, das solche gantze erlegung nit furderlicher dan in dreyen monaten den nechsten geschehen mog uß vorerzelten ursachen und sonderlich, das die stendt zum merern theil weit gesessen sein.

    ŠUnd wiewoll Kff., Ff. und stendt auch der abwesenden botschaften undertheniglichen vernomen, mit was treffenlicher kriegsrustung ir ksl. Mt. gegen dem vheindt unsers christenlichen glaubens und namens, dem Turcken, an den grenitzen Sicilie und Neapolis beladen, und ir Mt. derwegen in underthenigkheit billich danckbar, so sein sie doch der underthenigen hoffnung, ir ksl. Mt. werde uff der kgl. Mt. freuntlich bit und in betrachtung, das dieser last nun mer dem hl. reich und der teutschen nation beschwerlich anligen will, zu diesem christenlichen werck als romischer keyser zu handhabung und erhaltung des hl. reichs und teutscher nation das ir auch thun und di beschwerten, betrangten christen mit einer eilenden hilf nit verlassen.

    Ferrer, was di obristen und andre bevelhaber betrifft, bedencken Kff., Ff. und stendt, das Pfgf. Fridrich, welcher hievor in dergleichen sachen gebraucht und derselben verstendig ist, zu einem obristen furzunemen, und bitten die ksl. Mt. undertheniglich, sie wollen mit seinen fstl. Gn. gnediglich handlen, irer Mt., dem hl. reich und gemeinen stenden zu ehren und guetem sich solcher sachen zu beladen. So dan ir fstl. Gn. solchs bewilligen werden, wie sich gemeine stend versehen, alsdan sein sie in underthenigkheit willig, der ksl. Mt. die kriegsrathe auch zu ernennen, desgleichen einen pfennigmeister zu verordnen, des reichs erlegt gelt uffzuheben und uff bevelch des obristen und der kriegsrathe außzugeben und gemeinen stenden zu verrechnen, wollen sichb auch volgendts mit den allen irer bestallung vergleichen, doch das dieselben underhalten werden, wie hiebeneben der kgl. Mt. in schriften erclert wirdet.

    Und sollen der obrist und di verordenten kriegsrathe von gemeinen stenden bevelch haben, alle andre notturft zu dieser eilenden hilf dinlich zu beratschlagen, zu erwegen und zu bedencken und furter an gemeine stendt zu gelangen, damit in allen notwendigen sachen billich insehen bescheen mag. So wollen auch Kff., Ff. und stende den iren nit allein erlauben, sonder auch bei inen furdern, sich zu diesem christenlichen, notwendigen werck gebrauchen zu lassen.

    Uff andre articul, die kgl. Mt. betreffendt, lassen sich gemeine stendt gegen irer Mt. undertheniglich in schriften auch vernemen und bitten di ksl. Mt. in aller underthenigkheit, ir Mt. woll sich ditz irs gehorsamen erbietens genediglich settigen und benugen lassen und ditzmals gmene [sic!] stendt ferrer nit beschweren, in ansehung, das die beharlich hilf auch vor augen und unerledigt ist.

    Und das die ksl. Mt. des gnedigen erbiettens ist, billiche mittel und weg zu suchen, dardurch das konigreich Hungern auß kriege und unruhe in frid und einigkheit gesetzt werde, das bedancken sich Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften in aller underthenigkeit und, wo sie zu solchem irer Mt. furderlich sein mochten, das wollen sie sich gehorsamlich zu thun auch erbotten haben. Die streittig religion, die beharlich turckenhilf und andre des reichs obligend sachen seyn Kff., Ff. und stendt und der abwesenden Šbotschaften urputig zum furderlichsten zu beratschlagen und ir ksl. Mt. darin ir getreu wolmeinung und bedencken auch zu eröffnen. Solchs haben Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften der röm. ksl. Mt. in aller underthenigkheit nit wollen verhalten2.

    «Nr.189 Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände zur Stellungnahme Kg. Ferdinands vom 30. Juni 1541 – Regensburg, 1541 Juli 3 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 186r–188r (Kop.).

    B  koll. München HStA, KBÄA 3154, fol. 74r–76r (Kop.); ÜS fol. 74r: Mer haben solches tags Kff., Ff. und stende und der abwesenden potschaften bestimbter eylender turgkhenhulf halb röm. kgl. Mt. ir antwort auch gegeben am dritten Julij anno 1541.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 107v–109v (Kop.); AV fol. 80v: 3. tag Julij.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 230r–232v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 232v: Copei des andern teils stende weiter gegebene der kgl. Mt. antwort, die eilende turckenhulf belangen. 1541 Regenspurg.

    ŠDer röm. kgl. Mt., unsers allergnedigsten hern, ubergeben schrieft [Nr. 185], darin sich ir Mt. uff jungste gemeiner stendt antwort, der ksl. Mt. undertheniglich ubergeben, gnediglich erkleren, haben Kff., Ff. und stend und der abwesenden botschaften undertheniglich angehort.

    Und sein Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften irem vorigen erbieten nach undertheniglich willig, den anschlag des halben romzugs, wie der uff dem reichstag zu Wormbs anno 21 bewilligt und volgendts uff der ksl. Mt. gnedig zulassen in Hungern volzogen ist, die bestimbten monat an gelt zu erlegen, wie sollichs der ksl. Mt. hiebeneben ferrer vermeldet wirdet, doch das des reichs obristen und kriegsrathe zum furderlichsten an gelegen orten der stend bedencken gemeß kriegsvolck zu roß und fuß annemen, dasselb mit solchem gelt underhalten und die bewilligt zeit zu wiederstandt des Turcken geprauchen, auch auf andre condition und mittel, in vorgemelter der ksl. Mt. ubergeben antwort verleibt, und inmassen sich gemeine stende gegen der ksl. und kgl. Mt. ytzo weiter undertheniglich ercleren, und sonderlich, das sollich erlegt gelt zu bezalung des reichskriegsvolcks und sonst in gar kein andere weg gepraucht werde, zudem, das di stendt, in den obern osterreichischen landen begut, von gemeiner reichsstendt hilf nit abgesondert, sonder bey dem augspurgischen abschiedt gelassen und darwieder in kein weg beschwert werden.

    Das di kgl. Mt. des gnedigen erbietens ist, des reichs kriegsvolk yderzeit unverzuglich abziehen zu lassen und gemeine stendt alweg vor onnotwendigen costen zu verhuetten, des bedancken sich gemeine stend gegen irer kgl. Mt. in aller underthenigkheit. Solchs ist auch durch di kgl. Mt. statlich und wol bedacht, dan ir Mt. selbs gnediglich zu ermessen, so gemeine stendt in dieser eilenden hilf mit vergeblichem costen verschont werden, das es der beharlichen hilf, so hernachmals bewilligt werden mocht, nit wenig furderlich were.

    Der kgl. Mt. bewilligung, das geschutz und, was darzu gehorig ist, zu underhalten, auch notturftig profandt umb ein gleichen pfennig zu verschaffen, das nemen gemeine stendt undertheniglich an und bitten daneben undertheniglich, ir Mt. wollen in Hungern auch gnediglich verfuegen, das das kriegsvolck di muntz, wie gemeine stend die erlegen werden, on abgang und verlust außgeben mogen, wie ir kgl. Mt. zu erachten billich beschicht.

    Was die geringen pferdt belangt, so di kgl. Mt. auß etlichen furgewendten ursachen anzunemen gnediglich begern, sein Kff., Ff. und stendt undertheniglich urbutig, den obristen und kriegsrethen, so der ksl. Mt. benent werden, bevelch zu geben, sich mit der kgl. Mt. des und anderer kriegsnotturft halben zu underreden und alles das zu thun und furzunemen, das der ksl. und kgl. Mt., auch dem hl. reich erlich und nutzlich und zu wiederstandt und abbruch des Turcken dinlich ist, dermassen, das di kgl. Mt. des sonder zweivel gnedig gefallen tragen sollen. Die besoldung des obristen, der kriegsrethe und bevelhaber, auch andern kriegscosten betreffendt, bitten Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden botschaften undertheniglich, di kgl. Mt. wolle gemeine stendt Šauß allerhandt beweglichen ursachen damit nit beschweren, und sonderlich in ansehung, das dardurch die reichshilf desto richtiger und on wenigern abgang geleistet und gebraucht werden mog.

    Wo aber ir kgl. Mt. des ye beschwerung haben wolten, welchs sich doch gemeine stendt nit versehen, so mogen sie leiden, das der obrist, die kriegsrathe und pfennigmeister von des reichs erlegten gelt underhalten, das auch davon alle ubersoldt, der man uff des reichs kriegsvolck nit ubrig sein mag, vergnugt und gemeinen stenden, wie vorgemelt, verrechnet werden, doch das solche außgab der kgl. Mt. an der zall des kriegsvolk abgezogen und gemeine stendt derwegen ferrer unbeschwert bleiben.

    Das auch sonst alle anderer kriegskosten, wie der genant ist, durch die kgl. Mt. als den herren des kriegs getragen werde on zuthun gemeiner stendt.

    Und bitten demnach Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften, die kgl. Mt. wollen sollich ir underthenig und gutwillig erbieten gnediglich annemen, des zufriden und gesettigt sein, in ansehung, das der articul der beharlichen hilf auch noch zu erledigen ist. Das erbietten sich gemein stend umb ir Mt. undertheniglich zu verdiennen.

    Zuletzt haben Kff., Ff. und stend und der abwesenden botschaften undertheniglich vernomen, wie gnediglich di ksl. Mt. sich bemuhet, die kriegshandlung in Hungern durch gutliche handlung hinzulegen, das auch der mangel an der kgl. Mt. nit erschienen, und sein ungezweivelt, wes ir ksl. und kgl. Mt. des endts zu ruhe und friden furdern und helfen mogen, ir Mt. als christenliche haubter werden an irem fleiß nichts erwinden lassen. Das haben Kff., Ff. und stend und der abwesenden botschaften der kgl. Mt. uff ir ubergeben schrift undertheniglich nit wollen verhalten1.

    «Nr.190 Resolution der protestantischen Stände zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juli 3 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 220r–225v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 220r: Uberantwort der ksl. Mt. Sontags, den 3. Julij 1541; DV fol. 225v: Der augspurgischen confession und religion verwanten stende weitere antwort, der ksl. Mt. der turckenhulf halben gegeben. 1541 Regenspurg. Gelesen den 3. Julij.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 270r–275r (Kop.).

    ŠC  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20III, fol. 515r–520v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 520v: Der Kff., Ff. und stende der augspurgischen confession anderweit antwort uff die turkenhielf, der ksl. und kgl. Mt. ubergeben 3. Iulij.

    Alß die röm. ksl. Mt. etc., unser allergnedigster her, in irer nehern antwort, den letzten Junij vergangen diesen stenden der augspurgischen confession und religion der turckenhulf halb gegeben, under anderm gnediglichst begern, daß die stende zue beden seithen die angeregten condition fallen lassen und sich des friden, so hietzuvor bewilligt, die zeit auß benugen, dem allenthalben nachkhomen, mitlerzeit eyner gegen dem andern kein thetliche handlung oder neuerung furnehmen, sonder alle sach in ruhe stellen wolten, bißsolang daß von diesem puncten des fridens und rechtenß im hl. reich ferner handlung uf diesem reichstagk furgenohmen und beschlossen wurde.

    Dorauf mögen ir fstl. Gn. und die gesanthen der ksl. Mt. in aller underthenigkeit nicht verhalten, daß ire fstl. Gn. und der abwesenden chur- und fursten, auch hern und obern on allen zweiffel ksl. und kgl. Mt., dartzu gemeiner christenheit noturft, alles dasjhene, daß in irem vermugen were, in underthenigkeit zu thun und zu leisten, willig weren. Aber diese eilende hulf one condition, daß ist one bestendigen, satten frid und gleichmessig recht in deutzscher nation zu leisten und dergleichen von eyner beharlichen hulf zu reden, das achten die gegenwertigen fursten und der abwesenden chur- und fursten, hern und stende potschaften nach gelegenheit aller sachen zum allerhöchsten beschwerlich, haben auch, dasselbig dermassen zu bewilligen, nicht in irem bevelh. Daß es aber zum hochsten beschwerlich sein wurde, erscheint dorauß, op gleichwol ir ksl. Mt. sich bißher in vergangnen zeiten gantz gnediglich ertzeigt, azu Nurmberg einen fridlichen anstandt in religionsachen biß uf eyn kunftig concilium oder reichstagk und deßhalben bevelh an das keyserlich camergericht, in allen und jeden glaubens- und religionsachen stilzustehen, gnediglichst gegeben cum clausula irritante, daß alles dasjhenige, daß durch das camergericht oder andere darwider gesprochen oder gehandelt wurde, nichtig und unbundig sein solte–a, auch auß Italienn bauf ansuchen dieser stende derwegen secundam jussionem gethann und fur und fur gnedigst–b geschrieben, dergleichen bevelh, jussion und cdeclaration die röm. kgl. in namen irer ksl. Mt. auß Cadenn, Wienn und andern orthen an das keyserlich camergericht auch gnediglichst ausgehen lassen, so hat doch das itz gemelt–c camergericht dorauf nichts gegeben, sonder, unangesehen aller keyserlichen und königlichen bevelch, heissung und vertreg, in religion- und dorauß flissenden sachen jederzeit furgefaren, sich angemast, hören und vernehmen lassen, daß sie irer ksl. und kgl. Mt. in dem vhal zu Šgehorsamen nicht schuldig dweren, dann gleich wie ihne der gerichtszwang des keiserlichen camergerichts nicht allein von ksl. Mt., sonder auch von allen andern stenden des reichs bevolhen were, also muste auch ihnen nicht allein von irer ksl. Mt. oder kgl. Mt., sonder auch von allen stenden der stilstant bevohlen werden. Dieweil dann der abschiedt zue Speier anno 29 und der zue Augspurg anno 30 ihnen uflegen, wie sie auf das wormisch edict, anno 21 ausgangen, und dorauf gefolgten abschiede handeln und procedirn solten, so könten sie auf anruffen der clagenden partheien nicht inhalten, sondern musten sie uf den gemelten augspurgischenn abschiedt aller religionsachen, ceremonien, kirchenbreuch und anders halben procedirn und furfaren.

    Haben also nicht allein mer dan–d eynen standt in peen und acht gesprochen, sondern noch viel dieses theilß stende vorhanden, welche sie von stund an, wann sie darzu bequemlichkeit haben mugen, in acht und andere grosse peen sprechen mögen. Daneben findet man mancherley beschwerlicher urtheil, so auch in sachen, welcher anfang prophan gewesen seyn, gesprochen, also daß diesen stenden die hochste, untreglichen beschwerungen deßhalben obligt. Op nuhn gleich die ksl. Mt. zum höchsten geneigt were, alß dieser theil nicht anders befindet, daß ir ksl. Mt. gnediglichst geneigt gewesen und noch sey und diesem theil vor [= zuvor] angehabener und kunftiger proceß halben gnedigsten stilstand everordnen, auch in obgemelten und geurtheilten sachen der keyserlichen acht und peen suspension mit anhangenden trauungen der peenen zue wolfart gemeines fridens deutzscher nationn geben und gebithen wurde, so erscheint doch offentlich, daß solch keyserlich camergericht dorauf nichts gibt und achtet, sonder procedirt fur und fur wieder solchen gegebenen stilstant, suspension und dergleichen keiserlich rescript, declarirn und becleiden die keyserliche und konigliche handlung und meynungen damit, daß solcher anstandt, jussion und rescript allein in religions- und nicht in zeitlichen sachen stadthaben möchten, das ist, daß niemant umb das, was er in seinem gewissen glaubt, mit gericht furgenohmen werden möge, aber umb eusserlicher ding alß verenderte ceremonien, breuch, ministeria der kirchen, auch guter, dartzue gehorig, hetten die keyserlichen und koniglichen handlungen nicht stadt, wurden davon auch nicht verstanden, uber das, daß solche sachen, so sich umb verenderte ceremonien, kirchendinst, breuch und guter erhalten und zur zeit uffgerichten friedenß am keiserlichen camergericht geschwebt haben, in den handlungen specificirt, benent und vertzeichent ubergeben worden sein, auch uber das, daß wiederwertige lehren, ceremonien, gotsdinst und breuch bey einiches theilß glauben nicht stehen mögen. Und mussen also die geechtigten, unangesehen aller keyserlichen anstände, frides, suspension, rescript, declaration oder verträg, der execution und die andern in vermeint recht getzogene stende gleicher acht und verfolgung teglich erwarthen, wie wil Šdann iren kfl., fstl. Gn., Gn. und G., wieder den Turckenn oder zue anderer des reichs noturft hulf zu thun und anheymisch in so grossen sorglichen penen, gefharen und furstehenden leibs- und gutsverlusts zu stehen, muglich seyn.

    Nhun hetten–e die chur- und fursten, auch hern, obern und derselben gesanthen dieses theilß sich verhoft, es solte der almechtige Goth gnad und seinen heiligen geist verliehen haben, dadurch der streit der religion hette nach der warheit und gotlicher schrift zu seligemf ende und vergleichung bracht werden mugen, dadurch solcher mißverstandt in der religion, auch mißtraue, forcht und sorg under den stenden derwegen möchte hingenohmen werden. Dieweil man aber noch zur zeit nicht wissen mag, op der almechtig Goth solche gnad der vergleichung verleihen und op also ksl. Mt. vermittelst gotlicher hulf das ende solcher christenlichen vergleichung zu erlangen sein wil, so hat dasselb diß theilß chur- und fursten, auch hern, obern und stende nothtrenglich verursacht, daß sie auf einen bestendigen friden und gleichmessig recht in mangel solcher christlichen vergleichung zum underthenigsten anhalten und bitten, auch iren gesanthen, solchs also zu thun, bevolhen, dermassen und keiner andern gestalt. So erfordert nach der gegenwertigen fursten, stend und gesanthen dieses theilß höchste noturft, darumb nochmalß zum underthenigsten anzuhalten und zu bitten, alß sie dann semptlich und sunderlich hiemit gethann haben wollen. Dann opgleich ir ksl. Mt. solchen frid, der hievor bewilligt, zum gnedigsten furschlecht, den auch one zweiffel gerne sehe, so findet sich doch hieoben, wie solcher fried von dem camergericht und villeicht auch von etlichen des andern theilß stenden verstanden und gehalten wirdet, und daß solcher furgeschlagener frid one weiter declaration, extension und ausgedruckte maß und zeit nichts nutzen mag und wirdet.

    Op dann gleich gesagt werden wölte, daß solcher frid geferlich begert were und noch wurde alß andern zue nachteil, so wöllen die gegenwertigen fursten und gesanthen sich zue Goth, ksl. und kgl. Mt. und allen christglaubigen, ehrliebenden mentzschen verhoffen, sie werden erkennen, daß dieses theilß begern des vorgemelten fridens, wie auch solchs uf etzlichen reichstägen von gemeynen stenden begert worden, auch in dem, daß der christlich, gemein nutz und alle stende zue christlicher, gotseliger, ehrlicher reformation gefurdert und das wort des hern mit seinen heiligen sacramenten christlich und rein gebredigt und gereicht möchten werden, ehrlich, christlich und von hohen nöten gewesen sey und deshalben sie nicht verdencken der ursachen, so sie dartzu bewegt haben.

    Dieweil dann die gesanthen der chur- und fursten, grafen, hern und stete diß theilß in iren instructionen andern bevelh, auch sich dessen, daß ihnen solch zimlich begeren vertzogen werden solte, nicht versehen haben, so werden die gesanthen verursacht, nochmalß zum underthenigsten darumb antzuhalten, uf daß irer gnedigsten und gnedigen hern und obern bewilligung, willige hulf Šund beistandt zue diesem notwendigen werck des Turckenn wiederstandts auch khomen und geleistet muge werden, also daß, solche condition fallen zu lassen, dißmal in des mehrer theiln gewalt und macht gar nicht ist. Op dann die ksl. und kgl. Mt. je vermeinten, daß die gesanthen weiterschreiten solthen, so wolte doch solchs one hindersichbrengen an ire gnedigst, gnedig und gunstig herschaft irem bevelh nach ihnen nicht geburen.

    Im vhal aber, do die ksl. und kgl. Mt. hierin auch bedencken haben wurden, daß diese sach kein vertzugk leiden könthe, so ist der gegenwertigen fursten und stende und der abwesenden gesanthen underthenigst bedencken, in hoffnung, solchs bey iren kfl. und fstl. Gn., Gn. und G. zu erheben, daß ire ksl. Mt. gbey den stenden des andern theilß einen gemeynen, fridlichen anstandt uf sechs oder acht jhar gnediglichst abreden und erhalten wölten, in solchen religion-, auch dorauß fliessenden–g und andern sachen und hendeln bestendigen friden mit noturftigen clauseln zu halten, also daß beiderseitz Kff., Ff., stende und stette nicht allein zue irer ksl. und kgl. Mt. sich gewisses fridens zu versehen und zu getrösten, alß man doch one das kein ander zuversicht zu beiden iren Mtt. tregt, sonder auch die stende hzwischen ihnen selbst von beiden theiln fridlich sein und pleiben möchten und daß mitlerzeit in obgemelten sachen, auch in ceremonien, ministerien und guter der kirchen ein reichstandt gegen dem andern mit der that allenthalben stilstunde, daß auch bede in angefangnen und auch in kunftigen hendeln das wormisch edict und augspurgischen abschiedt mitlerweil suspendirt oder angestelt und die vorgemelte gnedigste suspension der gesprochnen keyserlichen acht und kamergerichtsprocessen die zeit weren und von allen theilen und partheien dermassen gehalten werden möchte, daß auch die von wegen der religion angefangen proceß uffgeschurtzt wurden, dartzu die geechtigten in kraft derselben suspension sich und ire furderung, sachen und hendel active und passive beschirmen, auch anfangen und ausfuren und also nicht minder dann andere personen in oder ausserhalb rechts stehen und sich aller anderer wolthat der recht erfrauen mochten, dergleichen, daß alle mandaten, wieder diese stende der religion und dorauß fliessender sachen halben ausgangen, suspendirt seyn und sie domit nit beschwert werden solten, auch gleichwol das camergericht reformirt wurde, damit die personn one verpflichtung, den augspurgischen abschit, sovil die religion und ir anhangende sachen antrift, und das wormisch edict zu halten, angenohmen werden und diejhenige, so deßhalben pflicht gethann, derselben erledigt, auch hinfuro personn one underschiedt, welches theilß religion die weren, angenohmen wurden und also nicht allein in religion-, sonder auch in prophansachen idiesem theil alß wol alß dem andern gleichmessig seyn. Dann die itzigen personen nicht allein in religion-, sonder auch prophansachen–i diesen stenden zum höchsten Šverdechtig, wie dann auch bißher etlich personen, so von dieses theilß churfursten und verwanthen stende kreissen an das camergericht verordnet und presentirt, mermalß on einiche bestendige ursach verworfen, allein dorumb, damit sie zue irem vortheil personen bekohmen und annehmen möchten. Also möchte die eilende hulf furderlich one fhar von beden theiln geleistet und volnbracht werden und kunthe ir ksl. Mt. sampt des hl. reichs stenden mitlerzeit solchs fridlichen anstandts von weiter der religion vergleichung, von einem bestendigen, werigen fride und beharlichen, tapfern hulf bedechtiglich und noturftiglich handeln und also eines mit dem andern oder je zum wenigsten bestendigen frid, gleichmessig recht und beharliche hulf wieder den Turcken unverscheidenlich zu einem ehrlichen, guten ende furen und brengen–h. Dann je die warheit ist, so die ding alß religion oder bestendiger fried, gleichmessig recht und beharlich hilf lenger ufgetzogen werden, so die deutzsch nation in grossern fharen sitzen pleibt und mehr und mehr schadens und inbruchs leidet.

    Das haben die fursten, stende und gesanthen der augspurgischen confessionn alß die, so die ehr Gottes, wiederstandt des Turcken, achtung ksl. und kgl. Mt., frid, eynigkeit und recht in deutzscher nation gern sehen, irer ksl. Mt. und kgl. Mt. in aller underthenigkeit nicht wöllen verhalten, ufs underthenigstes bittend, es wöllen ire ksl. und kgl. Mt. solchs nicht anders dann inmassen alß obgemelt und alß von getreuen fursten und underthanen gnediglichst vermercken. Das werden one zweiffel chur- und fursten, auch grafen, hern, stedt und stende der augspurgischen confession in aller underthenigkeit verdienen. Bevehlen sich damit derselbigen.

    Und wo dieser artickel sein erledigung hat, werden sich dieses theilß stende mit der röm. ksl. Mt. und den andern stenden in den andern puncten leichtlich vergleichen.

    «Nr.191 Stellungnahme der protestantischen Stände zur Vermittlungsinitiative Kf. Joachims II. von Brandenburg zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juli 8 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 90r–93v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 93v: Copei der antwort, dem marggraven churfursten auf sein ansuchen der turckenhulf halben schriftlich zugesteelt. 1541, Regenspurg, Freitag, den 8. Julij. Nota: der von Goßlar schrift, darauf sich diß concept referirn thut, hat mein gnedigster her vor beihanden gehabt, derwegen vor unnot geacht, seinen kfl. Gn. dasselb wider zutzuschicken.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] 1539–1547, fol. 285r–287v (Kop.).

    C  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 444r–447v (Kop.); DV fol. 447v: Der protestierenden dritte antwurt, dem Kf. von Brandenburg in namen ksl. Mt. gegeben, belangende die turgkenhilf, uff 8. Julij.

    ŠNachdem der Kf. zue Brandenburgk etc., meyn gnedigster her, durch seiner kfl. Gn. rethe, nehmlich Adam Trottenn, marschal, Stachius von Schliebenn, Jacob Schilling und Dr. Cunrat Metzsch den stenden der augspurgischen confession anderweit anzeigen lassen1, welchergestalt die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster her, seinen kfl. Gn. bevel gethann, bey gemelten stenden antzuhalten, daß sie die angeregte condition des bestendigen fridens und rechtenß dißmal fallen lassen und die begerte turckenhulf neben andern Kff., Ff. und stenden des reichs leisten wölten, mit ferner einfurung, daß die ksl. Mt., auf sechs monet einen bestendigen friden, inmassen der anher uff diesen reichstagk von irer ksl. Mt. gegeben und ausgeschrieben, auch mit suspension und stilstant der achten und processen am keyserlichen camergericht zu verschaffen, erbutig und daß mitlerweil ire ksl. Mt. darauf verdacht sein wölten, daß ein gemeyner, bestendiger frid und gleichmessig recht aufgericht und verordnet werden sölte, daß auch bereitan itzunder ire ksl. Mt. in der arbeit weren, den friden zu beratschlagen, auch das gleichmessig recht uftz[u]richten, wie sie auch hierinnen der Kff., Ff. und stende bedencken begert, und welchergestalt hiebeneben seine kfl. Gn. allerley statliche ursachen und persuasionn, solche begerte turckenhilf der ksl. Mt. zu underthenigem gehorsam und gefallen obberurtermassen nicht zu wegern, angetzeigt, solchs alles haben berurte stende von seinen kfl. Gn. gantz freuntlich und undertheniglich vernohmen und thun sich erstlich gegen der ksl. Mt. des gnedigsten willens und erbiethens zum underthenigsten bedancken. Dann sie auch irer Mt. gemuet hietzuvor nicht anders vermerckt, dann daß ire Mt. zu erhaltung friden und ruhe im reich deutzscher nationn gnedigst geneigt.

    Nhun haben ire ksl. Mt. auß dieser stende gegebnen antwort gnedigst vernohmen, das sie nicht allein, die eilende turckenhulf mitzuleisten helfen, willig, sonder auch sich eines mehrers underthenigst erbothen haben. Auß was ursachen aber ihnen, die angehengte condition des fridens und rechtenß fallen zu lassen und in solche turckenhulf zu bewilligen, gantz beschwerlich, das haben ire ksl. Mt. auß der nechsten irer gegebnen antwort [Nr. 190] gnedigst auch verstanden. Dann, wiewol ir ksl. Mt. einen frid und stilstand hietzuvor auch verfugt, so ist doch derselbig dergestalt in mißverstandt gezogen, daß nichtsdesterweniger diese stende zum höchsten beschwert und in teglicher fhar und besorgnus sitzen mussen. Deßgleichen, opwol ire Mt. sich mit gnedigstem bevelh, mandaten und suspension der acht und processen am camergericht gegen Šdiesen stenden uff itzigem reichstag ertzeigt, solche mandata und suspensionn außkundigen und publicirn lassen, so ist doch demselbigen nicht parirt worden, dann sich das camergericht, ungeachtet solcher ksl. Mt. verschaffung und suspension, nicht allein wieder die stat Goßlar, in welcher habe und guter sich Hg. Heinrich von Braunschweig in werender ksl. Mt. suspension eintzunisten und zu inmittirn gebeten, und die von Goßlar under dem schein der vermeinten acht zu irer rechtlichen defension mitnichten zugelassen werden mugen, sonder auch wieder etzliche andere diß theilß verwante stende zu procediren angemast und sollen sich die am camergericht vernehmen lassen, dieweil sie nicht allein von der ksl. Mt., sonder auch von Kff., Ff. und stenden des reichs zu solchem gericht verordnet, so konten sie one bewilligung der andern stende der ksl. Mt. suspension und geschefte nicht gehorsamen.

    So sol auch Hg. Heinrich von Braunschweig, ungeachtet der ksl. Mt. bevelh und mandaten, mit sperrung der strassen, prophiants und anderer thetlichen handlung die stadt Goßlar zum hochsten bedrangt und beschwert, wie sonder zweiffel die ksl. Mt. solchs von irem verordenten comissario gnedigsten bericht werden empfangen haben, und sich auch gemelter von Braunschweig biß auf diese stunde desselben nicht enthalten solle, wie dann auch in neuligkeit etzliche der von Goßlar burger nicht weit von Goßlar geschlagen und entleibt worden sein sollen und solchs auß hiebei verwarter copey der von Goßlar clagen zu befinden ist.

    Op nuhn wol die ksl. Mt. sich gnedigst, einen solchen friden mit der suspension und verschaffung, inmassen wie auf diesen reichstagk gescheen, auf sechs monet zu geben und mitlerweil zu fernerm, bestendigen friden und anrichtung gleichmessigs rechtenß allergnedigst vertrösten und erbieten thut, welches auch nicht anders, dann gnedigst von irer ksl. Mt. gemeint, vermerckt wirdet, so hette doch ire Mt. gnedigst abtzunehmen, was solcher frid und suspension diesen stenden fruchten und nutzen möchten, do demselbigen nicht wircklicher, dann bißher gescheen, parirt werden solte.

    Derwegen, so were dieser stende freuntlich, dinstlich und underthenig bit, der Kf. zu Brandenburgk etc. wölte diese ding freuntlich und gnediglich zue gemut furen und es bey der ksl. Mt. dahin fordern helfen, daß irer Mt. bevelh und geschefte wircklich volge gescheen möchte, also daß am camer- und andern gerichten der gescheenen suspension allenthalben parirt und wieder diese stende in solchen und dergleichen sachen ferner nit procedirt wurde und die vermeinten acht also suspendirt pleiben möchten, daß den geechtigten ire recht noturft active und passive nicht benohmen und der von Braunschweig von seyner thetlichen, unpillichen beschwerung gegen den steten Goßlar und Braunschweigk gentzlich ab und in ruhe stehe. Dann one das, so hette ir Mt. gnedigst zu bedencken, daß mit solcher suspension und friden diesen stenden Šnichts geholfen, daß sie auch in solcher hochsten drancksal und beschwerung iren religionßverwanthen pillichen schutz und hulf nicht wegern möchten2.

    Und auf solchen vhal und erbiethen ksl. Mt. so weren diese stende geneigt, die begerte eylende hulf neben andern Kff., Ff. und stenden der ksl. Mt. zu underthenigkeit mit zu leisten helfen. Nachdem aber sich etzliche hern nicht versehen, daß die turckenhulf anders dann mit vorgehendem, bestendigem frid solte gesucht oder begert worden seyn, und derwegen die gesanthen von denselbigen auch keynen andern bevelh haben mugen, so seint sie erbutig, solche irer ksl. Mt. suchung, begern und erbiethen an dieselbige ire hern zum forderlichsten zu gelangen, der zuversicht, daß es an irer verwilligung obberurter gestalt auch nicht mangeln werde, dann es je am tag, daß diese stende semptlich und sonderlich zu leistung der hulf wieder den erbfeint des christlichen glaubenß, den Turcken, gantz geneigt und an ihnen kein mangel erscheinen lassen, soferne allein im reich frid und ruhe erhalten, und sol solch hindersichbringen den sachen auch keinen vertzug geberen. Und seint demnach, sich mit den andern stenden auf die uberigen puncten solcher eilenden hulf halben zu vergleichen, erbutig.

    Welches alles gemelte stende, dem Kf. zue Brandenburgk etc. auf seiner kfl. Gn. gescheene erinnerung und anzeig freuntlicher und undertheniger meynung hinwieder zu vermelden, nit underlassen wollen, mit bith, sein kfl. Gn. wölten es nicht anders dann im besten und der sachen noturft und gelegenheit nach vermercken, sich auch hierauf mit freuntlicher und gnediger forderung ertzeigen.

    «Nr.192 Antwort des Kaisers auf die Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände vom 3. Juli 1541 – Regensburg, 1541 Juli 10 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 293r–294v (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Konz.).

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 86r–87r (Kop.); DV fol. 89v: Ksl. und kgl. Mt. ubergebne schrift den reichsständen, betreffendt die eylendt turckenhilf und friden etc. Actum Regenspurg, den 10. Julii anno etc. 41.

    D  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 118r–119v (Kop.); AV fol. 118r: 10. tag Julij.

    ŠE  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 368r–369r (Kop.); AV fol. 368r: Gelesen am 10. tage Julij 1541.

    Die röm. ksl. Mt. etc. setzt in kainen zweyfel, Kff., Ff. und gemaine reichsstende und der abwesenden potschaften und gesandten tragen noch in frischer gedechtnus, welchermassen ir Mt. die bewilligt eylendt hilf aauf vier monat–a gegen unsers heiligen, christenlichen glaubens erbfeindt, dem Turkhen, bzu freundtlichem genedigen gefallen–b angenomen, auch was die röm. kgl. Mt. der artillerey, profandt cund ander sachen–c halben bewilligt dund sich erpotten haben–d, vernomen.

    Und als aber Kff., Ff. und stende in irer bewilligung egemelter turkhenhilf undter anderm–e begert haben, das die gehorsamen stende mit dem teil der ungehorsamen und ungewissen nit beladen noch beschwert werden, ist ir Mt. nit gemaint, die gehorsamen damit zu beladen, aber ir Mt. will sich nichtdestoweniger gentzlich versehen, fbegert auch solhs mit sonderm, freundtlichen, gnedigen fleyß und ernst, das–f gemaine stende wellen in ansehung der hohen not, so augenscheinlich verhanden ist, die obgemelt bewilligten hilf girer Mt. begern nach ditzmals–g volkomenlich one allenh abgang laisten, auch irer Mt. ir guetbedunkhen, durch was weg und mittel die ungehorsamen iund ungewissen stende–idahin geweist und gebracht werden mögen, das sy iren gepurenden tail an sölchen jund dergleichen anlegen hinfuran auch laisten–jund erlegen.

    Dann1 sovil den gemainenk friden belangt, darumb die stende lzu mermalen angesuecht haben–l, ist ir Mt. des gnedigen erpietens, mallem fridlichem wesen Šzu guetem–m ainen gemainen fridstandt, ninmassen der bisanher auf disem reichstag von irer Mt. gegeben und ausgeschriben-n, auch mit suspension und anstellung der acht und processen am camergericht bis auf den ersten tag Januarii des nechstkunftigen 42. jars der mindern jarzal aus gnaden zu bewilligen und zu verschaffen, und will sich auch gnediglich versehen, das Kff., Ff. und gemaine stendt solchen friden unbeschwerlich alsoo annemen, bewilligen pund halten werden–p. So ist auch ir Mt. der gnedigen maynung, mitlerzeit mit hilf des allmechtigen, auch rath und zuthun gemainer stende die sachen dohin zu furdern, das ain gemainer, bestendiger fridt aufgericht und gleichmessig recht im hl. reich erhalten werden.

    qFerrer belangendt die ungleichhait der anschleg, ist ir Mt. urputtig, mit rathlichem bedenkhen gemainer stendt hierin fursehung zu thuen–q, damit sölche ungleichait und beschwerung rin kunftigen fällen gemessigt–r und die pillichait bedachts werdt.

    Und sover die erlegung des gelts berurt, will sich ir Mt. noch gentzlich versehen, gemaine stende werden irer Mt. merkhliche ausgaben, damit dieselb bißher beladen gewest und noch ist, bedenkhen und sonderlich, das irer [sic!] Mt. yetzo selbs in rustung steet, sich mit kriegsvolckh dem Turkhen zu widerstandt und abpruch gefasst zu machen, tauch daneben der röm. kgl. Mt., irem brueder, zu hilf und beistandt ain antzal hauptleut und kriegsfolkh aus Italien in Hungern zuzuschikhen–t,2. Und dieweil die bewilligt hilf nit so ubermessig ist, das gemaine stendt dieselbig nit furderlich möchten erlegen, so ist hierauf irer Mt. freundtlich gnedig synnen, nachdem sy, dieselben Kff., Ff. und stende, mit bewilligung solcher hilf so guetwillig ertzaigt haben, sy wellen auch verrer unbeschwerdt sein, dieselb uzum furderlichisten, wie dann sölhs die fursteend Šund unvermeidlich notturft hochlich erfordert–u, zu volziehen und in das werkh zu bringen3.

    Ir Mt. will sich auch des öbristen veldthaubtmans halben vzum furderlichisten–v entschliessen und gemainen stenden wsolchs alsdann zu wissen thuen–w. Sovil aber das königreich Hungern berurt, xdamit dasselb aus sorg in fridt und ainigkait gesetzt–x werd, ist ir ksl. Mt. nochmals genedigklich genaigt, irem vorigem erpieten ydises puncten halben–y nachtzukomen4.

    «Nr. Š193 Antwort Kg. Ferdinands auf die Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juli 10 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 296r–297v (Kop.).

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 88r–89v (Kop.); DV fol. 89v: Ksl. und Kgl. Mt. ubergebne schrift den reichsständen, betreffendt die eylendt turckenhilf und friden etc. Actum Regenspurg, den 10. Julii anno etc. 41.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 120r–121r (Kop.); AV fol. 120r: 10. Julij.

    D  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 369v–370r (Kop.).

    Die röm. kgl. Mt., unser allergenedigister herr, hat der Kff., Ff. und anderer stende des hl. röm. reichs und der abwesenden potschaften antwurt [Nr. 189], sovil irer kgl. Mt. negst übergebne schrift betrifft, genedigclich vernomen.

    Und nimbt erstlich ir kgl. Mt. zu freundtlichem und gnedigem wolgefallen an, das die reichstende die bewilligt hilf irer kgl. Mt. begern nach in gelt erlegen wellen, dann ir kgl. Mt. ye darfur geachtet, das solhes der sachen ain ansehliche und grosse furderung bringen werde. Gleicherweiß hat ir kgl. Mt. gnedigklich und gern gehört, das der obrist und kriegsrätte von den reichsstenden an gelegen ort verordent und von denselben der stende bedengkhen gemäß kriegsfolckh zu roß und fueß angenomen werde, angesehen, das ir Mt. bedengkht, das solhes ain hohe, unvermeidliche notturft sey, dasselb auch der handlung gleichermassen ain grosse furderung bringen werde, dann, dieweyl man des Turckhen ankunft in Hungern teglich gewertig, so ist derhalben hierin khain stund noch zeit zu verliern, sonder aller muglicher furderung hoch vonnötten.

