Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    « ŠVIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe  »

    «Nr.267 Supplikation Hg. Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel an den Kaiser in Sachen Stift Hildesheim – [Regensburg], o. Datum1 »

    A  Hannover NLA, Hild. 1, Nr. 783, fol. 34r–37v (Kop.); ÜS fol. 34r: Copia der nebensupplication Hg. Heynrichs, ksl. Mt. ubergeben.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 527r–531r (Kop.).

    Eur ksl. Mt. wiessen sich mit genaden zu erinnern, welchergestalt mein vetter seliger, Hg. Erich zu Braunschweig etc., und ich des verschienen 19. jars der wenigern zale one vorgehende verwarnung und einiche redtlichen ursachen und allein dem Kg. zu Franckreich zum besten und zu verhynderung euer ksl. Mt. wälle wider recht, die reichsordnung, constitution, reformation und den hochverpeenten, außgekundigten landfridden von bischoff und capitel zu Hildeshem mit einhelligem rathe und einem gewaltigen hörzug uberzogen und an landen und leutten mit brandt, name, raub, todschlag, zerstörung, blunderung und einnemung mercklich beschedigt, vergwaltigt, verletzt, das auch mein vetter seliger und brueder, Hg. Wilhelm, sambt vielen vom adel geschlagen, gefangen und in merckliche summen gulden geschätzt worden sein. Und da diese streitige kriegs- und landtfriedbrüchtige, geübte handlung von den bewilligten händlern vor eur ksl. Mt. auf dem gehaltenem reichstag zu Wormbs vermüge eines aufgerichten compromiß erwachsen und als damahls dieselben irrungen in der guette nit kunden vergliechen oder beigelegt werden, haben eur ksl. Mt. mit rath, wiessen und willen der gaystlichen und weltlichen churfursten, fursten und stende des hl. reichs ein decret in den berürten kriegsgebrechen promulgirn und ergeen lassen und bey peenen der acht beyden tayln, sich desselben zu halten, gebetten. Wiewol nun solch decret meynem gedachten vetter seligen und mir nit wenig beschwerlich gewesen, dannoch zu gehorsam eur ksl. Mt. ist es von meynem vettern und mir angenommen worden, welchem wir unsers theyls gehorsamlich nachgesetzt, der zuversicht, die gegentheyln sollten gleichergestalt auch gethan haben. So haben sie doch solch decret nit allein nit angenommen, sonder die gefangene uff das neu in schwere gefängnus gesetzt, geschätzt und die eingenommen heuser eur ksl. Mt. commissarien Oberweymarn nit einstellen wollen und in andere mehr beschwerliche wege darwider gehandelt, alles zu verachtung, zu vercleynerung und spott euer ksl. Mt., darauß dan eur ksl. Mt. verursacht und bewogen Šworden sein, zuvolge ihrem verkundigten decret die gegentheyln in eur ksl. Mt. und des hl. reichs acht zu sprechen, zu erkennen, zu declarirn und vor solche offenbarte, erkenthe, erclerte landtfridbrecher und ächter durch offene gebotsbrief denuncirn und offenbaren ze lassen, wider welche also geoffenbarte, erkanthe und erklerte ächter eur ksl. Mt. dem Kg. von Dennemark, genanten meynen vetter seligen und mir die execution gesprochner acht demandirt und bevolhen, dero wir uns auch zu gehorsam euer ksl. Mt. underfangen und etliche schloß, stett und dorffer von dem stieft Hildeshem eingenomen und erobert haben. Darauf mein vetter und ich erstlich mit dem capittel zu Hildeshem vermöge des quedlinburgischen vertrags, welchen die babstliche Hlt. und euer ksl. Mt. gnedigst bestettigt, vertragen, vereynigt, versönet und volgendts zu Augspurg durch eur ksl. Mt. mit den gedachten, eröberten hildeshemischen guettern vermöge erlangter lehenbrive gnedigst investirt und belehenet worden sein.

    Aber dys alles unbetrachtet, hat jetziger Bf. zu Hyldeshem meynem vettern seligen und mich uff ein vermeynt, nichtig spolium der berurten, eroberten hildensheymischen guetter halber vor der babstlichen Hlt. fürgenommen. Und wiewoll mein vetter seliger und ich darwider declinatorias fori oder abweychliche, rechtmessige und ergrundte exceptiones furgewendet, als das die guetter, daruber der streyt ist, eur ksl. Mt. und des reichs lehen und beyde theyl euer ksl. Mt. lehentrager wehren, und, wiewoll solchs warhe, dennocht so hat er vermittelst seinem gethanem ayde in seinen etlichen vermeynten gegebnen responsion verneynt, das die streyttige lehengüetter von euer ksl. Mt. und dem hl. reich herruerend und des reichs regalien weren, dardurch er sich derselbigen verlustig gemacht hette, wa ihme daran hette einiche gerechtigkeyt gebuert, wie ich dann auß oberzelten ursachen gar nit gestee noch gesteen kan.

    An dem andern, seyttemal des bischoffs und capittels zu Hyldeshem spoliirung und vergwaltige, friedbrüchtige entsetzung und beschedigung meyns vettern seligen und meyner landt und leutte (darauß sich dan dieser streyt geursacht und derselben vorgeenden, frydbrüchtigen, geubten handlung anhengig ist) vor euer ksl. Mt. als dem bequemen, ordentlichen richter introducirt und anhengig worden ist, so haben mein vetter und ich in solcher noch werender rechtsübung mit keynem rechten vor die babstliche Hlt. als eynem andern richter mögen gezogen werden, angesehen, das dardurch der babstlichen Hlt. jurisdiction, woe ihr Hlt. einiche gehabt, als ich nit gestendig bin, prevenirt und vorkomen worden were und das auch continentia causarum nit soll oder möge dividirt werden, des ich mich zu recht thue ziehen und eur ksl. Mt. auß hochstem verstandt selbst leichtsam zu ermessen haben.

    Zum dritten und zu verhynderung der litiscontestation, das die gegentheyl meynen vettern und mich, wie ich hieoben vermeldet, one einiche rechtliche ursache und vorgeende absagung spoliert, entsetzt und vergwaltigt, das mein vetter und ich (aus diesem und andern furbringen, das seine L. selige und ich die gegentheiln nit spoliirt, sonder allein meri executores gewesen und, was seine L. Šund ich gethan, das solchs auß eur ksl. Mt. geheyß nit one seiner L. und meyne grosse darlegung und costen gescheen und darumb woll entschuldigt weren, zu recht gezogen) verhofft hetten, wie dan nit unbillich, die babstliche Hlt. wurde diese sach nit angenommen, sonder vor eur ksl. Mt. remittirt haben, dahyn sie auch gehörig und billich solt remittirt worden sein. Aber unangesehen des und anders hat bäbstliche Hlt. mit dem collegio cardinalium erkanth sich vor einen bequemen und competenten judicem oder richter, wiewoll nichtiglich und auß keinem erheblichen grunde, dardurch mein vetter seliger und ich bewogen worden sein, von solcher vermeynten und nichtigen interlocutorien an die bäbstliche Hlt. und eur ksl. Mt. alternative zu appellirn, welche interponirte appellation mein vetter seliger und ich eur ksl. Mt. haben zuvertigen und insinuirn oder notificirn lassen.

    Ferner als der gegenteyl auf solchs vermelth nichtig, vermeynt, widerrechtlich beiurtheyl nit gefeyret, sein, meyns vettern seligen, und meyne gesetzte procuratores (doch zu keynem weyttern actum als zu der declination fori) und one meyns vettern und mein mandat oder bevelh zu abtreybung des gegentheils ungestüme und unrechtmessigs anhalten verursacht worden, etliche gegenwehrliche relevantes und erhebliche articul einzugeben von wegen meyns vettern und mein, welche auch angenomen, admittirt und zugelassen worden sein, darauf auch und auf einen jeden in sonderheit der gegentheyl vermyttelst seynem ayde geantwort und respondirt. Aber, da sie sich, dieselben zu beweysen, erbotten und umb remissoria angehalten, ist ihne die beweysung wider recht und alle erbarkeyt, das man die warheit nit hat erkunden, sonder die gegenwher abschneyden wollen, auch über erhaltung compulsorial abgestrickt worden. Und hat bäbstliche Hlt. darauf alsbald wider meynen vettern seligen (der domahls verstorben ist gewesen) unerfordert und ungeladen seinen erben und mich endtlich diffinirt und gesprochen, alles wider recht, nulliter und nichtiglich, von welcher vermeynten, nichtigen und unrechtmessigen urtheyl, das meyn vetter seliger und ich den gegentheyln restituirn sollen, hab ich mich von wegen mein selbst und meyns jungen vettern curatorio nomine als beschwert an bäbstliche Hlt. und eur ksl. Mt. alternative berueffen, wie ich solche appellation eur ksl. Mt. auch zugeschickt und notificirt hab. Aber bäbstliche Hlt. hat die appellation, so meins vettern seligen und meine procuratores interponirt, cum responsione appellatorum refutatoriorum auch abgeschlagen. Jedoch haben ihre Hlt. meynen gesandten Friedrichen Wedemeiger mundtlich angezeigt und verheyssen, die executorial eur ksl. Mt. mit aygner bottschaft zuzusenden und one eur ksl. Mt. vorwiessen in negocio executionis nichts zu handeln.

    Demnach sich dan diese ding nit anderst, als wie vermeldet ist, zugetragen, das wider meynen vetter seligen und mich also nichtiglich ist gesprochen worden und die guetter, dorumb der streyt ist, von eur ksl. Mt. und dem hl. reich zu lehen herrüren und ihn dieser sachen nyemandts anders als eur ksl. Mt. richter sein künden und mein vetter seliger und ich erstlich sambtlich und ich darnach von wegen mein und meynes jungen vettern von der vermeynten Šdiffinitiva an eur ksl. Mt. mich beruffen, als ich vernymme, das eur ksl. Mt., derselben stattzugeben, geneigt sey, des ich mich von wegen mein und meines jungen vettern zum hochsten in aller underthenigkeit thue bedancken, und dan auch mit den eröberten guettern von eur ksl. Mt. mein vetter seliger und ich gnedigst belehenet worden sein und solche eröberung auß sonderlichen eur ksl. Mt. bevelch, geheyß, gebott und mandat nit one grossen, dapfern costen und darlegung von meynem vettern seligen und mir bescheen ist, so wyll ich mir keynen zweyffel machen, eur ksl. Mt. aus allen angezeigten, bewegenden ursachen und als mein und meines jungen vettern ordentliche obrigkeit und lehenherre und in bedencken, wan es dermassen gelten sollte, das eur ksl. Mt. wenig gehorsams in dem reich erhalten kondten, werden mich und meynen jungen vettern bey eur ksl. Mt. ergangen decret, darauf ervolgter acht, eröberung und belehenung der guetter schützen, handthaben, vertheydingen und in solcher rechtmessigen, rechtfertigen sachen nit verlossen, und gelangt demnach an eur ksl. Mt. mein gantz underthenigst, vlheliche bitt von wegen mein und meynes vettern, sie wolle gnedigst geruhen, dem bischoff, mit der execution in ruhe zu steen, inhibirn zu lassen, dan mein vetter und ich des erbiettens sein, so er ihnen und mich nit unbesprochen lassen wyll, das mein vetter und ich vor eur ksl. Mt. ihme des rechten nit wollen fürsein, inmassen eur ksl. Mt. vor etlichen jaren statthalter und regiment in dem reiche nit nachhengen wöllen, das sie sich der sachen underfangen sollten, sonder das sie allein vor eur ksl. Mt. selbst person gehörig vermöge inligender copey, wie das alles der ksl. Mt. auch woll gewiest ist, und alles anders von eur ksl. Mt. bescheen moge, das meynem jungen vettern und mir hierin wider den bischof und die vermeynte execution dienstlich sein kan, und das mein junger vetter und ich in dem fhall, sich der bischof ungehorsamlich erweysen wurde, uns nochmals der gegeben execution, die mein vetter seliger und ich uns in dem von eur ksl. Mt. confirmirten quedlinburgischen vertrag auf solchen vhall außdrucklich vorbehalten haben, gebrauchen mögen und das eur ksl. Mt. mir und meynem vettern darzu gnedigst verholfen sein wollen.

    « Nr. Š268 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an den Kaiser, mut. mut. an Kg. Ferdinand1 – Regensburg, [1541 Ende Februar/Anfang März]2 »

    A  Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 786, fol. 26r–27r (Kop., lat.).

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 786, fol. 24r–24v (Konz.).

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 786, fol. 22r–22v (Reinkonz.); ÜS fol. 22r: Supplicatio ad cesarem et ad regem pro executione sentenciae.

    D  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 10v–12r (Kop.).

    Teilt in aller Untertänigkeit Folgendes mit: Nachdem die Hildesheimer Kirche in den vergangenen Jahren längere Zeit vakant war, wurde er, ohne dass er damit rechnete, gleichsam wie Aaron von Gott durch einhellige, kanonische Wahl berufen. Nach der päpstlichen Konfirmation und der ksl. Investitur, die ihm das Anrecht auf den Rückerwerb der Güter und Rechte der Hildesheimer Kirche verlieh, die von den Okkupatoren, den Hgg. Erich und Heinrich von Braunschweig, zurückzufordern waren, fühlte er sich durch seinen dem Papst und der Hildesheimer Kirche geleisteten Eid und aufgrund seiner Amtspflicht, auch gedrungen durch die hohe Verschuldung des Stifts, die 200.000 fl. weit übersteigt, und durch den extremen Mangel an Einkünften, von denen er seinen Unterhalt bestreiten könnte, um seinem Willen gemäß das Hochstift zu regieren und beim wahren Glauben zu erhalten, verpflichtet, den Prozess, den Papst Hadrian auf Drängen Bf. Johanns von Hildesheim wegen der geraubten Güter des Hochstifts an der römischen Kurie gegen die Hgg. Erich und Heinrich von Braunschweig eingeleitet hatte, fortzusetzen. Drei ganze Jahre lebte Šer ohne Unterbrechung in Rom, um den Prozess zu Ende zu führen. Nach langem, ununterbrochenem und nachdrücklichem Drängen hat Papst Paul III. auf der Basis seines nach gründlicher Beratung und mit dem Konsens des Kardinalskollegiums gefällten, rechtskräftigen Urteils durch Exekutorialbriefe die Restitution aller Güter und Rechte der Hildesheimer Kirche angeordnet und damit, soweit dies bei seiner Hlt. lag, das Hochstift wiederhergestellt.

    Aber da der Vollzug des päpstlichen Restitutionsurteils dem Kaiser als Advokat aller unterdrückten und beraubten Kirchen obliegt, übergibt er die päpstlichen Exekutorialbriefe zusammen mit kollationierten, beglaubigten Kopien und einem päpstlichen Mahnschreiben dem Kaiser mit der Bitte3, aufgrund seines ksl. Amtes und aus angeborener Milde und Frömmigkeit der Hildesheimer Kirche, die von seinem Vorgänger im Kaisertum, von Karl dem Großen, gegründet und reich ausgestattet, die schuldlos beraubt und gänzlich verheert wurde, kraft der Exekutorialbriefe und des Restitutionsurteils wieder zu ihren Gütern und Rechten zu verhelfen und die Exekution des Rechtsentscheids zu befehlen. Damit handelt der Kaiser im Einklang mit seiner Amtspflicht, mit dem Recht und der Gerechtigkeit, im Interesse der beraubten und unterdrückten Kirche von Hildesheim, nach dem Wunsch des Papstes, des Hl. Stuhles, ganz Deutschlands und aller, die sich das christliche Wesen angelegen sein lassen, schließlich auch in Erfüllung seiner Hoffnung, die er als der von Gott berufene Bischof von Hildesheim seit langem hegte. Devotionsformel4

    «Nr. Š269 Stellungnahme Hg. Heinrichs zur Forderung Bf. Valentins von Hildesheim nach Exekution des päpstlichen Urteils – Regensburg, [1541 vor März 25] »

    A  Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 13r–22r (Kop.); ÜS fol. 13r: Copey des hertzogen antwort auf die uberschickte handlung pro restitutione bonorum ecclesiae Hyldesheimensis.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 387r–398v (Kop.); DV fol. 398v: Presentatum Ratisponae nomine caesareae maiestatis per dominum Johannem Obernburghe, suae caesareae maiestatis secretarium michi Valentino episcopo hildesemensi una cum aliis adiunctis scripturis die 25. mensis Martij anno 1541.

    Euer ksl. Mt. haben mir der Bf. von Hildensheim supplicationschrieft an euer ksl. Mt. sampt copeien der vermeinten executorialbrief und der bäbstlicher Hlt. vorschrieft zustellen lassen, welcher zustellung ich mich dan in aller underthänigkeit gegen euer ksl. Mt. thue bedancken und byn, es umb dieselbig meynes hochsten vermugens stetts zu verdienen, willig.

    Und wiewoll ich nit zweyffel, euer ksl. Mt. haben albereyd auß meyner vorigen ubergebnen supplication so vill grundts und berichts in dieser sachen entpfangen, darauß euer ksl. Mt. nit unleychtsam schliessen und verstehen mögen, warumb euer ksl. Mt., der babstlichen Hlt. und des Bf. von Hildesheim petition stattzugeben, nit schuldig sein, als ich mich dann solcher angezeygten, ergründten und erheblichen ursachen und guetten, bestendigen, gethanen berichts halben desselbigen gewießlich thue getrösten, und das euer ksl. Mt. dem Bf. von Hyldesheym auf meines jungen vettern und mein bescheen erbietten werden inhibirn und, sich solicher inhibition gehorsamblich zu halten, underrichten lassen, als das er in negotio executionis in ruhe und abstehe, dann wolt oder gedächte er, sich dagegen aufzuleynen, oder sunst, wieder meynen jungen vettern und mich furtzefahren, understeen wurd, so würden wir beyde hochlich und nottdrenglich verursacht, welches wir auch keyneswegs umbgehen wuesten, das wir uns nachmahls gegen bischoff und capittel zu Hyldeshem der gegebnen executorial und bevolhener execution, so mein vetter seliger, Hg. Erich, und ich in dem quedlinburgischen vertrag, der erstlich durch euer ksl. ŠMt. und volgendts durch die bäbstlicher Hlt. selbst ist bestettigt worden, uns außdrüglich in solichen vhall vorbehalten haben, gebrauchen müssen, welchen euer ksl. Mt. bevelh wir nachmahls als verursacht und gedrungen getreulich und gehorsamblich, wie euer ksl. Mt. würglich befinden werden, auf beruerten vhall zu geleben und nachzukomen gedencken und entschlossen sein.

    Dann woe der bischoff, meinen jungen vettern Hg. Erichen und mich vor euer ksl. Mt. als dieses streyts den einigen, rechten riechter zu besprächen, vermeynet oder gedenckt, wollen mein junger vetter und ich ihme des rechten vor euer ksl. Mt. nit fursein, das es demnach unnöttig und uberflüssig sein möchte, euer ksl. Mt. mit mehren oder weittern bericht zu bemuhen. Aber dannoch zu hyndertreybung des Bf. von Hyldeshem vermeynte und unbestendige supplicationschrieft, die nichtige, erlangte executorialbrief und clare, deutliche antzeyge ze thun, warumb euer ksl. Mt. des Bf. von Hyldesheim petition nit statt geben sollen noch, solichs ze thun, nit schuldig sein und das durch die babstliche Hlt. (mit gebürlicher reverentz zu schreiben) in solicher sachen nichtiglich, praecipitanter, nulliter, wider recht und rechtsordnung gesprochen worden sey, so hab ich vor guett und rathsam angesehen und geacht, das ich diese meyne kurtze ergrünte, bestendige und erhebliche antwort euer ksl. Mt. auch thun und einbringen sollt mit gantz underthenigster biett, euer ksl. Mt. wollen, dieselbigen mit guetigen, milten und gnedigen gemüthe anzuhören, genedigst geruchen.

    Und erstlich, das sich der Bf. von Hildensheim in dem eingang seiner vermeynten und unbestendigen supplication ruhmet, wie er als Aaron on alle seine gedancken mit eynhelliger erwelung zu der kirchen zu Hildeshem sey berueffen worden, lasse ich diese seine heftige vergleychnis und berühmen uff seinem unwerth beruhen, dan ich weys, zu welchen er gesagt, kondten auch dieselbigen anzeigen, ehe er zu einem bischof gekoren worden, und darzu an den babstlichen hove zu Rom, er wüste und konthe diese streyttige sachen wider meynen vettern seligen und mich woll erhalten, und dergleichen weitter viel mehr, darauß dan der widerschein clerlich abzunemen, das alle seyne gedancken zu solchem episcopat gestanden und er lust getragen, sich in unrechtlich gezängk wider meynen vettern seligen und mich einzulassen, dannoch dorffe er itzund [khone?]sein, sich vor euer ksl. Mt. des widerigen, welchs ihme niemandts glauben kan, zu berühmen.

    An dem andern aber, das mein vetter seliger gedechtnus, Hg. Erich der elter, und ich die kierchen zu Hildeshem solten spoliirt und entsetzt haben, darauf sich itziger bischoff auch vermeintlich und one grund thut fundirn und gründen, das also gedachter meyn vetter seliger und ich der ererbten guetter von dem stieft Hildeshem nit one beider unser grösse darlegung, expenß und costen unrechtmessige besietzer und inhaber sein sollten, dargegen wiessen sich euer ksl. Mt. mit genaden wol zu entsynnen, welchermassen bischoff und capittel der kierchen zu Hildenshem des 19. jars der weniger zall in dem monat Junio, als man in erwelung eines romischen konigs gestanden, zu verhynderung euer Šksl. Mt. wahl und zu fürderung des Kg. von Franckreich mit zuthatt des Hg. von Lunenburg einen gewaltigen hauffen zu roß und fueß versamblet, damit sie erstlich den stift Minden, welchem damahls mein brueder seliger, Bf. Frantz, vorgewesen, und dernach meynem vetter seligen, Hg. Erichen, und mich mit einhelligem rathe one einiche vorgehende verwahrung ihrer ehren und one gegeben ursachen wider recht, die reichsordnung, constitution, reformation und außgekundigten, hochverpeenten landfrieden boßlich und proditorie uberzogen, den stift Minden, meines vettern seligen und meine land und leuth mit vielen unzalbarlichem brandt, nahme, raub, dotschlag, zerstörung, plünderung und eynnemung mercklich beschädiget, vergwaltiget, verletzt, auch viel stette, schlosser, flecken, dörffer, gottsheuser erobert, zerstört, verwüstet und mehr als veyntlicherweys damit gebareth. Und als mein vetter seliger und ich dargegen, wie wir dan schuldig gewesen, unser land und leuth von solichem frevel und unrechtmessigem gwalt erretten und beschirmen wolten, sein derselbig mein vetter seliger und mein brueder, Hg. Wilhelm, sambt vielen unser aller stattlichen vom adel in einer gehaltenen schlacht durch den leydigen unfhall nydergelegt, gefangen und umb ein merckliche summa gulden zusambt der blünderung an geld, gold, barschaft, wagen, pferden, munition, harnisch, credentz und silbergeschirr geschatzt und gerantzet worden, welches alles, dweyl es euer ksl. Mt. zuvorn mehr als zu einem mahl ist stuckweyß und nach der lengde angezeigt worden, so will ich jetzunder, darvon weitter erzelung ze thun, underlassen.

    Als aber darnach euer ksl. Mt. zu der wierden eines romischen königs gekomen und diese berurthe der gegentheyln friedbrüchliche kriegsübung und handlung vernomen, do haben euer ksl. Mt. beyde theil vermöge des colnischen reces, auf dem gehaltenem reichstag zu Wormbs vor derselbigen euer ksl. Mt. zu erscheynen, citirn und erfordern lassen und nach allem zu beyden theyllen furbringen und gnugsam entpfangen bericht mit rath, wiessen und willen der Kff., Ff. und anderer stenden des hl. röm. reichs, geystlichen und weltlichen, den drietten tag des monats Junij des 21. jars der weniger zall erkandth und decernirt, das beyde theyl bey privirung oder entsetzung ihrer regalien und lehen und bey vermeydung euer ksl. Mt. und des reichs acht und aberacht die schlosse, stette, flecken und guetter, so einer den andern abgewonnen und eingenommen, innerhalb eines monats den negsten in euer ksl. Mt. hand stellen, auch in derselben monadtsfrist alle gefangen, darunder mein brueder, Hg. Wilhelm, auch begrieffen sein sollt, von beiden teyllen und jeden in sonderheit betaget und nit weytter gemanet werden, auch alle ungebene schatzung anstehen sollten bys zu endtlichem außtrag der sachen. Diesem decret mein vetter seliger und ich (one rhum) zu gehorsam euer ksl. Mt. getreulich nachkomen sein, aber die gegentheiln haben sich demselben gantz verechtlich euer ksl. Mt. zu sonderm honn und vercleynerung widersetzt, die gefangen auf das neu in schwere gefangnus geworfen, gesaczt und sich, die heuser euer ksl. Mt. commissarien Obernweymar einzustellen, geweygert. Darumb euer ksl. Mt. bewogen worden, das sie im ende des monats Julij des 21. jhars der weniger zall die ungehorsame Šbischoff und capittel, ritterschaft und landtschaft des bistumbs Hildeshem als die in euerer ksl. Mt. und des hl. reichs acht und aberacht, auch privirung und entsetzung aller ihrer regalien und lehen gefallen, als erkanthe achter denuncirn, verkunden und offenbaren haben lassen und den Kg. in Dennemark, meynen vettern und mich zu executores verordnet, die wir auch als executores solche euer ksl. Mt. und des reichs acht gegen die achter auß euer ksl. Mt. bevelh exequirt und volnzogen haben.

    Dweyl der (wie erzelt) bischoff, capittel und ritterschaft und landtschaft des bistumbs Hildeshem durch euer ksl. Mt. auß obvermelten ursachen als erkanthe achter denunciert, verkundet und geoffenbart worden sein und das darauf euer ksl. Mt. meynem vettern seligen und mir nit allein, die execution und volnstreckung der berurten acht zu thun, bevolhen, deren mein vetter seliger und ich auch zu gehorsamen euer ksl. Mt. uns nit one sundere darlegung und grossen costen underfangen, sonder auch allen und jeden an- und umbliegenden stetten, das sie solchen erklerten und geoffenbarten ächtern keyne hylf thun oder leysten solten, wie es dan offenbar ist, bevolhen und mandirt, so wyll jhe darauß mit aller vernunft und guettem, bestendigen grunde, was mein vetter seliger und ich also wieder die genanthe ächter auß euer ksl. Mt. bevelh und geheyß als meri executores furgenomen und gethan, ervolgen, das es anderst als mit recht und allen fuegen gescheen, nit soll oder möge gedeutet werden und gantz für kein spolium zu halten sein, nam merus executor onus sibi iniunctum exequendo non dicitur committere spolium, zu recht gezogen.

    Und ob schon der Bf. von Hildeshem darwider sagen wolt, als sich dan solchs in seiner vermeynten unerheblichen und unergrundten apologia oder schutzrede befindet, das euer ksl. Mt. so auß guetten, zeitigem rathe cum causae cognitione und mit wiessen und willen der geystlichen und weltlichen Kff., Ff. und stenden des reichs mit der berurten erkandten acht nichtiglich solte gefaren und gehandelt haben, so mag es ihme doch nit furtragen, dan solichs noch unverwiesen und unauffundig gemacht worden ist, und, so nach außweysung der rechte in dubio oder in einem zweyvell vor des richters gesprochen urtheyl und sententz zu vermuthen ist, wievill mehr dann euer ksl. Mt. acht, das dieselbig, wie billich und recht gescheen sein, zu halten ist. Darauß dann mit bestand mag und soll gesagt werden, das euer ksl. Mt. bischoff, capittel und andere des stifts Hildeßhem nit spoliirt und das derhalben auch meynem vettern seligen und mir kein spolium imputiert oder uffgelegt werden kann. Das aber euer ksl. Mt. unzweyfelig nach recht und der warheitt gehandelt, wird nit allein auß derselben euer ksl. Mt. verbis narrativis, die sich auf euer ksl. Mt. eygen factum oder handlung grunden, deren sich euer ksl. Mt. in der executorialn und der investitur, die sie meinem vetter seligen und mir genedigst gegeben und darauf euer ksl. Mt. intent gestellt worden, gebrauchen, welchs dan nach sage der rechten ein gnugsame und volkomene beweysung ist, sonder auch ist an ihme selbst offenbar und notorium, das die gegentheiln euer ksl. Mt. ergangen Šdecret gar nit gelebt und darumb in die acht gefallen und als ächter declarirt und denuncirt worden sein.

    Am andern ist auch warh, das diese sach von wegen des friedbruchs und der unrechtmessigen kriegsfurung, die gegenteyln wider meinen vettern seligen und mich geübet, und des nham, raubs, brandts, blunderung und zerstörung halben in solchem verbotten, friedbrüchtigen krieg vor euer ksl. Mt. erwachsen und das von wegen der weltligkeit, regalien und feuda die gegenteyln eur ksl. Mt. jurisdiction und gerichtszwang underworfen. In temporalibus enim praecellit imperator. Item, ad imperatores pallatia pertinent, ad sacerdotes ecclesiae imperatori publicorum munerum ius commissum est. Darauß dann auch bestendiglich geschlossen werden soll, das euer ksl. Mt. in solchen sachen haben richten und den ungehorsamen solche straff von wegen der weltlichen regalien und lehen auflegen mogen. Und ob schon dargegen wolt gesagt werden, die gegentheiln weren nit gegenwürtig gewesen, als sie in die acht declarirt worden, so mochte es sie doch wenig fürtragen, cum in processu principis non requiratur citatio, zu recht gezogen. Das aber gegentheyln zugegen gewest, da sie in die acht gesprochen sein worden, thue ich mich auf euer ksl. Mt. und des reichs stende ergangen decret referirn und ziehen.

    Und dan auch, das des bischoffs myßhandlung billich der kierchen nit nachteylig oder schädlich sein solte etc., dan diese friedbrüchige kriegsübung und handlung ist mit eynhelligem rath bischoffs und capittels der kierchen zu Hildeshem furgenomen und volnbracht worden, und hat das capittel alle handlung beliebet, ratificirt und angenem gehalten, welche bischoff und capittel also sambtlich nach disponirung der rechten die kierchen representirn, und darumb so hat die kierch ihres lehens und feudi wol mögen und könden privirt und entsetzt werden, des ich mich auch zu recht thue ziehen. Das aber die guetter, darumb der streyt sich erhelt, je und alwegen von dem reich zu lehen gangen sein, bekennth der bischoff selbst in seiner vermeynten und unbestendigen apologia und jetziger, an euer ksl. Mt. außgangen supplicationschrieft, da er spricht, wie er nach erlangter confirmation oder bestettigung der election mit den regalien und weltlicheit von euer ksl. Mt. investirt und belehenet worden sey. Und das dieselbig vermeynte investitura feudalis sey, erscheint erstlich auß dem, das [er] euer ksl. Mt. darin ist bietten, das euer ksl. Mt. ihme seine und seines stifts Hildesheim regalien und weltlicheit mit allen und jeden namhaften herschaffen etc., den bann und gerechtigkeit, uber das bluet zu richten, und, denselben bann furbaß seinen vogten, richtern und amptleutten zu verleyhen, gnediglich zu leyhen geruchten. An dem andern auch, das in derselben vermeinten investitur euer ksl. Mt. melden, das er diese obberürte regalien, weltlicheit und lehen von euer ksl. Mt. und dem reich zu lehen haben, besitzen und gebrauchen möge, doch euer ksl. Mt. dem reich und sonst meniglich an seinem rechten unvergrieffen. Zu dem dritten auch, das darauf der Bf. von Hildenßhem gewonliche geluebde und ayde gethan, von solcher regalien, weltlicheit und lehenschaft wegen euer ksl. Mt. und dem reich Šgetreu, gehorsam, gewertig zu sein und davon zu dienen und ze thun, als das ein gaystlicher furst einem romischen kayser oder konig, seinem lehenherren, zu dienen pflichtig ist. Solchs aber unangesehen, als er uff etliche position und articul geantwort, hat er vermittelst seinem ayde verneynt, das solche strittige guetter von euer ksl. Mt. und dem reich zu lehen herrierendt, mit was ehren und gewissen, haben euer ksl. Mt. nit unleichtsam zu ermessen, also, wo er an solchen guettern einiche lehensgerechtigkeit gehabt hette (welche ich ihme für mich und meynen vettern, die wir darmit vorlängst von euer ksl. Mt. auf vorgehende indult und in gegenwurtigkeit Bf. Balthasars, Leuins von Veltem und anderer thumbherren one alle contradiction oder widersprechen gnedigst belehenet worden sein, nit gesthee), so hette er doch dieselbige gerechtigkeit dardurch verwurckt und verlorn, vasallus enim negans dominium feudi eo ipso cadit a iure feudi, zu recht gezogen.

    Das nun auch euer ksl. Mt. meynen vettern seligen und mich zu executorn deputirt und verordnet, wirdt mit der commission und investitur, die euer ksl. Mt. meynem vettern seligen und mir uber soliche guetter gegeben, – ich geschweig des sonderlichen bevelhs – auch beweisen, welche der bischoff seyner vermeynten apologia eingeleybt und inserirt hat, darin euer ksl. Mt. erzelen, wie sie meynem vettern seligen und mir, die volnstreckung und volnziehung des decrets und der acht wider den bischoff und Hg. Heinrichen den eltern wirglich zu thun, bevolhen hab. Und eben auch mit derselben investitur wird wahr gemacht, das mein vetter und ich dieselben guetter von euer ksl. Mt. und dem hl. reich zu lehen empfangen, getragen und also noch zu lehen tragen und haben. Und ist zudeme unvermeyntlich warh, das die eingenomen heuser, schlossen und stette mit allen ihren zugehörungen der zeytt, sie eyngenommen worden, und viel jar darvor etwan durch Bf. Johann und seine vorfaren mit einhelligem rath des capittels nit on bewegende ursachen et pluribus praecedentibus tractatibus vor ein grosse, dapfere und stattliche summen gulden verpfendet, verkouft, alienirt oder vereussert gewesen sein, also das in zeit der eynnemung schlosser, heuser, stätt und dörffer und darvor kein bischoff in gewehr oder possession derselbigen gewesen ist.

    Auß diesem allen dan erscheinet erstlich und ist wahr, das der bischoff meynem vettern seligen und mir mit bestand und grund kein spolium zumessen kan, und dan auch, das er meynen vettern und mich auf ein spolium mit recht nit hat fürnemen mögen, an dem andern, das diese streyttige guetter euer ksl. Mt. und des hl. reichs feuda, lehen und regalien seyn und dieser streyt umb diese feuda sich erhelt, zum dritten, das solche sache zuvorn vor euer ksl. Mt. zu Wormbs anhängig worden ist, und letzlich, das bischoff und capittel mit einhelligem rath communicato consilio meynen vetter seligen und mich, ehe dan die execution des decrets und banns wieder sie ergangen, mercklich vergwaltigt, spolirt, entsetzt, beraubt, beschedigt, offendirt und verletzt. Seyttemal nun, wie berürt, mein vetter seliger und ich kein spolium oder auch sacrilegium committirt oder begangen und euer ksl. Mt. nit weniger als der geistlich rychter Šsuper sacrilegio erkennen und regnoscirn mögen, und als ein dominus feudi oder lehenherr sowoll super spolio, possesorio als super dominio feudalis rei richter sein kan, also das die lehenträger den lehenhern super spolio zu ersuchen schuldig, alles zu recht gezogen. Und dan auch, das diese sache albereydt, wie angezeigt, vor euer ksl. Mt. in rechtvertigung erwachsen, darin auch euer ksl. Mt., wie obgemeldet, procedirt, das mein vetter seliger und ich darmit der bäbstlichen Hlt. gerichtszwang, woe ihr Hlt. einichen gezwang hette gebüren mögen (wie ich nit gestehe), vorkomen hetten, und wolten die continentiae causarum nit zu dividirn oder zu teyllen seyn. So hat diese sache mit keynen fuegen, auch nit under dem schein des sacrilegiumbs, vor die bäbstliche Hlt. komen mogen, an dem andern auch, dweyl mein vetter seliger und ich also, wie oben angezeygt, von bischoff und capittel mercklich entsetzt, vergwaltiget und spoliirt worden, das mein vetter seliger und ich, dem bischoff zu antworten, nit schuldig gewesen seyn, cum spoliatori spoliatus ante restitutionem non cogatur ullatenus respondere, zu recht gezogen. Und so auch bischoff und capittel in keyner gewerh gewesen, haben sie sich jhe einicher entsetzung nit beclagen konden.

    Wiewoll nun mein vetter seliger und ich durch unser gwalthaber solchs alles zu der declination fori fürwenden lassen und in arbeyth gestanden seyn, etliche unsere jura und gerechtigkeytten, darin bey meynem vettern und mir nyhe kein mangel erschyenen, gen Rom zu uberschicken, dannoch nichtdestoweniger und solchs alles unangesehen und vor eintragung unserer angezognen gerechtigkeitt, an welchen doch nye kein mangel oder saumnus bey meynem vettern und mir gewesen, haben die babstliche Hlt. also precipitanter, nulliter, de facto nichtiglich und widder recht nit one etlicher gunst, wie dan leichtlich abzunemen ist, sich in solicher sachen vor einen bequemen oder competenti iudice erkenth, welchs wie es sich auch reymen kan, mit dem, so in den executorialbriven narrirt und erzelt wird, wie das Hieronimi cardinalis de Ginutiis beder theillen informationes, acta, regestra und iura gesehen, gelesen und examinirt haben, ist nicht unleichtsam ob dieser meyner warhafftigen anzeyge abzunemen.

    Als sich nun mein vetter und ich solcher vermeinthen, nichtigen und widderrechtlichen beyurteyl nit wenig beschwert gefunden, haben wir uns davon, sobald wir derselben verstendiget und bericht worden seyn, an die bebstliche Hlt. und euer ksl. Mt. alternative berueffen, welcher appellation instrumentum mein vetter seliger und ich euer ksl. Mt. zugefertigt und darauf, wie sich gebuert, angehalten haben. Volgendts als der gegentheyl auf solchs vermeldet, nichtig, vermeint, widerrechtiglich beyurtheyl nit gefeyrett und meynes vettern seligen und meyne procuratores, doch one unser beyde mandat oder bevelch (dan wir dieselben zu keynem weyttern actum als der declination fori gesatzt), zu abtreybung des gegentheyls ungestume und unrechtmessig anhalten etliche gegenwehrliche relevantes und erhebliche articul im recht eingegeben, sein dieselben angenomen, admittirt und zugelassen worden, und hat gegentheil darauf vermittelst seinem ayde respondirt und geantwort. Do sich nun dieselben Šprocuratores zu der beweysung der eingebrachten articul erbotten und umb remissoria ad partes angehalten, ist ihne die beweysung wider recht und alle erbar- und billicheit gar auß keynem bestendigen grundt denegirt, geweygert und abgeschnitten worden, auß was bedencken ich anders nit erachten mag, dan das man, die warheit zu sehen, wenig lust getragen.

    Und ist demnach alsbald von der babstlichen Hlt. wider meynen vettern seligen und mich nit one etlicher gunst endtlich gesprochen und diffinirt worden, unangesehen auch, das mein vetter seliger derselbigen zeit des gesprochnen urtheils mit tod abgangen und verschieden was und das seiner L. nachgelassener erb, mein junger vetter, noch jemandts anders von seinetwegen citirt, geladen oder gefordert worden ist, gantz nulliter, nichtiglich und wider recht, von welcher vermeynten, unrechtmessigen, nichtigen endurtheyl ad superfluam cautelam ich auch von meiner selbs und meynes jungen vettern curatorio nomine an die babstlich Hlt. und euer ksl. Mt. alternative reclamirt, appellirt, protestirt und provocirt hab, dieselbig appellation, reclamation und protestation dann euer ksl. Mt. auch jetz zugefertigt und dorauf, wie sich gebüret, angehalten worden ist. Auß diesem grund ich nit gestehen kan, das die vermeynte gesprochen urtheyl a non iudice in einiche würgkung hat gehen konden. Welchergestalt aber die guetter von meynem vettern seligen und mir auß euer ksl. Mt. gehayß eingenomen und wir darmit von derselbigen euer ksl. Mt. belehenet worden sein, auch darauf vermoge des vertrags zu Quedlinburg durch underhandlung des metropolitani und anderer außgericht worden ist, (damahls dan das capittel die verwaltung der kierchen zu Hyldesheim gehabt), verglichen sein und das derselbig vertrag erstlich durch euer ksl. Mt. und volgendts durch bäbstliche Hlt. selbst bestettigt und confirmirt worden ist, bedarf weytter erklärung als gescheen gar nit. Dan, das euer ksl. Mt. meynem vettern seligen und mir erstlich indult gegeben und volgendts mit den streyttigen guettern in beysein Bf. Balthasars, Leuins von Velthem und anderer thumbherren one alle widerspräche uns belehenet haben, ist gantz offenbar und unverborgen.

    Seyttemal dann, wie berürt, meynem vettern und mir kein spolium, kein entsetzung, kein sacrilegium zugemessen werden kan mit einichen bestandt und euer ksl. Mt. der einige dieser sachen richter seyen aus allen und jeden obangezeygten grunden, die erstlich auch vor euer ksl. Mt. anhängig worden ist, und mein vetter seliger und ich der babstlichen Hlt. iurisdiction nye prorogirt, sonder allwegen uns auf euer ksl. Mt. erbotten, berueffen und appellirt und die babstliche Hlt. gantz nichtiglich in solche sache eingelassen und gehandelt haben, auch mein vetter seliger und ich mit diesen guettern, darumb sich der streyt erhelt, gnedigst als einem feudo imperii von euer ksl. Mt. belehenet worden sein und, was mein vetter seliger und ich gethan, das solchs auß sonderm euer ksl. Mt. als des lehenherrens mandat und bevelh gescheen, darbey auch euer ksl. Mt. gnedigst zu ermessen haben, das der vorig berürt Bf. Johan unverstorben, sonder noch im leben ist, das auch dieser ursach halben dem jetzigen bischoff kein cklag hat gebüren mögen, so sollen und wollen euer Šksl. Mt. des gegentheyls widerrechtlichen, unbillichen und nichtigen petition gar kein statt geben, wie dan von rechts wegen solchs vermeynt, nichtig und widerrechtlich gesprochen urtheil nit kan noch soll einicher execution oder volstreckung demandirt oder bevolhen werden. Das wyll ich mich zu euer ksl. Mt. gantz ungezweyvelt vertrösten. Und haben auch euer ksl. Mt. gnedigst abzunemen, das der babstlichen Hlt. mit keynem grund noch rechten hat gebüren künden, die durch meynen vettern und mich beschehen infeudationes zu revocirn und unsere underthanen von ihrem ayde zu absolvirn, wie euer ksl. Mt. dan solchs in den executorialbrieffen befunden, und das ihre Hlt. fürhat, eur ksl. Mt. und des reichs jurisdiction und lehen einzutziehen und zu schmelern und also seine sichel in eine frembde eern zu richten, und biett, wie vormahls in meyner ersten supplicationschrieft [Nr. 267] allenthalben gebetten worden ist, nemlich das eur ksl. Mt. gnedigst geruchen, dem gegentheil, das er in negocio executionis in ruhe stehe, inhiebiren zu lassen sub poena privationis etc. mit precavirung euer ksl. Mt. interesse und gravamina und, das auch, dweyll sich der bischoff solcher inhibition widersetz machen möcht, öffentlich den stenden des reichs, ihme wider meynen jungen vettern und mich kein hylf, beylegung oder fürderung ze thun, sub paena der acht mandirt, bevolhen und gebotten werde. Dan solt oder wollt der bischoff gegen meynem jungen vettern und mir furthfaren, so musten wir uns je der vorbehaltenen executorial gegen ihme und sein capittel gebrauchen, in solchem vhall dan mein vetter und ich nochmahls, euer ksl. Mt. bevelch gehorsamblich nachzukomen, gedencken und entschlossen sein.

