Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    « ŠVIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme  »

    «Nr.356 Supplikation der Augsburger Reichstagsgesandten an den Kaiser – Regensburg, o. Datum1 »

    Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.).

    Eur ksl. Mt. geben wir underthenigist zu erkhennen, das weilund eur ksl. Mt. uranherr und anherr, hochloblichster gedechtnus, röm. Kss. Friderich und Maximilian, ein erbern rath der stat Augspurg fur sich und alle die iren wider alle ußlendisch, frembde, in sonderhait aber fur das rotweilisch hoffgericht genedigclich gefreiet, wie dann auch eur ksl. Mt. solich freihaiten genedigist confirmirt hat.

    Uber solichs und das gedachtem hoffgericht zu Rottweil solich freihaitten, wie sich geburt, inserirt und glaubwirdig copia in gericht beliben, beschwert dasselbig gericht eins erbern rath burger und underthonen und verwanten nit allain mit unnotwendigen, vergebenen, ungeburlichen citationen – am maisten tail auf anruffen der Juden –, sonder wellen auch di sachen inhalt obgemelter freihaiten, wie sich geburt, nita weisen oder remittirn, dardurch dann di partheien und ein erber rath zu apellationen und beschwerlichen, vergebenlichen costen gebracht, auch di haubtsachen zu geburlicher ußfurung gespert und vertzogen werden.

    Warumb aber solichs nit-weisung beschicht, haben eure ksl. Mt. und derselbigen hochlöblichen, furtrefflichen räthe genedigist und gnedigclich zu erwegen, das solichs nit von gemaines nutz, sonder demselben zuwider und aigennutzigclich beschicht. Demnach ist an eure ksl. Mt. unser underthenigist bitt, die wellen gedachten von Rotweil ernstlich bevelhen, einen erbaren rath zu Augspurg bey iren habenden freihaiten beleiben zu lassen und sy darwider obgemelter oder ander gestalt nit zu beschweren. [...].

    «Nr.357 Zusammenfassung der Supplikation Hans Endorfers und Beschluss des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.).

    ŠHans Endorffer hat Kff., Ff. und stend supplicirt, zeigt an, wie er ksl. Mt. auch ubergeben supplication zugestelt1, meldent, das Jheronimus Endorffer zu Mosen, ritter und Dr., seines vatters eleiblicher bruder abgelebt, seyen dreyerley wiederwertige erben befunden, nemlich die Schonbronner, hergegen des verstorben doctors ausser der ehe sone Hans, durch weilend hochloblichste ksl. Mt. legittimirt, dergleichen er, der supplicant. Hetten beide wiedertheil das recht zu Landtshut vorm furstlichen regiment angefangen, sey wieder sie und fur inen procedirt, hetten sie an das keyserliche camergericht appellirt und doselbst nach vilen zeiten zum urtheil beschlossen, hetten sie sich eins vertrags, auch aufhebung halb aller rechtfertigung gegeneinander bewilligt, in beysein Gf. Ladißlau zum Hag, auch etlicher vom adel und inen allen vom supplicanten 500 fl. gesprochen und uffgelegt, das sie beiderseit an das camergericht schiecken und urtheil oder handlung gleichs costen nit mer gewarten oder bitten sollen. In kurtza nach solichem vertrag sey am camergericht sententz, für sie und wieder inen ergangen, offenbar worden, dem Schonborn gelebt und noch, aber der ligittimirt stillschweigent so lang und noch hinderliegen lassen und sey kurtzer tege zu execution vorergangner urtheil ein executorial, auch daneben durch seine genedige hern und landtsfursten in Beyern auß schuldiger gehorsam ein ernstlich bevelch außgangen, daruff er in unversehener eyle in seinem abwesen mit weib und khindt aller ding von hauß, hoff, ligenden und farenden guetern, sonder daneben seins weibs zubrachten, auch seines eigen gewonnen guts in das elendt entsetzt worden.

    Bit ksl. Mt. underthenigst, ir Mt. wollen an seine genedige hern und landtsfursten, bey denen oder iren hochloblichen rethe er billich erfarung leiden moge, es sey durch commissarien oder sonstb, volkomen bevelch und macht genedigst außgeen zu lassen, herin zu handeln, und das ksl. Mt. irer fstl. Gn. oder dero rethen erkantnus und beschaidts gedulden und gewarten wollen und das Kff., Ff. und stend seiner supplication an die ksl. Mt. legitimation und aufgerichten vertrag genedigst horen und vernemen wolten2.

    Hat der auschuß bedacht, wo der supplicant Hans Endorffer von Mosen csich beschwert vermeint–c, das er den ordenlichen weg am keyserlichen camergericht, dohin es gehorig, furneme.

    Š[Beilage A:] Vertrag zwischen Hans Endorfer zu Moosen, Bürger zu Bamberg, einerseits und Hans und Jakob Schönbrunner sowie Hans Endorfer andererseits, Haag, 1539 Juni 9, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    [Beilage B:] Karl V. an die Hgg. von Bayern, Regensburg, 1541 Mai 31, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    «Nr.358 Zusammenfassung der Supplikation Berthold Hallers an den Kaiser und Beschluss des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.); ÜS: Supplication Bertold Hallen.

    Bertold Hall von Alten-Stettin auß Pommern hat ksl. Mt. supplicirt, zeigt an, das sein vatter ein enturthel am camergericht erhalten, sey sein vatter indem gestorben, hab er sich an das camergericht verfuegt und befunden, wie felßlich durch erdichte proceß, so durch das wiedertheil in Pomen [sic!] uß- und an das camergericht inbracht und seinen vatter seligen gewesen procuratori verschwigen und derhalben restitutionem adversi sententiam dem rechten nach gerichtlich und das zum rechten begert, volgents sey im begerte restitucion abgeschlagen, aber doch, unverkunt solichs abschlagens, sey er zu Speyer ankomen, aber durch des wiedertheils procurator und promotorial, an das camergericht außgangen, dermassen angeben, das er in peen 20 marck lotigs goldts erc[l]ert sey und dargeben, er sol sich horen haben lassen, wangleich von ksl. Mt. zehen mandata außgangen, derselben keinen zu gehorsamen, solichs alles sey im durch seinen procuratorn verschwigen, auch vil producta und andere seine gerechtigkheit hinderhalten und, wie sich gepurt, nit inbracht haben sol, sey durch verseumnus seins procurators unverschulter sachen zu solichem grossem nachtheil und schaden komen, dan er als einer, der ungeferlich 100 meyl vom camergericht gesessen, der zuversicht gewesen, er solt durch seinen procuratorn seiner pflicht nach wol versehen gewesen sein, auß welichem angeben das camergericht furtgefaren und inen uff sein unwarhaftig [sic!] angeben unschuldiglich in ksl. Mt. acht erclert, darauf er aller seiner guetter entsetzt, mit underthenigster bitt, die ksl. Mt. wollen inen von der vermeinten acht entbinden und, das er uff gnugsame burgschaft zu seinen guetern restituirt werden moge, und, dieweil ime, mehr dan die vermeinte peen zu entrichten, uffgelegt, hochgedachtem seinem gnedigen fursten und hern von Pomern als seiner gepurlichen oberkheit, soliche verburgschaft von ime anzunemen und wiederumb zur restitution genediglich zu verhelfen, die ksl. Mt. umb recht uff das underthenigst anruffend1.

    ŠIst bedacht, dieweil sein suppliciren nit wieder das camergericht ist, sonder die schuldt seinen procuratorn zulegt, das er wieder an das camergericht remittirt und gewisen werde.

    «Nr.359 Zusammenfassung der Supplikation Gf. Jobsts von Hoya und Beschluss des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); ÜS fol. 136r: Supplication Jobsten Gf. zur Hoir und Bruchhausen.

    Jobst Gf. zur Hoir und Bruchhausen hat ksl. Mt., Kff., Ff. und stend supplicirend angesucht1, zeigt an, das er einen tag in seinen gescheften zu Mulberg im closter, in der graveschaft Schaumberg gelegen, gehalten, uff welichen tag er seinen hindersassen Jobsten von Monichhausen bey ime gehabt und wieder anheim nach der Diepenau reiten lassen, hab wieder den landfriden Wilhelm Romel mit seinen helfer und helfers helfer one zweivel auß aneleitung und furderung Frantzen von Hall (dabey auch H. Thomassen von Hall, dhumhern zu Minden, drey knecht gewesen) innen, Munchhausen, sampt seinen dienern und denen, so er bey sich gehabt, den ersten tag Novembris anno 36 gewaltiger that, oneverwart irer eren, gefangen, beeidigt und zu urkundt der gefengnus ime ein gulden ring genomen und ingebunden uff mainung, sich zu stellen, darzu Thomassen Groblingen gebunden uff das schloß Wedenstein bracht und heftig gepeinigt und enthalten und Josten von Monichhausen den vierdten Novembris von dem hauß Diepenau erfordert und begert, das er dasselbig schreiben mit ime wiederbring und, als er sich keiner gefar als bestrickter versehen, sey gemelter Romel und Frantz von Hall eigener person, dabey obgemelts dhumbrobst dienner gewest, auß dem holtz geruckt und Josten ein schrift, die er zuvor nit gelesen, zu versiegeln zugestelt, als er aber sein siegel nit gehabt, hab er die eigner hand underschreyben mussen und uff ein neues dem Romel und einer seins, des Romels, reisigen knecht, Heinrichen Ripperbuschen, geloben und schweren mussen, das er, Munchhausen, von idem, so den underschrieben brief het, gemanet wurde, das er sich stellen soll, wie er dan uff Romels manen im wiertshauß zu Labeßlohe uber jar und tag verstrickt pleiben mussen und noch ermanung erwarten muß.

    Und wiewol gedachter graff den Bf. zu Monster und Oßnabruck etc., in welichen stieft die fridbrecher seßhaftig und das haus Wedenstein gelegen, zu mermall ersucht, Wilhelm Romel zu vermogen, den von Monchshausen seiner verstrickung zu erledigen, und derhalb Hg. Erichen von Braunschweig loblicher gedechtnus, H. Heinrichen und H. Ernst Hgg. zu Braunschweig, auch Lgf. zu Hessen bey hochermeltem bischoff umb erledigung seins dienners Šund das niemants auß dem hauß Wedenstein beschedigt oder gegen ime oder den seinen tetlich handlung furgenomen wurde, hetten ir fstl. Gn. und ehr nichts erhalten mogen. Dieweil aber Jost von Monchshausen in einer offnen, unverwarten herberg gelegen, do er het teglich beschedigt und hinweggefurt werden, und one underlas auß den heusern Wedenstein und Raden durch weilend Wilhelm Romeln obgedacht und andere seine helfer vielfeltig thetlich und fridbruchtige handelung furgenomen, haben zulest des gedachten Josten freundt nach zulassung des landfridens das hauß Raden, da der fridbrecher zum theil seßhaftig, erobert, darauf H. Thomassen von Hall, ader rechten fridbrecher einem, und Frantzen von Hall–a, des principals sone Dieterichen, genant Fund, dieselbigen zu inen genomen, iren freund damit ledig zu machen, damit nichts anderst gehandelt, dan was pillich und recht, das er kein poenb und sonderlich die acht nit verwurckt und sunst an im selbst unpillich were, das H. Thomas und Dieterich ledig gelassen, aber Jost von Monichhausen verstrickt behalten werden solt, wie er noch bestrickt. Hab Catherina Semerin und Johanna Friesin weilend Wilhelms schwester vom camergericht erstlich ein mandat mit verschweigung der warheit außbracht und angebung der unwarheit, das er die gefangen bey peen der acht in einer benenten zeit sicher in die stat Bremen liebern soll, und volgendts ein ander mandat oder inhibition dem ersten zuwieder, nemlich das der graff die gefangen biß zu außtrag nit verendern, sonder behalten solt, alles practicirlich erlangt. Wiewoll seine freundt und ehr geacht, das das zweit wiederwertig mandat cdem ersten entgegen, vom cammergericht onformlicherweiß–c außgangen were dund er, denselben zu geleben, nit schuldig–d wehr, so hab doch, solchs unangesehen, camerrichter und beysitzer uff der wiedertheillen und sonder zweivel Frantzen von Hall und ander seiner furderer geschwinde practicken, unangesehen seiner schirmartickel, den vierten tag jungst Aprilis inen in des hl. reichs acht wieder recht erclert.

    Bit undertheniglich, underthenig und freundtlich, ksl. Mt., Kff., Ff. und stende wollen, wo vonnotten, die acta besichtigen, daruff die acht vernichten, cassiren, inen der entledigen oder, wo ksl. Mt., Kff., Ff. und stend sich gescheft halb der sachen nit undernemen mogen, die dem Ebf. zu Bremen etc., auch Bf. zu Munster und Oßnaburgk, H. Ernsten Hg. zu Braunschweig und Lunneburg und H. Philipssen Lgf. zu Hessen, seinen gnedigsten und gnedigen hern, auch einem rath der stat Bremen sampt und sonderlich zu bevelhen erstlich gutlich, wo die gut entstundt, auß besichtigung voriger acta und beider theil weither notturftigen bericht hinzulegen, auch mitlerweil und nemlich uff ein jarzall, sechs oder acht jar, die acht allergnedigst und gunstiglich suspendiren, hirin ksl. Mt., kfl. und fstl. Gn., L. und G. underthenigst, underthenig und gunstiglich Šanruffen, das umb ksl. Mt., kfl. und fstl. Gn., L. und G. wel er in aller underthenigster, undertheniger gehorsam, auch freundtlich, willig und gern verdiennen2.

    Außschuß: Der Gff. von der Hoir supplication thut meldung von zweyen gepotsbriffen, so von dem camergericht in einer sachen widerwertigs inhalts und gegeneinander an inen außgangen sein sollen, zudem das sich der grave auch sunst des camergerichts halben beschweret, auch sunst das camergericht von etlichen andern in manicherlai weiß angezogen wurdt und aber solichen sachen nit anderst dan durch stadliche revision der acten mog abgeholfen werden, bedenckt der außschuß, das Kff., Ff. und stende ksl. Mt. underthenigs ersuchen, das ir Mt. diesse und dergleichen sachen, so uff diesem itzigen reichstag des camergerichts halben anbracht und darin, die acta zu revidirn, vonnoeten, den sindicatoribus, welche uff itzigem reichstag den partheyen ernent und zum sindicat zum forderlichsten schreitten sollen, remittirt und gewysen wurden, dieselbig zu erwegen und sie euff ksl. Mt. und des reichs costen, sovil die revision belangen wurdt–e, zu entschaiden haben, auch das egemelten sindicatoribus macht und gewalt gegeben wurde, im fall, das die clagende parthey und, so die revision begeren, ungerecht befunden, sie der billigkheit nach mit einer arbitraria poena oder vilkurlichen straff zu condamniren, welche geltstraff der keyserliche fiscall am cammergericht iderzeit infordern und zu des reichs nutzen bringen solle. Gleichergestalt, wie von dem sindicat geredt, sollen auch fdie acht und–f alle proceß in revisionsachen biß zu entschaft derselben angestelt werden.

    [Beilage A:] Gf. Jobst von Hoya an Bf. Franz von Münster, Liebenau, 1537 Januar 29, Wien HHStA RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    [Beilage B:] Hg. Erich d. Ä., Hg. Heinrich d. J., Hg. Ernst von Braunschweig und Lgf. Philipp von Hessen an Wilhelm Rommel, o. Ort, 1537 Januar 3, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    [Beilage C:] Hg. Erich d. Ä., Hg. Heinrich d. J., Hg. Ernst von Braunschweig und Lgf. Philipp von Hessen an Bf. Franz von Münster, Kassel, 1537 Januar 4, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    Š[Beilage D:] Hg. Ernst von Braunschweig-Lüneburg und Lgf. Philipp von Hessen an Bf. Franz von Münster, Schmalkalden, 1537 Februar 19, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    [Beilage E:] Erklärung Johann Helfmanns, des Anwaltes Gf. Jobsts von Hoya, Wimpfen, 1540 April 14, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    «Nr.360 Supplikation der Stadt Köln an Karl V. – [Regensburg, 1541 nach April 8] »

    A  Köln HASt, Köln und das Reich 77/IV, unfol. (Kop.); DV v. a. Hd.: Praesentatum 16. Mai 1541.

    B  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 77/IV, unfol. (Kop.).

    C  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 77/IV, unfol. (Reinkonz.).

    D  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 77/IV, unfol. (Reinkonz.).

    Sollen eur ksl. Mt. als ein angehoerichs derselben und des hl. röm. reichs glydt nit pergen, wie das uns am vergangenen achten tag gegenwertigen monats Aprilis ein vermeinter, zur pilligkhait ungegrundter bericht gemeiner clerisey der statt Coln mit angebner ertzellung, welchergestalt die irrige mißhell und gebrechen, zwischen gemelter cleriseien und uns von wegen des ungelts broitz, biers, wein und weinschancks sich erhaben, von unserm gnedigsten herrn, dem Ebf. zu Colln und churfursten etc., in craft einer euerer ksl. Mt. derhalben ußgangener commission vorgenomen1, underhandelt und uff wilkurlige maß verabschiedet sein sollen, nicht on vorsetzliche verschweigung unserer darauf Šgefolgter antwort, weßhalben uns die vurgeschlagene mittel nicht annemlich, alles an eur ksl. Mt. gantz fortheilhaftigerweiß gelangt und uns uff unser underthenigst beschehen ansuchen dorab copeien gnedigst mitgetheilt.

    Nun wolten wir, allergnedigster herr und kayser, nichts lieber gesehen, auch zu erhaltung guter gemeiner policei, fridens und, was zu fordrung und erhaltung desselben gelangen mochte, nichts hoher begert haben dan gemelte clerisei, unser unverursachlicher widdertheil, treglicher gestalt bey und neben uns in gutem friden, ruwe und einigkeit zu wissen und zu dulden, aderhalben auch villfeltige, gutliche underhandlung mit unserm nicht geringen uffwenden und costen nicht geflohen–a, damit wir sollichen ires unpilligen zancks und vurnemens, darauß allerlei uffrur und unrait erfolgen het mogen und noch erfolgen kan, als eur ksl. Mt. in obbestimpter irer commission sollichs kayserlich und woll bedacht haben, eynmall geubricht sein mochtenb, welch doch alles irenthalben von wegen verschlagener pillichait bißher unverfencklich und on alle fruchtc nachplieben. Und eur ksl. Mt. als unser zu beider seitz allergnedigsten herrn, hochst heubt und oberkeit, das wir sollichen unsers gegentheils vorhabenden gemuts und trachtens zur pillichait kein abscheuens tragen, auch unser bestendige ableinung sollicher der clerisei gegen uns eur ksl. Mt. gethanen berichts und, weßhalben wir in die vorgeschlagenen churfurst[lichen] mittel nicht haben willigen noch dieselben annemen konnen, dunderthenigst zu vermelden–d, sagen wir anfengklich, waer sein, edas wir hogers nicht gneigt, dan auf solliche euer ksl. Mt. gnedigst commission uns der pillicheit nach gegen sey [= sie] vertragen zu lassen, wie sey auch das in der underhandlung–e (do anders ir gemut gewest, sich durch leidlige oder treglige wege, wie nit unpillich beschehen were, vertragen zu lassen) unser vornemen nit anders fspuren haben konnen–f, gauch an im selbß Šnit anders gewest ist–g, dan sey in fridligem, ruwelichen schutz und schyrm und kainer anderer meinung hbey uns zu wissen–h.

    Und ob dis unser fridliebhabend gmuet und furnemen eur ksl. Mt. von inen anders gedeutet oder sollicher gestalt uffgelegt werden wolt, als ob wir des fridlebens halben nit so vill als umb abschaffung oder zum wenigsten stillung der vermeinter und nichtiger, gegen uns an eur ksl. Mt. camergericht verfangener rechtfertigung vorgewendt und gethon haben solten, so erweist es dannost das werck und ist vor uns, indem wir, wie unser gegentheil selbst bekennen muß, demselben so ein reumliche zeit als von 15 ader 16 jarn her in iren unpilligen anmueten und vorhaben imit unsern hogsten beschwernussen–i zugesehen und uber alle ire verursachen und muetwilligs suchen, auch wie uns vill guter leuth zeugnuß tragen kunnen, uber woll ereugte gelegenheit sollich untreglichen joch gleichs andern nicht von uns geworfen haben, damit sey doch uns und gemeine statt Colln, jals gesagt mocht werden und wirs auch zum thail spuren–j, in ewich verderben und zuletzt, als deßgleichen im reich leider mehr dan uff eim ort vor eur ksl. Mt. loblicher regierung ergangen, vom reich zu reissenk.

    So wissen auch wir uns sollichen irs angemasten, unbegrundten, richtlichen vornemens frey, wurden das auch kein bescheuens tragenl, dernhalben konnen ader mogen wirs in keinen zweifel setzen, das wir uber billicheit sollichs von einichem rechten zu beschweren sein solten. Wir sein auch der underthenigister hoffnung, eur ksl. Mt. als ein loblicher und gerechter kayser, vor dem wir die handlung allergnedigst gehort zu werden und darin tregliche wege und mittel vorzuschlagen, underthenigst bittendt, wurde das keinem gestatten noch vill weniger pilligen. Solten aber wir von einigem uber solliche angetzogene pillicheit gottlicher und naturlicher gesetz, auch unsers erpietens ungeachtet, beschwert werden und uns die unvermeidliche, andringende nott dahyn auch zuletzt weisen, dasjhenig, was bey andern in den und dergleichen fellen vur gotlich, pillich und recht angesehen worden und ist, vor die handt zu nemen, mdo wir, anders gemeine statt Colln–m eur ksl. Mt. und dem hl. röm. reich zo nicht kleiner verringerung sollicher gestalt abreissen noch uns und die unsern in ewich eigenschaft und verderben selbst foeren zu lassen, nicht bedacht, nwelcher wolt ader wurdt doch uns daerinne (wir wollen geschweigen verdencken), sonder auch, im fall wir weitthers darzu bedrangt, sollichs farlessiglich underlassen, Šuns verweißlich nit zumessen, das wir an sollichem als zu erhaltung unsers vatterlandts freiheit und gerechtigkeit doran widder ehrlich, gotlich noch billich handlen wurden. Darbey wirs dan itziger zeit beruwen lassen wollen–n.

    Und weithers auf die haubthandlung, dernhalben sich der streit erhebt, zu komen, haben wir auß unserer gegentheil vermeinten bericht, eur ksl. Mt. zugestelt, vernomen, wasser gestalt dieselbig sich bey eur ksl. Mt. vermeintlich dargeben, als ob sey vor vill hundert jarn vermog gemeinen rechtens, pabstlichen, kayserlichen und kuniglichen privilegien, auch vertregen und sunst in kraft irer geistlichen freiheiten ire wein, bier und broit frey und on accyß, uff maß sy das in etwo Ks. Friderichs des dritten hochloblicher gedechtnus privilegien gemelt, biß in das jaer 25 gepraucht hetten und nochmals geprauchen solten, vor eins.

    Zum andern, das sey etliche maltzmulen bey iren styftern gehabt, ire notturft maltz doran zu malen.

    Zum dritten, das sey auch durch berurte zeit den weinschanck irer wein von iren benefitien, in Colln gelegen, herpracht, an welchen sey auch ire wein, darauf zum theil ire geistlichen pfrunde gestift, zu irer notturft zu nutz nit verprauchen mochten.

    Weren aber sollicher geistlicher freiheit in allen und jeden obgemelten articulen im berurten 25. jaer, do eben allerley beschwerlichkeiten und uffrurische handlung oin teutscher nation leider–o, deren wir uns auch zum hogsten beschwerdt, vorhanden, entsetzt worden und das im schein eines tractats, der doch durch baide thail nicht angenomen und, ob er gleichp gewilligt gewest, nicht lenger dan sechs jaer seines inhaltz besthehen solt, zudem, das durch den augspurgischen abschiedt solliche und dergleichen tractat und vertrege, in und nach zeit der beurischen uffrur zum abbruch der geistlichen freiheit allenthalben im reich gemacht, uffgehept weren, mit angehenckter bitt, uns zu weisen, sey, die clerisey, in vorrig posseß seu quasi zu reintegriren und zu ergentzen mit erstattung des uffhabs und schadens etc.

    Hierauf nun eur ksl. Mt. in aller underthenichkeit zu berichten, qdweil sey, die clerisey, sich selbst (wie sey auch daeran recht gethan) zu der pillicheit des obgemelten 25. jaers dernhalben begeben, achten wir, das sey unpilligerweiß gegen uns einige destitution ader entsetzung antziehen, das auch ein sollich begeren allem rechten, noch vill mehr aller pillicheit nach nit statthab, und–q lassen uns rneben andern–r beduncken, achtens auch nit vur unpillich, dweil sey und die iren sich under unserm schutz und schyrm enthalten und von uns gleich unsern selbst burgern geschutzt und geschirmbt, auch etlicher beschwerungen, so unsern burgern allain in des reichs steur und volg obligt, uberhaben werden, sey solten, whae nit vur sich selbst, doch so in ansehung der naturlichen pillichait als Gottes wort und gesetz, dessen keinswegs sich zu sperren noch sollichen Šlast von inen uff unsere burgere mit einigem christlichem oder erheblichem grundt zu dringen, haben understanden. Dan von wegen sollicher naturlicher und gotlicher anweisung halten wir gentzlich darvur, das sey neben uns und wir neben inen solliche beschwernussen billich zu tragen haben, das aber zum hogsten vur unpillich und unchristlich, das sey, unsere gegentheils, sich tin dem neben unpilliger weigerung auch–t vernemen lassen solten, als ob inen nichts doran gelegen, wie wir es mit unsern burgern der accyß ader ungelts halber hielten, item, das auß dem, dae die gemeine beschwerdt, nit volgte, das die clerisey irer freiheit entsetzt pleiben und, als wir das verstehen, ire, der gemeinden, zu steur dorin komen solt, in betrachtung, nit wir von inen, sonder sey von uns geschutzt und geschyrmbt werden.

    Zudem ist waer, das gemeiner statt einkomen ubloißlich auf der accysen oder dem ungelt–u beruwet und sey, die clerisey, zu vollenziehung christlicher liebde gemeinen last billich mitzutragen noch sich in dem von uns nicht abzusundern haben, dhweil je waer, das sey mit uns und wir mit inen, sovill die beywonung belangt, ein corpus und gemein seindt, in einem zyrck begriffen. So sein auch uber das wir, unsere burger von inen, so sich geistlich nennen und in das wortlin clerisey getzogen sein wollen, so gantz und gar ubersetzt, das uns mitnichten moglich, sollichen last in die harre zu erheben, und derhalben geraitner, wan das vor pillich wolt angesehen werden, die statt zu verlassen, als dorin mit sollicher vuntreglicher, ubermachter–v beschwerung zu beleiben. wAuß dem auch erscheindt, das in einem sollichen notfall vermoge irer selbst gaistlichen, geschweigen eur ksl. Mt. und gemeinen rechten nach sollichs, als obstet, auch recht und pillich ist–w.

    Und gesetzt, dae unsere burgere des vermogens, wie doch nicht ist, sollichen last allein zu tragen, so wisten wir doch inen das neben allen andern in naturligem und gottlichem rechten gegrundten, auch nemlich deren ursachen halben nicht anzumueten, vilweniger aufzulegen, das, wie unserm gegentheil am besten bewust, den negsten darauß grosse uffrur, nicht on gering blutvergiessen und kunt sein zersteurung und verwustung gemeiner statt Colln abgeen, volgen wurde, alß dan leider in den negstvergangen 80 jarn zum dritten maell nit gefeirt ist worden. Und nachdem einmall wir und unsere burgere durch zuthun irer, der geistlichen, des ungeltz halben xetwas erleichtert–x, so mussen ouch von sollichem ungelt, dan on das hait gemeine statt nichts infallen, alle unsere schuldt, so sich jerlichs uff ein mercklich[s] ertragen, entricht, die statt in nottwendigem bowe erhalten, zudem alle nachpaurliche und zufellige beschwernuß, die uns ein zeitlangk her als mit der beurischen uffrur, dem widdertheufferischen wesen zu ŠMunster und sunst in vill wege statlich obgelegen. Wir wollen darneben allerley des reichs anschlege zu erhaltung guter policey und rechtens im reich, item turckensteur, auch was dergleichen mer ist und alles von dem ungelt unsers theils genomen wirt, umbgeen und von wegen obangezeigter grundt pillich, auch das solliches unsern burgern bevor andern freien und des reichs stetten unverweißlich, ab exemplo hinforter geubricht zu sein yund auch zu beleiben–y, verhoffen.

    zDerhalben abermals erscheindt, weil diß wie gemelt aus sollicher noit hergflossen, auch das die sachen nicht anders zu erhalten, damit deßhalben offenbaer scandalum in vill wege vurkomen sey, die clerisey auch vermög irer selbst geistlichen und zuvoran kaiserlichen, geschriben rechten und derselben lerer zu obgemeltem und durch sey, wie gesetzt bewilligt, verbunden sein–z. So aber deßhalben und uber sollichs alles etwas mit den unsern angefangen worden, was dan in des einigen ader andern vortheil sein kondt, geben wir inen zu bedencken, und dweil sey, unser gegentheil, vermuetlichaa wissen, das sollich uffrur und blutvergiessen dorab folgen wurde, haben eur ksl. Mt. allergnedigst zu erwegen, dae sey uff sollichem irem vornemen verharren, was sey alsab christen und bevor andern angebene geistliche dardurch gemeint und gern gefurdert sehen wolten, auch wie christlich und billich inen das anstehen wurde, damit wir doch niemandt geschmehet, auch die allein, so das spill in sollich ort zu treiben begierlich, in diesem und andern allein angetast haben wollen.

    Und demnach wir und unsere burgere sollich gottlich, naturlich und pillich, auch obgemeltermassen die geschriben recht vor uns und in wesentlichem prauch haben und die sachen, wie oben von uns ertzelt, geschaffen, wollen wir wenig zweiveln, das die gegen uns angetzogene, vermeinte recht, privilegien, freiheiten und vertrege, aczuvor so auch in obertzelten fellen der noit und publici scandali die privilegien dermassen und nit ferner dan das gemein recht an im selbst woll wurcken mugen-ac, inen uber sollichs alles vortreglich ader uns hinderlich sein werde, dan alhie schwerlich zu verneinen, das wir nicht das eltzte und pilligst recht, dem sey noch niemandt zu widderstreben, sonder bevoran, dem zu geleben, schuldig sein, fur uns haben solten.

    ŠadDarumb ir, der clerisey, angetzogene recht und spruch vor uns, deßgleichen auch das naturlich und zuvor das gotlich recht, auß den ursachen, dhweil das gotlich, naturlich und geschriben recht widder sey, haben sey-ad die privilegien, so das gemeine recht beengen, dem gemeinlich derogieren und zuwidder seindt, außpracht. Auß dem erscheint je clerlich, das sey sollichem irem gemeinen rechten, aedarauf doch sey allen iren grundt setzen und so hog pochen-ae, nit haben trauen durfen oder zum wenigsten afin zweifel-af gesetzt, ob dem zu vertrauen. agWarumb aber ire vermeindt geistlich recht und privilegien furgenomen und was end und-ag vorhaben dardurch zu erlangen, haben wir leider nit allein, sonder die vurnempste des reichs glyder, auch das gantz röm. reich selbst mit unoberwindlichem schaden erlernet und, so dem ferner zugesehen soll werden, zu allem unserm ahendlichen verderben, ja auch, wie von etlichen vorsorg getragen, zur außruttung des namens erlernen wurden-ah.