    So ist die kgl. Mt. gnedigklich genaigt, die reichsstende, so in den oberösterreichischen landen beguet sein, in vermög des augspurgischen reichsabschids zu entheben, inmassen sich solhes ir kgl. Mt. gegen denjhenen, so in den niderösterreichischen landen guetter haben, in negster irer antwurt angebotten hat.

    Ir kgl. Mt. will auch derselben erbietten nach der reichsstende mit irer hilf gnedigklich und gern verschonen, sy in allweg vor unnotwendigen chosten verhuetten und sich aber entgegen zu gemainen reichsstenden ungezweifelt versehen, die werden im faal der nodt mit irer bewilligten hilf auch nit seumig sein, besonder dieselb dermassen laisten und furdern, damit die zu nutz und fruchtperkait erschiesse.

    Daneben so will ir kgl. Mt. in Hungern verordnung thun, das der reichsstende muntz, so sy zu erhaltung des kriegsfolckhs dargeben werden, nach zimblichen und billichen dingen genomen werden soll, doch das gemaine reichsstende in dem fal auch bedacht sein wellen, das dieselben munsen dem kriegsfolckh in ainem gleichen wert gegeben werde. Und ist hierauf der kgl. Mt. freundtlichs und gnedigs ansynnen, gemaine reichsstende wellen on alles lengers aufhalten Šoder verziehen von aufbringung wegen des kriegsfolckhs zu roß und fueß und aller anderer kriegsnotturft halben statlich ratschlagen und solhs in ansehung und bedengkhung der hohen notturft, sovil indert menschlich und muglich ist, furdern und in solhem kain zeit verliern, wie sich des ir kgl. Mt. zu gemainen reichsstenden freuntlich, gnedigclich und ungezweifelt versehen will1.

    «Nr.194 Stellungnahme der protestantischen Stände zur Antwort des Kaisers1 vom 10. Juli 1541 (zur Suspension der Acht gegen Goslar) – Regensburg, 1541 Juli 10 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 148r–150v (Kop.); DV fol. 150v: Copei, was dem Kf. zu Branndennburg auf die zeddel etzlicher worth halben uff die zugestelt zeddel weiter geantwort, 1541, den 10. Julij, Regennspurg.

    B  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 73v–74v (Kop.).

    C  koll. Nürnberg StA, Ansbacher Religionsakten 23, unfol. (Kop.); ÜS: Weitere der religionsverwanthen stende antwort, dem Kf. zu Brandenburg der turckenhilf halben, den 10. Julij, schriftlich zugestelt.

    Der augspurgischenn confession und derselben religionsverwanten stende haben des Kf. zu Branndennburg, meins gnedigsten herrn, fernere geschehene antzeig etzlicher worth halben, so in irer nechst gegebenen antwort in mißverstandt mochten getzogen werden, sampt der zugestelten zedeln von wegen Šsolcher worth, nemlich, das den geechtigten ire rechtliche notturft active und passive nicht benohmen, freuntlich und undertheniglich verstanden.

    Und wiewol sie der ksl. Mt. gnedigste suspension der acht und processen am chammergericht fur kein absolution oder restitution halten, auß ursachen, daß solche suspension allein uff ein gewisse zeit alß nemlich sechs monath bestimpt und limittirt ist, idoch so versteen sie dieselbigen mit allem irem effect und wirckung, also das solche acht die bestimpte zeit uber nicht allein der thetlichen handlungen halben, sonder auch, waß den geechtigten in und ausserhalb rechtens solcher vermeinten acht halben begegenen mocht, suspendirt und aufgehoben sei und inen also solche vermeinte acht mitlerweilh nichts preiudicirn möge, gleich alß ob die von Goßlar in solche vermeinte acht nie gesprochen und erclert worden weren. Dan ane das, do solchs allein der that halben verstanden und die geechtigten under dem schein des rechten angefochten und inen dargegen ire rechtliche notturft und defension solcher acht halben abgeschnitten sein solle, were inen mit solcher suspension wenig geholfen. Dann solte Hg. Heinrich mitlerzeit auf die acht am chammergericht fortfharn und in der von Goßlar guter einsetzung bitten und den von Goßlar dagegen kein defension oder außzug zugelassen werden, als es dann in craft solcher acht geschehen wurde, so were diese suspension der armen stat von Goßlar mer verderblich und schedlich dann furtreglich. In gleichnus so were auch in solchem verstandt der ksl. Mt. suspension gantz keiner oder geringer wirckung, do die geechtigten der wolthat der rechten craft solcher suspension nicht genießlich sein solten.

    Dieweil dann die ksl. Mt. sich gnedigst erboten, den friden und suspension in aller massen die obbestimpte zeit der sechs monath zu geben, wie anher zu diesem reichstag geschehen, und dan ire Mt. in derselbigen offentlichen ausschreiben alle wirckung mergemelter acht suspendirt und angestelt, so bitten obgedachte stende, das der Kf. zu Branndenburg die ding bei der ksl. Mt. dohin fordern wolte, daß es ire Mt. der gesatzten worth halben allergnedigst auch darbei wolt wenden lassen, also das den geechtigten ire rechtliche notturft active und passive in allen andern sachen mitlerweil unbenohmen, und sonsten vermuge irer vorigen bith, sovil die offenung der strassen, prophiant und anders belanget, sich allergnedigst ertzeigen wolten, damit sie solcher irer ksl. Mt. suspension und friden wircklich geniessen und demnach die begerten turckenhulf mitleisten helfen mochten. Das seint sie, umb die ksl. Mt. underthenigst und umb den churfursten freuntlich und undertheniglich zu verdienen, willig.

    «Nr.195 Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände zur Antwort des Kaisers vom 10. Juli 1541 – Regensburg, 1541 Juli 14 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 298r–301r (Kop.).

    ŠB  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 94r–96r + 99v (Kop.); DV fol. 99v: Der Kff., Ff. und stände, auch der abwesenden potschaften und räte antwurt auf ksl. und kgl. Mt. jungst ubergebne schrift, die eilend turckhenhilf betreffend. Actum Regenspurg, den 14. Julii anno 41.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 153r–155v (Kop.); AV fol. 153r: 14. Julij.

    D  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 378r–380r (Kop.); AV fol. 378r: 13. Julij 1541 gelesen.

    Der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren, jungst ubergeben schrift [Nr. 192], die eilenden turckenhilf belangendt, haben Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften und rethe undertheniglich vernomen und furnemlich darauß befunden, das ir ksl. Mt. nit gemeint, die gehorsamen stendt mit der ungehorsamen und ungewissen anlag zu belestigen, welichs sie ir Mt. undertheniglich danckbar sein, auch urputtig, solch bewilligte hilf neben allen andern stenden und under dieselben zu theillen nach außweisung der alten anschleg des rhomzugs, sovil ir jedem daran gepuren mag, undertheniglich und gehorsamlich zu leisten, doch uff mittel und condition, wie solchs ire vorige schriften, der ksl. und kgl. Mt. ubergeben, underschiedlich außweisen und anzeigen. Wes aber von den ungehorsamen und ungewissen an solicher hilf abgeen wurdet, zweiffeln Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften und rethe nit, die ksl. und kgl. Mt. werden inen solichen abgang durch geburliche proceß des keyserlichen fiscals, wie im hl. reich gepreulich herkomen, wol zu erholen wissen, doch dermassen, das die, so von alter her durch andere stendt billich außgezogen worden sein, mit solchen processen oder in ander weg nit beschwerdt, sonder bey altem herkomen gelassen, weliche aber von alters in des reichs anschlegen gewest, das gegen denselben di proceß nit suspendirt noch abgeschafft, wie bißhere beschehen sein mog, sonder, wie sich gepurt, procedirt und volnfarn werde.

    Den fridtstandt belangendt, welchen ir ksl. Mt. biß auf den ersten tag Januarii schirstkunftig zu bewilligen und zu verschaffen sich erpieten, geben Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden botschaften und rethe ir ksl. Mt. undertheniglich zu erkennen, das sie uff ir Mt. hievor beschehen gnedig begern etlich tag den puncten fridens und rechtens beratschlagt, sich auch zum theil in demselbn entschlossen, dieweil aber irer ksl. Mt. sich yetzo solichs fridstandts und anders halben in schriften erclert und den stenden ubergeben lassen, so sein sie undertheniglich urpuettig, sich uff solich irer Mt. schrift ferrer zu underreden, zu vergleichen und ir Mt. ir getreue wolmeinung und bedencken hierin undertheniglich zu eroffnen.

    Daneben haben sie ir Mt. gnedig erpieten, ringerung halben der anschleg beschehen, undertheniglich vernomen und, dieweil gemeine stendt der uff etlichen reichstegen vertrost und an ime selbst pillich ist, das in den anschlegen des hl. reichs alle ungleicheit abgeschafft werde, so pieten sie undertheniglich, Šdiesen puncten gnediglich zu erledigen und soliche ungleicheit in khunftigen fellen zu messigen, dan one das mocht solliche ungleicheit in beharlichen oder andern reichshilfen und anlagen verhinderlich sein.

    Das Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden botschaften die ksl. Mt. underthenigst angelangt, die verlegung dieser eilenden hilf gemeinen stenden ein zeitlang furzustrecken, ist keiner andern ursachen beschehen dan zu furderung der sachen und auß beweglichen ursachen, in fordern schriften erzelt. Dieweil aber ir ksl. Mt. des beschwerung haben, so achten Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften der sachen fur bequem, das der frenckisch, beyerisch und osterreichisch kraiß ir anlag der eilenden hilf, sovil sich die uff zween monat erstreckt, zum furderlichsten einem iden moglich und zum lengsten in einem monat gein Regenspurg oder Bassaw, der schwebisch kreiß zum lengsten in sechs wochen gein Augspurg und der reinisch, deßgleichen der vier churfursten bey rhein, der niederlendisch und westvalisch, beide ober- und niedersachsische und der burgundisch kreiß gein Franckfurt und zum lengsten in zweien monaten gewißlich und entlich erlegen und, wan ein jeder sein gelt also erlegt hat, das er sich dan mit dem ubrigen gelt uff den dritten und im fall der notturft uff den vierten monat gefast machen und in nechsten darnach volgenden monat an obbestimbte endt auch erlegen solt, damit der pfennigmeister solichs an bemelten enden gewißlich finden, uffheben und zu bezallung des kriegsvolcks geprauchen mocht. Dieweil auch Kff., Ff. und stendt und der abwesenden botschaften anlangt, das etliche stendt zu diesem reichstag nit beschrieben, etliche aber beschrieben und die iren alhere nit verordent haben mochten, achten sie vonnotten, das die ksl. Mt. solichen stenden diese bewilligte eilende hilf in schriften verkhunden und inen ernstlich gebieten, dieselben inmassen, wie obsteet, auch ungeweigert zu erlegen.

    Die Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden botschaften hetten Pfgf. Friderichen auß beweglichen, guten ursachen fur einen obersten wol leiden mogen. Weil aber die ksl. Mt. inen selbst entschuldigt hat, wollen Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften irer ksl., auch der kgl. Mt. undertheniglich heimstellen, einen obersten gnediglich zu verordnen1, doch auß dem hl. reich teutscher nation und das derselbig gemeinen stenden seins bevelchs halben mit eiden und pflichten vorwandt sein soll, wie man sich des mit ime verglichen wirdet, welicher diesem werck zu irer Mt. und des hl. reichs ehr und notturft statlich vorsein mag, wie Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften an irer Mt. gar nit zweiveln. Und so solicher oberster verordent ist, alsdan sein Kff., Ff. und stendt und der abwesenden botschaften iren vorigen schrieften nach undertheniglich urputtig, die kriegsrethe und einen pfennigmeister zu benennen und sich mit denselben irs bevelchs zu vergleichen.

    ŠUnd das ir ksl. Mt. gnediglich urputtig, irem erbiten, das konigreich Hungern betreffendt, gnediglich nachzukomen, das haben die Kff., Ff. und stendt und der abwesenden botschaften danckbarlich vernomen und bitten, diß ir antwort von inen in gnaden anzunemen.

    «Nr.196 Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände zur Antwort Kg. Ferdinands vom 10. Juli 1541 – Regensburg, 1541 Juli 141 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 302r–303r (Kop.).

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 97r–97v (Kop.); DV fol. 99v: Der Kff., Ff. und stände, auch der abwesenden potschaften und räte antwurt auf ksl. und kgl. Mt. jungst ubergebne schrift, die eilend turckenhilf betreffend. Actum Regenspurg, den 14. Julij anno 41.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 148r–149r (Kop.).

    D  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 380r–381r (Kop.); AV fol. 380r: eodem die [1541 Juli 13].

    Der röm. kgl. Mt. letzt ubergeben schrift [Nr. 193] haben Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden botschaften undertheniglich vernomen und sein nachmals in underthenigkheit geneigt und willig, ir antheil und gebur an der eilenden turckenhilf an gelt zu erlegen und an volck zu leisten, doch uff condition, mittel und maß, in vorigen iren schriften, der ksl. und kgl. Mt. ubergeben und zugestelt, nach lengs verleibt und außgetruckt, die sie hiemit wollen repetirt haben.

    Was aber die stendt belangt, so in der kgl. Mt. ober- und niederosterreichischen landen begut sein, bitten Kff., Ff. und stende, auch der abwesenden botschaften und rethe undertheniglich, ir kgl. Mt. wolle dieselben irem vorigen erbieten nach gnediglich entheben, sich gegen inen ercleren und mit inen dermassen vorgleichen, damit diese eilende hilf samptlich moge gelaist werden.

    So nemen Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften in underthenigkheit abermals ane, das ir kgl. Mt. des gnedigen gemuts ist, gemeine stendt vor allem unnottwendigen costen zu verhuetten, sein auch undertheniglich geneigt, sovil nach gelegenheit und gestalt der sachen immer muglich sein will, soliche eilende hilf zu furdern und in das werck zu bringen, wie solichs der ksl. Mt. hiebeneben ferrer angezeigt wurdet.

    Der muntz halben sein Kff., Ff. und stend auch der abwesenden botschaften der kgl. Mt. ires gnedigen erbietens undertheniglich danckbar, wollen sich auch darauf versehen, ir Mt. werde dits puncten halben so gnedig und dermassen fursehung thun, das die stendt oder das kriegsvolck an irer montz kein verlust Šnoch schaden haben, so sein auch gemeine stendt des underthenigen willens, ire anlag mit gutter, ganghaftiger muntz als ducaten, cronen, golt, talern, patzen, zehenern und dergleichen zu erlegen, doch ein jede in irem werdt, wie sie itzo gilt, nemlich ein ducaten fur 24, ein cronen fur 23, ein goldtgulden fur 18 und ein taler fur 17 batzen, item 21 zehener fur 15 patzen, dergestalt, das ein jeder standt sein geburende anlag an obgemelter oder anderer dergleichen gutter, ganghaftiger muntz erlegen soll, ein jeden gulden zu 15 patzen oder 21 zehenern gerechnet, und pitten undertheniglich, solch ir antwort in gnaden uff- und anzunemen.

    «Nr.197 Stellungnahme der protestantischen Stände zur Erläuterung Kf. Joachims II. von Brandenburg zur eilenden Türkenhilfe und zur Suspension der Acht gegen Goslar – Regensburg, [1541 Juli 15]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 184r–187v (Kop.); ÜS fol. 184r: Antwort dem Kf. zu Brandenburg, den 14. Julij, der turckenhulf halben zugestelt; DV fol. 187v: Copei der religionsverwanten stende antwort, dem Kf. zu Brandenburg, den 14. Julij, der turckenhulf halben gegeben, 1541, Regennspurg.

    B  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 643r–644v (Kop.); AV fol. 644v: Der protestierenden stend schriftliche antwurt, dem Kf. von Brandenburg in namen ksl. Mt. gegeben, belangend die von Goßlar.

    C  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20III, fol. 474r–476r (Kop.).

    Das gesterig beschehen furtragen durch Adam Trottenn marschalh und Stachium von Schlieben, daß der von Goßlar achtsuspension halben allein die wort ‚active und passive‘ heraussengelaßen werden, doch solte es gleichwol den verstant haben, wurden die von Goßlar die zeit des anstands in recht angesprochen, das inen ire defension unbenohmen sein solte, mit angetzeigter verursachung, warumb eur kfl. Gn. solchs fur gut angesehen, damit also das hochnotig werck der hulf wider den Turcken in volstreckung möchte bracht werden, haben die stende der augspurgischen confession freuntlich und undertheniglich vernohmen, zweiveln nicht, euere kfl. Gn. sey des vorigen der stende erbietens indechtig, wolten auch noch gerne alles daßjhenige einreumen, daß nach gestalten sachen in diesem falh leidlich were. Aber diese worth aus der keyserlichen suspension fallen zu lassen, daß wurde der von Goßlar ewig verder Šben sein. Dan Goßlar ist in die acht gesprochen, wirdet durch Hg. Heinrichen echtig gehalten, der weigert inen prophiant, holtz, koln und alle notturft, hat bei andern, dergleichen zu thun, erlanget und steet dartzu am chammergericht in vleissiger arbeit, sich mit vermeintem rechten in der von Goßlar bergwergk, huttenwergk, heltzer und guter setzen zu lassen und also Goßlar gantz und gar zu verderben und an sich zu bringen.

    Nun ist zu forderung gemeines fridens unser meinung und auf das vorig euerer kfl. Gn. erbieten, von wegen ksl. Mt. beschehen, dieser stende verstand gewesen, daß die suspension die benente zeit des anstants kreftiglich gegeben werden und der wirckung sein solte, inmassen als ob Goßlar in denen sachen in die acht nie gesprochen were, und also die von Goßlar, unangesehen der acht, bequem sein solten, in andern ausserhalb dieser achtsachen ir recht active und passive außzufhurn und sich gemeiner recht zu erfreuen. Solten nun die stende den von Goßlar rathen oder zulassen, die wort ‚active und passive‘ fallen zu lassen, so weren sie ewiglich verkurtzt und verdorben, dann es wurde in der zeit Hg. Heinrich einsetzung in die guter begern.

    Dargegen konnten die von Goßlar kein defension haben. Daß inen ire defension unbenohmen sein solte, so ist inen doch damit nit geholfen, dann sie weren in der acht und erstrecket sich die suspension allein auf die that und dannocht nur ein zeitlang und hette die acht gleichwol, sovil das recht antreffe, ire wirckung, wurden also die von Goßlar im rechten fur echter gehalten und Hg. Heinrich in ire guter gesetzt. Solchs musten sie zusehen, konnten sich weder mit der that noch mit recht beschyrmen. Das recht were inen alß echtern benohmen, mit der that musten sie stilsteen. Item, sie konten als echter ire gegenclagen auf die furgewanten, fridbruchige purgationsartickel, execution des vorerhalten possessorii und in andern sachen nicht furbringen, dann sie hetten im rechten zu steen nicht person. Villeicht wurd Hg. Heinrich dartzu inmassen wie itzt prophiant und allen zugang durch mancherlei wege verbieten oder verhindern, und wurde also die suspension denen von Goßlar mer schadens und verderbens wircken dan die execution der acht und offenbare verfolgung.

    Nun werden die stende bericht, das die von Goßlar vormals in causa possessionis ein urtheil wider Hg. Heinrichenn erhalten haben, darin inen biß uff diesen tag kein execution erfolgt, sonder ksl. Mt. solh daneben ein sequestration wider iren willen geschafft, derwegen sie unverwintlichen, grossen schaden gelitten und noch heutigs tags leiden. Liessen sich die stende duncken, wann schon am chammergericht wolh geurteilt, daß man doch in keinen weg dafur heldet, sich auch aus iren supplication verhoflich daß widerwertig erfinden wirdet und kain ander ursach da were, so hette dannocht ire Mt. ursach, den von Goßlar in gleichnus auch aus verderben zu helfen und die grosse beschwerung gnediglichst abtzuwenden, dann die ursachen, so ire ksl. Mt. jhenes mals hetten mugen bewegen, scilicet ne partes devenirent ad arma, steen noch. Hiraus vorsteet euere kfl. Gn. clerlich, daß die stende obgemelt solchen irer kfl. Gn. furschlag nicht willigen konnen oder mugen. Bitten derwegen noch wie vor, daß die wirckung Šder acht, beide im rechten und der that, zum wenigsten die furgeschlagen zeit, inmassen wie die stende eur kfl. Gn. erbietten, von wegen ksl. Mt. geschehen, verstanden haben, gentzlich suspendirt und sonst die von Goßlar zugelassen werden, ausserhalben dieser achtsachen ire recht und gerechtigkeit zu prosequirn und zu defendirn, wie sich daß in recht geburet, und auch mitlerzeit in andern sachen mit der that verschonet werden.

    Und dieweil man itzt allein von dem frid und der zeit des anstands handelt und der gesanten bevelh gemeinlich dohin gestanden, das sie, soferne man eins bestendigen frids und gleichmessigen rechtens vertrostung haben und mitlerzeit frid und recht erhalten mög, die eillende turckenhulf bewilligen solten, so wollen gleichwol die stende von wegen der von Goßlar des weiter gebeten haben, das der von Goßlar ubergeben supplication [Nr. 249, Nr. 253] moge besichtigt und inhalt derselbig inen hulf des rechten mitgeteilt, damit die arme stat bei recht erhalten und vor gentzlichem verderben verhuetet werde.

    Demnach bitten die stende uffs allerhochst, es wolle seine kfl. Gn. die grosse beschwerung dieser armen verlassen, verderbten stadt des hl. reichs alß ein churfurst und furnehmest gelid desselbigen zu hertzen fhuren und bedencken und diesen handel bei der ksl. Mt. mit hochstem ernst und vleiß fordern, damit ire ksl. Mt. sich derselben armen leut gnediglichst erbarme, solche grosse beschwerung von inen abwende und sie bei dem hl. reich hanthabe, schutze und schirme, das auch ire ksl. Mt. derselben armen leute underthenigsten bit, in irer supplication vorbracht, gnediglichst statgebe und dergleichen an denen orthen, da sich das zu thun geburt, zu geschehen verschaffe. Daß werden [sic!] ane zweivel Got belohnnen und diese stende freuntlich und undertheniglich verdiennen etc.

    «Nr.198 Stellungnahme der protestantischen Stände zum erneuten Ansuchen Kf. Joachims II. von Brandenburg zur eilenden Türkenhilfe und zur Suspension der Acht gegen Goslar – Regensburg, [1541 Juli 17]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 188r–189v (Kop.): ÜS fol. 188r: Dem Kf. zu Brandenburg, den 16. Julij; DV fol. 189v: Copei der religionsverwanten stende antwort, dem Kf. zu Brandenburg, den 16. Julij 1541, Regenspurg.

    B  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20III, fol. 477r–477v (Kop.).

    ŠAuf das letzt beschehen freuntlich und gnedigst ersuchen und begern unsers gnedigsten herrn, des Kf. zu Branndennburg etc., an die gegenwertigen fursten, auch der abwesenden chur- und fursten und andern der augspurgischen confession verwanten stende gesanten, rethen und potschaften haben dieselbigen den sachen nachgedacht und von dem churfursten freuntlich und undertheniglich verstanden.

    Und lassen bei der röm. ksl. Mt. beschehen erbieten der suspension und anstellung der processen und achten am keyserlichen chammer- und andern gerichten bleiben, ane zweivel, ire Mt. werden demselbigen also wircklich nachsetzen lassen, damit dem anders, dan bißher geschehen, gelebt und an bemelten gerichten nicht daruber procedirt.

    Und aber die von Goßlar belanget, wo es dan den von Goßlar mitlerzeit der suspension dermassen begegen mag, daß man in und ausserhalb rechtens mit that und recht solcher achtsachen halben gegen inen stilsteen soll, so wollen die stende neben andern stenden inhalts vorigs ires erbiettens die eilende hulf leisten und der hoffnung sein, es werde die ksl. Mt. mitlerzeit des anstands irem erbietten nach einen gemeinen, bestendigen friden und gleichmessigs recht im hl. reich aufrichten und also dieser der von Goßlar sachen, wo nicht alhie, doch alßdann auch wircklich geholfen werde. Soferne aber der stilstandt im rechten gegen den von Goßlar nicht mag erlangt oder erhalten werden, so seindt demnach die stende geneigt, die eilende hulf, wie obgemelt, neben andern stenden zu thun, doch mit dem vorbehalt, wo wider die von Goßlar in oder ausserhalb rechtens etwas furgenohmen wurde, daß sie alßdann unbegeben haben wollen, denen von Goßlar zugut ire notturft dargegen auch furzunehmen. Dieweil aber etzliche gesanten inmassen, wie vormals auch angetzeigt, des nicht gnugsam bevelch, so haben dieselbigen solchs an ire herrn gelangen lassen, von denen sie auch teglich antwort gewarten seint. Und wollen also die stende obgemelt der hoffnung sein, die ksl. Mt. werde diesen anstandt dermassen und also gnedigst verordenen, damyt nach derselbigen abscheid im hl. reich frid erhalten, unfrid und unrhue moge verhutet werden2.

    «Nr. Š199 Eingabe der Gesandten der österreichischen Erblande an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 23 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 373r–374v (Kop.); DV fol. 374v: Vermanschrift an die chur- und fursten von den niderosterreichischen lande gesandten, die beharrig turckenhilf belangendt.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 172r–175v (Kop.); DV fol. 175v: Der niderosterreichischen gesandten anderer furtrag, darin sy abermalls umb hilf und antwurt pitten; AV v. a. Hd. fol. 175v: Actum Regenspurg, den 23. Julii anno 41.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 411r–413v (Kop.).

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 325r–329v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 329v: Copei der osterreichischen gesanten, darinnen sie der turckenhulf halben bei den stenden des reichs erinnerung gethan. 1541. Gelesen zu Regennspurg, Sonnabennt, den 23. Julij.

    Eur kfl. und fstl. Gn. bitten wir underthenigist der funf niderösterreichischen lande gesandten, dise unser gehorsamist, notwendig vermanschrift genedigist zu vernemen. Als eur kfl. und fstl. Gn. genedigist wissen tragen und die bemelten landt, auch wir gehorsamisten gesandten gar nicht zweifln, eur kfl. und fstl. Gn. sein der handlung und ires höchsten obligens, so die angeregten funf landt mit dem tirannischen veindt, dem Turckhen, beladen und eur kfl. und fstl. Gn. zuvor vilfeltige erinnerung und in jetziger reichstagsbesamblung durch uns gesandten furbracht und eur kfl. und fstl. Gn. neben der uberraichtn instruction [Nr. 166] und nebenschriften umb derselben genedigisten und cristlichen hilf gehorsamlich umb stattliche, harrige hilf ersuecht, daruber uns von eur kfl. und fstl. Gn. und ständen die antwurt genedigist ervolgt1, daß eur kfl. und fstl Gn. unser eingelegt schriften mit dem ersten und mit vleis ubersehen und sich einer furderlichen antwurt entschliessen und dieselben uns entdeckhen, wie dann die funf land und wir gesandten von derselben lande wegen des unzweiffenlichen verhoffens, daß eur kfl. und fstl. Gn. sölch wichtig sachen von der gehorsamen, kristlichen lande wegen genedigist und hertzlichist bedacht, wie dann wir gesandten bey eur kfl. und fstl. Gn. und ander loblichen standen in unsern teglichen solicitiern darzu genedigist genaigt und willig gespurt.

    Dieweil sich aber der aufpruch dises reichstags etwas erzaigt und die ksl. Mt. verruckhen wellen und wir uber unsern vilfeltigen, hohen vleis solicitiern nicht erkundigen mugen, wie es doch mit der harrign hilf gstalt, derhalben wir geursacht, abermals eur kfl. und fstl. Gn. dise gehorsame, notwendig vermanung zu thuen, mit gehorsamen pit, die wöllen die uberantwurt vermanschrift genedigist empfahen und zu gmueth nemen und zweifln gar nicht, eur kfl. und Šfstl. Gn. sambt den andern loblichen standen haben unser, der gesandten der funf niderösterreichischen, cristlichen lande instruction und die ander nebenschriften mermals genedigist verlesen, daraus warhaftiger grundt abzunemen, in was geferlichaiten die landt steen, wo in auch nicht mit härriger, statlicher hilf von eur kfl. und fstl. Gn. und den andern loblichen ständen geholfen, wasmassen sy nicht allein in des Turckhen gewalt genötigt, sunder was dardurch der gantzen cristenhait teutscher nation nachteilligs volgen mag, des wir aber aus schuldiger, cristlicher pflicht uber die vorigen, vilfeltigen anzaigen vermanen und wider verneuen thuen.

    Und dieweil sich die sachen der härrigen hilf halben aufziehen, wölhes, aus dem nu der Turckh mit macht auf die cron Hungern und di landt anzeucht und auch unaufherlich davon nicht setzen wirdt, mit dem höchsten zu der landt verderben nachteillig ist, und, dieweil uns dann die bemelten landt hieher oftmals mit ernst geschribn, in unsern habenden bevelh ernstliche handlung und vermanung zu thun, auflegen, dieweil wir aber gar nicht zweifln, eur kfl. und fstl. Gn. die haben aus genugsamen, vilfeltigen erfarungen, auch aus unser, der gesandten, eingelegt schrieften und mundtlichen furtrag und vilfeltigen vermanung alle notwendigkait und last aus irem hohn, von Got dem herrn begabten verstandt abgenumen und sich unzweiffenlich daruber ainer genedigisten und cristenlichen antwurt und sunderlich härrigen hilf entschlossen, derhalben wir eur kfl. und fstl. Gn. und der abwesenden, loblichen stenden potschaften als unser genedigisten herren mit diser schriftn gehorsamlich verman [sic!] wöllen und abermals durch Got den almechtigen und cristlicher und pruderlicher lieb willen, die wöllen diß hochwichtig werch, daran bey unsern gewissen der cristenhait teutscher nacion mit dem höchsten gelegen, genedigist und cristlichist befurdern und die härrig hilf mit ainem ansehenlichen kriegsvolckh zu roß und fueß und auf ain statlich anzall jar und, wie lang es di notturft ist, genedigist benennen. Dann wo solches niecht beschiecht, des wir gesandten, auch die bemelten landt gar nicht hoffen, so erkennen wir uns ye schuldig und erfordert die unvermeidenliche notturft, eur kfl. und fstl. Gn., auch andern loblichen stenden offenlich anzuzeigen, wo inen mit der statlichen, härrigen hilf nicht genedigist und cristenlichist stattlich zugesetzt, daß der gemain man, der mit mue bisher aufgehalten, wie zu besorgen, aus getrungner not sein leben, weib, kind, hab und guet vor dem gewaltigen tirannen den negsten todt und verderben mit verlauffen, tributiern oder in ander weg entpfliehen, wölche eelendt und beschwerlich weg ye allen cristenlichen menschen hochbeschwerlich, verderblich und nachtaillig wärn, derhalben die vilbemelten landt von der cristenhait kämen und dardurch das röm. reich in nachteil, ja Got wöll es mit gnaden verhueten, in abfall komen möcht, das die landt vor irem ewigen Got, der allein alles thun und wesen erkhenner, sunder auch bey menigclich entschuldigt sein wurden, wölches wir eurn kfl. und fstl. Gn., auch andern loblichen stenden allein aus warer, rechter, cristlicher treu und pflicht, angesehen der augenscheinlichen noth, anzaigen thun.

    ŠZudem bitten wir auch eur kfl. und fstl. Gn. gehorsamist, die anzall jar der härrigen hilf der cristenhait und landen, auch den armen wittib und waisen zuguet genedigist zu erwegen, solte die harrig hilf auf dreu oder vier jar, als wir zum thail vernemen, oder klainer anzall des kriegsvolckh gstelt, daß es unwircklich und nachtaillig zufalln möchte. Dann eur kfl. und fstl. Gn. versteen hochweislich, das in dem ersten jar das kriegsvolk sich erst alles thuns und des veindts glegenhait kaum recht erinnern, unzweiffenlich aus der genad Gottes nicht wenigers etwas dem veindt möcht an den gränitzen abprochen werden, das ander und drit jar aber merers furzunemen, daruber sich nu gewisslichen von dem veindt statliche gegenwör und ainer schlacht gewisslichen zu versehen, derhalben eur kfl. und fstl. Gn. fur ains die besterckhung und zuzug in zeit der noth genedigist bedenckhen und irn besteltn oberisten aund kriegsräten–a darin statliche ordnung und bevelh geben. Zudem solt nu die schlacht aus der gnad Gottes glingen, als, ob Got wil, nicht zu zweifln, erst wurd noth, der gnad Gottes und dem sig nachzuvolgen. Solt nu im bösten werch die hilf und zeit der jar aus sein und mitlerzeit kain reichstag sölch hochwichtig werch nach gelegenhait der leuf erlengert, möcht nit allein aller uncosten verloren, sonder als loblich werch, zu befridung der cristenhait furgenomen, ersitzen und alles werch damit zu spot und nachtail raichen, derhalben wir eur kfl. und fstl. Gn. hiemit gehorsamist und aufs höchst bitten, die harrig hilf, solangs die notturft erfordert, genedigist und mit dem höchsten bewegen und hilflich erschein, und die andern loblichen stenden des hl. cristenlichenb röm. reich und sonderlich die bäbstlich Hlt., dere es dann vor andern pottentatten billichen zu laisten ir aigne härrige hilf schuldig, die wir von der landt wegen auch zu seiner Hlt. unzweiflich sein, darzu zu bewegen und sich in allem genedigister und furderlichister handlung und antwurt entschliessen und dieselb ir antwurt uns gesandten genedigist in schrift zustellen lassen, damit wir den landen, von denen wir geschickht, unser ausrichtung, erlangung der harrigen hilf, der wir aus erzelten, hochwichtigen ursachen unzweiflich verhofflich sein, statliche und tröstliche erinnerung thun mugen. Das werden die landt, umb eur kfl. und fstl. Gn., auch die armen beschwerden, cristlichen wittib und waisen, umb derselben chur- und fursten mit irm emsigen gebeth zu Got dem allmechtigen umb derselbigen lanckh leben, gelickhlichen regierungen und allen wolfart seel und leibs zu biten, begierig und unvergessen sein und mit irn armen vermugen leibs und guets verdienen. Thun uns derselben von der lande wegen gehorsamlich bevelhendt und genedigister, cristenlicher antwurt gewartendt.

    [Zettel:] Genedigist cur- und fursten! Eur kfl. und fstl. Gn. wollen auch genedigist bedacht sein, solt die härrig hilf nicht furderlich beschehen, daß die cron Hungern mit irn zugethonen landen on mitl tributiren und also nicht allein sy als die cristen, sunder mit irn erfarnen manschaften, geringen pfärdten, Šauch alle profandt, so bisher in das reich darus gangen, damit weckhgenumen. Und haben so vil wissen, daß die in Hungern allein warten, was ire gesandten ausrichten. Solten sy unwirckhlich oder drostloß verruckhen, daß sich solcher fall in kurtz, das Got mit gnaden verhueten wöllen, zu versehen, des wir eur kfl. und fstl. Gn. aus der notwendigkait zu ainer vermanung abermals gehorsamlich anzaigen wöllen.

    «Nr.200 Eingabe der ungarischen Gesandten an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 22/231 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 375r–375v (Kop.).

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 330r–331v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 331v: Copei der ungerischenn potschaft erinnerung der turckenhulf halben. 1541. Gelesen Sonnabennt, den 23. Julij zu Regennspurg.

    C  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 378r–379r (Kop.).

    D  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 150v–151r (Kop.); AV fol. 150v: 23. Julij.

    Constat dominationibus vestris, quanto tempore nos in nostra legatione hic apud dominationes vestras simus calamitatemque et miseriam ac periculum afflictae patriae nostrae eisdem pluribus verbis exposuissemusa. Attamen usque ad hodiernum diem nullum responsum habemus, quo, cum ad fratres nostros revertimur, spem et fiduciam illis adferre possemus. Intelligimus propediemb sacram caesaream et catholicam maiestatem hinc discedere, credimus eciam, dominationes vestras ulterius post abitionem suae maiestatis hic non subsistere. Igitur dominationes vestras amore dei optimi maximi et eciam pro affectu in rem publicam christianam, pietate et charitatem [sic!] fraternum [sic!], qua in Christo singuli mutuo devincti et astricti sumus, magnopere oramus et obsecramus. Dignentur dominationes vestrae iam tandem tale responsum nobis praestare, quo innitentes valeamus perseverare in membro rei publicae christianae possimusque eidem inservire, quemadmodum et hactenus pro viribus nostris effecimus, neque sinant nos imperio infidelium et sectae Mahumetanae turpissime subici illisque parere.

    Nam si dominationes vestrae ad preces nostras benignum et optatum responsum (quod deus avertat) non dederint nosque dominationes vestrae de Šreliquerint, hoc significandum et protestandum duximus vereri nos, quod illi, quorum nomine pro [ferendo] auxilio ad dominationes vestras missi sumus, cogunturc inviti saluti et conservationi tum patriae tum personarum, liberorum et bonorum suorum quomodocumque tandem consulere, ne palantesd incertis sedibus misere oberrent stipemque alienum hostiatim [sic!] emendicent. Videmus enim vires nostras longe impares esse potenciae tanti tyranni. Quae autem incommoda ex huiusmodi a re publica christiana defectione subsequi possent, facile dominationes vestrae iudicare possunt. Itaque iterum atque iterum dominationes vestras suppliciter rogamus, dignentur nostri misereri talique relatione nos a se dimittere, ne cogantur a vobis divelli neque subdi imperatori Thurcarum, nam, si iugo ipsius includuntur, necesse est ut et amor fraternus et servicia huc usque mutuo exhibita cessent. Nam quamvis dominationes vestras intelligamus aliquod subsidium in tutelam regnie Hungarie decrevisse adferre quod certe nunc quoque satis tardum sit, sed, nisi bellum contra tam ferocem hostem continuum fuerit, parum dominationes vestrae efficient. Et certum est sacram maiestatem regiam, dominum nostrum clementissimum, omnibus viribus adniti et omni sua sollicitudine in hoc intentum esse, ut nos ab hoste immani vindicet, sed illae suae vires ad arcendum eum non sufficiunt, nisi auxilia dominationum vestrarum accesserint, id quod iam et dominationibus vestris cognitum esse potest.

    Responsum optatum et gratum af dominationibus vestris petimus et expectamus.

    «Nr.201 Resolution des Kurfürstenrates zur beharrlichen Türkenhilfe – Regensburg, [1541 Juli 23] »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 384r–391r (Reinkonz.).

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 130r–133v (Kop.); DV fol. 133v: Der churfursten und der abwesenden potschaftn antwurt und guetbeduncken, der beharrlichen hilf halber; AV v. a. Hd. ebd.: Actum Regenspurg, den 23. Julii anno 41.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 318r–324v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 324v: Copei der churfursten bedencken der beharrlichen hulf halben. 1541. Gelesen zu Regennspurg Sonnabent, den 24. Julij.

    D  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10184/01, Reichsabschied zu Regensburg [...] Reichstag zu Nurmbergk 1542, fol. 102r–107r (Kop.).