    Und seittemahl dan, wie erzellt ist, bischoff und capittel zu Hildesheim meynem vettern seligen und mir grossen, verderblichen und unüberwindtlichen schaden zugefuegt, ehe dan wir dieselben widrumb auß euer ksl. Mt. [bevelh] angegrieffen, und also die belli motores, aggressores, spoliatores und incentiarii seyn, so wyll meins vettern und meyne unvermeydliche notturft erfordern, das wir ad perpetuam rei memoriam zu ewiger gedechtnus etliche kundtschaft furen, dweyl diejhenigen, so dieser ding wiessenschaft trag[en], schwach und mit alther beladen seyn, und anders furbringen lassen, damit meynem vettern und mir copia probationis nit möge auferirt oder benommen werden, derowegen sein hieneben verwarth etliche articul, im latein und teutzsch auff solchen gwalt, friedbruch und schaden gestellt1, die eur ksl. Mt. ich auch underthenigst thue uberantworthen mit gantz underthenigster biett, euer ksl. Mt. wollen, darauff commissarien zu geben, genedigst geruhen. Zu dieser notturft dann euer ksl. Mt. ich zu comissarien antzeyge die edlen und wolgebornen Gf. Wolffen von Stolberg und Gf. Georgen zu Mansfeld sambtlich und sonderlich, das dieselben die gegenzeugen, so mein vetter und ich zustellen werden, wie recht Šaufnemen und ihre ansage eigentlich aufschreyben und von den articuln dem widertheyl copei, darauf seine interrogatoria, ob er will, auch zu fertigen und zu ubergeben, zustellen, zu welcher verhöer ich auch für adjuncten notarien fur mich und meynen vettern Peter Hoxheimern und H. Tyll Soldervogt deputir und ernenne, und das sie zu beweysung solchs articulirten schadens, so der gwalt dargethan ist, von mir von wegen mein selbst und meynes jungen vettern als curatoris und unser underthanen, den auch der gwalt zugeschoben worden ist, den ayd oder iuramentum probationis nemen und alles das thun mögen und sollen, welchs sich eygnet und gebürt. Euer ksl. Mt. wolle sich hierin gantz gnedigst gegen meynem jungen vettern und mir beweysen. Das sein umb euer ksl. Mt. wir in aller underthäniger dienstbarkeit stets ungesparts leybs und guts zu verdienen wyllig2.

    «Nr.270 Stellungnahme Bf. Valentins von Hildesheim zur Antwort Hg. Heinrichs auf seine Supplikation – Regensburg, o. Datum »

    A  Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 38r–40v (Kop., lat.); ÜS fol. 38r: Copia replicae episcopi caesareae maiestati oblata.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 533r–536v (Kop.).

    ŠDankt dafür, dass ihm die auch im Namen Hg. Erichs von Braunschweig abgegebene Stellungnahme Hg. Heinrichs von Braunschweig zu den beim Hl. Stuhl erlangten, die okkupierten Güter des Hochstifts Hildesheim betreffenden Exekutorialbriefen, zu dem dem Kaiser zur Beförderung der Exekution übermittelten päpstlichen Breve und zu seiner dem Kaiser eingereichten Supplikation zugestellt wurde. Hat nach reiflicher Prüfung in diesen Schriften Hg. Heinrichs von Braunschweig nichts Neues finden können, was nicht bereits seit 20 Jahren vom Auditorium der Rota Romana, dann von den damit befassten Kardinälen, schließlich von Papst Paul III. zusammen mit dem Kardinalskollegium prozessual gründlichst diskutiert, geprüft und erörtert worden ist, wie sich aus den Akten, die mehr als 3.000 Blätter umfassen, und aus den von höchstqualifizierten Advokaten mündlich und schriftlich eingeholten Informationen sehr klar ergibt. Hg. Heinrich hält es nicht für unter seiner Würde, in seiner dem Kaiser eingereichten Antwort Papst Paul zu verunglimpfen, den aus dem sächsischen Herzogshaus stammenden Bf. Johann von Hildesheim des Majestätsverbrechens und des Verrats zu beschuldigen und alles zu tun, um die Ungnade des Kaisers gegen das elendiglich bedrückte und seiner Güter beraubte Hochstift Hildesheim zu erregen, im Vertrauen, durch seine Kunstgriffe in der Auseinandersetzung um die geraubten Güter der Hildesheimer Kirche für sich Boden gut zu machen.

    Aber nach ergangenem Restitutionsurteil ist es aufgrund der vorliegenden Exekutorialbriefe nur noch um den Vollzug der Exekution zu tun. Und damit dies geschehe, hat der Hl. Vater den Kaiser ermahnt, und auch er hat um der Not der beraubten Hildesheimer Kirche willen den Kaiser darum gebeten. Bittet erneut mit allem Nachdruck darum, dass der Kaiser, dem von Gott die Unversehrtheit aller Kirchen und deren Schutz und Verteidigung aufgetragen sind, sich unter Zurückweisung der Verleumdungen und Ausflüchte Hg. Heinrichs von Braunschweig aufgrund seiner Amtspflicht, auch aus angeborner Milde und Frömmigkeit, des Vollzugs der rechtskräftigen Exekutorialbriefe annehmen und den braunschweigischen Herzögen ernstlich befehlen möge, gemäß dem ergangenen Urteil alle der Hildesheimer Kirche entzogenen Güter und Rechte zu restituieren samt allen zwischenzeitlich eingezogenen Abgaben und Steuern, Schadensersatz zu leisten und alles zu vollziehen, was das kuriale Urteil und die Exekutorialbriefe enthalten. Über den durch ein rechtskräftiges Urteil abgeschlossenen Konflikt sich mit Hg. Heinrich oder irgendjemandem in fruchtlose Auseinandersetzungen einzulassen, ist er von Rechts wegen nicht verpflichtet. Aber nach Vollzug des Urteils und nicht früher wird er sich, wenn die Herzöge sonstige Forderungen gerichtlich gegen ihn geltend machen wollen, dem Rechtsverfahren vor dem zuständigen Gericht nicht entziehen. Bittet darum nochmals inständig, der Kaiser möge nicht zulassen, dass die Hildesheimer Kirche, die Gründung seiner Vorgänger, Karls des Großen und seines Sohnes Ludwig, entgegen dem ergangenen Urteil durch die Verleumdungen Hg. Heinrichs noch weiter behelligt und, wie dieser wünscht, vollständig vernichtet werde. Zu beachten ist auch, dass während der zwanzigjährigen Okkupation Tausende armer Untertanen, Laien und Kleriker, jämmerlich unterdrückt, durch übermäßige Besteuerung, durch ŠErpressung und Ausbeutung ohne Unterlass gequält und ins äußerste Elend getrieben wurden und dass ihnen, wenn dies nicht vor der Abreise des Kaisers aus dem Reich geschieht, keine Hilfe zuteil werden wird. Es besteht dann die Gefahr, dass diese Untertanen nicht nur vom Kaiser, sondern auch von der römischen Kirche und vom katholischen Glauben abfallen. Hat dies als Bischof von Hildesheim, dem die Fürsorge für die armen Unterdrückten von Gott anvertraut ist, zur Entlastung seines Gewissens nicht verschweigen können. Empfiehlt die Hildesheimer Kirche, ihre Untertanen und sich selbst dem ksl. Schutz1.

    [Beilage:] Liste der von den Hgg. Erich und Heinrich von Braunschweig okkupierten Burgen, Städte, Klöster, Dörfer und anderen Güter des Stifts Hildesheim (Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 41r–44r).

    « Nr. Š271 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an den Kaiser gegen Klaus Berner und dessen Komplizen – Regensburg, [1541 nach April 24/vor Mai 23]1 »

    Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 170v–173r (Kop.); ÜS fol. 170v: Copey der supplication H. Valentins Bf. contra Clauß Berner et consortes seu complices.

    Hat vor einigen Tagen dem Kaiser neben anderen Beschwerungen, die dem Stift Hildesheim aus den braunschweigischen Territorien, besonders aus Hg. Heinrichs Fürstentum täglich widerfahren, auch die Gewalttaten zur Kenntnis gebracht, die Klaus Berner gegen das Hochstift, das Domkapitel und die Stadt Hildesheim verübt hat. Letzte Weihnachten hat Berner Hildesheimer Kaufleute auf dem Rückweg vom Leipziger Markt ausgeraubt, bald danach einige Hildesheimer Bürger umgebracht bzw. verwundet. Nach seinen Gewalttaten hat er sich jederzeit auf braunschweigisches Territorium zurückgezogen und dort Unterschlupf gefunden, ohne dass die Herzöge, obwohl darum ersucht, gegen ihn einschritten. Hat auch bereits über die sonstigen gewalttätigen Übergriffe berichtet, die aus dem Fürstentum Braunschweig, besonders aus dem Gebiet Hg. Heinrichs gegen ihn und seine Untertanen erfolgen2. Wenn er der Übeltäter habhaft werden konnte und sie Hg. Heinrich zur Aburteilung überstellte, wurden trotz ergangener Kammergerichtsmandate keine rechtlichen Schritte unternommen, entgegen dem Landfrieden, zu Verachtung des Kammergerichts und zum Schaden seines Stiftes. Diese feindseligen Akte hören trotz der Anwesenheit des Kaisers im Reich und trotz der Versammlung der Reichsstände nicht auf, häufen sich vielmehr täglich. Am 24. April 1541 wurden die Wagen von Kaufleuten aus Hildesheim, Lübeck, Hannover und anderen Städten auf dem Rückweg von der Frankfurter Messe ausgeraubt. Die Täter kamen aus dem Fürstentum Braunschweig und zogen sich dorthin wieder unbehelligt zurück, ohne dass die dortige Obrigkeit, die darüber unterrichtet war, eingriff3.

    Weil sich solche Vorfälle auf Anstiftung oder zumindest mit Vorwissen Hg. Heinrichs von Braunschweig und seiner Leute ereignen und dabei beabsichtigt ist, ihn und seine Untertanen einzuschüchtern und die Stadt Hildesheim und die ganze Landschaft aufzuwiegeln, so dass, wenn der Kaiser nicht rechtzeitig dagegen vorgeht, ein gefährlicher Aufruhr zu befürchten ist, bittet er, zur Durchsetzung des Landfriedens und zum Schutz seiner Untertanen Klaus Berner und seinem Anhang Šunter Strafandrohung zu gebieten, alle friedbrüchigen Handlungen zu unterlassen, sich mit dem Rechtsweg zu begnügen und seine Untertanen nicht zu behelligen, und zugleich den Ständen und Städten der Region einzuschärfen, die Straftäter in keiner Weise zu begünstigen, sondern vielmehr zu verhaften und vor Gericht zu stellen. Für den Fall, dass Klaus Berner und sein Anhang dem ksl. Befehl nicht nachkommen sollten, möge der Kaiser erlauben, dass die Stadt Hildesheim und andere Angehörige des Hochstifts die Täter verfolgen und, wo immer sie diese finden, verhaften und bestrafen dürfen ohne Rücksicht auf die jeweilige Ortsobrigkeit. Denn wenn man die Verbrecher der jeweils zuständigen Obrigkeit ausliefert, ist – besonders im Fall Hg. Heinrichs von Braunschweig – zu befürchten, dass kein Prozess eingeleitet wird oder nur unter großen Kosten ein Verfahren zu erreichen ist. Dieses Mandat soll umgehend in der Hildesheimer Region durch einen ksl. Herold, für dessen Unterhalt er aufkommen will, publiziert werden4.

    «Nr.272 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an den Kaiser gegen Klaus Berner und seine Komplizen – Regensburg, [1541 nach Juni 9] »

    Hannover NLA, Hild. 1, Nr. 783, fol. 179r–183v (Kop.); ÜS fol. 179r: Copey der supplication H. Valentins Bf. an ksl. Mt. zu erledigung H. Wilkanß von Munchhausen und gestattung rechts, uber Berner mandat zu erkennen.

    Hat vor einigen Tagen sich durch eine Eingabe über die kriminellen Taten u. a. Klaus Berners und seines Anhangs beklagt [Nr. 271], die vom Territorium Hg. Heinrichs und Hg. Erichs von Braunschweig aus mit deren Duldung organisiert werden. Der Kaiser hat bereits auf seinen Antrag Pönalmandate bewilligt, die in der Zwischenzeit auch bereits in der Hildesheimer Region publiziert worden sind, um die dortigen Stände zu bewegen, die friedbrüchigen Umtriebe Klaus Berners und anderer Feinde des Stifts Hildesheim unterbinden zu helfen1. Dessen ungeachtet, hat Klaus Berner am 9. Juni 1541 mit 200 Reitern und einigen hundert Fußknechten, einer Truppe, die er aus eigenen Mitteln nicht aufgebracht haben kann, das dem Stift Hildesheim zustehende, aber von Hg. Erich von Braunschweig widerrechtlich okkupierte Schloss Grohnde überfallen und eingenommen, dabei den Hildesheimer Domherrn Wilken von Münchhausen, den er ohne Fug und Recht für seinen abgesagten Feind hält, verwundet und gefangen weggeführt und dessen Bruder und Inhaber des Schlosses Grohnde Ludolf von Münchhausen, obwohl er nicht Šsein Feind ist, ebenfalls gefangengenommen sowie dessen Haus geplündert und alle Wertsachen, 14 Pferde und alle Harnische geraubt. Und dies, obwohl kurz vorher in einer gütlichen Anhörung, die einige Adlige durchführten, seine Beschwerden gegen Wilken von Münchhausen, der sich wiederholt zu rechtlichem Austrag erboten hat, als unberechtigt zurückgewiesen wurden.

    Da gegenwärtig Hg. Erich von Braunschweig – allerdings zu Unrecht – die Obrigkeit über Schloss Grohnde beansprucht, durfte erwartet werden, dass er entsprechend dem Landfrieden und der Reichsordnung gegen Klaus Berner einschreite, zumal seine Mutter, Hgn. Elisabeth von Braunscheig, von den beiden Mitvormündern, Kf. Joachim von Brandenburg und Lgf. Philipp von Hessen, auf seine, Bf. Valentins, Veranlassung hin von Regensburg aus darauf hingewiesen worden ist, dass der Täter im braunschweigischen Territorium Unterschlupf finde.

    Geht davon aus, dass Hg. Heinrich von Braunschweig, Hg. Erich bzw. dessen Dienstleute um das Vorhaben Berners gewusst haben, da es ohne deren Vorwissen nicht hätte durchgeführt werden können. Die Hgg. von Braunschweig legen es offenbar darauf an, durch die Begünstigung solcher Friedbrüche die Untertanen zu verängstigen und gegen Bischof und Domkapitel aufzubringen, um nach deren Vertreibung das Hochstift einziehen zu können und damit dessen Namen auszulöschen. Zweifelt nicht daran, dass dies geschehen wird. Wenn auch andere von ihrentwegen ferrer beschedigt werden solltenund diese sich zu rechtmäßiger Gegenwehr entschließen, ist eine verhängnisvolle Ausweitung des Konflikts zu befürchten, dessen Beilegung sich dann sehr schwierig gestalten wird. Hat nicht unterlassen können, dies alles im Interesse seiner Untertanen und zur Vorbeugung gegen gefährliche Unruhen dem Kaiser mitzuteilen. Bittet den Kaiser, gegen vielbemelten Clausen Berner, friedbrechern, vagabundum, der kein eygen behausung hat und nyndert gewießlich zu finden oder antzutreffen, gleichsvhalls wider seinen anhang und gehülfen, auch die enthalter des gefangenen meins thumbhern, dweyl die noch zur zeit ungewieß,Pönalmandate zu erlassen mit dem Befehl, den Domherrn Wilken von Münchhausen und seinen Bruder Ludolf unter Erstattung ihrer Schäden freizugeben, damit entsprechend dem Landfrieden vorgegangen werden kann, weil solche vheindtliche handlung und fridbruch nit allein euerer ksl. Mt. außgekundigten landfridden und andern reichsordnungen und abschieden zuwider, dergleichen ungeachtet euerer ksl. Mt. gegenwürtigkeit im reich und versamblung gemeyner reichstend, sonder auch sonst unbillicher-, unbefüegter- und gar verwyßlicherweyß furgenommen und geübet wirdeth2.

    « Nr. Š273 Protokollarische Aufzeichnung zu den Verhandlungen Bf. Valentins von Hildesheim über die Exekution des päpstlichen Urteils – [Regensburg, 1541 Juni 10–13/14] »

    Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 71v–78r (Kop.).

    Und aber vielgedachter H. Valentin Bf. erzeltermassen bey ksl. und kgl. Mtt., auch Kff., Ff. und stenden umb execution angesucht und in hoffnung gewesen, dieselbig execution durch ksl. und kgl. Mtt. und stende beschafft worden sein sollte oder aber das gmeyne reichstend zu gmeyner berathschlagung des reichs sachen zusammen wurden, da er, der bischove, seine sachen und deshalb erlangte urtheyl und executorialbrieve und brevia apostolica praedicta an Kff., Ff. und gemeyne reichsstende in gmeynen reichsratth bringen und gelangen hett lassen mögen, und sich es aber doch auß allerhand verhynderungen zugetragen, das gemeyne stend nit zusammenkommen, derowegen vielgedachter H. Valentin Bf., bey der ksl. Mt. und derselbigen hoffräthen ferrer umb exequution ansuchen zu thun, verursacht. Und so er dasselbig oft und vielvaltig gethan und jederzeit uffschlegige, doch gnedigste und tröstliche antwort erlangt, hat er doch nichts würglichs oder endtlichs bekomen mögen.

    Als aber solcher verzug vielgedachtem H. Valentin Bf. zu lang und schwer fallen wollen und er derowegen bey hochgedachter ksl. Mt. und derselbigen hoffräthen weyttere, vleyssige und heftig ansuchen gethan, ist ihme zuletzt von wegen der ksl. Mt. durch den hochgebornen fursten H. Frydrichen, Pfgf. bey Reyn und Hg. in Bayern, und andere ksl. Mt. verordente hoffräthe in antwort worden, das ksl. Mt. entschlossen, die sachen der stryttigen religion, dorumb der reichstag fürnemblich außgeschrieben, mit ernst fürzunemen und zu verhandeln lassen, und derowegen, domit die daweniger verhyndert, so werhen ihre Mt., alle privatsachen aufzuschieben und dieselbigen bys nach geendeter religionsachen in rhue zu legen, bedacht, dorauf auch an gedachten H. Valentin Bf. begern lassen, er solcher vergleichung der religion auf diesem reichstag abwarten und mit seiner stieftssach in ruehe stehen wöllt und, so dieselbig religionsachen ihre endtschaft (wie man verhofft zu gescheen) erreichte, alsdan widrumb ansuchen ze thun, wolten ihre Mt. sich und, sovil ihr darin gebüeren wolt, allergnedigst beweysen und erzeygen.

    Diese antwort und antzeig des pfaltzgrafen etc. und der hoffräth, wiewoll sie dem bischoffe schwere gnug, so hat er doch wider dieselbig nit fechten konnen, sonder es also bleyben lassen, in hoffnung, die religionsachen bald geendt und ihme auch alsdan zur exequution on uffschieben geholfen werden sollt. Als sich aber die vergleichung der stryttigen religionsarticul verweyleth, der bischoffe auch verwarneth, den Hg. Heinrichen täglichs ein abzug vom reichstag und erlaubnus bey der ksl. Mt. solicitirn thett, und dan auch gesehen, den hochgebornen fürsten H. Philipsen Lgf. zu Hessen als vormundern des jungen Hg. Erichs allgereyd im uffbruch und abziehn sein, hat gedachter H. Valentin Bf., der angeregten vergleichung und bescheydts der ksl. rhete abzuwarten, ihme Šfür hochnachteylig geachtet und dorumb nit underlassen wollen noch konnen, deshalb die ksl. Mt. selb widerumb zu ersuchen. Derowegen er dan auch uff einen nemlichen tag als den Sonnabend, welcher da was der zehende tag mensis Junij1, sich ihrer Mt. antzeygen und gnedigste audientz bietten lassen, daruff ihme von ksl. Mt. cammerdiener, welcher solchs anbringen gethan, Adriano, auß bevelch ihrer Mt. angezeygt worden, das ihre Mt. dem Dr. Naves, ihrer Mt. rathe, derselbigen gemüthe ihme, dem bischoffen, zu eroffnen, bevelh geben und gethan, bey welchem er deshalb ansuchen thun möcht.

    Und so den gedachter H. Valentin Bf. auf solchen bescheid am volgenden Montag, der do was der zwelfte tag gedachts monadts Junij2, ihnen, Dr. Naves, persönlich besucht, gestalt, ab ihme ksl. Mt. gemüt zu vernemen, inmassen er deshalb von ksl. Mt. an ihne verwiesen, so hat doch domahls gemelter Dr. Naves, der ksl. Mt. gmüt und bevelh ihme, dem bischoffen, allein zu eröffnen, sich beschwerth und darumb an obgedachten Pfgf. Friderichen und andere ksl. Mt. hovräthe, welche zu derselbigen stund zesammenkomen würden, gewiesen. Darauf dan gedachter bischove mit ihme, dem Dr. Naves, zu gedachtem pfaltzgraven und hofräthen gezogen, doselbst denen angezeygt, welchermassen er, der bischoff, bey ksl. Mt. sich ansagen und umb audientz underthenig bietten lassen, deshalb ihme in antwort worden, er bey Dr. Naves dazugegen ihrer Mt. gemüt und bevelh finden solt, welchen er darumb ersucht, doch ihme den für sich selb und allein nit eröffnen wöllen, sonder an sie, die räthe dazugegen, gewiesen, darumb er alda erschienen und batth, sie wolten ihme, des sie in bevelh hetten, eröffnen, sich darnach zu gerichten. Darauf so bald sein, Hg. Fridrichs Pfgf., cantzler, Dr. Hartmund3, in gegenwürtigkeit gedachtes pfaltzgraven, Dr. Naves, Dr. Karoln und Ruprechts des secretarien4 angefangen, gesagt, es hett Pfgf. Fridrich sambt den verordenthen ksl. Mt. hoffräthen die ubergebne supplicationhandlung bericht und, weß des alles durch gedachten H. Valentin Bf. etc. in sachen spolii castrorum ecclesiae Hildeshemensis und zu gebettener restitution derselbigen der ksl. Mt. fürbracht, auß bevelh derselbigen ihrer Mt. verlesen, beradtschlacht und volgendts der röm. ksl. Mt. eroffnet und angezeygt. So hetten darauf ihre Mt. sich beduncken lassen und befunden, solche sach nit allein ihrer Mt., sonder gemeiner reichsstend sein, darumb so wehre ihr ksl. Mt. bedacht, solche sachen, so furderlich gescheen könth, an gemeyne reichsstende zu gelangen. Es liessen sich aber darneben ihre Mt. auch bedüncken, das man noch zur zeit bey ihrer Mt. zu fruhe umb execution ansuchte, ursachen, dweyl in executorialn- und urtheylbrieven namhaftige executores benenth und begrieffen und das man ad temporalem gladium nit nisi deficiente spirituali kommen könth, dasselbig hetten gedachter Pfgf. Friedrich Šund die räthe auß entpfangenem bevelch ksl. Mt. ihme, dem herrn bischoff, nit verhalten sollen.

    Hierauf gemelther bischoff ihnen, den keyserlichen rethen, hynwider angezeygt, das ihme nit zuwidder, die sachen an gmeyne stende gelangte, so dasselb fürderlich gescheen möcht, aber wolt ihnen nit verhalten, wie er in erfarung kommen, der herzog nochmals in embsiger arbeyth, vom reichstag abzuziehen, stehen sollt, on das von wegen des andern gegentheils Hg. Erichs die vormunder und nemlich der Lgf. zu Hessen algereyd im verrücken wehren und, so dan Hg. Heinrich auch verrücken sollt, würd er, H. Valentin Bf., darnach destermehr auch aufgehalten und verhyndert werden. Batth demnach, dweyl ksl. Mt. bedacht, die sachen an gemeyne stend zu gelangen, gutwillig befürdern helfen, solichs fürderlich geschee. Sovill aber belangt, das er zu frühe und ehe deficiente gladio spirituali ansuchen thun sollt, und das angehengte gnedigst erbietten ksl. Mt. nam er zu underthenigstem danck an, mit der antzeyg, das er ihnen, den kayserlichen räthen, zu bericht der sachen nit bergen wolt, das auf die erhaltene urteyl ihme, zwen wege die execution derselbigen und restitution seins stiefts guetter zu suchen, im rechten gegeben, gegönneth und geoffneth, der eyne wehr nach vermeldung der executorialn- und urteylbrieve auf die censuren und, so er denen weg gebrauchen wollen, hett er es thun mögen, auch ungezweyffelt dardurch so vil auf diesen tag befüegt haben wolt, das die gegenteylle in alle censuren erklert, auch brachium saeculare erhalten haben wolt, aber angesehen, dieser zeit viel nöttiger, die leuthe in die kierchen dan darauß zu verbannen, wie dan in solchem proceß der censuren gescheen muessen, one das dieselbigen censuren dieser zeit in keiner achtung, sonder vielmehr bey etlichen in geschrey gehalten und verschympft würden, in welchem vhall verachtung gaystlicher censuren dieselbigen auch nit gebraucht werden sollen, so hett er der und ander ursachen solichen weg fürzunemen underlassen.

    Der ander weg wehr via executiva, derohalb die babstliche Hlt. ihme an ksl. und kgl. Mtt., auch Kff., Ff. und gemeyne stende des hl. röm. reichs, so eben in dieser zeit in gemeyner reichsversamblung, zu handhabung frieden und rechts neben andern handlung zu pflegen, sein würden, fürschrieft oder vielmehr mandata und bevelbrieve, soliche gesprochne urtheyl zu wurglicher vollnziehung zu bringen, mitgeteylt hette, in bedencken, das dys der richtig weg und das babstliche Hlt. ksl. Mt. und dem reich von rechts und gewonheit wegen das zu befelhen hette. Also hat er und furnemlich, dweyl auch ksl. Mt. in ihrem ausschreyben, zu handhabung friedden und rechts handlung zu pflegen, gemeldet, solchen weg und viam executivam tanquam regiam viam et, ut executio brevi et regia manu fieret, für die hand genommen, ksl. und kgl. Mtt., Kff., Ff. und stend darmit ersucht, guetter zuversicht, sie allenthalb und in sonderheit ksl. Mt. als obrister vogt und advocatus der kierchen und aller rechtmessigen, wolgesprochnen urteyl im hl. reich gemeyner und obrister executor würden sich auf uberreichte brevia und mandata apostolica ihme zu seinem rechten und gebettener execution noch allergnedigst und fürderlich Šverhelfen. Bathe darauf mehrgedachter H. Valentin Bf., die kayserlichen verordente hoffräthe wolten mit dem gelangen an die stend wie ob, dergleichen diesen jetzangezeigten bericht, der execution halb gethan, an ksl. Mt. notturftig zu bringen, sich unbeschwerdt finden lassen. Darauf die kayserlichen verordente hoffräthe, ein solichs an ksl. Mt. zu bringen und mit vleys zu fürdern, zu und an sich genommen.

    Mittlerweyl und ehe und zuvor die sachen weder von ksl. Mt. oder auch dem bischoffe selbs an Kff., Ff. und gemeyne stende in gemeynen reichsrath gelangen mögen und mehrgedachter H. Valentin Bf. bey Dr. Naues als ksl. Mt. nehist Pfgf. Friederich fürnemlichsten rathen obberürter sach halb anregung gethan, ist derselbig Dr. Naues ihme, dem bischoff, mit nachvolgenden antworten und fragstücken nauseans negotium begegnet.

    Primo inquit stomacho quodam, quare papa non met suas exequeretur sententias, caesarem non teneri illi a se et sede sua apostolica latas sententias exequi.

    Ad haec per dominum episcopum ita fuit responsum: Papam omnium sententiarum a se et sede sua latarum exequutorem requirere caesarem, quod caesar illarum executor legitimus sit et existat, quodque eas exequi tanquam protector iuris et iusticiae et advocatus ecclesiarum teneatur. Nec unquam in Germania sententiam papae alias nisi per caesarem executam auditum esse. Et in eventum quo papa executionem suae sententiae saltem manu forti niteretur, quod per caesarem et status imperii in eo ferendus non veniret tanquam qui falcem suam mitteret in messem alienam et in loco ubi non haberet dominium temporale, quia nulla ea in re in imperio [coercitionem]a haberet.

    Secundo fuit per Naves quaesitum vel potius tumultuatum, an caesar ob negocium ecclesiae Hildesemensis et eius per episcopum petita restitutione deberet venire ad arma, conscribere exercitum et sic ob illud negocium in imperio tumultuari.

    Ad haec ex parte episcopi sic fuit replicatum: Se caesari legem, quomodo exequatur sententiam, non praescripturum. Multos autem esse modos exequendi, ex quibus procul dubio caesaream maiestatem commodiorem delecturum speraret. Interim tamen se non dubitare, quin si caesarea maiestas rem serio prout convenit apud adversam partem ageret illique vel sub poenis banni imperialis restitutionem etc. minitaret fore eam sententiam etiam sine armis et tumultu allegato executam iri.

    Tertio inquit Naves, an caesari non tantum supersit iurisdictionis et potestatis in imperio, ut insolentem et tumultuantem episcopum, cuius modi episcopus Ioannes praedecessor suus fuerit, corrigere possit.

    Cui episcopus sic respondit: In episcopum, praelatum seu personam ecclesiasticam neque caesari neque regi nec alicui ex statibus imperii saecularibus aliquam esse iurisdictionem, tantum abesse, quod etiam aliquem ex his privare Špossent. Iure autem similiter in consuetudinibus imperii cautum et provisum esse episcopum seu praelatum insolentem suo superiori denunciari debere. Quo denunciato, si a suo superiore non corrigatur vel corrigendus ad caesarem et status remittatur, tum demum iis ad correctionem aditum praeberi prout hoc iura et etiam consuetudines imperii praefata, etiam ipsiusmet Caroli caesaris etc. manifeste ostendunt. Item, quod etiam ita fuit observatum tempore Pii secundi pontificis Rhomani, qui archiepiscopum Moguntinum Dietherum de Isenberg tanquam inoboedientiam [pugnavit?] et deinde caesari depellendum episcopum realiter mandavit aliumque archiepiscopum Adolphum de Nassau ecclesiae Moguntinae praefecit. Interim tamen verum etiam esse, quod episcopus Ioannes ob allegatam suam insolentiam non modo non sit suo superiori aut sedi apostolicae denuntiatus, sed etiam contra ius, iuris ordinem, item, consuetudines imperii et etiam pacta iurata non vocatus, indefensus extra Germaniam et imperium et sic in loco deficientis iurisdictionis[praetense?] et minus legitime bannitus, unde consequenter banno nullo etiam secutam executionem banni fuisse et esse omni iure nullam liquidissime apparet.

    Utcunque tamen episcopus se non agere praedecessor suus episcopus Ioannes legitime vel minus bannitus sit, similiter an tale quid egerit vel non, cur merito banniri vel corrigi debuerit. Hoc solum se quaerere, ne ecclesia ob ipsius delictum patiatur. Et in hoc sibi sufficere, quod episcopus Ioannes recessit ab aula et ecclesiam Hildesemensem in manus Clementis papae septimi resignaverit. Praeterea similiter hoc sibi sufficere, quod animus caesaris non fuerit nec esse potuerit ecclesiam ipsam, sed solum deliquentem et insolentem episcopum punire, quandoquidem delictum praelati ecclesiam non officit. Et dum episcopus delinquens bonis et ecclesiae modo praefato cesserit, nihil superesse, quod ecclesiae impingatur, quo minus per vim et de facto ei ablata bona restitui sententiaque desuper lata executioni debeat mandari.

    Et quod animus caesaris ecclesiam salvam habere velle is fuerit vel ex eo liquet, quod postquam episcopus Ioannes ecclesiae cessit, quod tunc idem caesar eidem ecclesiae quondam Balthasarum suae maiestatis vicecancellarium tanquam ad reparandum illam ecclesiam et ad sublevandam eam ex oppressione vicinorum aliorumque damnorum idoneum per decanum et capitulum ecclesiae Hildesemensis, ad quos propterea plures gratiosas et seriosas litteras scripsit, in episcopum ecclesiae Hildesemensis praefici voluit ac rogavit et rogando eidem ecclesiae omne bonum, gratiam et tuitionem promisit. Et consequenter si ecclesia apud eandem suam maiestatem in indignationem caecidisse diceretur, de quo tamen nunquam constitit nec hodie constat, remisit. Hinc etiam Balthasari postulato solita regalia gratiose concessit et in persona eiusdem omnem indignationem, si qua ibi fuisset, remisit.

    Similiter defuncto hoc Balthasare nec adhuc ex neglegentia ipsius et interventu mortis relevata ecclesia, ut adhuc relevaretur, alium nimirum Ottonem ex comitibus de Schonenburg, maiestatis suae supremi camerarii Henrici comitis de Nassau ex sorore nepotem, simili modo ad hoc aptum eidem ecclesiae Špraefici voluit. Et dum is ad petitionem suae maiestatis postulatus extitisset et ob aetatem regimini in continenti praeesse non potuisset, caesar ipsemet tuitionem et relevationem in se susceperit eamque ob causam certos commissarios, qui ecclesiae causas et negocia pro eius utilitate tractarent, ordinavit et deputavit, prout de illis omnibus litterae caesareae maiestatis sigillatae, sanae, integrae et fide dignae ad manus sunt et ob oculos poni possunt. Ex his omnibus, inquit episcopus, facile liquet nihil obstare, quominus ecclesia Hildesemensis contra ius oppressa iuxta vim, continentiam et tenorem sententiae restitutoriae restitui non debeat.

    His responsis Naves contentus recessit.

    Und sichs aber in darnehist wenig volgenden tagen zugetragen, das gmeyne reichsstende ausserhalb den protestirenden in gemeynen reichsrath zusammenkommen, hat vielgedachter H. Valentin Bf., dweyl ksl. Mt. die sach an dieselbigen gelangen lassen wollen, auch nit underlassen, sein und seins stiefts notturft pro executione in schrieften in gemeynem reichsrath zu übergeben [Nr. 275] mit überreichung der originaln erhaltener urtheyl und executorialbrieven, auch der bäbstlichen furschrieften, gebetten, dieselbig in solchem gemeynem reichsrath catholicorum zu verlesen und ihme darauf zur execution neben der ksl. Mt. zu verhelfen.

    «Nr.274 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an den Kaiser – Regensburg, [1541 Juni 12/13]1 »

    A  Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 45r–47v (Kop.); ÜS fol. 45r: Copia der supplication an ksl. Mt. pro executione denuo oblata mit angehengten clagen gegen Hg. Heinrichen von wegen thätlicher beschwerung, dem bischof und stift Hildeshem in das vierdte jhar zugefueget.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 168r–170r (Kop.)

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 281r–283v (Kop.).

    Eur ksl. Mt. hab ich, derselbigen eur ksl. Mt. underthenigster caplan und diener, verrückter tagen underthenigst zu erkennen geben, wie ich als ein erwelther und vom stuell zu Rhom bestettigter bischoff des stiefts Hildeshem von wegen desselben stiefts guetter, so durch die hochgeborne fursten, etwa Hg. Erich den eltern und Heinrich den jungern zu Braunschweig und Luneburg etc., demselbigen stieft wider recht abgedrungen und von denselbigen und ihren erben ungeverlich zweintzig jar here occupirt und noch thettlich und freventlich besessen werden, am hofe zu Rhom fur babstlicher Hlt. und dem stuell doselbst in rechtvertigung gestanden und daselbst mit hylf des almechtigen urtheyl und recht vermögend, das die ehrgedachte Ff. von Braunschweig den stift Hildeshem unbillicherweyse spoliert und darumb, denselbigen widerumb zu Šrestituirn, schuldig sein, erhalten, auch also das, wiewoll die gegentheille von solicher rechtmessiger urtheyl vermeyntlich appellirt, das doch ihnen dieselbig wie recht refutirt und als freventlich verworfen worden, und domit eur ksl. Mt. des alles glaubwirdige bericht und urkundt haben und entpfahen mochten, derselbigen eur ksl. Mt. die urtheyl und executorialbrieve under babstlicher Hlt. anhengender bleyender bullen und siegel, dergleichen derselbigen ihrer Hlt. an euer ksl. Mt. furschrieft anstatt mandati executivi umb verhelfung gebürlicher execution solicher urtheyl underthenigst uberreicht. Und dieselbig eur ksl. Mt. uff solich mein dargethane gerechtigkeit und erhalten urtheyl sich zu meynem rechten gnediglichst finden und erbotten, deßen derselbigen eur ksl. Mt. ich underthenigsten danck weys, doch gnedigst fur gutt und notwendig angesehen, dweyl Hg. Heinrich, der eine gegentheil, alhie zur stett, demselbigen meine supplication und gethane antzeyg, seinen bericht und antwort darauf zu vernehmen, zukomen mochte, des ich mich eur ksl. Mt. zu underthenigsten ehren und gehorsam nit widersetzen wollen und gerne gescheen lassen. Darauf Hg. Heinrich, gleichwoll nach geraumber zeit, euer ksl. Mt. weytleuftig, ungereumt, ungegrundt und nichts anders vermeldendt noch suchend, dan das ich die sach, so zuvor lang und stattlich gnug disputirt und zu recht entscheiden, von neuhem mit ihme disputirn und deßhalb uff etliche vermeynte articul mit ihme inlassen solt etc., beantwort. Welche vermeinte und unerhebliche antwort, so sie mir von eur ksl. Mt. gnediglichst zugestelt, ich underthenigst entpfangen und nach aller notturft vernomen.

    Dweyl ich aber befunden, sein, Hg. Heinrichen, gemüt nit sein, der erhaltenen urtheyl zu geleben und mich und meynen stieft zu restituirn, sonder vielmehr in ungereumbte, unbilliche rechtvertigung zu tziehen, und ich, ihme des noch zur zeit zu volgen, nit schuldig, hab eur ksl. Mt. ich underthenigst vermeldet [Nr. 270], das ich urtheil und recht erhalten, dieselbig in ihre craft und wirglicheit gangen, darauß zu tretten und weiter mit ihme deshalb zu rechtvertigen, ich in recht nit schuldig oder pflichtig, darumb auch, darvon zu tretten oder zu weichen, desto weniger und gar mitnichten bedacht, demnach eur ksl. Mt. underthenigst gebetten, dieselbig als ein von Gott verordenter obrister advocat, vogt, schutz und schirmer der kierchen und handthaber des rechten mir zu gepürlicher recuperation meins stiefts guetter vermöge erhaltener urteill gegen die widerteylle gnediglichst verhelfen wolte, mit dem angehengten erbietten, da ich inhalt der urteyl und wie recht restituirt und alsdann Hg. Heinrich oder sein anhang mich zuspruch nit zu erlassen gedächte, das ich alsdan ihme fur babstlicher Hlt., eur ksl. Mt. und an orthen und enden ich zu recht schuldig ordenlichs, geburlichs rechten nit fursein wollte.

    Allergnedigster kayser, dweyl diese meyne antwort dem rechten und aller billicheit gemeß, auch nichts billichers, dan das die wolgesprochne, rechtmessige urtheil ba[b]stlicher Hlt. und des stuells zu Rom, consistorialiter cum consensu omnium cardinalium gefellet, gebürlich und fürderlich vollenstreckt und exequirt werd, so steht zu eur ksl. Mt. noch und abermahls mein underthenigst, Švleyssigst und demütigst, vlehligs bietten, eur ksl. Mt. wollen gnediglichst erwegen, wie unbillicherweyß der arm stieft Hildeshem, welche ein fundation und stiftung Caroli Magni hochlöblicher gedechtnus, durch die obgerürte Ff. von Braunschweig so lang zeit seiner guetter entsetzt, beschwerth und in verdruck geradthen und das noch uff diese zeit nichts anders durch vielgemelthen Hg. Heinrich gesuecht wirdt, dan wie er das ubrig auch (welchs, dweyl dasselbig in ander leuth hand und durch meyne furfahren zum hochsten verpfendt, nit ein nhamen des ubrigen haben sollt) und also den stieft gantz und gahr ihme underwurfig machen möchte.

    Dergleichen wellen eur ksl. Mt. allergnedigst bedencken, wie mit grosser mühe und unkosten die sachen dahyn gearbeyth, das der almechtig sein gnad geben, diesselbig mit urteyll und recht entscheiden und fur mich und meynen armen stieft gefallen ist, darzu, wie hoch beschwerlich die armen des stifts underthanen, geistlich und weltlich, durch die gegenteylle jetzo occupierth, mit diensten und schatzungen taglichs und on underlaß beschwert, geschetzt und bys auf den grad außgesogen werden, auch also, das man- und weybscloster und stieft, die doch von kaysern und königen, auch im rechten solicher beschwerung gefreyet, damit sie die aufgelegte beschwerung und schatzung außrichten, ihrer kierchen, closter und stieft erbeigen, beweglich und unbewegliche guetter und, darauf sie fundirt und gestieft, verpfenden, verkeuffen, distrahirn und alienirn und also die lengde außgeschatzt und aller ihrer guetter entbloßt gar verlauffen muessen, wie sie dan algereid nach alienirthen guethern hungers und notturft halb verlauffen und außgetretten, welchs alles dem gegentheyl und sonderlich Hg. Heinrichen nichts zu schaffen gibt, sonder viel lieber sehen, hören und vernehmen wolt, das sie gereydt alle verlauffen und er die guetter alle allein haben mocht, darumb auch und von wegen solicher unmentschlichen und unchristlichen beschwerung die armen underthanen teglichs zu Gott in hymel schreyen und umb erledigung rueffen, und dem allem nach wellen eur ksl. Mt. als ein gnedigster, guettiger und mylther kayser, schutz und schiermer der verdrückten, haubt und liebhaber des rechten zu rettung der beschwerthen und zu steuer dem rechten allergnediglichst beschaffen und befuegen, die woll und rechtmessige, unverlegliche, gesprochne urtheyl wie recht und billich vollenzogen werd2.

    [Beilage:] Bericht Bf. Valentins von Hildesheim über seine mehrjährigen Auseinandersetzungen mit den Schikanen und feindseligen Aktionen Hg. Heinrichs von Braunschweig und seiner Helfershelfer, ebd. fol. 47v–62v3.

    « Nr. Š275 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an die Reichsstände1 – Regensburg, 1541 Juni 142 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 385 Nr. 146 , unfol. (Kop.); DV v. verschiedenen Händen: Supplication des Bf. von Hildesheim contra Braunschwig von wegen Šdes stieft abgedrungenen schlossen, steten, flecken und dorfen. 1541. An die stende des reichs zu Regennspurg ubergeben.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 78r–82v (Kop.); ÜS fol. 78r: Copey der supplication H. Valentins Bf., den churfusten, fursten und gemeynen stenden in gemeynen reichsrath contra duces Brunsuicenses pro executione die 13. mensis Junij ubergeben.

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 122r–126v (Kop.); ÜS fol. 122r: Copey eyner andern supplication pro restitutione, an Kff., Ff. und stende durch H. Valentin Bf. ubergeben mit angezeygter verzellung, weß thettlicher beschwerung ihme und seinem stieft von den Ff. von Braunschweig etliche zeyt here und noch teglichs begegenet und zugefuegt werden3; AV fol. 126v: Praesentata statibus imperii die 14. mensis Junij anno etc. 1541 per dominum Valentinum episcopum Hildesemensem.

    D  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 509r–511v (Kop.); AV fol. 509r: Supplicatio exhibita statibus imperii die 14. mensis Junij anno 41 Ratisponae.