    Ferrer auch als vill den angetzogenen brauch belangt, dorin wir gleichs andern etwo zugesehen und sey des ungelts zu irem gepurenden antheil ein zeitlangk geubrigt haben solten, mag der zeit, so wir und unser gmein gut in besserm vorraith und deßhalben sollich ungelt aileichter angeschlagen und-ai unsern burgern treglicher gewesen und sey durch ire zuthun, wandel, wesen und leben unsere vorfarn darzu vermocht, beschehen sein. Nachdem nun, ajwie davon geredt will werden, ire sachen, in lere und leben etlichermassen baufellig zu sein, sich an tag gethon haben-aj, derhalben dan in der gantzen christenheit hochbeschwerliche clage, wir auch sampt unsern vorfarn zum theil durch sey, ire thun und selbst verursachen, auch zum thail auf ire flehendlich bitten und begeren zu erhaltung irer inak ubertreffenden, unwiderpringlichen schaden gefurt, alle unsere barschaft und vorraits, den die unsere von etlichen hundert jarn dabevor (eur ksl. Mt. kunnen gnedigst ermessen, in was achtung) beyeinander gehabt, uns nit allein emplössen, sonder, damit wir umb die uberige Šstumpf auch nit kemen, unserer gelegenheit nach furtreglicheal somma von gelt und jarlichen zynsen amund ander beschwernussen-am, damit wir und unsere gemeinde noch mercklichen beladen, entlehen und uffpringen haben mussen, wie uber das alles der krieg, so weilandt hochloblicher gedechtnus H. Dietherich Ebf. zu Colln2 wider die statt Soist und volgendt auch Bf. Herman Lgf. zu Hessen3 in Neuß gefurt haben und gemeiner statt wenig under 1.700.000 fl. gestanden haben und des leider klerlich gute und bestendige zeugnuß geben, davon dan enstanden, das wir zu entrichtung sollicher unserer von irentwegen gemachter schuldt das ungelt, on das, wie oben gemelt, gemeine statt nichts fallen oder einkomens hait, als uff bier und broit, wein und weinschanck hocher haben steigern mussen. Solten nun sey, wan auch anders kein recht, grundt oder pillicheit vor uns were, sich des weigeren, zudem, das solliches doch on das uns und den unsern zum beschwerligsten obligt, hetten eur ksl. Mt. allergnedigst zu bedencken, mit was grundt, fueg, pillicheit sollichs beschehen wurde.

    So kan oder mag auch im fall, uff die angetzogene, unerheblige privilegien ichts zu geben, kein bestendiger grundt gesetzt werden, nachdem durch dieselbige und uberschwindtlichs der geistlichen anzall der personen und guter zunemen res publica nicht allein enormiter lediert, sonder auch gantz und gar subvertiert anund zu boden gestossen wirt-an, und auch das wir von pabstlicher Hlt. auß ehaften, waren, bestendigen und nit unerfindlichen ursachen, im fall von unserm gegentheil darauf gegrundet werden woll, gleychs und auch bevor inen begnadet, privilegiert und versehen worden sein vermog hiebey ligendt copien, mit A unnd B vermerckt. So haben sey derselben auch etliche, kan sein und wirs auch glauben wollen, uff ire unerfindtlichs zu mildt inbilden von euerer ksl. Mt. confirmiren, doch uns nach der confirmation in die neun oder zehen jaer nicht on besundere arglistigkeit verhalten und verschweigen lassen, aoauch dieselbige nit gepraucht und dardurch, wha sey die hetten prauchen mogen, sein solliche privilegien durch ir nit-prauchen selbst gefallen-ao. Was nun solliches auf im hait und wie hoglich sei sich der erfreuen mogen, das haben eur ksl. Mt. gleichsfals allergnedigst zu ermessen.

    Zudem allem kondt auch gesagt und mit grundt der warheit dargethan werden, das sey, unsere widdersacher, nach erhaltung sollicher vermeinter privilegien an den personen und gutern erst zugenomen und auß geringer antzall der styft, closter und dergleichen heusere und pfarkyrchen numehr in die 160 bey Šuns erwagsen und das nicht allein, sonder auch dieselbige dennogst in sollicher grosser antzall mit mennicheit der personen ubersetzt. Neben dem so seindt sey auch mitlerweil in zunemung irer guter dermassen gestigen, das vor inen nichts frey oder unerkauft bleibt, so doch uff sollichs die hogste sorge von inen nicht gesetzt sein solt und diß alles apgemeinem nutz des hl. röm. reichs und allen guten policeien-ap zu hohen, mercklichem bedrang und schaden.

    Dae aber under einem schein sollicher angemaster, unchristlicher, ja unnaturlicher privilegien und freiheiten, die alle on underscheidt der gemeinen contribution enthaben seinaq, auch inen, durch bißhieher geubte fundt und practiken guter an sich zu reissen, die sie volgendts frey zu behalten gedechten, zugesehen werden solt, armocht woll gefragt werden und vorsorg getragen werden, who-ar zuletzt der gmein man pleiben, welcher seiner oberkeit volg und steur asvermoglicheit halben leisten wurdt, und-as wie in dem gute policei und die von Gott eingesetzte oberkheit erhalten werden wolte und was doch anders darauß folgen wurde, kondt dan ein gemeine verwirrungat alles gottlichen und menschlichen gesetz, zudem aller herschender, weltlicher oberkheit abtylgung, dan wir von uns gesagt, auch im fall der notturft mit thauf- und zunamen darzuthun urbutig, das uber die 10.000 geistlichen stands, mans- und weibsgeschlegt auund frembder personen-au, in Colln sein, die dae zusampt allem irem haußgesindt und, was teglich bey denen zu und ab zu verkeren pflegt, deren anzall avsich gwißlich daran erstreckt-av, dieser angemaster freiheit zu erfreuen, sich unpillich angeben awund einzudringen understeent-aw. Sollen nun dieselbigen darbey geduldet, den burgern, den sey in der antzall schyr gleich, die gmein burden nit helfen tragen, auch wie bißanher, durch fortheilhaftige, unpillige keuf, wegsel, vertrege, giften, testamenten und, was dergleichen mehr ist, unser und unser burger guter in sollicher ungeistlicher gestalt an sich zu schlagen, gestatt werden, axwas wurdt doch uns anders zulest zu raten sein-ax, dan entweder mit der hilf des almechtigen durch unverweißliche wege dargegen trachten oder aber, so wir in dem von eur ksl. Mt., aydes wir uns mitnichten versehen ader doran zweifeln, sonder eins bessern in aller underthenigkeit vertrost haben Šwollen-ay, verlassen werden solten, uns und gemeine statt zusamet weiber und kynder inen ewich eigen machen und in sollicher eigenschaft wie leider mehe andereaz deurlich zusehen und erwarten, welchergestalt mit uns und den unsern gehauset werden wolt.

    Und was in gleicher gestalt von etlichen vertregen gesetzt ist, sollen uns keine widder sollich naturlich, gotlich, auch, wie wir glauben und angezeigt, ir selbst angetzogene recht bestendig vorgeworfen werden mogen. Aber hynwieder kan mit grundt gesagt und auch erhalten werden, das wir etliche vertrege, die uns und den unsern sollichs zupilligen, hynder uns haben und, wan eben kein ander dan derselbig, dessen sey, unser gegentheil, sich unpillich beclagen, vorhanden, so konth doch derselbig uns zu sollichem endt keinen geringen vorstandt geperen, der ursachen halben, das sey, unser gegentheil, dardurch sich sollicher widder gottlich und naturlich recht angemaster privilegien einmal mit der that begeben haben, und dem zuwidder irt nit, das von inen geschriben, als ob sey sollichen vertrag nit angenomen, weil waer und bewißlich, das in irem anwesen sollicher vertrag gemeiner burgerschaft publicirt und verkundiget, von inen aber derzeit ader schier in einem jaer, bawie sei selbst zum theil setzen und bekennen-ba, nit widdersprochen und also ye angenomen worden ist. Deßhalben auch felt und nit besteen kan, dae sey sollichen vertrag von wegen, das derselbig nit versiegelt sein soll, vermeintlich gern cavillirn wolten, dan zudem sollicher vertrag in ader nach der publication bbader verkundigung-bb alßbald von inen tanquam presentibus nit widdersprochen und also wurcklich angangen, weiß sich der gegentheil auch selbst zu bescheiden, quod omissio sigillorum, cum illa de contractus substantia non sint, ime zu hindertreibung oder vernichtung des vertrags in recht nit erheblichbc. So furt auch der vertrag nit auß, das nach verlauf der sechs jarn sey, die clerisey, des ungeltz halber uberhaben sein, sonder mit hellen, lauteren, claren worten, das darnach handlung vorgenomen werden solt, wie hynfurter darauf bestendiger fridt und aynigkhait getroffen, je vermutlicher, das sey, die clerisey, sich des ungeltz neren dan enzehen [sic!] solten, dan weßhalber solt sunst der vorbehalt ferner handlung nach außganck der sechs jarn bescheen sein. Es wer auch den sachen zum friden, bdwelchen sey deßmals vur den grundt sollichen vertrags angetzogen, wenig-bd geraten gewesen, alles zum vertrag getzogen.

    ŠSo bewerden sei auch mit bestendigem grundt nymmer anders darthun konnen, dan das-be sollicher vertrag uff ir, der clerisey, dere zeit beschehen, empsigen ansuchen und bewilligung des ungelts, auch nachlassung des weinschangs gevolgt und troffen worden sey, bfdarumb sey nit allein kein entsetzung mit grundt darthun mogen, sonder auch-bf, dweil inen daerinnen nichts unpilligs ufferlegt, sollen, indem sy, denselbigen auß deßmals vorstehenden, geferlichen leuffen zu hindertreiben, understehen, auch gar nichts gehort werden.

    Das auch derselbig vertrag durch eur ksl. Mt. und des reichs augspurgischen abschiedts cassiert und abgethan sein solt, ist gleichsfals on grundt, dan eur ksl. Mt. sich allergnedigst zu erinneren wissen, das alßbaldt nach außlassungbg berurts abschiedts die unsern, so wir daeselbst zu Augspurg gehapt, sich zu eur ksl. Mt. underthenigst verfugt, sollichen abschiedts mercklichen beschwerdt und, sy dessen zu uberheben, bhuffs fleissigist-bh gepetten, dan sunst wusten ader kunten sy on unsern vorwissen und willen denselben nit annemen, und derhalb protestiert haben wolten. Darauf eur ksl. Mt. gedachten unsern deßmals zu sollichem reichstage gesandten und das in beysein weilandt des hochwirdigisten H. Erharts derzeit cardinals und Bf. zu Lutich etc., auch des H. zu Granuils allergnedigst zur antwort geben lassen, das unsere angetzogene irrungen und, was sunst wir des ungelts halber mit der clerisey zu thun, in sollichen abschiedt nit getzogen noch darunder verstanden werden solt, eur ksl. Mt. solten aber beden theilen auß sundern gnaden besundere handlung, deren wir noch uffs underthenigst erwarten, allergnedigst vornemen und sollich irrung folgends uff gepurliche und tregliche wege stellen und richten lassen, derhalben sey, unsere gegentheil, sollich eur ksl. Mt. und des reichs abschiedt in gegenwertigem fall mitnichten gegen uns vurzuzehen, vilweniger sich dessen zu erfreuen haben konnen ader mogen.

    Nhun haben, allergnedigster herr und kayser, wir auß dergleichen ursachen und grunden sollichs vorgeschlagen mittel unsers gnedigisten herrn, des Kf. von Colln, nit anzunemen gewust und derhalben zu vurkomen weithern unraits, auch sunst in ansehung gotlicher, naturlicher und menschlicher gesetz dieselbig lauth beylygender copei, mit D vertzeignet, abgeschriben, hoffen auch bey eur ksl. Mt. und allen unpartheischen als darzu befugt dessen on all unpilligen verdacht zu pleiben.

    Aber wie dem und auch, das wir uns uber alle verursachen und dasjhenig, was oben allenthalben vermelt, aller christlicher und freuntlicher handlung, soviel an uns gewesen, von zeit der entstandnen irrungen biß an den heuttigen tag in der gute on alle scherpf und bitterkheit beflissen, auch eur ksl. Mt. allergnedigster versprochner underhandlung underthenigst vertroist haben und Šnoch weniger auch nicht alle pillige, tregliche mittel umb friedlebens willen eur ksl. Mt. ader, welche darzu von derselbigen geordnet werden mochten, underthenigst und willigklich einraumen wolten, so mussen wir dannoch uber sollich unser rechtmessig und pillig vorhaben, desgleichen auch pitten und erpieten bei eur ksl. Mt. und sunst mennigklich (so umb gelegenheit und gestalt geclagter irrungen kein wissens tragen) als ob wir die unbilligste, die widder auf Gott noch auf eur ksl. Mt. nicht sehen, von ine, wie wir bericht, hynderrucks dargeben und daneben, solliche eur ksl. Mt. gnedigster vertrostung und versprochener handlung ungeachtet, nit desto mynder gewertig sein, das underm schein des vermeintenbi rechtens mit uns und den unsern sollicher unnottiger gestalt gemutwilt werde.

    Dhweil nun auß allem obertzeltem erstlich erscheindt, welchergestalt wir in diesen angebenen irrungen unserm unverursachlichem gegentheil in ader ausserhalb rechtens gepurender pillicheit nit vorzusein, sonder dessen bjobgesatzter gestalt unbeschwerdt-bj, volgt, das wir als die mit gwalt ader sunst unzulessigerweise nichts gehandelt noch gegen sey vorgenomen und derwegen unpillich beschuldt werden und so vill desto mehr das unsere vorgenomene handlung nicht allein in naturlichem und gotlichem gesetz allerherlichst begrundt, sonder auch auß sollicher nott, die zu den und dergleichen fellen unstrefflichen zuschrittbk und offnung vermog unsers gegentheils selbst angetzogenen rechten gibt blund erlaubt-bl, wircklich herflossen, dargegen unsers widdertheils bmgrundt und handlung-bm je nit anders dan vor unrechtmessig und unpillich zu achten und zu halten ist, bevorab bnauch auß dem, das-bn es alle christlich lieb und, was dardurch pillich und christlich zu furdern, unbedechtlich verwirft und den last, dorab sie doch geschutzt und geschyrmbt werden, uff unser arme burger, diebo bpbekummerlich auß irem saurlichen schweiß in diesen geverlichen leuffen und teuren zeitten die bloiß leibsnotturft erschwyngen kunnen, ungeachtet irs, der geistlichen, ubermessigen zeitlichen guts-bp, gern dringen wollten, vor eins.

    Zum andern, das nachdem sey sollichs weder in naturligem noch gotlichem gesetz, bqauch als obangezeigt ratione scandali dem beschriben rechten nach-bq brnit frey-br noch geubricht, sonder offentlich darzu beruffen und getzogen Šwerden, darneben auch vur sich selbst woll abnemen und schliessen kunnen, was uffrur, bluitvergiessen und dergleichen unraiths, wie auch sollichs das werck mermals bswidder unsern willen-bs leider erweiset hait, darauß eigentlich erfolgen wurde, haben eur ksl. Mt. allergnedigst zu behertzigen, mit was bescheidenheit und whaehyn [= wohin] sich sollich vornemen, dichten und trachten, in sonderheit dae sey uff sollichem hinfurter beharren, zuletzt lenden wurde, vur das ander.

    Zum dritten, was deßhalben von inen unpillig geklagt wirt, das es zu verhynderung und mercklichem nachteil nit allein des gemeinen nutz (dembt sey pillich in ansehung ires schutz und schyrmbs nicht zuwidder sein solten), sonder auch inen der ubermessigen antzal halben zu geringem vortheil reichet und uns und den unsern durch sollich ire narung und habenden gwerbs verringerung zu cleglichen, verderblichen schaden und bedrangh, vur das dritt.

    Zum vierten, weil ir leben, thun, wesen und wandel von dem zeitlichen gewerb als von kaufmanschaft und derselben anhengich abgesundert, darneben auch von iren obern pillich abgehalten werden, kein burgerlichs gwerbs, davon sich der gemein man ernert und das gemein gut zunympt und gebessert, underfahen solt, wie sollich alles inen in iren selbst rechten und auch sunstbu ernstlich eingebonden worden ist und dan der ganz grundt irer clagten dohyn gericht, das inen geholfen und zugesehen mocht werden, burgerlich gwerb und handtierung auch in dem allergeringsten und eusserlichsten, als offentlich wein zu schenken, zu treiben, volgt, das inen sollichs in paurung ires angenomen geistlichen standts bvvermog alles gotlichen und menschlichen gesetz offentlich verpotten sey-bv.

    Zum funften, weil sollichs die offenbar waerheit, do sy nun nichtdestomynder uff erstattung des uffhabs (der nicht dem gemeinen gut zu nutz komen, sonder den burgern samptlich zu sollicher erleichterung, wie oben vermelt, gedient hait und noch) staen wolten, wurdt volgen, das, zudem sey deßhalben an uns unpilliche, nicht begrundte fordrung legen, auch sunst nach irem eignen ungluck ryngen wurden, dan, wie obangezeigt, sollichs in das gmein gut nit kommen und im fall die restitution desselben von inen bwoder imands anders-bw vor pillich geacht, wisten ader wurden wir inen sollichs nit anders dan durch gmein unser burger contribution zu erstatten. Wie das aber nae ergeen wurde, stellen wir underthenigst in eur ksl. Mt. allergnedigst bedencken, zudem auch, wie pillig uns und unserm gmeinen gut, das wir so vill jaer her irs beyfals halber geringert haben, doran beschehen wurde.

    ŠZum sechsten und lesten, das auß dem allen unwiddersprechlich volgt, das wir gegen unsers widdertheils unpillich, unnöttig, unbestendig clag mit unser gethaner defension auß naturligen, gotlichen und menschlichen satzungen, rechten und ordnung zum bestendigsten und pilligsten begrundt, daebey von eur ksl. Mt. als sollicher recht von Got gesatztem handthaber allergnedigst geschutzt und geschyrmbt und sey, unser gegentheil, von sollichem vornemen abweisen und hieruber weithers wider [= weder] in noch ausserhalb rechten billich nit zu hören sein sollen, wie wir auch sollichs neben unser gerechter sachen, als die eur ksl. Mt. bißhieher sonderes vleiß underthenigst gewilfart und, hynforter zu thun, sich erpieten und auch eur ksl. Mt., daruff ernstlich zu halten, uffs allerunderthenigst bxin der besten form-bx gepetten haben wollen, unnottigen costen und, was sunst weithers darauß unraitz entstaen mocht, dardurch zu vermeiden.

    byDas alles haben wir eur ksl. Mt. zu underthenigstem, grundtlichen bericht anzeigen wollen, underthenigst pittendt, eur ksl. Mt. als unser allergnedigster herr, schutzer und schyrmer wollen nit allein diese sachen, die unser hogste noit, und obangetzogne ursachen allergnedigst erwegen und die pillicheit mit unserm gegentheil verfugen, sonder auch bzbey gedachtem eur ksl. Mt. camergericht-bz verschaffen und denselben befelhen, mitlerzeit und bißan eur ksl. Mt. aller gelegenheit der sachen, wie die nemlich in der that geschaffenca, sich nach notturft und im grundt erkundigt cboder aber biß uff gemeiner reformation der geistlichen in theutscher nation dorinne mit weitherem procederen uns nicht zu beschweren, damit–cb dardurch allerley mengel, die sich sunst, wo an obgedachtem camergericht forgefaren werden solte, zutragen mochten, abgewendt und gricht werden4. [...].

    ŠDas alles umb eur ksl. Mt. mit gepurliger darstreckung unsers vermogens, auch leibs und guts underthenigst zu verdienen, sollen wir alle zeit gants willig und bereidt erfunden werden, uns damit in eur ksl. Mt. schutz und schyrmb zum underthenigsten bevelhendt–by.

    «Nr.361 Zusammenfassung der Supplikation Gf. Dietrichs IV. von Manderscheid-Schleiden und seines Sohnes Franz und Beschluss des Supplikationsausschusses1 – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    Dieterich Gf. zu Manderschiedt und Blanckenheim, H. zu Schleiden, Kerpten, Cronenburg etc. hat Kff., Ff. und stenden supplicirt, zeigt an, das ime, Die Štherichen dem eltern, Gf. zu Manderschiedt, mit der wolgebornen Elizabethen von der Nuerburg das schloß und herschaft Moselburg under anderm, nachdem sie vor ime verstorben, ein zeit zu besitzen und inzuhaben, zugeeigent, wie er auch dasselbig vermog der heulichsverschreibung ingehabt und besessen. Und als nach gedachter seiner hausfrauen absterben die wolgeborne frau Margrethe von der Nuerburgk, ir leibliche schwester, gedacht schloß und herschaft als ir naturlich, vetterliche erbschaft angenomen, doch seiner, Gf. Dietherichs, gerechtigkheit und posses vorbeheltlich, hab doch einer von Prerefort gnant, ein Frantzhoß geporn, deßmals des Hg. zu Calabrien, Lotringen und Bar dienner, gedachter frau Margarethen solich schloß und herschaft geweltlicher that mit gewapender handt ingenomen und, ob hochgedachter Hg. von Lotringen sich irenthalben einichs nachtheyls besorgt, dieweil es ein vest hauß, das die frau urbutig, das sein fstl. Gn. imants, wer der gelieben wolt, neben sie in soliche schloß zu verordnen, das notturftiglich zu vorkomen, aber des unangesehen sey sie aus gedachtem schloß und herschaft außgetrungen, also, das der Hg. zu Lotringen in das berurt spolium gefolgt und getretten und noch, so ist an kfl., fstl. Gn. und G. sein underthenig dienstlich und freuntlich bit, dieselbigen wollen es genediglich und freuntlich erwegen, inen ein schrift an hochgedachten Hg. von Lutringen mitheilen, damit ime, Dietherichen, der unpillichen verwaltigung halb soliche pilliche ergezlicheidt beschee und ime, Frantzen, inreumung gedachts schloß und herschaft uff sein angeregt erbieten wiederfaren moge, und darneben daran zu sein, das dem keyserlichen camergericht bevolhen werde, sofer der hertzog vermog solich schrieft die gepetten inantwortung und restitution nicht thun wurdt, inen gepurliche ladung der entweltigung halber nach vermog des keyserlichen landfridens mitzutheilen und gepurlich recht gegen seinen fstl. Gn. wiederfaren zu lassen.

    Ist durch den ausschuß bedacht, das ksl. Mt. durch Kff., Ff. und stende underthenigst zu bietten, das ir Mt. den supplicanten mit inschliessung seiner supplication an hochgedachten Hg. von Lotringen vorschreib, daran zu sein und zu verschaffen, damit er wieder restituirt werde.

    «Nr.362 Zusammenfassung der Supplikation Gf. Albrechts VII. von Mansfeld und Beschluss des Ausschusses1 – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); ÜS: Supplication Gf. Albrecht von Manßfeld.

    ŠIst befunden, das sich Gf. Albrecht beschwerdt, das sein Gn. durch den von Trotta uf den landtfriden vor dem keyserlichen cammergericht furgenomen, weil sein Gn. ein zugelassen gegenweher gebraucht, und deswegen gebetten, den proceß ab- oder stilstandt zu verschaffen.

    Bedenckt der ausschuß, das dise bith alhie nicht stathabe, sonder mag Gf. Albrecht sein notturft vorm cammergericht, da dise sach zu recht hangt, vorbringen lassen.

    «Nr.363 Eingabe der Gesandten der Kgn. Maria, Statthalterin der Niederlande, an Kg. Ferdinand und die Reichsstände in Sachen Vrentzen Erben – Regensburg, o. Datum »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 461–474r (Kop.); AS fol. 461r: Der kgl. Wd. zu Ungarn und Beham etc., regentin der röm. ksl. Mt. in Niderlandt, gesandten bericht an di röm. kgl. Mt. und gemeine stende des hl. reichs auf supplicacionschrieft der Frentzin erben wider die stad Mastricht. Der Frentzin sach. Regensburgk 1541.

    ŠDer durchleuchtigsten furstin und frauen, frauen Marien zu Ungarn und Beham Kgn. etc., der röm. ksl. Mt. stadhalterin und regentin der nidern erbland gesandten haben weiland Dionisien Frentzen nachgelassen kinder und erben supplicacion wider di stad Mastricht, der röm. kgl. Mt. etc., unsers allergnedigsten hern, auch gemeinen stenden auf itzigem reichstage und hiebevor ubergeben, vornhomen und konnen darauf irem habenden bevelh nach, zu einem bestendigen und warhaftigen gegenbericht der röm. ksl. Mt. als Hg. in Prebandt gerechtigkeit antzutzeigen, nit underlassen1. Achten aber von unnodten zu sein, dißmals zu erholen, aus was ursachen diese irrung so lang und bisher unausgetragen vorplieben, auch wie di ksl. Mt. sich gegen di supplicanten und deren eltern (wiewoll irer Mt. ungehorsamen underthanen und uber derselben offenbare unfug, auch vilfeltig, mutwillig und frevelich handlung) gnediglich und gar miltiglich ertzaigt, und daruber, was zu hinlegung der sachen von irer Mt. mit vorordenung der commissarien und in andere wege furgenhomen und aber alwegen durch obgedachte parthei abgeschlagen und gestritten, alhier zu erzelen, sonder wollen di gesandten solchs alles dißmals umbgehen und geschweigen und nun, was di haubtsach betrieft, vermelden, daraus dan ider menniglich fur sich selbst der Frentzin grosse und offenbare unrecht und darentgegen der ksl. Mt. und der stad Mastricht wol gegrundte gerechtigkeit clerlich abnhemen werden. Und hat dieselb sache kurtzlich diese gestalt, das, als vor etlichen jaren in der stad Mastricht sich zugetragn, das zwuschen Dionisien Frentzen von wegen Hedwigen, seiner hausfrauen, der supplicirend vater und mutter, als clegern eins gegen Philipen von Linden beclagten anderß thails fur schulteis und schepfen des gerichts zu Mastricht von wegen einer gar geringen, unachtbare behausung sich ein rechtfertigung erhalten, ist darinnen in recht so weit furgefharn worden, das obgemelt schulteis und schoppen der clegern anforderung zu nichten erkant und iren widersacher, den beclagten, darvon erledigt, von welchem urteil die Frentzin ein vormeinte appelation gethan und dieselb wider gemeine recht der stad und desselben gerichts gebraucht, auch, alte des herzogthumbs Proband freiheit gein Ach in ein frembde gericht zu tzihen und, so di daselbst kein furgang erlangt, von dannen am keyserlichen chammergericht anzubringen, understanden, ungetzweivelt aus keiner andern ursach, dan, dieweil sie gesehen, wi geringe di haubtsache (wie hirunten ferrer sol angetzaigt werden) gewesen, und sie ane das ires clagens kain fug noch grund gehabt, das sie der hoffnung gestanden, durch solchs unordentlich umbtreiben Šdem widertheil etwas abtzuschetzen, und haben demnach bei dem keyserlichen chammergericht compulsorialbrief umb edirung der acten auf unwarhaftig angeben eins vormeinten gebrauchs gegen vormelten schulteisen und scheppen ausbracht. Als aber dieselbt vorkundigt und di urteilsprecher befunden, das solchs wider gemeine recht, auch des hl. reichs ordenungen und vorab des gerichts herkomen, auch zu schmelerung ires landsfursten obrigkeit und sonder hergebrachte freiheit der stad unordenlicher weis erlangt, haben sie (wie getreuen underthanen geburt) an di keyserliche regirung in Proband solchs gelangen lassen, welche darauf, di acta zu sehen, gefordert und besichtiget und, dieweil sie befunden, das rechtmessig gehandelt und gesprochen und di parthei aus lauterm frevel diese appellation furgenhomen, haben sie inen, bei irem alten gebrauch und freiheit zu pleiben und dieselb zu handhaben, bevolhen, darauf schulteis und scheppen solchs auch am keyserlichen chammergericht furwenden lassen und, sich darinnen fur entschuldigt zu halten, gebeten. Aber solchs unbetracht, haben di Frentzen noch schwerer gepot umb edirung der obberurten acten auspracht2.

    Wiewol nun obberurter schulteis und schoppen die acten nit mher beihanden gehabt und inen, solchen mandaten zu geleben, nit muglich gewesen, so ist nichtsdestweniger, solchs unerwegen, die acht wider sie gefolgt. So nun solchs an di ksl. Mt. gelangt, hat ir Mt. fur ir interesse als Hg. in Proband nit underlassen, alspalt darauf des herzogthumbs Proband und stad Mastricht freiheit und offenbare gerechtigkeit, auch vilfeltig alte und neue privilegien gemeltem irer Mt. chammergericht zu berichten und antzutzeigen, dardurch dan volgends di acht widerumb vom chammerrichter und beisizern in betrachtung, das di, der ksl. Mt. als landsfursten gerechtigkeit unerhort, nichtiglich ergangen, aufgehebt worden3.

    ŠNun hat aber obgemelte parthei demselbigen zuwider umb restitucion bei gemeinen stenden, auch das keyserliche chammergericht aufs heftigst angerufen und mit vorungelimpfung der ksl. Mt. und gerichts allerlei behelf zu umbstossung obberurter cassacion furgesucht und nemlich, als solt der ksl. Mt. angetzogene gerechtigkeit und di probandische und der stad freiheit pendente lite erst ausgebracht sein und, diweil di auch nach ergangenem urteil erst furbracht, zu dieser sachen sich mitnichten erstrecken, und in summa ist die sache so lange hin und her getrieben, das di Frentzin ir begern zum letzten zum theil erlangt und die cassacion widerumb aufgehebt und gemelte gerichtsperson in die vorigen acht widerumb vormaintlich gesetzt und reducirt worden, wiewol mit einem anhang, das solch urteil dem herzogthumb Proband an seiner [sic!] freiheiten, ober- und gerechtigkeiten, auch hergebrachtem gebrauch unnachteilig sein soll.

