Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    « ŠVIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen  »

    «Nr.303 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1540 Dezember 28 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 671–678 (Kop.); ÜS pag. 671: An Christoffel von Kreytzen, den 28. Decembris im eingangk des 1541; AV pag. 676: Princeps audivit legere praesentibus hofmeyster, burggraff, Khunheim und cantzlern.

    B  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), unfol. (Konz.).

    Nimmt an, dass er in den bewusten hendeln nunmehr gute Antwort erhalten hat1. Hatte deshalb auch bereits seine baldige Rückkehr erwartet. Kann ihm aber nicht verhehlen, dass auf die Anfrage seines Kanzlers Johann von Kreytzen, des Bruders des Adressaten, beim Kg. von Polen geantwortet wurde, das kgl. Mt. auf den reichstagk schigken odder schreiben wolth, gleichsfals solten wir auch thun, aus welchem wir, seine kgl. Mt. umb allerley bedenckens willen, die der mistrauen federn nicht uber landt zu bevelhen, auch angesehen, das man jheweyllen mit brieffen wenigk ausricht, botschaft abtzufertigen und nicht zu schreiben, widderumb ins hochste zu vermanen und zu bitten, wie du allenthalben alhie verwarth zu vernhemen, verursacht. Dan diese schigkung khan unsers erachtens dortzu guth sein, bey röm. ksl. Mt. nicht alleint um abthuung der acht antzuhalten, sonder were auch dartzu nutzlich, ob ymants bey irer Mt., reichsstenden und steten (wie vermutlich gescheen kan und ein ider sein theil, bevorab dieser zeit, versuchen wirdt) widder Preussen practiciren, krieg erwecken ader anders zu unguttem vornhemen wolten, das der polnische konnigliche gesandte solchs durch das hohe ansehen, lieb und freuntschaft, domit beide ksl. und kgl. Mtt. aneinander verwanth, ablegen, aufhalten und zurucketreiben konte, neben dem, dieweil wir uns gegen kgl. Mt. hochgenant auch zu schigken odder zu schreiben erpotten und an dieser sachen acht und schedlichen practicen halben irer Mt., uns, auch beiderseyts landen und leutten nurth vil gelegen, sein wir bewogen, in anmerckung des handels wichtigkeyt dich dohin auf den reichstagk zu verordenen. Zur sicheren Berichterstattung über seine bisherige Verrichtung schickt er ihm Andreas Brand, dem er ohne Gefahr seinen schriftlichen Bericht anvertrauen kann, es were dan also gar hohes odder geheimes, das der federn Šauch bey solchem gewiesen botten mitnichten zu vertrauen, magst du dasselbig, sovern es die tzeith leiden wolth, bey dir behalten.

    Soll sich dann zu Kf. Joachim von Brandenburg begeben, der zweifellos auf dem Reichstag sein wird und den er laut beiliegendem Schreiben gebeten hat, das dich sein L., solang der reichstagk weret und der hendel notturft erforderth, vor derselben diener umb allerlei bedenckens willen gleich, als werest du ein zeyt langk mit unserm erlaubnus von uns abgeschieden, auf- und annhemen wolt, der freuntlichen, unabschlegigen zuvorsicht, seine L. werden sich des uns zu vetterlichem gefallen nicht beschweren. Derselben seiner L. wollest oben angetzeigte bewegnus und, wie eingelegt memorial mitprengt, vertrauen, antzaigen und nichts verhalten, desgleichen ferner mit seiner L. auf den reichstagk raysen oder dich dohin, wan seine L. algereith doselbst were, verfuegen, dich vor seiner L. diener und hofgesindt dargeben und halten. Soll mit dem Rat des Kurfürsten, auch Eustachius von Schliebens und Heino Doberitz’, wenn sie anwesend sind, handeln und den Kurfürsten bitten, mit Unterstützung Sachsens, der Mgff. Georg und Albrecht von Brandenburg, Hessens, Lüneburgs und Anhalts und anderer Verwandten sich dafür einzusetzen, damit die Acht ganz oder auf eine gewisse Zeit aufgehoben wird und er wieder die Gnade des Kaisers und des Königs und Frieden erlangt. Und wiewol du dich fur churfurstlich ausgeben must, so schigken wir dir doch hierneben auf ein vorsorge etzliche credentz an unsere herren, ohemen, bruder, schweger und freundt2, die du in aller geheimb mit rathe unsers lieben vettern, des Kf. zu Brandenburgks etc., in vorfallenden hendeln, als es sich idertzeyt nach gelegenheit im anfangk, mittel odder, wie es sich solchs am bequembsten schigken will, brauchen und dorauf in namen Gotts vortstellen magst. Wenn der Kf. von Brandenburg nicht persönlich auf dem Reichstag anwesend sein sollte, soll er sich mit dem gleichen Anliegen an den Kf. von Sachsen wenden, diesen um Unterstützung bitten und sich als dessen Diener ausgeben. In Abwesenheit des Kf. von Sachsen soll er Mgf. Georg von Brandenburg oder den Lgf. von Hessen in gleicher Sache ansprechen3. Wenn keiner der genannten ŠFürsten auf dem Reichstag sein sollte, soll er den Kf. von Brandenburg bitten, seine Gesandten, besonders Eustachius von Schlieben oder Heino Doberitz anzuweisen, mit ihm zu kooperieren4. Woe aber leuth von seiner L., die sich unserer sachen villeichts nicht vleyssig, als wir uns doch zu keinem versehen, annemen mochten, abgefertigt, so wollest bey dem Kf. zu Sachssenn etc. dasselbig wie bey Brandenburgk suchen und den hendeln also viel muglich nachsetzen, auf das durch verleihung gotlicher gnaden ethwas dannocht ausgericht möcht werden etc.

    Nimmt an, dass das ihm mitgegebene Zehrgeld nicht ausreicht. Für den Fall, dass ihm ein längerer Aufenthalt auf dem Reichstag angebracht erscheint, hat er den Nürnberger Bürger Leo Schürstab gebeten, ihm auf entsprechendes Ansuchen das nötige Geld zu leihen5.

    ŠDatum Konnigsperck ut supra6.

    [Zettel:] Nachrichten über den Konflikt Landenbergs mit der Stadt Rottweil und über Bemühungen des Papstes um Wiedererlangung der vom Kaiser eroberten Städte. Soll Erkundigungen darüber einziehen.

    [Beilage:] Memorial für Christoph von Kreytzen, [Königsberg, 1540 Dezember 28]

    A  Berlin GStAPK, XX, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 678–682 (Kop.); ÜS pag. 678: Memorial.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.); ÜS: Memorial; DV: Memorial Cristoffenn von Creytzenn mitgeben, die acht zum theil belangende; DV v. a. Hd.: Dys ist [...?] zugeschiket.

    C  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), unfol. (Konz.).

    Dieweil aus fstl. Dt. schreiben vermerckt, das ein polnische bothschaft auf dem reichstage zuo Regenspurgk sein solle, wo dieselb ankheme adder aldo where, guth acht darauf zu geben, wie embsig und mit was vleis die preussische sachen von wegen der acht und sonst durch und bey weme getriben, und, sovil moglich, zu erkundigen, wher dieselben guth und ubel meinth. Wo es dann ein person darnach, mit der man in vertrauen und kuntschaft komen mocht, where ane schaden, solchs mit geburender maß, wie dan der gesandte wol zu thun wurd wissen, umb allerley erkundigung ader furdernus der hendel willen zu suchen.

    Fur das ander, mit allem vleis umb abthuung der acht neben dem polnischen gesandten durch die hohen churfurstlichen und andern personen, im credentz nambhaftig gemacht, gantz oder auf etzlich jhar zu furdern lassen und daneben zu suchen, ob fstl. Dt. zue Preussen widderumb in röm. ksl. und kgl. Mt. gnad und gunst, als vil moglich, gebracht werden mocht, dieweil sein fstl. Dt. verhoflich idertzeit ksl. Mt. also stadtlich wie ein geporner furst des reichs als seiner fstl. Dt. widderwertige nutzlich dienen khann, auch in allem zimblichen gerne thun wirdt.

    Zum dritten, wo jhe, die acht abzuthun, nicht erlangt konth werden ader (welchs Gott mit gnaden verleihe) erhalten und dannocht doneben die misgonner geschwinde practiken prauchen wurden zu suchen, ab man einen zugk wider Denmargken adder Preussen erregen konth, mit allem vleis auf solchs bey allen fstl. Dtt., herren und freunden, auch verwandten achtung zu haben und, wo des ethwas erfharen, vormittelst gotlicher und kfl. Dt. zu Brandenburgk, Šauch anderer herren und freunde hulf die schedlichen practicken abzuwenden und zu sturtzen und, so es auch zum zuegen gereichen solth, nicht allein bein [sic!] den chur- und fursten, sonder auch den verwandten stetten vleys vortzuwenden, ob man peß adder zuzuge durch vertraute personen von heuptleutten adder andern, so auch gleich ethwas von gelds daruff zu wenden, zu wheren. Und im falh, wo jhe durch die misgonstige also viel erlangt, des man gegen Denmargk odder Preussen ethwas thetlichs vornemen solt odder wolth, allen vleis antzukeren, solchs zu erfaren, und alsdan ufs allereilenst eigener person odder sonst, wie dan der gesandte des in rathe bey kfl. Dt. und andern herren und freunde finden wirth, kgl. Mt. zu Denmargken und fstl. Dt. zu Preussen zu wissen thun7.

    Item, dieweil von kgl. Mt. zu Denmargken fstl. Dt. zu Preussen etc. geschrieben, das dieselben mit irer sachen zwischen dem pfaltzgraffen und andern auf den reichstag erfordert, do dan ungetzweyffelth dieselb schigken wirdt, wo das beschehen, vleys zu haben, mit denselben, whan ehr, der gesandte, sie vorhin nicht kenth, in kuntschaft und vertrauen, sovern es gerathen, zu komen und, so varmerckt, das es leuth, die es zu vertrauen und freuntschaft annhemen wolten, sich mit inen als eines herren diener von den hendeln beiderseits zu bereden, damit idertzeyt einer dem andern rethlich sein konth.

    Nachdem auch der gesandte wust, wie Clingenbeckh mit fstl. Dt. zu Preussen stunde, nu wher sein fstl. Dt. durch ein vertraute person beigekommen, wie das bemelter Clingenpeckh keyserisch geworden und, wo dem also, zveiffelsohn an dem orth sein werde, so wolt der gesandte mit allem vleis guth aufsehen und acht uff inen geben und im fhalh, whan ehr dan aldo und sich undterstehen wurdt, fstl. Dt. zu verunglimpfen, das er solchs, wie er dan wol zu thun wurdt wissen, ins vleyssigiste mit rath des churfursten und anderer, die er auch alles grundts zu berichten, ableinen odder durch andere ableinen wolt lassen, wie das im rathe gefunden. Dan alles des, wes fstl. Dt. ime, Clingenpeckhen, vorpflicht und zugesagt (sofern ehr sich widderumb gegen seine fstl. Dt. mit der gepur und deme, wie es fstl. Dt. mit ime verlassen, ertzeigen wirdt[)], ist dieselb seine fstl. Dt. zu halten urbuttig und zu mherer ableynung und bericht, so schigkt Šman dem gesandten auf ein fursorge ein copia seiner bestallung, nichtsminder ein abschrift, wie inen sein fstl. Gn. zu Rangnith von sich kommen het lassen. Hieneben mag der gesandte vleyssig achtung durch sich und seine vertraute darauf geben, ob Dr. Matthias Heldt etc. auf dem reichstagk, das alsdan Eustachius von Schlieben ader andere des Kf. zu Brandenburck adder Sachssens rethe (welche mit Dr. Helden in kuntschaft) umb mherers vertrauen bey inen kommen koenten und weitlauffig erfaren, wie er fstl. Dt. zu Preussen etc. sachen meinet; dobey zu versuchen, ob er dahin zu bewegen, das er fstl. Dt. sachen treulichen und gutwillig fordern wolth und, so alsdan vermerckt, das er sich bewegen lassen wolt, obgleich ein vorheischung adder vorwhenung eines ehrlichen geschencks geschehe, solth auch an dem gar kein mangel sein, sofern nurth [sic!] vermerckt, das ethwas fruchtbars ausgericht koenth werden8.

    Und wes uber dis der gesandte bey kfl. Dt. zu Brandenburgk, Sachssen und allen verwandten in rathe finden, das fstl. Dt. zum besten verhandelt mocht werden, stelt man in seine treuheyt, auch, so ethwas furtreglichsa auf dem reichstagk zwischen ksl. Mt., den evangelischen stenden und andern vorliffe und der gesante sich duncken liesse, das es fstl. Dt. zu wissen vonnotten und gueth, in dem kein bothenlohn sparen, sonder seinerb fstl. Dt. bey eynem gewiesen bothen an [= ohne] alles seumen zu erkennen geben9.

    «Nr. Š304 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 2 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.).

    Hat das Schreiben des Herzogs vom 28. Dezember 1540 am 30. Januar erhalten und die Gründe zur Kenntnis genommen, aus denen er auf den Reichstag entsandt wird. Ist zwar bereit, dem Herzog bis zu seinem Tod treu zu dienen. Er hält aber dafür, dass so wichtige Angelegenheiten gelehrten Doktoren anvertraut werden sollten. Will aber entsprechend dem übersandten Memorial und den Erläuterungen im Schreiben des Herzogs sein Bestes tun. Zehrkosten. Der Reichstag soll nicht vor Mitfasten beginnen. Es ist allemal ratsam abzuwarten, bis sich die protestantischen Stände mit dem Kaiser verglichen haben, ehe man die Sache des Herzogs vorbringt. Denn wenn die evangelischen Stände eine gute Verständigung mit dem Kaiser erreichen, wird man in der Frage der Acht besser vorankommen, besonders wenn der Kg. von Polen einen Gesandten schickt. Entsprechend dem Befehl des Herzogs, ihn über seine Verrichtung schriftlich zu informieren, schickt er ihm Nachrichten über das Wormser Kolloquium, auch über die Vorgänge zwischen Mgf. Georg und Mgf. Albrecht und allerlei den Reichstag und verschiedene Stände betreffende, von H. Schürstab aufgezeichnete Neuigkeiten. Daraus wird der Herzog auch entnehmen können, warum er sich in dieser Gegend so lange aufgehalten hat und wie es mit dem Reichstag und mit dem Kaiser steht. Will weiter hier bleiben, bis er sieht, welche Bewandtnis es mit dem Reichstag haben wird. Wenn der Reichstag stattfindet, werden der Kf. von Brandenburg und andere Kurfürsten und Fürsten auch herkommen. Wenn ein Fürst nicht kommen sollte, wird er sich an die anderen halten und bei den ihm genannten Personen Rat suchen. Man rät, der Herzog möge einen genauen Bericht, wie er in die Acht gekommen ist, herausschicken. Er benötigt einen solchen Bericht sehr, da er wenig von den damaligen Vorgängen weiß. Jedermann hält es auch für nötig, dass der Kg. von Polen einen Gesandten auf den Reichstag schickt. Auch ihm scheint dies sehr hilfreich, wenn es der Kg. von Polen gut meint. Zweifelt auch nicht an dem Nutzen der Hilfe der Kurfürsten und Fürsten. Will die überschickten Zeitungen dort übergeben, wo er merkt, dy von eueren fstl. Gn. angeneme seyn muchten. Schickt entsprechend der Aufforderung des Herzogs Zeitungen über die Belagerung Rottweils und die Handlungen Landenbergs, auch über Truppenwerbungen des französischen Königs und des Papstes. Was er in diesen Dingen und sonst weiter erfährt, wird er mitteilen. Verweis auf weitere Informationen im Schreiben Schürstabs. Bitte, seine Berichterstattung und seine Verrichtung gnädig aufzunehmen. An seinem Fleiß und guten Willen hat es nicht gefehlt. [...]1.

    ŠDatum in eyl zu Nurenbergk, den 2. Februari [anno 41]2.

    [1. Zettel:] Georg Schultheiß hat ihm mitgeteilt, dass ihn Schürstab gebeten habe, für seine Zehrung Geld aufzutreiben, weil er, Schürstab, es nicht habe. Sonst hat sich Schürstab gegenüber Hg. Albrecht hoch erboten. Georg Schultheiß beschwert sich, dass man ihm von den Angelegenheiten des Herzogs jetzt nichts mitteile. Er hat auch einige Schrauben und Muster zu hebung des geschuczes anfertigen lassen und will sie mit einem eigenen Meister dem Herzog zuschicken, obwohl er, Kreytzen, ihm davon abgeraten hat. Der Herzog wird entscheiden, wie ihm gelegen ist. Entschuldigt sich, dass er so wenig geschrieben hat. Hat von Ansbach drei Schreiben abgeschickt, die ihm alle wieder zugekommen sind.

    Š[2. Zettel:] Wenn er länger hier bleiben soll, wird dies große Kosten verursachen, weil es hier sehr teuer ist. Hat nach Georg Klingenbeck Nachforschungen angestellt und erfahren, dass er auf seine eigenen Kosten in Straßburg sein soll. Man hat auch gesagt, Klingenbeck wolle in ksl. oder kgl. Dienst treten. Hat nicht herausbringen können, ob dies wahr ist. Klingenbeck soll in Straßburg viel Geld geliehen haben. Weiß nicht, ob dies zutrifft. Will Klingenbeck schreiben3. Wenn er ihn persönlich trifft, will er den Befehl des Herzogs ausrichten. Überlässt es dem Herzog, ob er Vogler seine Besoldung zukommen lassen will4.

    «Nr.305 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1541 März 12 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 733–737 (Kop.); ÜS pag. 733: An Cristoffen von Kreytzenn, den 12. Marcij,AV pag. 737: Princeps audivit legere praesentibus, hofmeister, burggraffen, cancellario & Erhardo etc.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), unfol. (Konz.).

    C  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.); DV v. a. Hd.: Datum 12. Marcij; DV v. 3. Hd.: Ankomen Suntagk nach Letare anno 41 [1541 April 3].

    Kf. Johann Friedrich von Sachsen hat ihm in diesen Tagen unther anderm geschrieben, wan seine L. den reichstagk personlich besuchen wurden, so weren dieselb freuntlich urputigk und geneigt, kgl. Mt. zu Denmargken etc. und unser sachen beiderseits suchung und bith nach freüntlich ingedenck zu sein1, do auch ein fride ader anstandt gemacht und aufgericht, alsdan allen moglichen vleis vortzuwenden, uf das wir darin auch getzogen und gepracht werden möchten, und hat uns daneben eyn abdruck des kaiserlichen gleits und suspension uberschigkt mit freuntlichem, angeheftem, wolmeinenden bedencken etc., nachdem aus solchem befunden, das sich dasselbige nicht alleinth uf seine L. und den Lgf. von Hessen etc., sondern auch auf alle mitverwanthe in der religion erstreckt und wir den [= denn] derselben auch verwanth weren, das wir, als welcher ytzt Šernenter confession zugethan ist, den reichstagk durch jemandt von den unsern beschigken thetten, in des gegenwertigkeith und sonderlichen auf sein erindern koenten unser sachen dester bequemer gehandelt werden etc.2 Damit du dich aber in solchem destbas darnach zu richten, ubersenden wir dir hiebey verwarth ein abdruckt bemelth keiserlichen gleits und suspension sampt wes wir berurtem unserm lieben ohemen, dem Kf. zu Sachssen etc., uf seiner L. freuntlichs schreiben in antworth hinwidder geben3, daraus zu vernhemen, das wir nach zur zeith in unser einfalth, unangesehen seiner L. wolmeinendt bewegen, bey uns nicht finden koennen, das du dich uf dem reichstagk bey unsern herren und freunden anderer gestalth, weder unser voriger bevelch mitprengt, erhalten thettest und des aus diesen bedencken: Wiewol das keiserliche gleith auf alle der confession verwandten, do pillich wir auch mit eingetzogen werden, stehet, Šso ist demnach keiner von denselben in die acht als wir declarirth, avilweniger publicirth–a, welche nhun zum theil von denselben geechtigkt, sein namhaftigk gemacht und derselben sachen itzundt suspendirth worden, derhalben sie sich keiner gefhar zu besorgen. Was aber unser sachen und warumb wir in die acht decernirth, hast du aus unsern vorigen dir uberschigkten schriften und berichten genugsam zu vernemen. Und dieweil die acht, so wider uns ausgangen, nicht suspendirth, wir oder unsere sachen auch in solchem gleith nith nambhaftigkh gemacht, besorgen wir uns, wo sich jemants von unsern misgonstigen mit der that gegen dir als unserm diener einlassen wurd, es möcht das keiserliche gleith harth disputirt, uns villeicht schimpf und dir nachteil (welchs wir doch viel lieber verhuth sehen wolten) zugefugt werden.

    Haltens hirumb nochmals darfur, wan oft benenther unser ohem von Sachssen etc. des handels umbstende und gelegenheith nach der lenge und notturft einhemen thutt, seine L. werden uns, das wir den reichstagk durch jemanth der unsern offentlich beschigken sollen, nicht rathen. Hirumb wollest seiner L. unsere erwegen antzeigen und erstlichen in allen fellen, sonderlichen nach inhalts des invorwarthen memorials4, bey unserm geliebten vettern, dem Kf. zu Brandenburgk, rath, hilf, furderung und beistandt bitten. Woe es aber von seiner L., furnemblich was die lehensempfahung belangt, (des wir uns doch nicht versehen) abgeschlagen, alsdan berurthe unsere liebe ohem etc., den Kf. zu Sachssen etc. und Lgf. von Hessen etc., in allen angetzeigten puncten inhalts des memorials ersuchen, ungetzweiffelt, ire L. werden dir solchs alles derselbigen freuntlichen erpietten und unsern hohen vertrauen nach gutwillig mitteilen und dorinnen als die freunde und wolmeinende ertzeigen, ob vermittelst gotlicher gnaden neben irer L. getreuer furderung unser sachen zu begertem ende und, inmassen dir von uns auferlegt, gepracht werden möcht.

    Zudem, damit die protestirende stende zu mergken und zu sehen, das wir mit inen der confession und unsers glaubens halben kein scheu trägen, sonder einstiemmig sein, so wollest dieselben, bevorab unsere schwegere und oheime Sachssen und Hessen als die furnembsten heupter, von unsertwegen freuntlichen anlangen, das sie uns in solche einsetzen und nambhaftigk machen, auch neben inen fur einen mitbekenner antziehen wollen, dan wir dieselben mith verleihung gotlicher gnaden frey, offentlichen, ohne scheu vor menniglichen zu bekennen und dorinnen bis an unser ende zu beharren bedacht. Nichtsminder wollest dem Kf. zu Sachsen oftgemelth, wan der uf den reichstagk kompt, selbst uberantworten mit gepurlichen, freuntlichen zu- und erpiettung, im fhalh, wan seine L. abwesendt, derselben gesandten behendigen, vermeldende, das sie solchen brief wol prechen mogen, in dem allem moglichen vleis (wie wir daran gar nicht zveiffeln) ankeren und getreulichen solicitiren und anhalten, desgleichen uns, wie sich die hendel allenthalben anlassen und wes sonsten Švor zeittung verhanden, auch fur fursten den reichstagk besuchen, durch dein schreiben berichten. Das gereicht uns von dir zu sonderm gefallen, in gnaden widderumb zu erkennen5. Datum Konnigspergk, den 12. Marcij anno 1541b.

    [Beilage:] Memorial für Christoph von Kreytzen, o. Datum [1541 März 12]6.

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 737–747 (Kop.).

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.).

    Da Kf. Joachim und die Mgff. Johann und Albrecht der J. von Brandenburg auf dem Reichstag voraussichtlich vom Kaiser die Belehnung mit ihren Fürstentümern und Ländern erhalten werden, jedoch auch der Hg. von Preußen aus dem kurfürstlichen Hause gebürtig ist und auf sein Erbrecht an den brandenburgischen Fürstentümern nicht verzichtet hat, hat Christoph von Kreytzen beim Kurfürsten entsprechend dem früheren herzoglichen Befehl und der klaren Bestimmung in den vorhandenen Verträgen, dass jeder Kf. von Brandenburg für sich selbst, seine Erben, seine Brüder und Vettern und alle deren Erben vom Kaiser die Belehnung zu empfangen hat, zu verfahren. Demgemäß hat etwa der verstorbene Mgf. Joachim auf dem Reichstag zu Worms auch für Hg. Albrecht von Preußen die ksl. Lehen empfangen. Deshalb lässt der Herzog den Kurfürsten bitten, sich am Beispiel seines Vaters und an den vertraglichen Bestimmungen zu orientieren. Der Kurfürst soll in angreiffung des fhannens seiner fstl. Dt. mit nhamen als eines unabgeteilten und unverzigenen bruders und vetters gedencken, damit seiner fstl. Dt. in entpfaung der lehen und dergleichen [ahn]c irem rechten nicht nachteil zugefugt, ungetzweiffelth, ire Škfl. Dt. sich hirin aller freunt- und vetterlichen gebur gedachtem punct gemes halten werde etc.

    Sollte dieses Gesuch weitere Diskussion erregen und argumentiert werden, der Herzog sei ein vortzigener Bruder, so soll Kreytzen einwenden, dass sein Herr den Verzicht weder eingestehe noch dieser ihm nachgewiesen werden könne. Es sei auch nicht nachzuweisen, dass er durch seinen Ordenseintritt Verzicht geleistet habe. Auf den Einwand, die Vertragsklausel gelte nur für Brüder, die nicht zu tief geistlich sind, soll der Gesandte folgendes anführen: Der Herzog sei nicht tief geistlichen Standes, da er ein weltlicher Fürst und nur in einem nicht sehr strengen Orden gewesen sei. So seien Ordensmitglieder am Rücktritt ins weltliche Leben und etwa an der Eheschließung nicht gehindert worden.

    Ferner sei der Herzog zur Zeit, als der alte Kurfürst auch in seinem Namen die Lehnsfahne angefasst habe, schon im Orden gewesen, was dem Kurfürsten nicht bedenklich schien. Außerdem sei der Kard. von Mainz – obwohl tief geistlich – von dem Kurfürsten nicht nur in die Belehnung einbezogen worden, sondern auch in die erbholdigungen der Untertanen der ganzen Mark. Nachdem dan dis nith widder die vertrege sein sold oder auch kein bedencken bröcht [sic!], warumb mit seiner fstl. Dt., do es doch einen mercklichen und greiflichen underscheidt hett, ein anders im erwegen wher etc., mit angehaften bitten, ire kfl. Dt. wolth hierin zu wilfaren nith beschweren und seine fstl. Dt. nicht vergessen.

    Auf den Einwand, dass sich der Herzog zur Zeit der Belehnung des alten Kurfürsten nicht in der Acht befunden habe, soll Kreytzen vorbringen, dass der Herzog aufgrund der Religion geächtet sei, zu der sich auch der Kurfürst bekenne.

    Item, es hat der gesandte nach gelegenheit des handels und der underrede auch dis kfl. Dt. antzuzeigen, das dieselb nit ursach het, worumb ire kfl. Dt. so heftig widder die entpfaung der lehen setzen und seiner fstl. Dt. in angreiffung des fanens nith gedencken wolde noch solde. Dan obgleich dis, wie begerth, geschege und der Hg. zu Preussen zum landt zu Francken und andern furstenthumen und lendern des loblichen churfurstlichen hauses Brandenburgk kein gerechtigkeith het ader haben konth, so wurd disse belehenung wenig dortzu nutzen, dienen ader seiner fstl. Dt. mher gerechtigkeith geben, ursach ein itzlicher lehenher nith weitter belehenen thet, dan als weith er, der lehentreger, darzu berechtiget. Het aber seine fstl. Dt. dortzu, als sie verhofft, guth fug und recht, so thet jhe ir kfl. Dt. hirin zuviel, das dieselb meinen gnedigen herrn, den hertzogen, auch wider den buchstaben des vertrags vorkurtzthe und beschwerethe, demnach abermals sein pith, ire kfl. Dt. lauts dem ersten ansuchen sich freunt und gutwillig ertzeigen wolle.

    Wo dis bey kfl. Dt. zu Brandenburgk, als man hofft, erhalten, so hat es seine maß, allein das der gesanthe mit vleis darnach sey und trachte, das er zu solcher solemnitet des entpfaens mitkomme, sehe und hore, wie die geschiecht, mit was worten mein gnediger herr in angreiffung des fanens angetzogen und was ksl. Mt. bewilligende ader abschlagende vor antworth gibt, solchs alles wol vertzeichene und alher verschaffe. Wo er aber personlich dartzu komen Šnith konthe, must dannocht der gesanthe nichtsdestoweniger durch andere zu erinnern bestellen und nach oben ermeltem allein fragen und guthes, claren bescheides sich erlernen, erkundigen und denselben uberschrieben [sic!].

    Wenn die Mitbelehnung nicht erreicht werden kann, soll Kreytzen den Kf. von Sachsen und den Lgf. von Hessen um Rat und Beistand bitten und ihrem Gutachten, soweit er es für richtig hält, folgen. Kreytzen soll auch vom Kf. von Sachsen oder vom Lgf. von Hessen eine taugliche Person ausbitten, die, wenn der Kurfürst und die anderen Markgrafen sich belehnen lassen und den Hg. von Preußen beim Griff an die Fahne ausschließen, schriftlich oder mündlich die vertraglichen Bestimmungen über die Gesamtbelehnung aller Brüder und Erben des Hauses Brandenburg vor Kaisern, Königen und Kurfürsten vortragen, auf das Verfahren Kf. Joachims I. verweisen und gegen den erfolgten Ausschluss des Hg. von Preußen von der Belehnung des Hauses Brandenburg in aller Form unter Vorbehalt aller seiner Rechte protestieren soll, mit der Bitte an Kaiser, König und Reichsstände, den Hg. von Preussen bei all seinen Rechten zu schützen und zu verteidigen. Wenn eine Vollmacht für diese Protestation notwendig sein sollte, soll Kreytzen diese mit Rat Sachsens und Hessens im Namen des Herzogs ausstellen und der ausgeliehenen Person eine Verehrung zukommen lassen. Falls die beiden Fürsten wider Erwarten niemanden zur Verfügung stellen wollen, soll Kreytzen jemanden gegen Bezahlung zum Vollzug der Protestation anwerben oder, falls auch dies nicht möglich ist, durch einen Prokurator oder Notar ein entsprechendes Notariatsinstrument ausstellen lassen, was auch in jedem anderen der genannten Fälle geschehen soll.

    Kreytzen soll Eustachius von Schlieben, der nicht nur Rat und Diener des Herzogs, sondern auch sein Lehnsmann ist, bitten, seine Bemühungen beim Kurfürsten zu unterstützen und die Protestation zu übernehmen. Lehnt er Letzteres ab, ist nach obigen Anweisungen zu verfahren. Kreytzen soll über seine Verhandlungen berichten. 

    «Nr.306 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1541 März 25/April 3 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 750–761 (Kop.); ÜS pag. 750: An Christoff von Kreytzen, den 25 Marcij.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), fol. 4r–8v (Konz.).

    C  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.); DV v. a. Hd.: Datum 25. Marcij1.

    Wir haben dein zwey schreiben, das eine helth datum den 4. Februari, das ander den 19. bemelts monats, alle dieses 41. jar, fast miteynander entpfangen, gelesen und eingenommen. Achten dieselben nach der leng zu repetiren und zu erholen Šunnottig, wollen allein auf die notigsten punct dich hiemit beantworten. Haben an aller deiner handlung ein genedigs gefallen und thun uns gegen deiner person vor mitheillung allerlei zeittung, forderung in unsern sachen und sunst mit gnaden bedancken, genediglich begerend, du hinfurter in deinem angefangenen vleis beharren und, sovil an dir, an nichts (wie unser vertrauen zu dir steth) erwinden lassen wollest. Das bey unsern bruder und vettern du mit vleis angehalten, wes dir aldo begegneth, gerathen, vertrostung geschehen und wie es im wercke gefolgt, wil Gott bevolhen sein, der wolle alle sachen zu seinen gotlichen ehren fordern. Nichtsdestweniger ist unser bevelch, wollest auf alle ir ding guth acht geben, wes gehandelt, wie es sich zutregt und vorpleibt, bey denen auch, so forne guth, aber in rethen vil anders sagen und rathen sollen, gleichwol anhalten und mit inen jheweillen nach gelegenheith des peuerleins spielen, damit sie dannocht zu sehen, du ire gutwilligkeit mercken thuest, wie du deiner geschigkligkeyt nach wol zu thun wirst wissen.

    Als viel nhun betriefft röm. ksl. Mt. 〈vicecantzler, den Obernburger, Stockemer〉2, Adrian und wes dem mher anhengig, dorauf, wes du dich zu halten, Šbericht zu werden bittest, hast du zu bedencken, das wir ytzunder nicht wissen konnen, wie der 〈orden〉 seiner anspruch zu stillen sein mag ader khann. Hirumb bey uns nicht ist, dir davon einiche mittel, der du dich als von unserntwegen vornhemen mochtest lassen, zu schreiben. Wo aber 〈ksl. Mt.〉 keinen andern fhelh dan diesen an uns hett und ane das unser genedigster 〈keiser〉 und herr sein und unsere dinst nicht verachten wolde, so halten wir es bey uns davor, dieselb werd wol weg finden, wie ime zu thun sein möcht, und sunderlich, dieweil disse land Preussen durch die 〈cron Polan〉 jhe und allewegen angefochten und vor das irige durch sie beredt, besprochen und gehalten, wie auch noch derwegen die sach 〈kgl. Mt. zu Polann〉 am meisten anghet, die 〈röm. ksl. und kgl. Mtt.〉 aber sich zu 〈kgl. Mt. zu Polan〉 und der 〈cron〉 gefreundet, do ane zweiffel jetzt ermelte Mtt. guth wissen haben, wie sie miteynander in freuntligkeit stunden, werden sie sich als freunde und schweger in solchem, das der 〈orden〉 zufriede gestelt und wir in rhue kommen mochten, wol tzu vertragen wissen.

    Und wo 〈röm. ksl. Mt.〉 mit 〈kgl. Mt. zu Polan〉 hievon tzu handeln vor guth, nutz und gerathen ansehen wurde, konthen solche hendel wol ins werck bracht werden, do alsdan 〈die kgl. Mt. zu Polan〉 zusampt der loblichen 〈cron〉 sich aller unverweißlichen gebur ungetzweiffelth zu halten werden wissen3. Dan Šdieweil der 〈orden〉 nhu in vielen jharn hero durch sein vormeinthe geistlickeith und ritterschaft vor die cristenheit widder die vheinde des christlichen glaubens nichts adder tzea wenigk ausgerichtet, die cron Polan aber mit solchen 〈unglaubigen〉 stetz zu thun, darob der cristenheyth yhe mher schutz durch gotliche hulf zu hoffen, halten wir bey uns, solche vorstendige und hohe heupter zu suchen und vortzuschlagen werden wissen, damith der orden gestilth und solche beschwerungen von uns genommen werden mogen. 〈Und obwol gewiß die lobliche cron Polan bemelte land tzu verteidingen werden wissen, das uns in einiche beschwerung eintzulassen nith nottig, so mocht nach wol so vil tzu verhandeln sein, das nith dem orden, sunder röm. ksl. Mt. zu gefallen und ehren ein zimbliche geltspilderung auf sich genomen werden mocht〉, wie solchs die handlung geben wurde. Solchs hastu ungeverlicher maß auf ersuchen, nicht aus unserm bevelch, sunder als vor dich selbst idertzeith antzutzaigen, dan das wir von andern mittellenb schreiben ader reden sollen lassen ader dieselben vorschlagen, wil uns aus vielen ursachen keinswegs getzimen, wie du und meniglich, so dorvon redt und disputirth, solchs zu schliessen.

    Zum andern, das gemelth, als sold 〈ksl. Mt. misfallen, das wir dis land von der cron zu lehen enthpfingen〉 und das hirin enderung zu treffen nottig etc., 〈von diesem wil uns noch weniger dan auch vom ersten geburen, ethwas zu reden〉. Es mochten aber durch 〈andere nach wol solche wege zu treffen sein, das die cron Polan die lehen von röm. reich, wir aber dieselben weiter von der cron entpfingen. Item, wo die cron, solche zu emphaen vom röm. reich, nith gemeinth, das wir von wegen der cron solche suchungen beim reich thun musten, in massen, das solchs die vorgleichungen geben konthen, davon doch uns zu reden ader zu schreiben geburen nith will〉, alleinth, das es dannacht als vor dich ungemelth unserer person unsers erachtens vorgeschlagen werden mag etc.

    Von wegen der beerung [= Verehrung], so 〈Dr. Mathia Helden, dem Granfela, ytzigem vicecantzlern ader Oberburgern〉 zu reichen sein möcht, wie hoch sich dieselb ungeferlich erstrecken solde, konnen wir dich disfals wenig adder nichts berichten, dan wo durch einiche der obgenanthen person uns zum besten Šin unserer sachen wes nutzliches ader fruchtbarliches ausgericht werden solte, ist uns nicht zugegen, dieselb zu beeren, zu beschenken ader von solchen verwenung zu machen. Es will aber disfals angesehen sein, wo es am besten angelegt, wie die personen tzur sachen gesynneth adder nicht. Wie treulich sie aber tzum theil den handel gemeinth, hastu dich aus Georgen Hacken handlung, so er im Nidderlandt vleissig gepflogen, dich zu erinnern. Und wo jhe der 〈Granfela〉 zu beehren, felth uns nicht zu, wes das sein mag, dieweil es so ein stadtliche, ansehenliche person und sich dannocht gegen Georgen mher widderwertigk dan vortreglich erwiesen. Demnach wil nottig sein, das du mitsampt den andern guthertzigen, derer rath und gutbeduncken du idertzeith zu folgen, dich hierin nach gelegenheith der sachen, wie du die personen gesinnet findest, halten thust, do uns nicht zu widern, wo was volgen solte, wes auch ausgeben. Allein auf wan [= Wahn] zu geben und anheissig zu werden, will schwer fallen. Und wo 〈Obernburger〉 mit einem guthen wallachen zu gewinnen, hastu denselben darauf zu vertrosten und uns ein solchs ins erste zutzuschreiben, wollen wir ime yns allerfurderlichste einen zuschigken. Dan uns hat H. Adrowatz kurtz vorruckter zeyt ein hubsch thier und, wie wir nit anderst wissen, es guth sey, zugeschigkt, des wolten wir ime zufertigen. Es wil aber die leuth, sunderlich 〈der neue undercantzler〉, der es deinem schreiben nachc nottorftigk auf unser seitten zu brengen, nicht so gar lang gefeierth sein, damit unser widdersacher uns nicht vorkommen und iren willen hierin schaffen.

    Rabensteinern haben wir schreiben lassen4, dem hastu das schreiben zu uberreichen und inen darauf anzusuchen. Das Adrian zu dir kommen und dich, wes er gehandelt, berichtet, inmassen du uns solchs zugeschrieben, mussen wir gescheen lassen. Aus inligender copien aber hastu zu ersehen, wes wir auf sein anwerben an 〈Dr. Helden〉 geschrieben. Solchs, wie das schreiben vermag, und nicht weitter ist ime, wo es nottig, Helden zu sagen vortraueth. Demnach wunderth uns nith wenig, das sich der mensch ein solchs undernimpt, das ime nie auferlegt worden, mussen auch pillich darob klein gefallen tragen. Haben ime derwegen schreiben lassen, wie du aus inligender copien zu ersehen5. Wo Šdu nhu an ime gelangest, hastu in antzureden, auch ime zu befhelen, das er sich in unserm nhamen der bevelh nith anmasse, der ehr keinen habe, dann auch uns, darzu stille zu schweigen und solchs zu gedulden, geburen nith will. Und ob du von jemants gefragt werdest, wie er abgefertiget und in was ansehen er bey uns, hastu das auf vortrauen antzutzeigen, das er an uns mit etzlichen gewerben, die ime 〈Dr. Held〉 auferlegt haben solthe, gekommen und doch dartzu kein credentz gehat, dorauf wir bewogen, 〈Dr. Helden〉 bey ime mit aigener handt zu schreiben, und bevolhen, das er 〈Dr. Helden〉 unser schreiben in sein aigen handt solth reichen. Die copei und desselben inhalth hastu beiligendt zu empfahen und zu vernemen. Weitter ist ime von uns nichts auferlegt, allein, wes er fur zeittungen ader anders erfhar, uns des mitzutheillen.

    So wir aber auß seinem selbst schreiben vormercken, das er unsern bevelh hoch uberschritten und von denen dingen gereth, die uns nith allein nith annemblich, sunder auch vorkleinlich und bey uns niehe gedacht, wollest die guthen biderleuth vor ime warnen, uns auch mit dem besten hierin entschuldigen, den er nicht mher dan ein brieffurer und kein both, dorumb sie ime, dieweil er kein credentz, glauben geben nith wolten. Dann ob wir röm. ksl. und kgl. Mtt., auch dem gantzen röm. reich bishere wie auch hinfurth unser meynung gern dienen wolten, auch derselben gnad begerend wheren, welche zu erlangen wir kein vleis, mhu, arbeith ader uncosten sparen thetten, so hetten wir uns doch eins solchen, das zum theil nith in unserer macht, auch widder unser ehr, eydt und pflicht wher, keinswegs vornemen zu lassen gedocht, weniger dem Adrian, der nith mher dan ein briefpoth, ethwas dorvon bevolhen. Demnach so wolten sie ime nith gleuben, wie wir uns des verhoffen, sie als die vorstendigen thun werden und es davor halten, das wir nith so einfeltig, wir solchen mannen uns vertrauen adder, unsere sachen auszurichten, abfertigen thetten etc. Wie du dan dem allem geschigktere mas nach gelegenheit der person zu geben wirst wissen und mit der guthertzigen rath und vorfordern unsern ungelimp [sic!] abwenden.

    Das aufgebrachte geld bey Sewaldt von Tilen sol in geburender zeyt widder erlegt werden. Was sich weitter von zeittungen und anders, sunderlich mit 〈Goslaw [sic!] und Braunschweig〉 zutregt, wollest uns mit vleis zuschreiben, dergleichen auch 〈Hg. Heinrichs〉 nhest ausgegangen schmebuch widder den 〈Kf. von Sachsen〉 und 〈Lgf. von Hessen〉 und, wes ir antwort dorauf, zufertigen.

    Mit dem H. 〈Fernberger〉 wollest versuchen, dich in kunthschaft eintzulassen, ime unsern gnedigen willen mith gebur vormelden und bitten, das er unser Šsachen mit vleis unserm vorhoffen nach fordern wolle, und, so es gelegen, an ime erforschen, womit wir ime gnedigen willen ertzeigen konthen, es sey mit einem guethen wallachen adder anderm, und uns des zuschreiben, darnach wir uns idertzeith zu richten etc.d

    Cedula: Nachdem vilberurter Adrian sich ausserhalb unsers bevelchs gegen dem H. Granfhela und andern offentlich vornemen lassen, wo wir röm. ksl. und kgl. Mtt. gnad erlangen und erhalten konten, das wir wider den Turcken irer kgl. Mt. hulflich sein wolten, achten wir es bey uns wol darfhur, das dergleichen vorschleg vom Granfhela, auch dem Obernburger (durch welchs vorfurdern du einen zutrit an den Granfhela wol zu bekomen) widderumb auf die ban kommen werden. Damit aber disfals dannocht du unsers gemuts meynung auch haben und nach unserer gelegenheith darauf zu antworten, so wollen wir dir nith pergen, das vergangener jhar der H. Fernberger eben dissen vorschlagk an uns schriftlich, das wir wider den Turcken helfen solten, gelangen lassen, worauf wir ime, wie du inligenth mit 12 gemerckt tzu ersehen, haben antworten lassen. Wo röm. ksl. und kgl. Mtt. des nachmals in gnaden keyserlich und konniglich annemblich, uns dorauf vor uns, unsere erben, erbnemen, auch landt und leuth wie gepurlich zu gnaden nhemen und nothwendig vorsichern, wollen wir nith weniger, dann unsere vorfharen des loblichen churfurstlichen hauses Brandenburgk auch gethan, irer röm. ksl. und kgl. Mtt., auch der gantzen cristenheyt zum besten und zuguthe gern das unsere, wie im schreiben gemelth, dobey thun und uns neben dem in allem zimblichen und moglichen kegen iren ksl. und kgl. Mtt. als ein geborner furst des röm. reichs, sovern es widder das cristenthumb, auch ehr, eyd und pflicht nicht ist, alles gehorsams halten und ertzeigen, auch also, das ire ksl. und kgl. Mtt. darob ein genedige keiserlichs und konniglichs gefallen haben sollen.

    Item, ob vom gesanthen kgl. Mt. zu Polan, dem Granfhela ader andern gedocht wold werden, wes wir wol in sachen der religion zu thun gemeinth, hastu zu sagen, das wir uns mit den protestirenden einstymick in der that der religion bekennetten, inmassen wir uns derselben confession bekentlich underschrieben und in allem, als viel menschlicher gebrechligkeyt halben gescheen konth, gemeß hilten. Demnach, was in gemeiner cristenheith auf einem freien, christlichen concilii von allen stenden der christlichen leher gemeß beschlossen, demselben werden wir uns zveiffelsan gar gern auch underwerfen und gehorsamlich als ein crist folgen, das derhalben einiche bedencken ader disputation nith nottig, dan wir vor uns, ethwas neues antzufhaen und zu halten, nith enthschlossen.

    Wir haben nit underlassen, bey unserm freundt, dem von Ermelanth, als der in disser sachen von kgl. Mt. zu Polen vormals gebraucht worden, von Šwegen disser konniglichen schigkung rath zu haben. Daraus erfolgt, das uns seine L. under anderm etzlich brief, an den Granvella, den konniglichen oratorn Sceperum und Bf. von Lunden lauttende, zugefertigt, welche wir dem konniglichen gesanthen uberschigkt. Demnach an dich unser bevelch, du wollest mit guther geschigkligkeith durch dich selbst adder andere am konniglichen gesanten, wes wol Sceperus, auch der von Lunden disfals gegen uns gesinneth sein mag, zu erforschen kein vleis, muhe nach arbeith sparen, daneben auch versuchen, ob du den inhalt solcher schrieften erlernen mochtest und wes sie darauf thun adder zu thun gesinnet.

    Dir ist nach ungetzveiffelth in guthem gedencken, wes wol ehrmals unserer töchter halben vor hendel vorgeloffen. Dieweil aber itzunth vil junger fursten und herren aufm reichstag, wollest dir als vor dich, denselben handel zu treiben, bevolhen sein lassen und in dem wie allem anderm unserm zuvorsichtigen vortrauen nach unser und der unsern bests wissen.

    Ob wir wol die leng der beiden freulein unsers bruders Mgf. Georgens erlangt, so hetten wir doch gern glaubliche abconterfethur [sic!] derselben und, wie lang die gewachsen, darauf wollest verdacht sein, ob du uns dieselben zuwegen brengen magest. Auch sein wir, in vier adder funf tagen ufs lengste unsern cantzlei- und lieben, getreuen diener Jorgen Hacken zu dir abzufertigen, bedacht. Den hast du in allem demjhenigen, so dir vonnotten und darzu er dir dinstlich sein khan, in dem er sich unsers verhoffens treulich, wie bißanhere gescheen, beweisen, zu geprauchen.

    Wir uberschigken dir auch hierneben drey schreiben, als nemblich an Kf. und Hg. Heinrichen zu Sachsen, auch Lgf. von Hessen6. Wo nhun die drei chur- und fursten eigener person auf dem reichstage vorhanden, so wollest solche schrieften zureissen, welcher aber von inen nicht, sonder ire gesandte zur stelle, hettestu inen solche schriften zu uberantworten und sie von unserntwegen zu erofenen zu bitten, auch das sie inen unser sachen, inmassen wir an ire hern geschrieben, treulichen bevolhen wolten sein lassen, daran sy ungetzveiffelth denselben irem furstlichen erbitten nach zu undertheinigem gefallen thetten. Wir wolten es auch umb sy in gnaden gerne beschulden.

    ŠDarbey solstu auch wissen, das wir dem Oberburgern im eingang des missiven unsers schreibens den titul geben haben ‚edler und ernvhester, bsonder, geliebter‘. Wo nhun der eingang recht, hettestu die uberschrieft auch dermassen darnach zu stellen; so ime aber zu wenig gethan und er merers tittels, wollest demselben gepurlicher maß stellen lassen und es gegen seiner person der nicht-wissentschaft halben des tittels entschuldigen, wie du den dem wol weittere maß zu geben wirdest wissen. Actum den 3. Aprilis etc.7

    «Nr.307 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Berlin, 1541 März 27 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.).

    Hat ihm neulich geschrieben, dass er sich zum Kf. von Brandenburg begeben hat, um den Befehl Hg. Albrechts auszurichten. Der Kurfürst hat ihn gnädig angehört und sich in des Herzogs Sachen zu allem Guten erboten. Der Kurfürst hat versichert, er habe, auch wenn Hg. Albrecht niemanden geschickt hätte, seiner vertreulichen verfelichtung nach die Absicht gehabt, sich für den Herzog einzusetzen. Der Kurfürst hofft, dass sich Wege finden lassen, dass der Herzog bei seinem Land bleibe und dass dieses von der Krone Polen zu Lehen gehe und trotzdem ins reychs hulf wer. Er habe auch mit dem Ebf. von Lund darüber gesprochen, der sich zuversichtlich geäußert und sich ganz hochlichen erboten habe. Er zweifle nicht, dass Lund Wort halten werde. Er sei ein treuer Diener des Hauses Brandenburg. Der Kurfürst will auch ihn, Kreytzen, als seinen eigenen Diener mit zum Reichstag nehmen, obwohl eingewandt worden ist, dass dies wider ksl. Mt. seyn werdeund dass der Kurfürst ihn nicht gegenüber dem Deutschmeister verteidigen könne, weil sein Verhältnis zu Hg. Albrecht allenthalben bekannt sei. Er, Kreytzen, hat diese Bedenken zurückgewiesen. Gotte gebe, dass er, wie er herzlich wünscht, alle Sachen gut ausrichte. Die Freunde des Herzogs geben hohe Zusagen, fürchten aber Šgleichwohl, zuviel zu tun. Hält deshalb für hilfreich, dass der Kg. von Polen durch einen eigenen Gesandten eyn anfangk macht. Hofft, dass dann die anderen Freunde des Herzogs daneben auch aktiv werden. Der Herzog wird darüber zweifellos nachdenken. Hat hier gehört, der junge H. von Poßen sei zum römischen König gesandt worden und werde von dort zum Reichstag kommen. Gott gebe, dass dies wahr ist und dass er in der Sache des Herzogs Befehl hat.

    Eustachius von Schlieben ist nicht mehr krank, aber noch sehr schwach und matt, will aber mit der Hilfe Gottes zum Reichstag reisen. Heino Doberitz ist auch sehr schwach und bleibt hier. Kann deshalb wenig auf Rat und Trost rechnen. Muss deshalb auf Gott hoffen. Glaubt, dass der Kaiser gegenüber dem Herzog nicht ungnädig gesinnt ist und dass, wenn auch andere dem Herzog die Ehre nicht gönnen, der Kaiser, wenn sich der Herzog zum Dienst erbietet, eher gewillt ist, diesen zu gebrauchen als einen anderen. Ein Vertrauter hat ihm mitgeteilt, der Kaiser habe gesagt, er habe noch bei keinem Haus treuere Dienste gefunden als beim Haus Brandenburg. Deswegen sollten die Markgrafen auch einen gnädigen Kaiser an ihm haben. Man bedarf jetzt der Leute. Denn es liegt die Nachricht vor, dass der Türke den Mehmed Pascha mit viel Kriegsvolk von Griechisch Weißenburg aus nach Ungarn geschickt habe. Dieser ziehe nach Pest, wo das Kriegsvolk des römischen Königs liegt. Er soll auch schon einige Flecken eingenommen haben. Kg. Ferdinand verhandelt zur Zeit auf dem Landtag zu Prag und lässt auch sonst Tage abhalten, um Hilfe gegen den Türken zu erlangen.

    Der Kaiser wartet zu Regensburg mit großer Beschwerde auf die Kurfürsten und Fürsten, den seyn ksl. Mt. eylet wider hynwegk. Der Papst soll vom Kaiser in einem Ratschlag begehrt haben, die Lutheraner zu vertreiben und den Türken machen zu lassen, denn der Türke sei nur ein beschediger des leybes, dy lutterischen aber weren lesterer Gottes und verterber leybes und der selen. Den Fürsten hier gefällt durchaus, dass der Papst so klar seyn giftigk herz eroffent, dodorch dy ksl. Mt. auch ungezeweyfelt zu merer erkentnis gefurt mugk werden den sunst etc. Der Kaiser soll sich auch gegenüber den protestierenden Ständen sehr gnädig erweisen, was viele Leute gern anders sehen würden.

    Die Gerüchte über die Landsknechte im Land zu Hadeln sollen nicht zutreffen. Die dortigen Junker aber stehen in großer Rüstung. Man befürchtet, es sey was vorhanden, ist doch aber alles stille. Über Frankreich ist nichts anderes zu hören, als zuvor berichtet.

    Anton von Schönberg.

    Es ist auch gewiss, dass der Landgraf sein keppesweyb einem Ratzenberger gegeben hat.

    Weiß nicht, ob der Herzog Eustachius von Schlieben sein Dienstgeld hat auszahlen lassen. Wenn es nicht geschehen sein sollte, wäre die Auszahlung ratsam, um Schlieben bei gutem Willen zu erhalten. Wywol seyn erbytten an [= ohne] das hoch ist, so forder das, wy eure fstl. Gn. weyß, auch fil. etc.

    ŠDas ihm von Schlieben nach Ansbach zugeschickte Schreiben hat er nicht empfangen. Will, wenn er hinauskommt, sich danach erkundigen und sich entsprechend dem Befehl des Herzogs verhalten. [...].

    Hat sich in den Farben des Kurfürsten kleiden müssen. Will seine Kosten genau abrechnen. Bittet, ihn anzuweisen, wo er gegebenfalls Geld beschaffen soll. Bittet auch um Anweisung, wie er auf Vorschläge reagieren soll, den ich besorge, es wirt so schecht [sic!] nicht abgehen wollen etc., wie angenommen, denn man denkt an das Angebot zum Dienst wider den Türken. Der Kurfürst meint, die mitgeteilten Wege seien auch nicht unbillich, dann es beym keyser und dem reych eyn scheyn und ansehen het etc. [...].

    Hat trotz seiner Bemühungen die Schmähschriften Hg. Heinrichs von Braunschweig nicht bekommen können. Will seine Bemühungen fortsetzen und dem Herzog die Schriften zuschicken. Will dafür sorgen, dass durch Markus Schwam die Post an den Herzog über Leipzig an Hans Brode nach Danzig weitergeleitet wird.

    Der Kaiser hat zwischen dem Hg. von Braunschweig und den Städten Braunschweig und Goslar Friede geboten. Weiß nichts weiter zu schreiben. Befiehlt den Herzog und sein ganzes Haus Gott1.

    Dattis zum Berlin, den Sontag Lettare anno 1541.

    «Nr.308 Hg. Albrecht von Preußen an Granvelle, mut. mut. an Johann Obernburger – o. Ort, 1541 April 3 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 8, pag. 161–164 (Kop.); ÜS pag. 161: An H. Granuella, den 3. Aprilis, mutatis mutandis an Johan Obernburgernn 1541;AV pag. 164: Princeps audivit legere,[praesentibus] hofmeister, burgraff, cantzler und Erharden Heckelman.

    B  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Kop., lat. Fassung).

    Es ist bei uns unser hoffdiener Hadriann von Resennbergk diser tage ankhomen und euerer L. halben hoe, freuntliche erpittung neben vormeldung derselben unbekhannten, doch wolmeinenden dinst, zudem allerlei bericht, wes bei röm. ksl. Mt., unserm allergenedigsten hern, euere L. umb unser sachen willen fur muhe, arbeit und vleis vorgewant, auch letzlichen von hochgedachter ksl. Mt. ein frei, cristlich, vhelich, ungeverlich gleidt, mit derselben eigenen handt undertzeichendt1, erlangeth, einpracht etc. Wiewol uns nhun euere L. von Špersonen unbekannth und wir derselben zu solcher freuntlicher ertzeigung kein ursach gegeben, so sagen wir dannocht euch solchs ires beweisten freuntlichen willens halben hoen dank. Wo wir auch euerer L. hinwiderumb zu angenemem gefallen wilfarung thun mögen, soll uns euere L. furwar zu allem zimlichen noch unserm vormogen unvordrossen und wolthettig befinden, und ist nit ohne, uns were negst gotlicher genaden uff erden nichts liebers, weder das wir in röm. ksl. und kgl. Mt. gnad, gunst und holdt khomen, sein und pleiben mochten. Haben auch umb erlangung willen derselben allerlei zimliche wege vorsucht und uns aller underthanigkeit und dinstlicher ertzeigung gegen iren Mtt., sovern es wider unsere ehre, furstlichen glimpf und pflicht nicht where, erpotten.

    Domit aber euere L. gruntliche wissenschaft erlangen mogen, aus was bedenklichen ursachen und auf was mas die abfertigung berurts unsers dieners Hadrians hergeflossen, hat es dise gestaldt: Wir haben ihnen vorrukter zeit von hinnen ins Niderlanndt mit brieffen geschikt. Do er wider an uns khomen, hadt er von dem edlen, achtparen und hochgelerten, unserm besondern, lieben H. Matiam Helden, röm. ksl. Mt. vicecantzlern und oratorn etc., werbung einpracht, doch one credentz, dordurch, wir ihme, Heldenn, widerumb (wie sich dann euere L. hirin ligend zu ersehen) zu schreiben und an ihnen zu erkundigen, ob solche werbung unsers dieners aus seinem bevelch bescheen, bewogen worden und hetten uns vorsehen, er solt seinem aufferlegten bevelch, nemlich den briff an sein gepurendt ort zu pringen als ein briffpoth und nicht ein werber, nochgangen sein und denselben nicht uberschritten haben. Nun befinden wir aber aus seiner, unsers dieners, eingeprachter werbungk, das er Šsich itzundt bei euerer L. und andere uber unsern bevelch vorfugt und des understhanden, auch also weit mit seiner handlung, des ihme doch von uns nicht aufferlegt, gegangen ist, aus welchem euere L. und menniglich (nachdem er von uns kein credetiff gehapt) leichtlich zu schliessen, wie weit ihme glauben zu geben gewest sei ader nicht, auch noch.

    Und ob wir schon gegen hochgemelter röm. ksl. Mt. des underthanigen, dinstlichen gemuts (wie oben berurt) sein, wir auch, auf solch ir kayserlich, genedig, cristlich geleit zu erwerbung derselben genad in allem gern gehorsam zu leisten, begirig, haben doch euere L. als der hochweise und vorstendige furst leichtlich zu ermessen, das uns der belehnung und gethanen pflicht noch, ohne kgl. Mt. zu Polann, unsers genedigen hern und freuntlichen, lieben ohmens, vorbewust ader bewilligung zu schmellerung und vorkurtzungk seiner kgl. Mt. ius, recht, gerechtigkeit und eigenthum gegen disen landen Preussenn in einige underhandlunge eintzulossen, nicht gepuren wil, auch uns euere L. selbst ader niemands unsers ermessens solchs rathen werden, vilweniger sein wir, dasselb anderer gestaldt dann wie oben bemeldt fur uns zu thun, gesindt, zuvoraus, dieweil hochgenante kgl. Mt. zu Polenn des handels notturft noch durch derselben gesanten bei röm. ksl. und kgl. Mt., auch allen churfursten und stenden des hl. röm. reichs ir eigen recht und gerechtigkeith (als es dan auch ist) von wegen der lande Preussen vortretten, auch der belehnung halben vorhandlen lest, domit wir aus der acht gewirckt werden mochten, wie dann ungetzweiffeldt euere L. aus der werbung genugsam vornemen werden. Wes nun also kgl. Mt. zu Polenn etc. mit röm. ksl. und kgl. Mt. ir selbst und uns zum besten vorhandeldt, beschlossen und eingelossen, do wir als der furst, welcher ohne rum röm. ksl. und kgl. Mt. jhe und alwegen gern gedieneth und noch, in allem cristlichem und zimlichen, erheblichen und moglichen helfen zu rathen und zu dienen gewogen.

    Seintemal uns aber aus angetzogenen ursachen, selbst zu comparieren ader die unsern zu solcher gutlicher underhandlung abtzufertigen, nicht getzimen ader gepuren wil und wir uns gleichwol zu euerer L. dem freuntlichen erpitten und geneigtem willen nach aller wolmeinender, wilferiger beweisung versehen, so piten wir gantz freuntlichen, euere L. wollen fur das erste bei hoch und vilbestimpter röm. ksl. Mt., das wir uff derselben genedige vorgleittung nicht personnlich erscheinen ader die unsern abfertigen, also vil vorhandeln, das es uns zu keinen ungenaden ader anderm gereiche, sunder obertzelten hoen, notwendigen bedenken und ehaften, die wir in anmerkung unserer ehre, eides- und lehenspflicht nicht umbgeen khonnen, zugemessen werden, volgendts neben vorhandlungen kgl. Mt. zu Polenn etc. gesanten als der freundt unser bests wissen, rathen und die sachen dahin helfen vorfurdern und richten, domit zwischen röm. ksl. Mt. und kgl., auch pollisher Mt. die wege und mas getroffen, dordurch derselben hoen lieb, ansehen und freuntschaft, domit sie einander vorwandt, gemeret, gemeiner frid und einigkeit gestiftet, doraus dem grausamen veint der cristenheit umbso vil dest statlicher abgebrochen Šund widerstandt gethann, auch widerumb in ksl. und kgl. Mt. gnat und gunst gesetzt werden mochten. Wes alsdann wir mit vorbewust kgl. Mt. zu Pollenn, unsers genedigen lehnhern, in allem zimlichen, thulichen, erheblichen und, das allen iren Mtt. zu gefallen sein mochte, thun khonnen, wollen wir uns in dem nichteminder wie unser vorfaren des loblichen churfurstlichen haus Brandennburgk gutwillig finden lossen und solchs umb euere L. mit dankparkeit und guttat freuntlich vordienen.

    Nachdem2 uns auch euere L. durch unsern diener Hadrian umb ein hirschgewei anlangen haben lossen, als seint wir, derselben in einem vil mherem freuntlichen zue wilfaren und euerer L. mit dem ersten dasselb zutzufertigen, geneigt, allein euere L. wollen uns vormelden, an welchen ort und wehme dasselbe zutzuschiken.

    Hirneben geben wir euerer L. freuntlicher meinung zu erkhennen, das uns von wegen derselben berurter unser diener Adrian, doch ane credentz angezeigt, das wir solthen wissen, man wurde mit kgl. Wd. zu Dennemarkenn etc., unserm freuntlichen, lieben hern, ohmen und schwagern, gesanten eigentlich keine handlung vornhemen, es wer dann, das wir eigener personn khemen. Dieweil aber nhun euere L. aus oben angetzogenen, unvorbeigehenlichen [sic!] ehaften unser gelegenheit vornomen und dannocht an diser vorrichtung der gemeinen cristenheit nicht wenig gelegen, so gereicht an euere L. unser freuntlich pith, dieselben wollen unsernthalben die sachen nit in vortzogerung gedeihen lossen, sunder dem gemeinen lieben, heilsamen frieden zum besten also vil dorinnen helfen furdern, rathen und thatten, auf das mit röm. ksl. Mt. sampt allen solcher sachen vorwanthen berurte kgl. Wd. zue Dennemarkenn gentzlichen vortragen und zwischen irer Mt. und Wd. freuntschaft gepflantzt und erweittert werden mocht, doraus und, wann allenthalben frid und einigkeit gestift, unsers einfaltigen bedenkens noch benenter ksl. Mt. und dem gantzen röm. reich, auch gemeiner cristenheit zu statlicher abbrechung der gewalt der Turkenn nicht geringer trost, hulf, beistandt und vorteils zu wasser und landt zu erhoffen und zu gewarten, wie dann euere L. als der tief sehende furst gemeiner wolfart zum besten dem wol weiters nachdenken werden3. So seint wir, es umb euere L. Šfreuntlich zu vordinen, geneigt. Thun himit euere L. dem almechtigen, vor aller gefar sehelen und leibs zu behuten und in langwiriger gesuntheit genediglich zu fristen, freuntlich bevelen. Datum ut supra.

    «Nr.309 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1541 April 30 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.); DV: Ausgangen zu Konigsperk den lezten Aprilis 1541.

    Wes wir dir vor zweien tagen bey Frantzenn Rauternn zugeschrieben, hastu aus denselbigen schriften zu vornhemen1. Weil aber unser diener Andres Branth Švom konniglichen hoff zu Polenn gestrigs tags widerumb bey uns ankhommen und uns beigelegten brief von seiner kgl. Mt. ahn ihren geschigkten mitgebracht, seindt wir, gedachtem Frantzen Rautternn nachzuschigken und ihnen, bis diese unsere schriefte ahn ihnen gelangeten, aufzuhalten, verursacht worden. Und wollen dir gnediger meinung nicht verhalthen, das wir, wes uns von ksl. Mt. zukhommen und wir dir zuvorn zugeschigkt, ahn hochgedachte kgl. Mt. zu Polen gelangen haben lassen, warauf wir dan ein antworth und daneben schriften, wes die röm. ksl. und kgl. Mtt., unsere irthumb belangende, ahn ihre kgl. Mt. geschrieben, durch obgedachten Brandten bekhommen, wie du dan aus denselben hiebei ligenden abschriften latteinisch und teutsch zu ersehen, die wir dir darumb zugeschigkt, damit du dich des, wes darinnen zu thun, mit dem polnischen geschigkten, auch andern vortrautten, die ihn vorigen unsern schriften gemelt, davon zu berathen und unterreden. Wo aber dem polnischen geschigkten oder dir einigerlei vorschlege oder velle furstissen, dardurch bey demselben und dir fhur noth und nutz geachtet und unvormeidlich fur guth angesehen wurde, das wir jhe uber die bedencken und bevelch, dir zuvor behendigt und eroffent, uns eigner person zu ksl. Mt. begeben solthen, so wolt mit [vleis?] gehandelt sein (wie wir dir hiemit alsdan und nicht ehe aufferlegt haben wollen), das das gleidt, dieweil es uns von kgl. Mt. zu Polenn also, wie du zu Šersehen, gerathen2, uns auch anhe gefhar nit wol anders anzunemen, dermassen wie konniglicher artickel disfals melden thut, vorendert und uns zugeschigkt werde.

    So aber auch mocht angezogen werden, das nit das geleith aus eigenem bewegen von ksl. Mt., besunder auf anregen unsers dieners uns zugeschigkt, hettestu die entschuldigung und mas deiner geschigligkeit nach vorzuwenden, desgleichen den andern angetzogenen personen zu thunn auch einzubinden, wie sich der handel zugetragen und wie weit derselb Adrian, unser diener, uber unsern bevelch geschritten, wie wir dir dan des auch vormhals genugsamen bericht gethann. Wes aber weither derhalben zu unserm glimpf dinstlich, wirstu sampt den andern selbst nach gelegenheit der vorschlege, mit bestem fug abzulenen, wissen. Idoch wollest, soviel muglich, ihn alwegen guth achtung und vleis haben und vorwenden, auch bey dem polnischen gesandthen mit vleis anhalthen, ob durch denselben ihn nhamen kgl. Mt. der handel als ihr selbst sachen zu ruigem frieden oder anstandt gebracht. So es aber jhe nicht anderst sein kunth und condition und vorschlege vorhofflich, die wider unser pflicht nicht und uns dannocht erheblich und muglich, auch, das wir jhe eigener person erscheinen solthen, von ksl. Mt. begeret und den vortrautten vor guth und gerathen angesehen, das geleidt, wie oben gemelt, uns zugeschickt, so wolthen wir alsdan uns lauts kgl. Mt. schreiben, dir hiemit ubersandt, sofern uns die grose ehaft davon nicht abhalthen thet, der gepur erzaigen. [...]. Datum [Konigsperg], den letzten Aprilis anno [1541].

    «Nr. Š310 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 30/Mai 1 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf., teilw. chiffr.1.); DV v. a. Hd.: Ankomen, den 28. May anno etc. im 41.

    Ich habe den 25. Aprilis jungst vorschienen euern fstl. Gn. zufellig Schurstabs und Georgen Hakhenn ankunft schriftlich vormeldt und dabei, wes domals in der kurtzen zeit und eile so balde nicht zu beantworten sein wolt, undter anderm undtertheniglichen angezeigt, und wiewol es noch vast bei dem beruhen und zu keiner handlung komen, so hab ich doch, dieweil gegenwertiger Bartholt both am vergangenen Donnerstag mit eurer fstl. Gn. schriften alhie ankhommen, welchen undterwegen dye schwacheit bestrickt und eilf tage zum lager geursacht, denselben alhie nicht lang und vorgeblich ligen lassen, sonder mit dieser schrift an eure fstl. Gn. undtertheniglichen fertigen wollen und fuege derselben gehorsamer meynung wissendt, das meinem vorigen schreiben nach der konigliche polnische gesandte biß uff heuttigen tag noch nicht ankhommen, darumb auch die handlung vor seiner ankhunft schwerlich khann vortgestelt werden, sonder wil verzugk geberen. Wenn der aber verhanden, wil ich mich eurer fstl. Gn. bevelchs gehorsamlich halten, uff denselben warten und, bei Kff., Ff. und stenden, sovil moglich, in kuntschaft zu bringen, mich befleissigen, damit eurer fstl. Gn. sachen mit dero furderung umbso vil statlicher und schleuniger mogen angebracht, gefurdert und vortgestelt werden.

    So bin ich auch noch on underlaß im werck mit allen ubersandten berichten, gegenwurfen und, wes dem anhengig, damit die zu allem nodturftigen und furstossenden fhellen mogen gepraucht werden, mit meinem gnädigsten herren, dem Kf. von Brandenburg, Mgf. Georgen, Schlieben, Uttenhofen und Rabensteinern mich nodturftigklich zu bereden, wie doch der sachen zu thun und wes euren fstl. Gn. zum besten darinne furzunemen. Es wil aber schwer fallen, die pferde fur den wagen zum anzugk zu bringen, dann der von Schlieben kranck und ungeschickt, bei dem ich mich wenig raths und trosts zu erhalten weiß, bei den andern wil es auch keinen anfangk gewinnen noch haben. Idoch wil ich meinen underthenigen vleisse nochmals gerne anspannen und laß auch nicht nach, bei iren kfl. und fstl. Gnn., auch den andern alle tag und stunde anzuhalten. 〈Das erbieten〉 ist verhanden, wenn nurt 〈die folg gesche〉 etc., und verhoff, sie dennocht dahin zu bewegen, das dem 〈hohen, vilfeltigen erbieten〉 einsmals nachgesetzt sol werden2.

    ŠNeben dem wirdt fur ein ungelegene sach angesehen und wil schwer sein, 〈die uferlegung wider Adrians ausrichtung gegen Granuella und Obernburger〉 vermog eurer fstl. Gn. ubersandten schriften vortzustellen, dann von hochgedachten meinen gnedigen herren und den andern fur geratener erwogen, das erheblicher sein solte, die sach uff die gestelte credentz muntlich, aber doch nicht so hart, wie die instruction verfast, und mit einer geburlichen dancksagung irer furderung und guten gewogenen willens zu thun, dann also eurer fstl. Gn. entschuldigung, die bei iren kfl. und fstl. Gn., auch den andern 〈fast disputirlich, hessig und scharf〉 angesehen, vorzutragen, in bedacht, das es sie, als die es mit euren fstl. Gn. gut gemeint und derselben zum besten uff ires dieners bewerbung darinne so gutwillig gedienet, ethwas fur den kopf stossen und allerlei bedencken einfhuren mochte. Des aber zu verhuten, suech ich rath, mittel und wege, wie dasselbig zu endern, bessern und gliempflicher vorgebracht mocht werden. Wann es aber uber diß vorfille und vonnoten sein wurde, die gestelte meynung vorzubringen, konte es gleichwol hernachmals fuglicher und glimpflicher gescheen etc.3

    Es wil auch bei dem von Schlieben und andern 〈die beerung oder geschengk〉 des bornsteins paternosters und elendsclahen, dem 〈Granuella und Oberburger zu uberantworten, zu geringschetzig〉 angesehen, dann ehr meint, es musten 〈ducaten, cronen oder ungarische gulden sein〉 etc. Daruff ich ime angezeigt, sie hettens begert, und wil mich dennocht der gebur nach gelegenheit zu halten wissen etc.

    Die Ff. von Peyren seindt mit ksl. Mt. zu Straubingen uff der jagt, und wird von eins theils geraten, das ich noch zur zeit uff eurer fstl. Gn. credentzschriften der furderung halben an mich halten und ein zeitlang zusehen sol. Doch hab ich diß auch in hochgedachter meiner gnädigen herren rath und bedencken gestelt. Wes also fur das beste erwogen, deme sol nachgesetzt werden.

    ŠIch vormerck auch von dem von 〈Schlieben und Uttenhofen〉, das sie vormeinen, nicht wol moglich zu sein, 〈entliche ufhebung der acht zu erhalten, aber die execution derselben mochte wol abgeschafft werden〉. Doch wurdt die handlung, wan der konigliche gesandte nurt verhanden und alle ding vortgesetzt, diß und anders wol geben und ercleren.