    Euern kfl. und fstl. Gn., L. und G. fuegen wir underthenig und freundlich zu vernhemen, das demnach wir kurtzverschiener jharen durch ein ordenliche, rechtmessige whaall dem stift Hildeßheim zu einem bischove gewheleth, von der babstlichen Hlt., H. Paulo babst dem dritten, confirmiert und consecrierth und volgends von der röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten herren, unsere gewondliche regalia erlangt und in wesentliche und wirgliche possession gedachts stifts Hildeßheim gekhomen, haben wir gethanen unsern pflichten nach, darmit wir dem stull zu Rhom, ksl. Mt. und gedachtem unserm stift Hildeßheim verwendth und zugethan, nit umbgehen oder untherlassen sollen, das furtzunhemen, das zu gedachts stifts, welcher im grund durch die Ff. von Braunschweig, Hgg. Erich und Heinrichen gevettern, vortherbt und aller seiner guether, wenig ausgenhomen, entsetzt, dartzu auch in merglichen, grossen beschwerungen und ob die zweimahl 100.000 fl. schulden beladen, wolfhardten und uffkhomen dienstlich und noetig. Darumb und damit gedachter unser stift seines vortherbs errettet, zu den abgedrungenen und enthwerten guethern widerumb khomen und also auß den hohen und merglichen schulden, darin er begrieffen, erhebt werden mocht, haben wir uns zu der rechtvertigung, so solichs stifts entzogenen guether halb etwa bei zeitten loblicher gedechtnus H. Adrianj babsten durch den hochgebornen fursten H. Johansen Hg. zu Sachsen, Engern und Westphalen, etwo Bf. zu Hildesheim, unsern furfharn, zu Rhom angefangen, volgendt bei zeitten babsten Clementis und allerhand comissarien, auch loblicher und seliger gedechtnus, gerichtlich ventiliert und doch durch den unversehenlichen infall in Rhom und aandere ehafte–a vorhinderung un Šgeortert erliggen plibben, dieselbig widerumb wie recht zu prosequieren und zu vervolgenb, in den standt, in welchem sie der zeit befunden, durch hochgedachte bapstliche Hlt., H. Paulum den dritten, zuzulassen und deshalb commissarien zu vorordnen, gebetten.

    Daruff die babstliche Hlt. uns, wie gebetten, zu volnfhuerung solicher sachen in recht zugelassen, auch den hochwirdigsten H. Laurentium cardinalem Campegium loblicher und seliger gedechtnus zu commissarien geben und verordneth. Und wir demnach denselbigen comissarien cH. Laurentium cardinalem Campegium–c bekhomen, so haben wir nit untherlassen, in solicher sachen, wie sich das noch seiner ordenung dund zum rechten–d eigneth, furtzufharen und vleis furtzuwenden, die vorige geuebte gerichtshandlunge, acten, gefuerdthe kundschaften und, wes des alles zuvor bei zeitten Adrianj und Clementis etc. gehandlet, durch vorgemelten, unversehenlichen infall zu Rhom verstreueth, widerumb zusamenzupringen und darin, wie sich in recht eigneth, furzufharn, als wir dan auch soliche acta und handlung, so auß sonderlicher gnaden, hulf und vorsehung Gottes behalten, zusamenpracht und bekhomen und ferrers durch unsere volmechtige anwelde und bevelhaber, wie sich das in recht und nach seiner ordenung geeigneth, wider gedachte Hn. Erich und Heinrich Hgg. zu Braunschweig zu recuperation unsers stifts abgedrungenen und occupierthen guethern procediert und furtgefharn. Als aber auß schickung des almechtigen gedachter H. Laurentius cardinalis Campegius, commissarius, ehe erorterter und geendther sachen verstorben und die gegentheille, Ff. von Braunschweig und ihre bevelhaber zu Rhom, die sachen von nheuem dem auch hochwirdigsten H. Hieronimo de [Ginutijs] cardinaln4 durch die ehrgedachte, itzige babstliche Hlt. committieren und bevelhen lassen, so haben wir nit untherlassen, darin wie recht auch ferrer furtzufharen und zu procedieren.

    Und wiewhol sichs von rechts und billigkeit wegen wol geeigneth, die widertheile dem rechten seinen stracken und ongevherlichen gang gelassen, so haben sie doch zu ausflucht und verlengerung der sachen (wiewhol soliche ausfhlucht wider ihr gedencken und suchen derselbigen sach furderung und endschaft gewest), die jurisdiction babstlicher Hlt. disser sachen strittig zu machen, understanden und dorumb de competentia judicis und, ob babstlicher Hlt. disser sachen richter oder ob sie fur die röm. ksl. Mt. zu remittieren sein sollt, zu disputieren, und in sonderheit gebetten, babstliche Hlt. wollten in eigner person in consistorio secreto mit ihrer Hlt. cardineln solichen articul selb discutiieren [sic!] und erorthern.

    ŠUnd so wir dardurch nit anders vermercken konnen, dann das die gegentheille dem commissario, welcher doch uff ihr selb anhalten und bitt deputierte, in dissem articul remissionis nit gethreuen wollen und, das die bapstliche Hlt. selb personlich die sach an sich ziehen sollte, gearbeith, ist uns solichs ihr furhaben nit zuwider geweßt, sonder haben es gherne propter celeriorem expeditionem causae und, das wir der sachen dester eher abkhomen mochten, welchs ihr meinung nit gewest, geschehen lassen, doch herwiderumb und zu noch mehrer furderlicher expedition der sachen unser und unsers stifts notturft auch nit vergessen, sonder so bald bebstliche Hlt. underthenig gebetten, das, da ihre Hlt. mitsambt derselbigen cardineln daruff handlen wollten, ob die sach fur ihre Hlt. gehoren sollt oder nit, und den befunden, dieselbig sach an die röm. ksl. Mt. zu remittieren sein, das sie denn dahin remittiert und geweißt wurd, den wir, fur ihrer Mt. die sachen zu rechtvertigen, kheine scheu thruegen, who aber befunden, die sachn vor ihrer Hlt. von rechts wegen pleiben sollt, das alßdan ihre Hlt.f auch die heuptsach fur die hand und an sich nhemen und, die mitsambt ihrer Hlt. cardineln in ihrem consistorio secreto personlich zu erortern, gnediglich geruhten. Dasselbig ist uns auch als fhur billich angesehen zugelassen. Also haben daruff, in die kurtz zu vermelden, bobstliche Hlt. die sachen erstlich super remissione von beiden theillen nach aller notturft zu recht disputieren lassen, und ervolgt, das ihre Hlt. sambt derselbigen cardineln auß furbrachten berichten befunden, die sachen, in recht fhur ihre Hlt. gehorig, zu rechtvertigen sein und da pleiben sollt, und derohalben sich competentem judicem erkenneth.

    Und so wir demnach ihre Hlt. judicem und zu richtern erhalten, haben wir bey ihrer Hlt., auch in der heuptsachen, wie gemeldet, furtzufharn, angehalten. Und ist die sach ungevherlich ein gantz jhar in allen consistoriis ventiliert, disputiert, trutiniert und mit hohistem vleis und stadtlichem zeittigem bedencken zu grund erwegen. Und haben beschlieslich babstliche Hlt. nach erwegung aller furbrachten berichte, acten, gerichtshandlungen und gefuerdther kundschaften mitsambt aller ihrer Hlt. cardineln einmuettiglich gund einhelliglich–g consistorialiter vereinigt in recht befunden und beschlossen, unsern stift Hildeshem seiner guether unpilliche entsetzt und spoliiert, darumb auch denselbigen von rechts und aller billigkeit wegen zu restituiern sein. Daruff dan auch die babstliche Hlt. mit derselbigen cardinelen, in consistorio suo secreto consistorialiter versambleth, fur uns und unsern stift Hildeßheim sententiiert, geurtheilt und gesprochen, das die Ff. von Braunschweig, uns und unserm stift alle occupierthe stiftsschloß, stett, bürge, vlecken, kloster, dorf, mannschaft mit aller und jeder geistliche [sic!] und weltlicher obrigkeit mitsamt uffgehobner nutzung, item, den abgedrungenen steuren und schatzungen, dartzu scheden und interesse Šund uffgewendthe gerichtskosten zu restituieren, zu erlegen und zu erstatten, schuldig und pflichtig sein, wie dann ein solichs die deshalb eroffnethe urtheil nach der lengde mit sich bringt.

    Wiewhol nhu die gegentheille, Ff. von Braunschweig, von solicher rechtmessigen und wolgesprochen urtheil unther dem schein malae informationis und alsoh a papa tanquam male informato ad papam melius informandum appellierth, daruff babstliche Hlt. ihnen, den appellanten, terminum juris et infra quandocunque ad [respondendum]i de apostolis geben, volgend solichen termyn in etliche monadthe prorogierth, alles ad effectum, ob die gegentheille pro meliori informatione ihrem beruffen nach wes weither furtzubringen hetten, dasselbig thuen mochten, so ist doch durchj die gegentheille nichts furbracht, derowegen babstliche Hlt. uff unser anhalten ferrer, wie sich in recht gebuereth, furgefharn und den appellantibus apostolosk refutatorios geben, uns aber urtheil und executorialbrief sub plumbo wie recht mitgetheilt, die wir euer kfl. und fstl. Gn., L. und G.l zu verleßen uberreichen.

    Als wir demnach nhu unsers stifts abgedrungene guether und onbillicherweyße ingenhomene guether, so in das 20. jhar durch die Ff. von Braunschweig, wie obgeruerth, onpillicherweiß detiniert und occupierth und hoher und meher als ihr eigen furstenthumbs underthanen mit schatzungen, diensten und dergleichen beschwerth, itzu nit on grosse muhe, unkosten, schaden und arbeith, auch mit gefhar unsers leibs und aller wolfhardthen durch hulf und gnaden des almechtigen mit urtheil und recht, die auch in ihre kraft und wirglicheit gangen, erhalten, den gegentheillen aller behelf, dardurch sie sich bißdaher wider recht vermeintlich mit hohistem vleis zu schutzen und uffzuhalten, understanden, auch geschutzt, gewerdth und uffgehalten haben, gantz und zumahl abgeschnitten und ihnen min recht–m hinfhuro ein ewigs stillschweigen uffgelegt worden und die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, in gethanem auschreiben disses gegenwurtigen, gemeinen reichstags, auch in erstmhals ihrer Mt. furbrachter proposition und darin erwidderthem ausschreiben, neben der religionsachen unther anderm der fhurnhemlichsten ursachen, wie fridde, recht und ruhe im hl. reich gepflantzt, notturftige handlung zu pflegen, euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. als gemeine stende ndes hl. röm. reichs–n alhie zu erscheinen, erforderth, dergestalt dan euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. alhie erschienen, ungetzweivelther hoffenung, dasselbig alles zum besten zu verhandlen, nit untherlassen werden, odemnach und uff solichs gnedigs schreiben ksl. Mt. zu erhaltung Šrechts und auch, dweil es pillich, gesprochne urtheil, die in ihre kraft und wirglicheit ergangen, gehandthabt, exequiert und vollenstreckt werden–o, so ist zu euern kfl. und fstl. Gn., L. und G. als gemeinen stenden des hl. röm. reichs unser underthenig, dienstlich und freundlich bitten, euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. wellen gnediglich und freundlich bedencken, wie unpillich so ein hochloblichs des hl. reichs und theutscher nation glidde, der stift Hildeßhem, seiner so treffenlichen guether an schlossen, stetten, bürgen, vlecken, clostern, dorfen, stadtlicher manschaften und aller obrigkeiten, geistlich und weltlich, soliche lange zeit entsetzt und spoliiert gewesen und noch, wie mit grosser muhe, arbeith, unkosten und darlegen wir die sachen so weith arbeithen und pringen muessen, das die zu recht ordenlich entscheiden und ihre rechtmessige endschaft gewhonnen und das nhu nichts billichers, dann das dieselbige rechtmessige, wollgesprochne urtheil wirglich vollenzogen und exequiert werd, und demnach gnediglich, freundlich und guthwillig als gemeine stend des hl. röm. reichs neben der röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten herren, die wir disser sachen allgereid gleichsfalls nach der lengde bericht und underthenigst ersucht, auch nit anders als der sachen zu unserm rechten pmit gnaden–p geneigt befunden, uns zu wirglicher recuperation, restitution und reintegration unsers stifts guether, die wir mit urtheil und recht, in ihre kraft, wie gemeldet, gangen, erhalten, verhelfen, wie dan die bapstliche Hlt. durch ihre sonderliche brieve und gnedige furschrift an euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. als gemeine stende des reichs loco mandati executivi gnediglich und vetterlich thuedt begheren, die wir hiermit euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. zu verlesen uberreichen, und darneben bedencken, wes churfursten, fursten, graven, herren und gemeiner ritterschaft an so hohen kayserlichen und kkoniglichen stiften und gottsheusern gelegen und, who disse urtheil zu wirglicher vollenstreckung nit khommen sollthe, was das fur ingang, nachtheil und schaden dem romischen reich, welchem auch dardurch ein furstenstand entzogen und als res mali exempli allerlei infhueren und geperen wurd. Euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. wellen sich in dissem unbeschwerdt gegen uns und unsern stift finden und also gnediglich und freundlich erzeugen, als pillich in gleichem gherne und genhommen hetten und auch zu thuen schuldig und pflichtig sein. Dasselbig wollen wir uns zu euern kfl. und fstl. Gn., L. und G. als gemeinen stenden des hl. röm. reichs unabschlegig und on verzugk geschehen der billigkeit nach gentzlich vertrosten und versehen, denn on das gemelther stift in khein weg weither zu erhalten5.

    «Nr. Š276 Stellungnahme Bf. Valentins von Hildesheim gegen den Schutzanspruch Hg. Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel über Hochstift und Stadt Hildesheim – Regensburg, [1541 nach Juli 6]1 »

    Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 197v–202v (Kop.); ÜS fol. 197v: Copey der supplication und berichts H. Valentins Bf. zu Hildeshem wider ein angezognen schutz Hg. Heinrichs uber die stat Hildesheim, ksl. Mt. ubergeben, auch entschuldigung des kayserlichen herolden.

    ŠHat die ihm zugeleitete, an den Kaiser gerichtete Supplikation Hg. Heinrichs von Braunschweig samt dem beigefügten Brief der Stadt Hildesheim, der Klaus Berner und andere Gefangene betrifft2, zur Kenntnis genommen und festgestellt, dass sich Hg. Heinrich als ein berüembter schutzverwandter meiner und meyns stiefts stat Hildeshem ausgibt. Bestreitet nachdrücklich die Behauptung Hg. Heinrichs, dass Hochstift und Stadt Hildesheim seinem Schutz unterstünden. Hg. Heinrich kann diesen Anspruch auch nicht als Vormund des jungen Hg. Erich von Braunschweig geltend machen, weil er, Valentin, dessen Anspruch auf Schutzrechte bestreitet, außerdem auch weil Hg. Heinrichs Kompetenz als Vormund von den anderen Vormündern in Frage gestellt wird. Es handelt sich vielmehr um eine lauthere, scheinbarliche zunöttigung Hg. Heinrichs. Erinnert an die Bestimmung des Augsburger Reichsabschiedes, das kein furst oder stand dem andern die seinen wider seinen willen in schutz, schirm und vertheidigung bey peenen euerer Šksl. Mt. landfriedden nhemen solt. Aus der Supplikation Hg. Heinrichs kann der Kaiser entnehmen, wie dieser den auch von ihm bewilligten Augsburger Reichsabschied und das darin enthaltene Landfriedensgebot befolgt, on das euer ksl. Mt. dasselbig ungezweivelt auß allerhand handlung und klagen, euerer ksl. Mt. alhie auf diessem itzigen reichstag furbracht, gnugsam vernhomen haben,und wie er und seine Leute die Rechte und die Hoheit des Stifts Hildesheim durch allerlei Umtriebe zu unterminieren suchen, um die Stadt Hildesheim zum Aufstand gegen das Kapitel und den Bischof aufzuwiegeln und nach deren Vertreibung freie Hand zu haben.

    Zu diesem Zweck begünstigt Hg. Heinrich die Feinde des Hochstifts, indem er sie in seinem Territorium und Einflussbereich duldet und die meynen von denselbigen aus und wider in sein fürstenthumb mercklichen mit mordt, brand und nhamen beschedigen, fahen, greiffen, schlagen, erwürgen, das ihr nehmen und in seinem fürstenthumb verschlemmen und verzeren lassen, gleychvhals jetzo letzlich Clausen Berner, meyns stiefts muthwilligen fheind, offentlich durch sein furstenthumb und gebiette uff die meynen etwa mit zehen, etwa 20, 40, 50 und mehren pferden strayffen, erwürgen, greiffen, hynwegschleuffen, item, das ihr nhemen, zu mehrmahln wagen uffgehauen, in und durch sein fürstenthumb on allen widerstand, nachjagt, glockenschlag, geschrey und dergleichen notwendigs geparen handlen und seines gefallens durchpassiren lässt3. Darauß ervolgt und er, Hg. Heinrich, durch solche beschedigung Berners zuwegen bracht, das gmelte meyne burgerschaft in etliche 100 starck sich erhaben, für mein capittel mit grossem sturm und geschrey gelauffen, geschrien: ‚Ihr pfaffen, schafft uns fridden, oder wellen euch zum ding außjagen!‘, welchs alles der vermeinthen, jetzigen seiner supplication sehr ungleich und doch die warheit, an euerer ksl. Mt. cammergericht erwiessen, landtrüchtig und offenbar ist. Und wiewoll Hg. Heinrich ein solchs in seiner supplication verneinet und zu vermeinther becreftigung die missiven des radths meiner stadt Hildeshem mit ingelegt und übergeben, welche doch, dweyl die allein auß seinen zuvor ihnen zugeschickten schrieften und hoffantwort sein erbietten narriren, dem er doch zum wenigsten teil nachkommen und Clauß Berner seinethalb noch viel jhar sicher gewest sein mogen,so hat er, Valentin, auf seine mit brief und sieggelnbeglaubigte Darstellung des wahren Sachverhaltes hin vom Kaiser die erbetenen Mandate erhalten, um sie durch einen ksl. Herold publizieren zu lassen.

    Da Hg. Heinrich vorgibt, als solt ich auß neyd, haß und abgunst, ohn grund, fueg und ursachen bey euerer ksl. Mt. solchs mandat außbracht haben etc.,ist er bereit, gegebenenfalls noch während des Reichstages weiteres Beweismaterial, u. a. mit kundtschafte euerer ksl. Mt. cammergericht gerichtlichen gefuerthen und Šeroffnethen kayserlichen achtbrieven gegen sein Hg. Heinrichs underthanen, edel und unedel, als meyns stiefts Hildeshem beschediger und landfridbrecher, erhaltnen und außbrachten urgichten, darzu mit euerer ksl. Mt. gedachten camergerichts geschwornen botten relationen,vorzulegen, um die Rechtmäßigkeit seines Handelns und die Schuld Hg. Heinrichs und seiner Dienstleute zu beweisen und sein Verhalten gegenüber der Stadt Hildesheim zu rechtfertigen. Bittet, den Antrag Hg. Heinrichs, ihm im Interesse der Stadt Hildesheim gegen die Hgg. Franz und Ernst von Braunschweig, vermöge euerer ksl. Mt. peinlichen halsgerichtsordnung rechts zu gestatten,abzulehnen. In dieser Angelegenheit hat der Kaiser bereits ihm selbst Mandate zugesagt, die allerdings von der Kanzlei noch nicht ausgefertigt werden konnten. Bittet um Zustellung dieser Mandate, derowegen, Hg. Heinrich weitter mandaten mitzutheillen, unnötig, wie ich dan auch, euer ksl. Mt., ihme dergestalt als beruembten und vermeinthen schutzhern meiner stat einichs mandat mitzeteilen, sich weigern, uffhalten und nit thuen wollen, zum underthenigsten thue bietten.Im Übrigen hat Hg. Heinrich die ksl. Halsgerichtsordnung, obwohl er sie mit bewilligt und angenommen hat, entgegen seiner reichsfürstlichen Pflicht nie befolgt, wie sein Verhalten gegenüber den in seinem Territorium ergriffenen Missetätern Kurt Vernekall(Vornkahl) und Henning Bittendüeffell(Bietendüwel), Feinden des Stifts Hildesheim, belegt, was auch dem Kammergericht bekannt ist.

    Was den ksl. Herold betrifft, den er auf Wunsch der ksl. Räte meines hochsten vermügens mit knechten und pferden von hynnen auß abgefertigt und, in meinem stieft gleichermaß zu versehen, beschafft, in dem derselbig euer ksl. Mt. bevelh gelebt und den beschwerdten friedden zu schaffen zum getreulichsten gehandlet, durch Hg. Heinrichen bei euerer ksl. Mt. etc. unbillig angeben wirdet, kann er versichern, dass der Herold seinen Auftrag gewissenhaft ausgeführt hat, hat deßhalb auch von vieln fursten, graven, stetten und andern stattlich kundtschaft und zeugnus mit sich bracht, die euerer ksl. Mt. uff erfordern fürgelegt werden mögen.

    Und demnach der gemelthe euerer ksl. Mt. herold mit berurthen mandaten auch in die stett Braunschweig und Goßlar, daselbs verkhundung zu thun etc., khomen und dieselbigen ab ihme und auß angeregten euerer ksl. Mt. mandaten so viel befunden, das euer ksl. Mt., dem orth landts zu sonderlichen gnaden friedden zu beschaffen, den gmelten herolden abgefertigt, haben sie ihnen euerer ksl. Mt. zu underthenigsten ehren ehrlich entpfangen und gehalten, ihme volgendts anstatt euerer ksl. Mt. clagweyß angezeigt, weß ihnen täglicher beschwerung von Hg. Heinrichen und den seinen uber die durch euer ksl. Mt. gethane suspension der achte und sonst mit verlegung der strassen, erwurgung und thettlicher beschedigung der ihren, die ihnen uff die zeit eben kurtz zugestanden, und in andere unliderliche wege begegne, daruff gebetten, er, sovil ihme gebüren, guttwillig befürdern und helfen wolt, sie solcher beschwerung verhaben und geübrigt werden möchten. Hieruff er solchs bey Hg. Heinrichs bevelhabern und andern, euerer Mt. Šain seiner widerkunft–a desen underthenigsten bericht zu thun, sich erkundigen wolten, underfraget, aber daruff seyen ihme von denselben vast undienstliche antwort begegneth, also hab er darneben nit underlassen, ihnen zu sagen, sie wollten sich also halten, das sie deshalb, in euerer ksl. Mt. ungnad zu erwachsen, nit zu besorgen, und hierin nichts anders, als das ehrlich und euerer ksl. Mt. bevelh ihme uffgelegt, wie ich bericht, gehandlet.

    Und ob schon solich mandaten und handlung des herolden ihme, Hg. Heinrichen, und den seinen zuwidder, in bedencken, das er und dieselbigen meines stiefts stat und underthanen friedden, ruhe, einigkeit und wolfardten nit allein nicht gehrne sehe, sonder vielmehr zu verhindern, unrhue, widerwillen, feindtschaft und dergleichen zu stieften, oder, so er und sie darzu nit khommen, meins stiefts muthwilligen vheinden, auch durch euerer ksl. Mt. und derselbigen loblichen cammergerichts erclerten ächtern offentliche durchschleuf, enthaltung, schutz und fürderung gennet, leistet und gibt, so bin ich doch ungezweyvelt, euer ksl. Mt. werden gedachten Hg. Heinrichen seines beschwerlichen, muthwilligen fürhabens wider mich und die meyne nit gut sein oder gestatten, sonder vielmehr bey ihme und den seinen, solcher handlung enthalten mueß, gnediglichst und ernstlich beschaffen lassen. Und ist daruff zu euerer ksl. Mt. mein underthenigst bietten, euer ksl. Mt. bei gedachtem Hg. Heinrichen, er des vermeinthen schutz, darin er mein statt Hildeshem wider meinen wiessen und willen gezogen, desselbigen sich gentzlich und bey peen des landfriedden, euerer ksl. Mt. acht und aberacht, dem berurthen euerer ksl. Mt. augspurgischen decret und abschied verleybt, enthalten mueß, zu beschaffen allergnedigst geruhen, sich auch gegen gedachten herold, welcher mit obgerürthen euerer ksl. Mt. mandaten in meinem stieft viel frieddens und guths beschafft, uff milthes angeben des hertzogen zu keinen ungnaden bewegen lassen wollen4.

    « Nr. Š277 Protokollarische Aufzeichnung zu den Verhandlungen Bf. Valentins von Hildesheim über die Restitution seines Hochstifts – [Regensburg, 1541 Juli 28] »

    Hannover NLA, Hild. H 1, Nr. 783, fol. 108r–109v (Kop.).

    Auf welchs bedencken des ausschuß1, als sich Kff., Ff. und stend (catholici allein) am Donnerstag nach Jacobj [1541 Juli 28] auf vielvältigs bescheens solicitirn und anhalten H. Valentins Bf. zu Hildeshem sich auf fürbrachts bedencken des ausschus (doch on zuthuen und wiessen der protestirenden, als dan solchs nach herkomen des reichs billich gescheen sollen, derowegen in gemeinem reichsrathe auch nit geschlossen) verglichen, die ksl. Mt. zu bitten sein, sie, die sache in der güte durch sich oder ihrer Mt. verordente keyserlichen commissarien zu vergleichen und beizulegen, sich bevleyssigen Šoder, so die entstund, an das kayserliche camergericht pro exequutione remittirn und weysen wollten2, und solchs bedenken an ksl. Mt. gelangt, welche soliche remission im vhall der entstehenden gütte an das kayserliche cammergericht in causa principali verstanden haben und zur güte commissarios benennen wöllen, ist post multa, nachdem die sach und remission in zweyvelichen verstand von den kayserlichen hoveräthen und auch von den fursten catholicis und stenden (doch nit allen) gezogen werden wollen, ervolgt, das der bieschoff solche commission in der güte und remission zum rechten nit annemen konnen noch wollen.

    Und als durch den bieschoff bei obgemelten Kff., Ff. und stenden (catholicis) nit verblieben und angehalten worden, sich zu declariern, wie sie die remission gemeyneth, daruff die churfursten in ihrem rathe pro executione geschlossen, gleichsvhalls der ausschuß selbs sich also declarirt, doch in der catholicorum fürsten rathe propter tumultum imminentis Turcae et eam ob causam celerem et inopinatum discessum caesaris, ob sie die heubt- oder executionsach im vhall, die gute entstund, zu remittirn gemeynt wollen haben, nit geschlossen werden konnen, hat gedachter bieschoff sich in zweivelhaftigen labyrinthum nit setzen oder begeben wollen, auch nach gehabtem rathe etlicher hohens und nyder standts anzunemen widerratten und abgehalten worden und demnach, bey seinem rechten zu bleyben und demselbigen antzuhangen, ihme fürbehalten wollen, wie er dan ein solichs ihme für ksl. und kgl. Mtt., Kff., Ff. und stenden offentlich vorbehalten hat.

    Und darmit zu vernehmen, das bey etlichen kayserlichen räthen die meynung gewest, ihnen, den bischove, mit solicher remission auch in der heubtsachen in die weytte ze füren und nit pro executione, sonder in genere und also die geendete heubtsach disputirlich zu machen und inen ex certo in incertum zu setzen, so seind von dem munsenior de Granvella, ksl. Mt. hoffrath, als vielgemelter H. Valentin bieschoff die remission specificirt haben wollen, auf die exequution diese worth gefallen, quod caesar contentus sit dare commissarios ad concordandum et, si concordare nequiverint, quod causam remittere debeant ad iudicium chamerae imperialis et, quod dominus episcopus pro declaratione remissionis hoc verbum executionis apponi petiit, hat sich gedachter Granvella nit declarirn wöllen, sonder gesagt, quod caesar non esset aliter facturus3. Haec Šverba ubi audisset episcopus und, das sich Granvella nit hat wollen declarirn, hat er sich beduncken lassen, es nit für ihnen und seinen stieft Hildeshem sein wurd, sich in die gfhär zu begeben und sein geendete heubtsach und erhalten urtheyl widerumb und sonderlich vor weltlichen richtern und personen am kayserlichen cammergericht, die auch zum theyl bäbstlicher jurisdiction nit gestendig, auch babst nit babst sein lassen wöllen, in zweyvell ziehen ze lassen, darumb er dan auch, wie angezeigt, solche commission, vielweniger die remission dergstalt annemen wollen und derowegen dem Granvella widerumb angezeygt, so es nit specificirt ad exequutionem werden solt, das er es auch nit anzunemen gedächte, sonder wolt bey seinem rechten bleyben. His annuens Granvella abiit nunquam revisus.

    Und ist further in der hildesheimischen sach auf dem reichstag, als welcher sich auch domahls geendet, nichts weytters gehandelt worden. Doch ist hierbei zu mercken, das, als der bischoff mit hohem vleys bei ksl. und kgl. Mtt. auf das bedencken des ausschuß und der stende catholicorum pro commissione modo, quo supradictum est, und derwegen ihren ksl. und kgl. Mtt. memoriall und denckzettel ubergeben, auf welche doch gar nichts ervolgt, domit aber von solcher zettel wegen kunftig kein irrungen fürfallen mögen, so haben solche zettel von worten zu worten gelautet, wie volgt:

    Copey des begerten, aber nit gevolgten abschiedts in causa ecclesiae Hildesemensis: In negotio executionis sententiae restitutoriae per sanctissimum dominum nostrum Paulum papam III. consistorialiter pro ecclesia Hildesemensi latae deputentur commissarii per sacram caesaream maiestatem pro amicabili concordia inter Henricum et Ericum iuniorem seu tutores et curatores eiusdem, duces Brunsvicenses etc., ex una et Valentinum episcopum Hildesemensem partibus ex altera reverendissimus dominus Albertus cardinalis et archiepiscopus Moguntinus etc. princeps elector etc. et illustrissimus dominus Ludovicus palatinus Reni ex ducibus Bavariae etc. etiam princeps elector coniunctim, ut infra spatium quatuor mensium a data commissionis computando partes supradictas amicabiliter concordare procurent et, si illos concordare non poterunt, tunc ex commissione et nomine sacrae caesareae maiestatis negotium executionis dictae sententiae restitutoriae ad iudicium camerae imperialis pro effectuali executione remittant et remittere debeant et ut caesarea maiestas iudicio camerae suae etiam ex tunc seriose committat, ut in eventum etiam dictae remissionis negocii executionis huiusmodi celeriter ac citra ullam dilationem procedant4.

    ŠDweyl aber, wie ob und jetz nehist gemelt, drauf nichts ervolgt, derwegen auch gedachter H. Valentin Bf., bey seinem rechten zu bleyben, ihme fürbehalten, so konnen solche zettel nichts geben oder nehmen, quod est notandum.

    «Nr.278 Gegendarstellung Bf. Valentins von Hildesheim gegen die von Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel gegen Ende des Reichstages verbreitete Schrift – Regensburg, [1541 Juli 28/29]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 61r–74r (Kop.); AS fol. 61r: Bericht H. Valentinj Bf. zu Hildeshaim uff das schreiben, durch Hg. Hainrichen zu Braun Šschweig etc., betreffend den stift Hildeshaim, under die steend des reichs alhir zu Regenspurg vor wenig tagen heimlich untersteckht.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 227r–238r (Kop.); AS fol. 227r gleichlautend wie in A.

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 94r–105v (Kop.); ÜS fol. 94r: Copey des berichts H. Valentins Bf. zu Hildesheim auf das heymlich understeckts schreyben Hg. Heynrichs, Kff., Ff. und stenden durch gedachten bieschoff ubergeben und offentlich verlesen.

    Der hochgeborn furst, H. Hainrich Hg. zu Braunschweigk und Luneburg etc. hat in nammen sein und seines jungen vetern Hg. Erichs yetz verflossen awenig tagen–a an villen eur kfl. Gn., L. und G. von wegen des, so ich bey der röm. ksl., auch kgl. Mt., meinen allergnedigsten herrn, auch eurn kfl. Gn., L. und G. sambt und sonderlich zu beschaffung und befuderung [sic!], gepuerlichen execution des wol gesprochenen urtail, in sachen meines stifts Hildeshaim und desselbigen entwerten guetter zu Rom erhalten, unterthenigste, unterthenig, fraintlich und vleissig gesuecht, ain vermaints schreiben haimlich, ime damit wider die helle warhait ain glimpf zu schepfen und eur kfl. Gn., L. und G. in sollicher meiner hellen und klaren sachen irrig zu machen, unterstecken und umbtragen lassen2.

    ŠUnd sichs aber je geaignet, da Hg. Hainrich dergestalt, wie beschehen, etwas wider mich und meine sachen zu verhinderung derselbigen gesuechten execution furbringen wellen, das er dasselbig an die orten es von alter und im reich herkhumen und nemlich dem Kf. zu Meintz als ertzcantzlern, damit dasselbig auch an mich, darnach zu gerichten, gelangen het mugen, wie dann ich ain sollichs auch gethan, uberraicht hette, darzu zeitlich und nit eben bis auf den abschid dises reichstags, so yetzo anstatt, verzogen. So doch meiner [sic!] der ksl. und kgl. Mt., auch eur kfl. Gn., L. und G. ubergebne supplicationen und handlung vorlangst und etlichen monaten uberraicht und ime, Hg. Hainrichen, darvon copeien zukhumen sein, wellichs aber, dieweil es nit beschehen, sonder haimlich und mein unwissend, darzu yetzo im endt und anstehenden abschid und verruckens, kann und mag ich nit anders bedencken, dan es studiose und mit vleis und der nemlichen ursachen beschehen, das ich kurtz halb der zeit zu kainer verantwurtung und notturftigem bericht kommen solt konnen. Demnach ich aber, wie berurt, durch Hg. Hainrichen in sollichen untersteckten schreiben zeit halb dermassen verschnellet und ubereilet und, das ich zu notturftiger beantwortung nit khumen kann, damit dannest durch ine mir nit zuegelegt, als ob ich sollich sein vermeints schreiben nit verlegen Škund, auch meiner gesuechten execution und anders handels seinem unbillichen vermelden nach chain fueg und darumb auch disemb unbeantwurt von hinnen verruckt sein, sagen mög, wie er dann dem hochgebornen fursten, H. Philipsen Lgf. zu Hessen etc., in ainem offenen truckh, als ob sein L. auf sein Hg. Hainrichs beruembten entschuldigung, vor vilen Kff., Ff. und steenden geschehen sein sol, (dero mir gleichwol kain wissen ist) von disem reichstag verruckt sey und die onverantwurt gelassen etc., auch gethan, zuegelegt, durch das gantz land zu Sachssen und sunst hin und wider publicieren lassen hat, so hab ich erzelter ursachen und nit, das ich die sachen von neuem mit ime disputiern wolle, sonder allein eur kfl. Gn., L. und G. als die durch beruerts, weitleufigs schreiben verfueret und irrig gemacht werden möchten, zu bericht nit umbgehen konnen, zu mein und meines stifts und verwandten notturft das beruerthe, sein vermeints schreiben kurtzlich zu beantworten, daraus eur kfl. Gn., L. und G. spuren und vernemmen sollen, das sein Hg. Hainrichs furgeben, in angeregtem schreiben verleibt, on grundt und unbestendig ist, mit der furbehaltung, dasselbig hiernachmals zu gelegner zeit clerlicher, dergleichen auch, wie er, Hg. Hainrich, mit mir und meinem stift und desselbigen armen leuten die zeit, ich des stifts bischoff gewesen, umbgangen und gehandlet und noch teglichs umbgehet und handlen lesset, stattlich, notturftig, bestendigklich nach der lang hervorzugeben.

    Und aber Hg. Hainrich gleich im eingang seines schreibens vermeintlich meldung thuet, als ob ich seinen vermeinten bericht, so er der ksl. Mt. uff meine ubergebne suplication gethan, unbeantwort gelassen, gleichsfals dweil ich uf meinem ersuechen zu befurderung der execution durch sein ableinen nit haften können, das ich, durch beschwerliche clagen mir ein anhang und beyfall zu machen und die leutte zu meiner erbarmus zu bewegen etc., unterstanden haben sollt, und darnechst uff ein vermeints, unpillichs und unbefuegt schmehen und iniurirn meines vorvaren Bf. Johans, meiner person und capitls zu Hildeshaim wider das kayserliche geleit alhie auf werendem reichstag schreitet, so hab ich anfengklichs sölliche zuegefuegte iniurien, sovill die mein person, capitl und verwandten betreffen, zu hertzen gefuerth und genommen, gestalt dieselbigen zu gelegner zeit wie recht zu prosequieren und zu vervolgen. Sovil sy aber meinen vorfaren Bf. Johann beruren, wirdet derselbig fur sich selbs seine notturft wol bedencken, one das er sich sollicher zulagen etwa zu Zerbst fur den dreien löblichen Kff. Maintz, Sachssen und Brandenburg volgents zu Cölln und Wurms, auch auf jungst gehaltenem reichstag alhie zu Regensburg fur der röm. ksl. Mt., auch Kff., Ff. und gemeinen stenden stattlich verantwortet und darauf entschuldigt genommen worden.

    Zu dem andern, das ich gedachts Hg. Heinrichs der ksl. Mt. gebne antwurt unbeantwort hingehen lassen haben solt, desfalls ziehe ich mich nit weitter denn eben uff die ksl. Mt. und derselbigen löbliche rethe, die deshalb, obs Šmuntlich und schriftlich unbeantwort gebliben oder nit, warhaftig anzeug thuen können. Zu dem dritten und letzlich, das ich, durch beschwerliche clagen die leuthe zu meiner erbarmus [sic!] zu bewegen, unterstanden haben sol, will ich aus mangel der zeit sollichs dißmals beruwen lassen und hiernachmals neben andern, dweil Hg. Hainrich dasselbig suecht und ye haben will, mit der hilf Gottes so darthuen, das eur kfl. Gn., L. und G. meiner armen unterthanen, die wider Gott und recht von ime, Hg. Hainrichen, und den seinen zum höchsten beschwert, von welcher erledigung wegen ich alle sachen biß daher gehandlet hab und noch, billich erbarmen und darumb auch zu gesuechter exequution da geneigter sein werden.

    Darauf nun und in die kurtz, sovil die haubtsach belangt, eur kfl. Gn., L. und G. zu berichten, das Hg. Heinrichs schreiben und furgeben on grunt sey, so befinden eur kfl. Gn., L. und G., das villgedachter Hg. Heinrich, seine sachen mit vier furnemlichen puncten, unbedacht dieselbigen und alle andere zu Rom, da sy zu verhinderung der urtheil und sonst gleichsfalls furgewendet, stattlich discutirt und als unerheblich zuruckhgelegt und verworfen worden, zu schmincken und dardurch die billich gesuechte execution meiner erhaltenen urtheil zu verhindern, understehet, und erstlich der vermeinten, nichtigen acht, am andern der angezogenen investitur, zu Augspurg beschehen sein soll, zum dritten eines angemasten vertrags zu Quedlinbburg und zum vierten ainer beruembtenc litis pendencien.

    Das aber die angezogne acht zu Gendt in Flandern auf ungestumigs anhalten der hertzogen und also ausserhalb dem reich vermeintlich ergangen, doch honore ac reverentia caesareae maiestatis semper salvis nichtig sey, ist in meiner apologien verschiner jaren auf ein famoß- und lesterlibell beider Hg. Erichs seliger gedechtnus und Hg. Heinrichs, wider mich ausgangen, gnugsam dargethan und sonderlich propter defectum iurisdictionis et citationis, dann ye war, das kein geistlich furst oder stand, ehe und zuvor derselbig seiner ordenlichen obrigkhait denunciert, in die acht erclert werden mög. Darzu so ist war, das der, welchen man in die acht thuen will, darzu citiert und geladen werden soll, welchs dann dis orts nit geschehen, sonder non denuntiatus, non citatus, indefensus et absens in die vermeinte acht erklert worden, daraus die nichtigkait der angezognen acht clerlich erscheinet, und das dergestalt erclerte echter als ungeacht und nit fur echter gehalten oder vervolgt werden söllen, ziehe ich mich uff gemeine beschriebne recht, darzu auf den kayserlichen landfriden und auch die kayserliche aufgerichte chamergerichtsordenung. Das aber vermeintlich angezogen wirdet, als solte in processu principis kein citation requiriert werden, ist falsch, contra clementinam pastoralis und wider alle beschribne recht. Und im fall die angezogne acht je kreftig sein solt, als sy doch nicht ist, hat sy doch nicht weiter dan allein auf sein Bf. Johanns person und nicht zu nachtail der kirchen gezogen werden möge, quia delictum prelati (si quod ibi Šfuisset) non afficit ecclesiam, zu recht gezogen. So demnach, wie erzellt, die acht nichtig, felt auch das, so Hg. Hainrich zu beschönung des spolii, invasionis et occupationis bonorum ecclesiae Hildesimensis vermaintlich vorwendet, als solt er tanquam verusd executor, sollichs zu thuen, macht gehabt haben, quia banno nullo existente etiam commissa executio et alia secuta tanquam accessoriume iniqua sunt, gleichsfals zu recht gezogen.

    Und ob durch meine widerwertige gesagt werden wolt, das durch yetz gemelt verlegen der nichtige acht die hochhait der ksl. Mt. angezogen werden solt, so ist wißlich und nit neu, das zum oftermal römische kayser und kunige und andere großmechtig fursten und herren ad importunam partium instantiam, iniquam suggestionem, obreptionem et surreptionem auch wider iren willen oder unbedechtig zu zeitten etwas nachgeben und auch von innen extorquiert und getrungen worden, wie dan gaistlichen und weltlichen, kayserliche, beschribne recht dasselbig ane vilen orten thon bezeugen und auch noch teglich an bepstlichen, kayserlichen und andern großmechtigen höven geschicht und doch uff gevolgten guten bericht, auch fur sich selbs sollichs als von in wider recht und ir gemuth ausbracht widerrueffen, revociert, vernichtet und retractiert haben, wellichergestalt und auch nit anderst mit vorbehalt der ksl. Mt., meines allergnedigsten herren, hochait, preeminentz, auctoritet und reputation und meinen schuldigen reverentz ich diß meines stifts notturft nach angezaigt hab wellen.

    Der ander punct, dessen sich Hg. Hainrich etc. zu behelfen untersteet, ist die vermainte investitur. Diser punct, dweil er gleichfals in obangeregter meiner apologien verlegt, darzu zu Rom auch stattlich disputiert und als unerheblich verworfen, hab ich nit notig geacht, dasselbig ditsfals alhie weitter dann zu erinnerung herfurzuziehen, und sonderlich, das Bf. Balthasar genannt Waltkirch sechs monat zuvor und ehe den hertzogen belehenet, unde ecclesiae fuit ius quaesitum, quod ius per praetensam secutam investituram eidem adimi non potuit, one das in der vermainten investitur ducum die ksl. Mt. ir selbs, dem röm. reich und auch menigklich sein recht vorbehelt und nit weitter, dann ire Mt. zu leihen recht, fueg und macht gehabt, gelauhen oder leihen wellen, daraus zu vernemen, dweil ksl. Mt. auf das importun und ungestimug anhalten der Ff. von Braunschweickh sy vermaintlich belehent, das doch irer Mt. gemuet nit gewest, die kirchen und stift Hildeshaim in iren rechten zu vernachtailigen oder Bf. Balthasar investitur zu verkurtzen, sonder die villmer vorbehalten, wie dann auch hernachmals ksl. Mt. gemuet in dem und andern aus stattlichen irer ksl. Mt. schriften clerlich angezaigt werden soll und mag. Und das Bf. Balthasar und andere der vermainten belehenung gegenwirtig gwest und geschehen haben lassen sollen, wirdet nit gestanden, ist unerwisen und uber das, so thuet es nicht zur sachen.

