Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    « ŠVIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel  »

    « VIII,2a Die Städte Goslar und Braunschweig im Konflikt mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel  »

    «Nr.247 Stellungnahme Hg. Heinrichs zu den Beschwerden und Aktivitäten der Städte Goslar und Braunschweig – Regensburg, [1541 März 12]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 142r–146v (Kop.); DV fol. 146v: Copei der schrift, so Hg. Heinrich von Braunschweig ksl. Mt. der von Goßlar und Braunschwig halben ubergeben, 1541, Regennspurg.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 104r–107v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 107v: Hg. Hainrichs zu Braunschweig etc. entschuldigung, das sieder der suspendirten acht er wieder die zu Goßlar nihe in einige krigsrußtung kommen sey etc. Und zaigt an, in was unrechtmessigem furnehmen sein gegenteil wieder ihn stehe etc.

    Mir hat von wegen eurer ksl. Mt. derselbigen rath Dr. Navis angetzeigt, wie daß die protestirenden sich gegen euer ksl. Mt. beclagen solten, daß ich wieder eurer ksl. Mt. suspension oder anstellung, die sie sollen von wegen der goßlarischen acht gethann haben, gegen die echter von Goßlar mit gewalt vortfaren solt. Und darumb theten genediglich gesinnen, daß ich darmit piß nach diesem reichstagk mit weiterer antzeige in ruhe stehen solte etc. Nhun weiß ich eurer ksl. Mt. meyner hohen nodturft nach nicht zu verhalten, daß ich itzunder durch meyne heimgelassene rethe angelanget bin worden, daß die echter von Goßlar reuter und knecht angenohmen, sich mit aller kriegsubung, prophandt, comeat und munition gegen mir schicken und rusten, auch teglich in viel hundert starck herrauß in mein furstenthumb, geholtze, welde und forste mit gewalt fallen, dieselbigen nach allem irem lust und gefallen verhauen und verwusten, etliche meyne underthane gegriffen, gefangen und daß dieselbigen gefangene eines theilß noch von ihnen enthalten werden, daß auch meyne ungetreue underthanen meyner stadt Braunschwig in vorhaben und arbeit stehen, etliche 100 pferde und 1.000 knecht wieder mich und die meynen und zue sterckung der echter von Goßlar zu versamlen und antzunehmen, auch sich mit der wagenburgk, geschutz, sturmleitern, munition und aller nodturft zum krige gerust machen, die meinen ampt[en], dienern und andern den eingangk meyner stadt Braunschwig verpoten etc. Aber euer ksl. Mt. Šwissen sich mit gnaden zu erinnern, alß dieselbige durch den gedachten Dr. Nauenn an mich gnediglich begeren lassen, daß ich bey meynen heimgelassenen bevelhabern und verwanthen verfugen wölte, daß die echter von Goßlar diesen gegenwertigen reichstagk vor mir und den meynen sicherlich besuchen und beschicken möchten, daß euer ksl. Mt. ich solchs zue underthenigen ehren und gefallen mit geburlicher vorbehaltung laut meiner deßhalben ubergebner antwortschrift underthenig bewilligt und nachgegeben2, dergestalt auch, biß sie ire sicherheit und gewarsam wiederumb erreichen, welches ich also meynen heimgelassenen rethen zu thun bevolhen. Und dann auch in eyner sundern supplicationschrift habe eurer ksl. Mt. ich mit grunde und warheith angetzeigt und noch anzeigen thun, daß ich nie in einiger kriegsrustung sinther der gesprochnen und verkundigten acht wieder die von Goßlar gestanden, auch in diesem heutigen tag nicht stehe, welches alles eurer ksl. Mt. ich allein zu ehrn und umb dieses reichstags willen underlassen, wiewol ich dennoch, durch verleihung gotlicher hulf und one ruhm solche echter under meynen gewalt zu bringen, vertrauet hette. Also wölte mir mit grundt und warheit besser, wieder die echter zu clagen, geburen, dann daß sie mich gegen eurer ksl. Mt. auß keynem bestandt und gantz vermeinter, beschonlicher weise thun beclagen, die auch auß vormelter antzeige sich eines gewalts wieder mich gantz nicht zu beschweren haben, dorauf eurer ksl. Mt. ich dann gesinnen zum ersten habe.

    Zudeme, so ist die sach weder der gegentheiln vermeinten religion anhengig noch dorauß fliessendt, sonder, alß jegentheiln und ich meynes eingelosten Ramerßpergks welde und gehultze halben gegeneinander in kriegsubung gestanden, haben sie mir auß solchem unwillen und keiner nodturft iren frevel, mutwillen und fridbruchigen gemute nach meine closter Gorgenbergk, Peterßbergk, Heilliggrab und andere ann [= ohne] einige erhebliche ursachen mit hereskraft belegert und letzlich in den gantzen grundt abgeprennet, auch dem gegentheil nicht benugig gewesen, sonder daruber meyne arbeiter und schmeltzer in den hutten jhemerlich auf die schmeltzofen geworfen, verbrennet und sunsten eines theils sunst erwurget und umbgebracht, alles in meynem furstenthumb, gericht und obrigkeith, das alles und dorauf meyne ervolgte klage gescheen ist, ehe dann die vormeinte protestirende je einige buntnuß oder conspiration aufgericht und lange vor dem augspurgischen reichstagk. Es ist auch nicht gehört worden, daß sich die widertheilen dagegen mit irer vermeynten religionn haben beschutzen wöllen. Allein dieweil gegentheiln mit urtheil und recht in die acht erkant und denunciirt worden seyn, so understehen sie sich mit zuthun irer vermeinten conspirationsverwanthen, wieder eurer ksl. Mt. reputation, recht, des reichs ordnung und den außgekundigten landtfriden solchen losen und verwar [= fürwahr] gantz ungotlichen und unerbarlichen behelf zu geprauchen und dorauß ein religionnsachen zu machen und mit der Šmindischen zu vergleichen, welches doch, wie angetzeigt, im grundt nicht ist nach [= noch] seyn kann.

    Derwegen so mögen wieder [= weder] die von Goßlar nach die protestirende dorauß einige ursach ires vertzugsa schepfen und haben die protestirende, den echtern von Goßlar, welche die suspension wieder mich auch nit furtragen kann, in dieser sachen auß gescheener antzeige beyzupflichten, kein fug noch recht, sie wölten dann euer ksl. Mt. und des reichs reputationn, ehr, ordnung und gesatz gentzlich und gar vornichten und umbstossen, dahin dann, wie die erfarung gibt, ir entlich gemuth gericht ist. Dieweil dann euer ksl. Mt. an mich gnediglich thun gesynnen und begern, daß ich diesen werenden reichstag uber unverfang meynes erlangten rechtens mit der gewalt jegen die echter von Goßlar in ruhe stehen sol, so haben euer ksl. Mt. albereit gnedigst vernohmen, daß ich bißher keynen – eurer ksl. Mt. zue sondern ehren – gewalt wieder die echter von Goßlar gebrauchen wöllen, und bin, des noch euer ksl. Mt. diese zeit uber zue underthenigem gefallen zu thun, erbutigk, doch mit vorbehalt, daß ich darmit weder in die suspensionn bewilligt noch etwas mich an meynen erlangten rechten wil vertziehen haben, welches ich mich gegen euer ksl. Mt. zum herlichsten itzunder thu bedingen, und in deme, auch daß die echter von Goßlar sich ires gewalts in meynem furstenthumb (wie berurt) enthalten, die gefangenen wiederumb ledig lassen, von irer munitionn, prophantsbereitung und vorhabender rustung, dergleichen auch die von Braunschweig, meine ungetreue underthane, von irem thatlichen furnehmen, dorinnen sie dieser zeith gegen mir und den meynen sein, abstehen, gestatten, darvon auch ksl. Mt. klerlich verstehen, wie gehorsamlich die von Braunschwig und den eingangk der meynen in die stat Braunschweigk eurer ksl. Mt. ausgangen penalmandat halten und was mir, darwider zu thun, auch erlaubt sein wil. Solten aber die gegentheiln solche ertzelte, thatliche handlung wieder mich und die meynen nit abstellen wöllen, sondern, sich also gegen mir zu rusten, furtfaren wurden, so wil ich nicht erachten, daß es eurer ksl. Mt. wille, gemuth oder meynung sey, daß ich meynen wiedertheilen den vortheil gunen, iren gewalt und unpillichen handlungen mir zue mercklichem, unuberwintlichem schaden, verderbe zusehen und daß die echter von Goßlar der sequestern geldt angriffen, sich damit gegen mir und den meynen gerust zu machen, und ich nichts darwider thun solt, damit gleichheit auf beiden theiln gehalten werde, sonder mehr, daß ich mich dargegen aufhalten und euer ksl. Mt. mich alß ein romischer keyser und ein haupt der christlichen nurnbergischen buntnuß nit verlassen, daß auch solche noturftigliche gegenwer eurer ksl. Mt. nit zuentgegen sein werde, dorauß mir sunsten eyn unwiderbrenglicher schade, merckliche, groß beschwernus ervolgen wölte, in dem vhal euer ksl. Mt. ich in aller underthenigkeit itzo angeruffen haben wil und zweiffel gar nicht, euer ksl. Mt. werde mir und sunderlich auf ditz mein underthenig, milt erbieten, welches ich meynen heimgelassenen rethen Šund bevelhabern angetzeigter gestalt zu leisten auch bevelen wil, beystendig und behulflich. Und bit gantz undertheniglich, euer ksl. Mt. wölle hirinnen ir reputation, meine gelegenheit und gestalt der sachen genedigst selbst behertzigen und bedencken der jegenteiln von Goßlar grossen vortheil, daß sie, mich mit der sequesterei alß meynem eigenem gelde zu vergewaltigen, understehen, und in was mutwilligen, unrechtmessigem furnehmen sie gegen mir sein, und daß euer ksl. Mt. mein gnedigster her keyser sein und pleiben und auch mir vermöge derhalben meyner ersten supplicationschrift verholfen sein wölle, alß ich mich zue euer ksl. Mt. gewißlich thu vertrösten, und daß euer ksl. Mt. die suspension oder anstellung der acht gnediglich wiederumb werden aufhebenb und revocirn lassen3. Bin ich umb euere ksl. Mt., dere mich undertheniglich thun bevehlen Šund zue gehorsam schuldigk erkenne, meynes hochsten vermugenß ungesparts leibs und guts stets zu verdienen willig4.

    «Nr.248 Supplikation der schmalkaldischen Verbündeten an den Kaiser – Regensburg, 1541 April 9 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 247r–249v (Kop.); DV fol. 249v: Copei supplication gemeiner vereinigten stende in den sachen Goßlar und Braunschwig, der röm. ksl. Mt. Sonnabent nach Judica [1541 April 9] ubergeben. 1541.

    B  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 633r–633v (Kop.).

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 28r–29r (Kop.); ÜS fol. 28r: Supplicatio gemeyner vereynigter steendt in den sachen Goßlar und Braunschweig, 9. Aprilis röm. ksl. Mt. ubergeben.

    Wiewolh das eur ksl. Mt. wir mit so manichfaltigem ansuchen nicht gern beschwern, so werden wir doch durch daß vilfeltig anregen, clagen und anruffen der stett Goßlar und Braunschwig dermassen geursacht, daß wir, solch ansuchen bei eurer ksl. Mt. undertheniglich zu thun, nicht konnen oder mogen umbgeen. Dan wiewolh euer ksl. Mt. auß sonderlichem, hohem, cristlichem bedencken als ein loblicher kaiser, gutiger vatter deß vatterlands, in deutscher nation der schwebenden, irrigen religionsach halben vergleichung und also bestendigen frid und ainigkeit zu machen und aufzurichten, deßhalben allerlei schwere reise, muhe und arbeit auf sich genohmen und zu forderung desselbigen dem keyserlichen chammergericht in allen und iden religion- und darauß fliessenden sachen stilstandt gebotten, auch die goßlarischenn und mindischenn achten, damit dieselbigen stedt nach unserm bedencken unrechtmessigerweiß beschwert worden seint, suspendirt und Hg. Heinrichen, sovil die von Goßlar antrifft, solcher suspension zu gehorsamen, bevolhen, auf daß euer ksl. Mt. solche ire furgenohmene cristliche handlung auf diesem reichstag sovil bequemer und baß verhandeln möchten, so haben wir doch am jungsten eur ksl. Mt. ein supplicationschrift [Nr. 244] ubergeben, in welcher wir auf ansuchen der von Goßlar eur ksl. Mt. underthenigst angetzeigt, welchergestalt Hg. Heinrich obgemelt solchen keiserlichen bevelchen nicht gehorsamet oder statgibet, darauf wir noch eur ksl. Mt. gnedigster antwort undertheniglich thun erwarten. Weren Šauch wolh geneigt, euer ksl. Mt., mit so vil gescheften beladen, mit weiterm ansuchen zu verschonen. Damit aber doch euer ksl. Mt. aigentlich spuren, daß Hg. Heinrich den keiserlichen geboten zuwiderlebt, so haben die von Goßlar uns vilfeltig geschrieben, daß inen Hg. Heinrichs dienner ane zweivel auß seinem bevelh kein prophiant oder ichts anders zugeen lassen, die straß verhindern, ire zins und gult, so die burger in seinem furstenthumb haben, eintzufordern und ime zuzeeigen, understeen und andere ding furnehmen in meinung, sie gar zu grundt und boden zu verterben, außzuhungern und zu seinem willen zu dringen, unangesehen aller eurer ksl. Mt. suspension, geboth oder verboth, eurer ksl. Mt. nicht zu geringer verachtung, inmassen euer ksl. Mt. aus beiligendem außzug gnedigst zu vernemen haben1.

    Ist demnach unser underthenigste bit, euer ksl. Mt. wollen hirauf nochmals in ansehung in der andern supplication ertzelten ursachen ernstlich verfugen und verschaffen, daß gemelter Hg. Heinrich alle und ide strassen eroffene, denen von Goßlar frei zu- und abfhur nach irer notturft gestatt, denselbigen auch ire zins und gult nicht entziehe, sie mit iren welden, huttenwerck, bergkwergk und andern iren inhabenden gutern bei iren besess, recht und gerechtigkeit bleiben lasse, sonder sich der suspension in allen und iden irer wirckung gentzlich und creftiglich halte und umb die uberfharung und eingriff in stehender suspension inen geburlichen abtrag und vergleichung thue2.

    Zum andern, allergnedigster herr, so langet uns glaublich an, daß in eurer ksl. Mt. nider und andern umbligenden landen sich etliche gewerb und anleuffe von knechten ereugen sollen3. Wiewol wir nun noch zur zeit nicht wissen mugen, Šwer solche knecht versamelt oder wartzu die gebraucht werden sollen, so mussen wir doch besorgen, daß villeicht solche versamlung darumb angericht möcht werden, damit so vil minder stende von diesem tailh alhie ankommen und etliche andere fursten und stende, so hie seint, abtzuziehen bewogen werden möchten. Bitten derhalben underthenigst, euer ksl. Mt. wolle allen sachen zum besten gnedigst verfugen, damit umb solche gewerb, weme die zusteen und wartzu die gebraucht werden sollen, erkundung geschee und, ob euer ksl. Mt. deßhalben zeitung zukomen weren oder wurden, alßdann das gnedigst einsehen thun, damit solch gewerb, ob etwas furhanden were oder sein wurde, gnedigst abgeschafft werde und nicht ursach sei, das etzliche außbleiben und etzliche von stenden dieser religion, so alhie seint, abreitten musten, sich in dem allen allergnedigst ertzeigen.

    «Nr.249 Supplikation der Stadt Goslar an den Kaiser – Regensburg, [1541 April 30]1 »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 330r–345v (Kop.); AS fol. 330r: Der stad Goßlar sachen; AV fol. 331r: Supplicatio an die röm. ksl. Mt. der stadt Goslar jegen und widder Hg. Heinrichen von Braunschweich, dorin vormeld und angezogen wird, uß was grunden und ursachen die achturtheil und die, so vor den probst und convent zu Gorgenberg widder bemeldt stadt ahn dem keyserlichen chamergericht vermeindtlich und widder alle recht und pillichkait gefhelt und usgesprochen, zu cassirn und abzuthun oder jhe zum wenigisten die von Goslar darwidder zu restituiren sein.

    B  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 147r–164v (Kop.).

    C  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 612r–625r (Kop.).

    ŠD  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20IV, fol. 697r–709v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 709v: Supplicatio senatus et civitatis Goslariensis ad caesaream maiestatem pro cassatione suorum banni etc.

    Eueren röm. ksl. Mt. brengen wir, burgermeister und radt der stadt Goslar, durch unseren hiezu gevolmechtigten anwald underthenigist fhur diese unsere hochst anligende noth und beschwerung neben warhaftigen bericht der gantzen sachen, daraus euere ksl. Mt. gnedigst zu befinden, mit was fug und grundt wir und auch die gemeine stadt Goslar von euerer ksl. Mt. chamerrichtern und beisitzeren uff anclage Hg. Heinrichs von Braunschweig und Luneburg von wegen eins vormeinthen angezogenen fridbruchs in euerer ksl. Mt. und des hl. reichs acht gesprochen und denunciirt, wie auch uber das durch gemeldt chamergericht vor convent und kloster zum Georgenberg und widder uns, die zu restituiren, auch inen derhalben alle und ide erlitten und zugefugte scheden, dazu auch die gerichtscosten auf rechtlich messigung auszurichten, zu vorgnugen und zu bezalen, erkandt worden, undertheniglich bittende, solch unsere hochst anligende noth neben diesem unserm, auch us der ergangenen gerichtsacten waren bericht gnedigist zu horen. Dan euere ksl. Mt. werden daraus mit grunde und warheit befinden, auch von allen unpartheiischen anders nicht berichta werden sollen, dan das wir durch berumpt urtheil widder recht und zum hochsten vorletzt und beschweret worden seind und das vormuge aller recht solche beide urtheil als nichtig unpillich und craftlos zu cassiren und uffzuheben sein odder jhe zum wenigisten wir darwidder durch euere ksl. Mt. restituirt werden sollen.

    Darneben werden euere ksl. Mt. clerlichen vormercken und sehen, das unser widdersacher, Hg. Heinrich von Braunschweig und Luneburg, etzliche lange jhar in mancherlei wege mit grosser, unerhorten geschwindigkait und gewaldt umbgangen und des furnehemens gewesen und noch, uns von Goslar umb unser hutt und bergwergk selbstgewaltigen zu brengen, auch der stadt Goslar mechtig zu werden und die mit iren eigen, von romischen kaisern, kunigen und anderen im hl. reich wolhergebrachten gehultzen, thalen, bergen, hutt und bergwergken ahn sich zu reissen und euerer ksl. Mt. und den romischen kaysern abzuzwacken und unther seinen gewaldt zu brengen, das dann die lebendige und auch erweiste, manigfaltige, selbgewaltige thaten in den gerichtsacten und sonst clar anzeigen, selbst reden und ercleren2.

    Dan erstlich als wir und gemeine stadt Goslar vorruckter zeit und vor vielen jaren den zehenden, nemlich den 13. kubbel und das gericht uff dem Ramsperge Švon dem Hg. zu Braunschweig pfandtsweise innegehapt, hat sich Hg. Heinrich von Braunschweig einer ablosunge solchs gerichts und zehendes angemast. Wiewol nuhn in solcher widderlosunge die irrung der margk sielbers halber furgefallen, das mahn wegen der langen zeit den werdt derselbigen nicht gewust, und wir gute ursach, der und anderer ursachen halben uns zu widderen odder jhe zum wenigisten dieselbige so lang uffzuhalten, byß der werdt der margk silbers liquidirt were worden, gehabt, so haben wir doch umb fridelebens willen die abelosung gestattet.

    Als aber die abelosunge beschehen, hat seyn fstl. Wd. nit alleine den zehendten des Ramespergs, sondern auch die gericht und vorkauf, daneben auch das gantze bergwergk, schmeltzhutten und alle welde, so wir vor vielen jaren von romischen kaysern und kunigen und anderen bekhomen, erkauft, ahn uns bracht und sonst unsern vorfaren und der stadt vor und nach der pfandtschaft zugestanden hat, auch in solch pfandtschaft zihen und uns dorahn nichts gestehen wollen. Derohalben wir mit seiner fstl. Wd. in irrung khomen und hat der hertzog solche ding, der wir ihme nicht gestanden, auch in der vorschreibunge nicht befunden sein, nicht mit recht suchen wollen, wie ihme gepurt hette und ehr schuldig gewesen were, sondern, sein furnemen fur und fur mit eigener selbst gewaldt und thadlichen eingriffen gegen uns zu erlangen und auszufuren, understanden, solchs auch also mit der thadt in das wergk bracht. Widder solch thadlich furnemen haben wir bei der kayserlichen regirung ein gemein penalmandat, darinne dem hertzogen gebotten worden, die von Goslar und die iren ahn iren rechten, gerechtigkaiten, hergeprachten possession und dergleichen nicht zu turbiren, zu vorgewaltigen noch zu beschedigen, sondern sie bei dem allen geruehelich pleiben zu lassen, usbracht.

    Volgends sein bei dem kayserlichen chamergericht zwey ander mandata usbracht, uns, die von Goslar, wasser und strassen, auch unsere forst und gewelde geruehelich pleibenb zu lassen, und neben solchen mandaten ein citation super l. diffamari von wegen des vorkaufs und der welde, wo sein fstl. Wd., uns derohalben zu besprechen, vormeinet, solchs ahm chamergericht vorzunehemen. Seine fstl. Wd. seindt aber ungeacht solcher mandata uff irem furhaben beharret und einen gewaldt uber den andern, dan durch sich selbst, dan durch die diener und vorwanthen, etwa auch durch frembde geubt und gebraucht. Und damit seine fstl. Wd. solch gewaltige thaten unther dem schein des rechten beschonet, hat er einen vermeinthen richter uff den Ramsperg geordenet und vor demselbigen die bergk- und hutteherren bey uns vorheischet und uber rechtmessige, vorgewanthe exceptionschrift procediren, iren eins teyls in die vorfestunge vorcleren, die ubrigen irer bergteil und hutten pravirenc lassen, alles de facto. Von welchen vormeinthen urtheilen wir und unser burger als die dadurch zum hochsten vorletzt neben anzihung der nichtigkait appellirt und daruff ladunge, Šinhibitiones und compulsoriales erlangt, exequirt und also die sachen iuxta l. diffamari vormals affectirt, volgendes durch beschehene appellation anhengig gemacht worden. Uber das alles und also lite et appellatione pendente hat seine fstl. Wd. die hutten und bergteil sampt unseren aigen kholen eingenohmen, allen vorrath, so die hutten- und bergkherren vorlassen, daselbst mit unserm eigen kholen, holtz und schmeltzgezeug vorschmeltzen, hinfuren, auch ire, der hutteherren, arbeither, soviele ihme nicht arbeithen wollen, auch ire diener ahn irer fhur abtreiben und zwingen lassen, das ertz in seinen gewaldt zu furen.

    Vor, in und neben diesem allem seindt die ausgangen und vorkundthen mandata, inhibitiones und ladungen gerichtlich reproducirt, daruff gehandelt und mit recht furgefaren worden. Daneben haben wir, wiewol wir grosser ursach gehabt, die gegenwehr fur die handt zu nehemen, zu noch mehrem glimpf nit underlassen, in solchem die kayserliche regirung ferner anzuruffen, und dahin bewegt, das die etzliche regimentsherren gleichwol uff unseren costen von Regenspurg aus abgevertiget. Und wiewol nuhn die vorordenthen sich in der sach etwas hochd bemuhet, so haben sie doch bei dem hertzogen nichts erlangen mugen, wiewol auch in irem abreithene vorabscheidet, das mahn sich aller thadtlichen handelunge soll enthalten, so ist doch der hertzog uff seinem furnehmen beharret, einen gewaldt uber den anderen widder uns und die unsern furgenohmen, geubt, auch furnehmen und uben lassen und in deme etwa viel reuther, fuesvolck, auch seines eigen landtvolcks, dieselbigen in das closter Reiffenbergk, nechst ahn Goslar gelegen, und die umbligenden dorfern daselbst gelegt, uns und die unseren fur und fur vorgewaltigen, schlagen und hinfuren, unsere getreide vor der stadt zertretten, vorderben und schleiffen, auch die landwehre zerhauen und zum zweiten mahl vorbrennen lassen, zuedeme auch sich und die seinen in berurtem closter Reiffenbergk mit stacketen, wellen, auch geschutz und aller krigsrustung, schauffelen, hacken und anderem grabzeuge dermassen vorwaren und vorsehen lassen, das solchem ansehen nach nichts hat anders mogen gedacht werden, dan das ehr willens were, die stad zu belageren und, soviel ahn ihme, zu eroberen.

    Wiewol nuhn auch solch rustunge, sovehr die angezaigtermahssen uns und den unseren zue nachteil furgenohmen, wie dan ahm tage, ahn allen vorzug ihme bei des landfriedens, auch anderen schweren penen, straffen und bhussen abzustellen gebotten, auch solch mandat ahm 21. Julij anno etc. 27 verkundt worden, so hat seine fstl. Wd. doch solche rustunge nit abgestelt, sonderen jhe lenger jhe mehr uns und die unseren beschedigen und vorgeweltigen lassen und in deme sich mit seinerf krigsrustunge dem closter Sanct Gorgenbergk, in unser landwehr und hardt ahm stadtgraben gelegen, genahet, ahne zweiffel Šihm willen, dasselbige zu eroberen und daraus die stadt, uns und unsere burger und inwoner noch mehr zu beschedigen und zuletzt gar zu vorterbeng.

    Als nuhn wir gesehen, das weder mandata, inhibitiones, litispendentz und kayserlicher regirung gesanthen abschiedt nicht helfen wollen, haben wir aus schuldiger pflicht, damit wir ksl. Mt. und dem hl. reich vorwandt, gemeine stadt, uns und die unseren vor solchem gewaldt zu beschirmen und den, soviel muglich, abzutreiben, uns zum theil auch mit krigsleuthen vorsehen und daruff uff einen benenthen tagk, als seine fstl. Wd. uns unsere landtwehr vorbrandt und ehr und die seinen sich in den rauch hinther das closter Gorgenbergk begeben und auch wir dafur mehr dan einsh von dem probst daselbst und anderen gewarnet worden, das der hertzog willens, das closter einzunehemen, inen ihm solchem vorhindert und das closter eingenohmen, alleine der meinung, uns vor ferner gewaltsam und andringendem uberfalh, so vohr augen, zu vorhuten, ahne allen befelich, dasselbig wedder abzubrechen noch zu vorbrennen.

    Uff so angezogene und vor gewaltsame und, das mahn auch teglichs gesehen, das der hertzog der hutte- und bergkherren vorrath uff den hutten mit gewald schmeltzen und hinfuren, auch, was in die stadt durch die burger zu furen, understanden, abwenden und nehemen lassen, ist gevolgt:

    Erstlich, als der hertzog die landwehr zum andern mahl abbrennen lassen und ihm rauch sich mit seiner krigsrustunge hinther das kloster gemacht, das das krigsvolck, so ihn der staidt [sic!] gewesen, mit etzlichen burgern zu vorhinderen, das der hertzog nicht in das closter kheme, sich aus der stadt erhebt und ini das closter gemacht, solcher nodtwendiger und keiner anderen gestalt abgebrochen und gebrandt worden, gleichwol ohne befhel eins radts. Und darnach, das etzliche aus der stadt sich zu iren hutten gethan, in meynung und willen, das ire zu beschutzen. Und als sich die arbeither einem solchen widdersetzt und mit gluendem ertz unther sie geschuttet, mag die handelung des umbringens und vorwundunge etzlicher personen, deren sich der hertzog auch beklagt, in der gegenwehr gevolgt sein. Daraus hat seine fstl. Wd. uns und wir seine fstl. Wd. widerumb super fractaj pace uff einen tag, nehmlich den 15k. Nouembris anno etc. 27, ahn dem kayserlichen chamergericht vorgenohmen.

    Nuhn, allergnedigster herr und kayser, clerlich und unwydersprechlich solch obangezeigte, rechtmessigel ursachen, warumb die vormeint achturtheil in causa fractae pacis und auch die, so vor den probst und convent zum Georgenberg widder Goslar gesprochen, als nichtig, recht- und craftlos zu cassiren odder wie die stadt Goslar jhe zum wenigisten von euerer ksl. Mt. allergnedigist dorwidder zu restituiren seye, sagen wir, das sich anfenglich ex actis erfinden soll, das Šder hertzog widder die von Goslar muff den keiserlichen landfriden geclagt hab, derhalben, das etzlich vil des rats von Goslar verwanten etzlicher kurchen und clostern, in seinem furstentumb gelegen, nemlich den Jorgennberg, zum heilligen grabe und den Petersbergk uberfallen, geplundert, abgethonn und zum teil ausbrannd, auch etzlicher arbeiter uf den schmeltzhutten entleibt, etzlich schwerlich verwunt haben solten. Nun hat dem hertzogen, zu fundiren sein intention, das die von Goßlarr durch solch thaten die peen des landfriden verwurgk [sic!] haben, zweierlei zu beweisen gepurt:

    Erstlich, das sollich thaten durch die von Goßlarr einhellige und mit verainigtem rath beschehen sein, dann die recht sagen quod civitas tunc ex delicto obligetur quando omnes de civitate communicato consilio et praehabita collegiali deliberatione deliquerunt, ista est theorica [sic!]Bari quam omnes sequuntur in l. aut facta § fi. ff. de, p[ro] qua allegat. l. semper § 2 ff. quod vi aut clam.

    Zum andern, das solliche angezogene tathen vorsetzlich aus bosem, geverlichem gemut und betrug beschehen sein, dann die peen des landfridens wie auch andere ubelthaten, so die leibstraffen uff inen tragen, erfordert, in irer vorwirckung expressum et verum dolumn dann die recht sagen quod poena sine fraude esse non possit quod usque ideo verum est ut quaelibet causa etiam colerata [sic!] imo iniusta a dolo & consequenter a poena excuset sive enim iustis ait lex sive iniustis rationibus dum tamen sine calliditate quis peccaverit sine dolo malo esse.

    Dise beide wesenliche stuckh, in den fridbruch gehorig, gleichfals sein selbst positionallarticul, daruff die anclage gegrundt, hat der hertzog nicht bewisen, auch zu ewigen tagen wider Goßlarr nicht beweisen wurdet. Dann obwoll er weis, das die clöster abgethann und zum teil ausgebranndt, auch etzlich arbeiter entleibt und etzlich verwunt, so ist doch noch nicht erweist, das solliches durch die von Goßlarr communicato consilio et dolo malo beschehen sein, sonder die ding sein durch sonder personen zur recuperationn irer entwerter habe und gutero und abwendunge unnerhortz, untreglichs gewalts, auch zu vorkomen die eusserste vorstehende farr und sorge des entlichen verderbens an leib und gut, darinp sie und die gemeine stat desmals durch die thadlich handelunge des hertzogen gesatzt waren, defensive furgenomen worden, one das das auch dieselbige sondere personen die peen des landfridens verwurckt hetten. Dann als der hertzog, nachdem er die burger zu Goßlarr irer bergk- und huttenwerck–m, auch irer silber, ertz, blei, kholen und allen anderen vorrathen, so sie uff solchen iren hutten gehapt, gewaltiglichen endsatzt und das closter Reiffenbergk widder kayserliche mandata in aemulationem et excidium urbis Goslariensis mit wellen, graben, stacketen, schantzkorben, reuthern, fuesvolck, geschutz und andren attalereien und munition bevestiget und also aus einem Šcloster ein raubhaus uffgericht und die burger vor augen gesehen, das der hertzog die landwehr zum andern mahl ausgebrandt und geschleift und von dem Reiffenbergk mit seiner krigsvolck und rustunge im anzug war, den Gorgenbergk, so der stadt Goslare solchem des hertzogen furnehmen nach gantz sorglich und schedlich gewesen gelegen, inzunehemen, mogen etzliche arbeither, gemeine burger und krigsleuthe, doch ohne befehl eines erbaren rads iusto dolore et timore instantis periculi permoti und also aus unvormeidlicher not, fhar und sorge ires vaterlandes, gemeiner stadt vorderben, umbkhomens, auch zu errettung ires leibs und guts den Gorgenbergk eingenohmen und gebrand, dan, wo der hertzog den Gorgenbergk erobert, were die stadt als gut als vorloren gewesen. Us welchem allen jhe clerlich erscheindt, obgleich die burger, inwoner und knechte solchs gethan, das doch solche thadt gemeiner stadt, sonderlich burgermeistern und radt als dem magistratui nicht zugerechnet werden mag. Erscheindt auch weither, das die burger, so solchs gethan, nicht dolo malo, sondern zu irer und gemeiner stadt nodtwendiger defension und errettung geubet, das ihnen auch solchs ihm rechten zugelassen und erleubt und derohalben kein peen oder straff ihm rechten vorwirckt haben. Und ob gleich ein erbar radt doryn vorwilliget hette, mocht doch dasselbige von wegen solcher vorwilligung, so ihn gleichnus dolo malo nit beschehen were, fridbruchig nicht geachtet werden.

    Omnia siquidem iura imo ipsa constitutio generalis pacis permittunt cuilibet se et sua impune tueri et vim vi repellere absque eo quod violento et spoliatori aliqua actio competere possit, iuris enim naturalis est defensio non solum hominibus, sed etiam brutis permissaq. Quin imo quilibetr potest auctoritate et permissu iuris pro defensione sua vel recuperatione rerum suarum in incontinenti, hoc est quam primum fieri potest, secundum necessaria praeparamenta colligere milites, convocare amicos et propulsares iniuriam censeturque a iure defensio, cum aggressus semper praesumatur ad suam defensionem id, quod facit, facere. Neque sola defensio, sed etiam praeventiot, antequam quis offendatur, a iure conceditur. Nemo enim exspectare tenetur, quod offendatur, porro cum aliter se quis commode tueri non potest, licet illi tertium etiam innocentem et non offendentem pro sua defensione offendere per l. si quis fumo ff. ad l. aquil. § fe. ubi textus clare decidit, quod a damno excusetur, qui incendii arcendi gratia, ne ad aedes suas incendium perveniat, iusto terrore et metu aedes vicini destruxit et intercidit sive ignis perveniat ad domum suam sive non. Et adducitur per textum generalis ratio, quod verisimile est imminens damnum, quod iuste timeturu. Quemadmodum Bal. illum textum generaliter sumat et ex eo notat, dum dicit, quod quis possit destruere alienum, ne destruatur suum. Cum Šhoc videaturv magis causa defensionis quam offensionis factum et ex verisimili et iusto metu imminentis periculi sine ullo damno, iniuria et pena. Praeterea quando periculum est in mora, tunc l[egem] vel statutum impune contemniw potest, quia melius est in tempore occurrere periculo quam post laesionem remedium quaerere.

    Es erscheindt auch hieraus, dieweil der hertzog, wie gemeldt, die von Goslar irer bergk- und huttenwergk gewaltiglichen endsetzt und dan den von Goslar die recuperation solcher entwerter posession, habe und guethere im rechten, wie gemeldt, erleubt, das alle schaden und entleibung der arbeither, so aus solcher erleubter recuperation ervolgt, ihme, dem hertzogen, als dem anfenger und vorursacher zuzemessen sein3. Derhalben so sollen auch von rechts wegen die von Goslar dem probst und convent zum Gorgenberg nicht dermassen, wie beschehen, sondern der hertzog zur erstattung costen, schaden und aller interesse condemnirt worden sein. Und dieweil solche recuperation im rechten erleubt, so hat den arbeithern nicht geburt, sich mit gewaldt widder solch recuperation zu setzen. Quia ubi a iure permissa est offensio, ibi non est licita defensio. Et ubi lex vel statutum concedit alicui aliquid faciendi facultatem, si ex actu taliter permisso sequitur homicidium vel aliud delictum, tale homicidium vel delictum erit impunibile. Und entschuldigt die arbeither nicht der befelich und gehais des hertzogen, dan die recht sagen, das der bevehl den mandatarium in malefitzsachen nicht endschuldige. Sie solten solchen bevehl nicht angenohmen haben, dieweil sie verisimiliter gewust, das der hertzog denen von Goslar die bergk- und huttenwergk mit lauteren gewaldt genohmen hatte. Solchs war und ist bei iderman des orts notorium und landtruchtig gewesen.

    Zum andern seindt die von Goslar auch in dem hochlichen beschweret und vorletzt worden, das widder sie in dieser und anderen sachen, zuvorh und ehe sie als die spoliirten uff des chamergerichts urtheil, anno etc. 28 den 15. des Maj geoffnet, wirglich restituirt, volfaren und gesprochen ist worden, dan die recht sagen, quod spoliatus ante omnia restitui debeat et quod in spoliatum non plene restitutum nulla sententia etiam in criminalibus ferri possit. Und lauthed des chamergerichts urtheil wie volget: Dan zwischen itz gemelten partheien beider furbracht attentaten clage, die einweisung und vorfestunge ahm 29. Januarij in diesem, dergleichen den puncten der neuen petition, ahm 21. Octobris im 27. jare einkhomen, belangen, ist noch allem furbrengen zu recht erkandt, das durch angezogene entsetzunge, einweisunge und vorfestunge alles widder recht in hangender rechtvertigung und gethaner appellation beschehen, innovirt Šund attentirt und die dorumb abzuschaffen und zu revociren sein, als wir sie auch hiemit abschaffen und revociren, darzu die vorfestunge in vorigen standt und gedachten radt, hutt- und bergkherren in den gebrauch und bosess irer hutten, gruben, bergktheil, schmeltzens und vorkaufs allermassen, wie sie solchs vor der endsetzunge, innovation und attentirung ingehabt, gebraucht und besessen haben, setzen und restituiren als mit erstattung gerichts-, erlitten costen und schadens sampt allen endpfangen und uffgehaben nutzungen. Doch soll gedachtem hertzog sein furderung und gerechtigkait, so ehr in petitorio zu haben vormeint, hiemit unbenohmen, sondern vorbehalten sein. Und ob alhie gesagt wolt werden, das solch urtheil possessorii durch euere ksl. Mt. uff jungst gehaltenem reichstage suspendirt und uffgehoben worden were, sol sich doch nicht erfinden, das wir oder die unsern, so desmals uff bestimptem reichstage von uns vorordenet, in solch suspension oder aufhebunge gewilligt, sondern offendlich darwidder protestirt haben laut der notelen, so zu endt dieser supplication ist angeheft worden4.

    Zum dritten, das die von Goslar widder Hg. Heinrichen auch uff den landfrieden geclagt und iglicher theil seine und der seinen erlittene iniurien prosequirt und also ire klage beiderseits zugleich gerichtlich furbracht und mutuae accusationes gewesen sein, derowegen solten sie auch nach besage gemeiner recht in allewege miteinander und zugleich ausgefurt und rechtlich endscheiden sein worden. Solchs ist jhe offenbarens rechten, welches niemandt verneinen magk. Dieweil aber solchs nit beschehen, so soll von gemeins rechtenx wegen die acht ire wirckung nicht haben, bissolang uff dero von Goslar accusationy auch gesprochen wurde, damit in dem falle keinem theil praeiudicium geschehen mocht, inmassen dan alhir das grossist praeiudicium ist als ehren, leibs und guts vorlust. Dan also sagt das recht, si apud eundem iudicem petamus et iudex me priorem tibi condemnavit, quo magis tu prior me condemnatum habeas, quoniam secundum sacras constitutiones iudicatum a mez petere non possis, priusquam de mea petitione quoque iudicetur. Daraus jhe clar erscheindt, das in zweierlei weise die stadt Goslar vorletzt worden ist, die eine, das beider theil clagen zugleich nicht geendet worden und gegen Hg. Heinrichen, irem reaccusatore, ehren, leibs und guts in faren stehen mussen, wie auch des hertzogen sache gefurdert und dero von Goslar vorschoben. Das befindet sich aus dem protocoll der acten.

    ŠZum vierthen, das, wiewol von wegen Goslar ein fast noturftiges begeren des augenscheins halber beschehen und uff solche petition beschlossen, so hat doch das chamergericht uff solch petition nichts erkant, sondern hat in der heuptsache, ohne das das durch Goslar diffinitive beschlossen, und ungeachtet, das in denselbigen acten etzliche zeugensagen, in anderen klagen einbracht, repetirt sein worden, welche zeugensagen noch zum mehrem theil nicht eroffenet gewesen, vielweniger durch das chamergericht gelesen und bewogen, die vormeindt endeachturteil gesprochen, do inen doch von rechts wegen gepurt hat, mit solcher vormeinther urtheil, bissolang in dero von Goslar sachen auch beschlossen were worden, stillzustehen oder den partheien zu beschlissen uffgelegt oder aber jhe zum wenigisten fur sich selbst ex officio zu beschliessen, welches alles von inen vorblieben. Ob dan denen von Goslar wolt zugelegt werden, das sie sich selbst hetten uffgehalten in deme, das sie in 15 monaten nichts gehandelt, so wirdet sich aus dem protocoll clerlichen erfinden, das der hertzog 20 monat, do ehr zu handelen schuldig gewesen, stillgestanden, das auch ime uber solche 20 monat, ungeachtet dero von Goslar vleissig anruffend, noch funf monat als vormige des richtlichen protocoli, doruff sich die von Goslar referiren, zugelassen und vorgonnet, welchs jhe das chamergericht billich bedacht und ihn deme beiderseits gleicheit gehalten haben solt. Und erscheind aus diesem clerlich, das die von Goslar eben aus der ursach, das ire advocaten und procuratores in der sachen nicht procedirt und unvleissig gewesen sein sollen, vormuge aller recht in integrum restituirt werden sollen. Dan es wer die laesio offenbar und die ursach der restitution pillich und rechtmessig, zuvorderst, dieweyl die von Goslar sich in dieser sachen ires grossen schadens ahn denen, so yre sachen hetten furdern sollen, nicht erholen mugen.

    Zum funften, das ihm hl. röm. reich bisanher also gehalten und in vielen kurtzen und langen jaren gebraucht worden, das viel hohes und nideriges standes, kunftigen schaden und vorderben zu vorkhomen, kirchen, clostere und andere gebeu, so inen sorglich und beschwerlich gewesen und daraus sie sich kunftiges schadens zu befaren gehabt, niedergelegt und abgebrochen haben, ohne das das wedder die odder etzliche derselbigen durch das kayserliche chamergericht procedirt were worden. Derowegen solten jhe die von Goslar die ersten nicht gewesen, die da widder solchen alten, herprachten gebrauch im hl. reich, auch furgewandthe babstliche und dero ordinarien indulta in die acht gesprochen weren worden. Consuetudo enim etiam mala, quae tolerata est, excusat delinquentem a poena, gl. est ad hoc ordinaria in c. denique 4. dist. et in c. sane ex. de tempo. appella. Nec est delictum nec delicti qualitas quod publica consuetudo permittit Bal. in l. quid sit fugitivus § apud Labeonem ff. de edi. edict.

    Zum sechsten, das die von Goslar jhe und alle wege des erbietens gewesen und noch, ob sie jhemandt in abwendunge solcher irer hochbeschwerlichen noth, sorge und fhar und anligend civiliter beschwert oder nochteil zugefugt hetten, sie weren geistlich oder weltlich, das sie sich mit denselbigen nach aller Šerbar und pillickait wolten vorgleichen, wie sie dan auch wirgklich erzeigt in deme, das sie sich mit vielen derselbigen vortragen haben, ohne das das sie es aus oberzelten ursachen schuldig gewesen weren. Daraus jhe zu vormercken, das die closter nicht zu vordrus und has der religion, wie denen von Goslar zur unschuld uffgelegt wirdet, sondern zu errettung irer leibe, guter und gemeiner stadt durch etzliche sondere personen abgethan und zum theil ausgebrandt, doch ohne befelich des radts.

    Zum siebenden ist offenthliches rechten, das ein gemein stadt und universitas criminaliter nicht mag gestraft werden, sondern soll die peinliche straff in ein burgerliche gewandelt werden. Dan sonst wurden viel unschuldiger leute widder alle gothliche, naturliche, gemeine, beschriebene rechte gestraft, wiewol mahn darmit nicht gestanden haben will, das die von Goslar delinquirt oder etwas widder den landfriden gehandelt haben. Im fall aber solch vermeint, nichtig achturtheil widder die stad Goslar, wie nicht ist, bestendig und sie, die stadt, derohalben uberfals, ja endlicher zersteurunge und ausreutung gewertig sein solte, wes wolt doch zuletzst der schaden anderst sein dan des reichs und also euerer ksl. Mt., zufurderst der ort, dan euere ksl. Mt. ausserhalb der stadt Lubeck und Goslar keine mehr im gantzen land zu Sachsen haben.

    Zum letzsten, weyl Hg. Heinrich seine klage uff ein vormeint interesse, das ehr sich von wegen des eroberten stift Hildesheim vormeindlich undernomen und angemast, gegrundt hat und aber durch bapstliche, rechtliche urtheil, den 27. Augusti dieses nechst vorschienen 40. jares vor der vormeinthen achturtheil geoffenet, ausfundig und notorium worden ist, das ehr, der hertzog, kein interesse ahn solchem stift, vyl weniger den angezogenen clostern und kirchen jhe gehabt5, wie auch solchs die belehenung itzigen Bf. zu Hyldesheim und seiner fstl. Gn. vorfaren, von euerer ksl. Mt. aus gegrunthen, bestendigen ursachen gevolgt, offendlich erweisen. So volgt, das ehr von wegen solchs angemasten interesse kein klage im rechten gehabt und das ihme die exceptio: tuaaa non interest, tu sine actione experiris, widderstehen. Dan wie hat ehr von wegen des vormeinthen interesse, das bei ihme inhalt kayserlicher belehenung und bapstlicher urtheil nie gewesen, auch sonst in ansehung der recht nicht hat sein konnen, widder die von Goslar klagen mugen?

    abAus disem und andern ursachen mer, in actis deduciert, erscheint clerlich, das die von Goßlar durch die vermeint achturteil zum hochsten verletzt, beschwerdt und, wie davon geredt wil werden, nit gnugsam defendirt sein worden. ŠUnd dieweil Goßlar ein reichstat und dem hl. reich one mittel zustendig und also ain glidmas des hl. reichs ist und im rechten einen minderjärigen und der kurchen vergleicht wurd und derohalben von rechts und pilligkeit wegen widder sollich lesion aus erzelten ursachen billich restituirt werden soll, dem allem nach, so ist an euere ksl. Mt. als unsern ainichen, rechten herren und schutzer und zur dero Mt. wir nach Got alle unsere ainiche zuflucht haben und sollichs pillich geniessen sollen, unser underthenigst bitte, euere ksl. Mt. wollen in disen obvermelten beschwerden sich unser allergnedigst als ain gutiger keiser erbarmen und aus den angezaigten, gegrundten ursachen, sonderlich, das dieselbig widder recht, unserthalber und gemeiner stat als eins communsac unverschult, die auch also vermuge der recht und euerer ksl. Mt. und des hl. reichs ordenung, sonderlich erst nach den 13 jaren, in wilchen vil unschuldiger menschen erst geporenad und unmildiglich zur straff leibs und guts verdampt, nit hat mugen noch sollen in die acht, zuvorab one euerer ksl. Mt. sondern bevell oder vorwissen erclert werden, obgemelt als craftlos oder nichtig gnedigst cassiren und sonderlich auch umb des willen, das usser solchem im hl. reiche vil unrats entpörung, blutvergissung, krig und andere unzalbere beschwernussen ervolgen mugen, aus ksl. Mt. machtvolkomenheit gar ußheben [sic!], und die sachen den durchleuchßigsten, hochgebornen Kff. Pfaltz und Branndennburg, unsern gnedigsten herren, anstat euerer ksl. Mt. von neuem zu hören, uff die vorgeubten acten oder, das noch furbracht werden möcht, den rechten und pillicheit nach endliche erkantnus zu thun und also obgeschriebenen beschwernussen zu begegnen, wie dann euere ksl. Mt. solches vermuge gotliches und aller recht und pillicheit gnedigst thun mugen und sollen, in sonderheit aber auch in erwegung, das wir arme uff euerer ksl. Mt. ernstlichs ansuchen und begerendem bevell nach, uff ergangenem reichstage zu Augsburg–ab geschehen, von unseren erlangten rechten, das wir doch zu thun nicht schuldig gewest, itzlicher massen, mit hinderlegung des vorkaufs bishier ein gute zeit umb forcht willen gedraueter peen zu weichen, gedrungen worden, wiewol wir darwider zu unser noturft heftig protestiren lassen und uns des zum hochsten beschweret haben, aber alles in hoffnung, mit der zeit bei euerer ksl. Mt. gnade und enderung zu erlangen nach gelegenheit der sachen und noturft des hl. röm. reichs.

    Im fall aber, do euere ksl. Mt. dieser zeit einig bedencken hette, obgemelte urtheil nicht also abzuschaffen, wie wir dan hoffen beschehen werde, so bitten wir doch euere ksl. Mt. wollen aus oberzelten ursachen und hochsten beschwernussen uns zum wenigsten in integrum restituiren und die sache daruff hochgedachten beiden churfursten, wie obstehet, befelen und in deme oder sunst durch andere fugliche wege widder obvermelte, vermeinte urtheil und acht aus euerer ksl. Mt. miltigkeit und volkomenheit uns also gnedigist vorhelfen, damit Šwir doch bei euerer ksl. Mt. als ein armes, underthaniges glidt vor endlichem vorderben und austilgung, auch vor unrechtem gewaldt pleiben mugen6.

    «Nr.250 Supplikation der Vertreter der Stadt Braunschweig, Bleikhard Sindringer und Dietrich Preuß, an den Kaiser – Regensburg, 1541 Mai 10 »

    Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20 II, fol. 300r–312v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 312v: Copia einer schrift deren von Braunschweig, ksl. Mt. uff insinuirt penallmandat ubergeben dinxtags nach Jubilate anno etc. 41.

    Es ist ainem erbarn rath der stadt Braunschweigk ein mandat, von eur ksl. Mt. ausgangen und am datum haltende Brussel in Brabant, den 28. tag des monats Octobris des verruckten 40. jhars, allererst den 16. Martij negstvorschienen zukomen und auf mas, wie hernacher gehort werden sol, verkundigt worden.

    Wiewol nhun gedachter rath der stadt Braunschweigh unterthenigst und willig geneigt gewese, ihre pottschaften von iren rathsfreunden und dienern stadtlich anheer zu schicken und solchs mandats halben euerer ksl. Mt. bestendigen und noturftigen kegenbericht vorwenden zu lassen, so hat es doch gemelter rath von wegen der unsicherhait, so ihnen von Hg. Hainrichen von Braunschweigk aine lange zeit anheer begegnet, auch darumb nit thun konden, das Hg. Hainrich etzliche der stadt Braunsweig vornembste rathshern und Šdiener durch zuvor im reich teutzscher nation unerhorte proceß, welche er in ainem seiner ampt und baurngericht hat furgenhommen, nichtigligh verfesten und verechtigen lassen, also das dieselben sein unsicher sein musten, wor [sic!] solche nichtige acht nicht aufgehoben oder abgeschaffet muchte werden, wan gleich die andern mengel der unsicherhait auf bequeme wege gericht weren oder wurden. Weil sie aber derselben personen und diener bei der handlung alhie zu Regensburg als die der sachen vornemlig bericht hetten, bedurftig und gleichwol zu ihrer stadt behuf und noturft eins theils vor andern vorordenen musten, hat gemelter rath bisheer zu irer noturft und so stadtlich, alse sie sonsten gern gethan, nicht schicken konden.

    Aber eur ksl. Mt. zu underthenigstem gehorsam und damit euere ksl. Mt. gnedigst vormercken mugen, das der rath zu Braunschweigh nichts hohers begert, dan mit irem mitlandsfursten in frieden und ruhe zu sitzen, soviel mit Got und gewissen beschehen khan, so hat vielgedachter rath von irentwegen uns zwene, nemlig Bleickhart Sindringer der rechten Dr. und Ditrichen Preutzen aldesten secretarien mit gnugsamen mandat, welchs wir zu jeder zeit vortzuleggen erpotig, auch darvon glaubhafte copeien mit ubergeben, abgefertigt, gewalt und bevelch gegeben, auf berurte euerer ksl. Mt. ausgangen mandat alhier zu Regensburgh zu erscheinen und vielgedachter unserer befelchgeber noturft underthenigst vortzutragen.

    Und erstlig, so ist berurt euer ksl. Mt. mandat und ladung nit rechtmessig an unsere principaln und obern gelanget, dan es hat mit demselbigen die gelegenhait, das sich den eilften tagh Martij negstvorschienen etzliche in den thoren der stadt Braunschweig angeben, als ob sie von eur ksl. Mt. brief hetten an den rath zu Braunschweigk, und, als sie darauf eingelassen und fur den radt kohmen, ist es Hg. Hainrichs von Braunschweigs cantzelschreiber einer mit zween knechten gewest, welcher dan vorgeben, als solte ain kaiserlicher bothe bei dem amptman zu Gandershaim brief vor dreien oder vier wochen gelassen haben und das Hg. Hainrichs rehte darunther gegenwurtig mandat befunden und ehr durch die rethe darmit an den radt zu Braunschweigh geschigkt. Was nhun dies fur ain schein und suchen gewest, wie lange und geferlich auch darmit vortzogen, das haben euere ksl. Mt. gnedigst zu ermessen.

    Dieweil dan bei euerer ksl. Mt. potten dem radt der stadt Braunschweig gedacht mandat nicht verkundigt, auch nicht dargethan, das aus befelch euerer ksl. Mt. inen durch ihren widdersachern, den Hg. von Braunschweig, oder seine rethe solche mandata hetten mugen verkundigt werden, so were wol bemelter rath nicht schuldig gewest, darauf zu schicken, hat es aber aus underthenigkait, wie oben gehort, nicht unterlassen, sonder diß euerer ksl. Mt. darumb underthenigst wollen antzeigen lassen, das solchs sonder zweifel vom kegenteil darumb beschehen, das unsere principaln darauf nit schigken solten und Hg. Hainrich deste mher ursachen zu schepfen, gemelte unsere principaln als die ungehorsamen zu beschuldigen und mit ungrundt in den angegebnen sachen zu vorunglimpfen, und das auch gedachter von Braunschweigk nichtdestoweiniger Šeinen erbarn rath und gemeine stadt Braunschweig uberweldigen und beschedingen muchte.

    Und nachdem aus berurtem mandat erscheinet, das Hg. Hainrich von Braunschweigh der angeber gewesen, dan er je unser principal widdersacher ist, widderwertiglich und feindtlig widder sie und die ihren in mancherleie wege gehandelt, derhalben dan ime der naturlichen vernunft nha [sic!], auch vermuge aller beschriebner recht in deme kein glaube zu geben, so ist unser unterthenigst zuvorsicht, eur ksl. Mt. werden unsern gegrundten kegenbericht gnedigst horen oder einnhemen und berurte unsere principaln nit beunrechtigen lassen, sondern dem rechten und warhait statgeben, draus vilgedachte unsere principaln verhoffen, euere ksl. Mt. werden gnedigst befinden, das berurt euerer ksl. Mt. mandat durch Hg. Hainrichen von Braunschweigh auf sein geferligen und ungenugsamen bericht nichtiglichen ausbracht, auch mher dan geferligh etzliche viel wochen verhalten wurden.

    Und zum anfang ist je im lanth zu Sachsen, Braunschweigh und der landtart kuntlich und offenbar, das Hg. Heinrich derjenig ist, der sich aller geschwinden, thetlichen handlungen bevleissigt, auch mit der that beweiset noch darf ehr von fridtlichem wesen und grossem gehorsam vorgeben, dan es hat uffgemelter hertzoge einem burgermaister und secretario unvorursacht das furstenthumb vorboten und darnach des gemelten Hg. von Braunschweigh voigt zu Wulffenbuttel, Balthasar von Stechau, etzlige burgermaistere und burger von Braunschweigh, auch etzliche des raths menner im dorf Amplebe und Luder des raths voigt on alle bestendige ursachen mit ainem geschrei auß dem furstenthumb echten und vorvhesten und folgents vier menner zu Amplebe, die dem rathe von Braunschweigh on alle mittel zustehen, von ihrem acker fangen und gebunden nha Wulffenbuttel in schwere gefengknuß fueren und bringen lassen. Er hat auch darnach im dorf Goltdalem ein furmeint gerichte hegen und etzlige burgermaister, ratshern und secretarien, burgere und verwanthe diener des raths zu Braunschweig mit einer veste beschreien und aus dem furstenthumb echten und vorvhesten lassen. Es hat auch Hg. Hainrich von Braunschweigh dem rathe, burgern, einwonern, auch den armen sichenheusern zu Braunschweigh ihre stadtliche jerliche gulden, zinse und einkomen vorenthalten, die brucken, so sie uber vorjerte zeit gebraucht, abgeworfen und ihren armen underthanen im gericht Asseburg in die 1.200 hemel und schaf geweldiglichen entdrieben und nhemen und in sunderheit vier irer burgermaister und einem secretarien in seiner fstl. Gn. offentlichem, unbestendigem ausschreiben sie an glimpf und ehren schmehen, iniuriiren, auch sunst in andere und mancherleie wege und mit grosser geschwindigkait uberweltigen und beschwern lassen, understehet sich auch unwillen und zweipart in der stadt antzurichten und burgerliche ainigkait zu zereissen.

    Das aber unsere principaln dem hertzogen etliche der seinen haben widderfangen lassen, ist zu ihrer kegenwhere und zu rettung irer gefangnen untersassen beschehen, die dan auch so beschwerlich nicht gesessen nach gehalten worden, Šdenen man auch bier und wein hat zubringen lassen, wie sie auch selbst sagen mussen.

    Aber mit des raths armen leuthen und gefangnen ist zu Wulffenbuttel geschwinde und vast unmenschligh umbgangen, die mhan in enge thorn in den unflath geworfen, lange zeit und etzliche monat fast uberainander liegen und ahn irer gesuntheit verterben lassen. Es hat auch Hg. Hainrich die unschuldigen, gefangnen bauren on alle ursachen zum tote verurteln und auf die fhem und gerichtsstedt, da man die hat entleiben sollen, fhueren lassen und zuletzt, als die armen, unschuldigen, verurthailten leuthe den thot vor augen gesehen, seint sie durch Thonies von Sampleben, des hertzogen amptman, alles auf ainen gesuchten schein lois [sic!] gebetten und widder in das gefengknuß gefhurt, beschatzet und zuletzt, wiewol ahn irer gesunthait vortorben, ausgelassen wurden.

    Uber das hat Hg. Hainrich denen von Braunschweigh einen kemmerer des raths und einen secretarien mit einem reittenden diener in ihren gescheften fangen und, wie oben berhurt, in das schwere gefengnus setzen lassen und bald darnach abermhals zwene burger fangen, auch zwen muntzgesellen hart fur dem thor schlahen, verwunden, bestricken und gegen Wulffenbeutel einnhemen lassen, die auch zu Wulfenbutel in der herberge eingehalten, bissolange der camerer und secretarius auß dem gefengknuß kohmen.

    So hat auch gemelter hertzog hin und her auf die von Braunschweigh, auch in ihre lantwhere streiffen und reithen lassen und die keiserfreihe, gemeine landtstrasse inen unsicher gemacht.

    Es ist in der gutlichen handlunge vor der stadt Braunschweig, darvon in kaiserlichem mandat meldunge geschicht, einem burger der stadt Braunschweigh ain pferdt bey dem dorfe Sickte genhomen und noch ain ander burger im dorfe Wendessem gefangen, nach Wulfenbuttel bracht und vor des hertzogen hauße zur Steinbruck noch andere dere von Braunschweig burgere und burgerin angehalten, auch zum theil etzliche tage aufgehalten und auf ein widderinheischen loßgelassen.

    So hat auch Hg. Heinrich nach dato euerer ksl. Mt. ausgebrachten mandats denen von Braunschweigk etzliche burger, so von Magdeburgh widder nach haus gereiset, durch seinen amptman Ditrich von Taubenhaim mit wagen und pferden etzliche tage zu Lutter anhalten und auf widdereinfordern losgeben lassen.

    Und balt darnach hat derselbe amptman aus bevelch des fursten vier der von Braunschweigk burger wagen, dero drei mit der von Braunschweigh und der ain mit brehmer gutern beladen gewesen und auf den neuen jarmarckt jegen Leiptzigk haben fharen wollen, zu Lutter angehalten und der von Braunschweigh guther ablegen lassen, das die nit in den margkt zu Leiptzigk gekhomen, und hat folgends die wagen mit den pferden auf ain widdereinheischen fharn lassen.

    Daran vielgedachter Hg. Hainrich nicht besettigt gewest, sonder balt darnach durch seinen zolner zu Linden denen von Braunschweig etzliche kupfer und Šhering anhalten und ableggen, dergleichen durch seinen amptman Tonies von Samplebe nach Valentini negestvorgangen dem rathe von Braunschweigh etzliche faß Eimbecks bier zu Gandershaim uftreiben lassen. Und haben die burgere zu Braunschweigh andere strassen nach den merckten mit schaden suchen mussen. Es seint auch folgents etzliche burger, so nach Goslar fahren wollen, zu Wolffenbuthel und dan etzliche zur Leuenburgh mit pferden und wagen angehalten und dero von Braunschweigk leuthe im dorf Reuning in ihrer landtwhere von dem voigte zu Wolfenbutel gen Stockheim gefurdert wurden, darumb, das sie lange zuvor ein kint deutsch und eine vorstorbene frau ane vigilien und zelemessen [= Seelmessen] hetten tauffen und begraben lassen, sie drumb zu straffen.

    Es seint auch des raths unthersassen zu Amplebe nach uberantwortung euerer ksl. Mt. mandats durch den vogt zu Wolfenbutel gefordert worden, den rest des unbillichen, aufgelegten und abgedrungen strafgelts ghen Wolfenbuttel zu bringen. So ist auch dem rathe von Braunschweigh nach uberantwortung berhurts mandats ire wagen, der in irem keller hat wollen goslerisch bier holen, zu Wulfenbuthel wider zuruckegetrieben.

    Und werden nicht allene [sic!] denen von Braunschweigh und den armen sichenheusern ihre zehenden, gulte, zinse und renthe von dem hertzogen geweldigligh furenthalten, sonder unsere principal erfarn auch mit warheit, das vast die halbe gulte und zinse etzlicher irer belehenten geistlichen und gostheusern in stehender hemung von den wulfenbuttelschen sollen aingefurdert worden sein. So ist es offentligen am tagh, das Hg. Hainrich den von Braunschweigk meier ire hofe und guter zum hohisten beschatzt und also ihnen ihre gehempte, statliche gulte, rente und zinse seinen aignen gegebnen briefen und siegeln zuwidder gantz ungewisse und zunicht machet.

    Hieraus hat die ksl. Mt. und ain jeder unpartheischer leichtligh abzunhemen, das Hg. Hainrich von Braunschweigk von ersten angefangen unsere principal, die von Braunschweigk, widder sein und seiner vorfarn gegebene briefe und siegeln, auch allem rechten zuwidder thetlichen zu uberweldigen und zu beschweren, das auch in manicherlaye weise geschwinde getrieben und noch heutigs tags verfolget und allein zum schein euerer ksl. Mt. mandat im geringsten folge geleistet als nemlig, das die gefanghnen pauren, doch nit gar unentgelten, losgegeben, lest aber berurte unsere principal, die von Braunschweigk, noch heutigs tages im grosten und nachteiligsten zum hohisten uberweltigen, bescheidingen und beschweren, die ingenhomene und aufgehabene renthe, zins und gulten, dergleichen den armen leuthen im gericht Asseburch die angezogne 1.200 widder recht und alle billichait entwante hemel vorenthalten noch darf ehr gleichwol sagen, das ehr eur ksl. Mt. gehorsam sey. Unde befindet sich im grunde, das ehr thedtlig und selbwaltiglich handelt, das ehr doch unsern principaln gerne wolte aufleggen, sie auch bey euerer ksl. Mt., wiewol mit ungrunde, angeben und auf solchen ungrundt bisher die mandat bei eur ksl. Mt. abreptive und nichtiglichen ausbracht. Es hat sich auch der rath zu Braunsweigk Šin der gutligen handlunge keines trotzes vernhemen laßen, sonder sich zu furstlichen, gegebnen briefen und siegeln getzogen, das sie und die iren darwidder uberweldigt, beschedigt, opprimiert und beschwert wurden. Und wiewol euerer ksl. Mt. wir von wegen unser principal derhalben schreiben viel in spetie und underschiedtlich wusten antzutzaigen, so haben wir doch euere ksl. Mt. dieser zeit damit nicht beladen, sonder allein etzliche euerer ksl. Mt. underthenigst berichten wollen, auf das euere ksl. Mt. offentligh sehen und spuren mag, wie feintlig Hg. Heinrich bisanher gelebt und sich euerer ksl. Mt. mandaten gemes ertzaigt und verhalten habe.

    Und alsdan unsern principaln, dem rath von Braunschweigk, durch euere ksl. Mt. geboten wurden, auch bei ainer namhaftigen peen, wiewol ungehorter sachen und sonder zweifel auf ungestumbe anhalten des kegenthails, euerer ksl. Mt. in 30 tagen antzutzaigen, das gmelte unsere principaln demselben euerer ksl. Mt. gebotten nachkomen wollen, ob nhun berurte unsere principaln in dem durch das kegentheilh vast ubereilt, so thun wir doch in nhamen wie oben euerer ksl. Mt. diese unterthenigste antzaigung.

    Und soviel den ersten punct, nemligh mit krieglichen und thetlichen handlungen und vornhemen gegen Hg. Hainrichen von Braunschweigh und die seinen stillerzustehen, anlanget, seint wir nit in abreden, das unsere principaln widder obberurte und andere Hg. Hainrichs von Braunschweighs thetlige handlungen und beschwerungen bei iren ainungsvorwanten stenden zu erleubter, geburlicher gegenwehr, aufhaltung und entsetzung des gewalts und unrechtens umb hulf angesucht, bei denen sie auch gnedige und gunstige erbietung auf den fhal der nothwendigen kegenwher befunden. Es ist aber die hulf, so die ainigungsvorwandten denen von Braunschweigh zu ihrer rettung und kegenwher zu leisten schuldig, bisanher euerer ksl. Mt. zu gehorsam angestellet und mit bewilligung gemelts raths von Braunschweig aufgetzogen und nit hohers dan friede und ruhe gesucht worden, wiewol berhurten unsern principaln solcher aufzueg nit unbillich beschwerlich gewest, dieweil sie gleichwol bisher ires ungnedigen mitlandesfursten und der seinen bedrangnus, ungeachtet euerer ksl. Mt. gescheften und friedegebotten, fur und fur, auch noch zum theil auf den heutigen tagh haben mussen zu merglichem irem und der ihren schaden erdulden. Derhalben wir dan auch von gemelten unsern principaln bevelch, euerer ksl. Mt. in dem iren underthenigsten gehorsam antzutzeigen und erbietung zu thun, das sie sich zu irer defension mit hulf oder folge noch zur zeit nit wollen beladen noch ire ainungsvorwandten derwegen bemuehen. Da aber Hg. Hainrich von Braunschweigk von seinen selbweldigen, thetliche handlungen und beschwerungen nit wirdet abstehen, so wollen sich berurte unsere principaln underthenigst versehen, euere ksl. Mt. werden sie derohalben ihrer unvormeitlichen noturft nach nit vordencken. Sonsten wolten sie viel lieber mit Hg. Hainrichen von Braunschweigh als irem mitlandesfursten in gutem friede sitzen und sich aller gebur undertheniglich verhalten, sofern inen auch hinwidder gegebne brief und siegel gehalten werden.

    ŠAber den andern punct die versperrung der beiden stiftkirchen Sancti Blasij und Ciriaci seins weiters inhalts betreffendt, thun wir diesen underthenigsten bericht, das nicht ane, gemelte unsere principaln haben neben etzlichen ihren gnedigen fursten und hern von Braunschweig und Luneburgh etc. als den mitpatronen die gaistlichen in ermelten baiden kirchen freuntlich beschicken und ansagen lassen, die gotloesen messen und ceremonien abzuthun und ferner nit zu halten, darauf dan die gaistlichen die kirchen zugethan und sich selbst auß der stadt begeben, auch wie mhan sagt, von Hg. Hainrichen darauß gefurdert. Inen ist aber in der stadt kein gwalt noch ledt [sic!] widderfharen. So seint auch gedachte unsere principaln derhalben Hg. Hainrichen keiner zusage gestendigh, inmassen er die euerer ksl. Mt. angeben dorfen.

    Und wiewol vielgedachte unsere principaln, der rath zu Braunschweigh, euerer ksl. Mt. als irem gnedigsten hern in dem und sonsten zu gehorsamen gantz willig, erkennen sichs auch schuldigh, so hat es doch darumb diese gelegenhait, das, was disfals von inen beschehen, hat irer gewissen halben nicht mugen untherlassen blieben. Zudeme so wissen euere ksl. Mt., das die stadt Braunschweigk in dem nurnbergischen rechtstilstandt namhaftig mitbegriffen. So seint sie auch der stende disses thails ainungh und confession verwhant. Dweil dan euere ksl. Mt. diesen reichstagh nit am weinigsten darumb angesetzet, nemligh den zweispalt der religion halben zu cristlicher vergleichunge zue fuern, auch friden und ruhe im reich zu pflantzen, so ist unser underthenigste bit, euer ksl. Mt. wolle gemelte unsere principaln, die von Braunschweigh, des nurnbergischen rechtsstilstants, in sonderhait euerer ksl. Mt. in allen religionsachen gewilligter suspension geniessen und diese sachen bei der andern ihrer ainungsvorwanthen durch sonderlige, widdrige rechtfertigung ungetrennet bleiben lassen, dan was ainhelliglich der religion halben beschlossen und auf diesem reichstage vorgleichen wirdet, das sollen und wollen berurte unsere principaln, die von Braunschweigh, gleich den andern ihren ainungsvorwanthen willig und underthenigst auch verfolgen.

    Dan solte daruber Hg. Hainrich in solchen sachen, die religion offentlig belangende, verstattet und nachgehangen werden, auf das vermainte mandat zu procediren, so hetten eur ksl. Mt. gnedigst zu bedencken, dieweil diß vor ain religionsachen allen ainungsvorwanthen stenden gemain und daran gelegen sein wil, das sich fursten, rethe und bottschaften der christlichen verainigung kegen euere ksl. Mt. ihrer aller noturft auch ferrer undertenigst wurden mussen vernhemen lassen.

    Was aber das pletzlein anlanget, welchs unsere principaln zu gemeiner stadt gebeu haben ziehen lassen, hat es die gelegenheit, das die geschwinden leufte, so ein zeit lang verhanden gewest, und sonderlig, das etzliche jhar heer unvorsehens in den stiften Munster, Brehmen und Luneburg sich knechte und kriegsfolgk vergaddert und allerleye anschlege vorgenhomen, gemelte unsere principaln, den rath zu Braunschweig, geursacht, ainen wal zu schutten, und haben dartzu ain klein pletzlein an etzlichen gerten auf Sanct Ciriacus bergk zu ihrem Šgebeu ziehen mussen, inen umb gelt oder ander landt solch pletzlein zukomen zu lassen, welchs sie auch, dieweil es geringschetzigh und nit viel uber 100 goltgulden wirdig, ane alle schaden wol hetten thun mugen. Und seint alweg erbottigh gewest und noch, inen geburliche erstattung mit gelt oder landt darumb zu thun. Und dieweil dan solchs in diesen geschwinden leuften umb gemeines nutzes willen beschehen und in keinen weg hat geraten mugen werden, wir uns auch von wegen unser principaln noch ainsten und zum uberflus erbieten, die pletzlein besichtigen zu lassen und die estimation ahn gelt oder landt den geistligen uff Sanct Ciriacus bergk zu gelten und zu vorgleichen, so seint wir der unterthenigsten zuvorsicht, dieselben gaistlichen sein schuldig, darumb geburliche estimation zu nhemen oder aufs weinigst sich kegen bestimpten unsern principaln lauts euerer ksl. Mt. mandats an geburligem rechten settigen und benugen zu lassen. So seint auch unsere principaln nicht bedacht, denselben geistlichen ethwas ahn ihren hoffen oder gerten widder recht oder billichait eintzutziehen oder sie zu vorgeweltigen.

    Unsere principaln, der rath zu Braunschweigk, hat auch ire gefangne euerer ksl. Mt. zu underthenigstem gehorsam on alle entgeltnus loßgegeben und gezelet, des zu ihren aignen bekenthnußen getzogen, daraus euere ksl. Mt. ferner gnedichst abzunhemen, das vielberhurte unsere principaln euerer ksl. Mt. geboten in allen den puncten und artickeln, darinnen sie mit Got und gewissen pariren kundte, und, soviel bei inen gewest, wircklige folge geleistet und denselbten untherthenigst nachkomen.

    Es befunden auch hinwidder gemelte unsere principaln, das Hg. Hainrichen von Braunschweigh bei keiner namhaften peen mandirt worden, auch kein zeit bestimmet antzutzeigen, euerer ksl. Mt. geboten zu gehorsamen. So seint auch noch heutiges tages unser principaln arme untersassen zu Ampleben in vorberurthen beschwerungen. Sie befinden auch nit, das inen die angezogne, des von Braunschweigs vermeinte und nichtige echtigung oder fhestungh irer person abgeschaffet. Und obwol die arrestirung der gehembten gulten, renthe und zinß eroffnet, so seint sie doch zum thail in stehender arrest ghen Wolffenbuttel ingemhant und sunst ungewisse gemacht und also das ihnen noch ir zehenden, renthe und gulte zum teil vorenthalten und nicht verraichet werden. Dieweil aber solche hemmung an ir selbst im rechten vorboten, die sache on alle vorgehnde rechtligh erkenthnus mit der execution furzunhemen, so bitten wir in nhamen wie oben underthenigst, euere ksl. Mt. wollen berurte verfestungh gemelter unser principaln person bei Hg. Hainrichen von Braunschweigk gentzligh abschaffen, auch vielgedachten von Braunschweigk dohin halten und weisen lassen, unserer principaln arme leuthe zu Ampleben ferrer unbeschatzet zu lassen und, was ihnen albereit abgedrungen, widerumb zu erstatten, ihre derwegen erlittene, grosse scheden an den ungewissen gemachten ihren zehenden, gulten, renten und zinsen zu erleggen, dergleichen die gegen Wolffenbuttel eingenhummene gulte, renthe und zins, auch die 1.200 entwanthe hemel der leuthen im gericht Asseburgk widderzugeben odder zu bezalen, die abgeworfen Šbrucken widder zu machen und sie ferrer widder recht, brief und siegel nit zu beschweren.

