Deutsche Reichstagsakten  ‹  Der Reichstag zu Regensburg 1541
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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Abteilungsleiters

Vorwort des Bearbeiters

Vorwort des Bearbeiters

Abkürzungen und Siglen

Abkürzungen und Siglen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Einleitung

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

I. Organisation, Vorbereitung und Eröffnung des Regensburger Reichstages

  • Nr.1 Ausschreiben Karls V. an Kf. Albrecht von Mainz – Brüssel, 1540 September 14
  • Nr.2 Kämmerer und Rat von Regensburg an Karl V. – Regensburg, 1540 Dezember 11
  • Nr. 3 Ausschreiben Frankfurts zum Städtetag in Regensburg – Frankfurt, 1540 Dezember 21
  • Nr.4 Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände – 1541 Januar
  • Nr.4a Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen zum Regensburger Reichstag – Luxemburg, 1541 Januar 3
  • Nr.4b Eingabe der protestantischen Gesandten an Granvelle – Worms, 1541 Januar 13
  • Nr.4c Kaiserliches Geleit für die protestantischen Stände zum Regensburger Reichstag in der Fassung der in Worms vertretenen protestantischen Gesandten – o. Ort, [1541 Januar 13]
  • Nr.4d Kaiserliches Geleit für Kf. Johann Friedrich von Sachsen, Lgf. Philipp von Hessen und ihre Religionsverwandten zum Regensburger Reichstag – Speyer, 1541 Januar 26
  • Nr. 4e Stellungnahme von protestantischer Seite zum kaiserlichen Geleit vom 26. Januar 1541 – o. Ort, [1541 nach Januar 26]
  • Nr. 5 Akten zur Verwaltung des Erbmarschallamtes
  • Nr.5a Wolf von Pappenheim und seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Januar 7
  • Nr.5b Sixtus Sommer an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 Februar 2
  • Nr. 5c Sixtus Sommer an Kg. Ferdinand – o. Ort, 1541 Februar 10
  • Nr.5d Wolf von Pappenheim an Karl V. – o. Ort, o. Datum [1541]
  • Nr.5e Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.6 Karl V. an Granvelle – Saarburg, 1541 Januar 15
  • Nr.7 Naumburger Abschied des Schmalkaldischen Bundes – Naumburg, 1541 Januar 16
  • Nr. 8 Bericht über die Beendigung des Wormser Kolloquiums – [Worms, 1541 Januar 18]
  • Nr. 9 Wormser Abschied – Worms, [1541 Januar 18]
  • Nr.10 Abschied der Gesandten der protestantischen Stände – Worms, 1541 Januar 18
  • Nr.11 Karl V. an Kf. Albrecht von Mainz – Speyer, 1541 Januar 19/31
  • Nr. 12 Gutachten für die kaiserliche Regierung zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 vor Januar 28]
  • Nr. 13 Kaiserliche Gnadenerklärung für Lgf. Philipp von Hessen – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 14 Kaiserliches Mandat über die Suspension der anhängigen Kammergerichtsprozesse in Religionssachen und der Achtexekution gegen Goslar und Minden – Speyer, 1541 Januar 28
  • Nr.15 Intervention Karls V. im Konflikt zwischen Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Stadt Braunschweig – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15a Instruktion Karls V. für Christoph Kegel zu einer Werbung bei Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15b Karl V. an Hg. Heinrich – Heidelberg, 1541 Februar 6
  • Nr.15c Statthalter und Räte zu Wolfenbüttel an Karl V. – [Wolfenbüttel], 1541 Februar 19
  • Nr.16 Karl V. an Ebf. Ernst von Salzburg – Regensburg, 1541 März 1
  • Nr.17 Vortrag Hg. Wilhelms IV. von Bayern vor dem Kaiser – [Regensburg, 1541 März 2]
  • Nr. 18 Protokollarische Aufzeichnung zur Audienz für die bayerischen Herzöge bei Karl V. – Regensburg, [1541 März 2]
  • Nr.19 Memoire Kg. Ferdinands zur Festlegung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – Wien, 1541 März 3
  • Nr.20 Entwurf Kg. Ferdinands für das Beratungsprogramm und die Proposition zum Regensburger Reichstag – o. Datum [1541 vor März 6]
  • Nr.21 Vorschlag Kg. Ferdinands zur Ergänzung des Beratungsprogramms für den Regensburger Reichstag – o. Datum, [1541 vor März 6]
  • Nr.22 Memoire Kg. Ferdinands für Karl V. zur Vorbereitung des Regensburger Reichstages – o. Ort, [1541 nach März 6]
  • Nr.23 Kaiserliche Verordnung über den Lebensmittelverkauf während des Regensburger Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.24 Erlass über die Sicherung der öffentlichen Ordnung, die Gastronomie und den Handel in Regensburg für die Zeit des Reichstages – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr.25 Bayerische Eingabe an Kard. Contarini gegen die kaiserliche Kolloquiumspolitik – [Regensburg, 1541 März 29]
  • Nr. 26 Weisungen des Kaisers an Pfgf. Friedrich – Regensburg, [1541 Ende März]
  • Nr.27 Gutachten zur Vorbereitung der Proposition – Regensburg, o. Datum [März/April Anfang]
  • Nr.28 Bayerische Eingabe an den Kaiser und Kard. Contarini – [Regensburg], 1541 April 2
  • Nr.29 Proposition Karls V. zum Regensburger Reichstag – Regensburg, 1541 April 5
  • Nr. 30 Entwurf für die kaiserliche Proposition zum Regensburger Reichstag – Regensburg, o. Datum
  • Nr.31 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr.32 Entwurf für die kaiserliche Proposition – Regensburg, o. Datum
  • Nr. 33 Rechtfertigungsschrift Karls V. zur Widerlegung reichsinterner Kritik an seiner Regierungsführung – [Regensburg, 1541 nach April 5]
  • II. Instruktionen und Vollmachten

    II. Instruktionen und Vollmachten

  • II,1 Instruktionen
  • II,2 Vollmachten
  • III. Protokolle und Tagebücher

    III. Protokolle und Tagebücher

  • III,1 Protokolle und protokollarische Berichte
  • III,2 Tagebücher
  • IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

    IV. Die Verhandlungen über Religion, Friede und Recht

  • IV,1 Von der Proposition bis zum Ende des Religionskolloquiums
  • IV,2 Vom Ende des Kolloquiums bis zum Reichsabschied
  • V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

    V. Die Verhandlungen über die Türkenhilfe

  • V,1 Die Verhandlungen der altgläubigen Kurfürsten und Fürsten und der protestantischen Stände mit Kaiser und König über die TürkenhilfechV1
  • V,2 Die Verhandlungen der altgläubigen Reichsstädte über die Türkenhilfe und ihr Konflikt mit den altgläubigen Ständen über ihre Session und Stimmführung
  • V,3 Bestallungsmodalitäten für das Führungspersonal zur eilenden Türkenhilfe
  • VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

    VI. Akten zum Konflikt zwischen Karl V. und Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg um das Herzogtum Geldern

  • Nr.222 Karl V. an Hg. Wilhelm V. von Jülich – Speyer, 1541 Januar 24
  • Nr. 223 Karl V. an die Stände von Geldern und Zutphen – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.224 Erklärung Hg. Wilhelms V. von Jülich zum Zitationsschreiben Karls V. vom 24. Januar 1541 – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr. 225 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an Pfgf. Friedrich – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.226 Entschuldigung Hg. Wilhelms V. von Jülich für sein Fernbleiben vom Reichstag – Regensburg, [1541 Juni]
  • Nr.227 Bericht über den Vortrag des Kaisers über die Geldernfrage vor dem Plenum des Reichstages – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.228 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, [1541 nach Juli 3]
  • Nr. 229 Protokoll zur Audienz Pfgf. Friedrichs für die Gesandten der Stände von Geldern und Zutphen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr. 230 Bericht über den Vortrag der Supplikation Hg. Wilhelms V. von Jülich im Kurfürstenrat, im Fürstenrat und vor den Gesandten der altgläubigen Reichsstädte sowie vor den protestantischen Reichsständen – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr.231 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 15
  • Nr. 232 Protokoll der Verhandlungen über die Geldernfrage auf dem Reichstag – Regensburg, 1541 Juli 19–25
  • Nr.233 Supplikation der Reichsstände an den Kaiser wegen des Konflikts um Geldern – Regensburg, [1541 Juli 21]
  • Nr. 234 Memorial für die Beantwortung der Supplikation der Reichsstände zugunsten Hg. Wilhelms V. von Jülich – [Regensburg, 1541]
  • Nr.235 Eingabe der Gesandten Hg. Wilhelms V. von Jülich an die Reichsstände – Regensburg, 1541 Juli 25
  • VII. Sessionsstreitigkeiten

    VII. Sessionsstreitigkeiten

  • Nr.236 Akten zum Sessionsstreit zwischen den Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Gesandten des Hochstifts Freising
  • Nr.236a Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an Kaiser und Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236b Supplikation der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden an die Reichsstände – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236c Gegendarstellung des Gesandten des Hochstifts Freising – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236d Erläuterung zum Sessionsanspruch Bf. Heinrichs III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.236e Gegendarstellung der Gesandten des Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden – Regensburg, o. Datum
  • Nr.236f Erläuterung zum Sessionsstreit zwischen dem Bf. Franz von Münster, Osnabrück und Minden und dem Bf. Heinrich III. von Freising – o. Ort, o. Datum
  • Nr.237 Kaiserliches Dekret für den Ebf. Ernst von Salzburg wegen der Session – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 238 Notariatsinstrument des Notars Georg Marperger über die Protestation der Gesandten Bf. Konrads IV. von Würzburg in Sachen Session – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.239 Bericht über die Verhandlungen der Schiedskommission zum Sessionsstreit zwischen verschiedenen Ständen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.240 Schiedsspruch der Reichsstädte im Sessionsstreit zwischen den Städten Aachen und Köln – Regensburg, 1541 Juli 18
  • Nr.241 Eingabe der Gesandten Hg. Heinrichs und Hg. Johann Ernsts von Sachsen an den Kaiser – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.242 Supplikation der Wetterauer Grafen an den Kaiser – o. Ort, o. Datum
  • Nr.243 Eingabe Bgf. Heinrichs von Plauen an den Kaiser – Regensburg, o. Datum
  • VIII. Supplikationen

    VIII. Supplikationen

  • VIII,1 Beschwerden der schmalkaldischen Verbündeten über die jurisdiktionelle Praxis des Reichskammergerichts
  • VIII,2 Konflikte zwischen den schmalkaldischen Verbündeten und ihrem Anhang mit Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,3 Intervention einiger Fürsten zugunsten Hg. Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • VIII,4 Die Bemühungen Bf. Valentins von Hildesheim um die Restitution seines Hochstifts und die Abwehr gewalttätiger Übergriffe
  • VIII,5 Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft geistlicher Stände
  • VIII,6 Die Auseinandersetzungen um die Reichsstandschaft der Stadt Mühlhausen in Thüringen
  • VIII,7 Das Hilfsgesuch Hg. Karls III. von Savoyen
  • VIII,8 Die Bemühungen um Aufhebung bzw. Suspension der Reichsacht gegen Hg. Albrecht von Preußen
  • VIII,9 Eingaben des Reichskammergerichts an Kaiser und Reichsstände
  • VIII,10 Anträge auf Ringerung der Reichsanschläge
  • VIII,11 Religions- und kirchenpolitische Konflikte
  • VIII,12 Rechtliche Differenzen und jurisdiktionelle Probleme
  • VIII,13 Münze
  • VIII,14 Sonderrechte und Privilegien
  • VIII,15 Ausstehende Besoldungen
  • VIII,16 Kriminalfälle und Schuldsachen
  • VIII,17 Varia
  • IX. Varia

    X. Korrespondenzen

    X. Korrespondenzen

  • Nr.401 Kg. Ferdinand an Karl V. – Hagenau, 1540 Juli 29
  • Nr. 402 Karl V. an Kg. Ferdinand – Den Haag, 1540 August 10
  • Nr. 403 Karl V. an Kg. Ferdinand – Utrecht, 1540 August 19
  • Nr.404 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 September 2
  • Nr. 405 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 6
  • Nr.406 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 September 13
  • Nr.407 Karl V. an Kg. Ferdinand – Brüssel, 1540 Oktober 3
  • Nr. 408 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Oktober 18
  • Nr.409 Cornelius Schepper an Granvelle – Brüssel, 1540 Oktober 26
  • Nr.410 Bericht über die Ausführungen Sieberts von Löwenberg gegenüber Cornelius Schepper – [Brüssel, 1540 Ende Oktober]
  • Nr.411 Antwort Karls V. auf die Werbung des hessischen Gesandten Siebert von Löwenberg – o. Ort, 1540 Oktober 28
  • Nr. 412 Abt Gerwig von Weingarten an [Abt Wolfgang von Kempten] – o. Ort, 1540 Oktober 29
  • Nr. 413 N. N. an Jakob Sturm und Mathis Pfarrer – o. Ort, [1540 nach November 6]
  • Nr.414 Bf. Sigismund von Merseburg an Karl V. – Merseburg, 1540 November 16
  • Nr.415 Die kursächsischen Räte an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 November 14
  • Nr.416 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Karl V. – o. Ort, 1540 November 23
  • Nr.417 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 November 28
  • Nr.418 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1540 Dezember
  • Nr.419 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1540 Dezember 2
  • Nr.420 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hg. Heinrich von Sachsen an den Kaiser – o. Ort, 1540 Dezember 3
  • Nr. 421 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Wolf von Pappenheim – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr. 422 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1540 Dezember 6
  • Nr.423 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig und Franz Burchard – Weidenhain, 1540 Dezember 10
  • Nr.424 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1540 Dezember 12
  • Nr.425 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Lochau, 1540 Dezember 15
  • Nr. 426 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Friedewald, 1540 Dezember 17
  • Nr. 427 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Lochau, 1540 Dezember 21
  • Nr.428 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 23
  • Nr.429 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1540 Dezember 24
  • Nr.430 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 27
  • Nr.431 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 28
  • Nr.432 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1540 Dezember 31
  • Nr.433 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.434 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.435 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 4
  • Nr.436 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 4
  • Nr. 437 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 7
  • Nr.438 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 9
  • Nr.439 Die kursächsischen Gesandten an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.440 Hans von Pack und Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Naumburg, 1541 Januar 9
  • Nr.441 Martin Bucer an [Kf. Joachim II. von Brandenburg] – Worms, 1541 Januar 10
  • Nr. 442 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 10]
  • Nr. 443 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – o. Ort, 1541 Januar 10
  • Nr.444 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 11]
  • Nr. 445 Bgm. und Rat von Goslar [an die Gesandten der Reichsstädte auf dem Städtetag in Regensburg] – Goslar, 1541 Januar 12
  • Nr. 446 Granvelle an Karl V. – [Worms, 1541 Januar 14]
  • Nr.447 Hans von Dolzig und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Worms, 1541 Januar 14
  • Nr.448 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Naumburg – Torgau, 1541 Januar 14
  • Nr.449 Gf. Friedrich von Löwenstein und H. zu Scharfeneck an Karl V. – Löwenstein, 1541 Januar 14
  • Nr. 450 Bericht über die Verhandlungen mit den Stimmständen des Schmalkaldischen Bundes und den übrigen Verbündeten über die Frage eines Bündnisses mit Frankreich auf dem Naumburger Bundestag – o. Ort, [1541 nach Januar 14]
  • Nr. 451 Kg. Christian III. von Dänemark an seine Gesandten zum Regensburger Reichstag – Kloster Sorø, 1541 Januar 20
  • Nr. 452 Karl V. an Kg. Ferdinand – Speyer, 1541 Januar 22
  • Nr.453 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 23
  • Nr. 454 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Januar 25
  • Nr.455 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an seine Gesandten in Worms – Lochau, 1541 Januar [26]
  • Nr.456 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Lochau, 1541 Januar 28
  • Nr.457 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Georg von Brandenburg-Ansbach und Mgf. Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulmbach, mut. mut. an Bgm. und Rat von Nürnberg – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr.458 Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – o. Ort, 1541 Januar 29
  • Nr. 459 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Januar 29
  • Nr.460 Karl V. an Kgn. Maria – Speyer, 1541 Januar 31
  • Nr.461 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 1
  • Nr. 462 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 Februar 1
  • Nr. 463 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 2
  • Nr. 464 Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Februar 3
  • Nr.465 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Nürnberg, 1541 Februar 4/17
  • Nr.466 Morelet an Lgf. Philipp von Hessen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.467 Morelet an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Straßburg, 1541 Februar 4
  • Nr.468 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Luther – Cölln an der Spree, 1541 Februar 4
  • Nr.469 Hg. Ludwig X. von Bayern an Hg. Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel – Landshut, 1541 Februar 5
  • Nr.470 Christoph von Taubenheim an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 6
  • Nr. 471 Granvelle an Lgf. Philipp von Hessen – Heidelberg, 1541 Februar 7
  • Nr.472 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – o. Ort, [1541 Februar 7]
  • Nr.473 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 7
  • Nr. 474 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 7
  • Nr.475 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Ansbach, 1541 Februar 9
  • Nr.476 Lgf. Philipp von Hessen an Morelet – Marburg, 1541 Februar 11
  • Nr.477 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 13
  • Nr. 478 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hg. Philipp I. von Pommern-Wolgast – Wittenberg, 1541 Februar 14
  • Nr. 479 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Wittenberg, 1541 Februar 15
  • Nr.480 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wolkersdorf, 1541 Februar 16
  • Nr. 481 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 18
  • Nr. 482 Karl V. an Kgn. Maria – Nürnberg, 1541 Februar 19
  • Nr.483 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Morelet – Torgau, 1541 Februar 21
  • Nr.484 Luther an Kf. Joachim II. von Brandenburg – [Wittenberg], 1541 Februar 21
  • Nr.485 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 22
  • Nr. 486 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 23
  • Nr.487 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Februar 23
  • Nr. 488 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Februar 23/24
  • Nr.489 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 24
  • Nr. 490 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 Februar 25
  • Nr. 491 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Februar 26
  • Nr.492 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Cölln an der Spree, 1541 Februar 26
  • Nr. 493 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 Februar 27
  • Nr. 494 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 495 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Februar 28
  • Nr.496 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Marburg, 1541 Februar 28
  • Nr. 497 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Luther, Justus Jonas, Johannes Bugenhagen, Caspar Cruciger und Melanchthon – o. Ort, [1541 Februar/Anfang März]
  • Nr. 498 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 2
  • Nr. 499 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 3
  • Nr. 500 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 3
  • Nr. 501 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 4
  • Nr. 502 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 März 5
  • Nr. 503 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wien, 1541 März 6
  • Nr. 504 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 März 7
  • Nr. 505 Lgf. Philipp von Hessen an Granvelle – Marburg, 1541 März 9/10
  • Nr. 506 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 10
  • Nr. 507 Bgm. und Rat von Nürnberg an Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 März 11
  • Nr. 508 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Eilenburg, 1541 März 11
  • Nr.509 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.510 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 März 12
  • Nr. 511 Konrad Hel an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 12
  • Nr.512 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Ziegenhain, 1541 März 12
  • Nr.513 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 13
  • Nr.514 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 515 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 15
  • Nr. 516 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.517 Christoph von Taubenheim und Eberhard von der Thann an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 März 16
  • Nr.518 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 März 16
  • Nr.519 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Fulda, 1541 März 17
  • Nr.520 Bf. Wilhelm III. von Straßburg an Karl V. – Rufach, 1541 März 18
  • Nr.521 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 18
  • Nr.522 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 März 19
  • Nr.523 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 März 21
  • Nr.524 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 22
  • Nr.525 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.526 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 März 22
  • Nr.527 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 23
  • Nr. 528 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 März 24
  • Nr.529 Abt Johann III. von Fulda an Pfgf. Friedrich – Fulda, 1541 März 25
  • Nr.530 Karl V. an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 März 25
  • Nr.531 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Nürnberg, 1541 März 25
  • Nr.532 Charles Boisot und Gerhard Veltwyck an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 März 26
  • Nr.533 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – Regensburg, 1541 März 27/29
  • Nr. 534 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 März 28
  • Nr.535 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 März 28
  • Nr. 536 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.537 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 März 29
  • Nr.538 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 März [30]
  • Nr.539 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr. 540 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 März 30
  • Nr.541 Karl V. an Kf. Ludwig V. von der Pfalz – Regensburg, 1541 März 31
  • Nr. 542 Karl V. an den Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg, mut. mut. an Gf. Wilhelm II. von Neuenahr – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.543 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.544 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 2
  • Nr.545 Bf. Konrad IV. von Würzburg an die Würzburger Reichstagsgesandten – Würzburg, 1541 April 2
  • Nr. 546 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.547 F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr. 548 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.549 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 3
  • Nr.550 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Gregor Brück – Torgau, 1541 April 5
  • Nr.551 Hg. Heinrich von Sachsen an [die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten] – Dresden, 1541 April 5
  • Nr. 552 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 6
  • Nr.553 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April [6?]
  • Nr.554 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 April 6
  • Nr. 555 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer – [Nürnberg], 1541 April 6
  • Nr.556 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 7
  • Nr. 557 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 April 7
  • Nr. 558 Bgm. und Rat von Minden an Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen – Minden, 1541 April 8
  • Nr. 559 Christoph Zwicker an Bgm. und Rat von Memmingen – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr.560 Bgm. und Rat von Bremen an Karl V. – Bremen, 1541 April 9
  • Nr.561 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 9
  • Nr. 562 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr. 563 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.564 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 11
  • Nr.565 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 11
  • Nr.566 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 12
  • Nr. 567 Jakob Sturm an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr.568 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 April 13
  • Nr. 569 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.570 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.571 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Wittenberg, 1541 April 14
  • Nr.572 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 14
  • Nr.573 Die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 April 14
  • Nr. 574 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 15
  • Nr.575 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.576 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 April 15
  • Nr.577 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 April 15
  • Nr. 578 Georg Kron und Johann Machtolf an Bgm. und Rat von Esslingen – Regensburg, 1541 April 16
  • Nr.579 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 17
  • Nr. 580 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.581 Charles Boisot an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr. 582 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 19
  • Nr.583 Peter Bellinghausen und Goswin von Lomersheim an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 584 Johann von Niedbruck an Bgm. und Rat von Metz – Regensburg, 1541 April 20
  • Nr. 585 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 586 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.587 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.588 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr. 589 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 April 21
  • Nr.590 Bgm. und Rat von Nördlingen an Hans Wörlin – [Nördlingen, 1541 April 22]
  • Nr. 591 Johann Walter an Johann Nordeck – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.592 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 22
  • Nr. 593 Antonius Corvinus an Johann Nordeck – Regensburg, [1541 April 22]
  • Nr. 594 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 April 22
  • Nr.595 Sebald Haller an Bgm. und Rat von Nürnberg – Regensburg, 1541 April 23
  • Nr.596 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 April 23
  • Nr.597 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 24
  • Nr.598 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 April 24
  • Nr. 599 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – [Regensburg], 1541 April 25
  • Nr.600 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.601 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr. 602 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 April 25
  • Nr.603 Kf. Joachim II. von Brandenburg an den Gesandten des französischen Königs – Regensburg, 1541 April 25
  • Nr.604 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr.605 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 606 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 April 26
  • Nr. 607 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 April 28
  • Nr.608 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 April 29
  • Nr.609 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 April 29
  • Nr. 610 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 April 26/Mai 1
  • Nr.611 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 612 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr.613 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 2
  • Nr. 614 Kg. Ferdinand an Bf. Christoph von Brixen, Frh. Wilhelm von Waldburg und Hans Ungnad – Wien, 1541 Mai 3
  • Nr. 615 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.616 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 4
  • Nr.617 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Buchholz, 1541 Mai 5
  • Nr.618 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr.619 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 5
  • Nr. 620 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Buchholz, 1541 Mai 6
  • Nr.621 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.622 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 6
  • Nr.623 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 [Mai 7]
  • Nr.624 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 7/11
  • Nr. 625 Hieronymus Boner an den Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.626 Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller an die Älteren von Nürnberg – Regensburg, 1541 Mai 8
  • Nr.627 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr. 628 Wolfgang Musculus an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 9
  • Nr.629 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an [Luther und Johannes Bugenhagen] – [Schneeberg, 1541 Mai 9]
  • Nr.630 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 10
  • Nr. 631 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.632 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.633 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 10
  • Nr.634 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Mai 10
  • Nr.635 Luther und Johannes Bugenhagen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – [Wittenberg, 1541 Mai 10/11]
  • Nr. 636 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 11
  • Nr. 637 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr.638 Johann Knebel von Katzenelnbogen an [...?] – Regensburg, 1541 Mai 11
  • Nr. 639 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Mai [12]
  • Nr.640 Johann von Vlatten an die Räte Hg. Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 12
  • Nr.641 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 13
  • Nr.642 Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.643 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.644 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 13
  • Nr.645 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 13
  • Nr.646 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.647 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 14
  • Nr.648 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – o. Ort, [1541 Mai 14]
  • Nr.649 Bgm. und Rat von Überlingen an Caspar Klöckler – [Überlingen], 1541 Mai 14
  • Nr. 650 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Mai 14/15/16
  • Nr.651 Bernhard Göler und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr. 652 Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 15
  • Nr.653 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 15
  • Nr.654 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 16
  • Nr.655 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – [Regensburg], 1541 Mai 16
  • Nr. 656 Kg. Ferdinand an die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy – Wien, 1541 Mai 17
  • Nr.657 Bgm. und Rat von Straßburg an Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim – [Straßburg], 1541 Mai 17
  • Nr.658 Johann Machtolf, Reichstagsgesandter Esslingens, an [Simon] Engelhardt, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht – [Regensburg], 1541 Mai 17
  • Nr.659 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr.660 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 18
  • Nr. 661 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr. 662 Hans von Dolzig und Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 19
  • Nr.663 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Eibenstock, 1541 Mai 19
  • Nr.664 Die Älteren von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 20
  • Nr. 665 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 20/21
  • Nr.666 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg, 1541 Mai 21]
  • Nr.667 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.668 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr.669 Heinrich Truchsess von Wetzhausen und Georg Farner an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Mai 21
  • Nr. 670 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Schneeberg, 1541 Mai 22
  • Nr.671 Louis de Praet an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Mai 22/23
  • Nr.672 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Herrenberg, 1541 Mai 23
  • Nr.673 Die schmalkaldischen Verbündeten an Kg. Franz I. von Frankreich – Regensburg, 1541 Mai 23
  • Nr.674 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Mai 23
  • Nr.675 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr.676 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Hieronymus Baumgartner – [Nürnberg], 1541 Mai 24
  • Nr.677 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Mai 24
  • Nr. 678 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 25
  • Nr.679 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.680 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.681 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.682 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.683 Franz Burchard an Gregor Brück – Regensburg, 1541 Mai 26
  • Nr.684 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr.685 Hans Wörlin an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Mai 27
  • Nr. 686 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.687 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Zwickau, 1541 Mai 28
  • Nr.688 Ebf. Ernst von Salzburg an Bf. Wolfgang I. von Passau – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 689 Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr.690 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Mai 28
  • Nr. 691 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.692 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Mai 29
  • Nr.693 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Mai 29
  • Nr.694 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.695 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – [Regensburg], 1541 Mai 30
  • Nr. 696 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Mai 30
  • Nr.697 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 698 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr.699 Johann Knebel von Katzenelnbogen an Gf. Wilhelm von Nassau-Dillenburg – Regensburg, 1541 Mai 31
  • Nr. 700 Hans von Pack an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.701 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr. 702 Bgm. und Rat von Konstanz an Konrad Zwick – [Konstanz], 1541 Juni 1
  • Nr.703 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 1
  • Nr.704 Johann Gogreve an Johann von Vlatten – o. Ort, [1541 Juni 1/2]
  • Nr.705 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.706 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Mildenfurth, 1541 Juni 2
  • Nr.707 Hans von Dolzig an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.708 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr. 709 Die ungarischen Gesandten in Regensburg, Frankopan, Batthyány und Nádasdy, an Kg. Ferdinand – Regensburg, 1541 Juni 2
  • Nr.710 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.711 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.712 Hans von Dolzig an [Hans von Ponickau] – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.713 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 3
  • Nr.714 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 4
  • Nr.715 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 5
  • Nr.716 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.717 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Pfgf. Friedrich – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.718 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 7
  • Nr.719 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.720 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 7
  • Nr.721 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 7
  • Nr.722 Daniel Stibar und Heinrich Truchsess von Wetzhausen an Bf. Konrad IV. von Würzburg – Regensburg, 1541 Juni 7/8
  • Nr.723 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.724 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig – Torgau, 1541 Juni 8
  • Nr.725 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juni 9
  • Nr.726 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.727 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.728 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 9
  • Nr.729 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 9/10
  • Nr. 730 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr.731 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 732 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 10
  • Nr. 733 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 10
  • Nr. 734 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 10
  • Nr.735 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr.736 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 11
  • Nr. 737 Christoph von Kreytzen an Hg. Albrecht von Preußen – Regensburg, 1541 Juni 11/13
  • Nr. 738 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 13
  • Nr.739 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 740 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlung mit Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 13
  • Nr. 741 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Pack – Wittenberg, 1541 Juni 13
  • Nr. 742 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.743 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Wittenberg, 1541 Juni 14
  • Nr.744 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 14
  • Nr.745 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 14
  • Nr. 746 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr.747 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 748 Granvelle an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juni 15
  • Nr. 749 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.750 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.751 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.752 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 16
  • Nr.753 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Philipp Lang – Nürtingen, 1541 Juni 17
  • Nr.754 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an den Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 17
  • Nr. 755 Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18/[23]
  • Nr.756 [Franz Burchard] an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.757 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 18
  • Nr.758 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr. 759 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.760 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 18
  • Nr.761 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 19
  • Nr.762 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr. 763 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.764 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.765 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 20
  • Nr.766 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.767 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 21
  • Nr.768 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Meiningen, 1541 Juni 21
  • Nr.769 [Johann Feige] an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 770 Johann von Vlatten an Hg. Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr.771 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 21
  • Nr. 772 Kf. Joachim II. von Brandenburg an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.773 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 774 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr.775 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 22
  • Nr. 776 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.777 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 23
  • Nr.778 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juni 23
  • Nr. 779 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juni 24
  • Nr.780 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.781 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 25
  • Nr.782 Der Rat von Augsburg an Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel – Augsburg, 1541 Juni 25
  • Nr. 783 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.784 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an F. Wolfgang von Anhalt, Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 26
  • Nr.785 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juni 26
  • Nr. 786 Bgm. und Rat von Frankfurt an Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb – Frankfurt, 1541 Juni 26
  • Nr.787 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juni 26
  • Nr.788 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Friedewald, 1541 Juni 27
  • Nr. 789 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.790 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 27
  • Nr.791 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr. 792 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juni 28
  • Nr.793 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.794 Jodocus Hoetfilter an Kard. Farnese – Regensburg, 1541 Juni 28
  • Nr.795 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.796 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr. 797 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger in Regensburg – Battenberg, 1541 Juni 29
  • Nr.798 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.799 Nikolaus Holstein an Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.800 Klaus von Grafeneck und Philipp Lang an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.801 Propst Johann Astmann und Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.802 Karl V. an Bgm. und Rat von Lübeck – Regensburg, 1541 Juni 29
  • Nr.803 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.804 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juni 30
  • Nr.805 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.806 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juni 30
  • Nr.807 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juni 30
  • Nr.808 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juni 30/Juli 1
  • Nr.809 Hgn. Elisabeth von Braunschweig-Calenberg an den Kaiser – o. Ort, [1541 Ende Juni/Juli]
  • Nr. 810 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.811 Hans von Dolzig an Hans von Ponickau – Regensburg, 1541 Juli 1
  • Nr.812 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 1/4
  • Nr.813 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 2
  • Nr.814 Bericht Wolfgang Vogelmanns über die Beratungen der protestantischen Stände über das Kolloquiumsergebnis – [Regensburg, 1541 Juli 2]
  • Nr. 815 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 3
  • Nr.816 Bericht Hans von Dolzigs über seine Verhandlungen mit Hans Hofmann – Regensburg, [1541 Juli 3]
  • Nr.817 Gregor Brück an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Wittenberg, 1541 Juli 3
  • Nr.818 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr. 819 Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Erasmus Ebner – Nürnberg, 1541 Juli 3
  • Nr. 820 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 3
  • Nr.821 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 4
  • Nr.822 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – [Regensburg], 1541 Juli 4/6
  • Nr.823 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.824 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 4
  • Nr.825 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr.826 Konrad Metsch an Mgf. Johann von Brandenburg-Küstrin – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 827 Gerwig Blarer, Abt von Weingarten, an Hans von Hinwil – Regensburg, 1541 Juli 4
  • Nr. 828 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.829 Sebastian Aitinger an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.830 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 831 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.832 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr. 833 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.834 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, [1541 Juli 5]
  • Nr.835 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 5
  • Nr.836 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 6
  • Nr.837 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr. 838 Johannes Gropper an den Klerus von Köln – Regensburg, 1541 Juli 6
  • Nr.839 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 6
  • Nr.840 Die hessischen Reichstagsgesandten an [Lgf. Philipp] – Regensburg, 1541 Juli [7]
  • Nr.841 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 7
  • Nr.842 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.843 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.844 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 8
  • Nr.845 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 846 Klaus von Grafeneck an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 847 Hg. Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg an Nikolaus Holstein – Celle, 1541 Juli 9
  • Nr.848 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 9
  • Nr. 849 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Hans von Dolzig, Hans von Pack und Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 10
  • Nr.850 Hieronymus Boner an Bgm. und Rat von Colmar – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.851 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 10
  • Nr.852 Georg Herwart und Mang Seitz an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 10
  • Nr. 853 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 10
  • Nr.854 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – Nürnberg, 1541 Juli 11
  • Nr.855 Goswin von Lomersheim und Peter Bellinghausen an Bgm. und Rat von Köln – Regensburg, 1541 Juli 11
  • Nr.856 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige, Alexander von der Thann, Johann Keudel und Sebastian Aitinger – Kassel, 1541 Juli 12
  • Nr.857 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Nürtingen, 1541 Juli 12
  • Nr.858 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 12
  • Nr.859 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 12
  • Nr. 860 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.861 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.862 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.863 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Lgf. Philipp von Hessen – Torgau, 1541 Juli 13
  • Nr.864 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.865 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart und Mang Seitz – Regensburg, 1541 Juli 13
  • Nr.866 Kf. Johann Friedrich [und Hg. Johann Ernst von Sachsen] an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 14
  • Nr.867 Franz Burchard an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.868 Lgf. Philipp von Hessen an Johann Feige – Ritte, 1541 Juli 14
  • Nr.869 Die hessischen Reichstagsgesandten an Lgf. Philipp – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.870 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.871 Johann Hardt und Berthold Achtermann an Bgm. und Rat von Goslar – Regensburg, 1541 Juli 14
  • Nr.872 Bgm. und Rat von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten – Augsburg, 1541 Juli 14
  • Nr.873 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – Speyer, 1541 Juli 14
  • Nr.874 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Weidenhain, 1541 Juli 15
  • Nr.875 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an Bgm. und Rat von Augsburg – Regenspurg, 1541 Juli 15
  • Nr. 876 Karl V. an Kgn. Maria – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.877 Lgf. Philipp von Hessen an die hessischen Reichstagsgesandten – Ritte, 1541 Juli 16
  • Nr.878 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr.879 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 16
  • Nr. 880 Jakob Ehinger an Bgm. und Rat von Heilbronn – Regensburg, 1541 Juli 16
  • Nr. 881 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.882 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 17
  • Nr.883 Hg. Heinrich von Sachsen an die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten – Dresden, 1541 Juli 18
  • Nr.884 Konrad Zwick an Bgm. und Rat von Konstanz – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr.885 Jakob Sturm und Batt von Duntzenheim an Bgm. und Rat von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 19
  • Nr. 886 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 19/20
  • Nr. 887 Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.888 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 20
  • Nr.889 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 20
  • Nr.890 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 20
  • Nr.891 Bgm. und Rat von Speyer an Friedrich Meurer und Adam von Berstein – [Speyer], 1541 Juli 20
  • Nr.892 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Claudius Peutinger an die Geheimen von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 21
  • Nr.893 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr. 894 Kf. Johann Friedrich von Sachsen an Franz Burchard – Herzberg, 1541 Juli 22
  • Nr.895 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.896 Wolfgang Rehlinger an Georg Herwart – Regensburg, 1541 Juli 22
  • Nr.897 Christoph Welsinger an Bf. Wilhelm III. von Straßburg – Regensburg, 1541 Juli 23
  • Nr.898 Die Älteren von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr. 899 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 23
  • Nr.900 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Kartause Eppenberg, 1541 Juli 23
  • Nr.901 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.902 Johann von Glauburg und Hieronymus zum Lamb an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.903 Johann von Glauburg an Bgm. und Rat von Frankfurt – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.904 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 24
  • Nr.905 Die Würzburger Reichstagsgesandten an Bf. Konrad IV. – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr.906 Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 24
  • Nr. 907 Bgm. und Rat von Goslar an Johann Hardt und Berthold Achtermann – Goslar, 1541 Juli 25
  • Nr. 908 Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen an Hg. Ulrich von Württemberg – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.909 Die herzoglich-sächsischen Reichstagsgesandten an Hg. Heinrich – Regensburg, 1541 Juli 25
  • Nr.910 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 26
  • Nr. 911 Johann Marquardt an Mgf. Ernst I. von Baden-Durlach – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 912 Hg. Ulrich von Württemberg an Klaus von Grafeneck und Christoph von Venningen – Urach, 1541 Juli 26
  • Nr. 913 Bgm. und Rat von Nürnberg an Hieronymus Baumgartner und Sebald Haller – [Nürnberg], 1541 Juli 26
  • Nr.914 Wolfgang Rehlinger und Simprecht Hoser an Bgm. und Rat von Augsburg – Regensburg, 1541 Juli 26
  • Nr. 915 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Liebenwerda, 1541 Juli 27
  • Nr. 916 Aufzeichnung Franz Burchards über die Audienz bei Hg. Wilhelm IV. von Bayern am 27. Juli 1541 – [Regensburg, 1541 Juli ca. 27]
  • Nr.917 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 27
  • Nr.918 Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann an Bgm. und Rat von Nördlingen – Regensburg, 1541 Juli 28
  • Nr.919 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.920 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Regensburg, 1541 Juli 29
  • Nr.921 Bgm. und Rat von Nördlingen an Wolf Graf und Wolfgang Vogelmann – [Nördlingen], 1541 Juli 30
  • Nr.922 Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen an die sächsischen Reichstagsgesandten – Torgau, 1541 Juli 31
  • Nr.923 Die sächsischen Reichstagsgesandten an Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst – Regensburg, 1541 August 1
  • Nr.924 Bericht über die Schlussverhandlungen auf dem Regensburger Reichstag für Kf. Johann Friedrich und Hg. Johann Ernst von Sachsen – o. Ort, [1541 nach August 1]
  • Nr.925 Siebert von Löwenberg an Cornelius Schepper – Regensburg, [1541] August 2
  • Nr.926 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Bamberg, 1541 August 5
  • Nr. 927 Karl V. an Kg. Ferdinand – Innsbruck, 1541 August 6
  • Nr. 928 Johann Feige an Lgf. Philipp von Hessen – Neustadt vor der Rhön, 1541 August 7
  • Nr.929 Bgm. und Rat von Nördlingen an Bgm. und Rat von Giengen – [Nördlingen], 1541 August 9
  • Nr. 930 Lgf. Philipp von Hessen an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – Zapfenburg, 1541 August 13
  • Nr. 931 Kg. Ferdinand an Karl V. – Wiener Neustadt, 1541 August 14
  • Nr.932 Kf. Albrecht von Mainz an Karl V. – Aschaffenburg, 1541 August 16
  • Nr. 933 Johann Weißenfelder an Kf. Albrecht von Mainz – Landshut, 1541 August 21
  • Nr. 934 Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Köln – [Speyer], 1541 August 25
  • Nr.935 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – Frankfurt, 1541 August 25
  • Nr. 936 Wolf von Pappenheim, seine Brüder und Vettern an Kf. Johann Friedrich von Sachsen – o. Ort, 1541 September 1
  • Nr.937 Bgm. und Rat von Frankfurt an Kf. Albrecht von Mainz – [Frankfurt], 1541 September 6
  • Nr. 938 [Gereon Sailer] an [Lgf. Philipp von Hessen] – o. Ort, [1541 September 8]
  • Nr. 939 Kard. Contarini an Kf. Albrecht von Mainz – Lucca, 1541 September 19
  • Nr.940 Karl V. an Kgn. Maria – La Spezia, 1541 September 23
  • XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

    XI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages

  • XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541
  • XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien
  • XI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen
  • XI,4 Nebenabschiede
  • Register der Personen- und Ortsnamen

    Register der Personen- und Ortsnamen

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    «Nr.941 Reichsabschied – Regensburg, 1541 Juli 29 »

    A  Wien HHStA, MEA Allgemeine Urkundenreihe, 1541 VII 29 (Ausf.).

    B  koll. Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 477r–504r (Druck), Titelblatt: Abschiedt deß reichstags zu Regenspurg gehalten anno 1541, cum gratia et privilegio imperiali; fol. 504r Vermerk: Getruckt in der churfurstlichen statt Meyntz im jar, als man zalt nach Christi unsers lieben herrn geburt 1541, auf den vierten tag Septembris vollendet.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 19r–50v (Kop.).

    Druck: Schmauß/Senckenberg, Neue und vollständigere Sammlung, T. II, S. 428–444.

    Wir, Karl der funft, von Gottes gnaden röm. kayser, zu allen zeitten merer des reichs [große Titulatur Karls V.] bekennen und thun kundt allermenigklich: Nachdem wir in unserm keyserlichen gemuth zu mehermaln mit ernstlichem vleiß und notwendiger sorgfeltigkeit ermessen und bedacht den beschwerlichen zwispalt und mißverstandt, so verschiner jar in dem hl. röm. reich teutscher nation unser heiligen, christenlichen religion halben furgefallen ist, awellicher sich von tag zu tage ye lenger ye beschwerlicher gemert und dermassen außgebreit hat, das darauß under gemainen stenden des hl. reichs allerhandt mißtrauen und anderer unwillen ervolgt sein mag–a, daneben auch den untreglichen last und hochst obligendt, damit gemeine christenheit und sonderlich das hl. röm. reich teutscher nation von wegen unsers gemeinen vheindts christenlichen glaubens und namens, des Turcken, beladen ist, bdergestalt, wo dem mit dapferm, zeitlichem rath nit ernstlicher und ansehenlicher widderstandt geschee, das nit allein des hl. röm. reichs teutscher nation, sonder auch gemeiner christenheit unwidderbringlich verderben, zerruttung und zerstorung hochlich zu besorgen–b, wie dann auß dem beschwerlichen indringen gemelts unsers gemeinen vheindts christenlichs glaubens und namens, des Turcken, so er gegen der christenheit an meher orten mit unersetlicher begirdt, unmenschlicher tyranney und erbermlichem wutten in das christenlich bluth zu entlicher außreuttung christenlichs glaubens und namens onufhorlich ubt und furnimbt, leichtlich und klerlich abzunemen, so haben wir uns bedächtlich erindert, das uns als romischem keyser auß ufgelegtem ampt geburen und zusteen woll, mit zeittigem rath und zuthun unser und des reichs Kff., Ff. und gemeiner stendt Šals unser ingeleibten glider sollichen hochsten, obligenden beschwerungen zu begegnen, dieselben durch fugliche mittel und wege zu erledigen und von dem hl. röm. reich teutscher nation gnediglich abzuwenden, damit under allen stenden desselben frid, ruhe und einigkeit desto statlicher erhalten werden moge, cwie wir uns dann des alles auß sonderm gnedigem, getreuem und vetterlichem gemuth, so wir von anfang unser regierung zu der teutschen nation, unserm vatterlandt, getragen haben und noch, jederzeit mit hochstem ernst beflissen und, sovil immer moglich, an uns kein mangel erscheinen lassen haben–c.

    [§ 1] Dieweil wir nun bei uns alwegen ermessen und bedacht, wo der zwispalt und mißverstandt, so in unser heiligen religion, wie gemelt, entstanden ist, zu christenlicher einigkeit und vergleichung gelangen wurde, das dardurch das mißtrauen und anderer unwill, so under gemeinen stenden furgefallen sein moge, ufgehebt und im hl. reich frid, ruhe und einigkeit desto statlicher erhalten werden mocht, haben wir uns den puncten der streittigen religion als di hochsten und furnembsten beschwerung teutscher nation vor andern gnediglich anligen lassen und die erledigung desselben mit embsigem vleiß gesucht, der hofnung, es mocht alsdann unserm vheindt christenlichs glaubens und namens, dem Turcken, durch uns und gemeine stende des hl. reichs mit einhelligem, einmuttigem rath und zuthun nit allein fruchtbarer widderstandt gescheen, sonder auch das christenlich blut erret und erhalten und zulest sein grausam, unmenschlich tyranney und wutten von gemeiner christenheit mit gotlicher hilf abgewendt werden.

    [§ 2] Und wiewoll wir uf vil hievor gehalten reichstegen, welliche wir zum theil nit on mercklich beschwerung unser selbst, auch unser erbkonigreich und landt eygner person ersucht, zum theil aber durch unsere treffenliche comissarien und oratores besuchen lassen, mit Kff., Ff. und stenden des hl. reichs beradtschlagt und allerhandt mittel und wege bedacht und furgenommen haben, wie der zwispalt unser heiligen religion zu christenlicher, ainhelliger vergleichung gericht werden mocht, so ist doch sollichs alles unverfengklich und unfruchtbar gewest, derwegen wir uns mit Kff., Ff. und stenden entschlossen, sollichen zwispalt durch ein generalconcilium zu erledigen und zu erortern, wie etliche reichsabschide davon eigentliche meldung thun.

    [§ 3] Daneben haben wir auch nit underlassen, vilgemelten zwispalt unser heiligen religion durch sondere particularhandlungen zu gleichmessigem, christenlichem verstandt oder ufs wenigst zu einem fridlichen anstandt zu bringen, damit dem vheindt christenlichs glaubens und namens, dem Turcken, in fursteender noth desto statlicher und fruchtbarer widderstandt bescheen mocht, wellicher in nechst verschinem 32. jar der mindern zall in treffenlicher kriegsrustung und des furnemens waß, die teutsch nation anzugreiffen und under seinen tyrannischen gewalt zu bringen, wie er dann auch unser niederosterreichische landt mit grosser macht und kriegsrustung eigner person erreicht und dieselben Šmit seiner grausamen tyranney und vergiessung vil unschuldigs christenlichs bluts erbermlich angriffen und beschedigt hat, aber durch unser, auch unsers lieben bruders, des romischen konigs, und gemeiner reichsstendt kriegsvolck, damals zu einer eylenden hilf undertheniglich bewilligt und verordent, damit wir ime eigner person under augen zu ziehen bedacht und entschlossen gewesen, widderumb zuruck- und abzuziehen, verursacht und getrungen worden, wie sollichs gemeinen stenden unverborgen ist.

    [§ 4] Als wir nun nach dem allem unsern zug in Italien furgenomen, uns zu babstlicher Hlt., nemlich bapst Clementen dem letsten diß namens seliger gefueget und unser vertrostung nach, so wir Kff., Ff. und gemeinen stenden in etlichen reichsabschieden gnediglich gethan, mit seiner Hlt. so vil gehandelt und die sachen dahin gefurdert, das sein Hlt. bewilligt, ein generalconcilium innerhalb jarsfrist außzuschreiben und zu verkunden, wie wir dann damals Kff., Ff. und stenden des hl. reichs sollichs angezeigt, haben wir nit underlassen, gantz Italien, sovil uns muglich gewest, in ruhe und friden zu setzen, uns auch furgenommen, mitlerzeit des außgeschriben conciliums unsere hispanische konigreich zu besuchen, denselben in iren obligen notturftige hilf und fursehung zu thun und alle sachen dahin zu richten, damit wir uns uf vorgemelt concilium eigner person verfugen und demselben vorsein mochten. Warumb aber sollich concilium seinen furgang nit erreicht hat, zweifeln wir nit, gemeine stendt und menigklich truge des gut wissen.

    [§ 5] Nachdem aber volgendts der Barbarossa seinen fueß in Affricam gesetzt, daselbst das konigreich Thuniß angegriffen und erobert, haben wir zu hertzen und gemuth gefurt, wo der vheindt unsers christenlichen glaubens und namens, der Turck, der end einwurtzlen solt, zu was beschwerlicher sorg und geferlicheit, auch unuberwindtlichemd schaden nit allein unsern nechst gelegen konigreichen und landen, sonder auch gemeiner christenheit sollichs reichen und gelangen wurde, wie dann gemelter Barbarossa unser konigreich Sicilien in seinem hin- und widderziehen zu meher malen angegriffen und sein furhaben dahin gestelt hat, dasselb und andere unsere konigreich und landt zu uberfallen, zu beschedigen und zu verderben, derwegen wir auß unvermeidlicher notturft verursacht und bewegt, zu errettung unser konigreich, landt und leuth und sonderlich gemeiner christenheit zu trost, wolfart und guttem uns mit treffenlichem costen in gegenrustung zu schicken und eigner person mit einer ansehenlichen armada von galleen und andern kriegsschiffen in Affricam zu ziehen, deß endts wir auch dem Barbarossa auß verleihung gotlicher gnaden obgesigt, das bemelte konigreich Thuniß erobert und dem konig daselbst widderumb zugestelt. Haben auch volgendts unser reyß in Sicilien und Neapols genomen und uns von dannen zu der yetzigen bepstlicher Hlt. gen Rom verfugt, der meynung, abermals anzuregen und zu furdern, damit Šdas vilbemelt concilium außgeschriben und gehalten werden mocht, darzu wir dann die bepstlich Hlt. geneigt und gutwillig befunden.

    [§ 6] Nachdem aber in dem unserm schwager und des hl. reichs fursten und lehenmann, dem Hg. von Saphoy, eyn gut theyl seins furstenthumbs mit kriegsgewalt abgetrungen und ingenomen ist, sein wir in betrachtung unsers keiserlichen ampts verursacht, uns zu errettung und erhaltung deß hl. reichs eygenthumbs in gegenrustung inzulassen, welliches in nechstverschinem 36. jar der mindern zal beschehen, und hat sich die kriegshandlung biß zu der winterlichen zeit erstreckt. Dieweil wir aber damals allerhandt streittigkeit, verhinderung und beschwerung, so des vilbegerten concilii halben furgefallen, vermerckt, sein wir, widderumb zuruck in unsere hispanische konigreich zu reisen, verursacht, der end uns etliche mittel zum friden dienlich furgeschlagen und daruf gevolgt, das die bepstlich Hlt. und der Kg. von Franckreich sich zu Nissa versamlet, daselbst dann ein anstandt getroffen und uffgericht worden ist.

    [§ 7] Und dieweil wir in allen oberzelten handlungen ye und alwegen des hl. röm. reichs und gemeiner christenheit eher, nutz und wollfart betracht und gesucht, sonderlich, wie im hl. röm. reich teutscher nation frid, ruhe und einigkeit gepflantzt, aller zwispalt und mißverstandt zu einhelliger, christenlicher vergleichung gelangen und dem vheindt christenlichs glaubens und namens, dem Turcken, statlicher widderstandt und abbruch bescheen mocht, so haben wir jetz erzelter sachen halben bei berurter bepstlichen Hlt. und gemeltem Kg. von Franckreich gehandelt, wie wir sollichs nach gelegenheit derselben fur nutz und nottwendig bedacht und angesehen, und uns daruf entschlossen, uns widderumb herauß in das hl. reich teutscher nation zu verfuegen, wie wir dann nit on mercklich beschwerung unser selbs person, auch unser erbkonigreich, landt und leuth gethan haben, des gemuths und willens, dieweil des vilberurten concili halben auß allerhandt ursachen beschwerung und strittigkeit furgefallen, gnedige mittel und wege zu suchen, wellichergestalt die streittig religionsachen zu christenlicher eynung und vergleichung zu bringen und das sorglich mißtrauen, so sich ein zeit here zwischen den stenden des hl. reichs ingerissen, abzustellen und zu verhutten, wie auch andere hohe obligen und beschwerungen teutscher nation durch geburlich insehen mochten erledigt und abgewendt werden.

    [§ 8] Als wir aber in unsern nider erblanden ankommen und auß allerhandt furgefallen eehaften und verhinderungen verursacht worden sein, in denselben ein zeit lang zu verharren, haben wir uns nichtsdestoweniger mit unserm freundtlichen, lieben bruder, dem romischen konig, der sich zu uns personlich in gemelte unsere nider erblandt verfuegt hat, obbemelter strittigen religion halben nach aller notturft freundtlich und bruderlich underret und uns daruf entschlossen, einen versamlungstag etlicher chur- und fursten des hl. reichs gen Hagnaw furzunemen, uff wellichen tag wir die protestierenden auch erfordert und beschriben. Und in ansehung, das wir sollichen versamlungstag Šauß furfallenden, eehaftene verhinderungen eigner person nit besuchen mogen, wie wir doch gantz geneigt gewest, haben wir gemelten unsern freundtlichen, lieben bruder, den romischen konig, bewegt, uf sollichem tag von unserntwegen personlich zu erscheinen und muglichen vleiß furzuwenden, solliche streittige religionsachen zu einigkeit und christenlicher vergleichung zu bringen, wie dann sein L. neben den chur- und fursten, so daselbs erschinen sein, auch der abwesenden bottschaften allen muglichen vleiß furgewendt hat.

    [§ 9] Dieweil aber solliche einigkeit und vergleichung auß furgefallen verhinderungen kein volg erlangen mogen, ist uff gemeltem tag verabschidet (doch uf unser gnedig zulassen und bewilligung), das ein ander tag, nemlich auf den 28. des monats Octobris nechstverschinen in unser und des hl. reichs stat Wormbs zu gutlichem, unverbindtlichem tractat und gesprech furgenomen werden, daruf beide theil etliche gelerte, verstendige und schidliche personen verordnen solten in gleicher zall, welliche in gegenwurtigkeit der verordenten chur- und fursten oder irer räthe als presidenten oder underhandler (darzu die bepstlich Hlt. und wir unsere rethe und gelerten auch verordnen mochten) die augspurgischen confession und apologiam der protestierenden fur die handt nemen, sich uff alle puncten und jeden in sonderheit freundtlich und christenlich, aber unverbindtlich underreden und allen muglichen vleiß furwenden sollten, alle irrige puncten zu christenlicher einigkeit, vergleichung und rechtem verstandt zu bringen [§ 10] und darnach auf khunftigem reichstag uns, der bepstlichen Hlt. legaten und allen stenden des hl. reichs irer gepflegen handlung relation zu thun, damit durch wege eins rechtmessigen concili oder sonst christenliche vergleichung die sach der strittigen religion zu geburlicher erorterung gebracht, desgleichen in andern des hl. reichs teutscher nation hochbeschwerlichen obligen die notturft bedacht und furgenomen werden mocht, wie dann der hagenawisch abschiedt solliches und anders nach lengs außweiset und vermag. Daruf wir auch solchen tag zu dem angezeigten christenlichem tractat und gesprech gnediglich bewilligt, den verordenten presidenten, desgleichen den benanten chur- und fursten, wellichen, die iren zu sollichem gesprech zu schicken, uffgelegt ist, denselben verkhundt, auch unsere ansehenlichef commissarien und rethe daruf verordent und gesandt.

    [§ 11] Darzu haben wir uf der churfursten und fursten und der abwesenden botschaften, so zu Hagenaw versamelt gewest sein, underthenigist bitt, an uns in schriften gelangt, auch mit zeittigem rath unser und des hl. reichs churfursten, geistlicher und weltlicher, einen gemeinen reichstag uf der heiligen dreier konig tag nechstverschinen alher in unser und des hl. reichs stat Regenspurg außgeschriebeng, auch auß redlichen und ansehenlichen ursachen, uns darzu bewegendt, unsern commissarien und rethen, zu gedachtem tractat und gesprech verordent, bevolhen und ufgelegt, in demselben nit ferrer furzuschreitten, sonder Šsollichs uff gemelten reichstag zu remittiern und zu weisen, des gnedigen gemueths, neben und mit Kff., Ff. und stenden des hl. reichs alles das zu handlen, zu rathschlagen und zu schliessen, daß zu erledigung der streittigen religion, auch zu widderstandt unsers gemeinen erbvheindts unsers christenlichen glaubens und namens, des Turcken, immer dienlich und erschießlich sein mocht, darzu wie im hl. [reich] frid, recht und desselben execution, auch ein gleichmessige, redliche muntz und gute pollicei uffzurichten, zu erhalten und zu handthaben sey, neben andern meher puncten und obligen des hl. reichs, davon in gemeltem unserm außschreiben diß reichstags anzeig und meldung geschicht.

    [§ 12] Zu wellichem reichstag wir uns, unangesehen unserer leibsschwacheit und anderer zugestanden verhinderung, sovil uns muglich gewest, gefurdert und geeylt, auch die bepstlichen Hlt. ersucht und bei ir erhalten haben, das ir Hlt. vermog des hagenawischen abschiedts iren legaten in sonderheit hieher verordent hat, nemlich den hochwurdigen cardinal Contarenum, als ein liebhaber des fridens und sondern berumbten, verstendigen prelaten im hl. reich teutscher nation frid und einigkeit helfen zu furdern. [§ 13] Und sein uf sollichem reichstag Kff., Ff. und stende in zimblicher anzall aigner person und etliche durch ire botschaften und rethe mit vollkomnem gewalt bei uns gehorsamlich ankomen und erschinen. [§ 14] hUnd dieweil wir auß sonderm gnedigem, vetterlichem und getreuem gemuth, so wir zu dem hl. reich teutscher nation, unserm vatterlandt, allzeit getragen haben und noch–h, nichts hochers begert und gesucht, dann den zwispalt unser heiligen religion zu christenlicher einigkeit und gleichmessigem verstandt zu bringen und dardurch ruhe, friden und einigkeit under den stenden des hl. reichs gnediglich zu furdern, wie wir dann an unserm embsigen vleiß, auch vilgehabter muhe, arbeit und costen nichts mangeln noch erwinden lassen, [§ 15] so haben wir abermals den puncten der streittigen religion als den furnembsten und hochwichtigsten, daruf gemeiner teutscher nation wolfarth beruhet, fur die handt genomen und, damit demselben desto vleissiger außgewart und darin on alle verhinderung furgefaren werden moge, alle andere obligende sachen des hl. reichs mitlerweil uf ein ort gestelt und anfengklich gemeinen stenden erofnet, wie gnediglich und mit waß getreuem vleiß wir disen sachen nachgedacht und zu furderung christenlicher einigkeit und vergleichung deß vilgemelten zwispalts fur guth angesehen, sofer gemeine stendt kein fruchtbarer noch furtreglicher mittel wissen, idas wir mit wolbedachtem, zeittigem rath (doch dem augspurgischen abschidt on nachtheil) etlich gutter gewissen, eher- und fridliebenden personen, die auch, des hl. reichs teutscher nation eer, nutz und wolfart zu furdern, geneigt–i, in geringer zall auß gemeinen stenden und teutscher nation erwelen und verordnen, die streittigen articul der religion notturftiglich zu examinieren und zu erwegen, die auch allen muglichen vleiß furwenden solten, dieselben Širrigen articul zu vergleichen und alsdann, wie dieselben zu vergleichung und einigkeit gebracht werden mochten, uns, auch Kff., Ff. und stenden des anzeig und bericht zu thun, uns daruf desto baß haben zu entschliessen, auch mit bepstlicher Hlt. legaten vermug des obgemelten hagenawischen abschidts zu communicieren, sein auch zu sollichem wege desto meher bewegt, dieweil derselb etlichmal zu Augspurg und jungst zu Wurmbs, vorbeheltlich, wie obsteht, als zu diser sachen der bequemest, fruchtbarlichst und furderlichst geacht worden ist, und haben darumb an Kff., Ff. und gemeyne stendt mit gnedigem vleiß begert, sollichen hochwichtigen handel statlichen und nach notturft auch zu beradtschlagen und uns daruf ir getreue wolmeynung zu eroffnen.