    ŠAm dritten wirdet zu behelf und beschonung durch Hg. Hainrichen ain vertrag, zu Quedlinburg aufgericht, furgewendet, mit anzaig, das der metropolitanus denselbigen helfen vorhandlen, bepstliche Hlt., dergleichen die röm. ksl. Mt. confirmirt haben sollen. Darauf gib eur kfl. Gn., L. und G. ich in kurtz disen bericht, das sollich beruembter vertrag zwischen dem thumbcapitl, chlerisei und statt Hildeshaim an einem und dem Hg. zu Braunschweickh anders tails aufgericht, darin chaines bischoves meldung geschicht, hangt auch kaines bischoves sigel daran und darumb ist es res inter alios acta etc., der meine vorfaren oder mich nit binden konnen und noch. Das aber angezaigt wirdet, als solt das capitl zu der zeit die verwaltung der kirchen gehabt haben, also das sy von wegen des bischoves und bischofflichen guetter concordieren und transigiern mugen etc., sollichs vorgeben ist falsch, ursachen, das Bf. Johan der zeit noch den stift nit resigniert, sonder bischoff und her des stifts und in wesendlichem regiment, wiewol abwesentlich, gewesen ist und fur und fur seine statthalter, regenten und rethe im stift Hildeshaim gehabt. Derhalb auch gedachts capitl von söllicher bischofflichen gueter wegen nichts handln oder concordieren können.

    Und gesetzt, doch ungestanden, das das capitl die verwaltungf des stifts Hildeshaim zu der zeit gehabt hetten, so ist doch war, das ing beruertem vertrag sy offentlich und mit hellen worten die rechtliche erforderung der bischofflichen, eingezognen gueter inen und der kirchen vorbehalten haben und allain, via facti wider die hertzogen nit zu handlen, sich begeben, auf denselbigen quedlinburgischen vertrag und desselbigen bepstliche confirmation gezogen. Und wiewol Hg. Hainrich söllichen vertrag mitsambt bepstlicher Hlt. und ksl. Mt. confirmation desselbigen oft und viel anzeucht, so ist doch die warheit, das er denselbigen bewilligten, besigelten, confirmierten und bestättigten vertrag nie gehalten, auch noch heutigs tags nicht helt, ob er gleich uber die vorigen angeregten confirmation, auch allen andern potentaten der christenhait confirmirt wer. Und das sollichs war sey, so befindet sich, das mein capitl und clerisey von des wegen, das er inne irer jerlicher renth, gult und einkhumen yetzo 20 jar her zu zeitten halb, zu zeitten den dritthail und zu zeitten gar und zummal wider den angeregten vertrag hinwegkhgenomen und nimbt etc., zu Rom in rechtvertigung gezogen, ongezweiffelt genugsam erwisen und demnach, ob Gott will, des orts in kurtz urthail und recht wider ine erhalten werden.

    Die vermainte litis pendencien, wölche der vierte vermainte behelf und ausflucht zu verhinderung der execution durch Hg. Hainrichen vorgeben wirdet, ist zu Rom zu verhinderung der urthail gleichsfals vorpracht, darauf disputiert und als nichtig und onbestendig verworfen worden, derwegen ich auch derselbigen angezogene litis pendentien mitnichte gestendig. Und damit eur kfl. Gn., L. und G. im grunt ersehen mögen, Hg. Hainrichs vorgeben ditzs vals auch Šnichtig und unbestendig sein, so ist war, das, als nach gehaltener veldschlacht, zu wellicher Bf. Johann wider seinen willen zu rettung seines stifts gerechtigkhait durch baide Hgg. Erich und Hainrichen zu Braunschweickh etc. getrungen, er, Bf. Johann, gesiget, baide Hgg. Erich und Wilhelmen sambt andern vilen vom adel und ritterschaft gefangen, das darnach uf volgendem reichstag zu Wurms die ksl. Mt. söliche kriegsubung in guetliche verhör genommen und zu vertragen unterstanden. Als aber irer Mt. die guete nicht ervolgt, haben ire Mt. ein decret eröffnet, die partheien zu allen thaillenh friden halten und die gefangen in irer Mt. handen in monatzfristi bey peen der acht stellen sollten, und als nach sollichen decret irer Mt. von reichstag und ehe ausgang des monats verruckt und iren weg in Flandern genommen und Bf. Johann sollichem decret gehorsamlich geleben wöllen, ist er doch, als solt er dem gemelten decret nit gelebt haben, umb den angezogen ungehorsam und chainer andern ursach halb ungefordert und ungehört in die vormainte acht auf ungestimichs anhalten und falschen bericht der hertzogen nichtigclich erclert und erkennt worden und die execution derselbigen vermainten acht gleichsfals vermaintlich bevolhen, auf welliche vermainte acht und bevolchne execution die gemelten hertzogen den stift aller seiner gueter, etlichen wenigen ausgenommen, spoliiert und entsetzt haben. Söllichs spolii und unpillicher entsetzung hat sich Bf. Johann volgentz zu Rom beclagt und die sachen vor bepstlicher Hlt. und dem stuel zu Rom in rechtvertigung gezogen, da sy vor vilen cardineln und richtern in die 20 jar geschweben und yetzo durch mich zu gepuerlicher endtschaft wie recht usserhalb der execution, die ich yetzo und bißdaher gesuecht, ausgefuert worden.

    Und dieweil demnach es zwaierlay, ja diverse und unterschidliche sachen sein, welliche aine tumultus bellorum und die kriegsubung, in wellicher die hertzogen vor ksl. Mt. cleger und Bf. Johann der beclagt gewest und durch irer Mt., wie gemeldet, zu Wurms in guettlicher verhör genommen, die ander aber causa spolii bonorum ecclesiae Hildesemiensis, in wellicher Bf. Johann cleger und die hertzogen beclagte zu Rom in rechtvertigung gezogen und dieselbig sach spolii castrorum etc. zu der zeit, als ksl. Mt. zu Wurms die kriegsubung in verhör genomen und das decret eröffnet etc., noch nit in esse oder rerum natura sein konnen, sunder allererst auf die darnach in Flandern vermaintlich ergangen acht gefolgt, welliche zeit ire ksl. Mt. auf der widerraiß in Hispanien und nicht im reich gewest, haben eur kfl. Gn., L. und G. leichtlich zu ersehen, mit was fuegen, grundt oder bestandt Hg. Hainrich die litis pendentien der sachen, die in zeitten des werendten reichstags und der ksl. Mt. gegenwurtigkait daselbst noch nit in esse, rerum natura oder vorhanden gewest, anziehen, vilweniger sich der zu verhinderung meiner gesuechten execution geprauchen oder behelfen möge.

    ŠAls aber verner neben obgeschriben allerlai ingefuert worden, die zum tail zu beschwerlicher verletzigung und bepstlicher Hlt., der hochwirdigsten cardinel und richtern zu Rom und auch meiner person geraichen, gleichsfals auch andere vermainten puncten und artickel, damit er, eur kfl. Gn., L. und G. zu blenden und irrig zu machen, understehet, welliches alles notturftig beizulegen ich dismal aus kurtz der zeit one not geacht. Damit aber nicht da weniger dasselbig summarie und, sovil zu diser zeit vonnötten, beantwurt wert, so will ich eur kfl. Gn., L. und G. hiemit zu bericht nit verhalten, das, sovill erstlich durch Hg. Hainrich angezogen wurdet, als sollt bepstliche Hlt. und die cardinel, auch der commissarius de Ginutijs3 nach gunst und unbesichtigter acten gehandlet und erkennet haben, söllichs unbefuegten angebens und verunglimpfens het sich Hg. Hainrich, als dem mitsambt seinen advocaten, procuratorn und sollicitatorn zu Rom ein sollichs vil anderst bewust, billich enthalten und irer Hlt. und irer, der cardinel, damit verschonnet. Hat sich aber dessen seinem prauch nach nit enthalten können.

    Zum andern das angezogen wirdet, er, Hg. Hainrich, artickl ubergeben, die zuegelassen und er sich zu beweisen erpoten, aber nit darzu gestattet werden welln etc., erhelt sich dermassen, das Hg. Hainrichj artickl, die zuvor zu vilen malen gerichtlich ubergeben und einpracht, doch nie bewisen, widerumb, die sachen dardurch lenger aufzuhalten, ubergeben und sich, die zu beweisen, erpoten, ist ine sölliche beweisung als calumniosa und frevenlich und auch, dweil solliche artickl allgereit zu etlichen malen einpracht, doch nie bewisen und, da sy gleich erwisen, dennest nicht relevantes oder furtreglich gewest, abgeschlagen und nit gestattet und ist hierin nichts anderst ad acta referendok als recht und billich gehandlet worden.

    Zum dritten wirdet angezogen, demnach Bf. Johann noch im leben, das mir, yetzigen bischove, gar chain action oder clag gebueren mögen. Demnach aber wislich, das Bf. Johann nach resigniertem stift in die hendt Clementisl, zu Bononien beschehen, desselbigen mitnichten verrer zu thuen, sonder, wie die recht sagen, respectu ecclesiae civiliter mortuus geacht, derhalben hat mir als volgendtem Bf. von Hildeshaim von wegen meines stifts entzognen guetter action und foderung wol gebuert, wie ich dann auch zu sollicher sachen prosecution mit recht zuegelassen, alles auf die rechte und acten gezogen.

    Am vierten wirdet angezogen, das meins stifts guetter, dorumb der streit ist, lehen sein sollen. Nimbt zu ainer vermainten beweisung die kayserlichen regalia, mir und meinem stift gnediglichst geben, fueret volgents daraus ein, das derwegen dise sach billicher vor ksl. Mt. als den stuel zu Rom gehörig, ich aber auf deshalb ubergebene artickl vermitlets [sic!] aids, gemelte meines Šstifts guetter lehen seien, wider er und mein gewissen verneinet haben solt. Arguirt mich also des meinaids, wie er dann, dasselbig aigner person und auch durch die seinen in die leute zu pilden und mich dermassen zu beschweren, understehet und bevleissiget. Dieweil aber sollich sein unbillich, muettwilligs und ungegrundts angeben nit zu geringer, sonder grosser verletzung meiner eren und gueten leymitz geraicht et crudelis est, qui famam suam negligit, hab ich solliche iniurien zu hertzen und gemuet gefuert in maynung, die wie recht zu prosequieren. Damit aber eur kfl. Gn., L. und G. die helle, offenware unwarhait bey im, Hg. Hainrichen, sein befinden, so gib ich denselbigen eur kfl. Gn., L. und G. disen warhaftigen bericht und sag, das ich nit gestendig, inmassen Hg. Hainrich anzeugt, die vernainung gethon, sonder diser gestalt, das ich glaub, das die regalia und, weß den anhangt, lehen sey, aber die gueter der kirchen aygenthumblich zustendig, konnen chain lehen genennt werden, ziech mich des auf die acten.

    Das aber, wie Hg. Hainrich einfuert, die sachen der ursachen, das des stifts guetter lehen vor die ksl. Mt. und nit den stuel zu Rom gehörig sein solten, bin ich ime chaineswegs gestendig, sondern ist war, quodm spolium bonorum ecclesiae etiam feudalium ratione sacrilegii et invasionis est causa mixti fori, in qua habet locum p[rae]vencio et papa praevenit. Das aber ksl. Mt., wie er meldet, papam prevenirtn haben sollt, bin ich nit gestendig, ist unerwisen und findet sich der grundt aus dem, so hie ob bei der vermainten angezogen litis pendencien gemeldet worden. Und wer demnach ich sollichs ertichtens bezeuhens von Hg. Hainrich billich verhaben bliben, dann ich solliche gebene antwurt mit gueten eeren und gewissen gethan hab und noch nit zu verendern wais, wirdet mir auch niemand anders als recht und bestendig beschehen zulegen werden noch mögen.

    Sovill nhun und zum funften die angeregte appellation von der interlocutorien de competentiao iudicis betrifft, hierauf gib eurn kfl. Gn., L. und G. in kurtz ich disen bericht, das Hg. Hainrich und seine procuratores den cardinal und comissarien H. Jheronimum de Ginucijs bey der bepstlichen Hlt. selb gebetten, erlangt und ausbracht, dadurch sy in die bepstliche jurisdiction consentiert und bewilligt. Zu dem andern haben sy, den articulum remissionis durch bepstliche Hlt. selb personlich zu entschaiden, gebetten, wie beschehen. Zum dritten, als bepstliche Hlt. nach notturftig disputierten sachen mit rath seiner Hlt. cardinel consistorialiter sich competentem iudicem erkenneten, haben die procuratores, so er zu Rom gehabt und presentes gewesen, davon nit appelliert, sonder dieselbig beiurtl in ire craft ergehen lassen. Das aber Hg. Hainrich hie aussen in partibus etliche monat darnach appelliert haben will, thuet nichts zun sachen, Šist auch bepstlicher Hlt. nit furkhumen, derhalben bepstliche Hlt. billich in der haubtsachen hat mögen furfaren.

    Zum sechsten die beruembten apellation a diffinitiva betreffend, hieherbei gib eur kfl. Gn., L. und G. ich disen bericht, das Hg. Hainrich seine procuratores in zeit gefellter urtail gegenwirtig gehabt, dieselbigen haben, wiewoll vermaintlich a papa male informato ad eundem melius informandum appelliert, demnach aber desselbigen uber vilfeltigen, erstreckten termin nichts pro meliore informatione und, das die hertzogen releviren hett mögen, furbracht oder furbringen konnen, ist innen wie recht die vermainten interponierte appellation als unzulessig durch bepstliche Hlt. verworfen und refutiert und mir darauf urtail und executorialbrief erkennt und zuegetailt worden, derwegen die beruembten appellation, durch Hg. Hainrichen in partibus vermaintlich interponiert, nichts zun sachen thuet, ime auch im rechten gar nit furtreglich sein khan oder mag.

    Und aber in sunderhaiten auch angezogen wirdet, als sollt Hg. Hainrich etc. kain volmacht oder mandaten apud acta weitter dann zu der declinatorien gehabt haben, darauf gib eurn kfl. Gn., L. und G. ich disen bericht und sag, das sich sollichs in der warhait vill anderst erhelt, dann seine procuratores mandatum und procuratorium ad totam causam principalem gerichtlich inpracht haben und, wan schon solliches nit weren, als es doch ist, so wer dannest die gefellten urtail, dieweil die parteien yederzeit citiert, nichtdesterweniger bestendig und kreftig, auf die acta und rechten gezogen.

    Letzlich nachdem auch durch Hg. Hainrichen unter andern angezogen wirdet, als solt Hg. Erich seliger gedechtnus ee eröffeneter urtail verstorben etc., haben eur kfl. Gn., L. und G. aus gezaigten meinen urtail und executorialbrieve gesehen und vernomen, das bepstliche Hlt. alle und yede defectus iuris et facti, ob der einige in diser sachen möchten angezaigt werden, suppliert und erfullet, darumb, ob dem gleich so were, nichtsdesterweniger die eröffnette urtail bestendig und kreftig.

    Es wirdet auch durch Hg. Hainrichen verner angezaigt, als solte die bevolhenen vormainte execution der nichtigen acht mit seinem und seines vettern grossen darlegen und uncosten (die er sich sunst in etliche 100.000 fl. ruembt) beschehen sein. Darauf gib eur kfl. Gn., L. und G. ich zu warem bericht, das das kayserliche decret und volgende nichtige acht und execution alle in dreien monaten nachainander auspracht und ausgericht, auch also, das auf die vermainte, unbilliche execucion, dieweil Bf. Johann der zeit werloß und sein kriegsvolgkh und rustung ksl. Mt. zu gehorsame beurlaubt und nidergelegt, nicht vil uber acht oder zehen tag gangen sein, dann sy meines stifts gueter an ainichen widerstandt eingenomen, darauß leichtlich zu vernemmen, ob so ein grosse uncosten, wie er ruhmt, in der geringen zeit und auf die onbilliche execution geen oder lauffen mögen.

    Sovill aber auch angezogen wirdet, als solt Bf. Johann, mein vorfar, zu der zeit er des stifts guetter durch die Ff. von Braunschweigkh entsetzt, derselbigen nit in possessione gewesen, sonder vilmer etlich vom adel impignoriert, alieniert Šund verkauft und derhalben tanquam non possessor des besitz nit spoliert oder ensetzt werden mögen etc., daraus volgen soll, das er die hertzogen super spolio mit recht nit hab vornemen mögen, hierauf gib eurn kfl. Gn., L. und G. ich disen bericht und sag, das ich nicht gestendig, das Bf. Johann und seine vorfaren die guetter, darumb sich der streit bißanher enthalten, dermassen, wie angeben wirt, verkauft oder alienirt haben. Aber nicht an [= ohne] sein mag, das Bf. Johann und seine vorfaren etliche schloß und guetter etlichen vom adel, in irem und der kirchen nammen zu verwalten, eingethon. Das sy aber derhalb in kainen besitz derselbigen schloß und gueter gewest sein solten, volgt gar nit aus ursachen, das dieselbigen inhaber und detentatores sollicher schloß und gueter, wie gemeldet, im nammen des bischoffs und der kirchen und nit ir selbs ingehabt, dem bischoff und der kirchen jerlichs ire unpflicht an diensten, steuren, volg und raiß und anders als dem herrenp der schloß und gueter thuen muessen, daraus zu vernemmen, das bischove und der stift sollicher guetter civilem und naturalem possessionem gehabt, dan Bf. Johann, seine vorfaren und stift haben yeder jar die detentatoren sollicher schloß und gueter abschaffen mugen, auch abgeschafft, also das die solliche gueter quodamodo precario ingehabt, darzu so seind die vom adel detentatores sollicher schloß und gueter respectu, intuitu et contemplatione episcopi et ecclesiae Hildesimiensis tanquam indubitati domini et possessores eorundem vertriben worden. Derwegen sy auch ires erlittens schaden und nachtails halben bey meinen vorfaren, mir und meinem stift erstattung und ergetzung gesuecht, zum tail bekumen, noch suechen und, den recursum bey mir und meinem stift zu haben, vorwenden. Darumb und dieweil auch war, quod is possidere dicitur cuius nomine possidetur, haben eur kfl. Gn., L. und G. leichtlich zu vernemmen, wie er, Hg. Hainrich, dits orts seines vorpringens befuegt.

    Dergleichen, so er auch vermeldet, sein vetter, Hg. Erich, und er durch Bf. Johann und stift vorhin spoliert, darumb billich ehe und zuvor auch zu restituieren sein solten etc., ist der bericht, das ich im, Hg. Hainrichen, oder seinem vettern sollichs vorbringen nit gestendig, dann auf disen tag und 20 jar her bey meinem stift nichts gewesen und noch, das im oder seinem vettern zukumen oder dessen er spoliirt sein mug. Darumb ist sein vorbringen diß orts gleich andern unbestendig, darzu auch unerwisen.

    Und nachdem sich dann sollichs alles erzelter und chainer andern gestalt im grundt erheldet und mein unterthenigst an die ksl. und kgl. Mt., dergleichen an eur kfl. Gn., L. und G. als gemaine stendt unterthenigstes, freuntlichs und guetlichs, von wegen der furderlichen execution meiner erhaltnen urtail halb beschehen ersuechen und anlangen, mit fueg, grundt, bestandt und gueten ursachen gethan, auch nit anders thuen sollen und mugen und Hg. Hainrichs yetziger dargegen haimlich untersteckts schreiben aus obangezaigten waren bericht und ursachen allenthalben nichtig, unbestendig und one grundt, so ist Šzu eurn kfl. Gn., L. und G. mein unterthenigst, freuntlich bitten, eur kfl. Gn., L. und G. wöllen dem obgemelten, unbestendigen, unterstecktem schreiben Hg. Hainrichs chain glauben geben noch im in ainigen weg in diser sachen beypflichtung thon, sonder vilmer mich gegen der röm. ksl. Mt., meinem allergnedigsten herren, aufs unterthenigst und vleissigst verbitten, dieselbig ire ksl. Mt. als ain von Gott geordneter obrister vogt, schutz, schirmen und advocat der kirchen, handhaber und executor des rechten und gesprochner urtail mir zu gebuerlicher, furderlicher execution meiner erhaltenen urtail allergenedigst und eur kfl. Gn., L. und G. als gemaine steend neben irer Mt. gnedig und fraintlich verhelfen, und zu furderung der execution bey hochgedachter ksl. Mt., dasselbig dem gegentail bey peenen irer ksl. Mt. und des hl. reichs acht und aberacht, mich und meinen stift wircklich realiter et cum effectu und furderlich mit erstattung aller und yeder expenß, unchosten, scheden, interesse, aufgehobne nutzung und schatzungen alles nach ausweisung erhaltener urthail und executorialbrieven restituiern und reintegriern mueß, zu gebieten, genedigclichst geruche, gnedigklich und fraintlich anhalten und befurdern und verner mich und meinen stift als ain glid des hl. reichs mit gunst, rath, hilf und furderung gnedigklich und fraintlich fortsetzen und nicht verlassen wollen. Dasselbig ist die billigkhait4.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1541/chVIII4/pages

    Anmerkungen

    1
     Es handelt sich offenbar um die in Nr. 269erwähnte, erste supplicationschrieftHg. Heinrichs von Braunschweig in Sachen Stift Hildesheim. Dafür sprechen u. a. die inhaltlichen Parallelen und der Verzicht auf eine Bezugnahme auf eine Eingabe Bf. Valentins von Hildesheim.
    1
     Vgl. die mut. mut. gleichlautende Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an Kg. Ferdinand, der erst am 21. Juni 1541 in Regensburg ankam, Regensburg, o Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 63v–65r (Kop.). Vgl. auch die protokollarische Notiz dazu, ebd. fol. 66r: Und als die röm. kgl. Mt. auß allerhand verhynderung auf solche requisition nichts fürgenomen, ist gedachter H. Valentin Bf. verursacht, die gedachte röm. kgl. Mt. nochmals in schrieften zu ersuchen, inmassen die nachvolgende Copei [Nr. 274] außweyseth.
    2
     Zur Datierung vgl. die protokollarische Notiz, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783fol. 2v: Und als die röm. ksl. Mt. daselbst algereid, wiewoll etliche wenige tag zuvor [1541 Februar 23] ankhommen gewest, hat gedachter H. Valentin Bf. ihre Mt. auf bescheen derselbigen erfordern seines gehorsamblichen erscheinens bericht und neben dem ihrer Mt. underthänigste anzeygung gethan, welchergestalt er von wegen seines verdrückten stifts zu Rhom für bäbstlicher Hlt. gegen den Ff. von Braunschweig in rechtvertigung gestanden und letzlich nach vieler mühe, unkost und arbeyth die sachen in possessorio et spolio so weyth getrieben, das die zu endtlichem entscheid geradthen und für ihnen und seinen stieft auß versehung des almechtigen gefallen. Und denn ihre Mt. ein von Gott geordnether obrister advocat, schutz und schiermer der verdrückten kierchen, auch handhaber des rechten und gesprochen urtheil, bath er, ihre Mt. wollten ihme zu gebürlicher, würglicher exequution allergnedigst verhelfen, wie dann ihre Mt., dasselbig zu thuen, schuldig und die bäbstliche Hlt. an ihre Mt. dasselbig thett bietten und begehren. Ubergabe darauf in vim legitimae requisitionis ihrer Mt. die urtheyl und executorialbrieve, dergleichen die babstliche fürschrieft loco mandati executivi, an ihre Mt. in forma brevis außgangen, und darneben eine latinische supplication, welcher aller inhalt auß nachvolgenden copeien zu vernemen.
    3
     Vgl. den päpstlichen Urteils- und Exekutorialbrief, Rom, 1540 November 18, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 3r–9v und das Breve Papst Pauls III. an Karl V., 1540 Dezember 6, ebd. fol. 9v–10v. Vgl. dazu Farnese an Morone, Rom, 1541 März 3, NB I,7, Nr. 11, S. 28–30, hier S. 29–30. Vgl. auch die Stellungnahmen der päpstlichen Nuntien, Morone an Farnese, Regensburg, 1541 Februar 26, Laemmer, Monumenta Vaticana, Nr. CCXII, S. 358–361, hier S. 360; Poggio an dens., Regensburg, 1541 Februar 26, Dittrich, Die Nuntiaturberichte Morones 1541, Anhang Nr. 9, S. 670–672, hier S. 670; Morone an dens., Regensburg, 1541 März 1, Laemmer, Monumenta Vaticana, Nr. CCXV, S. 363–366, hier S. 366; ders. an dens., Regensburg, 1541 März 23, Dittrich, Die Nuntiaturberichte Morones 1541, Nr. 15, S. 440–442, hier S. 442 und Contarini an Bembo, Regensburg, 1541 April 26, Dittrich, Regesten und Briefe, Inedita Nr. 63, S. 322–323, hier S. 322.
    4
     Darauf folgt in der Überlieferung Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 10v–12r (Kop.) die protokollarische Aufzeichnung, ebd. fol. 12v–13r: Darauf haben ihre ksl. Mt. ihme, H. Valentin Bf., durch ihrer Mt. hoffrath Dr. Johann a Naues in ihrer Mt. gegenwürtigkeit zu antwort geben lassen, das ihre Mt. die uberreichte schrieft bäbstlicher Hlt., dergleichen sein, des bischoven, supplication und die copey der urtheil und executorialbrieve verlesen und sich darauf dermassen, als und wes sie zu thun schuldig, allergnedigst erzeygen und beweysen wollten, doch anhängen lassen, das, dweyl der eyne gegentheil, Hg. Heinrich, alda zur stett auch ankommen, ihre Mt. fur gut ansehen, sover er, H. Valentin Bf., dasselbig auch leyden möchte, demselbigen die ubergebne supplication, urtheilbrieve und handlung zugeschickt und fürgehalten würden. Solchs hat bemelter H. Valentin Bf., ihrer Mt. in underthänigkeit ingereumbt und, das ihme, Hg. Heinrichen, die handlung erzeltermassen zugeschickt, bewilligt. So denn ihme, Hg. Heinrichen, von der ksl. Mt. gedachts H. Valentins Bf. supplication und ubergebne handlung zugeschickt und er dieselbig einen gantzen monadt bey sich behalten und mit antworth verzogen. Und aber gedachter H. Valentin Bf. bey der ksl. Mt. verordnethen hoffräthen und fürnemblich bey dem hochgebornen fürsten H. Fridrichen Hg. in Bayern Pfgf. etc. und auch den andern hoffräthen umb antwort oder verhelfung zur exequution angehalten, hat zuletzt Hg. Heinrich antwort in schrieften [vgl. Nr. 269] inbracht, dahyn schliessend, das er nit gemeyndt, auch nit schuldig sein wollt, der urtheil zu geleben, sonder vielmehr, für der ksl. Mt. oder derselbigen commissarien die sachen von neuem zu rechtvertigen, angebotten, derowegen auch etliche articul, daruff ihme der bischoff antworten sollt und er, die zu beweysen, ihme commissarios zu geben, gebetten, sich erbotten, ferrers und mehrers weithleuftigers inhalts, wie dann dieselbig des herzogen schrieft und articull, zu teutzsch und latein ubergeben und hernach volgen, in die lengde ausfhüren.
    1
     Vgl. die Kopie der dt. Fassung Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 22r–28v. Die Artikel betreffen Verhältnisse im Haus Braunschweig, dessen Besitz, die Beziehungen der Herzöge von Braunschweig zum Stift Hildesheim, Vorgänge während der Hildesheimer Stiftsfehde und die Durchführung der Exekution.
    2
     Hg. Heinrich setzte im Übrigen den Text seiner obigen Stellungnahme in redaktionell überarbeiteter Form, in der vom Kaiser in der dritten Person gesprochen wird, unter den Ständen in Umlauf. Vgl. das an Bf. Franz von Münster und Osnabrück gerichtete Exemplar, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 84r–93v (Kop.), ÜS fol. 84r: Copey solcher des Hg. Heynrichs heymlich understeckter schrieft, vgl. Anm. 2 zu Nr. 278. – Vgl. auch die Protestation Hg. Heinrichs von Braunschweig, o. Datum, Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 288r–288v (Kop.): Er, Hg. Heinrich, und sein Vetter, Hg. Erich von Braunschweig und Lüneburg, sind auf dem Augsburger Reichstag 1530 vom Kaiser mit ihren ererbten Fürstentümern und ihren vom Hochstift Hildesheim rechtmäßig eroberten Landen rechtskräftig laut der ausgestellten Lehnsbriefe belehnt worden. Im Jahr 1540 ist Hg. Erich gestorben, also das villeicht darfur möchte wellen angesehen werden, das seiner L. nachgelaßner minderjeriger sone, unser lieber, junger vetter, oder anstatt desselben die tutores sollten verpflicht sein, solliche angeregte lehen auf beschehennen fall nochmals zu empfahen, und aber ich als nechster agnat, confeudatorius und mitbelehenter rechter, legittimus tutor und vormunder bin, so will ich hiemit nomine tutorio und fur mein interesse als confeudatorius, sovil ich von rechts wegen zu thun schuldig bin, und solliches auch in pester form, wie sich das in sollichem fall zu geschehen geburt, die obberuerten verlassene lehen, land und leuthe meines vettern seligen von eur ksl. Mt. als romischem kayser underthenigst gesunnen und gebetten haben, solliches in irer ksl. Mt. cantzlei registrieren zu lassen und doch daneben der sachen so lang einen anstandt und indult zu geben, bis das genanter mein junger vetter seine volkumene jar erraicht oder zum wenigisten, biß das ksl. Mt. beruerter tutorei halben meines jungen vettern genedigiste, nottwendige verordnung und fursehung thun, alsßdann soll, was sich in disem fall geburt und von eur ksl. Mt. aufgelegt wurdet, voltzogen und gelaistet werden, und ich bin, umb eur ksl. Mt. das in aller underthenigkait zu verdiennen, schuldig und willig.
    1
     Vgl. die protokollarische Notiz, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 44r–45r: Diese H. Valentins Bf. ubergebne replica und designation ist durch die Ff. von Braunschweig on ferrer antwort oder ableynung geblieben. Derowegen hat vielgedachter H. Valentin Bf. bey ksl. Mt. ferrer umb verhelfung gebürlicher execution zu etlichen vielen mahln angehalten, auch gnedigste und tröstliche antwort erlangt und letzlich diese, das ihre Mt. alle handlung, ihrer Mt. der sach halb beyderseyts furbracht, ihrer Mt. verordnethen hoffrethen ubergeben, die sie besychtigen und ihrer Mt. relation thun sollten, so dasselbig geschehen, wollt ihre Mt. alles, wes ihr zu thuen gebürthe, gebürlicherweys sich gehalten. Und sich aber dasselbig auß allerhand verhynderungen verzogen, dardurch er, H. Valentin Bf., one antwort geblieben, darzu auch, indem berurter H. Valentin Bf. also seines stiefts sachen bey ksl. Mt. und andern stenden gefürdert, mitlerzeit in seiner fstl. Gn. stift allerlei empörung, vheindtliche und thettliche zugrieff mit aufhauung der lastwegen und güetter und andere beschedigung seines stiefts underthanen begegneth, das er nit anders deutten können, dan das solcher unlust und schad von Hg. Heinrichen ihme zugeschoben und zugeschmidet würd, wie dan gedachter herzog gleicherweys zuvor auch ihme und dem stieft allerley widerwertigkeit zugeschöben und die, so ihnen und den stift mit mord, brand, raub und in andere wege beschedigt, behauset, geheget und geduldet oder je zum wenigsten durch die seinen in seinem furstenthumb hausen, hegen und gedulden lassen, unbeacht dasselbig vieler ursachen ihme woll anders gebuereth, ist gedachter H. Valentin Bf. verursacht worden, soliche handlung und, wes ihme, seinem stift und desselbigen verwandthen und underthanen von der zeit an, so er erstlichen ins stieft kommen, bys uff gegenwürtige zeit des reichstags und auch in werendem reichstag von gedachtem Hg. Heinrichen und den seinen begegnet, der röm. ksl. Mt. nach der lengde mundtlich zu clagen und zu entdecken. Und als die ksl. Mt. begeret, ihr ein solchs in schrieften verfast zu übergeben, ist dasselbig auch von ihme, dem bischove, also gescheen und neben der supplication pro exequutione [Nr. 274], an ihre Mt. abermahls gestellt, in schrieften ubergeben worden mit erbiettung, solchs alles stattlich zu erweysen, inmassen solche schrieft nach der lengde außfhüreth.
    1
     Zur Datierung vgl. Bf. Valentin von Hildesheim an Bgm. und Rat von Hildesheim, Regensburg, 1541 Mai 23, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 169v–170v.
    2
     Vgl. dazu im Einzelnen die als Eingabe an die Reichsstände konzipierte, detaillierte, undatierte Klagschrift Bf. Valentins von Hildesheim über feindselige Akte Hg. Heinrichs von Braunschweig gegenüber ihm und seinem Hochstift und über die Begünstigung im Stift Hildesheim verübter Gewalttaten durch die Amtleute des Herzogs, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 63r–77v. Zu den Umtrieben Klaus Berners vgl. auch Hgn. Elisabeth von Braunschweig an die hessischen Reichstagsgesandten in Regensburg, Münden, 1541 Juli 15, Marburg StA, PA 586, fol. 37r–40v (Ausf.).
    3
     Vgl. Rat von Hildesheim an Bf. Valentin von Hildesheim, 1541 Mai 10, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 167v–169v (Kop.).
    4
     Der Kaiser gab dem obigen Antrag mit Ausnahme der erbetenen Sondererlaubnis zur Strafverfolgung in fremden Territorien statt. Vgl. sein Generalmandat, Regensburg, 1541 Mai 28, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 173v–176r. Vgl. außerdem das die erwähnte Sondererlaubnis einschließende ksl. Mandat, Regensburg, 1541 Juni 30, ebd. fol. 184r–187r und Bf. Valentin von Hildesheim an Rat und Bgm. von Hildesheim, Regensburg, 1541 Juli 30, ebd. fol. 189v–190v.
    1
     Vgl. das auf Antrag Bf. Valentins von Hildesheim erlassene Generalmandat des Kaisers, Regensburg, 1541 Mai 28, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 173v–176r.
    2
     Vgl. das ksl. Mandat gegen Klaus Berner, Regensburg, 1541 Juni 30, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 184r–187r.
    1
     Der 10. Juni fiel 1541 auf einen Freitag.
    2
     Der 12. Juni fiel 1541 auf einen Sonntag.
    3
     Dr. Hartmann Hartmanni.
    4
     Hubert Leodius.
    1
     Zur Datierung vgl. Anm. 5 zu Nr. 275und Nr. 273.
    2
     Mit einer mutatis mutandis gleichlautenden Supplikation wandte sich Bf. Valentin von Hildesheim auch an Kg. Ferdinand, Regensburg, o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 66v–69r.
    3
     Danach folgt die protokollarische Aufzeichnung, ebd. fol. 62v–63v: Auf diese des bischoffen ksl. Mt. fürbrachter clagen und erzelung beyd, in der executionsach oder auch von wegen der thätlichen beschwerungen des hertzogen, ist nichts ervolgt, sonder vielmehr dieselbig schrieft bey ihrer Mt. verlieggen blieben. Als aber gedachter H. Valentin Bf., damit es bey der ksl. Mt. oder derselbigen hofräthen, Pfgf. Friedrichen und andern, nit dafür angesehen, als ob er seins fürbringens, sovill das die thattliche beschwerung, von dem hertzogen und den seinen ihme und dem stieft Hildeshem zugefüegt, keynen grund oder bestand hett, so hat gedachter H. Valentin Bf. mehr als zweynemmahl personlich und mundtlich gebetten, die ksl. Mt. oder derselbigen verordenthe hoffräth wolten ihme eynen nemblichen tag benennen und ansetzen, wehr er willig und urbüttig, seynem vorigen erbietten nach seine clagen der thädtlichen beschwerung halb für der ksl. Mt. oder derselben räthen mit brief und siggeln, gerichtlich gefüerthen und am camergericht eroffnethen kundtschaften, urgichten und anderer gstalt mehr zu beweysen, daruff doch jederzeyt uffschlegliche und verzügliche und, das dasselbig an ksl. Mt. gelangen sollte, in antwort gefallen. Weß aber beschlislich dem bischoffe deshalb in antwort begegnet, wirdet hiernach bey der handelung des angemasten schutz halb, so sich Hg. Heinrich bei den von Hildeshem understanden, zu end bei dem articul anfahend ‚Und demnach H. Valentin Bf. in jetzgesetzter etc.‘ verzeichnet befunden [vgl. Nr. 276]. Und dan auch nun ferner die bäbstliche Hlt., wie obgemeldet, ihme, H. Valentin Bf., auch an die röm. kgl. Mt. loco mandati executivi auch furschrieft geben und mitgeteylt und dieselbig ihre kgl. Mt. gein Regenspurg gleichwoll spathe und langsam ankommen, hat berurter H. Valentin Bf. die gedachte röm. kgl. Mt. in ihrer ankunft [1541 Juni 21] mit solchem habenden brevi apostolico neben uberreichung der urtheil und executorialbrief und seiner supplication auch zum underthenigsten umb execution ersucht, gebetten und angefallen, also das ihre kgl. neben der ksl. Mt., ihme zu würglicher und fürderlicher exequution zu verhelfen, gerüchten, inmassen die hiernach inserirte copeien ausfüren, darauf die kgl. Mt. sich deßen und, sovil sie thun konth und gebüren wolt, mit gnaden gutwillig und bey der ksl. Mt. dasselbig gescheen möchte, mit vleys antzuhalten auch allergnedigst erbotten. – Vgl. das erwähnte päpstliche Breve an Kg. Ferdinand, Rom, 1540 Dezember 6, ebd. fol. 65v–66r. Vgl. auch die protokollarische Notiz, ebd. fol. 69r–70v: Die in seiner Angelegenheit an die Kurfürsten und Fürsten loco mandati exequutivigerichteten päpstlichen Breven [ebd. fol. 70r–71v] hat Bf. Valentin den Ständen einzeln zugestellt und dabei über die feindseligen Aktivitäten Hg. Heinrichs Klage geführt, mit der Bitte, sich in gemeinem reichsrathefür die Exekution des kurialen Urteils einzusetzen. Was nun belangt die heubtsach, haben die ersuchte Kff., Ff. und stende sich, sovil an ihnen, die execution in angeregtem vhall zu befürdern, gutwillig erbotten, sovill aber die andere zugefüegte beschwerung beclagt [sic!], angezeigt, das sie deshalb mit ihme, dem bischoff, gnedigs und freundtlichs mytleyden trüegen etc.
    1
     Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 110v–121v (Kop.) findet sich eine etwas weiter ausholende Fassung der Supplikation, die die Geschicke des Hochstifts seit der Hildesheimer Stiftsfehde stärker berücksichtigt und auf die Prozessführung in Rom ausführlicher eingeht, von der Tetleben aber offenbar keinen Gebrauch machte.
    2
     Zur Datierung vgl. das Mainzer Kurfürstenratsprotokoll zum Reichstag in Regensburg ad 14. Juni 1541 [Nr. 65] und Johann von Glauburg und Dr. Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt, Regensburg, 1541 Juni 15, Frankfurt ISG, RTA 46, fol. 149r–152v (Ausf.) [Nr. 747].
    3
     Vgl. Hannover NLA, Hild. 1, Nr. 783, fol. 127r–147v die Klagschrift Bf. Valentins von Hildesheim gegen Hg. Heinrich von Braunschweig, die mutatis mutandis mit der Beilage zur hildesheimischen Supplikation an den Kaiser [vgl. Nr. 274 ] übereinstimmt.
    4
     Kard. Girolamo Ghinucci.
    5
     Auf den Schluss des Stückes folgt in B fol. 83r–84r die protokollarische Aufzeichnung: Als aber datzumahl Pfgf. Friedrich anstatt der röm. ksl. Mt. etliche sachen gmeynen stenden in obgemelten gemeynen reichsrathe catholicorum proponirt und der antwort in eyl gewarten wollen, ist durch verhynderung derselbigen geschefte, das soliche supplication domahls unverlesen geblieben, doch durch den Kf. zu Meintz als ertzcantzlern des reichs von gemeiner reichstend wegen antwort und vertröstung gefallen, das, sobald gemeyne stend widerumb zusammenkommen würden und es gescheen konth, wölten sie befürdern, die supplication verlesen würd und darauf das, so gestalt und herekommen der sachen erfürdert und sie von rechts wegen thun könthen und sollten, das die stend dasselbig auch thun wollten, erbotten und darauf auch bevolhen, ihme, dem bischoffe, die originalia executorialium et brevium apostolicorum ad electores et status retentis copiis ausculatis widrumb zuzustellen, wie gescheen. Und dweyl wie ob die protestirenden in dieser reichsstende versamblung nit zugegen, sonder einen besondern rath in einem andern gemach gehalten, damit dann dieselbigen solicher des bischoffen sachen, dweyl die ein gmeyne reichssach und ein stand des reichs betreffen thett, auch wiessens haben möchten, hat vielgedachter H. Valentin Bf. nit underlassen wollen, dieselbigen protestirenden auch in ihrem rathsess zu ersuchen, sein anligen fürzutragen und darnehist inserirten copeien gleichlauttend copeien neben uberreichung der executorialbrieven und bäbstlicher Hlt. fürschrieften auch zu übergeben mit biett, die zu verlesen, und, so die executorial und brevia verlesen, ihme die widerumb zuzustellen, gebetten mit erbiettung, ihnen derselbigen glaubwirdige copeien zustellen wollt, alsdann ein solichs desselbigen tags auch gescheen und dem churfürstlichen sächsischen cantzler als des rathsess fürnembsten und referendario uberantworth worden seyen. Nach welchem allem ehe und zuvor auf jetzangezeigte vielfaltig anregen umb execution, bey ksl. und kgl. Mtt., auch Kff., Ff. und gemeynen stenden bescheen, etwas gevolgt, hat Hg. Heinrich von Braunschweig von wegen sein und als angemaster curator des jungen Hg. Erichs, seines vettern, ein schrieft zu ableynung der vorgemelthen urtheyl, wieder ihnen und Hg. Erichen zu Rom ergangen, und zu abschneydung der angewendthen bitt und petition pro executione nachvolgendts inhalts außgehen lassen, doch nit offentlich, sonder heymlich under Kff., Ff. und stende understecken lassen und gleich am end und, da sich jetzo der reichstag enden wollen, in meynung, das gedachter H. Valentin Bf. zu verantwortung kürtz halb der zeyt nit kommen sollt konnen, und derowegen die execution verhyndern, ihme den glympf schepfen und behalten möchte.
    1
     Vgl. die protokollarische Vorbemerkung zu diesem Stück, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 197r–197v: Und demnach die keyserlichen hoffräthe auß vormahls fürbrachten clagen des Bf. zu Hildeshem vernhomen, was beschwerung, practicken und dergleichen gevherliche handlung von Hg. Heinrichen ihme in seinem stieft zugefüegt und verhandlet würden, derowegen sie auf solche des herzogen supplication sich entschlossen, dieselbig zuvor dem Bf. zu Hildeshem zu uberantworten, sein bericht darauf zu geben, also haben die gedachte kayserliche, verordenthe hoffrethe die angeregte supplication des herzogen und auch die schrieft des raths von Hildeshem originaliter zugeschickt mit uffgezeichnetem decret, sein bericht darauf zu geben, und, ob er wolt, solcher schrieft und supplication copeien zu behalten, gegönneth. Derowegen gedachter H. Valentin Bf. sein und seines stiefts notturft nach nit umbgehen konnen, solche supplication Hg. Heinrichs und auch die schrieft der von Hildeshem, soviel die den angeregten schutz betreffen thett, antzufechten und darvor zu bietten, auf solche supplication ihme als angemasten schutzfursten die gebettene mandaten nit mitzutheyllen, inmassen des bieschoffen supplication und bericht hiernach volgend außweysseth.
    2
     Vgl. die Supplikation Hg. Heinrichs von Braunschweig an den Kaiser , Regensburg, [1541 nach Juli 6], Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 196r–197r (Kop.): Beiliegend das an ihn gerichtete Schreiben seiner schutzverwandten, des Rates von Hildesheim, 14 ihrer fheind halben, welche im land Luneburg zu Giffhorn gefenglich eingezogen worden. Daraus ist klerlich zu vermercken, wie der jetzig Bf. zu Hildeshem mich widder die hellen warheit on allen grund, fueg oder ursachen, allein auß lautteren neyd, haß und abgunst bey euerer ksl. Mt. seiner feind halben, als das dieselben in meynem furstenthumb ihr underschleyf haben und fürgeschoben werden sollen, angegeben, verunglympft und vermehret hat, wie dan onedas euer ksl. Mt. meiner unschuld in andere wege jederzeyt weytter können berichtet und darumb ernantem bieschoff hynfüro ungehört meiner antworth auf sein unerfindtlich anbringen keynen glauben geben, viel weniger so leichtlich, als in diesem vhall bescheen, einich mandat wider mich erkennen oder außgehen lassen werden. So haben auch hierauß euer ksl. Mt. nit schwerlich zu ermessen, das derselben heroldt, Lorentz Landtsperger, lauth meiner räthe schreyben, welchs ich euerer ksl. Mt. ich [sic!]wider ihne neben meiner hochverursachten beclagung hievor ubergeben, mich und die meynen der angezognen hildeshemischen vheindt halben erdiechtlich wider alle warheit bey meniglichen außzuschreyen, zu berüchtigen und zu beschmutzen, understanden und von des, auch andern seins getrieben unwesens schmehlicher, aufrürischer worth wegen, in berürter meyner räthe schreyben begrieffen, euerer ksl. Mt. ungnad und straff wol verdienet hat, wie ich dan hiemit nochmahls underthenigst will gebetten haben, das euer ksl. Mt. allergnedigst geruhen wollen, ihne der gebür und seinem verdienst nach straffen zu lassen. Und dweyl aber die obgenanten von Hildeshem, wie euer ksl. Mt. auß ihrem schreyben zu befinden, besorgung tragen, das ihnen das recht wider ihre gefangen fheynd möchte verzogen oder vielleicht darinnen verkürtzt werden, und dan ich vermöge der schutzverwandtnisse schuldig bin, sie in ihren sachen zu ihrem rechten zu fürdern,bittet er den Kaiser, seinen Vettern, Hg. Ernst und Hg. Franz von Braunschweig-Lüneburg unter Androhung schwerer Strafe zu befehlen, den mehrgedachten von Hildesheym auf ihr ansuchen peinlicher verhör, auch ordenlichs, gebürlichs rechtens vermöge euerer ksl. Mt. im reich ausgegangener halsgerichtsordenung wider die obgedachten offne landtfriedbrecher, ihre veyndt als Clausen Berner und die andern, fürderlichst zu gestatten und zu verhelfen, damit das übel nit ungestraft bleyben dorfe [...]. Vgl. außerdem Bgm. und Rat von Hildesheim an Hg. Heinrich von Braunschweig, Hildesheim, 1541 Juli 6, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 193v–195v und Bf. Valentin von Hildesheim an Bgm. und Rat von Hildesheim, Regensburg, o. Datum, ebd. fol. 203r–204r: Stellt klar, dass die Stadt Hildesheim in keinem Schutzverhältnis zu Hg. Heinrich von Braunschweig steht.
    3
     Vgl. dazu im Einzelnen die als Eingabe an die Reichsstände konzipierte, detaillierte, undatierte Klagschrift Bf. Valentins von Hildesheim über feindselige Akte Hg. Heinrichs von Braunschweig gegenüber ihm und seinem Hochstift und über die Begünstigung im Stift Hildesheim verübter Gewalttaten durch die Amtleute des Herzogs, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 63r–77v.
    4
     Auf diese Eingabe bezieht sich folgende protokollarische Notiz, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 204r–204v: Und demnach H. Valentin Bf. in jetzgesetzter supplication under andern, dweyl ihme Hg. Heinrich zulegt, als solt er, der bieschoff, auß neyd und haß das erste mandat wider Berner außbracht, darin vermelden lassen, als ob Hg. Heinrich ihme solche vheindtschaft vermüthlich zuschieben thete, dweyl er zuvor gleichmessig gegen ihme gehandelt, auch vermeldet und sich erbotten, was er zuvor der ksl. Mt. wider Hg. Heinrich geclagt und deshalb algereid ihrer Mt. statlichen schein und glauben mit brief und siggeln, gefürthen kundtschaften, urgichten und dergleichen gethan, nochmahls und uff werendem reichstag zu beweysen, und demnach volgendts zu etlichen mahln bei Pfgf. Friderichen, seinem cantzlern und, wer jederzeit antzutreffen gwest, ansuchen gethan und durch die seinen ansuchen lassen und gebetten, ihme einen nhemlichen tag zu bestymmen, sein angebottne beweysung uber Hg. Heinrichen von ihme aufzunemen, so ist letzlich von gedachts Pfgf. Fridrichen cantzler, Dr. Hartmundt, diese antwort gefallen und angezeigt, das viele, nehmlich Sachssen, Hessen, Northusen, Goßlar, Braunschweig und andere mehr sich zu gleichmessiger beweissung wider Hg. Heinrich von Braunschwig erbotten, aber da sey niemandt, der hören woll oder dem es zu herzen gehe. Darumb so gedencke er, das es mit des Bf. von Hildeshems clagen und erbottener beweyßung auf dasmahl auch darbei bleyben wird. Haec fuerunt verba formalia praefati domini doctoris cancellarii. Etliche tage darnach ist zum abschied des reichstags geschritten und derselbig reichstag sein endtschaft gewohnnen.
    1
     Vgl. die Resolution des [Supplikationsausschusses] zur Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim, Regensburg, [1541 vor Juli 28], Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 107v–108v (Kop.): Bedencken des ausschus, auß Dr. Caspars Chuen eignen geschriebnen zettel abgeschrieben: In sachen der exequution zwischen dem Bf. von Hildeshem und dem Hg. zu Braunschwig hat der ausschuß für gut angesehen, das Kff., Ff. und stend die ksl. Mt. bietten, das ihre Mt., die sachen in der güte zu vertragen, gnedigst gerühten und, woe die entstunde, das alsdann nach herkommen und gstalt der sachen, unangesehen des kayserlichen rescripts an statthalter und regiment zu Nurmberg außgangen, die sach an das kayserliche cammergericht weysen und remittirn wolten. Vgl. auch die ebd. fol. 107r–107v voraufgehende protokollarische Aufzeichnung: Nachdem sich aber die vergleichung der strittigen religionsach, darumb alle part und privatsachen wie ob aufgeschoben, zerschlagen und one frucht zergangen und derowegen sich zum ende des reichstags und auch von wegen des Turcken zutzugks uff Hungern genahet und die stend mit der eylenden und beharlichen turckenhylf von ksl. und kgl. Mt. hart, embsig und vielvältig angelangt worden, darob sie auch in stettiger handlung und rathschlagen gesessen und die ksl. Mt. in die 200 supplication auf vleyssigs, vielveltigs anlauffen der beschwerdten und clagenden partheien, die von wegen der religion den gantzen reichstag aufgehalten, auch am ende des reichstags den stenden zu beratschlagen uberantworten lassen, darob sich die gemeyne stend des reichs, catholici und protestantes, entschlossen, ein ausschus zu verordnen, die soliche supplicat und handlung besichtigen, erwegen und volgendts ihnen, den gemeynen reichsstenden, darvon und, weß sie darin furzunehmen für gut ansehen, notturftige relation thetten. Und der ausschuß also verordnet, hat mehrgedachter H. Valentin Bf. nit underlassen, bey den stenden und ausschus antzuhalten, seine supplication, handlung, urtheyl und anders, pro executione sententiae restitutoriae ubergeben, auch für die hand zu nehmen und darvon zu referirn, darauf der auschuß dieselbig hildesheimische sach für die hand genommen und inmassen, wie hernach volgt, ihr gutbeduncken den churfursten, auch den fürsten catholicis, doch nit in gemeynem reichsrath, gleichsvhalls auch den protestirenden stenden nicht, durch Dr. Caspar Chuen, meintzischen rathe und referenten, verlesen lassen.
    2
     Vgl. die Resolution der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten, Regensburg, [1541 Juli 28], Hannover NLA, Cal. 10 Nr. 3, fol. 140v (Kop.): In der executionsachen zwischen dem Bf. von Hildensheim und Hg. Heinrichen zu Braunschweig ist nachmals die maynung, das ksl. Mt. gebetten werde, das ir Mt. die partheien durch sich selbst oder andere in der gute vertragen wolle. Wo aber solches nit geschehen möge, das alsdan in betrachtung herkomen und gestalt diser sachen, auch unangesehen des kayserlichen rescripts, an stathalter und regiment des kayserlichen regiments zu Nurnberg außgangen, der Bf. von Hildensheim am kayserlichen camergericht umb recht ansuchen möge.
    3
     Im Vorjahr hatte Karl V. Papst Paul III. gebeten, die Interessen der Hgg. Erich und Heinrich d. J. von Braunschweig in ihrer Auseinandersetzung mit dem Bf. von Hildesheim nicht zuletzt um ihrer Standhaftigkeit im alten Glauben willen wohlwollend zu berücksichtigen, und seinen Gesandten, Mgf. Aguilar, angewiesen, das Anliegen der beiden Herzöge an der Kurie nach Kräften zu fördern. Vgl. Karl V. an Papst Paul III., Antwerpen, 1540 Mai 20, Wien HHStA, RK RA i. g. 11, unfol., und Karl V. an Mgf. Aguilar, Antwerpen, 1540 Mai 20, ebd.
    4
     Vgl. auch die laut AV fol. 148r nicht mehr übergebene Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an die Reichsstände, Regensburg, o. Datum, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 148r–149v (Kop.): Hat dem Kaiser, Kg. Ferdinand und den Ständen bereits vorgetragen, dass er als Nachfolger Bf. Johanns von Hildesheim in Rom gegen Hg. Erich und Hg. Heinrich von Braunschweig um Restitution des Stifts Hildesheim erfolgreich prozessiert hat, und dabei um ihre Hilfe zur Exekution des päpstlichen Urteils gebeten. Der Kaiser hat bisher aus allerlei Verhinderung die Entscheidung verschoben, aber zugesagt, sich seiner Sache auf diesem währenden Reichstag, soviel ihm gebühre, anzunehmen. Der Kaiser hat auch seine Supplikation, die Gegendarstellung seines Widerparts und seine Erwiderung darauf den Reichsständen zur Beratung zugeleitet, die vor wenigen Tagen einen Ausschuss mit der Beratung der Angelegenheit beauftragt haben. Hat nun vernommen, das alle und jede vermeynte behelf und außzoge, so durch die gegenteyl zu Rom zu verhynderung der urtheyl und zu ihrem besten fürgewendet, unangesehen, dieselbigen stattlich und zu grundt disputirt und als unerheblich verlegt, jetzo widrumb zu verhynderung gebettner solcher execution vermeyntlich herfürgesucht und, die sachen da irriger ze machen, understanden wirdet, und derowegen, damit in gmelter meiner stieftssachen und execution erhaltner urtheyl, wie gmeldet, ein stand, gliedmaß und fürstenthumb des hl. reichs betreffen, gebürliche handlung gepflegen, so stehit zu euer kfl. Gn. und G. mein underthenig freuntlich bietten, sie wollen bey hochgedachter ksl. Mt. mich underthenigst verbietten, ihre ksl. Mt., eurn kfl. Gn. und auch der abwesenden bottschaften, etlichen fursten auß gmeynen stenden, die sach in diesem wehrenden reichstag fürzunemen, zu bedencken, der billicheit entschliessen und fürhin, was zur billicheit und gebettner execution dienstlich und nöttig, ihrer ksl. Mt. zu referirn etc., zu bevelhen, geruhte, und so denn, dieselbig meine sach in diesem jetz werenden reichstag euer kfl. Gn. und den obgmelten zu verhören und die billicheit darin zu bedencken, entpholen wurd, als ich gescheen verhoffe, alsdan wöllen euer kfl. Gn. und ihr in betrachtung allerhand ursachen, alhie von kurtz wegen zu erzellen verblieben, dieselbig zu ihrer notturft fürderlich ersehen, bedencken und volgendts ksl. Mt., die billicheit darin zu verfüegen, zum underthenigsten berichten und bietten, desselbigen auch zu euer kfl. Gn. und euch ich mich gescheen underthenig hiermit thue erbitten.
    1
     Vgl. die protokollarische Vorbemerkung zu diesem Stück in C, fol. 93v–94r: Als aber H. Valentin Bf. solicher heimlich understeckten schrieft innen worden, derselbigen etliche exemplaria, an fursten außgangen, bekommen und befunden, Hg. Heinrich nit allein unbestendiger-, vermeynter- und nichtigerweyß und auch mit falschem bericht die urtheyl zu verlegen, sonder auch, mit ungeschickten, spitzigen und unwarhaftigen schmehe- und scheldtworten ihnen antzugreyffen, understanden, hat er nit umbgehen konnen, wiewoll es zeit halb schwer zugangen, dieselbig schrieft zu verantworten und darauf gleichsvhalls ein schrieft verfassen lassen und gemeyndlich allen chur- und fursten und stenden, auch sondern personen, sovill er in eyl schreyben lassen können, domit es menniglich wiessen würd , außteyllen lassen. Und domit Hg. Heinrich von Braunschweig derselbigen schriefte des bieschoffs auch wiessens haben möchte, hat vielgedachter H. Valentin Bf. dieselbig offentlich in der churfursten rathe ubergeben und in der fursten catholicorum rathe in des herzogen gegenwürtigkeyt verlesen lassen, nachvolgendts inhalts.
    2
     Diese gegen Ende des Reichstags verschiedenen Ständen zugestellte Schrift Hg. Heinrichs von Braunschweig ist im Wesentlichen mutatis mutandis gleichlautend mit seiner dem Kaiser eingereichten Antwort [vgl. oben Nr. 269] auf die Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim. Vgl. die Copey solcher des Hg. Heynrichs heymlich understeckter schrieft, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 84r–93v (Kop.). Nur Anfang und Schluss differieren. Der Anfang fol. 84r–84v lautet: Unser freundtlich dienst und, was wir liebs und gutts vermögen, zuvoran, hochwürdiger in Gott furst, besonder lieber herr und freund! Wir werden berichtet, welchermassen der jetzig Bf. zu Hildeshem, Valentin von Detleuen, uns bey euerer L. und sonst jedermenniglich auß hyetzigem, verbiettertem gemüette on allen grund, fueg oder ursachen auf etliche vermeynte, nichtige, widerrechtliche, durch bäbstliche Hlt. gesprochne urtheyln und darauf unbestendige, erlangte executorialbrieffe heftiglich verunglimpfen, vermehren und gegen allermenniglich verhasset zu machen, zum hochsten sich befleyssen thutt. Nun hat bemelther bischoffe hievor derhalben wider uns an die röm. ksl. Mt., unsern allergnedigsten herren, vermeynterweys auß lautterem unbestand supplicirt, daruff ihrer Mt. wir unser bestendige, ergründte, rechtmessige antworten in schrieften underthenigst gegeben haben, aber gantz one das gedachter bischoffe byßhere etwas dagegen fürbracht, wie er dann darwider nymmermehr etwas cräftigs mit einichem rechten grund oder bestand wirdet fürbringen oder fürwenden mögen, sonder, dweyl er an uns und unserm lieben, jungen vettern, unsers freundtlichen, lieben vettern, Hg. Erichs löblicher gedechtnus nachgelassenen sohne, nicht haften kann, so understehit er sich, mit allerley calumnien, falschen berichtungen und grossem, unbillichem, unbefüegten, beschwerlichem clagen ihme eynen beyfall oder anhang zu machen und die leuthe also zu seiner erbarmnus zu bewegen. Derowegen wir unserer und unsers jungen vettern notturft nach höchlich verürsacht worden sein, euerer L. solcher sachen halben ein kurtze erinnerung und bericht zu thun, freundtlich biettend, euere L., diese unsere notwendige schrieft zu verlesen, unbeschwert sein wölle, so werden euere L. des bischoffs unrechtmessige, muthwillige süechen, unfüg und ungrundt, aber dagegen unser und unsers jungen vettern rechtmessigen grund, fueg und glympf außdrücklich mit warheyt befinden. Und anfängklich als bemelter bischoff nicht scheucht, menniglich mit lautterem ungrundt eintzubilden, das unser vetter seliger gedechtnus, Hg. Erich der elter, und wir die kirchen zu Hyldeshem spoliiert und entsetzt haben sollten[...]. Der Schluss der Schrift hat fol. 92v–93v folgenden Inhalt: [...] und also ihr sichel in ein frembde erndt zu stellen. Bitte, den Kaiser aufzufordern, den Bf. von Hildesheim unter Androhung der Absetzung von seiner Exekutionsforderung abzubringen. Denn falls der Bischof gegen ihn und seinen Vetter vorgehen sollte, so würden sie beide hochlich und nottrenglich verürsacht (welchs wir auch in solchem vhall als die gehorsamen zu volnziehen endtlich entschlossen seien, das auch keynswegs wüssten hyngehen zu lassen), das wir uns nochmahls gegen Bf. und capittel zu Hildeshem der gegebnen executorial und bevolner execution, so unser vetter seliger, Hg. Erich, und wir in dem angezognen quedlinburgischen vertrage, der erstlich durch ksl. Mt. und volgendts durch die babstliche Hlt. selbst bestettigt worden ist, uns auf solchen vhall außdrücklich vorbehalten haben, gebrauchen müsten und darauf auch, denselben bevelh und executorial, wie berürt, wirglich in aller gehorsam und treuen nachzukommen und zu geleben, gedencken. Erwartet, dass der Adressat, mit dessen oder mit dessen Vorfahren Konsens das ksl. Dekret ergangen ist, dem Bischof keine Hilfe leistet, sondern sich ihm, Hg. Heinrich, gegenüber freundlich verhält. Erbietet sich zusammen mit seinem Vetter zum rechtlichen Entscheid vor dem Kaiser als einzigem kompetentem Richter. Der Adressat möge sich ihm gegenüber freundlich verhalten, wie sich in solchem vhall gebürt und euere L. in gleichem gern von uns gethan nemmen. Das seyen wir hynwiderumb freundtlich zu verdienen geneygt.
    3
     Kard. Girolamo Ghinucci.
    4
     Zur Verlesung obiger Schrift im Fürstenrat vgl. die protokollarische Aufzeichnung zu den Verhandlungen Bf. Valentins von Hildesheim in Regensburg über die Restitution seines Hochstifts, [1541 Juli 28/29], Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 106r–107r (Kop.): Auf welche verlesene schrieft und bericht gedachts H. Valentins Bf. etc. der Hg. Heinrich durch seinen cantzler mündtlich diesselbig schrieft vorlegen wöllen und, als es ihme an bestendiger underrichtung und warheit gefhelet, ist er zugefharn, gesagt, das der bischoff solchs alles seiner gewonheit nach erdiechten und liegen thett, calumniirt, schalt, holhypet, so er best konth, bath, man wolt dem bieschoven seines fürbringens keinen glauben geben, kein bey- oder zufhall thun und sich gegen ihme, dem herzogen, also freundtlich erzeygen, als sie gerne von ihme nhemen, wolt er hynwider freundtlich verdienen. Und als der bieschoff solich holypen des hertzogen kürtzlich, sovill seiner ehren notturft erfordert, abgeleynet und zur defension der verlesenen schrieft schreytten wollen, haben die im furstenrath (catholici) sie zu beyden teillen abweichen und wiederumb infürdern lassen, daselbst durch Hg. Wilhelm von Bayern antzeigen lassen, das sie, die fürsten und stend, angehört hetten, weß verlesen, darauf geantwort und hynwider auch in bericht gefallen wehr etc., und hetten die hynwider ergangne scheldt- und schmehwort nicht gerne gehört. Es were auch hiebevorn dergleichen nye in ihrem fürstenrath erhört oder fürgelauffen, derowegen sie, die fürsten, sich desen zu beiden theyllen nit zu versehen gehabt. Aber wie dem allem, sie begerthen, die gemelthe fürsten und stend, sie wolten sich zu beiden theyllen hynfuro solicher schmehung gegeneinander enthalten. Sovil aber die heubtsach belangt, hetten sie (die catholici) in ihrem fürstenrath sich entschlossen, ksl. Mt. zu bietten, die sachen in der gutte zu vergleichen oder, so die entstund, an das kayserliche camergericht remittirn und weysen wollte. Hierauf H. Valentin Bf. in antwort geben, das, wes er in seiner schrieft vermeldet und ablesen lassen, wer er durch den herzogen und sein ausschreyben zu gedrungen worden, wehr die offenbare warheit, hett es auch zu rettung seiner und der seinen ehren nit umbgehen können. Wes aber belangt die heubtsach und, das fursten und der abwesenden botschafte und stend sich entschlossen, ein fürbitt an die ksl. Mt. antzulegen, thett er sich bedancken, sovill die gütliche handlung belangt. Sovil aber die remission an das kayserliche camergericht berürte, konth er darin oder einiche ferrer disputation und rechtvertigung nit willigen, hett rem iudicatam, darvon er nicht zu weichen gedächte. Wenn demselbigen vollenstreckung und gnugen durch Hg. Heinrich beschee und er, der herzog, ihnen darumb zu besprechen gemeynt, wolt er ordenlichs rechten vor gebürlichem richter nit fürsein. Hg. Heinrich von Braunschweig zeygt an, wes er fürtragen lassen, hett seine hohe notturft erfordert, wehr durch den bieschoven darzu genotdrengt worden, bedanckt sich des bedenckens, des sich fursten und stend, an ksl. Mt. zu bringen, entschlossen hetten. Ob nun solche fürbitt an ksl. Mt. gelangt oder nit, ist dem bieschove der ursachen unwiessend gewest, dweyl von ksl. Mt. derhalb nichts an ihnen gelangt, aber darfür haltend, es nit gescheen seye.