    ŠUff der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herren, gnedigs begern, zu mermaln an gemeine stendt gelangt, haben die churfursten und der abwesenden botschaften sich der beharrlichen turckenhilf halben underredt, dieselben zum vleissigsten erwegen und beratschlagt und konden bei inen wol ermessen, das dieser hochbeschwerlich last von gemeiner cristenheit und sonderlich der teutschen nation durch die jetz bewilligt eilendt hilf nit entlich abgewendt noch dieselben von fursteender sorg und geferlicheit gantz erledigt werden mögen.

    Darumb nach vleissiger besichtigung des augspurgischen abschiedts und anderer handlung, uff demselben und andern hievor gehalten reichstegen von wegen einer beharrlichen turckenhilf wolbedechtlich gepflegen, haben sich die churfursten aund der abwesenden–a botschaften erinnert, welchermassen bdazumalß der merer thail der–b Kff., Ff. und gemeine stendt uff jetzt bemeltem reichstag der ksl. Mt. ein beharrliche hilf zu widerstandt unsers vheindts cristenlichs glaubens und namens, des Turcken, undertheniglich bewilligen, nemlich 20.000 zu fueß und 4.000 zu roß drey jar lang zu underhalten, doch dergestalt, das gemeine stendt zuvor verstendigt werden, mit was macht und wievill volck und an welichen ort di ksl. Mt. einen beharrlichen zug wider den Turcken furzunemen gemeint; das sie auch zuvor vergwist, was cder papst–c, Italien, Franckreich, Hungern, Engellandt, Beheim, Portigal, Polen, Denmarck, Schottlandt und ander christenliche potentaten auch thun wollen. Darzue, das gemeine stendt des anzugs und aller kriegssachen, welichergestalt und mit was macht der Turck meher dann an einem ort zu wasser und zu landt anzugreiffen were, verstendigt werden.

    Darauf dann di ksl. Mt. damals gnediglich bewilligt, dden papst–d und andere christenliche potentaten umb statlich hilf wider den Turcken anzusuechen und zu pitten etc., wie sonder zweiffel ir ksl. Mt. solichs alles noch in gutter gedechtnus hat. Wo nun soliche beharrliche hilf in wirckliche volziehung komen soll, wie solichs gemeiner cristenheit und sonderlich der teutschen nation, welicher die furstendt sorg und geferlicheit, wo das konigreich Hungern durch die Turcken eröbert wurde, am nechsten were, hohe und unvermeidliche notturft erfordert, so hat di ksl. Mt. bei ir gnediglich und leichtlich abzunemen, das vor allen dingen vonnotten, im hl. reich teutscher nation einen bestendigen friden und ein gleichmessig recht zu haben, damit ein ider bei dem seinen ruig und unbetrangt pleiben, auch gegen dem andern gepurlich ußtreglich recht bekomen und erlangen möge, dann on das wurde ein yeder, sich in soliche beharrliche hilf inzulassen, nit unpillich beschwerung haben. Und wiewoll soliche, wie obsteet, beharrliche hilf dermassen angestellt ist, das sie gemeiner teutschen nation, di bestimpten zeit zu tragen, fast beschwerlich, auch irem vermogen nach nit wol Škan oder mag erhöht oder ersteigert werden, so geben doch di churfursten und der abwesenden botschaften irer ksl. Mt. undertheniglich zu ermessen, das gleichwol on zuthun ir ksl., auch der kgl. Mt. und derselben erbkonigreich und landt, auch anderer christenlichen potentaten mit vorbemelter beharrlichen hilf nit viel fruchtbars außgericht werden mage.

    Dieweil nun die churfursten und der abwesenden botschaften bei inen zu gemut gefurt haben, wo diese beharrliche hilf nit zu erschießlichem widerstandt des Turcken gelangen sollt, das der almechtig Gott gnediglich verhuet, das nit allein di teutsch nation an gut und gelt zum hochsten erschöpft und an irer macht geschwecht, sonder das auch der gemein vheindt unsers cristenlichen glaubens und namen, der Turck, dardurch heftig gesterckt und desto meher ursach schopfen wurde, mit seiner unersettlichen begirt in das cristlich pluet zu wutten, der röm. ksl. und kgl. Mt., dem hl. röm. reich teutscher nation und gemeiner cristenheit zu unwiderpringlichen schaden und verderben, so haben di churfursten und der abwesenden botschaften desto meher fur nutz und nottwendig angesehen, soliche beharrliche turckenhilf mit hochster fursichtigkeit, sorg und gutter vorbetrachtung zu gebrauchen, damit unserm vheindt cristenlichs glaubens und namens, dem Turcken, mit gnad und hilf des almechtigen statlicher und ernstlicher abbruch und widerstandt beschehen und das cristenlich pluet von seiner unmenschlichen tiranney mage erledigt werden, und haben darumb vonnotten geacht, obgemelte und andere puncten, weliche uff hievor gehalten reichstägen in beratschlagung diß hochwichtigen handels furgefallen sein, zu erledigen und zu erörtern.

    Und wiewol die churfursten und der abwesenden botschaften sich wol erinnern mögen, das ir ksl. Mt. gemeinen stenden uff jungstem, alhie gehaltem reichstag gnediglich eröffnen lassen, welichergestalt ir ksl. Mt. mit etlichen cristenlichen potentaten gehandelt, sich in ein beharrlich hilf wider den Turcken inzulassen, was auch ir ksl. Mt. uber furgewendten vleyß fur abschlegig antwort empfangen, so achten doch die churfursten und der abwesenden botschaften, die ksl. Mt. möcht hernachmals bei papste und andern cristenlichen potentaten ferer anregung gethan haben, wie sie solichs uß ir ksl. Mt. gnedigen proposition ditz tag zum teil undertheniglich vernomen haben.

    Damit nun dieser hochwichtig artickel der beharrlichen hilf halben zuletst fruchtbarlich möge erledigt werden, so pitten die churfursten und der abwesenden botschaften ir ksl. Mt. in aller underthenigkeit, sie wöllen sich zu furderung des handels uff nachvolgende puncten gantz gnediglich ercleren und gemeinen stenden bericht thun.

    Anfenglich, mit was macht und wievil volcks uber gemeiner stendt beihilf, auch an welichen orten ir ksl. Mt. ein beharrlichen zug wider den Turcken furzunemen gemeint und was ir ksl. Mt. fur ir person, auch ire hispanische und andere konigreich und landt zu solichem cristenlichem wercke gnediglich Šzu thun bedacht, ob sich auch papstf und Italien in soliche beharrliche hilf inzulassen willens und mit was macht und welichergestalt. Ferrer, ob und was die ksl. Mt. mit Franckreich, Engellandt, Portigal, Denmarck, Schotlandt und andern cristenlichen potentaten solicher beharrlichen hilf halben gehandelt und bei inen erhalten hab.

    Und wiewoll die churfursten und der abwesenden botschaften nit zweiffeln, es werden die konigreich Hungern, deßgleichen Beheim mit seinen zugehorigen landen als Mehrern, Schlesien, Lausitz und andern, welichen dieser beschwerlich last diser zeit zum meisten obgelegen, zu solicher beharrlichen hilf ir vermögen darzustrecken, gantz geneigt sein, so achten sie doch, die kgl. Mt. haben sich mit denselben iren konigreichen und erblanden vor dieser zeit gnediglich verglichen und entschlossen, mit was macht und welichergestalt sie sich in die vilbemelten beharrlichen hilf zu widerstandt des Turcken inlassen sollen und wöllen. Und achten demnach die churfursten und der abwesenden botschaften vonnotten, derwegen von der kgl. Mt. auch lauttern und eigentlichen bericht zu haben, dergleichen, zu welicher zeit der anzug beschehen und welichergestalt der Turck meher dann an einem ort zu wasser und zu landt angegriffen werden soll. Und sonderlich will die notturft erfordern, das die ksl. und kgl. Mt. zu furderung diß cristenlichen wercks mit Kgg. zu Poln, Dennmarck und Schweden, gauch mit Lifflandt, Moscuitern etc.–g, weliche der sachen etwas gesessen sein, mit vleiß handeln, sich in diese beharrliche hilf inzulassen und, was bei inen erhalten werde, an gemeine stendt zu gelangen.

    So dann die churfursten und der abwesenden botschaften uff soliche obgemelte puncten der ksl. und kgl. Mt. gnedige resolution vernemen und daraus versteen, das die hievor bemelt, bewilligth beharrlich hilf zu widerstandt und abbruch des Turcken erschießlich und dienlich sein mag, so sein sie in aller underthenigkeit urbuttig, alßdan iuff die hievor beratschlagten und gemachten anschlag–i von einem gleichmessigen anschlag solicher hilf, auch andern nottwendigen puncten, welichergestalt dieselb in das werck zu bringen, zu ratschlagen, sonder zweivel, gemeine stendt werden soliche beharrliche hilf jirer beschehen bewilligung nach–j gehorsamlich leisten, doch sover sie friedens und rechtens, wie obgemelt, im hl. reich gnediglich versiechert werden. Und sehe die churfursten und der abwesenden botschaften fur nottwendig an, das alle stendt und stett teutscher nation, so sich derselben wolfart und friedens erfreuen und gebrauchen, sie seyen in des reichs anschlegen begriffen oder nit, Šdergleichen alle der ksl. und kgl. Mt. erblandt, in teutscher nation gelegen, in diese beharrliche hilf gezogen und derselben keinswegs erlassen werden.

    Und dieweil uff etlichen hievor gehalten reichstägen auch fur nottwendig bedacht ist, die Schweitzer zu diesem cristenlichen werck zu bewegen, so mocht derwegen mit inen gehandelt werden, wie es die ksl. Mt. und gemeine stendt fur gut ansehen werden. Im fall aber, das die ksl. Mt. mit kdem papst–k, Italien und andern cristenlichen potentaten nichts weitters gehandelt het, so pitten die churfursten und der abwesenden botschaften ir ksl. Mt. wollen solichs nochmalls zum furderlichsten thun oder zu geschehen verschaffen. Und so die ksl. Mt. fur nottwendig und fruchtbar ansehen, das gemeine stendt neben irer Mt. bei etlichen potentaten auch ansuchen sollten, das sein sie uff irer Mt. begern undertheniglich willig. Desgleichen, wo die kgl. Mt. mit iren konigreichen Hungern und Beheim, auch andern darzue gehorigen landen noch nit entlich entschlossen weren, mit was macht und welichergestalt sie sich in die vilbemelten beharrlichen hilf inzulassen bedacht, sich mit inen des nochmals zum furderlichsten zu vergleichen. Und was die ksl. Mt. bei ldem papst–l, Italien und andern cristenlichen potentaten erhalten, was auch die kgl. Mt. sich mit iren konigreichen und derselben zugehorigen landen vergleichen wurdet, das bitten die churfursten und der abwesenden botschaften an gemeine stendt zu gelangen, so sein alßdann die churfursten und der abwesenden botschaften abermals undertheniglich urbuttig, die obgemelten beharrlichen hilf, sovil inen nach gelegenheit ksl. und kgl. Mt. resolution uber obgemelte puncten immer möglich ist, treulich zu furdern und nichts zu underlassen, damit die zuletst ir wurcklich volziehung erlange.

    Die churfursten und der abwesenden botschaften sein auch der underthenigsten hoffnung, wo die ksl. Mt. ein gemein, frey, cristenlich concilium mirem erpieten nach–m gnediglich furdern, wie sie dann an irer Mt. gar nit zweiffeln und irer Mt. guten, getreuen vleyß, hierin gnediglich furgewendt, undertheniglich vermerckt haben, eß möchten in solichem concilium andere cristenliche potentaten, wo sie der teutschen nation cristenlich furnemen zu wolfart der gantzen cristenheit vernemen und im werck befinden, sonder zweiffel zu der vilbemelten beharrlichen hilf leichtlich bewegt werden und desto meher, wo in solichem concilio under allen cristenlichen heubtern und potentaten ein gemeiner frieden oder zum wenigsten ein fridlicher anstandt mocht bethaidingt werden.

    ŠSolichs haben die churfursten und der abwesenden botschaften irer ksl. Mt. der beharrlichen hilf halben gehorsamlich nit wollen pergen und thun sich damit irer Mt. undertheniglich bevelhenn.

    «Nr.202 Stellungnahme [des Fürstenrates]1 zur beharrlichen Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juli 24 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 393r–396r (Reinkonz.); ÜS fol. 393r: Die beharlich hilf wider den Turckhen betreffendt.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 195r–196v (Kop.); AV fol. 195r: Actum den 24. Julij anno etc. 41, die beharrlich hilf wider den Turgken betreffendt.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 415r–416v (Kop.); ÜS fol. 415r: Die beharliche hilf widder den Turcken belangend; AV ebd.: 24. Julij 1541 perlectum.

    D  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. D, fol. 119r–120v (Kop.); AV fol. 119r: Actum am Sontag noch Marien Magdalenenn 1541, 24. Julij; DV auf unfol. Blatt: Furschlag der beharrlichen turckenhulf.

    Die beharlich hilf wider den Turckhen betreffendt. Erstlich, so ain beharliche hilf wider den Turcken furgenomen werden soll, wie dann die groß und hoch notturft erfordert, so mueß sollichs auf zway ort beschehen und auf beeden orten mit gewaltigen hören angegriffen werden, nämblich gegen Ungern und auf dem mer, also das er, der Turckh, sein macht trennen und auf zwayen orten sich wehrn mueß, dann sein macht auf ain ort so groß, das ime nit wol abzuprechen, sonder allain grosser verlust des cristenlichen volckhs und unwiderpringlicher schaden zu besorgen wäre. Damit aber söllichs in das werckh gezogen und die weytleuffigkhait vermiten belyb [sic!], möchte auf nachvolgendt wege ytzt alhie Šbeschlossen werden, nemlich, des gmaine reichsstende teutscher nation agegen Ungern–a 20.000 man zu fueß und 4.000b wolgeruster pferd an personen und on abgang, solang man derselben notturftig und den obristen und khriegsretten fur guet ansehen wurde, halten solle.

    Zum andern, daß die kgl. Mt., dieweyl die sachen irer Mt. konigreich und erblandt zum maisten betrifft, von denselben iren khönigreichen Ungern, Behaim, Schlesy, Merhern, Osterreych und was darzu gehört, auch mit hilf des Kg. von Polen, der Woluhnc und, wo ir kgl. Mt. derselben ort hilf suechen und haben möchte, undter 20.000 geringer pferde, darzu alles geschütz und ain wol geruste und besetzte armada auf dem wasser underhalten welle.

    Zum dritten, das ksl. Mt. von iren königreichen sambt päpstlicher Hlt. und gantzem Italia, auch andern cristlichen potentaten als Frannckhreich, Portugall das ander her auf dem wasser der notturft nach so starckh als gegen Ungern, doch der gelegenhait nach und so vil seglen, wie die ort [sic!] derselben khrieg erfordert, auch halten sollt.

    Zum vierten, das dise zway hör auf dem wasser und gegen Ungern miteinander anziehen und auf das lengst auf halben Apprilis alles khriegsfolckh gegen Unngern zu Wienn ankhomen, desgleichen die gantz armada auf dem mör anziehen und, also auf den peeden orten anzugreiffen, geschickht sein.

    Zum funften, das ksl. Mt. von stund an zu dem Sophi schickhen und ainen verstand daselbs machen und, wu der Turckhe also an dreyen orten mit ernst angegriffen, verhofft man sich zu dem allmechtigen, des Turckhen macht also zu schmelern, das furter die cristenhait vor ime wol sicher sein wurde.

    Zum sechsten, das man yetz alhie ains öbristen haubtman, so ain furst teutscher nation sein soll vergleichen welle, darzu nachvolgende fursten furzuschlagen sein: der Kf. von Branndenburg, Hg. Fridrich oder Hg. Ludwig oder Hg. Philips von Bayrn, Hg. Hainrich von Praunschweig, Hg. Wilhelm von Gülch, Hg. Cristoff von Wiertenberg, Lgf. von Hessen, dMgf. Albrecht von [Brandenburg]–d, Mgf. Albrecht von Paden.

    eZum sibenden–e, so man also obberurter articul vergleichen [sic!], das dann die kgl. Mt., auch alle chur- und fürsten ire treffenliche, darzu khriegserfarene räte fsambt dem ermelten obersten haubtman–f auf den ersten Novembris schirist geen Nurnberg gewislich verordnen. Dieselben sollen macht und bevelh haben, alle khriegsordnung und notturft und sonderlich zu beratschlagen, wie dises volckh erhalten und wie ain anschlag zu machen sei, damit niemandts hochs und niders standts verschont und nit alle purde dem armen, gemainen man allain aufgeladen werde. Doch soll hierinnen ain gleichait gehalten werden. ŠDieselben rät sollen auch, dem öbristen khriegsrat zu verordnen und ingemain, was die notturft sein wirdet, zu beschliessen, gewalt und macht haben, und, was dieselben beschliessen, von allen reychsstanden gelebt werden.

    Zum achten solle die ksl. Mt. auf denselben tag vor aller ander handlung die geschickhten und verordneten räte und stende verstendigen, wie und wellichergestalt, auch wie starkh ir ksl. Mt. auf dem mör sein werde, dann, wo an demselben ort mangl erscheinen, so wurde teutscher nation, allain ainen beharlichen khrieg gegen dem Turckhen diser zeit und so eylendts anzunemen, unmöglich sein, sonder muesten andere wege dargegen bedenckhen und auf ain generall oder gemaine expedition, so in ainem concili oder durch gemaine cristenhait furgenomen werden möchte, verziehen.

    «Nr.203 Stellungnahme der protestantischen Stände zur Resolution der altgläubigen Kurfürsten, Fürsten und Stände über die beharrliche Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juli 27 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 406r–407r (Kop.).

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 286r–287v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 287v: Copei der augspurgischen confession verwanten stende bedencken der beharrlichen turckenhulf halben, in der churfursten rath ubergeben. 1541. Regennspurg, Mitwoch, den 27. Julij.

    C  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 464r–465v (Kop.); DV fol. 465v: Der protestierenden bedencken der beharrlichen hilf halben.

    D  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20 III, fol. 512r–513v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 513v: Uff der churfursten und fursten des anderen theilß zusammengezogen bedengken der beharlichen turckenhielf halber der protestierenden gutbeduncken und meinung, 27. Julij.

    Die stende der augspurgischen confession seint in der substantz mit dem bedencken der andern Kff., Ff. und stende der beharrlichen turckenhulf halben, wie sie solchs aus zugestelter nottel vermarckt, doch mit volgender erclerung und verbesserung einig:

    Und erstlich bedencken sie, daß die antzal der leichten pferd, nemlich 20.000 zu gering und daß dieselben biß in 30.000 zu erhohen, wie etzliche der land und krig erfharen des gute ursachen antzuzeigen wissen.

    Zum andern, daß von den vorgeschlagen chur- und fursten vier obersten benennt werden mochten, nemlich der Kf. zu Branndenburg, Pfgf. Fridrich, Hg. Phillips zu Bairn und Lgf. Phillips zu Hessen, under welchen die ksl. Mt. die wahl hette, dann solten ausserhalb der obgemelten andere benennt werden, wolte dieser stende und sonderlichen der rethe und gesanten notturft sein, dasselbe an ire herrn und obern zuvor zu gelangen.

    Zum dritten, das auf dem bestimpten Tag zu Speier durch die verordenten rethe und potschaften aller Kff., Ff. und stende die gleicheit also bewogen, damit Šeines iden stands gelegenheit nach notturft gehort werde und kein standt des anschlags oder anders halben sich mit pillicheit zu beschweren haben muge. Es muste auch uff dem ernennten tag zu Speir bedacht und geschlossen werden, das dem reich die land, stet, schloß etc., so in solcher beharlichen turckenhulf durch Gottes gnade dem Turcken abgedrungen und erobert wurden, mit zugut geen und komen solten, damit auch dieselbigen also besetzt und erhalten, daß sie von dem Turcken nicht widerumb eingenohmen werden mochten, wie dann solchs hietzuvorn auch mer dan einst bedacht worden.

    Item, daß der artickel anfahend ‚Wo aber solche beharrliche turckenhilf‘ etc. also erclert werde, daß alle inwohner der deutschen nation und des hl. reichs, niemandts außgeschlossen, auch unangesehen einiger freiheit in diese anschlege solcher beharlichen hulf getzogen und derselbigen keinswegs erlassen werde.

    aDes concilii halben lassen es die stende bei vorigem irem antzeigen und, das es in deutscher nation gehalten, wenden–a.

    Nachdem aber etzliche obgemelter stende rethe und gesanten von iren herrn und obern, in diesem großwichtigen handel dergestalt entlich zu schliessen, nicht bevelh, so wollen sie solchs an dieselbigen ire herrn und obern bringen, ungetzweivelt, sie werden sich auch der gebur zu halten wissen.

    «Nr.204 Resolution der Reichsstände über die beharrliche Türkenhilfe – Regensburg, [1541 Juli 28]1 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 397r–405v (Reinkonz.); ÜS fol. 397r: Ratschlag der beharrlichen türckenhilf halben.

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 4, fol. 25r–34r (Kop.); AS fol. 25r: Ratschlag der beharlichen turckenhilf halben zu Regenspurg.

    C  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 156r–165v (Kop.); DV fol. 165v: Der Kff., Ff. und stend ubergebne schriften, die beharlich turckenhilf belangend. Actum Regenspurg, den 28. Julii anno 41.

    D  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 224r–235v (Kop.); AS fol. 224r: Der Kff., Ff. und stend antwort der beharrlichen turgkenhilf halb; AV fol. 224r: Actum den 30. Julij anno 41.

    Uff der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten hern, gnedigs begern, zu mermalen an gemeine stendt gelangt, haben Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden Šbotschaften sich der beharlichen turckenhilf halben underredt, dieselben zum vleissigsten erwegen und beratschlagt und konden bei inen wol ermessen, das dieser hochbeschwerlich last von gemeiner cristenheit und sonderlich der teutschen nation durch die itzt bewilligt eylendt hilf nit entlich abgewendt noch von fursteender sorg und geferlichait gantz erledigt werden mogen.

    Darumb nach fleissiger besichtigung des augspurgischen abschiedts und anderer handlung, uff demselben und andern hievor gehalten reichstag von wegen einer beharlichen turckenhilf wolbedachtlich gepflegen, haben sich gemeine stend erinnert, welchermassen Kff., Ff. und stendt uff itzt bemelten reichstag der ksl. Mt. ein beharliche hilf zu wiederstandt unsers vheindts christenlichs glaubens und namens, des Turcken, undertheniglich bewilligt, nemlich 20.000 zu fueß und 4.000 zu roß drey jar lang zu underhalten, doch dergestalt, das gemeine stendt zuvor verstendigt werden, mit was macht und wievil volcks und an welchem ort di ksl. Mt. einen beharlichen zug wieder den Turcken furzunemen gemeint. Das sie auch zuvor vergwist, was bebstlich Hlt., Italien, Franckreich, Hungern, Engellandt, Beheim, Portugal, Polen, Dennmarck, Schotlandt und andere christenliche potentaten auch thuen wollen. Darzu, das gemeine stendt des anzugs und aller kriegssachen, welchergestalt und mit was macht der Turck mer dan an einem ort, zu wasser und zu landt anzugreiffen were, verstendigt werden. Daruff dan die ksl. Mt. damals gnediglich bewilligt, di bebstlich Hlt. und ander christenliche potentaten umb statlich hilf wieder den Turcken anzusuchen und zu bitten, wie sonder zweiffel ir ksl. Mt. solchs alles noch in gutter gedechtnus hat.

    Wo nun solche beharliche hilf in wirckliche volziehung komen soll, wie sollichs gemeiner christenheita, welcher die furstendt sorg und geferlichaitb obgelegenc, hohe und unvermeidliche notturft erfordert, so hat di ksl. Mt. bei ir gnediglich und leichtlich abzunemen, das vor allen dingen vonnotten, im hl. reich teutscher nation einen bestendigen friden und ein gleichmessig recht zu haben, damit ein jeder bei dem seinen ruig und unbetrangt bleiben, auch gegen dem andern gepurlich, ußtreglich recht bekomen und erlangen moge, dan on das wurde ein yder, sich in solche beharliche hilf inzulassen, nit unbillich beschwerung haben.

    Und wiewol solche bewilligte beharliche hilf dermassen angestelt ist, das sie gemeiner teutschen nation di bestimbten zeit zu tragen fast beschwerlich, auch irem vermogen nach nit wol kan oder mag erhocht oder ersteigert werden, so geben doch Kff., Ff. und gemeine stendt, auch der abwesenden botschaften irer ksl. Mt. undertheniglich zu ermessen, das gleichwol on zuthun ir ksl., auch der kgl. Mt. und derselben erbkonigreich und landt, auch anderer christenlichen Špotentaten mit vorbemelter beharlichen hilf nit vil fruchtbars ausgericht werden mog.

    Dieweil nun Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften bey inen zu gemut gefurt haben, wo diese beharliche hilf nit zu erschießlichem wiederstandt des Turcken gelangen solt, das der almechtig Got gnediglich verhuet, das nit allein die teutsch nation an gut und gelt zum hochsten erschopft und an irer macht geschwecht, sonder das auch der gemein vheindt unsers christenlichs glaubens und namen, der Turck, dardurch heftig gesterckt und desto mer ursach schopfen wurde, mit seiner unersetlichen begierdt in christlich bluet zu wueten, der röm. ksl. und kgl. Mt., dem hl. reich teutscher nation und gemeiner christenheit zu unwiederbringlichem schaden und verderben, so haben Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden botschaften desto mher fur nutz und notwendig angesehen, solche beharliche turckenhilf mit hochster fursichtigkheit, sorg und gueter vorbetrachtung zu gebrauchen, damit unserm vheindt christenlichs glaubens und namens, dem Turcken, mit gnad und hilf des almechtigen statlicher und ernstlicher abbruch und wiederstandt bescheen und das christenlich bluet von seiner unmenschlichen tiranei mog erledigt werden.

    Und wiewol Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden botschaften sich wol erinnern mogen, das ir ksl. Mt. gemeinen stenden uff jungstem alhie gehalten reichstag gnediglich eroffnen lassen, welchergestalt ir ksl. Mt. mit etlichen christenlichen potentaten gehandelt, sich in ein beharlich hilf wieder den Turcken inzulassen, was auch ir ksl. Mt. uber furgewendten fleiß fur abschlegig antwort empfangen, so achten doch Kff., Ff. und stendt, auch der abwesenden botschaften, die ksl. Mt. mocht hernachmals bey bebstlicher Hlt. und andern christenlichen potentaten ferrer anregung gethan haben, wie sie solchs uß irer ksl. Mt. gnedigen proposition ditz tag zum theil undertheniglich vernomen haben. Damit nun dieser hochwichtig artickel der beharlichen hilf halben zuletzt fruchtbarlich mag erledigt werden, so haben di Kff., dFf. und stende–d und der abwesenden botschaften vonnoten geacht, di ksl. Mt. aller hievor geubten handlung zu erinnern, und bedencken nach statlichem gehabtem rath, wo ein beharrliche hilf wieder den Turcken furgenomen werden soll, wie dan die groß und hoch notturft erfordert, so mueß sollichs auf zwey ort beschehen und auf beyden orten mit gewaltigen hören angegriffen werden, ewie dan sollichs uff hievor gehalten reichstagen auch fur notwendig angesehen ist–e, namblich gegen Hungern und auf dem meer, also das der Turck sein macht trennen und auf zwayen orten sich wheren muß, dan sein macht auf ein ort so groß, das ime nit wol abzuprechen, sonder allein grosser verlust des christenlichen volcks und unwiederbringlichen schaden zu besorgen waren. Damit aber sollichs in das werck gezogen und die waitleuftigkkhait vermiten beleyb, mochte auf nachvolgendt wege ytzt alhie beschlossen werden, nemlich Šdas gemeine reichsstende teutscher nation gegen Hungern 20.000 man zu fueß und 4.000 wolgeruster pferdt an personen und on abgang fdrey jar lang oder, was sich Kff., Ff. und stend ferrer vergleichen werden–f underhalten solle, ginmassen solhs uff jungstem reichstag zu Augspurg bewilligt ist–g.

    Zum andern, das die kgl. Mt., dieweil die sachen ir Mt.h zum meisten betrifft, von denselben iren konigreichen Hungern und Behaim imit iren zugehorigen landen–i, auch mit hilf des Kg. von Polen, der Walachen und, wo ir kgl. Mt. derselben ort hilf suechen und haben mochte, jein statlich summa geringer pferdt, als bis in 30.000 oder daruber–j, darzue alles geschutz und ein wol geruste und besezt armada auf dem wasser underhalten wolle2.

    Zum dritten, das ksl. Mt. von iren konigreichen sambt pabstlicher Hlt. und gantzem Italia, auch andern christlichen potentaten als Franckreich und Portugall das ander her auf dem wasser kso starck, als es di notturft erfordert–k, auch haben solle. lUnd dieweil in ksl. Mt. hilf vil mechtiger potentaten begriffen, das zu sterckung des kriegsvolks in Hungern auch ein ansehenlichs kriegsvolks von obbestimbter hilf verordent wurde–l.

    Zum vierdten, das diese zway höer auf dem wasser und gegen Hungern miteinander anziehen und auf das lengst auf halben Apprilis alles kriegsvolck gegen Hungern zu Wien ankhomen, desgleichen die gantz armada auf dem möer anzufaren und also, auf beiden orten anzugreiffen, geschieckt sein mund das solhe beide hilfen zugleich wehren–m.

    Zum funften, das ksl. Mt. furderlichn zu dem Sophi schieckhen und einen verstandt daselbs machen, dan wo der Turcke also an dreyen orten mit ernst angegriffen, verhofft man sich zu dem almechtigen, des Turcken macht also zu schmelern, das furter die christenheit vor ime wol sicher sein wurde, odi ksl. oder kgl. Mt. mochten auch bei dem Moscaviter und Tartar umb hilf wider den Turcken auch ansuchen lassen–o.

    ŠWo nun di röm. ksl. Mt. bedacht, auch geschieckt were, mit hilf und zuthun babstlicher Hlt. und anderer christenlicher potentaten, darzu irer erbkonigreich und landt sich mit einem treffenlichen kriegsvolck in vorbemelter zall berait zu machen und den Turcken zu wasser anzugreiffen, desgleichen, so di kgl. Mt. mit zuthun irer erbkonigreich und land, auch anderer potentaten, so ir Mt. vermogen mocht, die bemelten oder ein merer anzall leichter pferdt, desgleichen alles geschutz und ein armada uf dem wasser halten und uff di bestimbt zeit gewißlichp in anzug bringen, so sein Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften in aller underthenigkheit urbuttig, ytzo oder uff einem kunftigen tag, wie hernach gemelt, von einem gleichmessigen anschlag solcher hilf zu ratschlagen und dieselben gehorsamlich leisten, doch sofer sie fridens und rechtens, wie obgemelt, im hl. reich gnediglich versichert werden.

    Man mocht auch ytzo alhie ainen obristen haubtman, so ein furst teutscher nation sein soll, verordnen, darzu nachvolgende fursten furgeschlagen werden, nemlich: der Kf. von Brandenburg, Hg. Fridrich oder Hg. Ludwig oder Hg. Philips von Baiern, Hg. Hainrich von Praunschweig, Hg. Wilhelm von Gulch, Hg. Christoff von Wirtenberg, Lgf. von Hessen, Mgf. Albrecht von Brandenburg und Mgf. Albrecht von Paden. qUnd wellen gmeine stend der ksl. Mt. undertheniglich heimstellen, auß denen einen obristen zu benennen und furzunemen–q. So man also obberurter artickul verglichen, das dan die kgl. Mt., auch alle Kff., Ff. rund stend–r ire treffenliche, darzu kriegserfarne rathe sambt den ermelten obersten haubtman auf den s12. tag Januarii–s schirst geen Speirt gewißlich verordnen. Dieselben sollen macht und bevelch haben, alle kriegsordnung und notturft und sonderlich zu beratschlagen, wie dieses volck erhalten und wie ain anschlag zu machen sey, damit niemandts hochs und nieders standts verschont und nit alle purde dem armen, gemeinen man allein aufgeladen werde. Doch solle hierinnen ain gleichait gehalten uund bewogen werden, damit eins yden stands gelegenheit nach notturft gehort werde und kein standt des anschlags oder anders halben sich mit billicheit zu beschweren haben mag–u. Dieselben rath sollen auch, dem obristen kriegsrath zu verordnen und ingemain, was die notturft sein wirdet, zu beschliessen, gewalt und macht haben, vund sonderlich, das dem reich di landt, stet und schloß, so in solher beharrlichen hilf durch Gottes gnad dem Turcken abgedrungen und erobert wurden, mit zugut komen solten, damit auch dieselben also besetzt und erhalten, das sie von dem Turcken nit widerumb eingenomen werden mochten. Und was dieselben beschliessen, dem soll–v von allen reichsstanden gelebt werden.

    ŠFerrerw solle die ksl. Mt. auf denselben tag vor aller ander handlung die geschieckten und verordneten rathe und stende verstendigen, wie und wellichergestalt, auch wie starck ir ksl. Mt. auf dem mor sein werde, dan wo an demselben ort mangel erscheinen, so wurde teutscher nation, allein ainen beharlichen krieg gegen dem Turcken dieser zeit und so eylendts anzunemen, unmoglich sein, sonder muesten andere wege dargegen bedencken und auf ein generall oder gemeine expedition, sox durch gemeine christenhait furgenomen werden mochte, verziehen.

    Wo aber solche beharliche hilf in das werck komen soll, sehe di Kff., Ff. und stendt und der abwesenden botschaften fur notwendig an, das alle stend, stett yund inwoner des hl. reichs teutscher nation–y, so sich derselben wolfart und fridens erfreuen und gebrauchen, sie seyen in des reichs anschlegen begriffen oder nit, znimands außgenomen, auch unangesehen einicher freiheit–z, dergleichen alle der ksl. und kgl. Mt. erblandt, in teutscher nation gelegen, in diese beharliche hilf gezogen und derselben keinswegs erlassen werden.

    Und dieweil uff etlichen hievor gehalten reichstagen auch fur nottwendig bedacht ist, die Schweitzer zu diesem christenlichen werck zu bewegen, so mocht derwegen mit inen gehandelt werden, wie es di ksl. Mt. und gemeine stendt fur gut ansehen werden. Im faal aber, das die ksl. Mt. mit der babstlichen Hlt., Italien und andern christenlichen potentaten, auch iren konigreichen und landen nit entschlossen, solche beharlich hilf uff bestimpte zeit furzunemen, so bitten di Kff., Ff. und aastend, auch-aa der abwesenden botschaften, ir ksl. Mt. wollen sich nochmals zum furderlichsten abmit babstlicher Hlt. und andern christenlichen potentaten, darzu iren erbkonigreichen derhalben vergleichen und gefasst machen-ab, und, so di ksl. Mt. fur notwendig und fruchtbar ansehen, das gemeine stend neben irer Mt. bey etlichen potentaten auch ansuchen solten, das sein sie uff irer Mt. begern undertheniglich willigac.

    Desgleichen, wo di kgl. Mt. mit iren konigreichen Hungern und Behaim, auch andern darzu gehorigen landen noch nit entlich entschlossen weren, die obgemelten oder ein merer zal leichter pferdt sambt dem geschutz und einer armada uff dem wasser zu underhalten, sich mit inen des nochmals zum furderlichsten zu vergleichen.

    Und was die adksl. und kgl. Mt.-ad derhalben zu thun gemeint, desgleichen wan und zu welicher zeit und an welchen orten der zug wieder den Turcken Šfurgenomen werden soll, bitten Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften, inen gnediglich zu eroffnen. So sein sie abermals undertheniglich urbutig, die obgemelten beharlichen hilf, sovil inen nach gelegenheit ksl. und kgl. Mt. resolution uber obgemelte puncten immer moglich ist, treulich zu furdern und nichts zu underlassen, damit die zuletzt ir wurcklich volziehung erlang.

    Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften sein auch der underthenigsten hoffnung, wo di ksl. Mt. ein gemein, frey, christenlich concilium, aein teutscher nation zu halten-ae, irem erbieten nach gnediglich furdern, wie sie dan an irer Mt. gar nit zweiveln und irer Mt. gutten, getreuen fleiß, hirin gnediglich furgewendt, undertheniglich vermerckt haben, es mochten in solchem concilio andre christenliche potentaten, wo sie der teutschen nation christenlich furnemen zu wolfart der gantzen christenheit vernemen und im werck befunden, sonder zweivel zu der vil bemelten beharlichen hilf leichtlich bewegt werden und desto mer, wo in solchem concilio under allen christenlichen heubtern und potentaten ein gemeiner friden oder zum wenigsten ein fridlicher anstandt mocht betheidingt werden.

    afUnd nachdem hievor in dem jungsten augspurgischen abschid ain artigkl, die stende, so in den osterreichischen landen beguetet und daselbst in anlagen und mitleiden gezogen werden, belangend, verleibt, so sollen auch dieselben stend mit iren flecken, stetten, märckhten, einkomen und underthanen, so in bemelten landen gelegen, in diser beharrlichen des reichs hilf, wann diselb in das werch gezogen und solang die weren wirt, mitnichten weder von der röm. kgl. Mt. noch irer Mt. ober- und niderösterreichischen landschaften in mitleiden gezogen, beschwert noch angelegt werden noch, dieselben zu thun, schuldig, sonder der gar frey sein, damit si in diser turkhenhilf in und bei des reichs anschlegen bleiben mögen, doch ainem yeden sonst an seinen rechten, freyhaiten und gerechtigkaiten (wie auch berurter augspurgischer abschid mitbringt) unvergriffen-af.

    agDie stend der augspurgischen confession lassen inen disen ratschlag gefallen, außgenomen den furschlag der fursten, daruß di ksl. Mt. einen obristen erwelen soll. Und haben auß denselben furgeschlagen den Kf. zu Brandenburg, Pfgf. Fridrich, Hg. Philipsen zu Beyern und Lgf. Philipsen zu Hessen, dann sollten ausserhalb der ytz genenten andre benent werden, wolt diser stend und sonderlich der rethe und gesandten notturft sein, dasselb an ir herren und obern zuvor zu gelangen.

    Und nachdem aber etliche obgemelter stend rethe und gesandten von iren herren und obern, in disem großwichtig handel dergestalt entlich zu schließen, Šnit bevelh, so wollen sie solhs an dieselbigen ire herren und obern bringen, ungezweivelt, sie werden sich auch der gebur zu halten wissen-ag.

    Solchs haben di Kff., Ff. und stend, auch der abwesenden botschaften irer ksl. Mt. der beharrlichen hilf halben gehorsamlich nit wollen bergen und thun sich damit irer Mt. undertheniglich bevelhen3.

    «Nr.205 Stellungnahme des Kaisers zur Resolution der Reichsstände vom 28. Juli 1541 über die beharrliche Türkenhilfe – Regensburg, [1541 Juli 29]1 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 416r–417v (Kop.).

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 179r–180v (Kop.); AV fol. 179r: Actum den 20. [sic!] Julij anno etc. 41.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 437v–438v (Kop.); AV fol. 437v: Gelesen 30. Julij 1541.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 432r–433r (Kop.).

    Die röm. ksl. Mt. hat die antwort [Nr. 204] von gemainen reichsstenden, antreffent die beharrlich turggenhilf, gnedigclich vernomen und nymbt dieselb nachvolgender maß zu sondern gnaden an und versteet daraus der stende gehorsamen willen und naigung zu disem lobwirdigen, cristlichen werck.