    Das seint wir umb euere ksl. Mt. in hohister unterthenigkait zu vordienen gantz willigh und berait. Bitten auch underthenigst, ob sich gemelter Hg. Hainrich von Braunschweigk understehen wolte, euerer ksl. Mt. ethwas anders widder unsere principaln einzubilden, demselbigen uns unerhort kein stadt noch glauben geben, sonder zuvor unsern bestendigen gegenbericht auch vernhemen und gnedigst anhoren. Seint wir des underthenigsten erbietens, zu idero zeit euerer ksl. Mt. den underthenigsten und warhaftigen bericht furzuwenden, daraus unser principaln bestant und warheit und irs kegenthails ungrunt hinwidder sol vermergkt werden1.

    «Nr.251 Supplikation der Stadt Goslar an die schmalkaldischen Verbündeten – Regensburg, o. Datum »

    Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 372 Nr. 142, fol. 111r–111v und fol. 116r–116v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 116v: Der von Goslar gesanten supplication irer herrn und obern beschwerungen halben der erkannten und ergangen acht, 1541 zu Regennspurg ubergeben.

    Der Kf. von Sachsen, der Lgf. von Hessen und die schmalkaldischen Verbündeten haben mit der Stadt Goslar ihrer vielfaltigen hochsten clagen und beschwerungn halben alle zeit bißher barmherziges, christliches Mitleid gehabt. Danken im Namen Goslars dafür. Aber dennoch den gemelten unsern herren von Goslar bisanhero nie gedeien wollen, das ire sachen vor religionsachen erkant und angenohmen hetten mogen werden, sondern sie sein alle zeit mit guthen worten woll getrost und von einer zusamenkunft zue der andern darmit uffgezogen worden, mit demselbigen sie dan geduldiglichn gelitten. Nuhn wollen sie sich dennoch nit abschrecken lassen und umb anehemung irer sachen vor religionsachen bei eueren fstl. Gn., Gn. und G. undertheniglich, dienstlich, auch hochsten fleiß abermals angesucht und gebethen haben, in trostlicher und hoffenlicher zuversicht, euere fstl. Gn., Gn. und G. werden den handel in itzigen beschwerlichen, geferlichen und gantz besorglichen zeithen und leuften noch tieffer und mehr, alß zubevohr beschehen, gnediglich und gunstiglichen erwegen und die anehemung ferner nit aufschurtzen, sondern die einmahl alhie uff diesem reichstage zur Regenspurgk furgengich sein lassen und also auß ursachen, so hie beneben schrieftlichen ubergeben werden, der von Goslar vor religionsachen anehemen und erkennen. Die Stadt Goslar und sie, die Gesandten, wollen dies alle Zeit mit allen ihren Kräften verdienen, alß sie und wir unß aus verwantnuß, auch dinstparkeit halben dorzue mehr dan schuldig erkennen.

    Š[Beilage:] Gründe für die Anerkennung des Goslarer Konflikts als Religionssache

    Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 372 Nr. 142, fol. 112r–115r (Kop.); ÜS fol. 112r: Ursachen, warumb der stadt Goslar beschwerung und sachen vor religionsachen zu erkennen sein, auch davohr pillich gehalten, geacht und angenohmen werden sollen.

    Als Goslar noch nicht protestantisch und Mitglied des Schmalkaldischen Bundes war, hatte es wohlgesinnte Richter am Kammergericht, hat auch mehrere günstige Urteile und Mandate erlangt, so dass Hg. Heinrich sich über das Kammergericht beklagt hat. Nach dem Konfessionswechsel Goslars und seinem Beitritt zum Schmalkaldischen Bund waren Kammerrichter und Beisitzer der Stadt stets feindlich gesinnt und haben Hg. Heinrichs Interessen gefördert.

    Religiöse Gründe erklären auch, dass Hg. Heinrich auf dem Augsburger Reichstag 1530 ein Sequester erlangen konnte und damit die Exekution zugunsten Goslars ergangener Urteile zum Nachteil der Stadt aufgeschoben wurde. Auch wird in den anhängigen Purgationssachen gegen Hg. Heinrich und in Sachen Landfriedensbruch die Prozessführung vom Kammergericht aus religiösen Gründen zum Nachteil der Stadt und zum Vorteil Hg. Heinrichs gestaltet. Aus religiösen Gründen wurde Goslar auch in die Acht erklärt, damit die Stadt die noch anhängenden Prozesse gegen Hg. Heinrich in Purgationssachen und in puncto fractae pacisnicht weiter verfolgen kann.

    Goslar ist vom Kammergericht verurteilt, den Konvent des Klosters Georgenberg zu restituieren. Dies bedeutet Wiedereinführung der altkirchlichen Zeremonien, die dem Bekenntnis zum wahren Glauben zuwiderliefe. Wenn Goslar gegen die Acht Widerstand leistet und Hg. Heinrich die Stadt in die Hand bekommt, wäre dies verhängnisvoll, nicht nur für Leib, Leben, Hab und Gut der Bürger, sondern auch für ihr Seelenheil. Goslar müsste dann von der göttlichen Wahrheit abfallen, auch das teuflische Papsttum wiedereinführen. Goslar könnte zudem für Hg. Heinrich eine gute Plattform für Übergriffe gegen andere protestantische Stände abgeben. Der Verlust Goslars würde allen Evangelischen zum Nachteil gereichen. Dass Goslar wegen der Religion verfolgt wird, belegt im Übrigen auch die am Ketzerrecht orientierte Argumentation Hg. Heinrichs von Braunschweig am Kammergericht in der Purgationssache.

    Die Verfassung des Schmalkaldischen Bundes definiert die Bündnispflicht auch für die Fälle, in denen Stände zum Schein wegen profaner Dinge, in Wahrheit aber wegen der Religion beschwert werden. Dieser Artikel muß auf die goslarische Angelegenheit angewandt werden. Wenn man die Exekution der Acht gegen Goslar tatenlos zulässt, wird dies die Gegenseite ermutigen, Gleiches mit Kammergerichtsverfahren auch gegen andere Stände zu versuchen, welches dan viel stende, wo nit zum abfall von dem wort Gottes und der gotthlichen warheit bewegen, doch in allerhochst beschwernuß und gefarlicheit fhuren wurde, das dan pillich beizeithen zu vorkhomen. Außerdem hat der Kaiser durch seine Suspension der ŠKammergerichtsprozesse und der ergangenen Achturteile die goslarische Angelegenheit bereits als Religionssache anerkannt.

    Aus all den genanten Gründen ist die goslarische Angelegenheit als Religionssache anzuerkennen und darf man Goslar nicht im Stich lassen1.

    «Nr.252 Protokoll der Beratungen der schmalkaldischen Verbündeten über den Fall Goslar – [Regensburg], o. Datum »

    Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3.

    Kf. zu Sachsen: [Schleuß?] uff den artickel der scheinsachen in der aynung, zudem, so Goßlar erclert, wurden sy von der religion wegen ganz und gar gedrungen, aus denen ursachen und sonderlich, weil Goßlar diße sachen umb des has willen der religion be[ge]gnet, schleußen sy, das Goßlar vermog der aynung mit rat, hilf nit solt verlasen werden.

    Lunenburg: Sovil er den grundt ansicht, so sey es ain prophansachen, wen aber denen von Goßlar von wegen, das sie sich in diße verstentnus begeben, diße beschwerung begegnen aund ire sachen vor demselben, ee sy zu dißer verstentnus komen, in besserm stand geweßt–a, und sy zu demselben auch zu besorgen, bwo die restitution beschehen solt, das sy wider ir gewisen zu dem uncristlichen [vurnemen?] gedrungen werden–b, das sy wo sy solten hingezogen werden, von der religion [...?] möchten, so schleuß er cund sonderlich uß [kraft?] des artickels in der aynung, umb die scheinsachen [begrifen?]–c, das Goßlar mit hilf, rat und beistandt nit zu verlasen wer.

    Pomern: Das sich die bede fursten, namblich Hg. Philips und Hg. Barnym, ainer instruction verglichen, darinen der von Goßlar sach auch gedacht, namlich dieselbe fur aine prophansach zu achten. Obwol nu mein gnediger herr, Hg. Philips, uß dißen den [vernomen?] ursachen wol bedacht were, diße sachen neben andern stenden dohin zu erkennen, das sy in diße verstentnis [gehoren], so werde er doch durch die verglichen instruction daran verhindert, also das er es dißer zeit dabei beleiben laß. Seine fstl. Gn. mogen aber fur ir person wol leiden, das hierinen nach ordnung der aynung furgangen und, was [von?]  Šdem merteil geschlosen, des werden sich sein vetter und er der gepur zu halten wissend.

    Wurtenperge: Wo Goßlar solt gedrungen werden, die closter, sover sy in irer oberkeit gelegen, zu restituiren, und sy also von der religion fzu den uncristlichen [ceremonien?]–f gedrungen werden, das sy alsdan mit rat und hilf nit solten verlasen werden, und die sachen, [das berkwerch] belangendt, achten sein fstl. Gn., die sollen fur ain prophansach und das darinnen nit solt erkennt werden.

    Hessen vor Wirtenperg: Von wegen unsers gnedigen fursten und hern sagen Alexander von der Thann, oberamptman, und ich, der canzler, uff unsern empfangen bericht, den wir von seinen fstl. Gn. haben, in aller masen wie die sachssischen churfurstlichen sich haben vernemen lassen, und mogen, das diße sach, die gesprochen acht und ufgelegte restitution des closters zum Georgenberg in die beschirmung dißer verstentnus gehor inhalt des artickels in solcher verstentnus ver[leipt], und solt davor billich angnomen werden

    Straßburg: In dißer sach, sovil die acht belangen, halten es seine hern dafur, das inen unrecht geschehe, [weil?] diße große, verderpliche, hohe straf der acht umb ir [verwirckung?] [...?] nit solt erkant sein worden, wo nit die ungunst der angenomen religion und verstentnus uf inen beruhet wer, oder zum wenigsten die beeden clagen und [... ...?] des h[erzogs] und Goßlars miteinander zum endt außgesprochen. Derhalben so acht er von wegen seiner hern, das die von Goßlars in dißer sachen vermog des artickels der scheinsachen von den verainigten stenden nit zu verlasen sein, doch dergestalt, dieweil dise vereinigung allein uf der defension und gegenwer [...], das sy auch anderer gestalt nit furgenomen werden sol. Zudem, ob sich zutruge, das die von Goßlar der zwaier sachen halb, damit sy in die acht gesprochen, zu solchem vertrag, gden sy auch in allweg inhalt der verstentnus suchen sollen–g, komen mochten, den die stendt fur billich achten, das sy darinen zu volgen schuldig sein solen. Und in der andern sach der [...?] [gefangen?] [...?] dem [closter?] zu St. Georgenberg betreffend, dieweil in derselben urtel die [ceremonien?] und anders mher außgetruckt, auch die von Goßlar dergleichen [ceremonien?] heutigs tags noch in irer stat haben und gestaten, so kann er von seiner hern wegen noch zur zeit dieselb restitution fur kaine religionsach erkennen, dann, obwol die von Goßlar uß furcht des uberzugs genugsam ursach gehapt, das [closter?] Šabzuprechen, so acht erh doch, das sy, dem propst des schadens halb zimbliche und biliche vergleichung zu thun, von rechts wegen sich nit sperren möchten.

    Augspurg: In dem, das der stat Goßlar uf anhalten Hg. Hainrichs von Brunschwig an dem keyserlichen camergericht die acht uferlegt, darinen sy uber und wider recht beschwert und nit allain als ain glid und [commun?] des hl. reichs wider bemelte recht vom hl. reich hgedrungen und in frembde gewalt ergeben–h und [...?], sonder auch dißer religion widerwertigen handt und dessen zu besorgen von unser religion gedrungen, denen doch zuletzt und im selben fall wurde und mueß geholfen werden, dergleichen, was das closter und ufrichtung desselben laut der urtel, am camergericht ergangen, betrifft, auch das die papstlichen ceremonien am selben ort wider angestelt werden solten, so ist ursach sollicher beschwerdeni. Widerrechtlicher beschwerdt uß abgunst dißer stendt religion mer dan uß corrumption, feintschaft oder anderm nach gelegenheit etlicher hendel, so sich an bemeltem camergericht ain zeit her begeben, bei seinen hern zu vermueten. Und damit in oberzelten felhen und dem, was Goßlar wider recht, haß der religion und dißer stendt und, sie in das papstum wider zu tringen, begegnet sein soll und ist, darinen sollen sy vermog der verstentnus mit rat und hilf, doch uf maß der verfassung, nit verlasen werden.

    Ulm: Das seine hern je und allweg dahin geacht, nachdem sy der von Goßlar sach gehort, und nemblich jezt uf das lezt in der ergangen achturtel, das inen dieselb wider recht und alle billichait und allain uß dem, uß has der religion und umb der religion, ervolgt sei, doher sy auch geacht, das des tails stende mit rat, hilf und beistand nit solen verlasen werden. Sie haben si[ch] auch in demselben ires gemuets uf dem tag zu [E?]ßlingen bei der andern stet botschaften vernemen lasen und uns derhalben bevelh geben, diser sachen halb neben und mit andern stym- oder aynungsverwanten stenden der von Goßlar halb uff weiter ir anbringen der handlung solen helfen schliesen [...?] oder mit den stymen, das sie sich in demselben, was also entschlosen, von gemeinen stenden nit sondern wölen. Und demnach und sie die handlung jezt abermalen eingenomen und gehort haben, so konden sy nit anders erkennen, dan das dise beschwerlich achturtel uß abgunst unser religion, der die von Goßlar auch sein, ervolgt sei, uß der ursach inhalt und vermog der verfassung von gemeinen stenden bilich nit solen verlasen werden, doch defensive und dergestalt und maß, wie vor herinnen darin gehört ist, als das man alle mitl und weg suchen, dadurch ain vertrag ervolgen mög.

    Premen: Dieweil die stat Goßlar durch das camergericht in die kaißerliche acht gesprochen wider alle recht und billicheit und sy nit anderst erachten mogen, dann das soliche beschwernus inen uß has der religion begegnet sei, und nachdem vast ain ding ist, ob imands unser aynungsverwanten mit ofentlicher, Štatlicher gewalt oder sonst under dem schein des rechtens beschweret werde, achten es seine hern dafur, das in disem falh die von Goßlar mit rat, hilf und beistandt nit zu verlasen sein.

    Hamburg: Hat sein stym und votum in schrift dem sesischen canzler ubergeben1.

    Magdeburg: jHat sich uff dem tag zu der Newmburg vernemen lasen, das diße sachen in die verstentnus gehort und das sy kinhalt der aynung mit rat und hilf–k nit solt verlasen werden–j. Und dieweil Bronschwig und Magdeburg der stymmen halb noch unverglichen, so hat der gesant von Bronschwig angezeigt, das solchs magdeburgisch votum seiner hern und obern gemuet und mainung auch sei2.

    «Nr. Š253 Supplikation der Gesandten der Stadt Goslar an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 8 »

    Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 71r–73r (Kop.); ÜS fol. 71r: Volgt dero von Goslar supplication, die sie mit nechst hievor geschriebener der protestiren[den] stend antwort dem Kf. zu Brandenburg ubergeben haben1.

    Euer ksl. Mt. kunnen wir abermals unser antringender, unvermeidlicher notturft noch allerunderthenigst nit pergen, das uber alle gewaltsame und thetliche handlung, so unsern hern und obern von Hg. Heinrichen von Braunschweig under dem schein einer vermeinten, nichtigen acht in noch werender und schwebender euer ksl. Mt. suspension und gebotnem fridtstand, der er kheinswegs parirt hat noch zu parirn gedenckt, unbillicherweiß sein zugefugt, auch, als wir in glaubliche erfarnus khumen, diß begegnet, das er, Hg. Heinrich, unsern gnedigsten hern, den Ebf. zu Meintz und Magdeburg, churfursten, uff seinen zu milten und furtheilhaftigen bericht dohin vermegt, das sein kfl. Gn. den iren bevelch gethan und verschafft, das auß iren kfl. Gn. beyden styfften Magdeburg und Halberstatt weder korn, gedreyt noch einich andere notturfft denen von Goßlar zugepracht wirdt.

    Weither so reythen und gehen zu roß und fuß des Hg. von Braunschweigs diener und verwanthe hin und wider uff des hl. reichs freyen strassen, versperren und verhindern dieselben mit grossem, ernstlichen gewalt dermassen und so geschwindt, das von niemandt einicherley korn, gedreyt proviandt oder andere notturft denen von Goßlar von frembten orthen, auch auß seyner fstl. Wd. furstenthumb und dem styft Hyldesheim kan oder mag zugebracht werden.

    Und uber das hat gmelter Hg. Heinrich von Braunschweig neulicher tag denen von Leypsig ein gebot gethan und verschafft, das sie denen von Goßlar solch suma gelts, als sie inen vor ir verkauften pley zu lyffern und die von Goßlar zu hinderlegen und in irer statt biß zu entlicher erorterung derhalben schwebent irrung zu verwaren, auch zu sequestrirn schuldig, auf ir geschehen anforderung inen nit hat volgen noch sie des vergnugt megen werden, dem kayserlichen Šabschidt, so derwegen von irer ksl. Mt. zu Augspurg ist uffgericht und, bey peen der acht, auch 1.000 marck lottigs golts zu halten, mandirt worden, zuentgegen.

    Weither so procedirt auch wider die von Goßlar eurer ksl. Mt. cammergericht auf Hg. Heinrich von Braunschweig, auch probsts und convents zum Georgenberg ongestim anhalten und begern onverhindert euerer ksl. Mt. suspension und friedesgebot, gleich ob die suspension und fridstant nicht ergangen were, dan in sachen der vermeinten, nichtigen acht hat des Hg. Heinrich von Braunschweig anwalt jungst am dritten Junij an euerer ksl. Mt. cammergericht umb einsatzung in alle und jede unser hern gutter, so in einer ubergebner schrift stuckweyß verzaichnet gewesen, gebetten, welche auch ist angenhomen worden. Aber dem goßlarischen procuratorn hat uff sein begern und anhalten davon khein copey mogen gegeben werden, und ist im, die rechtmessig defension darentgegen zu gebrauchen und zu exercirn, abgeschlagen.

    Gleichergestalt wurt wider die von Goßlar, unsere hern und obern, doselbst an ksl. Mt. cammergericht in sachen der vermeinten erlitnen scheden, costen und uffgewenthen expensen probsts und convents zum Georgenberg procedirt und alles, das die gedechten von Goßlar in berurten und andern sachen zu irer notturft lassen furwenden, bitten und suchen, das wirt inen verhindert und abgeschlagen mit anhengen, das die von Goßlar als erclerte achter nicht sollen defendirt, sonder rechtloß gehalten werden, des uff die gerichtshendel und prothocoll gezogen.

    Furter haben etzliche Hg. Heinrichs von Braunschweigs diener und angehorige etzliche burger auß Goßlar uff des reichs freyen strassen verhalten, sie angeritten und ubel, auch erbermblich geschlagen und verwundt und darvon einen mit einem leth oder buchsen durch sein haupt zu todt erschossen, inen mit den pferden zur erden gefellet, die augen auß dem haupt, auch das gantz angesicht jemerlich zurtretten und also beßlichen ermordet und umbbracht und alles gelt, so er bey sich gehapt, raublich entwert und spoliirt.

    Noch weither ist die warheit, das des Hg. von Braunschweig diener haben hin und wider zu ross und zu fuß uff des hl. reichs strassen reitten, auch hart vor die stat Goßlar vor ire zingelen und thor, und vorgeweltigen der von Goßlar inwoner und burger. Dieselben diener haben auch angefangen, der stadt und burger gedreyt und groß, so im felt stehet und wechst, mit iren pferten zu ertretten und zu verschleyffen und also zu depopulirn und zu verderben.

    Deß herzogen amptleuth und diener lassen sich auch offentlich horen und vernhemen, das sie alle jerliche fallende zinß an gelt und fruchten, auch korn und getreidt etc., denen von Goßlar zustendig, an waß orthen und stedten sie das verkhemen mogen, den von Goßlar zu entpfahen oder inzufhuren nicht gestatten, sonder uff ires gnedigen fursten, Hg. Heinrichs von Braunschweig, schlossen brengen und fhuren lassen wollen.

    Der Hg. von Braunschweig hat auch kurtzverschiener tag allen seinen bauren und hindersessen bey straff leybs und guts gebieten und ansagen lassen, sich mit iren wehren, buchsen, hacken und spiß gefast zu machen und in rustung zu Šsteen, das sie zu tag und zu nacht, wen sie gefordert werden, mit irer munition folgen megen.

    Auch wirt jetz von Hg. Heinrichen und den seinen allerley feindtschafft eyd noch dem andern uff die von Goßlar inen uber den halß angestiftet, den feind[en] sicherheit, velich peß und durchschleyffung zu seinem fstl. Wd. furstenthumb, gebiet und oberkeit gestattet und vergunstiget.

    Daruß dan clerlich zu spuren, das Hg. Heinrich von Braunschweig unuffhorlich noch unserer hern entlichen verderben trachtet, bemelt camergericht auch unverhindert berurter euerer ksl. Mt. suspension uff sie tringent und, sie in noch tiefferen schaden, fhar, angst, noth, in entlich außreittung zu setzen, understeen wirdt.

    Dhieweil doch gedachter Hg. Heinrich von Braunschweig euerer ksl. Mt. suspension und gebotnem fridstant kheinswegs gehorsamet hat noch zu parirn bedacht ist, derhalben ist an euere röm. ksl. Mt. unser underthenigst flelich bit, ersuchen und anruffen, das euere ksl. Mt. wollen sich der elenden, vertrangten und beschwerten leuthen von Goßlar als euerer ksl. Mt. und des hl. reichs glidt und underthanen allergnedigst erbarmen lassen und auß angeborner kayserlichen tugend, gute, gerechtigkeit und miltigkeit mit ernst einsehens thun und verschaffen, das sie von irer ontreglichen, onmenschlichen, großen beschwerung zu handthabung friedens und eynigkeit, auch irer ksl. Mt. selbst reputation und preeminentz doch forderlich mogen erlest, auch durch Hg. Heinrichen ermelter euerer ksl. Mt. suspension und fridstandt baß, dan bißher beschehen, gelebt und gehorsamet werden. Das wurt Got der almechtig zweyffelßfrey gegen euere ksl. Mt. reichlich onbelont nit lassen2. So erkennen sich gnante unsere Šhern und obern von Goßlar, auch wir, solchs mit leyb, gut und plut in aller underthenigkeit zu jeder zeit zu verdienen, mehr dan schuldig, euere ksl. Mt. in diesem allem uffs underthenigst anruffent3.

    «Nr.254 Zusammenfassung der Supplikation der Stadt Goslar und Gutachten des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); ÜS: Supplicatio der stat Goßlar.

    Burgermeister und rath zu Goßlar haben ksl. Mt. supplicirt, wie Hg. Heinrich von Braunschweig verruckter zeith widder gemeine recht und keiserliche constitution und außgekhundte landtfriden ir hutten und bergkwerckh uf dem Ramersberg sambt irem silber, blei, ertzstolen, holtz und allem vorrath uf den hutten mit der that gewaltiglich ingenomen und entsetzt, sie auch ein urtheil am chammergericht erhalten, das ir widdertheil sy in vorigen gebrauch und besitz der hutten sambt erlitten costn und schedn restituiern soll. Wiewoll sie uf sollich urtheil executorial erlangt, taxation der gerichtlichen expenß erhalten und der entwerten gutter, auch costen und scheden halb zu recht beschlossen, so hob doch das chammergericht uf ungestum anhalten und ungnugsam bericht des Hg. von Braunschweigs uf jungst gehalten reichstag zu Augspurg inen, den hertzogen, zu dem petitorio gelassen. Dergleichen hetten di ksl. Mt. den vorkauf der metallen wider ergangen urtheil, eher und zuvor sie als di spoliirten wurcklich restituiert worden, sequestriert und gemeingelegt, welliche zulassung in petitorio, suspension und daruf gevolgte sequestration ire gesandte damals nit anderst dann auß forcht der cominierten acht uf vorgeend protestacion, von den erkhannten und bewilligten urtheil restitucionis nit abzuweichen. Wann Šdann solliche suspension der ergangen und bewilligten urtheil, auch bescheene sequestration widder recht und ksl. Mt. und des reichs ordnung, auch den hessischen und der stat ufgerichten vertregen zuwider, betten sie gantz undertheniglich, di ksl. Mt. wollen sollich beschwerlich suspension ergangner urtheil in possessorio, dergleichen das berumbt sequestrum in ansehung, daß sollich suspension und sequestrum inen zu ewigem, unwidderbringlichem schaden gereicht und an sich selbst widder recht sei, allergnedigist abschaffen und inen zu wurcklichen execution ires erlangten rechten allergnedigist verhelfen. Ob innen zu gruntlicher und wurcklicher vollziehung sollicher urtheil etwas im rechten geburen wolt, darzu wollen sy sich undertheniglich erbotten haben.

    Das auch di ksl. Mt. in alweg bei irer Mt. camergericht gnediglich verschaffen und versehen thun wolten, das ane lengern verzug in andern schwebenden sachen widder Braunschweig zu recht procediert und nach herbrachtem des cammergerichts gebrauch volnfaren werde, sonderlich in causa purgationis, und daß di zeugen ad perpetuam rei memoriam, derwegen si oftermals bei ksl. Mt. undertheniglichist angesucht, furderlich abgehort und darin comissarien verordent werden mugen, dann sie grosse vorsorg tragen, dieweil sich dieselbige sach so lang verzeucht, daß di zeugen mochten mitlerzeith abgeen, wie etliche schon verschiden, und inen der personen halb di probation abgestrickt wurde. Und diweil etlich zeugen des hertzogen lehenman und etliche, wie sie glaublich bericht, mit sondern eiden verstrickt sein, von disen artikeln, davon di purgationartikel melden, nichts zu sagen, betten si di ksl. Mt. in aller underthenigkeit, den hertzogen dahin zu vermugen und durch rechtlich mittel anzuhalten, sollich zeugen sambtlich und sonderlich irer eid und pflicht, di lehenman zu diser zeugknus, di andern aber gentzlich erledigen und sie derselbigen loßgeben wolle, und in dem allem als ein loblicher keiser und das lebendig recht selber mit gnaden erzeigen. Das umb euer ksl. Mt. wollen sie in aller underthenigkeit und gehorsame verdienen.

    Ist fur gut angesehen, das Kff., Ff. und stendt di ksl. Mt. zum underthenigisten ersuchten, das ir Mt. di acta in sachen des landtfridens, hinc inde zwischen dem Hg. von Braunschweig und Goßlar an dem camergericht sich erhalten, beide zu remidiren, den sindicatoribus (di auch revisores sein werden) gnedigst remittieren und denselben bevelhen, auch alle andere handlung zwischen jetz gemelten partheien biß zu endt der revision sambt der goßlarischen acht suspendirn wollt.

    « ŠVIII,2b Klage der schmalkaldischen Verbündeten über die Mordbrenner »

    «Nr.255 Supplikation der schmalkaldischen Verbündeten an den Kaiser in Sachen Mordbrenner1 – Regensburg, 1541 Mai 13 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 451–465v (Kop.); AS fol. 451r: Uberantwort röm. ksl. Mt. Freitag nach Jubilate, den 13. Maij.

    C  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 55r–77r (Kop.); AS fol. 55r: Der augspurgischen confession verwandten stend etc. schriftliche vermeldung und anzaig, der röm. ksl. Mt. etc. wider Hg. Hainrichen von Braunsweig, seine diener und mitverwandtn des mordtbrennens halben ubergeben.

    ŠD  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 564r–577r (Kop.)2.

    Eur ksl. Mt. wissen sich gnedigst zu erinnern, welchergestalt des vergangenen jhars daß erschrecklich, unchristlich und zuvor im reich deutscher nation unerhort mortbrennen gewaltiglich eingerissen, vast den grossern tailh deutsches landes und zuforderst unser des churfursten, fursten und andern der religion und ainungsverwanten stenden furstenthumb, landen und gebietten durchbrochen und dermassen uberhant genomen, daß etzliche vil grosse und kleine steet, flecken und dorfer gentzlich und zu grunt, etzliche aber zum teilh erbermlich abgebrannt und (welches leider noch so vil mer zu erbarmen) vil armer, unschuldiger leute, man und weibspersonnen, auch kleine kinder grausamlich durch solchen mortbrandt umbkhomen und ermordet sein, wie euer ksl. Mt. nachvolgends ferner bericht werden soll.

    Nachdeme aber auß verleihung gotlicher gnaden solcher ubelthetter und mortbrenner hin und wider etwa vilh uff frischer thate und sonsten begriffen, gefenglich eingetzogen und umb ire grausame, teufelische mißhandlung und mortbrennen, wie pillich, gestrafft worden, auch noch eines teils ungestraffta gefengklich enthalten werden, hat sich aus derselben mortbrenner urgichten und aussagen in vil wege befunden, daß sie zu solcher erschrecklicher unthatten und mortbrennen durch gelt erkauft und zuwegen gebracht worden seint, darauß dan nicht allein den chur- und fursten und unser religion und ainigungsverwanten stenden, nachdeme wir und sie sampt unsern underthannen am meisten darmit beschwert und angegriffen seint, sondern auch meniglich ehrliebenden im reich deutscher nation zu allerley nachdencken ursach gegeben, von whannen, woher und durch wenne solche unchristlich, erkauft mortbrennen hergeflosßen, bestelt, zugericht und so vil statlichs gelts dartzu außgelegt, verhaischen und gegeben worden, wie dan auch nicht unpillich, sonder die hochste notturft erfordern thut, zuforderst, weil daraus ein augenscheinlich, offentlich und gantz greiflich verterbung gantzes deutschen landes erfolgen wolt, dem allen mit vleissiger erkundung und erforschung nachzutrachten.

    Und obwol vil der gerechtfertigten mortbrenner allein ausgesagt und bekennet, daß sie zum mortbrennen mit gelt erkauft, aber den rechten hauptfurer, aufwickler und besteller eigentlich nit antzeigen konnen, so hat sich doch ausß viler anderer mortbrenner, so zum teilh gerechtfertigt und noch zum teilh gefengklich enthalten werden, urgicht und bekentnussen nuemer so vil befunden, daß man allerlei antzaigung, indicia und argwonn hat, woher und durch wene berurt mortbrennen zum teilh angestiftet, bestalt und mit gelt erkauft und verlegt worden sein möchten. Und dieweil diß ein solch ding ist, daran gantzer deutschen nation mercklich und viel gelegen, so haben wir zu unser und der Šunsern hochste notturft und auß hertzlichem, mitleidendem gemuet, so wir zu unserm vatterlandt deutscher nation pillich haben und tragen, nicht umbgeen können, davon eurer ksl. Mt. bericht, wie der allenthalben an uns gelangt und wir der ding in erfharung kommen, vorzuwenden und umb geburlichs einsehen zu bietten.

    So haben wir auch nachfolgende erkundung und erforschung nit allein bei denen mortbrennern, so in unsern furstenthumben, landen und gebietten eingetzogen, gerechtfertigt und zum teilh noch gefengklich enthalten werden, genohmen, sondern auch auß vieler mortbrenner, welche hin und wider in andern furstenthumben, herschaften und oberkeiten gefengklich enthalten, gerechtfertigt und zum tailh noch sitzen und gefengklich enthalten werden, urgichten, bekentnussen und aussagen, in gutlicher und peinlicher frage beschehen und von etzlichen guthertzigen leuten, so daß undergeen deutscher nation auch nicht gerne sehen, uns zugeschickt worden, mit der offentlichen protestation, daß wir solchen bericht allein auß unvermeidlicher notturft und zu errettung des vatterlandes und niemandes, er sei hoches oder nidern standes, zu verdrieß, zu beschwerung oder iniurien gethan haben wollen, daß auch unser gemuet, wilh und meinung nie gewesen und noch nicht sey, in diesem handel jemandes etwas, des wir, auß merklichen, rechtmessigen ursachen und verdacht zu thun, nicht befugt weren, zutzumessen, davon wir abermals protestirn.

    Damit aber euer ksl. Mt. mit allen urgichten, die nach der lenge zu verlesen, nicht durfen bemuhet werden, so haben wir aus denselben volgenden außzug, sovil in dieser sach dienstlich sein mochte, machen lassen und sein erbutig im falh der notturft der urgichten, sovil der hie sein, copeien furzulegen, so mag euer ksl. Mt. die uberigen leichtlich uberkommen.

    Und erstlich so hat Mertin Gotschalck, zu Boventzen under dem H. von Pleß wonhaftig, bekannt und außgesagt, er habe sein geselschaft des mortbrennens halben im braunschweigischen lande gemacht, auch des orts gelt darauf entpfangen.

    Dergleichen besaget Bode Begckmannß, ein sonnen [sic!] kremer, under dem H. von Pleß zu Boventzen wonhaftig, eß habe inen einer mit nhamen Faye zu Gunterßheim, im lande zu Braunschweig gelegen, angesprochen und funf gulden gelobt, so er Boventzen anlegte und außbrennete. Und so er solchs außgericht, solte er von obgedachtem Faye, seinem annehmer, in einem dorf, Stockeim genant, solch gelt entpfangen. Meldet darbei ferner, daß gemelter sein hauptman Faye 54 mortbrenner angenomen, die stette Gottingen, Northeim und sonsten allenthalben antzulegen.

    Hannß Kesehagen, im gericht Hardenberg wonhaftig, hat außgesagt, daß ime ein hauptman Fridrich Thebuerß des brandes, so itzo geschicht, zwischen Stain und Angerstein begegnet und angesprochen, wan er auch brennen wolte und Obern-Billinghausen anlegen, solte er ein gut dranckgelt krigen, und das er auch darauf zusage gethan, gelt entpfangen und den hauptman gefragt, ob irer auch mer angenomen, whelcher ‚jha‘ gesagt und das ir wolh 350 angenomen Šund bestelt und daß er darauf zu Boventzen Bernnt Luticken scheurn angesteckt und derwegen sein besoldung auf den Sontag Maria Himelfart [1540 August 15] im Dieffentalh entpfangen soll. Item, dieser Hanns Kesehagen bekennt weiter, daß ime berurter hauptmann gesagt, daß er allen denen, so bestelt, uff daß hochst verbotten, im stift Meintz und Hg. Heinrichs von Braunschwigs land nit zu brennen, dan man soll die evangelischen fursten und stende brennen, wann solchs ergangen, solte ein zug beschehen und die lande eingenomen werden.

    Johann Eierkuch, im gericht zu Hardenberg wonhaftig, bekennet, daß er von Hannsen Kesehagen im Arbercke ein gulden entpfangen habe, darvor Angerstein, steet dem H. von Pleß zu, anzulegen und das darbei und uber gewest Heinrich Strauche, Hans von Lindau, Hannß Kesehagen, Hanß Eseltreiber, Heinrich Schroder und ein ider ein gulden entpfangen und wan der brant beschehen, solte ein ider funf gulden zu besoldung entpfangen und er, Hanns Eierkuch, von Hansen Eseltreiber seinen teilh bekomen. Item, daß er mit Hansen von Lindau, Hansen von Hardenberg scheurn im vorwergk anstecken wolle. Diese obgenante mortbrenner, nemlich Mertin Gotschalckh und Bode Begkmanns, haben Boventzen den flecken angelegt und 91 beu daselbst abgebrannt. Und ist Kesehagen zu dem feur gelauffen, alß wolt er leschen, und bulfer in daß feuer geworfen.

    Heinrich Strauch, under dem von Hardenberg wonhaftig, bekennet, daß er und Hannß Eseltreiber insampt einen gulden von einem hauptman zu Bischhausen vor dem kruge entpfangen, dafur daß dorf Ober-Billingshausen antzulegen. Item, wan der brant von inen beschehen, so sollen sie gelt und weiter belohnung im Tieffentalh entpfangen, das sie auch Hannsen von Hardenberg die scheurn im vorwergk anstecken und dafur zwen gulden zu belohnung von obgedachtem hauptmann, welcher sie zu Bischhausen angenomen, entpfangen solten und daß derselbig hauptman einen grahen rock, grahen hut und ein rothen parth gehapt.

    Hans von Lindau, under dem von Hardenberg, bekent, daß er sich zu Bischhausen mit einem hauptman, so ein grahen rock, grahen hut und rothen barth gehapt, deß mortbrennens halben vertragen und darauf von gemeltem hauptman einen talher entpfangen, mit weiter vermeldung, wan er Billingshausen und Spadenberg anlegt, das er alßdan in die rode bei der Dycke komen und do zehen gulden zu seiner besoldung entpfahen solt.

    Hans Schroder im gericht zu Dassel, Hg. Erichen selligen zustendig, bekent, Gert, der zolner zu Huckelheim, habe inen oftmals angesprochen und gesagt, er wuste wolh eine gute beuth, wan er, Hannß Schroder, ime helfen wolte, solt ein ider wolh 40 gulden krigen und verdiennen. Und alß er nun, solchs zu thun, gewilligt, habe gemelter zolner ine und Jacob Witten, ein burger zu Northeim, in das zohlhauß zu komen, bescheiden, daselbst sei ein vierschutziger kerl, einen schwartzen parth habent, Jobst genannt, zu inen komen und inen, Hannsen Schroder, angesprochen, daß er wolte Northeim, Stockheim und Weltze im gericht Grubenhagen anlegen und außbrennen helfen, und alß er ‚jhar‘ [sic!]  Šdartzu gesagt, hab gemelter Jost, der annehmer, ime funf gulden auf die handt gegeben, darvon er Jacob Witten zwene gulden, ime solche sachen außzurichten helfen, geben. Und Jacob Witte solte wider auf das zolhauß kommen und noch funf gulden entpfangen, daß auch darauf Gese, des zolners weibe, ime, Hannsen Schroder, zwo lunten oder zuntstrick behendet. Als auch hernachen am tag Galli [Oktober 16] Jacob Witte zu ime, Hannsen Schroder, zu Huckelheim vor dem thor komen, hab er ime solche zwo lunten und strick, damit Northeim antzulegen, gegeben und sich miteinander vereinigt, auf nechstem Sontag in den Dorssethalh zu komen und sich weiter zu verainigen. Daß auch berurts zolners weib alßdann wider zu inen komen und mer lunten bringen solte. Und wan solchs alles beschehen, so wolte ir hauptman Jobst wider auf daß zolhaus komen und ir iden nach solcher begangenen that acht gulden geben und daß sie darauf einen dritten, Prickelkenn genant, solche that außrichten zu helfen, angenohmen, Jacob Witte demselben einen gulden und er einen halben gulden gegeben und das solchs alles vorm thor zu Huckelheim beschehen. Item, bekennt weiter, daß er gemelten hauptman und zolner gefragt, wer doch solch gelt außgebe und was die ursach sei, daß man die steet und dorfer so verbrennen soll, darauf sie beide geantwort, Hg. Heinrich von Braunschweig, der habe sie außgeschickt, solchen brandt umb der evangelischen sachen außzurichten. Item, sagt, Gerth, der zolner, acht gulden, etzliche dieses brandes halben abtzufertigen, gegeben und, ime noch 30 zu geben, zugesagt. Item, berurter zolner hette ferner gesagt, sobald er sein zeug vom zolhauß weggebracht, so wolle er den H. von Pleß außbrennen. Item, weiter bekennt, er wisse drei, die auf den H. von Pleß, inen zu tode zu schiessen, geen, einer heiß Hannß Bauernfeint, sei ehrmals Hg. Heinrichs von Braunschwig holtzforster gewesen, der ander Georg Queck und der dritte Cuntz Kolbrun und dieselben seien abgefertigt von Hg. Heinrichen von Braunschwig und es sei einem itzlichen ein neu feuerrhor auf die handt und zwenne taller gegeben und, wan sie solchs außgericht, solte ein itzlicher 40 taller krigen und solte inen ir leben lang die kost bestelt werden. Und do er gefragt, warvon er solchs wisse, hat er gesagt, alß daß letzte feuer zu Boventzen gewest, do seint derselbigen gesellen zwenne, alß Hannß Bauerfeint und Cuntz Colbrun, auf daß zolhauß komen und antzeigt, daß sie vor Boventzen gewesen und hetten gewartet, ob der H. von Pleß mitb zum feuer rennen wolte, so wolten sie inen erschossen haben. Er sey aber nit kommen, csonder Hering, des H. von Pleß dienner, mit einem knecht gerehnnet komen–c. Do haben sie, Hanns Bauerfeint und Cuntz, helfen leschen und vil pulfer mit eingestreuet. Und dieser Hanns Schroder hat hirbei weitter bericht gethann, dieweil sie von den sachen also geredt, sei ein briff komen von der Stauffenburg in Hg. Heinrichs namen an den zolner, also lautend: Wann di obgenanten drei zu ime kemen, daß er inen essen und trincken geben Šsoll und, wo ime daß felet, soll der zolner zu Stauffenburg gelts gnug holen. Und alß er gefragt, wo sich diese drei pflegen zu enthalten, hat er geantwort: zu Amelßbornns oder zum Furstenbergk, alles in Hg. Heinrichs land. Item, dieser mortbrenner bekennet noch weiter, das gemelter zolner zwene glesener angenohmen und bestalt, Cassel außzubrehnnen, und daß noch zwenne zu Lotrunck seint mit nhamen Hans Lange und Curt Behm, wonhaftig im gericht zu Dassel und Moringen, welche uff den H. von Pleß und die von Northeim angenohmen, ire underthannen und burger zu mortbrennen.

    Andres Birbercks, im gericht Dassel under Hg. Erichen seligen wonhaftig, hat außgesagt, daß er von Jacob Wittenn in beisein Hannsen Schrotters angesprochen, Northeim helfen außzubrehnnen, auch von ime einen margengroschen und von Hannsen Schrotter einen halben gulden darauf entpfangen. Do er auch befragt, ob er nicht wisse, wer die hauptleut außgeschickt und inen daß gelt gebe, darauff er geantwort, alß er von Jacob Witten und Hannsen Schrotter angenomen, haben sie ime gesagt, Hg. Heinrich von Braunschwig lege daß gelt auß. So haben auch gedachter Hannß Schrotter und Andres Birberck solchs alles, wie gehort, ungepeiniget frei und ungetzwungen zu underschiedlichen zeiten und, do keiner vom andern nichts gewust, bekannt und außgesagt. Diese obgenante mortbrenner seint durch den H. von Pleß gerechtfertigt worden und uff solch irer aussag biß in ir end beharret und darauf gestorben.

    Hanns Eseltreiber, des H. von Pleß diener, under deme er auch noch gefencklich enthalten wirdet, hat under anderm bekannt: Alß er von Gottingenn gangen, sei einer zu ime an den holen weg uber dem Arbich kommen, welcher einen grauen rockh, einen grahen hut und einen rothen parth gehapt und ime angetzeigt, daß er alß ein hauptman etzliche, alß nemlich Hansen Kesehagen, Eierkuchen, Heinrichen Strauch und andere, wie auß derselbigen aigenen aussage, dieser des Esseltreibers urgicht gleichformig, zu befinden, zu Bißchhausen angenohmen, die gantze herschaft Pleeß antzulegen und außzubrennen. So er dartzu helfen, wolte er inen auch annehmen, und ime darauf ein gulden von alten thornussen auf di handt gegeben. Und der hauptman, so mit ime geredt, habe seinen hinderhalt von Hg. Heinrichen von Braunschwig, der werde inen so starck, alß er selbs wolle, machen. Welcher hertzog inen auch dieses itzigen brandes halben außgeschickt und ime das gelt, welches er Hansen und andern gegeben, behendigen lassen. Hat auch weiter außgesagt, daß ime sein hauptmann N. von Asse gesagt, das der hauptleut sechs seint, die da reitten, welche dann gleich wie er abgefertigt. Und es habe der bapst etzlich vilh kronen zu diesem itzigen mortbrennen außgelegt. Da werde Hg. Heinrich von Braunschwig so vil zuthun und außlegen, uff die evangelischen fursten und stende zu mortbrennen.

    Heinrich Teichd, Clausen von Manndeßloy voigt, vormalß burger zu Einbeck, bekennet, daß er umb Egidii des verschiennen 40. jhars [1540 Septem Šber 1] durch Curth Goterdes, so hievor zu Berßdorf im gericht zum Lauenstein gewonnhet und daselbst ein kruger gewest, nun aber zu Brunckensen, Cristoff Prießberg zustendig, sich entheldet, uff die meinung angesprochen worden, er wuste wolh ein guten vorschlag beim junckher, darauf er gesagt, waß das were, habe Goterde geantwortet, er habe von Cristoffen Prießberg und Cristoffenn von Opurg gehort, so man zuwegen bringen konnte, etzliche stette umbzubringen, die umbherliegen, alß Einbeck, Gottingen, Northeim, Goßlar, Braunschwig und uff der rhei her, do wolten sie etzliche tausent gulden anlegen, und, wohe er solchs wolt zu voltziehen helfen, so were Cristoff Prießberg itzo nicht zu haus, solte aber wolh bescheiden werden. Aber Cristoff von Oburgk solte ime darfur vergewissung thun, so er ime nit glauben wollte, und alß er bei ime zu Oburg gewest, hette er ime die meinung auch also entdeckt. Weiter bekennet Heinrich Teich, alß er Clausen von Mandelßlo, seinen junckhern, darumb angesprochen und sich mit ime des beratschlagt, hette Clauß ime geantwort, er solte zu Cristoffen von Oburg geen oder reiten, der solte ime der sachen wol weiter bescheid geben. Mit Cristoffen Prießberg stunde er nicht wol. Alß er auch zu genanntem von Oburg kommen, di sach mit ime geredt und gefragt, wer die anrichter und hauptleute der ding weren, habe Oburg etzliche genant und, daß Hg. Heinrich von Braunschwig auch darmit sei. Bekennet auch weiter, alß er gefragt, was er darvon krigen solte, hab ime Cristoff von Oburg 800 fl. gelobt und darauf 50 fl. gegeben, auch, berurt gelt bei einer feldtgefengknus ime zu geben, zugesagt. Und berichtet ferner, daß er alßbald davon zehen gulden Heinrichen Opperman und abermalß zehen gulden dem muller, so ein fiedel oder geigen zur hochen Bocken hat gegeben, solchs alles zu volbringen helfen. Weiter auf befragung, warumb doch solchs beschehe, hat Deich geantwort, diß alles sei darumb furgenohmen, die evangelischen stedte zu verderben. Dergestalt habe in Cristoff von Oburgk bericht und, alß er hernacher zu Bruckensen bei Christof Prießberg gewest und bei ime uff einem zaun gesessen, haben sie undereinander auch also von der sachen geredt.

    Dieser Heinrich Teich ist uff solch sein bekenntnus zu Einbeck neben andern seinen dartzu erkauften diennern gericht worden. Dann es ist die stat Einbeck, so vormalß ein ansehenlich, gute, vermugliche stat gewesen, durch dieselben dermassen außgebrannt, daß nicht ein einiger bau von behausung oder kirchen in der gantzen stat uberblieben. Und daß zum hochsten erbarmlich und erschrecklich ist, so seint in solchem brant uber die 350 virthalbhundert armer menschen, jung und alt, gantz erbarmlicherweiß verbrannt, umbkomen und tod blieben, wie man davon warhaftigen bericht zu thun weiß.

    Gercke, etwan zolner zu Huckelheim, bekennt, das ein langer man, kein part und ein schart in der nasen habendt, zu ime komen, der sich Nickel genant und ime, Gercken, funf gulden geben und gesagt, daß er dafur wolte etzliche krigen, die da brennen, dieselbigen dieses itzigen mortbrennens halben außzuschicken. Darauf er Hannsen Schröder angesprochen, habe auch seinem weib zwo lunten gegeben, die Jacob Witten zu bringen, damit Northeim antzulegen. Sagt weiter, Šer habe seinen annehmer gefragt, wo solch gelt herkhome und wer doch die herrn seint, die solchs außgeben. Darauf antwort gefallen, Hg. Heinrich von Braunschwig und etzliche hetten sich zusamengelobt, solchen mortbrannt außzurichten umb der evangelischen sach willen. Bericht auch ferner, daß ime sein annehmer gesagt, daß er, Gercke, sampt seiner geselschaft uff alle di evangelischen stende brennen solten, dann es uff dieselbigen zugericht, und daß sie sunderlich uff Hg. Phillipsenn von Braunschwig und H. Dietrichenn von Pleß und di von Northeim brennen solten, dann das weren stoltze herrn, die must man ein wenig zeemen.

    Gese, des zolners weib bekennt, daß einer genannt Ludicke und Gercke, ir man, haben zwen lunten gemacht und ir bevolhen, die Jacob Witten, Northeim damit antzulegen, zu brengen, welchs sie dann also gethan. Sagt weiter, daß obgedachter Ludickehe, so die lunten machen helfen, hab iren mann zum mortbrennen angenohmen und ime funf gulden auf die handt geben. Dieser Gercke und Gese, sein eheweib, seint zu Duderstat im stift Meintz eingetzogen und daselbst uff ire urgicht ire verdiente straff entpfangen.

    Joachim Dornn bekennt, ir kuntschafter habe gesagt, sie solten keines schonen, allein der dorfer und closter, so dem Hg. von Braunschwig gehorten, und diese kuntschaft solt man finden uff dem hoffen, dem von Braunschwig gehorig.

    Michel Reichlingk zu Ußlacht, under Hg. Erich seligen geborn, bekennth, daß er von einem, der sich Lucaß vom Bodensehe genant, wonhaftig uffm Zellerfelt, Hg. Heinrich zustendig, und sey daselbst ein bierschenck, angesprochen und befragt worden, ob er auch zu Cassel bekannt und alß er ‚jha‘ geantwort, hette Lucaß angefangen und zu ime gesprochen, wan er ime folgen wolt, so wolte er in reich machen, und hette weiter gesagt, er were ein geselh, der gelts gnug, und neme allenthalben knecht und leuth an, die uff Cassel brennen solten. Und wiewol er, Michel, sich erstlich geweret, so hette er sich doch letzlich uberreden lassen, gelt genohmen und mit gedachtem Lucaß nach dem Zellerfelt getzogen, eines anschlags mit ime verglichen, wie sie Cassel abbrennen wolten. Gemelter Lucas hette sich auch weiter vernehmen lassen, wann Cassel abgebrannt, so wolte er einem itzlichen uff dem Plumenberg, uber Munden gelegen, oder in sein, Michels, hauß zu Verlehausen 500 fl. geben. Und solchs habe er also angenohmen, sei auch darauf mit ime uff daß Zellerfelt getzogen und, alß er mit ime dohin komen, habe er andere knecht mer daselbst funden, als nemlich einen, heiß Lips, wohne uffm Zellerfelt, sei ein steiger uffm bergkwergk daselbst, und einen knecht, heiß Merten, wohne zu Lause under denen von Adelepschen, und sonst ein ander, haiß Jacob, sei Hg. Heinrichs berckmeister, wohne auch uffm Zellerfelt daselbst, habe auch gedachter Lucaß Jacopen, als der umb solchen gantzen handel mitwissens gehabt, waß er sich mit ime, Micheln, Cassel halben außzubrennen, uff dem wege verglichen, auch angetzeigt und ertzelt und gesagt: ‚Ich habe Micheln und Mertin vom Lause itzlichem einen gulden uff die handt gegeben‘. Darauf Jacob, der berckmeister, geantwort: ‚Daß ist gut. Ich laß mir solchs wolhgefallen‘. Und weren daruber Šguts muts und guter ding gewest. Hat auch weiter bekannt, gemelter Lucaß sei ein bierschenck und ein steiger uffm Zellerfelt und Jacob, der berckmeister, seien diejenigen, so die knecht annehmen und daß gelt außgeben. Dieser sitzt noch zu Cassel gefengklich.

    Heinrich Kneiff zu Tanngermunde, under dem Kf. zu Branndenburg gefengklich eingetzogen, sagt, er sei im vergangen sommer zu Scheinigen, Hg. Heinrichenn zustendig, gewest. Do weren ir zwene zu ime komen, einer seins handtwergs meister Gert, solh zu Osterwig im landt zu Braunschwig wohnen, der ander einen rothen parth gehapt. Alß hat Gert angefangen, ob er nicht wolt gelt verdiennen, es were gelt vorhanden, so er wolte helfen, daß man etzliche gesellen mochte bekommen, stette außzubrennen. Ime hetten auch die zwene, so inen angenomen, 20 fl. gegeben und gesagt, sobaldt er etwaß hirinnen geschafft, so solt er zu Wolffenbuttel oder zu Reiffenberg 100 thaler entpfangen. Item, bekennt, daß er den marckmeister zu Garleben, Symon Fincken, 20 fl. vor seinem hauß zu Garleben in einem pappir gegeben und sich mit ime vereiniget, das er leute solt erkauffen und zuwegen bringen, die stedte und dorfer verprennten, welchs der marckmeister angenohmen.

    Mathes Furst sagt, der besteller hab ime gesagt, Hg. Heinrich von Braunschwig ließ diese bestellung thun.

    Peter Frobel sagt, es habe ein goltschmid in einer zech berichtet, daß ime ein guter freunt einen brif zugeschickt, darinnen stunde geschrieben, das der bapst mit Hg. Heinrichen von Braunschwig solche bestallung thetten und daß gelt außgeben liessen.

    Bartholomeus Bhune zu Grunau, Aßmusen Spigel zustendig, peinlich verhört, bekennt, daß einer Gregor Gurtler genant, ein kramer, bei seinem vatter gewest und hette gesagt, Hg. Hanns zu Sachssen etc. hette dem Hg. von Braunschwig funf dienner abfangen lassen, darumb solte er in des Hg. von Sachssen etc. landt brehnnen, und hette zwolf taler darauf entpfangen.

    Gregor Oltzschen zu Rochlitz im land zu Meissen ingetzogen und verhört, sagt, es sei von Byrchicht gesagt, sie sollen in Hg. Heinrichs von Braunschwig nahmen brehnnen.

    Symon Finck, margkmeister zu Garleben, zu Tanngermund verhort, hat bekannt, daß ime Georg Gunter 100 fl. an allerlei muntz in der Lirmenischen haus zu Garleben in einem leynenbeutel zugestelt, leuten zu geben, die sich zu dem brehnnen wolten gebrauchen lassen. Und soll derselbe Gunter ein meilh wegs von Wolffennbutel wohnnen. Auch ferner gesagt, wann es ruchtig wurde, daß sie mit diesem handel umbgiengen, daß sie derhalben unsicher sein musten, solten sie nach Wolffenbutel fliehen, do solten sie wolh sicher sein. Sagt auch weiter, war sein, daß Georg Gunter inen bericht, daß der großvoigt zu Wolffennbutel solch gelt alles außgebe. Item, sagt weiter, daß sein besteller zu ime gesagt, so er gesellen angenohmen und etwas außgericht hette, daß er alßdann solte gegen Wolffenbutel komen, do wurde er sicher und frei sein. Item, sagt, daß der hauptman zu Wolffenbutel auf dem schloß, der großvoigt Šgenant wirdet, Georgen Guntern und die andern dartzu erkauft hat. Man wirdet auch sonst berichtet, daß derselbe Georg Gunter ein einspeniger bei Hg. Heinrich gewest sei, in kurtz reich worden, den grossen voigt zu Wolffennbutel zu gefattern gebetten haben.

    Steffan Sießman zu Heringen, under den Gff. von Stolberg und Schwartzberg ingetzogen und verhort, berichtet, seine besteller hetten vom großvoigt von Wolffenbutel geredt, daß derselb auch in irem bunt sein solte.

    Clement Teuffel von Glogau uß der Schlesien, zu Dessau eingetzogen und noch gefengklich enthalten, sagt, das er von Bastian von Kemberg gehort, daß Hanns von Lubeckh gelt außgebe und habe das gelt von dem Hg. von Braunschwig entpfangen, daß er damit gesellen zu brennen bestellen solte umb des evangelii willen. Hat auch weiter gesagt, daß es groß hansen sein sollen, die das gelt von wegen des Hg. von Braunschwig außgeben. Item, es habe einer, Kunste gnant, zu Ermßleben wonhaftig, gelt geben, Gutterboch und die Zan antzulegen. Item, daß seiner besteller einer zu ime gesagt, wan er angelegt und gebrant hette, so solte er gelt zu Wolffenbutel entpfahen und haben. Hat auch ferner bekannth, daß er vor 16 oder 18 wochen ungeverlich zu Wolffenbutel gewesen und hette gelt wollen holen, aber der oberst oder voigt daselbst habe zu ime gesagt, wann er gebrannt und schaden gethan hette, so wolt er ime gelt geben.

    Hanns Hencke, zu Northeim eingetzogen und verhört, bekennt, daß er nahe bei Einbeck von Dietrichen Eseltreiber angesprochen, Northeim außzubrennen, und darauf von Dickhauten zehen lunthenf und zehen gulden, Northeim antzulegen, entpfangen, habe ime auch noch 30 fl., wenn die that beschehen, zu geben zugesagt.

    Dickhaut, auch zu Northeim peinlich verhort, sagt, daß er zu Hannsen Henncken komen und ime zehn gulden und zehn lunten, Northeim außzubrennen, gegeben. Daß er auch hinwider solch gelt von Jacob Opperman entpfangen habe, daß auch einer, Hanns Dorneman gnant von Gottingen, gelt zu brennen außgeben.

    Hennig Plechmacher, zu Northeim verhort, sagt, daß er von Dickhauten dritthalben gulden und funf lunten, darmit antzulegen, entpfangen.

    Jacob Opperman, zu Northeim ingetzogen und verhört, bekennt, das er von Hanns Dorneman nit weit von Gottingen, Northeim außzubrennen, bestelt, habe, ime auch dafur 45 fl. zu geben, zugesagt und alßbald die helft betzalt, davon er Dickhauten zehn gulden und zehen lunthen und darnach funf gulden und funf lunthen, Northeim außzubrennen, gegeben.

    Donat Pusch sagt, es habe einer, Gregor von Froburg genant, ime und seinen gesellen ungeverlich zehen taller muntz zu Mucheln in spitalh bracht und gesagt, er hette es von Hg. Heinrichen von Braunschwig entpfangen, daß solt Šer inen geben, denen von der Naumburg mit feur schaden zu thun, wie sie sich dann auch alle verwilligt, zur Naumburg zu brennen.

    Caspar Boger bekennt, daß einer, Hanns vom Harte, jhenseit Dreileben zu ime komen und gesagt, wann er, mit feur einlegen gelt zu verdiennen, geneigt, so wolte ers ime verschaffen, ime auch zehen gulden gelobt und vier gulden uff die hant geben und ferner gesagt, er sei des Hg. von Braunschwig dienner und wann er, Caspar, feur angelegt, solte er sich gegen Obsfeldt verfugen, alda am marck finden lassen, wolte ime zehen gulden ausrichten.

    Meister Gerhart Redder sagt, er sei im gvor [sic!] sommer–g zu Scheinigen gewest und Heinrichen Knip daselbst funden und der amptmann zu Schenungen solh Heinrichen Knippen gelt zu brennen gegeben haben. Es soll auch gemelter Heinrich Knip Georgenn gelt, Gommern antzulegen, gegeben haben. Item, Heinrich Knip habe daß gelt im keller zu Schenungen entpfangen und wisse nicht anders dan von dem amptman daselbst und sei einer darbei gewest im schwartzen rockh mit gelbem gefuttert und in einem rotlichen ziegenpart. Hat auch ferner gesagt, es hab einer ein roten zigenpart gehabt, der Knip daß gelt gegeben, und soll solchs der amptman von Scheynyngen gewesen sein, stee Hg. Heinrichen von Braunschwig zu und sey noch ein edelman, zu Lutter wonhaftig, darbei gewest. Item, daß gelt, so Knip entpfangen, seint erstlich 40 und zum andern 50 fl. gewesen, die ime der amptman von Schenungen in beisein eines edelmans, der [sic!] er nit kennth, im keller gegeben und sei solchs auf dem tisch, der im winckel steet, geschehen. Item, der amptman zu Wolffenbutel soll auch ein tailh alß 30 fl. außgeben haben, davon er, Gerhart, funf gulden bekomen. Dieser mortbrenner berichtet weiter, er habe von Heinrichen Teichenn (so zu Einbeck gerichtet worden) auch zehen gulden bekomen und daß gelt, so Teich außgeben, solh er in nhamen Hg. Heinrichs von Braunschwig entpfangen haben.

    Item, Bastian Schweinschneider, so itzo zu Goßlar gefengklich enthalten wirdet, sei mit ime in dem bunth des mortbrennens, habe so vil alß er entpfangen und soll ein capeitener dieser sachen sein. Es habe auch Bastian, der Schweinschneider, gesagt, dieser handel sey ime zu Wolffenbutel angetzeigt und habe der großvoigt daselbst daß gelt außgeben, wie er, Gerharten, von Bastian und Schwartz Veitenn bericht. Item, ein hirt von der hohen muhl habe Einbeck angelegt und sei von Teichenn bestelt. Item, Bastian obgemelt hab inen, Gerharten, gegen Scheinungen bestellet zu Knippen, daselbst sie auch zusammenkhemen. Item, zwischen Schladen und Hornborch liege ein wustung, zum teilh widererbauet, do sei er, Gerhart, mit Bastian gewesen und seint Bastian und Schwartz Veit hauptleut und haben ime ides tags ein halbe goßlarische marck, alß acht margengroschen, versprochen, die grosse steet Magdeburg, Soldtwedel, Northausenn und andere evangelische steet zu suchen und außzubrennen. Sagt ferner, es habe innen Bastian beschaiden, daß ein pfaff aus dem braunschweigi Šschen lande auch gelt außgegeben von wegen vorgedachts hertzogen und solle sollichs der grosse voigt zu Wolffennbutel auch gethann haben. Ferner sagt er, daß etzliche fursten mit den steeten zusammenwölten. Do nun die grossen ausgebrannt, konnten sie mit den andern desterbaß ubereinkomen und soll Hg. Heinrich der eine sein. Item, sagt weiter, der großvoigt zu Wolffenbutel hab Bastian bestelt und habe Bastian die bestellung aldo zu Wolffennbuttel, alß er daselbst geschnitten, angenohmen, wie ime solchs Schwartz Veit gesagt.

    Mertin Kirche hat außgesagt, daß er sampt Clauß Schmeling zu Badebornn jenseits Quedelnburg und Steffan von Hildeßheim alle drei vor Margarethe [Juli 13] zu Samptleben bei Luter im land zu Braunschwig zusamengewest, zwene tag daselbst plieben und haben da von allen sachen des brands geredt und sonderlichen von Einbeck, das auch Steffan ein zeitlang zu Samptleben gewonth. Bekennet auch, daß ime Claus Schmeling zu Badeborn zehen gulden, Northausen zu brennen, zugesagt und, wann die that beschehen, solte er widerkommen, wolte er ime noch 20 fl. geben.

    Diese obgeschriebene zwene mortbrenner, nemlich Mertin Kirche und Steffann von Hildeßheim, seint zu Northausenn gericht worden, dieweil sie offentlich bekannt, daß sie daselbst zu Northausenn feuer ingelegt, dadurch dann der virte und beste teilh derselbigen stat außgebrannt worden ist. Aber Claus Schmeling ist noch vorfluchtig.

    So werden auch euer ksl. Mt. dergleichen bekentnusßen und urgichten bei dem Ebf. zu Meintz und Magdeburg etc., auch denen von Northausen, Northeim und andern mer leichtlich zu erlangen haben. In gleichem bitten wir, euer ksl. Mt. wollen bei dem marggraffen churfursten sich dieser ding allergnedigst erkundigen, dan euer ksl. Mt. werden bei demselbigen unsers versehens von diesen dingen fernern und gruntlichern bericht entpfangen.

    Aus vorgemelten urgichten und bekentnussen haben euer röm. ksl. Mt. erstlich gnedigst abtzunehmen, daß alle obbemelte böse, streffliche unthatten, auch uncristlichh und erschrecklich mortbrennen und so vil armer, verbrannter, unschuldiger menschen todt in und ausser Hg. Heinrichs von Braunschwig landen herkommen, geflossen, auch des orts durch eins teils seine amptleute, underthannen und dienner bestellet, angerichtet und versoldet sein sollen, auch eins teils durch seine underthannen mit dem werck volnbracht worden.

    Zum andern, daß auch vom gemeltem, unmenschlichem mortbrennen, morden, bestellung, anschiftung und verlegung derselbten wider Hg. Heinrichs eins teils amptleute, underthannen, dienner und verwanten ein offentlich geschrei, rede und sage ist und fast durch daß gantze romische reich bestendiglich erschollen, wie er dann selbst in einem ausschreiben, wider den Kf. zu Sachssenn beschehen, gestendig, alß sei er und die seinen solcher bestellung und anschiftung berurts unmenschlichen mortbrennens in reden.

    ŠZum dritten, obwol Hg. Heinrich obgemelt solche offentliche rede und sage von den seinen gehort, daß er gleichwolh dartzu nichts gethann, vorgenommen noch wider gemelte seine amptleute, dienner und verwanten inquirirt, darauß sein misfallen hette mugen vermarckt und gespurt worden sein, sonder heldet solche so weit beruchtigte anschifter, besteller und verleger in seinem dienst, vorschueb und beschirmung und, wie man sagt, understeet er, sie dartzu zu vertheidingen und unschuldig zu machen.

    Zum virten, so sein die besagte personnen, seine amptleute, dienner und verwanten bei vielen in dem verdacht und also bekannt, daß man sich des besagten mortbrennens anschyftung und bestellung derselbten leichtlich bei inen zu vermueten, dann, mit waßi thatten der grosse voigt zu Wolffennbutel, der amptman zur Stauffennburg und andere ein zeitlang umbgangen und wie beruchtigt sie viller bosen thatten seint, daß ist vielen leuten kundig.

    So weiß man auch wol, wie Cristoff von Oburg gegen dem ainen Rauschennblat, so mit Hg. Heinrichen in unwillen gestanden, gehandelt, und wirdetj daruber zu Wolffenbutel enthalten und dergestalt, do er von seinem vetterlichen erbe nit mit zweien oder dreien kloppern zu reittenk, itzo bißweilen mit zehen, bißweilen mit 15 und 20 pferden reitet und, do er zuvor in stetten und dorfer gelegen, itzo sich allein zu Wolffennbutel entheldet, zu waß sachen ist leichtlich zu erachten. Und daß mer ist, so sagt man, gemelter Oburgk soll sich itzo dreulicher worth vernehmen lassen, keiner andern ursachen halben, dann daß die von Einbeck Heinrich Teichs urgicht nicht von sich geben, auch inen als ein besagten besteller sampt etzlichen andern nicht entschuldigen wollen. Die goßlarischen purgationartikel zaigen auch an, mit waß bosen, beschwerlichen unthaten gemelter großvoigt zu Wolffennbutel und andere ein zeitlang verleumpt geweßen sein und noch. So ist auch war, daß gemelter großvoigt und andere zu der purgation rechtlich durch euer ksl. Mt. chammergericht erfordert, sich bißanher solcher grausamen unthatten nit benohmen haben. So zweiveln wir auch gar nit, euer ksl. Mt. seien dergleichen unthatten von etzlichen Hg. Heinrichs diennern durch den itzigen Bf. von Hildeßheim, auch mit waß sorglichen, beschwerlichen und unchristlichen practicken sie sich wider gemelten bischof haben eingelassen, was auch genannter bischof wider derselbten unpillich furnehmen an euer ksl. Mt. camergericht im rechten bewiesen und außgefurt hat, berichtet worden.

    Und damit euer ksl. Mt. und meniglichen noch clerlicher befunden, daß etzliche Hg. Heinrichs diener mit allerlei grausamen unthatten beruchtigt, so wollen wir eurer ksl. Mt. hiemit zwo urgichten zweier ubelthetter, so in haften mein Lgf. Phillipsenn zu Hessenn etc. noch enthalten werden, underthenigst Šhiemit antzeigen, mit underthenigster bit, euer ksl. Mt. wollen unbeschwert sein, dieselbigen auch zu verlesen.

    Und erstlich so bekent Cristoff Lauter, vergangener herbsts anno 40 haben ime die nachgemelten personnen, mit nhamen Hanns Heintz von Lannegsen, Fridich Groß von Leiningen, Hanns Heise von Osfelt und Johan Huttennschreiber 20 fl. verheischen, darauf er 20 margengroschen entpfangen, Hannsenn Koch umbzubringen, und solchs sei geschehen in berurts Huttenschreibers behausung. Es were auch darauf sein gemuet gewest, wo er ine hette mogen betreffen, daß er solchs wolte volstreckt haben, were auch darauf ausgangen. Ferner bekennt er, es habe ime ein burger von Badenwerderl, Herman Gerris genant, zehen gulden und sechs eln tuchs verheischen, Lucaß Hopffenkamp zu erschiessen. Und vor solch gelt und tuch haben Bartholomeus, der amptmann zu Furstenberg, und Cunradt, amptman zu Wickensen, burge und gut sein wollen. Ime sei auch auferlegt worden, die handlung in geheim zu behalten. Sagt auch, alß er in vergangenen Pfingsten wider bei Hannsen Heisen gewest, hette er inen angesprochen, ob er nichtß ausgericht, waß er fur ein kerlh were, mit dieser weitern antzeig, das er die sachen nochmaln volstrecken wolte und, wann er die sachen außgericht, solte er zur Stauffennburg kommen, do wurde inen sein herr wol verteidingen und ime das porthampt geben.

    Bekennt weiter, daß er auf mmich, Lgf. Phillipsenn, mich–m zu erschiessen, bestalt und daß ime dafur 40 fl. von wegen Hg. Heinrichs sollen gegeben werden. Und dafur haben Hanns Fridrich und Thomaß Heintz burgschaft versprochen mit weiterer vermeldung, in der vergangenen schweinjagt were Hg. Heinrich bei ime gewest, nahen bei einem dorf Aßfeldt vor dem Hartz bei einer schmeltzhuten und hette inen mit diesen worten angeredt: ‚Bißtu der man auß dem land zu Hessen? Warumb bistu darauß kommen? Bistu der mann, der auf den landtgraffen und Hannsen Koch ist abgericht, wie mich Hanns Heise berichtet?‘ Darauf er geantwort: ‚Jha‘. Dargegen ime Hg. Heinrich mit der handt auf die schuldern geklopft und gesagt, er solte sehen, daß er die sachen außrichtet und er solte umbs gelt nicht sorgen, seine dienner solten ime gelts gnug geben.

    Georg Franck sagt, er sei erstn bei Fridrich Schroder komen zu Lutter, ligt ein meil wegs auf jhenset Sessenn, der habe ime gesagt, daß er vom amptman zur Stauffennburg bevelch hette, etzliche zu bestellen, auf den landgraffen zu geen, inen umbzubringen und zu erschiessen. Daß habe er, Jorg, verwilligt, das er neben andern auf micho gangen. Item, er sei mit seinen gesellen gegen Gitteldep auf den Neuen Schadenn gangen und berurter amptman sampt Šdem statschreiberq aufm Neuen Schaden im krug zu inen kommen und der amptman die zech betzalt vor itzlichen drei mathier. Item, berichtet weiter, daß er und seine gesellen vier feuerror und drei spieß gehabt, als sie auf den landgraffen gangen, und Fridrich Schroder habe daß gelt gehabt, die spieß betzalt, nemlich vir gulden habe Fridrich bei sich gehabt, die habe ime der amptman deß abents vor dem kruge zu Gittelder geben und gesagt, daß der berurt amptman ime das gelt von seines gnedigen herrn wegen, Hg. Heinrichs, gebe. Meldet auch noch weiter, er habe sechs gesellen, heisse einer Fridrich Schroder, Andres, ein koler, Heinrich Koch, Heinrich Lorentz, Heinrich Thomas und Lips, ein mollerknecht, dieselbigen seien vom amptmann zur Stauffennburg und Conradten, dem forster, bestelt, auf den Lgf. zu Hessenn zu geen und seine fstl. Gn. zu erschiessen und einem itzlichen zehen gulden zu verhaischen.

    Zum funften erscheint auß vorgemelten urgichten, das berurt unmenschlich und uncristlich mortbrennen durch die thetter unangericht und unbestellet nit beschehen, auch nicht geringe leut sein mussen, die so vil geldes und grosse sumen zu bestellung und anschiftung des besagten mortbrennens außgelegt und versprochen, auch noch teglich versprechen, wie dann auch beraitan der thetter an vilen orten zu heften bracht und, wie oben erholt, von underschiedlichen bestellungen meldung gethan.

    Zum sechsten befindet sich darauß, daß so vil ubelthetter und mortbrenner, so an underschiedlichen orten und stellen eingetzogen und nit beieinander gesessen, daß man gedencken konte, sie hetten, semptlich auf imands solche anschiftung und bestellung zu legen, sich verainiget und fast alle auf Hg. Heinrichs benannte amptleute, undersassen und dienner die bestellung und verlegung solches mortbrennens aussagen und bekennen und also in irer urgicht gleichformig und concordes sein.

    Zum siebenden, nachdeme offentlich am tag und unlaugbar, daß Hg. Heinrich von Braunschwig diesem teilh und der religion ainungsverwanten stenden widerwertiger ist, so ist leichtlich zu vermuten, daß die besagte seine amptleute, underthanne und diener derselben neigung auch gewest und seint und sich darumb so vil leichter zu anschiftung, bestellung und verlegung berurts mordtbrennens vermugen lassen.