    Anmerkungen

    a
     Korr. aus: cohertionem.
    a
    -a In C: anderley.
    b
     In C danach: uns.
    c
    -c In C: etc. zusammenbracht und.
    d
    -d Fehlt in B und D.
    e
     In B: disputirt.
    f
     In C danach: mitsambt den herrn cardinäln erkennen würde, woe die ihrer Hlt. zu rechtvertigen bleyben sollt, das.
    g
    -g Fehlt in B.
    h
     In B, C und D danach: tanquam.
    i
     Ergänzt nach B, C und D.
    j
     In B, C und D danach: sie.
    k
     Nach B, C und D korr. aus: apostolis.
    l
     In B und D danach: hiermit.
    m
    -m Fehlt in B und D.
    n
    -n Fehlt in B und D.
    o
    -o Fehlt in C.
    p
    -p Fehlt in B und D.
    a
    -a Nachgetr.
    a
    -a Fehlt in B.
    b
     In B und C: dessen.
    c
     In C: beantwortung.
    d
     In C: merus.
    e
     In C: accessoria.
    f
     In C: vorbehaltung.
    g
     Ergänzt nach B und C.
    h
     In C: zeitten.
    i
     In C: mandatsfrist.
    j
     In C danach: etliche.
    k
     Nach B und C korr. aus: reverendo.
    l
     Nach B und C korr. aus: Clementi.
    m
     Nach B und C ergänzt.
    n
     Nach B und C korr. aus: praevenient.
    o
     Nach B und C korr. aus: competenti.
    p
     In C danach: und rechten besitzer.

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    « ŠVIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe  »

    «Nr.267 Supplikation Hg. Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel an den Kaiser in Sachen Stift Hildesheim – [Regensburg], o. Datum1 »

    A  Hannover NLA, Hild. 1, Nr. 783, fol. 34r–37v (Kop.); ÜS fol. 34r: Copia der nebensupplication Hg. Heynrichs, ksl. Mt. ubergeben.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 527r–531r (Kop.).

    Eur ksl. Mt. wiessen sich mit genaden zu erinnern, welchergestalt mein vetter seliger, Hg. Erich zu Braunschweig etc., und ich des verschienen 19. jars der wenigern zale one vorgehende verwarnung und einiche redtlichen ursachen und allein dem Kg. zu Franckreich zum besten und zu verhynderung euer ksl. Mt. wälle wider recht, die reichsordnung, constitution, reformation und den hochverpeenten, außgekundigten landfridden von bischoff und capitel zu Hildeshem mit einhelligem rathe und einem gewaltigen hörzug uberzogen und an landen und leutten mit brandt, name, raub, todschlag, zerstörung, blunderung und einnemung mercklich beschedigt, vergwaltigt, verletzt, das auch mein vetter seliger und brueder, Hg. Wilhelm, sambt vielen vom adel geschlagen, gefangen und in merckliche summen gulden geschätzt worden sein. Und da diese streitige kriegs- und landtfriedbrüchtige, geübte handlung von den bewilligten händlern vor eur ksl. Mt. auf dem gehaltenem reichstag zu Wormbs vermüge eines aufgerichten compromiß erwachsen und als damahls dieselben irrungen in der guette nit kunden vergliechen oder beigelegt werden, haben eur ksl. Mt. mit rath, wiessen und willen der gaystlichen und weltlichen churfursten, fursten und stende des hl. reichs ein decret in den berürten kriegsgebrechen promulgirn und ergeen lassen und bey peenen der acht beyden tayln, sich desselben zu halten, gebetten. Wiewol nun solch decret meynem gedachten vetter seligen und mir nit wenig beschwerlich gewesen, dannoch zu gehorsam eur ksl. Mt. ist es von meynem vettern und mir angenommen worden, welchem wir unsers theyls gehorsamlich nachgesetzt, der zuversicht, die gegentheyln sollten gleichergestalt auch gethan haben. So haben sie doch solch decret nit allein nit angenommen, sonder die gefangene uff das neu in schwere gefängnus gesetzt, geschätzt und die eingenommen heuser eur ksl. Mt. commissarien Oberweymarn nit einstellen wollen und in andere mehr beschwerliche wege darwider gehandelt, alles zu verachtung, zu vercleynerung und spott euer ksl. Mt., darauß dan eur ksl. Mt. verursacht und bewogen Šworden sein, zuvolge ihrem verkundigten decret die gegentheyln in eur ksl. Mt. und des hl. reichs acht zu sprechen, zu erkennen, zu declarirn und vor solche offenbarte, erkenthe, erclerte landtfridbrecher und ächter durch offene gebotsbrief denuncirn und offenbaren ze lassen, wider welche also geoffenbarte, erkanthe und erklerte ächter eur ksl. Mt. dem Kg. von Dennemark, genanten meynen vetter seligen und mir die execution gesprochner acht demandirt und bevolhen, dero wir uns auch zu gehorsam euer ksl. Mt. underfangen und etliche schloß, stett und dorffer von dem stieft Hildeshem eingenomen und erobert haben. Darauf mein vetter und ich erstlich mit dem capittel zu Hildeshem vermöge des quedlinburgischen vertrags, welchen die babstliche Hlt. und euer ksl. Mt. gnedigst bestettigt, vertragen, vereynigt, versönet und volgendts zu Augspurg durch eur ksl. Mt. mit den gedachten, eröberten hildeshemischen guettern vermöge erlangter lehenbrive gnedigst investirt und belehenet worden sein.

    Aber dys alles unbetrachtet, hat jetziger Bf. zu Hyldeshem meynem vettern seligen und mich uff ein vermeynt, nichtig spolium der berurten, eroberten hildensheymischen guetter halber vor der babstlichen Hlt. fürgenommen. Und wiewoll mein vetter seliger und ich darwider declinatorias fori oder abweychliche, rechtmessige und ergrundte exceptiones furgewendet, als das die guetter, daruber der streyt ist, eur ksl. Mt. und des reichs lehen und beyde theyl euer ksl. Mt. lehentrager wehren, und, wiewoll solchs warhe, dennocht so hat er vermittelst seinem gethanem ayde in seinen etlichen vermeynten gegebnen responsion verneynt, das die streyttige lehengüetter von euer ksl. Mt. und dem hl. reich herruerend und des reichs regalien weren, dardurch er sich derselbigen verlustig gemacht hette, wa ihme daran hette einiche gerechtigkeyt gebuert, wie ich dann auß oberzelten ursachen gar nit gestee noch gesteen kan.

    An dem andern, seyttemal des bischoffs und capittels zu Hyldeshem spoliirung und vergwaltige, friedbrüchtige entsetzung und beschedigung meyns vettern seligen und meyner landt und leutte (darauß sich dan dieser streyt geursacht und derselben vorgeenden, frydbrüchtigen, geubten handlung anhengig ist) vor euer ksl. Mt. als dem bequemen, ordentlichen richter introducirt und anhengig worden ist, so haben mein vetter und ich in solcher noch werender rechtsübung mit keynem rechten vor die babstliche Hlt. als eynem andern richter mögen gezogen werden, angesehen, das dardurch der babstlichen Hlt. jurisdiction, woe ihr Hlt. einiche gehabt, als ich nit gestendig bin, prevenirt und vorkomen worden were und das auch continentia causarum nit soll oder möge dividirt werden, des ich mich zu recht thue ziehen und eur ksl. Mt. auß hochstem verstandt selbst leichtsam zu ermessen haben.

    Zum dritten und zu verhynderung der litiscontestation, das die gegentheyl meynen vettern und mich, wie ich hieoben vermeldet, one einiche rechtliche ursache und vorgeende absagung spoliert, entsetzt und vergwaltigt, das mein vetter und ich (aus diesem und andern furbringen, das seine L. selige und ich die gegentheiln nit spoliirt, sonder allein meri executores gewesen und, was seine L. Šund ich gethan, das solchs auß eur ksl. Mt. geheyß nit one seiner L. und meyne grosse darlegung und costen gescheen und darumb woll entschuldigt weren, zu recht gezogen) verhofft hetten, wie dan nit unbillich, die babstliche Hlt. wurde diese sach nit angenommen, sonder vor eur ksl. Mt. remittirt haben, dahyn sie auch gehörig und billich solt remittirt worden sein. Aber unangesehen des und anders hat bäbstliche Hlt. mit dem collegio cardinalium erkanth sich vor einen bequemen und competenten judicem oder richter, wiewoll nichtiglich und auß keinem erheblichen grunde, dardurch mein vetter seliger und ich bewogen worden sein, von solcher vermeynten und nichtigen interlocutorien an die bäbstliche Hlt. und eur ksl. Mt. alternative zu appellirn, welche interponirte appellation mein vetter seliger und ich eur ksl. Mt. haben zuvertigen und insinuirn oder notificirn lassen.

    Ferner als der gegenteyl auf solchs vermelth nichtig, vermeynt, widerrechtlich beiurtheyl nit gefeyret, sein, meyns vettern seligen, und meyne gesetzte procuratores (doch zu keynem weyttern actum als zu der declination fori) und one meyns vettern und mein mandat oder bevelh zu abtreybung des gegentheils ungestüme und unrechtmessigs anhalten verursacht worden, etliche gegenwehrliche relevantes und erhebliche articul einzugeben von wegen meyns vettern und mein, welche auch angenomen, admittirt und zugelassen worden sein, darauf auch und auf einen jeden in sonderheit der gegentheyl vermyttelst seynem ayde geantwort und respondirt. Aber, da sie sich, dieselben zu beweysen, erbotten und umb remissoria angehalten, ist ihne die beweysung wider recht und alle erbarkeyt, das man die warheit nit hat erkunden, sonder die gegenwher abschneyden wollen, auch über erhaltung compulsorial abgestrickt worden. Und hat bäbstliche Hlt. darauf alsbald wider meynen vettern seligen (der domahls verstorben ist gewesen) unerfordert und ungeladen seinen erben und mich endtlich diffinirt und gesprochen, alles wider recht, nulliter und nichtiglich, von welcher vermeynten, nichtigen und unrechtmessigen urtheyl, das meyn vetter seliger und ich den gegentheyln restituirn sollen, hab ich mich von wegen mein selbst und meyns jungen vettern curatorio nomine als beschwert an bäbstliche Hlt. und eur ksl. Mt. alternative berueffen, wie ich solche appellation eur ksl. Mt. auch zugeschickt und notificirt hab. Aber bäbstliche Hlt. hat die appellation, so meins vettern seligen und meine procuratores interponirt, cum responsione appellatorum refutatoriorum auch abgeschlagen. Jedoch haben ihre Hlt. meynen gesandten Friedrichen Wedemeiger mundtlich angezeigt und verheyssen, die executorial eur ksl. Mt. mit aygner bottschaft zuzusenden und one eur ksl. Mt. vorwiessen in negocio executionis nichts zu handeln.

    Demnach sich dan diese ding nit anderst, als wie vermeldet ist, zugetragen, das wider meynen vetter seligen und mich also nichtiglich ist gesprochen worden und die guetter, dorumb der streyt ist, von eur ksl. Mt. und dem hl. reich zu lehen herrüren und ihn dieser sachen nyemandts anders als eur ksl. Mt. richter sein künden und mein vetter seliger und ich erstlich sambtlich und ich darnach von wegen mein und meynes jungen vettern von der vermeynten Šdiffinitiva an eur ksl. Mt. mich beruffen, als ich vernymme, das eur ksl. Mt., derselben stattzugeben, geneigt sey, des ich mich von wegen mein und meines jungen vettern zum hochsten in aller underthenigkeit thue bedancken, und dan auch mit den eröberten guettern von eur ksl. Mt. mein vetter seliger und ich gnedigst belehenet worden sein und solche eröberung auß sonderlichen eur ksl. Mt. bevelch, geheyß, gebott und mandat nit one grossen, dapfern costen und darlegung von meynem vettern seligen und mir bescheen ist, so wyll ich mir keynen zweyffel machen, eur ksl. Mt. aus allen angezeigten, bewegenden ursachen und als mein und meines jungen vettern ordentliche obrigkeit und lehenherre und in bedencken, wan es dermassen gelten sollte, das eur ksl. Mt. wenig gehorsams in dem reich erhalten kondten, werden mich und meynen jungen vettern bey eur ksl. Mt. ergangen decret, darauf ervolgter acht, eröberung und belehenung der guetter schützen, handthaben, vertheydingen und in solcher rechtmessigen, rechtfertigen sachen nit verlossen, und gelangt demnach an eur ksl. Mt. mein gantz underthenigst, vlheliche bitt von wegen mein und meynes vettern, sie wolle gnedigst geruhen, dem bischoff, mit der execution in ruhe zu steen, inhibirn zu lassen, dan mein vetter und ich des erbiettens sein, so er ihnen und mich nit unbesprochen lassen wyll, das mein vetter und ich vor eur ksl. Mt. ihme des rechten nit wollen fürsein, inmassen eur ksl. Mt. vor etlichen jaren statthalter und regiment in dem reiche nit nachhengen wöllen, das sie sich der sachen underfangen sollten, sonder das sie allein vor eur ksl. Mt. selbst person gehörig vermöge inligender copey, wie das alles der ksl. Mt. auch woll gewiest ist, und alles anders von eur ksl. Mt. bescheen moge, das meynem jungen vettern und mir hierin wider den bischof und die vermeynte execution dienstlich sein kan, und das mein junger vetter und ich in dem fhall, sich der bischof ungehorsamlich erweysen wurde, uns nochmals der gegeben execution, die mein vetter seliger und ich uns in dem von eur ksl. Mt. confirmirten quedlinburgischen vertrag auf solchen vhall außdrucklich vorbehalten haben, gebrauchen mögen und das eur ksl. Mt. mir und meynem vettern darzu gnedigst verholfen sein wollen.

    « Nr. Š268 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an den Kaiser, mut. mut. an Kg. Ferdinand1 – Regensburg, [1541 Ende Februar/Anfang März]2 »

    A  Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 786, fol. 26r–27r (Kop., lat.).

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 786, fol. 24r–24v (Konz.).

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 786, fol. 22r–22v (Reinkonz.); ÜS fol. 22r: Supplicatio ad cesarem et ad regem pro executione sentenciae.

    D  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 10v–12r (Kop.).

    Teilt in aller Untertänigkeit Folgendes mit: Nachdem die Hildesheimer Kirche in den vergangenen Jahren längere Zeit vakant war, wurde er, ohne dass er damit rechnete, gleichsam wie Aaron von Gott durch einhellige, kanonische Wahl berufen. Nach der päpstlichen Konfirmation und der ksl. Investitur, die ihm das Anrecht auf den Rückerwerb der Güter und Rechte der Hildesheimer Kirche verlieh, die von den Okkupatoren, den Hgg. Erich und Heinrich von Braunschweig, zurückzufordern waren, fühlte er sich durch seinen dem Papst und der Hildesheimer Kirche geleisteten Eid und aufgrund seiner Amtspflicht, auch gedrungen durch die hohe Verschuldung des Stifts, die 200.000 fl. weit übersteigt, und durch den extremen Mangel an Einkünften, von denen er seinen Unterhalt bestreiten könnte, um seinem Willen gemäß das Hochstift zu regieren und beim wahren Glauben zu erhalten, verpflichtet, den Prozess, den Papst Hadrian auf Drängen Bf. Johanns von Hildesheim wegen der geraubten Güter des Hochstifts an der römischen Kurie gegen die Hgg. Erich und Heinrich von Braunschweig eingeleitet hatte, fortzusetzen. Drei ganze Jahre lebte Šer ohne Unterbrechung in Rom, um den Prozess zu Ende zu führen. Nach langem, ununterbrochenem und nachdrücklichem Drängen hat Papst Paul III. auf der Basis seines nach gründlicher Beratung und mit dem Konsens des Kardinalskollegiums gefällten, rechtskräftigen Urteils durch Exekutorialbriefe die Restitution aller Güter und Rechte der Hildesheimer Kirche angeordnet und damit, soweit dies bei seiner Hlt. lag, das Hochstift wiederhergestellt.

    Aber da der Vollzug des päpstlichen Restitutionsurteils dem Kaiser als Advokat aller unterdrückten und beraubten Kirchen obliegt, übergibt er die päpstlichen Exekutorialbriefe zusammen mit kollationierten, beglaubigten Kopien und einem päpstlichen Mahnschreiben dem Kaiser mit der Bitte3, aufgrund seines ksl. Amtes und aus angeborener Milde und Frömmigkeit der Hildesheimer Kirche, die von seinem Vorgänger im Kaisertum, von Karl dem Großen, gegründet und reich ausgestattet, die schuldlos beraubt und gänzlich verheert wurde, kraft der Exekutorialbriefe und des Restitutionsurteils wieder zu ihren Gütern und Rechten zu verhelfen und die Exekution des Rechtsentscheids zu befehlen. Damit handelt der Kaiser im Einklang mit seiner Amtspflicht, mit dem Recht und der Gerechtigkeit, im Interesse der beraubten und unterdrückten Kirche von Hildesheim, nach dem Wunsch des Papstes, des Hl. Stuhles, ganz Deutschlands und aller, die sich das christliche Wesen angelegen sein lassen, schließlich auch in Erfüllung seiner Hoffnung, die er als der von Gott berufene Bischof von Hildesheim seit langem hegte. Devotionsformel4

    «Nr. Š269 Stellungnahme Hg. Heinrichs zur Forderung Bf. Valentins von Hildesheim nach Exekution des päpstlichen Urteils – Regensburg, [1541 vor März 25] »

    A  Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 13r–22r (Kop.); ÜS fol. 13r: Copey des hertzogen antwort auf die uberschickte handlung pro restitutione bonorum ecclesiae Hyldesheimensis.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 387r–398v (Kop.); DV fol. 398v: Presentatum Ratisponae nomine caesareae maiestatis per dominum Johannem Obernburghe, suae caesareae maiestatis secretarium michi Valentino episcopo hildesemensi una cum aliis adiunctis scripturis die 25. mensis Martij anno 1541.

    Euer ksl. Mt. haben mir der Bf. von Hildensheim supplicationschrieft an euer ksl. Mt. sampt copeien der vermeinten executorialbrief und der bäbstlicher Hlt. vorschrieft zustellen lassen, welcher zustellung ich mich dan in aller underthänigkeit gegen euer ksl. Mt. thue bedancken und byn, es umb dieselbig meynes hochsten vermugens stetts zu verdienen, willig.

    Und wiewoll ich nit zweyffel, euer ksl. Mt. haben albereyd auß meyner vorigen ubergebnen supplication so vill grundts und berichts in dieser sachen entpfangen, darauß euer ksl. Mt. nit unleychtsam schliessen und verstehen mögen, warumb euer ksl. Mt., der babstlichen Hlt. und des Bf. von Hildesheim petition stattzugeben, nit schuldig sein, als ich mich dann solcher angezeygten, ergründten und erheblichen ursachen und guetten, bestendigen, gethanen berichts halben desselbigen gewießlich thue getrösten, und das euer ksl. Mt. dem Bf. von Hyldesheym auf meines jungen vettern und mein bescheen erbietten werden inhibirn und, sich solicher inhibition gehorsamblich zu halten, underrichten lassen, als das er in negotio executionis in ruhe und abstehe, dann wolt oder gedächte er, sich dagegen aufzuleynen, oder sunst, wieder meynen jungen vettern und mich furtzefahren, understeen wurd, so würden wir beyde hochlich und nottdrenglich verursacht, welches wir auch keyneswegs umbgehen wuesten, das wir uns nachmahls gegen bischoff und capittel zu Hyldeshem der gegebnen executorial und bevolhener execution, so mein vetter seliger, Hg. Erich, und ich in dem quedlinburgischen vertrag, der erstlich durch euer ksl. ŠMt. und volgendts durch die bäbstlicher Hlt. selbst ist bestettigt worden, uns außdrüglich in solichen vhall vorbehalten haben, gebrauchen müssen, welchen euer ksl. Mt. bevelh wir nachmahls als verursacht und gedrungen getreulich und gehorsamblich, wie euer ksl. Mt. würglich befinden werden, auf beruerten vhall zu geleben und nachzukomen gedencken und entschlossen sein.

    Dann woe der bischoff, meinen jungen vettern Hg. Erichen und mich vor euer ksl. Mt. als dieses streyts den einigen, rechten riechter zu besprächen, vermeynet oder gedenckt, wollen mein junger vetter und ich ihme des rechten vor euer ksl. Mt. nit fursein, das es demnach unnöttig und uberflüssig sein möchte, euer ksl. Mt. mit mehren oder weittern bericht zu bemuhen. Aber dannoch zu hyndertreybung des Bf. von Hyldeshem vermeynte und unbestendige supplicationschrieft, die nichtige, erlangte executorialbrief und clare, deutliche antzeyge ze thun, warumb euer ksl. Mt. des Bf. von Hyldesheim petition nit statt geben sollen noch, solichs ze thun, nit schuldig sein und das durch die babstliche Hlt. (mit gebürlicher reverentz zu schreiben) in solicher sachen nichtiglich, praecipitanter, nulliter, wider recht und rechtsordnung gesprochen worden sey, so hab ich vor guett und rathsam angesehen und geacht, das ich diese meyne kurtze ergrünte, bestendige und erhebliche antwort euer ksl. Mt. auch thun und einbringen sollt mit gantz underthenigster biett, euer ksl. Mt. wollen, dieselbigen mit guetigen, milten und gnedigen gemüthe anzuhören, genedigst geruchen.

    Und erstlich, das sich der Bf. von Hildensheim in dem eingang seiner vermeynten und unbestendigen supplication ruhmet, wie er als Aaron on alle seine gedancken mit eynhelliger erwelung zu der kirchen zu Hildeshem sey berueffen worden, lasse ich diese seine heftige vergleychnis und berühmen uff seinem unwerth beruhen, dan ich weys, zu welchen er gesagt, kondten auch dieselbigen anzeigen, ehe er zu einem bischof gekoren worden, und darzu an den babstlichen hove zu Rom, er wüste und konthe diese streyttige sachen wider meynen vettern seligen und mich woll erhalten, und dergleichen weitter viel mehr, darauß dan der widerschein clerlich abzunemen, das alle seyne gedancken zu solchem episcopat gestanden und er lust getragen, sich in unrechtlich gezängk wider meynen vettern seligen und mich einzulassen, dannoch dorffe er itzund [khone?]sein, sich vor euer ksl. Mt. des widerigen, welchs ihme niemandts glauben kan, zu berühmen.