    Und acht ir ksl. Mt. von unnötten sein, den stenden nach lengs zu ertzellen, was ir ksl. Mt. bisanhere bei andern potentaten ausserhalb des röm. reichs umb hilf zu widerstandt gemainer cristenhait erbveinds, des Turggens, gehandelt hat, dann ir ksl. Mt. an aller irer möglichait und vleiß nichz erwinden lassen, und will dasselb hinfur gleichermassen thun und sich in dem fall also gnedigclich erzaigen und halten, das hoffenlich gemaine reichsstende zu negster versamblung nit allain ab irer Mt. bisher gehabten vleiß und handlung, sonder, was ir Mt. disem irem erbieten nach endzwischen gehandelt hat, fruntlichs, annemigs und gehorsambs wolgefallen tragen werden. Und sicht darauf ir ksl. Mt. fur gut an, das gemaine reichsstende neben irer ksl. Mt. verordenten ire räte zu den frembden potentaten verordnen und schickhen mögen, damit solch Šhoch nottwendig werckh der beharrlichen turggenhilf zu guttem besluß und wurckung gebracht werde.

    Gleicherweise achtet ir ksl. Mt. unnot, gemaine reichsstende zu erinnern, was ir ksl. Mt. wider disen der cristenhait erbveindt bishere gehandlt und demselben widerstandt gethan habe, dieweil offenbar wissent und inen den stenden unverporgen, das ir ksl. Mt. gegen disem veind ordinari ain grosse anzall schiffung auf dem mör halte und ausserhalb derselben drey gewaltige zug fur sich selbs und dann mitsambt derselben ligaverwanten als der babstlichen Hlt. und der herrschaft zu Venedig volbracht habe, hindangesetzt der zug und expedicion, so ir Mt. in Affrica gethan, von welchem die veinde trefflichen nachtl und schaden genomen, dann dieselben biß in 100 segeln, darunder 60 galleen gewest, verlorn. Ir ksl. Mt. wil auch hinfur, disem der cristenhait erbveind widerstandt ze thun, nit ablassen, der gnedigen zueversicht, andere cristenliche pottentatn werden solhes fur sich selbs gleichermassen thun. Und ist ir ksl. Mt. nit weniger willens und naigung, disem veind auf dem mör mit solher macht widerstandt ze thun, als ir ksl. Mt. bisheer gethan hat und gemainen reichsstenden wol bewist ist, mit was macht ir ksl. Mt. auf dem mör gefasst und was grosser unkhosten irer ksl. Mt. auf solhe macht bisheer geloffen und noch hinfur lauffen werde. Das mögen gemaine reichsstende leichtlich erwegen und ermessen.

    Und ist darauf der ksl. Mt. fruntlichs und gnedigs ansynnen und begeer, gemaine reichsstende wöllen die hoch obligenden not, die des veinds halben vor augen, bedenckhen und demnach unangesehen, ob gleichwol die frembden pottentaten solhe cristliche hilf bewilligen oder nit, mit dem besluß solher beharrlichen turggenhilf furgeen und mittlerzeit, biß solhe mithilf von den frembden pottentaten erlangt werden mag, kainen verzug oder verlengerung brauchen, sonder dieselb in furderliche wurckhung bringen, dann die angezaigt beharrlich hilf, so die in das werckh gebracht, sambt und neben der kgl. Mt. kunigreichen und erblanden zuezug und, daß ir ksl. Mt. daneben dem Turggen auf dem möre teglichen uberdrang thun will, so vil furtreglich und wurckhlich sein wirdet, das damit nit allain die cristenhait vor dem erbveindt beschutzt und erhalten werden, sonder ime dardurch trefflicher abbruch beschehen mag, und daß in solhem gemaine reichsstende furnemblich ansehen und bedenckhen wöllen, der kgl. Mt. hoch und trefflich erbieten, von derselben kunigreich und erblanden wegen beschehen, die sich in dem faal nach allem irem vermögen angreiffen werden.

    Sovil und was dann ir ksl. Mt. dem erbveind der cristenhait zuwider bei dem Sophi handlen mag, das will ir ksl. Mt. und alles anders ze handeln, das disem erbveind zu abbruch beschehen kann, an allem irem gnedigen vleiß nichtz erwinden lassen.

    Ir ksl. Mt. wil auch aus den ernennten chur- und fursten ainen zu obristem veldhaubtman uber solhe beharrliche turggenhilf erkhiesen.

    ŠDas hat ksl. Mt. gemainen reichsstenden auf derselben antwort fruntlicher und gnediger mainung nit wollen verhalten.

    «Nr.206 Stellungnahme Kg. Ferdinands zur Resolution der Reichsstände vom 28. Juli 1541 über die beharrliche Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juli 291 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 409r–414v (Kop.).

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 220r–223v (Kop.); AV fol. 220r: 29. tag Julij.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 434r–437v (Kop.); AV fol. 434r: Vorgelesen am 29. Julij 1541.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 434r–437r (Kop.); ÜS fol. 434r: Des konigs antwort den stenden gegeben.

    Die röm. kgl. Mt. hat Kff., Ff. und gemainer stend schriftlich antwurt [Nr. 204], auch gehorsam bewilligung, bedengkhen und bitt der beharrlichen thurckhenhilf halber, der röm. ksl. Mt. ubergeben, nach lengs verstanden und nemen ir kgl. Mt. ires tails solhs von gemainen stenden zu sonder dangkhnemen gefallen an, achten auch, das mit sollicher der stend bewilligten hilf der 20.000 zu fueß und 4.000 geruster pferdt, auf drey jar lang ze underhalten, gegen gemainem erbfeind der christenhait nit wenig außgericht, auch sonderlich auf solhen trostlichen anfang andern christlichen potentaten und furnemblich irer kgl. Mt. kunigreichen und erblanden nicht geringe ursach, raitzung und naigung gegeben werde, sich auch zu stattlichem mitleiden, hilf und beystandt dest begierlicher einzelassen, dan, wo sy dieselb in disem faal nit vor inen zu trost sehen, truegen ir Mt. fursorg, das sy sich zu der gegenwör ze unvermuglich erkennten.

    Sovil aber der Kff., Ff. und gemainer stend antwurt die röm. kgl. Mt., derselben kunigreich und erbland beruert, befinden ir kgl. Mt. solh der stend antwurt auf sollich beschwerlich weeg gestellt, wo es dabey bleiben (des sich doch ir kgl. Mt. aus nachvolgenden ursachen nicht versehen), das sollich notwendig, beharrlich hilf zu kainer wurcklichen volziehung khomen und sich darauf wenig verlassen werden möcht, angesehen, das ir kgl. Mt., auch derselben kunigreichen und landen, sollichen last zu ertragen, unmuglich.

    Dann als von irer kgl. Mt. begert wirdet, mitsambt der kgl. Wd. zu Poln und den Walachen 30.000 leichter pferdt neben der armada und notwendigem geschutz ze underhalten, darauf geben ir kgl. Mt. Kff., Ff. und gemainen stenden freundtlich und gnedigklich zu erkennen, das sich ir kgl. Mt. der Škgl. Wd. zu Polln hierin nicht mechtigen mugen, wissen sich auch nit zu getrosten, ob bemelter kgl. Wd. zu Polln gelegenhait sein werd, sich in ainig hilf wider den Turckhen dieser zeit dem fridlichen anstandt, darin sy mit dem Thurckhen steen, zuwider bewegen ze lassen, sonderlich vor und ehe wider den Thurckhen ainich statlich, gewiß und beharrige gegenweer furgenomen und solchs die kgl. Wd. zu Polln also augenscheindlich und im werch spuren und sehen werden. Nichtsweniger sein die kgl. Mt. unbeschwert, mit kgl. Wd. zu Poln alle dienstliche handlung furzenemen und zu versuchen, sein kgl. Wd. zue diesem christenlichen werckh zue bewegen.

    So wellen auch die kgl. Mt. Kff. und Ff., auch gemainen stenden nit verhalten, das der Thurckh den jetzigen weyda in der Walachey neulich eingesetzt, der auch sich sein, des Thurckhen, gehorsamb und dienstbarkhait heltet, derhalben er sonder zweifels zu ainicher hilf wider den Thurckhen noch zur zeit mitnichten zu bewegen sein wirdet.

    Solten nu die kgl. Mt. solchen beschwerlichen last der 30.000 leichter pferdt neben underhaltung der armada und geschutz allain iren erblichen khunigreichen und landen aufladen und also solch purd ainig tragen muessen, des (wie Kff., Ff. und gemaine stend bey sich selbst weislich zu bedenckhen) in irer Mt. und derselben khunigreichen und land vermugen nicht, möchten auch solchen last nit ertragen und wisten ain solich, auch vil geringere anzal pherdt darin nit aufzebringen. Daneben wisten sich Kff., Ff. und gemaine stend guettermassen zu erinnern, wie hoch und merckhlich an aufrichtung und erhalthung ainer stätlichen armada gelegen und wes damit gegen den Thurckhenn verhoffenlich ausgericht werden, das auch die besatzung solcher armada, wo die der notturft nach statlichen beschehen soll, nicht wol under 10.000 oder 12.000 personen und also nicht on grossen, ansehlichen chosten beschehen mug.

    Zudem so ist auch Kff., Ff. und gemainen stenden unverporgen, was ansehlichen grossen geschutz zu ainer solchen ansehelichen und beharlichen expedition vonnötten und was beschwerlicher unchosten daruber lauffen, welcher dann gemainiglich auf den dritten thail des gantzen kriegschostens angeschlagen wirdet, geschwigen des ansehlichen chostens, so zu erhaltung guetter khundtschaft, auch bestellung nottwendiger profant fur so vil volckhs vor der hand sein mueß und auflauffen wurdet, welches alles die röm. kgl. Mt. Kff. und Ff., auch gemainen stenden nicht deshalben, das sy sich sampt iren kunigreichen und landen aller träglicher purde zu entladen gedächte, sonder darumbn anzaigen, damit die stend bey inen selbst bedenckhen und wissen mugen, das ir Mt. mit obbemeltem begern zu hoch beladen und solch auferlegte purd, sonderlich der leichten pferdt halben nicht annemen, tragen noch volziehen mugen.

    Dieweil dann Kff., Ff. und gemaine stend numer gnuegsame erinnerung emphangen, welchermassen die Turckhen abermalln mit ansehlicher macht in Hungern khomen und ir furnemen dahin gestellt, davon nicht abzeweichen noch zu setzen, sonder das cristlich kunigreich in ir tyrannische gewaltsam zu Šzwingen, demnach, wo und sover des hl. reichs teutscher nation und gemainer cristenhait vorsteend, unwiderpringlich nachtail und verderben verhuet werden soll, so erfordert di höchste, eusserist notturft, (wie auch die kgl. Mt. Kff., Ff. und gemaine stende gantz freuntlich und gnediglich ersuecht haben wellen), das sy obbestimbte, beschwerliche conditionen irer kgl. Mt. guetlich ergeben und fallen lassen und ir bewilligung der harrigen hilf on obbestimbte, beschwerliche anheng freystellen und laisten.

    Damit aber Kff., Ff. und gemaine stend der kgl. Mt. cristlich zuenaigung, erpietten und gemuet zu disem löblichen und nottwendigen werckh vernemen, so seyn ir kgl. Mt. urpietig und willig, bey iren kunigreichen und getreuen erblanden alle dienstliche handlung gnediglich und unverzuglich furzenemen und sy mit höchstem vleiß ires vermugens dahin zu bewegen, damit sy sich zu befurderung diser cristlichen expedition der beharrigen turckenhilf auch gehorsamblich einlassen, sich zum hochsten angreiffen und, obbemelt notturftig armada und geschutz sampt ainer ansehlichen anzall leichter pferdt, so hoch und weit ir Mt. die bringen mugen, neben irer Mt. ze underhalten, bewilligen, des versehens, die sachen so vil gnediglich zu furdern, das ir Mt. derhalben auf furgenommen tag zu Speyr gueten bericht thuen lassen mugen. Dabey erpietten sich auch kgl. Mt., die profanthandlung auch mit solchem gnedigen vleiß und furderung zu bestellen, damit derhalben auch nicht mangl erscheinen solle. Wellen sich demnach die kgl. Mt. zu Kff., Ff. und gemainen stenden freuntlich und gnediglich versehen, sy werden sich mit solchem irer Mt. erpietten und vorhabenden handlung, auch irer kunigreich und erbland vermugliche hilf, welche irer Mt. achtung nicht ringfueg, sonder ansehlich und erschieslich sein werd, guetlich ersettigen lassen und hierin bedenckhen, ob gleichwol ir Mt. ain merers auf sich nemen und volgends an der volziehung mangel sein sollte, zu was beschwerlichait und zerruttung solches gemainer cristenhait azu nachtail–a raichen möchte.

    Sovil dann der fursten, prelaten und geistlichen guetter, so in kgl. Mt. erblanden gelegen, belangt, wissen sich die kgl. Mt. derhalben des augspurgischen abschids genedigclich zu erinnern. Ir Mt. achten aber, das nach gelegenheit alles wesens gantz beschwerlich furfallen welle, in dieser statlichen, beharlichen thurckhenhilf ain zerthaillung der anschleg bey den landtschaften dieser zeit und eyle furzenemen, dann daraus (wie gemaine stend selbst zu bedenckhen) allerlay verirrung und confusion erfolgen möchte. Demnach wer der kgl. Mt. an gemaine stend freuntliches und genedigs ansinnen, sy wellen inen gefallen lassen, das auf ditzmal und unbegeben des augspurgischen abschids obbemelte fursten, prelaten und gaistlichen in der landtschaften gemainen anschlegen beleiben und gelassen werden. Und damit sy aber wider die gebur nit gedrungen noch mit zwifachen anschlägen (welches kgl. Mt. maynung nit ist) beschwerdt werden, so achten die kgl. Mt., das solchs durch gemainer stend verordenten Šder neuen anschleg bedacht und verhuet und nemblich, das dieselben fursten, prelaten und gaistlichen allain von den guettern, so sy ausserhalb kgl. Mt. erblanden sonst im reich heben [sic!], belegt und gesteurt werden mochten. Wo aber solich gemainer reichsstend verordenten massigung nit stat haben möcht, so sein ir kgl. Mt. urbuettig und willig, obbestimbter fursten, prelaten und gaistlichen anschleg, sovil sich deren in irer Mt. erblanden betroffen, gemainen stenden an gelt erlegen und volgen ze lassen, welches die kgl. Mt. anderer gestalt noch maynung nit dann allain zu verhuettung obangeregter zerrutlichait und, damit ditz löblich christlich werckh gefurdert werden mug, begeren, wellen auch hinfuran die sachen bey dem augspurgischen abschid gentzlich beleiben lassen, aber dabey dannocht gegen Kff., Ff. und gemainen stenden vermelt haben, wo oftgemelt fursten, prelaten und gaistlichen aus irer Mt. erbland hilf und mitleiden gezogen werden oder irer Mt. derselben angepur erstatten sollen, das der erbland hilf umb so vil geschwächt und geringert wirdet.

    Als dann von Kff., Ff. und gemainen stenden begert wirdet, inen die eroberung der land, schloß und flegkhen mit zuguet khomen ze lassen, wellen die kgl. Mt. sollich der stend begern auf diejhenigen land, schloß und flegkhen, so vom Thurckhen erobert wurden und von alter heer nicht zu der chron Hungern gehörig sein, verstanden haben, des auch ir Mt. solhergestalt kain beschwerd tragen.

    Und nachdem nun die sachen gemaines erbfeindts, des Thurckhen, halben in sollicher nodt und geferlichait steen, das die kain verzug leiden mugen, so wellen sich ir Mt. zu Kff., Ff. und gemainen stenden freundtlich und gnedigklich versehen, sy werden ditz hochbeschwerlich, gemain obligen notturftigklich bedengkhen und demnach ir bewilligt, härrige hilf, wie obbegert, frey on all condition und anhang bewilligen und zu wurckhlicher volziehung furdern helfen, sich auch der kgl. Mt. hohen erpiettens settigen lassen und in dem allem bedengkhen, das solh furderlich aufrichtung und volnziehung diser beharrlichen hilf nit allain irer Mt. sambt derselben kunigreichen und landen, sonder auch der Kff., Ff. und gemainer stend aller und yeder in sonderhait höchste notturft erfordert. Das begeern die kgl. Mt. gegen Kff., Ff. und gemainen stenden gantz freundtlich und gnedigklich zu erkennen.

    «Nr.207 Resolution der Kurfürsten, Fürsten und Stände zur Türkenhilfe – Regensburg, [1541 Juli 29]1 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 418r–419r (Kop.); ÜS fol. 418r: Antwort Kff., Ff. und stendt, der ksl. und kgl. Mt. furgetrag[en].

    ŠB  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 237r–238r (Kop.); AV fol. 237r: Actum prima Augustj anno 41.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 470r–470v (Kop.); AV fol. 470r: Perlectum 1. Augustj comitiis ipsis imperialibus peractis.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 447r–448r (Kop.).

    Der röm. ksl. und kgl. Mt., unserer allergnedigsten herren, jungsten schrieften [Nr. 205, Nr. 206], betreffendt di beharrlichen turckenhilf und dan auch der röm. kgl. Mt. gnedigen furtrag von wegen der eilenden und beharrlichen turckenhilf beschehen, haben Kff., Ff. und stendt und der abwesenden botschaften in aller underthenigkeit vernomen und, sovill die eilenden turckenhilf belangt, mugen ir kgl. Mt. bei den nechst gesessen fursten und stenden gnediglich ansuechen lassen. Die werden one zweiffel irer gethonen bewilligung nach ir anschleg zum furderlichsten alher gein Regenspurg oder Passau erlegen, dann das di andern und weit gesessnen stendt, besonderlich die, so diesen reichstage durch ire anweldt und botschaften besuechen haben lassen, ire anlagen jetzo alhie erlegen sollten, das wurde inen nit wenig beschwerlich sein.

    Aber von wegen der beharrlichen hilf wider den Turcken bitten gemeine stendt die ksl. und kgl. Mt., das sie gemeiner stendt underthenig beschehen erpietten und bewilligung gnediglich annemen und doch auf den kunftigen tag zu Speier sich gewißlich ercleren und vernemen lassen, wes sicha di ksl. Mt. bei frembden potentaten bewerben und dann was auch ir beide ksl. und kgl. Mt. und derselben konigreich mit und neben angeregter der gemeinen stendt des reichs beharrlichen hilf thun wollen, und doselbst auch also paldt mit der stendt wissen und rath di mittel und wege furnemen, beratschlagen und schliessen, dadurch solich beharrliche hilf gemeinen cristenheit und sonderlich dem reich teutscher nation zum nutzlichsten und besten in das werck bracht und volzogen werden mögen. Ob aber gleichwol die frembden potentaten zu solichem nottwendigen, gutten werck der beharrlichen turckenhilf nit zu vermögen weren, so sein nichtdestoweniger gemeine stendt des underthenigen willen und erbiettens, solich beharrlich hilf, inmassen die auf jungst gehaltnen reichstag zu Augspurg bewilligt, neben iren ksl. und kgl. Mtt. dapfern, statlichen hilf zu leisten.

    Und damit auch auf kunftigem tag, den 14. Januarii schirst komendt, zu Speier desto statlicher und fruchtbarlicher gehandelt werden möge, bitten Kff., Ff. und gemeine stendt, die kgl. Mt. wöllen unbeschwerdt sein, inen die ratschleg, so irer Mt. behemisch und osterreichischb rethe solichen beharrlichen zugs halben (wie gemeine stendt angelangt) verfast und gestellt haben sollen2. Alßdann ferner die kgl. Mt. auß angezeigten, beweglichen ursachen sich be Šschwerdt, die begerten anzall die 30.000 geringer pferdt zu diser beharrlichen turckenhilf zu underhalten, so wollen inen gemeine stende nit zuwider sein lassen, das ir kgl. Mt. die 10.000 pferdt nachgelassen werden in bedenckung der grossen ausgaben und costen, so irer Mt. daneben auflauffen werden.

    Und nachdem Kff., Ff. und gemeine stendt die kgl. Mt. vormalln von wegen der eilenden turckenhilf undertheniglich gebetten, das ir Mt. sich mit den fursten und stenden, so in den osterreichischen landen beguttet, gnediglich vereinigen und vergleichen wöllen, damit sie mit doppelanlag nit beschwerdt und bei des reichs hilf nach außweisung des augspurgischen abschiedts gelassen und pleiben mögen, also thun sie ir kgl. Mt. hiemit widerumb undertheniglich pitten, das ir Mt. sich noch alhie mit denselben gebetner massen gnediglich vergleichen, und damit bevelhen sich Kff., Ff. und gemeine stendt ir ksl. und kgl. Mt. in aller underthenigkeit.

    « ŠV,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung  »

    «Nr.208 Aktenbericht zu den Verhandlungen über Stand, Stimme und Session der Reichsstädte – o. Ort, o. Datum »

    Köln HASt, Köln und das Reich 218, fol. 287r–309r (Kop.); ÜS: Anno 1541 reichstage zu Regenspurg.

    Uff der ksl. und auch der kgl. Mt. insonders geschehene propositiones, betreffende die vergleichung der strittigen religion und dann auch ein eilende hilf wider den türcken (bey dern eröffnung dann der erbaren stett gesandten wie andere stende zugegen gewesen) hat sich gleich alsbald in furgenommener berathschlagung ein trennung und spaltung zwischen den stenden des reichs zugetragen, also das sich Kff., Ff. und andere stende der augspurgischen confession und sonderlich die, so der synawaldischen[sic!] ainigung zugethan, (welche man fast samentlich die protestierenden stende genent) und dann uff dem andern theil die churfursten, fursten, prelaten und graven der alten oder bäpstischen religion zusamengezogen und jedes theil in gehapten, sondern rethen seine andtwurt, mit was maß sie die begerte eilende hilf wider den Türcken bewilligen wolten, berathschlagt, auch also der ksl. und kgl. Mtt. underschidlich ubergeben und fürpracht. Darauß dann ervolgt, das die erbaren frey- und reichsstett, so gedachter religionsainigung oder protestation verwandt (dern gleichwol der grösser theil gewesen), bemelten irn mitverwandten Kff., Ff. und stenden sich durch ire gesandten dises reichstags durchauß anhengig gemacht und also neben und mit denselben die sachen berathschlagen und andtwurt geben helfen, alda sie dan auch nach irer vergleichung ire session und stimmen gehabt haben.

    Aber gegen der ubrigen stetten, so der protestation nit verwandt, ist es dises reichtags von den Kff., Ff. und stenden irer religion oder, so der protestation auch nit anhengig, gehalten worden, wie hernachvolgt: Als nemlich, nachdem gedachte churfursten, fursten, prelaten und graven, so der protestation nit zugethon, mit irer andtwurt und bewilligung, so sie, der ksl. und kgl. Mtt. der begerten hilf halb zu geben, bedacht, fertig gewesen, haben sie allererst Montags am 27. Junij vormittag die gesandten der stett, so, wie gehört, irer religion oder der protestation nit anhengig, fur sich erfordert und inen sollich ir bedachte und beschlossene andtwurt fürhalten lassen. Dern haben die bemelten unprotestierenden stett abschrift und bedacht gepetten, damit sie sich irer obern notturft nach auch darauf wüssten vernemmen zu lassen. Und wiewol inen nhun solche abschrift nit verwaigert, indem das solche bedachte andtwurtschrift nachmittag ingemein von den unprotestierenden stenden oder dern schreibern abgeschriben worden, so haben doch hoch- und wolermelte churfursten, fursten, prelaten und graven noch desselben tags abents zu siben uhrn zu den stetten Šgeschickt und inen anzaigen lassen, das sie, die stende, entschlossen, ehegemelte ire schriftliche andtwurt des andern tags, nemlich Dinstags zu morgen der ksl. Mt. zu uberandtwurten, dann ir Mt. in ansehung der nott umb eil und furderung angehalten. Haben also unerwartet und ungehört der stett meinung und bedachter notturft der ksl. Mt. mehrgedachte, ire verfasste andtwurt [Nr. 182] ubergeben.

    Und nachdem solches geschehen, haben eegedachte Kff., Ff. und stende noch desselben tags uff den abent den stetten durch sechs auß inen, den stenden, darzu verordente personen anzaigen und erpietten lassen, wo die stett in irer, der stende, ubergebner andtwurt etwas beschwerden zu haben vermeinten, weren dieselben sechs personen verordent, solche beschwerden von inen zu vernemmen. Dieweil aber solches vergeblich und als für einen unnottwendigen uberfluß bei den stetten geachtet, dieweil sie gewußt, das ir, der stende, andtwurt der ksl. Mt. schon desselben tags uberandtwurt gewesen, haben sie sich darauf gegen inen, den chur- und fürstlichen verordenten, nichts weitters einzulassen gewußt und sich gleichwol gegen denselben diser ungewonlichen neuerung und außschliessung, das, irer ungehört, also furtgeschritten wurde, beschwerdt, dieselbig geandet und geefert und demnach ein schrift an die ksl. Mt. gestelt und irer Mt. 29. Junij ubergeben, darinnen sie nit allein ire bedachte meinung und andtwurt der begerten hilf halben wider den Türcken underthenigist furpracht, sonder auch sich diser ungewonlichen und ungepürlichen ausschliessung, so inen von den obern stenden begegnet, beclagt und umb gnedigste abschaffung gepetten, wie solches die nachvolgendt schrift im buchstaben ferrer außweist. Der stett, so der protestation nit verwandt, sondere andtwurt mit einverleibter beclagung begegnetter ausschliessung, der ksl. Mt. 29. Junij ubergeben1. [...].

    Es haben auch neben disem der eebemelten stett gesandten nit underlassen, gleich des andern tags, nemlich ultima Junij, sich bey Kff., Ff. und andern obern stenden dieser obbemelten ausschliessung schriftlich zu beclagen mit inverleipter ersuechung und pitt, sich dergleichen beschwerlichen neuerung hinfurter zu enthalten etc. nach laut nachvolgender schrift2. [...].

    Und nachdem die hieob beschribne der stett an die ksl. Mt. gestelte supplication oder andtwurtschrift volgender zeit von irer Mt. Kff., Ff. und andern stenden des reichs zugestelt worden, haben sie darauf irer Mt. diese nachvolgende schrift uberraichen lassen, welche dann further auß irer Mt. bevelh der stett gesandten zugestelt worden, also lauttende3: [...].

    Diese erstgemelte der stende andtwurt oder bericht ist furter von den unprotestierenden stetten, nachdem es eine gemeine handlung und nunmer nit allein sie, sonder alle andere stett mit angetroffen, an der ubrigen stett gesandten auch pracht und darauf von inen samentlich nachbemelter gegenbericht oder replica Šverfasst und verglichen und der ksl. Mt. am 13. Julij ubergeben worden, also verlauttende4: [...].

    Wiewol nun die ksl. Mt. volgendts disen negstgemelten der stett gegenbericht oder replicam Kff., Ff. und andern obern stenden widerumb zustellen lassen, so ist doch darauf von iren kfl. und fstl. Gn. nichts weitters ervolgt noch einige schrift oder ableinung (davon die stett wissens haben) gepraucht, sonder seind sie, die stende, mit berathschlagung der sachen irem angemassten geprauch nach furtgeschritten. Und als sie in puncto religionis sich einer andtwurt oder bedenckens, der ksl. Mt. uff das zugestellt buech und der colloquenten gepflogene underrede etc. zu geben, veraint und entschlossen, (wie von dem und anderm bey registratur der gehaltenen reichstäg ferrer bericht zu finden) haben sie die stett irer profession, nemlich die unprotestierenden, für sich erfordert und inen dasselbig als für iren beschluß eröffnet mit dem anzaigen, das sie, die stende, bedacht weren, solche ire verfasste schrift nach mittag der ksl. Mt. zu uberandtwurten, darzu möchten sie, die stett, die iren auch verordnen.

    Nachdem aber die beratschlagung dieser ding gantz ausserhalb irer, der stett, beschehen und sie nit darzu gezogen noch in irer notturft gehört worden, haben sie sich zu verhüettung, das sie hierdurch den stenden nit etwas stillschweigendt einraumen und sich irer herprachten gerechtigkeit begeben thetten, enthalten, bey ubergebung negstgemelter andtwurt zu sein oder jemandts auß den iren darzu zu verordnen, sich auch dieser zugefüegten ausschliessung und furgenommener neuerung gegen den stenden nachmals wie zuvor auch beschwert und daneben, gleichwol ad partem, dem H. von Naues, der ksl. Mt. vicecantzler, durch etliche ire darzu verordenten, warumb sie hierzu nit verordnet, auch dabey anzaigen lassen, das sie inen ermelt der stende bedencken in puncto religionis nit liessen mißfallen, ausserhalb dessen, das sie von iren obern keinen bevelh hetten, die protestierenden stende in ichten zu verunglimpfen, sonder bitten, das die ksl. Mt. zwischen beiden theilen gnedigist die vergleichung suechen wollte etc.

    Item, unlangs hernach, als sich in disem puncten religionis die ksl. Mt. uff beiderseits religionsverwandten stende underschidliche bedencken resolvirt und darauf bey inen abermals spaltige meinungen (so in schriften verfasst) furgefallen, seind die stett, der protestation nit verwandt, (dann die andern wie obgemelt allenthalben iren mitconfessionsverwandten stenden angehangen) am 17. Julij fur etliche chur- und furstliche verordenten in die gemein rhattstuben erfordert und inen daselbst gemelte zwue underschidliche andtwurten furgehalten und zu verlesen angepotten worden. Dieweil aber solche schriften etwas lang und den gesandten der ehegemelten stett, ire notturft darauf also in eil einzunemen und zu fassen, nit wol müglich gewesen, haben sie abschrift und einen kleinen bedacht mit erpiettung, sich furderlichist darauf wider vernemmen zu lassen, begert. Solches ist inen aber beides abgeschlagen, allein Šmit der stumpfen vermeldung, das sie, die verordenten, keinen weittern bevelh hetten, dann inen, den stetten, die schriften zu eröffnen und fürzulesen. Seind also die gedachten andtwurten [Nr. 146, Nr. 149] further der ksl. Mt. durch sie, die andern stende, ausserhalb und ungehört der stett fürpracht worden. Darumb der stett gesandten geursacht, ir andtwurt und meinung in berurtem puncten religionis und auch des cammergerichts halb der ksl. Mt. in einer schrift (wie zur notturft auß derselben zu vernemmen) abermals zu ubergeben, welche schrift dann, sovil hieher gehörig, nemlich der stett stand und stimm etc. oder begegnette ausschliessung belangendt, disen nachvolgenden anfang und ende gehabt5. [...].

    Solche schrift oder anlangen hat aber gleich so wenig als das ander obgemelt etwas verfangen, darumb dann abermals und gleich als zum uberfluß der stett gesandten der ksl. Mt. diese hernach beschribne kurtze anmahnung und erinnerungsschrift 25. Julij ubergeben und gepetten, das doch ir Mt. vor irem abraysen (welches vor augen gewesen) inen gepürende abwendung irer beschwerden gnedigist verfuegen und verschaffen wollte etc., ferrern inhalts solcher schrift, also lauttende6: [...].

    Aber es ist auch diese anmanung der stett halben vergebens und unfruchtbar gewesen, und hat die ksl. Mt. in puncto religionis, auch friden und rechtens zwischen beiderseitz confessions- oder religionsverwandten stenden particularunderhandlung und -tractation pflegen, auch etliche notteln und moderirte articul stellen und darauf zu dem abschid greiffen lassen und sonderlich den stenden der protestation verwandt (denen dann wie obgemelt die stett gleicher profession durchauß angehangen) mit einer sondern gegebnen nebendeclaration also iren willen gemacht, das sie darauf und anderst nit den abschid gewilligt und angenommen.

    Dieweil aber die gesandten der ubrigen, hoc est der unprotestierenden stett, wie hieoben außgefurt, dises reichstags uber alles ir supplicirn, begern und ansuechen mertheils von allen berathschlagungen wider alt herkommen außgeschlossen, und es Kff., Ff. und andere obere stende dafür halten wöllen, was sie beschliessen und den stetten fürhielten, das sie demselben stracks, auch irer notturft unverhört, zu verfolgen schuldig sein sollten, haben sich dieselben der siglung oder beliebung des abschids (in sonderheit, dieweil auch derselbig gantz ausserhalb der stett berathschlagt und in die feder pracht) geeiffert und verwaigert. Derwegen dann, gleichwol nach abraisen der ksl. Mt., aller stett gesandten ingemein vor die kgl. Mt. beschickt und durch ir Mt. mit allerhandt furgewendter entschuldigung, einbildung und persuasion bey und mit inen gehandelt und angehalten worden, solchen abschid wie andere stende auch anzunemen und mitzusiglen etc. Darauf ist irer kgl. Mt. von den stettgesandten ungeverlich dahin geandtwurtet, das die stett, der protestation Šund augspurgischen confession verwandt, den abschid mit massen wie andere ire mitverwandten stende eingangen, darumb sie die siglung nit zu waigern begerten. So weren etlich der andern stett, die solche siglung auch leiden möchten. Aber den gesandten der stett Cöln, Metz, Wormbs und Speyer wollte beschwerlich, auch bey iren oberkeitten verweißlich fallen, dieweil inen nit eigentlich wissent, was der verfasste abschid inhielte, und sie auch desselben von Kff., Ff. und andern stenden weder abschrift noch besichtigung erlangen hetten mügen, denselben zu- oder abzusagen oder in desselben versiglung zu bewilligen. Also und dieweil sich dann ehegemelter vier stett gesandten weitter nit begeben wöllen, hat die kgl. Mt. inen zugelassen, sich in schriften nach irer gelegenheit des abschids halben zu protestiern, mit weitterm gnedigstem erpietten, bey der ksl. Mt. diese sach zu befurdern und fur sich selbst daran zu sein, damit die geclagte der stett beschwerung, sovil müglich, abgewandt und sie ihres standts nit entsetzt wurden etc.

    Und ist demnach gemelter abschid auß zuelassung und bevelh der ubrigen stett von einem erbarn rhatt zu Regenspurg in namen gemeiner stett neben Kff., Ff. und andern stenden des reichs besigelt worden. Aber di gesandten der negstbestimpten vier stett haben diese nachvolgende schriftliche protestation wider den abschid gethon und in die meintzisch cantzley ubergeben, also lauttendt7: [...].

    Nota: Es geschicht in dem articulirten der stett libell, so anno 44 zu Speier der ksl. Mt. ubergeben, meldung, das uff gegenwürtigem reichstag der stett gesandten dannocht auch im ausschuß gewesen, welches ich alhie anzuregen auch nit underlassen wöllen, dann ich gleichwol dessen sonst bey den actis keinen bericht noch anzeig befunden8.

    «Nr.209 Resolution der altgläubigen Reichsstädte zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juni 291 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 167r–169v [sic!, irrtümliche Foliierung] (Kop.).

    ŠB  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 64v–66v (Kop.); AV fol. 66v: Actum ultima Junii anno 41; DV fol. 69v: Mer ain supplication von den freien und reichsstetten, darin sy sich der Kff. und Ff., auch der abwesenden potschaften absonderung im rath beschweren.

    C  koll. München HStA; Kasten blau 271/1, fol. 95r–98r (Kop.).

    D  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 349r–351r (Kop.); ÜS fol. 349r: Antwort der frey- und reichsstette gesandten, so der protestation nit verwant; AV fol. 349r: Ultima Junij 1541.

    Nachdem wir auf euer ksl. Mt. ausschreiben [Nr. 1] und erfordern von unsern obern alhere auf diesen reichsdage abgefertigt seindt, das wir vermoge euer ksl. Mt. ausschreiben und als derselben und deß hl. reichs gehorsame underthanen und glider alles das, so zu nutzs und wolfart des hl. reichs dienen und unsern obern immer mehr dreglich und leidlich sein mochte, sollen helfen ratschlagen, handeln und schliessen, so weren euer ksl. Mt. wir zu schuldiger gehorsam und allen sachen zum besten, sollichs neben andern Kff., Ff. und stenden unserm entpfangnem bevelch nach zu thun, gantzs willig und geneigt. So dragen sich aber die sachen dermassen zu, das wir zu solchem, doch unsernthalb unverschult, nit komen mogen. Dann nachdem Kff., Ff. und andere stende auf der hungerischen und osterreichischen botschaften werbung, auch folgents der röm. kgl. Mt., unsers allergnedigsten hern, furtrage und anzaige die sachen zu bedacht gezogen, hetten wir nichts liebers gesehen, dann das altem geprauch nach dieselben sachen in den dreien gesonderten der churfursten, dann der fursten, prelaten und graven und dann der stett räthen berathschlagt, dieselben rathschlege hin und wider gehört und hernachmaln zu ainhelligem beschluß, sovil moglich, bracht weren worden, damit man euer ksl. Mt. mit ainhelliger antwort aller stende hette begegnen mogen. So hat sich aber uber unsern willen und one unser verursachen trennung zwuschen obgemelten stenden zugedragen, darauß gefolgt, das unß von baiden thailn, weß sie sich auf der röm. kgl. Mt. furtrag und der baiden hungerischen und osterreichischen botschaften werbung entschlossen, in schriften nechst Montags [1541 Juni 27] zum thail zugestelt, zum thail vorgelesen und daneben angezaigt worden, das sie, sollich ir antwort euer ksl. Mt. gleich morgens zu ubergeben, willens weren.

    Wiewol wir unß nun gegen der churfursten, fursten, prelaten und graven, unserer religion verwant, verordenten, die unß sollichs furgehalten, beschwert, das diese antwort also unser unerhört fur ein gemainen beschluß aller dieser stende euer ksl. Mt. solt furgetragen werden, derhalben begert, das man uns bedacht daruff lassen und uns als glider deß hl. reichs, die von euer ksl. Mt. hiehere beschriben und erfordert weren, unsers bedenckens auch horen welte, in ansehung, das sollichs nit allain dem rechten und altem herekomen nach billich, Šsonder auch unser notdurft zum hochsten erfordert, so haben wir doch sollichs nit erlangen mogen und werden also von aller rathschlagung wider euer ksl. Mt. ausschreiben und erfordern, auch wider alle art und aigenschaft dieser gemainen hendel zu nit klainem nachthail unser obern außgeschlossen und ubergangen und also genottrengt, euer röm. ksl. Mt. als unsern ainichen und rechten hern und haubt umb gnedigst einsehen in aller underthenigkait zu bitten, domit wir von andern stenden dermassen von der berathschlagung nit außgeschlossen, sonder in sachen, darumb wir von eurer ksl. Mt. alhere beschriben und die unsere obern nit weniger dann andere stende berürn, unser notturft nach auch gehört und also mit gemainem rathe und bewilligung, sovil moglich, in sachen, da man sich wele vergleichen konte, moge geschlossen werden, und nit vonnöten sey, euer ksl. Mt. mit sonderer antwort zu bemühen, wie wir dann, itzt zu thun, gedrungen werden. Dan euer ksl. Mt. haben allergnedigist abzunemen, wo wir also stilschweigent darin gehellen solten, das, was andere stende bey sich beschliessen und fur gut ansehen, das wir sollichs solten annemen und vollstrecken helfen, das uns dardurch untregliche laste, wie zum thail schon im werckh, auferlegt und wir nit allein euer ksl. Mt., sonder alle andere reichsstende neben und mit eurer ksl. Mt. zu herrn haben musten. Dweil wir nun auß obgehörten ursachen zu solcher gemainer und ainhelliger antwort nit komen mogen, so seien wir, dieselbig also unser notturft nach hiemit euer ksl. Mt. in aller underthenigkait sonderlich zu geben, gedrungen. Bitten, dieselbig also gnedigst von unß aufzunemen2.