    [§ 16] Nachdem aber Kff., Ff. und gemeyne stendt nach zeitlichem gehaptem rath und statlicher erwegen des handels inen jetz bemelten unsern furgeschlagen weg als zu hinlegung der streittigen religion furderlich und dienlich wollgefallen lassen, uns auch, solliche personen zu erwelen und zu benennen, auß guttem willen undertheniglich heimgestelt, so haben wir von beiden theilen sechs solchej gelerte, geschickte und erfarne personen auß gemeinen stenden benent und verordent, uns auch mit Kff., Ff. und stenden verglichen, inen etliche presidenten und auditores zuzuorden, welliche zu benennen gemeine stendt uns abermals auß guttem willen und underthenigklich nachgegeben, darauf wir auch den hochgebornen Friderichen Pfgf. bei Rhein und Hg. in Beyern, unsern lieben oheimen, schwagern und fursten, und andere ansehenlich, dapfere personen auß unsern rethen und gemeinen stenden zu presidenten und auditorn benent und furgenomen. Und damit die verordenten colloquenten ein form und weg hetten, in sollichem irem gesprech zu procedieren, so haben wir innen ein schriftlichen begrif, durch etliche gelerten personen, wie wir bericht sein, zusamengetragen und uns behendigt, zustellen lassen, darink weg und mittel angezeigt sein sollen, dadurch die streittigen articul unser heiligen religion mochten vereinigt werden, mit gnedigem bevelh, sollichen begrif in beisein unser zugeordenten presidenten und anhorer fur die handt zu nemen, von einem articul auf den andern zu verlesen und, weß sie darin zu vergleichung dienlich und annemlich befinden und ansehen wurden, dasselb uffzumercken, was aber nit anzunemen, dasselb zu endern und zu bessern, doch unverbindtlich und, so solchs also volnzogen were, alsdann uns aller irer handlung schriftlichen und eigentlichen bericht zu thun, den an gemeine stendt zu gelangen und uns mit denselben daruff zu vergleichen, [§ 17] welchem unserm gnedigen bevelh die verordenten colloquenten undertheniglich gelebt und, nachdem sie etliche wochenl irem habenden bevelh und dem furgelegten wege nach in beisein der verordenten presidenten und auditorn von den streittigen puncten unser heilgen religion gehandelt und moglichen vleiß furgewendt, die zu christenlicher Šeynigkeit und vergleichung zu bringen, haben sie uns undertheniglich bericht, weß siem zu vergleichung etlicher streittigen articul, doch unverbindtlich und uf unser und gemeiner stendt wolgefallen, gehandelt, mit anzeige, der uberigen streittigen articul halben hetten die protestierenden colloquenten ir bedencken und meynung in sonderheit gestelt, wie uns sollichs alles in schriften behendigt und ubergeben ist.

    [§ 18] Und nachdem unser begird ye und alwegen dahin gestanden und noch, dem almechtigen Gott zu lob und eher und gemeiner christenheit und bevorab dem hl. reich teutscher nation zu gutter ruhe, frid und einigkeit dise streittige religionsachen zu christenlicher vergleichung zu bringen und allen unrath, so darauß en[t]steen mocht, zu verhuetten, so haben wir Kff., Ff. und stenden sollich der verordenten colloquenten gestelte schriften der verglichen und unverglichen puncten, doch unverbindtlich, wie obgemelt, behendigt und gnediglich begert, dieselben zu ersehen, zu berathschlagen und zu erwegen und uns ir gutbeduncken nit allein auf die puncten, der sich die colloquenten miteinander unverbindtlich verglichen, sonder auch der andern halben, so noch nit verglichen sein, mitzutheilen, uns auch daneben ir wolmeynung anzuzeigen, wie die beschwerlichen mißbreuch, so allenthalben in geistlichem und weltlichem standt ingerissen, abgestelt und in ein christenlich reformation und besserung gebracht werden mochten, mit gnediger erbiettung, sollichs alles zu furdern und an unser muhe, arbeit und vleiß nichts erwinden zu lassen, ungezweifelt der bepstlich legat werde darzu auch geneigt sein.

    [§ 19] Aber Kff., Ff. und gemeine stende haben auß beweglichen, treffenlichen ursachen, so sie in beradtschlagung diß hochwichtigen handels befunden haben und sonderlich zu furderung der sachen und, alle weitleuffigkeit zu verhuetten, uns der vilbemelten colloquenten schriften widderumb gehorsamlich uberantwurt und uns als advocaten und beschirmer der christenlichen kirchen undertheniglich ersucht und gebeten, neben und mit dem bepstlichen legaten diselben nach laut des hagenawischen abschidts gnediglich zu besichtigen, zu communiciern und furnemlich die puncten, wellicher sich die verordenten colloquenten, doch unverbindtlich, verglichen, eygentlich und mit allem vleiß zu examinieren, ob darin in sententzen oder worten ichts were, das den heiligen lerern und dem loblichen gebrauch gemeiner, christenlichen kirchen zuentgegen sein mocht, sollichs und, weß sonst villeicht fur mißbreuch in der kirchen erfunden werden mochten, zu endern, zu bessern und abzuschaffen, wo auch eyniche erleutterung etlicher zu dunckel gestelten puncten oder meynungen halben vonnoten, dieselben hinzuzusetzen und uns darin zu resolviren und zu entschliessen und, wie wir uns sambt gedachtem bepstlicher Hlt. legaten daruf resolviren werden, sollichs further an gemeine stend zu gelangen, sich mit uns daruf unser ersten proposition nach, auch vermug des obgemelten hagenawischen abschidts undertheniglich haben zu vergleichen, das wir auch daneben uf Šgnedige wege bedacht sein wolten, die protestierenden zu vermugen, sich in den uberigen, streittigen puncten uf christenlich, billich maß auch weisen zu lassen oder, so sollichs nit stathaben wolt, alsdann die durch mittel eins generalconcili oder, wo das ye nit erlangt werden mocht, durch ein nationalversamlung, ordenlicher weise zu beruffen, zu billicher ero[r]tterung zu bringen, damit zulest die teutsch nation zu christenlicher einigkeit kommen und frid und ruhe im hl. reich erhalten werden mocht.

    [§ 20] Uff sollich gemeiner stendt underthenig bit, an uns gelangt, haben wir gnediglich gewilligt, die obgemelten der colloquenten schriften, die strittigen religion betreffendt, an bepstlicher Hlt. legaten gelangen zu lassen und ime dieselben zu communicieren, wie wir dann alsbaldt gethan, sein gemuth und beduncken daruf vernomen und further Kff., Ff. und gemeynen stenden eroffnet. [§ 21] Und haben uns volgendts mit zeittigem rath und auß nbeweglichen, redlichen ursachen mit gemeinen stenden verglichen, sollich der colloquenten handlung, wie die alhie ergangen ist, uf ein gemein, christenlich concilium, in teutscher nation zu halten, zu remittiern und zu weisen–n, wie wir dann dieselben uf sollich concilium remittiern und weisen, wellichs concilium in kurz, wie wir des durch den bebstlichen legaten vergwist sein, außgeschriben werden, wo aber das nit furgangk haben, das doch ein nationalconcili, ordenlicher weiß zu beruffen, furgenommen und im fall, das der keins sein furgang erreicht, das alsdann ein gemein reichsversamlung, wie hernach gemelt, gehalten werden soll.

    [§ 22] Und damit dann gemeine reichsstendt spuren und vernemen mogen, das wir, des hl. reichs wolfart und ufnemen gnediglich zu furdern, allzeit geneigt und sonderlich, das diser streit der religion zu furderlicher endtschaft und erorterung gebracht, so haben wir uns gegen gemeinen stenden erbotten und bewilligt, in unserm jetzigen durchzug in Italien bei bepstlicher Hlt. mit allem embsigen vleiß und ernst zu handlen und zu furdern, das sollich generalconcilium zum furderlichisten an gelegen malstat teutscher nation außgeschribeno und gehalten werde, und im fall, das sollichs keinen furgang erlangen mocht, als wir uns doch keinswegs versehen, alsdann ein nacionalversamlung, ordenlicher weiß zu beruffen, zum schiersten außzuschreiben und furzunemen, wo aber sollichs auch nit erhebt werden mocht, alsdann sollen und wollen wir in 18 monaten den nechsten nach dato diß unsers abschidts einen gemeinen reichstag an gelegen malstatt ausschreiben und denselben mit der hilf Gottes eygner person besuchen, der hofnung, berurte streittig religionsachen zu endtlicher, christenlicher vergleichung und einigkeit zu bringen und alles anders zu handlen und zu schliessen, das dem hl. reich und desselben stenden zu wolfart, nutz und guttem reichen mag.

    [§ 23] Wir wollen auch mit bepstlicher Hlt. handlen und furdern, das dieselb einen legaten mit gnugsamen gewalt uf gedacht nationalconcili oder, so das Škeinen furgang erlangt, uf gemelten reichstag verordnen und schicke, damit in der streittigen religionsachen desto statlicher und fruchtbarer gehandelt und geschlossen werden moge.

    [§ 24] pEs soll auch biß zu obbestimpter, endtlicher vergleichung durch die protestierenden uber und wider die articul, deren sich ire verordente theologi alhie uf disem reichstag verglichen, nit geschritten werden–p.

    [§ 25] Darzu haben wir neben bepstlicher Hlt. legaten allen geistlichen prelaten ufgelegt und bevolhen, wie wir inen auch hiemit ernstlich uflegen und bevelhen, under inen und den iren, so inen underworfen sein, ein christenliche ordnung und reformation furzunemen und uffzurichten, die zu gutter, geburlicher und heilsamer administration der kirchen furderlich und dienlich seyq, auch uber sollicher ordnung und reformation ernstlich und strenglich zu halten und sich daran nichts irren noch verhindern lassen, das sich auch gemelte prelaten also gehorsamlich zu thun gegen uns und vorgedachtem legaten undertheniglich erbotten haben, und sein der zuversicht, solliche ordnung und reformation soll zu entlicher, christenlicher vergleichung der strittigen religion ein vorbereittung und derselben sonder zweifel hoch dinstlich sein.

    [§ 26] Und damit im hl. reich teutscher nation mitlerweil ruhe, friden und einigkeit gepflantzt und erhalten werden moge, so meinen und wollen wir hiemit ernstlich bevelhendt, das der nurmbergisch fridstandt, rwellicher hievor auß hochwichtigen, notthgedrengten ursachen, die dazumal vor augen gewest und deren jetzo vil meher vorhanden sein, dem hl. reich teutscher nation zu wolfart uffgericht ist, biß zu endt eins generalconcili oder einer nationalversamlung oder, so der keins sein furgang erreicht, uf nechstkhunftigen reichstag, wie obgemelt, in allen seinen puncten und articuln von allen theilen vestiglich und unverbruchlich gehalten und vollzogen werden soll–r und nun hinfuran in der religion und glaubenssachen, auch sonst keiner andern ursachen halben, wie di namen haben mochten, niemandts hochs oder nidern standts den andern biß zu endung obgemelts gemeinen oder nationalconcilii oder khunftigen reichstags bevheden, bekriegen, berauben, fahen, uberziehen, belegern, auch darzu durch sich selbs oder jemandts sandern von seinetwegen nit dienen noch einich schloß, stet, merckth, bevestigung, dorfer, hove oder weiler, absteigen oder one des andern willen mit gewaltiger that frevenlich einnemen oder geferlich mit brandt oder in ander wege beschedigen noch jemandts sollichen–s thettern rath, hilf und in kein ander weiß beistandt oder furschub thun, auch sie wissentlichen und geferlichen nit herbrigen, behausen, atzen, drencken, enthalten oder gedulden, sonder ein jeder den andern mit rechter freundtschaft und christenlicher lieb meynen, auch die closter und kirchen unzerbrochen und Šunabgethan bleibent, udergleichen den geistlichen, so sich der religion halben entsetzung beklagen, ir renth, zinß und inkommen, sovil sie deren noch in possession sein, hinfuro unufgehalten verfolgen und zusteen lassen, alles bei vermeidung unser schweren ungnad und straff–u, darzu der peen, in unserm keyserlichen außgekhundten landtfriden außgedruckt und begriffen.

    Es vsollen auch die protestierenden niemandts der andern seitten zu sich tringen, bewegen oder ziehen, auch des andern theils underthanen in schutz und schirm nit annemen noch widder ire oberkeitten vertheidingen in keinen weg–v. [§ 27] Wo aber yemandts, wer der oder die weren, dawidder handlen, gegen dem oder denselben soll der wege des rechten vor unserm keyserlichen cammergericht allzeit offen sein und uf der clagenden partheien oder unsers keyserlichen fiscals anruffen an demselben cammergericht nach seiner ordnung mit recht und desselben ordenlichen execution volnfaren werden wund sich kein theil widder gemelts cammergerichts proceß und handlungen ungehorsamlich erzeigen und halten–w.

    [§ 28] Doch haben wir uns vorbehalten, uber vorgemelten fridstandt, so oft sollichs die notturft ervordert, xyederzeit declaration und erleuterung–x zu thun, wie wir uns sollichs hiemit außtrucklich und wissenlich vorbehalten.

    [§ 29] Und was betrifft die achten und proceß, so bißhere in religion- und andern sachen an unserm keyserlichen cammergericht anhengig gemacht und ergangen seiny, derwegen bißher streit gewesen, zob dieselben–z in dem nurmbergischen fridstandt begriffen sein sollen oder nit, dieselben achten und proceß wollen wir zu erhaltung fridens, ruhe und einigkeit im hl. reich teutscher nation und auß unser keiserlichen machtvolkomenheit so lang, biß das gemein oder nacionalconcilium oder in diser sachen ein gemein reichsversamlung, wie obsteet, gehalten wurdet, suspendirt und ingestelt haben, wie wir dann dieselben hiemit also instellen und suspendieren.

    [§ 30] Wir sollen und wollen auch uf der theil oder partheien ansuchen unpartheysche commissarien verordnen, die innerhalb jarsfrist von disem reichstag an zu rechnen, zwischen den partheien zu gutlicher hinlegung und vergleichung irer irrung handlen. Wo aber die vergleichung nit stathaben oder erlangt werden mocht, aasollen die commissarien uns bericht irer handlung mit irem gutbeduncken zuschreiben, daruber wir ferrer declaration thun wollen, welliche handlungen religion- oder prophansachen seien, dieselb declaration soll auch Šhiezwischen nechstkhunftigem reichstag oder uf demselben mit rath und gutbeduncken der reichsstend bescheen-aa.

    [§ 31] Und damit ausserhalb obgemelter suspendierten sachen ein jeder gegen dem andern rechts bekomen moge, so mainen und wollen wir, daß unser keyserlich cammergericht im hl. reich, wie das durch uns und gemeine stendt uf jungst gehalten zweien reichstegen ufgericht und verordent ist, in wesen bleiben, demselben von Kff., Ff. und gemeinen stenden gehorsam geleist und demselben sein freier, stracker, unverhinderter lauf gelassen werden soll.

    [§ 32] abEs ist auch unser will und meynung, das in allen andern articuln dem augspurgischen abschidt nichts benomen, sonder derselb bei wirden und kreften bleiben soll. Und ob sich aber in sollichem-ab einicher streit oder irthumb zutragen wurde, daruber acwollen wir uns auch, declaration zu thun, hiemit vorbehalten haben-ac.

    [§ 33] Und nachdem wir unser keiserlich camergericht etlich jar here nit mit geringem costen underhaltenad, so haben Kff., Ff. und stendt uns zu underthenigstem gefallen bewilligt, bemelt camergericht drei jar lang die nechsten gantz zu underhalten, sovil einem yeden standt daran gepuren mag vermog und nach außweisung eins anschlags, uff jungst gehaltem reichstag zu Augspurg uf die underhaltung des cammergerichts zum halben theil verfertigt, wellicher anschlag die obgemelten jar auß zwifachtig soll durch gemeine stendt erlegt und bezalt werden. Und sollen bemelte drey jar uf den ersten tag Augusti nechstkhunftig anfahen und zu yeder Franckfurter meßae die gantz underhaltung zum halben theil durch die stend erlegt werden und die erst erlegung zu nechstkhunftiger Franckfurter vastenmeß bescheen. [§ 34] Es sollen auch solliche anschleg treulich inbracht, unsern camerrichter und beisitzern davon yederzeit anzeig gethan und under sie gleichmessig außgetheilt werden vermug hievor ufgerichter ordnung und reformation. Und wo einer oder meher stendt in der bezalung afseumig weren, soll unser keiserlicher fiscal hiemit bevelh haben, widder den- oder dieselben ungehorsamen, wie sich geburt, zu procediern-af.

    [§ 35] Es sollen auch gemeine stend mitlerweil der dreyer jar uf wege gedencken, wellichermassen das cammergericht nach außgang bemelter dreier jar one unser, auch der Kff., Ff. und stendt des reichs beschwerung ferrer erhalten werden moge, darzu wir unsers theils gnediglich verhelfen wollen.

    [§ 36] Doch haben gemeine stendt hierin sonderlich außgedruckt und die underhaltung bewilligt, das cammerrichter und beysitzer sich an irer alten besoldung, wie sie die vor jungstem reichstag zu Augspurg gehapt, settigen und benugen lassen und gemeine stendt daruber nit beschweren sollen.

    Š[§ 37] Und wiewol uf hievor gehalten reichstegen und sonderlich jungst zu Augspurg und alhie zu Regenspurg fur gueth angesehenag, auch verabschidt und beschlossen ist, das unser keyserlich camergericht jherlich visitiert und, wo vonnotten, reformiert werden soll, so hat doch solliche visitacion etlich jar her auß furgefallen ursachen und verhinderungen iren furgang nit erlangt. [§ 38] Dieweil aber wir und gemeine stendt zu furderung der gerechtigkeit fur notturftig, nutz und guth angesehen, solliche reformation in wesen zu erhalten und vermog hievor uffgerichter abschidt furzunemen, so haben wir uns mit Kff., Ff. und gemeinen stenden verglichen, das gedacht unser keyserlich camergericht jherlich visitiert werden sollah, diß jars uff den 14. tag desai ajmonats Januarij schierstkhunftig anzufahen und volgendts jherlich uf prima Maij, wie sollichs die jungsten abschidt der zweier nechstgehalten reichsteg außweisen-aj. Zu sollicher visitacion haben wir als romischer keyser zu commissarien verordent akdie hochgebornen und erwurdigen Joachimen Mgf. zu Brandenburg, zu Stetin, Pommern, der Cassuben und Wenden Hg., burggrafen zu Nurmberg und F. zu Rugen, des hl. röm. reichs ertzcamerer, Walthern von Cronberg, administratorn des hochmeisterambts in Preussen und meister teutsch ordens in teutschen und welschen landen, Philipsen Bf. zu Speir und Ernst Mgf. zu Baden, unsere liebe oheim, churfursten, fursten und andechtigen-ak.

    [§ 39] alEs sollen auch cammerrichter und beysitzer in yetz gemelter reformation geloben und schweren, das sie disen reichsabschiedt halten und dawidder nit handlen noch erkennen wollen, damit meniglich im hl. reich gleich, unpartheyisch recht ervolge und mitgetheilt werde-al. Und ob uber solliche reformation und visitation bei dem cammergericht irrung und mißverstandt furfallen wurde, darinam wollen wir uns, yederzeit dem rechten und der billicheit nach declaration zu thun, vorbehalten haben.

    [§ 40] Ferrer haben wir befunden, das die schmachschriften, so im hl. reich hin und widder an meher orten außgebreit werden, gemeinem friden nit wenig verhinderlich und verletzlich sein, auch zu allerhandt unruhe und weitherung gelangen mochten, demnach uns mit Kff., Ff. und gemeinen stenden verglichen, das hinfuran in dem hl. reich kein schmachschriften, wie die namen haben mochten, gedruckt, veylgehabt, kauft noch verkauft, sonder, wo die dichter, trucker, kauffer oder verkauffer betretten, daruf ein jede oberkeit vleissig ufsehens zu haben verfugen, das dieselben nach gelegenheit der schmeeschriften, so bey inen erfunden, ernstlich und hertiglich gestraft werden sollen.

    Š[§ 41] Und als wir zu keiserlichem gemuth gefurt, uns auch mit gemeinen stenden bedechtlich erindert, wellichermassen der erbfeindt christenlichs glaubens und namens, der Turck, in kurzen jaren sein macht erweittert, etliche christenliche konigreich und landt erobert und in seinen tyrannischen gewalt mit unmenschlicher tyranney genottigt und gebracht hat, dermassen, das er nunmeher, wo dem nit zeitliche fursehung geschicht, das hl. röm. reich teutscher nation leichtlich anzugreiffen und zu beschedigen, understeen mag, wie er dann sollichs zu etlichen malen mit grossem ernst furgenomen und fur und fur in embsiger arbeit gestanden ist und noch teglichs steet, das konigreich Hungern zu verderben und zu erobern und seinen fueß uf die teutsch nation zu setzen, derwegen dann die stendt des konigreichs Hungern, darzu unser gemeine landtschaften unser ober- und niderosterreichischen landt ir ansehenliche botschaften zu uns und gemeinen stenden abgefertigt haben, uns ir hochst obligen, beschwerliche betrangnus und fursteende nott zu eroffnen und umb furderlich rath und hilf bey uns und gedachten stenden undertheniglich und freundtlich anzusuchen und zu bitten.

    [§ 42] Demnach haben wir und gemeine stende die gedachten hungerischen und osterreichischen botschaften in iren werbungen gnediglich, guetlich und freundtlichen angehort und nit on beschwerung unserer gemuth vernomen, mit was unmenschlicher tyranney der vheindt unsers christenlichen glaubens und namens, der Turck, sie zu mehermaln jhemerlich und erbermlich belestigt, wellichergestalt er auch zu etlichen malen vil tausent christenlichs volcks hinweggeschleift und in ewigen zwang und elendt gefuert. Darauß gevolgt, das sie durch teglich gegenweher, der sie sich nach irem vermogen gebraucht, gentzlich erschopft und erost weren, dermassen, wo inen statliche und erschießliche hilf nit begegnen mocht, das sie auß tringender, eussersten noth nichts anderst dann irs endtlichen verderbens gewertig sein musten, wie sie dann sollichs mundtlich und schriftlich nach lengs und zum kleglichsten anzeigt und umb rettung und hilf zum underthenigsten und zum heftigsten angesucht und gebetten haben.

    [§ 43] Daneben hat auch unser freundtlicher, lieber bruder, der romisch konig, uns und gemeinen stenden etliche glaubliche kundtschaften furbracht, wie der vheindt christenlichs glaubens und namens, der Turck, eyn statliche anzall kriegsvolcks außgeschickt, der meynung, das christenlich konigreich Hungern abermals zu uberfallen, zu beschedigen und under seinen tyrannischen gewalt zu bringen.

    [§ 44] Und wiewoll Kff., Ff. und gemeine stende woll ursach gehabt, vor erledigung der ringerung in deß hl. reichs anschlegen, wellicher sie zum oftermal vertrost sein, sich in einiche anlag nit zu begeben, so haben sie doch uns und gemeltem unserm freundtlichen, lieben bruder, dem romischen konig, zu underthenigstem gefallen und den obgemelten beschwerten landen und leuth zu trost und rettung auß getreuem, christenlichem mitleiden ain eilendt hilf bewilligt, doch in khunftigen fellen der vertrosten ringerung unbegeben, nemlich den halben anschlag des romzugs, uns uf jungstem reichstag, im Š21. jar der mindern zall zu Wurmbs gehalten, undertheniglich bewilligt und volgendts uff unser gnedigst zulassen zu widderstandt des Turcken in Hungern geleist, und, denselben halben anschlag an gelt uf drey monat und im fall unvermeidlicher und augenscheinlicher notturft auch uf den vierten monat zu erlegen, also das fur einen gereisigen zwolf und fur einen fußknecht vier guldin eins yeden monats gerechent und fur yeden guldin 15 batzen oder derselben wehrt bezalt werden soll, [§ 45] dergestalt, das der oberst und die verordenten kriegsrethe, hernach bemelt, zum furderlichisten kriegsvolck zu roß und fueß in den nechst anstossenden landen, doch ausserhalb Hungern, Osterreich und andern unsers freundtlichen, lieben bruders, des romischen konigs, anstossenden erbkonigreich und landen, annemen, dasselbig an gelegen orten mustern, in Hungern furen, von gemeiner stendt gelt drey monat und, so es die notturft hochlich ervordert, den vierten monat underhalten und zu widderstandt unsers vheindts christenlichs glaubens und namens, des Turcken, fruchtbarlich und erschießlich, sovil imer moglich, gebrauchen sollen.

    [§ 46] Und dieweil Kff., Ff. und gemeine stendt, auch der abwesenden botschaften wolbedechtlich erwegen, das diser furhabenden eilenden hilf der verzug in vil wege verhinderlich und nachtheilig ist, so haben sie undertheniglich gewilligt, ir anlag zum furderlichistenan und nachvolgender maß zu entrichten, nemlich sollen die stende des frenckischen, beyerischen und osterreichischen kreiß ir geburendt anlag diser eilenden hilf, sovil sich die uf zwen monat erstreckt, als die nechstgesessen, zum furderlichisten einem yeden moglich und zum lengsten in einem monat, dem nechsten, hinder burgermeister und rath zu Regenspurg oder Bassaw, der schwebiß kreiß zum lengsten in sechs wochen hinder burgermeister und rath zu Augspurg und der reinisch, desgleichen der vier churfursten bei Rhein, der niderlendisch und westphelisch, beide ober- und nidersachsische, auch der burgundisch kreiß hinder burgermeister und rath zu Franckfurt zum schiersten und zum lengsten in zweyen monaten gewißlich und entlich erlegen. Und wann ein yeder sein gelt also uf zwen monat erlegt hat, alsdann soll er sich mit dem uberigen gelt uf den dritten und im fall der notturft uf den vierten monat auch gefast machen und dasselbig in nechstem, darnach volgendem monat an bestimpte endt gewißlich und on verzug auch liebern, damit sollichs, wie obgemelt, nutzlich und erschießlich mog angelegt und gebraucht werden.

    [§ 47] Wo aber daruber yemandts von gemeinen stenden, wer der oder die weren, ungehorsam sein und ir geburliche anlag in bestimbter zeit nit erlegen wurden, der oder dieselben sollen durch den verordenten pfennigmeister, wie hernach gemelt, unserm keyserlichen fiscal angezeigt werden, der soll gegen innen mit geburlichen processen, wie im hl. reich herkommen ist, volfaren und procedieren und sie zu geburlicher gehorsam und bezalung mit ernst anhalten. [§ 48] Doch sollen die, so von alther here durch andere stendt in des hl. reichs Šanlagen billich außgezogen sein, mit sollichen processen oder in andere wege nit beschwert, sonder bei altem herkomen gelassen, aber die, so von alters in des hl. reichs anschlegen gewest, sollen keinswegs ubersehen noch die proceß, so derwegen gegen innen furgenommen, suspendiert oder abgeschafft, sonder hierin under den stenden gleicheit gehalten werden.

    [§ 49] Und zur furderung diser nottwendigen eylenden hilf hat der romisch konig, unser freundtlicher, lieber bruder, uf gemeiner stend underthenig bith bewilligt, des reichs kriegsvolck, so zu diser eilenden hilf bestellt wurdet, mit notturftigem geschutz und allem dem, das darzu gehorig und demselben anhengig ist, zu versehen und dasselbig uff irer L. selbs costen die obgemelt zeit der dreier oder vier monat zu underhalten, darzu gnediglich zu verordnen, das bemelt kriegßvolck notturftige profandt umb ein gleichen und billichen pfennig bekomen moge, und in alweg zu verhutten, das ubermessiger, unordenlicher furkauf vermitten, sonder ein freier marckth, wie kriegsgebrauch und herkomen ist, gehalten werde.

    [§ 50] Und dieweil gemeiner stendt muntz, so sie zu sollicher eylenden anlag erlegen sollen, so eilendt und on nachtheil nit verwechselt werden mag, so hat sich gemelter unser freundtlicher, lieber bruder, der romisch konig, erbotten und bewilligt, im konigreich Hungern und andern irer L. erblanden dermassen fursehung zu thun, das gemeine stendt und das kriegsvolck an irer muntz kein verlust noch schaden leiden. [§ 51] Doch sollen und wollen gemeine stendt ire geburende anlag mit gutter, ganghaftiger muntz als ducaten, cronen, gold, thalern, patzen, zehnern und dergleichen erlegen, aber ein yede in irem werth, wie sie yetzo gilt, nemlich ein ducaten fur 24, ein cronen fur 23, ein goldtgulden fur 18 und ein thaler fur 17 batzen, item, 21 zehener fur 15 batzen, dergestalt, das ein yeder standt sein geburende anlag an obgemelter oder anderer dergleichen gutter, gangkhaftiger muntz erlegen soll, ein yeden gulden zu 15 batzen gerechent, wie obgemelt ist.

    [§ 52] Und nachdem etliche stendt, so in den ober- und niderosterreichischen landen beguet sein, sich beclagt haben, das sie mit zwifacher hilf widder den Turcken belegt, wo sie dise eylende hilf leisten sollten, so hat gemelter unser lieber bruder bewilligt, gedachte stendt hierin gnediglich zu entheben und fursehung zu thun, damit sie mit einicher doppeln hilf nit beschwerdt werden.

    [§ 53] Ferrer hat unser freundtlicher, lieber bruder, der romisch konig, bewilligt, gemeine stende mit den besoldungen des obristen, der kriegsreth, deßgleichen des pfennigmeisters und anderer bevelhhaber, darzu mit den doppel- und ubersolden nit zu beschweren, sonder dieselben zu underhalten und zu erlegen oder von der stendt erlegtem gelt underhalten oder erlegen zu lassen, doch das alsdann sollicher costen an der zall des kriegsvolck abgezogen, damit gemeine stendt in sollichem nit ferrer beschwerdt werden.

    [§ 54] Dergleichen soll sein L. als der herr diz kriegs sonst allen andern kriegskosten, wie der namen hat, fur sich selbs tragen ausserhalb der besoldung des kriegsvolcks, wie davon hievor meldung geschehen ist.

    Š[§ 55] Und dieweil uns Kff., Ff. und gemeyne stende und der abwesenden botschaften undertheniglich heimgestelt haben, zu obgemeltem kriegsvolck eynen obristen gnediglich zu verordnen, wellicher disem werck zu unser und des hl. reichs eher, nutz und wollfart vorsein mocht, doch auß dem hl. reich teutscher nation und das derselbig uns und gemeinen stenden mit eiden und pflichten verwandt sein soll, [§ 56] daruff haben wir den wolgebornen, unsern lieben, getreuen Friderichenao Gf. zu Furstenberg zu einem obristen hauptmann uber vilgedacht kriegsvolck benennt und furgenommen, welchen auch Kff., Ff. und stendt inen wollgefallen lassen. Und ist daruf mit ime seiner hauptmannschaft besoldung und anders halben uberkomen, wie das sein bestallungsbrief ferrer außweist.

    [§ 57] Demselben obristen hauptman sein vier kriegsreth zugeordent, nemlich die edlen und unsern und des reichs lieben, getreuen Gangolff Frh. zu hohen Geroltzeck, Laßla Gf. zum Hag, Wolff Dietherich von Knoringen und Andreß Pflueg. Mit denselben soll der obrist alle furfallende kriegsgescheft zum treulichsten beradtschlagen, handlen und furnemen, wie sie dann alle deßhalben gewonliche eydt und pflicht gethan haben.

    [§ 58] Und damit gemeiner stendt anlag, zu dieser eylenden hilf bewilligt, zum furderlichisten zusamenbracht und zu solchem notwendigen werck gebraucht werden moge, so haben gemeine stendt unsern und deß [reichs] lieben, getreuen Wolffgang Schutzper genant Milchling, landtcomenthur zu Marppurgk, teutsch ordens, zu eynem pfennigmeister furgenomen und geordent. Der soll von obgemelten, ernenten stetten zum furderlichisten die anlag uffheben, zusamenbringen, gemeiner stendt kriegsvolck damit underhalten und dieselben sonst in keinen andern gebrauch, wie der namen haben mocht, wenden oder keren, auch in seinem innemen und außgeben und allen andern sachen gemeiner stendt nutzen furdern und suchen, dorzu jetzgemelten stenden oder den, so sie darzu verordnen werden, wann und zu wellicher zeith er derwegen ersucht wurdet, alles seins innemens und außgebens erber und uffrichtig rechnung thun und sonst alles das vollziehen, das eynem getreuen, fromen pfennigmeister gepurt, wie er dann uns und gemeinen stenden derhalben eydt und pflicht gethan hat.

    [§ 59] Der gedacht pfennigmeister soll sich auch yederzeit bey den gedachten stetten und sonst eigentlich erkundigen, ob einiche oder meher stendt ir geburende anlag nit erlegt hetten, und, welliche er also ungehorsam befinden, dieselben soll er yederzeit unserm keyserlichen fiscal anzeigen, gegen denselben zum furderlichisten wissen zu procedieren und sie zu billicher bezallung mit ernst anzuhalten. Und soll hierin niemandts angesehen werden noch außgenomen sein, dann die, von den hioben meldung gescheen ist.

    [§ 60] Und nachdem wir sampt Kff., Ff. und gemeinen stenden mit zeitigem, statlichem rath erwegen und bedacht, das unserm gemeinen vheindt Šchristenlichs glaubens und namens, dem Turcken, one ein beharliche, dapfereap hilf furtreglicher abbruch nit beschehen noch sein tyrannisch furnemen von gemeiner christenheit abgewendt werden mag, so haben wir uns mit gemeinen stenden von wegen der beharlichen hilf, uns uf jungstem reichstag zu Augspurg widder den Turcken bewilligt, nach notturft underredt und uns nach hin und widder gepflegter handlung mit inen sollicher hilf halben und, wie dieselb dem hl. reich und gemeiner christenheit zu nutz und wolfart gebraucht werden soll, verglichen und entschlossen, wie sollichs in einer sondern schrift, neben disem abschid uffgericht, eigentlich begriffen ist.

    [§ 61] Und wiewol uf etlichen hievor gehalten reichstegen fur notwendig und nutz angesehen, wie auch sollichs die augenscheinlich notturft ervordert, uns mit gemeinen stenden einer gleichmessigen und redlichen muntz im hl. reich teutscher nation zu vergleichen, damit alle beschwerungen, so sich der muntz halben nun etlich jar here zutragen haben, entlich furkomen und abgeschafft werden mocht, [§ 62] wiewoll wir auch zu erledigung diß puncten uf jungsten zu Augspurg und Regenspurg gehalten reichstegen verordent, das uf etlichen benenten tagen von einer einhelligen und gleichmessigen muntz solt gehandelt und beschlossen worden sein, so ist doch sollichem bißher auß furgefallen verhinderungen kein volziehung gescheen. [§ 63] Dieweil wir aber uf disem unserm reichstag alhie uß beweglichen, gutten ursachen einer bestendigen muntzordnung halben nit furschreitten noch uns derwegen entschliessen mogen, so haben sich Kff., Ff. und gemeine stendt mit uns und wir herwidderumb mit innen zu ferrer handlung und beschluß obgemelter sachen halben eins weithern zusamenschickens und eins tags verglichen, nemlich, das uf den 14. tag des monats Januarij nechstkhunftig wir, auch ein yeder churfurst und andere fursten, darzu die fursten und andere, so guldin und silberin bergkwerck haben, deßgleichen die sechs kreiß yeder einen dapfern rath, der muntz verstendig, mit volligem gewalt in unser und des hl. reichs stat Speier schicken und verordnen sollen, [§ 64] also das sie uf obgemeltem tag gewißlich doselbst zu Speyer seyen, di ordnung der muntz, zu Eßlingen außgangen, auch den rathschlag, so volgendts zu Speyer durch unser verordent regiment daruf gemacht, fur die handt zu nemen, das alles mit hochstem vleiß und nach aller notturft zu ermessen und darin entlich zu schliessen und ye die sachen zum wenigsten dahin zu richten understeen sollen, das doch etlich jar lang ein zimlich, leidlich, gleichmessig, bestendige und gerechte muntz im hl. röm. reich ufgericht und gemacht werde, welliche ordnung sie uns alsdann zuschicken sollen, wollen wir dieselben allenthalben im hl. reich thun verkhunden und zu halten ernstlich gebietten und verschaffen.

    [§ 65] Und nachdem Kff., Ff. und stende uns undertheniglich ersucht und gebetten, unsere niderlendische erblandt mit der muntz des hl. reichs gnediglich zu vergleichen, so wollen wir die unsern uf gemelten tag auch schicken, unsern Šbericht und gutbeduncken unser niderlendischen muntz halben den verordenten anzeigen und zu erkennen geben lassen, wie wir dann sollichs uf jungstem alhie zu Regenspurg gehaltem reichstage auch gnediglich bewilligt haben.

    [§ 66] Wir, auch churfursten, fursten und andere, wie obgemelt, sollen die unsern on ferrer beschreiben oder erfordern uf den vorgedachten tag schicken und verordnen. Wo aber yemandts ungehorsam sein und zu sollichem tag die seinen nit abfertigen wurde, so sollen nichtsdestwenniger die erscheinenden im handel furfaren und, was die notturft ervordert, bedencken, beradtschlagen und schliessen, und, [§ 67] was also beschlossen und aqdurch uns-aq in das hl. reich publiciert und verkhundt wirdet, das sollen die abwesenden gleichwoll wie andere zu halten und zu volnziehen pflichtig sein, in allermassen, als weren die iren gegenwertig und bei sollichem rathschlag und beschluß gewest.

    [§ 68] Und wiewoll wir zu mehermalen ernstlich mandata und gebotsbrieve in das hl. reich teutscher nation ausgeen und verkhunden lassen habenar, das sich niemandt in kriegsdienst widder uns und das hl. reich begeben noch gebrauchen lassen soll bey vermeydung schwerer peenen und straffen, in denselben unsern mandaten und gebotsbriefen begriffen, so befinden wir doch, das denselben allenthalben nit gelebt und nachkomen, das auch gegen den ubertrettern und ungehorsamen mit peenen und straffen so ernstlich nit gehandelt worden ist, wie sollichs gemelte unsere mandaten und gebotsbrief außweisen. [§ 69] Damit nun solliches khunftiglich furkommen und allerhandt beschwerungen, so darauß volgen, verhuetas werden mogen, so haben wir uns mit Kff., Ff. und stenden und sie sich widderumb mit uns verglichen und entschlossen, das wir in unsern erblanden, desgleichen Kff., Ff. und stendt ein yeder in seinen furstenthumben, herschaften, oberkeitten und gebietten den seinen keinswegs gestatten, sonder zum hochsten verbietten soll, sich in kriegshendeln widder uns und das hl. reich keinswegs gebrauchen zu lassen. Welche aber in dem ungehorsam sein und darwidder handlen wurden, gegen denselben soll mit ernstlicher straff nach außweisung unser hievor außgangen mandata volnfaren, nemlich inen weib und kind nachgeschickt, ire gutter als confisciert eingezogen und, so sie widderumb anheims ziehen und betretten, gefengklich angenomen, an leib und leben gestraft und dero keiner begnadigt werden.

    [§ 70] Und nachdem wir uf jungstem reichstag, alhie zu Regennspurg gehalten, uns mit Kff., Ff. und gemeinen stenden eins tags zu ringerung der anschlegat, wellicher sie uf vilgehalten reichstagen vertrost sein, gnediglichen verglichen, daruf wir unsere comissarien, deßgleichen etliche stendt die iren auch abgefertigt haben, und aber damals di erscheinenden commissarien und rethe in sollicher ringerung nit volnfaren mugen uß etlichen ursachen, wie sie uns die in schriften eroffnet, derwegen Kff., Ff. und gemeine stendt uns Šabermals zum underthenigsten ersucht und gebetten haben, solliche ringerung gnediglich zu erledigen, [§ 71] und wiewoll wir ir bit zimlich und billich geacht, inen auch zu gnediger wilfarung geneigt, so haben wir doch neben inen bedacht und erwegen, das vor erkundigung eins jeden stands uff- oder abnemen die vilgemelt ringerung nit erledigt noch di ungleicheit, der sie sich in des hl. reichs anschlegen beklagen, abgeschafft werden mog, in ansehung, wo etliche stendt ires abnemens halben zu ringern, das auch dargegen diejhennigen, so sich kundtlich an iren guttern gebessert, zu ersteigen, wo anders des hl. reichs anschleg in wesen erhalten werden sollen. [§ 72] Damit nun disem puncten zulestau muge abgeholfen werden, so haben wir uns mit Kff., Ff. und gemeinen stenden verglichen, das wir und di zehen kreis ein yeder einen treffenlichen, ansehenlichen rath uf den 14. tag des monats Januarij schirstkunftig zu Speier habenav, welliche reth neben unsern und gemeiner stendt commissarien und rethen, zu der visitacion des keiserlichen cammergerichts verordent, nach verhor und erfarung eins jeden standts gelegenheit uff ein gleichmessigen anschlag im hl. reich durch geburliche und billiche ringerung und ersteigung handlen und schliessen sollen. [§ 73] Wo auch etlich der commissarien, der kreyßverordenten oder andere reth nit erscheinen wurden, soll nichtsdestominder durch die anderen in sollichem furgefaren, gehandelt und beschlossen werden.

    [§ 74] Und soll der oberst eins yeden kreiß vor khunftigem tag alle stendt seins kreiß an ein gelegene malstat beschreiben, daruf sie sich eins raths zu obbemeltem tag zu schicken vereinigen und daneben eins jeden standts ires kreiß ab- oder uffnemens undereinander eygentlich und mit gutem vleiß erkhundigen, auch vleiß furwenden sollen, sich des reichs anschleg, sovil des iren kreiß betrifft, durch zimbliche ringerung und erhohung selbst zu vergleichen, doch dergestalt, das di reichsanschleg durch solliche vergleichung an inen selbst nit geringert, sonder in irem wesen bleiben und erhalten werden.

    [§ 75] Darzu sollen Kff., Ff. und stendt, so sich der anschleg beschweren mochten, die iren zu sollichem tag auch abfertigen mit bevelh, ire beschwerung der ungleicheit nit allein anzuzeigen, sonder auch khundtlich und klar darzuthun, damit die verordenten zu fruchtbarer handlung und billicher vergleichung der anschleg komen mogen. Wellicher aber die seinen zu sollichem tag nit schicken, sein beschwerung, wie gemelt, furwenden und darthun wurd, der soll hernachmals nit ferner gehort noch zu einicher ringerung gelassen werden.

    [§ 76] Ferner haben wir, auch Kff., Ff. und gemeine stendt uf jungstem reichstag, zu Augspurg gehalten, dem hl. reich und allen stenden desselben zu wolfart und guettem, auch zu furderung und merung des gemeinen nutz ein reformation und ordnung gutter policey ufgericht und dieselben uf volgendem reichstag alhie zu Regenspurg in etlichen puncten als nemlich von wegen der Juden, wucherer, monopolirer und anderer, so unbillich contract und handtierung treiben, gebessert, alles nach außweysung beder reichsabschidt, zu ŠAugspurg und Regenspurg uffgericht. [§ 77] Dieweil aber sollicher reformation und ordnung, auch daruff gevolgter besserung allenthalben im hl. reich nit vollziehung gescheen sein mag, so haben wir, auch Kff., Ff. und gemeine stendt solliche ordnung und daruff gevolgte besserung widderumb alhie erneuert, uns auch sambtlich verglichen und wollen, das dieselben durch meniglich in allen puncten und articuln vestiglich gehalten und volnzogen werden, welliche auch ein yede obrigkeit zu handthaben und daruber ernstlich zu halten schuldig sein soll. Wo aber einich obrigkeit darin seumig were, alßdann soll unser keyserlich fiscal gegen den uberfarern zu procediern hiemit bevelh haben, wie sollichs gemelter regenspurgischer abschidt ferner außweiset. Im Fall, das auch in sollicher policei und ordnung einicher mangel erfunden wurde, sollen unser und gemeiner stendt verordenten, so uf den 14. tag Januarij, wie obgemelt, zu Speier ankomen werden, bevelh und gewalt haben, sollich ordnung und policei zu bessern und nach gelegenheit zu endern und, weß also durch sie beschlossen wurdet, uns further in schriften zu erkennen geben, sollichs further in dem hl. reich zu publicieren und zu verkunden, damit dem allenthalben gelebt und nachkomen werde.

    [§ 78] Als sich auch etlich fursten und stendt im anfang diß reichstags der session halben geirret, welliches zu verlengerung der reichssachen gelangt, deßhalben Kff., Ff. und gemeine stendt uf unser gnedigs begeren ir session ungeverlich und on alle ordnung gehalten, [§ 79] demnach wollen wir, das einem yeden churfursten, fursten und standt sollich diß reichstags ungeferlich session, auch die subscription, zu endt diß abschidts bescheen, an seinem herbrachten gebrauch und gerechtigkeit in keinen wege nachtheilig, schedlich noch vergriffenlich sein soll. [§ 80] Wir sollen und wollen auch, nachdem uns ein yeder sein gerechtigkeit in schriften ubergeben hat, allen muglichen vleiß furwenden, solliche irrung der session halben zum furderlichesten zu gutlicher vergleichung oder erorterung zu bringen, wie wir sollichs gemeine stendt zu etlichen malen vertrostet haben.

    [§ 81] Sollichs alles und yedes, so obgeschriben steet und uns, Ks. Karlen, anrurt, gereden und versprechen wir, steet, vest, unverbruchlich und uffrichtig zu halten und zu vollziehen, dem stracks und ungeweigert nachzukomen und zu geleben, sonder alle geverde. Des zu urkundt haben wir unser keyserlich insigel an disen abschidt thun hencken.

    [§ 82] Und wir, churfursten, fursten, prelaten, graven und herren, auch der churfursten, fursten, prelaten, graven und des hl. reichs frey- und reichstet gesandte, botschaften und gewalthaber, hernach benent, bekennen auch offentlich mit disem abschied, das alle und jede obgeschribene puncten und articul mit unserm gutten wissen, willen und rath furgenomen und beschlossen seyn, willigen auch dieselbigen alle sambt und sonderlich hiemit und in kraft diß brieves, gereden und versprechen in rechten, guten, waren treuen, die, sovil einen jeden, sein herschaft oder freundt, von denen er geschickt oder gewalthabend ist, betrifft oder betreffen mag, war, steet, vest, uffrichtig und Šunverbruchlich zu halten, zu vollziehen und dem nach allem unserm vermugen nachzukomen und zu geleben, sonder geverde.

    [§ 83] Und seindt diß hernach geschriben wir, die churfursten, fursten, prelaten, graven, herren und des hl. reichs frei- und reichsstet botschaften und gewalthaber:

    Von Gots gnaden wir Albrecht, der heiligen romischen kirchen cardinal und geborner legat, zu Meintz und Magdenburg Ebf., primas, Adm. zu Halberstat etc., ertzcantzler durch Germanien; Joachim, des hl. röm. reichs ertzcamerer, beide Mgff. zu Brandenburg, zu Stetin, Pommern, der Cassuben und Wenden Hgg., burggrafen zu Nurmbergk, Ff. zu Rugen und Kff. personlich.

    Von wegen des Ebf. zu Trier Jorg H. zu Eltz, Johan von Enschringen, cantzler, Otto von Lengenfeldt und Heinrich Buchel der rechten Lic.

    Von wegen des Ebf. zu Collen Dietherich Gf. zu Manderschidt und Blankenheim, H. zu Sleiden, Kerpen, Cranenburg und Newenburg und Johann Gropper Dr.

    Von wegen Ludwigs Pfgf. bei Rhein etc., Kf., Diether von Schonburg, marschalck, Heinrich Has, cantzler, Wolff von Dhurn Dr. und Hanns von Walborn zu Ernshouen.

    Von wegen Johanns Friederichen, Hg. zu Sachsen, Kf. etc., Wolff F. von Anhalt, Christof von Taubenheim und Eberhart von der Thann.

    Von wegen des hauß Osterreich Wilhelm Truchseß Frh. zu Walpurg und Jacob Franckfurter Dr.

    Geistlich fursten personlich:

    Von Gots gnaden Ernst confirmirter Ebf. zu Saltzburg; Christoff Ebf. zu Brem, Adm. zu Verden; Walther von Cronberg, Adm. des hochmeisterambts in Preussen, teutschmeister; Weigandt Bf. zu Bamberg; Philips Bf. zu Speier; Christoff Bf. zu Augspurg; Mauricius Bf. zu Eystet; Johannes Bf. zu Costentz; Valentinus Bf. zu Hildeßheim; Christoff Bf. zu Brixen; Wolffganng Adm. zu Bassaw; Pangratz Bf. zu Regenspurg; Christoff Bf. zu Seggaw.

    Der geistlichen fursten botschaften:

    Von wegen des Ebf. zu Bisantz Claudius Belin der rechten Dr.

    Cunraden Bf. zu Wurtzburg Daniel Stuber, dhumbherr, Heinrich Truchseß von Wetzhausen, hoffmeister, und Georg Farner der rechten Dr., cantzler.

    Von wegen des Adm. zu Wurmbs Philips Bf. zu Speier.

    Wilhelms Bf. zu Straßburg Christof Welsinger Dr.

    Des stifts Freisingen Georg Beheim Dr.

    Philipsen Bf. zu Basel und von wegen des stifts Chur Peter Speiser von Dillingen Dr.

    Von wegen des stifts Bassaw Christoff von Lamberg, coadiutor des stifts Seggaw etc., Wolffgang von Closen zu Heidenburg, dhumherr etc.

    Christoffen erwelten und bestettigten zu Trient Otto Truchseß Frh. zu Walpurg etc., dhumdechant zu Trient.

    ŠFranciscen Bf. zu Munster Bernt von Hagen, Johann Gropper, bede dhumbherrn zu Collen und Drr., Albrecht Mum Lic. und Franciscus von Doy.

    Philipsen erwelten zu Fuldaw Johan von Ernberg, dhumbdechant zu Meintz, Eberhardt Rud von Collenberg, meintzischer hofmeister, und Bernhart von Hartheim.

    Georgen Bf. zu Ratzenburg und Libus Lucas Wiltzken.

    Balthazars erwelten und bestettigten zu Lubeck Jodocus Hutfelder, der rechten Dr.

    Adriani Bf. von Sedun [= Sitten] Johan Militis.

    Weltlich fursten personlich:

    Von Gots gnaden Friderich Pfgf. bei Rhein, Hg. in Beiern etc.; Wilhelm und Ludwig, gebruder, Pfgff. bei Rhein, Hgg. in Obern- und Nidernbeyern etc.; Ottheinrich und Philips, gebruder Pfgff. bei Rhein, Hgg. in Beiern etc.; Carolus Hg. von Saphoy; Georg Mgf. zu Brandenburg; Heinrich der junger Hg. zu Braunschweig; Philips Hg. zu Braunschweig und Grobenhagen; Philips Lgf. zu Hessen; Philips Hg. zu Pommern; Georg Lgf. zum Leuchtenberg; Hans und Joachim, gebruder, Ff. von Anhalt.

    Der weltlichen fursten botschaften:

    Von wegen Heinrichs Hg. zu Sachsen Hanns Heinrich der elter, Gf. zu Schwartzenburg und H. zu Liechtenberg, Hanns von Sleunitz zu Seehausen, Simon Pistoris Dr. und Andreaß Pflugk.

    Hansen Pfgf. bei Rhein, Hg. in Beiern, Gf. zu Spanheim, Christoffel Landtschad von Steinach.

    Ruprechts Pfgf. bei Rein, Gf. zu Veldenntz Christoffel Landtschadt von Steinach und Ludwig von Eschenaw.

    Hannsen Mgf. zu Brandenburg Cunradt Metsch Dr.

    Ernsten Hg. zu Braunschweig und Lunenburg etc. Niclauß Holstein der rechten Dr.

    Wilhelms Hg. zu Gulch etc. Johann von Flatten probst etc., Johann von Dockhum genant Frieß, Cunradt Hereßbach, Johan Valtermeier, Sibertus Mutzenhagen, Johann Waltheimer, Albrecht Konig, der heiligen schrift und der rechten Drr. und Lic.

    Von wegen Bernims Hg. zu Pommern etc. Philips Hg. zu Pommern.

    Ulrichen Hg. zu Wurtemberg: Clauß von Graueneck und Philips Lang Dr.

    Ernsten Mgf. zu Baden: Johan Astman, der heiligen schrift Lic., probst etc. und Johann Marquart der rechten Dr.

    Wilhelmen Gf. und H. zu Hennenburg: Carol von Redwiz.

    Prelaten personlich:

    Wolffganng abt zu Kempten; Gerwick abt zu Wingarten; Eraßmus abt zu Sanct Heimeran zu Regenspurg; der abt des gotshauß Echternach.

    ŠPrelaten botschaften:

    Von wegen des abts zu Herßfelden Gerwick abt zu Wingarten.

    Der baley Coblentz Wernher Forstmeister von Geilnhausen, comenthur zu Collen.

    Des landtcomenthurs der baley Elsas Walther von Cronburg, teutschmeister etc.

    Rudigers probsts zu Weissenburgk an under Elsas Leopoldt Dick.

    Johansen zu Salmanßweyler, Jheronimussen zu Elchingen, Andreassen zu Ochsenhausen, Paulus zu Yrsee, Cunraden zu Roth, Ulrichs der Minderaw, Johansen zu Schussenriedt, Johansen zu Marckhthall, alle ebt haben bevelh Wolffgang abt zu Kempten, Gerwigk abt zu Wingarten.

    Johansen abts zu Keißheim Wolffgang Andreas Rem Dr. etc.

    Beider abt zu Auersperg und Rockenburg Johann [sic!] Besserer und Martin Weigman, der stat Ulm gesandte.

    Rudigers abts zu Sanct Cornelis Munster Johan Memecken von Iseerlon.

    Des probsts zu Berchtersgaden Paulus Stadler, dhumher zu Regenspurg etc., Mathias Alber, saltzpurgischer cantzler, und Niclauß Ribeisen, bede der rechten Drr.

    Des abts zu Verden in Westphalen Peter Billingkhausen.

    Des abts der stift Murbach und Luderen Johan Minsinger von Frundeck der rechten Dr.

    Des gotshauß Rotenmunster Cunradt Spreter, der stat Rotweil gesandter.

    Von wegen der ebtissin:

    Unser lieben frauen stift zu Lindaw Wolffgang abt zu Kempten und Otto Truchseß von Walpurg, dhumdechant zu Trient etc.

    Graven und herrn personlich:

    Philips Gf. zu Hanaw, H. zu Liechtenberg; Friderich Gf. zu Furstenberg; Wilhelm und Hans Jacob, gebruder, Gff. zu Eberstein; Jorg Gf. zu Erpach; Martin Gf. zu Ottingen.

    Der graven bottschaften:

    Von wegen der wedderawischen graven, nemlich Philipsen Gf. zu Nassaw, Catzenelenbogen, Vianden und Dietz etc.; Philipsen Gf. zu Nassaw, H. zu Wißbaden und Itzstein; Philips und Bernhart Gff. zu Solms und Hh. zu Mintzenberg; Chunen Gf. zu Leyningen, semperfrei, H. zu Westerburg und Schomburg; Wolffgangen, Ludwigs, Albrechts Georgen und Christoffs, gebruder, alle Gff. und Hh. zu Stolberg und Wernigerod; Anthonien des eltern von Eisenburg, Gf. zu Budingen; Reinharts Gf. zu Solms und H. zu Mintzenberg als vormunder weilundt Philipsen Gf. zu Hanaw, H. zu Mintzenberg verlassen kinder Johann Knebel von Catzenelenbogen und Thoman von Kolmar.

    Philipsen und Hans Jorgen, gebruder, Gff. und Hh. zu Manßfeldt Hans von Pretis.

    ŠWilhelmen Gf. zu Eberstein und Wilhelmen H. zu Limpurg etc. als vormunder Michels Gf. zu Wertheim Niclauß Haß.

    Chunen Gf. und H. zu Tecklenberg und Rode Philips Lgf. zu Hessen.

    Johannsen Gf. zu Seyne, H. zu Homburg, Manckler und Mintzenberg Otto von Lengenfeldt, scheffen zu Coblentz.

    Johansen Gf. zu Ostfrießlandt als verwalter der grafschaft Ostfrießlandt anstat der jungen herschaft seins verstorben bruders Gf. Chunen Johan Barth.

    Chunen Gf. zu Virnenburg und Newenar, H. zu Saffenburg etc. Otto von Lengenfeldt.

    Heinrichen H. zu Geraw, Sleunitz und Lebenstein Hans von Watztorf.

    Arnthen Gf. zu Benthen undaw Stenforden, H. zu Weuelckouen Jost Rolandt der rechten Dr., munsterischer cantzler, und Albrecht Mum der rechten Lic.

    Wolffgangen Gf. zu Barbie etc. Bleickart Zederinger [sic!].

    Heinrichen Reussen H. zu Plauwen des eltern Hans von Pretis.

    Von der frei- und reichsstet wegen:

    Von wegen der statt Collen Peter Billingkhausen, Goßwin von Lomerschem und Gotschalck Frechen Lic. mit gewalt der stat Dortmundt.

    Ach Niclaus Wilderman und Joannes de Stummel.

    Straßburg Jacob Sturmb und Both von Dhunsenheim.

    Augspurg Wolffgang Rechlinger, Zimprecht Hoser, bede Bgm., und Cunradt Heln Dr.

    Nurmberg Sebolt Haller Bgm.

    Ulm Jorg Besserer Bgm. und Martin Weigman mit bevelh der vier stet Reutlingen, Bibrach, Kempten und Eysne.

    Metz Johann von Niderbrucken.

    Wurmbs Peter von Stein und Hans Jungler.

    Speier Friderich Meurer und Adam von Berstein.

    Franckfurt Johann Glauberger und Jheronymuß Agnellus Dr. mit bevelh der statt Wetzflar.

    Von wegen Hagenaw Bartholome Botzheim Bgm.

    Colmar Hieronymuß Bonner, stettmeister, die bede mit bevelh der andern stet, in die landtvogtei Hagenaw gehorig, nemlich Schletzstatt, Weissenburg, Landaw, Obernehenheim, Keisersperg, Munster in Sanct Gregorien thal, Roßheim und Turckheim.

    Rotenburg an der Tauber Bonifacius Wernitzer genant Beheim.

    Schwebischen gemundt Hans Reichwein.

    Schweinfurt Niclaus Sprenger und Paulus Vhender.

    Goßlar Johan Hart und Berchtoldt Achterman.

    Fridberg in der Wederaw Jacob Zuckwolff.

    Rotweil Cunradt Spreter.

    Costentz Cunradt Zwick.

    ŠLindaw Jheronimuß Pappus.

    Eßlingen Lucas Plattenhart Bgm., Jorg Cron und Johann Machtolff Lic.

    Nortlingen Wolf Graf und Hanns Borlin mit bevelh der stet Alen und Bopfingen.

    Schwebischen Hall Christoff Haß und Matern Wurtzelman.

    Uberlingen Caspar Kleckler.

    Memmingen Christof Zwick.

    Heilbrun Hanns Keller und Jacob Ehinger Dr. und sindicus.

    Dinckenßbuhel Michel Bawer.

    Wimpffen Bernhart Koberer.

    Pfullendorf Jorg Renniger.

    Weyl Thoma Renniger und Martin Zweifel.

    Wanngen Andreaß Schlegel mit bevelh der stet Rauensperg und Lutkirch.

    Gienngen Hanns Jeger.

    Offenburg Johann Fabri mit bevelh der stett Zell und Hamerßbach.

    Der stat Regenspurg Ambrosi Aman, schultheiß.