    Und dieweil dann solche mortbrenner nit allein sich zu solcher unchristlichen, unerhorter ubelthatten haben bestellen lassen, sondern auch solche graussame ubelthat in daß werck getzogen, vil treffliche stet, flecken und dorfer außgebrannt und darunter etzliche vill hundert arme menschen vom leben zum tode bracht, so sollen solche grausame unthatten nit allein euer ksl. Mt., sondern alle menschen zu mitleiden und geburlicher verfolgung und straff bewegen, und zuforderst, dieweil diese stende und ire underthannen noch teglich in sorgen Šsteen mussen, daß es jhe lenger jhe mer zu verwustung irer steet, marckt und dorfer, auch vieler leut verderben gereichen muste, wo dem nicht fruchtbarer noch anderst begegent werden kan, dan das die anschifter oder die, so die ubeltetter dartzu bewegen, bestellen und anhalten, erforschet, erkannt und zu verdienter straff gebracht werden. So ist unser, der fursten, so gegenwertig, auch der abwesenden churfursten, fursten und der andern stende gesanten, rethe und potschaften underthenigste bit und suchung, euer ksl. Mt. wollen in diesen hochstreflichen sachen und hendeln ein kaiserlich und ernstes einsehen haben und bei Hg. Heinrich von Braunschwig die ernste verfugung thun lassen, seine vermerte und argwonige amptleute und dienner, als nemlich den großvoigt zu Wolffennbuttel, den amptman zur Stauffenburg und Scheiningen, Georgenn Gunter, dergleichen Cristoffenn von Oburg und andere besagte gefengklich annehmen und in eurer ksl. Mt. handen stellen oder an andere unverdechtige ort, da dieses teils stende und andere gegen dieselbige geburlichs rechten bekommen mögen, antworten lassen und im falh, daß Hg. Heinrich von Braunschwig solchs in wegerung steen wolte, auß keyserlicher macht und gewalt in ansehung solcher hochstreflicher und zuvor im reich deutscher nation unerhorter hendel und thatten alß der oberste vogt und keiser selbst verschaffen und bevelhen lassen, wie dann euer ksl. Mt., daß nach gelegenem falh zu recht und aller pillicheit zu thun, befugt. Dann obwolh Hg. Heinrich sagen möchte, er wolte dieses teils stenden und meniglich gegen seinen amptleuten, underthannen und diennern geburlichs rechtens verstatten, so haben doch eur ksl. Mt. aus hochem, keyserlichem verstandt gnedigst zu erwegen, weil Hg. Heinrich diß teils widerwertiger und derhalben und sonst mercklich verdacht ist, waß gleichmessigen rechtens diesem teil wider dieselbigen bei Hg. Heinrichen zu gewarten, darumb auch euer ksl. Mt. in diesen sachen nach gelegenheit und allen umbstenden derselbten pillich richter sein und pleiben. Eur ksl. Mt. wollen sich hierinnen auß keyserlichem gemuet und alß die sonder zweivel auß angeborner, keyserlicher tugent, milde und gute solchen bosen und hochstreflichen thaten, welche zu verderbung des gantzen deutschen landes entlichen gereichen wolten, zuwider sein, auch damit solch ubel andern zu abscheu hertiglich gestraft, so gnedigst ertzeigen und befinden lassen3.

    «Nr. Š256 Gegendarstellung Hg. Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel in Sachen Mordbrenner – Regensburg, [1541 Juni 27]1 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.); DV: Bericht Hg. Heinrichs von Braunschweig, der röm. ksl. Mt. ubergeben uff der protestierenden stende supplication, die mordprenner belangenden.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 276r–284v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 276r: Hg. Heinrichs von Braunschweigk vorantwortung der mordbrenner halben, 29. Junij.

    C  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 79r–94r (Kop.); AS fol. 79r: Supplication und verantwortung Hg. Hainrichs zu Braunsweig etc. der mordtbrenner halben etc.

    Euer ksl. Mt. haben mir ein vermeinte, unbestendige, unwarhaftige denunciation und accusationschrift, welche die vermeinte supplicanten, di Kff., Ff., stend und stedt, der augspurgischen confession verwant, so jegenwertig und der abwesenden gesanten, räth und botschaften, alhie zu Regespurg [sic!] disser zeit versamlet, des mortbrants halber, so sich im reich teutscher nationn ein zeit her begeben, wider mich und etzliche meine amptleut, verwante und diener mit inserirtem austzug etzlicher vermeinten, nichtigen, erdichten, unwarhaftigen und unrechtmessigen urgichten eurer ksl. Mt. gantz unbillicherweis ubergeben, gnedigst zustellen lassen, des jegen euer ksl. Mt. ich mich in aller underthenigkait dinstlichs vleis thun bedancken und bin es ungesparts leibs und guts zu verdinen willig.

    Und wiewoll die vermeinten supplicanten wider mich nichts beschlieslichs gepetten, sonder das ich die benannte meine amptleut und diener auß der ubeltheter unerwissener und unwargemacht[er]a besagung gefenglich annemen und in eurer ksl. Mt. handt oder an andere unverdechtige orter, do sie gegen denselben meinen ampten und verwanten geburlichs rechten bekommen mochten, stellen und antwortenb solt, so vermeinen sie mich doch nit allein, sonder auch di bäpstliche Hlt. mit den unwarhaftigen urgichten vor einen hauptman, anrichter und stifter des mortbrandts bei eurer ksl. Mt., wiewoll gantz böslich, felslich und unwarhaftiglich, aus geschepftem, neidigem, gehessigem gemuet anzugeben, in ungnad zu pringen und zu verunglimpfen, dann es soll (wie Šich im grundt und warheit weiß) nymermehr mogen warhaftiglich und mit bestandt uff mich erwiesen werden. Zweifel auch nit, euer ksl. Mt. haben mich in dissen ehren erkannt, das mir solche boese, schwere, schmeliche und unnerfuntliche zulag durch die vermeinten religionsverwanten wider Got, ehr und recht und mehr dann gantz unrecht zugemessen. Schemen sich auch nit, vermessentlich von sich zu schreiben, das ich ir widerwertiger und derhalben und sonst mercklich verdacht sein söll, so doch di warheit, das ich mit den religionsverwanten ausserhalb des von Sachsen und Hessen in ungutem nichts zu thun gehabt. Kann auch keines verdachts gestendig sein, welchen di vermeinten denuncianten und accusanten wider mich bisher nit erwissen und, ob Got will, auch hinfuro nicht erweissen sollen, das ich mich nit unbillich verhofft, sye solten mich mit solcher grausamen, unerfuntlichen ufflag bei eurer ksl. Mt. und sonst verschont haben.

    Und ob dem, das sie der bapstlichen Hlt. selbst nit verschonet, haben euer ksl. Mt. ir unwarhaftigs, erdicht und unnerfuntlich anpringen desdo leichsamer abtzunemen und desdo weniger derselben glauben zu geben, wie auch von rechts wegen euer ksl. Mt. nit thun soll. Derhalben will ich solche schwere, graußame, unerfuntliche zulag, domit sie, mich bei eurer ksl. Mt. zu vermeren und bei menniglich hohes und nidern standts zu schmehen, zu iniuriren und zu beligen, understheen, zu hertzen und gemuet gefurt und dann mich zum hochsten vor eurer ksl. Mt. beklagt und beschwert, auch dofur gnungsam char [= Ersatz], wandel [= Bußgeld] und abtrag in underthenigkeit gebetten haben. Und so disse meine warhaftige antwurt allein zur rettung meiner ehren notturft durch mich vorgenommen, so beding ich hiermit offentlich, das ich dordurch nymants geschmehet oder iniuryrt haben will.

    Aber es sich an dem landgraven und seinesgleichen nicht zu verwundern, das er mich und meine underthanen, verwante und diener mit solche geferlichen, ungewissen und sorglichen dingen beschweren und angeben darf, so er wol aus dergleichen geferlichen, unredlichen und gnungsamenc grunden und anzeigungen andere stend in Dr. Bockenn sach auch beschwert und sich gleichwol hernochmals befunden, das er denselben gewalt und unrecht gethan2, als er dann mir sampt seinend mitverwanten mit disser schwerlichen und unerfuntlichen uflag nicht weniger unrecht thuet. Und wan mich schon und meine amptleut das recht nit schutzten [sic!] und di unschult entschuldigte, (dan es wissen euer ksl. Mt. auß hochstem verstandt, wie es ein gefarlich, betruglich, sorglich und felend ding umb die peinliche verhor ist, das vill menschen solcher des leibs plodigkeit sein, das sie lieber alles wider ir gewissen und warheit bekennen, Šdan das sie pein leiden wollen, als villeicht sich mit den armen, gerechfertigten leuten auch zugetragen haben mag, die ab dem straff haben leiden mussen, das di vermeinten supplicanten ires abtrunnigen lebens halber verdint und sonst von Got uber sie verhenck worden ist, als die von Eimbeck selbst gestanden und gestheen mussen), so konnen dannoch euer ksl. Mt. auß der armen leut gezwungene bekentnus, di sie sollen gethan haben, nit befinden, das euer ksl. Mt. auß verleumdnus, gerucht, geschrey oder auch redlichen, gnungsamen antzeigungen, vermutungen und arquanungen der vermeinten denunctianten und accusanten stadt noch auch den vermeinten bekentnussen glauben zu geben hetten.

    Dann erstlich, das di peinlichen verhort, wie sich zu rech [sic!] geburt, solten furgenommen worden sein, befindet sich auß dem ubergebnen austzug der vermeinten urgichten gar nit, wie auch die supplicanten nymer werden mit warheit tharthun mogen. Wie sie auch di armen, gepeinigte leut wider recht in sonderheit uff mich und meine verwanten gefragt, ist unverporgen und kunt in notdurftigem fhall erwiesen werden, wan es gleich der von Sachsen noch eins in seiner lesterschrift, jungst wider mich ausgangen, hetten verneinen dorfen. Und ob di armen, gepeinigten und gerechtfertigte leud solchs, wie die widersacher angeben, bekannt, ist noch unerwisen, das ich den vermeinten austzugen keinen glauben zu geben weiß. Und wan es schon dermassen wehr (doch der warheit zu nachteil nicht gestanden), so sagen doch dieselben armen leud nichts gewisses und sein inen auch widerrig und von personen und sachen, das offentlich unerfuntlich und erdicht ist, aussagen.

    Dann obwoll Martinn Gotschalck sagen mag, das er des mortbrandts halber in dem braunschweigischen land geselschaft gemacht und des orts gelt darauf entpfangen, so sagt er doch nit, wo, an welchem ort und von wem, das euer ksl. Mt. demselben glauben konten.

    Der ander, Bode Beckmans, sagt, wie das er von einem voge [sic!] gnannt zu Gontersheim, welches dorf im land zu Braunschweig gelegen, bestelt worden sey, und ist doch das berurt dorf meines wissens in meinem furstenthumb nit gelegen und niemants weiß, wer der voge ist, wo und unter wem sich derselbig enthelt. Befindt sich auch nit, das solchs derselbig gesagt, man solt in dem stift Meintz und meinem furstenthumb nit brennen. Das es aber in dem stift Meintz, Magdeburg, Halberstadt, auch in meinem land an etzlichen orten geprunnen, ist offentlich am tag und unverneinlich.

    Und obschonn Eierkug sich uff Kesenhagen und Kesenhagen sich einen ungewissen heuptmann oder besteller referiren thun, so kan es doch kein vermutung oder antzeig, die erheblich wer, wider mich machen, das solcher unbekannter heuptman von mir wer bestelt worden, als es dann die lauter erstunckne unwarheit ist. Ich und meine diener und verwanten haben mit dem H. von Bloß nie ichts in ungutem zu thun gehabt. So ist Hanns von Hardenberck der alten, waren, christlichen religion anhengig, das die vermutung wider mich, auch die meine nicht sein kann. Und ist gantz ein doctor-bockischer fund und Šfurgeben, das man die evangelische stend brennen und, so das gescheen, ein zug vorgenommen werden solt.

    Henrich Strauch bekennt, das er und Hanns Eseltreiber insampt einen gulden von einem heuptmann, den er doch nit nennet, zu Bischausen entpfangen, und Eierkuch hat hieoben gesagt von Hannsenn Kesenhafenn, das derselbig Henrichen Strauchenn einen gulden gegeben, sein inen also widerig. Joachim Dornn, Henrich Knauff, Steffann Güsman und Clement Deuffell reden dergleichen von unbenenten kontschaftern und bestellern. Hanns von Lindau redet auch von dem unbenanten heuptman zu Bischausenn, der doch noch sage Eierkuchens gelt von Kesenhagen entpfangen hat.

    Hanns Schroder hat außgesagt, wie er von Gerardt dem zoller zu Zuckelheim angesprochen und in das zollhauß bescheiden worden sey, doselbst er von einem, Jost gnant, der ein schwartzen bart gehabt, gelt entpfangen. Gerardt Zoller aber sagt, wie im ein langer mann, der kein bart gehabt, der sich Nickell genant, funf gulden geben, darauf er Hansenn Schroder angesprochen. Und das zollnersweip bekent, das einer, Ludecke gnant, iren man zu einem mortprenner angenomen. Sein also inen widerig und discordes. Wer auch der lang man und wem er zustendig und wo er wonhaftig, wirt nit angetzeigt. Auch sagt Hanns Schroder, das Gerardt in bericht haben soll, wie mein amptman zur Stauffenburg ime, Gerarden, acht gulden, des mortbrants halben etzliche domit außtzufertigen, gegeben. Und Gerard bekent doch solchs selbst in seiner urgicht nit. Und das auch Schroder von Gerarden verstanden, wie ich ine und einen, Jost gnant, ausgefertiget, bekent der zoller selbst auch nit in seiner urgicht, also das der Schroder solchs uber den zolner ubel erdichtet hat, als sich auch in warheit nymermehr wirt befinden. Wo und an welchem ort ich sie auch ausgefertiget habe und durch wen es geschenn, wirt nicht vermeldet.

    Mit meinem vettern, Hg. Philipsenn, hab ich je nichts anders dan in freuntlichem, gutem, vetterlichem willen zu thun gehabt und noch, weiß auch, das sein L. mich wol entschuldiget halten. Und ist verwar ein schone ursach, die Hans Schroder soll angetzeigt haben, das ich trei uff den von Bloß umbtzupringen ausgefertigt, dann dero zwen hetten angetzaigt, wie sie uff den von Bles gewarten, wan er khommen, wolte sie inen erschossen haben, so sie doch darneben nit vermeldet, das sie des von mir bevelch gehabt. Woher hat es dann der Schroder wissen mogen? Der gedocht zolner hat von keinem brief, der von mir an inen gekhommen, bekannt, darumb dem Schroder des briefs halber auch nit glaube zu geben. Es ist auch an im selbs erstuncken und erdicht, das sich auch die drei in meinem closter Amelunxborn oder zum Furstenberck enthalten solten. Ist gleichergestalt die unwarheit und nit erfuntlich, auch sagt der zolner von den zweien glesnern uberall nichts. Der Birbeck referirt sich uff Jacob Wittenn und befindet sich nit, das derselb gesagt, auch gantz unerwiesen ist, wie das ich das gelt ausgelegt, thut demselben also gewalt und unrecht. Und dann auch referirt er sich uff den zolner, der von einem langen, unbekannten und ungewissen man gesagt haben soll. Deren nechste beide aussage sey gleich ane peinigung, als ich Šnit gesthee, gescheen oder nit, so ist doch ir aussag, wie angetzeigt, ungewiß, unerheblich und auch erdicht. Und hett dem von Bleß wol angestanden, wo er mich im verdacht gehabt, das er solches zuvor mir angetzeigt, ehe dan ich und die meine also unerfuntlicherweiß bei eurer ksl. Mt. weren vermert worden, und solten dieselben so lang behalten und nit rechtfertigen haben lassen, die dan sondern allen zweifel wol anderst wurden bekannt haben, wo sie uff freien fueß weren gelassen worden.

    Hanns Eselltreiber redet auch von dem ungenanten und unbekanten heuptman zu Bischausen und, wie er auch von einem andern heuptman N. von Asse, wilcher dergleichen unbekant ist, vernomen, das bapstlich Hlt. vil cronen zu mortprennen ausgelegt, welches auch ein unglaublich ding ist. Ich weis auch von keiner verstentnus, die bapstliche Hlt. solcher bose, grausame sachen halber mit mir eingangen wehr. Aber dieweil ir Hlt. die christliche buntnus angenommen, zu erhaltung derselbigen gelt erlegt, so muessen die widersacher unter dem namen der mortprenner solch unerfuntlich ding furgeben.

    Hennrich Duck, dem die von Eimbeck gewalt und unrecht gethon, soll sich uff Chunraten Gotardes, Clausenn von Mandelslo und Christoffenn von Obeck in seiner vermeinten aussag getzogen haben. Das aber deren einer solt Duckenn bestellt und angenommen haben, wirt sich meines erachtens gewislich nit erfinden, wie es sich denn bishero noch nit erfunden hat.

    Das auch Wriesberck sich eines solchen furnemens solt haben vernemen lassen, gestheen weder er noch Godert und werden sich die gedochten zwen vom adel als Oberck und Wriesberck des vor euer ksl. Mt. woll verantworten und auf derselben erfordern gutwilliglich auch one geleid erscheinen, welches auch Cloise von Mandelslo, wo derselbig im leben, zu thun erbutig gewest wer. Und wie vermogen die vermessne denuncianten und accusanten solchs eurer ksl. Mt. anpringen, so doch die warheit, das di von Eimbeck mich darumb nie beschuldiget, auch Christoffell von Oberck in meiner und viler vom adel gegenwirtikeit gnugsamlich entschuldigt gnomen haben. Und ist eben disser Hennrich Dick, dem Got gnad, in seiner bekenntnus nit gepliben, sonder es alles widerruffen und den tot darauf genommen, was er gesagt, das doran kein war wort und das es auß marter gescheen wer.

    Michell Beuchling sagt von einem Lucas Bodensehe, Lipsen, der ein steige, und beide uff dem Zeckerfeld wonen, und einem, Jacob gnannt, der mein berckmeister sein soll. Nhun wonen dergleichen leud unter mir nit. Und ist auch erdicht, das ich einen bergmeister, Jacob gnant, habe, sonder mein berckmeister, welchen ich etzliche jar her gehabt, Wolff Seidell genannt und je und albege auch noch fur einen frommen gehalten worden ist und noch darfur gehalten wirt.

    Hennrich Knauf redet von meinster Jerot, der zu Osterwick in dem land zu Braunschweig wonen soll. Und Osterwick ligt doch im stift Halberstadt und dann auch von einem unbenanten, der ein rotten bart haben soll, redet aber Šnit, wen er zu Wolffenbuttell oder Reiffenburgk ansprechen und wer im gelt geben solt.

    Peter Fröwell sagt von trunckenen sachen und eines frumbden brief, nennet auch den goltschmid nit, zeicht auch nit an, woher es mocht war sein, das die babstliche Hlt. und ich solche bestellung mochten gethan haben.

    Bartholomeus Bonne sagt nit, das Griller von mir oder den meinen bestelt worden sey. So hab ich mich einiges abgegriffen diners jegen Sachsenn nicht beclagt. Greger Altzsen redet von horen sagen. Symen Finck referirt sich auf einen, Gunter gnandt, der ein meil wegs von meinem hofflager Wulffenbutell wonen soll. Und die vermessne denuncianten berichten doneben gantz unbeschembt, das derselbig bei mir ein einspenniger gewest, in kurtzen jaren reich worden sey und der meinen vogt zu Wolffenbutell zu gevattern gepetten haben soll, welches alles offentlich erdicht, denn ich bei zeit meines regirens, auch darfur nit einigen diener disses nhamens in meinem dinst gehabt, des namens wonet auch in meinem furstenthumb nit. Die leut mussen sich zu schemen gar uffgehort heben.

    Deuffel sagt, wie er gehort von Bastian von Kemberck, das Hanns von Lubeck das gelt ausgeben und das er das gelt von mir entpfangen, und dem zuwider sagt er, wie er vor 16 oder 17 wochen zu Wolffenbutell gewesen und gelt holen wollen und was mein vogt im zur antwurt gegeben. Das ist aber mein vogt gar nicht gestendig und sagt auch von niemants anderst, den er doselbst kennet oder angesprochen hetten. Auch mag ein solcher ubertheter [sic!] kein indicium wider in machen, auch das Bastian von Kemberck (wer der auch ist) solches gesagt, ist unerwissen und nit befuntlich.

    Hans Heinck referirt sich uff Dikhaut, dergleichen auch Hennig Blechmachere und Dikhaut auf Opfermann und derselbig auf Dornenman. Das aber derselbig Dorneman der besteller gewest und von wem derselbig bevelch und gelt entpfangen, ist nit kuntbar. Ich und die meine haben auch mit Northeim in ungutem nichts zu thun, und ist nit glaublich, das es von uns hergeflossen und willens gewesen sein solte, Hg. Erichen seligen, auch seinen nachgelassnen erben, unsern vettern, an Northeim, doran mir die samethand gepurt, schaden zu thun.

    Busch sagt von Jorgen von Straburgkf, welchen ich ebenso wenig als die andern gekant, das derselbig gesagt, wie er [zehn] daler von mir entpfangen. Und ist nit erwiessen, das es derselbig gsagt. Er wurd es auch sonst gedicht haben. Dergleichen zeugt sich Chaspar Boger auch uff einen andern. Meister Gerhart redet auch von einem andern und zweifentlich, er wisse nit anderst denn der amptman zu Schoningen soll Knippenn das gelt geben haben. Item, derselbig soll der amptman zu Schoningen gewest sein. Redet auch von einem unbekanten edelman und einem in einem schwartzen rockh, mag nichts Šgewiß antzeigen. Dergleichen redet er auch zweifentlich von dem amptman zu Wulffenbuttell, was auch disser Gerchart von Deichell sagt, ist weiterer verantwortung, als hieoben davon angetzeigt, nit vonnoten.

    Was Bastian Schwemschneider und Schwartz Feid mogen gesagt haben oder nit, ist nit offenbar und sonder zweiffel, wo derselbig Bastiaan uff freien fues gestellt, er wirt solchs oder dergleichen nit sagen. Und wirt sich dessen und anders mein vogt gegen euer ksl. Mt. sonder tzweifel bestendiglich selbst zu verantworten wissen.

    Des hirten halber, der Eimbeck auß bestellung Deichenn angelegt haben soll, bedorf es keiner mehrer antwort. Wer der pfaf sei, wirt nicht ausgesagt. Und redt auch von dem vogt zu Wulffenbuttell dubitative, dergleichen gibt er nit ursach, wie er wiß, das etzliche fursten mit den steten haben zusamen wollen.

    Was Schwartzfeid sagt oder nit, ist nit offenbar. Mertin Kerch zeigt nit an, von wem Clauß Schmeling und andere bestelt worden sein etc.

    Wiewol nuhn euer ksl. Mt. one disse meine kurtze, warhaftige und bestendige erclerung selbst auß hochstem verstand leichtsam ermessen mogen, das di vermeinte, inserirte urgicht nit dermassen geschaffen sein, das dorauß euer ksl. Mt. ainigen arquon, gerucht und besen leimut erschopfen mogen, das sie pillich der armen, gerechtfertigten und noch eingetzognen leuthen vermeinte bekentnissen wider andere glauben noch auch der widersachern petition stadtgeben sollen. Dannocht hab ich, solches eurer ksl. Mt. zu einem bericht der sachen antzutzeigen, nit umgehen konne und des euer ksl. Mt. vermercken mochte, mit was unbestendigem kinderdinck disse leuthe umbgehen, dan es ist lauther ungereumbt dingk.

    Und so die widersacher selbst versteehn, das sie mit der vermeinten, nichtigen, unwarhaftigen urgichten nit bestheen konnten, so rucken sie andere behelf herfur und sagen erstlich, wie wider mein amptleut, underthane, diener und verwante von dem mortprennen, morden und anstiftung derselben ein offentlich geschrey, rede und sag sey und wie ich dan selbst in einem schreiben wider den von Sachsen gestendig sein soll, das bin ich nit gestendig und die meine werden des gemeinen geruchts wider sie vill weniger bekennig sein. Dann das die widersacher mich und die meine als vor mortprenner (wiewoll wider Got, ehr und recht) ausgeschrien und vermehret, des mag mich und die meine nicht beruchtigen, infamirn oder verleumen, dann wie offentbar und sie selbst zu verstheen geben, so sein sie meine und der meinen widerwertige feind, adversarii und, die sich von unserm waren, alten, christlichen glauben abgeworfen, heretici und eigensinnige, die mich und die meine nit accusirn, denunciirn, beruchtigen noch infamirn konnen, zu recht getzogen. Und dorumb, was sie eurer ksl. Mt. also falschlich wider mich und die meine anpracht und suggerirt, ist nicht auß einiger erbarmbtnus oder mitleidung, die sie gegen teutscher nation tragen, sonder auß lauterm neid, has, vorteiligem gemut und rachgirigkeit, mich und die meine gentzlich zu sturtzen, gescheen. Et sic typo malitiae et non iustitiae zelo ducti huiusmodi vestrae imperatoriae maiestatis suggesserunt.

    ŠIch hab auch in meinem schreiben wider den von Sachsenn nichts anders gesagt, dann das er und andere mir gern zulegen wolten, das ich des mortprennens ein besteller, und das mich anlange, wie ehr und der landgraf die armen leuth uff mich und di meine heftiglichg peinigen solten. Das ich aber und die meine solten von glaubwirdigen, unpartheyschen leuthen und, die eines guten leumets, beschraydtet worden sein, wirt sich nirgents dorauß befinden, also das bei denselben mein und der meinen gerucht unverletzt ist. Sie haben auch die verleumung noch nit erwiessen weder mit den vermeinten urgichten noch sonst, auch nymer wie recht (ob Got will) erweisen sollen.

    An dem andern, das meine diener und verwanten, der vogt zu Wulffenbuttell und Oberck, dermassen verdocht und bekant sein sollen, das man bei inen sich des mortbrants bestellung leichtlich zu vermuten, gestehen dieselben gar nit. Und das der großvogt, auch der amptman zu Stauffenburgk mit boesen thaten solten umbgangen sein und mit vilen boesen thaten beruchtigt werden, auch das Oberck wider einen Rauschenplatt anderst als redlich und ehrlich solt gehandelt haben, das alles ist durch die vermessne und unwarhaftige angeber in den heutigen tag nit erwiessen, die ich doch nit anderst als ehrliche vom adel und aufrichtige gesellen erken. Mit Rauschenplatt hab ich in ungnaden nichts zu thun gehabt, weis auch mit im disse stund in ungnaden nichts zu thun, wie er es auch von mir sonder tzweiffel nicht sagen wirt.

    Mit wievill cloppern der von Oberck zu reitten pflegt, weis ich nit. Er ist sich auch bei mir zu Wolffenbuttell anders als im dinst nit enthalten, reit ab und zu. Wie reich er von seinem vetterlichen erb sein mag, ist mir verborgen. Aber das weiß ich woll, das er mit rittermessigen thaten in kriegsubung, wie einem ehrlichen vom adel getzimbt, nit ein wenigs erworben hadt. In steten stets zu leigen und das erworben gut zu vernichten, ist nit ratsam. Die leut wissen nit, was sie zu verdrieß andern, die inen nit anhengig sein wollen, herfursuchen sollen, dann solche vermeinte, unwarhaftigen antzug gescheenn von inen zu keiner notdurft. Ob sich der von Oberck auch traulicher wort soll haben vernemen lassen, ist mir unbewust. Er wirt darvon wol antwort zu geben wissen.

    Mein vogt hat sich wider Goslar im recht am cammergericht eingelassen und ist ime noch nichts auferlegt, ist auch nit condemnirt worden und gestheet den widertheiln derhalben keiner verleumnus. Andere unsere diener wider den Bf. von Hildesheim haben sich wie recht eingelassen, gethon, was sich gepurt. Und nit vernommen, das der bischof etwas wider sie erhalten, sonder ich zweifel wenig, sie werden dem bischoff one alle beschwerr im recht obligen und obsigen. So haben auch dieselbig hiermit nichts zu thun. Ist alles ser genau gesucht.

    Auch so ist versehens rechtens, wo ein ubeltheter uf einen andern bekennt, das der richter demselben nicht glauben geben soll. De reatu proprio confitentis periculosa confessio non est adversus quemlibet admittenda. So sollen auch Šgnungsame antzeigung mit zweien guten zeugen bewissen werden, als die widersacher nit gethonn, auch nit thun werden.

    Und dormit will ich auch uf die vermeinte, unwarhaftige und erstunckne urgicht, die der landgraf wider mich und etzliche meine diener von wegen sein und Hansen Kochs inseriren lassen, geantwort haben. Meine diener werden sich des auch wol redlich zu verantworten wissen. Und sag, das es lauter erstuncken, das ich ymants, dem landgraven oder Hansenn Kochenn umbtzupringen, bestellen lassen. Weis auch, das es mit warheit nit mag dargethonn werden. Christoffell Luther hab ich mit wissen nit gesehen. Was solt ich inen den angeredt haben. Dergleichen ist mir ebensowenig von Jorgen Franckenn bewust, wie ich solchs alles mehrmallsh zu einem mal offentlich verantwort. Ich weis auch, wo solche gesellen uff freien fussen in jegenwertigkeit mein und der meinen stunden, das sie es numer [= nimmer] sagen wurden, als dann sie auch mit warheit nit reden kunden. Und das solche eingetzogne mich und die meine nicht beruchtigen kunnen, ist hieoben gnuegsam dargethon worden. Was thut es auch zu gegenwertiger sach des mortbrens [sic!] halben, allein mich und di meine zu verunglimpfen. Ich erpeut mich auch, wo er, mich dorumb zu versprechen, bedenckt, ime vor euer ksl. Mt. des rechte nit vortzusein, so werden meine diener im das recht auch nicht weigern. Das alles ich auch vor erdicht halten will, solang er esi uff mich wie recht erweiset. Auß dem allen nuhn euer ksl. Mt. gnedigst zu ermessen haben, wie boeslich, felschlich und unwarhaftigklich ich und di meine bey eurer ksl. Mt. und sonst in menniglich eingetragen, vermert und verungelimpft werde, welches wie schwerlich es mir und den meinen fallen wolt, wo mir [sic!] nit gepurlich hulf und ein gnedigs einsehens von eurer ksl. Mt. bekommen mag, das sich doch ich und die meine gein euer ksl. Mt. nit vertrosten wollen, geben ich eurer ksl. Mt. selbst gnedigst zu bedencken.

    An dem andernj auch, das mit ungrunt gesagt wirt, das alles mortprennen in und auß meinen landen herkhomme, geflossen und eines theils von meinen dienern bestelt, versoldet, auch ein thails durch meine underthane volnpracht sey worden, und auß allen urgichten hab ich nit einen menschen, der unter mir gesessen, das derselbig gemortprennet, und dan das ich nit ursach gehabt, wider meine amptleut, diener und verwante zu inquirirn. Und obschon erscheinen mocht (doch der warheit zuentgegen nit gestanden), das ane anstifter und geringe personn das mortprennen nit gescheen sein must, darumb volget nit, das es ich oder die meine bestelt und das die meine derhalben angenommen werden sollen.

    Zum vierten, das di ubeltheter discordes, widerich, zweifelich und ungewislich, unglaublich reden und sagen und das derohalben der richter denselben gar keinen beifall thun kann.

    ŠZum funften, wann schon meine amptleut, diener und unterthane, der widdertheiln glaubens nit sein, die sich doch sonst frumblich, redlich und aufrichtiglich je und albeg gehalten, darvor sie auch sollen gehalten werden, bisk das das widerich uff sie nit erwissen wirt, und auch nit gut wer, das iderman wie die vermeinte accusanten und denuncianten von der kirchen abfallen must, wol darumb zu vermuten sein, des sie sich musten zu der bestellung des mortbrants halben geprauchen lassen, das acht ich dofur gar nit.

    Und seitemall dan die vermeinten supplicanten, accusanten und denuncianten mich und di meine also wider Got, ehr und recht an gerucht, nhamen und leumut des mortprants halber schwerlich angegriffen, auch Sachsen und Hessenn mich des offenlich, wiewoll wider warheit, in iren unbestendigen und unwarhaftigen letzten lestertrucken, auch andere dohin vermogkt als Martinum Luther, das er wider mich ein boes, unerlich und unwarhaftigs schandgedicht ausgehen lassen, betzuchtiget und obwol sie sich auch unterstanden, vill uff mich und di meine mit den urgichten zu uberweisen, und doch der beweisung niderfellig worden sein, so bit ich in aller underthenigkeit, euer ksl. Mt. geruhe allergnedigst, die gelenhait [sic!] disser sachen zu behertzigen, wie schwerlich mir und den meinen solche schmach zu tulden sein will, und wolle gnedigst verfugen, das von den widertheiln mir und den meinen gnungsame erstattung, kor und wandelung unserer ehr noturft widerfaren moge, das sie auch in peen und straff genomen werden, in welche sie mich und die meine zu pringen unterstanden.

    Und ob mir, weiter zu verantworten und mehr zu recht zu thun, gepuren wurd, will ich mit begebung disses vorbescheids, der gulden bullen und aller guthaten, die mir auch sonst gepuren mochten, den widertheiln zu antwort stehen und, das sich dieselbigen irs geleits auch vertzeihen. Wer dann schuldig befunden, das derselbig ann [= ohne] alle barmhertzigkeit gestrafft werde. Bin es auch, wo es mir wirt zuerkant, mit der hant zu verteidigen erputig. Und disse meine antwort will ich nit weiter gethonn haben, dan sovill ich schuldig, und in notturftigem fhall mir disse schrift zu bessern, zu extendirn und zu corrigirn vorbehalten haben, dweil mir vor wenigen tagen der widertheil vermeinte denunciation und accusationschrift uberantwort worden ist, von dem ich offentlich protestir.

    Und mehr auch erscheinet, das euer ksl. Mt. der gegentheiln petitionn von rechts wegen nit statgeben sollen oder mogen, und bin auch des erbietens, unangesehen alles darthuns, wo es darfur erkant wirt, den widersachern jegen meinen ampten [sic!], dienern, verwanten und underthanen alles rechten zu gestatten, des sich die widdertheiln nit haben zu beschweren, das ich ir widerwertiger sein soll, dann dorauß mogen sie kein glaubensachen mit pillicheit machen. So Šgesthee ich inen auch gantz kaines verdochts, dorin ich sein soll. Euer ksl. Mt. geruhe, sich hierin gnedigst zu beweisen3.

    «Nr.257 Stellungnahme der schmalkaldischen Verbündeten zur Verteidigungsschrift Hg. Heinrichs in Sachen Mordbrenner1 – Regensburg, 1541 Juli 29 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.); AV v. a. Hd.: praesentatum 29. Julii 1541 in negotio incendario; US: Rethe und bodschaften der augspurgischen confession vorwanten stende.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 323 Nr. 132 Bd. 2, fol. 101r–121r (Reinkonz.); AS v. 4. Hd. fol. 101r: Anderweit schrift an ksl. Mt. auf Hg. Heinrichs von Braunschwig verantwortung der mortbrehnner halben, 1541, Regennspurg.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 323 Nr. 132 Bd. 2, fol. 87r–100r (Kop.); AS v. a. Hd. fol. 87: Anderweith schrieft, so röm. ksl. Mt. von churfurst, fursten und stenden der christenlichen relligion jungst ufm reichstag zu Regenspurg gegen Hg. Heinrichs von Braunschweig, der sich den Jungern nennet, vormeinten verantwortung des unmenschlichen, eingerissenen mortbrennens halben weiter ubergeben ist worden, 1541; US fol. 100r: Churfurst, fursten und stende der christlichen ainungsverwanten, so gegenwertig, und der abwesenden rethe, gesanten und potschaften, itzt zu Regenspurg.

    Eur ksl. Mt. werden sich gnedigst zu erinnern wissen, aus was dringenden, notwendigen, pillichen und rechtmessigen ursachen wir verschienner zeit des unmenschlichen, eingerissenen mortbrennens, auch derselben besteller und anschifter halben eur ksl. Mt. underthenigst bericht und antzeig gethan. Hetten uns auch averhofft, alß wir dann noch hoffen–a, eur ksl. Mt. wurden sich darauf unserer rechtmessigen, beschehenen bitt nach in ansehung wichtigkeit und groß des ubels und unthatten mit gnedigstem einsehen und geburlicher verschaffung allergnedigst ertzaigt haben. So vermercken wir doch, das Hg. Heinrich von Braunschwig sich daruber understanden, seiner so weit beruchtigtenb amptleute und diener anzunehmen, dieselben als unschuldig zu vertaidingen, auch in den eur ksl. Mt. ubergebenen urgichten zu grubeln und die alß uncreftig zu bereden, wie er dann derwegen ein langwirige, gantz ungegrunte schrift, mit vielen bosen, ertichten, schmelichen worten gespickt, an euer ksl. Mt. hat außgeen und euer Šksl. Mt. uns die forder allergnedigst zustellen lassen, des wir uns auch gegen eur ksl. Mt. in hochster underthenigkeit thun bedancken.

    Nun hetten wir woll leiden konnen, Hg. Heinrich von Braunschwig hette sich gemelter seiner amptleute und dienner bößen thatten, die zu schmucken und der gerechtfertigten mortbrenner, auch sovil deren noch ungerechtfertigt gefengklich sitzen und verwart seint, bekenntnussen, aussag und urgichten durch vil ungereimpte weg zu benichtigen enthalten, dann zudeme, daß solchs ungereimpterc weiß und allein mit plossen worten von ime beschehen, so ist leichtlich zu erachten, zu waß verdacht und argwan er dadurch eur ksl. Mt., uns und sonsten meniglichen unpartheischen ursach gibt und gegeben hat. Und ist eben whar, daß wir noch zur zeit bei euer ksl. Mt. wider Hg. Heinrichen nichts gebetten, sonder unser bit und suchung dohin gestalt, dieweil Hg. Heinrichs ampleut und dienner, als nhemlich der amptman zu Wolffenbutel, Stauffennburg und Schweinigen, George Gunter, Cristoff von Oburg und andere mer durch so vil mortbrenner, welche eins teils gericht und uff irer besagung gestorbend, auch eines teils noch sitzen und, waß sie einmalh bekannt, nochmals gesteen werden, besagt und beruchtiget, eur ksl. Mt. wolten bei Hg. Heinrichenn die ernste verfugung thun lassen, berurte seine ampleut und diener gefengklich antzunehmen, in eurer ksl. Mt. handen oder an andere unverdechtige ort, da wir und andere gegen dieselben geburlichs rechtens bekommen möchten, zu stellen, und im falh der wegerung aus keyserlicher macht und gewalt selbst verschaffen und bevelhen lassen. Und dieser unser underthenigsten bit und suchung haben wir darneben unsers verhoffens eurer ksl. Mt. rechtmessige, gegrunte und erhebliche ursachen dargethan und furgewendet.

    Dan weil so vil mortbrenner nicht allein in unsern, sondern auch in andern furstenthumben, herschaften und oberkeitten gefengklich eingetzogen, gerechtfertigt und zum tailh noch gefengklich enthalten werden, vhast zugleich uff berurte Hg. Heinrichs amptleute und dienner stymmen und, das sie des angetzogenen erbermlichen mortbrennenß everleger und besteller gewesen sein sollen–e, bekennen, so haben wir je deme wol glauben zustellen oder uffs wenigst aus solcher einhelliger besagungf argkwann und verdacht schöpfen mogen, daß es nicht gar nichts oder ein vergeblich ding und bekenntnus sein muste, und das wir dannocht darauß im rechten grunt so vil fugs gehapt und noch haben, zu bitten und zu suchen, die an so vil orten besagte und beruchtigte amptleute und dienner, damit gegen dieselbigen geburlichs rechtens zu bekhomen, gzu eurer ksl. Mt. handen und rechtfertigung–g gefengklich annehmen zu lassen.

    ŠWir haben auch niemands ichtwas zu verdrieß, beschwerung oder iniurien aufgelegt, wie wir dann auch derwegen offentlich protestirt, sonder allein eur ksl. Mt. pro informatione die urgichten und bekenntnussen der mortbrenner, so in unsern furstenthumben und gebieten gerechtfertigt und zum tailh noch sitzen, auch so hin und wider in andern furstenthumben, herschaften und oberkaitten gerechtfertigt worden und zum tailh noch biß uff diesen heutigen tagk gefengklich enthalten werden, underthenigst furgelegt und zugestelt, sich daraus des grunts unsers ansuchens zu erkundigen.

    Und dieweil dann das mortbrennen so unmenschlich eingerissen und noch teglichs uberhandt nymet, daraus nichts anders dan entlicher verderbe deutsches landes zu gewarten, wir auch und hunserer herrn und oberkeit–h underthannen am meisten damit beschwert und angegriffen werden, so haben wir jhe aus hertzlichem, mitleidendem gemuet, so wir zu unserm vatterland deutscher nation, auch zu unser und der unserni dringenden und unvermeidlichen notturft pillich tragenj, nit umbgeen sollen noch mögen, die ding in allermassen, wie wir deren in erfharung komen und uns zum tailh von andern herrschaften und oberkeiten zugeschickt worden, an euer ksl. Mt. als das oberst haupt underthenigst gelangen zu lassen, und stellen in keinen zweivel, euer ksl. Mt. und alle unpartheischen werden uns des zur pillicheit nicht verdencken. Da auch Hg. Heinrich den undergang und das verderben deutsch landes so ungern sehe kals wir–k, so solte er zu verhutung allerlei verdachts vilmer neben uns oder vor sich selbst gegen seine so weit vermerte, besagte und beruchtigte amptleute und dienner, damit die warheit erkundet und solche unchristliche mortbrenner gestrafft werden mochten, zu geburlicher rechtfertigung trachtenl.

    So haben wir auch eurer ksl. Mt. der urgichten warhaftige copeien, wie die der mortbrenner halben, so bei uns und in andern furstenthumben und oberkeiten gerechtfertigt und zum tailh noch gefengklichen enthalten werden, an uns kommen, underthenigst zugestelt und daran nichts verandert, wissen auch die im falh mder notturft–m, wie geburlich und recht, zu stercken, daraus euer ksl. Mt. allergnedigst werden abtzunehmen haben, ob die ubergebene urgichten nichtig, erdicht, unwarhaftig und unrechtmessig seien oder nichtn. Das aber etzliche mortbrenner in gutlicher und peinlicher frage außgesagt und Šberichtet, der bapst und Hg. Heinrich solten das gelt auslegeno, daß haben wir nicht erdichten konnen, auch davon nicht mer gewust, dann so vil wir aus solchen aussagen, urgichten und bekenntnussen vermerckt und befunden. So haben wir an berurten urgichten nichts verandern sollen noch wollen, und mag Hg. Heinrich solche auflage gegen den mortbrennern, die inen und den bapst besagt, ausfhuren. Derwegen so thut uns auch Hg. Heinrich mit hochster unwarheit ufflegen, alß ob wir inen bei eurer ksl. Mt. boßlich, felschlich und unwarhaftiglich aus geschopftem, neidigem, hessigem gemuet angegeben und zu verunglimpfen understanden, dieweil wir die ding wider erger noch besser gemacht, dan der gerechtfertigten mortbrenner und derjhenigen, so noch sitzen und gefengklich enthalten werden, urgichten und bekenntnussen mitbringen. Es wirdet sich aber aus verleihung gotlicher gnaden, wer die hauptsacher, anrichter und stifter sein, mit der zeit woll finden und außweisen.

    Wir haben auch Hg. Heinrichen wider got, ehr und recht nichts zugemessen, wie er seiner gewonnheit nach mit unwarheit redet, sonder schlechts und einfeltig der gefangen und zum tailh gerechtfertigten mortbrenner urgicht und bekenntnus eurer ksl. Mt. zum treulichsten vorgelegt, daraus euer ksl. Mt., wie weit ein ider des mortbrennens verdacht aber [= oder] nicht, wolh werden zu schliessen haben. Dann das wir inen als unsern widerwertigen angegeben und benannt, des haben wir aus seinenp gegen etzlichen unsers tails religionsverwanten stenden in vil weg gepflogen handlung gute und bestendige ursach gehapt und noch. So erscheinet auch nuemer, weil er, seiner besagten und beruchtigten dienner und amptleute so weit vermerte unthatten selbst zu schutzen und zu vertaidingen, uff sich genohmen, der verdacht, warumb er unß gegen dieselben zum richter unleidlich, so vil clerer. Das er aber ausserhalb Sachssenn und Hessen mit den religionsverwanten nichts in ungutem will zu thun gehapt haben, das mage qer seine thättliche–q handlungen, ein zeit her und sonderlich in stehender eurer ksl. Mt. suspension gegen die stedt Braunschweig und Goßlar geubt, besagen lassen. So ist es vilenr im reich deutscher nation wissentlich und haben eur ksl. Mt. sonder zweivel derwegen albereit durch ire in sonderheit dartzu verordente comissarien guten, bestendigen und notturftigen bericht entpfangens.

    So steeth auch das ermessen und richten nit bei Hg. Heinrichen, sonder bei eur ksl. Mt., allen ehrliebenden und unpartheischen, ob wir die besagte Hg. Heinrichs amptleute und dienner mit gefherlichen und ungewissen dingen Šbeschwert und angeben haben oder nicht. Wir stellen aber in keinen zweivel, ein ider verstendiger, da ime so manichfaltiger, an underschiedlichen orten und stellen eingetzogener mortbrenner gleichformige urgichten und bekenntnussen vor augen khomen, werde daraus eben die vermutung, argwann und verdacht nehmen, welchen wir in gleichnus geschefft [sic!] haben.

    Das aber der landgrave und seinesgleichen Hg. Heinrichenn und seine underthannen, auch andere stende mit gefherlichen, ungewissen, sorglichen und unredlichen dingen beschwert haben solt, daran redet Hg. Heinrich ane zweivel seinen willen, wirdet es mit grunt und bestant nit ausfhuren mugen, tsonder der landgrave wirdet dartzu ane zweivel geburliche und ehrliche antwort wol zu geben wissen. Zudeme, so ist solchs aus seiner L. und fstl. Gn. ausschreiben, auch, wie sein fstl. Gn. sich mermals hat vernehmen lassen, in den handlung vor den beiden Kff. Trier und Pfaltz als underhendlern, auch vielen chur- und fursten und sonderlich den buntsgesanten zu Wormbs aufm tag gnugsam [ver]antwortet und angezeigt, daß seine fstl. Gn. in Dr. Packs handlung ime nicht allein geglaubt, sondern vilen andern antzeigungen, so darneben gewesen sein–t. Dan obwol gesagt wirdet, daß es mit peinlichen fragen ein gefherlich und sorglich ding sei, so ist doch nicht glaublich, daß so vil mortbrenner und ubelthetter, so mer dann an einem orth zu heften bracht, die auch nit beieinander gewesen noch einander gekant haben, daß man gedencken konnte, sie hetten sich semptlich, auf imandes solche anstiftung und bestellung zu legen, verainigt und darzu von underschiedlichen bestellungen meldung gethann, in iren aussagen und urgichten also einstymmig und concordes sein solten, uquestioni enim non semper nec tum cumque fidem adhibendam constitutionibus declaratur–u, zudeme das auch ein grosser tailh der benannten mortbrenner ane alle peinliche frage in der gut ire bekenntnus gethann und den andern gleichformige aussage von sich verlautten lassen.

    Und obwolh Hg. Heinrich furgibet, die gerechtfertigte mortbrenner haben unsers abtrunigen lebens halben ire straff leiden mussen und das Got solchs uber uns verhenget, so konnen wir doch nicht glauben, das er bei unserm hergot im rath gesessen, do solche urteil uber uns gangen, hette sich auch pillich, Got in sein gericht zu greiffen, enthalten. Aber hinwider, do einer die gedancken fasset, dieweil Hg. Heinrich sich so sehr engstiget und bevleissiget, seine besagte und beruchtigte amptleute und dienner des bestelten und versolten [= besoldeten] mortbrennens zu entschuldigen, vso solte ime pillich unbeschwerlich sein, dieselbigen unser bit nach in eurer ksl. Mt. handt zu stellen, ire schulde und unschuldt vermoge der recht außzusteen–v. So seint wir auch der hoffnung, ŠGot der almechtig werde solch unerbar, unchristlich mortbrehnnen uneroffentw nicht hingeen lassen und die rhuten, damit er uns Hg. Heinrichs meinung nach straffet, zurbrechen und kurtzlich in das feuerx werfen.

    Das auch aus den vorgelegten urgichten wider Hg. Heinrichs amptleute und dienner gnugsame indition, argwann und vermutung des beruchtigten und an so vil orten begangenen mortbrants zu befinden, das wollen wir uns euer ksl. Mt. und alle unpartheischen besagen lassen. Dann, wan bereit die ubergebene inditia, wann ein ides in sonderheit vorgenohmen und examinirt, zu dem gefengklichen einziehen oder peinlichen fragen nicht gnugsam, dannocht da so vil indicia und so vil mortbrenner gleichformige aussage und bekenntnus zusamenkhommen, so mussen sie gewißlich etwas wircken und zu deme, daß wir bei eurer ksl. Mt. underthenigst gebetten, gnugsam sein, zuforderst, dieweil gemelte, besagte Hg. Heinrichs amptleute und dienner etliche sonsten und anedas eines boßen geruchts, wie solchs am tag und die goßlarischenn purgationartickel, auch die thatten, gegen dem Bf. von Hildeßheim geubt, gnugsam yzu erkennen–y geben.

    Das aber die peinliche verhör wider die thetter, wie sich zu recht geburet, nicht solte furgenohmen worden sein, daß wirdet sich, ob Got wilh, wann gemelte Hg. Heinrichs amptleute und dienner zu gefengknus bracht und wir gegen dieselbigen zunser vorigen bith nach gleichmessig und unpartheisch recht erlangen und bekhomen mogen, vill anderst befinden–z. Wollen auch uff den falh, die urgichten in rechter und bestendiger forme wol furzubringen, wissen. Dann das wir in unser nechster ubergebener supplication eurer ksl. Mt. allein einen außzug zustellen und uberantworten lassen, daß ist auß den ursachen, darbei angehangen, und, damit euer ksl. Mt. mit langem verleßen nit dorften bemuhet werden, beschehen.

    So ist es auch aaane allen grunt-aa, das die gefangene in sonderheit auf Hg. Heinrichenn und seine verwante solten befragt worden sein, dan daß widerspilh soll sich mit warheit, do wir gegen die besagten recht bekommen mogen, auß gemelter armen menschen aussage und bekenntnus und sonsten wol erfinden. Und darumb so ist unß wenig daran gelegen, wie vil glaubens Hg. Heinrich den ubergebenen außzugen zu geben weiß oder nicht, dann wir inen disfals zu keinem richter gesatzt noch leiden konnen.

    Und wiewol Hg. Heinrich sich understeet, die urgichten in vilh wege zu taddeln, zu benichtigen, der mortbrenner urgichten und bekenntnussen uncreftig zu bereden, so hette er doch pillich bedencken sollen, dieweil er gegen seine besagte amptleute und dienner gerne richters stat halten wolte, wie ime, solchs zu thun, hat geburn mögen. Wir sind aber nit bedacht, uns derwegen mit Hg. ŠHeinrichenn in einiche disputacion einzulassen oder zu begeben, sondern da Hg. Heinrichs beruchtigte und angegebene ambtleute und dienere zu euer ksl. Mt. handen oder sonsten an die orth gestellet, da wir und andere gleichmessig und unparteilich recht gegen sie erlangen und bekommen mugen, so wollen wir, die vorgelegten urgichten und bekantnussen dermassen zu stergken und Hg. Heinrichs itzigab ungegrundte glosirung also abzuleinen, wissen, daraus euer ksl. Mt. und menniglich befinden sollen, das wir zu der gefengklichen eintzihung berurter Hg. Heinrichs ambtleute und diener genugsame indicia, argwann, auch enthebliche ursachen gehabt, darauf ferner zu beschehen, was recht istac. Dann obwoll nit alle mordbrenner zugleich auf die angegebene Hg. Heinrichs ambtleute und diener stimmen, so ist doch aus derselben aussage so vil zu befinden, das vhast alle schiftung, bestellung und vorlegung angetzeigts mordbrennens in und ausser Hg. Heinrichs landen oder jhe nit weit darvon beschehen, zudeme, das gleichwoll der andern mordbrenner so vill seind, welche die bestellung und vorlegung berurts mordbrennens auf gemelte Hg. Heinrichs ambtleute und diener besagen, das ein ider unparteyscher daraus genugsame indicien, argwan und vermutung zu schepfen, das sie billich gefengklich eingetzogen und auf bemelte urgichten ferner wider sie wie geburlich vorfharn werde. So haben wir die dorfer und mordbrenner oder derselbten besteller, auch wo die besessen und angenhomen, nit anders tauffen oder benennen konten, dan wie sie durch die rechtfertigten mordbrenner und diejhenigen, so noch sitzen und gefengklich enthalten werden, angegeben, besagt und benent worden. Und erscheinen gleichwoll aus vilgemelter mordbrenner urgichten und aussagen so vill gleichstimmiger und concordierender bekentnussen, daraus euer ksl. Mt. und meniglich unparteisch wider gemelts Hg. Heinrichs ambtleute und dienere genugsamer argwan und indicien nit allein zu gefengklichem eintzihen, sondern auch zu peinlicher frage zu befinden haben. Darumb Hg. Heinrich von unnodten gewest, sich so mergklich zu engstigen, wie er die furbrachten urgichten widerwertig, ungewis und nichtig bereden mogead.

    Und ist weder ein pockischer noch stirischer funde oder furgeben, das man die ewangelische stende brennen und, so das geschehen, ein tzug vorgenhomen werden soll, sonder aedurch viel mordbrenner also bekant, welche-ae darauf bis in iren tod vorharret und bestanden, und etliche, so noch gefengklich enthalten, Šaussagen und bekennen, afderwegen unserm oheim und gnedigen hern, dem landgraffen, noch uns gar nichts auftzulegen ist-af. So gibt uns auch wenig zu schaffen, wivil gelds der babst zu Hg. Heinrichs angegebener, vormeinter christlichen bundnus erlegt haben solle. Das aber etliche mordbrenner aussagen, das der babst und andere cronen zum mordbrennen ausgelegt, das haben wir unther nhamen der mordbrenner nit unerfintlich vorgegeben, wie uns Hg. Heinrich mit unwarheit zumisset, sonder schlechts und einfeltig der mordbrenner urgichten und bekentnussen eurer ksl. Mt. underthenigst vorgelegt. Darumb so muge es Hg. Heinrichag gegen den besagernah verantworten und ausfhuren.

    Das aber die von Einbeck Heinrichen Digken gewalt und unrecht gethan und das er alles widderruffen, wirdet sich aiane zweiffel-ai mit grund nit erfinden, ajist auch nicht glaublich, das die von Einbeck, so sie solchs vornhomen, wider denselbigen dermassen procediren lassen hetten-aj und, da sich euer ksl. Mt. desselbten aussagen und bekentnussen und, warauf er vorharret, bey denen von Einbeck erkunden werden, wirdet das widerspiell leichtlich zu vormergken sein. So glauben wir auch nicht, das die von Einbeck imands aus den besagten entschuldigt hetten. Des sein wir aber woll bericht worden, das Hg. Heinrich ungeferlich mit 80 pferden vor Einbeck furubergetzogenak und einen burgermeister vor das thor fordern lassen, ime angetzeigt, er horte, das die gefangene etliche der seinen besagen theten, und mit vilen bedraulichen worten und geberden wissen wollen, was er darvon sagte. Darauf der arme, erschrogkene mhan mochte gesagt haben, er wuste niemands nichts auftzulegen. Haist nun dis ein entschuldigungal, das stellen wir in eurer ksl. Mt. gnedigst bedengkenam.

    Das wir auch Hg. Heinrichenn und die seinen fur mordbrenner wider Gott, ehr und recht solten ausgeschrien haben, daran thut er uns seiner gewanheit nach ungutlich, wirdet es auch mit bestandt und warheit nit beybringen mugenan. Und hat die meynung nit gehabt, da wir von dem gemeynen, offentlichen Šgeschrey, so wider die besagte Hg. Heinrichs ambtleute, underthane und diener im reich deutzscher nacion erschollen, vormeldung gethan, das wir darumb von den urgichten abgewichen, sonder zu mherer stergkung angetzogen, und haist, ubi singula non prosunt, multa collecta juvant. Und wenn bereit der Kf. zu Sachssenn etc. in seinem ausschreyben von solchem offentlichen geschrey keine erwenung gethan, so were es doch ane das so haimlich nicht, die kinder auf der gassen davon zu reden.

    Das aber Hg. Hainrich seiner gewanlichen unart nach uns vor seine widerwertige feindt und als die, so sich von dem waren, alten, christlichen glauben abgeworfen, hereticos, eigensinnige und, die inen nicht infamirn, denunctiirn oder beruchtigen konten, angibt, daran thut er uns ungutlich. aoEs ist auch noch nicht erwisen noch, wie sich geburt, erkennet und ane allen zweiffel nymmermher bewisen noch erkant werden, so wirdet er-ao selbst vor einen abtrunnigen ketzer und verfolger der waren und rechten, christlichen kirchenap, bis solang er gemelte seine unwarhaftige betzichtigung und ertichtung wider uns ausfhure, aqgeachtet und gehalten werden-aq.

    So mogen wir auch noch in warheit sagen, das wir euer ksl. Mt. der dinge halben felschlich nicht suggerirt, sonder schlechts und treulich aus hertzlichem, mitleidendem gemut so viler armer, verbrandter und ermordter leute und in befharung des undergangs deutzscher nacion euer ksl. Mt. die urgichten etzlicher mordbrenner underthenigst zugestellet, dann euer ksl. Mt. als ein loblicher und hochvorstendiger, gutyger und milder kaiser haben leichtlich zu erachten, da solchem unchristlichem und unmenschlichem mordbrennen durch geburliche wege und straff nit begegentar, sonder weiter einreissen wurdeas, das es nicht allein zu vorderb deutzscher nacion, sonder auch zerruttung vieler obirkeit Šund zu entlicher bewegung des gemainen mannes gereichen wolte, darumb wir auch in keinen zweiffel stellen, euer ksl. Mt. werden die dinge weiter, dan Hg. Heinrich mit vordegkten und vorblenten worten [euerer] ksl. Mt. gerne einbilden wollte, allergnedigst bedengken und ahn geburlicher volstregkung nit mangel sein lassen.

    Das aber der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen imandes auf Hg. Heinrichen und die seinen solten hertiglich haben peinigen lassen, das wirdet von ime erticht und mit warheit nit mugen darbracht werden und befindet sich aus dem einhalt der ubergebenen urgichten, das die meisten mordbrenner, so Hg. Heinrichs ambtleute und diener besaget, nicht under dem churfursten oder Lgf. zu Hessen gefengklich gesessen oder befragt worden, sonder under andern herschaften als Maintz etc., Brandenburgk etc. und andern orten.

    Wie weith und hoch auch Hg. Heinrichs zu Wolffenbuttell und andere seine besagte ambtleute und dienere des besagten mordbrennens und anderer thaten vordechtig und beruchtigt, das ist aus der vorbrachten mordbrenner aussage, den goslarischen purgacionartickel und aus gemeinem gerucht leichtlich zu vormercken und sol sich noch weiter ausweisen und befinden, wan uns und andern gegen dieselbten unserer vorigen beschehenen bit nach geburlichs und unparteisch rechtens vorstatet wirdet. Das aber die von Goslar noch zur zeit auf ire ubergebene purgacionartigkel am chammergericht nichts erhalten, das ist nicht seiner ambtleut und diener frumkeit schult atund bisher der von Goslar hochste clage gewesen, und het man der reichsordnung nach procedirt, so were es nicht vonnodten zu clagen, sondern itzt in einem andern stande-at.

    Das aber Hg. Heinrich weiter vorgibt, wann ein ubeltheter uff einen bekant, das der richter demselben nicht glauben geben soll, das auch genugsame antzeigungen mit zweien guten zeugen bewisen werden sollen, solchs auhat als obgemelt seinen vorstand-au. Dann obwoll im rechten ein regel sein magk, das den mishendlern, so auf andere bekant, nit alwegen glauben zu geben, so hat doch solche regel viel abfelle, in welchen der mishendler besagung stadthat und dem glauben gegeben wirdet, als nemlich mit mordern und in denen fellen, da gemeines landes wolfart angelegen. Auch wo mishandlung sein, die einer allein nicht ausrichten, sondern geselschaft haben muß, in denen velhen, wo die mishendler auf ire gesellen und mithelfer bekennen und sonsten etwa vormutung zu solchen bekentnussen vorhanden, so ist es ein genugsam indicien nicht allein zu gefengklichem eintzihen, sondern auch zu peinlicher frage. Und dieweil dann die angetzogene mordbrenner mit mordbrennen und solchen hendlen umbgangen, daran gemeines landes wolfart gelegen, auch ane besteller, anschifter und mithelfer nicht haben konden ausgericht werden, so wirdet sich Hg. Heinrich von Braunschweig nun selbst zu entschlissen haben, Šob den besagern wider seine ambtleute und diener glauben zu geben sey oder nicht.

    avDie urgichten aber, so der landgraffe antzeigen lassen hat, dienen dartzu, das sie seine diener in andern sachen mher vordechtig machen, zu dem ende sein sie auch einbracht und das mhan daraus erkennen muge, was fur ein regiment des orts sey-av.

    Aus deme allem haben euer ksl. Mt. allergnedigst abtzunhemen, das wir Hg. Heinrichen und die besagte seine ambtleute und diener bey euer ksl. Mt. wider boslich, felschlich noch unwarhaftiglich eingetragen, vormheret oder vorungelimpft, wie uns Hg. Heinrich selbst boslich und felschlich andichtet, sonder auf genugsame, vorgewandte indicien, argwhann und vordacht, dann da seind viel mordbrenner, die albereit gericht und ire straff entpfangen, die auf gemelten iren urgichten und bekentnussen bis in iren tod vorharret und bestanden. So werden ir auch noch ein grosser teil gefengklichen enthalten, die es Hg. Heinrichs besagten ambtleuten und dienern woll gegenwertiglich und under die augen sagen werden. So haben wir uns auch in unser ersten beschehenen antzeige auf andere urgichten, aussagen und bekentnus beruffen, welche euer ksl. Mt. bey den Kff. Meintz etc. und Brandenburgk etc., auch bey denen von Northausen, Northeim, Einbeck und andern mher leichtlich werden zu erlangen haben, dawider der hertzog nit wirdet sagen konnen, das an denselbten orten imandes auf inen oder seine besagte ambtleute und diener in sonderheit befraget oder gepeiniget worden sey. Da auch uns und andern wider berurte Hg. Heinrichs ambtleute und diener unparteylichs rechtens vorstatet, soll sich woll erfinden, wer schuldig oder unschuldigk zur pilligkeit angegeben und vormheret oder nicht. So seind wir auch einem idern derwegen zu recht genugsam besessen. So lassen wir auch der mordbrenner urgichten, die wir euer ksl. Mt. underthenigst vorgetragen, und anderer mordbrenner bekentnus, davon oben vormeldung beschehen, besagen, woher und aus welchem landt alles mordbrennen angestiftet, bestellet und vorsoldet wirdet.

    Was glaubens auch Hg. Heinrichs diener seind, gibt uns wenig zu schaffen, allein das wir inen awwarhaftige reue-aw und buß und einen guten, christlichen glauben wunschen. Aber von irer fromkeit haben wir sonsten nit viel gehort und lassen die gerechtfertigten mordbrenner und, so noch gerechtfertigt werden sollen, auch die goslarische purgacionartigkel solches alles besagen.

    Uns wirdet auch durch Hg. Heinrichen mit ungrund zugemessen, das wir inen und die seinen wider Gott, ehr und recht an gerucht, nhamen und leumut angegriffen und, das wir der beweisung niderfellig worden sein, so wir doch disfals nichts gethan, gehandelt noch vorgenomen, dann was uns die kayserliche und andere beschriebene recht, so in hochster erbarkait ergrundet, Šselbst leren. Der sich aber ordentlichs rechts gebraucht, dem mag mit grund und warheit nit aufgelegt werden, das er darmit imands wider Got, ehre oder recht beschwere. Und wie haben wir einicher beweisung Hg. Heinrichs berumen nach niderfellig werden können, dieweil uns noch zur zeit uber die vorgelegte urgichten keine andere vonnodten gewesen, uns auch keine aufgelegt worden. Da uns aber kegen bemelten Hg. Heirnichs ambtleuten und dienern geburlichs und unparteylichs rechtens vorstatet, soll sich woll erfinden, wie es umb die beweisung gelegen. Darumb es auch noch viel zu zeitlich von uns erstatung, kar[= Ersatz], wandel [= Bußgeld] und abtragk zu fordern. Hg. Heinrich eilet zu seher zur krippen, stehet villeicht in sorgen, da uns wider seyne besagte ambtleute und diener geburlichs rechtens vorstatet oder euer ksl. Mt. wurden ex officio auf die ubergebene urgichten procedirn, das alsdan gemelten seinen ambtleuten und dienern mher straff dann abtragk zu gewarten. Das sich aber Hg. Heinrich am ende seiner schrieft mit vielen prechtigen, pochenden worten, auch mit aufsagung seins glaits zur antwort zu stehen, sich erbiten thut, were ime ane nodt gewest, dieweil wir inen noch zur zeit nicht beclagt, dan da wir inen zu beclagen willens sein werden, wollen wir, geburliche wege zu treffen, wissen. Solte er auch alle seine handlungen und beclagungen mit der hand hinausfhuren, wurde er nit wenig zu schaffen haben.

    Derhalben so gelangt nochmals an euer ksl. Mt. unsere underthenigste bit, euer ksl. Mt. wollen, ungeachtet Hg. Heinrichs undinstlichs geschwetzes und untzeitigs vortheidings, die ernste vorfugung thun lassen, damit die besagte Hg. Heinrichs ambtleute und diener lauts unser negsten bit gefengklichen angenhomen, in euer ksl. Mt. handen oder andere unvordechtige ort gestalt, wir und andere gegen dieselbige geburlichs rechtens bekommen mugen oder wider dieselben aus kayserlicher macht, damit dem so weit eingerissenen, unchristlichem mordbrennen mochte gesteuret und geweret werden, selbst procedirn und vorfharn lassen, dann das wir wider die besagte ambtleute und diener vor Hg. Heinrichen, der sich durch seinen gethanen, vormeinten gegenbericht albereit zum part gemacht neben andern vordechtigkeiten, recht suchen und gewarten solten, were uns nicht gelegen, konten uns des auch nicht schuldig achten und bey euer ksl. Mt. nit zu vordengken. Euer ksl. Mt. wollen hirinnen ir kaiserlich ambt scheinen lassen. Das wirdet Got dem almechtigen ein gefellig, beheglich und deutzscher nacion ein nutze und bequeme werck sein. So seind wir, es umb euere ksl. Mt. in hochster underthenigkeit zu vordienen, gantz willig bereit und thun uns euerer ksl. Mt. himit underthenigst bevelhen.

    « ŠVIII,2c Auseinandersetzung zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel einerseits und Lgf. Philipp von Hessen und Kf. Johann Friedrich von Sachsen andererseits »

    «Nr.258 Eingabe Hg. Heinrichs an den Kaiser contra Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 10 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 140r–141v (Kop.); AV fol. 141v: Furtrag, supplication, bit und erbiettung, so der durchleuchtig, hochgeborne furst und herr, H. Heinrich der junger Hg. zu Braunschwig und Luneburg etc. vor der röm. ksl. Mt. in beisein vieler Kff., Ff. und stende des hl. reichs zu Regennspurg uff gehaltem reichstag am zehenden tag Junij anno etc. 41 wider beider chur- und fursten Sachssenn und Hessen gethann und ubergeben hat. Copei der schrift, damit Hg. Heinrich von Braunschwig an ksl. Mt. gelangt, wider Sachsen und Hessen, 1541.

    B  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 166r–168v (Kop.); AS fol. 166r: Furtrag, suplication, bit und erbiettung, so Hg. Hainrich von Braunsweig vor der röm. ksl. Mt. und etlichen stendn des reichs wider beede chur- und furstn Sachssen und Hessen gethon und ubergeben hat; AV v. a. Hd. fol. 166r: Ligt auch ein abschrift bey Braunschweig lit. A.

    C  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 580r–581v (Kop.); AV fol. 581v gleichlautend wie in A, mit dem Zusatz: Am vierdten tag darnach ist der landtgraf vom reichstage hinweggetzogen und hat kein antwort hierauf gethan.

    D  koll. Straßburg AM, AA 496a, fol. 181r–183v (Kop.); DV fol. 183v gleichlautend wie AV in C einschl. des unter C angeführten Zusatzes; außerdem ebd. AV v. a. Hd.: Suplication und furtrag, Hg. Heinrichen von Brunßweig ubergeben und gethan zu Regenspurg.

    Druck: Hortleder, Der Römischen Kaiser- und Königlichen Majesteten, [...] Handlungen und Außschreiben von Rechtmässigkeit, Anfang, Fort- und endlichen Außgang deß Teutschen Kriegs [...] vom Jahr 1546 biß auf das Jahr 1558, [...] Gotha 1645, 4. Buch, Nr. XXXII, S. 1632–1633.

    Eur ksl. Mt. haben auß meinem mermals an eur ksl. Mt. beschehen muntlichen und schriftlichen, underthenigsten anbringen gnediglich vernohmen, wie gar an [= ohne] allen grundt und wider die warheit mich der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessenn in vil wege zu schmehen understanden und manichfaltiglich an meinen ehren antasten, auch mich dohin verursacht und gedrungen, daß ich nicht umbgeen mugen, zu meiner warhaftigen entschuldigung etliche schrift in druck außgeen zu lassen, daß ich, wann ich nicht so gar uberflussig darzu benottigt, dem furstlichen nhamen zu ehren vil lieber umbgangen haben wolt. Und wiewol ich mich auf eur ksl. Mt. gnedigst an mich beschehen gesynnen alhie alles gegen- und widerwertigen schreibens enthalten, so wirdet doch von gemelten meinen widerwertigen, ungeacht, das sie in euerer ksl. Mt. glayt alhie seint, nichts underlassen, sonder understeen sich unaufhorlich, Šmich bei eur ksl. Mt. und offentlich mit aller unwarheit noch hocher zu schmehen und unehrliche sachen aufzulegen, die sie sich auch wider mich zu erweisen und briff und sigel derhalben furtzulegen vilfeltiglich, wiewol ane grundt, berhumen und vernehmen lassen, das irem habenden glait, auch euerer ksl. Mt. verordnung und bevelch großlichen zuwider und mir zum hochsten beschwerlich, mit stilschweigen zu gedulden. Kan auch meiner ehren notturft nach nicht underlassen bei euerer ksl. Mt. mich des in aller underthenigkeit zu beclagen. Und dieweil ich verhoff, euere ksl. Mt., auch alle Kff., Ff. und stende des hl. reichs haben mich in den ehren erkannth und in meinem ausschreiben befunden, daß mir die schmelichen zulage durch gedachte meine widersacher wider Got, ehr und recht mit geschepftem neid, hessigem gemut und aller unwarheit, auch mer dan gantz unrecht beschehen, will ich dieselben hiemit wider erholen, euere ksl. Mt. in aller underthenigkeit bittend, sie wollen sich zu keinen ungnaden gegen mir bewegen lassen, der widdersacher ausschreiben und anbringen, sovil zu verletzung meiner ehren und guten geruchts verstanden werden mag, keinen glauben geben, sonder fur ein falsch gedicht und die lauter unwarheit, wie es an im selbst ist, halten und an dem, so ich hievor dargegen geschrieben, auch ob itziger meiner entschuldigung keinen zweivel tragen und haben. Dann ich wil mit hulf des almechtigen, daß alles, alß einem ehrlichen, fromen fursten zusteet, vor eur ksl. Mt., auch Kff., Ff. und stenden des reichs verantworten, vertheidigen und mit ehren erhalten.

    Damit aber eur ksl. Mt. noch imandes anders nicht gedechten, das ich der handlung scheuch truge oder willens were, die in vertzug oder lengere disputation zu bringen, so bin ich urbuttig (wann euere ksl. Mt. mergedachte meine widersacher vermugen, daß die euerer ksl. Mt. itzt habent glait von sich thun und desselben begeben, auch wie ich frei ane gleit steen, zu solcher notturft ich mich eur ksl. Mt. vorbeschieds, der gulden bulla und aller guthat, die mir sonst geburn mochten, wilh begeben haben), auf itzigem reichstag ane einichen vertzug inena zur antwort zu steen, alle rechtliche und gutliche verhör, handlung, erkenntnus und derselben execution zu gedulden oder mit meiner handt, wie sich geburt, außzutragen, wie ich mich dan versehe, euere ksl. Mt. dieselbig meine widersacher und, daß sie ire vermeinte beclagung thun, auch die angetzogen briff und sigel furlegen und wie recht gegen mir alles irem berhuemen nach volfharn, vermogen wolten. Und bin gantz trostlicher, underthenigster hoffnung, euere ksl. Mt. noch imandes anders werden uber diß mein ehrlich, rechtmessig und uberflussig erbieten meinen widersachern mit irem unwarhaftigem schmehen und schenden weiter kein gehor geben, sonder solchen iren unverschempten mutwillen abstellen und die handlung wie vorgemelt erledigen und zum außtrag komen lassen. Daß umb euere ksl. Mt. in aller underthenigkeit zu verdiennen, will ich ungespart meines leibs und vermugens alle tzeit willig sein, euerer ksl. Mt. mich darauf underthenigst bevelhendt.

    «Nr. Š259 Eingabe Lgf. Philipps von Hessen an den Kaiser – Regensburg, [1541 nach Juli 15]1 »

    Marburg StA, PA 578, fol. 153r–159v (Kop.)2.

    Druck: Hortleder, Der Römischen Kaiser- und Königlichen Majesteten [...] Handlungen und Außschreiben von Rechtmässigkeit, Anfang, Fort- und endlichen Außgang deß Teutschen Kriegs [...] vom Jahr 1546 biß auf das Jahr 1558 [...] Gotha 1645, 4. Buch, Nr. XXXIV, S. 1637–1639.