    Wiewoll nun di kgl. Wd. solche reduction (wie es genent worden) hohe befrembdung getragen und sich in kain weiß solchs vorsehen het und aus vilen ursachen dasselbig fur nichtig gehalten und furnemblich darumb, das ir kgl. Wd. anstad der ksl. Mt. als Hg. in Proband darzu, wie sich gepurt, vorkundigt, das auch in kraft der furgebrachten freiheit und ausdrucklichen clausel darinnen vormeld, alles, so dawider gesprochen oder gehandelt wurd, nichtig und kraftloß gewesen, davon auch ir kgl. Wd. zu mhermaln protestirn lassen und der Šhalben obberurte parthei sich solchs vormeinten urteils mitnichten zu behelfen gehabt und anedas die straff der obangetzogen freiheit vorwirckt (welche dann auch nit erst, wie durch den gegentheil furgegeben, pendente lite ausgebracht, sonder etliche 250 jar alt und etliche bei Ks. Carl dem vierden, Ks. Sigmunden und andern erlangt, darzu mit urteil und recht bei Ks. Fridrichs des dritten zeiten, wie hernach sol angetzeigt werden, bestetigt und menniglich kundig und dermassen offenbar gewesen, das es ferrers furbringens nit vonnodten), so hat aber dannoch ir kgl. Wd., ferners furlaufs zu vorhuten, nochmals zu hinlegung solcher sache allen vleis furwenden lassen.

    Und dieweil aber durch diese irrung die ksl. Mt. in iren gerechtigkeiten und freiheiten des herzogthumbs Proband und der stad Mastricht hochlich turbirt und di parthei selbst diese sachen an gemeine stende gelangt und das chammergericht verlassen, so haben ir kgl. Wd., der ksl. Mt. gerechtigkeit gemeinen stenden itzo grundlich zu entdecken, auch nit wollen underlassen. Und ist dieser streit, wie von etlichen unvorstendiglich darvon bisher gered worden, nit, ob gemelte stad Mastricht zu dem reich ane mittel oder zum herzogthumb Proband gehor, sonder nur allain von wegen eins schoppengerichts daselbst, so man sonst das probandisch gericht nent, und ob vom selben soll oder mag gein Ach und von dannen ferrer als ain reichstad am keyserlichen chammergericht appellirt werden und demnach schulteis und schoppen desselben mastrichischen gerichts, die acta auszugeben und zu edirn, schuldig gewesen, derhalben der hauptstrit des hohen schreiens und verungelimpfens der ksl. Mt. oder iren kgl. Wd. nit werd, dan solch appelirn von einem ainigen gericht den von Ach, dem chammergericht oder dem hl. reich nit sonder furtreglich oder erschislich sein kan noch, wo solchs alles wie zuvorn noch hinfurder gleichergestalt unterlassen, wurde dem hl. reich darumb so vil nit benhomen, so doch vil ganzer furstenthumb und landschaft wie Sachsen, die marggrafschaft Brandenburg und andere mher, di sonst dem hl. reich vorwand, des appellirens am keyserlichen chammergericht gefreit sein. Damit aber di kgl. Mt. und meniglich clerlich sehen, das die appellation von obgemeltem gericht alhier kain stad kan haben, so will die kgl. Wd. mit kurtz des genugsame und uberflussige, auch rechtmessige, bestendige ursach anzeigen lassen.

    Und erstlich ist jhe di lauter warheit, das diese stad Mastricht nihe fur ein frei- noch reichstad gehalten worden noch bei itzigen oder vorign zeiten jhe in des hl. reichs registern oder anschlegen befunden noch auch sie selbs sich solchs jhe angemast, auch kein privilegi oder freiheit, so derselben stad von romischen kaisern oder konigen zu solchem ende gegeben, jhe furgebracht oder imands sich jhe berumbt gehabt, sonder von allen zeiten here fur ain furstliche stad des hertzogthumbs Probandt von menniglichen gehalten, und nichts anderst jhe einig mensch mit grund hat konnen sagen (doch dem stift Luttig seine besondere gerechtigkeit daselbst damit unwidersprochen) und, solchs ferner antzuzeigen, will die kgl. Wd. gemeinen stenden nit vorhalten, das solche stad von den eltisten zeiten hero zu des [sic!]furstenthumb Proband Šbei Pipini, des Ks. Karls des grossen zeiten gehort und erblich uff die itzige ksl. Mt. gekommen. Und wiewoll dieselb etwa nachmals darvon gesondert, so ist aber di durch Philipsen den andern, romischer konig, im jar 1204 widerumb Hg. Heinrichen von Lottringen und Praband zugestelt und gegeben und von selbigen zeiten bisher dabei geplieben und durch Kg. Fridrichen den zweiten, Albrechtenn, Heinrichen und andere nachfolgende romische konig und kaiser solche ubergab bestetigt worden, darvon ir kgl. Wd., gemeinen stenden genugsame und glaubliche schein antzutzeigen, erbeut.

    Und hat sider der zeit hero und uber menschengedechtnus dieselbige stad Mastricht sambt den burgern und inwonern sich altzeit zu den Ff. von Proband und mit andern derselben furstenthumb, stedten und stenden in krig und frieden und zu allen nodten als ein haubtstad des izt gemelten furstenthumbs Proband gehalten, auch mit denselben vorainigt und vorbunden gewesen, wie gleicherweis mit genugsamen urkunden, sigeln und brief di kgl. Wd. beraid ist zu beweisen. Und haben di alte, theure Ff. von Proband solchs und ain mherers gegen das hl. röm. reichs [sic!]woll vordient, derhalben dan die vorige romischen kaiser und konige sie mit hohen titeln und gewald vorehret und begabet und zu vicarien des hl. röm. reichs uber allen landen von der Mosel bis an das meer und uber den Rein gegen Westphalen gesezt, welche gerechtigkeit inen durch die nachgemachten fursten und hertzogen desselbigen orts teglichen entzogen, also das, wo mhan die sache bei dem licht besehen wolle, di Hgg. von Proband sich der schmelerung irer alten gerechtigkeit und freiheit gegen dem hl. reich und uber etliche desselben glider vill pillicher zu beclagen hetten. Dieweil nun di stad Mastricht ane alles widersprechen, wie hivor ausgefurt, kain frei- noch reichstad ist noch dem reich ane mittel zugehorig und dieselb und in sonderheit das obgemelt gericht ire ordentliche, landsfurstliche oberkeit dem Hg. von Proband nach ausweisung Kg. Philipsen ubergab und viler romischer konig bestatung erkent und dan auch nach gemeinen keyserlichen rechten und des hl. reichs ordnungen kain appellation solle angenhomen werden, di nit gradatim und an das negst ordentlich obergericht geschehen sei, und wider alle recht und geprauch were, das di appellation zu denen, welchen sie mitnichten underworfen (als das di von Mastricht gein Ach musten appellirn, denen sie sonsten in keiner sach vorpflicht noch di inen zu gebiten oder ad edendum acta zu compellirn haben) gezogen werden solten und dardurch omisso medio dem landsfursten di erkantnus genhomen, so haben di kgl. Mt. und gemeine stende aus solchem genugsam abzunhemen, das diese vormeinte appellation der Frentzin offentlich wider gemeine recht und des hl. reichs ordenung furgenhomen und, wo gleichwol der vorlirende theil sich ainigs sinnes zu beruffen gehabt, das solchs ordenlich fur dem landsfursten und nit fur frembden, auslendischen gerichten het sollen beschehen.

    Zum andern, so ist auch war, das nit allain di Ff. von Proband in kraft des obangezogenen vicariats als praefecti praetorio der appellation von gemeinen rechten gefreihet gewesen, sonder das daruber zu mherer sicherheit etwan Johan ŠHg. zu Lottringen, Proband und Limpurg etc. von Ks. Karln dem virden under di gulden bull ein freiheit und exempcion erlangt, darinnen ausdrucklich vorsehen, das umb viel und mancherlei getreue dinsterzeigung und beistand, die ehr, Hg. Johan, und seine vorfharn dem röm. reich gethann mit hohem, schweren kosten, auch mit vorgissung leibs und bluts der undersessen, wie pillich gnediglich zu ergetzung solcher bewisenen dinst und kostens gefreiet und privilegirt, das kaine underthanen gemelts herzogthumbs Proband und anderer stedten, flecken, merckten und herschaften, darzu gehorig, umb kainerlei sach vor auslendisch gericht gezogen, geladen, furgeheischen oder appellirt sollen werden und, was darwider beschehe, das solchs kraftloß, nichtig und von unwerd sein und darfur gehalten werden soll, das auch dijhenigen, so darwider frevenlich handeln und etwas furnhemen wurden, nach schwerer ungenade des reichs, vorwirckung und entsetzung irer wirden und embter noch in andere grosse buß und pen fallen sollen, welchs privilegium und freiheit zum andern mhal von hochgedachtem Ks. Karl dem virden bestetigt und zu erhaltung desselben ferrer versehung wider di vorbrecher beschehen, des datum auch zu Mastricht stehet im jar 1345. Und zu noch mherer bekreftigung ist im jar 1354 solche freiheit widerumb mit ferrerm zusetz vom hochgedachtem Ks. Karl verneuet worden und hernach durch Ks. Sigmund im jar 1424 auch confirmirt und ferrer erclert worden, das solchs auch von dem keyserlichen obergericht und richtern (an dere stad das chammergericht eingesetzt) zu verstehen sei.

    Daraus dan offentlich abtzunhemen, nachdeme di stad Mastricht ain glid des furstenthumbs Proband damals und bisher gewesen und noch ist, das dieselb solcher keyserlichen freiheit pillich mit zu genissen hat und demnach von derselben stad gericht nit soll noch kan am keyserlichen chammergericht appellirt werden und di Frentzen, so dargegen gehandelt, di pen, darinne gemelt, offentlich vorwirckt und, was sie dardurch erlangt zu haben vormainen, alles nichtig und kraftloß laut derselben privilegi buchstab zu achten, aus welchem auch offentlich erscheint, das der ksl. Mt. mit grossem unrecht von gemelter parthei zugemessen worden, als hett dieselb solche freiheit dem hl. reich zu abbruch erstlich aufgericht.

    Zum dritten, so seind auch solche freiheit durch Ks. Maximilian hochloblichster gedechtnus ingemein den probandischen stedten und stenden bestetigt. Und haben in sonderheit di von Mastricht im jar 1498 zu mherer sicherheit wider alle evocacion und appellation durch hochgedachten Ks. Maximilian fur irer stad obangezogen privilegium confirmirn lassen, davon di Frentzen gut wissen ungezweivelt gehabt und sich nur mutwillig darwider gesetzt.

    Zum virden, zu antzaigung, das di hindersessen des probandischen lands auch in guter und geruiger gewher, possession und gebrauch obangetzogener freiheit uber 10, 20, 30, 40, 50, 60 jar und lenger, dan aller menschen gedechtnus sich erreicht (unangesehen, was durch den Frentzenn ane einichen grund furgegeben worden), gewesen, erscheint clerlich daraus, das, als im jar 1445 bei zeiten Ks. Fridrichenn des dritten hochloblichster gedechtnus etliche stedte Švon Praband und nemlich Muelh (so in ainem tage und in ainem brief von Kg. Philipsen mit Mastricht dem Hg. von Proband ubergeben und zugestelt worden) ausm land in das keyserliche hof- oder chammergericht, zu Wien damals gehalten, durch einen genant Niclas von der Niß geladen und citirt worden, haben di probandische sted, darunter Mastricht, sich darwider gestelt, solchs widerfochten und, sich bei die obgemelte gulden bull und langwiriger possession zu handhaben und di sache zu remittirn, begert, darauf durch H. Micheln, des hl. röm. reichs burggraffen zu Magdeburgk und Gf. zu Hardeck, keyserlicher chamerrichter, auf abforderung des durchleuchtigsten, hochgebornen fursten H. Philipsen Hg. zu Burgundj und Proband in kraft obgemelter privilegien und freiheiten dieselb sache remittirt und gewisen, worden und solche freiheit mit urteil und recht bestetigt, derhalben dan itzt di widerumb in recht nicht umbgetzogen, sonder ane neuere und ferrere disputirung gleicherweis durch itzig chammergericht und idermenniglich pillich bei kreften gelassen werd.

    Zum funften, noch ferrer anzuzeigen, das auch vor erlangung obgemelter freiheiten nach ausgesprochner urteil nihe von obberurtem mastrichischem gericht appellirt worden, und damit di kgl. [Mt.] und menniglich di grundliche warheit spurn und offentlich abnhemen, mit was unrecht solchs bisher von den Frentzen bestritten worden, so befindt sich durch ein alte, lateinische sazung etwan Hg. Johansen von Proband, fur 250 jar gemacht, welchermassen di appellation zu Mastricht vom selbigen gericht beschehen sollen und mugen, darin ausdrucklich versehen, das von gemeltem gericht nit soll appellirt werden, nisi antequam sentencia unanimis definitive proferatur, das ist, vor und ehe das endurteil einhelliglich sei worden ausgesprochen. Was nun aber solchs fur eine appellation sei, so fur dem urteil beschicht, ist im Niderland und an vill orten nur gar kundlich und gepreuchlich und haist daselbst zu oberhaubt gefharn, wie dan auch im selbigen brief gemelt, das solche appellation und belerung ante sentenciam an das haubt Ach nach altem gebrauch beschehen soll. Nun seind aber die von Mastrich deme nihe zuwider noch inen auch von nimand vorboten gewesen, das sie nicht in solcher gestalt zu Ach appellirn oder, eigentlicher davon zu reden, sich daselbst des urteils halben zuvorn beleren und zu haubt fharen mochten. Es ist aber dise des Dionisi Frentz appellacion vil anderst gestalt und nit fur dem urteil, sonder nach dieselben [sic!] beschehen, welchs wider alten gebrauch, freiheit und obangezogen stadrecht offentlich gewesen. Daraus dan auch gut abtzunhemen ist, das, was sonst von der appellation gein Ach besagt oder betzeugt worden (wie hiunden weiter vormeld soll werden) nach demselbigen muß und sol verstanden werden und, wo nu auch gleich solch Hg. Johans constitucion (wie di gegenthail etwan vormaint und di mit der deutzschen translacion vordunckelt am chammergericht einbracht) obangezogene freiheit etlichermaß zuwider gewesen, welchs dan nit ist, sonder vilmher derselben gemes, daraus auch dieser irrung und equivocacion des appellirens ein gute leuterung und erclerung gegeben wurd, so seind aber dannoch dieselb freiheit der hochgedachten romischen kaiser junger und hernach gegeben, durch Šwelchs dan alles, sovil berurter constitucion einigs sins zuwider mocht ausgelegt werden, aufgehaben worden.

    Ferner und zum sechsten, das die Ff. von Probandt, auch schulteis und schoppen zu Mastricht allwegen in gebrauch und posses solcher freiheit und gerechtigkeit gewesen und dieselbe durch langheit der zeit, wo gleich kain privilegium vorhanden, genugsam praescribirt und ersessen und anzutzeigen, so ist nit allain, wie obgemelt, bey zeiten Ks. Fridrichs durch des kaiserlichen hofgerichts urteil, sonder auch widerumb im jar 1455 bey zeiten des alten Hg. Philipsenn von Burgund und Proband wider den Bf. von Luttich obgemelt privilegi bewert wurden und darnach widerumb bei regirung Ehg. Philipsen von Osterreich, Kg. zu Castilien, der ksl. und kgl. Mtt. und Wd. vater loblicher gedechtnus, im jar 1497 einer, Fridrich Burckhart genant, so darwider gehandelt, vormuge obgemelter freiheiten gestraft worden und abermals im jar 1517 einer, Johan Kessell zu Ach, dargegen mutwilligerweiß handeln wollen, darvon gewisen. Und wurd sich nit befinden, das jhe ainiche handlung dargegen zugelassen worden oder daß schulteis und schoppen dergleichen appellation jhe deferirt oder acta edirt, sonder sich altzeit mit iren freiheiten und hergebrachtem gebrauch behulfen, das also, obgleich etliche aus mutwill, an das chammergericht de facto, wie anderstwo auch woll beschicht, zu appellirn, hetten understanden, so seind dannoch solliche appellation nihe zu kreften kommen noch di durch das gericht jhe zugelassen, sonder alzeit wie itzundt gegen dem Frentzen widerfochten.

    Und wiewoll durch di von Ach ain vormeinte kundschaft dieser sachen halben etwan furgebracht, dardurch di parthei das widerspill und di appellation hat wollen beweren, so ist dannoch auch solchs, wo mhan es recht erwegt, one ainichen grund, und wollen itzt geschweigen, das dieselb nit wi recht beschehen und den von Ach als partheisch und, so ir vorteil hirin gesucht und, in der stad Mastricht ainiche gerechtigkeit zu uberkomen, gemeint, nit so gar und volkomlich darin zu glauben. So kan aber doch auch sonst ain ider vorstendiger aus irer aigen anzaige vornhemen, das sie in dieser sach equivocirt und sich nit zum besten bedacht und di ware und rechte appellation mit der, so mhan sonst consultacion haist, in irer kundschaft confundirt und dardurch vill leut das chammergericht, so des niderlendischen gebrauch, zu haupt zu fharen, nit bericht, in diese irrung anfengklich gefhurt.

    Das aber dieselb von den von Ach angetzogen vormuge Hg. Johansen constitucion vor eroffentem urteil alle zu vorstehen und nit anderst dan ain belerung gewesen, ist daraus clerlich abzunhemen, das di von Ach aus iren registern kain acta jhe haben konnen antzaigen, di vor inen durch partheien vor [sic!] Mastricht in zweitail [sic!] instantz gehalten, sonder nichts anders sagen noch sagen konnen, dan das mastrichtischen schoppen daselbst zu Ach zuhauf gekommen und ein urteil geholt, das wir uns zu irer aigen kundschaft zihen. Nun seind aber solche urteil nit zu Ach, sonder zu Mastricht nach der belerung ausgesprochen, wie sich das offentlich befindt aus der von Mastricht besigelt urkundt, so die kgl. Wd., zu mherer erclerung solcher achischen kundschaft Šauch furzulegen, urbutig ist. Es ist aber der ksl. Mt. als Hg. in Proband nach demselbigen gericht nihe zuwider gewesen, wie oben auch angetzaigt, das sich imands vor gegebener urteil umb belerung gein Ach berufte oder villeicht, wo sonst di schoppen und urteilsprecher des nicht weis genug weren, wie sie darvon reden, das sie das haubt besuchten, wie dan auch solchs gleicherweis an vilen orten gebreuchlich. Das mhan aber nach ergangem urteil ein neue instantz zu Ach und ausser der landsfurstliche oberkeit solt anfangen (dieweil solch wider gemeine recht des furstenthumbs und stad freiheit, auch der offenbaren gerichtsordenung daselbst und hergebrachtem gebrauch zuwider gewesen), haben schulteis und schoppen vormuge irer pflicht solchs nit konnen noch auch sollen gestaten, darbei dann die kgl. Wd. in kraft obangezogener freiheit, sie anstad ksl. Mt. als Hg. in Proband gleicherweis zu handhaben, sich schuldig geacht. Und aber di kgl. Wd., dem reich noch sonst imand etwas dardurch benhomen zu haben, ainigs sinnes kan befinden.

    Zum letzten haben die kgl. Mt. und gemeine stende solchs auch zum theil abzunhemen aus des chammergerichts obgemelter vormeinter reductionurtail. Dan wiewoll durch dasselbig di Frentzen in den vorigen standt, darinne sie vor ermelter urteil gewesen, widerumb gesezt worden, so ist dem aber mit ausgedruckten worten angehengt, das solch urteil dem hertzogthumb Proband an seinen freiheiten, ober- und gerechtigkeiten, auch hergebrachtem gebrauch unnachteilig sein soll. Daraus woll zu vornhemen, das chammerrichter und beisitzer solchs, wie oben nach dem langen ausgefurt, woll verstanden und aber di kosten und interesse, so die parthei des vormeinten ungehorsam halben der schoppen erlangt zu haben vormaint, allain haben wollen zuthailen und dannoch di freiheit sambt derselben hergebrachten gebrauch damit gestanden und bestetigt. Wiewoll nun auch der vorig Bf. von Luttich sambt etlich, so sich von wegen der stad Mastricht in zwayung derselb als mechtig angemast, durch anschiftung und auch unwarhaftigen bericht der Franzen ein anderst gemeinen stenden etwan auf dem reichstage zu Regenspurg im jar 32 haben einbilden wollen4, so hat es sich dannoch das widerspill nachmals clerlich befunden und so vil erschinen, das es nur alles ane ainichen bestandt durch etliche aufrurische und mutwillige leut und sonderlich durch dieser parthei aufwichlung erdacht worden, derhalben dan zum lezten zu erhaltung frids und einigkeit in mhergemelter stad Mastricht von wegen ksl. Mt. als Hg. in Probandt, auch Bf. zu Luttich und burgermeisters und rat itzt gemelter stad Mastricht leut von allen seiten zu erkundigung der warheit und hinlegung dieser zwispalt vorordnet, und aber der bischoff, auch die von der regirung der stad Mastricht di sach dermassen befunden und zum uberfluß mit keyserlichen briefen, das di confirmacion uber vorgemelte alte freiheit, durch ir Mt. dem Šherzogthumb Proband gegeben, nimand zu abbruch oder ainichen nachteil raichen soll, vorsichert worden, das sie von vorigen clagen selbst williglich abgestanden und sich aller widerwertigkait miteinander, auch vorgemelten freiheiten und gerechtigkeit gutlich und genzlich haben verglichen.

    Dieweil nun diese sache nit anderst, dan wie eben angezaigt, geschaffen und solchs alles alspalt mit brief und sigel bewisen kann werden, so haben di kgl. Mt. und gemeine stende zu ermessen, was grosse unpilligkeit der ksl. Mt., auch obgemeltem gericht und stad durch vilgerurte parthei hirinne zugefugt worden, welchs dann nit allein zu vorungelimpfung und nachteil der ksl. Mt. und kgl. Wd. bisher ausgelegt worden, sonder allerlei unrat mit beschwerlichen aufrurn, todschlahen und meutereien aus dieser handlung und der Frentzen mutwillig appellirn und anstiften entsprungen.

    Damit aber auch di kgl. Mt. und gemeine stende dieser parthei grossen unfug ferner vormercken, kan di kgl. Wd. nit underlassen, hirneben mit kurtzem auch antzutzeigen, was doch di hauptsach sei, deshalben diese parthei dis groß geschrei und ungluck angericht. Und hat die kgl. Wd. nach besichtigung der acten di sache dergestalt befunden, das nemblich etwan im jar 1499 zwuschen dem Dionisien Frentzen und di Helwigenn ein hairat beschlossen und von wegen der Helwig ir stiffvater Wilhelm von Linde, des beclagten vater, mit rat und zuthun des grossen vaters oder anhern derselben Helwig bedingt, nachdeme ir mutter ane ein hauß (und der Helwig vater herrurend und darumb itziger streit sich erhelt) die beisiz ir leben lang gehabt, das der stifvater anstad des aigenthumbs gemelts hauses obberurter Helwigenn, sein stiftochter, damit sie zu ehrn bestatet werden mocht, 600 hornischgulden innerhalb jarsfriest furstrecken und entrichten soll und der Dionisi sambt der Helwigenn, seiner hausfrauen, auf dasselbig haus genugsamlich dargegen vortzihen, welchs dan also nochmals beschehen.

    Als nun aber di mutter vill jar darnach gestorben, hat obgemelter Dionisi Frentz anstad seiner hausfrauen das vorberurt hauß widerumb gefordert und dasselbig auf 1.000 hornischgulden wert geschetzt und zu ableinung obgemelter vortzihung furgeben, als solt di hairatsgeding, sovil gemelt haus betrift, unkreftig sein, aus ursachen, das die Helwig, sein hausfrau, damals in ir muter brod und gehorsam gewesen und solche ubergab aus muterlicher forcht gethann solt haben, und zum andern, das das aigenthumb nit solt konnen vorendert werden, es were dann der beisiz zuvoran aus und der usus fructuum mit der proprietet vorainigt. Dargegen aber ist von wegen des beclagten furgewandt, das di hairatsgeding wie recht und ane ainiche forcht beschehen, welchs sich auch also befunden, das di mit des anherns derselben Helwigen und andern iren freunden rat und beistand beschlossen und uber jar und tag darnach mit genugsamer renunctiacion bekreftigt worden, und hat der beclagt auch ferner nit gestanden, daß mhan das aigenthumb, wie er furgegeben, nit solt fur sich allain vor erleschung des leipgedings oder beisiz konnen vorendern, wie es dan di gemaine beschriebene recht offentlich zulassen, mit weiterm anzeigen, wie der Šstifvater grossen kosten am selbigen haus gewendt und derhalben, so ainmhall das haus vor so vil jarn vorkauft, dem Dionisi 600 fl. daran damals, als di muter noch die beisiz gehabt, mit barem gelde betzalt und dasselbig sider hochlich, wie in acten bewisen, im bau gebessert, haben schulteis und schoppen nach genugsamer erwegung der cleger ungegrundte forderung aberkant und den beclagten darvon absolvirt.

    Diß ist nun in summa die ganze sach, aus welchem nit allain sich befindet, wie der Dionisi uber sigel und brief und vor so vil jarn beschehen contract und vorzihung kain zugang oder zuspruch mher zu gemeltem hause gehabt, sonder gesetzt, das er denselbigen contract aus einicher ursachen (welchs sich doch nirgends befunden) solte mugen umbstossen, dannoch, dieweil er 600 hornischgulden damals daran entpfangen, als di muter noch di beisiz gehabt, und nach grossem daran gewendtem kosten, welche, wo gleich der contract mochte aufgehebt werden, billich widerumb erstatet wurden, dasselbig hauß nach heutigs tags nit mher dann 1.000 hornischgulden geschezt, so konnen di kgl. Mt. und menniglich vormercken, das, wogleich di haubtsach etlichermassen mocht gegrund sein (welchs doch nit ist), das dannoch, so die 600 fl., item, die estimacion des beisitz, auch die vorbesserung solt abgezogen werden, der clagender parthei wenig wurde uberbleiben. So machen auch sonst 400 hornischgulden, so das haus izt mher geschezt dann vor 30 jarn vorkauft, kain 200 fl. in muntz.

    Das nun aber di Frentzenn des nichtigen achts halben, groß gewin zu haben und, das di heuser und guter der vil gemelten schoppen (so sie etwan wider des hl. reichs ordenung und ane vorgehende benennung angefallen) inen zustehen sollen, vormainen und deshalben diese sache hoch angeschlahen, hat menniglich daraus derselb parthei unpillicheit und, das sie nur von andern leuten guter gerne reich wolten werden, abzunhemen, gleicherweis auch, das sie di uncosten, so auf dieser handlung ergangen, hoch wollen anschlahen, hoft di kgl. Wd., nachdem dieselb aus lauterer mutwill beschehe und anedas dergestalt mherers theils sein, das sie in gerichtlichen taxacion wenig ansehens konnen haben und darzu di appellanten als burger und eingeborne der stad Mastricht derselb recht und freihet[sic!] wol gewust und auch sonst zeitlich deren erinnert und aber sich nit wollen davon abweisen lassen, das nit pillich soll werden geacht, inen dere ainich erstatung zu thun, sonderlich in betrachtung, das solche acht und alle processen vormuge obangetzogener freiheiten nit anderst dan fur nichtig und kraftlos zu halten und di Frenzen sich nit allain derselben nichts zu behelfen oder dero zu genissen, sonder vilmher di pen und straff der freiheiten dardurch haben vorwirckt und aber schulteis und schoppen, auch gemeine stad Mastricht, so sich aus irer obrigkait bevelh, auch aus schuldiger pflicht irer offenbaren gerechtigkait und freiheit angefangen und dieselb vormuge inen darin gegeben gewalt gehandhabt, und darzu inen unmuglich gewesen, die acta, so in der oberkait handen gestelt, zu edirn, billich hirin entschuldigt sein.

    ŠUnd ob mhan nun villeicht sagen wolte, das solche freiheit gerichtlich und zeitlicher solten furgebracht worden sein und sich die von Mastricht als gehorsam vor dem keyserlichen chammergericht angezaigt haben und, so sie das underlassen, des ungehorsams halben der parthei ir interesse nach art dieser acht pillich erstaten, so hat aber ir kgl. Wd. in rat der gelerten befunden, das solchs in diesem vhalh nit vonnodten gewesen, dan dieweil die von Mastricht di gemeine recht und reichsordenung fur sich gehabt, das gradatim hat sollen appellirt werden, und chammerrichter und den beisizern auch nit unbewust gewesen, das den von Ach uber das herzogthumb Proband und di stad Mastricht kain oberkait gepurt und dan in des hl. reichs abschid, zu Coln im jar 1512 aufgericht, ausdrucklich vorsehen, das, wo einer den andern mit auslendigem gericht belestigen worde, das di proceß und, was daraus gefolgt, nichtig sein und den widertheil nichts binden sollen, darzu di obgemelte privilegi offenbar und notori und zuvor dem richter gezeigt worden, auch darauf urteil und remission, wie obgemelt, erhalten, ist die kgl. Wd. durch ire gelerten bericht, das mhan, ferner von neuen di freiheit disputirn zu lassen oder auch vor dem gericht zu erscheinen und solchs anzuzeigen, nicht schuldig gewesen, und hat aber dannoch nit wollen underlassen, dem kaiserlichen chammergericht zu ehrn ir gerechtigkeit und freiheit daselbst zeitlich zu erinnern und nochmals volkomlicher zu berichten, und in deme ains mherern, dan sie schuldig gewesen, gethann. Daraus dan auch folgt, das di von Mastricht in die pen des ungehorsam wircklich nit haben fallen konnen und auch, ainiche contumaciam zu purgirn, von rechts wegen nicht gehalten sein, sonder das alles, so wider obgemelte freiheit gehandelt und gesprochen, von unwurden und kraftloß sein.

    Dem allem nach erholt die kgl. Wd. ir vorig vilfeltig protestacion der nichtigkeit aller obbemelter durch di Frenzen erlangte processen und ist ir kgl. Wd. anstad der ksl. Mt. hochvleissig bit und begern, zu mhererm und gewisserm grund commissarien zu besichtigung obangezogner privilegien und aller ander, wi oben gemelt, handlungen furderlich zu verordenen und di obermelt parthei auf solchen genugsamen und rechtmessigen bericht diß schreien und nachlauffen ferner nit gestaten, sonder dieselben mit geburlichem einsehen darvon zu weisen und di vormainte acht und proceß als nichtig und unwerd halten und bei vorgeschehen des keyserlichen chammergerichts cassacion nochmals bleiben lassen und, damit hinfurder di gemelte stad solche unrat uberhebt und bei gemeinen rechten, keyserlichen freiheiten, ir bestetigten stadrecht und altem herkommen und gebrauch, belangend di appellation, bleiben und di ksl. Mt. (so sonst andern stenden ir freiheit mildiglich bestetigt) in iren erblichen landen derselbigen hinfurder gleicherweis unturbirt gelassen und solch unpillich verungelimpfen bei gemeinen stenden uberhebt, di kgl. Mt. und gemeine stende wollen ir kgl. Wd. anstadt ksl. Mt. als Hg. in Proband und von wegen der stad Mastricht und vil gerurts gerichts obangezogener gerechtigkeit und freiheiten geburliche urkundt, am keyserlichen chammergericht und anderßwo, wo vonnodten, zu gebrauchen, gnediglich mittailen und diese sache und irung, Šdamit die stad Mastricht dis mutwilligs appellirns und umbtreibens nit mher zu gewarten hab, einmhal zu endschaft und ruhe vorschaffen5. Das werden ungetzweivelt die ksl. Mt. von der kgl. Mt. zu freundlichem und bruderlichem danck und von gemeinen stenden zu gnedigstem willen aufnhemen und die kgl. Wd., freundlich und gnediglich zu beschulden, alzeit geneigt sein.