    Mulhausen in Dhuringen: Johannes Godick und Sebastian Rodeman, bede Bgm.

    Northausen Michel Maienburg, statschreiber.

    Schwebischen Werdt Christof Schweitzer Bgm. und Jorg Totnrieder, stattschreiber.

    Weissenburg am Norckaw Michel Eder.

    Winßheim Andreaß Rock.

    Thull Joannes Boyelane, Joannes Gwerin und Hadrianus Valerius.

    Deß zu urkundt haben wir von Gots gnaden Albrecht Kard. und Ebf. zu Meintz etc. und Joachim Mgf. zu Brandenburg etc., bede Kff. obgemelt, von unser und unserer mitchurfursten wegen, wir Ernst confirmirter Ebf. zu Saltzburg und Wilhelm Pfgf. bei Rhein, Hg. in obern und nidern Beiern von unser und der geistlichen und weltlichen fursten wegen, Gerwigk abt zu Wingarten von sein selbst und der prelaten und Martin Gf. zu Ottingen von der graven und herrn wegen, auch wir, burgermeister und rath der stat Regenspurg, von unser und der frey- und reichsstet wegen unser insigel an disen abschidt thun hengken. Geben und gescheen in unser und des hl. reichs stat Regenspurg auf den 29. tag des monats Julij nach Christi geburt 1500 und im 41., unsers keiserthumbs im 21. und unserer reich im 26. jaren.

    «XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien  »

    « ŠXI,2a Die Verhandlungen über eine kaiserliche Deklaration zum Reichsabschied für die protestantischen Stände »

    «Nr.942 Entwurf einer Protestation der protestantischen Stände gegen den Reichsabschied – Regensburg, 1541 Juli 28 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 253r–254r (Reinkonz.); AV fol. 253r: Protestation wieder den abschied, Dornstag, den 28. Julij anno 1541.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 359r–359v (Kop.); ÜS v. a. Hd. fol. 359r: Gestelte protestation des abschieds halben. Ist nachplieben; AV ebd.: 28. July.

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2350 , Sp. 621–622.

    Die stende der augspurgischen confession haben den verlesen abschied dieses von euerer ksl. Mt. außgeschriebenen und gehaltenen reichstags untertenigst angehört und befinden sich in merem dan in einem artickel desselbigen hochlich beschwert, wie sie solche ire beschwerunga euerer ksl. Mt. zuvorn mermals und sunderlich gestrigs tags [Nr. 165] schriftlich haben zustellen und uberantworten lassen bund auß sonderlichenc, gegründten ursachen umb declaration und vorbesserung derselbigen beschwerlichen puncten und artickel unterteniglich gebethen–b, der underthenigsten hoffnung, euere ksl. Mt. wurden demselbigend nach gemelten abschied dohin gnedigst gericht und erclert haben, das solche ire beschwerung abgewendet und sie berurten abschied eneben andern Kff., Ff. und stenden des hl. reichs–e allenthalben hetten annehmen und bewilligen mogen.

    Dieweil sie aber solche beschwerung noch unerledigt vermercken, mugen sie firer hohen, unvermeidlichen notturft nach nicht umbgehen–f, wider dieselben gbeschwerlichen artickel–g inhalts irer itzt gemelten antwort, welche sie auch, bei den reichsacten zu registrirn und zu verwaren, ubergebenh, hiemit offentlich zu protestiren und zu betzeugen, dan sie in dieselbigen beschwerlichen artickel nit gehelt noch gewilligt haben wollen oder idarein gehelen oder willigen Šmögen–i, underthenigst bittend, euere ksl. Mt. wolten solchs von inen nicht anders dan derselbigen notturft nach und in keinen ungnaden vermercken, mit underthenigstem erbieten, woj sie sich sonst gegen euere ksl. Mt. als irem gnedigsten herrn und keiser alles pillichen gehorsams und underthenigkeit zu halten zum hochsten geneigt und willig. Thun sich auch derselbigen euerer ksl. Mt. underthenigst bevelhen und biten, euere ksl. Mt. wolle ir gnedigster herr und kayserk sein und bleiben etc.

    «Nr.943 Entwurf einer Erklärung der protestantischen Stände zur Interpretation des Reichsabschiedes – Regensburg, [1541 Juli 28] »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 1, fol. 14r–15r (Reinkonz.); DV fol. 15v: Unser der augspurgischen confession und religion verwanten stendt antwurt uff die erklerung, wolliche die ksl. Mt. in gegenwurtigkait Pfgf. Friderichen und des von Navio in irer Mt. herberg gegeben. Ist bedacht, aber gleichwol nicht außgangen.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 250r–252r (Reinkonz.).

    C  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 17 Nr.13a Fasz. 1, fol. 28r–29r (Kop.); AS fol. 29r: Abschrift, wes die protestirenden stende zu Regensburg nach publicirtem reichsabschide ksl. Mt. schriftlich uberantwort, darauf ist die erclerung des abschid von ksl. Mt. geschehen1.

    Die stend der augspurgischen confession haben der ksl. Mt. gnedigst bescheen antzaig und volgende verklerung etlicher puncten, im abschid begriffen, underthenigst vernommen.

    Und erstlich, das concilium und den papst betreffend, lassen sie es bey vorigem irem protestirn wenden.

    ŠDer verglichnen articul halb, dweil dieselbigen nach irer theologen ubergeben declaration zu verstehena, lassen sie es auch dabey beruhen, dan sie ane das auch nicht gneigt, auß irer confession und apologiab zu schreitten.

    Die cloister und kirchen belangendt, sein sie nicht gemeint, cdie cloister und kirchen hinfur abtzuprechen oder abtzuthun, doch unbegeben, dieselben in iren oberkayten zu christlicher reformation antzuhalten–c, desgleichen die zins und rent den geistlichen, deren sie noch in possessione seindt, furzuenthaltend.

    eDoch das es gegen innen und den irn auch also gehalten und–e das die schulen sampt den noturftigen ministerien der kirchen versehen werden.

    Sein auch nit gneigt, andere zu irer religion zu dringen oder widder irn willen dartzu zu tzihen, sich auch frembder underthanen mit schutz oder schirm widder billicheit nit antzunemenf. gDesgleichen solt von dem andern teiln auch gescheen–g.

    Des cammergerichts halb, do solchs irer vorigenh underthenigsten bitt nach reformiert und besetzt, idie personen irer religion nicht gescheucht nach reiicirdt–i, also das sich auch disse stend gleichmessigs, unparteischenj rechtens zu versehen, so wollen sich kdie einigsverwanten [sic!] stende, welche disse beschwerung am meisten belangendt–k, der underhaltung anders halb auch aller gebur tzu halten wissen.

    lSover auch die goslarische acht in der suspension mit begriffen vermog der ksl. Mt.m erpieten, durch den Kf. von Brandenburg geschehen–l, so lassen sie es auch dabey wenden.

    Desgleichen, das der augspurgisch abschied uff die articul nder religion–n nicht gemeindt, sonder dieselben uffgehaben sein sollen. Und uff solche verkle Šrung und verstand wurdeo obbemelten abschied berurte stenden pbewilligen mogen–p, dan ander gestalt wissen sie dieselben nicht zu bewilligen, sonder qder abwesenden räth und potschaften–q wollen solchs an ire gnedigst, gnedig herrn und obern pringen. Die werden sich darauf irer notturft nach gegen der ksl. Mt. undertheniglich vernemen zu lassen, auch in allen andern puncten und articuln alles gepurlichen gehorsams zu halten und zu ertzeigen wissen.

    «Nr.944 Entwurf [von kaiserlicher Seite] für die Deklaration des Reichsabschiedes zugunsten der protestantischen Stände – Regensburg, 1541 Juli 28 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 365r–366r (Kop.); KV fol. 365r:28. July.

    Teildruck: Corp. Reform. IV, Nr. 2351 , Sp. 622.

    Erclerung und declaration der röm. ksl. Mt. der mißverstendigen artickel in itzt furhabendem abschied halben.

    Ist aber hernach verbessert etc.

    aZum ersten, so meldunge beschicht, das die gaistlichen irer gulten zinsen etc., derer sie itzo in possession sein, hinfuro nicht sollen entsetzt werden etc., welche wort in alleweg den verstandt haben sollen, daß nicht allein auf der catholischen geistlichen und gestift, der sie itzo in besitz, dieselbig getzogen sein, sondern auch auf der protestirenden und derselben religionsverwanten geistlichen und gestift, daß sie auch deren zinß und gult etc., so sie itzo in posses sein, auch hinfuro nicht sollen entsetzt werden, verstanden werden sollen.

    Zum andern so soll, do gemeldet wirdet, daß die protestirenden niemant zu sich dringen, bewegen etc. sollen, das wort ‚bewegen‘ allein dohin den verstandt haben, daß sie niemandt der andern religion seine underthannen abpracticirn, in schutz oder schirm nehmen sollen. Und soll hiedurch, ob sich imandt sonsten zu irer religion begeben wolt, denselben des unbenohmen sein.

    Also auch soll es des chammergerichts halben verstanden werden, das die beisitzer desselben auf den itzigen furhabenden abschied sollen veraidet werden, bwie dann der augspurgische abschied, sovil die religion belanget, nicht stathaben solle–b. Und soll einem iden ungeachtet, wesser religion derselb sei, Šgleichmessiges recht gesprochen werden, wie auch kein beisitzer, der sonsten tuglich, der religion halben daraus entsetzt werden soll.

    So soll auch den protestirenden freisein, auf nechst verlauffene visitation denjhenigen, so sie ins chammergericht zu setzen haben, ob sie die nicht ferner dartzu gebrauchen wollen, zu verlauben und andere tugliche personnen irer religion an der stadt zu verordenen.

    cSo ist es auch der röm. ksl. Mt. nicht zugegen, das auf morgen nach vorlesenem abschied die protestirenden vor der röm. ksl. Mt. in beisein der andern stenden, wie volgt, vorbringen lassen:

    Demnach sie irer röm. ksl. Mt. ire mengel und misvorstand, so sie des abschids halben hetten, underthenigst vorbracht und angegeben und dan ire röm. ksl. Mt. inen derselben misvorstand erclerung und bericht gethoin, so wolten sie auf dieselbe erklerung und, inmassen die beschehen, auch diesen abschied willigen und annehmen etc.–c

    «Nr.945 Erklärung der protestantischen Stände zur Deklarierung des Reichsabschiedes1 – Regensburg, 1541 Juli 28 »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 433r (Kop.); AV fol. 433r: Wes die stende der augspurgischen confession auf heutem [= heutigen] kayserlichem abscheid replicirt, 28. Julij 1541.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 362r (Kop.); ÜS fol. 362r: Abermals der religionsverwanten stende antwort des abschieds halben, 28. Julij.

    C  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20 III, fol. 484r–484v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 484v: Protestirenden antwort nach gehorter declaration auf die artikel des abschiets.

    D  koll. Stuttgart HStA, H 55 Bü. 49, unfol. (Kop.); AV: Der röm. ksl. Mt. uberantwurt dorstags nach Jacobj anno 41 [28. Juli 1541].

    Euer ksl. Mt. gnedigste antzeigung und declaration der angetzogner mengel halben in furgehaltem abscheidt haben die stende der augspurgischer confession gehort und darauß iren allergnedigsten, vätterlichen willen gespurt und, so Šdie gebetten und heutige beschehene declaration in den abscheidt khommen mochten, wurden sie denselbigen, wiewol nichta on beschwerung annemen. Im fall aber, so dasselb der andern stende halben nicht geschehen mag, so wille den gesandten mangels halben ires bevelhs darin nicht zu willigen sein, auß allerley ursachen, die euwer ksl. Mt. wol vernomen und auch zu ermessen haben, sonder sie wöllen sich verhoffen, euer ksl. Mt. werden ir nichts zuwidder sein lassen, diesen abscheidt, soviel derselb die begerte erclerung betrifft, an iren gnedigsten, gnedigen hern und obern zu bringenb, der ungetzweyveltenc zuversicht, ire kfl. und fstl. Gn. und sie werden sich darinnen gegen euer ksl. Mt. mit underthenigster antwort und allen andern stenden der gebur zu ertzeigen wissen.

    «Nr.946 Anmerkungen von protestantischer Seite zur Formulierung der Deklaration zum Reichsabschied – Regensburg, o. Datum »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Notizzettel); DV: Unser der augspurgischen confession verwanten stend erklerung uber den furschlag zu dem entlichen abschidt, dem Kf. zu Branndenburg in des kaisers herberig ubergeben. Zu dißer schrift gehort der abschidt, ist meim gnedigen herrn uberschickt. N. 8.

    B  koll. Marburg StA, PA 588, fol. 196r–196v (Kop.); DV fol. 196v: wie in A ohne den zweiten Satz.

    a. frey christlich concilium.

    b. frey christlich concilium.

    C. Diser artigkel sol also steena.

    bC. Es sol bis zu obbestimpter entlicher vergleichung durch die protestierenden in den artikeln, dero siche ire theologen verainigt, uber und wider solche vergleichung und declaration, der ksl. Mt. ubergeben, nit geschritten werden–b.

    ŠD. Auch die closter und stiftc untzerbrochen und -abgethan pleiben, doch unbegeben einer yden oberkeit, hinder deren sie gelegen, dieselbigen zu christlicher reformation antzuhalten dund zu pringen–d.

    E. Und herwidderumb von der augspurgischen confession kirchendynern, auch stiften, clostern und heusern auch also gereicht werden und vervolgen. Es sol auch kein teil das ander zu sich dringen oder widder des willen zu sich zyhen.

    F. Und nemlich di myndische und die goslarische und – – –.

    G. Ausgescheiden, sovil di religion antrifft, in weßen pleibene.

    H. Doch das solche visitation und reformation neben den keiserlichen comissarien durch beiderseits religion stende und nicht auf die artigkel bemelter abschidt, sovil di religion belangt, furgenomen, damit nymands, der sonst tauglich, der religion halben geeussert oder reiicirt werd.

    I. Usserhalb der religion.

    «Nr.947 Entwurf für die Deklaration zum Reichsabschied für die protestantischen Stände – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 2, fol. 84r; AV: Handlung der declaration halb, uff den abschid zu Regenspurg gemacht, durch den Kf. zu Brandenburg zwüschen ksl. Mt. und dis tails stenden furgenomen.

    Zum ersten als gemeldt würdet vom concilio, das soll verstanden werden von einem freyen, christlichen concilio. Und haben inen dobey die protestierenden stendt vorbehalten, das sie in des babsts und seiner legaten auctoritöt anders nicht, dann wie ire vorgethonen protestation ußweist, in disem abschid gewilligt haben wöllen.

    Zum andern, nachdem die artickel im abschidt von denen durch ire theologen verglichnen artickeln etwas dunckel gesetzt, so hat derselb den verstandt, das die protestierenden stend bis zu der entlichen vergleichung der religionsachen in denen artickeln, deren sich ire theologen vereinigt mitsampt irer declaration, dieselbigen vergleichung und declaration nicht überschreitten söllen. Und ist inen in den überigen, unverglichnen artickeln hierin kein maß gegeben.

    Zum dritten als im abschidt so gesatzt, das die clöster und kirchen untzerbrochen und unabgethon bleiben sollen, soll derselb artickel dohin verstanden werden, das hinfuro die clöster und stift untzerprochen und unabgethon bleiben sollen, doch unbegeben einer jeden oberkeit, hinder deren sie gelegen, dieselbigen zu christlicher reformation antzuhalten.

    « Nr. Š948 Entwurf für die von den protestantischen Ständen geforderte Deklaration des Reichsabschiedes – Regensburg, o. Datum »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 1, fol. 3r, 4r, 5r, 6r–6v, 7v (Konz.); DV fol. 8v: Handlung der declaration halb, uff den abschidt zu Regenspurg gemacht, durch den Kf. zu Brandenburg zwuschen röm. ksl. Mt. und dises tails stenden furgenomen.

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.).

    Zum ersten, als gemelt wirdet von concilio, das sol verstanden werden von einem freyen, christlichen concilio. Und haben inen dabei di protestierenden stende furbehalten, daß sie in des bapsts und seiner legaten authoritet anders nicht, dana wie ire vorgescheen protestation ausweystb, in diesem abschidt gewilligt haben wollen.

    Zum andern, nachdem der artigkel im abschidt von denen durch ire theologen verglichen artigkeln etwas thungkel gesetzt, so hat derselb den verstandt, daß di protestirend stend bis zu der endtlichen vergleichung der religionsachen in denen artigkeln, dero sich ire theologen vereinigt mitsampt irer declaration, dieselbige vergleichung und declaration nicht uberschreiten sollen. Und ist inen in den uberigen, unverglichen artigkeln herine kein mass gegeben.

    Zum dritten als im abschidc so gesatzt, daß die closter und kirchen undzerbrochen [sic!] und unabgethan pleiben sollen, sol derselb artigkel dahin verstanden werden, das hinfuro die closter und stift unzerbrochen und unabgethan pleiben sollen, doch unbegeben einer yden oberkeit, hinder deren sie gelegen, dieselbig zu christlicher reformation antzuhalten.

    Item, es sold auch die goslarische acht unter dem artigkeln, von den achten meldende, begriffen sein und darine verstanden werden.

    Item, es sol auch der artigkel, von der augspurgischen religion meldend, von andern sachen ausserhalben der religion verstanden werde.

    Und auf diese declaration haben die protestirende stendee abschidt dieses reichstags bewilligt und anders nicht.

    «Nr.949 Deklaration Karls V. zum Reichsabschied für die protestantischen Stände – Regensburg, 1541 Juli 29 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.)1.

    ŠB  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 2, fol. 86r–88r (Kop.); DV fol. 88v: Declaration uff den regenspurgischen reichsabschidt. Ist nicht collationiert.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 217r–218v (Kop.); AV fol. 218v: Declaration, den protestirenden des regenspurgischen abschids halb gegeben, anno 41.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 123r–124v (Kop.).

    E  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    F  koll. Duisburg LAV NRW R, Kurköln VI 106, fol. 95r–97v.

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2352 , Sp. 623–625;Döllinger, Beiträge Bd. I, Nr.10, S. 36–38 (lat.).

    Wir Karl der funft von Gotts gnaden röm. keiser etc. thun kunth mit disem brief gegen jedermenigclich, nachdem der augspurgischen confession und der religion verwante stendt mängel etzlicher mißverstendiger artickel unsers jetzigen, gegeben abschids gegen uns angegeben und furtragen lassen, mit underthenigster bitt, dieselben aferrer zu–a declariern und leuttern, das wir solchen mißverstandt derselben angegebnen artickel weiter erklern und nachvolgender meynung verstanden haben wöllen.

    Als zum ersten der artickel im abschid von denen durch ire theologen verglichen artickeln etwas dunckel gesetzt, hat es den verstandt, das der augspurgischen confession verwante stend bis zu der entlichen vergleichung der religionsachen in denen artickeln, der sich ire theologen vereinigt mitsampt irer declaration, dieselben vergleichung und declaration nicht uberschreitten sollen. Und ist inen in den uberigen unverglichnen artickeln hierin kein maß gegeben2.

    Zum andern3 im artickel, do der abschid besagt, das die clöster und kirchen untzerprochen und unabgethon bleiben sollen, derselbig artickel soll dohin verstanden werden, das hinfuro die clöster und stift untzerprochen und unabgethan bleiben sollen, doch4 unbegeben einer jeden oberkeit, hinder deren sie gelegen, dieselben zu christlicher reformation anzuhalten.

    Zum dritten, do meldung beschicht, das die geistlichen irer gülten, zins etc., deren sie jetzo in possession sein, hinfuro nicht sollen entsetzt werden etc., dieselben wort sollen disen verstand haben, das nicht allein uff der gemeinen stend geistlichen und stift, deren sie jetzo in besitz, dieselbig getzogen sein, sondern auch uff der augspurgischen confession verwandte geistlichen, gestift, clöster und heußer, das dieselbigen irer rent, zins, gült und einkomen5, deren sie noch in possess, ungeacht6 wölchs theils religion sie sein, auch ußgegangner Šmandaten hinfüro unaufgehalten und unentsetzt bleiben, bund derselb artickel auch daruff verstanden werden solle–b und in allweg7, das die notturftigen ministerien und schulen, die sie vormals bestellt haben, nochmaln bestellen, ungeachtet was religion sie sein, wie gepürlich versehen und bestellt, doch das in demselben nicht verner geschritten werde dann wie jetzo.

    Zum vierten, do der abschid meldet, das cder augsburgischen confession verwandt[en] niemant–c zu sich dringen8, bewegen etc. sollen, soll das wort ‚bewegen‘ den verstand haben, das sie hinfuro keinem stand der andern religion seine underthonen abpracticieren, in schutz oder schirm nemen sollen, und soll9 hiedurch, ob sich jemandt sonst zu irer religion begeben wollt, denselben das unbenomen sein.

    Also soll es auch des cammergerichts halber verstanden werden10, das die beysitzer desselben uff den jetzigen abschid und declaration sollen veraidet werden und der augspurgisch abschid11, sovil die religion belangt, nicht statthaben soll, deßgleichen die personen12, so presendiert wurden, von des wegen, das sie der augspurgischen confession weren, gar nicht gewegert werden. Und soll einem jeden ungeachtet, waßer religion er sey, gleichmessig recht gesprochen werden13. Und soll keinem beysitzer, der sonst tauglich, der augspurgischen confession und derselben stend religion halber daruß entsetzt werden14.

    So soll auch den stenden, der augspurgischen confession verwant, und den andern stenden freysten, uff nechstkunftig visitation denjhenigen, so15 sie in unser cammergericht zu setzen haben, ob sie die nicht verner geprauchen wöllen, zu erlauben und andere taugliche personen irer religion an dero stöt zu verordenen. Und wir wöllen in verordnung der personen zu der visitation kein underschid der religion haben16.

    ŠEs soll auch in disem unserm abschid die goßlarisch acht under dem artickel, von den achten meldende, auch verstanden werden17.

    Und soll auch der artickel, von der augspurgischen religiond meldend18, von andern sachen usserhalb der religion verstanden werden, vermög des abschids19.

    Uff dise declaration haben die stend, der augspurgischen confession verwandt, disen unsern abschid und anders nicht gewilligt und angenomen, alles in kraft diß briefs one geverd, mit urkunth diß briefs, besigelt mit eunserm kayserlichen angehenckten insigel20.

    ŠGeben in unser und des reichs stedt Regenspurg am 29. tag des monats Julii nach Christi geburt 1541, unsers keiserthumbs im 21. und unser reiche im 25. jarn–e.

    «Nr.950 Erklärung der protestantischen Stände gegenüber dem Kaiser nach Verlesung des Reichsabschiedes – Regensburg, [1541 Juli 29]1 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 1, fol. 1r–1v (Kop.); DV fol. 2v: Unser der augspurgischen confession und religion verwanten antwurt, röm. ksl. Mt. in beywesen der kgl. Mt. und anderer reichsstend uff den verleßnen regenspurgischen reichsabschidt gegeben.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 367r–368v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 368v: Confeßionverwanten stende endtliche antwordt und wiederholte protestation uff ksl. Mt. gegebenen abschied.

    C  koll. Hannover, NLA, Celle 1 Nr. 20III, fol. 443r–443v (Kop.).

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2354 , Sp. 631.

    Die stend der augspurgischen confession und derselbigen religion verwanten thun sich gegen eurer ksl. Mt. des ertzeigten, gnedigsten und vetterlichen vleiß und muhe sampt der gluckwunschunge zu der vorhabenden reise zum underthenigsten bedancken, gleichermassen und gestalt, wie euer ksl. Mt. von den andern Kff., Ff. und stenden itzt gnedigst vernomen, und haben den verlesenen abschiedt underthenigst auch angehordt. Und nachdem sie eurer ksl. Mt. etliche mengel und mißverstandt, so sie gmeltes abschiedts halben haben, underthenigst vorbracht und angegeben und dan euer ksl. Mt. inen derselbigen erclerunge und bericht gethan, so wollen sie uf dieselb erklerunge und, inmassen die bescheen, dissen abschiedt bewilligen, doch mit erholung irer vorigen gescheen protestation und vorwendunge des concilii halben, das solichs von einem gemeinen, freien, christlichen concilio, in teutscher nation zu Šhalten, darinnen die streitige religion nach Gotes wordt zu erorteren verstanden, auch des bapst angemastea authoritet belanget, darbey sie es auch nochmals allenthalben beruhen lossen, underthenigst bitende, euer ksl. Mt. welten des genedigst ingedenck sein.

    Desgleichen dweil sie in dem gmelten abschiedt etliche articul und puncten vermerckt, darin sie wider alt, loblich herkomen und geprauch zu keinem samptlichen beradtschlagen getzogen, vil weniger dieselbigen bewilliget, und sich derwegen nit unbillich zu beschweren, so wöllen die räth, gesanten und botschaften, dieselben an ire gnedigst, gnedig herrn und obern pringen, ungetzweivelt, ir kfl. und fstl. Gn. und die andern werden sich darin und sonsten aller gebur zu ertzeigen wissen und thun sich eurer ksl. Mt. alß die gehorsame underthenigst bevelhen2.

    « ŠXI,2b Die Deklaration Karls V. zum Reichsabschied für die altgläubigen Stände  »

    «Nr.951 Die kaiserliche Deklaration für die altgläubigen Stände – Regensburg, 1541 Juli 29 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); AV: Declaration des regenspurgischen abschids, 29. Julii anno 41.

    B  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Konz.); DV: Litterae declarationis caesaris supra recessu Ratisbonensi catholicis datae, Ratisbonae anno 41.

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 184r–185r (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 184r: Declaratio caesareae maiestatis uber das wordt ‚obericheith‘ im regenspurgischen absceydt, anno 41 außgangen, ausbleiben.

    D  koll. Mühlhausen StadtA, 1–10/C 5, S. 318–320 (Kop.).

    E  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); DV: Declaratio supra aliquibus verbis recessus Ratisponensis insertis etc.

    Wir Karl etc. bekhennen offentlich mit disem brieve und thuen kundt allermenigclich, als wir anheut dato den abschid dises unsers alhie zu Regenspurg gehaltnen reichstags, in schriften verfast, aunseren und des reichs Kff., Ff. und stenden, so auf jetz gemeltem unserm reichstag versamblet sein und der abwesenden potschaft und gesanten–a verlesen und eröffnen lassen, darin undter dem artickel, belangend die erstreckung des nurmbergischen fridtstandts neben andern dise nachvolgende wort: ‚auch die closter und kirchen unzerprochen und unabgethan bleiben, dergleichen den geistlichen, so sich der religion halben entsetzung beclagen, ire renthe, zinß und einkhomen, sovil sy deren noch in possession seyn, unaufgehalten vervolgen und zusteen lassen‘ etc. gesetzt und begriffen werden, dieweil aber etliche Kff., Ff. und stende uns diemuetiglichb gepetten, das wir zu den obbestimbten worten ‚renth, zinß und einckhomen‘ auch dise wort, nemblich ‚gueter, ober- und gerechtigkait‘ in yetz gemelten unsern und des reychs abschid außtruckenlichc zusetzen und verleiben zu lassen, genedigclich geruechten, dargegen aber die andern und nemblich die protestierenden stende an uns begert, das wir nit gestatten wollen, solche oder andere ainige wort in obberuertem reichsabschid weiter dzu setzen–d und zu begreiffen, und, nachdem sich die stende hieruber guetlich nit vergleichen mogen, ehaben wir uns vorbehalten–e, uber solchen iren stritte genedig erclerung und Šleutterungf zu thueng und darauf mit wolbedachtem mueth, guetem rath und rechter wissen erclert und endtschiden hund thuen das hiemit von romischer kayserlicher machtvolkomenhait–h wissentlich in craft ditz briefs, imainen, ordnen, setzen und wollen–i, das den geistlichen, jdie sich der religion halben entsetzung beclagen–j, nit allein ire renthe, zinß und einkhomen, besonder auch gleichergestalt alle ire khaab und gueter, auch ober- und gerechtigkait–k, sovil sy deren noch in posseß loder quasi–l sein, unaufgehalten volgen und zusteen, mzu gleicher weise, als ob solchs alles in obberuertem unserm und des reichs abschid mit außgetruckten worten begriffen were–m, und die geistlichen bey solchenn iren renten ozinsen, einkomen, ober- und gerechtigkaiten, auch hab und guetern–o und verwaltung derselben, wie von alters herpracht und komen pund deren sy noch in besitzung sein, als obsteet–p, geruebigclich pleiben, auch daran von den protestierenden und andern stenden qund sonst menigclich–q gantz und gar unverhindert und unbetruebt gelassen werden sollen, alles bey den peenen, in unserm kayserlichen außgekundtenr landtfriden sund beruertem reichsabschid begriffen–s, darein ain yeder, so toft er–t frevenlich hiewider thete, alsbaldt mit der that gefallen seinu solle. Das mainen wir ernstlich, mit Šurkhund ditz briefs, besiggelt mit unserm kayserlichen anhangenden insigl. Geben in unser und des reichs statt Regenspurg am 29. tag des monnats Julii nach Christi gepurt 1541, unsers kayserthumbs im 21. und unserer reich im 26. jaren.

    « ŠXI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen  »

    «Nr.952 Protestation der Gesandten der Reichsstädte Köln, Metz, Worms und Speyer gegen das Verfahren bei den Reichstagsverhandlungen und bei der Erstellung des Reichsabschiedes – Regensburg, [1541 Juli 29] »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 426r–427r [Ausf.?].

    B  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 486r–486v (Kop.).

    C  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 218, fol. 308r–309r (Kop.).

    Wiewol unsere obern zu disem reichsdage, die außgeschribennen puncten zu handlen, berathschlagen und beschliessen zu helfen, von röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten hern, erfordert worden, deßhalben auch unß abgefertigt, alles daß zu handeln, zu rathschlagen und zu beschliessen zu helfen, daß hochst gedachter röm. ksl. Mt. zu underthenigster gehorsam, dem hl. reich zu nutzs und wolfart gedeien und unsern obern immer leidlich und dreglich sein mochte etc., wie wir dann unserer personen desselbigen zum hochsten genaigt, nachdem wir aber von den reichshandlungen und rathschlegen wider art, natur und aigenschaft solcher sachen, auch deß reichs loblichem geprauch und alt herekomen also außgeschlossen worden, das unß auf etliche der ksl. Mt., auch churfursten, fursten, prelaten und graven, unserer gnedigsten, gnedigen und gunstigen hern, bedencken und furhalten nit allein abschrift, sonder auch die verlesunge derselbigen gewaigert, darumb wir dieselben nit ersehen oder erwegen mogen, deßhalben unß nit aigentlich bewüst, welchergestalt die ksl. Mt., auch Kff., Ff. und andere stende sich abschiedts verglichen, wir auch den verfasten abschiede nit volkomenlich vermerckt, sonder etlicher darin verleibter puncten zum thail gar nit bericht und der andern kain verstant erraichen oder vernemen mogen, so will unß unser person halb gar nit gepuren, unwissende sachen zu willigen oder abzuschlagen, wir welten dann unß in sondere, nachthailige geferligkait gegen unsern obern begeben, deßwegen wir in ainiche besigelung vorgerurts abschidts, unsernthalb zu bescheen, nit gehellen konden noch vil weniger darumb zu bitten wissen.

    Wir wellen aber, doch mit vorbehalt, das wir dardurch in obberurte neuerung kainswegs bewilligt haben oder von der erbarn frei- und reichsstett gerechtigkait abgetretten sein wellen, alle ergangene handlung, sovil wir deren ingedechtig seien, unsern obern zum furderlichsten anbringen, der ungezweifelten hofnunge, gedachte unser obern werden sich gegen der röm. ksl. Mt. als irer Mt. gehorsame underthanen und sunst gegen meniglich aller gepure erzaigen, bittende, in erwegen vorgedachter ursachen unsere personen zum besten entschuldigt zu haben.

    Gotschalck Frechen, gesandter der statt Colln, subscripsit.

    Johann von Nidpruck Dr., gesanter der statt Metz, subscripsit.

    ŠPeter vom Steyn, Hanß Jungler, baide gesanten der Statt Wormß, subscripserunt.

    Friderich Murer, burgermeyster, Adam von Berstein, altburgermeister, bede gesandten der statt Speyer1.

    aDeßgleichen haben die gsanten der stett Costnitz und Franckfurt auch anghengt, das sie solhs zuvor an ire hern gelangen lassen mochten–a.

    «Nr.953 Protestation Hg. Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel gegen die pauschale Suspension der Achturteile und Kammergerichtsprozesse in Religionssachen – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 424r–425r (Kop.).

    Der durchleuchtig, hochgeborn furst und herre, H. Heinrich der junger, Hg. zu Braunschweig und Luneburg etc. hette aus der ksl. Mt. begrieffenem abschied vernomen, welchermassen die acht und proceß an dem kayserlichen chamergericht in religion- und andern sachen, von derwegen ein streit gewesen, ob sie in den nurnbergischen friedstandt geherig oder nit, angestalt und dorunder gehandelt werden solte etc. Wiewol nun die goßlarische acht kein religion- noch ein andere sache were, die jhe streittig worden, ob sie in den gedachten friedstandt geherig oder nit, als die vor 14 jaren an dem chamergericht anhengig worden, ehe einicher friedstandt aufgericht, und von wegen friedbruchtiger, bösen und grausamen handelung halben, so burgermeister, rath und gemeinde der statt Goßlar mit ausfallen in seiner fstl. Gn. furstenthumb und etliche hutten, darinnen sie seiner fstl. Gn. arbeiter und diener auf die schmeltzöfen geworfen, jamerlich vorbrent, eins theils auch erwurgt, todtgeschlagen und eins theils hertiglich in tod verwundet, und mit abbrennen und zerstörung seiner fstl. Gn. clöster, stiften und kirchen und in andere wege getrieben und geubt, also das seine fstl. Gn. noch auch yemants anders unpartheischer verstehen oder erachten konte, das die ksl. Mt. vielmals gnedigster, beschehener vertröstung gemeint ader verstanden haben möchten, als es auch seine fstl. Gn. nit verstanden. Dann auch hetten seine fstl. Gn. der ksl. Mt. zu underthenigstem gefallen vor den gegeben comissarien Pfgf. Friderichen und dem Bf. zu Speyr bewilligen wellen, das seine fstl. Gn. ein geraume zeit zu guetlicher handelung mit der execution oder volnstreckung der gesprochenen goßlarischen acht in Šrhue steehen, auch denen von Goßlar gestatten wolten, das sie mitlertzeit in und durch seiner fstl. Gn. furstenthumb frey, sicher, unverhinderlich passieren, reisen, wandern und contrahieren möchten, das inen auch die zu- und abfuer frey- und offenstehen solten, doch welten seine fstl. Gn. hiemit nit gemeint oder nochgegeben haben, das sie in vorigen standt aller dinge restituiert sein solten, alles seiner fstl. Gn. an iren erlangten urtheil und rechten unschedlich, wie seiner fstl. Gn. erpieten, welchs den comissarien bewust, weitter ausfuren thette.

    Aber demnach die widertheiln solchs milt und uberflussig erpieten nit annehmen wellen und vermeinten darzu, seine fstl. Gn. ires gefallens umbzutreiben, uber das sie seine fstl. Gn. und derselben underthanen und verwanten mit berurter friedbruchigen handelung mehr als in die viermal 100.000 fl. schaden zugefugt hetten, wann nun die widertheiln itzo oder hernachmals verstehen welten, das durch gemelten begrieffenen abschiedt die gedachte acht auch angestelt sein oder aber das es sonst auch den verstandt haben solt, als seine fstl. Gn. gelegenhait der sachen und der ksl. Mt. gnedigst vertrösten nach sich nit versehen konten, so wurden seine fstl. Gn. irer unvermeidenlichen notturft nach gedrungen und verursacht, solchs anzufechten, zu widersprechen und nit zu bewilligen, wie dann seine fstl. Gn. in eventum und auf angezogenen fall und meynung solche anstellung der goßlarischen acht, wo sie gemeint sein solte (das doch seine fstl. Gn. nit glauben), in der besten form, maß und weiß, als es zu recht oder sonst der gewenheit nach am kreftigesten ymer beschehen solte, konte ader mochte, gegen Kff., Ff. und stenden widersprochen, widerfochten und nit gewilligt oder angenomen welten, als auch seine fstl. Gn. hievor in keine suspension gewilligt haben, das seine fstl. Gn. sich hiemit thette zierlich und herlich bedingen und protestieren und solche seiner fstl. Gn. verursachte und rechtmessige, schrieftliche, verfaste protestation mir, secretarien, in des reichs matricula oder prothocol zu registrieren und zu prothocolieren, dero im fall der notturft sich seine fstl. Gn. hette zu gebrauchen, zustellen mit undertheniger, dienstlicher bitt, die ksl. Mt. welte seine fstl. Gn. keiner anderer meynung vermercken und seiner fstl. Gn. gnedigster herr und kayser sein und pleiben. Das umb ir ksl. Mt. were seine fstl. Gn. in underthenigkait zu verdienen willig.

    «Nr.954 Protestation des Hochstifts Freising wegen der Doppelanlage – Regensburg, o. Datum »

    A  München HStA, Hochstift Freising Kasten blau 220/7, unfol. (Reinkonz.); AV v. zwei verschiedenen Hdd.: Scedula protestationis[occasione] der doplanschleg halben. Zu Regenspurg. Contra die turkhenhilf von wegen thumbprobsts, dechan und capitls zu Freisingen durch Dr. Spiß beschehen, anno etc. 41 bescheen zu Regen[sburg] vacante sede episcopatus Frisingensis.

    B  koll. München HStA, Hochstift Freising Kasten blau 220/4 Konv. RTA 1541, unfol. (Konz.).

    ŠVor euch offenbaren notarien und hienach benannten glaubwirdigen gezeugen erscheind der erwirdigen, in Got wolgeborn erwirdigen, edlen und hochgelerten H. Georgen Gf. zu Ortenberg, brobsts, Anthonien von Alberstorff, dechants, und gemains capitls des thumbstifts zu Freising zu disem hieher gen Regenspurg ausgeschriben reichstag geordenter gesandter, nemlich Georg Beheim, genanndt Spieß Dr., cantzler, und bringt fur: Wiewola weiland dem hochwirdigen, durchleuchtigen, hochgebornen fursten und herrn H. Philipsen, Bf. zu Freising, administrator des stifts Numburg, Pfgf. bei Rhein und Hg. in Bairn etc., hochlöblicher gedechtnus, bder ubermässigen und unerschwinglichen anlagen, auch doppelanschleg halben, damit angeregter stift uber sein vermögen angeschlagen und im reich, auch von den niderösterreichischen landschaften angeschlagn worden–b, auf den jungst zu Nurnberg, Speier cund Augspurg gehalten reichstägen neben andern vertrostung beschehen, das sein fstl. Gn., auch ander–c, so dermassen beschwert, hinfuro in ainich des reichs hilf und anschlag weiter zu bewilligen, nit schuldig sein solten, inen wären dann zuvor ir anschleg nach maß irs einkhomens gemässigt und der österreichischen anschleg in zeit der werenden turckhenhilf vermöged angeregts augspurgischen abschids bemussigt, so wolte doch angeregter stift Freising yetz widerumb, unbedacht berurter vertrostung, auch zu Augspurg derwegen beschehen und ytz alhi vilfeltigclich verneut und repetirt protestation, on ainich vorgeende zugesagt ringerung und mässigung, auch der doppelanschleg abstellung nach altem anschlag ein die hilf–e getzogen und angeschlagen werden1. Dieweil aber sölich anschleg, hilf und anlag uber mergedachts stifts vermögen und demselben fon mercklichen abfal und verderben–f khainswegs erschwinglich und gdan der stift–g, dieselben, inmassen die darauf geschlagen, uber die mergemelte ergangen reichsabschid und aus andern guten, gegrundten, rechtmessigen ursachen, so hhievor, auch yetz furbracht und, wo vonnöten, im rechten weiter-h furbracht werden mögen und, zur inotturft des–i stifts und khunftigen herrens furzubringen, hiemit vorbehalten haben wille, zu laisten, nit schuldig, wie dan der gesandt in benant Šanschleg und hilf, auch die jpeen, ob ainich darauf gesetzt werden sollt–j, nit bewilliget, sonder dieselben, inmassen sy auf den stift dem alten anschlag nach gelegt werden wellen, offenlich widersprochen und noch widerspricht, welches alles kder obgenannt freisingisch gesandt–k hiemit offentlich vor euch notarien und getzeugen in der pesten form, weiß, maß und gestalt, wie das von rechts wegen beschehen soll, khan und mag, protestirt und betzeugt.

    Doch soll dise protestation dahin nicht verstanden werden, das der stift Freising, disel furgenomen turckhenhilf neben andern des reichs stenden zu laisten, gentzlich zu waigern, vorhette, sonder das die allain darumb beschehe, das dem stift, dieselben dem alten anschlag nach und, das der in den niderösterreichischen landen ondasm all darin ligende guter und fleckhenn neben andern landleuten oin allen rustungen, anlagen und steur beschwerlich–p vertretten muß, inmassen die dem stift zu thun aufgelegt werden wolt, zu laisten, nit muglich. Sovil aber dem stift und khunftigen herrn zu raichen und zu laisten erschwinglich und träglich, darin werden ernannts thumbcapitl und der khunftig furst sich unzweiflich christenlich, mitleidenlich und underthenigclich beweisen, halten und ertzaigen. Requiriert darauf euch, offenbaren notarien, von ambts wegen ime diser gethanen protestation ains oder mer offen instrument, sovil er dero notturftig werden möge, zu geben und mitzuthailen.

    «Nr.955 Protestation Bf. Valentins von Hildesheim gegen den Reichsabschied – [Regensburg], o. Datum »

    Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 205r–206r (Kop.); ÜS fol. 205r: Protestation und bedingung des hochwürdigen fursten, H. Valentins, Bf. zu Hildensheim, in reichsräthen und sonst der eylenden und beharlichen turckenhylf, auch der underhaltung des kayserlichen kamergerichts und anderer beschwerung halb in jungst gehaltnem reichstag zu Regenspurg des 41. jhars, wiewoll unnöttig und zum uberfluß, bescheen.

    Der hochwürdig furst H. Valentin Bf. zu Hildesheim zeygt an, das, wiewoll die augenscheinliche und unvermeydliche notturft die eylende turckenhilf, so durch Kff., Ff. und stende der röm. ksl. und kgl. Mtt. zue rettung des cristlichen kriegsvolcks vor Offen und der cron Hungern bewilligt, erheysche, dergleichen auch offenbar, das im hl. röm. reich fryed und recht nita gepflantzt oder Šgehandthabt werden mog, so das kayserliche chammergericht fallen und nit underhalten werden sollt, derewegen auch Kff., Ff. und stend zu underhaltung desselbigen sich auf etliche jhar begeben und bewilligt und ermelter furst und bieschoff als ein gehorsambs glied und stand ermelts röm. reichs darin auch, doch mit denen außdrücklichen conditionen und bedingungen, sovern er nach ausweysung der urtheil und executorialbrief, zu Rhom wider die hochgeborne fursten Hn. Erich und Heinrichen Hgg. zue Braunschweig von wegen seins stiefts Hildesheim und desselbigen entwerthen, entsetzten und spoliierten guetthern erhalten und ksl. und kgl. Mtt., auch churfursten, fursten und gmeinen des hl. reichs stend mitsambt nebenschriften der bäbstl. Hlt., an die ermelte ihre Mtt. und stende loco mandati executivi außgangen, intimirt und requirirt, auf werendem reichstag restituirt, reintegrirt und ergentzt würd, bewilligt und aber solche restitution bys daher verblieben, der reichstag darüber sein end und abschied erreicht und ermelther bieschoff von berurthem sein stieft nichts einkhommens oder uffhebens hat, so hat hochgemelter furst sich ußdrücklich, offentlich und zierlich bedingt und protestirt, das er in die eylende und beharliche turckenhylff, gleichsvhalls die underhaltung des kayserlichen chammergerichts und auch andere beschwerung des hl. reichs stend, durch den aufgerichten regenspurgischen abschied aufgelegt und sie uff sich genommen und bewilligt, nit bewilligen konnen oder wollen, inmassen Bf. Balthasar und andere seine vorfharn in wehrender entsetzung des stiefts Hildesheim gethan haben und in ansehung ihrer unvermogenheit darbey gelassen worden seyen.

    «Nr.956 Protestation Kf. Albrechts von Mainz gegen die pauschale Suspension der Kammergerichtsprozesse in Religionssachen – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 421r–422v (Kop.).

    Der hochwirdigst, durchleuchtigst, hochgeborn furst und herr, H. Albrecht, der hl. röm. kirchen priester cardinal und geborner legat, zu Meintz und Magdennburg ertzbischof, churfurst, primas etc., administrator zu Halberstat, Mgf. zu Brandenburg etc. hat auß röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herrens, gestelltem und furgeschlagem abschiedt vermerckt, das ir ksl. Mt., die achten und proceß an dem keyserlichen cammergericht in religion- und andern sachen, von wellicher wegen stritt gewesen, ob sie in den nurmbergischem fridstandt gehörig oder nit, anzustellen und darin biß uff irer ksl. Mt. declaration, so nach gepflegner, guetlichen underhandlung furgenomen werden sollte, an dem chammergericht nit procediren ze lassen, bedacht sein.

    ŠWiewoll nun die rechtvertigung, das burggraffthumb zu Magdenburg und gravegeding zu Hall belangendt1, so zwischen seinen kfl. Gn. an einem und dem durchleuchtigsten, hochgebornen fursten und herren, H. Johanns Friderichen, des hl. röm. reichs ertzmarschalck, churfursten, Hg. zu Sachssen und Lgf. in Dhuringen und Mgf. zu Meissen, vor berurtem keyserlichen chammergericht noch unentschieden schwebt, kein religionsach ist, darzue derselbigen halben, ob sie in dem nurmbergischen fridstandt gehörig sey oder nit, an gedachtem chammergericht niehe ainich stryt furgefallen, derwegen auch sein kfl. Gn. sich gentzlich getrösten und versehen wöllten, das hochgemelte ksl. Mt. dieselben sachen durch angeregten artickel, von etlicher achten und processen anstellung lautende, keinswegs gemeint und noch viel weniger angestellt haben, darumb dann ir ksl. Mt., umb das sein kfl. Gn. irer Mt. zu underthenigem gefallen gewilliget, in berurter sach die zeit dises werenden reichstags stillzusteen und nit procediren zu lassen, denselben seinen kfl. Gn. under irem handtzeichen und keiserlichen sigel brieflich urkhundt mitgeteilt und darin gesetzt und geordnet hat, das solicher bewilligter stillstandt nach ende des reichstags seinen kfl. Gn. an iren rechten und gerechtigkeit unschedlich und unverhinderlich sein solle.

    Am andern, wiewoll auch sein kfl. Gn. sich mitnichten versehen, das irer ksl. Mt. will oder meinung sey, durch angezogne oder einiche andere wort des begriffnen abschiedts sein kfl. Gn. oder ainen andern standt des reichs, dem seine underthanen durch anderer abpracticiren oder ausser aignem frefel ungehorsam und zu neuen leren und secten abfellig werden, dahin zu halten und tringen, das sie solich ire underthanen in sollichem furgefasten ungehorsam, frefel und abfall pleiben lassen mussen, in betrachtung, das auch diser irer Mt. furgehaltener abschiedt lautter verpeudt, das keiner des andern underthanen, wider ire oberkeit zu vertaidingen, in schutz und schirm aufnemen solle, derwegen und seitemall diese sach am keyserlichen chammergericht niehe anhengig worden und derhalb under dem schein diß abschiedts in keinen stilstandt gezogen werden mag, so ist auch seinen kfl. Gn. nit verpotten, ire underthanen zu Hall von irem abfall und furgefassten ungehorsam zu straffen und durch mittel des rechtens und andere gepurende weg widerumb zu schuldiger gehorsam zu pringen.

    Jedoch und, wo solichs alles unangesehen hochbemelter Kf. zu Sachssen die angezeigten rechtvertigung, dergleichen auch gedachte von Hall iren strefflichen abfall und ungehorsam durch angeregten furgeschlagnen abschiedt auch angestellt sein vermeinen und furwenden wurden, oder das der abschiedt sonst auch (des sich doch sein kfl. Gn. nach gestalt dieser sachen nit versehen könden) disen verstandt haben mocht, so wissen noch mochten sein kfl. Gn. solichs nit bewilligen, besonder mussten es ir und ires ertzstiefts Magdenburgs unvermeidlichen notturft nach widersprechen und anfechten, inmassen dann sein kfl. Gn. solichem angezognen fall solliche anstellung der obberurten rechtvertigung und befridung des ungehorsams gedachter seiner kfl. Gn. underthanen von Hall Š(wo die durch den vilgedachten abschiedt gemeint sein sollten) hiemit in der besten form, weiß und maß, wie das zum kreftigsten geschehen soll, kann oder mag, gegen Kff., Ff. und stenden widersprochen, angefochten und nit gewilliget noch angenomen haben wöllen, des alles sich sein kfl. Gn. hiemit zierlich und offentlich bezeugen und protestiren, mit gnedigem und ernstem begere, das solich seiner kfl. Gn. rechtmessige, schrieftliche protestation zu dises reichstags handlungen, acta und abschiede geschrieben und registrirt werde, sich dero zu der notturft haben zu gebrauchen.

    «Nr.957 Antrag der Frankfurter Reichstagsgesandten auf Bestätigung ihrer Erklärung zum Reichsabschied – Regensburg, 1541 Juli 31/August 1 »

    Frankfurt ISG, RTA 47, fol. 89r (alt) (Kop.).

    Nachdem wir unß vergangenes Freitags, den 29. Julij dis gegenwertigen 41. jars, bei gemeinen, der augspurgischen confession verwandten stenden des abschiedts gegenwertigis [sic!] reichstags, auch der keiserlichen declaration halben, gedachten stenden dabey gegeben, öffentlich vernemen lassen, wie wir die beide, den abschiedt und die keyserlich declaration, auß mangel unsers bevelchs, auch anderer mehr ursachen halben nit anzunemen noch zu bewilligen wuesten, sondern das alles unsern herren und obern hinder sich anpringen wolten, die sich daruff aller gebur wurden zu halten wissen etc.1 So biten wir, uns desen ein Šglaubwirdigen schein und urkundt aus der hessischen canzlei mitzutheilen, wie wir dan gesterigs tags vor den stenden auch gebeten und uns bewilligt worden ist. Datum den 31. Julij anno etc. 41.

    Dises der stadt Franckfurdt anzeigen wissen sich di rethe, gesandten und botschaften woll zu erinnern, sein auch erpietens, inen ein solches gegen iren herren und obern zu gesteen und, sofer sie an dieser urkundt nit setigt, inen weittern glaubigen schein derhalben mitzutheilen. Actum Regenspurgk, den 1. Augustj anno etc. 41.

    «Nr.958 Vorbehaltserklärung des Gesandten der Stadt Konstanz bezüglich der Bewilligung des Reichsabschiedes – Regensburg, 1541 Juli 31/August 1 »

    Konstanz StadtA, G 8 Reformationsakten, fol. 335r (Kop.).

    Nachdem wir uns vergangnes Frytags, den 29. July dises gegenwertigen 41. jars by gmainen der augspurgischen confession verwandten stende des abschids gegenwertigs rychstags, auch der kayserlichen declaration halben, gedachten stenden daby gegeben, offenlich vernemen lassen, wie wir die baide den abschid und die kayserliche declaration uß mangel unsers bevelchs, auch anderer mer ursachen halben nit anzunemen noch zu bewilligen wusten, sonder das alles unsern hern und obern hinder sich anpringen wollten, die sich daruff aller gebur würden zu halten wüssen etc.1, so pitten wir uns dessen ain glaubwirdigen schin Šund urkund us der hessischen cantzly mitzuthailen, wie wir dann gestrigs tags vor den stenden auch gepetten und uns bewilligt worden ist. Datum 31. July anno etc. 41.

    Der statt Costentz zu gegenwertigem rychstag gesandten. Dieser der statt Costantz anzeigen wissen sich die rät, gesanten und bottschaften wol zu erinneren, sind auch erpietens inen ain sollichs gegen iren herren und obern zu gesten und, sover sy an dieser urkund nit settigt, inen wytheren gloubigen schin derhalben mitzuthailen. Actum Regenspurg, den 1. Augusti anno etc. 41. S[ebastian] Aitinger subscripsit.

    « ŠXI,4 Nebenabschiede  »

    «Nr.959 Abschied der Reichsstädte – Regensburg, [1541 Juli 31]1 »

    A  Speyer StadtA, 1 A Nr. 237 , unfol.(Kop.); AS: Abschiedt des stettags, anno etc. 41 zu Regenspurg neben dem reichstag gehalten.

    B  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.902, unfol. (Kop.).

    C  koll. Konstanz StadtA, G 8 (Reformationsakten), fol. 325r–334r (Kop.).

    Anfenglich als dieser stettag uff ansuchen und begern eines erbarn rhats der statt Franckfurt, an die erbaren stett Straspurg, Nurmberg und Ulm geschehen, under andern ursachen furnemlich von wegen der statt Goßlar untreglichen beschwernus, so inen von Hg. Hainrich von Braunschweig dem jungern ein zeit lang begegnet seien, angesetzt und außgeschrieben worden, so ist dieselbig der von Goßlar handlung durch gemeiner stett pottschaften, soviel ir dozumal erschienen und ankhommen, am ersten fur die handt genommen und etlich schriften, von den von Goßlar zum theil an die von Franckfurt und dann auch an die gemeinen der stett versamblung ausgangen, verlesen worden. Dieweil aber zur selben zeit der gesandten potschaften von den erbarn frei- und reichsstetten wenig ankhommen und beieinander gewesen und dann auch, daß sich der von Goßlar schriften uff etlich fernern bericht ires advocaten H. Zimprecht Lauwenburgern2, der rechten doctor, referirt und gezogen, haben sich die obberurten potschaften ausserhalb der andern abwesenden und, biß dieselben auch ankommen werden, in dieser noch andern sachen, davon in dem ausschreiben meldung beschehen, ainicherlei zu handlen oder zu beschliessen, understehen, sunder in allweg derselben abwesenden zukunft erwarten wollen, wie dann auch geschehen. Darnach, als etwo viel der erbaren stett gesandten, deßgleichen der obgnant Dr. Simbertus und nach ime auch der statt Goßlar gesandter erschienen und nach lengst ire beschwerung selbst erneuert und erholt, nemlich, wie sie nit allein wider recht und unbillicher wis den 25. tag des monats Octobris jungst verschienena an dem kayserlichen chammergericht uff geschwinde und ungestumme anhalten des obgedachten Hg. Heinrichs von Braunschweig in die acht erclert und erkent weren, sunder auch, daß sie und die iren uber die nachvolgende kayserliche suspension der gemelten acht nichtdestminder fur und fur one underlaß an iren leiben und gutern von seinen fstl. Gn. und derselben angehorigen oder verwandten zum hochsten vergwältigt Šund beschedigt wurden, welchs inen, wo es sunderlich nit vorkhommen werden solt, keinswegs zu gedulden muglich were etc.

    Daraus dann gevolgt, daß nach rhat und gutbeduncken der erbarn frei- und reichsstett gesandten pottschaften zu abwendung solcher beschwernussen in deren von Goßlar namen ein supplication an die röm. ksl. Mt. gestelt [Nr. 248] und alsbaldt sampt einer nebensupplication von der erbaren frei- und reichsstett gesandtenb wegen3, auch einer mundtlichen und ansehentlichen furpitt der andern protestirenden Kff., Ff. und stende irer ksl. Mt. uberantwort worden, welchs dann auch so viel gewurckt, daß solche handlung in des reichs abschiedt verfast und angestelt worden, wie aus demselben abschiedt ferner zu vernemmen ist4.

    Zum andern haben die gesandten der statt Dinkelspuel von irer hern und obern wegen angezeigt, wie sich die Mgff. von Brandenburg neulichc understanden hetten und noch understunden, in etlichen dorfen und flecken biß an ir statt, do one alles bestendigs widersprechen alle hohe und nidere obrigkeit und gerichtbarkeit ir, der von Dinkelspuel, were, aigens gewalts inzuziehen und zu nemmen, wie sie inen dann auch etliche irer burger und diener deßhalb gefangen und verstrickt hetten, und darauf von der erbaren stett gesandten rhats begert, was zu abwendung solcher beschwerden am furstendigsten und fugsambsten möcht furgenommen werden. Und wiewol sie anfenglich willens gewesen, an die röm. ksl. Mt. deßhalb zu suppliciren und sich des ufs underthenigst zu beclagen, so ist doch derselbig weg bei den gemeinend stetten nur fur ein verlengerung der sachen, darzu auch als unfurstendig geacht worden, wie auch der erbaren frei- und reichsstett gesandten pottschaften nit fur gut oder fruchtbar angesehen, daß in ir aller namen ein gemeine furpitt mundtlich oder schriftlich an die marggrafen selbst beschehen solt, unangesehen, daß man vieleicht die gefangene oder noch verstrickte ire burgere damit wider ledig gemacht haben möcht, dieweil sie, die marggrafen, dannoch ir furnemen und vermeinte gerechtigkeit deßhalb nit wurden entlich fallen lassen, sunder nichtdestominder hinfuro widerumb mit der that gehandelt und zugegriffen und sich also, in die quasi possession der angeregten irer angemasten gerechtigkeit einzutringen, understanden haben. Und demnach so ist fur das bequemest und nutzliche mittel erwogen und bedacht worden, das die von Dinkelspuel ir notturft an dem kayserlichen chammergericht furwenden und solche sachen doselbst vermög des artikels in des reichs ordnung, wie es in irrung der possession gehalten werden Šsoll, mit recht und rechtlich ausfuren. Doch so haben sich der erbarn frei- und reichsstett potschaften gleichwol nichst [sic!] weniger erpotten, wo die gemelten von Dunkelspuel je vermeinten, daß es inen furtreglich oder nutz sein solt, wo von gemeiner stett wegen bei der ksl. Mt., auch den marggrafen fur sie gepetten wurde, daß sie es mit vleiß und gern thun wolten. Es ist aber bei dem mehrernf der stett rhatschlag und gutbeduncken, nemlich daß solcher handel rechtlich furgenommen werden solt, plieben.

    Zum dritten, als auch die gesandten der stett Memmingen und Lindaw angezeigt, wie sie sich uff dem jungst zu Eßlingen gehaltenem stettag anno etc. 38 beclagt, daß weilant der wolgeborn H. Jorg Truchsas, des hl. reichs ertztruchsas und Frh. zu Walburg seliger, einen neuen zoll, aldo zuvor nie keiner gewesen, uffgericht, welchs nit allein gemelten zweien, sunder auch allen andern genachpaurten und umblig[e]nden stetten zu nachtheil raichte, und, wiewol sie doselbst bei der erbaren frei- und reichsstett potschaften so viel erlangt, daß sie umb abwendung willen solchs neuen zolls ein gemaine furschrift an wolermelts H. Jörgen Truchses seligen kinder furmunder gethan, so were doch nit allein von den gemelten vormundern noch gar kein antwort darauf erfolgt, sunder es wurde auch solcher zoll, desselben unangesehen, noch fur und fur genomen. Und als sie demnach noch ferner rhats und befurderung begert, ist durch der erbaren stett potschaften gfur gut–g angesehen, dweil H. Wilhelm Truchses, so der gedachten kinder vormunder einer, dißmals zu Regenspurg were, daß vor allen dingen von gemeiner stett wegen umb antwort bei seinen Gn. angesucht werden solte, und, wie dieselbig gefiel, daß man alsdann die notturft darauf weitter berhatschlagen solte. Und als aber sein Gn. solchs der stett begern abgeschlagen, ist bedacht worden, daß deßhalben bei der röm. ksl. Mt. durch supplication nichts auszurichten sein möcht, dann dieweil ir Mt. solchen zoll aus gnaden geben, wurdt denselben ir Mt. nit leicht revociren, sunder daß umb abbringung willen solchs zols am kayserlichen chammergericht rechtlichen geclagt werden muste.