    Es soll auch 〈der romisch keiser〉 dem 〈meister in Deutschlandt〉 haben anzeigen lassen, sich uff das 〈gegeben gleit zur gutlichen handlung verfast zu machen〉, welchs sich aber der 〈meister〉, weil ehr die sach 〈am cammergericht gewonnen zu haben vormeint, da sie auch noch henget〉, ezlicher massen beschweret und nicht wol zufrieden gewest, doch ist 〈romischer keiser〉 bei obberurter irer meinung entlich geplieben, und sol inen, den 〈meister〉, das man eurer fstl. Gn. hieherkunft bei vielen vermuth und verhoft, vast verzagt machen, darumb viele gerne sehen, das eure fstl. Gn. hie wheren, solte zu vielen dingen gut und ersprießlich sein.

    Das aber der 〈meyster teutzschorden〉 bei dem 〈Oberburger〉 oder andern euren fstl. Gn. zuwider vorbauen solte, vornim ich von Rabensteiner, das man sich des nicht hoch zu besorgen, dann wo bei 〈röm. keiser〉 der Kff., Ff. und stende 〈bitten und anhaltung nicht stathaben〉, wurde sein, des 〈Oberburger〉, oder anderer 〈furderung〉 vil weniger geacht werden. Doch hat man in der handlung zu sehen, wo und durch weme was fruchtbars ausgericht, wes alsdann 〈mit der beerung zu thun〉 etc.

    Uttenhofen, dem ich eurer fstl. Gn. brief uberantwort, erbeut sich ufs hochste, euren fstl. Gn. in iren sachen noch allem vermogen dienstlich zu erscheinen, bin auch keins mangels an ime verhoffendt4.

    Kgl. Mt. zu Denmarcken gesandten haben noch keine audientz (weil ksl. Mt. uf der jagt) erlangen konnen, wollen noch einmal oder drey ansuchen, wo alsdann sie zu keiner verhor khommen konnen, den wegk, den sie hergenomen, wider zurucknemen.

    Das gesprech mit den evangelischen und papistischen ist vorgestern angefangen. Wes nu folgen und ausgericht wirdt, solle eure fstl. Gn. auch vorstendigt werden, und ist under den acht zuhörern und zeugen Pfgf. Friderich neben dem H. Granuella anstadt ksl. Mt. zu presidenten verordent.

    Mit dem Kf. zu Sachsen, Lgf. zu Hessen, den stedten Braunschwieg und Goslar wider Hg. Heinrichen von Braunschwieg ist noch zur zeit nichts furgenomen, dann ksl. Mt. der acht halben, die stadt Minden und die protestirende Šstende belangendt, an das camergericht geschickt haben soll, allen bericht davon einzunemen, und ist bei inen gute vertrostung, das die beschwerliche acht sollen abgethan und uffgehoben werden. So hab ich euren fstl. Gn. vorhin Hg. Heinrichs schmebuch, wider Sachsenn, Hessenn, Lunenburg, die stedt Braunschwieg und Goslar ausgangen, zugeschickt, ubersendt auch euren fstl. Gn. hiemit beider churfursten und fursten Sachsenn und Hessenn verantwortung und ausschreiben. Wes auch sonst alhie furlauffen und verhandelt wirdt, wil ich zu erlangen mich befleissigen und an eure fstl. Gn. undertheniglichen vorfertigen, wie ich dann sambt Georgen der religion halben gereit im werck.

    Projekt einer Heirat zwischen einem Sohn des H. von Bernstein und einer Tochter Mgf. Georgs von Brandenburg-Ansbach. Interesse Hg. Albrechts an Porträts der beiden Töchter Mgf. Georgs und deren Beschaffung. Interesse Mgf. Georgs an einer Heirat seiner Tochter mit Hg. Johann von Holstein. Ausführung des die Tochter Hg. Albrechts betreffenden Auftrags bei der bewusten personen. Versprechen, sich weiter darum zu bemühen.

    Es wirdt gesagt, das ksl. Mt. ausserhalb der religionsach und, biß die gar entschieden, keine handlung furzunemen bedacht sein sol. Etzliche verhoffen und meinen aber, das der reichstag binnen 6 wochen ungefherlich, eins theils wollen uff Michaelis [1541 September 29] erst, sein endtschaft nemen und erlangen werde.

    Auszahlung von 50 fl. an Adrian [von Resenberg]. Wiewol es mich vast verdrossen, so kann ich doch nichts darwider und hab es dennocht euren fstl. Gn. zur wissenschaft nicht bergen wollen.

    Beiliegend ein Gutachten von Camerarius zu aufrichtung einer christlichen schule und ein Verzeichnis der in Regensburg anwesenden Reichsstände und Gesandten. [...]. Datum Regensburgk, Sonnabents, den 30. und letzten Aprilis anno etc. im 41.

    [Zettel:] Von zeittungen sagt man, weil zuvor die reden ergangen, wie Ofenn dem romischen konig ergeben, das nichts daran sein soll, so verhofft man auch röm. kgl. Mt. ankhunft alhie in kurtzen tagen.Abmarsch von 8 Fähnlein Knechten von Regensburg nach Ungarn. Vergarderungen im Hochstift Bremen unter Meinhard von Hamm. Gegenwehr der dortigen Bauern. Deswegen Abreise des Ebf. von Bremen.

    In dem cristlichen gesprech hat man den articul der justification vor der handt, mit welchem man sich auch vast so weit vorglichen wie die apologia und confession, zu Wurmbs ubergeben, doch werden eure fstl. Gn. aus Uttenhofers schreiben, das ich derselben hiemit ubersende, weittern bericht und erclerung ungezweifelt vornemen etc.

    Gnedigister furst und herre, euren fstl. Gn. khann ich undertheniglichen nicht bergen, das ich beide meine gnädigen herren, den Kf. zu Brandenburg und Mgf. Georgen etc., durch manichfeltige, embsige anhaltung dahin vermocht, das ire kfl. und fstl. Gn. derselben rethe beiderseits verordent, eurer fstl. Gn. sachen nach nodturft zu bewegen und zu berathschlagen, und ist der tag Šund zusamengehung heut Sontags, den 1. Maij, nach mittag bestimbt und beschlossen, der hoffnung, es solte also angangen sein, darumb ich auch den bothen diesen tag ufgehalten, euren fstl. Gn. ir, der rethe, gutbeduncken und meinung undertheniglichen zuzeschreiben, so befindt ich doch eitteln verzugk und entschuldigung. Heut ist der eine ein aderlosser, morgen der ander schwach, kranck und ungeschickt, und obwol das eine theil dan nechsten Dinstag [1541 Mai 3] entlich furgeschlagen, so ist doch ungewiß, ob durch das ander oder beider theil vorgleichung der tag noch gehalten mag werden oder nicht. Darumb ich diesen bothen auch nicht lenger habe aufhalten wollen, weil Schurstab und trommeter noch verhanden, bei der einen eure fstl. Gn., wes sich notig zu wissen zutregt, gewertig sollen sein.

    So ist auch kgl. Mt. zu Polen gesandter heut datum alhie ankhommen, dem ich alsbaldt eurer fstl. Gn. schriften und handlung uberantwort, aber in der eile seiner ankunft nichts forderlichs mit ime reden, vilweniger ethwas seiner halben schreiben konnen etc. Actum den 1. Maij 1541.

    [Beilage?:] Memorial Christophs von Kreytzen, [Regensburg], o. Datum

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.).

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.).

    Zu bedencken, ob gerathen sein wolte, das dem H. Granvella und Obernburger der inhalt meines gnedigen herrn, des Hg. in Preussen instruction, inmassen die gestelt, muntlich angetragen mocht werden oder aber, weil in solchem von fstl. Dt. vast disputirlich angetzogen, warumb dieselb auf das keyserlich geleit eigner person nicht erscheinen nach schigken, und daneben angehenckt, das umb solch gleit seiner fstl. Gn. diener one einichen bevelch bei inen angesucht etc., ob es bey solcher maß pleiben oder gliempflicher mochte gestelt werden, in bedacht, das solche vorwendung und entschuldigung inen allerley bedencken einfhueren möchte etc.

    Zum andern, ob nicht meinem gnedigsten herrn zum besten gerathen where, das sich meine gnedigsten herrn, die chur- und fursten Meintz, Brandenburgk, Sachsen, Pommern, Hessen etc. sampt den stedten Nurembergk, Franckfurt und andern anhengigen vorglichen und bereden, röm. ksl. und kgl. Mtt. anzufallen und zu bitten, weil fstl. Dt. zu Preussenn von kgl. Mt. zu Polan aus eusserster verlassenheit, den frieden, wie sein kgl. Mt. solchen gegeben, anzunemen, getzwungen. Es hette dan seine fstl. Gn. das landt, das doch ohne[dasa\emph] kgl. Mt. fur sich zu behalten oder einen wiltfrembden damit zu begnadigen, macht gehabt, gar verlassen wollen, angesehen, das seine kgl. Mt. den orden in Preussenn, aus welchem zu der zeit alle kriege, plutvergiessen und schedliche irrungen gegen seine Mt. und cron Polan hergeflossen, nicht leiden, sonder ein weltliche regierung darin wissen wolthen. Derhalben wolt röm. ksl. und kgl. ŠMtt. das gnedig einsehen haben und verschaffen, das die acht abgethan und uffgehoben. Denn solt die in ir craft gehen, wolthe nicht geringe zuruttung, irrung und beschwerung in gemeiner kaufmhanshantierung geberen und ursachen, sonderlich weil ire kfl. und fstl. Gn., auch die reichs- und andere stedt der cron Polan und Preussen zum theil benachbart und sonst dermassen zugethann, das denselben in kaufmhanshandtierung zu furderung gemeines nutzes nicht wenig daran gelegen. Darumb, wo der acht, wie oben berurt, die volge mit anhaltung und andern dergleichen stucken mher geschehen solthe, wher zu besorgen, das gleichergestalt von kgl. Mt. zu Polan gegen dem gemeinen, hantirenden mhan, welche ire gewerbe, kaufmhanschaft und hantirung kegen Polen und Preussenn haben musten, mochte gebauet, die widerumb mit iren gutern beschwerlich uffgehalten und die strassen im land verschlossen werden, do dan allen umbliegenden landen ein untregliche, unerhorte theurung daraus zu gewarthen, welchs dan iren chur- und fstl. Gn., auch stenden nachteilig und in keinen wegk leidlich sein wolthe, der hoffnung und zuvorsicht, ire röm. ksl. und kgl. Mtt. wurden in erwegung oberzelther bedencken das gnedig einsehen haben, damit durch aufhebung der beschwerlichen acht die alte, lobliche freuntschaft zwischen irer röm. ksl. und kgl., auch kgl. Mt. zu Polan und den reichsstenden zu furderung gemeiner wolfarth so vil dest stadtlicher und vhester erhalten und nicht verruckt, sonder dardurch aller oberzelther, vermutender unrath, verderb und nachteil verhuet werden möchte, und seiner fstl. Gn. in betrachtung derselben vorfarn des loblichen churfurstlichen hauses Brandenburgks getreu williger, geleister dienst, darob dan auch seiner fstl. Gn. gebrueder viere ir leib und leben zugesetzt und gelassen, gegen deren röm. Mt. sich seine fstl. Gn. auch nichts weniger in allem geburlichen hoch zu befleissigen erbieten, auch zu gnedigster wilfarung irer kfl. Gn. und stenden underthenigster bith gnedigster keyser und herre sein.

    Zum dritten, nachdem wissentlich, aus was gedrungener noth und verlassenheit alles menschlichen trosts hochgemelte fstl. Dt. durch aufgerichten, angenommenen friede und belehenung dieselbe diesen orth Preussen erhalten mussen und durch kein andere maß demselben widerstehen konnen, es hette dan seine fstl. Dt. solchs gantz und ghar (wie oben gemelt) verlassen wollen. Derwegen so dan seiner fstl. Gn. belehent furstenthumb, wan dieselb one erben abgehet (dieweil den vertregen von den mitbelehenten nicht nachgesetzt) an die crone gefiele, seine fstl. Gn. aber noch keinen erben haben und whan der fahlle also, den Got zu langer zeit gnediglichen verhuetten wolle, beschehe, do es dan die crone, die auch uber 100 jhare des mherer theil desselben landes bisanhero gehalten, ungetzweiffelt auch woll behalten wurde, wher je besser, wo es immer erheblich sein möcht, das solch landt bei einem fursten des reichs bliebe, den das es an die cron und ghar von der deutzschen nation fallen solt. Darumb in meines gnedigsten herrn, des churfursten, auch Mgf. Georgen und Albrechten des jungern rathe und gefallen dienstlich gestelt, sich bei röm. ksl. und kgl. Mtt. zu mherer, gnediger ergetzligkeit und begnadung der obgemelten, manchfeltigen, Šgetreu willigen dienst, damit das churfurstliche haus Brandenburgk röm. ksl. und kgl. Mtt. sampt iren vorfarn in underthenigkeit zugethan gewest und noch ist, umb zulassung der belehnung, die von kgl. Mt. zu Polan zu empfahen, zu befleissigen, anzuhalten und zu bitten.

    Zum vierden, dieweil sich meine gnedigsten herrn, die Ff. zu Beyernn, gegen fstl. Dt. zu Preussen alwegen vil erbotten und hohe vertröstung geben, derselben sonderlich hie uffn reichstage freuntlich zu dienen, warauf auch seine fstl. Dt. credentzbrieffe alhere verordent und geschigkt, so wirdt auch in furstlichen hochverstendigem rathe gestelt, ob dieselben von Beiernn darauf umb furderung anzusuchen sein möchten. Letzlich, ob nicht gerathen, das ire kfl. und fstl. Gn. fur sich dem H. Granvella, Bf. von Lunda und Obernburger in gemelten meines gnedigsten herrn, des hertzogen, hendel umb furderung freuntlichen anhalden und bitten thetten etc.5

    «Nr. Š311 Bericht über die Beratungen der markgräflich-brandenburgischen Räte über eine Intervention zugunsten Hg. Albrechts von Preußen und über entsprechende Werbungen bei Granvelle und Obernburger – [Regensburg, 1541 Mai 3–9] »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Reinkonz.); DV: Vorzeichnus des berichts, wes durch die marggrefischen verordenten rethen der acht halben gerathschlagt und fur gut angesehen worden.

    Am 3. Maij 1541a seindt die verordenten kfl. und fstl. rethe, nemlich von des churfursten wegen Eustachius von Schlieben, Dr. Metzsch, cantzler, und Dr. bFranciscus Geritz, sindicus zu Pautzen–b, von wegen meines gnedigen herrn, Mgf. Georgen, Balthasar Rabensteiner, Dr. Heller, cantzler, und Friderich von Knobelsdorff beisamen gewest, und ist erstlich durch den von Schlieben von wegen eurer fstl. Gn. den bemelten verordenten hern ires gutwilligen erscheinens, euren fstl. Gn. in iren obligenden sachen zu raten, geburliche dancksagung bescheen.

    Volgendts der handel, waruff sie zu raten alhere verordent, durch den von Schlieben noch der lenge muntlich vast des lauts und inhalts, cwie mir des ein kurtzer bericht (wes wol uff fragen geantwort mocht werden) von euren fstl. Gn. zugeschickt–c, vorzelt und vorgetragen, dauch die schrift, an den H. Granuella und Obernburgern gestelt [Nr. 308], deßgleichen–d die instruction, wes der konigliche gesandte zu werben in bevelch, sambt dem keyserlichen geleitte vorlesen worden, woruff der von Schlieben vermocht, erstlich sein gutduncken doruff anzuzeigen und efurs erst–e aus vielen bedencken widerraten, die gestelten schrift so hessig und außdrucklich, wie eurer fstl. Gn. diener wider seinen bevelch gehandelt, denselben uberschritten und das eure fstl. Gn., uf solch geleit one vorbewust kgl. Mt. zu Polen, dem sie mit eiden und lehensphlichten vorwandt, zu erscheinen oder schicken, nicht geburen wolte, wes dem mehr anhengig, vortzustellen etc., angesehen, das sich eure fstl. Gn. dardurch mehr in argwon und disputation, obwol eure fstl. Gn. solchs mit gutem fugen wol thun mochten, schiempflich geben und einliessen, darumb einstymmig geraten und fur gewegener der sachen gelegenheit nach angesehen und bedacht, die verfaste schrift gantz und gar nachzulassen und allein die entschuldigung eurer fstl. Gn. nichterscheinens oder schickens uff andere gliempflichere maß eurer fstl. Gn. person, landes nodturft und ehaft zu stellen, inmassen sich eure fstl. Gn. aus dem besondern begriff, mit A gezeichent1, gnediglichen zu ersehen. Doch ist Šdieser begriff fnochmals geendert und ein andere meinung ins latein gebracht und also muntlich furzutragen fur gut angesehen worden, wie mit B signirt2. Sonst mochten die leut, welche es mit euren fstl. Gn. gut gemeint, fur den kopf gestossen werden, und wirdt hierinne der Adrian so hoch nicht angesehen zu entschuldigen, als zuforderst mein gnediger herr, Mgf. Georg, der bekent und anzeigt, wes vleis und ansuchung seine fstl. Gn. vor der zeit eurer fstl. Gn. halben gehabt und gethan, das dieselb zu verhor und verantwortung khommen mocht. So mag auch aus diesen worten, in der entschuldigung begriffen, nemlich (und aus andern mehr wichtigen ursachen etc.) eurer fstl. Gn. entschuldigung, ob die wol nicht ausdrucklich beschicht, genugsam verstanden werden–f.

    Daneben ist in sonderheit durch Dr. Hellern fur ein hoch bewegen angetzogen, weyl eure fstl. Gn. hiebevor zu vielmalen churfursten und fursten umb rath und furderung, furnemlich, das eure fstl. Gn., wie er verstanden, doch nicht offentlich, sonder durch nodtwendigen bericht, wie sich die sachen im grunde erhielden etc., mochten verhort werden, vleissig ersuechen het lassen, das nu nicht allein euren fstl. Gn., sonder auch denselben fursten, die von euren fstl. Gn. wegen solche vilfeltige ansuchung gethan gund ir bestes gedacht–g, in deme dann auch eurer fstl. Gn. bruder, mein gnediger herr, Mgf. Georg, nicht ausgeschlossen where, ire nicht-erscheinung noch schickung uff das keyserliche geleit zu schiempf gereichen wurde, und ehr hielt es darfur, das es euren fstl. Gn. und iren sachen sehr zutreglich, auch wider derselben ehre, eide und phlicht, damit sie kgl. Mt. zu Polen und der cron verwandt, nicht wehre, das die eigner person alhie zur stelle, alleine nurt darumb, das derselben sachen durch ire personliche gegenwertigkheit mit furderung und zuthat anderer irer verwandten von Kff., Ff. und stenden umbso vil ansehenlicher und fruchtbarer mehr und ehr, dan itzt bescheen mog, hetten konnen angebracht, gefurdert und also dardurch verhoflich uff friedliche, sichere wege verhandelt werden. Auch het es mogen dahin khommen, das eure fstl. Gn. als ein kriegsberumbter und erfarner furst nicht allein ir, sonder auch derselben erben und nachkhommen zu ehre, rhum und allem guten von ksl. Mt. und gemeinen reichsstenden wider den Turcken beruffen wurden, wie dan mein gnediger herr, Mgf. Georg, disfals mit ksl. Mt. allerley underredung gehabt hette, doruff auch ksl. Mt. noch eurer fstl. Gn. alter und ob dieselb so alt oder junger wedder seine fstl. Gn. oder ir bruder, Mgf. Hans in Hispanien seliger where, mit vleisse gefragt etc.3 Aber wie deme, Šweil das nu nicht zu endern, wolt ehr ime die entschuldigung auch gefallen lassen.

    Zudeme wirdt von allen diese vertrostung verstanden, das nicht wol moglich sein solle, entliche uffhebung der acht zu erhalten, angesehen, das der meister und orden mit grosser ungestumigkheit uff ir vormeint recht, an dem camergericht erlangt zu haben, bestehen werden, hdarwider auch ksl. Mt. nichts thun konten–h. Doch haben sie fur die bequemisten mittel, wes wol darinne zu thun sein mochte, uff drei wege gerathschlagt und beschlossen, wo der eine, auch der ander nicht gehen wolte, das doch der dritte (der, wo ehr nurt mit ernstlichem vleisse vortgesetzt wurde, vast der erheblichste sein solte) ins werck gepracht, wie eure fstl. Gn. solcher dreier puncten inhalt isampt weitterm anhang der lehenschaft halben–i mit C zu vernemen4.

    An der Mitwoch, den 4. Maij, hat der konigliche gesandte den H. Granuella umb ein zutritt und audientz, bei ksl. Mt. zu erlangen, angesucht, doneben eure fstl. Gn. ires nicht-erscheinens oder schickens uff diese maß entschuldiget, das kgl. Mt. zu Pollen euren fstl. Gn., sich so weit von landen und leuten in betrachtung itziger sorglichen leuft zu begeben, da dan sein kgl. Mt. mit allerlei vheinden und widerwertigen umbfangen, wardurch dieselb eure fstl. Gn. aus iren landen nicht gerne wissen wolte etc., nicht zulassen konnen noch wollen, dasselbig auch von unnoten geacht etc. Es sol aber der H. Granuella angezeigt haben, mit was muhe ehr das gleit jeuren fstl. Gn. zum besten–j hab ausbringen mussen, kdardurch ehr dann von vielen, sonderlich dem teuzschenmeister, viel ungliempfs uff sich geladen, und hette verhofft, eure fstl. Gn. solten kommen sein, aber nu blieben sie aus etc.–k Doch so vil verhandelt, das den koniglichen gesandten den Freitag als den 6. Maij zu verhör angezeigt ist worden.

    Am Donnerstag, den 5. Maij, vormittag bin ich auch sampt Friderichenn von Knobelsdorff zu gemeltem Granuella gangen, mein werbung abzulegen, aber damals khein audientz haben mogen, sonder nach essens wider bescheiden worden.

    Alsbaldt in derselben stundt hab ich mich sampt berurtem Knobelsdorff, der anstadt meines gnedigen herrn, Mgf. Georgens, die werbung sowol von seiner Šals eur fstl. Gn. wegen zu thun, mir zugeordenet, zu dem Obernburger verfuegt und eurer fstl. Gn. entschuldigung, inmassen die oben gedachte copei, mit A signiert5, außweist, durch Knobelsdorfern muntlich furbringen lassen, daneben auch ime die vorehrung des paternosters und elendsclahe uberantworten, ehr aber hat nicht annemen wollen. Wes uns auch doruff zur antwort begegnet, haben eure fstl. Gn. aus beigelegter vorzeichnus, mit D signirt6, und das man sich hiraus geringe furderung vermuten muß, gnediglichen zu vornemen.

    Nachmittag lhaben wir uns des H. Granuella vorbescheidts halten wollen, hat sich aber verzogen und erstreckt biß uff den 9. Maij vor mittel, do haben wir–l die werbung oder entschuldigung, wie mdie lateinische copei ausweist–m, vorgestelt7, aber mit uberantwortung der vorehrung, in betrachtung, das die von seinen Gn. anzunemen, wie von Obernburger bescheen, schiempflich mochte geweigert werden, unsers erachtens nicht unbillich an uns gehalten, nzudeme, das es auch von allen, einich geschenck zu thun, dismals hoch widerrathen, wiewol Dr. Heller, cantzler, ime hette gefallen lassen, das ime, dem Granuella, ein geschenck von 200 fl. wert gescheen, so haben es doch die andern alle fur unnotig geacht, sonderlich wo es nicht ein verehrung, die in die etzlich hundert und biß in die 1.000 fl. wert where etc.–n Wes uns auch in antwort von ime widerfharen8, befinden eure fstl. Gn. ohiebei aus der vorzeichnus mit E–o.

    Nu wher sehr gut und notig, das sich Kff., Ff. und stende dem rathschlage gemeß vorglichen, erstlich den H. von Granueld, folgendts röm. ksl. Mt. in oder baldt nach anbringung des koniglichen gesandten werbung und, ehe derselbige einiche antwort, die sonst bloß abgehen mochte, erlangte, ins vleissigiste ansuchen thetten, in deme dann an getreuer anhaltung mein undertheniger vleiß nicht gespart wyrth, sovern sie nurt ymmer vortzubringen und zu vermogen wehren etc.

    Aber mitlerzeitp hat sich der von Schlieben mit dem von Lunden in vortreuliche underredung eingelassen und eure fstl. Gn. ires aussenpleibens und nicht-schickens gegen ime entschuldiget etc., waruf der von Lunden angezeigt, das ehr eurer fstl. Gn. halben mit ksl. Mt. in Hispanien geret und sein Mt. geantwort, das dieselb fur sich gegen eure fstl. Gn. keine ungnade trügen oder hetten, sonder es wher ein sach, die ins reich gehörte. Ir ksl. Mt. hetten auch die acht aus sich selbst nicht ausgehen lassen, noch irem keyserlichen fiscal zu Šthun bevolhen, sonder es where uff ansuchen des parts nach des camergerichts ordnung gescheen. Nun wheren ire ksl. Mt. dem hl. reich mit phlichten und eiden zugethan, menniglichen rechts zu phlegen und zu geben und dasselbig niemandts zu benemen, wordurch irer Mt. in keinen weg thunlich oder leidlich sein wolte, die acht abzuthun. Derhalben auch der von Lunden gantz widerraten, bei ksl. Mt. darumb in einichen wege itzt oder hernach anzusuchen, anderst dan das sein ksl. Mt. eure fstl. Gn. zu gnaden nemen und ir gnedigster keiser und herre sein wolte. Dann ausserhalb des weitter ansuchung zu thun und des handels vil zu gedencken, wurdt die ursach geben, das es ins reichs rath gebracht und uf des widerparts ungestum anhalten dahin gedeihen, das die execution der acht vil ehe dan sonst erfolgen mochte. Dann jhe mehr darinnen angeregt, je halstarriger das gegentheil dardurch gemacht etc. Sein ksl. Mt. wurden auch onedas eure fstl. Gn. ires aussenpleibens halben wol entschuldigt wissen, dann sein Mt. wol erachten konten, das es euren fstl. Gn. one vorwissen kgl. Mt. zu Polen nicht geburen wolte etc., qmit weitterm erbieten, das ehr, der von Lunden, gerne, sovil an ime, in der sachen furdern wolte. Man solte ime nurt leidliche, mogliche oder erhebliche wege furschlahen etc.–q

    Diese bewegen des von Lunden seindt am Freitag, den 6. Maij, den obermelten rethen durch den von Schlieben furgetragen und noch genugsamer erwegung rund berathschlagung aus obgemelten und nachfolgenden bewegenden ursachen–r entlich dahin geschlossen worden: Nachdem, wie oben gemelt, die acht nicht aus ksl. Mt. bevelch, sonder des parts, aus dem das eure fstl. Gn. citirt, aber durch die inhibition kgl. Mt. zu Polen nicht gestanden, erfolget sund wher wider alle proceß–s. Solte nu von abthuung derselben gehandelt werden, muste ksl. Mt. sich ires ampts, sovil das reich belangt, geprauchen, nemlich den handel in die gemeine stende und reichsrath zu bringen, welchs der sachen vileicht mehr nachteilig dan furderlich sein mochte. Item, der meister hielt es darfur, das ehr sein recht und vortheil erlangt, Polen aber gestünd es nicht und wheren beide part nulla etc. Solt man nu die sach uffheben, musten beide part zuvor vorglichen werden. Item, der orden wurde nicht nachlassen, besonder wo man anhylte, nurt umbso vil halsstarriger gemacht und sein thun uffs hochste spannen etc., wordurch ksl. Mt. nicht geburen, thunlich noch moglich sein wolte, wie in vorigem ratschlag auch bewogen, die acht abzuthun oder uffzuheben, den wo es geschee, het sein ksl. Mt. sich irer tkeyserlichen hocheit, die sie im reich hetten–t, begeben und der cron Polen zugeeignet etc.

    Die suspension muste auch nicht one des parts wissen, und solt die uff ein bestimpte zeit gescheen, wher der sachen noch nicht abgeholfen, sonder dennocht eure fstl. Gn. in gleicher gefhar wie vor. Solt es aber uff ein lange zeit begert werden, wurde schwerlich zu erlangen sein. Hirumb ist der churfursten Šund fursten bith itzundt fur gantz vorgeblich und unnötig angesehen, biß man hören und vornemen moge, was der konigliche gesandte erhalten und ausgericht, damit nicht eins wider das ander gesucht und fur beweglich angezogen mocht werden, das es wider die keyserliche hocheit, so man das suechte, das bei einem solchen hohen heupte nicht erheblich, moglich noch bitlich where etc.

    Und wiewol von ezlichen hirgegen angezeigt, das die suchung itzt alsbald nicht schaden solte, dann obwol der meister dardurch zu mehrer halsstarrigkheit gereitzt, so wurdt ehr doch one das nicht fheiren, herwiderumb aber kgl. Mt. zu Polenn das irige auch nicht vorgessen. Wann es auch gleich an den reichsrath und stende gelangte, wurden doch dieselben mehrer theils das beste dortzu zu reden wissen etc. So ist es doch entlich und beschließlich unach allerlei hin- und widerreden und bewegen–u dobei geplieben, das die suchung durch Kff., Ff. und stende dismals nachgelassen werden solle. Dieweil aber meine gnedigen herren, die marggraffen, hievor eurer fstl. Gn. halben ansuchung gethann und iren fstl. Gn. schiempflich sein mochte, so man nu so gar stilschweigen solte, derwegen im rathe verlassen, das zu erster bequemer zeit, sonderlich wan mein gnediger herr, Mgf. Albrecht, ankhompt (des man sich dann alle tage vermuth) durch meine gnedigste herren, den Kf. zu Brandenburgk, Mgff. Georgen und Albrechten als eurer fstl. Gn. bruder und vettern, ein gemeine bith ausserhalb der andern Kff., Ff. und stende bescheen sol, ungefherlich uff ein solche maß, wie eure fstl. Gn. bei dem rathschlage, mit C signirt9, aus dem eingelegten zedtel gnediglichen zu vormercken. Mitlerzeit het man zu horen, wes sich ksl. Mt. gegen dem koniglichen gesandten mochte vornemen lassen, auch wie sich die sache der religion anlest.

    Und ist hieneben sonderlich bedacht, wölt ksl. Mt. einen gemeinen frieden haben, musten eure fstl. Gn. in die religionsach auch mit eingezogen werden, aus denen ursachen, das der unfriede Preussen halben auch teutzscher nation zu mercklichem nachteil, unruhe und emporung erfolgen mochte. So where auch, warumb eure fstl. Gn. den habit und orden verlassen, damit ufgehoben und an im selbst nichtig. Was aber die andere ursach des ordens vormeinten anspruchs belangt, hette die cron Polen zu vorantworten, und ksl. Mt. konte derwegen mit kgl. Mt. zu Polen wol ein verstandt machen etc. Dann die stadt Gosler und andere wheren auch in der acht, aber von ksl. Mt. dermassen eingesehen, das irenthalben khein unfriede entstanden.

    Wo nu dem koniglichen gesandten von ksl. Mt. ein solche antwort erfolget, die zu abthuung oder aufhebung der acht nicht tröstlich und die execution zu folgen vermutlich where, wurdt dennocht Kff., Ff. und stenden der articul, wa Šrumb inen solchs keinen weg leidlich, alsdann vzu gelegener zeit–v furzuwenden vorbehalten10.

    [Beilage A:] Erster Entwurf für die Werbung im Namen Hg. Albrechts von Preußen bei Granvelle bzw. Obernburger, o. Datum [Regensburg, 1541 vor Mai 5]

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Kop.); DV: Erster rathschlag, die entschuldigung meins gnedigen herrn nicht-erscheinens oder schickens uff das keyserliche gleit bei dem H. Granuella und Obernburger furzuwenden. A. Ist allein vast dieses inhalts bei dem Obernburger geworben und furgetragen worden. Danach v. a. Hd. und wieder gestr.: Ist uff ein andere meinung mit B signirt gestelt und furgetragen.

    Wes meinem gnädigen herren, dem von Granuella, in namen und von wegen meins gnädigsten herren, des Hg. in Preussen etc., nach uberantwortung des credentzbriefs und gewonlichem freuntlichem zuentbieten angetragen soll werden.

    Es wher bei iren fstl. Gn. derselben hoffdiener Adrian von Resenbergk vergangener tage ankhommen und meins gnedigen H. von Granuella halben hohe, freuntliche erbietung gegen seine fstl. Gn. sampt einem keiserlichen gleitte einbracht, mit vernerm bericht, wie sich sein Gn. umb meines gnedigen herrn willen aus sonderer freuntschaft und gewogenem willen bemuhet und beflissen, dasselbig gleit bei röm. ksl. Mt., meinem allergnedigsten herren, seinen fstl. Gn. und derselben sachen zugute auszubringen, darfur sagten ire fstl. Gn. seinen Gn. freuntliche, hohe dancksagung. Dieselb wollten auch solche freuntliche wolthetigkheit in danckbarem gemuthe behalden und, freuntlich umb seine gnade zu vorschulden und zu vordienen, beflissen gefunden werden.

    Und ist nicht one, iren fstl. Gn. where nechst gotlicher gnaden uff erden nichts liebers, weder das sie in röm. ksl. und kgl. Mtt. gnade, gunst und hulde kommen, sein und pleiben mochten, hetten auch umb erlangung willen derselben allerlei zimliche wege versuecht und sich aller underthenigkheit und geburender dienstlicher erzeigung gegen irer Mt. erpotten. Wiewol nun seiner fstl. Gn. diener obengedacht, so weittern bevelch des gleits halben nicht gehabt und weren doch gleichwol wire fstl. Gn.–w undertheniglichen geneigt und gewogen gewest, sich uff solche gnedige, keyserliche vorgleittung herauszubegeben oder ire gesandten nodturftiglich abzufertigen, so fhallen doch iren fstl. Gn. dieser zeit so hohe ehaft und bedencken vor, wordurch Šderselben, in solcher eyle personlichen zu kommen xund so ein weitten weg von land und leutten herauszuziehen–x oder die irigen mit aller nodturft zu schicken, aus vielen, zuforderst aber diesen ursachen yunmoglich und gantz ungelegen–y, das iren fstl. Gn. alle sorgliche beschwerung, ire landt und leuth zu vorlassen, vorstehen, zdieselben auch so eilendts, das sie seiner fstl. Gn. abwesens vor den widerwertigen vor nachteil und gefhar genugsam vorsichert, nicht versorgen konnen–z, darzu das kgl. Mt. zu Polen mit dem grausamen vheindt der cristenheit, dem Turken, auch andern iren vheinden und widerwertigen als Muscawittern, Tattern etc. dermassen benachbart, das seine kgl. Mt. teglichs uberzugs oder einfalls gewertig und keinswegs sicher, wordurch auch seine fstl. Gn. als der eingeleibte lehensfurst kgl. Mt. und der cron Polen in gewarsam und rustung sitzen und also teglicher erforderung von seiner kgl. Mt. gewarten mussten.

    Ebensowenig konten und mochten ire fstl. Gn. in dieser furfallenden eyle ire gesandten, obwol ire fstl. Gn.aa iren gegentheil seins vormeinten zuspruchs aboder anzugs-ab halben mit gotlicher hulfe dermassen zu begegnen wusten acund des auch kein scheu trugen-ac, das menniglich zu befinden, ehr des wenig fugs haben werde, alhere verordnen, in bedencken, das seine fstl. Gn. die leut, welche sie zu diesem handel adstatlichen und-ad mit aller nodturft, wie sich geburen wolte, aezu schicken bedacht gewesen-ae, itziger zeit nicht bei der handt, afauch so baldt nicht zu sich bringen konnen-af, so hetten dennocht seine fstl. Gn. nicht underlassen wollen, meinem gnedigen H. von Granuelda, nichts minder andere seiner fstl. Gn. vettern, bruder, freunde und verwandte, churfursten und fursten uff diesem reichstage durch gegenwertigen irer fstl. Gn. rath und camerer agCristoffen von Creitzen-ag zu ersuchen und zu bitten, bei röm. ksl. Mt. seiner fstl. Gn. aussenpleibens und nicht-schickens aus dargethaner ehaft ins beste zu entschuldigen, wie dann auch derwegen kgl. Mt. zu Polen iren gesandten dieser sachen halben alher gefertigt, von dem ahoder desselben werbung-ah seine gnade ungezveifelt, woran es gelegen, des auch seine fstl. Gn. zu entschuldigung ires nicht-erscheinens neben oben angezeigter ehaft genug sein achtet und verhoffet, vorstehen und einnemen werd, mit Šfreuntlicher bith, sein gnade wolten unbeschwert sein, hochgemelten meinen gnädigen herrn, den Hg. in Preussen, bei röm. ksl. Mt., das die nicht personlich erschienen noch die irigen abfertigen, mit dem allerbesten zu entschuldigen, auch so vil verhandeln, das es derselben zu keinen ungnaden gereiche noch einichen ungehorsam aus angezogenen, hohen, nodtwendigen bedencken und ehaften zugemessen werde, nichtsweniger auch aials der guthertzige-ai neben vorhandlung kgl. Mt. zu Polen gesandten und anderer churfursten und fursten ir bestes wissen, rathen und dahin helfen verfurdern und richten, das die beschwerliche acht von seinen fstl. Gn. genomen, abgethon und entlich cassirt, dordurch auch zwischen röm. ksl. und kgl. Mt. zu Polen die hohe liebe, ansehen und freuntschaft, dorin sie einander verwandt und gemerhet, auch gemeiner friedt und einigkheit gestift und erhalten werden moge, das wölt seine fstl. Gn., umb meinen gnedigen H. von Granuelda in aller freuntschaft ajmit danckbarkheit und gutthetigem willen-aj zu beschulden, zu vordienen und zu vorgleichen, ingedenck sein.

    [Beilage B:] Antwort Johann Obernburgers auf die im Namen Hg. Albrechts von Preußen vorgetragene Werbung Christophs von Kreytzen und Friedrichs von Knobelsdorff, o. Datum [Regensburg, 1541 Mai 5]

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Kop.).  

    Antwort H. Johan Obernburgers, röm. ksl. Mt. rath und secretarien, uff das muntlich anbringen und entschuldigung meiner gnedigsten herren, des Hg. in Preussen und Mgf. Georgen gesandten, nemlich Cristoffen von Creytzen und Friderichenn von Knobelsdorffs etc. Actum den 5. Maij 1541. Mit diesen worten und tittel hat ehr angefangen: Die dancksagung mit angehefter entschuldigung des durchleuchtigen, hochgebornen fursten und herren, H. Albrechten Mgf. zu Brandenburg und (hertzogen) in Preussen, wie man seine fstl. Gn. nennete, darinnen ehr seiner fstl. Gn. nichts benomen oder gegeben wolt haben, where gegen seiner persone nicht vonnodten gewest. Dann welchergestalt seine fstl. Gn. durch iren gesandten umb das geleit hette ansuchen lassen, wurde ehr, der gesandte, wol wissen, nemlich wie ehr vorstanden, hette sich seine fstl. Gn. erbotten, wo die vorsichert mocht werden, alher zu komen und sich gegen röm. ksl. Mt. und den reichsstenden aller dinge zu entledigen etc. Was aber nu dazwischen gefallen, kont ehr nicht wissen. Und wher nicht onn, kgl. Mt. zu Polen hette zuvor mehrmals an röm. ksl. Mt. geschrieben, welchermassen das camergericht nicht recht, fug oder macht hette, seine fstl. Gn. in die acht zu sprechen etc. Ime where aber die sachen vil zu wichtig, gros, schwer und verstundt es nicht, sonder thet es ksl. Mt. und den gemeinen reichsstenden bevelhen. Das ehr auch ethwas darzu rathen und furdern solte, erkent ehr sich vil zu wenig zu, sonder zveiffelte nicht, mein gnediger herr, Mgf. ŠGeorg, und andere wurde es am besten furdern konnen. Kont ehr aber nichts furdern, so wolt ehr auch nichts hindern. Der vorehrung des paternosters und elendsclahen, thet ehr sich hochlich und dienstlich bedancken, wolt sich auch, des undertheniglichen zu vordienen, sovil ime gezimen wolte, befleissigen, das ime aber solchs anzunemen nicht geburen wolte, dorinne solt man inen nicht vordencken. Dan wen ehr des ursachen anzeigte, wurdt man inen entschuldigt wissen etc.

    [Beilage C:] Im Namen Hg. Albrechts von Preußen vorgetragene Werbung Christophs von Kreytzen, Balthasar Rabensteiners und Friedrichs von Knobelsdorff bei Granvelle, o. Datum [Regensburg, 1541 Mai 9]

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Reinkonz.); ÜS: Ad dominum Nicolaum Peronotum dominum de Granuella; AV: Copey lateinisch, wes bei dem H. Granuella geworben und angetragen. B.

    Illustrissime, amplissime domine, illustrissimus princeps et dominus dominus Albertus marchio Brandenburgensis et dux Prussiae etc. amplitudini vestrae per presentem ministrum et cubicularium suum Christophorum a Kreitz plurimam salutem nunciat qui quidem amplitudini vestrae has litteras credentiales offerens petit, ut amplitudini [sic!] vestrae [sic!] ea, quae a domino suo in mandatis habet, placide audire velit.

    Non ignorat, opinor, amplitudo vestra dictum illustrissimum ducem Prussiae per caesaream maiestatem ad presentem imperii conventum data etiam fide publica evocatum esse, quae quidem evocatio quamvis a caesarea maiestate optimo clementissimoque animo facta fuerit, tamen quia [sic!] ea domino duci Prussiae per quendam eius ministrum nomine Adrianum a Resenbergkak eius celsitudini non parum difficultatis attulit. Quamquam enim eius celsitudo ad tam clementem caesareae maiestatis vocationem primo quoque tempore huc advolare peroptaverit, tamen, quominus id facere potuerit, sequentia impedimenta ei obstiterunt. Namal amplitudo vestra pro summa prudentia sua facile statuere potest, amob temporis brevitatem, qua dux Prussiae exclusus, itinerisque longitudinem-am ad dictam caesareae maiestatis evocationem quoquam ire ansuae illustrissimae dominationi-an integrum non fuisse, presertim cum idem11 rex ob metum cum aliorum finitimorum barbarorum tum precipue ŠMoscovitarum aotum [inim]icissimi [quoque] Turcarum regis-ao per totum regnum Poloniae edixerit, ut omnes subditi cuiuscumque ordinis et status ad primum quemque impetum barbarorum arcendumap instructi paratique sint. His aqin[n]umerisque aliis-aq difficultatibus bonus princeps circumventus volens et caesareae maiestati et regi Poloniaear satisfacereas, [ne deesset]12, qui eius13 moram apud caesaream maiestatem nec non amplitudinem vestram purgaret, presentem cubicularium suum huc misit eique mandavit, ut, quoniam celsitudo eius intellexisset amplitudinis vestrae suasu autoritateque effectum esse, quod per caesaream maiestatem eius celsitudo huc accita [sic!] fuerit, amplitudini vestrae pro tale officium gratias reverenter ageret, deinde apud amplitudinem vestram celsitudinis suae cessationem ob dictas causas excusaret, atquod si enim celsitudo eius huc non venerit, per eam non stabit, sed in causa erit, quod aut rex Poloniae eius celsitudinem propter presentem rerum statum metumque barbarorum tam longinquum iter suscipere non patietur aut presens imperii conventus prius dissolvetur quam eius celsitudo huc pervenire queat-at.

    Ad haec dominus meus marchio Georgius (cuius ministri nos duo sumus) pro fraterno in ducem Prussiae amore ab amplitudini vestra obnixe petit, ut, cum amplitudo vestra fratri suo licet ignoto neque pro merito bene facere semel coeperit, hoc pulcherrimum opus suum tam foeliciter absolvat quam coeptum est ab ea amanter neque solum dominum ducem Prussiae, cuius adventum audita impedimenta morantur, apud caesaream maiestatem auexcuset, verum etiam apud caesaream maiestatem-au suam authoritatem interponat, avut rebus hiis totam nempe christianam rempublicam concernentibus et huic tam arduo negocio commode et tranquille sine christiani sanguinis effusione consuli posset-av, quod idem a caesarea maiestate et per oratorem regis Poloniae et dominum meum marchionem Georgium petetur. Omnino enim cum videamus quantum amplitudo vestra in pacanda Germania nostra die noctuque laboret, speramus fore, ut amplitudo vestra caesaream maiestatem duci Prussiae quoque placatura sit. Hoc si amplitudine vestra impetratum tulerimus, optimus Šprinceps non committet, quin paternis avitisque vestigiis insistens caesareae maiestati eiusdemque fratri regi Romanorum ad quaelibet obsequia sese exhibeat paratissimum. Postremo quicquid officii amplitudo vestra in ducem Prussiae contulerit, hoc et tota domus Brandenburgensis in se publice et dominus meus marchio Georgius in se privatim collaturi esse iudicabit et omni genere officiorum compensare studebit.

    [Beilage D:] Antwort Granvelles auf die im Namen Hg. Albrechts von Preußen vorgetragene Werbung Christophs von Kreytzen, Balthasar Rabensteiners und Friedrichs von Knobelsdorff – o. Datum [Regensburg, 1541 Mai 9]

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Kop., lat. Fassung ebd.).

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Kop.).

    Der H. Granuella, als ehr den glaubesbrief entpfangen und ubersehen14, hat meins gnedigen herrn, des Hg. in Preussen, camerer Cristoff von Creytz, deßgleichen Balthasar Rabensteiner und Friderich von Knobelsdorff, welche beide mein gnediger herr, Mgf. Georg, gemeltem von Creytz, dieweyl derselbige der lateinischen sprach nicht kundig, zugeordenet, gantz gnediglichen gehort und alsbaldt volgentder ungeverlicher meynung geantwortet. Erstlich hat ehr sich von wegen meins gnedigen H. in Preussen beschen gutlich zuentbietens bedanckt, darnoch vermeldet, das ehr sich wol zu erinnern wuste, das ehr der ksl. Mt. geraten, meinem gnedigen herrn, dem Hg. in Preussen, ein gleit zuzeschicken, hette sich auch vorsehen, seine fstl. Gn. wurde solche angebottene bequemigkheit, in ksl. Mt. gnade widerumb zu khommen, nicht vorseumet haben. Und wiewol ehr gehort, aus was ursachen und ehaften seine fstl. Gn. zu khommen vorhindert, ehr auch, seine fstl. Gn. bei ksl. Mt. zu entschuldigen, unbeschwert wher, nichtdestweniger, dieweil der gegentheil sich gegen ksl. Mt. offentlich und gegen ime, dem Granuella, insonderheit des zugeschickten meinem gnedigen herrn, dem Hg. in Preussen, gleits halben hochlich beschwert, wher damit ime ein grembschaft gemacht und dem Hg. in Preussen nichts gedienet. Sovil aber meiner gnedigen herrn, des Hg. in Preussen und Mgf. Georgen, bith von wegen entlicher abschaffung oder aber zum wenigsten anstellung der acht anlanget, wher zu der ksl. Mt. von der kgl. Mt. zu Polenn derwegen auch ein bothschaft geschickt und wolte vleis ankheren, damit dieselbige von irer ksl. Mt. forderlich gehort werden mochte. Dieweil aber die ksl. Mt. in dieser sache one rath der stende des reichs nicht schliessen wurde, wuste Mgf. Georg, wie sein fstl. Gn. sich in den handel Šschicken solte. Vor sein person wolte ehr sich dem gantzen hause zu willigen diensten erbotten haben15.

    [Beilage E:] Ratschlag kurfürstlich-fürstlicher brandenburgischer Räte zur Verhinderung der Achtexekution gegen Hg. Albrecht von Preußen, o. Ort, o. Datum

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Reinkonz.); DV: Rathschlag, wes der acht halben zu thun sein mocht, uff drei articul gestelt.

    In sachen meins gnädigsten herren, des Hg. in Preussenn, die acht belangende, ist durch die churfurstlichen und furstlichen brandenburgischen rethe in gehaltenem rathe fur nutzlich erwogen und bedocht:

    Erstlich, das die Kff. und Ff. Brandenburgk, Sachsenn, Hessenn, Pommern sampt den Ff. von Peyren ersucht wurden, sich zu vorgleichen, röm. ksl. Mt. in underthenigkheit anzulangen und zu bitten, meinen gnädigen herren, den Hg. in Preussen, zu gnaden zu nemen und die beschwerliche acht gnediglichen uffzuheben und abzuthunaw.

    Zum andern, wo durch obgemelten weg nichts erhalten, das alsdann durch die protestirende stende axin vertrauen und geheim-ax dahin gearbeit, wo die sachen der religion in ein friedstandt gedeihen wurden, das mein gnädigster herre, der herzog, auch mit eingezogen.

    Fur das dritte, wo der beiden wege auch keiner erheblich sein wolte, als dann aydurch hochgemelte meine gnedigste und gnedige herren, die churfursten und fursten, sampt den reichs- und anderen stedten Nurenbergk16, Augsburg, ŠFranckfort und andern-ay röm. ksl. Mt. zu herzen zu fhuren, dieweil ire kfl. und fstl. Gn. sampt den stenden und stedten dem konigreich Polen und Preussenn zum theil benachbart und sonst dermassen zugethan, das derselben underthanen und verwandten, solche konigreich und lande irer narung nach zu besuchen, mitnichten entberen konten und also denselben an dem handtirenden man, dordurch auch der gemeine nutz gefurdert, nicht wenig gelegen. Solte nu der acht mit einicher anhaltung seiner fstl. Gn. underthan, diener oder verwandten oder andern dergleichen beschwerlichen stucken mehr die folge gescheen, wurde daraus geursacht, wo der orth here einer oder mehr, wie dann gantz wenig personen aus Preussen mit kauffmanshantirung heraushandeln, angegriffen oder beschwert, das der auslendischen so vil mehr, als die sich mit iren gewerben allenthalben in dem konigreich Polen, grosfurstenthumb Litthawen, Podolia, Reussen und Preussen bisanhere handels und wandels frei ungehindert gepraucht, nicht allein zu irem mercklichen vorderb, schaden und nachteil angegriffen, niderlegt, die strassen geschlossen und gesperret zu werden, hochlich zu besorgen, sonder auch, das solchs zuforderst die freihe kauffmanshandtirung, gemeinen nutz und wolfart allerseits verrucken, hindern und uffheben wurde. Zu wes unuberwintlichem vorderb, schaden, auch weitterung solchs gereichen mochte, hette sein ksl. Mt. und menniglichen leichtlich zu erachten, welchs auch iren kfl. und fstl. Gn., auch den stenden und stedten in keinen weg leidlich sein wolteaz. Darumb wolten ire kfl. und fstl. Gn. sampt den stenden uffs underthenigiste und hochste gebeten haben, sein ksl. Mt. wolten das gnedigiste einsehen haben, damit die acht abgeschaffet und das verhut werden moge, das sonst zu vielem unrath, schaden und nachteil, auch zuruttung gemeiner wolfart, kaufmanshandtirung, zu hinderung und vorderb des armen, nodturftigen handels- und wandelsman, wie oben erzelt, gereichen mochte.

    Zu furderung dieses alles ist fur gut angesehen, das durch hochgemelte chur- und fursten die herren Granuella, Bf. zu Lunden und Obernburger umb furderung ersucht und angelangt soln werden, diesen handel bei röm. ksl. Mt. fruchtbarlich vortstellen und gnedigiste wilfarung irer kfl. und fstl. Gn. underthenigisten bith erhalten zu helfen etc.

    ŠbaWiewol im ersten rathschlage fur gut angesehen worden, das die bith und suchung von Kff., Ff. und stenden gescheen solt, so ist doch hernachmals erwogen, das es bei ksl. Mt. nicht zu erheben, auch gantz unziemlich, ksl. Mt. zu bitten, das die acht gar abgethan solt werden, und derarth nurt halßstarriger dardurch gemacht, darumb die bith uff diese maß allein durch die marggraffen zu gescheen gestelt, als nemlich und ungefherlich:

    Nachdem im hl. reich allerlei beschwerung verhanden und sonderlich Preussen halben teutzscher nation vil unruhe sich ereugen mochte, wo nicht uff friedliche wege, demselben vortzukhommen, getracht wurde, so wolten ire kfl. und fstl. Gn. seine ksl. Mt. uffs underthenigiste und hochste demutiglichen ersucht und gebeten haben, die wolten dem hause Brandenburg zu gnaden und einem gemeinen friedlichen wesen zugute allergnedigist dahin helfen, trachten, dencken und aus keyserlicher gute das einsehen haben, damit solche schedliche beschwerung und irrung uff friedliche, gute wege mochten gericht werden, in sonderheit eure fstl. Gn. als iren brudern und vettern zu gnaden nemen und derselben gnedigister keiser und herre sein und pleiben etc.

    Wo nu hiruff von ksl. Mt. gefragt wurde, wie und welchergestalt solchs wol gescheen mochte, solt man solchs ksl. Mt. heymstellen. Die wurden ungezveifelt als der gnedigiste keiser aus milter güte und hohem, keyserlichem verstande die beste maß zu finden wissen, was zu allem friedlichen wesen nutzlich und dienstlich where etc.-ba

    Letzlich, wann diß also vortgesetzt und durch den einen, den andern oder dritten weg ethwas erhalten, wirdt nicht fur ungeraten angesehen, das mein gnädigster herre, der Kf. zu Brandenburg, sampt meinem gnädigen herren, Mgf. Georgen, und seiner fstl. Gn. vettern, den jüngern Mgf. Albrecht, röm. ksl. Mt. ins vleissigiste ersüchten, weil das furstenthumb Preussen itziger zeit noch in eins marggraffen handt und bei dem churfurstenhause Brandenburgk stunde, sein ksl. Mt. wolten itztbemeltem churfurstlichen hause zu gnaden und in betrachtung desselben manichfeltigen diensten, irer ksl. Mt. und derselben vorfaren getreu, willig und gehorsamlichen geleist, die semptliche lehen von kgl. Mt. und der cron Polen zu empfahen, gnediglichen bewilligen, gonnen und zulassen etc.

    « Nr. Š312 Rede des Gesandten Kg. Sigismunds I. von Polen, Stanislaus Maciejowski, vor Karl V. – [Regensburg, 1541 Mai 9]1 »

    A  Krakau Bibl. Czart., Hs. 282, S. 665–675; ÜS S. 665: Legatio ad caesarem catholicum Carolum V. a Sigismundo primo rege Poloniae data Stanislao Macijeowski [sic!], 1541 28. Marcij2.

    B  koll. Breslau Bibl. Ossol., Ms. II/179, fol. 84r–88v; ÜS fol. 84r: Legatio a Sigismundo primo, rege Poloniae ad caesarem Carolum V., data Stanislao Macigewski, aulico regio Vilnae, 28. Marcij 1541.

    C  koll. Krakau Bibl. Czart., Hs. 278, pag. 614–626; ÜS pag. 614:Legatio ad caesarem catholicum V. [sic!] a Sigismundo primo rege Poloniae data Stanislao Maciejowski, 1541 28. Martij.

    Sacra imperatoria et catholica maiestas, serenissimus princeps et dominus meus, dominus Sigismundus Dei gratia rex Poloniae etc., dominus meus clementissimus, sacram maiestatem vestram, fratrem et consanguineum suum, charissimum et maiorem cumprimis honorandum plurima salute impartit. Laeta omnia et felicia haud aliter atque sibi ipsi sacrae maiestati vestrae ex animo precatur et optat, illud imprimis, ut sublatis religionum dissidiis, placatis christianorum animis, reconciliata inter principes gratia et statuat in his comitiis aliquid, quod ad rem publicam christianam a gravi metu et periculis, quae impendere illi videntur, asserendam pertinebit et, quod de re tanta statuerit, id Christo opitulante ad optatum exitum perducat, quo et suo nomini gloriam sempiternam et toti orbi christiano diu iam desideratam pacem parere possit et tranquillitatem. Porro dedit mihi negotium serenissimus princeps meus, ut aliis quoque de rebus nonnullis coram sacra maiestate vestra verba facerem, de quibus, priusquam ordiar aliquid, has me illi fidei litteras offerre iussit3.

    Sacra imperatoria catholica maiestas, non dubitat serenissimus princeps et dominus meus, quin memoria teneat sacra maiestas vestra, quo tempore illustris dominus Albertus dux Prussiae in fidem serenissimi principis mei, regis Poloniae, se contulit, in qua maiores quoque eius ordinis in Prussia magistri, antequam rebellare nonnulli ex eis coepissent, semper fuisse certius est, quam ut ambigere quisquam possit4. Quanto studio contenderit maiestas domini mei, ut ne fraudi id esse vellet sacra maiestas vestra illustri domino duci Prussiae, Šquod suum fecisset officium atque ad fidem eius et authoritatem redisset, cui maiores quoque eius ordinis magistri subiectionis et fidelitatis iusiurandum semper praestabant, priusquam ex eis aliqui officii sui obliti, quibus armis contra christianis nominis hostes uti debebant, ea egregii fidei christianae propugnatores ad profundendum sanguinem christianum in ipsos dominos suos, serenissimos Poloniae reges, ulciscente Deo eorum audaciam convertere coepissent. Iam tum subolfecerat maiestas domini mei esse non neminem, qui cuniculis quibusdam illustrem dominum, Prussiae ducem, apud maiestatem vestram oppugnare atque eum in odium illius adducere conaretur. Qua re verita, ne quid malevolorum conatus isti proficerent, cum per oratorem suum, qui tum temporis agebat apud sacram maiestatem vestram, reverendissimum dominum Joannem tum Culmensem, nunc Varmiensem episcopum, tum per litteras egit cum sacra maiestate vestra atque ab illa petiit, ne quid a malevolis persuaderi sibi pateretur, quod alienum esset ab ea coniunctione, quae sacrae maiestati vestrae cum serenissimo principe meo arctissima intercedit.

    Ita discessum fuit tum a sacra maiestate vestra, ut se flexisse animum illius serenissimus princeps meus existimaret ac bonam spem conciperet fore, ut nemo negotii quicquam exhibere illustri domino duci auderet, cum subito praeter spem et expectationem maiestatis eius proscriptio lata est a iudice camerae maiestatis vestrae imperialis neque ea recepto et usitato more perscripta, sed in qua illustris dominus dux contumeliosius erat tractatus quam dignitas eius ferre videbatur. Tulit id graviter serenissimus princeps meus pro eo, ut debuit, quodque acciderat, tum subito principi suo tum sororis germanae filio id sibi ipsi factum interpretabatur seque eadem qua illum aspersum esse infamia indicabat. Sed conscius sibi egregiae semper voluntatis summique studii sui cum erga sacram maiestatem vestram tum erga serenissimum dominum Romanum regem, fratrem eius ac maiestatis vestrae erga se animum ex suo in illam metitus [sic!] adduci nunquam potuit, ut crederet, quod erat a iudicio camerae prosciptionis decretum latum, id aut sciente aut consentiente maiestate vestra latum esse.

    Itaque misit ad illam mag[nificum] dominum Petrum Opalinski, castellanum Gnesnensem, serenissimi filii sui curiae magistrem, ut quereretur coram sacra maiestate vestra, quae tum fuit Bononiae, de iudicio camerae suae imperialis, quod sibi tantum sumere ausum est, ut, in quem iuris nihil haberet, in vasallum principem serenissimi domini mei proscriptionis decretum ferre auderet, atque ut una peteret a sacra maiestate vestra, aquo decretum hoc a non suis latum iudicibus inductum vellet et antiquatum, sacra maiestas vestra–a pro innata bonitate facilitateque sua comem se illi et affabilem praebuit et in spem bonam domino oratore erecto ad comitia imperialia totam causam hanc reiecit. Subsecutae sunt non unae litterae serenissimi principis mei cum aliis ex locis tum superiori aestate hac Vilna datae, quibus hoc ipsum contendit a sacra maiestate Švestra, ut rescinderet decretum a non suis iudicibus latum. Sacra maiestas vestra litteris benigne scriptis itidem in haec imperialia comitia rem reiecit, de quibus cum serius esset facta certior maiestas domini mei, quoniam verebatur, ut quem misisset nuntium, is comitiorum diem hunc obire tempori posset, iterum eadem de re scriptis litteris egit cum sacra maiestate vestra5. Sed admonitus postea prorogationem esse factam comitiorum, ita ut tempori venire posset nuntius, si quem maiestas eius mittere decrevisset, mihi provinciam hanc imposuit utque sacram maiestatem vestram rogarem mandavit, quo tot petitionibus serenissimi principis mei locum tandem aliquando dare dignetur.

    Quo animo semper fuerit, quo studio quam egregia voluntate et erga sacram maiestatem vestram et erga serenissimum dominum fratrem eius princeps meus et dominus clementissimus, quam non modo retinendam, verum etiam omnibus officiis et propinquitatis etiam vinculis arctioribus augendam et amplificandam curaverit eam necessitudinem, quae ei a vita est cum sacra maiestate vestra, non est illi procul dubio obscurum. Nulla regna, nullae opes, nullae dignitates tanti ei unquam fuerunt, ut eorum causa diremptam vellet amicitiam, quae vetus illi cum sacra maiestate vestra cumque domo illius universa est constituta. Si quando ultro fuerunt delata ad serenissimum dominum meum ea, quae multitudinis iudicio sunt amplissima, ad quae alii summo conatu, magnis periculis, ingenti sanguinis profusione pervenire contendunt, contempsit Šomnia serenissmus princeps meus, repudiavit, pro nihilo duxit, non quod per se contemnenda ea existimaret aut parum in eo animi esset ad ea, si res postularet, armis etiam vendicanda, sed quod pluris quam haec omnia faciebat coniunctionem, quae illi cum sacra maiestate vestra cumque serenissimo domino fratre eius intercedit, vilia ei fuerunt haec omnia cum illa comparata neque tanto unquam fuit studio regni sui finium propagandorum, quanta semper ardebat cupiditate amicitiae huius amplificandae et arctioribus vinculis constringendae.

    Neque vero berga solam–b sacram maiestatem vestram serinissimumque dominum fratrem eius tali fuit et est animo serenissimus princeps meus, sed quotquot sunt ex reverendissimis et illustrissimis dominis principibus electoribus lateri sacrae maiestatis vestrae assidentibus ceterisque illustribus dominis Germaniae principibus eos omnes testes sibi futuros apud maiestatem vestram confidit, quod non modo nunquam offenderit eorum quemquam ulla re, sed singulos etiam omnibus amicitiae officiis plerosque omnes affinitate sibi coniunctos habere studuerit. Hoc ergo animo cum esse perspiciat serenissimum principem meum et erga se et erga serenissimum dominum fratrem suum et erga reverendissimos et illustrissimos dominos Germaniae principes, qui sunt sub imperio sacrae maiestatis vestrae, ita sibi persuadet serenissimus princeps meus, si quid ultro etiam donari sibi peteret a sacra maiestate vestra tanto studio petenti nunquam eam in animum inducturam, ut negaret. Nunc non hoc petit de suo, ut det aliquid sacra maiestas vestra, quod proprium est serenissimi principis mei, id ut bona cum venia tranquille possidere liceat eum, cui semel concessit maiestas eius, id vero maiorem in modum petit, non permittat sacra maiestas vestra quenquam alienis inhiare, suo quenquam contentum vivere cogat.

    Quod si quis eius se ordinis esse existimet ad propagandam fidem christianam ad fines christiani orbis propagandos, is iurisiurandi atque officii sui memor non in christianos arma sua convertat, non christianum sanguinem profundere, non civile bellum gerere conetur, sed cum, quod sine magno animi mei dolore commemorare non possum, nimium iam progressus sit hostis christiani nominis sempiternus et ulterius in dies progrediaturc, illum a christianorum finibus arceat, contra illumd magisterium suum exerceat, contra illum, quod verbo profitetur, id se re esse ostendat, an non ea res lacrimis omnium et commiseratione digna est, cum cervicibus nostris impendere videamus potentissimum hostem, cum oculis ipsi nostris cernamus summum in periculum et discrimen adductam esse universam rem publicam christianam, cum tantum non vocem illius supplicem audiamus, ut depositis odiis et inimicitiis ac sincretismo facto ad eam tuendam et defendendam accurramus, essee nihilominus qui alienis Šsibi vendicandis, civile bellum excitare et fraterno sanguine manus suas madere maluit. Id si quicumque tandem christianus princeps conaretur, quis est, qui conatum hunc eius non improbandum duceret. Nunc vero ferendum ne est id eos moliri potissimum, qui se ordini eius magistros profitentur, qui non ad impugnandam, sed ad propugnandam christianam rem publicam dicitur esse constitutus. Sed vetus haec fuit semper eorum consuetudo. Nam quoad in serenissimi domini mei terris Prussiae hoc genus magistri fuerunt, ita se gesserunt, ut contra infideles gladium nunquam strinxerint, sed plurimis eorum opera sanguis christianus saepe sit profusus. Huic ordini acceptum ferre debet sacra maiestas vestra, quod nunc tanto versatur in discrimine tota res publica christiana. Nam si per hunc ordinem licuisset serenissimi principis mei maioribus in christiani nominis hostes convertere vires suas, nunquam eo progressi essent, quo proh dolor progressos nunc videmus, non aeque nunc essent toti orbi christiano formidolosi. Sed perinde se gerebat semper ordo is, ut si non ad impediendos modo christianos, quominus arcere possent infideles, verum etiam ad eos ultro bello lacessendos ad sanguinem eorum hauriendum constitutus esset. Itaque tanti non sunt terrae istae omnes Prussiae, quanti earum causa labores suscepti, quanti sumptus impensi, quantae christianorum caedes factae sunt.

    Rogat et obsecrat sacram maiestatem vestram serenissimus princeps meus, ut finem tandem caedium istarum, finem esse iubeat profundendi sanguinis christiani. Nam si quis erit, qui illustrem dominum Prussiae ducem armis vellet lacessere, intelligit sacra maiestas vestra nequaquam licitum fore serenissimo principi meo, ut cum omni ope sua non adiuvet, quem duplici nomine defendere est obstrictus cum quod subditus eius princeps tum quod sororis est filius. Quo quidem nomine, cum ne a vestra quidem sacra maiestate vestra alienus esse debeat, cum et illam attingere necessitudine videatur, aequum est, ut vel huius necessitudinis causa decretum hoc proscriptionis abrogari iubeat neque necessarium suum armis alicuius peti aut vim ei aliquam inferri patiatur. Id si provisum erit opera maiestatis vestrae, adeo studet paci et tranquillitati serenissimus princeps meus, adeo abhorret animus eius a christiani sanguinis profusione, ut haud aliter sit de hac illius erga se liberalitate interpretaturus quam si non vulgari aliquo a sacra maiestate vestra affectus esset beneficio, erga quam talem se vicissim praestabit ut non aliud quam amoris et benevolentiae cum illa certamen suscepturus atque in eo principatum semper sit appetiturus6.

    Declaravit hoc serenissimus princeps meus quam nihil ei una hac re sit et antiquius, ut omni ratione retinere posset amicitiam, quae cum sacra maiestate vestra ei summa est in motibus istis Hungaricis, in quibus qualem se gesserit erga serenissimum dominum fratrem sacrae maiestatis vestrae, quam nullum erga eum amicissimum hominis officium praetermiserit, mavult maiestatem vestram ex serenissimo domino fratre suo quam me commemorante cognoscere.

    ŠIllud etiam atquef etiam admonendam putavit sacram maiestatem vestram, ut una cum serenissimo domino fratre suo cumque iis, qui latus illius cingunt, reverendissimis et illustrissimis principibus afflicto et calamitoso summumque iam in periculum adducto regno Hungariae omni via, ratione, consilio prospiciant et cunctis imperii viribus atque opibus mature succurrant, cum enim sit hoc quasi propugnaculum quoddam et antemurale orbis totius christiani, si quid actum de eo esset. Si, quod procul Deus omen avertat, in christiani nominis hostium potestatem pervenisset, quis tandem foret, qui impetum eorum ferre, quive prohibere furorem eorum posset, quominus libere, quacumque vellent, in omnes christianorum provincias pervaderent et in quibuscumque vellent crudelitatem suam expromerent. Instet itaque nunc atque urgeat sacra maiestas vestra pro ea authoritate, quam in toto orbe christiano summam obtinet, ut fidei religionisque dissidia tollantur, ut privatae inimicitiae deponantur, ut odia intestina restringuantur atque in rixarum, irarum, contentionum locum ea, quae propria christianorum virtus esse debet, charitas succedat, ut reconciliata inter omnes gratia firmaque pace et concordia facta, cum unum corpus omnes, unus animus effecti fuerint, eveniet illud, quod est in scripturis, ut unus persequatur mille et computetur pro decem millibus. Nam quemadmodum varietas haec et disiunctio et opinionum et animorum magnas clades atque incredibiles calamitates rei publicae christianae invexit, ita non aliunde remedium his malis expectari potest quam ex unitate et concordia, qua etiam parvae res crescunt, ita ut discordia maximae dilabuntur.

    Dedit mihi praeterea in mandatis maiestas domini mei, ut reducerem sacrae maiestati vestrae in memoriam, quod cum proximo superiore anno per nuntium ad maiestatem vestram missum petitum esset ab illa tum serenissimi domini regis Poloniae quam serenissimae dominae reginae coniugis eius charissimae nomine, ut, quod ius habet serenissima domina regina in certis civitatibus ducatus Mediolanensis, de eo cognoscere maiestas vestra dignaretur, quo facilius ad id serenissima domina regina pervenire posset, sacra maiestas vestra benigne polliceri ac in aliud tempus rem differe dignata est. Rogat nunc serenissimus princeps meus, ut diem aliquem praefiniat, ad quem cum iuribus suis aliquem mittere possit, quo tandem aliquando ad suum pervenire queat7.

    «Nr. Š313 Eingabe des Gesandten Kg. Sigismunds I. von Polen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum  »

    Wien DOZA, Abt. Preußen 402/2, fol. 322r–323v (Kop.).

    Koniglicher durchleuchtigkeit uß Poln oratoris oder botschaft an die röm. ksl. Mt. anbringen:

    Allerdurchleuchtigster, großmechtigster, unuberwindtlichster keyser, allergnedigster her! etc.

    Als vor etlichen verschinen monaten des durchleuchtigsten konigs, meins gnedigsten herrens, gesandter orator, Bf. zu Culmen, von euerer ksl. Mt. widerumb anhaim komen und euerer ksl. Mt. erneuerung der vatterlichen eltern und uraneltern gemachten und uffgerichten bundtnußen zwischen euerer ksl. und irer kgl. Mt. mit sich bracht und sunst daneben irer koniglichen durchleuchtigkeit von euerer ksl. Mt. libe und geneigten guten willen vil angebracht und zu erkennen geben, hat ir Mt. uß solcher botschaft treffenliche und unusprechliche freud entpfangen, in sonderheit darumb und von deß wegen, das ir Mt. daruß vermerckt, das euere ksl. Mt., denen sie vormals gutwilliglich und mit sonderlichen verwantnußen zugethan gewessen, itzunder und hinfur mit eingegangenem und bewilligten bundtnuß verfast seynd, dan je ir kgl. Mt. khainen andern wissen, mit dem sie merer oder hoher in gutwilligkait zu sein und leben begern, als euere ksl. Mt. und dero brudern der röm. kgl. Mt., mit denen ir Mt. one das vilfeltig sich zum hochsten und statlichsten verfast und zugethun sein erkennen.

    Und dieweiln aber die kgl. Mt. fur gut angesehen, das die sachen, Preusen belangend, freuntlich in der guete zwischen kgl. Mt. in Poln und denjhenigen, so vom reich deßhalben darmit berechtiget zu sein vermainen, vertragen und hingelegt werden und demnach euere ksl. Mt., in namen des reichs solche gute zwischen den thailen furzunemen, der röm. kgl. Mt., irem bruder, uffgelegt und bevolhen, so thut ir Mt. von Poln solch underhandlung irs thails nit waigern, beger auch khaines andern underhandlers dan eben ir röm. kgl. Mt. als die ir Mt. anstat ihres vatters achten und vor augen halten, dern sie auch all ire sachen woll bevolhen seyn vertrauen.

    Darmit aber solch werck desto fuglicher und leychter furgenomen und zu ende gebracht werden moge, achten ir kgl. Mt. nottwendig sein, das die proceß des camergerichts und die ervolgte acht wider den durchleuchtigen Albrechten den eltern, Mgf. zu Brandenburg, Hg. in Preussen, seine verwanten, angehorigen und underthan mittlerzeit eingestelt und suspendirt werde, dan one das solche sachen und handlung nit furgenomen noch vertragen werden mogen. So konnte auch er, der herzog, solcher underhandlung und dem vertrag nit uswarten, weren auch dahaimen nit woll sicher und mochten durch sich Šselbs, seine reth oder anwelde an dem orth und ende, so die kgl. Mt. darzu ernen [sic!] wurd, nit erscheinen.

    Nachdem aber die sach an ir selbs hochwichtig und verworren und deshalben geraumpte, gute zeit der einstellung und suspension bedurftig, so hett hiebevor gedachter Bf. von Culmen drey jar gebetten, aber es haben euere ksl. Mt. des zur selbigen zeit abgeschlagen uß ursachen, das euere ksl. Mt. nit im reich werent. Jedoch haben euere ksl. Mt. sich in dem so gutwillig erbotten, das darus nit geringlich zu verhoffen, euere ksl. Mt. die wurden in dem irer kgl. Mt. wilfaren und dises uff dem reichstag inen bevolhen sein lassen. Hieruff der koniglichen durchleuchtigkeit bith an die ksl. Mt. uß sonderm vertrauen, das also zu erlangen, so doch ain solches on zweyfel in irer ksl. Mt. macht stunde und dero Mt. guten will und gemuet, hochstgedachtem konig dermassen in dem zu wilfaren, durch obernanten bischoff angezeigt were worden.