    Und seien, euer ksl. Mt. zu hochsten ehren, der röm. kgl. Mt. zu underthenigem gefallen, auch den hungerischen und osterreichischen landen zu nutzs und furstant ein eilende hilf in anzal deß halben romezugs, zu Wormbs bewilligt, drey monat lang und in dem fall der nottdurft auch den vierten monat zu laisten, urputig.

    Doch nachdem unsere obern hievor mit deß reichs anlagen ubermessig zu hoch ausserhalb ires vermogens und gegen etlichen andern stenden gantzs ungleich belegt und ubersetzt seien, tragen zu euer ksl. Mt. wir diese underthenigste hofnunge, euer ksl. Mt. werden die hievor vilmals verabschiete und vertröste der beschwerten stett ringerung allergnedigst ins werckh alhie bringen, auch gemainen friden und recht im hl. reich aufrichten und verordnen lassen. Und versteen die ermelte euer ksl. Mt. itzt angepottenne eilende hilf doruff, das der an- und abzug deß kriegsvolcks in die obgemelt bewilligt zeit gerechent, das auch die ubersolde einzuschlagen seien und ainem yden an seiner zal zugut Škomen und abgezogen werden sollen. Das auch die röm. kgl. Mt. auf ir erbieten deß reichs kriegsvolckh mit notturftigem geschutzs sambt der zugehorde auf ir Mt. costen versehen und gnedigst verordnen wolle, damit demselbigen kriegsvolckh an notturftiger profiandt umb ein gleichen und billichen pfening nit mangel gelassen werde. Und das euer ksl. Mt. allergnedigst zugeben und bewilligen wolle, das die frey- und reichsstett ire burgere und ingesessenen zu diesem christlichen werckh belegen mogen und dargegen dieselbigen der stette burger und ingesessenen von andern herschaften irer guter halb, so sie ausserthalben in denselben andern herschaften ligen haben, unangelegt und unbeschwert bleiben.

    Wir mogen auch leiden, das oberste, haubtleute und pfennigmaister alhie von allen stenden benent und verordent werden, das kriegsvolckh an gelegen orten anzunemen und zu mustern, von der stende gelt zu underhalten und nach aller nottdurft die bewilligt zeit zu geprauchen, die allen stenden nachmals erbare und billiche rechnung thun sollen. Das alles eure ksl. Mt. wir underthenigst bitten unser obern notturft nach von uns zu gnaden anzunemen, auch unsere obern und uns in allergnedigstem bevelch zu haben3.

    «Nr.210 Eingabe der altgläubigen Reichsstädte an die beiden oberen Kurien – Regensburg, 1541 Juni 30 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 172r–174r (Kop.).

    B  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 471r–473r (Kop.); AV fol. 473r: Praesentiert auf Dornstag nach Petri et Pauli anno 1541 [1541 Juni 30].

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 190r–191v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 190r: ultima Junij.

    Uff daß furhalten von wegen euer kfl., fstl. Gn., Gn. und G., unß nechst Dienstags [1541 Juni 28] gescheen, da angezaigt, daß die beschwerden, ob wir der ainiche uber euer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. schriftliche antwort, so dieselben, der ksl. Mt., unserm allergnedigisten hern, der begerten hilf halben Šgegen dem Thurckenn zu antwort zu geben, verfast hetten, daß dieselben von unß vernomen und angehort werden solten und das doruff euer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. sich zu unß versehen welten, wir wurden daruber nichts neus wider alt herekomen furnemen etc., geben euer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. wir undertheniger, dienstlicher und fruntlicher maynung zu erkennen, das, nachdem die röm. ksl. Mt., unser allergnedigister her, unsere obern als irer ksl. Mt. und deß hl. reichs underthanen und angehorigen glider in ansetzunga deß itzigen reichsdags erfordert und beschriben, das sie die iren alhere schicken wolten, in sachen, in solchem ausschreiben vermeldet, zu rathschlagen, handeln und schliessen zu helfen, unß auch neben euren kfl., fstl. Gn., Gn. und G. irer Mt. furtragen und begern furhalten und derselben abschrift und bedacht gnedigist werdenb lassen, wie dann sollichs von alter here allewege herekomen und ublich gewesen, so hetten wir gantzs undertheniglich verhofft, eure kfl., fstl. Gn., Gn. und G. wurden ir gutbeduncken und antwort, deren sie sich auf jungst gehaltennen furtrage der hilf halben gegen dem Thurckenn entschlossen und deren sie unß schriftlich copien mitgethailt, der ksl. Mt. zu ubergeben, so lang verzogen haben, biß sie unß als diejhenen, so auf der ksl. Mt. beschreiben alhere von unsern obern verordent und die die sache also mit angehetc und betrifft, auch gehört, wie dann sollichs nit allein die art, natur und aigenschaft solcher gemainen hendel, auch unser obern hochste notturft erfordert, sonder auch von alter also herekomen und gehalten worden ist, derhalben wir auch an die verordenten, so eur kfl., fstl. Gn., Gn. und G. maynung uns furgetragen, dinstlich gebetten und begert, unß ein kurtzen bedachtd zu vergonnen, damit unser bedencken und beschwerden herin auch gnediglich und gunstiglich, zuvor und ehe die antwort ksl. Mt. ubergeben werde, gehort und sollich antwort durch eure kfl. Gn., Gn. und G. und unß ainhelliglich und in beisein der unsern hett gegeben werden mogen, wie wir unß dann derselben nach anzaige, was wir ab der ungleichait deß wormbsischen anschlags und etlicher daruff gefolgter, den stetten beschwerlicher anlagen, auch vilmals daruff verabschiedter und vertroster ringerunge und, daß etliche oberkaiten im reich sich understunden, der erbarn frey- und reichsstett burger irer guter halb, so sie under denselben ligen hetten, solcher thurckenhilf wegen auch zu steuern, fur billich beschwerden drugen, mit euren kfl., fstl. Gn., Gn. und G. leichtlich verglichen haben wolten.

    Dweil aber wir solchen bedacht nit erlangen mogen und eure kfl., fstl. Gn., Gn. und G. mit irer antwort furtgefaren und dieselbig der ksl. Mt. in unserm abwesen ubergeben, seind wir verursacht worden, der ksl. Mt. unser underthenigst bedencken und antwort [Nr. 209] auch zuzustellen, wie wir unß dann, dasselbig auf irer Mt. ausschreiben, furtragen und begern, auch Šunsern deßhalben empfangennen bevelhen nach zu thun, schuldig achten und erkennen. Und ist sollichs von unß nit gescheen der meynung, etwas neus wider alt herekomen furzunemen oder von euren kfl., fstl. Gn., Gn. und G. unß one sondere, mergkliche und grosse nottwendigkait abzusondern und zu trennen, dann wir ye nichts liebers welten, dann daß wir bei und neben euren kfl., fstl. Gn., Gn. und G. als mitglider deß hl. reichs bleiben und in den gemainen hendeln, so unsere obern mit betreffen, yderzeit gehört und also unß, sovil imer muglich, mit denselben ainhelliger antwort entschliessen und vergleichen mochten. Dann euer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. wissen sich gnediglich und gunstiglich wele zu erinnern, daß die furgefallen trennunge, so sich zwuschen den stenden alhie zugetragen, one unser verursachen bescheen und unß undertheniglich und treulich laidt ist.

    Dweil wir unß nun in gemeinen deß hl. reichs hendeln von euren kfl., fstl. Gn., Gn. und G., auch andern stenden deß hl. reichs, wie gehört, one sonder, groß und mergklich ursachen nit abzusondern begern, sonder in allem dem, das zu nutzs und welfart deß hl. reichs dienen mag, gern unsers geringen verstants und vermogens undertheniglich, dinstlich und fruntlich vernemen lassen wellen, so bitten eure kfl., fstl. Gn., Gn. und G. wir gantz undertheniglich, dinstlich und fruntlich, sie wollen unß von berathschlagung gemainer hendel und, derhalben wir von der ksl. Mt. alhere beschriben, nit außschliessen, sonder yderzeit uff eurer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. bedencken unser notturft nach gnediglich und gunstiglich, wie herekomen, hören. So seindt wir yderzeit, mit euren kfl., fstl. Gn., Gn. und G. uns, sovil immer moglich, zu vergleichen und, alles, das unsern obern treglich, leidlich und gegen andern stenden gleichmessig, zu laisten und zu volziehen, urputig und willig. Euer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. wellen auch dise unser anzaige, bitten und erpieten gnediglich, gunstiglich und kainer andern maynung, dann das es unserer obern notturft halb und auß erzelten ursachen undertheniger und dinstlicher maynung beschee, uffnemen und vermercken1.

    « Nr. Š211 Stellungnahme der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten zur Resolution der altgläubigen Reichsstädte zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, 1541 Juli 61 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 263r–266v (Reinkonz.); AV fol. 263r: Antwort churfursten, fursten und stend uff der stet supplication.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 80r–83v (Kop.), AV fol. 80r: Actum Regenspurg, den 6. Julij anno 41; DV fol. 83v: Der churfursten, furstn, prelatn und graven, auch der abwesenden potschaften der alten religion antwurt auf der frei- und reichsstet, die den protestirenden nit verwont sein, supplicacion.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 112r–114v (Kop.); AV fol. 112r: 6. tag Julij. Der Kff., Ff., prelaten, graven und der abwesenden potschaften der alten religion antwort auf der frey- und reichsstet beswerung.

    D  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 364r–366r (Kop.); ÜS fol. 364r: Antwort der churfursten, fursten, prelaten und graven und der abwesenden botschaften der alter religion uff ubergebene supplication der frey- und reichsstedte. Actum Ratisponae, 6. Julij 1541.

    Die supplication der frey- und reichsstet, weliche den protestirenden nit verwanth sein, uns verschiner tag in namen eurer ksl. Mt. gnediglich zugestellt, haben wir in aller underthenigkeit horen lesen, under anderm des inhalts, das sich in jungstem ratschlag, uff der hungerischen und osterreichischen botschaften werbung bedacht, zwischen den stenden trennung zutragen, darauß gevolgt, das den stetten solicher ratschlag zum teil in schrieften zugestellt und zum teil vorgelesen, mit anzeig, das die antwort eurer ksl. Mt. des volgenden morgen sollt gegeben werden, und, wiewoll sie darauf begert, inen ein bedacht zuzulassen und ir bedencken zu hören, so hetten sie doch solichs nit erlangen mugen, derwegen sie getrungen, eurer ksl. Mt. fur sich selbs ein sondere antwort zu geben, dann, wo sie das, so durch andere stendt beschlossen, stillschweigendt annemen sollten, wurden inen untregliche lest uffgelegt, musten auch neben eurer ksl. Mt. alle andere reichsstendt zu herren haben, und sich darauf erpietendt, die eilende hilf zu bewilligen uff etliche maß und condition, sonderlich das sie ir burger und ingesessen zu disem cristenlichen werck belegen mochten und das der stett burger und ingesessen von andern herrschaften irer gutter halben, so sie ausserthalb in andern herrschaften ligen haben, unangelegt und unbeschwerdt pleiben, wie solichs gemelte supplication nach lengs außweist2.

    Geben darauf eurer ksl. Mt. in aller underthenigstem gehorsam zu erkennen, als wir uns verschienner tag der eilenden turckenhilf halben entschlossen, haben wir gemelten stetten unsern ratschlag, wie in dem hl. reich gepreuchlich Šherkomen, mundlich und schrieftlich furhalten und werdena lassen, darauf sie, wie gemelt, einen bedacht gepetten, welicher inen nit geweigert, sonder angezeigt, wir weren bedacht, des volgenden morgens eurer ksl. Mt. die antwort undertheniglichen zu ubergeben, uß ursachen, das euer ksl. Mt. gnediglich begert, den handel uß erheischender notturft zu furdern, und hetten uns woll versehen, sie sollten sich altem geprauch nach mit uns vergleichen und den handel nit uffgezogen haben. Dieweil es aber nit beschehen und wir den verzug eurer ksl. Mt. und dem hl. reich nachteilig geacht, so haben wir eurer ksl. Mt. unser antwort undertheniglich ubergeben und uns gleichwol vernemen lassen, ir bedencken gnädiglich und gutlich auchb anzuhören. Als aber die unsern darzue verordenten des andern tags uf dem hauß erschinen, sein die von stetten mit irem bedencken nit geschickt noch fertig gewest, sonder haben sich vernemen lassen, solichs werc in schrieften gestellt, welichs sie uns furderlich zustellen wollten, wie beschehen, darauf wir uns gegen inen mit gepurlicher, unverweißlicher antwort vernemen lassen wollen.

    Das wir aber unser antwort dergestalt ubergeben, darzue hat uns neben vorerzelter ursach bewegen, das die stette nach altem, loblichem gebrauch und herkomen des hl. reichs sich jederzeit mit unserm ratschlag vergleichen sollen, wiewoll wir, des unangesehen, nit underlassen, wo sie etwas bedechten, das dem hl. reich in sonderheit furstendig und zu nutz und wollfart komen möcht, uns darin aller gepur auch zu erzeigen.

    So sein wir auch gemelten stetten nit gestendig, das sie ein solichen abgesönderten rathe neben uns haben, der uns an unsern ratschlegen und beschluß verhindern möcht, dieweil inen nach altem herkomen gepurt, sich nit allein mit uns zu vergleichen, sonder auch, was der mehrer teil under uns beschleust, neben uns zu leisten und zu vollziehen, wie auch in unserm rat der geringer dem merern teil weichen und volgen muß. Dochd legen wir inen auch kein untreglich last uff, dann so wir in des reichs sachen ichts beschliessen, das belangt uns nit weniger dann sie, tragen und leisten auch dasselb neben inen wie pillich. Das sie aber in einer sondern stuben die furfallenden reichssachen jederzeit auch bedencken und erwegen und solichs an uns, wie sich gepurt, gelangen, das ist uns nit zuwider, sofer sie sich altem herkomen und gebrauch nach mit uns vergleichen.

    Wiewoll nun gemelten stetten, ir bedencken zu hören, nit abgeschlagen ist, so haben sie siche doch von uns unpillich und unverursacht abgesondert und eure ksl. Mt. wider des reichs herkomen mit einer sondern, vermeinten antwort bemuhet, welchs eurer ksl. Mt., dem hl. reich und uns beschwerlich, nachteillig und den furfallenden sachen verhinderlich ist und darumb unser Šallerunderthenigst bit, eure ksl. Mt. wollen mit gemelten stetten gnediglich verfuegen, sich in allen des hl. reichs sachen altem herkomen und geprauch des hl. reichs gemeß zu halten, sich mit uns, wie obgemelt, zu vergleichen und von uns keinswegs abzusondern, sonder, was beschlossen ist, neben uns gehorsam zu leisten und zu volziehenf, damit soliche und dergleichen unnottig irrungen under den stenden des hl. reichs, weliche zu nachteil desselben zufallen mogen, verhueten, des reichs wolfart gesuecht und der alt, loblich geprauch desselben, wie der uff euer ksl. Mt. und uns herkomen ist, erhalten und gehandthabt werde.

    Das dann die stett ire vereidte und verpflichte burger mit steur anlegen, sovill sie des recht und fueg, damit haben wir wenig zu thun. Wo aber das wort ingesessen uff die geistlichen, die vom adel und andere personen, so auß eurer ksl. Mt. gnaden von gemeinem rechten und altem geprauch gefreit sein, solt verstanden und durch die stet gesuecht werden, dieselben mit einicher steur oder anlag zu belestigen, so sein wir ungezweiffelt, pitten auch underthenigst, euer ksl. Mt. wollen inen solichs keinswegs gestatten, sonder die obgemelten geistlichen, die vom adel und andere gefreitte personen bei iren herprachten freiheitten gnediglich handhaben, schutzen und schirmen gund bei altem geprauch und herkomen bleiben lassen–g.

    Die guetter belangendt, so ire burger in unsern landen und gepietten ligendt haben, so inen unangelegt pleiben sollten, tragen wir solichs unpillichen anmuttens, an euer ksl. Mt. gelangt, nit wenig beschwerung, dann die stet und ire burger, so under uns begut sein, haben sich leichtlich zu berichten, das sie von solichen guettern pilliche beschwerung, der auch die unsern nit erlassen werden, tragen sollen, wissen sihe [sic!]auch derselben nit zu erlassen, sonder wöllen uns vielmehr versehen, sie werden sich hierin selbs berichten und der gepur und pillicheit gemeß erzeigen3. Solichs haben wir eurer ksl. Mt. uff der stett ubergeben supplication zu undertheniger antwort nit verhalten wollen, gehorsamlich pittendt, die von uns in gnaden anzunemen und uns entschuldigt zu haben und unser allergnedigster herr zu sein und zu pleiben.

    «Nr. Š212 Gegendarstellung aller reichsstädtischen Gesandten zur Antwort des Kurfürsten- und Fürstenrates auf die Eingabe der altgläubigen Reichsstädte – Regensburg, 1541 Juli 13/141 »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 268r–274v (Kop.); AS fol. 274v: Antwort deß hl. reichs gemainer frei- und reichsstett, praes. 15. Julii 41. Sol an die Kff., Ff. und stend gebracht werden.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 118r–123v (Kop.); DV fol. 123v: Gemeiner frey- und reichsstett versamelter gesandten, so der protestation nit verwandt, antwurt etlicher beschwerden halben; v. a. Hd.: Actum 19. Julii anno 41.

    C  koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 396r–401v (Kop.); ÜS fol. 396r: Replick der gemeiner reichsstette uff gethane antwort der chur- und fursten, belangen ire absonderung in der chur- und fursten rathschlegen, 19. Julij 1541 perlectum.

    D  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. H, fol. 7r–12r (Kop.).

    Nachdem wir, die gesanten euer ksl. Mt. und deß hl. reichs stett, so der protestation nit verwant, hievor der eilenden hilf halb gegen dem Thurckhen dieselb euer ksl. Mt. underthenigst beantwort mit anzaige, welchermassen wir von beratschlagung derselben und anderer sachen, derhalben wir zu diesem reichsdage von eurer ksl. Mt. berueft und beschriben seint, außgeschlossen werden, haben euer ksl. Mt. uns ein schriftlichen bericht und antwort, so churfursten, fursten, prelaten und graven und der abwesenden botschaften der alten religion, unser gnedigst, gnedig und gunstig hern, derselben eurer ksl. Mt. auf sollich unser ansuchen geben haben [Nr. 211], gnedigist zustellen lassen, in welcher ir kfl. und fstl. Gn. und G. melden, das sie uns den gebettennen bedacht uff iren vorgehabten rathschlage der eilenden hilf halben gegen dem Dhurcken nit gewaigert, sonder sich vernemen lassen, unser bedencken gnediglich und gutlich anzuhoren. Das sie aber ir bedencken euer ksl. Mt., zuvor und ehe sie uns gehort, ubergeben, sey zum thail darumb, das euer ksl. Mt., den handel auß erhaischender not zu furdern, gnediglich begert, zum thail auch darumb, das die stette nach altem, loblichem geprauch und herekomen deß hl. reichs sich yderzeit mit irem rathschlag vergleichen sollen, bescheen. Sie gestanden uns auch kains sondern raths, der sie an iren rathschlegen und beschluß verhindern moge, das wir aber deß reichs sachen yderzeit auch bedencken und erwegen, sey inen nit zuwider, doch das wir uns mit inen, wie sich altem herekomen Šnach geburt, vergleichen und, wes des merer thail under inen beschleust, neben inen laisten und volnziehen. Zaigen derhalben ane, das wir uns unbillich und unverursacht von inen abgesondert und euer ksl. Mt. mit sonderer antwort bemuhet, mit bitt, euer ksl. Mt. wolten mit unß gnediglich verfugen, unß in allen deß reichs sachen altem herekomen nach gemeß zu halten, mit inen zu vergleichen und kainswegs abzusondern, sonder, was beschlossen ist, zu laisten und volziehen, alles ferners inhalts bemelter irer kfl., fstl. Gn. und G. euer ksl. Mt. ubergeben antwort.

    Dweil nun, allergnedigster romischer kayser und herr, diese sache nit allein die stett, so der protestation nit verwant, sonder alle erbar frei- und reichsstett, wo es also gehalten werden solte, belangen welte, so geben herauf euer ksl. Mt. wir, die gesanten aller erbar frey- und reichsstett, alhie versamelt, in aller underthenigster gehorsam zu erkennen, das unser gemute und maynung nit gewesen und noch nit ist, uns von Kff., Ff. und gemainen stenden deß hl. reichs in berathschlagung desselbigen sachen und obligen one sondere mergkliche und genottrengte ursachen abzusondern, sonder seind, uns mit iren kfl., fstl. Gn., Gn. und G., sovil imer muglich, zu vergleichen, urputig.

    Das aber wir die gesanten, so der protestation nit verwant, uns der absonderung beschwert und sondere antwort geben, ist der ursach gescheen, das, wiewol von alter here geubt und herekomen, das Kff., Ff. und andere stende ir bedenckhen allewegen vor entlichem beschluß den gesanten der erbarn frey- und reichsstett in gemainer versamblung furgehalten und ir bedencken, sofer sie gefast gewesen, daruff gehört oder, so sie noch nicht gefast, inen notturftigen bedacht zugelassen, so hat sich doch hie zugedragen, das in anfang der berathschlagung itzigs reichsdags uns der churfursten, fursten, prelaten und graven der alten religion bedencken allain durch etlich verordente in abwesen irer kfl., fstl. Gn., Gn. und G. und, so die etwan vom hauß schon abgangen, furgehalten worden, welche zum ersten unser antwort nit horen wollen, nachgeents wol gehort, aber gesagt, sie hetten iren bevelch außgericht und domit abgeschaiden und zu jungst, als unß daß bedenckhen der eilenden hilf halber gegen dem Dhurckhenn muntlich am abent spat furgehalten worden, mit anzaig, das man es morgen abschreiben und alsbaldt eurer ksl. Mt. ubergeben wolte, und wir in ansehung, das die sachen unser obern, von denen wir auf eurer ksl. Mt. ausschreiben alhere gesant, mit betreffe, bedacht daruff begerten, worde unß dißmals nit, sonder hernachmaln deß andern dags, als die antwort eurer ksl. Mt. schon ubergeben was, derselbig erst vergunnet und zugelassen.

    Derhalben wir dazumal fur unfruchtbar achten, iren kfl., fstl. Gn., Gn. und G. unsern bedacht und notturft anzuzaigen, seint also nit unpillich und unverursacht, wie sie anzaigen, sonder notwendiglich gedrungena worden, euer ksl. Mt. uff ir erfordern und ausschreiben unsere sondere antwort schuldiger pflicht nach zu geben, die wir auch nit verzogen, sonder gleich deß andern Šdags nach irer antwort eurer ksl. Mt. zugestelt, und uns, das wir also von allen gemainen rathschlegen abgesondert wurden, bey eurer ksl. Mt. und auch iren kfl., fstl. Gn., Gn. und G. beschwert. So auch auß demselben euer ksl. Mt., dem hl. reich oder ymants anders etwas beschwerlichs, nachthailigs und den furfallenden sachen verhinderlichs, wie sie anzaigen (das unß treulich laidt) entstunde, hofften wir nit, das sollichs unß zugelegt, sonder euer ksl. Mt. uns deß orts gnedigst entschuldigt haben sollt.

    Daß aber ir kfl., fstl. Gn., Gn. und G. vermelden, das sie ir antwort dergestalt unser unverhört eurer ksl. Mt. ubergeben, neben dem, das die sache eilendt gewesen, bewegt, das die stett nach altem, loblichem geprauch und herekomen deß hl. reichs sich yderzeit mit iren rathschlegen vergleichen und, was das merer thail under inen beschleust, neben denselben laisten und volziehen helfen sollen, daruff sagen wir, so uff eurer ksl. Mt. ausschreiben, furhalten und zugelassenne bedächt, so uns neben andern stenden zugeschickt, eroffent und gegönnet werden, Kff., Ff. und andere stende uns ir bedencken anzaigen und uns daruff notturftiglich horen, das wir, uns mit ir kfl. fstl. Gn., Gn. und G. in allem dem, das zimblich, billich, gleichmessig und uns dreglich, auch dem hl. reich nutzlich und furstendig ist, sovil imer muglich, zu vergleichen, urputig, und willig seindt. Solte aber das wort ‚vergleichen‘ dahin verstanden werden, das, was ir kfl., fstl. Gn., Gn. und G. sich unser unverhort oder, so man uns schon horete, unangesehen und unbedacht unser billichen, notwendigen, furgewenten ursachen entschliessen, das wir, sollichs zu bewilligen und zu laisten, schuldig sein solten, das were nit allein aller natur und aigenschaft solcher gemainen hendel entgegen, sonder auch allen eurer ksl. Mt. und des hl. reichs stetten verderblich und zu tragen unmoglich. Wir wollen uns aber zu Kff., Ff. und stenden undertheniglich, dienstlich und fruntlich vertrösten, das solchs ir kfl., fstl. Gn., Gn. und G. verstant und maynung nit sei.

    Dan erstlich, das wir billich zu gemainer berathschlagung zugelassen werden, gibt die natur und aigenschaft solcher gemainen hendel, dann was alle betrifft, soll auch von allen approbirt werden. So vermag es auch eurer ksl. Mt. ausschreiben, darinne wir nit minder dann ander stende, zu berathschlagen der außgeschribennen puncten zu erscheinen, erfordert werden. Wir werden auch zu eurer ksl. Mt. furträgen und nachmaln zu den berathschlagungen derselben gleich andern stenden auf daß hauß durch deß reichs marschalckh berufft, uns auch aller furtrageb abschriften mitgethailt und gegeben. So seind auch ye und allewegen die churfursten in ein sondern, die fursten sambt iren zugewanten in ein sondern und der stett gesanten in ein sondern rathe gangen und sich nachgeents irer bedencken gegeneinander hören lassen und, sovil moglich, verglichen. So werden auch altem geprauch nach, so ausschutzs verordent, die unsern dorin, wie billich, genomen, auch in den angenomennen und bewilligten abschiden die gesanten mit namen gesetzt, auch solche abschide neben churfursten und Šfursten von der stet wegen besigelt. Es wer auch ye beschwerlich zu horen, das alle andere stende deß reichs, so etwan vil geringere dinst dem hl. reich thun dann die stett, in irem obligen gehört und also ire stimmen im reich haben und alle stett allein außgeschlossen sein solten. Zudem, das in allen andern konigreichen und furstenthumben, auch der teutzschen nation, dorinne sondere stende seindt, der geprauch ist, das die stett ein standt neben den andern haben, auch in gemainen sachen zu allen hendeln zugelassen und gezogen werden.

    Zum andern, das es aber den stetten uberbeschwerlich, untreglich und verderblich sein wölte, das sie aintweders unverhort oder uber ir billich und notwendig furgewent ursachen und, derselben ungeachtet, schuldig sein solten, dasjhenig zu bewilligen und zu laisten helfen, das durch das merer thail der andern stende beschlossen wurde, deß haben euer ksl. Mt. allergnedigst dorauß abzunemen, das der churfursten, fursten, prelaten und graven und dann eurer ksl. Mt. und deß hl. reichs stett gelegenheit und conditiones gantzs ungleich sindt, also das sich wol zutragen kan und mag, das ein sache ainem standt nutzlich und furtreglich, die dem andern nit allein schedlich, sonder verderblich und zu erdulden unmuglich ist, wie das vil exempel dargethan und angezaigt werden mochten und die ungleichait der reichsanlagen deß clare urkunth geben. Solten nun die stett also schuldig sein, weß die andern stende auß unwissenhait der stett gelegenhait oder andern ursachen sich entschliessen, zu laisten, so wurde doruß folgen, das eurer ksl. Mt. und deß hl. reichs stett minder frei sein, sonder grösser und merer beschwerden dragen musten, dann vil fursten und hern stett, so dem reich nit one mitl verwandt, dann sie weren nit allein eurer ksl. Mt., sonder allen churfursten, fursten, prelaten und graven also underworfen, das, was inen die durch ein gemainen beschluß ufflegten, das musten sie also, unangesehen, wie schwere und verderblich inen solchs were, dragen und dulden, welchs doch kain churfurst, furst oder standt, seinen aigen stetten jemants aufzulegen, gestatten wurde. Auß welchem allem nichts anders gewißlichs folgen wurde, dann das, wer etwas vermogens were, auß eurer ksl. Mt. und deß hl. reichs stetten hinder ander stende, da sie etwas minder beschwert wordenc weren, ziehen und also die reichsstette erödet und zu entlichem abfall und verderben gericht wurden.

    Zum dritten, das es auch nit also herekomen, das, was der merer thail stende bei inen beschliessen, das es die andern zu laisten schuldig. Dann es begibt sich oft, das ein aintziger standt, so durch das merer beschwert, darwider protestirt und bey eurer ksl. Mt. als dem haubt umb gepurlichs einsehen bitt, wievil mehr wurt sollichs allen stetten, so sie durch andere stende ubermehrt und beschwert wurden, zugelassen. Es mogen auch die felle wol angezeigt werden, da die stett, als sie durch etlich beschluß der merer thail reichsstende sich beschwert befunden, nit allein bei eurer ksl. Mt. vorfaren, sonder auch bey eurer ksl. Mt. selbst angesucht und gnedigst abschaffung solcher beschwerden erlangt haben. ŠDerhalben es ye die billigkait erfordert, ob schon, weß sich der merer thail under den stenden entschliessen, eurer ksl. Mt. als das merer furtragen und angezaigt, das doch diejhenigen, so beschwert und bei den andern stenden solcher irer beschwerden ringerung nit befinden mogen, zu eurer ksl. Mt. als dem haubt ir zuflucht haben und, so sie billich ursachen irer beschwerden furbringen, deßhalben allergnedigst gehort und bedacht werden.

    Dweil nun allergnedigister, romischer kayser und herr, auß erzelten und andern ursachen es eurer ksl. Mt. und deß hl. reichs stetten nit allein beschwerlich, sonder auch verderblich sein wolte, so sie also von den hendeln außgeschlossen und, das sie, weß sich andere stende entschliessen, ir unerhort und unbedacht, volnziehen und laisten helfen musten, so langt an euer ksl. Mt. als unsern ainichen und rechten hern, schutzer und schirmer, unser underthenigst, hochfleissigst bitt, sie wollen in betrachtung, zu was nachthail es nit allein den stetten, sonder auch eurer ksl. Mt. und dem hl. reich mit der zeit, so die stett also in abfall bracht wurden, raichen mocht, ein solche gnedigiste einsehung thun und verschaffen, damit die stett in sachen, darumb sie von eurer ksl. Mt. zu den reichsdagen erfordert und andern deß gemainen reichs nutzs und wolfart betreffen, jederzeit irs bedenckens der notturft nach gehört und also mit gemainem rathe und bewilligen, sovil immer moglich und gelegenhait der sachen erleiden wollen, beschlossen werden moge.

    Der burger und ingesessen halben hoffen wir, euer ksl. Mt. werde nit unbillichen, das es der orts in stetten mit disen und dergleichen reichsanlagen und gemains reichs notturften und obligen gehalten werde, wie es in furstenthumben und andern oberkaiten deß reichs nit allein in solchen gemains reichs, sonder auch etwan in vil geringen sachen und sondern obligen gehalten wurt und sonderlich, dweil der Dhurckh ein gemainer der gantzen christenhait und kains stants in sonderhait feindt ist, derhalben auch meniglich, gegen ime zu helfen, schuldig. Das aber die stett und ire burger von den gutern, so sie in andern landen und gepieten ligen haben, auch gesteurt solten werden, das wer nit allein gemainem, geschribenem rechten, sonder auch dem alten herekomen deß reichs, viler stett offnen habenden kayserlichen und koniglichen freihaiten, sondern vertregen und aller billigkait zuentgegen und zuwider, wurd auch dohin dienen, dweil die stett wenig und etwan kain landtschaftt, sonder irer burger guter fast alle under andern oberkaiten ligen haben, das ire burger dieselben in disen extraordinariis indictionibus und su[p]erindictionibus zwifach belegen und versteuren musten, den stetten, dorin sie gesessen, als irer oberkaith ein mal und dem hern, darunder die guter gelegen, auch ain mal, welchs doch bei andern stenden deß reichs irer underthanen halben fur beschwerlich und untreglich geacht und deßhalben versehung von eurer ksl. Mt. erlangt haben, wurd also, wo drein von eurer ksl. Mt. nit billichs einsehen beschee, nichts anders drauß folgen mogen, dann das der uberig rest der stett, so noch bey eurer ksl. Mt. und dem reich pleiben, durch solche doppel beschwerden an burgern und gutern verendert und verarmt, ydermann von inen hinder ander Šherschaften ziehen und also zu entlichem abfall und verderben gericht und von eurer ksl. Mt. auch abgetrungen wurde. Derhalben nochmaln unser underthenigst anrueffen und bitten, euer ksl. Mt. wolle auch in disem fall, wie hievor gebetten, gnedigiste versehung thun, domit sollich beschwerde fürkomen und die stett bey gemainem rechten, iren habenden freihaiten und vertregen und also bei eurer ksl. Mt. und dem hl. reich pleiben und gehanthabt werden mogen2.

    «Nr.213 Eingabe der Reichsstädte an den Kaiser wegen Stand, Stimme und Session  – Regensburg, 1541 Juli [25/26?]1 »

    A  Speyer StadtA, 1 A Nr. 160 , unfol. (Kop.); ÜS: Der stett abermals supplication und beclagung an die ksl. Mt. von wegen der stende inen zugefugter turbation ires standts, stym und session, den 26. Julij furbracht.

    B  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 218, fol. 305–306v (Kop.).

    C  koll. Ulm StadtA, A 627, fol. 85r–86r (Kop.).

    Euerer ksl. Mt. haben wir zu etlichen malen undertheniglich furbracht und erinnert, weß intrag uns von wegen unserer obern von churfursten, fursten, prelaten und grafen wider alt herkhommen widerfare und begegne, nemlich daß wir von allen reichshandlungen und berhatschlagungen außgeschlosen und durch Kff., Ff. und ander stende darauf getrungen, das, was sie, unser unverhort, beschliesen, das wir, solches zu volnstrecken, schuldig sein sollen, daraus dann under andern beschwerden auch die untregliche ungleicheit der anschläg uns uffgelegt werden, wie solchs hievor der leng nach euerer ksl. Mt. angezeigt und furbracht worden ist mit anregen, zu was beschwerden und vertruckung euerer ksl. Mt. und des hl. reichs stetten, wo von euerer ksl. Mt. dem nit heilsamlich vorkhomen, ein solchs gelangen werde. Und wiewol euerer ksl. Mt. allergnedigsten, furgewanden vleiß zu abschaffung angeregter beschwerden wir gespurt, dessen gegen euerer ksl. Mt. wir uns undertheniglichen bedancken, so wollen doch die trangsal und furgenommen neuerung von churfursten, fursten, prelaten und grafen nit geringert werden, sunder sich je lenger je mehr zu erweitterung also ziehen, daß es gemeinen euerer ksl. Mt. und des hl. reichs stetten nit leidlich oder träglich sein will.

    Wann dann euere ksl. Mt. allergnedigst zu erwegen wissen, weß euerer ksl. Mt., auch allen nachkhommenden romischen kaisern und konigen an den freien und reichsstetten gelegen und daß dieselben der romischen kaiser und konigen wonung, uffenthalt und bevestigung seien, uff welche euerer ksl. Mt. Švorfarn am reich, romische kayser und konig, nit iren geringsten trost gesetzt, so seien wir nachmals der underthenigsten hoffnung und ist darzu an euere ksl. Mt. unser flelichste pitt, euere ksl. Mt. geruchen, vor irer Mt. abscheiden euerer ksl. Mt. und des hl. reichs stetten mit so guter fursehung zu erscheinen, damit sie irer furbrachten beschwerden erledigt, bei euerer ksl. Mt. und dem reich als gehorsame glider desselben und euerer ksl. Mt. und des reichs gehorsame underthanen verpleiben mogen, auch unsere obern und uns in allergnedigstem bevelch, schutz und schirm zu haben, wie wir uns dieses und aller gnaden zu euerer ksl. Mt. vertrösten und zu derselben unser zuflucht stehet2.

    « ŠV,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe  »

    «Nr.214 Beschluss der Reichsstände über die Bestallungsmodalitäten für die zur eilenden Türkenhilfe bewilligte Reiterei – [Regensburg], o. Datum »

    A  München HStA, KBÄA 3153, fol. 167r–171v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 171v: Bestallung uber die raisigen, der sich Kff., Ff. und stände des hl. reichs zu der bewilligten eilenden turckhenhilf auf dem regenspurgischen reichstag verglichen haben, 1541.

    B  koll. München HStA, KBÄA 3153, fol. 275r–279r (Kop.).

    aKff., Ff. und gemaine stend des hl. reichs haben sich zu der bewilligten eylenden turgkhenhylf nachvolgender bestallung uber die raisigen verglichen und den öbersten kriegsrätn zuegestellt, darauf irm bevelch nach die raysingen anzunemen–a.

    Hernach volgen die articl des bestallungbriefs.

    Zum ersten soll ain haubtmann uber 400 pfärdt von ainem yeden pfärdt des monats ain gulden haben und, sovil er weniger pfärdt hat, sovil soll im guldin abgeen. Item, das dem fenderich auf 400 pfärdt von seins ambts wegen 24 fl. und dennocht sein sold der ristung halber wie andern gegeben werden.

    Item, das auf 50 pfärdt ain rotmaister zuegelassen und demselben von seins ambts wegen und bevelchs den monat 25 fl. und ime auch dennocht sein besöldung der ristung halber wie andern gegeben soll werden.

    Item, das auf 400 pfärdt nachgeschribne doplsoldner zuegelassen und bezallt werden, nemlich ain caplan, ain schreiber, ain wundartzt, ain furierer, zwen trumetter, yedem sein doplsold.

    Item, ain kurisser mit gedegkhtem hengst zusambt seinem ordinary noch ain sold, thuet zusamen 24 fl. gegeben.

    Item, auf ain gerust pfärdt, das in ainer musterung zuegelassen wirdet, den monnat zwelf fl., das auch auf zwelf pfärdt ain droß- oder pottenpfärdt gemustert und gehalten, auch ain monat sechs fl. gegeben und auf 100 pfärdt ain huefschmid mit doplsold gehalten.

    Item, das albegen zwelf pfärdt ain wagen mit vier pfärdten wolgerust versöldet und darauf den monnat 24 fl. gegeben werden. Und ob sich begebe, das ains aus den vier pfärdten ain oder mer erlege und abgienge, soll er zum furderlichisten nach andern trachtn und mitlerzeit khain geferd gebraucht noch gesuecht, darzue auch monnatlichen gemustert werden.

    Item, es sollen sich die reiter risten und darnach schickhen, das sy all auf den N. tag des monnats N. gewislichen berait sein, khomen, gemustert ze werden, Šund volgend anziehen etc. Ist sich des articls halber der zeit und des musterplatzs halber zu vergleichen.