    Ferner, so haben auch die gesandten der statt Weyl sich uber Hg. Ulrich von Wirtemberg beclagt und irer beschwernus halb an die ksl. Mt. supplicirt, denen auch von gemeiner stett wegen beistandt beschehen, darauf dann auch ein ernstlich mandat von irer ksl. Mt. an den gemelten Hg. von Wurtemberg deßhalben erlangt worden. Dieweil aber erwogen, daß solch mandat den hertzogen etwas verbittern möcht, ist darumbenh fur gut angesehen, daß, zuvor und ehe dann solch mandat die von Weil uberantworten, nachmals gutlich angesucht und von der erbarn frei- und reichsstett wegen seinen fstl. Gn. underthenig geschrieben wurdt, wie dann solch schreiben seinen fstl. Gn. Šzugeschickt worden, mit inverleibter pitt, daß ir fstl. Gn. ir antwort eim erbaren rhat der statt Ulm geben wolt.

    Item, die gesandten der statt Speyr haben sich beschwerdt, daß eins erbaren rhats der statt Speyer burger, so in der Churpfaltz landt und furstenthumb ligende guter haben, uber die ordenlichi, gewonlich, jerlich bethe von derselben seinen kfl. Gn. auch mit andern extraordinarien und ungewonlichen steuern aus etlichen furgewendten, vermeinten ursachen belegt wurden, und darneben etliche ire und gemeiner statt Speyr freiheiten angezeigt, warumb solchs billich nit geschehen solt, mit pitt, daß die gesandten der erbarn frei- und reichsstett inen wolten rhatsam und beholfen sein, wie solche beschwernussen möchten abgewendt werden. Darauf haben sich die gemelte gemeiner stett gesandten entschlossen und fur rhatsam angesehen, daß nach endung diß reichstags neben denen von Speyr von wegen und in namen aller frei- und reichsstetten zu Pfgf. Ludwigen Kf. ein potschaft mit notwendiger instruction sampt einer gemeinen credentz verordnet und abgefertigt werden solt, seine kfl. Gn. umb abwendung solcher beschwernus uffs vleissigst zu ersuchen. So es dann also bei demselben seinen kfl. Gn. erlangt und solch beschwerlich furnemen abgestelt wurde, so hat es sein weg, wo nicht, daß alsdann die deßhalb verfertigte rhatschleg vermög des jungsten franckfurtischen abschiedts ersehen und ferner bedacht werden soll, wie und welchermassen der wege des ordenlichen rechtens furzunemmen und nit allein denen von Speyr, sunder auch andern mehr stetten, so mit solchen und dergleichen mehr unzimlichenj steurungen und satzungen beschwerdt sein, zu helfen sein möchte. Und zu obbemelter pottschaft seint die stett Franckfurt und Straspurg fur die gelegesten angesehen und deßhalben iren hern geschrieben worden5.

    ŠDer statt Straspurg beschwerung halb wider das chammergericht ist fur gut angesehen, daß man zuvor hören soll, was der verordent ausschuß gemeiner stende dieser und etlicher anderer mehr sachen halb, die sich uber das gemelt chammergericht beclagen, beschliessen werde. So dann die sach doselbst dermassen bedacht und angeschickt wurde, dardurch die von Straspurg auch irer beschwernus abwendung erlangen möchten, so hette es seinen weg, wo aber nit, daß alsdann die gesandten von Straspurg der sachen halb, den Gf. zu Hanaw und von desselben wegen ergangen urteil beruren, ein supplication an die röm. ksl. Mt. stellen und daß von gemeiner stett wegen darneben auch supplicirt werden solt. Dieweil aber uff des obgemelten reichsausschuß bedencken aus viel andern gescheften und der ksl. Mt. uffbruch von gemeinen stenden nichts entlichs uff dero von Straspurg und viel andere ubergebene supplicationen entschlossen worden, ist bedacht, uff nechstkunftigem tag zur Speyr, so der sein furgang erraicht, deßhalb weittere anregung zu thun, darinnen inen auch gemeiner stett pottschaften berhaten sein sollen. Soviel aber die beschwerden, das closterk Arbogast, deßgleichen die religion belangen, ist, wissen sie sich mit iren religionsverwandten irer notturft nach wol zu vergleichen.

    Weitter ist ein schreiben, von einem erbaren rhat der statt Ulm an gemeiner stett gesandten potschaften ausgangen, furkhommen, belangendtl ailfjarig leibgeding, so die von Uberlingen einer der gedachten von Ulm burgerin, Appolonia Stamlerin, vermog einer verschreibung, so alsbalt auch verlesen worden, jerlich zu raichen, schuldig, darin sich dieselben von Ulm beschwerdt und beclagt, daß ein erbar rhat der statt Uberlingen sich understunden, der gemelten irer burgerin das angeregt leibgeding allein aus der ursach, daß sie ein closterfrau gewesen, ir ordensglubdt verlassen und sich aus dem closter in den weltlichen standt begeben, vorzuhalten, mit angeheft pitt etc., von welchem schreiben der gesandt von Uberlingen copei und abschrift, dasselbig an sein hern und obern gelangen zu lassen, begert. Dieweil aber solch schreiben nit an die von Uberlingen, sunder an gemeiner stett pottschaften gestanden und der gesandt von Uberlingen sich vernemmen lassen, daß er dieser sach halben von seinen Šhern keinen bevelh hett, [ist] fur gut angesehen und bedacht worden, daß uff das angeregt der von Ulm schriftlich ansuchen aus zweien der erbaren frei- und reichstetten, so denen von Uberlingen am gelegnesten sein möchten, ein pottschaft zu den gemelten von Uberlingen mit einer credentz, darinm gleichwol die notturft der sachen und gemeiner stett bedencken erzelt wurde, abgefertigt und geschickt werden solt, sie zu ersuchen und zu pitten, der gedachten Stamlerin das ire verfolgen zu lassen und gemeiner stett bedencken getreuer und guter mainung zu verstehen, zu welcher pottschaft dann die stett Rotweil und Wangen fur gut angesehen worden, gantz unzweifenlicher hoffnung, die gedachten von Uberlingen werden sich aller gepur und billichkeit leichtlich und gutlich weisen lassen6.

    Item, nachdem sich auch zwuschen den gesandten der stett Wurmbs und Lubeck der session halb irrung begeben, ist dieselbig in der gute und dermassen uf dißmal verricht worden, dieweil sich solcher span hievor, wie die von Wurmbs angezeigt, dessen aber der gesandt von Lubeck kein wissens haben wollen, mehrmals zugetragen, daß uff jetzigem tag zwuschen inen ein ungeferlich session gehalten werden solt, also daß sie einen tag umb den andern vorsitzen und die stymmen haben bis zu andern kunftigen tagen, aldo nach ferner erkundigungn der gepur nach darunder gehandlet und ein entschiedt gegeben werden soll. Doch so soll solch umbsitzen keinem theil an seinem alten herkhommen, gebrauch und gerechtigkeit zu nachtheil oder schmelerung raichen, sunder one allen nachtheil sein, welchs der gesandt von Lubeck anderer gestalt nit bewilligt, dann sovern hievor ein span zwuschen seinen hern und denen von Wurms gewesen were. Seint also zu baiden theilen dißmals gutlich entscheiden worden, doch hat ir jeder zu erhaltung seiner obern gerechtigkeit notturfto protestirt.

    Ferner als die gesandten von Ach abermals der session halb zwuschen iren obern und der statt Coln in craft des jungst zu Franckfurt gehaltenen stettags anno etc. 39 genommen abschiedts umb erkantnus angesucht, ist die sach weitter bedacht und in der güte ein gutlicher furschlag zu hinlegung solcher irrung durch gemeiner stett pottschaften in ein schrift verfast [Nr. 240], auch fur gut angesehen, daß sie den baiden stetten furgelesen wurde, doch unverbundlich und dergestalt, daß sie dieselben an ire hern und obern, irer gelegenheit ferner nachzudencken, gelangen lassen, nachvolgents inhalts, welchs die gesandten von Coln also hinder sich zu bringen angenommen, aber die gesandten von Ach sich des beschwerdt und daruff ferner zu gemeinen stetten in rhat nit khommen, sunder darwider protestirt und angezeigt, nachdem dieser abschiedt iren freiheiten entgegen, daß sie ine nit annemmen, sunder iren obern ire Šrechtliche notturft vorbehalten, haben dagegen die gesandten der statt Coln, daß sie des rechtens kein scheu trugen, sunder möchten dasselbig wol leiden.

    Furschlag: Nachdem sich etliche jar her irrung und spene zwuschen unsern freunden, burgermeister und rhat der statt Coln eins und burgermeister und rhat des koniglichen stuels und statt Ach anderntheils der session halben uff der reinischen banck under den erbarn der frei- und reichsstett gesandten uff viel ergangen reichs- und stettägen erhalten, derhalben den gesandten zu baiden theilen uffgelegt, ire gerechtigkeit in namen irer obern den gesandten aller erbaren frei- und reichsstett pottschaften anzuzeigen, welchs dann uff vergangnem stettag zu Franckfurt im jar 39 beschehen, und dasmal verabschiedet, daß sich die gesandten potschaften obgemelt von wegen irer obern uff mittelwegp bedencken wolten und, baide partheien in der gute freundtlich und lieblich, doch mit baider partheien wissen und will zu entscheiden, so haben die gesandten der erbaren frei- und reichsstett pottschaften uff gegenwertigem stettagq solche handlung fur die handt genommen, erwogen und sich uff den mittelweg verglichen, dieweil die statt Coln in allen reichsabschieden bißher im furseß befunden, daß ein gesandter von Coln im vorseß voran uff der reinischen banck und einer von Ach darnach sitzen und gefragt werden soll. Und im fall, do mehr dann einer zu kunftigen reichs- oder stettägen von baiden stetten obgemelt verordnet wurden, so soll einer von Coln vor einem von Ach darnach und dann wider einer von Coln und Ach darnach gefragt werden und sofortan, wie viel personen von jeder statt abgefertigt werden. Doch mit dem underschreiben der reichs- und stettägen abschieden soll es wie bißher gebrauchlich die statt Coln vor und Ach darnach gesetzt werden. Und versehen sich die erbaren frei- und reichsstett potschaften, daß hiemit soll furbas zwuschen den stetten Coln und Ach gute nachpaurschaft und freundtschaft erhalten werden und daß auch die jetzigen gesandten diß furgeschlagen mittels sich nit werden beschweren, sunder, solchs an ire obern zu gelangen, annemmen, damit zukunftig in rhatschlagen andere gemeine der reichsstett pottschaften in iren obligenden gescheften nicht verhindert, sunder rhu, freundlichkeit und friedt zwuschen inen erhalten werden mochte. Gehandlet und verabschiedet und des jedem theil ein copei gleichlautendt mitgeben uff dem reichstag zu Regenspurg im jar 1541.

    Es hat sich auch der gesandt von Metz uber die von Lubeck von wegen 200 fl., so dieselben von Lubeck, sein hern und obern, einem loblichen rhat der statt Metz, an der zerung des zugs in Hispanien anno etc. 25 furgestreckt, verhalten, mit pitt, daß der erbaren frei- und reichsstett pottschaften den gemelten seinen hern von Metz durch ein furschrift an die von Lubeck beholfen sein wolten, damit sie des angezogen ires furgestreckten gelts von inen möchten bezalt werden, welche furschrift also gestelt und den gesandten von Coln uberantwort worden, denen von Lubeck furter zu uberschicken.

    ŠDer gesandt der statt Eßlingen hat von wegen seiner hern und obern vermeldet, wie daß Hg. Ulrich von Wirtemberg sich anmast der förstlichen und wildtfenglichen obrigkeit biß ghen Eßlingen an die stattmauer, dergestalt, daß seine fstl. Gn. macht und gewalt hab, vermög solcher furstlichen angemasten obrigkeit in eins rhats der statt Eßlingen hoher und nider obrigkeit zu straiffen, zu hagenr und zu gleiden, auch diejenigen, so seiner fstl. Gn. wilprecht schiessen, fahen und kauffen oder essen, werden angeben, mog seine fstl. Gn. in der statt Eßlingen obrigkeit fahen, hinwegfuren und nach derselben gefallen straffen lassen, wie dann seine fstl. Gn. die eßlingische burger in irer obrigkeit gefangen, hinweggefurt, peinlich gefragt, dem einen sein gerecht aug ausstechen lassen und hat die andern zwen noch in harter gefengknus erhalten. Und musten also ire burger in sorgen stehen, wann dieselbigen auch gefenglich hinweggefurt. Als aber ein ersamer rhat understanden, ire burgere vor solchem thattlichem zugriff und beschwerlichem inziehen des forstss zu verthaidigen, und etlichen seiner fstl. Gn. amptleut abgetrieben, hette sein fstl. Gn. zu handhabung angemaster forstlicher obrigkeit gmeiner statt Eßlingen alle und jede proviandt abgestrickt und ließ vor der statt uff allen strassen zu roß und fuß dermassen straiffen und halten, daß auch die wenigst profiant oder leibsnarung ausser seiner fstl. Gn. furstenthumb nit möcht in die statt khommen. Solchs uffhalten hette numehr in die 23 wochen gewehrt, welchs gemeiner statt und deren burgerschaft, wo es die leng solt wehren, zu entlichem verderben wurdt raichen.

    Dieweil dann diese beschwerden gemeiner statt Eßlingen und deren burgern unleidlich und untreglich, daß auch ein ersamer rhat uber gesuchte gutlicheit, welche gar nichts gewirckt, und allerlei warnung in sorgen stunde, sie mochten mit der zeit noch hoher oder beschwerlicher angefochten werden, so were sein, des gesandten, dinstlich pitt, sie, die gesandten potschaften der erbaren frei- und reichsstett, wolten solche beschwerden zu furderlicher ankunft an ire hern und obern gelangen lassen und sie zu pitten, daß sie dieselbigen der notturft nach erwegen und, ob gemelte statt weitter beschwerd und derwegen bei iren hern und obern umb rhat und getreuen beistandt wurdt angesucht, daß sie alsdann einem erbarn rhat in solchem obligen hilflich, rhatlich und beistendig sein wolten. Das wurden seine hern und obern in gleichem und mehrerm mit willen verdienen und beschulden. Solchs haben der erbarn frei- und reichsstett gesandten angenommen, sich gutlich bewilligt und erpotten, an ire hern und obern gelangen zu lassent, was dieselben ire hern und obern denen von Eßlingen hierin zu nutz und gutem bedencken und handlen möchten, daß sie es mit fleiß gern thun wolten7.

    ŠNachdem aber auch alsbalt neben diesem stettag ein gemeiner reichstag zu Regenspurg gewesen, hat sich doselbst in der reichsversamblung zugetragen und begeben, daß der erbaren frei- und reichsstett pottschaften etwas mehr, dann vor nie geschehen, durch churfursten, fursten und andere stende in berhatschlagung des reichs sachen und handlung abgesundert und ausgeschlossen sein worden; als nemlich dermassen, wann churfursten, fursten und andere stende uff der ksl. Mt. begern oder ander furtrag sich underredt und irer mainung oder antwort verglichen, daß sie dieselben alsbalt fur ein gemeinen, endtlichen aller stendt beschluß gehalten und den erbaren stetten, wie zuvor von alter herkhommen, weder abschrift davon oder ainicherlei bedacht widerfaren lassen noch auch iren bedacht und antwort daruff hören wollen, sunder den angeregten iren vermainten beschluß, zuvor und ehe denn sie denselben der ksl. Mt. ubergeben, den stetten allein furlesen oder mundtlich anzeigen lassen, uf daß sie desselben ein mitwissen hetten, welcher ungewonlichen und unbillichen neuerung sich die gesandten der erbarn frei- und reichsstett nit allein gegen churfursten, fursten und andern stenden, so oft inen solchs begegnet, beschwerdt, sunder auch der röm. ksl. Mt. in schriften underthenigst angezeigt und geclagt, auch aus irer hern und obern unvermeidenlicher notturft mehr dann ein mal uff die obberurten irer ksl. Mt. beschehne furträg und begern derselben ausserhalb der churfursten, fursten und anderer stende ir besunder antwort in schriften uberraicht, wie dieselben schriften, soviel deren dieser beschwerung halben hin und wider beschehen, mit a, b, c, d etc.

    Und als aber churfursten, fursten und andere stende uff deren von den erbaren stetten letzte schrift und beschwerung [Nr. 213] kain antwort geben und dann auch die röm. ksl. Mt. hinweggeeilt und verruckt gewesen, zuvor und eh dann sie daruber bescheidt gegeben oder ainiche erkantnus gethan, ist under die gesandten der erbaren frei- und reichsstett, so der protestation nit verwandt, ein zweifel und span furgefallen, ob von irenwegen der reichsabschiedt besiglet werden solt, wie dann auch zuvorab etliche stett sich desselbigen, one hinder sich zu bringen, beschwerdt. Daraus dann gevolgt, dieweil der röm. ksl. Mt. nit wenig an verfertigung solchs abschiedts gelegen gewesen, daß sie die gesandten der erbarn stett fur sich erfordern lassen, auch selbst aigner person gnediglich gepetten haben, denselben mit der besiglung verfertigen zu lassen, welchs dann auch also ausserhalb derjenigen, so es zuvor an ire hern und obern gelangen lassen wollen, von den andern bewilligt worden, doch mit dieser vorbehaltung, daß solchs iren hern und obern hinfuro zu andern reichsversamblungen one nachtheil sein solt. Und ist alsbalt auch solche neuerung der kgl. Mt. mundtlich angezeigt und gnugsam zu erkennen geben worden, was nit allein den erbaren stetten, sunder auch der röm. ksl. und kgl. Mt. selbst daran gelegen were, wo die erbaren stett dermassen aus irer baider Mtt. gehorsam under churfursten, Šfursten und andere stende getrungen werden solten, das dann die kgl. Mt. selbst fur unbillich angesehen und sich daruff erpotten, bei der röm. ksl. Mt. gnediglich zu furdern, damit hinfuro die erbaren stett bei irem alten herkhommen gelassen wurden, und ist also abgeschieden. Und hat darauf ir kgl. Mt. den vier stetten Coln, Metz, Wurmbs und Speyr gnediglich zugelassen, daß sie gegen die besiglung des abschiedts protestiren möchten, wie dann solchs folgender gestalt in schriften verfast und in die meintzisch cantzlei uberantwort worden ist, also lautendt:

    Protestation: Wiewol unsere obern zu diesem reichstag, die ausgeschriebene puncten zu handlen, berhatschlagen und beschliessen zu helfen, von röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten hern, erfordert worden, deßhalben uns auch abgefertigt, alles das zu handlen, zu rhatschlagen und zu beschliessen zu helfen, das hochgedachter röm. ksl. Mt. zu underthenigster gehorsam, dem hl. reich zu nutz und wolfart gedeihen und unsern obern immer leidlich und träglich sein möcht, wie wir dann unserer personen desselbigen zum hochsten genaigt. Nachdem wir aber von den reichshandlungen und rhatschlägen wider art, natur und aigenschaft solcher sachen, auch des reichs loblichen gebrauch und alt herkhommen also ausgeschlossen worden, daß uns uff etliche der ksl. Mt., auch churfursten, fursten, prelaten und graffen, unserer gnedigsten und gnedigen hern, bedencken und furhalten nit allein abschrift, sunder auch die verlesung derselbigen gewaigert, darumb wir dieselben nit ersehen noch erwegen mogen, deßhalben uns nit aigentlich bewust, welchergestalt die ksl. Mt., auch churfursten, fursten und andere stende sich [des] abschieds verglichen, wir auch den verfasten abschiedt nit volkhomlich vermerckt, sunder etlicher darin verleibter puncten zum theil gar nicht bericht und der andern keinen verstandt erraichen oder vernemmen mögen, so will uns unser person halb gar nit gepuren, unwissende sachen zu bewilligen oder abzuschlagen, wir wolten dann uns in sundere, nachtheilige ferligkeit gegen unsern obern begeben. Deßwegen wir in ainich besiglung vorgerurts abschiedts, unserthalb zu geschehen, nit gehellen konden noch viel weniger darumb zu pitten wisten. Wir wollen aber, doch mit vorbehalt, daß wir dardurch in obberurte neuerung keinswegs gewilligt haben oder von der erbaren frei- und reichsstett gerechtigkeit abgetretten sein wollen, alle ergangene handlung, soviel wir deren ingedenck sein, unsern obern zum furderlichsten anbringen, der ungezweifelten hoffnung, gedachte unsere obern werden sich gegen der röm. ksl. Mt. als irer Mt. gehorsame underthanen und sunst gegen meniglich aller gepuer erzaigen. Pitt[en], in erwegung vorgehörter ursachen unsere person im besten entschuldigt zu halten.

    Und dieweil dann fur und fur je lenger je mehr von churfursten, fursten und andern stenden understanden und gesucht wurdt, wie die erbaren frei- und reichsstett wider alt herkhommen, recht und billichkeit von iren gepurenden sessionen und stymmen im hl. reich getrungen werden mochten und mit der zeit anderst nichts mehr uff den reichstagen und in disen reichsversamblungen zu thun haben solten, dann daß sie zu verrichtung des reichs obligen der Šandern stende gutbeduncken hören und, was inen von denselbigen ufferlegt wurdt, one alle widerredt gehorsamlich volnziehen und thun mussen, so haben der erbaren stett gesandte pottschaften, so viel deren uff diesem reichs- und stettage zu Regenspurg gewesen, fur ein betrangte, hohe notturft erwogen und bedacht, daß solcher ingang nit zu verachten oder in den windt zu schlagen sei, und demnach fur gut angesehen, daß die 4 ausschreibende stett die andern frei- und reichsstett uff den kunftigen reichsversamlungtag, den 14. Januarij schirstkunftig ghen Speyr benent, beschreiben und ermanen sollen, uff gemeltem tag zu Speyr durch ire stattliche potschaften zu erscheinen, zu rhatschlagen und zu bedencken, wie dieser beschwerd kunftiglich furgestanden und abgeholfen werden mochte8.

    «Nr.960 Abschied der Augsburgischen Konfessionsverwandten – Regensburg, 1541 August 1 »

    A  Wien HHStA, RK RA. i. g. 13c/Konv. 5, fol. 42r–52v (Ausf.).

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/06, Instruction auf den gegen Regensburg angesetzten und andere [...], fol. 54r–59r (Kop.); AS fol. 54r: Der protestierenden stende abschied zu Regenspurgk im jar 1541.

    C  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 121r–129r (Kop.); AS fol. 121r: Abschiede, durch der augspurgischen confession und religion verwandten stend räth und potschaften neben dem reichstag zu Regenspurg aufgericht und beslossen worden.

    Ausz.: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,2, Nr. 234 , S. 714–7161.

    Die Kff., Ff. und stende der augspurgischen confession und religion, sovil derselben uff diesem gegenwertigen reichstag erschiennen, auch der abwesenden rethe, potschaften und gesanten wissen sich zu erinnern, uff was puncten dieser reichstag außgeschrieben und welchermassen in denselben furgangen, geratschlagt und gehandelt worden ist, furnemlich aber, warauf das gesprech und furgenomen handlung der colloquenten beruhet hat.

    Und dieweil sie aber gotlob einer confession, bekanntnus und religion sein, so haben sie auch uß verliehenen Gottes gnaden einmutiglich dabei bestanden, sich in allen der religion halb gepflogen handlungen christenlich und freuntlich miteinander verglyechen und also fur einen man gestanden.

    ŠUnd nachdeme sie aber mit grossem ernst und vleiß in beisein irer theologen und gelerten, auch nach eingenomenem bedencken derselben die relation des gesprechs und der colloquenten handlung, von diesem tailh verordent, vermarckt und sich uß den verglichenen artickeln so vil beschaiden mogen, auch von den gegenwertigen irn gelerten alhie des clerlich bericht, daß solch artickel sampt irer declaration der confession und apologia gemeß gestellt, so haben sie derhalben dieselben vermög irer sondern, ubergebenen declaration angenomen und bewilligt, wie dann dieselb ir ubergeben antwort und declaration ferner vermag und zu erkennen gibt. Und sein hirauf des auch itzt hiemit von neuem ainig und verglichen, bei solcher irer confession und apologia zu beleiben, zu besteen und sich davon keinswegs abwenden und bewegen zu lassen.

    Sovil dan den alhie verfassten regennspurgischen abschied belangt und sonderlich die beschwerungen ob etzlichen puncten, in demselben begriffen, wurdet ein ider von den rethen, gesanten und potschaften, seinen herrn und obern zu referiern und antzutzeigen, wissen, was furschleg die ksl. Mt. zu entlichem beschlus des abschieds ubergeben und warinnen diß teils stende mengel und beschwerungen getragena, welchermassen auch sie der ksl. Mt. ir antwort und erclerung ubergeben, waß darauf der Kf. von Branndennburg zu erledigung solcher mengel und beschwerden zwischen der ksl. Mt. und diesen stenden furgenohmen und gehandelt. Dieweil sich aber zuletzt die ksl. Mt. in solcher dieser stende unvermeidlicher notturft declarirt und erclert, inhalt der verfassten declaration, so sie daruber under keyserlichem handtzaichen und insigel entpfangen, so haben die stende der augspurgischen confession und religion zu verhuetung trennung und absonderung under inen selbst und, damit sie auch einig, nicht fur di, so zu zerruttung fridens, einigkeit und wolfart im reich geneigt, beschuldigt wurden, auch uß andern mer ursachen und sonderlich, weil sie sich in habenden iren beschwerungen zimlichermassen geringert befunden, den bemelten abschied nicht anders dan uff beschehene der ksl. Mt. declaration angenomen und bewilligt, doch mit vorgehender protestation und sonderlich erhollung der protestation, welche vormaln des concilii und bapstlicher auctoritet halben furgewendt worden, uff dero sich dan die augspurgischen confessionverwanten getzogen, dieselben auch vor der ksl. und kgl. Mt., auch allen stenden des reichs repetirt und erhollet haben.

    Sie haben auch den abschied mit den vorgemelten conditionen und allein in den puncten, darinnen inen von der ksl. Mt. furschleg und antzeig beschehen, gehortermassen angenohmen und sich der uberigen und andern artickeln, nemlich ringerung der anschleg, der muntz, der knecht und krigsvolck und der pollicei halben und anderer mer, davon sie vor der verlesung des abschieds kein wissen entpfangen, vernehmen lassen, daß sie dieselben an ire herrn und obern wolten gelangen lassen, die, sich auch aller undertheniger gebur zu erzeigen und zu halten, wissen werden.

    ŠDo nun einem oder mer stand der augspurgischen confession und religion in fellen, darauf solche declaration gestellet, beschwerung wurde begegenen, alß man sich dan desselben nit versehen will, so wirdet sich ein ider vermittelst mit dieser declaration wol zu beschyrmen und die dargegen furzuwenden wissen. Und damit man uff den falh glaubwirdige abschrift von solcher declaration furzulegen haben mugen, so ist fur gut angesehen, das etzliche copeien von dem original vidimirt und glaubwirdig gemacht und an gelegene ort gelegt und verordent werden sollen, damit man zu denselben, do es not sein wurde, komen und die gebrauchen moge.

    Nachdeme auch der reichsabschied von einer zusamenkunft, welche zu Speir in kurtzem furgenomen werden soll, meldung thut, erachten die rethe, potschaften und gesanten, daß an beschickung und handlung desselben tags dieses teils stenden vill gelegen sein will, derhalben dann bedacht worden, daß derselbig tag, gein Speir bestimpt, statlich zu beschicken, sich auch mit den handlungen, dartzu gehorig, gefasst zu machen sei. Und alß under anderm von diesen zweien puncten, nemlich von der beharrlichen hulf, auch erhaltung eines bestendigen fridens und gleichmessigs rechtens zu handeln bevorsteet, so ist weiter fur gut bedacht, das dieses teils stende die beharrliche hulf in keinen wege zu bewilligen, es sei dann zuvor bestendiger friden und vorgemelt gleichmessig recht erlangt und erhalten. Ob man es aber durch den hieigen reichsabschied und handlung dohin versteen wolt, das dadurch derselb friden und gleichmessig recht itzt gegeben weren, so kann es doch aus dem dafur nicht geacht werden, weil sich dieser itzig fridstandt allein uff achtzehen monat und dargegen die beharrliche hulf buff drei jhar erstreckt und doch dieser stende notturft sein will, das gegen der beharlichen hulf–b zuvor ein bestendiger, satter, wherender frid erfolgen mog.

    Dieweil auch dieser regennspurgisch abschied von visitation des chammergerichts maß und antzeig gibt, so ist erwogen, daß ein ider stand hiezwischen und des, wo solche visitation und reformation furgenohmen, bedacht seien, auch die seinen dartzu zu verordenen, dergleichen bei den andern churfursten, fursten, stenden, stedten der kraiß mit bestem vleiß fordern wolle, unverdechtige, taugenliche personnen an das chammergericht zu ordenen, wilche auch zur zeit der visitation dohin geschickt und presentirt werden sollen. Und zu forderung desselben achten die geschickten rethe, gesanten und potschaften notwendig sein, das sich die churfursten, fursten, stende und stedt der kraißverwanten selbst zueinander beschreiben, von dem allem underred pflegen und die sachen dohin fordern, uff das durch solche visitation das chamergericht mit unverdechtigen, tauglichen personnen besetzt und dardurch frid und gleichmessig recht erhalten werden mög.

    Es wirt auch fur gut bedacht, das der Kf. zu Sachssen etc. und Lgf. zu Hessen, Hg. Ulrich zu Wirttennberg, Straßburg, Frannckfurt und Ulm etzliche Šire gelerten, welche hirzu sonderlich taugenlich und zu gebrauchen weren, zu der zeit der visitation statlich verordenen, sie mit notturftigem bevelch abfertigen, inen auch das original der declaration mit uffgeben, welche geschickten darauf ir vleissig achtung und uffmercken haben sollen, damit dieselb visitation rechtschaffen und, wie dieser stende notturft sein wollt, furgenohmen werd. Do nun derselben geschickten rethe und potschaften etwas wurde begegenen, dieser stende gelegenheit und notturft zuentgegen, so haben sie solche declaration dargegen furzulegen und die sachen alßdann zu dem besten zu richten. In derselben geschickten und potschaften bevelh solt steen, etliche personnen, die dartzu auch zu gebrauchen sein möchten, zu erfordern, zu beschreiben und dieselben zu gebrauchen. Und soll auch Straßburg mit H. Ulrichen Vharenbulhern handeln, denselben von gemeiner stende wegen dohin zu vermugen und zu bringen. Und sollen in dem allen die geschickten uff die inquisition, sovil muglich, dringen und anhalten.

    So bitten auch die stende der augspurgischen confession rethe und gesanten, das der Lgf. zu Hessen allen sachen zu gutem mit dem pfaltzgraf churfursten dohin vleissig handelte, damit er an stadt der itzigen verordenten person ein andere taugliche personn an das chammergericht presentir und ordne. Dergleichen bitten sie auch, das der Kf. zu Sachssen mit Gulch und Colln vleissig handeln wolle2.

    So wirdet sich auch ein ider standt, in erlegung seiner gebur der hie bewilligten, eillenden hulf ane seumnus und vertzug berait und gefasst zu machen, wissen, damit diesen stenden kein fharselligkeit [sic!] zugemessen.

    Des zu urkunth, so haben wir Hanns von Doltzk, ritter; Cristoff von Vhenigen; Alexander von der Thann; Jacob Sturm; Jheronimus Baumgarter und Dietrich Faßmar unser ringpetschir an dießen abschied gedruckt.

    Actum Regennspurg Montags cVincula Petri, den ersten Augusti anno domini 1541–c.

    Nahmen der gesanten obgemelt:

    Von wegen des Kf. zu Sachsen und Hg. Hanns Ernsten, seiner kfl. Gn. bruder: F. Wolffganng zu Anhalt, ist zuvorn abgereist; Hanns von Doltzk, ritter; ŠFranciscus Burckhart, cantzler; Bleickart Sindringer, dist zuvorn abgeraist–d; Melchior Kling Dr.

    Von wegen Hg. Heinrichs zu Sachssen: H. Hanns Heinrich Gf. zu Schwartzburg; Melchior von Osen; Dr. Andres Pflug, amptman zu Freiburg; Jorg von Schleinitz.

    Von wegen Hg. Ruprechts und Hg. Wolffgangs zu Bairn, Gff. zu Veldentz: Cristoff Landschad von Steinach; Ludwig von Esch.

    Von wegen Mgf. Jorgen: Baltzar von Rechennberg, amptman zu Guntzhausen.

    Von wegen Hg. Ernsten zu Braunschwig und Luneburg: Nicolaus Holstein Dr.

    Von wegen Hg. Ulrichs zu Wirtenberg: Cristoff von Vhenigen; Claus von Grafeneck.

    Von wegen Lgf. Phillipsen zu Hessen: Allexannder von der Thann, oberamptman; Johan Feig von Liechtenau, cantzler mit bevelh Gf. Cunrat von Deckelnburg.

    Von wegen des Hg. von Pommern: Baltzar vom Wald, cantzler, und Claus Botkamer, hauptman zu Stettin.

    Ff. zu Anhalt: Ist in aigener person do geweßen F. Joachim von wegen sein, seiner bruder und vetern.

    Graven:

    Ludwig der elter und Gf. Carl von Ottingen.

    Gf. Albrechts von Mansfelt gesante N. Tatleben und Johan Braun.

    [Städte:]

    Straßburg: Jacob Sturm und Bath von Duntzenheim mit bevelh Genngenbach.

    Augspurg: Wolffganng Rolinger, burgermeister; Zimbrecht Heiser; Conrat Hel Dr.

    Nurmberg: Jheronimus Baumgarter; Sebalt Haller mit bevelh Weisennburg und Winßheim.

    Franckfurt: Johan Glauburger; Dr. Jheronimus zum Lamb.

    Costantz: Conrat Zwick mit bevelh Linda.

    Ulm: Jorg Besserer und Martin Weickman mit bevelh Reutlingen, Bibrach, Kempten und Ißni.

    Eßlingen: Johann Machtolphe.

    Nordlingen: Wolff Graff, burgermeister; Wolffganng Vogelman.

    Hall in Schwaben: Matern Wurtzelman.

    Hailbrun: Dr. Jacob Ehehinger, hat denen von Ulm bevelh gegeben.

    Dinckelspuhel: Michel Bauer.

    Goßlar: Johan Hart; Bertolt Achtermahnn.

    Northausenn: Michel Mayenberg.

    Brehmen: Ditrich Faßmar; Johan Hoffman.

    ŠHamburg: Maister Herman Roberf.

    Braunschwigg: Dietrich Breuß.

    Genngen: Johann Ruff, statschreiber.

    «Nr.961 Abschied der schmalkaldischen Verbündeten – Regensburg, 1541 August 1 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 5, fol. 55r–61v (Ausf.); DV fol. 62v: Abschied der augspurgischen confession ainungsverwanten, zu Regensburg gemacht 1541.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/06, Instruction auf den gegen Regensburg angesetzten Reichstag und andere [...], fol. 72r–78r (Kop.); AS fol. 72r: Der ainigungsvorwanten abschied zu Regenspurgk im jahr 1541.

    C  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 131r–140v (Kop.); AS fol. 131r: Abschiede der ainungverwandten stende etc. etlicher puncten halben zwuschen und auf dem reichstage zu Regenspurg aufgericht und beslossen etc.

    Nachdem die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, eine gemeine reichsversamlung anher gegen Regennspurg auf Trium regum, den sechsten Jhanuarii angestelt und dohin Kff., Ff. und stende des hl. röm. reichs erfordert und beschrieben, in meinung, die strittigen religion und andere notwendige puncten, wie solchs irer ksl. Mt. außschreiben mit sich bringt, fur handt zu nehmen, zu handeln und zu beratschlagen etc., do dan die churfurst, fursten, stend und stedt der christlichen ainungsverwanten zum tailh personnlich und etlich durch derselben gesanten rethe und potschaften erschiennen und dieselben eine zeit lang alhie gelegen, haben sich indes etzliche sachen zugetragen, die dieselben ainungsverwanten betroffen. Als ist fur gut angesehen, darinnen einen abschied zu machen, wie solchs hernach volgt.

    Wirttenberg belangendt.

    Erstlich hat Hg. Ulrich zu Wirttennberg in zeit solchs werenden reichstags an bemelte ainungsverwanten churfurst, fursten, stende und stedte, so gegenwertig, und der abwesenden rethe und potschaften geschrieben und inen angezeigt, welchergestalt seinen fstl. Gn. etzliche beschwerung von dem chammergericht in deme, daß seiner fstl. Gn. procuratorn Eberharten von Karpffen auferlegt, in Chrisstoffen von Vhenigen und Landenbergs purgationsachen den aid bei den hailigen zu schwern, welchs aber seine fstl. Gn. wider ire gewissen nicht thun konten, und derwegen gebeten, solche sach uff den faal, so seine fstl. Gn. bei den hailigen den aidt nicht laisten wolten, denselben beschwerung begegenten, solchs fur eine religionsach zu erkennen und antzunemen etc. Darauf dann dieselbig sach fur die handt genomen und die stende gemeiniglich dohin geschlossen, das bemelte ein religionsache und derwegen der hertzog, do seinen fstl. Gn. derselben halben beschwerung zugefugt, mit rath, hulf und beistandt Švermuge der ainung und verfassung nicht zu verlassen were, wie solchs auch seinen fstl. Gn. zugeschrieben.

    Goßlar belangend.

    Es haben die stende dieser christenlichen ainung abermaln und uff diesem gegenwertigen reichstagk von den gesanten der stadt Goßlar erzelung irer beschwerung, was inen irer achtung nach wider recht, gebur und alle pillicheit von dem keyserlichen chammergericht aus dem abgunst und unwillen der religion und, das sie sich zu dieser verstentnus gethann, begegenet, doher sie dann in die beschwerlich, unpillich acht gesprochen und denunciirt weren, gehört, wie dan auch dieselben beschwerungen uff dem nechstgehaltenen tag zur Naumburg und auch davor uff etzlichen andern mer tegen eines teils mit leng dargethan und itzt von neuem in irer derhalb ubergebenen supplication ertzelt sein.

    Dabei haben sie, die gesanten von Goßlar, mit weiterer beschwerung eingefurt, das sie nach entpfangenem rath, der inen von diesen stenden und sonderlich uff dem nehern tag zur Naumburg mitgeteilt, an die röm. ksl. Mt. umb erledigung ires obligens zu dem fleissigsten supplicirt und auch andere wege und mittel gebraucht, die von inen, den stenden, furzunehmen, fur gut angesehen worden weren. Und wiewol dadurch solcher nichtigena, unpillichen acht halben von der ksl. Mt. ein suspension erlangt und gegeben, so were doch derselben zuentgegen und wider nichtsdesterweniger gehandelt und seidther erfolgt und beschehen, daß inen die zufhur der prophiant gesperrt, die iren uff den straßen gehochmutigtb, geschlagen und erstochen und also solcher suspension durch Hg. Heinrichen nie parirt worden, mit undertheniger und freuntlicher bit, sie auß den vorgehorten ursachen und furnemlich, weil diß sachen unwidersprechlich in die verstentnus gehorte, mit rath, wurcklicher hulf und beistandt nit zu verlassen. Obwolh sich nun die gemeinen stende hirinnen nach aller erinnerung der handlung und, was derhalben bemelter von Goßlar halben idesmals einkomen, underredt, davon geratschlagt, so haben sie sich doch mit einmutigem schlus der sachen nit vergleichen mugen. Derhalben sich dan die 13 stymmen der verstendtnus nach ordnung und maß, in solcher einung ausgedruckt, zueinander verfugt, sich aller zuvor in dieser sachen ergangener abschied und handlung, auch der verlesenen goßlarischen supplication, röm. ksl. Mt. ubergeben [Nr. 249], erinnert und darauf auch die gemein uffgericht verstentnus und die notel der verfassung zur gegenwehr, furnemlich aber den artickel solcher ainung, umb die scheinsachen angestelt, fleissig besehen und nach erwegung des alles und ides mit seinen zugehorigen umbstenden haben der merer teilh und fast gemeiniglich dohin geschlossen:

    Erstlich weil inen, denen von Goßlar, diese beschwerung uß dem haß, der inen von der religion willen und, daß sie sich zu dieser verstentnus gethann, Šbegegenet, also das ire sachen an dem keyserlichen chammergericht zu der zeit, in deren sie weder der religion oder verstentnus zugethann gewesen, in besserm standt gestanden, und zum andern, weil auch das ervolgen wurde, do man Goßlar von diesem tailh hinziehen ließ, daß solchs nicht allein gemeiner verstentnus in andere wege zu grossen abbruch und beschwerden gelangen, sonder das sie auch vom worth Gottes und angenomener religion gantz gedrungen, welchs den stenden der christlichen verain vermug der verstentnus ires besten vleis und vermugens zu verhueten und furzukomen geburn will, sie auch desselben schuldig sein, das alsdan die statt Goßlar mit rath, hulf und beistant vermug der aynung und verfassung nit zu verlassen sein sollen, doch dergestalt, weil die christenlich ainung allein uff die defension und gegenwehr gestelt, cdaß sie auch anderer gestalt–c nit furgenomen werden soll. Zudeme, ob sich zutruge, das die von Goßlar der sachen halber, darumb sie in die acht gesprochen, zu solchem vertrag (den sie auch in alleweg inhalt der verstentnus suchen sollen) kommen mochten, den die stende fur billich achten wurden, daß sie, darin zu folgen, schuldig sein sollten.

    Dennemark und Pomern.

    Die irrung und gebrechen, die sich zwischen kgl. Wd. zu Dennenmarck und den Hgg. zu Pommern etzlicher gaistlicher guter halben erhalten, hat unser gnediger herr, Hg. Phillips zu Pommern, vor sich und von wegen seiner fstl. Gn. vettern, Hg. Barnims, an die stende gelangt und gebeten, dieselbigen auch fur ein religionsach zu halten und zu erkennen. Weil aber unsere gnedigst und gnedig herrn, der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen etc., es bei den partheien dohin gearbeit, daß dieselben in solchen sachen einen stilstand gewilligt biß uff Martini [November 11] schirstkunftig und das ire kfl. und fstl. Gn. mitlerzeit ire rethe an die irrigen ort verordenen, die sich bevleissigen sollen, die irrungen gutlich zu vertragen und beizulegen, und uff den faalh, alß man sich doch in keinen weg versehen will, do solche irrungen nicht vertragen, hat seine fstl. Gn. gebetten, daß uff nechst der stende zusammenkunft ein ider von seinen herrn und obern in dieser sachen gnugsamen bevelh haben und mitbringen mocht, derselbigen halben erkenntnus zu thun, wie seiner [sic!] fstl. Gn. bericht der sachen in schriften den stenden alhie ubergeben und zustellen lassen1, die sie auch semptlich und sonderlich entpfangen und ire herrn und obern der ding zu berichten wissen werden. Es ist auch bedacht, daß hochgemelte unsere gnedigst und gnedige herrn, der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen etc., zu forderlicher gelegenheit ire rethe solcher gebrechen halben statlich verordenen wolten, ob mit verleihung des almechtigen dieselbigen durch solche wege dester ehr zu vertrag mochten bracht werden, allerlei weiterung zu verhueten etc.

    ŠMortbrenner.

    Nachdeme auch dem naumburgischen abschied nach der mortbrenner halben alhie bei der ksl. Mt. underthenigst ansuchung geschehen [Nr. 255] und aber Hg. Heinrich sich seiner besagten amptleut und dienner angenohmen und, sie zu entschuldigen, angemast [Nr. 256], ist ferner bei der ksl. Mt. darauf angehalten und umb einsehen dieses grausamen, erschrecklichen mortbrennes [sic!] halben auß keyserlichem ampt gebetten [Nr. 257], auch bei dem H. von Granvella und Dr. Naves angehalten, will man verhoffen, die ksl. Mt. werde geburlich einsehen haben. Wo aber solchs vertzogen, soll auf nechstem versamlungstag darvon ferner geratschlagt werden und wirdet indes ein ide oberkeit, bestes vleis wider solch mortbrennen versehung zu thun und inquisition furzuwenden, wissen.

    Und nachdeme die landgrevischen reth und geschickten von einnehmung wegen des jungen Hg. Erichenn von Braunschwig alhie anhalten gethan, so haben sich die rethe, gesanten und potschaften vernehmen lassen, daß ired herrn und obern ir gemuet derhalben den beiden oberhauptleuten, nemlich dem Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessenn etc., uff den naumburgischen abschied zugeschrieben, darbei sie es noch beruhen lassen und werden sich ire kfl. und fstl. Gn. nach solchem irem zuschreiben wol zu halten wissen.

    Landgrevische rechnung der kleinen anlage.

    So ist auch uff diesem tag die rechnung der kleinen ordinari ahnlage, welche nechst zu Schmalkalden uff Johannis Baptiste anno 40 [1540 Juni 24] zu erlegen fur gut bedacht, allein von unsers gnedigen herrn, des landgraffen wegen alse des einen oberhauptman der christlichen verstentnus beschehen. Und erfindet sich also in solcher rechnung der klainen und jherlichen ordinari anlag, das gemeine stende seinen fstl. Gn. pro rest schuldig pleiben 672 fl. 10 alben. Dergleichen so ist auch von seiner fstl. Gn. wegen verrechnet, waß seinen fstl. Gn. uff den nechsten schmalkaldischen abschied von neuem uff die neuen rittmeister undt hauptleut von dieser stend wegen außzugeben schuldig, welche außgabe uff die neuen ritmeister und hauptleut anlauft an einer suma 1.270 fl.

    Und wiewolh dieselben neu bestelten ritmeister und hauptleut von der beianlag, welche uff prima Junii des verschiennen 40. jhars zu erlegen zu Schmalkalden beschlossen und volgends jungstlich zur Naumburg widerumb stattliche erinnerung beschehen, das dieselb anlag neben andern alten anlagen unvertzogenlich und forderlich erlegt und betzallt werden solten, so findet man doch darinnen, daß dieselb erlegung statlich und volkommenlich inhalt der abschied nicht beschehen. Derhalben dan die rethe, potschaften und gesanten undertheniglich biten, weil sie vernehmen, daß die zeit vorhanden, in deren dieselben neuen hauptleut und rittmeister betzallung nehmen sollen, daß mein gnediger her landgraff mitlerzeit gemeinen stenden zu gutem solch vorgemelte suma gnediglich darlegen wolle, biß die vorgemelt anlag erlegt, alßdann werde Širn fstl. Gn. und anderen davon widererlegung und betzallung beschehen, inhalt der abschied.

    Dieweil aber die unvermeidlich notturft sein will, das man einmalh volkommenliche rechnung halt, und ider standt des, so er derhalben von dieser verstentnus wegen inhalt der abschied ußgeben, wider betzallt und also unwillen und nachteil verhuet bleib, so haben die geschickten reth und potschaften der ainungsverwanten dohin geschlagen [sic!], das ein ider standt sein gebur der beianlagen, welche ime in chraft des arnstettischen, nechsten schmalkaldischen und naumburgischen und des hie gemachten abschieds zu erlegen geburn, forderlich, unverzugenlich, auch an lenger uffhalten an die ort erlege und betzalle, dohin es dieselben abschied verordent und beschlossen haben. Und sollen also die stende und stett, zu welchen solcher usstandt der anlagen gelegt werden sollen, den bemelten ausstand gleich zu stund einfordern, einbringen und, ob inen darinnen der oberhauptleut forderung und hulf mangeln wurde, dieselben darumb antzusuchen, so werden ire kfl. und fstl. Gn. an irem vleis zuversichtiglich nichts erwinden lassen.

    Und soll derhalben ein sonderer rechnungstag uff der zusammenkunft zu Speir, welche vermöge des regennspurgischen reichsabschieds den 14. Jhanuarii nechstkunftigs 42. jhars furgenohmen und dohin auch die ainungsverwanten ire rethe, geschickten und potschaften verordenen sollen, gehalten werden. Uff welchem tag zu Speir alle rechnung, so nach vermög vorgemelter abschied, nemlich zu Arnnstet, Schmalkalden und Naumburg zu thun sein, gehort und folgends darauf entlich geschlossen werden soll. Darumb sollen die stende dieser aynung zu solcher rechnung gefasst erscheinen und desselben hiemit erinnert sein, damit nicht abermaln uffzug und seumnus erfolge.

    Nachdeme auch die ritmeister und hauptleut inhalt des naumburgischen abschieds uff ein jhar bestellt, so wurdet auch, die kleine ordinarii anlag widerumb zu erlegen, vonnotten sein. Darumb so soll solch ordinari klein anlag, welche uff nechstverschiennen Johannis Baptiste [Juni 24] hett sollen erlegt werden, der vorstehenden notturft halb von allen stenden, so solch noch nicht erlegt, nochmals zwischen hie und nechstkunftig Michaelis [September 29] nach vorigem gemeinen anschlag und, wie die bißher angelegt gewest, die sächssischenn bei dem Kf. zu Sachssen und die oberlendische stende bei dem Lgf. zu Hessen etc., ane wegerung und unverzuglich erlegt, davon dann auch nach außgang des jhars ordenliche und richtige rechnung beschehen und gethann soll werden.

    Dieweil auch befunden, daß der ritmeister und hauptleut vill und dieselben uber die hievor verabschiedete antzalh ersteigert, falso daß die ordinari anlag jhärlich umb ein statlichs uberlauft–f, dieweil sie aber noch uff ein jhar schon bestellt sein, so ist fur gut angesehen, daß die antzalh derselben ritmeister und hauptleut gemindert und daß die beide oberhauptleut, der Kf. zu Sachssen und ŠLgf. zu Hessenn, hinfuro nach ußgang der bestellung in irer verwaltung nit mer dann namlich ein ider zehen rittmeister und 15 fueßknechthauptleut behalten und die andern nach ußgang irer bestallung irer dinst erlassen, es wurd dan nach gelegenheit der leuft durch die stende ein anders fur gut angesehen. Und wurt in irer kfl. und fstl. Gn. gelegenheit gestelt, die tauglichsten und besten under den itzigen ritmeistern und hauptleuten zu nehmen und zu erweln. Actum Regennspurg Montags Vincula Petri, den ersten Augusti anno domini 1541.

    Nhamen der gesanten obgemelt:

    Von wegen des Kf. zu Sachssen und Hg. Johannß Ernsten: Hans von Doltzk, ritter; Franciscus Burckhart, cantzler.

    Von Hg. Heinrichs zu Sachssen: Melichior von Ossen, Dr.; Jorg von Schleinitz.

    Von wegen Hg. Ernsten zu Braunschwig und Luneburg: Nicolaus Holstein, Dr.

    Von wegen des Hg. zu Pommern: Glaus Putkamer, hauptman zu Stettin; Baltzar vom Wald, cantzler.

    Von wegen Lgf. Phillipsenn zu Hessen: Alexander von der Thann, oberamptman; Johann Feig von Lichtenau, cantzler.

    Von wegen Hg. Ulrichen zu Wirttennberg: Cristoff von Vhenigen; Claus von Grafeneck.

    Straßburgk: Jacob Sturm, Bath von Duntzennheim.

    Augspurg: Wolffganng Rolinger, burgermeistere; Simprecht Hoser; Conrat Helh, Dr.

    Frannckfurt: Johan Glauburger, burgermeister; Jheronimus zum Lamb, Dr.

    Costantz: Cunradt Zwick mit bevelch Lindau.

    Ulm: Jorg Besserer; Martin Weigkman mit bevelh Reutlingen, Bibrach, Kempten und Ißni.

    Eßlingen: Johann Machtolph, Lic.

    Halh: Mathern Wurtzelman.

    Halbrun: Jacob Ehehinger, Dr.

    Brehmen: Dietrich Faßmar, burgermeister; Johann Hoffman.

    Hamburg: Herman Roberg.

    Braunschwig: Dietrich Breuß.

    Zu urkunth haben wir Hanns von Doltzk, ritter; Jorg von Schleinitz, Nicolaus Holstein, Cristoff von Fenigen, Allexander von der Than, Clauß Botkamer und Jacob Sturm, Cunrat Heel, Dietrich Faßmar und Dietrich Breuß unsere petschaft hirunten aufgedruckt.

    « Nr. Š962 Aufträge und Anweisungen des Kaisers bzw. der kaiserlichen Regierung für Louis de Praet – Innsbruck, 1541 August 6 »

    Wien HHStA, Belgien PA 31/4, fol. 167r–169v (Kop.).

    Les poinctz, qui ont esté enchargé au Sr de Praet et dont il a désiré d’estre esclarcy pour ce que l’empereur luy a enchargé à son retour en Flandres.

    Ce que l’empereur traictera icy avec le duc Frédéricq palatin touchant l’affaire de Denemarque1.

    Ce que l’on fera après l’expiration des tresves avec le duc de Holstein, que sera en novembre prochain et si l’on les prolongera et pour quel temps2.

    Ce que l’on a traicté avec le lantgrave de Hessen et mesmes des cappitaines, que l’on luy a promis d’entretenir dès pays d’embas3.

    L’estat, auquel sont présentement les affaires d’Allemaigne4.

    Le recès de la présente diètte.

    La lighe et intelligence avec les catholicques et ce que l’on peult espérer d’eulx.

    La chambre impériale5.

    L’affaire de Maestrecht6.

    Celluy de Gheldres7.

    ŠComme la royne se debvra conduyre avec le duc de Clèves et ses subgectz et aussi ceulx dudit Gheldres8.

    Si aulcuns Gheldrois se offrent au service de l’empereur, comme ladite royne se y debvra conduyre9.

    Besteuerung des niederländischen Klerus. Verhalten der Kgn. gegenüber den Nachbarstaaten während der Unternehmung des Kaisers [gegen Algier]. Anfertigung und Bestellung von Artilleriegeschützen. Bezahlung des Geschützmetalls und andere Ausgaben. Verhandlungen mit dem englischen Gesandten. Persönliche Angelegenheiten der Kgn. Finanzierung des Gehalts des neuen ksl. Gesandten in Frankreich Marnol und der Heimreise des bisherigen Gesandten St. Vincent. Übersendung zweier versiegelter Koffer mit dem Material der Kommissare, die die Beamten in Burgund kontrolliert haben, und Bestellung von vertrauenswürdigen Personen, die dieses Material prüfen sollen. Verfahren mit altgedienten niederländischen Beamten.

    Depuis ce que dessus et le partement dudit Sr de Praet, que fut le 23. du mois passé, l’on a esté continuellement poursuyvant la direction et conclusion du recès et des aides hâtive et durable. Et pensoit sa M, que le 28. dudit mois la fin s’en debvoit faire, et feit venir le matin les catholiques et protestans en son logis et praticqua l’on avec eulx jusques à une heure aprèz midy, avant que l’empereur et le roy disnassent, et l’aprèsdisner jusques à une heure de nuyt et encores le vendredy 29. y travailla l’on jusques à deux heures et demye après midy seulement ledit recès se feit, dont l’on envoye relation du substancial avec ces articles. Car sitost que ledit recès fut publié et accepté, sadite M ne feit que disner et après se départy du roy et vint encores cincq lieues. Et est demouré le conseiller Naves pour recouvrer ledit recès et faire la commission de Maestrecht et achever aultres particularitéz, dont l’on luy a laissé charge.

    En oultre ledit Sr de Praet scait la peyne, où sadite M s’est retrouvée de Monsr le duc Frédéricq persistant que comme qu’il fut l’on luy bailla dès maintenant assistence pour son affaire de Dennemarcque ou en tous advènements que l’on luy donna de quoy vivre, remonstrant, qui soit en extrême nécessité. Et enfin après luy avoir remonstré tout ce que l’on a peu aviser Šconcernant l’impossibilité de maintenant luy bailler assistence, l’on si est arresté. Aussi a l’on refusé ce qu’il vouloit, que l’on ne proroga plus de tresves avec le duc de Holstein. Mais sa M touchant l’aide, qu’il demandoit, et très grande selon son extrême nécessité, qu’est telle, que ledit Sr de Praet a bien entendu, luy a accordé enfin huit mille florins de quarante gros par an en actendant que l’on aye regardé en sondit affaire ou qu’il aye aultre moyen de vivre, supposant, que son frère ne la peult faire longue. Et encores a il persisté, que ladite pension soit payées de troys en trois mois, surquoy fauldra, que la royne regarde de bailler ordre pardelà avec ceulx des finances estant ceste partie pitéable et n’ayant aultre moyen la payer ailleurs. Et quant à la tresve elle se pourra prolonguer d’ung an à compter dès l’expiration de la prolongation dernièrement faicte à Regensbourg10.

    Le Sr de Praet scait l’office et debvoir, qu’a fait le docteur Groperus11 de Monsr de Coulongne en la dernière diètte et qu’il est personnaige, dont l’on se peult servir non seullement en l’affaire de la religion, mais aussi touchant Gheldres, dont sur le partement le Sr de Granvelle luy a parlé et semblablement au conte de Mandrescheit12 [sic!], lesquelz chacun à par soy ont promis d’y faire toute la bonne euvre, qu’ilz pourront. Et afin de gaigner plus la voulenté dudit Groperus Šluy a sa M fait dire, qu’elle luy feroit bailler une pension de pardelà jusques à trois ou quatre cens florins par an sur les premiers bénéfices, qui vacqueront pardelà. Et fauldra, que la royne le cas advenant en ait souvenance. Et sera aussi bien fait d’avoir recommandé ledit conte de Mandrescheit en ses affaires. Fait à Yspurg, le 6. jour d'aoust l’an 1541.

    [PS:] Modifikation der Anweisung zur Anfertigung und Beschaffung von Artilleriegeschützen.