    Da die kgl. Mt. uß Poln die verbuntnuß zwischen der ksl. Mt. [...?] nit so hoch und groß achtet wie dan in warhait beschicht, so were ir desto minder und geringer angelegen, dises wercks halb sorgen zu tragen, darmit solche zwispalt zum furderlichsten beygelegt und vertragen wurden, uff das ir Mt. desto statlicher die ufgerichten, angenomnen freuntschaften und bundtnußen bevor groß halten mochten.

    So dan solche suspension und anstellung der acht durch die ksl. Mt. beschicht und vorlihen, wurt die kgl. Mt. in Poln solchen vertrag und gutliche vergleychung desto furderlichen ins werck richten und befurdern, dan je so verhofft ir Mt., das solcher vorzug nach gestalt dieser wichtigen, grosen sachen notwendig und darumb der ksl. Mt. umb so vieler gutwilligkait unbeschwerlichen. Das hinwider ist umb die ksl. Mt. die konigliche durchleuchtigkeit mit genaigtem willen zu vergleychen geflißen und erbitlich.

    «Nr.314 Werbung des Gesandten Kg. Sigismunds I. von Polen bei einzelnen Reichsständen – [Regensburg, 1541 Mitte Mai]1 »

    A  Krakau Bibl. Czart., Hs. 282, S. 676–677; ÜS S. 676: Absoluta legatione apud imperatoriam et Romanam regiam maiestates accedet ad principes, quos favere causae huic intellexerit, atque in hunc modum verba faciet.

    B  koll. Breslau Bibl. Ossol, Ms. II/179, fol. 88v–89v (Kop.); ÜS fol. 88v wie in A.

    C  Krakau Bibl. Czart., Hs. 278, S. 624–626 (Kop.); ÜS S. 624 wie in A.

    Sacra maiestas regia Poloniae, dominus meus clementissimus, illustrem dominationem vestram plurimum salvere iubet faustaque illi et fortunata a Deo precatur omnia tanquam affini suo carissimo.

    Non est clam illustrem dominationem vestram, quemadmodum a iudicio camerae imperialis proscriptus est illustris dominus Albertus dux Prussiae, qui Šcum et princeps vasallus sit serenissimi regis mei et sororis eius filius, quae facta est illi iniuria et contumelia, eam sibi ipsi factam sacra maiestas regia interpretatur. Quare et antea cum sacra imperatoria et catholica maiestate egit ea de re diligenter ac induci postulavit hoc proscriptionis decretum a non suis iudicibus latum et hoc tempore hac ipsa causa me misit. Ad omnes enim et legationes priores et litteras serenissimi principis mei non aliud responsum est ab imperatoria maiestate, quam quod in comitia imperialia totam causam reiceret. Quae cum adsint hoc tempore, rogat illustrem dominationem vestram serenissimus princeps meus, ut pro eo affinitatis vinculo, quo est tam ipsi sacrae maiestati regiae quam illustrissimo domino duci Prussiae coniuncta, operam suam interponere non gravetur, quo tandem abrogetur isti proscriptio. Si quid erit alicui negotii cum illustrissimo domino duce, quandoquidem in fide est serenissimi principis mei ac eius solius authoritatem agnoscit, ad maiestatem domini mei nomen eius deferat licebit. Curae futurum est, ut cuivis iuste querenti per eum satisfiat. Ceterum si quis vi potius et armis quam iure et iudicio cum illustrissimo domino duce aexperiri volet, is scire debet non cum solo domino duce–a, sed cum ipsa sacra maiestate regia sibi negotium futurum, cui et subditum principem et sororis filium deserere nequaquam liceret. Cum itaque intelligat illustris dominatio vestra multum ex eo ad rem publicam christianam incommodi redundaturum, si non fuerit abrogata ista proscriptio aut si, quas nonnulli minas iactant, permissa fuerit alicui potestas Prussiae terras invadendi, etiam atque etiam rogat illustrissimam dominationem vestram serenissimus princeps meus, ut, cum loco suo sententiam dixerit, suadere velit imperiali maiestati, in christiani nominis hostes arma converti iubeat potius, quam ut in sua christianis viscera saeviendi occasionem dari permittat. Fecerit illustrissima dominatio vestra pro christiani principis officio ac maiestatem domini mei sibi plurimum devinxerit2.

    «Nr.315 Supplikation des Deutschmeisters Walther von Cronberg an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Mai 17  »

    A  Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 195r–198v (Reinkonz.); AS fol. 195r: Copey, wie man [...?] den romischen konig umb furderung zu ersuchen der preussischen acht halben und ist hernachmals uff datum, hierinnen verleybt, ausgangen und antwurt wie hiebei befinden gefallen, 1541.

    B  koll. Wien DOZA, Abt. Preußen 396/2, fol. 342r–346v (Reinkonz.).

    ŠDie röm. ksl. Mt., mein allergnedigster herr, hat mir durch derselben verordnetten Freitags nach dem Sonntag Judica [1541 April 8] lassen furhalten, was irer Mt. die kgl. Wd. von Poln der acht halben, darein hievor Mgf. Albrecht von Brandenburg, abgefalner hoemeister von meinem orden, so sich nennt Hg. in Preussen, sambt der landschaft am kaiserlichen cammergericht mit urtheil und recht erclert, geschrieben und gebeten, dieselben aus angetzeigten, vermeinten und unentheblichen ursachen uffzuheben, das auch ir Mt. gedachten Mgf. Albrechten uff sein sambt anderen potentaten etwa vielveltig, ungestum anhalten zu diesem reichstag vergleitet, das dann ir Mt. aus bewegenden ursachen und bevor mir und meynem orden zu gnaden und guetem gethann und das ir Mt. ain solchs an Kff., Ff. und stende des reichs, iren ratt darinnen zu erholen, wurde lassen gelangen und mir das, mich meins ordens notturft nach darnach wissen zu richten, nit wollen bergen. Hieruber hat mich aber verrer angelangt1, das vor wenig tagen kgl. Wd. von Poln potschaft alhie ankhommen, die an die ksl. Mt. abermalls amit dapferm ernst–a uffhebung obangeregter acht halben muntlich werbung gethannb.

    Nun hat sich euer röm. kgl. Mt. allergnedigst zu erinnern, das jungst gehaltens reichstags alhie zu Regensburg durch kgl. Wd. von Poln oratorn gleichmessig ansuchen und von mir warhaftiger gegenbericht, wie euere kgl. Mt. ab beyliegender abschrift hat zu vernemen, gescheen und hierumb bißalheer underplieben. Euer Mt. hat auch auß hohem, koniglichem verstandt leichtlich zu ermessen, solt vielgerurtem ansuchen (das ich doch zu Gott nit verhoff, auch der röm. ksl. Mt. in gar kain weg getrau) nochmals stattgegeben werden, das solchs anders nichts dann fur ein corroberation Mgf. Albrechtts geubten handlung und thatt geachtet und zu den ursachen, in vorgemeltem bericht Šangezogen, auch ksl. Mt. cassation des zwischen Poln und den marggraffen (darvon euere kgl. Mt. hiebey auch eyn abtruckh zukombt) uffgerichten vertrags sambt ksl. Mt. belehenung, mir gescheen, und auch daß ir ksl. Mt. in euerer kgl. Mt. gegenwertigkait mir uff mein demutigs anbryngen und beclagen durch mein herrn, Hg. Friderichen Pfgf. etc. c verschienes reichstags zu Augspurgk–c hat lassen antworten, das sie solche sach irer Mt. eigen sach sein lassen wolt, und ainem sonderlichen schreiben, meynem nechsten vorfarn seligen auß Hispanien anno etc. 26 aigentlich gethan, und das mich auch demnach dieselbyg zu rechtvertigung derselben an ir ksl. Mt. cammergericht nach rathe der Kff., Ff. und stende ddes reichs vorgmelts reichstags–d gewießen und mandat under irm eigen handzeichen vermog beygesands abtrucks sambt neben den stenden einer beyschrift an das cammergericht, inen die sach bevolhen sein zu lassen und uff mein anhalten furderlich zu procediern, dem dann von mir gehorsamblich gelebt.

    eUnd irer ksl. Mt. und des hl. reichs ordnungen und abschieden–e zuwider were, was auch woll fur weiterung und eyngrieff, geschwigen an andern orten und enden im reich, besonderlichf in meins ordens land Leifflannd zusambt den funf erz- und bistumben darin gelegen, so der kaiserlichen und euerer kgl. Mt. und dem reich one mitel underworfen, daraus besorglich entsteen und sie fur beschwerdt und mißtrost darob empfahen und fur sich selbs oder ander zu abschneydung gund fur- oder–g bekhommung derselben lande zu handeln und furtzunemen dardurch angereytzet werden mochten, nit allein zu vermynderung Gottes dienst und außtilgung meins ordens, sonder auch zu abbruch des hl. röm. reichs teutscher nationn und eynreissung der anstossenden, lestigen Reussenn und anderer unglaubigen und gleicherweyß der kaiserlichen und euer selbst Mtt. nider erblanden, die dann in viel weg ire treffenliche narung und nutzbarkeit daraus bryngen.

    Und ich hnun hochlich besorg, euer röm. kgl. Mt. mocht uffhebung halben vermelter acht allgereydt auch gleichmessig angesucht sein oder noch werden–h und sich inun euere kgl. Mt.–i bißalheer yederzeit gegen mir und meynem orden jals ein loblicher, cristlicher, gerechter romischer konig demselben zu bester erhaltung–j mit allen gnaden ertzeigt und furbaß zu thun in guter, Šallerunderthenigsten vertrostung byn, so khab euer kgl. Mt. ich solchs nit konnen verhalten, diemuetiglich bittendt, dieselbig–k wolle wie bißalheer den fueßstapfen irer vorfarn, romischer kaiser und konigen, vestiglich anhangen und aller angezeigte meins ordens recht, gerechtigkaiten, ursachen und billiche bewegnussen zu koniglichem gemuet ziehen und mich und mein orden als desselben sambt ksl. Mt. obristen vogt, schutzer und schyrmer bevolhen haben lund ein solchs weder willigen noch darzu einiche furderung thun, sonder, ob uff ungestym anhalten bißalheer etwas beschehen, das wie dieselben nach gewonlicher ir koniglichen miltigkeyt fueglich anzuschicken und zu thun wol wissen, darmit meinem orden und sonst daraus nit verderblicher nachteyl und unrathe erwachßt, widerruffen und abthun–l, auch irer Mt. verordnetten potschaft im reichsrathe, mdarwider und uff mein zimblich gegenbitt wilfarlich zu stymmen, ufflegen, in bedacht obangeregter und woll noch merer ursachen, so hye eingefurt werden mochten–m.

    Das umb euere kgl. Mt. begere ich zur belonung, wolfart, ehr und rhum, so die von Gott und den menschen gewertig, in aller underthenigkait gehorsamblich, wie dann mein vorfarn, ich und mein orden bißalheer verhoffenlich nit anderst befunden worden und noch erbietlich sein, zu verdienen. Dann wo solcher abschlag nit gescheen solt, so acht ich nichts gewissers, dann das es sein wurde ein gentzliche ufflosung und außtilgung meins ordens und auch nit eyn gerynger stoß gemeyner geistlicheit teutscher nation, dartzu ich ksl. und eur Mtt. bißalheer gantz ungeneigt erkhennt und des euer kgl. Mt. allergnedigst schriftlich antwort2. Datum Regenspurg, Dinstags nach dem Sontag Cantate anno etc. 41.

    «Nr. Š316 Supplikation Kf. Joachims II. von Brandenburg und einiger Fürsten1 an den Kaiser, die Acht gegen Hg. Albrecht von Preußen betreffend – Regensburg, [1541 Mai 25]2 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 38r–41v (Kop.); DV fol. 41v: Supplikation, damit etzliche chur- und fursten des reichs an ksl. Mt. des Hg. von Preussenn halben gelangt, 1541 Regennspurg.

    B  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. C, fol. 6r–9v (Kop.); DV fol. 9v: Supplication der acht halben, ksl. Mt. uffm reichstage zu Regenspurg durch churfursten und fursten den 25. May ubergeben anno etc. 1541. Teutzsch und lateinisch3.

    C  koll. Nürnberg StA, Ansbacher RTA 19, fol. 194r–196r (Kop.).

    Alß unlangst die verschienen jhar, euer ksl. Mt. camergericht uff ungestumes und emsiges anregen des Deutzschen Ordens den hochgebornen fursten, unsern freuntlichen, lieben vedtern, brudern, oheimen, schwager und freunde, H. Albrechtenn Mgf. zue Brandenburgk in Preussenn etc. Hg. etc. von wegen der veranderten religionn und entpfangenen lehenschaft vorgeladen und damhalen iren L., desselben orths zu erscheynen, von dem durchleuchtigen und großmechtigen fursten Sigmunden Kg. zu Polenn etc. ernste inhibitionn und verbietung bescheen, dardurch ire L., ire unschult vorzuwenden, behindert und also mit derselben underthanen in die acht gebracht und declarirt worden, welches gleichwol iren L. etwas hochbeschwerlich vorgefallen. Demnach anher und zue dieser stunde die religionsachen entlichen nie definiret oder ausgetragen worden, sondern durch euer ksl. Mt., daß derselben bequeme maß und mittel gegeben, vielfeltiger emsiger, vaterlicher und hochster vleiß angewant und noch Šangekeret wirdet und deßhalben euer ksl. Mt. diesen vor augen schwebenden reichstag ausgeschrieben und im werck stehet, es auch zue dem offentlich am tag, bekantlich und meniglich bewust, dieweil ire L. die lehen bey kgl. Wd. zue Polenn, wie doch von etzlichen irer vorfahren bescheen, nicht suchen noch annehmen wöllen, was sorg, gefhar, beschwerung und undergang ire L. deßhalben ein lange zeit zusampt iren underthanen in blut und feur (hiefor unerhorterweise in der christenheit) ertragen, sich zum eussersten aufgehalten, geschutzt und, sovil moglich, gewehret, aber mit den iren von meniglichen verlassen, bey niemant im hl. reich, auch sonsten auf all irer L. suchen, bitten und flehen einichen trosta, hulf ader entsetzung erlangen mogen, die underthanen dergleichen erschreckenden verderbenß und undergangs nicht ferner gewertig sein wöllen oder können, in irer L. eusersten vermögen nicht gestanden, sich one entsetzung und hulf eines solchen gewaltigen königs und vheindes auftzuhalten, derhalben die lande kgl. Wd. zu Polenn entlich in iren handen und besten on einichen trost gestanden, auch iren kgl. Wd. und den landen freygewesen (dieweil irer kgl. Wd. der orden, der dieselb ire kgl. Wd., den unglaubigen wiederstand zu leisten, in alwege gehindert, und auß vielen andern bewegenden ursachen des orts nichts ferner leidlich), ires gefallenß undeutzsche oder andere oberkeiten dahin zu verordnen, auch den underthanen, fridlich oberkeit zu suchen, freygestanden, die auch derwegen ire L. ufs höchst ersucht und angelangt, sie und das lant nicht zu verlassen, sonder, alß die neben iren underthanen in schwebendem kriege mit leibsgefhar und ungesparter darsetzung alles vermogens ein lange zeit sietzen mussen, bey ihnen zue pleiben, und also bey kgl. Wd. zue Polenn gestanden ires gefallens frid zu nehmen und zu geben. Demnach ir L. durch dringenlich noth und drangsal, auch emsiges ersuchen der beschwerten underthanen dahin getzwungen, daß sie sampt iren underthanen den friden, wie ihnen kgl. Wd. zu Polen gegeben, annehmen mussen.

    Daß aber euer röm. ksl. Mt. ire L. uf ansuchen und furderung etzlicher irer Mt. rethe anher allergnedigst bescheiden und vergleitet4, thun wir unß gegen euer ksl. Mt. solcher allergnedigsten ertzeigung in aller underthenigkeit bedancken, trugen auch keynen zweiffel, were iren L. auß ferne der wege, sorg der unglaubigen einfhal, mißtrauen irer benachbarten und andern ursachen ymer möglich gewesen, euere ksl. Mt. alhie zu erreichen, ire L. wurden solchem allerunderthenigst nachgesetzt haben. So aberb ire L. dringenlich und durch unmeidliche obligen behindert, seint wir auch hofflicher und tröstlicher zuversicht, euer ksl. Mt. werden solchs aussenpleibenß ire L. allergnedigst entschuldigt nehmen. Und mögen gleichwol, ire L. bey euer röm. ksl. Mt. Šallerunderthenigstes zuerbietenc, auß angeborner lieb, treue, freuntschaft und plutsverwentnus nicht underlassen, gelanget demnach an euer ksl. Mt. unser allerunderthenigst bith, euer röm. ksl. Mt. alß der hochberumpte liebhaber fridenß, ruhe und eynigkeit geruchen in allergnedigster betrachtung, wes vielfeltiger, getreuen und scheinbarlicher dinst, auch mit vergiessung ires bluts, darsetzung ires leibs und lebenß das hauß zue Brandenburgk euer ksl. Mt. vorfarn am hl. reich, euer Mt. und dem hochlöblichen hause zu Osterreich allwege geleistet und ertzeigt, ire L. dieser unser allerunderthenigsten vorbith allergnedigst und erschießlich erfinden zu lassen, auß keiserlicher macht und hoheit die obbemelte acht, sovil des euer ksl. Mt. ymer thunlich, allergnedigst abzuschaffen, ire L. in allem gnedigsten bevelh zu haben und die einsehung thun, damit diese ding in ruhe und fridlichem wesen erhalten, auch dordurch den unglaubigen sovil statlicher wiederstandt möge geleist werden.

    Dann zudeme, so einiche executionn auf die publicirte acht ergehen und erfolgen solte, were auch dieselbe unß, auch andern stenden zu ertragen vhastd unmuglich, angesehen, daß wir, auch die andern stende der cronn zue Polen dermassen benachbart, haben dahin iren handel, wandel und hantirung, daß sie zu allem mentzslichem [sic!] underhalt auch nicht einige stunde bemelts konigreichs entraten können oder mögen, wöllen geschweigen, was euerer ksl. Mt. selbst und iren erblanden doran gelegen, dann, so kgl. Wd. zu Polenn auftzuhalten, zu arrestirn oder, die lande zu schliessen, einich ursach gegeben, so musten diese lande an fleisch, getreidisch und anderer noturft, derer man sich teglich derselben arte erholt, des schadens wiederumb gewertig seyn, der unß und den unsern, auch den andern stenden unwiederbringenlich, untreglich, wir auch viel lieber einen gewaltigen krig und durchtzugk von unsern vheinden mit den unsern wölten gewertig sein.

    Dieweil aber euer ksl. Mt. unß alß iren gehorsamen chur- und fursten, auch den andern stenden im hl. reich nicht minder auß keyserlicher hoheit, guet und miltigkeit dann dem Deutzschenn Orden tzugethann und in alwegen, den gemeinen mehr dan einzlicher personen nutz vortzusetzen, geneigt, mogen wir auch nicht glauben, daß euer ksl. Mt. umb nutz allein des Deutschen Ordenß alß eines standes so vil chur- und fursten, auch andere stende im hl. reich mit den iren verderb und undergangk zusehenf oder nachhengen, auch die geferliche kegenwher gegeng gemeynen vheinden der christenheit zu irren gestaten werden, sondern sich vielmehr hierinnen allergnedigst ertzeigen5.

    «Nr. Š317 Supplikation des Deutschmeisters Walther von Cronberg an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juni 4 »

    A  Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 205r–211r; AS fol. 205r: Supplicatio ahn die röm. ksl. Mt., vom H. Walthern hoch- und teutschmaistern aufm reichstag zu Regenspurg ubergeben, den a4. Juny–a anno 1541.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Kop.); DV: Erste supplication des teuzschenmeisters pro executione der preuschen acht uff dem reichstag zu Regensburgk im 1541. fur sich selbst ubergeben1.

    C  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Kop., lat. Fassung von B); DV v. a. Hd.: Nota: Mit dem herrn cantzlern zu reden.

    Euer röm. ksl. Mt. tregt unzweifelich noch in guter gedechtnus, wie ich jungstverschienens reichstags zu Augspurg euerer röm. ksl. und auch der kgl. Mt., Kff., Ff. und stenden des hl. reichs mit geburlicher reverentz hab furbracht, wie Mgf. Albrecht von Brandenburg uff weylund Ks. Maximilians allerhochloblichster gedechtnus und anderer seiner freundtschaft begern und bitt in meinen orden mit geburlicher eydtsverpflichtung entpfangen und hernachmals zu hochmeis Šter erkhorn und abermals mit vorgeenden pflichten und eyden, auch neben verbundnus und verschreibung weilund Mgf. Friderichs und Mgf. Casimirs, seins vatters und bruders seligen, wie dann das von des orts seinen vorfaren loblich uff ine khomen, meinen orden, desselben verwanten, underthanen und lande bey iren freyheyten, rechten und gerechtigkeyt[en] bleiben zu lassen, zu schutzen, zu schirmen und zu handthaben, alles Got zu seinem lob und preiß, auch der röm. ksl. Mt. und seiner freundtschaft zu gehorsam, ehren, gefallen und gutem und umb erhaltung willen mer fridens zwischen der cron Poln und meinem orden bzu hochmaister erkorn und uffgenommen worden sey–b, wie auch, mein an dem teutschmeisterthumb und des meisters zu Liffland beide jungste vorfarn seligen hindangesetzt, das gedachter Mgf. Albrecht des verschienen 1520. jars nit allein, wie ime dann geburt, one rath, wissen und willen jetz gemelter beider unser vorfaren, sonder, unangesehen ernstlichs beschehens ersuchens und ermanens mit anzeyg allerlei hochen beschwerden, so darauß erfliessen mochten, fur sich selbs ein zweifeligen krieg wider die cron Poln furgenomen, zu mehrer beschutzung meins ordens und desselben landt und leuth in Preussen, auch minder nit euerer ksl. und auch der kgl. Mt. und dem hl. reich, auch hohem und nidern adel und ritterschaft teutscher nation dann meinem orden zu gutem ime ein merckliche hilfc gethan, aber das er des alles unbeherzigt und darzu, das er euerer ksl. Mt. und dem hl. reich von Gots und natur, auch sonderlicher verpflichtung wegen als ein geborner furst des reichs und hochmeister meins ordens euer ksl. Mt. zugehorig und underworfen und uber geburlich warnung wider willen und verhengnus berurter meins ordens meister, gebietiger und anderer gehorsamen seiner religion und ordenspflicht, glubt, eyd und verwantnus zu schmach, abbruch und verletzung mercklichs gotsdiensts, auch euerer ksl. und der kgl. Mt., dem hl. reich und benantem adel under dem deckel und schein des fridens und heyligen evangeliumbs demselben zuentgegen, seiner seelen zu beschwerden und eygennutzigem vortheyl, mein orden und desselben habit, sovil an ime gewesen, von sich gelegt und desselben land Preussen mit seinen zu- und eingehorden in weltlicheyt und als ein furstenthumb des hl. reichs, dannocht, uber das er hiebevor euerer ksl. Mt. stathalter und regiment uff dem gehalten reichstag zu Nurmbergd uff sein emsig bitt zu einem fursten des reichs uffgenomen, bei den reichsstenden zu geburlicher session im reichsrath gelassen, der er sich gebrauchte und furstlich zugesagt, euerer Mt. und dem reich getreu und hold zu sein, entfrembdt und Poln, one das er einich herrschaft, recht noch gerechtigkeyt daran nit gehabt oder auch noch hette, vermeinlich und nichtiglich uffgetragen, zu einem herzogthumb gemacht, dergestalt, das der Kg. Švon Poln ime und seinem bruder Mgf. Georgen und weilund Casimirn und Johansen und derselben leibslehenserben solchs zu lehen leyhen und, so die alle one leibslehenserben abgiengen, alßdann und nit ehe sollt solch land an die cron Poln gelangen und fallen, mit angehefter underthenigster bitt, solchs alles zu cassirn und mir meins ordens landt Preussen mit sein zugehorden zu verleihen und darzu zu verhelfen, wie dann von euerer ksl. Mt. angeregte cassationf und belehenung geschehen und mir iren keyserlichen gebotsbrief an gedachten Mgf. Albrechten bey peen euerer Mt. und des reichs acht mitgetheylt, mir gerurter land gentzlich abzutreten und mit ledigzelung aller verpflichtung der verwanten einzuantworten und zuzustellen, mit anhangender ladung, wo er des nit schuldig zu sein vermeint, uff ein benanten tag am keyserlichen camergericht zu erscheinen und das in recht furzuwenden, und demnach zusampt Kff., Ff. und stenden des reichs, im fall gedachter abgefallener hochmeister vorgemeltem euerer ksl. Mt. [gebot] nit gehorsam sein wurde, dahin zu recht gewisen, dem allem ich gehorsamlich nachgevolgt.

    Und wiewol gemelter Mgf. Albrecht ungehorsamlich aussenblieben, vilgemelt euerer ksl. Mt. camergericht ine nunmehr vor neun und die landschaft zu Preussen vor funf jarn mit urtheyl und recht in euerer ksl. Mt. und des hl. reichs acht erkhannt und ercklert und executorial daruber außgeen und ich die in den landen zu Preussen und sonst hin und wider im hl. reich und furnemlich in den stetten und landen daran stossendt hab lassen offentlich verkhunden, so hat doch sollichs alles bisher nit one schmach und verachtung euerer ksl. Mt. und des reichs hocheyt, geringen [sic!] nachteyl meins ordens und des adels teutscher nation wenig verfangen.

    Und ich nun in betrachtung, das gerurt erkhantnus gantz schlecht furtreglich, so dieselbig nit volnstreckt werden sollt, euere ksl. Mt. uff jungst gehaltem reichstag alhie, darnach in Hispanien und kurzlich zum andern mal in dero nidern erblanden darumb hab gantz demutiglich und vleissiglich ersuchen und bitten lassen und fur mich und den meister von Leiffland und unser verwanten erbotten, all unser vermugen darbei zu setzen, mich auch euere ksl. Mt. deswegen hievor uff gehaltem tag zu Hagenaw und jetzt alheer zu diesem reichstag gewiesen, so ist nochmals mein underthenigst bitt, dieselben wolle aus obangezeygten und andern billich bewegenden ursachen irer selbs hocheyt und reputation nach und auch zu widerbringung des hl. reichs und meins ordens rechten und gerechtigkeyten mir und demselben meinem orden mit ferrer, gnediger, wircklicher execution und hilf erscheinen, darbei sampt dem meister zu Leifflandt all unser vermogen zu setzen, uns nochmals, wie vor mehrmals geschehen, erbietendtg, fur eins2.

    ŠZum andern, wie ich euerer ksl. Mt. in Hispanien und auch in dero erblanden schriftlich und durch werbend bottschaft vergangener zeit meins herrns des Kf. zu Sachssen gwaltigen eingriffs, abnemung und verstossung meins ordens heuser mit iren zu- und eingehorden mit namen zu Aldenburg, Plawen, Schletz, Reichenbach, Adorff, Weimar, Danutsch und Danzdorff und, das mir von ime uber mein mehrmals erfordern zu recht, als sich vermog des hl. reichs ordnung geburt, das geweigert und anders und weiters dann er sich erbotten, mit mir deßwegen fur fursten seiner religion furzukhomen, auch an euerer ksl. Mt. camergericht nit wollen antworten, mit furderlicher anzeyg: Als Mittwuchen nach Conceptionis Marie anno 37 [1537 Dezember 12] gemelter churfurst meins ordens haus zu Aldenburgk, so von weiland euerer Mt. vorfarn am reich Ks. Heinrichen dem sechsten loblicher gedechtnus demselben gegeben, durch seine verordenten eingenomen und da die brief daruber besagendt nit daselbst befunden, wiewol er den dazumal comenthur H. Anthonien von Harstall darinnen gelassen, so hab er ine doch thon verstricken, das er dem von Wallenfells anstatt des churfursten mit handgebenden treuen angloben und zusagen mussen, seinen besten und hochsten vleiß anzukern und furzuwenden, auf das alle privilegien und briefliche urkhundt der fundation und donation, auch kauf, widerkhauf, zinß- und erbebrief und register, dem haus Aldenburgk gehorig, bynnen monatsfrist dahin verschafft wurden, auch nichts zu verschicken noch zu vereußern und von sich niemandts nichts zu reychen oder zu geben biß uff verrern bescheid, das hernach im 39. jar von genantem H. Anthonien auß bewegnus gerurter verschickung und zu erhaltung gnedigs willens dem churfursten 3.000 fl., die zu verpensionirn, zugestellt, welche er inhalt seiner bekhantnus [zu verwarnus] lassen annemen, des anhangs, nachdem er, comenthur, sein erbieten noch mehr geldts zu antworten willens, sobald dis geschehe, solt ime uber die ganz summam ein verschreibung under seinem anhangenden insigel zugestellt werden, das aber uber vilfeltig ansuchen bisalheer verblieben, ime auch, das uberig gelt einzubringen, nit verholfen, sonder ine Dinstags nach Lucie obgemelts 39. jars [1539 Dezember 16] gar ausstossen und ime, was seiner person als cleider und anders, bißalheer verhalten lassen und hieruber Ludwig Klupeln von Elcherhausen, so commenthur meins ordens zu Tanutsch Šgewesen und sich vermeinlich verehelicht, ein theyl desselben haus, rechten und einkhomens (wie ich bericht werde) zu lehen verliehen.

    Zum dritten, das ich euer ksl. Mt. obberurter zeit und enden auch in aller underthenigkeyt anzeygt, nachdem weilund Hg. Georg von Sachssen seliger gedechtnus mit todt verschieden und sein verlassen landschaft an mein herrn Hg. Heinrichen von Sachssen khomen, were ich allgereydt verstendigt, das er hett gebotten, das man furbashin niemandts das heylig, hochwirdig sacrament des althars anderst dann in beiderlei gestalt wolt geben, des alles halben ich hochlich besorgt und darab neme, das dem ander beschwerlich weiterung nachvolgen wurde und das gegen meins ordens heusern, in seinem land gelegen, mit namen Griffsteet, [Zchwezen?], Zischillen, Liebstat, Liesten und andere sampt iren rechten, zu- und eingehorden auch unleidlichs mocht furgenomen werden und hierumb umb fursehung in aller underthenigkeyt gebetten, darauf euere ksl. Mt. demselben geschriben und mit ernst bevolhen, mich, meins ordens underthanen und verwanten an obgedachten unsern heusern, rechten und gerechtigkeyten mit neuerungen oder in andere weg nit beschwern, darwider gemelter Hg. Heinrich euerer Mt. under anderm geantwort, das er ein cristliche reformation und ordnung furgenomen und in dem nichts anders gethan, dann sovil cristlich, gotlich und ehrlich und sich seins gewissens halben schuldig hett erkhent und gegen Got, auch einem gotlichen[...?] euerer ksl. Mt. und meniglichem verhoffte zu verantworten und das er meins ordens heuser noch auch kein geistlich guter sonst zu sich ge[zogen].

    hDarauf wolle euere ksl. Mt. in allen gnaden vermercken, das mich kurzlich hernach angelangt, das er gerurter visitation und reformation nach visitatores verordent mit bevelch, fursehung zu thun, das die pfarrer und ander kirchendiener mit geburlicher underhaltung bedacht, und an meins ordens comenthur [benanter?] heuser begert, verschienens Vincula Petri [1540 August 1] zu Dreßden zu erscheinen und ime alles meins ordens einkhomens, es sey an gutern, zinsen und andern nutzungen in schrieften zu uberantworten und, wiewol ich seiner L. dargegen schriftlich gnugsam ursach anzeygt, warumb solchs nit sein sollt, und gebetten, darumb mein orden mit bemelter neuerung aller ding unbeschwerdt zu lassen, auch zudem ein [keyserliches mandat?] bei euerer ksl. Mt. camergericht mit urtheyl und recht erhalten, in dem ime bei vermeydung der peen, in euerer Mt. und des reichs landfrieden begriffen, ernstlich geboten, durch sich selbs oder andere gegen den landcomenthur, stathalter und auch comenthur der heuser Zeschillen, Czwetzken, Liebstat, Noylstatt und Griffsteeht sampt iren zugehorigen underthanen und verwandten, auch dero zu- und eingehorige guter wider gemeine und sondere recht, ordnungen, sazungen, landfriden und abschieden und sonderlich vorgemelte meins ordens erlangte und bestettigte–h freyheiten, exemption, begnadungen, schutz, schi[rm] und heerbringen mit solchen oder dergleichen neuerungen und eingriffen, auch Šdarauß besorgten, gwaltigen handlungen gentzlich unangesehen und unbeschwerdt, sonder umb alle angemaßte spruch, forderung und gerechtigkeyt, des ich mich meniglichem [...?] erboten, bleiben zu lassen.

    Das aber, solchs alles unangesehen, die angerurten vermeinten visitatores in meins ordens heusern mit 18 pferden einkhomen seind und alle [ding?] gemelter vermeinter ordnung und reformation nach in desselben kirchen irs [willens?] und gefallens angestellt und geschafft, darzu mein comenthur zu Zeschillen uff obgemeltem tag, so von Dreßden gegn Leyptzig verruckt, dermaß geenstigt, das er seins hauß rechnung von sich geben, und wurdt noch gegen andern meins ordens comenthurn darauf bestanden, daraus fleußt, das sich etlich priester meins ordens bewerben und wollen nunmehr anderst versehen und gehalten sein dan mit alter heerkhomen. Es haben auch benante visitatores von meins ordens gutern, so zu den pfarren oder pfrunden nie gehort, den pfarrern, predicanten und kirchendienern beschwerlich competenz geschopft und furnemlich von meins ordens haus Griffsteht einen treffenlichen theyl darzu uber allen guten bericht thetlich eingenomen, also wo es darbey besteen und das einkhomen dermaß schwinden und das außgeben teglich zunemen, der schutz auch so gering, wie er dann vor augen ist, bleiben sollt, das es ein entlich außreytung meins ordens der ende wurd gebern.

    Zum vierdten, das am 18. May des verschienen 39. jars mein heer Lgf. Philips von Hessen die heyligen, loblichen, canonisirten furstin und von Hungern gebornen konigin (welche uber die 300 jar lang in meins ordens kirchen zu Marpurg loblich und zierlich in einem schönen sarch gelegen) leib und heylthum (auß dem schein, wie furgeben, abgotterey darmit zu verhuten) von dannen und zu seinen handen uber und wider vilfeltig handlung und bitten des landcomenthurs meins ordens doselbst mit der that genomen und das er sich auch darzu fur und fur underfieng, bemelten landcomenthur und meins ordens heuser zu Marpburg und anderswo in seinem land gelegen mit allerley neuerungen und beschwerden zu belasten3, das alles dann mich als das haupt Šmeins ordens auß schuldigkeyt billich bewegt, solchs euer ksl. Mt. und nach Got in dieser sachen mein zuflucht, auch meins ordens ersten stifter, obersten vogt, schutzer, schirmer und versprecher in aller underthenigkeyt cleglich anzuzeygen und demutiglich zu bitten, solch mein clag zu keyserlichem gemuth zu furen und, darmit ich und mein orden an gemelten abgenomen heusern mit iren zu- und eingehorden von dem Kf. von Sachssen restituirt, deßgleichen das durch Lgf. Philipsen von Hessen Sant Elisabethen leib oder heylthumb in iren sarch widerumb erlegt oder je euerer ksl. Mt. oder mir zugestellt wurde und das er und Hg. Heinrich von Sachssen mich und mein orden und desselben personen, underthanen und verwanten bei alter, cristlicher religion und meins ordens heusern mit iren rechten, zu- und eingehorten, in iren landen gelegen, furbaß aller ding geruwiglich und mit neuerung unbeschwerdt liessen bleiben, keyserlich einsehens zu haben und ernstlich zu verschaffen, ebenmessig, wie oben hieheer gewisen worden, so hab ich sollichs alles auß betranglicher, hoher not.

    Und auß schuldiger pflicht kan ich ferrer euerer ksl. Mt. nit unangezeygt lassen, das die statt Bern meinem orden und desselben balley Ellsass zwey stattliche heuser mit namen Camtz und Sonißwald vergangner jaren gewaltiglich hat abgenomen und4 uber vilfeltig gepflegen ersuchen dero widerzustellung, erstattung oder gutlich oder rechtlich handlung und außtrag mogen erlangen.

    Deßgleichen halten die von Lucern mir und gedachtem landcomenthur und orden auch ein haus innen und wer genant Altishofen und dann die sieben orth in Schweiz der altden religion ingmein, auch das haus [Hitzkilch?], der letsten zweier halben gedachter landtcomenthur verschienens Johannes Baptiste [1540 Juni 24] gegn Baden im Ergaw vertagt, mir aber noch unwissendt, was ime fur antwort und abschid gefallen wurdet.

    Dem allem nach ist wider wie vormals mein allerunderthenigst, hochvleissig bitt, euere ksl. Mt. wolle bei hochgedachtem churfursten und auch Hg. Heinrichen von Sachssen, Lgf. Philipssen von Hessen, der statt Bern und den bemelten sieben orten und auch sonderlich denen von Lucern, so sie, gemelter heuser abzutreten, verschienes tags nit gewilligt haben werden, wie ichs dann euerer Mt. ferrer furderlich anzeygen will, mir und meinem orden die obangeregten abgenomen heuser mit iren zu- und eingehorden sampt allem interesse und Šcosten und scheden wider zuzestellen und abzulegen, bei Lgf. Philipsen den leib und heylthumb St. Elisabeth in iren sarch wider zu antworten oder je mir das von ordens wegen zu ubergeben und das jetz gedachter landgraff und auch Hg. Heinrich von Sachssen ir furgefaßte neuerung und beschwerden uffheben und mich und mein orden und desselben personen damit weiter nit beladen und in argem und ungutem nichts furnemen nach gewarten, sondern bey alter, christlicher religion und meins ordens freyheyten, rechten und gerechtigkeyten, wie dann euere Mt. hie allen stenden des reichs zu thun gebotten, geruwiglich bleiben zu lassen und darbei zu schutzen, schirmen und handtfesten auß craft euerer Mt. keyserlichen oberkeyt, hocheyt und ampts wegen in betrachtung gotlicher, naturlicher und gesatzter rechten, aller erbar- und billichkeyt keyserlich einsehens zu haben, ernstlich verschaffen und verhelfen und sich hierinnen Got zu seinem lob und preiß, euerer ksl. Mt. zu ehrn und rhom und mir und meinem orden, auch dem hohen und nidern adel teutscher nation zu erhaltung gnaden, gutem und wolfart allergnedigst keyserlich beweysen, das begere umb dieselben euere ksl. Mt. ich sampt den glidern meins ordens mit unsern schuldigen diensten allzeit alles vermugens in [allerunderthenigster] gehorsam ungesparts vleiß zu verdienen und des euerer ksl. Mt. drostlich antwort in aller underthenigkeyt bittendt.

    «Nr.318 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1541 Juni 16 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 781–795 (Kop.); ÜS pag. 781: An Christoffen von Kreytzen, den 16. Juny; AV pag. 795: Princeps audivit legere, praesentatibus, homeister, burggraffen, cantzlern und Erharden.

    B  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), fol. 11r–19v (Konz.).

    Später Eingang seiner Briefe vom 30. April und 16. Mai. Verzicht auf deren Beantwortung, weil er darin weitere Informationen ankündigt, und, weil die daten vast alth, in der Erwartung weiterer Schreiben. Vermercken auch, das mitlerweil allerley verenderung in den hendeln sich wol (welchs unsers ermessens nicht widderzuprengen) zugetragen mocht haben, sein aber alles, wes indes vorgelauffen, bey dem Schurstaben, den du dorumb lauts deines schreibens verharren lest, gewertigk. Wie wir nhun alle uberschigkte vortzeichnus angehorth, dieselben auch hin und here bewogen, lassen wir uns den letzten rathschlagk, wes, durch unsere herren vetter, brüder sampt etzlichen andern unsern wolhertzigen verwandten und stenden an röm. ksl. Mt., unsern gnedigsten herren, der acht halben gelangen zu lassen, beredt und fur guth angesehen worden, am besten gefallen, befinden dorinnen irer L., desgleichen derselben verordenten rethe freuntlichen und getreuen vleis, darfür du dan von unsertwegen in meliori forma allerseyts gepurliche und genedige danksagung thun wollest.

    ŠUnd wiewol mancherlei bewegung in solcher handlung vorgefallen und viel verenderung sich zugetragen, pringt uns doch in dem allen dieses das hochste nachdencken: Ob es schoen [= schon], als wir es nicht anderst verstehen, von iren L. und den andern aus einem freuntlichen, guthem, wolgedachtem und wolmeynendem gemuth hergeflossen, das in der entschuldigung, so bey hochgedachter ksl. Mt., auch dem H. Granfella, unsers aussenbleibens und sunst umb unsertwillen vorzuwenden, unser hochster glimpf und bester behelf, nemblichen, wes uns gegen kgl. Mt. zu Polan etc., unserm genedigen herren und freuntlichen lieben ohemen, unserer ehren, eydes- und lehenspflicht halben vorstehet und zu thun gepurth, mit stielschweigen ubergangen, so es doch in der vertreulichen untherredung, zwuschen dem von Lunden und unserm rathe Eustachio von Schlieben etc. beschehen, von seiner L. schigkerlich bedacht ist worden, trostlicher hofnung, hochgemelte ksl. Mt., auch andere werden aus irem hohem, weithsehendem verstanth zu ermessen haben, das solchs nicht die geringste ursach unsers nicht-erscheinens sein und uns, ob in dem ethwas vorsehen, dasselbig zu keinem ungehorsam ader einigem ungliempf deuten. Und ist unser begern und bevelch, wan furter mher verhandelth, das jo in allen entschuldigungen die lehenspflicht gegen Polan in kein vorgessen gestelth, sonder alwegen und furnemblich bedacht werde. Dan du als der vorstendige zu erachten, soldt die eidts- und lehenspfliecht unangetzogen pleiben und solchs an kgl. Mt. zu Polan gelangen, wes uns des bey irer Mt. fur gnade, gliempf und guts willens geperen mocht, und niempt uns nicht wenigk wunder, warumb unser lieber bruder, Mgf. Georg etc., die lehen bey ksl. Mt. Preussen halben zu suchen sich unterstehet, so doch seine L. solche zuvorn von kgl. Mt. zu Polan etc. zu lehen empfangen. Besorgen hirumb, seine L. mochten irgentz bey seiner Mt. einen schimpf einlegen. Aber dieses wher unser getreuer, freuntlicher, bruderlicher rathe, wan die hendel durch vorleihung gotlicher gnaden, wie wir trostlichen verhoffen und den almechtigen vleissigk dorumb bitten, zu begertem, glugkseligem ende verricht, das ksl. Mt. ins undertheinigst angelangt, eine keiserliche, genedige und ersprißliche vorbette bey kgl. Mt. zu Polan etc. zu thun, uf das vormittelst derselben bith ire Mt. mit konniglicher gonst zuliß, das die marggraffen, so nicht die lehen der landt Preussen halben hetten, in gesampte lehen kommen mochten.

    Und nachdem wir dir in vorigen unsern schrieften, den ernvesten unsern besondern, lieben Wolffen von Uttenhofen in unsern hendeln zu geprauchen, auferlegt, wir ime auch derhalben geschrieben, darauf er sich gantz undertheinig und, unser sachen seines hochsten verstandts und vermogens zu furdern, erpotten, vermercken wir, das er dannocht in gehaltenen rathschlegen nicht gewesen und haben des, warumb er nicht darzu getzogen, bedencken, ob es gescheft ader anderer beweglichen beifelle halben nachplieben. Demnach unser meynung, du wollest in alwegen, es hette dan sonderliche bedencken, der wir nicht wissen oder verstendigt, seines raths geprauchen und nicht ausschlagen, dan wir inen in unsern hendeln fur aufrichtigk, getreu und nutzlich achten.

    ŠRöm. ksl. Mt. raths und secretarien Johan Obernburgers uf das muntlich anbringen und entschuldigung, unsers halben beschehen, gegebene antworth lassen wir seines werts beruhen und mussens dem lieben Got bevelhen. Das ime aber das paternoster und elentsclohen [= Elchsklauen] aus bedencklichen ursachen unannemblich gewesen, gleichwol sich desselben bedanck, ist ime von uns nicht geschencks- odder verdinensweiß, sonder das wir durch unsern diener Hadrian von Resen bericht sein worden, das Obernburger solchs von uns begere, auch umb des leibs notturft, dem wir gern dienen, geschigkt worden. Dieweil es nhun disse gestalth, sein wir auch damit zufriden, das du solch paternoster mit dir widerumb hireinprengst oder imants anders, do du es fur nutzlich und angeneme achtest, damit vorehren thust etc.

    Das sich aber der H. Granuella etc. in seiner gegeben antworth also freuntlich und furdersam vernemen hat lassen, auch sich erbotten, ist uns erfreulich zu horen gewesen. Wollens auch umb sein L. gerne verdienen und versehen uns noch entlichen zu seiner L., dieselb werden unser aussenpleiben aus angetzogenen, notturftigen bewegnussen, ob es wol von unsern herren freunden, vettern und wolmeynenden aussengelassen, nicht ubel deuten, sonder bey sich freuntlichen entschuldigt haben, nichtsminder bey röm. ksl. Mt. im besten entschuldigen helfen. Und wiewol die stadt Goslar und andere auch in der acht gewesen, ist doch dieselben suspendirth und dermassen von ksl. Mt. eingesehen worden, das derhalben kein zerruttung oder unfride entstanden. Zudem seind vor der zeith die von Dantzigk auf kgl. Mt. zu Polan etc. genedige furderung bey weilunth Ks. Maximilian hochloblicher gedechtnus ane zulaß und bewilligung des reichs aus der acht, wie villeichts mith ytztbemelten von Goslar auch beschehen sein mag, kommen, achten wir, das es mit uns gleichfals auch erheblich und ksl. Mt. (dieweil ytzunder nichtsminder villerlei und wol so wichtige und ansehenliche ursachen als immer zur selben zeith gewesen) nicht unthunlich sein solte. Zweiffeln demnach nicht, unsere herren vetter, bruder sampt den andern unsern wolmeynenden verwanthen werden vermöge der erbeynigung und unserm hohen vertrauen unther den reichsstenden des untherpaueth haben, es gelange unser handel an dieselben odder nicht, das dannocht die guthertzigen das thun, welchs inen unverweyslich, auch uns zu frommen gereichen, damit einmalh diesem handel gerathen werden und zu guther entschaft gelangen möcht, angesehen, wes gleichwol der cristenheith an diesem orth gelegen und von dohere derselben gedienth khann werden.

    So wir dann oben berurthen H. Granuelle ytzunder bey unserm diener, dem Rauthern, auf anregung Hadrians von Resen etlich geweihe ubersendt, woe nhun seine L. dieselben neben dem paternoster annhemen thut, hett es sein maß und ist uns hoch mith in anmerckung, das wir seiner L. solche geweihe und paternoster nicht zu eynem geschencke geben, sonder alleinth zu eynem freuntlichen gedechtnus uberreichen lassen. Wo aber sein L. die geweihe und paternoster beschwerlich odder einig bedencken anzunhemen, hast du dieselben neben dem paternoster mit dir widderumb hireinzuprengen.

    ŠMit unserm freuntlichen, geliebten brudern, H. Georgen, Mgf. zu Brandenburgk, tragen wir von wegen seiner L. widderwertigkeith, betrubnus, schwachheit und unbequemigkeith, so derselben durch unser beider jungen vettern, Mgf. Albrechten, villeichts durch anleittung etlicher boshertzigen begegneth und zugefugt, sonderlich aber, das in seine L. mit der rechnung vast harth gedrungen, desgleichen, ein solche stadtliche somma gelts zu erstatten, begerth ader, gleiche theilung in der Schlesienn zu haben, vermeinth, tragen wir ein bruderlichs mitleiden. Wolten seiner L. nhun irem loblichen alter vielmher ein bessers und alle ruige bequemigkeit im regimenth und sonsten hertzlich gonnen und verwunderth uns nicht wenigk, nachdem wir zuvorn von gedachtem unserm lieben brudern, Mgf. Georgen etc., wes weilunth Mgf. Casimiro loblicher gedechtnuß seine L. an hungarischem silberwerck ubersandt, nichtsminder an der paurschatzung, welche unsers wissens noch unberechnet zugangen, und solt nhun allererst ein solche somma gelts geforderth werden, und wollen uns versehen, seine L. werden sich nhunmher, des du dan derselben als vor dich vertreulichen und in der geheimb anzuzeigen, gegen unserm jungen vettern mit dem testamenth und in ander felle der gelegenheith ir selbst und iren erben zum besten wol wissen zu halten.

    Das aber nhun erkanth, wie das procuratoriumb, welchs zuvorn von seiner L. und andern fur untzimblich und schedlich geacht, gantz nutzlich, auch man darzu geneigt were, das es vortgesetzt wurde, horen wir gerne, dan es in warheyt von uns der gantzen herschaft Brandenburgk zu wolfarth und keinem vorfangk, wie es von etlichen gedeuth, gemeinth und noch, wes zu friedt, einigkeith und gedey dinlich, zu furdern, mit hertzen begirigk. Haben uns derhalben ohne rhumb auf seiner L. begern keiner rayß beschwerth. Wes wir aber ider zeit, bevorab jungst zu Franckfurth fur fruchtbars und nutzlichs gehandelth, nichtsminder welchergestalt unser treuhertzig, bruderlich gutbeduncken angenomen, tragen seine L., wir und unsere liebe, getreue diener guth wissenschaft und werden seine L. ungetzweiffelth aus unserm schreiben, so wir an dieselb gethan, nichtsminder in den hendeln genungsam verstanden haben, wes uns verhinderliche, unvorbeigehenliche ursachen, das wir nicht auf das zugefertigte keiserliche gleith auf dem reichstagk personlichen erscheinen, abhalten, und verhoffen, seine L. sollen damit zu verhuettung allerlei besorglicher geferligkeith zufriden sein1. Und wiewol auf dismal und auf ytzigem reichstagk die bruder Šliche zusamenkonft aus angetzogenen bedencken nicht zulangen het konnen, so mag es doch hernachmals durch schigkung des almechtigen in der Schlesien adder Preussen (wie dan seine L. uns und die unseren freuntlichen zu besuchen in ehe zeitten bruderliche verwenung gethan, wir auch desselben nochmals von hertzen begirigk) odder sonst in der nehe, do dann seine L. mit weniger gefhar weder wir raysen mogen, beschehen, doselbst wir auch, unbeschwert zu erscheinen, gewogen. Daneben, wes wir aus verleihung gotlicher gnaden rathen, dienen und furdern imer konnen, solle an unserm vleis, guten willen, verstanth und vermogenheyt nichts mangeln. Solchs hettest du seiner L. auch zu vermelden.

    Dieweil du weitter antzeigest, das die handlung mit empfahung der gesampten lehen des haus Brandenburgk auf dismal vorgebenlich aus dem, das es algereith von dem Kf. zu Brandenburgk etc. vortgestelth, als hat es, woe Mgf. Albrecht etc. die lehen nicht empfahet, sein maß. Wo aber das vorgenommen, hettest du unserm vorigen auferlegtem bevelch nachzughenn und hast uns mit dem uberschigken, wes in der religionsachen noch zur zeit verhandelt, zu danck nemendem gefallen gethan; und sol dasjenige, dorumb du bitten thust, wol in geheimb bey uns pleiben, damit es uns und dir konftigk in dem und andern dergleichen fellen kein nachteil adder schiempf geperen solle. Soll dem Prediger Mag. Eisleben für seine Dienstbereitschaft danken und das mitgeschickte Paternoster aus Bernstein überreichen. Und wiewol wir wissen, das du an moglichem vleis, wes in der religionsachen und sonsten vorlauft, zu erkundigen und uns zutzuschreiben nicht nachlest, so wollest uns doch zu erkennen geben, nachdem du Šin deinem schreiben eigener handt und an unsern cantzlern, deinen brudern gethan, vermeldest, das die protestirenden stende heftigk zu rath gegangen, auch wol darauf gestanden, das der reichstagk geschwindt zcergehen het sollen, wes dannacht die ursachen, wo die zu erfaren gewesen, darumb die evangelischen also zu rath gangen und solche zerruttung des reichstagks daraus ervolgen hett sollen.

    Als du in deinem schreiben ferner bitten thust, wan auf die vorgeschlagene wege, mittel und furbette der churfursten und wolmeinender stende bey ksl. Mt. nichts fruchtbarlichs ausgericht, auch weder fride noch anstanth (als doch deinem antzaigen nach) anderst zu verschaffen (welchs der liebe Gott mit gnaden zu verleihen geruhe) erhalten, dich genediglichen zu vorstendigen, wes man sich alsdan in allen fellen zu halten und ob man sich auch in ethwas uff mittel wie und welchergestalth einlassen solte, koenth, mochte ader nicht, dem solt also nach deinem geringen verstanth und gepflegtem rathe underthenige, gehorsame volge beschehen etc., warauf wissen wir uns nicht anderst zu erinnern, weder das dir derselben zuvorn zum theil entdeckt, und lassen uns in unserm einfeltigem verstanth beduncken, das dieses das furtreglichste und nutzlichste sein solte, das die vorschleg von inen an dich gereichen thetten, darauf du dich alsdann weitter zu vernemen lassen, und, so in der untherhandlung von furschlegen gereth und solche an dich gelangeten, das du dich vernemen list, wie du von uns, einige vorschlege zu thun, vielweniger ichtes, das yemants an seiner gerechtigkeit und jurisdiction zu einigem vorfangk gereichen möcht, zuvoraus der kgl. Mt. zu Polen zu nachteil zu handeln, keinen bevelh oder instruction, sonder thest in alwegen auf ksl. Mt. genedige, leidliche vorschlege warten. Aber du hielts aus deinem eigenem scimpeln [sic!] bewegen als der getreue diner und fur dich selbst, welcher je gern fride gestieft und erhalten sehe, darfur, so von furschlegen gehandelt solt werden, das es zuvorn bey kgl. Mt. zu Polan als dem lehenherren und nicht fstl. Dt. zu Preussen etc. beschehen must.

    Doch hastu mith berurthem Eustachio von Schlieben dich auf solche wege, das sie volgendes von ime ader dem Kf. zu Brandenburgk zum werck gebracht worden, zu underreden, nemblich, das wir dem reich einen dinst thetten und das die dinst von dissen landen Preussen dem hl. röm. reich widder gemeiner cristenheit erbvheindt, den Turcken, zu guth beschehen konten, desgleichen ein somma gelts, sovil zimblich und in unserm vermogen, aber aufs allerhochste bis in die 100.000 fl., wie ethwan von H. Jheronimo Lasky verruckter zeyt gegen hungarischer und behemischer kgl. Mt. gedacht, vorgeschlagen worden, wiewol du sorg trugest, das kgl. Mt. zu Polan zu einer somma gelts und, ir wol anererbte gerechtigkeith zu kauffen, schwerlichen zu vermogen sein werde, derhalben auf linderung zu dencken. Zum dritten, dieweil oben bestimpter von Schlieben etc. vor der zeyt, wie er sich dan des verhofflich wol zu erinnern wirdt wissen, die gesampte lehen mit dem gantzen haus Brandenburgk von wegen der landt Preussen vorgeschlagen und des gegen uns gedacht, so hettest du ime Šund sonst nimants in hohem vertrauen solchs seinem herren als fur sich selbst seiner L. und der sachen zu guth antzutzaigen, dasselbig zu gemuth zu fhuren und verfordern zu helfen, das das gantze haus Brandenburgk, damit solchs umb sovil dest erheblicher, auch ethwas darbey thett.

    Item, damit ksl. Mt. und die reichsstende umbso vil dest mher, die acht abzuthun lassen, einzulaitten, das ein ider Hg. in Preussen etc. das lehen von kgl. Mt. zu Polan, die cron Polan aber vom reich, wo nith durch sich selbst, doch durch den Hg. aus Preussen von ksl. Mt. empfangen lisse, wo aber kein Mgf. und Hg. in Preussen mher where verhanden, das desselben letzte tochter mit dem landt Preussen als ein mitgift begnadigt wurde. Dardurch mocht die acht unsers verhoffens gar abgethan und ewiger fride erhalten werden. Doch hast du von solchen mitteln mit niemants dan mit Stachio, das er sie vorschlug, und doch in alwegen mit disser angeheften protestation, das du des keinen bevelch, instruction adder wissenschaft, wie oben ertzelt, von uns hettest, sonder fur dich selbst aus treuhertziger, guther wolmeynung anhoren und dorzu reden thettest, und soldt einem idern an seinem ius, gerechtigkeyt und jurisdiction unvergreiflichen, auch das es furnemblich alles mit kgl. Mt. zu Polan etc. vorwissen und belieben beschehen, dorzu volgendes weittere beredung, auch aufschurtzung der hendel folgen musten. Wan nhu solche hendel vorlieffen und die mittel vorgeschlagen, so must du mit vorgehender bedingung aufs genauest, doch unvorbindlich handeln, wie du dem allem mit der guthertzigen rath und gutbeduncken zu thun wirst wissen. In alleweg aber wollest je darauf acht haben, das unser eyd, ehr und glimpf gegen kgl. Mt. und der cron Polan wol erwogen und dawidder nicht gehandelt werde, es sey in sunlichen handlung ader sunst, wie unser vertrauen, du thun werdest, zu dir ist.

    Letztlichen, das der polnische, konnigliche gesandte sich vast pucherlich und trotzig in seinen werbungen mit worten und geperden ertzeigt und vernemen lassen, also, das röm. ksl. Mt. kein gros gefallen darob haben soll etc., derhalben du im zveiffel, ob solchs der sachen hoch furtreglich etc.2, konnen wir bey Šuns nicht finden, das es der sachen in anmerckung derselben notturft sehr nachteillig sein solle. Und nachdem es wol darauf stehen khan, das wir von ksl. Mt. auf den reichstagk personlich, wiewol uns dasselbig aus allerley bewegenden ursachen gantz ungelegen, erforderth werden mochten, wo nhun das beschehe und in rathe befunden, das wir ziehen solten, so wollest daran sein, das wir und die unsern mit dem gleith wol und nach notturft versorgt, bevorab der clausel, das wir sampt mithabenden personen im aus- und eintziehen biß an unser gewarsam genungsamlich sonder ausdruckung einer bestimpten zeyt oder tege gesichert weren, nicht vorgessen und dir sonst unsere hendel mith treuem vleis, wie wir an deiner person nicht zveiffeln thun wirdest, treulichen bevolhen sein lassen. [...]. Datum Konnigspergk ut supra3.

    «Nr.319 Rede des Gesandten Kg. Sigismunds I. von Polen vor Kg. Ferdinand – [Regensburg, 1541 nach Juni 21/vor Juli 2]1 »

    A  Krakau Bibl. Czart., Hs. 282, S. 678–681 (Kop.); ÜS S. 678: Ad serenissimum dominum Ferdinandum Romanorum, Hungariae et Bohemiae regem legatio eidem Stanislao Macieowski data2.

    ŠB  koll. Breslau Bibl. Ossol., Ms. II/179, fol. 89v–91r; ÜS fol. 89v: Ad Ferdinandum regem Romanorum legatio data eidem Stanislao Macegewski.

    C  koll. Krakau Bibl. Czart., Hs. 278, S. 626–630; ÜS S. 626: Ad serenissimum dominum Ferdinandum Romanorum, Hungariae et Bohemiae regem legatio eidem Stanislao Maciejowski data.

    Sacra maiestas regia serenissimus princeps et dominus meus, dominus Sigismundus Dei gratia rex Poloniae, sacram maiestatem vestram salvere iubet plurimum atque a Deo illi fausta omnia et felicia precatur.

    Persuadet sibi serenissimus princeps et dominus meus satis se iam probasse sacrae maiestati vestrae integritatem et sinceritatem animi sui tot legatis ad sacram maiestatem vestram missis, ex quibus planum illi factum est, quae acta sunt per serenissimum dominum meum ea omnia optima fide acta esse neque aliud unquam optasse maiestatem domini mei, quam ut vestra maiestas regno Hungariae potiretur, ad serenissimam dominam reginam ea pervenirent, quae ex pacto illi ac filio illius illustrissimo debentur, ac, quo magis declararet studium suum erga maiestatem vestram, serenissimus princeps meus hoc quoque renuntiari fecit sacrae maiestati vestrae, si non posset ea tam cito pactis satisfacere, dummodo se intra tempus non longum satis esse facturam caveret. Interea vero serenissimae filiae honestis conditionibus, quas illi accipere visum esset, provideret daturum operam maiestatem domini mei, ut omnino voti sui sacra maiestas vestra compos efficeretur. Quod quidem quo facilius praestari posset, viam etiam et rationem sacrae maiestati vestrae indicavit, qua posset Buda ceterisque civitatibus potiri, ac legatum suum unum ex regni proceribus ad sacram maiestatem vestram misit, per quem profectum esse iam aliquid confidit, cum ei summam potestatem dederit de rebus omnibus, quod expedire visum esset statuendi. Cum itaque satis iam clara dederit documenta egregiae voluntatis et non mediocris studii sui erga sacram maiestatem vestram, non dubitat, quin, quem animum perspexerit in se maiestatis illius, eundem ipsa sit erga illam vicissim declaratura, hoc praesertim tempore, quo me internuntio gravibus de rebus sacram imperatoriam et catholicam maiestatem petere decrevit.

    Anni enim iam aliquot intercesserunt, cum a iudicio camerae imperialis proscriptus est illustrissimus dominus Albertus dux Prussiae, cui duplici nomine obstrictus est serenissimus princeps meus, quod et subditus princeps et sororis est filius. Egit aliquoties serenissimus princeps meus et per internuntios et per litteras tam cum imperatoria quam cum vestra quoque regia maiestate de inducenda proscriptione hac, in comitiorum tempus causa fuit semper reiecta. Vestra autem sacra maiestas scriptis ad serenissimum principem meum litteris de sua illi voluntate prolixe fuit pollicita seque operam hac in re suam libenter interposituram recepit. Quo quidem nomine agit serenissimus princeps meus Šsacrae maiestati vestrae ingentes gratias ac rogat, ut quam suam voluntatem ad maiestatem eius tam liberaliter detulit, ut eam nunc ad rem conferre dignetur atque omni ratione sacrae imperatoriae et catholicae maiestati persuadere velit, ut sententiam hanc proscriptionis a non suis iudicibus latam rescindat. Satis iam satis christiani sanguinis profusum est terrarum istarum Prussiae causa, quae cum ad liberos sacrae maiestatis vestrae perventurae sint. Quis enim est alius serenissimi domini mei filius, serenissimus dominus Sigismundus, rex Poloniae, quam filius sacrae maiestatis vestrae, cum sit una caro, unum corpus cum serenissima filia maiestatis vestrae. Aequum est itaque, ut paterno suo officio providere velit, ne quid ad liberos, ne quid ad nepotes maiestatis vestrae incommodi perveniat. Ab illis enim esset fortasse restinguendum, si, quod absit, aliquod fuerit in Prussiae terris incendium excitatum. Contendat itaque sacra maiestas vestra pro ea authoritate, qua est, atque operam suam apud sacram imperatoriam maiestatem interponat, quo liberis suis quietem nunc et tranquillitatem pariat neque eos periculoso aliquo negotio implicari patiatur3.

    Una eademque hac re cum paterno suo officio fecerit satis tum serenissimum principem meum sibi plurimum praeterea devinxerit, cuius maiestas petit a Šmaiestate vestra, ut quibus de rebus serenissima domina Bona regina, coniunx eius carissima, domina mea clementissima, sacram maiestatem vestram rogare statuit, in iis facilem illi se et benignam praebere dignetur. Est autem haec serenissimae dominae meae, dominae Bonae reginae petitio, quandoquidem cum et per nuntios et per litteras sacram imperatoriam maiestatem petiisset, ut cognoscere dignaretur de iure, quod habet maiestas eius in ducatu Mediolanensi, nominatim vero in Cremonensi civitate et Tortonensi, maiestas imperatoria benigne quidem semper respondit, sed cognitioni diem nullum praestituit, ut agat sacra maiestas vestra cum maiestate illius, quo tandem aliquando diem perfiniat, ad quem mittere suos possit serenissima domina mea, qui de iure, quod habet, imperatoriam maiestatem doceant. Plurimum debebit sacrae maiestati vestrae serenissima domina mea, si id illius opera fuerit effectum.

    «Nr.320 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 23/24 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf., teilw. chiffr.1).

    Entsprechend seinem letzten Schreiben an den Herzog hat er, Rauttern an eure fstl. Gn. zu fertigen, nicht lenger ufhalten wollen und gebe euren fstl. Gn. zu erkennen, als der polnische gesandte bei dem H. Granuella umb antwort vergangener tage widerumb angehalten, das ehr diesen bescheidt erlangt, wenn er mit dem Inhalt des beiliegenden Zettels zufrieden wäre, wolt man inen daruf abfertigen etc., warmit ehr auch fur sein person wol ersettigt, auch geneigt und willens gewesen, wan ehr gleich nurt uf ein solche maß beantwort wurde, daruf seinen abschiedt zu nemen. Weil es aber fur kein antwort mag vermerckt werden, hab ich so vil bei ime angehalten und inen vermocht, das ehr mit mir zu Mgf. Georgen gangen, seiner fstl. Gn. raths hierinnen zu phlegen und zu geprauchen. Also seindt bei seinen fstl. Gn. derselben cantzler, der von Schlieben, der gesandte und ich vergangens Sonstags [1541 Juni 19] beisamen gewest und ist fur gut angesehen worden, das, nachdem die sache an die reichsstende, wie aus dem zedtel zu vermercken, gelangen musse und soll, dahin es auch ksl. Mt. zuvor alwege verschoben, der konigliche gesandte sich bearbeite, sollicitire und anhalte, das solchs furderlich geschee und ehr einer entlichen antwort, kgl. Mt. einzubringen, erwarte, der zuversicht, wan es on [= an] die stende gereich, mochte derselben mehrertheils erbieten noch der handel so weit gefurdert werden, das v[ie]l ehe dann sonst ein fruchtbare antwort zu verhoffen, in sonderheit, dieweil röm. kgl. [Mt.] hie einkhommen wurdt, deren Gegenwart wohl hilfreich sein werde, weshalb der Gesandte darauf Šwarten solle. Der Gesandte hat sich darauf zwar nicht einlassen wollen, unter anderem, weil ein ksl. Kommissar ihm erklärt habe, warum sich der König und andere hohe Häupter der Acht so sehr annähmen, dan es wher bei ksl. Mt. und undter inen der geringste, denen einiche acht gar nichts oder jhe gantz wenig anföchte etc., des sich dann der gesante gefallen lest, auch wie obgemelt dest geneigter gewesen, sich uf den gegebenen bescheidt, in dem zedtel verfast, von hinnen zu verfuegen, so ist ehr doch uff hochgenants meins gnädigen herren Mgf. Georgen und anderer anhalten, derselben roth und gutbeduncken nochzukhommen, gewilligt, wie ehr dan auch daruff bei dem Granuella und dem von Brod [= Praet] wider angesucht und die vertrostung erlangt, allen vleis bei ksl. Mt. furzuwenden, damit ehr ins erste moglich ein begerte antwort erlangen moge etc.

    Aber daneben stehen die gelerten noch daruf wie vor, das die acht nicht abgethan, sonder allein wol uf ein zeit ufgehoben konne werden, und sagen, es sey ein ding, wie wen ein hase im pfeffer, der konne, wan ehr hinneinbracht, nicht wider herauskhommen etc. Und obwol furgewendt, das die konigliche inhibition eurer fstl. Gn. uff des camergerichts ladung nicht-erscheinung halben dieselbe entschuldigen thu, so meint man doch, euren fstl. Gn. hette dagegen ire exception declenatorie [sic!] furzuwenden geburt, derwegen ich auch gefragt worden, wes ich fur rothschlege oder fhelle, hierzu dienstlich, von euren fstl. Gn. hette. Als ich mich aber dero kheine konnen vernemen lassen, liessen sie sich beduncken, eurer fstl. Gn. nodturft where, das sich die lengst dieser dinge bei rechtsvorstendigen erkundiget und mit wolgegründten rothschlegen (dest besser alhie im fhal der nodt den leuten zu begegnen) gefast gemacht hetten, und obwol eure fstl. Gn. mir allerley gegenwurf, [die] auch vast mehrer theils ins kurzte in der ubergebenen supplication verfast sein, zugeschrieben und uberschicket, so hält man sie doch zur Widerlegung des Kammergerichts für ungeeignet. Er, Kreytzen, versteht die Dinge zu wenig. Doch wirdt an arbeit und vleis nichts gespart, desgleichen andere vorstendige und gelerte leute genugsam ersucht. Es reth aber ein ider das sein, wie oben vormelt etc. Der tröstlichen hofnung aber, dieweil sich ksl. Mt. so gnediglichen erbotten, auch churfursten und fursten, in der supplication benent, sich eurer fstl. Gn. angenomen, auch mer andere fursten und stende derhalben ersuecht worden und noch, die sich auch zu furdern helfen erbotten, durch den gesandten und sonst angehalten, so steht zu hoffen, wenn die Sache den Ständen vorgebracht wird, es solle one fruchtbare antwort nicht abgehen, und wo jhe die acht nicht gar abgethann khan werden, doch ufs wenigste uf ein benante zeit ufgehoben, zudeme das eure fstl. Gn. in den gemeinen friedestandt, den man zu verfassen und ufzurichten verhofft, gezogen sollen werden.

    Und ist neben dem durch hochgenanten meinen gnädigen herrn Mgf. Georgen und die andern herren fur gut angesehen, wo durch der stende furderung oder auch gleich bei inen selbst nichts erhalten, das alsdann nichtsdestweniger ksl. Mt. durch den gesandten ersucht sol werden, sein ksl. Mt. wolte ir keyserlich Šgemuhe [sic!] nicht endern, sonder ir erbieten gegen kgl. Mt. zu Polen und eure fstl. Gn., damit dieselben khein unfreuntlichen willen spuren noch eure fstl. Gn. einiche gefhar sich vermuten und besorgen darften, in freuntschaft und gnaden vortsetzen und darinne beharrig sein und pleiben etc. Dardurch meinen die herren, wann nurt so vil erhalten, sollte der Herzog nichts zu fürchten haben. Dieweil dan nu röm. kgl. Mt. am nechsten Dinstage alhie ankhomt, soll es an weitter[n] [er]suchen und anhalten des [orts auch] nichts mang[eln].

    〈Wie saur [oder unfreunt]lich sich auch Mgf. Albrecht der Junger vermercken lest〉, hab ich dennocht nicht umbgehen wollen, ine eurer fstl. Gn. sachen halben zu ersuchen, waruf ehr mir vormelt, ehr hette eurer fstl. Gn. sache im Nyderlandt gerne gefurdert, wolt es ouch vil meh hie thun und ime die als sein eigene sache, in ansehung, das ehr mit euer fstl. Gn. eines standes, herkommens und plutsvorwandter where, lassen bevolhen sein, auch die bei röm. kgl. Mt. und den peirischen fursten, sovil moglich, verfurdern helfen etc., mit weitterm, hohen erbieten, die peirischen fursten dahin zu vermogen, wo sie jhe nicht furdern wolten, das sie auch nichts hindern solten etc. Und wher gantz geneigt, euren fstl. Gn. mit gantzem seinem vermogen zu dienen etc.