    Wenige Tage nach seiner Ankunft auf dem Reichstag hat der Kaiser verfügt, dass er und Hg. Heinrich von Braunschweig während des Reichstages keine Streitschriften gegeneinander publizieren sollen, und ihm mitgeteilt, dass Hg. Heinrich darin eingewilligt habe. Er hat trotz all seiner ungelegenhait und beweglichen ursachen dem Folge geleistet. Hg. Heinrich aber hat seine Zusage gebrochen, indem er böswilligerweise eine gedruckte Schrift hat verbreiten lassen. Mit seiner Verhaltensweise bestätigt Hg. Heinrich die Vorwürfe, die er, der Landgraf, ihm zur Verteidigung seiner Ehre in seinen gedruckten Schriften gemacht hat, und verstößt unter Missachtung des Kaisers gegen den von diesem verfügten Stillstand. Er hat sich damit straffällig gemacht. Hofft, dass der Kaiser Hg. Heinrich entsprechend behandelt.

    Hg. Heinrich hat ihn durch seine Publikation gezwungen, sich öffentlich zu rechtfertigen. Zweifelt nicht, dass der Kaiser seine Reaktion versteht. Hg. Heinrich bezieht sich auf seine am 10. Juni in Regensburg übergebene Supplikation gegen ihn und den Kf. von Sachsen und fügt dem hinzu, er, der Landgraf, sei vier Tage später, ohne dazu Stellung zu nehmen, abgereist. Mit dieser Bemerkung will Hg. Heinrich den Anschein erwecken, als sei er zur Gegendarstellung nicht imstande gewesen und seien deshalb seine Vorwürfe gegen Hg. Heinrich widerlegt. In Wahrheit hat er es nicht daran fehlen lassen, diese Vorwürfe zu begründen. Kurz nach seiner Ankunft in Regensburg hat er den Kaiser entsprechend unterrichtet und sich erboten, die nötigen Beweise zu liefern. Er hat dem hinzugefügt, der Kaiser könne auch aus seinen bisherigen Druckschriften die Untaten Hg. Heinrichs entnehmen. Das übrige könne er ebenfalls glaubhaft dartun. Wenn der Kaiser eine Untersuchungskommission einsetze und deren Bericht erhalte, werde er daraus ersehen, was Hg. Heinrich für ein Mann sei.

    ŠDer Kaiser hat dies alles zur Kenntnis genommen und ihn gebeten, während des Reichstages keine neue Druckschrift ausgehen zu lassen und ihm das weitere Verfahren anheimzustellen. Während des Reichstages hat er Pfgf. Friedrich, de Praet, Naves und Gerhard [Veltwyck] gebeten, die Angelegenheit beim Kaiser zu fördern, und zahlreiche schriftliche Beweisstücke übergeben lassen. Einen Tag vor seiner Abreise von Regensburg, bei seinem Abschied vom Kaiser, hat er diesen nochmals um Einsetzung einer Untersuchungskommission gebeten. Damals hat der Kaiser eine Eingabe Hg. Heinrichs erwähnt, die er ihm, dem Landgrafen, zustellen wolle und bei seiner Urteilsbildung berücksichtigen müsse. Diese Schrift ist ihm vom Kaiser weder vor noch nach seiner Abreise, sondern vielmehr von anderem Ort zugegangen. Selbst wenn sie ihm kurz vor seiner Abreise übermittelt worden wäre, wäre er ihretwegen nicht länger in Regensburg geblieben. Während des Kolloquiums wäre für eine gründliche Untersuchung auf der Grundlage der dazu nötigen schriftlichen Beweisstücke, Kundschaften und Zeugenaussagen viel Zeit gewesen. Ist wie stets bisher auf die Beweisführung in einer Untersuchung gründlich vorbereitet. Hat darum auch fleißig gebeten.

    Der Kaiser wird sich erinnern, dass er, als Hg. Heinrich den Kaiser beim Vortrag der ungarischen und österreichischen Gesandten ansprach, angefragt hat, ob Hg. Heinrich etwas gegen ihn gesagt habe. Dies hat der Kaiser verneint und mitgeteilt, Hg. Heinrich habe in seinen eigenen Angelegenheiten um Audienz nachgesucht. Als er sah, dass zu einer Untersuchung keine Zeit mehr blieb, hat er um die Verordnung von Kommissaren gebeten, in willen und fursatz, zu bequemer zeit die sachen furzunemen und zu fruchtbarem ende zu pringen. Bittet noch darum. Ist zu gründlicher Beweisführung vorbereitet. Will sich auch dem persönlichen Verhör des Kaisers stellen. Man wird dann befinden, dass er aus Regensburg nicht abgereist ist, um sich der Untersuchung zu entziehen. Will nicht böse Scheltworte gebrauchen, sondern seine Aussagen über Hg. Heinrich überzeugend beweisen3.

    Hg. Heinrich kann die ihn zwingend überführenden Beweise, was Ottenstein, Petershagen, Württemberg, Hg. Wilhelm von Braunschweig4und die tote Jungfrau5betrifft, mit Ehren nicht widerlegen. Ist hierin keinen weiteren Beweis schuldig. Um den Handel mit Dr. Dellinghausen und andere Vorgänge zu klären6, hat er den oben genannten Weg für am besten gehalten. Findet in Hg. Heinrichs Druckschrift kein Erbieten zu konkreter Beweisführung. Hg. Heinrich ist auch bisher jeden Beweis für seine Behauptungen über ihn, den Landgrafen, schuldig geblieben. Wird auch keine Beweise beibringen können. Dass auf seiner Seite die Beweiserhebung ergiebig sein wird, belegen seine Vorbereitungen und sein Gesuch um Verordnung von Kommissaren. Wenn dies gewünscht wird und zeitlich möglich Šist, ist er bereit, seine Räte noch in Regensburg seine Beweise vortragen zu lassen. Behält sich aber vor, dass auch seine Zeugen verhört werden. Wenn jetzt nicht so vorgegangen werden kann, so will er, was ihm möglich ist, nicht unterlassen, so dass man seine Ehrenhaftigkeit erkennen kann. Weiß Kf. Johann Friedrich von Sachsen gleicher Meinung.

    Bittet, die jüngsten Verleumdungen Hg. Heinrichs über ihn und den Kf. von Sachsen nicht zu glauben. Seine Abreise aus Regensburg war unumgänglich notwendig. Der Kaiser ist über die Ursachen ohne Zweifel informiert. Ist der festen Hoffnung, dass Kaiser, König und Stände mit seiner Erklärung zufrieden sein werden. Dankt Gott dafür, dass ihm sein Leben lang etwas Ähnliches wie von Hg. Heinrich mit waigerung des handgebens von einem ehrbaren Menschen noch nicht widerfahren ist7. Beteuert nochmals, dass er nicht aus dem von Hg. Heinrich suggerierten, sondern aus einem dringenden Grund, den er selbst dem Kaiser dargelegt hat, aus Regensburg abgereist ist8.

    «Nr.260 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an den Kaiser – Herzberg, 1541 Juli 24 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 116r–122v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 122v: Copei, was der Kf. zu Sachsen etc. ksl. Mt. wegen Hg. Hainrichs zu Braunschweig hochstrefflich schandschreiben und schmehlich zulag etc. geantwortet etc.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 225 Nr. 102 Bd. 2, fol. 49r–57v (Kop.); ÜS fol. 49r: Belangendt Hg. Heinrichen von Braunschweig1.

    Druck: Hortleder, Der Römischen Kaiser- und Königlichen Majesteten, [...] Handlungen und Außschreiben von Rechtmässigkeit, Anfang, Fort- und endlichen Außgang deß Teutschen Kriegs [...] vom Jahr 1546 biß auf das Jahr 1558, [...] Gotha 1645, 4. Buch, XXXIII. Kap., S. 1633–1636.

    Der hochgeborne mein lieber oheim, F. Wolf von Anhalt, und meine rethe, die ich zu eur ksl. Mt. reichstag gegen Regennsburgk vorordent, haben mir copei einera schrift [Nr. 258] zugeschickt, welche Hg. Heinrich von Braunschweigk, der sich den jungern nennet, euerer ksl. Mt. wider den hochgebornen fursten, H. Philipsenn Lgf. zu Hessen, meinen freuntlichen, lieben vettern und brudern, und mich ubergeben sol haben. Und wiewol die signatur euer ksl. Mt. cantzlei Šmeldet, das die den zehenden tag bJulij–b uberreicht, so ist mir doch diec etwas langsam hernach zukommen, sunst wolt ich mit meiner antwurt nicht vortzogen haben. So ist mir auch kurtz darnach ein abdruck derselben des von Braunschweigs schriftd, daran vorne seine wappen stehen, zugeschickt worden, daraus euere ksl. Mt. gnedigst haben zu vormercken, wie gehorsamlich der von Braunschweigk euerer ksl. Mt. befelh und begerung wider den landtgraven und mich (sich alles widerwertigen schreibens zu enthalten) gelebt hat, edieweil derselbe abdruck aus keiner anderen ursachen dann allein dem landtgraven und mir zu weitterm, hohen schmach und vorcleinerung gefertiget und ausgeschickt ist–e, inmassen er dan, in gleichnus desselben euer ksl. Mt. befelhs unangesehen, balt noch dem anfange vorberurts reichstages seine gedruckte schandbucher wider den landtgraven und mich durch seine darzu vorordente rethe Kff., Ff. und stenden one scheu hat uberantworten, auch sunst andern außteilen lassen, nicht zu kleiner vorachtung euerer ksl. Mt., welche ime darinnen zu vorschonen und anzusehen billich geburt hette, dieweil jha ein ider an dem ort, do euere ksl. Mt. als das haupt aller weltlichen justitz, gerechtickeit und schirms personlich gegenwertigk und sunderlich uf euerer ksl. Mt. reichstagk sich keiner tetlichen vorletzung an ehren ader gut solt zu befaren haben.

    Das ich nun meine warhaftige vorantwortung euerer ksl. Mt., auch vorberurten Kff., Ff. und stenden und sunsten habe widerumb uberantworten, auch ausschicken lassen2, solchs hab ich zu rettung meiner ehren als der gedrungen[e] aus unvormeidlicher notturft, wie euere ksl. Mt. gnedigst zu ermessen, mit keinem fugk umbgehen konnen. Euere ksl. Mt. werden mich auch darumb nicht vordencken noch solchs zu ungutem oder vor ein gleitrur deuten, wie der von Braunschweigk aus parteyschem und neidthaftigem gemutf mir gerne auflegen tette gund darzu–g, als solt ich ine neben dem landtgraven vorursacht und gedr[ungen] haben, das er nicht het umbgehen mugen, zu seiner entschuldigung vorberurte zu Regensburg ausgesprengte und andere seine vorige schmach- und schandtschrift ausgehen zu lassen. Dan domit euere ksl. Mt. glaublich befinden, das er der warheit daran groblich gespart, Šsundern sich unvorschempt, auch des furstlichen namens unverschont ann [= ohne] allen grundt und billige, vornunftige ursachen zu mir genotiget und mich zu gegenschrift und rettung meiner ehren groblich gedrungen, so bit ich undertenigst, euere ksl. Mt. wollen sich nicht beschweren, die beivorwarten des von Braunschweigs schmachmissivenh, die er erstlich an und wider mich allein getani, und, was ich ime darauf geantwurt, zu lesen horen. Daraus werden euere ksl. Mt. jden anfangk und–j grundt und inen in offentlicher unwarheit befinden und, kdar er sich zu mir genottiget, ich auch–k kein lust gehabt, mich mit ime in weitleuftigel schriften zu begeben, wu er nur sein unruiges gemut het ersettigen und zu berurten seinen schmehelichen und vordrißlichen missiven underlassen konnen, m–mich doruber weitter bei den hochgebornen fursten, den churfursten Pfaltz und Brandennburgk und Hg. Ludwig zu Beyernn, meinen lieben vettern und oheimen, semptlich und sunderlich mit ungrundt antzutragen und zu beschweren und, daran abermals unersettigetm, copeyen hin und wider davon außzubreitten, dem landtgraven und mir zu sunderlichemn hoen, schmach und vorkleinerung.

    Dieweil ich mich dann sunsten auf keine briffo meins erinnerns in meinen ehrenrettungen, wider den von Braunschweig furtzubringen, getzogen, so were ime ane not gewesen, auf die furlegung gegen mir pmei[ns] teils–p dergestalt, wie er getann, mitzudringen. Dann er ist der vorlist wol, wie ine menniglicher kennet, qdas er nicht uber alle seine hendel brive und sigil vorfertigen lest, dieselbe seine hendel damit zu belegen. Was aber der landtgraff sich erbotten, vor briff wider ine vorzulegen, nach denselbigen–q solt er ime billich nicht sehr vorlangen lassen, dann euere ksl. Mt. werden bei seiner L. gewislich daran keinen mangel spuren, sundern sein L. dormit gefast und ungescheuet befindenr. Und bin derhalben der untertenigsten hoffnung zu euerer ksl. Mt., die werden sich gegen dem von Braunschweig als einem offentlichen, unleuckbarn, auch uberweisten schmachtichter und als den, welcher diese unruige ding wider mich durch sein landtfridbruchig gleitwegern  uber vorsehung gotlicher, naturlicher Šund aller beschriebenen recht anfencklich vorursacht, mit ernstlicher straff anne solche weitleuftickeit, so der von Braunschweig mehr zu blosser eusserlichen beschonung dann aus einiger wol vortrauenden, gerumbten unschuldt furwendet, also erzeigen, uff das es ime hinfurder ein abscheu und andern ein exempel sey und sich daran stossen.

    Ich het auch leiden mugen, wie anne zweivel mein vetter und bruder, der landtgraff, das er sich gegen euerer ksl. Mt. erclert hette, wie und womit er von uns beiden in euerer ksl. Mt. gleit zu Regennsburgk unnaufhorlich weitter dann, wie obstehet, mit unsern doselbst uberantworten ehrenrettungen und defensiffschriften solt beschwert worden sein. Dann were solche erclerung von ime geschehen, so solt mirs an aufrichtiger vorantwortung tdeshalben auch–t kein mangel gewest sein.

    So wissen euere ksl. Mt. sich gnedigst zu erinnern, das ich derselben zu anfangk irer Mt. reichstags underteniglichu hab antzeigen lassen, als gelangte mich glaublich an, das der von Braunschweigk seiner schandtbucher vil gegen Regensburg geschickt, die er doselbst wider den landtgraven und mich solt ausbreiten wollen. Wo nun dasselbige geschehen und ime darinnen zugesehen solt werden, so wolt meine hohe notturft widerumb sein, wie euere ksl. Mt. selbst kunten erachten, meine warhaftige vorantwortung des orts und sunst dowider auch ausgehen zu lassen, derhalben sich der von Braunschwig billich solt enthalten haben, dem landtgraven und mir gegen euerer ksl. Mt. das aufzulegen, dorume er selbst und am hochsten schuldig.

    Wolt auch gnanter von Braunschweigk unser, der churfursten, fursten, stende und stedte der augsburgischen confession ainungsvorwanten, supplication, die euerer ksl. Mt. des unmenschlichen, teuflischen und hochstrefflichen mordtbrennens halben zu Regennsburgk unlangst ubergeben, gemeint haben, dorinnen nach ertzelung vieler gestrafften mordtbrenner urgichten euere ksl. Mt. untertenigst ersucht und angelangt worden, ein keiserlich und ernstes einsehen zu haben und bei Hg. Heinrichen von Braunschweig ernste vorsorgev zu thun, seine vormerte, argwenige wund besagte–w amtleut und dinerx gefenglich antzunemen und in euerer ksl. Mt. handen zu stellen oder an andere unverdechtige orte, do wir dieses teils stende gegen dieselben geburlich recht bekommen mochten, antwurten zu lassen etc., so ist solche suplication keiner andern gestalt dann aus hoher dringender not und euerer ksl. Mt. als nach Got der hochsten obrickeit ubergeben, wie euere ksl. Mt., auch menniglich leichtlich Šerachten konnen, dieweil das ergangenne mordtbrennen leider vor augen und heutzutage unaufhorlich volstrackt wirdet und wutet.

    Wolte nun der von Braunschweig wol und recht thun und unvordechtig handeln, so were ime bei euerer ksl. Mt. und idermann anne zweivel viel rumlicher, diweil ime euere ksl. Mt. berurte supplication haben zustellen lassen, das er vorgemelter unser dieses teils billichen und rechtmessigen bit mit eintzihung derselbigeny seiner ambtleute und diner stadtgebe und sie in euerer ksl. Mt. hande stellet, dann das er zunser dieses teils bit–z mit obberurten seinen blossen scheinerbieten, auch andern seinen gegen euere ksl. Mt. getanen, ungegrundten furwendungen nur vormeint weitleuftig zu machen.

    Nachdemaa der hochbeschwerliche schade und desselben tegliche vorstehende fhar zu unserm, dieses teils, und unser armen, christlichen undertanen und also nicht des wenigsten teils des hl. reichs deutzscher nationn vorterben dermassen vorhanden ist und noch leider vor augen stehet, das euere ksl. Mt. anne zweivel als ein loblicher keiser mehr dohin tracht und die wege an die handt zu nemen gneigt sein werden, domit solchem unmenschlichemab ubel uffs forderlichst anne weitleuftickeit, wie sich zu recht in solchen acgeschwindesten, sorglichen-ac fellen geburt, grundtlichen gesteuert, der ursprungk desselben erforschet, auch die anschifter, heler, beveler und tetter ernstlich gestrafft werden, dann das euere ksl. Mt. hirinnen vil vorfluchtiges disputirens, redens und arguirens vorstatten werden, inmassen Scipio Affricatius [sic!] vormuge der romischen historien zu dem Cevola sagte: ‚Consul, dum iuris ordinem exacte sequ[itur]‘ etc. Dann ehr [= ehe] mit langwirigen disputation die sachen uff einen weg bracht wurden, so were der schade schon weitter (wo im Got nit selbst werete) beschehen und, obgleich viel straffens darnach furgewandt wolt werden, so wer er doch unherwiderbringlich. Darzu konnen euere ksl. Mt. selbst gnedigst erachten, das admir und meinen-ad vorwandten, wie auch einem iden unser und der unsern schade billich wehtut, auch hoch und schmertzlich zu gemut gehet. Was nun solcher billicher schmertz fur ein trefflich, beschwerlich wesen im reich aeentlich und-ae letzlich kunt erwecken, ist wol zu gedencken.

    So ist auch under diesem euerer ksl. Mt. reichstage mit vorberurtem mordtbrennen nit gefeyert worden. Dann, was etzliche neulich ergriffenaf menschen ausgesagt und des bestellens halben bekannt, das sol zu seiner zeit auch an tag kommen, agzudem, das-ag meine mitverwandten und ich uns neben dem Šaugensichtigen schein und den urgichten der gerechtfertigten allerlei vordechtigs nachdenckens nitah entschlagen konnen, ai[so?] durch euere ksl. Mt. und einen iden unschwer zu vornemen-ai. Dann wie bitter feindt und widerwertig man uns dieses teils ist, zeigen des von Braunschweiges schandtschriften und derjenigen, die ime dorinnen vorwandt sein mugen, clar und gnugsam an. Man schilt uns dorinnen felschlich und unchristlich ‚ketzer‘, domit manaj so viel zu vorstehen gibtak, das keine durchechtigung und verfolgung, die man uns und den unsern heimlich und offentlich zuschieben mocht, zuvil oder unrecht sey. Wo auch auf vorberurte des landtgraven, auch meiner und unser beider mitvorwandten suchung, des von Braunschweigs benante amptleute und diner einzutzihen, durch euere ksl. Mt. vorschafft undal unser undertenigsten suchung und bit stadtgegeben wirdet, so trage ich keinen zweivel, es sol der ding gelegenheit balt weiter an tag brechen und sich darausam befinden, was alsdann euerer ksl. Mt. hoch keiserlichem ampt, weitter anund an allen vortzug furtzunehmen, zustehen wil und sich des armen, christlichen volcks und der unschuldigen jugent, auch witwen und weisen erbarmen. Dann sunst ist in solchen beschwerlichen hendeln leichtlich nein zu sagen. Solchs wirdet auch euerer ksl. Mt. bei Got und aller welt zu hohem keiserlichen ruhm und zu aller keiserlichen wolfart ane zweivel gereichen. Doch wil ich mich durch diese meine antzeigung von den andern meinen mitvorwandten nicht gesundert haben, indeme das sie und ich, wider die vormeinte Hg. Heinrichs von Braunschweigk euerer ksl. Mt. ubergebenne antwurt, das mordtbrennen belangendt [Nr. 256], an euere ksl. Mt. weiter zu gelangen, uns voreinigen werden, untertenigster zuvorsicht, euere ksl. Mt. werden sich darauf und diese meine untertenigste, rechtmessige bitt gnedigst ertzeigen.

    ŠWil dann der von Braunschweigk oftberurt sein hochbrechtig scheinerbieten und auf die ausschreiben, die er wider mich und ich hinwider zu rettung meiner ehren mit warheit wider inen getan, gemeint haben, so weis ich ime beclagtes stadt, wie er vorteilhaftig angibt, mitnichten einzureumen-an. Dann er hat mich unwarhaftiglich, selbtettig ane gericht und recht betzigen und ausgeschrieben, als ob ich unvorwart meiner ehren meine reuter auf ine vorordent in meynung, inen und die seinen an leib, ehr und gut zu beschedigen, aohat auch jhe zun zeitten darangehengt ‚umbzubringen‘ etc.-ao Darauf hab ich mich dermassen vorantwortet, das es mir bei euerer ksl. Mt. und menniglich meins vorhoffens unvorweislichen. Weis und vormeint nun der von Braunschweigk sein unwarhaftiges getichte und, was er wider mich in berurten seinen schandtschriften felschlich angeregt, auch daran gehengt und eingefurt, warzumachen, so neme er an beclegers stadt, wie ime geburt, und lasse sich des vornemen. Und wo das beschiett, so sol durch gotliche vorleihung von mir die antwurt ferner gefallen, daraus euere ksl. Mt. und menniglich befinden sollen, das ich ime, ab Got wil, umb keinen fus brait in allem deme, apdas gotlich und erlich und ich zu recht schuldig ader mir mit recht auferlegt mocht werden-ap, entweichen wil und darzu ann alles gleit, sovil ihn und alle seine vormeinte, unwarhaftige, ertichte ansprachen und anclagen mugen treffen etc. Dann euere ksl. Mt. wissen sich gnediglich zu erinnern, obwolaq der landtgraff und ich unsers selbst und unser religions- und ainungsvorwandten, auch unser theologen, rethe, diner und botschaften halben zu und von dem itzigen reichstage zu Regennsburg umb gleit angesucht, das solchs scheu und forcht halben des von Braunschweigs vormeinten und auf sein L. und mich wider Got, ehr und recht felschlich ertichtette anclagen und forderungen gar nicht, sundern der ursachen halben beschehen ist, die an euere ksl. Mt. vor berurtem reichstage wir beide untertenigst gelangt und euerer ksl. Mt. unvorborgen sein, derhalben der von Braunschweigk des prengigen ansuchen bei euerer ksl. Mt., das ich gemelt geleit seiner ertichten sachen halben von mir thun solt etc., weniger dann gar nicht bedurft hette, dieweil ich mich gotlob keiner beschwerlichen und zu welt rechtigen, strefflichen handlungen schuldig noch zu besorgen weis, arinmassen auch dem von Braunschweigk-ar, seine ertichtungen auf mich zu bringen und weißlich zu machen, sein leben lang unmuglich sein sol. Aber wunderbarlich wil gleichwol zu vornemen sein, wie der von Braunschweig sich numer wirt understehen asund schicken-as wollen, zu der bann des rechten zu kommen, dieweil er wider alle rechtvorsehung und vorordnung, dieselbige bann hivor Šhindangesetzt und den weg des hochstrefflichen schandtschreibens nicht mit geringer vorachtung euerer ksl. Mt. darfur an die handt genommen.

    Und schlislich, aldieweil der von Braunschweig clegers stadt nicht annemen noch seine schandtgetichte und schmeliche zulagen, damit er mich wider Got, eher und recht anne allen grundt der warheit allein aus gefastem has und angeborner untugent, auch unchristlichen, giftigen unart beschwert und ausgeschrihen hat, wie recht nicht ausgefurt, so wollen euere ksl. Mt. uff vorberurt mein erbieten gnantem von Braunschweigk wider mich kein stadt noch glauben geben, sundern seine schreiben vor falsche, unwarhaftige, leichtfertige getichte, wie es auch an im selbst sein, und anders nit halten und sich gegen ime mit dem ernst, wie ich droben auch gemeldet, erzeigen, domit er und menniglicher scheu entpfahe, dergleichen vorunruigung gegen dem landtgraven und mir, auch unser mitvorwandten als erlibenden churfurst, fursten und stenden des reichs hinfurder zu erwecken und zu understehen, und mein allergnedigster her und keiser in dem allem sein. Solchs umb euere ksl. Mt. bin ich meins hochsten vormugens in aller undertenickeit zu verdinen bereit und altzeit willig3. Datum atHertzbergk, den 24. tag des monats Julij anno domini 1541-at.

    « ŠVIII,2d Klage der Verwandten Evas von Trott gegen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel  »

    «Nr.261 Eingabe von Adam von Trott, Hermann von Hundelshausen, Adam d. J. von Trott und Hans Kadel zu Schwebde an den Kaiser – Regensburg, [1541 Mai 13]1 »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...]. Anno 1539–1547, fol. 447r–450v (Kop.).

    B  koll. Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.)2.

    Wiewol wir wissen, das euere röm. ksl. Mt. diesen reichstag von wegen notwendiger obligen und sachen gemeiner christenheit und gantzer deutschen nacion angestelt und euere ksl. Mt. mit verlassung irer hispanischen reich und grosser beschwerung anher sich vorfuget und dorumb mit andern beifelligen sachen von uns und andern billich verschont werden solten, wie wir auch euere ksl. Mt. mit diesem vordrißlichen handel ungern beladen oder bemuhen oder denselben vor euerer ksl. Mt. gehör bringen wolten, wo unser und unsers gantzen geschlechts ehrena notdurft solchs nicht erfordert und wir also bedranglich darzu vorursacht wurden, derwegen auch unsere underthenigste zuvorsicht, euere ksl. Mt. in bedencken desselben und dieses uberlaufs gnedigst entschuldigt nehmen und diese unsere beschwerde gnedigst horen werden. Wollen auch, soviel moglich, in dieser schrift unnottige wort meyden, euere ksl. Mt. damit unnotturftiger weiß nicht aufhalten. Und bezeugen uns hirmit fur euerer ksl. Mt. underthenigst, das unser gemut und meinung nicht ist, hiemit unser angeborne schwester und freundin, Hg. Heinrich den jungern zu Braunschwig ader sunst jemands anders wider recht zu schmehen, sunder aus rechtmessigen schmertzen unser, unserer stemme und geschlechte, auch gemeiner erbarckeit notdurft anzuzaigen, wie dan ehrlichen gebornen, redlichen leuten vom adel wol ansteht und geburet.

    Und anfenglich haben unsere eltern und vorfahren unsers geschlechts (ane ruhm zu schreyben) sich gegen irer obrickeit, auch menniglichen dermassen mit underthenigen, gehorsamen, treuen und willigen dinsten, wie inen das aufferlegt worden und sie irer pflicht, verwantnus ader zusag nach schuldig gewest, dermassen verhalten als ehrliebenden riettermessigen vom adel geburet und wol ansteht. Sol auch, ob Got will, kein anders noch unerbars uber sie ader Šuns mit gutem bestand erwiesen ader dargethan werden. So haben sich auch, ane ruhm zu sagen, frauen und jungfrauen unsers geschlechts von vielen hundert jaren her dermassen gehalten, das sie unter die ehrlichsten, besten geschlecht nicht allein im land zu Hessen, sunder in andern landen weit und brait vorhairet worden und an denen orten tugentlich und erbarlich gelebt haben, wie dan auch dieser hernach gemelten junckfrauen von etlichen mit den ehrlichsten im land zu Braunschweigk begegnet were, wo sie in diesen unfahl nicht bracht wehre. In sunderheit aber haben Hg. Heinrichen dem jungern dieser junckfrauen, davon gemeldet wirdet, vater bruder lange zeit gedient, das der hertzogk ime zu etlichen malen ‚vater‘ geschrieben, item, irer mutter bruder dergleichen lange zeit gedienet, ir bruder umb seiner errettung willen uber seinem leib todt blieben, item, ein ehrlicher man, mit ir von vater und mutter geschwister kind, in seinem dienst vor Grunaw todt blieben und andere mehr, derselben junckfrauen zum allernegsten verwant, gedient und vor andern mit zusetzung leibs und vermugens viel treuwilliger dienst geleistet, dafur inen auch wol andere belohnung geburen und widerfahren sold, dan vielleicht gescheen. Wiewol aber viel gnediger vortrostung und zusagung von im muntlich beschehen, auch in schriftlicher urkund sein eigen handschrift vorhanden, ist doch das widerspiel, als hernach gemelt, dorauf erfolget.

    Dann, allergnedigster kaiser und herr, uf solch gehabte kuntschaft, zusag und vortrostung, auch geleiste, underthenige, treue dinst etlicher unser freund, auch auf das vortrauen, so sie uf sein erbietten zu im gehabt, haben sie vor etlicher zeit unsere freundin, ein junckfrau, in sein furstlich frauenzymmer gethan, dieselbig zun ehren zu ziehen und zu fordern, welche ein jungs, zuchtiges und von iren eltern ein wolgezogenes meidlein gewest. Darauf ehr sich auch hoch erboten, dieselbig jungfrau umb irer freundtschaft willen mit sundern gnaden zu aller erbarkeit zu furdern, welchs, da es bescheen, ime auch ane sein zusag und erbietten wol loblich und furstlich angestanden were und geburet hette. Da aber dieselbig jungfrau ein zeit lang in seinem frauenzimmer gewest und indes ir von gleichmessigen des adels, rittermessigen und ehrlichen gesellen heirathandlungen furgestanden, so hat er sie doch also ein gute zeit im frauenzymer behalten, bissolang das allerley gerucht an uns, die freundschaft, gelangt, derhalben etliche unser freuntschaft inen angeredt und ine des bosen geruchts, so an sie gelangt, berichtet und erzehlung gethan, mit erinnerung geleister, treuer dinstbarkeit, die einer andern belohnung wirdigk weren, und undertheniger bith, er wolte unserm geschlecht kein unehr ader vorkleinerung aufthun. Hat er damals mit solchen hohen worten und schwuren sein unschuld dergestalt furgewant und beteuert, das sie im glauben gegeben und unserm nahmen und geschlecht zu ehren die sach in ruhe gestelt, in hofnung, er solt in betrachtung seiner zusag und des erschollen ungeruchts der gutten, armen, im auf trauen und glauben zugestelten junckfrauen zu ehren vor andern geholfen haben. Es ist aber nicht gescheen, sunder sie ist also ein kurtze zeit gehen [sic!] blieben und hat die durchleuchtigk furstin und frau, frau N. geborne von ŠWirtembergk, Hgn. zu Braunschwigk etc., sein gemahl, geschrieben, das sie, junckfrau, vorstorben sein solle, aber gleichwol dabey nicht angezeigt, an was kranckheit ader wer dabey gewesen ader wie es zugangen sey, und daneben etliche geringschetzige, tegliche kleider uberschickt und als der knecht, der solchen briff bracht, hat ehr sich mit dem gaul stracks umbgeworfen, davon geritten und weiter kein wort geredt, also das man sich bey demselben knecht nichts hat erkunden mugen.

    Wiewol nun weiland der vater und wir an solchen kurtzen abschied der jungen, gesunden jungfrauen nicht geringen zweiffel getragen, so haben wir es doch dabei mussen lassen. Nun hat sichs sider der zeit im reich und sunderlich der ort landes ein gemurmel begeben von einer mit vigilien und seelmessen begangnen, lebendigen junckfrauen, derwegen wir zum teil vleissigk darnach gefragt und vernumen, das zu Gandersheim ein bare ader verschlossen kast begraben, auch ein mensch, ob sie verstorben were, mit vigilien und seelmessen besungen und begangen were, haben aber keinen menschen weder von frauen odder mannes geschlecht, reichen odder armen, frauen odder junckfrauen nie erfaren mugen, der bey irer kranckheit odder sterben gewesen ader der iren corper tod gesehen hette, und gleichwol also vorlieb nehmen mussen, bissolang das das gerucht je lenger je grosser worden ist, das die junckfrau noch leben, zur Stauffenburgk heimlich vorholen sitzen und etlicher kinder mutter sein solle, wie itzt zu mehrung desselben geruchts unser gnedigster und gnediger herrn, der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen etc., auch andere personen gedachten Hg. Heinrichen den jungern zu Braunschweig etc. derselben untat in offentlichem druck bezichtiget, der auch von im anher unverantwort geblieben und nicht mit einigem bestendigen grund abgelehnet worden, wie dan euere ksl. Mt. aus denselben ausgangen drucken ferner, klerer und grundlicher nachrichtung derer ding allergnedigst zu befinden. Dan wiewol er solchs geruchts halben vast hart und zu grossen unehren angezogen wirdt, so macht er doch ein gespot darauß, zeigt aber doch nichts schließlichs an, als das die jungfrau an dem orth in des und des beiwesen gestorben, von dem ader dem todt gesehen und christlich und ehrlich begraben worden sei, welchs je vonnothen gewest were, auch seiner ehren notturft und der sachen gelegenheit zum hochsten erfordert hetten. Dan ein solch namhaftig, frembde mensch solte je ane wartung, rath und beistand erbar frauen und junckfrauen nicht kranck gelegen, viel weniger an [= ohne] dieselben vorstorben seyn. Ob sie dann gleich geheling vorstorben were, so solte je der todte corpor gesehen und also begraben worden sein. Zudem gibt uns mehr sterckung, das der junckfrauen eltern und freunden allein geringe, tegliche kleider, davon die biemsal abgeschnitten, zugeschickt, aber ringe, kethen, kleinoth, damasken, sameth und andere dergleichen guthe kleider, so sie als ein geschmuckte hoffjunckfrau gehabt, verhalten worden sein.

    Dieweil nun, allergnedigster herr, wir diesen handel so verdechtig vermercken und befinden, so wil nach vermug der keyserlichen recht uns, darzu lenger, damit wir als die vorheler solcher unthat nicht geachtet, zu vorschweigen, nicht Šgeburen, uff das wir darfor nicht angesehen werden, als ob wir als die freund, denen, solcher argwan an geburlichen orten anzuzeigen, zustehet, dasjhene nicht theten, das wir von ehren und rechts wegen schuldigk weren und gemeine erbarckeit erfordert. Darumb so zeigen wir solchs euerer ksl. Mt. als dem brun aller menschlichen gerechtigkeit und handhaber und furderer adels, ehren und erbarkeit mit grosser beschwerung an, uffs allerunderthenigst bittend, euere ksl. Mt. wolle diese tadt gnediglich zu hertzen fuhren, so dem also, wie oben vermeldet, wie hoch auch solch laster im rechten andern zu einem exempel strefflich were, nemlich, das Hg. Heinrich der junger in dem fahl wider ehr, gutte sitten, trauen und glauben gehandelt und die junckfrau, so ihm in ehren, trauen und glauben, zu zucht und erbarkeit ziehen zu lassen, vertrauet were, selbst geschwecht hette, item, das er solche ane wissen und willen ihrer eltern vorborgen und verholen enthalten, also die hochsten laster begangen, darzu mit solchem schein, vigilien und seelmessen Gottes ehre und maiestet schwerlich vorletzt hette, und darin als ein ehrlicher, loblicher keiser ir keiserlich ampt erzeigen, Hg. Heinrichen diese ding dermassen furhalten und, dieweil es offenbar und war ist, auch durch inen bekanth werden muß, das ehr die gemelten junckfrau in seyn frauenzymmer entpfangen hat, sie darin etliche zeit als ein junck, starck mensch gelebt hat und demnoch die vormuttung aller recht ist, das sie noch uf diesen tag lebe, daran ernstlich seyn und verschaffen, das ehr uns als iren nechsten freunden solch mensch wider zustelle ader sie offentlich und frei irer notdurft nach gehen, stehen, leben und handeln lasse, damit ire freunde und sie nach gestalt irer sachen und gerechtigkeit ire notdurft in dem fahl handeln und furnehmen mugen und uns an der zu erkunden, dieweil sie dannoch ein lange zeit vorborgen, ob ein notzwang an ir begunst [sic!] und, damit es an uns nicht gelangen konth, deshalben von gedachtem Hg. Heinrich dem jungern, das seine unfursichtige mieshandlung nicht an tag bracht, verhalten were worden.

    Im fahl aber, so er sagen wurde ader wolte, das sie todt were und bemelte zeit, wie ire kleider iren eltern zugeschickt, vorschieden, damit dan wir deß ein wissen haben und irenthalben auch fur Got und der welt entschuldigt sein mochten, das alsdan euere ksl. Mt. dorzu unverdechtige commissarien vorordnen wolten, durch Hg. Heinrichen den jungern solchen todt, wie sich in recht geburet, zu beweysen, ungezweiffelter hoffnung, euere ksl. Mt. werde dieses unser unthertenigst bitten fur ehrlich und rechtmessig erkennen und, so ehr unschuldig und die junckfrau zu der zeit leiblich gestorben ist, er werde, solche beweisung zu thun, mit begier annehmen, uff das ehr damit solchs grossen, unchristlichen, unfurstlichen, unerbarn, schentlichen verdachts, uf inen gewachsen und erschollen, rechtlich entledigt muge werden, dann das erfordert sein und unsere hohe notturft. Im fahl aber, da Hg. Heinrich der junger die beweisung nicht thun wurde ader konte, als wir nicht wissen mugen, oder, so ehr die zu thun understehen, durch andere das widderwertigk bewiesen oder seyn beweisung unkreftig gemacht wurde, das dan euere ksl. Mt. in dafur Šachten und hilten, dafur in das keyserlich recht und die erbarkeit heldet, und, wie sich eynem romischen keiser geburet, auß keiserlichem ampt wider inen zu gepurlicher straff wircklich procediren wolten, uff das solche uberfahrung ungestrafft nicht bleiben mugen adder sunst dasjehne im selben geschehe, das sich von rechts wegen zu gescheen geburet.

    Wurde auch Hg. Heinrich der junger einich ander auszug, der uns zu vorantworten vonnotten were, furwenden, das dan euere ksl. Mt. umb Gottes und rechts willen uns dogegen gnediglichst horen und ungegrunten auszugen nicht statgeben, sunder dagegen bedencken, das unser anligen und schmertzen, durch verlust unser freundin vorursacht, unser suchen und bitt christlich, erbar und billich und, das dieser handel zum ende bracht werde, allen edeln, rittermessigen und erbarn leuten und gemeinem nutz zum hochsten vonnotten ist, sich darin keyserlich, ernstlich und unableßlich erzeigen etc. Daran thun ane zweyffel euere ksl. Mt. Gott dem allmechtigen ein besunder gefallen, auch allem adel und ehrlichen leutten besunder hohe, grosse gnad, zudem es der billickeit und rechten nach geschehen solte. So wollen wir es mit unsern herrn und freunden umb euere ksl. Mt. gantz unterthenigst vordienen. Befehlen uns derselben euerer ksl. Mt. in aller underthenigkeit3

    «Nr.262 Stellungnahme Hg. Heinrichs zur Supplikation der Verwandten Evas von Trott – Regensburg, o. Datum »

    Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 111r–115v (Kop.); DV fol. 115v: Hg. Heinrichs von Braunschweigs antwort uf der Drotten und irer mitverwanthen supplication, die junckfrau betreffend, ksl. Mt. ubergeben.

    Euer ksl. Mt. haben mir eine vermeinte, unbestendige und ungegrunte supplicationschrift, welche etliche vermeinte supplicanten und angemaste freunde eyner junckfrauen halben, die in meynem frauenzimmer gewesen sein sol, euer ksl. Mt. wieder mich ubergeben, gnedigst zustellen lassen, welcher zustellung gegen euer ksl. Mt. ich mich gantz undertheniglich thue bedancken und bin, es meynes besten vermugens zu verdienen, willig.

    Nhun kann ich nit unleichtsam ermessen, auß welcher meiner wiederwertigen bosen, neidigen und unehrlichen anstiften die vermeinten supplicanten sich bewegen lassen, daß sie unbedechtiglich wieder grunt und bestandt mich vor euer ksl. Mt. beschwert, seitmal diese der verwanten supplicanten unwarhaftige und unbestendige supplicationschrift sich eben uff solche unwarhaftige, unerheblichea antzeig und ursach grundet, deren sich der lantgraff erdichtiglich wieder mich in seiner nehern, unwarhaftigen schmachschrift gebraucht hat. ŠUnd auß solcher anstiftung werden euere ksl. [Mt.] desto leichtsamer der vermeinten supplicanten ungrunt irer unnotturftigen clagschrift, die sie meynen gegentheiln auß derselbigen bosem, neidigem und gehessigem anreitzen zu gefallen wieder mich angestelt, vermercken und, d[as] mir das und alles anders allein auß abgunstigem und neidigem gemuth zugeschoben wirdt, und zweiffel gar nicht, euer ksl. Mt. werden solche unerwiesene ding fur erdicht und die lauter unwarheit (wie es dann an ihme selbst ist) achten und sich gegen mir mit ungnaden nicht bewegen lassen.

    Ich möcht aber erleiden, wo mich die vermeinten, angemaste supplicanten zu besprechen gedechten, daß sie mich vor euer ksl. Mt. oder andern geburenden orthern, wie es sich nach rechtsordnung geburt, furnehmen und ire personn zue recht gnugsam legitimirten. Dann die supplicanten understeen sich, euere ksl. Mt. zu lernen, daß, [wo?] sie richter, selbs nicht theten, und wöllen ord[ine] praepostero den handel von der execution anheben, welche sich zue recht nicht gehört, ne fide iniur[ia]rum nascatur occasio unde iura nascantur, alß one mein erinnerung euere ksl. Mt. auß hohem verstandt sich selbst zu berichten wissen, daß sie allein mit irem unbillichen ansuchen vor euer ksl. Mt. mir den ungelimpf uftzulegen und sich volgents der handlung, wann sie wölten, entschlagen könthen. Es wolt mir aber dergestalt, ir böß und unwarhaftigs anbringen, daß sie wie recht zu vervolgen nicht gedencken, zu gedulden, schwerlich fallen und muste mich vor der gantzen welt und meniglich dessen beschweren. Aber ich zweiffel nicht, euere ksl. Mt. alß ein ehrn- und rechtliebender keiser werden darwieder ein geburlichs einsehen thun, damit zue einem exempel solche leichtvertigkeith, one beweisung andere zu beschweren, hinfuran vermitten und nit gestadt werden mög, dieweil der anclagendt nach sag der rechten, seine beclagung klerer alß das licht zu machen, schuldig ist. Darumb laß ich der angemasten supplicanten vermeinte protestationn, daß ir gemuth nit sey, mich wider recht zu beschweren, uf irem unwerth beruhen und wil alle und jede iniurien, die mir die vermeinten supplicanten in irer gedichten und ungegrunten, vermeinten supplicationn zugelegt, zue gemuth gefurt, auch mich vor euerer ksl. Mt., dieselben alle und jede zue gelegener zeit an geburenden stellen zue rechtvertigen und diese meine gegenantworth allein zue errettung meiner ehren noturft, niemants damit zu schmehen noch mich auch gegen die unlegitimirten supplicanten eintzulassen, herlich bedingt haben, von den [sic!] allen ich per expressum thue protestiren.

    Und wie sich die supplicanten, ire eltern, vorfharn, auch ires geschlechts frauen und junckfrauen mogen gehalten haben, thut mich wenig anfechten. Sie sein von mir wieder [= weder]gescholten noch sunst vercleinert worden. Es were auch den vermeinten supplicanten wol unnötig, daß sie mir schmelicherweiß furtzuwerfen vermeynen, alß daß ire freunde von mir irer getreuen dinst unbelonet blieben worden, so ich mich doch (one ruhm) jederzeit gegen sie anderst alß gnediglich nit bewiesen und, auch further zu thun, geneigt gewesen were, wo der almechtig ihnen das leben gegundt. Und muß der eyn vermeint Šsupplicant, der sich auß lauterm stoltz und gantz unerfintlicher weiß gegen mir ufleint, selbst bekennen, daß er so vil von dem, daß seyn vater von meynem hern vater seligen bekhomen, alß des andern seines vaterlichen erbs zu gewarten hat, welches ich doch demselben seinem ehrlichen vater zue keinem verdrieß wil geschrieben haben, daß mich die supplicanten pillich mit diesem antziehen verschonen und gedencken solten, daß sie der leut etwo zue zeiten auch bedurftig sein möchten.

    Daß ich aber eyn junckfrau, die in meynem frauenzimmer sol gewesen sein, (wie mir die supplicanten mit gesparter warheit zumessen) geunhert haben sol, bin ich keineswegs gestendig und sag (vor euer ksl. Mt. mit zuchten zu schreiben), daß sie mich mit dem allem ungutlich und bößlich andichten, alß ich dann auf solchs bestendiglich gegen meinen wiederwertigen, den Kf. zue Sachssenn und Lgf. zue Hessenn, verantwort und im vhal gegen sie noch weiter verantworten wil, daß meniglich befinden sol, daß mir von denselben gleich wie von diesen supplicanten gewalt und unrecht geschicht1. Und ap sie schon sagen, daß ich es gegen Sachssenn und Hessenn nicht verantwort, so betzeugen doch meine ausgedrungne, erretliche verantwortschriften klerlich den wiedersynn an, und daß ich auß solchem vermeinten antzug ein gespot soll gemacht haben. Wo ich das gethann, möcht ich doch desselben nicht zu verdencken seyn, dann wer wölt der wiedertheil an solchem thorlichen und unerfintlichen furgeben nit spotten. Sie understehen sich auch, die unerfintliche sache mit den vigilien und sehlmessen groß zu machen und zu aggravirn, und ist doch die unverneinliche warheit, daß die vermeinten supplicanten der lutherischen und verdampten secten anhengig, von vigilien und sehlmessen nichts halten, sonder dorauß ein gespöt machen und treiben, alß euere ksl. Mt. alhie auß der gepflogenen handlung in religionnsachen sonder zweifel ganz uberflussig verstanden. Und man möchte sich auch an disen leuthen nicht wenig verwundern ires manchfaltigen gemuts, dann zue irem vortheil wöllen sie sich der alten religionn, gegen andere dieselbig antzutziehen, gebrauchen und halten doch im grund nichts davon.

    Aber dieweil sie sich zue grundung irer vermeinten, unwarhaftigen und unerheblichen supplicationschrift meiner gegentheil schmeliche und erdichte außschreiben gebrauchen, damit dieselbige belieben und angenem halten, versehe ich mich, daß euere ksl. Mt. dieselben nicht weniger alß die autores libellorum famosorum selbst nach disponirung der rechten straffen söllen und werden, alß ich auch hiermit euer ksl. Mt. undertheniglich thu bitten und anruffen.

    Ich bin auch keiner notoriet, auch keines geruchtes den supplicanten gestendig, daß derhalben wieder mich ausgeschollen sein sol, haben es noch nit erwiesen, auch, wil Got, niemermehr beweisen söllen. Daß mich aber die wiedertheil, meine wiederwertige und abgunstige, die mir gehessig vheindt und nicht meines Šglaubenß seyn, auß lauterm geschepftem neidt und haß in iren schmeschriften wieder Goth, ehr und recht derhalben ausgeschrieben, das sol mir billich in allweg unpfentlich seyn und euere ksl. Mt. gegen mir nicht bewegen, zu recht getzogen.

    Und so euere ksl. Mt. solchem thetlichen anbringen, sonderlich in einer solchen sach, nit glauben geben, sonder daß der anclager sein anclagen mit glaubwirdigen getzeugen oder offentlichen und unzweiffenlichen documenten und klerer alß die sohnn an dem mittentag beweisen und ausfundig machen sol, daß doch bisher die supplicanten nicht gethan und nicht thun mögen. Und wie ich hieoben angetzeigt, daß man ab executione wieder rechtsordnung nit anfangen sol, und sonst auch gehöret bin, daß sie euerer ksl. Mt. unwarhaftige ding angebracht, auch nichts erheblichs noch bestendigs angetzeigt worden ist, daß euere ksl. Mt. geburen konth, ir ampt gegen mir zu gebrauchen, so stehe ich nit allein in dieser tröstlichen, unvertzweiffelten hoffnung gegen euere ksl. Mt., daß sie der wiedertheil böß und ungegrunth, unwarhaftig anbringen nit glauben noch stadtgeben, sonder auch sie umb ire leichtvertigkeit und unbillich schmehens andern zue einem exempel straffen werden. Und bin darneben des erbiethens, wann sie mich vor euerer ksl. Mt. oder sonst an geburenden örthen wie recht ancklagen wöllen und dartzue ire persone legitimiren und thun werden, daß zue einer solchen accusationn gehört, so wil ich jederzeit ihne zue rechtlicher antwort stehen und mir doch wieder mein geburende gegenwehr und reconvencionnklage, die ich haben mag, zu gebrauchen vorbehalten haben. Dann soll sich (ob Got wil) befinden, daß ich uf recht wege stehe und mich die vermeinte supplicanten auß neidigem, bösen, gehessigem anreitzen meyner wiederwertigen und auß keynem warhaftigen und bestendigen grunt unpillich und unrechtmessiglich vor euerer ksl. Mt. beschwert und verunglimpft haben, und byn dem rechten nach ungetzweiffelt, auch in ansehung, daß die supplicanten mir unpillichen gewalt thun, euer ksl. Mt. werden mich hieruber und wieder recht und pilligkeit uff solchs ir unrechtlich, unbestendig und unwarhaftigs anbringen nit beschweren lassen, sonder alß ein quellender brun der recht und gerechtigkeit mich der rechten und meyner unschult gnediglich geniessen lassen und sich in diesem allen gnediglich und geburlich gegen mir beweisen2.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1541/chVIII2/pages

    Anmerkungen

    1
     Zur Datierung vgl. Dr. Johann Walter an Lgf. Philipp von Hessen, Regensburg, 1541 März 12, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 394 Nr. 149 Bd. 1, unfol. (Kop.) [Anm. 3 zu Nr. 509] und Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Regensburg, 1541 März 13, Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 242r–245v und 248r–248v (Ausf.) [Nr. 513].
    2
     Vgl. Anm. 2 zu Nr. 505.
    3
     Auf diese frühere Supplikation bezog sich offenbar das folgende Gutachten für den Kaiser, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.): Le duc de Brunßwig supplie à l’empereur vouloir déclarer, que le fait de Goslar n’est comprins soubz la suspension, attendu, qu’il ne concerne anciennement la religion ayant esté commencé devant la diète d’Auspurg. Et pour ce que dedens la lettre de la suspension des bans est contenu, que icelle suspension durera le temps de la diète ou tant que sera autrement ordonné, supplie, qu’il plaise à sa M déclarer, que ceste dernière clause ‚ou tant que autrement sera ordonné‘ ne luy devera porter préiudice, mais que nonobstant icelle la diète finée il poura procéder contre lesdits de Goslar comme il povait faire paravant la suspension. Quant au premier poinct semble, que sa M pourroit respondre, que la déclaration requise seroit directement contre la tenure de ladite suspension, qui par exprès compren[d] ceulx de Goslar. Quant à seconde poinct de la clause, le [temps], aussi ne le pouroit sa M si expressement déclarer comme le duc de Brunßwig le requiert, pour ce qu’il donneroit matière de plaindre aux autres. Mais doit suffire audit duc, que sa M verbalement luy asseure que la diète passée il poura procéder contre ceulx de Goßlar comme mainten[ant], laquelle parolle doit estre aussi [tenue] comme si elle estoit passée [en écrit de sa M]. Die in eckigen Klammern wiedergegebenen Stellen sind stark verderbt. Vgl. auch die Erklärung des Kaisers zur Suspension der Kammergerichtsprozesse in Religionssachen, Regensburg, [1541 März], Wien HHStA, RK RTA 6, unfol. (Konz.); AV: [...?] des complaintes du duc de Braunßwichs contre Goßlar, Braunßwichs et protestans, présenté 11. Martij: Hat für die Dauer des Reichstages die gegen die Protestierenden am Kammergericht anhängigen Prozesse suspendiert, damit auf dem Reichstag in der Religionssache umso erfolgreicher gehandelt werden und jeder ohne Gefahr erscheinen kann. Hat demnach auch Hg. Heinrich von Braunschweig befohlen, die Exekution der Acht gegen Goslar für die Dauer des Reichstages einzustellen und die von Goslar den Reichstag besuchen zu lassen, ohne in der Zwischenzeit etwas gegen sie vorzunehmen. Darüber hat sich der Herzog beschwert, weil dies sein erlangtes Recht beeinträchtige. Erklärt daraufhin, dass, wenn Friede und Einigkeit nicht wiederhergestellt werden können und der religiöse Zwiespalt nicht beigelegt werden kann, diese Suspension niemanden in seinen Rechten benachteiligen soll, doch dass jedem das Geleit bis zu seiner Heimkehr gehalten werde. Vgl. auch die Erklärung Hg. Heinrichs von Braunschweig zur Gewährleistung der Sicherheit der Goslarer Gesandten zum Reichstag in Regensburg, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 394 Nr. 149 Bd. 1, unfol. (Kop.), vgl. Anm. 2 zu Nr. 505. Vgl. außerdem Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg, Regensburg, 1541 März 30/31, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Ausf.): [...]. Es ist von den stenden anheut fur gut angesechen, die ksl. Mt. erenstlich umb abschaffung der proceß am camergericht wider den Kf. zu Sachsen, Strassburg, Esslingen und Lindaw anzuhalten, auch mit Hg. Hainrichen von Praunschweickh wider die stett Gosslar und Praunschweickh wurcklichen stillstandt zu verfugen und Dr. Hellden und Praunen zu den handlungen nit zu geprauchen, anzuhalten etc. Und haben etlich kuntschaft, das ir Mt. solchs alles gnedigclich thun oder bewilligen werde etc. [...].
    4
     Zum Konflikt Hg. Heinrichs von Braunschweig mit den Städten Braunschweig und Goslar vgl. Täubrich, Herzog Heinrich der Jüngere, S. 114–132, S. 136–137, S. 145–147 und S. 169–172.
    1
     Bei dieser Beilage könnte es sich um die undatierte Zusammenstellung der Verstöße Hg. Heinrichs von Braunschweig gegen die Suspension der über Goslar verhängten Acht handeln, Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 26v–28r (Kop.).
    2
     Vgl. das Gutachten für den Kaiser zu den Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über Hg. Heinrich von Braunschweig, Regensburg, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.): Sire! Le lantgrave de Hesse et ses adhérens se complainct du duc de Brunßwig, que nonobstant la suspension décernée par vostre Mil procède contre la ville de Brunßwig et Goslar et ne leur permitte de mener aucuns vivres. S'il semble, que on pouroit remonstrer lesdites doléances audit duc et le requérrir d’y voloir donner ordre selonc qu’il a promis à vostre M. Et que en semblable on pouroit remonstrer au lantgrave et autres les complainctes dudit duc de Brunßwig affin aussi d’y remédier et mettre provision. Il semble soubz le bon plaisir de vostre Mque ces remonstran[ces]se peullent gracieusement aux deux parties. Vgl. dazu die ksl. Kommission für Christoph von Seiseneck zur Unterhandlung in den Irrungen zwischen Hg. Heinrich von Braunschweig und den Städten Goslar und Braunschweig, 1541 April 12, Wolfenbüttel NLA, 1 Alt 8 Nr.498, fol. 10r–11r (Kop.), vgl. Anm. 6 zu Nr. 580.
    3
     Zu entsprechenden Mitteilungen Goslars über laufende Werbungen vgl. Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Bgm. und Rat von Goslar, Torgau, 1541 April 5, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 372 Nr. 142, fol. 230r–232v, hier fol. 231r: [...]. Soviel aber di vorsamblung der knecht betrifft, solchs ist uns vhast seltzam zu horen, zuvorderst undter dem reichstagk, aber dorfur will es gewiß zu achten sein, das etwas sonderlichs muß dohindter stecken, zuvorderst weil ezliche heuptleut Hg. Heinrichen mit zukomen sollen. Sollen ihn weiter auf dem Laufenden halten. Will auch selbst Erkundigungen einziehen. Aber in alle wege wollet gleichwol eure sachen in gueter acht und uffsehen haben, domit ir unvorsehens nit ubereylet. Will durch seine Reichstagsgesandten die schmalkaldischen Verbündeten informieren lassen und sich dann nach deren Beschluss richten. Ihre Absicht, den Reichstag zu beschicken. Sollen ihre Gesandten über Torgau reisen lassen, von wo aus sie im Gefolge Hg. Philipps von Pommern sicherer nach Regensburg gelangen können. [...]. Datum Torgau, Dinstags noch Judica 1541. Zum Konflikt Hg. Heinrichs von Braunschweig mit den Städten Braunschweig und Goslar vgl. Täubrich, Herzog Heinrich der Jüngere, S. 114–132, S. 136–137, S. 145–147 und S. 169–172.
    1
     Zur Datierung der Übergabe vgl. Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar, Regensburg, 1541 Mai 18, Goslar StadtA, Bestand B, Paket 870 RS Nr. 473, pag. 1–2 und 53–66, hier pag. 57–58 [Nr. 660]. Demnach ist die Frankfurter Aktennotiz zur Supplikation Goslars zu korrigieren, vgl. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 32r: Hieher gehort die supplikation der statt Goßlar, die vermeint acht belangent, den 22. Aprilis anno etc. 40 [sic!] der ksl. Mt. zu Regenspurg ubergeben, welche sunderlich geschrieben.
    2
     Zu dem Konflikt zwischen Hg. Heinrich von Braunschweig und der Stadt Goslar um strittige Bergwerksrechte von 1525 bis 1541 vgl. Meier, Paul Jonas: Der Streit Herzog Heinrichs des Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel mit der Reichsstadt Goslar um den Rammelsberg, Goslar 1928 (Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Geschichte Bd. 9), S. 9–105, bes. S. 43–105.
    3
     Ähnlich auch in der Erklärung Goslars zur Widerlegung einiger Behauptungen Hg. Heinrichs von Braunschweig, o. Datum, Dresden HStA, GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermög einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 347r–349r, hier fol. 348v–349r zum Hergang und zu seiner Rechtfertigung.
    4
     Beilage zu A: Protestation der Goslarer Reichstagsgesandten vor dem Kaiser und seinen Räten am 19. Oktober 1530 gegen die Sequestrationsverfügung, Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermög einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 345v–346v (Kop.)
    5
     Vgl. dazu die Erklärung Goslars zur Widerlegung einiger Behauptungen Hg. Heinrichs von Braunschweig, o. Datum, Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 347r–349r, hier fol. 347r–348v zur Lage und zum rechtlichen Status der in Frage stehenden Klöster und Kirchen.
    6
     Vgl. die Supplikation der Reichsstädte an den Kaiser zugunsten Goslars, Regensburg, [1541 April 30], Nürnberg StA, E-Akten 126, unfol. (Kop.): Welchermassen eur ksl. Mt. und des hl. reichs stat Goßlar zu irem entlichen verderben beschwert, das werden eur ksl. Mt. auß der supplication, von irenwegen ubergeben, allergnedigist vernemen. Solte nun eur ksl. Mt. der armen stat auch nit mit gnediger, wurcklicher hilf erscheinen und sy also von meniglich verlossen, so ist ye nichts anders irenhalben zu gewarten und vor augen, dann das sie von irer ksl. Mt. und dem hl. reiche von iren vheinden abgestrickt und zu irem verderben, auch eur ksl. Mt. und des hl. reichs schmelerung entlich außgetilget werden. Dieweil dann dem also (und wie wir bericht, sie, die von Goßlar, wo ir sachen nachmaln der gebur nach examinirt und erortert, im rechten gegrundt sein solten), so ist an eure ksl. Mt. unser underthenigst, hechst bit, die wolle zu Gottes ehre und umb der gerechtigkeit willen (zu welchem eure ksl. Mt. von der gantzen welt zum hochsten geneigt zu sein belobt und erkennt wirdet) ir, der armen stat Goßlar, inhalt ubergebner supplication oder sonst durch ander fuglich wege allergnedigst zu hilf kumen und sie vor sterben und verderben gnedigst erlosen und ein sollich einsehen thun, damit sie doch vor unbillicher gewalt und bei der billicheit, auch eur ksl. Mt. gnedigstem schutz und schirm pleiben mugen. Das umb eur ksl. Mt. werden die von Goßlar mit irem leib, gut und plut allem vermugen nach und unsere obern mit allen willigen, gehorsamen dinsten zu verdienen underthenigist bereidt erfunden werden. Eur ksl. Mt. die ellend, verlassen stot in eur ksl. Mt. gnedigsten schutz, schirm und hilf, auch unsere obern und uns zum underthenigsten bevelhende. Zur Datierung der Übergabe vgl. Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar, Regensburg, 1541 Mai 18, Goslar StadtA, Bestand B, Paket 870 RS Nr. 473 , pag. 1–2 und 53–66 (Ausf.), hier pag. 58 [Nr. 660]. Zum Konflikt zwischen der Stadt Goslar und Hg. Heinrich von Braunschweig vgl. Täubrich, Herzog Heinrich der Jüngere, S. 114–122, S. 136–137 und S. 145–147.
    1
     Zum Konflikt zwischen der Stadt Braunschweig und Hg. Heinrich von Braunschweig vgl. Täubrich, Herzog Heinrich der Jüngere, S. 128–131 und S. 169–172.
    1
     Die hier vorgetragene Argumentation entspricht über weite Strecken der Beweisführung der kursächsischen Gesandten auf dem Naumburger Bundestag der Schmalkaldener für die Anerkennung der Goslarer Angelegenheit als Religionssache. Vgl. die Schlussrelation der herzoglich-sächsischen Gesandten über ihre Verhandlungen auf dem Naumburger Bundestag Ende Dezember 1540/Anfang Januar 1541, Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 397r–402r, hier fol. 397v–399v; hier auch fol. 399v–401v ausführlich die Gegenargumentation der herzoglich-sächsischen Gesandten.
    1
     Vgl. die Erklärung der Stadt Hamburg über die Anerkennung der Goslarer Angelegenheit als Religionssache, Regensburg, 1541 Juni 27, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 74r–75r (Kop.): Hamburg war ursprünglich nicht bereit, den Streit Goslars mit Hg. Heinrich von Braunschweig als Religionssache anzuerkennen, weil man seine Wurzel in weltlichen Streitigkeiten u. a. um die Bergwerke sah. Hamburg ist jetzt zu solcher Anerkennung bereit, weniger unter dem Eindruck des Argumentes, dass das Kammergericht seit dem Konfessionswechsel Goslars gegenüber der Stadt Goslar aus konfessionellen Gründen voreingenommen sei und sich in seiner Prozessführung davon leiten lasse, vielmehr vor allem deshalb, weil der Vollzug des Kammergerichtsurteils bedeuten müsse, dass Goslar die abgebrochenen Kirchen und Klöster der alten Kirche wieder restituiere und dort die Wiedereinführung des alten Kultes gestatte. Der Widerstand gegen den Vollzug des Kammergerichtsurteils ist deshalb als Religionssache anzuerkennen.
    2
     Vgl. die Stellungnahme der schmalkaldischen Verbündeten zum Konflikt Goslars mit Hg. Heinrich von Braunschweig, [Regensburg], o. Datum, Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Reinkonz., Fragm.): Es haben die stendt diser cristenlichen aynung abermaln und auf disem gegenwurtigen reichstag von den gesanten der statt Goßlar erzölung irer beschwerden, was innen irer achtung nach wider recht, gepur und alle billichait von dem kaiserlichen chamergericht auß dem abgunst und unwillen der religion und, das sie sich zu diser verstentnus gethon, begegnet, doher sie dann in die beschwerlichen, unbillichen acht gesprochen und denunciirt weren, gehort. Wie dann auch dieselben beschwerungen uff dem nechst gehaltnem tag zur Naumburg und auch davor uff etlichen andern mer tagen aines tails mit leng dargethon und jetzt von neuem in irer derhalb ubergebner suplication erzellt. Dabey haben sie, die gesanten von Goßlar, mit weiterer beschwerung eingefurt, das sie nach entpfangnem ratt, der innen von disen stenden und sonderlich uff dem nehern tag zur Naumburg mitgetailt, an die röm. ksl. Mt. umb erlödigung ires anligens zu dem fleißigsten supliciert und auch andere weg und mitel gepraucht, die von in, den stenden, furzunemen fur gut angesehen worden were. Und wiewol dadurch solcher nichtigen, unbillichen acht halb von der ksl. Mt. ain suspension erlangt und gegeben, so were doch derselben zuentgegen und wider nichzitdesterweniger gehandelt und seiderher ervolgt und beschehen, das innen die zufuer der proviandt gesperret, die irn uff den strassen gehochmuetigt, geschlagen und erstochen und also solcher suspension durch Hg. Hainrichen nit pariert worden, mit underthäniger und freuntlicher bit, sie aus den vorgehorten ursachen und furnemblich, weil die sachen unwidersprechlich in die verstentnus gehört, mit ratt, wurcklicher hulf und beystandt nit zu verlassen. Obwoll sich nu die gemainen stend hierinnen nach allerlay erinnerung der handlung und, was derhalben bemelter von Goßlar halb idesmahls einkomen, underredt, davon geratschlagt, so haben sie sich doch mit ainmuetigem schlus der sachen nit vergleichen mögen, derhalben sich dann die 13 stymmen der verstentnus nach ordnung und mas in söllicher aynung außgetruckt zuainander verfuegt, sich aller zuvor in dißer sachen ergangner abschidt und handlung, auch der verleßnen goßlarischen suplication, röm. ksl. Mt. ubergeben, erinnert und daruff auch die gemain uffgericht verstentnus und die notel der verfassung zur gegenwöre, furnemblich aber den.
    1
     Die erwähnte Antwort an Kf. Joachim von Brandenburg wurde laut ÜS, ebd. fol. 68v, am 8. Juli übergeben. Zur Datierung vgl. zudem Protokollarische Aufzeichnungen des Frankfurter Reichstagsgesandten Dr. Hieronymus zum Lamb ad 10. Juli 1541 [Nr. 74].
    2
     Vgl. auch die Niederschrift über Beschwerden Goslars über Verstöße Hg. Heinrichs von Braunschweig gegen das ksl. Suspensionsmandat, o. Datum, Marburg StA, PA 579, fol. 268r–269v (Reinkonz.): Bürgermeister und Rat von Goslar können nicht erkennen, dass Hg. Heinrich seine Leute angewiesen hat, keine Gewalt anzuwenden. Was einem Goslarer Fuhrmann auf der Strecke nach Braunschweig vor wenigen Tagen widerfuhr, steht in beiliegendem Verzeichnis. Zweitens wird der Stadt die Zufuhr vollständig gesperrt. Hg. Heinrich hat seinen Untertanen unter Androhung schwerer Strafe jede Lieferung in die Stadt verboten. Drittens hat Hg. Heinrich seine der Stadt Goslar oder ihren Bürgern zinspflichtigen Untertanen angewiesen, ihre Zahlungen nicht mehr den Berechtigten, sondern seinen Amtleuten zu leisten. Viertens soll den zehender uff irem Ramsperg befohlen worden sein, die Besitzanteile am Bergwerk zur Information der Räte Hg. Heinrichs aufzuzeichnen. Vgl. außerdem Bgm. und Rat von Goslar an Lgf. Philipp von Hessen, Goslar, 1541 Juni 23, Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 5, fol. 22r–25r, 40r, 40v (Ausf.): Haben nicht ungern von der Rückreise des Landgrafen von Regensburg gehört. Erhielten von ihren Gesandten auch Nachricht, dass in ihrer Angelegenheit noch kein Bescheid erlangt ist. Zur Begründung der Verzögerung wird neben allerhand Vorwänden auch angeführt, der Kaiser wolle erst abwarten, wie sich die Protestanten in der Religionsfrage verhielten. Daraus ist klar ersichtlich, dass sie die ihnen zugefügten Beschwerungen der Religion wegen erleiden müssen. Doch vermag dies die protestantischen Stände nicht zu bewegen, ihre Angelegenheit als Religionssache anzuerkennen, obwohl sowohl Hessen als auch Sachsen – dafür sagen sie aufrichtig Dank – nachdrücklich dafür eintreten. Bitten, der Landgraf möge in dieser Sache nochmals den protestantischen Ständen in Regensburg schreiben. Glauben, dass ihre bevorstehende, neuerliche Petition eine günstigere Aufnahme finden wird, wenn ein solches Fürschreiben des Landgrafen ebenfalls vorliegt. Haben ihren Gesandten vor vier Tagen auch zwei Schreiben des sächsischen Kurfürsten zugeschickt, in denen sich dieser auch dafür erklärt, die Goslarer Angelegenheit als Religionssache anzuerkennen. Danken für die mehrfachen Vorstöße, die der Landgraf persönlich zu ihren Gunsten beim Kaiser unternommen hat. Der Kard. von Mainz hat ihnen jegliche Zufuhr aus den Stiften Magdeburg und Halberstadt gesperrt. Auch Hg. Heinrich von Braunschweig hat in seinem Herzogtum und im Stift Hildesheim jegliche Zufuhr nach Goslar bei schwerer Strafe verbieten lassen. Auf den Landstraßen patrouillieren Reiter, angeblich 200. In drei Wochen will Hg. Heinrich wieder heimkommen und den ernst zur sachen thun. Er hat seinen Bauern befohlen, sich gerüstet bereit zu halten. Hoffen, ja sind sicher, dass sie nicht im Stich gelassen werden. Ihre kegenteileunterstützen die Reiterpatrouillen und leisten ihnen mit Unterkunft und Proviant Vorschub. Sie töten auf den Landstraßen Goslarer Bürger, rauben und plündern sie aus, als were es auf dem Boemerwalde, wie aus beiliegendem Bericht hervorgeht. Gott möge sich erbarmen. Es darf angenommen werden, dass seit Jahren kein größerer Mutwillen und Gewalt verübt wurden als jetzt gegen sie. Bitten den Landgrafen, sie nicht zu verlassen. Geschrieben unter unser stadt secret ahm abende Johannis Babtiste anno etc. 41.
    3
     Zum Konflikt zwischen der Stadt Goslar und Hg. Heinrich von Braunschweig vgl. Täubrich, Herzog Heinrich der Jüngere, S. 114–122, S. 136–137 und S. 145–147.
    1
     Die folgenden, ebenfalls auf den 13. Mai datierten Überlieferungen nennen die schmalkaldischen Verbündeten als Supplikanten: Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 323 Nr. 132 Bd. 2, fol. 40r–65r (Kop.); ebd. fol. 66r–86v (Kop.) und Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.). – Vgl. auch die Rede des kursächsischen Gesandten Hans von Pack bei Übergabe der die Mordbrenner betreffenden Supplikation der schmalkaldischen Verbündeten, Regensburg, 1541 Mai 13, Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 47v–48r (Kop.):Allerdurchleuchtigster, großmechtigster, unuberwintlichster kayser, allergnedigster her, meyne gnedige fursten und herrn zugegen und der abwesenden chur- und fursten botschaften, rethe und gesanthen! Der augspurgischen confession einigungsverwanthen, die haben ehehaften ursachen nit underlassen khunden, euere ksl. Mt. umb gnedigst verhore anzusuchen, welche dan euere ksl. Mt. uff die gegenwertige stundt gnediglich benant. Das thun sich ir fstl. Gn. und die andern undertheniglich bedanckhen. Und zweyffeln nit, ir ksl. Mt. haben auß gmeinem geruch die grausam, erschreckenlich, uncristlich und in teutscher nacion vorhere unerhorten gethatten, so etlich mit mortbrennen geubt, langst vernhomen, also das nit allein steedt und dorfer, sunder auch vil menschen und nit allein derselben hab und gutter, sunder auch ir leyb und leben und in einer statt beyde, menlichs und weiblichs geschlechts, etlich hundert umbracht und geschediget worden. Und wiewol derselben mortbrenner [vil]zu gefencknus bracht und einkhomen und einstheyls gerechtfertigt worden und dan ein theil noch in leben und enthalt[en]werden und auß irer bekhentnus erfunden oder dar[an]obgenhomen werden mag, woher solch ubel sein ursprung und anfang genhomen, so haben die steendt geacht, nit gnug sein, das etlich gerechtfertigt, sonder dieweil zu sorgen, das solch mortbrennen nochmols nit aufheren werde, daß dan dem grunt nochzuforschen sey und aber solchs on euerer ksl. Mt. zuthun nit beschehen mag, so haben sie ir ksl. Mt. solch urgichten zustellen und underthenigst bitten wollen, das ir Mt. gnedigst insehung und furwendung thun wolle, sonderlich auch, so daruß befunden, das diese steendt mit solchem mortbrennen fur andere gemeint seint. So seien auch die steendt nit der mainung, damit jemant zu beschwern, dan sovil ir Mt. auß der urgichten selbs befinden werden, noch auch etwas unzimlichs zu suchen. Und darumb, dieweil diß sach in schryft verfast, so ist der steendt underthenigst pitt, ir Mt. wolle dieselbig gnedigst annhemen und auch laut der petition, derselben angehengt, als die hochst Mt. dieser welt gnedigst furwendung thun. Deß begern sie umb ir ksl. Mt. in aller underthenigkeit zu verdin [sic!].
    2
     Die Supplikation erschien auch im Druck, Wittenberg 1541, Wien HHStA RK RTA 7, unfol.
    3
     Vgl. Spicker-Beck, Monika: Räuber, Mordbrenner, umschweifendes Gesind. Zur Kriminalität im 16. Jahrhundert, Freiburg i. Br. 1995 (Rombach Wissenschaft – Reihe Historiae Bd. 8), S. 95–182; Steenweg, Helge: Die Einführung der Reformation 1536 und der Brand 1540 in der Herrschaft Plesse. Mordbrenner im Auftrage Herzog Heinrichs des Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel. Ein Vorbericht, in: Plesse-Archiv Bd. 19 (1983), S. 17–40 und Scribner, The Mordbrenner Fear, S. 29–56.
    1
     Laut AV auf der Kopie, Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 59r–68r, hier fol. 59r wurde die Eingabe Herzog Heinrichs den stenden den 27. Junij zugestellt. Offenbar wurde sie am gleichen Tag dem Kaiser eingereicht, vgl. die Kopie des Aktenstücks, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol.; DV v. Dr. Hel eighd.: Hg. Hainrichs zu Prunswick antwurt uff der cristenlichen stendt suplicacion, röm. ksl. Mt. iberantwurt 27. Junij anno 41. Das in B angegebene Datum dürfte sich auf den Tag beziehen, an dem darüber beraten bzw. das Stück kopiert und zu den Akten genommen wurde.
    2
     Anspielung auf die voreilige Offensive des Landgrafen von Hessen gegen Bamberg und Würzburg aufgrund der Fehlinformationen Ottos von Pack über angebliche Angriffspläne altgläubiger Reichsstände 1528.
    3
     Zur verbreiteten Furcht vor Brandstiftung vgl. Scribner, The Mordbrenner Fear, passim.
    1
     Auch für die erste, auf den 13. Mai datierte Eingabe in der gleichen Sache zeichneten nach Ausweis mehrerer Überlieferungen die schmalkaldischen Verbündeten als Supplikanten verantwortlich. Die Zuordnung des Stückes orientiert sich deshalb an der Unterschrift in C.
    1
     Zur Datierung vgl. die hessischen Räte auf dem Reichstag an Lgf. Philipp von Hessen, Regensburg, 1541 Juli 15, Lenz, Briefwechsel, Bd. III, Kap. I, G, Nr. 22, S. 126: Schicken das Konzept der befohlenen Widerlegungsschrift [Nr. 259] gegen die Eingabe Hg. Heinrichs von Braunschweig vom 10. Juni 1541 [Nr. 258]. Haben das Konzept Kf. Joachim von Brandenburg eingereicht zur eventuellen Weiterleitung an den Kaiser und Drucklegung. Am 24. Juli war die Übergabe an den Kaiser in Anwesenheit des Kf. von Brandenburg, Mgf. Georgs und der Gesandten des Kf. von Sachsen und Hg. Heinrichs von Sachsen bereits vollzogen, vgl. die sächsischen Reichstagsgesandten in Regensburg an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen, Regensburg, 1541 Juli 24, Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 228r–235v (Ausf.) [Nr. 901] und Dr. Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen, Neustadt a. d. Rhön, 1541 August 7, Lenz, Briefwechsel, Bd. III, Kap. I, G, Nr. 28, S. 136–138, hier S. 137 [Nr. 928].
    2
     Das Stück kann wegen starker Schäden nicht in extenso wiedergegeben werden.
    3
     Offenbar setzte der Kaiser daraufhin Philipp Schenk von Schweinsberg, Abt von Fulda, und Johann Brendel, Bgf. von Friedberg, als Kommissare ein, vgl. Rommel, Philipp der Großmüthige, Bd. I, S. 457.
    4
     Vgl. Nr. 264.
    5
     Vgl. Nr. 261.
    6
     Zum Fall Dellinghausen vgl. Täubrich, Herzog Heinrich der Jüngere, S. 146–147.
    7
     Anspielung auf die Weigerung des Ebf. von Lund, Hg. Heinrich von Braunschweig die Hand zu reichen.
    8
     Lgf. Philipp ließ seine Eingabe auch im Druck erscheinen. Ein Druck findet sich in Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.912, unfol., ein Fragment in Wien HHStA, RK Religionsakten 4, unfol.
    1
     B ist auf den 19. Juli 1541 datiert.
    2
     Vgl. Des durchlauchtigsten Hochgebornen Fuersten und herrn Herrn Johans Fridrichen Hertzogen zu Sachssen [...] Warhafftige bestendige ergruendete Christenliche vnd auffrichtige Verantwortung Wider des verstockten Gottlosen vormaledeieten verfluchten ehrenschenders boesthetigen Barrabas auch hurnsuechtigen Holofernes von Braunschweig. So sich Hertzog Heinrich den juengern nennet unuorschempt Calphurnisch schand vnd luegenbuch [...]. Wittenberg 1541.Vgl. Kuhaupt, Veröffentlichte Kirchenpolitik, S. 285–288 und S. 342.
    3
     Vgl. Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten in Regensburg, Herzberg, 1541 Juli 23, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 109r–110v (Mundum m. Korr.): Nachdem sie ihm eine Kopie der von Hg. Heinrich von Braunschweig dem Kaiser übergebenen Schrift gegen ihn und den Landgrafen zugeschickt haben, er davon nach ihrer Drucklegung einige gedruckte Exemplare erhalten und ihnen seine an den Kaiser gerichtete Antwort darauf angekündigt hat, schickt er in der Anlage deren Kopie., die sie umgehend dem Kaiser mit der Bitte um Antwort übergeben sollen. Falls der Kaiser, was er nicht annimmt, schon abgereist sein sollte, sollen sie ihm den Kanzleischreiber Kraft nachschicken, der die Schrift übergeben, um Antwort anhalten und gegebenenfalls dem Kaiser so lange nachreisen soll, bis er die Antwort erhält. Sollen ihm auch ein Empfehlungsschreiben an Granvelle mitgeben, damit die Antwort umso schneller erteilt wird. Die von Kraft dann nach Regensburg überbrachte Antwort sollen sie ihm umgehend mitteilen. Schickt ihnen zwei Exemplare des Ausschreibens Hg. Ernsts von Braunschweig-Lüneburg gegen Hg. Heinrich von Braunschweig. Datum Hertzbergk, Sonnabend nach Maria Magdalenae anno domini 1541. In der ursprünglichen Fassung des Briefes war vorgesehen, dass Franz Burchard zwei oder drei Tage dem Kaiser nachreisen und für den Fall, dass er in dieser Zeit die ksl. Antwort nicht erhielt, Kraft als Ersatzmann mitnehmen sollte, der die Nachreise bis zum Empfang der Antwort fortsetzen und diese nach Gutdünken der Reichstagsgesandten in Regensburg entweder dem Kurfürsten direkt zustellen oder in Regensburg zur Weiterleitung übergeben sollte. Falls Burchard die Antwort selbst erhielt, sollte er sie dem Kurfürsten umgehend zustellen und ansonsten in Regensburg weiteren Bescheid abwarten.
    1
     Zur Datierung der Übergabe an den Kaiser vgl. Dr. Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg, 1541 Mai 13, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Ausf.) [Nr. 642].
    2
     Die Supplikation erschien auch im Druck, Wittenberg 1541, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol.
    3
     Zur Beziehung Hg. Heinrichs von Braunschweig zu Eva von Trott vgl. Täubrich, Herzog Heinrich der Jüngere, S. 166–169.
    1
     Zur Beziehung Hg. Heinrichs von Braunschweig zu Eva von Trott vgl. Täubrich, Herzog Heinrich der Jüngere, S. 166–169.
    2
     Vgl. dazu die Replik derer von Trott auf obige Stellungnahme Hg. Heinrichs von Braunschweig zu ihrer Supplikation, o. Datum, Hortleder, Der Römischen Kaiser- und Königlichen Majesteten [...] Handlungen und Außschreiben von Rechtmässigkeit, Anfang, Fort- und endlichen Außgang deß Teutschen Kriegs [...] vom Jahr 1546 biß auf das Jahr 1558 [...], Gotha 1645, Buch, 26. Kap., S. 1616–1620: „Folgt der Drotten und ihrer Verwandten Replica“: Dank an den Kaiser für die Zustellung der Antwort Hg. Heinrichs von Braunschweig auf ihre Supplikation. Unzulänglichkeit dieser Antwort: Grund für ihre Replik. Zurückweisung des Vorwurfs, von Fremden zur Supplikation gedrängt worden zu sein. Einspruch gegen die Forderung Hg. Heinrichs nach Bestrafung der Supplikanten. Zurückweisung der Polemik gegen die Informanten. Im gegebenen Fall Klagerecht eines jeden Informierten. Zurückweisung des Vorwurfs, solche Sachen mit verkehrter Ordnung an der Execution angefangen zu haben. Haben vielmehr den gelindesten Weg gewählt. Folgt die Erzählung der Geschichte Evas von Trott im Rückgriff auf die erste Supplikation und deren Inhalt. Rechtmäßigkeit ihres Vorgehens. Pflicht Hg. Heinrichs zur Auskunft über den Aufenthalt Evas von Trott bzw. ihren Tod. Verweigerung dieser Erklärung durch Hg. Heinrich. Deshalb nach wie vor Unklarheit über das Geschick Evas von Trott. Antwort Hg. Heinrichs deshalb rechtswidrig. Ablehnung jeder Verpflichtung zum konkreten Nachweis ihrer Aussagen über die Biographie Evas von Trott. Vielmehr Pflicht Hg. Heinrichs zur Rechtfertigung seines Verhaltens im Fall Trott. Kaiser rechtmäßiger Adressat der Klage. Keine Absicht zur Verunglimpfung Hg. Heinrichs. Zurückweisung des Vorwurfs der Undankbarkeit wegen empfangener Wohltaten. Unzulänglichkeit der Antwort Hg. Heinrichs auf ihre Supplikation. Bei zufriedenstellender, überzeugender Erklärung Hg. Heinrichs gegenüber Kf. Johann Friedrich von Sachsen keine Anklage bzw. weitere Nachfrage der Familie Trott. Unzulänglichkeit dieser Antwort Motiv für Supplikation der Familie Trott. Keine Pflicht zur Rechenschaft über ihren Glauben, aber Frage nach Glauben Hg. Heinrichs wegen der Veranstaltung von Vigilien und Seelmessen für die noch lebende Jungfrau. Widerlegung der Auffassung Hg. Heinrichs, das von Sachsen und Hessen publizierte Gerücht über Eva von Trott sei als Mitteilung seiner Feinde unglaubwürdig und deshalb für ihn unschädlich. Rechtmäßigkeit ihres Antrages auf Vorgehen des Kaisers gegen Hg. Heinrich von Braunschweig wegen des Falles Trott. Bitte, diesem Antrag stattzugeben.