    Faksimiles der Druckfassung der Edition.

    ser/rta1541/chXI/pages

    Anmerkungen

    1
     Vgl. auch die protokollarische Notiz zu diesem Stück, Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 79v–80v (Kop.), hier fol. 79v: Den 28. Julij, als die ksl. Mt. die steend vormittag voneinander gesondert und mit inen zu beyden theiln uff die artikel des abschits underschidliche handlung gehabt und sunderlich bey den protestirenden steenden erstlich aigner person, darnoch durch Pfgf. Friederich und den H. Navis, zuletst auch durch den Gravella die sach uff alle weg versuchen lassen, sich aber die handlung nirgent zu keiner vergleichung, diesen steenden leidlich, schicken wolt, haben sich die protestirenden steend nochmittag nochvolgender anderer antwurt uff die artikel des abschits verglichen und die der ksl. Mt. alsbalt ubergeben. Vgl. außerdem den AV auf der Kopie Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 360r–361r, hier fol. 360r: Diese artickel seint beratschlagt, aber nicht ubergeben.
    1
     Vgl. dazu die protokollarische Notiz vor der Kopie Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.909, fol. 81r–81v, hier fol. 81r: Und als die ksl. Mt. solcher antwurt nit zufrieden gewesen, haben ermelte steende nit weither gemacht, dan die gantz handlung entlich bleyben und erwinden zu lassen; außerdem die protokollarische Notiz nach dem Ende des Textes, ebd. fol. 81v: Alß sich aber die sach dermoßen stossen wollen, hat sich der Kf. von Brandenburg (wie man meinet und sagt uff anrichtung etc.) in die handlung geschlagen und die sach dahin pracht, das die ksl. Mt. ermelten steenden nochvolgende declaration volgens tags, den 29. Julij, under irer Mt. sigil zugestelt, daruff sie den abschit, doch ausserhalb etlicher puncten laut ihres receß, bey publicirung des abschits gehalten, angenommen haben etc.
    1
     Beglaubigung der Deklaration durch Universität und Hofgericht zu Wittenberg, Wittenberg, 1541 September 3, Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).
    2
     In F dazu marg. v. a. Hd.: Ist zu weit, wer gradus ad [sequentem].
    3
     In F dazu marg. v. a. Hd.: Restitutio.
    4
     Zum Folgenden in E marg.: Non est in facultate declarantis.
    5
     Dazu in E marg.: Permittitur hereticis possidere bona ecclesiastica.
    6
     Dazu in F marg. v. a. Hd.: O la.
    7
     Dazu in E marg.: Approbatur et permittitur doctrina hereticorum.
    8
     In F dazu marg. v. a. Hd.: Jha.
    9
     Zum Folgenden in F marg. v. a. Hd.: O bone Jhesu. Algier. In E marg. zum Folgenden: Conceditur libera facultas hereticandi contra officium.
    10
     Zum Folgenden in E marg.: Deferens juramentum habere debet iuditium discretionis sui juramenti.
    11
     Zu diesem Passus marg. in E: Cassatur jus commune simul cum recessu.
    12
     Zu diesem Passus marg. in E: Heretici ab judicandi officio removendi hic admittuntur.
    13
     In E dazu marg.: No. Vom gleichmessigen recht.
    14
     In E dazu marg.: Tollerandi procuratores et scribae utcumque sint.
    15
     Zum Folgenden in E marg.: Nemo assumendus in assessorem nisi secundum jus et ordinationem hic vero iniungitur, ut admittantur contra ordinationem.
    16
     Dazu in F marg. v. a. Hd.: Nota.
    17
     Dazu in E marg.: Contra jus et ordinationem.
    18
     Vgl. dazu die Notiz auf der Kopie Nürnberg StA, Ansbacher Religionsakten 23, unfol.: Nota: Diese copien ist gegen dem originall collacionirt und mit fleiß besichtiget. Als aber im originall zuletst im articul anfahend ‚Es soll auch der articul‘ etc. gesetzt ist von der augspurgischen religion etc., ist es ubersehen worden im original, dan es soll heissen: von dem augspurgischen abschid meldend. Desgleichen so steet im originall im letsten articul und beschluß, besigelt mit unserm kaiserlichen anhangenden insigel‘ etc., soll heissen ‚aufgedrucktem‘, dan das sigil ist nit angehangen, sunder aufgedruckt.
    19
     Dazu in E marg.: Mutatur tota religionis approbatio Augustensis.
    20
     Vgl. Bayerische Petition, o. Ort, o. Datum [Regensburg, 1541 nach Juli 29], Rom AVat, Armadio LXIV, vol. 3, fol. 115r–116v: 1. Ut declaratio recessus Ratisponensis a caesarea Mterevocetur atque eiuscemodi revocationis litterae in manus archiepiscopi Moguntini mittantur. Ante omnia ut Mtassua mandet Catholicis, qui recessum Ratisponensem acceptarunt et non sunt de Protestantibus, ut immediate observent recessum Augustensem in omnibus articulis orthodoxam fidem nostram concernentibus. Mandet praeterea assessoribus iudicii camerae, ut maneant in pristino statu et ad unguem observent ordinationem Augustensis et Ratisponensis recessuum. 2. Ut sanctus dominus noster dignetur intrare in foedus catholicum, deputare commissarium, item, consiliarium, deponere certam pecuniae summam in manus eiusdem commissarii, dare opera, an aliquot externi potentatus possent in idem foedus induci. Nota: Francorum regem. Vgl. auch Kf. Albrecht von Mainz an Kg. Ferdinand, Aschaffenburg, 1541 Oktober 21, Pfeilschifter, Acta reformationis catholicae, Bd. III, Nr.131, S. 409–410, hier S. 409: Erkm gib ich in underthenigkeit zu erkhennen, das mich khurtzverschiner zeit zu mehrmalln angelangt hat, wie die rom.keys.mt. unser allergnedigster herr den protestirenden standen ein declaration uber den jungsten zu Regenspurg uffgerichten reichsabschiedt zugestelt haben sol, wie ekm auss inligender copey gnediglich zu vernemen. Wiewoll nun bei etlichen unzweivenlich darfur geachtet wurdet, ich alls ertzcantzler des heiligen reichs soll von solicher declaration wissens tragen, so ist doch die warheit, das ich davonn biss anhere khein gegrundten oder bestendigen bericht empfangen hab, wie solichs mein und meiner stiefft notturfft erfordert. Dieweill ich nun die fursorg trag, wo die declaration dermassen aussgangen were, alls ich mich doch keinswegs versieche, es wurden etliche stendt des heiligen reichs derselben nit gering beschwerung tragen, auch darauss uff khunfftigen tag zu Speier allerhandt verhinderung in andern des heiligen reichs obligenden sachen ervolgen, so ist an ekm mein underhenigst bit, wo sie von dieser declaration wissen het, sie wöllen mich derselben inhallt (sovil ekm gelegen und unbeschwerlich sein will) gnediglich in schriefften berichten. Ferdinand verschob seine Antwort auf den bevorstehenden Reichstag in Speyer, vgl. sein Schreiben an Kf. Albrecht von Mainz, Linz, 1541 November 16, ebd. Nr. 132, S. 410. Vgl. auch Hg. ŠHeinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel an Kf. Albrecht von Mainz, Wolfenbüttel, 1541 Oktober 8, ebd. Anm. 499 zu Nr. 131, S. 409–410: Es haben uns auch e.l. ain copie ainer declaration des jungsten Regenspurgischen abschids zugeschickt, aber davon kain wort geschriben, also das wir nit gewust, was es vor ain mainung damit habe oder von wem dieselbig declaration hergeflossen ... bissolang das yetzo vor wenigen tagen ain transsumpt solcher declaration zu Goslar ist offenlich angeschlagen und davon uns laut nebenligender abschrifft ain copei zugeschickt worden. Nun achten wur dafur, das kays.mt. solche declaration one bewilligung der churfursten fursten und gemainer stende also zu thun nit macht habe. Darumb wir auch fur airen [!] dieselben zu belieben oder zu halten keinswegs bedacht, sonder es will von nötten sein, daß man in schirstkunfftigen tag zu Wormbs davon geredt und bedacht hette, wie die churfursten fursten und stende bei irer auctoritet und freiheit gehandthabt werden möchten, dann dergleichen geferlich handlungen zu leiden ist mehr dan beschwerlich und nachteilig und wurde zuletzst anders nicht daraus erfolgen, dan das das reich wurde zu poden geen. – Vgl. auch den Kommentar zur Deklaration und zum Regensburger Reichsabschied, o. Datum, Wien HHStA, RK RTA 7, Konv. VIIII [sic!], Nr. 12, fol. 86r–99v (Kop.):Conclusiones aliquot, quibus breviter, quid in recessu Ratisponensi et declaratione caesarea a Protestantibus super eadem [sic!]obtenta, quantum quidem ad negotium religionis pertinet, justum et honestum sit, quid item a justicia et honestate demet, declaratur. Vgl. außerdem Karl V. an die Hgg. Wilhelm und Ludwig von Bayern, mut. mut. an Kf. Albrecht von Mainz, Valladolid, 1542 Mai 7, Wien HHStA; RK RA i. g. 11, unfol. (Reinkonz.), Druck: Pfeilschifter, Acta reformationis catholicae, Bd. III, Nr.137, S. 421–422: Uns hat unser freundtlicher, lieber bruder, der röm. khunig, jetzo zu erkennen geben, das sein L. auf jungst gehaltem reichstag zu Speyer von eueren L. und anderen unserer alten, cristenlichen religion verwandten stenden inhalt ainer schrift, so seiner L. behendigt sey, ersuecht worden, uns zu berichten, welchermassen sich die protestierenden seyther des jungsten regenspurgischen reichstages gegen obgemelten altglaubigen stenden mit thatlichen handlungen und furnemen in mer weg mercklich eingedrungen haben und solchs am maisten under dem schein ainer furgewendten declaration uber den jungsten regenspurgischen abschid, der sy sich berhuemen und die zu irem vortail dem jetz gemelten regenspurgischen abschid zugegen interpretiern und mißbrauchen sollen etc., welche handlung und furnemen der protestierenden (wo dem also) uns nit wenig befrembdt und verhoffen, das sy des unserthalben gar keinen fueg oder gelimpf haben sollen oder mögen. Dann wir uns mitnichten zu erinndern wissen, auch unser gemut und maynung nie dahin gestanden sein, durch ainich declaration oder in ander weg ichts furzunemen, zu bewilligen oder wissentlich ausgeen zu lassen, das dem regenspurgischen abschid zuwider oder unserer waren, christlichen religion und derselben zugethanen stenden an iren löblichen, herbrachten gottesdienst, ceremonien und kirchenordnungen, auch hab und guetern zu abbruch oder nachtail gelangen möcht oder dahin verstanden werde, sonder was wir bisher und sonderlich auf vorgedachtem unserm reichstag zu Regenspurg furgenomen und gehandelt haben, ist von uns gantz gnediger, treuer wolmaynung, allain zu furderung und nit zu verhinderung oder verletzung des regenspurgischen abschidts, auch allem fridlichen wesen zu guetem geschehen und alles dahin gericht und gemaint worden, damit unser haylige, cristenliche religion dardurch gehandthabt, auch rhue und ainigkhait im hl. reiche gepflantzt und menigclich bey frid und recht erhalten werden und pleyben möchte, der gnedigen naigung wir noch sein, auch weiter des gnedigen willens, zu unser widerkunft in das hl. reiche, die wir in kurtzer zeyt mit verleychung des allmechtigen furtzunemen und, sovill immer moglich, zu furdern gedencken, uns aller gelegenhait obberurter sachen aigentlich zu erkundigen und darauf, sovil uns beruert, einen solchen bericht und einsehens zu thun, des euere L. und menigclich unsers verhoffens pillich zufriden und ersettigt sein sollen. Solches alles wolten wir eueren L. hiemit zu bericht der sachen und unser unschuld, auch antzaignus unsers gemuets freuntlicher maynung nit pergen, mit dem vleissigen begeren, euere L. welle solches zum pesten versteen und gemelter unserer ankunft und handlung gedultigclich erwarten und diser kleinen verweilung kein beschwerdt tragen. [...]. Geben in unser stat Valledolid am 7. tag des monats May anno etc. 42. Vgl. dazu das Gesuch der katholischen Stände an Kg. Ferdinand um Widerruf der Regensburger Deklaration von 1541, Speyer, 1542 (April 9), RTA JR Bd. XII,2, Nr. 144, S. 809–812 und die Erläuterung dieses Gesuches, Speyer, 1542 (April 9), ebd. Nr. 145, S. 812–815. Vgl. außerdem Karl V. an Kg. Ferdinand, Valladolid, 1542 März 14, ebd. Nr. 204, S. 977–979, hier S. 977–978; Kg. Ferdinand an Karl V., Speyer, 1542 Februar 18, ebd. Nr. 184, S. 916–921, hier S. 917–918 und ders. an dens., Speyer, 1542 April 13, ebd. Nr. 238, S. 1062–1066, hier S. 1063–1064. Vgl. auch das kritische, altgläubige Gutachten zur ksl. Deklaration und ihren Auswirkungen, o. Datum, [1543/1544], Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz., Fragm.).
    1
     Datiert nach der Kopie Stettin AP, AKS I/111, pag. 397–399, hier AV pag. 397.
    2
     Bericht Jakob Sturms und Batts von Duntzenheim über den Schluss des Reichstages vor dem Straßburger Rat, 1541 September 2/3, Winckelmann, Pol. Corr. Straßb., Bd. III, Nr.203, S. 202–205, hier S. 204: [...]. Die im Reichsabschied verzeichneten Artikel über Münze, Verbot fremder Kriegsdienste, Ringerung der Anschläge und Polizei sind den Protestierenden gar nicht vorgelegt und deshalb von ihnen nur auf Hintersichbringen bewilligt worden. Der artikel der session halben haben sie anzeigt, wie trutzlich sich der churfurst und marggrave von Brandenburg gegen herzog Heinrich von Brunschweig erzeigt und auch mit trowort zu beiden seiten usgeschlagen, das der churfurst von Brandenburg sich offentlich horen lassen, das er solcher antwort wol zufriden; doch das herzog Heinrich, was er thun woll, thue, wie es under furstmessigen herkumen, das offentlich und nit heimlich. hab damit uf das mordprennen gedeut.
    1
     Vgl. Bericht Jakob Sturms und Batts von Duntzenheim über den Schluss des Reichstages vor dem Straßburger Rat, 1541 September 2/3, Winckelmann, Pol. Corr. Straßb., Bd. III, Nr.203, S. 202–205, hier S. 205: [...]. Die nicht protestantischen Städte haben sich beschwert, dass auf dem Reichstage alle ding on ir vorwissen und willen gehandelt seien, indem die Fürsten sie von den Beratungen und Beschlüssen ausgeschlossen hätten. Köln, Metz, Worms und Speyer haben sich deshalb geweigert, den Abschied zu besiegeln, und sind trotz aller Vorstellungen König Ferdinands dabei geblieben.
    1
     Zur Doppelveranlagung dt. Hochstifte im Reich und in den österreichischen Erblanden vgl. Mensi, Geschichte, Bd. I, S. 158–164.
    1
     Vgl. zu diesem Konflikt Steffen, Zur Politik, S. 24–29 und S. 45–46 und Mentz, Johann Friedrich, Bd. II, S. 508–536.
    1
     Diese Erklärung ließen die Frankfurter Reichstagsgesandten anlässlich der Siegelung des Reichsabschieds durch die Stadt Regensburg mündlich und schriftlich auch in der Mainzer Kanzlei abgeben, vgl. die darüber ausgestellte Urkunde der Stadt Regensburg für die Frankfurter Reichstagsgesandten, Regensburg, 1541 August 1, Frankfurt ISG, RTA 47, fol. 243r–243v (alt) (Ausf.). Vgl. auch das Protestationsinstrument der Stadt Frankfurt zum Regensburger Reichsabschied, Frankfurt, 1541 Dezember 3, ebd., fol. 114r–114v (alt) (beglaubigte Kop.): Die Bürgermeister Claus Stalburg und Dominikus Bucher, die Ratsherren und Schöffen Johann von Glauburg, Weicker Reiss, Hans Keller und Hans Gedern und der Stadtschreiber Martin Sigel als dazu beauftragte Vertreter der Stadt Frankfurt haben am 3. Dezember 1541 in der Ratsstube auf dem Frankfurter Römer vor dem öffentlichen, ksl. Notar Nikolaus Druchlaub von Butzbach und vor den Zeugen Joachim Plancken aus Augsburg, Fritz Magen aus Würzburg, Johann Zoben aus Oppenheim und Diepold Heußlin aus Ensisheim erklärt: Nochdem die gesanten, so ein erbar rath itzgemelt uff jungst zu Regenspurg gehaltem reichstag gehapt, den reichsabschiet, daselbst uffgericht, noch gestalt desselben und aus mangel ires bevelchs nit bewilliget, sonder den allein uff hindersichpringen genomen, wie sie dan des glaubwurdig urkunden, die im fall der notturft dargelegt werden mochten, mit sich anheim pracht, so hab sich dennoch ein erbar rath noch angehorter der gesanten relation und daruff gehapten bedacht entschlossen, berurten reichsabschiet, doch allein nachfolgendermassen, zu bewilligen und anzunemen. Nemlich, dieweil ein erbar rath den jungsten augspurgischen abschiet, im 30. jare der mindern zal nechstverschienen uffgericht, nit angenomen, auch vol[gents] der protestation, darwider beschehen, anhengig worden und aber under andern in berurtem augspurgischen abschiet ein artickel der erb- und eigen [sic!] zinß halben begriffen, von welcher erb- und ewigen zinß wegen sich in diser stat Franckfurt bißanher allerlei irthumb und beschwernuß zugetragen, auch noch[merrer] zutragen mochten, sover dan diser regenspurgisch abschiet neben anderm auch obbemelten artickel des augspurgischen abschiets, die erb- und ewigen zins belangend, confirmieren und bestettigen sollte oder mochte, daß alßdan ein ersamer rathe, denselben regenspurgischen abschiet, sovil berurte puncten belangt, seins theils nit zu bewilligen noch anzunemen, wuste, sonder wollte den auf solichen fall durch sie, die obgenanten verordenten, hiemit weigert und abgeschlagen, aber sunst in andern artickeln auf maß und gestalt, wie von churfursten, fursten, graven und stetten, der augspurgischen confession und religion darin begriffen verwant, in gemein beschehen und weiter nit angenomen haben. [...].
    1
     Vgl. dazu Bestätigungsurkunde der Stadt Regensburg für Konrad Zwick, den Gesandten der Stadt Konstanz auf dem Regensburger Reichstag und Bevollmächtigten der Stadt Lindau, Regensburg, 1541 August 1, Konstanz StadtA, G 8 Reformationsakten, fol. 321r (Kop.): Wir cammerer und rate der statt Regenspurg, nachdem uns der erber und wys H. Cunrat Zwick etc. als der statt Costantz gesandter und der statt Lindaw bevelchhaber ersucht und gebetten hat, wo wir von gemainer erbern fryen und richstetten wegen des alhie zu Regenspurg gehaltnen reichstags abschid besiglen wurden, das wir von sinenwegen alsbald in der mentzischen cantzley vermelden und anzaigen wolten, wie er aus mangel sines bevelhs denselben abschid von wegen siner herren obern und bevelhhaber nit annemmen noch bewilligen konte, sonder den sinen herren, obern und bevelhhabern hinter sich bringen wolte, ungezwifelt, sy werden sich daruff aller gebur zu halten wissen, bekennen offenlich an disen brief, das wir solh sin begeren vor beschehner besiglung in der mentzischen cantzley muntlich und schriftlich anzaigen und furbringen lassen. Zu urkund haben wir dem gedachten gesandten von Costantz disen brief geben mit unserm gemainer statt Regenspurg furgetruckten secret insigel und ist geschehen am Montag nach Sanct Jacob des hailigen zwelfbotten tag der mindern zal Christi im 41. jar.
    1
     Zur Datierung vgl. die Kopie Augsburg StadtA, Reichsstädtetagsakten 2, fol. 147r–158v; DV fol. 158v (teilw. v. Dr. Hel eighd.): Der ersamen frei- und rheychsstett abschidt, ultima Julij anno 41, in der statt Regenspurg beschlossen.
    2
     Dr. Siebert von Löwenberg.
    3
     Vgl. Anm. 2 zu Nr. 249.
    4
     Zum Konflikt zwischen der Stadt Goslar und Hg. Heinrich von Braunschweig vgl. Schmidt, Der Städtetag, S. 224–230.
    5
     Vgl. Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Straßburg, 1541 September 24, Speyer StadtA, 1 A Nr. 237, unfol. (Reinkonz.): Auf dem Regensburger Städtetag haben die Städte beschlossen, dass Frankfurt, Speyer und Straßburg vermöge damals gefertigter instruction umb gnedige nachlassung und abschaffung der besatzunge, so sein fstl. Gn. uff unser burger guter, in derselben irer fstl. Gn. furstenthumb gelegen, verruckter zeit neben iren underthanen legen lassen, bei Kf. Ludwig von der Pfalz anhalten sollten. Die Gesandten der drei Städte sollten am 1. Oktober in Heidelberg eintreffen. Die Stadt Speyer sollte aber zunächst in Erfahrung bringen, ob der Kurfürst zu diesem Termin in Heidelberg anwesend sein wird, und, wenn nicht, einen anderen Termin, an dem der Kurfürst daheim sein wird, benennen. Gegenwärtig ist der Kurfürst noch auf der Jagd, und es ist nicht anzunehmen, dass er am 1. Oktober daheim sein wird. Wollen wegen eines neuen Termins Erkundigungen einziehen und sich dann weiter mit Frankfurt und Straßburg verständigen. Bitten, sich dann auf ihr weiteres Ansuchen an der vorgesehenen Werbung zu beteiligen. Geben sambßtags nach Mathej apostoli anno etc. 41. In gleichem Sinne wandte sich Speyer auch an die Stadt Frankfurt, vgl. Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Frankfurt, Speyer, 1541 September 24, Speyer StadtA, 1 A Nr. 237, unfol. (Reinkonz.). Vgl. außerdem Bgm. und Rat von Speyer an Bgm. und Rat von Straßburg, 1541 Oktober 22, Speyer StadtA, 1 A Nr. 237, unfol. (Reinkonz.): Haben erfahren, dass Kf. Ludwig von der Pfalz um Martini wieder in Heidelberg anzutreffen sein wird. Bitten, ihre Gesandten zu dem auf den 12. November 1541 nach Speyer ausgeschriebenen Städtetag so abzufertigen, dass vor dessen Beginn die vorgesehene gemeinsame Werbung Speyers, Frankfurts und Straßburgs bei Kf. Ludwig ausgeführt werden kann. Die Gesandten der drei Städte sollten am Montag, den 7. November 1541 in Heidelberg eintreffen, um dann am folgenden Dienstag oder einem der folgenden Tage ihren Auftrag auszuführen, damit die Antwort des Kurfürsten dem Städtetag mitgeteilt werden kann. Geben sambßtags nach Luce evangeliste anno etc. 41.Zum Problem der Besteuerung des Besitzes städtischer Bürger in fremden Territorien vgl. auch die Gutachten der Nürnberger Juristen, Nürnberg, 1541 Juli 9, Nürnberg StA, Nürnberger Ratschlagbücher 11, fol. 156v–162v und Schmidt, Der Städtetag, S. 204–209.
    6
     Vgl. dazu Schmidt, Der Städtetag, S. 73–74.
    7
     Vgl. dazu die Gutachten der Juristen der Stadt Nürnberg, 1541 September 2, Nürnberg StA, Nürnberger Ratschlagbücher 11, fol. 183v–189v und Schmidt, Reichsstadt und Territorialstaat passim, und ders., Der Städtetag, S. 210–224.
    8
     Zu den Auseinandersetzungen um die Position der Reichsstädte in der Reichstagsverfassung seit den zwanziger Jahren vgl. Schmidt, Der Städtetag, S. 264–289, bes. S. 276–278. Zum Problem des Stimmrechtes der Reichsstädte auf dem Reichstag vgl. auch Huber, Städtearchiv, S. 94–112.
    1
     Die dort gewählte Überschrift ‚Bericht der Beratungen der prot. Stände zum Reichstagsabschied‘ ist nicht korrekt.
    2
     In der Überlieferung Memmingen StadtA, A Bd. 317, unfol. (Kop.) folgt danach: Und nachdem sich die gesandten der stet Franckfurt und Costentz bei gemainen protestierenden stenden des abschids gegenwertigen reichstags, auch der ksl. Mt. declaration halb vernemen lassen, das sy die bede, nemlich den reichsabschid und beschehen declaration, auß mangel irs bevelchs und anderm mer ursachen nicht anzunemen noch zu bewilligen wisten, sonder das sy das alles iren herrn und obern hindersich pringen mogen, die sich darauf aller gepur wurden zu halten wissen, so haben sy derhalben gebetten, inen ain solhs zu glaubwirdigem schein und urkundt disem abschid anzuhencken.
    1
     Vgl. die Eingabe Hg. Philipps von Pommern an die schmalkaldischen Verbündeten zum Konflikt zwischen Pommern und Dänemark, Regensburg, [1541 Juni 21], Frankfurt ISG, RTA 46, unfol. (Kop.).
    1
     Dazu marg.: Monsr de Praet l’a entendu et en pourra advertir et faire relation à ladite royne.
    2
     Dazu marg.: Quelles se prolonguent pour ung an ou dixhuit mois.
    3
     Dazu marg.: Ledit Srde Praet emportera copie auctenticque du traicté ratiffié par le roy des Romains et tiendra main devers la royne et ceux des finances, afin que l’on s’asseure des cappitaines et soient retenuz pour s’en pouvoir servir, si l’on en a besoing, et que ladite royne y employe jusques à 1.200 florins d’or par an, qu’est la somme, avec laquelle ledit lantgrave a dit, que l’on s’en pouvoit asseurer.
    4
     Dazu marg.: Ledit Sr de Praet scait tout ce que y a esté négocié et sera adverty du recès et touchant la lighe défensive catholique et des intelligences particulières, que l’empereur et le roy auront prinses. Et si ledit Sr de Praet part avant la conclusion de ceste diète l’on luy envoyera copie dudit recès et mémoire de tout ce que se fera d’icy alors.
    5
     Dazu marg.: Aussi sera ledit Sr de Praet adverty de ce que se concluera par ledit recès.
    6
     Dazu marg.: L’on tiendra main, s’il est possible d’avoir commis des estatz de l’empire pour entendre à la vuydange du différend et que toutes procédures et exécutions de la chambre impériale cessent cependant. Mais tousiours semble il, que ce sera très bonne euvre [sic!] d’appoincter, s’il est possible, avec la vefve et héritiers de feu Denys Vrentz.
    7
     Dazu marg.: Aussi scait ledit Sr de Praet ce qu’est passé jusques à maintenant touchant le duc de Clèves et entendu ce que s’en fera ausurplus avant son partement. Et si aprèz survient d’avantaige, il en sera adverty joinct ce que sa M luy a déclairé et déclairera de son intention touchant ledit Gheldres.
    8
     Dazu marg.: Ayant regard aux termes, que a tenu ledit duc de Clèves jusques à maintenant et èsquelz il persiste, et ce que sa M a déclairé, qu’elle le tient pour rebelle, il semble, que la royne le doibt délaisser pour tel si longuement qu’il demourera en ceste obstination. Et quant à ses subgectz de Clèves et de Julliers qu’elle ne innove riens de la manière de vivre et voisinance, qu’a esté jusques à ores, sinon que l’on tienne regard en leur endroit, afin qu’ilz ne facent chose préiudiciable à sa M et ses pays d’embas. Et quant à ceulx de Gheldres que l’on entretienne avec eulx bonne voisinance et que l’on attire leur voulenté envers sa M par tous les moyens, que convenablement sera possible, demonstrant tousiours espoir, qu’ilz se reduyront à l’obéissance de sadite M, selon que par tout droit et raison ils sont tenuz, et que ce faisant tout le passé s’oblyera et les tiendra sadite M comme bons subiectz et les entretiendra en leurs franchises, libertéz et coustumes.
    9
     Dazu marg.: Qu’elle en use comme elle verra convenir à l’intention et fin, que sa M a touchant ledit Gheldres.
    10
     Vgl. Karl V. an Kgn. Maria, 1541 Dezember 29, Wien HHStA, Belgien PA 31/3, fol. 83r–98v (Ausf.): [...]. Quant à l’envoy du secrétaire Despleghen devers le duc de Holsten vous aves fait très bonne euvre et ny à que redire en son instruction et fault espérer, que, s’il use bien d’icelle, que ledit duc de Holsten passera la prorogacion de la tresve et se détiendra de riens mouvoir alencontre de mes pays de pardelà. Et en ce cas sera requis, que quant à la prorogacion bailler le plus de raison et contentement, que possible sera, à notre neveu, le duc Frédérick palatin, pour luy effacer les suspicions que, comme qu’il soit, il aura tousiours de toutes prorogacions des tresves, que l’on fera avec ledit duc de Holsten. Et tant plus sera il néce[ssaire], pour ce que mondit ambassadeur en France m’a averty, que ledit duc a puis naguères envoyé personnage exprès devers ledit roy de France, duquel il n’avoit encores sceu entendre la charge. Et combien qu’il fault supposer, que ce ne soit à maulvaise fin, toutesfois fait il à craindre, que l’extrême nécessité, ou se retrouve ledit duc, ne le contringnist faire quelque chose davantaige, que son devoir et honnesteté requierent. Et m’en fait tant plus doubte ce qu’il ne vous a jamais fait semblant de l’assignation ny payement de la pension, que luy accorday [dernièrement] à Reghensbourg. Et pour ce sera bien que le faictes tousiours satisfaire de sadite pencion et que luy escripvez souvant et encoires l’envoyez quelque fois visiter affin de par ce moien l’entretenir en meillier [= meilleur] dévotion et mieulx scavoir de ses nouvelles et entendre son intencion. Or s’il vous semble bon, pourrez encharger à celluy, que envoyerez devers luy, de en passant toucher dextrement ung mot audit duc touchant ledit envoy en France pour entendre, s’il le confessera, et [l’occasion?], que sur ce il dira, et aussi affin qu’il soit plus retenu et entende, que l’on scet toutes pratiques et que les françois mesmes ne les scavent tenir secrètes. [...]. [...?], le 29. [du] décembre 1541. Vgl. auch Kgn. Maria an Karl V., Brüssel, 1542 April 2, Wien HHStA, Belgien PA 30/4, fol. 18r–26r (Konz.): Seit längerem herkömmliche Pension Pfgf. Friedrichs: 5.000 fl. in Gold. In Regensburg während des Reichstages bewilligte zusätzliche Pension: 8.000 carolus.
    11
     Dr. Johannes Gropper (1503–1559), Scholaster an St. Gereon in Köln, Teilnehmer am Regensburger Reunionskolloquium. Vgl. LThK Bd. 4, Sp. 1241–1242.
    12
     Gf. Dietrich von Manderscheid-Schleiden (1481–1551), vgl. NDB Bd. 16, S. 13.

    Anmerkungen

    a
    -a In C angestr.
    b
    -b In C angestr.
    c
    -c In C angestr.
    d
     In C: unwiderbringlichem.
    e
     In C danach: und.
    f
     In C: christenliche.
    g
     In C: ausgekunth.
    h
    -h In C angestr.
    i
    -i In C angestr., teilw. unterstr. dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Nota. Wi im disser abschidt im herze leidt.
    j
     In B: solche.
    k
     In B: darzu.
    l
     In C: maln.
    m
     In B: sich.
    n
    -n In C angestr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Concilium in deutscher nacion.
    o
     In C: ausgekundigt.
    p
    -p In C angestr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Nota.
    q
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Reformacio der geistlichen.
    r
     In C angestr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Normbergische fridestandt.
    s
    -s In C angestr.
    t
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Nota. Closter nicht zurbrechen.
    u
    -u In C angestr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Nota. Der Nebensatz soviel sie der noch in possession sein ist auch unterstrichen.
    v
    -v In C angestr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Nota. Nimands an sich ziehen.
    w
    -w In C angestr.
    x
    -x In C unterstr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Declaratio.
    y
     In C dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Achten und processen am chamergericht.
    z
    -z In C unterstr.
    aa
    -aa In C angestr., teilw. zusätzlich unterstr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Declaratio Caesaris.
    ab
    -ab In C angestr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Augspurgischer abschidt.
    ac
    -ac In C angestr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Declaracion.
    ad
     Dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Underhaltung des camergerichts.
    ae
     In C: fastenmeß.
    af
    -af In C angestr.
    ag
     In C dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Visitacionn.
    ah
     In C dazu marg. Notiz v. 3. Hd.: Visitation des chamergerichts.
    ai
     In C: gemelts.
    aj
    -aj In C angestr.
    ak
    -ak In B und C: N. und N.
    al
    -al In C angestr. und zusätzlich unterstr., dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Idem de declaratione a Caesare data.
    am
     In B: darzu.
    an
     In C danach: zu erlegen.
    ao
     Fehlt in B und C.
    ap
     Fehlt in B.
    aq
    -aq In C: durchauß.
    ar
     In C dazu marg. Notiz v. a. Hd.: Fremb[den] zu dinen.
    as
     In C: verhindert.
    at
     In C dazu marg. Notiz: Ringerung der anschlege.
    au
     Fehlt in C.
    av
     In C dazu marg. Notiz v. 3. Hd.: Reichstag zu Speier, den 14. Januarij.
    aw
     Nach B korr. aus: zu.
    a
     Danach gestr.: und underthenigst bedencken.
    b
    -b V. a. Hd. nachgetr.
    c
     In B: statlichen.
    d
     Korr. aus: sich gnedigst irer underthenigsten bit.
    e
    -e V. a. Hd. nachgetr.
    f
    -f V. a. Hd. korr. aus: sich darein nicht lassen und wollen derhalben.
    g
    -g Fehlt in B.
    h
     V. a. Hd. korr. aus: lassen bitten.
    i
    -i V. a. Hd. nachgetr.
    j
     In B: daß.
    k
     V. a. Hd. nachgetr.
    a
     In B danach gestr.: welche irer confession und apologia gleichmessig.
    b
     In C: theologi.
    c
    -c In B v. a. Hd. korr. aus: do sich die personen irer religion gemeß halten, dieselbigen abtzuthun oder eintzubrechen.
    d
     In C: sich zu enthalten.
    e
    -e In B v. a. Hd. nachgetr.
    f
     In C: anzemasen.
    g
    -g In B v. a. Hd. nachgetr.
    h
     Fehlt in C.
    i
    -i In B v. a. Hd. korr. aus: also auch in der presentation die gleicheit gehalten.
    j
     Fehlt in C.
    k
    -k In B v. a. Hd. nachgetr.
    l
    -l In B v. a. Hd. korr. aus: Dieweil auch die ksl. Mt., der goßlarischen acht halben versehung zu thun, gnedigst erbutig.
    m
     Danach gestr.: suspension.
    n
    -n Fehlt in C.
    o
     Von hier an in B v. a. Hd. als Alternative für die Formulierung bis zum Schluss: solchen abschidt allenthalben auch unterteniglich anemen und willigen mogen. Wo aber solchs nicht zu erlangen, so können sie izt gemelte, beschwerliche puncten und artickel, in solchem abscheidt vorleibt, anderer gestalt dan angezeigt nicht anemen noch willigen, dorvon sie auch offentlich protestiren.
    p
    -p V. a. Hd. korr. aus: zu bewilligen dester minder beschwerlich sein.
    q
    -q In B v. a. Hd. nachgetr.
    a
     Von hier bis „an der stadt zu verordenen“marg. angestr.
    b
    -b Dazu marg.: Nota.
    c
    -c V. a. Hd.
    a
     Ergänzt aus B, C und D.
    b
     Im Konzept Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3, folgt danach der wieder gestrichene Nachtrag: sonst in andern artikeln wollen sie den abschidt undertheniglich annemen.
    c
     In D: underthenigsten.
    a
     Danach gestr.: C. Es sollen die protestirenden bis zu obbestimpter, endtlicher vergleichung widder die artigkel, deren sich ire theologen mitsampt der ubergeben declaration vereynigt haben, nicht handeln. D. Doch unbegeben einer yden oberkait, dieselbigen zu christlicher reformation anzuhalten. E. Und herwidderumb, denen von der augspurgischen confession geistlichen personen, stiften und heusern auch also begegnen und vervolgen. Es sol auch kein teil das ander zu sich dringen oder uber seinen willen an sich zyhen. Nota: H. Jacobs artigkel unter das C zu setzen.
    b
    -b V. a. Hd. [Jakob Sturm?] nachgetr.
    c
     Korr. aus: kirchen. Danach gestr.: darin sich di personen christlich und unergerlich halten.
    d
    -d In B durchgestr.
    e
     Danach gestr.: H[ier] sollen di wort ‚inhalt voriger reichsabschide‘ heraussenbleiben.
    a
     Danach gestr.: mit furbehaltung.
    b
     Danach gestr.: willigen wollen.
    c
     Korr. aus: [vertrag?].
    d
     Danach gestr.: und wirdet.
    e
     Danach gestr.: diesen.
    a
    -a V. a. Hd. nachgetr.
    b
    -b Nachgetr.
    c
    -c Korr. aus: die protestierenden niemandt.
    d
     Korr. aus: abschied. Erste Fassung: religion. In C korr. aus: abschied. In D: abschid.
    e
    -e V. a. Hd. korr. aus: den 29. tag Julij anno etc. 41.
    a
     Korr. nach B und C aus: angemessen.
    a
    -a In E v. a. Hd. korr. aus: churfursten, fursten und stenden des reichs.
    b
     In E v. a. Hd. korr. aus: undertheniglich.
    c
     Fehlt in B. In E v. a. Hd. nachgetr.
    d
    -d Fehlt in E.
    e
    -e In E v. a. Hd. korr. aus: haben sie uns beiderseits undertheniglich ersucht und gebetten. In B: haben sy unß baiderseitz undertöniklich ersuecht und gepeten. Dieser Passus ist in B korr. aus: unß baiderseitz undertäniklich angesuecht und söllichen iren stritt unß undertöniklich ergeben und haimgestelt.
    f
     In B danach: ob wir durch obbestimpte wört, namlich rendt, zinß und inkommen, auch alle andere ober- und gerechtikait dero gaistlichen verstanden haben wöllen oder nit.
    g
     In E danach unterstr., also zur Streichung vorgesehen: ob wir durch obbestimbte wort, nemblich rendt, zinse, inkomen, auch alle andere ober- und gerechtigkeit der geistlichen vorstanden haben wollen oder nit, des haben wir angesehen sollich ir zimlich pitte und daruff auch aus keyserlicher machtvolkomenheit.
    h
    -h In E v. a. Hd. korr. aus: erkleren und entschaiden auch.
    i
    -i In E v. a. Hd. nachgetr.
    j
    -j In B nachgetr.
    k
    -k In B: iurisdition, oberkait, recht und gerechtikait. In E v. a. Hd. korr. aus: iurisdiction, oberkheit, recht und gerechtigkheit, auch hab und guetter.
    l
    -l Fehlt in B und E.
    m
    -m In E v. a. Hd. nachgetr. In E danach: und mainen, ordnen, setzen und wollen hiemit vestiglich, das. Dieser Passus ist in E v. a. Hd. korr. aus: und mainen, erkleren, setzen, wollen und gepietten hiemit vestiglich.
    n
     In B und E: allen und jeden. Die drei Worte sind in B marg. nachgetr.
    o
    -o V. a. Hd. nachgetr. In E v. a. Hd. korr. aus: zinsen, inkomen, oberkheiten, rechten, gerechtigkeithen, auch bei andern.
    p
    -p In B nachgetr.
    q
    -q Fehlt in E.
    r
     Fehlt in E.
    s
    -s In B: acht und aberacht. In E ‚acht und aberacht‘ unterstr. und stattdessen v. a. Hd. gesetzt: auch peen des landtfridens und wi im abschidt begriffen.
    t
    -t Fehlt in E.
    u
     An dieser Stelle v. a. Hd. nachgetr.: und durch unser kayserlich camergericht auf ansuechen des oder deren, so also hieruber beschedigt, betruebt oder beschwert wurden oder unsers kayserlichen camerprocuratorfiscalsgenerals gerichtlich anhalten und begern unverzogenlich erclert und erkent werden solle. Der Passus ist unterstrichen, sollte also wieder wegfallen. Er fehlt in C und D, auch in der Kopie, Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 189r–191r. Diese Überlieferungen haben an der Stelle der nachgetr. Passage nur: soll. Dagegen hat E an dieser Stelle die Fassung: gefallen sein und durch unser keyserlich chamergericht uff ansuchen des oder der beschedigten oder betrubten oder unsers kayserlichen chamerprokuratorfiscals gerichtlich anhalten und begerh erklert, erkent und gesprochen werden soll.
    a
    -a Fehlt in B.
    a
     In B danach gestr.: angeregter stift in leben.
    b
    -b In B korr. aus: von des hl. reichs ständen in all und yede desselben hilf und anlagen uber des stifts vermögen ein lange zeit hereingezogen worden.
    c
    -c In B korr. aus: und volgends zu Augspurg gehalten reichstägen neben anderm verabschidt und beschlossen worden, das diejhenigen.
    d
     In B danach zwei durchstrichene, nur zum Teil lesbare, jedenfalls nicht verlässlich rekonstruierbare Zeilen.
    e
    -e V. a. Hd. nachgetr.
    f
    -f In B nachgetr.
    g
    -g In B korr. aus: auch.
    h
    -h V. a. Hd. nachgetr.
    i
    -i In B nachgetr.
    j
    -j V. a. Hd. korr. aus: darauf gesetzte peen.
    k
    -k Korr. aus: ich, obgenannter, freisingischer gesandter.
    l
     Danach gestr.: des orts. In B danach: des reichs.
    m
     In B danach gestr.: järlich zum höchsten angeschlagen.
    n
     In B danach gestr.: aufs beschwerlichist.
    o
    -o In B nachgetr.
    a
     In der Vorlage irrtümlich: mit.
    a
     In B danach: vierzigsten jars.
    b
     Fehlt in B.
    c
     Fehlt in C.
    d
     In B: gnanten.
    e
     In B: muglichst.
    f
     In B und C: nehern.
    g
    -g Ergänzt nach C.
    h
     In B und C: daneben.
    i
     Fehlt in B.
    j
     In B: unzeitlichen.
    k
     In B und C danach: Sanct.
    l
     In B und C danach: ain ußstendig.
    m
     Ergänzt nach B und C.
    n
     In B und C danach: der sachen.
    o
     In C: notturftigklich.
    p
     In B: mittel und weg.
    q
     In C: rychstag.
    r
     In B und C: halten.
    s
     In B: forstmeysters.
    t
     In B und C danach: der unzweifelingen zuversicht.
    a
     Nach B und C korr. aus: tragen.
    b
    -b Fehlt in C.
    c
    -c Nach C ergänzt.
    d
    -d Fehlt in C.
    e
     In C danach: licentiat.
    f
     In C: Roder.
    g
     In C danach: meister.
    a
     In B: wichtigen. Fehlt in C.
    b
     In B: gehochnottiget.
    c
    -c Fehlt in B.
    d
     Korr. aus: sie iren.
    e
     Ergänzt nach B und C.
    f
    -f Fehlt in B.
    g
     In C: Roder.

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    « ŠXI. Urkunden und Akten zur Schlussphase des Reichstages  »

    «XI,1 Der Reichsabschied vom 29. Juli 1541  »

    «Nr.941 Reichsabschied – Regensburg, 1541 Juli 29 »

    A  Wien HHStA, MEA Allgemeine Urkundenreihe, 1541 VII 29 (Ausf.).

    B  koll. Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 477r–504r (Druck), Titelblatt: Abschiedt deß reichstags zu Regenspurg gehalten anno 1541, cum gratia et privilegio imperiali; fol. 504r Vermerk: Getruckt in der churfurstlichen statt Meyntz im jar, als man zalt nach Christi unsers lieben herrn geburt 1541, auf den vierten tag Septembris vollendet.

    C  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 19r–50v (Kop.).

    Druck: Schmauß/Senckenberg, Neue und vollständigere Sammlung, T. II, S. 428–444.

    Wir, Karl der funft, von Gottes gnaden röm. kayser, zu allen zeitten merer des reichs [große Titulatur Karls V.] bekennen und thun kundt allermenigklich: Nachdem wir in unserm keyserlichen gemuth zu mehermaln mit ernstlichem vleiß und notwendiger sorgfeltigkeit ermessen und bedacht den beschwerlichen zwispalt und mißverstandt, so verschiner jar in dem hl. röm. reich teutscher nation unser heiligen, christenlichen religion halben furgefallen ist, awellicher sich von tag zu tage ye lenger ye beschwerlicher gemert und dermassen außgebreit hat, das darauß under gemainen stenden des hl. reichs allerhandt mißtrauen und anderer unwillen ervolgt sein mag–a, daneben auch den untreglichen last und hochst obligendt, damit gemeine christenheit und sonderlich das hl. röm. reich teutscher nation von wegen unsers gemeinen vheindts christenlichen glaubens und namens, des Turcken, beladen ist, bdergestalt, wo dem mit dapferm, zeitlichem rath nit ernstlicher und ansehenlicher widderstandt geschee, das nit allein des hl. röm. reichs teutscher nation, sonder auch gemeiner christenheit unwidderbringlich verderben, zerruttung und zerstorung hochlich zu besorgen–b, wie dann auß dem beschwerlichen indringen gemelts unsers gemeinen vheindts christenlichs glaubens und namens, des Turcken, so er gegen der christenheit an meher orten mit unersetlicher begirdt, unmenschlicher tyranney und erbermlichem wutten in das christenlich bluth zu entlicher außreuttung christenlichs glaubens und namens onufhorlich ubt und furnimbt, leichtlich und klerlich abzunemen, so haben wir uns bedächtlich erindert, das uns als romischem keyser auß ufgelegtem ampt geburen und zusteen woll, mit zeittigem rath und zuthun unser und des reichs Kff., Ff. und gemeiner stendt Šals unser ingeleibten glider sollichen hochsten, obligenden beschwerungen zu begegnen, dieselben durch fugliche mittel und wege zu erledigen und von dem hl. röm. reich teutscher nation gnediglich abzuwenden, damit under allen stenden desselben frid, ruhe und einigkeit desto statlicher erhalten werden moge, cwie wir uns dann des alles auß sonderm gnedigem, getreuem und vetterlichem gemuth, so wir von anfang unser regierung zu der teutschen nation, unserm vatterlandt, getragen haben und noch, jederzeit mit hochstem ernst beflissen und, sovil immer moglich, an uns kein mangel erscheinen lassen haben–c.

    [§ 1] Dieweil wir nun bei uns alwegen ermessen und bedacht, wo der zwispalt und mißverstandt, so in unser heiligen religion, wie gemelt, entstanden ist, zu christenlicher einigkeit und vergleichung gelangen wurde, das dardurch das mißtrauen und anderer unwill, so under gemeinen stenden furgefallen sein moge, ufgehebt und im hl. reich frid, ruhe und einigkeit desto statlicher erhalten werden mocht, haben wir uns den puncten der streittigen religion als di hochsten und furnembsten beschwerung teutscher nation vor andern gnediglich anligen lassen und die erledigung desselben mit embsigem vleiß gesucht, der hofnung, es mocht alsdann unserm vheindt christenlichs glaubens und namens, dem Turcken, durch uns und gemeine stende des hl. reichs mit einhelligem, einmuttigem rath und zuthun nit allein fruchtbarer widderstandt gescheen, sonder auch das christenlich blut erret und erhalten und zulest sein grausam, unmenschlich tyranney und wutten von gemeiner christenheit mit gotlicher hilf abgewendt werden.

    [§ 2] Und wiewoll wir uf vil hievor gehalten reichstegen, welliche wir zum theil nit on mercklich beschwerung unser selbst, auch unser erbkonigreich und landt eygner person ersucht, zum theil aber durch unsere treffenliche comissarien und oratores besuchen lassen, mit Kff., Ff. und stenden des hl. reichs beradtschlagt und allerhandt mittel und wege bedacht und furgenommen haben, wie der zwispalt unser heiligen religion zu christenlicher, ainhelliger vergleichung gericht werden mocht, so ist doch sollichs alles unverfengklich und unfruchtbar gewest, derwegen wir uns mit Kff., Ff. und stenden entschlossen, sollichen zwispalt durch ein generalconcilium zu erledigen und zu erortern, wie etliche reichsabschide davon eigentliche meldung thun.

    [§ 3] Daneben haben wir auch nit underlassen, vilgemelten zwispalt unser heiligen religion durch sondere particularhandlungen zu gleichmessigem, christenlichem verstandt oder ufs wenigst zu einem fridlichen anstandt zu bringen, damit dem vheindt christenlichs glaubens und namens, dem Turcken, in fursteender noth desto statlicher und fruchtbarer widderstandt bescheen mocht, wellicher in nechst verschinem 32. jar der mindern zall in treffenlicher kriegsrustung und des furnemens waß, die teutsch nation anzugreiffen und under seinen tyrannischen gewalt zu bringen, wie er dann auch unser niederosterreichische landt mit grosser macht und kriegsrustung eigner person erreicht und dieselben Šmit seiner grausamen tyranney und vergiessung vil unschuldigs christenlichs bluts erbermlich angriffen und beschedigt hat, aber durch unser, auch unsers lieben bruders, des romischen konigs, und gemeiner reichsstendt kriegsvolck, damals zu einer eylenden hilf undertheniglich bewilligt und verordent, damit wir ime eigner person under augen zu ziehen bedacht und entschlossen gewesen, widderumb zuruck- und abzuziehen, verursacht und getrungen worden, wie sollichs gemeinen stenden unverborgen ist.

    [§ 4] Als wir nun nach dem allem unsern zug in Italien furgenomen, uns zu babstlicher Hlt., nemlich bapst Clementen dem letsten diß namens seliger gefueget und unser vertrostung nach, so wir Kff., Ff. und gemeinen stenden in etlichen reichsabschieden gnediglich gethan, mit seiner Hlt. so vil gehandelt und die sachen dahin gefurdert, das sein Hlt. bewilligt, ein generalconcilium innerhalb jarsfrist außzuschreiben und zu verkunden, wie wir dann damals Kff., Ff. und stenden des hl. reichs sollichs angezeigt, haben wir nit underlassen, gantz Italien, sovil uns muglich gewest, in ruhe und friden zu setzen, uns auch furgenommen, mitlerzeit des außgeschriben conciliums unsere hispanische konigreich zu besuchen, denselben in iren obligen notturftige hilf und fursehung zu thun und alle sachen dahin zu richten, damit wir uns uf vorgemelt concilium eigner person verfugen und demselben vorsein mochten. Warumb aber sollich concilium seinen furgang nit erreicht hat, zweifeln wir nit, gemeine stendt und menigklich truge des gut wissen.

    [§ 5] Nachdem aber volgendts der Barbarossa seinen fueß in Affricam gesetzt, daselbst das konigreich Thuniß angegriffen und erobert, haben wir zu hertzen und gemuth gefurt, wo der vheindt unsers christenlichen glaubens und namens, der Turck, der end einwurtzlen solt, zu was beschwerlicher sorg und geferlicheit, auch unuberwindtlichemd schaden nit allein unsern nechst gelegen konigreichen und landen, sonder auch gemeiner christenheit sollichs reichen und gelangen wurde, wie dann gemelter Barbarossa unser konigreich Sicilien in seinem hin- und widderziehen zu meher malen angegriffen und sein furhaben dahin gestelt hat, dasselb und andere unsere konigreich und landt zu uberfallen, zu beschedigen und zu verderben, derwegen wir auß unvermeidlicher notturft verursacht und bewegt, zu errettung unser konigreich, landt und leuth und sonderlich gemeiner christenheit zu trost, wolfart und guttem uns mit treffenlichem costen in gegenrustung zu schicken und eigner person mit einer ansehenlichen armada von galleen und andern kriegsschiffen in Affricam zu ziehen, deß endts wir auch dem Barbarossa auß verleihung gotlicher gnaden obgesigt, das bemelte konigreich Thuniß erobert und dem konig daselbst widderumb zugestelt. Haben auch volgendts unser reyß in Sicilien und Neapols genomen und uns von dannen zu der yetzigen bepstlicher Hlt. gen Rom verfugt, der meynung, abermals anzuregen und zu furdern, damit Šdas vilbemelt concilium außgeschriben und gehalten werden mocht, darzu wir dann die bepstlich Hlt. geneigt und gutwillig befunden.

    [§ 6] Nachdem aber in dem unserm schwager und des hl. reichs fursten und lehenmann, dem Hg. von Saphoy, eyn gut theyl seins furstenthumbs mit kriegsgewalt abgetrungen und ingenomen ist, sein wir in betrachtung unsers keiserlichen ampts verursacht, uns zu errettung und erhaltung deß hl. reichs eygenthumbs in gegenrustung inzulassen, welliches in nechstverschinem 36. jar der mindern zal beschehen, und hat sich die kriegshandlung biß zu der winterlichen zeit erstreckt. Dieweil wir aber damals allerhandt streittigkeit, verhinderung und beschwerung, so des vilbegerten concilii halben furgefallen, vermerckt, sein wir, widderumb zuruck in unsere hispanische konigreich zu reisen, verursacht, der end uns etliche mittel zum friden dienlich furgeschlagen und daruf gevolgt, das die bepstlich Hlt. und der Kg. von Franckreich sich zu Nissa versamlet, daselbst dann ein anstandt getroffen und uffgericht worden ist.

    [§ 7] Und dieweil wir in allen oberzelten handlungen ye und alwegen des hl. röm. reichs und gemeiner christenheit eher, nutz und wollfart betracht und gesucht, sonderlich, wie im hl. röm. reich teutscher nation frid, ruhe und einigkeit gepflantzt, aller zwispalt und mißverstandt zu einhelliger, christenlicher vergleichung gelangen und dem vheindt christenlichs glaubens und namens, dem Turcken, statlicher widderstandt und abbruch bescheen mocht, so haben wir jetz erzelter sachen halben bei berurter bepstlichen Hlt. und gemeltem Kg. von Franckreich gehandelt, wie wir sollichs nach gelegenheit derselben fur nutz und nottwendig bedacht und angesehen, und uns daruf entschlossen, uns widderumb herauß in das hl. reich teutscher nation zu verfuegen, wie wir dann nit on mercklich beschwerung unser selbs person, auch unser erbkonigreich, landt und leuth gethan haben, des gemuths und willens, dieweil des vilberurten concili halben auß allerhandt ursachen beschwerung und strittigkeit furgefallen, gnedige mittel und wege zu suchen, wellichergestalt die streittig religionsachen zu christenlicher eynung und vergleichung zu bringen und das sorglich mißtrauen, so sich ein zeit here zwischen den stenden des hl. reichs ingerissen, abzustellen und zu verhutten, wie auch andere hohe obligen und beschwerungen teutscher nation durch geburlich insehen mochten erledigt und abgewendt werden.

    [§ 8] Als wir aber in unsern nider erblanden ankommen und auß allerhandt furgefallen eehaften und verhinderungen verursacht worden sein, in denselben ein zeit lang zu verharren, haben wir uns nichtsdestoweniger mit unserm freundtlichen, lieben bruder, dem romischen konig, der sich zu uns personlich in gemelte unsere nider erblandt verfuegt hat, obbemelter strittigen religion halben nach aller notturft freundtlich und bruderlich underret und uns daruf entschlossen, einen versamlungstag etlicher chur- und fursten des hl. reichs gen Hagnaw furzunemen, uff wellichen tag wir die protestierenden auch erfordert und beschriben. Und in ansehung, das wir sollichen versamlungstag Šauß furfallenden, eehaftene verhinderungen eigner person nit besuchen mogen, wie wir doch gantz geneigt gewest, haben wir gemelten unsern freundtlichen, lieben bruder, den romischen konig, bewegt, uf sollichem tag von unserntwegen personlich zu erscheinen und muglichen vleiß furzuwenden, solliche streittige religionsachen zu einigkeit und christenlicher vergleichung zu bringen, wie dann sein L. neben den chur- und fursten, so daselbs erschinen sein, auch der abwesenden bottschaften allen muglichen vleiß furgewendt hat.

    [§ 9] Dieweil aber solliche einigkeit und vergleichung auß furgefallen verhinderungen kein volg erlangen mogen, ist uff gemeltem tag verabschidet (doch uf unser gnedig zulassen und bewilligung), das ein ander tag, nemlich auf den 28. des monats Octobris nechstverschinen in unser und des hl. reichs stat Wormbs zu gutlichem, unverbindtlichem tractat und gesprech furgenomen werden, daruf beide theil etliche gelerte, verstendige und schidliche personen verordnen solten in gleicher zall, welliche in gegenwurtigkeit der verordenten chur- und fursten oder irer räthe als presidenten oder underhandler (darzu die bepstlich Hlt. und wir unsere rethe und gelerten auch verordnen mochten) die augspurgischen confession und apologiam der protestierenden fur die handt nemen, sich uff alle puncten und jeden in sonderheit freundtlich und christenlich, aber unverbindtlich underreden und allen muglichen vleiß furwenden sollten, alle irrige puncten zu christenlicher einigkeit, vergleichung und rechtem verstandt zu bringen [§ 10] und darnach auf khunftigem reichstag uns, der bepstlichen Hlt. legaten und allen stenden des hl. reichs irer gepflegen handlung relation zu thun, damit durch wege eins rechtmessigen concili oder sonst christenliche vergleichung die sach der strittigen religion zu geburlicher erorterung gebracht, desgleichen in andern des hl. reichs teutscher nation hochbeschwerlichen obligen die notturft bedacht und furgenomen werden mocht, wie dann der hagenawisch abschiedt solliches und anders nach lengs außweiset und vermag. Daruf wir auch solchen tag zu dem angezeigten christenlichem tractat und gesprech gnediglich bewilligt, den verordenten presidenten, desgleichen den benanten chur- und fursten, wellichen, die iren zu sollichem gesprech zu schicken, uffgelegt ist, denselben verkhundt, auch unsere ansehenlichef commissarien und rethe daruf verordent und gesandt.

    [§ 11] Darzu haben wir uf der churfursten und fursten und der abwesenden botschaften, so zu Hagenaw versamelt gewest sein, underthenigist bitt, an uns in schriften gelangt, auch mit zeittigem rath unser und des hl. reichs churfursten, geistlicher und weltlicher, einen gemeinen reichstag uf der heiligen dreier konig tag nechstverschinen alher in unser und des hl. reichs stat Regenspurg außgeschriebeng, auch auß redlichen und ansehenlichen ursachen, uns darzu bewegendt, unsern commissarien und rethen, zu gedachtem tractat und gesprech verordent, bevolhen und ufgelegt, in demselben nit ferrer furzuschreitten, sonder Šsollichs uff gemelten reichstag zu remittiern und zu weisen, des gnedigen gemueths, neben und mit Kff., Ff. und stenden des hl. reichs alles das zu handlen, zu rathschlagen und zu schliessen, daß zu erledigung der streittigen religion, auch zu widderstandt unsers gemeinen erbvheindts unsers christenlichen glaubens und namens, des Turcken, immer dienlich und erschießlich sein mocht, darzu wie im hl. [reich] frid, recht und desselben execution, auch ein gleichmessige, redliche muntz und gute pollicei uffzurichten, zu erhalten und zu handthaben sey, neben andern meher puncten und obligen des hl. reichs, davon in gemeltem unserm außschreiben diß reichstags anzeig und meldung geschicht.

    [§ 12] Zu wellichem reichstag wir uns, unangesehen unserer leibsschwacheit und anderer zugestanden verhinderung, sovil uns muglich gewest, gefurdert und geeylt, auch die bepstlichen Hlt. ersucht und bei ir erhalten haben, das ir Hlt. vermog des hagenawischen abschiedts iren legaten in sonderheit hieher verordent hat, nemlich den hochwurdigen cardinal Contarenum, als ein liebhaber des fridens und sondern berumbten, verstendigen prelaten im hl. reich teutscher nation frid und einigkeit helfen zu furdern. [§ 13] Und sein uf sollichem reichstag Kff., Ff. und stende in zimblicher anzall aigner person und etliche durch ire botschaften und rethe mit vollkomnem gewalt bei uns gehorsamlich ankomen und erschinen. [§ 14] hUnd dieweil wir auß sonderm gnedigem, vetterlichem und getreuem gemuth, so wir zu dem hl. reich teutscher nation, unserm vatterlandt, allzeit getragen haben und noch–h, nichts hochers begert und gesucht, dann den zwispalt unser heiligen religion zu christenlicher einigkeit und gleichmessigem verstandt zu bringen und dardurch ruhe, friden und einigkeit under den stenden des hl. reichs gnediglich zu furdern, wie wir dann an unserm embsigen vleiß, auch vilgehabter muhe, arbeit und costen nichts mangeln noch erwinden lassen, [§ 15] so haben wir abermals den puncten der streittigen religion als den furnembsten und hochwichtigsten, daruf gemeiner teutscher nation wolfarth beruhet, fur die handt genomen und, damit demselben desto vleissiger außgewart und darin on alle verhinderung furgefaren werden moge, alle andere obligende sachen des hl. reichs mitlerweil uf ein ort gestelt und anfengklich gemeinen stenden erofnet, wie gnediglich und mit waß getreuem vleiß wir disen sachen nachgedacht und zu furderung christenlicher einigkeit und vergleichung deß vilgemelten zwispalts fur guth angesehen, sofer gemeine stendt kein fruchtbarer noch furtreglicher mittel wissen, idas wir mit wolbedachtem, zeittigem rath (doch dem augspurgischen abschidt on nachtheil) etlich gutter gewissen, eher- und fridliebenden personen, die auch, des hl. reichs teutscher nation eer, nutz und wolfart zu furdern, geneigt–i, in geringer zall auß gemeinen stenden und teutscher nation erwelen und verordnen, die streittigen articul der religion notturftiglich zu examinieren und zu erwegen, die auch allen muglichen vleiß furwenden solten, dieselben Širrigen articul zu vergleichen und alsdann, wie dieselben zu vergleichung und einigkeit gebracht werden mochten, uns, auch Kff., Ff. und stenden des anzeig und bericht zu thun, uns daruf desto baß haben zu entschliessen, auch mit bepstlicher Hlt. legaten vermug des obgemelten hagenawischen abschidts zu communicieren, sein auch zu sollichem wege desto meher bewegt, dieweil derselb etlichmal zu Augspurg und jungst zu Wurmbs, vorbeheltlich, wie obsteht, als zu diser sachen der bequemest, fruchtbarlichst und furderlichst geacht worden ist, und haben darumb an Kff., Ff. und gemeyne stendt mit gnedigem vleiß begert, sollichen hochwichtigen handel statlichen und nach notturft auch zu beradtschlagen und uns daruf ir getreue wolmeynung zu eroffnen.