    Eure fstl. Gn. haben aus jungstem schreiben gnediglichen eingenomen, wie weit sich domals die 〈denische handlung〉 erstreckt und das ich disfals von 〈Uttenhofen〉 weitters berichts, euren fstl. Gn. zuzeschreiben, gewertig gewesen. Daruf fug ich euren fstl. Gn. undertheniglichen wissendt, das ich sampt Georgen, wo nicht alzeit semptlich, doch sonderlich die gesandten vielmals besucht und ufn dienst gewart, bei 〈Uttenhofen〉 und den andern mit vleiß angeregt, euren fstl. Gn. die ergangene handlung und abschiede zuzeschreiben, damit eure fstl. Gn. sich grundes derselben zu ersehen und 〈Kg. von Denmarck iderzeit〉 iren 〈rath〉 dest besser mitzutheilen hetten. Sie haben sich aber des geweigert und angezeigt, es wolte inen noch zur zeit nicht geburen, aber 〈Denmarck〉 wurde nicht underlassen, euren fstl. Gn. solche handlung uff ir ankhunft schriftlichen zu entdecken. Derwegen von inen, sonderlich 〈Uttenhofen〉 mehr nicht vormercken mogen, dan wie [vo]rmals geschrieben, das man 〈uffzugliche handlung〉 und, wie [sie sich] duncken lassen, 〈betrieglich〉 mit inen furnemen wolle[n], [al]so, das nach vorgehender erzelung der Gründe für das Vorgehen Kg. Friedrichs gegen Kg. Christian, item, nach beschener widerlegung der auflag, als solt man 〈Kg. Christienn uber gegeben gleit〉 gefenglich eingenomen haben, item, das man von diesem theil 〈Kg. Christierns tochter〉 fur naturliche erben angezogen und von derwegen an land und leuten forderung zu haben vormeint, deßgleichen in 〈Kg. Christierns erledigung〉 gedrungen, wie dasselbig alles von den gesandten abgeleynt und, wes der articul mehr nach ergangener handlung, adeßgleichen wie 〈keiser〉 bewilligt, das 〈der Hg. von Holstein Kg. zu〉 Denmark sein solt–a, zu itziger 〈kgl. Wd. zu Denmark〉 entschuldigung, gliempf und recht angezogen und Šerzelt, sich die gesandten uff beide wege wedder der obgemelten erbschaft noch der 〈erledigung〉 halben in nichts einlossen wollen, ist letzlich 〈uf ein anstanth biß auf〉 Omnium sanctorum [1541 November 1] gehandelt und beschlossen. Aber ehe es so weyt khommen, 〈haben die keiserischen〉 den gesandten funf monat 〈zum anstanth〉 furgeschlogen, dieser gestalt, das zwene monaten, dieweil der reichtsag wehrete und folgendts nach ausgang des reichstags drey monat 〈zum anstanth solten verfast sein〉, welchs die gesandten 〈als fur ein betrugk bei sich erachtet und den anstanth〉 dermassen zurtrent nicht annemen oder einreumen noch den reichstag darinnen benent wissen wollen, sonder uff ein benante zeit und beraumung entlich gehandelt und bestanden, wie oben erzeltermassen erhalten etc.2

    Und als ich weitter gefragt, ob auch eure fstl. Gn. 〈mit eingetzogen were〉, sagen sie, das dieser 〈anstanth dem jerigen niderlendischen fridestanth〉, darin eure fstl. Gn. auch begriffen, nicht ungemeß.[... ... ...?] seyn. Dies hat er zusammen mit Georg erfahren können, das Übrige wird der Herzog von 〈Denmarken〉 gewertig sein. Hieneben vornim ich aber buf mein weitter anhalten von den gesandten–b wol so vil, das der handel dahin gericht sein soll, dieweil von 〈Denmarken〉 wegen ire anforderung, so sie zu 〈Burgundien〉 dienstsgelts, bunds und geleister hulf halben cund sonst vermog brief und sigel, die sie, die gesandten, auch uffgelegt–c haben, uff vierzig mal 100.000 fl. gestelt, gerechent und angezogen, darumb 〈keiser〉 sich mit 〈Denmarcken〉 zu vertragen dieser gestalt nicht ungeneigt vermerckt, das dieselb dahin trachten und bestrebt sind, wie sie 〈Pfgf.〉 Friderich zufrieden stellen und desselben gerecht[same] zu sich bringen und erlangen mochte, alsdann dohin zu handeln, das die anforderung beiderseits zugleich ufgehoben. Dieweil aber 〈Pfaltz〉 dieses orts zu volstreckung solcher handlung 〈zu nohe und im wege〉, mochte daran vorhinderung furfallen, derwegen dsich 〈keyser〉 hie nicht konne einlassen, auch darumb–d dieser 〈anstanth〉 so kurz angestelt und weittere handlung aus bemelten ursachen vorplieben, das man meint, hernochmals und mitlerzeit dieses 〈anstants〉 vernere tagleistung solle beraumt, damit dest fueglicher diese handlung 〈hinder Pfaltz〉 moge furgenomen und vorrichtet werden, den, so man mit 〈Burgundien〉 nicht vertragen und in unwillen stehen solte, wurden des 〈dye Niderlender, als die keinen krig dulden〉 wollen und sich befharen, das inen die 〈stedt, im stift Utricht gelegen, dardurch abfelligk〉 gemocht werden mochten, uff 〈keiser und Burgundien〉 nicht wol zufrieden und inen unleidlich sein. So man aber auch mit 〈Burgundien〉 gleich vertragen, wolt dennocht inen 〈nicht zu vertrauen sein〉, darumb auch 〈Denmarken〉, 〈Frankreich und Gulch〉 in freuntschaft 〈und vereinigung verpintlich sich einzulassen〉, wie ich Švorstee, willens sein soll etc. Über dies alles hat sich der Herzog, [un]vermerckt dieser schrift oder meiner person,bei 〈Denmarken〉 weiter zu erkundigen.

    [Uttenhofen] hat ihm auch etwas, davon ehr [euren fstl. Gn.] [...?] geschrieben, in hochstem vertrauen angezeigt, aber verbotten, euren fstl. Gn. itzt davon nichts zu schreiben, sonder bei mir in geheim zu behalten, biß ich zu euren fstl. Gn. khomme, alsdan derselben vortreulichen zu eroffnen etc.

    Meine gnedigen herren, Mgf. Georg und Mgf. Albrecht, seindt noch nicht entlich vertragen, aber damit in stetem werck, waruf auch die handlung in begriffenen reden und widerreden, auch beider herren gegeneinander ubergebenen bedencken itztmals stehet, und wes fur ein mittel einer erbtheilung verfast, schick ich euren fstl. Gn. sampt vorzeichnussen der theilung und nutzung der lande, gemochte schulde, einnemens und ausgebens, desgleichen etzliche vor aufgerichte, bruderliche vortrege, sich irer nodturft nach daraus haben zu ersehen, underthenigklichen zu. Diese handlung aber hat mir Friderich von Knoblochsdorff, sonderlich die bruderlichen vortrege, in geheym widerfaren lassen, als auch berurter Knoblochsdorff bei Mgf. Georgen angeregt, mir die bruderlichen vortrege zuzestellen, damit es mit seiner fstl. Gn. wissen und willen beschee (wiewol Georg mitlerzeit nichtsdestweniger, als das buch bei gedachts Knoblochsdorfs handen gewesen, ins eylendest daran geschrieben), hat es doch der cantzler Dr. Heller widerraten und gewheret, und ist das buch alsbald in die canzley khommen, also das der pragische vertrag nicht volkomlich zum ende hat mogen abgeschrieben werden, desgleichen auch einer, der zu Cadelsburgk ufgericht worden, dohinden pleiben mussen. Es erbeut sich aber Knoblochsdarff, vleis zu haben, damit dasselbige nach sampt einer copey des lehenbriefs, in welchem vorigem meinem schreiben noch der von Meintz vorgesetzt etc., erlangt mag werden etc., darinne ich auch an meinem vleisse und waruff verner die vorgleichung und volziehung der erbtheilung vorpleiben wird, eure fstl. Gn. schriftlichen zu vor[sten]digen, an nichts wil erwinden lassen etc.

    Glaubt, dass der Kf. von Brandenburg damit umgeht, wie er die Anwartschaft auf das Land Preußen zu sich bringen mochte, dieser gestalt, wan der fhal, den Got gnediglichen lang verhueten wolle, [...?], das bemelter 〈churfurst〉 genantem 〈Mgf. Georgen〉 oder seinen erben 〈jerlichen ein stuck geldes heraußgeben〉 etc. eMit Knoblochsdorff hab ich des procuratoriums halben allerlei underredung gehabt, aber an ime vormerckt, das dieser zeit nichts dorin zu erhalten. Wen aber beide meine gnädigen herren getheilt, verhoft ehr, dasselbig, sovern es nurt der cantzler nicht hindert, [zu erlangen?]–e.

    Daneben ubersende ich auch euren fstl. Gn. die supplication, von meinem gnädigen herrn Mgf. Georgen der session halben ksl. Mt. ubergeben. Es ist aber bißher weitter daruf nichts erfolget.

    Desgleichen finden und vornemen eure fstl. Gn. hiebei, wes die protestirende stende der mordtbrenner halben sampt derselben urgichten an ksl. Mt. gelangen Šlassen [Nr. 255], welchs dem von Braun[schweig] neulicher tage ubergeben, und wiewol ehr fur sein person darinne nicht offentlich durch die stende beschuldiget wurde, so hat ehr dennocht den Ebf. von Meintz sampt etzlichen mehr bischoven und die peirischen fursten zu sich gezogen und ksl. Mt. ungefherlich furgebrocht, ehr befunde, das man ime des mordtbrennens halben schult gebe, nu wolt ehr do stehen und gewarten, wehr inen derwegen was zeihen wollte, sein leib, handt, mundt und fuß gegen und bei dieselben zu setzen, und sich gegen ksl. Mt. der dinge dermossen verantworten, daran ir ksl. Mt. guts gefallen haben solte, mit bith, seine ksl. Mt. wolt es nurt darzu khommen lassen etc. Dabei ist es noch bißher vorplieben.

    So hat es mit des landtgrafen abschiedt diese gestalt: Ehe ehr herkhommen, hat im ksl. Mt. geschrieben und zugesagt, das ime vorbeholten sein solt wegzuziehen, wen ehr wolt, daruff ehr erschienen und in den irrungen, zvischen ime und dem von Braun[schweig] schwebent, ksl. Mt. angelangt und gebeten, das seine zeugen mochten verhort werden, welchs aber ksl. Mt. geweigert und begert, seiner Mt. die sache zu hand zu geben, des aber der landtgraf bedencken gehabt und nicht thun, sonder sein erbieten, zusag und, wes ehr sich in ausgangenen schriften wider den von Braun[schweig] vormessen, seiner ehren und nodturft nach [beweisen wollen], als dan wolt ehr unbeschwert sein, ksl. [Mt. die hendel] zu billicher erk[entnus] heymzustellen. Als ehr aber nichts hat erhalten mogen, hat ehr abschiedt und darinne begert, zu verhör der zeugnus comissarien zu verordnen. Ist aber kein antwort gefallen, daruf ehr also abgezogen. Und wiewol ksl. Mt. gerne gesehen, das ehr hie geplieben und verharret, als ehr aber nicht pleiblich gewesen, hat ime sein Mt. mit allen gnaden erleubet etc. Man wils auch darfur achten, das ehr sonderlicher mancherlei practiken halben, so hie getrieben sollen werden, zum abzoge bewegt sey worden und dabei nicht sein oder pleiben wollen etc.

    Meinem jungsten schreiben noch thu ich auch euren fstl. Gn. hiemit das buch, so von ksl. Mt. den verordenten collocutores zugestelt, sampt den articulen, von den protestirenden stenden daruf verfasset und ksl. Mt., auch durch ir Mt. verner den andern stenden des reichs ubergeben, desgleichen ein concilium uf gemelter reichsstende widereinbringen durch Philippum von wegen der protestirenden gestelt und an der vergangenen Mitwoch [1541 Juni 22] allen reichsstenden furgetragen, undertheniglichen ubersenden. Von dem allem eure fstl. Gn. aus Mag. Cristoffer Jonas schreiben clerern verstand vernemen werden, und haben sich eure fstl. Gn. aus solchem, wie es itziger zeit mit der religionsach steeth, auch wie sehr ubel sich noch der handel zu christlicher vorgleichung schicken und anlossen wil, gnediglichen zu ersehen, und wiewol mein gnädiger herr Mgf. Georg bewilligt und bevolhen, das mir alle furfollende hendel aus der cantzlei zugestelt solten werden, so hab ich doch des orts noch von dem von Schlieben oder aus der churfurstlichen canzlei nichts erlangen mogen, sonder diese religionhandlung von dem H. Philippo in geheim zuwegen Šbracht und muß also, wes sonst in diesem und anderm vorhandelt, vast mehr von wildtfrembden dan den verwanten zusamenklauben etc.

    Es seindt die reichss[stende] ausserhalb der protesti[renden] im werck, ein eylende turck[enhilfe zu bewi]lligen und sich zu vorgleichen. Die protest[irenden] aber wollen sich mitnichten, ehe die religionsach vorrichtet und sie eines gemeinen frieden vorsichert, einlossen, doch ist man damit noch ymmer in handlung etc.

    Eure fstl. Gn. stehen noch in des H. Potgoneferentz, des ungerischen gesandten, sambt anderer mehr, die eure fstl. Gn. im krieg erkhant, lob und rhum, das dieselb zu einem obirsten wider den Turcken verordent wurden, derwegen ehr noch des willens ist, eure fstl. Gn. röm. kgl. Mt. anzuzeigen und furzuschlagen etc. Und ob es eur fstl. Gn. zu misfallen gereichte, khan ichs doch nicht wheren etc.

    Eustachius von Schlieben siehet abermals fur gut an, das eure fstl. Gn. meinen gnädigen heren, den churfursten, des von Schonburgs halben beantworten ließ, angesehen, das der von Schonburgk darin bith und vielfeltig ansuchen thut.

    Es bith der Uttenhofen umb ein clein, hubsch hundlein. Wo eure fstl. Gn. ime mit einem vorsehen konten, erbeut ehr sich undertheniglichen zu vordienen.

    Gestern haben kgl. Mt. zu Denmark gesandten von ksl. Mt. personlich iren abschiedt genomen und erlangt, und hat ire Mt. inen auferlegt, irem konige seiner ksl. Mt. grus und alles guts und dobei zu vermelden, worinne ire ksl. Mt. seiner kgl. Mt. lieb und freuntschaft erzeigen konten, das ire Mt., dasselbig zu thun, geneigt, mit weitterer anzeigung, wes zwischen seiner ksl. und hochgenanter kgl. Mt. alhie unvertragen plieben, des wurde ire kgl. Mt. von Kgn. Maria irer ksl. Mt. gemueth weitter vorstendigt werden, mit beger, wo sich irgent ein hauffen knecht und kriegsvolck zusamenschlahen und vorgardern wurden, dardurch unfried und zwitrocht entstehen mocht, sein kgl. Mt. wolte dasselbig wheren, abhalten helfen und zu erhaltung rhu und frieden nicht gestatten etc. Daruff seindt die gesandten heut datum von hinnen geschieden. Das alles hab ich euren fstl. Gn. undertheniger meynung nicht bergen wollen, der ich mich hiermit in underthenigkheit thu bevelhen. Datum Regensburgk, den 23. Junij anno etc. im 413.

    [1. Zettel:] Wes sich sonst uber diß alles alhie zugetragen, werden eure fstl. Gn. aus der vorzeichnus, meinem bruder, dem cantzler, uberschickt [Nr. 78], oder aus seinem bericht gnediglichen zu vornemen haben.

    [2. Zettel:] Gnedigister furst und herre, noch schliessung meines brieves bericht mich Knoblochsdorff, wie die theylung zvischen meinen gnädigen herrn, Mgf. Georgen und Mgf. Albrechten, noch nicht konne volzogen werden, dann der junge herre wil zuvor irer fstl. Gn. irrung ausgetrogen und verrichtet wissen etc.

    ŠWie die denischen gesandten von dem Ebf. zu Meintz, nochdem sie desselben stift Magdeburgk im durchzuge beruren mussen, gleit begert und bekhommen, ist dosselbig nicht uff [...?] eines Kg. zu Denmark sonder als Hg. zu Holsteins gesandten gestelt und gegeben und also seiner kgl. Mt. iren geburlichen tittel abgesprochen. Wiewol die gesandten des fur sich nicht wenig beschwerd und wol geneigt gewesen, ime dasselbig gleit wider zu uberreichen, so haben sie es doch in bedacht eines andern und das sie numehr uber erlangten abschiedt nicht gerne lenger ufgehalten wolten werden, also angenomen etc.

    [3. Zettel:] Mag. Christoffern Jonas hab ich, dieweil ehr heut datum auch von hinnen gezogen, zehen goltgulden gegeben und ine samt selbander, so lang ehr hie gewesen, bei mir gehalten und nichts vorzeren lassen. Actum, den 24. Junij 1541.

    «Nr.321 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juli 12/13 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf., teilw. chiffr. und v. a. Hd. dechiffr.1); DV v. a. Hd.: Ankommen den 7. Augusti 1541

    Eingang seines Schreibens vom 16. Juni 1541 am 3. Juli 1541. Das aber der trommeter ethwas langsam uf dem wege gewesen, auch Schurstab, uff den eure fstl. Gn. damals gewart, in abfertigung irer schrift noch nicht ankhomen, hab ich nicht gerne gehort, und, wo es mit ime, dem Schurstaben, recht zugangen, solt es meins vorsehens von euren fstl. Gn. in jungster post ein beantwortung gewest sein. Aber wie dem, so haben eure fstl. Gn. numehr aus allen vor ergangenen schriften verhofflich genugsam vermerckht, wes in iren sachen durch die wolmeinenden bedacht, furgenomen, verhandelt und waruff es anhere vorplieben, nemlich dieweil es darfur angesehen, das, die acht gar abzuthun, unmoglich sey, dennocht durch Kff., Ff. und stende in ubergebener supplication under anderm angezogen, warumb denselben die e[xecution] der acht nicht leidlich, derhalben auch vast viel stende mit vleisse ersucht, wie dero erbieten und geneigten willen vormerckht, wes allerseits fur vertrostung erfolgt und das daruf gute antwort zu verhoffen, im fhal aber, da es mit abthuung oder uffhebung der acht nicht erheblich sein wolt und die verfolgung gescheen solt (als doch nicht zu hoffen ist), das alsdann die benenten chur- und fursten etc. darwider, das inen die execution nicht leidlich, verhoflich protestiren wurden.

    Item, das auch die ksl. und kgl. Mtt. durch den polnischen, wo bei deren Mtt. und stenden sonst nichts erhalten, angesucht und der handel dahin gericht solt werden, damit eure fstl. Gn. sich irer ksl. und kgl. Mtt. halben gar nichts zu befharen etc.

    ŠZum dritten, wie auch die protestirenden, furnemblich Sachsen und Hessen, bewilligt, dohin zu handeln und doran zu sein, damit eure fstl. Gn., wann ein friedtstandt uffgericht, mit eingezogen und unaußgeschlossen sein solte etc.

    Zum vierdten, das der Kf. zu Brandenburgk urbutig, whan diese handlung zu kheiner orterung gebracht mocht werden, zu verfurdern, das ir kfl. Gn. die sache zu weitterer handlung in ir handt erlangte etc., wie dann solchs alles euren fstl. Gn. aus vorigen, sonderlich jungster schrift, bei Rautternn gehtann, gnediglich zu vermercken.

    Sovil nu eurer fstl. Gn. vorschlege und mittel, in vorigen und itzigen schriften verfast, belangen, hab ich nach nodturft erwogen und vermerckht. Dieweil aber die obgemelten furschlege dieser zeit alhie fur bequemisten, in dem auch nichts begeben noch man sich vortieflich einlassen thut, erwogen worden, beruhen die noch biß zu erlangter antwort, so mogen auch diese eurer fstl. Gn. furschlege noch zur zeit nicht gebraucht werden. Idoch hab ich mit Eustachio von Schlieben vertreuliche, underschiedliche underredung eins theils von wegen euren fstl. Gn. und zum theil, dieselben unvermerckht, als[fur mich] inhalts eurer fstl. Gn. bevelch von allen vorschlegen gehabt, befindt aber bei ime nicht, das solhe vorschlege zu abhelfung des handels dismals nutzlich konten verhandelt. Wan es aber nach erlangter antwort zu verrer handlung kheme und (wo sonst in oberzelten furschlegen nichts erhalten) dahin gefurdert, das der churfurst die sache, wie oben gemelt, in seiner handt, alsdan mocht mit gutem rathe und bedacht von diesen oder andern leidlichern furschlegen handlung furgenommen werden.

    Nachdem dann durch vorhabende handlung der religion, türckenhulf und anderer [sachen], deren man noch unentschieden im werckh, bißher uber manichfeltigs, teglichs anhalten khein antwort erhalten noch es zu einicher handlung komen mögen und nu auch vast uff die letzt ksl. Mt. zum beschluß der religionshandlung dermassen eylen thut, das ire Mt. den stenden heut datum mit erinnerung, alle sachen, wie ire Mt. auch thun wollen, zum ende zu verfurdern, ankundigen lassen, das dieselb, ufs lengst bynnen 14 tagen von hinnen ufzubrechen und nach Italien zu verrucken, willens sey, wie dann ire Mt. algereyt, 6.000 knecht, adero musterplatz zu Inßbruck sein und angehen sol–a, anzunemen und uff ir Mt. zu warten, verordent, doraus zu besorgen, das ire Mt. noch viel unrichtige hendel hinder ir lassen werde. So wurdt derwegen umbso vil embsiger und statlicher sowohl durch den polnischen gesandten als meine gnedigen herrn, den churfursten, Mgf. Georgen, mich und andere umb antwort sollicitiert und angehalten. Wo nu antwort erlangt und dann die zeit und gelegenheit zulassen will, von einichen verfasten und angezeigten furschlegen und mitteln zu reden, handeln oder dero zu geprauchen und furzuschlagen, in deme solle alsdann, die underschiedlichen, bequemen mittel nach gelegenheit und vorgehendem rathe der guthertzigen und vorstendigen, Šsovil fur gut angesehen wurdt und eure fstl. Gn. auch thunlich und geburlich, vortzusetzen, nicht underlassen werden.

    Das aber eure fstl. Gn. in bemeltem irem schreiben fur hoch bedencklich anziehen, das in der entschuldigung, so bei ksl. Mt. und dem H. Granuella eurer fstl. Gn. aussenpleibens halben vorgewendet, zu irem hochsten gliempf und besten behelfs ire ehaft der eyde und lehenspflicht, damit sie kgl. Mt. zu Polen behaft, mit stillschweigen ubergangen etc., und mir derwegen befhelen, daran zu sein, das hinfurter in allen entschuldigungen die lehenspflicht gegen Polen furnemlich bedacht werden, bin ich der trostlichen hoffnung, eure fstl. Gn. werden aus solchem meinen schreiben und vorzeichnus, warumb es also fur gut angesehen und das es verhoflich euren fstl. Gn. gegen Polen zu keinem nachteil oder ungliempf, besonder auch gegen ksl. Mt. zu angenemer entschuldigung gereichen solte, genugsame ursachen befinden, bevorab, das es umb des willen bescheen, das durch meinen gnedigen herrn, Mgf. Georgen, angezeigt worden, wie eure fstl. Gn. mehrmals ansuchung gethann, das ire sachen zu verhor khomen mochten, doruf auch seine fstl. Gn. die sach gefurdert und selbst mit ksl. Mt. daraus gerett hette, dorinnen auch euer und seiner fstl. Gn. ungliempf, wo eins wider das ander furgebracht wurde, umbso vil mehr verhutt zu werden bedacht und, die entschuldigung also gliempflicher gestelt sein, erwogen, aber gleichwol daneben, im fhal, das diese entschuldigung disputirlich vorfallen wurde, alsdann nichtsdestweniger, die hochste und furnembste ehaft eurer fstl. Gn. eyde und lehenspflicht gegen der cron Polen furzuwenden, vorbehalten worden, wie dann nochmals, so es in fhurfallender handlung nötig, nicht underlassen werden solle.

    Darumb auch der Uttenhofen bei solchen rathschlegen nicht gewesen. Ist aus kheiner andern ursach vorplieben, dann das ehr alhie vast schwach und der marggrevischen rethe khein kuntschaft gehabt, zuforderst auch, das man dieselben oftmals zusammenziehen mussen und irer zusamenkhunft ungewisse gewest, denen auch der Uttenhofen ethwas von der herberge entlegen und uff seinen beynen nicht wol geschickt gewesen. Bin aber alwegen zu ime gangen, die rathschlege vormeldet, welche ehr ime gefallen hat lassen und nichts darzu gesagt, auch keinen andern trost sowol von ime als andern vornemen mogen, dann das wir nichts außrichten wurden etc. Dabei hab ichs mussen pleiben und gar walten lassen, und dieweil ehr sampt andern kgl. Wd. zu Denmark gesandten von hie abegereist, hab ich ime eurer fstl. Gn. brief, zu eigen handen zu uberantworten, zugeschickt.

    Verner so ver[wundern] sich eure fstl. Gn., warumb derselben bruder, mein gnediger herr, Mgf. Georg, die lehen bei ksl. Mt. Preussen halben zu suchen, sich understehet, so doch seine fstl. Gn. solche zuvorn von kgl. Mt. zu Polen zu lehen empfangen, mit weitterm anhang etc. Hirauf weiß ich mich nicht zu erinnern, das in meinem schreiben angezeigt, hab auch nicht vormerckt, als wher solchs von seinen fstl. Gn. alhie gesucht oder furgenomen, sonder allein, Šwan es den sachen zugute erheblich und zuwegen zu bringen, ein vorschlag zu thun, erwogen worden, aber bißhere derhalben weitter nichts gedacht.

    Des procuratoriumbs halben, obwol hernochmals mehr neigung, dasselbig ufzurichten, dan vor vormerckht worden, so wil es doch sover ins werkh noch nicht gebracht werden. Hab auch derhalben uff itzig eurer fstl. Gn. schreiben lauts desselben articuls inhalt mit meinem gnedigen herrn, Mgf. Georgen, daraus geredt. Es hat mir aber seine fstl. Gn. bißhere vieler geschefte halben khein entliche antwort widerfharen lassen mogen, anders dann das seine fstl. Gn. die sache zu bequemer zeit, daruff ich dann unangeregt nicht wil lassen, berathschlagen und erwegen wollen.

    Uber das hat mir Knoblochsdorff vormelt, wie ehr gegen hochgenan[ten] [meinen gnedigen herrn], Mgf. Georgen, geredt, das wol weg zu suchen und zu finden [weren], dasjenige, wes in vorigen meinen schriften angezeigt, verhofflich zu erhalten, wie ehr dan nicht zveiffelte, wo es allein durch Hellern nicht vorhindert, auch der junge herre darzu vermocht werden khonnt, bei Mgf. Georgen wol zu erheben sein solte, und hielt es darfur, wen mein gnädiger herr, Mgf. Georg, und seiner fstl. Gn. erben versturben, das alsdann die frenckische herschaften an den jungen herrn fhiellen. So aber der junge her auch one menliche erben abgienge, das es dann an eure fstl. Gn. und ire menliche erben fhielle, wo aber der fhal mit dem jungen herren [eher] als mit Mgf. Jorgens menliche erben beschee, das alsdann eure fstl. Gn. oder ire erben vermug des procuratoriumbs mit Mgf. Georgen oder desselben erben zu gleicher regirung die herschaften innehetten etc. Durch solche wege, wann es euren fstl. Gn. gefielhe, solte es meins bedunckens (das sonst schwerlich zulangen wurde) am ersten zu erheben sein, wiewol es 〈Kf. zu Brandenburg〉 nicht gerne zulassen wurde, angesehen, das ehr, wie in vorigen schriften gemelt, durch 〈Schlieben bei Mgf. Georgen〉 hat anlassen suchen, bemelten 〈Kf. von Brandenburg〉 von wegen der 〈herrschaft in der Schlesien〉 vor den jungen herren, auch eure fstl. Gn. in das 〈testament zu setzen〉, desgleichen ime die 〈gerechtigkeit〉, so 〈Mgf. Georg an den lehen Preussen〉 hat, zu ubergeben, dagegen 〈Kf. Brandenburg, ein somma gelts Mgf. Georg zu verschreiben〉, sich erbotten etc. Solchs haben eure fstl. Gn. vortreulich bei sich zu behalten. Waruff ich dan bei 〈Mgf. Georgen〉 ymmer anhalte und bith, sich in dem nicht zu voreilen, sonder eurer fstl. Gn. darinne bruderlich zu bedencken und one derselben rathe solche wichtige sachen nicht zu beantworten noch zu schliessen etc.

    Wie sich auch die sachen zwischen beiden meinen gnedigen herrn, Mgf. Georgen und Mgf. Albrechten, sidher meinem ersten schreiben geendert, haben eure fstl. Gn. aus [...?] und ubersandter handlung zum theil vernommen und itzt aus hiebei geschickter vorzeichnus der forderung meins gnedigen herrn, Mgf. Georgens, zu dem jungen herrn zu ersehen, das die forderung, so Mgf. Albrecht zu Mgf. Georgen zu haben vormeinth gewesen, hoch- und itzgedachtem Mgf. ŠGeorg zum vortheil gescheen etc., balso das mein gnediger herr, Mgf. Georg, an Mgf. Albrecht forderung zu haben, verhofft–b. Wie aber der entliche außtrag, damit man noch teglich im werckh und cdie losung, wher das uber oder nider landt haben wirdt–c, und kurtzlich gescheen sol, verfaßt und beschlossen wird, verhoffe ich mittezubringen.

    Dabei schicke ich auch euren fstl. Gn. die marggrevischen lehenbrieve (die meins beduncken uf euren fstl. Gn. an ime selbst nicht ubel stehen) sampt den anhengigen articulen, zu dem pragischen vertrage gehorig, und dan den cadoltzburgischen vertrag etc.

    Mit empfahung der lehen pleibt die mit dem jungen herren jungstem meinem schreiben nach in rhue. Wo aber eure fstl. Gn. solchs mein schreiben, weil dasselbig bei ungewisser post durch H. Philippo Melanchton biß gen Leiptzig verfertigt und daselbst durch mich an einen fuckerischen diener vorschrieben, nicht bekhommen, schick ich meinem bruder, dem cantzler, die copei davon hiemit zu2.

    ŠAls auch eure fstl. Gn. die ursachen, warumb die evangelischen im ersten so heftig zu rathe gangen, waraus zerruttung des reichstags erfolgen het sollen, zu vorstendigen bevelhen, ist die, wie ich bericht, das der Granuella, wie das cristliche gesprech hette anfahen sollen, die evangelischen vast hart, ernstlich und pochenlich solte angeredt haben, mit irer religion ethwas zu weichen und nachzugeben, dann wo das nicht bescheen solte, where ane noth, einiche weittere handlung furzunemen etc. Wie sich ungeferlich die wort solcher meinung mogen zugetragen haben, des sich dann die evangelischen beschwert, solche anfharung zu hertzen gefast und sich dordurch trennen wollen. Aber der Kf. zu Brandenburg hat [sich in] handel geschlagen, damit gleichwohl die sach [...?] worden etc.

    Wie dan numals die religionhandlung steth und was in sonderheit fur ein widerwertige, hessige schrift durch 〈die peyrische fursten und die andern stendt wieder die evangelischen dem keiser〉 ubergeben, wiewol die den 〈evangelischen〉 nicht, sonder allein den 〈churfursten〉 angezeigt [Nr. 122?] und durch 〈den röm. konigk〉 fur gut angesehen, das die bemelte schrift aus beweglichen ursachen in rhu stehen solt, deßgleichen, wes der turckenhilf halben fur hin- und widerschriften allerseits ergangen, sovil man des uberal hat zusamenlesen, sammeln und bekhommen mogen, schick ich euren fstl. Gn. [hiemit]  Šundertheniglichen zu. Ob aber aus solchen schriften ethwas mangel, hab ich doch uber allen gehabten vleis nichts mehr erlangen mogen, verhoff aber das uberige, wils Got, mit mir zu bringen, und haben sich eure fstl. Gn. aus dem allem, was in den hendeln fhurgefallen, zerruttung der stende und, das zwischen denen irer erhaltenen zwispaltigkeit, uneinigkheit und widerwillen in somma unfruchtbare handlung vormerckht, zu ersehen etc.

    Hieneben schick ich auch euren fstl. Gn. die verantwortung Hg. Heinrichs von Braunschweig [Nr. 265] auf die supplication seins brudern [halben] (dagegen widerumb von den andern ein begriff verfaßt [Nr. 266], aber noch nicht beschlossen), desgleichen von wegen dund wider–d der mordtbrenner urgichten etc. [Nr. 255], ksl. Mt. ubergeben. Dabei vornemen auch eure fstl. Gn., wes mir Hg. Wilhelm von Peyrn uff das antragen vermog eurer fstl. Gn. schreibens zur antwort geben etc.3

    Dieweil denn Knoblochsdorff in allem gutwillig erzeigt, hab ich ime das bornsteinen paternoster, so eure fstl. Gn. dem doctor von Straßburg zu geben bevolhen, (weil der nicht hie) sampt dem ringe und einer elendsklohe [= Elchklaue], desgleichen dem H. Philippo Melanchton das ander paternoster, welchs der Obernburger nicht annemen wollen, one den ring, und [Mag. Eyßleben] das itzige ubersandte paternoster von [euren fstl. Gn. wegen] zugestelt, welche es zu hohem danckhe angenommen und zu vordienen sich williglichen erbotten, und hab uf eurer fstl. Gn. bevelch des Coruini halben mit gedachtem Philippo, Šdesgleichen Mag. Eyßleben geredt, befind aber khein vertrostung, das derselbig zu erlangen sein mocht, dan mit ime hiaussen durch den Kf. zu Brandenburgk und andere, die ine uff einer universitet und sonst gerne bei sich hetten, trefflich gehandelt worden. Es hat inen aber der landtgrave, bei dem ehr so wol gehalten wurdt, das eure fstl. Gn. sonst seiner gelegenheit nach von dannen schwerlich [erhalten?], nicht verlassen wollen. So sein die abgemelten beiden herren dennocht urbutig, sich miteinander zu vergleichen, zu befleissigen und nachzufragen, ob sie sonst einen berumbten man, in gotlicher schrift gegrundet und gelert, mit dem eure fstl. Gn. zur nodturft vorsehen sein mochten, euren fstl. Gn. zuhandeln konten. Aber mein underthenigs bedencken wher noch wie vor, wen eure fstl. Gn. ein starck geldes, ob es umb ein 200 fl. zu thun, an etzliche gute leut, die sich zu der christlichen lahr meists theils angelassen und geubt, gewendet, konten solche leut euren fstl. Gn. und dem lande nutze und dienstlich sein etc.

    Hat von Mgf. Georg und Mgf. Albrecht auf das ihnen zugestellte, Sigmund Pfinzing betreffende Schreiben Hg. Albrechts trotz beharrlichen Anhaltens noch keine Antwort. Sovil ich aber daneben vormerkcht, wil es iren fstl. Gn. nicht ziemlich oder moglich sein, wie sie dann solchs vormals uff mehr anderer bescheene furbitthe auch haben weigern und abschlagen mussen etc. [...].

    Ksl. Mt. hat vergangner tage den reichsstenden, wes sein Mt. fur wolhergebrachte gerechtigkeit zu den landen Gellern habe und welchergestalt der Hg. von Cleeff seiner Mt. dieselben lande entziehe und wider die billigkeit innehabe, sampt uberantwortung eins drucks solcher irer Mt. gerechtigkeit furgetragen eund dabei angezeigt, dieweil der Hg. von Cleeff sich deßhalben alwege an die reichsstende beruffen und sich erbotten etc., so hette ir Mt. ine uff diesen reichstage alher erfordert, auch gleit uberschickt, ehr wher aber aussenplieben etc.–e, mit beger, irer Mt. daruff iren rath mitzutheilen und beistand zu thun. Als solchs die cleefischen gesandten mitte angehort, haben sie iren herren geburlich und [ver]antwort und entschuldiget, auch zu verner verantwor[tung] umb ein exemplar der angezogenen, keyserlichen gerechtigkeit gebeten, [was inen] aber geweigert, und sey ksl. und kgl. Mt. daruff [weggangen]. Nochmals sol inen durch ein keyserischen in geheym ein exemplar angeben sein, welchs sie aber so heymlich nicht annemen, sonder offentlich haben wollen, ires herren nodturft daruff offentlich und one scheu darzuthun und sich verner gegen den reichsstenden zu rechte vernemen lassen und erbotten. Wes nu darinne weitter gescheen aber noch folgen wirdt, ist mir noch zur zeit verborgen. [...]. Datum Regensburg, den 12. Julij anno etc. im 41.

    [Zettel:] Gnedigister furst und herre, wie eure fstl. Gn. nu aus der uberschickten handlung allerley und, das von ksl. Mt. ein friedestand biß uff den 1. Januarij kunftig furgeschlagen, befinden, so steht es nu daruff, das die stendt darvon rathschlagen und wollen gern ein bestendigen fried haben, derwegen ich anhalt, das eurer fstl. Gn. nicht vorgessen etc.

    ŠSo hat auch der bebstlich legat uff das buch und den ubergebenen articuln, vorglichen und unverglichen, in antwort sich vernemen lassen, das ehr dorein nicht willigen khonte oder wolte, sonder muste es an die bebstliche Hlt. gelangen lassen und hinder sich bringen, daruff sich dann die stende im weittern, wes inen in dem zu thun und anzunemen oder nicht, berathschlagen und irs gemuets entschliessen werden, also das dismals mehr nichts ausgericht, dan die eylende turckenhulf, nemlich 10.000 knecht und 2.000 pferdt, vorzustellen. Will Informationen über die weiteren Verhandlungen einholen und alsdann, wils Got, sampt einer antwort in eurer fstl. Gn. sachen mitbringen etc. Und ist von ksl. Mt. vorgeschlagen, wo die vorwilligten articul von dem babst nicht angenommen, alsdann widerumb, domit man sich [in den] unvorglichen articul entlich voreinigen mag, einen andern reichstag außzuschreiben, wie dann die nochfolgende schriften und beschlus, so deßhalben verfast, uff mein einbrengen weittere anzeigung geben werden.

    Pfgf. Friedrich und der Lgf. von Leuchtenberg haben die ihnen nacheinander angetragene oberste Feldhauptmannschaft abgelehnt. Also stet der beschluß eins obern velthauptmans noch unwissendt bei ksl. Mt. etc.

    Zeittung von Ofenn sagt man, das der Turckh selbst mit grosser macht im anzug sey, derwegen das kriegsfolckh vor Ofen mit dem geschutz, auf das sie von dem Turckhen nicht ubereilt, abgezogen. Schickt einen Druck über den Brand in Prag, außerdem Briefe von Mgf. Georg4, dem Lgf. von Leuchtenberg, Philipp Melanchthon5und Claus Hermeling. Den Geldern betreffenden Druck will er mitbringen. Actum den 13. Julij 1541. [...] Die Kinder Mgf. Georgs von Brandenburg-Ansbach. [...].

    « Nr. Š322 Supplikation des Deutschmeisters Walther von Cronberg an Karl V. – Regensburg, 1541 Juli 19 »

    A  Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 173r–176v (Kop.).

    B  koll., Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Kop.); AV fol. 2v: Supplication und underricht an ksl. Mt. uff ir anzeig, das seine Mt. den Hg. in Preussen uff den reichstag vergleittet, warumb des polnischen orators bith billich nicht sol statgegeben werden, Regensburg, 19. Julij 1541.

    C  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (lat. Fassung, Kop.). 

    D  koll. Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 215r–218r (Kop.).

    Als euer röm. ksl. Mt. kurtzlich nach meiner ankhunft zu diesem reichstag mich allergnedigst hat lassen durch ire verordenten verstendigen, auß was bewegenden ursachen dieselbig Mgf. Albrechten, der sich nent Hg. zu Preussen, alheer habe vergleitet1, was auch die kgl. Wd. zu Poln vernichtung halben der acht, so ich hievor euer ksl. Mt. uff dem gehalten reichstag zu Augspurg nach rath Kff., Ff. und stende mitgetheylts gebotsbriefs, darvon euer ksl. Mt. hiebei Šein abtruck, mit A bezeichent, befindet, und, ob gedachter Mgf. Albrecht dem nit gehorsam were, gethaner weisung an ir keyserlich camergericht mit urtheyl und recht erlangta, als mich angelangt, die kgl. Wd. nachvolgends durch iren orator hat lassen werben und euer ksl. Mt. ich in aller underthenigkeyt gebeten, hierinnen ichts mir und meinem orden an seinen rechten beschwerlichs noch verletzlichs, mein unerhort, nit zu handeln und zu thun, wie mich dann dieselbig auß loblichem, keyserlichem, gerechtem gemueth vertröst, sonder in dem allem nach rath Kff., Ff. und stenden des hl. reichs zu volnfaren, das ich mich dann damals zum hochsten bedanckt und noch.

    Und nun, allergnedigster herr keyser, sollichs an die gedachten Kff., Ff. und stende mit begertem irem rath jetzt erwachsen2 und dann die vermelt der kgl. Wd. zu Poln schrift und dero orators werbung sich darauf erstreckt, wie die hievor euer ksl. Mt. geschrieben und vleissig gebeten, die obgemelt erkhantnus der acht in bedacht, das solchs der plutsverwandt- und freundtschaft, darmit euer Mt. von alter und lang heer ime zugethan und je mehr und mehr mit villerley banden der vetterschaft und verwantnussen zusamengeknupft, gebunden und bestettigt worden, nit gemess were, denjhenen, so in irer pflicht, auch euer Mt. gar nit zuwider, deßgleichen ime mit naher freundtschaft verwandt, in die acht erkhennt und erclert sollt werden, uffzuheben und abzuthun, und dann euer Mt. geantwort, das dero in diesen sachen anders dann uff einem gemeinen reichstag ichts zu handeln und zu verschaffen geburn, und deßhalben es dahin gewiesen und, das euer ksl. Mt. gedachter kgl. Wd. bitte zu gemuth fuehren und, das das decret obgemelter acht, so nit durch bequeme richter gegeben, abgethan und vernichtet wurde, verschaffen wollt, mit weiterer anregung, das euer ksl. Mt. und dero camergericht ine, gedachten Mgf. Albrechten, als iren lehenmann und der sich in ir pflicht und konigreich ergeben, in welcher auch seine vorfarn hochmeister, zuvor und ehe sich etlich widerspennig und ungehorsam erzeygt, allweg gewesen sein sollen, kein jurisdiction noch gerichtszwang gebure, und deßhalben derselben euer ksl. Mt. und irs camergerichts vermessenheytb ein wenig befrembdens truge, und angehefter traue, cwo man–c, wider gedachten Mgf. Albrechten als sein lehenman und schwesterkhind etwas furzunemen, understeen wurde, das leichtiglich zu bedencken, das ime gebure wolte, ine nit zu verlassen.

    ŠEntgegen gib euer ksl. Mt. ich in aller underthenigkeyt zu erkhennen und wil mich meins geringen verstandts beduncken, dieweil die kgl. Wd. zu Poln sich wie vorberurt gegen euer ksl. Mt. plutsverwantnus, freundtschaft und ander gutwilligkeyt berumbt, uff das nun dieselbig furbaßhin unverletzt were blieben, das ir kgl. Wd. nach eygenschaft der sache vil besser hett gezimpt, sich des abgefallen hochmeisters geuebten myßhandlung (wie dann dieselbig euer ksl. Mt. hievor nach lengs zu mehrmalen ist furbracht und darumb hie mit der kurtz angezeygt) zu entschlagen, dann alter, cristlicher religion, auch euer ksl. Mt. und dem hl. reich und hohem und niderm adel teutscher nation zuwider, abbruch und nachteyl sein, und der land Preussen mit iren zu- und eingehordten, als under der monarchey des hl. röm. reichs gelegen und ein furstenthumb desselben allwegen und je gewest und noch, auch von euer ksl. Mt. vorfarn und derselben darfur geacht, erkhennt und gehalten worden ist, als euer ksl. Mt. ab beyligenden copeyen, mit B und C bemalet, und darzu auß etlichen hievor ergangen reichsabschieden allergnedigst zu vernemen, beschehener, vermeinter weiß zu underziehen undddarumb, sollicher geferbten anmassung unerwegen, euer ksl. Mt. zu handthabung irs und des reichs, auch mein und meins ordens und des adels teutscher nation rechten das obangeregt mandat außgeen zu lassen und, dieweil Mgf. Albrechten und meins ordens landtschaft in Preussen dem ungehorsam bewiesen und nit nachkhomen, das euer Mt. camergericht darauf, als recht ist, billich volnfarn und bemelten abgefallen hochmeister sampt der landtschaft in die acht gesprochen und erkhennt.

    Dann, allergnedigster herr, sovil die furgegeben, angeregt unbequembkeyt des richters und nichtigkeyt der acht und auch die lehenschaft und pflicht, in welcher auch sein vorfarn hochmeister gestanden sein sollen, betrifft, hat euer ksl. Mt. sich allergnedigst zu erinnern, wie dergleichen bitt uff jungst gehaltem euer ksl. Mt. reichstag alhie durch derzeit polnischen orator an dieselben auch gelangt, und das ich mein underricht entgegen furbracht, wie dann euer ksl. Mt. ich darvon abschrift, mit D vermerckt, hiebei ubergib und die jetzt alßdann und zu ableynung vermeinter, unbillichen bit und ungegrundten ursachen hiemit thue repetirn und furbringen, euer ksl. Mt. in aller underthenigkeyt wider wie damals bittendt, des will ich mich in bedacht alles obeingefurten und darzu sonderlich des allergnedigsten schreibens, so euer ksl. Mt. weilundt meinem vorfarn auß Seuiliene im 26. jar gethan, und irer keyserlichen cassation angeregter, vermeinter lehenschaft, verpflichtung und nichtiger, unrechtmessiger ergebung laut beyverwardten copey und abtruck, mit E und F bemerckt, und zudem ir keyserlichen selbst, durch mein herrn Hg. Friderichen Pfgf. etc. außgesagten vertrostung, das euer ksl. Mt. solliche sach ir eygen und selbs sach sein lassen wollt, und euer ksl. Mt. und des hl. reichs ordnungen und abschid allergnedigst versehen, sie werden es nochmals, inmassen es obernants jungsts Šreichstags alhie auch geschehen ist, angeregter polnischer bitt unangesehen, nit allein darbei bleiben lassen, sonder sich verrer allergnedigst erzeygen, als mein supplication hierinnen, euer ksl. Mt. hievor alhie ubergeben, dero zu uberfluß auch copey hieneben, mit G bezeichent, befinden, mit meinem angehengten erbieten mitbringt. [...]. Datum Regenspurg am 19. Julij anno etc. 41.

    «Nr.323 Supplikation des Deutschmeisters Walther von Cronberg an die Reichsstände – [Regensburg], o. Datum »

    A  Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 229r–230v (Kop.).

    B  koll. Wien DOZA, Abt. Preußen 396/2, fol. 348r–349v (Reinkonz.).

    Nachdem unser allergenedigster her, der romisch kayser, eurn L. und euch kurtzlich furbringen lassen, waß kgl. Wd. von Polnn orator seiner Mt. hievor geschryben und hernachmals durch werbent potschaft mundlich lassen bitten alß beruerendt die acht, so ich uff weisung hochgedachter ksl. Mt. nach gehapter rath Kff., Ff. und stende jungst gehalteß reichstags zu Augspurg an daz kayserliche camergericht doselbst mit urtheil und recht wieder Mgf. Albrechtenn, gewesen homeyster meinß ordenß, der sich jetzt nennt Hg. in Preussenn, und meinß ordenß ungehorsame landschaft alda hab erlengt, auß vermeinten ungrunthen und entheblichen ursachen aufzuheben, abzuthun und zu vernichten, mit beger, irer ksl. Mt. dero rath in dem mitzutheilen, daruff wolten eueren L. und euch wir freuntlicher, gueter und gnediglicher meinung unser unvermeydenlichen notturft nach nit bergen, das wir hochgedachter röm. ksl. Mt. unsern warhaftigen gegenbericht, grundth und ursach, warumb daz billich nit sein soll, so eß auch gescheh, was woll verrer abfalls und unrats darauß mocht erwachsen, in aller untherthenigkeit angezeigt und gebetten, wie alles euere L. und ir solchs hiebey nach lengs haben zu vernemen, fleissig und freundtlich bittend und guetlich begerendt, solchs alleß mit angenemem, guetem willen verlesen zu lossen und anzuhorn, nach gestalt und hochwigtigkeit der sachen zum besten zu betrachten und in iren rath gegen ksl. Mt. dermaßen vernemen und befinden zu lassen, damit wir und unser orden bey unserm erlangten recht und gerechtigkait gelassen und daran nit benachteilt werden, [als]a wir alsdann an euere L. und euch röm. ksl. Mt. zu gehorsam, auch dem hl. röm. reich und allem hohem und niedern adel teuscher [sic!] nationn zugutem, kein zweyfel tragen, sonder nachdem wir die ksl. Mt. bißalher mermals umb irer hilf und execulten [sic!] erlangter acht angesucht, derwegen wir uff diß [sic!] reichstags gewesen sein und an ir ksl. Mt. supliciert haben laut beyliegender copey, derselben rathen, furdern helfen und unserthalben bitten, daß solchem erbarn und rechtmessigen ansuchen bin bedacht eingefurter ursachen-b wilfart Šwerde und volg geschehe. Darbey sein wir, wie in derselben begrieffen, zu setzen wiedermalß erbietlich und sich euere L. und ir gemeinlich und sonderlich hierinnen dermassen erweysen, wie sie in gleichen fall c(darvor ein yeden Got verhutten wolle)-c selbß gern gehapt hetten und ein reichstandt dem andern schuldig ist, dund das ein solchs zu kunftiger gedechtnuß dem kayserlichen und reichsabschiedt eingeleibt werde-d. Daz umb dieselben eur L. und euch mit allen willen zu erwiedern, vleissig und freuntlich zu verdienen und zu beschulden, sollen und wollen wir alzeit berait und ungespart erfunden werden.

    «Nr.324 Supplikation des Deutschmeisters Walther von Cronberg an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 24 »

    A  Brüssel AG, Secr. d'Etat allemande 773, fol. 141r–145v (Kop.); DV fol. 145v1: Zu Regenspurg am 24. Julij anno etc. 41 ubergeben.

    B  koll. Brüssel AG, Secr. d'Etat allemande 773, fol. 146r–151v (Kop.).

    C  koll. Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 167r–172v (Kop.).

    D  Wien DOZA, Abt. Preußen 396/2, fol. 363r–367v (Reinkonz.); AS fol. 363r: Ahn ksl. Mt. vom hern hoch- und teutschmeister Walthern, ksl. Mt. ubergeben zu Regenspurg am 24. Julij anno 1541.

    Druck: Lanz, Correspondenz Bd. II, Nr.475, S. 318–322.

    Uff das furhalten, so mir von euerer ksl. Mt. wegen, belangend die bitt khoniglicher Wd. zu Polnn, euerer ksl. Mt. und des hl. reichs acht, darein Mgf. Albrecht von Branndenburg, der sich nent Hg. in Preussenn, sambt meins ordens landtschaft vergangner jaren erclert, uffzuheben2, verruckter zeit allergnedigst geschehen, hab ich zur fursorg meyn gegenbericht und ursachen, warumb adas nit sein soll–a, zeitlich gestelt gehabt, wie dan hiebey befunden, im falle der notturft inne uff euerer ksl. Mt. begern, auch Kff., Ff. und stend des hl. reichs zu furderung der sachen megen ubergeben, und verhofft, es solt bey obberurtem anlangen pliebenb sein. So ist mir aber gestert nachmittemtag auß dem verordneten reichsaußschuß zudem ein furbittschrieft [Nr. 316] von etlichen meyn hern chur- und fursten und etlicher abweßenden bothschaften Šberurter sachen halben allererst auch zugeschickt worden, des anhangs, wo ich, uff solchs alles etwaß eintzubringen, furhett, das in bedacht gelegenheit diß reichstags unverzuglich zu thun, das ich der eyl halben nit one sonder beschwerd vernomen, und hierumb so thet meyn und meyns ordens hohe notturft warlich wol erfordern, das ich von wegen desc inhalts gerurter bittschrift, sovill mir zu grundtlicher ableynung derselben nott und ich nit allhie habe, ein geraum bedenckhen zu bitten, und ich aber ermiß, wo das beschee, daß mir solchs villeicht anderst dann zur notturft beygelegt werden mocht, und ich euere ksl. Mt., sovill an mir ist, dißmals darmit nit uffhalt, so will ich in underthennigkeit das ersparen und repetir gegen und wider die gemelte furbittd allen angeregten meynen warhaftigen gegenbericht sampt ingeleipten, gottlichen, loblichen, rechtmessigen und grundtlichen ursachen.

    Und daß ferrer namhaftiglich in gerurter furbitt angeregt, als solt uff mein ungestim anhalten und auch under anderm von wegen verenderung der religion obermelt acht ergangen seyn etc., das wirt auß den gerichtlichen acten, deßgleichen euerer ksl. Mt. mandat, zu Augspurg außgegangen, mit A, und dem letsten executoriall wider die landschaft, hiebey verwart mit H betzeichnet, meins versehens nit erscheinen, sonder daß ordenlich, sittig und zeittiglich procediert, auch solche acht allein uff die vereusserung und ungehorsamen nit-abtrettung des landts und anders gegrundt und darumb und auch nichtigkeit seiner handlung und euerer ksl. Mt. cassation derselben, so soll und mag die schwebend, stritige, angezogen religion, deßgleichen auch, das gedachten Mgf. Albrechtenn konigliche Wd.e, an euerer ksl. Mt. cammergericht zu erscheinen, verbotten haben und er dardurch, sein unschuldt furtzuwenden, verhindert worden sein soll, billich hierinnen nit furstendig seyn. Ich khann auch sein außpleiben dem nit zumessen, sonder das er bey ime und andern befunden, daß er, mir von meins ordens wegen vor euerer ksl. Mt. camergericht umb sein unzimlich ubung red und antwurt zu geben, schuldig gewest, dieselben auch mit Gott und fuegen nit getraut zu verthedingen, aussenpliebenf.

    Daß aber weitter eingefurt wurt, was ine zu seinem abfall und vermeinter ubergebung meynes ordens landts hab bewegt und pillich soll entschuldigen, hat euere ksl. Mt. auß meynem bericht, jungst gehaltens reichstags allhie in dieser sach gegeben und hiebey mit D beschrieben, zu vernemmen, wie muttwilliger- und ungeburlicherweiß uber manigfeltig warnung er solchen krieg erweckt und, ob gleich die ding, wie vermelt, an ine selbs also zu erkhennen, das er des eyn anraitzung und schuldt were und darumb billich zu entschuldigung nit gedienen mag. Das ime aber sein begangne that darumb frey geweßen, er auch antzeigtermaßen von den underthan ersucht und daß, wie vermelt, beym khonig gestanden und dieselbig von meim orden auch, wider Šdie unglaubigen zu streitten, ye eyniche verhinderung gescheheng sein soll, in dem sein die ernanten chur- und fursten und der abwesenthen botthschaften zu viel milt bericht. Es wurt sich auch verhoffenlich nit erfinden, aber woll, mit was geschwinden, arglistiger practic etlich sein verordnete anhenger des verschiennen 24. jars, als er zu Nurnbergh was, zu Barttennstein eyn solchs bey etlichen ordenspersonnen und landtsessen mit furmalung mancherley nutz und wollfarth, so inen allen und jeden, auch landen und leutten daraus erfliessen wurde, den bescheen abfall angericht, auch darmit es dester baß zuwegen pracht werden mocht, das er neu prediger, mein orden und sonst die alte cristlichen religion zu vernichten und zu schenden, in das lant geschafft und durch dieselbeni bey andern landtstenden furgeben lassen, jdes betheidingt compromiß zwischen der cronn Poln und meynem orden außzufuren–j und land und leuth dardurch zu eynnem annemblichen, guten friden zu bringenk, auch meynem nechsten vorfarn und den jungst abgestorben meister von Leyfflanndt und weylundt Hg. Erichen von Braunschweig und andern meyns ordens personnen in Preussenn seeligen dergleichen spigelfechten gemacht undl dardurch dahien bewegt, das meyn vorfarn ime 7.000 fl. in golt und, bin ich recht bericht, der meister in Liefflanndt 12.000 philipsgulden, deßgleichen gedachter Hg. Erich und ander personn meyns ordens in Preussenn auch irem vermegen nach zusamengeschossen und, darmit er den angesetzten tag geen Preßburg mocht besuchenm, furgestreckt und dartzu meyn vorfarn, deßgleichen der meister von Leufflanndt etlich ire gebietiger daselbsthien geen Preßburg verordnet, alda dann auch etlich preussisch gebietiger sambt etlichen landtstenden uff bemelts Mgf. Albrechts begern erschiennen, zuversichtiglich, nvon den dingen zu handlen–n.

    Daß sie aber abgesondert und gerurter abfall heimlich gehandelt und darnach zu Cracaw ins werckh getzogen worden und viel meins ordens personen und der landtschaft arglistiglich dardurch und, daß oeuerer ksl. Mt. und etlicher anderer gutter will auch darbey were–o, und die andern mit trauen [= Drohen] und sonst etlich in ander weg anhengig gemacht, ab dem allem und mererm, Šso ich viel antzutzeigen wist und euere ksl. Mt. itzt darmit nit beschweren mag, ich nit anders achten khann und mag, dan daß er angetzogen krieg fur sich selbs darumb furgenomen, mit ime die land zu Preussenn in armuth und verderben und zudem das teutsch und lyfflendisch gebieth von irem vor- und in unrath zu pringen, uff das er dester stattlicher und unverhinderter zu seinem begangen ubel mocht khomen und das erhalten. Mir zweiffelt auch gar nit, wer er, wie seiner pflicht und schuldigkeit nach billich geschehen, meinem orden zuguth die landt zu Preußen bey demselben zu behalten, als ime und andernp die eintzutziehen, gemeint geweßen, es werhe mit bebstlicher Hlt., auch euerer ksl. Mt., Kff., Ff. und stend des reichs, auch dem adel teutscher nationq vorwißen und bewilligen gleich als stattlich und woll mittel und wegr des fridens zwischen ime und sonst gemeynem meynem orden und desselben landen und leuten als durch seinen verwißlichen abfall zu finden und zu bekomen gewests. Und hierumb und dieweil im baß getzammen hat, aller beschwerden und ubels zu gewarten und zu leiden dann beschenermaß zu handeln, so mag ine solch vermeint furpringen auch nit schutzen. Das er aber uber euerer ksl. Mt. gnedigst verglaithung allhie auß angetzeigten ursachen nit erschienen sein soll, das laß ich uff ime selbs beruhen, acht, es sey nit seyn gemut gewest, sonder das bescheen ansuchen allein darumb dargerurt, ob es ime abgeschlagen werden, das ers zu seinem vorteil hett megen erbraitten.

    Und will mich dem und allem meinem bericht und treffenlichen, gegrundten ursachen nach nachmalß getrosten, wie in der andern hiebey meyner ubergeben supplication verleybt und durch mich demutiglich gebetten worden ist, und daß euere ksl. Mt. als eyn loblicher, gerechter kayser mir und meynnem orden zur execution verhelfen und darab das, so villgemelte chur- und fursten entgegen beschwerlich furwenden, nit laßen abwegen, dann diese sach nit allein meyns ordens, sonder Gottes und euer selbs ksl. Mt. und des hl. röm. reichs, auch alles hohen und nidern adels teutscher nation ist, angesehen, daß im selben meinem orden bißallher viel geborne fursten, graffen, freyen hern und von der ritterschaft allen gechlechten nit zu kleynner wollfarth darinnen enthalten Šund auch das röm. reich nach uberkhomen desselbigent von den unglaubigen etlich hundert jar her als ein vormaur mit gnaden des hern ist beschutzt und beschirmbt worden und, wo gerurter preussischer abfall widerbracht, mit hilf Gottes noch nit solt mangeln und deswegen als ein gemeiner, offenbarer nutz dem angetzogen, besondern, uffgemutzten, besorglichen schaden ugar nit nachzusetzen, hieruber das auch alle mein bißallher geubte handlung mit nit der geringsten, bittenden chur- und fursten voreltern, vorfarn und selbs willen und gefallen ergangen–u. Das sollen und wollen ich und die glider meins ordens, wie ich mich mermals erbotten, gehorsamlich verdiennenv.

    «Nr.325 Stellungnahme der Reichsstände zum Antrag Kg. Sigismunds I. von Polen auf Aufhebung der Acht gegen Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, o. Datum  »

    Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 186r–188v; DV fol. 188v: Preussen. Kff., Ff. und stende des reichs gutansehen suspension halben der preussischen acht, ksl. Mt. uff dem reichstag zu Regenspurg anno etc. 41 anzeigt.

    Allergnedigster herr keyser! Als euer ksl. Mt. Kff., Ff. und stenden ein supplicacion zustellen lassen, darin der orator kgl. Wd. von Polen an euere ksl. Mt. supplicirt und gebetten, das euere ksl. Mt. nit gestatten wollen, das die acht, so der administrator des hoemeisterampts in Preussen etc. gegen Mgf. Albrechten an euerer ksl. Mt. chammergericht erlangt, vil unraths zu verhutten, den inwonern in Preussen etwas schaden bringe etc., uff welche supplicacion hochgemelter administrator alle sein gerechtigkeit, so der teutsch orden in dem landt in Preussen haben soll, gemeinen stenden nach der lenge angezeigt, und sonderlich, das er die acht mit euerer ksl. Mt. vorwissen, auch mit zeitigem, vorgehaptem rathe seiner hern und freunde und des ordens erlangt, mit angehefter bitt, die acht nit aufzuheben oder des orators begern statzugeben, sonder zu widerpringung des lands Preussen dem teutschen orden mit statlicher hilf zu erscheinen etc., haben Kff., Ff. und stende den handel mit gutem vleiß erwogen und bedencken, das vast schwerlich, auch euerer ksl. Mt. reputacion und hocheit nachteilig und die acht, so rechtlich an euerer ksl. Mt. chammergericht vermog desselben ordnung erlangt und ergangen, uffzuheben oder zu cassiren. Nit minder achten auch gemaine stende beschwerlich, das in diesen schwynden zeitten und leuften, auch dem geferlichen turckenzugk die acht Šgegen Preussen, dieweil sich kgl. Wd. zu Polen der sachen auch underfahet und annympt, wircklich geprauchen zu lassen, haben derhalben gemeine stende fur gut angesehen, auch mit hochgedachtem administrator handeln lassen, die acht mit irer execucion ein zeit lang zu suspendiren und in etlich commissarien, die in sachen gutlich handeln mochten, zu bewilligen, mit anzeig allerley beweglichen ursachen. Darauf gedachter administrator nach vilfeltiger handlung in die suspension der execucion der acht, wiewol mit beschwerung, drey monat bewilligen wollen, welchs aber die stende dem handel ganz unfruchtbar und nit furtreglich achten.

    Mitlerzeit haben kgl. Wd. zu Polen Kff., Ff. und stenden schreiben und ire gerechtigkeit, so sie zum landt Preussen zu haben vermeint, den stenden anzeigen lassen, mit gnedigem begern, bey euerer ksl. Mt. anzuhalten, damit die acht, die zu vilen bosen ursachen geben mocht, ganz uffgehoben und cassirt, auch kgl. Wd. und dem marggrave etc. ire eher und wirde widerumb restituirt werden etc., alles ferrer inhalts derselben koniglichen schrieften. Dieweil nun die sachen dermassen gestalt, das allerley unraths und widerwill darauß ervolgen, sehen gemeine stende fur gut an, euere ksl. Mt. hetten nochmals mit gemeltem administrator handeln, das er in etlich commissarien, so euere ksl. Mt. zu gutlicher handlung verordnen, bewilligen und die acht zwey jhar lang suspendiren lassen wolt und das die commissarien nit allein beyde teil, sonder auch des reichs gerechtigkeit erkunden, damit das landt in Preussen bey dem reich behalten werde. Achten die stende, werde dem handel dinlich und fruchtbarlich erspriessen, wollen doch solichs alles zu euerer ksl. Mt. fernerm, gnedigen bedencken gestelt haben.

    «Nr.326 Zusammenfassung der die Acht gegen Hg. Albrecht von Preußen betreffenden Supplikation Kf. Joachims II. von Brandenburg und anderer Fürsten sowie der Supplikation des Deutschmeisters und Stellungnahme des Supplikationsausschusses – Regensburg, o. Datum »

    A  Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 183r–184v (Kop.).

    B  koll. Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 189r–190v (Kop.).

    C  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 11 Nr.23 Fasz. 3, fol. 13r–14r (Kop.); AV fol. 14r: Copien der reichsstende berathschlagung, gutbeduncken und beschlus der preußischen acht halben, aus der keyserlichen cantzley entpfangen, Sontags, den letzten Julj 1541 [1541 Juli 31] zu Regensburgk.

    Joachim Mgf. zu Brandenburg Kf., Wolff F. zu Anhaldt, des Kf. zu Sachssen gesandter, Hg. Otheinrich Pfgf., Mgf. Jorg, Hg. Philips Pfgf., Lgf. zu Hessen, Mgf. Albrecht, Johanns und Joachim Ff. zu Anhalt, Hg. Wilhelm zu Braunschweig, Albrecht Hg. zu Braunschweig, Hg. Heinrichs und Ernst zu Sachssen gesandten, wirtenbergische gesandten haben ksl. Mt. supplicirend ersucht [Nr. 316]. Zeigen an, wie gegen Hg. Albrecht, Mgf. zu Brandenburg Šin Preussen, verschienner jar das kayserliche camergericht uff embsig anregena des Teutschen Ordens vorgeladen, sey sein fstl. Gn. durch ernste inhibition des Kg. zu Polen, ire unschuld vorzuwenden, verhindert worden und dardurch tringende noth den fridt, wie ir kgl. Wd. zu Polen geben, annemen mussen, sey daraufb sein fstl. Gn. in die acht declarirt. Bitten derhalb undertheniglich, solich acht allergnedigst abzuschaffen, dan solt die execution uff die publicirte acht ergeen, were inen, auch andern stenden zu ertragen unmoglich, angesehen, das sie und andere stend der cron zu Polen dermassen genachbart, dohin ir handel und hanthierung tragen, das sie zu allem menschliche[n]underhalt Polen nit entrathen mogen, zudem, wes ksl. Mt. selbst und iren erblanden daran gelegen. Das umb ksl. Mt. wollen sie neben gedachtem irem vetter, bruder, oheimen, schwager und freundt, mit darstreckung leibs, guts und pluts zu verdienen, allerunderthenigst gantz willig sein.

    Daruff der administrator des hohenmeisterthumbs in Preussen und meister Teutschordens ksl. Mt. underthenigst ersucht [Nr. 324], ime und seinem orden zu execution zu verhelfen.

    Bedenckt der ausschuß, dasc Kff., Ff. und stend die ksl. Mt. underthenigst betten, das nach gelegenheit und gestalt solicher sachen ir ksl. Mt. und kgl. Wd. zu Polen sich uff etliche persone, in der sachen zu handeln, verglichen, durch weliche die zum besten entscheiden werden mocht, und das mittlerweil die acht in allen weg suspendirt wurde1.

    «Nr. Š327 Bericht Christophs von Kreytzen über seine letzten Aktivitäten in Regensburg und nach Ende des Reichstages – o. Ort, [1541 nach Juli 28] »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Reinkonz.); DV v. a. Hd.: Bericht und relation Cristoffen von Creytzen der acht und anderer sachen halben, zu Regensburgk ufm reichstage verhandelt, 1541; DV v. 3. Hd.: ungelesen.

    Uff vielfeltigs, hohes, embsigs und unachleßlichs anhalten, bitten und ermanen, bei dem Kf. zu Brandenburg und Mgf. Georgenn, verner durch dieselben und auch den polnischen gesandten bei Pfgf. Friderichen, Granuella, Nauis und röm. kgl. Mt. selbst, Ungnad, Ferenberger und mehr andern, wher nur zu ersuchen fur gut angesehen worden, bescheen, hat ksl. Mt. ungefherlich 14 tag vor irem abschiede dem verordenten ausschus der reichsstende, in der sachen der acht halben zu handeln und seiner Mt. des vernern bericht zu thun, auferlegt, welche, als sie den handel erwogen, dem teuzschenmeister, wes der polnische gesandte bei ksl. Mt. geworben [Nr. 313], sampt der fursten supplication [Nr. 316] zugestelt, sein gemuth und, wes ehr dagegen zu sprechen etc., zu eroffnen. Also hat derselbig meister ezliche gegenschriften [Nr. 324] ubergeben.

    Und wiewol ich mich bei Dr. Melchiorn Kling etc. beflissen, welche[r] solche schriften zu sich gebracht, das ich deren hette abschriften erlangen, denn ich auch die konigliche instruction, aweil die so gruntlich nach irem buchstaben von dem koniglichen gesandten nicht ubergeben worden–a, zu mehrerm bericht, wissenschaft und der sachen zugute zustellen wollen, so hat ehr doch, weil ehr unpartheisch handeln muste, dasselbig uff mein anregen abzuschreiben one wissen und willen der andern des ausschus von sich zu geben, dergleichen einichen bericht von mir oder einichem part anzunemen, beschwer gehabt, aber sich dennocht erbotten, solhen des meisters bericht zu verlesen und alsdann die sache, sovil ime eerlich und moglich, das es auch euern fstl. Gn. nicht nocht[eilig] sein solte, zu verfurdern helfen, letzlich aber [uff] mein verner anregen hat ehr gleichwol in der menzischen canzley mit Dr. Casparn etc. so [vil] gehandelt, das mir solche handlung abzuschreibenb zugestelt ist worden.

    Volgends, als der ausschus den handel uff des meisters bericht weitter erwogen und befunden, das kgl. Mt. zu Polenn das landt Preussen fur das ire anziehen und verteidigen wolt, das gegentheil aber, dasselbig sich anzumassen und zum reich gehorig zu sein, vermeint, haben sie daruf ir gutbeduncken gestelt und geschlossen, wie mit A bezeichent zu befinden [Nr. 325, Nr. 326], und volgends den churfursten uberantwort, welche inen nach gepflegtem rathe sampt den andern stenden alles dasselbig gefallen lassen.

    Aber wiewol nu hoher, ungesparter vleis ist angewandt worden, das solch der stende gutbeduncken ksl. Mt. hette angebracht und durch dieselbe also Švollzogen und expedirt hette mogen werden, so ist es doch uber alle gehabte muhe und vleis durch vorhinderung der fursteenden abschiedshendel und ksl. Mt. eilenden abzugs, dahin zu bringen, nicht erheblich gewest.

    Hab dennocht nach ksl. Mt. abschiede nicht nachgelassen, bei dem Ebf. von Meintz als des reichs canzlern ins vleissigiste anzuhalten, solch der stende gutbeduncken zu expediren. Sein kfl. Gn. hat sich aber, des zu thun und zu undernemen, weil sie des kheinen bevelh, entschuldigt.

    Dieweil aber sonst noch viel andere supplicationes und hendel ausserhalb des reichs sachen, darumb ksl. Mt. zulezt ires abreisens von vielen leuten, die es belangt, kniehendt ersucht und angeruffen worden, aber dennocht zu keinem abschiedt komen mogen, unentschieden geplieben, haben die stende röm. kgl. Mt. angesucht, solche sachen alle, dabei auch euerer fstl. Gn. sach gewest und gemeint, zu expediren. Daruff sich sein Mt. vornemen lassen, die hetten des kheine macht noch bevelh, sonder wolte an ksl. Mt. schreiben oder schicken und sich befleissigen, das sein Mt., des zu tun, macht und bevelh erlangte. Ir Mt. ist aber auch sampt dem erzbischoff darvon gezogen und diese handlung ligen lassen.

    Aber nichtsdestweniger haben dennocht die churfurstlichen und furstlichen rethe, so noch biß uf den ersten Augusti zuruckheplieben, solche hinderlassene handlung alle dem secretarien Obernburger, der auch noch aldo verharret, zugestelt und gebeten, bei ksl. Mt. ufs vleissigiste zu sollicitiren, das röm. kgl. Mt., solche sachen und, wes die stende darinne fur gut angesehen, zu expediren, auferlegt mocht werden, welche ehr also angenomen und, demselben nachzukhommen, sich erbotten etc.

    Nun wher ich wol bedacht und willens gewesen, uff solch der stende gutbeduncken ksl. Mt. biß gen Inßbruck zu folgen und zu versuchen, ob ich doruf irer ksl. Mt. bewilligung und abschiede schriftlichen ingrossirt hette erhalten mogen. Dieweil ich aber durch einen keyserlichen secretarien, auch den Obernburgern selbst, Dr. Mezsch und andere bericht worden, das sich ksl. Mt. underwegen gar keiner handlung undterfehet, zudem der H. Granuella selten bei seiner Mt. sey, sonder seinen sonderlichen weg eintweder ein tagreise vor oder nach ksl. Mt. furneme, cwie ich dann selbst, das ir Mt. ir regiment unordentlich fhuret, gesehen–c, desgleichen der Obernburger auch noch zuruckheplieben und mich dahin beredt, das ich nur eittele, vorgebliche reisen und uncosten thun wurde, welchs mich dann also zuruckhegehalten. Und hab derwegen nichsdestweniger mit dem Obernburger verlassen, demselben auch zu einem gedechtnus das bernstein paternoster sampt dem ringe und einem memorialzedtel, wie mit B signirt zu vermercken, zugestelt und neben Dr. Mezschenn von des Kf. zu Brandenburgs wegen gebeten, ime die sachen lassen bevolhen sein und vermog des memorialzedtels bei ksl. Mt. ins vleissigiste zu Šverfurdern, auch mir ins erste, wie es sich dorin erhelt, zuzeschreiben1, welchs alles ehr zu thun sich gutwillig erbotten und zugesagt hat. Als ich ime aber das paternoster nochmals dieser gestalt angebotten, wie euere fstl. Gn. von irem diener wehren vorstendigt worden, das ehr, der Obernburger, etzliche bornsteinkörne gerne haben wolt, derwegen hetten euere fstl. Gn. ime solchs und nicht als ein geschenck zu uberantworten, bevolhen, waruf ehr sich dann voriger weigerung desselben entschuldigt und angezeigt, es wher im ersten, do ehr sich des noch unvordient wuste, bescheen, nachmals dasselbig also zu danck angenomen.

    Hieneben hab ich auch den keyserlichen secretarien, Erhardus genant2, mit dem ich mich sambt dem polnischen gesandten in sonderliche kuntschaft eingelassen und ezlich mal geselschaft geleist zu Regensburg, personlich gebeten, diesen handel auch also neben dem Obernburger verfurdern und vorzustellen helfen, des ehr mir dann verheischung gethan, volgendts inen nach seinem abscheide auch schriftlich ersucht und erinnert.