    An dem andern aber, das mein vetter seliger gedechtnus, Hg. Erich der elter, und ich die kierchen zu Hildeshem solten spoliirt und entsetzt haben, darauf sich itziger bischoff auch vermeintlich und one grund thut fundirn und gründen, das also gedachter meyn vetter seliger und ich der ererbten guetter von dem stieft Hildeshem nit one beider unser grösse darlegung, expenß und costen unrechtmessige besietzer und inhaber sein sollten, dargegen wiessen sich euer ksl. Mt. mit genaden wol zu entsynnen, welchermassen bischoff und capittel der kierchen zu Hildenshem des 19. jars der weniger zall in dem monat Junio, als man in erwelung eines romischen konigs gestanden, zu verhynderung euer Šksl. Mt. wahl und zu fürderung des Kg. von Franckreich mit zuthatt des Hg. von Lunenburg einen gewaltigen hauffen zu roß und fueß versamblet, damit sie erstlich den stift Minden, welchem damahls mein brueder seliger, Bf. Frantz, vorgewesen, und dernach meynem vetter seligen, Hg. Erichen, und mich mit einhelligem rathe one einiche vorgehende verwahrung ihrer ehren und one gegeben ursachen wider recht, die reichsordnung, constitution, reformation und außgekundigten, hochverpeenten landfrieden boßlich und proditorie uberzogen, den stift Minden, meines vettern seligen und meine land und leuth mit vielen unzalbarlichem brandt, nahme, raub, dotschlag, zerstörung, plünderung und eynnemung mercklich beschädiget, vergwaltiget, verletzt, auch viel stette, schlosser, flecken, dörffer, gottsheuser erobert, zerstört, verwüstet und mehr als veyntlicherweys damit gebareth. Und als mein vetter seliger und ich dargegen, wie wir dan schuldig gewesen, unser land und leuth von solichem frevel und unrechtmessigem gwalt erretten und beschirmen wolten, sein derselbig mein vetter seliger und mein brueder, Hg. Wilhelm, sambt vielen unser aller stattlichen vom adel in einer gehaltenen schlacht durch den leydigen unfhall nydergelegt, gefangen und umb ein merckliche summa gulden zusambt der blünderung an geld, gold, barschaft, wagen, pferden, munition, harnisch, credentz und silbergeschirr geschatzt und gerantzet worden, welches alles, dweyl es euer ksl. Mt. zuvorn mehr als zu einem mahl ist stuckweyß und nach der lengde angezeigt worden, so will ich jetzunder, darvon weitter erzelung ze thun, underlassen.

    Als aber darnach euer ksl. Mt. zu der wierden eines romischen königs gekomen und diese berurthe der gegentheyln friedbrüchliche kriegsübung und handlung vernomen, do haben euer ksl. Mt. beyde theil vermöge des colnischen reces, auf dem gehaltenem reichstag zu Wormbs vor derselbigen euer ksl. Mt. zu erscheynen, citirn und erfordern lassen und nach allem zu beyden theyllen furbringen und gnugsam entpfangen bericht mit rath, wiessen und willen der Kff., Ff. und anderer stenden des hl. röm. reichs, geystlichen und weltlichen, den drietten tag des monats Junij des 21. jars der weniger zall erkandth und decernirt, das beyde theyl bey privirung oder entsetzung ihrer regalien und lehen und bey vermeydung euer ksl. Mt. und des reichs acht und aberacht die schlosse, stette, flecken und guetter, so einer den andern abgewonnen und eingenommen, innerhalb eines monats den negsten in euer ksl. Mt. hand stellen, auch in derselben monadtsfrist alle gefangen, darunder mein brueder, Hg. Wilhelm, auch begrieffen sein sollt, von beiden teyllen und jeden in sonderheit betaget und nit weytter gemanet werden, auch alle ungebene schatzung anstehen sollten bys zu endtlichem außtrag der sachen. Diesem decret mein vetter seliger und ich (one rhum) zu gehorsam euer ksl. Mt. getreulich nachkomen sein, aber die gegentheiln haben sich demselben gantz verechtlich euer ksl. Mt. zu sonderm honn und vercleynerung widersetzt, die gefangen auf das neu in schwere gefangnus geworfen, gesaczt und sich, die heuser euer ksl. Mt. commissarien Obernweymar einzustellen, geweygert. Darumb euer ksl. Mt. bewogen worden, das sie im ende des monats Julij des 21. jhars der weniger zall die ungehorsame Šbischoff und capittel, ritterschaft und landtschaft des bistumbs Hildeshem als die in euerer ksl. Mt. und des hl. reichs acht und aberacht, auch privirung und entsetzung aller ihrer regalien und lehen gefallen, als erkanthe achter denuncirn, verkunden und offenbaren haben lassen und den Kg. in Dennemark, meynen vettern und mich zu executores verordnet, die wir auch als executores solche euer ksl. Mt. und des reichs acht gegen die achter auß euer ksl. Mt. bevelh exequirt und volnzogen haben.

    Dweyl der (wie erzelt) bischoff, capittel und ritterschaft und landtschaft des bistumbs Hildeshem durch euer ksl. Mt. auß obvermelten ursachen als erkanthe achter denunciert, verkundet und geoffenbart worden sein und das darauf euer ksl. Mt. meynem vettern seligen und mir nit allein, die execution und volnstreckung der berurten acht zu thun, bevolhen, deren mein vetter seliger und ich auch zu gehorsamen euer ksl. Mt. uns nit one sundere darlegung und grossen costen underfangen, sonder auch allen und jeden an- und umbliegenden stetten, das sie solchen erklerten und geoffenbarten ächtern keyne hylf thun oder leysten solten, wie es dan offenbar ist, bevolhen und mandirt, so wyll jhe darauß mit aller vernunft und guettem, bestendigen grunde, was mein vetter seliger und ich also wieder die genanthe ächter auß euer ksl. Mt. bevelh und geheyß als meri executores furgenomen und gethan, ervolgen, das es anderst als mit recht und allen fuegen gescheen, nit soll oder möge gedeutet werden und gantz für kein spolium zu halten sein, nam merus executor onus sibi iniunctum exequendo non dicitur committere spolium, zu recht gezogen.

    Und ob schon der Bf. von Hildeshem darwider sagen wolt, als sich dan solchs in seiner vermeynten unerheblichen und unergrundten apologia oder schutzrede befindet, das euer ksl. Mt. so auß guetten, zeitigem rathe cum causae cognitione und mit wiessen und willen der geystlichen und weltlichen Kff., Ff. und stenden des reichs mit der berurten erkandten acht nichtiglich solte gefaren und gehandelt haben, so mag es ihme doch nit furtragen, dan solichs noch unverwiesen und unauffundig gemacht worden ist, und, so nach außweysung der rechte in dubio oder in einem zweyvell vor des richters gesprochen urtheyl und sententz zu vermuthen ist, wievill mehr dann euer ksl. Mt. acht, das dieselbig, wie billich und recht gescheen sein, zu halten ist. Darauß dann mit bestand mag und soll gesagt werden, das euer ksl. Mt. bischoff, capittel und andere des stifts Hildeßhem nit spoliirt und das derhalben auch meynem vettern seligen und mir kein spolium imputiert oder uffgelegt werden kann. Das aber euer ksl. Mt. unzweyfelig nach recht und der warheitt gehandelt, wird nit allein auß derselben euer ksl. Mt. verbis narrativis, die sich auf euer ksl. Mt. eygen factum oder handlung grunden, deren sich euer ksl. Mt. in der executorialn und der investitur, die sie meinem vetter seligen und mir genedigst gegeben und darauf euer ksl. Mt. intent gestellt worden, gebrauchen, welchs dan nach sage der rechten ein gnugsame und volkomene beweysung ist, sonder auch ist an ihme selbst offenbar und notorium, das die gegentheiln euer ksl. Mt. ergangen Šdecret gar nit gelebt und darumb in die acht gefallen und als ächter declarirt und denuncirt worden sein.

    Am andern ist auch warh, das diese sach von wegen des friedbruchs und der unrechtmessigen kriegsfurung, die gegenteyln wider meinen vettern seligen und mich geübet, und des nham, raubs, brandts, blunderung und zerstörung halben in solchem verbotten, friedbrüchtigen krieg vor euer ksl. Mt. erwachsen und das von wegen der weltligkeit, regalien und feuda die gegenteyln eur ksl. Mt. jurisdiction und gerichtszwang underworfen. In temporalibus enim praecellit imperator. Item, ad imperatores pallatia pertinent, ad sacerdotes ecclesiae imperatori publicorum munerum ius commissum est. Darauß dann auch bestendiglich geschlossen werden soll, das euer ksl. Mt. in solchen sachen haben richten und den ungehorsamen solche straff von wegen der weltlichen regalien und lehen auflegen mogen. Und ob schon dargegen wolt gesagt werden, die gegentheiln weren nit gegenwürtig gewesen, als sie in die acht declarirt worden, so mochte es sie doch wenig fürtragen, cum in processu principis non requiratur citatio, zu recht gezogen. Das aber gegentheyln zugegen gewest, da sie in die acht gesprochen sein worden, thue ich mich auf euer ksl. Mt. und des reichs stende ergangen decret referirn und ziehen.

    Und dan auch, das des bischoffs myßhandlung billich der kierchen nit nachteylig oder schädlich sein solte etc., dan diese friedbrüchige kriegsübung und handlung ist mit eynhelligem rath bischoffs und capittels der kierchen zu Hildeshem furgenomen und volnbracht worden, und hat das capittel alle handlung beliebet, ratificirt und angenem gehalten, welche bischoff und capittel also sambtlich nach disponirung der rechten die kierchen representirn, und darumb so hat die kierch ihres lehens und feudi wol mögen und könden privirt und entsetzt werden, des ich mich auch zu recht thue ziehen. Das aber die guetter, darumb der streyt sich erhelt, je und alwegen von dem reich zu lehen gangen sein, bekennth der bischoff selbst in seiner vermeynten und unbestendigen apologia und jetziger, an euer ksl. Mt. außgangen supplicationschrieft, da er spricht, wie er nach erlangter confirmation oder bestettigung der election mit den regalien und weltlicheit von euer ksl. Mt. investirt und belehenet worden sey. Und das dieselbig vermeynte investitura feudalis sey, erscheint erstlich auß dem, das [er] euer ksl. Mt. darin ist bietten, das euer ksl. Mt. ihme seine und seines stifts Hildesheim regalien und weltlicheit mit allen und jeden namhaften herschaffen etc., den bann und gerechtigkeit, uber das bluet zu richten, und, denselben bann furbaß seinen vogten, richtern und amptleutten zu verleyhen, gnediglich zu leyhen geruchten. An dem andern auch, das in derselben vermeinten investitur euer ksl. Mt. melden, das er diese obberürte regalien, weltlicheit und lehen von euer ksl. Mt. und dem reich zu lehen haben, besitzen und gebrauchen möge, doch euer ksl. Mt. dem reich und sonst meniglich an seinem rechten unvergrieffen. Zu dem dritten auch, das darauf der Bf. von Hildenßhem gewonliche geluebde und ayde gethan, von solcher regalien, weltlicheit und lehenschaft wegen euer ksl. Mt. und dem reich Šgetreu, gehorsam, gewertig zu sein und davon zu dienen und ze thun, als das ein gaystlicher furst einem romischen kayser oder konig, seinem lehenherren, zu dienen pflichtig ist. Solchs aber unangesehen, als er uff etliche position und articul geantwort, hat er vermittelst seinem ayde verneynt, das solche strittige guetter von euer ksl. Mt. und dem reich zu lehen herrierendt, mit was ehren und gewissen, haben euer ksl. Mt. nit unleichtsam zu ermessen, also, wo er an solchen guettern einiche lehensgerechtigkeit gehabt hette (welche ich ihme für mich und meynen vettern, die wir darmit vorlängst von euer ksl. Mt. auf vorgehende indult und in gegenwurtigkeit Bf. Balthasars, Leuins von Veltem und anderer thumbherren one alle contradiction oder widersprechen gnedigst belehenet worden sein, nit gesthee), so hette er doch dieselbige gerechtigkeit dardurch verwurckt und verlorn, vasallus enim negans dominium feudi eo ipso cadit a iure feudi, zu recht gezogen.

    Das nun auch euer ksl. Mt. meynen vettern seligen und mich zu executorn deputirt und verordnet, wirdt mit der commission und investitur, die euer ksl. Mt. meynem vettern seligen und mir uber soliche guetter gegeben, – ich geschweig des sonderlichen bevelhs – auch beweisen, welche der bischoff seyner vermeynten apologia eingeleybt und inserirt hat, darin euer ksl. Mt. erzelen, wie sie meynem vettern seligen und mir, die volnstreckung und volnziehung des decrets und der acht wider den bischoff und Hg. Heinrichen den eltern wirglich zu thun, bevolhen hab. Und eben auch mit derselben investitur wird wahr gemacht, das mein vetter und ich dieselben guetter von euer ksl. Mt. und dem hl. reich zu lehen empfangen, getragen und also noch zu lehen tragen und haben. Und ist zudeme unvermeyntlich warh, das die eingenomen heuser, schlossen und stette mit allen ihren zugehörungen der zeytt, sie eyngenommen worden, und viel jar darvor etwan durch Bf. Johann und seine vorfaren mit einhelligem rath des capittels nit on bewegende ursachen et pluribus praecedentibus tractatibus vor ein grosse, dapfere und stattliche summen gulden verpfendet, verkouft, alienirt oder vereussert gewesen sein, also das in zeit der eynnemung schlosser, heuser, stätt und dörffer und darvor kein bischoff in gewehr oder possession derselbigen gewesen ist.

    Auß diesem allen dan erscheinet erstlich und ist wahr, das der bischoff meynem vettern seligen und mir mit bestand und grund kein spolium zumessen kan, und dan auch, das er meynen vettern und mich auf ein spolium mit recht nit hat fürnemen mögen, an dem andern, das diese streyttige guetter euer ksl. Mt. und des hl. reichs feuda, lehen und regalien seyn und dieser streyt umb diese feuda sich erhelt, zum dritten, das solche sache zuvorn vor euer ksl. Mt. zu Wormbs anhängig worden ist, und letzlich, das bischoff und capittel mit einhelligem rath communicato consilio meynen vetter seligen und mich, ehe dan die execution des decrets und banns wieder sie ergangen, mercklich vergwaltigt, spolirt, entsetzt, beraubt, beschedigt, offendirt und verletzt. Seyttemal nun, wie berürt, mein vetter seliger und ich kein spolium oder auch sacrilegium committirt oder begangen und euer ksl. Mt. nit weniger als der geistlich rychter Šsuper sacrilegio erkennen und regnoscirn mögen, und als ein dominus feudi oder lehenherr sowoll super spolio, possesorio als super dominio feudalis rei richter sein kan, also das die lehenträger den lehenhern super spolio zu ersuchen schuldig, alles zu recht gezogen. Und dan auch, das diese sache albereydt, wie angezeigt, vor euer ksl. Mt. in rechtvertigung erwachsen, darin auch euer ksl. Mt., wie obgemeldet, procedirt, das mein vetter seliger und ich darmit der bäbstlichen Hlt. gerichtszwang, woe ihr Hlt. einichen gezwang hette gebüren mögen (wie ich nit gestehe), vorkomen hetten, und wolten die continentiae causarum nit zu dividirn oder zu teyllen seyn. So hat diese sache mit keynen fuegen, auch nit under dem schein des sacrilegiumbs, vor die bäbstliche Hlt. komen mogen, an dem andern auch, dweyl mein vetter seliger und ich also, wie oben angezeygt, von bischoff und capittel mercklich entsetzt, vergwaltiget und spoliirt worden, das mein vetter seliger und ich, dem bischoff zu antworten, nit schuldig gewesen seyn, cum spoliatori spoliatus ante restitutionem non cogatur ullatenus respondere, zu recht gezogen. Und so auch bischoff und capittel in keyner gewerh gewesen, haben sie sich jhe einicher entsetzung nit beclagen konden.

    Wiewoll nun mein vetter seliger und ich durch unser gwalthaber solchs alles zu der declination fori fürwenden lassen und in arbeyth gestanden seyn, etliche unsere jura und gerechtigkeytten, darin bey meynem vettern und mir nyhe kein mangel erschyenen, gen Rom zu uberschicken, dannoch nichtdestoweniger und solchs alles unangesehen und vor eintragung unserer angezognen gerechtigkeitt, an welchen doch nye kein mangel oder saumnus bey meynem vettern und mir gewesen, haben die babstliche Hlt. also precipitanter, nulliter, de facto nichtiglich und widder recht nit one etlicher gunst, wie dan leichtlich abzunemen ist, sich in solicher sachen vor einen bequemen oder competenti iudice erkenth, welchs wie es sich auch reymen kan, mit dem, so in den executorialbriven narrirt und erzelt wird, wie das Hieronimi cardinalis de Ginutiis beder theillen informationes, acta, regestra und iura gesehen, gelesen und examinirt haben, ist nicht unleichtsam ob dieser meyner warhafftigen anzeyge abzunemen.

    Als sich nun mein vetter und ich solcher vermeinthen, nichtigen und widderrechtlichen beyurteyl nit wenig beschwert gefunden, haben wir uns davon, sobald wir derselben verstendiget und bericht worden seyn, an die bebstliche Hlt. und euer ksl. Mt. alternative berueffen, welcher appellation instrumentum mein vetter seliger und ich euer ksl. Mt. zugefertigt und darauf, wie sich gebuert, angehalten haben. Volgendts als der gegentheyl auf solchs vermeldet, nichtig, vermeint, widerrechtiglich beyurtheyl nit gefeyrett und meynes vettern seligen und meyne procuratores, doch one unser beyde mandat oder bevelch (dan wir dieselben zu keynem weyttern actum als der declination fori gesatzt), zu abtreybung des gegentheyls ungestume und unrechtmessig anhalten etliche gegenwehrliche relevantes und erhebliche articul im recht eingegeben, sein dieselben angenomen, admittirt und zugelassen worden, und hat gegentheil darauf vermittelst seinem ayde respondirt und geantwort. Do sich nun dieselben Šprocuratores zu der beweysung der eingebrachten articul erbotten und umb remissoria ad partes angehalten, ist ihne die beweysung wider recht und alle erbar- und billicheit gar auß keynem bestendigen grundt denegirt, geweygert und abgeschnitten worden, auß was bedencken ich anders nit erachten mag, dan das man, die warheit zu sehen, wenig lust getragen.

    Und ist demnach alsbald von der babstlichen Hlt. wider meynen vettern seligen und mich nit one etlicher gunst endtlich gesprochen und diffinirt worden, unangesehen auch, das mein vetter seliger derselbigen zeit des gesprochnen urtheils mit tod abgangen und verschieden was und das seiner L. nachgelassener erb, mein junger vetter, noch jemandts anders von seinetwegen citirt, geladen oder gefordert worden ist, gantz nulliter, nichtiglich und wider recht, von welcher vermeynten, unrechtmessigen, nichtigen endurtheyl ad superfluam cautelam ich auch von meiner selbs und meynes jungen vettern curatorio nomine an die babstlich Hlt. und euer ksl. Mt. alternative reclamirt, appellirt, protestirt und provocirt hab, dieselbig appellation, reclamation und protestation dann euer ksl. Mt. auch jetz zugefertigt und dorauf, wie sich gebüret, angehalten worden ist. Auß diesem grund ich nit gestehen kan, das die vermeynte gesprochen urtheyl a non iudice in einiche würgkung hat gehen konden. Welchergestalt aber die guetter von meynem vettern seligen und mir auß euer ksl. Mt. gehayß eingenomen und wir darmit von derselbigen euer ksl. Mt. belehenet worden sein, auch darauf vermoge des vertrags zu Quedlinburg durch underhandlung des metropolitani und anderer außgericht worden ist, (damahls dan das capittel die verwaltung der kierchen zu Hyldesheim gehabt), verglichen sein und das derselbig vertrag erstlich durch euer ksl. Mt. und volgendts durch bäbstliche Hlt. selbst bestettigt und confirmirt worden ist, bedarf weytter erklärung als gescheen gar nit. Dan, das euer ksl. Mt. meynem vettern seligen und mir erstlich indult gegeben und volgendts mit den streyttigen guettern in beysein Bf. Balthasars, Leuins von Velthem und anderer thumbherren one alle widerspräche uns belehenet haben, ist gantz offenbar und unverborgen.

    Seyttemal dann, wie berürt, meynem vettern und mir kein spolium, kein entsetzung, kein sacrilegium zugemessen werden kan mit einichen bestandt und euer ksl. Mt. der einige dieser sachen richter seyen aus allen und jeden obangezeygten grunden, die erstlich auch vor euer ksl. Mt. anhängig worden ist, und mein vetter seliger und ich der babstlichen Hlt. iurisdiction nye prorogirt, sonder allwegen uns auf euer ksl. Mt. erbotten, berueffen und appellirt und die babstliche Hlt. gantz nichtiglich in solche sache eingelassen und gehandelt haben, auch mein vetter seliger und ich mit diesen guettern, darumb sich der streyt erhelt, gnedigst als einem feudo imperii von euer ksl. Mt. belehenet worden sein und, was mein vetter seliger und ich gethan, das solchs auß sonderm euer ksl. Mt. als des lehenherrens mandat und bevelh gescheen, darbey auch euer ksl. Mt. gnedigst zu ermessen haben, das der vorig berürt Bf. Johan unverstorben, sonder noch im leben ist, das auch dieser ursach halben dem jetzigen bischoff kein cklag hat gebüren mögen, so sollen und wollen euer Šksl. Mt. des gegentheyls widerrechtlichen, unbillichen und nichtigen petition gar kein statt geben, wie dan von rechts wegen solchs vermeynt, nichtig und widerrechtlich gesprochen urtheil nit kan noch soll einicher execution oder volstreckung demandirt oder bevolhen werden. Das wyll ich mich zu euer ksl. Mt. gantz ungezweyvelt vertrösten. Und haben auch euer ksl. Mt. gnedigst abzunemen, das der babstlichen Hlt. mit keynem grund noch rechten hat gebüren künden, die durch meynen vettern und mich beschehen infeudationes zu revocirn und unsere underthanen von ihrem ayde zu absolvirn, wie euer ksl. Mt. dan solchs in den executorialbrieffen befunden, und das ihre Hlt. fürhat, eur ksl. Mt. und des reichs jurisdiction und lehen einzutziehen und zu schmelern und also seine sichel in eine frembde eern zu richten, und biett, wie vormahls in meyner ersten supplicationschrieft [Nr. 267] allenthalben gebetten worden ist, nemlich das eur ksl. Mt. gnedigst geruchen, dem gegentheil, das er in negocio executionis in ruhe stehe, inhiebiren zu lassen sub poena privationis etc. mit precavirung euer ksl. Mt. interesse und gravamina und, das auch, dweyll sich der bischoff solcher inhibition widersetz machen möcht, öffentlich den stenden des reichs, ihme wider meynen jungen vettern und mich kein hylf, beylegung oder fürderung ze thun, sub paena der acht mandirt, bevolhen und gebotten werde. Dan solt oder wollt der bischoff gegen meynem jungen vettern und mir furthfaren, so musten wir uns je der vorbehaltenen executorial gegen ihme und sein capittel gebrauchen, in solchem vhall dan mein vetter und ich nochmahls, euer ksl. Mt. bevelch gehorsamblich nachzukomen, gedencken und entschlossen sein.

    Und seittemahl dan, wie erzellt ist, bischoff und capittel zu Hildesheim meynem vettern seligen und mir grossen, verderblichen und unüberwindtlichen schaden zugefuegt, ehe dan wir dieselben widrumb auß euer ksl. Mt. [bevelh] angegrieffen, und also die belli motores, aggressores, spoliatores und incentiarii seyn, so wyll meins vettern und meyne unvermeydliche notturft erfordern, das wir ad perpetuam rei memoriam zu ewiger gedechtnus etliche kundtschaft furen, dweyl diejhenigen, so dieser ding wiessenschaft trag[en], schwach und mit alther beladen seyn, und anders furbringen lassen, damit meynem vettern und mir copia probationis nit möge auferirt oder benommen werden, derowegen sein hieneben verwarth etliche articul, im latein und teutzsch auff solchen gwalt, friedbruch und schaden gestellt1, die eur ksl. Mt. ich auch underthenigst thue uberantworthen mit gantz underthenigster biett, euer ksl. Mt. wollen, darauff commissarien zu geben, genedigst geruhen. Zu dieser notturft dann euer ksl. Mt. ich zu comissarien antzeyge die edlen und wolgebornen Gf. Wolffen von Stolberg und Gf. Georgen zu Mansfeld sambtlich und sonderlich, das dieselben die gegenzeugen, so mein vetter und ich zustellen werden, wie recht Šaufnemen und ihre ansage eigentlich aufschreyben und von den articuln dem widertheyl copei, darauf seine interrogatoria, ob er will, auch zu fertigen und zu ubergeben, zustellen, zu welcher verhöer ich auch für adjuncten notarien fur mich und meynen vettern Peter Hoxheimern und H. Tyll Soldervogt deputir und ernenne, und das sie zu beweysung solchs articulirten schadens, so der gwalt dargethan ist, von mir von wegen mein selbst und meynes jungen vettern als curatoris und unser underthanen, den auch der gwalt zugeschoben worden ist, den ayd oder iuramentum probationis nemen und alles das thun mögen und sollen, welchs sich eygnet und gebürt. Euer ksl. Mt. wolle sich hierin gantz gnedigst gegen meynem jungen vettern und mir beweysen. Das sein umb euer ksl. Mt. wir in aller underthäniger dienstbarkeit stets ungesparts leybs und guts zu verdienen wyllig2.

    «Nr.270 Stellungnahme Bf. Valentins von Hildesheim zur Antwort Hg. Heinrichs auf seine Supplikation – Regensburg, o. Datum »

    A  Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 38r–40v (Kop., lat.); ÜS fol. 38r: Copia replicae episcopi caesareae maiestati oblata.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 533r–536v (Kop.).

    ŠDankt dafür, dass ihm die auch im Namen Hg. Erichs von Braunschweig abgegebene Stellungnahme Hg. Heinrichs von Braunschweig zu den beim Hl. Stuhl erlangten, die okkupierten Güter des Hochstifts Hildesheim betreffenden Exekutorialbriefen, zu dem dem Kaiser zur Beförderung der Exekution übermittelten päpstlichen Breve und zu seiner dem Kaiser eingereichten Supplikation zugestellt wurde. Hat nach reiflicher Prüfung in diesen Schriften Hg. Heinrichs von Braunschweig nichts Neues finden können, was nicht bereits seit 20 Jahren vom Auditorium der Rota Romana, dann von den damit befassten Kardinälen, schließlich von Papst Paul III. zusammen mit dem Kardinalskollegium prozessual gründlichst diskutiert, geprüft und erörtert worden ist, wie sich aus den Akten, die mehr als 3.000 Blätter umfassen, und aus den von höchstqualifizierten Advokaten mündlich und schriftlich eingeholten Informationen sehr klar ergibt. Hg. Heinrich hält es nicht für unter seiner Würde, in seiner dem Kaiser eingereichten Antwort Papst Paul zu verunglimpfen, den aus dem sächsischen Herzogshaus stammenden Bf. Johann von Hildesheim des Majestätsverbrechens und des Verrats zu beschuldigen und alles zu tun, um die Ungnade des Kaisers gegen das elendiglich bedrückte und seiner Güter beraubte Hochstift Hildesheim zu erregen, im Vertrauen, durch seine Kunstgriffe in der Auseinandersetzung um die geraubten Güter der Hildesheimer Kirche für sich Boden gut zu machen.

    Aber nach ergangenem Restitutionsurteil ist es aufgrund der vorliegenden Exekutorialbriefe nur noch um den Vollzug der Exekution zu tun. Und damit dies geschehe, hat der Hl. Vater den Kaiser ermahnt, und auch er hat um der Not der beraubten Hildesheimer Kirche willen den Kaiser darum gebeten. Bittet erneut mit allem Nachdruck darum, dass der Kaiser, dem von Gott die Unversehrtheit aller Kirchen und deren Schutz und Verteidigung aufgetragen sind, sich unter Zurückweisung der Verleumdungen und Ausflüchte Hg. Heinrichs von Braunschweig aufgrund seiner Amtspflicht, auch aus angeborner Milde und Frömmigkeit, des Vollzugs der rechtskräftigen Exekutorialbriefe annehmen und den braunschweigischen Herzögen ernstlich befehlen möge, gemäß dem ergangenen Urteil alle der Hildesheimer Kirche entzogenen Güter und Rechte zu restituieren samt allen zwischenzeitlich eingezogenen Abgaben und Steuern, Schadensersatz zu leisten und alles zu vollziehen, was das kuriale Urteil und die Exekutorialbriefe enthalten. Über den durch ein rechtskräftiges Urteil abgeschlossenen Konflikt sich mit Hg. Heinrich oder irgendjemandem in fruchtlose Auseinandersetzungen einzulassen, ist er von Rechts wegen nicht verpflichtet. Aber nach Vollzug des Urteils und nicht früher wird er sich, wenn die Herzöge sonstige Forderungen gerichtlich gegen ihn geltend machen wollen, dem Rechtsverfahren vor dem zuständigen Gericht nicht entziehen. Bittet darum nochmals inständig, der Kaiser möge nicht zulassen, dass die Hildesheimer Kirche, die Gründung seiner Vorgänger, Karls des Großen und seines Sohnes Ludwig, entgegen dem ergangenen Urteil durch die Verleumdungen Hg. Heinrichs noch weiter behelligt und, wie dieser wünscht, vollständig vernichtet werde. Zu beachten ist auch, dass während der zwanzigjährigen Okkupation Tausende armer Untertanen, Laien und Kleriker, jämmerlich unterdrückt, durch übermäßige Besteuerung, durch ŠErpressung und Ausbeutung ohne Unterlass gequält und ins äußerste Elend getrieben wurden und dass ihnen, wenn dies nicht vor der Abreise des Kaisers aus dem Reich geschieht, keine Hilfe zuteil werden wird. Es besteht dann die Gefahr, dass diese Untertanen nicht nur vom Kaiser, sondern auch von der römischen Kirche und vom katholischen Glauben abfallen. Hat dies als Bischof von Hildesheim, dem die Fürsorge für die armen Unterdrückten von Gott anvertraut ist, zur Entlastung seines Gewissens nicht verschweigen können. Empfiehlt die Hildesheimer Kirche, ihre Untertanen und sich selbst dem ksl. Schutz1.

    [Beilage:] Liste der von den Hgg. Erich und Heinrich von Braunschweig okkupierten Burgen, Städte, Klöster, Dörfer und anderen Güter des Stifts Hildesheim (Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 41r–44r).

    « Nr. Š271 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an den Kaiser gegen Klaus Berner und dessen Komplizen – Regensburg, [1541 nach April 24/vor Mai 23]1 »

    Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 170v–173r (Kop.); ÜS fol. 170v: Copey der supplication H. Valentins Bf. contra Clauß Berner et consortes seu complices.

    Hat vor einigen Tagen dem Kaiser neben anderen Beschwerungen, die dem Stift Hildesheim aus den braunschweigischen Territorien, besonders aus Hg. Heinrichs Fürstentum täglich widerfahren, auch die Gewalttaten zur Kenntnis gebracht, die Klaus Berner gegen das Hochstift, das Domkapitel und die Stadt Hildesheim verübt hat. Letzte Weihnachten hat Berner Hildesheimer Kaufleute auf dem Rückweg vom Leipziger Markt ausgeraubt, bald danach einige Hildesheimer Bürger umgebracht bzw. verwundet. Nach seinen Gewalttaten hat er sich jederzeit auf braunschweigisches Territorium zurückgezogen und dort Unterschlupf gefunden, ohne dass die Herzöge, obwohl darum ersucht, gegen ihn einschritten. Hat auch bereits über die sonstigen gewalttätigen Übergriffe berichtet, die aus dem Fürstentum Braunschweig, besonders aus dem Gebiet Hg. Heinrichs gegen ihn und seine Untertanen erfolgen2. Wenn er der Übeltäter habhaft werden konnte und sie Hg. Heinrich zur Aburteilung überstellte, wurden trotz ergangener Kammergerichtsmandate keine rechtlichen Schritte unternommen, entgegen dem Landfrieden, zu Verachtung des Kammergerichts und zum Schaden seines Stiftes. Diese feindseligen Akte hören trotz der Anwesenheit des Kaisers im Reich und trotz der Versammlung der Reichsstände nicht auf, häufen sich vielmehr täglich. Am 24. April 1541 wurden die Wagen von Kaufleuten aus Hildesheim, Lübeck, Hannover und anderen Städten auf dem Rückweg von der Frankfurter Messe ausgeraubt. Die Täter kamen aus dem Fürstentum Braunschweig und zogen sich dorthin wieder unbehelligt zurück, ohne dass die dortige Obrigkeit, die darüber unterrichtet war, eingriff3.

    Weil sich solche Vorfälle auf Anstiftung oder zumindest mit Vorwissen Hg. Heinrichs von Braunschweig und seiner Leute ereignen und dabei beabsichtigt ist, ihn und seine Untertanen einzuschüchtern und die Stadt Hildesheim und die ganze Landschaft aufzuwiegeln, so dass, wenn der Kaiser nicht rechtzeitig dagegen vorgeht, ein gefährlicher Aufruhr zu befürchten ist, bittet er, zur Durchsetzung des Landfriedens und zum Schutz seiner Untertanen Klaus Berner und seinem Anhang Šunter Strafandrohung zu gebieten, alle friedbrüchigen Handlungen zu unterlassen, sich mit dem Rechtsweg zu begnügen und seine Untertanen nicht zu behelligen, und zugleich den Ständen und Städten der Region einzuschärfen, die Straftäter in keiner Weise zu begünstigen, sondern vielmehr zu verhaften und vor Gericht zu stellen. Für den Fall, dass Klaus Berner und sein Anhang dem ksl. Befehl nicht nachkommen sollten, möge der Kaiser erlauben, dass die Stadt Hildesheim und andere Angehörige des Hochstifts die Täter verfolgen und, wo immer sie diese finden, verhaften und bestrafen dürfen ohne Rücksicht auf die jeweilige Ortsobrigkeit. Denn wenn man die Verbrecher der jeweils zuständigen Obrigkeit ausliefert, ist – besonders im Fall Hg. Heinrichs von Braunschweig – zu befürchten, dass kein Prozess eingeleitet wird oder nur unter großen Kosten ein Verfahren zu erreichen ist. Dieses Mandat soll umgehend in der Hildesheimer Region durch einen ksl. Herold, für dessen Unterhalt er aufkommen will, publiziert werden4.

    «Nr.272 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an den Kaiser gegen Klaus Berner und seine Komplizen – Regensburg, [1541 nach Juni 9] »

    Hannover NLA, Hild. 1, Nr. 783, fol. 179r–183v (Kop.); ÜS fol. 179r: Copey der supplication H. Valentins Bf. an ksl. Mt. zu erledigung H. Wilkanß von Munchhausen und gestattung rechts, uber Berner mandat zu erkennen.

    Hat vor einigen Tagen sich durch eine Eingabe über die kriminellen Taten u. a. Klaus Berners und seines Anhangs beklagt [Nr. 271], die vom Territorium Hg. Heinrichs und Hg. Erichs von Braunschweig aus mit deren Duldung organisiert werden. Der Kaiser hat bereits auf seinen Antrag Pönalmandate bewilligt, die in der Zwischenzeit auch bereits in der Hildesheimer Region publiziert worden sind, um die dortigen Stände zu bewegen, die friedbrüchigen Umtriebe Klaus Berners und anderer Feinde des Stifts Hildesheim unterbinden zu helfen1. Dessen ungeachtet, hat Klaus Berner am 9. Juni 1541 mit 200 Reitern und einigen hundert Fußknechten, einer Truppe, die er aus eigenen Mitteln nicht aufgebracht haben kann, das dem Stift Hildesheim zustehende, aber von Hg. Erich von Braunschweig widerrechtlich okkupierte Schloss Grohnde überfallen und eingenommen, dabei den Hildesheimer Domherrn Wilken von Münchhausen, den er ohne Fug und Recht für seinen abgesagten Feind hält, verwundet und gefangen weggeführt und dessen Bruder und Inhaber des Schlosses Grohnde Ludolf von Münchhausen, obwohl er nicht Šsein Feind ist, ebenfalls gefangengenommen sowie dessen Haus geplündert und alle Wertsachen, 14 Pferde und alle Harnische geraubt. Und dies, obwohl kurz vorher in einer gütlichen Anhörung, die einige Adlige durchführten, seine Beschwerden gegen Wilken von Münchhausen, der sich wiederholt zu rechtlichem Austrag erboten hat, als unberechtigt zurückgewiesen wurden.

    Da gegenwärtig Hg. Erich von Braunschweig – allerdings zu Unrecht – die Obrigkeit über Schloss Grohnde beansprucht, durfte erwartet werden, dass er entsprechend dem Landfrieden und der Reichsordnung gegen Klaus Berner einschreite, zumal seine Mutter, Hgn. Elisabeth von Braunscheig, von den beiden Mitvormündern, Kf. Joachim von Brandenburg und Lgf. Philipp von Hessen, auf seine, Bf. Valentins, Veranlassung hin von Regensburg aus darauf hingewiesen worden ist, dass der Täter im braunschweigischen Territorium Unterschlupf finde.

    Geht davon aus, dass Hg. Heinrich von Braunschweig, Hg. Erich bzw. dessen Dienstleute um das Vorhaben Berners gewusst haben, da es ohne deren Vorwissen nicht hätte durchgeführt werden können. Die Hgg. von Braunschweig legen es offenbar darauf an, durch die Begünstigung solcher Friedbrüche die Untertanen zu verängstigen und gegen Bischof und Domkapitel aufzubringen, um nach deren Vertreibung das Hochstift einziehen zu können und damit dessen Namen auszulöschen. Zweifelt nicht daran, dass dies geschehen wird. Wenn auch andere von ihrentwegen ferrer beschedigt werden solltenund diese sich zu rechtmäßiger Gegenwehr entschließen, ist eine verhängnisvolle Ausweitung des Konflikts zu befürchten, dessen Beilegung sich dann sehr schwierig gestalten wird. Hat nicht unterlassen können, dies alles im Interesse seiner Untertanen und zur Vorbeugung gegen gefährliche Unruhen dem Kaiser mitzuteilen. Bittet den Kaiser, gegen vielbemelten Clausen Berner, friedbrechern, vagabundum, der kein eygen behausung hat und nyndert gewießlich zu finden oder antzutreffen, gleichsvhalls wider seinen anhang und gehülfen, auch die enthalter des gefangenen meins thumbhern, dweyl die noch zur zeit ungewieß,Pönalmandate zu erlassen mit dem Befehl, den Domherrn Wilken von Münchhausen und seinen Bruder Ludolf unter Erstattung ihrer Schäden freizugeben, damit entsprechend dem Landfrieden vorgegangen werden kann, weil solche vheindtliche handlung und fridbruch nit allein euerer ksl. Mt. außgekundigten landfridden und andern reichsordnungen und abschieden zuwider, dergleichen ungeachtet euerer ksl. Mt. gegenwürtigkeit im reich und versamblung gemeyner reichstend, sonder auch sonst unbillicher-, unbefüegter- und gar verwyßlicherweyß furgenommen und geübet wirdeth2.

    « Nr. Š273 Protokollarische Aufzeichnung zu den Verhandlungen Bf. Valentins von Hildesheim über die Exekution des päpstlichen Urteils – [Regensburg, 1541 Juni 10–13/14] »

    Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 71v–78r (Kop.).

    Und aber vielgedachter H. Valentin Bf. erzeltermassen bey ksl. und kgl. Mtt., auch Kff., Ff. und stenden umb execution angesucht und in hoffnung gewesen, dieselbig execution durch ksl. und kgl. Mtt. und stende beschafft worden sein sollte oder aber das gmeyne reichstend zu gmeyner berathschlagung des reichs sachen zusammen wurden, da er, der bischove, seine sachen und deshalb erlangte urtheyl und executorialbrieve und brevia apostolica praedicta an Kff., Ff. und gemeyne reichsstende in gmeynen reichsratth bringen und gelangen hett lassen mögen, und sich es aber doch auß allerhand verhynderungen zugetragen, das gemeyne stend nit zusammenkommen, derowegen vielgedachter H. Valentin Bf., bey der ksl. Mt. und derselbigen hoffräthen ferrer umb exequution ansuchen zu thun, verursacht. Und so er dasselbig oft und vielvaltig gethan und jederzeit uffschlegige, doch gnedigste und tröstliche antwort erlangt, hat er doch nichts würglichs oder endtlichs bekomen mögen.

    Als aber solcher verzug vielgedachtem H. Valentin Bf. zu lang und schwer fallen wollen und er derowegen bey hochgedachter ksl. Mt. und derselbigen hoffräthen weyttere, vleyssige und heftig ansuchen gethan, ist ihme zuletzt von wegen der ksl. Mt. durch den hochgebornen fursten H. Frydrichen, Pfgf. bey Reyn und Hg. in Bayern, und andere ksl. Mt. verordente hoffräthe in antwort worden, das ksl. Mt. entschlossen, die sachen der stryttigen religion, dorumb der reichstag fürnemblich außgeschrieben, mit ernst fürzunemen und zu verhandeln lassen, und derowegen, domit die daweniger verhyndert, so werhen ihre Mt., alle privatsachen aufzuschieben und dieselbigen bys nach geendeter religionsachen in rhue zu legen, bedacht, dorauf auch an gedachten H. Valentin Bf. begern lassen, er solcher vergleichung der religion auf diesem reichstag abwarten und mit seiner stieftssach in ruehe stehen wöllt und, so dieselbig religionsachen ihre endtschaft (wie man verhofft zu gescheen) erreichte, alsdan widrumb ansuchen ze thun, wolten ihre Mt. sich und, sovil ihr darin gebüeren wolt, allergnedigst beweysen und erzeygen.

    Diese antwort und antzeig des pfaltzgrafen etc. und der hoffräth, wiewoll sie dem bischoffe schwere gnug, so hat er doch wider dieselbig nit fechten konnen, sonder es also bleyben lassen, in hoffnung, die religionsachen bald geendt und ihme auch alsdan zur exequution on uffschieben geholfen werden sollt. Als sich aber die vergleichung der stryttigen religionsarticul verweyleth, der bischoffe auch verwarneth, den Hg. Heinrichen täglichs ein abzug vom reichstag und erlaubnus bey der ksl. Mt. solicitirn thett, und dan auch gesehen, den hochgebornen fürsten H. Philipsen Lgf. zu Hessen als vormundern des jungen Hg. Erichs allgereyd im uffbruch und abziehn sein, hat gedachter H. Valentin Bf., der angeregten vergleichung und bescheydts der ksl. rhete abzuwarten, ihme Šfür hochnachteylig geachtet und dorumb nit underlassen wollen noch konnen, deshalb die ksl. Mt. selb widerumb zu ersuchen. Derowegen er dan auch uff einen nemlichen tag als den Sonnabend, welcher da was der zehende tag mensis Junij1, sich ihrer Mt. antzeygen und gnedigste audientz bietten lassen, daruff ihme von ksl. Mt. cammerdiener, welcher solchs anbringen gethan, Adriano, auß bevelch ihrer Mt. angezeygt worden, das ihre Mt. dem Dr. Naves, ihrer Mt. rathe, derselbigen gemüthe ihme, dem bischoffen, zu eroffnen, bevelh geben und gethan, bey welchem er deshalb ansuchen thun möcht.