    [§ 16] Nachdem aber Kff., Ff. und gemeyne stendt nach zeitlichem gehaptem rath und statlicher erwegen des handels inen jetz bemelten unsern furgeschlagen weg als zu hinlegung der streittigen religion furderlich und dienlich wollgefallen lassen, uns auch, solliche personen zu erwelen und zu benennen, auß guttem willen undertheniglich heimgestelt, so haben wir von beiden theilen sechs solchej gelerte, geschickte und erfarne personen auß gemeinen stenden benent und verordent, uns auch mit Kff., Ff. und stenden verglichen, inen etliche presidenten und auditores zuzuorden, welliche zu benennen gemeine stendt uns abermals auß guttem willen und underthenigklich nachgegeben, darauf wir auch den hochgebornen Friderichen Pfgf. bei Rhein und Hg. in Beyern, unsern lieben oheimen, schwagern und fursten, und andere ansehenlich, dapfere personen auß unsern rethen und gemeinen stenden zu presidenten und auditorn benent und furgenomen. Und damit die verordenten colloquenten ein form und weg hetten, in sollichem irem gesprech zu procedieren, so haben wir innen ein schriftlichen begrif, durch etliche gelerten personen, wie wir bericht sein, zusamengetragen und uns behendigt, zustellen lassen, darink weg und mittel angezeigt sein sollen, dadurch die streittigen articul unser heiligen religion mochten vereinigt werden, mit gnedigem bevelh, sollichen begrif in beisein unser zugeordenten presidenten und anhorer fur die handt zu nemen, von einem articul auf den andern zu verlesen und, weß sie darin zu vergleichung dienlich und annemlich befinden und ansehen wurden, dasselb uffzumercken, was aber nit anzunemen, dasselb zu endern und zu bessern, doch unverbindtlich und, so solchs also volnzogen were, alsdann uns aller irer handlung schriftlichen und eigentlichen bericht zu thun, den an gemeine stendt zu gelangen und uns mit denselben daruff zu vergleichen, [§ 17] welchem unserm gnedigen bevelh die verordenten colloquenten undertheniglich gelebt und, nachdem sie etliche wochenl irem habenden bevelh und dem furgelegten wege nach in beisein der verordenten presidenten und auditorn von den streittigen puncten unser heilgen religion gehandelt und moglichen vleiß furgewendt, die zu christenlicher Šeynigkeit und vergleichung zu bringen, haben sie uns undertheniglich bericht, weß siem zu vergleichung etlicher streittigen articul, doch unverbindtlich und uf unser und gemeiner stendt wolgefallen, gehandelt, mit anzeige, der uberigen streittigen articul halben hetten die protestierenden colloquenten ir bedencken und meynung in sonderheit gestelt, wie uns sollichs alles in schriften behendigt und ubergeben ist.

    [§ 18] Und nachdem unser begird ye und alwegen dahin gestanden und noch, dem almechtigen Gott zu lob und eher und gemeiner christenheit und bevorab dem hl. reich teutscher nation zu gutter ruhe, frid und einigkeit dise streittige religionsachen zu christenlicher vergleichung zu bringen und allen unrath, so darauß en[t]steen mocht, zu verhuetten, so haben wir Kff., Ff. und stenden sollich der verordenten colloquenten gestelte schriften der verglichen und unverglichen puncten, doch unverbindtlich, wie obgemelt, behendigt und gnediglich begert, dieselben zu ersehen, zu berathschlagen und zu erwegen und uns ir gutbeduncken nit allein auf die puncten, der sich die colloquenten miteinander unverbindtlich verglichen, sonder auch der andern halben, so noch nit verglichen sein, mitzutheilen, uns auch daneben ir wolmeynung anzuzeigen, wie die beschwerlichen mißbreuch, so allenthalben in geistlichem und weltlichem standt ingerissen, abgestelt und in ein christenlich reformation und besserung gebracht werden mochten, mit gnediger erbiettung, sollichs alles zu furdern und an unser muhe, arbeit und vleiß nichts erwinden zu lassen, ungezweifelt der bepstlich legat werde darzu auch geneigt sein.

    [§ 19] Aber Kff., Ff. und gemeine stende haben auß beweglichen, treffenlichen ursachen, so sie in beradtschlagung diß hochwichtigen handels befunden haben und sonderlich zu furderung der sachen und, alle weitleuffigkeit zu verhuetten, uns der vilbemelten colloquenten schriften widderumb gehorsamlich uberantwurt und uns als advocaten und beschirmer der christenlichen kirchen undertheniglich ersucht und gebeten, neben und mit dem bepstlichen legaten diselben nach laut des hagenawischen abschidts gnediglich zu besichtigen, zu communiciern und furnemlich die puncten, wellicher sich die verordenten colloquenten, doch unverbindtlich, verglichen, eygentlich und mit allem vleiß zu examinieren, ob darin in sententzen oder worten ichts were, das den heiligen lerern und dem loblichen gebrauch gemeiner, christenlichen kirchen zuentgegen sein mocht, sollichs und, weß sonst villeicht fur mißbreuch in der kirchen erfunden werden mochten, zu endern, zu bessern und abzuschaffen, wo auch eyniche erleutterung etlicher zu dunckel gestelten puncten oder meynungen halben vonnoten, dieselben hinzuzusetzen und uns darin zu resolviren und zu entschliessen und, wie wir uns sambt gedachtem bepstlicher Hlt. legaten daruf resolviren werden, sollichs further an gemeine stend zu gelangen, sich mit uns daruf unser ersten proposition nach, auch vermug des obgemelten hagenawischen abschidts undertheniglich haben zu vergleichen, das wir auch daneben uf Šgnedige wege bedacht sein wolten, die protestierenden zu vermugen, sich in den uberigen, streittigen puncten uf christenlich, billich maß auch weisen zu lassen oder, so sollichs nit stathaben wolt, alsdann die durch mittel eins generalconcili oder, wo das ye nit erlangt werden mocht, durch ein nationalversamlung, ordenlicher weise zu beruffen, zu billicher ero[r]tterung zu bringen, damit zulest die teutsch nation zu christenlicher einigkeit kommen und frid und ruhe im hl. reich erhalten werden mocht.

    [§ 20] Uff sollich gemeiner stendt underthenig bit, an uns gelangt, haben wir gnediglich gewilligt, die obgemelten der colloquenten schriften, die strittigen religion betreffendt, an bepstlicher Hlt. legaten gelangen zu lassen und ime dieselben zu communicieren, wie wir dann alsbaldt gethan, sein gemuth und beduncken daruf vernomen und further Kff., Ff. und gemeynen stenden eroffnet. [§ 21] Und haben uns volgendts mit zeittigem rath und auß nbeweglichen, redlichen ursachen mit gemeinen stenden verglichen, sollich der colloquenten handlung, wie die alhie ergangen ist, uf ein gemein, christenlich concilium, in teutscher nation zu halten, zu remittiern und zu weisen–n, wie wir dann dieselben uf sollich concilium remittiern und weisen, wellichs concilium in kurz, wie wir des durch den bebstlichen legaten vergwist sein, außgeschriben werden, wo aber das nit furgangk haben, das doch ein nationalconcili, ordenlicher weiß zu beruffen, furgenommen und im fall, das der keins sein furgang erreicht, das alsdann ein gemein reichsversamlung, wie hernach gemelt, gehalten werden soll.

    [§ 22] Und damit dann gemeine reichsstendt spuren und vernemen mogen, das wir, des hl. reichs wolfart und ufnemen gnediglich zu furdern, allzeit geneigt und sonderlich, das diser streit der religion zu furderlicher endtschaft und erorterung gebracht, so haben wir uns gegen gemeinen stenden erbotten und bewilligt, in unserm jetzigen durchzug in Italien bei bepstlicher Hlt. mit allem embsigen vleiß und ernst zu handlen und zu furdern, das sollich generalconcilium zum furderlichisten an gelegen malstat teutscher nation außgeschribeno und gehalten werde, und im fall, das sollichs keinen furgang erlangen mocht, als wir uns doch keinswegs versehen, alsdann ein nacionalversamlung, ordenlicher weiß zu beruffen, zum schiersten außzuschreiben und furzunemen, wo aber sollichs auch nit erhebt werden mocht, alsdann sollen und wollen wir in 18 monaten den nechsten nach dato diß unsers abschidts einen gemeinen reichstag an gelegen malstatt ausschreiben und denselben mit der hilf Gottes eygner person besuchen, der hofnung, berurte streittig religionsachen zu endtlicher, christenlicher vergleichung und einigkeit zu bringen und alles anders zu handlen und zu schliessen, das dem hl. reich und desselben stenden zu wolfart, nutz und guttem reichen mag.

    [§ 23] Wir wollen auch mit bepstlicher Hlt. handlen und furdern, das dieselb einen legaten mit gnugsamen gewalt uf gedacht nationalconcili oder, so das Škeinen furgang erlangt, uf gemelten reichstag verordnen und schicke, damit in der streittigen religionsachen desto statlicher und fruchtbarer gehandelt und geschlossen werden moge.

    [§ 24] pEs soll auch biß zu obbestimpter, endtlicher vergleichung durch die protestierenden uber und wider die articul, deren sich ire verordente theologi alhie uf disem reichstag verglichen, nit geschritten werden–p.

    [§ 25] Darzu haben wir neben bepstlicher Hlt. legaten allen geistlichen prelaten ufgelegt und bevolhen, wie wir inen auch hiemit ernstlich uflegen und bevelhen, under inen und den iren, so inen underworfen sein, ein christenliche ordnung und reformation furzunemen und uffzurichten, die zu gutter, geburlicher und heilsamer administration der kirchen furderlich und dienlich seyq, auch uber sollicher ordnung und reformation ernstlich und strenglich zu halten und sich daran nichts irren noch verhindern lassen, das sich auch gemelte prelaten also gehorsamlich zu thun gegen uns und vorgedachtem legaten undertheniglich erbotten haben, und sein der zuversicht, solliche ordnung und reformation soll zu entlicher, christenlicher vergleichung der strittigen religion ein vorbereittung und derselben sonder zweifel hoch dinstlich sein.

    [§ 26] Und damit im hl. reich teutscher nation mitlerweil ruhe, friden und einigkeit gepflantzt und erhalten werden moge, so meinen und wollen wir hiemit ernstlich bevelhendt, das der nurmbergisch fridstandt, rwellicher hievor auß hochwichtigen, notthgedrengten ursachen, die dazumal vor augen gewest und deren jetzo vil meher vorhanden sein, dem hl. reich teutscher nation zu wolfart uffgericht ist, biß zu endt eins generalconcili oder einer nationalversamlung oder, so der keins sein furgang erreicht, uf nechstkhunftigen reichstag, wie obgemelt, in allen seinen puncten und articuln von allen theilen vestiglich und unverbruchlich gehalten und vollzogen werden soll–r und nun hinfuran in der religion und glaubenssachen, auch sonst keiner andern ursachen halben, wie di namen haben mochten, niemandts hochs oder nidern standts den andern biß zu endung obgemelts gemeinen oder nationalconcilii oder khunftigen reichstags bevheden, bekriegen, berauben, fahen, uberziehen, belegern, auch darzu durch sich selbs oder jemandts sandern von seinetwegen nit dienen noch einich schloß, stet, merckth, bevestigung, dorfer, hove oder weiler, absteigen oder one des andern willen mit gewaltiger that frevenlich einnemen oder geferlich mit brandt oder in ander wege beschedigen noch jemandts sollichen–s thettern rath, hilf und in kein ander weiß beistandt oder furschub thun, auch sie wissentlichen und geferlichen nit herbrigen, behausen, atzen, drencken, enthalten oder gedulden, sonder ein jeder den andern mit rechter freundtschaft und christenlicher lieb meynen, auch die closter und kirchen unzerbrochen und Šunabgethan bleibent, udergleichen den geistlichen, so sich der religion halben entsetzung beklagen, ir renth, zinß und inkommen, sovil sie deren noch in possession sein, hinfuro unufgehalten verfolgen und zusteen lassen, alles bei vermeidung unser schweren ungnad und straff–u, darzu der peen, in unserm keyserlichen außgekhundten landtfriden außgedruckt und begriffen.

    Es vsollen auch die protestierenden niemandts der andern seitten zu sich tringen, bewegen oder ziehen, auch des andern theils underthanen in schutz und schirm nit annemen noch widder ire oberkeitten vertheidingen in keinen weg–v. [§ 27] Wo aber yemandts, wer der oder die weren, dawidder handlen, gegen dem oder denselben soll der wege des rechten vor unserm keyserlichen cammergericht allzeit offen sein und uf der clagenden partheien oder unsers keyserlichen fiscals anruffen an demselben cammergericht nach seiner ordnung mit recht und desselben ordenlichen execution volnfaren werden wund sich kein theil widder gemelts cammergerichts proceß und handlungen ungehorsamlich erzeigen und halten–w.

    [§ 28] Doch haben wir uns vorbehalten, uber vorgemelten fridstandt, so oft sollichs die notturft ervordert, xyederzeit declaration und erleuterung–x zu thun, wie wir uns sollichs hiemit außtrucklich und wissenlich vorbehalten.

    [§ 29] Und was betrifft die achten und proceß, so bißhere in religion- und andern sachen an unserm keyserlichen cammergericht anhengig gemacht und ergangen seiny, derwegen bißher streit gewesen, zob dieselben–z in dem nurmbergischen fridstandt begriffen sein sollen oder nit, dieselben achten und proceß wollen wir zu erhaltung fridens, ruhe und einigkeit im hl. reich teutscher nation und auß unser keiserlichen machtvolkomenheit so lang, biß das gemein oder nacionalconcilium oder in diser sachen ein gemein reichsversamlung, wie obsteet, gehalten wurdet, suspendirt und ingestelt haben, wie wir dann dieselben hiemit also instellen und suspendieren.

    [§ 30] Wir sollen und wollen auch uf der theil oder partheien ansuchen unpartheysche commissarien verordnen, die innerhalb jarsfrist von disem reichstag an zu rechnen, zwischen den partheien zu gutlicher hinlegung und vergleichung irer irrung handlen. Wo aber die vergleichung nit stathaben oder erlangt werden mocht, aasollen die commissarien uns bericht irer handlung mit irem gutbeduncken zuschreiben, daruber wir ferrer declaration thun wollen, welliche handlungen religion- oder prophansachen seien, dieselb declaration soll auch Šhiezwischen nechstkhunftigem reichstag oder uf demselben mit rath und gutbeduncken der reichsstend bescheen-aa.

    [§ 31] Und damit ausserhalb obgemelter suspendierten sachen ein jeder gegen dem andern rechts bekomen moge, so mainen und wollen wir, daß unser keyserlich cammergericht im hl. reich, wie das durch uns und gemeine stendt uf jungst gehalten zweien reichstegen ufgericht und verordent ist, in wesen bleiben, demselben von Kff., Ff. und gemeinen stenden gehorsam geleist und demselben sein freier, stracker, unverhinderter lauf gelassen werden soll.

    [§ 32] abEs ist auch unser will und meynung, das in allen andern articuln dem augspurgischen abschidt nichts benomen, sonder derselb bei wirden und kreften bleiben soll. Und ob sich aber in sollichem-ab einicher streit oder irthumb zutragen wurde, daruber acwollen wir uns auch, declaration zu thun, hiemit vorbehalten haben-ac.

    [§ 33] Und nachdem wir unser keiserlich camergericht etlich jar here nit mit geringem costen underhaltenad, so haben Kff., Ff. und stendt uns zu underthenigstem gefallen bewilligt, bemelt camergericht drei jar lang die nechsten gantz zu underhalten, sovil einem yeden standt daran gepuren mag vermog und nach außweisung eins anschlags, uff jungst gehaltem reichstag zu Augspurg uf die underhaltung des cammergerichts zum halben theil verfertigt, wellicher anschlag die obgemelten jar auß zwifachtig soll durch gemeine stendt erlegt und bezalt werden. Und sollen bemelte drey jar uf den ersten tag Augusti nechstkhunftig anfahen und zu yeder Franckfurter meßae die gantz underhaltung zum halben theil durch die stend erlegt werden und die erst erlegung zu nechstkhunftiger Franckfurter vastenmeß bescheen. [§ 34] Es sollen auch solliche anschleg treulich inbracht, unsern camerrichter und beisitzern davon yederzeit anzeig gethan und under sie gleichmessig außgetheilt werden vermug hievor ufgerichter ordnung und reformation. Und wo einer oder meher stendt in der bezalung afseumig weren, soll unser keiserlicher fiscal hiemit bevelh haben, widder den- oder dieselben ungehorsamen, wie sich geburt, zu procediern-af.

    [§ 35] Es sollen auch gemeine stend mitlerweil der dreyer jar uf wege gedencken, wellichermassen das cammergericht nach außgang bemelter dreier jar one unser, auch der Kff., Ff. und stendt des reichs beschwerung ferrer erhalten werden moge, darzu wir unsers theils gnediglich verhelfen wollen.

    [§ 36] Doch haben gemeine stendt hierin sonderlich außgedruckt und die underhaltung bewilligt, das cammerrichter und beysitzer sich an irer alten besoldung, wie sie die vor jungstem reichstag zu Augspurg gehapt, settigen und benugen lassen und gemeine stendt daruber nit beschweren sollen.

    Š[§ 37] Und wiewol uf hievor gehalten reichstegen und sonderlich jungst zu Augspurg und alhie zu Regenspurg fur gueth angesehenag, auch verabschidt und beschlossen ist, das unser keyserlich camergericht jherlich visitiert und, wo vonnotten, reformiert werden soll, so hat doch solliche visitacion etlich jar her auß furgefallen ursachen und verhinderungen iren furgang nit erlangt. [§ 38] Dieweil aber wir und gemeine stendt zu furderung der gerechtigkeit fur notturftig, nutz und guth angesehen, solliche reformation in wesen zu erhalten und vermog hievor uffgerichter abschidt furzunemen, so haben wir uns mit Kff., Ff. und gemeinen stenden verglichen, das gedacht unser keyserlich camergericht jherlich visitiert werden sollah, diß jars uff den 14. tag desai ajmonats Januarij schierstkhunftig anzufahen und volgendts jherlich uf prima Maij, wie sollichs die jungsten abschidt der zweier nechstgehalten reichsteg außweisen-aj. Zu sollicher visitacion haben wir als romischer keyser zu commissarien verordent akdie hochgebornen und erwurdigen Joachimen Mgf. zu Brandenburg, zu Stetin, Pommern, der Cassuben und Wenden Hg., burggrafen zu Nurmberg und F. zu Rugen, des hl. röm. reichs ertzcamerer, Walthern von Cronberg, administratorn des hochmeisterambts in Preussen und meister teutsch ordens in teutschen und welschen landen, Philipsen Bf. zu Speir und Ernst Mgf. zu Baden, unsere liebe oheim, churfursten, fursten und andechtigen-ak.

    [§ 39] alEs sollen auch cammerrichter und beysitzer in yetz gemelter reformation geloben und schweren, das sie disen reichsabschiedt halten und dawidder nit handlen noch erkennen wollen, damit meniglich im hl. reich gleich, unpartheyisch recht ervolge und mitgetheilt werde-al. Und ob uber solliche reformation und visitation bei dem cammergericht irrung und mißverstandt furfallen wurde, darinam wollen wir uns, yederzeit dem rechten und der billicheit nach declaration zu thun, vorbehalten haben.

    [§ 40] Ferrer haben wir befunden, das die schmachschriften, so im hl. reich hin und widder an meher orten außgebreit werden, gemeinem friden nit wenig verhinderlich und verletzlich sein, auch zu allerhandt unruhe und weitherung gelangen mochten, demnach uns mit Kff., Ff. und gemeinen stenden verglichen, das hinfuran in dem hl. reich kein schmachschriften, wie die namen haben mochten, gedruckt, veylgehabt, kauft noch verkauft, sonder, wo die dichter, trucker, kauffer oder verkauffer betretten, daruf ein jede oberkeit vleissig ufsehens zu haben verfugen, das dieselben nach gelegenheit der schmeeschriften, so bey inen erfunden, ernstlich und hertiglich gestraft werden sollen.

    Š[§ 41] Und als wir zu keiserlichem gemuth gefurt, uns auch mit gemeinen stenden bedechtlich erindert, wellichermassen der erbfeindt christenlichs glaubens und namens, der Turck, in kurzen jaren sein macht erweittert, etliche christenliche konigreich und landt erobert und in seinen tyrannischen gewalt mit unmenschlicher tyranney genottigt und gebracht hat, dermassen, das er nunmeher, wo dem nit zeitliche fursehung geschicht, das hl. röm. reich teutscher nation leichtlich anzugreiffen und zu beschedigen, understeen mag, wie er dann sollichs zu etlichen malen mit grossem ernst furgenomen und fur und fur in embsiger arbeit gestanden ist und noch teglichs steet, das konigreich Hungern zu verderben und zu erobern und seinen fueß uf die teutsch nation zu setzen, derwegen dann die stendt des konigreichs Hungern, darzu unser gemeine landtschaften unser ober- und niderosterreichischen landt ir ansehenliche botschaften zu uns und gemeinen stenden abgefertigt haben, uns ir hochst obligen, beschwerliche betrangnus und fursteende nott zu eroffnen und umb furderlich rath und hilf bey uns und gedachten stenden undertheniglich und freundtlich anzusuchen und zu bitten.

    [§ 42] Demnach haben wir und gemeine stende die gedachten hungerischen und osterreichischen botschaften in iren werbungen gnediglich, guetlich und freundtlichen angehort und nit on beschwerung unserer gemuth vernomen, mit was unmenschlicher tyranney der vheindt unsers christenlichen glaubens und namens, der Turck, sie zu mehermaln jhemerlich und erbermlich belestigt, wellichergestalt er auch zu etlichen malen vil tausent christenlichs volcks hinweggeschleift und in ewigen zwang und elendt gefuert. Darauß gevolgt, das sie durch teglich gegenweher, der sie sich nach irem vermogen gebraucht, gentzlich erschopft und erost weren, dermassen, wo inen statliche und erschießliche hilf nit begegnen mocht, das sie auß tringender, eussersten noth nichts anderst dann irs endtlichen verderbens gewertig sein musten, wie sie dann sollichs mundtlich und schriftlich nach lengs und zum kleglichsten anzeigt und umb rettung und hilf zum underthenigsten und zum heftigsten angesucht und gebetten haben.

    [§ 43] Daneben hat auch unser freundtlicher, lieber bruder, der romisch konig, uns und gemeinen stenden etliche glaubliche kundtschaften furbracht, wie der vheindt christenlichs glaubens und namens, der Turck, eyn statliche anzall kriegsvolcks außgeschickt, der meynung, das christenlich konigreich Hungern abermals zu uberfallen, zu beschedigen und under seinen tyrannischen gewalt zu bringen.

    [§ 44] Und wiewoll Kff., Ff. und gemeine stende woll ursach gehabt, vor erledigung der ringerung in deß hl. reichs anschlegen, wellicher sie zum oftermal vertrost sein, sich in einiche anlag nit zu begeben, so haben sie doch uns und gemeltem unserm freundtlichen, lieben bruder, dem romischen konig, zu underthenigstem gefallen und den obgemelten beschwerten landen und leuth zu trost und rettung auß getreuem, christenlichem mitleiden ain eilendt hilf bewilligt, doch in khunftigen fellen der vertrosten ringerung unbegeben, nemlich den halben anschlag des romzugs, uns uf jungstem reichstag, im Š21. jar der mindern zall zu Wurmbs gehalten, undertheniglich bewilligt und volgendts uff unser gnedigst zulassen zu widderstandt des Turcken in Hungern geleist, und, denselben halben anschlag an gelt uf drey monat und im fall unvermeidlicher und augenscheinlicher notturft auch uf den vierten monat zu erlegen, also das fur einen gereisigen zwolf und fur einen fußknecht vier guldin eins yeden monats gerechent und fur yeden guldin 15 batzen oder derselben wehrt bezalt werden soll, [§ 45] dergestalt, das der oberst und die verordenten kriegsrethe, hernach bemelt, zum furderlichisten kriegsvolck zu roß und fueß in den nechst anstossenden landen, doch ausserhalb Hungern, Osterreich und andern unsers freundtlichen, lieben bruders, des romischen konigs, anstossenden erbkonigreich und landen, annemen, dasselbig an gelegen orten mustern, in Hungern furen, von gemeiner stendt gelt drey monat und, so es die notturft hochlich ervordert, den vierten monat underhalten und zu widderstandt unsers vheindts christenlichs glaubens und namens, des Turcken, fruchtbarlich und erschießlich, sovil imer moglich, gebrauchen sollen.

    [§ 46] Und dieweil Kff., Ff. und gemeine stendt, auch der abwesenden botschaften wolbedechtlich erwegen, das diser furhabenden eilenden hilf der verzug in vil wege verhinderlich und nachtheilig ist, so haben sie undertheniglich gewilligt, ir anlag zum furderlichistenan und nachvolgender maß zu entrichten, nemlich sollen die stende des frenckischen, beyerischen und osterreichischen kreiß ir geburendt anlag diser eilenden hilf, sovil sich die uf zwen monat erstreckt, als die nechstgesessen, zum furderlichisten einem yeden moglich und zum lengsten in einem monat, dem nechsten, hinder burgermeister und rath zu Regenspurg oder Bassaw, der schwebiß kreiß zum lengsten in sechs wochen hinder burgermeister und rath zu Augspurg und der reinisch, desgleichen der vier churfursten bei Rhein, der niderlendisch und westphelisch, beide ober- und nidersachsische, auch der burgundisch kreiß hinder burgermeister und rath zu Franckfurt zum schiersten und zum lengsten in zweyen monaten gewißlich und entlich erlegen. Und wann ein yeder sein gelt also uf zwen monat erlegt hat, alsdann soll er sich mit dem uberigen gelt uf den dritten und im fall der notturft uf den vierten monat auch gefast machen und dasselbig in nechstem, darnach volgendem monat an bestimpte endt gewißlich und on verzug auch liebern, damit sollichs, wie obgemelt, nutzlich und erschießlich mog angelegt und gebraucht werden.

    [§ 47] Wo aber daruber yemandts von gemeinen stenden, wer der oder die weren, ungehorsam sein und ir geburliche anlag in bestimbter zeit nit erlegen wurden, der oder dieselben sollen durch den verordenten pfennigmeister, wie hernach gemelt, unserm keyserlichen fiscal angezeigt werden, der soll gegen innen mit geburlichen processen, wie im hl. reich herkommen ist, volfaren und procedieren und sie zu geburlicher gehorsam und bezalung mit ernst anhalten. [§ 48] Doch sollen die, so von alther here durch andere stendt in des hl. reichs Šanlagen billich außgezogen sein, mit sollichen processen oder in andere wege nit beschwert, sonder bei altem herkomen gelassen, aber die, so von alters in des hl. reichs anschlegen gewest, sollen keinswegs ubersehen noch die proceß, so derwegen gegen innen furgenommen, suspendiert oder abgeschafft, sonder hierin under den stenden gleicheit gehalten werden.

    [§ 49] Und zur furderung diser nottwendigen eylenden hilf hat der romisch konig, unser freundtlicher, lieber bruder, uf gemeiner stend underthenig bith bewilligt, des reichs kriegsvolck, so zu diser eilenden hilf bestellt wurdet, mit notturftigem geschutz und allem dem, das darzu gehorig und demselben anhengig ist, zu versehen und dasselbig uff irer L. selbs costen die obgemelt zeit der dreier oder vier monat zu underhalten, darzu gnediglich zu verordnen, das bemelt kriegßvolck notturftige profandt umb ein gleichen und billichen pfennig bekomen moge, und in alweg zu verhutten, das ubermessiger, unordenlicher furkauf vermitten, sonder ein freier marckth, wie kriegsgebrauch und herkomen ist, gehalten werde.

    [§ 50] Und dieweil gemeiner stendt muntz, so sie zu sollicher eylenden anlag erlegen sollen, so eilendt und on nachtheil nit verwechselt werden mag, so hat sich gemelter unser freundtlicher, lieber bruder, der romisch konig, erbotten und bewilligt, im konigreich Hungern und andern irer L. erblanden dermassen fursehung zu thun, das gemeine stendt und das kriegsvolck an irer muntz kein verlust noch schaden leiden. [§ 51] Doch sollen und wollen gemeine stendt ire geburende anlag mit gutter, ganghaftiger muntz als ducaten, cronen, gold, thalern, patzen, zehnern und dergleichen erlegen, aber ein yede in irem werth, wie sie yetzo gilt, nemlich ein ducaten fur 24, ein cronen fur 23, ein goldtgulden fur 18 und ein thaler fur 17 batzen, item, 21 zehener fur 15 batzen, dergestalt, das ein yeder standt sein geburende anlag an obgemelter oder anderer dergleichen gutter, gangkhaftiger muntz erlegen soll, ein yeden gulden zu 15 batzen gerechent, wie obgemelt ist.

    [§ 52] Und nachdem etliche stendt, so in den ober- und niderosterreichischen landen beguet sein, sich beclagt haben, das sie mit zwifacher hilf widder den Turcken belegt, wo sie dise eylende hilf leisten sollten, so hat gemelter unser lieber bruder bewilligt, gedachte stendt hierin gnediglich zu entheben und fursehung zu thun, damit sie mit einicher doppeln hilf nit beschwerdt werden.

    [§ 53] Ferrer hat unser freundtlicher, lieber bruder, der romisch konig, bewilligt, gemeine stende mit den besoldungen des obristen, der kriegsreth, deßgleichen des pfennigmeisters und anderer bevelhhaber, darzu mit den doppel- und ubersolden nit zu beschweren, sonder dieselben zu underhalten und zu erlegen oder von der stendt erlegtem gelt underhalten oder erlegen zu lassen, doch das alsdann sollicher costen an der zall des kriegsvolck abgezogen, damit gemeine stendt in sollichem nit ferrer beschwerdt werden.

    [§ 54] Dergleichen soll sein L. als der herr diz kriegs sonst allen andern kriegskosten, wie der namen hat, fur sich selbs tragen ausserhalb der besoldung des kriegsvolcks, wie davon hievor meldung geschehen ist.

    Š[§ 55] Und dieweil uns Kff., Ff. und gemeyne stende und der abwesenden botschaften undertheniglich heimgestelt haben, zu obgemeltem kriegsvolck eynen obristen gnediglich zu verordnen, wellicher disem werck zu unser und des hl. reichs eher, nutz und wollfart vorsein mocht, doch auß dem hl. reich teutscher nation und das derselbig uns und gemeinen stenden mit eiden und pflichten verwandt sein soll, [§ 56] daruff haben wir den wolgebornen, unsern lieben, getreuen Friderichenao Gf. zu Furstenberg zu einem obristen hauptmann uber vilgedacht kriegsvolck benennt und furgenommen, welchen auch Kff., Ff. und stendt inen wollgefallen lassen. Und ist daruf mit ime seiner hauptmannschaft besoldung und anders halben uberkomen, wie das sein bestallungsbrief ferrer außweist.

    [§ 57] Demselben obristen hauptman sein vier kriegsreth zugeordent, nemlich die edlen und unsern und des reichs lieben, getreuen Gangolff Frh. zu hohen Geroltzeck, Laßla Gf. zum Hag, Wolff Dietherich von Knoringen und Andreß Pflueg. Mit denselben soll der obrist alle furfallende kriegsgescheft zum treulichsten beradtschlagen, handlen und furnemen, wie sie dann alle deßhalben gewonliche eydt und pflicht gethan haben.

    [§ 58] Und damit gemeiner stendt anlag, zu dieser eylenden hilf bewilligt, zum furderlichisten zusamenbracht und zu solchem notwendigen werck gebraucht werden moge, so haben gemeine stendt unsern und deß [reichs] lieben, getreuen Wolffgang Schutzper genant Milchling, landtcomenthur zu Marppurgk, teutsch ordens, zu eynem pfennigmeister furgenomen und geordent. Der soll von obgemelten, ernenten stetten zum furderlichisten die anlag uffheben, zusamenbringen, gemeiner stendt kriegsvolck damit underhalten und dieselben sonst in keinen andern gebrauch, wie der namen haben mocht, wenden oder keren, auch in seinem innemen und außgeben und allen andern sachen gemeiner stendt nutzen furdern und suchen, dorzu jetzgemelten stenden oder den, so sie darzu verordnen werden, wann und zu wellicher zeith er derwegen ersucht wurdet, alles seins innemens und außgebens erber und uffrichtig rechnung thun und sonst alles das vollziehen, das eynem getreuen, fromen pfennigmeister gepurt, wie er dann uns und gemeinen stenden derhalben eydt und pflicht gethan hat.

    [§ 59] Der gedacht pfennigmeister soll sich auch yederzeit bey den gedachten stetten und sonst eigentlich erkundigen, ob einiche oder meher stendt ir geburende anlag nit erlegt hetten, und, welliche er also ungehorsam befinden, dieselben soll er yederzeit unserm keyserlichen fiscal anzeigen, gegen denselben zum furderlichisten wissen zu procedieren und sie zu billicher bezallung mit ernst anzuhalten. Und soll hierin niemandts angesehen werden noch außgenomen sein, dann die, von den hioben meldung gescheen ist.

    [§ 60] Und nachdem wir sampt Kff., Ff. und gemeinen stenden mit zeitigem, statlichem rath erwegen und bedacht, das unserm gemeinen vheindt Šchristenlichs glaubens und namens, dem Turcken, one ein beharliche, dapfereap hilf furtreglicher abbruch nit beschehen noch sein tyrannisch furnemen von gemeiner christenheit abgewendt werden mag, so haben wir uns mit gemeinen stenden von wegen der beharlichen hilf, uns uf jungstem reichstag zu Augspurg widder den Turcken bewilligt, nach notturft underredt und uns nach hin und widder gepflegter handlung mit inen sollicher hilf halben und, wie dieselb dem hl. reich und gemeiner christenheit zu nutz und wolfart gebraucht werden soll, verglichen und entschlossen, wie sollichs in einer sondern schrift, neben disem abschid uffgericht, eigentlich begriffen ist.

    [§ 61] Und wiewol uf etlichen hievor gehalten reichstegen fur notwendig und nutz angesehen, wie auch sollichs die augenscheinlich notturft ervordert, uns mit gemeinen stenden einer gleichmessigen und redlichen muntz im hl. reich teutscher nation zu vergleichen, damit alle beschwerungen, so sich der muntz halben nun etlich jar here zutragen haben, entlich furkomen und abgeschafft werden mocht, [§ 62] wiewoll wir auch zu erledigung diß puncten uf jungsten zu Augspurg und Regenspurg gehalten reichstegen verordent, das uf etlichen benenten tagen von einer einhelligen und gleichmessigen muntz solt gehandelt und beschlossen worden sein, so ist doch sollichem bißher auß furgefallen verhinderungen kein volziehung gescheen. [§ 63] Dieweil wir aber uf disem unserm reichstag alhie uß beweglichen, gutten ursachen einer bestendigen muntzordnung halben nit furschreitten noch uns derwegen entschliessen mogen, so haben sich Kff., Ff. und gemeine stendt mit uns und wir herwidderumb mit innen zu ferrer handlung und beschluß obgemelter sachen halben eins weithern zusamenschickens und eins tags verglichen, nemlich, das uf den 14. tag des monats Januarij nechstkhunftig wir, auch ein yeder churfurst und andere fursten, darzu die fursten und andere, so guldin und silberin bergkwerck haben, deßgleichen die sechs kreiß yeder einen dapfern rath, der muntz verstendig, mit volligem gewalt in unser und des hl. reichs stat Speier schicken und verordnen sollen, [§ 64] also das sie uf obgemeltem tag gewißlich doselbst zu Speyer seyen, di ordnung der muntz, zu Eßlingen außgangen, auch den rathschlag, so volgendts zu Speyer durch unser verordent regiment daruf gemacht, fur die handt zu nemen, das alles mit hochstem vleiß und nach aller notturft zu ermessen und darin entlich zu schliessen und ye die sachen zum wenigsten dahin zu richten understeen sollen, das doch etlich jar lang ein zimlich, leidlich, gleichmessig, bestendige und gerechte muntz im hl. röm. reich ufgericht und gemacht werde, welliche ordnung sie uns alsdann zuschicken sollen, wollen wir dieselben allenthalben im hl. reich thun verkhunden und zu halten ernstlich gebietten und verschaffen.

    [§ 65] Und nachdem Kff., Ff. und stende uns undertheniglich ersucht und gebetten, unsere niderlendische erblandt mit der muntz des hl. reichs gnediglich zu vergleichen, so wollen wir die unsern uf gemelten tag auch schicken, unsern Šbericht und gutbeduncken unser niderlendischen muntz halben den verordenten anzeigen und zu erkennen geben lassen, wie wir dann sollichs uf jungstem alhie zu Regenspurg gehaltem reichstage auch gnediglich bewilligt haben.

    [§ 66] Wir, auch churfursten, fursten und andere, wie obgemelt, sollen die unsern on ferrer beschreiben oder erfordern uf den vorgedachten tag schicken und verordnen. Wo aber yemandts ungehorsam sein und zu sollichem tag die seinen nit abfertigen wurde, so sollen nichtsdestwenniger die erscheinenden im handel furfaren und, was die notturft ervordert, bedencken, beradtschlagen und schliessen, und, [§ 67] was also beschlossen und aqdurch uns-aq in das hl. reich publiciert und verkhundt wirdet, das sollen die abwesenden gleichwoll wie andere zu halten und zu volnziehen pflichtig sein, in allermassen, als weren die iren gegenwertig und bei sollichem rathschlag und beschluß gewest.

    [§ 68] Und wiewoll wir zu mehermalen ernstlich mandata und gebotsbrieve in das hl. reich teutscher nation ausgeen und verkhunden lassen habenar, das sich niemandt in kriegsdienst widder uns und das hl. reich begeben noch gebrauchen lassen soll bey vermeydung schwerer peenen und straffen, in denselben unsern mandaten und gebotsbriefen begriffen, so befinden wir doch, das denselben allenthalben nit gelebt und nachkomen, das auch gegen den ubertrettern und ungehorsamen mit peenen und straffen so ernstlich nit gehandelt worden ist, wie sollichs gemelte unsere mandaten und gebotsbrief außweisen. [§ 69] Damit nun solliches khunftiglich furkommen und allerhandt beschwerungen, so darauß volgen, verhuetas werden mogen, so haben wir uns mit Kff., Ff. und stenden und sie sich widderumb mit uns verglichen und entschlossen, das wir in unsern erblanden, desgleichen Kff., Ff. und stendt ein yeder in seinen furstenthumben, herschaften, oberkeitten und gebietten den seinen keinswegs gestatten, sonder zum hochsten verbietten soll, sich in kriegshendeln widder uns und das hl. reich keinswegs gebrauchen zu lassen. Welche aber in dem ungehorsam sein und darwidder handlen wurden, gegen denselben soll mit ernstlicher straff nach außweisung unser hievor außgangen mandata volnfaren, nemlich inen weib und kind nachgeschickt, ire gutter als confisciert eingezogen und, so sie widderumb anheims ziehen und betretten, gefengklich angenomen, an leib und leben gestraft und dero keiner begnadigt werden.

    [§ 70] Und nachdem wir uf jungstem reichstag, alhie zu Regennspurg gehalten, uns mit Kff., Ff. und gemeinen stenden eins tags zu ringerung der anschlegat, wellicher sie uf vilgehalten reichstagen vertrost sein, gnediglichen verglichen, daruf wir unsere comissarien, deßgleichen etliche stendt die iren auch abgefertigt haben, und aber damals di erscheinenden commissarien und rethe in sollicher ringerung nit volnfaren mugen uß etlichen ursachen, wie sie uns die in schriften eroffnet, derwegen Kff., Ff. und gemeine stendt uns Šabermals zum underthenigsten ersucht und gebetten haben, solliche ringerung gnediglich zu erledigen, [§ 71] und wiewoll wir ir bit zimlich und billich geacht, inen auch zu gnediger wilfarung geneigt, so haben wir doch neben inen bedacht und erwegen, das vor erkundigung eins jeden stands uff- oder abnemen die vilgemelt ringerung nit erledigt noch di ungleicheit, der sie sich in des hl. reichs anschlegen beklagen, abgeschafft werden mog, in ansehung, wo etliche stendt ires abnemens halben zu ringern, das auch dargegen diejhennigen, so sich kundtlich an iren guttern gebessert, zu ersteigen, wo anders des hl. reichs anschleg in wesen erhalten werden sollen. [§ 72] Damit nun disem puncten zulestau muge abgeholfen werden, so haben wir uns mit Kff., Ff. und gemeinen stenden verglichen, das wir und di zehen kreis ein yeder einen treffenlichen, ansehenlichen rath uf den 14. tag des monats Januarij schirstkunftig zu Speier habenav, welliche reth neben unsern und gemeiner stendt commissarien und rethen, zu der visitacion des keiserlichen cammergerichts verordent, nach verhor und erfarung eins jeden standts gelegenheit uff ein gleichmessigen anschlag im hl. reich durch geburliche und billiche ringerung und ersteigung handlen und schliessen sollen. [§ 73] Wo auch etlich der commissarien, der kreyßverordenten oder andere reth nit erscheinen wurden, soll nichtsdestominder durch die anderen in sollichem furgefaren, gehandelt und beschlossen werden.

    [§ 74] Und soll der oberst eins yeden kreiß vor khunftigem tag alle stendt seins kreiß an ein gelegene malstat beschreiben, daruf sie sich eins raths zu obbemeltem tag zu schicken vereinigen und daneben eins jeden standts ires kreiß ab- oder uffnemens undereinander eygentlich und mit gutem vleiß erkhundigen, auch vleiß furwenden sollen, sich des reichs anschleg, sovil des iren kreiß betrifft, durch zimbliche ringerung und erhohung selbst zu vergleichen, doch dergestalt, das di reichsanschleg durch solliche vergleichung an inen selbst nit geringert, sonder in irem wesen bleiben und erhalten werden.

    [§ 75] Darzu sollen Kff., Ff. und stendt, so sich der anschleg beschweren mochten, die iren zu sollichem tag auch abfertigen mit bevelh, ire beschwerung der ungleicheit nit allein anzuzeigen, sonder auch khundtlich und klar darzuthun, damit die verordenten zu fruchtbarer handlung und billicher vergleichung der anschleg komen mogen. Wellicher aber die seinen zu sollichem tag nit schicken, sein beschwerung, wie gemelt, furwenden und darthun wurd, der soll hernachmals nit ferner gehort noch zu einicher ringerung gelassen werden.

    [§ 76] Ferner haben wir, auch Kff., Ff. und gemeine stendt uf jungstem reichstag, zu Augspurg gehalten, dem hl. reich und allen stenden desselben zu wolfart und guettem, auch zu furderung und merung des gemeinen nutz ein reformation und ordnung gutter policey ufgericht und dieselben uf volgendem reichstag alhie zu Regenspurg in etlichen puncten als nemlich von wegen der Juden, wucherer, monopolirer und anderer, so unbillich contract und handtierung treiben, gebessert, alles nach außweysung beder reichsabschidt, zu ŠAugspurg und Regenspurg uffgericht. [§ 77] Dieweil aber sollicher reformation und ordnung, auch daruff gevolgter besserung allenthalben im hl. reich nit vollziehung gescheen sein mag, so haben wir, auch Kff., Ff. und gemeine stendt solliche ordnung und daruff gevolgte besserung widderumb alhie erneuert, uns auch sambtlich verglichen und wollen, das dieselben durch meniglich in allen puncten und articuln vestiglich gehalten und volnzogen werden, welliche auch ein yede obrigkeit zu handthaben und daruber ernstlich zu halten schuldig sein soll. Wo aber einich obrigkeit darin seumig were, alßdann soll unser keyserlich fiscal gegen den uberfarern zu procediern hiemit bevelh haben, wie sollichs gemelter regenspurgischer abschidt ferner außweiset. Im Fall, das auch in sollicher policei und ordnung einicher mangel erfunden wurde, sollen unser und gemeiner stendt verordenten, so uf den 14. tag Januarij, wie obgemelt, zu Speier ankomen werden, bevelh und gewalt haben, sollich ordnung und policei zu bessern und nach gelegenheit zu endern und, weß also durch sie beschlossen wurdet, uns further in schriften zu erkennen geben, sollichs further in dem hl. reich zu publicieren und zu verkunden, damit dem allenthalben gelebt und nachkomen werde.

    [§ 78] Als sich auch etlich fursten und stendt im anfang diß reichstags der session halben geirret, welliches zu verlengerung der reichssachen gelangt, deßhalben Kff., Ff. und gemeine stendt uf unser gnedigs begeren ir session ungeverlich und on alle ordnung gehalten, [§ 79] demnach wollen wir, das einem yeden churfursten, fursten und standt sollich diß reichstags ungeferlich session, auch die subscription, zu endt diß abschidts bescheen, an seinem herbrachten gebrauch und gerechtigkeit in keinen wege nachtheilig, schedlich noch vergriffenlich sein soll. [§ 80] Wir sollen und wollen auch, nachdem uns ein yeder sein gerechtigkeit in schriften ubergeben hat, allen muglichen vleiß furwenden, solliche irrung der session halben zum furderlichesten zu gutlicher vergleichung oder erorterung zu bringen, wie wir sollichs gemeine stendt zu etlichen malen vertrostet haben.

    [§ 81] Sollichs alles und yedes, so obgeschriben steet und uns, Ks. Karlen, anrurt, gereden und versprechen wir, steet, vest, unverbruchlich und uffrichtig zu halten und zu vollziehen, dem stracks und ungeweigert nachzukomen und zu geleben, sonder alle geverde. Des zu urkundt haben wir unser keyserlich insigel an disen abschidt thun hencken.

    [§ 82] Und wir, churfursten, fursten, prelaten, graven und herren, auch der churfursten, fursten, prelaten, graven und des hl. reichs frey- und reichstet gesandte, botschaften und gewalthaber, hernach benent, bekennen auch offentlich mit disem abschied, das alle und jede obgeschribene puncten und articul mit unserm gutten wissen, willen und rath furgenomen und beschlossen seyn, willigen auch dieselbigen alle sambt und sonderlich hiemit und in kraft diß brieves, gereden und versprechen in rechten, guten, waren treuen, die, sovil einen jeden, sein herschaft oder freundt, von denen er geschickt oder gewalthabend ist, betrifft oder betreffen mag, war, steet, vest, uffrichtig und Šunverbruchlich zu halten, zu vollziehen und dem nach allem unserm vermugen nachzukomen und zu geleben, sonder geverde.

    [§ 83] Und seindt diß hernach geschriben wir, die churfursten, fursten, prelaten, graven, herren und des hl. reichs frei- und reichsstet botschaften und gewalthaber:

    Von Gots gnaden wir Albrecht, der heiligen romischen kirchen cardinal und geborner legat, zu Meintz und Magdenburg Ebf., primas, Adm. zu Halberstat etc., ertzcantzler durch Germanien; Joachim, des hl. röm. reichs ertzcamerer, beide Mgff. zu Brandenburg, zu Stetin, Pommern, der Cassuben und Wenden Hgg., burggrafen zu Nurmbergk, Ff. zu Rugen und Kff. personlich.

    Von wegen des Ebf. zu Trier Jorg H. zu Eltz, Johan von Enschringen, cantzler, Otto von Lengenfeldt und Heinrich Buchel der rechten Lic.

    Von wegen des Ebf. zu Collen Dietherich Gf. zu Manderschidt und Blankenheim, H. zu Sleiden, Kerpen, Cranenburg und Newenburg und Johann Gropper Dr.

    Von wegen Ludwigs Pfgf. bei Rhein etc., Kf., Diether von Schonburg, marschalck, Heinrich Has, cantzler, Wolff von Dhurn Dr. und Hanns von Walborn zu Ernshouen.

    Von wegen Johanns Friederichen, Hg. zu Sachsen, Kf. etc., Wolff F. von Anhalt, Christof von Taubenheim und Eberhart von der Thann.

    Von wegen des hauß Osterreich Wilhelm Truchseß Frh. zu Walpurg und Jacob Franckfurter Dr.

    Geistlich fursten personlich:

    Von Gots gnaden Ernst confirmirter Ebf. zu Saltzburg; Christoff Ebf. zu Brem, Adm. zu Verden; Walther von Cronberg, Adm. des hochmeisterambts in Preussen, teutschmeister; Weigandt Bf. zu Bamberg; Philips Bf. zu Speier; Christoff Bf. zu Augspurg; Mauricius Bf. zu Eystet; Johannes Bf. zu Costentz; Valentinus Bf. zu Hildeßheim; Christoff Bf. zu Brixen; Wolffganng Adm. zu Bassaw; Pangratz Bf. zu Regenspurg; Christoff Bf. zu Seggaw.

    Der geistlichen fursten botschaften:

    Von wegen des Ebf. zu Bisantz Claudius Belin der rechten Dr.

    Cunraden Bf. zu Wurtzburg Daniel Stuber, dhumbherr, Heinrich Truchseß von Wetzhausen, hoffmeister, und Georg Farner der rechten Dr., cantzler.

    Von wegen des Adm. zu Wurmbs Philips Bf. zu Speier.

    Wilhelms Bf. zu Straßburg Christof Welsinger Dr.

    Des stifts Freisingen Georg Beheim Dr.

    Philipsen Bf. zu Basel und von wegen des stifts Chur Peter Speiser von Dillingen Dr.

    Von wegen des stifts Bassaw Christoff von Lamberg, coadiutor des stifts Seggaw etc., Wolffgang von Closen zu Heidenburg, dhumherr etc.

    Christoffen erwelten und bestettigten zu Trient Otto Truchseß Frh. zu Walpurg etc., dhumdechant zu Trient.

    ŠFranciscen Bf. zu Munster Bernt von Hagen, Johann Gropper, bede dhumbherrn zu Collen und Drr., Albrecht Mum Lic. und Franciscus von Doy.

    Philipsen erwelten zu Fuldaw Johan von Ernberg, dhumbdechant zu Meintz, Eberhardt Rud von Collenberg, meintzischer hofmeister, und Bernhart von Hartheim.

    Georgen Bf. zu Ratzenburg und Libus Lucas Wiltzken.

    Balthazars erwelten und bestettigten zu Lubeck Jodocus Hutfelder, der rechten Dr.

    Adriani Bf. von Sedun [= Sitten] Johan Militis.

    Weltlich fursten personlich:

    Von Gots gnaden Friderich Pfgf. bei Rhein, Hg. in Beiern etc.; Wilhelm und Ludwig, gebruder, Pfgff. bei Rhein, Hgg. in Obern- und Nidernbeyern etc.; Ottheinrich und Philips, gebruder Pfgff. bei Rhein, Hgg. in Beiern etc.; Carolus Hg. von Saphoy; Georg Mgf. zu Brandenburg; Heinrich der junger Hg. zu Braunschweig; Philips Hg. zu Braunschweig und Grobenhagen; Philips Lgf. zu Hessen; Philips Hg. zu Pommern; Georg Lgf. zum Leuchtenberg; Hans und Joachim, gebruder, Ff. von Anhalt.

    Der weltlichen fursten botschaften:

    Von wegen Heinrichs Hg. zu Sachsen Hanns Heinrich der elter, Gf. zu Schwartzenburg und H. zu Liechtenberg, Hanns von Sleunitz zu Seehausen, Simon Pistoris Dr. und Andreaß Pflugk.

    Hansen Pfgf. bei Rhein, Hg. in Beiern, Gf. zu Spanheim, Christoffel Landtschad von Steinach.

    Ruprechts Pfgf. bei Rein, Gf. zu Veldenntz Christoffel Landtschadt von Steinach und Ludwig von Eschenaw.

    Hannsen Mgf. zu Brandenburg Cunradt Metsch Dr.

    Ernsten Hg. zu Braunschweig und Lunenburg etc. Niclauß Holstein der rechten Dr.

    Wilhelms Hg. zu Gulch etc. Johann von Flatten probst etc., Johann von Dockhum genant Frieß, Cunradt Hereßbach, Johan Valtermeier, Sibertus Mutzenhagen, Johann Waltheimer, Albrecht Konig, der heiligen schrift und der rechten Drr. und Lic.

    Von wegen Bernims Hg. zu Pommern etc. Philips Hg. zu Pommern.

    Ulrichen Hg. zu Wurtemberg: Clauß von Graueneck und Philips Lang Dr.

    Ernsten Mgf. zu Baden: Johan Astman, der heiligen schrift Lic., probst etc. und Johann Marquart der rechten Dr.

    Wilhelmen Gf. und H. zu Hennenburg: Carol von Redwiz.

    Prelaten personlich:

    Wolffganng abt zu Kempten; Gerwick abt zu Wingarten; Eraßmus abt zu Sanct Heimeran zu Regenspurg; der abt des gotshauß Echternach.

    ŠPrelaten botschaften:

    Von wegen des abts zu Herßfelden Gerwick abt zu Wingarten.

    Der baley Coblentz Wernher Forstmeister von Geilnhausen, comenthur zu Collen.

    Des landtcomenthurs der baley Elsas Walther von Cronburg, teutschmeister etc.

    Rudigers probsts zu Weissenburgk an under Elsas Leopoldt Dick.

    Johansen zu Salmanßweyler, Jheronimussen zu Elchingen, Andreassen zu Ochsenhausen, Paulus zu Yrsee, Cunraden zu Roth, Ulrichs der Minderaw, Johansen zu Schussenriedt, Johansen zu Marckhthall, alle ebt haben bevelh Wolffgang abt zu Kempten, Gerwigk abt zu Wingarten.

    Johansen abts zu Keißheim Wolffgang Andreas Rem Dr. etc.

    Beider abt zu Auersperg und Rockenburg Johann [sic!] Besserer und Martin Weigman, der stat Ulm gesandte.

    Rudigers abts zu Sanct Cornelis Munster Johan Memecken von Iseerlon.

    Des probsts zu Berchtersgaden Paulus Stadler, dhumher zu Regenspurg etc., Mathias Alber, saltzpurgischer cantzler, und Niclauß Ribeisen, bede der rechten Drr.

    Des abts zu Verden in Westphalen Peter Billingkhausen.

    Des abts der stift Murbach und Luderen Johan Minsinger von Frundeck der rechten Dr.

    Des gotshauß Rotenmunster Cunradt Spreter, der stat Rotweil gesandter.

    Von wegen der ebtissin:

    Unser lieben frauen stift zu Lindaw Wolffgang abt zu Kempten und Otto Truchseß von Walpurg, dhumdechant zu Trient etc.

    Graven und herrn personlich:

    Philips Gf. zu Hanaw, H. zu Liechtenberg; Friderich Gf. zu Furstenberg; Wilhelm und Hans Jacob, gebruder, Gff. zu Eberstein; Jorg Gf. zu Erpach; Martin Gf. zu Ottingen.

    Der graven bottschaften:

    Von wegen der wedderawischen graven, nemlich Philipsen Gf. zu Nassaw, Catzenelenbogen, Vianden und Dietz etc.; Philipsen Gf. zu Nassaw, H. zu Wißbaden und Itzstein; Philips und Bernhart Gff. zu Solms und Hh. zu Mintzenberg; Chunen Gf. zu Leyningen, semperfrei, H. zu Westerburg und Schomburg; Wolffgangen, Ludwigs, Albrechts Georgen und Christoffs, gebruder, alle Gff. und Hh. zu Stolberg und Wernigerod; Anthonien des eltern von Eisenburg, Gf. zu Budingen; Reinharts Gf. zu Solms und H. zu Mintzenberg als vormunder weilundt Philipsen Gf. zu Hanaw, H. zu Mintzenberg verlassen kinder Johann Knebel von Catzenelenbogen und Thoman von Kolmar.

    Philipsen und Hans Jorgen, gebruder, Gff. und Hh. zu Manßfeldt Hans von Pretis.

    ŠWilhelmen Gf. zu Eberstein und Wilhelmen H. zu Limpurg etc. als vormunder Michels Gf. zu Wertheim Niclauß Haß.

    Chunen Gf. und H. zu Tecklenberg und Rode Philips Lgf. zu Hessen.

    Johannsen Gf. zu Seyne, H. zu Homburg, Manckler und Mintzenberg Otto von Lengenfeldt, scheffen zu Coblentz.

    Johansen Gf. zu Ostfrießlandt als verwalter der grafschaft Ostfrießlandt anstat der jungen herschaft seins verstorben bruders Gf. Chunen Johan Barth.

    Chunen Gf. zu Virnenburg und Newenar, H. zu Saffenburg etc. Otto von Lengenfeldt.

    Heinrichen H. zu Geraw, Sleunitz und Lebenstein Hans von Watztorf.

    Arnthen Gf. zu Benthen undaw Stenforden, H. zu Weuelckouen Jost Rolandt der rechten Dr., munsterischer cantzler, und Albrecht Mum der rechten Lic.

    Wolffgangen Gf. zu Barbie etc. Bleickart Zederinger [sic!].

    Heinrichen Reussen H. zu Plauwen des eltern Hans von Pretis.

    Von der frei- und reichsstet wegen:

    Von wegen der statt Collen Peter Billingkhausen, Goßwin von Lomerschem und Gotschalck Frechen Lic. mit gewalt der stat Dortmundt.

    Ach Niclaus Wilderman und Joannes de Stummel.

    Straßburg Jacob Sturmb und Both von Dhunsenheim.

    Augspurg Wolffgang Rechlinger, Zimprecht Hoser, bede Bgm., und Cunradt Heln Dr.

    Nurmberg Sebolt Haller Bgm.

    Ulm Jorg Besserer Bgm. und Martin Weigman mit bevelh der vier stet Reutlingen, Bibrach, Kempten und Eysne.

    Metz Johann von Niderbrucken.

    Wurmbs Peter von Stein und Hans Jungler.

    Speier Friderich Meurer und Adam von Berstein.

    Franckfurt Johann Glauberger und Jheronymuß Agnellus Dr. mit bevelh der statt Wetzflar.

    Von wegen Hagenaw Bartholome Botzheim Bgm.

    Colmar Hieronymuß Bonner, stettmeister, die bede mit bevelh der andern stet, in die landtvogtei Hagenaw gehorig, nemlich Schletzstatt, Weissenburg, Landaw, Obernehenheim, Keisersperg, Munster in Sanct Gregorien thal, Roßheim und Turckheim.

    Rotenburg an der Tauber Bonifacius Wernitzer genant Beheim.

    Schwebischen gemundt Hans Reichwein.

    Schweinfurt Niclaus Sprenger und Paulus Vhender.

    Goßlar Johan Hart und Berchtoldt Achterman.

    Fridberg in der Wederaw Jacob Zuckwolff.

    Rotweil Cunradt Spreter.

    Costentz Cunradt Zwick.

    ŠLindaw Jheronimuß Pappus.

    Eßlingen Lucas Plattenhart Bgm., Jorg Cron und Johann Machtolff Lic.

    Nortlingen Wolf Graf und Hanns Borlin mit bevelh der stet Alen und Bopfingen.

    Schwebischen Hall Christoff Haß und Matern Wurtzelman.

    Uberlingen Caspar Kleckler.

    Memmingen Christof Zwick.