    «Nr.364 Supplikation Nördlingens an den Kaiser – Regensburg, o. Datum »

    Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Reinkonz.).

    Euerer ksl. Mt. haben wir uff 18. Junij nechstvergangen durch ain supplication underthenigst furgepracht, welchermassen Falck Jud zu Wallerstain uff etliche unserer burger guter, so in unserm burgerrechten gelegen, mit rothweilischem rechten geclagt und uff dieselben guter vermainterweiß etliche proceß erlangt hett, unangesehen, das dieselben guter zuvor durch etlich unsere burger und andere gleubiger alhie an unserm stattgericht aals sollicher guter bequemen und ordenlichen gerichtszwang–a angeclagt und im recht anspruchig gemacht worden sein, auch uber das wir zuvor die sach durch ain versigelte abvordrung, so wir derwegen an den rothweilischen richter außgeen lassen, fur uns als derselben sachen gefreiten richter buff unsere habende freihaiten–b zu remittirn begert haben etc., und dabey euere ksl. Mt. durch angeregte supplicacion allerunderthenigst gepetten, uns gegen gedachtem Juden gnedigste mandata zu erkennen und außgeen zu lassen, das er sich csollicher guter halb in erster instantz–c gepurlichs rechtens an den orten, da die guter gelegen, uff unsere freyhaiten settigen und es bey derhalb außgangen und ime verkunten koniglichen bevelch Špleiben lassen wöllt etc., inmassen dieselb supplication, die euerer ksl. Mt. wir in underthenigkait, mit A bezeichent, wider thun überantworten, ferrers inhalts mitbringt. Nun haben aber euere ksl. Mt. desselben tags daruff gnedigsten beschaid geben und vertzaichnen lassen, nemlich, dieweil wir angetzaigt hetten, das dise sach gegen dem Juden in rechtvertigung komen, so möchten wir an sollichem rechten unser freihaiten furbringen und uns derselben geprauchen, wie ob der verzaichnus uff derselben supplication zu sehen.

    Daruff fugen euerer ksl. Mt. wir zu besserm bericht underthenigst ferrer zu vernemen, das die sach zwischen dem Juden und uns gar nit in rechtfertigung komen, sonder die gleubiger haben laut der erst ubergeben supplication anfenklich uff die strittige guter vor unserm stattgericht geclagt, ddarzu dann der Jud ideßmals wie recht auch citirt worden ist, aber allwegen dem [rechten] ungehorsam gewest ist und noch, sonder er, Jud, hat die sach–d dagegene am hofgericht zu Rothweil anhengig gemacht und, uber das wir, die uff gepreuchliche abvordrung und unser habende freihaiten erster instantz zu weisen, gepetten, hat das rothweilisch gericht mit aberkennter, schuldiger und billicher remission vermainte proceß und immission außgeen lassen. Demnach und, dieweil wir dann unsere freihaiten vermögende, das die unsern und ire guter in erster instantz fur all außlendische gericht gefreit sein, damals nit allain dem hofgericht zu Rothweil furgepracht oder zu erkennen geben haben, sonder dieselben freihait fin des gemelten hofgerichts–f argivo [sic!] publico zu Rothweil ligen haben und derwegen dem hofgerichtschreiber umb deß willen, das er solliche freihaiten verwaren und im fall der notturft allwegen fürtzaigen soll, jerlich ain summa gelts verehren mussen, aber, desselben unangesehen, die billiche remission gewaigert worden ist.

    Zum andern, dieweil auch nit wir mit dem Juden, sonder die partheien sollicher guter halb, so in unsern öttern gelegen, vor uns in recht gevordert worden, so kan sich nit gepuren oder ist je one frucht, das wir itz gemelte freihaiten lauts receß vor uns selbs furbringen oder geprauchen sollten, dann uns were dordurch gegen dem rothweilischen gericht oder dem Juden zu erhaltung sollicher freihaiten nit geholfen, weil dann dem also, so langt an euere ksl. Mt. nochmaln unser underthenigst bitten und flehen von kurz wegen, wie in derselben unserer erst ubergeben supplication, hieneben mit A signirt, gepetten worden ist, in dem euere ksl. Mt. alß höchsten administrator rechtens und der gerechtigkeit underthenigst anruffend1.

    «Nr. Š365 Zusammenfassung der Supplikationen der Stadt Rottweil und Christophs von Landenberg und Stellungnahme des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); DV v. a. Hd.: Mein genedigste hern, die churfursten, haben inen des ausschus gutbeduncken gefallen. V. 3. Hd.: Die fursten lassens iren Gn. auch gefallen. Die stat Rotweyll.

    Supplicatio der stat Rotweil1.

    Die stat Rotweil hat ksl. Mt. supplicirend ersucht durch iren bevelhaber Conrad Spreter, stet des datum Donerstag nach dem Sontag Oculi [1541 März 24], darin sie undertheniglich bitten ksl. Mt. gnedige trostung und rathe, wo sie hinfurtan nit ruig gelossen wurden, damit sie spuren und abnemen mogen, das euer ksl. Mt., inen als romischer keyser rath, hilf und furderung zu erweisen, genaigt sey, und angehengter bit, ob ir ksl. Mt. dieser oder anderer sachen halb itzig gemeiner stat Rotweil zuwieder, in was weiß das were, fur- oder anbracht werden wolt, demselbigen kein raumb noch glauben zu geben, sonder die von Rotweil zu gnediger audientz komen zu lassen, ires berichts daruff gewarten, trag er nit zweivel angegeregte landenbergisch, auch alle andere sachen sollen mit der beschaidenheit und gutem underricht dermassen verantwort werden, das die ksl. Mt. und allermeniglich des nach der pillichait zufriden sein sollen.

    Supplication des von Landenbergs2.

    ŠNun hat Landenberger die ksl. Mt. auch undertheniglich ersucht und angezaigt die ursach seiner vhede, das die von Rotweil es an seinem vatter seligen azum hochsten verschuldet–a, mit dem und seinen brudern (doch an sein wissen und willen) sich Rothweil vertragen hette, doch, das onangesehen, an sein leib, hab und gut uber an kgl. Mt. und furnemlich rechterbiethen vilfaltiglich gewalt gelegt hetten, bder ursachen und, dieweil er zu recht nit het komen mogen, wer er, die vhede gegen Rotweil furzunemen, gedrungen worden–b, welicher notwendigec vhed und thettlich handelung halb ksl. Mt. camerprocuratorfiscal inen als vermeinten verbrecher des landfridens furvordern und gegen im, auch anderen hern und vom adel fur und fur procediren lassen. Dieweil dan die vhede durch pfaltzgraven churfursten, auch der stat Straßburg gesandte hingelegt, thot und ab und solche forderung zu gutlicher oder rechtlicher erorterung hinder Pfaltz churfursten, Wirtenberg, das regiment zu Ynsburg, Gf. Friderichen von Furstenberg und die stat Straßburg gesetzt ist, compromiß und abschid derhalb gnugsamlich uffgericht und verbrieft sein, inmassen er entlich vertragen plieb und darin seins theils einich außzug, zuversichtiglich auch der gegentheil nit gesucht oder weither entporung darauß entsteen werdt, bit undertheniglich, allergnedigsten bevelch zu thun dem camerprocuratorfiscall, die proceß und handlung abzustellen, wie er bericht, des pfaltzgraff euer ksl. Mt. undertheniglich ersucht haben soll. Wo es nit bescheen soldt, das er nit verhofft, und die acht volgen solt, het euer ksl. Mt. gnediglichen zu bedencken, das es im und seinen hern vettern und schwegern, dieweil sie zu solcher vhede getrungen, solichs seher beschwerlich sein wurde.

    Die pfaltzgrevischen, auch straßburgischen rethe und gesandten und Friderich Gf. zu Furstenberg haben der ksl. Mt. underthenigen bericht gethan, wie ir kfl. Gn. und ire hern, als Christoff von Landsberg im zug gewesen, zu erhaltung fridens, ruhe und einigkheit im hl. reich teutscher nation gueter wolmeinung sich in die sachen geschlagen, irer kfl. Gn. rethe neben der stat Straßburg Šverordenten zu den von Rotweil und Landenberg ylents abgefertigt, gutliche handelung, mittel und weg zu suchen, damit die entborung gestilt, und zuletzt betheidingt und dahin bracht, das beide theil ir irer zuspruch und forderung uff wilkurliche richter, die sachen entlich gutlich oder rechtlich zu erortern, bewilligt und das die vedliche handelung gentzlich abgestellt werden soll, und anders nit erhalten mogen, dan uff vertrostung, die ksl. Mt. zu ersuchen und zu bitten, das die fiscalischen proceß abgeschafft werden mochten, daruff ir kfl. Gn., auch die straßburgischen neben stathalter, regenten und rath der oberosterreichischen land zu Inspruck, Hg. Ulrichen von Wirtenberg und auch Gf. Friderichen von Furstenberg in laut eins compromiß zu wilkurlichen richtern furgeschlagen, die uff beider partheien underthenigs ansuchen und bit sich des beladen, daruff ir kfl. Gn. ksl. Mt. undertheniglich gebetten, das ir Mt. auß erzelten ursachen genediglich verschaffen wolt, gegen Landenberg und seinen verwanthen nit zu procedirn. Und wiewoll irer kfl. Gn. kein antwort von ksl. Mt. zukomen, sey doch ir kfl. Gn. der underthenigsten trostlichen hoffnung und noch, ir ksl. Mt. wurde die sachen genedigst bedencken und, solchs zu verschaffen, von ir selbst genaigt und unbeschwert sein.

    Aber Landenberg, dieweil er solche vhede nit anderst, dan seine wiedertheil zu pillichem, außtreglichem rechten zu bringen, begert, hab sich beclagt, wie er uff ksl. Mt. fiscals anruffen in irer Mt. acht declarirt were und die vhede uff Pfaltz und eins rats zu Straßburg underhandlung uffgehebt, so wer sein underthenigs bitten, ksl. Mt. zu bitten, die ergangen acht uffzuheben oder anzustellen und zu verhore komen zu lassen, mit dem beschließlichen anhang, wo ime uber die bescheen vertrostung ichts an leib und gut begegen solt, das er solchs niemant dan iren kfl. Gn. und einem rate zu Straßburg (als die inen, auß dem feldtzug abzusteen, vermocht hetten) die ursachen zumessen kundt. Dieweil sollich underhandlung durch ir kfl. Gn. und Straßburg ksl. Mt. zu ehren und zu verhaltung grossers unraths undertheniglichen und getreuer wolmeinung mit muhe und costen furgenomen und, so irer kfl. Gn. und ein rathe itzt wiederwertig entsteen solt, das solchs ir kfl. Gn. und inen zu gantzen unschulden beschee, so ist Pfaltz, des raths Straßburg als underhendler und mit bewilligten schiedtsrichter und Gf. Friderichs von Furstenberg, auch schitsrichter, der zwischen beiden partheyen als nachbur gern friden sehe, underthenigst bit, die ksl. Mt. als ein loblicher, milter keyser wollen die sachen gnediglichen ermessen, die außgangen acht und proceß gegen Landenberger und seinen helfern miltiglich uffheben und abschaffen oder zum wenigsten, dieselbigen acht und proceß zu suspendirn, unbeschwert sein, damit das compromiß volziehung erlang und, welicher fug oder unfug habe, zu erorterung und entscheid komen moge, damit ir kfl. Gn. und ein rath desto mehr glauben und volg haben mochten. Das wollen ir kfl. Gn., ein ersamer rath und Gf. Friderich in aller underthenigen, schuldigen gehorsam verdiennen3.

    ŠIst fur gut angesehen, nachdem die stat Rotweil, wie gemelt, die ksl. Mt. undertheniglichen ersucht umb gnedige trost und rathe, wes sie sich halten solten, wo sie hinfurther unruig wurden, das ir supplication der ksl. Mt. wieder zuzustellen sey, on zweyfel ir Mt. wurd in diesem fall die stat Rotweil genedigs bedencken und, dieweil durch Pfaltz und andere, wie gehort, mit muhe und arbeit die vorgenomen krigshandlung gestilt und in ein compromiß verfast, das Kff., Ff. und stende ksl. Mt. undertheniglich thetten bitten, das ir Mt. auß beweglichen ursachen und, unruhe zu furkomen, die außgangen acht und proceß gegen Landenbergern und seinen helfern biß zu ende des compromiß zu suspendiren, unbeschwert seye.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1541/chVIII12/pages

    Anmerkungen

    1
     Eine Kopie der Supplikation wurde am 16. Juni nach Augsburg geschickt, vgl. Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg, Regensburg, 1541 Juni 16, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. [Nr. 749].
    1
     Vgl. die Supplikation Hans Endorfers an den Kaiser, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).
    2
     Vgl. die Supplikation Hans Endorfers an die Reichsstände, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).
    1
     Vgl. die Supplikation Berthold Hallers an den Kaiser, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.); DV: Supplicatio Bartholdj Haller, Stetinensis ex Pomerania.
    1
     Vgl. die Supplikation Gf. Jobsts von Hoya an Karl V., Regensburg o. Datum, Wien HHStA, RK RA i. g. 13e/Konv. 3, fol. 5r–8v (Kop.).
    2
     Vgl. dazu Behr, Franz von Waldeck, S. 264–271.
    1
     Vgl. das Reichskammergericht an die Stadt Köln, Wimpfen, 1540 Januar 30, Wien HHStA, RK Religionsakten 1, fol. 262r–262v und Karl V. an das Reichskammergericht, Brüssel, 1540 Juni 4, Wien HHStA, Kammergerichtsvisitationsakten 317, unfol. (Konz.): Teilt mit, dass er den Kf. von Köln beauftragt hat, zwischen der Stadt Köln und dem Kölner Klerus in deren Konflikt wegen der Akzise zu vermitteln. Anweisung, den in dieser Streitsache anhängigen Kammergerichtsprozess vorab einzustellen. Vgl. außerdem die Korrespondenz des Kölner Klerus, der Stadt Köln und des Kölner Kurfürsten mit dem Kaiser über die Alternative Kammergerichtsprozess oder gütliche Unterhandlung durch Kf. Hermann von Köln, März-September 1540, Wien HHStA, RK Religionsakten 1, fol. 263r–270v und fol. 273r–274v. Zur weiteren Entwicklung im Konflikt zwischen dem Kölner Klerus und der Stadt Köln vgl. Kf. Hermann von Köln an Dr. Johannes Gropper, Poppelsdorf, 1540 November 22, Braunisch, Johannes Gropper. Briefwechsel, Bd. I, Nr.46, S. 169–170; Dr. Johannes Gropper an den Klerus von Köln, 1540 Dezember 6, ebd. Nr. 47, S. 170–171; der Kölner Klerus an Dr. Johannes Gropper, Köln, 1540 Dezember 14, ebd. Nr. 48, S. 172–173; ders. an dens., Köln, 1540 Dezember 23, ebd. Nr. 49, S. 173–175; Dr. Johannes Gropper an Thomas von Rieneck, Bonn, 1541 August 20, ebd. Nr. 63, S. 201–203 und besonders die Eingabe Dr. Johannes Groppers an Granvelle, Regensburg, 1541 kurz vor Juli 6, ebd. Nr. 54, S. 185–186 und Dr. Johannes Gropper an den Kölner Klerus, Regensburg, 1541 Juli 6, ebd. Nr. 55, S. 187–189 [Nr. 838].
    2
     Dietrich von Moers, Ebf. und Kf. von Köln (1414–1463) ruinierte die Finanzen des Hochstifts durch seine Kriegführung gegen Hg. Adolf von Kleve (Soester Fehde 1444–1449) und die von Kleve unterstützten Gff. von Hoya (Münsterische Stiftsfehde 1450–1457).
    3
     Lgf. Hermann von Hessen, Ebf. und Kf. von Köln (1473/1480–1508), verteidigte das Hochstift gegen den Angriff Hg. Karls des Kühnen von Burgund (1474/1475).
    4
     Karl V. an Pfgf. Friedrich und den Ebf. von Lund, Regensburg, 1541 Juni 23, Köln ŠHASt, Köln und das Reich 77/V, unfol. (Kop.): Konflikt zwischen der Stadt Köln und dem Kölner Klerus wegen des Ungelds, des Weinausschanks etc. In dieser Streitsache ist am Kammergericht ein Prozess anhängig. Hat in dieser Angelegenheit in der Vergangenheit mehrfach durch seine Kommissare, zuletzt durch den Kf. von Köln vermitteln lassen. Hat den Kf. von Köln angewiesen, über das Ergebnis seiner Bemühungen an ihn zu berichten und die Parteien anzuhalten, den Kammergerichtsprozess während der gütlichen Unterhandlung ruhen zu lassen. Die gütliche Unterhandlung hat bisher noch nicht zum Erfolg geführt. Ist beiden thailen zu gnaden und gutem und auß andern ansehenlichen, auch noch gestalt und gelegenheit itziger leuf uns darzu bewegende ursachen daran interessiert, dass der Konflikt gütlich beigelegt wird. Gibt ihnen deshalb Vollmacht, mit den Gesandten beider Konfliktparteien zu verhandeln und auf der Basis der Vermittlung des Kölner Kurfürsten und nochmaliger Anhörung der Standpunkte zu versuchen, einen Ausgleich herbeizuführen. Falls dieser Versuch fehlschlägt, sollen sie ihn über die Gründe informieren, damit er gebührend entscheiden kann. Sollen beiden Parteien auferlegen, die Prozessführung am Kammergericht umgehend einzustellen. Hat dem Kammergericht entsprechende Weisung erteilt. – Vgl. dazu die Bestätigung Pfgf. Friedrichs und des Ebf. von Lund über die Protestation Dr. Johannes Groppers im Namen des Kölner Klerus, 1541 Juli 25, Wien HHStA, RK Religionsakten 1, fol. 280r–280v (Kop.): Nachdeme die röm. ksl. Mt. in den irrungen sich halten zwischen der cleresey eins und einem rat der stat Collen anders teils ein andere commission auf die durchleuchtign, hochgebornen und hochwirdign fursten, H. Friderichen Pfgf. bey Rein und Hg. in Baiern etc. und H. Johansen Ebf. zu Londen, Bf. zu Constantz etc., stelln und iren fstl. Gn. bevelhen lassen, nochmals in der gute mit baiden partheien zu handlen, ir fstl. Gn. auch nach vermuge angezeigter commission die sachen fur die handt genomen, H. Johan Gropper, scholaster etc., von wegen der cleresey und die gesandten eins rats der stat Collen vor sich erfordert, inen die ksl. commission furgehalten, hait alsbald gedachter scholaster iren fstl. Gn. angezeigt, wie er keinen bevelh hette, in ainiche comission zu verhinderung der rechtfertigung, vor dere ksl. Mt. camergericht in diesen sachen furgenomen und schwebend, mit ichtem zu bewillign noch etwas, derhalben an die cleresey zu pringen, anzunemen. Aber so die ksl. Mt. oder wir in stat derselbign uber den bericht, den der hochwirdig furst, unser besonder lieber herr und freundt, der Ebf. zu Coln etc., hochernanter irer ksl. Mt. dere guitlichn handlung halber, vor seiner L. jungst zuschen beider ob[gemelter] partheien gepflegn, zugeschickt, auch so mitlerweil alhie der ksl. Mt. von wegn der cleresey furbracht, weitern bericht gesynnen wurden, denselbign zu thun und darauf dere ksl. Mt. gemut und determination, wo und alsfer dieselbig dieser zeit auf diesem reichstag beschehe, underthenigst anzuhoren, were in allem underthenign gehorsam urbutig und willig. Aber sonst in einiche weitere comission dieser sachen oder einiche suspension berurtz rechten am keyserlichen camergericht, dahin dan die ksl. Mt. die sachen selbst geschoben haben solte, zu willigen, were in seinem bevelh und gwalt gar nicht, wult auch darfur zum underthenigsten gebetten haben, sich auch nochmals daruber in allem verhoer vur uns ergangen protestiert und, solcher seiner protestation ime glaubwirdig urkunde zu seyner entschuldigung zu geben, gebetten, welche ime hiemit under hochgedachter fursten eigen handtzeichen mitgetheilt ist worden. Datum auf Montag, den 25. Julii anno etc. 41. Vgl. auch Karl V. an das Reichskammergericht, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK Kammergerichtsvisitationsakten 317, unfol. (Reinkonz.): Anweisung, den Kammergerichtsprozess zwischen der Stadt Köln und dem Kölner Klerus zu suspendieren, da mit dem Konsens beider Parteien gütliche Unterhandlung vorgesehen ist. Vgl. außerdem Kf. Hermann von Köln an Pfgf. Friedrich und den Ebf. von Lund, 1541 September 24, Köln HASt, Köln und das Reich 77/I und II, fol. 57r–58r (Kop.): Der Kölner Klerus hat laut beiliegender Kopie [Wien HHStA, RK Religionsakten 1, fol. 325r–330r (Kop.)] wegen einer ksl. Kommission, die Pfgf. Friedrich und dem Ebf. von Lund übertragen sein soll, suppliziert. Ist der Auffassung, dass die Dinge sich so verhalten, wie sie der Klerus in der Supplikation darstellt, und dass der Rat der Stadt Köln nur auf Verzögerung aus ist. Nimmt an, dass sie sich ungern auf eine unnütze und vergebliche Handlung einlassen, die jemandem zu Nachteil gereichen kann. Bittet sie, sich der Kommission zu entschlagen und den Kölner Klerus unverhindert beim Kammergerichtsprozess bleiben zu lassen. Hat in gleicher Weise auch an den Kaiser geschrieben und gebeten, den Kölner Klerus nicht weiter zu beschweren und ihn den Regensburger Abschied genießen zu lassen. Denn es ist ihm höchst beschwerlich, die bewilligte Hilfe zu leisten, wenn nicht jeder bei seinem Recht und dem Kammergericht nicht sein ungehinderter Gang gelassen wird. Vgl. auch Kf. Hermann von Köln an Karl V., 1541 September 22, Wien HHStA, RK Religionsakten 1, fol. 282r–282v (Ausf.): Aufforderung des Kaisers vom 16. Juli 1541 an ihn, den Kölner Stadtklerus dazu zu bewegen, in die Vermittlung Pfgf. Friedrichs und des Ebf. von Lund in seiner Streitsache mit der Stadt Köln zu willigen. Da er die Sachlage nicht anders beurteilt, als in beiliegender Supplikation des Kölner Stadtklerus [Wien HHStA, RK Religionsakten 1, fol. 325r–330r (Kop.)] geschieht, erscheint es ihm nicht angebracht, den Klerus noch weiter dazu anzuhalten, das eingeleitete Rechtsverfahren zu verzögern, zumal er dem Klerus versichert hat, dass seine eigene jüngste Vermittlungsinitiative den Fortgang des Kammergerichtsprozesses, keinesfalls beeinträchtigen solle, und er selbst auch mehrfach, zuletzt durch seine Gesandten in Regensburg, eben diese Bedingung gestellt hat und den Kaiser über das Ergebnis seiner jüngsten Vermittlungsinitiative schriftlich unterrichtet hat. Und nachdem nun die turckenhilf sambt dem gantzen abscheidt zu Regenspurg daruff gewilligt, das ein jeder bey recht und euer ksl. Mt. camergericht sein freier, stracker, unverhinderter lauf (ausserhalb etlicher sachen, in dem nurenbergischen fridstandt begriffen) gelassen und gestattet werden soll und ich daruff durch gemelte meine cleresey embsigs vleis zum underthenigsten ersoicht worden, das ich euer ksl. Mt. lautter umb Gots willen erbitten wolt, sy, meyn cleresey, bey berurtem, angesteltem rechten vermoge itzgemelten abscheidts unverhindert bleiben zu lassen und mit weiterer unfruchtbarer und verzuglicher handlung, darfur ichs auch achten mues, nicht zu beschweren, das ich inen aller pillicheit nach nicht abzuschlagen gewist. Bittet eindringlich, es beim ordentlichen Kammergerichtsverfahren zu lassen und dieses zu fördern. Damit der Kaiser nicht fürchten muss, dass aus solchem Fortgang des Kammergerichtsprozesses weiterer Unrat entsteht, will er dafür sorgen, dass der Kölner Stadtklerus während des schwebenden Verfahrens keinen weiteren Anlass zu Unwillen, Zank und Streit gibt.
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     Die Supplikation liegt im Volltext vor Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).
    1
     Vgl. die Supplikation Gf. Albrechts von Mansfeld, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.): Hans von Trotha trägt das Dorf Bennstedt von Gf. Albrecht von Mansfeld zu Lehen. Statt die Einwohner entsprechend seiner Lehnspflicht zu schützen, hat er sich unterstanden, die armen leut berurts dorfs vast in allen iren habenden gerechtigkheiten und geprauchen zu vorunruigen, zu entsetzen und zu spolirn, wie dan von solcher seiner uberfarung und gewaltsamen thaten weiter bericht hiebei mit A vorzeichent befunden wirdet. Trotha hat sich darüber hinaus auch an Gütern Gf. Albrechts, mit abstechung und aufreyssung eins teichs oder weihars und wecknemung der glockhen aus dem gotzhaus zu Benstetvergriffen. Der Graf hat ihn deshalb schriftlich aufgefordert, seine Untaten zu unterlassen, ohne Erfolg. So haben sein Gn. aus schuldiger pflicht, die armen, undergetruckhten leute vor solchem Hansen von Trota gewalt und unrecht zu vordretten und zue defendirn, wie es in der Region gegen ungehorsame Adlige üblich ist, im genannten Dorf Zinsen und Frondienste in verpot legen, seine übrigen Güter aber nicht antasten lassen. Wiewol nhun diser gebrauch aller ende diser lande in observantz seiner Gn. und jegklicher oberkheit auch zusteet, die armen, vertruckhten wider ungeburlichen gewalt mit naturlicher gegenweher zue schutzen, so hat doch, des alles unangesehen und sein Gn. zuvor unrestituirt, der gedacht von Trota sich anmassen torfen und sein Gn. deshalb, als ob es ein fridtpruchiger gewalt und spolium wer, an eur ksl. Mt. camergericht vorzenemen und wider die ordnung und herkhommen desselben zuegleich burglichen und peinlichen zue beclagen. Gf. Albrecht hat den Landfrieden nie gebrochen. Seine Rechtfertigung, nichts Unrechtmäßiges getan zu haben, sonder was zue straff und zwanckh der ungehorsamen durch die recht und naturliche gegenwher nachgelassen, war aber erfolglos. Obwohl er vor der Restitution des geubten spoli nicht verpflichtet war, auf Trothas Klage zu antworten, hat das Kammergericht dem gegenthail zu seiner beweisung commissarien, ungeachtet, das die zum thail aus rechtmessigen ursachen verdechtig recusirt, gegeben und seiner Gn. zue ausfurung irer defension und gegenbeweisung positiones artickhl, welche doch die naturliche und alle recht vorgunen, gewegert. Da es Kaiser und Ständen zweifelsohne widerstrebt, das einer, was standts oder wesens der sey, in oder ausserhalb rechtes beschwert oder beunrechtiget und, das noch beschwerlicher ist, zue naturlicher defension nicht gelassen werden soll, bitten sie, da Gf. Albrecht nicht anders gehandelt hat, dann so die naturliche, billiche gegenwehr und defension der vertruckhten uff im tregt, auch oberkheit halben nicht zue umbgeen gewust, den Kammergerichtsprozess abzustellen oder Kommissare zu verordnen, vor denen Gf. Albrecht seine Unschuld darlegen kann. [...]. Das Verzeichnis der Vergehen Trothas in Bennstedt liegt bei. Es handelt sich dabei vor allem um Eingriffe in bäuerliche Rechte und in die dörfliche Agrarwirtschaft, die darauf abzielen, Trothas Eigenwirtschaft zu optimieren.
    1
     Zum Fall Vrentz contra Maastricht vgl. RTA JR Bd. X,2, Nr. 157–160, S. 739–748, RTA JR Bd. XII,2, Nr. 272, S. 1143–1146 und RTA JR Bd. XV,4, Nr. 479–484, S. 2077–2095. Vgl. außerdem Sprenger, Regina M.: Het Rijkskamergerecht tussen Brabant en Maastricht: enkele aanvullingen op de „affaire Vrintz“ (1535–1537), in: De Maasgouw. Tijdschrift voor Limburgse geschiedenis en oudheidkunde 104 (1985) S. 137–145,  und Nève, Paul L.: Rechters en standen contra de keizer: een episode uit de rechtsgeschiedenis van de zestiende eeuw, in: Liber amicorum John Gilissen. Code et constitution. Mélanges historiques. Wetboek en Grondwet in historisch perspectief, Antwerpen 1983, S. 307–325, hier S. 314–325.
    2
     Vgl. auch das Kammergerichtsmandat an die Stadt Frankfurt, Speyer, 1541 Februar 25, Frankfurt, StadtA, Reichssachen II Nr.909, fol. 9r–9v (Ausf.), vgl. Anm. 3 zu Nr. 705.
    3
     Vgl. Karl V. an Kg. Ferdinand, Brügge, 1540 Juli 12, Wien HHStA, Hs. blau 595, fol. 189v: Monsieur, mon bon frère, vous scavez avec quelle juste cause et occasion vous estant dernièrement à Gand je feiz suspendre le ban impérial, que les juge et accesseurs de ma chambre impérialle avoient prononcé contre ceulx de ma ville de Maestrecht à la poursuyte des vesve et héritiers de feu Denys Vrientz et ce pour le temps de quatre mois de lors prouchain venant afin de cependant y pourveoir de plus ample remède à la conservation des privilèges, droiz et exemption de ladite ville de Maestrecht et conséquamment de mon pays de Brabant. Toutesfois estant autres très urgens affaires depuis survenuz il n’a esté possible y entendre, parquoy et que lesdits quatre mois doibvent de brief expirer et que en exécutant ledit ban plusieurs inconvéniens seroient apparans sourdre, je vous prie affectueusement vouloir donner ordre, que ledit ban soit révoquié [sic!], cassé et annullé ou du moins encoires suspendu pour ung autre terme d’ung an ou autre temps convenable et vous me ferez plaisir très agréable. Scet Dieu auquel je prie etc. Escript à Bruges, le 12. jour de Juillet 1540. – Vgl. auch Karl V. an [?] – Brüssel, 1540 September 26, Brüssel AG, Secr. d’Etat allemande 773, fol. 68r–69v (Kop.): Hat vor etlichen Tagen die Exekution der Acht, die das Reichskammergericht auf die Klage der Erben des Dionysius Vrentz hin gegen die Stadt Maastricht verhängt hat, für eine bestimmte Frist suspendiert, um in der Zwischenzeit die gütliche Beilegung der Streitsache und dann die Aufhebung der Acht herbeizuführen. Hat die Suspension, weil die gütliche Handlung noch nicht zustandekam, für einige Monate verlängert und verboten, unter Berufung auf die Acht gegen seine Untertanen von Maastricht vorzugehen. So werden wir aber glaublich bericht, wie das ir des alles unangesehen und gemelter unser suspension und gebotten zuwider etlich burger von Mastricht neulicher tagen in gefreyter herbstmeß vermeintlicher weiß an leibe und guet kommern lassen und verstrickt haben sollet, bei euch biß zu außtrag des rechtens zu pleiben, welches uns von euch (wo dem also) mercklich befrembdt und hochlich misfallt, auch des zu gestatten oder zu gedulden keinswegs gemeint und ersuchen euch hiemit ernstlich bei vermeidung obberurter unser hochsten ungnad und straff gebietendt und wöllen, das ir sollich euer furgenomen arrestirung, verstrickung und rechtfertigung gentzlich abstellet, die gemelten von Mastricht sambt iren leib, hab und guettern, sovill deren bei euch, als obsteet, angeregter acht halben mit kommer verhaft und verstrickt sein, solicher verhaftung und verstrickung von stund an on alle entgeltnus und rechtfertigung frey ledigsaget und die obberurt unsere suspension an inen samptlich und sonderlich steet und vestiglich haltet und euch, darwider zu handeln oder dieselb zu disputiren oder zu rechtvertigen (in ansehung, das euch, solichs zu thun, nit geburt noch zusteet), keinswegs anmasst, sonder hierin gehorsamlich haltet und beweiset, als lieb euch sey, obberurt unser ungnad und straff zu vermeiden. Erwartet willfährige Antwort bei gegenwärtigem Boten. Wenn es in den Niederlanden zu gegen sie gerichteten Vergeltungsmaßnahmen der Bürger von Maastricht und ihrer Freunde kommt, was ohne Zweifel der Fall sein wird, wenn die Maastrichter Bürger in Haft bleiben, so haben sie sich den daraus resultierenden Schaden selbst zuzuschreiben, weil sie dazu Ursache gegeben haben. Geben in unser statt Brussel in Brabandt am 26. tag des monats Septembris anno etc. im 40. unsers keisersthumbs im 20. und unserer reiche im 25.
    4
     Vgl. die Supplikation des Bischofs und des Domkapitels von Lüttich an die Reichsstände wegen des Appellationsrechtes der Stadt Maastricht, Regensburg, 1532 Mai 3, RTA JR Bd. X, Nr.157, S. 743–745. Zum Fall Vrentz vgl. ebd. S. 739–743 mit weiterführender Literatur.
    5
     Vgl. Karl V. an Kgn. Maria, Innsbruck, 1541 August 6, Brüssel AG, Papiers d’Etat 51, fol. 74r–76r (Kop. des 18. Jhdt.): [...] Au surplus l’affere de Maastrecht a baillé en la dite diètte beaucop [sic!] de peyne et fâcherie et mesme si est trouvée la vesve de feu Denys Vrientz faisant grandes plaintes. Et toutesfois a l’on tant fait que l’on a dressé une commission, mais, comme qu’il en soit, il me semble tousjours, que l’on doibt appoincter avec la dite vesve, dont n’y a eu temps ny moyen luy parler pour ce qu’elle vint seullement sur la fin de la dite diètte et, comme l’on suppose à droit propos, pour empescher le recès. Et combien que la dite commission soit accordée, si sera il difficille en faire une fin par ce boult et de plus de fraiz, que ne seroit le dit appointement, joinct que l’on viendra cependant à faire la visitation du camergerecht et ceulx du dit camergerecht pour faire des bons varletz et se justiffier feront le cas du dit Maestrecht grief et fait à craindre, que les visiteurs en leur commendent encores plus expressément de passer oultre et pour ce vous recommande encores très expressément faire actendre au dit appoinctement tous les moyens qu’il sera possible. [...]. De Yspourg, le 6. aoust 1541.
    1
     Vgl. auch die Aktennotiz auf dem folgenden Blatt: Item, so waiß man den geprauch zu beweisen, das lenger dan hundert jar herkomen ist, daz keiner kein gut hinaus verkauffen soll, wirdet auch aim pactburger, dem verliget wurdet, bey der verligung eingepunden. Anderst ists nie gehalten.
    1
     Vgl. die Supplikation der Stadt Rottweil, Regensburg, 1541 März 24, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol.; AS v. a. Hd.: Sol an gemaine stende gepracht werden. Actum in consilio imperiali 5. Juni anno 41: Hat von Bgm. und Rat von Rottweil Auftrag, den Kaiser an die Fehde Christophs von Landenberg gegen die Stadt Rottweil im letzten Herbst zu erinnern. Bei einer Unterhandlung zwischen den Konfliktparteien wurde vereinbart, um Abstellung des Kammergerichtsprozesses, den der ksl. Kammergerichtsprokurator gegen Christoph von Landenberg und seine Anhänger angestrengt hat, anzusuchen. Nachdem der Kaiser den Prozess eingestellt hat, muss die Stadt Rottweil, die ohnehin wegen ihrer Treue zum alten Glauben in nicht geringer Gefahr steht, befürchten, dass sie nicht in Ruhe gelassen wird. Sie bittet deshalb den Kaiser, ihr mit Rat, Trost und Beistand zu helfen, ihr mitzuteilen, was sie, wenn sie nicht in Frieden gelassen wird, vom Kaiser erwarten darf, und irgendwelchen gegen die Stadt gerichteten Anträgen nicht ohne weiteres Glauben zu schenken, sondern die Gegendarstellung der Stadt abzuwarten. Es besteht kein Zweifel, dass der Kaiser, wenn ihm die Rechtfertigung der Stadt in dieser landenbergischen Angelegenheit und anderen Sachen vorgetragen wird, damit vollauf zufrieden sein wird. Die Stadt vertraut sich dem ksl. Schutz und Schirm an. Baldiger Bescheid wird erwartet.  – Zur Fehde Christophs von Landenberg gegen die Stadt Reutlingen vgl. Leibius, Otto: Die Landenbergische Fehde 1538–1540 und ihre Folgen. Reutlingen 1897, S. 3–38.
    2
     Vgl. die Supplikation Christophs von Landenberg im Volltext, o. Ort, 1541 April 21, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. und Christoph von Landenberg an den Kaiser, o. Ort, 1541 Juni 6, ebd. Vgl. außerdem Hans von Ernberg, Weicherich von Gemmingen, Philipp von Sternenfels im eigenen Namen und im Namen der mit ihnen zitierten Freunde Christophs von Landenberg an den Kaiser, o. Ort, 1541 April 21, ebd. und dies. an das Reichskammergericht, o. Ort, 1541 April 21, Wien HHStA, RK Kammergerichtsvisitationsakten 317, unfol. Zu diesem letzten Schreiben vgl. die Eingabe eines Kammergerichtsbeisitzers im Namen des Kammergerichts und der Beisitzer an den Kaiser, [Regensburg], o. Datum, Wien HHStA, RK Kammergerichtsvisitationsakten 317, unfol. (Kop.): Teilt auf Befehl des Kammergerichts Kopie des scharfen Schreibens mit, das diejenigen, die in der Sache Landenberg contra Rottweil der Beihilfe zugunsten des von Landenberg verdächtigt werden, an das Kammergericht gerichtet haben. Teilt auch mit, wie die Dienstleute Weirichs von Gemmingen zu Michelfeld mit dem Kammergerichtsboten verfahren sind, so dass dieser seinen amtlichen Auftrag nicht ausführen konnte, laut beiliegender Kopie mit B. Da solcher Vorfall die höchste Jurisdiktion des Kaisers und seinen Gerichtszwang erheblich beeinträchtigt und die Amtsführung des Kammergerichts und seiner Bediensteten schwer behindert, bitten Kammerrichter und Beisitzer den Kaiser, für eine ungestörte Amtsführung des Kammergerichts zu sorgen und die Sicherheit der Kammergerichtspersonen und den Schutz der Kammergerichtsboten zu garantieren.
    3
     Vgl. die auf Aufforderung des Kaisers eingereichte Supplikation Gf. Friedrichs von Fürstenberg und der Gesandten Kf. Ludwigs von der Pfalz und der Stadt Straßburg, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. und die Kredenz Kf. Ludwigs von der Pfalz für seinen Marschall Dieter von Schonberg, seinen Kanzler Heinrich Has und seine Räte Wolf von Dhurn und Hans von Walborn zu Verhandlungen mit dem Kaiser zusammen mit den Vertretern Straßburgs, Heidelberg, 1541 Mai 28, ebd.