    Anmerkungen

    a
     In B danach: auf disen reichstage mit bestandt.
    b
     Nach B korr. aus: anfahen.
    a
     Ergänzt nach B, C und D.
    b
     In B und D: pruchen.
    c
     In B: previern; in C und D: privieren.
    d
     Fehlt in B und C.
    e
     In B: abscheid.
    f
     In C: so mercklicher.
    g
     In B: vortreyben.
    h
     Nach B, C und D korr. aus: uns.
    i
     Ergänzt nach B, C und D.
    j
     Nach B, C und D korr. aus: fracte.
    k
     In B, C und D: funften.
    l
     In B, C und D danach: gegrunte.
    m
    -m Nach B ergänzt, da in A an dieser Stelle zwei Seiten fehlen.
    n
     Nach C und D korr. aus: domu.
    o
     Nach C und D korr. aus: zuthar.
    p
     Nach C und D korr. aus: dann.
    q
     In B: promissa.
    r
     In B: quaelibet.
    s
     In C: expulsare.
    t
     In B: perventio.
    u
     In B: tenetur.
    v
     In B: videretur.
    w
     Nach B, C und D korr. aus: conteneri.
    x
     In B: friden.
    y
     Nach B, C und D korr. aus: sachen.
    z
     Ergänzt nach B, C und D.
    aa
     In B: qua.
    ab
    -ab Ergänzt aus B, da in A an dieser Stelle zwei Seiten fehlen.
    ac
     Ergänzt aus C und D.
    ad
     In C: gestorben.
    a
    -a Nachgetr.
    b
    -b Nachgetr.
    c
    -c Nachgetr.
    d
     Auf der voraufgehenden Seite zunächst: Dass sich die beide fursten, namlich Hg. Philips und Hg. Barnim ainer instruction verglichen, wie dann der von Goßlar sachen auch[darin?] gedacht, nemlich das ir sach fur aine lauther prophansachen zu halten, so mogen [seine?] gnedigen hern [seines versehens?] auch dabei bleiben lassen. Und achtet, das diße sachen durch die [heupter?] geschlossen werden mocht. Wiewol es.
    e
     Danach gestr.: Dieweil er uß der handlung vermerck, das die sachen weitleuft und im grundt kein religion.
    f
    -f Nachgetr.
    g
    -g Nachgetr.
    h
    -h Nachgetr.
    i
     Text bricht hier ab.
    j
    -j Zunächst gestr., dann dazu marg. Notiz: Sol steen.
    k
    -k Nachgetr.
    a
     Fehlt in B.
    b
     In B und C: nicht.
    c
    -c Fehlt in B.
    d
     In C hier und im Folgenden: Dick.
    e
     In B: Krauß;in C: Knaus.
    f
     In C danach: oder zindstrickh.
    g
    -g In C: vergangen sommer; in D: sommer.
    h
     In C: unmenschlich.
    i
     In B, C und D danach: ehrlichen.
    j
     In C: wie der.
    k
     In B danach: vermöcht.
    l
     In B: Badenweiler; in D: Badenwiler.
    m
    -m In B, C und D: Lgf. Phillipsen, seine fstl. Gn.
    n
     In B und D: negst.
    o
     In B, C und D: seine fstl. Gn.
    p
     In B und D: Sittelde.
    q
     In C: stahlschreiber; in D: stalschreiber.
    r
     In B und D: Sittelde.
    a
     In C: unwarhafter.
    b
     In C: annemen.
    c
     In C: ungnugsamen.
    d
     In C: meinen.
    e
     In C: Bleimacher.
    f
     In C: Stromeberg.
    g
     In B und C: hertiglich.
    h
     In B: mehr als.
    i
     In B danach: auch.
    j
     In C: dritten.
    k
     Korr. nach C aus: wis.
    a
    -a In B korr. v. a. Hd. aus: versehen.
    b
     In B danach gestr.: und vermerten.
    c
     In B und C: ungegrunter.
    d
     In B v. a. Hd. korr. aus: verharreten.
    e
    -e In B v. a. Hd. korr. aus: teilhaftig, desselben verleger und besteller seint.
    f
     In B danach gestr.: vermutung.
    g
    -g In B v. a. Hd. nachgetr.
    h
    -h In B korr. aus: unsere.
    i
     In B und C danach: hochsten.
    j
     In B v. 3. Hd. korr. aus einem wegen starker Durchstreichung nicht mehr rekonstruierbaren, kurzen Passus.
    k
    -k In B v. 3. Hd. korr. aus: als wir und villeicht nit andere bedencken h[aben].
    l
     In B danach gestr.: dann dieselben mit seynen vorgewanthen rencken und glosirungen der vorgelegten urgichten zu verteidingen und unschuldig zu machen.
    m
    -m In B v. 3. Hd. nachgetr.
    n
     In B danach gestr.: wie Hg. Heinrich vermessentlich vorgeben und der seynen strefliche handlung uf leucknen stellen dorfte.
    o
     In B korr. aus einem wegen starker Durchstreichung nicht mehr rekonstruierbaren, kurzen Passus.
    p
     In B danach gestr.: mutwilligen und gewaltbaren.
    q
    -q In B durch Streichung korr. aus: er [auch] neben andern seynen [practiken], so wol antzutzeigen stunden, seine freventliche, thetliche.
    r
     In B v. 3. Hd. korr. aus: meniglich.
    s
     In B danach gestr.: und darumb wöllen sich auch Hg. Heinrichs thaten und handlungen nit alweg mith leucknen und nit-gestehen verantworten lassen.
    t
    -t In B v. a. Hd. korr. aus: Ist auch erstuncken und nicht wahr.
    u
    -u In B v. 3. Hd. nachgetr.
    v
    -v In B v. a. Hd. korr. aus: daß er villeicht nicht weit von derselben ratschlag und anschiftung mochte gewest sein, daß er darumb vor keynen abtrunnigen nach ketzer zu schelten.
    w
     In B v. a. Hd. korr. aus: ungestraft.
    x
     In B durch Streichung korr. aus: hellisch feuer.
    y
    -y In B v. a. Hd. korr. aus: ausweisen.
    z
    -z In B angestr.
    aa
    -aa In B korr. aus: ein offentlich erticht ding.
    ab
     In B danach gestr.: kindische und.
    ac
     In B danach gestr.: Und darumb so lassen sich auch so vil mortbrenner urgichten, so zum teil gerechtfertigt und darauf verhoret, auch zum teil noch sitzen und doran bestehen werden, mit leuckenen, nit-gestehen und, was der dinge mher ist, nit ableinen. Hg. Heinrich mochte sich auch solcher ungereimbter advocatenspeis wol enthalten.
    ad
     In B danach gestr.: Wir haben auch noch nit erfaren mogen, das in Hg. Heinrichs landt, wie er vorgeben dorf, gemert brandt worden sey, glaubens [sic!] es auch schwerlich, das es durch ine konde darbracht und erwiesen werden.
    ae
    -ae In B v. a. Hd. korr. aus: sonder vielmher Hg. Heinrichs oder seiner besagten ambtleute und diener unfurstliche und unerbarer tucke und handlung, wie solchs viel mordtbrenner bekannt, ausgesagt und.
    af
    -af In B v. a. Hd. korr. aus: werden, auch andere mher Hg. Heinrichs und berurter seiner amptleute und diener ein zeit heer im reich teutzscher nation geubte hendel und practiciren wol ausweisen. Darumb so wirdet sich auch Hg. Heinrich und seine besagte ambtleute, diener so gar weis nit brennen konden, sonder neben so viel mortbrenner urgichten und bekentnussen das gemein geschrei, rede und sage, vast durch das gantz romisch reich derwegen erschollen, auch etwas gelten lassen.
    ag
     In B danach gestr.: und sein gesel, der babst.
    ah
     In B danach gestr.: und mordtbrenner.
    ai
    -ai In B v. a. Hd. nachgetr.
    aj
    -aj In B v. a. Hd. nachgetr.
    ak
     In B danach gestr.: und villeicht sehen wollen, wie das erbermlich mordtbrennen doselbst ausgericht.
    al
     In B danach gestr.: ader vil mher boeser gewissen gesuchte sicherung.
    am
     In B danach gestr.: Und wiewol Hg. Heinrich vast aller mordtbrenner urgichten, aussage und bekentnis in viel wege zu taddeln.
    an
     In B danach gestr.: sonder da wir viel mordtbrenner bei uns und in unsern furstenthumben, landen und gepieten und obrikeiten begrieffen, welche beide in peinlicher und gutlicher verhore das bestelte und angestifte mordtbrennen auf vilgedachte Hg. Heinrichs amptleute und diener offentlich besagt haben und noch heutigs tags besagen, also auch da wir aus vielen andern und frembden herschaften und obrigkeiten, dormit wir nichts zu thun gehabt, sonder Hg. Heinrichen mher zugethan und verwant gewesdt [sic!] und seint dann uns, gleichformige aussagen ane alle unsere gedancken und nachfragen erlangt und bekomhmen [sic!], so haben wir das alles, zufurderst, weil das werck sich mit dem aussagen zugetragen, nit in windt schlagen, sonder so viel verdachts und argwans wol schepfen muegen, die uns zu unser beschehenen anzeige bei euerer ksl. Mt. und allen erliebenden billich entheben soll, und wirdet Hg. Heinrich den argwon und verdacht, aus gedachter mordtbrenner urgichten offentlich zu befinden, nicht so leichtlich vor unbestendig kinderdinge distilliren mogen.
    ao
    -ao In B v. a. Hd. korr. aus: und tichtet solchs auf uns felschlich, dann das wir abtrunnige von der rechten und warhaften, alten, cristlichen kirchen und ketzer sein solten, das wirdet er mit Got und heiliger schrieft nimmer auf uns bringen mogen, wollen inen auch.
    ap
     In B danach gestr.: achten und halten, wie ers dann auch in viel wege mit seinen tirannischen, ungotlichen handlungen und thatten bewiesen.
    aq
    -aq In B v. a. Hd. nachgetr.
    ar
     In B danach gestr.: und furgetrachtet.
    as
     In B danach gestr.: wie es leider mercklich uberhandt nimmet.
    at
    -at In B v. a. Hd. korr. aus: sonder Hg. Heinrichs geschwinder practick und des cammergericht unrechtmessige verstattung halben beschehen. Soll sich aber zu seiner zeit auch wol finden.
    au
    -au In B v. a. Hd. korr. aus: alles ist ane grundt.
    av
    -av In B v. a. Hd. nachgetr. Oberhalb dieses Einschubs marginale, aber wieder gestrichene Notiz von der Hand des Haupttextes: Was hierneben des landgraven halben angezogen, wil ich dem hern cantzler befelen.
    aw
    -aw In B v. 5. Hd. korr. aus: reue.
    a
     Nach B, C und D korr. aus: ime.
    a
     In B danach: supplication und.
    b
    -b In B: Junij ubergeben.
    c
     In B danach: copei.
    d
      In B: supplication.
    e
    -e Fehlt in B.
    f
     In B danach: auch.
    g
    -g Fehlt in B.
    h
     In B: schmach- und schandtmissiven.
    i
     In B danach: volgends wider den landgraven und mich semptlich an unsere freuntliche, liebe vetter und ohem, die churfursten Pfaltz und Brandennburg, gegen Franckfurt gethann und was ime dorauf ingesampt und besondern von uns baiden dorauf geantwurt.
    j
    -j In B: den rechten.
    k
    -k In B: das ich.
    l
     In B danach: und offene.
    m
    -m Fehlt in B.
    n
     Fehlt in B.
    o
     In B danach: und sigel.
    p
    -pFehlt in B.
    q
    -q das er uber seine geubte furnemen wenig briff und sigel wirdet aufgericht haben. Wes sich aber der landgrave, mit briff und sigeln wider ine zu belegen, erboten, dornach.
    r
     In B danach: so er bereit eur ksl. Mt., dieselben nicht zu sehen, ubergeben hat.
    s
     In B: ime.
    t
    -t Fehlt in B.
    u
     Fehlt in B.
    v
     In B: vorfugung.
    w
    -w Fehlt in B.
    x
     In B danach: welche in berurter supplication nach besagung der gestrafften urgichten.
    y
     In B: der berurten und besagten.
    z
    -z In B: die.
    aa
     In B: dann.
    ab
     Fehlt in B.
    ac
    -ac Fehlt in B.
    ad
    -ad In B: uns und unsern.
    ae
    -ae Fehlt in B.
    af
     In B danach: arme.
    ag
    -ag In B: Wie konnen.
    ah
     Fehlt in B.
    ai
    -ai Fehlt in B.
    aj
     In B danach: ane zweivelh.
    ak
     In B: gegeben wil haben.
    al
     In B danach: berurter.
    am
     In B: woll.
    an
    -an In B: an tag brechen und sich wol befinden, was alsdan eur ksl. Mt. hochkaiserlichem ambt, weitter hirinne mit vörhör, erkentnus, execution oder in andere wege furzunemen, zustehen will. Dann ane das ist leichtlich umb alles nayn zu sagen. Derhalben ich neben meinen mitvorwanten undertenigst und gantz tröstlich vorhoffen will, eur ksl. Mt. werden aus irer Mt. hohen kaiserlichem ampt hochstrefflichem, unmenschlichem ubel steueren und, die gebetene, auch andere schleunige, furderliche wege, dorzu dinlich, an ire kaiserliche hand zu nemen, nicht underlassen und sich des armen, cristlichen volcks, auch der unschuldigen jugent und witwen und waisen erbarmen. Das wirdet eur ksl. Mt. bei Got und aller welt zu hohem kaiserlichem ruhm und zu aller kayserlichen wolfart ane zweivel geraichen. Will dann der von Braunschwig sein hochprechtig scheinerbieten, das er eur ksl. Mt. ubergeben und dem landgraven und mir zu weitterer schmach und vorclainerung, unerwartet unser baider antwurt, hat drucken und under seinem wappen hat aussprengen lassen, auf die ausschreiben, die er wider mich getan, gemaint haben, so wais ich ime beclagtes statt, wie er vortelhaftig angibt, mitnichten einzureumen.
    ao
    -ao In B: und umbzubringen etc.
    ap
    -ap In B: das ich zu recht schuldig oder mir mit recht auferlegt mag werden.
    aq
     In B danach: mein vetter und bruder.
    ar
    -ar In B: wie ime auch.
    as
    -as Fehlt in B.
    at
    -at In B: Torgau, den 19. tag des monats Julij anno etc. 41.
    a
     In B danach: und.
    a
     In der Vorlage irrtümlich: und gegrunte.

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    « ŠVIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel  »

    « VIII,2a Die Städte Goslar und Braunschweig im Konflikt mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel  »

    «Nr.247 Stellungnahme Hg. Heinrichs zu den Beschwerden und Aktivitäten der Städte Goslar und Braunschweig – Regensburg, [1541 März 12]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 142r–146v (Kop.); DV fol. 146v: Copei der schrift, so Hg. Heinrich von Braunschweig ksl. Mt. der von Goßlar und Braunschwig halben ubergeben, 1541, Regennspurg.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 1, fol. 104r–107v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 107v: Hg. Hainrichs zu Braunschweig etc. entschuldigung, das sieder der suspendirten acht er wieder die zu Goßlar nihe in einige krigsrußtung kommen sey etc. Und zaigt an, in was unrechtmessigem furnehmen sein gegenteil wieder ihn stehe etc.

    Mir hat von wegen eurer ksl. Mt. derselbigen rath Dr. Navis angetzeigt, wie daß die protestirenden sich gegen euer ksl. Mt. beclagen solten, daß ich wieder eurer ksl. Mt. suspension oder anstellung, die sie sollen von wegen der goßlarischen acht gethann haben, gegen die echter von Goßlar mit gewalt vortfaren solt. Und darumb theten genediglich gesinnen, daß ich darmit piß nach diesem reichstagk mit weiterer antzeige in ruhe stehen solte etc. Nhun weiß ich eurer ksl. Mt. meyner hohen nodturft nach nicht zu verhalten, daß ich itzunder durch meyne heimgelassene rethe angelanget bin worden, daß die echter von Goßlar reuter und knecht angenohmen, sich mit aller kriegsubung, prophandt, comeat und munition gegen mir schicken und rusten, auch teglich in viel hundert starck herrauß in mein furstenthumb, geholtze, welde und forste mit gewalt fallen, dieselbigen nach allem irem lust und gefallen verhauen und verwusten, etliche meyne underthane gegriffen, gefangen und daß dieselbigen gefangene eines theilß noch von ihnen enthalten werden, daß auch meyne ungetreue underthanen meyner stadt Braunschwig in vorhaben und arbeit stehen, etliche 100 pferde und 1.000 knecht wieder mich und die meynen und zue sterckung der echter von Goßlar zu versamlen und antzunehmen, auch sich mit der wagenburgk, geschutz, sturmleitern, munition und aller nodturft zum krige gerust machen, die meinen ampt[en], dienern und andern den eingangk meyner stadt Braunschwig verpoten etc. Aber euer ksl. Mt. Šwissen sich mit gnaden zu erinnern, alß dieselbige durch den gedachten Dr. Nauenn an mich gnediglich begeren lassen, daß ich bey meynen heimgelassenen bevelhabern und verwanthen verfugen wölte, daß die echter von Goßlar diesen gegenwertigen reichstagk vor mir und den meynen sicherlich besuchen und beschicken möchten, daß euer ksl. Mt. ich solchs zue underthenigen ehren und gefallen mit geburlicher vorbehaltung laut meiner deßhalben ubergebner antwortschrift underthenig bewilligt und nachgegeben2, dergestalt auch, biß sie ire sicherheit und gewarsam wiederumb erreichen, welches ich also meynen heimgelassenen rethen zu thun bevolhen. Und dann auch in eyner sundern supplicationschrift habe eurer ksl. Mt. ich mit grunde und warheith angetzeigt und noch anzeigen thun, daß ich nie in einiger kriegsrustung sinther der gesprochnen und verkundigten acht wieder die von Goßlar gestanden, auch in diesem heutigen tag nicht stehe, welches alles eurer ksl. Mt. ich allein zu ehrn und umb dieses reichstags willen underlassen, wiewol ich dennoch, durch verleihung gotlicher hulf und one ruhm solche echter under meynen gewalt zu bringen, vertrauet hette. Also wölte mir mit grundt und warheit besser, wieder die echter zu clagen, geburen, dann daß sie mich gegen eurer ksl. Mt. auß keynem bestandt und gantz vermeinter, beschonlicher weise thun beclagen, die auch auß vormelter antzeige sich eines gewalts wieder mich gantz nicht zu beschweren haben, dorauf eurer ksl. Mt. ich dann gesinnen zum ersten habe.

    Zudeme, so ist die sach weder der gegentheiln vermeinten religion anhengig noch dorauß fliessendt, sonder, alß jegentheiln und ich meynes eingelosten Ramerßpergks welde und gehultze halben gegeneinander in kriegsubung gestanden, haben sie mir auß solchem unwillen und keiner nodturft iren frevel, mutwillen und fridbruchigen gemute nach meine closter Gorgenbergk, Peterßbergk, Heilliggrab und andere ann [= ohne] einige erhebliche ursachen mit hereskraft belegert und letzlich in den gantzen grundt abgeprennet, auch dem gegentheil nicht benugig gewesen, sonder daruber meyne arbeiter und schmeltzer in den hutten jhemerlich auf die schmeltzofen geworfen, verbrennet und sunsten eines theils sunst erwurget und umbgebracht, alles in meynem furstenthumb, gericht und obrigkeith, das alles und dorauf meyne ervolgte klage gescheen ist, ehe dann die vormeinte protestirende je einige buntnuß oder conspiration aufgericht und lange vor dem augspurgischen reichstagk. Es ist auch nicht gehört worden, daß sich die widertheilen dagegen mit irer vermeynten religionn haben beschutzen wöllen. Allein dieweil gegentheiln mit urtheil und recht in die acht erkant und denunciirt worden seyn, so understehen sie sich mit zuthun irer vermeinten conspirationsverwanthen, wieder eurer ksl. Mt. reputation, recht, des reichs ordnung und den außgekundigten landtfriden solchen losen und verwar [= fürwahr] gantz ungotlichen und unerbarlichen behelf zu geprauchen und dorauß ein religionnsachen zu machen und mit der Šmindischen zu vergleichen, welches doch, wie angetzeigt, im grundt nicht ist nach [= noch] seyn kann.

    Derwegen so mögen wieder [= weder] die von Goßlar nach die protestirende dorauß einige ursach ires vertzugsa schepfen und haben die protestirende, den echtern von Goßlar, welche die suspension wieder mich auch nit furtragen kann, in dieser sachen auß gescheener antzeige beyzupflichten, kein fug noch recht, sie wölten dann euer ksl. Mt. und des reichs reputationn, ehr, ordnung und gesatz gentzlich und gar vornichten und umbstossen, dahin dann, wie die erfarung gibt, ir entlich gemuth gericht ist. Dieweil dann euer ksl. Mt. an mich gnediglich thun gesynnen und begern, daß ich diesen werenden reichstag uber unverfang meynes erlangten rechtens mit der gewalt jegen die echter von Goßlar in ruhe stehen sol, so haben euer ksl. Mt. albereit gnedigst vernohmen, daß ich bißher keynen – eurer ksl. Mt. zue sondern ehren – gewalt wieder die echter von Goßlar gebrauchen wöllen, und bin, des noch euer ksl. Mt. diese zeit uber zue underthenigem gefallen zu thun, erbutigk, doch mit vorbehalt, daß ich darmit weder in die suspensionn bewilligt noch etwas mich an meynen erlangten rechten wil vertziehen haben, welches ich mich gegen euer ksl. Mt. zum herlichsten itzunder thu bedingen, und in deme, auch daß die echter von Goßlar sich ires gewalts in meynem furstenthumb (wie berurt) enthalten, die gefangenen wiederumb ledig lassen, von irer munitionn, prophantsbereitung und vorhabender rustung, dergleichen auch die von Braunschweig, meine ungetreue underthane, von irem thatlichen furnehmen, dorinnen sie dieser zeith gegen mir und den meynen sein, abstehen, gestatten, darvon auch ksl. Mt. klerlich verstehen, wie gehorsamlich die von Braunschwig und den eingangk der meynen in die stat Braunschweigk eurer ksl. Mt. ausgangen penalmandat halten und was mir, darwider zu thun, auch erlaubt sein wil. Solten aber die gegentheiln solche ertzelte, thatliche handlung wieder mich und die meynen nit abstellen wöllen, sondern, sich also gegen mir zu rusten, furtfaren wurden, so wil ich nicht erachten, daß es eurer ksl. Mt. wille, gemuth oder meynung sey, daß ich meynen wiedertheilen den vortheil gunen, iren gewalt und unpillichen handlungen mir zue mercklichem, unuberwintlichem schaden, verderbe zusehen und daß die echter von Goßlar der sequestern geldt angriffen, sich damit gegen mir und den meynen gerust zu machen, und ich nichts darwider thun solt, damit gleichheit auf beiden theiln gehalten werde, sonder mehr, daß ich mich dargegen aufhalten und euer ksl. Mt. mich alß ein romischer keyser und ein haupt der christlichen nurnbergischen buntnuß nit verlassen, daß auch solche noturftigliche gegenwer eurer ksl. Mt. nit zuentgegen sein werde, dorauß mir sunsten eyn unwiderbrenglicher schade, merckliche, groß beschwernus ervolgen wölte, in dem vhal euer ksl. Mt. ich in aller underthenigkeit itzo angeruffen haben wil und zweiffel gar nicht, euer ksl. Mt. werde mir und sunderlich auf ditz mein underthenig, milt erbieten, welches ich meynen heimgelassenen rethen Šund bevelhabern angetzeigter gestalt zu leisten auch bevelen wil, beystendig und behulflich. Und bit gantz undertheniglich, euer ksl. Mt. wölle hirinnen ir reputation, meine gelegenheit und gestalt der sachen genedigst selbst behertzigen und bedencken der jegenteiln von Goßlar grossen vortheil, daß sie, mich mit der sequesterei alß meynem eigenem gelde zu vergewaltigen, understehen, und in was mutwilligen, unrechtmessigem furnehmen sie gegen mir sein, und daß euer ksl. Mt. mein gnedigster her keyser sein und pleiben und auch mir vermöge derhalben meyner ersten supplicationschrift verholfen sein wölle, alß ich mich zue euer ksl. Mt. gewißlich thu vertrösten, und daß euer ksl. Mt. die suspension oder anstellung der acht gnediglich wiederumb werden aufhebenb und revocirn lassen3. Bin ich umb euere ksl. Mt., dere mich undertheniglich thun bevehlen Šund zue gehorsam schuldigk erkenne, meynes hochsten vermugenß ungesparts leibs und guts stets zu verdienen willig4.

    «Nr.248 Supplikation der schmalkaldischen Verbündeten an den Kaiser – Regensburg, 1541 April 9 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 136, fol. 247r–249v (Kop.); DV fol. 249v: Copei supplication gemeiner vereinigten stende in den sachen Goßlar und Braunschwig, der röm. ksl. Mt. Sonnabent nach Judica [1541 April 9] ubergeben. 1541.

    B  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 633r–633v (Kop.).

    C  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 28r–29r (Kop.); ÜS fol. 28r: Supplicatio gemeyner vereynigter steendt in den sachen Goßlar und Braunschweig, 9. Aprilis röm. ksl. Mt. ubergeben.

    Wiewolh das eur ksl. Mt. wir mit so manichfaltigem ansuchen nicht gern beschwern, so werden wir doch durch daß vilfeltig anregen, clagen und anruffen der stett Goßlar und Braunschwig dermassen geursacht, daß wir, solch ansuchen bei eurer ksl. Mt. undertheniglich zu thun, nicht konnen oder mogen umbgeen. Dan wiewolh euer ksl. Mt. auß sonderlichem, hohem, cristlichem bedencken als ein loblicher kaiser, gutiger vatter deß vatterlands, in deutscher nation der schwebenden, irrigen religionsach halben vergleichung und also bestendigen frid und ainigkeit zu machen und aufzurichten, deßhalben allerlei schwere reise, muhe und arbeit auf sich genohmen und zu forderung desselbigen dem keyserlichen chammergericht in allen und iden religion- und darauß fliessenden sachen stilstandt gebotten, auch die goßlarischenn und mindischenn achten, damit dieselbigen stedt nach unserm bedencken unrechtmessigerweiß beschwert worden seint, suspendirt und Hg. Heinrichen, sovil die von Goßlar antrifft, solcher suspension zu gehorsamen, bevolhen, auf daß euer ksl. Mt. solche ire furgenohmene cristliche handlung auf diesem reichstag sovil bequemer und baß verhandeln möchten, so haben wir doch am jungsten eur ksl. Mt. ein supplicationschrift [Nr. 244] ubergeben, in welcher wir auf ansuchen der von Goßlar eur ksl. Mt. underthenigst angetzeigt, welchergestalt Hg. Heinrich obgemelt solchen keiserlichen bevelchen nicht gehorsamet oder statgibet, darauf wir noch eur ksl. Mt. gnedigster antwort undertheniglich thun erwarten. Weren Šauch wolh geneigt, euer ksl. Mt., mit so vil gescheften beladen, mit weiterm ansuchen zu verschonen. Damit aber doch euer ksl. Mt. aigentlich spuren, daß Hg. Heinrich den keiserlichen geboten zuwiderlebt, so haben die von Goßlar uns vilfeltig geschrieben, daß inen Hg. Heinrichs dienner ane zweivel auß seinem bevelh kein prophiant oder ichts anders zugeen lassen, die straß verhindern, ire zins und gult, so die burger in seinem furstenthumb haben, eintzufordern und ime zuzeeigen, understeen und andere ding furnehmen in meinung, sie gar zu grundt und boden zu verterben, außzuhungern und zu seinem willen zu dringen, unangesehen aller eurer ksl. Mt. suspension, geboth oder verboth, eurer ksl. Mt. nicht zu geringer verachtung, inmassen euer ksl. Mt. aus beiligendem außzug gnedigst zu vernemen haben1.

    Ist demnach unser underthenigste bit, euer ksl. Mt. wollen hirauf nochmals in ansehung in der andern supplication ertzelten ursachen ernstlich verfugen und verschaffen, daß gemelter Hg. Heinrich alle und ide strassen eroffene, denen von Goßlar frei zu- und abfhur nach irer notturft gestatt, denselbigen auch ire zins und gult nicht entziehe, sie mit iren welden, huttenwerck, bergkwergk und andern iren inhabenden gutern bei iren besess, recht und gerechtigkeit bleiben lasse, sonder sich der suspension in allen und iden irer wirckung gentzlich und creftiglich halte und umb die uberfharung und eingriff in stehender suspension inen geburlichen abtrag und vergleichung thue2.

    Zum andern, allergnedigster herr, so langet uns glaublich an, daß in eurer ksl. Mt. nider und andern umbligenden landen sich etliche gewerb und anleuffe von knechten ereugen sollen3. Wiewol wir nun noch zur zeit nicht wissen mugen, Šwer solche knecht versamelt oder wartzu die gebraucht werden sollen, so mussen wir doch besorgen, daß villeicht solche versamlung darumb angericht möcht werden, damit so vil minder stende von diesem tailh alhie ankommen und etliche andere fursten und stende, so hie seint, abtzuziehen bewogen werden möchten. Bitten derhalben underthenigst, euer ksl. Mt. wolle allen sachen zum besten gnedigst verfugen, damit umb solche gewerb, weme die zusteen und wartzu die gebraucht werden sollen, erkundung geschee und, ob euer ksl. Mt. deßhalben zeitung zukomen weren oder wurden, alßdann das gnedigst einsehen thun, damit solch gewerb, ob etwas furhanden were oder sein wurde, gnedigst abgeschafft werde und nicht ursach sei, das etzliche außbleiben und etzliche von stenden dieser religion, so alhie seint, abreitten musten, sich in dem allen allergnedigst ertzeigen.

    «Nr.249 Supplikation der Stadt Goslar an den Kaiser – Regensburg, [1541 April 30]1 »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 330r–345v (Kop.); AS fol. 330r: Der stad Goßlar sachen; AV fol. 331r: Supplicatio an die röm. ksl. Mt. der stadt Goslar jegen und widder Hg. Heinrichen von Braunschweich, dorin vormeld und angezogen wird, uß was grunden und ursachen die achturtheil und die, so vor den probst und convent zu Gorgenberg widder bemeldt stadt ahn dem keyserlichen chamergericht vermeindtlich und widder alle recht und pillichkait gefhelt und usgesprochen, zu cassirn und abzuthun oder jhe zum wenigisten die von Goslar darwidder zu restituiren sein.

    B  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 147r–164v (Kop.).

    C  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 612r–625r (Kop.).

    ŠD  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20IV, fol. 697r–709v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 709v: Supplicatio senatus et civitatis Goslariensis ad caesaream maiestatem pro cassatione suorum banni etc.

    Eueren röm. ksl. Mt. brengen wir, burgermeister und radt der stadt Goslar, durch unseren hiezu gevolmechtigten anwald underthenigist fhur diese unsere hochst anligende noth und beschwerung neben warhaftigen bericht der gantzen sachen, daraus euere ksl. Mt. gnedigst zu befinden, mit was fug und grundt wir und auch die gemeine stadt Goslar von euerer ksl. Mt. chamerrichtern und beisitzeren uff anclage Hg. Heinrichs von Braunschweig und Luneburg von wegen eins vormeinthen angezogenen fridbruchs in euerer ksl. Mt. und des hl. reichs acht gesprochen und denunciirt, wie auch uber das durch gemeldt chamergericht vor convent und kloster zum Georgenberg und widder uns, die zu restituiren, auch inen derhalben alle und ide erlitten und zugefugte scheden, dazu auch die gerichtscosten auf rechtlich messigung auszurichten, zu vorgnugen und zu bezalen, erkandt worden, undertheniglich bittende, solch unsere hochst anligende noth neben diesem unserm, auch us der ergangenen gerichtsacten waren bericht gnedigist zu horen. Dan euere ksl. Mt. werden daraus mit grunde und warheit befinden, auch von allen unpartheiischen anders nicht berichta werden sollen, dan das wir durch berumpt urtheil widder recht und zum hochsten vorletzt und beschweret worden seind und das vormuge aller recht solche beide urtheil als nichtig unpillich und craftlos zu cassiren und uffzuheben sein odder jhe zum wenigisten wir darwidder durch euere ksl. Mt. restituirt werden sollen.

    Darneben werden euere ksl. Mt. clerlichen vormercken und sehen, das unser widdersacher, Hg. Heinrich von Braunschweig und Luneburg, etzliche lange jhar in mancherlei wege mit grosser, unerhorten geschwindigkait und gewaldt umbgangen und des furnehemens gewesen und noch, uns von Goslar umb unser hutt und bergwergk selbstgewaltigen zu brengen, auch der stadt Goslar mechtig zu werden und die mit iren eigen, von romischen kaisern, kunigen und anderen im hl. reich wolhergebrachten gehultzen, thalen, bergen, hutt und bergwergken ahn sich zu reissen und euerer ksl. Mt. und den romischen kaysern abzuzwacken und unther seinen gewaldt zu brengen, das dann die lebendige und auch erweiste, manigfaltige, selbgewaltige thaten in den gerichtsacten und sonst clar anzeigen, selbst reden und ercleren2.

    Dan erstlich als wir und gemeine stadt Goslar vorruckter zeit und vor vielen jaren den zehenden, nemlich den 13. kubbel und das gericht uff dem Ramsperge Švon dem Hg. zu Braunschweig pfandtsweise innegehapt, hat sich Hg. Heinrich von Braunschweig einer ablosunge solchs gerichts und zehendes angemast. Wiewol nuhn in solcher widderlosunge die irrung der margk sielbers halber furgefallen, das mahn wegen der langen zeit den werdt derselbigen nicht gewust, und wir gute ursach, der und anderer ursachen halben uns zu widderen odder jhe zum wenigisten dieselbige so lang uffzuhalten, byß der werdt der margk silbers liquidirt were worden, gehabt, so haben wir doch umb fridelebens willen die abelosung gestattet.

    Als aber die abelosunge beschehen, hat seyn fstl. Wd. nit alleine den zehendten des Ramespergs, sondern auch die gericht und vorkauf, daneben auch das gantze bergwergk, schmeltzhutten und alle welde, so wir vor vielen jaren von romischen kaysern und kunigen und anderen bekhomen, erkauft, ahn uns bracht und sonst unsern vorfaren und der stadt vor und nach der pfandtschaft zugestanden hat, auch in solch pfandtschaft zihen und uns dorahn nichts gestehen wollen. Derohalben wir mit seiner fstl. Wd. in irrung khomen und hat der hertzog solche ding, der wir ihme nicht gestanden, auch in der vorschreibunge nicht befunden sein, nicht mit recht suchen wollen, wie ihme gepurt hette und ehr schuldig gewesen were, sondern, sein furnemen fur und fur mit eigener selbst gewaldt und thadlichen eingriffen gegen uns zu erlangen und auszufuren, understanden, solchs auch also mit der thadt in das wergk bracht. Widder solch thadlich furnemen haben wir bei der kayserlichen regirung ein gemein penalmandat, darinne dem hertzogen gebotten worden, die von Goslar und die iren ahn iren rechten, gerechtigkaiten, hergeprachten possession und dergleichen nicht zu turbiren, zu vorgewaltigen noch zu beschedigen, sondern sie bei dem allen geruehelich pleiben zu lassen, usbracht.

    Volgends sein bei dem kayserlichen chamergericht zwey ander mandata usbracht, uns, die von Goslar, wasser und strassen, auch unsere forst und gewelde geruehelich pleibenb zu lassen, und neben solchen mandaten ein citation super l. diffamari von wegen des vorkaufs und der welde, wo sein fstl. Wd., uns derohalben zu besprechen, vormeinet, solchs ahm chamergericht vorzunehemen. Seine fstl. Wd. seindt aber ungeacht solcher mandata uff irem furhaben beharret und einen gewaldt uber den andern, dan durch sich selbst, dan durch die diener und vorwanthen, etwa auch durch frembde geubt und gebraucht. Und damit seine fstl. Wd. solch gewaltige thaten unther dem schein des rechten beschonet, hat er einen vermeinthen richter uff den Ramsperg geordenet und vor demselbigen die bergk- und hutteherren bey uns vorheischet und uber rechtmessige, vorgewanthe exceptionschrift procediren, iren eins teyls in die vorfestunge vorcleren, die ubrigen irer bergteil und hutten pravirenc lassen, alles de facto. Von welchen vormeinthen urtheilen wir und unser burger als die dadurch zum hochsten vorletzt neben anzihung der nichtigkait appellirt und daruff ladunge, Šinhibitiones und compulsoriales erlangt, exequirt und also die sachen iuxta l. diffamari vormals affectirt, volgendes durch beschehene appellation anhengig gemacht worden. Uber das alles und also lite et appellatione pendente hat seine fstl. Wd. die hutten und bergteil sampt unseren aigen kholen eingenohmen, allen vorrath, so die hutten- und bergkherren vorlassen, daselbst mit unserm eigen kholen, holtz und schmeltzgezeug vorschmeltzen, hinfuren, auch ire, der hutteherren, arbeither, soviele ihme nicht arbeithen wollen, auch ire diener ahn irer fhur abtreiben und zwingen lassen, das ertz in seinen gewaldt zu furen.

    Vor, in und neben diesem allem seindt die ausgangen und vorkundthen mandata, inhibitiones und ladungen gerichtlich reproducirt, daruff gehandelt und mit recht furgefaren worden. Daneben haben wir, wiewol wir grosser ursach gehabt, die gegenwehr fur die handt zu nehemen, zu noch mehrem glimpf nit underlassen, in solchem die kayserliche regirung ferner anzuruffen, und dahin bewegt, das die etzliche regimentsherren gleichwol uff unseren costen von Regenspurg aus abgevertiget. Und wiewol nuhn die vorordenthen sich in der sach etwas hochd bemuhet, so haben sie doch bei dem hertzogen nichts erlangen mugen, wiewol auch in irem abreithene vorabscheidet, das mahn sich aller thadtlichen handelunge soll enthalten, so ist doch der hertzog uff seinem furnehmen beharret, einen gewaldt uber den anderen widder uns und die unsern furgenohmen, geubt, auch furnehmen und uben lassen und in deme etwa viel reuther, fuesvolck, auch seines eigen landtvolcks, dieselbigen in das closter Reiffenbergk, nechst ahn Goslar gelegen, und die umbligenden dorfern daselbst gelegt, uns und die unseren fur und fur vorgewaltigen, schlagen und hinfuren, unsere getreide vor der stadt zertretten, vorderben und schleiffen, auch die landwehre zerhauen und zum zweiten mahl vorbrennen lassen, zuedeme auch sich und die seinen in berurtem closter Reiffenbergk mit stacketen, wellen, auch geschutz und aller krigsrustung, schauffelen, hacken und anderem grabzeuge dermassen vorwaren und vorsehen lassen, das solchem ansehen nach nichts hat anders mogen gedacht werden, dan das ehr willens were, die stad zu belageren und, soviel ahn ihme, zu eroberen.

    Wiewol nuhn auch solch rustunge, sovehr die angezaigtermahssen uns und den unseren zue nachteil furgenohmen, wie dan ahm tage, ahn allen vorzug ihme bei des landfriedens, auch anderen schweren penen, straffen und bhussen abzustellen gebotten, auch solch mandat ahm 21. Julij anno etc. 27 verkundt worden, so hat seine fstl. Wd. doch solche rustunge nit abgestelt, sonderen jhe lenger jhe mehr uns und die unseren beschedigen und vorgeweltigen lassen und in deme sich mit seinerf krigsrustunge dem closter Sanct Gorgenbergk, in unser landwehr und hardt ahm stadtgraben gelegen, genahet, ahne zweiffel Šihm willen, dasselbige zu eroberen und daraus die stadt, uns und unsere burger und inwoner noch mehr zu beschedigen und zuletzt gar zu vorterbeng.

    Als nuhn wir gesehen, das weder mandata, inhibitiones, litispendentz und kayserlicher regirung gesanthen abschiedt nicht helfen wollen, haben wir aus schuldiger pflicht, damit wir ksl. Mt. und dem hl. reich vorwandt, gemeine stadt, uns und die unseren vor solchem gewaldt zu beschirmen und den, soviel muglich, abzutreiben, uns zum theil auch mit krigsleuthen vorsehen und daruff uff einen benenthen tagk, als seine fstl. Wd. uns unsere landtwehr vorbrandt und ehr und die seinen sich in den rauch hinther das closter Gorgenbergk begeben und auch wir dafur mehr dan einsh von dem probst daselbst und anderen gewarnet worden, das der hertzog willens, das closter einzunehemen, inen ihm solchem vorhindert und das closter eingenohmen, alleine der meinung, uns vor ferner gewaltsam und andringendem uberfalh, so vohr augen, zu vorhuten, ahne allen befelich, dasselbig wedder abzubrechen noch zu vorbrennen.

    Uff so angezogene und vor gewaltsame und, das mahn auch teglichs gesehen, das der hertzog der hutte- und bergkherren vorrath uff den hutten mit gewald schmeltzen und hinfuren, auch, was in die stadt durch die burger zu furen, understanden, abwenden und nehemen lassen, ist gevolgt:

    Erstlich, als der hertzog die landwehr zum andern mahl abbrennen lassen und ihm rauch sich mit seiner krigsrustunge hinther das kloster gemacht, das das krigsvolck, so ihn der staidt [sic!] gewesen, mit etzlichen burgern zu vorhinderen, das der hertzog nicht in das closter kheme, sich aus der stadt erhebt und ini das closter gemacht, solcher nodtwendiger und keiner anderen gestalt abgebrochen und gebrandt worden, gleichwol ohne befhel eins radts. Und darnach, das etzliche aus der stadt sich zu iren hutten gethan, in meynung und willen, das ire zu beschutzen. Und als sich die arbeither einem solchen widdersetzt und mit gluendem ertz unther sie geschuttet, mag die handelung des umbringens und vorwundunge etzlicher personen, deren sich der hertzog auch beklagt, in der gegenwehr gevolgt sein. Daraus hat seine fstl. Wd. uns und wir seine fstl. Wd. widerumb super fractaj pace uff einen tag, nehmlich den 15k. Nouembris anno etc. 27, ahn dem kayserlichen chamergericht vorgenohmen.

    Nuhn, allergnedigster herr und kayser, clerlich und unwydersprechlich solch obangezeigte, rechtmessigel ursachen, warumb die vormeint achturtheil in causa fractae pacis und auch die, so vor den probst und convent zum Georgenberg widder Goslar gesprochen, als nichtig, recht- und craftlos zu cassiren odder wie die stadt Goslar jhe zum wenigisten von euerer ksl. Mt. allergnedigist dorwidder zu restituiren seye, sagen wir, das sich anfenglich ex actis erfinden soll, das Šder hertzog widder die von Goslar muff den keiserlichen landfriden geclagt hab, derhalben, das etzlich vil des rats von Goslar verwanten etzlicher kurchen und clostern, in seinem furstentumb gelegen, nemlich den Jorgennberg, zum heilligen grabe und den Petersbergk uberfallen, geplundert, abgethonn und zum teil ausbrannd, auch etzlicher arbeiter uf den schmeltzhutten entleibt, etzlich schwerlich verwunt haben solten. Nun hat dem hertzogen, zu fundiren sein intention, das die von Goßlarr durch solch thaten die peen des landfriden verwurgk [sic!] haben, zweierlei zu beweisen gepurt:

    Erstlich, das sollich thaten durch die von Goßlarr einhellige und mit verainigtem rath beschehen sein, dann die recht sagen quod civitas tunc ex delicto obligetur quando omnes de civitate communicato consilio et praehabita collegiali deliberatione deliquerunt, ista est theorica [sic!]Bari quam omnes sequuntur in l. aut facta § fi. ff. de, p[ro] qua allegat. l. semper § 2 ff. quod vi aut clam.

    Zum andern, das solliche angezogene tathen vorsetzlich aus bosem, geverlichem gemut und betrug beschehen sein, dann die peen des landfridens wie auch andere ubelthaten, so die leibstraffen uff inen tragen, erfordert, in irer vorwirckung expressum et verum dolumn dann die recht sagen quod poena sine fraude esse non possit quod usque ideo verum est ut quaelibet causa etiam colerata [sic!] imo iniusta a dolo & consequenter a poena excuset sive enim iustis ait lex sive iniustis rationibus dum tamen sine calliditate quis peccaverit sine dolo malo esse.

    Dise beide wesenliche stuckh, in den fridbruch gehorig, gleichfals sein selbst positionallarticul, daruff die anclage gegrundt, hat der hertzog nicht bewisen, auch zu ewigen tagen wider Goßlarr nicht beweisen wurdet. Dann obwoll er weis, das die clöster abgethann und zum teil ausgebranndt, auch etzlich arbeiter entleibt und etzlich verwunt, so ist doch noch nicht erweist, das solliches durch die von Goßlarr communicato consilio et dolo malo beschehen sein, sonder die ding sein durch sonder personen zur recuperationn irer entwerter habe und gutero und abwendunge unnerhortz, untreglichs gewalts, auch zu vorkomen die eusserste vorstehende farr und sorge des entlichen verderbens an leib und gut, darinp sie und die gemeine stat desmals durch die thadlich handelunge des hertzogen gesatzt waren, defensive furgenomen worden, one das das auch dieselbige sondere personen die peen des landfridens verwurckt hetten. Dann als der hertzog, nachdem er die burger zu Goßlarr irer bergk- und huttenwerck–m, auch irer silber, ertz, blei, kholen und allen anderen vorrathen, so sie uff solchen iren hutten gehapt, gewaltiglichen endsatzt und das closter Reiffenbergk widder kayserliche mandata in aemulationem et excidium urbis Goslariensis mit wellen, graben, stacketen, schantzkorben, reuthern, fuesvolck, geschutz und andren attalereien und munition bevestiget und also aus einem Šcloster ein raubhaus uffgericht und die burger vor augen gesehen, das der hertzog die landwehr zum andern mahl ausgebrandt und geschleift und von dem Reiffenbergk mit seiner krigsvolck und rustunge im anzug war, den Gorgenbergk, so der stadt Goslare solchem des hertzogen furnehmen nach gantz sorglich und schedlich gewesen gelegen, inzunehemen, mogen etzliche arbeither, gemeine burger und krigsleuthe, doch ohne befehl eines erbaren rads iusto dolore et timore instantis periculi permoti und also aus unvormeidlicher not, fhar und sorge ires vaterlandes, gemeiner stadt vorderben, umbkhomens, auch zu errettung ires leibs und guts den Gorgenbergk eingenohmen und gebrand, dan, wo der hertzog den Gorgenbergk erobert, were die stadt als gut als vorloren gewesen. Us welchem allen jhe clerlich erscheindt, obgleich die burger, inwoner und knechte solchs gethan, das doch solche thadt gemeiner stadt, sonderlich burgermeistern und radt als dem magistratui nicht zugerechnet werden mag. Erscheindt auch weither, das die burger, so solchs gethan, nicht dolo malo, sondern zu irer und gemeiner stadt nodtwendiger defension und errettung geubet, das ihnen auch solchs ihm rechten zugelassen und erleubt und derohalben kein peen oder straff ihm rechten vorwirckt haben. Und ob gleich ein erbar radt doryn vorwilliget hette, mocht doch dasselbige von wegen solcher vorwilligung, so ihn gleichnus dolo malo nit beschehen were, fridbruchig nicht geachtet werden.

    Omnia siquidem iura imo ipsa constitutio generalis pacis permittunt cuilibet se et sua impune tueri et vim vi repellere absque eo quod violento et spoliatori aliqua actio competere possit, iuris enim naturalis est defensio non solum hominibus, sed etiam brutis permissaq. Quin imo quilibetr potest auctoritate et permissu iuris pro defensione sua vel recuperatione rerum suarum in incontinenti, hoc est quam primum fieri potest, secundum necessaria praeparamenta colligere milites, convocare amicos et propulsares iniuriam censeturque a iure defensio, cum aggressus semper praesumatur ad suam defensionem id, quod facit, facere. Neque sola defensio, sed etiam praeventiot, antequam quis offendatur, a iure conceditur. Nemo enim exspectare tenetur, quod offendatur, porro cum aliter se quis commode tueri non potest, licet illi tertium etiam innocentem et non offendentem pro sua defensione offendere per l. si quis fumo ff. ad l. aquil. § fe. ubi textus clare decidit, quod a damno excusetur, qui incendii arcendi gratia, ne ad aedes suas incendium perveniat, iusto terrore et metu aedes vicini destruxit et intercidit sive ignis perveniat ad domum suam sive non. Et adducitur per textum generalis ratio, quod verisimile est imminens damnum, quod iuste timeturu. Quemadmodum Bal. illum textum generaliter sumat et ex eo notat, dum dicit, quod quis possit destruere alienum, ne destruatur suum. Cum Šhoc videaturv magis causa defensionis quam offensionis factum et ex verisimili et iusto metu imminentis periculi sine ullo damno, iniuria et pena. Praeterea quando periculum est in mora, tunc l[egem] vel statutum impune contemniw potest, quia melius est in tempore occurrere periculo quam post laesionem remedium quaerere.

    Es erscheindt auch hieraus, dieweil der hertzog, wie gemeldt, die von Goslar irer bergk- und huttenwergk gewaltiglichen endsetzt und dan den von Goslar die recuperation solcher entwerter posession, habe und guethere im rechten, wie gemeldt, erleubt, das alle schaden und entleibung der arbeither, so aus solcher erleubter recuperation ervolgt, ihme, dem hertzogen, als dem anfenger und vorursacher zuzemessen sein3. Derhalben so sollen auch von rechts wegen die von Goslar dem probst und convent zum Gorgenberg nicht dermassen, wie beschehen, sondern der hertzog zur erstattung costen, schaden und aller interesse condemnirt worden sein. Und dieweil solche recuperation im rechten erleubt, so hat den arbeithern nicht geburt, sich mit gewaldt widder solch recuperation zu setzen. Quia ubi a iure permissa est offensio, ibi non est licita defensio. Et ubi lex vel statutum concedit alicui aliquid faciendi facultatem, si ex actu taliter permisso sequitur homicidium vel aliud delictum, tale homicidium vel delictum erit impunibile. Und entschuldigt die arbeither nicht der befelich und gehais des hertzogen, dan die recht sagen, das der bevehl den mandatarium in malefitzsachen nicht endschuldige. Sie solten solchen bevehl nicht angenohmen haben, dieweil sie verisimiliter gewust, das der hertzog denen von Goslar die bergk- und huttenwergk mit lauteren gewaldt genohmen hatte. Solchs war und ist bei iderman des orts notorium und landtruchtig gewesen.

    Zum andern seindt die von Goslar auch in dem hochlichen beschweret und vorletzt worden, das widder sie in dieser und anderen sachen, zuvorh und ehe sie als die spoliirten uff des chamergerichts urtheil, anno etc. 28 den 15. des Maj geoffnet, wirglich restituirt, volfaren und gesprochen ist worden, dan die recht sagen, quod spoliatus ante omnia restitui debeat et quod in spoliatum non plene restitutum nulla sententia etiam in criminalibus ferri possit. Und lauthed des chamergerichts urtheil wie volget: Dan zwischen itz gemelten partheien beider furbracht attentaten clage, die einweisung und vorfestunge ahm 29. Januarij in diesem, dergleichen den puncten der neuen petition, ahm 21. Octobris im 27. jare einkhomen, belangen, ist noch allem furbrengen zu recht erkandt, das durch angezogene entsetzunge, einweisunge und vorfestunge alles widder recht in hangender rechtvertigung und gethaner appellation beschehen, innovirt Šund attentirt und die dorumb abzuschaffen und zu revociren sein, als wir sie auch hiemit abschaffen und revociren, darzu die vorfestunge in vorigen standt und gedachten radt, hutt- und bergkherren in den gebrauch und bosess irer hutten, gruben, bergktheil, schmeltzens und vorkaufs allermassen, wie sie solchs vor der endsetzunge, innovation und attentirung ingehabt, gebraucht und besessen haben, setzen und restituiren als mit erstattung gerichts-, erlitten costen und schadens sampt allen endpfangen und uffgehaben nutzungen. Doch soll gedachtem hertzog sein furderung und gerechtigkait, so ehr in petitorio zu haben vormeint, hiemit unbenohmen, sondern vorbehalten sein. Und ob alhie gesagt wolt werden, das solch urtheil possessorii durch euere ksl. Mt. uff jungst gehaltenem reichstage suspendirt und uffgehoben worden were, sol sich doch nicht erfinden, das wir oder die unsern, so desmals uff bestimptem reichstage von uns vorordenet, in solch suspension oder aufhebunge gewilligt, sondern offendlich darwidder protestirt haben laut der notelen, so zu endt dieser supplication ist angeheft worden4.

    Zum dritten, das die von Goslar widder Hg. Heinrichen auch uff den landfrieden geclagt und iglicher theil seine und der seinen erlittene iniurien prosequirt und also ire klage beiderseits zugleich gerichtlich furbracht und mutuae accusationes gewesen sein, derowegen solten sie auch nach besage gemeiner recht in allewege miteinander und zugleich ausgefurt und rechtlich endscheiden sein worden. Solchs ist jhe offenbarens rechten, welches niemandt verneinen magk. Dieweil aber solchs nit beschehen, so soll von gemeins rechtenx wegen die acht ire wirckung nicht haben, bissolang uff dero von Goslar accusationy auch gesprochen wurde, damit in dem falle keinem theil praeiudicium geschehen mocht, inmassen dan alhir das grossist praeiudicium ist als ehren, leibs und guts vorlust. Dan also sagt das recht, si apud eundem iudicem petamus et iudex me priorem tibi condemnavit, quo magis tu prior me condemnatum habeas, quoniam secundum sacras constitutiones iudicatum a mez petere non possis, priusquam de mea petitione quoque iudicetur. Daraus jhe clar erscheindt, das in zweierlei weise die stadt Goslar vorletzt worden ist, die eine, das beider theil clagen zugleich nicht geendet worden und gegen Hg. Heinrichen, irem reaccusatore, ehren, leibs und guts in faren stehen mussen, wie auch des hertzogen sache gefurdert und dero von Goslar vorschoben. Das befindet sich aus dem protocoll der acten.

    ŠZum vierthen, das, wiewol von wegen Goslar ein fast noturftiges begeren des augenscheins halber beschehen und uff solche petition beschlossen, so hat doch das chamergericht uff solch petition nichts erkant, sondern hat in der heuptsache, ohne das das durch Goslar diffinitive beschlossen, und ungeachtet, das in denselbigen acten etzliche zeugensagen, in anderen klagen einbracht, repetirt sein worden, welche zeugensagen noch zum mehrem theil nicht eroffenet gewesen, vielweniger durch das chamergericht gelesen und bewogen, die vormeindt endeachturteil gesprochen, do inen doch von rechts wegen gepurt hat, mit solcher vormeinther urtheil, bissolang in dero von Goslar sachen auch beschlossen were worden, stillzustehen oder den partheien zu beschlissen uffgelegt oder aber jhe zum wenigisten fur sich selbst ex officio zu beschliessen, welches alles von inen vorblieben. Ob dan denen von Goslar wolt zugelegt werden, das sie sich selbst hetten uffgehalten in deme, das sie in 15 monaten nichts gehandelt, so wirdet sich aus dem protocoll clerlichen erfinden, das der hertzog 20 monat, do ehr zu handelen schuldig gewesen, stillgestanden, das auch ime uber solche 20 monat, ungeachtet dero von Goslar vleissig anruffend, noch funf monat als vormige des richtlichen protocoli, doruff sich die von Goslar referiren, zugelassen und vorgonnet, welchs jhe das chamergericht billich bedacht und ihn deme beiderseits gleicheit gehalten haben solt. Und erscheind aus diesem clerlich, das die von Goslar eben aus der ursach, das ire advocaten und procuratores in der sachen nicht procedirt und unvleissig gewesen sein sollen, vormuge aller recht in integrum restituirt werden sollen. Dan es wer die laesio offenbar und die ursach der restitution pillich und rechtmessig, zuvorderst, dieweyl die von Goslar sich in dieser sachen ires grossen schadens ahn denen, so yre sachen hetten furdern sollen, nicht erholen mugen.

    Zum funften, das ihm hl. röm. reich bisanher also gehalten und in vielen kurtzen und langen jaren gebraucht worden, das viel hohes und nideriges standes, kunftigen schaden und vorderben zu vorkhomen, kirchen, clostere und andere gebeu, so inen sorglich und beschwerlich gewesen und daraus sie sich kunftiges schadens zu befaren gehabt, niedergelegt und abgebrochen haben, ohne das das wedder die odder etzliche derselbigen durch das kayserliche chamergericht procedirt were worden. Derowegen solten jhe die von Goslar die ersten nicht gewesen, die da widder solchen alten, herprachten gebrauch im hl. reich, auch furgewandthe babstliche und dero ordinarien indulta in die acht gesprochen weren worden. Consuetudo enim etiam mala, quae tolerata est, excusat delinquentem a poena, gl. est ad hoc ordinaria in c. denique 4. dist. et in c. sane ex. de tempo. appella. Nec est delictum nec delicti qualitas quod publica consuetudo permittit Bal. in l. quid sit fugitivus § apud Labeonem ff. de edi. edict.

    Zum sechsten, das die von Goslar jhe und alle wege des erbietens gewesen und noch, ob sie jhemandt in abwendunge solcher irer hochbeschwerlichen noth, sorge und fhar und anligend civiliter beschwert oder nochteil zugefugt hetten, sie weren geistlich oder weltlich, das sie sich mit denselbigen nach aller Šerbar und pillickait wolten vorgleichen, wie sie dan auch wirgklich erzeigt in deme, das sie sich mit vielen derselbigen vortragen haben, ohne das das sie es aus oberzelten ursachen schuldig gewesen weren. Daraus jhe zu vormercken, das die closter nicht zu vordrus und has der religion, wie denen von Goslar zur unschuld uffgelegt wirdet, sondern zu errettung irer leibe, guter und gemeiner stadt durch etzliche sondere personen abgethan und zum theil ausgebrandt, doch ohne befelich des radts.

    Zum siebenden ist offenthliches rechten, das ein gemein stadt und universitas criminaliter nicht mag gestraft werden, sondern soll die peinliche straff in ein burgerliche gewandelt werden. Dan sonst wurden viel unschuldiger leute widder alle gothliche, naturliche, gemeine, beschriebene rechte gestraft, wiewol mahn darmit nicht gestanden haben will, das die von Goslar delinquirt oder etwas widder den landfriden gehandelt haben. Im fall aber solch vermeint, nichtig achturtheil widder die stad Goslar, wie nicht ist, bestendig und sie, die stadt, derohalben uberfals, ja endlicher zersteurunge und ausreutung gewertig sein solte, wes wolt doch zuletzst der schaden anderst sein dan des reichs und also euerer ksl. Mt., zufurderst der ort, dan euere ksl. Mt. ausserhalb der stadt Lubeck und Goslar keine mehr im gantzen land zu Sachsen haben.

    Zum letzsten, weyl Hg. Heinrich seine klage uff ein vormeint interesse, das ehr sich von wegen des eroberten stift Hildesheim vormeindlich undernomen und angemast, gegrundt hat und aber durch bapstliche, rechtliche urtheil, den 27. Augusti dieses nechst vorschienen 40. jares vor der vormeinthen achturtheil geoffenet, ausfundig und notorium worden ist, das ehr, der hertzog, kein interesse ahn solchem stift, vyl weniger den angezogenen clostern und kirchen jhe gehabt5, wie auch solchs die belehenung itzigen Bf. zu Hyldesheim und seiner fstl. Gn. vorfaren, von euerer ksl. Mt. aus gegrunthen, bestendigen ursachen gevolgt, offendlich erweisen. So volgt, das ehr von wegen solchs angemasten interesse kein klage im rechten gehabt und das ihme die exceptio: tuaaa non interest, tu sine actione experiris, widderstehen. Dan wie hat ehr von wegen des vormeinthen interesse, das bei ihme inhalt kayserlicher belehenung und bapstlicher urtheil nie gewesen, auch sonst in ansehung der recht nicht hat sein konnen, widder die von Goslar klagen mugen?

    abAus disem und andern ursachen mer, in actis deduciert, erscheint clerlich, das die von Goßlar durch die vermeint achturteil zum hochsten verletzt, beschwerdt und, wie davon geredt wil werden, nit gnugsam defendirt sein worden. ŠUnd dieweil Goßlar ein reichstat und dem hl. reich one mittel zustendig und also ain glidmas des hl. reichs ist und im rechten einen minderjärigen und der kurchen vergleicht wurd und derohalben von rechts und pilligkeit wegen widder sollich lesion aus erzelten ursachen billich restituirt werden soll, dem allem nach, so ist an euere ksl. Mt. als unsern ainichen, rechten herren und schutzer und zur dero Mt. wir nach Got alle unsere ainiche zuflucht haben und sollichs pillich geniessen sollen, unser underthenigst bitte, euere ksl. Mt. wollen in disen obvermelten beschwerden sich unser allergnedigst als ain gutiger keiser erbarmen und aus den angezaigten, gegrundten ursachen, sonderlich, das dieselbig widder recht, unserthalber und gemeiner stat als eins communsac unverschult, die auch also vermuge der recht und euerer ksl. Mt. und des hl. reichs ordenung, sonderlich erst nach den 13 jaren, in wilchen vil unschuldiger menschen erst geporenad und unmildiglich zur straff leibs und guts verdampt, nit hat mugen noch sollen in die acht, zuvorab one euerer ksl. Mt. sondern bevell oder vorwissen erclert werden, obgemelt als craftlos oder nichtig gnedigst cassiren und sonderlich auch umb des willen, das usser solchem im hl. reiche vil unrats entpörung, blutvergissung, krig und andere unzalbere beschwernussen ervolgen mugen, aus ksl. Mt. machtvolkomenheit gar ußheben [sic!], und die sachen den durchleuchßigsten, hochgebornen Kff. Pfaltz und Branndennburg, unsern gnedigsten herren, anstat euerer ksl. Mt. von neuem zu hören, uff die vorgeubten acten oder, das noch furbracht werden möcht, den rechten und pillicheit nach endliche erkantnus zu thun und also obgeschriebenen beschwernussen zu begegnen, wie dann euere ksl. Mt. solches vermuge gotliches und aller recht und pillicheit gnedigst thun mugen und sollen, in sonderheit aber auch in erwegung, das wir arme uff euerer ksl. Mt. ernstlichs ansuchen und begerendem bevell nach, uff ergangenem reichstage zu Augsburg–ab geschehen, von unseren erlangten rechten, das wir doch zu thun nicht schuldig gewest, itzlicher massen, mit hinderlegung des vorkaufs bishier ein gute zeit umb forcht willen gedraueter peen zu weichen, gedrungen worden, wiewol wir darwider zu unser noturft heftig protestiren lassen und uns des zum hochsten beschweret haben, aber alles in hoffnung, mit der zeit bei euerer ksl. Mt. gnade und enderung zu erlangen nach gelegenheit der sachen und noturft des hl. röm. reichs.

    Im fall aber, do euere ksl. Mt. dieser zeit einig bedencken hette, obgemelte urtheil nicht also abzuschaffen, wie wir dan hoffen beschehen werde, so bitten wir doch euere ksl. Mt. wollen aus oberzelten ursachen und hochsten beschwernussen uns zum wenigsten in integrum restituiren und die sache daruff hochgedachten beiden churfursten, wie obstehet, befelen und in deme oder sunst durch andere fugliche wege widder obvermelte, vermeinte urtheil und acht aus euerer ksl. Mt. miltigkeit und volkomenheit uns also gnedigist vorhelfen, damit Šwir doch bei euerer ksl. Mt. als ein armes, underthaniges glidt vor endlichem vorderben und austilgung, auch vor unrechtem gewaldt pleiben mugen6.

    «Nr.250 Supplikation der Vertreter der Stadt Braunschweig, Bleikhard Sindringer und Dietrich Preuß, an den Kaiser – Regensburg, 1541 Mai 10 »

    Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20 II, fol. 300r–312v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 312v: Copia einer schrift deren von Braunschweig, ksl. Mt. uff insinuirt penallmandat ubergeben dinxtags nach Jubilate anno etc. 41.