    Es hat auch der konigliche gesandte dbißhere keine andere antwort, dan eueren fstl. Gn. vormals einen lateinischen zedtel zugeschickt und hiebei mit D signirt, erlangen mogen, auch itzt–d, wie ksl. Mt. verruckt, mit einem brieve abgefertigt worden, ungefherlich dieses inhalts, das ksl. Mt. irem vorigen schreiben und erbieten nach diesen handel an die reichsstende hette mussen gelangen lassen, wie auch bescheen. Nu wurde kgl. Mt. durch ire bothschaft, wes vleiß ire Mt. dorinne furgewandt und wes in dem durch die stende vorhandelt und fur antwort erlangt, vorstendigt werden etc. eHiruf hat der gesandte von ksl. Mt. selbst seinen entlichen abschiedt genomen, do ime ksl. Mt. muntlich angezeigt, ime solte–e noch ein brief aus des reichs oder mentzischen canzlei Švon wegen seiner Mt. und des reichs zugestellet werden, darinne vorleipt sein sollt, wes sich die stende in diesem fhal entschlossen und fur gut angesehen. Der gesandte hat aber denselben brief auch nicht erlangen mogen, sonder, wie obgemelt, den andern tag nach ksl. Mt. verruckung seinen abschiedt nemen mussen. Und ist ime nicht wenig beschwerlich gewest, des ehr sich auch gegen mir hochlich beclagt, das ehr nach so langem verzugk und viel gehabter muhe eueren fstl. Gn. nach irem willen und wolgefallen, wie ehr dann herzlich gerne gethan hette, nicht mehr dienen noch ausrichten hat konnen etc.

    Also bin ich auch Montags, den 1. Augusti von Regensburg geschieden und dem Kf. von Brandenburgk biß gen Leibtzig gefolgt [und bei] seinen kfl. Gn., auch dem von Schlieben angehalten fund verlassen–f, das bei erster bothschaft ein schrift durch sein kfl. Gn. an röm. kgl. Mt., wie die copei mit C außweiset, vorfertiget, desgleichen dem Konigsmarckt etc., welcher auch in des churfursten dienstverphlichtung ist, fur sich und durch gH. Hansen Hoffman, des hofmeister ehr, der Konigsmarckht, ist–g, und andere mittelpersonen bei kgl. Mt. anregung zu thun etc., geschrieben sol werden, gleichsfals bei zufelliger botschaft ksl. Mt. und Dr. Nauish auch schriftlichen zu ersuchen, iwo es dem romischen konig nicht bevolhen, das es durch ksl. Mt. vortgestelt wurde–i. Und damit solche schriften dest ehr gefurdert und in kein vorgessen gestelt, hab ich des churfursten secretari Gregern 5 fl. zu einem gedechtnus geschenckt, auch allerseits des von Franckfort aus nochmals schriftliche erinnerung gethan.

    Verner hab ich zu Leipzig hochgedachtem churfursten aller gethonen gnediger furderung von euerer fstl. Gn. wegen geburliche dancksagung gethan und daruff umb den schultbrief und ein gnedigen abschiedt gebeten. Hiruf hat sein kfl. Gn. vormelt, wes dieselb gethann, wher gerne von ir gescheen, als die, so eueren fstl. Gn. [...?] mehr andern zu dienen freuntlich geneigt. Sein kfl. Gn. befunden auch, das ksl. Mt., auch die stende so gar hart wider euere fstl. Gn. nicht wheren, allein das Peirenn zum theil was unfreuntlich vormerkt wurde, und ließ sich sein kfl. Gn. beduncken, wann euere fstl. Gn. nur mit der sachen gar stillschwiegen, wurde sich wol selbst zu tode bluten etc. Daneben gebeten und fur gut angesehen, euere fstl. Gn. wolten seinen kfl. Gn. Anthons von Schonbergs halben beantworten, denn wo der mit antwort verlassen, wurde ime nicht zu geringem nachteil gereichen, und wher ein man, der wol dienen khann. Derhalben wolt sich euere fstl. Gn. dorinne der billigkeit erzeigen, damit der sachen einmal abgeholfen, mit angehengter bith, euere fstl. Gn. wolten seine kfl. Gn. mit hubschen hirschgeweyhen vorsehen etc.

    Desgleichen sagt der von Schliebenn, das ehr röm. ksl. und kgl. Mt. gemuthe gegen euere fstl. Gn. nicht ungewogen vormerckh und das [sich?] [...?] der Šsachen nur solten zu ruhe und zu friden geben etc. Item, reth und bith auch, des von Schonbergs halben zu antworten, mit anzeig, wes nachteil daraus erfolgen mocht und das, wo die sach nicht vorglichen, der von Schonberg euere fstl. Gn. kunftig vor dem camergericht furnemen mochte. Ehr wher ein vordient man und hette sone, die mochten vileicht einmal die sach dahin treiben, sie zufrieden gestelt werden musten.

    Daruff hab ich zu Leipzig mein abschiedt genomen und mit dem von Schlieben, auch in der canzlei verlassen, wann von röm. kgl. Mt. in obangezeigten sachen einiche antwort ankheme, das dieselbigen, wo euere fstl. Gn. nicht eigne bothschaft zur stelle hetten, bei einem eigenen bothen uff euerer fstl. Gn. uncosten an dieselb unverzoglich solle gefertiget werden, desgleichen den schultbrief ins erste an der handt zu bringen, damit derselbig auch eueren fstl. Gn. gewißlich moge uberliefert werden etc.

    Item die coadiutoren und den Gf. von Manderscheidt zu gedencken, der [...?] und stetten.

    Was des procuratoriumbs halben verhandelt und waruff es dismals vorplieben: Nachdem mein gnediger herr, Mgf. Georg, alweg vertrost, euere fstl. Gn. uff mein anwerben nach gehaltenem reichstage zu beantworten, hab ichs biß zu der zeit mussen beruhen lassen und mitlerzeit mit dem licentiaten, Cristoff Straß genant, welcher dem jungen hern von Mgf. Georgen zugegeben, als fur mich selbst underredung gehabt, mit vormeldung, warumb das procuratoriumb bißhere nicht vortgestelt und das es vieleicht mein gnediger herr, Mgf. Georg, one mitbewilligung des jungen hern uffzurichten beschwer haben mochte. Derwegen mich deuchte, ob nicht ein weg sein solte, das der jung herr, wenn der fhal mit jeueren fstl. Gn. beschee und one menliche erben abging, das der junge her mit meinem gnedigen herrn, Mgf. Georgen, zugleich Preussen und, was euere fstl. Gn. vorließ, erben–j und das der jung her neben Mgf. Georgen das procuratoriumb numehr aufrichten thetten. Idoch, wes der licentiat in diesem fhall also der sachen zugute mit dem jungen hern verhandelte, zweifelte ich nicht und wolte mich vorsehen, euere fstl. Gn. wurden es umb sein person in gnaden unvorgolten nicht lassen. Wie aber der licentiat mit dem jungen hern uff diesen weg gehandelt, hat es seine fstl. Gn. abgeschlagen und wendt diese beschwerung fhur, das seine fstl. Gn. das gewisse, so sie onedas, wan sich der fhal mit kMgf. Georgen–k begebe, gewertig wheren, verlassen must, lund bedechte, das es Preussen halben noch weithleuftig, doch–l hett kgl. Mt. seinen fstl. Gn. ethwas vorliehen, wolte sich dieselbe des auch getrosten und sich Preussen halben weitter nichts annemen. Acht auch von unnoten, sich derwegen in vernere muhe und arbeit zu stecken etc.

    ŠWeil dann diß also unerheblich vormerckht, hab ich als fur mich abermals dem licentiaten diesen furschlag gethann: Wann der erbfhal durch todtlichen abgang Mgf. Georgens und seiner fstl. Gn. erben an den jungen herren kheme, das sich euere fstl. Gn. der lande alsdan nichts anmasten. Wo aber der junge her abgienge, so mochte euere fstl.Gn. sampt Mgf. Georg und desselben erben zu gleicher regirung mseiner Gn. verlassenen lande und herschaft–m eintretten etc. Hiruff hat mich der junge herr zu sich bescheiden ndurch obgedachten licentiaten–n und ime diese meynung gefallen lassen, mit vermeldung, das sich Mgf. Georg in diesem fhall mit seinen fstl. Gn. nicht entschuldigen dorfte, sonder seine fstl. Gn. where, dasselbig uff angezeigten fhall uffrichten zu helfen, urbutig und wolt sich hinwiderumb vorsehen, euere fstl. Gn. wurde sich gegen seinen fstl.Gn. auch alles freuntlichen, vetterlichen willens erzeigen und halten etc.

    Volgends, nachdem sich der reichstag geendet und mein gnediger herr, Mgf. Georg, anheims geeilet, hab ich zuvor abermals gegen seinen fstl. Gn. meinen auferlegten bevelh widerholet, dieselbe uffs hochste ermanet, erinnert und gebeten, in dem, wes ir selbst und eueren fstl. Gn. daran gelegen, wol zu bedencken und den handel einmal vortzustellen, sonderlich daruff bedacht zu sein, damit euerer fstl. Gn. in dem testament der ungarischen und schlesischen guter halben nicht vorgessen, sonder bruderlich bedacht und mit eingezogen mochten werden, daneben angezeigt, das der junge herre nicht ungeneigt sein wurde, das procuratoriumb uf obberurten fhall zu bewilligen, ufzurichten und an ime keinen vleiß erscheinen zu lassen. Bei solhem meinem anwerben ist der canzler Dr. Heller gewesen ound angezeigt, wann es gleich der junge herre bewilligte, wurde es doch der Kf. zu Brandenburg nicht zulassen, dagegen ich den Ebf. von Meinz, warumb der vom churfursten in der belehenung vorgesezt, furgehalten. Doruff vom canzler geantwort, das solchs vom churfursten bescheen, wher dorumb auch nicht recht, aber unangesehen–o solchs alles, nach vielfeltigen anhalten, bitten und vermanen (do auch seinen fstl. Gn. nicht wol gleublich gewesen, das der junge her in das procuratoriumb willigen solt, ich auch nie kheine beharrliche audienz haben mogen) hat sich seine fstl. Gn. in kheine antwort einlassen wollen, sonder mir zum abschiede, als seine fstl. Gn. den 28. Julij von Regensburg zu reisen geeilet, vormelt, dieselb wuste eueren fstl. Gn. hiruff nichts zu antworten noch darinne zu handeln oder schliessen, biß euere beide fstl. Gn. einsmals selbst zusamen- und beieinanderkhemen. Hiruf phab ich seinen fstl. Gn. furgeschlagen, wan es jhe an der zusamenkunft gelegen sein sol, sein fstl. Gn. solchs zu gescheen ins erste verfurdern helfen. Es hat sich aber seine fstl. Gn. abermals und, das dieselb itziger zeit mit dem jungen hern zu Šthun, entschuldiget, und–p hab also auch von seinen fstl. Gn. meinen abschiedt nemen mussen.

    Und nachdem seine fstl. Gn. und der junge herre umb die lande irer fstl. Gn. herschaft in Franken den 24. Julij geloset, do Mgf. Georgen das niderlandt und dem jungen herren das oberlandt oder gebirg zugefallen, hab ich seine fstl. Gn. umb die nottel der erbtheilung, wie die ezlichermassen, dann sie eueren fstl. Gn. vorhin uberschickt, geendert, angelangt, die aber des canzlers halben nicht bekhommen mogen. Als hab ich mit Knoblochsdorff mit vermeldung des jungen herren gemuets verlassen, mit Mgf. Georgen ins vleissigiste zu handeln, domit das procuratoriumb einsmals ufgericht und zwischen allerseits eurer fstl. Gn. freuntlicher, bruderlicher wille erhalten moge werden, auch eueren fstl. Gn. die gedachte notel sampt dem beibrieve der geistlichen guter etc. ins erste zu uberschicken etc.

    «Nr.328 Kg. Ferdinand an den Deutschmeister Walther von Cronberg – Linz, 1541 Oktober 18 »

    Wien DOZA, Abt. Preußen 396/2, fol. 373r–375v (Kop.).

    Erwirdiger furst, lieber andechtiger! Nachdem die röm. ksl. Mt. etc., unser liber bruder und herr, auf jungst gehalten reichstag zu Regenspurg von kgl. Wd. zu Polnn durch derselben botschaft fur Mgf. Albrechtenn von Branndennburg zum hochsten angesucht und gebetten worden, das ir L. und ksl. Mt. die acht, darein bemelter Mgf. Albrecht von wegen des herzogthumbs Preussen erkhlart ist, aufheben wollte, und ir L. und ksl. Mt. daruber von gemaynen chur- und fursten des röm. reichs in rat befunden, das ir L. und ksl. Mt. die wurckhung der acht auf ain jar lang suspendiern und enstellen [sic!] moge und mitlerzeit zu guetlicher hinlegung des irrthumbs, so sich zwischen ksl. Mt. von wegen des hl. röm. reichs und dem Kg. von Polnn obberurts herczogthumbs halben halten ist, von idem tail zween underhendler gegeben werden, die allen muglichen vleis furwenden sollen, solche irrung zu gutlicher ainigkeit und vergleichung ze bringen, hat uns darauf hochgedachter [sic!] ksl. Mt. durch derselben vicecanzler Dr. Johann Nauis jezo erindern und berichten lassen, das ir L. und ksl. Mt. angezeigter suspension der acht und der furgenomen gutlichen underhandlunng genediglich statgeben welle, und uns aufgelecht, das wir in namen irer ksl. Mt. derselben camergericht im hl. reich solche suspension verkunden wellen, wie dann beschenn ist.

    Und wiewol wir bedenckhen, dein A. mochte angezaigts stilstandts etwo beschwerung tragen, dieweil aber dardurch dem orden khain sonder nachteil oder schaden beschehen mag und die zeit solchs stilstants nit langwirig, so ersuechen wir dein A. in namen der ksl. Mt. und fur uns selbs genediglich begerend, dein A. welle ain solche kleinne zeit gutlich geduld tragen, sonderlich in bedenckhung, das aus solchen handelung die weg und mittel gefunden Šwerden, die deiner A. und dem orden zu wolfart, nucz und gutem geraichen mogen. Das wollten wir deiner A. gennediger mainung nit verhalten, dann wo wir deiner A. und dem orden zu derselben aufnemen und wolfart genedige furderung thuen khonnen, des sein wir mit allen genaden genaigt1. Geben in unser statt Linncz, den 18. Tag Octobris anno etc. 41 [...].

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1541/chVIII8/pages

    Anmerkungen

    1
     Gemeint sind offenbar die Bemühungen Kreytzens, im Dezember 1540 und Januar 1541 Kf. Joachim von Brandenburg und die fränkischen Markgrafen, auch Kf. Johann Friedrich von Sachsen zu bewegen, für die Annullierung der gegen Hg. Albrecht von Preußen verhängten Acht einzutreten. Vgl. den Bericht Kreytzens über diese Mission und innerhalb des Hauses Brandenburg aktuelle Probleme, o. Datum [1541 Ende Januar], Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 699–732 (Kop.).
    2
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Königsberg, 1540 Dezember 28, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 17, pag. 168–169 (Kop.), mut. mut. an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach, Lgf. Philipp von Hessen, Mgf. Albrecht d. J. von Brandenburg-Kulmbach, Mgf. Johann Albrecht von Brandenburg, Hg. Ernst von Braunschweig-Lüneburg, Eustachius von Schlieben, Heino Doberitz und die Gesandten der Stadt Nürnberg: Kredenz für Christoph von Kreytzen zu Verhandlungen in Angelegenheiten, an denen ihm, Hg. Albrecht, viel gelegen ist. Datum Konigspergk, den 28. Decembris anno 1540.
    3
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach, Königsberg, 1540 Dezember 30, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 655–659 (Kop.): Überlegungen zur etwaigen Heirat einer Tochter Mgf. Georgs mit dem ältesten Sohn H. Johanns von Bernstein. Reichsacht gegen ihn. Da es eben ytzundt die bequemigkeyt, solchen hendeln zu rathen, dartzu es, menschlich dovon zu reden, zu langen jharen nicht kommen möcht, bittet er ihn um seine Unterstützung auf dem Reichstag, damit die beschwerliche acht gantz oder auf etzlich jhar abgethan und wir widerumb in röm. ksl. und kgl. Mt. gnad und gonst, als viel möglich, gepracht werden mochten etc. Ankündigung der Entsendung Christophs von Kreytzen. Datum Konnigspergk ut supra. Vgl. auch Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen, Königsberg, 1541 Januar 15, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.): Ihm ist empfohlen worden, Friedrich von Knobelsdorff, der im Dienst Mgf. Georgs und Mgf. Albrechts von Brandenburg nicht nur in Religions- und Reichssachen, sondern auch in vertraulichen Angelegenheiten gebraucht wird, für die Vertretung der preußischen Interessen auf dem Reichstag zu gewinnen. Kreytzen soll sich seiner Kooperation und Unterstützung auf dem Reichstag versichern und eine gebührende Belohnung in Aussicht stellen. Datum Konigspergk, den 15. Januarij anno etc. im 41.
    4
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Eustachius von Schlieben und Heino Doberitz, Königsberg, 1540 Dezember 30, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 28, pag. 893–897 (Kop.): Besorgniserregende Praktiken. Wichtige Verhandlungen auf dem bevorstehenden Reichstag. Reichsacht gegen ihn und seine Untertanen. Der Kg. von Polen wird deshalb schriftlich oder durch einen Gesandten auf dem Reichstag vorstellig werden. Will auch selbst durch Verwandte und Freunde beim Kaiser anhalten lassen, domit wir aus der acht und in röm. ksl. und kgl. Mt. gnade und gunst, sovyl moglich, widerumb kommen mochten. Hat deshalb Christoph von Kreytzen zum Kf. von Brandenburg zu Verhandlungen abgefertigt. Dessen Auftrag können sie der Beilage entnehmen. Hat Kreytzen befohlen, ihnen nichts zu vorhalten, sonder alles zu vertrauen und euers rats auch zu geprauchen. Für den Fall, dass weder der Kurfürst noch einer von ihnen zum Reichstag reist, bittet er, beim Kurfürsten dahin zu wirken, dass er seine Gesandten instruiert, sich für die Aufhebung der Acht oder, wenn diese nicht erreichbar ist, ihre befristete Suspendierung einzusetzen. Für dieses Anliegen sollen sie auch selbst nach Kräften eintreten, wenn der Kurfürst sich persönlich zum Reichstag begibt und einer von ihnen ihn begleitet. Bittet auch um Mitteilung, ob auch Sachsen, Hessen und andere Fürsten den Reichstag besuchen. Datum Konigspergk ut supra.
    5
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Leo Schürstab, Königsberg, 1540 Dezember 29, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 28, pag. 890–893 (Kop.): Dank für mit Schreiben vom 14. Oktober und 15. November übersandte Schriften, u. a. von Ruprecht von Mosham. Bitte um Fortsetzung seiner Berichterstattung aus dem Reich. Bitte, beim Nürnberger Rat darauf hinzuwirken, dass dessen Reichstagsgesandten neben anderen reichssteten, welche dannocht auch ein stim haben, auf solchem gemeinen reichstag unser bestes wissen und furdern, sonderlich aber woe etwas beschwerlichs durch den orden oder andere unsere widerwertige wider uns und die unsern gepracticirt, solches, als viel an inen, mit hochstem vleis wollen abwenden und zurucktreiben, auch ob man einen zug wider uns erregen wolt und es dartzu, welches Got gnediglichen verhuthe, gereichte, die pess oder zutzuge durch vertraute personen von hauptleuthe und andere helfen weren und nicht gestaten, sunder vielmer unser bestes umb unsere geburende besoldung helfen forderen. [...]. Datum Konigspergk ut supra. Cedula: Soll seinem Rat Christoph von Kreytzen auf dessen Ansuchen bis zu 400 fl. leihen, die später wieder erstattet werden sollen. Solt auch der abnutzung halben von diesem gelt kein mangel haben. [...]. Datum ut in litteris.
    6
     Dieser Verweis bezieht sich auf die Überschrift.
    7
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Königsberg, 1541 Januar 14, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 693–696 (Kop.): Bericht über die Lage in Ungarn. Notwendigkeit von Verteidigungsvorkehrungen des Kg. von Dänemark und Hg. Albrechts von Preußen zur See gegen undurchsichtige Praktiken. Dieweil dan solche geschwinde anschlege und vorhaben wider hochbemelte kgl. Wd. tzu Denmargken und uns auf der pan und ym werck, aber nhun ein reichstagk zu Regenspurgk von röm. ksl. Mt., unserm allergnedigisten herren, und den stenden des hl. reichs gehalten werden solle, do ungetzveiffelth ein itzlicher sein bestes zu suchen sich unterstehen wirdt und ytziger zeyt den leutten gedinth und ungedienth khan werden, wir uns gleichwoll zu euerer L. aller ehren, freuntschaft, furdernus und gutts versehen, bittet er wie bereits neulich, für Dänemark und ihn gefährliche, auf dem Reichstag oder sonst betriebene Praktiken zusammen mit anderen Fürsten zu verhindern und abzuwenden bzw. ihn auf seine Kosten davor zu warnen. Soll auch den Lgf. von Hessen über diese Bitte informieren. Datum Konnigspergk ut supra.
    8
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Eustachius von Schlieben, Königsberg, 1541 März 5, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 52–55 (Kop.): Bittet um Entschuldigung für das Versäumnis, zu der Unterredung Schliebens mit dem Reichsvizekanzler Dr. Matthias Held in seiner Sache Stellung zu nehmen. Hat auf seinen, Schliebens, Rat hin durch Balthasar Rabensteiner, houptman zum Hoff, und andere Personen mit Held verhandeln lassen und nicht geringe Unkosten darauf verwandt. Man hat aber nit vil vormercken khonen, das er sich in handlung einlassen hat wollen. Soll, falls er mit seinem Herrn zum Reichstag reist, bei dem dort sicher anwesenden Dr. Held und sonst mit Hilfe ihm befreundeter Fürsten seine Anliegen fördern. Hat den Kf. von Brandenburg gebeten, seinen Gesandten von Kreytzen für die Zeit des Reichstages zu behandeln, als sei er mit seiner Erlaubnis in den Dienst des Kurfürsten getreten. Dankt für die Nachrichten über das Wormser Kolloquium, da dann mit dem werck zu spuren, wie gnedig und wunderbarlich der liebe Gott seine sachen zu erpreterung [sic!] seines allein seligmachenden worths getrieben und erhalten, derselb geruch, zu seinen ehren und gemeiner christenheit trost solch angefangen werck auf diesem itzigen reichstag zu guthem end zu pringen. Erwartet mit begir, was Schlieben noch nachzuschicken angekündigt hat. [...].
    9
     Zur Politik Hg. Albrechts in Preußen und zu seinen Bemühungen um Revision der gegen ihn verhängten Acht auf dem Regensburger Reichstag 1541 vgl. Graßmann, Antjekathrin: Preußen und Habsburg im 16. Jahrhundert, Köln 1968 (Studien zur Geschichte Preußens Bd. 15), S. 100–109 und S. 204–209, außerdem Herrmann, Axel: Der Deutsche Orden unter Walter von Cronberg 1525–1543. Zur Politik und Struktur des ‚Teutschen Adels Spitale‘ im Reformationszeitalter, Bonn 1974 (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens Bd. 35), S. 126–129. Zu seinen Beziehungen zu Polen, Kaiser und Reich vgl. Hubatsch, Walther: Albrecht von Brandenburg-Ansbach. Deutschordens-Hochmeister und Herzog in Preußen 1490–1568, Heidelberg 1960 (Studien zur Geschichte Preußens Bd. 8), S. 218–262.
    1
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen, Königsberg, 1541 März 1, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.): Dankt für sein Schreiben, seinen Bericht über seine bisherigen Verrichtungen und die Zeitungen. Für seinen Entschluss, sich trotz seiner Bedenken, den Anforderungen der dortigen Verhandlungen nicht gewachsen zu sein, auf seinen Befehl zum Reichstag zu begeben, wünscht er Gottes Segen, damit er seine Aufträge erfolgreich verrichten mag. Soll Eustachius von Schlieben und andere Gutherzige um Unterstützung bitten. Und gefelt uns bemelts von Schliebenn bedencken, das die Ff. von Branndennburgk, Sachsen, Hessenn, Pommernn etc. sampt andern sich der acht auf mas, wie dir bewust, annemen, ganz wol, zweifeln auch gar nicht, du werdest deiner geschickligkeit nach wol weis und mas zu finden wissen, damit alles des, wes uns sampt unsern landen und leuten zu fromen [...?] und aufwachs gereichen mag, soviel [mug]lich, ausgerichtet werde. Hieneben deucht uns nicht ungeraten sein, wann du mit dem edlen unserm lieben, getreuen Georgenn H. zu Heideck handelen thetest, damit sein her und sonst etzliche der baerischen [sic!] fursten, desgleichen die von Nurmbergk und andere stedt mher, darumb wir dann dem erbarn und weisen, unserm lieben, besondern Leonn Schurstab auch geschrieben, dahin zu bewegen, das sie sich neben den bewusten personen des handels demselben zugut mit vleis und ernst unterwunden, mocht unsers erachtens nicht unvortreglich sein. Der Kg. von Polen hat wegen der preußischen Sache dem Kaiser geschrieben, wo auch ire kgl. Mt. zu dem itzigen angesetzten reichstage iren boten jhe nicht senden, so versehen wir uns doch, dieselb zum wenigsten noch ernster schreiben werde, domit disfals nichts verlasset. – Schickt ihm die von ihm zu seiner Information erbetenen Unterlagen über die Ursachen der Achterklärung etc. Der Bericht über deren Gründe kann nicht kürzer ausfallen als die ihm zugeschickte Darstellung. Unser bedencken aber ist, das, sich in vil disputirens zu begeben, nicht geraten oder bequem, derhalben du aus den ubersanten handlungen zu sehen, wes dir zu weiterm bericht am meisten vonnoten, iderzeit vor die handt zu nehmen und mit der guthertzigen rath vorstellen, mit gnaden begerende, du wollest jhe, wes auf dem reichstage vorleuft und vorhandelt, mit vleis vortzeichnen, uns auch dasselbigk neben neuen zeitungen und anderm iderzeit zuschreiben. Seine Weisung an Leo Schürstab und Georg Schultheiß, Kreytzen gegebenenfalls mit Kredit in Höhe von 300, 400 und bis zu 500 fl. auf sein Ansuchen auszuhelfen, wozu diese sich auch bereit erklärt haben. In dem Vertrag zwischen Mgf. Georg und Mgf. Albrecht von Brandenburg ist von einem berßdorffischenn vortrage die Rede. Soll sich bei Georg Vogler erkundigen, worum es sich dabei handelt, und ihm, wenn möglich, eine Kopie davon zuschicken. Wenn er bei Vogler nichts erreichen kann, soll er es in ander wege mit vleis versuchen, damit wir desselben ein abschrift erlangen. [...]. Datum Konigspergk, den 1. Marcij anno etc. im 41.
    2
     Vgl. auch Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen, Ansbach, 1541 Februar 9, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.) [Nr. 475].
    3
     Georg Klingenbeck antwortete am 22. Februar sehr förmlich, beklagte sich allerdings bei dieser Gelegenheit über das trotz seiner Verdienste für Preußen ihm gegenüber an den Tag gelegte Verhalten, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.).
    4
     Hg. Albrecht hatte Georg Schultheiß aus Nürnberg bereits angewiesen, das Jahrgeld Voglers rechtzeitig auszuzahlen, vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Georg Vogler, Königsberg, 1541 Januar 14, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 14–17 (Kop.), hier pag. 17.
    1
     Vgl. den Ausz. aus dem Schreiben Hg. Albrechts von Preußen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Königsberg, 1541 Januar 14 [Anm. 7 zu Nr. 303].
    2
     Vgl. Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Albrecht von Preußen, Wittenberg, 1541 Februar 16, Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 387 Nr. 147, fol. 32r–35r (Reinkonz.).
    3
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Königsberg, 1541 März 12, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 17, pag. 191–194 (Kop.): Hat Johann Friedrichs Schreiben vom 16. Februar 1541 zur Kenntnis genommen. [...]. Dankt für Johann Friedrichs Ratschläge bezüglich des Reichstages und seine Bereitschaft, seine, Hg. Albrechts, Sache und die Anliegen des Kg. von Dänemark zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass auch Hg. Albrecht in einen etwaigen Frieden oder Anstand eingeschlossen wird. Dankt für die Zusendung des ksl. Geleits und des Mandats zur Suspension der Kammergerichtsprozesse. Wie aber euere L. ferner in anmerckung desselben kayserlichen gleiths bedencken, das nicht unfruchtbar sein solt, wann wir als der euerer L. und andern verwanthen der religionn halben zugethann durch jemanths der unsern den reichstagk auch besuchen liessen, do alsdann in desselben gegenwertigkeit und sonderlich auf sein erinnern unser sachen dest bequemer gehandelt werden mochten etc., worauf [sic!] fuegen wir euerer L. freuntlichen zu vornemen, das wir algereith den erbarn unsern cemmerern, rath und lieben getreuen Cristoffelnn von Creizenn in der geheimb zu solchem reichstagk, sich bey euerer L., auch andern unsern herrn und freunden aufs unvermerckst zu enthalten und alsdan umb unser sachen willen allerseits embsiglichen antzuregen und erinnerung zu thunn, verordnet, und erwegen nochmals in unser einfalt, zu vermeidung allerley gefhar nicht besser und furtreglicher sey ungeacht des keyserlichen gleiths, weder das sich unser diener nicht offentlichen darthue, sonder also in vertrauter geheimb den handel, dartzue euere L. verfurderlich sein wolle, bey euerer L. und unsern wolmeinenden vortstelle [sic!]. Die ursachen haben euere L. vileichts gereith von benenthem unserm cemmerern vernommen und noch ferner einnemen werden. Bittet, Kreytzen Glauben zu schenken und ihm Ratschläge zu geben, auch seine, Hg. Albrechts, Anliegen, wie zugesagt, zu fördern und, ob sichs jhe zutruge, das unser diener ofbemelt auf den reichstagk unvormerkt nicht koennt sein und unsere mißgonstige, der teutzschmeister mit seinem anhangk, ichtes geferlichs oder beschwerlichs sich gegen ime understehen wolten, inen unserthalben als der [sic!] religionsverwanthen freuntlichen helfen vortretten, auch inen gleich euerer L. selbst eigenen underthon, wie er dan ist, schutzen und handthaben. [...]. Die Türken beabsichtigen, die bewusste personn zu schutzen. Türkische Feldzugsvorbereitungen. Teilt dies mit, damit sich Johann Friedrich in seinen Angelegenheiten danach richten kann. Wird ihm zugehende Zeitungen über die Türken an Johann Friedrich weiterleiten. [...]. Datum Konigspergk, den 12. Marcij anno etc.
    4
     Vgl. unten die Beilage.
    5
     Vgl. auch Hg. Albrecht von Preußen an Mag. Christoph Jonas, Königsberg 1541 März 12, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 63–65 (Kop.): Bezug: sein Schreiben vom 20. Februar aus Wittenberg. Dank für die Nachrichten über das Wormser Kolloquium. Nimmt sein Angebot an und wünscht, dass er auf seine Kosten gemeinsam mit Philipp Melanchthon zum Reichstag nach Regensburg reist. Dort soll er mit Christoph von Kreytzen vertraulich und nach dessen Weisungen zur Wahrung seiner, Hg. Albrechts, Interessen zusammenarbeiten. Für die Zeit seiner Abwesenheit wird er sein Amt gut zu bestellen wissen. Datum Konigspergk, den etc. Cedula: Geldanweisung für seine Reise nach Regensburg.
    6
     Die Kopie des Memorials ist im angegebenen Faszikel nach dem obigen Schreiben Hg. Albrechts vom 12. März 1541 eingeordnet.
    1
     Die chiffrierten, marg. v. a. Hd. dechiffrierten Stellen sind in spitze Klammern gesetzt.
    2
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Leonhard Stockhammer, Königsberg, 1541 März 23, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 67 (Kop.); ÜS pag. 67: An Leonhardum Stockammernn, den 23. Marcij: Christoph von Kreytzen hat ihm über sein Gespräch mit Stockhammer über seine, Hg. Albrechts, Angelegenheiten, doneben, das ir euch, wann ir gleich sonst auf dem reichstage nichts zu schaffen, unser sachen halben alleint dannocht dohin zu verfuegen erpotten, berichtet. Dankt ihm für dies Erbieten mit der Bitte, er möge sich unsere sachen auf die wege und maß, wie euch zuvorn durch uns zugeschrieben, treulichen bevholen sein lassen und dieselben uns und den unsern zum besten, sovil moglich, vortstellen helfen. Wenn seine Sache zu gutem Ende gebracht werden kann, wird er sich ihm gegenüber dankbar erkenntlich zeigen. Datum Konigspergk ut supra. Vgl. auch Christoph von Kreytzen an Hans von Kreytzen, Nürnberg, 1541 Februar 20, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.): Soll Hg. Albrecht darüber unterrichten, dass Leonhard Stockhammer ihn zu einem Gespräch gebeten und ihm mitgeteilt habe, er habe mit Obernburger unter anderem auch über die Sache Hg. Albrechts von Preußen gesprochen. Obernburger habe dabei gesagt, der Kaiser sei zufrieden, wenn man nur den Deutschen Orden zufriedenstellen würde. Obernburger habe Stockhammer gebeten, auch über eine Lösung nachzudenken, und beteuert, er wolle die Sache fördern. Deswegen hat Stockhammer ihn gebeten, ihn über die Verhältnisse Hg. Albrechts zu informieren, und sich erboten, auf dem Reichstag in der Sache Hg. Albrechts mit dem König, mit dem Kf. von Mainz und mit anderen zu verhandeln in der Hoffnung, für den Herzog etwas Gutes zu erwirken. Hat nicht gewusst, wie er darauf reagieren sollte. Weiß nicht, ob Stockhammer es gut meint oder bei einem guten Ausgang vom Herzog etwas zu erlangen hofft oder ihn nur aushorchen wollte. Hat deswegen geantwortet, er habe in der Angelegenheit keinen Befehl, er habe nur die Anweisung, im Reich zu bleiben und weiteren Bescheid abzuwarten. Er hoffe aber, dass der König von Polen, der stärker als Hg. Albrecht betroffen sei, sich der Sache annehmen werde. Er habe von verschiedenen Gesprächspartnern erfahren, das dy sachen so bytter bey ksl. Mt. nicht weren etc. Daraufhin hat Stockhammer ihn gebeten, wenn er nach Regensburg reise, ihm dies mitzuteilen. Es liege nicht mehr im wege, nur das man nicht gerne wolt, das mein gnediger herr das lant vom Kg. von Polen zu lehen empfangen solt etc. Stockhammer erklärte weiter, man könne nicht wissen, wie es mit Frankreich stehe. Der Kg. von Frankreich habe Leute angenommen. Obernburger habe gesagt, zu Lebzeiten des Kaisers und des Kg. von Frankreich sei kein Krieg zwischen beiden zu befürchten, es must dan [gros] ungeluke seyn. Meynet auch, das dy bottschaften keyn noch verhort weren und, weyl der keyser fast eyn schwacher her ist, das sy alle dorauf legen, ob der keyser sterbe, das der babist den Kg. von Frankreych zum keyßer wolt haben etc., den der babist wer dem Franzosen ser willigk etc. Es hat der keyser sich alhy ser demuttig gehalden, auch genediglichen kegen den von Nurenbergk erzeget. Domit hat er sy warlich gewonnen, das sy im, wy sy izet sich vernemen lassen, willig seyn. Und deucht mich, es wol der keyßer demnoch, wy mir auch for gesaget, dye Deuzen wollen nicht mit gewalt regiret seyn, sunder mit sanfetmut und gutten worten etc. Es eylet der keyßer ser nach Italien. Es wollen fil achten, es mus was forhanden seyn. Man kan aber nicht dohinder komen etc. Domit Got befolen. Dattis Nurenberk, den 20. Februari 41.
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     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen, Königsberg, 1541 April 3, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.): Nach Abfertigung des Boten Barthold hat ihm Kg. Sigismund von Polen schriftlich mitgeteilt, dass er Stanißlaum Matziewßky zum Reichstag nach Regensburg entsandt hat und ihm die Korrektur seiner Instruktion freigestellt. Schickt zu seiner Information eine dt. Übersetzung dieser Instruktion. Soll den kgl. Gesandten entsprechend der Empfehlung des polnischen Königs und, weil auch die notturft solches erfordert, den ihm befreundeten und verwandten Fürsten vorstellen, damit er sich mit ihnen vertraulich unterreden und sie dahin bewegen kann, das mit irem rathe und furderung zu dest mhererem und statlicherm ansehen sampt und neben dem koniglichen gesanthen dasjhenige, so sie vormeinen uns, auch unsern landen und leuthen zum besten kommen, gereichen und gedeihen moge, umb so vil schleuniger vortgestelt werde, warzu du dann als der vorstendige nach ersehung und gelegenheit der personen gewogenheit wol gute maß wirst zu finden wissen.Hat auch dem polnischen Gesandten entsprechend geschrieben. Schickt in der Anlage Argumentationshilfen für die Verteidigung seiner Sache. Soll seine Sache zusammen mit dem polnischen Gesandten bei den Reichsständen vertreten. Soll den Gesandten mit etzlichen wolmeinenden chur-, fursten, stenden und stedten als Sachsen, Brandennburgk, Hessenn, Stachium von Schliben, Rabensteinernn, Nurmbergk und andern, da es dich fur guth ansiehet, bekannt machen und fördern, das mit derselben als wolmeinenden rath, gutbeduncken und fordern unsere sachen vorgestellet und getrieben, ob also vormittelst gotlicher hulfe und getreuer furderung umb so vil mehr und eher unser sachen zu begertem ende kommen, gereichen und[gefurdert werden] mochten.[...]. Datum Konigspergk, den 3. Aprilis anno 1541. Das erwähnte Schreiben Hg. Albrechts an den polnischen Gesandten findet sich in dt. Übersetzung ebd., ist aber über weite Strecken stark verderbt, so dass eine Bearbeitung nicht sinnvoll erscheint. Die erwähnte Argumentationshilfe, die knapp die Annahme der Lehnsherrschaft Polens und die Transformation Preußens in ein weltliches Fürstentum rechtfertigt, ist in Kopie ebenfalls ebd. überliefert.
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     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Balthasar Rabensteiner, Königsberg, 1541 März 24, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 68 (Kop.): Soll neben Christoph von Kreytzen seine Sache auf dem Reichstag in Regensburg fördern. Soll Kreytzen auch bei Bedarf mit Rat und sonst behilflich sein. Datum Konigspergk, den 24. Marcij anno 1541. Bereits am 15. November 1540 und dann wieder am 26. Dezember 1540 hatte Hg. Albrecht Rabensteiner beauftragt, seine Anliegen auf dem bevorstehenden Reichstag zu fördern, und ihn im Schreiben vom 26. Dezember auch angewiesen, Kontakt zum Reichsvizekanzler Held aufzunehmen, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 28, pag. 834–837 (Kop.) und ebd. Ostpreuß. Fol. 79, pag. 682–684 (Kop.).
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     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Adrian von Resenberg, Königsberg, 1541 März 22, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 747–750 (Kop.): Hat sein undatiertes Schreiben aus Nürnberg am 20. März erhalten. Neben allerlei antzeigung, Šwie der bewuste man [Dr. Matthias Held] aus dem hof zu Burgundien mit ungunst abgeschieden und zu Wormbs pleiben sollte, hat er daraus mit Missfallen entnommen, dass Resenberg seinen Befehl überschritten hat. Er hat auch nicht die Anweisung befolgt, das herzogliche Schreiben dem ksl. Vizekanzler Dr. Held zu übergeben und bey ime in forma und, waß du selbst in bemelts H. Dr. Helthen brif gelesen, zu furdern [...]. So vermercken wir dannocht aus den an uns uberschriebenen und hochgedachter röm. ksl. Mt. heimblichen secretario, unserm besondern, lieben N. Oberburgern zugestellten artickeln, das du dich von unsertwegen gegen seiner person des erpotten, welchs dir zu thun nicht gepuren hat wollen, vielweniger du von uns des bevelch empfangen, angesehen, das es zum theil widder unser pfliecht und furstlichen geliempf, auch in unser gwalth nicht ist. Denn es geziemt ihm nicht und steht nicht in seiner Macht, zwischen dem Kg. von Dänemark und den Ostseestädten Einigkeit und Gehorsam herzustellen oder zu erreichen, dass dem Kaiser vom Kg. von Dänemark und der Stadt Danzig die angetzeigte summa gelts zukommt. Weder hat er von den in Resenbergs Schreiben erwähnten zwischenständischen Bündnissen gehört noch will er selbst mit jemandem ein Bündnis eingehen. Soll bei allen Herren, die er kontaktiert hat, des Herzogs ungliempf abwenden. Dankt trotz allem für die neuen Zeitungen. Aufforderung zu weiterer Berichterstattung. Er muss sich wegen seiner Gattin nicht sorgen, dan wir ir dein dinstgelth, hofcleidt, kuchenspeiß, schwein, holtz und anderst uberreichen haben lassen. Auch ist sie gesund. [...]. Datum Konnigspergk ut supra.  – Möglicherweise lässt sich den Verhandlungen Resenbergs folgendes Aktenstück zuordnen: Protokollarische Niederschrift zur Verhandlung mit dem Gesandten Hg. Albrechts von Preußen, o. Ort, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.); ÜS: Ce que a esté proposé par l’homme de Prussie: Comment aulcuns princes procurent de practicquer et attirer à eulx et leur lige la ville et pays de Grieningen, Frize, Hollande et l’éveschié d’Utrecht et ce par occasion de luthéranisme et d’autres sectes nouvelles et que sa M de ce pourra estre mieulx informée de son maistre en cas, que l’empereur le vueille admectre et ouyr. L’on nomme les chiefs de cest affaire le lantgrave de Hessen et l’évesque de Munster. Item, dict, que l’on practicque et conseille de entrecloire aux pays bas la [nordtyté?] comme sa M pourra entendre de Nicolas Brombser, burgmaister de Lubecq, si l’on ne veull croire, ou admectre son maistre. Item, que sondit maistre offre et est prest de toute sa puissance, personne et biens au service de l’empereur contre les Turcqz soit par mer ou par terre présentant artillerie, gens à cheval et à pied pour telle emprinse. Item, que le lantgrave et le duc de Clèves avecq aulcuns aultres messagiers ensemble avecq les Francois ont procuré et encoires procurent d’attirer à eulx toutes les villes de Hanse et practicquent de molester Espaigne et Milan à grande puissance par mer et par terre. Item, que son maistre ne demande aultre chose de l’empereur que la grâce de sa M, laquelle s’il peult obtenir, ou luy meismes viendra vers l’empereur ou y envoyera homme confidant, qui de tout ce pourra plus à plain informer sa M ensemble du roy Crestierne prisonnier et des villes de Hanse et d’aultres choses que à présent il ne ose proposer. Ledit messagier supplie que ce soit tenu en secret. Quant au premier article l’on entend [d’icelle] part, que du temps de George Schenck l’on ait practicqué chose semblable, qui avoit prins lettres scelléez contenantes de cest affaire, lesquelles l’on croit encoires estre ès mains de l’empereur. Par le secrétaire Obernburger a esté respondu, que l’affaire de telle grâce ne dépend point de l’empereur seul, mais des princes et estatz de l’empire et principallement du consentement de la partie adversé, assavoir de l’ordre ausquelz l’interest estoit commun. Sur ce respondist qu’il esperoit, que à la venue de son maistre l’on pourra trouver moyens pour satisfaire aux estatz de l’empire quant à la portion du pays, que soit en ses mains. Quant à la reste l’empire avoir affaire avecq le roy de Poloigne et aultres occupateurs et ce estre hors de sa puissance et arbitre. Et que aussi la chose sera plus facille de la part de son maistre à cause qu’il soit prins de toutz ses filz et sans espoir de procréer aultres aiant tant seullement une fille heritière. Advis: Assavoir si plaira à l’empereur admectre la petition du moins quant à la sheurté et saulfconduyt à luy ou à ses députéz à accorder pour venir à ceste diète et s’en retourner à sa maison, si l’on povoit trouver aulcun moyen d’appoincter l’affaire avecq satisfaction et contentement des estatz de l’empire et de l’ordre. Et si fauldroit pour tel saulfconduit requérir le consentement des parties, l’on le pourroit requérir par lettres de l’administrateur et des princes, qui sont en ceste diète.
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     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen, mut. mut. an Hg. Heinrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen, Königsberg, 1541 April 1, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 17, pag. 195–197 (Kop.): Seine Sache ist vom Kaiser auf den jetzigen Reichstag verschoben worden. Der Kg. von Polen hat deshalb Stanislaus Maciejowski als seinen Gesandten zum Reichstag abgefertigt. Rechnet darauf, dass Kf. Johann Friedrich, wenn er persönlich in Regensburg sein wird, seinem Erbieten entsprechend dem polnischen Gesandten und seinem eigenen Gesandten Christoph von Kreytzen zusammen mit anderen Religionsverwandten mit Rat beistehen und bei den Verhandlungen behilflich sein wird. Hat auf Umwegen gehört, dass Johann Friedrich vielleicht nicht zum Reichstag reist. Obwohl er nicht zweifelt, dass Johann Friedrich in diesem Fall seine Gesandten in der preußischen Frage entsprechend instruieren wird, wendet er sich trotzdem mit der Bitte an ihn, seine Reichstagsgesandten anzuweisen, Kreytzen und den polnischen Gesandten auf entsprechendes Ansuchen zu unterstützen. Will dies gegenüber dem Kurfürsten verdienen. Datum Ko[nigsberg], den 1. Aprilis anno 1541.
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     Vgl. auch Hg. Albrecht von Preußen an Eustachius von Schlieben, Königsberg, 1541 April 3 [laut ÜS], Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 69–70 (Kop.): Entsendung Christophs von Kreytzen zum Reichstag nach Regensburg, der dort gemeinsam mit dem Gesandten des polnischen Königs und ihm befreundeten Fürsten bei Kaiser und König in seiner Sache vorstellig werden soll. Erwartet auch seine, Schliebens, Unterstützung. Sollte Kreytzen aber den Reichstag vorzeitig verlassen müssen, soll er das an diesen nachgeschickte Briefbündel öffnen, die darin enthaltenen Aufträge ausführen und den Kf. von Brandenburg darüber unterrichten, damit dieser den polnischen Gesandten und andere Freunde und Verwandte informieren und seine Sache an zuständiger Stelle zügig betrieben werden kann. Vertraut auf seine Dienstbereitschaft. Datum Konigspergk etc. Vgl. außerdem ders. an dens., Königsberg, 1541 April 26, ebd. pag. 74–75 (Kop.): Schliebens Brief vom 29. März über seine Gesundung und seine bevorstehende Reise zum Reichstag. Dankt ihm für sein Erbieten, seine Sache zu fördern. Soll Kf. Joachim von Brandenburg umb guthwillige ertzeigung in unsern sachen auf dem reichstage und, das sich seine L. die leuth davon nit abschrecken woll lassen, anlangen. [...]. Datum Konigspergk etc.
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     Vgl. auch Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 April 15, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.) [Nr. 576].
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     Vgl. das Geleit Karls V. für Hg. Albrecht von Preußen und sein Gefolge bzw. seine Gesandten zum Reichstag in Regensburg, Regensburg, 1541 März 4, Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 162r–163v (Konz.): Auf Ansuchen einiger Fürsten und anderer Personen zugunsten des in die Reichsacht erklärten Mgf. Albrecht von Brandenburg hat er um des Friedens willen und im Interesse betroffener Parteien eingewilligt, dass der Markgraf auf diesem Reichstag zu gütlicher Unterhandlung erscheint oder seine Gesandten schickt. Sichert Mgf. Albrecht und seinem Gefolge bzw. seinen Gesandten das freie, sichere Geleit des Reiches zu. Geben in unser und des reichs stat Regenspurg am vierten tag des monats Marcii anno etc. im 41. Fol. 162r Titulatur: Mgf. Albrecht von Brandenburg, etwan hochmeister in Preussen. Vgl. dazu Kg. Sigismund I. von Polen an [Stanislaus Maciejowski], o. Datum, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (dt. Übersetzung, Kop.): Wir wollen dir nit pergen, das dem durchleuchtigen fursten etc., Hg. in Preussen, unserm freundtlichen, lieben oehmen, an [= ohne] sein beghern von ksl. Mt. ein glaith gegeben, das er moecht ghen Regenspurgk aufn reichstag kommen, derhalben, so es dir wurde furgeworfen werden, warumb er uff solch gegeben glaydt nicht erscheint, so soltu antworten, das diß gleith nurt zu eyner soenlichen [= versöhnlichen] handlung gegeben ist, welche so sye entstunde, daß nicht darpey stehe, das er gleichwol sicher widerumb anheim ziehen mag, derhalben ihm ein ander gleydt insgemeyn lautende vonnotten sey, in welchem nichts eyntzlich ausgedruckt sey, von weß wegen oder wasser ursach halben es gegeben ist oder, so es namhaftig ausgedruckt ist, zu eyner soenlichen handlung, das er versehen werde mit eym fridtlichen widerzugk, so gleich diese handlung nit eynen glucklichen ausgangk erlangte. Aber von diesen wirt er, der durchlauchtige furst, dem wir macht haben geben, (so er wol) auf den reichstag zu ziehen, mher oder weitlauftiger schreyben. Unß aber gefelt diese form deß gleits nicht.
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     Zum Folgenden vgl. die Vorbemerkung pag. 163: Dieses nochvolgends ist in des Oberburgers briff nit gesetzt, sunder allein bei dem bschlus gepliben. Der voraufgehende Text war ursprünglich auch konzipiert als Instruktion für eine entsprechende, mutatis mutandis wörtlich übereinstimmende, mündliche Werbung Christophs von Kreytzen bei Granvelle bzw. Obernburger, vgl. das Reinkonzept dieses Instruktionsentwurfes Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. Die Instruktion wurde offenbar erst in Regensburg umgearbeitet. Vgl. dazu Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 April 30/Mai 1 [Nr. 310].
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     Vgl. auch Hg. Albrecht von Preußen an Stefan Hopfensteiner, Königsberg, 1541 April 7, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 8, pag. 165–168 (Kop.): Sein Diensterbieten gegenüber seinem Gesandten Georg Hack jüngst in den Niederlanden. Bitte, in solcher Dienstbereitschaft zu verharren. Nachrichten von neuerlichen Spannungen zwischen Frankreich und dem Kaiser, zwischen England und dem Hg. von Jülich wegen der Behandlung der englischen Kgn.. Wünscht nichts sehnlicher, als dass der Kaiser mit allen hohen Häuptern in friedlichen Beziehungen stehe. Wohl der Christenheit etc. Will gern dazu beitragen. Hat aber keine genauen Nachrichten über die Dinge. Bittet um schriftliche Informationen. Soll auch auf dem jetzigen Reichstag das Wohl und den Frieden der Christenheit fördern, Kgn. Maria und sonst allen anderen seinen guten Willen etc. mitteilen und sich im Konflikt zwischen Dänemark und Pfgf. Friedrich für den Frieden einsetzen. Datum Konigsperg ut supra.
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     Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen, Königsberg, 1541 April 27, Berlin GStAPK, XX. Ha, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.): Eingang seines Berichtes vom 10. April 1541 aus Leipzig über seine Verrichtungen bei Kf. Joachim von Brandenburg und Kf. Johann Friedrich von Sachsen. Hat durch Schürstab, seinen Sekretär Georg Hack und den Boten Barthold weitere Weisungen erhalten. Soll sich unsere hendel und sachen angelegen sein lassen und jederzeit ausführlich berichten. Granvelle hat durch Adrian von Resenberg um Hirschgeweihe bitten lassen. Schickt ihm zwei Geweihe zu, die er Granvelle mit gebührender Ehrerbietung und zusammen mit seinem Schreiben mit der Bitte überreichen soll, sein L. wollen sich unsere sachen treulichen bevolen sein lassen, wie du dann dem allem gutte mas zu geben wirst wissen. [...]. Datum Konigspergk, den 27. Aprilis anno etc. im 41. [PS:] Eingang zweier Briefe aus Ansbach und Berlin. Dankt für die Nachrichten. Zu seinen geäußerten Anliegen wird er aus den dem Boten Barthold und Schürstab mitgegebenen Schreiben die gewünschten Informationen erhalten. Mahnung zu eifriger Berichterstattung. Datum ut in litteris. Wolfgang Uttenhofen hat mitgeteilt, dass er auch auf dem Reichstag sein wird. Soll dessen Rat und Hilfe in Anspruch nehmen. Hat Uttenhofen schriftlich um seine Kooperationsbereitschaft gebeten. Wenn Łaski zum RT kommt und Aswerus Brandmitbringt, soll er Letzteren umb der lateinischen und franzosischen sprache willenin Dienst nehmen. [Zettel:] Adrian von Resenberg hat aus Regensburg ein ksl. Geleit mitgebracht, mit dem die Aufforderung verbunden ist, selbst den Reichstag zu besuchen bzw. Gesandte zu schicken. Wundert sich, das sich der mensch ohne einichen vorgehenden bevhel also weith eingelassen.Es wäre besser gewesen, wenn Adrian bei seinen Anweisungen geblieben wäre. Kann sich ohne Vorwissen des polnischen Königs in nichts einlassen. Ebenso wenig will sich gebühren, auf sölch gleith ganz und gar stillezuschweigen. Schickt deshalb zwei versiegelte Brief an Granvelle und Obernburger und eine lat. und eine dt. Instruktion gleichen Inhalts wie die beiden Briefe, außerdem zwei Kredenzbriefe. Soll sich mit Eustachius von Schlieben, Uttenhofen oder anderen Vertrauten beraten, wie er vorgehen soll , um durch mündliche Werbungen den von Resenberg verursachten Unglimpf abzuwenden. Wo es den aber jhe darzu gelangen thet, das wir uns an ksl. Mt. verfügen solten, so wil dannocht unsere notturft erfordern, das wir auf ander maß von ksl. Mt. mit einem gleidt versorgt werden, und nemlich, das solchs one einiche bescheidenheit zur shüne oder vertrag stehe, sunder schlechts uff diesse maß, das ire ksl. Mt. beger, unsere person sich zu derselben vorfugen thu etc. Soll sich von Freunden beraten lassen, damit eine befriedigende Form für das Geleit gefunden wird, und, wo es jhe sein solt und must, ein solches Geleit auszubringen suchen, dabei auch in der Kanzlei und sonst mit Verehrungen arbeiten. Auf seine Anfrage, do es sich also zutruge, das in unsern sachen icht oder nicht ausgericht wurde, dieselb zu- oder abgeschlagen, der reichstag aber anderer obligender gescheft und hendel halben noch wheren thet, ob du daussen vorharren oder dich alher zu uns begeben sollest, weist er ihn an, unabhängig vom Ausgang seiner eigenen Sachen auf jeden Fall auf dem Reichstag zu bleiben und eingehend über die dortigen Vorgänge zu berichten, damit er gründlich über alles informiert ist. Zur Finanzierung seines Aufenthaltes hat er 400 fl. in Gold angewiesen. Falls er darüberhinaus Geld brauchen sollte, soll er sich an Leo Schürstab um Kredit wenden. Soll Rat und Gutachten Wolf Uttenhofens in Anspruch nehmen, der auch für ihn öffentliche Reden übernehmen kann. Beiliegend Kredenzschreiben an Hg. Wilhelm von Bayern, den er bitten soll, sein L. woll sich unser sachen auf diesem reichstag vleissig bevolen sein lassen. Soll dem Herzog, der Resenberg gegenüber geraten hat, wir solden uns zu röm. ksl. Mt. vorfügen, die im Schreiben an Granvelle formulierten Gründe vortragen, warumb uns solhs zu thun geburen nicht wil, und bitten, ihn, auch vor dem Kaiser, zu entschuldigen. Der von Hg. Wilhelm gewünschte Geldwechsel. Beiliegend auch Kredenzschreiben an die Pfgff. Ludwig, Ottheinrich, Philipp und Friedrich, auch die württembergischen Gesandten, von denen er nach seinem Gutdünken Gebrauch machen soll. Dieweil aber Pfgf. Friderich mit dem deuzschen orden in vorstendnussen, so wirstu zu sehen haben, wes du seiner L. zu vertrauen hast oder nicht.Wenn er am Reichstag eintrifft, soll er die Ermächtigung für den Kf. von Brandenburg, in seiner Abwesenheit die herzoglichen Briefe in Empfang zu nehmen und weiterzuleiten, zerreißen. Datum ut in litteris.
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     Vgl. Kg. Sigismund von Polen an Hg. Albrecht von Preußen, Wilna, 1541 April 22, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausz. in Kop., dt. Übersetzung): Das aber euere Dt. von uns rhat begert, ob ihr nach Regenspurgk zu ziehen sey oder nit, dieweil sie ein gleith von ksl. Mt. uberkhommen, wir wissen nit, was wir hierinnen rathen sollen. Euere Dt. weis bas, wie aller sachen gelegenheit zu Regenspurgk sey, auch was sie sich zu ksl. Mt. und den andern fursten sicherlich vorsehen soll, derhalben, wo euere Dt. alle umbstende vleissig betracht hat, was sie sich dan, ihren sachen ahm zutreglichsten sein, deuchten lest, das mag sie unserthalben woll thun, allein also, das euere Dt. (wie sie dan verheischt) ahn unser authoritet und meinung nichts handel oder thu, welchs wir von euerer Dt. ihren pflichten nach also geschehen gentzlich glauben. Aber dis wollen wir euere Dt. vormhanen, als wir das gleith mit vleis uberlesen, hat uns gedeucht, als sey euere Dt. darinnen nicht gnugsam vorsichert, dann wir sehen, das dis namhaftigk darin ausgedruckt ist ‚zu einer sunlichen handlung‘, wie wan die sach nicht vertragen wurde, wert auch alsdan nichtsdesterweniger ein freiher abzugk vergunstiget werden. Derhalben wolthen wir, das dieser brief ihnsgemein geschrieben wher, nichts deutlichs ausgedruckt, von weswegen sie gegeben wheren, und zum wenigsten dis cleuslein darzu gesetzt ‚als lang dise sunliche handlung weren‘ soll bleyben, diese handlung erlang einen gluckseligen ausgangk oder nicht, nit minder nachmals 60 tag‘ etc. Dis haben wir euerer Dt. aus dem gemut, wie wir euere Dt. meinen, wollen vermhanen. [...]. Datum zur Will, 22. Aprilis anno etc. ihm 41. [...].
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     Die chiffrierten, v. a. Hd. dechiffrierten Stellen sind in spitze Klammern gesetzt.
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     Vgl. Mgf. Georg von Brandenburg an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 April 30, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 3 (Kasten 143), unfol. (Ausf.): Hat sich trotz einer leichten Krankheit, auch anderer unbequemhait, uff den reichstag hieher begeben, über dessen Verhandlungen ihn Christoph von Kreytzen unterrichten wird. So wöllen wir uns auch neben andern chur- und fursten eurer L. sachen vleissig lassen bevolhen sein, wiewol wir nichts liebers gesehen, auch fur fruchtbarer geachtet, dann das eure L. uff uberschickte verglaitung selbst personlich entgegen gewest, da ungetzweyvelt des cammergerichts und anderer beschwerung halben ir und irn landen und leuten zu gutem und kunftiger sicherer passirung nit geringer nutz het geschafft werden mögen, da auch eure L. in vil und manicherlai weg dermassen zu jedesmals furfallender notturft (unvergrifflich der cron Poln gerechtigkait und eurer L. verwandtnus gegen derselben) undterricht het geben mögen, da durch derselben personlichen gegenwertigkait und solche ir bestendige volkomne undterricht röm. ksl. Mt. und anderer meer stende gemueth gemiltert und mit Gottes gnaden und hilf, auch furderung etzlicher wolmainender chur- und fursten, auch anderer meer stende die sachen zu gutem und fridlichem wesen hetten gebracht werden mögen, wie wir dann noch wunschen und bitten, das es mit gotlicher gnaden und eurer L. wolfhart geschee. Bitte, die angebotene Vermittlung einer Heirat seiner ältesten Tochter mit dem Hg. von Holstein zu übernehmen. Frage der Mitgift etc. Datum Regenspurg, Sambstags nach Quasimodogeniti anno etc. 41.
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     Vgl. dazu Hg. Albrecht von Preußen an Granvelle, mut. mut. an Johann Obernburger, o. Ort, 1541 April 3 [Nr. 308] und das unten abgedruckte Memorial, [Regensburg], o. Datum.
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     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Wolfgang von Uttenhofen, Königsberg, 1541 Februar 3, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 26–27 (Kop.): Dank für sein von Kreytzen übermitteltes Angebot, ihn über alle weiteren Entwicklungen zu informieren. Bittet, ir wollet demselben also nachkomen, daneben dieweil ein reichstag angesetzet ist und doch in zweiffel, woe ehr gehalten, ir aber villeichts und wie vormutlich von kgl. Wd. zu Dennmarcken, unserm freuntlichen, lieben herrn ohemen und schwagern etc., oder eurer herschaft dohin geordent mocht werden, ir wollet unser bestes (als dann unser gnedigs vertrauen zu euch stehet) helfen furdern und wissen. [...]. Datum Konigsperg, den 3. Februarij anno 1541.
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     Vgl. dazu das Memorial Christophs von Kreytzen, [Regensburg], o. Datum, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774) (unfol.): Bedencken in sachen etc. belangend, wirt vor gut angesehen, das die gestellte werbungen, soviel möglich, nicht gehessig, sondern zum glimpflichsten vorgetragen, doch unsers gnedigsten herrn bevelich, der ohn zweiffel mit guttem rath und bedencken geschlossen, nicht uberschrieten, dann der herrn bevelich zu uberschreiten, ist sorglich, es geschehe dann von denen personen, die es irer autoritet halben bey dem herrn zu vorantworten. Zudem wer aber gleichwol auch nicht undinstlich, deshalben meynen gnedigen herrn von Lunden anzulangen und andere, bey denen man sich forderung zu trösten, das auch dieselbe ksl. Mt. zu gnaden zu bewegen und, die acht abzuschaffen, so viel mehr zu rathen haben möcht. Ob man aber auf den fall und wie weit handlung leiden möge, so die gütte von ksl. Mt. vorgeschlagen, ist mir vorborgen, wer aber guth, das man solchs vor wüst, darnach man die hendel so viel gewisser zu richten. Weren aber die ding gar nicht erheblich und die sachen der religion wolten sich zu entlicher vergleichung, fried oder anstanth neygen, were alsdann bey etlichen vortrauten ceu protestirenden anzuregen, das seine fstl. Gn. in solch vorgleichung, fried oder anstanth expresse vel tacite mit eingezogen. Auf den fall, da alles, wie oberzelt, nicht vortgengig, lasse ich mir den andern gestelten artickel auch gar nicht ungefallen, sundern ist bedechtig und gantz wol gestellet, vornemlich das man bey beyden Sachsen, Brandenburgk, Pommern und Hessen, auch den steten Nurmberg, Franckfurth und andern, denen daran gelegen, vorwenden liesse, das denselben die execution der acht in keynen weg leidlich, so diejenen, welche ire gewerbe, kaufmanschaft und handtyrung gegen Polan haben mussen, denen auch zum teyl benachbart, entnommen, die widderumb mit iren güttern aufgehalten, die strassen im lande vorschlossen, da dann dieselbe land ein untreglich, ungehörte teurung doraus zu gewarten und gantz unmöglich zu vertragen, mit bith, ksl. Mt. geruchen etc. Dann es ist nicht vormütlich, so ksl. Mt. deshalben im hl. reich und zuvoraus auf gemeinem reichstage ersucht, das ire ksl. Mt. one rath gemeiner stend wes schliessen werde. So dann nu den vornembsten stenden des zukegen, werden es die andern auch wol dabey wenden lassen. So wirth auch zu dem allen kgl. Mt. zu Polan werbung von ierem orator bey ksl. Mt. wes ansehens haben und ohn zweiffel ire mit kgl. Mt. vorwantnus und freuntschaft nach gelegenheit aller leuft der christenheit nicht so liederlich hindansetzen.
    1
     Vgl. unten Beilage A.
    2
     Vgl. unten Beilage B.
    3
     Vgl. F[riedrich] von Knobelsdorff an Christoph von Kreytzen, Cadolzburg, 1541 Februar 18, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.): Mgf. Georg hat ihn über sein Gespräch mit dem Kaiser über Hg. Albrecht von Preußen unterrichtet. Der Kaiser habe gnädig reagiert, besonders als Mgf. Georg ihn darauf hinwies, dass der Herzog, wenn er vom Kaiser aus sorgen gelassen werde, gegen den Türken gute Dienste leisten könne. Der Kaiser habe daraufhin gefragt, wie alt der Herzog sei und ob er älter sei als der verstorbene Mgf. Johann, auch ob er Kinder habe. Hofft, ihn in Regensburg zu treffen. [...]. Datum Cadoltzburgk in ayl Freitags nach Valentinij im 41 jor. Georg Vogler, der Kanzler Mgf. Georgs von Brandenburg-Ansbach, hatte dem preußischen Herzog Friedrich von Knobelsdorff, Landrichter in Ansbach, empfohlen, vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Georg Vogler, Königsberg, 1541 Januar 14, pag. 14–17 (Kop.), hier pag. 15–16.
    4
     Vgl. unten Beilage E.
    5
     Vgl. unten Beilage A.
    6
     Vgl. unten Beilage B.
    7
     Vgl. unten Beilage C.
    8
     Vgl. unten Beilage D.
    9
     Vgl. unten Beilage E.
    10
     Vgl. auch Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 Mai 14/15/16, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.) [Nr. 650] und ders. an dens., Regensburg, 1541 Juni 11/13, ebd.
    11
     Trotz voraufgehender Streichung der Erwähnung des polnischen Königs stehen gelassen.
    12
     Wohl irrtümlich in der Vorlage gestr.
    13
     Wohl irrtümlich nach der voraufgehenden Streichung stehen gelassen.
    14
     Vgl. Kredenz Hg. Albrechts von Preußen für Christoph von Kreytzen zur Werbung bei Granvelle, Königsberg, 1541 April 4, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 8, pag. 180–181 (Kop.).
    15
     Vgl. die lat. Fassung der Antwort Granvelles auf die im Namen Hg. Albrechts von Preußen vorgetragene Werbung, [Regensburg, 1541 Mai 9], Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Kop.).
    16
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Leo Schürstab, Königsberg, 1541 März 6, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 56–58 (Kop.): Sein Schreiben vom 1. Februar aus Nürnberg samt Zeitungen. Da auf dem Reichstag voraussichtlich auch die preußische Acht behandelt wird, hofft er, dass sich verwandte Fürsten und die Stände des Reichs dieser Frage annehmen werden. Bittet, die Ältesten der Stadt Nürnberg mögen sich gemeinsam mit anderen Städten, die dafür gewonnen werden können, bei Kaiser und König für die Aufhebung der Acht unter Hinweis auf nachteilige Folgen ihrer Exekution für Gewerbe und Handel einsetzen. [...]. Bittet um Informationen über die besorgniserregende Entwicklung in Ungarn. Datum Konigspergk etc. ut supra. Vgl. dazu Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller, [Nürnberg], 1541 April 13, Nürnberg StA, Briefbücher des Nürnberger Rates 124, fol. 186r–187v (Kop.): [...]. [Zettel:] Leo Schürstab hat ihnen ein Schreiben übergeben, in dem Hg. Albrecht von Preußen bittet, seine Sache durch ihre Gesandten unterstützen zu lassen, wenn auf dem Reichstag über die Acht verhandelt wird. Die Aufrechterhaltung der Acht sei dem Handel und dem Land Preußen nachteilig. Obwohl sie nicht glauben, dass die Reichsstädte sonderlich mit dem Problem der Acht befasst werden, haben sie dem Herzog durch Schürstab zusagen lassen, seine Bitte zu erfüllen. Wenn die Frage der Acht im Reichsrat, bei den Reichsstädten oder sonst zur Sprache kommt, sollen sie sich, sovil sich leyden und fuegen will, für den Herzog verwenden. Yedoch so wollet euch hierynnen fur euch selbst in dieser sachen, die bey etlichen hessig angesehen ist, nichts anregen oder annemen, darein ir euch wol werdet wissen tzu schicken.
    1
     Die Rede wurde am 9. Mai 1541 vor dem Kaiser gehalten, vgl. [Nr. 650]. Der polnische Gesandte war am 1. Mai in Regensburg eingetroffen, vgl. [Nr. 310].
    2
     Die Rede ist in dt. Übersetzung überliefert Nürnberg StA, Ansbacher RTA 19, fol. 192r–195v (Kop., Fragm.) und Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop., Fragm.).
    3
     In B danach eingeschoben: Lecta credentialia.
    4
     Zur Politik Hg. Albrechts in Preußen und seinen Bemühungen um Revision der gegen ihn verhängten Acht auf dem Regensburger Reichstag 1541 vgl. Graßmann, Preußen und Habsburg, S. 100–109 und S. 204–209, außerdem Herrmann, Der Deutsche Orden, S. 126–129. Zu seinen Beziehungen zu Polen, Kaiser und Reich vgl. Hubatsch, Albrecht von Brandenburg-Ansbach, S. 218–262.
    5
     So Kg. Sigismund von Polen auch gegenüber Hg. Albrecht von Preußen, vgl. sein entsprechendes Schreiben, Wilna, 1541 Januar 20, Breslau Bibl. Ossol., Ms. II/179, fol. 13r–14r. Hg. Albrecht hatte den König gedrängt, eine Gesandtschaft zum Reichstag nach Regensburg abzufertigen und vor dem Kaiser, Kg. Ferdinand und den Reichsständen den polnisch-preußischen Standpunkt vertreten zu lassen. Er kündigte zugleich an, sich an einige ihm nahestehende Kurfürsten und Fürsten wenden zu wollen, und gab sich überzeugt, dass diese sich nachdrücklich für ihn verwenden würden. Von einer eigenen Initiative beim Kaiser, bei Kg. Ferdinand und der Gesamtheit der Reichsstände versprach er sich wegen seines geringen Ansehens keine nennenswerte Resonanz. Deshalb setzte er seine Hoffnung auf eine offizielle Gesandtschaft des polnischen Königs, vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Kg. Sigismund von Polen, Königsberg, 1541 Januar 7, ebd. fol. 10v–12v, hier fol. 10v–11v. Vgl. außerdem Kg. Sigismund von Polen an Karl V., Wilna, 1541 Januar 20, Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 157r–158v (Kop.): Hat vor einigen Monaten den Kaiser um Aufhebung der gegen Hg. Albrecht von Preußen verhängten Acht gebeten. Der Kaiser hat ihn auf den Reichstag verwiesen. Hat nun erfahren, dass um diese Zeit der Reichstag in Regensburg veranstaltet wird. Erinnert deshalb an seine Bitte um Aufhebung der Acht. Anfechtung der Jurisdiktion und Zuständigkeit des Reichskammergerichts für einen Vasall der polnischen Krone. Beruft sich auf seine Schutzpflicht als Lehnsherr. Datum in civitate nostra Vilnensi, 20. Januarij anno domini 1541 [...]. Vgl. dazu Karl V. an Kg. Sigismund von Polen, Regensburg, 1541 März 3, Nürnberg StA, Ansbacher RTA 19, fol. 175r–176v (Kop.): Muss in Sachen Preußen die Konstitutionen des Reiches über den Landfrieden und die höchste Gerichtsbarkeit beachten. Wird pflichtgemäß die Reichsstände mit dem Ansuchen des Königs befassen und sich, soweit er kann, bemühen, dass die Sache entweder durch Vergleich zwischen den Parteien oder auf eine andere Weise beigelegt wird. Erinnert an das gute, nachbarliche Verhältnis zwischen den imperii civesund den Untertanen des polnischen Königs. Datum in civitate nostra imperiali Ratispona, die tertia mensis Martii anno domini 1541 [...].
    6
     In B danach eingeschoben: De negotio Hungarico sic dicet orator.
    7
     Vgl. die Instruktion der Kgn. Bona von Polen für Stanislaus Maciejowski zu Verhandlungen mit Karl V., o. Ort, [1541 März 28], Breslau Bibl. Ossol., Ms. II/179, fol. 91v–93r: Soll den Kaiser an sein ihrem letzten Gesandten Jan Ocieski gegebenes Versprechen erinnern, ihre aus ihrer Mitgift resultierenden Rechte an Cremona und Tortona, die nach seiner Auffassung das Wohl der Christenheit tangieren, eingehend zu prüfen und dazu Stellung zu nehmen. Der gegenwärtige Reichstag bietet für die Klärung ihrer Ansprüche die passende Gelegenheit. Soll darauf drängen, dass sich der Kaiser erklärt und es nicht bei einer hinhaltenden Antwort belässt. Soll außerdem ihre Beschwerden über die Belastung ihrer Untertanen im Gebiet von Bari durch die Administration des Königreiches Neapel vortragen und den Kaiser bitten, dagegen einzuschreiten. Soll den Termin, den der Kaiser für die Behandlung ihrer Angelegenheit benennt, umgehend mitteilen. Soll Cobos und Granvelle und, wenn sie nicht anwesend sind, einen anderen ksl. Rat um Unterstützung bitten.
    1
     Die Datierung ergibt sich aus Nr. 650.
    2
     Der Gesandte trug seine Werbung Pfgf. Ottheinrich in etwas abweichender Formulierung vor, vgl. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 261r–261v und die Antwort des Pfalzgrafen, ebd. fol. 259r–259v.
    1
     Vgl. die Erklärung des Reichsvizekanzlers Naves, [1541 Mai 17], Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 194r (Kop.): Reichsvicecanzlers Nauis werbung steht uff nachvolgenden puncten: Item, das der keiser soll bedencken die alten und wolheerbrachten freundschaft und gutheyt. Item, was er seinem bruder, dem romischen konig bißalheer gethan. Item, zu was nutz und fromen abthuung der acht des [sic!] romischen [sic!] und sein kindern mit der zeit mog erscheinen. Item, ungerechtigkeyt und nichtigkeyt solcher acht und der vermeint herzog ime sich ubergeben und sein vasall worden. Mit einer angehengten, treffenlichen trawung, die er nit benennt. Item, das der keiser geantwort, das er soll sein werbung in schriften stellen, welle ers an sein widerparth, so alhie sei, lassen langen. Item, Dr. Nauis hat fur sich selbs gerathen, mein herr soll sich zum keyser fugen und bitten, hindter ime nichts zu bewilligen noch außgeen zu lassen, sonder copey der schriften zustellen und dargegen zu horen etc. Item, das der preussisch gesandt nit will gesteen, das er umb das gleyt dermassen angesucht und gebetten. Actum Donnerstags nach Cantate anno etc. 41 [1541 Mai 19]. Wenn die vorgeschlagene Zuordnung der Mitteilungen des Reichsvizekanzlers zutrifft, was als sehr wahrscheinlich gelten darf, dann wären sie spätestens auf den 17. Mai 1541 zu datieren entsprechend der marg. Notiz, ebd. fol. 194r: Anno 1541 Dienstags nach Cantate [1541 Mai 17]. Die Datierung auf den 19. Mai dürfte wohl irrig sein.
    2
     Vgl. Kg. Ferdinand an den Deutschmeister Walther von Cronberg, Wien, 1541 Juni 12, Wien DOZA, Abt. Preußen 396/2, fol. 347r–347v (Kop.): [...]. Wir haben deiner A. schreiben mit anzaigung, wie die röm. ksl. Mt., unser lieber bruder und her, von wegen Mgf. Albrechten von Brandenburg, so sich dieser zeit Hg. in Preussen nennt, durch der kgl. Wd. zu Poln bottschaft auf jezt haltenden reichstag zu Regenspurg angesucht und was deshalb von irer ksl. Mt. an dein A. gelanget worden seye, mit ermahnung, ob wir in gleichem fall angesucht wurden, daß wir uns deiner A. und dem orden unbeschwerlich halten und erzeigen sollten, inmaßen wir bisanher gethan, alles inhalts vernohmen und wollen darauf deiner A. nit verhalten, daß wir hievor von der kgl. Wd. zu Poln vorbemelts Mgf. Albrecht wegen an die ksl. Mt. um furschrift angelangt und gebeten worden sein, welche wir auch irer kgl. Wd. in ansehung der verwandschaft, darin wir gegen irer kgl. Wd. stehen, nit versagen mugen. Aber darum ist unser gemuth und meinung nit gewest, wie es auch noch nit ist, daß deiner A. und dem orden an derselben rechten und gerechtigkeithen ichtz benommen oder entzogen werde, wie wir dan gänzlich darfur achten und halten, der ksl. Mt. gemuth und meinung auch nit seye, dan, deiner A. und dem orden gnad zu erzeigen, sein wir alzeit geneigt. [...]. Geben in unser statt Wienn, den 12. Tag Junij 1541.
    1
     Beteiligt waren laut der Unterschriftenliste in der Überlieferung Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 219r–223v, hier fol. 223r: Pfgf. Ottheinrich, Pfgf. Philipp, Mgf. Georg und Mgf. Albrecht von Brandenburg, Lgf. Philipp von Hessen, Hg. Philipp von Pommern, Johann und Joachim von Anhalt, Hg. Wilhelm und Hg. Albrecht von Braunschweig, und die Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen und Hg. Ulrichs von Württemberg. Zur Politik Hg. Albrechts in Preußen und seinen Bemühungen um Revision der gegen ihn verhängten Acht auf dem Regensburger Reichstag 1541 vgl. Graßmann, Preußen und Habsburg, S. 100–109 und S. 204–209, außerdem Herrmann, Der Deutsche Orden, S. 126–129.
    2
     Zur Datierung der Übergabe der Supplikation vgl. auch den Bericht der herzoglich-sächsischen Gesandten über den Verlauf verschiedener Verhandlungen auf dem RT zu Regensburg, [Regensburg, 1541 August 1], ad 25. Mai 1541 [Nr. 75]. Vgl. auch den AV zur Übergabe der Supplikation an den Deutschmeister Walther von Cronberg, Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 219r–223v, hier fol. 223v: Suplication, so etlich fursten an ksl. Mt. uffhebung der acht Preussens halben gethan, und meinem gnedigsten herrn allererst den 23. Julij anno etc. 41 durch den ausschuß ubergeben, gentzlich darfur haltend, geverlicher weiß also lang und biß schier zu end des reichstags verhalten worden, dan di ksl. Mt.[hienen?] den 26. obgenants monats alhie zu Regensburg uffzubrechen.
    3
     Die lat. Fassung findet sich Nürnberg StA, Ansbacher RTA 19, fol. 198r–199v (Kop.).
    4
     Vgl. das ksl. Geleit für Hg. Albrecht von Preußen, 1541 März 4, Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 162r–163v (Konz.).
    5
     Vgl. auch Kg. Ferdinand an Karl V. , Wien, 1541 März 2, Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 159r–160r: Kg. Sigismund von Polen hat wiederholt um die Aufhebung der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen gebeten. Daraufhin wurde stets auf den Reichstag verwiesen. In Preußen ist schon genug christliches Blut vergossen worden. Ist als christlicher Fürst verpflichtet, die Vergießung christlichen Blutes zu verhindern. Verweist auf die Interessengemeinschaft und die Verwandtschaft mit dem Kg. von Polen. Wünscht, dem Kg. von Polen entgegenzukommen. Bittet, den Gesandten des polnischen Königs nicht nur anzuhören, sondern auch so zu beantworten, dass keine Nachteile für die Kinder zu befürchten sind und revocata, quantum fieri potest, proscriptione der Friede in Preußen gewahrt bleibt. Der Kaiser würde ihm damit einen Gefallen tun. Bittet, auf die Angelegenheiten der polnischen Kgn., über die er den Kaiser durch Briefe und Gesandte mit entsprechender Empfehlung bereits unterrichtet hat und die der gegenwärtige polnische Gesandte ebenfalls in Auftrag hat, besondere Rücksicht zu nehmen. Datum[...] Viennae, 2. Martij 1541. Vgl. auch Kg. Ferdinand an Kg. Sigismund von Polen, Wien, 1541 März 2, Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 161r (Konz.): Bitte des polnischen Königs, sich beim Kaiser für die Aufhebung der Acht gegen Hg. Albrecht von Preußen einzusetzen. Sobald er zum Kaiser nach Regensburg kommen wird, was non adeo multis abhinc diebus sein wird, wird er sich mit Eifer und Sorgfalt bemühen, dass der Kaiser dem Kammergericht keine Beschlussfassung erlaubt, die die Rechte des polnischen Königs und des brandenburgischen Markgrafen beeinträchtigen könnte. Datum Viennae, die 2 mensis Martij 1541. Zu den Beziehungen Hg. Albrechts in Preußen zu Polen, Kaiser und Reich vgl. Hubatsch, Walther: Albrecht von Brandenburg-Ansbach, S. 218–262.
    1
     B bietet nur die einleitende Passage von A zur Acht gegen Hg. Albrecht von Preußen und wurde offenbar als eigene Eingabe getrennt eingereicht.
    2
     Zur Politik Hg. Albrechts in Preußen und seinen Bemühungen um Revision der gegen ihn verhängten Acht auf dem Regensburger Reichstag 1541 vgl. Graßmann, Preußen und Habsburg, S. 100–109 und S. 204–209, außerdem Herrmann, Der Deutsche Orden, S. 126–129. Zu seinen Beziehungen zu Polen, Kaiser und Reich vgl. Hubatsch, Albrecht von Brandenburg-Ansbach, S. 218–262.
    3
     Vgl. die Eingabe des Deutschmeisters Walther von Cronberg an den Kaiser, Regensburg, 1541 Juni 11, Wien HHStA, RK Kleinere Reichsstände 393 Deutscher Orden, fol. 33r–34v (Kop.); AV fol. 34v: Dieweil der lantgrave verriten, kan man itzt nichts handlen. Actum in consilio imperiali 15. Junij anno 41: Euere ksl. Mt. tregt untzweifenlich in gutter gedechtnus, wie ich denselben des verschienen 39. jars in Hispanien geschrieben und in aller underthenigkait under anderm zu erkhennen geben, wie der hochgeborn furst H. Philips Lgf. zu Hessen etc. die hailge canonisierte furstin und von Ungern geborne konigin, so uber 300 jar zu Marpurg in meins ordens kirchen gelegen, aus irem sarg und zuhanden genommen, und euere ksl. Mt. am 14. Octobris demselben aus Madrit geschrieben, das ich auch euere ksl. Mt. durch mein botschaft zu irer ankhunft in dero nidern erblanden hab lassen eroffnen, das ich solch euerer ksl. Mt. schreiben aus ratt und gutbedunckhen der röm. kgl. Mt., meins allergnedigsten herrn, bis der zeit hett verhalten und dieselben umb verrern beschaidt thun bitten und das ich damals dero und ander meins ordens obliegenden sachen halben auf jungst gehalten reichsversamblungtag zu Hagenaw gewießen, welcher von mir gehorsamblich besucht, und, als der endt die sach nit geortert, das ich den nechsten widermals zu euerer ksl. Mt. mein potschaft abgefertigt und hieher beschaiden und ich nun bißanheer uff erorterung der religion gewartet, auch verhofft, das alle churfursten und fursten solten bis zu ende alhie verplieben sein, so langt mich doch mee dann in ein weg an, das gedachter herr landgraff sich in wenig tagen werd erheben und hinwegziehen. Dieweil ich dann acht, solche sach welle mit seyner L. person gehandelt sein, damit ich nun seumsal und unfleis zu meines ordens beschwerd und nachtail nit beschuldigt werde, so habe euerer ksl. Mt. in aller underthenigster demutigkait ich alles obangetzogen nit unerinnert und unangemanet zu lassen gewist und bittent, solchs mit allen gnaden antzunemen und mich und mein orden zum besten bevolhen zu haben. Datum Regensburg am ailften Junij anno 41.
    4
     Danach fehlt in der Vorlage die Negation.
    1
     Vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Mgf. Georg von Brandenburg, Königsberg, 1541 Juni 15, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 774–781 (Kop.): Mgf. Georgs Schreiben vom 30. April 1541 [Anm. 2 zu Nr. 310]. Dankt für seine Bereitschaft, zusammen mit anderen Reichsständen seine Interessen auf dem Reichstag zu fördern. Mitleid wegen seiner Krankheit. Das verner euer L. nichts liebers gesehen, dan das wir uff uberschigkte röm. ksl. Mt. vergleittung selbst und in aigener person umb viellerlei ursachen und nutzes willen, in euerer L. schreiben weitleiffigk und nach notturft ausgestrichen, erschienen gewest wheren, mogen uns euer L. in warheyt gleuben, das wir solchs hertzlich gerne und mit allem willen gethan. Es hat uns aber, hindter kgl. Mt. zu Polan, unsers gnedigen herrn und freuntlichen, lieben ohaims, vorwissen solchs zu thun, keinesweges gepuren wollen, dann uns ire kgl. Mt., als wir derselben solche kaiserliche vorgleitung angekundigt und copien uberschigkt, uns darauf von unsern landen und leutten hirauszubegeben, mit koniglichen gnaden widderrathen, in bedacht, das itzt berurth gleith nicht dermassen, das wir sampt den unsern genugsam vorsicherth, gestelt gewesen, dan uns ein bestimpte, ausdruckliche zeyt der tag angesetzt, desgleichen die clausel, das wir sampt den unsern im aus- und eintziehen genugsam vorsicherth sein solten, im gleith aussengelassen. Darob sichs zutragen hett koennen, das wir leibesgefhar, die uns euer L., des wir gewiß sein, nicht gonnen, villeichts hetten gewarten mussen. Wollen uns demnach versehen, das diese angetzeigten ursachen bey euerer L. stadt und dieselb uns, darumb wir auch freuntlichen bitten, unsers nith-erscheinens halben entschuldigt haben, nichtsminder bey ksl. Mt. neben chur- und fursten, auch andern stenden des hl. reichs in bester maß und gestalt entschuldigen werden. Dan koenten ksl. Mt. und dem loblichen furstlichen hause Osterreich wir, wie verhoflich unsere voreltern und das gantz churfurstliche hauß Brandenburgk mit treuem vleis gethan, undertheinige, gepurliche dinstbarkeith ertzeigen, wollen wir uns in allem christlichem, erheblichem und moglichem gutwillig finden lassen, gar nicht zveiffelnde, euer L. werden irem vilfeltigen bruderlichen erbitten treulich nachsetzen und ir unsere sachen, dieweil sie euer L. mit anghen, bruderlichen bevolhen sein lassen, auch mit vleissiger forderung daran sein, damit solche vormittelst gotlicher gnadenreichen hilf und unserer herren und freundt verfurdern zue guther enthschaft gereichen mocht. Projekt einer Heirat einer Tochter Mgf. Georgs mit Hg. Johann von Holstein. Datum Konnigspergk ut supra. Zu den Einwänden des polnischen Königs gegen das Geleit vgl. Anm. 1 zu Nr. 308.
    2
     Vgl. [Christoph von Kreytzen] an [Hg. Albrecht von Preußen], [Regensburg], o. Datum, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.?, Fragm.) Mgf. Georg von Brandenburg hat mit der ungarischen Gesandtschaft mit namen Franckepanibus, ein bischoff, und der ander Bothganniferentz gesprochen. Frankopan hat dabei gesagt, er halte Hg. Albrecht von Preußen für den besten Heerführer gegen die Türken. Er gedenke auch, den Herzog für das Amt des Obristen vorzuschlagen. Er habe auch Mgf. Georg, der die ungarischen Verhältnisse gut kennt, für das Amt eines Kriegsrates am kgl. Hof vorgeschlagen. Mgf. Georg hat sich daraufhin bereit erklärt, Hg. Albrecht, falls dieser Interesse am Amt des Obristen habe, am kgl. Hof persönlich nachhaltig zu unterstützen. Mgf. Georg meint, Hg. Albrecht sollte, da ihm allenthalben die beste Befähigung dazu zugesprochen wird, das Amt nicht ausschlagen. Dies würde dem Haus Brandenburg zu großem Ruhm und seinen eigenen Landen zu Sicherheit und Wohlfahrt gereichen. Wenn er dagegen ablehne, würden ihn und seine Verwandten Schimpf und Verachtung treffen. Die Überlegungen über die Besetzung des Obristenamtes ergaben, das Hessen zu wildt, Braunschweig khein gluck sol haben , die pfaltzgraffen des leibs, verstandts und geschickligkheit nicht sein, Kf. von Brandenburg aber, als der es vileicht gerne thette und wehre, auch den rhum und ehre vor andern sich selbst lieber gonte, wurdt von seyner gemael nicht kommen konnen etc., wiewol ehr der dinge [auch] so gar erfaren nicht where. Hg. Albrecht von Preußen hält man für den tüchtigsten Kandidaten. Er hat dazu gesagt, dass er die Meinung Hg. Albrechts in diesem Punkt nicht kenne, allerdings wisse, dass er gerne dem Kaiser einen Gefallen tun wolle. Es gelangt auch an mich, wie der polnische gesante sich vast pocherlich und trutzig in seinen werbungen mit worten und geberden erzeigen und vornemen lassen sol, sonderlich den puncten (was gegen euere fstl. Gn. furgenomen, geschee seinem herren etc.) belangendt, das auch Kf. zu Brandenborg sagt, ehr hab seine tage keinen trutzigern gesandten gehort, darob auch ksl. Mt. kein groß gefallen haben soll etc. Ob nu solchs der sachen hoch zutreglich, khann ich nicht ermessen, doch wil des endes gewart sein und [...?], das ehr vileicht ein kurze antwort erlangen werde.
    3
     Vgl. auch Hg. Albrecht von Preußen an Stefan Hopfensteiner, Königsberg, 1541 Juni 15, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 8, pag. 168–170 (Kop.): Eingang seines Schreibens vom 2. Mai aus Regensburg. Bitte, ihm auch weiterhin über die dortigen Verhandlungen zu berichten, sunderlich was die strittigen religion- und glaubenssachen belanget, dornoch uns hertzlichen vorlangeth. Dankt für seine Bereitschaft, sein Diensterbieten der Kgn. Maria mitzuteilen. Da auf jetzigem Reichstag auch seine Sache verhandelt werden soll, bittet er ihn, seinen Gesandten Christoph von Kreytzen nach Kräften mit seinem Rat zu unterstützen und sich bei Kgn. Maria für ihn zu verwenden, sie auch zu bitten, ihm öfter zu schreiben, damit er ihre Gunst spürt und weiß, dass sie ihn nicht vergisst. Da die Kgn. nun lange nicht mehr geschrieben hat, fürchtet er, dass sich ihre Einstellung ihm gegenüber geändert hat. Hat Kreytzen angewiesen, ihm zu antzeigung unsers genedigen willens und einem gedechtnisein Paternoster aus Bernstein zu überreichen. Datum Konigsperk ut supra.
    1
     Kg. Ferdinand kam am 21. Juni 1541 in Regensburg an. Der Terminus ante quem ergibt sich aus Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 Juli 2/3, vgl. Anm. 2 zu Nr. 321.
    2
     Die Rede ist in dt. Übersetzung überliefert Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop., dt. Übersetzung, Fragm.) und Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Kop., dt. Übersetzung, Fragm.).
    3
     Vgl. Kg. Ferdinand an Kg. Sigismund von Polen, o. Datum, Breslau Bibl. Ossol., Ms. II/179, fol. 190v–191v (Kop.): Ist im Sinne des Vortrags des kgl.-polnischen Gesandten bei Karl V. vorstellig geworden. Der Kaiser hat ihm durch seinen Vizekanzler mitteilen lassen, er beabsichtige, aus Rücksicht auf die engen Beziehungen Ferdinands zum polnischen König und unter dem Eindruck der Intervention Ferdinands die Exekution der Acht gegen Hg. Albrecht von Preußen für ein Jahr zu suspendieren und in dieser Zeit durch Kommissare, von denen er selbst zwei im Namen des Reiches benennen wolle und zwei der polnische König als Vertreter seines Königreiches delegieren solle, eine friedliche Lösung des Problems suchen zu lassen. Vgl. auch Kg. Ferdinand an Karl V., Wien, 1541 April 19, Nürnberg StA, Ansbacher RTA 19, fol. 199r–200r (Kop.): Werbung des zum Regensburger Reichstag abgefertigten Gesandten des polnischen Königs bei ihm in der preußischen Frage. Plädoyer für entgegenkommende Behandlung der polnischen Initiative aus Rücksicht auf ihre politischen Interessen und die dynastischen Beziehungen zum polnischen Königshaus. Datum Viennae die 19. mensis Aprilis anno 1541. Zur Haltung Kg. Ferdinands in der preußischen Frage im Februar 1541 vgl. Sigmund von Herberstein an Hg. Albrecht von Preußen, Wien, 1541 Februar 19, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 1 (Kasten 5), unfol. (Ausf.): Albrechts Bitte, sich in der Frage der Acht zu seinen Gunsten zu verwenden. Hat durch Mittelspersonen beim König sondieren lassen. Der König will sich in dieser Sache von sich aus auf nichts einlassen und verweist an den Kaiser. Man solle mit dem Kaiser auf dem Reichstag darüber verhandeln. Albrecht wird seine Sache auf dem Reichstag sicher von seinen Verwandten vertreten lassen. Er selbst wird wohl kaum zum Reichstag kommen wegen seiner Dienstpflichten. Kg. Ferdinand wird nächste Woche von Neustadt hierher nach Wien aufbrechen, um dann nach Regensburg zu ziehen. Der Kaiser soll jetzt in der Nähe von Nürnberg sein. Vgl. dazu die Antwort Hg. Albrechts, Königsberg, 1541 April 13, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 10, fol. 86r–87r (Kop.): Entwicklung in Ungarn. [...]. Dankt für Herbersteins Bemühungen um die Aufhebung der Acht. Da die Sache jetzt in der Hand des Kaisers liegt, hofft er, dass sie mit der Förderung Kg. Ferdinands zum gewünschten Ende gebracht werden kann. Ir wollet aber nichtsdestweniger vor euer personn sampt euren hern und freunden, die ir dem handel fur nutzlich achtet, disfals unser bestes furdern helfen. [...]. Datum Konigspergk ut supra.
    1
     Die chiffrierten, v. a. Hd. interlinear dechiffrierten Stellen sind in spitze Klammern gesetzt. Einige Stellen sind verderbt. Sie werden, wo dies möglich ist, im Regest überbrückt.
    2
     Vgl. Anm. 5 zu Nr. 756.
    3
     Zu den voraufgehenden Wochen vgl. Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 Juni 11/13 [Nr. 737].
    1
     Die chiffrierten Stellen sind in spitze Klammern gesetzt.
    2
     Vgl. Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 Juli 2/3, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.): Eingang seines Schreibens vom 26. Mai am 30. Juni. Wird die gedruckte Rechtfertigungsschrift Hg. Heinrichs von Braunschweig, sobald er sie auftreiben kann, übersenden. Schwierigkeit bzw. Aussichtslosigkeit, Corvinus für den Dienst in Preußen zu gewinnen. Empfehlung, durch Studienstipendien Kandidaten für den künftigen Dienst anzuwerben. Beilagen zur Information über die Beschlussfassung der Reichsstände zur Türkenhilfe. Nun ist man wider der religion halben im werckh und verhofflich, weil leider jhe sonst noch kheine vorgleichung folgen wil und die stende die turckenhilf mit maß und condition des friedens und rechtens bewilligt, es solle damit numehr auch zum ende gehandelt werden. Wird die von ihm zwischenzeitlich gesammelten Akten zu den Reichstagsverhandlungen später senden. Die röm. kgl. Mt. uf des polnischen gesanten sollicitiren hat sich zu aller furderung in eurer fstl. Gn. sachen hochlich erbotten, so wirdt seine Mt. durch meine gnedigen herrn, die marggrafen, semptlich auch ersucht und umb antwort bei ksl. Mt. angeregt werden etc. Hieneben kann ich euren fstl. Gn. in underthenigkeit nicht bergen, das dieser tage rede ergangen, wie der jung her willens sein sol, alhie die lehen zu empfahen etc. Daruf ich undertheniglich gewogen gewest, eurer fstl. Gn. bevelchs dieser belehnung halben und damit dieselb auch mit angezogen oder die fahnen von irentwegen mitte angegriffen mochten werden, gehorsamlichen [nach]zukommen, derwegen auch verursacht, mit Eustachio von Schlieben underredung zu haben, wie ich dan mich nicht allein seins raths, sonder auch inhalts eurer fstl. Gn. bevelchs, neben mir den handel vorzustellen helfen, begert. Es wirdt aber von ime gantz widderraten und furs erste angezeigt, eure fstl. Gn. sein darzu wenig befugt, zudem, das es wider die altveterlichen und veterlichen vortrege, auch der underthanen eyde und phlicht etc. where. Furs ander wurdt es bei eurer fstl. Gn. vettern und bruder die vorbitterung machen, weil dieselben sich alhie eurer fstl. Gn. halben so freuntlich und gutmeinlich angenomen und ire sachen gerne furdern wolten, das derselben guthertzigkheit und getreue wolmeynung in alle vorhinderung mochte gewendet und der handel zu höherm nachteil stutzig werd, zum dritten eurer fstl. Gn. widerwertigen, als die bißher die freuntliche zusetzung eurer fstl. Gn. vettern, freunde und bruder und, das sich dieselben eurer fstl. Gn. so tapfer annemen, ungerne vernomen, so die nu das kegenspil, unwillen und zwispalt vormercken solten, den trost, frolockung, gedancken und ursachen geben und einreumen, wie sie iren willen und practiken dest ehr und mehr, dan sonst wol vorpliebe, wider euren fstl. Gn. vortsetzen konten und mochten, mit vernerm anzeigen, wo die lehenentphahung von gedachtem jungen herren uff eurer fstl. Gn. oder von euren fstl. Gn. wegen gleich protestirt, das der churfurst, dagegen widerumb zu protestiren, nicht underlassen und also nichts anders dan zanck und unfreuntliche gemuther daraus erfolgen wurde. Ehr wuste auch euren fstl. Gn. in diesem fhalle, ab ehr sich des wol schuldig erkente, ebensowenig, als wen ime ethwas von dem churfursten wider eure fstl. Gn. auferlegt, zu dienen, wolte ime auch nicht gezyemen, ja wust auch bei seinen phlichten nicht zu sagen, wie eure fstl. Gn. wol darzu kommen mochten etc. Nachmals aber, wie diß furnemen des jungen hern an den churfursten gelangt, hat sein kfl. Gn. den jungen hern beschickt und, seinen willen, wes daran oder nicht, bericht zu werden, begert. Daruf der junge herre vormelden lassen, ehr wuste wol, wes disfals die altveterlichen und veterlichen vortrege in sich hielten und vermochten, darwider ehr zu handeln nicht gesinne, und verw[undert] ine nicht wenig, wher doch solchs von ime ausgusse und wher so vil daran, als das man ime auflegte, ehr neme gelt vom pawst wider die evangelischen etc. Wiewol ich nu, so die lehenempfahung vorgienge, in anmerkung oben erzeleter des von Schlieben einwurfe, bedencken und widerraten gantz irrig und bekhommert, wes darinne zu thun oder zu lassen, aber nichtsdestweniger bedacht gewesen, wann itzundt so schleunig und ehe die belehenung geschee, eurer fstl. Gn. sachen vorricht oder von ksl. Mt. ein entliche antwort erlangt mocht werden, alsdann uff die wege vormittelst der vorstendigen rathe etc. zu gedencken, wie in dieser sachen euren fstl. Gn. zum besten zu gebaren. Weil aber des jungen herrn gemueth dahin, wie oben vormerckt, gericht, weiß ich dismals auch nichts dobei zu thun, sonder muß es an im selbst beruhen lassen etc. [...]. Regensburgk, den 2. Julij anno etc. im 41.[Beilage:] Extrakt der Akten zu den Verhandlungen und zur Beschlussfassung über die Türkenhilfe.
    3
     Vgl. die Erklärung Hg. Wilhelms von Bayern, Regensburg, 1541 Juli 5, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.): Antwort Hg. Wilhelms von Peirenn uff mein mundtlich anbringen inhalts der schriftlichen entschuldigung meins gnedigsten hern, des Hg. in Preussenns, das wortlein ‚ziemlich‘ betreffend, actum 5. Julij 1541. Seine fstl. Gn. hette, wes ich ires feuntlichen, lieben schwagers und brudern halben, Mgf. Albrechten etc. angebracht, angehort und thet sich daraus erstlich des freuntlichen zuentbietens ganz freuntlichen bedancken. Und wher nicht onn, es wher iren fstl. Gn. ethwas zu gemuethe gangen. Seine fstl. Gn. wusten sich zu erinnern, wes dieselb mir, genantem irem bruder und schwager, Mgf. Albrecht, zu schreiben, auferlegt. Aber weil ir fstl. Gn. itzund horeten, das es von irem lieben schwager und bruder nicht fursezlich oder böß gemeint, wie dan seine fstl. Gn. wol denken khann, das bißweilen ein solch oder dergleichen wortlein durch die schreiber ungefherlich mog gesetzt und auch im uberlesen nicht groß acht doruf khann gegeben werden, so wher seine fstl. Gn. an der entschuldigung seines lieben schwagers und brudern wol zufrieden und solte sich zu seinen fstl. Gn. nichts anders vorsehen, dann wie sich seine fstl. Gn. vormals erboten, wo ires schwagers und brudern sach vorfallen wurde, das sich seine fstl. Gn. dorinne als der freundt und bruder erzeigen und zu erhaltung oder erlangung eines gnedigen kaisers mit allem vleisse vorhelfen wolte, ja wes auch seine fstl. Gn. neben dem in anderm bemeltem irem schwager und bruder dienen khonte, das wher seine fstl. Gn. zu thun urbutig. Der portugaloser halben neme seine fstl. Gn. abermals dye freuntliche anzeigung und erbietlichen, geneigten willen zu danck an. Die wolte auch mit iren kaufleuten zu Nurenberg sich desfals bereden und, ehe seine fstl. Gn. von hie zügen, mich beschicken und ires gemuets meynung daruff vormelden und anzeigen.
    4
     Vgl. Mgf. Georg von Brandenburg an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 Juli 13, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 3 (Kasten 143), unfol. (Ausf., eighd.): Gute Wünsche. Hofft auf einen guten Ausgang in der Religionssache. Namen der vom Kaiser berufenen Kolloquenten, denen man ein beuch furgeben, deas [sic!] ir Mt. liberum konkordiae nendt. Die Kolloquenten haben sich in einigen Artikeln geeinigt. Der Kaiser hat dazu aufgefordert, das Buch anzunehmen. Die babsteissen haben sich über das Buch erregt, seine Annahme verweigert und es dem Kaiser wieder zugestellt mit der Anregung, mit dem päpstlichen Legaten weiter darüber zu verhandeln. Einige haben dem Papst geschrieben, der Legat mache zu viele Zugeständnisse. Daraufhin hat der Papst den Legaten angewiesen, sich auf weitere Verhandlungen nicht einzulassen. Die evangelischen Stände haben die verglichenen Artikel angenommen und das Buch nicht verworfen. Sie haben dem Kaiser eine schriftliche Stellungnahme eingereicht. Das weitere Vorgehen steht beim Kaiser. Den evangelischen Ständen hat der Kaiser einen Frieden zugesagt, über den noch verhandelt wird. Der Kaiser will in 14 Tagen nach Neapel, das von den Türken bedroht wird, aufbrechen. Für den Kaiser [sic!] ist eine eilende Türkenhilfe in Höhe des halben Romzuges beschlossen. Sein Vetter [Mgf. Albrecht Alkibiades] hat sich seltsam verhalten. Aber in dieser Woche wird die Teilung vollzogen und das Los geworfen. Verhandlungen über die schlesischen Güter. Hofft auf einen guten Ausgang in der Sache Hg. Albrechts, in der sich Kaiser und König gnädig erbieten. Deateum [sic!] Regenspergk, Mitwoch am dagk Margerarette [sic!] anno 41.
    5
     Vgl. Philipp Melanchthon an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 Juli 13, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg , HBA A 4 (Kasten 206), unfol. (Ausf., eighd.), MBW.T 10, Nr. 2753, S. 392–393: Was sich im colloquio zugetragen bis zu end desselbigen, haben eure fstl. Gn. aus meinen vorigen schriften vernomen. Ernach hat der keiser den fursten beides teyls und allen reichßstenden das buch und unsere gegenartikel zugestalt, davon zu radtschlagen, ob sie das buch annemen wolden. Alß hat Hg. Wilelm [sic!] von Bairn ein heftige, hessische schrifte lesen lassen und das buch verworfen. Unser teil hat ein glimpfliche antwort geben, dorin angezeigt, das wirs bey unsern gegenartikeln bleiben liessen etc. Die copien will ich mit der zeit euren fstl. Gn. auch zusenden. Damit aber die handlung durch den gegenteil höflich und subtil abgeschlagen wurde, haben die grossen herrn ein subornirte person, wie man in commoedien thut, angericht, den Kard. Contarenum, der gostern dise antwort dem keiser zugestellet, das sie an die stend gelangen sollt, nemlich dweil die protestanten in etlichen stuken nit gleich halden mit der gemeinen kirchen, so sollt man hie nit weiter handeln, sondern dise sachen solden uff ein generalconcilium uffgeschoben werden. Also hat hie die handlung ein end. Gott gebe mit gnaden. Der keiser wirt in 14 tagen wegzihen uff Insbruk und also furt in Italien und das konigrich Neapolis. Man redt davon, als werde ehr auch nit lang in Italia verharren. Jetzund sind die reichsstende in der deliberation vom abschied. Gott gebe, das es ein fridlicher abschied sey, wie noch zu hoffen, denn der keiser hat selb furgeschlagen, der noribergisch anstand soll kreftig bleiben. Doch wirt hie von der declaration, die process im camergericht belangend, disputirt. Gott bewar eure fstl. Gn. alle zeit. Datum die 13. Iulij zu Regensburg.  – Vgl. auch die Antwort Hg. Albrechts von Preußen auf Melanchthons Bericht über die Regensburger Religionsverhandlungen vom 24. Mai 1541, Königsberg, 1541 Juli 17, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 96–97 (Kop.), MBW.T 10, Nr. 2704/2705, S. 209–213 und Nr. 2762, S. 418. Auch Christoph Jonas informierte mit Schreiben vom 24. Juni 1541 und 1. Juli 1541 aus Regensburg den Herzog über die Regensburger Religionsverhandlungen, vgl. Hg. Albrecht von Preußen an Christoph Jonas, Königsberg, 1541 Juli 16, ebd. pag. 97–99 (Kop.).
    1
     Vgl. das ksl. Geleit für Hg. Albrecht von Preußen, 1541 März 4, Wien HHStA, Staatenabt. Brandenburgica 1b, fol. 162r–163v (Konz.), vgl. Anm. 1 zu Nr. 308.
    2
     Nach den Angaben Christophs von Kreytzen hatte der Kaiser etwa 14 Tage vor seiner Abreise, also etwa Mitte Juli den Reichsständen die Unterlagen zur preußischen Frage zustellen lassen und sie zur Stellungnahme aufgefordert. Der ständische Ausschuss übergab dann die einschlägigen Akten an Cronberg mit der Aufforderung zur Stellungnahme, die wohl mit dem unten unter II wiedergegebenen Text vorliegt. Vgl. den Bericht Christophs von Kreytzen über seine letzten Aktivitäten in Regensburg und nach Ende des Reichstags, o. Ort, o. Datum [1541 nach Juli 28] [Nr. 327].
    1
     Offensichtliche, sinnentstellende Verschreibungen bzw. Auslassungen in A wurden stillschweigend aus B korrigiert. Inhaltlich nicht relevante Varianten wurden im textkritischen Apparat nicht berücksichtigt. Beide Überlieferungen sind in gleichem Grade fehlerhaft. Es blieb deshalb bei A als Druckvorlage.
    2
     Vgl. die Erklärung des Reichsvizekanzlers Naves, Anm. 1 zu Nr. 315und die Eingabe des Gesandten des polnischen Königs an den Kaiser, Nr. 316.
    1
     Vgl. Dr. Melchior Kling an Hg. Albrecht von Preußen, Regensburg, 1541 Juli 31, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 4 (Kasten 206), unfol. (Ausf.): Nachdem ich von dem Kf. zu Sachsen, meynem gnedigsten herrn, alhie uffm reichstage in den außschuß verordnet und unther den sachen, so vorhanden gewesen, eurer fstl. Gn. handel, die acht betreffende, auch funden, als hab ich aus unthertheniger zuneigung zu euren fstl. Gn. denselbigen handel zu mir genummen, den gelesen, den andern verordenten im außschuß referirt und dermassen disputiret, das ich gern erhalten hette, das die acht gentzlich wehre cassiret und uffgehoben worden. Do ich aber nicht hab erhalten könden, das solche cassation directe und expresse geschehe, hab ichs neben den anderen dohin richten helfen, das es gleichwol eyne tacita cassatio wurde und im grunde ebenso vil wehre, als wann sie expresse geschehn, nemlich und also, das die ksl. Mt. mit der kgl. Wd. in Polen ethlicher untherhendeler vergleichen solt, durch welche diese sachen beygelegt wurde, und das mitlerzeit in all wege die acht suspendiret sein solt etc., welchs meynes erachtens vhast so vil ist, als wehre sie expresse cassiret, weyl diese sach durch untherhendler schwerlich wirt verglichen werden. Und bleibt gleichwol die acht nichtsdestoweniger suspendiret, solang die vergleichung nicht geschicht. Und als dieses bedencken des außschuß fur die churfursten, fursten und andere stende des reichs komen, haben sie es yhnen gefallen lassen. Es ist auch in die keyserliche cantzley ubergeben worden, allein hat es an dem gemangelt, das es ebn am ende des reichstags und im aufbruch ksl. Mt. gewesen, das yhre Mt. in die canzley in dehr eyl nichts befolen. Weyl es aber durch die stende allesampt dermassen eintrechtiglich Šbeschlossen, so wirt es auch keynen mangel haben und werdets eure fstl. Gn. aus dehr keyserlichen cantzley wol erlangen. Wenn er ihm die Akten zur Beratung zuschickt, will er die Angelegenheit gern weiter bearbeiten. Datum Regenspurg, Sontag nach Jacobj anno etc. 41. Vgl. dazu Hg. Albrecht von Preußen an Dr. Melchior Kling, Königsberg, 1541 September 3, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 114–115 (Kop.). – Vgl. auch Kf. Joachim von Brandenburg an Hg. Albrecht von Preußen, Leipzig, 1541 [August], Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA A 3 (Kasten 143), unfol. (Ausf.): Aufbruch von Regensburg am 29. Juli. Heute Ankunft in Leipzig. Verweis auf die Berichterstattung Christophs von Kreytzen über die Reichstagsverhandlungen. Soviel aber eurer L. eigen handlung betrift, haben wir dieselbig neben unserm vettern, Mgf. Georgen, und andern chur- und fursten, auch etlicher abwesenden potschaften bey ksl. und kgl. Mt. eigner person mit allem fleiß befurdern helfen. Und doe wir aus vorfallenden gescheften, solchs alltzeit eigner person zu thun, vorhindert worden, haben wir doch unserm rath und lieben getreuen Eustachio von Schlieben, solche eurer L. handlung ferner von unserntwegen zu erregen und derselbigen hierinnen neben andern getreulichen zu rathen, sonderlichen bevhelich gethan, wie wir dan auch hierinnen seinen angewanten fleiß selbst gespurt haben. Aber wie sonst uf alle reichshandlung, so dietzmals vorgenommen worden sein, kein außdruckliche, eigentliche vorgleichung oder antwort erfolgt oder gegeben, also seint auch auß eilenden, vorgefallenden [sic!] obliegen und ehehaften (derowegen die röm. ksl. Mt. vorrücken und dem reichstag sein endschaft geben mussen) eurer L. hendel verschoben und kein entlicher, fruchtbarlicher bescheid uf unser vielfaltigs anregen, daran wir es nicht haben mangeln lassen, geben worden, wie dan ehegemelter eurer L. diener Christoff von Kreitzen (der solchs mit allem fleiß sollicitirt und anregen helfen) auch dergleichen bericht und antzeigung thun wirdet. Wir wollen auch nicht unterlassen und aufs furderlichst an die röm. kgl. Mt. widerumb schreiben und uns bey derselben erkundigen, ob die röm. ksl. Mt. uf itzo vorgenommener reise nach Ispruck, vielgemelte eurer L. handlung zu expedirn, an sich behalten oder aber solche expedition ihrer Mt. bruder, dem röm. konig, hinderlassen und bevholen hab. Wird ihn über die Antwort informieren. Diensterbieten. Will auch nichts, was wir zu dieser handlung und expedition dienstlich und furderlich befinden werden, unterlassen. [...]. Datum Leiptzick, Sontags nach Valentini [sic!] anno etc. im 41. Vgl. dazu Hg. Albrecht von Preußen an Eustachius von Schlieben, Königsberg, 1541 September 3, Berlin GStAPK, Ostpreuß. Fol. 29, pag. 121–122 (Kop.): Dankt für seine Bemühungen auf dem Reichstag um die Aufhebung der Acht. Dieweil aber dasjenige, wes gemeine reichsstende in berurter handlung fur gut bedacht, ksl. Mt. eilenden aufbruchs halben nicht hat mogen expedirt werden und zu furderung dessen von obberurten unserm freundlichen, lieben vettern ein besondere schrift ahn die röm. [kgl.] Mt., auch unsers vorsehens ahn die röm. ksl. Mt. selbst und andere, wie gedachter unser cemmerer mith dir verlossen, ausgangen wirt sein, wöllen wir gar nicht zweiffelen, auf dein embsig anhalten und furgewendten vleiß solchs alles so weit voltzogen und gefurdert sein werde, domit nuhmer fruchtbar anthwort zu verhoffen. Bitte für alles Sorge zu tragen, was bei Kf. Joachim der Förderung des Handels dient. – Vgl. außerdem Hg. Albrecht in Preußen an Kf. Joachim von Brandenburg, Königsberg, 1542 Januar 6, Berlin GStAPK, I. HA Rep. 11 Nr.23 Fasz. 3, fol. 10r–12r + 15r (Ausf.): Dank für Joachims Schreiben aus Schönebeck vom 11. Dezember 1541. Dank für seine Bemühungen. Joachim hat zweifelsohne aus seinem vor einigen Tagen an ihn abgegangenen Schreiben entnommen, was der Kg. von Polen ihm wegen der Acht mitgeteilt hat und was er darauf geantwortet hat. Dieweil wir aber in hochgedachter röm. kgl. Mt. schreiben befinden, das röm. ksl. Mt. der suspension in der acht und der furgenommenen guthlichen undterhandlung, inmassen die von churfursten, fursten und andern stenden des hl. röm. reichs auf jungst gehaltenem regenspurgischen reichstagk fur rethlich und nutzlich angesehen worden, genediglichen stadtgeben wolle, do wir nicht anderst wissen, weder das mitlerweil solcher freuntlichen untherhandlung die acht vermöge der reichsstende gemeiner beschlusse, wie sich euere L. inliegendt tzu ersehen, in alle wegen bis zu orterung der sachen suspendirt solle werden, so vermercken wir gleichwol doneben aus röm. kgl. Mt. schrieften an kgl. Mt. zu Polan etc. und keyserlich cammergericht, das die suspension der acht nicht lenger dan auf ein jhar, obwol die zeyt nicht genendt, wen solcher anstandt anghen soll, gestelt, welchs unsers erachtens röm. kgl. Mt. schreiben und der reichsstende berathschlagung, bedencken und beschlussen ethwas ungemes. Fallen uns demnach bedencken bey, ob nicht villeichts durch unsere widderwertige und boeßhertzige dahin gearbeith, das die zeit also kurtz angestelt, dan von solchem jhar ein ebene [sic!] grosse tzeit algereith verflossen, desgleichen, die commissarien in anmerckung der wichtigkeyt der sachen also furderlich zusamenzupringen, auch stadtlichen darinnen zu beschliessen, schwerfallen will, besorgen uns hirumb, wo die zeyt mit aufschiebung der acht nicht ethwas verlengert das nurt ein gefarlicher aufschub dorinnen gesucht. Bittet, sich dafür einzusetzen, dass die Suspension gemäß den Beschlüssen der Reichsstände verlängert wird, die Frist nicht auf ein Jahr, sondern bis zu endgültiger Erörterung der Sachen ausgedehnt, zum wenigsten aber die Acht vom Beginn der Kommissionshandlung an auf ein Jahr suspendiert wird. Wenn dies alles nicht zu erreichen ist, soll wenigstens dahin gehandelt werden, dass die Kommissare Vollmacht zur Verlängerung der Suspension, falls diese nötig wird, erhalten, weil die Verhandlungen in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht erfolgreich beendet werden können. [...]. Datum Konnigspergk, den 6. Januarj anno etc. im 42.
    1
     Vgl. den Memorialzettel, Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.), AV: Memorialzedtel, dem secretarien Obernburger ubergeben, actum Sontags, den letzten Julij 1541: Dem herren secretarien Obernburger zu gedencken. Cristoffenn von Creytzenn gen Nurenbergk zu schreiben und den brief an Sebald Hallernn daselbst zu uberschicken, ob ksl. Mt. die preusche [sic!] sachen, wie dieselbe von allen reichsstenden beschlossen und vor gut angesehen, bei sich behalden und darin ein abschied geben oder aber dasselbig röm. kgl. Mt. zu verfertigen befhelen wolle etc. Und wo ksl. Mt. dieselbe sache bei sich behielde und ein abschiedt darin geben wolt, so bittet Dr. Conrad Metzsch neben Cristoff von Creytzenn von wegen des Kf. von Branden[burg] und Hg. in Preussenn, der H. Obernburger wolt gemelten beiden hern zu gefallen bei ksl. Mt. vleiß furwenden, damit der abschiedt allergnedigist ingrossirt und gen Speyr auf die nechstkonftige reichsvorsamlunng geschickt und des Kf. von Brandenburgs rethen uberantwort mocht werden. In allwege wirdt aber gebeten, das solchs röm. kgl. Mt. heymgestelt werden mocht, damit es dest ehr vorfertigt werden [kund], dagegen dem, der solchs uberantwort, dem H. Obernburger zuzestellen, ein furstliche vorehrung gegeben und uberantwort werden soll.
    2
     Gemeint ist wohl Gerhard Veltwyck.
    1
     Vgl. auch Kg. Ferdinand an das Reichskammergericht, Linz, 1541 Oktober 17, Berlin GStAPK, I. HA Rep. 11 Nr.268–270 Deutschmeister Fasz. 6, fol. 7r–7v (Kop.): Antrag des Kg. von Polen durch seinen Gesandten auf dem Regensburger Reichstag an den Kaiser auf Aufhebung der Acht gegen Hg. Albrecht in Preußen. Rat der Reichsstände, die Acht gegen Preußen auf ein Jahr zu suspendieren und in der Zwischenzeit durch Unterhändler – jede Seite soll zwei Unterhändler stellen – zwischen dem Kaiser im Namen des Reiches und dem Kg. von Polen über das Herzogtum Preußen verhandeln zu lassen, um eine Einigung herbeizuführen. Daraufhin hat der Kaiser ihm durch den Vizekanzler Johann Naves mitteilen lassen, dass er die vorgeschlagene Suspension der Acht und die Unterhandlung zu bewilligen gedenke. Der Kaiser hat ihn zugleich beauftragt, dem Kammergericht darüber Mitteilung zu machen. Befiehlt ihnen deshalb im Namen des Kaisers, für die genannte Zeit die Acht gegen Preußen zu suspendieren. Vgl. außerdem Kg. Ferdinand an Kg. Sigismund von Polen, Linz, 1541 Oktober 22, ebd., fol. 5r–6r (Kop.): Mehrfaches Drängen des Kg. von Polen bei Ferdinand auf Suspension der Acht gegen Preußen, zunächst schriftlich, dann durch einen Gesandten. Persönliche Bemühungen Ferdinands in Regensburg um Suspension der preußischen Acht. Suspension der Acht gegen Preußen durch den Kaiser auf ein Jahr. In der Zwischenzeit wünscht der Kaiser die Angelegenheit durch vier Kommissare, von denen zwei er selbst, zwei der Kg. von Polen ernennen soll, verhandeln zu lassen. Das Kammergericht wird von ihm, Ferdinand, über die Suspension unterrichtet. So ist nur noch nötig, dass der Kg. von Polen seine Kommissare benennt und dies mitteilt, damit dies auch von ksl. Seite geschehen kann. Am 21. November informierte Kg. Ferdinand Kf. Joachim von Brandenburg, der ihn durch zwei Schreiben an die Regensburger Verhandlungen über die preußische Acht erinnert hatte, über die ihm von Reichsvizekanzler Johann Naves mitgeteilte Zustimmung des Kaisers zur Suspension der Acht und über seine obigen Schreiben an das Reichskammergericht und den Kg. von Polen, vgl. Kg. Ferdinand an Kf. Joachim von Brandenburg, Linz, 1541 November 21, ebd., fol. 4r–4v (Kop.).