    Und so den gedachter H. Valentin Bf. auf solchen bescheid am volgenden Montag, der do was der zwelfte tag gedachts monadts Junij2, ihnen, Dr. Naves, persönlich besucht, gestalt, ab ihme ksl. Mt. gemüt zu vernemen, inmassen er deshalb von ksl. Mt. an ihne verwiesen, so hat doch domahls gemelter Dr. Naves, der ksl. Mt. gmüt und bevelh ihme, dem bischoffen, allein zu eröffnen, sich beschwerth und darumb an obgedachten Pfgf. Friderichen und andere ksl. Mt. hovräthe, welche zu derselbigen stund zesammenkomen würden, gewiesen. Darauf dan gedachter bischove mit ihme, dem Dr. Naves, zu gedachtem pfaltzgraven und hofräthen gezogen, doselbst denen angezeygt, welchermassen er, der bischoff, bey ksl. Mt. sich ansagen und umb audientz underthenig bietten lassen, deshalb ihme in antwort worden, er bey Dr. Naves dazugegen ihrer Mt. gemüt und bevelh finden solt, welchen er darumb ersucht, doch ihme den für sich selb und allein nit eröffnen wöllen, sonder an sie, die räthe dazugegen, gewiesen, darumb er alda erschienen und batth, sie wolten ihme, des sie in bevelh hetten, eröffnen, sich darnach zu gerichten. Darauf so bald sein, Hg. Fridrichs Pfgf., cantzler, Dr. Hartmund3, in gegenwürtigkeit gedachtes pfaltzgraven, Dr. Naves, Dr. Karoln und Ruprechts des secretarien4 angefangen, gesagt, es hett Pfgf. Fridrich sambt den verordenthen ksl. Mt. hoffräthen die ubergebne supplicationhandlung bericht und, weß des alles durch gedachten H. Valentin Bf. etc. in sachen spolii castrorum ecclesiae Hildeshemensis und zu gebettener restitution derselbigen der ksl. Mt. fürbracht, auß bevelh derselbigen ihrer Mt. verlesen, beradtschlacht und volgendts der röm. ksl. Mt. eroffnet und angezeygt. So hetten darauf ihre Mt. sich beduncken lassen und befunden, solche sach nit allein ihrer Mt., sonder gemeiner reichsstend sein, darumb so wehre ihr ksl. Mt. bedacht, solche sachen, so furderlich gescheen könth, an gemeyne reichsstende zu gelangen. Es liessen sich aber darneben ihre Mt. auch bedüncken, das man noch zur zeit bey ihrer Mt. zu fruhe umb execution ansuchte, ursachen, dweyl in executorialn- und urtheylbrieven namhaftige executores benenth und begrieffen und das man ad temporalem gladium nit nisi deficiente spirituali kommen könth, dasselbig hetten gedachter Pfgf. Friedrich Šund die räthe auß entpfangenem bevelch ksl. Mt. ihme, dem herrn bischoff, nit verhalten sollen.

    Hierauf gemelther bischoff ihnen, den keyserlichen rethen, hynwider angezeygt, das ihme nit zuwidder, die sachen an gmeyne stende gelangte, so dasselb fürderlich gescheen möcht, aber wolt ihnen nit verhalten, wie er in erfarung kommen, der herzog nochmals in embsiger arbeyth, vom reichstag abzuziehen, stehen sollt, on das von wegen des andern gegentheils Hg. Erichs die vormunder und nemlich der Lgf. zu Hessen algereyd im verrücken wehren und, so dan Hg. Heinrich auch verrücken sollt, würd er, H. Valentin Bf., darnach destermehr auch aufgehalten und verhyndert werden. Batth demnach, dweyl ksl. Mt. bedacht, die sachen an gemeyne stend zu gelangen, gutwillig befürdern helfen, solichs fürderlich geschee. Sovill aber belangt, das er zu frühe und ehe deficiente gladio spirituali ansuchen thun sollt, und das angehengte gnedigst erbietten ksl. Mt. nam er zu underthenigstem danck an, mit der antzeyg, das er ihnen, den kayserlichen räthen, zu bericht der sachen nit bergen wolt, das auf die erhaltene urteyl ihme, zwen wege die execution derselbigen und restitution seins stiefts guetter zu suchen, im rechten gegeben, gegönneth und geoffneth, der eyne wehr nach vermeldung der executorialn- und urteylbrieve auf die censuren und, so er denen weg gebrauchen wollen, hett er es thun mögen, auch ungezweyffelt dardurch so vil auf diesen tag befüegt haben wolt, das die gegenteylle in alle censuren erklert, auch brachium saeculare erhalten haben wolt, aber angesehen, dieser zeit viel nöttiger, die leuthe in die kierchen dan darauß zu verbannen, wie dan in solchem proceß der censuren gescheen muessen, one das dieselbigen censuren dieser zeit in keiner achtung, sonder vielmehr bey etlichen in geschrey gehalten und verschympft würden, in welchem vhall verachtung gaystlicher censuren dieselbigen auch nit gebraucht werden sollen, so hett er der und ander ursachen solichen weg fürzunemen underlassen.

    Der ander weg wehr via executiva, derohalb die babstliche Hlt. ihme an ksl. und kgl. Mtt., auch Kff., Ff. und gemeyne stende des hl. röm. reichs, so eben in dieser zeit in gemeyner reichsversamblung, zu handhabung frieden und rechts neben andern handlung zu pflegen, sein würden, fürschrieft oder vielmehr mandata und bevelbrieve, soliche gesprochne urtheyl zu wurglicher vollnziehung zu bringen, mitgeteylt hette, in bedencken, das dys der richtig weg und das babstliche Hlt. ksl. Mt. und dem reich von rechts und gewonheit wegen das zu befelhen hette. Also hat er und furnemlich, dweyl auch ksl. Mt. in ihrem ausschreyben, zu handhabung friedden und rechts handlung zu pflegen, gemeldet, solchen weg und viam executivam tanquam regiam viam et, ut executio brevi et regia manu fieret, für die hand genommen, ksl. und kgl. Mtt., Kff., Ff. und stend darmit ersucht, guetter zuversicht, sie allenthalb und in sonderheit ksl. Mt. als obrister vogt und advocatus der kierchen und aller rechtmessigen, wolgesprochnen urteyl im hl. reich gemeyner und obrister executor würden sich auf uberreichte brevia und mandata apostolica ihme zu seinem rechten und gebettener execution noch allergnedigst und fürderlich Šverhelfen. Bathe darauf mehrgedachter H. Valentin Bf., die kayserlichen verordente hoffräthe wolten mit dem gelangen an die stend wie ob, dergleichen diesen jetzangezeigten bericht, der execution halb gethan, an ksl. Mt. notturftig zu bringen, sich unbeschwerdt finden lassen. Darauf die kayserlichen verordente hoffräthe, ein solichs an ksl. Mt. zu bringen und mit vleys zu fürdern, zu und an sich genommen.

    Mittlerweyl und ehe und zuvor die sachen weder von ksl. Mt. oder auch dem bischoffe selbs an Kff., Ff. und gemeyne stende in gemeynen reichsrath gelangen mögen und mehrgedachter H. Valentin Bf. bey Dr. Naues als ksl. Mt. nehist Pfgf. Friederich fürnemlichsten rathen obberürter sach halb anregung gethan, ist derselbig Dr. Naues ihme, dem bischoff, mit nachvolgenden antworten und fragstücken nauseans negotium begegnet.

    Primo inquit stomacho quodam, quare papa non met suas exequeretur sententias, caesarem non teneri illi a se et sede sua apostolica latas sententias exequi.

    Ad haec per dominum episcopum ita fuit responsum: Papam omnium sententiarum a se et sede sua latarum exequutorem requirere caesarem, quod caesar illarum executor legitimus sit et existat, quodque eas exequi tanquam protector iuris et iusticiae et advocatus ecclesiarum teneatur. Nec unquam in Germania sententiam papae alias nisi per caesarem executam auditum esse. Et in eventum quo papa executionem suae sententiae saltem manu forti niteretur, quod per caesarem et status imperii in eo ferendus non veniret tanquam qui falcem suam mitteret in messem alienam et in loco ubi non haberet dominium temporale, quia nulla ea in re in imperio [coercitionem]a haberet.

    Secundo fuit per Naves quaesitum vel potius tumultuatum, an caesar ob negocium ecclesiae Hildesemensis et eius per episcopum petita restitutione deberet venire ad arma, conscribere exercitum et sic ob illud negocium in imperio tumultuari.

    Ad haec ex parte episcopi sic fuit replicatum: Se caesari legem, quomodo exequatur sententiam, non praescripturum. Multos autem esse modos exequendi, ex quibus procul dubio caesaream maiestatem commodiorem delecturum speraret. Interim tamen se non dubitare, quin si caesarea maiestas rem serio prout convenit apud adversam partem ageret illique vel sub poenis banni imperialis restitutionem etc. minitaret fore eam sententiam etiam sine armis et tumultu allegato executam iri.

    Tertio inquit Naves, an caesari non tantum supersit iurisdictionis et potestatis in imperio, ut insolentem et tumultuantem episcopum, cuius modi episcopus Ioannes praedecessor suus fuerit, corrigere possit.

    Cui episcopus sic respondit: In episcopum, praelatum seu personam ecclesiasticam neque caesari neque regi nec alicui ex statibus imperii saecularibus aliquam esse iurisdictionem, tantum abesse, quod etiam aliquem ex his privare Špossent. Iure autem similiter in consuetudinibus imperii cautum et provisum esse episcopum seu praelatum insolentem suo superiori denunciari debere. Quo denunciato, si a suo superiore non corrigatur vel corrigendus ad caesarem et status remittatur, tum demum iis ad correctionem aditum praeberi prout hoc iura et etiam consuetudines imperii praefata, etiam ipsiusmet Caroli caesaris etc. manifeste ostendunt. Item, quod etiam ita fuit observatum tempore Pii secundi pontificis Rhomani, qui archiepiscopum Moguntinum Dietherum de Isenberg tanquam inoboedientiam [pugnavit?] et deinde caesari depellendum episcopum realiter mandavit aliumque archiepiscopum Adolphum de Nassau ecclesiae Moguntinae praefecit. Interim tamen verum etiam esse, quod episcopus Ioannes ob allegatam suam insolentiam non modo non sit suo superiori aut sedi apostolicae denuntiatus, sed etiam contra ius, iuris ordinem, item, consuetudines imperii et etiam pacta iurata non vocatus, indefensus extra Germaniam et imperium et sic in loco deficientis iurisdictionis[praetense?] et minus legitime bannitus, unde consequenter banno nullo etiam secutam executionem banni fuisse et esse omni iure nullam liquidissime apparet.

    Utcunque tamen episcopus se non agere praedecessor suus episcopus Ioannes legitime vel minus bannitus sit, similiter an tale quid egerit vel non, cur merito banniri vel corrigi debuerit. Hoc solum se quaerere, ne ecclesia ob ipsius delictum patiatur. Et in hoc sibi sufficere, quod episcopus Ioannes recessit ab aula et ecclesiam Hildesemensem in manus Clementis papae septimi resignaverit. Praeterea similiter hoc sibi sufficere, quod animus caesaris non fuerit nec esse potuerit ecclesiam ipsam, sed solum deliquentem et insolentem episcopum punire, quandoquidem delictum praelati ecclesiam non officit. Et dum episcopus delinquens bonis et ecclesiae modo praefato cesserit, nihil superesse, quod ecclesiae impingatur, quo minus per vim et de facto ei ablata bona restitui sententiaque desuper lata executioni debeat mandari.

    Et quod animus caesaris ecclesiam salvam habere velle is fuerit vel ex eo liquet, quod postquam episcopus Ioannes ecclesiae cessit, quod tunc idem caesar eidem ecclesiae quondam Balthasarum suae maiestatis vicecancellarium tanquam ad reparandum illam ecclesiam et ad sublevandam eam ex oppressione vicinorum aliorumque damnorum idoneum per decanum et capitulum ecclesiae Hildesemensis, ad quos propterea plures gratiosas et seriosas litteras scripsit, in episcopum ecclesiae Hildesemensis praefici voluit ac rogavit et rogando eidem ecclesiae omne bonum, gratiam et tuitionem promisit. Et consequenter si ecclesia apud eandem suam maiestatem in indignationem caecidisse diceretur, de quo tamen nunquam constitit nec hodie constat, remisit. Hinc etiam Balthasari postulato solita regalia gratiose concessit et in persona eiusdem omnem indignationem, si qua ibi fuisset, remisit.

    Similiter defuncto hoc Balthasare nec adhuc ex neglegentia ipsius et interventu mortis relevata ecclesia, ut adhuc relevaretur, alium nimirum Ottonem ex comitibus de Schonenburg, maiestatis suae supremi camerarii Henrici comitis de Nassau ex sorore nepotem, simili modo ad hoc aptum eidem ecclesiae Špraefici voluit. Et dum is ad petitionem suae maiestatis postulatus extitisset et ob aetatem regimini in continenti praeesse non potuisset, caesar ipsemet tuitionem et relevationem in se susceperit eamque ob causam certos commissarios, qui ecclesiae causas et negocia pro eius utilitate tractarent, ordinavit et deputavit, prout de illis omnibus litterae caesareae maiestatis sigillatae, sanae, integrae et fide dignae ad manus sunt et ob oculos poni possunt. Ex his omnibus, inquit episcopus, facile liquet nihil obstare, quominus ecclesia Hildesemensis contra ius oppressa iuxta vim, continentiam et tenorem sententiae restitutoriae restitui non debeat.

    His responsis Naves contentus recessit.

    Und sichs aber in darnehist wenig volgenden tagen zugetragen, das gmeyne reichsstende ausserhalb den protestirenden in gemeynen reichsrath zusammenkommen, hat vielgedachter H. Valentin Bf., dweyl ksl. Mt. die sach an dieselbigen gelangen lassen wollen, auch nit underlassen, sein und seins stiefts notturft pro executione in schrieften in gemeynem reichsrath zu übergeben [Nr. 275] mit überreichung der originaln erhaltener urtheyl und executorialbrieven, auch der bäbstlichen furschrieften, gebetten, dieselbig in solchem gemeynem reichsrath catholicorum zu verlesen und ihme darauf zur execution neben der ksl. Mt. zu verhelfen.

    «Nr.274 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an den Kaiser – Regensburg, [1541 Juni 12/13]1 »

    A  Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 45r–47v (Kop.); ÜS fol. 45r: Copia der supplication an ksl. Mt. pro executione denuo oblata mit angehengten clagen gegen Hg. Heinrichen von wegen thätlicher beschwerung, dem bischof und stift Hildeshem in das vierdte jhar zugefueget.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 168r–170r (Kop.)

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 281r–283v (Kop.).

    Eur ksl. Mt. hab ich, derselbigen eur ksl. Mt. underthenigster caplan und diener, verrückter tagen underthenigst zu erkennen geben, wie ich als ein erwelther und vom stuell zu Rhom bestettigter bischoff des stiefts Hildeshem von wegen desselben stiefts guetter, so durch die hochgeborne fursten, etwa Hg. Erich den eltern und Heinrich den jungern zu Braunschweig und Luneburg etc., demselbigen stieft wider recht abgedrungen und von denselbigen und ihren erben ungeverlich zweintzig jar here occupirt und noch thettlich und freventlich besessen werden, am hofe zu Rhom fur babstlicher Hlt. und dem stuell doselbst in rechtvertigung gestanden und daselbst mit hylf des almechtigen urtheyl und recht vermögend, das die ehrgedachte Ff. von Braunschweig den stift Hildeshem unbillicherweyse spoliert und darumb, denselbigen widerumb zu Šrestituirn, schuldig sein, erhalten, auch also das, wiewoll die gegentheille von solicher rechtmessiger urtheyl vermeyntlich appellirt, das doch ihnen dieselbig wie recht refutirt und als freventlich verworfen worden, und domit eur ksl. Mt. des alles glaubwirdige bericht und urkundt haben und entpfahen mochten, derselbigen eur ksl. Mt. die urtheyl und executorialbrieve under babstlicher Hlt. anhengender bleyender bullen und siegel, dergleichen derselbigen ihrer Hlt. an euer ksl. Mt. furschrieft anstatt mandati executivi umb verhelfung gebürlicher execution solicher urtheyl underthenigst uberreicht. Und dieselbig eur ksl. Mt. uff solich mein dargethane gerechtigkeit und erhalten urtheyl sich zu meynem rechten gnediglichst finden und erbotten, deßen derselbigen eur ksl. Mt. ich underthenigsten danck weys, doch gnedigst fur gutt und notwendig angesehen, dweyl Hg. Heinrich, der eine gegentheil, alhie zur stett, demselbigen meine supplication und gethane antzeyg, seinen bericht und antwort darauf zu vernehmen, zukomen mochte, des ich mich eur ksl. Mt. zu underthenigsten ehren und gehorsam nit widersetzen wollen und gerne gescheen lassen. Darauf Hg. Heinrich, gleichwoll nach geraumber zeit, euer ksl. Mt. weytleuftig, ungereumt, ungegrundt und nichts anders vermeldendt noch suchend, dan das ich die sach, so zuvor lang und stattlich gnug disputirt und zu recht entscheiden, von neuhem mit ihme disputirn und deßhalb uff etliche vermeynte articul mit ihme inlassen solt etc., beantwort. Welche vermeinte und unerhebliche antwort, so sie mir von eur ksl. Mt. gnediglichst zugestelt, ich underthenigst entpfangen und nach aller notturft vernomen.

    Dweyl ich aber befunden, sein, Hg. Heinrichen, gemüt nit sein, der erhaltenen urtheyl zu geleben und mich und meynen stieft zu restituirn, sonder vielmehr in ungereumbte, unbilliche rechtvertigung zu tziehen, und ich, ihme des noch zur zeit zu volgen, nit schuldig, hab eur ksl. Mt. ich underthenigst vermeldet [Nr. 270], das ich urtheil und recht erhalten, dieselbig in ihre craft und wirglicheit gangen, darauß zu tretten und weiter mit ihme deshalb zu rechtvertigen, ich in recht nit schuldig oder pflichtig, darumb auch, darvon zu tretten oder zu weichen, desto weniger und gar mitnichten bedacht, demnach eur ksl. Mt. underthenigst gebetten, dieselbig als ein von Gott verordenter obrister advocat, vogt, schutz und schirmer der kierchen und handthaber des rechten mir zu gepürlicher recuperation meins stiefts guetter vermöge erhaltener urteill gegen die widerteylle gnediglichst verhelfen wolte, mit dem angehengten erbietten, da ich inhalt der urteyl und wie recht restituirt und alsdann Hg. Heinrich oder sein anhang mich zuspruch nit zu erlassen gedächte, das ich alsdan ihme fur babstlicher Hlt., eur ksl. Mt. und an orthen und enden ich zu recht schuldig ordenlichs, geburlichs rechten nit fursein wollte.

    Allergnedigster kayser, dweyl diese meyne antwort dem rechten und aller billicheit gemeß, auch nichts billichers, dan das die wolgesprochne, rechtmessige urtheil ba[b]stlicher Hlt. und des stuells zu Rom, consistorialiter cum consensu omnium cardinalium gefellet, gebürlich und fürderlich vollenstreckt und exequirt werd, so steht zu eur ksl. Mt. noch und abermahls mein underthenigst, Švleyssigst und demütigst, vlehligs bietten, eur ksl. Mt. wollen gnediglichst erwegen, wie unbillicherweyß der arm stieft Hildeshem, welche ein fundation und stiftung Caroli Magni hochlöblicher gedechtnus, durch die obgerürte Ff. von Braunschweig so lang zeit seiner guetter entsetzt, beschwerth und in verdruck geradthen und das noch uff diese zeit nichts anders durch vielgemelthen Hg. Heinrich gesuecht wirdt, dan wie er das ubrig auch (welchs, dweyl dasselbig in ander leuth hand und durch meyne furfahren zum hochsten verpfendt, nit ein nhamen des ubrigen haben sollt) und also den stieft gantz und gahr ihme underwurfig machen möchte.

    Dergleichen wellen eur ksl. Mt. allergnedigst bedencken, wie mit grosser mühe und unkosten die sachen dahyn gearbeyth, das der almechtig sein gnad geben, diesselbig mit urteyll und recht entscheiden und fur mich und meynen armen stieft gefallen ist, darzu, wie hoch beschwerlich die armen des stifts underthanen, geistlich und weltlich, durch die gegenteylle jetzo occupierth, mit diensten und schatzungen taglichs und on underlaß beschwert, geschetzt und bys auf den grad außgesogen werden, auch also, das man- und weybscloster und stieft, die doch von kaysern und königen, auch im rechten solicher beschwerung gefreyet, damit sie die aufgelegte beschwerung und schatzung außrichten, ihrer kierchen, closter und stieft erbeigen, beweglich und unbewegliche guetter und, darauf sie fundirt und gestieft, verpfenden, verkeuffen, distrahirn und alienirn und also die lengde außgeschatzt und aller ihrer guetter entbloßt gar verlauffen muessen, wie sie dan algereid nach alienirthen guethern hungers und notturft halb verlauffen und außgetretten, welchs alles dem gegentheyl und sonderlich Hg. Heinrichen nichts zu schaffen gibt, sonder viel lieber sehen, hören und vernehmen wolt, das sie gereydt alle verlauffen und er die guetter alle allein haben mocht, darumb auch und von wegen solicher unmentschlichen und unchristlichen beschwerung die armen underthanen teglichs zu Gott in hymel schreyen und umb erledigung rueffen, und dem allem nach wellen eur ksl. Mt. als ein gnedigster, guettiger und mylther kayser, schutz und schiermer der verdrückten, haubt und liebhaber des rechten zu rettung der beschwerthen und zu steuer dem rechten allergnediglichst beschaffen und befuegen, die woll und rechtmessige, unverlegliche, gesprochne urtheyl wie recht und billich vollenzogen werd2.

    [Beilage:] Bericht Bf. Valentins von Hildesheim über seine mehrjährigen Auseinandersetzungen mit den Schikanen und feindseligen Aktionen Hg. Heinrichs von Braunschweig und seiner Helfershelfer, ebd. fol. 47v–62v3.

    « Nr. Š275 Supplikation Bf. Valentins von Hildesheim an die Reichsstände1 – Regensburg, 1541 Juni 142 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 385 Nr. 146 , unfol. (Kop.); DV v. verschiedenen Händen: Supplication des Bf. von Hildesheim contra Braunschwig von wegen Šdes stieft abgedrungenen schlossen, steten, flecken und dorfen. 1541. An die stende des reichs zu Regennspurg ubergeben.

    B  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 78r–82v (Kop.); ÜS fol. 78r: Copey der supplication H. Valentins Bf., den churfusten, fursten und gemeynen stenden in gemeynen reichsrath contra duces Brunsuicenses pro executione die 13. mensis Junij ubergeben.

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 122r–126v (Kop.); ÜS fol. 122r: Copey eyner andern supplication pro restitutione, an Kff., Ff. und stende durch H. Valentin Bf. ubergeben mit angezeygter verzellung, weß thettlicher beschwerung ihme und seinem stieft von den Ff. von Braunschweig etliche zeyt here und noch teglichs begegenet und zugefuegt werden3; AV fol. 126v: Praesentata statibus imperii die 14. mensis Junij anno etc. 1541 per dominum Valentinum episcopum Hildesemensem.

    D  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 784, fol. 509r–511v (Kop.); AV fol. 509r: Supplicatio exhibita statibus imperii die 14. mensis Junij anno 41 Ratisponae.

    Euern kfl. und fstl. Gn., L. und G. fuegen wir underthenig und freundlich zu vernhemen, das demnach wir kurtzverschiener jharen durch ein ordenliche, rechtmessige whaall dem stift Hildeßheim zu einem bischove gewheleth, von der babstlichen Hlt., H. Paulo babst dem dritten, confirmiert und consecrierth und volgends von der röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten herren, unsere gewondliche regalia erlangt und in wesentliche und wirgliche possession gedachts stifts Hildeßheim gekhomen, haben wir gethanen unsern pflichten nach, darmit wir dem stull zu Rhom, ksl. Mt. und gedachtem unserm stift Hildeßheim verwendth und zugethan, nit umbgehen oder untherlassen sollen, das furtzunhemen, das zu gedachts stifts, welcher im grund durch die Ff. von Braunschweig, Hgg. Erich und Heinrichen gevettern, vortherbt und aller seiner guether, wenig ausgenhomen, entsetzt, dartzu auch in merglichen, grossen beschwerungen und ob die zweimahl 100.000 fl. schulden beladen, wolfhardten und uffkhomen dienstlich und noetig. Darumb und damit gedachter unser stift seines vortherbs errettet, zu den abgedrungenen und enthwerten guethern widerumb khomen und also auß den hohen und merglichen schulden, darin er begrieffen, erhebt werden mocht, haben wir uns zu der rechtvertigung, so solichs stifts entzogenen guether halb etwa bei zeitten loblicher gedechtnus H. Adrianj babsten durch den hochgebornen fursten H. Johansen Hg. zu Sachsen, Engern und Westphalen, etwo Bf. zu Hildesheim, unsern furfharn, zu Rhom angefangen, volgendt bei zeitten babsten Clementis und allerhand comissarien, auch loblicher und seliger gedechtnus, gerichtlich ventiliert und doch durch den unversehenlichen infall in Rhom und aandere ehafte–a vorhinderung un Šgeortert erliggen plibben, dieselbig widerumb wie recht zu prosequieren und zu vervolgenb, in den standt, in welchem sie der zeit befunden, durch hochgedachte bapstliche Hlt., H. Paulum den dritten, zuzulassen und deshalb commissarien zu vorordnen, gebetten.

    Daruff die babstliche Hlt. uns, wie gebetten, zu volnfhuerung solicher sachen in recht zugelassen, auch den hochwirdigsten H. Laurentium cardinalem Campegium loblicher und seliger gedechtnus zu commissarien geben und verordneth. Und wir demnach denselbigen comissarien cH. Laurentium cardinalem Campegium–c bekhomen, so haben wir nit untherlassen, in solicher sachen, wie sich das noch seiner ordenung dund zum rechten–d eigneth, furtzufharen und vleis furtzuwenden, die vorige geuebte gerichtshandlunge, acten, gefuerdthe kundschaften und, wes des alles zuvor bei zeitten Adrianj und Clementis etc. gehandlet, durch vorgemelten, unversehenlichen infall zu Rhom verstreueth, widerumb zusamenzupringen und darin, wie sich in recht eigneth, furzufharn, als wir dan auch soliche acta und handlung, so auß sonderlicher gnaden, hulf und vorsehung Gottes behalten, zusamenpracht und bekhomen und ferrers durch unsere volmechtige anwelde und bevelhaber, wie sich das in recht und nach seiner ordenung geeigneth, wider gedachte Hn. Erich und Heinrich Hgg. zu Braunschweig zu recuperation unsers stifts abgedrungenen und occupierthen guethern procediert und furtgefharn. Als aber auß schickung des almechtigen gedachter H. Laurentius cardinalis Campegius, commissarius, ehe erorterter und geendther sachen verstorben und die gegentheille, Ff. von Braunschweig und ihre bevelhaber zu Rhom, die sachen von nheuem dem auch hochwirdigsten H. Hieronimo de [Ginutijs] cardinaln4 durch die ehrgedachte, itzige babstliche Hlt. committieren und bevelhen lassen, so haben wir nit untherlassen, darin wie recht auch ferrer furtzufharen und zu procedieren.

    Und wiewhol sichs von rechts und billigkeit wegen wol geeigneth, die widertheile dem rechten seinen stracken und ongevherlichen gang gelassen, so haben sie doch zu ausflucht und verlengerung der sachen (wiewhol soliche ausfhlucht wider ihr gedencken und suchen derselbigen sach furderung und endschaft gewest), die jurisdiction babstlicher Hlt. disser sachen strittig zu machen, understanden und dorumb de competentia judicis und, ob babstlicher Hlt. disser sachen richter oder ob sie fur die röm. ksl. Mt. zu remittieren sein sollt, zu disputieren, und in sonderheit gebetten, babstliche Hlt. wollten in eigner person in consistorio secreto mit ihrer Hlt. cardineln solichen articul selb discutiieren [sic!] und erorthern.

    ŠUnd so wir dardurch nit anders vermercken konnen, dann das die gegentheille dem commissario, welcher doch uff ihr selb anhalten und bitt deputierte, in dissem articul remissionis nit gethreuen wollen und, das die bapstliche Hlt. selb personlich die sach an sich ziehen sollte, gearbeith, ist uns solichs ihr furhaben nit zuwider geweßt, sonder haben es gherne propter celeriorem expeditionem causae und, das wir der sachen dester eher abkhomen mochten, welchs ihr meinung nit gewest, geschehen lassen, doch herwiderumb und zu noch mehrer furderlicher expedition der sachen unser und unsers stifts notturft auch nit vergessen, sonder so bald bebstliche Hlt. underthenig gebetten, das, da ihre Hlt. mitsambt derselbigen cardineln daruff handlen wollten, ob die sach fur ihre Hlt. gehoren sollt oder nit, und den befunden, dieselbig sach an die röm. ksl. Mt. zu remittieren sein, das sie denn dahin remittiert und geweißt wurd, den wir, fur ihrer Mt. die sachen zu rechtvertigen, kheine scheu thruegen, who aber befunden, die sachn vor ihrer Hlt. von rechts wegen pleiben sollt, das alßdan ihre Hlt.f auch die heuptsach fur die hand und an sich nhemen und, die mitsambt ihrer Hlt. cardineln in ihrem consistorio secreto personlich zu erortern, gnediglich geruhten. Dasselbig ist uns auch als fhur billich angesehen zugelassen. Also haben daruff, in die kurtz zu vermelden, bobstliche Hlt. die sachen erstlich super remissione von beiden theillen nach aller notturft zu recht disputieren lassen, und ervolgt, das ihre Hlt. sambt derselbigen cardineln auß furbrachten berichten befunden, die sachen, in recht fhur ihre Hlt. gehorig, zu rechtvertigen sein und da pleiben sollt, und derohalben sich competentem judicem erkenneth.

    Und so wir demnach ihre Hlt. judicem und zu richtern erhalten, haben wir bey ihrer Hlt., auch in der heuptsachen, wie gemeldet, furtzufharn, angehalten. Und ist die sach ungevherlich ein gantz jhar in allen consistoriis ventiliert, disputiert, trutiniert und mit hohistem vleis und stadtlichem zeittigem bedencken zu grund erwegen. Und haben beschlieslich babstliche Hlt. nach erwegung aller furbrachten berichte, acten, gerichtshandlungen und gefuerdther kundschaften mitsambt aller ihrer Hlt. cardineln einmuettiglich gund einhelliglich–g consistorialiter vereinigt in recht befunden und beschlossen, unsern stift Hildeshem seiner guether unpilliche entsetzt und spoliiert, darumb auch denselbigen von rechts und aller billigkeit wegen zu restituiern sein. Daruff dan auch die babstliche Hlt. mit derselbigen cardinelen, in consistorio suo secreto consistorialiter versambleth, fur uns und unsern stift Hildeßheim sententiiert, geurtheilt und gesprochen, das die Ff. von Braunschweig, uns und unserm stift alle occupierthe stiftsschloß, stett, bürge, vlecken, kloster, dorf, mannschaft mit aller und jeder geistliche [sic!] und weltlicher obrigkeit mitsamt uffgehobner nutzung, item, den abgedrungenen steuren und schatzungen, dartzu scheden und interesse Šund uffgewendthe gerichtskosten zu restituieren, zu erlegen und zu erstatten, schuldig und pflichtig sein, wie dann ein solichs die deshalb eroffnethe urtheil nach der lengde mit sich bringt.

    Wiewhol nhu die gegentheille, Ff. von Braunschweig, von solicher rechtmessigen und wolgesprochen urtheil unther dem schein malae informationis und alsoh a papa tanquam male informato ad papam melius informandum appellierth, daruff babstliche Hlt. ihnen, den appellanten, terminum juris et infra quandocunque ad [respondendum]i de apostolis geben, volgend solichen termyn in etliche monadthe prorogierth, alles ad effectum, ob die gegentheille pro meliori informatione ihrem beruffen nach wes weither furtzubringen hetten, dasselbig thuen mochten, so ist doch durchj die gegentheille nichts furbracht, derowegen babstliche Hlt. uff unser anhalten ferrer, wie sich in recht gebuereth, furgefharn und den appellantibus apostolosk refutatorios geben, uns aber urtheil und executorialbrief sub plumbo wie recht mitgetheilt, die wir euer kfl. und fstl. Gn., L. und G.l zu verleßen uberreichen.

    Als wir demnach nhu unsers stifts abgedrungene guether und onbillicherweyße ingenhomene guether, so in das 20. jhar durch die Ff. von Braunschweig, wie obgeruerth, onpillicherweiß detiniert und occupierth und hoher und meher als ihr eigen furstenthumbs underthanen mit schatzungen, diensten und dergleichen beschwerth, itzu nit on grosse muhe, unkosten, schaden und arbeith, auch mit gefhar unsers leibs und aller wolfhardthen durch hulf und gnaden des almechtigen mit urtheil und recht, die auch in ihre kraft und wirglicheit gangen, erhalten, den gegentheillen aller behelf, dardurch sie sich bißdaher wider recht vermeintlich mit hohistem vleis zu schutzen und uffzuhalten, understanden, auch geschutzt, gewerdth und uffgehalten haben, gantz und zumahl abgeschnitten und ihnen min recht–m hinfhuro ein ewigs stillschweigen uffgelegt worden und die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, in gethanem auschreiben disses gegenwurtigen, gemeinen reichstags, auch in erstmhals ihrer Mt. furbrachter proposition und darin erwidderthem ausschreiben, neben der religionsachen unther anderm der fhurnhemlichsten ursachen, wie fridde, recht und ruhe im hl. reich gepflantzt, notturftige handlung zu pflegen, euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. als gemeine stende ndes hl. röm. reichs–n alhie zu erscheinen, erforderth, dergestalt dan euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. alhie erschienen, ungetzweivelther hoffenung, dasselbig alles zum besten zu verhandlen, nit untherlassen werden, odemnach und uff solichs gnedigs schreiben ksl. Mt. zu erhaltung Šrechts und auch, dweil es pillich, gesprochne urtheil, die in ihre kraft und wirglicheit ergangen, gehandthabt, exequiert und vollenstreckt werden–o, so ist zu euern kfl. und fstl. Gn., L. und G. als gemeinen stenden des hl. röm. reichs unser underthenig, dienstlich und freundlich bitten, euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. wellen gnediglich und freundlich bedencken, wie unpillich so ein hochloblichs des hl. reichs und theutscher nation glidde, der stift Hildeßhem, seiner so treffenlichen guether an schlossen, stetten, bürgen, vlecken, clostern, dorfen, stadtlicher manschaften und aller obrigkeiten, geistlich und weltlich, soliche lange zeit entsetzt und spoliiert gewesen und noch, wie mit grosser muhe, arbeith, unkosten und darlegen wir die sachen so weith arbeithen und pringen muessen, das die zu recht ordenlich entscheiden und ihre rechtmessige endschaft gewhonnen und das nhu nichts billichers, dann das dieselbige rechtmessige, wollgesprochne urtheil wirglich vollenzogen und exequiert werd, und demnach gnediglich, freundlich und guthwillig als gemeine stend des hl. röm. reichs neben der röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten herren, die wir disser sachen allgereid gleichsfalls nach der lengde bericht und underthenigst ersucht, auch nit anders als der sachen zu unserm rechten pmit gnaden–p geneigt befunden, uns zu wirglicher recuperation, restitution und reintegration unsers stifts guether, die wir mit urtheil und recht, in ihre kraft, wie gemeldet, gangen, erhalten, verhelfen, wie dan die bapstliche Hlt. durch ihre sonderliche brieve und gnedige furschrift an euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. als gemeine stende des reichs loco mandati executivi gnediglich und vetterlich thuedt begheren, die wir hiermit euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. zu verlesen uberreichen, und darneben bedencken, wes churfursten, fursten, graven, herren und gemeiner ritterschaft an so hohen kayserlichen und kkoniglichen stiften und gottsheusern gelegen und, who disse urtheil zu wirglicher vollenstreckung nit khommen sollthe, was das fur ingang, nachtheil und schaden dem romischen reich, welchem auch dardurch ein furstenstand entzogen und als res mali exempli allerlei infhueren und geperen wurd. Euer kfl. und fstl. Gn., L. und G. wellen sich in dissem unbeschwerdt gegen uns und unsern stift finden und also gnediglich und freundlich erzeugen, als pillich in gleichem gherne und genhommen hetten und auch zu thuen schuldig und pflichtig sein. Dasselbig wollen wir uns zu euern kfl. und fstl. Gn., L. und G. als gemeinen stenden des hl. röm. reichs unabschlegig und on verzugk geschehen der billigkeit nach gentzlich vertrosten und versehen, denn on das gemelther stift in khein weg weither zu erhalten5.

    «Nr. Š276 Stellungnahme Bf. Valentins von Hildesheim gegen den Schutzanspruch Hg. Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel über Hochstift und Stadt Hildesheim – Regensburg, [1541 nach Juli 6]1 »

    Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 197v–202v (Kop.); ÜS fol. 197v: Copey der supplication und berichts H. Valentins Bf. zu Hildeshem wider ein angezognen schutz Hg. Heinrichs uber die stat Hildesheim, ksl. Mt. ubergeben, auch entschuldigung des kayserlichen herolden.

    ŠHat die ihm zugeleitete, an den Kaiser gerichtete Supplikation Hg. Heinrichs von Braunschweig samt dem beigefügten Brief der Stadt Hildesheim, der Klaus Berner und andere Gefangene betrifft2, zur Kenntnis genommen und festgestellt, dass sich Hg. Heinrich als ein berüembter schutzverwandter meiner und meyns stiefts stat Hildeshem ausgibt. Bestreitet nachdrücklich die Behauptung Hg. Heinrichs, dass Hochstift und Stadt Hildesheim seinem Schutz unterstünden. Hg. Heinrich kann diesen Anspruch auch nicht als Vormund des jungen Hg. Erich von Braunschweig geltend machen, weil er, Valentin, dessen Anspruch auf Schutzrechte bestreitet, außerdem auch weil Hg. Heinrichs Kompetenz als Vormund von den anderen Vormündern in Frage gestellt wird. Es handelt sich vielmehr um eine lauthere, scheinbarliche zunöttigung Hg. Heinrichs. Erinnert an die Bestimmung des Augsburger Reichsabschiedes, das kein furst oder stand dem andern die seinen wider seinen willen in schutz, schirm und vertheidigung bey peenen euerer Šksl. Mt. landfriedden nhemen solt. Aus der Supplikation Hg. Heinrichs kann der Kaiser entnehmen, wie dieser den auch von ihm bewilligten Augsburger Reichsabschied und das darin enthaltene Landfriedensgebot befolgt, on das euer ksl. Mt. dasselbig ungezweivelt auß allerhand handlung und klagen, euerer ksl. Mt. alhie auf diessem itzigen reichstag furbracht, gnugsam vernhomen haben,und wie er und seine Leute die Rechte und die Hoheit des Stifts Hildesheim durch allerlei Umtriebe zu unterminieren suchen, um die Stadt Hildesheim zum Aufstand gegen das Kapitel und den Bischof aufzuwiegeln und nach deren Vertreibung freie Hand zu haben.

    Zu diesem Zweck begünstigt Hg. Heinrich die Feinde des Hochstifts, indem er sie in seinem Territorium und Einflussbereich duldet und die meynen von denselbigen aus und wider in sein fürstenthumb mercklichen mit mordt, brand und nhamen beschedigen, fahen, greiffen, schlagen, erwürgen, das ihr nehmen und in seinem fürstenthumb verschlemmen und verzeren lassen, gleychvhals jetzo letzlich Clausen Berner, meyns stiefts muthwilligen fheind, offentlich durch sein furstenthumb und gebiette uff die meynen etwa mit zehen, etwa 20, 40, 50 und mehren pferden strayffen, erwürgen, greiffen, hynwegschleuffen, item, das ihr nhemen, zu mehrmahln wagen uffgehauen, in und durch sein fürstenthumb on allen widerstand, nachjagt, glockenschlag, geschrey und dergleichen notwendigs geparen handlen und seines gefallens durchpassiren lässt3. Darauß ervolgt und er, Hg. Heinrich, durch solche beschedigung Berners zuwegen bracht, das gmelte meyne burgerschaft in etliche 100 starck sich erhaben, für mein capittel mit grossem sturm und geschrey gelauffen, geschrien: ‚Ihr pfaffen, schafft uns fridden, oder wellen euch zum ding außjagen!‘, welchs alles der vermeinthen, jetzigen seiner supplication sehr ungleich und doch die warheit, an euerer ksl. Mt. cammergericht erwiessen, landtrüchtig und offenbar ist. Und wiewoll Hg. Heinrich ein solchs in seiner supplication verneinet und zu vermeinther becreftigung die missiven des radths meiner stadt Hildeshem mit ingelegt und übergeben, welche doch, dweyl die allein auß seinen zuvor ihnen zugeschickten schrieften und hoffantwort sein erbietten narriren, dem er doch zum wenigsten teil nachkommen und Clauß Berner seinethalb noch viel jhar sicher gewest sein mogen,so hat er, Valentin, auf seine mit brief und sieggelnbeglaubigte Darstellung des wahren Sachverhaltes hin vom Kaiser die erbetenen Mandate erhalten, um sie durch einen ksl. Herold publizieren zu lassen.

    Da Hg. Heinrich vorgibt, als solt ich auß neyd, haß und abgunst, ohn grund, fueg und ursachen bey euerer ksl. Mt. solchs mandat außbracht haben etc.,ist er bereit, gegebenenfalls noch während des Reichstages weiteres Beweismaterial, u. a. mit kundtschafte euerer ksl. Mt. cammergericht gerichtlichen gefuerthen und Šeroffnethen kayserlichen achtbrieven gegen sein Hg. Heinrichs underthanen, edel und unedel, als meyns stiefts Hildeshem beschediger und landfridbrecher, erhaltnen und außbrachten urgichten, darzu mit euerer ksl. Mt. gedachten camergerichts geschwornen botten relationen,vorzulegen, um die Rechtmäßigkeit seines Handelns und die Schuld Hg. Heinrichs und seiner Dienstleute zu beweisen und sein Verhalten gegenüber der Stadt Hildesheim zu rechtfertigen. Bittet, den Antrag Hg. Heinrichs, ihm im Interesse der Stadt Hildesheim gegen die Hgg. Franz und Ernst von Braunschweig, vermöge euerer ksl. Mt. peinlichen halsgerichtsordnung rechts zu gestatten,abzulehnen. In dieser Angelegenheit hat der Kaiser bereits ihm selbst Mandate zugesagt, die allerdings von der Kanzlei noch nicht ausgefertigt werden konnten. Bittet um Zustellung dieser Mandate, derowegen, Hg. Heinrich weitter mandaten mitzutheillen, unnötig, wie ich dan auch, euer ksl. Mt., ihme dergestalt als beruembten und vermeinthen schutzhern meiner stat einichs mandat mitzeteilen, sich weigern, uffhalten und nit thuen wollen, zum underthenigsten thue bietten.Im Übrigen hat Hg. Heinrich die ksl. Halsgerichtsordnung, obwohl er sie mit bewilligt und angenommen hat, entgegen seiner reichsfürstlichen Pflicht nie befolgt, wie sein Verhalten gegenüber den in seinem Territorium ergriffenen Missetätern Kurt Vernekall(Vornkahl) und Henning Bittendüeffell(Bietendüwel), Feinden des Stifts Hildesheim, belegt, was auch dem Kammergericht bekannt ist.

    Was den ksl. Herold betrifft, den er auf Wunsch der ksl. Räte meines hochsten vermügens mit knechten und pferden von hynnen auß abgefertigt und, in meinem stieft gleichermaß zu versehen, beschafft, in dem derselbig euer ksl. Mt. bevelh gelebt und den beschwerdten friedden zu schaffen zum getreulichsten gehandlet, durch Hg. Heinrichen bei euerer ksl. Mt. etc. unbillig angeben wirdet, kann er versichern, dass der Herold seinen Auftrag gewissenhaft ausgeführt hat, hat deßhalb auch von vieln fursten, graven, stetten und andern stattlich kundtschaft und zeugnus mit sich bracht, die euerer ksl. Mt. uff erfordern fürgelegt werden mögen.