    Anmerkungen

    a
     In der Vorlage irrtümlich: mit.
    a
     Nach B korr. aus: kurch.
    b
     Nach B korr. aus: sont.
    c
    -c In B korr. aus: uff die resolucion zu handeln und darin furfaren gemeint.
    a
    -a Nachgetr.
    b
     Nachgetr. v. a. Hd.
    c
    -c Nachgetr. v. a. Hd.
    d
    -d Nachgetr. v. a. Hd.
    e
    -e Nachgetr.
    f
    -f Nachgetr.
    a
    -a In B und C: noch uns irren haben lassen, welchergestalt schyr allenthalben im reich in den furnempsten stetten mit inen und dem iren gehandelt worden ist und teglichs als zur pilligkhait verthedingkleich wie anscheindt mehr einreist, dernhalben auch an uns und allem gepurlichen volg nichts erwinden lassen, sonder wiewoll zu mercklicher unser beschwerungen, wir wollen des kosten geschweigen, dennigst villfaltige, gutlige underhandlung.
    b
     In D danach gestr.: sovil an uns gewesen, alzeit vorgeschlagen, gesucht und gefurdert.
    c
     In B und C danach: unsers erachtens nit so vil auß sonderm vursatzt ader mutwillen als doch temporum iniquitate.
    d
    -d In C nachgetr.
    e
    -e In D v. a. Hd. korr. aus: und eur ksl. Mt. zweifelson bewust sein, das solliche obangerichte commission, daruff hochgedachter Kf. zu Colln etc. der underhandlung sich gnedigklichen undernomen und dorin, wie wirs nit anders erachten, gern fruchtbarlich, des wir seiner kfl. Gn. pillich underthenigen danck sagen und wissen, ertzeigt hette, uff unser bey eur ksl. Mt. underthenigist beschehen ansuchen, wie auch mehrmals als unser gegentheil in bestimptem eur ksl. Mt. gethanen bericht selbst bekentlich, gevolgt, dorab sei.
    f
    -f In C v. a. Hd. nachgetr.
    g
    -g Fehlt in B und C.
    h
    -h In C v. a. Hd. nachgetr.
    i
    -i In B und C: gedultigklichen.
    j
    -j In C v. a. Hd. nachgetr.
    k
     In B und C danach: und under sich zu pringen.
    l
     In B und C danach: dae uff das, was naturliche pilligkeit zu erhaltung gemeiner policey nottwendigklich erhaischt und furdern thut, auch Gott selbst gebotten hait, gesehen woll werden und.
    m
    -m In C v. a. Hd. korr. aus: und nicht außzuschlagen, wir wollen dan uns, unser statt.
    n
    -n In C v. a. Hd. korr. aus: wie sollichs alles auß nachvolgender anzaigung unwiddersprüchlich zu vernemen sein soll.
    o
    -o In C: zu Colln.
    p
     In C danach, in B danach gestr.: das doch nicht ist.
    q
    -q Fehlt in B und C.
    r
    -r In C v. a. Hd. nachgetr.
    s
     In C: widdersacher.
    t
    -t In C v. a. Hd. korr. aus: die gemein beschwerhung zu tragen sperren und in dem.
    u
    -u In C v. a. Hd. korr. aus: uff dem ungelt.
    v
    -v In C v. a. Hd. nachgetr.
    w
    -w Fehlt in B und C.
    x
    -x In C v. a. Hd. korr. aus: geubrigt seint.
    y
    -y In C v. a. Hd. nachgetr.
    z
    -z Fehlt in B und C. In D v. a. Hd. korr. aus: Derhalben abermals erscheindt, das in einer solhen not, auch do die sach nit anderst sein khan und darin offenbar scandalum in vil weg furkhumen, sy, die clerisei, abermals vermuge irer selbst geistlichen, zuvoran geschribner kaiserlichen rechten und derselbigen lerern sy zu obgemeltem, durch sy hievor bewilligtem werkh verpunden sind.
    aa
     In B und C: vur waer. In D v. a. Hd. korr. aus: fur war.
    ab
     In C danach: gute.
    ac
    -ac Fehlt in B und C.
    ad
    -ad In B und C: Im fall aber sollich ir angetzogen gmein recht und prauch widder das naturlich und auch gotlich bestendig, weßhalben haben sey dan.
    ae
    -ae In C v. a. Hd. nachgetr.
    af
    -af Ergänzt nach B, C und D.
    ag
    -ag In B: wie dan sollich ir angetzogen gmein recht des thails als widder das gotlich und naturlich strebend on grundt, weßhalben aber sollich gmein recht instituirt und was das. In C v. a. Hd. nachgetr.: als wieder das gotlich und naturlich strebend.
    ah
    -ah In C v. a. Hd. korr. aus: verderblichen schaden, ja auch außruttung des namens erlernen wurden, wie sollich neben allen andern des reichs und desselben verwandten abbrugen die reichlich donation Constantini besagen und offentlich erweisen thuet, dernhalben inen und denen, so sollicher gist [sic!] sich erfreuet haben, woll vonnotten gewesen, durch anrichtung irer selbst practiken und under eim schein der einfalt sollich recht in schwanck zu bringen.
    ai
    -ai In C v. a. Hd. nachgetr.
    aj
    -aj In C v. a. Hd. korr. aus: ire sachen etlicher massen baufellig worden. In B und C fehlt: in lere und leben.
    ak
     Nach C korr. aus: und.
    al
     In C und D: vortreffliche.
    am
    -am In C v. a. Hd. nachgetr.
    an
    -an In C v. a. Hd. nachgetr.
    ao
    -ao Fehlt in B und C.
    ap
    -ap In B und C: den weltlichen.
    aq
     In B und C folgt danach, in D gestr.: wie wir dan die vier hohen styfteren des hohen adels als im dhoim, St. Gereon, Reuilien, St. Marie in capitolio nicht in geringer anzall diß alles entheben haben wollen.
    ar
    -ar In C v. a. Hd. korr. aus: whae wolt dan.
    as
    -as In C v. a. Hd. korr. aus: leisten wurd kunnen.
    at
     In C v. a. Hd. korr. aus: verwirckung.
    au
    -au In C v. a. Hd. nachgetr.
    av
    -av In C: sich auch in die etlich tausent erstreckt. In D: auch nicht gering, v. a. Hd. korr. aus: sich auch in eine grossen menig erstreckht.
    aw
    -aw In C v. a. Hd. nachgetr.
    ax
    -ax In C v. a. Hd. korr. aus: whae wurden wir sampt unsern burgern zuletzt anders pleiben kunnen.
    ay
    -ay In C v. a. Hd. nachgetr.
    az
     In C danach gestr.: stette durch solliche und dergleichen wege vom reich abgerissen.
    ba
    -ba In C v. a. Hd. korr. aus: wie sey selb setzen.
    bb
    -bb In C v. a. Hd. nachgetr.
    bc
     In C v. a. Hd. korr. aus: dienstlich. Danach in D gestr.: sambt dem, das die recht ordnen, do sy, die clerisei, nach usgang der sechs jaren mit der bezalung, raichung der acciis und anders (wie sy recht gethon) bezalt und gelaist, das sy dardurch solhen vertrag entlich bestettigt haben.
    bd
    -bd In C v. a. Hd. nachgetr.
    be
    -be In C v. a. Hd. korr. aus: ist auch.
    bf
    -bfFehlt in B und C.
    bg
     In C v. a. Hd. korr. aus: außlegung.
    bh
    -bh In C nachgetr.
    bi
     Fehlt in C.
    bj
    -bj In C v. a. Hd. korr. aus: urpuetig.
    bk
     Nach B, C und D korr. aus: zuschreibt.
    bl
    -bl In C v. a. Hd. nachgetr.
    bm
    -bm In C v. a. Hd. nachgetr.
    bn
    -bn Nach B, C und D korr. aus: auß das.
    bo
     Ergänzt nach B, C und D.
    bp
    -bp In C v. a. Hd. korr. aus: in irem sauren schweiß, sei aber als mit allen zeitlichem uberflussig versehen in aller leibswollust baden.
    bq
    -bq Fehlt in B und C.
    br
    -br In C v. a. Hd. nachgetr.
    bs
    -bs Fehlt in C, in D v. a. Hd. nachgetr.
    bt
     Nach C und D korr. aus: dan.
    bu
     Nach B, C und D korr. aus: sampt.
    bv
    -bv In D v. a. Hd. korr. aus: auch alles gotlichen gesetz und geschriben recht nicht allein nicht zu thun haben, sonder auch das.
    bw
    -bw In C v. a. Hd. nachgetr.
    bx
    -bx In C v. a. Hd. nachgetr.
    by
    -by In B und C: Doch zum uberfluß, damit sei, unser gegentheil, sich je nit unser zu beclagen haben, under dem offentlichen erpieten, dae es eur ksl. Mt. allergnedigst geruwen wolt, vermög derselben allergnedigister verwhenung nach etwo zu Augspurg, deßgleichen in jungst eur ksl. Mt. commission uff gnedigst beschehen, nemlich in sollichen irrungen und gebrechen gutlicher underhandlung allergnedigst zu undernemen, als die gehorsamen zu folgen und alles, was von eur ksl. Mt. zu hynlegung der gebrechen vor dienstlich angesehen und uns der pillicheit nach mit ichten treglich, eur ksl. Mt. als unserm allergnedigisten herrn umb des und frydlebens willen wir unbeschwerdt sein wollen, alle dasjhenig uff uns zu nemen und inzureumen, das on unser ehewig verderben bescheen mag, eur ksl. Mt. mit vorbehaltung unserers weithern berichtz im fall der noitturft in diesem allem sampt und besunder umb gnedigiste antwort und insehen uffs allerunderthenigst anruffend.
    bz
    -bz In D v. a. Hd. nachgetr.
    ca
     In D v. a. Hd. korr. aus: oben angezeigt.
    cb
    -cb In D v. a. Hd. korr. aus: und die billicheit und, waß sich aignet und geburt, darinnen furnemen und verordenen, an dem camergericht mit fernerm proceß stilgehalten und.
    a
    -a Marg. nachgetr.
    b
    -b Marg. nachgetr.
    c
    -c Korr. aus: gegen die unsern.
    d
    -d Marg. nachgetr.
    e
     Danach gestr.: Jud.
    f
    -f Korr. aus: in originali forma.
    a
    -a V. a. Hd. nachgetr.
    b
    -b Nachgetr.
    c
     Korr. aus: gewaltigen.

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    « ŠVIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme  »

    «Nr.356 Supplikation der Augsburger Reichstagsgesandten an den Kaiser – Regensburg, o. Datum1 »

    Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.).

    Eur ksl. Mt. geben wir underthenigist zu erkhennen, das weilund eur ksl. Mt. uranherr und anherr, hochloblichster gedechtnus, röm. Kss. Friderich und Maximilian, ein erbern rath der stat Augspurg fur sich und alle die iren wider alle ußlendisch, frembde, in sonderhait aber fur das rotweilisch hoffgericht genedigclich gefreiet, wie dann auch eur ksl. Mt. solich freihaiten genedigist confirmirt hat.

    Uber solichs und das gedachtem hoffgericht zu Rottweil solich freihaitten, wie sich geburt, inserirt und glaubwirdig copia in gericht beliben, beschwert dasselbig gericht eins erbern rath burger und underthonen und verwanten nit allain mit unnotwendigen, vergebenen, ungeburlichen citationen – am maisten tail auf anruffen der Juden –, sonder wellen auch di sachen inhalt obgemelter freihaiten, wie sich geburt, nita weisen oder remittirn, dardurch dann di partheien und ein erber rath zu apellationen und beschwerlichen, vergebenlichen costen gebracht, auch di haubtsachen zu geburlicher ußfurung gespert und vertzogen werden.

    Warumb aber solichs nit-weisung beschicht, haben eure ksl. Mt. und derselbigen hochlöblichen, furtrefflichen räthe genedigist und gnedigclich zu erwegen, das solichs nit von gemaines nutz, sonder demselben zuwider und aigennutzigclich beschicht. Demnach ist an eure ksl. Mt. unser underthenigist bitt, die wellen gedachten von Rotweil ernstlich bevelhen, einen erbaren rath zu Augspurg bey iren habenden freihaiten beleiben zu lassen und sy darwider obgemelter oder ander gestalt nit zu beschweren. [...].

    «Nr.357 Zusammenfassung der Supplikation Hans Endorfers und Beschluss des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.).

    ŠHans Endorffer hat Kff., Ff. und stend supplicirt, zeigt an, wie er ksl. Mt. auch ubergeben supplication zugestelt1, meldent, das Jheronimus Endorffer zu Mosen, ritter und Dr., seines vatters eleiblicher bruder abgelebt, seyen dreyerley wiederwertige erben befunden, nemlich die Schonbronner, hergegen des verstorben doctors ausser der ehe sone Hans, durch weilend hochloblichste ksl. Mt. legittimirt, dergleichen er, der supplicant. Hetten beide wiedertheil das recht zu Landtshut vorm furstlichen regiment angefangen, sey wieder sie und fur inen procedirt, hetten sie an das keyserliche camergericht appellirt und doselbst nach vilen zeiten zum urtheil beschlossen, hetten sie sich eins vertrags, auch aufhebung halb aller rechtfertigung gegeneinander bewilligt, in beysein Gf. Ladißlau zum Hag, auch etlicher vom adel und inen allen vom supplicanten 500 fl. gesprochen und uffgelegt, das sie beiderseit an das camergericht schiecken und urtheil oder handlung gleichs costen nit mer gewarten oder bitten sollen. In kurtza nach solichem vertrag sey am camergericht sententz, für sie und wieder inen ergangen, offenbar worden, dem Schonborn gelebt und noch, aber der ligittimirt stillschweigent so lang und noch hinderliegen lassen und sey kurtzer tege zu execution vorergangner urtheil ein executorial, auch daneben durch seine genedige hern und landtsfursten in Beyern auß schuldiger gehorsam ein ernstlich bevelch außgangen, daruff er in unversehener eyle in seinem abwesen mit weib und khindt aller ding von hauß, hoff, ligenden und farenden guetern, sonder daneben seins weibs zubrachten, auch seines eigen gewonnen guts in das elendt entsetzt worden.

    Bit ksl. Mt. underthenigst, ir Mt. wollen an seine genedige hern und landtsfursten, bey denen oder iren hochloblichen rethe er billich erfarung leiden moge, es sey durch commissarien oder sonstb, volkomen bevelch und macht genedigst außgeen zu lassen, herin zu handeln, und das ksl. Mt. irer fstl. Gn. oder dero rethen erkantnus und beschaidts gedulden und gewarten wollen und das Kff., Ff. und stend seiner supplication an die ksl. Mt. legitimation und aufgerichten vertrag genedigst horen und vernemen wolten2.

    Hat der auschuß bedacht, wo der supplicant Hans Endorffer von Mosen csich beschwert vermeint–c, das er den ordenlichen weg am keyserlichen camergericht, dohin es gehorig, furneme.

    Š[Beilage A:] Vertrag zwischen Hans Endorfer zu Moosen, Bürger zu Bamberg, einerseits und Hans und Jakob Schönbrunner sowie Hans Endorfer andererseits, Haag, 1539 Juni 9, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    [Beilage B:] Karl V. an die Hgg. von Bayern, Regensburg, 1541 Mai 31, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    «Nr.358 Zusammenfassung der Supplikation Berthold Hallers an den Kaiser und Beschluss des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.); ÜS: Supplication Bertold Hallen.

    Bertold Hall von Alten-Stettin auß Pommern hat ksl. Mt. supplicirt, zeigt an, das sein vatter ein enturthel am camergericht erhalten, sey sein vatter indem gestorben, hab er sich an das camergericht verfuegt und befunden, wie felßlich durch erdichte proceß, so durch das wiedertheil in Pomen [sic!] uß- und an das camergericht inbracht und seinen vatter seligen gewesen procuratori verschwigen und derhalben restitutionem adversi sententiam dem rechten nach gerichtlich und das zum rechten begert, volgents sey im begerte restitucion abgeschlagen, aber doch, unverkunt solichs abschlagens, sey er zu Speyer ankomen, aber durch des wiedertheils procurator und promotorial, an das camergericht außgangen, dermassen angeben, das er in peen 20 marck lotigs goldts erc[l]ert sey und dargeben, er sol sich horen haben lassen, wangleich von ksl. Mt. zehen mandata außgangen, derselben keinen zu gehorsamen, solichs alles sey im durch seinen procuratorn verschwigen, auch vil producta und andere seine gerechtigkheit hinderhalten und, wie sich gepurt, nit inbracht haben sol, sey durch verseumnus seins procurators unverschulter sachen zu solichem grossem nachtheil und schaden komen, dan er als einer, der ungeferlich 100 meyl vom camergericht gesessen, der zuversicht gewesen, er solt durch seinen procuratorn seiner pflicht nach wol versehen gewesen sein, auß welichem angeben das camergericht furtgefaren und inen uff sein unwarhaftig [sic!] angeben unschuldiglich in ksl. Mt. acht erclert, darauf er aller seiner guetter entsetzt, mit underthenigster bitt, die ksl. Mt. wollen inen von der vermeinten acht entbinden und, das er uff gnugsame burgschaft zu seinen guetern restituirt werden moge, und, dieweil ime, mehr dan die vermeinte peen zu entrichten, uffgelegt, hochgedachtem seinem gnedigen fursten und hern von Pomern als seiner gepurlichen oberkheit, soliche verburgschaft von ime anzunemen und wiederumb zur restitution genediglich zu verhelfen, die ksl. Mt. umb recht uff das underthenigst anruffend1.

    ŠIst bedacht, dieweil sein suppliciren nit wieder das camergericht ist, sonder die schuldt seinen procuratorn zulegt, das er wieder an das camergericht remittirt und gewisen werde.

    «Nr.359 Zusammenfassung der Supplikation Gf. Jobsts von Hoya und Beschluss des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); ÜS fol. 136r: Supplication Jobsten Gf. zur Hoir und Bruchhausen.

    Jobst Gf. zur Hoir und Bruchhausen hat ksl. Mt., Kff., Ff. und stend supplicirend angesucht1, zeigt an, das er einen tag in seinen gescheften zu Mulberg im closter, in der graveschaft Schaumberg gelegen, gehalten, uff welichen tag er seinen hindersassen Jobsten von Monichhausen bey ime gehabt und wieder anheim nach der Diepenau reiten lassen, hab wieder den landfriden Wilhelm Romel mit seinen helfer und helfers helfer one zweivel auß aneleitung und furderung Frantzen von Hall (dabey auch H. Thomassen von Hall, dhumhern zu Minden, drey knecht gewesen) innen, Munchhausen, sampt seinen dienern und denen, so er bey sich gehabt, den ersten tag Novembris anno 36 gewaltiger that, oneverwart irer eren, gefangen, beeidigt und zu urkundt der gefengnus ime ein gulden ring genomen und ingebunden uff mainung, sich zu stellen, darzu Thomassen Groblingen gebunden uff das schloß Wedenstein bracht und heftig gepeinigt und enthalten und Josten von Monichhausen den vierdten Novembris von dem hauß Diepenau erfordert und begert, das er dasselbig schreiben mit ime wiederbring und, als er sich keiner gefar als bestrickter versehen, sey gemelter Romel und Frantz von Hall eigener person, dabey obgemelts dhumbrobst dienner gewest, auß dem holtz geruckt und Josten ein schrift, die er zuvor nit gelesen, zu versiegeln zugestelt, als er aber sein siegel nit gehabt, hab er die eigner hand underschreyben mussen und uff ein neues dem Romel und einer seins, des Romels, reisigen knecht, Heinrichen Ripperbuschen, geloben und schweren mussen, das er, Munchhausen, von idem, so den underschrieben brief het, gemanet wurde, das er sich stellen soll, wie er dan uff Romels manen im wiertshauß zu Labeßlohe uber jar und tag verstrickt pleiben mussen und noch ermanung erwarten muß.

    Und wiewol gedachter graff den Bf. zu Monster und Oßnabruck etc., in welichen stieft die fridbrecher seßhaftig und das haus Wedenstein gelegen, zu mermall ersucht, Wilhelm Romel zu vermogen, den von Monchshausen seiner verstrickung zu erledigen, und derhalb Hg. Erichen von Braunschweig loblicher gedechtnus, H. Heinrichen und H. Ernst Hgg. zu Braunschweig, auch Lgf. zu Hessen bey hochermeltem bischoff umb erledigung seins dienners Šund das niemants auß dem hauß Wedenstein beschedigt oder gegen ime oder den seinen tetlich handlung furgenomen wurde, hetten ir fstl. Gn. und ehr nichts erhalten mogen. Dieweil aber Jost von Monchshausen in einer offnen, unverwarten herberg gelegen, do er het teglich beschedigt und hinweggefurt werden, und one underlas auß den heusern Wedenstein und Raden durch weilend Wilhelm Romeln obgedacht und andere seine helfer vielfeltig thetlich und fridbruchtige handelung furgenomen, haben zulest des gedachten Josten freundt nach zulassung des landfridens das hauß Raden, da der fridbrecher zum theil seßhaftig, erobert, darauf H. Thomassen von Hall, ader rechten fridbrecher einem, und Frantzen von Hall–a, des principals sone Dieterichen, genant Fund, dieselbigen zu inen genomen, iren freund damit ledig zu machen, damit nichts anderst gehandelt, dan was pillich und recht, das er kein poenb und sonderlich die acht nit verwurckt und sunst an im selbst unpillich were, das H. Thomas und Dieterich ledig gelassen, aber Jost von Monichhausen verstrickt behalten werden solt, wie er noch bestrickt. Hab Catherina Semerin und Johanna Friesin weilend Wilhelms schwester vom camergericht erstlich ein mandat mit verschweigung der warheit außbracht und angebung der unwarheit, das er die gefangen bey peen der acht in einer benenten zeit sicher in die stat Bremen liebern soll, und volgendts ein ander mandat oder inhibition dem ersten zuwieder, nemlich das der graff die gefangen biß zu außtrag nit verendern, sonder behalten solt, alles practicirlich erlangt. Wiewoll seine freundt und ehr geacht, das das zweit wiederwertig mandat cdem ersten entgegen, vom cammergericht onformlicherweiß–c außgangen were dund er, denselben zu geleben, nit schuldig–d wehr, so hab doch, solchs unangesehen, camerrichter und beysitzer uff der wiedertheillen und sonder zweivel Frantzen von Hall und ander seiner furderer geschwinde practicken, unangesehen seiner schirmartickel, den vierten tag jungst Aprilis inen in des hl. reichs acht wieder recht erclert.