    Item, es sol auch auf denselben tag und zeit die wägen gemustert werden, damit dieselben auch dermassen geordnet und mit gueten rossn versehen seien, damit sy allenthalben von stat khumen und an dem zug nit verhindert werden.

    Item, es sollen auch inen von ir huslichen wonung aus biß zu der musterung auf ain yedes gerist pfärdt, das in der musterung zuegelassen und angenomen wirdet, tag und nacht 24 kreytzer geben, desgleichen auf ain wagen mit vier pfärdtn ain tag 48 kreitzer geraicht und funf meil wegs fur ain tagrais gerechnet werden, doch albegen den funften tag stillzuligen.

    Item, so soll innen die besöldung alsbald auf dem mustertag angeen, ain gantzer monatsold bezalt und das gelt, so sy von irm haubtman entpfangen, in der ersten bezalung abgezogen werden.

    Item, sy sollen auch, 30 tag fur ain monat ze diennen, schuldig sein und der monnat nit anderst gerechnet werden, auch die besöldung yederzeit in eingang der monat beschehen. Ob aber durch verhinderung der veint oder sonst auß ehaften ursachen versehen nit fueglich ins leger khumen oder gebracht werden möcht und sy [sic!] die bezalung acht tag ungeverlich verziehen wurd, söllen sich [sic!] deshalben kain zug abschlachen oder unwillig sein. Es sollen auch 60 creitzer fur 15 patzen oder dergleichen gewerlich munß fur ain guldin gerechnet werden.

    Item, demnach die gemaine reichsstend dise eylende turckhenhulf drey monnat und im fall der notturft vier monnat blang bewilligt, das [an den] monaten–b der an- und abzug auch gerechtnet [sic!] werden solle.

    Item, so sollen sy des reichs freunde und verwonten, wer die sein, niemands ausgenomen, im an- und abzug, auch sonst kainswegs beschedigen, sonder yederman guete bezalung thun, bis sy gegen den veinden zu feld ligen. So mögen sy die fuetterung suechen und geprauchen.

    Item, ob öberst, haubtleut und dergleichen ansehenlich personen den veinden niderlegen und von disen bestölten reitern gefangn und erobert wurden, söllen dieselben mit ir person in ires obersten handen gestellt werden, damit ain gefangner, ob der unser ainer oder mer niderlägen, gegeneinander mugen erlediget und derhalben wie mit andern gehalten werden, was dann der gefangen als obersten, herrn und dergleichen bevorsteen wurden, dieselben zu end des kriegs den stenden des reichs zuegestellt werden.

    Was aber auserhalb der obgemelten ander und gemain personen gefangen werden, die mag ain yeder, der sy nyderwurft, schetzen und damit nach seinem gefallen handlen, doch söllen dieselbigen gefangen, zuvor und ee sy ledig gelassen, dem obersten anzaigt werden.

    ŠItem, die stet, schlösser und fleckhen, auch was von grossem geschutz und desselben zugehörn munition darin erobert wurd, soll dem kriegßherrn zusten, nachvolgen und beleiben.

    Und söllen dieselben eroberten und gehuldigt, auch die aufgenomnen stet, schlösser, fleckhen, derfer und leut, nachdem sy aufgenommen synd, von inen weiter nit beschedigt noch geprantschatzt werden.

    Aber alle ander gewunnen, die preiß seind, sovil die reiter der eroberten, sollen ine bleiben und kainer den andern von seiner gewunen hab verdringen, doch dem obersten darein sein gerechtigkait vorbehalten sein.

    Item, der haubtman und dieselben reiter söllen sich nach des öbersten und desselbigen bevelchhaber anschaffen und gebieten mit irem leib, pfärde und in all ander weg gehorsam halten, sich willigclich zu und von den veindten in allen sachen samentlich und sonderlich brauchen lassen und one des obersten oder desselbigen bevelchhabern zuelassen und erlauben mit irm fannen nach rotsweiß noch sonst in ainiche ander weg aus der ordnung und leger nit reiten noch die wägen faren lassen, sonder ain yeder bleyben, wie er geordnet oder beschaiden ist, und sich in dem allen halten, wie erlichen, getreuen kriegßleuten gegen irm herrn und öbrigkait zusteet und geburt.

    Item, wann ainer von seinem oder dem oberstn haubtman zu den veinden geschickht wurd und im sein pfärd in verrichtung desselben bevelchs umbkhumen, soll im dafur 20 fl. geben werden, aber in allen andern fälln, kain schaden zu bezalen, schuldig sein.

    Item, obschon den haubtleuten und reittern irrung furfuel, soll es mit endung derselben, wie sonst der prauch ist, gehalten werden.

    Item, das obgeschribne besöldung sol ine biß in ire behausungen volgen und allermassen, wie im abzug gemeldet, mit ine gehalten werden.

    Und nachdem villerlay nationen zu roß und fues zusamenkhumen werden, deshalber sich umbso vil mer under denselben aus geringen ursachen unwillung oder zwayung zuetragen mag, dasselbig zu verhiettenc und zu furkhumen, so soll kain nation die ander irer ristung, auch des glaubens noch ander sachen halb weder mit worten oder gepärden verkhleinen, verschumpfen noch sich mit demselben von wegen des glaubens in disputation einlassen, sonder, wo ain nation gegen der andern ainiche unpilliche beschwärt oder spruch und vordrung ze haben vermaint, soll dasselbig bey irn ordenlichn öbrigkhaiten gesuecht und nach kriegsrechten erobert und ausgetragen werden1.

    ŠZu urkhund seindt diser bestallung zwo gleichlautent versiglt mit nachernennten der curfursten, fursten, prelaten und stet, des Kard. gepornen legaten zu Mayntz und Medenburg Ebf., des Mgf. zu Pranndenburgs, bayder Kff., des Ebf. zu Salltzburg, Hg. Wilhelm zu Bayrnn etc., des abts zu Weingarten, N. Gf. von Ötting und der stat Regennspurg insigl oder secret und die andern durch nachgemelten N. von N. allen besiglt worden. Geben und geschehen zu Regennspurg auf N. tag anno domini 1541.

    Hernach volgt der raissigen musterplatz, auch die zeit und tag derselbigen: Der raisigen musterung ist in drey tayl, wie volgt, getailt: Item, auf den vierten Septembris zu Wört. Item, auf den aindliftn Septembris zu Regennspurg. Item, auf den 18. Septembris zu Znein.

    «Nr.215 Bestallungsbrief der Reichsstände für Andreas Pflug als Kriegsrat und oberster Musterherr – Regensburg, o. Datum »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 473r–473v (Kop.); ÜS fol. 473r: Andreas Pflugs kriegsbestallung zu eynem kriegsrath und musterherren.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 249r (Kop.).

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 453r–454r (Kop.).

    aWir Kff., Ff. und gemeyne stende des hl. reichs und der abwesenden botschaften und rethe, so uff dem reichstag zu Regenspurg alhie erschienen sein, bekennen offentlich mit diesem brief: Als wir den röm. ksl. und kgl. Mtt., unsern allergnedigsten herren, zu underthenigstem gefallen bewilligt haben eyne eylende turckenhilf widder dem feiandt christenlichs glaubens und namens, dem Turcken, zu leisten, demnach haben wir den vesten unsern lieben, getreuen, besondern und guten freundt Andreaßn Pflug als eynen kriegsrath und musterhern uff- und angenommen und ine unserm obristen velthauptman zugeordnet, daruff sich gemelter Andreas Pflug gegen uns verpflicht und verbonden, seinem ampt zum treuwelichsten vorzusein, der ksl. Mt., unser und des hl. reichs eher, nutz und wolfart zu furdern, zum treuwelichsten zu rathen, auch nit zu bewilligen, das unser kriegsfolgk widder jemantz anders dan zu widderstandt des Turcken und seiner helfer und anhang gebraucht werden Šsoll, vermoge hievor derhalben zu Speier uffgerichter abscheide1. Und was gehaimsch im rath gehandelt wurde, das sol er sein leben lang verschweigen, darzu in der musterung keinen zu roß oder fuß, der seiner rustung oder ander sachen halben nit zulessig ist, auch kheinen ungewenlichen, neuwe oder uberzoldt on sondern bevelh des obristen und der kriegsrethe gutmachen, sonder muglichen vleiß anwenden und furkhomen, das die ksl. Mt. und die reichsstende mit unbillichem zolde nit beladen, gehohert noch bedrangt werden. Ob er auch betrug sehe oder erfare, den er selbst nit abwenden mocht, den an seinen obristen und kriegsrethe gelangen, auch der irrungen halben, die sich seins dienst oder desselbigen anhengighen sachen halben zutrugen, von dem obristen hauptmanb und kriegsrethen erorterung nemen und sunst alles das zu thun, das eynem getreuwem kriegsrath und musterherren zustehet und gepurt.

    Darauf haben wir uns mit ime seiner bestallung vergliechen, wie folgt: Erstlich sollen und willen wir ime geben auf seine leib monatlich 252 fl., uff vier dravanten den ordinarien zold under dem vendlin und darzu eynem jede eynem uberzold, eyn wagen, daruff 24 fl., und, wieviel er geruster pferde mitbringen wirdet, die sollen ime gemustert und er damit lauth der gemeyner bestallung gehalten werden, eyn trometter, eyn forier mit reutherndobbelnzoldt, eyn musterschreiber eyn ordinirter reutersoldt, darzu ein uberzoldt dem caplan acht fl. Dan des abzugs halber soll es mit ime gehalten werden, wie mit anderm unserm obgemelten des reichs kriegsfolck und vermoge des uffgerichten abscheidts. Daruff gereden und versprechen wir etc. ut [supra].

    «Nr.216 Reversbrief Gf. Friedrichs II. von Fürstenberg zu seiner Bestallung als oberster Feldhauptmann des Reichskriegsvolkes – Regensburg, 1541 Juli 30 »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 471r–472r (Kop.); ÜS fol. 471r: Reverß und kriegsbestellung Gf. Friderichs von Furstenberg zu eynem obristen velthauptman.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 254r–255v (Kop.).

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 449r–450v (Kop.).

    Ich, Frederich Gf. zu Furstenberg bekennen und thun khundt offentlich mit diesem brief, das Kff., Ff. und gemeine stende des hl. reichs, meine gnedigste, gnedige und liebe herrn und frunde mich zu eynem obristen uber das kriegsfolck in Hungaren gegen dem Turcken neben der ksl. Mt. angenomen und Šverordent. Daruff ich auch iren kfl. und fstl. Gn., Gn. und freundtschaften gelobte und eyde gethan habe inhalt der bestallung von wort zu worten hernach geschrieben, also lauthend: Wir Kff., Ff. und gemeyne stende des hl. reichs und der abwesende botschaften und rethe, so uff dem reichstag alhie zu Regenspurg erschienen sein, bekennen offentlich mit diesem brief: Als wir der röm. ksl. und kgl. Mt., unsern allergnedigsten herren, zu underthenigstem gefallen bewilligt haben, eyn eylende turckenhilf widder dem feiandt christenlichs glaubens und namens, den Turcken, zu leisten, und derwegen der röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten herrn, uß gutem willen gehoirsamlich heimgestalt haben, einen obristen uber unserm kriegsfolck zu roß und fuß zu benennen, darauf auch ir ksl. Mt. den wolgebornen unsern lieben, getruwen, besondern freund und gnedigen herrn, Frederich Gf. zu Furstenberg, zu eynem obristen volthauptman uber gedacht unser kriegsfolck verordent, wilchen wir uns auch sonderlich haben wolgefallen lassen.

    Demnach hat bemelter Gf. Frederich soliche velthauptmanschaft angenommen und sich gegen uns verpflicht und verbonden, soliche des reichs obriste velthauptmanschaft der vorgemelten eylender hilf und zugs widder dem Turcken uffs getruwelichst zu versehen, die nit anderst dan vermoge jungster zu Speyer1 und diß alhie uffgerichten abscheidts, wie sie gewilligt ist, zu gebrauchen noch an andere ort zu fueren, auch mit rath seiner zugeordenten kriegsrethe und bevelhabern, soviel die zeit erleiden mag, jederzeit handlen, der ksl. Mt., unser und des hl. reichs nutz und wolfart zu betrachten und zu fordern und, soviel muglich ist, mit ernst darob zu sein und zu halten, das die christenliche underthanen und arme leuthe beschirmt und nit unbillich bedrangt werden, und sunst in allem wege das zu thun, das eynem getruwen obristen zu thun gepurt, wie er uns dan deßhalben eidt und pflicht gethan hat.

    Darauf wir uns auch mit ime der bestellung, welchermassen er in solicher obrister hauptmanschaft gehalten werden soll, vergliechen haben, wie nach folgt: Irstlich sollen und willen wir ime zu erhaltung seins standts und desselbigen taffel jedes monatz, solang der zug und die bestallung weren und furgang haben werden, 700 fl. reichen und geben, mehr auf 12 trabanten, so mit eynem solde under eynem venlin gemustert werden, darzu ir jedem eyne ubersold, uff zween wägen monatlich uff eynem jedem wagen 24 fl., thuet 48 fl., uff eynen caplan, eynen wundtartz, eyn secretar, eyn forier, zwei trometer, zwei dolmetscher, under die reysigen zu musteren, uff der jeden reuterdobbelsoldt, uff eynen koch ein einfach zold und, was er fur geruste pferde bringen wirdet, die sollen ime lauth der gemeiner bestallung gemustert und bezalt und uff 12 pferde eyn wagen gehalten und monatlich uff eynen wagen 24 fl. bezalt werden. Ferner sollen ime 6 geringe pferde gehalten und wie die ander geruste pferde bezoldet werden. Dan des abzugs halben soll es mit ime gehalten werden wie Šmit andrem obgemelten des reichs kriegsfolck und vermog des uffgerichten abscheidts. Daruff gereden und versprechen wir mehrgedachtem Gf. Frederichen, diese bestallung stedt und fest zu halten, darwidder nichts furzunemen, sonder ime bei dem geordenten pfenigmeister gudte und gewisse bezalung zu verschaffen.

    Gesiegelt von Kf. Albrecht von Mainz, Kf. Joachim von Brandenburg, Ebf. Ernst von Salzburg, Hg. Wilhelm von Bayern, Abt Gerwig von Weingarten, Gf. Martin von Oettingen und Kämmerer und Rat der Stadt Regensburg.

    Gegeben zu Regenspurg uff Sampstag nach Jacobj nach Christi, unsers lieben herren, gepurt 1541.

    Zur Bestätigung am gleichen Tag, Samstag nach Jacobi [1541 Juli 30], gesiegelt von Gf. Friedrich von Fürstenberg.

    «Nr.217 Reversbrief Gangolfs II. von Hohengeroldseck-Sulz zu seiner Bestallung als Kriegsrat und Reiteroberst – Regensburg, o. Datum »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 472r–472v (Kop.); ÜS fol. 472r: Kriegsbestellung H. Gangolfs zu hohen Geroltseck zu eynem obristen uber die raisigen und kriegsrath.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 247r–247v (Kop.).

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 452r–452v (Kop.).

    Ich, Gangolff H. zu hohen Geroltzeck etc., bekennen etc. Wir, Kff., Ff. und gemeyne stende des hl. reichs und der abwesenden botschaften und rethe, so uff dem reichstag alhie zu Regenspurg erschienen sein, bekennen offentlich mit diesem brief: Als wir den röm. ksl. und kgl. Mtt., unsern allergnedigsten herrn, zu underthenigstem gefallen bewilligt haben eyn eylende turckenhilf widder dem erbfeiandta des christlichen glaubens und namens, bden Turcken–b, zu leisten, demnach haben wir den wolgebornen, unsern lieben, getruwen, besondern freundt und gnedigen herren Gangolff H. zu hohen Geroltzeck zu unserm obristen uber die reysigen und kriegsrath uff- und angenomen und ine unserm obristen velthauptman zugeordent, daruff sich gemelter Gf. Gangolff gegen uns verpfligt und verbonden, seinem ampt zum treuwelichsten furzusein, der ksl. Mt., unser und des hl. reichs eher, nutz und wolfart zu furdern, zum treuwesten zu rathen, in den musterungen keinen betrug zuzulassen, auch nit zu bewilligen, das unser kriegsvolck wider jemantz anders dan zu widderstandt des Turcken und seiner helfer und anhangs gepraucht werden solte, vermog hievor derhalb zu Speier uffgerichter abscheide1. Und was gehaim im rath gehandelt wurdet, Šdas soll er sein leben lang verschweigen und sunst alles das thun, das eynem obristen uber die reysigen und getreuwem kriegsrath zustehet und gepurt.

    Daruff haben wir uns mit ime seiner bestallung vergliechen, wie folgt: Irstlich sullen und wollen wir inen uff sein person und taffel geben gelt monatlich 500 fl., uff eynen lieutenant 100 fl., uff zween wägen 48 fl., uff zehn travanten zehn eynfachtige zolde under dem ventlein, darzu eynem jeden eyn ubersolde, uff eynen caplan, eynen wundtartz, eynen schreiber, eynen forierer, eynen dolmetsch und zwei trommeter jedem reuterdobbelsold. Und was er fur geruste pferde haben wurde, sollen ime wie ander gemustert und bezalt und alwege uff zwölf pferde eyn wagenc und monatlich uff eyn wagen bezalt werden 24 fl. Darzu sollen und wollen wir ime uff bottenlon und ander ußgaben itzo bar zustellen 200 fl., die soll er uns, wie sich gepurt, berechenen. Dan des abzugs halber soll es mit ime gehalten werden wie mit anderm obgemeltem reichskriegsfolck und vermog des uffgerichten abscheidts. Daruff greden und versprechen wir [etc.].

    «Nr.218 Reversbrief Gf. Ladislaus’ zum Hag zu seiner Bestallung als oberster Leutnant – Regensburg, o. Datum »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 474r (Kop.); ÜS fol. 474r:Kriegsbestellung des Gf. vom Hage zu eynem obristen lieutenant etc.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 248r–248v (Kop.).

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 451r–451v (Kop.).

    Ich, Laßlai Gf. vom Hage etc., bekenne etc. Wir Kff., Ff. und gemeine stende etc. bekennen offentlich etc., das wir den wolgeborn, unsern lieben, getreuen, besondern freunde und gnedigen herren Laßlaen Gf. vom Hage zu eynem obristen lieutenant und kriegsrath uff- und angenommen haben und ine unserm obristen velthauptman zugeordent. Daruff sich gemelter Gf. Laßlai gegen uns verpflicht und verbonden, seinem ampt zum treuwelichsten vorzusein, der ksl. [Mt.], unser und des reichs eher, nutz und wolfart zu furdern, zum treuwelichsten zu rathen und auch nit zu bewilligen, das unser kriegsfolck widder jemants anders dan zu widderstandt des Turcken und seiner helfer und anhangs gepraucht werden soll vermoge hievor deßhalben zu Speier uffgerichter abscheide1. Und was geheimsch im rath gehandelt wirdet, das soll er sein leben lang verschweigen und sunst alles das zu thun, das eynem obristen lieutenant und getreuwem kriegsrath zustehet und gepurt.

    ŠDaruff haben wir uns mit ime seiner bestallung vergliechen wie folgt: Erstlich sollen und wollen wir ime geben auf seine leib monatlich 300 fl., uff eynen wagen 24 fl., eynen trommetter, eynen dolmetscher, eyn caplan, dero jedem reutherdobbelzold, uff sechs trabanten under die vendlin ordinarien zoldt, darzu jedem eynen monat ubersoldt und, so vill er geruster pferde bringt, die in der musterung angenomen werden, die sollen ime wie andere bezalt und alle weg uff zwölf pferde eyn wagen gehalten und bezalt werden. Dan des abzugs halber soll es mit ime gehalten werden wie mit andern obgemelten des reichs kriegsfolck und vermoge des uffgerichten abscheidts. Daruff gereden und versprechen wir etc.

    «Nr.219 Reversbrief Wolf Dietrichs von Knöringen zu seiner Bestallung als Kriegsrat und Oberst über das Fußvolk – Regensburg, o. Datum »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 474v (Kop.); ÜS fol. 474v: Bestellung Wolffen Diederichs zu eynem obristen uber das fußvolck.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 252r–252v (Kop.).

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 455r (Kop.).

    Ich, Wolff Diederich von Kneringen etc., bekenne etc. Wir Kff., Ff. und gemeine stende etc. bekennen etc., das wir den vesten unsern lieben getruwen und gudten freund Wolff Dietherichen von Knoringen zu unserm obristen uber das fußvolck und kriegsrath auf- und angenomen und ine unserm obristen velthauptman zugeordent. Daruff sich gemelter Wolff Diederich etc.

    Darauf haben wir uns mit ime seiner bestallung vergliechen, wie folgt: nemlich uff sein taffel 400 fl., auf 10 travanten jedem ordinarien zoldt under die vendlin, darzu jedem ein uberzoldt, uff eynen caplan dobbelzoldt, thuet acht fl., auf eynen schreiber ein zoldt 4 fl. Mit dem anderm soldt soll er auch under eynem vendlin gemustert und bezalt, uff ein spil zwei dobbelzolde, sein 16 fl., uff ein dolmetscher ein ubersold, uff ein wagen 24 fl. und rustgelt 200 fl. Und was er fur geruste pferde haben wirde etc. Daruff gereden und versprechen wir etc. Nota: aingetruck pitzir–a.

    «Nr.220 Reversbrief Wolfgang Schutzbars gen. Milchling zu seiner Bestallung als Reichspfennigmeister für den Türkenzug – Regensburg, 1541 Juli 30 »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 475r–476r (Kop.); ÜS fol. 475r: Bestellung des pfennigmeisters.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 240r–241v (Kop.).

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 456r–457r (Kop.).

    ŠIch, Wolffgang Schutzpar gnant Milchling, landtcompthur zu Margburg, teutsch ordens, bekennen etc. Wir Kff., Ff. und gemeyne stende des hl. reichs bekennen etc., das wir den vesten, unsern lieben, getruwen, besondern und gudten freundt Wolffgangen Schutzpar gnant Milchling etc. zu unserm pfennigmeister uff- und angnomen haben. Daruff er sich gegen uns verbonden und verpflicht, seinem ampt zum treuwelichsten vorzusein, der ksl. Mt., uns und des hl. reichs eher, nutz und wolfart zu forderen, sein innemen und außgeben treuwelich uffzuschreiben und, wie hernach stehet, zu berechenen, die oberste kriegsleuthe und andere bevelhaber vermog irer bestellung zu bezalen, keinen hauptman zu jeder musterung mehr, dan in der musterzedel, underschrieben und verpetschaft ime behendigt, begriffen ist, noch andere kriegspersonen mehr, dan ire bestallung inhelt, zu bezalen noch einichen betrug, so er den erfure, ksl. Mt. und den stenden zu nachteil zu verschweigen noch helfen undertrucken, auch fur sich selbst kein furzunemen.

    Darauf haben wir uns mit ime seiner bestallung vergliechen, wie folgt: Erstlich sollen wir ime geben 200 fl. uff seinen leib eyns jeglichen monats zu besoldung. Item, 50 fl. monatz uff sein zallmeister. Item, 48 fl. monatz zwen schreibern. Item, was er fur geruster pferde und rustung bringt, damit soll er wie andere gehalten werden. Item, zwey ungeruste pferde sollen ime gemustert und wie andere besoldt werden. Item, 4 dravanten, wie man andern helt, sollen ime die auch gehalten werden. Item, wan seine bestallung angehet, soll sein besoldung auch angehen ußerhalb der geruster pferde, trabanten und wegen. Item, das ime ampts und rustung halben zwei wägen gehalten werden und die wie dem obristen und andere kriegsleuthe werden versoldet und underhalten. Item, soll sein bestallung nach dato briefs, deßgleichen seines zalmeisters, inbringers, schreiber und andere diener besoldung, wie obstehet. Item, nachdem die bewilligte reichshilf hinder etliche stedte erlegt werden soll, deswegen er zu ein- und zusamenbringung vertrauweter personen notturftig, soll seinem inbringer des monatz 50 fl. und seinem schreiber des monatz 25 fl. gegeben werden.

    Item, soll solich gelt uff des reichs kosten, gefhar und schaden zum hauffen gebracht und, das Got verhuete, ob einich beschwert daran wurd erscheinen, soll es dem pfennigmeister one schaden sein und das ernent gelt mit rath und wissens des obristen in das leger gefertigt werden. Item, sollen gemeine stende auf des pfennigmeisters erforderen solich gelt notturftiglich vergleiten und ime hilf, furderung und furschub thun, damit es desto statlicher und sicherer zum hauffen bracht werden moge. Item, nachdem lichtlich zu erachten, das von dato der bestellung byß nach endung derselben viel unkostens mit zusamenbringung der bewilligter reichshilf und wechselgelt, geleidt, fhorlon, bottenlon und andere lauffen wurde, was in solichem billich uffgelauffen, das es in den kunftigen rechnungen zugelassen und angenomen werde.

    Wir sollen auch von dem pfennigmeister uff kunftigem tage, so uff den 14. Januarj schierst ghen Speier furgenomen ist, seins getragen ampts halben Švolkomen rechnung von ime hoeren und annemen und, so die geburlich befunden, von des reichs wegen inen entlich quytieren und, was er solicher rechnung halb fur kosten, schaden, zerung und anders von hauß biß wider zu hauß nach entlicher annemung aufwenden wurdet, das soll zu der rechnung auch angenommen werden, und im fall, das uber sein empsig ersuchen die rechnung, wie obstehet, nit gehort wurde, alßdan soll er oder imantz von seinentwegen, einiche ferrer rechnung zu thun und weithers red und antwort zu geben, gar nicht mher schuldig sein, sonder dardurch gnochsamlich quytirt und erledigt sein. Des abzugs halben etc. Gereden und versprechen wir etc. Datum am Sampstag nach Jacobj 1541 ut [supra].

    Nota: uffgetruckten petzier.

    «Nr.221 Eidesformeln für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe – Regensburg, o. Datum »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 476r–478r (Kop.); ÜS fol. 476r: Des obristen und anderer hauptleuthe und kriegsrethe pflicht.

    B  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 243r–246r (Kop.).

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 458r–460r (Kop.).

    Der obrist hauptman soll geloben, röm. ksl. Mt. und des hl. reichs stenden die zeit seiner werender bestallung der eylender hilf getreuwe und gewertig zu sein, sei [sic!] ires schadens zu warnen und den muglichs fleis helfen abzuwenden, auch derselben fromen zu werben und des hl. reichs folck, so ime zu dieser eylender hilf widder dem Turcken undergeben und zugeordent, in fleissigem, getreuwem bevelh und schutz zu haben, keinen angreif noch andere treffenliche sachen, sein hauptmanschaft belangendt, soviel die zeit und eil erleiden mag, nit furzunemen noch zu thun dan mit und nach rath der zugeordenten kriegsrethe, den musterherren, pfennigmeister und ander bevelhaber, damit sie in verrichtung irer ämpter und bevelh nit verhindert oder darwidder vergweltigt werden, schutz, auch sonst gute ordnung, regiment und gehorsam under dem kriegsfolck zu halten und das itz gemelt kriegsfolck uß keinerlei ursach gar oder zom theil an khein ort oder weder jemantz anders dan allein in gegenwehr, widderstandt und abbruch des Turcken, seiner helfer und anhenger zu fueren, zu gebrauchen noch andern zu thun gestatten oder inen selbst solichs zu vergunnen, wie dan der eylender hilf halber vor und negst zu Speier uffgerichten reichsabscheidt vermogen und anzeigen1, sich darwidder nichts bewegen lassen, sonder dem allem getruwelich nachkommen one geferde.

    Die zugeordente kriegsrethe sollen globen und schweren, röm. ksl. Mt. und des hl. reichs stende, solang die bestallung werdt, getruwelich zu dienen, irer Šschaden zu warnen und fromen zu werben und als eyn zugeordenter kriegsrath, was dem hl. reich eherlich, nutzlich und nach vermoge der vor und negst zu Speier der eylender hilf halben widder dem Turcken uffgerichten reichsabscheide dinlich ist, zum getruwelichsten zu rathen und uß keinerley ursachen bewilligen, zu furderen noch zulassen, das des hl. reichs zu dieser eylender hilf verordent kriegsfolck gar oder zum theil widder nyemantz anders dan allein zu gegenwehr und widderstandt und abbruch des Turcken, seiner helfer und anhangs gefurt noch gebraucht werde, wie dan die obgemelte abscheide anzeigen, und, was gehaimer sachen im rath gehandelt oder geschlossen wirdet, byß in seinen thodt gehaim halten, sich darwidder nichts bewegen zu lassen, sonder dem als getruwelich nachzukommen, on geferde.

    Der musterher soll globen und schweren, röm. ksl. Mt. und des hl. reichs stende, solang sein bestallung werdt, getreuwelich zu dienen, irer schaden zu warnen und fromen zu werben, auch dem verordenten obristen hauptman gehorsam zu leisten und als ein zugeordenter kriegsrath, was dem hl. reich eherlich, nutzlich und nach vermoge der vor und negst zu Speier der eylenden hilf halber widder dem Turcken uffgerichten reichsabscheidt dinlich ist, zum getruwelichsten zu rathen und, was im rath in gehaim [gehandelt]a oder geschlossen wurde, byß in seinem thot zu verschweigen, darzu in der musterung keinen zu roß oder fuß, der sein rustung oder anderer sachen halb nit zulessig ist, auch keinen ungewonlichen, neuwen oder ubersolde on sonderm bevelh des obristen und der kriegsrethe gutzumachen, sonder muglichen vleiß abzuwenden und zufurkhomen, das ksl. Mt. und des reichs stende mit unbilliche solde nit beladen, gehohert noch bedragen werden, ob er betrug sehe oder erfure, den er selbst nichts abwenden und furkhommen mocht, den an seinen obristen und kriegsräthe gelangen zu lassen und nit zu verschweigen, auch der irrung, so sich seins dinst oder desselbigen anhengiger sachen halben zutrugen, von dem obristen hauptman und seinen kriegsrethen erorterung zu nemen, dem allem getreuwelich nachzukhommen und darwidder nichts zu handlen, one geferde.

    Der pfennigmeister soll globen und schweren, röm. ksl. Mt. und des hl. reichs stenden getruwe zu sein, iren schaden zu warnen und fromen zu werben, auch alles innemen und ußgeben, so ime seines ampts halben zu thun geburt, getruwelich uffzuschreiben, solichs den reichsstenden oder iren bevelhabern zu berechenen, keinen hauptman zu jeder muusterung [sic!] mehr, dan in der muusterzedel [sic!], so durch den musterhern underschrieben und verpetschaft ime behendigt, begriffen ist, noch andern kriegspersonen mehr, dan ire bestallung inhelt, zu bezalen noch einichen betrug, so er den erfure, gedachter ksl. Mt. und des hl. reichs stenden zu nachteil zu verschweigen noch underzutrucken verhelfen, auch fur sich selbst keinen furzunemen, sonder sich allenthalben zu ertzeigen und zu halten, als einem redlichenb und frommen beiderman Š[sic!] und diener, gegen seiner oberkheit zu thuen, zustehet, getruwelich und ungeferlich.

    Nota: Der gegenschreiber mocht auch dergleichen pflicht thuen.

    Der obrist uber die reysige soll globen und schweren, röm. ksl. Mt. und des hl. reichs stenden die zeit seiner bestallung getruwelich zu dienen, iren schaden zu warnen und fromen zu werben, auch des reichs verordenten obristen hauptman gehorsam zu leisten und als ein zugeordenter kriegsrath, was dem hl. reich eherlich und nutzlich, alzeit nach seinem besten verstandt zu rathen und, was gehaimer sachen im rath gehandelt, byß in seinem thodt zu schweigen, in den musterungen und sunst khein betrug zuzulassen, den reutern, der oberster er ist, getruwelich vorzusein und dieselbe uß keinerlei ursach oder bewegnuß gar oder zum theil an khein ander ort oder widder jemantz anders dan allein in gogenwehr und widderstandt dem Turcken zu furen, zu geprauchen noch andern zu thun gestatten oder inen selbst solichs zu vergunnen, wie dan die der eilender hilf halben vor und negst zu Speier uffgerichter reichsabscheide vermogen und anzeigen, sich darwidder nichts bewegen zu lassen, sonder dem allem getruwelich nachzukhomen, one geferde.

    Nota: Dergleichen pflicht sollen die andere der reisigen hauptleuthe und der fußknecht obrister auch thun. Ob man auch ander mehr kriegsrethe verordnen wille, mocht denselbigen ire pflicht auch gestelt werden. Item, zu bedencken, ob man der knecht gemeiner hauptleuthen cauch eine pflicht–c stellen und die artickel, die solde und musterung betreffend, anzeigen wolle.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1541/chV/pages