    Heilbrun Hanns Keller und Jacob Ehinger Dr. und sindicus.

    Dinckenßbuhel Michel Bawer.

    Wimpffen Bernhart Koberer.

    Pfullendorf Jorg Renniger.

    Weyl Thoma Renniger und Martin Zweifel.

    Wanngen Andreaß Schlegel mit bevelh der stet Rauensperg und Lutkirch.

    Gienngen Hanns Jeger.

    Offenburg Johann Fabri mit bevelh der stett Zell und Hamerßbach.

    Der stat Regenspurg Ambrosi Aman, schultheiß.

    Mulhausen in Dhuringen: Johannes Godick und Sebastian Rodeman, bede Bgm.

    Northausen Michel Maienburg, statschreiber.

    Schwebischen Werdt Christof Schweitzer Bgm. und Jorg Totnrieder, stattschreiber.

    Weissenburg am Norckaw Michel Eder.

    Winßheim Andreaß Rock.

    Thull Joannes Boyelane, Joannes Gwerin und Hadrianus Valerius.

    Deß zu urkundt haben wir von Gots gnaden Albrecht Kard. und Ebf. zu Meintz etc. und Joachim Mgf. zu Brandenburg etc., bede Kff. obgemelt, von unser und unserer mitchurfursten wegen, wir Ernst confirmirter Ebf. zu Saltzburg und Wilhelm Pfgf. bei Rhein, Hg. in obern und nidern Beiern von unser und der geistlichen und weltlichen fursten wegen, Gerwigk abt zu Wingarten von sein selbst und der prelaten und Martin Gf. zu Ottingen von der graven und herrn wegen, auch wir, burgermeister und rath der stat Regenspurg, von unser und der frey- und reichsstet wegen unser insigel an disen abschidt thun hengken. Geben und gescheen in unser und des hl. reichs stat Regenspurg auf den 29. tag des monats Julij nach Christi geburt 1500 und im 41., unsers keiserthumbs im 21. und unserer reich im 26. jaren.

    «XI,2 Die Deklarationen Karls V. zum Regensburger Reichsabschied für die Konfessionsparteien  »

    « ŠXI,2a Die Verhandlungen über eine kaiserliche Deklaration zum Reichsabschied für die protestantischen Stände »

    «Nr.942 Entwurf einer Protestation der protestantischen Stände gegen den Reichsabschied – Regensburg, 1541 Juli 28 »

    A  Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 253r–254r (Reinkonz.); AV fol. 253r: Protestation wieder den abschied, Dornstag, den 28. Julij anno 1541.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 359r–359v (Kop.); ÜS v. a. Hd. fol. 359r: Gestelte protestation des abschieds halben. Ist nachplieben; AV ebd.: 28. July.

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2350 , Sp. 621–622.

    Die stende der augspurgischen confession haben den verlesen abschied dieses von euerer ksl. Mt. außgeschriebenen und gehaltenen reichstags untertenigst angehört und befinden sich in merem dan in einem artickel desselbigen hochlich beschwert, wie sie solche ire beschwerunga euerer ksl. Mt. zuvorn mermals und sunderlich gestrigs tags [Nr. 165] schriftlich haben zustellen und uberantworten lassen bund auß sonderlichenc, gegründten ursachen umb declaration und vorbesserung derselbigen beschwerlichen puncten und artickel unterteniglich gebethen–b, der underthenigsten hoffnung, euere ksl. Mt. wurden demselbigend nach gemelten abschied dohin gnedigst gericht und erclert haben, das solche ire beschwerung abgewendet und sie berurten abschied eneben andern Kff., Ff. und stenden des hl. reichs–e allenthalben hetten annehmen und bewilligen mogen.

    Dieweil sie aber solche beschwerung noch unerledigt vermercken, mugen sie firer hohen, unvermeidlichen notturft nach nicht umbgehen–f, wider dieselben gbeschwerlichen artickel–g inhalts irer itzt gemelten antwort, welche sie auch, bei den reichsacten zu registrirn und zu verwaren, ubergebenh, hiemit offentlich zu protestiren und zu betzeugen, dan sie in dieselbigen beschwerlichen artickel nit gehelt noch gewilligt haben wollen oder idarein gehelen oder willigen Šmögen–i, underthenigst bittend, euere ksl. Mt. wolten solchs von inen nicht anders dan derselbigen notturft nach und in keinen ungnaden vermercken, mit underthenigstem erbieten, woj sie sich sonst gegen euere ksl. Mt. als irem gnedigsten herrn und keiser alles pillichen gehorsams und underthenigkeit zu halten zum hochsten geneigt und willig. Thun sich auch derselbigen euerer ksl. Mt. underthenigst bevelhen und biten, euere ksl. Mt. wolle ir gnedigster herr und kayserk sein und bleiben etc.

    «Nr.943 Entwurf einer Erklärung der protestantischen Stände zur Interpretation des Reichsabschiedes – Regensburg, [1541 Juli 28] »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 1, fol. 14r–15r (Reinkonz.); DV fol. 15v: Unser der augspurgischen confession und religion verwanten stendt antwurt uff die erklerung, wolliche die ksl. Mt. in gegenwurtigkait Pfgf. Friderichen und des von Navio in irer Mt. herberg gegeben. Ist bedacht, aber gleichwol nicht außgangen.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 138, fol. 250r–252r (Reinkonz.).

    C  koll. Berlin GStAPK, I. HA Rep. 17 Nr.13a Fasz. 1, fol. 28r–29r (Kop.); AS fol. 29r: Abschrift, wes die protestirenden stende zu Regensburg nach publicirtem reichsabschide ksl. Mt. schriftlich uberantwort, darauf ist die erclerung des abschid von ksl. Mt. geschehen1.

    Die stend der augspurgischen confession haben der ksl. Mt. gnedigst bescheen antzaig und volgende verklerung etlicher puncten, im abschid begriffen, underthenigst vernommen.

    Und erstlich, das concilium und den papst betreffend, lassen sie es bey vorigem irem protestirn wenden.

    ŠDer verglichnen articul halb, dweil dieselbigen nach irer theologen ubergeben declaration zu verstehena, lassen sie es auch dabey beruhen, dan sie ane das auch nicht gneigt, auß irer confession und apologiab zu schreitten.

    Die cloister und kirchen belangendt, sein sie nicht gemeint, cdie cloister und kirchen hinfur abtzuprechen oder abtzuthun, doch unbegeben, dieselben in iren oberkayten zu christlicher reformation antzuhalten–c, desgleichen die zins und rent den geistlichen, deren sie noch in possessione seindt, furzuenthaltend.

    eDoch das es gegen innen und den irn auch also gehalten und–e das die schulen sampt den noturftigen ministerien der kirchen versehen werden.

    Sein auch nit gneigt, andere zu irer religion zu dringen oder widder irn willen dartzu zu tzihen, sich auch frembder underthanen mit schutz oder schirm widder billicheit nit antzunemenf. gDesgleichen solt von dem andern teiln auch gescheen–g.

    Des cammergerichts halb, do solchs irer vorigenh underthenigsten bitt nach reformiert und besetzt, idie personen irer religion nicht gescheucht nach reiicirdt–i, also das sich auch disse stend gleichmessigs, unparteischenj rechtens zu versehen, so wollen sich kdie einigsverwanten [sic!] stende, welche disse beschwerung am meisten belangendt–k, der underhaltung anders halb auch aller gebur tzu halten wissen.

    lSover auch die goslarische acht in der suspension mit begriffen vermog der ksl. Mt.m erpieten, durch den Kf. von Brandenburg geschehen–l, so lassen sie es auch dabey wenden.

    Desgleichen, das der augspurgisch abschied uff die articul nder religion–n nicht gemeindt, sonder dieselben uffgehaben sein sollen. Und uff solche verkle Šrung und verstand wurdeo obbemelten abschied berurte stenden pbewilligen mogen–p, dan ander gestalt wissen sie dieselben nicht zu bewilligen, sonder qder abwesenden räth und potschaften–q wollen solchs an ire gnedigst, gnedig herrn und obern pringen. Die werden sich darauf irer notturft nach gegen der ksl. Mt. undertheniglich vernemen zu lassen, auch in allen andern puncten und articuln alles gepurlichen gehorsams zu halten und zu ertzeigen wissen.

    «Nr.944 Entwurf [von kaiserlicher Seite] für die Deklaration des Reichsabschiedes zugunsten der protestantischen Stände – Regensburg, 1541 Juli 28 »

    Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 365r–366r (Kop.); KV fol. 365r:28. July.

    Teildruck: Corp. Reform. IV, Nr. 2351 , Sp. 622.

    Erclerung und declaration der röm. ksl. Mt. der mißverstendigen artickel in itzt furhabendem abschied halben.

    Ist aber hernach verbessert etc.

    aZum ersten, so meldunge beschicht, das die gaistlichen irer gulten zinsen etc., derer sie itzo in possession sein, hinfuro nicht sollen entsetzt werden etc., welche wort in alleweg den verstandt haben sollen, daß nicht allein auf der catholischen geistlichen und gestift, der sie itzo in besitz, dieselbig getzogen sein, sondern auch auf der protestirenden und derselben religionsverwanten geistlichen und gestift, daß sie auch deren zinß und gult etc., so sie itzo in posses sein, auch hinfuro nicht sollen entsetzt werden, verstanden werden sollen.

    Zum andern so soll, do gemeldet wirdet, daß die protestirenden niemant zu sich dringen, bewegen etc. sollen, das wort ‚bewegen‘ allein dohin den verstandt haben, daß sie niemandt der andern religion seine underthannen abpracticirn, in schutz oder schirm nehmen sollen. Und soll hiedurch, ob sich imandt sonsten zu irer religion begeben wolt, denselben des unbenohmen sein.

    Also auch soll es des chammergerichts halben verstanden werden, das die beisitzer desselben auf den itzigen furhabenden abschied sollen veraidet werden, bwie dann der augspurgische abschied, sovil die religion belanget, nicht stathaben solle–b. Und soll einem iden ungeachtet, wesser religion derselb sei, Šgleichmessiges recht gesprochen werden, wie auch kein beisitzer, der sonsten tuglich, der religion halben daraus entsetzt werden soll.

    So soll auch den protestirenden freisein, auf nechst verlauffene visitation denjhenigen, so sie ins chammergericht zu setzen haben, ob sie die nicht ferner dartzu gebrauchen wollen, zu verlauben und andere tugliche personnen irer religion an der stadt zu verordenen.

    cSo ist es auch der röm. ksl. Mt. nicht zugegen, das auf morgen nach vorlesenem abschied die protestirenden vor der röm. ksl. Mt. in beisein der andern stenden, wie volgt, vorbringen lassen:

    Demnach sie irer röm. ksl. Mt. ire mengel und misvorstand, so sie des abschids halben hetten, underthenigst vorbracht und angegeben und dan ire röm. ksl. Mt. inen derselben misvorstand erclerung und bericht gethoin, so wolten sie auf dieselbe erklerung und, inmassen die beschehen, auch diesen abschied willigen und annehmen etc.–c

    «Nr.945 Erklärung der protestantischen Stände zur Deklarierung des Reichsabschiedes1 – Regensburg, 1541 Juli 28 »

    A  Duisburg LAV NRW R, Jülich-Berg II 2271, fol. 433r (Kop.); AV fol. 433r: Wes die stende der augspurgischen confession auf heutem [= heutigen] kayserlichem abscheid replicirt, 28. Julij 1541.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 362r (Kop.); ÜS fol. 362r: Abermals der religionsverwanten stende antwort des abschieds halben, 28. Julij.

    C  koll. Hannover NLA, Celle 1 Nr. 20 III, fol. 484r–484v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 484v: Protestirenden antwort nach gehorter declaration auf die artikel des abschiets.

    D  koll. Stuttgart HStA, H 55 Bü. 49, unfol. (Kop.); AV: Der röm. ksl. Mt. uberantwurt dorstags nach Jacobj anno 41 [28. Juli 1541].

    Euer ksl. Mt. gnedigste antzeigung und declaration der angetzogner mengel halben in furgehaltem abscheidt haben die stende der augspurgischer confession gehort und darauß iren allergnedigsten, vätterlichen willen gespurt und, so Šdie gebetten und heutige beschehene declaration in den abscheidt khommen mochten, wurden sie denselbigen, wiewol nichta on beschwerung annemen. Im fall aber, so dasselb der andern stende halben nicht geschehen mag, so wille den gesandten mangels halben ires bevelhs darin nicht zu willigen sein, auß allerley ursachen, die euwer ksl. Mt. wol vernomen und auch zu ermessen haben, sonder sie wöllen sich verhoffen, euer ksl. Mt. werden ir nichts zuwidder sein lassen, diesen abscheidt, soviel derselb die begerte erclerung betrifft, an iren gnedigsten, gnedigen hern und obern zu bringenb, der ungetzweyveltenc zuversicht, ire kfl. und fstl. Gn. und sie werden sich darinnen gegen euer ksl. Mt. mit underthenigster antwort und allen andern stenden der gebur zu ertzeigen wissen.

    «Nr.946 Anmerkungen von protestantischer Seite zur Formulierung der Deklaration zum Reichsabschied – Regensburg, o. Datum »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Notizzettel); DV: Unser der augspurgischen confession verwanten stend erklerung uber den furschlag zu dem entlichen abschidt, dem Kf. zu Branndenburg in des kaisers herberig ubergeben. Zu dißer schrift gehort der abschidt, ist meim gnedigen herrn uberschickt. N. 8.

    B  koll. Marburg StA, PA 588, fol. 196r–196v (Kop.); DV fol. 196v: wie in A ohne den zweiten Satz.

    a. frey christlich concilium.

    b. frey christlich concilium.

    C. Diser artigkel sol also steena.

    bC. Es sol bis zu obbestimpter entlicher vergleichung durch die protestierenden in den artikeln, dero siche ire theologen verainigt, uber und wider solche vergleichung und declaration, der ksl. Mt. ubergeben, nit geschritten werden–b.

    ŠD. Auch die closter und stiftc untzerbrochen und -abgethan pleiben, doch unbegeben einer yden oberkeit, hinder deren sie gelegen, dieselbigen zu christlicher reformation antzuhalten dund zu pringen–d.

    E. Und herwidderumb von der augspurgischen confession kirchendynern, auch stiften, clostern und heusern auch also gereicht werden und vervolgen. Es sol auch kein teil das ander zu sich dringen oder widder des willen zu sich zyhen.

    F. Und nemlich di myndische und die goslarische und – – –.

    G. Ausgescheiden, sovil di religion antrifft, in weßen pleibene.

    H. Doch das solche visitation und reformation neben den keiserlichen comissarien durch beiderseits religion stende und nicht auf die artigkel bemelter abschidt, sovil di religion belangt, furgenomen, damit nymands, der sonst tauglich, der religion halben geeussert oder reiicirt werd.

    I. Usserhalb der religion.

    «Nr.947 Entwurf für die Deklaration zum Reichsabschied für die protestantischen Stände – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 2, fol. 84r; AV: Handlung der declaration halb, uff den abschid zu Regenspurg gemacht, durch den Kf. zu Brandenburg zwüschen ksl. Mt. und dis tails stenden furgenomen.

    Zum ersten als gemeldt würdet vom concilio, das soll verstanden werden von einem freyen, christlichen concilio. Und haben inen dobey die protestierenden stendt vorbehalten, das sie in des babsts und seiner legaten auctoritöt anders nicht, dann wie ire vorgethonen protestation ußweist, in disem abschid gewilligt haben wöllen.

    Zum andern, nachdem die artickel im abschidt von denen durch ire theologen verglichnen artickeln etwas dunckel gesetzt, so hat derselb den verstandt, das die protestierenden stend bis zu der entlichen vergleichung der religionsachen in denen artickeln, deren sich ire theologen vereinigt mitsampt irer declaration, dieselbigen vergleichung und declaration nicht überschreitten söllen. Und ist inen in den überigen, unverglichnen artickeln hierin kein maß gegeben.

    Zum dritten als im abschidt so gesatzt, das die clöster und kirchen untzerbrochen und unabgethon bleiben sollen, soll derselb artickel dohin verstanden werden, das hinfuro die clöster und stift untzerprochen und unabgethon bleiben sollen, doch unbegeben einer jeden oberkeit, hinder deren sie gelegen, dieselbigen zu christlicher reformation antzuhalten.

    « Nr. Š948 Entwurf für die von den protestantischen Ständen geforderte Deklaration des Reichsabschiedes – Regensburg, o. Datum »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 1, fol. 3r, 4r, 5r, 6r–6v, 7v (Konz.); DV fol. 8v: Handlung der declaration halb, uff den abschidt zu Regenspurg gemacht, durch den Kf. zu Brandenburg zwuschen röm. ksl. Mt. und dises tails stenden furgenomen.

    B  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 3 (Kop.).

    Zum ersten, als gemelt wirdet von concilio, das sol verstanden werden von einem freyen, christlichen concilio. Und haben inen dabei di protestierenden stende furbehalten, daß sie in des bapsts und seiner legaten authoritet anders nicht, dana wie ire vorgescheen protestation ausweystb, in diesem abschidt gewilligt haben wollen.

    Zum andern, nachdem der artigkel im abschidt von denen durch ire theologen verglichen artigkeln etwas thungkel gesetzt, so hat derselb den verstandt, daß di protestirend stend bis zu der endtlichen vergleichung der religionsachen in denen artigkeln, dero sich ire theologen vereinigt mitsampt irer declaration, dieselbige vergleichung und declaration nicht uberschreiten sollen. Und ist inen in den uberigen, unverglichen artigkeln herine kein mass gegeben.

    Zum dritten als im abschidc so gesatzt, daß die closter und kirchen undzerbrochen [sic!] und unabgethan pleiben sollen, sol derselb artigkel dahin verstanden werden, das hinfuro die closter und stift unzerbrochen und unabgethan pleiben sollen, doch unbegeben einer yden oberkeit, hinder deren sie gelegen, dieselbig zu christlicher reformation antzuhalten.

    Item, es sold auch die goslarische acht unter dem artigkeln, von den achten meldende, begriffen sein und darine verstanden werden.

    Item, es sol auch der artigkel, von der augspurgischen religion meldend, von andern sachen ausserhalben der religion verstanden werde.

    Und auf diese declaration haben die protestirende stendee abschidt dieses reichstags bewilligt und anders nicht.

    «Nr.949 Deklaration Karls V. zum Reichsabschied für die protestantischen Stände – Regensburg, 1541 Juli 29 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.)1.

    ŠB  koll. Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 2, fol. 86r–88r (Kop.); DV fol. 88v: Declaration uff den regenspurgischen reichsabschidt. Ist nicht collationiert.

    C  koll. München HStA, Kasten blau 271/1, fol. 217r–218v (Kop.); AV fol. 218v: Declaration, den protestirenden des regenspurgischen abschids halb gegeben, anno 41.

    D  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. H pag. 391 Nr. 148 Bd. 2, fol. 123r–124v (Kop.).

    E  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Kop.).

    F  koll. Duisburg LAV NRW R, Kurköln VI 106, fol. 95r–97v.

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2352 , Sp. 623–625;Döllinger, Beiträge Bd. I, Nr.10, S. 36–38 (lat.).

    Wir Karl der funft von Gotts gnaden röm. keiser etc. thun kunth mit disem brief gegen jedermenigclich, nachdem der augspurgischen confession und der religion verwante stendt mängel etzlicher mißverstendiger artickel unsers jetzigen, gegeben abschids gegen uns angegeben und furtragen lassen, mit underthenigster bitt, dieselben aferrer zu–a declariern und leuttern, das wir solchen mißverstandt derselben angegebnen artickel weiter erklern und nachvolgender meynung verstanden haben wöllen.

    Als zum ersten der artickel im abschid von denen durch ire theologen verglichen artickeln etwas dunckel gesetzt, hat es den verstandt, das der augspurgischen confession verwante stend bis zu der entlichen vergleichung der religionsachen in denen artickeln, der sich ire theologen vereinigt mitsampt irer declaration, dieselben vergleichung und declaration nicht uberschreitten sollen. Und ist inen in den uberigen unverglichnen artickeln hierin kein maß gegeben2.

    Zum andern3 im artickel, do der abschid besagt, das die clöster und kirchen untzerprochen und unabgethon bleiben sollen, derselbig artickel soll dohin verstanden werden, das hinfuro die clöster und stift untzerprochen und unabgethan bleiben sollen, doch4 unbegeben einer jeden oberkeit, hinder deren sie gelegen, dieselben zu christlicher reformation anzuhalten.

    Zum dritten, do meldung beschicht, das die geistlichen irer gülten, zins etc., deren sie jetzo in possession sein, hinfuro nicht sollen entsetzt werden etc., dieselben wort sollen disen verstand haben, das nicht allein uff der gemeinen stend geistlichen und stift, deren sie jetzo in besitz, dieselbig getzogen sein, sondern auch uff der augspurgischen confession verwandte geistlichen, gestift, clöster und heußer, das dieselbigen irer rent, zins, gült und einkomen5, deren sie noch in possess, ungeacht6 wölchs theils religion sie sein, auch ußgegangner Šmandaten hinfüro unaufgehalten und unentsetzt bleiben, bund derselb artickel auch daruff verstanden werden solle–b und in allweg7, das die notturftigen ministerien und schulen, die sie vormals bestellt haben, nochmaln bestellen, ungeachtet was religion sie sein, wie gepürlich versehen und bestellt, doch das in demselben nicht verner geschritten werde dann wie jetzo.

    Zum vierten, do der abschid meldet, das cder augsburgischen confession verwandt[en] niemant–c zu sich dringen8, bewegen etc. sollen, soll das wort ‚bewegen‘ den verstand haben, das sie hinfuro keinem stand der andern religion seine underthonen abpracticieren, in schutz oder schirm nemen sollen, und soll9 hiedurch, ob sich jemandt sonst zu irer religion begeben wollt, denselben das unbenomen sein.

    Also soll es auch des cammergerichts halber verstanden werden10, das die beysitzer desselben uff den jetzigen abschid und declaration sollen veraidet werden und der augspurgisch abschid11, sovil die religion belangt, nicht statthaben soll, deßgleichen die personen12, so presendiert wurden, von des wegen, das sie der augspurgischen confession weren, gar nicht gewegert werden. Und soll einem jeden ungeachtet, waßer religion er sey, gleichmessig recht gesprochen werden13. Und soll keinem beysitzer, der sonst tauglich, der augspurgischen confession und derselben stend religion halber daruß entsetzt werden14.

    So soll auch den stenden, der augspurgischen confession verwant, und den andern stenden freysten, uff nechstkunftig visitation denjhenigen, so15 sie in unser cammergericht zu setzen haben, ob sie die nicht verner geprauchen wöllen, zu erlauben und andere taugliche personen irer religion an dero stöt zu verordenen. Und wir wöllen in verordnung der personen zu der visitation kein underschid der religion haben16.

    ŠEs soll auch in disem unserm abschid die goßlarisch acht under dem artickel, von den achten meldende, auch verstanden werden17.

    Und soll auch der artickel, von der augspurgischen religiond meldend18, von andern sachen usserhalb der religion verstanden werden, vermög des abschids19.

    Uff dise declaration haben die stend, der augspurgischen confession verwandt, disen unsern abschid und anders nicht gewilligt und angenomen, alles in kraft diß briefs one geverd, mit urkunth diß briefs, besigelt mit eunserm kayserlichen angehenckten insigel20.

    ŠGeben in unser und des reichs stedt Regenspurg am 29. tag des monats Julii nach Christi geburt 1541, unsers keiserthumbs im 21. und unser reiche im 25. jarn–e.

    «Nr.950 Erklärung der protestantischen Stände gegenüber dem Kaiser nach Verlesung des Reichsabschiedes – Regensburg, [1541 Juli 29]1 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 1, fol. 1r–1v (Kop.); DV fol. 2v: Unser der augspurgischen confession und religion verwanten antwurt, röm. ksl. Mt. in beywesen der kgl. Mt. und anderer reichsstend uff den verleßnen regenspurgischen reichsabschidt gegeben.

    B  koll. Weimar HStA, EGA, Reg. E 140, fol. 367r–368v (Kop.); DV v. a. Hd. fol. 368v: Confeßionverwanten stende endtliche antwordt und wiederholte protestation uff ksl. Mt. gegebenen abschied.

    C  koll. Hannover, NLA, Celle 1 Nr. 20III, fol. 443r–443v (Kop.).

    Druck: Corp. Reform. IV, Nr. 2354 , Sp. 631.

    Die stend der augspurgischen confession und derselbigen religion verwanten thun sich gegen eurer ksl. Mt. des ertzeigten, gnedigsten und vetterlichen vleiß und muhe sampt der gluckwunschunge zu der vorhabenden reise zum underthenigsten bedancken, gleichermassen und gestalt, wie euer ksl. Mt. von den andern Kff., Ff. und stenden itzt gnedigst vernomen, und haben den verlesenen abschiedt underthenigst auch angehordt. Und nachdem sie eurer ksl. Mt. etliche mengel und mißverstandt, so sie gmeltes abschiedts halben haben, underthenigst vorbracht und angegeben und dan euer ksl. Mt. inen derselbigen erclerunge und bericht gethan, so wollen sie uf dieselb erklerunge und, inmassen die bescheen, dissen abschiedt bewilligen, doch mit erholung irer vorigen gescheen protestation und vorwendunge des concilii halben, das solichs von einem gemeinen, freien, christlichen concilio, in teutscher nation zu Šhalten, darinnen die streitige religion nach Gotes wordt zu erorteren verstanden, auch des bapst angemastea authoritet belanget, darbey sie es auch nochmals allenthalben beruhen lossen, underthenigst bitende, euer ksl. Mt. welten des genedigst ingedenck sein.

    Desgleichen dweil sie in dem gmelten abschiedt etliche articul und puncten vermerckt, darin sie wider alt, loblich herkomen und geprauch zu keinem samptlichen beradtschlagen getzogen, vil weniger dieselbigen bewilliget, und sich derwegen nit unbillich zu beschweren, so wöllen die räth, gesanten und botschaften, dieselben an ire gnedigst, gnedig herrn und obern pringen, ungetzweivelt, ir kfl. und fstl. Gn. und die andern werden sich darin und sonsten aller gebur zu ertzeigen wissen und thun sich eurer ksl. Mt. alß die gehorsame underthenigst bevelhen2.

    « ŠXI,2b Die Deklaration Karls V. zum Reichsabschied für die altgläubigen Stände  »

    «Nr.951 Die kaiserliche Deklaration für die altgläubigen Stände – Regensburg, 1541 Juli 29 »

    A  Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); AV: Declaration des regenspurgischen abschids, 29. Julii anno 41.

    B  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Konz.); DV: Litterae declarationis caesaris supra recessu Ratisbonensi catholicis datae, Ratisbonae anno 41.

    C  koll. Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 78, fol. 184r–185r (Kop.); AV v. a. Hd. fol. 184r: Declaratio caesareae maiestatis uber das wordt ‚obericheith‘ im regenspurgischen absceydt, anno 41 außgangen, ausbleiben.

    D  koll. Mühlhausen StadtA, 1–10/C 5, S. 318–320 (Kop.).

    E  koll. Wien HHStA, RK RTA 7, unfol. (Reinkonz.); DV: Declaratio supra aliquibus verbis recessus Ratisponensis insertis etc.

    Wir Karl etc. bekhennen offentlich mit disem brieve und thuen kundt allermenigclich, als wir anheut dato den abschid dises unsers alhie zu Regenspurg gehaltnen reichstags, in schriften verfast, aunseren und des reichs Kff., Ff. und stenden, so auf jetz gemeltem unserm reichstag versamblet sein und der abwesenden potschaft und gesanten–a verlesen und eröffnen lassen, darin undter dem artickel, belangend die erstreckung des nurmbergischen fridtstandts neben andern dise nachvolgende wort: ‚auch die closter und kirchen unzerprochen und unabgethan bleiben, dergleichen den geistlichen, so sich der religion halben entsetzung beclagen, ire renthe, zinß und einkhomen, sovil sy deren noch in possession seyn, unaufgehalten vervolgen und zusteen lassen‘ etc. gesetzt und begriffen werden, dieweil aber etliche Kff., Ff. und stende uns diemuetiglichb gepetten, das wir zu den obbestimbten worten ‚renth, zinß und einckhomen‘ auch dise wort, nemblich ‚gueter, ober- und gerechtigkait‘ in yetz gemelten unsern und des reychs abschid außtruckenlichc zusetzen und verleiben zu lassen, genedigclich geruechten, dargegen aber die andern und nemblich die protestierenden stende an uns begert, das wir nit gestatten wollen, solche oder andere ainige wort in obberuertem reichsabschid weiter dzu setzen–d und zu begreiffen, und, nachdem sich die stende hieruber guetlich nit vergleichen mogen, ehaben wir uns vorbehalten–e, uber solchen iren stritte genedig erclerung und Šleutterungf zu thueng und darauf mit wolbedachtem mueth, guetem rath und rechter wissen erclert und endtschiden hund thuen das hiemit von romischer kayserlicher machtvolkomenhait–h wissentlich in craft ditz briefs, imainen, ordnen, setzen und wollen–i, das den geistlichen, jdie sich der religion halben entsetzung beclagen–j, nit allein ire renthe, zinß und einkhomen, besonder auch gleichergestalt alle ire khaab und gueter, auch ober- und gerechtigkait–k, sovil sy deren noch in posseß loder quasi–l sein, unaufgehalten volgen und zusteen, mzu gleicher weise, als ob solchs alles in obberuertem unserm und des reichs abschid mit außgetruckten worten begriffen were–m, und die geistlichen bey solchenn iren renten ozinsen, einkomen, ober- und gerechtigkaiten, auch hab und guetern–o und verwaltung derselben, wie von alters herpracht und komen pund deren sy noch in besitzung sein, als obsteet–p, geruebigclich pleiben, auch daran von den protestierenden und andern stenden qund sonst menigclich–q gantz und gar unverhindert und unbetruebt gelassen werden sollen, alles bey den peenen, in unserm kayserlichen außgekundtenr landtfriden sund beruertem reichsabschid begriffen–s, darein ain yeder, so toft er–t frevenlich hiewider thete, alsbaldt mit der that gefallen seinu solle. Das mainen wir ernstlich, mit Šurkhund ditz briefs, besiggelt mit unserm kayserlichen anhangenden insigl. Geben in unser und des reichs statt Regenspurg am 29. tag des monnats Julii nach Christi gepurt 1541, unsers kayserthumbs im 21. und unserer reich im 26. jaren.

    « ŠXI,3 Protestationen und Vorbehaltserklärungen  »

    «Nr.952 Protestation der Gesandten der Reichsstädte Köln, Metz, Worms und Speyer gegen das Verfahren bei den Reichstagsverhandlungen und bei der Erstellung des Reichsabschiedes – Regensburg, [1541 Juli 29] »

    A  Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 426r–427r [Ausf.?].

    B  koll. Konstanz StadtA, G 19 (Reformationsakten), fol. 486r–486v (Kop.).

    C  koll. Köln HASt, Köln und das Reich 218, fol. 308r–309r (Kop.).

    Wiewol unsere obern zu disem reichsdage, die außgeschribennen puncten zu handlen, berathschlagen und beschliessen zu helfen, von röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten hern, erfordert worden, deßhalben auch unß abgefertigt, alles daß zu handeln, zu rathschlagen und zu beschliessen zu helfen, daß hochst gedachter röm. ksl. Mt. zu underthenigster gehorsam, dem hl. reich zu nutzs und wolfart gedeien und unsern obern immer leidlich und dreglich sein mochte etc., wie wir dann unserer personen desselbigen zum hochsten genaigt, nachdem wir aber von den reichshandlungen und rathschlegen wider art, natur und aigenschaft solcher sachen, auch deß reichs loblichem geprauch und alt herekomen also außgeschlossen worden, das unß auf etliche der ksl. Mt., auch churfursten, fursten, prelaten und graven, unserer gnedigsten, gnedigen und gunstigen hern, bedencken und furhalten nit allein abschrift, sonder auch die verlesunge derselbigen gewaigert, darumb wir dieselben nit ersehen oder erwegen mogen, deßhalben unß nit aigentlich bewüst, welchergestalt die ksl. Mt., auch Kff., Ff. und andere stende sich abschiedts verglichen, wir auch den verfasten abschiede nit volkomenlich vermerckt, sonder etlicher darin verleibter puncten zum thail gar nit bericht und der andern kain verstant erraichen oder vernemen mogen, so will unß unser person halb gar nit gepuren, unwissende sachen zu willigen oder abzuschlagen, wir welten dann unß in sondere, nachthailige geferligkait gegen unsern obern begeben, deßwegen wir in ainiche besigelung vorgerurts abschidts, unsernthalb zu bescheen, nit gehellen konden noch vil weniger darumb zu bitten wissen.

    Wir wellen aber, doch mit vorbehalt, das wir dardurch in obberurte neuerung kainswegs bewilligt haben oder von der erbarn frei- und reichsstett gerechtigkait abgetretten sein wellen, alle ergangene handlung, sovil wir deren ingedechtig seien, unsern obern zum furderlichsten anbringen, der ungezweifelten hofnunge, gedachte unser obern werden sich gegen der röm. ksl. Mt. als irer Mt. gehorsame underthanen und sunst gegen meniglich aller gepure erzaigen, bittende, in erwegen vorgedachter ursachen unsere personen zum besten entschuldigt zu haben.

    Gotschalck Frechen, gesandter der statt Colln, subscripsit.

    Johann von Nidpruck Dr., gesanter der statt Metz, subscripsit.

    ŠPeter vom Steyn, Hanß Jungler, baide gesanten der Statt Wormß, subscripserunt.

    Friderich Murer, burgermeyster, Adam von Berstein, altburgermeister, bede gesandten der statt Speyer1.

    aDeßgleichen haben die gsanten der stett Costnitz und Franckfurt auch anghengt, das sie solhs zuvor an ire hern gelangen lassen mochten–a.

    «Nr.953 Protestation Hg. Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel gegen die pauschale Suspension der Achturteile und Kammergerichtsprozesse in Religionssachen – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 424r–425r (Kop.).

    Der durchleuchtig, hochgeborn furst und herre, H. Heinrich der junger, Hg. zu Braunschweig und Luneburg etc. hette aus der ksl. Mt. begrieffenem abschied vernomen, welchermassen die acht und proceß an dem kayserlichen chamergericht in religion- und andern sachen, von derwegen ein streit gewesen, ob sie in den nurnbergischen friedstandt geherig oder nit, angestalt und dorunder gehandelt werden solte etc. Wiewol nun die goßlarische acht kein religion- noch ein andere sache were, die jhe streittig worden, ob sie in den gedachten friedstandt geherig oder nit, als die vor 14 jaren an dem chamergericht anhengig worden, ehe einicher friedstandt aufgericht, und von wegen friedbruchtiger, bösen und grausamen handelung halben, so burgermeister, rath und gemeinde der statt Goßlar mit ausfallen in seiner fstl. Gn. furstenthumb und etliche hutten, darinnen sie seiner fstl. Gn. arbeiter und diener auf die schmeltzöfen geworfen, jamerlich vorbrent, eins theils auch erwurgt, todtgeschlagen und eins theils hertiglich in tod verwundet, und mit abbrennen und zerstörung seiner fstl. Gn. clöster, stiften und kirchen und in andere wege getrieben und geubt, also das seine fstl. Gn. noch auch yemants anders unpartheischer verstehen oder erachten konte, das die ksl. Mt. vielmals gnedigster, beschehener vertröstung gemeint ader verstanden haben möchten, als es auch seine fstl. Gn. nit verstanden. Dann auch hetten seine fstl. Gn. der ksl. Mt. zu underthenigstem gefallen vor den gegeben comissarien Pfgf. Friderichen und dem Bf. zu Speyr bewilligen wellen, das seine fstl. Gn. ein geraume zeit zu guetlicher handelung mit der execution oder volnstreckung der gesprochenen goßlarischen acht in Šrhue steehen, auch denen von Goßlar gestatten wolten, das sie mitlertzeit in und durch seiner fstl. Gn. furstenthumb frey, sicher, unverhinderlich passieren, reisen, wandern und contrahieren möchten, das inen auch die zu- und abfuer frey- und offenstehen solten, doch welten seine fstl. Gn. hiemit nit gemeint oder nochgegeben haben, das sie in vorigen standt aller dinge restituiert sein solten, alles seiner fstl. Gn. an iren erlangten urtheil und rechten unschedlich, wie seiner fstl. Gn. erpieten, welchs den comissarien bewust, weitter ausfuren thette.

    Aber demnach die widertheiln solchs milt und uberflussig erpieten nit annehmen wellen und vermeinten darzu, seine fstl. Gn. ires gefallens umbzutreiben, uber das sie seine fstl. Gn. und derselben underthanen und verwanten mit berurter friedbruchigen handelung mehr als in die viermal 100.000 fl. schaden zugefugt hetten, wann nun die widertheiln itzo oder hernachmals verstehen welten, das durch gemelten begrieffenen abschiedt die gedachte acht auch angestelt sein oder aber das es sonst auch den verstandt haben solt, als seine fstl. Gn. gelegenhait der sachen und der ksl. Mt. gnedigst vertrösten nach sich nit versehen konten, so wurden seine fstl. Gn. irer unvermeidenlichen notturft nach gedrungen und verursacht, solchs anzufechten, zu widersprechen und nit zu bewilligen, wie dann seine fstl. Gn. in eventum und auf angezogenen fall und meynung solche anstellung der goßlarischen acht, wo sie gemeint sein solte (das doch seine fstl. Gn. nit glauben), in der besten form, maß und weiß, als es zu recht oder sonst der gewenheit nach am kreftigesten ymer beschehen solte, konte ader mochte, gegen Kff., Ff. und stenden widersprochen, widerfochten und nit gewilligt oder angenomen welten, als auch seine fstl. Gn. hievor in keine suspension gewilligt haben, das seine fstl. Gn. sich hiemit thette zierlich und herlich bedingen und protestieren und solche seiner fstl. Gn. verursachte und rechtmessige, schrieftliche, verfaste protestation mir, secretarien, in des reichs matricula oder prothocol zu registrieren und zu prothocolieren, dero im fall der notturft sich seine fstl. Gn. hette zu gebrauchen, zustellen mit undertheniger, dienstlicher bitt, die ksl. Mt. welte seine fstl. Gn. keiner anderer meynung vermercken und seiner fstl. Gn. gnedigster herr und kayser sein und pleiben. Das umb ir ksl. Mt. were seine fstl. Gn. in underthenigkait zu verdienen willig.

    «Nr.954 Protestation des Hochstifts Freising wegen der Doppelanlage – Regensburg, o. Datum »

    A  München HStA, Hochstift Freising Kasten blau 220/7, unfol. (Reinkonz.); AV v. zwei verschiedenen Hdd.: Scedula protestationis[occasione] der doplanschleg halben. Zu Regenspurg. Contra die turkhenhilf von wegen thumbprobsts, dechan und capitls zu Freisingen durch Dr. Spiß beschehen, anno etc. 41 bescheen zu Regen[sburg] vacante sede episcopatus Frisingensis.

    B  koll. München HStA, Hochstift Freising Kasten blau 220/4 Konv. RTA 1541, unfol. (Konz.).

    ŠVor euch offenbaren notarien und hienach benannten glaubwirdigen gezeugen erscheind der erwirdigen, in Got wolgeborn erwirdigen, edlen und hochgelerten H. Georgen Gf. zu Ortenberg, brobsts, Anthonien von Alberstorff, dechants, und gemains capitls des thumbstifts zu Freising zu disem hieher gen Regenspurg ausgeschriben reichstag geordenter gesandter, nemlich Georg Beheim, genanndt Spieß Dr., cantzler, und bringt fur: Wiewola weiland dem hochwirdigen, durchleuchtigen, hochgebornen fursten und herrn H. Philipsen, Bf. zu Freising, administrator des stifts Numburg, Pfgf. bei Rhein und Hg. in Bairn etc., hochlöblicher gedechtnus, bder ubermässigen und unerschwinglichen anlagen, auch doppelanschleg halben, damit angeregter stift uber sein vermögen angeschlagen und im reich, auch von den niderösterreichischen landschaften angeschlagn worden–b, auf den jungst zu Nurnberg, Speier cund Augspurg gehalten reichstägen neben andern vertrostung beschehen, das sein fstl. Gn., auch ander–c, so dermassen beschwert, hinfuro in ainich des reichs hilf und anschlag weiter zu bewilligen, nit schuldig sein solten, inen wären dann zuvor ir anschleg nach maß irs einkhomens gemässigt und der österreichischen anschleg in zeit der werenden turckhenhilf vermöged angeregts augspurgischen abschids bemussigt, so wolte doch angeregter stift Freising yetz widerumb, unbedacht berurter vertrostung, auch zu Augspurg derwegen beschehen und ytz alhi vilfeltigclich verneut und repetirt protestation, on ainich vorgeende zugesagt ringerung und mässigung, auch der doppelanschleg abstellung nach altem anschlag ein die hilf–e getzogen und angeschlagen werden1. Dieweil aber sölich anschleg, hilf und anlag uber mergedachts stifts vermögen und demselben fon mercklichen abfal und verderben–f khainswegs erschwinglich und gdan der stift–g, dieselben, inmassen die darauf geschlagen, uber die mergemelte ergangen reichsabschid und aus andern guten, gegrundten, rechtmessigen ursachen, so hhievor, auch yetz furbracht und, wo vonnöten, im rechten weiter-h furbracht werden mögen und, zur inotturft des–i stifts und khunftigen herrens furzubringen, hiemit vorbehalten haben wille, zu laisten, nit schuldig, wie dan der gesandt in benant Šanschleg und hilf, auch die jpeen, ob ainich darauf gesetzt werden sollt–j, nit bewilliget, sonder dieselben, inmassen sy auf den stift dem alten anschlag nach gelegt werden wellen, offenlich widersprochen und noch widerspricht, welches alles kder obgenannt freisingisch gesandt–k hiemit offentlich vor euch notarien und getzeugen in der pesten form, weiß, maß und gestalt, wie das von rechts wegen beschehen soll, khan und mag, protestirt und betzeugt.

    Doch soll dise protestation dahin nicht verstanden werden, das der stift Freising, disel furgenomen turckhenhilf neben andern des reichs stenden zu laisten, gentzlich zu waigern, vorhette, sonder das die allain darumb beschehe, das dem stift, dieselben dem alten anschlag nach und, das der in den niderösterreichischen landen ondasm all darin ligende guter und fleckhenn neben andern landleuten oin allen rustungen, anlagen und steur beschwerlich–p vertretten muß, inmassen die dem stift zu thun aufgelegt werden wolt, zu laisten, nit muglich. Sovil aber dem stift und khunftigen herrn zu raichen und zu laisten erschwinglich und träglich, darin werden ernannts thumbcapitl und der khunftig furst sich unzweiflich christenlich, mitleidenlich und underthenigclich beweisen, halten und ertzaigen. Requiriert darauf euch, offenbaren notarien, von ambts wegen ime diser gethanen protestation ains oder mer offen instrument, sovil er dero notturftig werden möge, zu geben und mitzuthailen.

    «Nr.955 Protestation Bf. Valentins von Hildesheim gegen den Reichsabschied – [Regensburg], o. Datum »

    Hannover NLA, Hild. 1 Nr. 783, fol. 205r–206r (Kop.); ÜS fol. 205r: Protestation und bedingung des hochwürdigen fursten, H. Valentins, Bf. zu Hildensheim, in reichsräthen und sonst der eylenden und beharlichen turckenhylf, auch der underhaltung des kayserlichen kamergerichts und anderer beschwerung halb in jungst gehaltnem reichstag zu Regenspurg des 41. jhars, wiewoll unnöttig und zum uberfluß, bescheen.

    Der hochwürdig furst H. Valentin Bf. zu Hildesheim zeygt an, das, wiewoll die augenscheinliche und unvermeydliche notturft die eylende turckenhilf, so durch Kff., Ff. und stende der röm. ksl. und kgl. Mtt. zue rettung des cristlichen kriegsvolcks vor Offen und der cron Hungern bewilligt, erheysche, dergleichen auch offenbar, das im hl. röm. reich fryed und recht nita gepflantzt oder Šgehandthabt werden mog, so das kayserliche chammergericht fallen und nit underhalten werden sollt, derewegen auch Kff., Ff. und stend zu underhaltung desselbigen sich auf etliche jhar begeben und bewilligt und ermelter furst und bieschoff als ein gehorsambs glied und stand ermelts röm. reichs darin auch, doch mit denen außdrücklichen conditionen und bedingungen, sovern er nach ausweysung der urtheil und executorialbrief, zu Rhom wider die hochgeborne fursten Hn. Erich und Heinrichen Hgg. zue Braunschweig von wegen seins stiefts Hildesheim und desselbigen entwerthen, entsetzten und spoliierten guetthern erhalten und ksl. und kgl. Mtt., auch churfursten, fursten und gmeinen des hl. reichs stend mitsambt nebenschriften der bäbstl. Hlt., an die ermelte ihre Mtt. und stende loco mandati executivi außgangen, intimirt und requirirt, auf werendem reichstag restituirt, reintegrirt und ergentzt würd, bewilligt und aber solche restitution bys daher verblieben, der reichstag darüber sein end und abschied erreicht und ermelther bieschoff von berurthem sein stieft nichts einkhommens oder uffhebens hat, so hat hochgemelter furst sich ußdrücklich, offentlich und zierlich bedingt und protestirt, das er in die eylende und beharliche turckenhylff, gleichsvhalls die underhaltung des kayserlichen chammergerichts und auch andere beschwerung des hl. reichs stend, durch den aufgerichten regenspurgischen abschied aufgelegt und sie uff sich genommen und bewilligt, nit bewilligen konnen oder wollen, inmassen Bf. Balthasar und andere seine vorfharn in wehrender entsetzung des stiefts Hildesheim gethan haben und in ansehung ihrer unvermogenheit darbey gelassen worden seyen.

    «Nr.956 Protestation Kf. Albrechts von Mainz gegen die pauschale Suspension der Kammergerichtsprozesse in Religionssachen – Regensburg, o. Datum »

    Wien HHStA, MEA RTA 7 Konv. II, fol. 421r–422v (Kop.).

    Der hochwirdigst, durchleuchtigst, hochgeborn furst und herr, H. Albrecht, der hl. röm. kirchen priester cardinal und geborner legat, zu Meintz und Magdennburg ertzbischof, churfurst, primas etc., administrator zu Halberstat, Mgf. zu Brandenburg etc. hat auß röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herrens, gestelltem und furgeschlagem abschiedt vermerckt, das ir ksl. Mt., die achten und proceß an dem keyserlichen cammergericht in religion- und andern sachen, von wellicher wegen stritt gewesen, ob sie in den nurmbergischem fridstandt gehörig oder nit, anzustellen und darin biß uff irer ksl. Mt. declaration, so nach gepflegner, guetlichen underhandlung furgenomen werden sollte, an dem chammergericht nit procediren ze lassen, bedacht sein.

    ŠWiewoll nun die rechtvertigung, das burggraffthumb zu Magdenburg und gravegeding zu Hall belangendt1, so zwischen seinen kfl. Gn. an einem und dem durchleuchtigsten, hochgebornen fursten und herren, H. Johanns Friderichen, des hl. röm. reichs ertzmarschalck, churfursten, Hg. zu Sachssen und Lgf. in Dhuringen und Mgf. zu Meissen, vor berurtem keyserlichen chammergericht noch unentschieden schwebt, kein religionsach ist, darzue derselbigen halben, ob sie in dem nurmbergischen fridstandt gehörig sey oder nit, an gedachtem chammergericht niehe ainich stryt furgefallen, derwegen auch sein kfl. Gn. sich gentzlich getrösten und versehen wöllten, das hochgemelte ksl. Mt. dieselben sachen durch angeregten artickel, von etlicher achten und processen anstellung lautende, keinswegs gemeint und noch viel weniger angestellt haben, darumb dann ir ksl. Mt., umb das sein kfl. Gn. irer Mt. zu underthenigem gefallen gewilliget, in berurter sach die zeit dises werenden reichstags stillzusteen und nit procediren zu lassen, denselben seinen kfl. Gn. under irem handtzeichen und keiserlichen sigel brieflich urkhundt mitgeteilt und darin gesetzt und geordnet hat, das solicher bewilligter stillstandt nach ende des reichstags seinen kfl. Gn. an iren rechten und gerechtigkeit unschedlich und unverhinderlich sein solle.

    Am andern, wiewoll auch sein kfl. Gn. sich mitnichten versehen, das irer ksl. Mt. will oder meinung sey, durch angezogne oder einiche andere wort des begriffnen abschiedts sein kfl. Gn. oder ainen andern standt des reichs, dem seine underthanen durch anderer abpracticiren oder ausser aignem frefel ungehorsam und zu neuen leren und secten abfellig werden, dahin zu halten und tringen, das sie solich ire underthanen in sollichem furgefasten ungehorsam, frefel und abfall pleiben lassen mussen, in betrachtung, das auch diser irer Mt. furgehaltener abschiedt lautter verpeudt, das keiner des andern underthanen, wider ire oberkeit zu vertaidingen, in schutz und schirm aufnemen solle, derwegen und seitemall diese sach am keyserlichen chammergericht niehe anhengig worden und derhalb under dem schein diß abschiedts in keinen stilstandt gezogen werden mag, so ist auch seinen kfl. Gn. nit verpotten, ire underthanen zu Hall von irem abfall und furgefassten ungehorsam zu straffen und durch mittel des rechtens und andere gepurende weg widerumb zu schuldiger gehorsam zu pringen.

    Jedoch und, wo solichs alles unangesehen hochbemelter Kf. zu Sachssen die angezeigten rechtvertigung, dergleichen auch gedachte von Hall iren strefflichen abfall und ungehorsam durch angeregten furgeschlagnen abschiedt auch angestellt sein vermeinen und furwenden wurden, oder das der abschiedt sonst auch (des sich doch sein kfl. Gn. nach gestalt dieser sachen nit versehen könden) disen verstandt haben mocht, so wissen noch mochten sein kfl. Gn. solichs nit bewilligen, besonder mussten es ir und ires ertzstiefts Magdenburgs unvermeidlichen notturft nach widersprechen und anfechten, inmassen dann sein kfl. Gn. solichem angezognen fall solliche anstellung der obberurten rechtvertigung und befridung des ungehorsams gedachter seiner kfl. Gn. underthanen von Hall Š(wo die durch den vilgedachten abschiedt gemeint sein sollten) hiemit in der besten form, weiß und maß, wie das zum kreftigsten geschehen soll, kann oder mag, gegen Kff., Ff. und stenden widersprochen, angefochten und nit gewilliget noch angenomen haben wöllen, des alles sich sein kfl. Gn. hiemit zierlich und offentlich bezeugen und protestiren, mit gnedigem und ernstem begere, das solich seiner kfl. Gn. rechtmessige, schrieftliche protestation zu dises reichstags handlungen, acta und abschiede geschrieben und registrirt werde, sich dero zu der notturft haben zu gebrauchen.

    «Nr.957 Antrag der Frankfurter Reichstagsgesandten auf Bestätigung ihrer Erklärung zum Reichsabschied – Regensburg, 1541 Juli 31/August 1 »

    Frankfurt ISG, RTA 47, fol. 89r (alt) (Kop.).

    Nachdem wir unß vergangenes Freitags, den 29. Julij dis gegenwertigen 41. jars, bei gemeinen, der augspurgischen confession verwandten stenden des abschiedts gegenwertigis [sic!] reichstags, auch der keiserlichen declaration halben, gedachten stenden dabey gegeben, öffentlich vernemen lassen, wie wir die beide, den abschiedt und die keyserlich declaration, auß mangel unsers bevelchs, auch anderer mehr ursachen halben nit anzunemen noch zu bewilligen wuesten, sondern das alles unsern herren und obern hinder sich anpringen wolten, die sich daruff aller gebur wurden zu halten wissen etc.1 So biten wir, uns desen ein Šglaubwirdigen schein und urkundt aus der hessischen canzlei mitzutheilen, wie wir dan gesterigs tags vor den stenden auch gebeten und uns bewilligt worden ist. Datum den 31. Julij anno etc. 41.

    Dises der stadt Franckfurdt anzeigen wissen sich di rethe, gesandten und botschaften woll zu erinnern, sein auch erpietens, inen ein solches gegen iren herren und obern zu gesteen und, sofer sie an dieser urkundt nit setigt, inen weittern glaubigen schein derhalben mitzutheilen. Actum Regenspurgk, den 1. Augustj anno etc. 41.

    «Nr.958 Vorbehaltserklärung des Gesandten der Stadt Konstanz bezüglich der Bewilligung des Reichsabschiedes – Regensburg, 1541 Juli 31/August 1 »

    Konstanz StadtA, G 8 Reformationsakten, fol. 335r (Kop.).

    Nachdem wir uns vergangnes Frytags, den 29. July dises gegenwertigen 41. jars by gmainen der augspurgischen confession verwandten stende des abschids gegenwertigs rychstags, auch der kayserlichen declaration halben, gedachten stenden daby gegeben, offenlich vernemen lassen, wie wir die baide den abschid und die kayserliche declaration uß mangel unsers bevelchs, auch anderer mer ursachen halben nit anzunemen noch zu bewilligen wusten, sonder das alles unsern hern und obern hinder sich anpringen wollten, die sich daruff aller gebur würden zu halten wüssen etc.1, so pitten wir uns dessen ain glaubwirdigen schin Šund urkund us der hessischen cantzly mitzuthailen, wie wir dann gestrigs tags vor den stenden auch gepetten und uns bewilligt worden ist. Datum 31. July anno etc. 41.

    Der statt Costentz zu gegenwertigem rychstag gesandten. Dieser der statt Costantz anzeigen wissen sich die rät, gesanten und bottschaften wol zu erinneren, sind auch erpietens inen ain sollichs gegen iren herren und obern zu gesten und, sover sy an dieser urkund nit settigt, inen wytheren gloubigen schin derhalben mitzuthailen. Actum Regenspurg, den 1. Augusti anno etc. 41. S[ebastian] Aitinger subscripsit.

    « ŠXI,4 Nebenabschiede  »

    «Nr.959 Abschied der Reichsstädte – Regensburg, [1541 Juli 31]1 »

    A  Speyer StadtA, 1 A Nr. 237 , unfol.(Kop.); AS: Abschiedt des stettags, anno etc. 41 zu Regenspurg neben dem reichstag gehalten.

    B  koll. Frankfurt ISG, Reichssachen II Nr.902, unfol. (Kop.).

    C  koll. Konstanz StadtA, G 8 (Reformationsakten), fol. 325r–334r (Kop.).

    Anfenglich als dieser stettag uff ansuchen und begern eines erbarn rhats der statt Franckfurt, an die erbaren stett Straspurg, Nurmberg und Ulm geschehen, under andern ursachen furnemlich von wegen der statt Goßlar untreglichen beschwernus, so inen von Hg. Hainrich von Braunschweig dem jungern ein zeit lang begegnet seien, angesetzt und außgeschrieben worden, so ist dieselbig der von Goßlar handlung durch gemeiner stett pottschaften, soviel ir dozumal erschienen und ankhommen, am ersten fur die handt genommen und etlich schriften, von den von Goßlar zum theil an die von Franckfurt und dann auch an die gemeinen der stett versamblung ausgangen, verlesen worden. Dieweil aber zur selben zeit der gesandten potschaften von den erbarn frei- und reichsstetten wenig ankhommen und beieinander gewesen und dann auch, daß sich der von Goßlar schriften uff etlich fernern bericht ires advocaten H. Zimprecht Lauwenburgern2, der rechten doctor, referirt und gezogen, haben sich die obberurten potschaften ausserhalb der andern abwesenden und, biß dieselben auch ankommen werden, in dieser noch andern sachen, davon in dem ausschreiben meldung beschehen, ainicherlei zu handlen oder zu beschliessen, understehen, sunder in allweg derselben abwesenden zukunft erwarten wollen, wie dann auch geschehen. Darnach, als etwo viel der erbaren stett gesandten, deßgleichen der obgnant Dr. Simbertus und nach ime auch der statt Goßlar gesandter erschienen und nach lengst ire beschwerung selbst erneuert und erholt, nemlich, wie sie nit allein wider recht und unbillicher wis den 25. tag des monats Octobris jungst verschienena an dem kayserlichen chammergericht uff geschwinde und ungestumme anhalten des obgedachten Hg. Heinrichs von Braunschweig in die acht erclert und erkent weren, sunder auch, daß sie und die iren uber die nachvolgende kayserliche suspension der gemelten acht nichtdestminder fur und fur one underlaß an iren leiben und gutern von seinen fstl. Gn. und derselben angehorigen oder verwandten zum hochsten vergwältigt Šund beschedigt wurden, welchs inen, wo es sunderlich nit vorkhommen werden solt, keinswegs zu gedulden muglich were etc.

    Daraus dann gevolgt, daß nach rhat und gutbeduncken der erbarn frei- und reichsstett gesandten pottschaften zu abwendung solcher beschwernussen in deren von Goßlar namen ein supplication an die röm. ksl. Mt. gestelt [Nr. 248] und alsbaldt sampt einer nebensupplication von der erbaren frei- und reichsstett gesandtenb wegen3, auch einer mundtlichen und ansehentlichen furpitt der andern protestirenden Kff., Ff. und stende irer ksl. Mt. uberantwort worden, welchs dann auch so viel gewurckt, daß solche handlung in des reichs abschiedt verfast und angestelt worden, wie aus demselben abschiedt ferner zu vernemmen ist4.

    Zum andern haben die gesandten der statt Dinkelspuel von irer hern und obern wegen angezeigt, wie sich die Mgff. von Brandenburg neulichc understanden hetten und noch understunden, in etlichen dorfen und flecken biß an ir statt, do one alles bestendigs widersprechen alle hohe und nidere obrigkeit und gerichtbarkeit ir, der von Dinkelspuel, were, aigens gewalts inzuziehen und zu nemmen, wie sie inen dann auch etliche irer burger und diener deßhalb gefangen und verstrickt hetten, und darauf von der erbaren stett gesandten rhats begert, was zu abwendung solcher beschwerden am furstendigsten und fugsambsten möcht furgenommen werden. Und wiewol sie anfenglich willens gewesen, an die röm. ksl. Mt. deßhalb zu suppliciren und sich des ufs underthenigst zu beclagen, so ist doch derselbig weg bei den gemeinend stetten nur fur ein verlengerung der sachen, darzu auch als unfurstendig geacht worden, wie auch der erbaren frei- und reichsstett gesandten pottschaften nit fur gut oder fruchtbar angesehen, daß in ir aller namen ein gemeine furpitt mundtlich oder schriftlich an die marggrafen selbst beschehen solt, unangesehen, daß man vieleicht die gefangene oder noch verstrickte ire burgere damit wider ledig gemacht haben möcht, dieweil sie, die marggrafen, dannoch ir furnemen und vermeinte gerechtigkeit deßhalb nit wurden entlich fallen lassen, sunder nichtdestominder hinfuro widerumb mit der that gehandelt und zugegriffen und sich also, in die quasi possession der angeregten irer angemasten gerechtigkeit einzutringen, understanden haben. Und demnach so ist fur das bequemest und nutzliche mittel erwogen und bedacht worden, das die von Dinkelspuel ir notturft an dem kayserlichen chammergericht furwenden und solche sachen doselbst vermög des artikels in des reichs ordnung, wie es in irrung der possession gehalten werden Šsoll, mit recht und rechtlich ausfuren. Doch so haben sich der erbarn frei- und reichsstett potschaften gleichwol nichst [sic!] weniger erpotten, wo die gemelten von Dunkelspuel je vermeinten, daß es inen furtreglich oder nutz sein solt, wo von gemeiner stett wegen bei der ksl. Mt., auch den marggrafen fur sie gepetten wurde, daß sie es mit vleiß und gern thun wolten. Es ist aber bei dem mehrernf der stett rhatschlag und gutbeduncken, nemlich daß solcher handel rechtlich furgenommen werden solt, plieben.