    Bit undertheniglich, underthenig und freundtlich, ksl. Mt., Kff., Ff. und stende wollen, wo vonnotten, die acta besichtigen, daruff die acht vernichten, cassiren, inen der entledigen oder, wo ksl. Mt., Kff., Ff. und stend sich gescheft halb der sachen nit undernemen mogen, die dem Ebf. zu Bremen etc., auch Bf. zu Munster und Oßnaburgk, H. Ernsten Hg. zu Braunschweig und Lunneburg und H. Philipssen Lgf. zu Hessen, seinen gnedigsten und gnedigen hern, auch einem rath der stat Bremen sampt und sonderlich zu bevelhen erstlich gutlich, wo die gut entstundt, auß besichtigung voriger acta und beider theil weither notturftigen bericht hinzulegen, auch mitlerweil und nemlich uff ein jarzall, sechs oder acht jar, die acht allergnedigst und gunstiglich suspendiren, hirin ksl. Mt., kfl. und fstl. Gn., L. und G. underthenigst, underthenig und gunstiglich Šanruffen, das umb ksl. Mt., kfl. und fstl. Gn., L. und G. wel er in aller underthenigster, undertheniger gehorsam, auch freundtlich, willig und gern verdiennen2.

    Außschuß: Der Gff. von der Hoir supplication thut meldung von zweyen gepotsbriffen, so von dem camergericht in einer sachen widerwertigs inhalts und gegeneinander an inen außgangen sein sollen, zudem das sich der grave auch sunst des camergerichts halben beschweret, auch sunst das camergericht von etlichen andern in manicherlai weiß angezogen wurdt und aber solichen sachen nit anderst dan durch stadliche revision der acten mog abgeholfen werden, bedenckt der außschuß, das Kff., Ff. und stende ksl. Mt. underthenigs ersuchen, das ir Mt. diesse und dergleichen sachen, so uff diesem itzigen reichstag des camergerichts halben anbracht und darin, die acta zu revidirn, vonnoeten, den sindicatoribus, welche uff itzigem reichstag den partheyen ernent und zum sindicat zum forderlichsten schreitten sollen, remittirt und gewysen wurden, dieselbig zu erwegen und sie euff ksl. Mt. und des reichs costen, sovil die revision belangen wurdt–e, zu entschaiden haben, auch das egemelten sindicatoribus macht und gewalt gegeben wurde, im fall, das die clagende parthey und, so die revision begeren, ungerecht befunden, sie der billigkheit nach mit einer arbitraria poena oder vilkurlichen straff zu condamniren, welche geltstraff der keyserliche fiscall am cammergericht iderzeit infordern und zu des reichs nutzen bringen solle. Gleichergestalt, wie von dem sindicat geredt, sollen auch fdie acht und–f alle proceß in revisionsachen biß zu entschaft derselben angestelt werden.

    [Beilage A:] Gf. Jobst von Hoya an Bf. Franz von Münster, Liebenau, 1537 Januar 29, Wien HHStA RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    [Beilage B:] Hg. Erich d. Ä., Hg. Heinrich d. J., Hg. Ernst von Braunschweig und Lgf. Philipp von Hessen an Wilhelm Rommel, o. Ort, 1537 Januar 3, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    [Beilage C:] Hg. Erich d. Ä., Hg. Heinrich d. J., Hg. Ernst von Braunschweig und Lgf. Philipp von Hessen an Bf. Franz von Münster, Kassel, 1537 Januar 4, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    Š[Beilage D:] Hg. Ernst von Braunschweig-Lüneburg und Lgf. Philipp von Hessen an Bf. Franz von Münster, Schmalkalden, 1537 Februar 19, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    [Beilage E:] Erklärung Johann Helfmanns, des Anwaltes Gf. Jobsts von Hoya, Wimpfen, 1540 April 14, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    «Nr.360 Supplikation der Stadt Köln an Karl V. – [Regensburg, 1541 nach April 8] »

    A  Köln HASt, Köln und das Reich 77/IV, unfol. (Kop.); DV v. a. Hd.: Praesentatum 16. Mai 1541.

    B  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 77/IV, unfol. (Kop.).

    C  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 77/IV, unfol. (Reinkonz.).

    D  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 77/IV, unfol. (Reinkonz.).

    Sollen eur ksl. Mt. als ein angehoerichs derselben und des hl. röm. reichs glydt nit pergen, wie das uns am vergangenen achten tag gegenwertigen monats Aprilis ein vermeinter, zur pilligkhait ungegrundter bericht gemeiner clerisey der statt Coln mit angebner ertzellung, welchergestalt die irrige mißhell und gebrechen, zwischen gemelter cleriseien und uns von wegen des ungelts broitz, biers, wein und weinschancks sich erhaben, von unserm gnedigsten herrn, dem Ebf. zu Colln und churfursten etc., in craft einer euerer ksl. Mt. derhalben ußgangener commission vorgenomen1, underhandelt und uff wilkurlige maß verabschiedet sein sollen, nicht on vorsetzliche verschweigung unserer darauf Šgefolgter antwort, weßhalben uns die vurgeschlagene mittel nicht annemlich, alles an eur ksl. Mt. gantz fortheilhaftigerweiß gelangt und uns uff unser underthenigst beschehen ansuchen dorab copeien gnedigst mitgetheilt.

    Nun wolten wir, allergnedigster herr und kayser, nichts lieber gesehen, auch zu erhaltung guter gemeiner policei, fridens und, was zu fordrung und erhaltung desselben gelangen mochte, nichts hoher begert haben dan gemelte clerisei, unser unverursachlicher widdertheil, treglicher gestalt bey und neben uns in gutem friden, ruwe und einigkeit zu wissen und zu dulden, aderhalben auch villfeltige, gutliche underhandlung mit unserm nicht geringen uffwenden und costen nicht geflohen–a, damit wir sollichen ires unpilligen zancks und vurnemens, darauß allerlei uffrur und unrait erfolgen het mogen und noch erfolgen kan, als eur ksl. Mt. in obbestimpter irer commission sollichs kayserlich und woll bedacht haben, eynmall geubricht sein mochtenb, welch doch alles irenthalben von wegen verschlagener pillichait bißher unverfencklich und on alle fruchtc nachplieben. Und eur ksl. Mt. als unser zu beider seitz allergnedigsten herrn, hochst heubt und oberkeit, das wir sollichen unsers gegentheils vorhabenden gemuts und trachtens zur pillichait kein abscheuens tragen, auch unser bestendige ableinung sollicher der clerisei gegen uns eur ksl. Mt. gethanen berichts und, weßhalben wir in die vorgeschlagenen churfurst[lichen] mittel nicht haben willigen noch dieselben annemen konnen, dunderthenigst zu vermelden–d, sagen wir anfengklich, waer sein, edas wir hogers nicht gneigt, dan auf solliche euer ksl. Mt. gnedigst commission uns der pillicheit nach gegen sey [= sie] vertragen zu lassen, wie sey auch das in der underhandlung–e (do anders ir gemut gewest, sich durch leidlige oder treglige wege, wie nit unpillich beschehen were, vertragen zu lassen) unser vornemen nit anders fspuren haben konnen–f, gauch an im selbß Šnit anders gewest ist–g, dan sey in fridligem, ruwelichen schutz und schyrm und kainer anderer meinung hbey uns zu wissen–h.

    Und ob dis unser fridliebhabend gmuet und furnemen eur ksl. Mt. von inen anders gedeutet oder sollicher gestalt uffgelegt werden wolt, als ob wir des fridlebens halben nit so vill als umb abschaffung oder zum wenigsten stillung der vermeinter und nichtiger, gegen uns an eur ksl. Mt. camergericht verfangener rechtfertigung vorgewendt und gethon haben solten, so erweist es dannost das werck und ist vor uns, indem wir, wie unser gegentheil selbst bekennen muß, demselben so ein reumliche zeit als von 15 ader 16 jarn her in iren unpilligen anmueten und vorhaben imit unsern hogsten beschwernussen–i zugesehen und uber alle ire verursachen und muetwilligs suchen, auch wie uns vill guter leuth zeugnuß tragen kunnen, uber woll ereugte gelegenheit sollich untreglichen joch gleichs andern nicht von uns geworfen haben, damit sey doch uns und gemeine statt Colln, jals gesagt mocht werden und wirs auch zum thail spuren–j, in ewich verderben und zuletzt, als deßgleichen im reich leider mehr dan uff eim ort vor eur ksl. Mt. loblicher regierung ergangen, vom reich zu reissenk.

    So wissen auch wir uns sollichen irs angemasten, unbegrundten, richtlichen vornemens frey, wurden das auch kein bescheuens tragenl, dernhalben konnen ader mogen wirs in keinen zweifel setzen, das wir uber billicheit sollichs von einichem rechten zu beschweren sein solten. Wir sein auch der underthenigister hoffnung, eur ksl. Mt. als ein loblicher und gerechter kayser, vor dem wir die handlung allergnedigst gehort zu werden und darin tregliche wege und mittel vorzuschlagen, underthenigst bittendt, wurde das keinem gestatten noch vill weniger pilligen. Solten aber wir von einigem uber solliche angetzogene pillicheit gottlicher und naturlicher gesetz, auch unsers erpietens ungeachtet, beschwert werden und uns die unvermeidliche, andringende nott dahyn auch zuletzt weisen, dasjhenig, was bey andern in den und dergleichen fellen vur gotlich, pillich und recht angesehen worden und ist, vor die handt zu nemen, mdo wir, anders gemeine statt Colln–m eur ksl. Mt. und dem hl. röm. reich zo nicht kleiner verringerung sollicher gestalt abreissen noch uns und die unsern in ewich eigenschaft und verderben selbst foeren zu lassen, nicht bedacht, nwelcher wolt ader wurdt doch uns daerinne (wir wollen geschweigen verdencken), sonder auch, im fall wir weitthers darzu bedrangt, sollichs farlessiglich underlassen, Šuns verweißlich nit zumessen, das wir an sollichem als zu erhaltung unsers vatterlandts freiheit und gerechtigkeit doran widder ehrlich, gotlich noch billich handlen wurden. Darbey wirs dan itziger zeit beruwen lassen wollen–n.

    Und weithers auf die haubthandlung, dernhalben sich der streit erhebt, zu komen, haben wir auß unserer gegentheil vermeinten bericht, eur ksl. Mt. zugestelt, vernomen, wasser gestalt dieselbig sich bey eur ksl. Mt. vermeintlich dargeben, als ob sey vor vill hundert jarn vermog gemeinen rechtens, pabstlichen, kayserlichen und kuniglichen privilegien, auch vertregen und sunst in kraft irer geistlichen freiheiten ire wein, bier und broit frey und on accyß, uff maß sy das in etwo Ks. Friderichs des dritten hochloblicher gedechtnus privilegien gemelt, biß in das jaer 25 gepraucht hetten und nochmals geprauchen solten, vor eins.

    Zum andern, das sey etliche maltzmulen bey iren styftern gehabt, ire notturft maltz doran zu malen.

    Zum dritten, das sey auch durch berurte zeit den weinschanck irer wein von iren benefitien, in Colln gelegen, herpracht, an welchen sey auch ire wein, darauf zum theil ire geistlichen pfrunde gestift, zu irer notturft zu nutz nit verprauchen mochten.

    Weren aber sollicher geistlicher freiheit in allen und jeden obgemelten articulen im berurten 25. jaer, do eben allerley beschwerlichkeiten und uffrurische handlung oin teutscher nation leider–o, deren wir uns auch zum hogsten beschwerdt, vorhanden, entsetzt worden und das im schein eines tractats, der doch durch baide thail nicht angenomen und, ob er gleichp gewilligt gewest, nicht lenger dan sechs jaer seines inhaltz besthehen solt, zudem, das durch den augspurgischen abschiedt solliche und dergleichen tractat und vertrege, in und nach zeit der beurischen uffrur zum abbruch der geistlichen freiheit allenthalben im reich gemacht, uffgehept weren, mit angehenckter bitt, uns zu weisen, sey, die clerisey, in vorrig posseß seu quasi zu reintegriren und zu ergentzen mit erstattung des uffhabs und schadens etc.

    Hierauf nun eur ksl. Mt. in aller underthenichkeit zu berichten, qdweil sey, die clerisey, sich selbst (wie sey auch daeran recht gethan) zu der pillicheit des obgemelten 25. jaers dernhalben begeben, achten wir, das sey unpilligerweiß gegen uns einige destitution ader entsetzung antziehen, das auch ein sollich begeren allem rechten, noch vill mehr aller pillicheit nach nit statthab, und–q lassen uns rneben andern–r beduncken, achtens auch nit vur unpillich, dweil sey und die iren sich under unserm schutz und schyrm enthalten und von uns gleich unsern selbst burgern geschutzt und geschirmbt, auch etlicher beschwerungen, so unsern burgern allain in des reichs steur und volg obligt, uberhaben werden, sey solten, whae nit vur sich selbst, doch so in ansehung der naturlichen pillichait als Gottes wort und gesetz, dessen keinswegs sich zu sperren noch sollichen Šlast von inen uff unsere burgere mit einigem christlichem oder erheblichem grundt zu dringen, haben understanden. Dan von wegen sollicher naturlicher und gotlicher anweisung halten wir gentzlich darvur, das sey neben uns und wir neben inen solliche beschwernussen billich zu tragen haben, das aber zum hogsten vur unpillich und unchristlich, das sey, unsere gegentheils, sich tin dem neben unpilliger weigerung auch–t vernemen lassen solten, als ob inen nichts doran gelegen, wie wir es mit unsern burgern der accyß ader ungelts halber hielten, item, das auß dem, dae die gemeine beschwerdt, nit volgte, das die clerisey irer freiheit entsetzt pleiben und, als wir das verstehen, ire, der gemeinden, zu steur dorin komen solt, in betrachtung, nit wir von inen, sonder sey von uns geschutzt und geschyrmbt werden.

    Zudem ist waer, das gemeiner statt einkomen ubloißlich auf der accysen oder dem ungelt–u beruwet und sey, die clerisey, zu vollenziehung christlicher liebde gemeinen last billich mitzutragen noch sich in dem von uns nicht abzusundern haben, dhweil je waer, das sey mit uns und wir mit inen, sovill die beywonung belangt, ein corpus und gemein seindt, in einem zyrck begriffen. So sein auch uber das wir, unsere burger von inen, so sich geistlich nennen und in das wortlin clerisey getzogen sein wollen, so gantz und gar ubersetzt, das uns mitnichten moglich, sollichen last in die harre zu erheben, und derhalben geraitner, wan das vor pillich wolt angesehen werden, die statt zu verlassen, als dorin mit sollicher vuntreglicher, ubermachter–v beschwerung zu beleiben. wAuß dem auch erscheindt, das in einem sollichen notfall vermoge irer selbst gaistlichen, geschweigen eur ksl. Mt. und gemeinen rechten nach sollichs, als obstet, auch recht und pillich ist–w.

    Und gesetzt, dae unsere burgere des vermogens, wie doch nicht ist, sollichen last allein zu tragen, so wisten wir doch inen das neben allen andern in naturligem und gottlichem rechten gegrundten, auch nemlich deren ursachen halben nicht anzumueten, vilweniger aufzulegen, das, wie unserm gegentheil am besten bewust, den negsten darauß grosse uffrur, nicht on gering blutvergiessen und kunt sein zersteurung und verwustung gemeiner statt Colln abgeen, volgen wurde, alß dan leider in den negstvergangen 80 jarn zum dritten maell nit gefeirt ist worden. Und nachdem einmall wir und unsere burgere durch zuthun irer, der geistlichen, des ungeltz halben xetwas erleichtert–x, so mussen ouch von sollichem ungelt, dan on das hait gemeine statt nichts infallen, alle unsere schuldt, so sich jerlichs uff ein mercklich[s] ertragen, entricht, die statt in nottwendigem bowe erhalten, zudem alle nachpaurliche und zufellige beschwernuß, die uns ein zeitlangk her als mit der beurischen uffrur, dem widdertheufferischen wesen zu ŠMunster und sunst in vill wege statlich obgelegen. Wir wollen darneben allerley des reichs anschlege zu erhaltung guter policey und rechtens im reich, item turckensteur, auch was dergleichen mer ist und alles von dem ungelt unsers theils genomen wirt, umbgeen und von wegen obangezeigter grundt pillich, auch das solliches unsern burgern bevor andern freien und des reichs stetten unverweißlich, ab exemplo hinforter geubricht zu sein yund auch zu beleiben–y, verhoffen.

    zDerhalben abermals erscheindt, weil diß wie gemelt aus sollicher noit hergflossen, auch das die sachen nicht anders zu erhalten, damit deßhalben offenbaer scandalum in vill wege vurkomen sey, die clerisey auch vermög irer selbst geistlichen und zuvoran kaiserlichen, geschriben rechten und derselben lerer zu obgemeltem und durch sey, wie gesetzt bewilligt, verbunden sein–z. So aber deßhalben und uber sollichs alles etwas mit den unsern angefangen worden, was dan in des einigen ader andern vortheil sein kondt, geben wir inen zu bedencken, und dweil sey, unser gegentheil, vermuetlichaa wissen, das sollich uffrur und blutvergiessen dorab folgen wurde, haben eur ksl. Mt. allergnedigst zu erwegen, dae sey uff sollichem irem vornemen verharren, was sey alsab christen und bevor andern angebene geistliche dardurch gemeint und gern gefurdert sehen wolten, auch wie christlich und billich inen das anstehen wurde, damit wir doch niemandt geschmehet, auch die allein, so das spill in sollich ort zu treiben begierlich, in diesem und andern allein angetast haben wollen.

    Und demnach wir und unsere burgere sollich gottlich, naturlich und pillich, auch obgemeltermassen die geschriben recht vor uns und in wesentlichem prauch haben und die sachen, wie oben von uns ertzelt, geschaffen, wollen wir wenig zweiveln, das die gegen uns angetzogene, vermeinte recht, privilegien, freiheiten und vertrege, aczuvor so auch in obertzelten fellen der noit und publici scandali die privilegien dermassen und nit ferner dan das gemein recht an im selbst woll wurcken mugen-ac, inen uber sollichs alles vortreglich ader uns hinderlich sein werde, dan alhie schwerlich zu verneinen, das wir nicht das eltzte und pilligst recht, dem sey noch niemandt zu widderstreben, sonder bevoran, dem zu geleben, schuldig sein, fur uns haben solten.

    ŠadDarumb ir, der clerisey, angetzogene recht und spruch vor uns, deßgleichen auch das naturlich und zuvor das gotlich recht, auß den ursachen, dhweil das gotlich, naturlich und geschriben recht widder sey, haben sey-ad die privilegien, so das gemeine recht beengen, dem gemeinlich derogieren und zuwidder seindt, außpracht. Auß dem erscheint je clerlich, das sey sollichem irem gemeinen rechten, aedarauf doch sey allen iren grundt setzen und so hog pochen-ae, nit haben trauen durfen oder zum wenigsten afin zweifel-af gesetzt, ob dem zu vertrauen. agWarumb aber ire vermeindt geistlich recht und privilegien furgenomen und was end und-ag vorhaben dardurch zu erlangen, haben wir leider nit allein, sonder die vurnempste des reichs glyder, auch das gantz röm. reich selbst mit unoberwindlichem schaden erlernet und, so dem ferner zugesehen soll werden, zu allem unserm ahendlichen verderben, ja auch, wie von etlichen vorsorg getragen, zur außruttung des namens erlernen wurden-ah.

    Ferrer auch als vill den angetzogenen brauch belangt, dorin wir gleichs andern etwo zugesehen und sey des ungelts zu irem gepurenden antheil ein zeitlangk geubrigt haben solten, mag der zeit, so wir und unser gmein gut in besserm vorraith und deßhalben sollich ungelt aileichter angeschlagen und-ai unsern burgern treglicher gewesen und sey durch ire zuthun, wandel, wesen und leben unsere vorfarn darzu vermocht, beschehen sein. Nachdem nun, ajwie davon geredt will werden, ire sachen, in lere und leben etlichermassen baufellig zu sein, sich an tag gethon haben-aj, derhalben dan in der gantzen christenheit hochbeschwerliche clage, wir auch sampt unsern vorfarn zum theil durch sey, ire thun und selbst verursachen, auch zum thail auf ire flehendlich bitten und begeren zu erhaltung irer inak ubertreffenden, unwiderpringlichen schaden gefurt, alle unsere barschaft und vorraits, den die unsere von etlichen hundert jarn dabevor (eur ksl. Mt. kunnen gnedigst ermessen, in was achtung) beyeinander gehabt, uns nit allein emplössen, sonder, damit wir umb die uberige Šstumpf auch nit kemen, unserer gelegenheit nach furtreglicheal somma von gelt und jarlichen zynsen amund ander beschwernussen-am, damit wir und unsere gemeinde noch mercklichen beladen, entlehen und uffpringen haben mussen, wie uber das alles der krieg, so weilandt hochloblicher gedechtnus H. Dietherich Ebf. zu Colln2 wider die statt Soist und volgendt auch Bf. Herman Lgf. zu Hessen3 in Neuß gefurt haben und gemeiner statt wenig under 1.700.000 fl. gestanden haben und des leider klerlich gute und bestendige zeugnuß geben, davon dan enstanden, das wir zu entrichtung sollicher unserer von irentwegen gemachter schuldt das ungelt, on das, wie oben gemelt, gemeine statt nichts fallen oder einkomens hait, als uff bier und broit, wein und weinschanck hocher haben steigern mussen. Solten nun sey, wan auch anders kein recht, grundt oder pillicheit vor uns were, sich des weigeren, zudem, das solliches doch on das uns und den unsern zum beschwerligsten obligt, hetten eur ksl. Mt. allergnedigst zu bedencken, mit was grundt, fueg, pillicheit sollichs beschehen wurde.

    So kan oder mag auch im fall, uff die angetzogene, unerheblige privilegien ichts zu geben, kein bestendiger grundt gesetzt werden, nachdem durch dieselbige und uberschwindtlichs der geistlichen anzall der personen und guter zunemen res publica nicht allein enormiter lediert, sonder auch gantz und gar subvertiert anund zu boden gestossen wirt-an, und auch das wir von pabstlicher Hlt. auß ehaften, waren, bestendigen und nit unerfindlichen ursachen, im fall von unserm gegentheil darauf gegrundet werden woll, gleychs und auch bevor inen begnadet, privilegiert und versehen worden sein vermog hiebey ligendt copien, mit A unnd B vermerckt. So haben sey derselben auch etliche, kan sein und wirs auch glauben wollen, uff ire unerfindtlichs zu mildt inbilden von euerer ksl. Mt. confirmiren, doch uns nach der confirmation in die neun oder zehen jaer nicht on besundere arglistigkeit verhalten und verschweigen lassen, aoauch dieselbige nit gepraucht und dardurch, wha sey die hetten prauchen mogen, sein solliche privilegien durch ir nit-prauchen selbst gefallen-ao. Was nun solliches auf im hait und wie hoglich sei sich der erfreuen mogen, das haben eur ksl. Mt. gleichsfals allergnedigst zu ermessen.

    Zudem allem kondt auch gesagt und mit grundt der warheit dargethan werden, das sey, unsere widdersacher, nach erhaltung sollicher vermeinter privilegien an den personen und gutern erst zugenomen und auß geringer antzall der styft, closter und dergleichen heusere und pfarkyrchen numehr in die 160 bey Šuns erwagsen und das nicht allein, sonder auch dieselbige dennogst in sollicher grosser antzall mit mennicheit der personen ubersetzt. Neben dem so seindt sey auch mitlerweil in zunemung irer guter dermassen gestigen, das vor inen nichts frey oder unerkauft bleibt, so doch uff sollichs die hogste sorge von inen nicht gesetzt sein solt und diß alles apgemeinem nutz des hl. röm. reichs und allen guten policeien-ap zu hohen, mercklichem bedrang und schaden.

    Dae aber under einem schein sollicher angemaster, unchristlicher, ja unnaturlicher privilegien und freiheiten, die alle on underscheidt der gemeinen contribution enthaben seinaq, auch inen, durch bißhieher geubte fundt und practiken guter an sich zu reissen, die sie volgendts frey zu behalten gedechten, zugesehen werden solt, armocht woll gefragt werden und vorsorg getragen werden, who-ar zuletzt der gmein man pleiben, welcher seiner oberkeit volg und steur asvermoglicheit halben leisten wurdt, und-as wie in dem gute policei und die von Gott eingesetzte oberkheit erhalten werden wolte und was doch anders darauß folgen wurde, kondt dan ein gemeine verwirrungat alles gottlichen und menschlichen gesetz, zudem aller herschender, weltlicher oberkheit abtylgung, dan wir von uns gesagt, auch im fall der notturft mit thauf- und zunamen darzuthun urbutig, das uber die 10.000 geistlichen stands, mans- und weibsgeschlegt auund frembder personen-au, in Colln sein, die dae zusampt allem irem haußgesindt und, was teglich bey denen zu und ab zu verkeren pflegt, deren anzall avsich gwißlich daran erstreckt-av, dieser angemaster freiheit zu erfreuen, sich unpillich angeben awund einzudringen understeent-aw. Sollen nun dieselbigen darbey geduldet, den burgern, den sey in der antzall schyr gleich, die gmein burden nit helfen tragen, auch wie bißanher, durch fortheilhaftige, unpillige keuf, wegsel, vertrege, giften, testamenten und, was dergleichen mehr ist, unser und unser burger guter in sollicher ungeistlicher gestalt an sich zu schlagen, gestatt werden, axwas wurdt doch uns anders zulest zu raten sein-ax, dan entweder mit der hilf des almechtigen durch unverweißliche wege dargegen trachten oder aber, so wir in dem von eur ksl. Mt., aydes wir uns mitnichten versehen ader doran zweifeln, sonder eins bessern in aller underthenigkeit vertrost haben Šwollen-ay, verlassen werden solten, uns und gemeine statt zusamet weiber und kynder inen ewich eigen machen und in sollicher eigenschaft wie leider mehe andereaz deurlich zusehen und erwarten, welchergestalt mit uns und den unsern gehauset werden wolt.

    Und was in gleicher gestalt von etlichen vertregen gesetzt ist, sollen uns keine widder sollich naturlich, gotlich, auch, wie wir glauben und angezeigt, ir selbst angetzogene recht bestendig vorgeworfen werden mogen. Aber hynwieder kan mit grundt gesagt und auch erhalten werden, das wir etliche vertrege, die uns und den unsern sollichs zupilligen, hynder uns haben und, wan eben kein ander dan derselbig, dessen sey, unser gegentheil, sich unpillich beclagen, vorhanden, so konth doch derselbig uns zu sollichem endt keinen geringen vorstandt geperen, der ursachen halben, das sey, unser gegentheil, dardurch sich sollicher widder gottlich und naturlich recht angemaster privilegien einmal mit der that begeben haben, und dem zuwidder irt nit, das von inen geschriben, als ob sey sollichen vertrag nit angenomen, weil waer und bewißlich, das in irem anwesen sollicher vertrag gemeiner burgerschaft publicirt und verkundiget, von inen aber derzeit ader schier in einem jaer, bawie sei selbst zum theil setzen und bekennen-ba, nit widdersprochen und also ye angenomen worden ist. Deßhalben auch felt und nit besteen kan, dae sey sollichen vertrag von wegen, das derselbig nit versiegelt sein soll, vermeintlich gern cavillirn wolten, dan zudem sollicher vertrag in ader nach der publication bbader verkundigung-bb alßbald von inen tanquam presentibus nit widdersprochen und also wurcklich angangen, weiß sich der gegentheil auch selbst zu bescheiden, quod omissio sigillorum, cum illa de contractus substantia non sint, ime zu hindertreibung oder vernichtung des vertrags in recht nit erheblichbc. So furt auch der vertrag nit auß, das nach verlauf der sechs jarn sey, die clerisey, des ungeltz halber uberhaben sein, sonder mit hellen, lauteren, claren worten, das darnach handlung vorgenomen werden solt, wie hynfurter darauf bestendiger fridt und aynigkhait getroffen, je vermutlicher, das sey, die clerisey, sich des ungeltz neren dan enzehen [sic!] solten, dan weßhalber solt sunst der vorbehalt ferner handlung nach außganck der sechs jarn bescheen sein. Es wer auch den sachen zum friden, bdwelchen sey deßmals vur den grundt sollichen vertrags angetzogen, wenig-bd geraten gewesen, alles zum vertrag getzogen.

    ŠSo bewerden sei auch mit bestendigem grundt nymmer anders darthun konnen, dan das-be sollicher vertrag uff ir, der clerisey, dere zeit beschehen, empsigen ansuchen und bewilligung des ungelts, auch nachlassung des weinschangs gevolgt und troffen worden sey, bfdarumb sey nit allein kein entsetzung mit grundt darthun mogen, sonder auch-bf, dweil inen daerinnen nichts unpilligs ufferlegt, sollen, indem sy, denselbigen auß deßmals vorstehenden, geferlichen leuffen zu hindertreiben, understehen, auch gar nichts gehort werden.

    Das auch derselbig vertrag durch eur ksl. Mt. und des reichs augspurgischen abschiedts cassiert und abgethan sein solt, ist gleichsfals on grundt, dan eur ksl. Mt. sich allergnedigst zu erinneren wissen, das alßbaldt nach außlassungbg berurts abschiedts die unsern, so wir daeselbst zu Augspurg gehapt, sich zu eur ksl. Mt. underthenigst verfugt, sollichen abschiedts mercklichen beschwerdt und, sy dessen zu uberheben, bhuffs fleissigist-bh gepetten, dan sunst wusten ader kunten sy on unsern vorwissen und willen denselben nit annemen, und derhalb protestiert haben wolten. Darauf eur ksl. Mt. gedachten unsern deßmals zu sollichem reichstage gesandten und das in beysein weilandt des hochwirdigisten H. Erharts derzeit cardinals und Bf. zu Lutich etc., auch des H. zu Granuils allergnedigst zur antwort geben lassen, das unsere angetzogene irrungen und, was sunst wir des ungelts halber mit der clerisey zu thun, in sollichen abschiedt nit getzogen noch darunder verstanden werden solt, eur ksl. Mt. solten aber beden theilen auß sundern gnaden besundere handlung, deren wir noch uffs underthenigst erwarten, allergnedigst vornemen und sollich irrung folgends uff gepurliche und tregliche wege stellen und richten lassen, derhalben sey, unsere gegentheil, sollich eur ksl. Mt. und des reichs abschiedt in gegenwertigem fall mitnichten gegen uns vurzuzehen, vilweniger sich dessen zu erfreuen haben konnen ader mogen.

    Nhun haben, allergnedigster herr und kayser, wir auß dergleichen ursachen und grunden sollichs vorgeschlagen mittel unsers gnedigisten herrn, des Kf. von Colln, nit anzunemen gewust und derhalben zu vurkomen weithern unraits, auch sunst in ansehung gotlicher, naturlicher und menschlicher gesetz dieselbig lauth beylygender copei, mit D vertzeignet, abgeschriben, hoffen auch bey eur ksl. Mt. und allen unpartheischen als darzu befugt dessen on all unpilligen verdacht zu pleiben.