    Anmerkungen

    1
     Das Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.) überlieferte Exemplar der Instruktion trägt den Dorsalvermerk (Dr. Konrad Hel, eighd.): Instruction der niderostereychischen gesandten pottschaften, den stenden des rheychs furgepracht, 9. Junij anno 41.
    2
     Kredenz des Landschaftsausschusses und der Gesandten der Stände des Fürstentums Steyr auf dem Ausschusslandtag in Wien für Hans Ungnad und Gf. Georg von Montfort, ihre Gesandten zum nächsten Reichstag, Wien, 1540 Januar 5, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 108r–109v (Ausf.): Mit Einverständnis Kg. Ferdinands haben sie neben den Ausschüssen der anderen erbländischen Landstände Hans Ungnad und Gf. Georg von Montfort auf den nächsten Reichstag abgefertigt, der mainung, das sy die sorglich, geverlich und augenscheinig not und obligen, darinnen die niderosterreichischen und furstlich grafschaft Görtz, unsere vätterländer, auch die cron Hungern und ander des Turckhen gwaltigen und tirannischen furnemen und handlung halben, welche nit allain dieselben, sonder gantze teutsche nation und gemaine cristenhait belangen, bisheer gestanden, auch noch beschwerlicher gegenwurtig steen, eurn kfl., fstl. Gn., G. und frundtschaften furtragen und umb genedigiste, gnedige fruntliche und nachtperliche hilf, beystandt und cristliche expedition bitten und anrueffen sollen. Bitten, den Gesandten wie ihnen selbst Glauben zu schenken und sich also in bedenckhung der höchsten, grössten und geverlichisten not, darein die gantz cristenhait (wo der durch notturftig und statlich einsehung hilf und gegenwher der cristenlichen fursten und sonderlich eur kfl., fstl. Gn., G. und frundtschaften als den stenden des hl. röm. reichs nicht furkhomen) mit der zeit fallen wurde, mit genedigister, gnediger und tröstlicher hilf und fruchtperlicher abfertigung zu erzaigen, wie dann euer kfl., fstl. Gn., G. und frundtschaft zu errettung und erhaltung unsers heilligen cristenglaubens, derselben namen und wesen, und in ansehung der höchsten notdurft gnedigist, gnedig, fruntlich Šund nachtperlich zu thuen genaigt sein und wir uns zu eur kfl., fstl. Gn., G. und frundtschaft ungezweifelt getrösten. Die Landschaften der Erblande und sie werden dies alle Zeit verdienen. Geben zu Wien, den fünften tag Januarij anno etc. im 40. – Vgl. auch die mut. mut. gleichlautende Kredenz des Landschaftsausschusses des Erzherzogtums Österreich unter der Enns für Georg von Wolfenreuth zu Emmerberg und Christoph von Ertzing, Wien, 1540 Januar 5, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 105r–106v (Ausf.). Für den Regensburger Reichstag wurden neue Kredenzen ausgestellt, vgl. Kredenz der Stände des Erzherzogtums Österreich ob der Enns für Christoph von Losenstein und Georg von Bergheim; Linz, 1541 Januar 12; Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 101r–102v (Ausf.): Mit Konsens Kg. Ferdinands haben sie neben den Ausschüssen der anderen ErblandeChristoffen von Losenstein und Georgen von Bergkhaim zu Wierthung und Roseckenn zum Reichstag nach Regensburg abgefertigt mit dem Auftrag, ihre bisherige und noch immer akute, durch die Türken verursachte, nicht nur die Erblande, sondern auch die ganze dt. Nation und die Christenheit betreffende Notlage und des mer, das der Turck nun yetzund seines kriegsvolck bis in die 20.000 starck in Hungern hat, die dann auf sechs meil wegs under Pesst ankomen und seiner des Turcken personlichen ankunft daselbs in Hungern, wie des die kuntschaften antzaigen, kurtzlich gewart, darzustellen und um Hilfe und Beistand zu bitten. Bitten, ihren Gesandten wie ihnen selbst Glauben zu schenken, die Gefahr zu bedenken, in die die Christenheit, wenn ihr von den christlichen Fürsten und besonders den Reichsständen nicht vorgebeugt wird, mit der Zeit geraten wird, und die erbetene Hilfe zu gewähren, worauf sie im Vertrauen auf die Hilfsbereitschaft der Reichsstände hoffen. Die Landschaften der Erblande und sie werden dies alle Zeit verdienen. Geben zu Lintz, den 12. Januarij anno etc. 41. – Vgl. auch die mut. mut. gleich lautende Kredenz der Stände des Herzogtums Kärnten für Wolfgang H. zu Bergheim und Martin von Leutritz, Klagenfurt, 1541 März 6, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 107r–107v (Ausf.) und die auf dem Laibacher Landtag versammelten Stände des Herzogtums Krain an die Reichsstände, Laibach, 1541 März 4, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 103r–104v (Ausf.): Mit Konsens Kg. Ferdinands hat der Ausschusslandtag der fünf niederösterreichischen Erblande und der Grafschaft Görz als notwendig angesehen, dem Kaiser und den Reichsständen underthanigklich furtzupringen, wie der cristenhait und zuvor diser landt gfarligkhait gegen dem Turkhen so nahent, gfarlich und peschwarlich stuende, auch wie er sein graussam, pluetigen thatn in dem cristlichen volckh und mit verwuestung diser nagst anrainenden cristlichn landt taglich und unaufhorlich auß schwachm und unmuglichn widerstandt meren und mit syg furprechn thät und also mit der cristen petzwungen pluet ain cristlich landt nach dem andern notiget, dardurch solich verlassen cristn albeg mer pegier und mandlichait gewunen, sein reich zu erweitern, also wo im sein furnemen mit hilf des almachtigen nit zeitlich gewert, das er dem allerheilligisten namen Cristi zu uneer (davon wir den namen furn) nit allein dise landt, sunder eure kfl., fstl. Gn., G. und freundschaft sambt derselben landt, leut und gemain teutsche nacion zu ewiger, vihischer, machometischer und abgetorischn [sic!] dienstparkhait underthanig machn mocht und dardurch ain herscher und gepieter des gantzn erdpodens zu werden und wasmassen demselben mit harriger hilf zeitlich furtzukhumen wär, des eure kfl., fstl. Gn., G. und freundschaft von derselben der landt gesanten, darundter der edl, gestreng riter, H. Erasmum von Scheyer zu der Ainadt, unser mitverwanter, freundt und landtman von unß verordent ist, laut ainer gefertigten instruction sonst nach lengs gruntlich vernemen mugen. Hierauf unser gehorsamist und mit sondern hohen vleiß anrueffen und piten, eure kfl., fstl. Gn., G. und freundschaft welle solch gemainer cristenhait, auch ir aigen und diser landt hochstes obligen und sonderlich, das er niembts nichts aigenß läst noch glauben helt, und dartzue den grossen zwang, den er gefangnen thuet, wer des erfarn hat, der pegert eher den tod dan sein zwang zu gedulden, genedigist pehertzigen und mit furderlichister cristlicher einsehung und harrigen hilf solich vorsteundt und gwartundt verderben und austilgen des cristenthumb durch retung diser landt, des doch nichts anderst ist als solchs verderben von iren aigen abwenden und sich selbst in merer sicherung stellen, auch solche cristenliche, harrige hilf pey andern cristlichn kunign gleichermassen pefurdern und verhelfen, das wirdet der almachtig euren kfl., fstl. Gn., G. und freundschaft in langwiriger gluckhsaligkhait und regirung derselben landt und leut almachtigist erstatn und mit unsern underthenigen und gehorsamen dienstn ungesparts leibß und guets euren kfl., fstl. Gn., G. und freundschaft yedem sonderlich in aller gepuer verdiennen. Datum Laybach, den 4. tag Marci anno etc. 41. Vgl. außerdem die ständischen Vertreter Ungarns, der Steiermark, Kärntens, Krains und der Grafschaft Görz an Contarini, Neustadt, 1541 März 5, Dittrich, Regesten und Briefe, Nr. 587, S. 151: Bitte, den Papst zur Entsendung von Hilfstruppen zur Türkenhilfe zu bewegen.
    1
     Die Stelle ist verderbt, die Lesart unsicher.
    2
     Mit einem gleichlautenden Schreiben vom gleichen Datum wandten sich die Stände der österreichischen Erblande auch an Mgf. Georg von Brandenburg, Nürnberg StA, Ansbacher RTA 20, fol. 1r–5r (Kop.); AS fol. 1r: Copei zwaier brief und schriftlich anlangen der ober- und niderosterreichischen land an mein g[nädigen] herrn Mgf. Georgen auf dem reichstag zu Regenspurg 1. Maij anno 1541 des Turcken halben gepracht. Und haben die gesanten daneben des eltern briefs datum halber entschuldigung gethan, das sich gemelte landschaft sollichs reichstags necher in dem 40. jar versehen gehapt. Vgl. auch die Werbung der Gesandten der österreichischen Erblande bei Pfgf. Ottheinrich, Regensburg, 1541 April 29, München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 48r–48v (protokollarische Niederschrift): Sind zu gegenwärtigem Reichstag abgefertigt und wollen Pfgf. Ottheinrich anzeigen, das wissentlich, welhermassen unsers heiligen glaubens und namens erbfeind, der Turgk, nit allein hievor tyrannisch gegen inen, den landen, gehandlt, sonder auch abermals in rustung und allgeraid im wergk were , Ungern und Osterreich sambt andern erzellten landen zu uberziehen und under seinen tyrannischen gwalt zu bezwingen. Nu were das arm landtvolgk aus dem vilfeltigen, begegneten und empfangen pluetvergiessen an man, weib und kindern durch unerbärmlich wurgen und hinwegfuerung derselben geschehen, dermassen erschregkt, wo nit zeitliche, beharrliche und statliche rettung erfolget, das sy, sich zu errettung endtlichs verderbens und sterbens under disen tyrannischen gwalt zu begeben, nit wol verhuet werden kundten, also das furter diß tyrannen furnemen an andere anstossende land auch geraten wurd. Und dieweil sich sein fstl. Gn. hievor mit hilf und retung furstlich und gnedigclich erzaigt, des sich dan zum höchsten bedangken, es auch gantz underthäniclich zu verdinen urbutig wern, so biten sy abermals in underthänigkait, sein fstl. Gn. wolle irs tails in diser not zu widerstand diß tyrannen gnedige und beharrliche hilf, damit das christnlich pluet nit also jämerlich mißhandelt wurd etc., erzaigen und sich selbs dardurch vor schaden und jamer verhueten helfen, dartzu bey andern stenden gleichsfals zu g[naden] furdern, wie dann denselbigen stenden dergleichen maynung auch furgebracht wurde etc. Solhs wollten sy yderzeit begirlich und underthänigclich verdinen.  – Darauf hat inen mein gnediger herr geantwort: Anfangs, das sein fstl. Gn. hievor zu widerstand des Turgken hilf erzaigt, das hett sein fstl. Gn. begirlich und gern, auch schuldiglich gethan, darumb es kainer dangksagung bedurft, aber sein fstl. Gn. bedanck sich ires underthänigen erbietens. Und wiewol sein fstl. Gn. ytzigem irem anzaigen und begern nach, derhalb dann sein fstl. Gn. gnedigs und christnlichs mitleiden trueg, als ain christnlicher furst nach irem vermögen hilf zu erweisen, abermals begirlich geneigt were, so erachtet doch sein fstl. Gn., das dieselb hilf inen wenig ersprieslich wer. Aber dieweil der handl an ksl. Mt. und all andere reichsstend gelangen wurd, so were sein fstl. Gn. urbutig, der ende das best und dermassen ze fordern, darab sy und die land on zweifl ersetlichs, guts gefallen tragen wurden, dann ye sein fstl. Gn., inen allen gunstlichen und gnedigen willen zu beweisen, genaigt were. Die gesandten haben disen beschaid zu underthänigem dangk angenomen und sich erboten, es an die land gelangen ze lassen, auch ain solhs in underthänigem gehorsam zu verdinen etc. Actum ut supra.  – Die Gesandten der österreichischen Erblande wurden am 30. April 1541 auch bei Lgf. Philipp von Hessen vorstellig, der ihre Werbung am 8. Mai beantwortete, vgl. das entsprechende, weitgehend verderbte Aktenstück, Marburg StA, PA 584, fol. 12r–12v.
    1
     Das Gutachten wurde den sächsischen Reichstagsgesandten am 2. April 1541 zugeschickt, vgl. Anm. 5 zu Nr. 562 .
    1
     Die Rede hielt Hans Ungnad.
    2
     Zur Datierung vgl. auch das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag ad 9. Juni 1541 [Nr. 69]; Dr. Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm von Straßburg, Regensburg, 1541 Juni 10 [Nr. 731] und AS auf der Überlieferung Straßburg AD, 15 J 15, unfol. (Kop.): Donerstags nach Pfingsten [1541 Juni 9] sind die stend des reichs in ksl. Mt. palast gefordertzum Vortrag der ungarischen und österreichisch-erbländischen Gesandten zur Türkenhilfe.
    3
     Zur Werbung der österreichischen Gesandten beim päpstlichen Legaten um Türkenhilfe vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 Mai 3, Pastor, Correspondenz, T. I, Nr.63, S. 372–375, hier S. 374.
    1
     Der Redner war der Kroate Franjo Frankopan (Franciscus de Frangipanibus), Bf. von Erlau. Einen Redetext für den Vortrag in Regensburg hatte Frankopan bereits im Januar 1541 von einem gewissen Tranquillus abfassen lassen und Kg. Ferdinand zur Prüfung zugestellt. Vgl. sein Schreiben an Kg. Ferdinand, 1541 Januar 16, Wien HHStA; Staatenabt. Ungarn 45, Konv. Januar 1541, fol. 36r–37v (Ausf.).
    2
     Zur Datierung vgl.  auch das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag ad 9. Juni 1541 [Nr. 69]; Dr. Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm von Straßburg, Regensburg, 1541 Juni 10 [Nr. 731] und DV Dr. Konrad Hels (eighd.) auf der Überlieferung Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.): 9. Junij anno 41 gehalten.
    3
     Die ungarischen Gesandten wandten sich mit ihrer Werbung um Türkenhilfe auch an einzelne Fürsten, z. B. am 19. Mai 1541 an die Pfgff. Ottheinrich und Philipp von Pfalz-Neuburg, protokollarische Niederschrift, München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 262r–262v; deren entgegenkommende Antwort ebd. fol. 260r–260v. Zur persönlichen Werbung Frankopans, des Bf. von Erlau, und Kg. Ferdinands beim päpstlichen Legaten Contarini um Türkenhilfe vgl. Contarini an Farnese, Regensburg, 1541 April 16, Dittrich, Regesten und Briefe, Inedita Nr. 62, S. 321–322; ders. an dens., Regensburg, 1541 Juni 14, ebd. Inedita Nr. 75, S. 338–339, hier S. 339 und ders. an dens., Regensburg, 1541 Juli 13, Pastor, Correspondenz, T. II, Nr.111, S. 495.
    1
     Dazu in B marg. Notiz: 2 paralip. 18, 19, 20 im end.
    2
     Vgl. 2 Chr 18,1–34 und 19,1–3.
    3
     In B dazu marg. Notiz: 4 reg. 8 im end und 9. cap. Vgl. 2 Chr 22,1–9.
    4
     Vgl. 2 Chr 25,5–13.
    5
     Vgl. Konrad Zwick an Jean Calvin, [Regensburg, 1541 Ende Juni], Herminjard, Correspondance, Bd. 7, S. 502–504: Non excidit tibi, opinor, clarissime vir, quod superioribus diebus in aurem tibi dixerim, me in causa quadam consilio atque juditio tuo opus habere. Ne igitur putes hoc a me leviter vel non ex animo dictum; volui te ejus rei certiorem facere, quae ita se habet: Domini mei in mandatis mihi dederunt, ut in questione de bello Turcico confoederatis nostris clare et diserte exponam quid ipsi ea in re faciundum esse putent, videlicet: nulli Christiano statui licere ut se bello isto Papistis immisceat. Non igitur milite ferenda esse auxilia, sed ne invidia et mala suspitione se gravent Status nostri, Regi tantam pecuniam largiendam quantam ipsos in conducendis militibus exponere oporteret. Cum vero consilium hoc multis ineptum, nonnullis rarum et infirmum, plerisque vero grave et inhumanum videri possit, visum est mihi istud tibi communicare, cujus sanctum et prudens juditium tam mihi perspectum est, ut nihil omnino de eo dubitare possim. Rogo itaque modis omnibus, praestantissime vir, ut consilium senatus mei legas et diligenter perpendas, et, si tale esse existimaveris quod indignum sit in tanto consessu proponi, libere hoc mihi refferas. Volo autem tibi persuasum esse, dominos meos ista non temere sic deliberasse, sed animo bono et syncero, utpote qui unum hoc student et omnibus votis optant, ne in magna ista causa subinde peccemus, sed in omnibus actionibus salva sit et firma conscientia nostra. Ingens est malum prae foribus quod Germaniae imminet: quod nisi maturo et pio consilio propellatur, quid quaeso aliud futurum esse poterit quam ut universa Germania devastetur. Mirum vero si hoc ipsum nobis aliquando accidat quod Scriptura tam constanter praedicit et vos, praecones Verbi, praemonetis, hoc, in quam, quod re ipsa indies experimur, et jam antea omnibus iis evenit qui post longam Verbi praedicationem resipiscere noluerunt. Curandum itaque ut recta et salubria remedia huic morbo adhibeantur. Consilium vero istud tibi soli communico, ea lege, ut nemini aperias: ego certe nulli hominum exposui. Quod si rogare auderem, peterem, optime vir, ut responsum tuum brevi scripto mihi redderes. Sic enim exempla et Scripturae loca quibus sententiam istam illustrares vel refelleres, rectius expendere et conferre possem. Scio sancta tua negotia quibus cottidie occuparis, sed fretus singulari humanitate et benevolentia tua hoc abs te peto et scribo. Vale et commenda me precibus tuis diligenter Domino, ut dirigat gressus meos. Vgl. auch das am 23. Dezember 1540 im Konstanzer Rat vorgetragene Gutachten der Konstanzer Prediger und Theologen zur Frage der Türkenhilfe, Anm. 3 zu Nr. 39a.
    1
     Zur Datierung vgl. auch das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag ad 14. Juni 1541 [Nr. 69]. Die Datierung auf den 15. Juni im Schreiben der Augsburger Gesandten an Bgm. und Rat von Augsburg vom 16. Juni 1541 [Nr. 749] ist offenbar irrig. Denkbar wäre auch, dass dieser Brief am 15. Juni geschrieben und erst am 16. Juni ausgefertigt wurde, ohne die Datierung des Vortrags zu korrigieren. Zur Datierung des Vortrags vgl. auch die folgende Anm.
    2
     Antrag der Kommissare Kg. Ferdinands wegen der Türkenhilfe, Regensburg, [1541 Juni 14], Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 246r (Kop.): Nachdem die röm. kgl. Mt. bey etzlichen benachbarten fursten umb eylende particularhulf gehandelt und dieselben etliche bewilligt haben, hat die kgl. Mt. itzo aus der zufallenden gedrungen noth seiner Mt. commissarien und rethen alhie befolhen, danck- und forderbrief denselben zu uberantworten und die hulf zu sollicitiren, auch daneben etlich credentzbrief an etlich mehr fursten, auch umb gleiche particularhulf anzusuchen, geschickt. Weil aber die commissarien und reth die grosse der noth und daneben bedencken, das die fursten und stend, so nicht angesucht, solches vor eyn mießvorstand vorstehen und annehmen wurden, und dan oftgemelt commissarien und reth von kgl. Mt. eynen gemeinen befehl haben, das sie in allen vorfallenden sachen nicht anders dan nach ksl. Mt. willen und wolgefallen handlen sollen, so bietten die commissarien und reth, die ksl. Mt. wolle in bedenckung der grossen noth mit gemeinen stenden des reichs an allen vorzugk umb ein eilende hulf und daneben auch umb die gemein beharlich hulf handlen lassen. Dann, wo nicht hulf beschicht und kgl. Mt. kriegsvolck solt abgetrieben werden, so haben ksl. Mt. und gemeine reichsstende den nachvolgenden schaden leichtlich zu ermessen. Die Übergabe des sonst undatierten Stücks wird auf den 14. Juni 1541 datiert in den Kopien Esslingen StadtA, RTA 5 (1539–1545) unfol.; Frankfurt ISG, RTA 46 fol. 134r–134v und Marburg StA, PA 588 fol. 1r–2v. Vgl. auch Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg, Regensburg, 1541 Juni 17 [Nr. 754].
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     Vor den Kopien der ersten Stellungnahmen des Kurfürstenrates, des Fürstenrates und der altgläubigen Reichsstädte findet sich in der Überlieferung Nürnberg StA, Ansbacher RTA 20, fol. 59r folgende Vorbemerkung: Nota. Wie Pfgf. Friderich mundliche erinnerung und ermhanung gethan, do hat sich sein fstl. Gn. uff dem ratthaus in Regenspurg auf der ksl. Mt. session und aufgerichten stuel gesetzt. Und seind die protestirenden nacheinander gesessen und ist kein H. von Bairn noch Hg. Hainrich von Braunschweig damals darbi gewest.
    1
     Zu dieser Datierung vgl. auch Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg, Regensburg, 1541 Juni 20, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. [Nr. 765].
    1
     Der in der Eingabe erwähnte Vortrag Pfgf. Friedrichs vom Vortag fand am 14. Juni 1541 statt. Die Datumsangabe zu B und C ‚17. Junij‘ bezieht sich auf die Beratungen über die Resolutionen der Kurfürsten, der Fürsten und der Reichsstädte zur eilenden Türkenhilfe, vgl. das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag ad 17. Juni 1541 [Nr. 69].
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     Die Datierung auf den 17. Juni bezieht sich auf den Termin der Beratungen in den drei Kurien des Reichstages, vgl. das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag ad 17. Juni 1541 [Nr. 69].
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     Zur Datierung vgl. die Überlieferung Straßburg AD, 15 J 15, unfol. (Kop.); ÜS: Actum Regenspurg am Tag Corporis Christi anno etc. 41 [1541 Juni 16]. Die Datierung auf den 17. Juni bezieht sich auf den Tag , an dem über die ersten Stellungnahmen des Kurfürstenrates, des Fürstenrates und der altgläubigen Reichsstädte zur eilenden Türkenhilfe beraten wurde, vgl. das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag ad 17. Juni 1541 [Nr. 69].
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     Zur Datierung vgl. Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg, Regensburg, 1541 Juni 21, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. [Anm. 2 zu Nr. 765]. Der Bezug des Textes auf den gestern Montagsgehaltenen Vortrag Pfgf. Friedrichs schließt das in vielen Überlieferungen angegebene Datum 26. Juni 1541, der 1541 auf einen Sonntag fiel, zwingend aus. An diesem Tag wurde die Resolution der Protestanten offenbar den altgläubigen Ständen im Fürstenrat vorgetragen. Vgl. dazu das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag ad 26. Juni 1541 [Nr. 69]. Zum Vortrag Pfgf. Friedrichs am Montag, den 20. Juni 1541 vgl. das Würzburger Protokoll ad 20. Juni 1541, [Nr. 69].
    1
     Vgl. die Aufzeichnung zu Kg. Ferdinands Vortrag vom 25. Juni 1541, [Regensburg], o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 350r–350v:Turkensache. Machemeth Wascha und Wylerwerg Wascha zu Esseck ankommen, in meynungen, zu waßer und lande ghen Offen zu zihen, das kriesfock [sic!] abtrutriben [sic!] oder zu slahen und Offen zu besetzen, Ungern und Deutzelandt zü eroberen. Des Turken anslege uff de ile gestalt, Ouen zu eruberen. Ilende hulf begerdt der konigh ane vorzogh uff eine solche anzall und uff ßo woll erstreckte zeit bestellt und bewilligt, domit etwes stadtlich ußgericht mugen werde. Mit vorhaltungen des Thonestrames dem Turken de meiste jegenwerde beschen mogk, ist vonnotten, neben der ilende hulf noch eyne sondere hulf zu besterkung der sciffhung bewilligt werden. In der jungsten ilender turkenhulfe, alhie geleist, allerleye mangel befunden, nemlich, das in der anzall des anslages, uber das dovon abgeczogen und das man vor richtet [sic!] geacht, in grosser abganck gewest. Item, das ein grosser unkost an nutz uffgelauffen. Item, etlig fursten und stendt weidt gesessen, ire anslege zu spat und lengßem gescyckt, de hulfe unglich ankomen, etlig ghar nicht geschydt [sic!] und zum teil underwegen blyben und keyne gleygen burden getragen worden. Item, an der vorigen reichstende ilender hulf bewilligung der sechs ader seyben [sic!] monet noch ein grosser außstandt befor bleyben. Dis alles kunftiglich zu verhuten, achtet de kgl. Mt. nutze, das hulfe uff geldt angelecht und under de reichstende zu roes und fuß außgeteilt und das gelt mith guther ordenunge ingetzogen und das de obersthen heubtleute der stende das foelk in eynen gleich anzug gebracht werde. Item, anslagen zu machen, wiefill gelts ader reutter aus einem chur- und fursthendumb nach gelegenheit zu machen, domit de in gleygen anzugh kemen. Item, das von eyner leidtligen und messinger besoldung der reutter geredt werde, daran sich ein ider benugen lasse und gleyget [sic!] gehalten und uberflusiger kost verheutt werde. Item, das von eyner beherligen hulf uff etlig jaer langk gehandelt und beslossen und in solcher anzall bewilligt werde, das man ethwas außrichten mughe, mith gelde oder midt foelk zu erstaten nach gudtbedunken der stende. Item, abs weitther vonnotten uber de beharligen hulfe wie eyn gewaltiger zuzog von gemeynen reichsstenden on ferner aufhalten zu [...?] sey, wo vonnotten, und dervon auch geredt werde. De kgl. Mt. erbeuth sich, mith aller walt und vormugen zu zyhen. De kgl. Mt. will zu dem ilenden zuzugk mith proviant und scitz [= Geschütz] versehung thuen. Was in den andern artikeln zu der kreichnotturft [sic!] deinstlich [sic!] sein wirdet, will kgl. Mt. in der ksl. [Mt.] und der stende bedencken gestalt haben.
    2
     Am 27. Juni 1541 ließ König Ferdinand den Reichsständen zusätzlich folgende Informationen zukommen: Nachrichten vom habsburgischen Orator in Venedig, 1541 Juni 18, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 163r–163v (Kop.): Erstlich habe man brief aus Constantinopel von dem achtn tag May, wie der antzug des Turckhen in das Hungerlandt publiciert und fur gwiß antzaigt worden und das der Turckh auf den 15. Junij aigner person hab sollen von Constantinopl aus antziechen, das auch daselbs grosse beraittung und kriegßrustung von zelten und anderm, dartzue vill cameltier, solch sachen zu fiern, bestölt worden. So sein dem turckhischen khayser schreiben khumen, wie der Memet Wascha und der Weglerweg weren noch enhalb der Thunau, aus ursach, das sy verstanden, wie eur Mt. das hör vor Offen gesterckht und gemert hete, und das der Turckh mit mundt antzaigt soll haben, er wolle in einen oder den andern wege disen summer geen Offen khumen. Der Jud und ander haubtleut haben söllen den neunten Maij mit ailf galeen und etlichen andern volen antziechen und in des kaisers antzug in Hungern ander 50 galeen armiert und bereit sein. Etlich wellen, der Turckh wärde sein zug nit geen Hungern, sunder in Persiam nehmen, aber dieser herrschaft orator wils nit glauben. Das auch der Turckh den Lutfiwascha seines ambts entsetzt und dem Solimanwascha dasselbig ubergeben hab aus ursach, das sein weib, so des Turckhen schwester, uber inne klagt het, wie er nit woll mit ier lebet, auch in ander weg mit pueben zu handlen hat. – Nachrichten von Frh. Wilhelm von Roggendorf, 1541 Juni 19, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 161r–162r (Kop.): Ain Rätz ist außgeschickht, der zaigt yetzt zu seiner widerkunft an, wie er hinabzogen sei, da hab er den Memedt und Memetweg zu Semlet bei Kriechischen Weyssenburg ligend gefunden mit irem volckh, haben auch dermassen vil camelthier und mehr, alß er vor nie gesehen, und wunderseltzam thragsettel zuegericht. Oberhalb Weyssenburg sey ain insal in der Sau, do sey die brugkh halb biß auf die insal, wie er wegkhtzogen, vertig geweßt, der ander thayl werde nun auch schon vertig sein, dann er hab alle zueberayttung gesehen. Heut ist der sybend tag, das er außtzogen, des andern tags darnach fruee sein sy mit irem volgkh auf Esseg zuetzogen. Weglerweg Ostramweg hab er nit gesehen, aber gehört, Weglerweg sey vorhin getzogen auf Esseg. Dieser khundtschafter ist wolvertraut under den Turckhen, aber des khaysers ankhunft nichts gruntlichß gehört. Es geen vilerlay sag. Ainer sagt, er sey zu Connstantinoppell, der ander, er sey zu Adrynoppell, der drit, er sey kom funf oder sechß tagrayß von Weyssennburg, aber die Rätzen, die vermainen gwißlich nit, das er komen soll. Wie dieser zu Weyssenburg ist geweßt, sein zwo galleen von Schmedera heraufkomen, die lang daselbst gewesen sein, die hab er gesehen. Man sag aber, doch sei es nit gewiß, es sollen gar vom meher biß in 40 grosser schiff oder galleen komen, wolliches allain, das das wasser so klain gewesen, verhindert hab, das sy durch die stain an etlichen ortn nit durchkommen mögen. 60 nassadenschiff send gewiß in gehaim verhanden, das sy heraufziehen sollen, so weit sy mugen, uns zu uberfallen oder am wasserstrom zu rauben, was sy mugen. Er hab von Weyssenburg 18 scheff sehen ziehen aufwertz, da hab er gefragt und sey im gesagt worden, man ziechs auf Esseg, alda werde man ain brugkh schlahen. Neun stuckh groß geschitz hab er gesehen, so sy schon auf scheff geladen gehapt. Er hab von vil mehr gehört, aber nit gesehen. 25 stuckh veldgeschitz hab er gesehen mit dem hauffen der zwayer hauptleut fueren, aber was zu Esseg ist, wyß er nit. Die Thurckhen fragen nach dem Ks. Kharl und dem khunig fast, ob sy kommen oder nit, und in sonderhait nach aim, den sy nennen den schwartzen hertzogen. Anderhalb hundert profandtscheff zum wienigistn haben sy zu Weyssennburg geladn und stehen lassen. Das volgkh mert sich täglich und zeucht all stund zue. Der Memeweg hat an die Rätzen begert, das sy im 2.000 mann, 1.000 zu roß und 1.000 zu fueß geben sollen, aber es sey noch durch die Rätzen nit beschlossen, wöllichem thail sy zuetziehen wöllen. Sy wöllen sy [sic!] erst beratten und samlen sich zue Med bei Tschenad. – Mehmed-beg Jahjapašić, Sandzak des Rätzenlandes, an Frater Georg und Peter Petrovics, Simich, 1541 Juni, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 160r (Kop.), den Ständen in Regensburg vorgetragen am 27. Juni 1541, vgl. die Notiz München HStA, KBÄA 3154, fol. 55v: Wir thuen euren h[errlichkeit]zu wissen, das der löblich kaiser sich nahet und ist yetz zu Niß mit solcher macht, welche macht die erd khaum tregt und erhelt khaum der erdpoden. Den bossen, die hie seind, und zusambt den sandzakhen, welche auf der seitten des meer seind, ist khumen ain brief von dem grosmechtigen kaiser, das wir solln verruckhen und ziehen aufs eilendist bey tag und nacht, das wir mitlerzeit treffen oder schlagen sollen mit unsern und eurn feinten, biß das der allermechtigist kaiser khumbt, dan er hat vernumen eur getreuhait, di zu wissen euch ist, auch eur gerechtigkhait, das solt ir wissen, das ir groß genad derhalben bey dem kaiser gefunden habt. Derhalpen wellen eure h[errlichkeit] derweil guet sorg tragen aufs pest, so es muglich ist, dan wir wellen bey tag und nacht zun euch khumen und wellen euch beschitzen. Im Junio aus Simich. – Vgl. auch den der Kopie des obigen Aktenstückes beigelegten Notizzettel [Pfgf. Ottheinrichs von Pfalz-Neuburg], München, HStA, Kasten blau 271/1, unfol. Blatt:Auf des konigs gethanen furtrag acht ich erstlich pillich, das man ein hilf wider den Turcken furnem. Dieweyl aber die beharlich hilf zu gering und dieselb on sonder beschwerdt nit zu geschehen mag, acht ich, es werd dem konig zu antworten.
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     Die Resolution wurde am 27. Juni verabschiedet und am 28. Juni in Anwesenheit Kg. Ferdinands dem Kaiser übergeben, vgl. das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag ad 27. und ad 28. Juni 1541 [Nr. 69].
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     Zur Datierung der Übergabe an Kaiser und König persönlich auf den 28. Juni 1541 vgl. auch Wolfgang Rehlinger und Simbrecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg, Regensburg, 1541 Juni 30, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. [Nr. 805].
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     In Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. findet sich ein Reinkonzept für die ksl. Erklärung zur Türkenhilfe, das hier außer acht bleibt, weil es inhaltlich mit A vollständig übereinstimmt und nur in der Formulierung variiert. Es handelt sich ganz offenbar um eine Ausarbeitung, auf die man bei der Erstellung des endgültigen Textes nicht mehr zurückgegriffen hat.
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     Die Überlieferungen des Aktenstückes Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. und Straßburg AD, 15 J 15, unfol. sind ebenfalls auf den 30. Juni 1541 datiert.
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     Möglicherweise diente folgende Notiz zur Vorbereitung der obigen Resolution des Kaisers, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.): L’empereur aiant esté adverti des responces faites par les estatz d’ung costel et d’autre accepte la bonne volunté, que toutes deux parties démonstrent et déclarent avoir d’entendre parensemble à l’ayde contre le Turcq tant hastive que durable. Et suivant ce mect en avant pour expédient que tous lesdits estatz entendent à la résolution desdites aydes et mesmes que pour l’urgente nécessité l’on pourvoie prestement à celle, qui est hastive et ne se peult différer sans inconvénient. Et que pendant icelle il y aye asseurance entre lesdits estatz. Et ausurplus entend sadite M de regarder et pourveoir prestement avec lesdits estatz de establir bonne, seure et durable paix et justice. Et requiert sadite M. l’une et l’autre partie de déclarer tous moyens, [qu’ils] verront ad ce estre convenables et raisonables. Die Aufforderung, Vorschläge für eine Friedensregelung zu machen, findet sich in der ksl. Resolution zur Religionsfrage vom 7. Juli 1541 [Nr. 129].
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     Vgl. die Aufzeichnung zur ksl. Resolution zur Türkenhilfe vom 30. Juni 1541, [Regensburg], o. Datum Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 45r–45v: Ksl. Mt. jegenbericht de turkenhulfe belangen: Fride und recht im reich uffzurichten. Den artikel itzet in ruwe zu stellen. Mith stethen ader kaufleuten zu handeln, domidt das geldt erlecht werde. Dan dey ksl. Mt. will das und kans nicht darleggen. Ein obersthen feldtheubtmans und anderer befelchhaber zu vorgleygen und zu welen ader das irer ksl. Mt. heimstellen. Das disse ilende hulfe an allen abgangk geleist und erstateth werden, inmassen wie de jungste turkenhulfe angeslagen ist, doch de stenden in andere wege unnachteilig und unvergrifflich. De ksl. Mt. wirdt ir anliggen und eyner anderen [scrift?]anzeigen, wölhes auch zu bedancken. Das von der vorscheynen hulfen rettunge [lies:reittunge] und rechnunge zu thun, doch daße hulfe unverhindert. Will auch flys vorwenden, domidt das konigreig Ungern in friden gesteldt in der guthe. Das de stende sich der ilenden hulfe forderlich enschlissen und de beharliche hulfe und de religionsache vor de handt nemen. [...].
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     Vgl. die Aufzeichnung zur Resolution Kg. Ferdinands zur Türkenhilfe vom 30. Juni 1541, [Regensburg] o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 45r–45v: [...]. Kgl. Mt. jegenbericht de turkenhulfe belangen: Das de ilende hulfe in geldt erlegth und durch iren heubtman außgeben und ilenden gefordert und bestallungen des kriegsfolks zu stellen und uffzurichten. [Scutz], pulver, proviendt will de kgl. Mt. ußrichten. Das de geringen pferden ein anzall in Unghern aufgenomen werden dorch de stende. Der heubtleutthe besoldungen bytth der konig dorch de stende erstaten und tragen. De gutliche handelung Ungern halbn zu plegen, ist hybevor beschehen, aber am jegenteil gefeyleth. [...].
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     Zur Datierung vgl. auch das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag 1541 ad 1. Juli 1541 [Nr. 69].
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     Vgl. das Gutachten der ksl. Regierung, [Regensburg], o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol.: Touchant ce que les catholiques persistent par leur dernière responce, que l’empereur[avaiet?] les deniers sur son crédit, il semble, que l’on leur peult encores remonstrer, que ilz doyvent avoir regard aux grands fraiz, que sa majesté soubstient luy mesmes aux gens, qu’il fait lever pour envoyer alencontre des infidèles par mer et aultre ce, qu’il fait [servir?] capitains et gens d’Italye pour l’assistance du roy en Hongrie. Et que ayant regard que l’ayde n’est si grande, que lesdits estatz n’y puissent [...?] furnir au pouvoir pour leur contingent. Que sa majesté leur requiert, que puisque ilz ont monstré tout bonne volenté à l’accord de cestuy ayde, qu’ilz s’employent à l’effect d’icelle. Pardessus ce il semble, que l’on devroit persuader particulièrement les électeurs et prélatz, lesquelz au moins de [penser?], que met les protestans accordans simplement de furnir ladite ayde, car il fait à espérer, que la pluspart accorderoit de furnir leur contingent. Et en le faisant l’on regardera ausurplus quant à ceulx, qui ne peuvent si tost furnir pour le recommander par futur à avancement.
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     Vgl. das Gutachten der ksl. Regierung, [Regensburg], o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol.: Comme l’empereur ayet accepté l’ayde et remercié les estatz, accepte encor et remercie de rechief. Touchant l’artillerie le roy en a respondu. L’empereur n’entent point, que les obéissans doient porter la charge des desobéissans, pour ce qu’ilz veullent remonstrer à sa majesté de ce leur bon advis, comment on en devera faire. Quant à la paix selonc la requeste des protestans et advis du roy semble, que sa majesté doit remonstrer aux estatz, que pour le bien de l’affaire sa majesté en suivant sa première reponce entent, que paix soit faite et tenue l’espance de six mois et cependant que l’on advisera d’une paix durable et justice et requiert sa majesté les estatz d’y voloir consentir. No. autrement la chambre impériale n’obéira point. Touchant la paix commune et justice tout les estatz se conduiront entièrement selonc le saulfconduit et lettres de l’indiction de ceste diète jusques au premier jour de janvier. Et quant à équalité du taux sa majesté estant advertie du bon advis des estatz est preste d’y remédier pour l’advenir. Touchant les deniers. Touchant le captain général. Touchant la paix de Hongerie sa majesté se tient à sa première reponce. No. de demander des estatz catholiques leur reponce touchant les moiens de la paix durable. Item semble, que sa majesté doit commander la paix six mois. Vgl. auch die Aufzeichnung zur Beantwortung der ksl. Vorlage [vom 30. Juni] zur Türkenhilfe, [Regensburg], o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 342r:Antwordt uff ksl. Mt. begher: De turkenhulfe etc. geldt zu erlegen. Ungehorsame und ungewisse stende solln de gehorsamen nicht besweren. Freide [sic!] und recht belangen soll de ilende hulfe nicht vorhindern. Düppelhulfe abgescafft by den stenden, ßo in uberosterichen landen beguteth. Tappefere [sic!] summe gelts darzulegen und von de anslegen widderzunemen. Ist noch de stende bitte, de ksl. Mt. wolle de vorleghunge zü dissem wergk vorstrecken, bys de anslack erlegeth werden magh. Das ksl. Mt. in disser hulfe das ire auch thun und mith ilender hulfe nicht vorlaße de armen, verdruckten cristen. Oberster heubtmann Pfgf. Friderich zu vormogen dorch de ksl. Mt., alßo dan wollen de stende kreigsretthe [sic!] auch ernenen und eynen pfennigmeister verordnen [...].
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     Vgl. auch die Aufzeichnung zur Vorlage Kg. Ferdinands vom 30. Juni 1541 zur Türkenhilfe, [Regensburg], o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 342r: [...] Antwordt uff der kgl. Mt. begher. Besoldungen de obersten heubtman, kriegsrette und andere uncosten der kgl. Mt. gebe oder von der ilender hulf abgeczogen. Und dan der ander kriegskosten von dem konighe getragen. [...].
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     Vgl. die protokollarische Notiz vor der Kopie, Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 68v–70v, hier fol. 68v: Als der Kf. zu Brandenburg in nhamen ksl. Mt. den funften und siebenden Julij bey gmeynen protestirenden steenden der eylenden turckenhylf halben ein sünderlichen furschlag und ansüchen gethan (wie auß volgender schrift zum theil zu vernhemen), haben gedachte stendt noch allerlay deßhalben gehaptem bedencken seine kfl. Gn. den 8. Julij in schriften wiederumb beantwort wie nachvolgt. Die Verhandlungen der vier brandenburgischen Räte mit den Protestierenden werden andernorts auf den 6. Juli 1541 datiert vgl. den Bericht der herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten über den Verlauf verschiedener Verhandlungen auf dem Reichstag zu Regensburg, [Regensburg, 1541 August 1] [Nr. 75].
    2
     Vgl. die Zusammenfassung der voraufgehenden protestantischen Forderungen zur Achtsuspension, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Notizzettel); ÜS: Comment les protestans désirent la paix: Que la chambre impériale et autres justices parent à la suspension de toutte part et qu’ilz ne procèdent sur cest ou semblables affaires plus avant contre lesdits estatz et que les bans soient de sorte suspenséz, que les bannis ne soient privés en leurs nécessitéz de droit active et passive. Et que le duc de Brunßwig se déporte entièrement de toutz ses oppressemens desraisonnables contre les villes de Brunßwig et de Goßlar, autrement peult sa majesté penser, que la paix et suspension ne leur profiteront de rien et leur commendroit défendre leurs adhérens quant ilz en seroient requis.
    1
     Zum folgenden Passus findet sich in der Kopie Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 341r–341v die marg. Notiz v. a. Hd.: Geymeynen fryd betreffen. Istum articulum caesar per suos nuntios statibus imperii declarari fecit, quod intencio maiestatis suae sit et fuerit, quod stat[im?] et durante ista dieta publicam et duraturam pacem et bonam iusticiam in imperio facere velit uti promisit in intimatione dietae imperialis. Et maiestas sua voluit, quod status etiam de hoc loquerentur qualiter ista pax et justiciae ordinatio fieri posset et de hoc maiestatem suam certiorem facerent etc.
    2
     Vgl. den Entwurf für eine Erklärung Karls V. gegenüber [Kg. Ferdinand], Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Konz.): L’empereur respont, que le roy scet ce que sa M impériale a fait et veult faire pour le roy, son frère, et les capitaines et gens, qu’il fait venir d’Ytalie pour envoier en Hongerie, et sollicitant [présentement] devers les estatz. Et ausurplus il ne fauldra de faire pour sondit frère comme sceit et [envers] tout le monde non espargnant sa personne tout ce qui poura avecque l’obligation de sang et de la singulière affection et amitié, qu’il luy porte.Die Passagen von et sollicitant bis estatz und von comme sceit bis sa personne sind v. a. Hd. nachgetr.
    3
     Vgl. den Notizzettel in französischer Sprache, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol.: Gegen die Forderung der altgläubigen Stände, der Kaiser möge die Hilfe auf Kredit vorfinanzieren, kann man einwenden, dass der Kaiser hohe Kosten aufwenden muss für die Abwehr der Ungläubigen zur See und für die Truppen aus Italien zur Unterstützung Kg. Ferdinands in Ungarn. Darüber hinaus sollte man die Kurfürsten und die geistlichen Stände auf die Bewilligung der protestantischen Stände hinweisen, deren Mehrheit, wie zu hoffen steht, die Hilfe auch leisten wird. Zugleich sollte man darauf bedacht sein, diejenigen, die ihre Hilfe nicht so bald aufbringen können, zur Eile zu ermahnen.
    4
     Vgl. die Notizen zur Vorbereitung dieser Erklärung des Kaisers, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Notizzettel): Comme l’empereur ayet accepté l’ayde et remercié les estatz, accepte encor et remercie de rechief. Touchant l’artillerie le roy en a respondu. L’empereur n’entent point, que les obéissans doient porter la charge des désobéissans, pour ce qu’ils veullent remonstrer a sa majesté de ce leur bon advis, comment on en devera faire. Quant à la paix selonc la requeste des protestans et advis du roy semble, que sa majesté doit remonstrer aux estatz, que pour le bien de l’affaire sa majesté en suivant sa première reponce entent, que paix soit faite et tenue l’espance de six mois et cependant que l’on advisera d’une paix durable et justice et requiert sa majesté les estatz d’y vouloir consentir. No.: autrement la chambre impériale n’y obéira point. Touchant la paix commune et justice touts les estatz se conduiront entièrement selonc le saulfconduit et lettres de l’indiction de ceste diète jusques au premier jour de Janvier. Et quant à l’équalité de taux, sa majesté estant advertie du bon advis des estatz est preste d’y remédier pour l’advenir. Touchant les deniers. Touchant le capitain général. Touchant la paix de Hongerie sa majesté se tient à sa première reponce. No.: de demander des estatz catholiques leur reponce touchant les moiens de la paix durable. Item, semble que sa majesté doit comander la paix six mois. – Vgl. auch die Aufzeichnung zur ksl. Vorlage vom 10. Juli 1541, [Regensburg], o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 342r: [...]. Responsum caesaris exhibitum statibus die 10 Julij: Ksl. Mt. nicht gemeyndt, de gehorsamen stende midt der ungehorsamen stende teil zu beladen. Doch begerdt ire Mt., uff dis mael sullich von den gehorsamen zu leisten, und byttet redt, wie de ungehorsamen auch darzu gehalten, das se iren teil auch jest und herfuro auch erleggen. Gemeyne fride zu halten, wie byßher von irer Mt. gegeben und ausgescreyben, auch mit suspension und anstellungen der acht und proceß am camergericht bys uff prima Ianuarij anno 42 zu bewilligen und zu vorscaffen. Und will sich vorsehen, de stende werden den alßo willigen, und, mitlerzeit eyn gemeyner, bestendiger freid [sic!] aufgericht und glichmessig recht im reich erhalten werde, furdern. Unglichheit der ansleghe zu bedencken und darin vorsehung thun. Was erleggung des gelts de ilenden hulf betrifft, das das de stende thun wollen. Des obersten velthhaubtmans halben will ire Mt. sich entslissen und den stenden anzeigen[...].
    1
     Vgl. auch die Aufzeichnung zur Resolution Kg. Ferdinands vom 10. Juli 1541 zur Türkenhilfe, [Regensburg], o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 342r: [...]Responsum regis. Placet regi, das de obersther und kreichsretthe [sic!]das foelk annemen sollen. De begutteten in oberosterichen landen. Das de ilende hulfe gefordert und soll nuhr zur notturft gebraucht werden. De muntz, dem kreigsfoelk [sic!]in eyne gleycheit zu stellen. Das foelk zu roes und fhues forderlich anzunemen und aller anderer kreichnotturft [sic!]halben zu radtslagen.
    1
     Vgl. die protokollarische Notiz vor der Überlieferung B, fol. 73v: Uff obgesatzt antwurt der protestirenden, so die dem Kf. zu Brandenburg ubergeben, hat die ksl. Mt. den 10. Juli von gmelten stenden nochvolgend  declaration begert: Nochdem die protestirenden begeren, das die acht also suspendirt pleyben, das den geechtigten ire rechtlich notturft active und passive nit benommen, dieweil die stend wol zu erachten, das es allein ein suspension und khein absolution oder restitution ist, so muste allein verstanden werden, das mitlerzeit und in werender suspension nichts gegen den echtern mit der thatt furgenomen solle werden etc. Hieruff haben die stend die ksl. Mt. durch den Kf. zu Brandenburg eodem die in schriften wiederumb beantwurt, wie nachvolgt. Der Passus Nochdem die protestirenden begeren bis furgenommen solle werden etc. gibt wörtlich den Text eines vom brandenburgischen Kurfürsten am 10. Juli den protestantischen Ständen übergebenen Zettels wieder. Vgl. die Kopie dieses Zettels Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 149r. Zur Datierung der Antwort der Protestierenden vgl. auch die Kopie, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol., hier DV: Actum den 10. Julij anno 1541 und Protokollarische Aufzeichnungen des Frankfurter Reichstagsgesandten Dr. Hieronymus zum Lamb ad 10. Juli 1541 [Nr. 74].
    1
     Am 18. Juli 1541 benannte der Kaiser als Kandidaten für das Amt des Obersten über das Reichskriegsvolk Gf. Friedrich von Fürstenberg, mit dem die Stände über die Vorbereitung und Organisation des Ungarnfeldzuges verhandeln sollten. Vgl. die entsprechende Notiz Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78fol. 346v.
    1
     Zur Datierung vgl. auch die Überschrift der Kopie, Karlsruhe GLA, 50/53, unfol.: Actum Regenspurg, 14. Julij anno 41und das Würzburger Protokoll zum Regensburger Reichstag 1541 ad 14. Juli 1541 [Nr. 69].
    1
     Zur Datierung vgl. die protokollarische Notiz vor der Kopie Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 75r–77r, hier fol. 75r: Hernoch den 14. Julij hat die ksl. Mt. zum andern mal durch den Kf. zu Brandeburg bey den protestirenden steenden ansuchen und begheren laßen, diese worth ‚active und paßive‘ bey obgesetztem erbietten fallen zu laßen, daruff die steend dem Kf. zu Brandeburg 15. eiusdem nochvolgend schriftlich anthwurth gegeben. Das Datum 14. Juli bezieht sich offenbar auf den Tag der Beschlussfassung bzw. der mündlichen Antwort. Vgl. dazu und zur Datierung der Übergabe an den Kf. von Brandenburg auch Protokollarische Aufzeichnungen des Frankfurter Reichstagsgesandten Dr. Hieronymus zum Lamb ad 14./15. Juli 1541 [Nr. 74].
    1
     Zur Datierung vgl. die protokollarische Notiz vor der Kopie Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 77r–78r, hier fol. 77r: Volgenth, den 16. Julij, als der Kf. zu Brandeburg personlich wiederumb obbemelter sachen halben bey diesen steenden ansuchung gethan, haben die steend seyn kfl. Gn. den 17. eiusdem nochvolgende anthwurt geben. Das Datum ‚16. Julij‘in A bezieht sich offenbar auf den Tag der Beschlussfassung. Vgl. dazu und zum Datum der Übergabe der Antwort auch Protokollarische Aufzeichnungen des Frankfurter Reichstagsgesandten Dr. Hieronymus zum Lamb ad 16./17. Juli 1541 [Nr. 74].
    2
     Die Antwort an den brandenburgischen Kurfürsten liegt auch als förmliche Resolution vor, die mit obiger Fassung, von wenigen stilistischen, inhaltlich nicht relevanten Varianten abgesehen, wörtlich übereinstimmt und nur zu Anfang geringfügig umformuliert werden musste. Es heißt dort: Auf ksl. Mt. gnedigst ersuchen an die gegenwurtigen furstn, auch der abwesender chur- und fursten und andere der augspurgischen confession verwandte stend gesandten, reth, pottschaften, die eilend turckenhylf belangend, haben dieselbigen den sachen nachgedacht und lassens bei irer röm. ksl. Mt. beschechen erbieten der suspension und anstellung der processen und achten am keyserlichen chamer- und andern gerichten bleiben [...], vgl. die Resolution der protestantischen Stände zur eilenden Türkenhilfe und zur goslarischen Frage, Regensburg, [1541 Juli 17], München HStA, KBÄA 3153, fol. 116r–117v (Kop.); DV fol. 117v: Der augspurgischen confession verwandte stend antwurt betreffend die turckenhilf und die von Goslar. Actum Regenspurg, den 19. Julii anno 41; koll. Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 395r–395v (Kop.), AV fol. 395r: Vorgelesen am 19. Julij 1541; koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 376r–376v (Kop.), AV v. a. Hd.: Responsio statuum protestantium data caesareae maiestati de ilende turkenhulfe betreffen. Actum 19. Julij anno etc. 41. Die Resolution wurde demnach den altgläubigen Fürsten und Ständen im Fürstenrat am 19. Juli 1541 zur Kenntnis gebracht.
    1
     Syntax so in der Vorlage.
    1
     Zur Datierung vgl. die Überlieferungen des Aktenstückes, Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. (Kop.): AV: Actum Regenspurg vicesimo tertio Julij anno etc. 41; Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 410r–410v (Kop.), AV: 23. Julij 1541 perlectum; Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.); ÜS: Actum 23. Julij anno 1541; DV: Der hungerischen potschaft vermanung, 22. Julij anno 41 ubergeben.
    1
     Vgl. die Beratungen des Kurfürstenrates am 25. Juli über die beharrliche Türkenhilfe, vgl. das kurbrandenburgische Protokoll des Kurfürstenrates ad 25. Juli 1541 [Nr. 67], zur Datierung vgl. auch Straßburg AD, 15 J 15, unfol. (Kop.), AV: eodem die[= 1541 Juli 24].
    1
     Am 26. Juli wurde im Kurfürstenrat über die mit den altgläubigen Fürsten gemeinsame Resolution zur beharrlichen Türkenhilfe beraten, vgl. das kurbrandenburgische Protokoll des Kurfürstenrates ad 26. Juli 1541. Die Stellungnahme der protestantischen Stände [Nr. 203] zu dem beschlossenen Text datiert vom 27. Juli. Sie wurde in der übergebenen Fassung der obigen Resolution berücksichtigt. Daraus ergibt sich als wahrscheinliches Übergabedatum der 28. Juli. Die Antwort Kg. Ferdinands [Nr. 206] lag am 29. Juli vor.
    2
     Hierzu marg. Notiz in einer weiteren Kopie Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 4: Ist uf 20.000 gesetzt.
    3
     In D Notiz auf unfol. Blatt: Auf des konigs gethanen furtrag acht ich erstlich pillich, das man ein hilf wider den Turcken furnem. Dieweyl aber die beharlich hilf zu gering und dieselb on sonder beschwerdt nit geschehen mag, acht ich, es werd dem konig zu antworten.
    1
     In den am 29. Juli geführten Verhandlungen zwischen den altgläubigen Kurfürsten und Fürsten wurde unter anderem auf einen Passus der ksl. Stellungnahme Bezug genommen, vgl. das kurbrandenburgische Protokoll des Kurfürstenrates ad 29. Juli 1541 [Nr. 67]. Da die ständische Resolution zur beharrlichen Türkenhilfe wahrscheinlich am 28. Juli übergeben wurde, ergibt sich für die Antwort des Kaisers am ehesten der 29. Juli als Übergabedatum.
    1
     Vgl. zur Datierung auch die Überlieferungen Straßburg AD, 15 J 15, unfol. (Kop.), AV: Actum 29. Julij anno etc. 41 und Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.), AV v. a. Hd.: Freitag, 29. Julij 1541.
    1
     Am 29. Juli wurde zwischen altgläubigen Kurfürsten und Fürsten abschließend beraten über die Beantwortung der jüngsten Erklärungen des Kaisers und Kg. Ferdinands zur Türkenhilfe, vgl. das kurbrandenburgische Protokoll des Kurfürstenrates ad 29. Juli 1541 [Nr. 67].
    2
     Syntax so in der Vorlage.
    1
     Das hier fol. 288r–291r folgende Aktenstück ist unter Nr. 209abgedruckt.
    2
     Das hier fol. 291v–293v folgende Aktenstück ist unter Nr. 210abgedruckt.
    3
     Das hier fol. 294r–296v folgende Aktenstück ist unter Nr. 211abgedruckt.
    4
     Das hier fol. 297r–303r folgende Aktenstück ist unter Nr. 212abgedruckt.
    5
     Das hier fol. 304v–305v folgende Aktenstück ist unter Nr. 150abgedruckt.
    6
     Das hier fol. 305v–306v folgende Aktenstück ist unter Nr. 213abgedruckt.
    7
     Die hier fol. 308r–309r folgende Protestationsschrift ist unten unter Nr. 952wiedergegeben.
    8
     Zum Problem des Stimmrechtes der Reichsstädte auf dem Reichstag vgl. auch Huber, Max: Städtearchiv und Reichsstandschaft der Städte im 16. Jahrhundert, in: Ulm und Oberschwaben 35 (1958) S. 94–112.
    1
     Die reichsstädtischen Überlieferungen in Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 466r–469v, Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 186v–188v, Köln HASt, Köln und das Reich 218, fol. 288v–291r, Mühlhausen StadtA, 1–10/C5, S. 329–334, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. und Ulm StadtA, A 627, fol. 71r–73v haben als Übergabedatum den 29. Juni 1541. Dieses Datum wird bestätigt durch den oben unter Nr. 208abgedruckten Aktenbericht. Am 30. Juni 1541 wurde offenbar die Resolution der altgläubigen Reichsstädte in den oberen Kurien verlesen.  Darauf deutet jedenfalls die Überschrift der Kopie, Münster LAV NRW W, Fürstbistum Münster Landesarchiv Reichssachen B 473,1, fol. 202r–205r, hier fol. 203r: Antwurt der frei- und reichsstedte gesandten, so der protestation nit verwant, ultima Junij vorgelesen.
    2
     Zur Argumentation der Reichsstädte zum Problem ihrer Reichsstandschaft und ihrer Session und Stimmführung auf dem Reichstag vgl. Isenmann, Eberhard: Reichsrecht und Reichsverfassung in Konzilien reichsstädtischer Juristen (15.-17. Jahrhundert), in: Schnur, Roman (Hrsg.): Die Rolle der Juristen bei der Entstehung des modernen Staates, Berlin 1986, S. 545–628, hier S. 617–628. Zu den Auseinandersetzungen um die Position der Reichsstädte in der Reichstagsverfassung seit den zwanziger Jahren vgl. Schmidt, Der Städtetag, S. 264–289, bes. S. 276–278.
    3
     Zum Problem der Besteuerung des Besitzes städtischer Bürger in fremden Territorien vgl. auch die Gutachten der Nürnberger Juristen, Nürnberg, 1541 Juli 9, Nürnberg StA, Nürnberger Ratschlagbücher 11, fol. 156v–162v. Vgl. außerdem die Aufzeichnung zu den Beschwerden der altgläubigen Städte und ihrer Stellungnahme zur Türkenhilfe, [Regensburg], o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 45r–45v: [...]. Der cristliger stethe claghe, betreffen de turkenhulfe und andere antwordt. Turkenhulfe sol dorch der churfursten und fursten und der stette radt beslossen sein worden und sein de stette darinne nicht gehört, sonder von dem radt und gemeyne hendel des reichs ausgeslossen. Derhalben mussen de stede sonder antwordt ksl. Mt. geben. Willigen de ilende turkenhulfe 4 moenet, doch bitten se ringerung de ungleygen anslege und fride und recht in disem reichstag uffzurichten. Das stethe mogen ire burgher belegen und solln irer guter halben, so ße in anderer herschaft haben unbele[gt] werden. Heubtman und pfenigmeister alhir zu welen und das rechenscaft besche noch dem kriech.
    1
     Vgl. auch die Eingabe der Reichsstädte der alten Religion an den Kaiser, Regensburg, 1541 Juni 29 [Nr. 209]. Zur Argumentation der Reichsstädte zum Problem ihrer Reichsstandschaft und ihrer Session und Stimmführung auf dem Reichstag vgl. auch Isenmann, Reichsrecht und Reichsverfassung, S. 617–628. Zu den Auseinandersetzungen um die Position der Reichsstädte in der Reichstagsverfassung seit den zwanziger Jahren vgl. Schmidt, Der Städtetag, S. 264–289, bes. S. 276–278.
    1
     Zur Datierung vgl. auch die Kopie, Straßburg AD, 15 J 15, unfol., AV: Actum 6. Julij anno etc. 41.
    2
     Vgl. die dem Kaiser eingereichte Resolution der altgläubigen Reichsstädte zur eilenden Türkenhilfe, Regensburg, 1541 Juni 29 [Nr. 209].
    3
     Zum Problem der Besteuerung des Besitzes städtischer Bürger in fremden Territorien vgl. auch die Gutachten der Nürnberger Juristen, Nürnberg, 1541 Juli 9, Nürnberg StA, Nürnberger Ratschlagbücher 11, fol. 156v–162v.
    1
     Datiert nach dem Aktenbericht Köln HASt, Köln und das Reich 218, fol. 297r–303r [Nr. 208] und nach den die Übergabe an den Kaiser auf den 14. Juli 1541 ansetzenden Kopien Köln HASt, Köln und das Reich 79, fol. 66r–73v und Esslingen StadtA, RTA 5 (1539–1545), unfol. Die Eingabe wurde offenbar am 15. Juli 1541 an die Mainzer Kanzlei weitergeleitet, wie sich aus dem Präsentationsvermerk in A ergibt, und am 19. Juli im Fürstenrat vorgetragen. Vgl. zum letzten Datum die Vermerke in B und C, in der Kopie Straßburg AD, 15 J 15, unfol., in der Kopie Karlsruhe GLA, 50/53, unfol. und in der Kopie Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. F, fol. 34r–39r.
    2
     Vgl. auch die Stellungnahme der altgläubigen Reichsstädte zur ksl. Vorlage vom 12. Juli, Regensburg, 1541 Juli 18 [Nr. 150].
    1
     Der Aktenbericht, Köln HASt, Köln und das Reich 218, fol. 287r–309r [Nr. 208] datiert die Übergabe anders als A auf den 25. Juli.
    2
     Vgl. auch die möglicherweise in Regensburg ebenfalls eingereichte, etwas anders akzentuierte Eingabe der Reichsstädte an den Kaiser, [Regensburg?], o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.): A l’empereur, nostre seigneur. Remonstrer vous, sont très humblement les très obéyssans subgetz à vostre M et au saint empire les commis et envoyés à ceste diète impérialle pour et èz noms des citéz et villes impérialles que combien que de toute encienneté et à chacune journée impérialle que s’a parcydevant en tenue tout ce que se faisoit et consultoit concernant les affaire de l’empire par et entre les électeurs, princes, prélatz, contes, estatz du saint empire, tousiours leurs seroit esté communicqué et par les commis desdites citéz et villes impérialles entendu, débattu, advisé et par loysir comme [...?] faisoit en donner leurs oppinions et déliberations comme autres estatz sans y avoir aucune différence. Et lhorsque [sic!] les choses estoient aviséz, débattues, se trouvoient ensembles et concluroient unanimement avant que en faire relation à vostre M ou à ses prédecesseurs. Or est que à ceste journée présente lesdits électeurs, princes, prélatz et contes les ont commencé voulloir frustrer et exclore de leur encienneté, scavoir qu’ilz ne leurs veullent donner respir ne temps pour aussy bien débattre les affaires comme eulx selon l’exigence des cas et desdites villes, ains ce qu’ilz entre eulx conclurent sans nous donner autre déliberation pour y aussi adviser et conclure, que la simple lecture ou déclaration verballe de leur besoingne encores plustost et à l’insceu desdites villes en font rapport à vostre M, dont s’ensuyt inégalité grande entre les estatz tant au fait des contributions que autres affaires, parce que ce que les électeurs, princes et estatz entre eulx advisent, prétendent contraindre lesdites citéz et villes ensuyvir jacoit qu’ilz ny ayent accordé et n’en saichent aucune chose en résolution, comme plus au long lesdits commis des citéz et villes ont jà fait très humblement remonstrer à vostre M, qu’est au grant interest de vostredite M, parce que lesdites citéz et villes que tousiours sont esté manoirs, domicilz, reffuge et forteresses des empereurs et roys Romains, voz prédecesseurs, et sont encores et pour l’advenir, pourveu qu’elles soient maintenues en leurdit privilège et encienneté, qu’est aussy au grant foul et préiudice des communes desdites citéz et villes, ruyne et décadence d’icelles, sy par remède convenable n’y est en brief pourveu. Cy supplient très humblement et en toute dehue [= due] révérence et obéyssance lesdits commis et envoyéz desdites citéz et villes impérialles, vostre M plaise à ce pourveoir et remédier avant le départ d’icelledite vostre M et les maintenir et entretenir, faire maintenir et entretenir en leurdit privilège encien ad ce que puisqu’ilz sont chargéz des charges de l’empire tant par contributions que autrement aussy bien et davantaige que autres estatz de l’empire comme appareit clerement par le taux des impostz en général, que rien n’esté conclue en résolution par lesdits électeurs, princes et estatz à leur insceu et préiudice, affin aussy que par ce entre lesdits estatz soit gardée, comme doit estre, égalité et indifférence, autrement faisant vostredite M perdroit ses droitz de souveraineté et autres que princes et estatz prétendroient à soy usurper et se senteroient lesdites citéz et villes trop et grandement préiudiciéz et grevéz en ce de estre contraintz ensuyvre à leur préiudice, dompmage [sic!] et dangereuse conséquence ce, qu’ilz ne scauroient ou n’auroient en cognoissance ne accordé bonnement quoy faisant lesdites citéz et villes que autrement sont jà assez molestées prieront la grâce du sauveur Jhesu Christ pour la prospérité de vostre M. Vgl. auch den Extrakt aus der Registratur der Reichsstädte zum RT 1541, Colmar AM, AA 71, 1 Rep. Schiesser, fol. 38v–39r (Kop.): Standt, stym und session. Dieser reichstag ist der strittigen religion und ainer eil[enden] turckenhilf halben ausgeschrieben, darzu auch die stett erfordert worden. Seint bei der proposition und andern gemeinen furträgen die stett der religion halben getrennt, hangt jeder thail seiner part von den obern stenden an. Und wiewol die catholischen stende iren verwand[ten] stetten ire bedencken geöfnet, so erwarten [sie] doch derselben mainung nicht, sünder ubergeben ir bedencken ksl. Mt. Daher dieselben stett i[re] mainung ksl. Mt. auch besunder mit inverleib[ter] beclagung begegneter ausschliessung uberrai[chen] lassen, wie sie sich dann nit wenigers gegen Kff., Ff. und stenden auch beclagen und pitten, sich hinfurter dergleichen beschwerlichen neuerungen zu enthalten. Die obern stende haben uff der stett antwort, [so] ksl. Mt. uberraicht, ir widerantwort schriftlich gethan, darin sie sich uff ein verm[einten] alten brauch ziehen. Hierauf folgt der stett replica, darin, [wie] der gebrauch von alters gewesen, luculente ausgefurt, ires befugs argumenta statlich deducirt und dargethan worden. Die steinde aber haben hierauf weitter nichts gehandelt, sunder seint mit den berhatschlagungen furgefar[en], den stetten von iren bedencken abschrift [und] bedacht abgeschlagen. Standt, stym und session. Die stett ubergeben ir sundere antwort, beclagen sich zugleich zugefugter ausschliessung, aber umbsunst; daher sie weittere anmanung bei ksl. Mt. thun und furbrachter beschwerden erledigung pitten, aber alles vergebens und umbsunst. Darumb sie dann, obwol von ksl. Mt. mit allen stetten ingemein ad partem gehandlet wurt, eins theils den abschiedt weder willigen, annemmen noch siglen, die andern aber allein mit einer maß und cum protestatione bewilligen, wie apud acta zu sehen. Sunst geschicht im articulirten libell, anno 44 zu Speyr ksl. Mt. von stetten uberraicht, anregung, daß die stett auch uff diesem reichstag im ausschus gewesen, dessen doch bei den acten kein anzeig zu finden.
    1
     Vgl. Antwort des Obristen an Kurfürsten und Fürsten, [Regensburg], o. Datum, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 416a r–416a v (Kop.); DV fol. 416a v: Was der oberster den Kff. und Ff. ze antworten: Und damit der anzug gefurdert, erfordert erstlichen die notturft, das gnuegsame bestallung von den reichsstenden aufgericht und dieselbig gnuegsam versichert und vergwist werde. Zum andern, das auch dergleichen mit obersten, haubtman und rathen irer bestallung halber gentzlichen verglichen und beschlossen werde. Zum dritten, das durch Kff., Ff. und steende verordnet werde, die eylende, vorwilligte hilf aigentlichen uber allen abgang außzuziehen, und, was dieselbig summarie an gelt raichen und thun mag, gelegt und gerait werde, damit man nach antzal desselbigen geltz kriegsleut zu roß und fueß und, wievil derselbigen aufzunemen, ain vergwissung oder doch ungefaren uberschlag gehaben möge. Zum vierten, das auch gelt auf den lauf der knecht und zum anlehen der reutter furderlich gemacht, damit der anzug auf das beldist beschehen mög. Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Ist beschlossen, allain die bestallungen aufzerichten.
    1
     Vgl. den Speyerer Reichsabschied, 1526 August 27, RTA JR Bd. V/VI, Nr.221, S. 879–895, hier § 15, S. 887, und den Speyerer Reichsabschied, 1529 April 22, RTA JR Bd. VII,2, Nr. 148, S. 1296–1314, hier S. 1302 (= 1148, Zeile 1–1149, Zeile 8).
    1
     Vgl. den Speyerer Reichsabschied, 1526 August 27 (wie oben [Nr. 215] Anm. 1), und den Speyerer Reichsabschied, 1529 April 22 (vgl. [Nr. 215] Anm. 1).
    1
     Vgl. den Speyerer Reichsabschied , 1526 August 27 (wie oben [Nr. 215] Anm. 1), und den Speyerer Reichsabschied, 1529 April 22 (vgl. [Nr. 215] Anm. 1).
    1
     Vgl. den Speyerer Reichsabschied, 1526 August 27 (wie oben [Nr. 215] Anm. 1), und den Speyerer Reichsabschied, 1529 April 22 (vgl. [Nr. 215] Anm. 1).
    1
     Vgl. den Speyerer Reichsabschied, 1526 August 27 (wie oben [Nr. 215] Anm. 1), und den Speyerer Reichsabschied, 1529 April 22 (vgl. [Nr. 215] Anm. 1).