    Anmerkungen

    a
     Nach B korr. aus: furtreg.
    b
     Nach B korr. aus: verner.
    a
    -a In C marg. nachgetr.
    b
     In C danach 1. Zettel: Geldgeschenke für den Schreiber Sebastian Hellers, der ihm oft Nachrichten zukommen lässt. Seine Anweisung an Georg Schultheiß, im Bedarfsfall Kreytzen Geld zu leihen. Datum ut supra in litteris. 2. Zettel: Soll sich, wenn er Geld brauchen sollte, an Georg Schultheiß in Nürnberg wenden. Soll Christoph Jonas, der vielleicht mit Melanchthon zum Reichstag kommt und den er angewiesen hat, Kreytzen in preußischen Geschäften zu unterstützen, mit 50, 60, 80 oder auch 100 fl. bedenken, doch wollest dich keiner außgedruckten somma kegen ime vernemen lassen, wie du dich dan in dem deiner beschedenheit nach der gebur wol wirst wissen zu halten. Datum ut in literis.
    c
     Ergänzt nach B.
    a
     In C: jhe.
    b
     Nach C korr. aus: mittheilen.
    c
     Ergänzt nach C.
    d
     In C danach: An dem allem thust du uns zu sonderm, gnedigen gefallen, in gnaden widderumb zu erkennen. Datum Konnigspergk, den 25. Marcy anno etc. im 41. Der folgende Zettel fehlt in C.
    a
     Ergänzt nach B.
    a
     Dazu marg.: Am Dinstag, den 3. Maij nach mittag.
    b
    -b Korr. aus: N.
    c
    -c Korr. aus: wie des ein copei mit A signiert.
    d
    -d Nachgetr.
    e
    -e Nachgetr.
    f
    -f Nachgetr.
    g
    -g Nachgetr.
    h
    -h Nachgetr.
    i
    -i Nachgetr.
    j
    -j Nachgetr.
    k
    -k Nachgetr.
    l
    -l Korr. aus: hab ich mich meins vorbescheidts gehalten und.
    m
    -m Korr. aus: bei dem Obernburger bescheen.
    n
    -n Nachgetr.
    o
    -o Korr. aus: hiebei aus dem vorzeichnus E etc. bei des Obernburgers antwort mit D.
    p
     Dazu marg.: Nota: vorenderung des obgemelten rathschlags.
    q
    -q Nachgetr.
    r
    -r Nachgetr.
    s
    -s Nachgetr.
    t
    -t Nachgetr.
    u
    -u Nachgetr.
    v
    -v Nachgetr.
    w
    -w Nachgetr.
    x
    -x Nachgetr.
    y
    -y Nachgetr.
    z
    -z Nachgetr.
    aa
     Danach gestr.: die vormeinten zuspruch ires gegentheils mit gotlicher hulfe dermassen.
    ab
    -ab Nachgetr.
    ac
    -ac Nachgetr.
    ad
    -ad Nachgetr.
    ae
    -ae Nachgetr.
    af
    -af Nachgetr.
    ag
    -ag Nachgetr.
    ah
    -ah Nachgetr.
    ai
    -ai Nachgetr.
    aj
    -aj Nachgetr.
    ak
     Danach gestr. qui ad hoc mandatum nullum habuerat. Der offenbar als Ersatz vorgesehene, marg. nachgetr., aber wieder gestr. Passus ist wegen Verderbnis nicht sicher rekonstruierbar.
    al
     Danach gestr.: ut taceam temporis brevitatem et itineris longitudinem.
    am
    -am V. a. Hd. korr. aus: domino duci Prussiae sine fatu et voluntate regis Poloniae tamquam superioris sui.
    an
    -an V. a. Hd. nachgetr.
    ao
    -ao V. a. Hd. nachgetr.
    ap
     Nachgetr.
    aq
    -aq V. a. Hd. nachgetr.
    ar
     Danach gestr.: tamquam superiori suo.
    as
     Danach gestr.: sine mora ad eundem regem fidum ministrum misit, qui regiam eius maiestatem de imperatoris evocatione certiorem faceret eiusdemque assensum ad talem profectionem requireret. Tum, si responsum a rege sicut omnia in aulis regum trahi solent, serius remitteretur, ne deesset.
    at
    -at Nachgetr.
    au
    -au Nachgetr.
    av
    -avV. a. Hd. korr. aus: ut proscriptio eius ( quae sine magna christiani sanguinis profusione exequutioni mandari non potest) penitus aboleatur aut ad annos aliquot suspendatur.
    aw
     Danach gestr.: das auch ire kfl. und fstl. Gn. fur sich die herren Granuella, Bf. zu Lunda und Obernburger umb furderung, diesen handel bei röm. ksl. Mt. fruchtbarlich vortzustellen und gnedigiste wilfarung irer kfl. und fstl. Gn. bitten zu erhalten helfen, angelangen thetten
    ax
    -ax Nachgetr.
    ay
    -ay Nachgetr.
    az
     Danach gestr.: damit aber solcher unrath, nachteil und weitterung verhutt.
    ba
    -ba Nachgetr.
    a
    -a Nach B und C ergänzt.
    b
    -b Nach B und C ergänzt.
    c
     Nach B und C korr. aus: progrediant.
    d
     In A danach anders als in B und C irrtümlich: qui.
    e
     In A danach anders als in B und C irrtümlich: mihi.
    f
     Nach B und C ergänzt.
    a
    -a Nach B ergänzt.
    a
    -a In B marg. nachgetr.
    b
     In B danach gestr.: und ir Mt. begert haben soll, die in schriften zu stellen und gemuts sein soll, mich die auß ermelten grundn anlangen zu lassen.
    c
    -c In A v. a. Hd. marg. nachgetr., fehlt in B.
    d
    -d In B teils nachgetr.: des reichs gehaltens reichstags zu Augsburg versamblet.
    e
    –e In B marg. nachgetr.
    f
     In A marg. nachgetr.
    g
    -g In A marg. nachgetr.
    h
    -h In A korr. aus: nun euer röm. kgl. Mt. auß obliegenden ehaften kriegsgescheften, dartzu der almechtig euerer kgl. Mt. sein gnad, wolfart, viel ehrn und glucks woll verleihen, meinthalb nit mit cleynner beschwerdt auf gegenwertigem reichstag personlich nit sein mogen. In B wie ursprünglich in A.
    i
    -i In A korr. aus: dieselben.
    j
    -jIn B v. a. Hd. nachgetr.
    k
    -k In A korr. aus: ist mein diemutig bitt, euere kgl. Mt.
    l
    -l In A korr. aus: und bey ksl. Mt. mit hilf und furderung zu obgedachter hoffnung erscheynnen.
    m
    -m In B korr aus: zu stymen uflegen, das vielgemelts ansuechen abgeschlagen und nit stattgegeben werde.
    a
     Nach B und C korr. aus: tag.
    b
     In der Vorlage irrtümlich: ader.
    c
     In B und C: vorbitten.
    d
     In C: allein nicht leidlich, sonder auch gantz.
    e
     In B: orth.
    f
     Nach C korr. aus: zustehen.
    g
     Nach C ergänzt.
    a
    -a In A korr. aus: 9. July. In D ebenfalls marg. Notiz: ubergeben 9. July 1541. In D auf dem zugehörigen Deckblatt fol. 350r Notiz v. a. Hd.: Supplication an die röm. ksl. Mt. Preussens halben, ubergeben Sambstags nach Udalricj, den 9. Julij anno etc. 41. Bei dieser suplication sind auch [...?] beider chur- und fursten Sachssen der balleien Sachsen und Dhuringen halben ubergeben und Hessen wegen [...?] am 11. Junij.
    b
    -b In D korr. aus: angenomen.
    c
     In B danach: daruff damals allein dem teutzschenmeisterthumb ein guts uber zweymal 100.000 fl., geschwiegen des meisters von Leifflanths, gelauffen. In D teilw. v. a. Hd. marg. nachgetr.
    d
     In B danach: anno etc. 24. In D marg. nachgetr.: anno etc. 24.
    e
     In D danach marg. nachgetr.: und solchen abschid besigelt.
    f
     In B danach: vermog beiligends abtrucks. In D marg. nachgetr.: vermog beyligends abtrucks.
    g
     In D danach: und euere ksl. Mt. sich hierinnen Gott zu seynem lob und preiß, euerer ksl. Mt. zu ehrn und rhom und mir und meynem orden, auch dem hohen und nidern adel gantzer teutscher nation, darinnen vor jaren allein in Preussen umb die 2.000 sein erhalten worden, zu erhaltung und widerbringung angeregter land, auch zu widerstand der der enden beschwerlichen anstosser allergnedigst kaiserlich beweisen, daß beger umb dieselben euere ksl. Mt. Ich sambt den glidern meins ordens mit unsern schuldigen dinsten altzeit alles vermugens in allerunderthenigster gehorsam ungesparts vleiß zu verdienen und, das euer ksl. Mt. trostliche antwort, in aller underthenigkeit bittend. Ebenso in B.
    h
    -h In A marg. nachgetr.
    a
    -a Nachgetr.
    b
    -b Nachgetr.
    c
    -c Nachgetr.
    d
    -d Nachgetr.
    e
    -e Nachgetr.
    a
    -a Nachgetr.
    b
    -b Nachgetr.
    c
    -c Nachgetr.
    d
    -d Nachgetr.
    e
    -e Nachgetr.
    a
     In D danach: geschrieben und.
    b
     In D danach: nit.
    c
    -c Ergänzt nach B.
    d
     In D danch: daß.
    e
     In B: Cicilien.
    a
     Ergänzt nach B.
    b
    -b In B marg. nachgetr.
    c
    -c In B marg. nachgetr.
    d
    -d In B marg. nachgetr.
    a
    -a In C: dero billich nit stattgegeben werden soll.
    b
     In B und C danach: und meinthalben und weitters antzeigen one nott gewest.
    c
     In B und C danach: weitleuffigs.
    d
     In B und C danach: zuvorderst an dienstlichen orten und enden.
    e
     In C danach: zu Poln.
    f
     Fehlt in C.
    g
     In B und C danach: und Preussen von seinen vorfarn auch empfangen worden.
    h
     In B und C danach: uff dem reichstag.
    i
     In B und C: erstgemelten.
    j
    -j In B und C: zu versuchen, in craft des bethaydigten compromiß die irrungen, zwischen der cron Poln und meinem orden schwebendt, außzufuren.
    k
     In B und C danach: allen menschlichen moglichen vleiß antzukeren und.
    l
     In B und C danach: und uff sein emsig anhalten und, damit er sich einicher verlassung nit zu beclagen und, ob er, wie gescheen, handlen wurde, wiewol sie eins solchen gewarnet, wie itzt unterstanden, sich zu beschonen hett.
    m
     In B und C danach: und, wie listiglich ußgeben, zum vertrag und handeln friden.
    n
    -n In B und C: es solt von den dingen meinem orden zum besten sein gehandelt.
    o
    -o In B und C: das auch der frid nit anderst hett mogen erhalten werden und zudem das es euerer ksl. Mt. und etlicher anderer, so es zu thun hetten, gutter will werhe, hinderkommen.
    p
     In B und C danach: eigennutzig.
    q
     In B und C danach: und meins und des maisters von Leifflandts vorfar und ir jedes gebietiger.
    r
     In B und C danach: bei koniglicher Wd. zu Polnn.
    s
     In B und C danach: Es mag auch nit dargethan werden, das mein orden je Poln, wider die unglaubigen zu streitten, hinderung bewießen, sonder als weilundt H. Hanß von Treffen, hochmeister seliger, der cron Poln zuguth mit etlich hundert pferden wider sie getzogen, das er und die seinen gantz geverlich und geschwindiglich sein gebraucht, gehalten und wider sie gehandelt worden, und wissendt, in was gefar auch der jungst abgestorben maister zu Leifflandt durch polnische vertrostung gegen dem Muscauiter vor jaren gestelt und verloißen wurden ist. Soviel nhun den antzug, das etlich hochmeister Preußen von Poln sollen haben entpfangen, anrurt, wurdt euere ksl. Mt. in obvermeltem bericht, wie es damit gestalt hat, genedigst vermercken.
    t
     In B und C danach: gerurter lande.
    u
    -u In B und C: der doch den wenigern teyl auß den furbittenden churfursten und fursten, ob es gleich in werck getzogen, des sich doch in erwegung der gelegenheit nit zu versehen, beruren mag, und das auch alle mein bißalher geubte handlung mit irer herrn und vatter seligen und sunst etlicher anderer auß inen vorfarn und selbs aigen willen und gefallen furgenomen ist, gar nit nachzusetzen.
    v
     In B danach: Geben zu Regenspurg am 24. Julij anno etc. [41].
    a
     In C: ansuchen.
    b
     Nach C korr. aus: uff.
    c
     In C: der.
    a
    -a Marg. nachgetr.
    b
     Marg. nachgetr.
    c
    -c Marg. nachgetr.
    d
    -d Marg. nachgetr.
    e
    -e Korr. aus: Hiruf hette man auch dem gesandten, wie ehr uff solche abfertigung von ksl. Mt. seinen entlichen abschied genomen, auf ksl. Mt. bevelch noch.
    f
    -f Marg. nachgetr.
    g
    -g Korr. aus: Ungnad.
    h
     Danach gestr.: wo es durch den churfursten fur gut angesehen wurde.
    i
    -i Marg. nachgetr.
    j
    -j Korr. aus: meinem gnedigsten herren, dem Hg. in Preussen, beschee, das seine fstl. Gn. sampt dem jungen herren zugleich in die regirung treten.
    k
    -k Korr. aus: eueren fstl. Gn.
    l
    -l Marg. nachgetr.
    m
    -m Korr. aus: der lande.
    n
    -n Marg. nachgetr., nachdem hinter herr das Wort selbstgestr.
    o
    -o Korr. aus: Aber uff.
    p
    -p Marg. nachgetr.

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    « ŠVIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen  »

    «Nr.303 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1540 Dezember 28 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 671–678 (Kop.); ÜS pag. 671: An Christoffel von Kreytzen, den 28. Decembris im eingangk des 1541; AV pag. 676: Princeps audivit legere praesentibus hofmeyster, burggraff, Khunheim und cantzlern.

    B  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), unfol. (Konz.).

    Nimmt an, dass er in den bewusten hendeln nunmehr gute Antwort erhalten hat1. Hatte deshalb auch bereits seine baldige Rückkehr erwartet. Kann ihm aber nicht verhehlen, dass auf die Anfrage seines Kanzlers Johann von Kreytzen, des Bruders des Adressaten, beim Kg. von Polen geantwortet wurde, das kgl. Mt. auf den reichstagk schigken odder schreiben wolth, gleichsfals solten wir auch thun, aus welchem wir, seine kgl. Mt. umb allerley bedenckens willen, die der mistrauen federn nicht uber landt zu bevelhen, auch angesehen, das man jheweyllen mit brieffen wenigk ausricht, botschaft abtzufertigen und nicht zu schreiben, widderumb ins hochste zu vermanen und zu bitten, wie du allenthalben alhie verwarth zu vernhemen, verursacht. Dan diese schigkung khan unsers erachtens dortzu guth sein, bey röm. ksl. Mt. nicht alleint um abthuung der acht antzuhalten, sonder were auch dartzu nutzlich, ob ymants bey irer Mt., reichsstenden und steten (wie vermutlich gescheen kan und ein ider sein theil, bevorab dieser zeit, versuchen wirdt) widder Preussen practiciren, krieg erwecken ader anders zu unguttem vornhemen wolten, das der polnische konnigliche gesandte solchs durch das hohe ansehen, lieb und freuntschaft, domit beide ksl. und kgl. Mtt. aneinander verwanth, ablegen, aufhalten und zurucketreiben konte, neben dem, dieweil wir uns gegen kgl. Mt. hochgenant auch zu schigken odder zu schreiben erpotten und an dieser sachen acht und schedlichen practicen halben irer Mt., uns, auch beiderseyts landen und leutten nurth vil gelegen, sein wir bewogen, in anmerckung des handels wichtigkeyt dich dohin auf den reichstagk zu verordenen. Zur sicheren Berichterstattung über seine bisherige Verrichtung schickt er ihm Andreas Brand, dem er ohne Gefahr seinen schriftlichen Bericht anvertrauen kann, es were dan also gar hohes odder geheimes, das der federn Šauch bey solchem gewiesen botten mitnichten zu vertrauen, magst du dasselbig, sovern es die tzeith leiden wolth, bey dir behalten.

    Soll sich dann zu Kf. Joachim von Brandenburg begeben, der zweifellos auf dem Reichstag sein wird und den er laut beiliegendem Schreiben gebeten hat, das dich sein L., solang der reichstagk weret und der hendel notturft erforderth, vor derselben diener umb allerlei bedenckens willen gleich, als werest du ein zeyt langk mit unserm erlaubnus von uns abgeschieden, auf- und annhemen wolt, der freuntlichen, unabschlegigen zuvorsicht, seine L. werden sich des uns zu vetterlichem gefallen nicht beschweren. Derselben seiner L. wollest oben angetzeigte bewegnus und, wie eingelegt memorial mitprengt, vertrauen, antzaigen und nichts verhalten, desgleichen ferner mit seiner L. auf den reichstagk raysen oder dich dohin, wan seine L. algereith doselbst were, verfuegen, dich vor seiner L. diener und hofgesindt dargeben und halten. Soll mit dem Rat des Kurfürsten, auch Eustachius von Schliebens und Heino Doberitz’, wenn sie anwesend sind, handeln und den Kurfürsten bitten, mit Unterstützung Sachsens, der Mgff. Georg und Albrecht von Brandenburg, Hessens, Lüneburgs und Anhalts und anderer Verwandten sich dafür einzusetzen, damit die Acht ganz oder auf eine gewisse Zeit aufgehoben wird und er wieder die Gnade des Kaisers und des Königs und Frieden erlangt. Und wiewol du dich fur churfurstlich ausgeben must, so schigken wir dir doch hierneben auf ein vorsorge etzliche credentz an unsere herren, ohemen, bruder, schweger und freundt2, die du in aller geheimb mit rathe unsers lieben vettern, des Kf. zu Brandenburgks etc., in vorfallenden hendeln, als es sich idertzeyt nach gelegenheit im anfangk, mittel odder, wie es sich solchs am bequembsten schigken will, brauchen und dorauf in namen Gotts vortstellen magst. Wenn der Kf. von Brandenburg nicht persönlich auf dem Reichstag anwesend sein sollte, soll er sich mit dem gleichen Anliegen an den Kf. von Sachsen wenden, diesen um Unterstützung bitten und sich als dessen Diener ausgeben. In Abwesenheit des Kf. von Sachsen soll er Mgf. Georg von Brandenburg oder den Lgf. von Hessen in gleicher Sache ansprechen3. Wenn keiner der genannten ŠFürsten auf dem Reichstag sein sollte, soll er den Kf. von Brandenburg bitten, seine Gesandten, besonders Eustachius von Schlieben oder Heino Doberitz anzuweisen, mit ihm zu kooperieren4. Woe aber leuth von seiner L., die sich unserer sachen villeichts nicht vleyssig, als wir uns doch zu keinem versehen, annemen mochten, abgefertigt, so wollest bey dem Kf. zu Sachssenn etc. dasselbig wie bey Brandenburgk suchen und den hendeln also viel muglich nachsetzen, auf das durch verleihung gotlicher gnaden ethwas dannocht ausgericht möcht werden etc.

    Nimmt an, dass das ihm mitgegebene Zehrgeld nicht ausreicht. Für den Fall, dass ihm ein längerer Aufenthalt auf dem Reichstag angebracht erscheint, hat er den Nürnberger Bürger Leo Schürstab gebeten, ihm auf entsprechendes Ansuchen das nötige Geld zu leihen5.

    ŠDatum Konnigsperck ut supra6.

    [Zettel:] Nachrichten über den Konflikt Landenbergs mit der Stadt Rottweil und über Bemühungen des Papstes um Wiedererlangung der vom Kaiser eroberten Städte. Soll Erkundigungen darüber einziehen.

    [Beilage:] Memorial für Christoph von Kreytzen, [Königsberg, 1540 Dezember 28]

    A  Berlin GStAPK, XX, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 678–682 (Kop.); ÜS pag. 678: Memorial.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.); ÜS: Memorial; DV: Memorial Cristoffenn von Creytzenn mitgeben, die acht zum theil belangende; DV v. a. Hd.: Dys ist [...?] zugeschiket.

    C  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), unfol. (Konz.).

    Dieweil aus fstl. Dt. schreiben vermerckt, das ein polnische bothschaft auf dem reichstage zuo Regenspurgk sein solle, wo dieselb ankheme adder aldo where, guth acht darauf zu geben, wie embsig und mit was vleis die preussische sachen von wegen der acht und sonst durch und bey weme getriben, und, sovil moglich, zu erkundigen, wher dieselben guth und ubel meinth. Wo es dann ein person darnach, mit der man in vertrauen und kuntschaft komen mocht, where ane schaden, solchs mit geburender maß, wie dan der gesandte wol zu thun wurd wissen, umb allerley erkundigung ader furdernus der hendel willen zu suchen.

    Fur das ander, mit allem vleis umb abthuung der acht neben dem polnischen gesandten durch die hohen churfurstlichen und andern personen, im credentz nambhaftig gemacht, gantz oder auf etzlich jhar zu furdern lassen und daneben zu suchen, ob fstl. Dt. zue Preussen widderumb in röm. ksl. und kgl. Mt. gnad und gunst, als vil moglich, gebracht werden mocht, dieweil sein fstl. Dt. verhoflich idertzeit ksl. Mt. also stadtlich wie ein geporner furst des reichs als seiner fstl. Dt. widderwertige nutzlich dienen khann, auch in allem zimblichen gerne thun wirdt.

    Zum dritten, wo jhe, die acht abzuthun, nicht erlangt konth werden ader (welchs Gott mit gnaden verleihe) erhalten und dannocht doneben die misgonner geschwinde practiken prauchen wurden zu suchen, ab man einen zugk wider Denmargken adder Preussen erregen konth, mit allem vleis auf solchs bey allen fstl. Dtt., herren und freunden, auch verwandten achtung zu haben und, wo des ethwas erfharen, vormittelst gotlicher und kfl. Dt. zu Brandenburgk, Šauch anderer herren und freunde hulf die schedlichen practicken abzuwenden und zu sturtzen und, so es auch zum zuegen gereichen solth, nicht allein bein [sic!] den chur- und fursten, sonder auch den verwandten stetten vleys vortzuwenden, ob man peß adder zuzuge durch vertraute personen von heuptleutten adder andern, so auch gleich ethwas von gelds daruff zu wenden, zu wheren. Und im falh, wo jhe durch die misgonstige also viel erlangt, des man gegen Denmargk odder Preussen ethwas thetlichs vornemen solt odder wolth, allen vleis antzukeren, solchs zu erfaren, und alsdan ufs allereilenst eigener person odder sonst, wie dan der gesandte des in rathe bey kfl. Dt. und andern herren und freunde finden wirth, kgl. Mt. zu Denmargken und fstl. Dt. zu Preussen zu wissen thun7.

    Item, dieweil von kgl. Mt. zu Denmargken fstl. Dt. zu Preussen etc. geschrieben, das dieselben mit irer sachen zwischen dem pfaltzgraffen und andern auf den reichstag erfordert, do dan ungetzweyffelth dieselb schigken wirdt, wo das beschehen, vleys zu haben, mit denselben, whan ehr, der gesandte, sie vorhin nicht kenth, in kuntschaft und vertrauen, sovern es gerathen, zu komen und, so varmerckt, das es leuth, die es zu vertrauen und freuntschaft annhemen wolten, sich mit inen als eines herren diener von den hendeln beiderseits zu bereden, damit idertzeyt einer dem andern rethlich sein konth.

    Nachdem auch der gesandte wust, wie Clingenbeckh mit fstl. Dt. zu Preussen stunde, nu wher sein fstl. Dt. durch ein vertraute person beigekommen, wie das bemelter Clingenpeckh keyserisch geworden und, wo dem also, zveiffelsohn an dem orth sein werde, so wolt der gesandte mit allem vleis guth aufsehen und acht uff inen geben und im fhalh, whan ehr dan aldo und sich undterstehen wurdt, fstl. Dt. zu verunglimpfen, das er solchs, wie er dan wol zu thun wurdt wissen, ins vleyssigiste mit rath des churfursten und anderer, die er auch alles grundts zu berichten, ableinen odder durch andere ableinen wolt lassen, wie das im rathe gefunden. Dan alles des, wes fstl. Dt. ime, Clingenpeckhen, vorpflicht und zugesagt (sofern ehr sich widderumb gegen seine fstl. Dt. mit der gepur und deme, wie es fstl. Dt. mit ime verlassen, ertzeigen wirdt[)], ist dieselb seine fstl. Dt. zu halten urbuttig und zu mherer ableynung und bericht, so schigkt Šman dem gesandten auf ein fursorge ein copia seiner bestallung, nichtsminder ein abschrift, wie inen sein fstl. Gn. zu Rangnith von sich kommen het lassen. Hieneben mag der gesandte vleyssig achtung durch sich und seine vertraute darauf geben, ob Dr. Matthias Heldt etc. auf dem reichstagk, das alsdan Eustachius von Schlieben ader andere des Kf. zu Brandenburck adder Sachssens rethe (welche mit Dr. Helden in kuntschaft) umb mherers vertrauen bey inen kommen koenten und weitlauffig erfaren, wie er fstl. Dt. zu Preussen etc. sachen meinet; dobey zu versuchen, ob er dahin zu bewegen, das er fstl. Dt. sachen treulichen und gutwillig fordern wolth und, so alsdan vermerckt, das er sich bewegen lassen wolt, obgleich ein vorheischung adder vorwhenung eines ehrlichen geschencks geschehe, solth auch an dem gar kein mangel sein, sofern nurth [sic!] vermerckt, das ethwas fruchtbars ausgericht koenth werden8.

    Und wes uber dis der gesandte bey kfl. Dt. zu Brandenburgk, Sachssen und allen verwandten in rathe finden, das fstl. Dt. zum besten verhandelt mocht werden, stelt man in seine treuheyt, auch, so ethwas furtreglichsa auf dem reichstagk zwischen ksl. Mt., den evangelischen stenden und andern vorliffe und der gesante sich duncken liesse, das es fstl. Dt. zu wissen vonnotten und gueth, in dem kein bothenlohn sparen, sonder seinerb fstl. Dt. bey eynem gewiesen bothen an [= ohne] alles seumen zu erkennen geben9.