    Zum dritten, als auch die gesandten der stett Memmingen und Lindaw angezeigt, wie sie sich uff dem jungst zu Eßlingen gehaltenem stettag anno etc. 38 beclagt, daß weilant der wolgeborn H. Jorg Truchsas, des hl. reichs ertztruchsas und Frh. zu Walburg seliger, einen neuen zoll, aldo zuvor nie keiner gewesen, uffgericht, welchs nit allein gemelten zweien, sunder auch allen andern genachpaurten und umblig[e]nden stetten zu nachtheil raichte, und, wiewol sie doselbst bei der erbaren frei- und reichsstett potschaften so viel erlangt, daß sie umb abwendung willen solchs neuen zolls ein gemaine furschrift an wolermelts H. Jörgen Truchses seligen kinder furmunder gethan, so were doch nit allein von den gemelten vormundern noch gar kein antwort darauf erfolgt, sunder es wurde auch solcher zoll, desselben unangesehen, noch fur und fur genomen. Und als sie demnach noch ferner rhats und befurderung begert, ist durch der erbaren stett potschaften gfur gut–g angesehen, dweil H. Wilhelm Truchses, so der gedachten kinder vormunder einer, dißmals zu Regenspurg were, daß vor allen dingen von gemeiner stett wegen umb antwort bei seinen Gn. angesucht werden solte, und, wie dieselbig gefiel, daß man alsdann die notturft darauf weitter berhatschlagen solte. Und als aber sein Gn. solchs der stett begern abgeschlagen, ist bedacht worden, daß deßhalben bei der röm. ksl. Mt. durch supplication nichts auszurichten sein möcht, dann dieweil ir Mt. solchen zoll aus gnaden geben, wurdt denselben ir Mt. nit leicht revociren, sunder daß umb abbringung willen solchs zols am kayserlichen chammergericht rechtlichen geclagt werden muste.

    Ferner, so haben auch die gesandten der statt Weyl sich uber Hg. Ulrich von Wirtemberg beclagt und irer beschwernus halb an die ksl. Mt. supplicirt, denen auch von gemeiner stett wegen beistandt beschehen, darauf dann auch ein ernstlich mandat von irer ksl. Mt. an den gemelten Hg. von Wurtemberg deßhalben erlangt worden. Dieweil aber erwogen, daß solch mandat den hertzogen etwas verbittern möcht, ist darumbenh fur gut angesehen, daß, zuvor und ehe dann solch mandat die von Weil uberantworten, nachmals gutlich angesucht und von der erbarn frei- und reichsstett wegen seinen fstl. Gn. underthenig geschrieben wurdt, wie dann solch schreiben seinen fstl. Gn. Šzugeschickt worden, mit inverleibter pitt, daß ir fstl. Gn. ir antwort eim erbaren rhat der statt Ulm geben wolt.

    Item, die gesandten der statt Speyr haben sich beschwerdt, daß eins erbaren rhats der statt Speyer burger, so in der Churpfaltz landt und furstenthumb ligende guter haben, uber die ordenlichi, gewonlich, jerlich bethe von derselben seinen kfl. Gn. auch mit andern extraordinarien und ungewonlichen steuern aus etlichen furgewendten, vermeinten ursachen belegt wurden, und darneben etliche ire und gemeiner statt Speyr freiheiten angezeigt, warumb solchs billich nit geschehen solt, mit pitt, daß die gesandten der erbarn frei- und reichsstett inen wolten rhatsam und beholfen sein, wie solche beschwernussen möchten abgewendt werden. Darauf haben sich die gemelte gemeiner stett gesandten entschlossen und fur rhatsam angesehen, daß nach endung diß reichstags neben denen von Speyr von wegen und in namen aller frei- und reichsstetten zu Pfgf. Ludwigen Kf. ein potschaft mit notwendiger instruction sampt einer gemeinen credentz verordnet und abgefertigt werden solt, seine kfl. Gn. umb abwendung solcher beschwernus uffs vleissigst zu ersuchen. So es dann also bei demselben seinen kfl. Gn. erlangt und solch beschwerlich furnemen abgestelt wurde, so hat es sein weg, wo nicht, daß alsdann die deßhalb verfertigte rhatschleg vermög des jungsten franckfurtischen abschiedts ersehen und ferner bedacht werden soll, wie und welchermassen der wege des ordenlichen rechtens furzunemmen und nit allein denen von Speyr, sunder auch andern mehr stetten, so mit solchen und dergleichen mehr unzimlichenj steurungen und satzungen beschwerdt sein, zu helfen sein möchte. Und zu obbemelter pottschaft seint die stett Franckfurt und Straspurg fur die gelegesten angesehen und deßhalben iren hern geschrieben worden5.

    ŠDer statt Straspurg beschwerung halb wider das chammergericht ist fur gut angesehen, daß man zuvor hören soll, was der verordent ausschuß gemeiner stende dieser und etlicher anderer mehr sachen halb, die sich uber das gemelt chammergericht beclagen, beschliessen werde. So dann die sach doselbst dermassen bedacht und angeschickt wurde, dardurch die von Straspurg auch irer beschwernus abwendung erlangen möchten, so hette es seinen weg, wo aber nit, daß alsdann die gesandten von Straspurg der sachen halb, den Gf. zu Hanaw und von desselben wegen ergangen urteil beruren, ein supplication an die röm. ksl. Mt. stellen und daß von gemeiner stett wegen darneben auch supplicirt werden solt. Dieweil aber uff des obgemelten reichsausschuß bedencken aus viel andern gescheften und der ksl. Mt. uffbruch von gemeinen stenden nichts entlichs uff dero von Straspurg und viel andere ubergebene supplicationen entschlossen worden, ist bedacht, uff nechstkunftigem tag zur Speyr, so der sein furgang erraicht, deßhalb weittere anregung zu thun, darinnen inen auch gemeiner stett pottschaften berhaten sein sollen. Soviel aber die beschwerden, das closterk Arbogast, deßgleichen die religion belangen, ist, wissen sie sich mit iren religionsverwandten irer notturft nach wol zu vergleichen.

    Weitter ist ein schreiben, von einem erbaren rhat der statt Ulm an gemeiner stett gesandten potschaften ausgangen, furkhommen, belangendtl ailfjarig leibgeding, so die von Uberlingen einer der gedachten von Ulm burgerin, Appolonia Stamlerin, vermog einer verschreibung, so alsbalt auch verlesen worden, jerlich zu raichen, schuldig, darin sich dieselben von Ulm beschwerdt und beclagt, daß ein erbar rhat der statt Uberlingen sich understunden, der gemelten irer burgerin das angeregt leibgeding allein aus der ursach, daß sie ein closterfrau gewesen, ir ordensglubdt verlassen und sich aus dem closter in den weltlichen standt begeben, vorzuhalten, mit angeheft pitt etc., von welchem schreiben der gesandt von Uberlingen copei und abschrift, dasselbig an sein hern und obern gelangen zu lassen, begert. Dieweil aber solch schreiben nit an die von Uberlingen, sunder an gemeiner stett pottschaften gestanden und der gesandt von Uberlingen sich vernemmen lassen, daß er dieser sach halben von seinen Šhern keinen bevelh hett, [ist] fur gut angesehen und bedacht worden, daß uff das angeregt der von Ulm schriftlich ansuchen aus zweien der erbaren frei- und reichstetten, so denen von Uberlingen am gelegnesten sein möchten, ein pottschaft zu den gemelten von Uberlingen mit einer credentz, darinm gleichwol die notturft der sachen und gemeiner stett bedencken erzelt wurde, abgefertigt und geschickt werden solt, sie zu ersuchen und zu pitten, der gedachten Stamlerin das ire verfolgen zu lassen und gemeiner stett bedencken getreuer und guter mainung zu verstehen, zu welcher pottschaft dann die stett Rotweil und Wangen fur gut angesehen worden, gantz unzweifenlicher hoffnung, die gedachten von Uberlingen werden sich aller gepur und billichkeit leichtlich und gutlich weisen lassen6.

    Item, nachdem sich auch zwuschen den gesandten der stett Wurmbs und Lubeck der session halb irrung begeben, ist dieselbig in der gute und dermassen uf dißmal verricht worden, dieweil sich solcher span hievor, wie die von Wurmbs angezeigt, dessen aber der gesandt von Lubeck kein wissens haben wollen, mehrmals zugetragen, daß uff jetzigem tag zwuschen inen ein ungeferlich session gehalten werden solt, also daß sie einen tag umb den andern vorsitzen und die stymmen haben bis zu andern kunftigen tagen, aldo nach ferner erkundigungn der gepur nach darunder gehandlet und ein entschiedt gegeben werden soll. Doch so soll solch umbsitzen keinem theil an seinem alten herkhommen, gebrauch und gerechtigkeit zu nachtheil oder schmelerung raichen, sunder one allen nachtheil sein, welchs der gesandt von Lubeck anderer gestalt nit bewilligt, dann sovern hievor ein span zwuschen seinen hern und denen von Wurms gewesen were. Seint also zu baiden theilen dißmals gutlich entscheiden worden, doch hat ir jeder zu erhaltung seiner obern gerechtigkeit notturfto protestirt.

    Ferner als die gesandten von Ach abermals der session halb zwuschen iren obern und der statt Coln in craft des jungst zu Franckfurt gehaltenen stettags anno etc. 39 genommen abschiedts umb erkantnus angesucht, ist die sach weitter bedacht und in der güte ein gutlicher furschlag zu hinlegung solcher irrung durch gemeiner stett pottschaften in ein schrift verfast [Nr. 240], auch fur gut angesehen, daß sie den baiden stetten furgelesen wurde, doch unverbundlich und dergestalt, daß sie dieselben an ire hern und obern, irer gelegenheit ferner nachzudencken, gelangen lassen, nachvolgents inhalts, welchs die gesandten von Coln also hinder sich zu bringen angenommen, aber die gesandten von Ach sich des beschwerdt und daruff ferner zu gemeinen stetten in rhat nit khommen, sunder darwider protestirt und angezeigt, nachdem dieser abschiedt iren freiheiten entgegen, daß sie ine nit annemmen, sunder iren obern ire Šrechtliche notturft vorbehalten, haben dagegen die gesandten der statt Coln, daß sie des rechtens kein scheu trugen, sunder möchten dasselbig wol leiden.

    Furschlag: Nachdem sich etliche jar her irrung und spene zwuschen unsern freunden, burgermeister und rhat der statt Coln eins und burgermeister und rhat des koniglichen stuels und statt Ach anderntheils der session halben uff der reinischen banck under den erbarn der frei- und reichsstett gesandten uff viel ergangen reichs- und stettägen erhalten, derhalben den gesandten zu baiden theilen uffgelegt, ire gerechtigkeit in namen irer obern den gesandten aller erbaren frei- und reichsstett pottschaften anzuzeigen, welchs dann uff vergangnem stettag zu Franckfurt im jar 39 beschehen, und dasmal verabschiedet, daß sich die gesandten potschaften obgemelt von wegen irer obern uff mittelwegp bedencken wolten und, baide partheien in der gute freundtlich und lieblich, doch mit baider partheien wissen und will zu entscheiden, so haben die gesandten der erbaren frei- und reichsstett pottschaften uff gegenwertigem stettagq solche handlung fur die handt genommen, erwogen und sich uff den mittelweg verglichen, dieweil die statt Coln in allen reichsabschieden bißher im furseß befunden, daß ein gesandter von Coln im vorseß voran uff der reinischen banck und einer von Ach darnach sitzen und gefragt werden soll. Und im fall, do mehr dann einer zu kunftigen reichs- oder stettägen von baiden stetten obgemelt verordnet wurden, so soll einer von Coln vor einem von Ach darnach und dann wider einer von Coln und Ach darnach gefragt werden und sofortan, wie viel personen von jeder statt abgefertigt werden. Doch mit dem underschreiben der reichs- und stettägen abschieden soll es wie bißher gebrauchlich die statt Coln vor und Ach darnach gesetzt werden. Und versehen sich die erbaren frei- und reichsstett potschaften, daß hiemit soll furbas zwuschen den stetten Coln und Ach gute nachpaurschaft und freundtschaft erhalten werden und daß auch die jetzigen gesandten diß furgeschlagen mittels sich nit werden beschweren, sunder, solchs an ire obern zu gelangen, annemmen, damit zukunftig in rhatschlagen andere gemeine der reichsstett pottschaften in iren obligenden gescheften nicht verhindert, sunder rhu, freundlichkeit und friedt zwuschen inen erhalten werden mochte. Gehandlet und verabschiedet und des jedem theil ein copei gleichlautendt mitgeben uff dem reichstag zu Regenspurg im jar 1541.

    Es hat sich auch der gesandt von Metz uber die von Lubeck von wegen 200 fl., so dieselben von Lubeck, sein hern und obern, einem loblichen rhat der statt Metz, an der zerung des zugs in Hispanien anno etc. 25 furgestreckt, verhalten, mit pitt, daß der erbaren frei- und reichsstett pottschaften den gemelten seinen hern von Metz durch ein furschrift an die von Lubeck beholfen sein wolten, damit sie des angezogen ires furgestreckten gelts von inen möchten bezalt werden, welche furschrift also gestelt und den gesandten von Coln uberantwort worden, denen von Lubeck furter zu uberschicken.

    ŠDer gesandt der statt Eßlingen hat von wegen seiner hern und obern vermeldet, wie daß Hg. Ulrich von Wirtemberg sich anmast der förstlichen und wildtfenglichen obrigkeit biß ghen Eßlingen an die stattmauer, dergestalt, daß seine fstl. Gn. macht und gewalt hab, vermög solcher furstlichen angemasten obrigkeit in eins rhats der statt Eßlingen hoher und nider obrigkeit zu straiffen, zu hagenr und zu gleiden, auch diejenigen, so seiner fstl. Gn. wilprecht schiessen, fahen und kauffen oder essen, werden angeben, mog seine fstl. Gn. in der statt Eßlingen obrigkeit fahen, hinwegfuren und nach derselben gefallen straffen lassen, wie dann seine fstl. Gn. die eßlingische burger in irer obrigkeit gefangen, hinweggefurt, peinlich gefragt, dem einen sein gerecht aug ausstechen lassen und hat die andern zwen noch in harter gefengknus erhalten. Und musten also ire burger in sorgen stehen, wann dieselbigen auch gefenglich hinweggefurt. Als aber ein ersamer rhat understanden, ire burgere vor solchem thattlichem zugriff und beschwerlichem inziehen des forstss zu verthaidigen, und etlichen seiner fstl. Gn. amptleut abgetrieben, hette sein fstl. Gn. zu handhabung angemaster forstlicher obrigkeit gmeiner statt Eßlingen alle und jede proviandt abgestrickt und ließ vor der statt uff allen strassen zu roß und fuß dermassen straiffen und halten, daß auch die wenigst profiant oder leibsnarung ausser seiner fstl. Gn. furstenthumb nit möcht in die statt khommen. Solchs uffhalten hette numehr in die 23 wochen gewehrt, welchs gemeiner statt und deren burgerschaft, wo es die leng solt wehren, zu entlichem verderben wurdt raichen.

    Dieweil dann diese beschwerden gemeiner statt Eßlingen und deren burgern unleidlich und untreglich, daß auch ein ersamer rhat uber gesuchte gutlicheit, welche gar nichts gewirckt, und allerlei warnung in sorgen stunde, sie mochten mit der zeit noch hoher oder beschwerlicher angefochten werden, so were sein, des gesandten, dinstlich pitt, sie, die gesandten potschaften der erbaren frei- und reichsstett, wolten solche beschwerden zu furderlicher ankunft an ire hern und obern gelangen lassen und sie zu pitten, daß sie dieselbigen der notturft nach erwegen und, ob gemelte statt weitter beschwerd und derwegen bei iren hern und obern umb rhat und getreuen beistandt wurdt angesucht, daß sie alsdann einem erbarn rhat in solchem obligen hilflich, rhatlich und beistendig sein wolten. Das wurden seine hern und obern in gleichem und mehrerm mit willen verdienen und beschulden. Solchs haben der erbarn frei- und reichsstett gesandten angenommen, sich gutlich bewilligt und erpotten, an ire hern und obern gelangen zu lassent, was dieselben ire hern und obern denen von Eßlingen hierin zu nutz und gutem bedencken und handlen möchten, daß sie es mit fleiß gern thun wolten7.

    ŠNachdem aber auch alsbalt neben diesem stettag ein gemeiner reichstag zu Regenspurg gewesen, hat sich doselbst in der reichsversamblung zugetragen und begeben, daß der erbaren frei- und reichsstett pottschaften etwas mehr, dann vor nie geschehen, durch churfursten, fursten und andere stende in berhatschlagung des reichs sachen und handlung abgesundert und ausgeschlossen sein worden; als nemlich dermassen, wann churfursten, fursten und andere stende uff der ksl. Mt. begern oder ander furtrag sich underredt und irer mainung oder antwort verglichen, daß sie dieselben alsbalt fur ein gemeinen, endtlichen aller stendt beschluß gehalten und den erbaren stetten, wie zuvor von alter herkhommen, weder abschrift davon oder ainicherlei bedacht widerfaren lassen noch auch iren bedacht und antwort daruff hören wollen, sunder den angeregten iren vermainten beschluß, zuvor und ehe denn sie denselben der ksl. Mt. ubergeben, den stetten allein furlesen oder mundtlich anzeigen lassen, uf daß sie desselben ein mitwissen hetten, welcher ungewonlichen und unbillichen neuerung sich die gesandten der erbarn frei- und reichsstett nit allein gegen churfursten, fursten und andern stenden, so oft inen solchs begegnet, beschwerdt, sunder auch der röm. ksl. Mt. in schriften underthenigst angezeigt und geclagt, auch aus irer hern und obern unvermeidenlicher notturft mehr dann ein mal uff die obberurten irer ksl. Mt. beschehne furträg und begern derselben ausserhalb der churfursten, fursten und anderer stende ir besunder antwort in schriften uberraicht, wie dieselben schriften, soviel deren dieser beschwerung halben hin und wider beschehen, mit a, b, c, d etc.

    Und als aber churfursten, fursten und andere stende uff deren von den erbaren stetten letzte schrift und beschwerung [Nr. 213] kain antwort geben und dann auch die röm. ksl. Mt. hinweggeeilt und verruckt gewesen, zuvor und eh dann sie daruber bescheidt gegeben oder ainiche erkantnus gethan, ist under die gesandten der erbaren frei- und reichsstett, so der protestation nit verwandt, ein zweifel und span furgefallen, ob von irenwegen der reichsabschiedt besiglet werden solt, wie dann auch zuvorab etliche stett sich desselbigen, one hinder sich zu bringen, beschwerdt. Daraus dann gevolgt, dieweil der röm. ksl. Mt. nit wenig an verfertigung solchs abschiedts gelegen gewesen, daß sie die gesandten der erbarn stett fur sich erfordern lassen, auch selbst aigner person gnediglich gepetten haben, denselben mit der besiglung verfertigen zu lassen, welchs dann auch also ausserhalb derjenigen, so es zuvor an ire hern und obern gelangen lassen wollen, von den andern bewilligt worden, doch mit dieser vorbehaltung, daß solchs iren hern und obern hinfuro zu andern reichsversamblungen one nachtheil sein solt. Und ist alsbalt auch solche neuerung der kgl. Mt. mundtlich angezeigt und gnugsam zu erkennen geben worden, was nit allein den erbaren stetten, sunder auch der röm. ksl. und kgl. Mt. selbst daran gelegen were, wo die erbaren stett dermassen aus irer baider Mtt. gehorsam under churfursten, Šfursten und andere stende getrungen werden solten, das dann die kgl. Mt. selbst fur unbillich angesehen und sich daruff erpotten, bei der röm. ksl. Mt. gnediglich zu furdern, damit hinfuro die erbaren stett bei irem alten herkhommen gelassen wurden, und ist also abgeschieden. Und hat darauf ir kgl. Mt. den vier stetten Coln, Metz, Wurmbs und Speyr gnediglich zugelassen, daß sie gegen die besiglung des abschiedts protestiren möchten, wie dann solchs folgender gestalt in schriften verfast und in die meintzisch cantzlei uberantwort worden ist, also lautendt:

    Protestation: Wiewol unsere obern zu diesem reichstag, die ausgeschriebene puncten zu handlen, berhatschlagen und beschliessen zu helfen, von röm. ksl. Mt., unserm allergnedigsten hern, erfordert worden, deßhalben uns auch abgefertigt, alles das zu handlen, zu rhatschlagen und zu beschliessen zu helfen, das hochgedachter röm. ksl. Mt. zu underthenigster gehorsam, dem hl. reich zu nutz und wolfart gedeihen und unsern obern immer leidlich und träglich sein möcht, wie wir dann unserer personen desselbigen zum hochsten genaigt. Nachdem wir aber von den reichshandlungen und rhatschlägen wider art, natur und aigenschaft solcher sachen, auch des reichs loblichen gebrauch und alt herkhommen also ausgeschlossen worden, daß uns uff etliche der ksl. Mt., auch churfursten, fursten, prelaten und graffen, unserer gnedigsten und gnedigen hern, bedencken und furhalten nit allein abschrift, sunder auch die verlesung derselbigen gewaigert, darumb wir dieselben nit ersehen noch erwegen mogen, deßhalben uns nit aigentlich bewust, welchergestalt die ksl. Mt., auch churfursten, fursten und andere stende sich [des] abschieds verglichen, wir auch den verfasten abschiedt nit volkhomlich vermerckt, sunder etlicher darin verleibter puncten zum theil gar nicht bericht und der andern keinen verstandt erraichen oder vernemmen mögen, so will uns unser person halb gar nit gepuren, unwissende sachen zu bewilligen oder abzuschlagen, wir wolten dann uns in sundere, nachtheilige ferligkeit gegen unsern obern begeben. Deßwegen wir in ainich besiglung vorgerurts abschiedts, unserthalb zu geschehen, nit gehellen konden noch viel weniger darumb zu pitten wisten. Wir wollen aber, doch mit vorbehalt, daß wir dardurch in obberurte neuerung keinswegs gewilligt haben oder von der erbaren frei- und reichsstett gerechtigkeit abgetretten sein wollen, alle ergangene handlung, soviel wir deren ingedenck sein, unsern obern zum furderlichsten anbringen, der ungezweifelten hoffnung, gedachte unsere obern werden sich gegen der röm. ksl. Mt. als irer Mt. gehorsame underthanen und sunst gegen meniglich aller gepuer erzaigen. Pitt[en], in erwegung vorgehörter ursachen unsere person im besten entschuldigt zu halten.

    Und dieweil dann fur und fur je lenger je mehr von churfursten, fursten und andern stenden understanden und gesucht wurdt, wie die erbaren frei- und reichsstett wider alt herkhommen, recht und billichkeit von iren gepurenden sessionen und stymmen im hl. reich getrungen werden mochten und mit der zeit anderst nichts mehr uff den reichstagen und in disen reichsversamblungen zu thun haben solten, dann daß sie zu verrichtung des reichs obligen der Šandern stende gutbeduncken hören und, was inen von denselbigen ufferlegt wurdt, one alle widerredt gehorsamlich volnziehen und thun mussen, so haben der erbaren stett gesandte pottschaften, so viel deren uff diesem reichs- und stettage zu Regenspurg gewesen, fur ein betrangte, hohe notturft erwogen und bedacht, daß solcher ingang nit zu verachten oder in den windt zu schlagen sei, und demnach fur gut angesehen, daß die 4 ausschreibende stett die andern frei- und reichsstett uff den kunftigen reichsversamlungtag, den 14. Januarij schirstkunftig ghen Speyr benent, beschreiben und ermanen sollen, uff gemeltem tag zu Speyr durch ire stattliche potschaften zu erscheinen, zu rhatschlagen und zu bedencken, wie dieser beschwerd kunftiglich furgestanden und abgeholfen werden mochte8.

    «Nr.960 Abschied der Augsburgischen Konfessionsverwandten – Regensburg, 1541 August 1 »

    A  Wien HHStA, RK RA. i. g. 13c/Konv. 5, fol. 42r–52v (Ausf.).

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/06, Instruction auf den gegen Regensburg angesetzten und andere [...], fol. 54r–59r (Kop.); AS fol. 54r: Der protestierenden stende abschied zu Regenspurgk im jar 1541.

    C  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 121r–129r (Kop.); AS fol. 121r: Abschiede, durch der augspurgischen confession und religion verwandten stend räth und potschaften neben dem reichstag zu Regenspurg aufgericht und beslossen worden.

    Ausz.: Ganzer/Zur Mühlen, Akten, Bd. 3,2, Nr. 234 , S. 714–7161.

    Die Kff., Ff. und stende der augspurgischen confession und religion, sovil derselben uff diesem gegenwertigen reichstag erschiennen, auch der abwesenden rethe, potschaften und gesanten wissen sich zu erinnern, uff was puncten dieser reichstag außgeschrieben und welchermassen in denselben furgangen, geratschlagt und gehandelt worden ist, furnemlich aber, warauf das gesprech und furgenomen handlung der colloquenten beruhet hat.

    Und dieweil sie aber gotlob einer confession, bekanntnus und religion sein, so haben sie auch uß verliehenen Gottes gnaden einmutiglich dabei bestanden, sich in allen der religion halb gepflogen handlungen christenlich und freuntlich miteinander verglyechen und also fur einen man gestanden.

    ŠUnd nachdeme sie aber mit grossem ernst und vleiß in beisein irer theologen und gelerten, auch nach eingenomenem bedencken derselben die relation des gesprechs und der colloquenten handlung, von diesem tailh verordent, vermarckt und sich uß den verglichenen artickeln so vil beschaiden mogen, auch von den gegenwertigen irn gelerten alhie des clerlich bericht, daß solch artickel sampt irer declaration der confession und apologia gemeß gestellt, so haben sie derhalben dieselben vermög irer sondern, ubergebenen declaration angenomen und bewilligt, wie dann dieselb ir ubergeben antwort und declaration ferner vermag und zu erkennen gibt. Und sein hirauf des auch itzt hiemit von neuem ainig und verglichen, bei solcher irer confession und apologia zu beleiben, zu besteen und sich davon keinswegs abwenden und bewegen zu lassen.

    Sovil dan den alhie verfassten regennspurgischen abschied belangt und sonderlich die beschwerungen ob etzlichen puncten, in demselben begriffen, wurdet ein ider von den rethen, gesanten und potschaften, seinen herrn und obern zu referiern und antzutzeigen, wissen, was furschleg die ksl. Mt. zu entlichem beschlus des abschieds ubergeben und warinnen diß teils stende mengel und beschwerungen getragena, welchermassen auch sie der ksl. Mt. ir antwort und erclerung ubergeben, waß darauf der Kf. von Branndennburg zu erledigung solcher mengel und beschwerden zwischen der ksl. Mt. und diesen stenden furgenohmen und gehandelt. Dieweil sich aber zuletzt die ksl. Mt. in solcher dieser stende unvermeidlicher notturft declarirt und erclert, inhalt der verfassten declaration, so sie daruber under keyserlichem handtzaichen und insigel entpfangen, so haben die stende der augspurgischen confession und religion zu verhuetung trennung und absonderung under inen selbst und, damit sie auch einig, nicht fur di, so zu zerruttung fridens, einigkeit und wolfart im reich geneigt, beschuldigt wurden, auch uß andern mer ursachen und sonderlich, weil sie sich in habenden iren beschwerungen zimlichermassen geringert befunden, den bemelten abschied nicht anders dan uff beschehene der ksl. Mt. declaration angenomen und bewilligt, doch mit vorgehender protestation und sonderlich erhollung der protestation, welche vormaln des concilii und bapstlicher auctoritet halben furgewendt worden, uff dero sich dan die augspurgischen confessionverwanten getzogen, dieselben auch vor der ksl. und kgl. Mt., auch allen stenden des reichs repetirt und erhollet haben.

    Sie haben auch den abschied mit den vorgemelten conditionen und allein in den puncten, darinnen inen von der ksl. Mt. furschleg und antzeig beschehen, gehortermassen angenohmen und sich der uberigen und andern artickeln, nemlich ringerung der anschleg, der muntz, der knecht und krigsvolck und der pollicei halben und anderer mer, davon sie vor der verlesung des abschieds kein wissen entpfangen, vernehmen lassen, daß sie dieselben an ire herrn und obern wolten gelangen lassen, die, sich auch aller undertheniger gebur zu erzeigen und zu halten, wissen werden.

    ŠDo nun einem oder mer stand der augspurgischen confession und religion in fellen, darauf solche declaration gestellet, beschwerung wurde begegenen, alß man sich dan desselben nit versehen will, so wirdet sich ein ider vermittelst mit dieser declaration wol zu beschyrmen und die dargegen furzuwenden wissen. Und damit man uff den falh glaubwirdige abschrift von solcher declaration furzulegen haben mugen, so ist fur gut angesehen, das etzliche copeien von dem original vidimirt und glaubwirdig gemacht und an gelegene ort gelegt und verordent werden sollen, damit man zu denselben, do es not sein wurde, komen und die gebrauchen moge.

    Nachdeme auch der reichsabschied von einer zusamenkunft, welche zu Speir in kurtzem furgenomen werden soll, meldung thut, erachten die rethe, potschaften und gesanten, daß an beschickung und handlung desselben tags dieses teils stenden vill gelegen sein will, derhalben dann bedacht worden, daß derselbig tag, gein Speir bestimpt, statlich zu beschicken, sich auch mit den handlungen, dartzu gehorig, gefasst zu machen sei. Und alß under anderm von diesen zweien puncten, nemlich von der beharrlichen hulf, auch erhaltung eines bestendigen fridens und gleichmessigs rechtens zu handeln bevorsteet, so ist weiter fur gut bedacht, das dieses teils stende die beharrliche hulf in keinen wege zu bewilligen, es sei dann zuvor bestendiger friden und vorgemelt gleichmessig recht erlangt und erhalten. Ob man es aber durch den hieigen reichsabschied und handlung dohin versteen wolt, das dadurch derselb friden und gleichmessig recht itzt gegeben weren, so kann es doch aus dem dafur nicht geacht werden, weil sich dieser itzig fridstandt allein uff achtzehen monat und dargegen die beharrliche hulf buff drei jhar erstreckt und doch dieser stende notturft sein will, das gegen der beharlichen hulf–b zuvor ein bestendiger, satter, wherender frid erfolgen mog.

    Dieweil auch dieser regennspurgisch abschied von visitation des chammergerichts maß und antzeig gibt, so ist erwogen, daß ein ider stand hiezwischen und des, wo solche visitation und reformation furgenohmen, bedacht seien, auch die seinen dartzu zu verordenen, dergleichen bei den andern churfursten, fursten, stenden, stedten der kraiß mit bestem vleiß fordern wolle, unverdechtige, taugenliche personnen an das chammergericht zu ordenen, wilche auch zur zeit der visitation dohin geschickt und presentirt werden sollen. Und zu forderung desselben achten die geschickten rethe, gesanten und potschaften notwendig sein, das sich die churfursten, fursten, stende und stedt der kraißverwanten selbst zueinander beschreiben, von dem allem underred pflegen und die sachen dohin fordern, uff das durch solche visitation das chamergericht mit unverdechtigen, tauglichen personnen besetzt und dardurch frid und gleichmessig recht erhalten werden mög.

    Es wirt auch fur gut bedacht, das der Kf. zu Sachssen etc. und Lgf. zu Hessen, Hg. Ulrich zu Wirttennberg, Straßburg, Frannckfurt und Ulm etzliche Šire gelerten, welche hirzu sonderlich taugenlich und zu gebrauchen weren, zu der zeit der visitation statlich verordenen, sie mit notturftigem bevelch abfertigen, inen auch das original der declaration mit uffgeben, welche geschickten darauf ir vleissig achtung und uffmercken haben sollen, damit dieselb visitation rechtschaffen und, wie dieser stende notturft sein wollt, furgenohmen werd. Do nun derselben geschickten rethe und potschaften etwas wurde begegenen, dieser stende gelegenheit und notturft zuentgegen, so haben sie solche declaration dargegen furzulegen und die sachen alßdann zu dem besten zu richten. In derselben geschickten und potschaften bevelh solt steen, etliche personnen, die dartzu auch zu gebrauchen sein möchten, zu erfordern, zu beschreiben und dieselben zu gebrauchen. Und soll auch Straßburg mit H. Ulrichen Vharenbulhern handeln, denselben von gemeiner stende wegen dohin zu vermugen und zu bringen. Und sollen in dem allen die geschickten uff die inquisition, sovil muglich, dringen und anhalten.

    So bitten auch die stende der augspurgischen confession rethe und gesanten, das der Lgf. zu Hessen allen sachen zu gutem mit dem pfaltzgraf churfursten dohin vleissig handelte, damit er an stadt der itzigen verordenten person ein andere taugliche personn an das chammergericht presentir und ordne. Dergleichen bitten sie auch, das der Kf. zu Sachssen mit Gulch und Colln vleissig handeln wolle2.

    So wirdet sich auch ein ider standt, in erlegung seiner gebur der hie bewilligten, eillenden hulf ane seumnus und vertzug berait und gefasst zu machen, wissen, damit diesen stenden kein fharselligkeit [sic!] zugemessen.

    Des zu urkunth, so haben wir Hanns von Doltzk, ritter; Cristoff von Vhenigen; Alexander von der Thann; Jacob Sturm; Jheronimus Baumgarter und Dietrich Faßmar unser ringpetschir an dießen abschied gedruckt.

    Actum Regennspurg Montags cVincula Petri, den ersten Augusti anno domini 1541–c.

    Nahmen der gesanten obgemelt:

    Von wegen des Kf. zu Sachsen und Hg. Hanns Ernsten, seiner kfl. Gn. bruder: F. Wolffganng zu Anhalt, ist zuvorn abgereist; Hanns von Doltzk, ritter; ŠFranciscus Burckhart, cantzler; Bleickart Sindringer, dist zuvorn abgeraist–d; Melchior Kling Dr.

    Von wegen Hg. Heinrichs zu Sachssen: H. Hanns Heinrich Gf. zu Schwartzburg; Melchior von Osen; Dr. Andres Pflug, amptman zu Freiburg; Jorg von Schleinitz.

    Von wegen Hg. Ruprechts und Hg. Wolffgangs zu Bairn, Gff. zu Veldentz: Cristoff Landschad von Steinach; Ludwig von Esch.

    Von wegen Mgf. Jorgen: Baltzar von Rechennberg, amptman zu Guntzhausen.

    Von wegen Hg. Ernsten zu Braunschwig und Luneburg: Nicolaus Holstein Dr.

    Von wegen Hg. Ulrichs zu Wirtenberg: Cristoff von Vhenigen; Claus von Grafeneck.

    Von wegen Lgf. Phillipsen zu Hessen: Allexannder von der Thann, oberamptman; Johan Feig von Liechtenau, cantzler mit bevelh Gf. Cunrat von Deckelnburg.

    Von wegen des Hg. von Pommern: Baltzar vom Wald, cantzler, und Claus Botkamer, hauptman zu Stettin.

    Ff. zu Anhalt: Ist in aigener person do geweßen F. Joachim von wegen sein, seiner bruder und vetern.

    Graven:

    Ludwig der elter und Gf. Carl von Ottingen.

    Gf. Albrechts von Mansfelt gesante N. Tatleben und Johan Braun.

    [Städte:]

    Straßburg: Jacob Sturm und Bath von Duntzenheim mit bevelh Genngenbach.

    Augspurg: Wolffganng Rolinger, burgermeister; Zimbrecht Heiser; Conrat Hel Dr.

    Nurmberg: Jheronimus Baumgarter; Sebalt Haller mit bevelh Weisennburg und Winßheim.

    Franckfurt: Johan Glauburger; Dr. Jheronimus zum Lamb.

    Costantz: Conrat Zwick mit bevelh Linda.

    Ulm: Jorg Besserer und Martin Weickman mit bevelh Reutlingen, Bibrach, Kempten und Ißni.

    Eßlingen: Johann Machtolphe.

    Nordlingen: Wolff Graff, burgermeister; Wolffganng Vogelman.

    Hall in Schwaben: Matern Wurtzelman.

    Hailbrun: Dr. Jacob Ehehinger, hat denen von Ulm bevelh gegeben.

    Dinckelspuhel: Michel Bauer.

    Goßlar: Johan Hart; Bertolt Achtermahnn.

    Northausenn: Michel Mayenberg.

    Brehmen: Ditrich Faßmar; Johan Hoffman.

    ŠHamburg: Maister Herman Roberf.

    Braunschwigg: Dietrich Breuß.

    Genngen: Johann Ruff, statschreiber.

    «Nr.961 Abschied der schmalkaldischen Verbündeten – Regensburg, 1541 August 1 »

    A  Wien HHStA, RK RA i. g. 13c/Konv. 5, fol. 55r–61v (Ausf.); DV fol. 62v: Abschied der augspurgischen confession ainungsverwanten, zu Regensburg gemacht 1541.

    B  koll. Dresden HStA, 10024 GA, Loc. 10183/06, Instruction auf den gegen Regensburg angesetzten Reichstag und andere [...], fol. 72r–78r (Kop.); AS fol. 72r: Der ainigungsvorwanten abschied zu Regenspurgk im jahr 1541.

    C  koll. Stuttgart HStA, A 262 Bü. 12, fol. 131r–140v (Kop.); AS fol. 131r: Abschiede der ainungverwandten stende etc. etlicher puncten halben zwuschen und auf dem reichstage zu Regenspurg aufgericht und beslossen etc.

    Nachdem die röm. ksl. Mt., unser allergnedigster herr, eine gemeine reichsversamlung anher gegen Regennspurg auf Trium regum, den sechsten Jhanuarii angestelt und dohin Kff., Ff. und stende des hl. röm. reichs erfordert und beschrieben, in meinung, die strittigen religion und andere notwendige puncten, wie solchs irer ksl. Mt. außschreiben mit sich bringt, fur handt zu nehmen, zu handeln und zu beratschlagen etc., do dan die churfurst, fursten, stend und stedt der christlichen ainungsverwanten zum tailh personnlich und etlich durch derselben gesanten rethe und potschaften erschiennen und dieselben eine zeit lang alhie gelegen, haben sich indes etzliche sachen zugetragen, die dieselben ainungsverwanten betroffen. Als ist fur gut angesehen, darinnen einen abschied zu machen, wie solchs hernach volgt.

    Wirttenberg belangendt.

    Erstlich hat Hg. Ulrich zu Wirttennberg in zeit solchs werenden reichstags an bemelte ainungsverwanten churfurst, fursten, stende und stedte, so gegenwertig, und der abwesenden rethe und potschaften geschrieben und inen angezeigt, welchergestalt seinen fstl. Gn. etzliche beschwerung von dem chammergericht in deme, daß seiner fstl. Gn. procuratorn Eberharten von Karpffen auferlegt, in Chrisstoffen von Vhenigen und Landenbergs purgationsachen den aid bei den hailigen zu schwern, welchs aber seine fstl. Gn. wider ire gewissen nicht thun konten, und derwegen gebeten, solche sach uff den faal, so seine fstl. Gn. bei den hailigen den aidt nicht laisten wolten, denselben beschwerung begegenten, solchs fur eine religionsach zu erkennen und antzunemen etc. Darauf dann dieselbig sach fur die handt genomen und die stende gemeiniglich dohin geschlossen, das bemelte ein religionsache und derwegen der hertzog, do seinen fstl. Gn. derselben halben beschwerung zugefugt, mit rath, hulf und beistandt Švermuge der ainung und verfassung nicht zu verlassen were, wie solchs auch seinen fstl. Gn. zugeschrieben.

    Goßlar belangend.

    Es haben die stende dieser christenlichen ainung abermaln und uff diesem gegenwertigen reichstagk von den gesanten der stadt Goßlar erzelung irer beschwerung, was inen irer achtung nach wider recht, gebur und alle pillicheit von dem keyserlichen chammergericht aus dem abgunst und unwillen der religion und, das sie sich zu dieser verstentnus gethann, begegenet, doher sie dann in die beschwerlich, unpillich acht gesprochen und denunciirt weren, gehört, wie dan auch dieselben beschwerungen uff dem nechstgehaltenen tag zur Naumburg und auch davor uff etzlichen andern mer tegen eines teils mit leng dargethan und itzt von neuem in irer derhalb ubergebenen supplication ertzelt sein.

    Dabei haben sie, die gesanten von Goßlar, mit weiterer beschwerung eingefurt, das sie nach entpfangenem rath, der inen von diesen stenden und sonderlich uff dem nehern tag zur Naumburg mitgeteilt, an die röm. ksl. Mt. umb erledigung ires obligens zu dem fleissigsten supplicirt und auch andere wege und mittel gebraucht, die von inen, den stenden, furzunehmen, fur gut angesehen worden weren. Und wiewol dadurch solcher nichtigena, unpillichen acht halben von der ksl. Mt. ein suspension erlangt und gegeben, so were doch derselben zuentgegen und wider nichtsdesterweniger gehandelt und seidther erfolgt und beschehen, daß inen die zufhur der prophiant gesperrt, die iren uff den straßen gehochmutigtb, geschlagen und erstochen und also solcher suspension durch Hg. Heinrichen nie parirt worden, mit undertheniger und freuntlicher bit, sie auß den vorgehorten ursachen und furnemlich, weil diß sachen unwidersprechlich in die verstentnus gehorte, mit rath, wurcklicher hulf und beistandt nit zu verlassen. Obwolh sich nun die gemeinen stende hirinnen nach aller erinnerung der handlung und, was derhalben bemelter von Goßlar halben idesmals einkomen, underredt, davon geratschlagt, so haben sie sich doch mit einmutigem schlus der sachen nit vergleichen mugen. Derhalben sich dan die 13 stymmen der verstendtnus nach ordnung und maß, in solcher einung ausgedruckt, zueinander verfugt, sich aller zuvor in dieser sachen ergangener abschied und handlung, auch der verlesenen goßlarischen supplication, röm. ksl. Mt. ubergeben [Nr. 249], erinnert und darauf auch die gemein uffgericht verstentnus und die notel der verfassung zur gegenwehr, furnemlich aber den artickel solcher ainung, umb die scheinsachen angestelt, fleissig besehen und nach erwegung des alles und ides mit seinen zugehorigen umbstenden haben der merer teilh und fast gemeiniglich dohin geschlossen:

    Erstlich weil inen, denen von Goßlar, diese beschwerung uß dem haß, der inen von der religion willen und, daß sie sich zu dieser verstentnus gethann, Šbegegenet, also das ire sachen an dem keyserlichen chammergericht zu der zeit, in deren sie weder der religion oder verstentnus zugethann gewesen, in besserm standt gestanden, und zum andern, weil auch das ervolgen wurde, do man Goßlar von diesem tailh hinziehen ließ, daß solchs nicht allein gemeiner verstentnus in andere wege zu grossen abbruch und beschwerden gelangen, sonder das sie auch vom worth Gottes und angenomener religion gantz gedrungen, welchs den stenden der christlichen verain vermug der verstentnus ires besten vleis und vermugens zu verhueten und furzukomen geburn will, sie auch desselben schuldig sein, das alsdan die statt Goßlar mit rath, hulf und beistant vermug der aynung und verfassung nit zu verlassen sein sollen, doch dergestalt, weil die christenlich ainung allein uff die defension und gegenwehr gestelt, cdaß sie auch anderer gestalt–c nit furgenomen werden soll. Zudeme, ob sich zutruge, das die von Goßlar der sachen halber, darumb sie in die acht gesprochen, zu solchem vertrag (den sie auch in alleweg inhalt der verstentnus suchen sollen) kommen mochten, den die stende fur billich achten wurden, daß sie, darin zu folgen, schuldig sein sollten.

    Dennemark und Pomern.

    Die irrung und gebrechen, die sich zwischen kgl. Wd. zu Dennenmarck und den Hgg. zu Pommern etzlicher gaistlicher guter halben erhalten, hat unser gnediger herr, Hg. Phillips zu Pommern, vor sich und von wegen seiner fstl. Gn. vettern, Hg. Barnims, an die stende gelangt und gebeten, dieselbigen auch fur ein religionsach zu halten und zu erkennen. Weil aber unsere gnedigst und gnedig herrn, der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen etc., es bei den partheien dohin gearbeit, daß dieselben in solchen sachen einen stilstand gewilligt biß uff Martini [November 11] schirstkunftig und das ire kfl. und fstl. Gn. mitlerzeit ire rethe an die irrigen ort verordenen, die sich bevleissigen sollen, die irrungen gutlich zu vertragen und beizulegen, und uff den faalh, alß man sich doch in keinen weg versehen will, do solche irrungen nicht vertragen, hat seine fstl. Gn. gebetten, daß uff nechst der stende zusammenkunft ein ider von seinen herrn und obern in dieser sachen gnugsamen bevelh haben und mitbringen mocht, derselbigen halben erkenntnus zu thun, wie seiner [sic!] fstl. Gn. bericht der sachen in schriften den stenden alhie ubergeben und zustellen lassen1, die sie auch semptlich und sonderlich entpfangen und ire herrn und obern der ding zu berichten wissen werden. Es ist auch bedacht, daß hochgemelte unsere gnedigst und gnedige herrn, der Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessen etc., zu forderlicher gelegenheit ire rethe solcher gebrechen halben statlich verordenen wolten, ob mit verleihung des almechtigen dieselbigen durch solche wege dester ehr zu vertrag mochten bracht werden, allerlei weiterung zu verhueten etc.

    ŠMortbrenner.

    Nachdeme auch dem naumburgischen abschied nach der mortbrenner halben alhie bei der ksl. Mt. underthenigst ansuchung geschehen [Nr. 255] und aber Hg. Heinrich sich seiner besagten amptleut und dienner angenohmen und, sie zu entschuldigen, angemast [Nr. 256], ist ferner bei der ksl. Mt. darauf angehalten und umb einsehen dieses grausamen, erschrecklichen mortbrennes [sic!] halben auß keyserlichem ampt gebetten [Nr. 257], auch bei dem H. von Granvella und Dr. Naves angehalten, will man verhoffen, die ksl. Mt. werde geburlich einsehen haben. Wo aber solchs vertzogen, soll auf nechstem versamlungstag darvon ferner geratschlagt werden und wirdet indes ein ide oberkeit, bestes vleis wider solch mortbrennen versehung zu thun und inquisition furzuwenden, wissen.

    Und nachdeme die landgrevischen reth und geschickten von einnehmung wegen des jungen Hg. Erichenn von Braunschwig alhie anhalten gethan, so haben sich die rethe, gesanten und potschaften vernehmen lassen, daß ired herrn und obern ir gemuet derhalben den beiden oberhauptleuten, nemlich dem Kf. zu Sachssen und Lgf. zu Hessenn etc., uff den naumburgischen abschied zugeschrieben, darbei sie es noch beruhen lassen und werden sich ire kfl. und fstl. Gn. nach solchem irem zuschreiben wol zu halten wissen.

    Landgrevische rechnung der kleinen anlage.

    So ist auch uff diesem tag die rechnung der kleinen ordinari ahnlage, welche nechst zu Schmalkalden uff Johannis Baptiste anno 40 [1540 Juni 24] zu erlegen fur gut bedacht, allein von unsers gnedigen herrn, des landgraffen wegen alse des einen oberhauptman der christlichen verstentnus beschehen. Und erfindet sich also in solcher rechnung der klainen und jherlichen ordinari anlag, das gemeine stende seinen fstl. Gn. pro rest schuldig pleiben 672 fl. 10 alben. Dergleichen so ist auch von seiner fstl. Gn. wegen verrechnet, waß seinen fstl. Gn. uff den nechsten schmalkaldischen abschied von neuem uff die neuen rittmeister undt hauptleut von dieser stend wegen außzugeben schuldig, welche außgabe uff die neuen ritmeister und hauptleut anlauft an einer suma 1.270 fl.

    Und wiewolh dieselben neu bestelten ritmeister und hauptleut von der beianlag, welche uff prima Junii des verschiennen 40. jhars zu erlegen zu Schmalkalden beschlossen und volgends jungstlich zur Naumburg widerumb stattliche erinnerung beschehen, das dieselb anlag neben andern alten anlagen unvertzogenlich und forderlich erlegt und betzallt werden solten, so findet man doch darinnen, daß dieselb erlegung statlich und volkommenlich inhalt der abschied nicht beschehen. Derhalben dan die rethe, potschaften und gesanten undertheniglich biten, weil sie vernehmen, daß die zeit vorhanden, in deren dieselben neuen hauptleut und rittmeister betzallung nehmen sollen, daß mein gnediger her landgraff mitlerzeit gemeinen stenden zu gutem solch vorgemelte suma gnediglich darlegen wolle, biß die vorgemelt anlag erlegt, alßdann werde Širn fstl. Gn. und anderen davon widererlegung und betzallung beschehen, inhalt der abschied.

    Dieweil aber die unvermeidlich notturft sein will, das man einmalh volkommenliche rechnung halt, und ider standt des, so er derhalben von dieser verstentnus wegen inhalt der abschied ußgeben, wider betzallt und also unwillen und nachteil verhuet bleib, so haben die geschickten reth und potschaften der ainungsverwanten dohin geschlagen [sic!], das ein ider standt sein gebur der beianlagen, welche ime in chraft des arnstettischen, nechsten schmalkaldischen und naumburgischen und des hie gemachten abschieds zu erlegen geburn, forderlich, unverzugenlich, auch an lenger uffhalten an die ort erlege und betzalle, dohin es dieselben abschied verordent und beschlossen haben. Und sollen also die stende und stett, zu welchen solcher usstandt der anlagen gelegt werden sollen, den bemelten ausstand gleich zu stund einfordern, einbringen und, ob inen darinnen der oberhauptleut forderung und hulf mangeln wurde, dieselben darumb antzusuchen, so werden ire kfl. und fstl. Gn. an irem vleis zuversichtiglich nichts erwinden lassen.

    Und soll derhalben ein sonderer rechnungstag uff der zusammenkunft zu Speir, welche vermöge des regennspurgischen reichsabschieds den 14. Jhanuarii nechstkunftigs 42. jhars furgenohmen und dohin auch die ainungsverwanten ire rethe, geschickten und potschaften verordenen sollen, gehalten werden. Uff welchem tag zu Speir alle rechnung, so nach vermög vorgemelter abschied, nemlich zu Arnnstet, Schmalkalden und Naumburg zu thun sein, gehort und folgends darauf entlich geschlossen werden soll. Darumb sollen die stende dieser aynung zu solcher rechnung gefasst erscheinen und desselben hiemit erinnert sein, damit nicht abermaln uffzug und seumnus erfolge.

    Nachdeme auch die ritmeister und hauptleut inhalt des naumburgischen abschieds uff ein jhar bestellt, so wurdet auch, die kleine ordinarii anlag widerumb zu erlegen, vonnotten sein. Darumb so soll solch ordinari klein anlag, welche uff nechstverschiennen Johannis Baptiste [Juni 24] hett sollen erlegt werden, der vorstehenden notturft halb von allen stenden, so solch noch nicht erlegt, nochmals zwischen hie und nechstkunftig Michaelis [September 29] nach vorigem gemeinen anschlag und, wie die bißher angelegt gewest, die sächssischenn bei dem Kf. zu Sachssen und die oberlendische stende bei dem Lgf. zu Hessen etc., ane wegerung und unverzuglich erlegt, davon dann auch nach außgang des jhars ordenliche und richtige rechnung beschehen und gethann soll werden.

    Dieweil auch befunden, daß der ritmeister und hauptleut vill und dieselben uber die hievor verabschiedete antzalh ersteigert, falso daß die ordinari anlag jhärlich umb ein statlichs uberlauft–f, dieweil sie aber noch uff ein jhar schon bestellt sein, so ist fur gut angesehen, daß die antzalh derselben ritmeister und hauptleut gemindert und daß die beide oberhauptleut, der Kf. zu Sachssen und ŠLgf. zu Hessenn, hinfuro nach ußgang der bestellung in irer verwaltung nit mer dann namlich ein ider zehen rittmeister und 15 fueßknechthauptleut behalten und die andern nach ußgang irer bestallung irer dinst erlassen, es wurd dan nach gelegenheit der leuft durch die stende ein anders fur gut angesehen. Und wurt in irer kfl. und fstl. Gn. gelegenheit gestelt, die tauglichsten und besten under den itzigen ritmeistern und hauptleuten zu nehmen und zu erweln. Actum Regennspurg Montags Vincula Petri, den ersten Augusti anno domini 1541.

    Nhamen der gesanten obgemelt:

    Von wegen des Kf. zu Sachssen und Hg. Johannß Ernsten: Hans von Doltzk, ritter; Franciscus Burckhart, cantzler.

    Von Hg. Heinrichs zu Sachssen: Melichior von Ossen, Dr.; Jorg von Schleinitz.

    Von wegen Hg. Ernsten zu Braunschwig und Luneburg: Nicolaus Holstein, Dr.

    Von wegen des Hg. zu Pommern: Glaus Putkamer, hauptman zu Stettin; Baltzar vom Wald, cantzler.

    Von wegen Lgf. Phillipsenn zu Hessen: Alexander von der Thann, oberamptman; Johann Feig von Lichtenau, cantzler.

    Von wegen Hg. Ulrichen zu Wirttennberg: Cristoff von Vhenigen; Claus von Grafeneck.

    Straßburgk: Jacob Sturm, Bath von Duntzennheim.

    Augspurg: Wolffganng Rolinger, burgermeistere; Simprecht Hoser; Conrat Helh, Dr.

    Frannckfurt: Johan Glauburger, burgermeister; Jheronimus zum Lamb, Dr.

    Costantz: Cunradt Zwick mit bevelch Lindau.

    Ulm: Jorg Besserer; Martin Weigkman mit bevelh Reutlingen, Bibrach, Kempten und Ißni.

    Eßlingen: Johann Machtolph, Lic.

    Halh: Mathern Wurtzelman.

    Halbrun: Jacob Ehehinger, Dr.

    Brehmen: Dietrich Faßmar, burgermeister; Johann Hoffman.

    Hamburg: Herman Roberg.

    Braunschwig: Dietrich Breuß.

    Zu urkunth haben wir Hanns von Doltzk, ritter; Jorg von Schleinitz, Nicolaus Holstein, Cristoff von Fenigen, Allexander von der Than, Clauß Botkamer und Jacob Sturm, Cunrat Heel, Dietrich Faßmar und Dietrich Breuß unsere petschaft hirunten aufgedruckt.

    « Nr. Š962 Aufträge und Anweisungen des Kaisers bzw. der kaiserlichen Regierung für Louis de Praet – Innsbruck, 1541 August 6 »

    Wien HHStA, Belgien PA 31/4, fol. 167r–169v (Kop.).

    Les poinctz, qui ont esté enchargé au Sr de Praet et dont il a désiré d’estre esclarcy pour ce que l’empereur luy a enchargé à son retour en Flandres.

    Ce que l’empereur traictera icy avec le duc Frédéricq palatin touchant l’affaire de Denemarque1.

    Ce que l’on fera après l’expiration des tresves avec le duc de Holstein, que sera en novembre prochain et si l’on les prolongera et pour quel temps2.

    Ce que l’on a traicté avec le lantgrave de Hessen et mesmes des cappitaines, que l’on luy a promis d’entretenir dès pays d’embas3.

    L’estat, auquel sont présentement les affaires d’Allemaigne4.

    Le recès de la présente diètte.

    La lighe et intelligence avec les catholicques et ce que l’on peult espérer d’eulx.

    La chambre impériale5.

    L’affaire de Maestrecht6.

    Celluy de Gheldres7.

    ŠComme la royne se debvra conduyre avec le duc de Clèves et ses subgectz et aussi ceulx dudit Gheldres8.

    Si aulcuns Gheldrois se offrent au service de l’empereur, comme ladite royne se y debvra conduyre9.

    Besteuerung des niederländischen Klerus. Verhalten der Kgn. gegenüber den Nachbarstaaten während der Unternehmung des Kaisers [gegen Algier]. Anfertigung und Bestellung von Artilleriegeschützen. Bezahlung des Geschützmetalls und andere Ausgaben. Verhandlungen mit dem englischen Gesandten. Persönliche Angelegenheiten der Kgn. Finanzierung des Gehalts des neuen ksl. Gesandten in Frankreich Marnol und der Heimreise des bisherigen Gesandten St. Vincent. Übersendung zweier versiegelter Koffer mit dem Material der Kommissare, die die Beamten in Burgund kontrolliert haben, und Bestellung von vertrauenswürdigen Personen, die dieses Material prüfen sollen. Verfahren mit altgedienten niederländischen Beamten.

    Depuis ce que dessus et le partement dudit Sr de Praet, que fut le 23. du mois passé, l’on a esté continuellement poursuyvant la direction et conclusion du recès et des aides hâtive et durable. Et pensoit sa M, que le 28. dudit mois la fin s’en debvoit faire, et feit venir le matin les catholiques et protestans en son logis et praticqua l’on avec eulx jusques à une heure aprèz midy, avant que l’empereur et le roy disnassent, et l’aprèsdisner jusques à une heure de nuyt et encores le vendredy 29. y travailla l’on jusques à deux heures et demye après midy seulement ledit recès se feit, dont l’on envoye relation du substancial avec ces articles. Car sitost que ledit recès fut publié et accepté, sadite M ne feit que disner et après se départy du roy et vint encores cincq lieues. Et est demouré le conseiller Naves pour recouvrer ledit recès et faire la commission de Maestrecht et achever aultres particularitéz, dont l’on luy a laissé charge.

    En oultre ledit Sr de Praet scait la peyne, où sadite M s’est retrouvée de Monsr le duc Frédéricq persistant que comme qu’il fut l’on luy bailla dès maintenant assistence pour son affaire de Dennemarcque ou en tous advènements que l’on luy donna de quoy vivre, remonstrant, qui soit en extrême nécessité. Et enfin après luy avoir remonstré tout ce que l’on a peu aviser Šconcernant l’impossibilité de maintenant luy bailler assistence, l’on si est arresté. Aussi a l’on refusé ce qu’il vouloit, que l’on ne proroga plus de tresves avec le duc de Holstein. Mais sa M touchant l’aide, qu’il demandoit, et très grande selon son extrême nécessité, qu’est telle, que ledit Sr de Praet a bien entendu, luy a accordé enfin huit mille florins de quarante gros par an en actendant que l’on aye regardé en sondit affaire ou qu’il aye aultre moyen de vivre, supposant, que son frère ne la peult faire longue. Et encores a il persisté, que ladite pension soit payées de troys en trois mois, surquoy fauldra, que la royne regarde de bailler ordre pardelà avec ceulx des finances estant ceste partie pitéable et n’ayant aultre moyen la payer ailleurs. Et quant à la tresve elle se pourra prolonguer d’ung an à compter dès l’expiration de la prolongation dernièrement faicte à Regensbourg10.

    Le Sr de Praet scait l’office et debvoir, qu’a fait le docteur Groperus11 de Monsr de Coulongne en la dernière diètte et qu’il est personnaige, dont l’on se peult servir non seullement en l’affaire de la religion, mais aussi touchant Gheldres, dont sur le partement le Sr de Granvelle luy a parlé et semblablement au conte de Mandrescheit12 [sic!], lesquelz chacun à par soy ont promis d’y faire toute la bonne euvre, qu’ilz pourront. Et afin de gaigner plus la voulenté dudit Groperus Šluy a sa M fait dire, qu’elle luy feroit bailler une pension de pardelà jusques à trois ou quatre cens florins par an sur les premiers bénéfices, qui vacqueront pardelà. Et fauldra, que la royne le cas advenant en ait souvenance. Et sera aussi bien fait d’avoir recommandé ledit conte de Mandrescheit en ses affaires. Fait à Yspurg, le 6. jour d'aoust l’an 1541.

    [PS:] Modifikation der Anweisung zur Anfertigung und Beschaffung von Artilleriegeschützen.