    Anmerkungen

    a
     In C: Kamengrabe.
    b
     In B: Udin.
    c
     In B: Vließ; in C: Pließ.
    d
     In B: Pließ.
    e
     In B: verhert.
    f
     In B: furporten.
    g
     In C: Huenna.
    h
     In B danach: byß zu der Traha.
    i
     In C: Esseck.
    j
     In B danach: als obsteet.
    k
     In C: beynen.
    l
    -l Fehlt in B und C.
    m
     Fehlt in C.
    a
    -a V. a. Hd.
    b
    -b V. 3. Hd.
    c
    -c Angestr.
    d
    -d Angestr.
    e
    -e Angestr.
    f
    -f Angestr.
    g
    -g Angestr.
    h
    -h Angestr. Zu Beginn dieses Passus marg. Notiz v. 4. Hd.: Nota: Mittel zur turckenhulf der müßigen pfaffen [... ...?]drittheil einkommens. Zum 4. Punkt v. 4. Hd. marg.: Nota.
    i
    -i Nachgetr. v. 5. Hd.
    a
     In B: suscepto.
    b
     In B, C und D: reliquas.
    c
     Ergänzt nach C und D.
    d
     In C und D danach: in.
    e
     In B, C und D: faciemus.
    a
    -a Korr. aus wir.Dementsprechend sind im folgenden Text alle einschlägigen Stellen von der ersten Person Plural, die in B durchgehend gewählt ist, bezogen auf den Konstanzer Rat, in die dritte Person gesetzt. Diese Korrekturen werden im Folgenden nicht mehr textkritisch berücksichtigt.
    b
    -b V. a. Hd. nachgetr. Fehlt in B.
    c
    -c V. a. Hd. nachgetr. Fehlt in B.
    d
    -d V. a. Hd. korr. aus: uns.
    e
    -e V. a. Hd. nachgetr. Fehlt in B.
    f
    -f V. a. Hd. korr. aus: welhes, wo es. In B ursprüngliche Fassung.
    g
    -g V. a. Hd. korr. aus: gedunckt uns, das. In B ursprüngliche Fassung.
    h
     V. a. Hd. nachgetr.
    i
    -i Unterstr.
    j
     Fehlt in B.
    k
    -k Unterstr.
    l
    -l V. a. Hd. korr. aus: Der herr geb gnad, das man in im wyß sye. In B ursprüngliche Fassung.
    a
    -a Angestr.
    b
     In B und C: diese.
    a
    -a Korr. aus: Freitag nach Corporis Cristj [1541 Juni 17].
    b
     In B: oder.
    a
    -a Korr. aus: nemlich ein zimlichen teil von dem anschlag des geleisten romzugs etlich monat lang.
    b
     Danach gestr.: und nit mit gelt.
    c
     Danach gestr.: obersten, kriegsrethen.
    d
    -d V. a. Hd. nachgetr.
    e
     Danach gestr.: mitlerweil.
    f
     Fehlt in D.
    g
    -g V. a. Hd. nachgetr.
    a
     Danach gestr.: dieweil der span der protestirendn stend halb, das sy unverpuntlich und unvergriffenlich handln wolln.
    b
     Danach gestr.: marschalh.
    a
    -a Fehlt in B, C und D.
    a
    -a In B nachgetr.
    b
    -b In B nachgetr.
    c
    -c In B nachgetr.
    d
    -d In B nachgetr.
    e
    -e In B nachgetr.
    f
    -f In B nachgetr.
    g
     In B nachgetr.
    h
     In B korr. aus: nit hoch.
    i
    -i In B nachgetr.
    j
     In B nachgetr.
    k
     In B korr. aus: eraischt und leiden.
    l
     In B korr. aus: erstatt.
    m
    -m In B nachgetr.
    n
    -n In B korr. aus: der gnedigen.
    o
    -o In B nachgetr.
    p
     In B korr. aus: dahin.
    q
    -q In B korr. aus: hochst notturft.
    r
     In B korr. aus: merklichen unraths daraus deme.
    s
    -s In B nachgetr.
    t
    -t In B nachgetr.
    u
    -u In B korr. aus: samptlich den friden zu allen teilen fur bewilligt halten.
    v
    -v In B korr. aus: und gelob halten und.
    w
     In B danach gestr.: und warten und gedult tragen.
    x
     In B nachgetr.
    y
    -y In B nachgetr.
    z
    -z In B korr. aus: in stettem.
    aa
    -aa In B korr. aus: dem Turcken zu widerstandt.
    ab
    -ab In B nachgetr.
    ac
    -ac In B nachgetr.
    ad
    -ad In B nachgetr.
    ae
    -ae In B nachgetr.
    af
    -af In B korr. aus: kain ursach heben sollen, sich des zu beschweren.
    ag
    -ag In B nachgetr.
    ah
     In B korr. aus: bewilligt.
    ai
    -ai In B korr. aus: volnzogen.
    aj
     In B nachgetr.
    ak
    -ak Fehlt in B. Das Konzept zu diesem Passus findet sich in Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. Es weist nur eine Korrektur auf. Am Ende des ersten Satzes hieß es ursprünglich: dardurch nit verhindert werde.
    a
    -a Fehlt in D.
    b
     Nach B, C und D korr. aus: sie.
    a
    -a Angestr.; zur ersten angestr. Zeile marg. v. a. Hd.: Beschwehrung ubers cammergerichte. 1.
    b
    -b Angestr., dazu marg.: 2.
    c
    -c Angestr., dazu marg.: 3.
    d
    -d Angestr.
    e
    -e Angestr.
    f
     In B: solchem.
    g
    -g Angestr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Anstandt in religionssachen uf 6 oder 8 jahr.
    h
    -h Angestr.
    i
    -i Fehlt in B.
    a
    -a Nachgetr. Ebenso in B. In B sind die Sinnabschnitte des Textes in anderer Reihenfolge als in A angeordnet.
    b
    -b In B nachgetr.
    c
    -c In B nachgetr.
    d
    -d In B nachgetr.
    e
    -e In B nachgetr.
    f
    -f In B nachgetr.
    g
    -g In B nachgetr.
    h
     In B nachgetr.
    i
    -i In B nachgetr.
    j
    -j In B korr. aus: hilf ersetten [sic!].
    k
     In B korr. aus: begerten.
    l
    -l In B korr. aus: allerseitz begert haben.
    m
    -m In B korr. aus: den stenden allerseitz.
    n
    -n In B nachgetr.
    o
     In B nachgetr.
    p
    -p In B nachgetr.
    q
    -q In B in mehreren Zwischenstufen korr. aus: Dan sovil die unglicheit der reichsanschleg belangt, ist irer Mt. freundtlich, gnedig beger, gemeine stende wollen irer Mt. ir rethlich beduncken mitteilen, und ist, dermassen einsehens ze thun, darauf urputig.
    r
    -r In B korr. aus: hindangesetzt.
    s
     In B korr. aus: allenthalben verfugt.
    t
    -t Ist in B an anderer Stelle eingefügt. In B ist der Passus „irem brueder zu hilf und beistandt“ nachgetr.
    u
    -u Nachgetr. Ebenso in B.
    v
    -v In B nachgetr.
    w
    -w In B korr. aus: hierauf bescheid und antwort geben lassen.
    x
    -x In B nachgetr.
    y
    -y In B nachgetr.
    a
    -a Fehlt in B und C.
    b
     Fehlt in B und C.
    a
     Nach C korr. aus: exposuerimus.
    b
     Fehlt in B, C und D.
    c
     In B, C und D: cogantur.
    d
     In B, C und D: vagantes.
    e
     Nach B und C korr. aus: regno.
    f
     Ergänzt nach C und D.
    a
    -a Nachgetr., ebenso in D.
    b
    -b Nachgetr., ebenso in C. Fehlt in B.
    c
    -c V. a. Hd. korr. aus: bebstliche Hlt., ebenso in C und D. In B wie ursprünglich in A.
    d
    -d V. a. Hd. korr. aus: bebstliche Hlt., ebenso in C und D. In B wie ursprünglich in A.
    e
     V. a. Hd. korr. aus: bebstliche Hlt., ebenso in C und D. In B wie ursprünglich in A.
    f
     V. a. Hd. korr. aus: bebstliche Hlt., ebenso in C und D. In B wie ursprünglich in A.
    g
    -g Nachgetr., ebenso in C und D. Fehlt in B.
    h
     Unterstr., in D durchgestr.
    i
    -i Unterstr., dazu marg. Notiz: Diese wort söllen heraußgelassen oder erklert werden, das sie nicht uff vorige anschleg der yllenden turckenhilf oder romzugs verstanden.Ebenso in C und D. In B keine Unterstreichung, keine Notiz.
    j
    -j Unterstr., in D durchgestr.
    k
    -k V. a. Hd. korr. aus: der bebstlichen Hlt., ebenso in D. In B und C wie ursprünglich in A.
    l
    -l V. a. Hd. korr. aus: der bebstlichen Hlt., ebenso in C und D. In B wie ursprünglich in A.
    m
    -m Unterstr., dazu marg. Notiz: in teutscher nation fur die understrichen wort. Dieser Nachtrag fehlt in B und C. In D korr. in: yhn deutscher nation.
    n
     In B folgt danach fol 132v: So man die beharrlichn hilf in das werckh bringen, will vonnoten sein, nachvolgende punctn zu beratslagen: Erstlich, wie ain gleichmessiger anslag auf die bewilligten hilf zu machen und ob der auf gmaine ständt zu slagen oder ob ain gmaine anlag aines gmainen pfennings soll furgenomen werden. Item, wer das geschutz mit seiner zugehörung und allen uncosten undterhalten und wievil desselbigen sein solle. Item, wer den öbristen, khriegsräte, pfenningmeister und andere beambten undterhalten solle, und von iren bestallungen und pflichten. Item, wer die übersoldt desselbigen, den uncosten der wegen, drosser und dergleichn tragen soll. Item, wie dem kriegsvolckh notturftige profant mag zugebracht werden. Item, wie der munß halben ain gleichmessiger wexl zu verordnen. Item, articlbrief der knecht und bestallungen der raisigen zu beratslagen mit iren besoldungen. Item, zu beratslagen, was erobert wierdet, wem dasselb zuesteen soll, neben andern mer puncten, zu disem werckh vonnötten. Dieser Anhang findet sich auch in Münster LAV NRW W, Fürstbistum Münster Landesarchiv, Reichssachen B 473,1, fol. 271r.
    a
    -a Nachgetr. v. a. Hd.
    b
     Nach B, C und D korr. aus: 8.000.
    c
     V. a. Hd. korr. aus: warlichen.
    d
    -d V. a. Hd. nachgetr.
    e
    -e Unterstr.
    f
    -f V. a. Hd. nachgetr.
    a
    -a Fehlt in B.
    a
     Danach gestr.: und sonderlich der teutschen nation.
    b
     Danach gestr.: wo das konigreich Hungern durch den Turcken erobert wurde, am nechsten were.
    c
     V. a. Hd. nachgetr.
    d
    -d V. a. Hd. nachgetr.
    e
    -e V. a. Hd. nachgetr.
    f
    -f V. a. Hd. korr. aus: solang man derselben notturftig und dem obristen und kriegßrethe fur guet ansehen wurde.
    g
    -g V. a. Hd. nachgetr.
    h
     Danach gestr.: konigreich und erblandt.
    i
    -i V. a. Hd. korr. aus: Schlesy, Merhern, Osterreich und, was darzu gehort.
    j
    -j V. a. Hd. korr. aus: undter 20.000 geringer pferde. Zu dieser Korrektur vgl. Nr. 203.
    k
    -k V. a. Hd. korr. aus: der notturft nach so starck als gegen Hungern, doch der gelegenheit nach und so vil seglen wie derselben krieg erfordert.
    l
    -l V. a. Hd. nachgetr.
    m
    -m V. a. Hd. nachgetr.
    n
     V. a. Hd. korr. aus: von stund an.
    o
    -o V. a. Hd. nachgetr.
    p
     V. a. Hd. nachgetr.
    q
    -q V. a. Hd. nachgetr.
    r
    -r V. a. Hd. nachgetr.
    s
    -s V. a. Hd. korr. aus: ersten Novembris.
    t
     V. a. Hd. korr. aus: zunächst: Nurmberg; dann: Wormbs, Franckfurt oder Speir.
    u
    -u V. a. Hd. nachgetr. Vgl. zu diesem Nachtrag Nr. 203.
    v
    -v V. a. Hd. nachgetr. Vgl. zu diesem Nachtrag Nr. 203.
    w
     V. a. Hd. korr. aus: Zum achten.
    x
     Danach gestr.: so in einem concili oder.
    y
    -y V. a. Hd. korr. aus: teutscher nation. Vgl. zu dieser Korrektur Nr. 203.
    z
    -z V. a. Hd. nachgetr. Vgl. zu diesem Nachtrag Nr. 203.
    aa
    -aa V. a. Hd. nachgetr.
    ab
    -ab V. a. Hd. nachgetr.
    ac
     Danach gestr.: mit babstlicher Hlt. und andern christenlichen potentaten derhalben vergleichen und gefast machen.
    ad
    -ad V. a. Hd. korr. aus: ksl. Mt. bey der pe[pst]lichen Hlt., Italien und.
    ae
    -ae V. a. Hd. nachgetr. Vgl. zu diesem Nachtrag Nr. 203.
    af
    -af V. 3. Hd. nachgetr. auf besonderem Blatt.
    ag
    -ag V. 4. Hd. nachgetr. auf besonderem Blatt. Vgl. zu diesem Nachtrag Nr. 203.
    a
    -a Fehlt in C und D.
    a
     Nach C und D korr. aus: sie.
    b
     In C und D: niderosterreichische.
    a
     In C: ansehung.
    b
     In B: wenden.
    c
     In C: angehort.
    d
     In B: bericht.
    e
     In B: mainung.
    a
     In D: werben.
    b
     Nachgetr.
    c
     In C und D: wird.
    d
     In B, C und D: darzue.
    e
     Ergänzt nach B und C.
    f
     Danach gestr.: abgesonderter, vermeinter antwort hernachmals bemuhen wollten, dieselben von inen nit anzunemen, sonder sie wider an uns zu weisen, sich mit uns altem geprauch und herkomen nach, wie gemelt, haben zu vergleichen.
    g
    -g Nachgetr.
    a
     In C: genottrengt.
    b
     In B nachgetr.: und abschid.
    c
     Nach B und D korr. aus: warten.
    a
    -a Fehlt in B.
    b
    -b V. a. Hd. nachgetr. Statt an denin der Vorlage irrtümlich: alsdann.
    c
     Nach B korr. aus: verhietung.
    a
     In B und C davor: Ich, Andreas Pflug etc., bekhenn etc.
    b
     In B: hauptleuten.
    a
     In C: vheint.
    b
    -b Fehlt in C.
    c
     In B danach: gehalten.
    a
    -a In B: Hats verbetschirt.
    a
     Ergänzt nach C.
    b
     Korr. nach C aus: reden.
    c
    -c Ergänzt nach C.

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