    «Nr. Š304 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 2 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.).

    Hat das Schreiben des Herzogs vom 28. Dezember 1540 am 30. Januar erhalten und die Gründe zur Kenntnis genommen, aus denen er auf den Reichstag entsandt wird. Ist zwar bereit, dem Herzog bis zu seinem Tod treu zu dienen. Er hält aber dafür, dass so wichtige Angelegenheiten gelehrten Doktoren anvertraut werden sollten. Will aber entsprechend dem übersandten Memorial und den Erläuterungen im Schreiben des Herzogs sein Bestes tun. Zehrkosten. Der Reichstag soll nicht vor Mitfasten beginnen. Es ist allemal ratsam abzuwarten, bis sich die protestantischen Stände mit dem Kaiser verglichen haben, ehe man die Sache des Herzogs vorbringt. Denn wenn die evangelischen Stände eine gute Verständigung mit dem Kaiser erreichen, wird man in der Frage der Acht besser vorankommen, besonders wenn der Kg. von Polen einen Gesandten schickt. Entsprechend dem Befehl des Herzogs, ihn über seine Verrichtung schriftlich zu informieren, schickt er ihm Nachrichten über das Wormser Kolloquium, auch über die Vorgänge zwischen Mgf. Georg und Mgf. Albrecht und allerlei den Reichstag und verschiedene Stände betreffende, von H. Schürstab aufgezeichnete Neuigkeiten. Daraus wird der Herzog auch entnehmen können, warum er sich in dieser Gegend so lange aufgehalten hat und wie es mit dem Reichstag und mit dem Kaiser steht. Will weiter hier bleiben, bis er sieht, welche Bewandtnis es mit dem Reichstag haben wird. Wenn der Reichstag stattfindet, werden der Kf. von Brandenburg und andere Kurfürsten und Fürsten auch herkommen. Wenn ein Fürst nicht kommen sollte, wird er sich an die anderen halten und bei den ihm genannten Personen Rat suchen. Man rät, der Herzog möge einen genauen Bericht, wie er in die Acht gekommen ist, herausschicken. Er benötigt einen solchen Bericht sehr, da er wenig von den damaligen Vorgängen weiß. Jedermann hält es auch für nötig, dass der Kg. von Polen einen Gesandten auf den Reichstag schickt. Auch ihm scheint dies sehr hilfreich, wenn es der Kg. von Polen gut meint. Zweifelt auch nicht an dem Nutzen der Hilfe der Kurfürsten und Fürsten. Will die überschickten Zeitungen dort übergeben, wo er merkt, dy von eueren fstl. Gn. angeneme seyn muchten. Schickt entsprechend der Aufforderung des Herzogs Zeitungen über die Belagerung Rottweils und die Handlungen Landenbergs, auch über Truppenwerbungen des französischen Königs und des Papstes. Was er in diesen Dingen und sonst weiter erfährt, wird er mitteilen. Verweis auf weitere Informationen im Schreiben Schürstabs. Bitte, seine Berichterstattung und seine Verrichtung gnädig aufzunehmen. An seinem Fleiß und guten Willen hat es nicht gefehlt. [...]1.

    ŠDatum in eyl zu Nurenbergk, den 2. Februari [anno 41]2.

    [1. Zettel:] Georg Schultheiß hat ihm mitgeteilt, dass ihn Schürstab gebeten habe, für seine Zehrung Geld aufzutreiben, weil er, Schürstab, es nicht habe. Sonst hat sich Schürstab gegenüber Hg. Albrecht hoch erboten. Georg Schultheiß beschwert sich, dass man ihm von den Angelegenheiten des Herzogs jetzt nichts mitteile. Er hat auch einige Schrauben und Muster zu hebung des geschuczes anfertigen lassen und will sie mit einem eigenen Meister dem Herzog zuschicken, obwohl er, Kreytzen, ihm davon abgeraten hat. Der Herzog wird entscheiden, wie ihm gelegen ist. Entschuldigt sich, dass er so wenig geschrieben hat. Hat von Ansbach drei Schreiben abgeschickt, die ihm alle wieder zugekommen sind.

    Š[2. Zettel:] Wenn er länger hier bleiben soll, wird dies große Kosten verursachen, weil es hier sehr teuer ist. Hat nach Georg Klingenbeck Nachforschungen angestellt und erfahren, dass er auf seine eigenen Kosten in Straßburg sein soll. Man hat auch gesagt, Klingenbeck wolle in ksl. oder kgl. Dienst treten. Hat nicht herausbringen können, ob dies wahr ist. Klingenbeck soll in Straßburg viel Geld geliehen haben. Weiß nicht, ob dies zutrifft. Will Klingenbeck schreiben3. Wenn er ihn persönlich trifft, will er den Befehl des Herzogs ausrichten. Überlässt es dem Herzog, ob er Vogler seine Besoldung zukommen lassen will4.

    «Nr.305 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1541 März 12 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 733–737 (Kop.); ÜS pag. 733: An Cristoffen von Kreytzenn, den 12. Marcij,AV pag. 737: Princeps audivit legere praesentibus, hofmeister, burggraffen, cancellario & Erhardo etc.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), unfol. (Konz.).

    C  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.); DV v. a. Hd.: Datum 12. Marcij; DV v. 3. Hd.: Ankomen Suntagk nach Letare anno 41 [1541 April 3].

    Kf. Johann Friedrich von Sachsen hat ihm in diesen Tagen unther anderm geschrieben, wan seine L. den reichstagk personlich besuchen wurden, so weren dieselb freuntlich urputigk und geneigt, kgl. Mt. zu Denmargken etc. und unser sachen beiderseits suchung und bith nach freüntlich ingedenck zu sein1, do auch ein fride ader anstandt gemacht und aufgericht, alsdan allen moglichen vleis vortzuwenden, uf das wir darin auch getzogen und gepracht werden möchten, und hat uns daneben eyn abdruck des kaiserlichen gleits und suspension uberschigkt mit freuntlichem, angeheftem, wolmeinenden bedencken etc., nachdem aus solchem befunden, das sich dasselbige nicht alleinth uf seine L. und den Lgf. von Hessen etc., sondern auch auf alle mitverwanthe in der religion erstreckt und wir den [= denn] derselben auch verwanth weren, das wir, als welcher ytzt Šernenter confession zugethan ist, den reichstagk durch jemandt von den unsern beschigken thetten, in des gegenwertigkeith und sonderlichen auf sein erindern koenten unser sachen dester bequemer gehandelt werden etc.2 Damit du dich aber in solchem destbas darnach zu richten, ubersenden wir dir hiebey verwarth ein abdruckt bemelth keiserlichen gleits und suspension sampt wes wir berurtem unserm lieben ohemen, dem Kf. zu Sachssen etc., uf seiner L. freuntlichs schreiben in antworth hinwidder geben3, daraus zu vernhemen, das wir nach zur zeith in unser einfalth, unangesehen seiner L. wolmeinendt bewegen, bey uns nicht finden koennen, das du dich uf dem reichstagk bey unsern herren und freunden anderer gestalth, weder unser voriger bevelch mitprengt, erhalten thettest und des aus diesen bedencken: Wiewol das keiserliche gleith auf alle der confession verwandten, do pillich wir auch mit eingetzogen werden, stehet, Šso ist demnach keiner von denselben in die acht als wir declarirth, avilweniger publicirth–a, welche nhun zum theil von denselben geechtigkt, sein namhaftigk gemacht und derselben sachen itzundt suspendirth worden, derhalben sie sich keiner gefhar zu besorgen. Was aber unser sachen und warumb wir in die acht decernirth, hast du aus unsern vorigen dir uberschigkten schriften und berichten genugsam zu vernemen. Und dieweil die acht, so wider uns ausgangen, nicht suspendirth, wir oder unsere sachen auch in solchem gleith nith nambhaftigkh gemacht, besorgen wir uns, wo sich jemants von unsern misgonstigen mit der that gegen dir als unserm diener einlassen wurd, es möcht das keiserliche gleith harth disputirt, uns villeicht schimpf und dir nachteil (welchs wir doch viel lieber verhuth sehen wolten) zugefugt werden.

    Haltens hirumb nochmals darfur, wan oft benenther unser ohem von Sachssen etc. des handels umbstende und gelegenheith nach der lenge und notturft einhemen thutt, seine L. werden uns, das wir den reichstagk durch jemanth der unsern offentlich beschigken sollen, nicht rathen. Hirumb wollest seiner L. unsere erwegen antzeigen und erstlichen in allen fellen, sonderlichen nach inhalts des invorwarthen memorials4, bey unserm geliebten vettern, dem Kf. zu Brandenburgk, rath, hilf, furderung und beistandt bitten. Woe es aber von seiner L., furnemblich was die lehensempfahung belangt, (des wir uns doch nicht versehen) abgeschlagen, alsdan berurthe unsere liebe ohem etc., den Kf. zu Sachssen etc. und Lgf. von Hessen etc., in allen angetzeigten puncten inhalts des memorials ersuchen, ungetzweiffelt, ire L. werden dir solchs alles derselbigen freuntlichen erpietten und unsern hohen vertrauen nach gutwillig mitteilen und dorinnen als die freunde und wolmeinende ertzeigen, ob vermittelst gotlicher gnaden neben irer L. getreuer furderung unser sachen zu begertem ende und, inmassen dir von uns auferlegt, gepracht werden möcht.

    Zudem, damit die protestirende stende zu mergken und zu sehen, das wir mit inen der confession und unsers glaubens halben kein scheu trägen, sonder einstiemmig sein, so wollest dieselben, bevorab unsere schwegere und oheime Sachssen und Hessen als die furnembsten heupter, von unsertwegen freuntlichen anlangen, das sie uns in solche einsetzen und nambhaftigk machen, auch neben inen fur einen mitbekenner antziehen wollen, dan wir dieselben mith verleihung gotlicher gnaden frey, offentlichen, ohne scheu vor menniglichen zu bekennen und dorinnen bis an unser ende zu beharren bedacht. Nichtsminder wollest dem Kf. zu Sachsen oftgemelth, wan der uf den reichstagk kompt, selbst uberantworten mit gepurlichen, freuntlichen zu- und erpiettung, im fhalh, wan seine L. abwesendt, derselben gesandten behendigen, vermeldende, das sie solchen brief wol prechen mogen, in dem allem moglichen vleis (wie wir daran gar nicht zveiffeln) ankeren und getreulichen solicitiren und anhalten, desgleichen uns, wie sich die hendel allenthalben anlassen und wes sonsten Švor zeittung verhanden, auch fur fursten den reichstagk besuchen, durch dein schreiben berichten. Das gereicht uns von dir zu sonderm gefallen, in gnaden widderumb zu erkennen5. Datum Konnigspergk, den 12. Marcij anno 1541b.

    [Beilage:] Memorial für Christoph von Kreytzen, o. Datum [1541 März 12]6.

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 737–747 (Kop.).

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.).

    Da Kf. Joachim und die Mgff. Johann und Albrecht der J. von Brandenburg auf dem Reichstag voraussichtlich vom Kaiser die Belehnung mit ihren Fürstentümern und Ländern erhalten werden, jedoch auch der Hg. von Preußen aus dem kurfürstlichen Hause gebürtig ist und auf sein Erbrecht an den brandenburgischen Fürstentümern nicht verzichtet hat, hat Christoph von Kreytzen beim Kurfürsten entsprechend dem früheren herzoglichen Befehl und der klaren Bestimmung in den vorhandenen Verträgen, dass jeder Kf. von Brandenburg für sich selbst, seine Erben, seine Brüder und Vettern und alle deren Erben vom Kaiser die Belehnung zu empfangen hat, zu verfahren. Demgemäß hat etwa der verstorbene Mgf. Joachim auf dem Reichstag zu Worms auch für Hg. Albrecht von Preußen die ksl. Lehen empfangen. Deshalb lässt der Herzog den Kurfürsten bitten, sich am Beispiel seines Vaters und an den vertraglichen Bestimmungen zu orientieren. Der Kurfürst soll in angreiffung des fhannens seiner fstl. Dt. mit nhamen als eines unabgeteilten und unverzigenen bruders und vetters gedencken, damit seiner fstl. Dt. in entpfaung der lehen und dergleichen [ahn]c irem rechten nicht nachteil zugefugt, ungetzweiffelth, ire Škfl. Dt. sich hirin aller freunt- und vetterlichen gebur gedachtem punct gemes halten werde etc.

    Sollte dieses Gesuch weitere Diskussion erregen und argumentiert werden, der Herzog sei ein vortzigener Bruder, so soll Kreytzen einwenden, dass sein Herr den Verzicht weder eingestehe noch dieser ihm nachgewiesen werden könne. Es sei auch nicht nachzuweisen, dass er durch seinen Ordenseintritt Verzicht geleistet habe. Auf den Einwand, die Vertragsklausel gelte nur für Brüder, die nicht zu tief geistlich sind, soll der Gesandte folgendes anführen: Der Herzog sei nicht tief geistlichen Standes, da er ein weltlicher Fürst und nur in einem nicht sehr strengen Orden gewesen sei. So seien Ordensmitglieder am Rücktritt ins weltliche Leben und etwa an der Eheschließung nicht gehindert worden.

    Ferner sei der Herzog zur Zeit, als der alte Kurfürst auch in seinem Namen die Lehnsfahne angefasst habe, schon im Orden gewesen, was dem Kurfürsten nicht bedenklich schien. Außerdem sei der Kard. von Mainz – obwohl tief geistlich – von dem Kurfürsten nicht nur in die Belehnung einbezogen worden, sondern auch in die erbholdigungen der Untertanen der ganzen Mark. Nachdem dan dis nith widder die vertrege sein sold oder auch kein bedencken bröcht [sic!], warumb mit seiner fstl. Dt., do es doch einen mercklichen und greiflichen underscheidt hett, ein anders im erwegen wher etc., mit angehaften bitten, ire kfl. Dt. wolth hierin zu wilfaren nith beschweren und seine fstl. Dt. nicht vergessen.

    Auf den Einwand, dass sich der Herzog zur Zeit der Belehnung des alten Kurfürsten nicht in der Acht befunden habe, soll Kreytzen vorbringen, dass der Herzog aufgrund der Religion geächtet sei, zu der sich auch der Kurfürst bekenne.

    Item, es hat der gesandte nach gelegenheit des handels und der underrede auch dis kfl. Dt. antzuzeigen, das dieselb nit ursach het, worumb ire kfl. Dt. so heftig widder die entpfaung der lehen setzen und seiner fstl. Dt. in angreiffung des fanens nith gedencken wolde noch solde. Dan obgleich dis, wie begerth, geschege und der Hg. zu Preussen zum landt zu Francken und andern furstenthumen und lendern des loblichen churfurstlichen hauses Brandenburgk kein gerechtigkeith het ader haben konth, so wurd disse belehenung wenig dortzu nutzen, dienen ader seiner fstl. Dt. mher gerechtigkeith geben, ursach ein itzlicher lehenher nith weitter belehenen thet, dan als weith er, der lehentreger, darzu berechtiget. Het aber seine fstl. Dt. dortzu, als sie verhofft, guth fug und recht, so thet jhe ir kfl. Dt. hirin zuviel, das dieselb meinen gnedigen herrn, den hertzogen, auch wider den buchstaben des vertrags vorkurtzthe und beschwerethe, demnach abermals sein pith, ire kfl. Dt. lauts dem ersten ansuchen sich freunt und gutwillig ertzeigen wolle.

    Wo dis bey kfl. Dt. zu Brandenburgk, als man hofft, erhalten, so hat es seine maß, allein das der gesanthe mit vleis darnach sey und trachte, das er zu solcher solemnitet des entpfaens mitkomme, sehe und hore, wie die geschiecht, mit was worten mein gnediger herr in angreiffung des fanens angetzogen und was ksl. Mt. bewilligende ader abschlagende vor antworth gibt, solchs alles wol vertzeichene und alher verschaffe. Wo er aber personlich dartzu komen Šnith konthe, must dannocht der gesanthe nichtsdestoweniger durch andere zu erinnern bestellen und nach oben ermeltem allein fragen und guthes, claren bescheides sich erlernen, erkundigen und denselben uberschrieben [sic!].

    Wenn die Mitbelehnung nicht erreicht werden kann, soll Kreytzen den Kf. von Sachsen und den Lgf. von Hessen um Rat und Beistand bitten und ihrem Gutachten, soweit er es für richtig hält, folgen. Kreytzen soll auch vom Kf. von Sachsen oder vom Lgf. von Hessen eine taugliche Person ausbitten, die, wenn der Kurfürst und die anderen Markgrafen sich belehnen lassen und den Hg. von Preußen beim Griff an die Fahne ausschließen, schriftlich oder mündlich die vertraglichen Bestimmungen über die Gesamtbelehnung aller Brüder und Erben des Hauses Brandenburg vor Kaisern, Königen und Kurfürsten vortragen, auf das Verfahren Kf. Joachims I. verweisen und gegen den erfolgten Ausschluss des Hg. von Preußen von der Belehnung des Hauses Brandenburg in aller Form unter Vorbehalt aller seiner Rechte protestieren soll, mit der Bitte an Kaiser, König und Reichsstände, den Hg. von Preussen bei all seinen Rechten zu schützen und zu verteidigen. Wenn eine Vollmacht für diese Protestation notwendig sein sollte, soll Kreytzen diese mit Rat Sachsens und Hessens im Namen des Herzogs ausstellen und der ausgeliehenen Person eine Verehrung zukommen lassen. Falls die beiden Fürsten wider Erwarten niemanden zur Verfügung stellen wollen, soll Kreytzen jemanden gegen Bezahlung zum Vollzug der Protestation anwerben oder, falls auch dies nicht möglich ist, durch einen Prokurator oder Notar ein entsprechendes Notariatsinstrument ausstellen lassen, was auch in jedem anderen der genannten Fälle geschehen soll.

    Kreytzen soll Eustachius von Schlieben, der nicht nur Rat und Diener des Herzogs, sondern auch sein Lehnsmann ist, bitten, seine Bemühungen beim Kurfürsten zu unterstützen und die Protestation zu übernehmen. Lehnt er Letzteres ab, ist nach obigen Anweisungen zu verfahren. Kreytzen soll über seine Verhandlungen berichten. 

    «Nr.306 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1541 März 25/April 3 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 79, pag. 750–761 (Kop.); ÜS pag. 750: An Christoff von Kreytzen, den 25 Marcij.

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA Konz. H (Kasten 1267), fol. 4r–8v (Konz.).

    C  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.); DV v. a. Hd.: Datum 25. Marcij1.

    Wir haben dein zwey schreiben, das eine helth datum den 4. Februari, das ander den 19. bemelts monats, alle dieses 41. jar, fast miteynander entpfangen, gelesen und eingenommen. Achten dieselben nach der leng zu repetiren und zu erholen Šunnottig, wollen allein auf die notigsten punct dich hiemit beantworten. Haben an aller deiner handlung ein genedigs gefallen und thun uns gegen deiner person vor mitheillung allerlei zeittung, forderung in unsern sachen und sunst mit gnaden bedancken, genediglich begerend, du hinfurter in deinem angefangenen vleis beharren und, sovil an dir, an nichts (wie unser vertrauen zu dir steth) erwinden lassen wollest. Das bey unsern bruder und vettern du mit vleis angehalten, wes dir aldo begegneth, gerathen, vertrostung geschehen und wie es im wercke gefolgt, wil Gott bevolhen sein, der wolle alle sachen zu seinen gotlichen ehren fordern. Nichtsdestweniger ist unser bevelch, wollest auf alle ir ding guth acht geben, wes gehandelt, wie es sich zutregt und vorpleibt, bey denen auch, so forne guth, aber in rethen vil anders sagen und rathen sollen, gleichwol anhalten und mit inen jheweillen nach gelegenheith des peuerleins spielen, damit sie dannocht zu sehen, du ire gutwilligkeit mercken thuest, wie du deiner geschigkligkeyt nach wol zu thun wirst wissen.

    Als viel nhun betriefft röm. ksl. Mt. 〈vicecantzler, den Obernburger, Stockemer〉2, Adrian und wes dem mher anhengig, dorauf, wes du dich zu halten, Šbericht zu werden bittest, hast du zu bedencken, das wir ytzunder nicht wissen konnen, wie der 〈orden〉 seiner anspruch zu stillen sein mag ader khann. Hirumb bey uns nicht ist, dir davon einiche mittel, der du dich als von unserntwegen vornhemen mochtest lassen, zu schreiben. Wo aber 〈ksl. Mt.〉 keinen andern fhelh dan diesen an uns hett und ane das unser genedigster 〈keiser〉 und herr sein und unsere dinst nicht verachten wolde, so halten wir es bey uns davor, dieselb werd wol weg finden, wie ime zu thun sein möcht, und sunderlich, dieweil disse land Preussen durch die 〈cron Polan〉 jhe und allewegen angefochten und vor das irige durch sie beredt, besprochen und gehalten, wie auch noch derwegen die sach 〈kgl. Mt. zu Polann〉 am meisten anghet, die 〈röm. ksl. und kgl. Mtt.〉 aber sich zu 〈kgl. Mt. zu Polan〉 und der 〈cron〉 gefreundet, do ane zweiffel jetzt ermelte Mtt. guth wissen haben, wie sie miteynander in freuntligkeit stunden, werden sie sich als freunde und schweger in solchem, das der 〈orden〉 zufriede gestelt und wir in rhue kommen mochten, wol tzu vertragen wissen.

    Und wo 〈röm. ksl. Mt.〉 mit 〈kgl. Mt. zu Polan〉 hievon tzu handeln vor guth, nutz und gerathen ansehen wurde, konthen solche hendel wol ins werck bracht werden, do alsdan 〈die kgl. Mt. zu Polan〉 zusampt der loblichen 〈cron〉 sich aller unverweißlichen gebur ungetzweiffelth zu halten werden wissen3. Dan Šdieweil der 〈orden〉 nhu in vielen jharn hero durch sein vormeinthe geistlickeith und ritterschaft vor die cristenheit widder die vheinde des christlichen glaubens nichts adder tzea wenigk ausgerichtet, die cron Polan aber mit solchen 〈unglaubigen〉 stetz zu thun, darob der cristenheyth yhe mher schutz durch gotliche hulf zu hoffen, halten wir bey uns, solche vorstendige und hohe heupter zu suchen und vortzuschlagen werden wissen, damith der orden gestilth und solche beschwerungen von uns genommen werden mogen. 〈Und obwol gewiß die lobliche cron Polan bemelte land tzu verteidingen werden wissen, das uns in einiche beschwerung eintzulassen nith nottig, so mocht nach wol so vil tzu verhandeln sein, das nith dem orden, sunder röm. ksl. Mt. zu gefallen und ehren ein zimbliche geltspilderung auf sich genomen werden mocht〉, wie solchs die handlung geben wurde. Solchs hastu ungeverlicher maß auf ersuchen, nicht aus unserm bevelch, sunder als vor dich selbst idertzeith antzutzaigen, dan das wir von andern mittellenb schreiben ader reden sollen lassen ader dieselben vorschlagen, wil uns aus vielen ursachen keinswegs getzimen, wie du und meniglich, so dorvon redt und disputirth, solchs zu schliessen.

    Zum andern, das gemelth, als sold 〈ksl. Mt. misfallen, das wir dis land von der cron zu lehen enthpfingen〉 und das hirin enderung zu treffen nottig etc., 〈von diesem wil uns noch weniger dan auch vom ersten geburen, ethwas zu reden〉. Es mochten aber durch 〈andere nach wol solche wege zu treffen sein, das die cron Polan die lehen von röm. reich, wir aber dieselben weiter von der cron entpfingen. Item, wo die cron, solche zu emphaen vom röm. reich, nith gemeinth, das wir von wegen der cron solche suchungen beim reich thun musten, in massen, das solchs die vorgleichungen geben konthen, davon doch uns zu reden ader zu schreiben geburen nith will〉, alleinth, das es dannacht als vor dich ungemelth unserer person unsers erachtens vorgeschlagen werden mag etc.

    Von wegen der beerung [= Verehrung], so 〈Dr. Mathia Helden, dem Granfela, ytzigem vicecantzlern ader Oberburgern〉 zu reichen sein möcht, wie hoch sich dieselb ungeferlich erstrecken solde, konnen wir dich disfals wenig adder nichts berichten, dan wo durch einiche der obgenanthen person uns zum besten Šin unserer sachen wes nutzliches ader fruchtbarliches ausgericht werden solte, ist uns nicht zugegen, dieselb zu beeren, zu beschenken ader von solchen verwenung zu machen. Es will aber disfals angesehen sein, wo es am besten angelegt, wie die personen tzur sachen gesynneth adder nicht. Wie treulich sie aber tzum theil den handel gemeinth, hastu dich aus Georgen Hacken handlung, so er im Nidderlandt vleissig gepflogen, dich zu erinnern. Und wo jhe der 〈Granfela〉 zu beehren, felth uns nicht zu, wes das sein mag, dieweil es so ein stadtliche, ansehenliche person und sich dannocht gegen Georgen mher widderwertigk dan vortreglich erwiesen. Demnach wil nottig sein, das du mitsampt den andern guthertzigen, derer rath und gutbeduncken du idertzeith zu folgen, dich hierin nach gelegenheith der sachen, wie du die personen gesinnet findest, halten thust, do uns nicht zu widern, wo was volgen solte, wes auch ausgeben. Allein auf wan [= Wahn] zu geben und anheissig zu werden, will schwer fallen. Und wo 〈Obernburger〉 mit einem guthen wallachen zu gewinnen, hastu denselben darauf zu vertrosten und uns ein solchs ins erste zutzuschreiben, wollen wir ime yns allerfurderlichste einen zuschigken. Dan uns hat H. Adrowatz kurtz vorruckter zeyt ein hubsch thier und, wie wir nit anderst wissen, es guth sey, zugeschigkt, des wolten wir ime zufertigen. Es wil aber die leuth, sunderlich 〈der neue undercantzler〉, der es deinem schreiben nachc nottorftigk auf unser seitten zu brengen, nicht so gar lang gefeierth sein, damit unser widdersacher uns nicht vorkommen und iren willen hierin schaffen.

    Rabensteinern haben wir schreiben lassen4, dem hastu das schreiben zu uberreichen und inen darauf anzusuchen. Das Adrian zu dir kommen und dich, wes er gehandelt, berichtet, inmassen du uns solchs zugeschrieben, mussen wir gescheen lassen. Aus inligender copien aber hastu zu ersehen, wes wir auf sein anwerben an 〈Dr. Helden〉 geschrieben. Solchs, wie das schreiben vermag, und nicht weitter ist ime, wo es nottig, Helden zu sagen vortraueth. Demnach wunderth uns nith wenig, das sich der mensch ein solchs undernimpt, das ime nie auferlegt worden, mussen auch pillich darob klein gefallen tragen. Haben ime derwegen schreiben lassen, wie du aus inligender copien zu ersehen5. Wo Šdu nhu an ime gelangest, hastu in antzureden, auch ime zu befhelen, das er sich in unserm nhamen der bevelh nith anmasse, der ehr keinen habe, dann auch uns, darzu stille zu schweigen und solchs zu gedulden, geburen nith will. Und ob du von jemants gefragt werdest, wie er abgefertiget und in was ansehen er bey uns, hastu das auf vortrauen antzutzeigen, das er an uns mit etzlichen gewerben, die ime 〈Dr. Held〉 auferlegt haben solthe, gekommen und doch dartzu kein credentz gehat, dorauf wir bewogen, 〈Dr. Helden〉 bey ime mit aigener handt zu schreiben, und bevolhen, das er 〈Dr. Helden〉 unser schreiben in sein aigen handt solth reichen. Die copei und desselben inhalth hastu beiligendt zu empfahen und zu vernemen. Weitter ist ime von uns nichts auferlegt, allein, wes er fur zeittungen ader anders erfhar, uns des mitzutheillen.

    So wir aber auß seinem selbst schreiben vormercken, das er unsern bevelh hoch uberschritten und von denen dingen gereth, die uns nith allein nith annemblich, sunder auch vorkleinlich und bey uns niehe gedacht, wollest die guthen biderleuth vor ime warnen, uns auch mit dem besten hierin entschuldigen, den er nicht mher dan ein brieffurer und kein both, dorumb sie ime, dieweil er kein credentz, glauben geben nith wolten. Dann ob wir röm. ksl. und kgl. Mtt., auch dem gantzen röm. reich bishere wie auch hinfurth unser meynung gern dienen wolten, auch derselben gnad begerend wheren, welche zu erlangen wir kein vleis, mhu, arbeith ader uncosten sparen thetten, so hetten wir uns doch eins solchen, das zum theil nith in unserer macht, auch widder unser ehr, eydt und pflicht wher, keinswegs vornemen zu lassen gedocht, weniger dem Adrian, der nith mher dan ein briefpoth, ethwas dorvon bevolhen. Demnach so wolten sie ime nith gleuben, wie wir uns des verhoffen, sie als die vorstendigen thun werden und es davor halten, das wir nith so einfeltig, wir solchen mannen uns vertrauen adder, unsere sachen auszurichten, abfertigen thetten etc. Wie du dan dem allem geschigktere mas nach gelegenheit der person zu geben wirst wissen und mit der guthertzigen rath und vorfordern unsern ungelimp [sic!] abwenden.

    Das aufgebrachte geld bey Sewaldt von Tilen sol in geburender zeyt widder erlegt werden. Was sich weitter von zeittungen und anders, sunderlich mit 〈Goslaw [sic!] und Braunschweig〉 zutregt, wollest uns mit vleis zuschreiben, dergleichen auch 〈Hg. Heinrichs〉 nhest ausgegangen schmebuch widder den 〈Kf. von Sachsen〉 und 〈Lgf. von Hessen〉 und, wes ir antwort dorauf, zufertigen.

    Mit dem H. 〈Fernberger〉 wollest versuchen, dich in kunthschaft eintzulassen, ime unsern gnedigen willen mith gebur vormelden und bitten, das er unser Šsachen mit vleis unserm vorhoffen nach fordern wolle, und, so es gelegen, an ime erforschen, womit wir ime gnedigen willen ertzeigen konthen, es sey mit einem guethen wallachen adder anderm, und uns des zuschreiben, darnach wir uns idertzeith zu richten etc.d

    Cedula: Nachdem vilberurter Adrian sich ausserhalb unsers bevelchs gegen dem H. Granfhela und andern offentlich vornemen lassen, wo wir röm. ksl. und kgl. Mtt. gnad erlangen und erhalten konten, das wir wider den Turcken irer kgl. Mt. hulflich sein wolten, achten wir es bey uns wol darfhur, das dergleichen vorschleg vom Granfhela, auch dem Obernburger (durch welchs vorfurdern du einen zutrit an den Granfhela wol zu bekomen) widderumb auf die ban kommen werden. Damit aber disfals dannocht du unsers gemuts meynung auch haben und nach unserer gelegenheith darauf zu antworten, so wollen wir dir nith pergen, das vergangener jhar der H. Fernberger eben dissen vorschlagk an uns schriftlich, das wir wider den Turcken helfen solten, gelangen lassen, worauf wir ime, wie du inligenth mit 12 gemerckt tzu ersehen, haben antworten lassen. Wo röm. ksl. und kgl. Mtt. des nachmals in gnaden keyserlich und konniglich annemblich, uns dorauf vor uns, unsere erben, erbnemen, auch landt und leuth wie gepurlich zu gnaden nhemen und nothwendig vorsichern, wollen wir nith weniger, dann unsere vorfharen des loblichen churfurstlichen hauses Brandenburgk auch gethan, irer röm. ksl. und kgl. Mtt., auch der gantzen cristenheyt zum besten und zuguthe gern das unsere, wie im schreiben gemelth, dobey thun und uns neben dem in allem zimblichen und moglichen kegen iren ksl. und kgl. Mtt. als ein geborner furst des röm. reichs, sovern es widder das cristenthumb, auch ehr, eyd und pflicht nicht ist, alles gehorsams halten und ertzeigen, auch also, das ire ksl. und kgl. Mtt. darob ein genedige keiserlichs und konniglichs gefallen haben sollen.

    Item, ob vom gesanthen kgl. Mt. zu Polan, dem Granfhela ader andern gedocht wold werden, wes wir wol in sachen der religion zu thun gemeinth, hastu zu sagen, das wir uns mit den protestirenden einstymick in der that der religion bekennetten, inmassen wir uns derselben confession bekentlich underschrieben und in allem, als viel menschlicher gebrechligkeyt halben gescheen konth, gemeß hilten. Demnach, was in gemeiner cristenheith auf einem freien, christlichen concilii von allen stenden der christlichen leher gemeß beschlossen, demselben werden wir uns zveiffelsan gar gern auch underwerfen und gehorsamlich als ein crist folgen, das derhalben einiche bedencken ader disputation nith nottig, dan wir vor uns, ethwas neues antzufhaen und zu halten, nith enthschlossen.

    Wir haben nit underlassen, bey unserm freundt, dem von Ermelanth, als der in disser sachen von kgl. Mt. zu Polen vormals gebraucht worden, von Šwegen disser konniglichen schigkung rath zu haben. Daraus erfolgt, das uns seine L. under anderm etzlich brief, an den Granvella, den konniglichen oratorn Sceperum und Bf. von Lunden lauttende, zugefertigt, welche wir dem konniglichen gesanthen uberschigkt. Demnach an dich unser bevelch, du wollest mit guther geschigkligkeith durch dich selbst adder andere am konniglichen gesanten, wes wol Sceperus, auch der von Lunden disfals gegen uns gesinneth sein mag, zu erforschen kein vleis, muhe nach arbeith sparen, daneben auch versuchen, ob du den inhalt solcher schrieften erlernen mochtest und wes sie darauf thun adder zu thun gesinnet.

    Dir ist nach ungetzveiffelth in guthem gedencken, wes wol ehrmals unserer töchter halben vor hendel vorgeloffen. Dieweil aber itzunth vil junger fursten und herren aufm reichstag, wollest dir als vor dich, denselben handel zu treiben, bevolhen sein lassen und in dem wie allem anderm unserm zuvorsichtigen vortrauen nach unser und der unsern bests wissen.

    Ob wir wol die leng der beiden freulein unsers bruders Mgf. Georgens erlangt, so hetten wir doch gern glaubliche abconterfethur [sic!] derselben und, wie lang die gewachsen, darauf wollest verdacht sein, ob du uns dieselben zuwegen brengen magest. Auch sein wir, in vier adder funf tagen ufs lengste unsern cantzlei- und lieben, getreuen diener Jorgen Hacken zu dir abzufertigen, bedacht. Den hast du in allem demjhenigen, so dir vonnotten und darzu er dir dinstlich sein khan, in dem er sich unsers verhoffens treulich, wie bißanhere gescheen, beweisen, zu geprauchen.

    Wir uberschigken dir auch hierneben drey schreiben, als nemblich an Kf. und Hg. Heinrichen zu Sachsen, auch Lgf. von Hessen6. Wo nhun die drei chur- und fursten eigener person auf dem reichstage vorhanden, so wollest solche schrieften zureissen, welcher aber von inen nicht, sonder ire gesandte zur stelle, hettestu inen solche schriften zu uberantworten und sie von unserntwegen zu erofenen zu bitten, auch das sie inen unser sachen, inmassen wir an ire hern geschrieben, treulichen bevolhen wolten sein lassen, daran sy ungetzveiffelth denselben irem furstlichen erbitten nach zu undertheinigem gefallen thetten. Wir wolten es auch umb sy in gnaden gerne beschulden.

    ŠDarbey solstu auch wissen, das wir dem Oberburgern im eingang des missiven unsers schreibens den titul geben haben ‚edler und ernvhester, bsonder, geliebter‘. Wo nhun der eingang recht, hettestu die uberschrieft auch dermassen darnach zu stellen; so ime aber zu wenig gethan und er merers tittels, wollest demselben gepurlicher maß stellen lassen und es gegen seiner person der nicht-wissentschaft halben des tittels entschuldigen, wie du den dem wol weittere maß zu geben wirdest wissen. Actum den 3. Aprilis etc.7

    «Nr.307 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Berlin, 1541 März 27 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf.).

    Hat ihm neulich geschrieben, dass er sich zum Kf. von Brandenburg begeben hat, um den Befehl Hg. Albrechts auszurichten. Der Kurfürst hat ihn gnädig angehört und sich in des Herzogs Sachen zu allem Guten erboten. Der Kurfürst hat versichert, er habe, auch wenn Hg. Albrecht niemanden geschickt hätte, seiner vertreulichen verfelichtung nach die Absicht gehabt, sich für den Herzog einzusetzen. Der Kurfürst hofft, dass sich Wege finden lassen, dass der Herzog bei seinem Land bleibe und dass dieses von der Krone Polen zu Lehen gehe und trotzdem ins reychs hulf wer. Er habe auch mit dem Ebf. von Lund darüber gesprochen, der sich zuversichtlich geäußert und sich ganz hochlichen erboten habe. Er zweifle nicht, dass Lund Wort halten werde. Er sei ein treuer Diener des Hauses Brandenburg. Der Kurfürst will auch ihn, Kreytzen, als seinen eigenen Diener mit zum Reichstag nehmen, obwohl eingewandt worden ist, dass dies wider ksl. Mt. seyn werdeund dass der Kurfürst ihn nicht gegenüber dem Deutschmeister verteidigen könne, weil sein Verhältnis zu Hg. Albrecht allenthalben bekannt sei. Er, Kreytzen, hat diese Bedenken zurückgewiesen. Gotte gebe, dass er, wie er herzlich wünscht, alle Sachen gut ausrichte. Die Freunde des Herzogs geben hohe Zusagen, fürchten aber Šgleichwohl, zuviel zu tun. Hält deshalb für hilfreich, dass der Kg. von Polen durch einen eigenen Gesandten eyn anfangk macht. Hofft, dass dann die anderen Freunde des Herzogs daneben auch aktiv werden. Der Herzog wird darüber zweifellos nachdenken. Hat hier gehört, der junge H. von Poßen sei zum römischen König gesandt worden und werde von dort zum Reichstag kommen. Gott gebe, dass dies wahr ist und dass er in der Sache des Herzogs Befehl hat.

    Eustachius von Schlieben ist nicht mehr krank, aber noch sehr schwach und matt, will aber mit der Hilfe Gottes zum Reichstag reisen. Heino Doberitz ist auch sehr schwach und bleibt hier. Kann deshalb wenig auf Rat und Trost rechnen. Muss deshalb auf Gott hoffen. Glaubt, dass der Kaiser gegenüber dem Herzog nicht ungnädig gesinnt ist und dass, wenn auch andere dem Herzog die Ehre nicht gönnen, der Kaiser, wenn sich der Herzog zum Dienst erbietet, eher gewillt ist, diesen zu gebrauchen als einen anderen. Ein Vertrauter hat ihm mitgeteilt, der Kaiser habe gesagt, er habe noch bei keinem Haus treuere Dienste gefunden als beim Haus Brandenburg. Deswegen sollten die Markgrafen auch einen gnädigen Kaiser an ihm haben. Man bedarf jetzt der Leute. Denn es liegt die Nachricht vor, dass der Türke den Mehmed Pascha mit viel Kriegsvolk von Griechisch Weißenburg aus nach Ungarn geschickt habe. Dieser ziehe nach Pest, wo das Kriegsvolk des römischen Königs liegt. Er soll auch schon einige Flecken eingenommen haben. Kg. Ferdinand verhandelt zur Zeit auf dem Landtag zu Prag und lässt auch sonst Tage abhalten, um Hilfe gegen den Türken zu erlangen.

    Der Kaiser wartet zu Regensburg mit großer Beschwerde auf die Kurfürsten und Fürsten, den seyn ksl. Mt. eylet wider hynwegk. Der Papst soll vom Kaiser in einem Ratschlag begehrt haben, die Lutheraner zu vertreiben und den Türken machen zu lassen, denn der Türke sei nur ein beschediger des leybes, dy lutterischen aber weren lesterer Gottes und verterber leybes und der selen. Den Fürsten hier gefällt durchaus, dass der Papst so klar seyn giftigk herz eroffent, dodorch dy ksl. Mt. auch ungezeweyfelt zu merer erkentnis gefurt mugk werden den sunst etc. Der Kaiser soll sich auch gegenüber den protestierenden Ständen sehr gnädig erweisen, was viele Leute gern anders sehen würden.

    Die Gerüchte über die Landsknechte im Land zu Hadeln sollen nicht zutreffen. Die dortigen Junker aber stehen in großer Rüstung. Man befürchtet, es sey was vorhanden, ist doch aber alles stille. Über Frankreich ist nichts anderes zu hören, als zuvor berichtet.

    Anton von Schönberg.

    Es ist auch gewiss, dass der Landgraf sein keppesweyb einem Ratzenberger gegeben hat.

    Weiß nicht, ob der Herzog Eustachius von Schlieben sein Dienstgeld hat auszahlen lassen. Wenn es nicht geschehen sein sollte, wäre die Auszahlung ratsam, um Schlieben bei gutem Willen zu erhalten. Wywol seyn erbytten an [= ohne] das hoch ist, so forder das, wy eure fstl. Gn. weyß, auch fil. etc.

    ŠDas ihm von Schlieben nach Ansbach zugeschickte Schreiben hat er nicht empfangen. Will, wenn er hinauskommt, sich danach erkundigen und sich entsprechend dem Befehl des Herzogs verhalten. [...].

    Hat sich in den Farben des Kurfürsten kleiden müssen. Will seine Kosten genau abrechnen. Bittet, ihn anzuweisen, wo er gegebenfalls Geld beschaffen soll. Bittet auch um Anweisung, wie er auf Vorschläge reagieren soll, den ich besorge, es wirt so schecht [sic!] nicht abgehen wollen etc., wie angenommen, denn man denkt an das Angebot zum Dienst wider den Türken. Der Kurfürst meint, die mitgeteilten Wege seien auch nicht unbillich, dann es beym keyser und dem reych eyn scheyn und ansehen het etc. [...].

    Hat trotz seiner Bemühungen die Schmähschriften Hg. Heinrichs von Braunschweig nicht bekommen können. Will seine Bemühungen fortsetzen und dem Herzog die Schriften zuschicken. Will dafür sorgen, dass durch Markus Schwam die Post an den Herzog über Leipzig an Hans Brode nach Danzig weitergeleitet wird.

    Der Kaiser hat zwischen dem Hg. von Braunschweig und den Städten Braunschweig und Goslar Friede geboten. Weiß nichts weiter zu schreiben. Befiehlt den Herzog und sein ganzes Haus Gott1.

    Dattis zum Berlin, den Sontag Lettare anno 1541.

    «Nr.308 Hg. Albrecht von Preußen an Granvelle, mut. mut. an Johann Obernburger – o. Ort, 1541 April 3 »

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, Ostpreuß. Fol. 8, pag. 161–164 (Kop.); ÜS pag. 161: An H. Granuella, den 3. Aprilis, mutatis mutandis an Johan Obernburgernn 1541;AV pag. 164: Princeps audivit legere,[praesentibus] hofmeister, burgraff, cantzler und Erharden Heckelman.

    B  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Kop., lat. Fassung).

    Es ist bei uns unser hoffdiener Hadriann von Resennbergk diser tage ankhomen und euerer L. halben hoe, freuntliche erpittung neben vormeldung derselben unbekhannten, doch wolmeinenden dinst, zudem allerlei bericht, wes bei röm. ksl. Mt., unserm allergenedigsten hern, euere L. umb unser sachen willen fur muhe, arbeit und vleis vorgewant, auch letzlichen von hochgedachter ksl. Mt. ein frei, cristlich, vhelich, ungeverlich gleidt, mit derselben eigenen handt undertzeichendt1, erlangeth, einpracht etc. Wiewol uns nhun euere L. von Špersonen unbekannth und wir derselben zu solcher freuntlicher ertzeigung kein ursach gegeben, so sagen wir dannocht euch solchs ires beweisten freuntlichen willens halben hoen dank. Wo wir auch euerer L. hinwiderumb zu angenemem gefallen wilfarung thun mögen, soll uns euere L. furwar zu allem zimlichen noch unserm vormogen unvordrossen und wolthettig befinden, und ist nit ohne, uns were negst gotlicher genaden uff erden nichts liebers, weder das wir in röm. ksl. und kgl. Mt. gnad, gunst und holdt khomen, sein und pleiben mochten. Haben auch umb erlangung willen derselben allerlei zimliche wege vorsucht und uns aller underthanigkeit und dinstlicher ertzeigung gegen iren Mtt., sovern es wider unsere ehre, furstlichen glimpf und pflicht nicht where, erpotten.

    Domit aber euere L. gruntliche wissenschaft erlangen mogen, aus was bedenklichen ursachen und auf was mas die abfertigung berurts unsers dieners Hadrians hergeflossen, hat es dise gestaldt: Wir haben ihnen vorrukter zeit von hinnen ins Niderlanndt mit brieffen geschikt. Do er wider an uns khomen, hadt er von dem edlen, achtparen und hochgelerten, unserm besondern, lieben H. Matiam Helden, röm. ksl. Mt. vicecantzlern und oratorn etc., werbung einpracht, doch one credentz, dordurch, wir ihme, Heldenn, widerumb (wie sich dann euere L. hirin ligend zu ersehen) zu schreiben und an ihnen zu erkundigen, ob solche werbung unsers dieners aus seinem bevelch bescheen, bewogen worden und hetten uns vorsehen, er solt seinem aufferlegten bevelch, nemlich den briff an sein gepurendt ort zu pringen als ein briffpoth und nicht ein werber, nochgangen sein und denselben nicht uberschritten haben. Nun befinden wir aber aus seiner, unsers dieners, eingeprachter werbungk, das er Šsich itzundt bei euerer L. und andere uber unsern bevelch vorfugt und des understhanden, auch also weit mit seiner handlung, des ihme doch von uns nicht aufferlegt, gegangen ist, aus welchem euere L. und menniglich (nachdem er von uns kein credetiff gehapt) leichtlich zu schliessen, wie weit ihme glauben zu geben gewest sei ader nicht, auch noch.

    Und ob wir schon gegen hochgemelter röm. ksl. Mt. des underthanigen, dinstlichen gemuts (wie oben berurt) sein, wir auch, auf solch ir kayserlich, genedig, cristlich geleit zu erwerbung derselben genad in allem gern gehorsam zu leisten, begirig, haben doch euere L. als der hochweise und vorstendige furst leichtlich zu ermessen, das uns der belehnung und gethanen pflicht noch, ohne kgl. Mt. zu Polann, unsers genedigen hern und freuntlichen, lieben ohmens, vorbewust ader bewilligung zu schmellerung und vorkurtzungk seiner kgl. Mt. ius, recht, gerechtigkeit und eigenthum gegen disen landen Preussenn in einige underhandlunge eintzulossen, nicht gepuren wil, auch uns euere L. selbst ader niemands unsers ermessens solchs rathen werden, vilweniger sein wir, dasselb anderer gestaldt dann wie oben bemeldt fur uns zu thun, gesindt, zuvoraus, dieweil hochgenante kgl. Mt. zu Polenn des handels notturft noch durch derselben gesanten bei röm. ksl. und kgl. Mt., auch allen churfursten und stenden des hl. röm. reichs ir eigen recht und gerechtigkeith (als es dan auch ist) von wegen der lande Preussen vortretten, auch der belehnung halben vorhandlen lest, domit wir aus der acht gewirckt werden mochten, wie dann ungetzweiffeldt euere L. aus der werbung genugsam vornemen werden. Wes nun also kgl. Mt. zu Polenn etc. mit röm. ksl. und kgl. Mt. ir selbst und uns zum besten vorhandeldt, beschlossen und eingelossen, do wir als der furst, welcher ohne rum röm. ksl. und kgl. Mt. jhe und alwegen gern gedieneth und noch, in allem cristlichem und zimlichen, erheblichen und moglichen helfen zu rathen und zu dienen gewogen.

    Seintemal uns aber aus angetzogenen ursachen, selbst zu comparieren ader die unsern zu solcher gutlicher underhandlung abtzufertigen, nicht getzimen ader gepuren wil und wir uns gleichwol zu euerer L. dem freuntlichen erpitten und geneigtem willen nach aller wolmeinender, wilferiger beweisung versehen, so piten wir gantz freuntlichen, euere L. wollen fur das erste bei hoch und vilbestimpter röm. ksl. Mt., das wir uff derselben genedige vorgleittung nicht personnlich erscheinen ader die unsern abfertigen, also vil vorhandeln, das es uns zu keinen ungenaden ader anderm gereiche, sunder obertzelten hoen, notwendigen bedenken und ehaften, die wir in anmerkung unserer ehre, eides- und lehenspflicht nicht umbgeen khonnen, zugemessen werden, volgendts neben vorhandlungen kgl. Mt. zu Polenn etc. gesanten als der freundt unser bests wissen, rathen und die sachen dahin helfen vorfurdern und richten, domit zwischen röm. ksl. Mt. und kgl., auch pollisher Mt. die wege und mas getroffen, dordurch derselben hoen lieb, ansehen und freuntschaft, domit sie einander vorwandt, gemeret, gemeiner frid und einigkeit gestiftet, doraus dem grausamen veint der cristenheit umbso vil dest statlicher abgebrochen Šund widerstandt gethann, auch widerumb in ksl. und kgl. Mt. gnat und gunst gesetzt werden mochten. Wes alsdann wir mit vorbewust kgl. Mt. zu Pollenn, unsers genedigen lehnhern, in allem zimlichen, thulichen, erheblichen und, das allen iren Mtt. zu gefallen sein mochte, thun khonnen, wollen wir uns in dem nichteminder wie unser vorfaren des loblichen churfurstlichen haus Brandennburgk gutwillig finden lossen und solchs umb euere L. mit dankparkeit und guttat freuntlich vordienen.

    Nachdem2 uns auch euere L. durch unsern diener Hadrian umb ein hirschgewei anlangen haben lossen, als seint wir, derselben in einem vil mherem freuntlichen zue wilfaren und euerer L. mit dem ersten dasselb zutzufertigen, geneigt, allein euere L. wollen uns vormelden, an welchen ort und wehme dasselbe zutzuschiken.

    Hirneben geben wir euerer L. freuntlicher meinung zu erkhennen, das uns von wegen derselben berurter unser diener Adrian, doch ane credentz angezeigt, das wir solthen wissen, man wurde mit kgl. Wd. zu Dennemarkenn etc., unserm freuntlichen, lieben hern, ohmen und schwagern, gesanten eigentlich keine handlung vornhemen, es wer dann, das wir eigener personn khemen. Dieweil aber nhun euere L. aus oben angetzogenen, unvorbeigehenlichen [sic!] ehaften unser gelegenheit vornomen und dannocht an diser vorrichtung der gemeinen cristenheit nicht wenig gelegen, so gereicht an euere L. unser freuntlich pith, dieselben wollen unsernthalben die sachen nit in vortzogerung gedeihen lossen, sunder dem gemeinen lieben, heilsamen frieden zum besten also vil dorinnen helfen furdern, rathen und thatten, auf das mit röm. ksl. Mt. sampt allen solcher sachen vorwanthen berurte kgl. Wd. zue Dennemarkenn gentzlichen vortragen und zwischen irer Mt. und Wd. freuntschaft gepflantzt und erweittert werden mocht, doraus und, wann allenthalben frid und einigkeit gestift, unsers einfaltigen bedenkens noch benenter ksl. Mt. und dem gantzen röm. reich, auch gemeiner cristenheit zu statlicher abbrechung der gewalt der Turkenn nicht geringer trost, hulf, beistandt und vorteils zu wasser und landt zu erhoffen und zu gewarten, wie dann euere L. als der tief sehende furst gemeiner wolfart zum besten dem wol weiters nachdenken werden3. So seint wir, es umb euere L. Šfreuntlich zu vordinen, geneigt. Thun himit euere L. dem almechtigen, vor aller gefar sehelen und leibs zu behuten und in langwiriger gesuntheit genediglich zu fristen, freuntlich bevelen. Datum ut supra.

    «Nr.309 Hg. Albrecht von Preußen an Christoph von Kreytzen – Königsberg, 1541 April 30 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Ausf.); DV: Ausgangen zu Konigsperk den lezten Aprilis 1541.

    Wes wir dir vor zweien tagen bey Frantzenn Rauternn zugeschrieben, hastu aus denselbigen schriften zu vornhemen1. Weil aber unser diener Andres Branth Švom konniglichen hoff zu Polenn gestrigs tags widerumb bey uns ankhommen und uns beigelegten brief von seiner kgl. Mt. ahn ihren geschigkten mitgebracht, seindt wir, gedachtem Frantzen Rautternn nachzuschigken und ihnen, bis diese unsere schriefte ahn ihnen gelangeten, aufzuhalten, verursacht worden. Und wollen dir gnediger meinung nicht verhalthen, das wir, wes uns von ksl. Mt. zukhommen und wir dir zuvorn zugeschigkt, ahn hochgedachte kgl. Mt. zu Polen gelangen haben lassen, warauf wir dan ein antworth und daneben schriften, wes die röm. ksl. und kgl. Mtt., unsere irthumb belangende, ahn ihre kgl. Mt. geschrieben, durch obgedachten Brandten bekhommen, wie du dan aus denselben hiebei ligenden abschriften latteinisch und teutsch zu ersehen, die wir dir darumb zugeschigkt, damit du dich des, wes darinnen zu thun, mit dem polnischen geschigkten, auch andern vortrautten, die ihn vorigen unsern schriften gemelt, davon zu berathen und unterreden. Wo aber dem polnischen geschigkten oder dir einigerlei vorschlege oder velle furstissen, dardurch bey demselben und dir fhur noth und nutz geachtet und unvormeidlich fur guth angesehen wurde, das wir jhe uber die bedencken und bevelch, dir zuvor behendigt und eroffent, uns eigner person zu ksl. Mt. begeben solthen, so wolt mit [vleis?] gehandelt sein (wie wir dir hiemit alsdan und nicht ehe aufferlegt haben wollen), das das gleidt, dieweil es uns von kgl. Mt. zu Polenn also, wie du zu Šersehen, gerathen2, uns auch anhe gefhar nit wol anders anzunemen, dermassen wie konniglicher artickel disfals melden thut, vorendert und uns zugeschigkt werde.

    So aber auch mocht angezogen werden, das nit das geleith aus eigenem bewegen von ksl. Mt., besunder auf anregen unsers dieners uns zugeschigkt, hettestu die entschuldigung und mas deiner geschigligkeit nach vorzuwenden, desgleichen den andern angetzogenen personen zu thunn auch einzubinden, wie sich der handel zugetragen und wie weit derselb Adrian, unser diener, uber unsern bevelch geschritten, wie wir dir dan des auch vormhals genugsamen bericht gethann. Wes aber weither derhalben zu unserm glimpf dinstlich, wirstu sampt den andern selbst nach gelegenheit der vorschlege, mit bestem fug abzulenen, wissen. Idoch wollest, soviel muglich, ihn alwegen guth achtung und vleis haben und vorwenden, auch bey dem polnischen gesandthen mit vleis anhalthen, ob durch denselben ihn nhamen kgl. Mt. der handel als ihr selbst sachen zu ruigem frieden oder anstandt gebracht. So es aber jhe nicht anderst sein kunth und condition und vorschlege vorhofflich, die wider unser pflicht nicht und uns dannocht erheblich und muglich, auch, das wir jhe eigener person erscheinen solthen, von ksl. Mt. begeret und den vortrautten vor guth und gerathen angesehen, das geleidt, wie oben gemelt, uns zugeschickt, so wolthen wir alsdan uns lauts kgl. Mt. schreiben, dir hiemit ubersandt, sofern uns die grose ehaft davon nicht abhalthen thet, der gepur erzaigen. [...]. Datum [Konigsperg], den letzten Aprilis anno [1541].

    «Nr. Š310 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 30/Mai 1 »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Ausf., teilw. chiffr.1.); DV v. a. Hd.: Ankomen, den 28. May anno etc. im 41.

    Ich habe den 25. Aprilis jungst vorschienen euern fstl. Gn. zufellig Schurstabs und Georgen Hakhenn ankunft schriftlich vormeldt und dabei, wes domals in der kurtzen zeit und eile so balde nicht zu beantworten sein wolt, undter anderm undtertheniglichen angezeigt, und wiewol es noch vast bei dem beruhen und zu keiner handlung komen, so hab ich doch, dieweil gegenwertiger Bartholt both am vergangenen Donnerstag mit eurer fstl. Gn. schriften alhie ankhommen, welchen undterwegen dye schwacheit bestrickt und eilf tage zum lager geursacht, denselben alhie nicht lang und vorgeblich ligen lassen, sonder mit dieser schrift an eure fstl. Gn. undtertheniglichen fertigen wollen und fuege derselben gehorsamer meynung wissendt, das meinem vorigen schreiben nach der konigliche polnische gesandte biß uff heuttigen tag noch nicht ankhommen, darumb auch die handlung vor seiner ankhunft schwerlich khann vortgestelt werden, sonder wil verzugk geberen. Wenn der aber verhanden, wil ich mich eurer fstl. Gn. bevelchs gehorsamlich halten, uff denselben warten und, bei Kff., Ff. und stenden, sovil moglich, in kuntschaft zu bringen, mich befleissigen, damit eurer fstl. Gn. sachen mit dero furderung umbso vil statlicher und schleuniger mogen angebracht, gefurdert und vortgestelt werden.

    So bin ich auch noch on underlaß im werck mit allen ubersandten berichten, gegenwurfen und, wes dem anhengig, damit die zu allem nodturftigen und furstossenden fhellen mogen gepraucht werden, mit meinem gnädigsten herren, dem Kf. von Brandenburg, Mgf. Georgen, Schlieben, Uttenhofen und Rabensteinern mich nodturftigklich zu bereden, wie doch der sachen zu thun und wes euren fstl. Gn. zum besten darinne furzunemen. Es wil aber schwer fallen, die pferde fur den wagen zum anzugk zu bringen, dann der von Schlieben kranck und ungeschickt, bei dem ich mich wenig raths und trosts zu erhalten weiß, bei den andern wil es auch keinen anfangk gewinnen noch haben. Idoch wil ich meinen underthenigen vleisse nochmals gerne anspannen und laß auch nicht nach, bei iren kfl. und fstl. Gnn., auch den andern alle tag und stunde anzuhalten. 〈Das erbieten〉 ist verhanden, wenn nurt 〈die folg gesche〉 etc., und verhoff, sie dennocht dahin zu bewegen, das dem 〈hohen, vilfeltigen erbieten〉 einsmals nachgesetzt sol werden2.

    ŠNeben dem wirdt fur ein ungelegene sach angesehen und wil schwer sein, 〈die uferlegung wider Adrians ausrichtung gegen Granuella und Obernburger〉 vermog eurer fstl. Gn. ubersandten schriften vortzustellen, dann von hochgedachten meinen gnedigen herren und den andern fur geratener erwogen, das erheblicher sein solte, die sach uff die gestelte credentz muntlich, aber doch nicht so hart, wie die instruction verfast, und mit einer geburlichen dancksagung irer furderung und guten gewogenen willens zu thun, dann also eurer fstl. Gn. entschuldigung, die bei iren kfl. und fstl. Gn., auch den andern 〈fast disputirlich, hessig und scharf〉 angesehen, vorzutragen, in bedacht, das es sie, als die es mit euren fstl. Gn. gut gemeint und derselben zum besten uff ires dieners bewerbung darinne so gutwillig gedienet, ethwas fur den kopf stossen und allerlei bedencken einfhuren mochte. Des aber zu verhuten, suech ich rath, mittel und wege, wie dasselbig zu endern, bessern und gliempflicher vorgebracht mocht werden. Wann es aber uber diß vorfille und vonnoten sein wurde, die gestelte meynung vorzubringen, konte es gleichwol hernachmals fuglicher und glimpflicher gescheen etc.3

    Es wil auch bei dem von Schlieben und andern 〈die beerung oder geschengk〉 des bornsteins paternosters und elendsclahen, dem 〈Granuella und Oberburger zu uberantworten, zu geringschetzig〉 angesehen, dann ehr meint, es musten 〈ducaten, cronen oder ungarische gulden sein〉 etc. Daruff ich ime angezeigt, sie hettens begert, und wil mich dennocht der gebur nach gelegenheit zu halten wissen etc.

    Die Ff. von Peyren seindt mit ksl. Mt. zu Straubingen uff der jagt, und wird von eins theils geraten, das ich noch zur zeit uff eurer fstl. Gn. credentzschriften der furderung halben an mich halten und ein zeitlang zusehen sol. Doch hab ich diß auch in hochgedachter meiner gnädigen herren rath und bedencken gestelt. Wes also fur das beste erwogen, deme sol nachgesetzt werden.

    ŠIch vormerck auch von dem von 〈Schlieben und Uttenhofen〉, das sie vormeinen, nicht wol moglich zu sein, 〈entliche ufhebung der acht zu erhalten, aber die execution derselben mochte wol abgeschafft werden〉. Doch wurdt die handlung, wan der konigliche gesandte nurt verhanden und alle ding vortgesetzt, diß und anders wol geben und ercleren.

    Es soll auch 〈der romisch keiser〉 dem 〈meister in Deutschlandt〉 haben anzeigen lassen, sich uff das 〈gegeben gleit zur gutlichen handlung verfast zu machen〉, welchs sich aber der 〈meister〉, weil ehr die sach 〈am cammergericht gewonnen zu haben vormeint, da sie auch noch henget〉, ezlicher massen beschweret und nicht wol zufrieden gewest, doch ist 〈romischer keiser〉 bei obberurter irer meinung entlich geplieben, und sol inen, den 〈meister〉, das man eurer fstl. Gn. hieherkunft bei vielen vermuth und verhoft, vast verzagt machen, darumb viele gerne sehen, das eure fstl. Gn. hie wheren, solte zu vielen dingen gut und ersprießlich sein.

    Das aber der 〈meyster teutzschorden〉 bei dem 〈Oberburger〉 oder andern euren fstl. Gn. zuwider vorbauen solte, vornim ich von Rabensteiner, das man sich des nicht hoch zu besorgen, dann wo bei 〈röm. keiser〉 der Kff., Ff. und stende 〈bitten und anhaltung nicht stathaben〉, wurde sein, des 〈Oberburger〉, oder anderer 〈furderung〉 vil weniger geacht werden. Doch hat man in der handlung zu sehen, wo und durch weme was fruchtbars ausgericht, wes alsdann 〈mit der beerung zu thun〉 etc.

    Uttenhofen, dem ich eurer fstl. Gn. brief uberantwort, erbeut sich ufs hochste, euren fstl. Gn. in iren sachen noch allem vermogen dienstlich zu erscheinen, bin auch keins mangels an ime verhoffendt4.

    Kgl. Mt. zu Denmarcken gesandten haben noch keine audientz (weil ksl. Mt. uf der jagt) erlangen konnen, wollen noch einmal oder drey ansuchen, wo alsdann sie zu keiner verhor khommen konnen, den wegk, den sie hergenomen, wider zurucknemen.

    Das gesprech mit den evangelischen und papistischen ist vorgestern angefangen. Wes nu folgen und ausgericht wirdt, solle eure fstl. Gn. auch vorstendigt werden, und ist under den acht zuhörern und zeugen Pfgf. Friderich neben dem H. Granuella anstadt ksl. Mt. zu presidenten verordent.

    Mit dem Kf. zu Sachsen, Lgf. zu Hessen, den stedten Braunschwieg und Goslar wider Hg. Heinrichen von Braunschwieg ist noch zur zeit nichts furgenomen, dann ksl. Mt. der acht halben, die stadt Minden und die protestirende Šstende belangendt, an das camergericht geschickt haben soll, allen bericht davon einzunemen, und ist bei inen gute vertrostung, das die beschwerliche acht sollen abgethan und uffgehoben werden. So hab ich euren fstl. Gn. vorhin Hg. Heinrichs schmebuch, wider Sachsenn, Hessenn, Lunenburg, die stedt Braunschwieg und Goslar ausgangen, zugeschickt, ubersendt auch euren fstl. Gn. hiemit beider churfursten und fursten Sachsenn und Hessenn verantwortung und ausschreiben. Wes auch sonst alhie furlauffen und verhandelt wirdt, wil ich zu erlangen mich befleissigen und an eure fstl. Gn. undertheniglichen vorfertigen, wie ich dann sambt Georgen der religion halben gereit im werck.

    Projekt einer Heirat zwischen einem Sohn des H. von Bernstein und einer Tochter Mgf. Georgs von Brandenburg-Ansbach. Interesse Hg. Albrechts an Porträts der beiden Töchter Mgf. Georgs und deren Beschaffung. Interesse Mgf. Georgs an einer Heirat seiner Tochter mit Hg. Johann von Holstein. Ausführung des die Tochter Hg. Albrechts betreffenden Auftrags bei der bewusten personen. Versprechen, sich weiter darum zu bemühen.

    Es wirdt gesagt, das ksl. Mt. ausserhalb der religionsach und, biß die gar entschieden, keine handlung furzunemen bedacht sein sol. Etzliche verhoffen und meinen aber, das der reichstag binnen 6 wochen ungefherlich, eins theils wollen uff Michaelis [1541 September 29] erst, sein endtschaft nemen und erlangen werde.

    Auszahlung von 50 fl. an Adrian [von Resenberg]. Wiewol es mich vast verdrossen, so kann ich doch nichts darwider und hab es dennocht euren fstl. Gn. zur wissenschaft nicht bergen wollen.

    Beiliegend ein Gutachten von Camerarius zu aufrichtung einer christlichen schule und ein Verzeichnis der in Regensburg anwesenden Reichsstände und Gesandten. [...]. Datum Regensburgk, Sonnabents, den 30. und letzten Aprilis anno etc. im 41.

    [Zettel:] Von zeittungen sagt man, weil zuvor die reden ergangen, wie Ofenn dem romischen konig ergeben, das nichts daran sein soll, so verhofft man auch röm. kgl. Mt. ankhunft alhie in kurtzen tagen.Abmarsch von 8 Fähnlein Knechten von Regensburg nach Ungarn. Vergarderungen im Hochstift Bremen unter Meinhard von Hamm. Gegenwehr der dortigen Bauern. Deswegen Abreise des Ebf. von Bremen.

    In dem cristlichen gesprech hat man den articul der justification vor der handt, mit welchem man sich auch vast so weit vorglichen wie die apologia und confession, zu Wurmbs ubergeben, doch werden eure fstl. Gn. aus Uttenhofers schreiben, das ich derselben hiemit ubersende, weittern bericht und erclerung ungezweifelt vornemen etc.

    Gnedigister furst und herre, euren fstl. Gn. khann ich undertheniglichen nicht bergen, das ich beide meine gnädigen herren, den Kf. zu Brandenburg und Mgf. Georgen etc., durch manichfeltige, embsige anhaltung dahin vermocht, das ire kfl. und fstl. Gn. derselben rethe beiderseits verordent, eurer fstl. Gn. sachen nach nodturft zu bewegen und zu berathschlagen, und ist der tag Šund zusamengehung heut Sontags, den 1. Maij, nach mittag bestimbt und beschlossen, der hoffnung, es solte also angangen sein, darumb ich auch den bothen diesen tag ufgehalten, euren fstl. Gn. ir, der rethe, gutbeduncken und meinung undertheniglichen zuzeschreiben, so befindt ich doch eitteln verzugk und entschuldigung. Heut ist der eine ein aderlosser, morgen der ander schwach, kranck und ungeschickt, und obwol das eine theil dan nechsten Dinstag [1541 Mai 3] entlich furgeschlagen, so ist doch ungewiß, ob durch das ander oder beider theil vorgleichung der tag noch gehalten mag werden oder nicht. Darumb ich diesen bothen auch nicht lenger habe aufhalten wollen, weil Schurstab und trommeter noch verhanden, bei der einen eure fstl. Gn., wes sich notig zu wissen zutregt, gewertig sollen sein.

    So ist auch kgl. Mt. zu Polen gesandter heut datum alhie ankhommen, dem ich alsbaldt eurer fstl. Gn. schriften und handlung uberantwort, aber in der eile seiner ankunft nichts forderlichs mit ime reden, vilweniger ethwas seiner halben schreiben konnen etc. Actum den 1. Maij 1541.

    [Beilage?:] Memorial Christophs von Kreytzen, [Regensburg], o. Datum

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.).

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 774), unfol. (Kop.).

    Zu bedencken, ob gerathen sein wolte, das dem H. Granvella und Obernburger der inhalt meines gnedigen herrn, des Hg. in Preussen instruction, inmassen die gestelt, muntlich angetragen mocht werden oder aber, weil in solchem von fstl. Dt. vast disputirlich angetzogen, warumb dieselb auf das keyserlich geleit eigner person nicht erscheinen nach schigken, und daneben angehenckt, das umb solch gleit seiner fstl. Gn. diener one einichen bevelch bei inen angesucht etc., ob es bey solcher maß pleiben oder gliempflicher mochte gestelt werden, in bedacht, das solche vorwendung und entschuldigung inen allerley bedencken einfhueren möchte etc.

    Zum andern, ob nicht meinem gnedigsten herrn zum besten gerathen where, das sich meine gnedigsten herrn, die chur- und fursten Meintz, Brandenburgk, Sachsen, Pommern, Hessen etc. sampt den stedten Nurembergk, Franckfurt und andern anhengigen vorglichen und bereden, röm. ksl. und kgl. Mtt. anzufallen und zu bitten, weil fstl. Dt. zu Preussenn von kgl. Mt. zu Polan aus eusserster verlassenheit, den frieden, wie sein kgl. Mt. solchen gegeben, anzunemen, getzwungen. Es hette dan seine fstl. Gn. das landt, das doch ohne[dasa\emph] kgl. Mt. fur sich zu behalten oder einen wiltfrembden damit zu begnadigen, macht gehabt, gar verlassen wollen, angesehen, das seine kgl. Mt. den orden in Preussenn, aus welchem zu der zeit alle kriege, plutvergiessen und schedliche irrungen gegen seine Mt. und cron Polan hergeflossen, nicht leiden, sonder ein weltliche regierung darin wissen wolthen. Derhalben wolt röm. ksl. und kgl. ŠMtt. das gnedig einsehen haben und verschaffen, das die acht abgethan und uffgehoben. Denn solt die in ir craft gehen, wolthe nicht geringe zuruttung, irrung und beschwerung in gemeiner kaufmhanshantierung geberen und ursachen, sonderlich weil ire kfl. und fstl. Gn., auch die reichs- und andere stedt der cron Polan und Preussen zum theil benachbart und sonst dermassen zugethann, das denselben in kaufmhanshandtierung zu furderung gemeines nutzes nicht wenig daran gelegen. Darumb, wo der acht, wie oben berurt, die volge mit anhaltung und andern dergleichen stucken mher geschehen solthe, wher zu besorgen, das gleichergestalt von kgl. Mt. zu Polan gegen dem gemeinen, hantirenden mhan, welche ire gewerbe, kaufmhanschaft und hantirung kegen Polen und Preussenn haben musten, mochte gebauet, die widerumb mit iren gutern beschwerlich uffgehalten und die strassen im land verschlossen werden, do dan allen umbliegenden landen ein untregliche, unerhorte theurung daraus zu gewarthen, welchs dan iren chur- und fstl. Gn., auch stenden nachteilig und in keinen wegk leidlich sein wolthe, der hoffnung und zuvorsicht, ire röm. ksl. und kgl. Mtt. wurden in erwegung oberzelther bedencken das gnedig einsehen haben, damit durch aufhebung der beschwerlichen acht die alte, lobliche freuntschaft zwischen irer röm. ksl. und kgl., auch kgl. Mt. zu Polan und den reichsstenden zu furderung gemeiner wolfarth so vil dest stadtlicher und vhester erhalten und nicht verruckt, sonder dardurch aller oberzelther, vermutender unrath, verderb und nachteil verhuet werden möchte, und seiner fstl. Gn. in betrachtung derselben vorfarn des loblichen churfurstlichen hauses Brandenburgks getreu williger, geleister dienst, darob dan auch seiner fstl. Gn. gebrueder viere ir leib und leben zugesetzt und gelassen, gegen deren röm. Mt. sich seine fstl. Gn. auch nichts weniger in allem geburlichen hoch zu befleissigen erbieten, auch zu gnedigster wilfarung irer kfl. Gn. und stenden underthenigster bith gnedigster keyser und herre sein.

    Zum dritten, nachdem wissentlich, aus was gedrungener noth und verlassenheit alles menschlichen trosts hochgemelte fstl. Dt. durch aufgerichten, angenommenen friede und belehenung dieselbe diesen orth Preussen erhalten mussen und durch kein andere maß demselben widerstehen konnen, es hette dan seine fstl. Dt. solchs gantz und ghar (wie oben gemelt) verlassen wollen. Derwegen so dan seiner fstl. Gn. belehent furstenthumb, wan dieselb one erben abgehet (dieweil den vertregen von den mitbelehenten nicht nachgesetzt) an die crone gefiele, seine fstl. Gn. aber noch keinen erben haben und whan der fahlle also, den Got zu langer zeit gnediglichen verhuetten wolle, beschehe, do es dan die crone, die auch uber 100 jhare des mherer theil desselben landes bisanhero gehalten, ungetzweiffelt auch woll behalten wurde, wher je besser, wo es immer erheblich sein möcht, das solch landt bei einem fursten des reichs bliebe, den das es an die cron und ghar von der deutzschen nation fallen solt. Darumb in meines gnedigsten herrn, des churfursten, auch Mgf. Georgen und Albrechten des jungern rathe und gefallen dienstlich gestelt, sich bei röm. ksl. und kgl. Mtt. zu mherer, gnediger ergetzligkeit und begnadung der obgemelten, manchfeltigen, Šgetreu willigen dienst, damit das churfurstliche haus Brandenburgk röm. ksl. und kgl. Mtt. sampt iren vorfarn in underthenigkeit zugethan gewest und noch ist, umb zulassung der belehnung, die von kgl. Mt. zu Polan zu empfahen, zu befleissigen, anzuhalten und zu bitten.