    Es ist ainem erbarn rath der stadt Braunschweigk ein mandat, von eur ksl. Mt. ausgangen und am datum haltende Brussel in Brabant, den 28. tag des monats Octobris des verruckten 40. jhars, allererst den 16. Martij negstvorschienen zukomen und auf mas, wie hernacher gehort werden sol, verkundigt worden.

    Wiewol nhun gedachter rath der stadt Braunschweigh unterthenigst und willig geneigt gewese, ihre pottschaften von iren rathsfreunden und dienern stadtlich anheer zu schicken und solchs mandats halben euerer ksl. Mt. bestendigen und noturftigen kegenbericht vorwenden zu lassen, so hat es doch gemelter rath von wegen der unsicherhait, so ihnen von Hg. Hainrichen von Braunschweigk aine lange zeit anheer begegnet, auch darumb nit thun konden, das Hg. Hainrich etzliche der stadt Braunsweig vornembste rathshern und Šdiener durch zuvor im reich teutzscher nation unerhorte proceß, welche er in ainem seiner ampt und baurngericht hat furgenhommen, nichtigligh verfesten und verechtigen lassen, also das dieselben sein unsicher sein musten, wor [sic!] solche nichtige acht nicht aufgehoben oder abgeschaffet muchte werden, wan gleich die andern mengel der unsicherhait auf bequeme wege gericht weren oder wurden. Weil sie aber derselben personen und diener bei der handlung alhie zu Regensburg als die der sachen vornemlig bericht hetten, bedurftig und gleichwol zu ihrer stadt behuf und noturft eins theils vor andern vorordenen musten, hat gemelter rath bisheer zu irer noturft und so stadtlich, alse sie sonsten gern gethan, nicht schicken konden.

    Aber eur ksl. Mt. zu underthenigstem gehorsam und damit euere ksl. Mt. gnedigst vormercken mugen, das der rath zu Braunschweigh nichts hohers begert, dan mit irem mitlandsfursten in frieden und ruhe zu sitzen, soviel mit Got und gewissen beschehen khan, so hat vielgedachter rath von irentwegen uns zwene, nemlig Bleickhart Sindringer der rechten Dr. und Ditrichen Preutzen aldesten secretarien mit gnugsamen mandat, welchs wir zu jeder zeit vortzuleggen erpotig, auch darvon glaubhafte copeien mit ubergeben, abgefertigt, gewalt und bevelch gegeben, auf berurte euerer ksl. Mt. ausgangen mandat alhier zu Regensburgh zu erscheinen und vielgedachter unserer befelchgeber noturft underthenigst vortzutragen.

    Und erstlig, so ist berurt euer ksl. Mt. mandat und ladung nit rechtmessig an unsere principaln und obern gelanget, dan es hat mit demselbigen die gelegenhait, das sich den eilften tagh Martij negstvorschienen etzliche in den thoren der stadt Braunschweig angeben, als ob sie von eur ksl. Mt. brief hetten an den rath zu Braunschweigk, und, als sie darauf eingelassen und fur den radt kohmen, ist es Hg. Hainrichs von Braunschweigs cantzelschreiber einer mit zween knechten gewest, welcher dan vorgeben, als solte ain kaiserlicher bothe bei dem amptman zu Gandershaim brief vor dreien oder vier wochen gelassen haben und das Hg. Hainrichs rehte darunther gegenwurtig mandat befunden und ehr durch die rethe darmit an den radt zu Braunschweigh geschigkt. Was nhun dies fur ain schein und suchen gewest, wie lange und geferlich auch darmit vortzogen, das haben euere ksl. Mt. gnedigst zu ermessen.

    Dieweil dan bei euerer ksl. Mt. potten dem radt der stadt Braunschweig gedacht mandat nicht verkundigt, auch nicht dargethan, das aus befelch euerer ksl. Mt. inen durch ihren widdersachern, den Hg. von Braunschweig, oder seine rethe solche mandata hetten mugen verkundigt werden, so were wol bemelter rath nicht schuldig gewest, darauf zu schicken, hat es aber aus underthenigkait, wie oben gehort, nicht unterlassen, sonder diß euerer ksl. Mt. darumb underthenigst wollen antzeigen lassen, das solchs sonder zweifel vom kegenteil darumb beschehen, das unsere principaln darauf nit schigken solten und Hg. Hainrich deste mher ursachen zu schepfen, gemelte unsere principaln als die ungehorsamen zu beschuldigen und mit ungrundt in den angegebnen sachen zu vorunglimpfen, und das auch gedachter von Braunschweigk nichtdestoweiniger Šeinen erbarn rath und gemeine stadt Braunschweig uberweldigen und beschedingen muchte.

    Und nachdem aus berurtem mandat erscheinet, das Hg. Hainrich von Braunschweigh der angeber gewesen, dan er je unser principal widdersacher ist, widderwertiglich und feindtlig widder sie und die ihren in mancherleie wege gehandelt, derhalben dan ime der naturlichen vernunft nha [sic!], auch vermuge aller beschriebner recht in deme kein glaube zu geben, so ist unser unterthenigst zuvorsicht, eur ksl. Mt. werden unsern gegrundten kegenbericht gnedigst horen oder einnhemen und berurte unsere principaln nit beunrechtigen lassen, sondern dem rechten und warhait statgeben, draus vilgedachte unsere principaln verhoffen, euere ksl. Mt. werden gnedigst befinden, das berurt euerer ksl. Mt. mandat durch Hg. Hainrichen von Braunschweigh auf sein geferligen und ungenugsamen bericht nichtiglichen ausbracht, auch mher dan geferligh etzliche viel wochen verhalten wurden.

    Und zum anfang ist je im lanth zu Sachsen, Braunschweigh und der landtart kuntlich und offenbar, das Hg. Heinrich derjenig ist, der sich aller geschwinden, thetlichen handlungen bevleissigt, auch mit der that beweiset noch darf ehr von fridtlichem wesen und grossem gehorsam vorgeben, dan es hat uffgemelter hertzoge einem burgermaister und secretario unvorursacht das furstenthumb vorboten und darnach des gemelten Hg. von Braunschweigh voigt zu Wulffenbuttel, Balthasar von Stechau, etzlige burgermaistere und burger von Braunschweigh, auch etzliche des raths menner im dorf Amplebe und Luder des raths voigt on alle bestendige ursachen mit ainem geschrei auß dem furstenthumb echten und vorvhesten und folgents vier menner zu Amplebe, die dem rathe von Braunschweigh on alle mittel zustehen, von ihrem acker fangen und gebunden nha Wulffenbuttel in schwere gefengknuß fueren und bringen lassen. Er hat auch darnach im dorf Goltdalem ein furmeint gerichte hegen und etzlige burgermaister, ratshern und secretarien, burgere und verwanthe diener des raths zu Braunschweig mit einer veste beschreien und aus dem furstenthumb echten und vorvhesten lassen. Es hat auch Hg. Hainrich von Braunschweigh dem rathe, burgern, einwonern, auch den armen sichenheusern zu Braunschweigh ihre stadtliche jerliche gulden, zinse und einkomen vorenthalten, die brucken, so sie uber vorjerte zeit gebraucht, abgeworfen und ihren armen underthanen im gericht Asseburg in die 1.200 hemel und schaf geweldiglichen entdrieben und nhemen und in sunderheit vier irer burgermaister und einem secretarien in seiner fstl. Gn. offentlichem, unbestendigem ausschreiben sie an glimpf und ehren schmehen, iniuriiren, auch sunst in andere und mancherleie wege und mit grosser geschwindigkait uberweltigen und beschwern lassen, understehet sich auch unwillen und zweipart in der stadt antzurichten und burgerliche ainigkait zu zereissen.

    Das aber unsere principaln dem hertzogen etliche der seinen haben widderfangen lassen, ist zu ihrer kegenwhere und zu rettung irer gefangnen untersassen beschehen, die dan auch so beschwerlich nicht gesessen nach gehalten worden, Šdenen man auch bier und wein hat zubringen lassen, wie sie auch selbst sagen mussen.

    Aber mit des raths armen leuthen und gefangnen ist zu Wulffenbuttel geschwinde und vast unmenschligh umbgangen, die mhan in enge thorn in den unflath geworfen, lange zeit und etzliche monat fast uberainander liegen und ahn irer gesuntheit verterben lassen. Es hat auch Hg. Hainrich die unschuldigen, gefangnen bauren on alle ursachen zum tote verurteln und auf die fhem und gerichtsstedt, da man die hat entleiben sollen, fhueren lassen und zuletzt, als die armen, unschuldigen, verurthailten leuthe den thot vor augen gesehen, seint sie durch Thonies von Sampleben, des hertzogen amptman, alles auf ainen gesuchten schein lois [sic!] gebetten und widder in das gefengknuß gefhurt, beschatzet und zuletzt, wiewol ahn irer gesunthait vortorben, ausgelassen wurden.

    Uber das hat Hg. Hainrich denen von Braunschweigh einen kemmerer des raths und einen secretarien mit einem reittenden diener in ihren gescheften fangen und, wie oben berhurt, in das schwere gefengnus setzen lassen und bald darnach abermhals zwene burger fangen, auch zwen muntzgesellen hart fur dem thor schlahen, verwunden, bestricken und gegen Wulffenbeutel einnhemen lassen, die auch zu Wulfenbutel in der herberge eingehalten, bissolange der camerer und secretarius auß dem gefengknuß kohmen.

    So hat auch gemelter hertzog hin und her auf die von Braunschweigh, auch in ihre lantwhere streiffen und reithen lassen und die keiserfreihe, gemeine landtstrasse inen unsicher gemacht.

    Es ist in der gutlichen handlunge vor der stadt Braunschweig, darvon in kaiserlichem mandat meldunge geschicht, einem burger der stadt Braunschweigh ain pferdt bey dem dorfe Sickte genhomen und noch ain ander burger im dorfe Wendessem gefangen, nach Wulfenbuttel bracht und vor des hertzogen hauße zur Steinbruck noch andere dere von Braunschweig burgere und burgerin angehalten, auch zum theil etzliche tage aufgehalten und auf ein widderinheischen loßgelassen.

    So hat auch Hg. Heinrich nach dato euerer ksl. Mt. ausgebrachten mandats denen von Braunschweigk etzliche burger, so von Magdeburgh widder nach haus gereiset, durch seinen amptman Ditrich von Taubenhaim mit wagen und pferden etzliche tage zu Lutter anhalten und auf widdereinfordern losgeben lassen.

    Und balt darnach hat derselbe amptman aus bevelch des fursten vier der von Braunschweigk burger wagen, dero drei mit der von Braunschweigh und der ain mit brehmer gutern beladen gewesen und auf den neuen jarmarckt jegen Leiptzigk haben fharen wollen, zu Lutter angehalten und der von Braunschweigh guther ablegen lassen, das die nit in den margkt zu Leiptzigk gekhomen, und hat folgends die wagen mit den pferden auf ain widdereinheischen fharn lassen.

    Daran vielgedachter Hg. Hainrich nicht besettigt gewest, sonder balt darnach durch seinen zolner zu Linden denen von Braunschweig etzliche kupfer und Šhering anhalten und ableggen, dergleichen durch seinen amptman Tonies von Samplebe nach Valentini negestvorgangen dem rathe von Braunschweigh etzliche faß Eimbecks bier zu Gandershaim uftreiben lassen. Und haben die burgere zu Braunschweigh andere strassen nach den merckten mit schaden suchen mussen. Es seint auch folgents etzliche burger, so nach Goslar fahren wollen, zu Wolffenbuthel und dan etzliche zur Leuenburgh mit pferden und wagen angehalten und dero von Braunschweigk leuthe im dorf Reuning in ihrer landtwhere von dem voigte zu Wolfenbutel gen Stockheim gefurdert wurden, darumb, das sie lange zuvor ein kint deutsch und eine vorstorbene frau ane vigilien und zelemessen [= Seelmessen] hetten tauffen und begraben lassen, sie drumb zu straffen.

    Es seint auch des raths unthersassen zu Amplebe nach uberantwortung euerer ksl. Mt. mandats durch den vogt zu Wolfenbutel gefordert worden, den rest des unbillichen, aufgelegten und abgedrungen strafgelts ghen Wolfenbuttel zu bringen. So ist auch dem rathe von Braunschweigh nach uberantwortung berhurts mandats ire wagen, der in irem keller hat wollen goslerisch bier holen, zu Wulfenbuthel wider zuruckegetrieben.

    Und werden nicht allene [sic!] denen von Braunschweigh und den armen sichenheusern ihre zehenden, gulte, zinse und renthe von dem hertzogen geweldigligh furenthalten, sonder unsere principal erfarn auch mit warheit, das vast die halbe gulte und zinse etzlicher irer belehenten geistlichen und gostheusern in stehender hemung von den wulfenbuttelschen sollen aingefurdert worden sein. So ist es offentligen am tagh, das Hg. Hainrich den von Braunschweigk meier ire hofe und guter zum hohisten beschatzt und also ihnen ihre gehempte, statliche gulte, rente und zinse seinen aignen gegebnen briefen und siegeln zuwidder gantz ungewisse und zunicht machet.

    Hieraus hat die ksl. Mt. und ain jeder unpartheischer leichtligh abzunhemen, das Hg. Hainrich von Braunschweigk von ersten angefangen unsere principal, die von Braunschweigk, widder sein und seiner vorfarn gegebene briefe und siegeln, auch allem rechten zuwidder thetlichen zu uberweldigen und zu beschweren, das auch in manicherlaye weise geschwinde getrieben und noch heutigs tags verfolget und allein zum schein euerer ksl. Mt. mandat im geringsten folge geleistet als nemlig, das die gefanghnen pauren, doch nit gar unentgelten, losgegeben, lest aber berurte unsere principal, die von Braunschweigk, noch heutigs tages im grosten und nachteiligsten zum hohisten uberweltigen, bescheidingen und beschweren, die ingenhomene und aufgehabene renthe, zins und gulten, dergleichen den armen leuthen im gericht Asseburch die angezogne 1.200 widder recht und alle billichait entwante hemel vorenthalten noch darf ehr gleichwol sagen, das ehr eur ksl. Mt. gehorsam sey. Unde befindet sich im grunde, das ehr thedtlig und selbwaltiglich handelt, das ehr doch unsern principaln gerne wolte aufleggen, sie auch bey euerer ksl. Mt., wiewol mit ungrunde, angeben und auf solchen ungrundt bisher die mandat bei eur ksl. Mt. abreptive und nichtiglichen ausbracht. Es hat sich auch der rath zu Braunsweigk Šin der gutligen handlunge keines trotzes vernhemen laßen, sonder sich zu furstlichen, gegebnen briefen und siegeln getzogen, das sie und die iren darwidder uberweldigt, beschedigt, opprimiert und beschwert wurden. Und wiewol euerer ksl. Mt. wir von wegen unser principal derhalben schreiben viel in spetie und underschiedtlich wusten antzutzaigen, so haben wir doch euere ksl. Mt. dieser zeit damit nicht beladen, sonder allein etzliche euerer ksl. Mt. underthenigst berichten wollen, auf das euere ksl. Mt. offentligh sehen und spuren mag, wie feintlig Hg. Heinrich bisanher gelebt und sich euerer ksl. Mt. mandaten gemes ertzaigt und verhalten habe.

    Und alsdan unsern principaln, dem rath von Braunschweigk, durch euere ksl. Mt. geboten wurden, auch bei ainer namhaftigen peen, wiewol ungehorter sachen und sonder zweifel auf ungestumbe anhalten des kegenthails, euerer ksl. Mt. in 30 tagen antzutzaigen, das gmelte unsere principaln demselben euerer ksl. Mt. gebotten nachkomen wollen, ob nhun berurte unsere principaln in dem durch das kegentheilh vast ubereilt, so thun wir doch in nhamen wie oben euerer ksl. Mt. diese unterthenigste antzaigung.

    Und soviel den ersten punct, nemligh mit krieglichen und thetlichen handlungen und vornhemen gegen Hg. Hainrichen von Braunschweigh und die seinen stillerzustehen, anlanget, seint wir nit in abreden, das unsere principaln widder obberurte und andere Hg. Hainrichs von Braunschweighs thetlige handlungen und beschwerungen bei iren ainungsvorwanten stenden zu erleubter, geburlicher gegenwehr, aufhaltung und entsetzung des gewalts und unrechtens umb hulf angesucht, bei denen sie auch gnedige und gunstige erbietung auf den fhal der nothwendigen kegenwher befunden. Es ist aber die hulf, so die ainigungsvorwandten denen von Braunschweigh zu ihrer rettung und kegenwher zu leisten schuldig, bisanher euerer ksl. Mt. zu gehorsam angestellet und mit bewilligung gemelts raths von Braunschweig aufgetzogen und nit hohers dan friede und ruhe gesucht worden, wiewol berhurten unsern principaln solcher aufzueg nit unbillich beschwerlich gewest, dieweil sie gleichwol bisher ires ungnedigen mitlandesfursten und der seinen bedrangnus, ungeachtet euerer ksl. Mt. gescheften und friedegebotten, fur und fur, auch noch zum theil auf den heutigen tagh haben mussen zu merglichem irem und der ihren schaden erdulden. Derhalben wir dan auch von gemelten unsern principaln bevelch, euerer ksl. Mt. in dem iren underthenigsten gehorsam antzutzeigen und erbietung zu thun, das sie sich zu irer defension mit hulf oder folge noch zur zeit nit wollen beladen noch ire ainungsvorwandten derwegen bemuehen. Da aber Hg. Hainrich von Braunschweigk von seinen selbweldigen, thetliche handlungen und beschwerungen nit wirdet abstehen, so wollen sich berurte unsere principaln underthenigst versehen, euere ksl. Mt. werden sie derohalben ihrer unvormeitlichen noturft nach nit vordencken. Sonsten wolten sie viel lieber mit Hg. Hainrichen von Braunschweigh als irem mitlandesfursten in gutem friede sitzen und sich aller gebur undertheniglich verhalten, sofern inen auch hinwidder gegebne brief und siegel gehalten werden.

    ŠAber den andern punct die versperrung der beiden stiftkirchen Sancti Blasij und Ciriaci seins weiters inhalts betreffendt, thun wir diesen underthenigsten bericht, das nicht ane, gemelte unsere principaln haben neben etzlichen ihren gnedigen fursten und hern von Braunschweig und Luneburgh etc. als den mitpatronen die gaistlichen in ermelten baiden kirchen freuntlich beschicken und ansagen lassen, die gotloesen messen und ceremonien abzuthun und ferner nit zu halten, darauf dan die gaistlichen die kirchen zugethan und sich selbst auß der stadt begeben, auch wie mhan sagt, von Hg. Hainrichen darauß gefurdert. Inen ist aber in der stadt kein gwalt noch ledt [sic!] widderfharen. So seint auch gedachte unsere principaln derhalben Hg. Hainrichen keiner zusage gestendigh, inmassen er die euerer ksl. Mt. angeben dorfen.

    Und wiewol vielgedachte unsere principaln, der rath zu Braunschweigh, euerer ksl. Mt. als irem gnedigsten hern in dem und sonsten zu gehorsamen gantz willig, erkennen sichs auch schuldigh, so hat es doch darumb diese gelegenhait, das, was disfals von inen beschehen, hat irer gewissen halben nicht mugen untherlassen blieben. Zudeme so wissen euere ksl. Mt., das die stadt Braunschweigk in dem nurnbergischen rechtstilstandt namhaftig mitbegriffen. So seint sie auch der stende disses thails ainungh und confession verwhant. Dweil dan euere ksl. Mt. diesen reichstagh nit am weinigsten darumb angesetzet, nemligh den zweispalt der religion halben zu cristlicher vergleichunge zue fuern, auch friden und ruhe im reich zu pflantzen, so ist unser underthenigste bit, euer ksl. Mt. wolle gemelte unsere principaln, die von Braunschweigh, des nurnbergischen rechtsstilstants, in sonderhait euerer ksl. Mt. in allen religionsachen gewilligter suspension geniessen und diese sachen bei der andern ihrer ainungsvorwanthen durch sonderlige, widdrige rechtfertigung ungetrennet bleiben lassen, dan was ainhelliglich der religion halben beschlossen und auf diesem reichstage vorgleichen wirdet, das sollen und wollen berurte unsere principaln, die von Braunschweigh, gleich den andern ihren ainungsvorwanthen willig und underthenigst auch verfolgen.

    Dan solte daruber Hg. Hainrich in solchen sachen, die religion offentlig belangende, verstattet und nachgehangen werden, auf das vermainte mandat zu procediren, so hetten eur ksl. Mt. gnedigst zu bedencken, dieweil diß vor ain religionsachen allen ainungsvorwanthen stenden gemain und daran gelegen sein wil, das sich fursten, rethe und bottschaften der christlichen verainigung kegen euere ksl. Mt. ihrer aller noturft auch ferrer undertenigst wurden mussen vernhemen lassen.

    Was aber das pletzlein anlanget, welchs unsere principaln zu gemeiner stadt gebeu haben ziehen lassen, hat es die gelegenheit, das die geschwinden leufte, so ein zeit lang verhanden gewest, und sonderlig, das etzliche jhar heer unvorsehens in den stiften Munster, Brehmen und Luneburg sich knechte und kriegsfolgk vergaddert und allerleye anschlege vorgenhomen, gemelte unsere principaln, den rath zu Braunschweig, geursacht, ainen wal zu schutten, und haben dartzu ain klein pletzlein an etzlichen gerten auf Sanct Ciriacus bergk zu ihrem Šgebeu ziehen mussen, inen umb gelt oder ander landt solch pletzlein zukomen zu lassen, welchs sie auch, dieweil es geringschetzigh und nit viel uber 100 goltgulden wirdig, ane alle schaden wol hetten thun mugen. Und seint alweg erbottigh gewest und noch, inen geburliche erstattung mit gelt oder landt darumb zu thun. Und dieweil dan solchs in diesen geschwinden leuften umb gemeines nutzes willen beschehen und in keinen weg hat geraten mugen werden, wir uns auch von wegen unser principaln noch ainsten und zum uberflus erbieten, die pletzlein besichtigen zu lassen und die estimation ahn gelt oder landt den geistligen uff Sanct Ciriacus bergk zu gelten und zu vorgleichen, so seint wir der unterthenigsten zuvorsicht, dieselben gaistlichen sein schuldig, darumb geburliche estimation zu nhemen oder aufs weinigst sich kegen bestimpten unsern principaln lauts euerer ksl. Mt. mandats an geburligem rechten settigen und benugen zu lassen. So seint auch unsere principaln nicht bedacht, denselben geistlichen ethwas ahn ihren hoffen oder gerten widder recht oder billichait eintzutziehen oder sie zu vorgeweltigen.

    Unsere principaln, der rath zu Braunschweigk, hat auch ire gefangne euerer ksl. Mt. zu underthenigstem gehorsam on alle entgeltnus loßgegeben und gezelet, des zu ihren aignen bekenthnußen getzogen, daraus euere ksl. Mt. ferner gnedichst abzunhemen, das vielberhurte unsere principaln euerer ksl. Mt. geboten in allen den puncten und artickeln, darinnen sie mit Got und gewissen pariren kundte, und, soviel bei inen gewest, wircklige folge geleistet und denselbten untherthenigst nachkomen.

    Es befunden auch hinwidder gemelte unsere principaln, das Hg. Hainrichen von Braunschweigh bei keiner namhaften peen mandirt worden, auch kein zeit bestimmet antzutzeigen, euerer ksl. Mt. geboten zu gehorsamen. So seint auch noch heutiges tages unser principaln arme untersassen zu Ampleben in vorberurthen beschwerungen. Sie befinden auch nit, das inen die angezogne, des von Braunschweigs vermeinte und nichtige echtigung oder fhestungh irer person abgeschaffet. Und obwol die arrestirung der gehembten gulten, renthe und zinß eroffnet, so seint sie doch zum thail in stehender arrest ghen Wolffenbuttel ingemhant und sunst ungewisse gemacht und also das ihnen noch ir zehenden, renthe und gulte zum teil vorenthalten und nicht verraichet werden. Dieweil aber solche hemmung an ir selbst im rechten vorboten, die sache on alle vorgehnde rechtligh erkenthnus mit der execution furzunhemen, so bitten wir in nhamen wie oben underthenigst, euere ksl. Mt. wollen berurte verfestungh gemelter unser principaln person bei Hg. Hainrichen von Braunschweigk gentzligh abschaffen, auch vielgedachten von Braunschweigk dohin halten und weisen lassen, unserer principaln arme leuthe zu Ampleben ferrer unbeschatzet zu lassen und, was ihnen albereit abgedrungen, widerumb zu erstatten, ihre derwegen erlittene, grosse scheden an den ungewissen gemachten ihren zehenden, gulten, renten und zinsen zu erleggen, dergleichen die gegen Wolffenbuttel eingenhummene gulte, renthe und zins, auch die 1.200 entwanthe hemel der leuthen im gericht Asseburgk widderzugeben odder zu bezalen, die abgeworfen Šbrucken widder zu machen und sie ferrer widder recht, brief und siegel nit zu beschweren.

    Das seint wir umb euere ksl. Mt. in hohister unterthenigkait zu vordienen gantz willigh und berait. Bitten auch underthenigst, ob sich gemelter Hg. Hainrich von Braunschweigk understehen wolte, euerer ksl. Mt. ethwas anders widder unsere principaln einzubilden, demselbigen uns unerhort kein stadt noch glauben geben, sonder zuvor unsern bestendigen gegenbericht auch vernhemen und gnedigst anhoren. Seint wir des underthenigsten erbietens, zu idero zeit euerer ksl. Mt. den underthenigsten und warhaftigen bericht furzuwenden, daraus unser principaln bestant und warheit und irs kegenthails ungrunt hinwidder sol vermergkt werden1.

    «Nr.251 Supplikation der Stadt Goslar an die schmalkaldischen Verbündeten – Regensburg, o. Datum »

    Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 372 Nr. 142, fol. 111r–111v und fol. 116r–116v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 116v: Der von Goslar gesanten supplication irer herrn und obern beschwerungen halben der erkannten und ergangen acht, 1541 zu Regennspurg ubergeben.

    Der Kf. von Sachsen, der Lgf. von Hessen und die schmalkaldischen Verbündeten haben mit der Stadt Goslar ihrer vielfaltigen hochsten clagen und beschwerungn halben alle zeit bißher barmherziges, christliches Mitleid gehabt. Danken im Namen Goslars dafür. Aber dennoch den gemelten unsern herren von Goslar bisanhero nie gedeien wollen, das ire sachen vor religionsachen erkant und angenohmen hetten mogen werden, sondern sie sein alle zeit mit guthen worten woll getrost und von einer zusamenkunft zue der andern darmit uffgezogen worden, mit demselbigen sie dan geduldiglichn gelitten. Nuhn wollen sie sich dennoch nit abschrecken lassen und umb anehemung irer sachen vor religionsachen bei eueren fstl. Gn., Gn. und G. undertheniglich, dienstlich, auch hochsten fleiß abermals angesucht und gebethen haben, in trostlicher und hoffenlicher zuversicht, euere fstl. Gn., Gn. und G. werden den handel in itzigen beschwerlichen, geferlichen und gantz besorglichen zeithen und leuften noch tieffer und mehr, alß zubevohr beschehen, gnediglich und gunstiglichen erwegen und die anehemung ferner nit aufschurtzen, sondern die einmahl alhie uff diesem reichstage zur Regenspurgk furgengich sein lassen und also auß ursachen, so hie beneben schrieftlichen ubergeben werden, der von Goslar vor religionsachen anehemen und erkennen. Die Stadt Goslar und sie, die Gesandten, wollen dies alle Zeit mit allen ihren Kräften verdienen, alß sie und wir unß aus verwantnuß, auch dinstparkeit halben dorzue mehr dan schuldig erkennen.

    Š[Beilage:] Gründe für die Anerkennung des Goslarer Konflikts als Religionssache

    Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 372 Nr. 142, fol. 112r–115r (Kop.); ÜS fol. 112r: Ursachen, warumb der stadt Goslar beschwerung und sachen vor religionsachen zu erkennen sein, auch davohr pillich gehalten, geacht und angenohmen werden sollen.

    Als Goslar noch nicht protestantisch und Mitglied des Schmalkaldischen Bundes war, hatte es wohlgesinnte Richter am Kammergericht, hat auch mehrere günstige Urteile und Mandate erlangt, so dass Hg. Heinrich sich über das Kammergericht beklagt hat. Nach dem Konfessionswechsel Goslars und seinem Beitritt zum Schmalkaldischen Bund waren Kammerrichter und Beisitzer der Stadt stets feindlich gesinnt und haben Hg. Heinrichs Interessen gefördert.

    Religiöse Gründe erklären auch, dass Hg. Heinrich auf dem Augsburger Reichstag 1530 ein Sequester erlangen konnte und damit die Exekution zugunsten Goslars ergangener Urteile zum Nachteil der Stadt aufgeschoben wurde. Auch wird in den anhängigen Purgationssachen gegen Hg. Heinrich und in Sachen Landfriedensbruch die Prozessführung vom Kammergericht aus religiösen Gründen zum Nachteil der Stadt und zum Vorteil Hg. Heinrichs gestaltet. Aus religiösen Gründen wurde Goslar auch in die Acht erklärt, damit die Stadt die noch anhängenden Prozesse gegen Hg. Heinrich in Purgationssachen und in puncto fractae pacisnicht weiter verfolgen kann.

    Goslar ist vom Kammergericht verurteilt, den Konvent des Klosters Georgenberg zu restituieren. Dies bedeutet Wiedereinführung der altkirchlichen Zeremonien, die dem Bekenntnis zum wahren Glauben zuwiderliefe. Wenn Goslar gegen die Acht Widerstand leistet und Hg. Heinrich die Stadt in die Hand bekommt, wäre dies verhängnisvoll, nicht nur für Leib, Leben, Hab und Gut der Bürger, sondern auch für ihr Seelenheil. Goslar müsste dann von der göttlichen Wahrheit abfallen, auch das teuflische Papsttum wiedereinführen. Goslar könnte zudem für Hg. Heinrich eine gute Plattform für Übergriffe gegen andere protestantische Stände abgeben. Der Verlust Goslars würde allen Evangelischen zum Nachteil gereichen. Dass Goslar wegen der Religion verfolgt wird, belegt im Übrigen auch die am Ketzerrecht orientierte Argumentation Hg. Heinrichs von Braunschweig am Kammergericht in der Purgationssache.

    Die Verfassung des Schmalkaldischen Bundes definiert die Bündnispflicht auch für die Fälle, in denen Stände zum Schein wegen profaner Dinge, in Wahrheit aber wegen der Religion beschwert werden. Dieser Artikel muß auf die goslarische Angelegenheit angewandt werden. Wenn man die Exekution der Acht gegen Goslar tatenlos zulässt, wird dies die Gegenseite ermutigen, Gleiches mit Kammergerichtsverfahren auch gegen andere Stände zu versuchen, welches dan viel stende, wo nit zum abfall von dem wort Gottes und der gotthlichen warheit bewegen, doch in allerhochst beschwernuß und gefarlicheit fhuren wurde, das dan pillich beizeithen zu vorkhomen. Außerdem hat der Kaiser durch seine Suspension der ŠKammergerichtsprozesse und der ergangenen Achturteile die goslarische Angelegenheit bereits als Religionssache anerkannt.

    Aus all den genanten Gründen ist die goslarische Angelegenheit als Religionssache anzuerkennen und darf man Goslar nicht im Stich lassen1.

    «Nr.252 Protokoll der Beratungen der schmalkaldischen Verbündeten über den Fall Goslar – [Regensburg], o. Datum »

    Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3.

    Kf. zu Sachsen: [Schleuß?] uff den artickel der scheinsachen in der aynung, zudem, so Goßlar erclert, wurden sy von der religion wegen ganz und gar gedrungen, aus denen ursachen und sonderlich, weil Goßlar diße sachen umb des has willen der religion be[ge]gnet, schleußen sy, das Goßlar vermog der aynung mit rat, hilf nit solt verlasen werden.

    Lunenburg: Sovil er den grundt ansicht, so sey es ain prophansachen, wen aber denen von Goßlar von wegen, das sie sich in diße verstentnus begeben, diße beschwerung begegnen aund ire sachen vor demselben, ee sy zu dißer verstentnus komen, in besserm stand geweßt–a, und sy zu demselben auch zu besorgen, bwo die restitution beschehen solt, das sy wider ir gewisen zu dem uncristlichen [vurnemen?] gedrungen werden–b, das sy wo sy solten hingezogen werden, von der religion [...?] möchten, so schleuß er cund sonderlich uß [kraft?] des artickels in der aynung, umb die scheinsachen [begrifen?]–c, das Goßlar mit hilf, rat und beistandt nit zu verlasen wer.

    Pomern: Das sich die bede fursten, namblich Hg. Philips und Hg. Barnym, ainer instruction verglichen, darinen der von Goßlar sach auch gedacht, namlich dieselbe fur aine prophansach zu achten. Obwol nu mein gnediger herr, Hg. Philips, uß dißen den [vernomen?] ursachen wol bedacht were, diße sachen neben andern stenden dohin zu erkennen, das sy in diße verstentnis [gehoren], so werde er doch durch die verglichen instruction daran verhindert, also das er es dißer zeit dabei beleiben laß. Seine fstl. Gn. mogen aber fur ir person wol leiden, das hierinen nach ordnung der aynung furgangen und, was [von?]  Šdem merteil geschlosen, des werden sich sein vetter und er der gepur zu halten wissend.

    Wurtenperge: Wo Goßlar solt gedrungen werden, die closter, sover sy in irer oberkeit gelegen, zu restituiren, und sy also von der religion fzu den uncristlichen [ceremonien?]–f gedrungen werden, das sy alsdan mit rat und hilf nit solten verlasen werden, und die sachen, [das berkwerch] belangendt, achten sein fstl. Gn., die sollen fur ain prophansach und das darinnen nit solt erkennt werden.

    Hessen vor Wirtenperg: Von wegen unsers gnedigen fursten und hern sagen Alexander von der Thann, oberamptman, und ich, der canzler, uff unsern empfangen bericht, den wir von seinen fstl. Gn. haben, in aller masen wie die sachssischen churfurstlichen sich haben vernemen lassen, und mogen, das diße sach, die gesprochen acht und ufgelegte restitution des closters zum Georgenberg in die beschirmung dißer verstentnus gehor inhalt des artickels in solcher verstentnus ver[leipt], und solt davor billich angnomen werden

    Straßburg: In dißer sach, sovil die acht belangen, halten es seine hern dafur, das inen unrecht geschehe, [weil?] diße große, verderpliche, hohe straf der acht umb ir [verwirckung?] [...?] nit solt erkant sein worden, wo nit die ungunst der angenomen religion und verstentnus uf inen beruhet wer, oder zum wenigsten die beeden clagen und [... ...?] des h[erzogs] und Goßlars miteinander zum endt außgesprochen. Derhalben so acht er von wegen seiner hern, das die von Goßlars in dißer sachen vermog des artickels der scheinsachen von den verainigten stenden nit zu verlasen sein, doch dergestalt, dieweil dise vereinigung allein uf der defension und gegenwer [...], das sy auch anderer gestalt nit furgenomen werden sol. Zudem, ob sich zutruge, das die von Goßlar der zwaier sachen halb, damit sy in die acht gesprochen, zu solchem vertrag, gden sy auch in allweg inhalt der verstentnus suchen sollen–g, komen mochten, den die stendt fur billich achten, das sy darinen zu volgen schuldig sein solen. Und in der andern sach der [...?] [gefangen?] [...?] dem [closter?] zu St. Georgenberg betreffend, dieweil in derselben urtel die [ceremonien?] und anders mher außgetruckt, auch die von Goßlar dergleichen [ceremonien?] heutigs tags noch in irer stat haben und gestaten, so kann er von seiner hern wegen noch zur zeit dieselb restitution fur kaine religionsach erkennen, dann, obwol die von Goßlar uß furcht des uberzugs genugsam ursach gehapt, das [closter?] Šabzuprechen, so acht erh doch, das sy, dem propst des schadens halb zimbliche und biliche vergleichung zu thun, von rechts wegen sich nit sperren möchten.

    Augspurg: In dem, das der stat Goßlar uf anhalten Hg. Hainrichs von Brunschwig an dem keyserlichen camergericht die acht uferlegt, darinen sy uber und wider recht beschwert und nit allain als ain glid und [commun?] des hl. reichs wider bemelte recht vom hl. reich hgedrungen und in frembde gewalt ergeben–h und [...?], sonder auch dißer religion widerwertigen handt und dessen zu besorgen von unser religion gedrungen, denen doch zuletzt und im selben fall wurde und mueß geholfen werden, dergleichen, was das closter und ufrichtung desselben laut der urtel, am camergericht ergangen, betrifft, auch das die papstlichen ceremonien am selben ort wider angestelt werden solten, so ist ursach sollicher beschwerdeni. Widerrechtlicher beschwerdt uß abgunst dißer stendt religion mer dan uß corrumption, feintschaft oder anderm nach gelegenheit etlicher hendel, so sich an bemeltem camergericht ain zeit her begeben, bei seinen hern zu vermueten. Und damit in oberzelten felhen und dem, was Goßlar wider recht, haß der religion und dißer stendt und, sie in das papstum wider zu tringen, begegnet sein soll und ist, darinen sollen sy vermog der verstentnus mit rat und hilf, doch uf maß der verfassung, nit verlasen werden.

    Ulm: Das seine hern je und allweg dahin geacht, nachdem sy der von Goßlar sach gehort, und nemblich jezt uf das lezt in der ergangen achturtel, das inen dieselb wider recht und alle billichait und allain uß dem, uß has der religion und umb der religion, ervolgt sei, doher sy auch geacht, das des tails stende mit rat, hilf und beistand nit solen verlasen werden. Sie haben si[ch] auch in demselben ires gemuets uf dem tag zu [E?]ßlingen bei der andern stet botschaften vernemen lasen und uns derhalben bevelh geben, diser sachen halb neben und mit andern stym- oder aynungsverwanten stenden der von Goßlar halb uff weiter ir anbringen der handlung solen helfen schliesen [...?] oder mit den stymen, das sie sich in demselben, was also entschlosen, von gemeinen stenden nit sondern wölen. Und demnach und sie die handlung jezt abermalen eingenomen und gehort haben, so konden sy nit anders erkennen, dan das dise beschwerlich achturtel uß abgunst unser religion, der die von Goßlar auch sein, ervolgt sei, uß der ursach inhalt und vermog der verfassung von gemeinen stenden bilich nit solen verlasen werden, doch defensive und dergestalt und maß, wie vor herinnen darin gehört ist, als das man alle mitl und weg suchen, dadurch ain vertrag ervolgen mög.

    Premen: Dieweil die stat Goßlar durch das camergericht in die kaißerliche acht gesprochen wider alle recht und billicheit und sy nit anderst erachten mogen, dann das soliche beschwernus inen uß has der religion begegnet sei, und nachdem vast ain ding ist, ob imands unser aynungsverwanten mit ofentlicher, Štatlicher gewalt oder sonst under dem schein des rechtens beschweret werde, achten es seine hern dafur, das in disem falh die von Goßlar mit rat, hilf und beistandt nit zu verlasen sein.

    Hamburg: Hat sein stym und votum in schrift dem sesischen canzler ubergeben1.

    Magdeburg: jHat sich uff dem tag zu der Newmburg vernemen lasen, das diße sachen in die verstentnus gehort und das sy kinhalt der aynung mit rat und hilf–k nit solt verlasen werden–j. Und dieweil Bronschwig und Magdeburg der stymmen halb noch unverglichen, so hat der gesant von Bronschwig angezeigt, das solchs magdeburgisch votum seiner hern und obern gemuet und mainung auch sei2.

    «Nr. Š253 Supplikation der Gesandten der Stadt Goslar an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 8 »

    Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 71r–73r (Kop.); ÜS fol. 71r: Volgt dero von Goslar supplication, die sie mit nechst hievor geschriebener der protestiren[den] stend antwort dem Kf. zu Brandenburg ubergeben haben1.

    Euer ksl. Mt. kunnen wir abermals unser antringender, unvermeidlicher notturft noch allerunderthenigst nit pergen, das uber alle gewaltsame und thetliche handlung, so unsern hern und obern von Hg. Heinrichen von Braunschweig under dem schein einer vermeinten, nichtigen acht in noch werender und schwebender euer ksl. Mt. suspension und gebotnem fridtstand, der er kheinswegs parirt hat noch zu parirn gedenckt, unbillicherweiß sein zugefugt, auch, als wir in glaubliche erfarnus khumen, diß begegnet, das er, Hg. Heinrich, unsern gnedigsten hern, den Ebf. zu Meintz und Magdeburg, churfursten, uff seinen zu milten und furtheilhaftigen bericht dohin vermegt, das sein kfl. Gn. den iren bevelch gethan und verschafft, das auß iren kfl. Gn. beyden styfften Magdeburg und Halberstatt weder korn, gedreyt noch einich andere notturfft denen von Goßlar zugepracht wirdt.

    Weither so reythen und gehen zu roß und fuß des Hg. von Braunschweigs diener und verwanthe hin und wider uff des hl. reichs freyen strassen, versperren und verhindern dieselben mit grossem, ernstlichen gewalt dermassen und so geschwindt, das von niemandt einicherley korn, gedreyt proviandt oder andere notturft denen von Goßlar von frembten orthen, auch auß seyner fstl. Wd. furstenthumb und dem styft Hyldesheim kan oder mag zugebracht werden.

    Und uber das hat gmelter Hg. Heinrich von Braunschweig neulicher tag denen von Leypsig ein gebot gethan und verschafft, das sie denen von Goßlar solch suma gelts, als sie inen vor ir verkauften pley zu lyffern und die von Goßlar zu hinderlegen und in irer statt biß zu entlicher erorterung derhalben schwebent irrung zu verwaren, auch zu sequestrirn schuldig, auf ir geschehen anforderung inen nit hat volgen noch sie des vergnugt megen werden, dem kayserlichen Šabschidt, so derwegen von irer ksl. Mt. zu Augspurg ist uffgericht und, bey peen der acht, auch 1.000 marck lottigs golts zu halten, mandirt worden, zuentgegen.

    Weither so procedirt auch wider die von Goßlar eurer ksl. Mt. cammergericht auf Hg. Heinrich von Braunschweig, auch probsts und convents zum Georgenberg ongestim anhalten und begern onverhindert euerer ksl. Mt. suspension und friedesgebot, gleich ob die suspension und fridstant nicht ergangen were, dan in sachen der vermeinten, nichtigen acht hat des Hg. Heinrich von Braunschweig anwalt jungst am dritten Junij an euerer ksl. Mt. cammergericht umb einsatzung in alle und jede unser hern gutter, so in einer ubergebner schrift stuckweyß verzaichnet gewesen, gebetten, welche auch ist angenhomen worden. Aber dem goßlarischen procuratorn hat uff sein begern und anhalten davon khein copey mogen gegeben werden, und ist im, die rechtmessig defension darentgegen zu gebrauchen und zu exercirn, abgeschlagen.

    Gleichergestalt wurt wider die von Goßlar, unsere hern und obern, doselbst an ksl. Mt. cammergericht in sachen der vermeinten erlitnen scheden, costen und uffgewenthen expensen probsts und convents zum Georgenberg procedirt und alles, das die gedechten von Goßlar in berurten und andern sachen zu irer notturft lassen furwenden, bitten und suchen, das wirt inen verhindert und abgeschlagen mit anhengen, das die von Goßlar als erclerte achter nicht sollen defendirt, sonder rechtloß gehalten werden, des uff die gerichtshendel und prothocoll gezogen.

    Furter haben etzliche Hg. Heinrichs von Braunschweigs diener und angehorige etzliche burger auß Goßlar uff des reichs freyen strassen verhalten, sie angeritten und ubel, auch erbermblich geschlagen und verwundt und darvon einen mit einem leth oder buchsen durch sein haupt zu todt erschossen, inen mit den pferden zur erden gefellet, die augen auß dem haupt, auch das gantz angesicht jemerlich zurtretten und also beßlichen ermordet und umbbracht und alles gelt, so er bey sich gehapt, raublich entwert und spoliirt.

    Noch weither ist die warheit, das des Hg. von Braunschweig diener haben hin und wider zu ross und zu fuß uff des hl. reichs strassen reitten, auch hart vor die stat Goßlar vor ire zingelen und thor, und vorgeweltigen der von Goßlar inwoner und burger. Dieselben diener haben auch angefangen, der stadt und burger gedreyt und groß, so im felt stehet und wechst, mit iren pferten zu ertretten und zu verschleyffen und also zu depopulirn und zu verderben.

    Deß herzogen amptleuth und diener lassen sich auch offentlich horen und vernhemen, das sie alle jerliche fallende zinß an gelt und fruchten, auch korn und getreidt etc., denen von Goßlar zustendig, an waß orthen und stedten sie das verkhemen mogen, den von Goßlar zu entpfahen oder inzufhuren nicht gestatten, sonder uff ires gnedigen fursten, Hg. Heinrichs von Braunschweig, schlossen brengen und fhuren lassen wollen.

    Der Hg. von Braunschweig hat auch kurtzverschiener tag allen seinen bauren und hindersessen bey straff leybs und guts gebieten und ansagen lassen, sich mit iren wehren, buchsen, hacken und spiß gefast zu machen und in rustung zu Šsteen, das sie zu tag und zu nacht, wen sie gefordert werden, mit irer munition folgen megen.

    Auch wirt jetz von Hg. Heinrichen und den seinen allerley feindtschafft eyd noch dem andern uff die von Goßlar inen uber den halß angestiftet, den feind[en] sicherheit, velich peß und durchschleyffung zu seinem fstl. Wd. furstenthumb, gebiet und oberkeit gestattet und vergunstiget.

    Daruß dan clerlich zu spuren, das Hg. Heinrich von Braunschweig unuffhorlich noch unserer hern entlichen verderben trachtet, bemelt camergericht auch unverhindert berurter euerer ksl. Mt. suspension uff sie tringent und, sie in noch tiefferen schaden, fhar, angst, noth, in entlich außreittung zu setzen, understeen wirdt.

    Dhieweil doch gedachter Hg. Heinrich von Braunschweig euerer ksl. Mt. suspension und gebotnem fridstant kheinswegs gehorsamet hat noch zu parirn bedacht ist, derhalben ist an euere röm. ksl. Mt. unser underthenigst flelich bit, ersuchen und anruffen, das euere ksl. Mt. wollen sich der elenden, vertrangten und beschwerten leuthen von Goßlar als euerer ksl. Mt. und des hl. reichs glidt und underthanen allergnedigst erbarmen lassen und auß angeborner kayserlichen tugend, gute, gerechtigkeit und miltigkeit mit ernst einsehens thun und verschaffen, das sie von irer ontreglichen, onmenschlichen, großen beschwerung zu handthabung friedens und eynigkeit, auch irer ksl. Mt. selbst reputation und preeminentz doch forderlich mogen erlest, auch durch Hg. Heinrichen ermelter euerer ksl. Mt. suspension und fridstandt baß, dan bißher beschehen, gelebt und gehorsamet werden. Das wurt Got der almechtig zweyffelßfrey gegen euere ksl. Mt. reichlich onbelont nit lassen2. So erkennen sich gnante unsere Šhern und obern von Goßlar, auch wir, solchs mit leyb, gut und plut in aller underthenigkeit zu jeder zeit zu verdienen, mehr dan schuldig, euere ksl. Mt. in diesem allem uffs underthenigst anruffent3.

    «Nr.254 Zusammenfassung der Supplikation der Stadt Goslar und Gutachten des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); ÜS: Supplicatio der stat Goßlar.

    Burgermeister und rath zu Goßlar haben ksl. Mt. supplicirt, wie Hg. Heinrich von Braunschweig verruckter zeith widder gemeine recht und keiserliche constitution und außgekhundte landtfriden ir hutten und bergkwerckh uf dem Ramersberg sambt irem silber, blei, ertzstolen, holtz und allem vorrath uf den hutten mit der that gewaltiglich ingenomen und entsetzt, sie auch ein urtheil am chammergericht erhalten, das ir widdertheil sy in vorigen gebrauch und besitz der hutten sambt erlitten costn und schedn restituiern soll. Wiewoll sie uf sollich urtheil executorial erlangt, taxation der gerichtlichen expenß erhalten und der entwerten gutter, auch costen und scheden halb zu recht beschlossen, so hob doch das chammergericht uf ungestum anhalten und ungnugsam bericht des Hg. von Braunschweigs uf jungst gehalten reichstag zu Augspurg inen, den hertzogen, zu dem petitorio gelassen. Dergleichen hetten di ksl. Mt. den vorkauf der metallen wider ergangen urtheil, eher und zuvor sie als di spoliirten wurcklich restituiert worden, sequestriert und gemeingelegt, welliche zulassung in petitorio, suspension und daruf gevolgte sequestration ire gesandte damals nit anderst dann auß forcht der cominierten acht uf vorgeend protestacion, von den erkhannten und bewilligten urtheil restitucionis nit abzuweichen. Wann Šdann solliche suspension der ergangen und bewilligten urtheil, auch bescheene sequestration widder recht und ksl. Mt. und des reichs ordnung, auch den hessischen und der stat ufgerichten vertregen zuwider, betten sie gantz undertheniglich, di ksl. Mt. wollen sollich beschwerlich suspension ergangner urtheil in possessorio, dergleichen das berumbt sequestrum in ansehung, daß sollich suspension und sequestrum inen zu ewigem, unwidderbringlichem schaden gereicht und an sich selbst widder recht sei, allergnedigist abschaffen und inen zu wurcklichen execution ires erlangten rechten allergnedigist verhelfen. Ob innen zu gruntlicher und wurcklicher vollziehung sollicher urtheil etwas im rechten geburen wolt, darzu wollen sy sich undertheniglich erbotten haben.

    Das auch di ksl. Mt. in alweg bei irer Mt. camergericht gnediglich verschaffen und versehen thun wolten, das ane lengern verzug in andern schwebenden sachen widder Braunschweig zu recht procediert und nach herbrachtem des cammergerichts gebrauch volnfaren werde, sonderlich in causa purgationis, und daß di zeugen ad perpetuam rei memoriam, derwegen si oftermals bei ksl. Mt. undertheniglichist angesucht, furderlich abgehort und darin comissarien verordent werden mugen, dann sie grosse vorsorg tragen, dieweil sich dieselbige sach so lang verzeucht, daß di zeugen mochten mitlerzeith abgeen, wie etliche schon verschiden, und inen der personen halb di probation abgestrickt wurde. Und diweil etlich zeugen des hertzogen lehenman und etliche, wie sie glaublich bericht, mit sondern eiden verstrickt sein, von disen artikeln, davon di purgationartikel melden, nichts zu sagen, betten si di ksl. Mt. in aller underthenigkeit, den hertzogen dahin zu vermugen und durch rechtlich mittel anzuhalten, sollich zeugen sambtlich und sonderlich irer eid und pflicht, di lehenman zu diser zeugknus, di andern aber gentzlich erledigen und sie derselbigen loßgeben wolle, und in dem allem als ein loblicher keiser und das lebendig recht selber mit gnaden erzeigen. Das umb euer ksl. Mt. wollen sie in aller underthenigkeit und gehorsame verdienen.

    Ist fur gut angesehen, das Kff., Ff. und stendt di ksl. Mt. zum underthenigisten ersuchten, das ir Mt. di acta in sachen des landtfridens, hinc inde zwischen dem Hg. von Braunschweig und Goßlar an dem camergericht sich erhalten, beide zu remidiren, den sindicatoribus (di auch revisores sein werden) gnedigst remittieren und denselben bevelhen, auch alle andere handlung zwischen jetz gemelten partheien biß zu endt der revision sambt der goßlarischen acht suspendirn wollt.

    « ŠVIII,2b Klage der schmalkaldischen Verbündeten über die Mordbrenner »

    «Nr.255 Supplikation der schmalkaldischen Verbündeten an den Kaiser in Sachen Mordbrenner1 – Regensburg, 1541 Mai 13 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 451–465v (Kop.); AS fol. 451r: Uberantwort röm. ksl. Mt. Freitag nach Jubilate, den 13. Maij.

    C  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 55r–77r (Kop.); AS fol. 55r: Der augspurgischen confession verwandten stend etc. schriftliche vermeldung und anzaig, der röm. ksl. Mt. etc. wider Hg. Hainrichen von Braunsweig, seine diener und mitverwandtn des mordtbrennens halben ubergeben.

    ŠD  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 564r–577r (Kop.)2.

    Eur ksl. Mt. wissen sich gnedigst zu erinnern, welchergestalt des vergangenen jhars daß erschrecklich, unchristlich und zuvor im reich deutscher nation unerhort mortbrennen gewaltiglich eingerissen, vast den grossern tailh deutsches landes und zuforderst unser des churfursten, fursten und andern der religion und ainungsverwanten stenden furstenthumb, landen und gebietten durchbrochen und dermassen uberhant genomen, daß etzliche vil grosse und kleine steet, flecken und dorfer gentzlich und zu grunt, etzliche aber zum teilh erbermlich abgebrannt und (welches leider noch so vil mer zu erbarmen) vil armer, unschuldiger leute, man und weibspersonnen, auch kleine kinder grausamlich durch solchen mortbrandt umbkhomen und ermordet sein, wie euer ksl. Mt. nachvolgends ferner bericht werden soll.

    Nachdeme aber auß verleihung gotlicher gnaden solcher ubelthetter und mortbrenner hin und wider etwa vilh uff frischer thate und sonsten begriffen, gefenglich eingetzogen und umb ire grausame, teufelische mißhandlung und mortbrennen, wie pillich, gestrafft worden, auch noch eines teils ungestraffta gefengklich enthalten werden, hat sich aus derselben mortbrenner urgichten und aussagen in vil wege befunden, daß sie zu solcher erschrecklicher unthatten und mortbrennen durch gelt erkauft und zuwegen gebracht worden seint, darauß dan nicht allein den chur- und fursten und unser religion und ainigungsverwanten stenden, nachdeme wir und sie sampt unsern underthannen am meisten darmit beschwert und angegriffen seint, sondern auch meniglich ehrliebenden im reich deutscher nation zu allerley nachdencken ursach gegeben, von whannen, woher und durch wenne solche unchristlich, erkauft mortbrennen hergeflosßen, bestelt, zugericht und so vil statlichs gelts dartzu außgelegt, verhaischen und gegeben worden, wie dan auch nicht unpillich, sonder die hochste notturft erfordern thut, zuforderst, weil daraus ein augenscheinlich, offentlich und gantz greiflich verterbung gantzes deutschen landes erfolgen wolt, dem allen mit vleissiger erkundung und erforschung nachzutrachten.

    Und obwol vil der gerechtfertigten mortbrenner allein ausgesagt und bekennet, daß sie zum mortbrennen mit gelt erkauft, aber den rechten hauptfurer, aufwickler und besteller eigentlich nit antzeigen konnen, so hat sich doch ausß viler anderer mortbrenner, so zum teilh gerechtfertigt und noch zum teilh gefengklich enthalten werden, urgicht und bekentnussen nuemer so vil befunden, daß man allerlei antzaigung, indicia und argwonn hat, woher und durch wene berurt mortbrennen zum teilh angestiftet, bestalt und mit gelt erkauft und verlegt worden sein möchten. Und dieweil diß ein solch ding ist, daran gantzer deutschen nation mercklich und viel gelegen, so haben wir zu unser und der Šunsern hochste notturft und auß hertzlichem, mitleidendem gemuet, so wir zu unserm vatterlandt deutscher nation pillich haben und tragen, nicht umbgeen können, davon eurer ksl. Mt. bericht, wie der allenthalben an uns gelangt und wir der ding in erfharung kommen, vorzuwenden und umb geburlichs einsehen zu bietten.

    So haben wir auch nachfolgende erkundung und erforschung nit allein bei denen mortbrennern, so in unsern furstenthumben, landen und gebietten eingetzogen, gerechtfertigt und zum teilh noch gefengklich enthalten werden, genohmen, sondern auch auß vieler mortbrenner, welche hin und wider in andern furstenthumben, herschaften und oberkeiten gefengklich enthalten, gerechtfertigt und zum tailh noch sitzen und gefengklich enthalten werden, urgichten, bekentnussen und aussagen, in gutlicher und peinlicher frage beschehen und von etzlichen guthertzigen leuten, so daß undergeen deutscher nation auch nicht gerne sehen, uns zugeschickt worden, mit der offentlichen protestation, daß wir solchen bericht allein auß unvermeidlicher notturft und zu errettung des vatterlandes und niemandes, er sei hoches oder nidern standes, zu verdrieß, zu beschwerung oder iniurien gethan haben wollen, daß auch unser gemuet, wilh und meinung nie gewesen und noch nicht sey, in diesem handel jemandes etwas, des wir, auß merklichen, rechtmessigen ursachen und verdacht zu thun, nicht befugt weren, zutzumessen, davon wir abermals protestirn.

    Damit aber euer ksl. Mt. mit allen urgichten, die nach der lenge zu verlesen, nicht durfen bemuhet werden, so haben wir aus denselben volgenden außzug, sovil in dieser sach dienstlich sein mochte, machen lassen und sein erbutig im falh der notturft der urgichten, sovil der hie sein, copeien furzulegen, so mag euer ksl. Mt. die uberigen leichtlich uberkommen.

    Und erstlich so hat Mertin Gotschalck, zu Boventzen under dem H. von Pleß wonhaftig, bekannt und außgesagt, er habe sein geselschaft des mortbrennens halben im braunschweigischen lande gemacht, auch des orts gelt darauf entpfangen.

    Dergleichen besaget Bode Begckmannß, ein sonnen [sic!] kremer, under dem H. von Pleß zu Boventzen wonhaftig, eß habe inen einer mit nhamen Faye zu Gunterßheim, im lande zu Braunschweig gelegen, angesprochen und funf gulden gelobt, so er Boventzen anlegte und außbrennete. Und so er solchs außgericht, solte er von obgedachtem Faye, seinem annehmer, in einem dorf, Stockeim genant, solch gelt entpfangen. Meldet darbei ferner, daß gemelter sein hauptman Faye 54 mortbrenner angenomen, die stette Gottingen, Northeim und sonsten allenthalben antzulegen.

    Hannß Kesehagen, im gericht Hardenberg wonhaftig, hat außgesagt, daß ime ein hauptman Fridrich Thebuerß des brandes, so itzo geschicht, zwischen Stain und Angerstein begegnet und angesprochen, wan er auch brennen wolte und Obern-Billinghausen anlegen, solte er ein gut dranckgelt krigen, und das er auch darauf zusage gethan, gelt entpfangen und den hauptman gefragt, ob irer auch mer angenomen, whelcher ‚jha‘ gesagt und das ir wolh 350 angenomen Šund bestelt und daß er darauf zu Boventzen Bernnt Luticken scheurn angesteckt und derwegen sein besoldung auf den Sontag Maria Himelfart [1540 August 15] im Dieffentalh entpfangen soll. Item, dieser Hanns Kesehagen bekennt weiter, daß ime berurter hauptmann gesagt, daß er allen denen, so bestelt, uff daß hochst verbotten, im stift Meintz und Hg. Heinrichs von Braunschwigs land nit zu brennen, dan man soll die evangelischen fursten und stende brennen, wann solchs ergangen, solte ein zug beschehen und die lande eingenomen werden.

    Johann Eierkuch, im gericht zu Hardenberg wonhaftig, bekennet, daß er von Hannsen Kesehagen im Arbercke ein gulden entpfangen habe, darvor Angerstein, steet dem H. von Pleß zu, anzulegen und das darbei und uber gewest Heinrich Strauche, Hans von Lindau, Hannß Kesehagen, Hanß Eseltreiber, Heinrich Schroder und ein ider ein gulden entpfangen und wan der brant beschehen, solte ein ider funf gulden zu besoldung entpfangen und er, Hanns Eierkuch, von Hansen Eseltreiber seinen teilh bekomen. Item, daß er mit Hansen von Lindau, Hansen von Hardenberg scheurn im vorwergk anstecken wolle. Diese obgenante mortbrenner, nemlich Mertin Gotschalckh und Bode Begkmanns, haben Boventzen den flecken angelegt und 91 beu daselbst abgebrannt. Und ist Kesehagen zu dem feur gelauffen, alß wolt er leschen, und bulfer in daß feuer geworfen.

    Heinrich Strauch, under dem von Hardenberg wonhaftig, bekennet, daß er und Hannß Eseltreiber insampt einen gulden von einem hauptman zu Bischhausen vor dem kruge entpfangen, dafur daß dorf Ober-Billingshausen antzulegen. Item, wan der brant von inen beschehen, so sollen sie gelt und weiter belohnung im Tieffentalh entpfangen, das sie auch Hannsen von Hardenberg die scheurn im vorwergk anstecken und dafur zwen gulden zu belohnung von obgedachtem hauptmann, welcher sie zu Bischhausen angenomen, entpfangen solten und daß derselbig hauptman einen grahen rock, grahen hut und ein rothen parth gehapt.

    Hans von Lindau, under dem von Hardenberg, bekent, daß er sich zu Bischhausen mit einem hauptman, so ein grahen rock, grahen hut und rothen barth gehapt, deß mortbrennens halben vertragen und darauf von gemeltem hauptman einen talher entpfangen, mit weiter vermeldung, wan er Billingshausen und Spadenberg anlegt, das er alßdan in die rode bei der Dycke komen und do zehen gulden zu seiner besoldung entpfahen solt.

    Hans Schroder im gericht zu Dassel, Hg. Erichen selligen zustendig, bekent, Gert, der zolner zu Huckelheim, habe inen oftmals angesprochen und gesagt, er wuste wolh eine gute beuth, wan er, Hannß Schroder, ime helfen wolte, solt ein ider wolh 40 gulden krigen und verdiennen. Und alß er nun, solchs zu thun, gewilligt, habe gemelter zolner ine und Jacob Witten, ein burger zu Northeim, in das zohlhauß zu komen, bescheiden, daselbst sei ein vierschutziger kerl, einen schwartzen parth habent, Jobst genannt, zu inen komen und inen, Hannsen Schroder, angesprochen, daß er wolte Northeim, Stockheim und Weltze im gericht Grubenhagen anlegen und außbrennen helfen, und alß er ‚jhar‘ [sic!]  Šdartzu gesagt, hab gemelter Jost, der annehmer, ime funf gulden auf die handt gegeben, darvon er Jacob Witten zwene gulden, ime solche sachen außzurichten helfen, geben. Und Jacob Witte solte wider auf das zolhauß kommen und noch funf gulden entpfangen, daß auch darauf Gese, des zolners weibe, ime, Hannsen Schroder, zwo lunten oder zuntstrick behendet. Als auch hernachen am tag Galli [Oktober 16] Jacob Witte zu ime, Hannsen Schroder, zu Huckelheim vor dem thor komen, hab er ime solche zwo lunten und strick, damit Northeim antzulegen, gegeben und sich miteinander vereinigt, auf nechstem Sontag in den Dorssethalh zu komen und sich weiter zu verainigen. Daß auch berurts zolners weib alßdann wider zu inen komen und mer lunten bringen solte. Und wan solchs alles beschehen, so wolte ir hauptman Jobst wider auf daß zolhaus komen und ir iden nach solcher begangenen that acht gulden geben und daß sie darauf einen dritten, Prickelkenn genant, solche that außrichten zu helfen, angenohmen, Jacob Witte demselben einen gulden und er einen halben gulden gegeben und das solchs alles vorm thor zu Huckelheim beschehen. Item, bekennt weiter, daß er gemelten hauptman und zolner gefragt, wer doch solch gelt außgebe und was die ursach sei, daß man die steet und dorfer so verbrennen soll, darauf sie beide geantwort, Hg. Heinrich von Braunschweig, der habe sie außgeschickt, solchen brandt umb der evangelischen sachen außzurichten. Item, sagt, Gerth, der zolner, acht gulden, etzliche dieses brandes halben abtzufertigen, gegeben und, ime noch 30 zu geben, zugesagt. Item, berurter zolner hette ferner gesagt, sobald er sein zeug vom zolhauß weggebracht, so wolle er den H. von Pleß außbrennen. Item, weiter bekennt, er wisse drei, die auf den H. von Pleß, inen zu tode zu schiessen, geen, einer heiß Hannß Bauernfeint, sei ehrmals Hg. Heinrichs von Braunschwig holtzforster gewesen, der ander Georg Queck und der dritte Cuntz Kolbrun und dieselben seien abgefertigt von Hg. Heinrichen von Braunschwig und es sei einem itzlichen ein neu feuerrhor auf die handt und zwenne taller gegeben und, wan sie solchs außgericht, solte ein itzlicher 40 taller krigen und solte inen ir leben lang die kost bestelt werden. Und do er gefragt, warvon er solchs wisse, hat er gesagt, alß daß letzte feuer zu Boventzen gewest, do seint derselbigen gesellen zwenne, alß Hannß Bauerfeint und Cuntz Colbrun, auf daß zolhauß komen und antzeigt, daß sie vor Boventzen gewesen und hetten gewartet, ob der H. von Pleß mitb zum feuer rennen wolte, so wolten sie inen erschossen haben. Er sey aber nit kommen, csonder Hering, des H. von Pleß dienner, mit einem knecht gerehnnet komen–c. Do haben sie, Hanns Bauerfeint und Cuntz, helfen leschen und vil pulfer mit eingestreuet. Und dieser Hanns Schroder hat hirbei weitter bericht gethann, dieweil sie von den sachen also geredt, sei ein briff komen von der Stauffenburg in Hg. Heinrichs namen an den zolner, also lautend: Wann di obgenanten drei zu ime kemen, daß er inen essen und trincken geben Šsoll und, wo ime daß felet, soll der zolner zu Stauffenburg gelts gnug holen. Und alß er gefragt, wo sich diese drei pflegen zu enthalten, hat er geantwort: zu Amelßbornns oder zum Furstenbergk, alles in Hg. Heinrichs land. Item, dieser mortbrenner bekennet noch weiter, das gemelter zolner zwene glesener angenohmen und bestalt, Cassel außzubrehnnen, und daß noch zwenne zu Lotrunck seint mit nhamen Hans Lange und Curt Behm, wonhaftig im gericht zu Dassel und Moringen, welche uff den H. von Pleß und die von Northeim angenohmen, ire underthannen und burger zu mortbrennen.

    Andres Birbercks, im gericht Dassel under Hg. Erichen seligen wonhaftig, hat außgesagt, daß er von Jacob Wittenn in beisein Hannsen Schrotters angesprochen, Northeim helfen außzubrehnnen, auch von ime einen margengroschen und von Hannsen Schrotter einen halben gulden darauf entpfangen. Do er auch befragt, ob er nicht wisse, wer die hauptleut außgeschickt und inen daß gelt gebe, darauff er geantwort, alß er von Jacob Witten und Hannsen Schrotter angenomen, haben sie ime gesagt, Hg. Heinrich von Braunschwig lege daß gelt auß. So haben auch gedachter Hannß Schrotter und Andres Birberck solchs alles, wie gehort, ungepeiniget frei und ungetzwungen zu underschiedlichen zeiten und, do keiner vom andern nichts gewust, bekannt und außgesagt. Diese obgenante mortbrenner seint durch den H. von Pleß gerechtfertigt worden und uff solch irer aussag biß in ir end beharret und darauf gestorben.

    Hanns Eseltreiber, des H. von Pleß diener, under deme er auch noch gefencklich enthalten wirdet, hat under anderm bekannt: Alß er von Gottingenn gangen, sei einer zu ime an den holen weg uber dem Arbich kommen, welcher einen grauen rockh, einen grahen hut und einen rothen parth gehapt und ime angetzeigt, daß er alß ein hauptman etzliche, alß nemlich Hansen Kesehagen, Eierkuchen, Heinrichen Strauch und andere, wie auß derselbigen aigenen aussage, dieser des Esseltreibers urgicht gleichformig, zu befinden, zu Bißchhausen angenohmen, die gantze herschaft Pleeß antzulegen und außzubrennen. So er dartzu helfen, wolte er inen auch annehmen, und ime darauf ein gulden von alten thornussen auf di handt gegeben. Und der hauptman, so mit ime geredt, habe seinen hinderhalt von Hg. Heinrichen von Braunschwig, der werde inen so starck, alß er selbs wolle, machen. Welcher hertzog inen auch dieses itzigen brandes halben außgeschickt und ime das gelt, welches er Hansen und andern gegeben, behendigen lassen. Hat auch weiter außgesagt, daß ime sein hauptmann N. von Asse gesagt, das der hauptleut sechs seint, die da reitten, welche dann gleich wie er abgefertigt. Und es habe der bapst etzlich vilh kronen zu diesem itzigen mortbrennen außgelegt. Da werde Hg. Heinrich von Braunschwig so vil zuthun und außlegen, uff die evangelischen fursten und stende zu mortbrennen.

    Heinrich Teichd, Clausen von Manndeßloy voigt, vormalß burger zu Einbeck, bekennet, daß er umb Egidii des verschiennen 40. jhars [1540 Septem Šber 1] durch Curth Goterdes, so hievor zu Berßdorf im gericht zum Lauenstein gewonnhet und daselbst ein kruger gewest, nun aber zu Brunckensen, Cristoff Prießberg zustendig, sich entheldet, uff die meinung angesprochen worden, er wuste wolh ein guten vorschlag beim junckher, darauf er gesagt, waß das were, habe Goterde geantwortet, er habe von Cristoffen Prießberg und Cristoffenn von Opurg gehort, so man zuwegen bringen konnte, etzliche stette umbzubringen, die umbherliegen, alß Einbeck, Gottingen, Northeim, Goßlar, Braunschwig und uff der rhei her, do wolten sie etzliche tausent gulden anlegen, und, wohe er solchs wolt zu voltziehen helfen, so were Cristoff Prießberg itzo nicht zu haus, solte aber wolh bescheiden werden. Aber Cristoff von Oburgk solte ime darfur vergewissung thun, so er ime nit glauben wollte, und alß er bei ime zu Oburg gewest, hette er ime die meinung auch also entdeckt. Weiter bekennet Heinrich Teich, alß er Clausen von Mandelßlo, seinen junckhern, darumb angesprochen und sich mit ime des beratschlagt, hette Clauß ime geantwort, er solte zu Cristoffen von Oburg geen oder reiten, der solte ime der sachen wol weiter bescheid geben. Mit Cristoffen Prießberg stunde er nicht wol. Alß er auch zu genanntem von Oburg kommen, di sach mit ime geredt und gefragt, wer die anrichter und hauptleute der ding weren, habe Oburg etzliche genant und, daß Hg. Heinrich von Braunschwig auch darmit sei. Bekennet auch weiter, alß er gefragt, was er darvon krigen solte, hab ime Cristoff von Oburg 800 fl. gelobt und darauf 50 fl. gegeben, auch, berurt gelt bei einer feldtgefengknus ime zu geben, zugesagt. Und berichtet ferner, daß er alßbald davon zehen gulden Heinrichen Opperman und abermalß zehen gulden dem muller, so ein fiedel oder geigen zur hochen Bocken hat gegeben, solchs alles zu volbringen helfen. Weiter auf befragung, warumb doch solchs beschehe, hat Deich geantwort, diß alles sei darumb furgenohmen, die evangelischen stedte zu verderben. Dergestalt habe in Cristoff von Oburgk bericht und, alß er hernacher zu Bruckensen bei Christof Prießberg gewest und bei ime uff einem zaun gesessen, haben sie undereinander auch also von der sachen geredt.

    Dieser Heinrich Teich ist uff solch sein bekenntnus zu Einbeck neben andern seinen dartzu erkauften diennern gericht worden. Dann es ist die stat Einbeck, so vormalß ein ansehenlich, gute, vermugliche stat gewesen, durch dieselben dermassen außgebrannt, daß nicht ein einiger bau von behausung oder kirchen in der gantzen stat uberblieben. Und daß zum hochsten erbarmlich und erschrecklich ist, so seint in solchem brant uber die 350 virthalbhundert armer menschen, jung und alt, gantz erbarmlicherweiß verbrannt, umbkomen und tod blieben, wie man davon warhaftigen bericht zu thun weiß.

    Gercke, etwan zolner zu Huckelheim, bekennt, das ein langer man, kein part und ein schart in der nasen habendt, zu ime komen, der sich Nickel genant und ime, Gercken, funf gulden geben und gesagt, daß er dafur wolte etzliche krigen, die da brennen, dieselbigen dieses itzigen mortbrennens halben außzuschicken. Darauf er Hannsen Schröder angesprochen, habe auch seinem weib zwo lunten gegeben, die Jacob Witten zu bringen, damit Northeim antzulegen. Sagt weiter, Šer habe seinen annehmer gefragt, wo solch gelt herkhome und wer doch die herrn seint, die solchs außgeben. Darauf antwort gefallen, Hg. Heinrich von Braunschwig und etzliche hetten sich zusamengelobt, solchen mortbrannt außzurichten umb der evangelischen sach willen. Bericht auch ferner, daß ime sein annehmer gesagt, daß er, Gercke, sampt seiner geselschaft uff alle di evangelischen stende brennen solten, dann es uff dieselbigen zugericht, und daß sie sunderlich uff Hg. Phillipsenn von Braunschwig und H. Dietrichenn von Pleß und di von Northeim brennen solten, dann das weren stoltze herrn, die must man ein wenig zeemen.

    Gese, des zolners weib bekennt, daß einer genannt Ludicke und Gercke, ir man, haben zwen lunten gemacht und ir bevolhen, die Jacob Witten, Northeim damit antzulegen, zu brengen, welchs sie dann also gethan. Sagt weiter, daß obgedachter Ludickehe, so die lunten machen helfen, hab iren mann zum mortbrennen angenohmen und ime funf gulden auf die handt geben. Dieser Gercke und Gese, sein eheweib, seint zu Duderstat im stift Meintz eingetzogen und daselbst uff ire urgicht ire verdiente straff entpfangen.

    Joachim Dornn bekennt, ir kuntschafter habe gesagt, sie solten keines schonen, allein der dorfer und closter, so dem Hg. von Braunschwig gehorten, und diese kuntschaft solt man finden uff dem hoffen, dem von Braunschwig gehorig.