    Aber wie dem und auch, das wir uns uber alle verursachen und dasjhenig, was oben allenthalben vermelt, aller christlicher und freuntlicher handlung, soviel an uns gewesen, von zeit der entstandnen irrungen biß an den heuttigen tag in der gute on alle scherpf und bitterkheit beflissen, auch eur ksl. Mt. allergnedigster versprochner underhandlung underthenigst vertroist haben und Šnoch weniger auch nicht alle pillige, tregliche mittel umb friedlebens willen eur ksl. Mt. ader, welche darzu von derselbigen geordnet werden mochten, underthenigst und willigklich einraumen wolten, so mussen wir dannoch uber sollich unser rechtmessig und pillig vorhaben, desgleichen auch pitten und erpieten bei eur ksl. Mt. und sunst mennigklich (so umb gelegenheit und gestalt geclagter irrungen kein wissens tragen) als ob wir die unbilligste, die widder auf Gott noch auf eur ksl. Mt. nicht sehen, von ine, wie wir bericht, hynderrucks dargeben und daneben, solliche eur ksl. Mt. gnedigster vertrostung und versprochener handlung ungeachtet, nit desto mynder gewertig sein, das underm schein des vermeintenbi rechtens mit uns und den unsern sollicher unnottiger gestalt gemutwilt werde.

    Dhweil nun auß allem obertzeltem erstlich erscheindt, welchergestalt wir in diesen angebenen irrungen unserm unverursachlichem gegentheil in ader ausserhalb rechtens gepurender pillicheit nit vorzusein, sonder dessen bjobgesatzter gestalt unbeschwerdt-bj, volgt, das wir als die mit gwalt ader sunst unzulessigerweise nichts gehandelt noch gegen sey vorgenomen und derwegen unpillich beschuldt werden und so vill desto mehr das unsere vorgenomene handlung nicht allein in naturlichem und gotlichem gesetz allerherlichst begrundt, sonder auch auß sollicher nott, die zu den und dergleichen fellen unstrefflichen zuschrittbk und offnung vermog unsers gegentheils selbst angetzogenen rechten gibt blund erlaubt-bl, wircklich herflossen, dargegen unsers widdertheils bmgrundt und handlung-bm je nit anders dan vor unrechtmessig und unpillich zu achten und zu halten ist, bevorab bnauch auß dem, das-bn es alle christlich lieb und, was dardurch pillich und christlich zu furdern, unbedechtlich verwirft und den last, dorab sie doch geschutzt und geschyrmbt werden, uff unser arme burger, diebo bpbekummerlich auß irem saurlichen schweiß in diesen geverlichen leuffen und teuren zeitten die bloiß leibsnotturft erschwyngen kunnen, ungeachtet irs, der geistlichen, ubermessigen zeitlichen guts-bp, gern dringen wollten, vor eins.

    Zum andern, das nachdem sey sollichs weder in naturligem noch gotlichem gesetz, bqauch als obangezeigt ratione scandali dem beschriben rechten nach-bq brnit frey-br noch geubricht, sonder offentlich darzu beruffen und getzogen Šwerden, darneben auch vur sich selbst woll abnemen und schliessen kunnen, was uffrur, bluitvergiessen und dergleichen unraiths, wie auch sollichs das werck mermals bswidder unsern willen-bs leider erweiset hait, darauß eigentlich erfolgen wurde, haben eur ksl. Mt. allergnedigst zu behertzigen, mit was bescheidenheit und whaehyn [= wohin] sich sollich vornemen, dichten und trachten, in sonderheit dae sey uff sollichem hinfurter beharren, zuletzt lenden wurde, vur das ander.

    Zum dritten, was deßhalben von inen unpillig geklagt wirt, das es zu verhynderung und mercklichem nachteil nit allein des gemeinen nutz (dembt sey pillich in ansehung ires schutz und schyrmbs nicht zuwidder sein solten), sonder auch inen der ubermessigen antzal halben zu geringem vortheil reichet und uns und den unsern durch sollich ire narung und habenden gwerbs verringerung zu cleglichen, verderblichen schaden und bedrangh, vur das dritt.

    Zum vierten, weil ir leben, thun, wesen und wandel von dem zeitlichen gewerb als von kaufmanschaft und derselben anhengich abgesundert, darneben auch von iren obern pillich abgehalten werden, kein burgerlichs gwerbs, davon sich der gemein man ernert und das gemein gut zunympt und gebessert, underfahen solt, wie sollich alles inen in iren selbst rechten und auch sunstbu ernstlich eingebonden worden ist und dan der ganz grundt irer clagten dohyn gericht, das inen geholfen und zugesehen mocht werden, burgerlich gwerb und handtierung auch in dem allergeringsten und eusserlichsten, als offentlich wein zu schenken, zu treiben, volgt, das inen sollichs in paurung ires angenomen geistlichen standts bvvermog alles gotlichen und menschlichen gesetz offentlich verpotten sey-bv.

    Zum funften, weil sollichs die offenbar waerheit, do sy nun nichtdestomynder uff erstattung des uffhabs (der nicht dem gemeinen gut zu nutz komen, sonder den burgern samptlich zu sollicher erleichterung, wie oben vermelt, gedient hait und noch) staen wolten, wurdt volgen, das, zudem sey deßhalben an uns unpilliche, nicht begrundte fordrung legen, auch sunst nach irem eignen ungluck ryngen wurden, dan, wie obangezeigt, sollichs in das gmein gut nit kommen und im fall die restitution desselben von inen bwoder imands anders-bw vor pillich geacht, wisten ader wurden wir inen sollichs nit anders dan durch gmein unser burger contribution zu erstatten. Wie das aber nae ergeen wurde, stellen wir underthenigst in eur ksl. Mt. allergnedigst bedencken, zudem auch, wie pillig uns und unserm gmeinen gut, das wir so vill jaer her irs beyfals halber geringert haben, doran beschehen wurde.

    ŠZum sechsten und lesten, das auß dem allen unwiddersprechlich volgt, das wir gegen unsers widdertheils unpillich, unnöttig, unbestendig clag mit unser gethaner defension auß naturligen, gotlichen und menschlichen satzungen, rechten und ordnung zum bestendigsten und pilligsten begrundt, daebey von eur ksl. Mt. als sollicher recht von Got gesatztem handthaber allergnedigst geschutzt und geschyrmbt und sey, unser gegentheil, von sollichem vornemen abweisen und hieruber weithers wider [= weder] in noch ausserhalb rechten billich nit zu hören sein sollen, wie wir auch sollichs neben unser gerechter sachen, als die eur ksl. Mt. bißhieher sonderes vleiß underthenigst gewilfart und, hynforter zu thun, sich erpieten und auch eur ksl. Mt., daruff ernstlich zu halten, uffs allerunderthenigst bxin der besten form-bx gepetten haben wollen, unnottigen costen und, was sunst weithers darauß unraitz entstaen mocht, dardurch zu vermeiden.

    byDas alles haben wir eur ksl. Mt. zu underthenigstem, grundtlichen bericht anzeigen wollen, underthenigst pittendt, eur ksl. Mt. als unser allergnedigster herr, schutzer und schyrmer wollen nit allein diese sachen, die unser hogste noit, und obangetzogne ursachen allergnedigst erwegen und die pillicheit mit unserm gegentheil verfugen, sonder auch bzbey gedachtem eur ksl. Mt. camergericht-bz verschaffen und denselben befelhen, mitlerzeit und bißan eur ksl. Mt. aller gelegenheit der sachen, wie die nemlich in der that geschaffenca, sich nach notturft und im grundt erkundigt cboder aber biß uff gemeiner reformation der geistlichen in theutscher nation dorinne mit weitherem procederen uns nicht zu beschweren, damit–cb dardurch allerley mengel, die sich sunst, wo an obgedachtem camergericht forgefaren werden solte, zutragen mochten, abgewendt und gricht werden4. [...].

    ŠDas alles umb eur ksl. Mt. mit gepurliger darstreckung unsers vermogens, auch leibs und guts underthenigst zu verdienen, sollen wir alle zeit gants willig und bereidt erfunden werden, uns damit in eur ksl. Mt. schutz und schyrmb zum underthenigsten bevelhendt–by.

    «Nr.361 Zusammenfassung der Supplikation Gf. Dietrichs IV. von Manderscheid-Schleiden und seines Sohnes Franz und Beschluss des Supplikationsausschusses1 – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    Dieterich Gf. zu Manderschiedt und Blanckenheim, H. zu Schleiden, Kerpten, Cronenburg etc. hat Kff., Ff. und stenden supplicirt, zeigt an, das ime, Die Štherichen dem eltern, Gf. zu Manderschiedt, mit der wolgebornen Elizabethen von der Nuerburg das schloß und herschaft Moselburg under anderm, nachdem sie vor ime verstorben, ein zeit zu besitzen und inzuhaben, zugeeigent, wie er auch dasselbig vermog der heulichsverschreibung ingehabt und besessen. Und als nach gedachter seiner hausfrauen absterben die wolgeborne frau Margrethe von der Nuerburgk, ir leibliche schwester, gedacht schloß und herschaft als ir naturlich, vetterliche erbschaft angenomen, doch seiner, Gf. Dietherichs, gerechtigkheit und posses vorbeheltlich, hab doch einer von Prerefort gnant, ein Frantzhoß geporn, deßmals des Hg. zu Calabrien, Lotringen und Bar dienner, gedachter frau Margarethen solich schloß und herschaft geweltlicher that mit gewapender handt ingenomen und, ob hochgedachter Hg. von Lotringen sich irenthalben einichs nachtheyls besorgt, dieweil es ein vest hauß, das die frau urbutig, das sein fstl. Gn. imants, wer der gelieben wolt, neben sie in soliche schloß zu verordnen, das notturftiglich zu vorkomen, aber des unangesehen sey sie aus gedachtem schloß und herschaft außgetrungen, also, das der Hg. zu Lotringen in das berurt spolium gefolgt und getretten und noch, so ist an kfl., fstl. Gn. und G. sein underthenig dienstlich und freuntlich bit, dieselbigen wollen es genediglich und freuntlich erwegen, inen ein schrift an hochgedachten Hg. von Lutringen mitheilen, damit ime, Dietherichen, der unpillichen verwaltigung halb soliche pilliche ergezlicheidt beschee und ime, Frantzen, inreumung gedachts schloß und herschaft uff sein angeregt erbieten wiederfaren moge, und darneben daran zu sein, das dem keyserlichen camergericht bevolhen werde, sofer der hertzog vermog solich schrieft die gepetten inantwortung und restitution nicht thun wurdt, inen gepurliche ladung der entweltigung halber nach vermog des keyserlichen landfridens mitzutheilen und gepurlich recht gegen seinen fstl. Gn. wiederfaren zu lassen.

    Ist durch den ausschuß bedacht, das ksl. Mt. durch Kff., Ff. und stende underthenigst zu bietten, das ir Mt. den supplicanten mit inschliessung seiner supplication an hochgedachten Hg. von Lotringen vorschreib, daran zu sein und zu verschaffen, damit er wieder restituirt werde.

    «Nr.362 Zusammenfassung der Supplikation Gf. Albrechts VII. von Mansfeld und Beschluss des Ausschusses1 – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); ÜS: Supplication Gf. Albrecht von Manßfeld.

    ŠIst befunden, das sich Gf. Albrecht beschwerdt, das sein Gn. durch den von Trotta uf den landtfriden vor dem keyserlichen cammergericht furgenomen, weil sein Gn. ein zugelassen gegenweher gebraucht, und deswegen gebetten, den proceß ab- oder stilstandt zu verschaffen.

    Bedenckt der ausschuß, das dise bith alhie nicht stathabe, sonder mag Gf. Albrecht sein notturft vorm cammergericht, da dise sach zu recht hangt, vorbringen lassen.

    «Nr.363 Eingabe der Gesandten der Kgn. Maria, Statthalterin der Niederlande, an Kg. Ferdinand und die Reichsstände in Sachen Vrentzen Erben – Regensburg, o. Datum »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 461–474r (Kop.); AS fol. 461r: Der kgl. Wd. zu Ungarn und Beham etc., regentin der röm. ksl. Mt. in Niderlandt, gesandten bericht an di röm. kgl. Mt. und gemeine stende des hl. reichs auf supplicacionschrieft der Frentzin erben wider die stad Mastricht. Der Frentzin sach. Regensburgk 1541.

    ŠDer durchleuchtigsten furstin und frauen, frauen Marien zu Ungarn und Beham Kgn. etc., der röm. ksl. Mt. stadhalterin und regentin der nidern erbland gesandten haben weiland Dionisien Frentzen nachgelassen kinder und erben supplicacion wider di stad Mastricht, der röm. kgl. Mt. etc., unsers allergnedigsten hern, auch gemeinen stenden auf itzigem reichstage und hiebevor ubergeben, vornhomen und konnen darauf irem habenden bevelh nach, zu einem bestendigen und warhaftigen gegenbericht der röm. ksl. Mt. als Hg. in Prebandt gerechtigkeit antzutzeigen, nit underlassen1. Achten aber von unnodten zu sein, dißmals zu erholen, aus was ursachen diese irrung so lang und bisher unausgetragen vorplieben, auch wie di ksl. Mt. sich gegen di supplicanten und deren eltern (wiewoll irer Mt. ungehorsamen underthanen und uber derselben offenbare unfug, auch vilfeltig, mutwillig und frevelich handlung) gnediglich und gar miltiglich ertzaigt, und daruber, was zu hinlegung der sachen von irer Mt. mit vorordenung der commissarien und in andere wege furgenhomen und aber alwegen durch obgedachte parthei abgeschlagen und gestritten, alhier zu erzelen, sonder wollen di gesandten solchs alles dißmals umbgehen und geschweigen und nun, was di haubtsach betrieft, vermelden, daraus dan ider menniglich fur sich selbst der Frentzin grosse und offenbare unrecht und darentgegen der ksl. Mt. und der stad Mastricht wol gegrundte gerechtigkeit clerlich abnhemen werden. Und hat dieselb sache kurtzlich diese gestalt, das, als vor etlichen jaren in der stad Mastricht sich zugetragn, das zwuschen Dionisien Frentzen von wegen Hedwigen, seiner hausfrauen, der supplicirend vater und mutter, als clegern eins gegen Philipen von Linden beclagten anderß thails fur schulteis und schepfen des gerichts zu Mastricht von wegen einer gar geringen, unachtbare behausung sich ein rechtfertigung erhalten, ist darinnen in recht so weit furgefharn worden, das obgemelt schulteis und schoppen der clegern anforderung zu nichten erkant und iren widersacher, den beclagten, darvon erledigt, von welchem urteil die Frentzin ein vormeinte appelation gethan und dieselb wider gemeine recht der stad und desselben gerichts gebraucht, auch, alte des herzogthumbs Proband freiheit gein Ach in ein frembde gericht zu tzihen und, so di daselbst kein furgang erlangt, von dannen am keyserlichen chammergericht anzubringen, understanden, ungetzweivelt aus keiner andern ursach, dan, dieweil sie gesehen, wi geringe di haubtsache (wie hirunten ferrer sol angetzaigt werden) gewesen, und sie ane das ires clagens kain fug noch grund gehabt, das sie der hoffnung gestanden, durch solchs unordentlich umbtreiben Šdem widertheil etwas abtzuschetzen, und haben demnach bei dem keyserlichen chammergericht compulsorialbrief umb edirung der acten auf unwarhaftig angeben eins vormeinten gebrauchs gegen vormelten schulteisen und scheppen ausbracht. Als aber dieselbt vorkundigt und di urteilsprecher befunden, das solchs wider gemeine recht, auch des hl. reichs ordenungen und vorab des gerichts herkomen, auch zu schmelerung ires landsfursten obrigkeit und sonder hergebrachte freiheit der stad unordenlicher weis erlangt, haben sie (wie getreuen underthanen geburt) an di keyserliche regirung in Proband solchs gelangen lassen, welche darauf, di acta zu sehen, gefordert und besichtiget und, dieweil sie befunden, das rechtmessig gehandelt und gesprochen und di parthei aus lauterm frevel diese appellation furgenhomen, haben sie inen, bei irem alten gebrauch und freiheit zu pleiben und dieselb zu handhaben, bevolhen, darauf schulteis und scheppen solchs auch am keyserlichen chammergericht furwenden lassen und, sich darinnen fur entschuldigt zu halten, gebeten. Aber solchs unbetracht, haben di Frentzen noch schwerer gepot umb edirung der obberurten acten auspracht2.

    Wiewol nun obberurter schulteis und schoppen die acten nit mher beihanden gehabt und inen, solchen mandaten zu geleben, nit muglich gewesen, so ist nichtsdestweniger, solchs unerwegen, die acht wider sie gefolgt. So nun solchs an di ksl. Mt. gelangt, hat ir Mt. fur ir interesse als Hg. in Proband nit underlassen, alspalt darauf des herzogthumbs Proband und stad Mastricht freiheit und offenbare gerechtigkeit, auch vilfeltig alte und neue privilegien gemeltem irer Mt. chammergericht zu berichten und antzutzeigen, dardurch dan volgends di acht widerumb vom chammerrichter und beisizern in betrachtung, das di, der ksl. Mt. als landsfursten gerechtigkeit unerhort, nichtiglich ergangen, aufgehebt worden3.

    ŠNun hat aber obgemelte parthei demselbigen zuwider umb restitucion bei gemeinen stenden, auch das keyserliche chammergericht aufs heftigst angerufen und mit vorungelimpfung der ksl. Mt. und gerichts allerlei behelf zu umbstossung obberurter cassacion furgesucht und nemlich, als solt der ksl. Mt. angetzogene gerechtigkeit und di probandische und der stad freiheit pendente lite erst ausgebracht sein und, diweil di auch nach ergangenem urteil erst furbracht, zu dieser sachen sich mitnichten erstrecken, und in summa ist die sache so lange hin und her getrieben, das di Frentzin ir begern zum letzten zum theil erlangt und die cassacion widerumb aufgehebt und gemelte gerichtsperson in die vorigen acht widerumb vormaintlich gesetzt und reducirt worden, wiewol mit einem anhang, das solch urteil dem herzogthumb Proband an seiner [sic!] freiheiten, ober- und gerechtigkeiten, auch hergebrachtem gebrauch unnachteilig sein soll.

    Wiewoll nun di kgl. Wd. solche reduction (wie es genent worden) hohe befrembdung getragen und sich in kain weiß solchs vorsehen het und aus vilen ursachen dasselbig fur nichtig gehalten und furnemblich darumb, das ir kgl. Wd. anstad der ksl. Mt. als Hg. in Proband darzu, wie sich gepurt, vorkundigt, das auch in kraft der furgebrachten freiheit und ausdrucklichen clausel darinnen vormeld, alles, so dawider gesprochen oder gehandelt wurd, nichtig und kraftloß gewesen, davon auch ir kgl. Wd. zu mhermaln protestirn lassen und der Šhalben obberurte parthei sich solchs vormeinten urteils mitnichten zu behelfen gehabt und anedas die straff der obangetzogen freiheit vorwirckt (welche dann auch nit erst, wie durch den gegentheil furgegeben, pendente lite ausgebracht, sonder etliche 250 jar alt und etliche bei Ks. Carl dem vierden, Ks. Sigmunden und andern erlangt, darzu mit urteil und recht bei Ks. Fridrichs des dritten zeiten, wie hernach sol angetzeigt werden, bestetigt und menniglich kundig und dermassen offenbar gewesen, das es ferrers furbringens nit vonnodten), so hat aber dannoch ir kgl. Wd., ferners furlaufs zu vorhuten, nochmals zu hinlegung solcher sache allen vleis furwenden lassen.

    Und dieweil aber durch diese irrung die ksl. Mt. in iren gerechtigkeiten und freiheiten des herzogthumbs Proband und der stad Mastricht hochlich turbirt und di parthei selbst diese sachen an gemeine stende gelangt und das chammergericht verlassen, so haben ir kgl. Wd., der ksl. Mt. gerechtigkeit gemeinen stenden itzo grundlich zu entdecken, auch nit wollen underlassen. Und ist dieser streit, wie von etlichen unvorstendiglich darvon bisher gered worden, nit, ob gemelte stad Mastricht zu dem reich ane mittel oder zum herzogthumb Proband gehor, sonder nur allain von wegen eins schoppengerichts daselbst, so man sonst das probandisch gericht nent, und ob vom selben soll oder mag gein Ach und von dannen ferrer als ain reichstad am keyserlichen chammergericht appellirt werden und demnach schulteis und schoppen desselben mastrichischen gerichts, die acta auszugeben und zu edirn, schuldig gewesen, derhalben der hauptstrit des hohen schreiens und verungelimpfens der ksl. Mt. oder iren kgl. Wd. nit werd, dan solch appelirn von einem ainigen gericht den von Ach, dem chammergericht oder dem hl. reich nit sonder furtreglich oder erschislich sein kan noch, wo solchs alles wie zuvorn noch hinfurder gleichergestalt unterlassen, wurde dem hl. reich darumb so vil nit benhomen, so doch vil ganzer furstenthumb und landschaft wie Sachsen, die marggrafschaft Brandenburg und andere mher, di sonst dem hl. reich vorwand, des appellirens am keyserlichen chammergericht gefreit sein. Damit aber di kgl. Mt. und meniglich clerlich sehen, das die appellation von obgemeltem gericht alhier kain stad kan haben, so will die kgl. Wd. mit kurtz des genugsame und uberflussige, auch rechtmessige, bestendige ursach anzeigen lassen.

    Und erstlich ist jhe di lauter warheit, das diese stad Mastricht nihe fur ein frei- noch reichstad gehalten worden noch bei itzigen oder vorign zeiten jhe in des hl. reichs registern oder anschlegen befunden noch auch sie selbs sich solchs jhe angemast, auch kein privilegi oder freiheit, so derselben stad von romischen kaisern oder konigen zu solchem ende gegeben, jhe furgebracht oder imands sich jhe berumbt gehabt, sonder von allen zeiten here fur ain furstliche stad des hertzogthumbs Probandt von menniglichen gehalten, und nichts anderst jhe einig mensch mit grund hat konnen sagen (doch dem stift Luttig seine besondere gerechtigkeit daselbst damit unwidersprochen) und, solchs ferner antzuzeigen, will die kgl. Wd. gemeinen stenden nit vorhalten, das solche stad von den eltisten zeiten hero zu des [sic!]furstenthumb Proband Šbei Pipini, des Ks. Karls des grossen zeiten gehort und erblich uff die itzige ksl. Mt. gekommen. Und wiewoll dieselb etwa nachmals darvon gesondert, so ist aber di durch Philipsen den andern, romischer konig, im jar 1204 widerumb Hg. Heinrichen von Lottringen und Praband zugestelt und gegeben und von selbigen zeiten bisher dabei geplieben und durch Kg. Fridrichen den zweiten, Albrechtenn, Heinrichen und andere nachfolgende romische konig und kaiser solche ubergab bestetigt worden, darvon ir kgl. Wd., gemeinen stenden genugsame und glaubliche schein antzutzeigen, erbeut.

    Und hat sider der zeit hero und uber menschengedechtnus dieselbige stad Mastricht sambt den burgern und inwonern sich altzeit zu den Ff. von Proband und mit andern derselben furstenthumb, stedten und stenden in krig und frieden und zu allen nodten als ein haubtstad des izt gemelten furstenthumbs Proband gehalten, auch mit denselben vorainigt und vorbunden gewesen, wie gleicherweis mit genugsamen urkunden, sigeln und brief di kgl. Wd. beraid ist zu beweisen. Und haben di alte, theure Ff. von Proband solchs und ain mherers gegen das hl. röm. reichs [sic!]woll vordient, derhalben dan die vorige romischen kaiser und konige sie mit hohen titeln und gewald vorehret und begabet und zu vicarien des hl. röm. reichs uber allen landen von der Mosel bis an das meer und uber den Rein gegen Westphalen gesezt, welche gerechtigkeit inen durch die nachgemachten fursten und hertzogen desselbigen orts teglichen entzogen, also das, wo mhan die sache bei dem licht besehen wolle, di Hgg. von Proband sich der schmelerung irer alten gerechtigkeit und freiheit gegen dem hl. reich und uber etliche desselben glider vill pillicher zu beclagen hetten. Dieweil nun di stad Mastricht ane alles widersprechen, wie hivor ausgefurt, kain frei- noch reichstad ist noch dem reich ane mittel zugehorig und dieselb und in sonderheit das obgemelt gericht ire ordentliche, landsfurstliche oberkeit dem Hg. von Proband nach ausweisung Kg. Philipsen ubergab und viler romischer konig bestatung erkent und dan auch nach gemeinen keyserlichen rechten und des hl. reichs ordnungen kain appellation solle angenhomen werden, di nit gradatim und an das negst ordentlich obergericht geschehen sei, und wider alle recht und geprauch were, das di appellation zu denen, welchen sie mitnichten underworfen (als das di von Mastricht gein Ach musten appellirn, denen sie sonsten in keiner sach vorpflicht noch di inen zu gebiten oder ad edendum acta zu compellirn haben) gezogen werden solten und dardurch omisso medio dem landsfursten di erkantnus genhomen, so haben di kgl. Mt. und gemeine stende aus solchem genugsam abzunhemen, das diese vormeinte appellation der Frentzin offentlich wider gemeine recht und des hl. reichs ordenung furgenhomen und, wo gleichwol der vorlirende theil sich ainigs sinnes zu beruffen gehabt, das solchs ordenlich fur dem landsfursten und nit fur frembden, auslendischen gerichten het sollen beschehen.

    Zum andern, so ist auch war, das nit allain di Ff. von Proband in kraft des obangezogenen vicariats als praefecti praetorio der appellation von gemeinen rechten gefreihet gewesen, sonder das daruber zu mherer sicherheit etwan Johan ŠHg. zu Lottringen, Proband und Limpurg etc. von Ks. Karln dem virden under di gulden bull ein freiheit und exempcion erlangt, darinnen ausdrucklich vorsehen, das umb viel und mancherlei getreue dinsterzeigung und beistand, die ehr, Hg. Johan, und seine vorfharn dem röm. reich gethann mit hohem, schweren kosten, auch mit vorgissung leibs und bluts der undersessen, wie pillich gnediglich zu ergetzung solcher bewisenen dinst und kostens gefreiet und privilegirt, das kaine underthanen gemelts herzogthumbs Proband und anderer stedten, flecken, merckten und herschaften, darzu gehorig, umb kainerlei sach vor auslendisch gericht gezogen, geladen, furgeheischen oder appellirt sollen werden und, was darwider beschehe, das solchs kraftloß, nichtig und von unwerd sein und darfur gehalten werden soll, das auch dijhenigen, so darwider frevenlich handeln und etwas furnhemen wurden, nach schwerer ungenade des reichs, vorwirckung und entsetzung irer wirden und embter noch in andere grosse buß und pen fallen sollen, welchs privilegium und freiheit zum andern mhal von hochgedachtem Ks. Karl dem virden bestetigt und zu erhaltung desselben ferrer versehung wider di vorbrecher beschehen, des datum auch zu Mastricht stehet im jar 1345. Und zu noch mherer bekreftigung ist im jar 1354 solche freiheit widerumb mit ferrerm zusetz vom hochgedachtem Ks. Karl verneuet worden und hernach durch Ks. Sigmund im jar 1424 auch confirmirt und ferrer erclert worden, das solchs auch von dem keyserlichen obergericht und richtern (an dere stad das chammergericht eingesetzt) zu verstehen sei.

    Daraus dan offentlich abtzunhemen, nachdeme di stad Mastricht ain glid des furstenthumbs Proband damals und bisher gewesen und noch ist, das dieselb solcher keyserlichen freiheit pillich mit zu genissen hat und demnach von derselben stad gericht nit soll noch kan am keyserlichen chammergericht appellirt werden und di Frentzen, so dargegen gehandelt, di pen, darinne gemelt, offentlich vorwirckt und, was sie dardurch erlangt zu haben vormainen, alles nichtig und kraftloß laut derselben privilegi buchstab zu achten, aus welchem auch offentlich erscheint, das der ksl. Mt. mit grossem unrecht von gemelter parthei zugemessen worden, als hett dieselb solche freiheit dem hl. reich zu abbruch erstlich aufgericht.

    Zum dritten, so seind auch solche freiheit durch Ks. Maximilian hochloblichster gedechtnus ingemein den probandischen stedten und stenden bestetigt. Und haben in sonderheit di von Mastricht im jar 1498 zu mherer sicherheit wider alle evocacion und appellation durch hochgedachten Ks. Maximilian fur irer stad obangezogen privilegium confirmirn lassen, davon di Frentzen gut wissen ungezweivelt gehabt und sich nur mutwillig darwider gesetzt.

    Zum virden, zu antzaigung, das di hindersessen des probandischen lands auch in guter und geruiger gewher, possession und gebrauch obangetzogener freiheit uber 10, 20, 30, 40, 50, 60 jar und lenger, dan aller menschen gedechtnus sich erreicht (unangesehen, was durch den Frentzenn ane einichen grund furgegeben worden), gewesen, erscheint clerlich daraus, das, als im jar 1445 bei zeiten Ks. Fridrichenn des dritten hochloblichster gedechtnus etliche stedte Švon Praband und nemlich Muelh (so in ainem tage und in ainem brief von Kg. Philipsen mit Mastricht dem Hg. von Proband ubergeben und zugestelt worden) ausm land in das keyserliche hof- oder chammergericht, zu Wien damals gehalten, durch einen genant Niclas von der Niß geladen und citirt worden, haben di probandische sted, darunter Mastricht, sich darwider gestelt, solchs widerfochten und, sich bei die obgemelte gulden bull und langwiriger possession zu handhaben und di sache zu remittirn, begert, darauf durch H. Micheln, des hl. röm. reichs burggraffen zu Magdeburgk und Gf. zu Hardeck, keyserlicher chamerrichter, auf abforderung des durchleuchtigsten, hochgebornen fursten H. Philipsen Hg. zu Burgundj und Proband in kraft obgemelter privilegien und freiheiten dieselb sache remittirt und gewisen, worden und solche freiheit mit urteil und recht bestetigt, derhalben dan itzt di widerumb in recht nicht umbgetzogen, sonder ane neuere und ferrere disputirung gleicherweis durch itzig chammergericht und idermenniglich pillich bei kreften gelassen werd.