    Und demnach der gemelthe euerer ksl. Mt. herold mit berurthen mandaten auch in die stett Braunschweig und Goßlar, daselbs verkhundung zu thun etc., khomen und dieselbigen ab ihme und auß angeregten euerer ksl. Mt. mandaten so viel befunden, das euer ksl. Mt., dem orth landts zu sonderlichen gnaden friedden zu beschaffen, den gmelten herolden abgefertigt, haben sie ihnen euerer ksl. Mt. zu underthenigsten ehren ehrlich entpfangen und gehalten, ihme volgendts anstatt euerer ksl. Mt. clagweyß angezeigt, weß ihnen täglicher beschwerung von Hg. Heinrichen und den seinen uber die durch euer ksl. Mt. gethane suspension der achte und sonst mit verlegung der strassen, erwurgung und thettlicher beschedigung der ihren, die ihnen uff die zeit eben kurtz zugestanden, und in andere unliderliche wege begegne, daruff gebetten, er, sovil ihme gebüren, guttwillig befürdern und helfen wolt, sie solcher beschwerung verhaben und geübrigt werden möchten. Hieruff er solchs bey Hg. Heinrichs bevelhabern und andern, euerer Mt. Šain seiner widerkunft–a desen underthenigsten bericht zu thun, sich erkundigen wolten, underfraget, aber daruff seyen ihme von denselben vast undienstliche antwort begegneth, also hab er darneben nit underlassen, ihnen zu sagen, sie wollten sich also halten, das sie deshalb, in euerer ksl. Mt. ungnad zu erwachsen, nit zu besorgen, und hierin nichts anders, als das ehrlich und euerer ksl. Mt. bevelh ihme uffgelegt, wie ich bericht, gehandlet.

    Und ob schon solich mandaten und handlung des herolden ihme, Hg. Heinrichen, und den seinen zuwidder, in bedencken, das er und dieselbigen meines stiefts stat und underthanen friedden, ruhe, einigkeit und wolfardten nit allein nicht gehrne sehe, sonder vielmehr zu verhindern, unrhue, widerwillen, feindtschaft und dergleichen zu stieften, oder, so er und sie darzu nit khommen, meins stiefts muthwilligen vheinden, auch durch euerer ksl. Mt. und derselbigen loblichen cammergerichts erclerten ächtern offentliche durchschleuf, enthaltung, schutz und fürderung gennet, leistet und gibt, so bin ich doch ungezweyvelt, euer ksl. Mt. werden gedachten Hg. Heinrichen seines beschwerlichen, muthwilligen fürhabens wider mich und die meyne nit gut sein oder gestatten, sonder vielmehr bey ihme und den seinen, solcher handlung enthalten mueß, gnediglichst und ernstlich beschaffen lassen. Und ist daruff zu euerer ksl. Mt. mein underthenigst bietten, euer ksl. Mt. bei gedachtem Hg. Heinrichen, er des vermeinthen schutz, darin er mein statt Hildeshem wider meinen wiessen und willen gezogen, desselbigen sich gentzlich und bey peen des landfriedden, euerer ksl. Mt. acht und aberacht, dem berurthen euerer ksl. Mt. augspurgischen decret und abschied verleybt, enthalten mueß, zu beschaffen allergnedigst geruhen, sich auch gegen gedachten herold, welcher mit obgerürthen euerer ksl. Mt. mandaten in meinem stieft viel frieddens und guths beschafft, uff milthes angeben des hertzogen zu keinen ungnaden bewegen lassen wollen4.

    « Nr. Š277 Protokollarische Aufzeichnung zu den Verhandlungen Bf. Valentins von Hildesheim über die Restitution seines Hochstifts – [Regensburg, 1541 Juli 28] »

    Hannover NLA, Hild. H 1, Nr. 783, fol. 108r–109v (Kop.).

    Auf welchs bedencken des ausschuß1, als sich Kff., Ff. und stend (catholici allein) am Donnerstag nach Jacobj [1541 Juli 28] auf vielvältigs bescheens solicitirn und anhalten H. Valentins Bf. zu Hildeshem sich auf fürbrachts bedencken des ausschus (doch on zuthuen und wiessen der protestirenden, als dan solchs nach herkomen des reichs billich gescheen sollen, derowegen in gemeinem reichsrathe auch nit geschlossen) verglichen, die ksl. Mt. zu bitten sein, sie, die sache in der güte durch sich oder ihrer Mt. verordente keyserlichen commissarien zu vergleichen und beizulegen, sich bevleyssigen Šoder, so die entstund, an das kayserliche camergericht pro exequutione remittirn und weysen wollten2, und solchs bedenken an ksl. Mt. gelangt, welche soliche remission im vhall der entstehenden gütte an das kayserliche cammergericht in causa principali verstanden haben und zur güte commissarios benennen wöllen, ist post multa, nachdem die sach und remission in zweyvelichen verstand von den kayserlichen hoveräthen und auch von den fursten catholicis und stenden (doch nit allen) gezogen werden wollen, ervolgt, das der bieschoff solche commission in der güte und remission zum rechten nit annemen konnen noch wollen.

    Und als durch den bieschoff bei obgemelten Kff., Ff. und stenden (catholicis) nit verblieben und angehalten worden, sich zu declariern, wie sie die remission gemeyneth, daruff die churfursten in ihrem rathe pro executione geschlossen, gleichsvhalls der ausschuß selbs sich also declarirt, doch in der catholicorum fürsten rathe propter tumultum imminentis Turcae et eam ob causam celerem et inopinatum discessum caesaris, ob sie die heubt- oder executionsach im vhall, die gute entstund, zu remittirn gemeynt wollen haben, nit geschlossen werden konnen, hat gedachter bieschoff sich in zweivelhaftigen labyrinthum nit setzen oder begeben wollen, auch nach gehabtem rathe etlicher hohens und nyder standts anzunemen widerratten und abgehalten worden und demnach, bey seinem rechten zu bleyben und demselbigen antzuhangen, ihme fürbehalten wollen, wie er dan ein solichs ihme für ksl. und kgl. Mtt., Kff., Ff. und stenden offentlich vorbehalten hat.

    Und darmit zu vernehmen, das bey etlichen kayserlichen räthen die meynung gewest, ihnen, den bischove, mit solicher remission auch in der heubtsachen in die weytte ze füren und nit pro executione, sonder in genere und also die geendete heubtsach disputirlich zu machen und inen ex certo in incertum zu setzen, so seind von dem munsenior de Granvella, ksl. Mt. hoffrath, als vielgemelter H. Valentin bieschoff die remission specificirt haben wollen, auf die exequution diese worth gefallen, quod caesar contentus sit dare commissarios ad concordandum et, si concordare nequiverint, quod causam remittere debeant ad iudicium chamerae imperialis et, quod dominus episcopus pro declaratione remissionis hoc verbum executionis apponi petiit, hat sich gedachter Granvella nit declarirn wöllen, sonder gesagt, quod caesar non esset aliter facturus3. Haec Šverba ubi audisset episcopus und, das sich Granvella nit hat wollen declarirn, hat er sich beduncken lassen, es nit für ihnen und seinen stieft Hildeshem sein wurd, sich in die gfhär zu begeben und sein geendete heubtsach und erhalten urtheyl widerumb und sonderlich vor weltlichen richtern und personen am kayserlichen cammergericht, die auch zum theyl bäbstlicher jurisdiction nit gestendig, auch babst nit babst sein lassen wöllen, in zweyvell ziehen ze lassen, darumb er dan auch, wie angezeigt, solche commission, vielweniger die remission dergstalt annemen wollen und derowegen dem Granvella widerumb angezeygt, so es nit specificirt ad exequutionem werden solt, das er es auch nit anzunemen gedächte, sonder wolt bey seinem rechten bleyben. His annuens Granvella abiit nunquam revisus.

    Und ist further in der hildesheimischen sach auf dem reichstag, als welcher sich auch domahls geendet, nichts weytters gehandelt worden. Doch ist hierbei zu mercken, das, als der bischoff mit hohem vleys bei ksl. und kgl. Mtt. auf das bedencken des ausschuß und der stende catholicorum pro commissione modo, quo supradictum est, und derwegen ihren ksl. und kgl. Mtt. memoriall und denckzettel ubergeben, auf welche doch gar nichts ervolgt, domit aber von solcher zettel wegen kunftig kein irrungen fürfallen mögen, so haben solche zettel von worten zu worten gelautet, wie volgt:

    Copey des begerten, aber nit gevolgten abschiedts in causa ecclesiae Hildesemensis: In negotio executionis sententiae restitutoriae per sanctissimum dominum nostrum Paulum papam III. consistorialiter pro ecclesia Hildesemensi latae deputentur commissarii per sacram caesaream maiestatem pro amicabili concordia inter Henricum et Ericum iuniorem seu tutores et curatores eiusdem, duces Brunsvicenses etc., ex una et Valentinum episcopum Hildesemensem partibus ex altera reverendissimus dominus Albertus cardinalis et archiepiscopus Moguntinus etc. princeps elector etc. et illustrissimus dominus Ludovicus palatinus Reni ex ducibus Bavariae etc. etiam princeps elector coniunctim, ut infra spatium quatuor mensium a data commissionis computando partes supradictas amicabiliter concordare procurent et, si illos concordare non poterunt, tunc ex commissione et nomine sacrae caesareae maiestatis negotium executionis dictae sententiae restitutoriae ad iudicium camerae imperialis pro effectuali executione remittant et remittere debeant et ut caesarea maiestas iudicio camerae suae etiam ex tunc seriose committat, ut in eventum etiam dictae remissionis negocii executionis huiusmodi celeriter ac citra ullam dilationem procedant4.

    ŠDweyl aber, wie ob und jetz nehist gemelt, drauf nichts ervolgt, derwegen auch gedachter H. Valentin Bf., bey seinem rechten zu bleyben, ihme fürbehalten, so konnen solche zettel nichts geben oder nehmen, quod est notandum.

    «Nr.278 Gegendarstellung Bf. Valentins von Hildesheim gegen die von Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel gegen Ende des Reichstages verbreitete Schrift – Regensburg, [1541 Juli 28/29]1 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 61r–74r (Kop.); AS fol. 61r: Bericht H. Valentinj Bf. zu Hildeshaim uff das schreiben, durch Hg. Hainrichen zu Braun Šschweig etc., betreffend den stift Hildeshaim, under die steend des reichs alhir zu Regenspurg vor wenig tagen heimlich untersteckht.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/04, Regenspurgischen Reichstags, Religion und andere Händel vermöge einer hierbey [...] Anno 1539–1547, fol. 227r–238r (Kop.); AS fol. 227r gleichlautend wie in A.

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 94r–105v (Kop.); ÜS fol. 94r: Copey des berichts H. Valentins Bf. zu Hildesheim auf das heymlich understeckts schreyben Hg. Heynrichs, Kff., Ff. und stenden durch gedachten bieschoff ubergeben und offentlich verlesen.

    Der hochgeborn furst, H. Hainrich Hg. zu Braunschweigk und Luneburg etc. hat in nammen sein und seines jungen vetern Hg. Erichs yetz verflossen awenig tagen–a an villen eur kfl. Gn., L. und G. von wegen des, so ich bey der röm. ksl., auch kgl. Mt., meinen allergnedigsten herrn, auch eurn kfl. Gn., L. und G. sambt und sonderlich zu beschaffung und befuderung [sic!], gepuerlichen execution des wol gesprochenen urtail, in sachen meines stifts Hildeshaim und desselbigen entwerten guetter zu Rom erhalten, unterthenigste, unterthenig, fraintlich und vleissig gesuecht, ain vermaints schreiben haimlich, ime damit wider die helle warhait ain glimpf zu schepfen und eur kfl. Gn., L. und G. in sollicher meiner hellen und klaren sachen irrig zu machen, unterstecken und umbtragen lassen2.

    ŠUnd sichs aber je geaignet, da Hg. Hainrich dergestalt, wie beschehen, etwas wider mich und meine sachen zu verhinderung derselbigen gesuechten execution furbringen wellen, das er dasselbig an die orten es von alter und im reich herkhumen und nemlich dem Kf. zu Meintz als ertzcantzlern, damit dasselbig auch an mich, darnach zu gerichten, gelangen het mugen, wie dann ich ain sollichs auch gethan, uberraicht hette, darzu zeitlich und nit eben bis auf den abschid dises reichstags, so yetzo anstatt, verzogen. So doch meiner [sic!] der ksl. und kgl. Mt., auch eur kfl. Gn., L. und G. ubergebne supplicationen und handlung vorlangst und etlichen monaten uberraicht und ime, Hg. Hainrichen, darvon copeien zukhumen sein, wellichs aber, dieweil es nit beschehen, sonder haimlich und mein unwissend, darzu yetzo im endt und anstehenden abschid und verruckens, kann und mag ich nit anders bedencken, dan es studiose und mit vleis und der nemlichen ursachen beschehen, das ich kurtz halb der zeit zu kainer verantwurtung und notturftigem bericht kommen solt konnen. Demnach ich aber, wie berurt, durch Hg. Hainrichen in sollichen untersteckten schreiben zeit halb dermassen verschnellet und ubereilet und, das ich zu notturftiger beantwortung nit khumen kann, damit dannest durch ine mir nit zuegelegt, als ob ich sollich sein vermeints schreiben nit verlegen Škund, auch meiner gesuechten execution und anders handels seinem unbillichen vermelden nach chain fueg und darumb auch disemb unbeantwurt von hinnen verruckt sein, sagen mög, wie er dann dem hochgebornen fursten, H. Philipsen Lgf. zu Hessen etc., in ainem offenen truckh, als ob sein L. auf sein Hg. Hainrichs beruembten entschuldigung, vor vilen Kff., Ff. und steenden geschehen sein sol, (dero mir gleichwol kain wissen ist) von disem reichstag verruckt sey und die onverantwurt gelassen etc., auch gethan, zuegelegt, durch das gantz land zu Sachssen und sunst hin und wider publicieren lassen hat, so hab ich erzelter ursachen und nit, das ich die sachen von neuem mit ime disputiern wolle, sonder allein eur kfl. Gn., L. und G. als die durch beruerts, weitleufigs schreiben verfueret und irrig gemacht werden möchten, zu bericht nit umbgehen konnen, zu mein und meines stifts und verwandten notturft das beruerthe, sein vermeints schreiben kurtzlich zu beantworten, daraus eur kfl. Gn., L. und G. spuren und vernemmen sollen, das sein Hg. Hainrichs furgeben, in angeregtem schreiben verleibt, on grundt und unbestendig ist, mit der furbehaltung, dasselbig hiernachmals zu gelegner zeit clerlicher, dergleichen auch, wie er, Hg. Hainrich, mit mir und meinem stift und desselbigen armen leuten die zeit, ich des stifts bischoff gewesen, umbgangen und gehandlet und noch teglichs umbgehet und handlen lesset, stattlich, notturftig, bestendigklich nach der lang hervorzugeben.

    Und aber Hg. Hainrich gleich im eingang seines schreibens vermeintlich meldung thuet, als ob ich seinen vermeinten bericht, so er der ksl. Mt. uff meine ubergebne suplication gethan, unbeantwort gelassen, gleichsfals dweil ich uf meinem ersuechen zu befurderung der execution durch sein ableinen nit haften können, das ich, durch beschwerliche clagen mir ein anhang und beyfall zu machen und die leutte zu meiner erbarmus zu bewegen etc., unterstanden haben sollt, und darnechst uff ein vermeints, unpillichs und unbefuegt schmehen und iniurirn meines vorvaren Bf. Johans, meiner person und capitls zu Hildeshaim wider das kayserliche geleit alhie auf werendem reichstag schreitet, so hab ich anfengklichs sölliche zuegefuegte iniurien, sovill die mein person, capitl und verwandten betreffen, zu hertzen gefuerth und genommen, gestalt dieselbigen zu gelegner zeit wie recht zu prosequieren und zu vervolgen. Sovil sy aber meinen vorfaren Bf. Johann beruren, wirdet derselbig fur sich selbs seine notturft wol bedencken, one das er sich sollicher zulagen etwa zu Zerbst fur den dreien löblichen Kff. Maintz, Sachssen und Brandenburg volgents zu Cölln und Wurms, auch auf jungst gehaltenem reichstag alhie zu Regensburg fur der röm. ksl. Mt., auch Kff., Ff. und gemeinen stenden stattlich verantwortet und darauf entschuldigt genommen worden.

    Zu dem andern, das ich gedachts Hg. Heinrichs der ksl. Mt. gebne antwurt unbeantwort hingehen lassen haben solt, desfalls ziehe ich mich nit weitter denn eben uff die ksl. Mt. und derselbigen löbliche rethe, die deshalb, obs Šmuntlich und schriftlich unbeantwort gebliben oder nit, warhaftig anzeug thuen können. Zu dem dritten und letzlich, das ich, durch beschwerliche clagen die leuthe zu meiner erbarmus [sic!] zu bewegen, unterstanden haben sol, will ich aus mangel der zeit sollichs dißmals beruwen lassen und hiernachmals neben andern, dweil Hg. Hainrich dasselbig suecht und ye haben will, mit der hilf Gottes so darthuen, das eur kfl. Gn., L. und G. meiner armen unterthanen, die wider Gott und recht von ime, Hg. Hainrichen, und den seinen zum höchsten beschwert, von welcher erledigung wegen ich alle sachen biß daher gehandlet hab und noch, billich erbarmen und darumb auch zu gesuechter exequution da geneigter sein werden.

    Darauf nun und in die kurtz, sovil die haubtsach belangt, eur kfl. Gn., L. und G. zu berichten, das Hg. Heinrichs schreiben und furgeben on grunt sey, so befinden eur kfl. Gn., L. und G., das villgedachter Hg. Heinrich, seine sachen mit vier furnemlichen puncten, unbedacht dieselbigen und alle andere zu Rom, da sy zu verhinderung der urtheil und sonst gleichsfalls furgewendet, stattlich discutirt und als unerheblich zuruckhgelegt und verworfen worden, zu schmincken und dardurch die billich gesuechte execution meiner erhaltenen urtheil zu verhindern, understehet, und erstlich der vermeinten, nichtigen acht, am andern der angezogenen investitur, zu Augspurg beschehen sein soll, zum dritten eines angemasten vertrags zu Quedlinbburg und zum vierten ainer beruembtenc litis pendencien.

    Das aber die angezogne acht zu Gendt in Flandern auf ungestumigs anhalten der hertzogen und also ausserhalb dem reich vermeintlich ergangen, doch honore ac reverentia caesareae maiestatis semper salvis nichtig sey, ist in meiner apologien verschiner jaren auf ein famoß- und lesterlibell beider Hg. Erichs seliger gedechtnus und Hg. Heinrichs, wider mich ausgangen, gnugsam dargethan und sonderlich propter defectum iurisdictionis et citationis, dann ye war, das kein geistlich furst oder stand, ehe und zuvor derselbig seiner ordenlichen obrigkhait denunciert, in die acht erclert werden mög. Darzu so ist war, das der, welchen man in die acht thuen will, darzu citiert und geladen werden soll, welchs dann dis orts nit geschehen, sonder non denuntiatus, non citatus, indefensus et absens in die vermeinte acht erklert worden, daraus die nichtigkait der angezognen acht clerlich erscheinet, und das dergestalt erclerte echter als ungeacht und nit fur echter gehalten oder vervolgt werden söllen, ziehe ich mich uff gemeine beschriebne recht, darzu auf den kayserlichen landfriden und auch die kayserliche aufgerichte chamergerichtsordenung. Das aber vermeintlich angezogen wirdet, als solte in processu principis kein citation requiriert werden, ist falsch, contra clementinam pastoralis und wider alle beschribne recht. Und im fall die angezogne acht je kreftig sein solt, als sy doch nicht ist, hat sy doch nicht weiter dan allein auf sein Bf. Johanns person und nicht zu nachtail der kirchen gezogen werden möge, quia delictum prelati (si quod ibi Šfuisset) non afficit ecclesiam, zu recht gezogen. So demnach, wie erzellt, die acht nichtig, felt auch das, so Hg. Hainrich zu beschönung des spolii, invasionis et occupationis bonorum ecclesiae Hildesimensis vermaintlich vorwendet, als solt er tanquam verusd executor, sollichs zu thuen, macht gehabt haben, quia banno nullo existente etiam commissa executio et alia secuta tanquam accessoriume iniqua sunt, gleichsfals zu recht gezogen.

    Und ob durch meine widerwertige gesagt werden wolt, das durch yetz gemelt verlegen der nichtige acht die hochhait der ksl. Mt. angezogen werden solt, so ist wißlich und nit neu, das zum oftermal römische kayser und kunige und andere großmechtig fursten und herren ad importunam partium instantiam, iniquam suggestionem, obreptionem et surreptionem auch wider iren willen oder unbedechtig zu zeitten etwas nachgeben und auch von innen extorquiert und getrungen worden, wie dan gaistlichen und weltlichen, kayserliche, beschribne recht dasselbig ane vilen orten thon bezeugen und auch noch teglich an bepstlichen, kayserlichen und andern großmechtigen höven geschicht und doch uff gevolgten guten bericht, auch fur sich selbs sollichs als von in wider recht und ir gemuth ausbracht widerrueffen, revociert, vernichtet und retractiert haben, wellichergestalt und auch nit anderst mit vorbehalt der ksl. Mt., meines allergnedigsten herren, hochait, preeminentz, auctoritet und reputation und meinen schuldigen reverentz ich diß meines stifts notturft nach angezaigt hab wellen.

    Der ander punct, dessen sich Hg. Hainrich etc. zu behelfen untersteet, ist die vermainte investitur. Diser punct, dweil er gleichfals in obangeregter meiner apologien verlegt, darzu zu Rom auch stattlich disputiert und als unerheblich verworfen, hab ich nit notig geacht, dasselbig ditsfals alhie weitter dann zu erinnerung herfurzuziehen, und sonderlich, das Bf. Balthasar genannt Waltkirch sechs monat zuvor und ehe den hertzogen belehenet, unde ecclesiae fuit ius quaesitum, quod ius per praetensam secutam investituram eidem adimi non potuit, one das in der vermainten investitur ducum die ksl. Mt. ir selbs, dem röm. reich und auch menigklich sein recht vorbehelt und nit weitter, dann ire Mt. zu leihen recht, fueg und macht gehabt, gelauhen oder leihen wellen, daraus zu vernemen, dweil ksl. Mt. auf das importun und ungestimug anhalten der Ff. von Braunschweickh sy vermaintlich belehent, das doch irer Mt. gemuet nit gewest, die kirchen und stift Hildeshaim in iren rechten zu vernachtailigen oder Bf. Balthasar investitur zu verkurtzen, sonder die villmer vorbehalten, wie dann auch hernachmals ksl. Mt. gemuet in dem und andern aus stattlichen irer ksl. Mt. schriften clerlich angezaigt werden soll und mag. Und das Bf. Balthasar und andere der vermainten belehenung gegenwirtig gwest und geschehen haben lassen sollen, wirdet nit gestanden, ist unerwisen und uber das, so thuet es nicht zur sachen.

    ŠAm dritten wirdet zu behelf und beschonung durch Hg. Hainrichen ain vertrag, zu Quedlinburg aufgericht, furgewendet, mit anzaig, das der metropolitanus denselbigen helfen vorhandlen, bepstliche Hlt., dergleichen die röm. ksl. Mt. confirmirt haben sollen. Darauf gib eur kfl. Gn., L. und G. ich in kurtz disen bericht, das sollich beruembter vertrag zwischen dem thumbcapitl, chlerisei und statt Hildeshaim an einem und dem Hg. zu Braunschweickh anders tails aufgericht, darin chaines bischoves meldung geschicht, hangt auch kaines bischoves sigel daran und darumb ist es res inter alios acta etc., der meine vorfaren oder mich nit binden konnen und noch. Das aber angezaigt wirdet, als solt das capitl zu der zeit die verwaltung der kirchen gehabt haben, also das sy von wegen des bischoves und bischofflichen guetter concordieren und transigiern mugen etc., sollichs vorgeben ist falsch, ursachen, das Bf. Johan der zeit noch den stift nit resigniert, sonder bischoff und her des stifts und in wesendlichem regiment, wiewol abwesentlich, gewesen ist und fur und fur seine statthalter, regenten und rethe im stift Hildeshaim gehabt. Derhalb auch gedachts capitl von söllicher bischofflichen gueter wegen nichts handln oder concordieren können.

    Und gesetzt, doch ungestanden, das das capitl die verwaltungf des stifts Hildeshaim zu der zeit gehabt hetten, so ist doch war, das ing beruertem vertrag sy offentlich und mit hellen worten die rechtliche erforderung der bischofflichen, eingezognen gueter inen und der kirchen vorbehalten haben und allain, via facti wider die hertzogen nit zu handlen, sich begeben, auf denselbigen quedlinburgischen vertrag und desselbigen bepstliche confirmation gezogen. Und wiewol Hg. Hainrich söllichen vertrag mitsambt bepstlicher Hlt. und ksl. Mt. confirmation desselbigen oft und viel anzeucht, so ist doch die warheit, das er denselbigen bewilligten, besigelten, confirmierten und bestättigten vertrag nie gehalten, auch noch heutigs tags nicht helt, ob er gleich uber die vorigen angeregten confirmation, auch allen andern potentaten der christenhait confirmirt wer. Und das sollichs war sey, so befindet sich, das mein capitl und clerisey von des wegen, das er inne irer jerlicher renth, gult und einkhumen yetzo 20 jar her zu zeitten halb, zu zeitten den dritthail und zu zeitten gar und zummal wider den angeregten vertrag hinwegkhgenomen und nimbt etc., zu Rom in rechtvertigung gezogen, ongezweiffelt genugsam erwisen und demnach, ob Gott will, des orts in kurtz urthail und recht wider ine erhalten werden.

    Die vermainte litis pendencien, wölche der vierte vermainte behelf und ausflucht zu verhinderung der execution durch Hg. Hainrichen vorgeben wirdet, ist zu Rom zu verhinderung der urthail gleichsfals vorpracht, darauf disputiert und als nichtig und onbestendig verworfen worden, derwegen ich auch derselbigen angezogene litis pendentien mitnichte gestendig. Und damit eur kfl. Gn., L. und G. im grunt ersehen mögen, Hg. Hainrichs vorgeben ditzs vals auch Šnichtig und unbestendig sein, so ist war, das, als nach gehaltener veldschlacht, zu wellicher Bf. Johann wider seinen willen zu rettung seines stifts gerechtigkhait durch baide Hgg. Erich und Hainrichen zu Braunschweickh etc. getrungen, er, Bf. Johann, gesiget, baide Hgg. Erich und Wilhelmen sambt andern vilen vom adel und ritterschaft gefangen, das darnach uf volgendem reichstag zu Wurms die ksl. Mt. söliche kriegsubung in guetliche verhör genommen und zu vertragen unterstanden. Als aber irer Mt. die guete nicht ervolgt, haben ire Mt. ein decret eröffnet, die partheien zu allen thaillenh friden halten und die gefangen in irer Mt. handen in monatzfristi bey peen der acht stellen sollten, und als nach sollichen decret irer Mt. von reichstag und ehe ausgang des monats verruckt und iren weg in Flandern genommen und Bf. Johann sollichem decret gehorsamlich geleben wöllen, ist er doch, als solt er dem gemelten decret nit gelebt haben, umb den angezogen ungehorsam und chainer andern ursach halb ungefordert und ungehört in die vormainte acht auf ungestimichs anhalten und falschen bericht der hertzogen nichtigclich erclert und erkennt worden und die execution derselbigen vermainten acht gleichsfals vermaintlich bevolhen, auf welliche vermainte acht und bevolchne execution die gemelten hertzogen den stift aller seiner gueter, etlichen wenigen ausgenommen, spoliiert und entsetzt haben. Söllichs spolii und unpillicher entsetzung hat sich Bf. Johann volgentz zu Rom beclagt und die sachen vor bepstlicher Hlt. und dem stuel zu Rom in rechtvertigung gezogen, da sy vor vilen cardineln und richtern in die 20 jar geschweben und yetzo durch mich zu gepuerlicher endtschaft wie recht usserhalb der execution, die ich yetzo und bißdaher gesuecht, ausgefuert worden.

    Und dieweil demnach es zwaierlay, ja diverse und unterschidliche sachen sein, welliche aine tumultus bellorum und die kriegsubung, in wellicher die hertzogen vor ksl. Mt. cleger und Bf. Johann der beclagt gewest und durch irer Mt., wie gemeldet, zu Wurms in guettlicher verhör genommen, die ander aber causa spolii bonorum ecclesiae Hildesemiensis, in wellicher Bf. Johann cleger und die hertzogen beclagte zu Rom in rechtvertigung gezogen und dieselbig sach spolii castrorum etc. zu der zeit, als ksl. Mt. zu Wurms die kriegsubung in verhör genomen und das decret eröffnet etc., noch nit in esse oder rerum natura sein konnen, sunder allererst auf die darnach in Flandern vermaintlich ergangen acht gefolgt, welliche zeit ire ksl. Mt. auf der widerraiß in Hispanien und nicht im reich gewest, haben eur kfl. Gn., L. und G. leichtlich zu ersehen, mit was fuegen, grundt oder bestandt Hg. Hainrich die litis pendentien der sachen, die in zeitten des werendten reichstags und der ksl. Mt. gegenwurtigkait daselbst noch nit in esse, rerum natura oder vorhanden gewest, anziehen, vilweniger sich der zu verhinderung meiner gesuechten execution geprauchen oder behelfen möge.

    ŠAls aber verner neben obgeschriben allerlai ingefuert worden, die zum tail zu beschwerlicher verletzigung und bepstlicher Hlt., der hochwirdigsten cardinel und richtern zu Rom und auch meiner person geraichen, gleichsfals auch andere vermainten puncten und artickel, damit er, eur kfl. Gn., L. und G. zu blenden und irrig zu machen, understehet, welliches alles notturftig beizulegen ich dismal aus kurtz der zeit one not geacht. Damit aber nicht da weniger dasselbig summarie und, sovil zu diser zeit vonnötten, beantwurt wert, so will ich eur kfl. Gn., L. und G. hiemit zu bericht nit verhalten, das, sovill erstlich durch Hg. Hainrich angezogen wurdet, als sollt bepstliche Hlt. und die cardinel, auch der commissarius de Ginutijs3 nach gunst und unbesichtigter acten gehandlet und erkennet haben, söllichs unbefuegten angebens und verunglimpfens het sich Hg. Hainrich, als dem mitsambt seinen advocaten, procuratorn und sollicitatorn zu Rom ein sollichs vil anderst bewust, billich enthalten und irer Hlt. und irer, der cardinel, damit verschonnet. Hat sich aber dessen seinem prauch nach nit enthalten können.

    Zum andern das angezogen wirdet, er, Hg. Hainrich, artickl ubergeben, die zuegelassen und er sich zu beweisen erpoten, aber nit darzu gestattet werden welln etc., erhelt sich dermassen, das Hg. Hainrichj artickl, die zuvor zu vilen malen gerichtlich ubergeben und einpracht, doch nie bewisen, widerumb, die sachen dardurch lenger aufzuhalten, ubergeben und sich, die zu beweisen, erpoten, ist ine sölliche beweisung als calumniosa und frevenlich und auch, dweil solliche artickl allgereit zu etlichen malen einpracht, doch nie bewisen und, da sy gleich erwisen, dennest nicht relevantes oder furtreglich gewest, abgeschlagen und nit gestattet und ist hierin nichts anderst ad acta referendok als recht und billich gehandlet worden.

    Zum dritten wirdet angezogen, demnach Bf. Johann noch im leben, das mir, yetzigen bischove, gar chain action oder clag gebueren mögen. Demnach aber wislich, das Bf. Johann nach resigniertem stift in die hendt Clementisl, zu Bononien beschehen, desselbigen mitnichten verrer zu thuen, sonder, wie die recht sagen, respectu ecclesiae civiliter mortuus geacht, derhalben hat mir als volgendtem Bf. von Hildeshaim von wegen meines stifts entzognen guetter action und foderung wol gebuert, wie ich dann auch zu sollicher sachen prosecution mit recht zuegelassen, alles auf die rechte und acten gezogen.

    Am vierten wirdet angezogen, das meins stifts guetter, dorumb der streit ist, lehen sein sollen. Nimbt zu ainer vermainten beweisung die kayserlichen regalia, mir und meinem stift gnediglichst geben, fueret volgents daraus ein, das derwegen dise sach billicher vor ksl. Mt. als den stuel zu Rom gehörig, ich aber auf deshalb ubergebene artickl vermitlets [sic!] aids, gemelte meines Šstifts guetter lehen seien, wider er und mein gewissen verneinet haben solt. Arguirt mich also des meinaids, wie er dann, dasselbig aigner person und auch durch die seinen in die leute zu pilden und mich dermassen zu beschweren, understehet und bevleissiget. Dieweil aber sollich sein unbillich, muettwilligs und ungegrundts angeben nit zu geringer, sonder grosser verletzung meiner eren und gueten leymitz geraicht et crudelis est, qui famam suam negligit, hab ich solliche iniurien zu hertzen und gemuet gefuert in maynung, die wie recht zu prosequieren. Damit aber eur kfl. Gn., L. und G. die helle, offenware unwarhait bey im, Hg. Hainrichen, sein befinden, so gib ich denselbigen eur kfl. Gn., L. und G. disen warhaftigen bericht und sag, das ich nit gestendig, inmassen Hg. Hainrich anzeugt, die vernainung gethon, sonder diser gestalt, das ich glaub, das die regalia und, weß den anhangt, lehen sey, aber die gueter der kirchen aygenthumblich zustendig, konnen chain lehen genennt werden, ziech mich des auf die acten.

    Das aber, wie Hg. Hainrich einfuert, die sachen der ursachen, das des stifts guetter lehen vor die ksl. Mt. und nit den stuel zu Rom gehörig sein solten, bin ich ime chaineswegs gestendig, sondern ist war, quodm spolium bonorum ecclesiae etiam feudalium ratione sacrilegii et invasionis est causa mixti fori, in qua habet locum p[rae]vencio et papa praevenit. Das aber ksl. Mt., wie er meldet, papam prevenirtn haben sollt, bin ich nit gestendig, ist unerwisen und findet sich der grundt aus dem, so hie ob bei der vermainten angezogen litis pendencien gemeldet worden. Und wer demnach ich sollichs ertichtens bezeuhens von Hg. Hainrich billich verhaben bliben, dann ich solliche gebene antwurt mit gueten eeren und gewissen gethan hab und noch nit zu verendern wais, wirdet mir auch niemand anders als recht und bestendig beschehen zulegen werden noch mögen.

    Sovill nhun und zum funften die angeregte appellation von der interlocutorien de competentiao iudicis betrifft, hierauf gib eurn kfl. Gn., L. und G. in kurtz ich disen bericht, das Hg. Hainrich und seine procuratores den cardinal und comissarien H. Jheronimum de Ginucijs bey der bepstlichen Hlt. selb gebetten, erlangt und ausbracht, dadurch sy in die bepstliche jurisdiction consentiert und bewilligt. Zu dem andern haben sy, den articulum remissionis durch bepstliche Hlt. selb personlich zu entschaiden, gebetten, wie beschehen. Zum dritten, als bepstliche Hlt. nach notturftig disputierten sachen mit rath seiner Hlt. cardinel consistorialiter sich competentem iudicem erkenneten, haben die procuratores, so er zu Rom gehabt und presentes gewesen, davon nit appelliert, sonder dieselbig beiurtl in ire craft ergehen lassen. Das aber Hg. Hainrich hie aussen in partibus etliche monat darnach appelliert haben will, thuet nichts zun sachen, Šist auch bepstlicher Hlt. nit furkhumen, derhalben bepstliche Hlt. billich in der haubtsachen hat mögen furfaren.

    Zum sechsten die beruembten apellation a diffinitiva betreffend, hieherbei gib eur kfl. Gn., L. und G. ich disen bericht, das Hg. Hainrich seine procuratores in zeit gefellter urtail gegenwirtig gehabt, dieselbigen haben, wiewoll vermaintlich a papa male informato ad eundem melius informandum appelliert, demnach aber desselbigen uber vilfeltigen, erstreckten termin nichts pro meliore informatione und, das die hertzogen releviren hett mögen, furbracht oder furbringen konnen, ist innen wie recht die vermainten interponierte appellation als unzulessig durch bepstliche Hlt. verworfen und refutiert und mir darauf urtail und executorialbrief erkennt und zuegetailt worden, derwegen die beruembten appellation, durch Hg. Hainrichen in partibus vermaintlich interponiert, nichts zun sachen thuet, ime auch im rechten gar nit furtreglich sein khan oder mag.

    Und aber in sunderhaiten auch angezogen wirdet, als sollt Hg. Hainrich etc. kain volmacht oder mandaten apud acta weitter dann zu der declinatorien gehabt haben, darauf gib eurn kfl. Gn., L. und G. ich disen bericht und sag, das sich sollichs in der warhait vill anderst erhelt, dann seine procuratores mandatum und procuratorium ad totam causam principalem gerichtlich inpracht haben und, wan schon solliches nit weren, als es doch ist, so wer dannest die gefellten urtail, dieweil die parteien yederzeit citiert, nichtdesterweniger bestendig und kreftig, auf die acta und rechten gezogen.

    Letzlich nachdem auch durch Hg. Hainrichen unter andern angezogen wirdet, als solt Hg. Erich seliger gedechtnus ee eröffeneter urtail verstorben etc., haben eur kfl. Gn., L. und G. aus gezaigten meinen urtail und executorialbrieve gesehen und vernomen, das bepstliche Hlt. alle und yede defectus iuris et facti, ob der einige in diser sachen möchten angezaigt werden, suppliert und erfullet, darumb, ob dem gleich so were, nichtsdesterweniger die eröffnette urtail bestendig und kreftig.

    Es wirdet auch durch Hg. Hainrichen verner angezaigt, als solte die bevolhenen vormainte execution der nichtigen acht mit seinem und seines vettern grossen darlegen und uncosten (die er sich sunst in etliche 100.000 fl. ruembt) beschehen sein. Darauf gib eur kfl. Gn., L. und G. ich zu warem bericht, das das kayserliche decret und volgende nichtige acht und execution alle in dreien monaten nachainander auspracht und ausgericht, auch also, das auf die vermainte, unbilliche execucion, dieweil Bf. Johann der zeit werloß und sein kriegsvolgkh und rustung ksl. Mt. zu gehorsame beurlaubt und nidergelegt, nicht vil uber acht oder zehen tag gangen sein, dann sy meines stifts gueter an ainichen widerstandt eingenomen, darauß leichtlich zu vernemmen, ob so ein grosse uncosten, wie er ruhmt, in der geringen zeit und auf die onbilliche execution geen oder lauffen mögen.

    Sovill aber auch angezogen wirdet, als solt Bf. Johann, mein vorfar, zu der zeit er des stifts guetter durch die Ff. von Braunschweigkh entsetzt, derselbigen nit in possessione gewesen, sonder vilmer etlich vom adel impignoriert, alieniert Šund verkauft und derhalben tanquam non possessor des besitz nit spoliert oder ensetzt werden mögen etc., daraus volgen soll, das er die hertzogen super spolio mit recht nit hab vornemen mögen, hierauf gib eurn kfl. Gn., L. und G. ich disen bericht und sag, das ich nicht gestendig, das Bf. Johann und seine vorfaren die guetter, darumb sich der streit bißanher enthalten, dermassen, wie angeben wirt, verkauft oder alienirt haben. Aber nicht an [= ohne] sein mag, das Bf. Johann und seine vorfaren etliche schloß und guetter etlichen vom adel, in irem und der kirchen nammen zu verwalten, eingethon. Das sy aber derhalb in kainen besitz derselbigen schloß und gueter gewest sein solten, volgt gar nit aus ursachen, das dieselbigen inhaber und detentatores sollicher schloß und gueter, wie gemeldet, im nammen des bischoffs und der kirchen und nit ir selbs ingehabt, dem bischoff und der kirchen jerlichs ire unpflicht an diensten, steuren, volg und raiß und anders als dem herrenp der schloß und gueter thuen muessen, daraus zu vernemmen, das bischove und der stift sollicher guetter civilem und naturalem possessionem gehabt, dan Bf. Johann, seine vorfaren und stift haben yeder jar die detentatoren sollicher schloß und gueter abschaffen mugen, auch abgeschafft, also das die solliche gueter quodamodo precario ingehabt, darzu so seind die vom adel detentatores sollicher schloß und gueter respectu, intuitu et contemplatione episcopi et ecclesiae Hildesimiensis tanquam indubitati domini et possessores eorundem vertriben worden. Derwegen sy auch ires erlittens schaden und nachtails halben bey meinen vorfaren, mir und meinem stift erstattung und ergetzung gesuecht, zum tail bekumen, noch suechen und, den recursum bey mir und meinem stift zu haben, vorwenden. Darumb und dieweil auch war, quod is possidere dicitur cuius nomine possidetur, haben eur kfl. Gn., L. und G. leichtlich zu vernemmen, wie er, Hg. Hainrich, dits orts seines vorpringens befuegt.

    Dergleichen, so er auch vermeldet, sein vetter, Hg. Erich, und er durch Bf. Johann und stift vorhin spoliert, darumb billich ehe und zuvor auch zu restituieren sein solten etc., ist der bericht, das ich im, Hg. Hainrichen, oder seinem vettern sollichs vorbringen nit gestendig, dann auf disen tag und 20 jar her bey meinem stift nichts gewesen und noch, das im oder seinem vettern zukumen oder dessen er spoliirt sein mug. Darumb ist sein vorbringen diß orts gleich andern unbestendig, darzu auch unerwisen.

    Und nachdem sich dann sollichs alles erzelter und chainer andern gestalt im grundt erheldet und mein unterthenigst an die ksl. und kgl. Mt., dergleichen an eur kfl. Gn., L. und G. als gemaine stendt unterthenigstes, freuntlichs und guetlichs, von wegen der furderlichen execution meiner erhaltnen urtail halb beschehen ersuechen und anlangen, mit fueg, grundt, bestandt und gueten ursachen gethan, auch nit anders thuen sollen und mugen und Hg. Hainrichs yetziger dargegen haimlich untersteckts schreiben aus obangezaigten waren bericht und ursachen allenthalben nichtig, unbestendig und one grundt, so ist Šzu eurn kfl. Gn., L. und G. mein unterthenigst, freuntlich bitten, eur kfl. Gn., L. und G. wöllen dem obgemelten, unbestendigen, unterstecktem schreiben Hg. Hainrichs chain glauben geben noch im in ainigen weg in diser sachen beypflichtung thon, sonder vilmer mich gegen der röm. ksl. Mt., meinem allergnedigsten herren, aufs unterthenigst und vleissigst verbitten, dieselbig ire ksl. Mt. als ain von Gott geordneter obrister vogt, schutz, schirmen und advocat der kirchen, handhaber und executor des rechten und gesprochner urtail mir zu gebuerlicher, furderlicher execution meiner erhaltenen urtail allergenedigst und eur kfl. Gn., L. und G. als gemaine steend neben irer Mt. gnedig und fraintlich verhelfen, und zu furderung der execution bey hochgedachter ksl. Mt., dasselbig dem gegentail bey peenen irer ksl. Mt. und des hl. reichs acht und aberacht, mich und meinen stift wircklich realiter et cum effectu und furderlich mit erstattung aller und yeder expenß, unchosten, scheden, interesse, aufgehobne nutzung und schatzungen alles nach ausweisung erhaltener urthail und executorialbrieven restituiern und reintegriern mueß, zu gebieten, genedigclichst geruche, gnedigklich und fraintlich anhalten und befurdern und verner mich und meinen stift als ain glid des hl. reichs mit gunst, rath, hilf und furderung gnedigklich und fraintlich fortsetzen und nicht verlassen wollen. Dasselbig ist die billigkhait4.