    Michel Reichlingk zu Ußlacht, under Hg. Erich seligen geborn, bekennth, daß er von einem, der sich Lucaß vom Bodensehe genant, wonhaftig uffm Zellerfelt, Hg. Heinrich zustendig, und sey daselbst ein bierschenck, angesprochen und befragt worden, ob er auch zu Cassel bekannt und alß er ‚jha‘ geantwort, hette Lucaß angefangen und zu ime gesprochen, wan er ime folgen wolt, so wolte er in reich machen, und hette weiter gesagt, er were ein geselh, der gelts gnug, und neme allenthalben knecht und leuth an, die uff Cassel brennen solten. Und wiewol er, Michel, sich erstlich geweret, so hette er sich doch letzlich uberreden lassen, gelt genohmen und mit gedachtem Lucaß nach dem Zellerfelt getzogen, eines anschlags mit ime verglichen, wie sie Cassel abbrennen wolten. Gemelter Lucas hette sich auch weiter vernehmen lassen, wann Cassel abgebrannt, so wolte er einem itzlichen uff dem Plumenberg, uber Munden gelegen, oder in sein, Michels, hauß zu Verlehausen 500 fl. geben. Und solchs habe er also angenohmen, sei auch darauf mit ime uff daß Zellerfelt getzogen und, alß er mit ime dohin komen, habe er andere knecht mer daselbst funden, als nemlich einen, heiß Lips, wohne uffm Zellerfelt, sei ein steiger uffm bergkwergk daselbst, und einen knecht, heiß Merten, wohne zu Lause under denen von Adelepschen, und sonst ein ander, haiß Jacob, sei Hg. Heinrichs berckmeister, wohne auch uffm Zellerfelt daselbst, habe auch gedachter Lucaß Jacopen, als der umb solchen gantzen handel mitwissens gehabt, waß er sich mit ime, Micheln, Cassel halben außzubrennen, uff dem wege verglichen, auch angetzeigt und ertzelt und gesagt: ‚Ich habe Micheln und Mertin vom Lause itzlichem einen gulden uff die handt gegeben‘. Darauf Jacob, der berckmeister, geantwort: ‚Daß ist gut. Ich laß mir solchs wolhgefallen‘. Und weren daruber Šguts muts und guter ding gewest. Hat auch weiter bekannt, gemelter Lucaß sei ein bierschenck und ein steiger uffm Zellerfelt und Jacob, der berckmeister, seien diejenigen, so die knecht annehmen und daß gelt außgeben. Dieser sitzt noch zu Cassel gefengklich.

    Heinrich Kneiff zu Tanngermunde, under dem Kf. zu Branndenburg gefengklich eingetzogen, sagt, er sei im vergangen sommer zu Scheinigen, Hg. Heinrichenn zustendig, gewest. Do weren ir zwene zu ime komen, einer seins handtwergs meister Gert, solh zu Osterwig im landt zu Braunschwig wohnen, der ander einen rothen parth gehapt. Alß hat Gert angefangen, ob er nicht wolt gelt verdiennen, es were gelt vorhanden, so er wolte helfen, daß man etzliche gesellen mochte bekommen, stette außzubrennen. Ime hetten auch die zwene, so inen angenomen, 20 fl. gegeben und gesagt, sobaldt er etwaß hirinnen geschafft, so solt er zu Wolffenbuttel oder zu Reiffenberg 100 thaler entpfangen. Item, bekennt, daß er den marckmeister zu Garleben, Symon Fincken, 20 fl. vor seinem hauß zu Garleben in einem pappir gegeben und sich mit ime vereiniget, das er leute solt erkauffen und zuwegen bringen, die stedte und dorfer verprennten, welchs der marckmeister angenohmen.

    Mathes Furst sagt, der besteller hab ime gesagt, Hg. Heinrich von Braunschwig ließ diese bestellung thun.

    Peter Frobel sagt, es habe ein goltschmid in einer zech berichtet, daß ime ein guter freunt einen brif zugeschickt, darinnen stunde geschrieben, das der bapst mit Hg. Heinrichen von Braunschwig solche bestallung thetten und daß gelt außgeben liessen.

    Bartholomeus Bhune zu Grunau, Aßmusen Spigel zustendig, peinlich verhört, bekennt, daß einer Gregor Gurtler genant, ein kramer, bei seinem vatter gewest und hette gesagt, Hg. Hanns zu Sachssen etc. hette dem Hg. von Braunschwig funf dienner abfangen lassen, darumb solte er in des Hg. von Sachssen etc. landt brehnnen, und hette zwolf taler darauf entpfangen.

    Gregor Oltzschen zu Rochlitz im land zu Meissen ingetzogen und verhört, sagt, es sei von Byrchicht gesagt, sie sollen in Hg. Heinrichs von Braunschwig nahmen brehnnen.

    Symon Finck, margkmeister zu Garleben, zu Tanngermund verhort, hat bekannt, daß ime Georg Gunter 100 fl. an allerlei muntz in der Lirmenischen haus zu Garleben in einem leynenbeutel zugestelt, leuten zu geben, die sich zu dem brehnnen wolten gebrauchen lassen. Und soll derselbe Gunter ein meilh wegs von Wolffennbutel wohnnen. Auch ferner gesagt, wann es ruchtig wurde, daß sie mit diesem handel umbgiengen, daß sie derhalben unsicher sein musten, solten sie nach Wolffenbutel fliehen, do solten sie wolh sicher sein. Sagt auch weiter, war sein, daß Georg Gunter inen bericht, daß der großvoigt zu Wolffennbutel solch gelt alles außgebe. Item, sagt weiter, daß sein besteller zu ime gesagt, so er gesellen angenohmen und etwas außgericht hette, daß er alßdann solte gegen Wolffenbutel komen, do wurde er sicher und frei sein. Item, sagt, daß der hauptman zu Wolffenbutel auf dem schloß, der großvoigt Šgenant wirdet, Georgen Guntern und die andern dartzu erkauft hat. Man wirdet auch sonst berichtet, daß derselbe Georg Gunter ein einspeniger bei Hg. Heinrich gewest sei, in kurtz reich worden, den grossen voigt zu Wolffennbutel zu gefattern gebetten haben.

    Steffan Sießman zu Heringen, under den Gff. von Stolberg und Schwartzberg ingetzogen und verhort, berichtet, seine besteller hetten vom großvoigt von Wolffenbutel geredt, daß derselb auch in irem bunt sein solte.

    Clement Teuffel von Glogau uß der Schlesien, zu Dessau eingetzogen und noch gefengklich enthalten, sagt, das er von Bastian von Kemberg gehort, daß Hanns von Lubeckh gelt außgebe und habe das gelt von dem Hg. von Braunschwig entpfangen, daß er damit gesellen zu brennen bestellen solte umb des evangelii willen. Hat auch weiter gesagt, daß es groß hansen sein sollen, die das gelt von wegen des Hg. von Braunschwig außgeben. Item, es habe einer, Kunste gnant, zu Ermßleben wonhaftig, gelt geben, Gutterboch und die Zan antzulegen. Item, daß seiner besteller einer zu ime gesagt, wan er angelegt und gebrant hette, so solte er gelt zu Wolffenbutel entpfahen und haben. Hat auch ferner bekannth, daß er vor 16 oder 18 wochen ungeverlich zu Wolffenbutel gewesen und hette gelt wollen holen, aber der oberst oder voigt daselbst habe zu ime gesagt, wann er gebrannt und schaden gethan hette, so wolt er ime gelt geben.

    Hanns Hencke, zu Northeim eingetzogen und verhört, bekennt, daß er nahe bei Einbeck von Dietrichen Eseltreiber angesprochen, Northeim außzubrennen, und darauf von Dickhauten zehen lunthenf und zehen gulden, Northeim antzulegen, entpfangen, habe ime auch noch 30 fl., wenn die that beschehen, zu geben zugesagt.

    Dickhaut, auch zu Northeim peinlich verhort, sagt, daß er zu Hannsen Henncken komen und ime zehn gulden und zehn lunten, Northeim außzubrennen, gegeben. Daß er auch hinwider solch gelt von Jacob Opperman entpfangen habe, daß auch einer, Hanns Dorneman gnant von Gottingen, gelt zu brennen außgeben.

    Hennig Plechmacher, zu Northeim verhort, sagt, daß er von Dickhauten dritthalben gulden und funf lunten, darmit antzulegen, entpfangen.

    Jacob Opperman, zu Northeim ingetzogen und verhört, bekennt, das er von Hanns Dorneman nit weit von Gottingen, Northeim außzubrennen, bestelt, habe, ime auch dafur 45 fl. zu geben, zugesagt und alßbald die helft betzalt, davon er Dickhauten zehn gulden und zehen lunthen und darnach funf gulden und funf lunthen, Northeim außzubrennen, gegeben.

    Donat Pusch sagt, es habe einer, Gregor von Froburg genant, ime und seinen gesellen ungeverlich zehen taller muntz zu Mucheln in spitalh bracht und gesagt, er hette es von Hg. Heinrichen von Braunschwig entpfangen, daß solt Šer inen geben, denen von der Naumburg mit feur schaden zu thun, wie sie sich dann auch alle verwilligt, zur Naumburg zu brennen.

    Caspar Boger bekennt, daß einer, Hanns vom Harte, jhenseit Dreileben zu ime komen und gesagt, wann er, mit feur einlegen gelt zu verdiennen, geneigt, so wolte ers ime verschaffen, ime auch zehen gulden gelobt und vier gulden uff die hant geben und ferner gesagt, er sei des Hg. von Braunschwig dienner und wann er, Caspar, feur angelegt, solte er sich gegen Obsfeldt verfugen, alda am marck finden lassen, wolte ime zehen gulden ausrichten.

    Meister Gerhart Redder sagt, er sei im gvor [sic!] sommer–g zu Scheinigen gewest und Heinrichen Knip daselbst funden und der amptmann zu Schenungen solh Heinrichen Knippen gelt zu brennen gegeben haben. Es soll auch gemelter Heinrich Knip Georgenn gelt, Gommern antzulegen, gegeben haben. Item, Heinrich Knip habe daß gelt im keller zu Schenungen entpfangen und wisse nicht anders dan von dem amptman daselbst und sei einer darbei gewest im schwartzen rockh mit gelbem gefuttert und in einem rotlichen ziegenpart. Hat auch ferner gesagt, es hab einer ein roten zigenpart gehabt, der Knip daß gelt gegeben, und soll solchs der amptman von Scheynyngen gewesen sein, stee Hg. Heinrichen von Braunschwig zu und sey noch ein edelman, zu Lutter wonhaftig, darbei gewest. Item, daß gelt, so Knip entpfangen, seint erstlich 40 und zum andern 50 fl. gewesen, die ime der amptman von Schenungen in beisein eines edelmans, der [sic!] er nit kennth, im keller gegeben und sei solchs auf dem tisch, der im winckel steet, geschehen. Item, der amptman zu Wolffenbutel soll auch ein tailh alß 30 fl. außgeben haben, davon er, Gerhart, funf gulden bekomen. Dieser mortbrenner berichtet weiter, er habe von Heinrichen Teichenn (so zu Einbeck gerichtet worden) auch zehen gulden bekomen und daß gelt, so Teich außgeben, solh er in nhamen Hg. Heinrichs von Braunschwig entpfangen haben.

    Item, Bastian Schweinschneider, so itzo zu Goßlar gefengklich enthalten wirdet, sei mit ime in dem bunth des mortbrennens, habe so vil alß er entpfangen und soll ein capeitener dieser sachen sein. Es habe auch Bastian, der Schweinschneider, gesagt, dieser handel sey ime zu Wolffenbutel angetzeigt und habe der großvoigt daselbst daß gelt außgeben, wie er, Gerharten, von Bastian und Schwartz Veitenn bericht. Item, ein hirt von der hohen muhl habe Einbeck angelegt und sei von Teichenn bestelt. Item, Bastian obgemelt hab inen, Gerharten, gegen Scheinungen bestellet zu Knippen, daselbst sie auch zusammenkhemen. Item, zwischen Schladen und Hornborch liege ein wustung, zum teilh widererbauet, do sei er, Gerhart, mit Bastian gewesen und seint Bastian und Schwartz Veit hauptleut und haben ime ides tags ein halbe goßlarische marck, alß acht margengroschen, versprochen, die grosse steet Magdeburg, Soldtwedel, Northausenn und andere evangelische steet zu suchen und außzubrennen. Sagt ferner, es habe innen Bastian beschaiden, daß ein pfaff aus dem braunschweigi Šschen lande auch gelt außgegeben von wegen vorgedachts hertzogen und solle sollichs der grosse voigt zu Wolffennbutel auch gethann haben. Ferner sagt er, daß etzliche fursten mit den steeten zusammenwölten. Do nun die grossen ausgebrannt, konnten sie mit den andern desterbaß ubereinkomen und soll Hg. Heinrich der eine sein. Item, sagt weiter, der großvoigt zu Wolffenbutel hab Bastian bestelt und habe Bastian die bestellung aldo zu Wolffennbuttel, alß er daselbst geschnitten, angenohmen, wie ime solchs Schwartz Veit gesagt.

    Mertin Kirche hat außgesagt, daß er sampt Clauß Schmeling zu Badebornn jenseits Quedelnburg und Steffan von Hildeßheim alle drei vor Margarethe [Juli 13] zu Samptleben bei Luter im land zu Braunschwig zusamengewest, zwene tag daselbst plieben und haben da von allen sachen des brands geredt und sonderlichen von Einbeck, das auch Steffan ein zeitlang zu Samptleben gewonth. Bekennet auch, daß ime Claus Schmeling zu Badeborn zehen gulden, Northausen zu brennen, zugesagt und, wann die that beschehen, solte er widerkommen, wolte er ime noch 20 fl. geben.

    Diese obgeschriebene zwene mortbrenner, nemlich Mertin Kirche und Steffann von Hildeßheim, seint zu Northausenn gericht worden, dieweil sie offentlich bekannt, daß sie daselbst zu Northausenn feuer ingelegt, dadurch dann der virte und beste teilh derselbigen stat außgebrannt worden ist. Aber Claus Schmeling ist noch vorfluchtig.

    So werden auch euer ksl. Mt. dergleichen bekentnusßen und urgichten bei dem Ebf. zu Meintz und Magdeburg etc., auch denen von Northausen, Northeim und andern mer leichtlich zu erlangen haben. In gleichem bitten wir, euer ksl. Mt. wollen bei dem marggraffen churfursten sich dieser ding allergnedigst erkundigen, dan euer ksl. Mt. werden bei demselbigen unsers versehens von diesen dingen fernern und gruntlichern bericht entpfangen.

    Aus vorgemelten urgichten und bekentnussen haben euer röm. ksl. Mt. erstlich gnedigst abtzunehmen, daß alle obbemelte böse, streffliche unthatten, auch uncristlichh und erschrecklich mortbrennen und so vil armer, verbrannter, unschuldiger menschen todt in und ausser Hg. Heinrichs von Braunschwig landen herkommen, geflossen, auch des orts durch eins teils seine amptleute, underthannen und dienner bestellet, angerichtet und versoldet sein sollen, auch eins teils durch seine underthannen mit dem werck volnbracht worden.

    Zum andern, daß auch vom gemeltem, unmenschlichem mortbrennen, morden, bestellung, anschiftung und verlegung derselbten wider Hg. Heinrichs eins teils amptleute, underthannen, dienner und verwanten ein offentlich geschrei, rede und sage ist und fast durch daß gantze romische reich bestendiglich erschollen, wie er dann selbst in einem ausschreiben, wider den Kf. zu Sachssenn beschehen, gestendig, alß sei er und die seinen solcher bestellung und anschiftung berurts unmenschlichen mortbrennens in reden.

    ŠZum dritten, obwol Hg. Heinrich obgemelt solche offentliche rede und sage von den seinen gehort, daß er gleichwolh dartzu nichts gethann, vorgenommen noch wider gemelte seine amptleute, dienner und verwanten inquirirt, darauß sein misfallen hette mugen vermarckt und gespurt worden sein, sonder heldet solche so weit beruchtigte anschifter, besteller und verleger in seinem dienst, vorschueb und beschirmung und, wie man sagt, understeet er, sie dartzu zu vertheidingen und unschuldig zu machen.

    Zum virten, so sein die besagte personnen, seine amptleute, dienner und verwanten bei vielen in dem verdacht und also bekannt, daß man sich des besagten mortbrennens anschyftung und bestellung derselbten leichtlich bei inen zu vermueten, dann, mit waßi thatten der grosse voigt zu Wolffennbutel, der amptman zur Stauffennburg und andere ein zeitlang umbgangen und wie beruchtigt sie viller bosen thatten seint, daß ist vielen leuten kundig.

    So weiß man auch wol, wie Cristoff von Oburg gegen dem ainen Rauschennblat, so mit Hg. Heinrichen in unwillen gestanden, gehandelt, und wirdetj daruber zu Wolffenbutel enthalten und dergestalt, do er von seinem vetterlichen erbe nit mit zweien oder dreien kloppern zu reittenk, itzo bißweilen mit zehen, bißweilen mit 15 und 20 pferden reitet und, do er zuvor in stetten und dorfer gelegen, itzo sich allein zu Wolffennbutel entheldet, zu waß sachen ist leichtlich zu erachten. Und daß mer ist, so sagt man, gemelter Oburgk soll sich itzo dreulicher worth vernehmen lassen, keiner andern ursachen halben, dann daß die von Einbeck Heinrich Teichs urgicht nicht von sich geben, auch inen als ein besagten besteller sampt etzlichen andern nicht entschuldigen wollen. Die goßlarischen purgationartikel zaigen auch an, mit waß bosen, beschwerlichen unthaten gemelter großvoigt zu Wolffennbutel und andere ein zeitlang verleumpt geweßen sein und noch. So ist auch war, daß gemelter großvoigt und andere zu der purgation rechtlich durch euer ksl. Mt. chammergericht erfordert, sich bißanher solcher grausamen unthatten nit benohmen haben. So zweiveln wir auch gar nit, euer ksl. Mt. seien dergleichen unthatten von etzlichen Hg. Heinrichs diennern durch den itzigen Bf. von Hildeßheim, auch mit waß sorglichen, beschwerlichen und unchristlichen practicken sie sich wider gemelten bischof haben eingelassen, was auch genannter bischof wider derselbten unpillich furnehmen an euer ksl. Mt. camergericht im rechten bewiesen und außgefurt hat, berichtet worden.

    Und damit euer ksl. Mt. und meniglichen noch clerlicher befunden, daß etzliche Hg. Heinrichs diener mit allerlei grausamen unthatten beruchtigt, so wollen wir eurer ksl. Mt. hiemit zwo urgichten zweier ubelthetter, so in haften mein Lgf. Phillipsenn zu Hessenn etc. noch enthalten werden, underthenigst Šhiemit antzeigen, mit underthenigster bit, euer ksl. Mt. wollen unbeschwert sein, dieselbigen auch zu verlesen.

    Und erstlich so bekent Cristoff Lauter, vergangener herbsts anno 40 haben ime die nachgemelten personnen, mit nhamen Hanns Heintz von Lannegsen, Fridich Groß von Leiningen, Hanns Heise von Osfelt und Johan Huttennschreiber 20 fl. verheischen, darauf er 20 margengroschen entpfangen, Hannsenn Koch umbzubringen, und solchs sei geschehen in berurts Huttenschreibers behausung. Es were auch darauf sein gemuet gewest, wo er ine hette mogen betreffen, daß er solchs wolte volstreckt haben, were auch darauf ausgangen. Ferner bekennt er, es habe ime ein burger von Badenwerderl, Herman Gerris genant, zehen gulden und sechs eln tuchs verheischen, Lucaß Hopffenkamp zu erschiessen. Und vor solch gelt und tuch haben Bartholomeus, der amptmann zu Furstenberg, und Cunradt, amptman zu Wickensen, burge und gut sein wollen. Ime sei auch auferlegt worden, die handlung in geheim zu behalten. Sagt auch, alß er in vergangenen Pfingsten wider bei Hannsen Heisen gewest, hette er inen angesprochen, ob er nichtß ausgericht, waß er fur ein kerlh were, mit dieser weitern antzeig, das er die sachen nochmaln volstrecken wolte und, wann er die sachen außgericht, solte er zur Stauffennburg kommen, do wurde inen sein herr wol verteidingen und ime das porthampt geben.

    Bekennt weiter, daß er auf mmich, Lgf. Phillipsenn, mich–m zu erschiessen, bestalt und daß ime dafur 40 fl. von wegen Hg. Heinrichs sollen gegeben werden. Und dafur haben Hanns Fridrich und Thomaß Heintz burgschaft versprochen mit weiterer vermeldung, in der vergangenen schweinjagt were Hg. Heinrich bei ime gewest, nahen bei einem dorf Aßfeldt vor dem Hartz bei einer schmeltzhuten und hette inen mit diesen worten angeredt: ‚Bißtu der man auß dem land zu Hessen? Warumb bistu darauß kommen? Bistu der mann, der auf den landtgraffen und Hannsen Koch ist abgericht, wie mich Hanns Heise berichtet?‘ Darauf er geantwort: ‚Jha‘. Dargegen ime Hg. Heinrich mit der handt auf die schuldern geklopft und gesagt, er solte sehen, daß er die sachen außrichtet und er solte umbs gelt nicht sorgen, seine dienner solten ime gelts gnug geben.

    Georg Franck sagt, er sei erstn bei Fridrich Schroder komen zu Lutter, ligt ein meil wegs auf jhenset Sessenn, der habe ime gesagt, daß er vom amptman zur Stauffennburg bevelch hette, etzliche zu bestellen, auf den landgraffen zu geen, inen umbzubringen und zu erschiessen. Daß habe er, Jorg, verwilligt, das er neben andern auf micho gangen. Item, er sei mit seinen gesellen gegen Gitteldep auf den Neuen Schadenn gangen und berurter amptman sampt Šdem statschreiberq aufm Neuen Schaden im krug zu inen kommen und der amptman die zech betzalt vor itzlichen drei mathier. Item, berichtet weiter, daß er und seine gesellen vier feuerror und drei spieß gehabt, als sie auf den landgraffen gangen, und Fridrich Schroder habe daß gelt gehabt, die spieß betzalt, nemlich vir gulden habe Fridrich bei sich gehabt, die habe ime der amptman deß abents vor dem kruge zu Gittelder geben und gesagt, daß der berurt amptman ime das gelt von seines gnedigen herrn wegen, Hg. Heinrichs, gebe. Meldet auch noch weiter, er habe sechs gesellen, heisse einer Fridrich Schroder, Andres, ein koler, Heinrich Koch, Heinrich Lorentz, Heinrich Thomas und Lips, ein mollerknecht, dieselbigen seien vom amptmann zur Stauffennburg und Conradten, dem forster, bestelt, auf den Lgf. zu Hessenn zu geen und seine fstl. Gn. zu erschiessen und einem itzlichen zehen gulden zu verhaischen.

    Zum funften erscheint auß vorgemelten urgichten, das berurt unmenschlich und uncristlich mortbrennen durch die thetter unangericht und unbestellet nit beschehen, auch nicht geringe leut sein mussen, die so vil geldes und grosse sumen zu bestellung und anschiftung des besagten mortbrennens außgelegt und versprochen, auch noch teglich versprechen, wie dann auch beraitan der thetter an vilen orten zu heften bracht und, wie oben erholt, von underschiedlichen bestellungen meldung gethan.

    Zum sechsten befindet sich darauß, daß so vil ubelthetter und mortbrenner, so an underschiedlichen orten und stellen eingetzogen und nit beieinander gesessen, daß man gedencken konte, sie hetten, semptlich auf imands solche anschiftung und bestellung zu legen, sich verainiget und fast alle auf Hg. Heinrichs benannte amptleute, undersassen und dienner die bestellung und verlegung solches mortbrennens aussagen und bekennen und also in irer urgicht gleichformig und concordes sein.

    Zum siebenden, nachdeme offentlich am tag und unlaugbar, daß Hg. Heinrich von Braunschwig diesem teilh und der religion ainungsverwanten stenden widerwertiger ist, so ist leichtlich zu vermuten, daß die besagte seine amptleute, underthanne und diener derselben neigung auch gewest und seint und sich darumb so vil leichter zu anschiftung, bestellung und verlegung berurts mordtbrennens vermugen lassen.

    Und dieweil dann solche mortbrenner nit allein sich zu solcher unchristlichen, unerhorter ubelthatten haben bestellen lassen, sondern auch solche graussame ubelthat in daß werck getzogen, vil treffliche stet, flecken und dorfer außgebrannt und darunter etzliche vill hundert arme menschen vom leben zum tode bracht, so sollen solche grausame unthatten nit allein euer ksl. Mt., sondern alle menschen zu mitleiden und geburlicher verfolgung und straff bewegen, und zuforderst, dieweil diese stende und ire underthannen noch teglich in sorgen Šsteen mussen, daß es jhe lenger jhe mer zu verwustung irer steet, marckt und dorfer, auch vieler leut verderben gereichen muste, wo dem nicht fruchtbarer noch anderst begegent werden kan, dan das die anschifter oder die, so die ubeltetter dartzu bewegen, bestellen und anhalten, erforschet, erkannt und zu verdienter straff gebracht werden. So ist unser, der fursten, so gegenwertig, auch der abwesenden churfursten, fursten und der andern stende gesanten, rethe und potschaften underthenigste bit und suchung, euer ksl. Mt. wollen in diesen hochstreflichen sachen und hendeln ein kaiserlich und ernstes einsehen haben und bei Hg. Heinrich von Braunschwig die ernste verfugung thun lassen, seine vermerte und argwonige amptleute und dienner, als nemlich den großvoigt zu Wolffennbuttel, den amptman zur Stauffenburg und Scheiningen, Georgenn Gunter, dergleichen Cristoffenn von Oburg und andere besagte gefengklich annehmen und in eurer ksl. Mt. handen stellen oder an andere unverdechtige ort, da dieses teils stende und andere gegen dieselbige geburlichs rechten bekommen mögen, antworten lassen und im falh, daß Hg. Heinrich von Braunschwig solchs in wegerung steen wolte, auß keyserlicher macht und gewalt in ansehung solcher hochstreflicher und zuvor im reich deutscher nation unerhorter hendel und thatten alß der oberste vogt und keiser selbst verschaffen und bevelhen lassen, wie dann euer ksl. Mt., daß nach gelegenem falh zu recht und aller pillicheit zu thun, befugt. Dann obwolh Hg. Heinrich sagen möchte, er wolte dieses teils stenden und meniglich gegen seinen amptleuten, underthannen und diennern geburlichs rechtens verstatten, so haben doch eur ksl. Mt. aus hochem, keyserlichem verstandt gnedigst zu erwegen, weil Hg. Heinrich diß teils widerwertiger und derhalben und sonst mercklich verdacht ist, waß gleichmessigen rechtens diesem teil wider dieselbigen bei Hg. Heinrichen zu gewarten, darumb auch euer ksl. Mt. in diesen sachen nach gelegenheit und allen umbstenden derselbten pillich richter sein und pleiben. Eur ksl. Mt. wollen sich hierinnen auß keyserlichem gemuet und alß die sonder zweivel auß angeborner, keyserlicher tugent, milde und gute solchen bosen und hochstreflichen thaten, welche zu verderbung des gantzen deutschen landes entlichen gereichen wolten, zuwider sein, auch damit solch ubel andern zu abscheu hertiglich gestraft, so gnedigst ertzeigen und befinden lassen3.

    «Nr. Š256 Gegendarstellung Hg. Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel in Sachen Mordbrenner – Regensburg, [1541 Juni 27]1 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.); DV: Bericht Hg. Heinrichs von Braunschweig, der röm. ksl. Mt. ubergeben uff der protestierenden stende supplication, die mordprenner belangenden.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 276r–284v (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 276r: Hg. Heinrichs von Braunschweigk vorantwortung der mordbrenner halben, 29. Junij.

    C  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 79r–94r (Kop.); AS fol. 79r: Supplication und verantwortung Hg. Hainrichs zu Braunsweig etc. der mordtbrenner halben etc.

    Euer ksl. Mt. haben mir ein vermeinte, unbestendige, unwarhaftige denunciation und accusationschrift, welche die vermeinte supplicanten, di Kff., Ff., stend und stedt, der augspurgischen confession verwant, so jegenwertig und der abwesenden gesanten, räth und botschaften, alhie zu Regespurg [sic!] disser zeit versamlet, des mortbrants halber, so sich im reich teutscher nationn ein zeit her begeben, wider mich und etzliche meine amptleut, verwante und diener mit inserirtem austzug etzlicher vermeinten, nichtigen, erdichten, unwarhaftigen und unrechtmessigen urgichten eurer ksl. Mt. gantz unbillicherweis ubergeben, gnedigst zustellen lassen, des jegen euer ksl. Mt. ich mich in aller underthenigkait dinstlichs vleis thun bedancken und bin es ungesparts leibs und guts zu verdinen willig.

    Und wiewoll die vermeinten supplicanten wider mich nichts beschlieslichs gepetten, sonder das ich die benannte meine amptleut und diener auß der ubeltheter unerwissener und unwargemacht[er]a besagung gefenglich annemen und in eurer ksl. Mt. handt oder an andere unverdechtige orter, do sie gegen denselben meinen ampten und verwanten geburlichs rechten bekommen mochten, stellen und antwortenb solt, so vermeinen sie mich doch nit allein, sonder auch di bäpstliche Hlt. mit den unwarhaftigen urgichten vor einen hauptman, anrichter und stifter des mortbrandts bei eurer ksl. Mt., wiewoll gantz böslich, felslich und unwarhaftiglich, aus geschepftem, neidigem, gehessigem gemuet anzugeben, in ungnad zu pringen und zu verunglimpfen, dann es soll (wie Šich im grundt und warheit weiß) nymermehr mogen warhaftiglich und mit bestandt uff mich erwiesen werden. Zweifel auch nit, euer ksl. Mt. haben mich in dissen ehren erkannt, das mir solche boese, schwere, schmeliche und unnerfuntliche zulag durch die vermeinten religionsverwanten wider Got, ehr und recht und mehr dann gantz unrecht zugemessen. Schemen sich auch nit, vermessentlich von sich zu schreiben, das ich ir widerwertiger und derhalben und sonst mercklich verdacht sein söll, so doch di warheit, das ich mit den religionsverwanten ausserhalb des von Sachsen und Hessen in ungutem nichts zu thun gehabt. Kann auch keines verdachts gestendig sein, welchen di vermeinten denuncianten und accusanten wider mich bisher nit erwissen und, ob Got will, auch hinfuro nicht erweissen sollen, das ich mich nit unbillich verhofft, sye solten mich mit solcher grausamen, unerfuntlichen ufflag bei eurer ksl. Mt. und sonst verschont haben.

    Und ob dem, das sie der bapstlichen Hlt. selbst nit verschonet, haben euer ksl. Mt. ir unwarhaftigs, erdicht und unnerfuntlich anpringen desdo leichsamer abtzunemen und desdo weniger derselben glauben zu geben, wie auch von rechts wegen euer ksl. Mt. nit thun soll. Derhalben will ich solche schwere, graußame, unerfuntliche zulag, domit sie, mich bei eurer ksl. Mt. zu vermeren und bei menniglich hohes und nidern standts zu schmehen, zu iniuriren und zu beligen, understheen, zu hertzen und gemuet gefurt und dann mich zum hochsten vor eurer ksl. Mt. beklagt und beschwert, auch dofur gnungsam char [= Ersatz], wandel [= Bußgeld] und abtrag in underthenigkeit gebetten haben. Und so disse meine warhaftige antwurt allein zur rettung meiner ehren notturft durch mich vorgenommen, so beding ich hiermit offentlich, das ich dordurch nymants geschmehet oder iniuryrt haben will.

    Aber es sich an dem landgraven und seinesgleichen nicht zu verwundern, das er mich und meine underthanen, verwante und diener mit solche geferlichen, ungewissen und sorglichen dingen beschweren und angeben darf, so er wol aus dergleichen geferlichen, unredlichen und gnungsamenc grunden und anzeigungen andere stend in Dr. Bockenn sach auch beschwert und sich gleichwol hernochmals befunden, das er denselben gewalt und unrecht gethan2, als er dann mir sampt seinend mitverwanten mit disser schwerlichen und unerfuntlichen uflag nicht weniger unrecht thuet. Und wan mich schon und meine amptleut das recht nit schutzten [sic!] und di unschult entschuldigte, (dan es wissen euer ksl. Mt. auß hochstem verstandt, wie es ein gefarlich, betruglich, sorglich und felend ding umb die peinliche verhor ist, das vill menschen solcher des leibs plodigkeit sein, das sie lieber alles wider ir gewissen und warheit bekennen, Šdan das sie pein leiden wollen, als villeicht sich mit den armen, gerechfertigten leuten auch zugetragen haben mag, die ab dem straff haben leiden mussen, das di vermeinten supplicanten ires abtrunnigen lebens halber verdint und sonst von Got uber sie verhenck worden ist, als die von Eimbeck selbst gestanden und gestheen mussen), so konnen dannoch euer ksl. Mt. auß der armen leut gezwungene bekentnus, di sie sollen gethan haben, nit befinden, das euer ksl. Mt. auß verleumdnus, gerucht, geschrey oder auch redlichen, gnungsamen antzeigungen, vermutungen und arquanungen der vermeinten denunctianten und accusanten stadt noch auch den vermeinten bekentnussen glauben zu geben hetten.

    Dann erstlich, das di peinlichen verhort, wie sich zu rech [sic!] geburt, solten furgenommen worden sein, befindet sich auß dem ubergebnen austzug der vermeinten urgichten gar nit, wie auch die supplicanten nymer werden mit warheit tharthun mogen. Wie sie auch di armen, gepeinigte leut wider recht in sonderheit uff mich und meine verwanten gefragt, ist unverporgen und kunt in notdurftigem fhall erwiesen werden, wan es gleich der von Sachsen noch eins in seiner lesterschrift, jungst wider mich ausgangen, hetten verneinen dorfen. Und ob di armen, gepeinigten und gerechtfertigte leud solchs, wie die widersacher angeben, bekannt, ist noch unerwisen, das ich den vermeinten austzugen keinen glauben zu geben weiß. Und wan es schon dermassen wehr (doch der warheit zu nachteil nicht gestanden), so sagen doch dieselben armen leud nichts gewisses und sein inen auch widerrig und von personen und sachen, das offentlich unerfuntlich und erdicht ist, aussagen.

    Dann obwoll Martinn Gotschalck sagen mag, das er des mortbrandts halber in dem braunschweigischen land geselschaft gemacht und des orts gelt darauf entpfangen, so sagt er doch nit, wo, an welchem ort und von wem, das euer ksl. Mt. demselben glauben konten.

    Der ander, Bode Beckmans, sagt, wie das er von einem voge [sic!] gnannt zu Gontersheim, welches dorf im land zu Braunschweig gelegen, bestelt worden sey, und ist doch das berurt dorf meines wissens in meinem furstenthumb nit gelegen und niemants weiß, wer der voge ist, wo und unter wem sich derselbig enthelt. Befindt sich auch nit, das solchs derselbig gesagt, man solt in dem stift Meintz und meinem furstenthumb nit brennen. Das es aber in dem stift Meintz, Magdeburg, Halberstadt, auch in meinem land an etzlichen orten geprunnen, ist offentlich am tag und unverneinlich.

    Und obschonn Eierkug sich uff Kesenhagen und Kesenhagen sich einen ungewissen heuptmann oder besteller referiren thun, so kan es doch kein vermutung oder antzeig, die erheblich wer, wider mich machen, das solcher unbekannter heuptman von mir wer bestelt worden, als es dann die lauter erstunckne unwarheit ist. Ich und meine diener und verwanten haben mit dem H. von Bloß nie ichts in ungutem zu thun gehabt. So ist Hanns von Hardenberck der alten, waren, christlichen religion anhengig, das die vermutung wider mich, auch die meine nicht sein kann. Und ist gantz ein doctor-bockischer fund und Šfurgeben, das man die evangelische stend brennen und, so das gescheen, ein zug vorgenommen werden solt.

    Henrich Strauch bekennt, das er und Hanns Eseltreiber insampt einen gulden von einem heuptmann, den er doch nit nennet, zu Bischausen entpfangen, und Eierkuch hat hieoben gesagt von Hannsenn Kesenhafenn, das derselbig Henrichen Strauchenn einen gulden gegeben, sein inen also widerig. Joachim Dornn, Henrich Knauff, Steffann Güsman und Clement Deuffell reden dergleichen von unbenenten kontschaftern und bestellern. Hanns von Lindau redet auch von dem unbenanten heuptman zu Bischausenn, der doch noch sage Eierkuchens gelt von Kesenhagen entpfangen hat.

    Hanns Schroder hat außgesagt, wie er von Gerardt dem zoller zu Zuckelheim angesprochen und in das zollhauß bescheiden worden sey, doselbst er von einem, Jost gnant, der ein schwartzen bart gehabt, gelt entpfangen. Gerardt Zoller aber sagt, wie im ein langer mann, der kein bart gehabt, der sich Nickell genant, funf gulden geben, darauf er Hansenn Schroder angesprochen. Und das zollnersweip bekent, das einer, Ludecke gnant, iren man zu einem mortprenner angenomen. Sein also inen widerig und discordes. Wer auch der lang man und wem er zustendig und wo er wonhaftig, wirt nit angetzeigt. Auch sagt Hanns Schroder, das Gerardt in bericht haben soll, wie mein amptman zur Stauffenburg ime, Gerarden, acht gulden, des mortbrants halben etzliche domit außtzufertigen, gegeben. Und Gerard bekent doch solchs selbst in seiner urgicht nit. Und das auch Schroder von Gerarden verstanden, wie ich ine und einen, Jost gnant, ausgefertiget, bekent der zoller selbst auch nit in seiner urgicht, also das der Schroder solchs uber den zolner ubel erdichtet hat, als sich auch in warheit nymermehr wirt befinden. Wo und an welchem ort ich sie auch ausgefertiget habe und durch wen es geschenn, wirt nicht vermeldet.

    Mit meinem vettern, Hg. Philipsenn, hab ich je nichts anders dan in freuntlichem, gutem, vetterlichem willen zu thun gehabt und noch, weiß auch, das sein L. mich wol entschuldiget halten. Und ist verwar ein schone ursach, die Hans Schroder soll angetzeigt haben, das ich trei uff den von Bloß umbtzupringen ausgefertigt, dann dero zwen hetten angetzaigt, wie sie uff den von Bles gewarten, wan er khommen, wolte sie inen erschossen haben, so sie doch darneben nit vermeldet, das sie des von mir bevelch gehabt. Woher hat es dann der Schroder wissen mogen? Der gedocht zolner hat von keinem brief, der von mir an inen gekhommen, bekannt, darumb dem Schroder des briefs halber auch nit glaube zu geben. Es ist auch an im selbs erstuncken und erdicht, das sich auch die drei in meinem closter Amelunxborn oder zum Furstenberck enthalten solten. Ist gleichergestalt die unwarheit und nit erfuntlich, auch sagt der zolner von den zweien glesnern uberall nichts. Der Birbeck referirt sich uff Jacob Wittenn und befindet sich nit, das derselb gesagt, auch gantz unerwiesen ist, wie das ich das gelt ausgelegt, thut demselben also gewalt und unrecht. Und dann auch referirt er sich uff den zolner, der von einem langen, unbekannten und ungewissen man gesagt haben soll. Deren nechste beide aussage sey gleich ane peinigung, als ich Šnit gesthee, gescheen oder nit, so ist doch ir aussag, wie angetzeigt, ungewiß, unerheblich und auch erdicht. Und hett dem von Bleß wol angestanden, wo er mich im verdacht gehabt, das er solches zuvor mir angetzeigt, ehe dan ich und die meine also unerfuntlicherweiß bei eurer ksl. Mt. weren vermert worden, und solten dieselben so lang behalten und nit rechtfertigen haben lassen, die dan sondern allen zweifel wol anderst wurden bekannt haben, wo sie uff freien fueß weren gelassen worden.

    Hanns Eselltreiber redet auch von dem ungenanten und unbekanten heuptman zu Bischausen und, wie er auch von einem andern heuptman N. von Asse, wilcher dergleichen unbekant ist, vernomen, das bapstlich Hlt. vil cronen zu mortprennen ausgelegt, welches auch ein unglaublich ding ist. Ich weis auch von keiner verstentnus, die bapstliche Hlt. solcher bose, grausame sachen halber mit mir eingangen wehr. Aber dieweil ir Hlt. die christliche buntnus angenommen, zu erhaltung derselbigen gelt erlegt, so muessen die widersacher unter dem namen der mortprenner solch unerfuntlich ding furgeben.

    Hennrich Duck, dem die von Eimbeck gewalt und unrecht gethon, soll sich uff Chunraten Gotardes, Clausenn von Mandelslo und Christoffenn von Obeck in seiner vermeinten aussag getzogen haben. Das aber deren einer solt Duckenn bestellt und angenommen haben, wirt sich meines erachtens gewislich nit erfinden, wie es sich denn bishero noch nit erfunden hat.

    Das auch Wriesberck sich eines solchen furnemens solt haben vernemen lassen, gestheen weder er noch Godert und werden sich die gedochten zwen vom adel als Oberck und Wriesberck des vor euer ksl. Mt. woll verantworten und auf derselben erfordern gutwilliglich auch one geleid erscheinen, welches auch Cloise von Mandelslo, wo derselbig im leben, zu thun erbutig gewest wer. Und wie vermogen die vermessne denuncianten und accusanten solchs eurer ksl. Mt. anpringen, so doch die warheit, das di von Eimbeck mich darumb nie beschuldiget, auch Christoffell von Oberck in meiner und viler vom adel gegenwirtikeit gnugsamlich entschuldigt gnomen haben. Und ist eben disser Hennrich Dick, dem Got gnad, in seiner bekenntnus nit gepliben, sonder es alles widerruffen und den tot darauf genommen, was er gesagt, das doran kein war wort und das es auß marter gescheen wer.

    Michell Beuchling sagt von einem Lucas Bodensehe, Lipsen, der ein steige, und beide uff dem Zeckerfeld wonen, und einem, Jacob gnannt, der mein berckmeister sein soll. Nhun wonen dergleichen leud unter mir nit. Und ist auch erdicht, das ich einen bergmeister, Jacob gnant, habe, sonder mein berckmeister, welchen ich etzliche jar her gehabt, Wolff Seidell genannt und je und albege auch noch fur einen frommen gehalten worden ist und noch darfur gehalten wirt.

    Hennrich Knauf redet von meinster Jerot, der zu Osterwick in dem land zu Braunschweig wonen soll. Und Osterwick ligt doch im stift Halberstadt und dann auch von einem unbenanten, der ein rotten bart haben soll, redet aber Šnit, wen er zu Wolffenbuttell oder Reiffenburgk ansprechen und wer im gelt geben solt.

    Peter Fröwell sagt von trunckenen sachen und eines frumbden brief, nennet auch den goltschmid nit, zeicht auch nit an, woher es mocht war sein, das die babstliche Hlt. und ich solche bestellung mochten gethan haben.

    Bartholomeus Bonne sagt nit, das Griller von mir oder den meinen bestelt worden sey. So hab ich mich einiges abgegriffen diners jegen Sachsenn nicht beclagt. Greger Altzsen redet von horen sagen. Symen Finck referirt sich auf einen, Gunter gnandt, der ein meil wegs von meinem hofflager Wulffenbutell wonen soll. Und die vermessne denuncianten berichten doneben gantz unbeschembt, das derselbig bei mir ein einspenniger gewest, in kurtzen jaren reich worden sey und der meinen vogt zu Wolffenbutell zu gevattern gepetten haben soll, welches alles offentlich erdicht, denn ich bei zeit meines regirens, auch darfur nit einigen diener disses nhamens in meinem dinst gehabt, des namens wonet auch in meinem furstenthumb nit. Die leut mussen sich zu schemen gar uffgehort heben.

    Deuffel sagt, wie er gehort von Bastian von Kemberck, das Hanns von Lubeck das gelt ausgeben und das er das gelt von mir entpfangen, und dem zuwider sagt er, wie er vor 16 oder 17 wochen zu Wolffenbutell gewesen und gelt holen wollen und was mein vogt im zur antwurt gegeben. Das ist aber mein vogt gar nicht gestendig und sagt auch von niemants anderst, den er doselbst kennet oder angesprochen hetten. Auch mag ein solcher ubertheter [sic!] kein indicium wider in machen, auch das Bastian von Kemberck (wer der auch ist) solches gesagt, ist unerwissen und nit befuntlich.

    Hans Heinck referirt sich uff Dikhaut, dergleichen auch Hennig Blechmachere und Dikhaut auf Opfermann und derselbig auf Dornenman. Das aber derselbig Dorneman der besteller gewest und von wem derselbig bevelch und gelt entpfangen, ist nit kuntbar. Ich und die meine haben auch mit Northeim in ungutem nichts zu thun, und ist nit glaublich, das es von uns hergeflossen und willens gewesen sein solte, Hg. Erichen seligen, auch seinen nachgelassnen erben, unsern vettern, an Northeim, doran mir die samethand gepurt, schaden zu thun.

    Busch sagt von Jorgen von Straburgkf, welchen ich ebenso wenig als die andern gekant, das derselbig gesagt, wie er [zehn] daler von mir entpfangen. Und ist nit erwiessen, das es derselbig gsagt. Er wurd es auch sonst gedicht haben. Dergleichen zeugt sich Chaspar Boger auch uff einen andern. Meister Gerhart redet auch von einem andern und zweifentlich, er wisse nit anderst denn der amptman zu Schoningen soll Knippenn das gelt geben haben. Item, derselbig soll der amptman zu Schoningen gewest sein. Redet auch von einem unbekanten edelman und einem in einem schwartzen rockh, mag nichts Šgewiß antzeigen. Dergleichen redet er auch zweifentlich von dem amptman zu Wulffenbuttell, was auch disser Gerchart von Deichell sagt, ist weiterer verantwortung, als hieoben davon angetzeigt, nit vonnoten.

    Was Bastian Schwemschneider und Schwartz Feid mogen gesagt haben oder nit, ist nit offenbar und sonder zweiffel, wo derselbig Bastiaan uff freien fues gestellt, er wirt solchs oder dergleichen nit sagen. Und wirt sich dessen und anders mein vogt gegen euer ksl. Mt. sonder tzweifel bestendiglich selbst zu verantworten wissen.

    Des hirten halber, der Eimbeck auß bestellung Deichenn angelegt haben soll, bedorf es keiner mehrer antwort. Wer der pfaf sei, wirt nicht ausgesagt. Und redt auch von dem vogt zu Wulffenbuttell dubitative, dergleichen gibt er nit ursach, wie er wiß, das etzliche fursten mit den steten haben zusamen wollen.

    Was Schwartzfeid sagt oder nit, ist nit offenbar. Mertin Kerch zeigt nit an, von wem Clauß Schmeling und andere bestelt worden sein etc.

    Wiewol nuhn euer ksl. Mt. one disse meine kurtze, warhaftige und bestendige erclerung selbst auß hochstem verstand leichtsam ermessen mogen, das di vermeinte, inserirte urgicht nit dermassen geschaffen sein, das dorauß euer ksl. Mt. ainigen arquon, gerucht und besen leimut erschopfen mogen, das sie pillich der armen, gerechtfertigten und noch eingetzognen leuthen vermeinte bekentnissen wider andere glauben noch auch der widersachern petition stadtgeben sollen. Dannocht hab ich, solches eurer ksl. Mt. zu einem bericht der sachen antzutzeigen, nit umgehen konne und des euer ksl. Mt. vermercken mochte, mit was unbestendigem kinderdinck disse leuthe umbgehen, dan es ist lauther ungereumbt dingk.

    Und so die widersacher selbst versteehn, das sie mit der vermeinten, nichtigen, unwarhaftigen urgichten nit bestheen konnten, so rucken sie andere behelf herfur und sagen erstlich, wie wider mein amptleut, underthane, diener und verwante von dem mortprennen, morden und anstiftung derselben ein offentlich geschrey, rede und sag sey und wie ich dan selbst in einem schreiben wider den von Sachsen gestendig sein soll, das bin ich nit gestendig und die meine werden des gemeinen geruchts wider sie vill weniger bekennig sein. Dann das die widersacher mich und die meine als vor mortprenner (wiewoll wider Got, ehr und recht) ausgeschrien und vermehret, des mag mich und die meine nicht beruchtigen, infamirn oder verleumen, dann wie offentbar und sie selbst zu verstheen geben, so sein sie meine und der meinen widerwertige feind, adversarii und, die sich von unserm waren, alten, christlichen glauben abgeworfen, heretici und eigensinnige, die mich und die meine nit accusirn, denunciirn, beruchtigen noch infamirn konnen, zu recht getzogen. Und dorumb, was sie eurer ksl. Mt. also falschlich wider mich und die meine anpracht und suggerirt, ist nicht auß einiger erbarmbtnus oder mitleidung, die sie gegen teutscher nation tragen, sonder auß lauterm neid, has, vorteiligem gemut und rachgirigkeit, mich und die meine gentzlich zu sturtzen, gescheen. Et sic typo malitiae et non iustitiae zelo ducti huiusmodi vestrae imperatoriae maiestatis suggesserunt.

    ŠIch hab auch in meinem schreiben wider den von Sachsenn nichts anders gesagt, dann das er und andere mir gern zulegen wolten, das ich des mortprennens ein besteller, und das mich anlange, wie ehr und der landgraf die armen leuth uff mich und di meine heftiglichg peinigen solten. Das ich aber und die meine solten von glaubwirdigen, unpartheyschen leuthen und, die eines guten leumets, beschraydtet worden sein, wirt sich nirgents dorauß befinden, also das bei denselben mein und der meinen gerucht unverletzt ist. Sie haben auch die verleumung noch nit erwiessen weder mit den vermeinten urgichten noch sonst, auch nymer wie recht (ob Got will) erweisen sollen.

    An dem andern, das meine diener und verwanten, der vogt zu Wulffenbuttell und Oberck, dermassen verdocht und bekant sein sollen, das man bei inen sich des mortbrants bestellung leichtlich zu vermuten, gestehen dieselben gar nit. Und das der großvogt, auch der amptman zu Stauffenburgk mit boesen thaten solten umbgangen sein und mit vilen boesen thaten beruchtigt werden, auch das Oberck wider einen Rauschenplatt anderst als redlich und ehrlich solt gehandelt haben, das alles ist durch die vermessne und unwarhaftige angeber in den heutigen tag nit erwiessen, die ich doch nit anderst als ehrliche vom adel und aufrichtige gesellen erken. Mit Rauschenplatt hab ich in ungnaden nichts zu thun gehabt, weis auch mit im disse stund in ungnaden nichts zu thun, wie er es auch von mir sonder tzweiffel nicht sagen wirt.

    Mit wievill cloppern der von Oberck zu reitten pflegt, weis ich nit. Er ist sich auch bei mir zu Wolffenbuttell anders als im dinst nit enthalten, reit ab und zu. Wie reich er von seinem vetterlichen erb sein mag, ist mir verborgen. Aber das weiß ich woll, das er mit rittermessigen thaten in kriegsubung, wie einem ehrlichen vom adel getzimbt, nit ein wenigs erworben hadt. In steten stets zu leigen und das erworben gut zu vernichten, ist nit ratsam. Die leut wissen nit, was sie zu verdrieß andern, die inen nit anhengig sein wollen, herfursuchen sollen, dann solche vermeinte, unwarhaftigen antzug gescheenn von inen zu keiner notdurft. Ob sich der von Oberck auch traulicher wort soll haben vernemen lassen, ist mir unbewust. Er wirt darvon wol antwort zu geben wissen.

    Mein vogt hat sich wider Goslar im recht am cammergericht eingelassen und ist ime noch nichts auferlegt, ist auch nit condemnirt worden und gestheet den widertheiln derhalben keiner verleumnus. Andere unsere diener wider den Bf. von Hildesheim haben sich wie recht eingelassen, gethon, was sich gepurt. Und nit vernommen, das der bischof etwas wider sie erhalten, sonder ich zweifel wenig, sie werden dem bischoff one alle beschwerr im recht obligen und obsigen. So haben auch dieselbig hiermit nichts zu thun. Ist alles ser genau gesucht.

    Auch so ist versehens rechtens, wo ein ubeltheter uf einen andern bekennt, das der richter demselben nicht glauben geben soll. De reatu proprio confitentis periculosa confessio non est adversus quemlibet admittenda. So sollen auch Šgnungsame antzeigung mit zweien guten zeugen bewissen werden, als die widersacher nit gethonn, auch nit thun werden.

    Und dormit will ich auch uf die vermeinte, unwarhaftige und erstunckne urgicht, die der landgraf wider mich und etzliche meine diener von wegen sein und Hansen Kochs inseriren lassen, geantwort haben. Meine diener werden sich des auch wol redlich zu verantworten wissen. Und sag, das es lauter erstuncken, das ich ymants, dem landgraven oder Hansenn Kochenn umbtzupringen, bestellen lassen. Weis auch, das es mit warheit nit mag dargethonn werden. Christoffell Luther hab ich mit wissen nit gesehen. Was solt ich inen den angeredt haben. Dergleichen ist mir ebensowenig von Jorgen Franckenn bewust, wie ich solchs alles mehrmallsh zu einem mal offentlich verantwort. Ich weis auch, wo solche gesellen uff freien fussen in jegenwertigkeit mein und der meinen stunden, das sie es numer [= nimmer] sagen wurden, als dann sie auch mit warheit nit reden kunden. Und das solche eingetzogne mich und die meine nicht beruchtigen kunnen, ist hieoben gnuegsam dargethon worden. Was thut es auch zu gegenwertiger sach des mortbrens [sic!] halben, allein mich und di meine zu verunglimpfen. Ich erpeut mich auch, wo er, mich dorumb zu versprechen, bedenckt, ime vor euer ksl. Mt. des rechte nit vortzusein, so werden meine diener im das recht auch nicht weigern. Das alles ich auch vor erdicht halten will, solang er esi uff mich wie recht erweiset. Auß dem allen nuhn euer ksl. Mt. gnedigst zu ermessen haben, wie boeslich, felschlich und unwarhaftigklich ich und di meine bey eurer ksl. Mt. und sonst in menniglich eingetragen, vermert und verungelimpft werde, welches wie schwerlich es mir und den meinen fallen wolt, wo mir [sic!] nit gepurlich hulf und ein gnedigs einsehens von eurer ksl. Mt. bekommen mag, das sich doch ich und die meine gein euer ksl. Mt. nit vertrosten wollen, geben ich eurer ksl. Mt. selbst gnedigst zu bedencken.

    An dem andernj auch, das mit ungrunt gesagt wirt, das alles mortprennen in und auß meinen landen herkhomme, geflossen und eines theils von meinen dienern bestelt, versoldet, auch ein thails durch meine underthane volnpracht sey worden, und auß allen urgichten hab ich nit einen menschen, der unter mir gesessen, das derselbig gemortprennet, und dan das ich nit ursach gehabt, wider meine amptleut, diener und verwante zu inquirirn. Und obschon erscheinen mocht (doch der warheit zuentgegen nit gestanden), das ane anstifter und geringe personn das mortprennen nit gescheen sein must, darumb volget nit, das es ich oder die meine bestelt und das die meine derhalben angenommen werden sollen.

    Zum vierten, das di ubeltheter discordes, widerich, zweifelich und ungewislich, unglaublich reden und sagen und das derohalben der richter denselben gar keinen beifall thun kann.

    ŠZum funften, wann schon meine amptleut, diener und unterthane, der widdertheiln glaubens nit sein, die sich doch sonst frumblich, redlich und aufrichtiglich je und albeg gehalten, darvor sie auch sollen gehalten werden, bisk das das widerich uff sie nit erwissen wirt, und auch nit gut wer, das iderman wie die vermeinte accusanten und denuncianten von der kirchen abfallen must, wol darumb zu vermuten sein, des sie sich musten zu der bestellung des mortbrants halben geprauchen lassen, das acht ich dofur gar nit.

    Und seitemall dan die vermeinten supplicanten, accusanten und denuncianten mich und di meine also wider Got, ehr und recht an gerucht, nhamen und leumut des mortprants halber schwerlich angegriffen, auch Sachsen und Hessenn mich des offenlich, wiewoll wider warheit, in iren unbestendigen und unwarhaftigen letzten lestertrucken, auch andere dohin vermogkt als Martinum Luther, das er wider mich ein boes, unerlich und unwarhaftigs schandgedicht ausgehen lassen, betzuchtiget und obwol sie sich auch unterstanden, vill uff mich und di meine mit den urgichten zu uberweisen, und doch der beweisung niderfellig worden sein, so bit ich in aller underthenigkeit, euer ksl. Mt. geruhe allergnedigst, die gelenhait [sic!] disser sachen zu behertzigen, wie schwerlich mir und den meinen solche schmach zu tulden sein will, und wolle gnedigst verfugen, das von den widertheiln mir und den meinen gnungsame erstattung, kor und wandelung unserer ehr noturft widerfaren moge, das sie auch in peen und straff genomen werden, in welche sie mich und die meine zu pringen unterstanden.

    Und ob mir, weiter zu verantworten und mehr zu recht zu thun, gepuren wurd, will ich mit begebung disses vorbescheids, der gulden bullen und aller guthaten, die mir auch sonst gepuren mochten, den widertheiln zu antwort stehen und, das sich dieselbigen irs geleits auch vertzeihen. Wer dann schuldig befunden, das derselbig ann [= ohne] alle barmhertzigkeit gestrafft werde. Bin es auch, wo es mir wirt zuerkant, mit der hant zu verteidigen erputig. Und disse meine antwort will ich nit weiter gethonn haben, dan sovill ich schuldig, und in notturftigem fhall mir disse schrift zu bessern, zu extendirn und zu corrigirn vorbehalten haben, dweil mir vor wenigen tagen der widertheil vermeinte denunciation und accusationschrift uberantwort worden ist, von dem ich offentlich protestir.

    Und mehr auch erscheinet, das euer ksl. Mt. der gegentheiln petitionn von rechts wegen nit statgeben sollen oder mogen, und bin auch des erbietens, unangesehen alles darthuns, wo es darfur erkant wirt, den widersachern jegen meinen ampten [sic!], dienern, verwanten und underthanen alles rechten zu gestatten, des sich die widdertheiln nit haben zu beschweren, das ich ir widerwertiger sein soll, dann dorauß mogen sie kein glaubensachen mit pillicheit machen. So Šgesthee ich inen auch gantz kaines verdochts, dorin ich sein soll. Euer ksl. Mt. geruhe, sich hierin gnedigst zu beweisen3.

    «Nr.257 Stellungnahme der schmalkaldischen Verbündeten zur Verteidigungsschrift Hg. Heinrichs in Sachen Mordbrenner1 – Regensburg, 1541 Juli 29 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.); AV v. a. Hd.: praesentatum 29. Julii 1541 in negotio incendario; US: Rethe und bodschaften der augspurgischen confession vorwanten stende.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 323 Nr. 132 Bd. 2, fol. 101r–121r (Reinkonz.); AS v. 4. Hd. fol. 101r: Anderweit schrift an ksl. Mt. auf Hg. Heinrichs von Braunschwig verantwortung der mortbrehnner halben, 1541, Regennspurg.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 323 Nr. 132 Bd. 2, fol. 87r–100r (Kop.); AS v. a. Hd. fol. 87: Anderweith schrieft, so röm. ksl. Mt. von churfurst, fursten und stenden der christenlichen relligion jungst ufm reichstag zu Regenspurg gegen Hg. Heinrichs von Braunschweig, der sich den Jungern nennet, vormeinten verantwortung des unmenschlichen, eingerissenen mortbrennens halben weiter ubergeben ist worden, 1541; US fol. 100r: Churfurst, fursten und stende der christlichen ainungsverwanten, so gegenwertig, und der abwesenden rethe, gesanten und potschaften, itzt zu Regenspurg.

    Eur ksl. Mt. werden sich gnedigst zu erinnern wissen, aus was dringenden, notwendigen, pillichen und rechtmessigen ursachen wir verschienner zeit des unmenschlichen, eingerissenen mortbrennens, auch derselben besteller und anschifter halben eur ksl. Mt. underthenigst bericht und antzeig gethan. Hetten uns auch averhofft, alß wir dann noch hoffen–a, eur ksl. Mt. wurden sich darauf unserer rechtmessigen, beschehenen bitt nach in ansehung wichtigkeit und groß des ubels und unthatten mit gnedigstem einsehen und geburlicher verschaffung allergnedigst ertzaigt haben. So vermercken wir doch, das Hg. Heinrich von Braunschwig sich daruber understanden, seiner so weit beruchtigtenb amptleute und diener anzunehmen, dieselben als unschuldig zu vertaidingen, auch in den eur ksl. Mt. ubergebenen urgichten zu grubeln und die alß uncreftig zu bereden, wie er dann derwegen ein langwirige, gantz ungegrunte schrift, mit vielen bosen, ertichten, schmelichen worten gespickt, an euer ksl. Mt. hat außgeen und euer Šksl. Mt. uns die forder allergnedigst zustellen lassen, des wir uns auch gegen eur ksl. Mt. in hochster underthenigkeit thun bedancken.

    Nun hetten wir woll leiden konnen, Hg. Heinrich von Braunschwig hette sich gemelter seiner amptleute und dienner bößen thatten, die zu schmucken und der gerechtfertigten mortbrenner, auch sovil deren noch ungerechtfertigt gefengklich sitzen und verwart seint, bekenntnussen, aussag und urgichten durch vil ungereimpte weg zu benichtigen enthalten, dann zudeme, daß solchs ungereimpterc weiß und allein mit plossen worten von ime beschehen, so ist leichtlich zu erachten, zu waß verdacht und argwan er dadurch eur ksl. Mt., uns und sonsten meniglichen unpartheischen ursach gibt und gegeben hat. Und ist eben whar, daß wir noch zur zeit bei euer ksl. Mt. wider Hg. Heinrichen nichts gebetten, sonder unser bit und suchung dohin gestalt, dieweil Hg. Heinrichs ampleut und dienner, als nhemlich der amptman zu Wolffenbutel, Stauffennburg und Schweinigen, George Gunter, Cristoff von Oburg und andere mer durch so vil mortbrenner, welche eins teils gericht und uff irer besagung gestorbend, auch eines teils noch sitzen und, waß sie einmalh bekannt, nochmals gesteen werden, besagt und beruchtiget, eur ksl. Mt. wolten bei Hg. Heinrichenn die ernste verfugung thun lassen, berurte seine ampleut und diener gefengklich antzunehmen, in eurer ksl. Mt. handen oder an andere unverdechtige ort, da wir und andere gegen dieselben geburlichs rechtens bekommen möchten, zu stellen, und im falh der wegerung aus keyserlicher macht und gewalt selbst verschaffen und bevelhen lassen. Und dieser unser underthenigsten bit und suchung haben wir darneben unsers verhoffens eurer ksl. Mt. rechtmessige, gegrunte und erhebliche ursachen dargethan und furgewendet.

    Dan weil so vil mortbrenner nicht allein in unsern, sondern auch in andern furstenthumben, herschaften und oberkeitten gefengklich eingetzogen, gerechtfertigt und zum tailh noch gefengklich enthalten werden, vhast zugleich uff berurte Hg. Heinrichs amptleute und dienner stymmen und, das sie des angetzogenen erbermlichen mortbrennenß everleger und besteller gewesen sein sollen–e, bekennen, so haben wir je deme wol glauben zustellen oder uffs wenigst aus solcher einhelliger besagungf argkwann und verdacht schöpfen mogen, daß es nicht gar nichts oder ein vergeblich ding und bekenntnus sein muste, und das wir dannocht darauß im rechten grunt so vil fugs gehapt und noch haben, zu bitten und zu suchen, die an so vil orten besagte und beruchtigte amptleute und dienner, damit gegen dieselbigen geburlichs rechtens zu bekhomen, gzu eurer ksl. Mt. handen und rechtfertigung–g gefengklich annehmen zu lassen.

    ŠWir haben auch niemands ichtwas zu verdrieß, beschwerung oder iniurien aufgelegt, wie wir dann auch derwegen offentlich protestirt, sonder allein eur ksl. Mt. pro informatione die urgichten und bekenntnussen der mortbrenner, so in unsern furstenthumben und gebieten gerechtfertigt und zum tailh noch sitzen, auch so hin und wider in andern furstenthumben, herschaften und oberkaitten gerechtfertigt worden und zum tailh noch biß uff diesen heutigen tagk gefengklich enthalten werden, underthenigst furgelegt und zugestelt, sich daraus des grunts unsers ansuchens zu erkundigen.

    Und dieweil dann das mortbrennen so unmenschlich eingerissen und noch teglichs uberhandt nymet, daraus nichts anders dan entlicher verderbe deutsches landes zu gewarten, wir auch und hunserer herrn und oberkeit–h underthannen am meisten damit beschwert und angegriffen werden, so haben wir jhe aus hertzlichem, mitleidendem gemuet, so wir zu unserm vatterland deutscher nation, auch zu unser und der unserni dringenden und unvermeidlichen notturft pillich tragenj, nit umbgeen sollen noch mögen, die ding in allermassen, wie wir deren in erfharung komen und uns zum tailh von andern herrschaften und oberkeiten zugeschickt worden, an euer ksl. Mt. als das oberst haupt underthenigst gelangen zu lassen, und stellen in keinen zweivel, euer ksl. Mt. und alle unpartheischen werden uns des zur pillicheit nicht verdencken. Da auch Hg. Heinrich den undergang und das verderben deutsch landes so ungern sehe kals wir–k, so solte er zu verhutung allerlei verdachts vilmer neben uns oder vor sich selbst gegen seine so weit vermerte, besagte und beruchtigte amptleute und dienner, damit die warheit erkundet und solche unchristliche mortbrenner gestrafft werden mochten, zu geburlicher rechtfertigung trachtenl.

    So haben wir auch eurer ksl. Mt. der urgichten warhaftige copeien, wie die der mortbrenner halben, so bei uns und in andern furstenthumben und oberkeiten gerechtfertigt und zum tailh noch gefengklichen enthalten werden, an uns kommen, underthenigst zugestelt und daran nichts verandert, wissen auch die im falh mder notturft–m, wie geburlich und recht, zu stercken, daraus euer ksl. Mt. allergnedigst werden abtzunehmen haben, ob die ubergebene urgichten nichtig, erdicht, unwarhaftig und unrechtmessig seien oder nichtn. Das aber etzliche mortbrenner in gutlicher und peinlicher frage außgesagt und Šberichtet, der bapst und Hg. Heinrich solten das gelt auslegeno, daß haben wir nicht erdichten konnen, auch davon nicht mer gewust, dann so vil wir aus solchen aussagen, urgichten und bekenntnussen vermerckt und befunden. So haben wir an berurten urgichten nichts verandern sollen noch wollen, und mag Hg. Heinrich solche auflage gegen den mortbrennern, die inen und den bapst besagt, ausfhuren. Derwegen so thut uns auch Hg. Heinrich mit hochster unwarheit ufflegen, alß ob wir inen bei eurer ksl. Mt. boßlich, felschlich und unwarhaftiglich aus geschopftem, neidigem, hessigem gemuet angegeben und zu verunglimpfen understanden, dieweil wir die ding wider erger noch besser gemacht, dan der gerechtfertigten mortbrenner und derjhenigen, so noch sitzen und gefengklich enthalten werden, urgichten und bekenntnussen mitbringen. Es wirdet sich aber aus verleihung gotlicher gnaden, wer die hauptsacher, anrichter und stifter sein, mit der zeit woll finden und außweisen.

    Wir haben auch Hg. Heinrichen wider got, ehr und recht nichts zugemessen, wie er seiner gewonnheit nach mit unwarheit redet, sonder schlechts und einfeltig der gefangen und zum tailh gerechtfertigten mortbrenner urgicht und bekenntnus eurer ksl. Mt. zum treulichsten vorgelegt, daraus euer ksl. Mt., wie weit ein ider des mortbrennens verdacht aber [= oder] nicht, wolh werden zu schliessen haben. Dann das wir inen als unsern widerwertigen angegeben und benannt, des haben wir aus seinenp gegen etzlichen unsers tails religionsverwanten stenden in vil weg gepflogen handlung gute und bestendige ursach gehapt und noch. So erscheinet auch nuemer, weil er, seiner besagten und beruchtigten dienner und amptleute so weit vermerte unthatten selbst zu schutzen und zu vertaidingen, uff sich genohmen, der verdacht, warumb er unß gegen dieselben zum richter unleidlich, so vil clerer. Das er aber ausserhalb Sachssenn und Hessen mit den religionsverwanten nichts in ungutem will zu thun gehapt haben, das mage qer seine thättliche–q handlungen, ein zeit her und sonderlich in stehender eurer ksl. Mt. suspension gegen die stedt Braunschweig und Goßlar geubt, besagen lassen. So ist es vilenr im reich deutscher nation wissentlich und haben eur ksl. Mt. sonder zweivel derwegen albereit durch ire in sonderheit dartzu verordente comissarien guten, bestendigen und notturftigen bericht entpfangens.

    So steeth auch das ermessen und richten nit bei Hg. Heinrichen, sonder bei eur ksl. Mt., allen ehrliebenden und unpartheischen, ob wir die besagte Hg. Heinrichs amptleute und dienner mit gefherlichen und ungewissen dingen Šbeschwert und angeben haben oder nicht. Wir stellen aber in keinen zweivel, ein ider verstendiger, da ime so manichfaltiger, an underschiedlichen orten und stellen eingetzogener mortbrenner gleichformige urgichten und bekenntnussen vor augen khomen, werde daraus eben die vermutung, argwann und verdacht nehmen, welchen wir in gleichnus geschefft [sic!] haben.

    Das aber der landgrave und seinesgleichen Hg. Heinrichenn und seine underthannen, auch andere stende mit gefherlichen, ungewissen, sorglichen und unredlichen dingen beschwert haben solt, daran redet Hg. Heinrich ane zweivel seinen willen, wirdet es mit grunt und bestant nit ausfhuren mugen, tsonder der landgrave wirdet dartzu ane zweivel geburliche und ehrliche antwort wol zu geben wissen. Zudeme, so ist solchs aus seiner L. und fstl. Gn. ausschreiben, auch, wie sein fstl. Gn. sich mermals hat vernehmen lassen, in den handlung vor den beiden Kff. Trier und Pfaltz als underhendlern, auch vielen chur- und fursten und sonderlich den buntsgesanten zu Wormbs aufm tag gnugsam [ver]antwortet und angezeigt, daß seine fstl. Gn. in Dr. Packs handlung ime nicht allein geglaubt, sondern vilen andern antzeigungen, so darneben gewesen sein–t. Dan obwol gesagt wirdet, daß es mit peinlichen fragen ein gefherlich und sorglich ding sei, so ist doch nicht glaublich, daß so vil mortbrenner und ubelthetter, so mer dann an einem orth zu heften bracht, die auch nit beieinander gewesen noch einander gekant haben, daß man gedencken konnte, sie hetten sich semptlich, auf imandes solche anstiftung und bestellung zu legen, verainigt und darzu von underschiedlichen bestellungen meldung gethann, in iren aussagen und urgichten also einstymmig und concordes sein solten, uquestioni enim non semper nec tum cumque fidem adhibendam constitutionibus declaratur–u, zudeme das auch ein grosser tailh der benannten mortbrenner ane alle peinliche frage in der gut ire bekenntnus gethann und den andern gleichformige aussage von sich verlautten lassen.

    Und obwolh Hg. Heinrich furgibet, die gerechtfertigte mortbrenner haben unsers abtrunigen lebens halben ire straff leiden mussen und das Got solchs uber uns verhenget, so konnen wir doch nicht glauben, das er bei unserm hergot im rath gesessen, do solche urteil uber uns gangen, hette sich auch pillich, Got in sein gericht zu greiffen, enthalten. Aber hinwider, do einer die gedancken fasset, dieweil Hg. Heinrich sich so sehr engstiget und bevleissiget, seine besagte und beruchtigte amptleute und dienner des bestelten und versolten [= besoldeten] mortbrennens zu entschuldigen, vso solte ime pillich unbeschwerlich sein, dieselbigen unser bit nach in eurer ksl. Mt. handt zu stellen, ire schulde und unschuldt vermoge der recht außzusteen–v. So seint wir auch der hoffnung, ŠGot der almechtig werde solch unerbar, unchristlich mortbrehnnen uneroffentw nicht hingeen lassen und die rhuten, damit er uns Hg. Heinrichs meinung nach straffet, zurbrechen und kurtzlich in das feuerx werfen.

    Das auch aus den vorgelegten urgichten wider Hg. Heinrichs amptleute und dienner gnugsame indition, argwann und vermutung des beruchtigten und an so vil orten begangenen mortbrants zu befinden, das wollen wir uns euer ksl. Mt. und alle unpartheischen besagen lassen. Dann, wan bereit die ubergebene inditia, wann ein ides in sonderheit vorgenohmen und examinirt, zu dem gefengklichen einziehen oder peinlichen fragen nicht gnugsam, dannocht da so vil indicia und so vil mortbrenner gleichformige aussage und bekenntnus zusamenkhommen, so mussen sie gewißlich etwas wircken und zu deme, daß wir bei eurer ksl. Mt. underthenigst gebetten, gnugsam sein, zuforderst, dieweil gemelte, besagte Hg. Heinrichs amptleute und dienner etliche sonsten und anedas eines boßen geruchts, wie solchs am tag und die goßlarischenn purgationartickel, auch die thatten, gegen dem Bf. von Hildeßheim geubt, gnugsam yzu erkennen–y geben.

    Das aber die peinliche verhör wider die thetter, wie sich zu recht geburet, nicht solte furgenohmen worden sein, daß wirdet sich, ob Got wilh, wann gemelte Hg. Heinrichs amptleute und dienner zu gefengknus bracht und wir gegen dieselbigen zunser vorigen bith nach gleichmessig und unpartheisch recht erlangen und bekhomen mogen, vill anderst befinden–z. Wollen auch uff den falh, die urgichten in rechter und bestendiger forme wol furzubringen, wissen. Dann das wir in unser nechster ubergebener supplication eurer ksl. Mt. allein einen außzug zustellen und uberantworten lassen, daß ist auß den ursachen, darbei angehangen, und, damit euer ksl. Mt. mit langem verleßen nit dorften bemuhet werden, beschehen.