    Zum funften, noch ferrer anzuzeigen, das auch vor erlangung obgemelter freiheiten nach ausgesprochner urteil nihe von obberurtem mastrichischem gericht appellirt worden, und damit di kgl. [Mt.] und menniglich di grundliche warheit spurn und offentlich abnhemen, mit was unrecht solchs bisher von den Frentzen bestritten worden, so befindt sich durch ein alte, lateinische sazung etwan Hg. Johansen von Proband, fur 250 jar gemacht, welchermassen di appellation zu Mastricht vom selbigen gericht beschehen sollen und mugen, darin ausdrucklich versehen, das von gemeltem gericht nit soll appellirt werden, nisi antequam sentencia unanimis definitive proferatur, das ist, vor und ehe das endurteil einhelliglich sei worden ausgesprochen. Was nun aber solchs fur eine appellation sei, so fur dem urteil beschicht, ist im Niderland und an vill orten nur gar kundlich und gepreuchlich und haist daselbst zu oberhaubt gefharn, wie dan auch im selbigen brief gemelt, das solche appellation und belerung ante sentenciam an das haubt Ach nach altem gebrauch beschehen soll. Nun seind aber die von Mastrich deme nihe zuwider noch inen auch von nimand vorboten gewesen, das sie nicht in solcher gestalt zu Ach appellirn oder, eigentlicher davon zu reden, sich daselbst des urteils halben zuvorn beleren und zu haubt fharen mochten. Es ist aber dise des Dionisi Frentz appellacion vil anderst gestalt und nit fur dem urteil, sonder nach dieselben [sic!] beschehen, welchs wider alten gebrauch, freiheit und obangezogen stadrecht offentlich gewesen. Daraus dan auch gut abtzunhemen ist, das, was sonst von der appellation gein Ach besagt oder betzeugt worden (wie hiunden weiter vormeld soll werden) nach demselbigen muß und sol verstanden werden und, wo nu auch gleich solch Hg. Johans constitucion (wie di gegenthail etwan vormaint und di mit der deutzschen translacion vordunckelt am chammergericht einbracht) obangezogene freiheit etlichermaß zuwider gewesen, welchs dan nit ist, sonder vilmher derselben gemes, daraus auch dieser irrung und equivocacion des appellirens ein gute leuterung und erclerung gegeben wurd, so seind aber dannoch dieselb freiheit der hochgedachten romischen kaiser junger und hernach gegeben, durch Šwelchs dan alles, sovil berurter constitucion einigs sins zuwider mocht ausgelegt werden, aufgehaben worden.

    Ferner und zum sechsten, das die Ff. von Probandt, auch schulteis und schoppen zu Mastricht allwegen in gebrauch und posses solcher freiheit und gerechtigkeit gewesen und dieselbe durch langheit der zeit, wo gleich kain privilegium vorhanden, genugsam praescribirt und ersessen und anzutzeigen, so ist nit allain, wie obgemelt, bey zeiten Ks. Fridrichs durch des kaiserlichen hofgerichts urteil, sonder auch widerumb im jar 1455 bey zeiten des alten Hg. Philipsenn von Burgund und Proband wider den Bf. von Luttich obgemelt privilegi bewert wurden und darnach widerumb bei regirung Ehg. Philipsen von Osterreich, Kg. zu Castilien, der ksl. und kgl. Mtt. und Wd. vater loblicher gedechtnus, im jar 1497 einer, Fridrich Burckhart genant, so darwider gehandelt, vormuge obgemelter freiheiten gestraft worden und abermals im jar 1517 einer, Johan Kessell zu Ach, dargegen mutwilligerweiß handeln wollen, darvon gewisen. Und wurd sich nit befinden, das jhe ainiche handlung dargegen zugelassen worden oder daß schulteis und schoppen dergleichen appellation jhe deferirt oder acta edirt, sonder sich altzeit mit iren freiheiten und hergebrachtem gebrauch behulfen, das also, obgleich etliche aus mutwill, an das chammergericht de facto, wie anderstwo auch woll beschicht, zu appellirn, hetten understanden, so seind dannoch solliche appellation nihe zu kreften kommen noch di durch das gericht jhe zugelassen, sonder alzeit wie itzundt gegen dem Frentzen widerfochten.

    Und wiewoll durch di von Ach ain vormeinte kundschaft dieser sachen halben etwan furgebracht, dardurch di parthei das widerspill und di appellation hat wollen beweren, so ist dannoch auch solchs, wo mhan es recht erwegt, one ainichen grund, und wollen itzt geschweigen, das dieselb nit wi recht beschehen und den von Ach als partheisch und, so ir vorteil hirin gesucht und, in der stad Mastricht ainiche gerechtigkeit zu uberkomen, gemeint, nit so gar und volkomlich darin zu glauben. So kan aber doch auch sonst ain ider vorstendiger aus irer aigen anzaige vornhemen, das sie in dieser sach equivocirt und sich nit zum besten bedacht und di ware und rechte appellation mit der, so mhan sonst consultacion haist, in irer kundschaft confundirt und dardurch vill leut das chammergericht, so des niderlendischen gebrauch, zu haupt zu fharen, nit bericht, in diese irrung anfengklich gefhurt.

    Das aber dieselb von den von Ach angetzogen vormuge Hg. Johansen constitucion vor eroffentem urteil alle zu vorstehen und nit anderst dan ain belerung gewesen, ist daraus clerlich abzunhemen, das di von Ach aus iren registern kain acta jhe haben konnen antzaigen, di vor inen durch partheien vor [sic!] Mastricht in zweitail [sic!] instantz gehalten, sonder nichts anders sagen noch sagen konnen, dan das mastrichtischen schoppen daselbst zu Ach zuhauf gekommen und ein urteil geholt, das wir uns zu irer aigen kundschaft zihen. Nun seind aber solche urteil nit zu Ach, sonder zu Mastricht nach der belerung ausgesprochen, wie sich das offentlich befindt aus der von Mastricht besigelt urkundt, so die kgl. Wd., zu mherer erclerung solcher achischen kundschaft Šauch furzulegen, urbutig ist. Es ist aber der ksl. Mt. als Hg. in Proband nach demselbigen gericht nihe zuwider gewesen, wie oben auch angetzaigt, das sich imands vor gegebener urteil umb belerung gein Ach berufte oder villeicht, wo sonst di schoppen und urteilsprecher des nicht weis genug weren, wie sie darvon reden, das sie das haubt besuchten, wie dan auch solchs gleicherweis an vilen orten gebreuchlich. Das mhan aber nach ergangem urteil ein neue instantz zu Ach und ausser der landsfurstliche oberkeit solt anfangen (dieweil solch wider gemeine recht des furstenthumbs und stad freiheit, auch der offenbaren gerichtsordenung daselbst und hergebrachtem gebrauch zuwider gewesen), haben schulteis und schoppen vormuge irer pflicht solchs nit konnen noch auch sollen gestaten, darbei dann die kgl. Wd. in kraft obangezogener freiheit, sie anstad ksl. Mt. als Hg. in Proband gleicherweis zu handhaben, sich schuldig geacht. Und aber di kgl. Wd., dem reich noch sonst imand etwas dardurch benhomen zu haben, ainigs sinnes kan befinden.

    Zum letzten haben die kgl. Mt. und gemeine stende solchs auch zum theil abzunhemen aus des chammergerichts obgemelter vormeinter reductionurtail. Dan wiewoll durch dasselbig di Frentzen in den vorigen standt, darinne sie vor ermelter urteil gewesen, widerumb gesezt worden, so ist dem aber mit ausgedruckten worten angehengt, das solch urteil dem hertzogthumb Proband an seinen freiheiten, ober- und gerechtigkeiten, auch hergebrachtem gebrauch unnachteilig sein soll. Daraus woll zu vornhemen, das chammerrichter und beisitzer solchs, wie oben nach dem langen ausgefurt, woll verstanden und aber di kosten und interesse, so die parthei des vormeinten ungehorsam halben der schoppen erlangt zu haben vormaint, allain haben wollen zuthailen und dannoch di freiheit sambt derselben hergebrachten gebrauch damit gestanden und bestetigt. Wiewoll nun auch der vorig Bf. von Luttich sambt etlich, so sich von wegen der stad Mastricht in zwayung derselb als mechtig angemast, durch anschiftung und auch unwarhaftigen bericht der Franzen ein anderst gemeinen stenden etwan auf dem reichstage zu Regenspurg im jar 32 haben einbilden wollen4, so hat es sich dannoch das widerspill nachmals clerlich befunden und so vil erschinen, das es nur alles ane ainichen bestandt durch etliche aufrurische und mutwillige leut und sonderlich durch dieser parthei aufwichlung erdacht worden, derhalben dan zum lezten zu erhaltung frids und einigkeit in mhergemelter stad Mastricht von wegen ksl. Mt. als Hg. in Probandt, auch Bf. zu Luttich und burgermeisters und rat itzt gemelter stad Mastricht leut von allen seiten zu erkundigung der warheit und hinlegung dieser zwispalt vorordnet, und aber der bischoff, auch die von der regirung der stad Mastricht di sach dermassen befunden und zum uberfluß mit keyserlichen briefen, das di confirmacion uber vorgemelte alte freiheit, durch ir Mt. dem Šherzogthumb Proband gegeben, nimand zu abbruch oder ainichen nachteil raichen soll, vorsichert worden, das sie von vorigen clagen selbst williglich abgestanden und sich aller widerwertigkait miteinander, auch vorgemelten freiheiten und gerechtigkeit gutlich und genzlich haben verglichen.

    Dieweil nun diese sache nit anderst, dan wie eben angezaigt, geschaffen und solchs alles alspalt mit brief und sigel bewisen kann werden, so haben di kgl. Mt. und gemeine stende zu ermessen, was grosse unpilligkeit der ksl. Mt., auch obgemeltem gericht und stad durch vilgerurte parthei hirinne zugefugt worden, welchs dann nit allein zu vorungelimpfung und nachteil der ksl. Mt. und kgl. Wd. bisher ausgelegt worden, sonder allerlei unrat mit beschwerlichen aufrurn, todschlahen und meutereien aus dieser handlung und der Frentzen mutwillig appellirn und anstiften entsprungen.

    Damit aber auch di kgl. Mt. und gemeine stende dieser parthei grossen unfug ferner vormercken, kan di kgl. Wd. nit underlassen, hirneben mit kurtzem auch antzutzeigen, was doch di hauptsach sei, deshalben diese parthei dis groß geschrei und ungluck angericht. Und hat die kgl. Wd. nach besichtigung der acten di sache dergestalt befunden, das nemblich etwan im jar 1499 zwuschen dem Dionisien Frentzen und di Helwigenn ein hairat beschlossen und von wegen der Helwig ir stiffvater Wilhelm von Linde, des beclagten vater, mit rat und zuthun des grossen vaters oder anhern derselben Helwig bedingt, nachdeme ir mutter ane ein hauß (und der Helwig vater herrurend und darumb itziger streit sich erhelt) die beisiz ir leben lang gehabt, das der stifvater anstad des aigenthumbs gemelts hauses obberurter Helwigenn, sein stiftochter, damit sie zu ehrn bestatet werden mocht, 600 hornischgulden innerhalb jarsfriest furstrecken und entrichten soll und der Dionisi sambt der Helwigenn, seiner hausfrauen, auf dasselbig haus genugsamlich dargegen vortzihen, welchs dan also nochmals beschehen.

    Als nun aber di mutter vill jar darnach gestorben, hat obgemelter Dionisi Frentz anstad seiner hausfrauen das vorberurt hauß widerumb gefordert und dasselbig auf 1.000 hornischgulden wert geschetzt und zu ableinung obgemelter vortzihung furgeben, als solt di hairatsgeding, sovil gemelt haus betrift, unkreftig sein, aus ursachen, das die Helwig, sein hausfrau, damals in ir muter brod und gehorsam gewesen und solche ubergab aus muterlicher forcht gethann solt haben, und zum andern, das das aigenthumb nit solt konnen vorendert werden, es were dann der beisiz zuvoran aus und der usus fructuum mit der proprietet vorainigt. Dargegen aber ist von wegen des beclagten furgewandt, das di hairatsgeding wie recht und ane ainiche forcht beschehen, welchs sich auch also befunden, das di mit des anherns derselben Helwigen und andern iren freunden rat und beistand beschlossen und uber jar und tag darnach mit genugsamer renunctiacion bekreftigt worden, und hat der beclagt auch ferner nit gestanden, daß mhan das aigenthumb, wie er furgegeben, nit solt fur sich allain vor erleschung des leipgedings oder beisiz konnen vorendern, wie es dan di gemaine beschriebene recht offentlich zulassen, mit weiterm anzeigen, wie der Šstifvater grossen kosten am selbigen haus gewendt und derhalben, so ainmhall das haus vor so vil jarn vorkauft, dem Dionisi 600 fl. daran damals, als di muter noch die beisiz gehabt, mit barem gelde betzalt und dasselbig sider hochlich, wie in acten bewisen, im bau gebessert, haben schulteis und schoppen nach genugsamer erwegung der cleger ungegrundte forderung aberkant und den beclagten darvon absolvirt.

    Diß ist nun in summa die ganze sach, aus welchem nit allain sich befindet, wie der Dionisi uber sigel und brief und vor so vil jarn beschehen contract und vorzihung kain zugang oder zuspruch mher zu gemeltem hause gehabt, sonder gesetzt, das er denselbigen contract aus einicher ursachen (welchs sich doch nirgends befunden) solte mugen umbstossen, dannoch, dieweil er 600 hornischgulden damals daran entpfangen, als di muter noch di beisiz gehabt, und nach grossem daran gewendtem kosten, welche, wo gleich der contract mochte aufgehebt werden, billich widerumb erstatet wurden, dasselbig hauß nach heutigs tags nit mher dann 1.000 hornischgulden geschezt, so konnen di kgl. Mt. und menniglich vormercken, das, wogleich di haubtsach etlichermassen mocht gegrund sein (welchs doch nit ist), das dannoch, so die 600 fl., item, die estimacion des beisitz, auch die vorbesserung solt abgezogen werden, der clagender parthei wenig wurde uberbleiben. So machen auch sonst 400 hornischgulden, so das haus izt mher geschezt dann vor 30 jarn vorkauft, kain 200 fl. in muntz.

    Das nun aber di Frentzenn des nichtigen achts halben, groß gewin zu haben und, das di heuser und guter der vil gemelten schoppen (so sie etwan wider des hl. reichs ordenung und ane vorgehende benennung angefallen) inen zustehen sollen, vormainen und deshalben diese sache hoch angeschlahen, hat menniglich daraus derselb parthei unpillicheit und, das sie nur von andern leuten guter gerne reich wolten werden, abzunhemen, gleicherweis auch, das sie di uncosten, so auf dieser handlung ergangen, hoch wollen anschlahen, hoft di kgl. Wd., nachdem dieselb aus lauterer mutwill beschehe und anedas dergestalt mherers theils sein, das sie in gerichtlichen taxacion wenig ansehens konnen haben und darzu di appellanten als burger und eingeborne der stad Mastricht derselb recht und freihet[sic!] wol gewust und auch sonst zeitlich deren erinnert und aber sich nit wollen davon abweisen lassen, das nit pillich soll werden geacht, inen dere ainich erstatung zu thun, sonderlich in betrachtung, das solche acht und alle processen vormuge obangetzogener freiheiten nit anderst dan fur nichtig und kraftlos zu halten und di Frenzen sich nit allain derselben nichts zu behelfen oder dero zu genissen, sonder vilmher di pen und straff der freiheiten dardurch haben vorwirckt und aber schulteis und schoppen, auch gemeine stad Mastricht, so sich aus irer obrigkait bevelh, auch aus schuldiger pflicht irer offenbaren gerechtigkait und freiheit angefangen und dieselb vormuge inen darin gegeben gewalt gehandhabt, und darzu inen unmuglich gewesen, die acta, so in der oberkait handen gestelt, zu edirn, billich hirin entschuldigt sein.

    ŠUnd ob mhan nun villeicht sagen wolte, das solche freiheit gerichtlich und zeitlicher solten furgebracht worden sein und sich die von Mastricht als gehorsam vor dem keyserlichen chammergericht angezaigt haben und, so sie das underlassen, des ungehorsams halben der parthei ir interesse nach art dieser acht pillich erstaten, so hat aber ir kgl. Wd. in rat der gelerten befunden, das solchs in diesem vhalh nit vonnodten gewesen, dan dieweil die von Mastricht di gemeine recht und reichsordenung fur sich gehabt, das gradatim hat sollen appellirt werden, und chammerrichter und den beisizern auch nit unbewust gewesen, das den von Ach uber das herzogthumb Proband und di stad Mastricht kain oberkait gepurt und dan in des hl. reichs abschid, zu Coln im jar 1512 aufgericht, ausdrucklich vorsehen, das, wo einer den andern mit auslendigem gericht belestigen worde, das di proceß und, was daraus gefolgt, nichtig sein und den widertheil nichts binden sollen, darzu di obgemelte privilegi offenbar und notori und zuvor dem richter gezeigt worden, auch darauf urteil und remission, wie obgemelt, erhalten, ist die kgl. Wd. durch ire gelerten bericht, das mhan, ferner von neuen di freiheit disputirn zu lassen oder auch vor dem gericht zu erscheinen und solchs anzuzeigen, nicht schuldig gewesen, und hat aber dannoch nit wollen underlassen, dem kaiserlichen chammergericht zu ehrn ir gerechtigkeit und freiheit daselbst zeitlich zu erinnern und nochmals volkomlicher zu berichten, und in deme ains mherern, dan sie schuldig gewesen, gethann. Daraus dan auch folgt, das di von Mastricht in die pen des ungehorsam wircklich nit haben fallen konnen und auch, ainiche contumaciam zu purgirn, von rechts wegen nicht gehalten sein, sonder das alles, so wider obgemelte freiheit gehandelt und gesprochen, von unwurden und kraftloß sein.

    Dem allem nach erholt die kgl. Wd. ir vorig vilfeltig protestacion der nichtigkeit aller obbemelter durch di Frenzen erlangte processen und ist ir kgl. Wd. anstad der ksl. Mt. hochvleissig bit und begern, zu mhererm und gewisserm grund commissarien zu besichtigung obangezogner privilegien und aller ander, wi oben gemelt, handlungen furderlich zu verordenen und di obermelt parthei auf solchen genugsamen und rechtmessigen bericht diß schreien und nachlauffen ferner nit gestaten, sonder dieselben mit geburlichem einsehen darvon zu weisen und di vormainte acht und proceß als nichtig und unwerd halten und bei vorgeschehen des keyserlichen chammergerichts cassacion nochmals bleiben lassen und, damit hinfurder di gemelte stad solche unrat uberhebt und bei gemeinen rechten, keyserlichen freiheiten, ir bestetigten stadrecht und altem herkommen und gebrauch, belangend di appellation, bleiben und di ksl. Mt. (so sonst andern stenden ir freiheit mildiglich bestetigt) in iren erblichen landen derselbigen hinfurder gleicherweis unturbirt gelassen und solch unpillich verungelimpfen bei gemeinen stenden uberhebt, di kgl. Mt. und gemeine stende wollen ir kgl. Wd. anstadt ksl. Mt. als Hg. in Proband und von wegen der stad Mastricht und vil gerurts gerichts obangezogener gerechtigkeit und freiheiten geburliche urkundt, am keyserlichen chammergericht und anderßwo, wo vonnodten, zu gebrauchen, gnediglich mittailen und diese sache und irung, Šdamit die stad Mastricht dis mutwilligs appellirns und umbtreibens nit mher zu gewarten hab, einmhal zu endschaft und ruhe vorschaffen5. Das werden ungetzweivelt die ksl. Mt. von der kgl. Mt. zu freundlichem und bruderlichem danck und von gemeinen stenden zu gnedigstem willen aufnhemen und die kgl. Wd., freundlich und gnediglich zu beschulden, alzeit geneigt sein.

    «Nr.364 Supplikation Nördlingens an den Kaiser – Regensburg, o. Datum »

    Augsburg StA, Reichsstadt Nördlingen, Münchner Bestand, Lit. 49, unfol. (Reinkonz.).

    Euerer ksl. Mt. haben wir uff 18. Junij nechstvergangen durch ain supplication underthenigst furgepracht, welchermassen Falck Jud zu Wallerstain uff etliche unserer burger guter, so in unserm burgerrechten gelegen, mit rothweilischem rechten geclagt und uff dieselben guter vermainterweiß etliche proceß erlangt hett, unangesehen, das dieselben guter zuvor durch etlich unsere burger und andere gleubiger alhie an unserm stattgericht aals sollicher guter bequemen und ordenlichen gerichtszwang–a angeclagt und im recht anspruchig gemacht worden sein, auch uber das wir zuvor die sach durch ain versigelte abvordrung, so wir derwegen an den rothweilischen richter außgeen lassen, fur uns als derselben sachen gefreiten richter buff unsere habende freihaiten–b zu remittirn begert haben etc., und dabey euere ksl. Mt. durch angeregte supplicacion allerunderthenigst gepetten, uns gegen gedachtem Juden gnedigste mandata zu erkennen und außgeen zu lassen, das er sich csollicher guter halb in erster instantz–c gepurlichs rechtens an den orten, da die guter gelegen, uff unsere freyhaiten settigen und es bey derhalb außgangen und ime verkunten koniglichen bevelch Špleiben lassen wöllt etc., inmassen dieselb supplication, die euerer ksl. Mt. wir in underthenigkait, mit A bezeichent, wider thun überantworten, ferrers inhalts mitbringt. Nun haben aber euere ksl. Mt. desselben tags daruff gnedigsten beschaid geben und vertzaichnen lassen, nemlich, dieweil wir angetzaigt hetten, das dise sach gegen dem Juden in rechtvertigung komen, so möchten wir an sollichem rechten unser freihaiten furbringen und uns derselben geprauchen, wie ob der verzaichnus uff derselben supplication zu sehen.

    Daruff fugen euerer ksl. Mt. wir zu besserm bericht underthenigst ferrer zu vernemen, das die sach zwischen dem Juden und uns gar nit in rechtfertigung komen, sonder die gleubiger haben laut der erst ubergeben supplication anfenklich uff die strittige guter vor unserm stattgericht geclagt, ddarzu dann der Jud ideßmals wie recht auch citirt worden ist, aber allwegen dem [rechten] ungehorsam gewest ist und noch, sonder er, Jud, hat die sach–d dagegene am hofgericht zu Rothweil anhengig gemacht und, uber das wir, die uff gepreuchliche abvordrung und unser habende freihaiten erster instantz zu weisen, gepetten, hat das rothweilisch gericht mit aberkennter, schuldiger und billicher remission vermainte proceß und immission außgeen lassen. Demnach und, dieweil wir dann unsere freihaiten vermögende, das die unsern und ire guter in erster instantz fur all außlendische gericht gefreit sein, damals nit allain dem hofgericht zu Rothweil furgepracht oder zu erkennen geben haben, sonder dieselben freihait fin des gemelten hofgerichts–f argivo [sic!] publico zu Rothweil ligen haben und derwegen dem hofgerichtschreiber umb deß willen, das er solliche freihaiten verwaren und im fall der notturft allwegen fürtzaigen soll, jerlich ain summa gelts verehren mussen, aber, desselben unangesehen, die billiche remission gewaigert worden ist.

    Zum andern, dieweil auch nit wir mit dem Juden, sonder die partheien sollicher guter halb, so in unsern öttern gelegen, vor uns in recht gevordert worden, so kan sich nit gepuren oder ist je one frucht, das wir itz gemelte freihaiten lauts receß vor uns selbs furbringen oder geprauchen sollten, dann uns were dordurch gegen dem rothweilischen gericht oder dem Juden zu erhaltung sollicher freihaiten nit geholfen, weil dann dem also, so langt an euere ksl. Mt. nochmaln unser underthenigst bitten und flehen von kurz wegen, wie in derselben unserer erst ubergeben supplication, hieneben mit A signirt, gepetten worden ist, in dem euere ksl. Mt. alß höchsten administrator rechtens und der gerechtigkeit underthenigst anruffend1.

    «Nr. Š365 Zusammenfassung der Supplikationen der Stadt Rottweil und Christophs von Landenberg und Stellungnahme des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); DV v. a. Hd.: Mein genedigste hern, die churfursten, haben inen des ausschus gutbeduncken gefallen. V. 3. Hd.: Die fursten lassens iren Gn. auch gefallen. Die stat Rotweyll.

    Supplicatio der stat Rotweil1.

    Die stat Rotweil hat ksl. Mt. supplicirend ersucht durch iren bevelhaber Conrad Spreter, stet des datum Donerstag nach dem Sontag Oculi [1541 März 24], darin sie undertheniglich bitten ksl. Mt. gnedige trostung und rathe, wo sie hinfurtan nit ruig gelossen wurden, damit sie spuren und abnemen mogen, das euer ksl. Mt., inen als romischer keyser rath, hilf und furderung zu erweisen, genaigt sey, und angehengter bit, ob ir ksl. Mt. dieser oder anderer sachen halb itzig gemeiner stat Rotweil zuwieder, in was weiß das were, fur- oder anbracht werden wolt, demselbigen kein raumb noch glauben zu geben, sonder die von Rotweil zu gnediger audientz komen zu lassen, ires berichts daruff gewarten, trag er nit zweivel angegeregte landenbergisch, auch alle andere sachen sollen mit der beschaidenheit und gutem underricht dermassen verantwort werden, das die ksl. Mt. und allermeniglich des nach der pillichait zufriden sein sollen.

    Supplication des von Landenbergs2.

    ŠNun hat Landenberger die ksl. Mt. auch undertheniglich ersucht und angezaigt die ursach seiner vhede, das die von Rotweil es an seinem vatter seligen azum hochsten verschuldet–a, mit dem und seinen brudern (doch an sein wissen und willen) sich Rothweil vertragen hette, doch, das onangesehen, an sein leib, hab und gut uber an kgl. Mt. und furnemlich rechterbiethen vilfaltiglich gewalt gelegt hetten, bder ursachen und, dieweil er zu recht nit het komen mogen, wer er, die vhede gegen Rotweil furzunemen, gedrungen worden–b, welicher notwendigec vhed und thettlich handelung halb ksl. Mt. camerprocuratorfiscal inen als vermeinten verbrecher des landfridens furvordern und gegen im, auch anderen hern und vom adel fur und fur procediren lassen. Dieweil dan die vhede durch pfaltzgraven churfursten, auch der stat Straßburg gesandte hingelegt, thot und ab und solche forderung zu gutlicher oder rechtlicher erorterung hinder Pfaltz churfursten, Wirtenberg, das regiment zu Ynsburg, Gf. Friderichen von Furstenberg und die stat Straßburg gesetzt ist, compromiß und abschid derhalb gnugsamlich uffgericht und verbrieft sein, inmassen er entlich vertragen plieb und darin seins theils einich außzug, zuversichtiglich auch der gegentheil nit gesucht oder weither entporung darauß entsteen werdt, bit undertheniglich, allergnedigsten bevelch zu thun dem camerprocuratorfiscall, die proceß und handlung abzustellen, wie er bericht, des pfaltzgraff euer ksl. Mt. undertheniglich ersucht haben soll. Wo es nit bescheen soldt, das er nit verhofft, und die acht volgen solt, het euer ksl. Mt. gnediglichen zu bedencken, das es im und seinen hern vettern und schwegern, dieweil sie zu solcher vhede getrungen, solichs seher beschwerlich sein wurde.

    Die pfaltzgrevischen, auch straßburgischen rethe und gesandten und Friderich Gf. zu Furstenberg haben der ksl. Mt. underthenigen bericht gethan, wie ir kfl. Gn. und ire hern, als Christoff von Landsberg im zug gewesen, zu erhaltung fridens, ruhe und einigkheit im hl. reich teutscher nation gueter wolmeinung sich in die sachen geschlagen, irer kfl. Gn. rethe neben der stat Straßburg Šverordenten zu den von Rotweil und Landenberg ylents abgefertigt, gutliche handelung, mittel und weg zu suchen, damit die entborung gestilt, und zuletzt betheidingt und dahin bracht, das beide theil ir irer zuspruch und forderung uff wilkurliche richter, die sachen entlich gutlich oder rechtlich zu erortern, bewilligt und das die vedliche handelung gentzlich abgestellt werden soll, und anders nit erhalten mogen, dan uff vertrostung, die ksl. Mt. zu ersuchen und zu bitten, das die fiscalischen proceß abgeschafft werden mochten, daruff ir kfl. Gn., auch die straßburgischen neben stathalter, regenten und rath der oberosterreichischen land zu Inspruck, Hg. Ulrichen von Wirtenberg und auch Gf. Friderichen von Furstenberg in laut eins compromiß zu wilkurlichen richtern furgeschlagen, die uff beider partheien underthenigs ansuchen und bit sich des beladen, daruff ir kfl. Gn. ksl. Mt. undertheniglich gebetten, das ir Mt. auß erzelten ursachen genediglich verschaffen wolt, gegen Landenberg und seinen verwanthen nit zu procedirn. Und wiewoll irer kfl. Gn. kein antwort von ksl. Mt. zukomen, sey doch ir kfl. Gn. der underthenigsten trostlichen hoffnung und noch, ir ksl. Mt. wurde die sachen genedigst bedencken und, solchs zu verschaffen, von ir selbst genaigt und unbeschwert sein.

    Aber Landenberg, dieweil er solche vhede nit anderst, dan seine wiedertheil zu pillichem, außtreglichem rechten zu bringen, begert, hab sich beclagt, wie er uff ksl. Mt. fiscals anruffen in irer Mt. acht declarirt were und die vhede uff Pfaltz und eins rats zu Straßburg underhandlung uffgehebt, so wer sein underthenigs bitten, ksl. Mt. zu bitten, die ergangen acht uffzuheben oder anzustellen und zu verhore komen zu lassen, mit dem beschließlichen anhang, wo ime uber die bescheen vertrostung ichts an leib und gut begegen solt, das er solchs niemant dan iren kfl. Gn. und einem rate zu Straßburg (als die inen, auß dem feldtzug abzusteen, vermocht hetten) die ursachen zumessen kundt. Dieweil sollich underhandlung durch ir kfl. Gn. und Straßburg ksl. Mt. zu ehren und zu verhaltung grossers unraths undertheniglichen und getreuer wolmeinung mit muhe und costen furgenomen und, so irer kfl. Gn. und ein rathe itzt wiederwertig entsteen solt, das solchs ir kfl. Gn. und inen zu gantzen unschulden beschee, so ist Pfaltz, des raths Straßburg als underhendler und mit bewilligten schiedtsrichter und Gf. Friderichs von Furstenberg, auch schitsrichter, der zwischen beiden partheyen als nachbur gern friden sehe, underthenigst bit, die ksl. Mt. als ein loblicher, milter keyser wollen die sachen gnediglichen ermessen, die außgangen acht und proceß gegen Landenberger und seinen helfern miltiglich uffheben und abschaffen oder zum wenigsten, dieselbigen acht und proceß zu suspendirn, unbeschwert sein, damit das compromiß volziehung erlang und, welicher fug oder unfug habe, zu erorterung und entscheid komen moge, damit ir kfl. Gn. und ein rath desto mehr glauben und volg haben mochten. Das wollen ir kfl. Gn., ein ersamer rath und Gf. Friderich in aller underthenigen, schuldigen gehorsam verdiennen3.

    ŠIst fur gut angesehen, nachdem die stat Rotweil, wie gemelt, die ksl. Mt. undertheniglichen ersucht umb gnedige trost und rathe, wes sie sich halten solten, wo sie hinfurther unruig wurden, das ir supplication der ksl. Mt. wieder zuzustellen sey, on zweyfel ir Mt. wurd in diesem fall die stat Rotweil genedigs bedencken und, dieweil durch Pfaltz und andere, wie gehort, mit muhe und arbeit die vorgenomen krigshandlung gestilt und in ein compromiß verfast, das Kff., Ff. und stende ksl. Mt. undertheniglich thetten bitten, das ir Mt. auß beweglichen ursachen und, unruhe zu furkomen, die außgangen acht und proceß gegen Landenbergern und seinen helfern biß zu ende des compromiß zu suspendiren, unbeschwert seye.