    Zum vierden, dieweil sich meine gnedigsten herrn, die Ff. zu Beyernn, gegen fstl. Dt. zu Preussen alwegen vil erbotten und hohe vertröstung geben, derselben sonderlich hie uffn reichstage freuntlich zu dienen, warauf auch seine fstl. Dt. credentzbrieffe alhere verordent und geschigkt, so wirdt auch in furstlichen hochverstendigem rathe gestelt, ob dieselben von Beiernn darauf umb furderung anzusuchen sein möchten. Letzlich, ob nicht gerathen, das ire kfl. und fstl. Gn. fur sich dem H. Granvella, Bf. von Lunda und Obernburger in gemelten meines gnedigsten herrn, des hertzogen, hendel umb furderung freuntlichen anhalden und bitten thetten etc.5

    «Nr. Š311 Bericht über die Beratungen der markgräflich-brandenburgischen Räte über eine Intervention zugunsten Hg. Albrechts von Preußen und über entsprechende Werbungen bei Granvelle und Obernburger – [Regensburg, 1541 Mai 3–9] »

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Reinkonz.); DV: Vorzeichnus des berichts, wes durch die marggrefischen verordenten rethen der acht halben gerathschlagt und fur gut angesehen worden.

    Am 3. Maij 1541a seindt die verordenten kfl. und fstl. rethe, nemlich von des churfursten wegen Eustachius von Schlieben, Dr. Metzsch, cantzler, und Dr. bFranciscus Geritz, sindicus zu Pautzen–b, von wegen meines gnedigen herrn, Mgf. Georgen, Balthasar Rabensteiner, Dr. Heller, cantzler, und Friderich von Knobelsdorff beisamen gewest, und ist erstlich durch den von Schlieben von wegen eurer fstl. Gn. den bemelten verordenten hern ires gutwilligen erscheinens, euren fstl. Gn. in iren obligenden sachen zu raten, geburliche dancksagung bescheen.

    Volgendts der handel, waruff sie zu raten alhere verordent, durch den von Schlieben noch der lenge muntlich vast des lauts und inhalts, cwie mir des ein kurtzer bericht (wes wol uff fragen geantwort mocht werden) von euren fstl. Gn. zugeschickt–c, vorzelt und vorgetragen, dauch die schrift, an den H. Granuella und Obernburgern gestelt [Nr. 308], deßgleichen–d die instruction, wes der konigliche gesandte zu werben in bevelch, sambt dem keyserlichen geleitte vorlesen worden, woruff der von Schlieben vermocht, erstlich sein gutduncken doruff anzuzeigen und efurs erst–e aus vielen bedencken widerraten, die gestelten schrift so hessig und außdrucklich, wie eurer fstl. Gn. diener wider seinen bevelch gehandelt, denselben uberschritten und das eure fstl. Gn., uf solch geleit one vorbewust kgl. Mt. zu Polen, dem sie mit eiden und lehensphlichten vorwandt, zu erscheinen oder schicken, nicht geburen wolte, wes dem mehr anhengig, vortzustellen etc., angesehen, das sich eure fstl. Gn. dardurch mehr in argwon und disputation, obwol eure fstl. Gn. solchs mit gutem fugen wol thun mochten, schiempflich geben und einliessen, darumb einstymmig geraten und fur gewegener der sachen gelegenheit nach angesehen und bedacht, die verfaste schrift gantz und gar nachzulassen und allein die entschuldigung eurer fstl. Gn. nichterscheinens oder schickens uff andere gliempflichere maß eurer fstl. Gn. person, landes nodturft und ehaft zu stellen, inmassen sich eure fstl. Gn. aus dem besondern begriff, mit A gezeichent1, gnediglichen zu ersehen. Doch ist Šdieser begriff fnochmals geendert und ein andere meinung ins latein gebracht und also muntlich furzutragen fur gut angesehen worden, wie mit B signirt2. Sonst mochten die leut, welche es mit euren fstl. Gn. gut gemeint, fur den kopf gestossen werden, und wirdt hierinne der Adrian so hoch nicht angesehen zu entschuldigen, als zuforderst mein gnediger herr, Mgf. Georg, der bekent und anzeigt, wes vleis und ansuchung seine fstl. Gn. vor der zeit eurer fstl. Gn. halben gehabt und gethan, das dieselb zu verhor und verantwortung khommen mocht. So mag auch aus diesen worten, in der entschuldigung begriffen, nemlich (und aus andern mehr wichtigen ursachen etc.) eurer fstl. Gn. entschuldigung, ob die wol nicht ausdrucklich beschicht, genugsam verstanden werden–f.

    Daneben ist in sonderheit durch Dr. Hellern fur ein hoch bewegen angetzogen, weyl eure fstl. Gn. hiebevor zu vielmalen churfursten und fursten umb rath und furderung, furnemlich, das eure fstl. Gn., wie er verstanden, doch nicht offentlich, sonder durch nodtwendigen bericht, wie sich die sachen im grunde erhielden etc., mochten verhort werden, vleissig ersuechen het lassen, das nu nicht allein euren fstl. Gn., sonder auch denselben fursten, die von euren fstl. Gn. wegen solche vilfeltige ansuchung gethan gund ir bestes gedacht–g, in deme dann auch eurer fstl. Gn. bruder, mein gnediger herr, Mgf. Georg, nicht ausgeschlossen where, ire nicht-erscheinung noch schickung uff das keyserliche geleit zu schiempf gereichen wurde, und ehr hielt es darfur, das es euren fstl. Gn. und iren sachen sehr zutreglich, auch wider derselben ehre, eide und phlicht, damit sie kgl. Mt. zu Polen und der cron verwandt, nicht wehre, das die eigner person alhie zur stelle, alleine nurt darumb, das derselben sachen durch ire personliche gegenwertigkheit mit furderung und zuthat anderer irer verwandten von Kff., Ff. und stenden umbso vil ansehenlicher und fruchtbarer mehr und ehr, dan itzt bescheen mog, hetten konnen angebracht, gefurdert und also dardurch verhoflich uff friedliche, sichere wege verhandelt werden. Auch het es mogen dahin khommen, das eure fstl. Gn. als ein kriegsberumbter und erfarner furst nicht allein ir, sonder auch derselben erben und nachkhommen zu ehre, rhum und allem guten von ksl. Mt. und gemeinen reichsstenden wider den Turcken beruffen wurden, wie dan mein gnediger herr, Mgf. Georg, disfals mit ksl. Mt. allerley underredung gehabt hette, doruff auch ksl. Mt. noch eurer fstl. Gn. alter und ob dieselb so alt oder junger wedder seine fstl. Gn. oder ir bruder, Mgf. Hans in Hispanien seliger where, mit vleisse gefragt etc.3 Aber wie deme, Šweil das nu nicht zu endern, wolt ehr ime die entschuldigung auch gefallen lassen.

    Zudeme wirdt von allen diese vertrostung verstanden, das nicht wol moglich sein solle, entliche uffhebung der acht zu erhalten, angesehen, das der meister und orden mit grosser ungestumigkheit uff ir vormeint recht, an dem camergericht erlangt zu haben, bestehen werden, hdarwider auch ksl. Mt. nichts thun konten–h. Doch haben sie fur die bequemisten mittel, wes wol darinne zu thun sein mochte, uff drei wege gerathschlagt und beschlossen, wo der eine, auch der ander nicht gehen wolte, das doch der dritte (der, wo ehr nurt mit ernstlichem vleisse vortgesetzt wurde, vast der erheblichste sein solte) ins werck gepracht, wie eure fstl. Gn. solcher dreier puncten inhalt isampt weitterm anhang der lehenschaft halben–i mit C zu vernemen4.

    An der Mitwoch, den 4. Maij, hat der konigliche gesandte den H. Granuella umb ein zutritt und audientz, bei ksl. Mt. zu erlangen, angesucht, doneben eure fstl. Gn. ires nicht-erscheinens oder schickens uff diese maß entschuldiget, das kgl. Mt. zu Pollen euren fstl. Gn., sich so weit von landen und leuten in betrachtung itziger sorglichen leuft zu begeben, da dan sein kgl. Mt. mit allerlei vheinden und widerwertigen umbfangen, wardurch dieselb eure fstl. Gn. aus iren landen nicht gerne wissen wolte etc., nicht zulassen konnen noch wollen, dasselbig auch von unnoten geacht etc. Es sol aber der H. Granuella angezeigt haben, mit was muhe ehr das gleit jeuren fstl. Gn. zum besten–j hab ausbringen mussen, kdardurch ehr dann von vielen, sonderlich dem teuzschenmeister, viel ungliempfs uff sich geladen, und hette verhofft, eure fstl. Gn. solten kommen sein, aber nu blieben sie aus etc.–k Doch so vil verhandelt, das den koniglichen gesandten den Freitag als den 6. Maij zu verhör angezeigt ist worden.

    Am Donnerstag, den 5. Maij, vormittag bin ich auch sampt Friderichenn von Knobelsdorff zu gemeltem Granuella gangen, mein werbung abzulegen, aber damals khein audientz haben mogen, sonder nach essens wider bescheiden worden.

    Alsbaldt in derselben stundt hab ich mich sampt berurtem Knobelsdorff, der anstadt meines gnedigen herrn, Mgf. Georgens, die werbung sowol von seiner Šals eur fstl. Gn. wegen zu thun, mir zugeordenet, zu dem Obernburger verfuegt und eurer fstl. Gn. entschuldigung, inmassen die oben gedachte copei, mit A signiert5, außweist, durch Knobelsdorfern muntlich furbringen lassen, daneben auch ime die vorehrung des paternosters und elendsclahe uberantworten, ehr aber hat nicht annemen wollen. Wes uns auch doruff zur antwort begegnet, haben eure fstl. Gn. aus beigelegter vorzeichnus, mit D signirt6, und das man sich hiraus geringe furderung vermuten muß, gnediglichen zu vornemen.

    Nachmittag lhaben wir uns des H. Granuella vorbescheidts halten wollen, hat sich aber verzogen und erstreckt biß uff den 9. Maij vor mittel, do haben wir–l die werbung oder entschuldigung, wie mdie lateinische copei ausweist–m, vorgestelt7, aber mit uberantwortung der vorehrung, in betrachtung, das die von seinen Gn. anzunemen, wie von Obernburger bescheen, schiempflich mochte geweigert werden, unsers erachtens nicht unbillich an uns gehalten, nzudeme, das es auch von allen, einich geschenck zu thun, dismals hoch widerrathen, wiewol Dr. Heller, cantzler, ime hette gefallen lassen, das ime, dem Granuella, ein geschenck von 200 fl. wert gescheen, so haben es doch die andern alle fur unnotig geacht, sonderlich wo es nicht ein verehrung, die in die etzlich hundert und biß in die 1.000 fl. wert where etc.–n Wes uns auch in antwort von ime widerfharen8, befinden eure fstl. Gn. ohiebei aus der vorzeichnus mit E–o.

    Nu wher sehr gut und notig, das sich Kff., Ff. und stende dem rathschlage gemeß vorglichen, erstlich den H. von Granueld, folgendts röm. ksl. Mt. in oder baldt nach anbringung des koniglichen gesandten werbung und, ehe derselbige einiche antwort, die sonst bloß abgehen mochte, erlangte, ins vleissigiste ansuchen thetten, in deme dann an getreuer anhaltung mein undertheniger vleiß nicht gespart wyrth, sovern sie nurt ymmer vortzubringen und zu vermogen wehren etc.

    Aber mitlerzeitp hat sich der von Schlieben mit dem von Lunden in vortreuliche underredung eingelassen und eure fstl. Gn. ires aussenpleibens und nicht-schickens gegen ime entschuldiget etc., waruf der von Lunden angezeigt, das ehr eurer fstl. Gn. halben mit ksl. Mt. in Hispanien geret und sein Mt. geantwort, das dieselb fur sich gegen eure fstl. Gn. keine ungnade trügen oder hetten, sonder es wher ein sach, die ins reich gehörte. Ir ksl. Mt. hetten auch die acht aus sich selbst nicht ausgehen lassen, noch irem keyserlichen fiscal zu Šthun bevolhen, sonder es where uff ansuchen des parts nach des camergerichts ordnung gescheen. Nun wheren ire ksl. Mt. dem hl. reich mit phlichten und eiden zugethan, menniglichen rechts zu phlegen und zu geben und dasselbig niemandts zu benemen, wordurch irer Mt. in keinen weg thunlich oder leidlich sein wolte, die acht abzuthun. Derhalben auch der von Lunden gantz widerraten, bei ksl. Mt. darumb in einichen wege itzt oder hernach anzusuchen, anderst dan das sein ksl. Mt. eure fstl. Gn. zu gnaden nemen und ir gnedigster keiser und herre sein wolte. Dann ausserhalb des weitter ansuchung zu thun und des handels vil zu gedencken, wurdt die ursach geben, das es ins reichs rath gebracht und uf des widerparts ungestum anhalten dahin gedeihen, das die execution der acht vil ehe dan sonst erfolgen mochte. Dann jhe mehr darinnen angeregt, je halstarriger das gegentheil dardurch gemacht etc. Sein ksl. Mt. wurden auch onedas eure fstl. Gn. ires aussenpleibens halben wol entschuldigt wissen, dann sein Mt. wol erachten konten, das es euren fstl. Gn. one vorwissen kgl. Mt. zu Polen nicht geburen wolte etc., qmit weitterm erbieten, das ehr, der von Lunden, gerne, sovil an ime, in der sachen furdern wolte. Man solte ime nurt leidliche, mogliche oder erhebliche wege furschlahen etc.–q

    Diese bewegen des von Lunden seindt am Freitag, den 6. Maij, den obermelten rethen durch den von Schlieben furgetragen und noch genugsamer erwegung rund berathschlagung aus obgemelten und nachfolgenden bewegenden ursachen–r entlich dahin geschlossen worden: Nachdem, wie oben gemelt, die acht nicht aus ksl. Mt. bevelch, sonder des parts, aus dem das eure fstl. Gn. citirt, aber durch die inhibition kgl. Mt. zu Polen nicht gestanden, erfolget sund wher wider alle proceß–s. Solte nu von abthuung derselben gehandelt werden, muste ksl. Mt. sich ires ampts, sovil das reich belangt, geprauchen, nemlich den handel in die gemeine stende und reichsrath zu bringen, welchs der sachen vileicht mehr nachteilig dan furderlich sein mochte. Item, der meister hielt es darfur, das ehr sein recht und vortheil erlangt, Polen aber gestünd es nicht und wheren beide part nulla etc. Solt man nu die sach uffheben, musten beide part zuvor vorglichen werden. Item, der orden wurde nicht nachlassen, besonder wo man anhylte, nurt umbso vil halsstarriger gemacht und sein thun uffs hochste spannen etc., wordurch ksl. Mt. nicht geburen, thunlich noch moglich sein wolte, wie in vorigem ratschlag auch bewogen, die acht abzuthun oder uffzuheben, den wo es geschee, het sein ksl. Mt. sich irer tkeyserlichen hocheit, die sie im reich hetten–t, begeben und der cron Polen zugeeignet etc.

    Die suspension muste auch nicht one des parts wissen, und solt die uff ein bestimpte zeit gescheen, wher der sachen noch nicht abgeholfen, sonder dennocht eure fstl. Gn. in gleicher gefhar wie vor. Solt es aber uff ein lange zeit begert werden, wurde schwerlich zu erlangen sein. Hirumb ist der churfursten Šund fursten bith itzundt fur gantz vorgeblich und unnötig angesehen, biß man hören und vornemen moge, was der konigliche gesandte erhalten und ausgericht, damit nicht eins wider das ander gesucht und fur beweglich angezogen mocht werden, das es wider die keyserliche hocheit, so man das suechte, das bei einem solchen hohen heupte nicht erheblich, moglich noch bitlich where etc.

    Und wiewol von ezlichen hirgegen angezeigt, das die suchung itzt alsbald nicht schaden solte, dann obwol der meister dardurch zu mehrer halsstarrigkheit gereitzt, so wurdt ehr doch one das nicht fheiren, herwiderumb aber kgl. Mt. zu Polenn das irige auch nicht vorgessen. Wann es auch gleich an den reichsrath und stende gelangte, wurden doch dieselben mehrer theils das beste dortzu zu reden wissen etc. So ist es doch entlich und beschließlich unach allerlei hin- und widerreden und bewegen–u dobei geplieben, das die suchung durch Kff., Ff. und stende dismals nachgelassen werden solle. Dieweil aber meine gnedigen herren, die marggraffen, hievor eurer fstl. Gn. halben ansuchung gethann und iren fstl. Gn. schiempflich sein mochte, so man nu so gar stilschweigen solte, derwegen im rathe verlassen, das zu erster bequemer zeit, sonderlich wan mein gnediger herr, Mgf. Albrecht, ankhompt (des man sich dann alle tage vermuth) durch meine gnedigste herren, den Kf. zu Brandenburgk, Mgff. Georgen und Albrechten als eurer fstl. Gn. bruder und vettern, ein gemeine bith ausserhalb der andern Kff., Ff. und stende bescheen sol, ungefherlich uff ein solche maß, wie eure fstl. Gn. bei dem rathschlage, mit C signirt9, aus dem eingelegten zedtel gnediglichen zu vormercken. Mitlerzeit het man zu horen, wes sich ksl. Mt. gegen dem koniglichen gesandten mochte vornemen lassen, auch wie sich die sache der religion anlest.

    Und ist hieneben sonderlich bedacht, wölt ksl. Mt. einen gemeinen frieden haben, musten eure fstl. Gn. in die religionsach auch mit eingezogen werden, aus denen ursachen, das der unfriede Preussen halben auch teutzscher nation zu mercklichem nachteil, unruhe und emporung erfolgen mochte. So where auch, warumb eure fstl. Gn. den habit und orden verlassen, damit ufgehoben und an im selbst nichtig. Was aber die andere ursach des ordens vormeinten anspruchs belangt, hette die cron Polen zu vorantworten, und ksl. Mt. konte derwegen mit kgl. Mt. zu Polen wol ein verstandt machen etc. Dann die stadt Gosler und andere wheren auch in der acht, aber von ksl. Mt. dermassen eingesehen, das irenthalben khein unfriede entstanden.

    Wo nu dem koniglichen gesandten von ksl. Mt. ein solche antwort erfolget, die zu abthuung oder aufhebung der acht nicht tröstlich und die execution zu folgen vermutlich where, wurdt dennocht Kff., Ff. und stenden der articul, wa Šrumb inen solchs keinen weg leidlich, alsdann vzu gelegener zeit–v furzuwenden vorbehalten10.

    [Beilage A:] Erster Entwurf für die Werbung im Namen Hg. Albrechts von Preußen bei Granvelle bzw. Obernburger, o. Datum [Regensburg, 1541 vor Mai 5]

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Kop.); DV: Erster rathschlag, die entschuldigung meins gnedigen herrn nicht-erscheinens oder schickens uff das keyserliche gleit bei dem H. Granuella und Obernburger furzuwenden. A. Ist allein vast dieses inhalts bei dem Obernburger geworben und furgetragen worden. Danach v. a. Hd. und wieder gestr.: Ist uff ein andere meinung mit B signirt gestelt und furgetragen.

    Wes meinem gnädigen herren, dem von Granuella, in namen und von wegen meins gnädigsten herren, des Hg. in Preussen etc., nach uberantwortung des credentzbriefs und gewonlichem freuntlichem zuentbieten angetragen soll werden.

    Es wher bei iren fstl. Gn. derselben hoffdiener Adrian von Resenbergk vergangener tage ankhommen und meins gnedigen H. von Granuella halben hohe, freuntliche erbietung gegen seine fstl. Gn. sampt einem keiserlichen gleitte einbracht, mit vernerm bericht, wie sich sein Gn. umb meines gnedigen herrn willen aus sonderer freuntschaft und gewogenem willen bemuhet und beflissen, dasselbig gleit bei röm. ksl. Mt., meinem allergnedigsten herren, seinen fstl. Gn. und derselben sachen zugute auszubringen, darfur sagten ire fstl. Gn. seinen Gn. freuntliche, hohe dancksagung. Dieselb wollten auch solche freuntliche wolthetigkheit in danckbarem gemuthe behalden und, freuntlich umb seine gnade zu vorschulden und zu vordienen, beflissen gefunden werden.

    Und ist nicht one, iren fstl. Gn. where nechst gotlicher gnaden uff erden nichts liebers, weder das sie in röm. ksl. und kgl. Mtt. gnade, gunst und hulde kommen, sein und pleiben mochten, hetten auch umb erlangung willen derselben allerlei zimliche wege versuecht und sich aller underthenigkheit und geburender dienstlicher erzeigung gegen irer Mt. erpotten. Wiewol nun seiner fstl. Gn. diener obengedacht, so weittern bevelch des gleits halben nicht gehabt und weren doch gleichwol wire fstl. Gn.–w undertheniglichen geneigt und gewogen gewest, sich uff solche gnedige, keyserliche vorgleittung herauszubegeben oder ire gesandten nodturftiglich abzufertigen, so fhallen doch iren fstl. Gn. dieser zeit so hohe ehaft und bedencken vor, wordurch Šderselben, in solcher eyle personlichen zu kommen xund so ein weitten weg von land und leutten herauszuziehen–x oder die irigen mit aller nodturft zu schicken, aus vielen, zuforderst aber diesen ursachen yunmoglich und gantz ungelegen–y, das iren fstl. Gn. alle sorgliche beschwerung, ire landt und leuth zu vorlassen, vorstehen, zdieselben auch so eilendts, das sie seiner fstl. Gn. abwesens vor den widerwertigen vor nachteil und gefhar genugsam vorsichert, nicht versorgen konnen–z, darzu das kgl. Mt. zu Polen mit dem grausamen vheindt der cristenheit, dem Turken, auch andern iren vheinden und widerwertigen als Muscawittern, Tattern etc. dermassen benachbart, das seine kgl. Mt. teglichs uberzugs oder einfalls gewertig und keinswegs sicher, wordurch auch seine fstl. Gn. als der eingeleibte lehensfurst kgl. Mt. und der cron Polen in gewarsam und rustung sitzen und also teglicher erforderung von seiner kgl. Mt. gewarten mussten.

    Ebensowenig konten und mochten ire fstl. Gn. in dieser furfallenden eyle ire gesandten, obwol ire fstl. Gn.aa iren gegentheil seins vormeinten zuspruchs aboder anzugs-ab halben mit gotlicher hulfe dermassen zu begegnen wusten acund des auch kein scheu trugen-ac, das menniglich zu befinden, ehr des wenig fugs haben werde, alhere verordnen, in bedencken, das seine fstl. Gn. die leut, welche sie zu diesem handel adstatlichen und-ad mit aller nodturft, wie sich geburen wolte, aezu schicken bedacht gewesen-ae, itziger zeit nicht bei der handt, afauch so baldt nicht zu sich bringen konnen-af, so hetten dennocht seine fstl. Gn. nicht underlassen wollen, meinem gnedigen H. von Granuelda, nichts minder andere seiner fstl. Gn. vettern, bruder, freunde und verwandte, churfursten und fursten uff diesem reichstage durch gegenwertigen irer fstl. Gn. rath und camerer agCristoffen von Creitzen-ag zu ersuchen und zu bitten, bei röm. ksl. Mt. seiner fstl. Gn. aussenpleibens und nicht-schickens aus dargethaner ehaft ins beste zu entschuldigen, wie dann auch derwegen kgl. Mt. zu Polen iren gesandten dieser sachen halben alher gefertigt, von dem ahoder desselben werbung-ah seine gnade ungezveifelt, woran es gelegen, des auch seine fstl. Gn. zu entschuldigung ires nicht-erscheinens neben oben angezeigter ehaft genug sein achtet und verhoffet, vorstehen und einnemen werd, mit Šfreuntlicher bith, sein gnade wolten unbeschwert sein, hochgemelten meinen gnädigen herrn, den Hg. in Preussen, bei röm. ksl. Mt., das die nicht personlich erschienen noch die irigen abfertigen, mit dem allerbesten zu entschuldigen, auch so vil verhandeln, das es derselben zu keinen ungnaden gereiche noch einichen ungehorsam aus angezogenen, hohen, nodtwendigen bedencken und ehaften zugemessen werde, nichtsweniger auch aials der guthertzige-ai neben vorhandlung kgl. Mt. zu Polen gesandten und anderer churfursten und fursten ir bestes wissen, rathen und dahin helfen verfurdern und richten, das die beschwerliche acht von seinen fstl. Gn. genomen, abgethon und entlich cassirt, dordurch auch zwischen röm. ksl. und kgl. Mt. zu Polen die hohe liebe, ansehen und freuntschaft, dorin sie einander verwandt und gemerhet, auch gemeiner friedt und einigkheit gestift und erhalten werden moge, das wölt seine fstl. Gn., umb meinen gnedigen H. von Granuelda in aller freuntschaft ajmit danckbarkheit und gutthetigem willen-aj zu beschulden, zu vordienen und zu vorgleichen, ingedenck sein.

    [Beilage B:] Antwort Johann Obernburgers auf die im Namen Hg. Albrechts von Preußen vorgetragene Werbung Christophs von Kreytzen und Friedrichs von Knobelsdorff, o. Datum [Regensburg, 1541 Mai 5]

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Kop.).  

    Antwort H. Johan Obernburgers, röm. ksl. Mt. rath und secretarien, uff das muntlich anbringen und entschuldigung meiner gnedigsten herren, des Hg. in Preussen und Mgf. Georgen gesandten, nemlich Cristoffen von Creytzen und Friderichenn von Knobelsdorffs etc. Actum den 5. Maij 1541. Mit diesen worten und tittel hat ehr angefangen: Die dancksagung mit angehefter entschuldigung des durchleuchtigen, hochgebornen fursten und herren, H. Albrechten Mgf. zu Brandenburg und (hertzogen) in Preussen, wie man seine fstl. Gn. nennete, darinnen ehr seiner fstl. Gn. nichts benomen oder gegeben wolt haben, where gegen seiner persone nicht vonnodten gewest. Dann welchergestalt seine fstl. Gn. durch iren gesandten umb das geleit hette ansuchen lassen, wurde ehr, der gesandte, wol wissen, nemlich wie ehr vorstanden, hette sich seine fstl. Gn. erbotten, wo die vorsichert mocht werden, alher zu komen und sich gegen röm. ksl. Mt. und den reichsstenden aller dinge zu entledigen etc. Was aber nu dazwischen gefallen, kont ehr nicht wissen. Und wher nicht onn, kgl. Mt. zu Polen hette zuvor mehrmals an röm. ksl. Mt. geschrieben, welchermassen das camergericht nicht recht, fug oder macht hette, seine fstl. Gn. in die acht zu sprechen etc. Ime where aber die sachen vil zu wichtig, gros, schwer und verstundt es nicht, sonder thet es ksl. Mt. und den gemeinen reichsstenden bevelhen. Das ehr auch ethwas darzu rathen und furdern solte, erkent ehr sich vil zu wenig zu, sonder zveiffelte nicht, mein gnediger herr, Mgf. ŠGeorg, und andere wurde es am besten furdern konnen. Kont ehr aber nichts furdern, so wolt ehr auch nichts hindern. Der vorehrung des paternosters und elendsclahen, thet ehr sich hochlich und dienstlich bedancken, wolt sich auch, des undertheniglichen zu vordienen, sovil ime gezimen wolte, befleissigen, das ime aber solchs anzunemen nicht geburen wolte, dorinne solt man inen nicht vordencken. Dan wen ehr des ursachen anzeigte, wurdt man inen entschuldigt wissen etc.

    [Beilage C:] Im Namen Hg. Albrechts von Preußen vorgetragene Werbung Christophs von Kreytzen, Balthasar Rabensteiners und Friedrichs von Knobelsdorff bei Granvelle, o. Datum [Regensburg, 1541 Mai 9]

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Reinkonz.); ÜS: Ad dominum Nicolaum Peronotum dominum de Granuella; AV: Copey lateinisch, wes bei dem H. Granuella geworben und angetragen. B.

    Illustrissime, amplissime domine, illustrissimus princeps et dominus dominus Albertus marchio Brandenburgensis et dux Prussiae etc. amplitudini vestrae per presentem ministrum et cubicularium suum Christophorum a Kreitz plurimam salutem nunciat qui quidem amplitudini vestrae has litteras credentiales offerens petit, ut amplitudini [sic!] vestrae [sic!] ea, quae a domino suo in mandatis habet, placide audire velit.

    Non ignorat, opinor, amplitudo vestra dictum illustrissimum ducem Prussiae per caesaream maiestatem ad presentem imperii conventum data etiam fide publica evocatum esse, quae quidem evocatio quamvis a caesarea maiestate optimo clementissimoque animo facta fuerit, tamen quia [sic!] ea domino duci Prussiae per quendam eius ministrum nomine Adrianum a Resenbergkak eius celsitudini non parum difficultatis attulit. Quamquam enim eius celsitudo ad tam clementem caesareae maiestatis vocationem primo quoque tempore huc advolare peroptaverit, tamen, quominus id facere potuerit, sequentia impedimenta ei obstiterunt. Namal amplitudo vestra pro summa prudentia sua facile statuere potest, amob temporis brevitatem, qua dux Prussiae exclusus, itinerisque longitudinem-am ad dictam caesareae maiestatis evocationem quoquam ire ansuae illustrissimae dominationi-an integrum non fuisse, presertim cum idem11 rex ob metum cum aliorum finitimorum barbarorum tum precipue ŠMoscovitarum aotum [inim]icissimi [quoque] Turcarum regis-ao per totum regnum Poloniae edixerit, ut omnes subditi cuiuscumque ordinis et status ad primum quemque impetum barbarorum arcendumap instructi paratique sint. His aqin[n]umerisque aliis-aq difficultatibus bonus princeps circumventus volens et caesareae maiestati et regi Poloniaear satisfacereas, [ne deesset]12, qui eius13 moram apud caesaream maiestatem nec non amplitudinem vestram purgaret, presentem cubicularium suum huc misit eique mandavit, ut, quoniam celsitudo eius intellexisset amplitudinis vestrae suasu autoritateque effectum esse, quod per caesaream maiestatem eius celsitudo huc accita [sic!] fuerit, amplitudini vestrae pro tale officium gratias reverenter ageret, deinde apud amplitudinem vestram celsitudinis suae cessationem ob dictas causas excusaret, atquod si enim celsitudo eius huc non venerit, per eam non stabit, sed in causa erit, quod aut rex Poloniae eius celsitudinem propter presentem rerum statum metumque barbarorum tam longinquum iter suscipere non patietur aut presens imperii conventus prius dissolvetur quam eius celsitudo huc pervenire queat-at.

    Ad haec dominus meus marchio Georgius (cuius ministri nos duo sumus) pro fraterno in ducem Prussiae amore ab amplitudini vestra obnixe petit, ut, cum amplitudo vestra fratri suo licet ignoto neque pro merito bene facere semel coeperit, hoc pulcherrimum opus suum tam foeliciter absolvat quam coeptum est ab ea amanter neque solum dominum ducem Prussiae, cuius adventum audita impedimenta morantur, apud caesaream maiestatem auexcuset, verum etiam apud caesaream maiestatem-au suam authoritatem interponat, avut rebus hiis totam nempe christianam rempublicam concernentibus et huic tam arduo negocio commode et tranquille sine christiani sanguinis effusione consuli posset-av, quod idem a caesarea maiestate et per oratorem regis Poloniae et dominum meum marchionem Georgium petetur. Omnino enim cum videamus quantum amplitudo vestra in pacanda Germania nostra die noctuque laboret, speramus fore, ut amplitudo vestra caesaream maiestatem duci Prussiae quoque placatura sit. Hoc si amplitudine vestra impetratum tulerimus, optimus Šprinceps non committet, quin paternis avitisque vestigiis insistens caesareae maiestati eiusdemque fratri regi Romanorum ad quaelibet obsequia sese exhibeat paratissimum. Postremo quicquid officii amplitudo vestra in ducem Prussiae contulerit, hoc et tota domus Brandenburgensis in se publice et dominus meus marchio Georgius in se privatim collaturi esse iudicabit et omni genere officiorum compensare studebit.

    [Beilage D:] Antwort Granvelles auf die im Namen Hg. Albrechts von Preußen vorgetragene Werbung Christophs von Kreytzen, Balthasar Rabensteiners und Friedrichs von Knobelsdorff – o. Datum [Regensburg, 1541 Mai 9]

    A  Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Kop., lat. Fassung ebd.).

    B  koll. Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 775), unfol. (Kop.).

    Der H. Granuella, als ehr den glaubesbrief entpfangen und ubersehen14, hat meins gnedigen herrn, des Hg. in Preussen, camerer Cristoff von Creytz, deßgleichen Balthasar Rabensteiner und Friderich von Knobelsdorff, welche beide mein gnediger herr, Mgf. Georg, gemeltem von Creytz, dieweyl derselbige der lateinischen sprach nicht kundig, zugeordenet, gantz gnediglichen gehort und alsbaldt volgentder ungeverlicher meynung geantwortet. Erstlich hat ehr sich von wegen meins gnedigen H. in Preussen beschen gutlich zuentbietens bedanckt, darnoch vermeldet, das ehr sich wol zu erinnern wuste, das ehr der ksl. Mt. geraten, meinem gnedigen herrn, dem Hg. in Preussen, ein gleit zuzeschicken, hette sich auch vorsehen, seine fstl. Gn. wurde solche angebottene bequemigkheit, in ksl. Mt. gnade widerumb zu khommen, nicht vorseumet haben. Und wiewol ehr gehort, aus was ursachen und ehaften seine fstl. Gn. zu khommen vorhindert, ehr auch, seine fstl. Gn. bei ksl. Mt. zu entschuldigen, unbeschwert wher, nichtdestweniger, dieweil der gegentheil sich gegen ksl. Mt. offentlich und gegen ime, dem Granuella, insonderheit des zugeschickten meinem gnedigen herrn, dem Hg. in Preussen, gleits halben hochlich beschwert, wher damit ime ein grembschaft gemacht und dem Hg. in Preussen nichts gedienet. Sovil aber meiner gnedigen herrn, des Hg. in Preussen und Mgf. Georgen, bith von wegen entlicher abschaffung oder aber zum wenigsten anstellung der acht anlanget, wher zu der ksl. Mt. von der kgl. Mt. zu Polenn derwegen auch ein bothschaft geschickt und wolte vleis ankheren, damit dieselbige von irer ksl. Mt. forderlich gehort werden mochte. Dieweil aber die ksl. Mt. in dieser sache one rath der stende des reichs nicht schliessen wurde, wuste Mgf. Georg, wie sein fstl. Gn. sich in den handel Šschicken solte. Vor sein person wolte ehr sich dem gantzen hause zu willigen diensten erbotten haben15.

    [Beilage E:] Ratschlag kurfürstlich-fürstlicher brandenburgischer Räte zur Verhinderung der Achtexekution gegen Hg. Albrecht von Preußen, o. Ort, o. Datum

    Berlin GStAPK, XX. HA, StA Königsberg, HBA H (Kasten 772), unfol. (Reinkonz.); DV: Rathschlag, wes der acht halben zu thun sein mocht, uff drei articul gestelt.

    In sachen meins gnädigsten herren, des Hg. in Preussenn, die acht belangende, ist durch die churfurstlichen und furstlichen brandenburgischen rethe in gehaltenem rathe fur nutzlich erwogen und bedocht:

    Erstlich, das die Kff. und Ff. Brandenburgk, Sachsenn, Hessenn, Pommern sampt den Ff. von Peyren ersucht wurden, sich zu vorgleichen, röm. ksl. Mt. in underthenigkheit anzulangen und zu bitten, meinen gnädigen herren, den Hg. in Preussen, zu gnaden zu nemen und die beschwerliche acht gnediglichen uffzuheben und abzuthunaw.

    Zum andern, wo durch obgemelten weg nichts erhalten, das alsdann durch die protestirende stende axin vertrauen und geheim-ax dahin gearbeit, wo die sachen der religion in ein friedstandt gedeihen wurden, das mein gnädigster herre, der herzog, auch mit eingezogen.

    Fur das dritte, wo der beiden wege auch keiner erheblich sein wolte, als dann aydurch hochgemelte meine gnedigste und gnedige herren, die churfursten und fursten, sampt den reichs- und anderen stedten Nurenbergk16, Augsburg, ŠFranckfort und andern-ay röm. ksl. Mt. zu herzen zu fhuren, dieweil ire kfl. und fstl. Gn. sampt den stenden und stedten dem konigreich Polen und Preussenn zum theil benachbart und sonst dermassen zugethan, das derselben underthanen und verwandten, solche konigreich und lande irer narung nach zu besuchen, mitnichten entberen konten und also denselben an dem handtirenden man, dordurch auch der gemeine nutz gefurdert, nicht wenig gelegen. Solte nu der acht mit einicher anhaltung seiner fstl. Gn. underthan, diener oder verwandten oder andern dergleichen beschwerlichen stucken mehr die folge gescheen, wurde daraus geursacht, wo der orth here einer oder mehr, wie dann gantz wenig personen aus Preussen mit kauffmanshantirung heraushandeln, angegriffen oder beschwert, das der auslendischen so vil mehr, als die sich mit iren gewerben allenthalben in dem konigreich Polen, grosfurstenthumb Litthawen, Podolia, Reussen und Preussen bisanhere handels und wandels frei ungehindert gepraucht, nicht allein zu irem mercklichen vorderb, schaden und nachteil angegriffen, niderlegt, die strassen geschlossen und gesperret zu werden, hochlich zu besorgen, sonder auch, das solchs zuforderst die freihe kauffmanshandtirung, gemeinen nutz und wolfart allerseits verrucken, hindern und uffheben wurde. Zu wes unuberwintlichem vorderb, schaden, auch weitterung solchs gereichen mochte, hette sein ksl. Mt. und menniglichen leichtlich zu erachten, welchs auch iren kfl. und fstl. Gn., auch den stenden und stedten in keinen weg leidlich sein wolteaz. Darumb wolten ire kfl. und fstl. Gn. sampt den stenden uffs underthenigiste und hochste gebeten haben, sein ksl. Mt. wolten das gnedigiste einsehen haben, damit die acht abgeschaffet und das verhut werden moge, das sonst zu vielem unrath, schaden und nachteil, auch zuruttung gemeiner wolfart, kaufmanshandtirung, zu hinderung und vorderb des armen, nodturftigen handels- und wandelsman, wie oben erzelt, gereichen mochte.

    Zu furderung dieses alles ist fur gut angesehen, das durch hochgemelte chur- und fursten die herren Granuella, Bf. zu Lunden und Obernburger umb furderung ersucht und angelangt soln werden, diesen handel bei röm. ksl. Mt. fruchtbarlich vortstellen und gnedigiste wilfarung irer kfl. und fstl. Gn. underthenigisten bith erhalten zu helfen etc.

    ŠbaWiewol im ersten rathschlage fur gut angesehen worden, das die bith und suchung von Kff., Ff. und stenden gescheen solt, so ist doch hernachmals erwogen, das es bei ksl. Mt. nicht zu erheben, auch gantz unziemlich, ksl. Mt. zu bitten, das die acht gar abgethan solt werden, und derarth nurt halßstarriger dardurch gemacht, darumb die bith uff diese maß allein durch die marggraffen zu gescheen gestelt, als nemlich und ungefherlich:

    Nachdem im hl. reich allerlei beschwerung verhanden und sonderlich Preussen halben teutzscher nation vil unruhe sich ereugen mochte, wo nicht uff friedliche wege, demselben vortzukhommen, getracht wurde, so wolten ire kfl. und fstl. Gn. seine ksl. Mt. uffs underthenigiste und hochste demutiglichen ersucht und gebeten haben, die wolten dem hause Brandenburg zu gnaden und einem gemeinen friedlichen wesen zugute allergnedigist dahin helfen, trachten, dencken und aus keyserlicher gute das einsehen haben, damit solche schedliche beschwerung und irrung uff friedliche, gute wege mochten gericht werden, in sonderheit eure fstl. Gn. als iren brudern und vettern zu gnaden nemen und derselben gnedigister keiser und herre sein und pleiben etc.

    Wo nu hiruff von ksl. Mt. gefragt wurde, wie und welchergestalt solchs wol gescheen mochte, solt man solchs ksl. Mt. heymstellen. Die wurden ungezveifelt als der gnedigiste keiser aus milter güte und hohem, keyserlichem verstande die beste maß zu finden wissen, was zu allem friedlichen wesen nutzlich und dienstlich where etc.-ba

    Letzlich, wann diß also vortgesetzt und durch den einen, den andern oder dritten weg ethwas erhalten, wirdt nicht fur ungeraten angesehen, das mein gnädigster herre, der Kf. zu Brandenburg, sampt meinem gnädigen herren, Mgf. Georgen, und seiner fstl. Gn. vettern, den jüngern Mgf. Albrecht, röm. ksl. Mt. ins vleissigiste ersüchten, weil das furstenthumb Preussen itziger zeit noch in eins marggraffen handt und bei dem churfurstenhause Brandenburgk stunde, sein ksl. Mt. wolten itztbemeltem churfurstlichen hause zu gnaden und in betrachtung desselben manichfeltigen diensten, irer ksl. Mt. und derselben vorfaren getreu, willig und gehorsamlichen geleist, die semptliche lehen von kgl. Mt. und der cron Polen zu empfahen, gnediglichen bewilligen, gonnen und zulassen etc.

    « Nr. Š312 Rede des Gesandten Kg. Sigismunds I. von Polen, Stanislaus Maciejowski, vor Karl V. – [Regensburg, 1541 Mai 9]1 »

    A  Krakau Bibl. Czart., Hs. 282, S. 665–675; ÜS S. 665: Legatio ad caesarem catholicum Carolum V. a Sigismundo primo rege Poloniae data Stanislao Macijeowski [sic!], 1541 28. Marcij2.

    B  koll. Breslau Bibl. Ossol., Ms. II/179, fol. 84r–88v; ÜS fol. 84r: Legatio a Sigismundo primo, rege Poloniae ad caesarem Carolum V., data Stanislao Macigewski, aulico regio Vilnae, 28. Marcij 1541.

    C  koll. Krakau Bibl. Czart., Hs. 278, pag. 614–626; ÜS pag. 614:Legatio ad caesarem catholicum V. [sic!] a Sigismundo primo rege Poloniae data Stanislao Maciejowski, 1541 28. Martij.

    Sacra imperatoria et catholica maiestas, serenissimus princeps et dominus meus, dominus Sigismundus Dei gratia rex Poloniae etc., dominus meus clementissimus, sacram maiestatem vestram, fratrem et consanguineum suum, charissimum et maiorem cumprimis honorandum plurima salute impartit. Laeta omnia et felicia haud aliter atque sibi ipsi sacrae maiestati vestrae ex animo precatur et optat, illud imprimis, ut sublatis religionum dissidiis, placatis christianorum animis, reconciliata inter principes gratia et statuat in his comitiis aliquid, quod ad rem publicam christianam a gravi metu et periculis, quae impendere illi videntur, asserendam pertinebit et, quod de re tanta statuerit, id Christo opitulante ad optatum exitum perducat, quo et suo nomini gloriam sempiternam et toti orbi christiano diu iam desideratam pacem parere possit et tranquillitatem. Porro dedit mihi negotium serenissimus princeps meus, ut aliis quoque de rebus nonnullis coram sacra maiestate vestra verba facerem, de quibus, priusquam ordiar aliquid, has me illi fidei litteras offerre iussit3.

    Sacra imperatoria catholica maiestas, non dubitat serenissimus princeps et dominus meus, quin memoria teneat sacra maiestas vestra, quo tempore illustris dominus Albertus dux Prussiae in fidem serenissimi principis mei, regis Poloniae, se contulit, in qua maiores quoque eius ordinis in Prussia magistri, antequam rebellare nonnulli ex eis coepissent, semper fuisse certius est, quam ut ambigere quisquam possit4. Quanto studio contenderit maiestas domini mei, ut ne fraudi id esse vellet sacra maiestas vestra illustri domino duci Prussiae, Šquod suum fecisset officium atque ad fidem eius et authoritatem redisset, cui maiores quoque eius ordinis magistri subiectionis et fidelitatis iusiurandum semper praestabant, priusquam ex eis aliqui officii sui obliti, quibus armis contra christianis nominis hostes uti debebant, ea egregii fidei christianae propugnatores ad profundendum sanguinem christianum in ipsos dominos suos, serenissimos Poloniae reges, ulciscente Deo eorum audaciam convertere coepissent. Iam tum subolfecerat maiestas domini mei esse non neminem, qui cuniculis quibusdam illustrem dominum, Prussiae ducem, apud maiestatem vestram oppugnare atque eum in odium illius adducere conaretur. Qua re verita, ne quid malevolorum conatus isti proficerent, cum per oratorem suum, qui tum temporis agebat apud sacram maiestatem vestram, reverendissimum dominum Joannem tum Culmensem, nunc Varmiensem episcopum, tum per litteras egit cum sacra maiestate vestra atque ab illa petiit, ne quid a malevolis persuaderi sibi pateretur, quod alienum esset ab ea coniunctione, quae sacrae maiestati vestrae cum serenissimo principe meo arctissima intercedit.

    Ita discessum fuit tum a sacra maiestate vestra, ut se flexisse animum illius serenissimus princeps meus existimaret ac bonam spem conciperet fore, ut nemo negotii quicquam exhibere illustri domino duci auderet, cum subito praeter spem et expectationem maiestatis eius proscriptio lata est a iudice camerae maiestatis vestrae imperialis neque ea recepto et usitato more perscripta, sed in qua illustris dominus dux contumeliosius erat tractatus quam dignitas eius ferre videbatur. Tulit id graviter serenissimus princeps meus pro eo, ut debuit, quodque acciderat, tum subito principi suo tum sororis germanae filio id sibi ipsi factum interpretabatur seque eadem qua illum aspersum esse infamia indicabat. Sed conscius sibi egregiae semper voluntatis summique studii sui cum erga sacram maiestatem vestram tum erga serenissimum dominum Romanum regem, fratrem eius ac maiestatis vestrae erga se animum ex suo in illam metitus [sic!] adduci nunquam potuit, ut crederet, quod erat a iudicio camerae prosciptionis decretum latum, id aut sciente aut consentiente maiestate vestra latum esse.

    Itaque misit ad illam mag[nificum] dominum Petrum Opalinski, castellanum Gnesnensem, serenissimi filii sui curiae magistrem, ut quereretur coram sacra maiestate vestra, quae tum fuit Bononiae, de iudicio camerae suae imperialis, quod sibi tantum sumere ausum est, ut, in quem iuris nihil haberet, in vasallum principem serenissimi domini mei proscriptionis decretum ferre auderet, atque ut una peteret a sacra maiestate vestra, aquo decretum hoc a non suis latum iudicibus inductum vellet et antiquatum, sacra maiestas vestra–a pro innata bonitate facilitateque sua comem se illi et affabilem praebuit et in spem bonam domino oratore erecto ad comitia imperialia totam causam hanc reiecit. Subsecutae sunt non unae litterae serenissimi principis mei cum aliis ex locis tum superiori aestate hac Vilna datae, quibus hoc ipsum contendit a sacra maiestate Švestra, ut rescinderet decretum a non suis iudicibus latum. Sacra maiestas vestra litteris benigne scriptis itidem in haec imperialia comitia rem reiecit, de quibus cum serius esset facta certior maiestas domini mei, quoniam verebatur, ut quem misisset nuntium, is comitiorum diem hunc obire tempori posset, iterum eadem de re scriptis litteris egit cum sacra maiestate vestra5. Sed admonitus postea prorogationem esse factam comitiorum, ita ut tempori venire posset nuntius, si quem maiestas eius mittere decrevisset, mihi provinciam hanc imposuit utque sacram maiestatem vestram rogarem mandavit, quo tot petitionibus serenissimi principis mei locum tandem aliquando dare dignetur.

    Quo animo semper fuerit, quo studio quam egregia voluntate et erga sacram maiestatem vestram et erga serenissimum dominum fratrem eius princeps meus et dominus clementissimus, quam non modo retinendam, verum etiam omnibus officiis et propinquitatis etiam vinculis arctioribus augendam et amplificandam curaverit eam necessitudinem, quae ei a vita est cum sacra maiestate vestra, non est illi procul dubio obscurum. Nulla regna, nullae opes, nullae dignitates tanti ei unquam fuerunt, ut eorum causa diremptam vellet amicitiam, quae vetus illi cum sacra maiestate vestra cumque domo illius universa est constituta. Si quando ultro fuerunt delata ad serenissimum dominum meum ea, quae multitudinis iudicio sunt amplissima, ad quae alii summo conatu, magnis periculis, ingenti sanguinis profusione pervenire contendunt, contempsit Šomnia serenissmus princeps meus, repudiavit, pro nihilo duxit, non quod per se contemnenda ea existimaret aut parum in eo animi esset ad ea, si res postularet, armis etiam vendicanda, sed quod pluris quam haec omnia faciebat coniunctionem, quae illi cum sacra maiestate vestra cumque serenissimo domino fratre eius intercedit, vilia ei fuerunt haec omnia cum illa comparata neque tanto unquam fuit studio regni sui finium propagandorum, quanta semper ardebat cupiditate amicitiae huius amplificandae et arctioribus vinculis constringendae.

    Neque vero berga solam–b sacram maiestatem vestram serinissimumque dominum fratrem eius tali fuit et est animo serenissimus princeps meus, sed quotquot sunt ex reverendissimis et illustrissimis dominis principibus electoribus lateri sacrae maiestatis vestrae assidentibus ceterisque illustribus dominis Germaniae principibus eos omnes testes sibi futuros apud maiestatem vestram confidit, quod non modo nunquam offenderit eorum quemquam ulla re, sed singulos etiam omnibus amicitiae officiis plerosque omnes affinitate sibi coniunctos habere studuerit. Hoc ergo animo cum esse perspiciat serenissimum principem meum et erga se et erga serenissimum dominum fratrem suum et erga reverendissimos et illustrissimos dominos Germaniae principes, qui sunt sub imperio sacrae maiestatis vestrae, ita sibi persuadet serenissimus princeps meus, si quid ultro etiam donari sibi peteret a sacra maiestate vestra tanto studio petenti nunquam eam in animum inducturam, ut negaret. Nunc non hoc petit de suo, ut det aliquid sacra maiestas vestra, quod proprium est serenissimi principis mei, id ut bona cum venia tranquille possidere liceat eum, cui semel concessit maiestas eius, id vero maiorem in modum petit, non permittat sacra maiestas vestra quenquam alienis inhiare, suo quenquam contentum vivere cogat.

    Quod si quis eius se ordinis esse existimet ad propagandam fidem christianam ad fines christiani orbis propagandos, is iurisiurandi atque officii sui memor non in christianos arma sua convertat, non christianum sanguinem profundere, non civile bellum gerere conetur, sed cum, quod sine magno animi mei dolore commemorare non possum, nimium iam progressus sit hostis christiani nominis sempiternus et ulterius in dies progrediaturc, illum a christianorum finibus arceat, contra illumd magisterium suum exerceat, contra illum, quod verbo profitetur, id se re esse ostendat, an non ea res lacrimis omnium et commiseratione digna est, cum cervicibus nostris impendere videamus potentissimum hostem, cum oculis ipsi nostris cernamus summum in periculum et discrimen adductam esse universam rem publicam christianam, cum tantum non vocem illius supplicem audiamus, ut depositis odiis et inimicitiis ac sincretismo facto ad eam tuendam et defendendam accurramus, essee nihilominus qui alienis Šsibi vendicandis, civile bellum excitare et fraterno sanguine manus suas madere maluit. Id si quicumque tandem christianus princeps conaretur, quis est, qui conatum hunc eius non improbandum duceret. Nunc vero ferendum ne est id eos moliri potissimum, qui se ordini eius magistros profitentur, qui non ad impugnandam, sed ad propugnandam christianam rem publicam dicitur esse constitutus. Sed vetus haec fuit semper eorum consuetudo. Nam quoad in serenissimi domini mei terris Prussiae hoc genus magistri fuerunt, ita se gesserunt, ut contra infideles gladium nunquam strinxerint, sed plurimis eorum opera sanguis christianus saepe sit profusus. Huic ordini acceptum ferre debet sacra maiestas vestra, quod nunc tanto versatur in discrimine tota res publica christiana. Nam si per hunc ordinem licuisset serenissimi principis mei maioribus in christiani nominis hostes convertere vires suas, nunquam eo progressi essent, quo proh dolor progressos nunc videmus, non aeque nunc essent toti orbi christiano formidolosi. Sed perinde se gerebat semper ordo is, ut si non ad impediendos modo christianos, quominus arcere possent infideles, verum etiam ad eos ultro bello lacessendos ad sanguinem eorum hauriendum constitutus esset. Itaque tanti non sunt terrae istae omnes Prussiae, quanti earum causa labores suscepti, quanti sumptus impensi, quantae christianorum caedes factae sunt.

    Rogat et obsecrat sacram maiestatem vestram serenissimus princeps meus, ut finem tandem caedium istarum, finem esse iubeat profundendi sanguinis christiani. Nam si quis erit, qui illustrem dominum Prussiae ducem armis vellet lacessere, intelligit sacra maiestas vestra nequaquam licitum fore serenissimo principi meo, ut cum omni ope sua non adiuvet, quem duplici nomine defendere est obstrictus cum quod subditus eius princeps tum quod sororis est filius. Quo quidem nomine, cum ne a vestra quidem sacra maiestate vestra alienus esse debeat, cum et illam attingere necessitudine videatur, aequum est, ut vel huius necessitudinis causa decretum hoc proscriptionis abrogari iubeat neque necessarium suum armis alicuius peti aut vim ei aliquam inferri patiatur. Id si provisum erit opera maiestatis vestrae, adeo studet paci et tranquillitati serenissimus princeps meus, adeo abhorret animus eius a christiani sanguinis profusione, ut haud aliter sit de hac illius erga se liberalitate interpretaturus quam si non vulgari aliquo a sacra maiestate vestra affectus esset beneficio, erga quam talem se vicissim praestabit ut non aliud quam amoris et benevolentiae cum illa certamen suscepturus atque in eo principatum semper sit appetiturus6.

    Declaravit hoc serenissimus princeps meus quam nihil ei una hac re sit et antiquius, ut omni ratione retinere posset amicitiam, quae cum sacra maiestate vestra ei summa est in motibus istis Hungaricis, in quibus qualem se gesserit erga serenissimum dominum fratrem sacrae maiestatis vestrae, quam nullum erga eum amicissimum hominis officium praetermiserit, mavult maiestatem vestram ex serenissimo domino fratre suo quam me commemorante cognoscere.

    ŠIllud etiam atquef etiam admonendam putavit sacram maiestatem vestram, ut una cum serenissimo domino fratre suo cumque iis, qui latus illius cingunt, reverendissimis et illustrissimis principibus afflicto et calamitoso summumque iam in periculum adducto regno Hungariae omni via, ratione, consilio prospiciant et cunctis imperii viribus atque opibus mature succurrant, cum enim sit hoc quasi propugnaculum quoddam et antemurale orbis totius christiani, si quid actum de eo esset. Si, quod procul Deus omen avertat, in christiani nominis hostium potestatem pervenisset, quis tandem foret, qui impetum eorum ferre, quive prohibere furorem eorum posset, quominus libere, quacumque vellent, in omnes christianorum provincias pervaderent et in quibuscumque vellent crudelitatem suam expromerent. Instet itaque nunc atque urgeat sacra maiestas vestra pro ea authoritate, quam in toto orbe christiano summam obtinet, ut fidei religionisque dissidia tollantur, ut privatae inimicitiae deponantur, ut odia intestina restringuantur atque in rixarum, irarum, contentionum locum ea, quae propria christianorum virtus esse debet, charitas succedat, ut reconciliata inter omnes gratia firmaque pace et concordia facta, cum unum corpus omnes, unus animus effecti fuerint, eveniet illud, quod est in scripturis, ut unus persequatur mille et computetur pro decem millibus. Nam quemadmodum varietas haec et disiunctio et opinionum et animorum magnas clades atque incredibiles calamitates rei publicae christianae invexit, ita non aliunde remedium his malis expectari potest quam ex unitate et concordia, qua etiam parvae res crescunt, ita ut discordia maximae dilabuntur.

    Dedit mihi praeterea in mandatis maiestas domini mei, ut reducerem sacrae maiestati vestrae in memoriam, quod cum proximo superiore anno per nuntium ad maiestatem vestram missum petitum esset ab illa tum serenissimi domini regis Poloniae quam serenissimae dominae reginae coniugis eius charissimae nomine, ut, quod ius habet serenissima domina regina in certis civitatibus ducatus Mediolanensis, de eo cognoscere maiestas vestra dignaretur, quo facilius ad id serenissima domina regina pervenire posset, sacra maiestas vestra benigne polliceri ac in aliud tempus rem differe dignata est. Rogat nunc serenissimus princeps meus, ut diem aliquem praefiniat, ad quem cum iuribus suis aliquem mittere possit, quo tandem aliquando ad suum pervenire queat7.

    «Nr. Š313 Eingabe des Gesandten Kg. Sigismunds I. von Polen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum  »

    Wien DOZA, Abt. Preußen 402/2, fol. 322r–323v (Kop.).

    Koniglicher durchleuchtigkeit uß Poln oratoris oder botschaft an die röm. ksl. Mt. anbringen:

    Allerdurchleuchtigster, großmechtigster, unuberwindtlichster keyser, allergnedigster her! etc.

    Als vor etlichen verschinen monaten des durchleuchtigsten konigs, meins gnedigsten herrens, gesandter orator, Bf. zu Culmen, von euerer ksl. Mt. widerumb anhaim komen und euerer ksl. Mt. erneuerung der vatterlichen eltern und uraneltern gemachten und uffgerichten bundtnußen zwischen euerer ksl. und irer kgl. Mt. mit sich bracht und sunst daneben irer koniglichen durchleuchtigkeit von euerer ksl. Mt. libe und geneigten guten willen vil angebracht und zu erkennen geben, hat ir Mt. uß solcher botschaft treffenliche und unusprechliche freud entpfangen, in sonderheit darumb und von deß wegen, das ir Mt. daruß vermerckt, das euere ksl. Mt., denen sie vormals gutwilliglich und mit sonderlichen verwantnußen zugethan gewessen, itzunder und hinfur mit eingegangenem und bewilligten bundtnuß verfast seynd, dan je ir kgl. Mt. khainen andern wissen, mit dem sie merer oder hoher in gutwilligkait zu sein und leben begern, als euere ksl. Mt. und dero brudern der röm. kgl. Mt., mit denen ir Mt. one das vilfeltig sich zum hochsten und statlichsten verfast und zugethun sein erkennen.

    Und dieweiln aber die kgl. Mt. fur gut angesehen, das die sachen, Preusen belangend, freuntlich in der guete zwischen kgl. Mt. in Poln und denjhenigen, so vom reich deßhalben darmit berechtiget zu sein vermainen, vertragen und hingelegt werden und demnach euere ksl. Mt., in namen des reichs solche gute zwischen den thailen furzunemen, der röm. kgl. Mt., irem bruder, uffgelegt und bevolhen, so thut ir Mt. von Poln solch underhandlung irs thails nit waigern, beger auch khaines andern underhandlers dan eben ir röm. kgl. Mt. als die ir Mt. anstat ihres vatters achten und vor augen halten, dern sie auch all ire sachen woll bevolhen seyn vertrauen.

    Darmit aber solch werck desto fuglicher und leychter furgenomen und zu ende gebracht werden moge, achten ir kgl. Mt. nottwendig sein, das die proceß des camergerichts und die ervolgte acht wider den durchleuchtigen Albrechten den eltern, Mgf. zu Brandenburg, Hg. in Preussen, seine verwanten, angehorigen und underthan mittlerzeit eingestelt und suspendirt werde, dan one das solche sachen und handlung nit furgenomen noch vertragen werden mogen. So konnte auch er, der herzog, solcher underhandlung und dem vertrag nit uswarten, weren auch dahaimen nit woll sicher und mochten durch sich Šselbs, seine reth oder anwelde an dem orth und ende, so die kgl. Mt. darzu ernen [sic!] wurd, nit erscheinen.

    Nachdem aber die sach an ir selbs hochwichtig und verworren und deshalben geraumpte, gute zeit der einstellung und suspension bedurftig, so hett hiebevor gedachter Bf. von Culmen drey jar gebetten, aber es haben euere ksl. Mt. des zur selbigen zeit abgeschlagen uß ursachen, das euere ksl. Mt. nit im reich werent. Jedoch haben euere ksl. Mt. sich in dem so gutwillig erbotten, das darus nit geringlich zu verhoffen, euere ksl. Mt. die wurden in dem irer kgl. Mt. wilfaren und dises uff dem reichstag inen bevolhen sein lassen. Hieruff der koniglichen durchleuchtigkeit bith an die ksl. Mt. uß sonderm vertrauen, das also zu erlangen, so doch ain solches on zweyfel in irer ksl. Mt. macht stunde und dero Mt. guten will und gemuet, hochstgedachtem konig dermassen in dem zu wilfaren, durch obernanten bischoff angezeigt were worden.

    Da die kgl. Mt. uß Poln die verbuntnuß zwischen der ksl. Mt. [...?] nit so hoch und groß achtet wie dan in warhait beschicht, so were ir desto minder und geringer angelegen, dises wercks halb sorgen zu tragen, darmit solche zwispalt zum furderlichsten beygelegt und vertragen wurden, uff das ir Mt. desto statlicher die ufgerichten, angenomnen freuntschaften und bundtnußen bevor groß halten mochten.

    So dan solche suspension und anstellung der acht durch die ksl. Mt. beschicht und vorlihen, wurt die kgl. Mt. in Poln solchen vertrag und gutliche vergleychung desto furderlichen ins werck richten und befurdern, dan je so verhofft ir Mt., das solcher vorzug nach gestalt dieser wichtigen, grosen sachen notwendig und darumb der ksl. Mt. umb so vieler gutwilligkait unbeschwerlichen. Das hinwider ist umb die ksl. Mt. die konigliche durchleuchtigkeit mit genaigtem willen zu vergleychen geflißen und erbitlich.

    «Nr.314 Werbung des Gesandten Kg. Sigismunds I. von Polen bei einzelnen Reichsständen – [Regensburg, 1541 Mitte Mai]1 »

    A  Krakau Bibl. Czart., Hs. 282, S. 676–677; ÜS S. 676: Absoluta legatione apud imperatoriam et Romanam regiam maiestates accedet ad principes, quos favere causae huic intellexerit, atque in hunc modum verba faciet.

    B  koll. Breslau Bibl. Ossol, Ms. II/179, fol. 88v–89v (Kop.); ÜS fol. 88v wie in A.

    C  Krakau Bibl. Czart., Hs. 278, S. 624–626 (Kop.); ÜS S. 624 wie in A.

    Sacra maiestas regia Poloniae, dominus meus clementissimus, illustrem dominationem vestram plurimum salvere iubet faustaque illi et fortunata a Deo precatur omnia tanquam affini suo carissimo.

    Non est clam illustrem dominationem vestram, quemadmodum a iudicio camerae imperialis proscriptus est illustris dominus Albertus dux Prussiae, qui Šcum et princeps vasallus sit serenissimi regis mei et sororis eius filius, quae facta est illi iniuria et contumelia, eam sibi ipsi factam sacra maiestas regia interpretatur. Quare et antea cum sacra imperatoria et catholica maiestate egit ea de re diligenter ac induci postulavit hoc proscriptionis decretum a non suis iudicibus latum et hoc tempore hac ipsa causa me misit. Ad omnes enim et legationes priores et litteras serenissimi principis mei non aliud responsum est ab imperatoria maiestate, quam quod in comitia imperialia totam causam reiceret. Quae cum adsint hoc tempore, rogat illustrem dominationem vestram serenissimus princeps meus, ut pro eo affinitatis vinculo, quo est tam ipsi sacrae maiestati regiae quam illustrissimo domino duci Prussiae coniuncta, operam suam interponere non gravetur, quo tandem abrogetur isti proscriptio. Si quid erit alicui negotii cum illustrissimo domino duce, quandoquidem in fide est serenissimi principis mei ac eius solius authoritatem agnoscit, ad maiestatem domini mei nomen eius deferat licebit. Curae futurum est, ut cuivis iuste querenti per eum satisfiat. Ceterum si quis vi potius et armis quam iure et iudicio cum illustrissimo domino duce aexperiri volet, is scire debet non cum solo domino duce–a, sed cum ipsa sacra maiestate regia sibi negotium futurum, cui et subditum principem et sororis filium deserere nequaquam liceret. Cum itaque intelligat illustris dominatio vestra multum ex eo ad rem publicam christianam incommodi redundaturum, si non fuerit abrogata ista proscriptio aut si, quas nonnulli minas iactant, permissa fuerit alicui potestas Prussiae terras invadendi, etiam atque etiam rogat illustrissimam dominationem vestram serenissimus princeps meus, ut, cum loco suo sententiam dixerit, suadere velit imperiali maiestati, in christiani nominis hostes arma converti iubeat potius, quam ut in sua christianis viscera saeviendi occasionem dari permittat. Fecerit illustrissima dominatio vestra pro christiani principis officio ac maiestatem domini mei sibi plurimum devinxerit2.

    «Nr.315 Supplikation des Deutschmeisters Walther von Cronberg an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Mai 17  »

    A  Wien DOZA, Abt. Preußen 410/2, fol. 195r–198v (Reinkonz.); AS fol. 195r: Copey, wie man [...?] den romischen konig umb furderung zu ersuchen der preussischen acht halben und ist hernachmals uff datum, hierinnen verleybt, ausgangen und antwurt wie hiebei befinden gefallen, 1541.

    B  koll. Wien DOZA, Abt. Preußen 396/2, fol. 342r–346v (Reinkonz.).

    ŠDie röm. ksl. Mt., mein allergnedigster herr, hat mir durch derselben verordnetten Freitags nach dem Sonntag Judica [1541 April 8] lassen furhalten, was irer Mt. die kgl. Wd. von Poln der acht halben, darein hievor Mgf. Albrecht von Brandenburg, abgefalner hoemeister von meinem orden, so sich nennt Hg. in Preussen, sambt der landschaft am kaiserlichen cammergericht mit urtheil und recht erclert, geschrieben und gebeten, dieselben aus angetzeigten, vermeinten und unentheblichen ursachen uffzuheben, das auch ir Mt. gedachten Mgf. Albrechten uff sein sambt anderen potentaten etwa vielveltig, ungestum anhalten zu diesem reichstag vergleitet, das dann ir Mt. aus bewegenden ursachen und bevor mir und meynem orden zu gnaden und guetem gethann und das ir Mt. ain solchs an Kff., Ff. und stende des reichs, iren ratt darinnen zu erholen, wurde lassen gelangen und mir das, mich meins ordens notturft nach darnach wissen zu richten, nit wollen bergen. Hieruber hat mich aber verrer angelangt1, das vor wenig tagen kgl. Wd. von Poln potschaft alhie ankhommen, die an die ksl. Mt. abermalls amit dapferm ernst–a uffhebung obangeregter acht halben muntlich werbung gethannb.

    Nun hat sich euer röm. kgl. Mt. allergnedigst zu erinnern, das jungst gehaltens reichstags alhie zu Regensburg durch kgl. Wd. von Poln oratorn gleichmessig ansuchen und von mir warhaftiger gegenbericht, wie euere kgl. Mt. ab beyliegender abschrift hat zu vernemen, gescheen und hierumb bißalheer underplieben. Euer Mt. hat auch auß hohem, koniglichem verstandt leichtlich zu ermessen, solt vielgerurtem ansuchen (das ich doch zu Gott nit verhoff, auch der röm. ksl. Mt. in gar kain weg getrau) nochmals stattgegeben werden, das solchs anders nichts dann fur ein corroberation Mgf. Albrechtts geubten handlung und thatt geachtet und zu den ursachen, in vorgemeltem bericht Šangezogen, auch ksl. Mt. cassation des zwischen Poln und den marggraffen (darvon euere kgl. Mt. hiebey auch eyn abtruckh zukombt) uffgerichten vertrags sambt ksl. Mt. belehenung, mir gescheen, und auch daß ir ksl. Mt. in euerer kgl. Mt. gegenwertigkait mir uff mein demutigs anbryngen und beclagen durch mein herrn, Hg. Friderichen Pfgf. etc. c verschienes reichstags zu Augspurgk–c hat lassen antworten, das sie solche sach irer Mt. eigen sach sein lassen wolt, und ainem sonderlichen schreiben, meynem nechsten vorfarn seligen auß Hispanien anno etc. 26 aigentlich gethan, und das mich auch demnach dieselbyg zu rechtvertigung derselben an ir ksl. Mt. cammergericht nach rathe der Kff., Ff. und stende ddes reichs vorgmelts reichstags–d gewießen und mandat under irm eigen handzeichen vermog beygesands abtrucks sambt neben den stenden einer beyschrift an das cammergericht, inen die sach bevolhen sein zu lassen und uff mein anhalten furderlich zu procediern, dem dann von mir gehorsamblich gelebt.

    eUnd irer ksl. Mt. und des hl. reichs ordnungen und abschieden–e zuwider were, was auch woll fur weiterung und eyngrieff, geschwigen an andern orten und enden im reich, besonderlichf in meins ordens land Leifflannd zusambt den funf erz- und bistumben darin gelegen, so der kaiserlichen und euerer kgl. Mt. und dem reich one mitel underworfen, daraus besorglich entsteen und sie fur beschwerdt und mißtrost darob empfahen und fur sich selbs oder ander zu abschneydung gund fur- oder–g bekhommung derselben lande zu handeln und furtzunemen dardurch angereytzet werden mochten, nit allein zu vermynderung Gottes dienst und außtilgung meins ordens, sonder auch zu abbruch des hl. röm. reichs teutscher nationn und eynreissung der anstossenden, lestigen Reussenn und anderer unglaubigen und gleicherweyß der kaiserlichen und euer selbst Mtt. nider erblanden, die dann in viel weg ire treffenliche narung und nutzbarkeit daraus bryngen.

    Und ich hnun hochlich besorg, euer röm. kgl. Mt. mocht uffhebung halben vermelter acht allgereydt auch gleichmessig angesucht sein oder noch werden–h und sich inun euere kgl. Mt.–i bißalheer yederzeit gegen mir und meynem orden jals ein loblicher, cristlicher, gerechter romischer konig demselben zu bester erhaltung–j mit allen gnaden ertzeigt und furbaß zu thun in guter, Šallerunderthenigsten vertrostung byn, so khab euer kgl. Mt. ich solchs nit konnen verhalten, diemuetiglich bittendt, dieselbig–k wolle wie bißalheer den fueßstapfen irer vorfarn, romischer kaiser und konigen, vestiglich anhangen und aller angezeigte meins ordens recht, gerechtigkaiten, ursachen und billiche bewegnussen zu koniglichem gemuet ziehen und mich und mein orden als desselben sambt ksl. Mt. obristen vogt, schutzer und schyrmer bevolhen haben lund ein solchs weder willigen noch darzu einiche furderung thun, sonder, ob uff ungestym anhalten bißalheer etwas beschehen, das wie dieselben nach gewonlicher ir koniglichen miltigkeyt fueglich anzuschicken und zu thun wol wissen, darmit meinem orden und sonst daraus nit verderblicher nachteyl und unrathe erwachßt, widerruffen und abthun–l, auch irer Mt. verordnetten potschaft im reichsrathe, mdarwider und uff mein zimblich gegenbitt wilfarlich zu stymmen, ufflegen, in bedacht obangeregter und woll noch merer ursachen, so hye eingefurt werden mochten–m.

    Das umb euere kgl. Mt. begere ich zur belonung, wolfart, ehr und rhum, so die von Gott und den menschen gewertig, in aller underthenigkait gehorsamblich, wie dann mein vorfarn, ich und mein orden bißalheer verhoffenlich nit anderst befunden worden und noch erbietlich sein, zu verdienen. Dann wo solcher abschlag nit gescheen solt, so acht ich nichts gewissers, dann das es sein wurde ein gentzliche ufflosung und außtilgung meins ordens und auch nit eyn gerynger stoß gemeyner geistlicheit teutscher nation, dartzu ich ksl. und eur Mtt. bißalheer gantz ungeneigt erkhennt und des euer kgl. Mt. allergnedigst schriftlich antwort2. Datum Regenspurg, Dinstags nach dem Sontag Cantate anno etc. 41.

    «Nr. Š316 Supplikation Kf. Joachims II. von Brandenburg und einiger Fürsten1 an den Kaiser, die Acht gegen Hg. Albrecht von Preußen betreffend – Regensburg, [1541 Mai 25]2 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 137, fol. 38r–41v (Kop.); DV fol. 41v: Supplikation, damit etzliche chur- und fursten des reichs an ksl. Mt. des Hg. von Preussenn halben gelangt, 1541 Regennspurg.

    B  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 10 Nr. B 2 Fasz. C, fol. 6r–9v (Kop.); DV