    So ist es auch aaane allen grunt-aa, das die gefangene in sonderheit auf Hg. Heinrichenn und seine verwante solten befragt worden sein, dan daß widerspilh soll sich mit warheit, do wir gegen die besagten recht bekommen mogen, auß gemelter armen menschen aussage und bekenntnus und sonsten wol erfinden. Und darumb so ist unß wenig daran gelegen, wie vil glaubens Hg. Heinrich den ubergebenen außzugen zu geben weiß oder nicht, dann wir inen disfals zu keinem richter gesatzt noch leiden konnen.

    Und wiewol Hg. Heinrich sich understeet, die urgichten in vilh wege zu taddeln, zu benichtigen, der mortbrenner urgichten und bekenntnussen uncreftig zu bereden, so hette er doch pillich bedencken sollen, dieweil er gegen seine besagte amptleute und dienner gerne richters stat halten wolte, wie ime, solchs zu thun, hat geburn mögen. Wir sind aber nit bedacht, uns derwegen mit Hg. ŠHeinrichenn in einiche disputacion einzulassen oder zu begeben, sondern da Hg. Heinrichs beruchtigte und angegebene ambtleute und dienere zu euer ksl. Mt. handen oder sonsten an die orth gestellet, da wir und andere gleichmessig und unparteilich recht gegen sie erlangen und bekommen mugen, so wollen wir, die vorgelegten urgichten und bekantnussen dermassen zu stergken und Hg. Heinrichs itzigab ungegrundte glosirung also abzuleinen, wissen, daraus euer ksl. Mt. und menniglich befinden sollen, das wir zu der gefengklichen eintzihung berurter Hg. Heinrichs ambtleute und diener genugsame indicia, argwann, auch enthebliche ursachen gehabt, darauf ferner zu beschehen, was recht istac. Dann obwoll nit alle mordbrenner zugleich auf die angegebene Hg. Heinrichs ambtleute und diener stimmen, so ist doch aus derselben aussage so vil zu befinden, das vhast alle schiftung, bestellung und vorlegung angetzeigts mordbrennens in und ausser Hg. Heinrichs landen oder jhe nit weit darvon beschehen, zudeme, das gleichwoll der andern mordbrenner so vill seind, welche die bestellung und vorlegung berurts mordbrennens auf gemelte Hg. Heinrichs ambtleute und diener besagen, das ein ider unparteyscher daraus genugsame indicien, argwan und vermutung zu schepfen, das sie billich gefengklich eingetzogen und auf bemelte urgichten ferner wider sie wie geburlich vorfharn werde. So haben wir die dorfer und mordbrenner oder derselbten besteller, auch wo die besessen und angenhomen, nit anders tauffen oder benennen konten, dan wie sie durch die rechtfertigten mordbrenner und diejhenigen, so noch sitzen und gefengklich enthalten werden, angegeben, besagt und benent worden. Und erscheinen gleichwoll aus vilgemelter mordbrenner urgichten und aussagen so vill gleichstimmiger und concordierender bekentnussen, daraus euer ksl. Mt. und meniglich unparteisch wider gemelts Hg. Heinrichs ambtleute und dienere genugsamer argwan und indicien nit allein zu gefengklichem eintzihen, sondern auch zu peinlicher frage zu befinden haben. Darumb Hg. Heinrich von unnodten gewest, sich so mergklich zu engstigen, wie er die furbrachten urgichten widerwertig, ungewis und nichtig bereden mogead.

    Und ist weder ein pockischer noch stirischer funde oder furgeben, das man die ewangelische stende brennen und, so das geschehen, ein tzug vorgenhomen werden soll, sonder aedurch viel mordbrenner also bekant, welche-ae darauf bis in iren tod vorharret und bestanden, und etliche, so noch gefengklich enthalten, Šaussagen und bekennen, afderwegen unserm oheim und gnedigen hern, dem landgraffen, noch uns gar nichts auftzulegen ist-af. So gibt uns auch wenig zu schaffen, wivil gelds der babst zu Hg. Heinrichs angegebener, vormeinter christlichen bundnus erlegt haben solle. Das aber etliche mordbrenner aussagen, das der babst und andere cronen zum mordbrennen ausgelegt, das haben wir unther nhamen der mordbrenner nit unerfintlich vorgegeben, wie uns Hg. Heinrich mit unwarheit zumisset, sonder schlechts und einfeltig der mordbrenner urgichten und bekentnussen eurer ksl. Mt. underthenigst vorgelegt. Darumb so muge es Hg. Heinrichag gegen den besagernah verantworten und ausfhuren.

    Das aber die von Einbeck Heinrichen Digken gewalt und unrecht gethan und das er alles widderruffen, wirdet sich aiane zweiffel-ai mit grund nit erfinden, ajist auch nicht glaublich, das die von Einbeck, so sie solchs vornhomen, wider denselbigen dermassen procediren lassen hetten-aj und, da sich euer ksl. Mt. desselbten aussagen und bekentnussen und, warauf er vorharret, bey denen von Einbeck erkunden werden, wirdet das widerspiell leichtlich zu vormergken sein. So glauben wir auch nicht, das die von Einbeck imands aus den besagten entschuldigt hetten. Des sein wir aber woll bericht worden, das Hg. Heinrich ungeferlich mit 80 pferden vor Einbeck furubergetzogenak und einen burgermeister vor das thor fordern lassen, ime angetzeigt, er horte, das die gefangene etliche der seinen besagen theten, und mit vilen bedraulichen worten und geberden wissen wollen, was er darvon sagte. Darauf der arme, erschrogkene mhan mochte gesagt haben, er wuste niemands nichts auftzulegen. Haist nun dis ein entschuldigungal, das stellen wir in eurer ksl. Mt. gnedigst bedengkenam.

    Das wir auch Hg. Heinrichenn und die seinen fur mordbrenner wider Gott, ehr und recht solten ausgeschrien haben, daran thut er uns seiner gewanheit nach ungutlich, wirdet es auch mit bestandt und warheit nit beybringen mugenan. Und hat die meynung nit gehabt, da wir von dem gemeynen, offentlichen Šgeschrey, so wider die besagte Hg. Heinrichs ambtleute, underthane und diener im reich deutzscher nacion erschollen, vormeldung gethan, das wir darumb von den urgichten abgewichen, sonder zu mherer stergkung angetzogen, und haist, ubi singula non prosunt, multa collecta juvant. Und wenn bereit der Kf. zu Sachssenn etc. in seinem ausschreyben von solchem offentlichen geschrey keine erwenung gethan, so were es doch ane das so haimlich nicht, die kinder auf der gassen davon zu reden.

    Das aber Hg. Hainrich seiner gewanlichen unart nach uns vor seine widerwertige feindt und als die, so sich von dem waren, alten, christlichen glauben abgeworfen, hereticos, eigensinnige und, die inen nicht infamirn, denunctiirn oder beruchtigen konten, angibt, daran thut er uns ungutlich. aoEs ist auch noch nicht erwisen noch, wie sich geburt, erkennet und ane allen zweiffel nymmermher bewisen noch erkant werden, so wirdet er-ao selbst vor einen abtrunnigen ketzer und verfolger der waren und rechten, christlichen kirchenap, bis solang er gemelte seine unwarhaftige betzichtigung und ertichtung wider uns ausfhure, aqgeachtet und gehalten werden-aq.

    So mogen wir auch noch in warheit sagen, das wir euer ksl. Mt. der dinge halben felschlich nicht suggerirt, sonder schlechts und treulich aus hertzlichem, mitleidendem gemut so viler armer, verbrandter und ermordter leute und in befharung des undergangs deutzscher nacion euer ksl. Mt. die urgichten etzlicher mordbrenner underthenigst zugestellet, dann euer ksl. Mt. als ein loblicher und hochvorstendiger, gutyger und milder kaiser haben leichtlich zu erachten, da solchem unchristlichem und unmenschlichem mordbrennen durch geburliche wege und straff nit begegentar, sonder weiter einreissen wurdeas, das es nicht allein zu vorderb deutzscher nacion, sonder auch zerruttung vieler obirkeit Šund zu entlicher bewegung des gemainen mannes gereichen wolte, darumb wir auch in keinen zweiffel stellen, euer ksl. Mt. werden die dinge weiter, dan Hg. Heinrich mit vordegkten und vorblenten worten [euerer] ksl. Mt. gerne einbilden wollte, allergnedigst bedengken und ahn geburlicher volstregkung nit mangel sein lassen.

    Das aber der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen imandes auf Hg. Heinrichen und die seinen solten hertiglich haben peinigen lassen, das wirdet von ime erticht und mit warheit nit mugen darbracht werden und befindet sich aus dem einhalt der ubergebenen urgichten, das die meisten mordbrenner, so Hg. Heinrichs ambtleute und diener besaget, nicht under dem churfursten oder Lgf. zu Hessen gefengklich gesessen oder befragt worden, sonder under andern herschaften als Maintz etc., Brandenburgk etc. und andern orten.

    Wie weith und hoch auch Hg. Heinrichs zu Wolffenbuttell und andere seine besagte ambtleute und dienere des besagten mordbrennens und anderer thaten vordechtig und beruchtigt, das ist aus der vorbrachten mordbrenner aussage, den goslarischen purgacionartickel und aus gemeinem gerucht leichtlich zu vormercken und sol sich noch weiter ausweisen und befinden, wan uns und andern gegen dieselbten unserer vorigen beschehenen bit nach geburlichs und unparteisch rechtens vorstatet wirdet. Das aber die von Goslar noch zur zeit auf ire ubergebene purgacionartigkel am chammergericht nichts erhalten, das ist nicht seiner ambtleut und diener frumkeit schult atund bisher der von Goslar hochste clage gewesen, und het man der reichsordnung nach procedirt, so were es nicht vonnodten zu clagen, sondern itzt in einem andern stande-at.

    Das aber Hg. Heinrich weiter vorgibt, wann ein ubeltheter uff einen bekant, das der richter demselben nicht glauben geben soll, das auch genugsame antzeigungen mit zweien guten zeugen bewisen werden sollen, solchs auhat als obgemelt seinen vorstand-au. Dann obwoll im rechten ein regel sein magk, das den mishendlern, so auf andere bekant, nit alwegen glauben zu geben, so hat doch solche regel viel abfelle, in welchen der mishendler besagung stadthat und dem glauben gegeben wirdet, als nemlich mit mordern und in denen fellen, da gemeines landes wolfart angelegen. Auch wo mishandlung sein, die einer allein nicht ausrichten, sondern geselschaft haben muß, in denen velhen, wo die mishendler auf ire gesellen und mithelfer bekennen und sonsten etwa vormutung zu solchen bekentnussen vorhanden, so ist es ein genugsam indicien nicht allein zu gefengklichem eintzihen, sondern auch zu peinlicher frage. Und dieweil dann die angetzogene mordbrenner mit mordbrennen und solchen hendlen umbgangen, daran gemeines landes wolfart gelegen, auch ane besteller, anschifter und mithelfer nicht haben konden ausgericht werden, so wirdet sich Hg. Heinrich von Braunschweig nun selbst zu entschlissen haben, Šob den besagern wider seine ambtleute und diener glauben zu geben sey oder nicht.

    avDie urgichten aber, so der landgraffe antzeigen lassen hat, dienen dartzu, das sie seine diener in andern sachen mher vordechtig machen, zu dem ende sein sie auch einbracht und das mhan daraus erkennen muge, was fur ein regiment des orts sey-av.

    Aus deme allem haben euer ksl. Mt. allergnedigst abtzunhemen, das wir Hg. Heinrichen und die besagte seine ambtleute und diener bey euer ksl. Mt. wider boslich, felschlich noch unwarhaftiglich eingetragen, vormheret oder vorungelimpft, wie uns Hg. Heinrich selbst boslich und felschlich andichtet, sonder auf genugsame, vorgewandte indicien, argwhann und vordacht, dann da seind viel mordbrenner, die albereit gericht und ire straff entpfangen, die auf gemelten iren urgichten und bekentnussen bis in iren tod vorharret und bestanden. So werden ir auch noch ein grosser teil gefengklichen enthalten, die es Hg. Heinrichs besagten ambtleuten und dienern woll gegenwertiglich und under die augen sagen werden. So haben wir uns auch in unser ersten beschehenen antzeige auf andere urgichten, aussagen und bekentnus beruffen, welche euer ksl. Mt. bey den Kff. Meintz etc. und Brandenburgk etc., auch bey denen von Northausen, Northeim, Einbeck und andern mher leichtlich werden zu erlangen haben, dawider der hertzog nit wirdet sagen konnen, das an denselbten orten imandes auf inen oder seine besagte ambtleute und diener in sonderheit befraget oder gepeiniget worden sey. Da auch uns und andern wider berurte Hg. Heinrichs ambtleute und diener unparteylichs rechtens vorstatet, soll sich woll erfinden, wer schuldig oder unschuldigk zur pilligkeit angegeben und vormheret oder nicht. So seind wir auch einem idern derwegen zu recht genugsam besessen. So lassen wir auch der mordbrenner urgichten, die wir euer ksl. Mt. underthenigst vorgetragen, und anderer mordbrenner bekentnus, davon oben vormeldung beschehen, besagen, woher und aus welchem landt alles mordbrennen angestiftet, bestellet und vorsoldet wirdet.

    Was glaubens auch Hg. Heinrichs diener seind, gibt uns wenig zu schaffen, allein das wir inen awwarhaftige reue-aw und buß und einen guten, christlichen glauben wunschen. Aber von irer fromkeit haben wir sonsten nit viel gehort und lassen die gerechtfertigten mordbrenner und, so noch gerechtfertigt werden sollen, auch die goslarische purgacionartigkel solches alles besagen.

    Uns wirdet auch durch Hg. Heinrichen mit ungrund zugemessen, das wir inen und die seinen wider Gott, ehr und recht an gerucht, nhamen und leumut angegriffen und, das wir der beweisung niderfellig worden sein, so wir doch disfals nichts gethan, gehandelt noch vorgenomen, dann was uns die kayserliche und andere beschriebene recht, so in hochster erbarkait ergrundet, Šselbst leren. Der sich aber ordentlichs rechts gebraucht, dem mag mit grund und warheit nit aufgelegt werden, das er darmit imands wider Got, ehre oder recht beschwere. Und wie haben wir einicher beweisung Hg. Heinrichs berumen nach niderfellig werden können, dieweil uns noch zur zeit uber die vorgelegte urgichten keine andere vonnodten gewesen, uns auch keine aufgelegt worden. Da uns aber kegen bemelten Hg. Heirnichs ambtleuten und dienern geburlichs und unparteylichs rechtens vorstatet, soll sich woll erfinden, wie es umb die beweisung gelegen. Darumb es auch noch viel zu zeitlich von uns erstatung, kar[= Ersatz], wandel [= Bußgeld] und abtragk zu fordern. Hg. Heinrich eilet zu seher zur krippen, stehet villeicht in sorgen, da uns wider seyne besagte ambtleute und diener geburlichs rechtens vorstatet oder euer ksl. Mt. wurden ex officio auf die ubergebene urgichten procedirn, das alsdan gemelten seinen ambtleuten und dienern mher straff dann abtragk zu gewarten. Das sich aber Hg. Heinrich am ende seiner schrieft mit vielen prechtigen, pochenden worten, auch mit aufsagung seins glaits zur antwort zu stehen, sich erbiten thut, were ime ane nodt gewest, dieweil wir inen noch zur zeit nicht beclagt, dan da wir inen zu beclagen willens sein werden, wollen wir, geburliche wege zu treffen, wissen. Solte er auch alle seine handlungen und beclagungen mit der hand hinausfhuren, wurde er nit wenig zu schaffen haben.

    Derhalben so gelangt nochmals an euer ksl. Mt. unsere underthenigste bit, euer ksl. Mt. wollen, ungeachtet Hg. Heinrichs undinstlichs geschwetzes und untzeitigs vortheidings, die ernste vorfugung thun lassen, damit die besagte Hg. Heinrichs ambtleute und diener lauts unser negsten bit gefengklichen angenhomen, in euer ksl. Mt. handen oder andere unvordechtige ort gestalt, wir und andere gegen dieselbige geburlichs rechtens bekommen mugen oder wider dieselben aus kayserlicher macht, damit dem so weit eingerissenen, unchristlichem mordbrennen mochte gesteuret und geweret werden, selbst procedirn und vorfharn lassen, dann das wir wider die besagte ambtleute und diener vor Hg. Heinrichen, der sich durch seinen gethanen, vormeinten gegenbericht albereit zum part gemacht neben andern vordechtigkeiten, recht suchen und gewarten solten, were uns nicht gelegen, konten uns des auch nicht schuldig achten und bey euer ksl. Mt. nit zu vordengken. Euer ksl. Mt. wollen hirinnen ir kaiserlich ambt scheinen lassen. Das wirdet Got dem almechtigen ein gefellig, beheglich und deutzscher nacion ein nutze und bequeme werck sein. So seind wir, es umb euere ksl. Mt. in hochster underthenigkeit zu vordienen, gantz willig bereit und thun uns euerer ksl. Mt. himit underthenigst bevelhen.

    « ŠVIII,2c Auseinandersetzung zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel einerseits und Lgf. Philipp von Hessen und Kf. Johann Friedrich von Sachsen andererseits »

    «Nr.258 Eingabe Hg. Heinrichs an den Kaiser contra Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 10 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 140r–141v (Kop.); AV fol. 141v: Furtrag, supplication, bit und erbiettung, so der durchleuchtig, hochgeborne furst und herr, H. Heinrich der junger Hg. zu Braunschwig und Luneburg etc. vor der röm. ksl. Mt. in beisein vieler Kff., Ff. und stende des hl. reichs zu Regennspurg uff gehaltem reichstag am zehenden tag Junij anno etc. 41 wider beider chur- und fursten Sachssenn und Hessen gethann und ubergeben hat. Copei der schrift, damit Hg. Heinrich von Braunschwig an ksl. Mt. gelangt, wider Sachsen und Hessen, 1541.

    B  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 166r–168v (Kop.); AS fol. 166r: Furtrag, suplication, bit und erbiettung, so Hg. Hainrich von Braunsweig vor der röm. ksl. Mt. und etlichen stendn des reichs wider beede chur- und furstn Sachssen und Hessen gethon und ubergeben hat; AV v. a. Hd. fol. 166r: Ligt auch ein abschrift bey Braunschweig lit. A.

    C  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 580r–581v (Kop.); AV fol. 581v gleichlautend wie in A, mit dem Zusatz: Am vierdten tag darnach ist der landtgraf vom reichstage hinweggetzogen und hat kein antwort hierauf gethan.

    D  koll. Straßburg AM, AA 496a, fol. 181r–183v (Kop.); DV fol. 183v gleichlautend wie AV in C einschl. des unter C angeführten Zusatzes; außerdem ebd. AV v. a. Hd.: Suplication und furtrag, Hg. Heinrichen von Brunßweig ubergeben und gethan zu Regenspurg.

    Druck: Hortleder, Der Römischen Kaiser- und Königlichen Majesteten, [...] Handlungen und Außschreiben von Rechtmässigkeit, Anfang, Fort- und endlichen Außgang deß Teutschen Kriegs [...] vom Jahr 1546 biß auf das Jahr 1558, [...] Gotha 1645, 4. Buch, Nr. XXXII, S. 1632–1633.

    Eur ksl. Mt. haben auß meinem mermals an eur ksl. Mt. beschehen muntlichen und schriftlichen, underthenigsten anbringen gnediglich vernohmen, wie gar an [= ohne] allen grundt und wider die warheit mich der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessenn in vil wege zu schmehen understanden und manichfaltiglich an meinen ehren antasten, auch mich dohin verursacht und gedrungen, daß ich nicht umbgeen mugen, zu meiner warhaftigen entschuldigung etliche schrift in druck außgeen zu lassen, daß ich, wann ich nicht so gar uberflussig darzu benottigt, dem furstlichen nhamen zu ehren vil lieber umbgangen haben wolt. Und wiewol ich mich auf eur ksl. Mt. gnedigst an mich beschehen gesynnen alhie alles gegen- und widerwertigen schreibens enthalten, so wirdet doch von gemelten meinen widerwertigen, ungeacht, das sie in euerer ksl. Mt. glayt alhie seint, nichts underlassen, sonder understeen sich unaufhorlich, Šmich bei eur ksl. Mt. und offentlich mit aller unwarheit noch hocher zu schmehen und unehrliche sachen aufzulegen, die sie sich auch wider mich zu erweisen und briff und sigel derhalben furtzulegen vilfeltiglich, wiewol ane grundt, berhumen und vernehmen lassen, das irem habenden glait, auch euerer ksl. Mt. verordnung und bevelch großlichen zuwider und mir zum hochsten beschwerlich, mit stilschweigen zu gedulden. Kan auch meiner ehren notturft nach nicht underlassen bei euerer ksl. Mt. mich des in aller underthenigkeit zu beclagen. Und dieweil ich verhoff, euere ksl. Mt., auch alle Kff., Ff. und stende des hl. reichs haben mich in den ehren erkannth und in meinem ausschreiben befunden, daß mir die schmelichen zulage durch gedachte meine widersacher wider Got, ehr und recht mit geschepftem neid, hessigem gemut und aller unwarheit, auch mer dan gantz unrecht beschehen, will ich dieselben hiemit wider erholen, euere ksl. Mt. in aller underthenigkeit bittend, sie wollen sich zu keinen ungnaden gegen mir bewegen lassen, der widdersacher ausschreiben und anbringen, sovil zu verletzung meiner ehren und guten geruchts verstanden werden mag, keinen glauben geben, sonder fur ein falsch gedicht und die lauter unwarheit, wie es an im selbst ist, halten und an dem, so ich hievor dargegen geschrieben, auch ob itziger meiner entschuldigung keinen zweivel tragen und haben. Dann ich wil mit hulf des almechtigen, daß alles, alß einem ehrlichen, fromen fursten zusteet, vor eur ksl. Mt., auch Kff., Ff. und stenden des reichs verantworten, vertheidigen und mit ehren erhalten.

    Damit aber eur ksl. Mt. noch imandes anders nicht gedechten, das ich der handlung scheuch truge oder willens were, die in vertzug oder lengere disputation zu bringen, so bin ich urbuttig (wann euere ksl. Mt. mergedachte meine widersacher vermugen, daß die euerer ksl. Mt. itzt habent glait von sich thun und desselben begeben, auch wie ich frei ane gleit steen, zu solcher notturft ich mich eur ksl. Mt. vorbeschieds, der gulden bulla und aller guthat, die mir sonst geburn mochten, wilh begeben haben), auf itzigem reichstag ane einichen vertzug inena zur antwort zu steen, alle rechtliche und gutliche verhör, handlung, erkenntnus und derselben execution zu gedulden oder mit meiner handt, wie sich geburt, außzutragen, wie ich mich dan versehe, euere ksl. Mt. dieselbig meine widersacher und, daß sie ire vermeinte beclagung thun, auch die angetzogen briff und sigel furlegen und wie recht gegen mir alles irem berhuemen nach volfharn, vermogen wolten. Und bin gantz trostlicher, underthenigster hoffnung, euere ksl. Mt. noch imandes anders werden uber diß mein ehrlich, rechtmessig und uberflussig erbieten meinen widersachern mit irem unwarhaftigem schmehen und schenden weiter kein gehor geben, sonder solchen iren unverschempten mutwillen abstellen und die handlung wie vorgemelt erledigen und zum außtrag komen lassen. Daß umb euere ksl. Mt. in aller underthenigkeit zu verdiennen, will ich ungespart meines leibs und vermugens alle tzeit willig sein, euerer ksl. Mt. mich darauf underthenigst bevelhendt.

    «Nr. Š259 Eingabe Lgf. Philipps von Hessen an den Kaiser – Regensburg, [1541 nach Juli 15]1 »

    Marburg StA, PA 578, fol. 153r–159v (Kop.)2.

    Druck: Hortleder, Der Römischen Kaiser- und Königlichen Majesteten [...] Handlungen und Außschreiben von Rechtmässigkeit, Anfang, Fort- und endlichen Außgang deß Teutschen Kriegs [...] vom Jahr 1546 biß auf das Jahr 1558 [...] Gotha 1645, 4. Buch, Nr. XXXIV, S. 1637–1639.

    Wenige Tage nach seiner Ankunft auf dem Reichstag hat der Kaiser verfügt, dass er und Hg. Heinrich von Braunschweig während des Reichstages keine Streitschriften gegeneinander publizieren sollen, und ihm mitgeteilt, dass Hg. Heinrich darin eingewilligt habe. Er hat trotz all seiner ungelegenhait und beweglichen ursachen dem Folge geleistet. Hg. Heinrich aber hat seine Zusage gebrochen, indem er böswilligerweise eine gedruckte Schrift hat verbreiten lassen. Mit seiner Verhaltensweise bestätigt Hg. Heinrich die Vorwürfe, die er, der Landgraf, ihm zur Verteidigung seiner Ehre in seinen gedruckten Schriften gemacht hat, und verstößt unter Missachtung des Kaisers gegen den von diesem verfügten Stillstand. Er hat sich damit straffällig gemacht. Hofft, dass der Kaiser Hg. Heinrich entsprechend behandelt.

    Hg. Heinrich hat ihn durch seine Publikation gezwungen, sich öffentlich zu rechtfertigen. Zweifelt nicht, dass der Kaiser seine Reaktion versteht. Hg. Heinrich bezieht sich auf seine am 10. Juni in Regensburg übergebene Supplikation gegen ihn und den Kf. von Sachsen und fügt dem hinzu, er, der Landgraf, sei vier Tage später, ohne dazu Stellung zu nehmen, abgereist. Mit dieser Bemerkung will Hg. Heinrich den Anschein erwecken, als sei er zur Gegendarstellung nicht imstande gewesen und seien deshalb seine Vorwürfe gegen Hg. Heinrich widerlegt. In Wahrheit hat er es nicht daran fehlen lassen, diese Vorwürfe zu begründen. Kurz nach seiner Ankunft in Regensburg hat er den Kaiser entsprechend unterrichtet und sich erboten, die nötigen Beweise zu liefern. Er hat dem hinzugefügt, der Kaiser könne auch aus seinen bisherigen Druckschriften die Untaten Hg. Heinrichs entnehmen. Das übrige könne er ebenfalls glaubhaft dartun. Wenn der Kaiser eine Untersuchungskommission einsetze und deren Bericht erhalte, werde er daraus ersehen, was Hg. Heinrich für ein Mann sei.

    ŠDer Kaiser hat dies alles zur Kenntnis genommen und ihn gebeten, während des Reichstages keine neue Druckschrift ausgehen zu lassen und ihm das weitere Verfahren anheimzustellen. Während des Reichstages hat er Pfgf. Friedrich, de Praet, Naves und Gerhard [Veltwyck] gebeten, die Angelegenheit beim Kaiser zu fördern, und zahlreiche schriftliche Beweisstücke übergeben lassen. Einen Tag vor seiner Abreise von Regensburg, bei seinem Abschied vom Kaiser, hat er diesen nochmals um Einsetzung einer Untersuchungskommission gebeten. Damals hat der Kaiser eine Eingabe Hg. Heinrichs erwähnt, die er ihm, dem Landgrafen, zustellen wolle und bei seiner Urteilsbildung berücksichtigen müsse. Diese Schrift ist ihm vom Kaiser weder vor noch nach seiner Abreise, sondern vielmehr von anderem Ort zugegangen. Selbst wenn sie ihm kurz vor seiner Abreise übermittelt worden wäre, wäre er ihretwegen nicht länger in Regensburg geblieben. Während des Kolloquiums wäre für eine gründliche Untersuchung auf der Grundlage der dazu nötigen schriftlichen Beweisstücke, Kundschaften und Zeugenaussagen viel Zeit gewesen. Ist wie stets bisher auf die Beweisführung in einer Untersuchung gründlich vorbereitet. Hat darum auch fleißig gebeten.

    Der Kaiser wird sich erinnern, dass er, als Hg. Heinrich den Kaiser beim Vortrag der ungarischen und österreichischen Gesandten ansprach, angefragt hat, ob Hg. Heinrich etwas gegen ihn gesagt habe. Dies hat der Kaiser verneint und mitgeteilt, Hg. Heinrich habe in seinen eigenen Angelegenheiten um Audienz nachgesucht. Als er sah, dass zu einer Untersuchung keine Zeit mehr blieb, hat er um die Verordnung von Kommissaren gebeten, in willen und fursatz, zu bequemer zeit die sachen furzunemen und zu fruchtbarem ende zu pringen. Bittet noch darum. Ist zu gründlicher Beweisführung vorbereitet. Will sich auch dem persönlichen Verhör des Kaisers stellen. Man wird dann befinden, dass er aus Regensburg nicht abgereist ist, um sich der Untersuchung zu entziehen. Will nicht böse Scheltworte gebrauchen, sondern seine Aussagen über Hg. Heinrich überzeugend beweisen3.

    Hg. Heinrich kann die ihn zwingend überführenden Beweise, was Ottenstein, Petershagen, Württemberg, Hg. Wilhelm von Braunschweig4und die tote Jungfrau5betrifft, mit Ehren nicht widerlegen. Ist hierin keinen weiteren Beweis schuldig. Um den Handel mit Dr. Dellinghausen und andere Vorgänge zu klären6, hat er den oben genannten Weg für am besten gehalten. Findet in Hg. Heinrichs Druckschrift kein Erbieten zu konkreter Beweisführung. Hg. Heinrich ist auch bisher jeden Beweis für seine Behauptungen über ihn, den Landgrafen, schuldig geblieben. Wird auch keine Beweise beibringen können. Dass auf seiner Seite die Beweiserhebung ergiebig sein wird, belegen seine Vorbereitungen und sein Gesuch um Verordnung von Kommissaren. Wenn dies gewünscht wird und zeitlich möglich Šist, ist er bereit, seine Räte noch in Regensburg seine Beweise vortragen zu lassen. Behält sich aber vor, dass auch seine Zeugen verhört werden. Wenn jetzt nicht so vorgegangen werden kann, so will er, was ihm möglich ist, nicht unterlassen, so dass man seine Ehrenhaftigkeit erkennen kann. Weiß Kf. Johann Friedrich von Sachsen gleicher Meinung.

    Bittet, die jüngsten Verleumdungen Hg. Heinrichs über ihn und den Kf. von Sachsen nicht zu glauben. Seine Abreise aus Regensburg war unumgänglich notwendig. Der Kaiser ist über die Ursachen ohne Zweifel informiert. Ist der festen Hoffnung, dass Kaiser, König und Stände mit seiner Erklärung zufrieden sein werden. Dankt Gott dafür, dass ihm sein Leben lang etwas Ähnliches wie von Hg. Heinrich mit waigerung des handgebens von einem ehrbaren Menschen noch nicht widerfahren ist7. Beteuert nochmals, dass er nicht aus dem von Hg. Heinrich suggerierten, sondern aus einem dringenden Grund, den er selbst dem Kaiser dargelegt hat, aus Regensburg abgereist ist8.

    «Nr.260 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an den Kaiser – Herzberg, 1541 Juli 24 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 116r–122v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 122v: Copei, was der Kf. zu Sachsen etc. ksl. Mt. wegen Hg. Hainrichs zu Braunschweig hochstrefflich schandschreiben und schmehlich zulag etc. geantwortet etc.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 225 Nr. 102 Bd. 2, fol. 49r–57v (Kop.); ÜS fol. 49r: Belangendt Hg. Heinrichen von Braunschweig1.

    Druck: Hortleder, Der Römischen Kaiser- und Königlichen Majesteten, [...] Handlungen und Außschreiben von Rechtmässigkeit, Anfang, Fort- und endlichen Außgang deß Teutschen Kriegs [...] vom Jahr 1546 biß auf das Jahr 1558, [...] Gotha 1645, 4. Buch, XXXIII. Kap., S. 1633–1636.

    Der hochgeborne mein lieber oheim, F. Wolf von Anhalt, und meine rethe, die ich zu eur ksl. Mt. reichstag gegen Regennsburgk vorordent, haben mir copei einera schrift [Nr. 258] zugeschickt, welche Hg. Heinrich von Braunschweigk, der sich den jungern nennet, euerer ksl. Mt. wider den hochgebornen fursten, H. Philipsenn Lgf. zu Hessen, meinen freuntlichen, lieben vettern und brudern, und mich ubergeben sol haben. Und wiewol die signatur euer ksl. Mt. cantzlei Šmeldet, das die den zehenden tag bJulij–b uberreicht, so ist mir doch diec etwas langsam hernach zukommen, sunst wolt ich mit meiner antwurt nicht vortzogen haben. So ist mir auch kurtz darnach ein abdruck derselben des von Braunschweigs schriftd, daran vorne seine wappen stehen, zugeschickt worden, daraus euere ksl. Mt. gnedigst haben zu vormercken, wie gehorsamlich der von Braunschweigk euerer ksl. Mt. befelh und begerung wider den landtgraven und mich (sich alles widerwertigen schreibens zu enthalten) gelebt hat, edieweil derselbe abdruck aus keiner anderen ursachen dann allein dem landtgraven und mir zu weitterm, hohen schmach und vorcleinerung gefertiget und ausgeschickt ist–e, inmassen er dan, in gleichnus desselben euer ksl. Mt. befelhs unangesehen, balt noch dem anfange vorberurts reichstages seine gedruckte schandbucher wider den landtgraven und mich durch seine darzu vorordente rethe Kff., Ff. und stenden one scheu hat uberantworten, auch sunst andern außteilen lassen, nicht zu kleiner vorachtung euerer ksl. Mt., welche ime darinnen zu vorschonen und anzusehen billich geburt hette, dieweil jha ein ider an dem ort, do euere ksl. Mt. als das haupt aller weltlichen justitz, gerechtickeit und schirms personlich gegenwertigk und sunderlich uf euerer ksl. Mt. reichstagk sich keiner tetlichen vorletzung an ehren ader gut solt zu befaren haben.

    Das ich nun meine warhaftige vorantwortung euerer ksl. Mt., auch vorberurten Kff., Ff. und stenden und sunsten habe widerumb uberantworten, auch ausschicken lassen2, solchs hab ich zu rettung meiner ehren als der gedrungen[e] aus unvormeidlicher notturft, wie euere ksl. Mt. gnedigst zu ermessen, mit keinem fugk umbgehen konnen. Euere ksl. Mt. werden mich auch darumb nicht vordencken noch solchs zu ungutem oder vor ein gleitrur deuten, wie der von Braunschweigk aus parteyschem und neidthaftigem gemutf mir gerne auflegen tette gund darzu–g, als solt ich ine neben dem landtgraven vorursacht und gedr[ungen] haben, das er nicht het umbgehen mugen, zu seiner entschuldigung vorberurte zu Regensburg ausgesprengte und andere seine vorige schmach- und schandtschrift ausgehen zu lassen. Dan domit euere ksl. Mt. glaublich befinden, das er der warheit daran groblich gespart, Šsundern sich unvorschempt, auch des furstlichen namens unverschont ann [= ohne] allen grundt und billige, vornunftige ursachen zu mir genotiget und mich zu gegenschrift und rettung meiner ehren groblich gedrungen, so bit ich undertenigst, euere ksl. Mt. wollen sich nicht beschweren, die beivorwarten des von Braunschweigs schmachmissivenh, die er erstlich an und wider mich allein getani, und, was ich ime darauf geantwurt, zu lesen horen. Daraus werden euere ksl. Mt. jden anfangk und–j grundt und inen in offentlicher unwarheit befinden und, kdar er sich zu mir genottiget, ich auch–k kein lust gehabt, mich mit ime in weitleuftigel schriften zu begeben, wu er nur sein unruiges gemut het ersettigen und zu berurten seinen schmehelichen und vordrißlichen missiven underlassen konnen, m–mich doruber weitter bei den hochgebornen fursten, den churfursten Pfaltz und Brandennburgk und Hg. Ludwig zu Beyernn, meinen lieben vettern und oheimen, semptlich und sunderlich mit ungrundt antzutragen und zu beschweren und, daran abermals unersettigetm, copeyen hin und wider davon außzubreitten, dem landtgraven und mir zu sunderlichemn hoen, schmach und vorkleinerung.

    Dieweil ich mich dann sunsten auf keine briffo meins erinnerns in meinen ehrenrettungen, wider den von Braunschweig furtzubringen, getzogen, so were ime ane not gewesen, auf die furlegung gegen mir pmei[ns] teils–p dergestalt, wie er getann, mitzudringen. Dann er ist der vorlist wol, wie ine menniglicher kennet, qdas er nicht uber alle seine hendel brive und sigil vorfertigen lest, dieselbe seine hendel damit zu belegen. Was aber der landtgraff sich erbotten, vor briff wider ine vorzulegen, nach denselbigen–q solt er ime billich nicht sehr vorlangen lassen, dann euere ksl. Mt. werden bei seiner L. gewislich daran keinen mangel spuren, sundern sein L. dormit gefast und ungescheuet befindenr. Und bin derhalben der untertenigsten hoffnung zu euerer ksl. Mt., die werden sich gegen dem von Braunschweig als einem offentlichen, unleuckbarn, auch uberweisten schmachtichter und als den, welcher diese unruige ding wider mich durch sein landtfridbruchig gleitwegern  uber vorsehung gotlicher, naturlicher Šund aller beschriebenen recht anfencklich vorursacht, mit ernstlicher straff anne solche weitleuftickeit, so der von Braunschweig mehr zu blosser eusserlichen beschonung dann aus einiger wol vortrauenden, gerumbten unschuldt furwendet, also erzeigen, uff das es ime hinfurder ein abscheu und andern ein exempel sey und sich daran stossen.

    Ich het auch leiden mugen, wie anne zweivel mein vetter und bruder, der landtgraff, das er sich gegen euerer ksl. Mt. erclert hette, wie und womit er von uns beiden in euerer ksl. Mt. gleit zu Regennsburgk unnaufhorlich weitter dann, wie obstehet, mit unsern doselbst uberantworten ehrenrettungen und defensiffschriften solt beschwert worden sein. Dann were solche erclerung von ime geschehen, so solt mirs an aufrichtiger vorantwortung tdeshalben auch–t kein mangel gewest sein.

    So wissen euere ksl. Mt. sich gnedigst zu erinnern, das ich derselben zu anfangk irer Mt. reichstags underteniglichu hab antzeigen lassen, als gelangte mich glaublich an, das der von Braunschweigk seiner schandtbucher vil gegen Regensburg geschickt, die er doselbst wider den landtgraven und mich solt ausbreiten wollen. Wo nun dasselbige geschehen und ime darinnen zugesehen solt werden, so wolt meine hohe notturft widerumb sein, wie euere ksl. Mt. selbst kunten erachten, meine warhaftige vorantwortung des orts und sunst dowider auch ausgehen zu lassen, derhalben sich der von Braunschwig billich solt enthalten haben, dem landtgraven und mir gegen euerer ksl. Mt. das aufzulegen, dorume er selbst und am hochsten schuldig.

    Wolt auch gnanter von Braunschweigk unser, der churfursten, fursten, stende und stedte der augsburgischen confession ainungsvorwanten, supplication, die euerer ksl. Mt. des unmenschlichen, teuflischen und hochstrefflichen mordtbrennens halben zu Regennsburgk unlangst ubergeben, gemeint haben, dorinnen nach ertzelung vieler gestrafften mordtbrenner urgichten euere ksl. Mt. untertenigst ersucht und angelangt worden, ein keiserlich und ernstes einsehen zu haben und bei Hg. Heinrichen von Braunschweig ernste vorsorgev zu thun, seine vormerte, argwenige wund besagte–w amtleut und dinerx gefenglich antzunemen und in euerer ksl. Mt. handen zu stellen oder an andere unverdechtige orte, do wir dieses teils stende gegen dieselben geburlich recht bekommen mochten, antwurten zu lassen etc., so ist solche suplication keiner andern gestalt dann aus hoher dringender not und euerer ksl. Mt. als nach Got der hochsten obrickeit ubergeben, wie euere ksl. Mt., auch menniglich leichtlich Šerachten konnen, dieweil das ergangenne mordtbrennen leider vor augen und heutzutage unaufhorlich volstrackt wirdet und wutet.

    Wolte nun der von Braunschweig wol und recht thun und unvordechtig handeln, so were ime bei euerer ksl. Mt. und idermann anne zweivel viel rumlicher, diweil ime euere ksl. Mt. berurte supplication haben zustellen lassen, das er vorgemelter unser dieses teils billichen und rechtmessigen bit mit eintzihung derselbigeny seiner ambtleute und diner stadtgebe und sie in euerer ksl. Mt. hande stellet, dann das er zunser dieses teils bit–z mit obberurten seinen blossen scheinerbieten, auch andern seinen gegen euere ksl. Mt. getanen, ungegrundten furwendungen nur vormeint weitleuftig zu machen.

    Nachdemaa der hochbeschwerliche schade und desselben tegliche vorstehende fhar zu unserm, dieses teils, und unser armen, christlichen undertanen und also nicht des wenigsten teils des hl. reichs deutzscher nationn vorterben dermassen vorhanden ist und noch leider vor augen stehet, das euere ksl. Mt. anne zweivel als ein loblicher keiser mehr dohin tracht und die wege an die handt zu nemen gneigt sein werden, domit solchem unmenschlichemab ubel uffs forderlichst anne weitleuftickeit, wie sich zu recht in solchen acgeschwindesten, sorglichen-ac fellen geburt, grundtlichen gesteuert, der ursprungk desselben erforschet, auch die anschifter, heler, beveler und tetter ernstlich gestrafft werden, dann das euere ksl. Mt. hirinnen vil vorfluchtiges disputirens, redens und arguirens vorstatten werden, inmassen Scipio Affricatius [sic!] vormuge der romischen historien zu dem Cevola sagte: ‚Consul, dum iuris ordinem exacte sequ[itur]‘ etc. Dann ehr [= ehe] mit langwirigen disputation die sachen uff einen weg bracht wurden, so were der schade schon weitter (wo im Got nit selbst werete) beschehen und, obgleich viel straffens darnach furgewandt wolt werden, so wer er doch unherwiderbringlich. Darzu konnen euere ksl. Mt. selbst gnedigst erachten, das admir und meinen-ad vorwandten, wie auch einem iden unser und der unsern schade billich wehtut, auch hoch und schmertzlich zu gemut gehet. Was nun solcher billicher schmertz fur ein trefflich, beschwerlich wesen im reich aeentlich und-ae letzlich kunt erwecken, ist wol zu gedencken.

    So ist auch under diesem euerer ksl. Mt. reichstage mit vorberurtem mordtbrennen nit gefeyert worden. Dann, was etzliche neulich ergriffenaf menschen ausgesagt und des bestellens halben bekannt, das sol zu seiner zeit auch an tag kommen, agzudem, das-ag meine mitverwandten und ich uns neben dem Šaugensichtigen schein und den urgichten der gerechtfertigten allerlei vordechtigs nachdenckens nitah entschlagen konnen, ai[so?] durch euere ksl. Mt. und einen iden unschwer zu vornemen-ai. Dann wie bitter feindt und widerwertig man uns dieses teils ist, zeigen des von Braunschweiges schandtschriften und derjenigen, die ime dorinnen vorwandt sein mugen, clar und gnugsam an. Man schilt uns dorinnen felschlich und unchristlich ‚ketzer‘, domit manaj so viel zu vorstehen gibtak, das keine durchechtigung und verfolgung, die man uns und den unsern heimlich und offentlich zuschieben mocht, zuvil oder unrecht sey. Wo auch auf vorberurte des landtgraven, auch meiner und unser beider mitvorwandten suchung, des von Braunschweigs benante amptleute und diner einzutzihen, durch euere ksl. Mt. vorschafft undal unser undertenigsten suchung und bit stadtgegeben wirdet, so trage ich keinen zweivel, es sol der ding gelegenheit balt weiter an tag brechen und sich darausam befinden, was alsdann euerer ksl. Mt. hoch keiserlichem ampt, weitter anund an allen vortzug furtzunehmen, zustehen wil und sich des armen, christlichen volcks und der unschuldigen jugent, auch witwen und weisen erbarmen. Dann sunst ist in solchen beschwerlichen hendeln leichtlich nein zu sagen. Solchs wirdet auch euerer ksl. Mt. bei Got und aller welt zu hohem keiserlichen ruhm und zu aller keiserlichen wolfart ane zweivel gereichen. Doch wil ich mich durch diese meine antzeigung von den andern meinen mitvorwandten nicht gesundert haben, indeme das sie und ich, wider die vormeinte Hg. Heinrichs von Braunschweigk euerer ksl. Mt. ubergebenne antwurt, das mordtbrennen belangendt [Nr. 256], an euere ksl. Mt. weiter zu gelangen, uns voreinigen werden, untertenigster zuvorsicht, euere ksl. Mt. werden sich darauf und diese meine untertenigste, rechtmessige bitt gnedigst ertzeigen.

    ŠWil dann der von Braunschweigk oftberurt sein hochbrechtig scheinerbieten und auf die ausschreiben, die er wider mich und ich hinwider zu rettung meiner ehren mit warheit wider inen getan, gemeint haben, so weis ich ime beclagtes stadt, wie er vorteilhaftig angibt, mitnichten einzureumen-an. Dann er hat mich unwarhaftiglich, selbtettig ane gericht und recht betzigen und ausgeschrieben, als ob ich unvorwart meiner ehren meine reuter auf ine vorordent in meynung, inen und die seinen an leib, ehr und gut zu beschedigen, aohat auch jhe zun zeitten darangehengt ‚umbzubringen‘ etc.-ao Darauf hab ich mich dermassen vorantwortet, das es mir bei euerer ksl. Mt. und menniglich meins vorhoffens unvorweislichen. Weis und vormeint nun der von Braunschweigk sein unwarhaftiges getichte und, was er wider mich in berurten seinen schandtschriften felschlich angeregt, auch daran gehengt und eingefurt, warzumachen, so neme er an beclegers stadt, wie ime geburt, und lasse sich des vornemen. Und wo das beschiett, so sol durch gotliche vorleihung von mir die antwurt ferner gefallen, daraus euere ksl. Mt. und menniglich befinden sollen, das ich ime, ab Got wil, umb keinen fus brait in allem deme, apdas gotlich und erlich und ich zu recht schuldig ader mir mit recht auferlegt mocht werden-ap, entweichen wil und darzu ann alles gleit, sovil ihn und alle seine vormeinte, unwarhaftige, ertichte ansprachen und anclagen mugen treffen etc. Dann euere ksl. Mt. wissen sich gnediglich zu erinnern, obwolaq der landtgraff und ich unsers selbst und unser religions- und ainungsvorwandten, auch unser theologen, rethe, diner und botschaften halben zu und von dem itzigen reichstage zu Regennsburg umb gleit angesucht, das solchs scheu und forcht halben des von Braunschweigs vormeinten und auf sein L. und mich wider Got, ehr und recht felschlich ertichtette anclagen und forderungen gar nicht, sundern der ursachen halben beschehen ist, die an euere ksl. Mt. vor berurtem reichstage wir beide untertenigst gelangt und euerer ksl. Mt. unvorborgen sein, derhalben der von Braunschweigk des prengigen ansuchen bei euerer ksl. Mt., das ich gemelt geleit seiner ertichten sachen halben von mir thun solt etc., weniger dann gar nicht bedurft hette, dieweil ich mich gotlob keiner beschwerlichen und zu welt rechtigen, strefflichen handlungen schuldig noch zu besorgen weis, arinmassen auch dem von Braunschweigk-ar, seine ertichtungen auf mich zu bringen und weißlich zu machen, sein leben lang unmuglich sein sol. Aber wunderbarlich wil gleichwol zu vornemen sein, wie der von Braunschweig sich numer wirt understehen asund schicken-as wollen, zu der bann des rechten zu kommen, dieweil er wider alle rechtvorsehung und vorordnung, dieselbige bann hivor Šhindangesetzt und den weg des hochstrefflichen schandtschreibens nicht mit geringer vorachtung euerer ksl. Mt. darfur an die handt genommen.

    Und schlislich, aldieweil der von Braunschweig clegers stadt nicht annemen noch seine schandtgetichte und schmeliche zulagen, damit er mich wider Got, eher und recht anne allen grundt der warheit allein aus gefastem has und angeborner untugent, auch unchristlichen, giftigen unart beschwert und ausgeschrihen hat, wie recht nicht ausgefurt, so wollen euere ksl. Mt. uff vorberurt mein erbieten gnantem von Braunschweigk wider mich kein stadt noch glauben geben, sundern seine schreiben vor falsche, unwarhaftige, leichtfertige getichte, wie es auch an im selbst sein, und anders nit halten und sich gegen ime mit dem ernst, wie ich droben auch gemeldet, erzeigen, domit er und menniglicher scheu entpfahe, dergleichen vorunruigung gegen dem landtgraven und mir, auch unser mitvorwandten als erlibenden churfurst, fursten und stenden des reichs hinfurder zu erwecken und zu understehen, und mein allergnedigster her und keiser in dem allem sein. Solchs umb euere ksl. Mt. bin ich meins hochsten vormugens in aller undertenickeit zu verdinen bereit und altzeit willig3. Datum atHertzbergk, den 24. tag des monats Julij anno domini 1541-at.

    « ŠVIII,2d Klage der Verwandten Evas von Trott gegen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel  »

    «Nr.261 Eingabe von Adam von Trott, Hermann von Hundelshausen, Adam d. J. von Trott und Hans Kadel zu Schwebde an den Kaiser – Regensburg, [1541 Mai 13]1 »

    A  Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...]. Anno 1539–1547, fol. 447r–450v (Kop.).

    B  koll. Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Kop.)2.

    Wiewol wir wissen, das euere röm. ksl. Mt. diesen reichstag von wegen notwendiger obligen und sachen gemeiner christenheit und gantzer deutschen nacion angestelt und euere ksl. Mt. mit verlassung irer hispanischen reich und grosser beschwerung anher sich vorfuget und dorumb mit andern beifelligen sachen von uns und andern billich verschont werden solten, wie wir auch euere ksl. Mt. mit diesem vordrißlichen handel ungern beladen oder bemuhen oder denselben vor euerer ksl. Mt. gehör bringen wolten, wo unser und unsers gantzen geschlechts ehrena notdurft solchs nicht erfordert und wir also bedranglich darzu vorursacht wurden, derwegen auch unsere underthenigste zuvorsicht, euere ksl. Mt. in bedencken desselben und dieses uberlaufs gnedigst entschuldigt nehmen und diese unsere beschwerde gnedigst horen werden. Wollen auch, soviel moglich, in dieser schrift unnottige wort meyden, euere ksl. Mt. damit unnotturftiger weiß nicht aufhalten. Und bezeugen uns hirmit fur euerer ksl. Mt. underthenigst, das unser gemut und meinung nicht ist, hiemit unser angeborne schwester und freundin, Hg. Heinrich den jungern zu Braunschwig ader sunst jemands anders wider recht zu schmehen, sunder aus rechtmessigen schmertzen unser, unserer stemme und geschlechte, auch gemeiner erbarckeit notdurft anzuzaigen, wie dan ehrlichen gebornen, redlichen leuten vom adel wol ansteht und geburet.

    Und anfenglich haben unsere eltern und vorfahren unsers geschlechts (ane ruhm zu schreyben) sich gegen irer obrickeit, auch menniglichen dermassen mit underthenigen, gehorsamen, treuen und willigen dinsten, wie inen das aufferlegt worden und sie irer pflicht, verwantnus ader zusag nach schuldig gewest, dermassen verhalten als ehrliebenden riettermessigen vom adel geburet und wol ansteht. Sol auch, ob Got will, kein anders noch unerbars uber sie ader Šuns mit gutem bestand erwiesen ader dargethan werden. So haben sich auch, ane ruhm zu sagen, frauen und jungfrauen unsers geschlechts von vielen hundert jaren her dermassen gehalten, das sie unter die ehrlichsten, besten geschlecht nicht allein im land zu Hessen, sunder in andern landen weit und brait vorhairet worden und an denen orten tugentlich und erbarlich gelebt haben, wie dan auch dieser hernach gemelten junckfrauen von etlichen mit den ehrlichsten im land zu Braunschweigk begegnet were, wo sie in diesen unfahl nicht bracht wehre. In sunderheit aber haben Hg. Heinrichen dem jungern dieser junckfrauen, davon gemeldet wirdet, vater bruder lange zeit gedient, das der hertzogk ime zu etlichen malen ‚vater‘ geschrieben, item, irer mutter bruder dergleichen lange zeit gedienet, ir bruder umb seiner errettung willen uber seinem leib todt blieben, item, ein ehrlicher man, mit ir von vater und mutter geschwister kind, in seinem dienst vor Grunaw todt blieben und andere mehr, derselben junckfrauen zum allernegsten verwant, gedient und vor andern mit zusetzung leibs und vermugens viel treuwilliger dienst geleistet, dafur inen auch wol andere belohnung geburen und widerfahren sold, dan vielleicht gescheen. Wiewol aber viel gnediger vortrostung und zusagung von im muntlich beschehen, auch in schriftlicher urkund sein eigen handschrift vorhanden, ist doch das widerspiel, als hernach gemelt, dorauf erfolget.

    Dann, allergnedigster kaiser und herr, uf solch gehabte kuntschaft, zusag und vortrostung, auch geleiste, underthenige, treue dinst etlicher unser freund, auch auf das vortrauen, so sie uf sein erbietten zu im gehabt, haben sie vor etlicher zeit unsere freundin, ein junckfrau, in sein furstlich frauenzymmer gethan, dieselbig zun ehren zu ziehen und zu fordern, welche ein jungs, zuchtiges und von iren eltern ein wolgezogenes meidlein gewest. Darauf ehr sich auch hoch erboten, dieselbig jungfrau umb irer freundtschaft willen mit sundern gnaden zu aller erbarkeit zu furdern, welchs, da es bescheen, ime auch ane sein zusag und erbietten wol loblich und furstlich angestanden were und geburet hette. Da aber dieselbig jungfrau ein zeit lang in seinem frauenzimmer gewest und indes ir von gleichmessigen des adels, rittermessigen und ehrlichen gesellen heirathandlungen furgestanden, so hat er sie doch also ein gute zeit im frauenzymer behalten, bissolang das allerley gerucht an uns, die freundschaft, gelangt, derhalben etliche unser freuntschaft inen angeredt und ine des bosen geruchts, so an sie gelangt, berichtet und erzehlung gethan, mit erinnerung geleister, treuer dinstbarkeit, die einer andern belohnung wirdigk weren, und undertheniger bith, er wolte unserm geschlecht kein unehr ader vorkleinerung aufthun. Hat er damals mit solchen hohen worten und schwuren sein unschuld dergestalt furgewant und beteuert, das sie im glauben gegeben und unserm nahmen und geschlecht zu ehren die sach in ruhe gestelt, in hofnung, er solt in betrachtung seiner zusag und des erschollen ungeruchts der gutten, armen, im auf trauen und glauben zugestelten junckfrauen zu ehren vor andern geholfen haben. Es ist aber nicht gescheen, sunder sie ist also ein kurtze zeit gehen [sic!] blieben und hat die durchleuchtigk furstin und frau, frau N. geborne von ŠWirtembergk, Hgn. zu Braunschwigk etc., sein gemahl, geschrieben, das sie, junckfrau, vorstorben sein solle, aber gleichwol dabey nicht angezeigt, an was kranckheit ader wer dabey gewesen ader wie es zugangen sey, und daneben etliche geringschetzige, tegliche kleider uberschickt und als der knecht, der solchen briff bracht, hat ehr sich mit dem gaul stracks umbgeworfen, davon geritten und weiter kein wort geredt, also das man sich bey demselben knecht nichts hat erkunden mugen.

    Wiewol nun weiland der vater und wir an solchen kurtzen abschied der jungen, gesunden jungfrauen nicht geringen zweiffel getragen, so haben wir es doch dabei mussen lassen. Nun hat sichs sider der zeit im reich und sunderlich der ort landes ein gemurmel begeben von einer mit vigilien und seelmessen begangnen, lebendigen junckfrauen, derwegen wir zum teil vleissigk darnach gefragt und vernumen, das zu Gandersheim ein bare ader verschlossen kast begraben, auch ein mensch, ob sie verstorben were, mit vigilien und seelmessen besungen und begangen were, haben aber keinen menschen weder von frauen odder mannes geschlecht, reichen odder armen, frauen odder junckfrauen nie erfaren mugen, der bey irer kranckheit odder sterben gewesen ader der iren corper tod gesehen hette, und gleichwol also vorlieb nehmen mussen, bissolang das das gerucht je lenger je grosser worden ist, das die junckfrau noch leben, zur Stauffenburgk heimlich vorholen sitzen und etlicher kinder mutter sein solle, wie itzt zu mehrung desselben geruchts unser gnedigster und gnediger herrn, der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen etc., auch andere personen gedachten Hg. Heinrichen den jungern zu Braunschweig etc. derselben untat in offentlichem druck bezichtiget, der auch von im anher unverantwort geblieben und nicht mit einigem bestendigen grund abgelehnet worden, wie dan euere ksl. Mt. aus denselben ausgangen drucken ferner, klerer und grundlicher nachrichtung derer ding allergnedigst zu befinden. Dan wiewol er solchs geruchts halben vast hart und zu grossen unehren angezogen wirdt, so macht er doch ein gespot darauß, zeigt aber doch nichts schließlichs an, als das die jungfrau an dem orth in des und des beiwesen gestorben, von dem ader dem todt gesehen und christlich und ehrlich begraben worden sei, welchs je vonnothen gewest were, auch seiner ehren notturft und der sachen gelegenheit zum hochsten erfordert hetten. Dan ein solch namhaftig, frembde mensch solte je ane wartung, rath und beistand erbar frauen und junckfrauen nicht kranck gelegen, viel weniger an [= ohne] dieselben vorstorben seyn. Ob sie dann gleich geheling vorstorben were, so solte je der todte corpor gesehen und also begraben worden sein. Zudem gibt uns mehr sterckung, das der junckfrauen eltern und freunden allein geringe, tegliche kleider, davon die biemsal abgeschnitten, zugeschickt, aber ringe, kethen, kleinoth, damasken, sameth und andere dergleichen guthe kleider, so sie als ein geschmuckte hoffjunckfrau gehabt, verhalten worden sein.

    Dieweil nun, allergnedigster herr, wir diesen handel so verdechtig vermercken und befinden, so wil nach vermug der keyserlichen recht uns, darzu lenger, damit wir als die vorheler solcher unthat nicht geachtet, zu vorschweigen, nicht Šgeburen, uff das wir darfor nicht angesehen werden, als ob wir als die freund, denen, solcher argwan an geburlichen orten anzuzeigen, zustehet, dasjhene nicht theten, das wir von ehren und rechts wegen schuldigk weren und gemeine erbarckeit erfordert. Darumb so zeigen wir solchs euerer ksl. Mt. als dem brun aller menschlichen gerechtigkeit und handhaber und furderer adels, ehren und erbarkeit mit grosser beschwerung an, uffs allerunderthenigst bittend, euere ksl. Mt. wolle diese tadt gnediglich zu hertzen fuhren, so dem also, wie oben vermeldet, wie hoch auch solch laster im rechten andern zu einem exempel strefflich were, nemlich, das Hg. Heinrich der junger in dem fahl wider ehr, gutte sitten, trauen und glauben gehandelt und die junckfrau, so ihm in ehren, trauen und glauben, zu zucht und erbarkeit ziehen zu lassen, vertrauet were, selbst geschwecht hette, item, das er solche ane wissen und willen ihrer eltern vorborgen und verholen enthalten, also die hochsten laster begangen, darzu mit solchem schein, vigilien und seelmessen Gottes ehre und maiestet schwerlich vorletzt hette, und darin als ein ehrlicher, loblicher keiser ir keiserlich ampt erzeigen, Hg. Heinrichen diese ding dermassen furhalten und, dieweil es offenbar und war ist, auch durch inen bekanth werden muß, das ehr die gemelten junckfrau in seyn frauenzymmer entpfangen hat, sie darin etliche zeit als ein junck, starck mensch gelebt hat und demnoch die vormuttung aller recht ist, das sie noch uf diesen tag lebe, daran ernstlich seyn und verschaffen, das ehr uns als iren nechsten freunden solch mensch wider zustelle ader sie offentlich und frei irer notdurft nach gehen, stehen, leben und handeln lasse, damit ire freunde und sie nach gestalt irer sachen und gerechtigkeit ire notdurft in dem fahl handeln und furnehmen mugen und uns an der zu erkunden, dieweil sie dannoch ein lange zeit vorborgen, ob ein notzwang an ir begunst [sic!] und, damit es an uns nicht gelangen konth, deshalben von gedachtem Hg. Heinrich dem jungern, das seine unfursichtige mieshandlung nicht an tag bracht, verhalten were worden.

    Im fahl aber, so er sagen wurde ader wolte, das sie todt were und bemelte zeit, wie ire kleider iren eltern zugeschickt, vorschieden, damit dan wir deß ein wissen haben und irenthalben auch fur Got und der welt entschuldigt sein mochten, das alsdan euere ksl. Mt. dorzu unverdechtige commissarien vorordnen wolten, durch Hg. Heinrichen den jungern solchen todt, wie sich in recht geburet, zu beweysen, ungezweiffelter hoffnung, euere ksl. Mt. werde dieses unser unthertenigst bitten fur ehrlich und rechtmessig erkennen und, so ehr unschuldig und die junckfrau zu der zeit leiblich gestorben ist, er werde, solche beweisung zu thun, mit begier annehmen, uff das ehr damit solchs grossen, unchristlichen, unfurstlichen, unerbarn, schentlichen verdachts, uf inen gewachsen und erschollen, rechtlich entledigt muge werden, dann das erfordert sein und unsere hohe notturft. Im fahl aber, da Hg. Heinrich der junger die beweisung nicht thun wurde ader konte, als wir nicht wissen mugen, oder, so ehr die zu thun understehen, durch andere das widderwertigk bewiesen oder seyn beweisung unkreftig gemacht wurde, das dan euere ksl. Mt. in dafur Šachten und hilten, dafur in das keyserlich recht und die erbarkeit heldet, und, wie sich eynem romischen keiser geburet, auß keiserlichem ampt wider inen zu gepurlicher straff wircklich procediren wolten, uff das solche uberfahrung ungestrafft nicht bleiben mugen adder sunst dasjehne im selben geschehe, das sich von rechts wegen zu gescheen geburet.

    Wurde auch Hg. Heinrich der junger einich ander auszug, der uns zu vorantworten vonnotten were, furwenden, das dan euere ksl. Mt. umb Gottes und rechts willen uns dogegen gnediglichst horen und ungegrunten auszugen nicht statgeben, sunder dagegen bedencken, das unser anligen und schmertzen, durch verlust unser freundin vorursacht, unser suchen und bitt christlich, erbar und billich und, das dieser handel zum ende bracht werde, allen edeln, rittermessigen und erbarn leuten und gemeinem nutz zum hochsten vonnotten ist, sich darin keyserlich, ernstlich und unableßlich erzeigen etc. Daran thun ane zweyffel euere ksl. Mt. Gott dem allmechtigen ein besunder gefallen, auch allem adel und ehrlichen leutten besunder hohe, grosse gnad, zudem es der billickeit und rechten nach geschehen solte. So wollen wir es mit unsern herrn und freunden umb euere ksl. Mt. gantz unterthenigst vordienen. Befehlen uns derselben euerer ksl. Mt. in aller underthenigkeit3

    «Nr.262 Stellungnahme Hg. Heinrichs zur Supplikation der Verwandten Evas von Trott – Regensburg, o. Datum »

    Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 111r–115v (Kop.); DV fol. 115v: Hg. Heinrichs von Braunschweigs antwort uf der Drotten und irer mitverwanthen supplication, die junckfrau betreffend, ksl. Mt. ubergeben.

    Euer ksl. Mt. haben mir eine vermeinte, unbestendige und ungegrunte supplicationschrift, welche etliche vermeinte supplicanten und angemaste freunde eyner junckfrauen halben, die in meynem frauenzimmer gewesen sein sol, euer ksl. Mt. wieder mich ubergeben, gnedigst zustellen lassen, welcher zustellung gegen euer ksl. Mt. ich mich gantz undertheniglich thue bedancken und bin, es meynes besten vermugens zu verdienen, willig.

    Nhun kann ich nit unleichtsam ermessen, auß welcher meiner wiederwertigen bosen, neidigen und unehrlichen anstiften die vermeinten supplicanten sich bewegen lassen, daß sie unbedechtiglich wieder grunt und bestandt mich vor euer ksl. Mt. beschwert, seitmal diese der verwanten supplicanten unwarhaftige und unbestendige supplicationschrift sich eben uff solche unwarhaftige, unerheblichea antzeig und ursach grundet, deren sich der lantgraff erdichtiglich wieder mich in seiner nehern, unwarhaftigen schmachschrift gebraucht hat. ŠUnd auß solcher anstiftung werden euere ksl. [Mt.] desto leichtsamer der vermeinten supplicanten ungrunt irer unnotturftigen clagschrift, die sie meynen gegentheiln auß derselbigen bosem, neidigem und gehessigem anreitzen zu gefallen wieder mich angestelt, vermercken und, d[as] mir das und alles anders allein auß abgunstigem und neidigem gemuth zugeschoben wirdt, und zweiffel gar nicht, euer ksl. Mt. werden solche unerwiesene ding fur erdicht und die lauter unwarheit (wie es dann an ihme selbst ist) achten und sich gegen mir mit ungnaden nicht bewegen lassen.

    Ich möcht aber erleiden, wo mich die vermeinten, angemaste supplicanten zu besprechen gedechten, daß sie mich vor euer ksl. Mt. oder andern geburenden orthern, wie es sich nach rechtsordnung geburt, furnehmen und ire personn zue recht gnugsam legitimirten. Dann die supplicanten understeen sich, euere ksl. Mt. zu lernen, daß, [wo?] sie richter, selbs nicht theten, und wöllen ord[ine] praepostero den handel von der execution anheben, welche sich zue recht nicht gehört, ne fide iniur[ia]rum nascatur occasio unde iura nascantur, alß one mein erinnerung euere ksl. Mt. auß hohem verstandt sich selbst zu berichten wissen, daß sie allein mit irem unbillichen ansuchen vor euer ksl. Mt. mir den ungelimpf uftzulegen und sich volgents der handlung, wann sie wölten, entschlagen könthen. Es wolt mir aber dergestalt, ir böß und unwarhaftigs anbringen, daß sie wie recht zu vervolgen nicht gedencken, zu gedulden, schwerlich fallen und muste mich vor der gantzen welt und meniglich dessen beschweren. Aber ich zweiffel nicht, euere ksl. Mt. alß ein ehrn- und rechtliebender keiser werden darwieder ein geburlichs einsehen thun, damit zue einem exempel solche leichtvertigkeith, one beweisung andere zu beschweren, hinfuran vermitten und nit gestadt werden mög, dieweil der anclagendt nach sag der rechten, seine beclagung klerer alß das licht zu machen, schuldig ist. Darumb laß ich der angemasten supplicanten vermeinte protestationn, daß ir gemuth nit sey, mich wider recht zu beschweren, uf irem unwerth beruhen und wil alle und jede iniurien, die mir die vermeinten supplicanten in irer gedichten und ungegrunten, vermeinten supplicationn zugelegt, zue gemuth gefurt, auch mich vor euerer ksl. Mt., dieselben alle und jede zue gelegener zeit an geburenden stellen zue rechtvertigen und diese meine gegenantworth allein zue errettung meiner ehren noturft, niemants damit zu schmehen noch mich auch gegen die unlegitimirten supplicanten eintzulassen, herlich bedingt haben, von den [sic!] allen ich per expressum thue protestiren.

    Und wie sich die supplicanten, ire eltern, vorfharn, auch ires geschlechts frauen und junckfrauen mogen gehalten haben, thut mich wenig anfechten. Sie sein von mir wieder [= weder]gescholten noch sunst vercleinert worden. Es were auch den vermeinten supplicanten wol unnötig, daß sie mir schmelicherweiß furtzuwerfen vermeynen, alß daß ire freunde von mir irer getreuen dinst unbelonet blieben worden, so ich mich doch (one ruhm) jederzeit gegen sie anderst alß gnediglich nit bewiesen und, auch further zu thun, geneigt gewesen were, wo der almechtig ihnen das leben gegundt. Und muß der eyn vermeint Šsupplicant, der sich auß lauterm stoltz und gantz unerfintlicher weiß gegen mir ufleint, selbst bekennen, daß er so vil von dem, daß seyn vater von meynem hern vater seligen bekhomen, alß des andern seines vaterlichen erbs zu gewarten hat, welches ich doch demselben seinem ehrlichen vater zue keinem verdrieß wil geschrieben haben, daß mich die supplicanten pillich mit diesem antziehen verschonen und gedencken solten, daß sie der leut etwo zue zeiten auch bedurftig sein möchten.

    Daß ich aber eyn junckfrau, die in meynem frauenzimmer sol gewesen sein, (wie mir die supplicanten mit gesparter warheit zumessen) geunhert haben sol, bin ich keineswegs gestendig und sag (vor euer ksl. Mt. mit zuchten zu schreiben), daß sie mich mit dem allem ungutlich und bößlich andichten, alß ich dann auf solchs bestendiglich gegen meinen wiederwertigen, den Kf. zue Sachssenn und Lgf. zue Hessenn, verantwort und im vhal gegen sie noch weiter verantworten wil, daß meniglich befinden sol, daß mir von denselben gleich wie von diesen supplicanten gewalt und unrecht geschicht1. Und ap sie schon sagen, daß ich es gegen Sachssenn und Hessenn nicht verantwort, so betzeugen doch meine ausgedrungne, erretliche verantwortschriften klerlich den wiedersynn an, und daß ich auß solchem vermeinten antzug ein gespot soll gemacht haben. Wo ich das gethann, möcht ich doch desselben nicht zu verdencken seyn, dann wer wölt der wiedertheil an solchem thorlichen und unerfintlichen furgeben nit spotten. Sie understehen sich auch, die unerfintliche sache mit den vigilien und sehlmessen groß zu machen und zu aggravirn, und ist doch die unverneinliche warheit, daß die vermeinten supplicanten der lutherischen und verdampten secten anhengig, von vigilien und sehlmessen nichts halten, sonder dorauß ein gespöt machen und treiben, alß euere ksl. Mt. alhie auß der gepflogenen handlung in religionnsachen sonder zweifel ganz uberflussig verstanden. Und man möchte sich auch an disen leuthen nicht wenig verwundern ires manchfaltigen gemuts, dann zue irem vortheil wöllen sie sich der alten religionn, gegen andere dieselbig antzutziehen, gebrauchen und halten doch im grund nichts davon.

    Aber dieweil sie sich zue grundung irer vermeinten, unwarhaftigen und unerheblichen supplicationschrift meiner gegentheil schmeliche und erdichte außschreiben gebrauchen, damit dieselbige belieben und angenem halten, versehe ich mich, daß euere ksl. Mt. dieselben nicht weniger alß die autores libellorum famosorum selbst nach disponirung der rechten straffen söllen und werden, alß ich auch hiermit euer ksl. Mt. undertheniglich thu bitten und anruffen.

    Ich bin auch keiner notoriet, auch keines geruchtes den supplicanten gestendig, daß derhalben wieder mich ausgeschollen sein sol, haben es noch nit erwiesen, auch, wil Got, niemermehr beweisen söllen. Daß mich aber die wiedertheil, meine wiederwertige und abgunstige, die mir gehessig vheindt und nicht meines Šglaubenß seyn, auß lauterm geschepftem neidt und haß in iren schmeschriften wieder Goth, ehr und recht derhalben ausgeschrieben, das sol mir billich in allweg unpfentlich seyn und euere ksl. Mt. gegen mir nicht bewegen, zu recht getzogen.

    Und so euere ksl. Mt. solchem thetlichen anbringen, sonderlich in einer solchen sach, nit glauben geben, sonder daß der anclager sein anclagen mit glaubwirdigen getzeugen oder offentlichen und unzweiffenlichen documenten und klerer alß die sohnn an dem mittentag beweisen und ausfundig machen sol, daß doch bisher die supplicanten nicht gethan und nicht thun mögen. Und wie ich hieoben angetzeigt, daß man ab executione wieder rechtsordnung nit anfangen sol, und sonst auch gehöret bin, daß sie euerer ksl. Mt. unwarhaftige ding angebracht, auch nichts erheblichs noch bestendigs angetzeigt worden ist, daß euere ksl. Mt. geburen konth, ir ampt gegen mir zu gebrauchen, so stehe ich nit allein in dieser tröstlichen, unvertzweiffelten hoffnung gegen euere ksl. Mt., daß sie der wiedertheil böß und ungegrunth, unwarhaftig anbringen nit glauben noch stadtgeben, sonder auch sie umb ire leichtvertigkeit und unbillich schmehens andern zue einem exempel straffen werden. Und bin darneben des erbiethens, wann sie mich vor euerer ksl. Mt. oder sonst an geburenden örthen wie recht ancklagen wöllen und dartzue ire persone legitimiren und thun werden, daß zue einer solchen accusationn gehört, so wil ich jederzeit ihne zue rechtlicher antwort stehen und mir doch wieder mein geburende gegenwehr und reconvencionnklage, die ich haben mag, zu gebrauchen vorbehalten haben. Dann soll sich (ob Got wil) befinden, daß ich uf recht wege stehe und mich die vermeinte supplicanten auß neidigem, bösen, gehessigem anreitzen meyner wiederwertigen und auß keynem warhaftigen und bestendigen grunt unpillich und unrechtmessiglich vor euerer ksl. Mt. beschwert und verunglimpft haben, und byn dem rechten nach ungetzweiffelt, auch in ansehung, daß die supplicanten mir unpillichen gewalt thun, euer ksl. Mt. werden mich hieruber und wieder recht und pilligkeit uff solchs ir unrechtlich, unbestendig und unwarhaftigs anbringen nit beschweren lassen, sonder alß ein quellender brun der recht und gerechtigkeit mich der rechten und meyner unschult gnediglich geniessen lassen und sich in diesem allen gnediglich und geburlich gegen mir beweisen2.